LmlmcherMMtung. 25^ ^ »F^ Prilnumcrationsprci«: Im Comptoilganzj. 3/lt* »4^» N-^ !)'.'..'!. N. 5.Z». Flir bieZilil^llung in« Han« ^»^^ ^^" hu>bi.,'.l>tl. Mitt!l:iPost^.>l!,i.N. lü, s^lbj-N. ^.20. Montag, 5. Juli Insert lonsgebühr bi« !0 feilen: lmaisolr., -«^4?^ llm.«<^tr., »m.i fi.llrnft pi.Zeile lm.«lr.,«l,!.»lr.. D^NlD »m.i0lv. u. s. w. Iu<>!r:!0!l«Nemp«l l.".'.«>„. >1i< li. ^.»^ W^ Amtlicher Theil. Verordnung dcs Zusthminillcriums vom 30. Zum 18«9 betreffend die Errichtung der Bezirksgerichte Scnosctsch und Luudstl-aß in Kram. Auf Grund dcs ß 2 dcs Gesetzes umn I I. Imn 1808. N. G. Vl. Z. 5'.», wiid in dcm Sprengel des Laoocsgerichlcs Laibaä) und dcs 1lntc,snchnngsgcrichlcs AdclSbcrg das BcziikSgcricht Scnosctsch nnd in jcncin dcS Kicis-, nicksichllich Untclsnchnügsgcrichtcs 9ü>dolsswcr!h das BczirkSgcricht Landstraß mit dcn lllcichnamigen AmlSsitzcn und mit dcm durch dic Miüi-stcrialvclorduung vom 4. Fcbrnar 1854, N, G. Bl. Z 34, tnüdgcmachtcn GcbiclSnmf^ngc errichtet. Dcr Beginn der Amlölviitsalnieit dicscr Bezirks, gcrichtc wird nachträglich dckannt gemacht werden. Herbst m. p. Dcr Ministerpräsident h^t cinc bci dcm ihm nntcr-stehenden k. k. Ministcrinm für Landcsvctthcil'igllng nnd öffentliche Sicherheit erledigte Miinstcrialconcipistci'stlllc dcm k. k. Hauptmannc in dcr Armee und Commandan tcn dcr LandcSschützcncolupaguie der Stlidt Iniisbrnck Dr. dcr Ncchtc Edu.nd von An der Lan vcrlichcn. Dcr Minister des Innern hat dcn Bczirkshanpt-Mann zwciier Classe Johann Edlen uon Wurmser znm Vcziilehanptmann cistcr Classe und dcn Ministc-rialconcipistcn i>n Ministerinn! des Innern Moriz Frci Herrn Kr n china uon Schwanbcrg zlim Bezirks hauptmann zweiter Classe in Steicrmait ernannt. Dcr Minister für Cultus und Unterricht hat den Dberrcalschnlprofcssor Theodor Vcrnalekcn in Wicn znm provisorischen Bczntsschlilinspcctor für dcn Bczül Groß Enzersdorf ernannt. Nichtaintlicher Theil. Eine sranMschc Slimmc ülicr dic Preß-ftcihcit in Ocftrrrcich. Der Pariser „Si(!clc" widmet der Prcßfrcihcit in Oesterreich cincn Artikel, dcm wir in Folgendem einige Hauptstcllcn cntnchmcn: Seltsames Geschick! wcr hätte uns gesagt, daß cin Tag kommen würde, an dcm das Frankreich von 178!>, Von 1830, von 1848 so tief gesnnkcn wäre, cincn neidischen Blick auf Oesterreich nnd seine Freiheiten wcrscn zu müssen! Wir standee an dcr Spitze der frcicn Völker, als Oesterreich noch das gelobte Land des Absolutismlis, das Hauptquartier dcr clcricalcn Intriguen war, nnd heute, da wir eben die täglichen Verurteilung,,'!, verzeichnen, welche uuscrc Strafgerichte über zahlreiche Schriftsteller vcrhängcn, dringt nnö dic „Wiener Zci-tuug" die ^islc der 40 crstcu Geschwornen, welche lraft des ncncn und so liberalen, vom Ncichsralh vutirtcn Gesetzes über Prcßvcrgchcn erkennen sollen! Oesterreich hat die I»ry und wir stehen noch bei dcr Zuchtpolizci. Dies eine Wort sagt, wic vicl Terrain wir verloren haben. Eine zweite Thatsache ist noch bezeichnender. Welses ist dcr Angeklagte, welcher zuerst vor dicscr Imy ^scheinen wird? Ist cs ein Republikaner, dcr sich dc> ^ufreizmia, znm Haß nnd znr Vciachtnng der öslcrrci-"1'schcn Itcgicrnng schuldig gemacht hat? Ist es ei» unvorsichtiger Journalist, dcr angeklagt wird, dnrch fal->che Nachrichten dic öffentliche Rnhc gestört zu haben? vicin, cs ist ein Prälat, Mgr. Rudigier, ^ Bischof uon ^nz, welcher in einigen Tagen vor zwölf chrcnwcrthcn "ürgcrn seiner Bisckosstadt nntcr dcr Anklage crschcincn wird, die Vürgcr znm Haß gegeneinander nnd zum Nn-Nchorsa.n gegen die Gesetze aufgereizt zu habcu. Ä^au ^ mlbc nun nicht etwa, daß dicscv Prälat, welcher cinc ^lrt lion österreichischem Dnpanloup ist, die Fahuc dcs "u Nandcs aufgepflanzt nnd die Vürgcr in dcr Straße aufgeht hat. " s„.>,^.'^"'^°'''^ ^°"^"U irrt sich. Nicht Bischof Nüdiqi«'. b'"U 's am ^,). u, M, dcr Elsic !u,ss,li ciurs Prchun^h.»^ » ftcldlllch dor dic Gcschworin-ü gcs!l.lll worden. Lr wnrdc freigesprochen, ^ Ncin, er wird sich vor dcr Jury wcgcn cincs Prcß-, ucrgehcnel zu verantworten haben, wcgcn cincs etwas zu ^ lebhaften Hirtenbriefes, in welchem die ncncn liberalen ^ Cimichtniigcn Oesterreichs arg mitgenommen und die ^ freisinnigen Männer mit HcstigtVit der Verachtung und! dcm Haß der Clericalcn überantwortet werden. In Frankreich gibt cS wenig Prälaten, welche sich nicht hüten, dicsc', klcinc Sündc sich zu Schulden kommen zn lassen; aber' welchen ^ärm würde mau uicht in unserem ^ande der, Gleichheit erheben, wenn cin Bischof, wic ein einfacher! Schriftsteller, wcgcn Prcßuergchenö verfolgt wnrdc? Wo ist der Präfcct, der nicht währcnd dcr Wahlperiode in seinen Aufrufen Achnlichco begangen hat, wic das, was man dcm Bischof uon ^in; vorwirft? Abcr uusere Prä-fecteu haben als Blitzableiter dcn Artikel 75) dcr Verfassung vom Jahre VIli. Dic ganze libcralc Presse hat mit Begeisterung das ncne Gesetz begrüßt, wclchcs dic Preßfrcihcit in Oesterreich heiligt. Die Schriftsteller wcrdcn sich nur wcgcn ihrer Acte nnd nicht wcgcn ihrcr Meinungen oder Tendenzen, welche die nnverlelichc Domäne des Gewissens sind, vor ihren Mitbürgern zn verantworten haben. Es verdient anch hervorgehoben zn wcrdcn, daß das österrcichischc Niini-stcrinm nntcr scincn cinflnßrcichcn Älitgliedcrn mchrcrc Schrifsteller zählt, welche, bevor sie znr Macht gelangten, von den so lange dcr freien Knndgcbnng des Gedankens gelegten Hindernissen zn leiden halten. Dic Herren hatten die gntc Ii?cc, ihrc Vergangenheit nicht zu vcrleugucu, und das üble Bcisvicl so uic-lcr Äiänncr, wclchc dic Presse aroß gcmacht hat »nd dic cs ihr dann mit dcm schwärzesten Undank lohnten, nicht nachzuahmen. Wic viele solcher Undankbarer könnten wir nennen, dic mchr oder wcnigcr berühmt, mchr oder weniger mächtig geworden sind! Und so sind wir denn, wir Franzosen, wir Söhne von 178l), von Oesterreich ins Schlcpplan gcnommcu worden! Wchcrgcnojjcnschllstcn. Das Allcrhöchstsanctionirte Gesetz vom 30. Mai 186!>, bctrcffcnd dic dcr Ncichsgcsctzgcbnng vorbchaltcncn Bcstimmnngcn dcs Wasscrrcchtcs, rcscrvirt nach einer allgemeinen Feststellung über die Bildnna von Wasscr-gcnofscnschaften bchnfs Schntz- und Ncgnlirunqsbantcn, Ent- und VcwässcrnngSlNilagen dcr Landcögcsetzgcbung die weitere Ncgclnng dcr so wichtigen Institution der Wasscrgcnosscnschaftcn. Der Gesci.-cntwurf über Benützung, Vcitnng und Abwehr dcr Gcwässer, dcr dic Landtage beschäftigen wird, verpflichtet nnn, wenn zn Untcrnch-innngcn von Cntwässcrnngs- oder BcwäsfcrungSanlagcn zwei Drittthcilc odcr von Schntz- uud iltcgnlirnngS-bantcn mchr als die Hälftc dcr Bcthciligtcn znr Bil-dnng cincr Genossenschaft zngcstimmt habcn, die Eigenthümer dcr minderen Grnndfläche bcizntrctcn, sofern die Anlage von nnzwcifclhaflcm Nntzcn ist uud ohuc Ausdehnung auf dic Grundstücke dcr Minderheit nicht zweckmäßig ausgeführt wcrdcn kann. Die zur Bildnis solcher Genossenschaften erforderliche Stiinmcnmch'hcit wird bei Unternehmungen von Entwässerung^- uud BewässcrnngSarbciten nach dcr Größe dcr bcthciligleu Grundfiächcn, vci Schntz- nnd Ncgnlirnngebaulcn nach dem Wcrthc dcS zn schützcndcll CigcnthnmS berechnet. Dic Genossen wählen znr Bcsorgnng der Genosscn-schaftSangclcgcnhcitcn a»s ihrcr Mitte cincn Ansswuß oder bci gcriugcr An;ahl von Mitgliedern cincn Gc-schäftsführrr. Der AnSschnß wählt ans feiner Mitte dnrch relative, nach Köpfen zn berechnende Stimmenmehrheit dcn Obmann, welcher fo wic dcr Geschäftsführer, die Gc^ nossenschnft nach außen zu vertreten l,at. der politischen Behörde anzuzeigen nnd im Wasserbuche ciuzutragcu ist. Dic Gciwsscnschast hat auf gleiche Weisc sowohl dic ans das Unternehmen bezüglichen Rechte und Pflichten ihrcr Mitglieder, als auch ihrc innere Verwaltung durch Satznngcu (Stalutcu) zn rcgcln. wclchc so wic jedc Aenderung derselben zur Kcuutnißnahme dcr politischen Behörde zn bringen sind. Die Genossenschaft ist verpflichtet, benachbarte Grnnd-stückc auf Verlangen dcs Eigenthümcrö gcgcn verhält-nißinäßigcn Beitrag zu dcn Hcrstcllnngs- und Untcr-haltnngskoslcn nachträglich in ihrcn Vclbaud aufzuuch-meu, wenn: n, für diese Grundstücke dic Entwässcrnng oder Bc- wässcrung, bczichuugSwcise dcr Schutz- und Ncgn- liruugsbau, auf diese Wcise am zweckmäßigsten erzielt wird nnd d. die vorhandene Anlage odcr dcr geführte Bau ohne Nachtheil der bisherigen Thcilnchmcr znr Bcfrieoi-gnng dcS gcmcinsaincn Bedürfnisses hinreicht. Ist die Anfnahmc cincs benachbarten Grundstückes in dcn Gcnosscnschaft^vcrband blos mittelst besonderer Einrichtungen odcr Abändcrnngen dcr Anlage odcr dcs Bancs möglich, so hat dcr Aufznnchmcndc überdies die ganzen Kosten dcr ncncn Einrichtung zu tragen. Aug dm ungarischen Landtag. Die Gcucraldebalte über dic Inslizvorlaac im ungarischen Landtag zieht sich unabsehbar in dic Länge. Dic Ncdner der Linken machen riesige Ansttcna/macn dcn clswi H>,cb an dic Wurzel ihrcr Mucht, als was dic in der Vorlage inttndirtc Sänbcinug der Gerichts» stnbcn uom ComitatSadcl angesehen werde», lan», abzu« wchrcn. Ebenso schickt die Dcak Pailei ihrr bcstcn Männcr in'S Trcffcn, um mit der Logik Macht nnd wissenschafllichm Av^nmcnlcn die Gcgncr zn überzeuaen. Nlin ist dic,' allerdings die am wcxigstcn wirksame Waffe. Gegnern gcacnnbcr, wclche den Hlml) habe», angesichts dcr Well die ungarische Com tatsnmthschaft, dic ungarische Instiz nicht nur in Sctmtz zn nehmen, sondcrn «cradczu als vorticfflich zu vc^cichncn. DeS-halb scheinen uns anch die w,ss.'i>schafl>ichcn Dednctio« »cn ficic, nn.>eschlniuktc Wah,hcilcn, wclchc i» dcr ge> strigen Siyung P^uil Hoffman», wcn» wir nicht irren, Ploicsso,- an dcr Ofncr Akademie, dcn Comitutiäugten Anszng dcr Ncdc Hoffmann's folgen, dcrcn einzelne Sätze wie Kcnlcnschlägc ciuf dic Gegner dcr Iustizomlagc niederfielen. Hoffinann sagte nnter Andcrcin: „Es sci sonderbar, daß dic Comitatc, während sie auf dcr einen Scitc Gegenstand gicnzcnloscr Bcwundc« rung nud Licbc sind, glcichsam als dic Qninlesscnz allcr Vorzüge dcö Vcrfass»»gSlevc!>S betrachtet werden, anf dcr aodlrn Scilc Gegenstand cbcnso aioßcr Vcr-achtnna, sind. Dic Ursache ist trotzdem schr einfach; beide Theile betrachten das Coinilat schr einseitig; die Cincn, die Bcwnndcre.', sehen in ihm nur das ehemalige Bollwerk dcr unzarischen Vcrfasfnng, die Anderen, dic Tadlcr, »nr dic Admimstrativbchördc und als solche sei dcuu in dcr That das Coniitot höchst miscsabel. Diejenigen abcr, dic hcule noch dic Comüatc als Boll-wcrtc dcr Verfassung bctrachlcn, nnd in diese, nicht in den Parlamentarismus dcn Schwcipunkt dcr Constitution verlcgcu wollcu, scicu eincm Maune zn vergleichen, dcr hclitc nrch dein Dampfschiffe nnd dcm Dampstua-gc» gegenüber scin licbcS altcS Lcitclwägclchcn in dcn Himmel cihcbc nnd von dcn clstgcnannlcu Err»ugcu-schaftl-u dcr Neuzeit nichts wissen wolle. Man mnß dcn Comitatcn jene Fuuctioncn nchnieu, die nicht für sic gchöic», dann wcrden sir anch als Administtativ< bchöldcn ihicr Aufgabe gewachsen scin. „Man fragc, was denn dann mit dcn bisherigen Stnhlrichtcrn zn gcschehcn habc, und er künue sich der Ansicht nicht verschließen, daß in dicscr Fragc. in diescr Sorgfalt für dic allcn Stuhlrichtcr dcr Augclpunkt dcs gegenwärtigen StrcitcS licgc. (Zustimmung auf der Ncchtcu, Widerspruch auf dcr Linken.) Was mit den bisherigen Stnhlrichtcrn geschehen werde? Nnn, man werde sie gan; einfach fichtcn nnd die untauglichen — infofcrn sind die Besorgnisse dcr Lintcn richtig — werde man ohne Gnade nnd Barmhcrzigkcit wcgjagcu. (Beifall rechts, Uuruhe liuks.) Und das Volk wcrde froh sein, diese unfähigen, nichtsnutzigen Blutsauger, diese Crcaturcu dcS Nepotismus vom Nacken zu habcn. Es ist uclgcbcnS, daß man im Lande bcttcln geht, um Petitionen gcgcn daS vorliegende Gesetz zusammcnznbringcn; das Volk hat kein Interesse an dcr Aufrcchthaltnna. der Nichtcrwahlcn (mit crhobcncr Stimme) ein Interesse an dcr Anfrcchthaltnna. habcn nur jene, die im Comitate allc Acmtcr, allc Würden zn ihrem Patrimonium machcn, nnd dicsc sind cs. die uns hcnte cine Reaction hervorrufen, dcrcn Zwcck eS ist, uns um 25 Jahre zurückzuwerfen. (Ungeheure Aufrcguug auf dcr Linkcn.) „Dic Linke spricht immer von den Nichtcrwahlcn dnrch das Volk; cs ist dies cinc schmähliche Spiegelfechterei ; wo uud wauu hat dcun das Volk die Stuhl-richtcv gewählt, die Comitats-AuSschüfsc sind cS, welche allc Beamten dcs ComitalS, also anch dic Stnhlrichtcr wählen. Und worans bcstchcn denn dicsc Comitats-AuS-schüsse? Aus den Vettern und gnten Frenndcn der Be- 1122 amten. Und diese Comitats-AuSschüsse solle» Vertrauens würdiger sein als der parlamentarische Iuslizminister? Hat denn der Iustizminister irgend ein Interesse daran, ob Peter oder Paul hier oder dort Stnhlrichter wird, wie es der Comitals-Oligarch allerdings hat? Und der Iustizministcr, sollte er wirklich einmal so corrumpirt werden, wie es die Comitatswirthschaft bereits thatsächlich ist, kann znm mindesten von uns znr Verantwortung gezogen wcrdcn; wein abcr sind dic Eomitats-Oli-garchcn verantwortlich? Einige von der Lintcn glaubcu, daß es dnrch die von ihnen vorgeschlagenen kleinen nnd kleinlichen Äiittclchcu möglich sein wcrdc, die Eomitatc zu zwingen, nnr gebildete Juristen zn Richtern zn wählen. In der Theorie lasse sich darüber streiten, die Praxis aber habe längst ihr Urtheil gefällt, denn die Comitate haben daö Land mit einem Bastard-Richtcrstandc bc-schcnkt, über den jeder ehrliche Patriot crrötheu mnssc." (Redner schließt unter stüriuischcn Eljcnrufcu dcr Majorität.) Ein Pricstcr übcr ein ultramontancs Ilatl. In Linz erscheint das ultramontane „Winzer Voltsblatt" unter der Redaction eines gewissen Michael Dörr, Chor-Herrn des Stiftes in St. Florian, Seit einiger Zeit schon war in der liberalen „Linzer Tagespost" die stereotype Anfrage zn lesen: „Gibt das als Stätte der Bildung und Wissenschaft hochgeachtete Chorherrenstift St. Florian uoch immer zu, daß Herr Michael Dörr die Würde des Stiftes so ausfallend verletze?" Als Antwort nun ans diese An-frage ist folgendes „Eingesendet" in der „Linzer Zeitung" aufzufassen : „Der Unterzeichnete hat zwar lein Mandat, er weih aber, daß er mit seiner Ansicht uicht allein steht, ja er glaubt sich znr lieber Zeugung berechtiget, daß der besonnene Theil des obcrösterreichischcu Elcrus überhaupt ihm beistimme, we.m er erklärt: 1. Das „Linzer Voltsblatt" vertritt die Il.teresseu, denen zn dienen es bestimmt ist, nicht in würdiger Weise. Es ergeht sich uicht selten in gemeinen Schim-psereien und Schmähnngen, theils gegen die liberale Partei überhaupt, theils aber und ganz besonders hänfig in persönlichen Injnrien, und überschreitet darin alles Maß des An-standcs. Es ist keine noble Kampfweise, den Gegner auf einem Boden anzugreifen, auf dem der Angegriffeuc nicht folgen kaun; einer mißliebigen Sache sind sachliche Gründe entgegcnznstellen, nicht persönliche Beschimpfungen, mit deren Bezahlung in gleicher Müuzc sich uicht jedermann beschmutzen kann und will und dic einem Blatte entschieden den Charakter eines Schandblattes ausdrücken. Die Ehre des Nächsten ist ein Gut, nicht geriuger als Leben nnd Besitz. (5s gibt Verletzuugcn dieses Gutes, welche zwar von keinem Nich-tercollcgium abgeurtheilt, um so strenger aber von der guten Gesellschaft als ruh uud taclloö beurtheilt warden. Wie mit guter Gesellschaft, so sind solche Verletzungen der Ehre des Nächsten auch mit der christlichen Moral unverträglich, wenn auderö für die katholische Partei-Journalistik nicht vielleicht andere, als die allgemeinen Prinzipien der Moral gelten, etwa der Grundsatz: der Zweck heiligt die Mittel, oder: Gegnern gegenüber ist alles erlaubt. — 2. Das „Voltsblatt" wirkt iu ciuer Beziehung positiv schädlich. Die conlinuirlich uud systematisch fortgesetzten Schmähungen (statt populärer, daö Volt wirtlich aufklärender Artikel), die cousccmcntc dick aufgetragene Schwarzmalerei dcr Gegenpartei (fo daß die Gegner famml und sonders schier als elendigliche Lumpe crscheiucn), ferner die Vermengung vou Wesentlichem uud Nichlweseutlichem, indem die Grenzen beider, und damit die Grenzen der Möglichkeit eines friedlichen Verhältnisses nach vagen Gefühlen, nicht nach unerschütterlichen Principien abgesteckt werden, All' dies ist ganz geeignet, bei uusclbstäudigcu Geistern (deren es stets und überall viele gibt) den Geist des Fanatismus zu wecken, eines Geistes, der den davon Erfüllten mit einem gewissen cannibalischcn Behagen durch-bcbt, wem, er vom Dreinschlagcn, erbarmungslosen Drcin-fchlagen auf den Gegucr auch nur hört. Fanatismus be« wirkt nicht geistige uud sittliche Hebung, sondern Verrohung des Volts. — Möge also daö „Volksblatt" von seinem ihm täglich anklebenden Schmutz und Scandal sich reinigen, und möge es im echt christlichen Geiste der Humanität und des Friedens wirken. Dies ist, so hoffe ich zuversichtlich, nicht blos mein Wunsch, foudcru der Wunsch der Mehrzahl des obcrösterrcichischcn Clcrus, der durch beharrliches Schweigen znm gegeuwärtigcn Treiben des „Voltsblattes" gewiß nicht den Schein auf sich ziehen will, als billige er eine den Gesetzen des Anstandes uud der Mäßignng Hohn fprechcudc Halluug dcsselbeu. St. Florian, .W. Juni 18C9. Johann Lorenz, regnlirter Chorherr und Professor." Gras DlNlirk on »etiM«. Einem am 1. d. M. eingelangten Berliner Telegramm zufolge enthält dcr preußische „Staatsanzcigcr" den königlichen Erlaß, dnrch welchen Graf Bismarck vom Präsidium des Staatsministcriums interimistisch enthoben wird. Die Motive dieses Erlasses finden fich in dem nachstehenden Artikel dcr halbofficicllcn „Provinzial-Corresp." : „Der Ministerpräsident Graf Bismarck, dessen Gcsnndhcit in Folge der überaus großen Anstrengungen, denen er sich im Dienste des Königs und des Landes unterzogen hatte, im Jahre 1860 bekanntlich einc schwere Erschütterung erfuhr, hat seitdem zwar mehrfach in ländlicher Zurückgczogcuhcit Erfrischnng nud Stärkung gesucht, bisher jedoch niemals in so nachhaltiger Weise, um sich für die dauernde Erfüllung der umfassenden Aufgaben seines vielseitigen Berufs wieder in vollem Maße zn kräftigen. Nachdem der Ministerpräsident, anch im vorigen Herbste von seinem Urlaube ohne die gchofftc gänzliche Wiederherstellung zn den Staatsgeschästcn zurückgekehrt war, ist seine Kraft in dem jüngst verflossenen Winter und Frühjahr durch die unausgesetzten Arbeiten und Anstrengungen dcr ans einander folgenden parlamentarischen Sessionen aufs neue erheblich in Auspmch genommen worden. In nnnmgänglicher Rücksichtnahme auf seine Gcsnndhcit hat Graf Bismarck sich bereits in letzter Zeit! mehr, als seinen Neigungen und Wünschen entsprach, von dcr Theilnahme an politischen Verhandlungen fern gchaltcu; doch liegt die Bcsurgniß nahe, daß eine Fort-sctzuug dcr ungewöhnlichen Austrcuguugcn, welche die gleichseitige Wahrnehmung der verschiedenen Stellungen i des hohen Slaatemanncs an dcr Spitze des preußischen Staatsnilnistcriums, dcr Verwaltung des norddeutschen Bundes nnd des Zollbnndcs mit sich führt, dic Kraft nnd Gesundheit desselben von neuem ernstlich gefährden töuute. Um dem vorzubeugen, liegt es in dein Wnnschc des Grasen Bismcnck, sich in dcr Erfüllung seines hohcn Berufes bis auf weiteres so wcit Erlcichtcrung zn verschaffen, als es daö Stalitsiutercssc irgend thunlich macht. Demgemäß dürfte dcrselbc für die nächste Zeit und bis ;ur ausrcichcudcu Wiederherstellung seiner Gesuudhcit oou dcu Gcschäftcu dcs Vorsitzes im Staatsminislcrinm beurlaubt wcrdcn. Zur irischen Airchcnliill. London, 28. Juni. Die Amcndciucnts zur iri' schen Kirchcnvorlage, welche im Obcrhausc demnächst znr! Erörterung kommen wcrdcn, liegen nunmehr ganz odcr ^ fast ganz zur Einsicht vor nnd bilden dcn Hauptgcgcn-! stand dcr Besprechung in politischcn Kreisen wic in den ^ Spalten dcr Presse. Bei näherer Bctrachtnng dicscr Zusätze im Einzelnen lassen sich dieselben ohne Schwierigkeit eintheilen in solche zunächst, die vou dcu eifrigste» ' Freunden dcr irischen Staatskirche ausgehen nud wcgcn ^ dcr Uebcrmäßigteit ihrer Fordcruugcn leine Aussicht auf Genehmigung haben, sodann in andere, dic nicht von besonderer Wichtigkeit sind und daher auf kciuc großen! Schwierigkeiten stoßen dürften, uud schließlich iu solche,! von dcncn dcr Ausgang zweifelhaft ist. Unlcr den letz- ^ tcrcn ist an dcr Stelle dcr Vorschlag zn rechnen, den ^ prcsbytcrianischen und katholischen Geistlichen Pfarrwoh-uungcn und Läudcrcicu zu gewähren, dcr iu sich wieder^ als eiuc Ergäuzuug zu dein couscrvaliucn Amcudcmcnt erscheint, dic Pfarrwohnungcu nnd Läudcrcien, welche dcr Staatstirche verbleiben, von den bisherigen Belastungen ^ fici zu machen. Bekanntlich war Earl Russcl dcr Erste, ^ welcher im Einklänge mit sciucr stcls vertretenen Licb-" lingslheoric, Auglikancr, Preobyteiiancr nnd Katholiken^ dnrch Dolalioucn auf dcn Fuß dcr Glcichhaltuug zu cr^ heben, dieses Project aufs Tapet brachte. Was die Län-' dcrcieu anbelangt, so bezeichnete dcr altc Whig-Staats-! mann 30 Aercs als das Maximum der zu bewilligen-^' dcn Grundstücke, Lord Lifford, von dcn Oppositions-^ bänkcn, machte im Ganzen dcn gleichen Vorschlag uud, wollte nnr 25 statt AO Acres als dic Grenze bcstinmit i wissen. Als dritter im Bunde ist schließlich dcr Herzog, von Elcucland aufgctrctcu uud beantragt, dcn mit Vcr-! waltuug dcs Kirchcuucrmögcus beauftragtcu Comuiissä-^ ren die nöthige Vollmacht zn ertheilen, um dort, wo nachweislich kcinc passcndc Wohnung für dcn prcsbytcria-' uifchen odcr katholischen Geistlichen vorhanden ist, die^ Kosten zum Baue vorzustrecken und lO Acies Land dazn ^ zu gewähren. Die „Times," die beiden übrigen liberalen Blätter rcdcn diesem Amcndcincnt das Wort, weil es auf der einen Seite die von der Opposition verlangte Concession möglich mache, nnd dann auch die, directc Mitwirkung odcr Zuslimmuug dcs kalhol. odcr! prcsbyt. Elcrus aus dem Spiclc lassc und die dcu Religionsgemeinschaften zu bietenden Vortheile vou dcm eben erwähnten Nachweise nnr abhängig mache. Das lcitcndc Blatt bemerkt dazu, Bright selbst habc seinerzeit dcn gleichen Vorschlag gemacht nud das Cabinet habc eine Zeit laug über deusclbcn geschwankt; daß man sich schließlich dagegen erklärt habc, sci noch kein Zeichen dcr Mißbilligung, sondern finde darin fcinc Eiklärnng, daß bci dcu herrschenden Vorurthcilcu uoch lciu Ministerium vorschlagen könuc, den Katholiken Pfarrwohnungcu zn bauen. Wcun dagcgcu dic Opposition den Vorschlag mache, so könne das Ministerinn: immcrhin darauf ciu-gchen. Die Anbahnung ciucs Eompromisscs licgt in dcu letzteren Worlcu klar ansgcsprochcn, uud wenn dicse Angelegenheit im Obcrhausc in der angegebenen Wcise znr Erledigung kommcu wird, so ist aller Grund zn dcr Annahme vorhanden, daß trotz dcs Mnrrcns der Dissenter im Hause dcr Gemeinen die Frage ebenfalls glatt abgehen werde. Ein M in Moskau. Die „Tagespost" schreibt: Der bekannte Geschichtschreiber nnd politische Schwärmer Pogodin hat dicscr Tage in Moskau ein Fest zur Eminerung an dcu „cr- stcn Slavencongrcß" im Jahre 1867 veranstaltet und hielt dabei cine Ncde, die schr charakteristisch ist für den sogcnauulcu „Panslauismus", wie er in den Köpfen einiger litcrarischer Schwärmer und politischer Brauseköpfe spukt. Pogodin meint, die Slaven Oesterreichs, welche 45 Proccut dcr Gcsainmtbcvölkcruug ausmachcu, könnten eines schönen Tages, an welchem Nußland bci guter Vaunc und bci gutcm Appetit ist, so znm Nachtisch vcr-spcist wcrdcn. Oesterreich gleiche einem „übertünchten Gr.ibc, ciucm alten Baume, dcr inwendig fault, wcnn cr anch äußerlich noch in Grün gekleidet ist, einem Vaumc, dcu ciu einziger Windhauch sammt der Wurzel vcrnichlcu kann." Dcr Czar sci jedoch „der gcborne Be-schützcr uud Vertheidiger aller slavischcu Völker." Natürlich gab cs bci dcm „Fcstc" iu Äioskau Niemanden, der auf dcn seltsamen Schutz hingewiesen hätte, welchen dic weltliche Vorsehung dcr Russen den armen Pulen zukommen läßt. „Väterchen" Czar hat die gc-sammtc Intelligenz der Polen nicht etwa decimircn, son^ dcrn geradezu vertilgen lassen, ...... die Edclgütcr der Po lcn an Kosakenofficicrc verschenkt odcr um ciu Spoltgcld dcm nächstbesten Nichtpolcn vcrkanst, dic polnische Sprache mit cincr nic dagewesenen Grausamkeit aus Schule, Amt, Kirche nnd Hans verbannt, — die Feinde dcr russischen Brntalpolitik, welche ihr - -manuhaftcu Siuncs iu Polen entgegengetreten sind, zur unfrciwilligcu Theilnahme au dcr Montanindustrie Sibiriens verurthcilt. Das Alles und noch luchr ließ dcr „gcborne Bc schützcr lind Vertheidiger" dcr Polen geschehen, die bekanntlich nach dcn Russen dcr zahlreichste slavische Volks-stamm sind. Man begreift die entsetzliche Stupidität jener Logik nicht, welche angesichts dieser geschichtlichen Thatsachen dcn Phantasten Pogodiu dcu Gcdaukcn aussprcchcn läßt, dic Polcn sollten doch als „uerirrtcr Sohn in den Schoß der slavischen Familie zurückkehren, da cs unmöglich sci, gcgcn dcn Strom der Ereignisse zn schwimmen." Daß es sehr leicht sci, gcgen dcn Strom vernünftiger Logik zu schwimmen, wenn man pauslavislische Tränmcrcicn im Kopfe trägt, hat dcr „Historiker uud Ethnolog" Pogodin glänzend bewiesen. Mit Männern dicscs Schlages ist eine Diskussion gar nicht möglich, da bei ihnen die Phantasie die Stelle dcs Verstandes ciuuuumt, da für sie geschichtliche Thatsachen gar nicht bestehen, da ans sie nur size Idccn dcS politischcn Größenwahns Einfluß nehmen. Was würde dcr Czar dazu sagen, wcnn Preußen alle Deutschen, welche in Rußland lcbcn, cincö Tages für Deutschland rcclamircn würdc? Man würde dies für einen schändlichen Reichsvcrralh an dem heiligen Ruß-land erklären — und ciu Krieg wäre die Autwort auf eine folche Rcclamirung dcr Deutschen. Wcuu aber Preußen sich Dänemark, Schweden und Normcqcn nur deshalb anncctircn wollte, wcil dic Sprache dieser Länder mit dem Deutschen schr verwandt ist, — nnn da würdc nicht blos Rußland, sondern auch England und Holland seltsam dareinschcn, wcil in dcn beiden letzteren Staalcn auch eine Sprache geredet wird, dic mit dcm Deutschen cbcuso verwandt ist, wie das Polnische mit dcm Russischen. Der gute Herr Pogodin schlägt allen Slaven als Schriftsprache das Russische vor, weil cs 70 Millioucn Menschen reden uud „wcil cs leichter zn erlernen sci als das Dculschc." Was würdcu dic Holländer uud Dänen dazn sagen, wcnn ihnen irgend ein Gelehrter das Deutsche als Schriftsprache vorschlagen möchte? Sie würdcu bei allem Respect für das Dcutschthum denn doch das Vorrecht dcr Muttersprache für ihr uationalcS Schriftthum aufrecht crhaltcu. Und bci so verblendeter, um nicht zu sagen verrückter Auffassung will man das Russenlhum bci anderen slavischen Volksslämmen vcgchrcnswerth machen? Ansichten wic die Podogin's sind „übertünchte Gräber," sind in« und auswendig „faul," sind Staub, dcu der Wind wegfegt. Rnßlaud hat fürwahr keinen Grund, Oesterreich geringschätzig zu beurtheile,!. Scit bci uns das System dcr parlniiieutarischcn Regierung zur Gcllnng gekommen, wurde die beste Bürgschaft für den Bestand des Reiches hingestellt. Man halte nur fest an diesem System, für welches die Parlamcntsrcform allerdings ein nolhwcn-digcS Postulat ist. — und man erhält auch das Reich. Je voller das Vcrfassungslcbcu sich bci uns entwickelt, jc entschiedener die Regierung auf dcn Bahnen deS Libcralismns wcitcr schrcitct, dcsto weniger ist auch für perfide Rcichsfcindc Grnnd vorhanden, an dcr Existenz-fähigkcit Oesterreichs zn zweifeln. Wahrhaft erfreulich wäre cö, sollte sich die Nachricht bestätigen, daß sich unlcr dcn Sloveucn Krams ciuc demokratische Partei bildet, welche dcr rcactionärcn Politik dcr Clerical - Nationalen cnlgcgcntrctcu und bei Wahruug natioualcr Interessen sich von dein Enthusiasmus für politischen Fortschritt lciten lasscu will. Dic Sloucncn müsscn sich, mögen in dcr Zukunft dic Würfel wie immer fallcn, an die Deutschen anschließen ; cö fordcrt dics ihr Vortheil, mit ciner gebildeten Nation dicselbcu politischen nnd wirtschaftlichen Wege zu gchcu uud dabei ihre uatioualc Eigcuart zu erhalten. Nur Tolllöpfe können dazn rathen, daß die Slovene«! 1123 «-___________ ———— 'hrc Sprache der russischen Knutenpolitik zulicb opfern sullen und daß sie dafür ans Gegengcfälligkcit so ,.vä» terlich" wie die Polen behandelt nnd für die Baschki-Unbildung des Ostens gewonnen werden. Oesterreich. Wien, 30. Juni. (Zur päpstlichen Allo« culion,) Es scheinen zwei Texte der Allocution den Vliillcrn vorgelegen zu haben. Diejenigen, welche die ^»zösischc Ucbersctzung der „Italic" benutzten, wissen l'»c von d«-n „sehr großcn Uebeln und Schädigungc:," - . . „die heute in schmerzhafter Weise das Kaiser> Hum Oesterreich und daö Königreich Ungarn betrüben und quälen"; während 5, V. der „Bollsficund," dem wahrscheinlich rcr latciiusche Urtext zn Gebote stand, ^n den „höchst schweren Uebeln und Schäden," spricht, do» welchen „unsere heiligste Religion jetzt auch 'lN Kaiscill)>ün Oesterreich nnd im Königreich Ungarn jaus eine bejamlncrnswcllhc Weise heimgesucht und gequält wird " — Der Unterschied der beiden Lcsaitcn, von welchen die eine sich nur auf die Ucdcl uud Schäln der „heiligsten Religion" bezicht, ist auch ohne Kommentar in die Augen springend. ^ Pest, 2. Juli. (Sitzung des Unterhauses.) !In der festgesetzten Generaldebatte ül^r den Gesetzentwurf bezüglich der richterlichen Gewalt verachten sämmtliche Redner der Majorität auf das Wort und sprechen 'Wolf Redner der Opposition gegen den Gesetzentwurf. Eingeschrieben sind noch 18 Opposionsmitgliedcr. Ausland. Paris, 1. Juli. (Rochefort.) Rochefort's rechtskräftige Berurthcilung wird zur Folge haben, daß die französische Regierung vou Belgien auf Gruud der Verträge dcfsen Ausweisung fordert. — 2. Juli. (Prinz Napoleon) ist gestern nach Paris zurückgchrt. Vrest, 2. Juli. (Die telegraphische Verbindung) mit dem „Great Eastern" ist wieder hcr-j Lestellt. Vriissel. l. Juli. (Belgische Frage.) Glaubwürdige Mittheilungen bezeichnen die Zeitungsnachrichten, England habe seine Vcrmittlnng in der belgisch-fran-Wschen Ciscnbahnfragc angetragen, als dnrchans unbegründet. Madrid, 30. Juni. (C ort essi tz u n g.) Zorilla ! trklärt, die Itcgicrung wünsche, daß die Cortes das Aus-Nabenbudgct gründlich berathen und alle möglichen Er-^arungcn eintreten lassen, aber für den Fall, als die Dortes fich bis October vertagen sollten, ist es nothwendig, daß sie früher ein provisorisches Budget feststelln. Topctc antwortet auf Bemerkungen Orcnscs und "klärt cS als sonderbar, daß man von Republik spreche, Nachdem die Majorität die Monarchie gewählt uud der Regent den Monarchen repräsentire. — 2. Juli. (Die Eort es) haben das prouiso-lische Budget genehmigt. Levantepost. S m y rna, 25. Juni. Die österreichische Panzerfrcgatte „Ferdinand Viaz-" ist ge-^ern hier angekommen. — Constantin opcl, Glisten Ilini. Der Besuch Eonstantinopcls Seitens des Vice-^nigg ift zweifelhaft. — Marchcfc Corsini. Adjntant des ^iinicis Victor Emanncl, ist mit Geschenken für den Sultan hier eingetroffen. Neberlaudpoft. Bombay, «. Inni. In Tnr-^'stan sollen sich 22 als Fakirs verkleidete rnssischc Spione hcrnmtrciben. Die Rnsscn sollen beabsichtigen, gegen ^hokano uud Kolab zu ma'schircn. Hagssuenigköiteu. -^ (Ein Aussteller vou Viehpässcn.) Ein glücklicher Fang ist neuerdings durch die Organe dcs k. Ungarischen Commissars Grafen Naday gemacht worden. Cchon lange forschten die Behörden nach einein Individuum, Elches mit großer Gcschicklichkcit nachgemachte falsche Vieh-passe aus verschiedenen Comitatcn ausstellte und den Rän-^n, Dieben und Hehlern damit ihr Geschäft bedeutend er-leichterle und zu dcsfcn Entdeckung das Geständnis; eines ^sangeucu führte, der den gewesenen Oroßer Notar Vii« ^^ Mocsary, der gegenwärtig in Temcsvar fich anfhalle, ^n Fabrikanten jener Falsificatc bezeichnete. Es wurde U'N ci„ Pertrancnsnlann zu dciusclbcu geschickt, der sich ^i Pässe bestellte, welche Mocsan, um den Preis von 5 fl. ^' Etiick auch sogleich ausfertigte. Bald darauf erschien ^' auf der Lauer gelegene Sicherheitscommifsär mit dem ^l'pu« äulicti: Mocsary leugnete zwar, allein eine^ so. ^eich vorgenommene Hausdnrchsnchnng förderte 200 Stück I^i fertiger Pässe, einen kleinen Druckerciapparat, dic flocke vou' behördlichen Siegeln n. s. w. zn Tage uud wurde Mocsary sofort nach' Szcgcdiu ins Gefängniß ab- -^ (Eine originelle Kunst.) Die „Agr. Ztg." oui 2. d. M. schreibt: Gestern erschien in unserem Rc- "ctiousburcau ein Hcrr, welcher uus höflichst ersuchte, ihm 'e Productiou einer Kunst zn gestatten. Auf unsere Ein- ^dung, mit der Production zu beginnen, ergriff er eine ^'ansehnliche Echcere uud einen wuuderlich zusammeugc. ätzten Bogen Papier, uud währcud er im Zimmer auf uud Abschritt, bald zum Fenster hinauöblickte, bald mit uns plau- derte, bald die Hände mit Schcere und Papier auf den Rücken legte, wüthete die kleine Ccheere im Papier, wie dies die nicderflatteruden Papierschnitzcl bekundeten, gierig fort, und ehe zwei Minuten um waren, entfaltete Hcrr Josef Knoll — so heißt der Künstler — das Papier — es war ein Bogen beiläufig vou der Größe der „Times" — uud präscntirte uns iu den ausgeschnittenen Stellen den mil wahrer Kuustfcrtigkeit ansgefiihrtcu Dessiu einer Tischdecke, wie er reicher uud gefälliger auch von dem gewandlesteu Gewcrbczcichner uicht ausgeführt werde» kaun. Herr Knoll versichert, daß er bei dreihundert der verschiedenartigsten Tisch- uud Lampendecken nnd dergleichen mit derselben Gewandtheit anzufertigen vermöge. Die Agramer werden bald Gelegenheit haben, ihn auf die Probe zu stellen, da er an öffentlichen Orten Productionen zu veranstalten beabsichtigt; auch ist er bereit, sich in Privatkrciseu zu pro-dncircu, und Unterricht iu sciuer liebeuswürdigen Kunst zu geben. Herr Knoll wohnt im „Hotel Prukner" Nr. 41. — (Der Afrika-Reisende Gerhard NohlfS) ist vor einigen Tagen nach Berlin zurückgekehrt und wird am .'i. Juli in der Verliuer geographischen' Gesellschaft über seine letzte Erpedition berichten, bei der er bis zu den südlichen Oasen der alten Eyrenaika (Barka) kam, von hier aus aber wegen Mangels an Führern nnd Kameelen uicht weiter in die uoch unerforschtcu Wildnisse des Tcbutlandcö (östliche Sahara) vordringen tonnte. — (Ein G e scheu lauer bieteu.) Vor Kurzem hat ein russischer Kaufmann der Kaifcrin der Franzosen fünf prachtvolle Pferde als Gescheut angeboten, jedoch eine dankende Ablehnung erfahren müssen. Die Sache wurde iu deu Pariser Blättern flüchtig erwähnt; erst jetzt erfährt man die Einzelheiten' Der großmüthige Rossespender heißt Nnmincs und ist Besitzer der Goldmiucu in Sibirien, die ihm jährlich IN bis 12 Millionen Rubel abwerfen. Die von ihm der Kaiserin Eugenie angebotenen Rosse sind von unvergleichlicher Schönheit, eine Zierde selbst des prächtigsten Marstalls. Da jedoch die Etikette Souveränen verbietet, derlei Huldigungen gewöhnlicher Sterblicher anzunehmen, so wurde das Geschenk des Herrn Numines in verbindlichster Weise mit der Begründung abgelehnt, daß die Annahme den Vorschriften des kaiserlichen Hofes zuwiderlaufe u. dgl. m. Uncingefchüchtert bot der Rusfe feine Pferde der Kaiserin nun zum Kaufe an uud verlangte für Jedes — fünf Ccn-limes! Der General Fleury, den die Majestäten mit der Führung der Angelegenheit betraut hattcu, faud begreiflicher Weise diesen Preis wegen seiner Niedrigkeit unannehmbar und ließ, nachdem er die Nossc besehen und prächtig befunden hatte, dem Russe» eiuc enorme Summe für sie bieten. Dieser aber erklärte nun, er sei kein Roßmäkler und, wenn der französische Hof feine Pferde weder geschenkt haben, noch um deu von ihm festgesetzten Preis (in Snnuna 25 Ccu-tünes!) erstehen wolle, so werde er sie dem ersten Besten, der ihm in den Weg laufen und ihm gefallen würde, schenken. Rummes befindet sich augcublicklich auf dem Wege nach Paris. — (Eiue Truppcurevuc vor dem Vicc-töuig.) Vom schönsten Welter begünstigt ist am vcrwi-cheneu Eouuabcnd die Revue der Gardetruppeu in Windsor zu Ehrcu des Vicekönigs von Statten gegangen. Schon mehrere Tage vorher entwickelte sich im Parke von Windsor ein lebhaftes militärisches Treiben. Ein Zeltlager für etwa 2000 Mann und 1000 Pferde erstand mit großer Schnelligkeit und auf dem für die Parade bestimmten Platze wnrde ein weiter Raum provisorisch cingezäuut, um Ord-uung halten zu können. Gegen 20—25.000 Neugierige strömte» am Sonuabend in Windsor zusammen, um das seltene Schauspiel, dic Garde zusammen zu sehen, zn gc^ nießcn, und die hauptstädtische Polizei war durch ein Eorpö von «00 Mann vertreten, so daß an Unfug im weiteren Sinne kaum zu dcnteu war. Kurz vor Z Uhr bcgauu daö militärische Schauspiel, indem bei Detsbct die'In-geuicurlruppc in 20 Miuutcu eine Brücke über die Themse schlug, über welche mit klingendem Spiel alsbald die Fuß-gardcn dem Platze der Revue zuzogen. Hier marschirtcn gleichzeitig anch die übrigeu Trupventhcilc auf uud dc-ployirten in lauger Linie. Am rechten Flügel die reitende Artillerie, dann die drei Regimenter der Gardcreitcr (Kürassiere), hierauf sechs Bataillone Infanlcric und am linken Flügel eine Fnßbaltcric. Als die aufgezogene Flagge auf hoher Stange die Ankunft der Königin anzeigte, gabcn die Geschütze eine königliche Salve ab nnd unter dem Zurufe der Menge fuhren die Wagen auf den Platz an dc» unter pröscutirtem Gewehr stehenden Truppen vorüber, indeß die Musitcorvs die Nationalhymne spielten. Neben der Königin saß die Prinzessin von Wales, ihr gegenüber der Vice-könig und Prinzessin Christian. Neben dem Wagen ritt der Herzog von Cambridge in Feldmarschallö-, der Prinz von Wales in Hußarcn-Uniform. Prinz Ehristia» in englischer, der Kronprinz von Dänemark in dänischer Gencrals-uniform nnd ein glänzender Stab umdrängten diesen, sowie die folgenden Wagen, die neue Aufstclluug nahnieu. Zuerst in zwei Compagnien Front erfolgte hierauf dcr Vorbeimarsch, dann derselbe in geschlossenen Eolonnen, schließlich einige Äcwcguugcn im Feuer, Salven wie Schnellfeuer, mit Eavalcrie-Angriffen und gegen 6 Uhr war das ganze Schauspiel vorüber. — (Achtfacher Mord.) Aus London wird unterm 2H. Juni geschrieben: Ein gräßliches Verbreche» wird heute Morgens aus der „City" gemeldet. Die Polizei erhielt eine» Brief, gezeichnet „F. Duggan," in welchem es hieß, daß ihre Dienste heute Morgens um 10 Uhr in dem von ihm bewohnten Haufe nöthig sein würden. Sofort be- gaben sich einige Polizisten an Ort und Stelle, erfuhren, daß wirtlich eiue Familie Duggan dort wohne und drangen in die Wohnung, welche fest verschlossen war, ein. Dort bot sich ein schrecklicher Anblick. Vater, Mutler und sechs Kinder lagen sämmtlich leblos in ihren Bellen; in der Nähe des Vaters, dcr allein lag, faud man einen Löffel und eine Flasche, die Blausäure enthalten hatte. Sofort wurden Aerzte herbeigeholt, welche feststellten, daß Mutter und Kinder schon einige Zeit todt feien, der Vater aber gerannte Zeit nachher gestorben sei. Daö kleinste Kmd war cm Säugliug, das älteste zwölf Jahre alt. — iVom heurigen Sommer in dcr Schweiz.) Aus Aergün in Graubünden fchreibt man, daß sich die ältesten Leute nicht zu erinnern wissen, daß um diese Zeit, Sommeranfang, eine fo kalte Willeruug mit so anhaltendem Schuccwetter eingetreten sei. Daö arme Vieh, welches bereits die Alpen bezogen hat, ist sehr zu bedauern, da es keiue Nahrung findet. Am 21. Juni, dem längsten Tage im Jahre, lag der Schuee zu Davos 8 Zoll hoch, so daß man Schlitten fuhr. Auch im Berner Oberlande ist viel Schnee gefallen. Letzten Mittwoch war es in Bern so kalt, daß man das Bundespalais von unten bis oben heizte. Seit Freitag Morgen ist etwas wärmeres Wetter. — (Die Dürre iu Australien.) Die australischen Correspondenzen der „Times-Mail" aus Sydney vom Ende Jänner und aus Melbourne von. Anfange Februar gebe» Schilderungen, denen zufolge das Land weit und breit „verbrannt" war. Die Viehzüchter, fo schreibt man, sind geradezu in Verzweiflung, währcud die Küstengegenden von Neusüdwalcs, wo vorzugsweise Ackerbau getrieben wird, cinigemale Regen hatten. Aber die Ansiedler im Innern leiden entsetzlich; die „Runs" sind verlassen; auf den Pfaden, auf wclchcu man die Hcerden trieb, liegt ein todtes Vieh ucben dem anderen. — Die Dürre erstreckte sich von Melbourne im Süden bis uach Queensland im Norden. Der Berichterstatter der „Mail" meldet, daß auf einem einzigen Run in Victoria mehr als 30.000 Schafe fielen; auf anderen Rnns kochte man so viel Vieh, als irgend thunlich war zu Talg ein. In Melbourne selbst wurden gute Pferde zu 8 bis 10 Shilling, 4—5 fl. das Stück verkaufet. — (Chine fisches.) Man hat jetzt in Kalifornien den Verfuch gemacht, eine Sparcasse ausschließlich für Chinesen zu gründen. Durch dieselbe hofft man, dem aus der Heimat von ihnen importirtcn Unsinn, ihr Geld zu vergraben, stencru zu können. Es steht scst, daß die Chinesen an Silber und Gold mindestens 10 Millionen Dollar in Californien in der Erde versteckt hallen. Locales. — (Tages 0 rdnuug) der am 6. Juli d. I. Nachmittags 5 Uhr stattfindenden Gcmeindcrathssitznng: Allfällige Interpellationen. Wahl vou je 2 Mitgliedern des Gemeinde-ralhes für jede der fünf Bezirks-Armen-Commissionen zur Revision der vorgenommenen Armcnbcschrcibung. Vorträge der Rcchlssectiou: u. über Annahme und Verwendung des Franzista gräflichStubcubcrg'schen Armcuhauslegates; li. über die Austäude wcgeu Äcnützuug des Friedhofes i» St. Ehristof; 0. über den Zinsenauspruch der Eisenwerks - Direction Hof von der Hradczki - Brückcnzahlung. Vorträge der Finanz-Ecction: u. über das Gesuch dcs Audreaö Tekauz lim Herab-miudcrung des Pachtzinses; d. über den allfälligen Verkauf des städtischen Grundes beim Zwangsarbeitshausc; c. wegen ciucs Beitrages zur Aufstclluug dcr Maricnstatuc am St. Iakobsplatze; sl. übcr das Gesuch dcs Anton Stepanzig wegen Bclassnng cincs Terrains au dcr Gradaschza; e. über das Gesuch dcs akademischen Lesevereins in Graz um Bei-tragslcistung; l. über das Gesuch des Untcrstützungsvereins für dürftige Juristen in Wien; F. über das Gesuch der beiden Fcucrwächter um Vrennholzaushilfe; Ii. über das Ncmuneratiouögesnch dcs W. Knbelta. Vorträge der Bau-section: u. übcr dcu Licitationöact wegen Lieferung deS Bauholzes pro 18C!» ; Ix wegen Verwendung der städtischen Flcischhülteu neben der Mctzgerbrückc; c. wegen Behebung der Versandung des Laibachslusscs durch daö Gerölle und Geschiebe des Gradaschzabachcs; ä. übcr das Gesuch dcs Valcutiu Vatouc um Ersatz von Arbcitsmchrauslagcn; 0. über den Anspruch dcs Johann Vaumgartuer auf Erfatz für eine vou ihm vorgenommene Pflasterung; t. wegen Isoli-ruug des Wartthurmes am Castellbcrgc und Instandsetzung dcr auf felbcn hinter dem Orel'scheu Hause führcudcn Bergstraße. Antrag dcr Polizeisection über die Rechnung für die chemische Untersuchung der Johanna Kerner. Anträge der Echnlscction: u. wegen fernerer Verwendung der bisher für die aufgelassenen Echnlprämicn geleisteten Commuual-bcuräge zu audern Schulzwccken; d. wegen Eiuführung des Tnrnunterrichteö in deu städtischen Volksschulen; (^. über die Ansprüche der Etaalsverwaltung auf Uebernahme mehrerer bisher dem Normalschulfonde obgclegenen Verpflichtungen durch die Stadtgemcinde, uud zwar des Lehrergehaltes für die Tiruaucr Schule und des Bcitragsdrittels zur Dotation des Urfulincrinncncouveutes; d. über die Mittheilung der evangelischen Superintcudnntur in Wien wegen beabsichtigten Erwctterung der hiesigen evangelischen Schule zu einer viertlassigcn. — Geheime Sitzung. — (DicPrnfung an dcr M usikfchule der philha r ul 0 nischcu Gcsellschaft) wird am 24sten Juli abgehallcu wcrdcu. Die Direction dcr genannten Gesellschaft hat den Beschluß gefaßt, die bisher übliche Prä-micnbelhcilung einznstellcn, wie sie an allen öffentlichen und den meisten privaten Lehranstalten bereits aufgehoben 1124 erscheint, jedoch den alljährlich fllr die Prcimicn bestimmten Betrag zu Echulzwecken zu verwenden. Es wird auch an das Publikum, welches die Prüfung besuchen wird, dag Ansuchen gestellt werden, sich der hierorts üblichen Beifalls-bezeugungen zu enthalten, da solche mit dem Charakter einer Prüfung nicht vcreinbarlich sind. — (Sommerliedertafel.) Die Direction und der Männerchor-Ausschuß der philharm. Gesellschaft haben beschlossen, am AI. Juli, wie in den Vorjahren, die beliebt gewordene Smnmerliedcrtafel im Aahnhofgartcn abzuhalten. Die Proben hiefür haben bereits begonnen, und dllrfte das Programm der Liedertafel dadurch einen erhöhten Reiz bieten, als ausnahmslos nur ueuc (5höre zur Aufführung kommen. ..... Matic a.) In der letzten (XIV.) Sitzung wurde der Antanf eines Hauses am Rann um 10.000 fl. beschlossen. Vodniks Werke sollen, im Aeußern an das nicht fortgesetzte „I(Ia^6 7. anmao^li polM" sich anschließend, redigirt von Fr. Levstil, erscheinen. — (Ueber das Elisabeth ^ Kinderspital) liegt uns der Jahresbericht für Ittli« vor. Die Theilnahme für dieses vom Herrn Dr. Kovaö mit viel Aufopferung geleitete Institut war in diesem Jahre eine wachsende. Ihre Majestät die Kaiserin spendete als oberste Echutzfrau 200 fl. Der löbl. Landesausschuß gestattete die Abgabe von Kindern bis zum i:l. Jahre bei Ueberfülluug des Civilspitalö in das Kinderspital gegeu eine Taxe von 45» kr. per Kopf und Tag. Auch andere Wohlthäter, besonders aber mehrere edle Frauen Laibachs, widmeten Mühe und Geldopfer dem gemeinnützigen Institut. Die hochverehrte Gcmaliu des Herrn Landeschefs, Frau Conrad v. Vybcsfeld, veranstaltete mit Beihilfe der ?. 'I'. Damen Günzlcr, Na ab, Pirker und Tanz her ein Christbaumscst, um die armen Kleinen zu erfreuen. Leider weist die Rechnung pro 1868 einen Aligang auf, auf dessen Deckung durch ihre bisherigen großmüthigen Gönner die Anstalt wohl hoffen darf. ' Aus dem ärztlichen Bericht eutuehmen wir, daß im Jahre 1868 06 Kinder behandelt, davon A0 geheilt, 12 gebessert, 2 ungeheilt entlassen wurde», 13 starben und 9 in Behandlung verblieben. Die Sterblichkeit betrug demnach 9 p(5t. Außerdem wurden 39 Kinder außer der Anstalt ärztlich behandelt. Im Ganzen hat somit das Kinderspital 105 Kindern ärztliche Hilfe und beziehungsweise Pflege angedeihen lassen, was hoffen läßt, daß diese, von der Bevölternng im steigenden Maße in Anspruch genommene Anstalt auch für die Folge von Ceite der Gründer und Wohlthäter, als auch der hohen Regierung, des Landesauöschusses und Gemeinderathes die nothwendige Unterstützung finden wird. — (Die seit 26. Mai hier diölocirtc Hußa-rendivision) ist heute früh abmarschirt. — (Von der Straße.) Gestern Sonntag Vormittags wurde in einem Magazine der Klagenfurtcr Straße Getreide geputzt nnd zur allgemeinen Entrüstung der Passanten in so auffälliger Weise durch Aufstellung der Putzmühle an der offenen Thüre, daß der Staub geradezu auf die Vorübergehenden getrieben wurde. Dies geschieht übrigens auch au Werktagen, wir glauben aber, daß es lange genug geschehen ist uud hoffen, daß wir uicht geuo'thigt sein werden, wiederholt von dieser ganz unstatthaften Belästigung der Passanten zu berichte». — (Vertilgung von Uugcziefer.) Das Gemeindeamt ,von Natfchach in Uutcrtrain hat zur Vertilgung des Kohlweißlings, dessen Raupen vor einem Jahre an unsern sonst so üppigen Krautfeldern so große Verheerun» gen anrichteten, den Preis von 10 kr. pr. 100 Stück ausgeschrieben; in kurzer Zeit wurde» demselben die ansehnliche Zahl von 25.000 Stück Kohlweißlingen (^oiw« was-uiclis) eingeliefert; angenommen, die Hälfte derselben seien Weibchen, und jedes derselben lege mindestens 300 (5icr, so sind dadurch nicht minder als 3.750,000 Stück von diese» schädlichen Raupen vertilgt. — (Aus Jerusalem) erhält die „Danica" von dem Director dcö österreichischen Pilgcrhauseö, dem früheren Pfarrer von St. Jakob in Laibach, Herrn Fr. Hrovat, interessante Nachrichten. Am 7. Juni brannte es in der Kapelle der Geburt Christi in Vetlehcm. Auf die Nach- richt davou begaben sich der Pasclia nnd der französische Resident aus Jerusalem dahin. (5s wurde eine Berathung gehalten uud die Griechen beantragten, daß zu der neuen Ausstattung der Kapelle, die Griechen, die Armenier nnd die Katholischen gleichmäßig beitragen sollten. Allein gegen diesen Vorschlag protcstirte der französische Consul nnd verlangte mit der Drohung, sich zurückzuziehen, daß nur die beschädigten Theile das sie Betreffende (die Kapelle ist zwischen den 3 Glaubeusparteien getheilt) herstellen sollten. Er berief sich darauf, daß die halbverbraunten Vorhänge von den Katholiken allein herrühren, uud daher auch uur vou ihueu herzustellen seicu. Zum Beweise diene ein wie durch ein Wunder verschontes Stück des Vorhanges, auf welchem zu lesen: ,,(lloi'iü in cxo^iu Dlw." Ucbrigeus bezeugte auch der in diese Vorhänge eingewebte, durch den Brand jedoch zerstörte kaiserliche Adler, daß diese Vorhänge ans Oesterreich gespendet worden waren. Die Griechen miuir-ten aber, da ihnen dieser Versuch mißglückte, an einer andern Stelle. Sie wollten heimlich nächtlicher Weise den silbernen Stern mit lateinischer Inschrift aus der Kapelle entferne», aber der wachehaltendc Franziskaner verscheuchte sie. Nun verlangten sie vom Pascha zum Schutze vor den Franziskanern Wachen und so befinden sich nun in der Höhle der Geburt Christi 2 türkische Eoldateu. Auch die Entstehung des Brandes gaben die Griechen den Katholiken Schuld. Schließlich theilt Herr Hrovat mit, der Sultan habe 3 wichtige Beschlüsse gefaßt: 1. In Gemeinschaft mit dem Vicclöuig vou Egypten sich eiuen Nuutius von Sr. Heiligkeit dem Papste zu erbitten, 2. allen Griechen in den türkischen Provinzen zu gestatten, sich am ökumenischen Concil zu bcthciligen, 3. volle Glaubensfreiheit zu vcrküudcn, fo das; auch der Ucbertritt zum Katholizismus Jedem gestattet und Niemand deswegen seiner Stelle verlustig werde» solle. — Die Kuppel des h. Grabes ist vollendet. — Die Pilgerin W. aus Laibach ist vor längerer Zeit in Jerusalem augekommen. Neueste Post. Wicn, 3. Juli. Der Aiirgermcister thciltc dem Gemeinderalhe mit, cr sci ^um Kaiser berufen worden. Der Kaiser, von den dermalia.cn TheucrungsuerlMtnisfen unterrichtet, besprach eingehend die Ursachen und Alihilf-mittcl und sicherte Unterstützung zu. Ungarischen Blättern zufolge wird die Eröffnung der Delegationen, da die >.:ngarischen Dclcgirtcu in Wien nicht fii'chcr eintreffen, erst am 12. oder 13. Juli stattfinde». Der ungarische Reichstag soll an, Samstag gc-schlössen und im September wieder eröffnet werde». Pest, 3. Juli. (Sitzung des Unlerhau-scs.) ^Fortsetzung dcr Generaldebatte iibcr die Justiz, vorläge.I Nachdem noch alle cillgefchricticncn Redner gesprochen, nahm der Iuslizmiliisttl' Holvatt) das Woit und griff in seiucr Rede dic Linkc heftig an, welche unter der Maske des Libcialis::iuS den SlabiliömuS und Eolislrvatismuö vertheidige. (Ungeheure Bewegung.) Nachdem der Minister geendet, wollte Vutomtö zur persönliche» Bemerkung im Namen dcr Opposition die Angriffe des Iuslizmiinstcrö zurückweisen, rcr Präsident und die Rechte wollten ihn nicht sprechen lasse», weil el- nicht persülilich angegriffen sei, worüber ein laW an» daucrudcr außerordentlicher Lärm eutsland, so daß dcr Präsident die Sitzung schließen mußte. Pest, 3. Inli. (N. Fr. Pr.) Der „Ungarische Lloyd" erklärt, daß die Erledigung auch »ur des ersten von Horvctth eingebrachte» Gesetzentwurfes bis zum Ge< ginn dcr Delegationen undenkbar fei, weil bei dcr Frage iibcr die Nichtcr-Erncmmna.en oder Nichterwahl ciu neuer andauernder Kampf wicdcr ausbrcchen werde. Berlin, 3. Inli. An dcr Börse circulate cinc Eingabe an das Acllcstcncollcgium, fernerhin die österreichische!, Crcditaclic» an der Berliner Börse pcr Stück und »icht nach dcm Perceutcnsatzc zu handeln und zu »olircli. Paris, 3. Juli. Die französisch» belgische Eom< mission hat ihre Sitzungen geschlossen, Es »vurdc iibcr allc Punkte cm Einvernehmen erzielt und den frcmzösi' scheu Forderungen vollständig Genüge geleistet. Brest, 2. Juli. (N. Fr. Pr.) Die beide» FclM dcö französisch-atlantischen Kabels wurden Dienstag Früh entdeckt. Einc aufstcigcudc heftige Brise nöthigte, da« Kabel durchzuschneiden und an Bojen zu befestigen. Ictzt ist günstiges Wetter. Daö Kabcl ist wieder ach acnommeu, alles geht gut. Der „Great Eastern" be< findet sich unter 47 Grad 55 Minuten Breite uud 30 Grad 3 Miuutcu Länge. Brcst, 3, Fnli Morgens. Die Verbindung mil dcm „Great Eastern" läßt nichts zu wünschen übria; gestern Mittags hattc derselbe 1020 Meilen zurück'l ^clegt uud 1143 Meile» Kabcl versenkt. l Madrid, 3. Juli. Dic Iouruale veröffentlichen' ciu Manifest Dou Carlos'. Es ist noch immer sehr wahrscheinlich, daß Veränderungen im Cabiucttc bevor« stehen. Telegraphische Wechselcoursc vom 3 Juli. 5perc. Mclalliqneg «2.90. — 5perc. MtalliqneS mil Mai- mil November-Zinsen 62.90, - 5verc, Naticmal-Nnlclicn 71. — I«60el TtaatSanlrhm 105,0. — Bankactien 748. - Lrcditacticn 282,10, — i!ondon 124.85. — Silber 121.25». — K. t Ducaten 5,92 Handel und 1655er Staatslose. Aci dcr am 1. Inli 186!» vora/ ncmimmen 30. Vcrlosnug der Scricn dcr Schnltwcrschrcil'nngc» des vicrpcn'.lüigcn Staatst-Lotto-Anlehenö vom Jahre 185)4 pcl 5,0 Millioncn Gulden C.-M, wnrdcn nachstchendc 24 Serien n.e-^grn. nnd zwar: 30, 380, 7l5,, 939,1162. 1383, 1565), 1710, l?81, 18?3, 202«, 2130, 2521. 25>3l. 2671,2^19, 2940, 2990. 8l57. 3143, 5)225, 345,4. 359« uud 384^. ?ie Verlosung W' iü den obigen gezogenen 24 Sericn erhaltenen 1200 Gewinn' Nnmmern dcr Schnldverschrcibnngen wird nm 1 October 186? stattfinden. Anlehen der Ttadt Wien. Aci dcr am 1. Iul> 1863 stattgehabten fünften Verlos»»«, dcs Anlehen« dcr Stadt Wien pcl 5>,000.000 fl.^slcrrnchifchcr Währung wnrdcn nachstchcnde filnf-»nd zwanzig Stück Obligationen gezogen, nnd zwar zu >000fl.' Nr. 299. 405), 725. 1,>82, 1349,1771, 19514.2172.2220,234?, 3018, 3012, 415)5). 4251, 45,«0; und y, 100 fl, : Nr. 383 60?, 85,2. 971. N«0. 1396. 1ti10. 2110. 2328. 2401; wclchc ooi^ 2. Iäiiiier 1870 anc,cfa!!gc» bci dcr städtischc» Cassa gcgci, Nil^' stclluiig dcr Ol'ligaimucn sammt dm nicht vcrfallclic» Coupons c,»gelöst wcrdrli. Donau-Danlpfschiffahrts iiose. Bei der am 1. Juli 1869 uoigciioilimciicii 15>, Vcrlos»»g drs Lcitt ric - Aulchens del crstcu l. l. priu. Doüau-Danipfschiffa'lirtö-Gcsrllschc!,! pl'r6,000,M C.-M, irurdc» uachfolssciidc 795» ^liimmcr» mit dc» ucbciibrzcich' »lic» Gcnnuustcii in C.-M. gc^gc», li»d zwar sicl dcr Hülipl-tn-ffrr mit 5,0.000 ft. auf Loö-Nr. 14409. dcr zwrite Trcffcr mü 5.000 fl. auf ^'os-Nr. 45)973, ferner gcwiuncu je 1000 fl. Los-Nr. 23442 42041 48309. je 500 fl. l!oö - Nr. 1346 7099 1862» 27116 28954 425)34. jc 200 fl. L°8-Ni. 2464 9296 182?l> 25534 25903 26232 31611 376.04 47894 52^54 5254» 5>2?98 52989 54477. (F°rlsch»»g folgt.) Der <>l>,,po,t der Vodellcreditauftalt, wclchcr an' 1. Juli fällig wnrdc, wird vou, Verfallstage ab i» Wien und Paris mit 10 fl, in Sillicr odcr 25 Fraucö als Ncst dcr Divi' dcndc pro 1868 ausbczahlt. Lvttoziehung vom 3. Juli. Wicu: 18 48 54 14 83. Graz: 36 80 67 19 80. 6 11. Mg. 324,?» ^.12.« windstill ' Nebel / 3, 2 „ N. 324.,,g ^15.o ^ windstill Regen ^" 10.. Ab. 324,»n >12.5 ! wmdMll ganz bcw. ^geil 6N. Ma. 324.1.', 4-12.« windstill tnlbe ''7'" ^ 4. 2 „ N. 324.74 4-16 H wi»dstill Sonnensch ^^" 10 „ Ab. 325>,5.,. -l l2,,l windstill z.Hälfle bew ^ ^^" Vcidc Tage windstill, rrnncrisch. Dcn 3. in aller ssrilh Nebel, gcgen 6 Uhr sich hebrnd. Trüber Himmel mit Renen-giisscn wechselnd. Nachts Regen. Den 4. Morgens triibe Nach' mittags thcilwcisc Aulhcitcrnng. Nach 4 Uhr Negcn Abend»' thcilweise anfgeheitert, schwülc Vnft, Das Tagc.'mitlcl der Wärii'i den 3 4- I3'6", um 16"; den 4, -l' 13 8", um i^» ^»tct dem Normale. Verantwortlicher Ncdactcur: Igna, u. K I e i n m a U r. M^^s^^l..»»'»^» Wie«, 2 0 62.85) „ Silber „ Icinuer-Iuli . 70,80 70,90 ., „ .. Npril-Ociober. 7<'.80 70.90 Steucranlehen rückzahlbar (z) . 98.25 98.50 Lose v,1.1839......251.— 251.50 „ „ 1854 (4 "/<>) zu 250 fl. 95.50 96,50 ,. ., 1860 zu 500 fl. . . 105.10 105,20 „ „ 1860 zu 100 ft. . . 106.25 I06,7i. .. ,. 1864 zn 100 fl. . . 125.80 126.— GtaatölDomäncn-Psandbriefe zu 120 st. u W. in Silbcr . . 118.- 118,25 l». Grundentlastunsts-Vblissationcn. Filr 100 fl. Geld Waare VVhinen .... „5pCt. 92.75. 93.25. Galizien .... ,. 5 ,. 74.10 74.50 Nieder-Ocsterrcich. . „ 5 » 93. 93.50 Ober-Ocsterreich . - „ 5, „ 93.— 94.-Sicbenbllrgcn ... « 5 „ 79,— 80. -StelermüU ... „ 5 « 95.— 98.— Ungarn......,5,. 82.- 82.25« V. Acticn von Bankinstitute». I Geld Waare Anglo-oslcrr. Baut.....333.75 334.25 Anglo-nngar. Banl .... 115,— 115.50 Äodcn-Creditanstalt .... 284.— 288— CrcditanNalt f, Handel n. Gew, . 278, - 278.20 Credilllnstalt. allgcm. ungar. . . 10250 103.— Eöcumpte-Gesclls'chaft, n, ö. . . 856.- 860.-- Franco-Üsterr. Äanl .... Il^9 - 129.50 Gcmralbanl.......^<'-^ 76,50 Nuuonalbanl.......748,— 750 - Vcrcinsbank.......125.— 125.50 Vcrtchröbank.......139.- 139.5>0 I». Actieu von Transportuntcrneh-mllngen. Geld Waare Alföld-Fiumancr Bahn . . . 171.- 171.50 Böhm, Wrstbahn.....207. - 20750 Carl^ndwig-Vahn.....339. - 239.50 Donan-Dampfschifff. Gcsellsch. . 610,— 612,— Elisabeth.Wcstbahn.....198.50 199.- sscrdinandö-Noidbahn . . . 2265.-2270.— Mnfktt'chcn-VllN'scr-Vahn . . 1^8.25 18^,75 Fran,-Iofrphö-Vahn .... 189.- 189.50 Vcmbrrg-Ezcnl.-Illssyer-Vahn . 198.50 199.-Noyd, östcrr....... . 330.- 332.- ^ Geld Waan l Omnibnö (erste Emission). . . 26tz.— 270.— ^ Rildols^Bahn......172,15. 173.25 > Sicbenbiirger Vahn .... 176.75 177.25 ! Staatiibahn.......368.— 368.5)0 ^ Südbahn........257.60 257.80 Sild nordd Verbind. Vahn . . 172.50 I?3.— Theiß Vahn.......255 50 256.- Tramway........204.— 204,50 «. Pfandbriefe (filr 100 fl) Allg. üft, Bodeu-Crcdit-?1iistlllt Gcld Waare verloöbar zu 5 pCt, in Silber 108,50 109 ^ dto.in33I.rilÄz.zu5pCt.inij.W. 91,50 91,?5 Nationalb. auf ü. W. vcrloab. zu 5 PCt........95.30 95,50 Oest. Hypb. zu 5'/, pEt. rilelz, 1878 99. - <)c,.^ Uug.Bod.-Ered.-Anst.zn5'/, M. 92 30 92.50 W'. Prioritätsoblissationen. ü 10) fl. ü. W. Geld Waare Elis,-Wcslb, in S. vcrz. (I. Emiss.) 91,25 9175 Fcrdinandö'Nordb, in Silb, verz. 108.50 109. - Fran,-Iosrvh6-Vllhn .... 93. - 93.50 G.Carl-l.'udw.B.i.S.verz.I.Em. 101.50 102.— ! Geld Waal« ^ Ocsterr. Nordwcslbahn .... 92.75 93 ^ ! Siebcnb. Vahn in Silber ucrz. . 89 "5 89 ?5 Staats G. 3"/, ä 5,00 Fr.,.,. Em. 136 - 137^ ^'".G3^i.500Frc.....116.50 116.?^ <^l!db.'Bons 6 7, (1870—74) "ü00FrcS......242.75 243.2^ «. Privatlose ipcr Slilck.) Creditanstalt f. Handel u. Gew. Geld Wa^ ,n 100 fl. ii W......16550 1^.^ Nndolf-Stiftnng zn 10 st. . . 15.— 15.5<> Attecbsel (3Mon,) Gcld Wncil Augsburg filr 100 st siidd. W. 103,45 103,^ Frantfnrt a.M. 100 st. dctto 103,50 103 ''^ Hambnrg. filr 100 Mart Banco 91 45 91,.^ London, für 10 Pfund Sterling 124 ?5 124.^ Paris, fitr 100 Francs . . . 49.65 49,76 (fours ver Geldforten Geld Waare K. Müuz-Ducater. . 5) fl. 92 lr. 5) st. 93 "' Navoleonsd'or . . 9 „ 98j „ 9 ,. 99j ^ Vercinöthalcr . . . 1 „ 81^ „ I „ 82^ " Silber . . 121 „ 25 « 121 „ f.0 " Krainifche GrnndcntlaNnngö - Obligationen, '^ vawotirung: 86,50 Geld, 90 Waare