Nr. 108. Vr»l, umer»»i°n«pl«!«: Im «omptoti ganzj. fi. 11, halbj. fl. b 50. ssllr d!e Zustellung lus Hous halbl, 50 lr. Vtil b» Poft «>^^j, '>, l5, b^,lb!. N, ? 5«, Samstag, 10. Mai. Inseilionsgebül! Für ll«!ne Inserat« b!» ,n 4 feilen !i,'> lr., größere p« Z«<>« « lr. z k>«< «steren Wi^rbrwi^cn t>«r Züü« II tr. 1884. Amtlicher Theil. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Advocate» Dr. Joseph Tonkli in Görz al3 Ritter des Ordens der eisernen Krone dritter Classe in Gemähheit der Ordensstatuten den Rilterstand allergnädigst zu verleihen geruht. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Lehrer an der Knaben-Volksschule in Münzgraben zu Graz Alexander Kratky zum Bezirks-Schulinspector für die Schulbezirke Leibnitz, Arnfels. Wilouu, Deutsch-landsberg. Eibiswald und Stainz ernannt. Am 6. Mai 1884 wurde in der l. f. Hof- und Staats- Knickerei in Wirn das XVIII, Stück des Neichsgeschblattes. vorläufig bloß in deutsche r Ausgabe, ausgegeben und ver» sendet. Dasselbe enthält unter Nr. 59 die Üoncessiuns-Urlnnde vom !i. April 1«84 siir die Uocomotiv»Eisettl>alinen: ») von Wien nach Staininrrs-dorf, d) von Floridsdorf nach Groh-Enzersdorf; Nr. Ul) das Gcseh von, ?. April 1884. betreffend die Eröffnung eines Nachtragscrcditcs siir die Bestreitung der Kosten der im Jahre 188A versammelt gewesenen evangelischen Generalsynoden des Augsbnrger und des Helvetischen Bekenntnisses; Nr. 61 die Verordnung des Handelsministers vom 21. April l884, womit der 8 " des II. Abschnittes Z II und der 6 2tt des II. Abschnittes L III der provisorischen Schiff« sahrts» und Strompulizri-Ordnnns! für die ober» und uicdcrösteneichischc Strecke der Donau i^erorduung des Handclsmiuisteriunls vom 31. August 1874, R. G. Vl. Nr. 122) abgeändert werdeu; Nr. sj2 das Gesetz vonl 22. April 1884, betreffend die Consular« Gerichtsbarkeit in Tunis. . Gleichzeitig werden mit dem gegenwärtigen Sliickc als «eilage zu der im XVI. Stiickc des Neichsgeschblattes vom Jahre 1884 enthaltenen Nr. 51 die zu letzterer gehörinen Uclier eiülummcn, vorläufig blos; in der deutschon Vlilsgabe, nusgcsscl'cli und versendet. NWanitlicher Theil. Reichsrath. 366. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien. 8. Mai. Se. Excellenz der Herr Präsident Dr. Smolta eröffnet um 11 Uhr 15 Minuten die Sitzung. Auf der Ministerbank befinden sich: Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident und Leiter des Ministe« riums des Innern Graf Taäffe, Ihre Excellenzen die Herren Minister: Dr. Freiherr von Ziemial-tow ski, Graf Falkenhayn, Dr. Freiherr von Prazäk, Dr. Freiherr von Con rad-Eybesfeld, Dr. Ritter v. Dunajewsti und Freiherr v. Pino. Präsident theilt mit, dass der Abg. Re schau er sein Mandat niedergelegt habe. Da» Haus schreitet zur Tagesordnung. Erster Gegenstand derselben ist der Bericht des volkswirtschaftlichen Ausschusses über die Petitio-nen bezüglich des Schuhes der Zuckerin d u ft r i e. Referent Abg. Schindler entwickelt unter An« führnng eines großm statistischen Materials die Geschichte der Zuckerindustrie in Oesterreich-Ungarn. Wie wichtig dieser Industriezweig im allgemeinen sei, er. helle aus dem Umstände, dass beiläufig 37 Quadratmeilen Fläche mit Zuckerrüben bebaut sind, dass die Zuckerfabriken einer großen Zahl von Arbeitern Brot geben, dass an Brennmaterial i» sämmtlichen Zuckerfabriten circa 20 166000 Mctr. Kohlen verbraucht werden. Man kann annehmen, dass infolge der großen Kohlen- und Rübenverfrachtung den Eisenbahnen jähr-lich Wenigstens 12000000fl. zugute kommen. In sammt' lichen Zuckerfabriken dürfte ein Capital von wenigstens 135 bis 140 MiN. Gulden investiert sein, nicht weniger als 2121 Dampfmaschinen seien dabei in Thätigkeit. Der jährliche Gesammtumsatz belaufe sich auf wenigstens 250 Mill. Gulden. Die Zuckerfavrication mache auch eine nicht zu unterschätzende Quelle der Staatseinnahmen aus. Dei Zucker^port habe in den letzten Jahren in Ocherreich'Ungarx relativ nachgelassen, während er in Deutschland einen riesigen Aufschwunn genommen habe. Die Ursache dieses geringen St»-ia,kns des Exportes liege theils in der theuren Production der Rübe, theils in den unvollständigen Communications-Mitteln. Die Herabsetzung der Eisenbahn und Schiff-fahrtstarise sei unerläfslich. Hinsichtlich der Frachtsätze im Inneren des Reiches, deren unverhältnismähige Höhe der Redner an einzelnen Beispielen illustriert, solle nachdrücklich auf eine Erleichterung des Transportes hingewirkt werden. Das Gleiche gelte von der Verfrachtung zur See über Trieft, namentlich mit Rücksicht auf die ansehnlichen Subventionen, welche der österreichisch-ungarische Lloyd aus dem Staatsschätze erhält. Redner empfiehlt die Annahme folgender, vom Ausschüsse vorgeschlagener Resolution: „I. Die k. k. Regierung wird aufgefordert, ohne Verzug mit den betreffenden Fuctoren in Veihandlung zu treten, da» mit für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse im allgemeinen und insbesondere für alle Stoffe und Pro-dncte der heimischen Rübenzucker-Industrie die Tarif« sätze der Locomotiv Eisenbahnen und Dampfschiffahrts-Gesellfchaften auf das Minimalmaß sowohl für Ausfuhr als internen Verkehr herabgesetzt werden. — II. Wolle die k. k. Regierung eine Enquete aus delegierten Vertretern der Zuckerproducenten n»d der rübenbauenden Landwirte zur Berathung der nothwendigen Maß« nahmen bezüglich der Abwendung der der Zuckelindustrie und der betheiligten Landwirtschaft drohenden Gefahr einberufen," Zum Worte find gemeldet, und zwar pro: die Abgeordneten Ritter von Fürth, Dr. Ruh. Dr. Rieger und He Vera. Abg. Ritter von FUrth: Trotz der günstigen geographischen Lage Oesterreichs engt sich das Absatz» gebiet der Zuckerindustrie immer mehr ein. Penn wir habe«, ein großes Absatzgebiet im Orient, nämlich Mesopotamien und Persmi. in keiner Weise zu ge« winnen verstanden. Es wären dies Guldquellen für d?n österreichischen Export. Die österreichische Schifffahrt muss praktisch und richtig unterstützt werden, und wenn Sie sich nicht ein Herz fassen und in dieser Sache energisch eingreifen, so mögen Sie Resolutionen fassen bis übermorgen (Heilerkeit), es winde doch nichts nützen. (Sehr gut!) Ich erlaube mir, noch auf ein Absatzgebiet hinzuweisen, nämlich die Nordküste von Afrika. Unser Zucker kann nur über Genua dahin klimmen. weil ls eine Verbindung von Trieft nach Noidafiika liicht gibt. Es müssen also Communi-c,it!onsll,itt<'l fur Miseren Export geschaffen werden, und zwar sollte das hohe Haus ein wenia absehen von dei, Eisenbahnen und einen Dampfschiff-Äusschuss einsetzen. Ich würde glücklich sein. wenn meine heutigen Bemerkungen ein praktisches Resultat im Interesse der bedrohten Zuckerindustrie herbeiführen würden. (Leh. hafter Beifall.) Abg. Dr. Ruß: Die vorliegende Angelegenheit darf nicht bloß vom Standpunkte einer einzelnen I„° dustrie, sondern vom Gesichtspunkte einer Transport-frage überhaupt betrachtet werden. Die Klagen über eine drohende oder schon hereingebrochene Kr»sis der Zuckerindustrie lassen sich zum Theile auch darauf Feuilleton. Der Mai unter südlichem Himmel. „Vvvivg. Italia!" jubelte ich, als der Zug still hielt und die Conducteure, die Coupethüren aufreihend, von Wagen zu Wagen riefen: „^ii'6N26!" — Ja, Firenze, deiia V'ilLN^e, da liegst du vor mir, pran« gend in unermesslicher Vlumenpracht, ganze Wogen von Wohlgerüchen zum Bahnhof hinübersendend. Bei uns will im wunderschönen Monat Mai noch keine Blume sprießen und keine Knospe sich erschließen, grämlich hängt der Himmel nieder und es ist noch ziemlich kalt — hier gaukeln Falter durch die weiche Lust und alles ist bunt von rothen, gelben, weihen Blumen, und die Buben gehen einher in paradiesischer Nacktheit — o Firenze. du Vlumenstadt, du schönste Blume in Italiens Städtekranz, Firenze, Thal des Paradieses! Es war bereits später Nachmittag, als ich der Stadt zuschritt, die Sonne stand tief im Westen und hundertstimmiges. melodisches ..Ave - Maria"-Läuten klang von den zahllosen Kirchen nieder. Auf dem Lun-garno Corsini promenierten die vornehmen Florentiner und die Fremden; blonde Ladies, deutsche Schulmei« ster, Russen und Franzosen; Ausrufe in allen möglichen Sprachen der Welt wurden laut, dazwischen gellten Wasser- und Orangenverkäufer ihr »^ua, a stigen, kühnblickenden und stets noblen Franzosen aber befestigen sie mit solcher Sorgfalt die frischeste, feurigste Rose am Rock. ihre feuchten Glutaugen blicken ihn so inbrünstig dabei an. dass kein Zweifel vorhanden ist, Frankreich hat über alle anderen Mächte den Vieg errungen. . .«, ^. . , ' Doch vorbei — vorbei an Blumenmädchen, Stiesel« Putzern. Morraspielern und Tabuletkrämern. vorbei an den Loggien San Paolo, an Santa Maria Novello und unzähligen anderen Kirchen, vorbei an den stolzen, gewaltigen Palästen, die so ernst und gebieterisch auf den kleineu Menschen niederschauen, hinaus durch tue Porta Nomana in die Frühlingsherrlichlett, m das Blühen. Langsam führt dle Straße aufwärts mehr und mehr treten die Kupprln der Kirchen zurück, und zuletzt ist nur noch Giotto's weißer Campanile erkennbar, und still ist's weithin, nur die Cicaden schwirren, ein verlorener Glockenlon hallt zuweilen durch die Stille, fern. ganz fern singt ein Bursche sein schwermüthig Frühlingslied. Zauberisch tönte der Gesang in die Stille des Abends hinein, diese Stimme war so glockenhell und rein — ich bin überzeugt, hätte Wachtel oder ein an« derer „großer Tenor" den Burschen singen gehört, sie wären für immer von dcr Bühne zurückgetreten. Aber dergleichen fällt hier gar nicht auf, fchöne Stimmen find hier etwas so ganz Gewöhnliches, dass man sich höchstens darüber wundert, wenn jemand ein misstönendes Organ befitzt, — Italien ist das Land der Tenore so gut wie der Citronen. Endlich war der Gipfel der Steigung erreicht, und ein bezauberndes Bild entlMte sich meinen Augen. Von durchsichtig blauen Schleiern umhüllt, in unab« sehbarer Ferne dräuen dunkel und massig liie Apenninen herüber, wie ein Gruß des frostigen Nordens, weißer Schnee deckt gar wunderbar die ehrwürdigen Gebirgshä'upter. gcgen den sich so feltfam all' das Griin umher, vom lichten, hauchzarten Grün bis zum gesättigten, tiefounkeln Safigrün, und all' die bren» nende Farbenpracht der Blumen abhebt, Pinien und CMessen ragen in das lichte Blau, auf Bergeshöhen thronen Klöster mit strengen, dunklen Fladen, weiße Vlllen und Pavillons schimmern wie kleine Schmuck« kästchen zwischen dem Blütenmeer. und dahinter dehnt sich endlich die Stadt mit ihrem Häuserchaos und den zahllosen Thürmen, aus denen majestätisch und ernst Ärum'llcsco's ungeheure Kuppel hervorragt. Aus drn Schluchten rauschen die Abwasser hernieder, der übevschwänglich klan- b'mmcl m,d die un-ermesslich schöne Erde rinnen im P...P"llcht d" "» ". gehenden Sonne, welche d>) Äe/.^tzm m.d Ä«^ Wipfel förmlich vom Wen wie von einem Laibacher Zeitung Nr. 108 91« 10. Mai 1884. zurlickführen, dass die Colisiuntion nicht in demselben Maße gestiegen ist wie die Pioduction. Es findet thatsächlich eine Underproduction in Zucker stall, u-us aus den Daten der Jahre 1877 bis 1882 erhellt. Die ganze Frage ist eine Transport« oder eine Tarif-srage; dazu kommt, dass Deutschland, mit dem wir politisch verbündet sind, in der Frage des Zucker-exftortes von dieser Freundschaft sehr wenig wissen will. Unter den vom Ausschüsse im Plural genannten Dampsschifsahrls-Gesellschaften, bezüglich deren eine Herabsetzung der Tarife anzubahnen ist, kann wohl nur die Donau-Dampfschisfahrts-Gesellschaft gemeint sein. Die Enquete, die sich seinerzeit damit beschäftigte , hat selbst erklärt, dass sie außerstande sei, in dem Gewirre von Ziffern Klaiheit darüber zu finden, welche Tarife eigentlich von der Donau-Dampfschiffahrts»Gesellschaft eingehoben werden. Ich glaube, dass der Ausschussantrag anzunehmen ist, allein ich meine, dass er eigentlich zu anderen Cunclu« sionen führt. Er führt zu der Ueberzeugung, dass ge^ wisse Productionen nur dann geschützt sind, wem» die Kosten der Güterbewegung in einer Weise gc>rg ll werden, dass dadurch ein wirksamer Schutz für die Productionen selbst entsteht. Dieser Schutz ist nur möglich im Wege von Staalseisenbahncn, dadurch, dass der Staat die Haupttrausportwege selbst in der Hand hat und durch den Besitz von Staatb?,senr>alinen die Tarife felbst beherrscht. Pflicht des Staates ist auch die Erbauung künstlicher Wasserstraßen, die Her« stellung guter Wasserstraßen aus schon vorhandenen schlechten. In Oesterreich hat man voll der Arbeitskraft eines Canales noch gar keinen rechten Begriff. Die Ueberzeugung wird immer klarer, dass der inter« nationale Schutz der heimischen Albeit nur durch eine vom Staate unter dem Gesichtspunkte des Gemeinwohles geführte und dirigierte Tarifpolilit zu er. reichen ist, und dass möglicher Weise nichts anderes übrig bleiben werde. als an die Stelle der jetzigen Zollverträge internationale Tarifverträge zu setzen. (Beifall links.) Ueber Antrag des Abg. Bärnfeind wird Schluss der Debatte angenommen. Die noch zum Worte gemeldeten Redner einigen sich au? den Abg. Dr. Rieg er als Grneralredner. Generalredner Abg. Dr. Rieger: Die Thatsache, dass wir im Zucker eine Ueberproduclion haben, kann man nicht als Uebelstand ansehen. Denn jedes Land muss, wenn es exportfähig sein will, eine Ueberpro, ductiou haben. Wir müssen uns um Absatzquellen umsehen, und da sind wir zunächst auf Italien und den Orient angewiesen. Was die Verfrachtung zur See betrifft, fo glaube ich, dafs wesentlich über den österreichischen Lloyd gellagt werden kann (Bravo!), der seine Mission durch-aus nicht in dem Maße erfüllt, wie wir es wünschen, und der durch seine Subvention in der Lage ist, alle anderen österreichischen Concurrenten von der Schiff« fahrt auszuschließen, sich aber begnügt, fette Dividenden einzustreichen, ohne die Thätigkeit, zu der er durch die Staatsunierstützung verpflichtet ist, zu entwickeln. Ei> ist das eine Angelegenheit, mit der sich unser Handels-amt ernstlich befassen sollte, um die betreffenden Uebel' stände abzustellen. Die Mittel und Wege hiezu werden sich finden, und das Haus wird gewiss in dieser Rich« tung das Ministerium gern unterstützen. Hoffentlich wird über die Wichtigkeit der Canäle und Waffelstraßen, über welche leider noch viele Abgeordnete mit einem gewissen Nasenrümpfen hinwegsehen, mit der Zeit die richtige Einsicht einkehren. Was über die Thätigkeit der Donau.DamPfschiffahrts'Gesell-schaft zu sagen ist, überlasse ich jenen Herren, welche die Verhältnisse näher kennen, aber ich glaube, auch hier ist ein allgemeines Verdammungsurtheil zu hören. (Sehr richtig!) Wenn der DonaU'Elbe»Caual ausgebaut würde, so wäre das der natürlichste Weg, nm den Zucker aus Böhmen billig nach dcm Orient zu verfrachten. Vorderhand könnte der volkswirtschaftliche Aus-schuss nichts anderes thun, als die Herabsetzung der Tarife verlangen, in welcher Richtung wir Deutschland jedenfalls nachstehen. Namentlich ist es die Herabsetzung der Tarife nach dem Süden und nach dem Hafen von Trieft, wo vor allem Abhilfe gebracht werden muss. Der zweite Antrag verlangt die Einberufung einer Enquöte. Im Parlamente lässt sich ja das technische und administrative Detail nicht behandeln. E« müssen noch Fachmänner darüber gehört werden. Auch ist es nothwendig, dass in diese Enquöte auch solche Männer berufen werden, welche das Vertrauen der betreffenden Kreife haben. Auch die Agricnlturfrage ist in dieser Beziehung von Einflufs, und die gegenwärtige Bedrängnis der Zuckerindustrie ist znm Theile auch dem Umstände zuzuschreiben, dass in Deutschland die Otko' nomen in der Lage sind, die Rübe den Fabnken billiger zu geben, und zwar sogar eine mehr zuckerhaltige Rübt', und dass sie imstande sind, auf derselben Area mehr Rüben zu erzeugen als wir. Die Gründe dieser Erscheinung, für die Erklärungen gesucht, aber lwch nicht gefunden worden sind, muffen eingehend geprüft werden, und es ist wohl der Mühe wert, wenn die Regierung Experten hinausschickt, um den Zustand der Production in Deutschland zu studieren. Nach dem Schlussworte des Berichterstatters Abg. Schindler wird die Resolution angenommen. Es folgt hierauf die Abgabe der Stimmzettel sür die Ergänzuugswahl je eines Mitgliedes in den Strafgesetz» und in den Eisenbahn-Ausschuss. Die Vor« nähme des Scrutiniums wild dem Bureau des Hauses übertragen. Abg. Dr. Klaik referiert hierauf im Namen des Budget-Ausschusses über die Regierungsvorlage, betreffend die Herstellun g > inrr schmalspurigen Eisenbahn von Mosta» nach Metkovit, und beantragt die Annahme dcs Gesetzentwurfes, du»ch Welchen die Regierung ermächtigt wird, ihre Einwilligung zu geben, dass zum Zwecke des genannten Bahn-baues aus den gemeinsamen Activen ein Darlehen in der Höhe der Baukosten bis zum Ml'ximalbetrage von 1 700000 fl. gegeben werde. Das Haus geht sofort in dieSpecialberathung dieser Vorlage ein. Dieselbe wird in zweiter und dritter Lesung ohne Debatte unverändert znm Beschlusse erhoben. Das Haus schreitet hierauf zur Fortsetzung der in der letzten Sitzung abgebrochenen Berathung über die Beschlüsse des Herrenhauses bezüglich der Brant« w e i n st e u e r. Abg. Iahn erstattet den Bericht über §27, welcher die Nachlässe für die landwirtschaftlichen Brennereien enthält. Es haben sich mehrere Redner zum Worte gemeldet. Abg. Ritter von Proskowetz bespricht in ein« gehender Weise die Lage der Landwirtschaft, die überhandnehmende Auswanderung der bäuerlichen Bevölkerung, und betont die dringende Nothwendigkeit, für lohnende Arbeit zu forgen. Eine Gelegenheit hiezu biete der landwirtschaftliche Brennereib^trieb, uud Redner bedauert, dass die Begünstigungen, welche das Abgeordnelenhaus in dieser Richtung beschlossen, vom Herrenhause auf das bescheidene Maß der Regierungsvorlage reduciert worden seien; er beantragt daher die Wiederaufnahme der Fasfung dcs Abgeordnetenhauses. Abg. Au spitz spricht ebenfalls sein Bedauern darüber aus, dass den Forderungen Ungarns so weit nachgegeben worden sei, dass darunter die landwirtschaftlichen Intereffen in Oesterreich empfindlichen Schaden leiden. Es sei diese Benachtheiligung umso bedauerlicher, als ja der Gesetzentwurf auf'Jahre hinaus eine feststehende Abmachung mit Ungarn blei« ben werde. Se. Excellenz Finanzminister Dr. Ritter von Dnnajewfki bespricht in eingehender Weife die bei den Verhandlungen mit der ungarischen Regierung maßgebenden Verhältnisse und führt den Nachweis, dass die österreichische Regierung zur Wahrung der industriellen und landwirtschaftlichen Interessen das Möglichste gethan und erreicht habe. Se. Excellenz empfiehlt dem Haufe mit Rücksicht auf das sonstige Scheitern des Gesetzes die Annahme der Beschlüsse des Herrenhauses. Abg. Obratschai beantragt die Wiederaufnahme der Fassung des Abgeordnetenhauses. Nach dem Schlussworte des Referenten Abg. Iahn wird zur Abstimmung geschritten und 8 27 nach dem Beschlusse des Herrenhauses mit 14tt gegen 71 Stimmen angenommen. Hierauf gelangten die übrigen Paragraphe des Gesetzentwurfes fowie die vom Ausschüsse beantragte Resolution zur Annahme. Der Präsident theilt hierauf mit, dass in den Eiscnbahtt«Ausschuss Abg. Conte Vojnovik und in den Strafgefetz-Ausfchuss Abg. Dr. Kathrein gewählt wurden. Die Abgeordneten Ritter von Burg st aller und Genossen interpellieren das Gesammtministerium wegen Ausbaues dcr Tauern-Bahu und He»stellung einer directen Verbindung zwischen der Rudolfbahi» und Trieft. Der Präsident bricht hierauf die Sitzung ab und beraumt die nächste für morgen II Uhr vormittags an. Inland. (Parlamentarifches.) In der letztabgehaltenen Sitzung des Iustizausschusses wurde der vom Hetrenhause beschlossene Gesetzentwurf, betreffend die Errichtung des Czarkowsti'schen Familien.Fidei« commisses, über Antrag des Referenten Dr. R. v. Za-torfli mit 8 gegen 6 Stimmen unverändert angenom-m>n. Ferner fetzte der Ausschuss die Berathung über den Antrag des Abg. Dr. v. Razinsli, betreffend die Abänderung der Grundbuchsordnuug zum Zwecke der Convertierung von Hypothekarforderungen, fort und be- riesigen silbernen Renaiffancerahmen. Allmählich verglimmt die Sonne, die Dämmerung sickert vom Hm-mel nieder. Lichter flammen in den Tiefen auf, uud aus den Klöstern, Kapellen, Dörfern umher hebt das Ave.Maria-Geläute an. Alle Gl^cün rauschen feierlich in einander, verweht trägt der Luftzug auch das tiefe mächtige Summen der Glocke aus Arunellesco's Dom herüber, aus dem benachbarten Kloster schallt wehmüthig der Vespergesang der Nonnen — der Fried? Gottes liegt über der Erde. Heimkehrende sonnenverbrannte Landleute, die Jacke überm Arm, eine Nelke hinter dem Ohre, gien-gen vorüber, Maulthiere mit Gemüsekörben und stroh-umflochtenen Weinflaschen trollen, einlönig mit ihren Glocken bimmelnd, vorbei; junge Weiber und junge Mädchen, prachtvolle Gestalten mit herrlichen Köpfen und classischem Profil, zogen schwatzend hinterdrein — ich folgte ihnen. Orangen. Magnolien, weiße Myrteix und rothe Oleanderblüten, Eidonien und Syringen duslet?» schwül und belaubend, in den Lorbeer» und Cyprchenbüscheu rauschte es geheimnisvoll, die Wasser der Cascade», au! dcm Wege plätscherlen leise — es klang wle sehnsüchtiges Schluchzen; vor deu Mutter-gotteLblloevn am Wege knieten Landlcule. Blumen m,d brennende Lichter in den Händen, der weiche Wind trug chre schwermiuhi^n Grange wett dahin ^. ell, blmder Bettler sah am verwitterten Kreuze unter der brennenden Ampel, und selbst sein lläaliches «Asu Maria" klang melodisch >- ach. dass ich ein Maler gewesen wäre, alle diese Details festzuhalten, der ganze Stinunungszauber Leopold 3ioben',cher Bilder lag darüber. c^ «, < . Wir gelangten in ein Dorschen Äuz^olo oder Buzzoli, die Weib-r saßen plaudernd und lachend vor den Thüren und blickten mit ihren brennellden, macht- vollen Augen neugierig auf den Fremdling, und mit lebhaften Gesticulationen uud dem ganzen südlichen Pathos theilten sie sich ihre Ansichten über ihn mit; der dicke braune Padrone vor dem Albergu zog ehrfürchtig feine Zipfelmütze — aber ich gehe vorüber, da aus der hübschen Kirche fließt matter röthlicher Lichtschein in das Abenddunkel hinaus — ich trete ein. Es war unsäglich still und feierlich in dem Kirch, lein, fchwarz verhangen waren Altäre und Säulen, nur auf dem Hochaltare flackerten Lichter, und die ewige Lampe flammt roth wie ein Blutstropfeu des gekreuzigten Jesus, und eben zittern auch die ersten blassen Mondstrahlen durch die offenen Fenster. Ich wähnte den weiten Raum leer, als Plötzlich, erschreckend, ein tiefer Seufzer vom Fenster herüberdrana, ein junger, blasser und bildschöner Priester — ich konnte in dem weißlichen Mondlicht deutlich sein Angesicht sehen — stand dort, Thränen flössen über seine bleichen Wangen, sehnsüchtig streckte er die Arme gegen die Ferne aus, die duftig und vom Mondlicht versilbert wle ein ve>-heißungs'volles Zauberland vor ihm lag. Draußen raunten tausend Stimmen vou Maienpracht und Liebe?-Herrlichkeit, tausend Düfte schwammen durch die mriche Luft, der Klang einer Hirtenflöte zog schwermiithig und melodisch vom Felde herüber und eine Nichtigall schluchzte, als wollte sie vergehen und velbluleu in Sehnsucht, ..Leben und Liebe" rief alles mit mächtiger Stimme, aber vom Hochaltar blinkte weiß das Crucifix herab und schien schwermülhig und traurig zu flüstern: „Entsage, entsage!" Entsagung hast auch du gelobt, o armer, juuger Priester — aber die Wonnen des Frühlings haben d'ch überdauert, der Mai ist über deine Seele gekommen. Du musst sie bekämpfen — entfage! Jean Loup, der Irrsinnige vonMareille. Roman nach Emile Richcbourg von Max von Weißenthurn. (30. Fottschung.) Plötzlich schnellte sie empor, als habe ein elektrischer Strom sie berührt. „Ich liebe ihn! Ich liebe ihn!" stöhnte sie, das Antlitz in den Händen verbergend. „Mein Gott, beschütze mich!" sprach sie mit erlöschender Stimme, indem sie auf die Knie niedersank. ..Welcher Dämon hat sich meiner bemächtigt? Bin ich wahnsinnig geworden? O, ich Unglückselige! Ich liebe Jean Loup! Entsetzlich! Ich liebe ihn! Weshalb? Weil er mir das Leben gerettet? Es ist Wahnsinn! Es ist Wahnsinn! Die' Tochter der Freifrau von Simaise liebt Jean Loup. den Irrsinnigen, ei» halbblödes Wesen, das nur mit den Thieren des Waldes gelebt! Clemence de Simaise, was ist aus deinem Selbstgefühl, aus deinem Stolz geworden?" „Ich liebe ihn!" tönte es wieder und immer wieder durch ihre Seele. „O furchtbares Geschick! Wohin soll ich fliehen, wo einen Ausweg finden aus diefem entsetzlichen Labyrinth?" Das Geräusch eines heranrollenden Wagens verkündete Clemence die Heimkehr ihrer Mutter. S e hatte ebeu nur die Zeit, sich zu erheben und mit dem Taschentuch ihre Augen zu trocknen, um die ärgste" Spuren der Aufregung zu verscheuchen, dann trat die Baronin in den Salon. «Wie du siehst, Clemence, bin ich nicht lanae ausgeblieben. Habe ich mein Versprechen gehallen?' ..Ja, liebe Mutter. Wie geht es Susanne?" Laibacher Zeitung Nr. 108 917 ______10. Mai 1884. schloss nach längerer Debatte über Antrag des Abg. N. v. Madeyski, ein Subcomite mit der Vorberathung dieses Gegenstandes zu betrauen. In dasselbe wurden die Abgeordneten Iasinski, Dr. Weeber, Dr. Keil, Dr. R. v. Madeyski und Dr. Zäk gewählt. (Mandatsniederlegung.) Abg. Heinrich Reschauer hat an den Präsidenten Dr. Smolka eine Zuschrift gerichtet, in welcher er mittheilt, dass er sein Reichsrathsmandat niederlege. Reschauer, welcher im Reichsrathe den Städtebezitl Falkenau-Graslitz-Elbogen vertrat, hat, wie bekannt, in der letzten Sitzung des Abgeordnetenhauses in der von ihm abgegebenen Er-llärung angekündigt, dass er an seine Wähler appellieren werde. (Parlamentarisches aus Ungarn.) Das ungarische Abgeordnetenhaus, das vorgestern infolge der Gerüchte über einen von Seite der jungen Oppo-sitions.Partei geplanten Handstreich auch von Anhän« gern der Regierung ungewöhnlich gut besucht war, nahm den Entwurf des Gewerbegesetzes mit gering, sügigen stilistischen Modification?« an. Das Amende-went des Grafen Ferdinand Zichy, das auf die Einführung obligatorischer Gewerbe-Genossenschaften abzielt, wurde vom Antragsteller und Baron ^ela Lipthay verfochten und dann bei namentlicher Abstimmung mit einer Majorität von 25 Stimmen verworfen. (Erbauliches aus Kroatien.) Die Scenen, welche sich während der verflossenen Session im kroatischen Landtagssaale abspielten, sind noch im frischen Angedenken, und es scheint, dass es bei Wiederbeginn der Sitzungen nicht ruhiger hergehen soll. Es liegen dafür Andeutungen in der „Sloboda". dem Organe der Starileviö'Partei, vor. Da heißt es: «Die Rechtspartei wird auch künftighin ihre Pflicht sowohl im als außerhalb des Landtages rücksichtslos erfüllen; eine Pflicht, welche ihr das Vaterland auferlegt. Scandalscenen wird es so lange geben, als man mit der Rechtspartei nicht gerecht verfahren und ihr die Redefreiheit verkürzen wird. Die Mitglieder der Rechtspartei sind sich bewusst, dafs sie das Volk vertreten. In jedem derfelben wiederspiegelt sich die Eouveränetät des Volkes. Wenn die Majorität alle Vertreter der Rechtspartei aus dem Landtage ausschließt, wird an Stelle der Worte die Nera der That treten." Die „Agramer Zeitung" bereitet diesbezüglich aus Ueberraschungeu vor. Es ist damit wahrscheinlich eine Verschärfung der einschlägigen Be« stimmungen der Geschäftsordnung gemeint. Die Sache soll von den Vertrauensmännern der Nationalpartei bereits besprochen worden sein, und für den Fall, als Nch die lärmenden, alle parlamentarische Arbeit un« Ulöglich machenden Scenen wiederholen sollten, wird beantragt werden, oass im Wiederholungsfälle der schuldige Abgeordnete auf einen Monat, und zum drittenmale für die ganze Session von den Sitzungen ausgeschlossen werden könne. Ausland. (Zur Entschädigungsfrage in Alexan-drien) berichtet man der „Pol. Corr." aus letzterer Stadt, dass durch Vermittlung des österreichisch-ungari-schen Consulates in Alexandria dem Präsidenten des zur Urgierung der Entschädigungsauszahlung eingesetzten Comites die Antwort des k. und k. Ministers des A'uhern. Grafen Külnoky, auf das überreichte Me-worandum zugekommen ist. Graf Kälnoly erklärte, er habe das Memorandum mit großem Interesse gep'üft, und ertheilte die Versicherung, dass die österreichisch-ungarische Regierung nicht ermangeln werde, die lcgi° timen Interessen der Betheiligten zu unterstützen. (Die italienische Armee.) Sehr beachtens-wert erscheint ein Grsehuorschlag, welchen der italienische Kriegsminister vor einigen Tagen in der Kammer ein-gebracht hat. Der Vorschlag betrifft die Erhöhung des jährlichen Recrute.n-Contina.ents von 05000 auf 80000 Mann. Wie die italienischen Journale ausrechnen, wird durch die Annahme dieset Beschlages die Stärke der italienischen Feldarmee nach Miechnunq aller Reibungs» Verluste auf 540000, die der Uilinia mobile auf 200 000 Mum, gebracht, das heih« fast auf die doppelte Zahl der Streitkwfle, uber wrlche Iialien im Jahre 1870 verfügte. Der Beifall, den der Antrag des Kriegsministers findet, ,st ein allgemeiner. (Im englischen Unterhause) wird am nächsten Montag wieder eine Debatte über die egyft« tische Politik der Regierung staltfinden. Sir Hicks-Beach hat im Namen der conservative« Opposition den Antrag gestellt, das Bedauern des Hauses darüber auszusprechen, dass die Regierung ihren Abgesandten, den General Gordon, in Chartum und die noch übrigen egyptischen Garnisonen im Sudan so thatenlos ihrem Schicksale überlasse. Zu diesem Antrage sind bereits mehrere Abänderungsanträge angemeldet worden, welche die Politik der Regierung direct billigen oder sich wenigstens gegen jedwede kriegerische Operation im Sudan aussprechen. Die Jahreszeit verbietet aller, dings eine solche gegenwärtig nahezu ganz, allein die Opposilon hat mit ihrem Tadelsantrage ob der früheren Unterlafsungen Oberwasser, und wie die „Times" bemerken, kann nur die strengste Parteidisciplin im Unterhause bei der Abstimmung die Regierung vor einer Niederlage retten, welche von der öffentlichen Meinung als vollkommen verdient angesehen wird. — Das auswärtige Amt hat zudem wieder eine Reihe von Depeschen über die Lage im Sudan veröffentlicht, welche der Opposition neue Angrissswaff?n liefern werden. Es geht daraus hervor, dass selbst während der Zeit, wo die telegraphische Verbindung mit Char-tum intact war. kein lebhafter Meinungsaustausch zwischen der englischen Regierung und General Gordon gepflogen würd?. Seit dem 10. März empfüng Gor« don, und zwar am 9. April, nur ein einziges Tele-gramm, welches ihm meldete, dass er einen Vorstoß britischer Truppen von Suakim nach Berber nicht zu erwarten habe. Andererseits beklagt sich aber der General Gordon in bitteren Worten darüber, dass die Regmmlg. nachdem sie ihn nach Chartum gesendet, ihn ohne alle Unterstützung gelassen habe und es ihm Nlln überlasse, zu sehen, wie er wieder herauskomme. Tagesneuigkeiten. Se. Majestät der Kaiser geruhten vorgestern vormittags Audienzen zu ertheilen; es halten die Ehre empfangen zu werden: Richard Fürst Metternich, geh. Rath FZM. Ritter v. Kees, Kämmerer FML. Graf Grävenitz. FMü. von Krieghammer, Landespräsident Freiherr v. Alesani, Bürgermeister von Wien Eduard Uhl. eine Deputation des Comites für die elektrische Ausstellung in Steyr._________ — (Iur Erinnerung an Kaiser Maxi-milia n.) Ein Reisender in Mexiko. Herr von Hesse-Wartegg. richtet aus Queretaro folgendes, vom 14, April datiertes Schreiben an den Pariser „Figaro": „Die Negierung des Staates Queretaro hat ein großes Mo» nument in rothem Stein auf der Stelle, wo Kaiser Maximilian am 19. Juni 1867 erschossen wurde. er< richten lassen. Bisher wurde diese düstere Stelle auf dem Cerro de la Campana durch eine Pyramide au? kleinen Steinen bezeichnet, welche nach und nach die gewesenen kaiserlichen Soldaten verringerten, indem sie fast jede» T^g a!» eine Erinnerung an ihren Kaiser einige Stcinchen Wegnahme,,. Der Sarg des Kaisers befindet sich im Regierungspalaste, wo er der Plünderung amerikanischer Reisender ausgesetzt ist. welche Stücke davon wegschneiden. Das Kloster von Santa-Cruz. wo der Kaiser vor seinem Ende gefangen war. fällt in Ruinen, und das Gemach, iu dem der unglück' liche Maximilian saß, ist fast unzugänglich geworden. Msgr. Soria, der letzte Beichtvater des Kaisers, ist vor einigen Tageil gestorben." — (Aufnahme von Frequenta »ten in die k. l Cade ten schule») Mit Beginn deS Schuljahres IK84/85 (I«, September) werden i» die l. k. Cadeten-schule» Frequentanten in beiläufig »achstehender Anzahl aufgenommen, und zwar: in den ersten Jahrgang der Infanterie-Cadetenschule in Wien. Budnpest und Prag je 80; in den ersten Jahrgang der Infauterie-Cadeten« schule in Karlstadt, Karthaus bei Brilnn. Lobzow bei Krakau, Hermannstadt und Trieft je 40,- in den ersten Jahrgang der Infanterie-Cadetenschule in Liebenau bei Graz, Pressburg, Innsbruck und Temesvar je 30; in den ersten Jahrgang der Artillerie-Eadetenschule 80; in den ersten Jahrgang der Pionnier-Ladetenschule 40; in den ersten Jahrgang der Grnie'Eadetenschule 12; in den dritten Jahrgang der Cavallerie.Cadetenschule 80; in den vierten Jahrgang der Eavallerie-Cadetenschule 25. In die anderen Jahrgänge der Cadetenfchulen werdeu Flequentauten nur insoweit aufgenommen, als durch natürliche Abgänge (Tod, Enthebung :c) Plätze frei werdeu. — (Von der Hochzeitsreise.) Au» Paris wird gemeldet: Vor dem Zuchtpolizeigerlchte erscheint Mr Clement Junes, einer der reichste» Banquiers von Tunitz, Derselbe hatte im vorigen Monate Mlle. Val. lina Pia, die Tochter emeS Millionärs, geheiratet und auf Einladung deö Onkels seiner Braut in desse» Palais in Paris die Flitterwochen verbracht. Vor einigen Tagen gieng das junge Ehepaar i» ei» Parfumeriegefchäft des Boulevard del'Opera, Die junge Frau laufte um 500 Francs Kleinigkeiten; nachdem sie gezahlt, wollte sie sich entfernen, da trat zu ihrem namenlosen Entsetzen eine der Verkäuferinnen auf sie zu u»d meinte, man länne nicht erlaube», dass die Herrschasten fortgehen, ehe der Herr zurückgegeben, was er alles gestohlen. Die Dame taumelte vcir Schreck, sie stammelte ihren Namen, gab ihre Adresse, behauptete, es miisse ein Irrthum vorliegen ; selbst der Herr des Geschäftes trat drohend an die Verkäuferin heran, und diese holte in ihrer Erbitterung einen Polizei-Agenten, welcher in den Taschen des Herrn zwei Bürsten, sieben Kämme, eine Schachtel Zahnpasta, sechs Flacons Parfum, einen kleinen Spiegel, im ganzen Waren im Betrage von 49 Francs vorfand. Mr. Junes, der todtenbleich und zitternd dastand, erbot sich. eiue Entschädigung von 5000 Francs zu zahlen, allein der Polizist machte die Anzeige und das Gericht verurtheilte den zwanzigfache» Millio»är wegen Diebstahls zu sechs Tagen Arrest und 500 Francs Strafe. Die junge Frau hat sofort die Scheidungsklage eingereicht. — („Sparreilholz. kllssen Sie weiter!") In der, kleinsten Stadt eines kleinen deutschen Staates Wird der Landesherr von zwanzig weißgekleideten Frau« lein empfangen. Mit einem Raffinement, dns eines höheren Magistrats würdig wäre, sind in die erste Neihe ^, «Immer die Gleiche, stets heiter, stets lebensfroh. Nichts stört ihren Frohsinn!" Clemence unterdrückte einen Seufzer. „Ich habe dir eine Neuigkeit mitzutheilen," fuhr ^>e Baronin fort. „Wir werden morgen mit dem frühesten Vaucourt verlassen. Die dringende Einladung der Familie Maurienne, andererseits das lebhafte Zureden Violaine's haben meinen Widerstand gebrochen; kurz — wir reifen morgen!" . Nach momentanem Zögern fragte das junge Mäd-Mn erröthend: „Hat man von Jean Loup gefprochen bei Herrn °on Violaine?" „Nur wenige Worte!" «Wird man versuchen, ihn einzufangen?" Verneinend fchüttelte die Baronin das Haupt. . ..Wer sollte ihn in Gewahrsam nehmen? Jetzt, 'N Kriegszeiten hat niemand Zeit, auch nur seiner zu Udenken! So schuldig auch Jean Loup sein mag, so sonnen ihm die Gerichte doch nichts anhaben, denn ,.^ Unglückliche vermag sich offenbar nicht vollinhalt-^h Nechenfchaft zu geben über feine Handlungsweise. Ach nun lass uns die Vorbereitungen zu unserer kreise beginnen." : . Clemence war damit einverstanden und beeilte sich, ^' 'hr Zimmer zu gelangen. Eine Bergeslast war ihr "N der Seele genommen. Jean Loup tonnte nicht verurtheilt werden! c> Am folgenden Morgen um neun Uhr bestiegen ^"u de Simaise und ihre Tochter den Wagen, wel. ^ sil' ««ach Vesonl bringen sollte. „Bald werde ich fern von hier sein." sagte sich Clemence, einen letzten Blick hinüberwerfend nach dem ..grauen Höcker", „und in der Ferne, bei meinen Freundinnen, in gänzlich anderer Umgebung werbe ich nicht mehr an ihn denken, den ,ch vergessen muss um jeden Preis!" _____ 15. Capitel. Zie fegende von Zean ^ioup. Ehe wir in unserer Erzählung fortfahren, dürfte es an der Zeit sein, einige Aufklärungen über die Herkunft unseres Helden zu geben. Ueber Jean Loup, den armen Irrsinnigen, der m den Wäldern in der Umgebung von Mareille sein Leben fristete, cursierten verschiedenartige Gerüchte. Eimge bezeichneten ihn als ein von Gauklern gestohlenes Kind, das dann später von diesen im Walde ausgesetzt und so verwildert sei. Andere legten seiner Herkunft folgende romantische Geschichte zugrunde: ^ «, « Vor Jahren lebte ein armer Holzhauer. Namens Jerome Tabourin, der nichts besaß als das, was er sich täglich mit Mühe und Noth verdiente Sem höchster Schatz war sein angebetetes Weib und sem geliebtes Kind Beide bildeten das ganze Glück femes Lebens. ^ , . . c ^. Zog Jerome des Morgen« nach femem einfachen Imbis« hinaus in den Wald zur Nrbe.t dann be-aleittte ihn Louise mil dem klemen Jean. Der Knabe lag in einem Korb, welchen Louise an einen Baum befestigte, was Jean aber nicht hindert.', so oft es nur irgend gehen wollte, aus dem Korb herauszu-klettern, sobald er laufen konnte, und in das üppige Laubwelk hinein zu trollen, bis die besorgte Mutter ihn zurückbiachte. Eines Tages im März gelang es aber dem kleinen Jean, der mütterlichen Wachsamkeit zu entschlüpfen und einem buntfarbigen Schmetterling nachzulaufen; er zählte damals achtzehn Monate. ..Mein Gott. wo ist er? Ich sehe ihn nicht mehr!" rief Louise bestürzt. Sie blickte nach allen Richtungen sich um, doch weit und breit war das Kind nicht zu sehen. „Jean! Jean!" rief sie laut. Keine Antwort. Sie war bleich geworden und zitterte am ganze» Körper; sie tief, sie rannte umher — vergeblich, nirgends zeigte sich eine Spur von dem Knaben. Da endlich vernahm sie einen lauten Schrei- die arme Mutler wähnte, das Blut müsse ihr in' den Adern erstarren Außer sich vor Angst und Schrecken eilte ste nach der Nlchtung, von welcher der Schrei erfolgte. ^ Entsetzen! Eine riesige Wölfin hatte sich auf das Kmd gestürzt und trug es in ihrem unaeneueren Rachen davon. " Mit wahrem Löwenmuth stürzte sich die arme Mutter aus das Thier, awr es wich 'h>' aus u„o rannte, das Kind noch immer festhaltet, dem Wald.- z». Louise stieß einen ma.kerschMtm.deu Sch.", aus und sank leblos zur Erde. (F0, ls.-HM!g folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 108 918 10. Mai 1884. die zehn hilbschen, in die zweite die — minderhilbschen gestellt. Se. Hoheit, vom Anblick des Vortralis entzückt, thun, was seine 60 Jahre nnd seine Fürslenwikde ihm gestatten, er küsst eine schüne Stirne nach der anderen. Am Ende der elften Neihe macht er betroffen Halt. aber nur eine Secunde, dann winkt er drm Adjutanten: «Sparreuholz. kilssen Sie weiter!" — (Unschuldig mit Erschwerun gsgrün -den.) Gefängnibluärter: Weshalb seid Ihr denn zn zehn Jahren Zuchthaus lienntheilt wurden? — Gefangener : Weil ich Um« Einem !)(> Gulde« geborgt habe! — Gefängniswärter: Unsinn! Wegen Geldborgens wird niemand eingesperrt! — Gefangener: Ja. aber ich hab' den hartnäckigen Menschen erst niederschlagen müssen, ehe er's hergegeben hat! Locales. — (Der Verein der Aerzte in Krain) hielt am 24. April in Gegenwart von 15 Mitgliedern und zwei Gästen seine Monatssihung ab Nach Vel> lesung und Genehmigung des letzten Sitzuligsprotuloll.s theilte Obmann Dr. Schiffer den Beitritt des k. t Sanitätsassistenten Dr. St. Strrger und den Tod des auswärtigen Mitgliedes, pens. Regimentsarztes Dr. Friedrich Braun mit, worauf die Anwesenden über dessen Aufforderung durch Erheben von ihren Sitzen ihr Geileid kundgäbe». Nun wurde zur Wahl des Dcle^ gierten und dessen Stellvertreters znm österreichischen Aerzte«Veremstage in Brunn geschritten und per acolll,-M8.U0N6M zum Delegierten Regierungsrath Dr. Va -lenta und über dessen Motivierung der in Brunn an» sässige Director der Gebäranstalt Dr. Riedinger zum Delegierten'Stelloertreter erwählt und weiters der Vereinsleitung das Mandat ertheilt, falls letzterer ab« lehnen follte, ansonstens für eine geeignete Stellvertretung des Vereines beim Aerztetage Sorge zu tragen. Hierauf wurde zu den angekündigten Vorträgen geschritten : 1.) Secundararzt Dr. Kotzmuth stellte einen von ihm mit günstigem Erfolge operierten Staarkranken vor. Derselbe wurde nach der jetzt wohl allgemein geübten Graefe-schen Methode operiert, die entschiedene Vortheile vor der Beer'schen hat. Die Hellung erfolgte ohne Reaction, der Kranke sieht mit den Staarbrillen und ohne dieselben ganz gut. 2.) Dr. Schuster fprach über Kinder« nährmittel; er schilderte zuerst in kurzen Worten die Mo« dalitäten, unter denen überhaupt eine künstliche Kinderernährung platzzugreifen habe, hierauf ausführlich die Er« nährung des gesunden und des tranken Kindes mit Kuhmilch und mit der Milch anderer Säugethiere und endete mit einer Betrachtung über den Nährwert und die Zu-läsjigkeit der einzelnen bekannteren Milch'Conserven und Kindermehle, woran Professor Dr, Valetta noch einige Wichtige Bemerkungen über die neuesten Forschungen in diesem Gebiete knüpfte, betonend, das ganze Auf und Um der künstlichen Ernährungsmittel gipfle darin, das Casein rasch verdauungsfähig zu gestalten. 3.) Klinischer Assistent Dr. Greg oric demonstrierte Hasse's I'<388knum oc^iuäivum, hieran einen kurzen Vortrag über facul« tative Sterilität anknüpfend. — (Gestorben) ist vorgestern nachmittags nach langer Krankheit der in den Ruhestand versetzte landschaftliche Portier I Schitlo. Der Verstorbene, welcher über 40 Jahre seines Portieramtes gewaltet und der für seine vieljährige, belobte und treue Dienstleistung durch Allerhöchste Verleihung des silbernen Verdienstkreuzes ausgezeichnet wurde, war schon vermöge seines Berufes eine stadtbekannte Persönlichkeit Durch sein biederes, offenes, zuvorkommendes Wesen hat er sich große Beliebtheit allgemein zu verschaffen gewufst. Das Leichenbegängnis findet heute nachmittags um 4 Uhr von der Karlstädterstraße aus, Iimmerergasse Nr. 3, statt. —6l — — (Generalversammlung.) Die alljährliche Generalversammlung der Aclionäre der krainischen Baugesellschaft findet nächsten Montag, den 12 d. M., nachmittags 5 Uhr im ersten Stocke des Hotels „Stadt Wien" statt. — (Unglücksfall.) Vorgestern vormittags wurde der Einspänner des Herrn Barons Schweiger aus Tufstein in der Polanastrahe nahe beim Thiersp'tale von einem zweispännigen Wagen so unglücklich an. gerannt. dass der Herr Baron aus seinem Wagen geschleudert und eine Strecke lang von dem Gefährte nnta,?zoa,rn wurde. Doch erlitt der Herr Baron zum Glück nur leichtere Contusionen Durch den Zusammen stutz wurde nuch das Wagentästchen mit einem Geldbetrage herabgeworfen. und ist dasselbe sammt der Taschenuhr des Herrn Barons bei der aus Anlass des eben abgehaltenen Viehmarktos sofort entstandenen großen Menschenansammlung abhanden gekommen, —sr-«,,,. "c (^'"aebl"cht) ^ ^„ ^ dem hiesigen M'l'tarsft'tale. w,c w.r gestern berichteten, durchgebrannten drei Mllltarstrafllngen wurden zwei bcreitü eingebracht — (Kleine Chronik.) Als lchterta^der Einspänner Nr. 42 vor dem .Hotel Elefa»!" unuor-sichtigerweise schnell umbog, trat das Pferd mit dem Hufe auf den Fuß des achtjährigen Knaben Ignaz Peönit aus Dovnice bei Gleiniz und verletzte ,hn nicht unbedeutend. — In den letzten Tagen wurden zweien Knechten in der Nonnengasse von unbekannten Thätern mehrere Röcke und Hemden gestohlen. — In der Schellenburggasse wurden zwei eingearbeitete Schlüssel gefunden. — Der Stammtisch des Gasthauses „zur Sternwarte" war vorgestern abends in einer kleinen Feuersgefahr. Einem neueintretenden Stammgaste passierte nämlich das Malheur, dass er. als er sich vom benachbarten Tische einen Stuhl holte und denselben hoch über den Köpfen der Gäste trng, an die Hängelampen fo heftig anstieß, dass dieselben zu Boden fielen und das brennende Petroleum sich über den Fußboden ergoss. Flammen schlugen vom Boden empor, wurden aber selbstverständlich durch das rasche Eingreifen der Gäste bald bewältigt. —6r— — (Ein rabiater Sohn) Diesertage begann Johann Akerjanc auf dem Karolinengrund in der Wohnuug feiner Eltern derart zu excedieren au. dass er das ganze HauS in große Aufregung versetzte. Er drohte, das Haus anzuzünden, bedrohte seine Mutter auf eine unerhörte Weise und wollte schließlich mit einem Taschen« messer nach seinem Vater stechen, traf aber und verletzte dabei die Mutter, welche den Angriff von ihrem Manne abwehren wollte. Johann sselben vor. Dobrzansli erklärte die Briefe filr gefälscht. Agram, 9. Mai. Die unabhängige National-Partei veröffentlicht ihr Wahlprogvamm, in welchem für Kroatien gleiche Stellung mit Ungarn gefordert wird. Berlin, 9. Mai. Gencraladjntcmt Vraf Golh be. gibt sich im Auftrage des Kaiselb nach Wien, um der Beisetzung der Leiche der Kaiferin Maria Anna beizuwohnen. Berlin, 9. Mai. Der Reichstag vertagte di? Weiterberathung des Socialistengesetzes schließlich auf morgen; Bismarck hatte vorher noch die politische Thätigkeit der Fortschrittspartei stark bekämpft und auf die positive Socialreform der Regierung hin-gewiesen, welche neben dem Repressivsystem des Socialistengesetzes da« allein richtige Mittel sei. London, 8. Mai. In einer Fabrik in der Nähe der Stadt Ayr in Schottland fand heute morgens eine Dynamit'Exftlosion statt. Vier Personen wurden getödtet. Sandel nnd Volkswirtschaftliches. Schwebende Schult». Zu Ende April 1884 befanden sich laut Kundmachung der Lommission zur Controlc drr Staatsschuld im Umlaufe: au Partialhypothckarauweisungen 88 982 842 Gulden 50 kr,; au aus der Mitsperre der beiden Control« commissionen erfolgten Staatsnoten 323 016 057 ft,, im ganzen 411998 899 fl. 50 kr. Angekommene »fremde. Am 9. Mai. H«''l Ttadt Wien. Fleischmann, Lautner, Mebusch, Arlt und Filedrich. Kaufleute, Wien. — Ritter von Weunusch, l. l. Obcriugcnieur, Linz. — Millonek. Kaufm,, Klageufurt. — Fuchs, Privat. Kanler. Kaiser von Oesterreich. Verger, Privat, s. Frau. St. Johann. — Aumann Josef und Leopold. Marburg. — ssanduscher, Commis, Cilli. — Signer Aloisia, Grohgorica. Verstorbene. Den 8. Mai. Maria gabar, Arbeiterin. 25 I.. Brunn-gassc Nr. 9, Tubcrculose. — Maria Graäic, Arbeiterin, 41 I., Kuhthal Nr. 11. Krebslachexie. Den 8. Mai. Jakob Schitlo, Ms. landschaftlicher Portier. 6? I,. Zlmmerergasse Nr. 3. Altersschwäche. Den 9. Mai. Johann Kopeinik, Fabrilsaufscher, 39 I., Floriansgassc Nr. 13, Lungentuberculose. Im Spitale: D e n «. M a i. Anton Stermec, Inwohner. 72 I,, allgemeine Wassersucht. — Maria Tursn', Arbeiterin, 51 I, Lungcntuberculose. Lottoziehung vom 7. Mai: Brunn: 5 83 62 66 79._____ Meteorologische Beobachtungen in Laibach. " "Z ^ K? 6 3^ D ______^ «2A »,.H.^«,I.^ «wirkt d. hiczu bchördl. couccss. Bureau Fischer H»»l!r lll.l H Eo^ Jug«,,, Wk'u, zlärutm'rriua 3. (11-M l 5 W Vom Schmerze tief gebeugt, geben die Gefer- ^ « tigtcn allen Verwandten, Freunden und Bekannten M ^ die betrübende Nachricht vvu dem Hinscheiden ihres M innigstgeliebtcu, unVera, csslicheu Gatteu. rmtsichtlich W ^ Vaters, Schwieg«- und Großvaters, des Hochwohl < W M gebornen Herrn M D llttll NiNes v. l.lMlliM > W k. l. Oberl andesgerichtsrathes i. P., W W welcher heute halb 12 Uhr mittags nach langem, W M schmerzlichem Leiden, versehen mit dcu hcil. Sterbe« M M sacramcnten, im 57. Lebensjahre saust im Herr» W M entschlafen ist. W M Die irdische Hülle des theuren Verblichenen M ^ wird SamStag, den 10. Mal. um halb 4 Uhr nach- M mittags im Trauerhause Schulhausliasse Nr, 28 gc- M >> hoben und auf dem Fricdhofe zu St. Ruprecht im M W eigenen Grabe zur Ruhe bestattet. M Die heil. Seelenmessen werden Montag, den W> W 12. d. M., um 10 Uhr iu d« Domlirchc gelesen. M W Der theure Dahingeschiedene wird dem frommen M W Andenken empfohlen. W W Klagcnfurr am 8. Mai 1884. W W Marie Vdle v. Lnschan geb. Gräfin vrß'ch W W als Gattin — Marianna Noegl geb. Edle von M W «uschan als Tochter. — Franz Noegl, griisi'cl) ^ W Arco-Zinucbcrg'schcr Gütcriuspcctor. als Schwieg«- ^ W sohu - Franz Noegl, Marianna Voegl als ^ W Eukcl. ^W gaifiqrijcr Bettung Mt, 108 919 10. Mai 1884. Course an der Wiener sorse vom 9. Mai 1N84. (^ dem o^«, 2°^°^.) «el> W«, Ttaats.Anlehe». ""«Nlent«.......81 15 81 80 vllüerlNl«.......kl 70 bl 8k l«54n 4°/, Vtaat«l«s« . ,ü« st. 124- - 1X4 50 l»«0n 4°/« »»»,« zoo , 187- _ z,7-^y 13«°« 4°/» hü«ftel 100 . 144 s.0 1« - i«04er Vtaa«l»l« . . I0ll , i?3 ?5>i7< 2^ ^""^ '.^. ' »0,1?LbU174 — »c>mo»!«enttuschelne . p«St. 37— - t°/, 0eft. V«lb«,te, fteunsret . 101 »o 101 »5 vestrir. «otmrrntl, fteunftei . ,« ,5 z,y 4<> llng. Volbient, »>/. .... iz,-co izz?a . illenb..«nl. I20fi. ».W.E. ,tz.io!i°« - . ewat«.Obl. (Nun. Oftb.) i,8,5o lib . . , Vom I. 1U7U loz,.—. 10z 51 ^ei^Vl«g..L°s« 4'/« 10U fi. . . tie-« II« « Arundentl.»Obligationen (ftlr 1«> fi,«l,.M.). l"/« böhmische.......I0S50 —». A° »alizilche.......IU1 —10,2k ^°/«°,i>!)rlsHe . . . . . . . 105.5L 108-50 ^meb«Del«Mche, . . .104.50,06-?> °b«iöft««elchifch« - - - , 104 50 10h.. '°/, ftelrische.......104 b0 - — i°/« lroatislb» und slahonische . 100 — 1«--»°/, fieb«nb«i,Isch« .... i»o,5ivi — 5«/» Teme«v««Vanatn . . . 101— ici bo 5°/» ungarische......101 75. l« 25 Andere öffentl. Anlehen. Dl,nall.Neg.<>Lose 5»/„ 100 fl. , lie l0 11« - -dto. Nnleibl i«?8, fteurrfrei . 104 — 104 7li RnllbtN d, Ktabtgemtinbe Wien 102 70 103 20 ilnlthen d. Stabtgemeinbc wi«n (Silbn ob« Gold) ....-------— — ^llmlen««nl.b.El«dt<,em.wi«n 127 »0 127 60 Pfandbriefe tfür,00fi.) »obencr. allg. «fterr. 4'/,°/» «old III 50 l»4' -bto. in 5U , , 4'/,'/« »' 9? 5c bt«. ln 5a , 4°/, . l,z-bc »» — bto. Plämicn.Vchulbverschl.3»/, »»- S8 50 Qefi. Hypotbeleubanl iaj. 5'/»°/» ------------- Qeft.'UNg. «ant v«l. 0°/, . . 101 3L 101 5o bto. , <'/,'/<>. . lau 4ü ic>9 60 tta. , 4°/, . . l»t4g »<6t lug. allg.«l!beucreb/,°/<> , 101 75 1U2 55 ßrloritLts. Obligationen (fül 10a fi.I. llisabtth'WeNbahn I. «mission 1Ü8 40 III» 8l leidinanb^.Norbbahn in Ellb. 10? ?5> ic,K — ftan^Ioses'Äahn.....Vll'15 30 55 ^2l,,isch>! Äail. Ludwig «Nahn «m. I8»l »uo n. S. 4>/,«/n . . ici—- ioi'»c 2«ft«r. «»lbweftbahu .... 1«4' « 104 80 litbtnbülger.....3? 80 l>8-iu »«u> Ware Ztaatsbahn 1. «lmisfton . . . 187 »a 188'-Vübbahl, l^ «"/,......143.7«, i<4 ,0 « ' ., ^«"^..... '«»3^ lit« '0 Ull«..,aliz. Nahn . . . 9»-^ »9> - Diverse Lose ,<> lib «0 «dncr.-Nnft., Oeft.wofi. tz.407, 2yp°tbllenb oft. iioo fi. 25°/, «. ««- «4 — sänb«da„I öst. «W ft. H. 50°/,«. lok'io 10» i,l< Oefterl.'Nng, Vanl.....85» — S58 — Uuionbanl 100 st......^7 ^y wli^o V«l«hl«b,nl «llg. 140 ll. . 47-^0 148-. . Nctien von Transport» Nuternehmnnge« (per Vtü) «00 fi. . . -- Donau » Nampsschiffahrt < Hes. vtfterr. 500 fl. «M.....ß,ß _ 57«^. Drau.«lis.(Vat..Db..H.)z<)oN.S !7K<><» 179 — Dnr«Vc>btnbachlilz,,V,^l,!iss.S.-------^------- »lisabetb'Vahn 2ao fl. 2M. . . 255 25 235, ö» „ Linz'Nubwti« 2N0 fl. . . . zu? 7ü »o» — ,6lzb,.Tnol.HI.E.i878z00ff.G. 197 2l> 197 ?ü ss«blnanb«»»lorbb. 1000 fi. «M, zs.ii,' 25'.L fflanz.Ioses.Nahn 300 fl. Gilb 208-75 200-25 KtinftircheU'Varcs«>8nowig.«. lioass. «M. ,84 25 2»t 75 Vraz.KSNachn«.»V.W0ff.8.W, ,5, —,58 -»ablenb«g«»lseub. »00 ft. . . »c —j 3? — lkaschan«Qberb. «lisenb.zou!!. S. 15>il5 ,lil — «cmberg««zrnow.« Iafsy «lisen. ! oahn.GesclI. «00st. U.U. . . i<,l-»5 151 75 iiloyb, öft.omg., Tness 500fl.HH:. 575 -57? -Oesterr. Norbweftb. 200 fi. Sllb. 18» «5 1K3 75 dto. (Ut. L) »ou fi. Silber . igg s.O,'»! — Prag.Duier Eisenb. ikNff.Silb. ««'L^! 4« 75 «udols-Vahn li00 fl. Silber . I60'8»,181 ill, Siebeubürg« «isenb. »00 fi. G. 17» 5» i?9 25 Vtaat««ts«nb«bu »00 st. ö. W. . 31?-—1«1? »5 Sllbbahi, «oo fl. Sl^ei . 146 4n l4i; ,n «ud."o7bb.Äcrb..«.«)l,fl.«M ,5,25 Ikz-^ Iheiß.Vahn »00 sl. «. W. . . ,5c ,s. ,50.7. Tramway.»«s.,Wv. i?o ss. ?. W. ,li l.o »ii l>o , wr,. neue ina «. . . g, 50 »k »ü Iian«port.Gtiells . .._ 3urran«3ralup »05 st. l. w. . — .- - — Nnn»aal<». «isenb. wafi. «!lb«r 173 «5 178 76 Nng. «orboftbahn 200 si. Silb« 16! — !ß3'zL Ung.weftb.(Naab.Gra,)»00N.G, 175 5» I?« — Indnftrie-Actien (V«r Slscl), Vgydi und Kinbberz, «isen» unb Stahl'^nb. in Wien 10« fl. . «k— ->'— «isenbahnw..l!eibn. 1.80 fi. 40»/» ic>5 bh 1^6 — «Llvcmllhl«, Pap,«f. u. N..O. yz-. «« — Montan-Gelells. öfterr..alpine . »« «u «« «„ Prag» «isen.Inb.^Hes. »u» fi. i>,4 ,s. 195 — Galgo^Torl. Lift„laff, 100 fi. , 12» s.5 i»3-— Wassen».«G.. Oest. in W. iou fi, ,45 — 14« 5c Trisail« «o)ltnw..Oc!. 100 ss. . ..^ ^._ Devisen. Deutsche Plätze......5» 45 69 bO London.........121-55 >«i'8b Pari«.........48 »»» ib »? 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