Mllttcher Nr. 18. Plänu««l»t»i lit«» lviebtlyolnnze» pl. Zeil« « kl. 1877. Amtlicher Tdeil. ^br, »»^ Allerhöchste Anordnung wird für weiland ^".lön. Hoheit Prinzessin Maria Louise Ale-dle^!. "°" Preußen, geborne Herzogin zu Sachsen, » an7/.^ ^°"aa. ^n 22. Jänner d. I., an- ner 3? «^ i^n Tage. d. i. bis einschließlich 31. Jan-ner, ohne Abwechslung getragen. Alleres/' ^"b k' Apostolische Majestät haben mit Entschließung vom 14. Jänner d. I. über Ae.>^n 5° ^^'^""s des kaiserlichen Hauses und des mäcki«. ^außerordentlichen Gesandten und bevoll« m°cht.gten Minister am lön. niederländischen Hofe Heinrich V„a ^/^7"l', unter »leichzeitiger tarfreier Ver-Vot/ck«^ ??^ ^"« «Feimen Nathe«, zum t. und«. NÄd^ Sr. Majestät dem Könige von Italien "uergnüdlgst zu ernennen geruht. Attack/ ?^ /' Apostolische Majestät haben mit Ober?..^ ""erzeichlictem Diplome dem t. l. Militär-Fra, ^."!? """ ^^^ ^er Militärintendanz in Wien Krön ^, .°^ "s Eitler oe« Ordens der eisernen den Nitt" Klasse " Gemäßheit der OrdenSstatuten ' «'"«stand allergnädigst zu verleihen geruht. Nitt'.Mer ^'c^"^ Majestät haben dem^ Grafen Ll.^^'Trani. '5- Uhlanenrenm.rnts Karl »nädiast ».. ^..^lY ^" l l. Kümmererswürde aller-"'' zu verleihen geruht. WlerlMst/' «'^^' Apostolische Majestät haben mit ^stallunasdl^ ^lleßung ""'" ^ ^^mer d. I. dem Trieft ern^ '^ ^" ^'"" ""' fischen Konsul in d«s M,rs^" Don Antonio Zamm it y Romero '"ryochste Exequatur zu ertheilen Muht. »lleMchster O.!^^. ^p^^lische Majestät haben mit Merkst/r «'^?. "p°ltol'sche Majestät haben mit ^V' .. ^'Uschlleßung vom 16. Jänner d. I. dem 3°rstaojunkten Joseph Franz zu Oradlitz in Böhmen. knde^""^ ^" °°" ^m mit Muth und <5„tschlos. k""" bewirlten Rettung eineS Menschenlebens au« ht "Gefahr, das silberne Verdienstlreuz allergnüdigst zu 'Sck«?" Finanzminlster hat den Eteuereinnehmcr und Chungs-Oberinspektor bei der Grundsteuer'«andcs- ommission in Zara Andreas Bell am zum Haupt» steuereinnehmer für den Vereich der Finanzdireclion in Trieft ernannt. Nichtamtlicher Theil. Die Finanzen Oesterreichs. Der l. l. Hofrath und Lielchsrathsabgeordnete Herr Adolf Veer hat soeben ein auf Grund bisher nicht be-nühlen QuellenmalerialeS de« Hoflammer'Archloe« und der Registratur oe« Reichsfinanzministeriums abgefaßtes Werk über die „Finanzen Oesterreich« im 19. Jahrhunderte" erscheinen lassen, welches geeignet, die Auf« merlsamlelt der öffentlichen Meinung vielfach anzuregen und gerade jetzt zu fesseln, wo der Ocdanle einer Regelung des österreichlichen Geldwesens wieder lebhaft hervortritt und nach Verlebendigung ringt. DaS Wert ist in zehn Kapitel abgetheilt und be» handelt die Vanlozettel.Periode seil Marta Theresia bi» 1809; den Staat«bankel0lt zur Zc«t der Hoftammer-plasidenten Grafen O'Donell und Walli« seit 1809 bis 1816; die Regelung de« Geldwesens und die Vermal« tung de« Grafen Friedrich Stadion seit 1813 bis 1822; die letzten Jahr« des allen Reiche« seit 1825 bis 1847; die Neuordnung Oesterreich« seit 1848 bi« 1855; oie Verwaltung de« FinanzmlnisterS Vruck von 1855 bi« 1860; die letzten Jahre des zentralistiichen Reiche« bis Juli 1865, die Sistierung her RelchSverfassung und den Ausgleich mit Ungarn und die Unification der Staatsschuld bis gegen Ende 1868. Aus dem genannten Werke leuchtet eine vorzügliche tiefe Auffassung de« Verfassers über die finanziellen Vcr-hültnisse Oesterreich«, sowie eine eminente Vegabung, ein großer Hleiß. viele Mühe und wie auch Wahrhell strebender Sinn t« der Venühung der zugebote ge> standenen, vielfach zerstreuten Materialien hervor. Auch find die einzelnen Epoche machenden Finanzperioden so umständlich, richtig, interessant und klar dargestellt, daß in der That durch obgenannteS Werk im großen und ganzen die Kenntnisse über die finanziellen Hustänbe Oesterreichs in unserem Jahrhunderte elne beträchtliche Hrweiterung erfahren. Insbesondere wird in dem Weile hervorgehoben, daß die verfassungsmäßigen Verhältnisse Ungarns viele Schwierigkeiten der beabsichtigten Herstellung geordneter finanzieller Zustände in Oeslerreich dar-Obolen haben, daß oeSbFb auch Ungarn mit seinen Ni> benlänoern verhülmismäßig zu wenig zur Vestrellung der StaalSnedürfnisfe beigetragen hat und diesfall« zu höheren entsprechenden Leistungen nicht gebracht werden tonnte, (ibenso sind jene Mißgriffe und ungnechle Will» lürlichlelten, welche bei der Teilung der finanziellen Ver-hällnissc in Oesterreich im 19. Jahrhunderte bis 1868 begangen worden sind, sowie jene finanziellen Maßregeln, welche fich zur Herstellung de« Gleichgewichtes zwischen den Einnahmen und Ausgaben »m Österreichischen Staute, sowie zur Ordn«ng des Geldwesen« im Hinblicke auf das im Umlaufe befindliche VlaalS- und Bank Papiergeld al« heilsam bewährt haben, wahlh-ilegelreu und llchlvoll dargsstlllt. so daß ein tiefere« E ngchen in diese Darstellung auch für die Zuluufl bei Veranlassung der Herstelluna der angedeuteten Verhältnisse in O fterreich auS dem Grunde von hohem praktischen Nutzen sein wird, well damit die früher begangene», Mißgriffe und Willkürlichleiten künflig vermieden und die durch den Erfolg als heilsam bewährten Flnanzmihregeln unter analyze» Verhältnissen wieder entsprechend zur Anwendung gebracht werden tonnen. Eine weitere Folgerung, die wir aus dem genannten Werle schöpfen, ist, daß es eine erhöhte Pflicht der jeweiligen österreichischen Finanzminister ist, mit aller Energie, Eonsequenz und Ausdauer auf die Herstellung de« Gleichgewichtes im österreichischen Staatehaushalte und gleichzeitig auch auf die Erzielung einer Ordnung im Geldwesen auf der Grundlage eineS stabilen Werth-mefserS, sowie auf die Herstellung und Forterhaltung eines einem ordentlichen Finanzfisteme entsprechenden Verhältnisse« des Staates zu einer einheitlichen Natio-nalbanl einzuwirken, um hieourch auch einen erhöhten Staatstredit zu erzielen und mit Hilfe desselben im ^alle eineS dringenden VedarfeS selbst außerordentliche Geld» mlttel mit geringeren Opfern zu erlangen, wenn die ordentlichen Staatseinnahmen nicht mehr zureichen, zumal die Befriedigung des Defizits im Staatshaushalte, besonders bei einer politisch bewegten oder kriegerischen Zeit zum Theile durch äußere, nach der menschlichen Vorausficht oft nicht zu berechnende Umstände bedingt ist, während die Herstellung der Valuta und eines geordneten Verhältnisses der Nallonalbanl wesentlich eine innere Frage ist, deren Lösung unter Anwendung eines energischen, consequenten und auooauernoen Willens mit der Macht deS Staates allein erzielt werben kann, wobei für den Fall des Gelingens die oiesfalls erforderlichen Geldoperationen erleichtert werden, und hieourch schließlich zur Herstellung de« finanziellen Gleichgewichtes mitgewirkt wird. Aus dem Werke ist ferner zu entnehmen, baß e« bei der Herstellung geordneter finanzieller Zustände in Oesterreich sich nicht blo« um die Erhöhung der Staatseinnahmen, sondern auch vorzüglich um die Hcrabmin» derung der StaatSausgaben handelt, und daß eine derlei Herabminderung unbeschadet der Rechtssicherheit ond der übrigeu Staatszweckc nicht bloö bei dcn Mi-lilürauslagen, sondern auch in den meisten Zweigen der Staatsverwaltung ohne Störung der öffentlichen oder privalrechtlichen Verhältnisse erfolgen könne. Von diesen leitenden Gesichtspu'llten aus kann daher das besprochene Werk für alle nur bestens em-psohl-n werden, deren an der Herstellung geordneter finan- FeuiVeton. Ueber >en Ursprung der Spielkarten. »«st verschiedenfarbige, mit Wappen und Deoifen bemalte Karlen, die« beweist jedoch nur so viel, daß die Karten damals schon am französischen Hofe im Gebrauch waren. Von den Karten Gringonneur« sind noch jetzt siebzehn Stück in der Pariser Ounrtrüt der Aanes Sorels, der schönen F eundin Karls VII. Palla« (P quedame) mit dem Porträt der Iranne d'ilrc. Judith (Earreaudame) mit dem Porträt der Oatlin Ludwig« des Frommen. Der Valet (in den deutschen Karten der Unter) stellte Frankreich« Adel vor, die Vcnennung war keine erniedrigende, denn vor dem Rit>ers ra'hungen sofort zum selbständigen Handeln schreiten werde, ist bis jetzt unerfüllt geblieben. Andererseits ist nicht undenkbar, daß man in Konstantinopel jetzt die Frage eines raschen Friedensschlusses mit Serbien und Montenegro aus eigener Initiative in die Hand zu nehmen gesonnen ist. Montenegro wäre allerdings nur durch sehr reichliche Concessionen und territoriale Zugeständnisse zu befriedigen; allein e« ist keineswegs festgestellt, daß dieselben sehr viel weiter greifen müßten, als es die von der Konferenz aufgestellten FriedenSbedin-gungen gethan haben. Was Serbien anbelangt, so wird eS für den Frieden billigen Kaufes zu gewinnen sein, wenn in Belgrad wirklich die Ueberzeugung durch, gedrungen ist, dah ein aktives Eingreifen Rußlands für's Erste nicht zu erwarten steht. Ein plötzlicher Friedens« schluß aber noch vor Ablauf des verlängerten Waffen, stillstände«» würde die Situation allerdings total verän-dern. In Verbindung mit der Verleihung der Veifas. sung würde er den Gegnern der Pforte die plausible Handhabe entziehen, ihre feindseligen Tendenzen zur Geltung zu bringen und er wäre, für den Auyenblil wenigstens, der Abschluß dieser Phase der orientalischen Frage. Vielleicht ist «S also noch einmal in die Hand der Pforte gelegt, die politische Strömung, welche der kleine Aufstand in der Herzegowina zu so hefiigen Flutungen entfesselt hat. zu beherrschen und in ihr normales Ge< fälle zurückzuleiten. Allein dazu wäre so rasches, energisches und zielbewußtes Handeln nöthig, daß e« ihr schwerlich zugetraut werden darf. Weit wahrscheinlicher ist neuerdings ein schleppender Verlauf der Krisis. Mittlerweile ergänzt Rußland seinen Hauptschlag gegen dir Türkei. Die diplomatische Erörterung des Streites ist im wesentlichen vprüber. Die Zukunft gehört allem Ermessen nach der Entscheidung ber Waffen. Und alles, waS Europa noch zu thun bleibt, ist, zu verhindern, daß diese Entscheidung auf das Gebiet seiner eigenen Interessen herübergreife und zu Gestaltungen führe, die innerlich vielleicht wenig lebensfähig, nach außen aber eine permanente Bedrohung des Friedens und eine Auf. Hebung der Bedingungen darstellen müßten, welche bl«. her die Ruhe des europäischen Orients wenigsten« ln den Hauptpunkten zu gewährleisten vermochten. Serbien und die Friedensfrage. In der letzten Zeit war des öfteren von eine« Separat.Frieden mit der Pforte die Rede, den Serbien abzuschließen geneigt sei. Dem gegenübtl wird jedoch au« Belgrad versichert, daß die dortige Rt-gierung in leinen direkten Beziehungen zur Pforte steht, uud daß sie unter keinerlei Bedingungen hinler dem Rücken der garantierenden Mächle, die diese Sache in ihre Hand nahmen, mit der Pforte verhandeln werde. In gleichem Sinne schreibt auch der Belgrader Korrespon» dent de« ..Pester Lloyd" vom 19. d. M.: „Durch einige Blätter des Auslandes ging dieser-lagt die Nachricht, daß der Großoezler eine Note an bit serbische Regierung gerichtet habe, des Inhalts, Serbien möge sich belilen, vor Ablauf des Waffenstillstände« Frieden mit der Pforte zu schließen, weil sonst die türlischt Armee Belgrad besetzen werde. Diese ganze Geschichte ist erfunden. Die otlomanlfche Regierung steht seit dem Itt" Juli o. I. in leinen direkten Beziehungen zum Fürsten thumc. Eine solche Mittheilung könnte sie nur durch die Vermittlung einer der Garantiemächte Hieher gelangen lassen, die hiesigen Vertreter der Großmächte wissm aber von der Sache gar nicht«. Andererseits ist Serbien nicht in der Lage, einen Separatfrieden zu schließen; der mit Montenegro abgeschlossene Vertrag steht einem solche« Vorgang im Wege. Allerdings aber könnte diese Frage in dem Falle an die fürstliche Regierung herantreten, wenn die Kon' ferenz resultatlos bliebe und ein Zustand sich ausbilden sollte, der weder Krieg noch Frieden sein würde. Sel' bien kann auf die Länge nicht einen beträchtlichen Thtll de« Aollsheeres auf dem Kriegsfuße erhallen, und eine wiederholte Verlängerung de« Waffenstillstandes könnte sich auch nicht empfehlen lassen. Im Laufe des Februal muß die fürstliche Regierung in der Kriegs- und Frlt- s dlnSfraue ins Reine kommen, dazu würden aber die G»' rantkmächte ihr behilflich sein; wollen ja diese eint" Bruch in den Beziehungen zur Pforte nicht provocieren und werden daher in der Lage sein, auf diplomatisches Wege btn Frieden der Pforte mit den Fürstenthümel" herstellen zu können. Daß zwischen Serbien und Rußland keine alW warm freundschaftlichen Beziehungen bestehen, lst bekannt, und haben sich sehr kompetente Stimmen an der Nen^ vernehmen lassen, die diese Erkaltung der Beziehu^ ostentativ konstatierten. Allein von einer Aqilation l" Serbien gegen Rußland kann gar nicht die Rede sti"' Jener Berichterslaller der ..A. A. Z.", der von zn"! Ministersitzungen zu erzählen weiß, die am 9. d. stal< fanden, und in denen auf Antrag de« Herrn Rlstlt b« schlössen worden sein sollte, sich „dem russischen Einfluss« zu entziehen," hat zu seiner Quelle ein trübe« "" ^' genommen. Da« Oraan der Regierungspartei der" M> !°g ausdrücklich Serbien bkibt Rußlan^ t«stuhN der serbischen Gache ewlg danlb r. V n e""" «^" "Z'ü A""^ l°"« l" Serbien j.tzt noch g" U "^I^ da doch noch die frisch aufgeworfe"« Erde auf den Gräbern laut dafür zeugt, dah viele Russe" lhr Blut für Serbien veraossen haben. Die Wadryei' ist nur die, daß man im Rathe de« Fürsten jener P°li' til w«eber start das Wort redet, die au« der internal nalen Vlellunn Serbien« al« eine Nothwendigkeit siü ergibt. Diese Politik kann umso eher wiederum in de" Vordergrund treten, al« sie den realen serbischen Inlt? essen nicht zuwiderlauft." Auch hier war das Kriegswesen von Einfluß au^ die Kartensiguren. Die Schellen, welche einst an den Gewändern, Schuhen und der Halszier der Herzoge hingen, simbolisieren in der Karte den Adel. Das Herz entspricht in der deutschen Karte als Roth dem hohen Klerus. Grün entspricht den Bürgern, dem Nährstande, Eichel stellt die Ackerbauer dar. Der „Trumpf" ist von Sieg, triompbs, abgeleitet. Der Eichel-Ober wurde „Wenzel", der Grün.Ober Se> bastian oder kurz „Bast" genannt. Die Sau stellte das Reich vor, die Ober die Kur» fürsten. die Unter die Reichsstände, die anderen Blätter das Volt. In Wien war das Kartenspiel am Anfange des fünfzehnten Jahrhunderts nicht nur schon bekannt, son» dcrn es artete geradezu aus; dies geht am besten hervor aus dem Erlaß Ka.ser Alberts II., in welchem zu lesen: „Niemand darf fein Weib, oder fein Kind, oder eincn Theil seines eigenen Körpers verspielen." Die Zunft der Kartenmaler in Wien datiert aus dem Jahre 1444. In der ersten Zeit waren alle Spielkarten Handarbeit, freie Zeichnnng und Kolorierung, es ist selbst, verständlich, daß derart die Anfertigung eines Spieles Karten viel Zeit in Anspruch nahm und den Preis derselben slhr vertheuerte. Wir finden dann auch Spielkarten unter den Aus-stattungsgegenstünden von Herzoginnen und Prinzes« sinnen. Im Jahre 1474 bekam Barbara von Mantua die Gattin des Grafen von Württemberg, als Hochzeit«, geschenk ein Dutzend Spielkarten, welches noch heute in der Stuttgarter Antiquitätenlammer aufbewahrt wird. Zu Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts wurde die tilografie erfunden und von da an die Spiel« karten mittelst der Presse vervielfältigt und nur aus freier Hand lolorlert. Die ältesten Spielkarten waren auf Pergament gemalt und zur Verstärkung am Rücken mit farbiger Pappe überklebt. Geaen das hohe Mer der Spielkarten wurde vor» gebracht, daß vor Mitte des vierzehnten Jahrhunderts in Europa das Hadernpapier unbekannt war, und auch dieses anfänglich sehr unvollkommen gewesen. Es hat ja aber auch niemand gesagt, daß die Karten nicht anfänglich aus anderem Maleriale hergestellt wurden — Pelgament, selbst Leder. In der Bibliothek zu Rouen befinden sich Hindukarten. Runde, lackierte Papierstücke mit allerlei eigenthümlichen Zeichen bemalt. — Selbst auf dünne Brcltchen gemalte Karlen gab es. In der Ambrasersammlung des Wiener Belvederes werden vier alte Spiele Kartell aufbewahrt. DaS eine Spiel ist von ungewöhnlicher Größe. Auf der einen Zeite sind die Blätter mit Thieren, Bäumen, Gesträuchen und Blumen bemalt, auf dem Rücken jedoch die Wappen der Herzoge von Oesterreich chnittblättern, welche ebenfalls verschiedene fürstliche Wappen darstellen. Die Rücken sind mit TinnspriB" bedruckt. Das dritte, fein kolorierte Spiel ist das interests teste. Auf demselben ist der König und die König'''' dann sind alle Hofwürdenträger von Frankreich, Deuts«"' land, Böhmen und Ungarn nebst ihren Namen u" Wappen abgebildet. Dieses Spiel stammt aus dem 6"° des fünfzehnten Jahrhunderts. Das vierte Spiel Kar"" lst mit Falten. Fallonieren, Hunden, Rüdenmeistern "" Jägern bemalt. Höchst interessant ist, daß ftch ein altes Kartt"' muster Jahrhunderte hindurch erhielt, e« sind dies ^ auf den Whisttarten noch jetzt gebräuchlichen eM" Figuren, welche eine Nachbildung der ersten W"^ ftguren sind. Viel jüngeren Datums sind die Tarockkarten. "^ ebenfalls von Frankreich aus ihren Zug durch Ourop" hielten. Die sogenannten „Spaditarten", Spadons."" den nur mehr in einem Theile Böhmen« und in I"!'" gelpleu, wle denn auch die Wiener Kartenmaler v"' «arten nxr für den Export arbeiten. .,,, Mehr uls Schiller mit seiner herrlichen Trag^" mehr als Rossini mit seiner Ouvertüre und Oper "^ unvergänglichem Werth haben zur Verbreitung "f, Kenntnis der Namen: Tell, Geßler. Winkelnd, ^ facher, die sogenannten Schweizer deutsch-n Karlen,, getragen, und mit Tell wird .gefälbelt" von H"^ tretschen bis an den Vullanpaß, von der Weicht, an die Adrla. („Taaebpresse. / 5. 137 Politische Uebersicht Laibach, 22. IHnner. Der Ministerrath, welcher unter Zuziehung der eitieVH^" Minister in Budapest in Angelege" ? ^. Banlfrage stattfinden soll, ist Vudapestcr Nach. ^ V^ fa" Dienstag anberaumt. Bis dahin ver- augenblicklichen Stadium. Im tb!?.« ^^."! Abgeordnetenhause soll Montag die Mit-f..««. U, "WM gemacht werden, daß die Bankoerhand, 3?ak die N"^"^chen Hauptstadt fortgesetzt werden dersM.'' ^ ^»/"ung dem Parlamente nach Beendigung derselben d,e Resultate darlegen werde. nie^Ä^^^geordneter Schönerer hat sein Mandat ?H e?3^ - Vei der Reichsrathswahl in den steierl -, ^ n ^andge>neindcn Bruck.Lcoben wurden 203 Stim-Stlmm^^^" "'^ ^ois Posch (liberal) mit 141 ^ Stimm^^^' ^ Liechtenstein (llerital) erhielt folae^^"'^" ^ ^°" den Iournalmeldungen zu. Vollsva?.««" ^ Vildung einer exlremcn Katholischen wiibl' ^ 7"""ralen und nur 3 Nationalllberaie ge. Wen e^n,??' ^deuten die Wahlen einen bedeutenden kll ^ .. b" wneren Politik. Die Spitze derselben tet sein ^°" ^" deutschen Reichskanzler gcrlch-, stebt^.^"" ""nstruierte französische Kabinett mebr""' "" '"' Krise, deren Ursachen übrigen« 2t,n m «"' ^ Schoße des Miuisterrathes statt-en u s^°? ?'"' "" " parlamentarischen Ereignis, lifter M^/s"^'^''- Bekanntlich ist der Justiz-^an.en? . ." ^"'" vor einiger Zeit auf Urlaub n mme, ^ ^^'" Chriftophle d:ssm Ressort über-m?^r^" ^" °uch dec Marmemimster, Vlze.Ad-he i/?e u?°^ '!" Wiederherstellung seiner Gesund. f«M pr°^or '" °"5"°"' ""' "urde sein Porte-«°" HundelSminijter Tcisserenc de RouMu ?« i ' "°'^ "er gleichzeitig Contre Admiral Wei s " ^"""'Staatssekretär ^ ^^ ^^ ^^ Simon sch u7^«'°ä«'" Conseils-Präsident Jules beiicr in der « ^^sort deS Innern einen Mitar-leyen will uni. 7 ?" """ Unter-Staatssekretär« bei. Viosin durch ei« "^'^ ^ bisherige Polizei.Präfelt Nische Persönli^, >.""^ wahrscheinlich mehr repablila Die Nn^ ,ü "^^ werden, land anlaN . auswärtiger Blätter, wonach Ruß-schreiben °V M^"? der Konferenz ein Rund-bestuntcrrichttter I3t «"'chtet haben sollte, wird von zeichnet/N dielem D "s vollkommen erfunden be-bunden "^ die Bemerkung ver- in h^ ftr Kongreßpolen. Die Wieder- richten <^ ber polnischen Sprache in Schulen und Ge. "Neu ttongreßpolcns soll bevorstehen. mit dem "fischen Blätter empfehlen Rußland, sich Müae, ?°"llschen Ergebnisse der Konferenz zu w wa t" '"-^ ^.«'" «^,.,: d.. ^ . T «°rl yr.edr.ch v°« Sachsen lWoren 2. Flbru« , 1783, f 8. Juli 1858) und der Sroßherzoym M«i« Paulown» 1 (gtb. 4/ls. Ftbrnar 1796. 1» 33. Juni 1859). «lus ihre Jugend fill noch ein Nbzlanz au« Weimar« goldenen Tagcn, und die Liebe zur Kunst und Wissenschaft, welche die hoh? Frau bi« in ihr hohe« «lter hegte, »urde in dem »eilehr mit den hervor-vorrna/ndsscn Männern jener Zeit geweckt und gepflegt. So er? wlihut Goethe wiederholt der jungen Prinzessin au« Schreck geschrien habe. In der daruus folgenden Nacht ward da» Kmd tränt; Erbreche»! und !5, welcher die Nerrdigung der Leiche llch.dierl und die Section an-oldnel. Dilfc ligah zum LrNamien fämmllicher dabe, Nnwlsen'dt,, da« wuudelbare Resultat, daß die Gpitzlugel de« Revolver« (tlc!> neren llallbir«) durch da» enrnbem und d,e Hirnschale de» ocr» letzten ssixde« hindurch in da» Gehirn eingedrungen war, von wo sie bei Vlohlegung desselben llappernd auf drn Obduclion»tisch fiel. Wie ts möglich gewesen, baß ein vleijährige» Kind m«t einer «ugtl im «3lh»rn noch fltlis Tage leben lounle, «st jedenfall« ebenso wundelbar, al« der Umllano, daß außer einer nur germgen Hautwunde am «upfe lei« äußere« «luzclchen fllr die erst dmch dic Obducliou lonftalictle Thnlfache wahrnehmbar gewesen. Le,der wird dieser Fall noch ein Nachspiel in Oefi«lt einer «l.llüge wegen sahrlWger Tödlung gegen de» Urheber »ur Folge haben. (Prilge Im aschine.) Tin ameritanischer «lrsinder hat eine Prügelmajchine tonftruiert, welche die des Herrn v. Tadden» Trieglaff seligen. Nngedenlen« weit Übertrifft. Die Maschme ist so eingerichtet, daß zwanzig Kinder zu gleicher Z»il die Ruthe belommen ltwnen! lgesetz vorgesehen; allein ehe die pol'tische Ve. höroe durch Hufall von solchen Verwüstungen Kenntnis erhält, sind dtlselben binnen wenigen Tagen schon beendet, und so bleibt dem Gläubiger, wcnn er schon da« executive Pfandrecht erwirkt hat, nur die executive Sequestration Übrig, wenn die Durchführung derselben über-Haupt möglich ift, weil man wol schwer tteule fin et, »mlche sich diesem odiosen Geschäfte unterziehen wollen. Es wäre daher sehr zeitgemäß, duß t»csem unseligen Treiben vonseite der ^e^islallve ein Hal'! gcbolen werde, »eil sich der beregle Industriezweig auch schon auf blos oerhypolhezlerte Reulilälen auszudehnen beginnt, wie dies dutch einen Fall in Podgoio bei Prrischna con-staliert wird, wo die Viral Efscu:ion uno Sequestration wegen geleisteter Hahlung der ersten Rute eingestellt wurde, jedoch wegen nicht bezahlter zweilcr Rate wieder in «ussichl stand, und die Wuldungen der orrhypolhe, zierten Realität schonungslos geschlagen und hölzerne Ge» büuoe zum Kaufe und Uturagen angcbolen wurden. Der hiesige lan dwirthschaflliche Filial-verein wendet sich gegenwärtig um einer «Hingabe an den EenlralauSschuß der l. l. ^andwlrthschüfleatscllichafl, damit letzterer lm greigntlen Wege nuf Erlassung eines Ge>etzrs zum Schutze der in jo hot>m Grabe gejährde-.en Imertsscn der Agrikultur (imftuß nehme, und ich halte mich für überzeug', daß auch o»e Sparlasse dieser Angelegenheit entsprechende Veachlung zuwenden wird. Zugleich richte ich diejc Zeilen an die Adresse der lrainischen Herren Reichsralh«- und LandtagS-Nvgeordneteu, damit uuch diese Vertreter der Lan-desinlnesstn den Schutz der Lunowillhichafl und die Erhallung des so unentbehrlichen RealKrediles wahrnehmen. Rudolf«werth im Jänner 1877. Anton Ogulin. — (Ordensverleihung.) Dem durch seine längere Anwesenheit als OeneralfiabsOffljies in i! a , d a ch m hiesigen Velellschaflslreifen allgemein belanulen, nununhllgm Flllgel'Ndju» «autcu sr. Majestät des Kaiser« und Millta^Vroollmächliglen bei bcr l. und t. wolschafl in «stttn, Majol Nloi« Fii'flen zu Liechtenstein, wurde m Alisr?rllüU!iß der vo» ,hm »n seiner gsgcnlvärtigtl! Stellung zjelsiflsl,n srhr eispli'hlichell Dlenstc der Olden der eisernen Krone dritter Klasse mit Nach» sicht der laxen oerlicheu. — (SammlungSergebn,« fllr koilsch) Fllr die Abgebrannten in Ooerloilfch, litvice und Vrod sind bei der l l. l.'alidt«rlg!>rung in Laldach »ach llachftfhlnde weitere Vrliäyc eingsgangrn.- Vo» de^ l. l. B^irlehaupimllnn» schuft in ücoben 26 fl. 1H lr., von der l. l. Vezirlehauptman«» schafl in ^l. Pollen 12 fi,, ln Summe': 3« st. 13 lr. — (Die Jubelfeier d,r fllharm. Gefell. fchaft.) Die gestrig», au« dem Feilliili<»ile im Theater und dem hierauf a'folgleu Vcmletlc im K^sino-Oiaesalon hestciliorüe I75jäh» llge Iubelsrisr der filhalmol'lschl:! Oellljchast ginlj unter zahl» reicher Vllheiligung se»en» der Ossellschajtom'tglifder und geladenen OäNe ln solenn» Weise vor sich. Da« Fefilonzclt, dr« die Elite der Laibacher Oesellichafl briwuhnl,, erzielte trotz der in Ishtrr sxuube nothwendig gsworbexen ivcslütlichi'N Piogsacnm«» Underuna. eincn fltr die O.fcUschajt frhr schmeichslboften E'iolg, uild darf mit Rrcht alt! der Hödrpunt! der Feier be^ichüet wer-dcn. Ih» folgte — »>» wu dlger Schluß — da« von wlit uder 100 Gästen hsfuchte ßeftbanlell im »asino.Oll>«sl>lon; da«« sclde vellltf gleichfalls in animlelteftlr Sümuiuna; cine lange Reihe von Ncdnern — e« wurden >m ganzen »licht weniger al» 16 Toaste ausgebracht — gab dnsclbm >» mehr ot>er minder beirdler Wrise Nu«drucl. Den Vrschluh de« Ganzen bildste, um auch den WUnschen uliserer. in zuhlltichm liebonewurdigm Rc« psäsenlantinnen verlretclicn Damenwsl, ««fcht ,u wrrd^n, em l!'ch»ch.e.b,«. - H"e frilbt Morgenfiunbe, in der da« Fest seinen »bschluß f°«d, l," 186 stattet un« für heut« nicht mehr al« die vorstehenden geilen, doch behalten wir un« fur morgen einen näheren Bericht über den Verlauf desselben vor. — (Zur letzten V emei nl» e i 2 t h «s itz un ,.) Mit Ve,ug auf den in unserem gestrigen Vlatte enthaltenen Schluß« bericht Über o,e letzte Gemeinderathssitzung geht un« vom Herrn Viirgermeifter Lasch an nachstehende« Schreiben zu: »Löbliche Redaction! Ich erlaube mir die »übliche Redaction um die ge« Mige Verichtignng d?« Nerichle« über d,e letzte Vemeinderath«. Sitzung dabin zu ersuchcn. daß ich bei der Unterbrechung des Herrn GcmcmderalhS Regali in seiner die Hiagiflratsvcamten berührenden Rede den Ausdruck .Insulten" nicht gebraucht, son. dern mich des Ausdrucke« „verletzende Angriffe" bedient habe. Ich habe die Gare, mit vorzüglicher Hochachtung zu zeichnen einer lilblichcn Redaction ergebener Diener: Der Vurgermrifter: kaschan m, >». Laibach den 22 Jänner 1877." — ( V ü h neu - si ov «l ä t.) D«e Seeschlange unter den in Auüstcht ssehmden Novilillen unserer Bilhne — wir me>nen da«, besauuoich schon seit einer Sene von Wochen »l« „in Vordere«« tung" stehend, augetundigte Preisluftspiel der Prinzessin Nmalie von Sachsen: „D t r M a l o ra l Se r b:" — deren Feder die dculschc Lllcratur belanutlich mehrere recht gute Theaterstücke und sinnigr Novellen verdankt, soll, wie unS die Direction Fritzsche versichert, im Laufe dieser Woche rnolich in folgender Vesetzung der Hauptrollen zur ersten Nuffnhruug gelangen: ^Graf Panl" (Dircllor Fr»tzsche), „Graf Sauerfeld" (Herr Ströhl), ^Verlha" (Frl. Äi^nsdors). „Fr8ul^,n v. Minden" (Frau Slcilhl), „Graf Leo" (Herr Wallncr), „Justine" (Frl. Weidl). — Zugleich lommt auch ein ni-uer geschlossener salon, welcher bisher unserer Vlihne fehlt?, zum erstenmale zur Verwendung. Derselbe ist eine Arbeit des hier engagierten Dccarationsmalers Herrn Kilanyi. — (M a «lenbälle.) Herr Direktor Fritzsche beabsichtigt ,m ^llujl.' des heurigen lurzen Faschings auch einige Masten« balle im hiesigen Theater zu veranstalten und wird be-müht sein, denselben durch Arrangement eleganter MaSlenzllge sowie auch anderer lleberroschuilgen eine besondere Anziehung«» llast zu verleihen. Der erstc dieser Maskenbälle findet bereit« diesen Sonn lag de>: 28. d, M. statt. Die Theaterredouten der friiheren Jahre zeichneten sich bekanntlich saft ausnahmslos durch eine hochgradige Langeweile und durch ihren fast gänzlichen Mangel an eleganterem Maökenvublilum aus; vielleicht gelingt es Herrn Diilltor Fritzschr, diesmal auch die feineren Gesell« schast^lrcisc Laibach« >m Vertrauen aus da« bewährte Urraugic-rullgetalellt Fritzsche's zur Theilnahme an diesen Unterhaltungen zu bewegen, filr wilchcn Fall wir letztere als eine sehr erwlluschte Bcrcichnmlg der heurigen FaschingSchrouil begrüßen würden. (Äm gestrigen Jahrmärkte) in Laib ach herrschte im ganzen ein sehr geringer Verkehr. Non Pferden wurden uur wenige schünc Exemplare aufgetrieben; etwas lebhafter gtftaltcle sich dcr Absatz in Rlndvieh mittlerer Qualität, da« zumcift von Häudlern au« Salzburg und Kiirnten zu guten Prclsu augclaufl wnrdc. In Vorstenvieh herrschte nur geringer Auftrieb; da« «,lo erzielte einen Durchschnittspreis von 40 lr. — Du« Manusulttngcschäft bewegte sich in engen Vrenzen, auch war der Vesuch de« Markte« nur ein flauer. — (Zum Felssturz in Steindruck.) Wie telegrafisch gemeldet wlld, ist die Vuynabrulschung zwischen Rümerbao und S!ci»!nück bereits so weit beseitiget, daß das Umsteigen der Rei» senden und UebeNcagen des Gepäckes schon mit dem gestrigen Zug? 4 ermöglicht wurde. Die Wiederaufnahme des Gesummt-vtllchres über die beschädigte «ahuftellc wird am 25. d. W. be> gliincn. - Mimfterrath Lchnlz al« Vertreter der t. l. General' Inspektion der Eisenbahnen befindet sich zur Ueberwachung > der Nlbilten scil drei Tagen am Unglücköorte. Cln Theil der Pion« niere ist mit der Herstellung der durch da« Nusser bekanntlich gänzlich zerstörten «ezillsstraßc beschäftigt, während von der Genie» Mannschaft Minc» stelegt weiden, um jenen Theil des Berge«, drssen Absturz droheud, gewaltsam wegzusprengeu, da früher nicht an die Regulierung der Vahnlracc gedacht werden lann. Sämmtliche Albrllrii gcheu gut vanslatten. Jedoch wird ernstlich be-fürchtet, daß weitere Rutschungen folgen, da sich wieder Risse bis auf zweihundert M:tcr Eulfernung vom obersten vruchraud zeigcn, ciue Quelle oben aufgegangen ist und eiue große Wasser» ansammlmig sich bcmellbar macht. — Die Telegrafennerbindung ist berrils hergestellt und im Nächtüihaus vor der Sturzstelle ein provlsoiischts Bureau elnchtel. Dnellor Prenninger leitet die Bauarbeilln, während Direktor Schllller die VerlehrSorganlsa- tion so getroffen hat, daß die Interessen der Bahn und des Pu« blitnm« wie die der öffentlichen Zwecke besten« gewahrt erscheinen. V°u den Verschütteten de« ersten Vergsturje« hat man bis jetzt leine Spur; nachdem der Vahndamm auf« andere Ufer geschlen« dert wurde, siud die oberhalb de« Damme« gewesenen Häuschen wahrscheinlich ins Nasser gestürzt und mit ihnen die armen In« wohuer. Die im Ihale liegende Erbmasse wird auf eine bi« zwei Millionen Kubikmeter geschäht. Zweihundert Vahnarveiter sind mit der Veseitigung der Erbmassen und der Herstellung eine« Noth? gcleise« beschäfligt. Die «often dieser Arbeiten dürften sich uuf 100.000 fi. belaufen und wenigsten« 14 Tage dauern. — (Ein0.ui-plu-quo.) Die Wege der Vorsehung sowie jene be« — Setzkasten« sind oft wunderbar und filrdern in einer Anwandlung unfrelmilliger Komil nicht feilen die burle«» festen ülli-pi-o-quos zutage. Da« Opfer eine« solchen wurde in der gestrigen Nummer der „Laibacher Zeitung" der geschätzte Herr Thcaterreferent unseres Vlaltes, dem die offenbar etwas montäglich angehauchte Stimmung des betreffcuden Setzers zwei „ein-gelegte Lieder" der Frau Fritzsche und de« Herrn Ma,ller im Handumdrehen in ebmsoviele „eingelegte Kinder" verwandelt,'. Die darin gelegene unberusene Metamorphose lag wol zu offen am Tage, al« daß wir nicht annehmen dürften, baß die uiithige Correctur von den verehrten Lesern unseres Vlalte« nicht schon längst selbst im Geiste besorgt worden wäre — früher, al« die» der Redaction hiemit möglich ist und gewiß auch bcsser, al« die« gestern uuferem Herrn Corrector («iü!) beliebte. — (Abnormer Winter.) Die gleichen abnormen Wit« terungsverhältnlsse, wie bei uns in Krain, herrschen im heurigen Winter auch «n allen übrigen Provinzen Oesterreich > Ungarns. Go schreibt man unter anderem aus Ungaru: Statt Eis und Schnee haben wir heitern Himmel, laue Winde und freundliche Sonnenstrahlen. Die Herbstsaaten grünen deshalb prächtig, ja der Vieps steht in voller Vlüte und bietet «men großartigen Anblick dar. Per Landwirth freilich tonn hierüber nicht froh werden. — In ähnlicher Weise berichtet man auch ausOberÜfterreich, das Wetter sei daselbst sa sommerlich, daß die Leute in Hemd« ärmelll ihre Felder umackerten; das Korn wuchs so in die Höhe, daß das Vieh tagsüber zum Abweiden ausgetriebe«: wurde, ja einzelne Vauern versuchten sogar, der Rarität wegen, anfangs Jänner Korn anzubauen, und es hat bis jetzt den Nnschün, daß sich der Versuch lohnen wird. — („Neue illustrierte Zeitung") Nr. 4 enthält: Illustrationen: Adam Fre,herr v. Vurg. — Hof der Moschee Werdani in Kallo. Nach einer Fotografie gezeichnet von E. I. Schindler. — Das Amfilheater ir. Verona. Noch einer Fotografie gezeichnet von I. I. Kirchner. — Dir Konferenz in Konstllniinopel. - Vor dem Nsilhausc. Nach einem Gemälde von L. Vuckmann. — Die Opfer montenegrinischer Grausamkeit. Nach einer Fotografie gezeichnet von I. Schünberg. Texte: Pessi» misten. Roman in zwei Bänden. Von F. v. Stengel. (Fortsetzung.) — Kannibalen in den schwarzen Verge». — Hof der Moschee Werdani in Kairo. — Ueber moderne Illustration. Line lullst» geschichtliche Studie. Von Dr. E. v, Haitmann.Ftllnzenehuld. (Schluß.) — Uradelig. Roman von V. M. Kapri. «Fortsetzung.) — Da« Amfithellter m Verona. — Die Konferenz in Konslanti» nopel. — Adam Freiherr v. Vurg. — Kleine Lhronit. - Schach. — Silvenrälhsel. — Rösselsprung. Neueste Post. (Original-Telegramm der „Laib. Zeitung.") Iara, 22. Jänner. Der Landtag nahm die Wahl-verificllrungen vor. Vajamonti belampfte emlge Wahlen in den Landgemeinden; der R5glerungsbirlreter aber widerlegte vollständig alle Behauptungen Vajamonli'S über ungebührliche Einmischung der Regieruug in die Wahlhandlung. Hierauf wurden bei namentlicher Ab« stimmung die Wahlen mit 34 gegen 2 Slimmen genehmigt und der Anirag Vajamonti'S, Beamte zu Spalalo, welche al« Wahllommisfäre funktionierten, in Untersuchung zu zieheu, gleichfalls mit 34 gegen 2 Stimmen ab. gelehnt. I assy, 21. Jänner. Odessaer Journale zeigen an, daß bei dem eventuellen Friedensschlüsse der Fürst von Montenegro 2 >/, Millionen Kriegsentschädigung von der Pforte fordern werde. Pera. 20 Jänner. (N. fr. Pr.) Das Schlußpro-tololl der Konferenz soll morgen unterzeichnet wtrden. Graf Zichy reist am nächsten Samstag über Trieft nach Wien ab. Die französischen Delegierten verlassen Kon-stanlinopel mit dem Dampfer „Desaix". Pera, 21. Jänner. (N. fr. Pr.) Heute hat auf der österreichischen Botschaft die Unterzeichnung des Echluß- protokoll« durch sämmtliche Delegierte stattgefunden. Del Großherr wird lranl gemeldet, weshalb die Abschied audienzen entfallen. Die Delegierten werden M°nl»l oder Dienstag abreisen. Ignatieff sagte nicht, ,.M' land," sondern nach einer andern Version nur: „Emop» werde den Bruch des Waffenstillstandes als KrteM«' vocation betrachten. Kon stanti nopel, 20. Jänner, nachl«. Gentt" Ignatless sagte zum Schlüsse seiner in der heuligen K<">' ferenz Sitzung gehaltenen Rede, nachdem er von seine« Bemühungen zur Verhütung des Krieges gesprochn daß, wenn die Pforte jetzt eine Action gegen Serble" oder Montenegro unternehme, oder wenn die Christ der Türkei zu leiden hatlen, sich nunmehr Europa da< mit zu befassen haben werde. Schließlich sagte Ignalieff, daß die Konferenztheilnehmer Petitionen der Christi in Mazedonien, Thessalien, EpiruS und auf Kreta el' halten haben, in welchen verlangt werde, daß die Kon" fcrenz sich mit der Perbesserung ihreo Loses beschäftig möge. Die Konferenz habe diese Pelilionen nicht in A< wäguug ziehen tonnen, weil ihr Mandat ein bearenz^ gewesen sei. Er halte es aber für nöthig, diese Thalsa^ in der Sitzung zu konstatieren, welche die Arbeiten d" Konferenz beschließt. Telegrafischer Wechselkurs vom 22. Ilinner Papier-Reute 6130. — Silber-Rente 67 70 — Go>^ Rente 74 45 — 1860er Staate-Nnlehen 112 75. — Vanl-«ctie» 806'—. Kredit-«ctlen 14240. — London 124?(», — sil»" > 17 —. — K. l. Munz-Dutalen 5 92. — NapoleonSd'or 9'95'j,' > - 100 Reichsmark 61 »5. l Wien, 2li. Jänner. 2 Uyr n»chmittag«. (Schlühlurl^ Kreditactie« 142 40, 1U60er Lose »12 75, 1«64cr 1.<°le 134 b«, österreichische Neuce ,n Papier 61 25, Äla^lebahu 240 —, M"' !,°hn 1«I50. 20. Franle»fls,«e 9 96, ungarische Klebitac"" 112 7b, ültrrreichljchl' Francobant — —, ajlrrreichische N„y!"d^ ! 7450, ^.'limbllrktn — —, Ulunudant 53—. auftro-oriel,!«»!^ , >««nl- -, ^lovdaclmi 330- -, »uftro-ollomuilischc «onl ^ !> illrrischc i!>,le 17 75 Kommunal - ^nlchen 94'— . VaypM 105—. Coldrenle 74 50. Angekommene Fremde. Am 22. Jänner. Hotel Stadt Men. Freih, v. Pascotlni. - Iurislovit, l! Negierungörath, Laibach. — Ierei sammt Frau, Landjtw — Mar. Hdlsm., Karlftadt. — Prafojer, Weiner, Kslte.. »^ v. Thurmfiein, Wien. — Krainer, Habernil und Semmelbr^' Klagenfurt. — Lampe, Agram. - Mall, P. und Malli i' Neumarlll. — Pollal, Kfm., Trieft. - Vraune, Oottschee. , bstel Elefant. Vradioan, »gram. — Mally und Deu saN"" Sohn, Äieumarltl. — Valeniii. Strieznih. — Stern und Sch^' Karlstadt. - Ehrlich, «eis. Wien. - - Santl. Aichamtsinspelt"^ Klein, Kfm.. und Schepitz. Trieft. — Kermauner, A0elM< — Schneller, Vahnrestaurateur, Tt. Michael. ^- Ruilc Fin? Oebrüder Numpret, Ledereimeister, Guilfeld. - «usel^ MÜttling, - Varzaroli, llntertrain. llera Hrafinil, ' Vrünwald Nntonia, München. Vellhelm und Heumer. ilft" »gram. Vairlscher Hof Carlini, Ochsenhändler, Trieft. - «raun ""' Paulli, Laibach. Kaiser von Oesterreich. Träger, Villach - Pirinzig, s^> Mohren. Leylam, Reis,. Klagenfurt. — Kramer, Wien. ^ Pacver, Kiume. Sternwarte. Pelz, Wirth, Neifniz. - Wehauz. MNHlenbtfi^ Seisenberg. — Sallocher, Vezirtilarzt, «roßlaschiz, Theater. Heute: Die Fledermaus Komische Operette in 3 l^ nach Meilhac und Halevy'« „Reoelllon," bearbeilel von ° .i W n . -- hj 7 ll. Mg, 745.48 — ll« , windsill bewösst , ^ 22. 2 , N. 744,«7 ^- 2., SO. schwach theilw. heiter! 0.«e , 9 „ »b. 745.z« — 2., j O. schwach sternenhell ! ^ ' Morgen« und vormittag« leicht vewöllt, gegen Ubmd vo"s, Aufheiterung. Alpenglühen; mondhelle Nccht. Da« Inge«»"'' der Temperalur^- 0 3«. um ^T^lib^r dem Normale. ^,. Verantwortlicher Redacteur: Otlomar Vambe r s^. >7-ln^^«lii»vi.^s sMl"< 20. Jänner. (1 Uhc.) Die Vörse verhielt sich abwartend in jenen Papieren, welche der Speculation angehören, fe« rucksichtlich der eigentlichen «ulagewerthe ^ <'^ ^svl!».'>1,l>iU)l. «Zeschüst blieb schwach. > Velb war, Papielrente .... 6120 6» 3 i S,!bericn:e . . 67?" 67^ Goldceutc , , . 74^0 74 6) Lese. j^i'........^e-" 2»<7 - >^,4 . . . . 1V750 10^'- .....N2t»0 lIL?h Mnfttl) ... 121 - 121 50 „„ "......1d4 1U4 25 ua ^ri.moll««.lll......72 b0 73 75 ^ ".,.^» .......16175 162 25 > , '<;> .......!3'5<> 14 - i. ^ n^^eben der Gt^tWien 94 25 ^4 50 T>'uau°Ui^ui«ruug«»>!os« . . 104' 1u4 50 Tomümn ^'-"^'.«ie .... >4i5l> i42b<) Olftlrrelchifche Sckatzscheint. . 9K50 u«?5 Uug ^!,'"^,":'.^^.....9750 W'50 Ung. Schotzdo,,«! vom I. I874 97-25 9775 Vliicht« t. Sladt^cm:mdf Wien W B. B. V4- 9450 llanftall, ungar..... 112 2H 112 7b H«compte«Aaftalt...... 6lj-.— -._. 1l«tionüll,aut'.......t,1?-. hzo>__ OestlN,. Vaulgesellsch»ft ... 184 50 I85-- ^'°nban» ........ 53 50 53 75 «erllhrsbanl ....... 78 50 7950 Wieuer Baulvertin ..... ftg _ 5^50 Aktien von Transport-Unterneb-mungen. Alfüld.Vahu........94 50 95- Donan.Dunpschiff.,Gesellschaft 840- 342- Hlislldtch^WcM'llyu .... 139— iw»l,'«abu . 205 75 r0-i — Kaschau-Oderberger «ahn . . 8625 86 7h Lcmblsg.«^ln«wihti Vahn . 109 5^, 109 75 Lloyd.OlseUsch. .... 332 - 314 - tDtncrr. Viort>iveNH«hn .... 11? 75 111 85 Rudolfs-Vohn .... 108— 1"3l>0 Viaatouatzu ........ 842 — i!43 — Sudbahu......... ^ ^ ^^ Theiß-Bahn......' ' ' ._ ,56 — Ui'gar.-goliz. «erbindung«babn — - ^ ^ Ungarische Nordaftbahu ... 8850 29 — Wiener Tramlvay.G^Hch. . <>H50 95 25 Plandbriese. «llg.Uft.Vodeulrtdilauft.(i.Vold) 105 50 106 — ^ ^ « (i.V.'V) 89 25 ^9 50 N°til,nalb»nl. .... 9670 9? Ung. Vodelitredil-InftilutsV.rV.) 86 — 86 25 Prl«ri,iitH-eill»attonen. ltlisabelh-V. 1. Em. .... »150 »2- ßerd.-Aordb. in Gilbn . . . 1^5 - 105 25 Flanz-Iofeph-Vllhn .... 9150 9175 l Val. Karl.Vnd«i«-V.. I. Vm. U,1 s.0 l"^ c?ssterr «orbm^cUahn f<9 5^ "^ Giebenbllrgcr Buhn..... 59 75 ^ Vtaatsbahn 1. «tm...... 15> — lsi ^ «5uov°!,n «3«/....... ,1850 >'^ 5',,...... «,42b ^' Güdbahn, Von«...... __. ^ Vevlsen. ^ < «uf deutsche Pliltz«..... bi ^ ,Z^ London, lurze Gicht..... 125 21 ^ London, lange Sicht . ... 12540 »M Pari« .... 7..... 496^' Geldsorten. Dulattn .... 5si 94 lr. dsi-V , Napoleonsd'or , . 10 ^ 99'/. . 1U - '" Deutsche Reich«« ^ ^ bantnoten . . . 6l ^ 60 .. 61 ^ ^ , SilberguldtN . . 117 „75 ,117,"" Kra,n,sche OrundnlU,Nnn»».Obllq»ti"^.. Privatnotierunll: Teld 90'—. Ware ^ ji< 1