Nr. 137. Samstaa am 17. Juni 18«5. Die „i!aibachcl Zeitung" erscheint, mit 7lu?!iah!!!r dl, st^HD^W^l^ Vnstrllonsgcvlli/r für eine Garmond - Spaltmzrik Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet snnilii! be» ^^HH32^^^>»8^F °^" dm Raum derselben, ift fllr Imalige Cinschal» Beilagen im Comptoir ganzjährig 1' st., hnld .H^^^D^ ^^^^^. tung S tr., filr 2malige8 lr., fllr 3malige10lr.u.s. w. jiihrtg b ft. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir HWMMMWM^^^^ ^" ^"^" Gebühren ist noch der Insertions-Stempel ganzj. 12 st., halbj. « fl. Fllr die ZuMmisi ,»'« ^>«MWWW^»>>«P ^ ^ ^ lllr eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu H»n« sind halllj. 50 fr. mehr zn entrichten. Mit rechnen, Inserate bis 10 Zeilen losten 1 st. 90 fr. der Post portofrei ganzj., unter Kreuzband und a/ lUr 3 Mal, l fi. 40 fr. fttr 2 Ual und »0 fr. ftt» brncktei Adresse 15 st., halbj. 7 st. 50 kr. "A^W^^I»^^ ' ^"^ ^^ Inbegriff des Insertionsftempels). Änülicher Theil. ^e. l. k. Apostolische Majestät haben mit Aller« höchster Entschließnng vom 1. Inni d. I. die Sup' Plcntcn dcr Klauscnbnrgcr ^lcchtSaladcmie Karl Hal» lcr v. Hi lib, Ladisl'aus Hosszu v. D 3"V"l'acn des KronsyndilatS von Tag zu Tag cin 5?« " ""M" Samstag erledigt sein. Wenn "" Telegramm der ..Presse" richtig ist, dann dürflc das Gutachten der Kronsyndici in Kürze dahin lauten, „daß Niemand vorhanden sei, welcher dcm König Ehri> stiau IX. von Dänemark das ZcssiouSiccht bestreuen tonnte; anch cMirt leine rechtliche Verpflichtung Prcu-ßcuS zur Zcssion seiner Mit-Souvcräuctät." Kurzer augcbuudcu taun man kaum sein; Marhcit scheiut nnn endlich in dic Sachc zn kommen, Bcrichtc auö ^tom bczcichucn dic Aufgabe dcS Hcrrn v. Vcgczzi als bereits erledigt. Demnächst würden dic politischen Unterhandlungen mit Rom beginnen, welche von französischer Seitc geleitet wcrdcu. Es wird dem „Wdr." aus Paris alö bestimmt gc. meldet, daß dic auf dic Aussöhnung dcö h. VatcrS mit dcm Köuig Viktor Emauucl gerichteten Äcmü. huugcu dcS Kaisers Napoleon bereits dahin ciuc Er-wciteruug erfahren habcu, dcn Wicucr Hof zu cincr glcichcn Aussöhnung mit Viklor Emauucl zu gcwiu« ucu. — In Paris verlautete am 14. Iuui gcrncht-weisc vou cincr bevorstehenden Zusammcnkuuft dcS 5iöuigs Viktor Emauucl mit dciu Papste auf dcs lctzlcrcn Summcrsitz Kaslclgaudolfo. Dcm widersprechend schreibt daS ,.N. Fbltt.", cö sei dic authentische Nachricht in Wicu cingclroffcu, daß dic Vcrhandluug zwischen dcm Florentiner Ka° binct nud dcm römischen Stuhle nnumchr gänzlich gescheitert ist. Veranlassung zu dcm definitiven Ab< bruch gab der Versuch dcö Unterhändlers Vcgczzi, für den König eine, wenn auch luir iiidiicllc Aurllciiilnua als Köüig von Italien mittelst dcs BischoföcideS z» crlanacn. litom vcrweisscrle entschieden, dcn neu zu crueuncudcu Vischüfcu ciucn Homagialcid aufzncilcgcu, und damit war die Vcrhaudlnng thatsächlich zu Ende. 78. Sitzung dcs Abgeordnetenhauses vom 14. Inni. Auf der Ministcrbaul: Schmerling, Mccs). Oktober I860 nnd dcm §. 12 dcS Grundgesetzes über die Neichsvcrtrctnna. vom 20. Februar 1861 fiudc Ich bezüglich dcs tz. 13 dicscS lctzlcrcn zu verordnen, wic folgt: Znr Zeit dcS nicht vcrsammcltcn Rcichsrathes ist dic Rcgicrnng nach §. 13 des Grundgesetzes iiber die Rcichövcrtrctung von» 20, Fcbrnar 1801 bcrcch» tigt, rmr dringende, in dcu Gesetzen uicht vorgesehene 548 und dcn Staatsgruudgcsctzcu nicht zuwiderlaufende Vcrordnnngcn nntcr Verantwortlichkeit des Gcsannnt-ininistcriumö mit provisorischer Gesetzeskraft zu erlassen. Icdc solche gesetzliche Anordnung tritt anßer Wirksam-leit, wenn sie nicht die Genehmigung des nach ihrer Erlassung einberufenen nächsten RcichSrathcs erhält. Die Majorität des Ausschusses beantragt ferner folgende Resolutionen: „Das Haus der Abgeordneten spricht die Ueberzeugung aus: 1. daß dessen verfassungsmäßiges Recht zu jeder Art und zu jedem Altc der Gesetzgebung durch Zu» stimmung mitzuwirken, durch den ^. 13 dcS Staats-gruildgesctzcs über die Ncichsvcrtretung vom 26. Fc-, bruar 1861 nicht aufgehoben werde, daher sich das HauS der Abgeordneten gegen jede diesem Rechte widerstreitende Auslegung oder Auwcudung der angc-fiihrten Vcrfassnngöbcstimmuug verwahrt; 2. daß der tz. 13 des Grundgesetzes über die Reichsucrtrctung vom 26. Februar 1861 nach seiner dermaligcn Fassung nur in dringenden Fällen und auf vorübergehende Verhältnisse Anwcnduug finden könne, und daß jede im Grunde der angeführten Vci'fassnngs-bcstimmung getroffene Verfügung mit dem Aufhören dcö besonderen Falles, für welchen sie erlassen werden mußte, anßer Wirksamkeit trete." Abg. Pan kr atz stellt sodann als Vertreter des Miuoritä'tSausschusscS folgcudcn Minoritätsantrag: „DaS hohe HauS wolle beschließen: In Erwäguug, daß §. 13 dcö Grundgesetzes über die Reichsvcrtrc-lung auf dringende Maßregeln, welche in einem Gegenstände der Wirksamkeit deS RcichSrathcs zur Zeit, als der Rcichsralh nicht versammelt ist, getroffen werden müssen, beschränkt ist; in fernerer Erwäguug, daß eS dermal nicht zeitgemäß erscheint, die Acndcrnng der Verfassung in Berathung zu ziehen, wird über dcn vom Abg. Ger-gcr und Genossen gestellten Antrag anf Erläuterung des §. 13 des Grundgesetzes über die Rcichsucrtrc-tnng und die auS diesem Anlasse vom Ausschusse gestellten weiteren Anträge zur Tagesordnung über« gegangen." Der Redner begründet das Minoritätsuotum. Nach Z. 13 sei die Regierung verpflichtet, dem nächsten RcichSralhe die Gründe und Erfolge darzulegen. Die Darleguug dieser Gründe soll nachweisen, daß der Gegenstand dringend und unaufschiebbar war und daß die getroffenen Maßregeln zweckmäßig waren. Dem Reichsralhe stcht es dann zu, über die dargelegten Gründe und Erfolge im Wege der Resolutio-neu sein Urtheil abzugeben, die Maßregeln zu saul« tionire», oder im legislativen Wege durch seine Initiative eine Aenderung derselben hervorzurufen. In dem §. 13 ist von der Pflicht zur Einholung der Genehmigung lciue Ncde, ebenso sei keine Rede davon, daß die Maßregeln auf vorübergeheude Maßrcgclu beschränkt siud. Auch den Resolutionen glanbte die Minorität nmsowcnigcr bcitretcn zu können, als diesem AnSschuß kein spezieller Fall znr Beurtheilung uorlüg, da die vorliegenden Fälle anderen Ausschüsse» zngcwicscn siud. WaS ferner dcn von der Majorität ausgesprochenen Antrag auf Aenderung dcS §. 13 betrifft, fo konnte die Minorität anch dem nicht bci-lrclen, weil bei der lnrzcn Dauer, bei der bisher unvollständigen Durchführung der Vclfassnng sich jetzt noch kein sicheres Urtheil fällen lasse. Aus diesen Motiven beantrage die Minorität den Ucbcrgang zur Tagesordnung. (Der Antrag wird uutcrslützt.) Präsident eröffnet die Debatte. Abg. Arolich ist gegen die Ausschußanträge. Er ist weit entfernt, dcn tz. 13 zu befürworten, aber er habe die Ueberzeugung, daß der Weg, dcn der Ausschuß eingeschlagen, nicht znm Ziele führe. — Redner begreift nicht, warnm der Ansfchnß ein Gcfetz , nnd zwei Rcfolnlionen vorschlage, entweder genüge das Gesetz, dann seien die Rcsolnlioncn überflüssig, oder es genügt nicht, dann nütze die Resolution gewiß nicht. — Der Ausschuß habe sich bei der Erlänlcrnng des §. 13 ein Labyrinth geschaffen, in welches er sich verirrte. — Will man den §. 13 interprctircn, so muß man sich an seinen Inhalt wenden. Das allg. b. G. B. bestimmt, daß man ein Gesetz nicht andcrö als nach seinem Wortlaut iutcrprctircn dürfe. — Der Ausschuß töunc anf sich dcn Satz anwenden: Inoiäit in Ac>)1wm ljui vult viwi'0 (.!lm!-vd<1llu. — Man wcist wnncr auf dcn §. 12 dcr Februar-Vcrfassnng hin, welcher die Mitwirkung des RcichSrathcs nor-mirc. Aber man dürfe dcn Paragraph nur so inter-prctircn, wie er gcgcbcn wurde. — Es heißt, die Vorlage der Regierung gelange an dcu Rcichsralh und um derselben Gesetzeskraft zu verleihen, ist die Mitwirkung nnd Zustimmung des Rcichörathcs nothwendig. — Dcr §. 12 beziehe sich also nnr auf Regierungsvorlagen uud stehe mit dem §. 13 dnrchans nicht im Widersprüche, wie die Majorität des AnS-schusscö bchauptcu will. — WaS dcu §. 13 betrifft, so sei iu demselben gar nichts zn finden, waS auf die Nothwendigkeit einer nachträglichen Genehmigung von Seite deS RcichsrathcS schließen lassen könnte. — Redner findet die Anklagen, welche dcr Ausschuß gegen die Regierung richtet, vollkommen unbegründet, und das Vorgehen dcr Regieruug im Gesetze vollkommen begründet. Seine Auslcguug dcS Gesetzes sei eine natürliche, die dcS Ausschusses eiue willlühr-lichc. Man hüte sich von dem ersten Schritt, denn dann würden dcn willkührlichcn Auslegungen nicht nur auf legislativem, sondern auch auf richterlichen: Boden Thür und Thor geöffnet. — Iu eine Kritik dcö GcsetzcntwnrfeS selbst cingchcnd, bemerkt Redner, wenn ein Gesetz erläutert wird, nud dcr vorliegende Antrag soll doch nur eine Erläuterung sein, dürfe man in diese Klärung nichtö hincinleacu, waS nicht schon in dcm Gesetze selbst steht. Dcr Antragsteller habe sich auch bci scincr Begründung in diesem Sinne ausgesprochen. Hält man daö fest, so frage cr, ob man im tz. 13 etwas von nachträglicher Genehmigung oder provisorischer Gesetzeskraft finde, uud doch ucr-lange der AnSschuß, daS Haus follc das anuchmcu. Es heißt gcgcn dcn gcfnndcn Menschenverstand sündigen, wenn man verlangt, daS HauS solle im §. 13 etwas finden, waS nicht darin stcht. Es sci hier auf eine Aenderung nicht auf eine Erläuterung abgesehen , obzwar man dieß nicht offen gesteht und lciucu Antrag auf Abänderung gestellt hat. Erläntcruugcn von Gcsctzcu können nnr von dcm ansgehcn, dcr daS Gcsctz glgcbcn nnd dasselbe anznwenden hat, nnd das sei die Rcgicrnng. Er beantrage daher dcn Ueber-gang znr Tagesordnung. — Dem Votum dcr Mi-norität schließt sich Redner nicht an, weil cr mit dcr Motiuirung nicht ganz einverstanden ist. Dcr AuS-schuß habe sciuc Vollmacht überschritten, indem cr statt einer GcsctzcScrläntcrung eine Aenderung der Verfassung beantragt. Selbst dcr Antragsteller Dr. Verger verlangte nnr eine Erläntcrnng. Dcr Antrag dcS Ausschusses auf Verfassungsänderung müßte daher (anf dcr Ministcrbant erscheint Frcih. v. Kalchbcrg) als sclbstständigcr Antrag anfgcfaßt und cincm anderen Ausschüsse zur Vorberathung zngcwicscn werden. Er stelle daher für dcn Fall, als sein erster Antrag nicht bclicbt wird, dcn cucntncllcn Antrag, die Anträge dcS AnSschnsscs cincm aus dcm ganzcn Hause zu wählenden Ausschusse von l) Mitgliedern znzn-weisen. (Die Anträge werden nicht unterstützt.) (Schluß folgt.) Oesterreich. Wien. Sc. Majestät dcr Kaiser hat genehmigt, daß dcn Armeekorps-Kommandanten die Ehrenbezeigung mittelst Schlagen oder Blasen des Spieles lind Senken dcr Fahne im Bereiche dcr uutcrstchcndcn Truppen auch dort zuerkannt werde, wo sich der Armcckommandant oder dcr landcSlommandirende General in I000 befindet. Iunssbunzlau, 10. Juni. Unsere Stadt, dc« rcn Bewohner sich seit dcr nationalen Bewegung in völliger Anfrcgnng nnd Gährnng befinden, war am Pfingstmontage abermals dcr Schauplatz unerquicklicher nationaler Szenen. Am genannten Tage feierte dcr hiesige Gesangverein „BolcSlauan" die Fahnenweihe, zu welcher sich 16 czcchische Gesaugucrciuc auS Böhmen, darnutcr auch Mitglieder des „Hlahol" auS Prag, ciugcfuudcn hatten. Samstag vor dem Fah-ncnfcstc trug dcr Kreis- nnd BczirkSamlölcilcr Hcrr Statthaltcrcirath Komcrö dcm Bürgermeister Herrn Wanka auf, daß alle Aufschriften, welche anS Anlaß dcS Festes an dcn Häusern angebracht werden sollen, dem BczirtSamle znr Genehmigung vorgelegt wcrdcn-Von dcn in Folge dessen vorgelegten 40 Anfschl'if"" verwarf daS Bezirksamt 1l), darunter auch die Abschrift dcS Herrn Bürgermeisters selbst, welcher die Mottos Palacky's, Ricgcr'S und Hawliczcl'S M Schau stelle» wollte. Am Pfmastmontag sah man nuu an dem Hause dcs Bürgermeisters eine schwarze mit Blumen nnd Kränzen geschmückte Tafel. Fast alle übrigen Hänscr am Wcgc dcS Fcstzugcs warm dagegen mit Aufschriften versehen. Besondere Aufmerksamkeit erregte die Aufschrift: „l^rt. von» Iioln-!)ici vlulix^t, m^mo nul^i Ivi «r<1nllt.o»t." (Dcr Teufel hole die Taubcncinhcit; seien wir lieber mnthig, wie die Löwen) An beiden Seiten und in der Mitte dicscr Aufschrift bcsaudcn sich die Bildnisse Hawli-czelö, HuS' und Zizka'ö. Hcrr Statlhallercirath sso-mers schickte zweimal einen Gendarmen zn dcm eben Mlilletml. Laibacher Plaudereien. (Da« Jahrhundert seltsamer Krankheiten — Hochlomische Erscheinungen — Krankhaftes Verlangen nach einem Leib-journal — Ein humoristisches Blatt für Vorübergehende — Dresdener Fcstzcitung — Laibach in Dresden — Vetoes.) Man hat nnserem Jahrhundert schon die verschiedensten Bezeichnungen gegeben, man hat es daS papierene, daS aufgeklarte, das an Finanz- und Handelskrisen reiche Jahrhundert, das Jahrhundert deS Dampfes, dcr Maschinen, dcs Materialismus ». s. w. genannt, abcr cinc treffende Bezeichnung vom pathologischen Standpnnltc ans hat es, so viel wir wissen, noch nicht erhallen. Wir möchten es daS Iahrhnn-dert der sonderbaren Krankheiten nennen. Mit welchen fürchterlichen, noch nie dagewesen sein sollenden Krankheiten wird dcr Menschheit nicht heutzutage Schrecken und Entsetzen eingeflößt. Kaum daß die Mittheilungen über die sibirische Pest, über den Fleck« typhuS nnd das rckurrircnde Fieber aufgehört haben, so wird schon wieder eine neue Kraukhcit als nahende Epidemie signalisirt. Noiün^iti^ c^rodw ^pin^Ii^ heißt sie, oder lnrzweg „Geuicklrampf." Und seltsamer Weise, kaum ist die erste Kunde davon angelangt, so will man auch schon da und dort derlei „Falle" beobachtet haben. Wir wollen nicht unter-suchen, ob die Herren Aerzte wohl daran thun, dcr Menschheit das Bischen Leben als bedroht von immer mehr und neuen Gefahren hinzustellen; aber daS ist sicher, Dank dafür verspüren wir nicht. Doch, wenn wir obige Bezeichnung für unser Iahrhnndcrt aufstellten, so hatten wir weniger die körperlichen, als vielmehr die geistigen Krankheiten im Auge, die epidemisch geworden siud uud au dcucu ganze Völker leiden. Wir wollen die hervorragendste derselben gar nicht näher bezeichnen, unsere Leser kennen sie schon; sie frißt wie ätzendes Gift an allen Verhältnissen uud hemmt jeden geistigen Fortschritt. Und doch ist sie gar nicht so ernst, daß sie nicht auch ihre komische Seite habe. Sie hat Erscheinungen im Gefolge, die anch dem sauertöpfischesten Mysanthropcn ein Lächeln abzwingen können. Eine solche ist daS Bestreben, allcS Kleine groß zu machen, wenn eS nämlich zur Partei gehört. Gewiß, cS macht einen hochkomischcn Eindruck, wenn in einer Stadt, wo die Industrie sich noch im Zustande eines Embryo befindet, Jemand plötzlich die Entdeckung macht, daß cS „geniale Iudustricllc" wie Sand am Meere gibt, oder wenn man Verse, welche mit dcr Grammatik nud dcr Syntax noch im Kampfe liegen, als Produkte eines „eminenten" Dichlettalents hinstellt. Wo solche Erschcinnngen auftreten, hätte eigentlich dcr Psychiatrist mchr Beruf einzuschreiten, als dcr Feuilletonist, dcr daran nnr das Zwerchfellerschütternde herauszufinden versteht. Männer, welche Ministcrposicn bekleiden nnd oft ein bestimmtes Prinzip, ein bestimmtes System vertreten, bedürfen sicher eines Organs, um ihre Intentionen, ihr System mitznlhcilcn, zu crkläreu, der Auf-fassuug dcs Publikums nähcr zu bringen. Wenn ubcr Jemand, dcr zufälligerweise auf einem weit unbcdcu-tendcrcn Posten sich befindet, (dcn noch dazu weniger Gelehrte viel besser ausfüllen würden), durchaus ciu Leiborgail habcu will, welches sein Lob in hyperbolischen Redcsioskeln dcr Wclt verkünde, so ist solch' ein Bestreben ebenfalls hochtomifch. Er thäte gcschcidtcr, anstatt auf dcm Wcge der Uebcrrumplung die Erreichung deS Zieles zn verfuchcn, cS so zu machen wie dcr „Messerschmied", dcr gegenwärtig hier so viel von sich reden macht. Von Zeit zu Zeit erscheint nämlich hinter einer Fensterscheibe in dcr Auslage deS Messerschmiedes H. auf dcm alteu Markte hier ein geschriebenes Blatt, das dcr humoristische und originelle Mann als seine Zeitung betrachtet, mittelst welcher cr dem Publikum seine Ansichten, scine lauuigen, oft treffend witzigen Einfälle mittheilt, mittelst welcher cr polcmisirt, poli-tistrt:c. Dieß Blatt hat er betitelt: „Waffenschmieds Hammer. Humoristisches Blatt für Vorübergehende. Erscheint an dcr Fcsterschcibc, wenn dcr Redakteur gute Einfälle nnd Zeit bekommt, sie niederzuschreiben." So oft nun ein solches Blatt an dcr Fensterscheibe klebt, eilt Jedermann hin, um es zn lesen, oder gar zu lcpircu nnd zn verbreiten. Dieß war besonders vor einigen Tagen der Fall, als ein „Bulletin" mit dem Motto: Ich bring' Euch leine (inten, ^ Dcr „Triglav" lräntelt bleich, z So arm an Abonnenten, z An Wissen gar so reich! — an der Fensterscheibe erschien und znr Beruhigung dcr wcuigcn getreuen Verehrer dcS „Triglav" die Mittheilung machte, daß an cinc „Mundspcrre" noch nicht zll denken sci. Die Kopien dcS dcrbwitzigen „Bulletins" machten die Runde in dcr gauzcn Stadt und fanden viclcu Beifall. Man ist förmlich erpicht darauf, recht bald wieder ciuc ucue Nummer dcS „Blattes file Vorübergehende" erscheinen zn schcn. Da wir eben beim Erwähnen anßcrgewühnlichtr Crschcinnngcn dcr Publizistik sind, so wollen wir auch dcr „Fcstzcitnng für daS erste deutsche Sängerbundes-fest iu Dresden" gedenken", von welcher nnS d!c drei ersten Nummern vorliegen. Dieselbe wird herausgegeben vom Festausschuß, ist gewiß die verlaß-lichstc und ausführlichste Quelle über Allcs, was daS 549 in dcr Kirche anwesenden Bürgermeister, damit der« selbe die nicht genehmigten Aufschriften entfernen lasse, was dieser jedoch mit dcr Acmcrknng ablehnte, dcr Herr Statthaltercirath möge dies selbst veranlassen. Wegen dcr angehängten schwarzen Tafcl wurde dcr Bürgermeister vorgeladen. Dcr Herr ^talthaltcrci^ rath betrachte diese Tafcl als cinc "Demonstration und habe deßhalb gegen den Bürgermeister die Anklage wegen Anfwicgclnng nnd Verhöhnung amtlicher Anordnungen erhoben. Uusland. AuS Tchleöwiss, 8. Inni, wird dcr „Wiener Abendpost" geschrieben: „Hentc um I I Uhr Vormittags fand die feierliche Einweihung des Denkmals Statt, welches das OffizicrlorpS dcr Brigade Gon-drcconrt den gefallenen Kameraden anf dem Königs-lmncl fetzen ließ. Dasselbe war mit Fahnen in den österreichischen Farben, Lanbwerk »nd FcstouS reichlich geschmückt uud von Kränzen nnd Inschriften, welche dicFranen nud Jungfrauen Schleswig«, Ncndsbnrgs n. f. w. dargebracht halten, förmlich bedeckt. Ocstcr-rcichischcrscils hallen sich dcr General-Major und Brigade-Kommandant Ritter v. Kalil mit seinem Stabc und Deputationen dcr in den Elbc-Hcrzog-lhümern slationirten kaiserlichen Truppen, preußischer-scitS dcr Obcrlommandant dcr BcsatznngStrnppcn, General der Infanterie v. Hcrwarlh, nud viele preußische Offiziere und Soldaten zn dcr Feier eingcfun-dcn, welcher auch der österreichische und dcr prcnßischc Ziviltommissär, die Vorstände dcr Behörden, der Prälat dcS adeligen St. Johannes-Klosters, anf dcsfeu Gebiete daS Dcnlmal errichtet ist, Baron Brockdorff, dcr Magistrat nud Vürgcrvcrcin dcr Stadt SchlcS-wig, der schleswig'schc Turner- nnd Kampfgenossen-Verein und cinc anf viele Tausende sich belaufende Zahl von Thcilnchmcrn ans allen Klaffen dcr Bc-vülkcrung beiwohnten. An das Denkmal herantretend, "griff General v. Kalik das Wort, nm auf die Kämpfe, welche an dicfer Stelle und in der Umgegend stattfanden, deren Vedentnng und Erfolge hin-znwciscn und das Dcnlmal dem Schuhe dcr Bcvöl-lcrung zn empfehlen. Seine Schlußworte: „Heil dem Kaifcr, Heil Oesterreich!" fanden einen lausendstim-migcn Widerhall. Hicranf gab Baron Vrockdorff, als Repräsentant dcr Grundobriglcit, den Dankgc-fühlen der Bevollcruug für die Thaten der kaiferlichcn Truppen Ausdruck, versprach dic Bcschützung und Erhallung dcS Monumentes und brachte anf Sc. Majestät den Kaiser ein dreifaches Hoch ans, in welches die versnmmclle Mcilge emstimmlc. ?lachdcm dcr fnnllionircnde Fcldkaplan ilbcr dic Gefallenen den Segen und ein lnrzcS Gebet gesprochen, nahm er die kirchliche Weihe vor, während die Ehrculompagnic drei Gcwchrsalvcn gab und die Mnsilbandc die österreichische BollShymne anstimmte. Hiemit schloß die Vlom. Dcr persönliche Verkehr zwischen dem Papst lind dem Könige Viktor Emanucl scheint ein sehr lebhafter geworden zu sein. Dcr Korrespondent Sängcrfcst betrifft, uud dürfte namentlich Jenen willkommen sein, welche nicht so glücklich sind, dem Sängerfeste beiwohnen zn können. Wir haben schon einmal mitgetheilt, daß sich auch der Männerchor der philharmonischen Gesellschaft vertreten lassen wird; es geht cine Deputation von 5 Sängern nach Drcs-den nnd in dem mächtigen Fahncnwaloc, der sich in Dresden entfalten wird, soll anch die schöne Fahne dcS Laibachcr MänncrchorS wehen; sie wird dort unserer Stadt sicher alle Ehre machen. Die Badcsaison hat begonnen, uud wer Zeit uud — Geld hat, zieht fort in die Bäoei zunächst Stciermarls, um dort von den Geschäften ausznrnhcn, die ihn nie gedrückt haben. Auch unser reizendes Vel-des in Oberkrain wird sich uun mit Gästen füllen, die in dcr reinen gesunden Alpenluft dic Lungen, oder in der laltcn Flnth den ganzen Körper baden wollen. Der Hydropath Rikli ist dieser Tage bereits von Trieft dahin gegangen und wird, wie alljährlich, die Wasserkuren leiten, die schon so viel vortreffliche Resultate gehabt haben. Wäre nur erst die Eisenbahn durch Obcrkrain gcbant, es würde leinen besuchteren Ort in Kram geben als Veldes; Tag für Tag würden ihm Gäste von Nah' und Fern zueilen. Jetzt ist er leider noch zu entfernt von dcr Hauptstadt des Landes, die Reife dahin fordert zn viel Zeit, cinc große Frequenz ist jetzt noch nicht möglich. Wie wir hören, hat Herr Eimadori ans Trieft die Bewilligung zur Einführung von Comfortable- und Omnibuöfahrtcn in Laibach erhalten; vielleicht errichtet er auch für die Dauer dcr Badezeit regelmäßige OinnibuSfahrtcn nach Vcldes zn billigen Preisen, so daß cö lonvcnirt die Arise zn ciucin kürzeren Anfenlhalt dahin zu machen. Solche Otnnivnsgclcgcuhcit wäre gut, bis endlich ein ncMns ^.. ^ H^r,^)rt tämc. dcr „Ncncn Preußischen Zcitnng" glaubt darüber mit Bestimmtheit melden zn können, daß in dcr Nacht vom 27. zum 28. v. M. cin gchcimcr Abgesandter Viktor Emanucl'S hier war. Derselbe kam halb 12 Uhr mit dem letzten Zuge hier an, er bestieg eine bereit gehaltene Kutsche und begab sich sofort znm Papst; er trug weiße Kravate und schwarzen Lcibrock nntcr dem Nciscpalctot uud machte nicht erst Toilette. Pins IX. empfing diesen Reisenden um Mitternacht, als dcr ganze Hof schon entlassen war. Nachdem dcr Papst die Schriften gelesen, folgte cinc lnrzc Unter-haltuug, dann setzte sich Pins IX. an den Schreib» tisch, während sich dcr Gchcimuißvollc in ein Nebenzimmer begab, in welchem cin Abendessen für ihn fcrvirt war. Nach einer Viertelstunde etwa folgte cinc längere Untcrhaltnug — um 4 Uhr Morgens verließ dcr Fremde den Vatikan, fnhr in derselben Kutsche, die ihn hergebracht, nach dem Bahnhof und lehrte mit dem ersten Zuge nach Florenz zurück. Da haben Sie cinc gchcimnißvollc Geschichte, aber sie ist, wie der Korrespondent versichert, verbürgt. Die Vcrhandlnngcn mit Mexiko sind abgebrochen , dcr Nuutius abberufen, die Kommissäre reisen ab. Konstantinopel, 10. Juni. Dcr mexikanische Gesandte Marque hat dem Snltan seine Beglaubigungsschreiben und den Adlcrordcn überreicht. An die Gonvcrncnrc dcr Provinzen, in denen sich Tschcrlcsscn-kolonicn befinden, ist ein Vczicralschrcibcn abgegangen, welches den Vcrkanf von Sklaven verbietet. In Mctta und Medina herrscht eine furchtbare Epidemie; an den zwei ersten Tagen des Kurbau-Aciram ist cinc übcrans große Hahl von Pilgern gestorben. Dcr Scheriff Abdnllah Pascha hat sich geflüchtet; dcr Gcncralgouvcrncnr Vcdschi Pascha verlor zwei Kinder nnd ist selbst ertrankt. Ein Gesandter von Khokan ist hier angekommen. Lokal- und ProvinM-Vachrichlen. Laibach, 17. Juni. Vorgestern stürzte die fünfzehnjährige Schnh-machcrStochtcr Theresia Mnlchcr am Schloßbcrge znfällig von einer Escarpc herab und erlitt nicht unbedeutende Verletzungen. — Zum Sängcrfcstc in Dresden begibt sich vom Männcrchore dcr philharmonischen Gesellschaft hier eine Deputation von 5 Sängern mit dem Ehor-mcistcr Herrn A. Ncduc d. Dieselbe wird, wie wir hören, die Reise mit den 15 Sängern des Tricster Schillcrucreins, welche clicnfallS nclist ihrem Chormci-stcr Hrn. I. Heller nach Dresdeu ziehen, gemeinschaftlich machen. — Das soeben bei Eolta in Stuttgart erschienene Werk „Beethovens Briefe" von Dr. L. Nohl cnt-hält auch den an die philharmonische Gesellschaft in Laibach gerichteten Brief, in welchem Beethoven für die Ernennung zum Ehrcnmitglicde dankt. Dr. Nohl sagt, er habe den Brief dcr Broschüre dcö Dr. KccS-bachcr cutnommcn, die ihm dcr Germanist Peter Radicö mitgetheilt habe. Also Germanist! WaS dieser Herr doch alles schon gcwcscu ist! — AuS St. Georgen wird dcr „Klgf. Z." berichtet, daß Sc. Majestät dcr Kaiser Ferdinand zur Ncstaurirung des Hochaltars dcr Kirche St. Georgen unter Straßburg 200 fl. zu übersenden geruht haben. (SchiiißucllMdllmgcn beim lt. lt. Landesgenchte.j In dcr nächsten Woche finden bci dem hiesigen l. t. Landeögcrichte folgende Schlußverhaudlungen Statt: Am 21. Juni: 1. Andreas Martinis — wegen Mord; 2. Mariana Ceplcnil — wegen Diebstahl. Am 22. Juni: 1. KaSpar Sever — wegen Diebstahl; 2. Josef Petrovc — wegen schwerer körperlicher Beschädigung; 3. Ioscf Jancar — wegen Dicbstahl. Am 23. Juni: l. Johann Iuriö — wcgcn Betrug; 2. Michael Srcbotnjat, Lorcnz Poöar und Thomas Tnrl — wcgcn Dicbstahl; 3. Georg Golka — wegen schwerer körperlicher Beschädigung. Aus >cm Vcmeinderathe. In dcr gestern stattgehabten Sitzung deS Gc-mcindcrathcS forderte dcr Bürgermeister die Vcrsamm-luug auf, über die Art der Ucbcrgabc dcS Ehrcn. bürgerdiploms an Herrn F. Tcrpinz einen Antrag zu stellen, worauf über Antrag des Herrn G.»R, Malitfch dcr Bürgermeister, dcr Vizcbürgcrmcistcr und G.-R. Dr. Blciwcis mit dcr Ucbcrrcichung dieses Diplomes betraut werden. — Eine Zuschrift des Regiments-Kommando'S des FML. Baron Gcrstncr 8. Infanterie-Regiments, worin für die aus Anlaß dcr Fahnen-weihe erfolgte Bcschcnlung dcr Mannschaft dicfeS Regiments mit 20 Eimer Wein anf Kosten dcr Gc-mcindc dcr Dank ausgesprochen wird, so wie auch cine Einladung znr Prä'numcration auf 2 Schlachten-bildcr aus dem schlcSwig - hylstcin'schen Kricgc wird zur Kenntniß genommen. — Hierauf theilt dcr Vor- sitzende einen anf die obfchwcbcndc WaisenhanSfragc bezüglichen, dem Wunsche dcr Gemeinde vollkommen entsprechenden Erlaß deS hohen LandcspräsidiuW mit, worüber Sr. Exzellenz dem Herrn Statthalter für seine ebenso hochherzige als erfolgreiche Verwendung in dieser Angelegenheit der Dank dcr Vcrsammlnug ausgesprochen wird, und zu Mitgliedern des Eomitt'S zur Erörterung der Waiscnhausangelcaenhcit dcr Bürgermeister und die G.-N. Dr. v. Kallencagcr uud v. Strahl und G.-R. V. (5. SApan als Ersatz-mann bestimmt werden. Von Seite^ d/r Landesbehörde wurde Herr Bezirlsamtsadjuntt Ho«'cvar, von Seite deS LandcSausschusses Herr LandesauSschußrath Dr. BlciweiS als Mitglieder dieses Eomito's bezeichnet. Eine vom G.-R. Dr. v. Kalten egg er dem Bürgermeister überreichte Denkschrift über die bci Ge-lcgcnhcit der Regnlirung des LaibachflusseS vorzunehmenden Uferbauten wnrdc über Antrag des Bürgermeisters dcr IV. und VI. Sektion zur gemeinschaftlichen Vorbcrathung überwicfcn. Hier stellt der Bürgcrmeistcr den Dringlich-leitSantrag, im Anhange zu dem am 8. April beschlossenen Einschreiten um Verlängerung dcr Einhc« bungSliccnz der Pflastcrmaulh auf weitere K Jahre auch um cinc Erhöhung dieser Manlhgcbührcn in dcr Art einzuschreiten, daß die Gebühr für 1 Stück Zugvieh von 1 Kreuzer auf 5 Kreuzer, und für 1 Stück Triebvich von '/, Kreuzer anf 2 Kreuzer erhöht werde. Nach einer längeren Debatte wird befchlosscn, nm cinc Erhöhung dcr Mauthgcbühr einzuschreiten, diese jedoch nach dem Antrage deS G.-R. Dr. Schöppl beim Zugvieh mit 3 Kreuzer, beim Triebvich mit 2 Kreuzer per Stück festzusetzen. G.-N. Dr. Mittels beantragt Namen« dcr Schulscktion, dcr hicrortigen evangelischen Schule über daS Eiuschrcitcn des evangelischen Prcsbyteriums auch heuer, wie alljährlich, eine Subvention von 100 fl. 0. W. aus der Gcmeindclasse zu bewilligen, welcher Antrag angenommen wird. G.-R. Dr. Schöppl beantragt Namens dcr III. Sektion die vom Acrar geforderten Beiträge zn den VcrforgungSgcnüsfcn der Militärpolizciwach-^n-validcn unter gleichzeitiger Verwahrung dcr Gemeinde gegen alle auS dieser widerrechtlich auferlegten Zahlung rcsultircndcn Konsequenzen zu leisten. Wird angenommen. Derselbe rcferirt über cin Gesuch des Provisor. Damen-Eomit^'S zur Sammlung von Beiträgen für daS zu errichtende Kinderspital, worin um einen Bei-trag von Seite dcr Gemeinde gebeten wird, und beantragt, vorläufig einen jährl. Beitrag von 200 fl. auf die Dauer von 3 Jahren auS Geincindcmittcln gegen dem zu bewilligen, dast ein Repräsentant dcr Gemeinde zu allen auf die Errichtung und Einrichtung dieses Spitals bezugnehmenden Verhandlungen beigczoycn werde. — Nach einer längern Debatte wird ein Gegenantrag des G.-N. Blciwciß zum Bcschlnssc erhoben, dahin gehend, daß von Seite dcr Gemeinde eine BcitragSleistuna zngcsichcrt, die Höhe dieses Beitrages aber erst dann fixirt wcrdc, wenn die sogleich zn pflegenden Erhebungen über die Kosten-frage und die etwaige Unterbringung dieses Spitals in einem städtischen Gcbände gepflogen fein werden. Ferner wird über Antrag dcS G.-R. Dr. Schöppl ein Rekurs mehrerer Insassen und Besitzern von Mo« rastanthcilen in rakovi«, ^ov«^ gegen die vom Magistrate verfügte Verpachtung der Grasmahd auf dcn dortigen StradonS abgewiesen. Ueber Antrag dcS G.«R. Stedry wird für die Herstellung dcS chemischen Herdes bci dcr Obcrreal« schule dcr anf die Stadllasse entfallende Beitrag von 81 fl. 21 l/, lr. bewilligt und die sofortige Inangriff» nähme dcr von dcr LandcSrcgicrnng aufgetragenen Herstellung von 2 Wasscrabzngslauälen am Grubcr'. schcn Kanäle beschlossen. Schließlich wird liber Antrag deS Bürgermeisters mit dcr technische» Abtheilung der Filiale dcr vstcrr. Kreditanstalt in Trieft cin Vertrag behufs Lieferung der für die heurigen Pflasterungen erforderlichen Steinplatten, Mulden nnd Lcistcnsteine und die Lc-gung des TroltoirS abgeschlossen. Schluß der Sitzung halb 8 Uhr Abends. Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Dresden, 15. Juni. lE. Ocsl. Ztg.) Es cxi-stirt cin Projekt, daß die ZollvcrcinSstaatcn mit Italien in völkerrechtlichen Verkehr treten, wenn letzteres znvor cinc bestimmte Erklärung über die Anerkennung deutscher Bundcstcrritoricn <— italienischer National!» tät — abgibt, ähnlich wie mit dcr Schweiz. Berlin, 15. Juni. (E. Oest. Ztg.) die Gc-rüchte über einen cucnlucllcn LändcranStausch zwischen Preußen und Oldenbnrg werben offiziell dcmcntnt. Bei den Verhandlungen mit Oldenburg hat rs sich uur um die Ecffion dcr oldcnburg'schcn Ansprüche anf Schleswig-Holstein gehandelt, welche im Prinzipe, vorbehaltlich weiterer Verhandlungen mit Oesterreich und Rußland, festgestellt worden sci. 55V Paris, 14. Juni. Der „Mouitelir" dcmciltnl, daß zwisAcn dcn Generalen Deligny und Legrand ein Duell swttgeflmdcn habe. Paris, 14. Inni, Nachts. (C. Oest. Ztg.) Gc-stern präsidirte der Kaiser einem Mimslcrrathc. Es handelte sich um einen Scnatskonsnlt über Algier und um Mexiko. Dcr Kaiser erklärt bestimmt, für letzte» rcs bis zur definitiven Organisirnng einzustehen. Mc-xitanischcö Aulehcn höher bezahlt. Toulon, ,1^ Inni. In hiesigen Arsenale wird ein neuerlicher H)e>snch mit einer ncncrfnndcnen Ma< schinczur augcublicklichcn Zerstörung fciudlichcr Schiffe vorbereitet. Vrüssel, 14. Juni. Dcr Senat hat dcn Gc« sctzentwurf bezüglich der Verbrechen uud Vergehen, welche von Ministern außerhalb ihrer Amtsführung begangen werden, mit 31 gegen 11 Stimmen angenommen. London, 15. Juni. In dcr heutigen Unterhaus« sitzung leugnete Layard das Gerücht vom Scheitern des anglv'österreichischen Handelsvertrages. Die Un-tcrhaudluugcu seien während der Sommerhitze suSftcu-dirt uud werden im September hosfnnngsvollst fort-gesetzt. Konstantinopel, 15. Inni. (N. F.) Der Sultan hat die Vereinigung der Herzegowina mit Bosnien zu einem Gouvernement in Militär- nnd Zivil--Angelegenhcitcu genehmigt. Athen, 10. Juni. Die Thronrede des Königs verspricht die Vorlage zahlreicher Gesetzentwürfe. Die Familie des Grafen Sponncck ist nnch Korfn abgereist, Dcr König ist heutc dahiu abgcgaugcu, wird jedoch nicht über 14 Tage dort ausbleiben. Tifiis, 17. Mai. Ein russisches Korps in Ecntralasicn ist bei dcr Festuug Tschimkctt, drei bis vier Tagmärsche von Taschkcnd, mit eiuem Verluste von augcblich 4000 Maun geschlagen und zurückge-drängt worden. Das Projekt einer Ncisc des Schah von Pcrsien nach Europa ist uoch nicht aufgegeben. New-Vork, 8. Inni. Die Franzosen haben Ehihuahua besetzt. Inarcz hat sich nach Ncumeziko geflüchtet. (Eina.ese»,det.) Seit lange schon findet das Ansleereu dcr Lat> rincu uud die Ausfuhr ans dcn Senkgruben zn einer ungesetzlichen Zeit und in einer Weise Statt, die allen Ncinlicht'eitövorschriftcn Hohn spricht. Niemand scheint im Interesse dcs Plililillimö diesen Ungchütigtcitcn entgegenzutreten. Sind das die Segnungen, welche das ncne Regiment dcr Stadt gebracht hat? Gibt es eine städtische Polizei oder nicht? Eilicr, dcr die Reinlichkeit licdt. Ergebniß der Sammlungen für das zu errichtende Kinderspital. (Veröffentlicht durch das lonstituirte prov. Damen-Comitö.) (Fortsetzung.) Einmalige Spende. Inhrl. fl. kr. fl. kr. Frau Anna Fischer .... 1 —-------- Frau Louise Prücker . . . . 3 — — — Frau Emilie Heinricher. . . 3 18-------- Hcrr v. Klciumayr .... 10 —--------- Hcrr Leopold Götzl..... 1—-------- Hcrr Gerber...... 1 —-------- Herr Valthasar Capreh... 1—-------- Drei Ungcnauntc......— 88 — ^ Hcrr Major v. (5san ady . . 2 —--------- Herr Dr. Wrctschto . . . . 1 —-------- Ein Ungenannter......— 42 — — Frau Hcnnettc Oerny . . . . 1 —--------- Frau Maria Seemann . . . 15 —-------- Frau Scrafine Nantncr . . . 2 — — — Fran Marquise Anna Gozani . 10 —-------- Frau Gräfin Viaria Ancrsperg 10 —--------- Frau Ernestine u. ^ehmauu . . 5 —--------- fl. lr. fl. lr. Hcrr Thomas Wolta.... 1—--------- Herr Nikolaus Sftiudcr . . . 5 — — — Herr Ferdinand Bilina . . . 5> —--------- Hcrr (^ eft on.......2 —--------- Fran Gräfin Leinn» gen . . . l — —,— Herr A. Sainassa . . . . 10 —--------- Fran Maria Millitz . . . . 2 ^--------- Fran Maria Fridrich . . . 3 — — — Frau Amalia Fridrich . . . 2 —--------- Herr Mathias Dobrauz . . . 5> —-------- Frau Elisabeth Pauliu . . . 1 —--------- Herr Franz Saiz.....— 20--------- Hcrr Iatob Schober. . . . 1 —--------- Frau Flora Nudesch .... 12 —--------- Frau Ioscfüic Plantz . . . . 10 —--------- Frau Emilie Domcnig . . . 10 —--------- Hcrr I. Iamschek.....10 — — — Fran Anna Wildner . . . . 5 — — — Frau Jett, Mi tusch .... 20 —--------- Herr I. Giontini . . . . 5> — «^ Fran Amalia Marin schek . . 10—--------- Frau Eleonore Kariugcr . . 5 —-------- Herr Franz Nößmann . . . 15 —--------- Hcrr Josef Krispcr . . . . 10 —--------- Die Hcrrcn Pctr iöiö APlrker 10—--------- Frau Jeanette Hriber. . . . 10 —-------- Hcrr Triukcr......5 —--------- Hcrr I. ss rasch ovitz . . . . 5—------- Herr Johann Klcbel . . . . 5 — — — Frau Ernestine Plciwciß . . 20 —--------- Summa 272 68--------- Summa dcs letzten Ausweises . 2780 1 273 20 und 6 Sillicrthaler. _______________ Hauptsummc 3052 09 273 20 uud 0 Silbcrthalcr. 1 vollständiges Bett, 2 Polster/1 Matratze uno,2 Strohsäcke. ________________(ssortschnng f^'lgt.)_______________ Verantwortlicher Redakteur: Issnaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr s5 Fedor Vambera. in Laibach. über Nah- ^. Maschinen. Durch den frcundlicheu Empfang aufgemuntert, findet sich dcr crgebcnst Unterzeichnete veranlaßt, auf sciucr Kuustrcise zwei Vortrage über dcu praktischen Werth nud dcn Gebrauch der Nähmaschinen im Allgemeinen uud speziell dcrcu Auweuduug in Familien uud verschiedenen Gewerben abzuhalten. ES wcrdcu hicbci mehrere Koustruktioncu von amerikanischen und von, auS der berühmteu k. k. priv. Nähmaschinen Fabrik des Herrn Louis Vollmann in V3ien hcruorgcgangencu Maschinen gezeigt, erklärt und deren ausgczcichuctc und schönc Leistungen in Mustcru vou Tambourir-, Stepp« uud Doppclletteustick-, Kunst° uud Zicrstich, welche Vortheile uoch leine andere Nähmaschinen-Fabrik m solcher Vollkommenheit erreicht hat, produzirt werden. Es ist bereits zur erfreulichen Thatsache geworden, daß die Nähmaschine als unentbehrliche Freundin uud fleißige Arbcitcriu ihre Rundreise durch die civilisn'tc Welt angetreten hat, daß sie sowohl bei Gc< werben als auch bci dcr Damenwelt Eingang findet und mit jedem Tage au Vcdcutnng gewinnt. Dcr Unterzeichnete wird bemüht sein, durch Probc-arbcitcu und Vcrtheiluug vieler, durch sciuc Tochter augcfcrtigtcu Muster das Iutcrcssc für dicscu Gegenstand zu wecken und rege zu erhalten, nnd erlaubt sich, zu einem zahlreichen Besuche die ergebenste Eiuladuug zu machcu. Die Vorträge finden am Montag dcn 10. und Dinstag dcu 20. Juni d. I. im Rcdoutcnsaalc, Nachmittags 2 Uhr, Statt. Eintritt frei. e»,b»ch 17,1,.,u 1«°°, I^f Heim, (1224) technischer Lehrer d:s stcierm. OewerbevereineS in vnrdc nnd fllr die freundliche Ancrlcnnung se>uer ^cistiuigcn; er bittet alle lcnc Zahllpatielitcn, dencil er tlillstlichc Zähne anssefertint, fallö s>< ls nöthig finde», sein Atelier noch zu einer Sitznng zn licchrcn, iiidcn« cr gewillt ist, UlN voll: lommen gute Gebisse hier zu lassen. Der fremidlichm Allffordmmg, bald wieder hiehcr ziEkoiluncn, wird er bereitwilligst Folge leisten. (1226—1) pralt. Zahnarzt all« Graz, s^eferlic;lcr nmchl die Zahnplomlicn nach dcn nenestrn auierilaiiischen Blatt- nnd Krystall linld-Methoden nnd die Zcchnofterationcn nut dcn jetzt bewährtesten Instrmm»lcn, ohne oder ,uit dcr von, (hescrtigten seit 14 Jahren erprobten, nefahrlosen ^larcose; verfertigt in seinem Atelier swelche« mit allem Komfort der Neuzeit eingerichtet nnd mit einem dcr besten Fnchtech-uikcr versehen ist) einzelne Zahnstücle, Sanöpareil-Piccen nnd ganze Gebisse, Gaumen- und Gc-hürmaschineii mit Pnlcanit nach speziellen Modellen; nnd rcgnlirt auch, je nach dem Falle, nut Maschinen oder Instrumenten, nnregclmäßig stehende Zähne. Ordinirt täglich vou 8 biö 1 Uhr und von 3 bis li Uhr. praktischer Zahn- und Ohrenarzt, Doktor dcr Medium nnd Chirnrgic und graduirter Zahnarzt, Mitglied dcö Dottoreu-Eollcgiums der mediziuischeu Falulliit lliid der f. t. geologischen Neichöanstalt zn Wien nnd dcü Vcr-^1i)0—2) eines der Aerzte in Steiermarl. v^' Wohnt: (Yvaz, Herre»ssasse Nr. «0l, 1. Ttock. ^>^ Daselbst st hen auch badeärztliche Konsultationen «nd Brochure» über .ttrapiua-Bav z,» Gebote. (^79-8) Mineras-NMer, als: Adelheid's Qnelle, Villiuer, karlsbader, (Lsssser, Friedrichs« haller, Gießhübler,