Anbacher Seituna. Samstag am V. April R853 Die „«.ib.cher 3°iw,,^' rrsch.mt, mit A,.,,,»'!),,,, "r Imn,' ,',w Fcikck,,,k tig,^, >n.° s°stet ^,.,,,>t .m Ä.ila^n im C „,„)'!. ir .,a,,ji^,ri,, I! ,1,, !> a, b jä f, ri g 5 ss I«, fl .„it Mmtlicher Thei!. «^e, k. k. apostol. Majestät haben mit aller> höchstem Handschreiben vom 27. März d. I.. dem Director der Gesellschaft deS österreichische» Lloyd zu Tuest, Elio Morpurgo, in allerguädigster Auer-kenninig ftiner mehrfache» verdienstlichen Leistungen Allerhöchstihren Orden der eisernen Krone dritter Classe, mit Nachsicht der Tare», z» verleihen geruht. XII. N e r z e i ch u i ß der im Herzogthume Krai» eingegangene» Beiträge zmu Bane eines das Andenken an die wunderbare Rettung Sr. k. k. apostol. Majestät verewigenden Gotteshauses in Wien. fl. Fran Anna v. Maffei....... 6 Hr. Carl Nünagl, k. k. pens. Hanptmann . 1!i Hr. Dr. Maiimilia» Wurzbach, Advocat - 20 Hr. Emannel Gläser, Kaffehsieder ... 1 H'- Iss». Lukstein, jnb, k, k. Tabakmagazins' . Verwalter.......... 2 Hr. G„ihy Pongrap. k, k. Postmeister . . 10 Hr. Valentin Saletu, Prsteipeditor ... 1 ^l'toü Ianeschicsch. Postillon..... 1 Michael Verbizh, detto..... 1 Andrcns S">ko, dccro . . 30 kr. Anton Fritsch, detto . . 30 kr. Marti» Markouitsch, detto . . 12 kr. Franz Pitschmanu, detto . . 12 kr. Stephan Wellescheg, detto . . 12 kr. Ivhcmn Novak, AuShilfskuecht . . ^2 kr. ^°hann P^,h^^ Stallknecht ... 6 kr. 6>'a>!z Nouak, ScaUir .... 6 kr. Theresia Smereker. Köchin ... 30 kr. Gm Lnsttdal, durch den Verwalter Herr» Joseph Ogoreuz........ 4 Hr. Jacob Pogalschnik, Nealiiätenbesiyer in ii»stthal........24 kr. Hr. Ioh. Schmalz, k. k, Steuereinnehmer 3 ^'U'ton Lenanschitsch, k. k. Steuer- ^, Comrollor.........^ 3 ^- Eduard Heine, k. k. Steuerassissent ^ ^ ^r. ^ohai», Tratnik. k. k- Steueramts- K^^«'ka»t......30 kr. -- Geo.^^"" Mollau,, Dinru.st 30 kr, " l>, ß Wagaja, k, k. AmtSdiener 30 kr. z ' ^spar Pollak. Färber .... 3 H' 5'°'^ Koschier. Pfarrer . . . ^ 3 ^ ' ^ranz Voschitsch, Cooperator 40 kr. H ' ^"."z Wohinz. detto ... 1 h/ ^°!""' Den. Nothgä.ber .... 3 H,- ^seph Peha.z. Cattuntrucker . ., 3 Hr Ä ""^ M"l,i. Nothgärber . . .l 2 Hr'K^Malli, detto ... 2 - 30 kr. - Frau M "i Pollak, Roihgärber . . ." 2 Hr- Änto» ?«, < "^b''d' Gastgeberin . / "" 3 H''- Matthäu "'7""ug. Sensengewerk > ^ 2 Hr. Peter M,l^"°k, Ncthgärber . .^" 1 Hr. Banlmä M'„, detto . .)^ 2 H'. Ioftfth Ro"^,. detto . . ^ 2 H'.I°wuPollak!'^..-,' ' 'I ^ «^^^^"w.ter. 2 tz,, U"aena!inter . . " ' ' „'. ', Hr, ^'"«z, Achazh.zl, Sensenschmid 1 Hr. ^ «ch'M Pollak. Se,.se.,a w k ' ' ^ Hr. 3 "'s Malli, Nothgä ber !o kr' H> ^ !ln?'^'"k' Ha„delsma,w '' ' Z'<'''"Nchaz>zh. Lebzelter 30 kr. 5> N « D'kleoa. Weisigarber 30 kr. "°" de,, '« Killer, Wirthin in Pristara . l a>tileg , k- Herren Beamte» des Steuer- '" Neumarktl....... 3 st-Hr. Victor Freih. v- Schmidburg, k. k. BezirkShauptman»...... 10 Vom Amtspersonalc deö k. k. Steueramtes ^ ^ 8 Hr. Ioha»» Zach, t. k. Vezirkscommissär ^ 3 Hr. Marcel! v. Tamer, k. k. Vteuer- - Inspector...... . . . Zi 3 Hr. Ca,l v. Fichtl, k. k. Vezirkösecretä, - 1 Hr. Johann Friedrich, Diuruist ..." 1 (5arl Iavorek, AmtSdiener . . l0 kr. Hr. Joseph Hinner, k. k. subst. Steuereinnehmer ......... 2 Hr. Franz Tauöar, k. k. subst. Co»ttvllvr ^ 1 Hc. Ioha»n Antoneiö, k. k, ÄmtSpracti- ,- kant........4U kr. " Joseph Tauffrer, k, k. Amtsdieuer . . ^ l Gregor Intichar, Vezirksdie»er 20 kr. Hr. Paul Knafel, Bürger . . 10 kr. Hr, Joseph Dejak, Pensionist . . - ., 2 Hr. Anton Pokor», Pfarrer . . . .^ 3 Hr. Andreas Krischai, Corverator . . 1 Hr. Jacob R l Math. Ferjan, k, k. Amtsdiener 30 kr./«-Hr. Mart, Vraidich.Nealitätenbes. 30 kr ' " Joseph Bauer. Wirth ... 36 kr. O Joseph Snscha, detto ... 30 kr.^ Joseph Staricha, k. k. Finanzwach-Ober^ " anfseher.......28 kr. " Siguuuid Schwarz, k. k. FiuauzwachDber-. aufseher.......30 kr. Math. Debeuz, Krämer ... 20 kr. Peter Marinschek, Wirth . . 30 kr. Anton Budan ...... 30 kr. And. Perhanz . . . . . . 20 kr. Johann GaSpari, Krämer . . 20 kr. < Dominik Gaspari.....6 kr. Michael Weiß. Werkführer . . 6 kr. Hr. Joseph Koschitscheg, k. k. Steuer ^ einnehmet .........°Z 3 Hr. Fried. v. Fooransperg, k. k. Steu«- I Coutrollor.........^ 2 Hr. Johann Wilfa». k. k. Steuerassistent Z 1 Hr. Philipp Heimann, Diurnist 40 kr. -Valentin Orrasch, Amtsdiener . . . ^ 1 Hr. Vincenz Pattek, f. k. Steuerei»»ehmer in Sissek.......... « Hr. Gustav Lakner, k, k. Steuereinnehmer 2 Hr. Jod, Pirnat, k, k. Stcuer-ßonlrollor ,3 i Hr. PeterSaiy, k.k, Steuerassistent 30 fr. ^ Hr- Joseph Panian, Diurnist . 40 kr. ^ Hr. Franz Schdnbruun, detto . 30 kr, ^ Anton ^esnig, AmtSdiener . . ^30 kr. " Summe: 193 fl. — kr. Hiezu die Summe auS dem eilftcn Verzeichnisse vo»...... ä<43fl-ö2kr. ergibt sich eine Totalsnmme von . . - >>338 fl. 62 kr »ebst den «perc. Coupons einer krai"ische» Gru»de,tt° lastungs-Schuldverschreibung pr. 100 fl. vom 1. Mai 18.^3 bis einschließig 1. November 1861, emem 20-Franke„stucke und sechs k. k. Dncate» '" Gold. Die Herren Beamten deS k. k- SteueramteS „, LaaS: Joseph Hinner. Franz Tauöar, Iobaim A„-lon6i^ nnd der AmtSdiener Joseph Tauffrer haven sich erklärt, alljährlich am 18. Februar bis zur ^ou-. °>'d»ng des Kirchenbaues in Wie" die im oc^gen Verzeichnisse für dieses Jahr von ih»e" erlegte» Beiträge zu leisteü. Nichtamtlicher Theil. Die Krippen. * Die wohlthätige» Anstalten, als die wählen SchnlMittel gegen Armuth und Krankheit, sollen im Staate in einer Kette von Anstalten bestehen, dere» Glieder untereinander verbunden, sich gegenseitig m,-telstüyen, und deren wirksames Ineinandergreifen die Wohlthätigkeit ihren Zweck erst vollständig erreichen läßt. Das erste Glied in dieser Kette der wohlthätigen und implichen Anstalte» ist die „Krippe", dere» Zweck es ist, Kinder der ärmeren Classe, welche noch zu klei» sind, um in Kleinkmderbewahsanstalten zugelassen zu werden, deS Tages über aufzunehmen. Die Krippe»a»stalten sind bereits nach dem Beispiele Frankreichs und Belgiens in der Hauptstadt Wien gegrüudet worden, haben dei, Erwartungen ihrer Gründer vollkomme» einsprechen, und vermögen die günstigsten Nesnltate auszuweisen, sowrhl für die Gesundheit der Kinder, welche in diese» Anstalten besorgt werd«», als durch die Ermöglichung, welche dieselben den Mütter» gewähren, ihrem täglichen Erwerbe nachzugehen. Der Nuyen, den die Klippen gewähren, kommt nicht minder den dabei unmittelbar betheiligten Kindern und Müttern, als auch den anderen wohlthätigen Anstalten, heute dein Spital, morae» den» Äsmenfonde, ein aoder Mal 0er Sani-rätspssege 11. s. w. z» Gute, wie ans der folgenden kurzen Darstellung zur Genüge hervorgehen wird. Die Krippe bewahrt und verpflegt in gut ge» lüfteten Localitüten Kinder in einem Alter von 14 Tagen biS zu 2 Jahre» von arme» braven Aeltern, die außer dem Hanse arbeite», gegen eine kleine, vo» Letztere» zu bezahlende Vergücung. Die Krippe nimmt sowohl solche Kinder auf, welche noch gesäugt wer« den, als bereits entwöhnte, aber keine Kranken; ein Arzt überwacht die Aufnahme, und besucht täglich die Anstalt. Die Mutter briugt das Kind in der Früh, uud holt es Abends ab. Ist das Kind noch nickt entwöhnt, so kömmt die Mutter, welche i„ der Arbeit ist, während der Naststunte es sänge,,. An Sonn-und Feiertagen ist die Anstalt geschlossen- Kinds-warteriunen sorge» für die nöthige Pflege, wohlthätige Frauen überwach?» die Anstalt, welche von einem «Zomitu ihrer Giünder geleitet wird. Die arme Mutter findet daselbst gutes Beispiel und guten Rath für sich uud die Erziehung ihres Kindes. Die Vortheile einer Krippe machen sich nach mehreren Richtungen geltend: für die arme Familie, welche kein Capital besißt, als die Arbeitskraft der Aelcern, versprechen sie vielleicht eine Verdoppelung. jedenfalls eine nicht unerhebliche Vermehrung ihres genüge» EmkommenS; für die kleinen K'.'der Gesnndhe.t und ssraft. eine Grundlage, «»schäßbar für Jede,', unentbehrlich aber fnr den Ä,me„; hiedorch mag es ihm gelingen, sich sei" Brot einst ehrlich zu verdiene», durch sie mag sein Geist eine zuträgliche Richtung erlange», da es wohl unbestritten ist, daß zwischen körperlicher und moralischer Gesundheit eine lebendige Wechselwirkung besteht; für die Geschwister der Kleinen sind sie Befreiung vom ängstlichen Zwange einer Wache, welche vielleicht der Schulzeit abgestohlen wurde, Bewahrung vor Verrenkung und Mißgestalt, welche nur zu oft eine Folge des Tragens der jüngere,, Geschwister ist; für den Staat bekommen sie Bedeutung durch einen höchst wichtige» Einfluß auf die öffentliche Armen- und Gesundheitspflege. Die 3, hergestellten künstlichen Gwdmaße» auf 366 Objecte. l5,.«>? ^'" H""^'""'istenum wird an einer, ganz Europa umfassenden Telea^,» „ , , .„,- , ^ ^lnermagazinen », Wien nunmehr ,n Erwägung ^«^ ^'^ ^ wurden dießfalls auch schon Verhandlungen mn d«m Gemeiuderathe angeknüpft, welcher die nölhigen Räumlichkeiten auszumitteln hat- — Der nächste Eisenbahncongreß wird eine allgemeine Revision der bestehenden Taiifsbestimmungen und eiue entsprechende Aenderung derselben znm Gegenstande seiner Berathungen haben. — Da in einigen Kronländern derzeit Verschlei» ßer vo:> Schulbüchern nur in geringer Zahl bestehe», hat das Unterrichtsministerium angeordnet, daß in allen größer» Orten der sämmtlichen Krouländer ac-creditirtt Buchhändler, Buchbinder oder Kaufleute, und in deren Ermangelung Schuldirectoren oder hehrer als Verfchleißer anfgestellt werden, welche die Schulbücher von der k. k. Schulbücheradministratio» iu Wien unmittelbar auf halbjährigen Credit unter den für Verschleißer bestehende» Erleichterungen beziehen können. — Die Comunalcongregation zu Udine hat als Beweis ihrer Dankbarkeit für die der Stadt durch die Anordnung, daß die Eisenbahn an ihr vorüber-geleiiet werde, zu Theil gewordene allerhöchste Gnade, in einer Comunalrathssitzuug vom 30. v. M. einstimmig den Beschluß gefaßt, den zur Anlage des Siaatseisenbahnhofes uöihigeii Boden, sowie den für eine ans der Mitte der Stadt zn dem Stationsplatze iu gerader Richtung führende Straße aus eigeueu Mitteln anzukaufen. — Aus Venedig vom 6. April schreibt man der „Tr. Ztg." : Die Kriegüfregatte „Schrrarzeuberg" wird am 23. l. M. mit außerordentlicher Feierlichkeit, hoffentlich in Gegenwart Sr. Maj. deö Kaisers, von Stapel laufen, bei welcher Gelegenheit der Obercommandant der Marine, Feldm. - Lient. Graf von Wimpffen, ei» glänzendes Ballfest veranstalten wird, zu welchem schon Einladungen ergangen sind. Man erwartet heule Se. k. k. Hoheit den Erzherzog Ma-limilian, der dem Vernehmen nach hier so lange weilen soll, bis daS erwähnte Schiff, das seinem Commando anvertraut werden soll, völlig ausgerüstet sein wird, was vor Mitte Mai'S schwerlich geschehen dürfte. — Vorgestern wurde in der hiesigen Kirche „Maria della Salute", auf Veranstaltung der Sterükreuzordeliö-Dame von Balbi, von 40 venetia-üischen Damen ein Hochamt znr Feier der glücklichen Rettung Sr. Maj, des Kaisers veranstaltet. — I» Este wurden gegen 40 Individueu we-, gen Raubmordes theils zu lebenslänglicher, theils zu mehrjähriger Kerkerstrafe verurtheilt. Hinrichtungen haben dießmal nicht stattgefunden. — In Ferrara sollen einige der Umstnrzpartei Angehörige die außerhalb des dortigen Friedhofes begrabenen deichen der unlängst wegen Hochverrathes Hingerichteten des Nachts heimlich ausgegraben, und in einem in Marmor ausgehauenen Monumente im Friedhofe selbst beigeseht haben. (Tr. Ztg.) — Aue Mailand, ü. April, wird der „Tr. Ztg." geschrieben: Mit 1. l. M. hat der Feldmar-! schall Graf Radeyky der Brambilla'schen Impresa für Seidentransporte gestattet, ihre seit dem 6. Fe> brnar unterbrochenen Schnellfahrten von Mailand nach der Schweiz und England über deu St. Gott-hard wieder aufzunehmen. Diese Eil-Fonrgons gehen täglich mit dem letzten Eisenbahnzuge, um 3 Uhr 30 Minuten Nachmittag, von hier nach Como ab. Heute Früh, ^ Uhr, fa,,d unter Ausrückung der ganzen disponible,! Mailänder Garnison in großer Parade auf dem Domplatze die Vertheilung vo» 20 und einige» Verdienstkienzen nnd Medaillen an jene Solcale» Statt, welche sich bei dem abscheulichen Attentat vom 6. Febrnar durch besouderen Muth uud Entschlossenheit hervorgethan haben. Die Deco-rirte» gehören größteiuheils der Genod'armerie und dem Polizei-Wachtcorps c>», dig bekanntlich an jenem für Mailand ewig schmachvollen Tage die ersten auf , dem Platze waren, und mit den Gliedern der Maz- ^ zini'schen Mdrderbande eigentlich handgemein wurden, indem sie gleich bei ihrem Entstehen deren Bollwerke, die Barrikaden, zerstörten, »i,d jede gefährliche Zu-sammeurottung kräftig verhinderten. An die Stelle naßkalter Witterung und der österlichen Sckuee- und Regentage ist seit Sonnabend endlich bei uns milder Frühlingöhauch und erquicklicher Sonnenschein eingezogen. Nach dieser lange ge» ung ersehnten Wetterwende, die eben am Vorabend zweier auf einander folgenden Festtage eingetreten, zeigte denn anch Mailand eine nene, eine aufgeweckte Physiognomie; den» sowohl am Sonn- als am Ma« rientage (^m,nn!'il>xim>,>) wimmelte es in alle» Stra« ßen bis spät in die Nacht von heiteren Spaziergän» gern, und der Corso war au beiden genannten Tagen höchst zahlreich besucht. Die Theater Canobbiaua nnd Carcano, obgleich sie unserm Pnblicum seit ihrer Wiedereröffnung am 28. v, M. nichts mehr als höchst Mittelmäßiges geboten, mithin äußerst wenig Kunstgenuß versprechen, sind dennoch alle Abende mit Zuschauern fast überfüllt. Im k. k, Theater „alla Cannobbiana" werden dramatische Vorstellungen mit Ballet, und im „Carcano" Opern gegeben. Die drückende Schwüle, die seit den schmachvollen Vor» gange» vom L, Febrnar anf unsern ergiebigsten Er» werbsqnellen lastet, beeinträchtigt nicht nnr »och im» mer Handel und Wandel im Allgemeinen, sondern hat, seit etwa 8 Tagen, ihren unheilvollen Einfluß auch über unsern Seidenmarkt, auf dem sich bisher stets eine erfreuliche Bewegung gezeigt, ausgedehnt, uud dort eine merkliche Stockung hervorgerufen. Sollte diese von einiger Daner sein, so kdmue uuser gegeuwärtiges commercielles Siechthnm dadurch gar leicht einer bedenklichen Crise zugeführt werden. — In der Waldnng Liuga pera Kornyi nächst Vladeny, im Unterbezirk Marienburg, wnrde, wie der „Siebend, Bote" schreibt, durch Neudorfer Fuhrleute am 22. März der Kopf und die Füße eiues Mannes vorgefnnden. In der Nahe dieser Ueberreste befand sich ein abgetragener Militärmantel und Tos« kinrock, eine schwarzseidene Weste, eine gestreifte SoM-merhose, eine Tasche auö Kalbfell. In der Weste»' , tasche fand man eiue Gulden-Banknote und einen 6 kr. Münzschein. Von den übrigen Köi'perii>',le,i war nirgends ei,>e Spur vorhanden. Eingeholte Olknndi« gungen führten zn keinem weitern Resultate, als daß »or einigen Tage» ein Reisender i» denselben Kleidern, wie die vorgefundenen si»d, durch Vladeny dem Walde zugehend gesehen wurde. Wie derselbe dort um das Leben kam, darüber schwebt ein geheimniß-voller Schleier, den zu lüften vielleicht erst der Zukunft vorbehalten sein wird. Bis dahin ist man des Dafürhaltens, daß der Unbekannte in dem einsamen, abgelegenen Walde durch Wölfe seine» Tod gefunden habe. Die gefundenen Neste deS Leichnams und der Znstand der Kleidungsstücke scheint in der That die« ses Dafürhalten einigermaßen zn begründen. — Auö Kntcenbcrg schreibt man der „Pr.Nov.": Am Ostersonntage Abends gegen !) Uhr bemerkte man gegen Nordosten eine Brandröche. Tags darauf erfuhr man, daß in dem Dorfe St. Niclas (anf der ehemaligen Herrschaft Neuhof) ein Hans abgebrannt sei. Dieses Fener wurde durch eine unerhörte Bosheit veranlaßt. Der Besitzer des eingeäscherten Hanfes ist ein allgemein geachteter Man». Leider ist sei» Sohn nicht nach ihm ge» rathe». Derselbe ist im Dorfe Krakovan verheiratet, wo» selbst er mit seinem Weibe eine Chalnppnerwirthschaft er« hielt. Er lebte mit ihr in fortwährendem Zank und Streit, weil sie seine Trunk-und Spielsncht nicht dnlden wollte» Als ihm auch sein Vater ernstliche Vorwürfe machte, ge« rieht der «»gerathene Sohn in Wuth, und drohte aw Ostersonntage öffentlich, seinen Vater und seiu Weib z" erschlagen, ihre Hänser anzuzünden und sich selbst ^ erhängen. Als er in der That än dem genannten Tage ans Krakuvan sich verlor, schicke man aus Vor» sicht einen Boten nach St. Niklas, UM den Vater zn warne»; aber ehe der Bote ankam, stand tas HauS des Vaters bereits in Flammen. Ein Sch""^ dcjunge, der den Brandstifter, sc> zu sagen, bei dt That ertappt hatte und ihn aufhalten wollte, n'l»« von ihm mit einem Messer verwundet und mußte ihn loslassen. Der Verbrecher eilte nun in seinen Wohnort znrück. wo er sein Weib suchte, das sich '" "' nem fremden Hanse versteckt hatte. Da er sie nicht fand, zündete er sein eigenes Hans an, >>ef '" "^ nahen Wald und erhängte sich. Er wnrde aber zeltig genug entdeckt, abgeschnitten und in's Leben zu« rückaebracht. Das wüthende Volk drang nun daraus, daß ma» ihu >u das Feuer werfe. waS denn auw wirklich geschah; die Bedächtigeren in der 6°«"'"° befreiten ihn aber wieder auö den Flammen, und wurde er denn an das k. k- Bezirksgericht '" CM mec abgeliefert. 331 — Nach einer Mittheilung der „Wes. Ztg." aus New-Orleans, 26, Februar, sind von dem berühmten Reisenden und Naturforscher, Herzog Paul von Württemberg, kürzlich Nachrichten eingetroffen. Er hatte in der Havanna!) kein Schiff nach del ma-gellanischen Straße gefunden und war deßhalb nach New-York gegangen, von wo er Boston besuchte, und dann auf einem der nach Californieu segelnden Schisse Passage nahm. Er will sich an der patagonischen Küste an das Land seyen lassen, und die beiden Ufer der magellanischen Straße, besonders das Feuer-la»d, wissenschaftlich «iplorireu. — Dr. Scherzer ans Wien hat, nach mehrmouallichem Aufenthalt, die Stadt, wo er für sein wissenschaftliches Unternehmen allen Vorschub gefunden, verlassen nud sich nach dem In» »ern vo» Louisiana gewendet. Er befindet sich gegenwartig in der Gegend von Vayo» !a Fonrche,', als Gast bei dem Bischof Polk (vou der Hochkirche),! einem Bruder des verstorbene» Präsidenten und Be», fi!)er einer der größten Zuckerpflauzunge». ! -^ Ein Ingnneur will im New-Yorker Krystallpalast eine Dampfmaschine aufstellen, die eiu Schiff bimien 3U Stunden nach Europa treibe» soll!! '- Neue practische Anwe»dn,'g des Telegraphen. — Auf der Eisenbahn, die von New-York nach Buffalo führt, wird jel)t jedem Passagier, der seine Fahrkarte löst, eine Speisekarte (österr. Speiszettel) eiu-gehändigt, auf welcher die Gerichte rerzcichnet si»d, die auf der Zwischen- uud Frühstücksstalion Warsaw in haben sind. Der Reisende trifft seine Auswahl, bezeichnet in einem besonderen Bnreau die Schüssel», die er zmu Frühstück wünscht, und erhält dagegen^ eine Nummer. Anf der genannten Station angelangt, ftyt er sich a„ die Tafel, nud zwar auf jenen Play, der mit seiner Nnmmer correspondirt, und sin« det sei» bestelltes Frühstück aufgetragen. Der Tele-g'aph hat. während er fuhr, seinem Magen vorgearbeitet. ^ vi^ Philadelphia macht eine abscheulicher Cr>-Mlualfcill Seusatio». Vi» gewisser Arthur Spring, e>» geborner Irliinder, ermordete zwei Frauen in ih-. rein Nett, bemächtigte fich ihrer Juwelen, nnd machte «inen Versuch, das HauS in Brand zu stecken. Das Schrecklichste ist, daß Spring die That seiuem leiblichen Sohn, einem 17jährigen Jungen, in die Schuhe schieben wollte. Der Sohu, zufallig der einzige po-s'lwe Z^,^. g^„ s^„g„ Pater, war beim Verhör s° ergriffen, daß er eiu Mal ohnmächtig aus dem ^"i'chtssaal getragen wurde. Der Vater verrieth s""e Bewegung durch eiu gezwungenes Hohnlächeln. ^'- Lynch, der Gatte der einen Ermordete», hat den Verstaut, verloren. Hlmiitz, ä. April. Heute wurde der erste Act ^ "iche»feier Sr. Em. des verstorbenen Cardinal- uursterzbischofg Freiherrn v. Somerau-Beekh hierorts ega»gen. Se. Eminenz der Cardinal Fürst Cchwar- '"' "g hatte sich dazu aus Prag eingefundeu. Auch M d^" Stalthalter vou Mühren, Graf Lazauzky, '° °er hoch^, Bischof vou Vrün», Graf Schaaff- >e, wohnten dem Zuge der Uebertragung aus dem D^^'"uner der fürsterzbischöflicheu Nesideuz i» die ^lhe bei. ^. ^"^ hat nachstehende Kundmachung erlasse»: Hcrsoi, ^ ^s'eruug, keiu Opfer scheuend, um der vollst^, ,K ^"' Eigenthume ihrer Uuterthauen den schon ^ ^"^ iu sichern, ergriff zu diesem Zwecke ^^ßüchst/ ^"^ Maßrege!» , welche bereit« die er-b>«mit anf"^^^"'^ i"^ 3'vlge hatte». Sie seyt U»wese„K g^" Häuptling des hierländigeu Ränber-Ulnsturzes sch^" ^ü»d<,r, der vou der Partei des i« ihre», mZerk ^^^^'"b der unheilvollen Revolution steil verzweifelt., ^ "koren war, uud mit deu Re-^" leyteu ss ^ , .^"'chter wieder als Vorkämpfer ^"llcherheit '^'^"' Pläne dieue» sollte, um neue ^'^ ss sc^, '^^ ^" verbreite», eiue Summe von ^dess"' ^?' "er 23,<»NN ss. WW. als Preis "°" ^^' 3ustandebri»g»»ss «,g. Dieser Preis ist lher e»^"'a". wesse» Sla»des er ist. verdient, wel-^"s°»e„ """" °^'^ '" Verbindung mit aüderen ^"zeiae ' ^'"' "^"" Thätigkeit oder bloße sichere N'Iit^ "'', ^"^ Sicherheit« - Organe , oder daS k, k. ber« h ' Aufgreifnng uud Ei»liefer»ng dieses Räu- "erkstellige» wird. Diese Prämie wird auch demjenigen erfolgt, welcher im Rechte der Selbstver-theidiguug oder der Verfolgung Nuzsa Snudors zur Tödtung desselben schreiten mnßte. Die Auszahlung der Belohnung erfolgt, ohne eine weitere Entscheidung der Behörden abzuwarten, bei dcm nächsten Geusd'ar-merie-Flügel-Commando oder Comitats - Vorstände, nach Maßgabe der bestehenden Weisungen. — Per-souöbeschreibuug des Nuzsar Sündor: Ist eiu Manu vou ungefähr 40 bis 42 Jahren, mittlerer, mehr kleiner Siaiur, fest und stämmig, hat dunkle Haare und einen finstern Blick. Er trägt einen Schnur-^ und Backenbart." , . V e u l j ch l « « d. Berlin, 4. April. Die »Preuß. Ztg." meldet: Die Uniersnchnng, welche wegen den hier i» deu leß-^ teu Lagen gemachten Entdeckungen von Waffen und l Muuiiiou schwebt, ist dadurch in ein nenes Stadium ^getreten, daß es gelungen ist, den steckbrieflich verfolgten Dr. Ladendorf in der Gegend von Soloin zu ergreifen u»d hierher zur Hafc zu briugeu. Auch ' eiu anderer dcr verfolgte» Mitschuldige» ist im Harze verhaftet n»d hierher eingebracht, Uunchlig ist hi»; > gegc» die in mehreren Zeituuge» verbreitete Nachricht, ' daß auch von Köln Personen eingebracht worden seien, welche mit der hier bezeichneten Untersuchung in Ver-bindnng stehe». Der vor einigen Tagen aus Cölu hierher transportirte Arrestant war der Schneidermeister Leßner, der Leyte der i» dem Coiner Com-muuistenprozeß vernrihcilten Personen, dessen Abfüh-rnng zur Strafanstalt bisher durch die vou ihm vergeblich eingelegte Nichtigkeitsbeschwerde verzögert worden war. (karlsrohe, 31. März, Der Postdienst an Sonn- und Festlagen hat im Badischen höherer An-orduuug gemäß eiue Beschränkung erfahreu. Auö Thiirinaen, 1. April. Das Meiniugen'-sche Minlsteriuin hat jeßt die Gemeiudevocstünde zur Errichtung vo» Sparcassen auf dem Lande aufgefordert und die Verwaltungsanuer angewiesen, dieseo Institut, welches sich bereits in Städten als äußerst wohltätig «.wiese». «„ch ^uf den Dörfern kräftigst zn fördern. ^ Frankreich. Paris, 2. April. In der heutige» Sitzung des gesel)gcbenden Körpers wurden deu Kammern mehrere wichtige Geseyesprojecte vorgelegt. Zwei derselbe» haben Bezug auf die Umgestaltung deS Ge-schworuengerichteS, das, so wie es jcht organisirt ist, schon lange unseren heuiigeu Machthabern mißfällt, ta! es ihueu zu unabhängig dasteht. Außer deu genannten Vorschlägen reichte die Negierung auch heute bei den Kammeru zwei Project« ein, worin Pensionen für zwei Marschallsrritwen verlangt werden, die Gräfin Enelmans uud die Herzogin Reggio. Unter den Vorschläge», die der Kammer zur Berathung vorliegen, ist auch ein Project, welches das gegenwärtige Gese») über die telegraphische Correspondenz modifici-re» soll. Der Cassationshof hat daS Gesuch der acht zum Tode verurtheilteu Insurgenten von Bedarieul abge-wiese», so daß ihuen jeyt nur uoch die Hoffnuug a>,f Milderung ihreS Schicksals durch den Kaiser bleibt. Iu Paris ist eme Ordonnanz deS Polizeivra-fecten erschienen, welche die Anwendung aller metallischen und vegetabilischen Substanzen, die der Gesundheit im Entferntesten schädlich sein könne», deu Conditore» auf'S Strengste verbietet, sowie auch die Anwendung vou Metalldraht bei künstlichen Blume» uud Früchte», deu Veikauf deS aus chemische» Prozesse» gewonnene» Kochsalzes u»d alle Falsch»»gen vo» Milch, Stärke u. s. w. Die Fabrikante» uud Verkäufer werden personlich für jeglichen Schaden verantwortlich gemacht. Pnris, 3. April. Hiesige Blätter bringen glänzende Berichte über den Ball, den die Stadt Paris vorgestern dem Kaiser nnd der Kalseri» gab. Dem Vernehme» nach soll Marschall Sainc-Arnaud wieder völlig hergestellt sei» und bis znm 1!>. in Paris eintreffen. Eine Deputation der Stadt Boulogne hat vom Kaiser die Versicherung erhalten, er werde, falls er i» diesem Jahre das nördliche Frankreich besuchen sollte, anch nach ihrer Stadt kommen. Saiut-Omer scheint ebenfalls auf diesen Besuch zu hoffen, da seine Municipalität 30.000 Fr. für die Empfangsfeicrlich« ! keit votirt hat. Nachrichten auS Malta vom 27. v, M. mel» den, daß daS englische Geschwader uoch iu den dortigen Gewässern vor Anker liege. Spanien. Madrid, 29. März. DaS Cabinet hat der Kammer Neformprojecte in der heutigen Siyung vor» gelegt. Sie beziehen sich auf die Organisation deS Senates, die Piiifung des Budgets und der Geschäftsordnung der beiden gesetzgebenden Korper, die küuftighiu für beide Kammern eine und dieselbe sein soll. Das Reformurrject beantragt drei Classen von Senatoren: Senatoren von Rechtswegen, erbliche uud lebe»?langlich ernannte Senatoren. In die erste Kategorie gehören die Generalcap'tänS der Armee, die Cardinäle und Erzbischöfe; erbliche Senatoren sollen die spanische» Graude» sein, falls sie die durch dieses Reformgesei) erforderten Eigenschaften nachweisen. Die gfgeuwürtigen Geseßbestimmungen, bezüglich der Er-ne»»»nge» lebe»slä»glicher Senatore» sollen ebenfalls einige» Abänderungen unterzogen werden. Bezüglich der Budgets beabsichtigt man eiue F,ststelluug des Unterschieds zwischen jenen Theilen derselben, welche ohne Umänderung eines Specialge-seßes nicht diScutirl werden können, nud jenen, deren Beibehaltung oder Abänderung diese Formalität nicht erheischt. Die ersten solle» als permanent betrachtet und nur die zweite» der jährlichen Discussion unterzogen wcrdeu können. Der Geseßextwurf wegen Tilgung der schweben-den Schuld mittelst Hinausgabe ron 30.00tt.00V 3vercentige» Staatspapieren ist nichts anderes, als die Ratification des in London mit dem Häuft Barring abgeschlossenen Auleihens. Die Vorlage in Betreff der Fideicommisse und Substitutionen hat nach der Erklärung des Ministers den Zweck, den Trägern gewisser Adelstilcl die Mittel an die Ha»d zn geben, standesgemäß zu leben. Ein fö,!!gliches Decret beruft die Provinzialbe-putation für den 20. April. Vsmauisches Reich. Sonstantinopel, 28. März. Ob zwischen dem Fürsten Mentschikoff und der Pforte gegenwärtig die Frage des h. Grabes verhandelt wird, weiß man nicht, will jedoch aus sicherer Quelle erfahren haben, daß der Diva» mit dem Fürsten über die Angelegenheit Montenegro's und die Emancipation des Christen ausschließend verhandle. Englands energische und bestimmte Erklärung hinsichtlich des Orients soll diese Aenderung in der Tagesordnung bewirkt, und die Erörterungen auf den angideuteten, vo» außen nicht angreifbaren Boden verpflanzt haben. Dessenungeachtet meine» Einige, die Pforte könue wohl in Betreff Jerusalems sich mit dem Fürsten schon ver» ständigt hab?», und die Lösung für die Publicität »och nicht ganz reif halte». Omer Pascha wird hier in Bälde erwartet, und soll durch Wassnf Pascha (neulich nach DamaS be» stimmt) erscyt werden. Das durch den Divan angenommene Bank-Project wnrde gestern durch den Sulta» ratificirr, und die betreffende kaiserliche Irade, welche einige Modificatione» des »rsprüngliche» Projectes enthalt, an die U»ter..edmer ausgefolgt. (Triest. Ztg.) Telegraphische Depeschen. — Paris, 7- April. Der heutige „Moniteur" demextirt die Absicht der Regierung, di« Gesetzgebung in Betreff der Civilehe abzuändern; eine 60jahrigt Erfahrung, heißt es, habe die Weisheit der Geseyg«. buug. die Civilehe betreffend, bewährt. — Die „As« scmblöe nationale" und „Mode" haben eine zweit« Verwarnung erdalle». - Madrid, 2. April. Der Senat verwarf mit 8 Stimmen Mehrheit die Reclamation«» deS Generals Narvaez. 332 Feuilleton. Der schwarze See am Pachern. *) (Wendensage.) Johannes ist Vorüber, die Kirschen sind gereift, Und die Plamna-Wicscn l'lau, roth und weiß gestreift; An ihrem Rande grasen wohl hundert Rinder licht, Umher im Kreise grüne», wohl Nuß- und Vuchbaum dicht Um Keller und um Scheunen spielt heller Sonnenstrahl, Und brennt aus dreizehn Fenstern zurück vom hohen Saal, Verklärt des Kornes Wogen und tändelt mit dem Lein, Und schmückt das Haus des Reichthums mit zwiefach gold'nem Schein. Denn was das Auge schauet, wie writ die Stimme reicht, Was rings im Hochfcld reiset, dem fein's am Pachern gleicht, Das ist Frau Ne« eigen, das erbt ihr stolzer Sohn, Das Glück hat cs gegeben, doch suncht dem Glück sie Huhn. Nin Wandrer schleicht des Weges, die Sonne glüht so heiß, Ihm tropft vom kahlen Scheitel, uom grauen Vart der Schweiß ; „Wohl mir, im Kirschenschatte« da sind ich Lab und Rast!" Er spricht's, und streckt sich nieder, ein anspruchloscr Gast. Was suchst du? tobet Arnck, der Nei» eitler Knab', Was schreckst du meine Sperling' «on ihrem Futter ab! „O laßt mir, edler Junker, was ihr dem Sperling gönnt, Der schnatternd einst den Heiland am Kreuze hat verhöhnt." „Schweig alter Gauch »oll Lügen!" der Vubc zürnend droht, Und glitscht und schmutzt das SammtNcid sich iu der Gasse Koth, Und bricht dem Greis, dem schwachen, den Wanderstab entzwei, Und lügt: „er sei geschlagen" der Mutter mit Geschrei. Die sitzt auf guld'ncm Schämcl, vor ihr auf Silber blank, Da schimmert aus Krystallen der Pikcrcr als Trank, Sie nimmt vom Marmortischc, schneeweiß das feinste Brot, Und reinigt Arnek's Kleider, und murret wider Gott. Da flehet durch das Fenster, der Bettler hungerbleich: „Erquicket mich mit Speise Frau K^/,» schön und reich!" Da wirft sie ihm die Krumen, zerknittert, schmutzig gra», In's Antlitz: „nimm du Rabe, und fort aus unserm Gau." Da schleicht der arme Pilger zum nahen Vrnnnenqucll, Ein bitt'rer Vor» wohl träufelt ans seinen Augen hell! Da neigt er sich hinuutcr, will Labung schlürfen ein, Da wirft der Iuukir lästernd iu's Wasser Stein auf Stein, Da richtet sich der Fremdling hoch auf, und Mund und Hand Verwünschen das Gehöfte, eh' er im Wald verschwand, Als hätt' er ssc gemurmelt, so steigen Nebel auf, Als hätt' er ihn verwischet, war weg der Sonne Lauf. Als hätt' er sie gerufen weit Von der Kappa her, So ballen sich die Wolken zum grauen Wogcnmcer; Als müßt' der Quell auch steigen zum Himmel hoch hiu,ni, > So rauscht es aus dem Brunnen, füllt Wies' und Fluren daun. Und statt der Sperling' prasseln im Kirschhaiu Schlossen wild, Bis Frucht und Hccidcn liegen erschlagen im Gcsild, Und höher immer höber steigt noch die Wasserfiuth, Viö der Planina-Ncichthnm in ihrem Schooße ruht. Und Welle dehnt an Welle sich immer weiter ans, Nis sie vertilgt, verschlungen, Frau 5l«i» und ihr Hans, Da tobt nicht mehr das Wasser, da ruht es kalt und zäh', Ruht oben auf dem Pacher noch stumm als schwarzer See. Schläft, nie vom Wind gcwcckct, nährt nie der Fische Brut, Wirft fremd zurück die Sonne und fühlt nicht ihre Gluth. Vom Krummholz nur unigittert, kci» Nlümlein in der Näh', So glotzt aus dreizehn Fenstern den Pilger au der See. Doch trübet ihr im Frevel sein Bett durch einen Stein, So seht ihr Molch und Unke und hört die Raben schrci'n; Mit grausen, Wetter strafet der schwarze See den Hohn, Das lernt er von Frau Ae?.» und ihrem bösen Sohn. ll>v Rudolph Puff. Reisebericht les hcchwürdigen apostolischen Missionärs Herrn Angelo Vinco, niedergeschrieben auf einer Reise in den Ge. bieten der verschiedenen Aequatorialstämme am weiße« Flusse, vom Jänner l85l angefangen, bis zur Hälfte des Jahres »852. (Fortsetzung.) «^Vährend dieser Zeit ereignete sich ein der Mitthei-lung wüidiger Vorfall. Als ich nämlich eines Tages mit meinen Dienen und einigen Negern, von denen meme Wohnung „;, g^,^ ,^ wurde, gegen drei Uhr Nachmittags w mewer Hütte mich befand , hörten ^ 'u7neirM"G^^"^"'"^" N«"'"^« ^aschenbnche sur stciusche Geschichte «nk Sageukmide. wir plötzlich Trommelgerasscl, gerade so, wie cs zur Zeit des Krieges, oder wegen anderer ernster Ursachen gehört wi>d. Ich fragte die Eingebornen so-gleich, was denn dieß zu bedeuten habe, u»d ob vielleicht dcr feindliche Stamm der Lacoia gekommen sei, um mit ihnen zu kämpfen. Sie antworte-tete» , es müsse wühl etwas sehr Ernstes vorgehen, das ihnen aber noch unbekannt sei, Kaum hallen sie diese Worte ausgesprochen, als Djubck mit mehre, rcn Vornehmen eintrat; ohne mir zu viclem Fragen Zeit zu lassen, baten sie mich, ich möge doch sogleich mit ihnen gehen und einen Löwen lobten, der bedeutenden Schudcn an ihren Hcerden angerichtet und überdieß durch sein furchtbares Brüllen die Bevölkerung während der ganzen Nacht hindurch in To. besangst versetzt hatte, ohne daß es Jemand gewagt haben würde, auch nur einen Fuß vor die Hüttcnlhüre hinauszusetzen. Nun dachte ich ernstlich darüber nach, was unter solchen Umständen zu lhun sei. Ich besprach mich in arabischer Sprache, die von den Negern nicht verstanden ward, mil meinen beiden Dienein, bd sie den Mulh hätten, mit ihicn Flinten das furchtbare Thier «»zugreifen. Sie ant. werteten bejahend. Nun sagte ich den ungeduldig auf meine Ant' wolt darrenden Häuptlingen, daß ich, falls cs sich um eine größere Gefahr gehandelt halte, gern mit ihnen gegangen sein würde, ein Löwe aber lohne sich nicht der Mühe und ich würde ihnen daher bloß meine zwei Diener geben, cie mit dem Thiere schon fertig werden könnten. Meine Diener griffen nach ihren Kapselgewehren und je einem Paar Pistolen; hierauf begaben sie sich an den von den Negern angezeigten Ort. Tausende von Wilden gingen mil, wagten sich aber nicht in die Nähe. Das Thi« kauerte im hohen Grase zwischen zwei Steine» am Ufer eincs FInsfes. s«, daß man es mcht deuMch sehen konnte. Ein N.ger, der tü>)ncr als die Nebligen war, näherte sich ihm, um es meinen Leuten bcffcr zu zeigen, im Nu wäre der Unglückliche in Stücke gerissen worden, hätten nicht meine Leute i:n rechten Augenblicke gefeuert und das Thier mit drei Schüssen todt zu Beden gestreckt, D>kses Er-eigniß machte auf die Gemüther dcr Wilden einen gewaltigen Eindruck, da sie die Uederlegenheit dcr Weißen immer mrhr mid mehr kennen lernten. Sie brachten mir die Leber des Löwen, die als ein ausgezeichneter Leckerbissen betrachtet wird. Ich fand sie in der That sehi schmackhaft; ihre dcste Würze mochte jedoch wohl der Umstand gewesen sein, daß ich der erste mich als Urheber dicfes glücklichen Aus^ gangs mit Recht ansehen tonnte. Schon seit der erster, Zeit meines Aufenthaltes bei den Baris, h»tle ich ve„ Beschluß gesaßt, den Quellen des weißen Flusses nachzuspüren und hatte dießsalls nickls von allem dem vernachlässigt, was die Unternehmung erleichtern konnte. Sowohl bei den Baris, als bei den andern Stämmen, mit de. nen ich Beziehungen angeknüpft hatte, zog ich bei den Eingeborncn vielfach Erkundigungen ein. Ich wendete mich vorzugsweise an diejenigen unter ihnen, die Handel trciben, da die Aussicht auf Gewinn der einzige Sporn ist, der die Negcr bcweg.n kann, Reisen in das Innere Afrika's zu unternehmen. Uebereinstimmende Auskünfte wurden mir von su uielen, verschiedenen Personen gegeben, daß ich an deren Autentizilät nicht, ^ zweifeln vermochte. (Fortsetze folg,!,) Bncherschau von !)>-. V. F, Klun. II. Felix Fürst zu Tchwarzenbera., k. k, Minister» Präsident lc. ?c. C>" biographisches Denkmal von Adolph Franz Berger. Leipzig. Verlag von 2tto Spamer 1853. Soeben ist ein Jahr dahin, seit sich die Gruft über der irdischen Hülle des Mannes geschlossen, der mit Recht dcr „staalskluge und kraftvolle Vertreter der auswärtigen Politik Oesterreichs, der Mitdcgrün. der cincr ncum Ordnung im Innern, der Schöpfer ciner aussichtsvollen Zukunft, des Reiches ritterlicher Vertheidiger auf siegreichem Schlachtfeldc« genannt werden kann. Bei so vielen und so großen Verdien, stcn, die sich der Verewigte in hartbcdrängtcn Zeit--Verhältnissen für das Gesammtvaterland erworben hat, muß jeder Patriot dieses biographische Denkmal freudig begrüßen; dieß um so mehr, wenn nebst der Wichtigkeit des behandelten Stosses der Verfas. ser in der Art der Darstellungen den strengsten An. foiderungen entspricht, die an ein derartiges Werk gestellt werden müssen, wie es bei vorliegendem Buche der Fall ist. Im ersten Abschnitte behandelt dcr Verfasser «das Fürstenhaus Schwarzenberg« in histo. risch-gcnealogischer Beziehung. Dieser Abhandlung zu Folge stammen die Schwarzmbcrge von Conrad (Sohn des Allem.!Nenhcrzogcs Erkinger, der am 15. Januar 9< I"'' ,a?o wurde Johann Adolf in den Fcirstenstant» erhoben, und !«?4 feierlich i» das Fürstencolle, ginm eingeführt. Auf 150 Stiten beleuchtet A. F. Berger die Geschichte di.fts eben so thaten, als ehrenrcichm Hauses; eine Geschichte, die durch acht Iah thun.-derte auf jeder Blattseite glänzende Kundgedungen deö stcts lebendig und unversehrt gebliebenes» historischen Familienbcwußtseins aufzuweisen hat, und die der geistre,che Verfasser in anziehender, den Laien wie den Fachmann befriedigender Weise zu einein klar ausgeprägten Bille umgearbeitet hat. Der zweite Abschnitt enthält die Biographie des Fürsten Felix, dcs hochverdienten Staatsmann ncs und Helden, Bis ins Detail begleiten wir darin den großen Mann der Zukunft, «on dcr Wiege an durch das bewegte Leben, überall begegnen wir den seltenen Geistcsgaben und der überraschenden That» kraft, die so segensreich in die Geschicke unseres Va-tcrlandcs zu greifen und dieselben zu fördern be> stimmt waren. Das Wcrk ist mit Eleganz ausgestattet, mit Porträt und Facsimile des Fürsten verzictt. Indem wir das Werk allen Patrioten bestens empfehlen, bemerken wir noch, daß darauf Nestel» lungen angenommen werden in Laib ach in del Buchhandlung von ^,. «. 5ilei«»««z,^ « H e«l»^ ««»««^i, Mt i s c e l l e n. (Nachstehendes war noch nicht da!) M»ß Katharine Hayes, die beliebte Londoner SängerM, macht in San Francisco Furore und Geld. S>e dringt Gold nach Europa, wie noch kein so glücklich" Goldgräber in Kalifornien, Die Billets z" >h"" Concerten werden nach amerikanischer Manier ver» stngcrt, so daß der beste Plotz bci ihrem dritten Com cert Il00 Dollars kostete. — Ei» DiamantKrcuz, im Werthe von ! 300 Dollars, wnrde in San Francisco mit dcr Bedingung ausgespielt, daß dcr Ge. winnende es der Sängerin ,u,n Geschenk machen müsse! Da können die Enthusiasten in Europa noch lernen, wie man Sängerinen honorirt! Druck und Verlag AnI)lMH zur ImImclwrSeiimm. Telegraphisä)er Sours ° Nericht der Staatspapiele vom 8. April !853, Etaat«sch,,Idveischrei>'>m<,sN ,» 4 ,/2 >>«t, l>» » CM,) 58 Z7« l.iu>,.,« Ü............"'7V2 5°/° 1852 . . ...........^^ Ottigationcn dcs lombatd. ucnct. Nulchcns vom I. !850 z« 5 7» ........«!,/> li. M. Actit» t»-r Kaiftr sserdinands.Nrrdbnh« ,u 1Nn C. M. Ncticn dlr Viidwcis-Linz-Gnuuiducr Vah« zu 25U ft. E. M........289 fl.in E.M- Nctic,, dcr öslcrr. Dona»-Doowsschifffahr» l zil 50» N. E. M...... 6»6 l/4 il. i» E, M, W,chsel.- (5ours vom 8. April 1853 Amsterdam, furl U0 Thaler Current, Rthl. 132 1/2 G. 2 Monat, ll»g«b>ag, für >(»» <,«,i!l»ü , 109 3/l llso. 3ra«lsi,r! o. M., (fin >20 s>, südd, Wr-) e!«^W>ihr, >,» ü,» !/2 si. Fuß, G,i>d,, 108 7/8 3 Mi'nat. Hamburn, !>>r ,»><» T,,0>lt Va,,c°, Nthl. N!l 1/2 «Moua!. «woruo, f„r Ä«,<» T»6«,!,!scht ^i», Gold. ! 0!» G t Mmia». «°»dm,, f,,r i Ps„„b E,^,,„ ß,,„,^„ ,„.^ 3Mo»,it. ^ «Nand, fur II«,» Oesterreich, Vive. Guld, w<» >V» « Mon.t, M"s'!'!., si,r M, F,<,,,se«. . («u,d, ,2!>l/2Vf. 2Mm,«t. "cms. ,nr A,»„Fra„f.,„ , , H»,,,d. ,29 5/8 2 Mm.,!. G°ld-u,,d S,,l'er-Uou>se v o,» 7, April !«i>3, Ka,s, Mi,,,,«Ducateu «aio .. 14 1/8 13 7/8 dttto Naud- dto 13 1/2 131/^ ^°>ä «I >»«.«<, "'','' ^, 13 1/1 Nap»!e°,,sd^r'z I .... — 8.38 Souveramsd'or's ' .... — 15,10 »luß, I,»ve>!>,, ,.....— 8 52 Friedrich^dV'l's - 9,2 Agl, G°ver,n,,.,s ."..'.. — 10.52 ^"ll'cw^ ^........ 9 81/2 ^ermchn'ch der liier Verstorbenen. Den ,. April 1853. ^uc.,j Graha,-, Stiäfti„g, alt !8 Iahie, im ^craN)cn,st Nr. 47, am ?m>gen.-O.'dem. — Mar.a ^'^ »,'"^b»«'rswilwe, alt 59 ^^h,e, in de> Gia--d,ch.. Vorstadt Nr. 6, „„ Ne>^»fieber. - Mmia ^^>, ^ ».- ' ''^, a,i drr Vlmqeülahmmiq,— '>'^", a,t 50 ^^),,^ ,-„ ^,,, Poi,,,a.Volstadc Nr. <^, a» der f»ot!ge» Lu„9e»sucht. Dc» 2, Dem Hc,i„ Fia,^ Pcllc. Gastgeber, scn, Kind Ma,ia, alt I >/« Ial),e, i>, d.»r St.' Pc.-tei's.-Voisti,« Nr. 2, an Fi^ik», — Ioham, Ia,,e. schitz, Taglc,h,>e>^ alc 43 Jahre, im Li^il-Spital Nr. l, an der Wassersucht, Den 3 Clara Ielel'to, pro». Aufseher?witwe, alt ^ Jahre, in drr Siadt Nr. 3! I, am Zeh>fi.ber. ^., ^"" H">. Jacob Ianöcr, W^'ßbäckermeister, sein «"w mämüichen Geschlechtes, alt '/, Stunde, noth-getauft, i,, der Stadt Nr. 303, an Schwache. — ^°!)am, Pehma,»,, Zwänglnig, alt 49 Jahre, im '"ssarbeitöhause Nr, 47. a» der Auszehrimc,. Gold ' ^' ^"' Herin Peter Si,»°»eni, bürgl. alc 14"^ Silbe, arbeiter, sei,, Kind Alei^ndcr Franz, köl,!^ "<°»ate, in der Stadt Nr. 6, an de,-Gehirn-^/"'"^>!»cht. __ ?l.,t°n Ferlesch. Bäckergeselle, 'Spital Nr. I, an der Aus' 3« c>,^" ?' kalbert Mohr, Goldschmidgcselle, alt ^ahre, i,„ Cioil - Spital Nr. I, am Typhus. '""°rkii„a„ Im Monate März 1853 smd 59 Per--^.^^"e» gestorben. Z- 477."^---------------------------------------------------------- de, Verkau f Unll-Schreibtafeln. alle Gast.. ^° tal l Schreib ta fei» si„d für »» den Kucb'^ Kliffchl/äliscr, uod zu,n Bormelkm N'gcnd a»-!,/"' s° wie hauptsächlich für die Schul-f.aücn „der A"n^"'' '"^'^ dieselben beim Hinab.-llchen S^^ , "Noßs,, „icht bsschc,!, wie dir gewöhn-^ffel daraus '^"^ Man kann mit Bleistift ollr Laibach a.«°"«"ken. "" 8. April l853, Georg Graßclly, »zur Ti,olenn« 3------------------>-^^ am alten Markt Nr. !5. " 422.------------------------->__—______ ^l Tendler se <3omp. in W i e n ist H>^.z.^ "schienen: Rudels-und Zollvertrag ^ ^ ^ zwischen ' ^ ^r. Ma). dem Kaiser von Oesterreich ^r. Maj dem König von Preußen. ^" L^^aschenfmmat'^Gch? Preis ,2 kr, ^ ^," ch zu haben bei Ig». v. Meinmayr «3«dor Vamberg und G. «erchcr. ' ^'b. Zeit. Nr. 79 v. 9. April 1853-) Z. 427. (I) In der untttzeichneten Buchhandlung cischcint, und ist durch ^A«, v. ^tlei/«««««^ öt F'ell»»' Zett^ebeF'Lf zu beziehen: Meines Conversatwns-Lericon ln fünf Banden oder fünfzist Lieferungen » 3 ngr. — 18 kr. rhein. Die R.chtmig der Gegenwa.t, namentlich in Deutschland, geht dahin, die Wissenschaft immer mehr zum Gemeingut AUer zu mach.». I„ Folge davon siud die sogeuannlen Conoel sations.-L.xica entstanden Die Beweguuc, »»serer Ze,t I,c,; aber d,e meisten dieser Werte bald reralte,,, I„ den Naturwissenschaften«' bewirklen dieß die sich rasch drängende,, Entdeckungen, ,n dst also freie Bah,, e,öffnet einer neuen Unternehmung d,eser Alt, welche aui der gegenwärtige» Höhe der Wissenschaft steht, dabei aber gedrungen und wohlfeil ist. In der Wm diguna, dieses Bedürfmsse« bieten wir eiu neues Co,!versacio»s. Lexicon in fnnf Banden. Dasse,be wird sich vor den ähnliche» Werke,, au^.ich„en durch positive Richtung in der Auffassung un-serer Cultur und durch Festhake» des nationalen Standpunctes. -Der Iuhalt des We,kes umschließi das Gejammigebiet des menschlichen Wissens. Es werden sich darin Reügion, Philosophie, Naturwissenschaft, Literatur, Kunst, GeMchte, Statistik, Geographie, Mathematik Rechl und Politik, Naiioualöconomie, Laud- u„d Fc>rstwirthlchaft, Industrie, Gewe,bekunde und Handel lc. lc, zu eiuem großeu weite» Rundgeüiälde sannoel». Das Weit wird das bequemste Nachschlaaebuch Fremd- u„d Kuustwö > te r bu ch und Ze ilu u gsl e ric on zugleich sein. Es wild vollständiger als alle bisherigen Conversations. Lexica werden, was bei dem beschränkten Umfange dadurch möglich wird, daß es nicht die Forschungen selbst, sondern nur deren Resultate ui gedrungener aber gcmeinoerständlicher und schöner I Sprache uud i» strengorganischer Bearbeitung gibi, Letzterer Vorzug gehl de» meisten ähnlichen Werken ab, die mehl- eme Sammlmig der Aibeilen, zwar vieler uno grosier, aber im Princip nicht geeigneter Gelehrten darstellen. Unser L,x>con dagegen ist das C'rgeb-nsi einer strenge zusammengreifenden Arbeit nur weniger, ilber ihre Aufgabe aber vollkommen gceimgier tüchligcr Männer. In dieser Haliuug stiebt unser Conoersations- Lexicon das unermeßliche Gebiet des Wissens uud der Gesittung zur bildenden Belshiuiig darzustellen und d,e öffeniliche Meinung der deutschen Nation in allen ihren Schichten gründlich zu heb.» üüd zu veredeln. Im Interesse der höchstmöglichen Vollkommenheit des Wertes haben wir dessen Druck erst nach Volle». du„g des a/ösier» Theils d<; M^n,ftr,ptes begonnen. Dadurch si»» wir im Siand,, lasches Erscheinen verspreche» und »ns verbürgen zn können, daß das Gan^e die anqelündi^te Zahl vo» fnnf Vänden nicht iiberslhleite« wird, indem wir «ns verpftichten, was etwa weiter erscheinen sollte, «n« ont^lltlich z» lilfe»,,. Die äusiere A^stc,tt.,,,<, wird, h,ffe„ wir, allgemein befriedigen. Wir haben neue und mit Rücksicht auf den 4.he,l de5 Publ,rums, welche se,te„er !,>st. sel'r deutliche vettern gewählt Inne.halb 2 bis 2 '/2 Jahr.., wird das Werk rollständ.g ,» den Händen der «erehrl Abnehmer sein, ,0 daß »u Durch,chn,tt m°natl,ch.zwei Hefte erscheinen werden. "^^"' """ '^ '"'"lbach bei Ig«. v.Kleinmayr «t Fcdor Frei bürg im März !853. , __________________________ Herder'sche Verlagshandlung. 3, 40!. (5) , ---------------------- Anzeige. Gefertigter dankt für das bisherige Zuttaucn, und gibt sich hiem!t die El,re ergtbenst anluzei^en, daß er ein großes Sortiment von. nach alwneucstel Art und Fa^on vclseriifftel Tonnenschirme, so wie auch vo» verschitd inn Seiden «nd Vanmwoll-3Ir«,enschirmen, Neise Raver, Stock- und Tprunss - Schirmen am Lager habe, so wie auch verschied.nartige Frnhjahrs'Handschirme u»d Fächer, womit er sich dem k. "l vclchrten Publikum bestens ane,»pficl)It. 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