Nr. 195. Dienstag, 27, August 1907. 126. Jahrgang. Kibacher Zeitung PriinumtrationSprelö: Mit P »st u ersend'., » y: ganziährig 3« li, halbjntilil, l5 X, Im Kontor: ganzjähiig ^2 ü, halbjährig <1 X. Für dir Zustellung ins hau« ganzjährig 2 ll. - Inserttonögebühr: ssür llcinc Inserate bis zu 4 feilen l><> k, gröbere per Zeile >L li; bei öftere» Wiederdolüngen per Zeile « b. H!e «Laibachcr Zeitung» flscheiitt täglich, mit Ausnahnie d>>r Lonn- und ssrierlagl'. Die Udministratlon befindet sich Kongreßplah Nr, 2, die Ncdattion Dalmalingasse ^lir, >», Sprechstunde» der Redaltion nun 8 bis l« Uhr vor« mittags. Unfrankierte Briefe werde» nicht angenommen, Mannflriplc nicht zuruclgeftellt. Amtlicher Geil. Seine k. nnd k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließling vom 1,".. Anglist d. I. dem mit Tilel iind Charakter eines.vofrates bekleideten Oberfinanzrale und Finanzproknrator in Laibach Dr. Josef Ra<"i5 alls Alllaß der von demselben erbetenen Verseunng in den danernden R'ulieslaud den Adelstand nnt Nachsicht der Tare allergnäoigst zll verleihen geruht. Seine k. nnd k. Apostolische Majestät haben mil Allerhöchster Entschließung vom >>. ,». Seme k. und k. Apostolische Majestät haben nnt Allerhöchster Entschlicßuug vom 111. August d. I. deu Finanzrat der Fiilal,zprokl>ratlir in Graz Dr. Adolf Edlen von W .'n k o zum Oberfinanzrate nud Finanzprokuratm in Laibach allerguädigst zn ernennen geruht. >>' o r y t o lv s k i n>. >,. Den 24. Aussust 1907 wurde in der l. t. Hof» und Staats» druclerei das X6I. und X(^II. Stück des Reichsgesehblattes in deutscher Ausgabe und I^IV. Stück der italienischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 24. und 2b. August 1907 (Nr. I!14 und 19b) wurde die Weiterverbrei» rung folgender Preßerzeugnisse verboten: Nr. 24 des VIII. Jahrganges der periodischen Druckschrift: «Genbarmerie.Nachrichten» ddto. Wien, 20. Aunust 1907. Nr. 17 «6orminll1» vom 17. August 1907. Nr. 6« «Egerer Neueste Nachrichten» vom 17. Erntings (August) 1907), Nr. 243 «N^cillMllk)" vom 1«. August 1907. Nr. 33 «carrier« del I^ouo», Ib. Jahrgang, vom 17. Au» gust 1907. Nr. 16 «8v6pomoe» vom 16. August 1907. Beilage 1 zu Nr. 67 ««MnüodoleslHvglts I.int,)'» vom 21. August 1907. V. Verzeichnis über die beim t. l. Landcspräsidium in Laibach zu Gunsten der Abbrändler in Obcrdaine, Vezirl Krainburg, eingelangten Spenden, nnd zwar: Sammlungsergebnis der Gemeindeämter Hometz 20 X und Wolfsbach 27 X; der Pfarrämter: Aich 30 K, Mannsburg 32 X 9l I,, Obertuchem 8 Iv, Streine 12 li 90 !,, Planina 4 X 55 d; Vikaliatsamt Podgraje 5 li und Mratieamt St. Johann 11 li 55, !>, zusammen 151 X 75 l». Hiezu die Spenden aus den frühern Verzeichnissen pr. 434 X 84 II. Im ganzen 58torr." veröffentlichten alitorisierten Mitteilung über die Miuisterzujammenknnft auf dem ^mmering gros;e Wichtigkeit bei, da sie da.5 Ttaa-tengebilde des gesamten lLnropa zeigt, wie es jich >m Gilbte der nnt Tesio begonneiu'n politischen Ve^ gegnnng!.'n darstellt. lHinc? gai^z neue Seite der internationalen Politik wnd vorgeführt: das Vei' h^llni'5 zioischen d^n grostcn (Gruppen der Allianzen und Ententen, ^iim erstenmal wird authentisch ge^ sagt, das; der Treibuud durch diese Enlrevueu i>^ eine nähere Veziehung zu jenen Ttaaten getreten itt, die sich, wie England und Frankreich, in einem nahen ^ntenteverhältin'5 befinden. 3ao Blatt hebt besonders hervor, das', in der erwähnten Mitteilung darauf hingewiesen wird. daß auch Frankreich in den Kreis der Entrevucn insofern einbezogen wurde, als der französische Ministerpräsident (516-menlxau in Marienbad dnrch die vom König (5dn-ard erhaltene Einladung Gelegenheit hatte, die (5r-gebnissc aller dieser Eutrevuen aus dem Munde des >tönigs von England direkt zu vernehmen. In der der italienischen Presse übermittelten offiziösen Note w!rd das .vanptgewicht auf die Iusammenkuuft zwijchen dem >la^er Franz Josef uud de>u König Eduard gelegt. Tas ift auch vollkommen begreiflich. Tenn das nahe Verhältnis, in welches Üstei> reich Ungarn und sonnt auch indirekt der Dreiblind auf diese Weise zu England getreten ist, hat für Ilalien die allergrößte politische Bedeutung. Das „Neue Wiener Tagblatt" führt aus, die ^iisammenknnft, oer beiden Staatsmänner sei, wenn sie auch keiu Substtat für weilgeheude Kombinationen bietet, ein politisches Ereignis schon durch das Moment, daß dem Vesnche in Desio so rasch der (Gegenbesuch folgte und daß eben dadurch Wuujch uud Bestreben offenbar werden, das herzliche Einvernehmen unserer Monarchie mit Italien zn dokumentieren. Die Weiterreise des italienischen Ministers vom, Temmerinc; an das kaiserliche Hoflager nach Ischl habe einen Wert von historischer Färbung. Es sind viele, viele Jahre verstrichen, ieit ein italienischer Minister beim österreichisch ungarischen Monarchen vorsprach, und daß dies jetzt der ivall ist, illustriert wohl am hellsten und verständlichsten den vollzogenen Nandel in den Stimmungen uud Verhältnissen. Die „Zeit" schreibt: Die Turchsprechung der Ereignisse des lenten Monats kann beide Staatsmänner über die Richtigkeit ihrcs Freundschafts-werles nur beruhigen. Ilalien mag ans der Zustimmung seines englischen Frenndes zur österroi-chijcheu Balkanpolitik ersehcn, daß es der von ihm beargwöhnten, Mürzsteger Aktion sich vollkommen anschneien kann. Beiden Dreibnndstaaten, die mit England .5and in Hand gehen müssen, bringt die ^ösnng der deutsch-englischen Spaunung Erleichte-ruug. Dc:s Nesüme, das Baron Ahrenthal und Herr. Tittoui ziehen werden, drängt sie also, ihre Politik der italienisch österreichischen Freundschaft eifriger zu versolgeu. Das „III. Wiener Extrablatt" schließt seine Bemerkungen über die beiden offiziösen Mitteiluu-gen wie folgt: Minister Tittoni kehrt ohne Zweifel nnt dankbaren befühlen heim, lind es wäre nin lebhaft, zu wünschen, daß diese befühle dauernd auf die öffentliche Meinung Italiens übergehen, die nunmehr den Beweis in Händen hat, wie ehrlich nnd warm die österrelchisch-nngarifche Frennd-Ichaft geartet ift. Feuilleton. Die alte Uhr. Aus dem Italienischen der H'aola Aon,brofo. (Schluß.) „Tu wirst mir doch keine Ananas gekauft haben!" rief sie aus. so gern aß sie Ananas, und so unerschwiuglich zugleich fand sie den Preis. „Selbstverständlich Anana)! Schließe die Aligen, Herz. eins, zwei. drei!" nnd er drückte ihr das bis dahin verborgen gehaltene Veilchensträuß-chen nnd das kleine Kunstwerk in die Hand. „Sieh, das ist für dich! Das habe ich für dich gekauft! Bist du mm zufrieden?" „Eine UhrV O, Lieber, wie gnt dn bist! Das war doch seit langen, mein Wunsch, eine Uhr zu besitzen, damit ich mich nicht immer bei den Nachbarn nach der Zeit zn erkuudigeu brauchte . . . Wie zieht man sie auf? Warum geht sie uicht?" „O, eine ganze Kleiuigkeit. Mau muß sie beim Uhrmacher nachsehen lassen, nnd sie wird wie der beste Ehronometer gehen. Aber der Mechanismus kommt nicht in Betracht, es ist eben ein künstlerisch alisgeführtes echtes Stück! Sieh nnr die Arbeit, die Feinheit der Zeichnung, die Fauben! Es scheint, als hätte sie Marie Antoinette geyört! . . . verstehst dn? Es ist ein wertvolles ^tück, und wenn ein Miisenm dafür .W<><» ^ire bezahlte, würde ihn, die Summe gering scheinen." „Mein Gott, was für ein Heidengeld mnß sie dir gekostet haben!" stammelte sie bestürzt. „Liebste, es ist doch für dich! Sieh nur, ob es wohl zn viel ist für ein Franchen, das man vom Herzen liebt?" Die Ärmste blickte anf die sechs Engelchen nnt dem Rosenkranz in Emaiiarbeit, anf die sie sich so gar nicht verstand, und vor ihrem Auge erschienen droheud all die Ziffern ihrer unbezahlten Rechnungen. Doch dann in dcr einfältigen Tänschnng ihrer Liebe beranschtc sie diese zarte Aufmerksam keit,, dieser Wuuich, ihr eine Freude zu bereiteu, uud gerührt schlang sie die Arme nm seinen Hals. „O, du Lieber! Aber was kann ich nur für dich tnn?" nnd große Tränen liefen ihr die Wallgen herunter. „Lustig, lustig!" erwiderte er. „Wir Wolleu doch nichi ill Rührstimmung kommen, ich habe eiuen Wolfshunger!" „Meiil (^ott", rief sie gauz verlegen, wie wenn sie sich eines Vergehens wegen enlschuldigen wollt«/. ..ich . . . ich hatte deine Rückkehr erwartet, nm daraufhin meine Einkäufe zu macheu . . ." „Uud der alte Gauner hat mir doch das invert mit dein ganzen Inhalt abgenommen!" sagte Andreis ein wenig ärgerlich und hielt ihr die geöffneten Hände entgegen, wie nm zn zeigen, daß',hm nichts mehr geblieben sei, ja er scherzte noch daß alles so schnell nnd gut gegangen war. „Warte, vielleicht ^-hi mir Fran Eäcilia etwas." Nm die Wahrheit zu sagen, wäre sie lieber huugrig zu Bett gegangen, als daß sie wieder zur Nachbarin ihre Zuflncht nahm. Aber sie faßte sich ein Her', nnd bat nm fünf Lire. nnd dies sogar in (^egenlvart des neugierigen Dienstmädchens, das sich nicht von der Stelle rührte. Uud sie erhielt ihre fünf Lire sowie die unvcr'ncidlichen Ermahnungen. „Hier, meine Liebe, ist das gewünschte Geld, aber glauben Sie einer erfahrenen ^ran, hören Sie einen guteu Rat. Seieu Sie auf Ihrer Hut! Diese Männer, diese Künstler mnß mall hüten, sie im Zaum halten, sonst bekommt man schließlich mehr schulden als Haare auf dem Kopfe!" Doch vermittelst jener fünf Lire verschafften sie sich für den Abend cin leckeres kleines Mahl und aßen und tranken ,,no waren so zärtlich zu einandvl'! Dell Morgen darauf fanden sie alle Rechnungen, die leere Geldbörse lind anf dem Tisch die schöne Uhr nnt den Amorciten. Da war sie es, von der der vernünftige Vorschlag ausging: „Für lieute. vielleicht für ein paar Tage könnte man wohl die Uhr aufs Leihamt bringen . . ." Und so kam es. Sie brachten sie aufs Leihamt und erin'elten dafür 2W Lire. „Mir scheint", sagte er kindlich, „als ob mir mein Bild zweimal bezahl! wäre." Und selbst, als sie die Uhr nicht mehr hatte, wich die Besrieoiguug über diesen Liebesbeweis ihres Gatten nicht von ihr. nnd sie konnte in Erinnerung daran noch ganz warm werden. So war es doch kem schlechtes Geschäft, gewesen. Laibacher Zeitung Nr. 195.__________________ 1 b 12 27 August 1907. Das „Neue Wiener Journal" ncnnt die Mitteilung vom Semmering cm Höhenfeuerwerk, dao den Frieden anf gesichertem Postament sehen läßt. Es dnickt die Hoffnnng aus, das; die ^riedensfener recht lange nicht erlöschen und die Tchlnßaktorde des Besuches anf dem Semmering recht lange nicht verhallen. Erfüllt sich diese Hofsnnng, dann war der Sommer 1!)07 wirklich deilkwürdig. Die „Österr. Volkszcitllng" betont, das; die icht zu neuerlicher Bestätigung herzlichen (5'inver-ilehin^ns vereinigten Staatsmänner es mit berech tigtenl Selbstbelvilßtsein eulpfinden dürfen, das; sie nicht nnr jede Mißstimmnng zloischeil den, Nachbarn und Verbündeten beseitigt, sondern anch alle Stimmen der öffentlichen Meinung nach der Richtung des bundesgenossenschaftlichen, vollen Cin Vernehmens gelenkt haben. Marokko. Eine Meldnng ans Pario betont, das; es die Tendenzen der französistl»en Negiernng vollständig verkennen hieße, wenn' nan ihr die Absicht zn-schreiben wollte, die Vorfälle in Casablanm als Vorwand für eine Eroberungspolitik in Marokko ansznm'chen. Nichts berechtigt zu der Meinung, daß der Minister Pichon den Plan verfolgt, die Besetzung von Udschda in eine definitive Vesitzergrei fung umzuwandeln, sich der Städte Tebdu und Sa'l'dia zu beniächligen ni.d die französischen Streit-krafte an die spanische (Grenze vorrücken zll lassen, um Frankreich dadurch Entschädigung für die Kraftanstrengnngen zu verschaffen, die es zur Wiederherstellung der Ordnnna im Küstengebiete lua-chei: muß. Frankreich ist jtlle Macht, welche an der Wied^rherstelluug der Ordnnng in Viaroklo am stärksten interessiert ist, si^ ist eo in wirtschaftlicher wie in politischer Hinsicht. Infolge der Handelsbeziehungen zwischen den scherifischen Handels-plancn lind Algerien ist s^rankreich bernfen, die größteil Vorteile ans eil.er Wiederkehr geordneter und gedeihlicher Zustände in Marokko zu, ziehen. Ferner leidet, Frankreich m seiner Eigenschaft als mohammedanische Macht am direktesten nnter der Anarchie in Marokko. Tieje Erwägungen sind es, welche die Konferenz von Algeciras bestimmt ha^ ben, Frankreich in (Gemeinschaft mit Spanien mit der Organisation der Polizei in Marokko zu bebauen, und in diesen Ursachen liegt die Rechtfertigung des gegenwärtigen Vorgehens Frankreichs. Dk französische Negiernng wünscht gar nicht, eine Erweiterung des Mandats, welches sie sowohl nn eigeucu Interesse wie in dem der allgemeinen Ii vilisation übernommeil hat, nnd loas sie iln Villver-nehmen nnd gelileillsanl mit Spanien rastlos durchführen wird. Eine weitere Meldnng ans Paris versichert auf (^rund von Erkundigungen an mehreren unterrichteten Stellen, daß die Meinung, wonach die spanische Regierung gegenüber der französischen in Bezug c.us die jetzige Aktion in Marokko eine sehr reiervierte Haltnng einnehme, unzutreffend ist. Es harscht in dieser Angelegenheit zwischen den >tabi-nelten von Paris nnd Madrid ungetrübtes Einvernehmen und es wird anerkannt, daß Spanien sowohl in diplomatischer >>!!isichl, wie bezüglich des bewaffneten Vorgehens im schcrififchen Reiche allen pflichten der Lovalität gerecht geworden sei. Taß Frankreich in dieser Aktion die führende Rolle übernahm uud die Mitwirknng Spauiens sich in bescheidenerem Rahmen bewegt, habe seine von selbst ein-lenchtenoe Ursache in der Ungleichheit der Interessen, welche die beiden Staaten im erwähnten (Gebiete zn schützen haben. Aus dieser in den bestehenden Verhältnissen wurzelnden Verschiedenheit anf Differenzen zwischen den beiden Mächten über das Wesen der ihnen obliegenden Aufgaben zu smließen, sei gauz uuzulä>sig. Politische Uebersicht. Lllibach, 26. August. Die Pforte hält, wie mau aus ^onstantiuopel berichtet, an der Forderung, betreffeud die Absetzung oder Verschling von acht griechischen M etropoliteu in Mazedonien unerschütterlich fest. Zn diesen Metropoliten gehören auch diejenigen von Monastir, ^rebena nnd >taftoria, die''» gemäß dein bestehenden Branche für die Daner von zwei Iahreu als Mitglieder der Synode nach iton--stantinopel berufen werden und von dort aus die Angelegenheiten ihrer Diözesen leiten. Durch das erwähnte Verlangen null die Regiernng der Rückkehr dieser Metropoliten in ihre Sprengel, die nach Ablauf der erwähnten Frist zu erfolgen hätt,e, vor beugeu. Der Abteiluugsdirektor im Justizministerium, Beha Bey, ist kürzlich im ökumeuischen Pa-lriarchat erschienen, nm im Namen des Ministers die gedachte Forderung zu erneuern. Mit besonderem Nachdruck stellte er dieses Verlangen bezüglich de'5 Metropoliten von Drama, dein die Lokal-behördeu das Verlassen der Metrovolie nicht gestatten, ferner bezüglich der Metropoliten von >ta-raferia uud von Serres. Infolge der Einbeziehnng des letzteren in die Reihe der zn maßregelnden Metropoliten beträgt die Zahl der kirchlichen Würdenträger, gegen welche die Beschuldigung der Mit-venuickliina, in die' griechischen Äaudeniilütiiebe er-hoben wird, nnnmehr acht. Der Patriarch betonte in seiner Antwort an den Abgesandten des Iustiz-ministers, es erfülle ihn mit tiefem Bedanern, daß die Regierung, indem sie Verleumduugeu l^ehör schenkt, gegen die den Interessen des Bandes erge benen Metropoliten eine Politik der Verfolgnng betreibe. Bei der Mitteilung dieser Erwiderung in der Synode erklärte der Patriarch, daß die P-olitit der Pforte unerträglich geworden lind daß es eine Pflicht der Kirche sei, die Metropoliten in Mazedonien bis zum änßersten zn verteidigen. Die Synode hat beschlossen, sich mit der Erwägung der hiefür anzuwendenden Mittel zn befassen. Die türkische Negierung hat, wie mau weiters aus Konstantinopel meldet, einen amerikanischen Marineoffizier als Instruktor in der t ü rkis ch e n M a r i n e allgestellt. Ferner werden Verhandlungen über den Eiutritt zweier englischer Marineoffiziere iil die genannte Marine gepflogen. Die Regierung hat beschlossen, in England ein jchwiiw mendes Dock nm den Preis von 5tommandanten der demnächst zu aktivierenden kretis ch e n V ü r g e r lo e h r zwei griechische Infanteriehauptleute nach Kreta abgehen werden. Anßerdem sind znm Dienste in der kretischeil Bürgerwehr acht Oberleutnante nnd acht Lentnante der Infanterie, drei Verlvaltnngs(In-teiidantnrwffiziere, drei Sanitätsoffiziere uild -12 Unteroffiziere bestimmt. Dem M e r r y del V a l sind, Uu'e lllau aus Rom schreibt,, anläßlich der Ausschreitung, die gegen ihn in Marino verübt wurde, aus den Reihen der diplomatische,, Vertretungen beim Vatikan sowie von katholischen Persönlichkeiteil im Allslande viele Sympathiekuud-gebuugeil zugegaugeu. Es heißt, daß der peinliche ^wischenfall die Beschleuuiguug des vom Heiligem Stuhl gegeil die antiklerikale Bewegung in Italien beabsichtigten Protestes zur Folge habeu werde. Bezüglich des ^eitpunktes der Übertragung der Reste des Papstes ^ e o X 111. nach der La-terankirche ist iloch keine Entscheidung getroffen. Als sicher gilt bloß, daß der Vatikan, der alles ver-meideu will, was einen Vorwand für antiklerikale Demonstrationen bieten könnte, nicht beabsichtigt, die Nbertragnng im gegenwärtigen Zeitpunkte vollzieheil zn lassen. Tagesneuigleiten. — (Die Tonne als Brandstifterin.) Über eine merkwürdige Vraudursache schreibt Prof. Dr, M. Neißer vom Institut für erperimentelle The-rapie zu Fraukfurt iu der „Umschau": Am 5>. August, uachmittaas uul 5 Uhr, bemerkte ich beim Betreten des Laboratoriums, daß die eichene Platte des Laboratoriumtisches lebhaft qualmte, und ich überzeugte mich. daß die betreffende Stelle' glühend beiß war. Ich dachte ,'»uuächst au Braud durch ein Streichholz oder dergleichen, bis ich bemerkte, daß etwa acht Zen-timeter vou der Stelle entfernt ein mit Wasser gefüllter EiU'Liter-Nolbcu staud, der, von der Sonne beschienen, als Vrenuglas uürkte, uild zwar so iuten-siv, daß dci5 harte Eichenholz zu rauchen l>ca.aun. Eiil paar kleine Versuche zeigten die Nichtigkeit der Annahme. Dabei lnar das Fünfter geschlossen, nnd die Stelle, an der der Kolben stand, etwa drei bis vier Meter ve.n dem Fenster entfernt. Wäre das au einem Sonntagnachmittag gewesen nnd ein Brand daraus entstanden, wer hätte wohl an den Kolben gedacht? Sicherlich wäre eine Fahrlässigkeit mit Feuer angenommen worden. Dasselbe Ereignis ist mir schon vor einigen Jahren vorgekommen, als ein Blatt Fließpapier, auf dorn der Kolben stand, ebenfalls Der Fall Vasilijev. Roman von Paul Dslar Höcker. (51. Fortsetzung.) («achbnicl ucrbotcn.) „Ja, ich eutsliiue mich. Das Fräulein hatte heute fnih eine Depesche. Uud weuu kann ich melden?" „Freiherru vuu Eckhardt!" stellte sich der Au-lÜmmliug vor. Johannen verharrte am Eingang der Pförtners- Wohnung mlbelveglich. Starr hatte er den Eintreteil- de'll angeblickt. Sein eigenes Antlitz blieb im Schatten dni« Geständnis abzulegen? Uud kam Eck-t)mdt, um sio fostzuiichniol,? Harrton vor der Tür vielleicht s6)on seine Beamten? Eiilen Allgenblick lvar es ihm, als müsse er sich auf deu Manu stürzen, ihm au5 gepreßter Brust zu-schrei eil . . . Aber sofort fühlte er sich wieder uufähig da;u. Das Gchemnliövolle, Rätselvolle dieser Situation lahmte ihn. Iu atemleiser Spannung harrte er weiter. Scholl ließen sich Tritte auf der Treppe verue,h> meu — hastige Schritte. Eine Frauellgestalt huschle herab - eine zitterude weibliche Gestalt stieß Eckhardts Naiueu aus. Der Freiherr war ihr entgegengekommen. Iohanneo en^'anil^e Martha. Sie n>ar bleich, abgehärmt. Ihre Augeu schieneli verweint. Sie preßte Eckhardts Hauö — konnte kaum sprecheil vor Erreguug. Als der Beamte ein paar hastige Worte sagte, die IohauueZ aber nicht verstand, brachte sie tonlos hervor: „StiN, still! Justus darf nichts erfahren." Sie sah sich wirr um. Eiue Sekuude lang streifte ihr Blick auch die Gestalt des Mauues in Arveiter-kleiduuli. Sie wies mit nusicherer Hand auf die Tür eines kleinen Salono, der sich - veriliiltlich der Cmp' faugsraum — gegenüber der Pförtuersloge befaud. „Hier silld Fremde. Koulillen Sie dort hinein." Mehr vernahm Johannes nicht. Martha hatte ihn selbstverständlich nicht erkannt. Sie eilte auf den Salon zu. Eckhardt folgte, ihr. Die Tür schloß sich hinter ihnen. Der gmM Vorgang hatte kaum eiue. Minute ge-währt. JohanueZ befand sich in solcher Erregllilg, daß er zuerst gar uicht verstand, lvao o'er Concierge, der soeben vou obern zurückkehrte, zu ihm sagte. In fieber-haftor Spannung waren seine Blicke anf die Tür a.el>eftet, durch die das Paar versäiwuudeu war. Der Concierge hatte ihn» das Pult abcienommeu und betrachtete es von alleu Seiten. „Ja, für heute wird's zu spät seiu. Dr. Mathieu ist fort. Ich weiß auch nicht, ob das Pult uoch heute angebracht werden soll. Es ist fM- das Bett vou emem Kranken. Der will lesen uud sich soust beschäftigen, kann aber kein Blich halten. Fräulein Speuer hat jetzt Besuch. Na, Sie komuieu wohl morgeu wieder hier vorbei. Dauu könueu Sie's gleich anschrauben, das Pult da." Johannes rührte sich uoch immer nicht. In seiner Anist tobte eiu heißer Kau,Pf. Er ertrug diese Ungewißheit uicht länger. . . . Was ward da driuuen zwischen den leiden verhandelt? Er erstickte schier. Er faßte sich an die Kehle, stammelte ciu paar zusammeuhauglose Worte. Vielleicht meinte der Alte, der Bote warte auf rill Trinkgeld. „Meu-gen, Fl-eundchen, kommen Sie ja wieder. Ich weiß nicht, weuu der Besuch fortgeht. Ohue Erlaubnis darf uiemaud bei Herrn Spener eintreieu. Oder wenn Sie uxirten wollen - meinetwegen." „Ja — ich — warte gern." Er sprach es mechanisch. Der Alte wies ihm kurz unt der Haud eineu Platz auf dein Lederbänkcheu an, das iil der Ecke stand, und kehrte ill seine Loge zurück. Dabei brummte er eiu paar Worte über die „Trink-aeldgier vou derlei Volk." Dauu ward es still im Vestlbüle — gauz still. Nur verworreu klaug aus dem kleinen Salon hin und wieder etwas vou der en-egtem Unterredung der beiden an das Ohr des Lauscheuden. Iahauncb war es, als hörte er Martha weiueu. Lmoacker Zeitun Nr. ^95. _________________________________1813________________________________________________27. August 1907. nur durch Sonneuwirkuug verbrannte. In Labora-torieu, die so häufig Feuergefährliches euthalteu, möge mau also aus die Soune als Vraudstifterii, achten; vielleicht 'Mli uoch einma! der mit Wasser gefiillte Glaskolbeu eine forensische Nolle, iu der Wirklichkeit odcr weuigsteus iiu Tetektivroiuau, — (D i e N e u ov i e r u u g d e s Achilleio n.) Ti iibertrageu wordeu. Tao Schloß wird auch eiue vollkonuneue Post- und Telegrapheneinrichtung erhalten. Es verlautet, daß im Wiuter der deutsche 5troupriuz mit einigen Hofsuuk tiouäreu iu Korfu eiutreffen wird, um im gegenüberliegenden Epirus zu jagen. Der Baiser selbst ,m'rd im loiuuienden Frühjahr erwartet. — (I u t e r n a t i o n a l e T r i u t' g e ld e r.)i Die Londoner „World" findet es zur Reisezeit äuge zeigt, ihren Lesern einige Ratschläge über das Ans-teileu vou Trinkgeldern auf dem Kontinente zn erteilen, da die Engländer in der Heimat hierin keine Übung erlangen köuueu. Als Basis, meiut das eug-lische Gesellschaftsblatt, könnte u,au den Tarif nehmen, der fich iu der feinen Pariser Welt eingebürgert liat. Wenn der Pariser iu einem elegauten Restaurant s^'ist, so nimmt er fiir das Triukgeld eiue „Grund-tare" von zwoi Sous (2(1 l,) perKopf au und fügt sin jeden Fraukeu der Nechuuug eiueu Sou hinzu. Speist er im „Cabiuet particulier", so beträgt die Gruudtare vier Sons per Kopf, die Prozente von der Rechnung bkiben aber die gleichen. Nehmen wir an, drei Per-sonen speisen im Restaurant nud die Rechnung fiir das Diner beträgt 5)7 Fmukeu, so ist fiir die Grund wie 3(1 Centimes zu berechnen, die Prozente machen 2 Franken 90 Centimes aus. mau wird dem Kellner 3^ Franken geben nnd er wird vollständig befriedig! sein. Ein allzu hohes Trinkgeld verfehlt seinen Zweck. Der Kellner nimmt an, das; sich der Gast selbst nicht hoch einschätzt und deshalb mit hohen Trinkgeldern Sand iu die Augeu streueu will. Er wird um das, was zu viel ist, deu Gast gewiß nicht aufmerksamer bedieueu, als weuu dieser die Negelu des Spiels keuut uud sich dauach hält. Ganz uuaugezeigt findet die „World" das österreichische System, wonach drei Leute Trinkgelder bekommen, der bedienende Kellner, der „Piccolo" und der Zahlkellner. Tie Trinkgelder sind in diesen, Falle klein, aber die Sekkatur ist groß. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Dcr Loiliclpaß. Vou Dr. Phil. Walter 6mid. (Fortsetzung,) Damit die Mönche das Loibelhospiz, das sie außer einem Hospital iu Kirscheulheuer an der Trau versahen, leichter uuterhielteu, scheukte Herzog Bernhard von tarnten (1202-1250) im Jahre 125:i dem Ulo ster Land nnd Wald zwischen dem Kleinen Loibel nnd dem Zapotnicabache bis Ferlach." Da sedoch von St. Leonhard bio Unterbergen der Weg einsam dnrch Wälder uud neben Abgründen dahinlief, wurden die Reifenden häufig von Näuberu augefalleu uud getötet. Um diesem Uufuge zu steuern, übergab Herzog Heiu^ rich, Köuig vou Böhmen, im Jahre 138l1 den Wald uud die St. Magdaleueukapelle iu der Zapotnka dem Stifte Viktriug uuter der Vediuguug, daß dort ein Geistlicher wohue uud Pilger bei sich ausnehme.'" Auf ähuliche Weise wurde auch auf der Kramer Seite für gute Weg- und Sicherheitsverhältnisse Vorsorge, getroffen. Auch hier war es ein Vtloster des Landes, dem wie Viktring die Obhut des Passes übertragen ward. Am 12. März 1201 bestätigte He zog Ulrich vou Kärnteu dem Stifte Sittich deu Besitz des bereits früher vou der Herzogin dem Kloster geschl^uk ten Marktes Loibel (loruin l.udclino), damit dort ein Hospiz für arme Reisende crrichtet werde," und bereicherte diese Vergabung im Jahre 120^ durch Schenkung der Neubruchzeheute am Fuße des Berges/' Das Hospiz, das infolge dieser Scheukuug er'-ich-tek wordeu fein dürfte, bestand jedenfalls nicht la ,ge. Wie die eiuheimische Sage berichtet, wurde der am Fuße de5 Ko^utaberges gelegene sechs Kilometer vom hentigen Neumarttl entfernte Markt Loibel (im Volksmuude Alter Markt geuauut) durch einen Bergsturz und darausfolgende überschwemmuug zers.ört; die Einwohner retteten sich rechtzeitig uud grüudeieu Neumarkll." Diese Tradition dürfte historischen Tatsachen entsprechen', der Abbrnch des südöstlich vom Loibel befindlichen Ko«utaberges ist noch heute lumbar nnd ich stehe nicht an, diese Katastrophe mit Erd-bodenbewegnngen, deren Folge auch das Abfließen des Steinersees und der Absturz des Dobra," im drei zehnteu Jahrhunderte waren, in Znsaüimenbaug zu bringen. Der Markt Loibel bleibt verschollen- im ^ahre 1820 wird schon Nenmarktl (<>z>z>i<1,li>i liovoiü) genannt." Mit der Mitte des lt. Jahrhunderts höreu die geschichtlicheu Nachrichten über deu Loibelpaß auf und setzen im 16. Jahrhunderte wieder eiu. Wie wir aus dcu spärliche!, Notizen ersaheu, war der Verkehr ziem lich rege. Der Transport des Eisens aus Kärnlen ' Iatsch, Mon. Car. IV/1, S. 448, Nr. 2554. '<> Vittringer Kopialbuch. N. IV, Fol. 52. " Schumi, Urliindenbuch U 216. " Schumi, Urtundcnbuch II 29». " Näheres darüber in Schumi, Archiv II 215 ff. " Schumi, Urlundenbuch II 216. All seine Bitterkeit wich bei diesen erschütternden Tönen vou ihm. Ob er ansspraug - hiueiueilte? Die Zeit lvard ihm zur Ewigkeit. Mau hörte jetzt eine Uhr schlagen in der Pförtnersloge — darauf irgendwo im Hanfe eine zweite, eine dritte. Es war neun Uhr. Der Concierge hatte eiue Zeitung vorgenommen und las - mau veruahm das Knistern des Blattes er schien seine Umgebung und des Wartenden völlig vergessen zu> haben. Wie lange er so in analvoller Spannnug dagesessen - Johannes wußte es nicht. Plötzlich aber fuhr er empar. Die Tür des Salons war geöffnet worden — die Stimmen klangen lauter. „Neiu, ich lasse Sie uicht fort — so uicht!" Es wa>r Marthas flehende, fast wimmelnde Stimme. Der Ton fchuitt ihm in die Seele. ..Fassen Sie sich, Fräulein Spener. Ich begreife Ihre Verzweiflung ^ ich beklage Sie. Aber ich stehe in höherem Dienste: die Pflicht, der Beruf zwinaeu mich ..." Wiener schloß fich die Tür. Martha fchien mit ihren schwachen Kräften den Freiherrn gcunltfam zurückhalten zu wollen. Ihr Weinen klang noch lauter, noch verzweifelter. Johannes' krampfhaft zuckende Hände ballten sich zu Fäusten. Er fühlte das Blut vou seinem Herzen nach dem Gehiru schichen. Er sah nichts mehr - es flimmerte vor feinen Augeu, „Wenn er fie fortschleppen will ich werfe mich dazwischen Ein wilder Haß riß ihn hin: er wäre iu dieser Tekuude zu jeder Verzweiflungstat fähig gewesen. Da stieß Eckhardt abermals die Tür auf nnd stürmte hiuaus. Martha folgte ihm anf den, Fuße. Sie fuchte seiue Haud festzuhalten. „Das können Sie mir nicht antun", brachte sie mit einem letzten Rest vou Kraft hervor - erschöpft, gebrochen, dem Umsinken nahe - „er ist unschuldig, ich flehe Sie au." Johannes hatte die zitternde Faust nach dem Pult ausgestreckt, als suche er unch eiuer Waffe, um über den Freiherru herzustürzeu. Nun hielt er inne, als er diese Worte veruahm. Martha hatte dein Beamten also noch nicht ae-staudeuV Uud Eckhardt war nicht im Begriff, fie fortführen zn lassen. Ans der Loge des Pförtners vernahm man das Geräusch eines hastig zurückgeschobenen Sessels, gleich darauf eilige, polternde Schritte. Der Alte kam herbei, nm die Urfache des lauteu Wortwechsels zu er-gründen. Eckhardt wies, die junge Dame beschwichtigend, nach der gegenüberliegenden Tür. „Soll alle Welt gleich erfahren? Fräulein Spcucr, ich kauu Sie nicht ernstlich geuug ermahueu . . ." „Habeu Sie doch Erbarmen!" flehte Martha, olme Rücksicht auf die Umgebung zu nehmen, laut auf-fchluchzeud. ,.Sie siud auf seiner Fährte? Und lveun Sie ihn fiudeu, dauu — danu . . ." „Muß ich ihn verhaften!" fiel der Freiherr ein. „Aber er ist nnschnldig — er ist unschuldig!" „Bscht, Ruhe, Nieine Herrschaften!" nmhnte der Concierge noch auf der Treppe, die vou seiuer Loge ins Vestibüle hinaufführte. Sie kümmerten sich nicht um ihn. Eckhardt batte schon die Hand aus die Klinke der Ausgangotür gelegt. Forschend sah er sie an. „Er ist unschuldig. So. Und Ihren Beweis?" „Ich ich ^ weiß es." (Fortsetzung folgt.) nach Kraiu, Fiuiue uud Triest, die Einfuhr des Sal° zes, Hles uud Weines aus deu südlichen Gegenden werden den größteu Teil des Verkehres bestritteu habeu. Die Lasten wurden größtenteils als Sänme mit Rosseu weiterbefördert, da die Straße fiir den Wagenvertehr zu schlecht war. Da jedoch der Paß iu-folge seiner schlechten Beschaffenheit den erhöhten Anforderungen des Verkehres nicht mehr genügte, wandten sich die Stände Drains und Käruteus, denen seit Friedrich lll. und Marimiliau I. die Erhaltuug des Passes oblag, im Jahre 1551 an König Ferdiuaud I. in Graz, der die Eiuküufte eiuer Maut iu Unter-Loibel bezog, mit der Bitte, durch Beiträge aus den Maut-eiukünfteu zmn Bane einer Straße über den Lo'del mitzuwirken." Dor Van der Straße, an dein die beiden Land schaften mit MON Gulden beteiligt waren, während der Erzherzog das Übrige der anf 20.(XA) Gulden ver^ aufchlagten Kosten beftritt, danerte fast zwanzig Jahre, da man ans Sparsamkeitsrücksichteu nur im Winter arbeitete. Aus eiuem Berichte vom Jahre 1500", der mit dein Ttraßenban betrauteu kärutuerischcn Kom mission, die alls dem Lnudesbauptuiann Georg von Khevenhüller, dem Vizedom Georg vou Paradeiser uud dein Bnrggrafen von Klagcnfurt Leonhard Weltzer bestand, erseheu wir, wie der Straßenbau ge-fiibrl wurde. Bauunternehmer war der herzogliche Mauteinnehmer in Unter Loibel, Jobanneo Schnelko, zugleich Besitzer mehrerer Werkgaden (Hammerwerke) dortselbst; als Werkmeister fuugierten der im Stra ßeubau erprobte Leouhard Braudstetter aus Eisenerz uud der Klagenfnrter Tischlermeister Hanns Frey-man, der anch ein hölzernes Modell der Paßstraße angefertigt hatte. Italienische Maurer und Loib''lrr Knappen führten die Arbeit aus; die Naueru der Nachbarschaft leisteten Robot. Da mau die Pulver-spreugung dnüials wahrscheinlich noch nichi kat'nte, grifs mau zu dem im Mittelalter üblichen gewöhn lichen Mittel, zur Mürbemachung des Felsens durch Feuer. Über dem gefroreuen Felsen wurde ein groher Holzstoß augezüudet, der durch Hitze und Wasser erweichte Kalkstein weggegrabeu, abermals eiu Holzstoß angezündet nud die Felsstücke weggeräumt, (Fortsetzung folgt.) XIX Hauptversammlunss des östcrreichisch'südslavischen Lchrcrliuudcs. (Schluh,) Die erste Programinnummeii der Hauptversamui. luug war dcr Bericht des Wanderlehrers Herrn Vlado Pu^eujak über das sloveuische Geuosseuschafts-weseu uud die Mitarbeit der Lehrerfchaft bei dem» felbeu. Der Vortragende, eutseudet von der „Za-druöna zveza" iu (5,'lli, besprach zuuächst die Grunde lageu des Geuofseuschaftswefeus uud deren einzelne Erscheinungen und gab dann einen Überblick über die Eulwicllungc'gefchichte oesfelbeu bei deu Slovene«, die uameutlich iu Steiermark uuter deu ersteu waren, die nameutlich in Steiermark uuter deu ersteu lvareu, die sich iu Österreich der Pflege dieses »nichtigen Ge° geustaudes widmeten: iin weiteren Verlaufe des Vor-träges lvog er deu Wert uud die erfolgreiche Realisierbarkeit der verschiedenen Formen der Geuosseuschaften gegeueiuaudcr ab uud schloß mit einem Appell an die Lehrerschaft, fie möge, als die oft einzige Vertreterin der Intelligenz uuter uuferer bauptsächlich bäuerlichen Bevölkerung durch eutsprechende Belehruug nud durch werktätiges Eiugreifen dieser wichtigen Frage nähertreten nnd so anch deu materielleu Wohlstaud der Bevölkerung zu fördern sncheu. Tie durchaus sachliche,,, streng objektiven Ausführuugeu wurden mit herzlichem Beifall gelohut. Der Vortrag wird vou der „Zadruxua zveza" iu Citti verlegt nnd iu Brofchüren-form unter dem Volke verbreitet werdeu; in, Namen des genannten Verbandes wurde jedem Teiluehmer au der Hauptversammlung drei ähnliche, von, Ver-bände herausgegebene Broschüre,,, behaudelnd die Griiuduug vou Naiffeifeufparkasseu, das Weseu llud die Orgauisatiou derselbe», uud die Grüudung vou Obst- und Weinbaugenosscnschnslen znr Perfügung gestellt. An zweiter Stelle erstattete Herr Oberlehrer Jakob Din, uik aus Laibach seinen Bericht über die Fa m il ie u ab cu de. Er konnte speziell anf die oou ihn, selbst gemachten Erfahrungen - er ist ja dcr Balmbrecher in dieser Hinsicht gestützt, anf die große Bedenluug dieser Abende für Schule uud Hans hiuweisen. Der Lehrer habe hier die beste Gelegeuheit, die Angehörigen der Schüler- über die oft fo Niitzvor-staudeueu Ziele uud Mittel der Schule aufzuklären, uud viele Augabeu, die die Eltern ans drm Kinder- " Alten des Pizedomarchives im Landesarchiv Fasz. 137. Vgl, für das Folgende auch Noblar. (^8tk ö«2 I^iubeli in den I2ve3tja muz:. (IlMva 189:!, S. 218 ss. " Archiv der lrainischen Stände im Landesarchiv zu Lai. bach, Fasz. 527. Laibacher Zeitung Nr. 195. 1814 27. August 1907. munde entstellt erfahren, zu rektifizieren. Überhaupt können Nachrichten über die Schule, die so oft boshaft verdreht in die Öffentlichkeit gelangen — denn die Schule nnd die Lehrerschaft haben viele prinzipielle rücksichtslose Geaner -^ bei den Familienabenden anf die ungezwungenste Art allthentisch und am erfolgreichsten auf ihre echte Form zuriickgeführt werden: den oft ganz unglaublichen Vorwürfen könne man bei solchen Gelegenheiten am einfachsten begegnen. Da. durch entstünde ein inniger Kontakt mit dem Hause, ein gegenseitiges Verstehen und daher Zutrauen und Vertrauen. So müsse der Lehrer seinen Weg znm Volke suchen nnd so werde er ilm finden. Mit einer Empfehlung der dem Gegenstände gewidmeten Fach Zeitschrift „Domäne ognjiköe," schloß der Vortragende unter lebhaftem Beifall seine Ausführuugeu. Hierauf ergriff das Wort Herr Anton Pesek. Lehrer in Naraplje (Steiermark). und sprach über das Thema „A u d i e A r b c i t u u te r d a s V o l k!" Seine mehr als einstündigc Nede war ein wohldurchdachtes, äußerst sorgfältig gefeiltes Werk, dem trotz der naturgemäß zu bloßen Variationen hinneigenden Flüssigkeit des Themas ein ^ng ins Große anznmer ken war. Wir wollen ihm noch nachrühmen, das; er bei den vielen Polemischen Ausfällen, wozu ihm sein Thema Anlaß bot, doch nicht in den rüden Tou der Justamentparteimänner verfiel, so schneidig er auch manchmal zum Angriff schritt. Teine pathetisch vor° getragenen Ansführungen fanden sehr anfmerkfnmc Zuhörer, die bei packeuden Stellen nicht mit Neisall oder Heiterkeit geizten. Die Nede beleuchtete in wirksamer Weife folgende Thesen: >,) ..Es ist Stander nnd Nationalpflicht jedes Lehrers nnd jeder Lehrerin, nach seinen Kräften uud Fähigkeiten anch anßerhalb der Schule zum Wohle und Schutze von Schnle und Lehrerfchaft uud für die Volksbildung zn wirken 2.) Die Vorbedingung des Wirkens außer der Schule ist ein männlicher, unbefleckter Charakter nnd die ge wissenhafte Erfüllung der Standespflichten in der Schule. 8.) l-'upi'cun wx sei für den Lehrer ohne. persönliche und Pnrteirücksichten einzig und allein die Blüte des Schulwesens nnd der Fortschritt des Volke». Die Arbeit außer der Schule ist eine kulturelle (Förderung der Volksbildung uud des Volkswohlstandes) und vine politische, 4.) Die Kulturarbeit ist die Hanpt-tätigkeiti sie ist die Vorbedingung der politischen Tätigkeit: bloße politische Tätigkeit oh n e die erstere ist nicht erfolgreich und schadet sogar oft dem Volke und dein Politiker. 5.) Die Lehrerschaft richte ein besonderes Augenmerk anf die Fortbildung der In-gend (nach der Schnle) und auf die Erweckung des Interesses für den wirtschaftlichen Fortschritt. Zu diesem Behufe ist es angezeigt, nach Bedarf besondere Iugendvereine, bezw. bei den bestehenden Vereinen besondere Iugendsektionen zu gründen. 6.) Diese Tätigkeit der Lehrer außer derSchnle ist straffzu organisieren, und zwar derart, daß jeder Lehrerverein aus seiner Mitte einen Aktionsausschuß erwähle und sich alle diese unter der Ägide des Lehrerbundes zu einer starken Phalan,r vereinigen." — Frenetischer Beifall lolmte die Nede, auf deren genauere Wiedergabe wir verzichten müssen; es wurde übrigens sofort der Antrag gestellt und angenommen, die Nede vollinhaltlich im Drucke heranszngeben, nnd ebenso in Nefolgnng der Anregung des Nedners inbetreff der Aktionsausschüsse der Leitnng des Lehrerbnndes unter Zuziehung des Nedners der Auftrag erteilt, die hiezu nötigen Vorarbeiten sofort in die Hand zu nehmen. Hiennt war die Tagesordnung erschöpft und die Teilnehmer eilten, da die Zeit fchon sehr vorgerückt war, in den nett dekorierten Garten zum Bankett. Man saß im Schatten der Bäume, unter Zelten, unter künstlichem Laubdach, aber auch auf der Sonne; alle Plätze waren besetzt. — Die Ortskapelle besorgte die Tafelmusik und in zahlreickien Neden gab mau der herrschenden Begeisterung Ansdrnck. —iu— (P er s o n a l u ach r icht.) Der mit dem Titel und Charakter eines Landesregierungsrates ausgezeichnete Bezirkshauptmann Johann K r e me n 5el in Loitsch wnrdo zur Dienstleistung bei der Landesregierung in Laibach einberufen. " (Vom V o lks schul dieuste.) Der k. k. Bezirksschulrat iu Adelsberg hat den absolvierten Lehramtskandidaten Herrn Franz Starmau zum provisorifchen Lehrer uud Schulleiter au der zwet-klasfigen Volksschule in Kaltenfeld ernannt. —r. - (Vc rein swese n.) Das k. k. Landes-Präsidium für Krain hat die Vildnng des politischen Vereine? „l V ^''" Zeichen- "nd Malschule in La, bach.) W,e wir einem uns vorgelegten be. züglichen Programme entnehmen, beabsichtigen für die kommende Lehrfaison die in Kunstkreisen best-bekannten einheimischen akademischen Maler Herr Richard Iakopi 5 nnd Herr Matthäus S t e r n e n in ^aibach eine Zeichen nnd Malschnlc zu eröffnen. Der Lehrplan ist folgender: 1.) Zeichnen uud Malen nach lebendem Modell (Mensch, Tier uud Pflanzn) und nach leblosen Objekten. 2.) In den Sommer^ monaten: Malen im Freien (Landschaft nnd Modell). Arbeitszeit täglich, mit Ausnahme von Sonn-uud Feiertagen, vormittags von 9 bis 12 Uhr. nach-mittags von 2 bis l Uhr, abends von N bis 7 Uhr. Das Abendzeichnen (lebendes Modell) danert vom Oktober bis Ende April. Beim Zeichnen nach lebendem Modell wird jeweilig Anatomie erklärt. Koi> rettnr zweimal wöclx'ntlich vormittags, nachmittags nnd abends. Honorar pro Monat: für den ganzen Tag !50 l<, für den Vormittag l!-» K, für den Nach mittag 12 X, für deu Abend 11 K. Nähere Au.s-künste erteilen Herr Nich. Iakopi'5, Laibach, Emoua-straße Nr. 2, und Herr Matthäus Sternen, zur Zeil Gode5i<"- bei Bischoflack. -- Indem wir uns eine nähere Würdigung dieses jüngsten geplanten Kunst-institutes vorbehalten, machen wir schon heute die kunstsinnigen Kreise auf dasselbe aufmerksam. —I. --- („ I > I ^ l» k I< i , ein Lentnant, wurde durch die Sicherheitswache zur Auzeige gebracht. -^ (Eine hübsche Leistung.) Angel Stambol j e v, ein bulgarischer Nadfahrer, berührte am 21. d. M. nachmittags auf einer Tauertonr nnsere Stadt. Am 2. Inni l. I. hatte er seine BK'M'letonr in Sofia angetreten: er fnhr dann über Bukarest, Wien, Frankfurt am Main, Brüssel nnd kam ohne Unfall glücklich in London an. Den Heimweg „ahm er über Paris. Genf. Venedig, Trieft, Laibach. Agram und Belgrad nach Sofia. Nach einer knrzen Nast fetzte er, frisch nnd frob, seine Tonr über Nndolfswert nach der fernen Heimat fort. Ics—. — (Schadenfenc r.) In Regrüka vas bei Rudolfswert bemerkte am verflossenen Freitag den 28. d. M. gegen 8 Uhr abends die Besitzerin AnnaGaöpar, daß in ihrer Tchweinstallnng ein Feuer ausgebrochen war. Obwohl sie dasselbe rasch zn löschen versuchte und die herbeigeeilten Nachbarn eifrig mithalfeu, dehnte fich dasfelbe anf das Wohnhaus ans nnd tonnte trotz aller Hilfeleistung nicht mehr gelöscht werden. Die aus Nudolfswert herbeigeeilte freiwillige Feuerwehr konnte sich nur anf das Lokalisieren des Brandes beschränken. Die Besitzerin erleidet nebst dem Verlnste der beiden Aanobjekte nnd ihres ganzen Vorrates an Hen, Stroh nnd eingeernteten Getreides noch einen Abgang von zirka 1W 15 au Bargeld, welches eut-weder verbrannt oder während deö Brandes entwen» d?t wnrde. Der Gesamtschaden beträgt über 20M K, dein eine Versicherungssumme von nnr -100 Iv gegen» übersteht. Bei den Nettnngsarbeitcn tat sich der k. k. Vezirksdiener Herr Johaun I arc ans Nudolfswert besonders hervor. — Während des Brandes war es für die ganze Ortschaft ein Glück, daß vollkommene Windstille herrschte. Die Entstehnngsursache des Feuers ist nicht bekannt. ^^ — (Brandlegung.) An, 1^. d. M. um halb w Uhr nachts kam in Letenze in der den, Herrn Dechant Anton Koblar in Krainbnrg gehörigen Hen-lu'itte eii, Brand znm Ansbrnche, welcher diefelbe in kurzer Zeit samt dem darin untergebrachten Heuvorrate total einäscherte. Die Hütte hatte der Besitzer Josef Lognr aus Leteuze iu Pacht. In derfelbeu verbrannten etwa 400 Meterzentner Heu, außerdem 2^ Stück Dielen für eine Dreschtenne. Der Gesamtschaden wird anf 24N0 X beziffert. Gegen den Brandschaden ist weder Herr Techant Koblar noch der Besitzer Logar versichert. Der Brand dürste gelegt worden sein nnd lenkt sich der Verdacht auf den Siebmacher Franz Aindra, der sich längere Zeit in der Umgebnng Gori^e herumtrieb und im Henschnpfen zn übernachten Pflegte, kleine Betrügereien verübte nnd nach den, Brande spurlos verschwunden ist. ^1. / (Sanitäre s.) Wie mau uns mitteilt, sind anfangs diefes Monates in del, Ortschaften Gruc'e nnd Ober-Prekope, Gemeinde St. Varthelmä (158 Einwohner), insgesamt 17 Kinder an Scharlach erkrankt. Hievcm sind bisher 9 Kinder genesen, ein Kind gestorben und 7 Kinder blieben noch in ärztlicher Ve» Handlung. Die Krankheit soll von Kroatien eingeschleppt worden sein. —1>. * (Ein internationaler Eiubr e ch e r verhaftet.) Porige Woche brach ein Dieb in die Wohnung des Arztes Dr. Malec in Agrnm ein; als er in das Zimmer kam, wnrde er von, Arzte mit einem geladenen Revolver angehalten und der Polizei übergeben. Hier entpnppte fich der Dieb als der 34 Jahre alte in Laibach geborene und nach Tkoi-^v, Bezirk Karolinentnl, zuständige, änßerst gefährliche internationale Einbrecher Felir Haderbolez. Tiefer hatte im August 1902 in Graz bei Herrn Franz Gär-ber in der Münzgrabenstraße einen Einbrnchsdieb-stahl verübt, wnrde verhaftet und zn zNx'i Jahren schweren Kerkers und zur Abgabe an eine Zwangs« arbeitsanstalt verurteilt. Damals fand man bei Haderbolez nebst Preziosen noch andere teure Gegen-stände nnd den Versatzschein über eine goldene Taschenuhr, die dem Domherrn Dr. Sut in Agram gestohlen worden war. * (Ve r d ä ch tigerBesi tz.) Diesertage wurde in Udiue der 20jährige Väckergehilfe Leouhard Pelli-zotti aus Agram wegen Vagabnndage aufgegriffen; man fand bei den, Landstreicher einen Geldbetrag von 530 K vor. Pellizotti steht im Verdachte, dem im Monate April d. I. in eine», Gasthanse in der Bahnhofgasse übernachtenden Taglöhner Jakob Neven einen Geldbetrag von 720 X gestohlen zu haben. Wer etma angeben kann, daß sich der verdächtige Väckergehilfe zur Zeit dieses Diebstahles in Laibach aufhielt, wolle sich beim städtischen Polizeioepartement melden. Laibacher Zeitung Nr. 195. 1815 27. August 1907. - - (P e r s o i, a l n a ch r i ch t.) Dr. A. M a n ->' o v i l', Bischof von Zeilgg, ist gestern in Laibach a>i-geloinmcn und logiorte iin Hotel „Union". - (T ch w urgori ch ts v e r h a u d lu u g e il.) Am 26. August l. I. faudeu uilter drin Vorsitze dos Herru Landesgerichts-Vizepräsideiiteil Josef Pajk zux'i Verhandlnnge» statt, bei denei, der Herr k. f. Staatsanwalt Frallz Treuz als Ankläger fungierte. Die erste Vcrhandlnng betraf die 85 Jahre alte Helena Krviua, Dieilstmagd aus Billichgraz, zuletzt in Voldes iu Obortrai», wogen Gelvolmheitsdiebstahlos. Die Verteidigung derselben führte Advokat Herr Dr. Bo-öidar V o d u i^ e k. — Heloua ,^lrvina ist schon neunmal wegen Diebstahles vorbestraft, daruuter viermal wegen Verbrochens des Tiebstahles. Zulotzt biißte sie iu der Strafaustalt Vigauu eiue dreijährige schwere Kerkerstrafo ab. Am 11. Iuili d. I. verlies; sie die Strafanstalt uud hatte das Glück, schon nach zehu Tageu wieder eiuen Dieust beim Oborlohrer Nus in Veldos zu finden. Obwohl sie nunmehr vollkommen versorgt war nnd mail denken könnte, das; die erlittenen strengen Nostrafnngen ans sie eine heilsame Wir-kuug ausgeübt hätten, so begann sie deilnoch, kaun, in den Dienst getreten, wieder zu stehlen uud sich alles, was sozusagen uicht niet- uud nagelfest war, anzueignen. Die Beschuldigte ist im allgemeinen der ihr,-,ur Last golegtou Diebstähle bei ihrer Dieustgeberin Frau Aloisia Nus, dauu den Hansgouossiuueu Frau Rogiua Hausuer, Maria Nosenberger, Irma Wiuterberg, Marie Stare, geständig, mir bezüglich einiger Sacheu macht die Beschuldigte die Ausrede, das; sie uicht wisse, wie dieselben uuter ihre Effekteu gekommeu seioli, ivolche Ausflucht aber durch Zcugeu widerlegt wurde. Es besteht auch der dringende Vordacht, daß Helena Krviua ihrer Tieustgoberir und der in deniselbeu Hause wohnenden Frau Regina Hausner größere Geldbeträge entlvendet habe. Jedenfalls steht fest, das; sich Holena Krvina das Stehleu zur Gewohnheit gemacht hat. Dies beux'ist der Umstand, das; sie uur wenige Tage darauf, uachdem sie die dreijährige Kerker-strafc abgebüßt, wieder zu stehloll begauu, feruer der Umstand, das; sie nicht uur ihre Dienstgeber bestahl, sondern alle in demselben Hause wohueudeu Partoieu: endlich, das; sie ohne Unterschied einen Wert repräsentierende nnd beinahe wertlose Sachen win.x'uil er denselben erwische, erschlagen. Der Angeklagte, deison Verteidigung Advokat Herr Dr. Franz Tekavöi? führte, wurde zu sechs Jahren schweren Kerkers mit mouatlich einmaligem Fasten uud hartem Lager verurteilt. —I. (Eiue mäuuliche Leiche aus dem Saveflusse gezogeil,) Am 22. d. M. wurde im Saveflusso unweit der Bahnstation in Laze, Gemeinde Mariafold, die Lolche oines unbekannten Mannes aufgofuudeu, die > bis 2 Tage im Wasser gelegen sem uiag. Der Maun dürfte 20 bis 21 Jahre alt gewesen soin und dem Profefsionisteustande au° gehört halx>u. Er ist 175 ZeutinK'Wr groß, hat langes Gesicht, hoho Stirne, braune Haare und ebeusolckio Augeubraueu, proportiouierte Nase uud Muud: be- tleidet war er mit einem schwarzen Nocke, ebensolcher Weste uud Tuchhosen, Hemd uud Stiefletteu: der Hut fehlte ihm. Mau fand bei ihm eine Geldtasche mit 6 1< 18 !l und oine Blechdose iuit Materialien zur Fahrradroparatur. Der Maun dürfto mit einem Nade gefahroii sein, da er die rochte Hosenhälfte lvie die Nadfahrer gebuudeu hatte. Die Nachforschung nach der Idontität der Leiche blieb erfolglos. Die Leiche wurde uach St. Agata, Geuioiudc Dolsko, ül>er-führt und beerdigt. Vermutlich liegt ein Unglücksfall vor. —!. (Ein >l i n d v e r b r ü h t.) Am Abend des ^1. d, M. stellte die Nositzersgattiu Antonia Hrvatin iu die Mitte der Küche einen bei fünf Liter haltenden Kessel siedender Laugo auf, um das Geschirr abzu» wasche». Als uuu ihre sowie audere Kinder iil die Küche kamen, fiel die vier Jahre uud acht Mouate alte Tochter der Hrvatiu über den Kessel uud erlitt am Ober- und Unterleibe derartige Brandwunden, das; sie tagsdaranf starb. —I. " (Großer P roz i o s c n d i e b st a h l in Graz.) Diosortage wurden dein Tischlorlnoister Anton Irschik in Graz Schmucksacl)0u. uud zwar: ein goldenes Brilla»ienher6. besetzt mit l5 Brillanten, im Werte von M) l<, drei goldeiie Armbänder venezianischer Arbeit, eine goldene Tamennhr, ver schiedeuc goldene Herren- uud Damenringe niit Opalen nild Vrillauteu, feruer ein Hcrrenriiig unt einem Türkis uud >9 Vrillantou, goldone Ohrgehänge uud Ohrenschrauben alter Fasson, eine Schmuck liaruitur älterer Fasson, Medaillon mit eiuem Nubin und Photographion, eine goldene Krawattennadel in Hufeisenform mit 9 Vrillauteu, eiu Paar silberne Manschettenknöpfe mit Hirschgrandeln, eine silberne Remontoirtascheuuhr uiid mehrere Bruchstücke vou Gold und Silber mittelst Einbruches gestohlen. Von dom Täter fohlt jede Spur. Dc>r Gcsamtschadeu be-trägt 1934 K. " (Stand der nutzbaren Haustiere 1 u Kra i n.) Wie man uus mitteilt, beziffert sich der Stand der durch die Gomeindou mit Ende des Jahres 19l)s! vorgenommenen Zähluug der uutzbareu Haustiere in Krain anf 21.289 Pferde, l29 Manltiere, Esel und Manlesel, 21l,.i:'>l Ninder, 23.133 Schafe, 2920 Ziegen uud 112.399 Schweine. Gegenüber dem Jahre <905 ist dahor im Staude der Pforde, Ninder und Schweine eine Vermehrung und im Stande der Schafe nud Ziegeu eiue Verminderung eingetreten. —»'. '* (Schlachtungen von nutzbarou Haus° ticreu in 5t r aiu i m Jahre 19 l) ll.) In sämtlichen Vezirkeiv 5lraius uud in der Stadt Laibach kamen im Jahre IM! 27.433 Niuder, 30.815 Kälber, 1si.9W Schafe, Lämmer, Ziegen uud Kitze, 52.463 Schweine und 35 Pferde (Stadt Laibach) zur Schlacht tuna,. Im Schlachthanse der Laudoshanptstadt Laibach wurden 27« Stiere. 3935 Ochsen, 324 Kühe, 8523 Kälber, 2990 Schafe nnd Lämmer, 2399 Kitze, 8546 Schweiue uud 35 Pferde der Schlachtung uuterzogeu. Im geschlachteten Zustaude wurden zur Überbeschau in dieses Schlachthans eingebracht 29 Ninder, 12l4 Kälber, 617 Schafe, Lämmer und Kitze, 380 Schiveiue nnd 24.886 Kilogramm Fleifch. Hiebei wurdeu beau-ständet uud als gcuußunsähig voruichtet eiu Pferd, 2 Niuder, 10 Schweiue uud 5 Kälber, letztore wegen Unreife. In den übrigen öffentlichen Schlachthäusern, uud zwar iu Gottschee, Krainburg, Bischoflack, Idria, Veldes, Aßliiig, Stein und Mottling wurden insgesamt 51s)2 Niuder, 4839 Kälber, 1146 Schafe, 374 Ziegen uud 3W3 Schweiue geschlachtet. Eine bedeu tonde Anzahl von geschlachteten Kälbern nnd Schweinen wurde iusbesoudere aus den Bezirkeu Adelsberg, Gottschee, Kraiuburg, Littai, LoiM uud Steiu nach dem Kn'steulaudo uud Käruteu ausgeführt. —l>. - (Im städtischen Schlachthau so) lvnrden in der Zeit vom 11. bis einschließlich 18. d. M. 77 Ochsen, 5 Kühe, 6 Stiere, 1 Pferd, 154 Schweine, 2l1 Kälber, 39 Haulmel und Böcke, und 1 Kitz geschlachtet. Überdies wurden 2 Schlvoino und 3 Kälber in geschlachtetem Znstande nnd schließlich 43l> Kilogramm Fleisch eiugofiihrt. * (Verloreu) wurdeu ein goldener Zwicker, ferner eiu Geldtäsclichen mit 5 K, eiu Taschentuch >uit eiuem Eiseubahufahrbillett und 3 X Geld, ein schwarzes Goldtäsck>cheu mit 22 X und ein Paket mit verschiedeneu Spitzeu. * (G e f u n d e n) lvurdeii am Tüdbahnhofe fol-geiide Gegenstände: vier Negenschirme, zwei weißo Dameujackeu, eiu Paket mit Herreuwäsche, ein kleiner hölzerner Handkoffer mit Männel-wäsche: ferner wurde iu der Stadt oin vergoldeter Zwicker aefuiwen. (Ku rli ste.) Das Bad ^rapiim Töplitz haben bis zum 17. Augnst 2714 Parteieu mit 4456 Personen bezogen. Theater, fiunlt und Literatur. — (Der Kunstwart,) Inhalt des ersten Teptemberheftes 1907: Knust ans dor Maschiue. Von Hans Schliepmann. — Die Dichtung und das geistige Eigentum. Vou Paul Ernst. Die Welke uud wir. 6. Warum ich don „Fidelio" liebo. Ein Schuxirmer-brief von Karl Söhlo. Zur Vaugeschichto dos letzten Jahrzehntes. Vou Otto Vartuiug. — Loso Blätter. Nundschau, Vier Bildorbeilagon und drei Noteubeilageu. Telegramme lies l. l. !eleDl>htll-Vttlchlilll!tllz'Vllttal,s. Die Entrevue»,. Mai laud, 26. Antust. „Eorriere drlla sera" bringt folgende Äußerung oinor „Persönlichkeit von höchster Antorität" über die Bedeutung der offiziellen Note, die auf dem Sommering ausgegebeil wurde: Das am Temmering erzielte Nesnltat hat in Italien nm fo mehr befriedigt, als es die erste Macht war, der Österreich-Ungarn das Justizreformprojekt mitgeteilt hat. Das geschah iu Tesio uud schou damals hat Tittoni dem Projekte grundsätzlich zugestimmt. Die do» fiuitive Zustimmung ist auf dem Semmering erfolgt. Die beiden Minister haben bei ihren Besprechuugen deu allerbestcu Willen gezeigt, sich über jedes Detail freundschaftlich zu verstäudigou. Das biete eine Go« währ dafür, daß sich die beideu Negieruugon, was immer auch geschehen möge, auch iu Zukuuft ohue Schwierigkeit eiuigeu werden: dies nm so mehr, als ÖsterreichUngarn keino Erpansiousabsichten hat. N o iN, 26. August. „Giornalo d'Italia" schi-oibt: Seit sicbeu Jahren hat Kaiser Franz Josef keiue Gelegenheit gehabt, mit offiziellen italienischen Persönlichkeiten, nnßer mit dem italienischen Botschafter in Wien, zu verkehren. Dio Ischler Audieuz Tittouis ist eiue gouügendo Bekräftigung des gegenwärtigen gegenseitigen Vertranons ',wischeu den beiden Län-derii. Die beim Empfange des Ministers Tittoni zn» tage getretene Sympathie nnd Herzlichkoit blieb nicht allein auf die amtlicheu Kreise beschränkt. Das Blatt hebt hervor, die österreichische Presse habe daran erinnert, daß in der knrzen Zeit, die zwischen den Besuche» von Naccouiai nnd Ischl liogo, die Entrevnen in Siuinemiinde, Wilhelm^höhe, Ischl nnd Marienbad ohne jede Störuug der politischen Gruppieruugen, in Europa, vielmehr zum Vorteile des Friedous, mög« lich geweseu scieu. Das Blatt sagt auch, Italieu habe Anteil au dieser glücklicheu Friedensstiuiinnng. Die Mission Italieiis sei immer eiue friedliche uuter den europäischen Völkern gewesen. 'Berlin. 26. August. Dio „Norddoutsckio Mg. Zeitung" schreibt: Der Vosnch dos französischen Botschafters Cam von beim Neichskauzler iu Norderuel) ist uuter sehr befriedigenden Eiudrückeu verlaufen. Dio beiden Staatsmänner konnten iu freuudschaftlicher Aussprache ihr Einvornebmen nnd ihre Zuversicht iu die Enlwickluug der dentsch frauzösi-fchen Beziehnngen feststellen. Paris, 26. August. Tom „Figaro" zufolge erklärte Ministerpräsident Elömonccau, daß seine Unterrednng mit dem König von England eino Stunde gedanert habe und nicht uur oiue volle Übereinstimmung zwischeu den Alischanlingen Englands und Frankreichs, sondern auch die llbereinstiiu» umng bezüglich dor friedlicheu Anschanungon aller anderen Nationen ergeben habe. Der Katholikentag in Wilrzburg. Würz b u r g, 26. August. Der Katholikentag hat die Absenduug von Huldiguugstelegrammeu an den Papst, don Kaiser nnd den Prinzregenten beschlos-soii. Nesolntionen wnrden angenommoli bezüglich der Feier des 50Mrigon Priosterjubiläums des Papstes durch eineli außorordeutlicheu Petorspfennig, einen Pilgerziig, Festversaiumlnngen usw. Writers lvurden .Nesolntionon wegeii Förderung verschiedener Vereino angeuomineu, darunter eine bezüglich des Bouifazius-vereiiies, wobei Pater Graf Galen über die Abfallbewegung iil Österreich Mitteilungen machte, dio durch den Bonifaziusverein zum Stillstand gebracht worden sei. Der Verein müsse jetzt gegon die Propa-ganda „Los von Nom" arbeiten. Würzburg, 26. August. Dor Katholikentag hat deu Noichstagsabgeondueten Fehreubach (Frei-bürg) zum Präsidenten uud Freihorrn v. Franken-stein, Alutsaerichtsiat. und Engolen (Osnabriick) zu Vizopräsidenten nolväHit. Ermordung eines Obersten. Petersburg, 26. August. Der Chef des Zelleugefäuguisses im Wiborgor Viertel. Oberst Iva-nov, wurde heute vormittag auf dor Straße durch Ncvolverschüssc vou ciucm juugeil Mauuo getötet. Lmbacher Zeitung Nr. 195. 181« 27. August 1W7. L«.'vtt'l'!.'l' n^olll^ r,llwischl,'n, wobci <'r ^iiu'li Polizei-CMntcn v^rn'undl't^, ivnrde alx'r verhaftet. Mii »ch^n, 2(>. August. Der Bildhau^- uad Illustratl.il' Josef E i, ^ l, lonliiähriszcr Mitarbeiter des Simplizissimu5, ist st^stcru A'storbm. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seeyühe ii0« 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 miu. I N ?D D Wind de^!^l«!k^ «^ 2U. N. 73>j8,2b^> NO. schwach ! heiter ^- 9U. Ab. 739 2, 18 3 windstill ! 27.l 7 U. F. 740-1 > 12'2, S. schwach , dunstige Luftj 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 18 5°, Nor male 17 7«. Wettervoraussage für den 27. August für Steier-marl, Körnten und Kram: Wechselnd bewüllt, schwache Winde, mäßig warin, Gewitterneigung', für das Küstenland: Meist heiter, schwache Winde, warin, gleichmäßig anhaltend. Verantwortlicher Redakteur (in Vertretung): Dr. Josef TominZct. Verstorbene. Am 2 4. August. Maria Naic, P ofess^rswitwe, 70 I., Maria The csia-Straßc 4, Gebärimitterlrebs. — Clara Pcs-siak, Prwcue, !)1 I., Ressclstwße 1>, Marasmus. Am 2 5. August. Otto Skobc, Ansseherssuhn, 2b Tage, Maria Theresia Straße 8, lii-miobiti« ciipili. | Dr.j. Seiger | I ordiniert wieder. (3398)2-1 | Freundliche Wohnung Südseite, mit 3 Zimmern, eventuell 2 Zimmer und 1 Kabinett samt auderem Zugehör sucht für Oktober oder November eine ruhige, kinderlose Partei; erwünscht Badezimmer und elektrisches Licht. Anträge unter „B. S." Laibuch, po8terestanto. (3400) nOnilüLnur v°u hervorragend diätetischer _ _ || li Wirkung, das sich in dieser Ilin- I PHinPlnilPllP sieht vorteilhaft von allen anderen III UlII|Jüll|IILlllJ Mineralwässern unterscheidet. (3030) 4—4 ! l Schmcrzgcbcugt geben wir bekannt, daß unsere > l innigst geliebte > Anica Jeran ! Lehramtslandidatin des IV. Jahrganges > ! Montag den 26. d. M. um V2 5 Uhr nachmittags ! I in der Vlütc ihrer Jugend, im 1!). Lebcilsjahre, ^ ! sanft in ein besseres Jenseits dahinschied. ! I Das Leichenbegängnis findet Mittwoch deu ! l 28. d. M. um 4 Uhr nachmittags uom Landes« V spitale aus statt. > Laibach, am 27. August 1807. > Familie Ieran. ! sStatt jeder besonderc» Anzrisse.) > [Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- -^fc^^ Anstalt für Handel und Bewerbe in Laibach j Aktienkapital Iv 120,000.000- ^^^ Kesorvefond Iv 63,000.000' (1718) I Kontokorrente. ~- Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. - Verwaltung von Depots. — Weohselstube. I Kursr ttn der Wiener Dörse !!i «ch per kliiif. Geld Wc»,' Nllgnnemr Staatsschuld Einheitliche Rente l lonv. steuerfrei, zirunc» (Mai-Äiov.) per Kasse, , 8« (>l »« iö t L°/« ü. W. Note» Febr. Aug.) per Kasse......!)7 « ü?'«> » 2 <>/„ ö. W. Silber (April.Olt.) per Kasse......9? ft» !»?-«,' »8S0er Staatslvse öuu io -i^ftcrr. Rente in jnoiienw. stfr., K-. per Kasse, . . 4°/« l i! ?o u«-4< renl, per Ultimo . , 4°/v Pl> -<>) 9ö i)ft. Iiivesti««»«.-Rente, stfr., Kr, per Kasse . . 3'/,°/« ^e 2/ ?s'^ ^i>lnbal,>z.Kt!!al,sck,' »ellch«. » G., ftexerfrei, zu 10.0ÜU fl, . . . 4"/<, - - ., Franz I°sef-Vah» m Eilber (biv. Et.) , . . b>///c, 2 - ,Ll -Gal. Karl Ludwig Bahn (d,v. Stücke) Kronen , . 4°/. Ui.«0!«I!< Nuoolfbahn in Kronenwähruüg, steurrfr. (dio. Et.) . 4"/., ^5 i>< «« b< Vorarlberg« Bahn, stenerfrei, 400 Kronen . . . 4"/„ i ü in z,5 u> Hu zlonl»schnld««!chitlbun»»n »lge'llnlplltl G»s«nb<,!,N'AKNtN Hlifabeth-B, LA' fl. KM. 5>' <"/, von 400 Kronen . . , . 46«'— 4«z!'-betto iiinz-Uudweis 2<>u fl. ö. W.E. b'///„ , - - .1 — Kronen 4 "/o. . . . «s l< 8? ic ^lisubethbahü «u,4 - ^Ii»abell)bali» 4ou und i!W0 M, 4"/n........N« ^ N4- ^ranz Joses-Bahn z? U .«allzische Karl Ludwig - Gähn »8 -idorarlbergrr Bahn Em. 1884 '5> ««50 Staatsschuld der Länder der ungarischen iirsne. »Vu ul>ü^ Goldrentc per Kasse , !<>» 4< lU8 »!l 4"/u deito per Ultimo iou 4> >02 ö> 4"/^ ung, Rente in Neunen- Währ. stfrei per «ape . . b2 1ü »2 35 4°/o detto per Ultimo 82 1k> L2 »5 »'/,"/« detto per Kasse , 81-üü !,l 4b Ung. Prämien-Anl. k l«o fl. . i«» bt lk? ^> dctlo il 50 fl. , j83'bl! <»i?'50 Theih^eg.-Lose 4«/» . , , »Z? ö< >4 4°/« ungar. Gnmbentl.-Obllg 8l?i 82-70 4"/n lroat. ». slav, Grundentl.. Oblig........96'----------- Andere öfientliche Nnlehen. BM'.Lanbee.Unl. (div.) 4°/« 81— 82-- Bosn. - herceg, Cifenb. - Landes» NnlrlM (dw.) 4 >/,",„ , b? 3t »8 Z5 5 °/o Donau-Äeg.Mnlelhe 1878 i4 - Winier Verlehrs^Anleihe 4°/<, 8öUl «6 öv detto 18UN 4"/u 8c>'8,' öL 85 «nlehen der Stadt Wie» . . 1(X)'3< >U1 Z> detto (S, od. G.) . , , Il8üb ,20 L!-del!« (1884) . . . . »3 50 84 b, detto (1888) .... 8b'lO 86 betto (1»U0) ... 85 I(! Ss-,< betto Iuv.°N.) 130L , 3b b' !»Ü i:> Bürlebau-Unlthen vcrlosb. 5°/<> S« - ^? - Bulg. Etaat«elfenb.'Hyp.««nl. 188!» Gold .... e°/o 1,8-1! 120 u< «ul«. Staat«. Hhpothelar Unl, 1892 . , , «",« i!il'!.. li!^'!^ H!eld Ware Pfandbriefe «. B°d!!!lr,,aNg,üsl.tn5«I.vl,4°^ 354l »ßn B0tin>, Hhpotlieleniillnk veil. 4"/i, 85 7b 86O Zentral-Äod.-Kred.-Vl., österr., 45 I, del I. 4',°^» . . ^ 1«1iU 102 b, Ae!ttral.Vov..ttred..Bl., üsterr., «5I. vcrl. 4"/„ .... !>'.'. 88-zlied.°Inft.,°slerr., f. «er,..Unt, u.öffentI.Urb.Kat.^vI.4°/« 9öü< 87-5< Laiidcüb. d, Kön. Ealiziri, und Ludom. 5?'/i I, ruckz. 4°/,. 85'- »ä-?5 Malir, Hlipllthefenb. veil, 4"/, 845« 85 5« 3i,.österr.Landei!.H!ip.'Ä»s!,4"/l. 9«-- 8?-- detto iull, 2 "/«Pi. verl. »>/,°/° l,?- 88- betto K.>Cchuld!ch, verl, 3'/,°/^ 8i:'?n 57'75 dctlo verl, 4°/» 958^ v« ?u Osten..ungur. ^anl 50 jähr. vell 4«/, ö. W..... S7-1? »8'10 detto 4^ K?..... S3 l>5 9805 Spart. 1. i!st., LN I. vkl!. 4°/» »«-50 f, 18o4 — — —- — Österr. Nordnirstb, il>o fl. T. , ioü 50 - — «3 fL» .',<> bett» Em. »889 267 ül Ü78 50 5°/^ 3onau'Regulierung«-Lofe «00 fl. ü. W..... 251'- 25? - Serb. Präm..«nl. v. 100 Fr. 2"/« 8?'Z5 l08 «f ssnlitliinlllch, Los». Budap.'Uastllla (Dumbau) 5 f!, 20 25 22 25 Kreditlose 100 sl...... 4l2 50 4IK-50 Elary'Loje 4« fl. K. Vl. , . 189 - 145 - Ofenrr Lofc 40 fl..... 2U5- 21« - Palffy.Lose 40 fl. K. M. , . i'/o ?c 181-75 Noten Kreuz, üst. Ges. v., 10 fl. ^u - 4ö- »iotrn Kreuz, una. Ges, v,, 5 fl. 2-, 8b 27 95 Rndolf.Lufs 10 sl...... 53 - «?- kaIi».Ll>!e 40 fl. it. M. 2U0-— Hü« - Gel» Ware lürl, E..«..«>,!. Präm..Oblla,. 400 Fr, per ßasse , . , —— —>— detto per M. ' . . <81 25 ^2Ll Wiener Komm,»Lusc u. I, 1874 Hzi« — 4»li — Gew.'Vch.d. »"/«Prüm.'EchuNw. i. «iodenlr.'Nnsi. Em. 1»«? 685«, ?2'5« Nltien. flan»Pur<>zlnl»ln»!i«nnßln. «ufsig.TepI. Elsenb. 500 fl. . LZ,.'' — 284»- Mhm. Nordbahn 150 fl. . , 38S-50 »^3>- Vulchtiehradei Elsb,500 fl. KM. i!»»o - 28l><'-'~ delto (üt. li.) 200 fl. per Ult, ,u48 - wöl gi Vonau ' Tampfschiffahrts. Gel., 1,, l. f. priv., 5lw fl. N-M U8l! — 8U2 - eux.Äodenbacher 3isb. 400 ilr, 548— 555-- !>erdi»andK.Nuldb.1A>nfl,KM. 5,8.»-— ki^.'»--Uemb,>i,.Ii>s,t,. itisenbal>»> Gesellschaft, 2W fl. E , 558 . 5ü0 - Ul°yd,ös«el-r..Trieft.,bo»sl.KM, 41»-^ ^ij-- Osten. Nordwcstl^bn 200 fl. S. 4^1— 42s- delto (üt, ti.)2UU tt.S. P. Ult, 4l1— 41«-- ^rag.Tiiicerlkilenb.iWfl.abgs!, 215— 21?- Ttalltücisb. 20« ll, E. per Ultimo K-«2 25 643 25 Lildb. 200 fl. Silber per Ultimo lbt 50 152 50 Hüdnorddeutjche Verbiildun8<üb, 2uu fl, KM...... 3W— SZl-- Iramway'Ges., neue Wiener, Prioritäte.slltien 100 fl. . —-^ ^-^ Ungar. Westbahn («aab'Glaz) 200 fl. S....... 4Ul— 4«!l-- Wr, Lolalb,.«ltie».«es, 20« fl. 260 -____ V«n!en. «nglo.Öslerr. Vanl, 120 ft, , . 28? 5.' 2W 50 Banlvcrein, Wiener, per Kasse — — — — dcttu Per Ultimo . . , 525— b«6 - Äodenli,.Anst. üsteri,.200sl.S 982— 9«- Zentr..V°d..,ftrtbb. «st., 200 fl. 5«ö— 53?-— Kreditanstalt für Handel und Gewerbe. INO fl,, per Kasse —-— —-— bett» per Ultimo 628 LU «29'i>0 Krebitbanl all», »ng., 20« fl. . ?»4 — 73',- Depusitenbanl. allg., 200 sl. , 46l'50 4ö2 50 Eslomptr > Gesellfchaft, nieder. bsterr., 400 Kronen . . . 56«-- üsi-Giro» und Kassenucrein, Wiener, 20U fl........ 454 - 457 — Hyputhelenbanl, österreichifche, 200 fl. 80"/» E..... 2«,^ — 2^7 - lländcrbanl, öslerr,, 2o« fl, per Kaffe....... -- --. dctto per Ultimo .... 418'SO 419 «l> „Merkur", Wechselst.. «ltien. GeleMchaft, 20U fl. . . . l>95 — 600-- Geld »?8> — 17»b — Unionbanl 20N fl...... 580 — 531 — Herlchröbanl, allg., 140 fl. . 828 — 323 - Ind«ftiil22'l»0 ,24^0 ^ruxerKohIenbergb.-Ges.ioafl. '2^ - ?^» — 3isenbah»w,.Lelhg., erste, ia» sl. ll - 202- - ,,(tll>cmühl", Papiers, u. V,, Zlindh. n, Met,.Fabrll 400 Kr, . . 995-- ift'i — Üiesinarr Brauerei 100 fl. . . 288 2;2 — Moütaii.Gesellsch , österr..alpine 58^40 5l>6 4^> „Poldi.Hütte", Tiegelgutzstahl» F..A..G. 200 fl. . . . 419" 4«a 50-Präger <3ifen.Inb,««-- 562- ,,Echlöl>lmnhl", Papierf.,20ofl, 325-- »40 — ,,Schodl,ica", «..«. ,. Perrol.. Ind., 5N0 N-r..... 4sö — bUl» — ,Steyrcrmühl", Papierfabrik »nd N,>E...... 442— 448 - Trisailer Kohlenw.'G. 70 fl. . 258 — 262 -Türl. Tabalrezie.Ges. 2U0 Fr. per Kasse . --— — bett« per Ultimo 408 — 410 20 Waffenf..Wef., österr,. ln Wie». ion fl........ 4L2-— 4US - Wagaoü.iieihanftalt, allgem., in Pest, 4UN N-r..... —-- - Wr. Baugefellfchalt lon fl. . . l4s - 148'- Wlenerherger Ziegel!..Alt.»Ge!. 685— «»?— Devisen. Kurz» Ktchlln nnd Ichtck». .»lmsterbam....... 1U915 il>8-4i» Deutsche P'äh?...... 117-u?> lt7-5?» London........ 24»-?L' 240-8?'> ^tlllienifche Bantplätze . . . SV?» »5-SU Pari«......... »5 62' 9582' Zürich und Bafel..... »l» 55 95 ?a Valuten. Dulaten ....... >l»5 ,14^7 20-Franlen Stücke..... 1» l? >8 2» 2o.Marl Stücke...... »«'48 -^» t>2 Deutsche Neichsbanlnoten . . t<7 »ž» 117 5?» italienische Banlnoten . . 95 ü<> !<5!«, Nudel-Noten . , , . 2-üi»^ i-54^. !El32.- und "\~exlca.-u.f von K«'l»1f«, lMuiMibri«'!«'!», l"rioriHtl«-it, Ahlteu, Losen fte., OfviNen im«] Valuten. (4) Los-Versicherung. Bank- -a.33.cL 'Weclislerg'esch.äft Privat Depot« (Safe - Deposits) ________Verzlmung yen Bareinlage» Im Kanlo-Korrenl and auf air»-K»ti.