Mbacher W ZeiwM DWU1. Vrii,!umel«ti»n«plei«' In, «lomptoll aanz>. st. ll, halbj. fi, 5 5l>, ssUl bit ^uNellu»» >n» H«i>» haldl. »>o ll, Mit b« Post zanzj. st> »5. hnldj ? ^>, Donnerstag, 3. Jänner. w2 Meter laugen weißen Haaren, theils aus markfreien, 0 1 Meter langen eigentlichen Wollhaaren, welche in der Haut büschelweise augeordnet auftreten. Das männliche Thier wird stärker uud größer als das weibliche; der Widder hat meist große, auf die Art der Zackelfchafe gedrehte Hörner. Die Abnormität eines Widders mit 4 nnd 6 Hörnern kommt öftel^ vor. Bei 0 Hörnern sind zwei uach aufwärts spiralförmig gedreht und haben gleich dem Reh oder Hirsche zwei Zinken (Abzweigungen), uud zwei Hörner winden sich hinter deu Ohren uach abwärts. Dieses rumänische Schaf veitlägt sehr gut die rauhe Haltung, ja viel besser als die Zackelschafe oder die Haidfchuuckeu. Vereinzelt und fcltener findet mau Kreuzungen vou dem siebeubürgischeu Ziyaja-, Stogosa-, Äulsana-Schaf oder von dem südrusslscheu Doustoj-Schaf. Graue uud schwarte Schafe ebeu von dieser Rasse fiudet mau bei dcu Gebirgsbauern unter der weiße» Herde vermengt. Im Monate Mai fängt der Tfchubane seine Herde vom Thale aufwärts zu weiden an, und steigt vou der Thal- in die Waldweide über die Bergwiefen successive bis ans Eude der Holzregion. Fällt uoch wat^ rend dieser Zeit Schnee oder ist der Oraswuchs noch 4 März bis gegen Mitte April statt, die Ernte von Ende Juni' bis Ende September. Im Feldbaue herrscht im allgemeinen die Dreifelderwirthschaft vor. Zwei bis drei Jahre lang wird das Feld bebaut, dann ein Jahr lang brach gelassen. In den Ebenen, in der Posavina (Savegegend), in den Thalebenen des Vrbas, der Bosna nnd Spreöa, dem Popovopolje, längs der Narenta nnd an den sanfteren Thalabhängen verträgt der Boden auch eine !,- bis sechsjährige, an manchen Punkten sogar eine coutinuierliche Leistung. Jener Boden, welcher aus irgend einem Grunde drei Jahre brach liegen gelassen wurde, verfällt nach dem türtischen Gesetze dem Staate, d. h. der muhamedanische Grundherr verliert dai Eigenthumsrecht auf dieses Grundstück. ! Hauptsächlich wird in Bosnien Kukuruz, Weizen, Gerste, Hafer, Hirse angebaut. Der Cerealieuertrag in einem Jahre beträgt in Bosnien inclusive der Krajua nach türkischen Angaben ungefähr 5.000,000 Zentner, in der Herzegowina 800,000 Zentner. An Tabak wird in Bosnien gegen 2000 Zentner, in der Herzegowina gegen ttOOO Zentner gebant. Das Getreide selbst wird — nachdem Dreschflegel gänzlich unbekannt sind — auf dem Felde durch Pferde ausgetreten. Scheunen sind unbekannt, die Garben bleiben meist auf freiem Felde. In den sumpfigen Thalebenen des Trebiöat, bei Ljububka in der Herzegowina wird auch Reis gebant, welcher dem italienischen aber nachsteht. Die jährliche Production übersteigt nie zweitausend Zentner. Der vorzüglichste Tabak wird im Trebinjöica^Thale gebaut, und erfreut sich der Tre< binjer Tabak eines bedeutenden Rufes; in Bosnien wird derselbe hauptsächlich um Srebrenica angebaut, in kleinein Maße, so zu sagen zum Hausgebrauche, in allen Theilen des Landes. Die Viehzucht Bosniens ist seit den Jahren 18ü2 und 1803, wo Viehseuchen beinahe den ganzen Vieh« stand vernichteten, eine kümmerliche. Die Bevölkerung, welche der Configuration des Bodens nach großeutheils auf Viehzucht angewiesen ist, verarmte; die Pforten» regierung konnte keinerlei Unterstützung gewähren, durch die dreijährige Insurrection nnd die damit im Zusammenhange stehende große Auswanderung, respective Flucht der Bevölkerung nach den österreichischen Grenzprovinzen, wurde ein bedeutender Theil des Vieh-standes ausgeführt, verkauft und geschlachtet; auch die Occupation, die Verpflegung der Truppen trng dazu bei, denselben zu vermindern, und es werden bedentcnde Austrengnngen erforderlich sein, den Viehstand wieder einigermaßen zu heben. — Da3 Rindvieh ist klein und.schwächlich; die Kühe geben wenig Milch, nur um Hepce existieren Büffel. Die Schweinezucht herrscht nur in den Eichenwäldern des Flach- nnd Verglandcs an der Save uud Unna; die Schweine sind von derselben Gattung wie in Serbien, werden aber nicht gemästet. Das Schaf ist in ganz Bosnien, noch mehr aber in der Herzegowina Gegenstand der Pflege, und wird in manchen Theilen eine edle und feine Wolle, ähnlich der von den Merinos, erzeugt. Die Pferdezucht ist seit der Verarmung des bosnischen Adels im Niedergange, doch ist die kleine bosnische Pferderassc noch immer berühmt durch die Allsdauer, Genugsam-teit uud Sicherheit des GeHeus auf den schwierigsten Gebirgspfaden. theils als Last-, theils als Reitthiere. Maulthiere finden sich nur iu der Herzegowina, ebendaselbst auch die meisten Ziegen. Die Bienenzucht wird stark betrieben. DaS Programm Khereddin Paschas. Der nene türkische Großvezier Khereddin Pascha fühlte offenbar das Bedürfnis, eine Art politischen Programms des unter seiner Leitung gebildeten Kabinets in die Öffentlichkeit gelangen zu lassen. Zu diesem Zwecke lud er kürzlich die in Konstantinopel weilenden Korrespondenten dreier großer europäischer Blätter zu sich und sprach sich'ihnen gegenüber, einer Mittheilung der „Pol. Korr." zufolge, ungefähr in folgender Weise aus: „Jedermann, der sich für das Schicksal unseres Landes interessiert, erkennt die Dringlichkeit gewisser Reformen an, und der Sultan hatte die Gnade, mich auf den Großveziersposten zu berufen, damit ich das Werk der Reform und Umgestaltung beginnen könne. Ich hoffe, daß es mir gelingen wird; mein Ehrgeiz geht dahin, durch Gerechtigkeit und Billigkeit der Mann der Wahrheit nnd des Fortschrittes' zu sein. Jene, die meine bescheidenen Schriften gelesen haben, wissen, daß ich ein erklärter Anhänger des constitutio-nellen uud parlamentarischen Regimes biu. Meine Absicht ist es demnach, die Vertreter des Landes in ausged'huter Weise zu der Regierung des Reiches heranzuziehen, und werde ich. sobald es die Umstände gestatten, das otto ma n i sch e Parlament ein-bernfen. Dieser Moment ist noch nicht gekommen, denn jetzt könnte die Anwesenheit von zwei Kammern nur zu müssigen nnd leidenschaftlichen Debatten Veranlassung gebe», die das Land aufregen würden, ohne demselben Nutzen zu bringen. Vorerst müssen wir die schwebenden äußeren Fragen regeln, im Innern aufräumen, enie dauerhafte Ordnnng herstellen und erst dann werden wir das Parlament einbernfen, um mit dessen Hilfe die inneren Reform» und Reorganisationsgesetze auszuarbeiten. Ich rechne auch auf die werth' volle Unterstützung des Sultans, dessen Patriotismns ein bewunderungswürdiger ist. Unglücklicherweise — Ulld ich sage Ihnen damit nichts nenes — hat der Sultan oft mannigfache Unruhe infolge heftiger Schrecken und Besorgnisse. Mit Recht, durch sträfliche Versuche gegen seinen Thron allarmiert, sieht er endlich überall Inlrignen nnd Eomplotte. Daher kommt rs, daß er den Personen, die er in seinen Rath bernfcn, niemals volles Verträum schenkt und daß die Minister niemals wissen, ob sie seiner Unterstützung sicher sind. Dieser Umstand, den Sie in Ihren Korrespondenzen betonen wollen, bereitet einem Großuezier eine sehr schwierige Lage. Sie können mir glauben, meine Herren, daß ein Thiers, ein Palmerston. ein Gllizut in Verlegenheit kämen, unter solchen Verhältnissen zu regieren, und vielleicht würden sie dic Last für ihre Schultern zu schwer finden. Mein Wunsch geht dahin, zwischen dem Souverän, seinen Ministern und dem Volke gegenseitiges Vertraueil herzustelleu. Diese« Vertrauen ist heute ill ungenügendem Grade vorhanden und doch ist es die unumgängliche Bedingung eines harmonischen Zusammenwirkens dieser drei Factoren. Ich werde mich beeilen, alle guten Ideen, die man mir eingibt, zu befürworten. Mögen jene, die folche haben, sei es in Finanz-, Verwaltungs-, Polizei, oder Iustizangelcgenheiten, zu mir kommen, ich bin bereit, sie anzuhöreu, und das wird mehr werth sei», als gegen die Minister losziehen und di< Regierung versch'w'ärzen, wie dies — ich weiß es -in den Bureaux der Pforte und in den Kaffeehäuser, von Stambul geschieht. Ich werde strenge gegen dl< nicht hinreichend, dann werden im Walde Eichen, Buchen, Eschen, Ahorne gefällt und als momentaner Ersatz der Herde zum Benagen der Knospen und feinen Acstchen überlasseu. Hiedurch geschehen große Devastationen, welche durch das Brenuen im Frühjahre auf den Sonnseiten in wahrhaftigen Vandalis-mus ausarten. Man sieht meilenweit das sonnseitige Waldland anf diese Weise vernichtet, nnd es wäre für so einen Lumpen von Tschubau, der das Feller anlegt, das Aufhängen wol noch eine milde Strafe. Rückt uun die Sonne höher, so ist Mitte Juni die Schafherde anf ihrer angewiesenen Alpeiltrift, nnd Meister Petz sowie Herr Lux haben wieder ihren all-gewohnten Braten nach Bedarf. Die Herden sind meist in 1000 bis 2000 Stücke abgetheilt, und zwar in die Frühjahrs-Lämmer, in die einjährigen, in die zweijährigen tragenden mit den Melkschafen, und fchließlich in die der Kastraten und Widder, von welchen letzteren man oft auf Entfernungen die dumpfen Schlüge hört, wie Kopf an Kopf stößt und oft bei einem oder dem andern Widder mit erheblichem Kopfbrummen und Ohrensansen endet. Jede Herde wird für sich geweidet; die Iungthiere haben die nächsten und besten Weideplätze. Alle Herden bleiben selbstverständlich auch in der Nacht unter freiem Himmel. Die Herde der Melkschafe wird abends in einen Pferch getrieben. Derselbe hat drei bis vier schmale Ocffnungen, vor welchen die Hirten (Senner) mit dcm schmutzigeu Milchkübel sitzen und die von rückwärts durch einen jungen Tschuban auszustoßenden Milchschafe bei den Hinterfüßen mit großem Geschick in Empfang nehmen nnd so ill zwei Stundeu 500 Schafe abmelken. Ueber die Nacht bleibt die Herde weidend in der Nähe der Sennhütte, und früh werden die Schafe neuerdings gemolken. Die Milch wird in den Sennhütten, welche meist nnr ans primitiver Verschalung bestehen, dabei von Schmutz und Unreinlichkeit starren uud zugleich als Trockenmagazin für die vielen Lämmer- und Schafhäute von den umgestaudeneu Thieren dienen, in hölzernen Milchassen' oder schmutzigeu Kübeln bis zum zweiten oder dritteil Tage aufbewahrt uud dann abgerahmt. In großen, meist aus ausgehöhlten Eschen-stammen bestehenden Butterfässern wird eine uuappe« titliche, grünlichgelbe, mehr flüssige Butter erzeugt, in der natürlich, ob der mangelhaften Manipulation, noch ziemlich viel Käsestosf vorhanden ist. Die Butter wlrd ln Boron (Schafshäute), welche sich die Hirten selbst gerben, gefüllt. Alls der sehr unvollkommen abgerahmten Milch wird in ziemlich großen Kesseln, welche die Form elites abgestutzten Kegels haben, mit Lab aus Lämmer, mägen die „Brinza" (formloser Käse) bereitet, gut ge« salzeu und iu die Bordu mit Häudeu uud Hulzstößelu festgestoßen. Ein Vorou gut zu füllen und am Schluss? gut zu vernähen gilt unter den Tschubans als Kunst, denn ist das Bordu nicht compact uud sestgefüllt, so kommen bald in die hohlen Räume die Maden nnd hiedurch auch iu die Brinza. So wird auf der Stande alpe gearbeitet bis Mitte August, während die zahlreichen Schafherden langsam die saftigen Alpeu abweiden, auf welche dic „Piatra Alba", der transsyl-vanische Großglockuer, melancholisch mit dem weißen Haupte herabblickt. (bchluß folgt.) systematischen Tadler und erkenntlich gegen die ernsten Leute sein, die in guter Absicht gute Rathschläge ertheilen. Wir sind bereit, das Reformwerk in Angriff zn nehmen. Mein College Said Pafcha beschäftigt sich bereits mit der Reorganisation des Iustizdeparle ments, Aufstellung vun Notaren lc. „Was die äußeren Fragen betrifft, so sind wir eben daran, uns mit Rußland zn verständigen, das eine Verständigung ebenso lebhaft wünscht als wir. Rußland hat uus seine Vorschläge bekannt gegeben. Binnen einer sehr kurzcu Frist werden wir ihm unsere Anträge mittheilen, die von den russischen nicht erheblich abweichen. Die Frage betreffs Podgoriza's bietet noch einige Schwierigkeiten, die aber nicht von uns, sondern von der mnselmanischen Bevölkerung diese« Distriktes herrühren. Letztere will weder aus-wandern, obwol wir ihr anderwärts ein Gebiet zuwiesen, noch den Wechsel der Herrschaft zugeben. Es ist jedoch unsere feste Absicht, den Vertrag auszu^ führen und binnen knrzem die ottomanifchen Behörden aus jeuer Gegeud zurückzuberufen. „Mit Oesterreich werden wir uns noch leichter verständigen. Was nns jetzt noch trennt, ist eine bloße Formfrage, insofern wir darauf Gewicht legen, daß das Prinzip der Souveränetät des Snltans über die zwei occupierten Provinzen gewahrt werde. Sie wissen, daß wir mit Griechenland wegen einer definitiven Vereinbarung in Verhandlung getreten sind, lind daß wir als ersten Kommissär einen Mann (Mukhtar Pascha) gewählt haben, der uuser ganzes Vertrauen besitzt und es auch verdient. Die Griechen werden finden, daß wir ihnen wenig anbieten; aber unsere vitalen Interessen verbieten uns, weiter zu geh^». Wir hoffen demnach, daß Griechenland die Hand, die wir ihm reichen, nicht zurückweisen wird." Der Großvczier fügte schließlich hinzu: „Jetzt, meine Herren, wisseil Sie alles, was ich weiß", woraus sich die drei Korrespondenten verabschiedeten. Die Reform des deutschen Zolltarifs. Es liegt in der Natur der Sache, daß bei den Slimmen des Auslandes über das Äismarck'sche Zoll-Programm der Gesichtspunkt der eigenen Interessen eines jeden Staates in erster Linie maßgebend ist, und nichts scheint deshalb begreiflicher nnd weniger unbefangen, als das abfällige Urtheil der englischen Presse. Immerhin ist die Kritik von Interesse, welclie zum Beispiel die „Times" in allerdings ziemlich höhnischer Weise an dem Zollbriefc des Kanzlers üben. Das Cityblatt schreibt: „Fürst Bismarck macht den Versuch, den vielen Vcrändernngcn, welche er in Dentschland hervm> gerufen hat, eine ueue hinzuzufngeu: er will eine Revolution im Fiscalsistem durchsetzen. Eine Kom« mission des Reichstages ist damit beschäftigt, die nationalen Mittel und Wege ausfindig zu machen; der Fürst gibt seine Ideen durch einen Brief an diese Körperschaft knnd und zu wisfen. Das Schreiben ist ein bemerkenswerthes Document; kräftigen Stils und schlagender Argumentation, wie wir es seitens deutscher Staatsmänner nnd Professuren gewöhnt sind, fällt es noch mehr dnrch seine Doctrine» ins Gewicht. Wir wollen es nur gleich heraussagen, daß eiuige derselben die Finanzreformer nnseres Landes verletzen, auf' schreckeil und in Entsetzen versetzen würden. Wäre das Raisunneinent des Fürsten rill gesnndez, so würdeil die Fiscalveränderungen Sir Robert Peels nnd seiner Nachfolger auf den schädlichsteil und gefährlichsten aller Täuschungen beruhen; dann würden wir uus alle in einem Paradies der Narren befunden haben, aus welchem man sich nicht zeitig genug retten könnte. Allein es ist weniger interessant, die Ductrineu eine« solchen Mannes zu kritisieren, als dieselben zn uuter-suchen, da die Vorschläge des Fürsteu alle Aussicht auf Verwirklichung habcn uud in diesem Falle drr Wechselwirbel sich in England nicht weniger als ill Deutschland fühlbar machen würde. Selbstverständlich hat Deutschland bei der Regulierung seiner Zölle in erster Linie sein eigenes Interesse zu beachten. Der größte continentals Staatsmann ist ersichtlich der Mei MlNg, daß illl Handel wie in« Krieg der Gewinn einer Nation den Verlust oder Schaden der anderen be-deutet, daß der billige Einkauf im Anslaude das eigene Land verarmt; daß das Geheimnis des Wohl standes in der Beschränkung der Zufuhr nnd allgemeiner Erhöhung der Preise bestehe. Allem Anschein nach steht das Millennium der Freihändler noch in weiter Aussicht." Von den fünfzchu Mitgliedern der Kommission, welche auf Grund eines voni Bnndcsrath acceptierlrn Vorschlages de4 Reichskanzlers deu deutfchcn Zolltarif cincr eingehenden Revision unterziehen soll, sind dre« zehn bereits ernannt, nnd zwar vom Reichlkanzler selbst: 1.) der ehemalige württembergisch? Minister, Abgeordneter Freiherr v. Varnbüler (zugleich Vor-sitzender der Kommission); 2.) der kaiserliche geheime Rcgierungsrall) und vortragende Rath in der Reichskanzlei, Tiedemann; !5.) der kaiserliche geheime Regie, rnngsrath und vortragende Nath im Neichskauzlerantt, Vurchard; von der preußischen Regiernng: 4.) der königlich preußische geheime Regierungsrath und vor- 3 tragende Rath im Landwirthschaftsministenum, Rothe; ü.) del königlich Preußische Oberfinanzrath und vortragende Nath im Finanzministerium, Ienigen; von der baierischen Negierung: 0.) der königlich baierische Oberzollrath Franz; 7.) der königlich baierische Re-gierungsraty Hermann; von der königlich sächsischen Regierung: 8.) der königlich sächsische Zollrath Zenter; von Württemberg: 9.) der königlich württembergische OlierregicrnngH- und Collegialrath in der Ceutralstelle für Gewerbe und Handel, Lutz; von Baden: 10.) der grohherzogllch badische Ministerialrath Lepique; von Hessen: 11.) der grußherzuglich hessische Steuerrath Ruckelshausen; von Mecklenburg: l 2.) der großherzoglich mecklenbnrg-schwerin'sche OberzoUrath Oldenburg, und endlich von Sachsen-Weimar: 13.) der großherzoglich sächsische geheime Finanzrath Heerwarth. Von den beiden noch fehlenden Bevollmächtigten ist der eme vom preußischen Handelsminister, der andere von den Hansestädten zu ernennen. Die Kommission wird übrigens nicht, wie anfangs verlautete, am 2ten, sondern erst am 3. Jänner in Berlin zusammentreten. Kagesueuigkeilen. (Herrn v. Schmerlings Jubiläum.) Der „oberste Richter des Reiches", Präsident Ritter v. Schmerling, wird im Monat Mai dieses Jahres einen Gedenktag zu feiern iu der Lage sei», den wol nur wenige Angehörige des iltichterstandes im Vollbesitze ihrer Kraft zu erleben das Glück habeil: sein fünfzigjähriges Richterjllbiläum. So. Excellenz ist nämlich am 13. Mai 1829 als Auscultaut bei dem Landrechtc in Wien beeidigt worden. Suwol im Schoße des Obersten Gerichtshofes als in anderen juristischen Kreisen ist man, wie die „Deutsche Zeitung" mittheilt, bereits dahin schlüssig geworden, diesen Tag in festlicher Weise zu begehen. — (Lawine.) In der Gemeinde Göriach (Lun-gau) verunglückten am 23. v. M. durch eine Schneelawine drei Personell. Vom Slcgerbauer zu Vorder-göriach warm a» diesem Tage früh morgens seine beiden Stiefsühue Alois k'ö»ig »md Mathias Li»tschi»ger. 20 und 24 Iahn- alt, mit dem 56jährige» Knechte Mathias Moser iu die Muhlricgelalpe zu Göriachwiutel entsendet worden, um vo» diesem circa 2^ Stunden entlegenen Orte Heu in die Ebrur hcrlwz»scl)affe». (Die Heubefördermlg von den Alpcnstadcln wird in dortiger Gegend anf die sehr einfache Weise bewerkstelligt, daß man einen größeren Balle» Hen, 50 bis 100 Kilo, in ein Netz bindet und von der Hohe ins Thal herab, rollen läßt.) Als um die Mittagszeit zwei andere Sühne drs Stegerbauers, die mit einem bespannten Schlitten nachgesendet worden waren, um herabgerolltes Heu aufzuladen «no heimzuführen, in der Ebene des Göriachwiiltels angetom' men waren, bemerkten sie eine frisch abgegangene Schuec-lawic, aus deren Masse eme Menschenarm hervorragte. Die Bemühuuge», den Körper aus dem Schnee zu befreien, blieben erfolglos, und erst mit Hilfe mehrerer von Hmtergöriach herbeigeholter Leute uud Werkzeuge gelaug es, die Leiche» der genannten drei Personen herauszuarbeiten. Letztere wurden nach Hause gefahren, der ärztliche» Beschau unterzogen uud mit mehreren ttnochenbrüchen beschädigt, sowie nut zahllosen Beulen und Wunden bedeckt gefunden, daher anznnehmen ist, daß der Tod dieser Verunglückten augenblicklich erfolgte. Nach den im Schnee wahrgenommenen Spnren scheint sich. als dieselben kaum mehr 200 Schritte von ihrem Ziele entfernt waren, die Schneedecke nnter ihren Füßen gespalten zu haben, wodurch sie üuer die 1000 Meter hohe Felsellwand iu das Thal hinabgeschlendert wurden. Die Breite der mit ihnen abgegangenen Lawine betrug beiläufig (i Meter. Aehnliche Uuglücksfälle solleu in diesem Görinchwi»lel fast jeden Winter vorkommen. — (Lieferungsfchwindel iu Rußland.) Die unter dem Vorsitz des Grafen Olssnfjeff gebildete Kommission znr Uilters»ch„ng der Mißbräuche, die bei der Stellung von Fuhren fnr die activ? rnssische Armee onrch die Lieferanten Warschawslij. Varaiwff »nd Knnf-mann vorgekommen find, hat ihre Thätigkeit eröffnet und, Wie aus Odessa gemeldet wird. bedeutende Mißbrauche entdeckt. Nach den Mittheilungen der Blätter sind den Lieferanten Zahlungen für Fuhren, gemacht wurden, die sie gar nicht gestellt hatten, Diese Zah-lnngcn solle.!!, su weit bis jetzt bekannt ist. über l 1 Millionen Rnl'el betragen. Der Generalcontrollor Tscher-tassoff soll dem Kriegsminister im November I«77 einen ausführlichen Bericht über erwähnte Mißbrauche erstattet habe». Dieser Bericht rief einen wahren Stnrm des Unwillens hervor. Ueber den Contract, den die Intendantur im Mai 1877 ohne vorher ausgeschriebene Torgc mit dem Lieferanten Warfchawslij bezüglich Lieferung von 7« »00 Fuhren zum Preise von 6 Rubeln 5)5 Kopeken pro Tag für jede Fuhre abgeschlossen, bringt der „Golos" noch folgende Mittheilungen: Wie sich herausgestellt hat, war der Intendantur schon vor Abschluß des Contractes von dcu Gonvernenrcn von Beßarabien und des nenrussischcn Gouvernements mit-getheilt worden, daß die Ansiedler dieser Gouvernements Transporte zum Preise von 2 Rubeln pro Fuhre täglich bilden wollen, sobald Fuhren mit Holzachseil zugelassen Würden. Die Intendantur verlangte aber unbedingt eiserne Achsen, und die Ansiedler steigerten darauf ihren Preis auf fünf und mehr Rubel pro Tag. Das veranlaßte die Intendantur, im Contract mit Warschawslij hölzerne Achsen zuzulassen; den Preis für die Fuhren setzte sie aber noch höher an, als ihn die Allsiedler für Fuhren mit eisernen Achsen gestellt hatten. Das gab dem Lieferanten die Möglichkeit. Fuhren zu 60 bis 100 Rubel pro Monat zu miethen und, da die Intendantur ihm 199 Rubel per Fuhre zahlte, einen Gewinn von 100 Rnbel per Fuhre, alfo bei der Zahl von 7000 Fuhreu über 700,000 Rubel monatlich zu erzielen. — (Elektrisches Licht.) Ais jetzt sind die Verfuche. die in London mit der Beleuchtung durch elektrisches Licht angestellt wurden, zur größten Zufrieden» heit ausgefallen. Am vorletzten Montag kamen zum ersten male sämmtliche elektrische Lampen am Victoria-Quai, vou der Waterloo - Brücke bis nach Westminster, in Gebrauch. Es unterliegt jetzt keinem Zweifel, daß das neue Licht sich zur Straßenbeleuchtung eignet. Was jedoch den Kostenpunkt aubelaugt, müssen erst Versuche zeigen, ob dieses Licht oder das Gas die billigere Bc-lcuchtungsart ist, Obgleich der Ouai für gewöhnlich durch drei Reihen von Lampen erleuchtet ist, war dennoch die Mitte des Fahrweges in ein gewisses Dunkel gehüllt. Das elektrische Licht hingegen warf ein so helles, klares Licht sowol auf die ganze Breite des Quais als auch anf die Themse, daß sich die Gaslaternen wie Ocllälnpchen dagegen ausnahmen. Ebenso erfolgreich ist die Beleuchtung des Holborn - Viaductes mit dem elektrischen Lichte. Sämmtliche Gaslampen sind dort abgedreht, von Holborn bis Newgate-Street. Sechszehn elektrische Lampen, zu beide,» Seiten des Viaducts vertheilt nub je eiue am oberen und unteren Ende der Brücke, verbreiten ein viel brillanteres Licht als die 48 Gaslatcrnen, mit welchen für gewöhnlich der Via-dnet erleuchtet ist, trotzdem die elektrischen Flammen mit einer mattgeschliffcncn Glaskugel versehen sind, die deren Leuchtkraft um 60 Pcrzeut vermindert. fokales. — (Allerhöchste Zufriedenheit.) Dem Oberlientenaut Ferdinand Lantmayr deS 12. Artillerieregiments wurde in Anerkennung seiner ersprießlichen kehlchiitigleit in Kadettenschulen der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekanntgegeben, — (Sammlun gs ergebn is.) Für dic durch Ueberschwemmung in den Thälern uon Planina und Zirtniz in die äußerste Noth gerathenen Bewohner wurde durch den Herrn Stadt-Bezirtsvorstcher Mathias Gerber in seinem Rayon der Betrag von 101 fl. ein gesammelt n»d dem Laibacher Stadtmagistratc zur wei-tern Verfügung übergeben. — (Laibacher Volksküche.) Zugunsten der Laibacher Volksküche gingen ein: von Frau Anna Edle u. Kallina 10 fl., und als Ergebnis einer am Sylvester-abcnde in Schreinert Bierhalle veranstalteten Iuxtom-bola ft fl. 05 kr. — (Ehristbaum.) Anch der hiesige St. Vi»-centiusverein veranstaltete vorigen Sonntag im fürst-bischöflichen Aloisiauum eine Christbaumfeier, wobei eine größere Auzahl unter feiner Obhut stehender armer Schulkinder mit entsprechenden Gaben betheilt wurde. — (Interessantes Konzert.) Begeisterten Mnsikfreunde» wird sich in Kürze durch einen kleinen Abstecher nach Graz Gelegenheit zu einem wahrhaft seltenen Kuilstgennsfe bieten. Professor Joachim, der größte Geiger unserer Zeit, wird nämlich, einer Mittheilung der „Tgpst." zufolge, in dem von» steiermürti. schen Mnsitvercine am 15. d. M. im la»i,schaftllche» Rittersaale in Graz veranstalteten außerordentlichen Mitgliedertonzerte spiele» und hiebei eine große Composition mit Orchesterbcgleilung zum Vortrag bringen, — (Der Schulbesuch iu Laibach,) Im laufenden Schuljahre gibt es in Laibach nach einer statistische» Znsaminenstellnng der „Laib Schlztg." 2948 Schulpflichtige, und zllmr 1622 Knaben und 1326 Mädchl-,,. Im Vurjahre betrug die Zahl der schul-pslichtigeii Knabe» 156« (also um 54 weniger), jene der Mädchen 1362 (somit um 36 mehr). Nimmt man zu den obigen noch 105 Knaben und l23 Mädchen, die nicht zum Laibacher Schnlsprcngel gehören, jedoch die hiesigen Schnle» besuchen, so beziffert sich die Zahl der schulpflichtigen Kuabe» auf 1727. jene der Mädche» auf 1449. Vou diesen 1727 Kuaben besuchen 166 die Uebungsschllle der k. l. Lehrer-AlldungSanstalt. 376 die erste. 621 die zweite städtische Volksschule, 243 das Gymlmsinili, 7! die Rece» sollte, daß i» der ganze» Gegend auch »ur ein Einziger ist, der eine Trennung vom schöne» Oesterreich oder von unserem Herrscherhause wünscht, der würde sich gewaltig irren, und es wäre »iemaiidem zu rathe», h,erzula»de solche Verdächtigung/» nuszusprechen. Hier gibt eS im allgemeine» blos arme Leute und viele Sleuerrückstände, doch zwei Steuern werde» gewiß pünktlich bezahlt.- die Liebe zum tt'a'ser »nd die Blutstener. Mit Stolz zeigen loir auf u»ser 17, Insauteriereginient und seine strammen Recken, die 4 sich so oft auf dem Felde der Ehre ausgezeichnet haben und zu den besten und verläßlichsten Soldaten Oesterreichs zählen. Durch die großmüthige Spende Sr. Majestät ist den Ueberschwemmten von Seedorf eine große Aushilfe geworden und für einige Zeit die Noth und der Hunger gebannt, doch dürften sich die weiteren Consequenzen der Ueberschwemmung erst in der Folge zeigen. Das Wasser ist gegenwärtig so weit zurückgetreten, daß wenigsten» die Wohnungen frei davon sind, doch die Feuchtigkeit ist noch geblieben; die Fußböden, Thüren, Fenster u. s. w. sind meistens verdorben, und in den Stuben herrscht eine dumpfe, mephitische Luft, die befürchten läßt, daß noch Nluntheitcn, ja vielleicht Epidemien auftreten können. Die Ansaat von über 75>() Merling Getreide auf den Seedorfer Feldern ist vernichtet, und noch stehen den armen Leuten Tage der Noth bevor. Aber nicht nur den Seedorfern hat diefe Ueberschwemmung großen Schaden zugefügt, auch die Saaten vieler Felder von Zirtniz, Niederdorf, Planiua und Laas sind vernichtet und Tausende von Merling Saatgetreide zugrunde gegangen, und somit die sämmtlichen Anbau-Arbeiten verloren. Wer die hier allgemein herrschende Armuth leunt, ist iil der Lage, die Tragweite dieses Unglückes zu würdige,,, und erst im Frühjahre, wenn die Zeit herankommen wird, die überschwemmt geweseneu Felder neu zu bebauen, wird die Nothlage am grellsten hervortreten. — Einen großen Trost brachte uns das Versprechen des Herrn Negierungsrathes, daß nämlich auch der hohe krainische Landesausschuh, die hochherzigen Einwohner von Laibach und vielleicht auch die trainischc Sparkasse, deren Munisicenz allgemein bekannt ist, ihr Scherflein beitragen werden, die Noth zu milden. lMe Sparlassedirection in Laibach hat zu diesem Zwecke bekanntlich in ihrer Sitzung vom 27. v. M. einen Beitrag von 500 si. votiert. — Anm. d. Red.) Da durch die Initiative des Herrn Landespräsioenten auch Sammlungen im ganzen Lande veranstaltet werden, um den armen Leuten zu helfen, so mügim die edlen Spender schon im vorhinein den tiefgefühlten Dank entgegennehmen. Neueste Post. Wien, 31. Dezember. Die „Politische Korrespondenz" meldet in einem Nachtrage: Heute nachmittags wurde im auswärtigen Amte eine Vereinbarung zwischen Oesterreich und Italien unterzeichnet, wonach für den Monat Jänner 187^) bis zum Inkrafttreten des neuen Handelsvertrages am 1. Februar der bisherige österreichisch - italienische Handelsvertrag in Wirksamkeit verbleibt, niit der einzigen Ausnahme, daß die italienischen Provenienzen nicht mehr nach den bisherigen Konventionaltarifen, fondern nach den Vereinbarungen des neuen österreichisch-italienischen Handelsvertrages behandelt werden. Wien, 31. Dezember. Die abgeschlossene Untersuchung bei der Troppauer Agentur der Kreditanstalt ergab einen Gesammwerlust von 231,822 fl. Doch ist ein Conto von 73,^78 fl. noch fraglich, worüber eme weitere Untersuchung Aufklärung geben wird. Die Kreditactie steht 219 fl. 75 kr. Prag. 31. Dezember. (N.fr.Pr.) Der „Potrok" erwidert auf die Ausführungen der „9t. fr. Pr.", dap kein Ausgleich mit günstigem Erfolge durch Vermittlung der Journale allein herbeigeführt werden könne. Es würde eine endlose Polemik entstehen, die Bevölkerung selbst würde in dieselbe hineingerissen werden, die Journale können blos den Boden für eine Verständigung vorbereiten. Wenn jedoch durch die Parteien bestellte Vertrauensmänner in einer Deputation wechselseitig ihre Vorschläge und Forderungen prüfen und, «in« iru 6t uwäio blos das Wohl und das Gedeihen der deutschen und czechischen Nation im Ange haltend, zur Berathung zusammentreten, dann kann kein Zweifel bestehen, daß eine Verständigung und loyale Versöhnung erfolgen werde. In gleichem Sinne spricht sich die „Politik" aus. Pest, 31. Dezember. Minister Tisza empfing die bosnische Deputation des Zworniker Sandschats, welche eine Petition um Nachlaß des Zehents für heuer in Anbetracht der Erschöpfung der Einwohner überreichte. Tisza versprach, die Petition an die com-petente Stelle zn übermitteln. Die sanctionierten Delegationsbeschlüsse wurden publiciert. Pest, 31. Dezember. Anßer der Deputation aus dein Zworniker Kreise empfing Ministerpräsident Tisza heute auch eine aus acht Mitgliedern bestehende Deputation aus der Posavina, welche eine Petition in Angelegenheit des Zchrnt» überreichte. Tisza übernahm, wie die „Pester Korr." mittheilt, das Gesuch mit der Erklärung, daß er dasselbe an die comMente Stelle gelangen lassen werde; überdies versicherte er seinerseits die Deputation, daß Se. Majestät in ihrer Angelegenheit jedenfalls ein der Gerechtigkeit entsprechendes Vorgehen anordnen werde. Post, 31. Dezember. (Presse.) Ans Konstmitinopel wird wachsende Aufregung gemeldet. Allnächtlich finden Verhaftungen aus den besten Gesellschaftstreisen statt. Ueber 20 Geldwechsler wmden verhaftet, die andeven schlössen ihre Läden. Im Veamtenstande und in den unteren Vevölkeruna.sschichten herrscht die drückendste Noth, stündlich sei dev offene Ansbrnch einer Bewegung zn erwarten. Sera je wo. 31. Dezember. (N.fr.Pr.) Die „Äosn. Korr." berichtet: Die Gerichlsora.anisation in Bosnien und in der Herzegowina ist in Durchführung begriffen. Es werden an dem HanptoNe eines jeden Sanoschaks ein Kreisgericht lNoä^cIMxi wiuixi), in jedem Hauptort des Bezirkes ein Bezirksgericht l^d^lili^i Olluvi) nnd in Serajewo, Äanjalnka und Mostar je ein Handelsgericht ('i'ulxlM-ot^Iuickom^i)! errichtet. Das Anneetommanoo beläth über strenge Maßregeln gegen den Holz- und Lebensmittelwncher. Die Holzpreise sind zn unerschwinglicher Höhe gestiegen. Die türtischen Bäder und eine Anzahl Väcke-« reien haben infolge dessen den Betrieb eingestellt. l Belgrad,' 31. Dezember. „Srbske Novine" j melden: Laut Entscheidung des Kriegsgerichtes in Semendria werden Pn»z Peter Karageorgievic', Sohn des Alexander Kamgeurgievic, und sechs andere Personen wegen geplanten Attentates auf das Leben des Fürsten Milan steckbrieflich verfolgt. Die Mitwirkung inländischer und ausläudischer Behörden wird gleichzeitig angerufen. Telegrafischer Wechselkurs. vom 31. Dezember, Papier-Rente 61'ttl». — Silber - Rente 62-80, — Gold Reute 73 15. — 1860er Staats-Aulcheu 114 —. — Aank-Aetien 764. — Kredit Actien 21980, — London 11705. — Silber 100 —, k. t. Münz - Dukaten 5-58. — 20 - Franken - Stuctc 935'/ü- — 100-Reichsmart 57 75.____________________ Handel und Volkswilthjchasll'ichcs, Uaibach, 31. Dezember, Auf dem heutig!, Markte sind erschienen: 4 Wagen mit Getreide, 3 Wage» mit Hen nnd Stroh, 13 Wagen' nnd 2 Schiffe mit Holz (18 Kubikmeter). Durchschnitts- Preise.____________ ------------—---------Mlt,- M,- Mcl^- Ai,u,° sl,,lr, sl, ,r, ft.>l»'- N, lr. Wcizcu Pr,,^rktolit, 6 06 «,49^ Butter pr. Kilo . 80 -j ilorn „ 4^5 4 8?! Eier pr. Stück .. -^ - — Gerste „ 4^23 4 40 Milch pr. Liter . '? - Hafer „ 2 76 3 27 Rindfleisch pr. Kilo -,54 -. - Halbsrncht ,. !- 5 75 Kalbfleisch „ — >60 Heiden „ 4 5.'. 4 4? Schweinefleisch „ —,45 — Hirse „ 4!?I 4 3N Schöpsenfleisch ., - "4-------- Kutnrich „ 4 70 4 69 Hähndel pr, Stück —60 - Erdäpfel 100 Kilo A 3-------Tauben „ — 17 Linsen pr. Heltolit. 7-----------Heil 100 Kilo (al!) 1 94 - Erbsen „ 7 50-------Stroh „ . . 1 78 Fisolen „ 7 50-------Holz, hart., pr. liier Riudsschmalz Kilo - 90------ Q.-Meter------9 - Schweineschmalz „ - 80 - - - weiches, - 6 — Speck, frisch „ - 56 - - Wein, roth,, 100 L,t. - - 24 - — geräuchert,, -72 ~ -!— wciher „ 20- Verstorbene. Den 26. Dezember. Schwester Sabina Franzisla Kuralt Tochter der christl. Liebe des heil Vinccnz von Paul. AI Jahre, Siechenhaus im Knhthal Nr. 11, Lungentuberkulose, Den 28. Dezember. Mathias Guäsda, Südbahuhofwcrk Mten'Haustnccht, 38 I,. wurde von einer Maschine aus dem Bahnhof überfahren. - Agues Knez. 68 I,, Köchin. Kaslcllgasse Nr. 2, Erschöpfung Den 29. Dezember. Josef Mochar. Auslochers Sohn. Floriamgassc Nr. 22. Keuchhusten. Im Zivilspital e. . Den^ 2 Dezember. Franzista Lutar, Iuhabcrstochler. 21 I,, ^liphns, Helena Sterb... Magd. 22 I,. Tuberkulose! Marlül PetrovcX Bettler. 7«) I.. Marasmus. Deu 4, ^ Maria Matmi, Au,treicherslind. 2 I., Lilugenödem. Den 5.: Gertrand Iera Kersk'. Inwohuerin. 45 I,. Tuberkulose. Den 6.: Jakob Bilenc, Arbeiter. 30 I. Dysenterie. Den 8.: Auialia Maria Moschncr, Steuernmls Bea,u, ß: Z 3,k ^. ^ "7 UlMg! ?39 9s ^^4 SNVschwach "bettiültt I 31. 2 .. N. 739 68 ^- 6 0 W, schwach bcwöllt , 2 8 'wiudstill^ ^^öttt-------1------ '., 2 „ N. , 737-98 ^ 70 WSW.schw.! bewölkt «? ^ 9 „ Ab. > 737 76 -<- 3'8 SW. schmnchl bewölkt ^'a"' Deu 31. trübe, abwechselnd geringer Regen, starte Abschmelzen des Schnees. Den 1. Jänner 1879 anhaltend trübe. Thnuwctter. geringer Rcgcu. Das voracstriae Tagesmittcl der Temperatur j- 51'.", das acslriac ->- 4-.'," bezichnngslueise nm 8 2" und 7 4" über dem Normale ' ' «ierautwörtlicher Redacteur: Ottomar B^m^^Vg^ W Die vieleil herzlichen Aeileidsbeweise, die mir W ^ beim Ablebe» meines inuigstgelieblen Galteu W W bezeig! »uurdeu, soluie die zahlreiche Theilnahme an W M dein Leichenbegängnisse vcrpslichlen mich zum lies- W M gesnhllesten Dante, welchen ich hiemit tundaebe W M Gottschec, 29. Dezeinber 1878. ' M W^___________________Theresia Moos. W ^M'si>nl>t>Vll^t Wien, 30 Dezember (1 Uhr.) Die Knrse habcll sich im allgemeinen ziemlich behauplct. Speziell Rente war anfangs gedrückt. Die Haltung der Spccnlalion zeiglc ^^ls^tl^i.l.lU/l. sich aber als eine hicdurch uubeirrtc. «eld Ware Papierrente........vi'üb 6160 Vilbcrrente........6250 6290 Goldrente.........7310 7320 Üos«. 183»........314 - 316 - . 1854........10875 10925 . I860........11380 114 — _ 1860 (zu 100 fl.) . . . 123 50 124' , 1864........140 - 14025 llng. Prämieu-Aul.....78 - 7825 Kredit.2..........162 50 163 studolfs.L.........1550 10- Prämienanl. der Stadt Wien 89 90 90 10 Honau'Regulieruugs'Lose . . 10480 105'-Domäne»: - Pfandbriefe . . . 141 - 141'i>0 Oesterr. Schatzscheiue 1881 rück« zahlbar.........97 75 98 — Oestcrr. Echatzscheinc 183. rückz. 97- 97 25 Uuaarische Goldrcnle .... 8420 8430 Ungarische Eiseubahn-Anleihe . 102 — 102 50 Uugarische Eiscnbahtt'Anlcihe, Cmnulatwstücle......99-50 100 - Ungarische Schahanw. vom I. 1874..........115 15 115 35 «nlehen der Stadtgemeinde Wien iu V. «......9475 9525 «selb «Da« > «rundentlaftungs vbligatlonen. ^ Vöhmen......... 101 — 102 - Niedcrüsterreich ...... 10450 105 — Galizien......... 8375 8450 Siebenbürgen....... 73 50 74 75 Tcmeser Vaual...... 75 - 75 50 Ungarn.......... 79— 79 75 kleNen von Vaulc». Gcld Ware Anglo-öslcrr. Vaill.....>)6 - 9625 Kreditanstalt .......22125 22150 Depositeubauk.......160 162 — Kreditanstalt, ungnr.....213 — 213 25 Nationalbant.......781 — 783 — Unioilbant ........67- - 67 25 Verlehrsbauk.......101— 10150 Wiener Bankverein.....103 75 104 25 Actien von Tranövsrt Unternel, munge« Alföld^Äahtt .......115 75 116' Donau-Daulpfschifs.Gcsellschaft 486 — 487 — Elisabcth-Wcstbahn.....158- 15850 Geld wo« Ferdinands-Nordbahn . . 2015-2020 — Franz.Ioseph'Nahn ... 12650 127 -Oalizische Karl-Ludwig - Bah» 232 25 ^l2 50 KaschaU'Odcrbergcr Äabn . , "9'50 100 ^ Lembcrg.Czernowil^er Bahn I2-- - ^^0 Lloyd-Gesellschaft.....580- .^ - Oestcrr. Nordwestbahn . - - 109'50 109 75 Mdolfs.Äahn.......N5 50 116^ Staatsbahn........253 — 2.« .,0 Südbahn.........<'8 68^5 Theisi^Nahu........184^.0 185 ^ Ungar.'galiz, Verbindungsbahn 80 «0^0 Ungarische Noroostbahn . . . 115 50 11575 Wiener TramwaU'Gcsellsch. . 15? — l57 50 Pfandbriefe. Ma.öst,Bodenkredltanst.li.Od.) 110 75 11125 ,i.A.'V.) 93 80 94'20 Nationälbank....... 99 15 99 35 Ung. Hodenlrcdit Insl. (B. V.) 94 50 95 - Prioritiitü Dbli«atisnc«. Elisabeth-Ä, 1. Em.....!'240 92 70 Ferd.-Nordb. in Silber . . , 10350 104^ - Fra»z Joseph>Äaliu .... 8450 84'75 Gelb warr Gal. Karl.Ludwiss.Ä., i. Om. 100 - 100 5>0 Ocsterr. Nordüiesl'Äah» . . 8440 U4 70 Ticbcnbürgcr Nahn .... 6350 63 75 Staatsbahn 1. Em.....158 — 1.'.8 5»,, Südbahil ä 3«/« . ... . . . 11025 11075. 5«/«......9?'- 9725 Dcvlsen. ?lns deutsche Plätze..... 57'20 57 30 Loudou, kurze Sich! .... ii?io nv^ Londo», lauge Sicht .... 11725 117 35> Paris.......... 4045 4,^ s,o weldsorten. Veld Wn« Dukaten .... 5 fl. 58 kr. 5 fl. 59 kr. Napolconso'or . 9 „ 36 „ 9 „ 36'/, . Deutsche Reichs- banlnoteu. . . 57 „ 85 „ 57 95 ^ Silbergulden . . 100 „ 05 „ 100 .^ 10 » Krainische Ärundentlastungs-Odligatione«, Zrivatnolicrilna: Geld !»1 50, Ware — — Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrente 6150 bis 61 «5. Silberrcnte 62 65 bis U5-. Goldrentc V3 - vls ,^ iu. Kredit 221 - bis 22110. Auglo l)6' big W.5. Londvu N?1U bis 117 35. Napoleons l)66 dls U37. Silber 100 0 5 uio 10010.