Nr. 97. Z>o»»crstag, den 2. Aezemkcr 1880. V. Jahrgang. prSnumerslions k«(jinguny«n. £ür t?iUi: Vior a >,iS ., V,er,ctjahrig. Halbjahrs . . titamidferifl. . —.55 IJiO Mit Post-verfenvung t Vk» dcr v^r^c^itian k: „liitict Atiiuaq". H». «k>ich«Nc Nr. 8 (Su 0« Soknilll Mttutoj. HiiJaoii« xttiarn 3«(cr«tc fül »i« ,.«iS>», d'ilniij" »«-• St. üKaiic in &:<«, iiui) iju trtoiictt&c# Slckdlen »i ? >t»»li»»»t'. Jo|. *i«n-rcich in t, CiHKlIf ant 4 I»m». >» HUuiU &■ «ai« .Hfliiiil' flitniu« in >d»ck. Politische Nundschlin. Eilli. I. Teeember. Da« Abgeordnetenhaus hat gestern seine Thätigkeit wieder aufgenommen. Die Regierung glauvte ihre parlamentarischen Aciione» nicht besser als durch die Vorlage des Bndgei« einleiten zu können, dessen Einbringung und Begründung seitens des Finanzministers gestern erfolgte. Die Ziffern des Budgets reden eine eindringliche Sprache. Sie zeigen, daß auch die wirthschaftliche Activ» des Ministeriums von einem totalen Mißerfolg begleitet war. i.ie verheißene Herstellung des Gleichgewicht« ist ebenso ein leeres Schlagwoit geblieben wie die .Versöhnung" d r B»k«r. Vor Begiin ker öffentlicken Sitzung hielt der Fert chrill«>C>ub eine Versammlung ad. Den Haupt-gegcnstand derselben bildete eine Diecussion über das seltsame pelitische Verhalten, durch welches sich da« Mitglied dieses Clubs, der Abgeordnete ttro-nawetter, in der letzten Zeit bemerkbar gemacht hatte. Bon alle» Seitin wurde anerkannt, daß das Verhalten dieses Abgeordneten sich mit den poli' tischen Grundsätzen, weiche der Ctub vertritt, ab-solut nicht vereinigen lasse, und der Club daher verpflichtet sei, das genannte Mitglied zu deSavouiren ; es wurde mit schufen Worten betont, daß An-sichten gegenüber, wie der Abgeoidnete D>. Kio» vawetter sie in der letzten Zeit geäußert habe, eine aus irgend welche» Gründen geübte Connivenz nicht zulässig sei. Der von einer Seite gestellie Antrag, daß der Avgeordnete Dr. Ärnnaweiler von dem Club Präsidenten zunächst vorzuladen und zu einer Rechtfertigung seiner politischen Haltung aufzu-fordern sei, wurde mit der Motivirung abgelehnt, daß die wiederholten Reden des genannten Abae« ordneten u!>er seine Gesinnungen keinen Zweifel auskomme» lassen könne» und er selb.' seine mannig» fachen Aeußerungen Einwürfen gegenüber in einer Weise interpretirt habe, welche jeke weitere Auf-kiärung überflüssig mache. l£s wurde sodann der Antrag uuf Ausschließung des Abgeordneten Dr. Kronawetter an» dem Fortschritt«■ (5(ub gestellt und mit überwiegender Majorität angenommen. Am Sonntage hatten die Iungtschechen in Prag eine Parteiversammlunq einderusen. Dieselbe sollte eine Gegendemonstration des drutsch-österrei-chischen Parteitages werden. Dem Bildungsgrade der Teilnehmer entsprechend, artete jedoch dieselbe in eine Prügelei aus. Weser Thränen noch Bitten des Parteiführer« CelakowSky konnten die erregten Gemüther beschwichtigen. Iungtschechen und Ar-heiter lagen sich nun einmal in den Haare» und trortirten sich mit Stöcke» und Regenschirmen. Der Regierungs-Commifsär mnßie die Versamm-lnng anflösen. In Frankreich setzt da« Mönchtlium seinen Kamps gegen die Regierung foit. Anläßlich der Lacordaire-Feier hielt gestern ein Doiniuicaner« Pater Namens Moiitsabre eine höchst aufreizende Rede gegen die Regierung. Er vergoß Thränen auf der Kanzel und beschimpfte die Republik wegen ter Austreibung der Congregatione». In Folge dieser Rede rottete» sich die Kirchenbesucher nach der Messe vor der Kirche zusammen. Herausfor« dernde Rufe gegen die Polizei wurden laut. Man rief: „Nieder mit den Dekreten! Nieder mit der Republik!" Zwölf Personen wurden verhaftet, und zwar meist Studirende katholischer Institute, aber auch ein gewesener Staalsanwalt und eine Dame, welche so exallirl war, daß vier G^rdiens noth-wendig waren, sie zu überwältigen. Nach einer ans Cetinje kommenden Meldung sind gegen hundtkl im letzten Zusammensloße ver« mundete Albanesen und Türke» von Dulcigno nach Sculari gebracht worden. Die Albanesen (zu-M'ist Malissoren) halten zwanzig Todte. — Die meisten nach der Besetzung Du^cignoS durch Derwisch-Pascha ausgewankei ten atbanesischen Familien dieser Stadt sind wieder dorthin zurückgekehrt und haken ihre gewöhnliche Thätigkeit wieder aufgenommen, wie sich den überhaupt die Bevölkerung von Dul-cigno den Montenegrinern gegenüber keineswegs feindselig benimmt. — Zweihundert Montenegriner besetzen die Grenze bis zur Bojana. Die türkischen Truppen sind geg,u Seutari »."gerückt. Am 7. und !). Dezember finden zwei päpstliche Consislorien, darunter ein geheime«, statt. Bei dieser Gelegenheit wiid dem Cardinal Jacobini der CardinalShut ertheilt und dessen Ernennung zum Staatssekretär officiell proclamirt werden. Se. Heiligkeit der Papst wird eine Allocution halten, welche wie es heißt, sich auch mit den tirch-licht» Verhältnissen in Frankreich beschäftigen wird. Obercommandant Bozo Peirovic« zog sams-tag. Vormittags 10 Uhr, mit 4000 Manu in Dulcigno ei.i und wurde vo» einer Stadtdeputation empfangen. Um 12 Uhr Mittags wurden von der Citadelle 21 Salutschüsse abgefeuert und die montenegrinische F>agge aufgehißt. Zahlreiche Türken weicht die Stadt verlasse« hatte», kehrten wieder beruhigt zurück. Die Kaiser Lolefs-Seier. Der hundertjährige Gedenktag an die Thron, desteigung des großen Kaisers Josef II. würd« von »nsertr Stadt, Sonntag den 28. d., unter de^ Feuilleton. Pie Gouvernante. Roman von S. M e l n e c. <38. Fortsetzung.) Er beobachtete voll Erstaunen die Verände-rung, welche mit Werner vorging. Derselbe schien die Anwesenheit seines Gastes ganz vergessen zu haben, den» er buchftabirte halblaut, wie e« schien, undeutlich geschriebene Namen, von welchen dem Prinzen manche bekannt vo, kamen, ja, selbst der stinigt war darunter .. . was sollte da«? — Endlich! murmelte Werner. Endlich! .. . Orlondi! . . . O, ich einfältiger Thor, daß ich auch darauf nicht kam! Natürlich ist sie das! . . . Also in England? . . . Was thut sie dort? Wo finde ich sir? Und wieder buchftabirte er! „Forost l'astle, —shire.44 — Wo habe ich den Namen schon gehört, oder gelesen? O, ja! ... In Rom! Jener vornehme Engländer! Wo finde ich seine Karte? Und er begann mit unheimlicher Hast in seiner Brieftasche zu suchen. Dem Prinzen war sei» ganzes Wesen und diese« Selhstgrsprüch so peinlich, daß er sich ver-abschiedet». Werner entschuldigte sich flichtig: er sei so aufgeregt, daß er kaum wisse, was er thue . . . und geleitete den Prinzen, gewaltsam seine Ge-danken sammelnd, bis znr Thüre. Der Prinz erzählte Nachmittag« der Gräfin sein Zusammentreffen mit dem Baron und berich-tete, wie seltsam derselbe sich benommen habe, er sei »herzei gt, daß er gemülhökrank sei; der Ce» danke, Bianca zu finden, scheine zur fixen Jsee geworden, die in seinem überreizten Gehirn keinen Raum für e:waa Andere« mehr übrig lasse. Die Gräfin erbleichte. — Allmächtiger Gott! rief si:. Julie, hast Du eine Ahnung, wie er ihre Adresse gesunde» haben kann5 Ich vermag noch immer nicht, die Scene zu verwinden, in der er mir ein so er« schreckende» Beispiel seines Jähzorn« gab . . . ich fürchte, daß ein Unglück geschieht . . . mich erfaßt eine namenlose Angst! Wenn er sie auf-sucht und findet, so nimmt das kein gute« Ende ... er ist ganz unzurechnungsfähig in feinem Jähzorn, feiner Leidenschaft. Sie ließ sich nicht beruhigen, sondern stellte sofort Nachforschungen an, ob etwa die treu ge-glaubten Diener, welche die Briefe an Bianca stets besorgten, sie verrathen hätten. Es stellte sich heraus. dt.ß Werner schon früher versucht, dieselben zu gewinnen, allein erfolglos. Doch Halle ein Diener des Hotels sich besteche» lassen, die Briefe, welche die deutschen Gräfinnen absandten, zu er-spähen, ehe sie der Post aiivertrant wurden, und die Adressen derselben zu copiren. Unzähliche Male scho i hatte Werner versucht, auf diese Weise sich Aufklärung zu verschaffen, und immer hatte der Zufall e« gewollt, daß kein Brief an „Miß Orlandi" unter denen sich be* funden hatte, welche der jedesmalige, für Geld gewonnene H.lfer«h:lfer in die Hände bekommen hatte. Die Gräfin besohl den Wagen, sobald sie wußte, duß es kein Irrthum, sondern daß Wer» r wirklich im Besitze der Adresse war, die ihm nicht einmal fremd zu fein schien. Sie fuhr nach seinem Hotel, in der Absicht, idm Vorstellungen zu machen. — Der Herr Baron ist vor einer Stunde abgereist, war die Antwort auf ihre Frage. Die Gräfin entschloß sich schnell, edenfall« abzureisen und ihm zu folgen, in der schwachen Hoffnung, das Unglück, das ihr Gefühl voraus-sagte, zu verhindern. Sie brauchte nicht zu frage», wohin Werner sich gewendet. Das nächste Schiff brachte sie hin-üder nach der englischen Küste, und am Avend des Tage«, an dem da? Duell stattzefundni, traf denkbar zahlreichsten Betheiligung in feierlich stimmungsvoller Weise begangen. Am Vormittage bereits conccrtirtc die Eillier Miisikvereinskapelle am Bal-fcne des StaSthause». FünfUhr N-chmittagS ver-sammelte sich die Elite der Einwohnerschaft und ein großer Theil der Schuljugend unter Führung der Lehrer in den Easinosälen. Mit einer kurzen Ansprache des Bürgermeister» Dr. Neckermann wurde die Festfeier eröffnet. Nach einer von der Musiktopelle lchwungvrll vorgetragenen Ouverlure hielt Professor Marek die Festrede. Dieselbe lautete: Geehtte Festgenossenl Wir stehe» am Vorabend« eine» in der Geschichte Oesterreichs ewig denkwürdigen Tages. — Am 29. November 17 W bestieg der edle Sohn der hochheruge» Kaiserin Maria Theresia, Kaiser Joses II., den Thron Oesterreichs. — Talentvoll, ruhmbegierig, ergriffen von den Idealen seiner Zeit, war er fest cntschlopkn. den Interessen der Menschheit, den Ideen einer voiangeschrit-leneii Zeit Rechnung zu tragen und sein Volk au» den Bande» der Rohheit und Barbarei zu den lichten Höhen der Humanität und Menschenwürde zu erheben. — Ja „Du bist ti — so singt der große vaterländische Dichter AnaslasiuS Grün.'" Ja Tu bist es, weiser Joses, voll Kraft. Mark und Klang, dem treu und kühn beharrlich, was al» gut und edel Tu irtannt, und an Deinem groben Werke bauend lest mit eiserner Hand. Ja ein Despot bist Tu geivesen, doch ein solcher, wie oer Tag, dessen Sonne Nacht und Nebel neben sich nicht dulden mag."— li» wäre zu langwierig, wenn ich, geehrt« Festgenosien, ein Gesammtbild der Thätigkeit des großen Kaisers vor ihren Augen entrollen wollte, ich muß mich daraus be-schränken, seine Reformen im Innern und das nur in großen Zügen zu besprechen, den» hier ist Kaiser Joses wahrhaft groß, hier i»t er der Wohlthäter seiner Völker, ein Ru'.n», der den Regenten aus das höchste ehrt und sein Andenkcn bei dem Volke unsterblich macht. Seit dem Tode Maximilians II, lastete die Un-gunst der Regierung, oft auch harter Druck, auf den atatholischen Unterthanen Oesterreichs, Diesem Uebel steuerte der Kaiser und verlieh durch sein Toleranzpatent freie Religionsübung den alatholischen Unterthanen. Auch aus die Juden siel ver liebevolle Blick des LandeSvaterS er schützte und schirmte sie gegen die Unbilden barba-rischer Gesetze und noch mehr gegen die Unbilden bar-barischer ÄolkSvorurtheile und Uebungen Dieses erhabene Beispiel der Duldung fand Nachahmung und dies nicht blos bei weltlichen, londern auch geistlichen Fürsten. So j. V. verfolgte in Salzburg in den Jahren >729—UM ein fanatischer Erzbischos die Protestanten und zivang Tausend« derselben zur Auswanderung. Doch jetzt ange> feuert durch das Beispiel des Kailers versöhnte «in edlerer Nachfolger die beleidigte Christusiirche und da-; ürnende Vatertand durch echt evangelischen Geist und ausgetlärte Hirtenmilde, Toch Beschräukthnt und Fana-tiSmu« erhoben bittern Kamps w'der Joses, und der Kaiser sorlgerissen durch den Widerstand gegen seine edlen Avsichlen zerriß das Band zwischen Rom und der österreichischen Geistlichkeit, h b viele stifte und Kloster auf und widmete die Einkünfte derselben nicht seinem Lackel, er sühne sie auch^ der Kriegskasse »ich: zu, nein, er widmete si« den schulen und den vielen ins Leben g«nrsenen wohlthätigen Anstalten. — Doch »chts lag dem edlen Kaiser mehr am Herzen als die Austlarung seines Voltes. Er wollte lein Volk aus den Banden des Vornrtheils und des aus der sinstern Zeit des Mitte.aliers stammenden historischen Rechtes befreien. Dazu war Licht, ein über alle Stände sich verbreitendes Licht die erste Bedingung. Er wollte lein Volk arbeitsam und durch di« Arbeit wohlhabend und in den KÜnst«n des Krieges und des Friedens tüchtig mache». Ein erweiterter ausgiebiger alles um fastender sie, von ihrer Tochter und dem Prinzen beziehet, tu Forest Castlc ein. Sie fand da» Schloß in großer Aufregung. George, der einzige wohl von den Dienern, der genauer wußte, was geschehen, erklärte höflich, daß Vady Lake keinen Besuch empfangen könne, da sie um eine schwer Erkrankte beschäftigt sei, jedoch glaube er. daß sir Henry für die Fremden zu lprecheu sein werde. Wie immer in solchen Fällen, brachte auch hier da» Unglück die Menschen, weiche sich bisher ganz srem» gewesen, in einer Stunde einander näher, als es vielleicht ohne dasselbe jemals geschehen wäre. Mit tiefem Kummer hörten die Gtäfin und Julie, waS vorgefallen war, daß ih.e Ahnung sie ,il.tt betrogen hakte, nein, daß ihre Befürchtungen sogar übertrvffen waren. Die von Londou berufenen Aerzte hallen ebenso wenig Hoffnung gegeben, wie Doctor Stone. Nicht allein war vie Stirnwunde gefährlich, ea hm auch ein Nervcnfiever zum AuSbruch, welches einen so bedenklichen Grad erreichte, daß Keiner an einen gnien AuSgang zu glauben wagte. Bianca tag in wilden Fieberphanlasien. Das kranke Gehirn arbeitete mit dämonischer, uiivarm-herziger Gewalt und führte ei» Schreckbild nach dem andern vor den umnachtelen Blick. Volksunterricht war wieder die erste Bedingung, und so gründete er Normalschulen, dotirte und regelt« »i?d«re und höhere, gelehrte und Volksschulen. Durch die Aus-Hebung der Eensur-Tyranncj eröffnete «r den Gedanken-vertehr, ein bis dabin in Oesterr« ch ungewohnte» un-bekannies Feld. Rasch und sreudig beweqte sich in Oesterreich die freie Presse zum unschätzbaren Vortheil der l?«ifteSbiIdung des Voltes. Doch was das Andenk«n deSKais«rS s«inen Völker» theuer, seinen Gegnern aber ver-kallen und verbaßt macht, das ist die Liebe des Kaisers für das natürlich«, ewige Menschenrecht, das man in Folge der eisen,«n Zeit deS Mittelalters ganz vergessen ha««. Richt blos als weiser Staalswirth. »«>» als süh> lender Mensch baßte er daher die aus allen Bauern deS weiten Reiches lastende Leibeigenschaft, die den Stempel des HauStHieres auf den ent> würdigten Menschen drückt«. So hob er am I. November 1781 die Leibeigenschaft auf. gab jedem Grundholde» einen Vertreter van Staatswegen. und sorgte durch Gesetze, daß die adeligen Rechte nicht miß-braucht wurden. Doch als höchstes Ziel seines Streben? schwebte ihm die Idee der Gleichheit vor. jener Gleich-h«it im Trafen der StaatSlasten, jener Gleichheit deS über allen Staatsbürgern gleichwallenden Rechtes und Gesetzes. ES war unvermeidlich, daß dieser Wiederher-stellung des natürlichen Rechtes alle jene Todfeinde wurden, die aus dem hergebrachten durch Jahrhunderte lang herrschenden historischen Siechte Nutzen gezogen. Herrschsucht und .Habgier schloßen den Bund mit Lichtscheu und Heuchelei und diesem in jenen Zeiten furchtbaren Bunde erlag selbst bie Macht eines Kaisers. Es gelang diesen furchtbaren Feinden selbst das Volk zu bethören und gegen seine Woltbäter und Väter aufzuwiegeln. So sah der Kaiser sei» mühevolles Werk unter seinenHänden zerrin-nen und als er die Flammen des Aufruhrs in fast allen seinen Provinzen auflodern sah. als er den Undank des Volkes iah. das er so geliebt, für das er sein Herzblut gege-ben, da brach sein edles Herz. Er starb am 2l. Feb. 8W, 49 Jahre alt. Selbst in den letzten Stunden gab er Beweise seiner Menschenliebe. Als man den von Körper-und Geistesschmerzen Gefolterten drängte, seine Reformen zurückzunehmen, da sprach er die ewig denkwürdigen Worte: Thut nach meinem Tode waS er ihr wollt, doch mein Toleranzpatent, mein Patent der Aushebung der Leibeigenichast, halte ich aufrecht und nehme es ungebrochen mit in'S Grab.....Ein berühmter Leichenredner seiner Zeit sagt von ihm: Joses glich einem AckerSmanne, der sein Feld mit grober Sorgsall bestellt, der eS auch gegen Stürme und Fluten zu schützen gedachte, die Stürme, die Fluten sie kamen und spülte» den besten Theil seiner Saat hinweg, und als es Abend ward, da überblickte er noch einmal sein verwüstetes Feld und schied von dannen zwar traurig, doch mit dem Bewußtsein, das Beste gewollt, treu und redlich gearbeitet zu haben. „Ja guter Joses (schloß Redner mit gehobener Stimme zu dem mit Blumen umrahmten Bilde des Monarchen gewendet) Dein Thun, Dein Wirken, Dein Leiden war nicht unrsonst. Das Licht, das Du angezündet, erlosch nicht, es glimmte sort, es wuchs und ward endlich zur erlösenden Flamme für Deine Völker Du waist Du bleibst ein Wohlthäter deiner Völker und darum ka»n Dein Andenlen im Herzen deiner Völker, die Tich nun ganz begreisen, nie und nimmermehr erlöschen. Mit andachtsvoller Rührung hakten die Zu-Hörer den mit warmen Empfinden g jprochencn Worten gelauscht. Nun sang der Mannergejang-V.rein den Chor .Da» treue deutsche Herz" unv »ach demselben die Volkshymne, welche van der Vereiuskapelle begleitet, stehend angehö.l wurde. Damit war dieser Theil der Feier beendet. Die Beleuchtung der Staat fiel glänzend aus. Es gab mit Ausnahme desGy »nasutins, des PfarrhofeS und Die Gräfi > erbat sich die Erlaubniß, die Kranke zu sehen, aber der Anblick brach ihr fast das H.'rz. Lady Lake bat dringend, die Damen möchten in Forest Castle bleibe», es sei ihr ei» solcher Trost, in dieser traurige« Zeit nicht allein die Sorge und Angst um die liebe «rauke zu hrben. Ger» willigte kie Gräsii ein ... wie halte sie auch ihre Vianca verlassen können, ehe Gott üver Leben unv Tod enlschieben. Mit tiefer Bewegung trat sie Lord Rutlans gegenüber, der ihr Interesse durch Sir H.iny'S Erzählung auf das Innigste gewonnen. Der unsägliche, wortlose Schmerz in seinen edlen Zügen, in seinen düster blickende» Augen war ergretsrnser, als eS Thränen und Klagen hätten sein könncu. Der Prinz drückte ihm lheilnehmens und bewegt die Hand, und sprach ibm herzlich zu, nicht so hoffnungslos dem Ausspruche der Aerzte zu glauben, sondern aus höhere Hilfe zu bauen. Ein Jeder bemühte sich, den Andere» zu trösten und ihm den Wuth zuzusprechen, Itt ih n selber . . . fehlte. Dann tauchte die Frage nach Werner aus. Der Prinz fuhr in Sir Henry'S Begleitung nach D, um ihn aufzusuchen. Es beunruhigte Beide sehr, zu vernehmen, daß Niemand ihn seit dem frühen Morgen, wo er mit einem anderen Herrn davon geritten sei gesehen habe. der Kaplanei fast kein Fenster. da» nicht im Sichler« glänze geflimmert halte. Auch an bengalischer Beleuch» tung sowie an Transparenten fehlte es nicht. Begleitet von einer unzählbaren Volksmenge zog unter den Klängen der Musikverein»kapelle ein stattlicher von der freiwilligen Feuerwehr und dem Turnvereine ananzirler Fackelzug durch die Straßen. Den Schluß der Feier bildete die F.st» Vorstellung im Theater. Nie »och hilte sich unser primitiver Musentempel eine« solchen Andränge» zu erfreuen al» an diesem Abende unk» nie dürfte da» Jantsch'sche Bolk«stück „Kaiser Josef II. und die schöne Schuster«tochter" ein dankbarere» Publi» kum gefunden haben. Kleine Chronik. i5üli. 1. December. (Dtrrbtfall.) Montag, den 29. d. verschied hier der Hof- und GerichtSadvocal Dr. August S ch u r b i im 59. LebenSj ihre. Die Trauer über den Tod diese» liebenswürdigen leutseligen Herrn, der seit September 1862 al» Advocat in unserer Stadt wirkte, ist eine tiefgehende, eine aufrichtig herzliche. Möge da» allgemeine Beileid der Be» völkerui'g d.'» herben Schmerz der trauernden Familie lindern. Da» Begräbnis fand heute unter llberau» zahlreicher Betheiligung statt. Die Ein» segnung der Leibe erfolgte vor der deutschen Kirche. Der Münnergesang-Verein sang bei dieser Feierlich-keil einen Trauerchor. Sodann wurde der mit Pracht» vollen Kränzen reichgeschmückte Sarg nach dein städtischen Frieshofe überführt. (Casinovrrein.) Wie alljährlich ii!)U auch Heuer da» Kath>ri»cnkränzchen seine Anziehungskraft aus. Der Besuch ivar sehr zahlreich und die von der MusiknereinSkapelle schwungvoll vorgetragenen Weisen entfesselten die Tanzlust vollends. Erst die frühe Morgeu»stunde (t» nur bereit« vier Uhe vorüber) machte dem leichtfüßigen Vergnügen ei» Ende. (Grmcindewese« ) Die OttSgemcinde Kostreinitz bei Sauerbrunn. zur BezirkShauptmann» schaft Pettau und zum GerichtSbezirke Pettau gehörig. wünscht, der BezirkShiupttrannschaft Eilli und dem GerichtSbezirke St. Marein zugetheilt zu werden. (Grausam!) Eine Großmutter schrieb an ihre Schwester über die stattgehabte Taufe ihre« Enkel»: „Um II Uhr wurde der Knibe getauft und dann kalt gespeist". (Bewaffnete Näubcr.! In Altcnberg. Geriätsbezirk Marburg, wurde am 25. November zur Nachtzeit beim Grundbesiver Anton Ledinegg eingebrochen und hatten die Thäter bereits ein Fäßchen Wein aus dem Keller gerollt, al« der Sohn des Eigenthümer« (Johann Leoineggj mit einem Gewehre ins Freie trat, um die Gauner zu verscheuchen. Einer derselben faßte rasch da« Sir Henry sandte Boten nach ihm au». Schlimmes befürchtend, da Eo onel Watley erzählt hatte, er sei mit dem Blick und der Geberde eines Wahnsinnigen davon gejagt. Erst am andern Morgen fand man Werner im Dorfe Wl, wohin ihn die Leute gebracht, die ihn mit zerschlagenem Hlupte am Fuße des Felsen» neben dem todten Pferde gefunden hatten. Das gräßliche Ende des „letzten" Losfom erschütterte Alle auf da» Tiefste, befonders di« Gräfin, welche sich schaudernd die stumme, pei-ningende Frage vorlegte: ob der verhängnißoolle Stnrz Unglück oder . . . Absicht gewesen sei. Aber wie aufrichtig auch Alle Werner » Tod beklagten, die Sorge um die Kranke, deren Zu-stand von Stunde zu Stunde gefährlicher wurde, trat immer wieder in den Vordergrund. Die drei Frauen überboten sich in der lieb» reichsten, aufopferndste» Pflege, welcher, sowie auch der Kunst der Aerzte, da» Fieber spottete, al» wollte es den Menschen zeigen, wie ohnmächtig sie der unsichtbaeen Gewalt des Unglück» gegen» überstehen. Es war eine trauervolle, schwere Zeit, die nur Der sich vorzustellen vermag, der selbst ein Mal „sein Brod mit Thränen aß" uns „die kummervollen Nachle" weinen? an dem Schmrzen»-lager eines gelieblen Menschen durchwachte, wo Kewchr, zog e« an sich, schoß ei»:n Revolver ab und verletzt« die rechte Hand de« Angegriffenen «efährlich. Vom zweiten Strolch nmrde Johann Ledinegg im Äesichte verwundet, worauf die Thäter entflohen. Aus dcm Gmchtösaalt. Sonnabend, den 27. November. (Brand-l e g u n g.) Mathias Auko aus Offel hatte im Jahre 1676 die den Eheleutcn Skerbtnck gehvrize Realität im ExeeutionSwege um einen sehr villigen Raufschilling an sich erbracht. Die« erbitterte die Eheleute und namentlich deren 25jührigen Sohn Georg Skerdiuek. Am 2. April d. I. nun brach zum zweiten Male ouf der gedachten Realität ein Feuer auS. welche« Wahn- und Wirih!chaft«gcdttndc sammt «Linrichtunzsstiicken und Futtervoirüthen einäscherte. Man vermuthete sofort eine Brand-teaung und die« umsomchr. al« die Tochter des Ehepaare« Lkerbinck das Vorhaben ihrer öltet» o t!«p' auder>e. Die Ei Hebungen ergaben, daß Georg Slerbinek von seinem Vater veranlaßt wurde, da« Feuer zu leae», während sich für eine Mitschuld (einer Mutter keine genügenden Anh>>ltSpankte er-bringen ließen. Der ÄerichtShos verurtkeilte »och dem Wahrjprnckc der Geschworenen Georg Sker-binek wegen Verbrechen« dei Brandlegung zu schwe-rem Kerker in der Dauer v»n 15 Jahren und J^naz Skerbinek wegen de« gleichen Verbrechen« zu schwerem Kerker in der Dauer von 16 Jahren. Dagegen wurde Gertraud Skerbinek von dem ihr zur tfaft gelegten Verbrechen freigesprochen. Theater. Vo» den in dcn letzten Tage» zur Aufführung gelangten Stücken war da« französische Sittenbild Monsieur Alfonse" von Duma«, »reiche« zum Binefiee der Cpireitenfärgerin Frau Suppan. jö (i cf in Scene ginn, da« bedeutendste, beider war baö Hau«, trotzdem die Beiufikiantin allgemeine B-liedtheit genießt, an diesem Abende sehr schwach besucht. Dieser Umstand ist »ict>t der Wahl de« Stücke», sondern dcn formten Benefiee« Vorstellungen »uzuschreiben. Da« Stück selbst ist geistreick aufgebaut, die Moral deSsetben jedoch etwa« geschminkt. Eapilä» Monleglaire. ein edler offenherziger Mann, der seine Frau »»endlich liebt, nimmt da« uneheliche Kind eines Freunde« in sein Hau«. In einer recht effektvollen Scene errath er durch die Parteinahme seiner Frau s»r da« Kind, daß da«s.lbc ihre Tochter sei. ös kommt indeß za keinem Auftritt Er verzeiht ihr, ,a er der ditterstrenge Mann, der nie eine Un-Wahrheit aussprichl, belügt du «Acsellschast, indem er um die Ehre seiner Frau z» retten und da« Kind im Hause behalten zu können, letztere« al« seine uneheliche Tochter anerkennt. Die Darstellung war eine recht brave und zeichnete sich vor Allem un« die „himmlische» Machte" näher sind al« irgend sonst im Lebe». „Wer sie da, in solchen Stunden nicht begreift, nicht erkennt, der lernt sie nie verstehen und em« pfinden... sie sind nur mächtig da, wo sie Ver-wandte« in der Mcnschenseele finden. Lord Rnlland tischten vo» Allen am meisten ruhig und gefaßt . . . fein Schmerz war zu groß für die Klage. Wie namenlos er litt, da« . . . wußten nur sie . . . die „himmlische» Mächte." Inzwischen hatte der Prinz i» Eolonel Watley'« Begleitung Werner'« Leiche nach Deutschland geführt und die nothwendigen Anzeigen an die Behörde» gemacht. Wieder sprach man in der Residenz einige Tage von dem Unglück »»•> schrecklichen Tov de« letzien Lofsow, von dem Majorat und den reichen Besitzungen, welche an eine Seitenlinie der Familie Übergingen; von einem vorhergegangenen Duell und der gesährlichen Erkrankung der Adoplivtochter Roderich Lojsow'«. Atier da man nicht genau de» Sachverhalt erfahre» sonnte, wurde ma» bald de« Frage»« müde und . . . dachte nicht mehr daran. Der Rovember nadte seinem Ende und Blanca schwcbte immer noch zwischen Lebe» und Tod. Die Aerzte begriffen nicht, wie der schwache Funke, vom Fieber angefacht und verzehrt, sich »och erhallen konnte; hatten sie die kranke doch längst ausgc« geben. Frau Suppan-Blick al« Madame Oulchard au«. Sie gab in feffelttder Charakteristik da« derbe ungestüme Weib au« dem Volke. Der ge-radezu elementare AuSbruch ihre« Schmerze« und ihrer Freude kam zu voller Ge tung. Recht sympathisch wurde von Frl. Banini die Raimonde gespielt. Meisterhaft gelang ihr der Affekt der Ängst und de« Schmerze«. E' nst und bieder spielte Herr Stein den Capitä» Mo »teglaire. Rur der Alsonse de« Herr» R o iu a n wollte un« nicht ge-fallen. Er war gar zu farvlo". Gestern gingen al« Abschiedsvorstellung drei Einakter in Scene, vo» denen jedoch »nr da« Lustspiel „Der Proceß um einen Kuß" der Er-wühnung werth ist. Fräulein Vanini fand in der Paraderolle de« Rösche» Weidenbusch reichliche Gelegenheit ihre künstlerische Begabung zu zeiaen. Sie entzückte durch naive Schwatzhastigkeit. Uede, flüssig wollte e« un« scheine», daß Direktor May r fiir die beide» folgenden Einakter einen Trugiitel ersann. Auch die flbschiedsrefe, die al« Programmnummer gewiß keine besondere Anzie-hungekcaft lusübe» konnte, hatte ganz gut auf heute veischvben werden können, da ji heute erst in herkömmlicher Weise die unwidertuflich letzte Vorstellung stattfindet. Gerzeichniß der im Monate Rovember in Eilli getauften Kinder. Kodela Elisabeth Ban Karl. Kova>ic Anton. Zerer Maria ZaoerÄt Martin v Manncr Wilhclinine. Zelezml Martin. Katzantschitsch Rihaed. slesan, Anton. Samec Maria. Belen^k Franz Gineinre Franz. Krajne Theresia ÜoMi Franz. WauHgas Joses Pavlin Franz. Zagoien Johann. Skrober Barbara. Perslorbene im Monate November. Brenee Etesan, Grundbesitzer, 7t I, Asthma. — ÖUct Johann, Steuerexeeulorssohn. 8 I. Lungenlaiarrh. — Älabuiichar Irma, Aleischerstochier, 6 M . Hirnhaut-entzündung. — Äapet Maria. Inwohnerin, 70 I, Piaemie. — Kos Gregor, Unecht, i'O I., Typhlherilis. — Par Maria. Jnwöhnerslind, 1 I, Blattern Gc>-dune Anna, Inwohnerin, 7(> I., Altersschwäche. — 6set Rudolf. Magdkind. 3 M-, Tarmlalarrb — LeSlo^ek Joses, Schuhmacherlehrlina, I? I , Auszehrung. — Costa Josej Privaiier, V) I, Altersschwäche — Karl Franz, Taglüh »er, 28 I., Typbus. — IWnebicic Aloifta, Amt»« dienerswitwe, 7u I.. Wassersucht. — Penal Franz. Wta.chtind, I I., Ervup. — Lakncc Theresia, MalerS-wiiwe. 7t I, Auszehrung. — Äoli^ Maria. Taglahne-ri», 7-t I.. !dronchialka!arrh. — Schuster Ursula, Tag' löhnen», 39 I., Unlerleibsenlartiinq. — Bcrosak Antonio, BabnarbeiierStochter, 8 Jahre, Tarmlatarrh. — '/oljai Helena, Armenpsründnerin 73 I.. Altersschwäche. Pcivet Peter. Kanzleidiener, 71 I.. Pneumonie — Par Kart Jnwohnerssohn, 1 I., Blatter» — Äop e Martin, Schneider, ik> I.. Brandwunden. — Soure Theresia, Taglöhnerin, 62 I.. Emphysem. — Lebte Franz, Magd-tinD, 10 M. Äeuchbuste». — Ctorti Agnes, Tailöhnerm, 52 I. Lungenlävmung. — Lolanc Elisabeth, Magd, 4^ I., Lungeniähmung. — Cstu Joses, Knecht, 35 I., Wassersucht. — Petek Joseso, Näberi». >7 I. Scrosu-losis. — Rabit Juliana, Private, i'i I , Eedärmeent- Allein GotteS Wille beschloß barmherzig, der Hand des Tode«, welche derselbe schou so Nahend nach dem junge», schönen Opser auSgestrecki, zu w»hren. Langsam und ».«willig ging der finstere Fürst der Schatten vo» Donnen und die Parze» spanne» mit vorsichtig sanfter Hand den dünnen Ltdtnskaden weiter. Al« Bianca zum ersten?.iale mit Bewußtsein die Augen au'schlug, sah sie sich allein. Lady Lake, welche soeben die Gräfin in der Pflege abgelöst hatte, war zurückgetreten, um jede Frage, jede Ausregung bei dem ersten Erwachen zu vermeiden. Die gute Frau hatte sich wieder ein Mal im „zehnten" Falle bewährt, und »ni einer Selbstverläugnung, einer Aufopferung die Kranke gepflegt, welche Alle, die sie kannten, in Staunen setzte. Ein stummes, heiße« Oaukgebet sandte sie zu Gott empor, während sie Bianca beo »achtete. . . sie hatte auch die „himmlischen Mächte" kennen gelernt. E« dauerte lauge, ehe Bianca ihrc Gedanke» sammeln ko»»te; sie wäre» so müde, von dem langen, tollen Spiel, da« sie getrieben, und al« sie endlich langsam dein schwachen Willen gehorchten, nahmen sie eine seltsame R.chtung. Wo war sie nur? ... In korest Castle ? Ja, da« war ihr liebe« Thurmgeniach ; aber wie dunkel I (Schluß folgt.) zündunq. — E amee Maria. BauerSlind. 14 T„ Schwäche — Podlip^el Franz, Finanzwachoberausseher, 75 I. Altersschwäche. Mit 1. Dcc. 1880 begann ei» neue« Aban-neinent aus die wöchentlich zweimal erscheinende „Killier Zeitung". Der Abonn mentsprei« beträgt: Für Cilli mit Zustellung in« Hau«: Moeial!'.ch fl. —.5»:', Vierteljährig „ 1.50 Halbjährig „ 3.— Ganzjährig „ 6 — Mit Po,?versendung (Inland): Vierteljährig fl. l.til) Halbjährig „ 3.20 Ganzjährig „ 6.40 Jene P. T. Abonnenten, deren Abonnement mit 30. Roll. d. I. zu E ise, ging, ersuchen wir t»n sofortige Erneuerung, damit ia der Zusendung keine Unterbrechung eintrete. Administration der „Cillier Zeiinug." Eoursc iu'r Wiener Äöcle vom I. Dezember 1880. Goldaente...........87.— Einheitliche Staatsschuld iu Roten . 72.40 „ „in Silber . 73 30 18siOer Staa'.S-Ai»ehen«lose .... 131.25 Bankaktien...........821.— Creditactien..........2%. London............117.55 Rauoleond'or......... . U.35 k. k. Ulkünzoncaten....... . ^»-53 100 Reichsmark.........58.— Mit 1. December zu beziehen in dor Postgasae Nr. 49 1 Wohnung im I. Stocke. mit I /.iium«rn. Küche. Sp<'is etc ; foruer 1 Wohnung im 1. Stocke, Hoftruct, mit 4 Zimmern. 535—2 Huri Poaplehal. BaMeie Atfraie an ii6 hiesip Gasanstalt Als ikmlich bedeutender tiM-Consnment erlaube ich mir die bescheidene Anfrage zu »teilen, wie lingo noch die momentane traurige Beleuchtung andauern soll, damit ich cv. ntncl Petroleum-Beleuchtung einfuhren kaun. 540—1 Ein ßiscomument. [Für Damen! #Ve»> IIhAnnno mm(I l.t'iOrfnl*'. Ein aller Gelehrter, gan* allein stehend, sucht «ine Dame, gesund und von sanfter Gemüthsart, welche von ihrem eigenem Einkommen leben kann, dennoch aber geneigt wäre, wegen »einer besonder» angenehmen und belehrenden Unterhaltungsgabe ihm Gesellschaft und Altersstüttc nu gewährn, auch ihm etwas vostnlesen. Derselbe wird ihr aus Dankbarkeit^ eine lebenslängliche Leibrente testamentarisch sicherstellen. Anerbietungen nutcr L. T. St. nimmt die Eipi'ditiou dieses ltlattcs an. Wl—1 Verkäuferin aus achtbarer Eamilie, der deutschen und slorenischen Sprache v »kommen mächtig wird für eine Li Herren- u. Knabenkleider« zu staunend billigen Preisen. Heaschikoffs von fl. 16.— aufwärts, ljodcnsaccos „ fl. 5.— „ Sacco-Anzügc „ fl. 14.— „ etc. etc. Bestellungen «eilen nach der neuesten Fa^on, schnellsten» und billigst ausgeführt. Auch mache ich auf mein reichhaltiges Lager aller Gattungen in- und ausländischer Stoffe aufmerksam. Nachdem ich mit meinem Arbeitslokale bereits in mein eigenes Hau», Herringasse No. 8, übersiedelt bin so bitte ich Bestellungen daselbst machen in wollen Kundmachung. Bci der ncihe bevorstehenden Volks-zählunq, diese findet nach dem Stande vom 31. December 1^80 statt, sieht sich daö Stadtamt verpflichtet bei der hohen Wichtig-feit dieses Geschäftes sowohl für eine wohlgeordnete Staats-, als Landes- ynb Gemeindeverwaltung die P. T. Hausbesitzer und Wohnparteien im Boraus zu erinnern, sich schon gegenwärtig mit allen zur gehörigen Ausfüllung der denselben zukommende« An-zeigezetteln zweckdienlichen und nothwendigen Documenten alS: Tauf-, TrouungS- und Heimatsschein, aber auch Austelluugsdecreten und Gewerbescheinen zu versorgen, zumal derlei Tocumente dem BolkSzählungö Com-missör bei Voin.hme der Revision auf Ver« lange» vorzuwe sen sei» werden. Bei Ausfüllung der Anzeigezettel aber wird umso dringender ein genaues Vorgehen nach der Belehnmg, welche mit dem Anzeige-zettel zugleich zugestellt werden wird, zur Pflicht gemacht, als sonst unvermeidliche nachträgliche Erhebungen verursacht und dem Stadtamte es erschwert werden würde, den strengen Anforderungen der ZählnngSvor-schriflen in gewünschter Weise und rechtzeitig zu entsprechen-. Jedermann steht cö daher frei, sich über die richtige Art und Weise der Ausfüllung der Anzeigezettcl schon jetzt bei diesem Stadtamtc die gewünschte Jnsor-mation einzuholen, was umsomehr empföhle» werden kann, als der Termin zur Ausfüllung der Anzeigezettel nur sehr kurz bemessen ist, und Unrichtigkeiten nicht nur unliebsame Verzögerungen herbeiführen, sondern nach dem §. 30 des BolkSzählungögcsctzes vom 2!). März 186!) Nr. 22 R. G. nach Ahndungen zur Folge haben können. Stadtamt Cilli, am 3l). November 1880. Der Bürgermeister: Tr. Ncckcrmann. I>ie zalniiiizfliehe Operationsanstalt und da« '/alintechiiisclie Atelier hi findet sich in Cilli, vl» a vl» dem Bahnhofe, Caffo Hausbaum, I. Stock. Schmerzlose Zabnoperationen mit Narooee oder Localanllsthesle; Plomben in Gold, Amalgam, Cement etc; ktostlicho Zähne und Gebisse .nach amerikan. System. 414- !! Wichtig für alle Kaufl.utelT K. k. priu. Petrolrum-Mrßappurate anorkAnnt beste» System Selbst tmesMr, al« auch Vorrathsständer für Oel uud Petroleum in allen Grössen und bester Ausführung zu den billigsten Preisen und Bcdingni**en. Apparate von 35 Lit. Rauminhalt filr kleinen Petroleum -Verkehr. Selbstmes&er auf >/,, */». und I Lit L. 14. 50^—10 Ferner offerire ich meine Fttllkannen un0 4 Gew. M. HOOO 1 a M. 150000 » » M. GOOO 1 ä M. 100000 52 a M 5000 1 , ä Jl. 60000 «i » M. 4000 1 , a M. 50000 103 i M. 3000 , a M. 40000 211 ii M. 2000 2 r ä M. 30000 10 a M. 1500 & ä M. 25000 2 ä M. 1200 2 ä M. 2000 « 533 3 ä M. 1000 12 a W. 15000 676 m a M. 50U I , a M. 12000 950 ä M. 300 24 ä M. 10000 20,345 ä M. 13H etc. etc. Die erste Gewinuziehung ixt amtlich und im- widerruflich auf den 15. und 16. December 1880 es1g!.ietzt und kostet hierzu üas ganze Originallos nur •> Mark oder fl. 31/, das halbe , »3 » , , 1 ■ ■ 4 das viertel , » 1'/« » » ''0 kr. und werden diese vom Staat« garantirten Ori-giuallose gegen Einsendung, Posteinxahlnng oder Nachnahme des Betrages nach den entferntesten Gegenden von mir frvinco versandt. Kleine Betrüge können auch in Postmarken eingesandt we.den. Das llaiiM Nlrlnderker hat binnen kurzer Zeit icronM«' (»rniuiip von Mark 123000, 80000, .10000, 20000, mehrere von 10000 u. s w. an an ine Interessenten ausbezahlt und dadurch viel üimii Glücke zahlreicher Familien beigetragen. Die Finlug« n sind im Verhältnis« der grossen Chancen sehr unbedeutend und kann ein Glückversuch nur empfohlen werden. Jeder Theilnehmer erhalt bei Bestellung den amtlichen Plan und nach der Ziehung die officiellen Gewinnlisten. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stet« prompt unter Staatsgarsntie nnd kann du'ch dlrecte Zusendungen oder ans Verlangen der Interessenten durch meine Verbindungen an allen grösseren Plätzen veranlasst werden. Aufträge beliebe man umgehend und jedenfalls vor dein SOsten ds. Mts. vertrauensvoll zu richten au die l>ewiihrte alte Firnin Josef Steindecker, Bank- & Wechselgeschäft, Hamburg:. F.». Das IInmm Ntriitilrrker — überall als solid nnd reel bekannt — hat besondere Reela-men nicht nöthig; es unterbleiben solche daher, worauf verehrl. Publikum aufmerksam gemacht wird. Im Dorfe Trisail (Gewerksort) sind auf einem sehr guten Posten ein käufmauusgrwtiidr. 3 Zimmer sammt Küche und Keller in einem neuen Hause, worauf auch ein Wirthsgeschilft betriebe» wird, sogleich zu veroiiethen. Antrüge an J. L. in Trisail. Haupt-Gewinn cv. 400.000 Mark. Glücks-Anzeige. Die Gewinne garantirt Staat Einladung zur Betheiligung an den Gewi ii ii-Chance ii der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-Lotterie, in welcher über 8 Millionen 600,000 Mark ■icher gewonnen werden müssen. I>ie Gewinne dies, r vortheilhaften Geld Lotterie, welche plangemäss nur 00,500 Lose enthält. sind folgende, nämlich: Der grösste Gewinn ist ev. 400,000 Mark Prämie 250,000 M. 1 Gew. u 150,000 M. 1 Gew. i 100.000 M 1 Gew. ii 60,000 M. 1 Gew. ä 50.000 M. 2 Gew. k 40,000 M. 2 Gew. a 30,000 M. 5 Gew. ä 25,000 M. 2 Gew. a 20,000 M. 12 Gew. a 16,000 tt. 1 Gew. a 12.000 M. 24 Gew. a 10,000 M. 4 Gew, ä 8,000 M. 3 Gew. ä 6,000 M. 52 Gew. a 5,000 M. und kommen solche in 6 Gew. a 4000 M 108 ;ew. ii 3000 M. 214 Gew. ii 2000 M 10 Gew. ii 1500 M. 2 Gew. a 1200 M 533 Gew. ä 1000 M. 676 Gew. ä 500 M 950 Gew. ä 300 1 65 Gew. a 20O 1 100 Gew. ä 150 M 26345 Gew. a 138 M. 2300 Gew. a 124 M. 70 Gew. ä 100 1 7300 Gew.ä 04 0.67M. 7850 Gew. 40 Q 20M. wenigen Monaten in Abtheilungen nur sicheren Fntsch»idung. Die erste Gewinnziehung ist amtlich auf den , I? II. SS. Dezember <1. J. festgestellt und kostet hierin das ganze Original-Los nur 3 fl. 50 kr. das halbe Original-Los nur I fl. 75 kr. das viertel Original-Los nur 88 kr. und werden diese vom Staate garantirten Ori-ginal-Loose (keine verbotenen Promessen) gegen frankirte Einsendung des Betrages selb>t nach den entferntesten Gegenden von mir versandt. 4f>7— Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-Lose auch den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gratis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtliche Ziehungsliste unaufgefordert zugesandt. Die kmMi n. Yersendnng der Gewinnjeliler erfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strengster Verschwiegenheit. Jede Bestellung kann man einfach auf eine Posteinx lhliiugsknrte oder per reconi-mandirten Brief machen. Mau wende sieh daher mit den Auftrügen vertrauensvoll an Samuel llecksclier seu.« Banquier and Wechsel-Comptoir in II ant bin-je. Die 501—100 FAMILIEN-CHOCOLADE ratn ist nur dorn» echt mit unserer Unter Schutzmarke' |tt>enn jede»Paquet fchrift und dieser versehe» ist. PretS der fluten Sorte in aclb. Papier, pr. Paq. —.50tr „ Rosa- ic inen feinsten „ alierseinft. „ ffrünem weißem -.70,, -.80» 1.-. Ein Paquet enthält 6^oder 8 Portionen. Depot« für Cilli bei Herren: Traun & Stiger, Walland & Pelle. Spitzwegerich- Brust-Bonbons zur Htilu»!, vv» Lungen ». Brustleideu. Hufteit, Keuch-hüllen, Hkiserleit u. ^rouchial-Perschleimung. Di« unfAätihue l'flaajt, weicht dir ■Jloiat (,iai W.'dli «n» Htil« der leid«»-»«a Mknschd-i! iitrtKr'jtiafli. iiiilitut da« feil beute nnauli|ctlicte (HeVinnili in sich. »rr «TlHüubfiiCtll Schlomha»! »«« ».hl- Taufe* uitt !«- i'o,r bei »al-rem irnbrifsttc fi« rem« Sliichaaz ««a ^uit r «ad E»>i»>»«zcr>ch >araal>r«n. dit»«a wir am »