?k»I»öIn s'V0 70.1»k>g»ns ei-Godswi «SÄkchMot» >t«d«nm»t. fs«s. Iiilsi uid. ?. S«ok6rvetc«eOt (7»l »nwniil» ktr. 2024): ul.< Rd-Kooew dOU«gO«. I^miikktpw U»n^ »ir.S3 0l«n»t«g, 6»n 4. 5«dru«r 1920 >. k» »lurNLevs vi. 4 lVorwsiWn^ vsznigsprsk»«: ^kolsn. monstl. 22 vln. -ustsllvn 24 vin. 6un;», k'oUi mons«. 23 VI«, für 6— adrig« man»«. SS vin.- Qn«tnumm«r 1 bi, 2 via. Mmorrr KmMg Stttikgefahr tn Manchester LM. L o n v o n. 8. F?b^. England steht wieder vor der Gefahr ei- .......- '^"-^sarbeiterstreikS. In Man- ckjester »vc'ffpn moraen LtlO.lM Arbeiter tn treten, denen sich noch 4000M Textilorbeiter in Oldbah anschl'e^n mo?<'n. Dle BerNner Verhafteten wieder frei LM. B e r l i n, 3. Feber. Da der flestriqe Tas; ruhig verlies, wurden heute sämtliche 76 kommunistischen Abgeordneten und Funktionäre wieder auf freien Fuß Nk'stc'lrt. Schweres tlnwefter ln Südfrankrelch P a r t S . S. Jever. Ueber Tour« ist qe« Arn ein Zyklon himvem»eM,f,en. der in t>er GtaÄt umek^irm Schaden anrichtete N''smcherS eine Kaserne nn^rde vvsn Tturm schwer heimgesucht. Die ^rank^nasttstilunn der ^erne wurde noMändia abqe^eckt imd mehrere Cold<,ten schwer verletzt In dem P^'treffenden Stadtteil steüt kein mehr daz nicht mehr oder minder Veschäd^flt wnr-de. Durch berabfasien'de ^«ichzieqel wurden za^^reiche Pei'^onen verletzt. Aus dem Devartement ?^ar werden flro-ß. vev<'nden ?Vi?ftn7reichS i^t reichlich flesallen. V i a r r i tz, 2. ?VedeS>oo 81« Idro l^en Be'eeii.ngSkämpse 1A19—IstLA in Anatolien große Nnter-Wi-nnq. Im De?»emVer 192.'i «interi-ichnete der tiirkische Vevollmiichtiflte Tewsik Vey in Paris einen tür?i'l?''r''Nss?^''n be» trefsend dle genenseitsae Neutralität in Äonslagrationsftillen Dns n-'V-l^a^n der Türkei den Westmüchten gegeniiber wuchs aber immer mebr und wurde der Tiirkei mit dem Hinweis dara,»s ftenädrt. dasi?ln-qora umsonst ans die sinnn^volitischc Unter-ktn<«nna der Westmiichte wartete. Im Boriahre schlost die Tiirkei mit sla. rachan einen neuen Bertrast, in welchem die .<^?^ndsnnaSfreibeit ?>nk'sand ?;u liebe geops-rt wirb, denn die Tiirkei ver» nNschtete s-ch in senem Pakt, mit keinem Bis, objtnslblie^eu, aljne voriger die Meinnn«» d-s Anäwisrt'aen ^om» Mitsariat^s in MeSkau besraqt s^u baden b?^i^«7lich der Geepos't? p,yn''''r^-»rte s^ch aan^ b-sonderS , im iiber das Ostbassin des Mittelme^ res. und zwar noch insbesondere dadurch, daß Moskau seine l^rokikampsschisse ..Pariser Kommune" und „Prosintern" ins Schwarze Meer gleiten ließ. Moskau verpsl'chtete sich, der in der Ne,«?lttna finanzpolitischer '»lnaeleqenbeiten bebilflick ?lu sein, und soll Ruk'wnt» d'e Ausgabe iibernommen haben, «^''^'''nnsbynk errichten. Auf diese Weise will sicki die Tiirkei vom europaischen Westen vollstktnt>iq eman?<'pieren. In der Tiirfei me?»^ ein nener politischer Kurs: Anlehnung an die Tomiet-Nnion und l^man zinkpr' n.» vom eur-^n-'^schen Beesten, insbcson yam nerf'istten England« Berenauer erklärt Prim» sei «och vvrlS«siq »,Fre«nd" des A«gtmes M q d r i d, 3. ffeber. l^nerril Verenc^uer aab einem Mit» arbeite? des e^n ^nt^r^iem. ?n i'<'?n er erklärt: „Ich k^'nne keine Politif. "in Miik'r ni^'^ 5^^^'eriiler, sondern m»? wird prnenern un^ »n l'^kiiidspren in ss«^ si<^ erren^' >ars" « «m i, ^ s V q Ä^ie ^m ^ver^en kanT' i d e» r a ^ 1 r t i n ^ sn Mk^drid s^'ir wcir^en- ^rid s>a?en bereit? bl^l^-^nnsn, in Barcelona Mieder eine Gtriislt'?asrevolte in ^anyon City. N e w y o r k. ?. s^elirnar. Neber eine nene Nevolte in Kand!>n Citti im Stunte Cvlorad? wird folaendes gemeldet: Dk^s Stnatsa^'fänq-nis in .skanyori Citt? war bekanntlich schnn :m Oktober vorigen s^a'^ires der Schniwlah einer regelrecbten Sslisackit zwischen (^fan-aenen und Polizei. (Gestern brach dort eine neue Revolte ins. Dre'"'l'm Tträflinaen war e^ wäl)rend eines im !?aale der .s^ntmack'?'' "nfsfl^ndenen s^euers qelunaen, ans dem ^,e-^"nanisse auszubrechen. Aus ihrer Flnchi stl'chen sie einen besonders iierbas^ten Wörter nieder und verleibten einen and-'ren schwer. Die ü^riam ^efan-'i'nen wurden. .iI? das??etter einen gri^k^eren Ilmfana anzun^'k!« mi'n drohte in den .Yof qebrackit und von ^en ?^abre freies Griell^enln"'?» Am 3. Fsbruar jährte sich der Tag zum hundertsten Male, an dein durch das Londoner Protokoll Griechenland seine Unabhängigkeit erhiclt und hicrmiet der Türkenherrschast endgültig entrissen wurde. Aur .^>aupt«stadt des neuen soiiveränv'n Staates wur!>e Athen erklärt, dessen — im Hintergrunde sichtbare — Akropolis vor mehr als zwei Jahrtausinden der Mittelpunkt d-r Kulturwelt gewesen ist. Wärtern mit Zuhilfenahme von Maschinen« Gewehren bewcicht. Das l^ener konnte bald l^elöscht werden. Es ist dies der dritte Brand, der seit Oktober in der Hutabteiluns^ des Nefnn^nisgebättdes ausgebrochen ist. (Gestern haben die Sträflinge qedroht, das t^fäng-n'sflebände in ?^rank stecken, falls nicht -^n missiiebiger Unterdirektor sofort ersetzt N'erde. Älllnots fowt dem Delfpiel Ehicago«? C h i c a q o, 2. Feber. Der ^taat Illinois verlangt von der bankerotten Staldt Chicago die Nezc^blttng rsl^ständiqer Steuern in der H^^be von .V) Millionen Dollar, und zwai? bis l. Juni d. I., a-ndernsalls sich der Staat Illinois in einer äf)nlichen zahlungsunfäh^ gen Lage befinde wie zur^i^eit die Stsdt C1i> eago. In einer ??c'te des l?taates MinioS heif^t es weiter: Falls Chicago keine Zahlung leisten sollte, niüs^te das Parlament zu einer ai'ßerordentlickicn Tagung einberufen werden, uni Maßnalhmen zu ergreiien. die ^eu '.'or einer Katastrophe bewahren. Ki'rze Nachrichten LM. Berli n, 3. Feber. ^^"^eute verschied im Alter von ?ki Iahre»as sie den Marsch durch die Wiiste, der unent. behrlich war, um die nächste Siedlung zu cri-'^ich^n. nicht antreten ?o-nnten. Znxi Ma« trosen unternahmen, mit einem Kompas^ Fn^cierüstet. den ?ier!"ch i>as Städtchen das Meilen von der Stran-kunqsstesie ^<71. ^u erreichen. Drei !aste schleppten si? sich durch die Sandwüste und waren, als das ?'el ihrer Wanderung erreicht liatten. so er'ch^'^^'t. das, sie die Sprache v<'rroren und nicht einmal erklä« ren konnten, wo sich iw Leidensgenossen befanden. Eine Expedition wurde von Lli-derii^ au^'ge^andt. uni die Schissbriichigen zu finden und M retlen, was nach langen Irr-falirten auch gelang. ——o- StaoNi'^ »onzefsionleite Geeräubee Von jeher )at die Jagd nach Piraten-schätzen die Phantafie von Abenteurern angeregt. Auch heute noch gibt es in Amerika Leute, die ihr ganzes Vermögen aufs Spiel setzen, um auf Grund phantastischer Erzählungen nach seeräuberschätzen KU suchen. In Amerika wurden in letzter Zeit zahlreiche (5rpeditionen ausgerüstet und finanziert, unl in (legenden, in denen bekannte Seeräuber ihre Schätze vergraben haben sollten. Nachforschungen anzufdellen. So machte vor kurzem ein gewisser Zdnighi von sich re^, der Ausgrabungen auf der Insel Trimdad vorgenommen !)atte, um den vergrabenen Schate de? berühmten englischen Seefahrers Sir Walter Raleigh zu entdecken. Awdere be-n.-l !' Plätze der modernen Schatzgräber sind Oak Iäslind in ^^n«Schottland und Word-Island an der Mündung de? Flusses Savo im Staate Maine. Vor einiger ?^eit erflärte ein fteivisser Louis Morgan aus Teras, Ausgrabungen in Panama vornehmen zu wollen Ofsdlbar hat ilin zu dieiem Entschluß die Tatsache veranlasst, daß man vor einigen Jahren in den Ruinen einer alten Einge-borenenswdt in Panama tatsächlich Gold u. Perlen in grossen Mengen gefunden hat. Mr. Morgan ist im Besitze einer alten Karte. auf der einer seiner Vorfahren, ein gewisser Sir Henrv Morgan, einen Platz ein-flezeichnet haben svll, an dem er einst gros,? Schätze vergraben habe. Henrv Morgan wur de im Jahre 1K35 in Soth Wales geboren, ""-rnn und lernte den berühmten S und berüchtigten holländischen Seeräuber Manswelt kennen. Er trat in die?^ienste die seS Piraten, und nach dem Tode ^^nswelts ernannte er sich zum Admiral. Seine Piratenflotte stellte er in den Dienst der englischen Re^^'erung und seine erste Tat während des spanisch-englischen Kriege? war der Ueberfall auf Puerto Princii^. das Morgan nahm und griindlich ausplünderte. Kurz darmlf erschien er vor Gibraltar, n>o er eine Abteilung der spanischen Flotte angriff und vernichtete. Dann wandte er sich nach San Dvm'ngo. machte dort reiche ?>ente "nd griff nun Panama an. Die Stadt wurde im Swrm genommen, und für sieben Millionen Bolld und Juwelen wurden Nach dem Fr^-d^n n s^n^s-,nd und' Svanien erbielt Morgan den Titel eines Msu Verneurs. Zu sener ,^t war der Unter'chied zwischen einem in den Diensten eines Staates stehenden ftap'fzns und einem Seeräuber nur seijr schwer festvistellen. Bei Sir Walter Rnseilit klein ist, weil wirt» stba ts»«'»' v'et darniederliegt, vor alem aber deshalb, weil man den Z^rieden sich wünscht. -- o - Dos Vorabiee vee Frauen Nach einem unlängst vorgelegten Bericht dc? Staa'tSregierun'g scheint der Freistaat Irland das euro-pSrsche Land zu sein, in dem die Lebensbedingungen für die Frauen am günstigsten sind. Zunächst überwiegt in diesem Lande bedeutend die Anzahl der männlichen Bewohner, die mit 2.971.SS2 an gegeben werden, denen nur 1,465.403 Frau, en gegenüberstehen,' wodurch natura^ mäh die Aussichten mif die Möglichkeit einer Ber-heitatung wesentlich günstiger als in anderen Ländern sind. Dann ^ben aiber auch gerade in Irland die Frauen ein nahezu unbegrenztes Feld sür ihre Betätiigung im wirtschaftlichen Leben gefunden. Es gilbt dort weibliche Poli?S'Jss^"^ltterwass«r die Verdauung in geradezu vollkammener Weise. Klinische Erfahrungen bestätigen, daß eine häusliche Trinkkur mit „Arant-Josef"-Wasser besonders wirksam ist, wenn eS,.mit etwa' heißem Wafser gemischt, nu>rgenS auf nüchternen Ma gen genommen wird. — Das „Frans-Jvssf"-Bitterwasser ist in ApotHeken, Drogerien u. Epezereihlmdlungen erhältlich. ZI Offensive gegen die Kulaken Lnlsend»«« «tner wahr»« Armee w die Dörser — Meber» haste S»lle»»ivten>«< der La«»wirIIchafi Zur endgiiltigen Vertilgung des Aulaken-tums (des Großbauerntums) und zur Ein-siihrung der Gemeindewirtschaft in der Landwirtschaft sollen nun in der ganzen Sowjetunion ebenso drastische wie umsafsen-de Massnahmen ergriffen werden. In einem vom AriegSkommiffär Mroschilow unter» zeichneten Manifest wird bekanntgegeben, daß zu dem ob^erwShnten Zwecke iiber ausgediente Soldaten und Tubal» ternoffiziere der Roten Armee w die Dörfer zv entsenden feien. Diefe Mannschaften werden eine besondere Ausbildung erlzalten, um „das Problem der Kollektivierung" der landwirtschaftlichen Betriebe mit militSri-fchem Eifer und Disziplin lösen zu können Zur Unterstiij^ung dieser Maßnahme und im Hinblick darauf, daß zahlreiche Dorf« fowjetS die Bemühungen zur Gozialisierung M o S k a u, 2. Feber. der ?l?ndbevSlkernng nicht genügend unterstützten, hat die Gowjetregierung überall, wo dies notwendig erscheinen sollte, eine Reuwahl der Dorfsowjets angeordnet. Ueberhaupt steht heute die ganze russische Innenpolitik im Zeichen der Kollektivierung der Landwirtschaft und man «acht alle erdenkliche» Anstrengungen, um der Privat. Wirtschaft auf dem Lande so rasch al» möglich ein Ende zu bereiten. Di« Pysse, alle vraanifationen und Zehntausende von Frei willigen arbeiten freiwillig an dieser schwierigen Ans-'ab?. ?^se Zeitungen geben zwar zu, daß die Regierung auf verzweifelten Widerstand der Großtuern sowie der von diesen beeinflußten Kleinbauern stoße, erklären jedoch, ^f; die Gowjetbehörden in allen Teilen deS Landes alles au^ieten, um diese MderstSnde niederzuwerfen, h Schobers Nom-Mise Wii»er Äommenlare - A«b««pvUtilche >KU»NW vsterreich» W i e n, 3. Februar. wirtschaftliche Rormalisierung der Beziehuu gen zu den Sroßftoaten supponiere. Die österreichische Außenpolitik h«!be keinen festen Grund unter den Füßen. Sie ist daher gezwungen, ihre Aktivität nicht nur aus politisl^u, sonder« »ornehmlilh wirtschaftlichen Gründen zu steigern. Der Rom-Reise wird in Bälde die «eise nach Berlin folgen. Di- Resultate werden nur im Interesse O-r^-rreich» sein. Die „Reue Freie Presse" hofft, die römi-sck»e Sntrevue dürste die blS!^r'gen Miß. stimmigkeiten klären. Vielleicht dürfte auch bei Kiefer Gelegenheit der Arbitragepakt unterzeichnet werde». Eines aber fei gewiß: Oestereich werde sich hernach nicht mehr isoliert sMen. Es wird dann in der Lag« Die Gonntagsblätter beschästigen sich «in-gehendst mit der heutigen Rom-Reif« des Bundeskanzlers Dr. G ch o b e r. Die Presse erblickt in dieser Reise ein Ereignis, welches von größte? Wichtigkeit sei. Anläßlich der Begegnung zwisi!^« Mussolini und S«!^ber sollen nicht nur die noch schwebenden Fragen zwist^n Italien und Oesterreich gelöst werden, vielmehr dürste hiebet der Grundstein der außenpolitischen Orientierung pe^^erreichs gelegt werden. Die „ReichSpost" schreibt, Oesterreich wünsche mit Italien in ein gutes Verhältnis z» kommen, was wohl nicht eines Kommentars bedürse. Dies pelle ein Plus in der österrcichi'l^n Außenpolitik dar, weil eS nicht nur die politische, sondern anch die lanz ums Leben Originalroman von Lola Stein. Copyright by: Carl Duncker Verlag, Berlin W.V2 (Nachdruck verboten.) Er näherte sich ihr. (?ine sylamme war in feinen kaltcn Augen. (Sine Flamme, die sie fshr wohl kannte. Er griff nach ihr. Sie wich vor ihm zurück. „Rühre mich nicht an!" keuchte sie. „D" 'l^st meine ??rau, Viktoria. Ich habe ein Recht ans dich!" Aber als er sie packen wollte, da stief; sie ihn mit einer Kra^t zurück, die er bis he'.it< nich^ an ibr gekannt hatte. „Lie^ber sterben, lie'^er gleich mif der Stelle tot sein, s?»''''''? ^'ch ern^'-gen mit meinen .bänden, als noch langer deine ^an sein! Dn hast ke'n Recht auf mich. Dn kannst e? anch nicht nel^mi-n. Wage es! Mir ist alles, alles setzt gleich. Alles liel^r, al^ deine Da wich er von ihr ^nrnck. Denn sie war wie eine Ratende. (?r hier st-ine Macht scheiterte. Er konnte sie entrechten, einsverren. für wahnsinnig erklären, von der Mlt fernhalten, abe^ er konnte sie nicht zwinnen. ilim anzugehören. Im Nebenzimmer war die Ps^e-^erin. d'e ihm unbedingt ergeben war. Sie würde dcnj Kanlpf hören, w-iirde hineinstürzen. (5r wollte ihr kein Scha^lspiel geben. (kr mußte verzichten auf Frau, die zum Aeußersten entschlossen schien. Denn sie sollte ja lelbenf» leben nm jeden Preis. Schweigend ging er aus dem Raum. Er würdigte sie keines Blickes mehr. Die Schwester er?i'''b sich, als er eintrat. Er ließ die Türe offen stehen. Viktoria hrirtp fedes seiner Worte: „Meine ??ran ist gefährlich kran?, Schwester Berta. Sie dürfen sie keine Minute aus den Anaen lassen. S'e mÄssen sie nachts fesseln, damit sie ia keine Dummheiten begeht ^ch hoffe auf Besserung mit der Zeit. Bielleicht wird sie eines TageS wieder vernünftig werden. Aber so lange haften Sie mir ftir ihr Leben." „^ch haifte!" sagte die dunkle Stim'.ne der großm. düsteren. starkknochii?en Frau in Schwesterntracht. ..Sie dürfen ganz rubig sein und mir absolut vertrauen, Herr l^e-neraldirtsbor. Die anädige ^rau wird keine Dummheiten machen, solanae ich in ihrer Mhe bin." „Ich veriraue ?khn?n. Schwester Bnta", versetzte Bruno Langhoff. Dann ließ er dil beiden Frauen allein. 25. Kapitel. Notaicha von Thoden faß in ihrem Hotelzimmer in Rio d( Janeiro !>or dem Toilet- tentvich und Aupfte vorsichtig die gvailen Haare aus ihrem kurzg^chnittenen. dunklen Bu'benkopf. Es war eine lnüihselige, sich täglich wisderbolende ^Arbeit. „Bald werde ich färben müssen", dachte sie traurig. Sie wünscht« sehnsüchtig, diese ersten Spuren des Alterns vor ihrem jungen, frischen Mann KU verbergen. da die beiden Menschen so sehr aus sich selbst gestellt waren, so würde eS schwtt für sie werden, es ihm zu vt'rheimLilf^, wenn sie sich Virnich der Prozeim? des FüvbenS unterziehen imlßte. Sie nahm den Handspiegel und sah sich schr aufmertsam an. Sie schüttelte unzufrieden den Kops. UenÄ und unfrisch sah sie aus. » Zuerst war lie damals aufgeblüht in ihre'- jungen Ehc. Das Glück, den geliebten Akann zu besitzen, hatte sie beschwingt, hatte sie einen neuen Lenz erleben lassen. Das innere Feuer, das sie verbrannte, hatte sich auch ihrer äußeren Erscheinung mitgeteilt, sie jünger, strahlender und schi^ner erscheinen lassen. Aber da ikre Leidenschaft, ihre Exaltiertheit, ihr Lieibesüberschwang ans liebenswürdige T^berrschtheit, aus eine sich st<:ts gleichbleibende, freundliche Ritterliich^eit stieß, als sie sehr bald erkennen mußte, daß sie die (bebende, die ewig Scheirken^ und sich Ver schwendende in dieser Ehe war, da^ ihr jv^aer Mann iie wohl liebte, aber mit einer ganz antderen, einer viel ruhigeren, viel ab-goklärteven Liebe als sie i^, da kam oft ein tiefes Verzagtsew, eine !^rbe Enttäuschung über Natascho. Sie hatte gvglaM, noch einmal unbeschreiblich glücklich werden KU können, die Beryangenh^ mit allen Schweren zu vergessen in einer zweiten Jugend, in der wonnevollen Gekigleit einer neuen Lieibe. Aber da der Mann an ihrer Seite nicht vergessen und nicht verwii^n zu kSnnen schien, so wm eS auch fü»r die Frau nicht gvny mi^ich. Sie sprachen nur noch selten vo« der Vergangenheit. N« vermieden eS. Aver daß Gixt «sehr viel an fie. dachte, fühlte Natascha m»rt den wachen Sinnen d« liebenden und der eisersüchtigen Frau. 5^ neue Blüte ihres reifen FrauentumS verwelkte bald wieder, da der Mann, sür den fie blühte, eS kaum ^nertte. Die h^tigen Kvpfschmerßen, in der ersten Zeit ihrer Ehe durch innere Beschwingtheit und frohe Stimnrung ein wenig zurückgedrängt, zeigten sich bald qualvoller u:ch häufiger als je zuvor. Sie machten Ratalscha vor der Zeit alt unl» mud^ Sie war noch schlanker geworden in diesem letzten Jahre. Die slawischen, ein lvmig hervortretenden Backenknochen sah man jetzt mehr als sricher. Die A-ugen waren ost matt-Die seinen Mltchen um Augen und Mlnd batten sich vertieft Landstraßen am Himmel und auf dem Ozean Sl»e 1««faii»«elle Srft»d««U — ».»>vt««»»»s-Phqst»^^, sicherer Mes»ets«r skr Schiffe >«» „Jahraus, jahrein ereignen sich etwa 50iX) Schisfskatcistrvphcn, und sahraus, jahrein verunglücken infolg« unglmstiger Witterung und Nebels zahlreick)« Flugzeuge. Auch heute noch im Jahrhundert beruht die ^if-fahrt auf denselben Prinzipien wie seit undenklichen Zeiten. Nichts, rein garnichts, hat sich in dieser Bezichung geänt^tt. Dieser unmögliche Zustcmd", erklärte kürzlich ein junger sronzösischer Ingenieur, namens William Loth, Mitglied des J^^titut de la Marine" ve^anlaßte mich, Mittel und Wegv zu suchen, mn diesem Uebel g^rimdlich abzuhel" ^en. Und so entstand meine „Navigation PHysique." Ingenieur Loth sprach die'se Worte vor den Vertretern der Presse, nachdem er einer Kommission, bestehend aus lauter Fachleute»:, die Grundzüge seiner „Naviya>tion Phn-sigue" auseinandergesetzt hatte und nachdem diese die Erfindung als gersdezu epochal be-zeiklmete. Nun taucht die Frage aus: Was versteht eigentlich der Erfinder unter dem Ausdruii: „Navigation Physique", d. i. das physikalische Prinzip der Ähiffahrt! Und wie soll ?tn Prinzip imstande sein, Tausenden und Aber« lausenden von Menschen das Leben zu retten? Der Ingenieur ließ jedoch die Journa« listen nicht lange im Zweifel. Er gab eine auch dem Laien verständliche Erklärung iiber . seine Erfindung. „Ich errichtete", fuhr er fort, „ganz einfach mu Himmiel und auf dem Ozean Landstraßen, damit die Sch-iffe und Flugzeuge wissen, welchen Weg sie einschlagen müssen, damit sie in keine StuvmAone geraten. Die^-ser Weg ist ebenso sicher wie auf dmn Festland Nur mit dem «inen Unterschied, daß, während die Verkehrswege hier auf Erden stabil sind, meine „Landstraßen" je nach Bedarf verlegt »Verden können. Sowohl die Weglegung wie auch die Weg-«-erlegung geschieht mit den einfaMten Mit-' teln. „Die Navigation Physique" ist sozusagen das Ei des- Colulmbus. Durchaus un-tonipliziert und dennoch —- nicht weniger als 13 Jahre dauert« es, bis ich auf dieses Ei des Columbus geloimimen bin. Mit Hilfe von Lichtstrahlen bezw. Radio-Signalen zeichnete ich meine Lan^stras^ am Himmel oder auif dem Meere auf. Nach meiner Methode werden nicht ein, sondern zn>ei Leuchttürme «aufgeistellt. Ein jeder di'r Leuchttürme dreht sich ständig iul Kreise und projiziert auf diese Weise die Achtstrahlen. Die Lichtstrahlen treffen sich nach einer jeden Drehung und schneiden sich. nachdem ich nun den einen oder den anderen Tnrm fchileller oder langsamer bewege, werden sich die projlizierten öichtbündel an verschiedenen Punkten schneideil. Der Treffpunkt der Licht bündel bezeichnet nun den Weg, den inan selbst mit freiem Auge leicht beobachten kann.Tobt nun auf ldem Ozean ein heftiger Sturm, so kann man die Umdrehungsg^' schwindigkeit der Türme, also das stumifreie , (Gebiet, auf Grund der einlaufenden Zeit-Meldungen mit Leichtigkeit bestimmen. Diese Linie musi dann auf eine Filmkarte auf^^e zeichnet werden, und die ganze Konstruktion ' übernimnlt automatische, diejenige Umdre^ i d^.'knt, bei welcher der Treffpunkt tier Strahlen den gefahrlosen und sicheren Weg zeigt. Heute kann man allerdings diese Richtungs . signale nur in der Nähe der Ufer gobrau-. 'chen, da na die Sichtbarkeit der Lichtbündel .noch äußerst begrenzt ist. Erfahrungsgenläß geschel>en alber die meisten Schiffskatastrophen in der Nähe der Ufer, und außerdem arbeite ich noch fortnmhrend an der weiteren ^ Entwicklung meiner Erfindung. Jim Falle starken Nebels werden infrarote Strahlen verwendet. Werden geplanten künstlichen Inseln zur Wirklichkeit, so wird man an urehreren ' Stellen des Ozeans solche Signaleinrichtun-'gen aufstessen köimen. Aber", fuhr der Erfinder in ieiner sensationellen Erklärung fc'vt. „ich kann meine Landstraßen nicht nur Nilt .^')!lfe vou Lichtbiindeln, sondern auch mit!el^' Nadiowellen am .^)iminel oder auf dc'ni Meere entstehen lassen. Ter einzige Unterschied bestellt nur darin, das; die Licht-bilnd"! s? Iits'ar, die Rndio'-vellen hiirbar sind Jll dem einen Tunm geben die Radioap- parate Punktmorsezeichen, in dem anderen Turm Strichmorsez^chen. Sieht nun das Schiff oder das Flugzeug zuerst die Lichtbündel des rechten Turmes, und erst dann die linken, so weiß es, daß es links halten mnß, um auf den sicheren Weg zu geraten. Wenn dagegen der Schiffsfunker oder der Pilot zuerst die Zeichen der sagen wir Punkte abgebenden linken Radiostatim hört, lso weiß er, daß er links» und wenn l?r die Zeichen der rechten (Striche abgebend"«) Stvtion vernimmt, so »veiß er, daß er rechts abgebogen ist. Sieht aber der 'Steuermanll die Lichtbündel zu gleicher Zeit aufflackern, beM. hört er die Punkte und Striche auf einmal, so weiß er, daß er die richtig Richtung inne hat. Au-f diese Weise ist es also möglich, ^selbst inl st-arken Nebel ein Flng-zeug sicher durck) die Luft zu steuern." Soweit dir Erfinder. Bon der Theorie ins zur Praxis ist noch ein weiter Weg. Inimer-hin scheinen die Pläne von Ingenieur Loch wenigstens im Küstengebiet durchführbar zu sein. Paul St o h r. vn6 6och lgnz snkis!tenä kl «las?arsum rier Llilla Favorit Leise. 8ie liac alle Lieen» zchaktea, 6ie eine xute seife ksben muö. un6 re!n, verschönt sie 6en 1'elnt.l'rOrL reicher Zchaumlrraft spsfssm durch höchste (^slitSt. Itauber im Lurusreftaurant Das Räubcrunwesen ninnnt in den Vereinigten Staaten immer mehr überhand. Rücksichtslose Ueberfälle, vor den Augen zahlreicher Leute, sind an der Tagesordnung. Vor einigen Tagen wurde ein Ucberfall in einem Luxuslokal mit Erfolg ausgeführt. Im Restaurant „Ghey Madeleine" erschien gegen Mitternacht eine Gesellsclicft befrackter Zerren, die keine Tische brauchten — sie mischten sich unter das Publikum — und rie fen Plötzlich wie auf Kommando: „>>ände hoch!" Revolverlüufc starrten dem Publikum von allen Seiten entgegen und es blieb den brillantenbehäwgten Damen u. ihren mann« lichen Begleitern nichts anderes i'lbrig, als Juwelen abzililegen und Brieftaschen ab^^»-liefern. Nur ein einziger aus dem Plibl»-Vllm, ein bekannter Neivtiorker Journalist, Mitarbeiter der „Newtiork Tiuies", Garet Garet, liatte den Mut, der Iti'lrzen, betani aber sofort eine Kugel durch die Brust. Tchwer verwundet ^'racht der Jvurualist .^uscinlnun Der allgemeine Tuniult begilnstigte die Flucht der Räuber, von denen lnÄier jede Spur fehlt. Die Llmtriebe der G.V.Ll. Dt« Berttner Zenirele oryaristerte die Snlsllkriln» des l^ari-stUche» «««eral» «uUepvw? - Die »rnn^iiZischen Komm« «iste« im Spiele Pari s, .1. Feber. .'peute ist genau eine Woche seit dent Ver» schwinden des russischen Emigrantengenerals KntiePow verstrichen, ohne daß es gelungen wäre, das l^^eheimnis, daS über diesem Ereignis liegt, zu lüften. Die Poll-zei beschafligt sich gegenwärtig in erster 2l-nie damit, eine blonde, mit grauem Mantel bekleidete Frau auSsindig zu inachen, die Wiederliolt im Gespräch mit denl General und mit denl an der Entführung angeblich beteiligten falschen Polizeibeamten beoba'^1-tet worden sein soll. Etwa 2c) Frauen, aus die die Beschreibung paßt, sind gestern auf der Polizeipräfektur verhört worden. Darunter befindet sich eine Russin, deren Vorname nach den Blättern Lu^dmilla ist. Auf diese Russin konzentriert sich gegenn>ärt!g das Hauptauigennlerk der Polizei. Ludmilla, eine einfache Fabriksarbeiterin, soll in der letzten Zeit ein sehr luxuriöses Leben ge-filhrt habe«i, »vaS sie der Polizei gegenüber damit begründet, daß sie einen in Berlin verstorbenen Onkel beerbt habe. Das. russische Emigrantenblatt „La Re-daissance" schreibt, daß es sich bei dieser mysteriösen Frauensperson u.m die Gattin eineS Angestellten der Berliner Sowjet-Handelsvertretung Tschekin handelt, die sck?on früher als Agentin der G. P. ll. bekannt ge-)lX!sen sei. Frau Dlchekin sei in der letzten Zeit wiederholt zusammen mit dein ver-scl wnndenen l^neral gesehen worden und nian vermutet, daß sie die Entführung in Szene gesetzt habe. Das gleiche Blatt teilt mit, daß die Polizei gestern einen Sowjetbeamten vetliaf-tet habe, der indirekt an der Entfübrnng deS Generals beteiligt geioese^, sein soll. Ferner wurde bei den Ehausseuren, ldie den General zu fahren Pflegten, .^danSdurclisnchungen "N' genommen. Bei der Polizei kiat sich ein lu'il-er Zeuge geuieldet, der der EnNichr>n?g-^-s-^ene beigewohnt !l)aben will, lü!? ist d.e-^ ^er Pfört,ier eine« in der ^cälie gelegenen .^^uu-seS, der lder Meinung war, das', es sic!? un' eine Verhaftung handle. In russischen (simigrauteukreiseil setzt sim iminer mehr die lieberzeugung fest, das; dii Entsilbrung deS Generals von der G. P. U. Zentrale in Berlin orcZini'nel t und von srait-zi^sis daß auch k'iese neuir B"kanu!en dieie neun Briefe an je ninn weile'. Bekannte weiierl^ileu. inu Glüct zu haben. Wer den ^awiuene,ani der '.^ieune ulilert>rcch<, unrd im V.'claine oon vierund'^wan^ig Sniuden Nügli'u! Iialx'ii. Bestimuit. C'ntioeder, die große .<^ristall-sciurle geht tapnt, eder die ssaue g.'lit ein, oder aber eiil Ziegelslein fällt ihul ain d^n .stopf. Uno da'> soll nicht (innlai das '.'tergfte sein. Ich gati der Änna die ?I^resse de.5 Bloi,. den. Srbon dariiui, llni inicli ein llvni.^ an iinn '^u räcl'.en. denn ieine dau^tiissenden ^'nche warei^ niir ein Dorn iin Auge. Am nächsten ?aae tani Atnia N'i^'k>er >ili> mit einer äbnliä)^n Bitte. Die^iual iragie sie nach der 1'ldresse '.'on Tanle Bena n'ii> Mo ^ie I^rau ^Doei'st lmxnle. die so manc!»" nial HIN die Iansen^-;ei! tänie oder gera.>e ii'nu Milillien vor deni '>^?itlaaeisen. aal' faltbliilig I'eicx Adreüei' '"'n'e 'lZ^vta ^ann ich lange n'cl>l u 'd die ,vrl. ü Oberst will ich ^ch^n l an-? ineinens .n^i'.se ekeln. Ain dritten Tap.e lanr Aliua wieder. I)i '' u:al waren es d- A->re''.'n von u,ein«.in Bev legei' lind noni Biirgernu isler. Lx'nn ne bat!.' den dritten ^-lanoeru^nies beloinme^, ""ui) tonnte nnt Bei^renlden Ix'incrlen, 'un; Anna i'iber einen iv.'.>i!ie'.! l'n'.en s'ial^d'.iicliell Belanntenlreis vernigt^. der, nx'un alteS ant aiiki, in al'sehl.'are'' .^'il aus lautei le'.^ chen in'd gtiickliclx'li ??,'en''csien ben-.'lx'n n»i!-se, llnd beschloß 'ck'on. iin l^''>'s)eunen n'.eiue V^roindnng nlit Anna a>l'>.'>ul'anen und ',u vertxsen, nnl irgendwie aucl> ai? ihttni vorstehenden Gli'nke parti.^ipieren zu können. Vielleicht, indent sie ^'^uguusten ineiner spärliche,! Einnas)men au? einen Teil ihres siirsr li'.-t'en fkoctiinnenhonorars verzichtet', als jie nur ain vierten ?age niit der bescheidenen Bitte mn einen Vorschilß nalite. Tie flau-drinische Ofliziersgesellicha't hatte il'r Ans^ ga^.enkonte erhr-blich in An'prlich genoni- inen. .. . y Anna, sagte ich, wohin soll das sut?ren ^ Und da verriet sie niir. daß das l^'liick bei ihr schon eingetroffen '>i. Erstens hal>e sie gestern abend vier Scl'alen aus di'nl Elnir'l'-service fallen gelasseil und inir znx'i seiu^ gebrocki<'n. Von der drittel, fehlte-nilr di'r .i^>rilkel, a'xr die vierte sei gak'z geblit'l'x'n. Dann habe ihr ill der Nacht die Gliil^^^nu'n' mer geträumt und schließlich ^'i ne der K^rrtenauftchlägerin gen>esen. die ihr el< „Mmlbvrer Nu'.nme:' ^'ienSiast, den '5. - F.'ünmr Ii)30. ne weite Rei^e, viti Geld und die Wahl Mischen einem dunkeln und einem lichten Herrn prophezeite, von N)elck"'n sie sicher ei-nen heiraten werde. Und i^berbaiipt sei es profan, auch mir zu glmlben, dast ihr flan« drinisc^r Freund es nicht ernist meine. Anstatt prosenn der nicht die.?>and^chr?^t Annas auf' wies, will ich Peter heißen. Uebrigens gab sie dies auch spater ganz verschämt Sie hatte es ja gut mit mir qeme'nt. Und warum solle ich nicht auch ein bifferl Glück s)a-ben? Schaden si^nne es mir ja auch nicht Mein Winterrock ist >chon lanz 'chäbi^ und auf meiner Lederjacke fehlen hinten schln ^wei Knöpfe, di.; man liie« ,tttht narlikaufen kann. Also, kurz und gut ich 'etz»e M'ch und schrieb. Schrieb neun Briefe an neun A^'res-sen für den l'londen .s'>andk!sßf>rjl's. Schrieb neun Briefe an neun Ädreisen für den l.n-an'Kst< hlick)<'n Tl'n:'bi-'clalnlp' '"d schrieb neunmal neun ''^^riefe ^ür den ^^rie^ der ?lnna, die es ........ ' .. -.ikj, mei ner Lederjacke so mit .nir meinte. Und bekam am n^chstä.i Tage w'ed)cli Strafporto zil bezak>len hczttc Ich schrieb und schrieb. Ich batt< m'ch in der Redaktion krank melden müssen, roeil ich i bald nicht mebr nachkommen konnte, magerte ab, 'neil ich nicht Zeit zum Vssen hlvte, nahm Biomal^ und Ovomaltine und Lenfcrin und ließ mich von zwei Aerzten behandeln, weil ich unter ernährt wurde. Ucber meine bleicli.'n Olingen hulchte das Flackern des Walines nnd ich mußte mir ein Post'nch ulii)io' niichen Onkel ^chon dreimal nerbraucht nnd soe'ben ein (??>rendiplom v. Vostm-nisterium bekommen, dessen B"daet ich saniere, e n Paket Gratisaktien erspielt ich von der Vri-vileaierten ^rieil es mich billiger zu stehen kömmt und ich habe mich verpslich ket, wöchentlich zwei Wagenladungen Stampk papier an die Hadernau^kau^^elle liefern Zweihundertachtundnebzia Briefe sind ge-stern eingelau'sen. die ^weitau^endfünf^un-dertimdzivei (^rledignngen erheischen, und ich mit der??rühpost schon wieder dreihundertacht'»ebn Briefe. 7'" -we'tan« 'endachtbundertzweiundlechzig Antworten innlsen bis moraen vormittaa drcms^en sein. .?^ute ist Anna ins Limmer hereinc^estürmt und hat geschrien: Gliick! Glück! schrie sie. Wir baben in der Lot^er'e «^'^"'^'^nnen! Alle Awei Lc>'e haben den Ein^ai?t bekommen! Ich Hab' ja imnier gesagt, daß die Flandernbriefe Glück bringen. Ich hatte aber keine Zeit, darauf zu lck)« ten. Tkch muklte den Motor r.sXV) Dinar aeschätzt. Auf Grund der des Berkehrskontrollors i. R. .H. r o l e wurde Nanta^a für unschuldig erklärt und freigesprochen. Ran-^a8a battv sich bekanntlich in der Ver'vir-runa sofort nach der Katastrovh«^ die Adern >,n 'k^s^en ^''^n'den d'"-'^^-''chm!':n. ^eute, /^ontse, ?l) vlir (Inlon-Zaal M MZllillllüM äer „(Z>s8dena w /^Arldor m. Stand der ansteckenden Krankheiten. Nach einer Mitteilung des städti'chen l?l)p'' silats nxiren in der Zeit vom 22. bis ol. '>änner im Beniche der Stadtgenn''n^>e Mar'bor zwei Scharlach- und eine Diphthe-rieerkranknna '^e^'^ere niit tödlichem Aus--»ang. zu verzeichnen m Zur K<'nn'n'sn''s'me. In letzter ^eit Zäuchen in l'nserer Genend iinmer i^ft-r ?'"ter ver chi^'de-nen Borwän^en ?!>end<'n diverse Per-''niai»nt^en neu law'" ^n. mitnnik'v a"s^ »'"r a u i g e l st e ..''^»»ar ^'-^'^ni«^" l^-'kanimeU i^'^'d v'>?rd die ainlnler unweb'^"^^ ^'"iui ^^>^^!'och jede Schild in Abrede stellt m. Die Polizeickronik des gestrigen Taies ver>eichnet lediglich nur l2 Anzeigen, hie-von je eine wegen Nichteinhaltens dex Mel-devor'chri^t^n G-'k^'irdimg der persönlichen Sickxrbeit. Dieil^st-ahls und Beschädigung kremden Ei^^^tums sowie zwei wegen d-er Ver^e^"''^nr'cbriften. m Wetterbericht vom ?. Feber 3 Uhr: Luftdruck 718. Feuchtigkeitsmesser —2. Barometerstand 735, Temperatur -s-4, Windrichtung v, Bewölkung teilweife, Nieder-'cki'ag 0. * Hnkte. Montag Kaborettabend in d-'r velika kavarna. 16^2 » > »» » «" Aus 6eNe GttzunadesSemewberates Der G«^meinderat von Celje hielt am Freitag von I0 bis 22.4.^ Uhr unter deui Vorsitze des Bürgermeisters Dr. G o r i-öan eine ordentlicl^e Silznng ab. Der Biir-germeister berichtete eingangs iilber die Reise der städtischen Huldigungsabordnung nach Beograd sowie über die gleichzeitigen Interventionen bezs'lglich der Sannregulievung, Flüssiamachttng der »veiten Rate der Stra-ßenpilasterungsabaabe nnd Bestätigung des Gemeindev-oranschlages für das Jahr I9W. Darsif>er haben wir bereits berichtet. Personalnusschnß sR^^erent Prof. Mrav ljak). In geheimer Sil'ung wurde u. a. d^e Stelle eines Äadt^'b'isskns ausgeschrieben. R<"*itsanss'^tth Dr. a l a n,. Das Staatsärar Stadt^iemeind,^ eint' ar''^^""'" Summe ^iir M'ete nnd Behe^--snna der^ .s'^-'nd>elss'^v,se. Nach Festset^"na ent'^illen^en B'"-einl^e^r^'ri^ten wl'r-— De,- s^r^?''''''^ulan^^ch"k^ bat di? im der st^dt''>'^ien Vo'^k-^-'cbule unter« ^'''n'nnlic'^^eit'eu aeki'mdisit, obn< da'n berei^'ti^^t ^u 'e'n. '^l',7„-'l^or der j^na'''''ibüraei^'chule W?rd das Mietepanschal nach vorhergehen-^« m n.'''," liierten. Jeder '^'"'s-^^tand an Mietzins in d?n Gemeinde-^"""'ern muß fortan beim Stadtamt gemel« de<^ a>erden — w'ird< die Ge^^'^rase flir nilbt'^e'alilte Stranennnilaap erm'''nat. — In den .^'-^c^-mat'^nerband wurden 17 Personen ausgenommen Finc bis Zimmern kann vorlän» sig erfüllt nvrden^ — Rechtsanwalt Dr. M. ein in Dsisl'k bat der Sta'dt gemeinde eine A u ? l a n d s a n l e i h e angeboten; die Sta'dtc^em^inde wird nun um genaue Bedin^unaen cr'uchen^ Die städtiiche ??arstnerwaltung und das Oekonemat werden sortan von einen? einzisien Geme'nde-an-ieitellten aeleitvt werden. — Die Stadt« gs^mcinde wird der Freiwilligen Feuerwehr, so w'e bisher, auch noch w'iterhin das not-n>endige Brennmaterial beistellen — Der öffentlichen städtischen Bibliothek wird ein Lokal iin neuen (Gebäude des städt. (5lektrizitätsnierk6urck vorroltixa k^altondil6unx. ldr« ^aut braucdt »bor sriscd» l.uN. un6 k>Ilvo»-Lromv »cdüt»« »io vor unssiinstixan kinkü»»«« 6sr Vittorunik- dlur dlivsa-Lremo ontdSI« cla» K«utvervfan6to Lucsrit; ^arook derudt il^r« Icun?. 5io 6is »arten vorclei« ^ustroclcnon iinr? öilaunss von??ltvn vor. öovsadren 5io sicd lii^«nerabge'etzt. — Der Frau Frannska A m b r o s ch i t s ch, Witive des Stadtsamtsvorstandes Dr. Otto Am-brofchitsch. wurde für die Zeit vom 1 Jan-nerden. ^ Der Ortsschulausschuß sowie die .loerren Tepep und Ivo S a t e r ver-langen von der Stadtgemeinde die Bezahlung ihrer drei Gnindstiicke bei der neuen Umgebnngsvolksschule. weiche die Gemeinde .lun' Straßenbau verwendet hat. Die Angelegenheit wurde dem Rerlassung einer-ren ..»rde nicht s^attaegeben. — Im Gebände des städti'chen Oekonomate s sollen emige Adap-tierunaen vorgenomnnn werden. DaZ voin Ber^rs>">nernnas- u. ?>r"mdenver?ebi'?. verein für die B a u m s ch u l e gepach-ti'te Grundstock von 24M Quadratmeter Fl^fl?eninhalt b^.'im Unterlahnhok soll parzelliert werden. Deshalb wird dem Berein ein W-esenavu^d von 42sX) Quadratn^etern beim städti'chen Friedhof bis ank n'eitereS unentaeltlich verpachtet. Falls die Stadt-aen^einde dieses Gr""^st'ck -^'nmal brauchen sollte, wird sie dieS dem Berein rechtzeitig bekanntgeben. (Schluß f)lzt). 7. Das äfti^'l^riae Hoch^eitsiubllüum ket» erti? am S-'nuW^ 'der (^'^n'^ahnvenlionist ^lihann B o r b a ch in Celje mit seiner s^emahlin geb. 5!nbcr. Unsere lierz '>ichsten Glüwi'ni'che! Kino Union-Kino. Bis Mittwoch gelangt der er-ste Fnßballer-F-ilm in Maribor zur Bsr« führung, und zwar wird der an-^aszeich-nete deutsche Sportf-lm „1^ Tkufel" mit E-velin o l t und Gustav Fröhlich in den .Hauptrollen znr Aufführung kom. meisher größten Erfolg, den je ein Film in unserer Stadt .^itigte, zu ver.zeichnen. .Hunderte von Ja, teresienten konnten leine Eintrittskarten n?ehr bekommen. Der Vorverkauf fmdet daher tagsüber in der ^inokan^lei, Mai-sttova ul. 19 und ab 17 Uhr an der Kasse statt. In Vorbereitnng: „Simba" der größte Dschungelfilm. dm 4. IHM.' ' MttKKK Zelkm^ 'NMM'33> Uilrt5ckastlkks kunckcksu Käute- und LtdermaM TetlweN« Ä«>«efi« — >»»l«»öb«rtchke — Sfter- r«tch t A«ch w der TIch«ch»p»»«tel Derfla»»> A«S>r«» laftlo« Zagreb, 29. Jönner 1930. IVte zuletzt verzeichnete leichte Tendenzbesserung auf dem Roh Häutemarkte zeigte keinen durchhaltenden Charakter. Die diesmonatliche Auktion der Zagreber Fleisch Hauervereinigung blieb erfolglos, da sich nicht genügend Interesse zeigte. Das Gefälle in Rindshäuten, zirka 1Waggons blieb unverkauft und dürfte die Fleischhau-ervercinigung auch Anfang des nächsten Mo nats zum freihändigen Verkauf des Aus-brinMisses schreiten. Kalbfelle begeg-neten ^ssereni Interesse. Das Geselle war sehr genug und betrug nur einen hallten Waggon, der auch diesen Monat einem No-visader Häutegroßhändker zum Preilse von Tin 25.— pro Kilogramm zugeschlagen wurde. Bezeichnend für die Lage auf den Riih-häutemärkten im Ausland ist wohl der Um« stand, daß Wiener und Budc^pester Rohhäute Händler Jugoslawien bereisen lassen und ihre auf verschiedenen Auktionen vorhandenen Rohihäute anbieten lassen, ohne jedoch den erhofften grohen Umsatz machen zu können. Auch vom S st e r r e ! 6) i s ch e n Markt lauten die Berichte nicht freundlicher. Eine ausgesprochene Tendenz hat sich noch nickit herauskristallisiert. Rindshäute liegen wiederum vernachlässigt, lvährend sich bei KÄb-fellen das Bestre^n zeigt die Preise nach oben zu korrigieren, zumindest aber die letzwöchentlichen Preise, ohne Rücksicht auf di.' tatsächliche Situation zu halten. Allerdings fier den. da aucb r d'e Schichindustri» zögernd M K^uk^n ichreitet. Ungarischen Meldungen zufolge ist in >>er letzten Wl"^" eine Verslauunq des Marktes zu beobacs''^n. Borcalf, Nind'^ bor und Rof^chevreanr sind gefragt. Lebhaft ist das Geschäft in Sohlenleder schwcrerer Gewichte. Die Preise sind ini allgem-inen behauptet. Feinleder liegen vevnachlZn'gt nur Die Bilanz der Natlonalbonk Die Nat'ionalbanik hat nunmehr ihre Bilanz für das Jalhr 1929 veröffentlicht. Tie enthält folgende Po-sitionen: Aktienkapital Millionen Dinar, davon 10 Millionen in Senrün^ztem Golde. Staatliche Forden«ngen bei der Nationalbank E. 1929 305.540,993 79 Din, Verpflichtungen a^f Giro'Konto Din 1.250,061.833.97, Nanksonde 162,195.037.16 Din, d'rvon ordentlichcr Re^erv^ond Din 12.010.575.28* Penisionsfond der Bankangestellten Din 29,351.730.72. Stand der Metall unterläge am 31. Dezember 380 979.491.57 Din in MünAgvld und 17,573.941 50 Din Die ^tzen darf. Das Intevesie an dlieier Brüning ist groß. Die Hälfte der Interessenten md aus den Kreisen der Gastwirt>c^, die andere Hälfte verteilt sich aur die verschie-iensten Berufszwei^, zuni Teil auch aus den außerslowenisc^ Gebietk^n Jugoslawiens. Die eingezahlten Beträge werde,: in tMpillarlikheren Papieren bei einem Geldinstitute erlegt, cruch ersolgelr alle Geldgeba-runsten durch die gleiche Bank. Im Laiufe des Monats Februar erfolgt )ie Konstituierung eines erweiterten Vor-xreitungsausschusses, wobei die Vertr<.ter >>er Gastwirte nnt den vorbereitenden Organisatoren zusammenarbeiten n>erden. Ter vorbereitt^nde Ausschuß erledigt die Geschäfte honorarfrei und auf eigene Spesen-Diesem engeren, voribereitenden Komitee gehören an: dit .5xrren Ciril M a j c e n, .Hotelier aus Celse, Franz K a v v i o, Gast Wirt aus LliuA.sana, Andrej O s e t, Hotelier aus Marilbor, A. E m e r Z i 6, Gaistwirt aus Maribor. Jng. Uhlik aus Loke bei Zidani most, Dr. R o 8, Advokar aus L.'kko, F. P a <1 n i ?, Gaistwirt und Weinhändler aus LaSko, I. T r o p, .Hotelier aus La^ko, Fr. IuvanL ik aus Zidani nvost 'ind E. K r u l e j, Kausn^ann aus Sevm:a. hatte Gelegenheit, fich im Opernhaften «ms-SulÄen und entfesseltl.' Aui>em noch dr-rch ihre Toil^ im letzten Mt Entzücken und Neid im Publilkum. Adele-Fratni-k o v a als her^ges Stubenmädchen gab ihr Möglichstes «und bilidete mit ihrer Part" nerin Jda-Savinova im lichten Akte ein lustiges Duett. Der Eisenstein deS Herrn Skrbiniief reichte gesanglich nicht an die Forderunyen de? Rolle heran. Solche Versucht sind bci'onders in diesem Falle, wo es sich um einen unserer fähigsten Darsteller handelt, nicb-t glücklich, auch dann nicht, wenn sie nur aus Not erfolgen. Alfre d-J velja ^eigt Ausstieg. ^Me K o v i ö )var gur. Ne^r die Figuren d<.s .Herrn Dane« und Ha r a st o v i ö erübrigt sich jede Kritik. Alle übrigen Darsteller fügten sich glücklich in das Ensemble. — .Herr Herzog bemühte sich in der temperamentvollsten Mise 'lvm das Orchester. Die JnsAe?-nierung war gut. Fd der Maribor Iuröiöeva ulica 4 empfiehlt sich M Herstellung von Geschästßbüchern: Salda-Konti«, Journalm, Strazza». in so! der uud billigster Ausführung Ausführung fämMcher Buchblnberorbeiten in Mün'tsilber, der Rest in srenrden Geldern. An Gebäud^werten sind eingl',.446.77 Din an didbiosen Forderuni^en mußten 9 Mill 681.134.97 Din alvge^cln'ies'en werden. Der Reingelvinn des ^a)res 1929 betrug Dinar 75,0ti3.81t.0.'^, wovon 28.2?4.00.'i.'B Dinar an Di'vdende zur Verbeilung gelangen, Din 42,366.008.0.^ als Staatsonteil ge!^n und Din 4 503.830.64 a-n den VerwaMngs- und An^lchtSrat, sowie an das Beamtenper^al in Form von Tantiemen verteilt werden. Die Sciftwirtebrauerei tw LaSto Der vorbereitende Ausschuß zur Gründung der Gastwirte-Brauerei in Lai^ko )ielt am 29. Jänner im Hotel „Savinja" in La-8ko eine. Sitzung ab, wobei die Kostenvoranschläge und KalVuIationen, di^ ein Kapital von 15 Millionen vorsehen, überprüft losr-den. Ebenso wurde auch beschlossen, 30.000 Aktien zu je 500 Dinar auszugeben, deren Bezahlung von den Zeichnern in 20 gleichen Monatsraten erfolgen kann Auf diese Weise kmm auch der kleinste Ge oerbetreibende, Beamte usw. die Zeichnung vornehmen Die Aktien ir>erden auf Namikn laut>en und ^r-feu nur mit Einwilligung des VerwailtungS-rates in dritte Hand? geraten. Auf ditse Weise will man verhindern, daß die Kon-kurrenlj^rauereien die Aktien aufkaufen u?d auf das Unternehmen Einfluß gewinnen. Außerdem wird noch bestimmt, daß ei?« juridische Person nicht lnehr als 1000 Stücke X Taazer Hopfenbericht. In der cdbgelan-fenen Woche herrschte rege Nachfrage und wurden täglich bis 300 Zentner umgesetzt. Diese starken Deckunigskäufe verursachten eine Preiserhöhung von 50 K per 50 kg. 1939er Saazer .Hopfen notiert gegenwärtig von 750 bis 800 K. Schlußstimmung ruhig, aiber fest. In der öffentlichen .Hopfensignierhalle in Saaz wurden bis Mni 30. Jänner insgesamt 67.242 Ballen, d. s. 162 068 Zent ner zu 50 kg halliert und beglaubigt. X Ungarisches Häutemonopol. Der „Pester Lloyd" schreibt: Seit Wochen spricht sici) herum, daß sich der ehemalige Landes-Pol^ zeichef Emerich Nadossy im Verein mit dem ehemaligen Sekretär deS Prinzen Ludwig Windilchgraetz Desider Raba mit dem Plan trage, sich durch Unterstützung des Ungarischen Landwirtschaftl. Produkten-Verköhrs-institnts ein Monopol für die Veranstaltilng von Rohhäte-Aktionen zu beschasfen. Ein lederindustrielles Fachblatt berichtete vor kurzem Über die Gründung einer Internationalen Rohlhäute-A.-G. der Ungarischen Großschlächter unter deren Gründern sich auch Naidossy un»d Raba befinden. Sie streben nicht nur ein Rohäute-Monopol sondern auch Erportprämien an. Das Blatt ist der Ansicht, daß das Handelsministerium ein solches Monopol dieser Gruppe selbst in dem Falle nicht einräumen werde, wenn es ihr auch gelingen sollte, eine Bankgarantie auf zubringen. X Bilanz. Am 31. Jänner fand in Ljlrb ljana die Vern>altungsratssitz>livg der Kre« ditanstalt für .Handk-l und Industri>e in LjMjana statt. In dieser Sitzung wurde die Bilariz für das Jahr 1929 vorgelegt. Diese Bilanz weift folgende Daten aiuf. sIu der Klammer die Ziffern des Vorjahres): Reingewinn 3.6 Millionen Dinar (3.4), Spareinlagen 83 Millionen? Dinar (59.5). Die Geni^ralversmnmlung findet ain 20. d. M. statt und wird eine Ävidende von 10?^. vorschlagen. Rationaltheatei' in Marlbvr «eperkOtre: Montag, 3. Februar: Geschlosien. Dienstag, 4. Februar um 20 Uhr: „Fledermaus". Ab. A. Mittwoch, 5. Ftbvuar iml 17 U^: „Jahr'« markt in 'Sevilla". Beranftalwng ^ Glo«. Frailenvereines. Donnerstag, 6. Februar um 20 Uhr: „Fledermaus". Ab. E. ^ Tfteoter«»»Kunst „Die Sledermou<" (Aiegie: Skr b -in eck — Divigent: Herzog. — DeVorationen: Bori f) Daß diisse klassische Operette, die allgemein schon mehr zu den lustigen Opern gezählt w>^, in das Repertoire der exklusiven Opernbühnen aufgenommen wurde, beweist allein, wckhe Mhen Fordernngen sie an die Leistungen darstellerischer und gejanalicher A«?! der Schauspieler stellt. DaS M-aribo-rer Dheatsr sich also schoa im Vorhinein Aar darüber gsw^ welche« Wagni» eS bedeutet, die „Fledermaus" aus das Programm zu fetzen. Di« Regie hat fich bemüht, das Pvobk-m zu lSsen und es ist ihr auch, maS vorweg gesagt werden mutz, bis auf den mihgliückton Versuch mit dem Prinzen OrlowSky ganz gut gelungen. Nkjalii«d«-UdoviLeva AürKMeundSaus h. Herstellung von Hausjeise aus AbfSle«. Für je 2 Kilogramm Fett, Talg oder Abfälle wird ein halbes Kilogramm Aetzna-tron gerechnet. Für 1.5 Kilogramm Aetzna« tron nimmt man 20 Liter Wasser. Man bringt das Fett, Kvei Drittel des Wassers und den Seifcnstein in ein Gefäß, welch«.'^ nur zur Hälfte angefüllt sein dar'f, und kocht das ganze zwei Stunden. Man gießt, wemt die Flüssigkeit überlaufen will, na< etwas von dem dritten, restlichen Teil des Wassers nach. Na6) dem zweistürrdigen jsochen wird für je seSuppenwürfÄchen. Man läßt mit etwas Reis kocf)ett oder gießt über nudlig geschnittene Semimel in die Schüssel. h. Gefülltes 5Kaut. Große K^utblStter, sauber gewaschen und ganz, lasse man fünf Minuten in siedendes Wasser gelegt kochen und seilt)e ctb. bis 35 D^ka ^fettes Schöpsen- oder auch anderes Fleisch oder auch etwas weniger beliebige Wurst mahlt man auf der Fleischmaschine oder l)ackt fein. In SchiZks sel mischt man einig«; Stücke in Wasser geweichtes Brot, daÄ fest ausgedrückt wurde, mit de:tt Fleisch, 1 (^i, Salz, Paprika, Majoran oder was sonst an Würzen vorhanden. In jedes Krautblatt wird ein Löffel noll von der Fülle eingeMt, wurstartig eingedreht. In der Rein röstet inan gewiegte Zwiebel mit einem Zusatz vsn Fett und ser gelblich, legt die Krautwürs'c: nebeneinander in die Zwiebel und dünstet, fleißig begossen, gar. h. Weiche Schokolabetmte. 4 Deka Butter werden flaumig abgetrieben, 4 Eigelb, 1 gan zes Ei, 4 Deka ungeschälte, geriebene Mandeln, 5 Rippen Schokolade, 4 Deka Staubzucker und den Seiterer Abend. — An-schlle^nd: Tanzmu'sik. — Budapest, 17.30: Zigeunerinttsi?. — 19.15: (^saf^-gs-^onzert. 20-15: Bunter Abend. — 22.30: Scholl-platt?nmnsik. — Warschau, 17.4b: Populä« Narrenabenööes. lNännergesangveremes s Februar Am Kongo' tlnion res j^onzert. — 19.50: Opernübettragung. « Poris, 20.20: AbendkonKert. Bllcherschau b. Funkmagazin. Jännsr 1930. Pr?iZ 16 Din. Monatsschrift für Radio-A.imteu-re, Wien 1-, PestalozAigasse 0. Aus dem Inhalt: Politik im Rundfunk; Leistungsangaben und Meßanordnungen für l^rastver-stärker; Vierröhren-Schirmgitter-BoNneft-dnpsänger; Die ganze Welt im Lautsprecher; Bandfil^eranmdnungen; Hertz'sche und infrarote Strahlen Äs Nachrichtenmittel; Gute Musik ^ große Energie; Die Dimen-fwnierung von Eisendrosseln; Wechselspan- nungSmessung mit Drohspulinstrumenten; Tongencrawren mit Ouarzsttnerung; Aesthe tische Lautsprechersovmen; Wechselstrom-Netzanvdengerät miit Glimmrvhre; Der Weg zum Einheits-GegentaktverstSr^r. b. „Paneuropa", Zeitschrift. Heft 1—6. Iahr'Iang. Paneuropa-Verlag, Wien 1., Hof bürg, Preis 1.50 Schilling. Inhalt: Was will Briand. Euro-Pa und der Va-tikan. Die Frauen und Paneuropa. Zolleinnahmen und Rüstungsausgaben, Weltwirtschaft 1929. b. Das Experiment des Bolsl!^wiSmuS v. Arthur Feiler. Preis broschiert 5 M, Ganzleinen gebuftd^n 6.50 M. Frankfurter Soci-etäts-Druckerei G. m. b. H., Abteilung Buch Verlag, Frankfurt am Main 1929. — Der Bolschewismus wird als Experiment aufgefaßt. Die Kritik ist also nicht politisch vor- eingenommen, sondern praktisch und unbe« rrrbar sachlich. Sie bchandelt das ganze HerrschastSsy^m des Bolschewismus in allen feimn ÄebenSSußerungen, wobei natur gemäß die Mrtschaft eine bevorzugte Etel-llmg einnimmt. Ihre Schärfe ist schla^nd für alle politi^schen Lager. Dbr Verfasser hat sich m?t Erfolg an das schwierigste Problem der Zett gewagt. DaS Resultat ist isensatiionell und aufregned. weil es unangreifbar ist. Da» bedeutendste Rußlandbuch der Gegenwart. b. Der Entwurf des Gesetzes über die Beschäftigung in d. Hauswirtschaft beansprucht im Jamierheft „Deutsche Z^auenkultur und Frauenkleidung" das allgemeine Interesse. Der neue Jahrgang dieser Zeitschrift wird eröffnet durch weitere wertvolle BeitrSge, illl'.'striert mit launigen Skizzen. ES ist über all zum Preise von 1 Mark zu haben, wo nicht, direkt vom Verlag Otto Beyer, Leip-yig, Weststr. 72. b. Handbuch der vwskkwisfenschaft. Herausgegeben von Univ.-Prof. Dr. Ernst BÜk-ken-Köln ulrter Mitwirkung anderer Mufik-gelehrten. In Lieferungen zu je Rm. 8.80. Akademische Verlagsgesell'chaft Athenaion m. b. H. Wildpart-PotSdam. Lieferung 34 bis 35.'In Lieferung 34 des „Handsbuches der MusUwissenschast" geht Professor Ernst Bücken daran, 'dem „Geist und der Form im musikalischen KmOwerk" nachyuspÄren. In Liesevung 35 gibt Professor Robert ?a<^ mann-Berlin aus knappstem Raum eine aufschlußreiche Darstellung de? „Musik der außereuropäischen Natur- und Kulturvölker* und damit eine sehr zu begrüßende Crgän-Zlung der eingehen^n Verhandlung europäischer Muisii. Das reich bevillderte und mit vielen Notenbeispieltn versehene Werk führt vortrefflich in die fremde Mangwelt primitiver GemeinschaftSmusilk ew. lhnung gent-mmen. '»^reiS 600 Di:mr. Adr. 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