nNZSUmS: wotheBtaga II Samstag-Sonntag 15 Rpl m Samstag-Sonntag 15 Rpl Warbttroer öntung Amtllehos Organ des Ytitee and Scbrihliltttatt Mifburs a. t Dfiu, Badfiiit Nr. 6» remrut: 2S-67. tS-Mi dS-OQ. Ab ttJO Uhr fit dil Sdhriftitituns nur auf Pirnnit Nr. 28*67 errtlobbar. ^ Unvtrlinttft Zuichriftcn werden nicht rOckttsandt Bei ABtrtMD IM du RQok^ortO bsiiulei^n. •>* Poitscbeckkönto Wien Nr. 64.608 Steirischen Heimatbundes erscheint werktäglich als Morgeniettunff, Bczuespfei« (Ifn voraus zahlbar) monatlich RM 2,10 einschl. 19,8 Rpf. Postzeltungsgebühr; bei Lieferung: Im Streifband 2U8ük1. Porto; bei Abholen In der Qesdiäftsstelle RM 2,—. Altreich durch Post monatl. RM 2,10 einschl. 19,8 Rpf. Postzeitungsgebühr u. 36 Rpf. Zustellgebühr ^r, 310 Oltorfturg'iPrau, grritoo, 6. Otoberofter 1942 S2. SaOrgong Vom Eitmoor bis tUdIfch Madagaskar: 26 Schiffe mit 168000 brt Furchtbare Schläge gegen die Feinilschiffahrt Bombanangriff« auf towjatiteiian Nachtehub — Schwäre Abwahrschiacht In Xgypten geht weiter ■— Dreitsig BrHanflugxeuge abgetchetten —» Luftwaffe versenkt 7000 brt-Frachter ^ Führerhauptquartier, 5. November DM Oboffkonuuuido itr IVtliriMdlt gibt bakaaiit: Itt wMtllchan Itattkasns ersttlnate Infante-ilk aick Abwohr itiiltsr GtgeitAngrllfe feindlich# Stettaiigen« Kai^itfll«f«r vor^elitelii im MafaigaMal ▼0« Tuaps« dr«l lUadeltschll« mit fttiam^ mm Aioo brt NahlitaiptAiagar irtSni d«a f*lBdllch«ii Ndektckttb an» laa Raaai von Alagit siad erbitterte An-friHikinple gegan dan steh bartaseklg v«r-taidigavde» iPeiad Im Gange. Trupitcaaii-aaaitiliuiQan und Varsorouagiiagar der So-wjeti lai Raum swlicbett den Ptttssen fCuaia «nd Tarek lowia Biscnbahniflga sttdlicb von Astrachan wurden Von der Luftwetfe bom* bardlait. In Stalingrad wurden Stofilruppilhterftab-man erfolgreich durchgeführt Cin feindlicher Stützpunkt wurde aüsgehöben, Vorstöde das Gegnert abgewehrt. Sicherungen des Heeres an dar Wölga versenkten einen größeren Plufidampfar. Sehwara Luftsngrlffa richteten sich fiagen Stotspunkta des Feindes weatlieh des Wolga-Knies und Battetlestellun^eii oat< Wirts d^i StfOffias. An dar Don^Front wiasen Ualltnlicha Truppen Überaativeraueba ab. tm aittlaran und nAfdlleben Frontabschnitt yeroichteten eigene StoBtnifin« eine grOBere Anzahl feindlieher Kainpht&nde mit ihren BesattuA" gen. Ortlleha Angriffe das Feindet Schalter* teit Kanpfflief^er bombardierten trötz lehr schlechter Wetterlage einan wichtigen Nach* schub- und Verkehrsknotenpunkt der Sowjets. in dar 2§lt vom 10. bis 31. Oktober wurden an dar Ostfront 615 fefndllcha Flugtauge vernichtat, hiervon in Luftkimpfen und 61 durch Flekartlllarle der tuftwatfe. Der Rest wurde am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen 56 eigene Flugzeuge verloren. Dlfc Schlacht in Ägypten Ist an der gensen Front welter Im Gange. Die deutach-ltallenl- iiiitiniiiiiiiiiiiiiniiKiiinniiiiiiininiiiiiiiiiiiiiilirmiiiiiiiiiii SdrilfR. ii« sl« sie umNMm Stockholm, 5. Növatnber Nach Berichten aus der Sowjetunion werden dort die Ziffern, die In periodischen Abständen von USA-Selte über den Pacht- und Leihumsatz veröffentlicht Warden, nur mit einem troniachan Achseisttckan tur Kenntnis genommen. Diese Ziffern seien schön und gut, Tatsache aal abar, daß dia Versorgung der Sowjetunion durch Ihre waitlleben Ver-bündatan niamals unbafrledigendar gawasen sei als int Sommer dieses Jahres. Ja mehr sich dla Lage in Stalingrad sugespltit habe, desto geringer seien dla Lieferungen Ameri* kas tind Englands geworden,-obwohl beide Staaten eine Erhöhung ihrer Sendungen vsr* snrochan bitten. Demgegenüber wird bekanntlich von ame» rikanischer und angllschar Seite immer wieder erklärt. Bngland und die USA hätten ihie Lieferungen in Laufe der Sommarmonate betrlehtlich erhöht. Allerdings gilt na<7h eng* lischer Ansicht Kriegamatariaf bereits als abgeliefert, wenn aa traniportbarelt auf den Kais aines englischen Hafens liegt. Aua dlaiem Qegansats «wischen dan sowjetischen und englischen Angaben geht deutlieh hervor, wie stark die Verlust« 4a Kriegsmateriel bei der Vernichtung dar Qa» Vitzüge Im nördlichen Eismaar Sind. Neuer sowjetlsehat Ne4nif an die Landbevölkerung Dla Abnthme dar landwirtschaftlichen Urzeugung In der UdSSR Infolge daa Verlustes der großen Ackerbaugebiate im Süden tr'tt in foloendan Worten eines neuen Aiifrufe». den die Sowjetregierung an die Lsnlbovöl-kerung richtete, deutlich hervort „Clebt dei Front and dorn Lsnd unter allen Umstärdpn mehr Lebensmittel und mehr Rohilofe für die Industrie. Strengt alle Krlfte für die IJn* terstützunq H#r Fr^wt nnC sehe Pansararmee sattt den massierten feindlichen Angriffen äußersten Widerstand entgegen, In einzelnen Abschnitten wurde die eigene Truppe planmABlg in vorbereitete iwalta Stellungin zurückgenommen. Kdnipf-fllegarkrafte falirtaa laufand Bombenangriffe gegen dla britischen Panzerverbände und Ar-tillerieitallungan. Am d. und 4. November schoaien dautache und itaUenlscha Jagdflieger in arbittarten Luftkimpfen gagen zahlen* miAiq übarleganen Palnd dreißig Plugzeuoe ab. vier eigene Flugzeuge werden vermißt. Im Nordmeer versenkte die Liiftwaffe ein Mandalsachiff von 7000 brt und beschldigte zwei große Frachtschiffe. Wie dnrck ibAiarealdtuig bakamtgage-bell, haben dbvtscha Üntarieeboota in weit verzweigten Operationen, die vom nördlichen ^Blsmeer Ms in die Gewisser südlich von Madagaskar reichten) nach den großen Erfolgen der letsten Tage In unermüdlichem Angriffsgeist den feindlichen Transportflotten neue schwerste Verltista sugelügt. Im Nordatlantik erhielten sie In hartnickl* gar Verfolgung erneut Fühlung an dte Beste des mit Kriegsmaterial und Lebensmitteln nach England bestimmten Geleltiuges, aus dem bereits 16 Schiffe mit 04 000 brt herausgeschossen waren, versenkten aus ihm weitere sechs Schiffe mit 37 000 brt und be* sehldigtan swel Dampfer durch Torpedo-tralfer. Andera Untersaeboeta versenkten In Ein* zallegd Im nördlichen Eismeer bei der Insel Jan Mayant Im Nordatlantik liol 9t. Johnt, im Aquatorgebiet bei der Insel Fernando No-ronha, im Südatlantlk, vornehmlich im Seegebiet um Kapstadt und in den Randgebieten des indischen Ozeans südlich von Madagaskar 20 SchlHe mit 131000 brt. Eines von diesen Ist mit fünf Dampferbesatzungen untergegangen, die von versenkten Schiffen »n Bord genommen waren und in den verfügbaren Rettungsbooten keinen Platz fanden. Damit hat der Feind wiederum 26 Handelsschiffe mit insgesamt 168 000 brt verloren. Ein Teil «Ueser Schiffe war mit Kriegsmaterial für die Nordafrlka*Front bestimmt. Die Schlacht in Nordafrika Verbissener Kampf mit ungeheurem Materialeinsatz — Nirgends gelang dem Feind der Durchbruch Berlittf 5, November Aitf dan nordafrikihischen Schlachtfeld führten dar britische droßangriff und die Gegenstöße dar Achsentruppen zu erbitterten Kämpfen. Nach den beim Oberkommando dar Wehrmacht vorliegenden Meldungen hatten die Briten In den letzten Tagen aus dem mittleren und südlichen Abschnitt der El*Alamein*Front alle verfügbaren Truppen und Panzer abgezogen und diese im Schutz dar Sandstürme an den Küstenabschnitt geworfen. Mit diesen frischen Truppen begannen die Briten in der Frühe des 31. Oktober ihren Angriff mit stärkstem Trommelfeuer. Dann setzten sie massierte Infanteriekräfte auf schmalem Raum im Gebiet der Küstenstraße in Richtung auf Sidi Abd el Rahman zum Vorstoß an. Unter 8Ch\ eine der größten deutschen Siedlungen — Windhorst — entstand m dieser Epoche. In der darauf folgenden Siedlungswelle gründeten deutsche Siedler vor allem aus dem Banat und der Batschka Rudolfstal. In dieser zweiten Siedlungswelle kamen auch viele deutsche Bauern aus den südostdeut-sehen Siedlungsgebieten, vor allem aus dem Banat, der Batschka und aus Syrmien. In der dritten Siedlungswelle, in der sogenannten ärarischen Kolonisation von 1891 bis 190.S, schaltete sich die Landesvcrwaltung ein, während vorher dio Ansiedler auf rem private Mittel — vorübergehend mit geringer Unterstützung, die In unentgeltlicher Überlassung von Bauholz bestand — angewiesen waren. Diese staatliche Kolonisation scheiterte an der Heranziehung von ungeeigneten einheimischen, moslemischen Siedlern, die nur solange auf dem Siedlungsland verblieben, bis das erhaltene Geld aufgeaehrt und das bewegliehe Gut verkauft war. Die ersten solcher ärarischen Kolonisationen wa-ren Brsnjevo und Dugopol|e an der Drihn, Sie wurden Iftni von Schwaben gegründet, die aus der Batschka kamen. Im Jahre 1894 entstanden Königsfeld, Karlsdorf, Prosara und Korace. In diesem Jahr wurde die Ein-Wanderung von Deutschen aus Gallzien besonders stark. Im Tal des wilden Ukrina-Plusses entstand als einzige größere ärarl-srhe Siedlung GlogoWatz. Diese deutschte 8HI« 1 i^Martrargef Zelhuigf B, November 1Ö42 Nummer 310 Siedler kämen aus GdHiirn, Burb«nland, SUwonien, Bantt und Batschka, aber auch aus Württemberg. Durch Sumpf, Malaria und Uberachwemraung yrurden die Glogowatzer gezwungetc ihr Dorf auf den nahen Dornen-berg ru verlegen (1902) und sie nannteo diese neue Ansiedlung nun Schutzberg. In der vierten Ansiedlungswelle 1891 bis 1914 kcfm es zu einigen privaten Siedlungen, dl« gleichzeitig mit der ärarischen Kolonisation in Angriff gen^ommen wurden. Die One Opsiecko, Kalenderovci turski. Zavidovici, Polje, Bolcinci, Sitnes, Ivanjska utid «indere wurden gegründet. Außerdem entstanden zahlreiche M^ierhöfe und im mittelbosnischen Industriegebiet einige Bergwerkersiedlungen. So vereinigte sich in Bosnien das Südost-Deutschtum mit den deutschen Siedlern aus nord- und südwestdeutschen Provinzen und niit den Kolonisten ausi Gafizien, ja sogar aus Rußland. Im verhältnismäßig kurzen Zeitraum der gemeinsamen Arbeit und des gemein&dmen Kismpfes bat das Zusammenleben die einzelnen Stammes-Merkmale noch nicht zu einem gemeinsamen Stammesgefüge umgeprägt. Auch in der Gestaltung der äußeren Formen der Siedlungen zeigt sich die Herkunft der Besitzer. So finden wir in der bosnischen Landschaft das schwere deutsche Giebelhaus der Siedler aus Oldenburg, das iihnlich dem friesischen Haus einsam und wuchtig die Landschaft beherrscht. Daneben das südostdeutsche Siedlerhaus und das Waldbauern-haus des deutschen Galiziers mit seinem Fachwerk und der langen Veranda. Reine Baustile gibt es allerdings nur selten. Im Kern der deutschen Siedlungsdörfer .'legen meist eine geraumige Schule und das Gemeindehaus. Die Fornen der Dorfanlags sind verschieden. Vom langgestreckten Straßendorf bis zum schachbrettartigen Koloniston-dorf und den willkürlich in die Landschaft hineingebauten Meierhöfen finden wir eine bunte Reihe von Dorfformen deutscner Siedlungen. Insgesamt gibt es in Bosnien etwa 20 000 Deutsche in einem Viertelhundert Siedlungen. Wenn heute diese Deutschen zurück ins Mutterland gerufen werden, so Issistan sie diesem Ruf zur Sammlung Folge, im Herzen den Stolz der Bewährung. Franz Schäfer Die «rsle Cwles-Silzung Madrid, 5. November Am Sonntag, den 1, November, wurden in ganz Spanien die Wahlen der Stände- und Städte-Vertreter zu den Cortes abgehalten. Die Zentralausschüsse der 23 Syndikate wählten durch Zuruf je einen Unternehmer, Angestellten und Arbeiter aus ihrer Mitte. Die den Syndikaten übergeordneten nationalen Vertretungen derselben bestimmten 33 im technischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben bekannte Persönlichkeiten und die offiziellen Vereinigungen der Rechtsanwälte, Arzte, Chemiker, Tierärzte und Architekten einigten sich durch Stimmeneinzclwahl auf sechs Vertreter. Ferner wählten die 52 Provinzausschüsse je einen Repräsentanten, der die Städte und Provinzen zu vertreten hat. Einer Meldung aus unterrichteten Madrider Kreisen zufolge sollen die neugegründe-Icn spanischen Cortes zum 20. November, dem sechsten Jahrestag der Ermordung Jose Antonios, des Gründers der Falange, zum ersten Male einberufen werden. Aus diesem Anlaß wird die Ernennung des Präsidenten, zweier Vizepräsidenten und von vier Sekretären weiter die Einsetzung von 50 Proku-ratoren erwartet. GroBrazzia gegen nallOMle Iren Genf, 5. November Die britische Polizei in Belfast führte erneut, wie »News Chronicle« berichtet, eine um/asseiido Razzia zur Verhaftung nationaler Iren itn ganzen Stadtiiebiet durch. Sie dauerte von SaiTistaj; nacht bis Sonntaij mittag. Um das ganze Stadtgebiet von Belfast war ein diciiter Polizeikordon gezogen und üämtllohe in die Stadt hineinfahrenden und ans ihr herausfahrenden Autos wurden angehalten und untersucht. Im Verlaufe dieser Razzia seien so vtel Personen festgenommen worden, daß man zahlreiche Omnibnsse zum Abtransport der Verhaftelen habe heranziehen müssen. Bomben auf britlschc Kasernen Der erbitterte Kampf der Irischen Repu-»likanischen Armee jjcgen die Militari-Sieruns: Nordirlands durch die Engländer und Nordamerikaner hat in der letzten Zeit dramatische formen angenommen. Obgleich die britische Zensur alle Nachrichten über Zvi-schetil'älle und Ausschreitungen im Zusani-menihang mit diesem »Kleinkrieg« in Ulster zu unterdrücken sucht, wird letzt durch eine United Press-Meldung aus Belfast bekannt. daß Mitglieder der IRA am Montag ein Bomhenattentat gegen eine britische Ciarnisnn ausgeführt haben. Eine Bombe explodierte vor einetn Fabrlksgehäude, das den Unten als Kaserne dient. Menschenlehen sind dabei nicht zu Schaden gekommen. Mit Bajonetten und automatischen Pistolen ausgerüstete englische Truppen und Polizei haben sofort die Jagd auf die Attentäter aufgenommen. die sich jedoch noch auf freiem FuO befinden. Rlnhengelder tfir PriesiennOnler Stockholm, 5. November Der durch seine Bolschcwistenfreundschaft berüchtigte Dekan von Canterbury hat nach einer Meldung des Londoner Nachrichteniiienstes der Frau de» Sowjethotschafters Maiskv persönlich einen Scheck in Höhe von ;ViOnf) Pfund als Ergebnis einer SammlunL' ulK'rreicht mit den Worten: »Nichts sei groß penug, um der Sowjetunion die Dankbariceit f nglande zu b«wei6en.< lagdgebiet von 80 Millionen Quadratkilometer U«b«r 110 Breitengrad# und durch all# Kllmagablata dar Erda ralchan dia Aktlonan untarar U-Boota — Wladar wurdan wartvolla Ladungan varsankt B«rlin, 5. November über 110 Breitengrade erstreckt sieh jetzt des Operationsgebiet der deutschen Unterseeboote, liber ein Seegebiet von fast 80 Millionen Quadratkilometer. Die Teile des Atlantischen Ozeans, in denen neuerdings der britischen und amerikanischen Schiffahrt schwere Schläge zugefüjgrt wurden, liegen Tausende von Seemeilen aiiselnander. Die Insel Jan Mayen in der Grönlandsce, der nebelreichste Ort der Erde mit 27 Nebeltagen im Monat, liegt von den Seegebieten des Indischen Ozeans südlich von Madagaskar mehr als 8000 Seemeilen entfernt. Das entspricht einer Entfernung von Lissabon bis nach Wladiwostok oder einem Durchschnitt durch ganz Europa und Asien von Westen ruich Osten, von der atlantischen Küste Portugals bis zum Japanischen Meer. Während bei Jan Mayen fast ununterbrochen schwere, kalte Nebel auf dem Meere liegen, durch welche die Schiffahrt fast unmöglich gemacht wird, herrscht bei Fernando Noronha, der kleinen Vulkaninsel unweit der brasilianischen Nordküste, strahlender Sonnenschein und fast tropische Temperaturen sind hier vorwiegend. Hier, bei Fernando Noronha, zog im Frieden der große Schiffsverkehr zwischen Europia und den Häfen der südamerikanischen Ostküflte vorbei. Heute allerdings ist dieser TeU des Atlantik fast ebenso ausgestorben wie so zahlreiche andere Seegebiete, die einst zu den am meisten befahrenen Straßen der Weltschiffahrt gehörten. Noch größer als die Nord-Südachse Jan Mayen — Fernando Noronha Ist die Linie Neufundlande — Kap Agulhas, von der kanadischen Küate bis zur äußersten Südspitze Afrikas. Auch diese fast 10 000 Kilometer lange Linie, auf der die deutschen Unterseeboote operieren, durchläuft alle Klimagebiete der Erde, von den durch Treibeis und Nebelbänken bedrohten Gewässern Ostkanadas bis zu den tropischen Gebieten des Äquators und der gemäßigten Zone Südafrikas. Waffen, Erze und Lebensmittel vernichtet Zu den neuen Erfolgen der deutschen Unterseeboote teilt das Oberkommando der Wehrmacht noch ergänzend mit: Seit Ende Oktober konnten tix>tz der schweren Wetterlage, die im Atlantik herrschte, in kürzesten Abständen Immer neue Unterseebooterfolge durch Sondermel-dung beltanntgegeben werden. In gruppen-weiaem Einsatz gelangen vernichtende Schläge gegen feindliche Geleitzüge, bei denen sich die hohe Schule des Unterseebootkrieges unter erschwerten Bedingungen bewährte. Dies zeigt sich be«onders daran, daß es den deutschen Booten jetzt gelang, mit den Resten des Neufundland-Geleitzuges erneut Fühlung zu bekommen. Obwohl «ich der Feind schon durch den Verlust von 16 Schiffen in höchster Alarmstufe befand und seine Sicherungsstreitkräfte auf die wenigen übriggebliebenen Dampfer konzentrieren konnte, gelang den deutschen Booten der wiederholte Geleltangriff, der zur Versenkung von sechs weiteren Schiffen führte. Die erttMinlicbe B«icliwäte der Angriffe Wohl selten ist die Reichweite des Unterseebootkrieges so anschaulich geworden wie durch die heutige Sondermeldung. Während sich noch die allgemeine Aufmerluattikelt auf die großen Qeleitangriffe im Nordatlantik richtete, waren andere Unterseeboote vom Nördlichen Eismeer bis in den südwestlichen TeÜ des Indischen Ozeans am Feind und machten in Einzelj^d reiche Beute. Sie trafen damit nicht nur die Versorgung der britischen Insel, sondern auch den Waffen- nachschub für die Bolsehewiften sowie für die Briten in Nordafrika. Eines von den Schiffen, die bei der Insel Jan Mayen versenkt wurden, hatte eine Decksladung von Flugzeugen und Kriegsina. terial für die Sowjetunion an Bord. Von den bei Neufundland versepkten Schiffen waren drei achwer mit Erz beladen. Andere Schiffe, die im Mittel, und Südatlantik den Unterseebooten zum Opfer fielen, hatten Spezial-erze für die amerikanische Rüstungsindustrie sowie hochwertige Lebensmittel für England geladen. Empfindlich hohe PeitwnalverluBt« Besonders aufschlußreich ist die Feststellung, daß einer der versenkten Dampfer die Besatzungen von fünf anderen Schiffen an Bord hatte. Auch darin liegt eine Teilbestätigung der vom Gegner verheimlichten ; Schiffsverluste. Da ein Handelsschiff nicht ; genügend Rettungsschiffe oder Flöße mit sich führt, um außer der eigenen Besatzung auch noch die von fünf anderen Schiffen auf ihnen unterzubringen, ist damit zu rechnen, [ daß ein großer Teil dieser Besatzungen untergegangen ist. Bei der Knappheit an Seeleuten treffen die hohen Peraonalverluste die britische und amerikanische Schiffahrt besonders empfindlich. Ende der Entlastungs-Illuslonen Sowjetische Geständnisse verderben Londoner Zweck-Optimismus Stockholm, 5. November Alarmierende Nachrichten von den wichtigsten Sektoren der Ostfront zerstörten endgültig die britischen Illusionen, daß die Offensivversuche Alexanders in Nord»frika den Sowjets eine fühlbare Entlastung gebracht haben könnten. In den Moskauer Kommuniques wurde nicht nur eingestanden, daß die Schlacht in den Ruinen von Stalingrad nach kürzerer Atempause noch einmal mit stärkster Wucht aufgeflammt sei, sondern auch von der Kaukasusfront mußten die Sowjets alte Eingeständnisse nachtragen und gleichzeitig eine weitere bedrohliche Zuspitzung der Lage mitteilen., Das amtliche sowjetische Mitternacht-Kommunique gab außerdem den Verlust von Naltschik mit der üblichen mehrtägigen Verspätung zu. „Unsere Truppen räumten die Stadt", so lautete dieses Moskauer Geständnis, „und bekämpften den Feind nun im Südosten Naltschiks." Besonders die neuesten Berichte aus Stalingrad trafen offensichtlich die eben wieder aufkeimenden britischen Hoffnungen schwer. Schon in den letzten Tagen hatte London krampfthaft jedes noch so schwache Anzeichen dazu benutzt, um eine angebliche Erlahmung der deutschen Angriffswucht an diesem Zentralpunkt der Ostfront festzustellen und daraus einen „Nebenerfolg" der eigenen Offensive zu konstruiren. Schließlich aber mußte der britische Nachrichtendien * auf Grund der Wiedergaben sowjetischer Mitteilungen einräumen, daß die Gefahren für die nahezu erschöpften Verteidiger der Ruinenstadt über Nacht noch einmal gewaltig angewachsen sind. Dabei fiel Im britischen Nachrichtendienst bemerkenswerterweise auch ein Zitat des Moskauer Rundfunks, in dem davon die Rede war, daß viele Tausende der Verteidiger Stalingrads seit Tagen nicht mehr zum Schlafen gekommen seien. Der Moskauer Unitnd-Prcss-Korrespon-dent meldete dazu ergänzend, daß die Sowjets in den letzten 24 Stunden nicht weniger als 20 deutsche Angriffe allein im Nordwesten Stalingrads zu überstehen gehabt hätten. Alle vorliegenden Berichte waren .sich der-über einig, daß die deutsche Heeresleitung jetzt angeblich ihre stärksten Kräfte im Kaukasus einsetze, wo die seit Tagen ohnehin bedrohliche Lage der Sowjets inzwischen nahezu dramatische Ausmaße angenommen und neue unheilvolle Perspektiven geschaffen habe. ,,Vor allem gilt der deutsche Stoß der Naltschik-Front", so faßt United Press die letzten Unglücksbotschaften zusammen, „wo der deutsche Druck fortwährend erhöht wird und die Laqe sehr bedrohlich geworden ist. Das war der 5. Terraingewinn, der den Deutschen seit Beginn dieser Offensive in der vergangenen Woche glückte." Der britische Nachrichtendienst übernahm außerdem das sowjetische Eingeständnis, daß die deutsche Luftwaffe gerade in diesem Sektor äußerst aktiv geworden sei und von Stunde zu Stunde mit größerer Wucht den deutschen Durchbruch vortreibe. RHlerkreanriger hesodieii m Berlin, 5. November Dreißig Ritterkreuzträger der Infanterie trafen, von der Front im Osten kommend, in ' der Keichshauptstadt ein. Sie werden für I mehrere Tage die Wehrertüchtijrungslager j der Hitler-Jugend besuchen, um den Jungen i von ihren Kampferlebnissen und Kampferfah-; ruiigcn zu berichten. Viele dieser Ritterkreuzträger tragen das Paiizervemichtungsabzei-1 chen als Ausdruck höchsten persönlichen Mutes. Vor Antritt ihrer Fahrten in die ein-zehien Gaue waren die Ritterkreuzträger Gäste des Reichsjugendführers, der ihnen in herzlichen Worten die Grüße der deutschen Jugend entbot und auf die mannigfachen Beweise der aufrichtigen Verbundenheit zwischen den Soldaten der Front und der Jugend in der Heimat hinwies. IISA-Walilergelnisse last vollstflndio Stockholm, 5. November Nach Meldungen aus Washington wurden im Repräsentantenhaus 218 Demokraten und 205 Republikaner gewählt. Acht Wahlergebnisse stehen noch aus. Der Senat setzt sich nach den Ergebnissen der jetzigen Wahl aus 5t) Demokraten, 37 Republikanern und einem Unabhängigen zusammen. Zwei Wahlergebnisse sind noch nicht bekannt. Bei den in 3.1 Staaten stattfindenden Gouverneurswahlen wurden an Stelle der bisherigen 18 demokra-tlsclien und 13 republikanischen Gouverneuren jetzt 13 Demokraten und 17 Republikaner sowie ein Progressiver gewählt. Die Gewinne der Republikaner werden als symptomatisch für die Unzufriedenheit mit dem bisherigen Ergebnis der inneren und äußeren Kriegführung Washingtons angesehen. Die Desorganisation auf dem Gebiete der nordamerikanischen Kriegswirtschaft bildet nach Meinung einflußreicher republikanischer Kreise den Hauptgrund. Wie weit die demokratischen Verluste sich politisch auswirken, läßt sich allerdings noch nicht übersehen; es ist jedoch zweifelhaft, ob die republikanischen Gewinne den Kriegskurs Roosevelts beeinträchtigen werden; denn auch die Republikaner sind für die gegenwärtige Kriegspolitik, wie der neugewählte republikanische Gouverneur von New York in seinem Telegramm an den Präsidenten auch zum Ausdruck gebracht hat. SandwUste am Kasplschen Meer Huttte HadtttdUeu Unt«r Staubwolken mit dem Kompaß rastlos ostwärts 75 Stunden ohne Wasser — Panzerspähwagen gegen Kosaken Berlin, 5. November In der Kalinückensteppe setzten unsere Truppen am 3. November die Verfolgung der am Vortage geschlagenen Kavallerlever-bände des Feindes fort. Die Bolschewisten hatten in diesem Raum angegriffen, um unsere vorgeschobenen Infanterie- und Panzerabteilungen von ihren Nachschubstützpunkten ab/.uschueiden. Im Gegenangriff wurden die Kosaken gefaßt, unter schweren Verlusten zurückgeworfen und in der Verfolgung größtenteils aufgerieben. Der Kampf in dieser Steppe stellt unsere Soldaten vor ganz neue Aufgaben. Die weiträumige Dünenlandschaft westlioh des Kasplschen Meeres ist ein wasserarmes, dünn besiedeltes Gebiet, das von nomadisierenden Hirten mit ihren Herden durchzogen wird. Fs gibt kaum Wege und Straßen, lediglich die Spur unserer nach dem Kompaß fahrenden Panzer, die das Steppengras und die hohen Wermutdisteln niederwalzen. zeigen die Richtung des Vormarsches. Auch Bäche oder Flüsse sind kaum vorhanden. Sie versickern einfach im Sande. Manchmal tauchen weite Salzstreifen, die Reste ausgetrockneter Seen, auf. In dieser Wüste geht der Kampf um einzelne kleine Siedlungen, die meist in Anlehnung an die wenigen Süßwasserstcllen entstanden. Der Vormarsch unserer Truppen wird von Wogen feinsten Sandes begleitet. Jedes Gefährt wühlt riesige Staubfahnen auf. Oft erkennt man auch den Feind, der sich nur selten zum Kampf stellt, lediglich an dem wirbelnden Staub, der irgendwo am Horizont aufsteigt. In diesem trostlosen Steppenland dringen unsere Truppen in breit gefächerter Front nach Osten. Der Feind versucht, zwischen die einzelnen vorgeschobenen Abteilungen mit schnell beweglicüen Kräften einzudringen. Zu härteren Kämpfen kommt es, abgesehen von Scharmütsseln zwisdicn kleinen Sicherungen und Kosakenpatrouillen, fast immer um die Wasserstellen und um die manchmal sogar mit kümmerlichen Buschwald oder Schilf bestandenen Sumpfsenken. Die Vorausabteilungen haben es schwer, da sie nio- wissen, ob die in den Karten verzeichneten Wasserstellen auch wirklich vorhanden sind. Als kürzlich Vortrupps gegen ein solches Wasserloch vorstießen, wurden sie überraschend durch stärkere Kräfte aufgehalten. Sie mußten 75 Stunden ohne Wasser aushalten, bis sie fast verdurstet von der Panzerspitze aufgefunden und gerettet wurden. Das ganze Land ist jedoch sehr geeignet zur Entfaltung scnneller Einheiten. Die Bolschewisten setzen daher bevorzugt Ihre Kosaken-Regimenter ein, die versuchen sollen, unseren Truppen die tiefe Flanke abzugewinnen. * Bevollmächtister des Reiches In Dänemark. Als Nachfolger des bisherigen Bevollmächtigten des Reiches, Gesandten von Renthe-Fink, ist der bisherige Ministerialdirektor im Auswärtgen Amt, Dr. Best, zum Bevollmächtigten des Reiches in Dänemark ernannt worden. Der neue Bevollmächtigte hat am 5. November seine Dienstgeschäfte übernommen. Auszeichnungen an claen bewährten Flie-gersturoL Der König und Kaiser besichtigte Mlttwoclivormittag auf einem Flugplatz Mittelitaliens einen Sturm von Torpedoflugzeugen, die zur Ablösung in Italien eingetroffen sind. Er überreichte Offizieren. Unteroffizieren und Mannschaften des Sturmes die ihnen verliehenen Auszeichnungen. Lord Halifax' Sohn gefallen. Bei den Kämpfen in Ägypten ist nach Meldung des englischen Reuterbüros aus Washington angeblich der zweite Sohn des englischen Botschafters «Lord Halifax, Peter Wood, gefallen. Er war Fliegeroffizier. 11 000 Menschen im Zyklon uniKekonimen. Im Distrikt BengÄlen brach am Ifi. Oktober ein furchtbarer Zyklon aus, dem U 000 Menschen zum Opfer fielen. In verschiedenen Gebieten sollen außerdem große Verwüstungen angerichtet worden sein. Druck and Verlag; Murbaricer Verlaus- ond Druckeroi-Oes. m. b. H. — VfrJausleituog: Elton Buumxartner; Haupt&chrlftleiter; Antoh Qcrschack. alle in Marburx . a. d. Drau, Badgasse fi Zur Zelt für Anielgen die Preisliste Nr. 2 vom 1. Juli 1943 )tUlti£. Ausfall der Lieferung des Blattes bei hAherer Oeuali oder Bctricbsslftrun* s-ibt keinen Anspruch tirif RUckMbluitc des DeiUKSg«ldM Nummef 310 »Mafhurger Zeltungc 6. November 1042 Seite 3 SBOOO (ä Jk Mku tUuld G«l«ltEug iwitchM Jairaica und Haiti gafasst — Deuttcha U-Boota blalban bis lum latHan Torpade am Falnd Die schweren Herbststürme aul den Meeren haben den Angxiffigeiet der deutschen U-Boote nicht hemmen kön* nen. Trotz der starken Sicherung werden die feindlichen Geleitzüge vor Amerikas Küsten mit gleicher Heftigkeit gepackt wie vor den Küsten Afrikas und im Eismeer. Die deutschen U-Boote bleiben bis zum letzten Torpedo am Feindl Ihr Kampf kennt keine Pauset Bei der Kriegsmarine, im November Stunde um Stunde jagt Kapit&nleutnant Thurmann in dieser mondhellen Nacht nun schon hinter dem Geleitzug zwischen Ja-maica und Haiti her. Immer ist noch nichts in Sicht gekommen. ^ „Tauchen!" „U..geht auf Tiefe, um zu horchen. Nichts. Wieder auftauchen. Langsam kommt der Morgen mit erstem, fahlem Licht. „Flugzeug backbord achteraus! Im Anflug!" „Alarrmml" Wieder verschwindet „U..von der Oberfläche, taucht bald darlkuf wieder auf. Eben noch sieht der Kommandant das Flugzeug im Abflug hinter der Kimm verschwinden. „Mangold?" „Herr Kaleunt?" Der II. Wachoffizier, klein, drahtig, dreht sich kurz zu seinem Kommandanten, mit dem er nun schon fast ein ganzes Jahr fährt, herum. Bin Blick, dann haben sich die bei-' den verstanden. Ziher Qod harter Kampf „Ich glaube auch, Herr Kaleuntl Wo solche Bienen hinfliegen, da schwimmt meistens was herum!" „U..stößt hinter dem Flugzeug her. „Raucnfahne voraus! Flugzeug steuerbord weitab!" Der Rauchfahnen und Flugzeuge werden immer mehr. Eine verd.... heiße Sache da vorn. Mit höher steigender Sonne muß immer schärfer auf die „Bienen" aufgepaßt werden. Bald krabbeln da am Himmel vier Flugboote und zwei Landmaschinen herum. Und was noch alles hinter der Kimm am Geleit stehen mag...? „U..." setzt sich langsam vor den Geleit zug. Ein zäher, harter Luvkampf entbrennt. Immer wieder heißt es, vor den Flugzeugen auf Tiefe gehen, um nicht vorzeitig gesehen zu werden. Sind sie erst einmal gewarnt, dann ist da der Teufel los. Als die Dämmerung mit ihren langen Blau schatten kommt, steht „U..." querab zum Geleit. Jetzt sind auch schon Einzelheiten auszumachen. Zerstörer und Korvetten bilden die seitliche Sicherung. Inmitten der Sicherung aber ziehen bis zum Freibord beladene riesige Frachter ihren Kurs. Gleich nach Anbruch der Dämmerung aber wird es schon wieder hell. Wieder geht der Mond auf und bestrahlt alles mit seinem Licht. Der Kommandant beschließt, erst nach Monduntergang anzugreifen. Die Zeit bis dahin nutzt er aus und setzt sich immer weiter nach vom. Denn ein^ fette Beute ist es, die da einherzieht. In vier bis fünf Dwarslinien zu Je sechs Dampfern zieht ein riesiger Pulk von großen Schiffen seinen Kurs. Zwischen Land und Geleitzug „U..." steht rwischen Land und Geleit zug. Als der Mond an der Kimm verschwindet, ist die Sicherung durchstoßen. Nun liegen die Frachter wie auf einem Präsentierteller da. In all seinen Fahrten hat der Kommandant nicht solch Glück gehabt wie lieute Das will er aber auch nutzen. „U..." dreht zum Angriff an. Zwei Torpedos jagen hinein. Zwei Detonationen erfüllen den Seeraum. Zwei Frachter sind getroffen, der eine mittschiffs, der andere vorn Beide sinken noch während des Angriffs auf Tiefe. Augenscheinlich haben sie Erze und Bauxit geladen. 6000 und 5000 brt sind herausgeschossen. Der zweite Angriff wird angesetzt. r >Entfernungr... !* >Einge8tent!... Steht !< »Rohr eins. .. fertig!« »Rohr eins... loa!« »Schuß iat nicht gefallen!« »Was ist los? Warum nicht?« Kurz die Frage, kurz die Antworten. Ein Abfeuerungsveraager, hervorgerufen durch die Detonation der beiden ersten Torpedos, hat den zweiten Anlauf sunichte gemacht. Aber bei dieser eingespielten Mannschaft' und bei der Ruhe, die sie bewahrt, dauert es nur Sekunden, bis der Fehler gefunden und beseitigt ist Der dritte Anlauf wird angesetzt. Es ist wie bei einem Manöver und noch nie, auf all seinen Fahrten nicht, hat Kapitänleutnant Thurmann solch leichtes Spiel gehabt. Wieder suchen Torpedos ihr Ziel. Eine kurze, hohe, helle Stichflamme im Achterschiff eines Tankers erleuchtet für Sekunden den ganzen Seeraum. Dann ist wieder schwarzes Dunkel. Der Tanker brennt nicht. Er hat augenscheinlich Schweröl geladen, sackt aber immer schneller Uber den Achtersteven ab. Wieder gehen 6000 brt auf Tiefe. Das Jagdergebnis dieser Nacht ist alSQ auf 17 000 brt gestiegen. Ein Heckaal soll auch noch etwas bringen. Der Kommandant macht ihn auf den am dichtesten stehenden Frachter los. Aber diesmal ist er doch zu dicht herangekommen. Der Frachter dreht hart auf iU...« zu. Der Aal geht an ihm vorbei, trifft aber einen zweiten, hin- Flugzeuge brummen durch die Nacht und ziehen oft dicht genug über »U..,« hinweg. Aber der Kommandant läßt sich nicht beirren. Er weiß, dies ist heute die Chance seines Liebens. Und er hält sie fest. Und alle seine Männer im Boot denken mit ihm und handeln fUr ihn. In Blitzesschnelle sind die leergeachossenen Rohre wieder nachgeladen, kann der Kommandant zum vierten Mal in dieser Nacht zum Angriff ansetzen. Diesmal aber ist es schon schwerer. »Zerstörer voraus!« »In solchen Sekunden, n. WO., darf man einen Zerstörer einfach nicht sehen...« Unbeirrt durch die heranjagende Gefahr setzt der Kommandant einen Viererfächer in einen mächtigen heranziehenden Pulk von sechs Frachtern. Ein Aal trifft mittschiffs, der zweite einen großen Frachter vom. Wie-der sinken ein 6000 Tonner und ein 5000 Toimer, voll beladen, in kürzester Zeit. Während aber der dritte Aal noch läuft, ist der Zerstörer dicht herangekonunen und schießt aus sämtlichen Knopflöchern. Die Aufschläge liegen kurz. Noch karm der Kommandant sehen, wie auch dieser Aal ün achteren Laderaum eines 5000 brt'Frachters detoniert FK-KrieKSbcrichter Haring (Sch) Auf U-Boot-Brttckenwache unter heißer Sonne ter ihm laufenden .Frachter. Eine große Detonation iat weit zu hören. Ein Feuerregen steht am nachtdunklen Himmel. Noch im Ablaufen sieht Kapitänleutnant Thurmann, wie dieser 5000 Tonner sinkt. »Bienenschwärme« Uber dem U-Boot Jetzt ist aber auch die Sicherung wach geworden. Zu spät. Erkennen kann sie das sich immer mehr absetzende U-Boot nicht mehr. Dafür wirft sie rund um sich in rauhen Mengen Wasserbomben, Der Kommandant schmunzelt vergnügt. Auch die anderen auf der Brüche können ein leises Lächeln nicht unterdrücken. Das haben sie sich immer gewünscht, emmal Wasserbomben, dio sie bisher nur unten und in gefährlicher Nähe gehört haben, nun auch einmal aus sicherer Entfernung zu sehen. Ein märchenhaft schönes Bild zeigt sich ihnen. Im Meer-leuchten stehen die Wasserltuppen der detonierenden Bomben wie Feuerpilze auf der See und fallen dann im Gefunkel von Milliarden Diamanten in sich zusammen. PK-Aufnahme; Kriegsberichter Euold (Wbi Ein Stoßtrupp steht zum Angriff bereit und wie dieser lang.iur wenige entkamen In diesen Tagen wurden in einem riesigeti Sumpfgebiet im Nordabscliniit der Ostfront starke Bandeneinlieiten hinter der Front vernichtet, angeschlagen und vertrieben, wobei viel Beute gemncht werden Itonnte. Einzeln und in kleinen Gruppen waren die Sowjets mit ausgewülilten Kräften durcli die deutsche Linie in diesem nicht genau zu kontrollierenden Gebiet ins deutsche Hinterla;id .-V -.-Ä Wk-ik-f rmM ScIierl-DilderJienst-M Abgeschossener Sowjetpanzer bietet wUlkommeoe Deckung südlich des llnien-Sces gewechselt, wurden dort zusammengefaßt, aus dem Lande durch Raubzüge ernälirt, von Flugzeugen mit Munition bedaclit, und sollten schließlich 'on hier aus ihre Störaktionen unternehmen, um den deutschen Nachschub nnd Autbau zu sabotieren. Der Feind ist aufgespürt Die deutschen Sicherungskräfte kannten ihren hartnäckigen Gegner, Mehr als einmal hatten sie mit jenen Brisanten harte Kämpfe zu bestehen gehabt. Jetzt war jeder einzelne der BanJenbekämpfer vertraut mit der Taktik und Kampfweise der Ruhestörer, wußte um ihre besonderen Schliche. Sorgfältiger noch als sonst hatte diesmal die deutsche Führung die Kundschafter angesetzt, Spähtrupps ausgeschickt. Bald war der Feind in bestimmten kleinen Dörfern und F'lecken, gefährlichen Waldstücken und auf schwer zugänglichen Sumpfinseln aufgespürt. Schlagartig und für den Gegner völlig überraschend, setzte an einem Morgen der auf mehrere Tage berechnete Großangriff mi diesem Gebiet ein, das einige tausend Quadratkilometer umfaßte und zu den unzugänglichsten l^andstrichen der Sowjetunion überhaupt gehört. Schlamm, Sumpf, niedrigei Biischwald, schlechte Wege, Bäche, Flüsse und Gräben kennzeichnen dieses Stückchen Erde, das sonst von der Natur mit einer eigenartigen, auch jeden Deutschen fesselnden Schönheit bedacht worden ist. Der Kampf gegen Banditen und Verbrecher in diesem Gebiet — einige Jahre konnten sich hier kleinere Koltschakverhände nach der Revolution von 1917 gegen die Sowjets haltenl — gleicht keinem gordneten Aufmarsch von Truppenmassen. Wer hier harte Auseinandersetzungen überstehen will, muß durch Klugheit und Können des einzelnen ersetzen, was sonst an der vorderen Front wohlgeordnete Truppenmassen mit vielen schweren Waffen leisten. Unsichtbare Gegner Wer nicht selbst durch die schier endlosen Wälder marschiert ist oder sich durchkämpfen mußte, wer nicht selbst manchmal dem Versinken im Sumpf nahe war und plötzlich gezielten Beschuß in niedrigem Buschwald erhielt, wer nicht selbst an bestens getaruten Bunkern vorbeilief und die Feuerkraft des Feindes zu spüren bekam oder im letzte« Augenblick aus einem brennenden Haus springen mußte, weil sich die Briganten durch die Wache gemogelt hatten, wer nicht selbst die verheerende Wirkung des Sumpffiebers kennen lernte und weiß, wie lebensgefährlich schwierig vor allem bei dem häufigen Regenwetter der Nachschub herangebracht werden konnte — der kann sich kaum ein Bild machen von den das letzte fordernden [-Linzei-kämpfen, die an vielen Stellen zugleich in kaum entwirrbarer Front ausgetragen wurden. Im riesigen Sumpf Tief ins Krdreich sanken die Milnner utul Gefährte durch das trüRcri'^clie Moos in den inooriRen Grund dieser teilweise für den Kampf unanj4eiieliinen liiigeliiien Gegend. So manches hViirzeug Fteckt noch hinten im Moor, so nmiiches Pferd, das auf den Suinpi-wcgen fehltrat, ging verloren, und hätten nicht die K.imeraden helfend einKe'.;rlffcn. sn j wäre auch tnanclier von ihnen ver unken in der glucksenden Tiefe des riesigen Sümpfe-südlich des Mmeii-Sees, den viele stundenhuis: !)is zu den Knien im Wasser durchqueren mußten. -Jimiier wieder gelang es den deutschen Jägern. Infanteri .ten und Artilieristeri — bestens unterstützt von einlieiinischen Freiwilligen —, umfassend den Gegner an der Gurgel zu packen. Niemand wird alle fiinzeltaten der in Sumpf und Wald kämpfenden Batideniäger besingen können, denn es sind deren zu viele. In Bäumen versteckt, von raffinierten Bunkern, durch höllisclie Minensperren geschützt, saßen die Briganten. Auch kleine stehengebliebene Kapellchen am Wege wurden von ilineii als Hinterhalt benutzt. Sowjetflieger brachten Nachschub Manchmal waren es nur Lichtungen und kleine Lager im Wald, hin und wieder Ortschaften, Fhißühergäiige, hehelfsniübige Flugplätze, auf denen des Nachts, von hestinun-ten Leuchtfeuern angelockt, die sowjetischen Plugzeuge Munition und Verbandinittel abluden und teilweise die X'erwundeten über die deutschen Linien hinwen: ins sowjeti-'che Hinterland brachten, wohl auch befestigte, schwer findbare Sumpfinseln und Ortscliaf-ten. die mit Panzern, Artillerie. Flak und allen schweren und leichten Infanteriewaffen dem Gegner entrissen wurden. Es gab keinen Abend der letzten Zeit, der nicht erfiilU war vom hellroten Widerschein grof^er wei^ hin sichtbarer Dorf-, Wald- und l.agerbränd#« Ein großer Erfolg Es sind nicht viele, die entkamen. Alte Rechnungen wurden präsentiert und beglichen von den wenigen Deutschen und ihren einheimischen Freiwilligen, die sich im l~)ienst der eigenen Heimat wacker geschlagen haben. Die Aktion wurde ein groUer Erfolg, nicht zuletzt auch dank der ausgezeichneten deutschen Führung die allen Bedingungen dieses Landes und der üblen Kampfesweise Rechnung trug. Der Gegne. wurde Zuji um. Zug schaclimatt gesetzt. Weit über 1500 Tote wurde« gezählt, 3.'^n Gefangene gemacht, abgesehen von den zahlreichen Verwundeten. Der Kampf war hart — aber jeder der mit dabei war, wird später einmal stolz berichten können von diesen W'affciitaten im Ban denkrieg Kriefisherichtcr Gert Saclis, PK S'.Ite ^ »Marhurger Zeitung« 6. November 1942 Nummer 310 ViM und JiuUuc Bmtr RolioiipieoBl Zwei musikalisclie Veranstaltunzen irehen /u Ende dieser Woche den ürazern Üe!e- Geschfchtsunterricht und nationalsozialistischer nach Suidosten Mensch Aus einer Pfllchtfortbildunf^staj^ung In Ranzenberg Am 30. Oktober fand in Ranzenberg di genheit, ernster und heiterer Musik zu lati-. Pfiiihtfnrth'Idun,?staKiinp für die Jiin^'lt*hrc-schen, und zv^-ar am Donnerstag, den 5. No-) r'niicn des iie/irkes ,\\;irhiirg-links stnit. vember. da« iMusikvereinskonxert von Daj?- j Kreisscliulia* Kiiilolf Schneider, der Leiltr mar Schmedes (Sopran) und Hermann Juch dieser konnte als Gast Dr. Erich Hc- (Bariton), die, von Dr. Kgoii Kornautli be-j clienhcrger von der LiBA in Marburg begrü-Kleitet, Lieder utid Balladen singen werden.. ßen. Die an der Schule in Ranzenherg • nr-Am f'reitag spielt mit neuem Programm w e- geführten geschichtlichen Stnndenbilder zcig-der Peter Kreuder in üraz; in einer Veran-. teii einen beachtenswerten Ausbildungsstand staltung der Volksbildung'slätte spricht am der Junglehrerinnen dieses Bezirkes. selben Abend Prof, A. Kutscher aus Miln- Dr. Mechenberger sprach anschlieBend über | die zur Zeit eine Verbindung von Obstmagi-chen im Heim der Kameradschaft stelrischer die Bedeutung und die Art der Erteilung des; zin und Schule darstellt, hinauf zur neu n Künstler und Kunstfreunde über die »Com- (ieschichtsunterrichts im nationalsozialisti- Schule, die im Werden ist. Er schilderte die media delP arte und das süddeutsche Thea-1 sehen Sinne. Er ging vom Gedanken aus, dai^ ter«. Am Dienstag, den 10. November, spricht der Kiilirer selbst aus dem Verstehen der Regierungsdirektor Dr. J. Papesch Uber | dc^utschen Geschichte zum gröf^ten Ge- schichtsgcstalter aller Zeiten geworden ist. Der Geschichtsunterricht muß der politischste Unterricht sein. Nicht die Anhäufung von Wissensstoff ist wichtig, sondern besserem geschichtliches Verstehen in Beziehung zur gesamtdeutschen Oeschichtsschau ist maßgebend. Geschichte mul^ vor alfem ein wichtiges Erziehungsmittel zum deutschen natioml-sozialistischen Menschen sein. Schulleiter Siegfried Eihensteiner fdhrte die Tagungsteilnehmer aus seiner Befehlsschtile. »Deutsche Dichterprofile der Gegenwart« Im Spiegclsoal der Neuen Galerie. Am Mittwoch bietet in der Musikhochschule in f!ggenberg die zweite »Kggenber-Kcr ScIiloQinus'k« ein ausgewähltes Klavierprogramm. liin I.ichtbildervortrag über Kamerun und ein Kinder-Märchennachmittaii von Irene Voßhardt im Rahmen von Kdl' stehen für DoniierstaK bevor, während am 1.^. November f'imii FV)ijitner au.s Inii.shriKk :ds Ga<.t dfr Städtischen FJiihnen einen Solo-Tanxabend Ribt. Dr. M. tloffer wiederholt am selben Abend seinen X'ortrug zum Thema • Deutscher ScliicksalsKlauhe«. \'orschauend Ge^ichichte dies/r Schule und zeigte auch all die kriegsbedingten Umrisse auf, die einem aolchen Werke entgegenstehen, die aber deutscher Aufbauwille zu meistern vergeht. + Das Burgtbeater ohrt Gcrhart Hauptmann. Das Burgtheater bringt zuni Wl. (jc-burt.stag des Dichters und aus Anlfü seiner Anwesenheit in Wien vom 1.^. bis 22. No-vember, am 17. November eine Neuinszenierung \oii Florian Geyer*. Die Reirie führt Ij)thar Müthel. die Bühnenbilder und Kostüme hat Cesar Klein entworfen. Die Titelrolle spielt twald Baiser. »Iphigenie in Delphi« von Gerhart llauptniann wird in der Inszenierung von i^othar Müthel mit Maria Eis. f.iselotte Schreinei^ Heinz W'oester, I^aoul •sei erwähnt, daü ;mi Sonntag, den l.'i. No-1 Aslan urul Ciird Jürgens am IS. und 18. November. ein .\hend italienifclier (iesangsso-! vember gegeben. Im Akademietheater wird listen im Steianiensaal stattfindet, an dem unter dem Motto »Stinunen tler hiaueii \dra». Arien, Duette. Terzette und Uuar-lette vor allem aus italienischen Opern erklingen werden. Staatsschauspicler Paul Otto, Leiter der f-achschaft Bühne, Der Präsident der Reichs-knlturkammer, Reichsniinister Dr. Goebbels, berief auf Vorschlag des Präsidenten der Reichsthcate:kammer. Staatsschauspieler Paul Martmann, /um Nnchtf>lger des kürzlich ver-storberen l.eilers der l-achschaft Bünne, Bernhard llerrmann, den Staatsschauspieler Paul Otto. Anläßlich der Kriegsarbeitstagung dei* l.andesiciter der Reichstiieaterkanimer \M.rde Staatsschauspieler Paul Otto durch den (.ieneralsekretär der Reichskulturkammer, Ministerialdirektor llinkel, in sein Ehrenamt eingeführt. + Ein Buch über die sowjetrussische Spionage. Doi" f^niilanti-scliw edische Dichter Oer-nulf Tigervtedt, der sich auf der Rückrci.so vr.n Weitiiar in Stockholm aufhielt, teilte der schwedischen Presse nt't. daß in Kürze aus seiner f>dcr ein Buch über die Tätigkeit der fitmi.-chcn Staatspolizei ge,i.:en die snwict-russisclie Spionage erscheinen werde, das aufsehenerregendes Material über die Wühlarbeit der Sowjets enthalte.. Das Buch trägt den Titel »■Die Staatspolizei schlügt zu« und^ wird auch in heutschland herau-^kommen.' Oermilf Tigerstedt sprach bei dieser Gelegenheit auch sehr positiv über seine Eindrücke auf der Weimarer Schriftstellertagung. Die Ausstellung Deutsche Architektur tn Barcelona geschlossen. Nach 14t^iger Daner wurde am Mittwoch die deutsche Architektnr-ausstellung in iiarcelona geschlossen. Dis große Interesse der Bevölkerung für die neut deutsche Baukunst ist dadurch gekennzeichnet, d.iß allein am vergangenen Sonntag mehr als 7(if>0 Besucher zu verzeichnen waren. in der Feierstutidc am l.\ November nach Einleitungsworten des Gcneraikulturrefercn-ten und einer Ansprache von Hans von Hülsen eine Neuinszenierung von »Elga« (nach einer Novelle Grillparzers) gegeben. Die Re-.gie führt Adolf Rott, Bühnenbilder und Kostüme Fritz Judtmann. Die Titelrolle spielt Hilde Wagener, die Hauptrollen Heinz Woe-ster, Ered Liewehr, Hans Siebert. Siegmar Schneider. .Maria Mayer und Julia Janssen. • ( Wiener Gastspiel rumänischer Taiiz-Künstler. Im Deutschen Volkstheater geben am 30. November und 1. Dezember, einer l'^inladung der NS-Gemeinschaft »Kraft durch Ereude« folgend, die beiden ersten Solotänzer der rumänischen Staat'-oper I3ukarest, \era Proce Ciortes und Gabriel Negry mit ihrer Tanzgruppe einen Tanzabend. 4 Einige Fingergfleder von Galileo Galilei in Florenz aufgefunden. Auf einer Sitzung der Gesell?chaft für die Geschichte der Wissenschaften hat Prof. Leoncini von der Universität Florenz von der Auffindung einiger Glieder der rechten Hand Galileo Galileis, nämlich des Daumens und Zeigefingers, Mittei-limg gemacht. Die wertvollen Fundstücke sind der Versammlung zur Prüfung vorgelegt worden. Prof. I.eoncini hat das Schicksal der .Arm darstellt, wie sie sich in ciirfürchtiger Haltung Papst Alexander Vif. nähert. Aus einer Ileschriftung auf der Rü;;kseite der Leinwand gtht hervor, daß das (Jcmälde als symbolische Darstellung der Heiligen Familie gedacht war. Eine kroathchc Kulturausstcilnng in Venedig, f")emnächst wird in Venedig in den Räumen des alten Vestibüls eine kroatische Kulturausstellung eröffnet. Diese Ausstellung ist vom staatlichen kroatischen Propagandaamt vorbereitet wbrdeiH und soll die Bande aufireigen, die zu allen Zeiten Kroatien mit Venedig verknüpft haben, vor allem die geschichtlichen, künstlerischen und kulturellen Beziehungen, die zwischen Italien und Kroatien bestanden haben. Eine besondere Abteilung wird den Leistungen vorbehalten, die im ersten Jahr des Bestehens des unabhängigen Staates Kroatien vollbracht worden sind. 0. Uttrehing^fetorn in den rumänischen 0.->t-provlnzM. In großer Aufmachung berichtet die rumänische Presse über den Besuch König Michaels und der Kuniginmuttei ilelene In KIschiiiew und Tscbernnwltz, den Hauptstädten der im vorigen jähr von den Bolsche-wislen befreiten Provinzen Bessarabien und Buchenland, im Mittelpunkt der Feiern, dii aus Anlaß aer Besuchsreise des Königs veranstaltet wurden, stand die Einweihung eines Denkmals auf der Höhe, von der aus im Sommer vorigen Jahres Marschall Antonescu den Sturm der verbündeten deutschen und rumä-nisclien Truppen auf die bessarabische Hauptstadt leitete Das Denkmal erhielt den Namen *Der Befreiimgsturm«. 0, Landverteilung an die bulgarischen Zwergbauern. Landverteilung an die Zwergbauern und die besitzlosen Dorfbewohner forderte der bulgarische Bauernbund auf seiner Jahrestagung von der Regierung. Eine zweite Forderung des Bundes betrifft: Änderung des Erbschaftsgesetzes, um_ die weitere Bodenzerstückelung zu unterbinden. Die Durchschnittsgrüße des bäuerlichen Besitzes ist in Bulgarien wie m anderen Ländern des Donauraumes ohnehin nicht groß. Bezüglich der Preispolitik der Regierung für landwirtschaftliche Produkte schlägt der Bauernbund eine Anpassung an die Entwicklung der ba-menpreise vor. Schließlich empfiehlt er die Gründung einer Kunstdüngerfabrik, außerdem einer Kupfervitriolfabrik für die Weinbauern. 0. 45S Wuchcrer In Bukarest bestraft. Das Kriegsgericht m Bukarest hat im Laufe des Monats September 4S8 Personen wegen Wuchers abgeurteilt. Hiervon wurden 214 freigesprochen, sechs zu Gefängnis und 187 zur Verschickung in ein Lager verurteilt. Neun wurden mit (jeldbuBen bestraft, und neun Angeklagte wurden weitergeleitet. PflegestStte echter Heimatkunst Ein Nachwort fitf Ferdinand Exl, den St'iiUpfer der weltt>eri\hmten Bauernbühne »Meininger des Volkstheatersc — so hat man die Leule der Exl-BUhne mit Recht oft genannt. Wo sie auch ihre vielbesuchten Gajstapiele gaben, immer verkörperten sie das echte Tiroler Bauerntum, dem sie fast alle selbst entstammten. Die Exl-BUhne ist das Werk eines einzigen Mannes, der allerdings frühzeitig unentwegte Mitstreiter fand. Ihr Kampf richtete sieh gegen alle ungerechtfertigte Romantisierung, Schönfärberei und Vemiedlichung des Bauerntums, die der Wirklichkeit mit ihrem harten Daseinskampf In der Umwelt einer unerbittlichen Hochgebirgsnatur nicht entsprechen. Im vergangenen Jahrhundert lebte in Innsbruck eine fleißige Wäscherin, die nebenbei Zimmpr an die am dortigen Stafltthoater auftretenden Schauspieler vermietete. Hier- sterblichen ( berreste dfs großen (ielehrten | durch wurde ihr 1875 p.cboroner Sohn Ferdi-erläutert, die bei ihrer Cberführung nach j nand schon als Kind mit der bunten Welt Santa Croce im Jahre 1753 teilweise entwen det wurden. Dieser l'und bildet eins der bedeutendsten Ereignisse der Gedenkfeiern an-l.ißlich der 'Wiährigen Wiederkehr des Todestages von Galileo^ (jalilei; die Versammlung hat der Hoffnung Ausdruck gcfjeben, daß die wertvollen Fundstücke bald in Staats-bisitz übergehen und zusammen mit den an-dcuMi, bisher bekannten bewahrt werden miigen. + Ein Gemälde von Luca Giordano entdeckt. In einem Haus in Benvcnt ist ein wertvolles Gemälde aufgefunden worden, das Luca Giordano zugeschrieben wird und die Königin Maria Christine mit einem Kind im. UNTEKSTEIRER ! Die Unlerstciermarlc bleibt für immer deutsch! Deine Pflicht ist es, deutsch zu sprechen! des Theaters vertraut gemacht. Er erlernte später das Buchbinderhandwerk, ohne aber deswegen feiner starken Liebe zur Bühne zu entsagen. An seinen freien Sonntagen spielte Exl vielmehr im Pradlerschen Bauerntheater im »Lodronischen Hof« biedere Holzknechte, Knappen und Wildachiltzen. Nach vorübergehender Tätigkeit als Chorist am Innsbrucker Stadttheater konnte der kunstbegeisterte Tiroler am Ostermontag des Jahres 1902 mit seinen drei Freunden Eduard Köck, Hans Ranzi und Vinzenz Spörr mit einem »Kapital« von hundert Gulden endlich sein eigenes Bauerntheater eröffnen. Es hat lange gedauert, bis sich Ferdinand Exl mit seinen treuen Mliarbeltern, darunter auch Anna Gstöttner, se'ne spätere Frau, endgültig durchsetzen konnte. Ihr Ziel war es, dem Volke nicht nur Belustigung und Unterhaltung, sondern eine wirkliche, bodenständige Kunst zu bieten. Um dies zu erreichen, mußte das Publikum erst dazu erzogen werden, nicht nur an derben Bauernpossen und -schwanken, sondern Ruch an den ernsten Stücken Ludwig Anzengnibera, der beiden großen Tiroler, Kranewitter und Schönherr, sowie Ludwig Thomas und Max Mells Gefallen zu finden. Diese Dichter wurden bald zu ständigen »Hausautoren« der Exl-Bühne. Bald war Tirol zu klein geworden für das strebsame Theatervölkchen. Auf zahllosen Gastspielreisen Im In- und Aus« land errang die Exl-Bühne immer mehr künstlerische Geltung und schließlich Welt-^ ruf. Nun holte sich auch der Film die Exl-Leute. Vor über anderthalb Jahren Heß sich da.s Unternehmen für dauernd in Wien nieder, Wo es in seinen »Volkskammerspielen« in der Praterstraße der echten Helmatkunsfc eine Pflegestätte schuf. Leider konnte efl Ferdinand Exl infolge einer schweren Erkrankung nicht mehr selbst führen, sondern mußte das Regiment seiner anmutigen, blonden Tochter Ilso überlassen. Nun ist der aufrechte, kernige Tiroler, der seiner Mitwelt so viel Freude und Erhebung schenkto< im Alter von 67 Jahren In seiner Vaterstadt Innsbruck heimgegangen. ^eräwfluwX von fjQj 1 bh 6» Uhr ^ DIE SCHULD INGE TOLMAIN ROMAN VON M. iERGEMANN l'rliÄher-Pethtsschulr; Drei Oiiclien-Verlac, KötiljsbrOck „Das wohl. Aber wird der Professor glauben, daß seine Sekretärin einer Lungenent-lündung erlag?" „Doktor Klaus wird es ihm bestätigen! Schicke ihn ruhig zu dem Arzt. Keinesfalls darfst du dich auf eine Diskussion mit ihm tjnlasRen. Dem Professor bist du nicht ge-machsen. Er konnte leicht Verdacht schöp-Jen — dann wäre alles aus. Man würde uns vahrsrheinlich sogleich einsperren und den froTcß machen!" „Davor bewahre uns der Himmel!" Der Wagen hielt vor dem Magdeburger Iduptbahnhof. Inge Ferchlancl half der alten Dame beim iusstfiigen und sah nach der Uhr. ,,Wir haben nicht mehr allzu lange Zeit, h fünfzehn Minuten geht mein Zug." ,,Du fährst über Berlin?" ,,Ja. Ich habe da noch einige Besorgungen ai machen und werde erst morgen vormittag lach Hamburg weiterfahren. Der alte Justiz-nt wird große Augen machen, wenn ich »ach Jahren so plötzlich bei ihm auft.iuche." „Hoffentlich durchschaut er «lieh nicht. Er »t Jurist und Menschenkenner. Du mußt *ich sehr in acht nehmen vor ihm." Die junge Frau schüttelte den Kopf. „Darum ist mir nicht bange. Onkel Henrik Vaut mir nichts Schlechtes zu. Er wird vieleicht etwas verwundert sein, wenn ich mein Anliegen hervorbringe, aber ich glaube nicht inmai. daß er Fragen danach stellt." ,,Das wäre sehr 7U wünschen, D\i mußt auf jede» Wo'» achten, was du sagst. „Darüber darfst du ganz beruhigt sein. Von meiner Seite aus wird niemand etwas erfahren," Die junge Frau atmete auf. ,,Das ist mir eine große Beruhigung, Elisabeth!" ,,.MIes einsteigen!" Inge Ferchland reichte Frau Hertel die Hand. „Leb wohl, Elisabeth! Und mach dir keine Sorgen. Halte dich nur streng an unsere Vereinbarungen, denn sonst kann ich für nichts garantieren!" Sie stieg aufs Geratewohl in einen Zweiter-Klüsse-Wagen und ließ das Fenster herunter, ,,Wenn der Gärtner kommen sollte, du weißt ja in allem Bescheid. Mit dem Geld brauchst du nicht zurückzuhalten. Er soll nur alles recht schön machen. Den Grabstein suchen wir dann später zusammen aus —" Frau Hertel nickte. „Nimm die Briefe in acht, damit sie nicht in unberufene Hände fallen." „Auch dafür ist gesorgt, Elisabeth. Wenn ich dir Nachricht gebe, so schreibe ich postlagernd. Im übrigen fahre ich nach Stuttgart zu einer Freundin, falls jemmd nach ^Ir fragen sollte. Meine Anschrift ist dir unbekannt. Präg dir das alles gut ein. Es ist von größter Wichtigkeit." Frau Hertel reichte Inge noch einmal die Haml. „Ich werdü an alles denken. Auf Wiedersehen, mein Kind!" Ingo Ferchland blieb am Fenster stehen, solange sie die alte Dame sehen konnte. Erst als sie längst schon ihren Blicken entschwunden war, lehnte sie sich in die weichen Polster zurück und schloß müde die Augen. Sie war wirklich müde. Der Tfxl ihrer Schwester, die Aufregungen der letzten Tage und das bevorstehende Zusammentreffen in WAxnemund«, das alles hatte tio schon tu zermürbt, daß sie sich die bange Frage stellte, ob sie die Kraft zum Durchhalten haben werde. Sie wußte es nicht. Sie fühlte sich plötzlich grauenhaft einsam und eine beklemmende Angst überfiel sie. Müde lehnte sie den Kopf zurück. Schlaf — Schlaf, surrte der Zug in einem fort, und das regelmäßige Stampfen der Räder lullte sie ein. Viertes Kapitel Der Hamburger Hafen erstrahlte in den blauen Farben eines hellen Tages, als Henner Persing in blütenweißem Tuchanzug, weißen Schuhen und blauer Schirmmütze den soeben eingelaufenen Dampfer „Aalborg" verließ und an Land ging. Noch bevor er den Landungssteg ganz passiert hatte, wurde er von einem am Fallreep stehenden Marineoffizier angerufen; „Hallol Persingl Sieht man dich endlich auch wieder einmal?" Persing, dem die Tatsache nicht entging, daß er von einem Herrn mit schwarzer Hornbrille beobachtet wurde, tat, als hätte er den Gruß seines einstigen Kriegskameraden nicht gehört. Ohne dem Marineoffizier auch nur einen Blick zuzuwerfen, ging er an ihm vorüber. „Komplett verrückt!" murmelte der Offizier. „Oder bin Ich es?" Er drehte sich um und sah Perslng nach. Aber er war nicht der einzige, der das tat, wenigstens zwei andere taten dai gleiche. Nämlich der Herr mit der Hornbrille und ein vornehm gekleideter junger Mann. Persing, der sich nicht ein einziges Mal umschaute, bahnte sich einen Weg durch das Gewimmel der lachenden, schwatzenden Hamburger und steuerte geradewegs auf die breite Kaimauer zu. wo er seinen anscheinend schweren Koffer ab-^ctzte und ver-schndultc. Als er sich noch mit dem Ta- schentuch den Schweiß von der Stirn wischte, tiat der vornehm gekleidete junge Mensch zu ihm heran und verbeugte sich leicht. „Henner Persing?" Persing nickte. „Mein Name ist Hartmann. Sie werden sicher von mir gehört haben?" stellte der gut gekleidete junge Mensch sich vor. Persing musterte den jungen Mann von oben bis unten. „Wie — Hartmann? Doch nicht der „Harte Mann" aus Berlin?" Der junge Mann lächelte. „Gewisse Leule kennen mich unter diesem Neimen", sagte er lakonisch. „Hol's der Teufel! So hätte ich Sie mir im Leben nicht vorgestellt! Sie sebsa einfach patent aus. Was suchen Sie denn *iier in Hamburg?" fragte Persing, seinen berühmten Berufskollegen etwas näher in Augenschein nehmend. Haitmann dirigierte mit einem Kunstgriff seinen Ebenholzstock aus der ^chsolholil« hervor und warf einen unmerklichen b'ick nach links und rechts. „Natürlich bin Ich beruflich hier. Ich wurde von dem bekannten Direktor Ferchland angefordert. Ich habe zwei Aufträge." „Zwei Aufträge? Darf man erfahren, um was es sich handelt?" „Gewiß. Um Sie hier zu empfangen und nach Bremen zu bugsierenl Und zwnr auf dem allerschnellsten Wege. Am besten wird es sein, Sie nehmen sich einen Wagen. Ich habe vorhin das Kursbuch studiert. Oer Eilzug geht erst um neunzehn Uhr." Persing lachte. „Und weiter? Das Ist doch nicht der wahr« Grund Ihrer Anwesenheit?" „Weiter? Hm — na ja. Ich werde jetzt zum Bahnhof gehen, und Frau Inge Ferchland ül)erwachfn, die um sechzehn Uhr hier ciutiiHtl" Nummer 310 :*Marburgn nur, weil er ein einzelner war, In einer echten und wirklichen Gemeinschaft hat diese Art Sorge keinen Raum mehr, weil die Gemeinschaft dem einzelnen, wenn seine Kraft ninmal zu schwach ist, die Last abnimmt. Das weiß auch Jeder in der Untersteiermark, das haben wir ja im letzten Winter erlebt. Denn wo man den Begriff Volk verstanden hat und mit ihm Ernst macht, da kann es keine Not mehr geben, soweit deren Beseitigung in der Macht des Menschen liegt, Und da ist es auch unmöglich, dafi der eine im Ubernuß lebt und der ander« hungert und friert. Haben wir also noch ein Rccht, von Sorgen zu sprechen? Wir wollen dabei ganz absehen von jenen Sorgen, die diesen durch viel Leid und Not geweihten Namen gar nicht verdienen. Wenn sich heut« jemand noch darüber den Kopf zerbricht, ob das Bier im Laufe des Krieges vielleicht nicht doch noch dünner wird oder ob die seidenen Strümpfe vielleicht nicht doch noch ausgehen, so sind das keine Sorgen mehr, sondern unnütze Gedanken meist unnützer Menschen. Gewiß, es gibt daneben noch Sorgen, die einen analem Zuschnitt haben, und das Leben ist oft eine harte Sache, auf dessen weitem Feld immer wieder Steine fortzuräumen sind. Aber auch da gilt, daß das Gewicht dieser Steine häufig mehr von der persönlichen Auffassung des betreffenden Menschen abhängt als von deren wirklicher Größe. Bis ihn dann das Leben in seine Zucht nimmt und ihm plötzlich eine große Sorge aufs Herz legt, vor der die kleinen, die etwas so Lähmendes und Urfruchfbnres an sich haben, verschwinden. Manche von den Dingen, die uns früher beschäftigten, sind vor dem Erlebnis des Krieges und seinen viel größeren Fragen bedeutungslos geworden, und die vielen kleinen Sorgen um die Belanglosigkeiten des Daseins sind zurückgetreten vor der einen großen um das Wohl derer, die man draußen weiß, und um das Schicksal des Volkes, das um sein Leben kämpft. Es scheint der Wille der Gottheit zu sein, daß wir die sorgende Kraft unseres Herzens nicht auf die Dingo, sondern auf die Menschen richten, die uns nahestehen und die wir in der Waage des Schicksals wissen. Das ist die einzige Sorge, die auch vor dem strengen Gerichte des Krieges bestehtl Und neben der Sorge der Mutter, der Gattin, der Braut, die Sorge des Staatsmanns, der sich um sein Volk müht und der die Sorgen der ganzen Nation auf sich nimmtl Diese Sorge, in der die Kraft des gemeinsamen Blutes ist und die den Pulsschlag des schöpferischen Lebens in sich trägt, — diese Sorge um unser Deutschland und seine Söhne ist uns allen etwas Heiliges. Sie soll unser Leben beherrschen, immer im Krieg und dann auch im Friedenl Wilhelm Feldner Gläserner Zauber Von Hans Watzllk Als sie das (iehöft verließen, sagte /^denko: »Jetzt gehen wir in die Leturner Mütte. Icli ^vill die feurigen Öfen ?eheti und das üc-spenst mit der (joldliaube.« »Wir dürfen nicht hin. Bruder*, sagte Maria. V\'cr verbietet es uns?« entgCKiiete Susanna. »Meinetwegen mag es der Tiefenthaler erfahren!« Sic legte den Arm um die Scliultern /^dcnkos, und die beiden standen wie entschlossene Verbündete da. Zaudernd gab Maria nach, im geheimen .«sprach ja ihr Herz heftig dafdr, und sie nali-iiien den h'ahrweg in den Wald. Der Tag war wolkenbleich und voll steter Wanderschaft der Schatten über den Wipfeln. Wortloi und fast schaudcrnd schritten die drei durch die Tannenstille. Auf einer breiten Blöße erhob sich die Glashütte, raucliverdüstcrt und mit einem fniichtigen Schindeldach gedeckt, das von zwei hohen, schwarzen Kaminen durchbrochen war. Und ringsum war das sanfte, nachsinnliche Gebirge, dunkler Wälder voll. Ein Arbeiter, der vor der Glashütte Holz spaltete, kam näher. »nOrfen wir die Hütte besichtigen?« »Da müssen sie sich erst die Erlaubnis holen. Die Kanzlei ist im Schloß.« »f)ie Hütte stammt wohl noch von der I?aubritterzeii her?« fragte Zdenko. Der Mann schüttelte den Kopf. »Sie ist erst vor ein paar Jahren nach dem Brand neu gebnut worden.« »Wir holen uns die Erlaubnis«, entschied das Hrüilerlein. »Ich will ins Schlof.?, Ich habe noch me ein üespenstcrschloU gesehen. Die Betrieb« der Deutschen Reichsbahn in I Marburg veranitalteten Donneritag abend einen Großappell, der durch die Anwesenheit von Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Uiberreither, Bunde^hrer Steindl, die damit ihre Verbundenheit mit der Deutschen Reichsbahn bekundeten, und Reichebahnstaatssekretär Dr. Ganzemüller aus Berlin seine besondere Bedeutung erhielt. In der großen, festlich geschmückten Werkhalle hatten sich die Marburger Eisenbahner versammelt, als die Werkkapelle mit einem flotten Marsch und eine Gruppe Lehrlinge mit einem Sprechchor den Auftakt ium Be-triebsappell gaben. Zunächst schilderte der Präsident der Reichsbahndirektion Wien, Dipl.-Ing. Töpfer, aus seinen persönlichen Erfahrungen anschaulich die Lage in der Untersteiermark 4)elm Zusammenbruch nach dem ewten Weltkrieg. Wie anders sieht es heute In diesejn deutschen Lande aua, nachdem ein großer Teil Aufbauarbeit geleistet wurde. Der Präsident betonte, daß es selbstverständlich für jeden Reichsbahner in der Untersteiermark sei, deutsch zu sprechen und sich der Aufgabe bewußt zu sein, di« er für den Sieg zu erfüllen habe. Dann sprach Staatssekretär Dr. Ganzemüller. Er gab seiner Freude Ausdruck, mit der ihn die Leistungen der Marburger Reichsbahner, die an einem der Eckpfeiler des Großdeutschen Reiche« stehen, erfüllen. Sie schaffen in einer stolzen Volksgemeinschaft, in der sie mithelfen, alle kriegshedlngten Schwierigkeiten siegreich zu bekämpfen. Das Eisenbahnnetz hat sich seit 1938 um das Dreifache vergrößert und mit dieser Vergrößerung wuchsen auch die Aufgaben der Deutschen Reichsbahn. Wenn unsere Gegner auf eine Transportkrise rechnen, so werden ihre Hoffnungen an der Schaffenskrflft rips deutschen Reichsbahners scheitern. Die Deutsche Reichsbahn hat In diesem Krieg und besonders im letzten Winter Unerhörtes qe-leistet. Unendlich weite Räume sind Le-wältigen, um die Produkte der eroberten Gebiete dem ganzen Volke nutzbar zu machen. Daß in diesem Jahre das Doppelte und Dreifache der vorjährigen Ernte eingebr<\cht und zum Wohle des ganzen Volkes verteilt wurde, Ist auch zum Teil ein VeriSstil dv Deutschen Reichsbahn. Ununterbrochen rollen Wagqons mit Getreide, Erz, Vieh, Fett und vielen anderen Produkten des Ostens i« das Reich. Eine weitere ernste lind heilige Pflicht der Reichsbahn ist es, die Front ir.'t den notwendigen Waffen zu versehen. Der Führer weiß, daß er sich auf sein« Reichsbahner verlassen kann und ließ ihnen durch Staatssekretär Dr. Ganzemüller seine Anerkennung für ihre Leistungen aussprechen. Diese Anerkennung verpflichtet jede'i Reichsbahner, nun noch entschlossener r l einsatzbereiter als bisher an die großon / gaben der Zukunft heranzugehen. Die unseren Gegnern so oft angeführten Generäle Zeit, Raum und Hunger werden auch von der Deutschen Reichsbahn besiegt werden. Die Führerehrung und die Lieder der Nation beschlossen den eindrucksvollen Appell, der jeden Reichsbahner klar erkennen ließ, welche ernste und schwere Pflicht er der Volksgemeinschaft zu erfüllen hat, und der ihn erneut mit slol/em PnichtbowußHein an die Arbeit gehen laßt. U«ber zielsich«rtf Berufslenkung zum wortvollen Facharbeiter Vorbildlich« L«hrwerkitiU« und LArllngtheim dienen der schattenden Jugend Als eine der vordringlichsten Aufgaben w^rde es 1933, dem Jahr der Machtübernahme durch den Führer, angesehen, Unternehmer und Werksangehörige zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenzuführen, um so die Grundlagen der richtigen Wertung überhaupt zu schaffen. Für Klassenkampfparteien und Klassenkampfverb&nde war und ist in diesem neuen Deutschland kein Raum mehr. Heute, mitten im schwersten Ringen gegen mächtige Gegner, in der Endabrechnung gegen die Feinde aller freien Völker, die pluto-kratisch-liberalistischen Staatsformen, ihre Verantwortlichen und den Bolschewismus, können wir mit Stolz behaupten, daß diese Betriebsgemeinschaft ihre schönste Bewährungsprobe besteht, daß die an Betriebsführung und Gefolgschaft gleich hoch gestellten Forderungen erfüllt sind und in alle Zukunft durch eine sichere Betriebslenkung immer erfüllt werden. Einsichtsvolle und brauchbare Menschenführer im Betrieb stehen heute vor einer Gefolgschaft, die sich restlos ihrem großen» vom Führer selbst gestellten Ziel verpflichtet weiß. In dieser Zusammenarbeit ist die Voraussetzung für die Gefolgschattatreue gegeben, die Garant Ist für die Erfüllung der großen Aufgaben, die der deutschen Gesamt-wirlsch.aft im Kriege gestellt sind. Unter diesem Gedanken, unter besonderer Berücksichtigung der vorbildlichen Berufslenkung der Werkjugend, stand auch die Feierstunde, die gestern Vormittag in einem Marburger Großbetrieb zur Durchführung kam ui)d mit der Verpflichtung der Werkjugend und der Übergabe der Lehrwerkstätte und de^ Lehrlingsheimes verbunden war. Nach dem Eintreffen der Ehrengäste, unter ihnen Bundesführer Steindl, Kreisleiter Strobl und einer größeren Zahl von Eltern der Jugendlichen, erfolgte die Flaggenhissung und j anschließend ein Betriebsappell der gesamten j Belegschaft. In feierlicher Weise wurde die Aufnahme der Lehrlinge in die Betriebsge- folgschaft durch den Betriebsführer vorgenommen. Er zeichnete die Aufgabe des schaffenden jungen deutschen Menschen in werbenden Worten und entwarf ein Bild von dem Deutschland von einst, in dem der Arbeiter nur Sklave seiner Arbeit oder g'ar Arbeitsloser war, dazu verurteilt, untätig sein Leben zu verbringen. Aus dem tapferen Ausharren der Front In dem Schicksalsjahr 1918 wurde der Begriff der Kameradschaft geprägt, der heute, im nationalsozialistischen Deutschland nicht nur bei einer tapferen Wehrmacht, sondern auch beim Soldaten der Arbelt seine höchste Steigerung erfahren hat. „Wir alle", so schloß der Betriebsführer seine Ausführungen, sind heute Arbeiter an dem machtvollen Bau, der Großdeutschland heißt. Wehe dem, der seinen Baustein, den er einzufügen hat in dieses Werk unseres Führers, lückenhaft oder ihn überhaupt nicht setzt, er hat das Urteil eines Volksachädlings über sich verwirkt und schädigt diese Kameradschaft." Nunmehr ergriff der Leiter des Berufserziehungswerkes In der Bundesführung des Stelrlschen Heimatbundes, Pg. Schrcger, das Wort und wies darauf hin, daß der Führer im Jahre 1933 das Rccht auf Arbeit für jeden deutschen Volksgenossen verkündet hat. Mit dieser Kundmachung hat er selbst der Arbeit wieder jenen Wert gegeben, der ihr gebührt, hat die Arbeit geadelt und mit ihm den schaffenden deutschen Menschen der Faust und des Hirnes, Es ist wohl verständlich, daß es heute noch das Ausland ist, das vor der Neuordnung und der Neuwertung der Arbeit wie vor einem Rätsel steht, weil bei ihm nicht der Wort der Arbeit, sondern das Geld Hauptsache ist. Wie stolz ist doch der deutsche schaffende Mensch, wenn er das Bewußtsein hat, immer seine Pflicht getan zu h^ben. Ernste Worte richtete er an die Volksgenossen, die diesem Maß noch keine Beach- tung schenken und das Hochziel allen Schaffens im nationalsozialisyschen Deutschland, mit der Arbeit der Gemeinschaft zu dienen, noch nicht erkennen. An die Jugend gerichtet appellierte der Redner an die junge, vor ihm angetretene Mannschaft des Betriebes, wie auch an die gesamte Belegschaft, die schönste Aufgabe darin zu schon, in großer Zeit, in der unsere Väter und Söhne an allen Fronten den heimatlichen Herd schützen, dio Pflicht getan zu haben. Daß die Jugend, geführt von ihren Betreuern und ihren Eltern, diesen Weg schnurgerade einschlägt und so selbst zum Vorbild wird, war der Wunsch, mit dem Pg. Srhreger seine begeistefÄden Ausführungen schloß. Mit Dankeswort« de"* Botriebsobmannes und dem Treuegelöbnis zum Führer fand die Werkkundgebung, di« ein Zeugnis war von dem vorbildlichen Wir« ken einer Belriebsgemeinschaft, ihren Abschluß. Zum ersten male in öer Gesrh'rhte ist ein ganzes Volk jetzt im Kampf, teils an der Front, teils in öer Heimat! gbp Führer mSm Die Bewohner des Bacbern stehen Iren znm Reich BundeafUhrer Steindl sprach In eineno Sonderappoll de« FUhrerkorps Sonni-ag, den 1. November, sprach Bun-tlcaführer Steindl in den Ortsj^ruppen Frau« htim, Windiflchfpistrltz, Hagau. Hohlenstein, Weitenstein, Waldepg, Reifnijr, Lorenzen uud Rast zum Führerkorps des Steirischon Ilei-niatbundes. In allen neun Ortsgruppen wa-* ren vom Ortsgi-uppenführer bis zum Block-fübrcr alle Frauen und Männer, in d(.rert Händen die Flihrung der Menschen diesem Bacliemgebletes liegt, versammelt, um den ALSführungen des BundcafUhrers, die im Hinblick auf das Treiben kommunistische^ Banden im Gebiet des Bachern erhöhte Be-« deutuiig besaßen, mit größter Aufniork3am-' keit zu folgen. Die Bewohner des Bachern stehen in un-« bedingter Treue zu Adolf Hitler und dem Rfich und sind bereit, seibat milruhelfen, fien Agenten Moskaus, die durch Mord und Terror Ruhe und Ordnung stören woileni ein für allemal das Handwerk zu legen, m. Von der Universität Qrar. Der außer-' planinaßi^re I^rolessor für Chirurgie der I'iIh versitüt Wien, Adolf Winkelbaucr, wurda zum ordentliclien Professor an der Universi"» tät Graz ernannt. ^ Warum haben wir in Ostrusclino kein üe-spenst? Unser tlaus ist schlecht eingerichtet.« Susanna und Zdenko schritten auf einer etwas vergrasten, kiesiRen Straße einer Mauer zu, die einen weltläiifijjcn Park einfriedete. Eine Rasenfläche öffnete sich, von leisem Dunst überhaucht, uniiirenzt von hoch-betagten, schiefen Bäumen, ein Ort voll sehnsüchtiger Verlassenheit. Von Krone zu Krone flos: eine Golddrossel. Durch bemooste Stämme blickten die Scheiben eines Treibhauses. Eine mit rauhen, halb abgestorbenen Tannen bewachsene Insel spiegelte sich In einem kleinen Teich. Maria erinnerte sich, daß der Vetter Dominik einmal erzählt hatte, in diesem Weiher habe der Vater Oswalds oft mit dem schönen Rothaarinädclien gebadet und habe die Olasmachcrtöchtcr, die ihm gefallen hatten, an diesem Ort herbefohlcn, Sie glaubte es aber nicht. Es war ia alles nur blaues Qerildit. Dieser abgeschlossene, struppige, traumhaft wilde, uralisch verschollene Garten war dunkler Sagen voll Von Efeu üppig umkleidet, trug das unregelmäßig gebaute Schloß einen versonnenen Ausdruck. Es lagerte düster unter zuchtlos herangewachsenen, mürrischen Tannen. Durch den breiten, gewölbten Elur an der Kanzlei vorüber gelangten sie in weiträumige, getäfelte Gemächer, gefüllt tnit Hausrat, aus dem felsharten Fleisch der Eiche geschnitten, geliebtem Wust, der .sich im Laufe der Jahrhunderte angcsatiimclt hatte und feierlich und erinnerungbeladen ini Weg stand. In einem Raum voll schlanker, hoher Spiegel öffnete Oswald einen gewaltigen Schrein. Da goß sich ihnen das Geheimnislicht eines reichen gläsernen Hortes entgegen. Glimmend und gleißend, flammend und flimmernd, meerblau, laubgrün, golden und kristallklar klang es durcheinander, Schliffe glühten wie Silber. Form gewordener Hauch in milder und verwegener Art, Kelche, die bestimmt waren, das gewandelte Heilandsblut zu bergen, vcrgittsries Gerät, farbendurchsponnenc Lecher, unter den Fittichen des Löwen von Sankt Marco geblasen, gebacken aus dem edlen Sand der Lagune, ülas aus böhmischen Hütten, aus dem Spessart, aus Thüringen, Gefäße schillernd in den Tönen des stolzen Regenbogens, prangend In Farben, wie sie die Mäntel der himmlischen Heiligen ausstrahlen mögen, steile Zierkrüge, dürstend nach den Leibern adeliger Blumen. Wappen-gläser, Römer, mit rebenumwundenen Fuß, Riechfläschchen und Balsamkrüglein. Kristalle von königswürdiger Gestalt, von sanftem EJeimut. daß erlesener Wein darein sich schmiege und sie erleuchte mit goldener, grüner und purpurner Flut. Oswald freute sich an dem Staunen seiner Gäste und scherzte, er habe auf einer Meerfahrt entlang Avallon. der heiligen Glasinscl der Kelten, in einer schwebenden Kugel gewohnt und durch deren llchtgoldcne Wände das Treiben des Zauberers Merlin und seiner Feen belauscht. »Du hast auch einen Zauberer bei dir, ein Venediger Männlein«, sagte der Knabe. Oswald lächelte: »Ja, und er kann nur durch Flußsäure getötet werden.« Während Zdenko ein Trinkglas mit der Darstellung einer Bärenhatz und der Inschrift: »Es gehe wohl dem Böhmer Waldl -betrachtete. holte der Schloßherr einen Kristall heraus und hielt Ihn zum Fenster. Der Kelch, ein Gebilde von hohem Adel, ergriff das reine Licht und ließ es in sich wehen wie eine Seele. Susahna rief hingerissen: »Diese Schönheit ist wie Sehnsucht nach Gott, d'e sich zur Form verkristallt hat!« »Glas ist Zauber«, sagte Oswald. »Es steht vor anderen Dingen und verbirgt sich nicht; es hat die Kraft, die Welt zu färben, es ver-j grüßert wunderbar das Winzige und macht das herne nahe; es kann fester sein als Eisen. Mein Gehilfe Muro behauptet ininicr, man werde noch einmal die Mühlsteine aus Glas herstellen. Glas ist der schönste Stein. Es ist Luft. Wasser und Feuer zugleich und der Regenbogen. Es schützt uns vor den Unbilden des freien Weltalls. Ohne Glas, was wäre unser Dasein? Wir wären keine Menschen, wir wären Höhlentierc.« Er stellte das Kleinod wieder an seinen Ort. Aus dem ziegelgepflasterten Gang leitcto ein Törlein in die Kapelle. Der au^ dem zöp-^ fischen Jahrhundert stammende Altar war von üiassäulen getragen, die in den ["liitten ues Waldes gegossen waren. Ein Luster hing tief herab, reich wie die Krone eines gläsernen Wunderbaumes. Oswald liell Ihn schwingen, und die Kristalle daran läv.tetert gegeneinander, ein elfisches GlockenspU. Glüiiend schinuiiertcn die farbigen Fe.isterv Überall spiclerischcr Krimskrams; gläserne Bilder, gläserne Leuchter, Wahifalirtslatjrnen iiiil gläsernen Stangen. Glas, Glas! Des Bettlers Segenswunsch Der schottische Dichter Walter Scott ward auf einer Dortstraße einmal von einem ihm bekannten Bettler um eine Gabe gebeten. Scott hatte nur einen Schilling bei sich und gab ihn dem Bettler mit dem Bemerken, er wolle ihm nur einen halben Schilling geben, den Rest werde er sich .gelegentlich abholen. Worauf der Bettler in den Segenswunsch ausbrach; „Möge Gott Sie solange leben lassen, bis Ich Ihnen den Rest zurucknebel" Seffe 0 »Marbtirgfr Zcitimg« 6. November 1942 Nummer 310 Graz gedenül ier Befallemn Der Gauleiter dankt den Toten Iii F.hrfurclit und stummer Bereitscliaft gedenken wir aucli in diesem Jahr unserer Toten — der Toten aller Kriege und der Toten unserer Beweguns:. Die Bevölkerung der üauhauptstadt Graz wird sich zur Gefallenenehrung in der neuen Kundgebungshalle am Samstag, den 7. November, 18 Uhr, zusammenfinden. Dem Dank der Lebenden an die Toten wird Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Uiberreither im Namen der Steiermark Ausdruck verleihen. In dieser ^'eier vereinigt die Partei alle Gliederungen und Verbände, die Wehrmaciit und alle Volksgenossen. In geschlossenen Abteilungen werden VVehrmachteinheiten, ff- und Polizeiverbände, Einheiten des Reichsarbeitsdienstes und der Formationen der Partei vom Adolf-, Hitler-Platz bezw. Landhaus zur neuen Kund-Kcbungshaile marschieren. Wie im vorigen Jahr, so werden auch heuer der Gaumusik-zug^es RAD, das zu einem Klangkörper vereinigte Opernorchester und Gannrchester, sowie der Fanfarenzug der HJ-Gebietsfiih-rung zur Weihe der Stunde beitragen. Die Angehörigen der Gefallenen des Krieges und der Bewegung, Verwundete und Kriegsbeschädigte werden die Ehrenplätze einnehmen. Sic wurden, soweit sie bekannt und in (jraz wohnhaft sind, vom Gauleiter zu dieser Feier eingeladen. Die Wethslafi des Weibnachlsinannes im Unterland »Baut den Kindern Spielzeug« hat der Reichsjugendführer seiner Jugend zugerufen und mit größtem Eifer hat sich auch die Ju-Rend der Untersteiermark an diese Aufgabe herangemacht. Schon seit V^ochen war im Bann Pettau ein eifriger Sannnelbetrieb im Gange. Lag irgendwo ein Stück Holz, das nicht mehr gebraucht wurde, sofort holte es sich ein Pinjpf. Die Jungmädel stürzten sich in Mutters Fleckkiste und wo sie etwas erwischen konnten, wurde kurzer Prozeß gemacht. Kein Lederrest oder Leimtopf war vor den jungen Händen sicher. Wenn ein Kaufmann noch Laubsägen hatte, in kürzester Zeit war nichts mehr vorhanden. In den Heimstunden der Deutschen Jugend aber wurde und wird eifrigst gearbeitet, um eine möglichst große Zahl von Spielsachen herzustellen. Am L November hatten sich die Führer und Führerinnen des Standortes Pettau zusammengefunden, um einmal übe'' die praktische Arbeit Erfahrungen auszutauschen und um Neues für die Werkarbeit in der Einheit zu lernen. Den ganzen Nachmittag wurde gebastelt und gar manches schöne Stück entstand da unter geschickten Händen. Als am Abend die Führerschaft wieder auseinanderging, da hatte jeder wieder eine Fülle von Anregungen bekommen. Eine Bibliothek gellt auf Reisen Von der Arbeit der Staatlichen Volksbüchereiatelle im Reichsgau St^ermark — Die Krei. des Unterlandes werden in erster Linie versorgt Dr. w, Graz, 5. November Kaum könnte man sich eine äußerlich bescheidenere, in ihrer Arbeitsintensität aber kraftvollere Zentralstelle für die Dorfbüchereien eines Gaues vorstellen, als es die Staatliche Volkshüchereistelle im Reichsgau Steiermark ist, die ihren Sitz in der Grazer Joan-neumsbrbliothek hat. Vor Jahresfrist wurde ihr ein an sich großer, jetzt aber bereits über-füllter Raum für ihre Arbeit zugeteilt, den der Leiter der Büchereistelle, Reg.'Rat J. Passini alsbald bezog. Seither wurde mancherlei über das fruchtbare Schaffen der Volksbücherei geschrieben, abef kaum noch die unermüdliche und im stillen wirkende Tätigkeit der steirischen Zentrallstelle gewürdigt, der es obliegt, all die zahllosen, aus Leipzig und Berlin laufend eintreffenden Bücher aller Literaturzweige zu ordnen und auf die bestehenden und vor allem die neu zu gründenden Büchereien aufzuteilen. In fast unübersehbaren, bis zu drei Meter hohen Gestellen sind im Arbeitsraum der Staatlichen Volkshüchereistelle in Graz die Bände aufgestapelt; Reg. Rat Passini imd sein büchereien in Untersteiermark gegründet, d ren Leiter zumeist ehrenamtlich die Dor Schullehrer sind. Die Einrichtung weiterer *? Büchereien steht noch bevor und soll de krönenden Abschluß dieses ersten Arbeit? jahres bilden. Dami sind dann alle untei steirischen Kreise beliefert, angefangen vi-den großen detitschen Bibliotheken in Mai bürg, Cilli und Pettau, die jeweils bis z 10000 Bände umfassen, bis zu den entU gensten Dorfbüchereien, die über 1000 Bücht verfügen. Was kann nun der einzelne Volksgenossi bei diesen Büchereien entleihen? Vorerst wird seinem Bildungsdrang auf fachlichem Gebiet Rechnung getragen. Die landwirtschaftliche Fachbibliothek steht naturgemäß im Vordergrund und ebenso alle berufserzieherischcr. Werke. Doch findet sich neben den Werken des NS-Schrifttums in reichster Auswahl bestes deutsches Schrifttum der Gegenwart und Vergangenheit, das zur Erbauung und Entspannung dient und dabei auch die notwendige kulturelle Aufgabe erfüllt, dem Volksgenossen im Unterland bei der Vertiefung und -ft' m. Es gibt wieder Eier, Nach einer Bekanntmachung gelangen für den laufenden Versorgungsabsclmitt an jeden Bezugsberechtigten wieder drei Eier zur Ausgabe, die bi.s 15. November auf den Abschnitt a 42 und b 42 der Reichseierkarte beim Verteiler bezogen werden können. Aufnahmen: Reiclisielle restiguns deutschen Voli(stums/Veit. In den weiten Regalen der Marburger BUcherei findet der Freund des guten Buches alle Lesewünsche erfüllt kleiner Mitarbeiterstab, der aus fünf Personen besteht, finden sich aber mit erstaunlicher Geschicklichkeit darin zurecht und haben so richtig >den Bogen heraus», wie man das ganze Material am schnellsten seiner praktischen Verwertung zuführt. Riesige Postpakete, zeitweise aber auch vollbepackte Lieferautos gehen tagtäglich von der Joanneumsbibliothek ab, um das steirische Unterland zu beliefern und immer wieder neue, wenn auch anfangs kleine Dorfbüchereien einzurichten. So wurden im Laufe dieses Jahres 190 Volks- Marburgs Segelflieger hatten Besuch ■f.;--- :<■ t ■i-: Fürstin Obolensky, die pflegsame Betreuerin des Buchschatzes der Marburger Stadtbücherei dener Tage, da jeder Serenisalmus Im Geschmack seiner Zeit sich sein eigenartiges Schlößchen baute, fast so bietet hier das deutsche Buch jedem von uns Erfüllung seiner besonderen Wünsche. Alles zusammen aber kündet vom Geist des wiedererstandenen Reiches und strömt die Kraft aus, die wir alle — Arbeiter der Stime und der Faust — zur Bewältigung der Aufgaben dieser großen Gegenwart benötigen. Ordeit Erweiterung seiner deutschen Sprachkenntnisse dienlich zu sein. Sehr beliebt sind, wie Regierungsrat Passini sich äußert, die Jugendbücher, und die Erfahrung hat gezeigt, daß auch Erwachsene gerne einmal zu den schönen deutschen Märchen- und Sagenerzählungen greifen, während die Kinder sich en den bebilderten Werken nicht sattsehen können. Bald wird nun dieses große kulturelle Aufbauwerk im Unterland beendet und damit die vordringlichste AuJgabe im Volksbüchereiwesen gelöst sein — die Staatliche Volksbüchereistelle in der Steiermark wird sich im kommenden Jahr neuer Arbeit zuwenden. Denn nun sollen die ehemaligen Grenzkreise des Altgaues, Leibnitz, Feldbach, Fürstenfeld, Deutsch-Landsberg, Radkersburg und Oberwarth mit Büchereien ausgestattet werden. Oenlscbes Buch — Werhieag zum Sien In einer Zelt, da die ganze Kraft des Volkes sich zur Erringfung des Sieges sammelt, hat die Stadt Marburg ihre neue Bücherei eröffnet. In hohen und hellen Räumen hat an Wänden und In Ecken alles seinen Platz gefunden, was deutsches Schrifttum der Nation an seelischen Kräften zu vermitteln mag. Stille, ruhiges Licht, Geruch alter Bücher lind Duft frischer Blunwtn sind um uns. Da stehen und Hegen Chroniken imd Illustrierte Geschichten unterstelrlscher Städte, Klassiker und das zeitgemäße polltische Buch. Es tritt uns aus der Vergangenheit der Staatsmann im Galarock und Spitzmanschetten ebenso entgegen wie das junge, harte Gesicht des heutigen Frontsoldaten. Fäden ziehen sich durch Jahrhunderte deutscher Geschichte und von Generation zu Generation. Wie In den kleinen Residenzen entschwun- Zum 60. flebanslaii des OniversUiMsiinrfessors Kteinmavr Wie wir schon kurz berichteten, vollendete vor wenigen Tagen Universitätsprofessor Dr. Hugo von Kleinraayr seiri 60. Lebensjahr. Kleinmayr ist gebürtiger Marburger, wenngleich seine Vorfahren die berühmte Kärntner Drucker- und Verleger-Familie sind. Sein Vater, Postamtsdirektor Raimund von Kleinmayr, wirkte unter anderem in Graz \.nd Wien, wo er seine Schul- und Universitäts* blldung genoß. Nach seiner Promotion in Wien wirkte er als Mittelschullehrer in vei-schiedenen österreichischen Schulen und in Budapest, wo er auch einen Lehrauftrag an der dortigen Universität erhielt. Bald kehUe er In die Steiermark zurück. 1925 habilitleite er sich an der Universität Graz, der er als Professor für deutsche Sprache und Literatur angehört. Selbst künstlerisch tätig, wenn er huch n!e mit eigenen Dichtungen in der Öffentlichkeit hervortrat, ist er ein warmherziger Anwalt alles Echten und Wahren. Mit feinem kritischem Verständnis betrachtet er, vornehmlich vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt aus, jede Dichtung. Seine vielfältigen Interessen für Theater, Musik, bildende Kunst und Philosophie verbunden mit gründlicher Beherrschung des Materlais ermöglichen ihm besonders tiefes Eindringen in das Kunstwerk, seine geistige Durchdringung und überschau, die Einordnung in parallele Erscheinungen. Die Reihe seiner Veröffentlichungen zieht sich vom schlichten Zeitungs-und Zeitschriftenaufsatz bis zum umfangreichen Buchi neben geisteswissenschaftlichen stehen hier auch rein philologische Arbeiten. Sein Hauptwerk ist die 1930 erschienene „Welt- und Kunstanschauung des Jungen Deutschland. Studien zur Geistesgeschichte des XIX. Jahrhunderts", andere seiner Lieblingsthemen sind 2, B. die Romantik und auf musikalischem Gebiete Richard Wagner. Unvergessen bleiben seine geistvollen volkstümlichen Universitätsvorträge, die u. a. auch kein geringerer als Anton Wildgans besuchte. Seinen Schülern ist er ein immer wohlwollender Berater, der sie zu tüchtigen und brauchbaren Germanisten erzieht und der sie durch sein großes Allgemeinwissen unablässig zur Weiterbildung anspornt. Und darum gilt heute der Dank seiner vielen Hörer, die er im Lauf der Jahre erzog, nicht nur dem Lehrer und dem Gelehrten, sondern auch, und nicht zuletzt, seinem gütig>?n und edlen Menschentum. O. J. > m. Gemeinschaftsarbelt schallt neue Sport» anlage. Durch freiwillige Arbeitsleistungen des Führerkorps im Steirischen Heimatbund sowie der Gefolgschaft der Genieindeange-steilten, entsteht in Gonobitz eine moderne Sport- und Badeanlage. Der Gruppenführer bei der Besichtigung der Modellbaugruppe der Jungflieger Vor einigen Tagen war bei dem Fliegersturm der Wehrmannschaft im Steirischen Heimatbund und der A-Gefolgschaft (Fliegergefolgschaft) der Deutschen Jugend hoher j. Besuch angekündigt, befand sich doch der | NSFK-Gruppenführer Krüger auf einer In- | spektionsreise, die ihn auch in unsere Drau-stadt führte, wo er Gelegenheit nahm, sich über den Stand der Ausbildung eingehend zu überzeugen. Der Gast fand während dieses Besuches Worte hoher Anerkennung Über die planvolle Ausbildüngsarbeit, die geleistet wird und er appellierte an die Mannschaft des Fliegersturmes und besonders an die Jugend, in treuem Dienst und freudigem Einsatz für die Erreichung der ihi gestellten Ziele ganze Arbelt zu leisten. Wir wissen, daß die Wünsche, di© er mit diesem Appell verband, in Marburg begel-»lertG Aufnahme gefunden haben und für die Männer des Fliegersturmes der Draustadt und für die Jugend der Flieqergefolgschaft ein Ansporn sind, es jenen Männern gleichzutun. die Deutschlands Luftfahrt schuffen. Auch die 3ugend weiss um ihre Aufgabe Marburg-Laad für neue Arbelt gerüstet Montag, den 2. November, fand Im Llcht-spielsaal des Marburger Stadttheaters die allmonatliche Führertagimg des Bannes Marburg-Land statJt. An der Tagung nahmen alle Gefolgschafts- und Fähnleinführer sovrle Hauptschar- und Hauptjungzugführer teil. Bannführer Aumayer sprach über die zersetzende Wirkung dea Bolschewismus In der Sowjetunion und über Augenzeugenberichte unserer Soldaten, die das Arbelterparadles sahen, wie es wirklich Ist. Sodann sprach er über Karl Marx' Werk, Uber den Bolschewismus, die Ziele und Bestrebungen des Judentums und gab so den Jungen, die mit diesen mattreue Unterstelrer ihr Leben lassen mü»-sen, so vermag das den Wiederaufbau litt imtersteirischen Grenzland nicht im mindesten zu störei), im GegenteU, die Erbitterung der Bevölkerung über die Schandtaten dieser Mörderbanden wird dadurch nur gesteigert. Es Ist die Aufgabe der deutschen Jugend, in dem Aufbauprozeß der Untersteiermark an erster Stelle zu stehen und überall, wo es notwendig Ist, einzuspringen und tatkräftig nützuarbeiten. Nachdom die Mädelführerlrmen Ihre Besprechung im Saale des Landratamtes beendet und im Llchtsplelsaal Platz genommen _ ,, V. j 4. .. if ' hatten, .sprach Dr. Plazer von der Stadtspar- Problemen bl« Jetzt noch «eUen in BerUh. gen Zahlen gab der Redner den alle Erwar- Aiilnaliiueir. WriBitistelner-Mr Der Fluglehrer erstattet Bericht rung gekommen waren, einen Einblick in die Gedankengänge unserer Gegner. Vom Weltjudentum und Bolschewismus kam er auf das Treiben der kommunistische« Banden In der Untersteiermark am sprechen. Wenn bei ihren gemeinen überfäUea und Morden hei- tungen übertreffenden Erfolg der Spar\vo-che bekannt und rief die Deutscht Jugend auf, auch Ihre Hilfe zum Sieg durch Sparen beizutragen. Ein Schlußwort des Bann-fUhrers beendigte die Tagung. Mummer 3t( »Mafburger Zeihmgc 6. November 1942 Seite 7 Prinz Bogen in Marburg Große Pimpfeafefade zwischen dem rechtea und linken DrauHfer Nein, liebe Marburger, ihr braucht keine Angst m haben, daß kriegerische Horden raubend und plündernd durch die Stadt ziehen, wenn am Sonntagmorgen Kriegsgeschrei von den Ufern der Drau ertönen wird. Es wird zwar eine beiße Schlacht ausgefochten werden, aber bis auf angekratzte Arme und Beine wird sie unblutig verlaufen. Die Türken sind nämlich nach Marburg gekommen, und ein hoher Gast weilt auch in den Mauern unserer Stadt: Prinz Eugen von Savo^en, der Europa von der Türkennot befreite. Ihr meint, der se» bereits am 21. April 1736 gestorben. Na, ihr werdet sehen, wie er und seine Krieger in den Pimpfen der Jungstämme des Jungvolkes in der Deutschen Jugend am linken Drauufer wieder auferstanden sind. Am Samstagabend um halb sieben Uhr werden sie in einem feierlichen Fehdebrief auf dem Adolf-Hitler-Platz den Jung-stiirmen des rechten Drauufers den Krieg erklären. Die Pimpfe des feindlichen Ufers sind nämlich die Türken — jedenfalls vom Samstagabend bis Sonntagfrüh. Dann wird ein heftiger Spionagedienst anheben, bis ^ schließlich am Sonntagmorgen zwischen neun und zehn Uhr zu einem blutigen Orlog kommen wird. Wir sind überzeugt. daß es die Pimpfe an Kriegsgesclirei und Draufgängertum den Kaiserlichen gleichtun werden, und die Schlacht bei Marburg damit zu einer ähnlicihen Berühmtheit gelangen wird wie die Siege Eugens bei Peter-wardein und Belgrad, in denen er 1716 und 1717 die Türken endgültig schlug. Im Gegensatz zu damals dürfte es diesmal allerdings für Zuschauer weniger gefährlich sein. Also auf zur Pimpfenfehde! m. Todesfälle. In Marburg versdiieden: In der Oaswerkstraße 15 im hohen Alter von 79 Jahren die Private Angela Mlaker; In der Grazerstraße 21 der Hausbesitzer Franz Purgci im Alter von 73 Jahren; in der Bis-niarckstraße 11 die Advokatenswitwe Maria Krenn-Baumayer; und im Krankenhause die 51 jährige Landwirtswitwe Maria Mandl aus der Unterrotweinerstraße 8. — In Unter-Puls-gau ist die 61 Jahre alte Maria Strutz gestorben. . a ^ m. KheschlieBungen in CiUi und Anderburg. Vor dem Standesamt in CilH schlössen Karl Gratschner und Christine Bendetschitsch, Raimund Udy und Maria Schmölzer, August Spazapan und Erika Polsche, alle aus Ulli, ferner Eustachius Kraschowetz, Wien und Josefa Pungerschak, Cilli, den Bund fürs Leben. ■— Vor dem Standesamt in Anderburg schlössen Anton Supanz und Therese Büko-scht'k, beide aus Reichenegg, den Bund fürs Leben. m. Todesfälle in Cilll. In den letzten Tagen starben in Cllll folgende Personen; Leopold Krofl, 59 Jahre alt. der 67iährige Karl Bres-nig, die 89 Jahre alte Amalie Kreinz geborene ^Paumgartner und der 83jährige Franz Fer-jantschitsch, alle «aus Cilli, ferner der 48iäli-rige Anton Qutschek aus Kaltenfeld bei Gai-rach, die 60jährige Franziska Tansdick geborene Pisanetz aus Anderburg, die 81 Jahre alte Josefine Kimowetz geborene Scherko aus Edlingen und Maria Koiterer aus Turno bei Schleinitz. m. Vortragsabend in Egldi. Auf Einladung des Steirischen Heimatbundes sprach Oberfeldwebel Erben, Träger des Eisernen Kreuzes 1. und II. Klasse, über seine Erlebnisse hn Kampf an dei Murman-Front am vergangenen Samstag auch in Egidi. Meister und Gesellen leigen Arbeitsproben Vor der Eröffnung der Schau des Handweriii in Clill Erst das Reich Adolf Hitlers gibt dem un-tersteirischen Handwerk, das trotz schlimmster Vergangenheit noch bestes deutsches Können und lachliches Wissen in sich vereinigt, die Möglichkeit, den ihm zustehenden Weg zu beschreiten. Die erste Aasstellung des Handwerks in Cilli soll der Grundstein zu einer weiteren gesunden Entwicklung sein, die niemals mehr nach rückwärts, sondern nur nach vorwärts führen wird. Vom 7. bis 22. November werden wir zum ersten Mal Gelegenheit haben, in einer gro-ßeo zusammenfassenden Ausstellung des un-tersteirischen Handwerks das Schaffen der Handwerksmeister und Gesellen aus dem Kreise Cilli in Augenschein zu nehmen und in seiner großen Bedeutung kennenzulernen. In 40 Räumen des Stermetzki-Hauses werden beste Arbeiten gezeigt, die für den Hand- werkerwettkampf in die nähere Auswahl kommen. Außer der feierlichen Eröffnung der Ausstellung, die Samstag, den 7. November, um 11 Uhr vormittags vorgenommen wird, sind an den beiden ersten Tagen für das Handwerk des Kreises mehrere Veranstaltungen vorgesehen. Am Samstagnachmittag um 16 Uhr veranstaltet das Arbeitspolitische Amt des Steirischen .Heimatbundes im Deutschen Haus einen Großappell des Cillier Handwerks, wobei führende Persönlichkeiten ans dem politischen und wirtschaftlichen Leben das Wort ergreifen werden. Der Sonntagabend bringt einen großen Kameradschafts-abend des Handwerks. Im Mittelpunkt des Abends steht die Mitwirkung der Spielgemeinschaft der Cillier Laienspielbühne mit der Aufführung von Nestroys Lustspiel „Lumpazivagabundus". Spoet und luetuH Die Meijisclireinsplele beemlel Die unter dem Leitwort »Fest der körperlichen Ertüchtigung« stehenden Meijischrein-splele klangen in Tokio in Anwesenheit des Schirmherrn Prinz Mikasa aus. Die sicli über ganz Nippen erstreckende Propaganda hatte einen durchschlagenden Erfolg. Insgesamt dürften sich bei den vielen Veranstaltungen auf allen Sportplätzen des Landes über eine Million Besucher eingestellt haben, Der Schwerpunkt der Wettkämpfe lag im Mann-chaftssport der Hoch- und Mittelschulen und der Vereine. Von den wenigen Einzelwettbe-we/bern in der Leichtathletik ragte der 100-ni-Lauf mit der Teilnahme des auch in Deutschland bestens bekannten mehrfachen Olympiakämpfers Yoshioka heraus. Ungeachtet seiner 39 Jahre wurde Yoshioka nur um Brustweite geschlagen. Etwas überraschend kam in der leichtatbletischen Mann-schaftsbewertung der erste Platz des aufstrebenden Mandschukuos vor Tokio und Korea. Im Tennisdoppel konnten die langjährigen Meister Murakami—Horikoshi sich erfolgreich durchsetzen. Das erste große »Fest der körperlichen Ertüchtigung« hat in der japanischen Presse einen großen Widerhall gefunden. Alle Tageszeitungen, die während des Krieges die Sportergebnisse nur in allerkürzester Form veröffentlichen, widmeten den so glanzvoll verlaufenden Spielen die erste Seite und trugen dadurch wesentlich zu dem erreichten stolzen Erfolg bei. ; Von der Marborger Sportgemeinschaft, Abt. Reiclispost Heute, Freitag, ab 17 Uhr Training mit anscWIeßender Spielerversammlung im Reichsbahnstadion. Kameraden, erscheint vollzählig, da wir so manches zu besprechen haben. Der Leiter der Abt. Fußball. : Für den Erwerb des Reichssportabiei-cliens finden die nächsten Prüfungen am Samstag, den 7. November, statt und zwar um 13.30 Uhr an der Ecke Triester—Pet-tauerstraßc für Radfahren und 15,.50 Uhr am Rapid-Sportplatz für Leichtathletik. : Die ersten Rückspiele. Wie gemeldet, wird die zweite Spielserie der Fußballmeisterschaft 1942/43 der Bereichsklasse schon am 15. November mit den Begegnungen der ersten Runde gestartet. Nunmehr werden auch die Spielpaarungen bekannt. Wieder wird es zwei Doppelveranstaltungen geben, und zwar Wacker—Rapid und Admira, bezw. FAQ—Vienna und WAC— Sturm. Als Einzeltreffen kommt Reichsbalin SQ—Wiener SC zum Austrag. Spielfrei ist der FC Wipn. ; 4000 Wiener HUIerlungen werden skiläuferisch geschult. In zwanzig LehrgänKcn zu je 200 Mann werden im kommenden Winter im Rahmen der vormilitärischen Ausbildung 4000 Wiener Hitlerjungen skiläuferisch geschult. Der erste Lehrgang, der von bewährten Skilehrern der Wehrmacht geleitet wird, beginnt schon am 26. November im Gelände der Planerhütte (Steiermark). Ein weiterer Stützpunkt ist das Holzhaus im Totengebirge (Niederdonau). : Klagenfurter /f^Handbalier siegten In Agram. Die Klagenfurter ff-Handballer traten in Agram der dortigen Mannschaft der Luftwaffen SV gegenüber. Die Kärntner konnten nach ziemlich ausgeglichenem Spiel mit 16:10 (6;7) Toren gewinnen. Aas attet lüett a. Da« Spinngewebe-MuseuB. Eines der merkwürdigsten Museen auf der Welt besitzt der französische Marquis Exergeaux, der die ungewöhnliche Leidenschaft hat, Spinngewebe zu sammeln. Nun könnte man zwar behaupten, das sei die einfachste Sachc der Welt, man brauche dazu nur einen Raum ein paar Jahre unbenutzt stehen zu lassen. Aber die Sammelstücke des Herrn Marquis hab^n mit den verstaubten Spinngeweben unbenutzter Räume nicht das geringste zu tun. Die Liebe zu der Schönheit und Mannigfaltigkeit der Spinngewebe hat den Marquis Exergeaux immer wieder über den halben Erdball getrieben. Er hat wiederholt Expeditionen durch tropische Länder unternommen, hat Brasilien und Argentinien durchstreift und hat von diesen Reisen eine reiche Beute mit heimgebracht. Eine Beute an Spinngeweben. Das war nicht immer so^infach. Schon der Transport der Gewebe, ohne sie zu beschädigen, macht viel Schwierigkeiten. Außerdem gibt es gerade in den Tropen eine ganze Anzahl gefährlicher Giftspinnen, die sich wütend verteidigen, wenn man ihnen ihr kunstvolles Netz rauben will. Viele Hunderte der hauchzarten Schleiergespinste, die die Spinnen der ganzen Welt gewoben haben, sind in dem kleinen „Spinngewebe-Museum" zusammengefaßt, auf das sein Besitzer äußerst stolz ist. a. Zehn Jahre Zuchthaus für Kindesmißhandlung, Die 29jährige Friederike Sinhuber aus Groß-Gerungs in Niederdonau wurde vom Sondergericht Wien^wegen Verbrechens der versuchten Körperverletzung in Verbindung mit dem § 2 RStGB nach dem Grundgedanken der Verordnung gegen Volksschädlinge zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Angeklagte hatte in der Zeit vom Herbst 1941 bis August 1942 ihre siebenjährige außereheliche Tochter Veronika fortgesetzt gequält und mißhandelt. WirtscQQp Mais fUr die Forstarbeiter Während die Gaue Steiermark und Kärnten die Versorgung der Kindernährniittelfabriken mit Mais übernommen haben und hiefüi rund 40% der Erzeugung an Mais bereitstellen müssen, hat die Untersteiermark die Belieferung der Forstarbeiter mit Maismehl übernommen. Insgesamt werden in Anbetracht der geringeren Ernten der Untersteiermark und des starken Eigenverbrauches nur etwa 8®/o der Maisernte beansprucht, so daß auf den einzelnen Betrieb nur kleine Umlagen entfallen. Die für die einzelnen Kreise festgelegte Mais- umlage wird durch die Ernährungsämter, Abt. A, auf die Gemeinden umi^'clegt und durch die Ortsbauernführcr auf die einzelnen Besitzer aufgeteilt. Der jetzige Maispreis der Untersteiermark wird gleichzeitig um rund 50"/o auf den Betrag von RM 20.— je dz erhöht. Es wird erwartet, daß die Landbevölkerung der Untersteiermark dieser notwendigen Maßnahme das richtige Verständnis entgegenbringt und ihrerseits dazu beiträgt, daß die für die Forstarbeiter benötigten Maismengen voll aufgebracht werden. Samen Rimtorsclitmilliaare Die Wehrmacht braucht zur Pflege ihrer Waffen und Inatrumente ständig Pinsel und Bürsten aus Tierhaaren. Dieser Rohstoff kann noch in zusätzlichem Maße durch das Sammeln von Rinderachweifhaaren beschafft werden. In vielen Gegenden ist ea üblich, den Tieren die Schwanzquasten zu stutzen oder den Schweif zu verdünnen, indem die Lokken kurz an der Schweifrübe abgeschnitten werden. Die Locken fallen dann in ihrer ganzen Länge an und sind für die Industrie besonders wertvoll. Auch in den Gegenden, tn denen bisher das Stutzen oder Verdtirmen des Rinderschweifs nicht üblich war, sollte man es jetzt tun und dadurch der Wehrmacht wertvolles Rohmaterial zur Verfügung stellen. Die Tiere leiden dadurch nicht im Ansehen, und die Abwehrmöglichkeit gegen Fliegen usw. wird auch nicht beeinträchtigt. Die abgeschnittenen oder ausgekämmten Rinderschweifhaare können den Schulkindern mitgegel)en werden, die die Tierhaare dann in der Schule abliefern. Es sollte jedem Rinderhalter eine Gewlssenspflicht sein, den Kampf unserer Soldaten auf diese Weise zu unterstützen. X Stillegung des Autoverkehrs in Südafrika. »Daily Mail« berichtet aus .lolianni.s-burg. der südafrikanische Verkehrsmiiiister haf>e den Kraftwagenverkehr neuen drastischen Einschränkungen unterworfen. In der Begründung wurde gesagt, die Union könne aus Mangel an Tankanlagen nur für wenige Monate Benzinvorräte lagern. Voraussichtlich werde im nächsten Monat der gesamte Autoverkehr in der Südafrikanischen Union überhaupt stillgelegt. mmm • M *■ Jede» Wort kostet tDr Klemer Inzener niiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiii w'rIJ'''d« lettcedrucku Won tt Rpl tOr ille ObrlKen Wortanzelgeo 10 Rpi dai letteedruckte Wort 80 Rpl. De' Wonprelt eilt bU tn \2 Buchstaten le Wort KennwoiuebOhr bei Abholunf der Ancebote 35 Rpl bei Zoseo-dnnc durch Poit oder Boten 70 Rpl AosItunfUsebflhr IDr AnzelEen mit deq) Vermerk" »Auskunit In der Verwaltunit oder OeschWtsstelle« 20 Rpl. ADzelseD AnaahmescfaloB; Am Taxe *or Crtcheloen im 16 Uhr, _,®, * Anzeigen werdeo nur cegeo Vorelniendun« des Betrtces (auch xflinKe Brielmsrkeö) aulKeoomnien MlndesteebOhr lOt eine Kleine Anzetxe I RM Bienenstöcke, Marke »Schni-deritsch«,^ zu verkaufen. Mar-burg-Drau, Kärntnerstr. 172, Gasthaus Mcrdaus. 11480-3 Komplettes Bett um 100 RM zu verkaufen. Marburg-Drau, Prinz-Eugen-Straße 21 c. 11481-.3 Vor Daaielhiiif voa ArMia« krtffteo osaB dit Zmtimaiaiig iIm sMiMadigas ArbcitMaiie' eingeholt werden. Hilfsköchinnen und Serviermädchen werden sofort aufgenommen. Dauerstellung. Lohn nach Heimtarif, Ver-2u I pficgung und Unterkunft frei. I Personhche Vorstellung er-i uv mmmmmmmm wünscht hei der Lehrerbildungsanstalt in Marbiirg-Dr., Landwehrkasernc, Eingang Landwehrstraße, lleimgebäu-de, Verwaltung. 11475-6 Glasscheiben für Bilderver-glasiing in allen Größen kauft Kunsthandlung Karbeutz m Marburg, Herrengasse 3, Tel. 2642. 11487-4 Kaufe neuen oder gut erhal-tenen Couch. Zuschriften un- j ter »Sofortige Barzahlung« an ' die Geschäitsstelle der »Mar- j biirger Zeitung« in Cilli. 1 UtMM Kaufe Pelzmantel, Pelzjacke, Wintermantel, Schuhc Nr. 37 sofort. Karte genügt. Frau \ Lipej, Marburg-Drafu, Banka-j larifran««'^ Hnrten. 114334' Freiwillige für den Wachdienst in den besetzten Gebieten. auch Pensionisten, Rentner, jedoch unbescholten und einsntzfähig, im Alter von 24 bis 60, zu sofortigem Eintritt gesucht. Auskunft bei allen Arbeitsämtern und bei der V^'erbeleitung füi die Ostmark Thiel Rudolt, Werbeleiter. Graz. SackstraBe 27. Tel 42-42, und Innsbruck. Hotel Mondschein Mariahilf Nr. 6. 2609-6 Verläßlicher Plerdeknecht wird sofort aufgenommen. Wenn nötig, wird auch Wohnung beigestellt. Max Ussar, Marburg-Drau, Schillerstraße 17, 11489-6 tüchtige Hausschneklerin für sofort dringend gesucht. Anschrift in der Verw. 11491-6 Verkäufer-in für Kunsthandlung, auch stundenweise für November-Dezember od. auch ständig, sucht Karbeutz, Marburg, Herrengasse 3, Telefon 2642. 11492-6 Anständige, ehrliche Bedienerin für Nachmittag wird aufgenommen. Anfragen bei Blaschitz, Schillerstraße 26/1, Marburg-Drau, von 12 bis 14 Uhr. 11436-6 i—2 tüchtige weibliche Bürokräfte (Kurzschrift und Maschinschreiben bevorzugt) werden sofort aufgenommen. Anfragen unter »Tcxtil« an die Verwaltung. 11^)07-6 Bedienerin für Kanzleiarbeitcn wird gesucht. Aniragen bei Dr. Blanke - Dr. Brandstettcr, Rechtsanwälte in Marburg, Tegetthoffstraße 14. 11508-6 Tüchtige Friseurin wird sof. aufgenommen. Dauerposten. Wohnung eventuell Kost zur Verfügung. Friseur Ferdinand Melzer, Anderburg 97. 11501-6 Zwei intelligente Fräuleins suchen ein Kabinett. Zuschriften unter »Rein« an die Verwaltung. 11495-8 Möbliertes Zimmer oder Kabinett für Sekretärin einer Dienststelle wird dringend gesucht. Zuschriften unter »Sekretärin« an die Verw. 11374-8 Angestellter sucht möbliertes oder leeres Zimmer. Anträge unt^r »Angenehmer Mieter« an die Verwaltung. 11448-8 itfoiunnifsUuisA Tausche 3^Zimmerwohnung gegen 1-Zimmerwohnung linkes Drauufer, Stadtmitte. Zuschriften unter »Dringend Nr. 7« an die Verw. 11498-9 s lf£tiust£ Ö.PFIJCHT VMoißlXtkHitlU-at4fandtit! ■ra wmu yoiiwnwiiii , Isl besser uMtMoiMtei HtichsarbeUigemeitwhaft Sdiaaenoerhüiuna R ein HaoS im Unterlanj ohne MARBURGCR ZEITUNG" Im letzten Abendzug Spielfeld—Luttenberg ist am 30. Oktober ein Koffer folgenden Inhalts in Verlust geraten: grau-karierter Anzug, I Paar schwere Herrenschuhe und 12 Taschentücher. Der ehrliche Finder wird gebeten, den Kof-fer gegen Belohnung hei dem Gendarmerieposten Kreuzdorf oder Luttenberg abzugeben. 11502-13 Ahnenpaß • Ausfertigungen 1 milienforschungs - Institut, Graz, Grieskai 60. Ruf 67-95 6987-1-1 VerordRongs- oid Amlslilall les Chefs der Zlvilverwaltung tn der Untersteiermark Nr. 101 vom 29. Oktober 1942 Einzelpreis 10 Rpl. Erhältlich beim Schalter der Marburgetyerlagi- u. Orucirerei-Ges. m. b. M. Tausche ' Kindersportwagen gegen gut gehende Armband-öder Taschenuhr. Anfragen 10—12. Anschrift in der 'Verwaltung. 11506-14 bei den Geschäftsstellen der »Marburger Zeitung« IN QLLI, Marktplatz 12 (Fernruf 7) IN PETTAU, Ungartorgasse. Herr Georg Pichler und bei den sonstigen Verkaufsstellen. w'zugspreis: Monatlich RM 1.25 (stets im voraus zahlbar), jzugsbcstellunsen werden bei den Geschäftsstellen der Marburger Zeltung« und im Verlag. Marburg-Drau. Badgasse 6. angenommen. 9eft« ZcnuAff 0. 19#? Nummer StO a StadtlliMter Msrbirg a. d. Drau V'rtHif, äHt 1. Kovtinbcr PrdM 1 BritiüMAhriiig MASNI IN BMU OpMte la ü^olto MMin Von lifuaiiii Beginn: 30 Uhr. Ende: Z3 Uhr. 2 StmiflOBterlirechiiig! Di« Energicveraof^'UIlg SUdBlSlAnTtafk A. O, (Ibt bft-kauuit, d*5 4m SormUt, dan I. Nov*mb«r l04S» weftA Cr-hAltunfitrb«lt«A d*r Strom für di« Stadt MArbury und Uni> i%\Kktig «0« lUi Mi 14 imr tmtMbrodlMi Mttk WIM. C>it tind auoh während der AbachaltunfflBtit Ma ttnttr l^>Al\lltlnt lu bifcrsohten. 1160^ Amtliche Bekanntmachungen Anzeigen (auch amtlich«) Der Chef der ZIvllverwiltuHK In der ünlersteiermark Der Beauftragte fUr Cmahrung und LendwirtBcbaft U/UD E 3/98/1042 0«siif von ilcrn In der 42. Zuteiiun^apertode werden In der UikUf«teier> mark drei Eier für jeden Veraor^ngaberechüiften auiffege« ben und Kwar auf den Abschnitt a 42 der fteichaeierkarte sWei Bier auf den Abschnitt b 42 der Relöhaeierkarte ein HL Die Auagabe der ftier enitraokt fich auf den ganten Vemrgungaabachnitt und erfolgt daher in der Stolt vom 19. Oktober bte 10. November 1941, Um einen Doppelbeaug au vermelden, elnd die Verteiler verpfliohtet, die Binaeiabaohnitti a42 und b4S, die an der Reieheeierkarte verbleiben, dureh Aufdruck ihrea Firmen-atempeia au entwerten. 11510 XM Aultiiif I gel. tir. Artaar Der Chef der Zivllvtrwiltung In dir Untersteiermark Der Beauftragte für dl« ZlvUrechtepflege, Dienstetelle CUlL Aancfarunacn bml ^Inw firma Im mndeiBregiüter de« Oertehtei Ctni Wurd« am 2. vember 1048 bei der Finna: Isdeiovalnlca lesne voln« do-Atanj, Inl. Ivan Smauc in Schönatein folgende Änderung eingetragen: Sita der Firma: Bchönatein • Firmawortlaut: tlotawcUeraeugunf ftohSnatein, Ing. Hana SchmauE. Inhaber der Firma: Dipl.^Ing. Hans Bohmaua. Betriebflgegenitandi Holawülieraeugung. 11611 für die Sametag-Sonntag-Atiegabe '«erden anr ble Freitag, 1< Uhr, aufgenommien. Aainahims kSaaea atw teekaüehea Grfladea aiehl ^inteht «erdea MartHirgw Zainmg Aateltea-AbteUttiii An die fiasverbraacherl Die fieBitxer von automatlaohen Claa-^Wamwiaaerapt>a raten werden aufmerkaatn gemacht, daA die tn der totsten Zeit gemeldeten Störungen än ihren Apparaten wrtt tiberwiegend dem mangelnden waaaerdruck in hochgelegenen Wohnungen und Stadtteilen xumachreiben aind und daher durch daa Gaawerk nioht behoben werden kOnnen, Die Galmonteure aolUen daher für die Überholung Mleher ap|ml-rate nur dann in Anaprueh genommen werden, wenn die Vermutung naheliegt, daB ea sieh nicht um Störungen zufolge mangelnden Waaaerdruekea handelt Die Besitzer nicht autömatiaoher, alao nicht dureh den Waaserdruck selbst betätigter Apparat« dagegen dürfen ihre Afrparate nicht ohne Aiifalcht in fietrleb hallen, da bei unvermutet auabliibtndem Waeeer der Apparat schweren Schädigungen ausgeaetat ist 11474 anafgünweörpiBg ittütakimaHt A. 0., cnawaHi Maifiait 171 wC« vCy UUMIIMII BURG-KINO u» t4iiaA Marvey, Rotf Moeblua. Willy Birgel in dem einzigartigen Filmerlebnia um die Ttnaserin: Fanny iMtlw iUTS Für Juf«n(Uidlka mgeiaaseiil 6SPLAMADB S^f^.2.uk. BaVai4 aaigtt Dm» grosse Spiel mit: Heae Deltgen, Heinz fingelmann, Ouetav KhmWif Hude Jansen, Maria Andetgast, Jöaef Sieber, Luale Höflich unter Mitwirkung von Spielern der Deutachen Kationalmannschaft Ein von dramatischen Konflikten und von einer PUIÜ persönlieher Schloksale bewegter Film, der den erbitterten Kamp^ und den «ndliohen Triumph einer Fußball-Mannechäft schildert KntturfUml Woohenschaal 1152Ö Für Jugendliche augelaaaen! IcMsiiele BruMOri Sein Sohn Wöchenftchau, Kulturtnm FUr Jugendliche augelaasenl iiiTa Vörsteilungen leden Preltag am iO Uhr. Samstag '1470 ^ ^ 20.30, Sonntag um 16, 18 u. 20.30 Uhr Matropol-Lichtaplela CIIII VftA f. bli VI. Nevaftbef Der Strom ■11 Nile Stthnkar* Lotta Kooh» Friedrich Kaylleri Pia! Henckels und Charlotte Daudert. ^ für Jugendliche unter 14 Jahren nicht zugelassent ^ llnlersteirerl Du gehArit tiir deatMhert^ Volksgemeirtschattl Daher sprichst Dtt nur Deutsch!, i - V 6nppe u-Crkdltungen DANKSaCUNQ Allen die uns in unserem groden, aehwe* ren Leid beistanden, inabeaondere den Kameraden aowie den Schülern der ehemaligen Foratschuie filr die liebevolle Anteilnahme und die vielen Blumenspenden, unseren herzlichsten Dank. Die tief trauernden FamUien: Vtanla IMena- feld; mr. KraikMa Und Dr. tMMaaclÜA 11471 Paraminta I laSOTieES HAIS c.RACNEN-DESINFEKnoNSMUnEL oM-tiCMWiBH pmau ^ Von Fraltfg b'la Montag S Eugen Klftpter, Lina Gaiteo, Kfltka Mark, Bern-H hard Mioettt ia dea dramatischen Lebeniblld Der ewige Quell für Jugendlicha sntgelasien! Tieferschüttert geben wir allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daA tuiaere liebe Mutter und Tochter, Frau MARIf MANDL Mittwoch, den 4. November 1942, im 51. Lebensjahre, nach kurzem und achwerem Leiden vefichie-den ist. D^a Begräbnis der unvergeßlichen Dahingeaöhlt-denen findet Samstag, den 7. November 104Ä, um 16 Uhr, am Friedhof in Drauweller Statt. Marburg/Drau. den 6. Kovember 1042. In tiefer Trauert Ludwig, Mllal, Dlmar, Ma und Itichard, Kinder, tliereaia Ltiachntgg, Mutter, Im Namen aller Verwandten 11604 Tieferschüttert und schmerzerfüllt geben wir allen Verwandten und Bekannten xlle traurige Nachricht, daß Tins unsere gute, Innlgitgeiiebte und unvergaßliehe Mutter, SohWlegermutter Und Oroftmutter, Frau Maria Struti im Äl. Lebenaiahr, nach langem, achwerem X-«i-den, am 5. November für Immer veriaaaen hat. Das Leichenbegängnli unaerer ünvergeöllohen findet am Samatag, den 7, Novembar 1942, Vormittags, in Unter-PulBgau statt. Unter-Pulsgau, Marburg, Brunndorf und Bor-gonove (Italien), am 6. November 1042. Die tief trauernden Familien: Strut«, Samaatiir. Stelnbaeher und alle übrigen Varwandten iino» Wolmon- OBd AinclirllifliNleniiio niUeeen unaert l'caibeaieher sofort dem fuatlndl-gen Postamt (nicnt dem Verlag) melden. »Marbarger Zeitung«, Vertriebsabteilung Antonie LeUiachita gibt im Namen aller Verwandten die traurige Nachrieht vom Ableben ihrer Bohwester, Tanta imd Großtante, Frau Angela MIaker welche ton 79. Lebena^re, nach achwerem Leiden, am B. November 1042 veraehieden iet Die Beisetzung findet am samatag, den T, November 1942, um 18.90 Uhr, von der Leichenhalle am Friedhof in Drauweiier aua statt. M^rburg/Drau, den B. November 1042. Die trauernden Pamillen Letnaektti und 11605 Unaere liebe Mutler Maria Krenn-Damnayer Adin^tenewltwe hat una aoa 4. November 1041, für verlassen. Wir legen M am Fraltair,-den t. November 1942, um 18.30 Uhr, am Friedhof in Drauweller aur lataten Ruhe. Marburg/Drau, Bibiswaid, innabruoK, Wien und im Felde, den 6. November 1942. In tiefer Trauer: Annle, Boae» .Aea, Maay, ^iidraa« Ata, Töchter, im Namen aller übrigen Verwandten 11479 An unsere Postbezietier! Wenn der Postbote zt Ihnen kommt und die tte-zugsgebühr fur die »Marburger Zeitungc einnebt, bitten wii Sie, dai^t In der Zustellung keine bn* terbrechung eintritt, die Zahlung nicht tu verwet* gern. Die BexugiigebCht Ist immer im voraus zu biizahien. >Mart>ijrizer Zeitiiflgt, VertrIebeabtelluna Wir geben allen Verwandten und Bekannten die traurige Nacht loht, daß mein guter Gatte, unser lieber Vater, Ciroß- und Schwiegervater, Herr MANZ PUMBI flouabesltaer am 4. November 1942, Im 73. Lebensjahre, una cur immer verlaason hat Die Beerdigung findet am Freitag, den 6. N(^ vember 1942, um 16 Uhr, von der Leichenhalle in Drauweller aua auf den Franzlakaner-Friedhof •tatt. 11477 Marburg/Drau, Frauenberg, den 4. Nov. 1042 In tiefer Trauer; Elisabetii, Oattin, Alotsla Brelediko, Tochter, lobaim Bretscliko, Sohwieger-aohn, Johann, Anton, Aloisla, Ludmilla^ Enkelkinder Von folgen Mordbonditen getötet, gab »ein Leben für Führer und seine deutsche Heimat Franz Garber Werkaohatalelter dar ladultrlebetrlebe der Fortt-verwaitung Oberburg-Altenburg ein Kamerad, der sein Leben fQr Deutsch-landi GröDe und Zukunft sogeben hat, i«t nicht ausgelöscht, er lebt In seinem Volke und unserer Erinnerung weiter. i Altenburi bei PraBberg, den 39. Oktober 1942. Der Betrlebilttlirar und die Qefol|scta.ilt der InduBtrlebetricbe der Forstverwaitung 11459 Altenburg.