Nr. 61. Dienstag, 16. März 1886. 105. Jahrgang. Mtmcher Zeitung. ^s,?«!^i n"°"^""' '-w't Postversenbung: ganzjähllg fl. 15, halbjiihrig ss. 7,50, Im Vomptoir: Wn/^ t "> halbjähli« 5.50. ssltr bi>: ZusteNu»« ins Hüu« gnnzjähriss fi, ', - InlertlonSaebü,: ffül "»r ^n,ciate bl« zu 4 Zeilen «ie „Vaibachci filling" erschein! täglich mit Nilsnahmc der Sonn. und Fcieitagc. Die Udminlftratlon bcfindct sich Vahnhrsstiahc 15, bic Mrbactwn Wienerstraße l5.. — Nnftanklerte Vrief« werben nicht ansscnommcn unb Manusciiple nicht ziilllclgcftcUt, Umtlicher Zheil. All^^^' ""b k- Apostolische Majestät haben mit P)?"W llnterzeichnetem Diplome dem Generalmajor n/n 3 "" Köhler als Ritter des Ordens der ciscr-s^..,^ro"e dritter Classe in Gcmäßhcit der Ordens-'"«en den Ritterstand allergnädigst zn verleihen gerliht. Al^5/ '"^ k. Apostolische Majestät haben mit rrk"?,. ?"3 verdienstlicher Leistungen im Eisenbahnfache M^'zemeuren der Bannnternchninng M. Fröhlich, Titel p^" nnd Michael Leitn er, ersterem den des ^ ^""athes taxfrei, letzterem das Ritterkreuz geruht ^ ^oens allergnädigst zn verleihen Nichtamtlicher Mil. Dle Spracheufrage im Parlamente. , Wien. 1Z. März. lichlk't?^ ^" großen Fragen, welche nnsere Oeffent« Iul>^ ^egen und dem innerpolitischcn Leben seinen r.^ geben, spielt die Sprachenfragc die hcrvor-wobni ^k- Oesterreich wird von acht Völkern bc-ten ^'- '^^ ^^ Nationalitäten-Idee, welche in der zwei» iv?ll ?l^ di^^Z Jahrhunderts als ein so gewaltiger '"geschichtlicher Motor sich erwiesen hat, sie konnte »nckt c^"^ "" ^^" Grenzen dieses Polyglotten Reiches tionnl ^ "'"chcn, und in dem Momente, wo das na-enva^ ^""usstsein in allen Schichten der Bevölkerung «nab» ^" erstarkte, war auch die Sprachenfrage die driick..i! "" Consequeuz davon. Je mehr und je sie ü»l 5 ^'^ "ber dieselbe fühlbar machte, je schwerer zers^/ ."em gesammten politischen Leben lastete, nnd je Diäten 5./" l'ber Beziehung sich diese Wirkungen Mer K ' gebieterischer erschien die Nothwendigkeit Wacht s""?""6' "'^ besto öfter wnrdcn Versuche ge-lluhen. s ^ ^"f parlamentarischem Wege, bald auf bald i,. »"'""'tarischem Wege, bald im ' Reichsrathe, leichisck, « Landlagen zu lösen. Es gibt leinen östcr-Me? ,""litiker, der sich der Ueberzeugung ver-hinden . !^^' b"ss der Nationalitätenstrcit das Haupt-^l"»Mcht nur der geistigen, sondern anch der wirt- schaftlichen Entfaltllng der Monarchie ist, und dass dieser Streit doch unr einzig uud allein in den Mci-uuugsdiffcrenzen über das Geltungsgebiet der verschiedeneu Sprachen bestehe. Darum wurde eben eine Regelung dieser Angelegenheit so oft und von so verschiedenen Seiten angestrebt, darum ließen sich die Nachfolgenden durch das Missgeschick der Vorgänger uicht abschrecke», und darum wurde jeder solche Versuch mit Gcnugthuuug begrüßt uud mit dcr Hoffnung, er werde vielleicht gelingen uud den Ausgangspunkt einer erfolgreichen Action, einer segensreichen Reform bilden. Die gesetzliche Regelung der Sprachenfrage setzt eine Cooperation aller Parteien voraus, und jede einseitige, mit Hilfe einer zufälligen Majorität provocierte Lösung würde nur zu neuen Reibungen uud ncncr Verbitterung Anlass geben. Die Deutschen können kein Oesch gegen den ausgesprochenen Willen aller Slaven und noch weniger diese ein solches ohne uud gegen die Deutschen beschließen. Wenn sich aber die Parteien bei ihren Entschlüssen lediglich von dem Interesse des Staates, das doch mit dein dcr Bevölkerung identisch ist, bestimmen lassen, wenn sie sich von egoistischen Erwägungen emancipieren und auf alle Verhältnisse uud Bedürfuisse wie auf die bcrechtigtcu Gefühle der Bevölkerung Rücksicht nehmen, sollten sie da nicht mindestens eine Summe gemeinschaftlicher Vcrühruugs-puukte finden, nnd köuute nicht das strittige Gebiet wenigstens abgegrenzt und so dem Chauvinismus, der hier nnd dort oft seinen Spnk treibt, bestimmte Schranken gesetzt werden? Indem der deutsch-österreichische Club seine Vorschläge gcmacht hat, sah er diese sicher nicht als ein Ultimatum an, denn der nationale Friede lässt sich nicht einseitig dictieren, dass es keine Sieger und keine Geschlagenen gibt u'.w in dieser Richtung nie geben darf. An der Rechten ist es, ihre Gcgen-propositioncn zn machen, und vielleicht gelingt es dann, auf dem Wege dcr Compromiffe und bei allseitigem guten Willen nnd Bethätigung des wahren österreichischen Patriotismns eine mindestens partielle Einigung zu erzielen. Die Einsehung eines eigenen Ausschusses, die gestern im Abgeordnetenhaus mit großer Majorität beschlossen wurde, erschien unter diesem Gesichtspunkte nicht nur oppurtuu, sondern uubcdingt nothwendig. Mau hat Specialausschüsse für die unbedeutendsten Gesetz- vorlagen creiert, nnd könnte man da einen Sprachen» ausschuss, dessen Aufgabe es sein mnss, die Lösung der wichtigsten und brennendsten Tagcsfrage anzustreben, perhorrcsciereu? Iu der That hat nur einer der parlamentarischen Elnbs, der czcchische, gegen die Zuweisung dcs Scharschmid'schen Antrages gestimmt. Er that dies uuter der Pression einer ebenso intensiven als rücksichtslosen Agitation, die von ultramontaner Seite aus iuscenicrl wurde, und nicht ohne dass ernste und hochangeseheuc Mitglieder desselben sich der Capitulation vor der sogenannten, auch von deutsch-nationaler Seite vielfach mit Unrecht angerufenen «öffentlichen» Mei-nuug widersetzt hätten. Dr. Rieger corrigierte wohl diesen bedauernswerten Beschluss durch sehr maßvolle Erklärungen, die ciue loyale Mitwirkung der czechischen Abgeordneten an den Berathungen des Ausschusses und somit einer eventuellen Lösung der Sprachenfrage nicht ausschließen. Der Führer der czechischcn Abgeordneten gab dcr Ansicht Ausdruck, dass sich die Spitze des Scharschmid'schen Antrages gegen das czechische Volk kehre, und dass dessen Vertreter ihre ablehnende Haltung daher schärfer pointieren müssten, als die anderen Clubs der Rechten. Abgesehen indes davon, dass diese Tendenz von Seite der Redner dcs deutsch-österreichischen Clubs entschieden in Abrede gestellt wurde, so kann ein Gesetz doch nur die Majorität beschließen, und in der Zusammensetzung des Hauses muss für die Czechen eine Bürgschaft liegen, dass man keine nationale KncbelbiN erlassen werde. Die Czechen werden ebenso wie die anderen Nationalitäten im Ansschusse Gelegenheit finden, ihre Ansichten zu documcntieren und ihre Vorschläge zu machen, nnd wenn wirklich die Sprachenfrage für sie niit großen Gefahren verbunden ist, dann haben fie ein doppeltes Interesse daran, dieselbe einer schnellen und definitiven Lösung zuzuführen. Die hohe Wichtigkeit dieser Angelegenheit wurde allseitig anerkannt, und auch die Regierung ergriff die Gelegenheit, um ihren Standpunkt zu präcisieren. Der Ministerpräsident Graf Taaffe gab im Namen des Ge< sammtcabincts die Erklärung ab, dass dieses gerne bereit sei, die Arbeiten des einzusetzenden Ausschusses zu untcrstützcu, uud dass sie sich dabei von keinen anderen Erwägungen werde bestimmen lassen, als von jenen, die aus dem Staatsinteresse resultieren. Die Regierung hält heute wie vor sieben Jahren an dem Jemlleton. Die Feuerwehr in Alt-Laibach. H. Von I. Vrhovcc. setzlich//b"ld hat unsere Vorfahren etwas in so cut« Fenn!. KVersetzt, als der Schrcckeusruf: «Feuer, AlM > "" dem elenden Anssehcn Laibachs war diese stierte w.s ."F einc ganz gerechtfertigte. Eine nicht ""swui'm^Veinlich dcr Mitte des 17. Iahrhundcrts ""er dem 3^< "ä meldet, dass am Narrensteig (Reber) !M die ,2 ^lierg. an, Schabiek und in der Rosen-?" barrens?' ' ^""^ von Holz waren.' Besonders P ihrer <^„ ^ waren die Hänscr so elend, dass man !'e wurden Gefährlichkeit wegen abzutragen beschloss; Heiterte k^ ^ ^schätzt, allein an dcr Geldfrage c "ger ... f,,.?"V,e Plan, obwohl sich sogar einige Inders di.' ^""'lligrn Geldopfern bereit crklärten. Bc-!^ es, welckw ^"?« beherrschende Lage dieser Häuser s " also an- , ^lM' mit ewiger Angst peinigte. '" lNlq das l>?"! ^pwpriiernng uicht zu dmkcn war, 6" tra'acn ^?'i"'" ^'m Magistrate auf. dafür Sorge Ü""'«geudes.>?(> ^'' gefährlichen Häuser in die Hände " bisherigen V s<' ^""'' ""^lich chue Bedrückung "uch zn Ende des vorigen Iahr-M manche ?^M Iahn,,, sogar iu der Stadt ^"s. von dcn N ^'"^" und Brettern gcdcckte ^ dcr Viaaisi^ ' ^'"' ""' "'cht zu reden. Obwohl "Vlgen kNm'ste t^M'."'' desseu Geschichte zurück ^'^ — "' 't"s Muhe gab, die Feuergefährlich. keit in der Stadt zu vcrriugern, und zu dem Zwecke z. B. Hausherren, die ihre Häuser mit Ziegeln decken wollten, oft die Hälfte, stets aber den dritten Theil des Preises nachsah,' so sah man am Ende des vorigeu Jahrhunderts doch noch viele Schindeldächer m der Stadt. Eine eigene Commission, die zu diesem Zwecke in dcr Stadt Erhebungen pflog, constaticrtc, dass in der Stadt und dcn Vorstädte« folgende Häuser mit Schiudelu gedeckt waren: Bei St. Florian entdeckte ma,l ein mit einem Schindeldache versehenes Bäckcrhaus. Iu der Chrocugassc hatten Schindeldächer die Häuser Nr. 12 bis 59 und Nr. <>5>. Am Alten Markt Nr. 7,5 uud 101. Sogar am Hanptplatze fehlte es an solchen nie; hier war der ganze Dachstuhl des Hauses 142 (sollte hcißen 242) von Holz. Ein an dcr Ecke dcr Trautschc uud dcs Hauptplatzes stchcudcs Haus, in dem sich cine Apotheke befand, hatte im Hofe hölzerne Gänge und Holzdächcr. Hinter der Mauer war das Haus Nr. 251 mit Schindeln gedeckt. Einc hölzerne Bcdachuug hatte ferner das Haus cincs Fleischhauers hiutcr dem Bürgcrspitalc und das Haus Nr. 290 in dcr Iudcu-gassc. Zu vcrwuudcru ist es. dass cs an solchcn Hüll» scru sogar in dcr Hcrrcngasse (das Haus Nr. 310, un° mittelbar au das Dcutschc Haus austoßeud, uud das Haus Nr. 315) nicht fehlte. Wie musste cs in dieser Beziehung erst in den Vorstädten ausgesehen haben! Iu dcr Polanavo.^ stadt waren nur Nr. 4, li. 7, », 11. 12, 14, 16, 2«, 32 uud 33 nicht mit Holz gedeckt; also selbst unmittelbar an der Stadtmaner anstoßende Häuser hatten Schindeldächer. Von dcr St. Petersbrücke weiter ' Sieh Gerichtsprowlollr drs 16. Jahrhunderts, Die Slndt yatte dns nuöMMchc Rech», Zi^el l'mme» zu dürfrn sah man aber nicht ein einziges Ziegeldach mehr; alle Häuser waren da mit Stroh gedeckt. In der St. Peters Vorstadt gab es größtentheils Stroh- und Schindeldächer. So meldete die erwähnte Commission, dass man die Häuser Nr. 35, 43, 44 und 46 mit Stroh ausgebessert habe. Holzdächer hatte die ganze lange Häuserreihe von Nr. 50 bis 95, dann aber noch die Hänser Nr. 101 bis 105; selbst die Häuser in der uächstcu Nähe der Stadt sahen nicht anders aus, wie z. B. Nr. 140 und 146. Bei dieser Hausnummer findet sich dic aussallcnde Bemertuug-. «Dieses Haus liegt uahe au der Spitalsbrückc, wo ohnehin alles von Holz sein mnss.» Das Hotel Elefant ist schon an anderer Stelle beschrieben worden. In der Kapuzinervorstadt hatte das Mordax'schc Haus «neben dcr Grube» eiu Schiudcldach, desglcichcu die Häuser Nr. 6, 7, 8, 54 hiutcr dcu Kapuzinern und 11, 17, 44, 52, 55, 56, 01 und 62 bci den Franciscanern. In d'r Gradi-schavorstadt, vielleicht einer der unsaubersten, waren Ziegeldächer eine große Seltenheit. Ganz von Holz waren die Häuser Nr. 7 bis 11. 31. 33, 34. 39. 43, 45. 47 bis 50. 51 bis 53. Das obere Stocknicrck des Hauses Nr. 23 war ganz von Holz. Vom Hause Nr. 2? heißt es: «Es hat ein Strohdach mit einem gle,-chen Ranchfang.' Hinsichllich der Äaufälliakeit so ""A" H^A iu der Stadt wollen wir nur ein drastisches ^c pl« aus dem Jahre 1797 anführen. Auf dem F'M ^ wurde ein einem gewissen MM)cholt (das Ha s sny« noch hellte diesen Namen) «chords H^'s «durch da« Cauonieren. in der daneben stehenden Kaserne so arg beschädigt, dass eine wm Magistrate allsgeschickte Com- ' SlMarchw. l^- "" "s ^' Laibacher Zeitung Nr. 61 500 16. März 1886. Programme der Verständigung fest, und sie wird alles aufbieten, um eine Einigung der Parteien fördern und erzielen zu helfen. Das Ministerium ist sich, wie Graf Taaffe feierlichst erklärte, seiner Pflichten gegen den Staat bewusst und der Bürgschaften seiner Existenz eingedenk; es wird auch in der Sprachenfrage sich von keinen anderen Rücksichten leiten uud bestimmen lassen, als von jenen des allgemeinen Interesses, wobei den Wünschen und Aspirationen der deutsch-ll'beraleu Bevölkerung ebenso Rechnung getragen werden muss, wie den berechtigten Gefühlen und Forderungen der anderssprachigen Bevölkerung. Der Ministerpräsident versprach denn auch, wie schon bemerkt, in dieser Beziehung aua« loge Bestrebungen des Parlaments nach Kräften for« dern und unterstützen zu wollen, wahrte aber zugleich das Recht der Executive, dessen Einschränkung gerade die Sprachenfrage nur complicieren, nicht aber verein« fachen würde. Mit Genugthuung können wir schließlich consta-tieren, dass die Debatte maßvoll geführt wurde und alle Redner, bis auf einen einzigen, Dr. Heilsberg, es vermieden, an die Leidenschaften zu appellieren und die Gegner zu provocieren. Der Antragsteller Freiherr von Scharschmid hat absichtlich die Sache, die er vertrat, von der nationalen getrennt nnd sich auf den gesammt-staatlichen Standpunkt gestellt. Manche seiner Argu-mente mögen darum gerade die Herren vom Deutschen Elub nicht angenehm berührt haben, wie die äußerste Rechte, und stellenweise klangen seine Ausführungen wie eine directe und beabsichtigte Polemik gegen die privilegierten Pächter der deutschnationalen Idee. Wie berechtigt sie nach dieser Richtung waren, das bewies die Rede des Dr. Heilsberg, der offen erklärte, seine Partei fasse die Hrage nicht unter dem Gesichtswinkel des gesammtstaatllchen, sondern des rein deutschnationalen Interesses ins Auge. Das Gegenstück zu seinem Speech bildete die formvollendete, maßvolle und geistreiche Rede des Grafen Wurmbrand, gegen welche nur Ein Vorwurf erhoben werden kann, der des Idealismus, der oft über die rauhe Wirklichkeit hinwegsieht und Schwierigkeiten spielend zu überwinden glaubt, die nur allmählich und durch gemeinsame Anstrengungen beseitigt werden können. Für die Zuweisung an einen Nusschuss sprach noch der slovenische Al> ordnete Hren, der in ruhiger Weise die Forderungen üer Slovene» vertrat und deren Berücksichtigung auch der Linken aus Herz legte. Gegen den Antrag hatten sich außer Dr. Rieger noch Fürst Czartoryski und Dr. Kowalski zum Worte gemeldet; beide plaidierten indes für die Zuweisung desselben an einen Ausschuss, nur dass Fürst Ezartoryski namens der Polen principiellen Bedenken Ausdruck gab, während Hofrath Kowalski die Ausnahmsbestimmungen für Galizien bekämpfte und für ein Spracheugesetz, dessen Giltigkeit sich auf das ganze Reich ausdehnen würde, plaidierte. Zum Schlüsse der Sitzung kam es zu einer stürmischen Scene. Dr. Sturm stellte den Antrag auf namentliche Abstimmung und motivierte ihn damit, dass man allgemein wissen solle, wer für Oesterreich und wer gegen dasselbe sei. Der Vorwurf der Illoyalität, der hiemit wider die czechischen Abgeordneten erhoben wurde, rief auf den Czechenbänken nicht nur einen Sturm der Entrüstung hervor, sondern bestimmte auch den Präsidenten, dem Abgeordneten für Iglau einen Ordnungsruf zu ertheilen. So bedauerlich die Abstimmung der czechischen Abgeordneten war, so kann alls derselben doch billigcrwcise kein Schluss auf deren ge-sammtstaatlichen Patriotismus gefolgert werden, und wenn die Methode des Herrn Dr. Sturm sich im Hause einbürgern sollte, dann ist keine Partei gegen Verdächtigungen gefeit, die schon aus Anstaudsgefühl. geschweige denn vom patriotischen Standpunkte, auf das allerentschiedenste perhorrcscicrt werden müssen. Nach diesem Zwischenfalle wurde der Antrag Scharschmid mit 209 gegen 68 Stimmen an einen Ausschuss gewiesen. Möge diesem ein günstiger Stern leuchten! Politische Neverstcht. Inland. (Parlamentarisches.) Nachdem der Budget» ausschuss bereits den Bericht des General-Referenten Dr. Matus über das Finanzgesetz und den Staatsvoranschlag für 1886 entgegengenommen und approbiert hat, dürfte die Budgetdebatte im Plenum Don-nerstag oder Freitag beginneil. Wenn der Budgetaus-schuss in seinem Berichte die constante uud bedeutende Herabminderung des Deficits in den letzten zwei Iahreu als ein erfreuliches Resultat mit Befriedigung hervorhebt, so hat er hiezu einen um so triftigeren Grund, als dieses Ergebnis in einer Periode erreicht wurde, die keineswegs zu den wirtschaftlich glänzenden gehört. Umso anerkennenswerter ilt das zielbewusste und con« sequente Streben der Regierung, welchem dieses günstige Resultat in erster Linie zu danken ist uud welches auch zu der Hoffnung berechtigt, dass das ersehnte Ziel der vollständigen Wiederherstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte in verhältnismäßig kurzer Zeit erreicht werden wird. (Die Landsturmvorlage.) Der Wehr» ausschuss führte in seiner jüngsten Sitzung die Special-berathung der Landsturmvorlage bis einschließlich H 4, unter Einschaltung mehrerer Zusätze, fort. Die vom Abg, Promber zu ß 1 beantragte Resolution: «Die Regierung wird aufgefordert, im geeigneten Wege vor-zusorgen, dass der völkerrechtliche Schutz des Landsturmes durch bindende internatiouale Vereinbarungen anerkannt und sichergestellt werde», wurde nach der Erklärung des Landesvcrthcidigungs-Ministers. dass sich die Regierung ihrer diesfälligen Aufgabe bewusst sei und er gegen die Resolution nichts einzuwenden habe, mit allen gegen eine Stimme angenommen. (Die Ersatzwahl in den Triester Ge« meinderath) seitens der Wähler des fünften Wahlbezirkes des Territoriums, dessen jüngste Wahl in der Person des Ingenieurs Schiwitz bekanntlich vom Plenum des Gemeinderathes infolge vorgebrachter Recla-mationen nicht verisiciert wurde, findet Sonntag den 11. April statt._____________ Ansland. (Der Friede von Bukarest.) In Nisch, Sofia und Constantinopel sind die Friedensverträgc ratificiert worden und befinden sich bereits auf dem Wege nach Bukarest, um dort zwischen den Delegierten ausgetauscht zu werden. Die Pforte ist in officieuer Weise von der bulgarischen wie von der serbischen Regierung voll den erlassenen Demobilisierungs-Vefehlen in Kenntnis gesetzt worden. Es bleibt also nur mHr. da auch auf der Botschafter-Confereuz die ostrnmcllsche Frage zu einem vorläufigen Abschlüsse gebracht worden sein dürfte, die Autzeiuaudersetzung mit Griechenland offen, die hoffentlich ebenfalls bald zu einem aM< lichen Ende geführt werden wird. (Deutschland.) Das deutsche Armee-Verow nungsblatt veröffentlicht einen kaiserlichen Erlass vom 25. Februar, welcher bestimmt, dass das 15. Armee-corps große Herbstübuugen, Parade- und Corpsmanöver gegen einen markierten Feind uud dreitägige Feldmanöver, und zwar Divisionen gegeneinander, UMl Zuziehung zweier Cavalleriedivisionen, vor dem Ka'sel abhalten soll. (Frankreich.) Ueber die Mittel, welche der französische Finanzminister Sadi-Carnut in AusM genommen hat, um das Gleichgewicht im Staatshall»' halte wieder herzustellen, verlautet, derselbe beabsichtig'' 1.) Ersparnisse in den verschiedenen Ministerien; 2-)Unl' Wandlung der Obligationen in dreiproccntige tilgbare Schuld; 3.) Erhöhung der Alkoholsteuer; 4.) Auf>t^ lung einer Souderrechnung der Zinsellbürgschaften i" die Eiseilbahuen. Außerdem trägt sich der F/na^ minister mit dem Gedanken an eine Börsesteuer in de .Hoffnung, dass dadurch das Capital gezwungen werdk, stch wieder der Industrie zuzuwenden. Besonders!ue ',tützung von 400 fl. allergnadigst zu spenden gel^' Se. Majestät der Kaiser haben, wie das '" garische Amtsblatt meldet, für die durch HageWU und Wollcnbruch geschädigten Bewohner von Tömss" 400 st. zu spenden geruht. — (Die Ferien an den Mittelsch"!^ Bekanntlich haben sich über Aufforderung der Unter"") Verwaltung sämmtliche kandesschulbchörden mit der 3^ der Verlegung der Ferien an den Mittelschulen bcO mission dem Beschädigten einen Schadenersatz von 85 st. zuerkannte.' In einer so beschaffenen Stadt war die Feuers-gefahr freilich sehr groß. Es ist leicht begreiflich, dass bei Bränden oft ganze Stadttheile ein Raub der Flam» men wurden. Zur Verhütung von Unglücksfällen trafen unsere Voreltern schon in sehr früher Zeit Vorkehrun« gen. Schon im Jahre 1544 war es verboten, über «ein Schober oder drei Fueder Heu in die Stadt zu bringen." Bürger, welche ihre Häuser mit Ziegeln decken wollten, erhielten dieselben um die Hälfte oder ein Drittheil billiger. Auf dem Schlossberge besoldete die Stadt einen eigenen Wächter, welcher, sobald die Schlaguhr daselbst auf der großen Glocke die Stunde angezeigt hat. die Schläge auf der kleinen Glocke nachzuschlagen hatte." Diese Pflicht erlegte man dem Wächter vorzügllch darum auf. dass hiedurch des Wächters ge-bürende Wachsamkeit sowohl bei Tage als Nacht verspürt werde; mdem ihm sonderlich obliegt, auf das Feuer Acht zu haben. In welchem Unglücksfall er auf den llemen Glocken zu schlagen fortfährt und gegen denyemgen Ende der Stadt, wo die Feuerflamme aus-gebrochen, bei Tage eine rothe Fahne, zur Nachtzeit aber eme rothe Laterne aushenkt; damit alsobald kund seyn möge, wo nnd auf welcher Seiten Feuer vorhanden.» .In dem äussersten und ostlichen Theil deß Schlosses ist auch ein hoher Thurn. den ein andrer Wächter bewohnt, so alle Nacht-Stunden beobachten und durch den Glockenschlag dem obern Theil der Stadt andeuten muß; so es nun geschehen sollte, daß ' Stadtarchiv, Fasc. 1. ' Gerichtsprotololl 1544. ' Ner Duppelschlag der Uhr in der Vonmrche mag viel. leicht »in« Nemimktnz da»an sein. dieser vordere Wächter eher einer Feuersbrunst ansichtig würde, erinnert er gleicher Weise durch den Schlag der kleinern Glocken, den hintern Wächter seines Amts; vermög welches er verpflichtet an die Glocken anzuschlagen, den bekandten Schrecken-Schall kundbar zu machen und nachdem es Tag oder Nacht, oder die Laterne auszuhencken.» «Außerhalb des Schlosses zeigt sich auch auf der hohen Schloß'Berg.Pastey (der jetzigen Ruine) ober dem Carlstädter-Thor ein grosser Thurn.... der darinnen wohnende Wächter wird von der Stadt besoldet, muß die ganze Nacht, sowol wegen des Feindes, als des Feuers Wacht halten und alle Stunde ^«krai! ^ckrai! (Druckfehler; sollte heißen t^uvaj! duva^!) auf Teutsch «Wache auf, Wache auf!» ausruffeil und darauf ein kleines Glöcklein zu Nachts, nicht aber bei Tage läuten.»' «Weil der Thurmwächter auf die Pöllandt (Po-lana) und Krenngasse nicht sehen kann,» heißt es in der ältesten uns erhaltenen, den Schriftcharakteren und der Sprache nach zu schließen, der Mitte des 17teu Jahrhunderts allgehörigen Feuerorduung, «dass sodann, wenn ein Feuer an bemelten (genannten) Orte auskommt, der Wächter auf der Holjen Bastei dem Thurm« Wächter ein schönes Zeichen geben soll, damit er den gewöhnlichen Glockenstreich ergehen lasse. Würde aber einer oder der andere Nachtszeit verschlafen und das Volk zunl Löschen nicht geweckt würde, so soll er an Leib und Gut gestraft werden»." Es scheint, dass man aus der Allzahl und der Reihenfolge der Schläge den im Brande stehenden Stadttheil errathen konnte, denn ebendaselbst heißt es weiter: «Man soll bei den Kirchen und Kirchenthür- ' Valvasor, XI. 670-671. ' Stadtarchiv Masc. Nisc. men nicht leicht anschlagen, es wäre denn, ^^H< Thurmwächter hierill säumig; zum Fall er aber w sam uud den Gluckenstreich gcbränchiger maßen ^>^e lassen, so sollen sie sich dcs enthalten, damit '^^ Confusion es entstehen, die zum A ^, verordneten Personen auch aus desTH"^z Wächters Zeichen wissen können, "^re Feuer auskam».' Erscholl nun dieses O" Me Zeichen, so war die ganze Stadt auf den Beinen. ^ Fenerordmmg aus dem Jahre 1679' bestimmte, ^ sich der Bürgermeister, der Richter und die vo" > sten des Rathes all Ort und Stelle begeben 1" um durch ihre Autorität zu wirken. «^us" Jeder vom Unglücke nicht selbst bettofscne P^, bescher musste mit einem «geeigneten ?"str>lw ^t,, herbeieilen. Erlaubten es ihm seine VerhiMMM.^„. so hatte er mindestens seine Dienstboten MM^^ Erscholl der Feucrlärm, so wurden zuerst die ^ thore mit 10 oder 15 wohlbewehrtcn Mmmern " >^ um die Fremdeu abzuhalten. Brach das F^r § die Nacht alls, so musste darauf gesehen werde«. ^Mti. ohnehin versperrten Thore fest zugeschlossen ^n Entstand das Feller außerhalb der Stadt. ^ "^H d^ zur Hilfeleistung 25 Mann commandiert. ^? > h, Trommel gerührt wurde, verfügten sich a"e ..^, werker zu ihren Zechmeisteru, der einige «"' ^^, soviel es ihm nöthig schien, mit oder M'r ^^ (Seiten-)gcwehr zum'Rathhause führte, We "" ^ aber Haken und Wassercimer zu nehmen ^.'"^ftertt vor dem Rathhause Aufgestellten hatten oir ^^ Befehle der städtischen Beamten abzuwarten,^ ^r allzusehr übernehmenden Gefahr aber otMn, ^ Feuerstätte zuzueilen. Die städtischen Bedien,' ' Gtabtarchw 5> ^ (Kostbare Tanzordnungcn,) Im Palais s/6 pariser Financiers fand, wie man aus Paris welck "'" 6"schmgssonntag ein großes Ballfest statt, bei biell ' ^ Damen kleine goldene Rcmontoir-Nhren er-?ckr^' "«en Zifferblatt statt der Nummern quer geWaren b' s Reihenfolge der Tänze enthielt. Befestigt chen k- - ^"övrdnungen an goldenen Vcuetiancr Kctt-endete ^ "' """' kleinem Dolch von gleichem Metalle h, ^ (Ein angenehmer Gast.) Kellner: «Sie ^" eine Portion Nehbraten, fünf Glas Bier und eine «luM Bordeaux — haben Sie sonst noch was?» — ^' 'Ja. — kein Geld.» Epigramme. Den Nächsten liebe wie dich selbst, Doch lieb' dich selbst nicht allzuviel, Denn schädlich in der Liebe ist Die Liebe ohne Mah und Iiel. Wenn unter Lügner man sserälh, So ist's am besten wohl, man schweift, Sonst wird als Lügner man erklärt, Wenn wahrheitsliebend mail sich zeigt. S" viel und leicht verspricht, verspricht sehr leicht zu viel, ""i v,el erreichen will, erreicht oft nicht das nächste Ziel. Im Leben gilt nur der was Rechtes, Der sich geriert als groftcr Mann, Wer nicht getreten werden will, Der trete selbst so viel er lann. Der ssieiche, der für sich allein nur lebt Und leine Wohlthat übt, Ner gleicht dein Vaum, der schlechte Früchte trägt Und leinen Schatten gibt. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Oesterreich-Ungarn in Wort und Bild.) Das kronftrinzliche Werk ist soeben bis zur achten Lieferung gediehen; dieselbe bringt die Arbeiten von Georg Nicmann über die Vaudentmalc des sechzehnten bis achtzehnten Iahrhnnderts uud Karl von Lützow über die Wiener Architektur des neunzehnten Jahrhunderts; fcruer den ersten Theil eines Aufsatzes über das Wiener Volks-leben von Friedrich Schlügt, dem classischen Kenner und Schildcrer des Wiencrthums. An Illustrationen enthält das Heft: das Lustschloss Schöubrunn und das Schwär-zcnberg-Palais in Wien von Georg Niemann; die Lcrchen-felder Kirche in Wien von Andreas Ncdelkovits; die Fünf-Häuser Kirche und die Votivkirche in Wien von Anton Weber; das Operntheater in Wien von Rudolf Bcrut; das Stiftuugshaus am Schottenring in Wien von Siegfried Stern; die neue Universität in Wien, die neuen Hofmusecu in Wien, der Hciurichshof am Opernring in Wien, ein Wiener Zinshaus iu der Augustincrstraßc und die Villa Gerold bei Wien von Rudolf Verut; Schlussvig-nettc von Friedrich Hermann Gicsel; Kopfleiste und Initial zum Wiener Volksleben von Alois Grei und der Stamm« gast von Hans Schlicßmann. — (Gcmeiudcraths-Sihung.)Heutcum6Uhr abends fiudct cinc öffentliche Gemciudcraths-Sitzung mit folgender Tagesordnung statt: 1.) Mittheilungen des Vor-sitzenden. 2.) Bericht der Personal- und Rcchtsfcction, bc^ treffend die heurige Ergänzuugswahl in den Gcmcinde-rath. Z.) Bericht der Nanscction, betreffend die Hechel lnng der Straße ans den Schlossbcrg hinter dein Orel^ schen Hause. 4.) Bericht der Schnlscction: a> über die Dotatiousrcchnnng der zweiten städtischen Knaben-, der städtischen Mädchen- und der Ursnlinncnschnlc für das Schuljahr 1884/65; d) betreffend die Anweisung der Remunerationen für das erste Semester des laufenden Schul jahrcs au die Leiter und Lehrer der gewerblichen Fortbildungsschule. 5.) Bericht der Finanzfcction über die Scontricrnng der Stadtcasse uud der sonstigen in städtischer Vcrwahrnng befindlichen Fonde. — (Die Dienstsprachc in der t. t. Armee,) Das l. k. Reichs-Kriegsministcrium hat die Wahrnehmung gemacht, dass bei den Truppenlörpcrn thcilwcise die Sucht einreiht, die taktischen Bczeichnuua.cn der Exercier-Reglements wie auch die Terminologie des Dienstreglements, namentlich dessen zweiten Theiles iFelddienst), in die Regimcntssprachen zn übersetzen nnd die Uebcrsetzun-gen auch im Dienste zu gebrauchen. Unter Hinweis darauf, dass der Gebrauch natwualsprachlicher statt der rcglemcn-taren Bezeichnungen von wesentlichrm Nachtheile für den Dienst im großen uud ganzen ist uud ihm daher Schranken gesetzt werden müssen, wird mit dem Erlasse Präs.-Nr, 714 von, 20. Februar d. I. den Truppen- und höheren Cmn-manden aufgetragen, darüber zu wachen, dafs die taktischen und technischen Bezeichuuugen der Reglements nicht durch uatioualsprachlichc Bezeichnungen erseht werden, und dass in den Truppenschuleu augestrebt werde, die Kenntnis der Dienstsprachc in jenem Umfange zu erzielen, den das Dienstreglement (3. Theil, Pnntt 2) und die Instructiou für die Truftpeufchulcu vorschreiben. — Die hier citierte Stelle des Dicustreglcmcnls lautet nämlich: «Der Soldat (ohne Chargengrad) soll dic Commandos, Avisos und Sig- nale genau kennen, die nothwendigsten Worte der Dienstsprache des k. t. Heeres verstehen lc.» Im Punkte 20 der Truppeuschul-Instruction, erster Theil, heißt es unter an-derm, dass der Unterricht iu der Mannschaftsschule in der Muttersprache zu ertheilen, dabei aber zu trachten ist, «dass der Mann wenigstens die Commandos und die Be-ncnnnng der dem Soldaten nothwendigsten Gegenstände in der deutschen, als der Dienstsprache, erlerne». Bezug» lich der Erleruung der Dicnstsprache seitens der Unter-officiersschüler bestimmt der Punkt 28 der Schul-Instruc-tiou: «Der Uuterricht wird, so weit es möglich ist, in deutscher, sonst aber in der betreffenden Regiments-, beziehungsweise Bataillonssprache ertheilt; in letzterem Falle ist zu trachten, dass die Untcrofficiere und die zu deren Nachwuchs ausersehenen Soldaten den Gebrauch und das Verständnis der deutschen, als der Dicnstsprache, sich mindestens so weit zu eigen machen, dass sie einen einfachen Auftrag i» beutfchcr Sprache verstehen und sich bei kurzen mündlichen Meldungen derselben in verständlicher Weise bcdicnen können.» — (Concert Grünfcld.) Ein feltener musikalischer Gcnuss steht uns bevor. Wie man uns mittheilt, wird der berühmte Claviervirtuose Alfred Grünfeld auf seiner Concerttournc'e auch in Laibach, und zwar am 10. April, concertiercn. Diese Nachricht wird von den hiesigen Musikfreunden wohl mit Freude begrüßt werden, Vormerkungen auf Sitze werden schon jetzt bei Herrn Karl Till entgegengenommen. — (Der Verein der Aerzte in Krain) hielt am 24, Februar in Gegenwart von 14 Mitgliedern seine Monatssitzung ab. Nach Verlesuug und Genehmigung des letzten Sitzungsprotololles widmete Obmann Pros. Dr. Schiffer einen warmen Nachruf dem verstorbenen Mit-glicde Operateur Ipavitz. Der Verblichene hatte dem Vereine seit dessen Gründung angehört. Die Anwesen» den gaben durch Aufstehen von ihren Sitzen ihre Theilnahme kuud. Hierauf verlas Schriftführer Dr. Valcnta das Dautfchrcibeu des Prof. Albert aus Wien aus An-lafs seiner Wahl zum Ehrenmitgliede des krainischen Aerztevereines, vertheilte seine Broschüre: Xradek navoä 0 prvi pomol-i pri iiLXßoäali unter die Anwesenden und übergab 12 Jahrgänge des ^rcliivuw Kerdicum pw uni> vvl8ll 8oiont,iH sit arts als Geschenk der Vereinsbibliothek, worauf zur Tagesordnung geschritten wurde. 1,) Obmann Dr. Schiffer referierte über die Verleihung der Löschner-Stiftnng, um welche sich 8 Parteien beworben hatten. Nach längerer Debatte wurden von den 210 st. betragenden Interessen b Bittsteller betheilt, und ?.war mit 70, 50, 35, 30 und 25 fl. 2.) kam die Ersatzwahl der Delegierten für den städtischen ständigen Gesmidheitsrath an die Reihe. Nachdem Schriftführer die diesbezügliche Einladung des löblichen Stadtmagistrates vorgelesen, erklärte cr, unter keiner Bedingung mehr eine Wiederwahl annehmen zu können, da cr sicher wisse, dass der Gesund-hcitsrath, wclchcr ja trotz seiner uud Dr. Kaplers Resignation bcschlussfähig fortbestehe, bis nun noch immer nicht von den in der am 27. Dezember stattgefundenen Cholcra-Berathnng gefafsten Befchlüssen in Kenntnis gesetzt, respective um nachträgliche Aeußerung ersucht wurde, und cr es weiters offen aussprechen müsse, dass cr den bezüglichen Beschlüssen nicht beipflichten könne. Nach einer längeren Debatte und nachdem sich der Verein vervmÄ ' Z^ler »md Tagwerker überhaupt waren Gea! ?. ^ Feuerhaken und Leitern abzuholen. Diese Mane?«. - ^fanden sich all drei Stellen der Stadt-dem N- z!" ^pitalthore. wo sie die Salzmesscr, neben Vrotkll'n ^""' "v s" die Ziegler, nnd nächst der "bzuho?!"?' ^ ^ die ubria.cn städtischen Tagwcrler Renten ^^"- Air Entgegennahme der von diesen Nauchsan! l."^"^^>-' gerächten Leitern wann die audcrr ,3 ^"' Manrer, Steinhaner. Zimmerlente nnd hohen' Ql?""' Handwerk schon das sichere Steigen ans schmiede ^" "ül sich brachten verpflichtet. Die "" Iwer ^"lw. Knpfer- nnd Messerschmiede, «die ^U'rhakel/'^^^'m gewohnt sind,» übernahmen die andere c^: ' ^'' ^e mir in Mänteln zuschalten nnd War?^" wollen, soll man entfernen, war?» a»ss ^ ^'"" in der Stadt allsgebrochen. so hafte,, , I ?'e außerhalb dcr Stadtmauern Wohn-Eie h"!!"" ^"chsthaler belohnt; wer 3^lt zwei ! ^^ "" ^)" ,lnd Stelle erschien, i lf>"'' die'n.i7^'""^' anderthalb, der dritte einen ''"", Vuld" ' "^'""' Essern erschienen, aber Ein um ein Icchrhnndert jüngerer «Entwurf einer Fcncrordunng» bestimmte: 1.) Hätte ein jeder Bürgermeister alle Feucrdlsci-plin unter Beistand der St'adtoffmere (Beamte) vor-znkchrcn. somit die Direction zn führen; allenfalls aber dcrsclbc erheblicher Umstände willen die Direction nicht selbst führcn könnte, hatte solche der Stadtrichter zn besorgen; 5 -^ '2.) wird cs Schuld des Stadtrichtcrs sein. nut Vciziehnng der jedcnorts anfgcstcllten ViertcUncister die Ranchfängc alle Vierteljahr'visitieren zu lassln, nm sofort die saun,scligcn odcr unachtsamen Parteien, an^ allenfalls die morofcn Nanchfangkehrcr in die Stra^c ^ziehen; ,<..... Z.) soll jcdcr Hansinhnbcr obligiert seui, emen Wasseibottich gefüllter nntcr dem Dache zn haben, wie denn auch derjenige, welcher dicfer Ordnung nicht nach-gckommen, in eine Strafe von 1 Dncaten verfallen sein soll; 4.) soll es scharf verboten sein. in der Stadt über cine Fuhr Hen odcr Strch und auch dieses nur m sichern, Vehältnis anfznbcwahren, wie denn auch zu verbieten wäre, keine was immer Namen habende fencr-fangende Gcräthfchaften oder Holzwerk nntcr dem Dache anfznbewahren; 5.) die Herrschaften, Häi.fer. Stifte, Klöster, Seminarien. Gasthöse und andcrc vermögliche Hansinhaber (sollen) schnldig sein, sich jcder dcrcii mit einer odcr zwei mcssingcncn Handspritzcn nebst vier ledernen Wasser-cimcrn, dann einer «Poding anf einer Schlaiffcn» zn versehen; 0.) soll derjenige, der von dem ansgebrochencn Fcner nicht bei der Stadtwachc die Anzeige odcr auch sonst einen Lärm macht odcr sonst das Feuer gcflissent« lich vertuscht, uach Maßgabe seines Vermögens mit 14, 12 oder 3 Ducaten gestraft, die mittellosen Parteien aber anf ein Vierteljahr in das allhiesige Zuchthans und Arbeitshaus verschafft werden; 7.) soll in der Stadt mit drei, in der Vorstadt aber mit eincm Stadtschnss anf dem hiesigen Castell Zeichen gegeben werden; 8.) soll von dem Thurmwächter das Feuerzeichen mittelst Ansstecknng eines rothen Fahnen bei Tag und zwei Lichtern in der Laterne zur Nachtzeit gegeben, beide diese Feuerzeichen aber jedesmal auf jene Seite gestellt werden, wo das Feuer ausgekommen; 9.) sollen die Bäckermeister gehalten sein, ihre Gesellen nnd Jungen zur Abholung nnd Uebertragung der Leitern bei der Nrotkammer lWcbcr'sckM Haus) und in der Roscngassc. bei dem Vicedomthor (Bnrg) aber die Nindergcscllen nnd Jungen zu übertragen verbunden scin; 10.) sollen bei cntstchender Feuersbrnnst die Rauchfangkehrel-, Maurer, Steinhaner und Zimmerleute nnd alle in Feiler arbeitenden Profcssionisten, als da sind: Schlosser. Sporer. Klampf.ier und Hnffchmiede, vorzüglich mit den respectivcn Instruments zn erscheinen und bei anscheinender Verbreitung des Fcncrs sogleich die nächst daran stoßenden Bedachungen abzubrechen gehaltcn; N.) wird den Sessclträgern obliegen, die auf dem Rathhausc bcfindlichcn Fenereimer. nnd zw" F"^ ,.' schleunigung anf ciner Stange an Ort und Mwc zn ^'^) follen dic Fuhrleute und ^aupt alle Laibacher Zeitung Nr. 61 502 16. März 1886. im Principe für eine Beschickung des Gesundheitsrathes ausgesprochen hatte, wurden Dr. Kapler und Tr. Vale nta wiedergewählt, und zwar letzterer gegen seinen Willen trotz abermaliger ausdrücklicher Erklärung seiner unbedingten Nichtannahme. 3.) Hierauf beantragte Regierungsrath Dr. Vale nta, der vom VI. österreichischen Nerzte-Vereinstage beschlossenen Aenderung des H 4 der Verbandsstatuten, dahin zielend, dass jeder Verein einen und Vereine mit mehr als 50 Mitglieder für je 50 Mitglieder je einen Delegierten zum Aerzte-Vereinstage zu wählen haben, wobei eine 25 überschreitende Zahl als volle 50 angenommen wird, beizupflichten. Geschieht einhellig. Zum Schlüsse stellte Primarius Dr. Fux einen Kranken vor, der bei einer Rauferei eine schwere Kopfverletzung erlitten hatte, bei welcher nicht allein das Scheitelbein eingedrückt wurde und dessen Splitter in das Gehirn drangen, sondern auch ein Zweig der mittleren Gehirnschlagader verletzt wurde, wodurch eine lebensgefährliche Blutung entstand. Die Knochenwunde wurde mit Instrumenten (Trepanation) bis zur Größe eines Vierkreuzerstückes erweitert, mehrere Knochenfplitter herausgezogen und die Blutung aus der verletzten Schlagader gestillt. Die antiseptische Behandlung bewirkte die Heilung ohne Fieber. — Darauf besprach Dr. Fux die Symptome bei Kopfverletzungen und erklärte die Verschiedenheit der Symptome nach dem Sitze der Verletzung aus anatomisch-physiologischen Gründen. — (Vorlesung.) Der rühmlichst bekannte Dichter P. K. Rosegger hat, wie wir seinerzeit mitgetheilt, auf die ihm vom Turnrathe des Laibacher Deutschen Turnvereines gemachte Einladung in der uneigennützigsten Weise zugesagt, eine Vorlesung zugunsten desAnastasius-Grün-Denkmal-Fondes in Laibach zu halten. Dieser Einladung entsprechend, wird der Dichter Samstag den 10. April, als am Vorabende von A. Grüns achtzigstem Geburtstage, sein Versprechen einlösen, und findet also an diesem Tage abends 8 Uhr im landschaftlichen Redoul :'saale die Vorlesung statt, die hoffentlich nicht allein einei. künstlerischen, sondern auch einen bedeutenden materiellen Erfolg haben wird. Wie wir an anderer Stelle mittheilen, ist für den 10. April auch das Concert Grünfeld angekündigt. Die betreffenden Herren Arrangeure würden das Publicum gewiss zu Dank verpflichten, wenn sie entweder für die Vorlesung oder für das Concert einen anderen Tag bestimmten. — (Todesfall.) Samstag den 13. d. M. ist in Görz der Notariatscandidat Herr Johann Lavrencic aus Adelsberg im Alter von 29 Jahren gestorben. Der Verblichene war im vorigen Herbst nach Gürz übersiedelt, wo er im milden Klima eine Milderung seiner Leiden zu finden hoffte — leider vergeblich. Das Leichenbegängnis findet heute in Adelsberg statt. — (PersonalNachrichten.) Der Professor der Landwirtschaft und Wanderlehrer für das Küstenland, Herr A. Kr a mar, wurde zum Director der landwirtschaftlichen Schule in Görz ernannt. — Herr Georg Subic, welcher bekanntlich unser Landesmuseum «Rudolfinum» mit trefflichen Gemälden geschmückt, ist vorgestern nach Paris zurückgekehrt. — (Uneheliche Kinder.) Oesterreich hat nunmehr den traurigen Ruhm, unter allen Staaten die größte Zahl unehelicher Kinder aufzuweisen. Dieses Missver- zugeführte Fass 6 fl., für das zweite 4 fl., für das dritte 2 fl. zu empfangen haben; 13.) soll ein jeder von der Feuerbrunst in etwas entfernte Hausinhaber bei Strafe eines Ducaten in Gold eine Person mit einem Wasserschaff unverweilt abzuschicken verbunden sein; 14.) soll von den Kleinschiffsleuten (Tirnauern) ein Drittel nächst dem Feuer niit den Schiffen sich befinden, um den Leuten die Habschaften zu servieren und das Wasser zu schöpfen helfen, und zwar unentgeltlich, die andern zwei Drittel aber in das Mauth-Oberamt und Burg sich begeben, wo hingegen von den Groß« schiffsleuten zwei Drittel bei dem Feuer und ein Drittel aber in dem Oberamt und Burg zu erscheinen haben. Gleichermaßen hat sich die Hälfte der Fischer (Krakauer) in das Deutsche Haus als ihre Grundobrigkeit, die andere Hälfte aber zum Feuer zu verfügen; 15.) sollen die Salzmesser und Fasszieher verbunden sem. das Wasser aus den großen Spritzen zu trelben; 16.) sollen die gesammte, unter vorbenannte Zünfte Nicht einbegrlffene Bürgerschaft gleichmäßig verbunden sem, hilfreiche Hand zu bieten, da es ohnehin auf die Rettung der selbfteigenen Häuser uud Habschaften an-kommt; <" '"? ' 17.) wären die Geistlichen um die Eröffnung der Kirchen zu requirieren, um die Habschaften m die Sicherheit zu bringen, welche dann auch die Obsorge darüber zu tragen hätten; 18.) solle zur Bewachung der Stadtthore die Kirschner- und Weberzunft beordet werden, und im Ausbleibungsfalle ohne erhebliche Ursache mit einer Strafe von einem Ducaten in Gold belegt werden.' ' Stadtarchiv Fasc. 4. tSchluft folat.) hältnis ist jedoch nur scheinbar, da die statistischen Nach-wcisungen der anderen Länder auf verschiedener Basis beruhen. Anderwärts werden jene unehelichen Sprösslinge, welche nachträglich legitimiert werden (deren Zahl beträgt zum Beifpiel in Berlin über 20 Procent, in Paris 17 Procent) von der Gesammtzahl der Unehelichen abgerechnet, während bei uns bisher keine Rücksicht darauf genommen wurde. Das foll jetzt anders werden. Die betreffenden Behörden erhielten über Auftrag des t. k. Ministeriums des Innern die Weisung, der statistischen Centralcommission die Zahl der nachträglich legitimierten Kinder bekanntzugeben, welche Zahl sodann ebenfalls von der Gesammtzahl der unehelichen Geburten abgeschlagen wird. Dann dürfte gewiss auch das Gefammtbild ein anderes werden. Die bezüglichen Nachweifungen sind vom 1. Jänner l. I. an zusammenzustellen. — (Großer Brand.) Am !). d. M. brach in Seise nberg, Bezirk Nudolfswert, m der Fürst Auers « perg'schen Säge durch die Unvorsichtigkeit des Täge-knechtes Feuer aus, welches die Säge sammt der anstoßenden Mühle in kurzer Zeit total einäscherte. — (Nachklänge zur ersten Schwurgerichtssaison.) Unmittelbar vor der Schlussvcrhandlung gegen den Meuchelmörder Kralj faud beim hiesigen Schwurgerichtshofe die Verhandlung gegen den Straßenmeister Ianos und die Straßeneinräumer Otefe und Kaucic, alle drei aus Neumarktl, wegen Verbrechens der Amts« Veruntreuung statt. Die Angeklagten sind im Staatsstraßendienste ergraute Männer und zählen zu 30 bis 40 Dienstjahre. Das Facit der Anklage ist, dass die beiden Straßeneinräumer jahrelang für dic Tchneefchau-felung auf dem St. Annaberge (Loiblstraße) falsche Schichtlisten verfassten, welche der Straßenmeister Ianos bestätigte und die sodann ausgezahlt wurden. Zumeist sind bei den gefälschten Schichtenlisten nur die Vulgarnamen der Arbeiter und Arbeiterinnen angeführt. Die Gelder wurden bei der Auszahlung in Gegenwart des k, k, Ae-zirksingenieurs und des Gemcindevorstandes von seitens der Straßeneinräumer gedungenen Leuten, in vielen Fälleu auch von ihren erwachsenen Kindern übernommen und den Straßeneinrämnern retourniert, wobei die fremden Ueberuehmcr der Gelder mit einigen Scchserln entschädigt wurden. Das auf diese Art beschaffte Geld wurde unter dem Staßenmeister und den Straßcncinräumern getheilt. Durch diese verbrecherische Manipulation wurde dein k. k. Staatsärar ein Schade von nahezu 2000 fl. zugefügt. Es wurde eine große Anzahl von Zeugen veruommen und Zeugenaussagen verlesen, welche sämmtlich für die drei Angeklagten belastend lauteten. Die Geschwornen bejahten sämmtliche Schuldfragen, worauf der Gerichtshof den Straßenmeister IanoZ zu zwei, die Straßeneinräumer Stefe und Kavcic zu je achtzehn Monaten schweren Kerkers verurtheilte. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, 15. März. Handels mini st er Frei» Herr von Pino reichte wegen auch im Schoße des Ministeriums Hervorger ufe-ner Meinungsverschiedenheiten über die Verordnung des Handels ministers vom 26. Februar 1886, betreffend den Wirkungskreis des Postsparcassen-Amtes, seine Demission ein; deshalb wurde die für heute anberaumte Budget-Auöschusssitzung abgesagt. Ragusa, 15. März. Erzherzog Ludwig Victor ist mit dem Statthalter FML. Baron Eornaro und Suite mit dem Kriegsdampfer «Trieft» in Lacroma angekommen. Trient, 15. März. Heute nachts ist hier der k. k. Statthaltereirath und Leiter der Bezirkshauptmann-fchaft in Trient, Herr Franz Ritter von Negri St. Pietro, im Alter von 50 Jahren verschieden. Vlldcn, 15. März. Gestern abends erschoss sich auf dem hiesigen Bahnhofe ein junger Mann, defsen Reisedocument auf den Namen des 22jährigen Riemergehilfen Alois Vidouz lautete. Wiesbaden, 15. März. In der vergangenen Nacht fand um 12 Uhr 28 Minuten ein heftiger Erdstoß statt. Constantinopel, 15. März. Das bulgarisch-türkische Uebereinkommen wurde uoch nicht unterzeichnet, da der Fürst von Bulgarien entgegen seinen früheren Erklärungen die Ernennung zum Generalgouverneur ohue Feststellung einer Frist für seine Wiederernennung verlangt. Newyorl, 15. März. Meldungen zufolge collidierte der Cunard-Dampfer «Oregon» mit einem Schooner, wurde gänzlich verlassen und sank bald darauf. Die an Bord des norddeutschen Lloyddamftfers «Fulda» befindlichen Passagiere uud Mannschaften siud mehr als 800 an der Zahl. Die «Fulda» ist gestern um 4 Uhr nachmittags in Newyork eingetroffen. landschaftliches Theater. Heute (ungerader Tag) zum Benefiz des Schauspielers Josef Spsinz: Wild sen er. Dramatisches Gedicht in b Neten von Friedrich Halm, Volkswirtschaftliches. Ausweis über den , 5. « Geschiiftsstmid der k. k. priv. wechselseitigen Vrandschadw Versicherungsanstalt in Graz mit 31. Jänner 1886. I. Gcbäude.Abtheilung: 92 522 Thcilnchmci, 215318Gebä>M, 123 585 080 fl, Versicherungswert. ^, _«,« II. Mobiliar.Abtheilung: 12381 Versicherungsscheine, 29 M" 45K045 fl. Versicherungswert. «^n 111. SpicgelglaS»Abthcilung: 18« Versicherungsscheine, 48 b"< I' Versicherungswert. Kchädsn: I. Gebäude < Abtheilung : Zuerkannt in sieben SchadenM" 11555 st. 79 kr. Schadenvergütung, pendent für 3 <»H° denfälle 790 fl. Schadensumme. .,« II. Mobiliar.Abthcilung: Zuerkannt in 5 Schadenfällen 34-8tt lr. Schadenvergütung. „^,< III. Spiegelglas » Abtheilung : Zuerkannt in 2 Schaden^"" 21 fl. Schadenvergütung. Keservef«?«i> mit 31. Dezember 1885 : 132905« st. 42 lt. Graz im Februar 1886. (UW (Nachdruck wird nicht honoriert.) Angekommene Fremde. Am 14. März. . ^, Hotel Stadt Wien. Grooß, Kaufm., Paris. - Stein, A" bürg, Mendl. Rottenberg, Kauflte.. Wien. — Weber, K°Usn" Gmund. — Millonek. Privat, Villach. , ^. Hotel Elefant. Neumann, Trauner, Vreit, Kauflte., W"N- Pirler, Reis., und Sirl, Graz. . ^, Gasthof Tlidl'ahnhlls. Gravenlag, Privat, sammt Vruder^F"^. Verstorbene. ,,,„ Den 14. März. Gertraud Stefancii, KaischlerW'V 76 I., Ilovca 2. Lungenlähmung. — Josef Avi, Fialer, "^' Wienerstraße 16, Leberentartung. — Leopold Igel, Theater", quisitcur. 49 I„ Floriansgasse 25, gchrfiebcr. — Ernst «^. mann, Kaufmannssohn, 13'/, Monate. Nathhausplah 5, ^«" ssili« und Di'oncIlitjZ «suupo»»,, — Helena Petrit, ^^"'<, 82 I., Karlstädtcrstraße 7, Gehirnschlagfluss. — Johann H"° Bäcker, derzeit Zwängling, 22 I., Polanabamm 50, H"M^ Den I 5. März. Julius Malic, Schuhmachers'^' 2'/, Mon., Rosengafse 31, Zellgewebsvcreitcrung. Lottozichungen vom 13. März. Trieft: 47 tt2 72 70 39. Linz: 45 42 56 59 70.____- Meteorologische Beobachtungen in Laibach^ 1? U. Mg^ 732,40' — 2,6i'NO. schwach Mnee ^N. 15.2 . N. 729,06 1,4 NW. schwach Schnee A^ee 9 . Ab. 728,54 — 0,4 NW. schwach bewöllt ^, Vormittags Schnee, nachmittags mit Regen abw^^ Das Tagesmittel der Wärme —0,6°, um 3,6° unter dew male. _______^" Verantwortlicher Redacteur: I. Farbiger, schwarz- und weißseidener Atlas 75 kr. per Meter scndct in einzelnen Mobe» und Stllclen zollfrei in« Hau« da» ^«uficl fablil-Dcpot («. Hennebcra (l, mid l, Hoflieferant) ln Zilrl«. " , umgehend, Vcicse losten lv lr, Porto. Das Urtheil der Akademien, ^ss welche dein Malzextract-Erfinder und Fabrikanten N^. welche diesem Malzheilnahrungsmittel zuerkannt worv ..^en Dr. R. Siebner, Stadtarzt in Kopcczyricc, hat sich de" "^ B' dieser Societäten aus dem Ergebnis seiner Praxis ^ , ^zpM^ geschlossen und Gebrauch gemacht. Er sagt: «Ihre M"UP ^eisst, haben bei meiner brustkranken Frau sehr guten ^AA wof^ so dass sie sich jeht allgemein besser und kräftiger M'- ,ch b>e ich meinen besten Dank ausspreche. Gleichzeitig emple? ^ M, Johann Hoff'schen Malzpräpacate allen Vrustleidenoen^ ^ Sicbner, Stadtarzt. — «Amtlicher H e i l b e r i ch t- "' Ml" spitäler.Pirection :c. in Schleswig. Nei Trägheit d" »5 Afls der Uuterü'ibsorgane, bei chronischen Katarrhen, 9^ <,«!rli^ Verlust uud Abmagerung hat das Johann .hofs'sche ^""ß'Z ^ Gesundheitsbier als ein ausgezeichnetes Mittel a"°' ,^ni"'^ sich in allen beobachteten ssällen als ein sehr gern «"'" j e"l die heilsamen Wirlungen eines Nähr. und Stärkn>Hm. M haltendes Getränk erwiesen. Pirz, KriegsbeuollmactM ^M Gayersfeld, Major; Dr. Mayer, Rcgimentsarzt.» ^sccl'"' schließen sich die Verichte der Genesenen und ^onv"^^ aus Ungarn, die wir selbst sprechen lassen. KoM" ll "^a 30. Iäuner 1879. Da mir Ihr Johann HofsO? "el""s °"1 Gesundheitsbier sehr gut thut, ich spüre große Erlel^ ^.^run der Brust, und kann freier athmen, so bitte »ch, «"^ OrdoA folgt Bestellung nnd Dank). Laurcnz Appel, M^ ^gezeA scher Förster i. P.. - Trsztena in Ungarn. lünigl. Bczirlsrichter.. - Der Standpunkt °'eser H", ^b , schen Malzpräparate ist folgender: Filr den.^""^-6^ angenehme Genufsmittel, das MalzcxMct w,e o«e ^cH. lade. Für den Kranken dienen beide Präparate l,l" bluW^ nicht liebt, die Chocolade) zur Stärkung ^s K"^ ben^H, send, den Husten uud die Hämorrhoidcn bese'tlge''°' ^rstHc und die Vrnst kräftigend und die O'1"ndhe't w'"' ^cw'^H Der Kranke hat keine Ursache zum Besinnen, wo °° " ^H. Stimmen gesprochen haben. Haupt.Fabrils'.Oe»^ ^ Monarchie von Johann Hoff in Wien. Stadt, Ma" ^d strafte Nr. 8; für Ungarn: .Hauptgeschäft m «uo°P , ^l>) gaffe Nr. ?. 503 Course an der Wiener Börse vom 15. März 1886. Nach dm, oMellen C°urMatte Veld Ware Staats-Nnlehen. 3^ .--^--^^ ,°^7" «laatslose . . 100 „ 170-7517, 25. ll°»o n, ." . ' 20 „ IU9 75 170 25 r)^k!^G°lbientc, steuerfrei . li4co,l4 80 "ci-eri. Nottnicnlt. steuerfrei . 10180102 — UNg,Volb«n«t4°/, . . , .104 35 10450 " cl'?^""le 5°/„ .... 9570 U« 85 " ?!^""-'^Nl. l«0fl. ö.W.S. 153 25,58 75 " L"bahn.^nontätcn . . ioi50iu!l— « «laal«.Obl.(Ung.Ofibahn) i«? - ---"«!«", ll, V°N> I, 187« . 1102511075 til,ik w°"^'""l. kwofl. ö. W, 12175 ,22 2s. "'"V'»ieg..Lose 4°/« IU0 sl. . . l»4ü0l«5-- «tundentl.. Obligationen Ml ,00 fi «,.Ki,) Gelb Ware 5°/, Temcs« Vanat . . . , I04'75i05-5o 5"^ ungarische......104 7510500 Andere öffentl. Nnlehen. Donau Ncg.'Losc 5"/n 1"» sl. . 11« 75117 25 dlo. Anleihe ,«78, ficucrsrcl . 105— — — Nnlchcn d. Stablgemcinbt Wien 10475105^ Äülchcn d, Sladtgcmcindc Wien (Sllbei und Gold) . , . . —'— —-^ Plämiln.ilnl, d, Sladtgem. Wie» 1»2 75126'»b Pfandbriefe (für loo si.) Vodrncr. aUg.öfieir.4>/,"/»GoIt>. ILN 751L7 lli dlo. in üu „ „ 4>/, °/n 101 — 101-5u dto. in 50 „ „ 4"/„ . 98 75 »7 25 bto. Plämicn'Echulbverschl.»«/» 100 - IUU-25 Ocfl, Hyprtbclcnbanl >oj. 5'/,°/o ll»li 50 —-- Oefi.-ung. Banl verl. b°/n . . K'0 5o i0i-«n dlo. „ 4'/,°/° . I02 50IU!i80 dto, „ 4°/« . . 98-80 99 30 Ung. alla. Vobenclcbil'Äcticnges. in Pest in I. I8«9 Vc,l. 5>/,°/n 10140101?« PrioritätS.Obligationen (fill 100 fi,) Elisabeth. A'cslbahn I, Emisfinn ll»50 — — HerdmandS-Noldbahn in ^,Ibel 108-2^>10» 75, ftrcxi^^oscl^ahn.....z»5-8l, US-2C Oalizischc «a,I >Lubw,g» Vahn 1l,!'L5 ü 5"/n..... 130—1Ü05N Un«,»galiz. Vahn..... io« ^5102 75 Diverfe Lose (Pci Stück). Lrcdillose 100 fi...... ,79 75i»oz!5> Clary-^'osc 40 st...... 44-50 —-^ 4"/i, DonaU'Dampssch. lOü fl. . 1185011» 7l> i!a!bl>chrrPiÄm«en.Nnleh,»N fl. «2— lL'2s> Oscncr Lose 40 fl.....4»--------'»- Palssy kose 40 fi..... 41 75 4»25 Molhcn «reuz. «st. Gcs.v. ,0fl. 14 15 14 40 Mudrl^l'rlc 1U ss..... 20 l5 20?l» Salm^'ose 4N fl...... 50 — 5« 50 St.°Gl,'»oi«»l!osc 40 sl. . . . L4 00 55 ^ Waldstein-^'ose l<» fl. ... 83--------^ Windischgiäh.z.'osc 20 fl, . . 44 — « - »anl.Nctien (per Slücl). Nnglo-Oeftcll, Nanl 200 fl. , il7-f,o 118 — Vanlvciein, Wicnei, 100 fl. , ili-ß0iii-nn Bdncl.'?Ii!st.,Ocft.l!00sl.S 4«"/n «40-50241 25, <ärd!,.?lnsl. f, Ha»b,u,G. luofl, 'ünz-10 30« 4l> Eieditbonl, AXn, Ung, 2W fl. . ü0« —!»»» I>0 Tcprsilendanl, Äl!ss,2N0 fl. . 19z-—!l»3 — L«c°mv!c.Gcs,,Nicdciöst,50<)fl, z»«-—5«4 — Hypolhclcnb., öst ü0ujl. 25"/n«. «8- — ^ i'ändcib,, öst. ^00ll.G,50n/, E, ,i«-—il«25 Ocstcll.Ung. Banl .... 879—«z,-— Nnionbanl 100 fl..... ?g —^ ?«-25> Beilchrel'anl, «lllg, 140 fl. . Ib« 2L 156 ?b Velb U«e Nctien von Transport» Unternehmungen. (pci Stück), Albrechl>Nahn 20« fl, Silber . —'--------— Alsrld ssium-Bahn 20<» fl. SNb. ll'4—19»-25 «ufsiss-Tcpl. Eiscnb, 200sl,2M,------------— Vohm, Nordbab» i5u fl, . , i»,-—,«4 — Wcstbal»! 2«0 fl, . . . 271—hn 2uo fl, TM. . »4? 50 248 — „ K'inz-Vudweis 200 fl, . 218-. ül« 25 „ Sl»b.°T>l.tlI. s.o!2>« 75, ssiinflirchen«0arcscr.!'- «1,-25 Oraz ilöslachc» i?8 «5,7» 75, blo. (!!l,Il) 200 sl, Silber . I«7 5o lf>» -PragDüfer scnb, 150 fl. Silb. j 3,^ 1,^. Murols'^ali» 200 sl. Silber , i«2-50>i'.!» — Sicbcnb?lit Nordd.Verb,x^.200fl.s!«ahn 200 fl, ö, w. . .252—253 — Illimwlly Ges,, Wr. I70fl, ö. W. »0« — 20«50 „ Wr,, neu 100 fl, il, — Hl 50 Iranspori-Gcscllschaft 100 fl, , — — 55 — Ung.'ssaliz. Eisenb, 200 fl, Silber 184—184 25 Ung, Nolboftbahn 200 fl. Silber,»:, —181 50 Ung,Westb,(Maab«Wraz)20Ufl,S. ,7»ii0l?9-— Induftrie«Actien (per Stllü). Egybi und Kindberg. «tisen» und Stahl-3nd, in Wien iuo sl, . —-— — — 2isenbabnw,-i!cihg. ', 80 sl, 40"/« —---------— „Llbemilbl", Papiers, u, V.-V- »800 «» — Äilontan'Gcsellsch., dflerr.»alpine 2»L<> 30 — Präger «tisen^^ib.Ges, 200 »l. .16925170 20 Calaolaii, «tiscnraff. 100 fl. . 8Y— 8? — Wafscns,.O„ Ocft, in W. 100 fl. ib«-—159 — Irisailer »ohlenw-Ges, 70 fl. . —---------— Devisen. Deutsche Plätze......«,,55 «1 70 London.........,25-70125 85 Pari» .........4«'.<7, 5»00 2> Petersburg .......__-__ —-— Valnten. Ducaten........5 l»l ü 94 2U°Francs'Stl!ckc.....l»»9 10 — Silber.........—-— — — Deutsche Meichsbanlnolen , «l 5ü ei «5