Nt. 192. Freitag, 23. August 1««9. l08. Iahrgan». AibacherMZeitma. ^'"W"» fl,°?"^^. "lu PoffUtlllndnn«: ,»n,l»hr«g si. 15, hlllbjzyll» si. 7.50. I« «omptoi»! ^ Nie „Laibachn ßeltnn," »lscheint t«««ch ml» »»»nay«, d»r «on»» nnb y«<«l««e, Dl« beNnbet fich Tongleseplah », b!e «el«etl,» Vahnhosgass» »4. «pitchftunben bn ««baction tä°lll?'^""ll vom 18. August d. I. den ^loh zum <5v .^aMnasimn ,n Triest Heinrich ^'äbiM .n """^ ^s Staatsgymnasillms in Görz "M zu ernennen geruht. ._________Gautsch m. l>. ?^" V^l«^^"??ent in Krain hat den proviso-M dchnu3'?"siär Dr. Andrcas Schaffgotfch ?. " Stefan ^^'".^ummissär, den Regicrungsconci-^""ssär dpn ^'"^ ^"' provisorischen Aezilks-3". Klein m^??'!^'" Regierungsconcipisten brn. ?"' Conc«^ .^ftnltiucn N^giernugsconcipisten ^lorisch"Vp"ktltauleu W.lhelm Haas zum ^ Neg.erungsconcipisten ernanM. 3>"K^'T^lidenV^rain hat den Vanprak- '"'ste filr ftr?°" ^"'" Vauadjuncte» im Staats-'"r «rain ernannt. Nichtamtlicher Mil. Der Tag der Mnircs. Drcizehntanscnd französische Ortsvorsteher sind am Sonntag in Paris versammelt gewesen, fürstlich be« wirtet und durch die Ausstellung geleitet worden, ha> bcn mit den Ministern und dem Präsidenten Häude-drücke ausgetauscht, eine schwungvolle, von ehrlichster Friedensliebe durchwehte Ansp-ache CaniM angehört nnd kehren nun heim, beinahe sämmtlich als eifrigste Verfechter der Republik bei den, spätestens anfangs October zn vollziehenden Kammerwahlen. Denn der Dorfrichter, der Bürgermeister einer kleinen Stadt ver» mag schwerlich dem Zauber einer jedes Jahr auf Ge> neralunkostrn vorzunehmenden Spritzfahrt nach Paris, der öffentlichen Abfütterung und des Persönlichen Verkehrs mit hochgestellten Männern widerstehen. Er mag ein Conservativcr oder ein Rcactionär vom reinsten Wasser sein, die Sirene der unsauberen Seine thut es ihm doch an. Es war ein glücklicher Gedanke der Regierung, die Zusammeuberufung der französischen Ortsvursteher selbst in die Hand zu nehmen. Ausgegangen war der Plan der Meetings zur Zeit der Hochflut des Ra-dicalismus und des Voulangismus von den ehemaligen Commuuards des Pariser Gcmeinderathes — Leuten, die übrigens jetzt, da sie im Rohre sitzen und Pfeifen schneiden, sich reiche Vergütungen für ihre fragwürdigen Mühen aus dem Stadtsäckel votieren, zahlreiche Benrficien genieheu und sich meist ein Ränzel angemästct haben, recht zahm geworden sind. Dem Radicalismus in seinen röthlich angehauchten Schattierungen sollte dadurch eiue, ganz Flaukreich um'pan' nendc Organisation geschaffen werden. Indem die Ne» gierung die Leitung der Zusammenkünfte ergriff, gewann sie den mächtigen Agitationsapparat. Und jetzt ist die Regierung eine opportunistische, und den ans dem Mairebankctt zu ziehcuden po'itischen Gewinn heimst die gemäßigte Republik ein. Fortan dürften die ministeriellen Wahlvorbcrei-tungen abgeschlossen sein, und das Wahlausschreiben Carnots wird voraussichtlich schon in allernächster Zeit erscheinen. Unler günstigere» Nuspicicn, als sie äugen» blicklich zu schen sind, ist seit Gambia's Sturze die opportunistische Partei noch niemals in den Wahl» kämpf a/treten. Der Voulangismus hat durch den Misserfolg bei den Generalraths - Wahlen eine schwere Er» schütterung und durch die Auklage und Verurtheilung eine moralische Vrandmarkung erlitten, die er nicht überstehen kaun. Die Veröffentlichung von Proclamations des Ex-Generals und seiner Mitarbeiter ist ver« boten — eine Maßregel, die viel wirksamer, als liberal ist. Oeffentlich candidiert darf Boulanger nicht werden; mehrfache Candidaturen werden durch dra« konische Gesctzbestimmungen gehindert. Dem General lönntcn sonach nur vereiuzelte Mandate zufallen, die sofort nach Eröffnung der Session cassiert würden. Der Radicalismus ist unter dem Eindrucke der Procedur des Staatsgerichtshofes todtenstill geworden. Einerseits wagt er nicht Disharmonien in den Aus-Mungsjubel zu tragen, anderseits bricht er zufammen uuter der Last der Mitschuld am Emporkommen des Äoulaugismus uud dem verbiecherischen Treiben desselben. Freycinet muss, wenn er's auch nur widerstrebend thut, die Armee von Officieren säubern, welche durch den Boulanger-Process compromittiert sind, und so manche seiner radicalen Freunde verletzen. Von dem Schlage, welchen er erlitten, kann sich der Radicalismus nicht bis zu den Wahlen aufraffen; er dürfte zu einer ohnmächtigen Fraction zusammenschmelzen, die ihrem Lieblingssport. dem Ministerstürzen, nicht mehr nachgehen kann. Ist doch selbst Clemenceau's Wiederwahl fraglich. Von den Conservative« machen nur die Bonapartisten bemerkbaren Lärm, aber an dieser Gruppe ist immer mehr Prätension, als Kraft zu verspüren gewesen. Unter den Orleanisten werden Anzeichen für die Neigung offenbar, in die «offene Rlpublik» einzutreten und diefe in den Bahnen der Mäßigung und Duldung, vor allem aber der Friedfertigkeit nach außen hin zu erhalten. So spricht denn aller Anschein dafür, dass die nächsten Wahlen eine starke, aus Jüngern Gambetta's und Thiers' gebildete Majorität ergeben werden. Vielleicht ist dann eine glückliche Wendung nicht nur für Frankreich, sundern für ganz Enropa eingetreten. Alle bisherigen Kundgebungen Carnots athmen einen friedlichen Geist uud untelscheiden sich dabei wesentlich von den üblichen französischen Versicherungen der Friedfertigkeit. Denn sie drücken nicht nur den Feuilleton. »Nd b."r Neda ^ ^ldes. Nester NeriM^ ^" verlangen von mir Verichle < o'U'er SrM^"".". ""r. der ich mich mit dem ""ser?. 3l""a.en u, k ? ^ '" «mn Buenretiro vor H«b7 ,^hr und "t K"'^" Uebel", die der Mensch hen V " dollen^'^"'wendige «"sieht, geflüchtet i b" -Idylle aus den Juli- Wit professions Züihe !>"ailsz„ n,?^"ve kem Recht, Ihnen einen °ll^ in die beschauliche ^ und von mir mit >tt ,V /Vef tt^^chtslosigteit ein Opfer für h"' ^2?ozmi ch ^". verlangen, dem ich in Genügsamkeit mit bescheiden ?^bat '"'ch bei^-^m kehren möchte. Doch 'Nkin^" ist Seite gefass? ss'U.H^fthie. d Ä," Olsten Untugenden. Iu d de V^ den ÄH''"' f.ilr "«e Fälle schreiben >th^ensch,,, A""« erbrmgen, wie schädlich es !> A.^'Undan d"''kbar zu sein, uud welche dl ist I «us Dank^M 6'" anderesmal mehr 6"len. ""d was ,"b°rke.t für Veldes und w.s es Ein ^l all ^'^^' "^^"' ^'^ ^'^s^ ^''^d^/'s""^ Hfie fragcn, ob Sie -Veldes. ^' E»" haZ ! s^" Alpen-, von Schweiger- a t3?^'u^^ ^nnSie es ja ^ ?'s 5 Hand sH ^s ^lch und keine Reclame. ^eu' 3e in H .W" Verfasser, was sein Thweia r " "" trunkenem Blicke 2er - Lerchenfeld schreibt nicht, er matt, und er malt schön, und schön hat er auch unser Veldcs gemalt. Ich zweifle nicht, dass seine Schilderungen selbst in jenen Kreiselt anregend wirken werden, denen nur ein Nade-Reclamc.Artikel der «Neuen freien Presse» imponiert, d. h. in Hinsicht der geschilderten Natur und ihrer gewaltigen Schönheiten. Ueber die Größe der Schnitzel, die niederen Preise, die höflichen Wirte* und die Liebenswürdigkeit der Fiaker lässt das Buch die Wissbegierigen allerdings ganz im unklaren. Doch dem Cnwrte Veldes ist vorläufig mit der Porsie Schweiger - Lerchenfrlds gedient und damit auch allen, die in die Berge gchcn, um sie mit freud,-gem Hlrzen uud offenen Blicken zu brwundern. w,e dies Schweiger Lerchenfeld und fein congenialer Zeichner, d^r Rittmeister Amesch, gethan haben. Dem Obmanne ds Cu,Vorstandes von Veldes, dcm Grafen Camillo Aichelburg. hat man es zu verdanken, dass so Richtiges und so Tüchtiges übcr Veldes in die Welt gesetzt worden ist. da er sich bemüht hat, filr das Werk Verfasser. Zcichuer und Verleger zu iuteressi.reu uud weder Geld noch Mühe für dichn 'jweck gescheut hat. Weun dcr Frcmdrnbcsuch heuer dsstuuugeachtct und trotz Cm umsit nicht die gewunMe Höhe erreicht hat. so siud daran weder der Curvor-stand noch Schweiger - Lcrchcnseld, noch der fehlende Eursalun und auch nicht die Curtaxe schuld, sondern Factorcu, deren Schädlichkeit mau schon eingesehen und deren Beseitigung dem Curvorstandc anempfohlen w«r0. Vorläufig hilft sich das Curpublicum selbst- U^r Auregui'g dcs hiesigen Villcnbesitzcrs Her"' Wüyelm Himmelbaucr fand am 17. August ein DllcttaMcn-Cuncrrt unt.r dem Patronate dcr lieln'nswü'dlgcn Gat-t n des Wiener Arztes Dr. Fröschl statt, das alle Er- * Gibt es deren auch? Anmerkung des Setzers. Wartungen nicht nur erfüllte, sondern dieselben weitaus übertraf. Das aus neun Nummern bestehende Programm wurde durchgehends von Curgästen ausgeführt. Die Palme des Abends errang unbestritten Fräulein Mauro aus Triest. eine anmuthiqe junge Dame, mit dem virtuosen Vortrage zweier Pieccn auf der Mandoline. Sowohl die Neuheit des ungewohnten Instrumentes als die liebliche Erscheinung der Künstlerin und ihr exact»s Spiel rissen das zahlreich versammelte Publicum zu wiederholtem stürmischen Applause hin. Herr Gustav Uranitsch aus Graz erfreute uns mit dcr bekannten «Scene de Ballet» von Aeriot für Violine mit Klavierbegleitung. Nicht allein die vollendete Sicherheit des Spielers, fondern insbesondere die correcte Auffassung und die warme Darstellung überzeugten die andächtigm Zuhörer bald, dass der Spieler über nicht gewöhnliche Begabung und mit großem Fleiße erworbene virtuose Technil verfügt. Zwei Lieder: «Drin gedenk' ich. Margarita», von H. Niedel uud «Das alte Lied» von E. Lassen sang Baronesse Irene Zivkovtt aus Ngram. Die Dame verfügt über ciuen fchönen Mezzosopran, den sie mit richtiger Modulation und voller Wärme, insbesondere in den unteren Lagen, zum Ausdrucke brachte. An den Fräulein Charlotte Kraibig und Anna Pirnat und dem Herrn H. Kraibig lernten wir Clavierspieler t>n-iml, die eine uugetheilte Anerkennung auch dann er-worden hätten, wenn sie anstatt als bescheidene Dilettanten als ausgesprochene Künstler aufgetreten wären. Ebenso zeigten die Söhne des Schlossbesitzers von Veldcs. die Herren Felix (Clavier) und Julius Muhr (Violine) in ihren Vortragen zweifellose Begabung und tüchtige Schulung. Herr Max Hildebrand aus Wien, dem die Grazien unverwüstlichen Humor und die vi» oomica in die Wiege gelegt zu haben scheinen, erregte Laibacher Zeitung Nr. 19^. 1l)36 23. Almust M. eigenen Friedenswillen, sondern auch die Ueberzeugung von der Friedfertigkeit der anderen Mächte ails. Und dadurch gewinnen sie den Charakter der Ehrlichkeit gegenüber jener Henchelei, welche zwar die eigene Friedensliebe betheuert, aber stets vorgibt, auf der Hut vor einem feindlichen Angriffe sein zu müssen. Carnot wagt zwar nicht entfernt, die logische Folgerung seimr Erörterungen zu ziehen, dass Frankreich sich nicht mehr in Revancheglnt verzehren dürfe, sondern seine ganze Kraft auf das innere Gedeihen wenden solle; er wagt nicht, Lesseps'Worte zu wiederholen: «Frankreich und Deutschland natürliche Freunde» — aber das ans gesprochene Endziel der von ihm verfolgten Richtung ist die Verwirklichuug des Wortes des «großen Fran» zosen». Dieselbe Richtung wird vom lintVn Centrum, namentlich Ribot und Jules Simon, und von den gemäßigten Organisten verfolgt. Was heute erst eine schwache Schar von Franzosen will, was kanm einer auszusprechen wagt, es könnte, nun die Revanchepartei zerschmettert am Boden liegt und die gemäßigte Republik des Triumphes b>i den Wahlen sicher scheint, ein offen ausgesprochener, von Jahr zu Jahr neue Bekenner werbender politischer Glaubenssatz werden — zum Heile Frankreichs, ganz Europa's. Politische Uebersicht. (Zur Situation in Böhmen.) In einem bemerkenswerten, ruhig und klar geschriebenen Artikel beschäftigt sich die «Münchener allgemeine Zeitung» mit der politisch n Situation in Böhmen. Es wird darin ausgeführt, dass die Abstinenz der Deutschen keinen politischen Erfolg hatte, dass sie ein Fehler sei, welcher dadurch nicht corrigiert worden ist, dass er immer wieder von nenem begangen wird; es wird angesichts der bei den letzten Landtagswahlen zutage getretenen Aenderung der Verhältnisse in Böhmrn die Ansicht ausgesprochen, dass die Teutschen in den neuen Landtag, der ja für die Haltung des früheren Land« tagcs nicht verantwortlich sei, eintreten sollten, um au der Verwaltung teilzunehmen, voransgesetzt, dass auf ihre nationalen Bedürfnisse Rücksicht genommen wird und schließlich gesagt: Die Herstellung des Friedens in Böhmen dnrch Vereinbarungen zwischen den conferva« tiven Elementen beider Nationen ist im Hinblick auf die vielleicht in naher Zukunft stehenden Ereignisse auf der Weltbühne ein Gegenstand von großer Wichtigkeit für den mitteleuropäischen Bund und deshalb ein Punkt, auf welchem sick das nationale Interesse der Deutscheu immer dringender richtet. Er wird nicht über Nacht geschlossen werden können, man soll ihn aber anch nicht als eine Utopie bezeichnen und statt des Friedens die Unterwerfung des rinen oder des anderen streitenden Theiles als ein;ig mögliche Lösung darstellen. (Landtags-Ersatzwahl.) Nach seiner Wahl zum Rector im vorigen Jahre hatte Professor Ed. Sueß als Träger der Virilstimme der Wiener Universität zu Beginn der letzten Herbstsession des Landtages auf das Mandat der Leopoldstadt verzichtet. Das Mandat diefes Bezirkes blieb seither nnbeseyt. Da nun die Statthal- tern die Ersatzwahl für den zweiten Bezirk ansgeschrie< ben hat und Professor Sucß bekanntlich bereits heuer im Frühjahre die Rectorswürde niederlegte, wird er von den Wählern dieses Bezirkes neuerlich für den Landtag candidiert. (Das Höferecht.) Die Regierung lässt, wie verlautet, das vom Reichsrathe beschlossene Höferecht zunächst in den Alpenländern durchführen. Ueber die diesbezüglichen Landtagsuorlagen wird bereits mit den betreffenden Landesansschüsscn ve, handelt. (Die Bevölkerung des Leitomischler Bezirkes) trifft alle Vorbercituugen, um Se. Majestät den Kaiser, welcher am 10. September 6 Uhr früh in Leitomischl eintrifft, feierlich zu empfmigen. Die Abreise Sr. Majestät ist auf den 14. September bestimmt. (Der neue Minister für Kroatien.) Wie die «Agramer Zeitung» meldet, hat sich der ungarische Ministerrath vor der Abreise des Ministerpräsidenten Tisza auch mit der Frage der Besetzung des Postens eines Ministers für Kroatien und Slavonien beschäftigt. Herr von Tisza dürfte schon gestern den Vorschlag des Cabinets Sr. Majestät zur Unterschrist unterbreitet haben. (Aus der Hercegovina.) Wie man uns aus Wien telegraphiert, beruhen die von der «Corre-spondance de l'Est» ausgestreuten Meldungen über Banden in der Hercegovina nach authentischen Feststellungen vollkommen auf teudenziöfer Erfindung. (Kaiser Wilhelm in Straßburg.) Kaiser Wilhelm ist vorgestern in Begleitung seiner erlauchten Gattin und des Großherzogs von Baden in Straßburg eingetroffen. Es geschieht zum erstenmale, dass er Elsass-Lothringen besucht. Der Reise wohnt eine besondere politische Bedeutung bei, welche sich auf die besondere Stellung Elsass-Lothringens als jungdentsches Reichsland und auf das besondere Verhältnis zum Kaiser als Landesherrn gründet. Deshalb gewinnt der Empfang des Kaifers in Elsass-Lothringen eine größere Beachtung und ein politisches Interesse. Zu den spe-ciellen Wünschen der reichsländischen Bevölkerung gehört es, dass der Passzwang an der französischen Grenze beseitigt werde. Diesem Wunsche soll während des Aufenthaltes in Metz mittels eines dem Kaiser zu überreichenden Gesuches Ausdruck gegeben werden. (Aus Serbien.) Nach einer der «Pol. Corr.» zugehenden Meldung fand daselbst vorgestern ein Mini-sterrath statt, in welchem mit der Verlesung der Regierungsvorlagen für die nächste Skupstina - Session begonnen wurde. In derselben Sitzung eröffnete Finanz-minister Dr. Vuic dem Ministe» rathe, dass nunmehr sämmtliche beim Regierungsantritte des gegenwärtigen Cabinets unbeglichen aushustend gewesenen Annuitäten der seinerzeitigen russischen Anleihe sammt Zinsen voll' ständig zur Tilgung gebracht werden. (General Aoulanger.) Das «XIX. Siecle» meldet, Boulauger wäre nunmehr entschlossen, vier Tage vor den Kammerwahlen nach Paris zurückzukehren und sich gefangen zu stellen, womit ip«0 lacüo die Maß-nahmen des Parlamenlsgerichts hinfällig würden. Seine Anhängerschaft foll einen imposanten Empfang vorbereiten; Rochefort und Dillon verbleiben jedoch in London. Anscheinend handelt es sich bei dieser S"< sationsmeldung um ein Wahlmanöver, um den ^ der Nahlagenten zu erwärmen; man müsste be«, nehmen, dass das «XIX. Siccle». das gegenwamg i Bonlaugers Geguern zählt, düpiert worden ware. (Die Lage auf Kreta.) Telegramme" ",^ Athen m,d Constantinopel zufolge fährt d>e "M Kreta fo.t. fich zu bessern. In der UmgcbM Kanea wurde die Ordnung hergestellt, die N"^o Dorfbewohner kehren zurück. In Kandia und ^"^^ nehmen die Maßnahmen zur Herstellung der ebeufalls eiucn günstigen Verlauf. FüufzeP a>l, dische Dörfer, welche sich bedingungslos unterM, erbitteu von Schakir Pascha Amnestie. . ^z (Hungersnoth in Montenegro. „ Cetinje wird gemeldet: Nach dreijähngcr ^l,« hat Montenegro heuer eiu vollständiges Hul'g ^ und es grassieren daselbst epidemische Kranlheltei'. . Negieruiig ist bemüht, dnrch Palliativmittel den stand zu lindern. . ^M (Ras Alula's Lage) ist eme Naß' Ras Alula drang am 12. Äugnst nach G"00'l^ vor uud kllüpfte Fricdensve» Handlungen an. ^ General Valdissera zurückwies. Major Dim«!" . Ras Alula zum Rückzüge jenseits des BelesafM^. Tagesnemgleiten. § Se. Majestät der Kaiser haben, lvie «Prager Abendblatt» mittheilt, der wehr in Hammersdorf 80 fl. und den ste>' ^ Fenerwehren in Branow und in Trzek je ^ 'A Anschaffung von Löschreqnisiten zu spenden g" " ^ Se. Majestät der Kaiser haben, " ^o «Vrünner Zeitung, meldet, den Gemeinden ^ ^ uud Oberlhotta zum Schulerweiterungsbaue aiena die Maschine über den Kovf und zer'^,^ mit seinen Vortragen in steirischer Mundart nicht endenwollende Heiterkeit, mit welcher zum Schlüsse auch die Durst'schen Walzer aufgenommen wurden, die unter Clavier« und Violinbegleitung Kinder mit Kinder-Instrnmenten aufführten. Das Concert fand zum Besten d>s Vaufondes des Cursalous in Veldes in dem neuen, jchönen Veranda-Saal des Louisenbades statt und warf ein erkleckliches Reinerträgnis ab. Ganz Vrldes war dabei nnd ganz Veldes amnsierte sich ausgezeichnet. Natürlich endete das Divertissement mit einem Tanzkränzchen, das in den Morgenstunden des 18. August mit der von Herrn Himmelbauer auf dem Harmonium gespielten und von der gesammten Gesellschaft mitgesun« genen Kaiserhymne seinen Abschluss fand ... Das Kaisersest selbst fand in herkömmlicher Weise statt, nur siel diesmal bei der Seebeleuchtuug die ungewöhnlich große Anzahl der elegant beleuchteten Boote und das Überalls prächtig beleuchtete Palais des Fürsten Win-disch-Graetz auf. Auch das Kaiferfest schloss mit einem animierten Kränzchen ab. Getanzt wird hier überhaupt heuer sehr viel. Innerhalb 14 Tagen füuf Kränzchen! Ein Veldefer Habitus der sich seit Jahren an ein gewisses Stillleben in Veldes gewöhnt hatte, packte seine Koffer nnd reisle nach Pörtschach, «denn hier sei es ,^n lustig und zu toll». Unstreitig pulsiert frischeres Leben hier. und wesentlich tragen dazu die Curgüste und unter ihnen vorzüglich die kuustsiunige Frau Fröschl und der rührige Herr Himmelbaner bei. Ueberdies haben auch neue Villenansi'dlungen stattgesunden, und der Ban neuer Villen ist in Aussicht genommen. Somit winkt uns eine heitere Hu-knnft entgegen, und an uns wird es liegen, sie voll und ganz zu Gunsten des Eurortes auszunützen. IN. Nachdruck verboten. Me^fchlungene Ifäöen. Roman aus dem Englischen von Hermine Frauleustein. (21. Fortsetzung.) «Da hast du recht; aber wer ein Obdach hat. wird es in solchem Wetter su leicht nicht verlassen,» eutgegnetc der junge Mann, sich seine Thonpfeife mit Tabak füllend. «Nur arme, heimatlofe Wanderer werden uuter diesem Sturme leiden!» Seine Worte schienen ernste Gedanken in ihm anzuregen, denn er schaute auf und begegnete dem Blick des jungen Mädchens, das ihn verständnisvoll an» schallte, als wäre ihr gleichzeitig dieselbe Idee gekom« men wie ihm. «Wann immer ich den Wind so sauseu uud heulen höre, erinnere ich mich an sie.» fuhr er in leiserem Tone fort, «denn sobald das geschieht, ist es mir stets, als hörte ich ein weibliches Wesen kläglich um Hilfe rufen.» Das Mädchen seufzte tief auf. «Ich möchte wiffen. wo sie ist — ob sie überhaupt noch lebt.< «Sie lebt ganz gewiss.» versetzte er mit Bestimmtheit, «wenn sie gestorben wäre, müsste ich es wissen.» .Wieso?» fragte das junge Mädchen, in ihrer Arbeit innehaltend und fragend auf ihu schauend. Er plesste seine Hand gegen die linke Seite. «Die Stimme hier hätte mir es gesagt. Nein, sie ist am Leben und mehr als das, Lucy, sie wird zu uns zurücklehren; merke auf mrine Worte — sie wird zu uns zurückkehren.» «Das hast du immer gesagt. Joe; aber ich konnte es niemals glauben., entgegnete sie kopfschüttelnd und indem sie chre Arbeit in den Schoß sinken --------------------------------------------------- —^ es >". ließ. «Joyce war immer sehr stolz; sie ^ „M" ^ als kleines Mädchen gewesen, und wenn -^ sje ü" so gekommen ist, wie wir fürchten, so ^' . ihre Schmach nie wissen lassen.» . M!' «Ja, ich weiß es, dass Joyce stolz w", ^h ü hicng auch mit großer Liebe an ihrem v"'.^ sieH uns allen, und von aller Welt verlassen, ' ^. uns zurückkehreu. Sie weiß, dass wlr ^ß ^ unser Haus verschließen werden, uud I.le . ^e, dass. so lange ich Kraft und Ges'mdhe' ^. arbeiten zu können, es ihr an nichts felM ^Z PH Es entstand eine kurze Pause, dan" sHge'l- '^ chen zögernd und ohne die Augeu "."fzM^ I^e wollte schon lauge eine Frage an dich «te ' aber ich wagte es nicht.» « B>^ «Frage nnr immerzu, Lucy. D>l ka' tröst alles sagen.. ^ ^l «Das denke ich auch. Ich möchte «"''./es s" Gefühle für Joyce noch dieselben find, w" i ,.,< waren?» ^„ »"d"' Sie schante ihn ängstlich forsche"^ ^ in athemloser Spannung auf seine ^".' ..^ iH'^ «Ganz dieselben,» erwiderte er, , hinüberschallte und ich werde sie lleve ^ Ende meines Lebens.» ,. 5l ^ w^ , «Aber. Joe, sie hat dich nie gollevl ^ nicht so. wie du sie liebtest.» Ht s''!zF «Ich weiß es. Lucy; aber das "'i ^ /l^ keinen Unterschied, sie zu lieben.» enMp^ „e^ «Das ist eine sehr armselige Liebe, die ' gc'>^ stehen kann, wenn sie erwidert wird. ^" ^z a vollkommen, dass ich sie liebe. Warte '"'' , ,< meine Gefühle wirst besser verstehen "'" ^Ü^lZrltunll Dir. ,95 1637 N August 1889. «ck"^' ^" Gastwirt Mehringer wurde quer zenomm "'^ bchl'n Stieftochter am ärgsten mit-dM,. /"^"' derselben die Brust vollständig zerfuhr s. , /' ^°H hatte sie noch im Momente der Gc->°arf w>! Geistesgegenwart, dass sie ihr Kind von sich unk ',,„, ^ dasselbe vom sicheren Tode gerettet wurde Echivere w'"^ ^'^^ Verletzung am Kopfe davontrug, ^'nbruck^^""^"' dämlich einen Schenkel« und einen dessen A>ff U ^ Schncidergehilfe Nehr davon, an Kren <>'" """n noch gezweifelt wird, die beiden an-'"'»»'llicki'p 1!", "^'"en nur leichte Beschädigungen, haus q^, pichte wurden in das allgemeine Kranken-zttii^,, ^?/' ^>'n den Pferden wurde eines in Stücke am F„s.', ^^^nd das andere eine leichte Beschädigung zlir A'üVf "' ^^ Kopf des eines Pferdes wurde bis ^N, Wn ""^chlcift. Es wmde sofort eine Maschine mit hierher l/'^ ^" ^'" ""s abgelassen, welcher die Todten schlch unt /' ^" Bahnwärter, welcher den Varriercn-"nd K<-n " ^ ""'lde von der Gendarmerie an Ort nelle verhaftet. du„g^/^"uchloses Pulver.) Ueber die Anwen. ^cn w/""?°^" Pulvers bei der Uebung vor den, '""wclrlc! "°l! ^" ^"'^au meldet man: Eine ganz l""chlchl, w s ^""9 wurde bei der Anwendung des "ich ^ /"lvers seitens größerer Truppeninasftii gebe, GH ' ""°ll ist nicht allzu starl, der Lustdruck aber eine Cauall "" ^ kolossaler und conslanter, dass ^'N P„s., 'f'^^"^le gegen Truppen, die mit rauch»! ^Wssel w' !^'^"'' eine überaus schwierige strategische ^n üufldi s ^"ok !"'b bekanntlich in den Ohren bch Pc^. "" srhr empfindlich. Es wird angenommen, Werde» s^ ' ^che dem beredten Lufldruck ausgesetzt ^ d!r N,^" ""^ ""' ""d rück'värts ausbrechen, so kliert W ledenfalls die Herrschaft über das Thier ^ltdolle lt^""" ^'^- bringt jede Felddienstübung "lahningen mit sich. ^' wos ^lrugspr ocess.) Der praktische Arzt i Menretuna ^'' ^ann R i < b l in Eilli war der, ^ertraa<> "^ angellagt, weil er in dem ^g eine l5. "" ^'"^ Hausherrn nach eiüer Radie-^ Hausherr ^"^ ^"genommen habe, infolge welcher A" ^. «, ^ Kiindigungsrechtes verlustig geworden hortete «^^"^""3 vor dem Emzelnrichtcr ver« 'ch°'l dor be, n ^"^klagte dahin, dass die Correctur ""^ ba da« A""zeichnung des Vertrages erfolgt sei, folgte die ^ Antheil nicht nachgewiesen wurde, so "^ nieldet? ^^""^' Der staatsanwaltliche Func-^»fllng an. ^^" das freisprechende Urlheil die Ve> w^fthiert " W^/ ^° ^ ^ Wetter.) Aus Vrünn wird ^^'d, Gri.^s ^"" nachmittags gieng namentlich über I'^lbarez «,, ? "nd die umliegenden Ortschaften ein ^lNöße ^lwelter nieder. Die Schloßen erreichten P^"de ^s./,?n bis gegen ein halbes Kilogramm. V'bach, ,"'"'chelben. besonders in der Zuckerfabrik «l! leider «^""^'"" «nd die Dächer sehr be-^ "s M.,^ ^uch "ielc Menschen verunglückt, «' °r Umaeli.. ^darbeiter erlitten Verwundungen. H besch^." °U"» von Gruhbach sind die Weingärten 5^W fi, h "" Gesammtschaden dürfte sich über — (Eine Praktische Zeitung.) Ein amerikanisches Blatt, der «St. Louiser County-Wächler,» brachte diesen folgenden Aufruf: «An unsere geehrten Leser! Da es uns vielfach vorgekommen, dass Farmer, welche unsere Zeitung halten, während dcr Sommermonate leine Zeit haben, dieselbe zu lesen, so haben wir darüber nachgedacht, wie wir denen das Blatt dennoch nutzbar machen können, und druckeu wir deshalb unsere Zeitung in den Monaten Juli, August und September auf Fliegenpapier. Man hat nur nöthig, ein Stück von dcr Zeitung, angefeuchtet auf einen Teller zu legen und etwas Zucker darauf zu streuen, die Fliegen sterben dann. Sollte es hie und da vorkommen, dass die Fliegen nicht sofort sterben, so kann man überzeugt sein, dass die be» treffenden Fliegen nichts taugen — das Papier ist gut. Die Redaction des «Wächters.» N. 15. Wir warnen unsere Harren College«, unsere Erfindung nachzuahmen, wir haben bereits um ein Patent nachgesucht.» — (Besteigung des großen Ararat,) Dcr Zeitung «Kavtaz» wird aus Eriwan gemeldet: Am 31. Juli bestieg eine Priuatexftedition, bestehend aus zwei Osficiercn der UmaN'Kosalen, dem Regimentsarzt D a -vid sohn, einem Urjadnik, einem Kosaken, zweien Kurden und einem Einwohner von Eriwan, den 4912 Meter über dem Meere gelegenen Gipfel des großen Ararat, wo sie ein MinimabThermometer Celsius vorfanden, das daselbst im vorigen Jahre von den Herren Markov und Kowalewsli zurückgelassen worden ist. Das Ther-momcter zeigte 50 Grad Kälte. — (Alhambra.) Ein Orkan, der am letzten Sonntag Granada heimsuchte, beschädigte die Alhambra, verwüstete die Gärten derselben und zerstörte die Plaza de Toros und zahlreiche andere Gebäude. — (Seltsamer Mu ste rtof se r.) Ein Musterkoffer, wie er bisher wohl noch nicht gesehen worden, traf diesertage aus Paris in Köln ein — ein großer Waggon, welcher ein vollständiges, übersichtlich geordnetes Mustcrlager von Porzellan, Glas, Bronze, Pendulen und Möbeln enthält. Ein Geschäftsreisender eines Pariser Hauses sährt mit dem Wagen, der fast wie ein internationaler Mübeltransftortwagen aussieht, per Eisenbahn von Stadt zu Stadt und stellt seine Waren in einem Gasthose zur Schau. Er braucht seinen Wagen nur zu öffnen, um den Kunden einen Blick über den ganzen Reichthum seines Hauses zu gewähren, worauf dann die Bestellungen erfolgen können. — (Waldbahnen in Galizien.) Nachrichten auS Galizieu zufolge sind dort eine ganze Reihe sogenannter «Waldbahnen», das sind Bahnen untergeord» neten Ranges zur Beförderung der Hulzschä'he des Landet«, im Anschlüsse an die Linien der galizischen Staats-bahnen geplant, und dürste man mit den betreffenden Projecten schon in nächster Zeit hervorlrelen. — (Graf Andrassy.) Aus guter Quelle wirb bestätigt, dass Graf Julius Andrassy. nachdem das ärztliche Consilium ein befriedigendes Resultat ergeben hat, von Budapest demnächst wieder auf seinen Landsitz nach Tißa-Dob zurückkehrt. — (Vom Marcusthurme gestürzt.) Am Freitag hat sich in Venedig der Wächter des St. Marcus-thurmes, Monzari, aus einer Höhe von 70 Metern herabgestürzt und blieb mit zerschmetterten Gliedern todt liegen. — (Nachgeholfen.) Nichter (zu einer alten Kokette): «Wie alt sind Sie? (Dame sieht schüchtern zu Boden.) Nun, thun Sie nur nicht so, als ob Sie nicht bis drei. . . ßig zählen könnten!» Der Schach in Oesterreich. Vorgestern abends ist der Schach von Persien auf österreichischem Boden angekommen. Schach Nassr-Eddin gehört einer verhältnismäßig jungen Dynastie an. Dieselbe reicht nicht weiter als biS zum Jahre 1794 zurück, wo der Urgroßoheim des gegenwärtigen Beherrschers Persiens nach einem fünfzehnjährigen Kampfe um die Herrschaft sich auf den Thron schwang. Zu seinem Nach« folger fehle der Begründer der Dynastie, Aga-Muhamed, seinen Neffen Ftth-Ali, den Urgroßvater Nassr^Eddins, ein. Nafsr>Eddin ist der vierte Herrscher aus der Dynastie der Kadscharen. Wenn also die gegenwärtige persische Dynastie nur noch auf eine kurze Zeit ihrer Herrschaft zurückblicken kann, so hat ihr Geschlecht doch schon ein würdiges Alter erreicht. Der Ursprung desselben lässt sich bis in den Beginn des 13, Jahrhunderte« zurück verfolgen. Sie zeichneten sich stets durch kriegerischen Geist au« und leisteten ihren Vorgängern auf dem Throne Persiens wichtige Dienste im Kampfe gegen ihre Widersacher innerhalb und außerhalb ihres Reiches, bis ihre Macht so ansehnlich geworden war, dass sie selbst an die Spitze des Reiches sich zu schwingen vermochten. Nassr-Eddin war übrigens jetzt bereits zum drittenmale auf russischem Boden. Als siebenjähriges Kind gieng er in Begleitung des Mirsa Tagi-Chan nach Eriwan. um den Kaiser Nikolaus zu begrüßen. Nikolaus verlieh ihm damals schon den St. Andreas.Orden. Nassr-Eddin steht jetzt im 58. Lebensjahre und blickt auf eine mehr als vierzigjährige RegierungSzeit zurück; er zeichnet sich durch eine für einen Asiaten ungewöhnliche Bildung aus. Von Interesse dürfte noch die Devise sein, welche das Siegel des Schach sührt. Dieselbe lautet frei übertragen: «Sobald Nassr-Eddin die Zügel der Regierung ergriff, da erfüllte die Welt vom Monde bis zu den von den Fischen bewohn« ten Gegenden die Kunde von der Gerechtigkeit.» Schach Nassr-Eddin kam vorgestern abends in Salz« burg an. Zum Empfange versammelteu sich um 6 Uhr abends am Perron des dortigen Bahnhofes vor dem Hoffalon FZM. Baron Döpfner, Gesandter Baron Thöm-mcl, Oberstlieutenant Gömens und Hauptmann Baron Giesel, dann Oberstküchenmeister Graf Wollenstein, der persische Gesandte Neriman Khan, ferner Stalthalter Graf Thun, Landeshauptmann Graf Chorinsli, Bürger» meister Dr. Schuhmacher und andere Repräsentanten in Gala. Die Ehrencompagnie vom Infanterieregimente Erzherzog Rainer zog mit der Fahne und der Regimentsmusik auf und nahm am Perron Aufstellung. Das Hof-vestibule war von einem Damenflor der Aristokratie besetzt, und eine große Menge Schaupublicum füllte den Platz vom Bahnhofe bis zum «Hotel Europe». Um sechs Uhr 43 Minuten fuhr der erste Zug mit dem Gefolge des Schach ein. Als um 6 Uhr 58 Minuten der Hofzug in Sicht kam, präsentierte die Ehrencompagnie und die Musik stimmte die persische Hymne an. l«?«^' und en, c^ c ^g. dem junqen Mädchen ins ""'. ^g un charfer Beobachter hätte wohl errathen N""' 6mvsi Z°" «was w,.sste vou der eben w .^ fleiZ^t'^' "b" sie jagte lein Wort und k" !^"'s Mädchen Joyce war «'"ich fort s""cler Lebhaftigkeit,» fl.hr er lchl 1^'". das 'il?! ^"?" Durfc gab es kein zwei-!a»i„, "t>er. dasa ^ "hnllch war. und cs ist daher «l!ch', "ls sie n ir.is'' ^boren wurde, sie so lieben ^m> c^e ich , b" alles in der Welt theuer ist! So ^iI'" und ih"!,5^ ans ihrem hochfahre-"lz K "lwer.lciM / ^'"o « ""' ^'"° Aufregung zu mr- "cbe is. ^tz! <>, . l?". 'WZ schlug voll heißer ' llH ^n-en H "'laccM, seit sie alt gmm, L'?"s1 n "''^w^ '^ "nq fähig zu few. Er hatt. ^>A'/^ dem, er hattt " dK lMles N^/"' ^"der geliebt und alle si^"lieq^"s ihr/^" "°" '^ aekommen. lind so^ '' ^ ^ Vluw'r ' le't l""^r Zeit gelähmt da. ^^ "llc H.ff.,ung'allfacgcbc... ^'" l!'s^dass^ unerschütterlicher Treue an ' °" ^mrvto wicdrr heimkehrn würde, und fein ganzes Denken und Trachten war auf dichl, einzigen Punkt gerichtet. Lucy warf einen Blick auf die kleine Wanduhr, deren gleichmäßiges Ticktack die Stille unterbrach, .'Es ist bald 10 Uhr.» sagte sie, ihre Stickerei sorgfältig zusammenlegend und mit einem Tuche umhüllend; dann sah sie mit gefalteten Händen und starrte unverwandt in die verglimmende Glut des Feuers. «Siehst du jemals Gesichter im Feuer. Joe/, fragte sie plötzlich, sich ihnr Träumern entraffend, «Ja, ich sehe Joyce's Gesicht oft in den Flammen vor mir; aber das sehe ich anders wo auch vor mir — im Sonnenuntergang, im Flusse uud in den Sternen; ich sche rs überall!» «O still!» rief Lucy plötzlich aus, die Hand er-hebend. «Was war das?» Joe. vor dessen Augen ebcn nmder das Bild der verschwundenen Joyce au'fgttaxcht schim. welches lhn so in Anspruch nahm, dass kaum für ihn existiert«', was ihn umgab, blickte erstanut auf. «Ich hörte nichts,, antwortete er. «Hast du etwas gehöit? Wie klang es?» «Wie wenn jemand an die Fensterladen a/llopjt hätte!» vcrsctzte Lucy. . «Das war jedenfalls der Wind. Er tobt za wu> toll durch die Nacht.» «Ne'n.» entgcgmte Lncy in srhr bcstunmwn Tono. «das war nicht der Wind; cs war ganz deutlich riu Klopsen an dem Fensterladen zu hünn. Gchc doch und sieh nach. Joe!» «Was könnte das nichen? Es ist so finster, da^s mau keinen Zollbreit vor sich sicht.» Nichtsdestoweniger stand cr auf. nahm cm Llcht zur Hand. zündete dasselbe an nnd schritt, es vors,cht,g beschattend, dem Ausgang zu. Als er die Thür öffnete, brach ein heftiger Windstoß durch diefelbe herein, so dass das Licht augenblicklich verlöschte; fast gleichzeitig aber rang fich'rin halberstickter Schrei über Lucy's Lippen, denn da auf der Schwelle stand eine Vestalt, — die Gestalt eines Weibes. Ja, es war eine weibliche Gestalt. Ihre Kleider troffen vom Regen; die Haare hiengen ihr in schweren Massen um die Schultern; sie hatle keinen Hilt auf dem Kopfe, nichts, was sie vor der Unbill des Wetters hatte schützen können, als ein leichtes, schwarzes Tuch, das sie über die Brust gekreuzt hattr. Sie stand einen Augenblick lang still und regungslos wie ein Steinbild, dann schüttelte sie die triefenden Haarflechtrn nach rückwärts und hob ihr abgezehrtes, lrichcilblasses Gesicht empor, in welchem ein Paar schwarzer Augen unheimlich glühten. «Ich bin zurückgekommen,» sagte sie leise, in eigenthümlich hart klingendem Tom. «ich bin zurück« gekommen, um zu sterben. Kennt ihr mich nicht mehr? Ich bin zurückgekommen, um zu sterben. Ich bin es — Joyce!» Mit einem halberstickten Aufschrei stürzte Joe vorwärts, nahm sie wie ein Kind auf feine Arme und trug sie nach dem Kammfener. wo rr si> sanft auf einen hölzirnen Lehnstnhl niederließ nnd ihre eiskalten Hände zu reiben begann. «Dem Himmel sei Dank. dem Himmel sei Dank!» rief er unzusamnleichcmgeud. halb weinend ans. «Ich Wllsste es. dass du zurückkommen würdest. Ich hab,' es immer gesagt, denn ich fühlte es; aber ich glaubte nicht, dass wir dich so bald wieder haben sollten — dich, unsere Joyce, die uns seit einem Jahr verloren war!» Fortsetzung solgt.) Vattwihsi Zsttung ^i. 19^). 16Z« 2'j. Augnst 1W. Nach dem Halten des Zuges entstieg zuerst Seine Majestät in der bekannten edelsteinfunkelnden schwarzen Uniform, dieLammfcllmiche wie alle Perser auf dem Haupte. Neriman Khan begrüßte den Schach und stellte znerst den Feldzeugmeister Baron Döpfner und den Grafen Wolkenstein vor, deren Aufwartung huldvoll entgegengenommen ward. Ferner wurden Varon Thömmcl und Statthalter Gras Thun vorgestellt und als Bekannte vom Schach begrüßt. Sc. Majestät schritt dann, geleitet von den genannten Herren, die Ehrencompagnie ab und trat dann durch das Hofvestibule zur Ausgangsstiege. um in Bc< gleitung des Freiherrn von Döpfner ins Absteigequartier ins «Hotel Europe» zu fahren. Die ernste, stramme Haltung des Schach ist von früher bekannt und seine Erscheinung zeugt von ungebrochener Mannesrüstigkeit. Von München her fuhr Seine Majestät mit dem baierischen Ehrengefolge auf dem prachtvollen reichen Prunk - Hofzuge weiland König Ludwigs II. In seinem Gefolge befinden sich 32 Herren, darunter Ghulan Alin Khan Kadschar und Emin Nimayour, Kämmerer; Emin Chalves Ghulam Hussein Kahn, Secre« tär; Emin e Seteno, Schatzmeister; Emin es Snetan Mirza Ali, Ministerpräsident; Muchbir ed Dole Ali Kuli Khan. Minister; Medschied ed Dole Mehmed Kuli Khan Kadschar, Obersthofmeister; Stimad es Seltene Mchmed Hassan Khan, Ceremonienmeister; Muhamed Ali Khan Emin es Saltenes Oberstkämmerer; Vezir i Senaje Djehangis Khan Emiri Toman, Marschal en Marschale; Nasir Muek Abuf Kasim Khan, Generaladjutant; dann vier Generale und zwei Aerzte. Die vom Bahnhöfe bis zum «Hotel Europe» Spa« lier bildende Menge grüßte fchweigend den Schach, als derselbe mit dem FZM. Baron Döpfner und zwei perfischen Würdenträgern ins Hotel fuhr, wo er vom Statt« Halter, der vorausgefahren war, und dem Vertreter des ObersthofmeisteoAmtes, Regierungsrath Rauch, empfan« gen wurde. Die Brust des Schach war ganz mit Orden bedeckt; dem breiten Ordensband entlang läuft eine Kette großer Brillanten, welche sich über Brust und Rücken fortseht. Auf dem Kopf trug er die bekannte Astrachan-mühe mit einer kostbaren Brillanten-Agraffe. Besonders eigenthümlich sind die an der ganzen Kleidung die in weiten Falten gefassten Rockschöße, welche bis zum Knie reichen. Gravitätisch schreitend und mit ernstem Gruße die Verneigungen der zahlreich versammelten Hotelgäste erwidernd, begab sich der Schach, vom Statthalter geleitet, in den ersten Stock, wo ein prachtvoll erleuchteter Salon, ein Boudoir und zwei Schlafzimmer für ihn be» reit standen, die mit Gruppen exotischer Pflanzen und mit Prachtexemplare» von Sonnenblumen — der persischen Wappenblume — decoriert waren. Es sind dieselben Appartements, welche der alte Kaiser Wilhelm bewohnt hatte, so oft er auf der Rückreise nach Gastein sich in Salzburg aufhielt. In der unmittelbaren Nähe des Schach schläft der Oberstkämmerer. In einem Salon des Erdgeschosses war die Marschallstafel in Hufeisenform mit dreißig Couverts gedeckt worden; sie war geziert mit prachtvollen Bouquets aus den Hellbrunner Gewächshäusern. Das Diner wurde um 8 Uhr eingenommen, nachdem der Schach sich in seine Appartements zurückgezogen hatte. Viel bewundert wurden die strammen Gestalten der persischen Offtciere und angestaunt die handgroßen, mit Diamanten besetzten Orden der Hoswürdenträger. Allgemeine Aufmerksamkeit erregte auch der in den Berichten über die Reise des Schach schon oft erwähnte Knabe, der sich bekanntlich immer in der unmittelbaren Nähe seines Gebieters befinden muss und die Miniatur-Uniform eines persischen Feldmarschalls zu tragen pflegt. Gestern vormittags verblieb der Schach im «Hotel de l'Europe». Um 2 Uhr nachmittags fuhr der Schach mit Musi'begleitung nach Hellbrunn, wo der Part bis 5 Uhr für das Publicum abgesperrt blieb. Von hier fuhr der Schach mit seinem Gefolge nach Aigen und hierauf mit der Zahnradbahn auf den Gaisberg. Abends war Galadiner im Hotel. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Ernennungen im Lehr stände.) Seine Excellenz der Minister für Cultus und Unterricht hat dem Professor am Staalsgymnasium in Nudolfswert Herrn Anton Kerer eine Stelle am Real- und Obergymnasium in Feldkirch verliehen und die Supplenten des Laibacher Gymnasiums Herren Dr. Laurenz Pozar und Karl Sega zu wirtlichen Lehrern am Gymnasium in Rudolfswert ernannt. — (Großer Brand.) Wie schon kurz gemeldet, wurde am 20. d. M. die aus 64 Nummern bestehende Ortschaft Go des ice im Gerichtsbezirk Bischoflack von einem schweren Vrandunglück heimgesucht. Das Feuer brach, von Kindern, welche mit Zündhölzchen spielten, verursacht, in der Schupfe des Grundbesitzes Kasper Augustin aus und verbreitete sich bei dem herrschenden Südwinde so rasch an den meist mit Stroh gedeckte« Nachbarhäusern, dass binnen zwei Stunden 19 Besitzern zwanzig Haus- und Wirtschaftsgebäude. Stallungen, Harpftn. Haus- und Feldgeräthe. Getreide, Futtervorräthe, Emnchwngs« und Kleidungsstücke eingeäschert wmden Der Schade belauft sich auf circa 25.000 fl,, wogegen sämmtliche abgebrannte Objecte nnr mit 8760 fl, versichert waren. Den energischen Löscharbeiten der Feuerwehren von Bischoflack und Krainburg, dann der Insassen der nächstgelegenen Ortschaften und der Gendarmen des Postens Bischoflack ist es zu danken, dass nicht auch weitere, ebenfalls mit Stroh gedeckte Nachbarhäuser in Brand geriethen. Bei dem raschen Umsichgreifen des Feuers und dem Umstände, als die Leute zur kritische» Zeit meist noch mit Feldarbeiten beschäftigt waren, tonnten nur wenige Habseligteiten aus den brennenden Gebäuden gerettet werden. Glücklicherweise ist kein Menschenleben zu beklagen. — (Vorlesung in Veldcs.) Man berichtet uns von dort: Am 20. d. M. veranstaltete Fräulein Ellgenie Wohlmuth aus Wien im Saale des Louisen-bades in Veldes einen Vortrags-Abend, zu welchem sich ein zahlreiches, den besten Gesellschaftsschichten ungehöriges Publicum eingcfunden hatte. Fräulein Wohlmuth ist infolge ihrer vorjährigen Vorlesungen in Veldcs und Laibach hier ein wohlbekannter und gerne gesehener und gehörter Gast, Auch diesmal rechtfertigte sie vollauf ihren ganz berechtigten Ruf als Vortragsmeisterin. Ja es will uns sogar schonen, als wenn sie heuer ihre vorjährigen, schon ausgezeichneten Leistungen noch übertroffen hätte; wenigstens bemerkten wir eine vollendetere seelische Vertiefung und Anschmiegung der Vortragenden an den Gegenstand, wodurch die Dramatik der Darstellung erhöht wurde. Die junge Dame bereiste im verflossenen Jahre Rumänien, die südslavischen Länder, Polen und Russland und machte sich zum Gegenstande ihres Studiums die Dichterwerke der bezüglichen Völker, daher sie mit Vorliebe slavische Poesie dem deutschen Zuhörer vermittelt. Dieses Streben muss alle Anerkennung finden und erwirbt der Dame die Herzen der Deutschen und Slaven. Auch diesmal trug sie des slovenischen Dichters Simon Gregorcic ergreifendes Gedicht «An der Wiege» in der Keesbacher'schen Uebertragung mit seltenem Gefühle vor. Die übrigen Vortragsstücke bestanden in Gedichten von Rudolf Baumbach, Carmen Syloa u. a., und es braucht wohl nicht gesagt zu werden, dass jedes einzelne Stück mit rauschendem Beifall aufgenommen wurde. — (Begnadigung.) Die wegen Gattenmordes über Elise Lahovnil verhängte Todesstrafe ist, wie die «Deutsche Wacht» meldet, von Sr. Majestät dem Kaiser im Gnadenwege nachgesehen worden. Der Oberste Gerichtshof hat über die Lahovnit die Strafe des schweren Kerkers in der Dauer von 18 Jahren verhängt. — (Das Ende der Lohnbewegung.) Der Arbcitsausstand in Trifail und Hrastnigg kann nun ebenfalls als beendet angesehen werden. Von Tag zu Tag nahm die Zahl der einfahrenden Knappen zu. Vorgestern fuhren zur Nachtschicht in Trifail und Hrast-nigg im ganzen 548 Knappen ein, so dass gegen die letzte Einfahrt die Zahl wieder um 33 gestiegen ist. Der Rest, der zur Einfahrt nicht erschien, dürfte überhaupt ohne Kündigung die Arbeit aufgegeben haben. — (Bilder-Ausstellung.) Im Saale der üaibacher Citalnica sind seit gestern mehrere im Verlage der Firma Nitolic in Agram erschienene Farbendruck» bilder ausgestellt, darunter Porträts Sr. Majestät des Kaisers, der kroatischen Dichter Preradouic u»d Gun» dull,?, des Königs Alexander, des serbischen Regenten Ristic, dann «Der verwundete Montenegriner», «Groß. Vater und Enkel», «Der kroatische Landtag im Iahce 1848» u. s. w. Die Bilder, welche durchwegs hübsch ausgeführt sind, sind verkäuflich und können unentgeltlich besichtigt werden. — (Wiederaufnahme des Landtags-Mandates) Die auch von uns gemeldete Nachricht, dass Dr. Amoroso das Mandat als Abgeordneter des Istrianec Landtages niedergelegt habe, erfährt eine Corrects. Wie nämlich telegraphisch gemeldet wird, hat Dr. Amoroso Anregungen und Vorstellungen aus befreundeten Kreisen Folge gegeben und den Verzicht auf sein Landtagsmandat zurückgezogen. — (Unglücksfall.) Zwischen den Stationen Sava und Sagor wurde vorgestern nachts der pensionierte Finanz«Oberauffeher A. Plehajna von einem Lastenzuge derart verletzt, dass er wenige Stunden darauf seinen Geist aufgab. Der Verunglückte benutzte unvorsichtigerweise den Schienenweg zum Heimgange und wurde von der Maschine des heranbrausenden Zuges zur Seite geschleudert und tödlich verletzt. — (Spende.) Herr Vincenz Majdic, Kunst-mühlenbcsiher in Krainburg, hat dem dortigen freiwilligen Feuerwehrvereine den Betrag von 50 Gulden gespendet. — (Aus Nudolfswert) fchreibt man uns: Am 18, d. M. gegen 4 Uhr nachmittags brach auf dem Dreschboden des Besitzers Martin Ialsa in Mein-Podluben, muthmaßlich dnrch Spielen seines 4 Jahre altt'N Sohnes Franz, Feuer aus, welches den Dreschboden, das Wohnhaus, den Stall und den Behälter des Borstenviehes sammt dem Getreide und den Futtervorräthen einäscherte nnd einen Schaden von 1000 fl. anrichtete. Ialsa war um 350 fl. bei der «Azienda» versichert. — (Gemeindewa hl.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeiude Altenmartl in, politischen Bezirke Tschernembl wurden gewählt, und i" zum Gemeindevorsteher Marcus Majcrle von ^ schloss, z» Gemcinderäthen Paul Narc und p Majerle von Vornschloss und Peter Stervr von Altcmncnkt. . . ^ — (Verhaftung.) Der Schüler VaU^ ^ fünften Gymuasialclasse in Laibach wu,dc vom ^ Landesgerichtc wegen dringenden Verdachtes, den lnuchsdicbstahl in der Kanzlei des Herrn M" Sliman verübt zu haben, in Untersuchm'gM' iwmmen._______________________________—^ Ueuostc Post. Original-Telegramme der «Laibacher o Wien, 22. August. Wie die «Politische Co"«^ dcnz» von glltlmterrickMter Seite erfährt, ist d>c dung des «Journal des Mbats». dass der '-','.;„. schafter am Madrider Hofe, Graf Dubsky, d"'""''' Regcntin die Bitte unterbreitet habe, sie «n^' ^, ganzen Einfluss dahin verwenden, dass ^ /g,ist nicht nach Spanien komme, vollständig ans ve gegriffen. . ^ i" Vcru, 22. August. Das einstige große «", ^ Muri im Aargan, welches jetzt als Psll'«e-M^ ^ 200 arme Kranke dient, ist vergangene MM "^ gebrannt. Alle Kranken wnrden gerettet, die blieb erhalten. hfl London, 22. August. Die «Times» M^ Empfang des Kaisers in Straßbnrg bewelse e«ne ^ muna im Clsass zu Gunsten des Kaisers. D>e ^ ^ der Dinge dnrch Deutschland habe bereits nm „ Fortschritte gemacht, was die große EntrilstlM "^ denjenigen bekunden dürfte, der versuchte, das tie, Verhältnis aufzulösen. A^> Petersburg. 22. August. Königin Olga v"^, chenland wird sich gleichzeitig mit der russische" familie morgen nach Kopenhagen begeben. . ^lc» Sofia, 22. August. Hier eingelangten M« ^ zufolge traf ein mit Waffen beladenes SchM ^, ^ grad ein; nach anderweitigen Nachrichten dm ^H Rüstungen Serbiens fort, was hier nanientll^ ^ oen feindlichen Artikeln der offtciösen .serbiscy^^F' gegen Bulgarien eine gewiss« Veunrnh'glMg ^ ,M Athen, 22. August. Einer Havas-Meld'N'N^n verstärken die Türken die Posten an ?" / H"'"'' Grenze und vermehren die Garnisonen iil^^^-^' Danksagung. ^ Der Herr Landcspräsidcnt Freiherr tiun W l" ^^ anläßlich des Allerhöchsten Geunrtsfestes Sr. l. «no >' MW schen Majestät für da4 Mädchcnasyl den Betrag uo" ,r öl'" gespendet, was mit dein Ausdrucke innigsten Dcmles lichen Kenntnis ssebracht wird. qlinc^ Verein der ssraucn der christlichen Liebe des lM' vun Paul in Laiuach am 2>. August ^'^lM Sofie Gläfin AucrspcrM (X4N8) Ver.iusfträside^tlN^-z-^ Anssclommeue Fremde. Am 21. August. ^ln^ Hotel Stadt Wicn. Dr. Winö und Uth. P""s'"!,-^c!,^st de Mei-ia. Reisender. Wien. — Gmeinböcl, p Asj!^ ciotti. Lampel und Tjchclbauer; Weih s. F"U " . OB' s, Tochter, Trifft. — Ritter Uon Spinter, Sec«'" ' ttorosec. St. Pelee. «M"'^. Hotel Elefant. Tramtc. Cooperator, Vidcin. ^ ,^ „„d '^i„, thcler, Stein. - Fröhlich. McM„furt. - P"" ^e»'''' ^ Lehrer, ssrexstalt. — Apich, Nralschulprofess". PM ^ — ssricd, K'aufm., Wien. — Sololoua. ^'hr">' '^aü' ^ Trojan. Privatier, ssmme. — Staic. Ncisein"^^^. Piütar, St. Noftrecht. — Porenta, Cuoperator. ^^^ Louise unt> Anna Dolrnc, Private, Nussdorf. ^.^ ^ thcler, s. ssrau, Stuttgart. — von .tteszthcly^^^-^ Kmwrbcllc. ., rs-^' Den 19. August. Maria Trcsalt, ?lrbe> e ,. :>,0 I.. Chriwaassc 2l>. Peritonitis. -n^ts^ s>>'' Den 2 1. A u a. u st. Antonia Erzin. MaaM'^a Tochler. i! Monate, Kul,!hal 7. Durchfall. -^ «M'' ssleischhaurrs-Tuchter, 7 Monate, Polanastraße ^, ^ Im »püa,!! Achiiei^ Den 1 9. Augu st. Johanna Schreibt', ^. Witme. 70 I,. Marasnnls. « », 5? ^ Den 21. ?l n s, u st. Maria Hrovat. M«"'^tt«'' s/ lauf. — Nartlielmci Polal. Arbeiter. 55, I.. «"° ^ 3" D c n 22. A u a. n st. Gregor Sos. Arbettel, l-I>c>f!>5 li^ali«. _______ Vottozicliulll! vom 2l.Mg>lst- ^ Vriinn: A2 72 57 ^^-^^ _____________----------____^^^WhllZX MelcoroluMe Bcobachtunssen^lN^^^ , zk O ^.......,.r>V 22, 2 . N. ?«l'4 27 3 W, schwach ?",l. h"l"F< <,> . M. ?Z1'9 2l) « NO. schwach 5""^. O< »'", Morgens Nebel, heißer Tag mit weH^^ Z0 ^/ sternenhelle Nacht. Das TagcSinittel der ^" 2 4" über dem Normale. ^ _____. "1,l Verantwortlicher Nrdacteur: I- ^ 1639 Course an der Wiener Börse vom 22. August 1889. n^ ^ ow^n 2°««^ 2>lbrnci,?'''^ ^'" ^' ^otc» «.-,-«5 »3 85 ^"4«/„2, ',.- - . »4 75 »4»!, '»«,!«„ ' V!'ze 5<», fl. ,3v_.^,»5c, "°> '»!' . . NX, st, 174 ..!i?4'50 ^ <-wl>l k,2<>st, . , 150 25 15125 ^'"?H^ . ,<.v7..,<>N9c' ^ . . . !»4«!> 95 0s, Grid Ware Grundentl.-Obllllationen (liir 10» fl. EM.). 5°/n «allzische..... 104'70 10s» l» 5"/„ mährische...... 110-25 11072 b"/„ irraiii »lid KNstrllland . , — — — — ü"/„ ilirdsfösterreichilchr . . . 109 50 110 50 K'7„ strililchr......- - —'- 5"/„ lrooüschr und slavonüche . l<>!»... lW — 5"/,. sirl>ri!bi!rn lo.i 10 5<>/„ «»„arischs...... 1«< 7<» ioü ll> Andttc öffcutl. Anleheu. Donau'Rcn.Lu!,' s>"/„ «<»N fl, , »22 — 12N- btll, «>:lslli!' 1«7« . . 107 7l. 10« 5« «niche» der Stak! «ür» . . ili»-— —-. Nnlrhrii d. Swdllir!!,!'!»»'!' Mfn 1!)s. — 10« 5.s, Präm, «ül. b. Stabii!, W»n> 14» 75 144 2l> UNri,'»l>n» Mille!,!'!! «rr!n«, l,'^ i»l.'75 !»»'ü0 dto, » 4>/,"/o . . . 100 s'0 INl . dto. . 4«/^ . . . 9«'7ö Wüt, d,o. Präl». Nchüldverlchr, »"/„ 108 75 10!» 25 Orst. Hypulheltnbanl 10j. KO'/^ 101-— 102'- vsst-una, !tl' loli — d»'tto » 4"/o . . 10050 10,' tn'lto üüjähr, » 4"/„ . . 10050 10»'- Prioritllts-Obligatiouen (für 100 st.). fssldiiicmds Normal,» Em. >««« <>!! no 10020 »alizlscht »arl - Uüdwig ° Aahn ltm, !»«! 300 st. s. 4>/,>>/, . 1— 1l,0'al,»....... —'— —'- Südbah» lt .?"/,...... I43-70 144^« » il 5»/„..... 1!w — 120 ?s Uiig.^aliz. Val»,..... 1A) 50 10l - Diverse Lofe (per Nliilt). Llsdülnss 100 st...... ^4... ,85'. lllaN, Loir 40 st...... f,«.__ L1 - 4"/„ Dmia» Dampfsch. -40 st . . . 84. _«,,,. Waldstsiü'Lu!!- 20 st..... 4,,zz 48^ Windisch VrHh ^l'!r ^0 fl, . . 5,-, _ ^7, ^ vcrsiti d. Vodfncrskiiaustal! , i?-. 18-^ Vaut«Actien (por Ltiicl), A„alo Oejl. Vanl 200 st. no»/« ,s!. üs!. 2»0 st. L. 40"/« Liu»-.- ?»i - i. V. IMst. «o?, — 305.5,0 llrrdübanl, ÄNss, «„n. 200 st. . .N fl, . 555'-5 «ar, UHndcrbnnl, o«, 2M, fl. V. . . 23330 L»8 5» vsstssr. iixssar. Banl «00 st. . «:»? — »<»l- Vbhm. Nordbalin 150 ss. . . . «36 — >»«?.. » Wsslbal«! 200 st.. . . 334—33s, — Vulchtirhrabrr »2 -- Do»u» Pampfschiffsaliri ' Vc<., Osslcrr. Ü00 st. «M. . . . »7L- »7« - Dräu . (Ä. Pb.-Z.)i>0O fi,T. —'—------ D»i' Vodrüb. Eis.Ä. 200 fl. S.---------------- sserbiliaubs «ulbd. 1000 fi. LM. 2!»i0 zs.«»> VaI.>fll< fl, Vilb, 190 - - lüo 5« t>io, (lit. lj.) !i00 N. L, . . »'« 7b 219 2b Praa Dilli-rliisrüb. 150 fi, Gilb. 63— s.35o «utwlpl, Balüi 200 fl. Lilbci .---------------- V!lla!Kl'isc»l>aIili 200 fl. Siibri Ll4 50 ^24 7!> Tl'ldlmhl! 200 fl. Silbl'r . . , 11S?ö»1?'L5> Lud «ort>d.Berl!.°Ä.200st. l<>8 -- Iramwat, Oss.Mr.I/Ofi.ö.W, 22« — »«9 — ' neue Wr., Piioritlit». «ctlr» 100 fl...... »l» 50 l«, 50 Unll.-gallz. «tlsenb. 2N« fl. Silber <«« !>0 l«ü 5» »,» , War, Ui>«. Nurbostbahn 200 st. Silbei 1«^ 7ü I8« »b Unn.Wsflb.(N— 7550 «turilbalniw.-Lsihff., fssle, «<>fl,----------- — «Elbl-milh!.. ^pirrf. u, « «. 5<> 50 Ü0 -. Lirsiiillsl ^raufl,»! 100 fl. , , 104 5» 1<»5 «5 Mu>,»a„ OrieU , üsteir. »lplns 7« «0 8.»»^ Pracirl Lilen ^»d. Vr>. 200 fl. .1»,2 50 »«3 l!> Valao lnlj. Lltinlohls» «0 fi. 33» - »34 — «Lchlönlmuhl», Papierf. «00 fi. «0» . ------- «Lteyrennühl»,Papiers.u.V.'». 1,» - lzz« «» Irisailcr Nol,lei>n».°VeI. 70 fl. . ni 50 11« ko Nassrnf. G.,0es1.inWlt!!iO0fl. 4l» - 4»n . Waggon-Leihans!.. Nll«. in Pest «0 fi......... ?«'— 7» — Wi, «aunelelljchnst 100 fi. . . --..------- Wienrrberger Zlsgel «ctlen «ef, l«4 «>) 1«!»- Devisen. Deutsche Plühe...... b« 3» 58 4!. Lonbo«........ ll»30 ill» 4i Pari«......... 47 30 »?'3i Valuten. Ducale»........ 5 L4 z k« ^0 ssraiüH «Ltlillt..... »4« »47 Drutsche NklchsbanluoisN . . b8 »7, b8 4<> Papirr'Nul','1...... > «?» l'»4 Illll!»'!,i!cl»s Äautnolen (100 U ) 4l! v>! 47' -