Nr.^74. Dienstag, 3ft. November 188«. 1ft5. Jahrgang. Mbllcher Ieitung. ?//>?","'/''"»"°''"!"3.^?^ Postversenbung: gan,j«hr!« fi. l5, balbiäbrig fl. 7 L0. Im «omploli: 3 Die ^«aibach« Zeitung« erschein, tüzlich mil «u«»°hm« der Sonn- und »eiert««« ° "l'e ^ ." V'..b/"l«hr^, 5.5« NUr b « ZufteNung in« Hau« «»njjähri«'«, l. - I»sertl°n««»«rl lf«. G Die »v«i»<»r»tt« befindet fich ^»h°h„ftr°ße l5, d«. «ev.cti« wien«rfti°ße ib - nWnerte »^, lle!ne Inlelate bl« ,u 4 feilen «5 sl„ große« pl, .^cil« « lr.: de, öftren lw,cb«holungen pr. Z«,le 3 ls. « «erden nicht <",,«nommeu u^d »taulllcrivte nicht ,nrü«,estellt ""'"'""^^ ^^"' Mit 1. Dezember beginnt ein nenes Abonnement anf die Daibacher Zeitung. Die Pränumerations - Bedingungen "leibell unverändert und betragen: Für die Versendung mittelst Post: ganzjährig.....15 st. — kr. halbjährig.....7 » 50 » vierteljährig.....3 » 75 » monatlich...... 1 » 25 . ' Filr Laib ach: ganzjährig.....11 st. — kr. halbjährig.....5 » 50 » vierteljährig.....2 » 75 » monatlich......— » 92 » Filr die ZusteNnng ins Hans per Jahr I st. « Die PriiuumerattonK'Vetriige wollen porio« '^' zugesendet werden. )g. v. Kleimna^r K,^ed. Va>nt>erg. Amtlicher Weil. Se. k. nnd k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 23. November d. I. dem Hufcaplan nnd Hofprediger Dr. Clemens Kickh in Anerkennnng seiner vieljährigen ersprießlichen Wirksam» "it al« Kanzelredner den Titel eines kaiserlichen Rathrs mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen gernht. Drr Handelsminister hat die Ministerial-Coucipi-Nen Mar von Zerboni di Sposetti und Franz Hreiherrn von Bnschman zu Ministerial-Viccsecre-"ren im Handelsministerium ernannt. . Der k. k. Landespräsident in Krain hat die pro-blsorischen Vezirksconimissärc Heinrich Grafen Attems "nd Oskar Ritter von Kalten egg er zu definitiven M die Regienmgscoucipisten Josef Oresek, Josef A' har nnd Dr. Franz ZbaKnik zu provisorischen ^kzirkscommissärcn; ferner den provisorischen Regie-^llgscoucipisten Stefan Lapajne zum definitiven nnd die Conceptspraktikanten Wilhelm Ritter Laschan von Moorland. Anton Klein und Karl D e -peris zu provisorischen Regierungsconcipisten ernannt. Nichtamtlicher Weil. Ungarisch kroatische Ausglcichsverhandlungcu. Die kroatische Regnicolar - Deputation hat sich bemüssigt gefühlt, jene Disferenzpunkte. welche zwischen ihrer Anschauung nnd jener der ungarischen Deputation obwalten und auf w.lche sie vom principiellen Standpunkte besonderes Gewicht legt, vor Beginn der münd« lichen Verhandlungen nochmals schriftlich zu fixieren. Diese Differenzen beziehen sich vornehmlich auf Ansprüche, welche Kroatien als Attribute der Selbständigkeit des dreieinigen Königreiches oder als nothwendige Konsequenzen der diesem vertragsmäßig zukommenden Antonomie erhebt. Da die Motivierung dieser Ansprüche gleichzeitig eine Polemik gegen die Auffassung, welche das ungarische Renuutium vertrat, in sich schließt, so kann es das Verständnis des Wesens der Meinuugs-unterichiede. die bezüglich der fraglichen Punkte bestehen, nur fordern, und einen Ueberblick der Chancen, welche sich fur die mündlichen Verhandlungen eröffnen, nur erleichtern, wenn der kroatischen Auffassung die unga-nsche, w,e ste ,m Renuntium ausgesprochen wurde, zur Seite gestellt wird. Die kroatische Nückänßerung ist vor allem bemüht, fur das staatsrechtliche Verhältnis zwischen Ungarn und Kroatien eme Formel aufzustellen, die einerseits in den Rahmen der thatsächlichen Verhältnisse passt nnd anderseits gewissen Aspirationen Rechnung trägt, die von kroatischer Seite an die Bezeichnung Kroatiens, Slavomens nnd Dalmatiens als Königreiche geknüpft werden, wahrend man von ungarischer Seite für die ^"M "uwtt. dass die genannten Länder zwar be-znglich bestimmter Angelegenheiten eine eigene Autonomie besitzen, zedoch über diese hinans keine andere Stellung als icue welch ,mmer andern Theiles der heiligen Stefthanskrone einnehmen, deren untrenubaren Bestand' theil sie bilden, dass somit speciell von einer Parität, wie sie zwischen den Ländern der ungarischen Krone nnd den übr,gen Ländern der Monarchie besteht, zwischeu ihuen gar nicht die Rede sein könne. Nun gibt zwar die kroatische Antwort den letzteren Umstand zu, meint aber dennoch, dass zwischen Ungarn und Kroatien eine «Parität eigener Art» obwalte. Da jedoch eine solche Formulierung der Verhältnisse zwischen Ungarn und Kroatien nicht einmal den primitivsten Anforderungen an eine stichhaltige Definition entspricht und anderseits von kroatischer Seite selbst zugestanden wird, dass Kroatien an dem thatsächlichen Verhältnis nichts einseitig zu ändern vermag, so hat jeder Versuch: Undefinierbares zu definieren und Zustände, die sich im Laufe von Jahrhunderten mit innerer Nothwendigkeit entwickelten, in die Zwangsjacke einer modernen Doc« trine zu stecken, doch nur akademischen Wert. Die Deputationen werden wohl nicht in eine langwierige Discussion über die «Parität eigener Nrt>, mit welcher Formel doch nicht« Ernstes anzufangen ist, eingehen, da das Ausgleichsgeseh selbst so deutlich spricht, dass es, so man nicht etwa eine Hinter-Idee damit verbindet, vergebliche Mühe wäre, etwas Besonderes aus demselben herauslesen oder in dasselbe hineininterpretieren zu wollen. Reeller sind dagegen die anderen Fragen, welchen die kroatische Antwort principielle Bedeutung zuerkannt haben will. Während nach der Ansicht des Renuntiums die kroatische Landesregierung kategorisch verpflichtet ist, Verfügungen der Centralregiernng ohne Widerrede zu vollstrecken und sich dieser Verpflichtung auch nicht unter Berufung auf ihre Verantwortlichkeit dem Land' tage gegenüber entziehen kann, nimmt die kroatische Antwort für die Landesregierung das Recht in Anspruch, die Verfügungen der Landesregierung vor deren Ausführung auf ihren Gehalt zu prüfen, eventuell gegen dieselben Einsprache zu erheben und selbst ihre Mitwirkung zu verweigern, da sie für eine etwaige Verletzung des AuKglcichsgesetzrs vom Landtage zur Verantwortung gezogen werden könne. Was die kroatischrn Sectionen bei der Ventral-Regierung betrifft, so wird diese Frage durch den Um. stand compliciert. dass zwischen dem ungarischen und dem kroatischen Text des bezüglichen Paragraphen des Gesetzes in der That ein wesentlicher Unterschied besteht. Nach dem kroatischen Wortlaut schreibt der Paragraph die Errichtung jener Section?» erst vor, womit die Behauptung des Renuntiums: das Gesetz habe die Sectionen, wie sie bereits bestanden, aufrechterhalten wollen, hinfällig wird. Dann aber die kroatische Ansicht, wonach jene Sectionen nicht allein Uebersehungs-Bureaux Feuilleton. Was in der Feder stecken blieb. Ausgeplaudertes. A Es schlug Mitternacht auf der Pendeluhr des ^vrzilmmrs; sie schlug mit jeuer besonnenen DiScr»'-'""' welche einer wohlgebildeten, modernen Pendeluhr glommt. Die Gasflamme an der Wand wac ganz ^abgedreht, nnd nur ein blassgclber, matter Licht« ^lMlner erhellte den kleinen Raum. der in ganz cor-"ct eleganter Weise mit Kleiderrechen. Schirmstä'ndeu ""d dergleichen allsgestattet war. Tiefe Stille herrschte. Aber als die Geisterstnnde Mang, begann der große, altdeutsche Schrank zu ^"Hen; es war jedoch kein «echter», die «echten, stellt n>^ "'Hl ins Vorzimmer, nnd so wusste er auch Ms von vergangenen Zeiten zu erzählen. Er krachte '" bische« und verfiel dann wieder in tiefen Schlmn. ^"-Dann rauschte die Prvmenadenrobe von Madame, dn? s" heute getrageu halte und die zum Bürsten t,n^""!1' ssanz leise rauschte sie — Oou-iwu — und F" verstummte auch sie wieder. Nun piepste cm f "''schrn. Es möchte dort in dem Winkel hinter dem rasch?' altdeutschen Schrein wirtschaften, denn dort Um, 3" lcnem Winkel stand etwas ganz Incorrectes, Hm" , ^ — nne kleine Schippe mit Kehricht und Scki!"^"'bl>l». Das St»,bl>„mäftch<'ll hatte wohl d,e rH? "'s Lässigkeit dort stehen lassen. nnd dort still n ^ D""" wnrde es wieder still, ganz. ganz tz^ "b nun hörte man in der tiefen, mitternächtigen ^ zwei Stimmen — feine, körperliche Stimmen. Auf der Kehrichtschaufel lagen zwei fast neue Stahl« federn, und diefe begannen miteinander zu plaudern. «Warum hat man dich denn weggeworfen?» sagte die eine zur anderen, «du bist ja kaum gebraucht, hast nur ein einziges Tinte nsteckchen an der Spitze — bist ja ganz blank?» — «Und du auch — man hätte noch lange Zeit mit dir schreiben können; warum warf man dich fort?» — «Ich weiß es nicht. Man hat nnr einen halben Brief mit mir geschrieben, zu dem man mich eigens ansteckte. Der Brief wurde halb vollendet, zerrissen. nnd man warf mich in den Papierkorb.» — «Mit mir schrieb man einen einzigen Brief, aber als man die Adreffe schrieb, drückte mau so stark, dass ich gespalten wurde — der Riss gicng durch mein Leben. Ich sehe neu aus, bin aber dienstunfähig. So warf er mich fort.» — «Wie — er?» — «Er. der Mann!» «Und wer warf dich fort?,__«Die Frau!» — «Das ist sonderbar!» — «Ich si„de das auch sonderbar. Was schrieb er denn?. «Ach, wenn ich das auch wusste; es glitt so rasch heraus, ich musste mich sehr beeilen, nachzukommen, wenigstens in der ersteil Hälfte des Briefes. Aber lass mich nachsehen, nachdenken. Es wird etwas in mir stecken geblieben sein, darnach wird mir auch der Rest einfallen. Warte, da hab ichs; ,süßc' — das war ,licbe. süße Mimi' — aber es flog uur so und nur ,liebe Mimi' kam Heralls. ,süße' blieb stecken. Das war die Ueberfchrift des Briefes. Es ist doch sonderbar, dass ein verheirateter Mann ,licbc, sühc Mimi' an irgend jemand schreibt — oder war rs stine Frau?» «Nein,» erwiderte die andere Feder, «die Frau heißt Clansse. ich weih es. ,Deme Clansst' schrieb sie. Aber höre, es ist eine sonderbare Geschichte — erzähle weiter, dann erzähle ich. was sie schrieb.» «Lass' mich nachdenken — ja, da steckt etwas: «köstlichen». Was war's nur — «köstlichen» — ja, nun hab' ich's, er schrieb: «Ich bin nun drei Monate verheiratet und habe wirklich an die — «köstlichen» — das blieb stecken, also: an die Freiheiten des Jung gesellenlebens nicht mehr gedacht. Da kommt deine Mahnnng.» — Nun weiß ich nicht weiter — ja. da steckt wieder etwas: «allerliebsten — berauschte» —so gieng es weiter: «Aber dein Briefchen hat mir unsere allerliebsten geselligen Abende wieder hervorgezaubert, wo ich mich an dem lainnLr-aller, welches man eben nnr bei euch Theaterdamen findet, berauschte. Ich fühle plötzlich meine Fesseln, und mein gegenwärtiges Glück erscheint mir fragwürdig; darum, liebe Mimi» — hier brach er ab. stützte den Kopf in die Hand, starrte mich an, putzte mich sehr überflüssigerweise an dem Bürstchen in der blauen Glasschale ab und schrieb nicht weiter. Dann warf er mich hin, dass mir schmer» zeud ein großer Tintenfleck entsloss. Aber er beachtete das nicht, sondern begann im Zimmer auf- und nieder« zurenuen. Nun stand er wieder vor dem Schreibtisch, nahm mich wieder zur Hand, machte aber nur einen Gedankenstrich und warf mich wieder beiseite. Dann gieng er langsam, zögernd, blass. gesenkten Hauptes, zur Thür hinaus.» «Ich staune immer mehr!» rief die andere Feder. «Jetzt höre nur zu, was sie schrieb, die Frau. Auch sie lieh in ihrer Eile hie und da ein Wort in mir stecken. Sie schrieb: «Theurer Freund! Wirklich, Sie denken noch meiner? Sie stagen nach meinem Geschick, memem Ergehe»? Wo nehme ich die Kraft, öen M"th her. Ihnen zu verhehlen, das« ich unglücklich bm? Dre» Monate lang habe ich an mein Glück geglaubt, und plötzlich, ich weiß nicht wie, zerrinnt es nne em Traum, Latbachei Fettung M. ii74 2260 ______________30. November 1iM.^ sind, sondern der Central-Regierung bezüglich der Angelegenheiten, die Kroatien nnd Slavonien betreffen, an die Hand zu gehen haben, der Discussion wieder zugänglich. Der Unterschied aber. der zwischen der ungarischen und kroatischen Anschauung, bezüglich dieses Punktes herrscht, ist aber keineswegs ein unwesentlicher. Die kroatische Forderung läuft in ihrer ursprünglichen Formulierung in letzter Linie praktisch auf eine Art Controls der Ccntral-Regieruug durch die betreffende kroatische Section hinaus, was vom Renuntium in entschiedener Weise zurückgewiesen wurde. Bezüglich der Amtssprache stellt das Renuntium die Kenntnis der ungarischen Sprache als Bedingung der Anstellbarleit bei gemeinsamen Aemtern hin; die kroatische Antwort lässt diese Bedingung bezüglich der Beamten, die bei der Central-Regierung angestellt sind, gelten; protestiert jedoch nachdrücklich dagegen, dass die Kenntnis der ungarischen Sprache auch von jenen Beamten gefordert werde, die bei den gemeinsamen Aemtern in Kroatien und Slavonien verwendet werden. Die Antwort, welche alls jener Bedingung allem Anschein nach folgert, dass mau die ungarische Sprache auch in Kroatien, wenngleich nur neben der kroatischen, als Amts-spräche benutzen wolle oder könnte, spricht sich bei diesem Anlass gegen jeden Versuch: neben oder außer dem Kroatischen noch irgend eine andere Sprache in der Amtierung anzuwenden, mit einer Energie ans, die in Budapest umsoweniger unbeachtet bleiben dürfte, als das Nenuntium mit nicht geringerer Energie gegen jeden Versuch: die ungarische Sprache in Kroatien des Landes zu verweisen, Verwahrung einlegt, vielmehr für diese Sprache eine Art Duldung auch im Amte in Anspruch nimmt. Analog mit der Differenz bezüglich der Sprache ist sodann auch jene bezüglich der Fahnenfrage. Principielle Bedeutung will die kroatische Rück« äußerung ferner auch noch der kroatischen Forderung bezüglich der internationalen Verträge, welche auch das Gebiet der kroatischen Autonomie berühren, beigelegt haben. Gleichwohl erscheint die Meinungsverschiedenheit, die bezüglich dieses Punktes obwaltet, bereits so gut wie beglichen, da das Renuntium sich nur dagegen sträubte, dass der Abschluss von internationalen Verträgen von dem Einverständnis und der Zustimmung des Banns abhängig gemacht werde, während die kroatische Rückäußecung sich auf das Verlangen beschränkt, dass auch der Banus um seiue Meinung befrag/ werde. Als Differenz principieller Natur bezeichnet die kroatische Antwort endlich auch noch jene bezüglich des Verkehrs des Äanus mit der Krone; während das Renuntium das bisherige Verfahren, demgemäß die Allerhöchsten Entschließungen mittelst eines Rescriptes des kroatischen Ministers der autonomen Landesregierung bekanntgegeben wurden, als im Ausgleichsgesetze begründet erklärt, verlangt die kroatische Antwort mit Berufung auf die staatsrechtliche Stellung des Königreichs Kroa-tien, dass die Entscheiduugen der Krone auf die Vorträge des Banus diesem im Original zugestellt werden. Dies jene Differenzen, welche die kroatische Antwort als principielle betrachtet haben will. Mit diesen ist jedoch die Reihe der strittigen Punkte noch lange mcht erschöpft; sagt doch die Antwort ausdrücklich, dass auch bezüglich aller anderen im Nuntium und Remmtinm entwickelten Momente mehr oder minder erhebliche Meinungsverschiedenheiten herrschen. Gleichwohl darf man den bevorstehenden mündlichen Verhandlungen mit vieler Zuversicht ein günstiges Prognostikon stellen. Beide Theile haben wiederholt erklärt, dass sie von der ernsten Absicht beseelt sind, sich miteinander im Geist»' der Gerechtigkeit und Billigkeit zu verständigen, Und der gute Wille ist in einem Falle, wie der gegebene, der verlässlichste Bürge für den Erfolg. Politische Ueberficht. (Zur Sprachenfrage in Oesterreich.) Man schreibt der «Norddeutschen allgemeinen Zeitung» aus Wien: Ohne jede Veranlassung und ohne jedwede praktische Motivierung wurde die Sprachenfrage in die Budgetberathung der österreichischen Delegation hineingeschleudert. Der Versuch, den Nationalitätenstreit auch für die Delegationen zu beleben, hatte allerdings keine ernsteren Consequenzen; die Episode gieng wirkungslos vorüber. Allem man musste sich einmal wieder überzeugen, dass es bei uns Parlamentarier gibt, die, wenn sie einmal von einer Idee in Anspruch genommen sind, für die Frage der Zweckmäßigkeit und Nützlichkeit keinen Sinn mehr haben, und die eine Force darein setzen, jedes Paradepferd zuschanden zu reiten. Die oberste Leitung des Staates hat in ausreichender Weise be-kuudet, dass sie die Erhaltung einer einheitlichen Dienstsprache in der Armee als eine Angelegenheit von größter Wichtigkeit betrachte. Ob man auf Aeußerungen des Kriegsministers, des cisleithanischen Unterrichtsministers oder des Grasen Taaffe Bezug nimmt, immer kann man die Gewissheit gewinnen, dass der Staat auf die Pflege der deutschen Sprache den größten Wert lege Es war somit ganz überflüssig, dass der in parlamentarischen Dingen noch nicht bewanderte Baron Dnm» reicher der Spracherfrage seiue Sorge zuwandte. Baron Dumreicher schien auch vergessen zu haben, dass der Dualismus mit der Unterstützung der liberalen Partei geschaffen wurde und dass, wenn die einheitliche Dienstsprache der Armee bedroht erschiene, in erster Reihe die Verfassungspartei angeklagt werden müsste. Man denke sich allen Sprachenstreit in Cisleithanien hinweg, und der Dualismus würde noch immer seinen Einfluss auf die Dienstsprache der Armee äußern können. Ist es an sich verfehlt, die Angelegenheiten der inneren Verwaltung in den Delegationen zur Sprache zu bringen, so hätte Baron Dumrcicher wenigstens bedeute« sollen, dass seine Rede und sein Antrag die Empfindungen der Ungarn verletzen müsse. Gerade weil die Ungarn der Ueberzeugung sich anschließen, dass die Armee der deut» schen Dienstsprache nicht entbehren könne, ist es zweckmäßig, die nationale Empfindlichkeit der Ungarn zu schonen. Der deutsch-österreichische Club, der keine Gelegenheit unbenutzt lässt, nm seine Sympathie für Ungarn zum Ausdruck zu bringen, wnrde durch das Hervortreten seines Mitgliedes, des Baron Dumreicher, nicht gerade iu die angenehmste Stimmung versetzt. Dr. Sturm gab seiuem Missbehagen Ausdruck, indem er sagte, dass die Sprachenfrage vor ein anderes Forum gehöre. Der Ausschuss-Referent Delegierter Matns wies mit Recht darauf hin, dass in der gegenwärtigen Situation nicht zweckmäßig sei, von der Delegation aus den Samen der Unmöglichkeit ausstreuen zu wollen. Es stimmt auch mit den Thatsachen überein, wenn der Referent daran erinnert, dass unter der Regierung des Grafen Taaffc in den Verbreitungsverhältnissen der Sprachen sich nichts geändert hat. Die Lösung der 3prachenfrage wird am meisten erleichtert, wenn man der natürlichen Macht der deutschen Sprache vertraut. Zeigt man sich jedoch, nm die deutsche Sprache zu schützen, allzu geschäftig nnd anfdrinqlich, so ruft man nur eine Steigerung des Widerstandes hervor. (Aus den Delegationen.) Dem SckMe der Delegationen wird für morgen entgegengesehen. Die österreichische Delegation hat noch das außerordentliche Heeresbudget und die Schlussrechnungen z>l er< ledigen und dürfte bereits hente die Schlusssitzung halten. Die ungarische Delegation hat gestern das Budget des Ministeriums des Aeußeru in Verhandlung gezogen, und morgen sollen in der ungarischen Delegation die sanctiouicrten Beschlüsse pvomulgiert werden. (Steiermark.) Bei der Samstag stattgehabten Landtags-Ergänznngswahl wurden von dcr Orazer Handels- und Genierbetammer Dr. Anton Wunder, Apotheker in Graz, Franz Mosdorfer, Oewerke M Weiz, und der frühere Abgeordnete Julius Pfnmer gewählt. (Confess! on elles.) Aus Lemberg wird ge< meldet, dass zufolge wiederholter Zeitungsmeldimgen, wonach eiilige ostgalizische Gemeinden mit griechllH' katholischer Bevölkerung demnächst einen Masscnüber-tritt zum orthodoxen Glauben ausführen wollen, feiten» des betreffenden griechisch-katholischen bischöflichen Ordinariates eingehende Erhebungen gepflogen wurden, welche ergaben, dass die ganze ^ieldung aus der Luft gegriffen sei. (Kroatien.) Agramer politische Kreise bringen die Thatsache, dass die Mitglieder der Starcevic-Pan" anlässlich der letzten Berathungen des Landtages M einer ganz ungewöhnlichen Zurückhaltuug befleißen, w" dem Ümstaude in Verbindung, dass dieselben gegen^ wältig wichtige, eine Parteireform bezweckende ^ rathungen pflegen. Den Gegenstand dieser BerathuM" bildet die jüngste famose Interpellation Starcev'xi' betreffs Bosniens, welche in den Kreisen seiner Pane' mit sehr getheilten Gefühlen aufgenommen wurde. 2M spricht davon, dass noch in der laufenden Session ewe Verschiebung der Parteiuerhältnisse zu Ungunsten "" Starcevic-Partei eintreten soll. (Zur bulgarische» Frage.) Der Peters' burger Correspondent des «Nord», welcher sich in UN' mittelbarer Umgebung Giers' befindet, meldet, dass d»e Autworten sämmtlicher Großmächte bezüglich der CaN' didatur des Fürsten von Mingrelien bereits in Petersburg eingetroffen seien. Dieselben lauten günstig. ^ Zustimmung des Grafen Kälnoty sei eine beschränk« und geht dahin, dass Oesterreich im vorhinein jeben Candidaten acccptiere, ausgenommen die des Fürsten von Montenegro nnd des Peter Karageorgieuit. <^^?/ erklärt weiter eine Besetzung Bulgariens seitens iMs" lands für absolut ausgeschlossen. (Rumänien.)' Die Thronrede anlässlich o" Eröffnung der rumänischen Kammern bezeichnet "l Beziehungen zu allen Mächten als ausgezeichnete "" fährt sodann fort: Die politischen Ereignisse, welche rer Schwermuth. Gauze Wochen hindurch saß ste W da, starr vor sich hinblickend, keine Thräne im A"tt kein Wort auf deu Lippeu. Richard, selbst eme ^ der Verzweiflung, ließ nichts unversucht, sie aus o> i^ tödlichen Lethargie zu reißen. Er sprach zu ")r, . schien sie ihn gar nicht zn hören. Der nmglM '' seiner Geige sogar verhallte wirkungslos. .^"", ch hindurch spielte er. ohne dass Maud der Töne nur gewahr wurde. Seme süßesten Melodien l'w kalt und düster. Und diese göttliche Kunst, welche / das Herz seiner Frau erobert hatte, erwies 1") '^ unvermögend, ihre Lebensgeister wiederzuerwecle". hatte sich Maud gar sehr verändert: das OcMl ^ i ihr abgemagert uud die Augeu tief cmgefaUen. .^ ! trockener Husten, der sie beständig quälte, zermuy"" ^aibachcr Zeitung Nr. 274__________________________________________2261________________________________________________30. November liM. Welcher Nmnänien dm friedlichen Fortschritt verfolgt, Mir dessen ruhige nnd würdige Haltung haben diesem Staate einen noch höheren Platz als früher zugewiesen. >M Laufe des Jahres sind mehrere Handelsverträge Woschen. Der König hofft, dass die begonnenen Ver^ A»',dlilngen zn guten Resultaten führen werden. Die Aiming wird demnächst behufs befriedigender Rege-^"ss dcr Handelsbeziehungen neue Conventionen vor-^M. ^_ Die Thronrede zählt sodann die im Laufe As letzten Finanzjahres ausgeführten Arbeiten und ^erbessermlgen auf, kündigt Gesetzentwürfe, betreffend b'e Reform des Handelsgesetzbuches und die Errichtung Mles Staatsrathes sowie andere Entwürfe an und delont schließlich die für ^ie Armee gebrachten Opfer, ^tlche il, schwierigen Tagen ein Wall der Ehre, Sicher. ye»t nnd Stellung des Königreichs sein wird. y (General von Ka ulbars) ist zur mündlichen ^Mchterstattnng nach Petersburg berufen worden. Das Msch'sche Tclegrapheu-Vurcau meldet ans Petersburg, ^verlaute, dass General Kaulbars selbst darum au-Wcht habe. für jetzt nicht auf seineu Posten nach ^"U'tt zurückkehren zu müssen uud deshalb eine an-^e Bestimmung erhalten dürfte. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Kla-^nfllrter Zeitung» meldet, der Kirchenvorstehung zu blrnitz 200 fl. und der Kirchenvorstehung St. Johann iu Leoben 150 st. zur Kirchenrestauriernng zu spenden ^ Ihre Majestät die Kaiserin hat dem Ober-^adthmiptmann in Alldapest behufs Vertheilnng an würdige Arme, die sich in jüngster Zeit bittlich au ^re Majestät um eine Unterstützung gewendet haben, ^ll Betrag von 500 fl. übersenden zu lassen gernht. l —- (Gemünztes Gold.) Laut einer in der 'Nouvelle Revue» veröffentlichten Zusammenstellung ist manlreich im Besitze des meisten gemünzten Goldes. In Frankreich befindet sich nach diesen, Ausweise der vierte Theil von sämmtlichem gemünzten Golde der Welt in "Mlauf. Der ganze Vetrag an gemünztem Edelmetalle °uf der Erde wurde 1885, auf 37 Milliarden berechnet, davon 18 Milliarden in Gold. Im Jahre 1885 aber bürde das in Frankreich umlaufende Gold auf 4500 Millionen berechnet; das Silber aber, über dessen Betrag bie Meinungen auseinandergiengen, zum mindesten auf 2500 Millionen. Unmittelbar nach Frankreich kommen letzt in Bezug auf Reichthum an Edelmetall die Vereinigten Staaten, England und Indien. Dann erst ist Deutschland in der Reihe mit 1800 Millionen in Gold Und einer Milliarde in Silber. — (Panik in einer Menagerie.) In der Prager Menagerie Kludsky, welche gegenwärtig ihre Wlte in Modena aufgeschlagen hat, kam es am vergangen Freitag während der Fütterung zu einer Panik, selche leicht furchtbare Folgen hätte habe» können. In ^ Käfige, in welchem Wölfe und Bäreu zusammen ^."usen, entbrannte nämlich um ein Stück Fleisch ein Hefter Kampf. Das Tobe», der Streiter brachte alle Thiere W Aufruhr, und man glaubte, die Thiere, zumal aber die ^tven u»o Tiger, würden mit ihren Pranken die Gitter "^b Wände brechen, so toll gebcrdeten sie sich. In diesem Augenblicke belehrte ein Krachen das Publicum, dass diese Furcht nicht ganz unbegründet sei. Zwei Hyänen hatten die Scheidewand durchbrochen, die ihren Käsig gerade von den« Bärenzwinger trennte, woselbst der Kampf begonnen. Die Hyänen stürzten sich nun anf die Bären und verbissen sich wüthend in dieselben, die Wölfe fprangen heulend in den leeren Hyänenkäfig, und nun entspann sich zwischen den Hyänen und den Bären ein furchtbarer Kampf, in welchem schließlich letztere unterlagen. Das Publicum hatte das Ende des Kampfes freilich nicht ab« gewartet, sondern in panischem Schrecken die Flucht ergriffen. Die Verwirrung und das Gedränge waren grenzenlos, trotzdem ist kein ernstlicher Unfall zu beklagen. Nur Herr Kludsky hat einen empfindlichen Schaden, denn ein Bär nnd eine Hyäne sind todt nnd ein anderer Bär, ein Prachtexemplar, ist vollständig zerbissen. — (Vermählung im Strafgerichts-gebände.) Aus Prag wird berichtet: Der Bauerssohn Cizek, welcher sciue Geliebte, Marie Vondraccl, weil die Eltern die Ehe mit derselben, einer armen Magd, nicht zugaben und ihm eine reiche Witwe bestimmten, im Einverständnis mit derselben angeschossen und hierauf sich selbst schwer verwundet, feierte am 27. d. M, nachdem beide genesen und er in Untersuchungshaft abgeführt wurde, in der Capelle des Strafgcrichtsgebändes seine Vermählung mit der Geliebten. Nach der Trauung wurde der jnnge Ehemann in die Zelle zurückgebracht, und wurde der Frau für Nachmittags eine Unterredung mit dem Gatten im Bureau des Untersuchungsrichters bewilligt. — (Eine Stiftung für hässliche Mädchen.) Ein diesertage in Santander verstorbener reicher Weinhändler aus Malaga hinterließ auch eine Stiftung, deren jährliche Zinsen im Betrage von 6000 Duros zur Ausstattung von vier armen Bräuten bestimmt sind. Die Bewerberinnen um diese Ausstattung müssen jedoch laut testamentarischer Bestimmung das 30. Lebensjahr schon überschritten haben und hässlich sein. — (Vor dem Iuwelierladen.) «Ach, wie gut müsste mir dieser Schmuck passen, lieber Mann! Aber so schau doch her, du siehst ja gar nichts!» — «Liebes Kind, du weißt ja: Liebe ist blind!» Wal- und Ploviuzial-Nachnchtcn. — (Landtagswahl.) Bei der gestern in Adels-berg stattgehabten Wahl eines Abgeordneten für den krainischcn Laudtag an Stelle des verstorbenen Abgeordneten Adolf Obrcza wurde der Gutsbesitzer in Präwald Herr Heinrich Kavcic mit «0 von 93 abgegebenen Stimmen gewählt. 32 Stimmen entfielen auf Herrn Franz Krizai, eine Stimme auf Herrn Leopold Delleva. — (Handelskammer-Sitzung.) Die Handels- und Gewerbelammer für Krain hält heute um 6 Uhr abends im Magistratssaale eine ordentlichen Sitzung ab. An der Tagesordnung sind: 1.) Vorlage des Protokolles der letzten Sitzung; 2,) Geschäftsbericht; 3) Bericht ubcr em Gesuch um Concession zur Errichtung einer Buchhandlung; 4.) Feststellung von Maximaltarifen für den Kleinverkauf von Rindfleisch in Landstraß; b.) Bericht über das Gesuch um Verlegung eines Viehmarktcs in Altenmarkt; «.) Bericht über die Errichtung einer Telegraphenstation in Iesseniz; ?,) Bericht über die Ver« 5 pflichtung der nicht Protokollierten Gewerbetreibenden, bei ^dcr Unterschrist und auf dem Geschäftsschiloe den Vor- , und Zunamen unverkürzt anzuwenden; 8.) Bericht wegen Einführung des Handels mit Spiritus nach Gewicht; 9.) Bericht über die Erzeugung, den Verkauf und die Verwendung von Trennwolle; 10.) Ternavorschlag für eine Censorstelle bei der Bankfiliale; 11.) Vorschlag für vier Hanoelsgerichtsbeisiher beim k. k. Kreisgerichte in Rudolfswert; 12.) Bericht, betreffend die Abänderung des tz 6 des Handelskammer-Gesetzes; 13.) Anfrage der l. l. Strafanstalts-Direction, ob die Erzeugung von Cartons lc. den Geschäftsleuten und Gewerbetreibenden Concurrenz machen würde; 14.) Gesuche um Nachsicht vom Befähi-gungsnachweifc für den Antritt handwerksmäßiger Gewerbe. — (Landschaftsbilder aus den lrai-nischen Alpen.) In der jüngsten Sitzung der «Section Krain» des deutschen und österreichischen Alpenver-eines war eine reiche Collection von Aufnahmen in den Oberkrainer Alpen und im Görzer Gebiete mit Ansichten der Hochgipfel der Alpen und anderer Landschaften bis zur Adria reichend, welche der Photograph Lerget» porer in Veldes der Section zur Einsicht zugesendet hatte, ausgestellt. Nicht nur die gelungene Auswahl der günstizsten Aufnahmspunkte der herrlichsten Landschafts-bildcr, sondern auch die saubere Ausführung reihen diese Aufnahmen den besten Lichtbildern ans anderen Alpenländern würdig zur Seite und erhöhen deren Wert, weil sie dem Beschauer größtentheils unbekannte Landschaftsbilder unserer Heimat vorführen, deren Zahl sich auf mehr als 200 beläuft. Diese sehenswerte Sammlung liegt beim Vereinscassier Herrn Stöckl zur Einsicht auf, und ist der Preis für die einzelnen Bilder sehr billig gestellt. Die Section «Krain» beschloss, ein eigenes Album nach getroffener Auswahl unter diesen Lergetporer'schen Aufnahmen anzulegen. — (Der Verein der Aerzte in Krain) hielt am 24. November in Gegenwart von 18 Mitgliedern seine Monatssitzung ab. Nach Verlesung und Genehmi» gung des letzten Sitzungsprotololles theilte Schriftführer Dr. Va lent a die Einlaufe mit, und zwar: ein Danl-schreiben Sr. Excellenz des Herrn Unterrichtsministers Dr. von Gautsch für die Zusendung der Jubiläums» Festschrift, dann Dankschreiben der Herren Professoren Dr. Billroth und Dr. von Bamberger, des Mini-sterialrathes Dr. Ritter vonSchneider und des l. Sec-tionsrathes Protomedicus Dr, von Kallivoda anläss» lich deren Ernennung zu Ehren-, respective auswärtigen Mitgliedern des Vereines; endlich eine Zuschrift des Hofrathes Dr. Freiherrn von Lösch ner mit 25 fl. als weiteren Beitrag zur Löschner-Stiftung mit der Iusiche-rung, er werde auch serner derselben gedenken. Alsdann nahm die Versammlung mit großer Befriedigung eine Zuschrift des Herrn Advocaten Dr. Alfons Moschi zur Kenntnis mit der Erklärung, dass er als Vereins-Rechts-consulent von nun an, um auch sein Scherflein zum 25jährigen Vereinsfeste beizutragen, die Vertretung der Mitglieder hinsichtlich der ausständigen Honorartaxen unentgeltlich besorgen und nur den Ersatz der Barauslage« beanspruchen werde. Ferner wurde vom Herrn Zahnärzte Ehr werth ein Geschenk von 18 zahnärztlichen Werken und die Biographie Leopold Auenbruggers, des Erfinders der Percussion, von dessen Urenkel, Herrn Oberlandesgerichtsrath Edlen von Lehmann, übersanbt, für die Vereinsbibliothel mit Dank entgegengenommen Hierauf referierte Regierungsrath Dr. Valenta über eine Zu» schrift des löblichen Stadtmagistrates Laibach, worin der ^ Brust. Richard, sehr besorgt, consultierte die ersten glichen Autoriläteu Wicus. Alle riethen ihm, Maud! ^ch Italien zn führeu; nuter einem sanfteren Klima, Mde sie ihre Gesnndheit — fern von dein Orte. wo ^ der herbe Verlust ereilt, ihre Ruhe wieder gewinuen. Kratzt, gehorchte. Durch sechs Monate zog er mit dem ^beteten Weib von Stadt zn Stadt — und suchte A klare Sonue. die sprießenden Blumen, die sanften ^ste lind die blauen Wogen: alles, was das Leben Mtern mag. Doch Maud erholte sich nicht. Das ^"den. von dem sie behaftet war, es saß ihr in der Me. Und kein Arzt der Welt konnte dieses Leiden ..Indessen, in demselben Maße, in welchem ihre Mlschcn Kräfte zur Neige giengen, lebten ihre mora-Wen Kräfte wieder anf.' Allmählich streifte sie ihren ^umpfsinn ab, nnd als wäre fie sich insgeheim ihres vdenllichen Zustandes brwusst. bemühte sie sich. Ri UN zu trösten. Fast schien es. als wollte sie in er-, Mener Koketterie wieder anmuthig sein. um nach^ ,?: ? ?"de desto aufrichtiger betrauert zu werdeu. Sie' AU" jetzt ein inniges Interesse für alles, was Richard 2. ""b that, als schmiedete sie Pläne für die Zn-da?! ^" Sommer war gekommen und sie beklagte, " sie nicht in ihre Heimat durfte. ^ . ^ Mir ist. sagte sie. als müsste ich dort alle .'""e Kräfte wieder erlangen. Wie wäre es doch schön, ^ Mßen Seen mit ihrer blanen Flnt, die grünenden V l> "^ Hl"" schattigen Lanb wiederzusehen! O, Hf^nd! .. . Meine Schwester fände ich da wieder . . . "ach... auch den Vater! "lhre Stimme verdüsterte sich nnd leise stöhnte sie: derh t"" ^ wieder soll ich dahin . .. 2r hat es mir Dann fügte sie im Tone des Schmerzes hinzu: — Wie gut wäre es doch, die Luft der Heimat zu athnun. Das köunte mir Genesung bringen, das allein! O Richard! Genesen nnd dich nicht verlassen l... Lange, lange noch an deiner Seite bleiben!... Sie seufzte auf und murmelte gebrochen: — Aber mein Vater will es nicht! Der Wunsch, weiterzuleben, erfasste sie oft und mit Leidenschaft. Es war das schaudernde Erbeben ihres jnngcn Leibes bei dem Gedanken an die nahende Auflösung. Doch wusste sie diese Empfindung immer wieder zn besiegen uud dem erregteu Gemüthe eine kalte Rnhe aufznerlegcn. Nur gegen einen Wunsch kämpfte sie nicht an: gegen das Sehnen, das Meer, welches anch Englands Küste bespült, wiederzusehen. Dort hoffte sie, näher der beweinten Heimat ihre Ruhe ganz wiederzufinden. Die Wogen, die sie vom heimatlichen Strande trennten, würden ihr vielleicht Grüße bringen vom Orte ihres Sehnens, und vielleicht nimmt der wehende Wind ihr Flehen und ihre Seufzer auf seine Flügel, um sie hinzutragen nach dem väterlichen Hause. So war Maud nach Dieppe gekommen. VI. Da lag sie in einem großen Bette, in welchem ihr Leib, so schmächtig jetzt wie der eines Kindes, sich fast verlor. Ihre blonden Locken, so weich und glänzend ehedem, waren jetzt dürr und glanzlos, und unter den feinen Vraueu. die sich unter der schneeigen Stirne wölbten, war der helle Schimmer des blauen Augenpaares erloschen. In ihrem Blicke spiegelte sich die entsagungsvolle Angst eines armen Wesens, das den Tod auf sich zueilen sieht, ohne sich gegen ihn vertheidigen! zu können. Auf den Wangen saßen ihr zwei unheimliche rothe Flecken, und ihre abgemagerten Hände waren fast durchsichtig geworden. Die Fenster waren geöffnet, die klare Luft und der milde Sonnenschein fluteten frei in das Gemach der Kranken hinein. Und dennoch fröstelte Maud und ein Beben fuhr ihr von Zeit zu Zeit durch die Glieder. Daisy hatte den Kopf auf das Kissen gesenkt und schluchzte leise. Richard beobachtete, an dem Bette stehend, mit düsterer Miene diese beiden Schwestern, die nach so vielen Betrübnissen wieder vereint waren; und seine Gedanken schweiften znrück in die Vergangenheit, und er verglich Mand damit, was sie gewesen, als er sie zum erstenmal erblickt hatte. Daisy, das frische, üppige und anmuthige Mäd-chen, war das lebende Conterfei ihrer Schwester, als diese 20 Jahre alt gewesen. Und während sich ihm das H?rz darob zusammenpresste. dachte Haraßti: «Dab liebliche, glückliche Kind von damals ist durch mich zu dem erbarmungswürdigen, an Leib und Seele gebrochenen Geschöpf geworden, das jetzt langsam dahinstirbt. Ich, ja. ich bin der Urheber ihres Unglücks. Um mich zu gewinnen, hat sie allem entsagt — lind was habe ich ihr als Entgelt zu bieten vermocht? Die flüchtige Glo> riole des Beifalls und den Genuss eines Comforts, der ihr nicht neu war. Ah, wenn unser Kind noch lebte, seine Händchen würden alle Thränen trocknen, seine Aeuglein hätten ihr den Glanz des heimatlichen Him» mcls erseht, sein rosiges, üppiges Körperchen hätte sie entschädigt für den Verlust einer ganzen Familie. . . . Aber auf unserem Liebesbunde hat ein Fluch gelastet: der Engel ist entflogen, und nun schickt sich seine Mutter an, ihm zu folgen.» ! (Fortsetzung folgt.) wacher Zeitung Nr. 274 __________________________2262_______ 30. NownwlM^ Verein ersucht wird, seine Meinung über die eventuelle Errichtung einer sechsten Apotheke in Laibach abzugeben. Nach einer Debatte, an der sich die p. t,. Mitglieder Docwren: Ritter v. Bleiweis, Keesbacher,Fux, Thür n wald und der Referent betheiligten, wurde einhellig die Resolution beschlossen: «Es sei die Errichtung einer sechsten Apotheke dermalen nicht nothwendig, jedoch muss eine zweckmäßigere Dislocierung der bestehenden Apotheken als höchst wünschenswert erklärt werden.» Hieraus erstattete Prof. Valenta als Delegierter seinen Bericht über den siebenten österreichischen Aerztevereinstag in Innsbruck, und wurde ihm und dem zweiten Delegierten Herrn Re^imentsarzte Dr. Thurnwald über Antrag des Obmannes Dr. Schiffer durch Erheben von den Sitzen der Dank der Versammelten für ihre uneigennützige und ersprießliche Thätigkeit votiert. Nun folgten die angekündigten wissenschaftlichen Vorträge: 1.) Primararzt Dr. Dornig demonstrierte zwei interessante pathologisch-anatomische Präparate; eine sogenannte Hufeisenniere (entstanden durch Zusammenwuchs der beiden Nieren), dann zwei durch Cysten degenerierte Nieren; 2.) hielt Dr. Prossinagg in freier, mit Beifall aufgenommenen Rede den ersten Theil seines angekündigten Vortrages über das Specialistenthum in Wissenschaft und Leben. Er unterscheidet unter den Specialisten vier Gruppen (Ordnungen, jede mit verschiedenen Rangstufen), je nachdem sich die betreffende Persönlichkeit permanent oder nur zeitweilig, berufsmäßig oder dilettanten-haft, mit einem einzigen oder mehreren verwandten oder auch sprungweise mit heterogenen, immer aber mit bestimmt umschriebenen Gebieten des menschlichen Wissens und Könnens eingehend oder auch ganz in denselben aufgehend beschäftigt. Redner citiert als hervorragende Specialisten vierter Ordnung, aber ersten Ranges, Billroth in seinen socialen Studien, Goethe als Vorläufer des Darwinismus, den Bauer Priesnitz als Schöpfer einer mächtigen Heilpotenz und geht sodann auf die Genesis des Specia-listenthums über. Er erläutert an der Hand der mo-nistifchen Weltanschauung die Differenzierung als spontane Entwicklungslraft in der ganzen organischen Natur, und zwar nicht nur im körperlichen, sondern consecutiv auch im geistigen, moralischen und socialen Leben, streift Analogien in der anorganischen Welt, erblickt im Particula-rismus der sich gegenseitig selbst neutralisierenden Moleküle, Pflanzen und Thierzellen sowie der Individuen als der socialen Elementarorganismen das niederste Entwick-lungsstadium und erklärt die spontane Organausbildung für eine Vorbedingung jedes Fortschrittes und deshalb die Selbsterkenntnis und Selbstorganisierung für eine Pflicht des im naturwissenschaftlichen Denken geschulten ärztlichen Standes. — (Prcsiren-Abend.) Nach längerem Intermezzo beginnt man in unserer Stadt wieder mit der Veranstaltung von Concert-Soireen zu Ehren des slove-nischen Dichterfürsten Franz Presiren. Die Bedeutung eines folchen Abendes allein sollte schon maßgebend für die Wahl der Programmnummern sein. Von dem angedeutete,, Standpunkte aus können wir uns mit der Wahl des ganz hübschen, heutzutage jedoch musikalisch aä aota gelegten Mendelssohn'schen «Herbstliedes» sowie der in «Programmusik» gehaltenen Soedermann'schen «Bauernhochzeit» nicht befreunden, wiewohl der gemischte Chor start und rein klang und die Soprani und Alti sich sehr sicher hervorhoben. Die reizende Originalcomposition des Dirigenten Herrn Fr. Gerbic, «Das Ständchen» (l^n-dioi poä oknoiu), fand ungetheilte Anerkennung. Eine famofe Nummer war der Claviervortrag des jungen, außerordentlich beanlagten Pianisten Herrn Anton Fo erster jun. Mit bedeutender Technik gab der Genannte die Schulhoff'sche «Phantasie über czechifche Nationallieder» und über wiederholten Hervorruf die Schulhoff'sche Salon-Mazurka «Souvenir» zum besten. Als die entsprechendste und auch in der Ausführung gelungenste Pike erachten wir die zu wenig gekannte und deshalb zu wenig gewürdigte, in ihrer Einfachheit erhabene Winter'sche Rhapsodie <^än^»8k0 mo^o» (Text von Ienko), Der Männerchor war allerdings nummerisch der Aufgabe nicht gewachsen; die Clavierbegleitung hat Herr Ohm-Ianuschowsky mit gewohnter Eleganz besorgt. Eine Wiederholung des Presiren'schen Hohenliedes «Die Taufe an der Savica» in der vom Dichter als eminentem Epiker niemals beabsichtigten dramatischen Form ist in Hinkunft am besten zu unterlassen. Der weit ausgesponnene Dialog vertragt dle scenische Vorführung durchaus nicht, und muss man nach dem Gesagten den Recitator allein sprechen und handeln lassen. __k ^ («Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild».) Samstag fand im Re-dactwns-Nureau in der Stallburg in Wien eine Comite'. Schung unter Vorsitz des Kronprinzen statt. Anwesend '""?"1^Ä ^5' Hofrath v. Beck, Hofrath v. Falte, Hoflmchhandler Holder, Professor v. Lühow. Hofrath von Neumann-Spallart, Regierungsrath Volkmer und Hofrath v. Weilen. — Gegenstand der Berathung war die Feststellung der Reihenfolge der Lieferungen für das ganze Jahr 1887. In diesem Jahre wird der Uebersichtsband am 1. Oktober zu Ende geführt fein, dazwischen Nieder-iistcrreich nahe zum Abschlüsse gebracht loeroen und alle zwei Monate, wie bisher, eine Lieferung, welche der Schilderung der Länder der ungarischen Krone gewidmet st, erscheinen. — (Zur Nachahmung.) Mehrere Laibacher Kunstfreunde haben im Wege des krainischen Landesausschusses zur Vermehrung der Gemäldegallerie dem Museum Rudolftnum ein auf circa 800 fl. bewertetes Bild Canons «Die moderne Eva» ins Eigenthum überlassen. — Viv^ül, 8v(^U6Nty3 ! — (Nachsommer.) Obwohl es morgens und abends empfindlich kalt ist, scheint sich der Nachsommer heuer mit dem Winter paaren zu wollen, denn gestern erst erhielten wir aus Nischoflack allerlei frische Alpenblumen zugesendet. — (Lotterie der Marie nbruderschaft.) Zufolge der Bewilligung des h. k. k. Finanzministeriums ist die Verlosung der Wohlthätigkeits-Lose der Marienbruderschaft in Laibach zur Erbauung des Armen-Asyles «Marien-Ruhe» auf den 1. Dezember 188? vertagt worden. Aunst und Aite^atur-. — («O est err e ich isch-ungarische Revue».) Das jüngst erschienene Heft der «Oesterrcichisch'UNgarischen Revue», das erste des II. Bandes der neuen Folge, zeichnet sicli gleich seinen Vo^ gangern durch Reichhaltigkeit »nd Gediegenheit des Inhaltes aus, Fregattcncapitän von Lehnert seht seinen glänzenden Essay über Tcgctthoff bis zur Schlacht von Lissa sort. Von Professor Dr. Franz Martin Mayer wird ein bisher ungrdrucktes, höchst interessantes Handschreiben Kaiser Josef II., welches sich auf Trieft, Görz und Gradisla bezieht, mitgetheilt. Der Architekt Julius Deininger gibt eine geistvolle Kritit über das Wesen der modernen Architektur m Oesterreich und Ungar». Josef Iirecek schreibt über die slavische Literalur in Böhmen zur Zeit der Kaiserin Maria Theresia, und Ministerialrath von Lorenz-Liburnau bringt in eingehender Weise die Agrar-Meteorologie, dieser hauptsächlich in Oesterreich und durch Oestcr-reicher ausgebildeten Wissenschaft, zur Anschauung, Eine Be< sprechung des neuesten Wertes Körösi's über die Bauthätiglcit in Budapest im letzten Decennium beschließt das Heft, welchem auch das Titelblatt und Inhaltsverzeichnis des ersten Bandes der «Oesterreichisch'ungarischcn Rcvue» beiliegt. Neueste Post. Oriqinal-Telegramme der Laib. Ieilunq. Wien, 29. November. Der Professor an der Hochschule für Bodencultur, Negiernngsrath Seckendorff er-schoss sich infolge nervöser Ueberreizunq. Pola, 29. November. Erzherzoqin Maria Theresia, Gemahlin des Erzherzogs Karl Stephan, ist gestern glücklich von einer Prinzessin entbmldcn worden; Mutter und Kind sind wohl. Abends war große Stadtbeleuchtung; Musikbandcn durchzogen die von Tausenden belebten Straßen. Donnerstag den 2. Dezember findet die Taufe statt. Miihrisch-Ostrau, 29. November. Gestern mittags qerieth der Schachtban des gräflich Larisch'schen Kohlenbergbaues zu Peterswald in Vrand. Niemand war in der Grnbe. Der Brand dauert noch fort. Budapest, 29. November. Die ungarische Delegation hielt heute eine Plenarsitzung, auf deren Tagesordnung sich der Voranschlag des Ministeriums des Aeußern befand. Vor Beginn der Debatte richtete Deleg. Graf Zichy eine Interpellation an den Minister des Aeußern. betreffend die angeblich geplante Ernennung des Fürsten Nikolaus von Mingrelien zum Gon-vernenr von Ostrumelien. Sodann wurde der Voranschlag der Heeresverwaltung in dritter Lesung zum Beschlusse erhoben, worauf der Referent Dr. Falk den Bericht über den Etat des Ministeriums des Neußern erstattete. Derselbe wurde nach längerer Debatte unver« ändert genehmigt. Sectionschef vou Szögy^y beantwortete die Interpellation des Grafen Zichy dahin, dass die Regierung von der erwähnten Thatsache keine Kenntnis besitze und die Ernennnng des Gonvernenrs von Ostnlmelleu nur im Sinne des Berliner Vertrages erfolgen könne. Budapest, 29. November. Die österreichifche Dele-gation genehmigte ohne Dcbatte und unverändert das außerordentliche Heereserfordernis sowie die Erstreckung der für 1885 bewilligten Credite. Verschiedene Re« ferenten wiesen übereinstimmende Beschlüsse beider Delegationen nach. Im Budgetansschusse der österreichischen Delegation gab der Kriegsminister ausführliche Alif« klärnngm über Armeeverhältlnssr. Petersburg, 29. November. In Taschkent» fand heute vormittags ein starkes Erdbeben statt; viele Häuser des russischen Viertels wurden beschädigt. Odessa, 29. November. General Kaulbars ist vormittags hier eingetroffen und abends nach Petersburg weitergereist. Danksagung. Die hochwohlgeborne Frau Zofefine Aotschevav, Gutsbesitzerin in Gurkfeld, hat der großen Reihe ihrer wohlthätigen Acte wieder einen neuen zugefügt, indem sie den freiwilligen Feuerwehrvcrein in St. Barthelmä in Unterlrain mit der großen Spende von fünfzig Gulden bedacht hat. Die gefertigte Vereinsvorstehung spricht der edlen Spenderin für dieses hochherzige Geschenk hirmit den herzlichsten Danl aus. Vorstchung des Feuerwchrvcrciues in St. Barthelmä in Untcrkrain. Volkswirtschaftliches. Handelsverkehr mit Spanien. Das l, k. Handelsministerium theilt mit, dass die k. sV""HA General-Zulldirection in Madrid den Vorstände» der sp<""!M' Provinzhanptzollämter nachfolgendes Lirenlcir iiber ErleichterUM. beim Ursprnngsnachweise habe zugehen lasse»: Vi>? mit der e forderlichen Üeberlegnüg eine definitive EittschließiMH "eMiuv der llrspruna>Certificate ersließen taun, werde» Sie !"'" dieser General-Direction verständigt: gegen die Zulassung o Güler, die, aus Vertraqsländcrn kommend, in Ihre», Amte pi» senüerl werden, leine Schwierigkeiten z>l erheben, sobald, » mit klarer BeMioahme auf die Ware, um die es sich ha"^ es »n!er Vcstätignna. der expedierenden Behörde, mdiert vo spanischen Consulate, als gewiss vorliegt, dass vun dmnbcn ^ expedierenden Behörde) declariert worden, das.' b's, "^,te Behandlung, »nd daher ein MM M Anwendung der zweite» Colunne des Zolltnrises hat. Landschaftliches Theater. Heute (ungerader Tag) zum erstenmale: Die I^ , !,' <«roße Oper in 5 Acten von Scribe. - Musik von Haie«")- Angekommene Fremde. Am 28. November. Hotel Stadt Wie». Philipp, Privatier, Sternberg. ^ P"""' Hochstätter, Priglhof nnd Roscnwasscr, Kaufleute. W»'N. ^ Hanf k. t. Postmeister, Goltschee. ^ Stampela, Kf'""""' Trieft. _,.,.. Hotel Elefant. Geißler, Buchhändler, Gürlift. — Karst, ^'e^ ingenieur, Wien. — Saak, Obcringcnicur, Leobersdors. Weber, Kaufmann, Dobern. — Nossan, Kaufmann, Na/am. ^ Slubitz, General-Repräsentant der «Austria», Graz. -^ ErM-, k. k. Contrulor, sammt Frau, Tschernembl. .,., Gasthof Siidlmhlchof. Skrajuar, Besitzer, samint Frau, ^udoH wert. — Sarabon Maria, Private, Neumarltl. ^ ^ Maria, Private, Fiume. Verstorbene. Den 2«. November. Franz Nadrach, Stadtarwer, »2 I,, Karlftädterstraße 7. Gchirnschlagfluss. — Virginia no^ mann, Handelsmanns Gattin, »5 I., Nathhansplah 7, i!"''"<> ödem. — Theresia Nuppert, Papicrschneidcrs«Gattin, 45 ^)" Kralauerdamm 4, Lungentuberculose. «, Den 2 9.Noveinber. Theresia Slitscher, Handelsmann» Tochter. 9 I., Wicncrstraßc 18, Gehirnöbcm. — Ursula i)°^ nikar, Kaischlers-Witwe, 45 I., Schwarzdorf 11, HcrMltt' Maria Nihtersic, Väckers-Gattin, 22 I,, Alter Markt l2, ^>" gentubcrculosc. Lottoziehuugcn vom ii7. November. Wien: 1 15 85 23 72. Graz: 48 62 88 !10 4. Meteorologische Beobachtuna.cn in Laibach^ " 7 ls.Äg/^42768'"-4F T^^MlMls^ich^MU^ 29. 2 . N. 738,85 -1,0 windstill dichter Nebel "."" 9 . Ab. 737.60 -4,4 windstill dichter Nebel Dichter Nebel anhaltend, auf den nächsten Bergen So"" ^ schein. Das Tagesmittel der Wärme —3,2°, um 5,0 "> dem Normale. ^^ Verantwortlicher Redacteur: I. Nasslit. l---------------------------------------------------- Unseren lieben Freunden und Bekannten geben wir, vom tiefsten Schmerze grbengt, Nachricht, von dem Hinscheiden unserer innigstgelicbten Tochter Kesi welche nach längerem Leiden gester» im jugendlichen Alter von 9 Jahren selig im Herrn entschlafen 'st- Das Leichenbegängnis der so früh Verstorbenen erfolgt Dienstag den 30. November um ii Uhr nacy' mittags vom Trauerhause Wienerstraße Nr. 13 att? auf den Friedhof zu St. Thristoph. Laibach. 29. November 188«. Albin nnd Marie Klitsch". !U»rb^,!!!,,«!„iN<,l! d«« sslanz Für die vielfachen Beweise der Theilnahme während der Krankheit sowie für das ho^'h"''"' Geleite zur letzten Ruhestätte des nun in Gott ruye» den Herrn ! Franz Deèman wie auch für die schönen Kranzspenden ""b ^ > Herren Sängern für den rührenden Gesang M « wir hiemit allen Freunden und Bekannten unic" , innigsten Dank. « Stein am 30. November l 88«. l Die trauernden Hinterbliebenen. ^ 2263 Course an der Wiener Dorse vom 29. November 1886. «a« dm, office 1°«»^«« Geld War» Sta°ts.Nulehen. ,F"ltNtt....... 8480 85 - l^n?? ^^° Staalslosc 250 fi. '»i 75'.'>«'/.'> H ° /» Mnftel 1IX, . ,«9?^Ino.yientenschc!ne . . pel ^t. b?---------- 0e»^^°lbr«ntt. steuerfrei . !>4<,5,,5ib "°"-«olenrente, steuerfrei . ioilbioi8o ""« Volbtintt <°/. . . . . l05 «0,05-75 " lc^^"«n'!lnb.>«nl. llo sl. «.W.V. «b««>l»,f,3- ' ^Nbahn.PtioiilättN . . 100«5ic<0'75 ' ^««'»«-Obl.lUno.Ostbahn)--------------- ' « >i" > vom I, i«7« . N8'— Hl, - tz',,Wn,ieN'Hnl. «^ WNfl. ö. «0. »24 »0 I»5 30 '"»'»itg..^i>s« 4«^ ,U0 ft . ^ I«5 40I2b»u ^ lunbtntl.. Obligationen Mp, , -,, , ,^»^«7 i "««nbUlgischl..... l0< so!,oo lu Geld »,'ale 5>«/, lemele» Va^at . . . . io<5«l05io 5"/» ungarische...... ,04 70 l05 30 Nndere lfieutl. «nlehen. Donau-zNeg.»kose b«/° loo fl. . li» ?f>ii!»zb No. »!n>«o? — «nleben d. Stablgemelnb« NllN i«< «b i<>» 2K Nnlehen d, Etablgemcmdc Wien (Silbel unb Volb) .... —- —'— Pr8mien»Nnl, d. Elnblgem. Wien llb — il5 b<» Pfandbriefe (für lOO fi.) bobtncr. allg, ösleri. 4'/,"/» Gold. l24 >>«> >«5 50 dlo. in 50 » „ 4'/, »/o 100 4V 100 70 dto. in 50 « » <°/<> . » dto. Plämien»kchuldv«schr.3°/„ >0! - loi 50 Qcsl.Hypothelcnbanl !0j. b'/,°/, >ui «6i0i7b Qlft.'ung. Van! verl. 5°/« . . iuu»u i0««l» dto, „ 4>/,°/° - lui«uu>i u« dlr. „ 4"/« . . W K0 !i« ?»> Ung, »Un. Vobencredit'Nctienges. „' Pcs: in I. l«.^ vc,l. 5>/,<>/„ —'— —- Prioritatd'Obligationen Llüabelh ' wlflbahn l, «miifion —_____— Yevd>,!!»,bea^n in <^ilb« »h'70lu0'il> ^,lli!z.Ur,lj^'<>hl,.....—--------. H>al>z>>»>><> t'udw>u » Bahn Ln>, id«! «W ,,, tl. I'/,"/,, . i«o 6U101 — Qeslclr. l!l«»du>rsll>ah» . . . ,<,, »o,07 80 sxl'tubln«« ......____!—— G59<"5!»!»0 « " « 5 ki V».....ll»»bl»l»o- Ung.,galiz. Vahn.....iul»5lvi?5 Diverse L,se (per «tü«). ««dittos« 100 fi......l7^-ü« ,7g,_ z^^"»?'?""^ lvafi. . 11?-,,«--L»,bachtl Pläm,en.«lnleh,zo fi. ,a ,l »0 7b Ofen« t!ose 40 fl. . 4« ^ «7-^ «"ben »ltuz. ist.G«s.r.,«fi. ,4 en ,4 ?n Mudols.Lose 10 fi..... „_ „5t, Salm.Lose 40 sl. . . ^7»n____ St..Gen°i««i!o « 40 fl. '. ^ '. z, ^ 57 50 Walbstein.l..°le,0 sl' ' ' ' ^b0 53 50 W,ndlsch«ratz.i!ose z« sl. . . ^ ^ <5 ^ »anl.Uctieu (pel Stlls) «nglo.Oeftttl. «ant loo fl. . ,i«7on?-«anlvelein Wicn«, 100 fl. . ,i»oi «20 ^cdlldaul. Allg Ung. »(««. . «l,» -»»9 «0 Drposttentxml, NNg l»W sl. . ',»9 c!lerl.o «ujM.Tepl. Else«!', wo fl. «l«.--------------- «°hm. «otdblllni 150 sl, . . 185' 75 l«7 ,'. , Weflbahn »00 sl, . . . »78 —«»« — Vuschtiehiab« «isb, 500 sl. «Vl. 783 —73« — » (Nt, II) ,00 sl. . »0S — «l« — Don«» » Vamplfchiffahit» » Ges. Otstelt.5ou fl. llM. . . . 87»—381 — Dlau»«is. (Vat..Db.,Z.)zoosl,G. 18^ «> i»3 — Dur.»obendacher!«,5 l<» , EI»b.,T,l.Ül.00fl.G.-----------— V»li».o blo. (lit.«) 8l»u jl. Eilb« . i<>9 - i6l> 50 Prag'Dul« iul< 75 Siebenvülgci «tisenb. ^00 sl. . — — — — Sta»l«e>!c!iln^» 2!u<, ,1. «. W. . «49 ?e>z5<< — Süobahn »00 si. Vllblr . . . »06 5« 107 — «i!b.Norbl> .Verb.,«.»«, fl. 78 «> 173 70 Nllg.Veftb.s«a»b«»«»,)«X»sl.S 17, >z l?« 75 IndnftrleNetie« (per Stllll). Hgybi unb ^tinbbtlll, Visen« unt Stahl»Ino. in Wien 1»» fl. . — — — — Hlscnbabnw..z?eih,. I. 80 sl.40«^, — — — — „Elbcmühl", Papiers, u. «.««. «5 — «5 50 llilontanxOesellsch., öfterr.»»lpln« »9 60 »o — ^rager «tlsen.Ind.Ges. «00 sl, . ,»4 - »85 — salgo'Tari, Lisenrafs. ll»0 fl. . l« - li» — W«ffenf..<».. Ocft, in W. Il»sl.,i4— 1» — trisailer ilohltn»,»Ves. 70 fl. . — — — — Devise« Deutsche Pl«tz«......», 80 «l »0 bonbon.........i»«05>»«45 pari» .........4, 7l, 49 7? Ptt«»bUlg .......—._ —> — V»l»te». Duc«ttN........5U« z,z