^» ^^ ^ V»Hnumlt«ti on «pl«<»: I« «omploll ganzj. ^^^» » . . . ^ I nserti on»« l b ül: y >« '«^^14 N. 1». halvl- fi. s>4. Amtlicher Theil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 5. September d. I. den ordentlichen öffentlichen Professor für Land- und Forstwirtschastslehre an der l. l. technischen Hochschule in Wien Dr. Adalbert Fuchs anlässlich seiner Ver-sehllng in den bleibenden Ruhestand in Anerkennung seiner vieljährigen verdienstvollen Wirksamkeit im Lehr-amte den Titel und Charalter eines Hofrathes laxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. Conrad-Eybesfeld m. p. Der Finanzminister hat die Nmtsverwalters» und Cassiersstelle bei dem Lotto°A,nte in Trieft dem Amts. und Cassecontrolor des Lotto-Amtes in Linz Anton Stiehl verliehen. Am 13. September 1884 wurde in der f. l, Hof< und Slant«- dructercl i» Wie» das XI.IX. Stiicl dcs Neichsgrs^blattss. vorläufig bloß in deutscher Ausgabe, ausssfsskben und vcr» seudet. Dasselbe enthält unter Nr. 145 die Verordnung des Ministers fiir Lnltns und llnler» richt im Einvernehme» mit den, Aclcrbauminislcr vum 80. August 1884, betreffend die Einsiilirnna, theuretischcr Staatsftrüsunnen für das cultuitechuische Studium au der t, l, Hochschule für Vodcncultur in Wien; Nr. 14K die Vcrorduunss des Ministeriums des Inuern vom 28. August 1884, mit welcher den Zuckerbäckern bei g» wissen Arbeiten der Gebrauch unvcrzmntcr Kupfergeschirre gestattet wird; Nr, 147 die Verordnung dcs Handelsministeriums vom 31stcn August 1834, betreffend die Einführung portofreier Post' cmwcisungcn im östcrrcichisch.uugarischen Postuerlehre; Nr. 148 die Verutdnuua. dcs Ministers für Cultus und Unter» richt im Einvernehmen mit dem Minister dcs Innern vom I. Scptcmlirr !8tt4, betreffend die Nefurqung der Augelegculiciten der römisch'latholischeil Psarrgcmeindr Nielih; Nr. 149 die Verordnung dcs Handelsministeriums vom 8. Scv> tcmber 1884, bctrcffcud die Eiurichtullg des VesteNdienstes von Postfrachten an Adressaten in Wien und einigen Vor« orten Wiens, dann Abänderung der §§ 22 und 23 der Fahrpostordnuug vom Jahre 1838. Nichtamtlicher Theil. Das Schuljahr beginnt. Mit dem gestrigen Tage wurde das neue Schuljahr eröffnet. Dieser Tag bietet uns ein Thema, wel' ches sowohl die Schule als auch das Haus näher angeht. Wir meinen die häusliche Erziehung und B>l« dung, die Unterstützung der Schule durch das Haus, die nothwendige, ja unentbehrliche Verbindung zwischen oen beiden wichtigsten Erziehungsfactoren. Jeder Ein» sichtsvolle muss nämlich zugeben, boss ohne die Unter» stützung des Elternhauses ein gedeihliche Wirken, eine von dauernden Erfolgen gekrönte Arbeit der Schule nicht möglich ist; ebenso kann nicht geleugnet werden, dass leider nur verhältnismäßig wenige Eltern die üchrer in ihren Bestrebungen mit Verständnis und Takt unterstützen, sich für die Thätigkeit der Schule interessier^!, und dieselbe zu fördern trachten. Was die Schule betrifft, so vermag sie bei den von Tag zu Tag steigenden Anforderungen an die Ausbildung des intellectuellen Lebens auf die Gemüths, und Charakterentwicklung leider nur wenig Rücksicht zu nehmen. Ein ideales Ziel ihrerseits wirb bleibe», auch diese Seilen mit in ihren Erziehungsplan auszunehmen. Daher Wendel sich die Gemüthe- und Charakterbildung neben der Schule vmwiegend an die Familie und an das Haus. die Ergänzen» der Schul« liildung. Was jene nicht zu leisten imstande ist, muss die Familie und das Haus, soll die Bildung einen normalen Verlauf nehmen, ergänzend nachholen. Denn Schule und Haus, Schule und Familie bilden im Erziehungsplane und in der Entwicklung des Einzel» individuums ein einheitliche», untrennbar zusammen, gehörendes Ganzes. Die Familie ist es, wo das Kind die ersten 6 bis 7 Jahre seines Lebens ausschließlich zubringt, wo es die ersten, nachhaltigste" und oft für das ganze Lebcn unverwischbaren Eindrücke empfängt, wo die ersten Gemüths- und Charalterrichlungen sich zu entfalten beginnen. Hier also ist es, wo thatsächlich der Grund zu dem gelegt wird. was später nach der Charaklerrichlung aus dem Kinde wird. Und selbst dann. wenn das K ,d der Schule und den Vildungsanstalten übergeben ist. wirken nicht auch da noch Familie und Haus fortwährend, es sei vortheilhaft oder nachtheilig, auf die Entwicklung des Kmdes ein? In, Familienkreise werden thalsächlich die Gemüthsrichtunaen, die Charakterdispositionen be-st'mmt, welche in dem Kinde später zur Entfaltung gelangen. Die häusliche Erziehuna h°t somit eine ganz wesentliche Stelle, eine ganz specielle Aufgabe im allgememen Erziehungsplän. Ist es Aufgabe der Schule, den Intellect und baneben, so viel es möglich ist, das Gemüth und den Charakter auszubilden, so ist es andererseits die nicht zurückzuweisende Aufgabe der Familie und des Hauses, die Gemüths« und Charakterpfl'ge zu cullivieren. Nun aber. in der Familie und häuslichen Er-ziehung, wem fällt da der größte und wesentlichste Theil anheim? Der Frau des Haufes, der treuen Gattin, der lieben Mutter. Denn der Mann muss ja hinaus ins feindliche Leben, muss willen und streben und pflanzen und schaffen, erlisten, erraffen, muss wetten und wagen, das Glück zu erjagen. Aber drinnen waltet die züchtige Hausfrau, die Muller der Kinder, und herrschet weise im häuslichen Kreise und lehret die Mädchen und wehret den Knaben und regt ohne Ende die fleißigen Hände und mehrt den Gewinn mit ordnendem Sinn. Sie also ist es, deren Obhut das Kind vorwiegend anvertraut ist, fie ist e», die die ersten Regungen von Gemüths- und Charakter-richtung zu beobachten, zu veredeln, und wo es noth thut, mit starler Hilfe des Mannes umzuändern hat. Soll nun diese hohe und erhabene Pflicht aller Eltern, und besonders der Mutter, nur mit einigem Glück und Erfolg ausgesührt werden, dann erscheinen mehrere Bedingungen als absolut erforderlich. Einmal eine edle und wohlgestaltete Häuslichkeit, in der das Kind trefflich gedeihen kann. Dann eine Hingabe der Eltern an ihre Pflicht. Endlich ein inniges, harmo« nisches Zusammenwirken zwischen Schule und Haus. Die Ellern muffen es wissen, was sie zu thun haben, um die Arbeit der Schule nicht nur zu hemmen, sondern zu erleichtern, zu verliefen und zu ergänzen, die Lehrer in ihrem wichtigen und schweren Berufe zu unterstützen und die Erfolge der Schularbeit sichern zu helfen; kurz: man muss nach Kräften dahin wirken, dass Schule und Haus ihre Aufgabe voll und ganz lösen, dass sie im harmonischen Zusammenwirken Geist und Herz unserer Jugend veredeln, damit in Erfüllung gehe des Dichters Wort: „Da bomu uuroä pouton^kov, va, doruo ukroä viM nwi". Aeutzeres und Inneres. Einem Schreiben aus Wien vom 10. September entnimmt die «Norddeutsche Allgemeine Zeitung" folgendes : „Seitdem die Begegnung der drei Kaiser in Sicht gekommen, entwickeln die Organe unserer Opposition einen rastlosen Eifer, das arme Russland und das hilflose Deutschland vor den Gefahren zu warnen, mit welchen das böse Oesterreich sie bedroht. Den Russen wird nahegelegt, dass die ewig kriegslustigen Polen Ealiziens ihre günstige Stellung im Parlamente schließ« lich doch dazu benutzen werden, zwischen Russland uckd Oesterreich einen Krieg auf Leben und Tob anzuzetteln, und dem deutschen Reiche wird zu Gemüthe geführt, dass die Czechen den Polen bei diesem nationalen Werke gewiss nicht hilfreiche Hand bieten werden, ohne sich die kleine Gegenconcession zu sichern, dass der Krieg gleichzeitig auch gegen das verhasste Deutschland geführt werde. Unbegreiflicher Weise erweist sich die deutsche wie die russische Diplomatie taub gegen diese freundschaft- Jemlletou. Die Cholera»Panique in Italien. (Schluss.) Man kann über dergleichen Abenteuer lachen. Nicht lachen darf man über die Ausschreilungen, welche ungebildete und abergläubische Vollsmassen infolge der übertriebenen Cholerafurcht begehen. Man macht wieder die Wahrnehmung, dass in Zeiten öffentlicher Calamität die niedrigen Leidenschaften sich hervordrängen und das« es nur eines geringen Anstoßes bedarf, um die Ubetwunden geglaubten Wahnvorstellungen der Massen nut allen unberechenbaren Folgen wieder Macht ge« "'nnen zu sehen. Es sind wahrhaft mittelalterliche Scenen, welche in verschiedenen Theilen Italiens, und Zwar nicht blos im Süden, der notorisch zurückgeblie- °en ist. staltgefunden haben. ^ , Ciro Cervinala, Palhenlind eines ambulanten Faiskuchenverkäufers im Quartier von Pont' Alba zu il, pe^' war unter Cholera«Symplomm erkrankt und H das Oöpedale della Conocchia gebracht worden. d«! niU""a. auch an Pont' Nlba von Mund zu Mund sÄ Alücht. dass im Hospital sämmtliche Kranke durch Nebe? Behandlung und üble Arzneien zugrunde Der m-^ ^2 die Aerzte dieses Cholera nennen. schlnl«" c ^olo«. Namen« Guglielmo Ferraro. be« Lnncen' 5" Pathenlind zu retten. Mit zwei Genossen, ternaHl "^ Giannatlasio. begab er sich gegen Mit- ^^ ^ "ach dem Hosvital. dessen Thor verschlossen war. Da das Klopfen und Rufen nichts fruchtete, wurde eine List angewendet. Ferraro stellte sich krank, begann laut zu jammern, und die Genossen, welche ihn in ihre Arme nahmen, riefen: ..Cholera, Cho« lera! Um der Madonna Willen macht auf l" Es wurde geöffnet, der vermeintliche Kranke wurde hineingebracht und einer der Träger richtete an den Custoden die Frage, wie es mit Ciro Ceivinara stehe. Auf seine Antwort, dass derselbe im Sterben liege, sprang He» raro auf, stieß Verwünschungen aus und zog emen Revolver, während Lancellolti den die Trepp? herab« kommenden Caplan am Halse packte und ihm zuschrie: „Auch du willst die arme Seele umbringen?!" Zum Glück für den Geistlichen, den Wärter und den wacht-habenden Arzt, der schon sein Versteck aufgesucht hatte, waren durch den Lärm einige Polizei-Agenten her. beiqezogen worden, denen es nicht ohne Mühe gelang, das Kleeblatt festzunehmen. Der bald darauf erfolgte Tod des Knaben hat brim niederen Volle nur die Ueberzeugung verstärkt, dass der Verdacht Ferrari begründet gewesen sei. In dem Borgo Loreto und dem Quartier Monte-calvaria (Neapel) haben Verhaftungen wegen gewalt. samer Widersetzlichkeit gegen die Sanität«.Anordnun« gen staltfinden müssen. Strahentumulte und Grwall-thätigkeiten, bei denen die Camorra die Hand im Spiele hat, sind an der Tagesordnung. Gruppen^' Weibern ans der Hefe des Volkes und "" K"»A', und Messern bewaffnete Strolche stell" /'^ ^„^tS-mcipal.Agenten und Aerzten "'^6"'' " „ v-rificieren maßregeln ergreifen oder lt.l.a,.l«"«_____________ wollen. Dr. Rubino, der einen fälschlich als cholera-krank Angemeldeten besuchen wollte, wäre fast gesteinigt worden. Ganz Aehnliches kommt übrigens in Oberitalien vor. Es ist bekannt, welchen schweren Antheil Aberglauben, Furcht und Ignoranz an dem heftigen Auftreten der Cholera in dem kürzlich durch den König besuchten Orte Vulca — Plovinz Cuneo in Piemont — gehabt haben. Das Gefolge des Königs fand dort in schmutz« starrenden Hütten ohne Licht und Luft ganze Familien aus engstem Raume zusammengepfercht, in derselben Stube Gesunde und Kranke zusammen lebend, cholera-kranle Eltern neben ihren noch nicht erkrankten Kindern liegend — alles ohne Reinigung und Pflege. Die meisten wiedersehten sich der Trennung von einander. Wo man versuchte, die Kranken zu isolieren, vereinigten sich die Gesunden gewaltsam wieder mlt chnen. und die Kranken selber sträubten l'H »egen b" Transport in das Hospital oder Lazareth. Es "^ Wachen an die Zimmerlhilren gestellt ""ven, ^, Isolierung durchzuführen, «^'^d' ^w.sf^ Furcht, vergiftet zu srznei' annchmen n'^ ^ ^ .^ ^ ffo^crte. den "°" M H"' s"K"^" bracht, um nur N In'verhassten Rei-N-VßH/^wie der Isolierung zu ent. ^"Dasselbe ist in Bergamo Mehen. Die Cholera-lcar.len schickten weder zum Nrzl noch zum UMhew, _________ ------ Laibacher Zeitung Nr. 214 177N 17. September 1834. lichen Warnungsrufe, und die drei Kaiser schicken sich. wie männigllch bekannt, eben an, ihren Friedensbund neuerlich zu besiegeln und vor aller Welt zu documen» lieren. Ganz ohne Erfolg ist jedoch der Liebe Mühe, welche unsere Factiösen zur Rettung des Weltfrieden« aufgeboten, nicht geblieben. Die „Breslauer Ztg." fand sich bewogen, ihre Stimme für sie zu erheben. Sie lässt sich herbei, dem Fürsten Bismarck ihren Scharf. sinn zu leihen, ermähnt ihn, doch nicht die Politik des Vogels Strauß zu treiben und endlich zu erkennen, wie es ja denn doch möglich, ja wahrscheinlich sei, dass die «slavische Springflut" das austro«deulsche Bündnis unmerklich unterwäscht, so dass es „eines schönen Morgens" (die wackere Breslauerin fände den Morgen „schön"!) «wie ein ausgehöhlter Baum beim ersten heftigen Windstoß? von selbst zusammenkracht". Man darf wohl getrost annehmen, dass den lti« tenden Personen der deutschen Politik mindestens ebensoviel Kenntnis der Dinge zu Gebote steht, wie d«?m Vreslauer Blatt und feinen Souffleuren, die dunkel-voll genug sind, sich einzubilden, es kömite ihnen j-gelingen, Verhältnisse und Facloren von europäischer Bedeutung kleinen Partei-Interesstn dienstbar zu machen. Leichten Gemüthe« könnten wir also auch die bereits etwas altgrbackenen Insinuationen der „Breslauer Ztg." unbeachtet lassen, wenn es nicht zu interessant wäre, an dem Beispiele, das sie bietet, zu demonstrieren, wie der Liberalismus auch nicht das geringste Bedenken trägt, allgemein bekannte Thatsachen zu fälschen, wenn er dadurch etwas, das einem Effecte ähnlich sieht, zu erzielen hofft. So peroriert das schlesische Blatt unter anderm: „Will man im Ernst behaupten, die Allianz (zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn) h^be sür uns heute noch die gleiche Bedeutung wie damals, als das Bürgelministerium und dann das Cabinet Auersperg in Wien die Freundschaft mit Deutschland zum Angelpunkt ihrer ganzen Existenz machten? . . . Nein und tausendmal nein! Sie ist weder so zuverlässig wie damals, als die „Herbstzeillosen" am Ruder waren, noch ist sie in ihrem Werte unbeschädigt." Gewiss, wenn ei» deutscher Jüngling zufällig aus diefem Artikel die erste Belehrung über die heutige Politische Constellation Europas empfängt, muss er unbedingt des Glaubens sein, das austro-deutsche Bund» nis sei nicht erst im Jahre 1879 abgeschlossen worden, sondern habe bereits zehn Jahre früher, noch vor dem deutsch»französischen Kriege, das Licht der Welt er« blickt und zähle zu den Riesenwerken, welche durch die genialen Conceptionen unserer liberalen Partei ins Leben gerufen wurden. Nun weiß aber alle Welt, dass zur Feit des Vürgerministeriums, das ist des eisten parlamentarischen Cabinets der liberalen Partei (1867 bis 1869). Graf Beust im österreichischen Ministerium des Aeußern waltete und auch im Innern so sehr Herr der Situation war, dass die liberalen Führer Herbst. Giskra u. s. w. ihre MinisterPorte-feuilles nur seinem mächtigen Fürworte zu verdanken halten. Wie wenig Graf Beust der Mann war, mit dem von Bismarck geleiteten norddeutschen Bunde — das heulige Deutschland existierte bekanntlich damals noch nicht — ein intimes Bündnis zu schließen, weiß jeder, der die neueste Geschichte kennt, und dass das Vürgerministerium, da« sich im Lichte des Beust'schen Gestirnes bewegte, nicht daran dachte, die Freundschaft mit dem nicht vorhandenen „Deutschland" zum „Angel« punkte seiner ganzen Existenz zu machen," braucht demzufolge wohl auch nicht erst demonstriert zu werden. Wohl änderten sich die Stimmungen in der Aera des Cabinets Auersperg. Doch nicht, weil dieses Mi. msterium der liberalen Partei angehörte, sondern weil weil sie überzeugt waren, dieselben seien beauftragt, die Krankheit zu verbreiten. Man sagte, die Aerzte erhallen für jeden Kranken, der in ihrer Behandlung sterbe, zwanzig Lire, und wenn das Tausend voll sei, eine Pension! Da die an Krankenbetten gerufenen Priester in der Regel anriechen, den Arzt kommen zu lassen, so rief man auch die Geistlichen nicht mehr, au» Furcht, dieselben könnten den Arzt und die Be« Horden benachrichtia/n. In Parma wurde der Pro« schor Inzani. ein verdienter und hochgelehrter Arzt, als er sich nach dem Hospital begab, von der Menge ausgepfiffen. Er hatte wiederholt Choleraleichen seciert, und em Berichterstatter macht die bezeichnende Mit-thellung, dass er auf die Frage, ob die letzte Section einen Cholera-Todesfall nachgewiesen, von einer Per» son der besseren Stände die Antwort erhalten habe-„Wissen Sie nlcht, dass man reich werden kann wenn man für jeden Choleratodten 25 Francs erhält?" Wie es mit der Beobachtung von Regierung«. Anordnungen steht, kann man daraus ersehen, dass sogar Pläfecten, wie die von Nvellino und Ancona, Grenzsperren in ihren Provinzen angeordnet h^ben. Viele Reisende versehen sich vorsichtshalber mit Ge. sundheils-Altesten. Der Bürgermeister von Turin hat sich jedoch geweigert. solche auszustellen, und zwar nicht bloß, weil der gule Gesundheitszustand der Pie. montesischen Hauptstadt notorisch ist, sondern well, wie «r össen'lich erklart, die Präfecten und Gemeindttl nicht d««chlia.t 5«ien. solche Atteste zu fordern. zu diefer Zeit bereits Graf Nndrassy die Zügel des Auswärtigen Amtes führte — dieser altbewährte Freund der Einigung Nord- und Süddeutschlands, dem Graf Veust den Vorwurf gemacht hatte, dass er als ungarischer Ministerpräsident „den Preußen die Mainlinie auf der Schüssel entgegentrage". So groß indessen auch das persönliche Vertrauen war, welches Fürst Bismarck dem Grafen Andrassy vom Anfang an entgegenbrachte, so fehlte doch jede bestimmte Formu» lierung eines intimeren Verhältnisses, und in keinem Falle halte das Ministerium NuerSperg irgendwelche Gelegenheit, die deutsche Freundschaft „zum Angelpunkte feiner ganzen Existenz zu machen." Gesetzt aber, dass es dies gethan hätte, wie kam's, dass die liberale Partei gerade dieses Ministerium so bitter bekämpfte , an feinem Sturze jahrelang mit wahrem Feuereifer arbeitete und es schließlich auch in der That regierungsunfähig machte? Es ist dagegen historische Thatsache, dass die austro-deutsche Allianz geschaffen wurde, kurz nachdem das Cabinet Taaffe ans Ruder getreten war; die Aera dieses Cabinets ist die Aera des austro-deutschen Bündnisses. Das austro-deutsche Bündnis ist auf dem Gebiete der auswärtigen Politik das Correlat der Mission , mit welcher Graf Taaffe auf dem Gebiete der inneren Politik beauftragt worden. Nur das Oesterreich, das entfchlossen ist, österreichisch und nichts als österreichisch zu sein, das seine Hauptkraft und seine Hauptaufgabe in der Befriedigung aller seiner Völker, in der Consolidierung seiner verfassungsmäßigen Zustände erkennt, nur das Oesterreich der Oesterreicher kann mit ebenso freiem wie treuem Herzen dem deut« schen Reiche die Hand zu dauerndem Bunde reichen. In der That haben die fünf Jahre des Cabinets Taaffe hingereicht, um dasselbe auch in Bezug auf das deutsche Bündnis zu erproben. Dieses steht heute fester und gesicherter da denn je. Auch das ist eine von aller Welt anerkannte historische Thatsache. Was wollen dieser Thatsache gegenüber die Verdächtigungen bedeuten? Sie besitzen unstreitig nur den einen Wert, zu erhärten, wie die liberale Dialektik selbst mit historischen Wahrheiten umspringt." Zeitungsschau. Selbstverständlich wendet die Presse in erster Linie der Drei-Kaiser«Zusammenkunft ihre Aufmerksamkeit zu. Fast sämmtliche Wiener Blätter, ohne Un« telschied der Parteistellung, besprechen an leitender Stelle das weltgeschichtliche Ereignis und betonen den eminent friedlichen Charakter desselben. So schreibt das Fremdenblatt: „Die Monarchen von Deutsch, land und Oesterreich.Ungarn konnten, in ihrer Fürsorge für das Wohl ihrer Staaten, das Gefühl der Sicherheit und die feste Zuversicht in die Nera des Friedens in keiner besseren, dass Bewusstsein inniger ersassen» den Weise kräftigen, als durch die folenne Art, in welcher sie sich bei dem Kaiser Alexander III. als dessen Gäste zur aufrichtig freundschaftlichen Zusam« menkui'ft einfinden und damit dem friedlichen Gedeihen der Nationen eine Vürgfchaft bieten, für die sie der tiefsten Dankbarkeit und des freudigsten Verständnisses ihrer Völker gewiss sein können " Die Neue freie Presse sagt: „Zunächst ist alle Welt darüber einig, dass, wenn der durch das deutsch'österreichische Bündnis geschaffene europäische Friedenszustand noch eine wirksame Bürgschaft erhalten kann, sie durch den Anschluss Russlands an die Bestrebungen der beiden mitteleuropäischen Mächte geschaffen wird, und dafs die perfönliche Berühruug Alexanders III. mit den beiden Kaisern Franz Josef und Wilhelm nicht anders als im Sinne dieses Anschlusses gedeutet werden kann." Die Presse schließt ihren der Monarchenbegeg-nung gewidmeten leitenden Artikel mit folgenden Worten: „Den Völkern, deren Herrscher sich heute zu freundschaftlich herzlicher Begrüßung begegnen, bietel diese Kundgebung des Einvernehmens ihrer Monarchen die zuversichtliche Gewähr, dass für die nächste Zukunft, und so weit Menschenverstand hiefür Sorge tragen kann, die Segnungen des Friedens ihnen erhallen bleiben und dass sie ihre Kräfte auf die Förderung ihrer eigenen Wohlfahrt und die gedeihliche Ausgestaltung ihrer eigenen Angelegenheiten concentrieren können. Für uns in Oesterreich liegt hierin die beste Bürg« schaft, dass der politische Regenerations.Process, in dem unser Staatswesen sich befindet, in Ruhe, ohne Ueberstürzung und ohne äußere Störung sich vollziehen kann. Die Völker Oesterreichs begleiten deshalb ihren hochverehrten Kaiser mit den innigsten Segenswünschen auf der Friedcnifahrt, die er anlrilt." Da« Neue Wiener Tagblatt gibt dem Wunsche Ausdruck, dass das innige Verhältnis der drei Kaiser „für alle Zeit eine Bürgschaft des Frie dens bleiben möge". — Das Extrablatt fchreibt: ^Wir wünschen aus vollem Herzen, unser allaeliebler Monarch möge unter Gottes Schuhe die Reise nach dem fernen Stelldichein antreten und vollenden und Er möge den Völkern. deren Leitung Ihm von der Vorsehung anvertraut ist, all das Glück und die Wohlfahrt heimbringen, die Sein väterliches Herz für sie von der Begegnung mit den befreundeten Herrschern von Deutschland und Russland erwartet!" — Das Vaterland h?bt hervor, das« alle Völker der Monarchie die Reise des Monarchen mit ihren Segens-wü schen begleiten. Auch die Provinzpresse würdigt in entsprechender Weise die Bedeutung der Kaiser.Entrevue. Der Krakauer Czas begleitet die Relse des Monarchen nach Skiernievice mit dem Ausdrucke Heiher Wünsche, dass dieselbe zur Krästigung der Macht Oesterreichs beitrage. Die Polen seien seit jeher an den geliebten Monarchen durch so innige Bande attachiert, dass sie jedes Unternehmen desselben mit den herzlichsten Wünschen des besten Erfolges begleiten." Inland. (Aus den Landtagen.) Vorgestern tralen die neugewählten Landlage von Niederösterreich, Salzburg und Oberösterreich zu ihrer diesjährigen Session zusammen. Besonderes politisches Interesse werden zunächst die Verhandlungen des letztgenannten Landtages beanspruchen, da in demselben heuer zum erstenmale eine conservative Majorität die Herrschaft und den leitenden Einfluss auf die autonome Verwaltung der Landesangelegenheiten ausüben wild. — Im böhmifchen Landtage gab vorgestern der Oberstlandmarschall bekannt, dass auf Grund einer Allerhöchsten Entschließung vom 7. September eine Regierungsvorlage inbetreff der Zusammenstellung und des Wirkungskreises des Landesculturrathes dem Landtage zugehen werde. Infolge eines Ellasses des Uckerbauministers legte der Statthalter den be-treffenden Gefetzentwurf mit einer entsprechenden Er-läuterung vor und ersuchte, denselben der geschäfts-ordnungsmäßigen Behandlung zu unterziehen. (Mähren.) In Olmütz fand vorgestern die feierliche Eröffnung des neuen Gebäudes für das dortige slavische Gymnasium statt. Zu derselben war auch Se. Excellenz der Herr Statthalter Graf Schön-born eingetroffen. Die Feier begann mit einem Hoch" amte, welches Dompropst Glas Polling abhielt. Derselbe nahm auch unmittelbar darauf die Einweihul'll des neuen Gebäudes vor, welche er mit einer A>'" spräche und dem Wunsche schloss, es möge in demsel-ben die, wahre Religiosität und Loyalität fördernde Wissenschaft gelehrt werden. Sodann ergriff Seine Excellenz der Herr Statthalter das Wort, indem er zunächst der gelungenen Vauftthrung und den Ver> diensten des Fest-Comites Anerkennung zollte und den Wunsch aussprach, es möge aus den neuen Räumen eine gebildete und patriotisch gesinnte Jugend hervorgehen. Insbesondere wies der Herr Stallhalter auf die Nothwendigkeit der Erlernung beider Landesspra-chen hin und sprach endlich die Hoffnung aus, dass die Zöglinge der Anstalt in ihrem Berufe sich Mäh' ren und dem Reiche nützlich erweisen und Sr. M^ jestät treue Diener sein werden. Zum Schlüsse brachte Se. Excellenz ein Slava auf Se. Majestät den Kaiser aus, welches stürmisch wiederholt wurde. Nach der Schlussrede des Directors defilieren die besonders vom Lande zahlreich erschienenen Vereine und Corporatio-neu vor dem Herrn Statthalter, welcher, nachdem er noch zahlreiche Persönlichleiten, darunter den Festung commandanten und den Bürgermeister mit der <^-meindevertrelung, empfangen hatte, wieder die Sladl verlieh. (Gem ein fames Budget.) Die alljährlich stallfindenden Berathungen behufs Festsetzung des ss" meinsamen Budgets sollen Ende dieser Woche '" Budapest beginnen, und werden sich zu diesem Behui^ mehrere Minister dahin begeben. (Die österreichische Delegation) sou" Pest ein neues Heim erhalten. Wie von dort berichte wird, hat die ungarische Akademie der Wissenschaft"' infolge Intervention der ungarisch?« Regierung, ew gewilligt, der österreichischen Delegation noch eiA'" für die diesjährige Session ihre Localitäten zur "" fügung zu stellen. Bis zur nächsten Session wird °'° österreichische Regierung für den Gebrauch der die» feitigen Delegation in der ungarischen Hauptstadt ei besonderes Gebäude aufführen lassen, für welches "^ reits im Staatsvoranschlage pro 1885 ein entspreche" der Credit angesprochen werden soll. .. » (Ungarn.) Der ungarische MinisterpräMw v. Tisza ist Sonntag morgens in Wien eingetrossel' — Wie von unterrichteter Seite versichert wird. ha"!» die Anwesenheit Herrn v. Tisza's mit jenen Vortrage zusammen, welche derselbe angesichts der in ^rzer den im Reichstage einzubringenden Negierunasvorla« dürfte wahrscheinlich auch der Entwurf der TtM "^n Gegenstand des Vortrages gewesen sein, °a, s, ^ feststehenden Reise-Dispositionen Sr. M°,esiat y", vor Eröffnung des Reichstages kaum mehr emr u eignete Gelegenheit gefunden werden könnte._______. Ausland. ^ (Se. Heiligkeit der Papst) befchäft< ^ mit der Durchsicht einer Encyklika .'"ber den w^^ und falfchcn Liberalismus unserer Epoche , we^ einem hervorragenden Prälaten verfasst wuroe llaibacher Zeitung Nr. 214 1)71 17. September 1884. mnen kurzem zur Versendung gelaugt. In derselben 'ird der Satz ausgeführt, dass die Kirche sich slels llm wahren Liberalismus bekannt habe. (Italien.) König Humbert hat vorgestern achmiltags dab vcm der Cholera so schwer heimsuchte Neapel verlassen, nw er ein sc> ruhmvolles nd auch allgemein bewundertes Beispiel königlicher Fürsorge gegeben Hal. Ministerpräsident Deprelis ließ n Auftrage des König« dem Präfecten von Rom tele» »afthisch die Weisung zukommen, er möge jede Mani-Kation zu Ehren des Königs verhindern, indem der !önig wünsche, dass in einem Augenblick?, wo seine 5eelc von dtM schmerzlichen Schauspiele, dem er bei->oh„t.', su lief bewegt sei, keine Demonstration siatt-»de. Trotzdeu, ließ es sich die Bevölkerung von Rom icht nehmen, dem heimkehrenden König stürmische )vationen zu bereiten. (In Frankreich) fängt man schon an, sich nt den nächsten Senatorenwahlen, welche im liinner vor sich gehen werden, zu beschäftigen. Man at herausgesunden, dass von 30 Departements, auf »elche die Erneuerungswahlen entfallen, sieben zur 5tuude nur conservative Senatoren besitzen. Dagegen ehören alle Abgeordnelen eben dieser Departements er republikanischen Partei an, und man hofft, letztere »erde auch die Sitze im Senate erobern. Uehnlich veralt eL sich in drei anderen Departements, die je einen onservativen und einen republikanischen Senator neben ediglich republikanischen Deputierten auszuweisen haben, lhrer Sache weniger sicher sind hingegen die Repu-likaner in den Departements Charente, Charente-fnförieure, Cbtes du Nord, Eure und Finistöre. (Aus dem Sudan.) Nach einer Conferenz wischen Lord Wolseley und den britischen Militär-^ ehörden in Egypten ist es für wünschenswert erachtet »orden, auf Grund des anhaltenden Fallens des Nils ind anderer Rücksichten, sich auf die alternal ve Wüstcn-oute von Debbeh nach Chartum vorzubereiten, obwohl n der Nilroute festgehalten wird, wenn dieselbe sich ls möglich erweist. Unter den Umständen sind die lrbeiten für die Equipierung von 30 000 Kameeln, m Arsenal wieder aufgenommen wordrn. Wenn General ilordon nicht in Alt-Dongola eintrifft und die Nil« lottille dort zurückgelassen werden muss, werden 25» >is 30000 Kameele erforderlich sein, um die Proviant« md Munitions-Vorräthe sowie das Zeltlager der Spedition über die Wüste zu transportieren. Tastesneuigkeiten. Ihre Majestät die Kaiserin habe», wie die .Linzer Zeitung" mittheilt, anlässlich Merhöchstihres üufenthaltes in Ischl folgende Unterstützungsbeiträge u spenden geruht: 100 st. für das Krankenhaus in 3schl, 150 fl. für den Curfond i„ Ischl, 50 st. für ,en Asylverein für kranke Kinder in Ischl. 100 fl. zur Lerlheilung unter die Bedürftigen in Ischl. 100 fl. ür das Elisabeth.Hospital in Laufen, 100 fl. für die Kirche in Laufen, 50 fl. für die Bedürftigen in Laufen. l00 fl. für die Bedürftigen in Hallftadt. — (Auf der Jagd erschossen.) Aus Prag wird unter dem Gestrigen gemeldet: Die 24jährige VrÜfin Therese Schmiesing.Kersenbeck. geborne Gräfin LazanSli. welche vorgestern auf der Jagd bei Manetin durch einen zufällig loSgegangenen Schuss aus dem Gewehre des gräflichen Büchfenspanners am Unter-leibe schwer verletzt wurde, erlag, noch bevor die tele» graphisch herbeigeholte ärztliche Hilfe eintraf, ihrer Verletzung. — (Oh. diese Weiber!) Anna Kord!«!, ein Vauernweib in Komugovina im Bezirke Petrinja. unter« hielt bereits längere Zeit hinter dem Rücken ihres Mannes ein sträfliches Verhältnis mit dem Bauern Stefan Dubii. Die Geheimthuerei fiel dem Weibe endlich zur Last, und Anna beschloss, sowohl dieser als auch dem Leben ihres von ihr gehassten Manne« Stojan Kordii ein Ende zu machen. Sie verleitete ihren Liebhaber, durch einen wohlgezielten Schuss dem Manne das Leben zu nehmen, um von ihr und ihrem Vermögen als legitimer Gatte Besitz ergreifen zu lllnnen Als unlängst ihr Mann nach Haufe kam, behandelte sie ihn mit ausgesuchter Liebenswürdigkeit und bewog ihn. nach dem Dorfe Lovta zu gehen und bei Stojan Trninic", ^nem Bekannten, eine Anleihe zu machen. Der arme ^lann ahnte nicht, dass ihn sein Weib in den Hinter-h°lt sende, wo ttjbtllche» Blei seiner harrte. Der Mann ^ng und Dubii erschoss ihn aus dem Hinterhalte. ^°balb die Kunde vom Tobe des Kordi? ins Dorf ^°ng. wurde da» verbrecherische Liebespaar verhaftet ""d dem Gerichte überliefert. : — (Wozu?) Die kleinste Locomotive, welche r^ls gebaut wordrn. hat ein Herr Henry Ease in h, Eity. Pa.. soeben fertiggestellt. Das kleine Ding. h'3 acht Zoll lang ist und nur anderthalb Pfund ftrui ' ^ °"b Messing. Stahl. Gold und Silber con-den ?' "^ b°""le ^ Herstellung desselben drei Jahre, 'leinen « ä" zehn Arbeitsstunden gerechnet. An der Vla»w"i. """vs. befinden sich 585 Schrauben, und das Punlv«?l ^ ""l "urn Viertelzoll Durchmesser. Die ^ ? o Der Herr Abgeordnete hat von Agenlen gesprochen, welche die Regierung geschickt habe. Mir ist von solchen Agenten nichts bekannt; ich habe leinen hingeschickt, leinen kennen gelernt, denn mir ist keiner zu Gesichte gekommen. Allerdings ist der Wunsch au,-gesprochen worden, dass der Friede und die Versöhnung gefördert werden; deshalb glaube ich, dass die Regierung diese Anwürfe nicht verdient hat und sie keine Missbilligung treffen kann. Wenn der Abgeordnete darauf hingewiefen hat, dass seitens der slovenischen Partei eine Flut von Verdächtigungen gegen die frühere Regierung erhoben wurde, so dächte ich, dass der Abgeordnete Grund gehabt hätte, sich derselben anzunehmen, da er ihr Anhänger war; ich sehe nicht ein. wieso er der Regie-rung einen Vorwurf macht, da di,se sich leiner Pflichtverletzung bewusst ist. Was die Auslassung'!, aus das osficiöse Organ betrifft, so ist dies Sache des Abg. Suklje, der ohnehin sich zum Worte gemeldet hat. (Beifall.) (Schluss folgt.) — (Personalnachrichten) Der Artillerie-Director beim 3 Corpscommando in Graz, Generalmajor Baron Lenk v. Wolfsberg, und der Artillerie-Director beim 4. Eorplcommando in Budapest. Ge-neralmajor Frank, sind hier angekommen. — (Trauung.) Gestern vormittags fand die Vermählung des Fräulein» Anna Schreyer mit dem l. l. Major Herrn Josef Torn a go statt. — („Collegium Mari an um,) Die Verwal-tung des Knaben-Waisenhauses „Collegium Marianum" ist mit Einwilligung des sllrstbischoflichen Ordinariats und der l, l. Landesregierung in die Hiii'be d,r Schul-schweftern deS dritten Ordens de» hl, Franciscus av" gegangen. ,. ,k«rmo"^^^" -(Musikschule der PH lh«^ ^„h„r. Gesell chaft) In b" ^'/'N'^^^ A «wlw" l»> <^°"^ w«de„ Swnden "°""»»ch'»« «h«»'l»"» <" dli Tamen. uni Hem«. ,^iI°n1"r"Mu,.,,ch«l° der „Vl°«ben, IMatica") wurde Monwz. den 15. d. M,. der Unter« Laibacher Zeitung Nr. 214 1772 17. September 1884. richt im Clavier (in sechs Abtheilungen), in Streich« in strum enteu: Violine. Viola. Cello. Contrabass; dann im Chor» und Sologesang eröffnet. — (Ein hitziger Redacteur.) Bei Tumulten, Straßenaufläufen !c. geschieht es sehr häufig, dass Personen, die an denselben leinen Antheil nehmen, oder richtiger gesagt, keinen solchen zu nehmen haben, zum Handkusse kommen. Namentlich in größeren Städten ist dies sehr häufig der Fall, und wir erinnern uns, dass anlässlich des Stadttheaterbrandes in Wien am 16. Mai l. I, nicht weniger als dreißig Klagen wegen Wache« beleidigung, Cinmengung in Arretierungen u, s. w. zur Austragung kamen. Sogar einer der hervorragendsten Wiener Cavaliere mustzte seinen Feuereifer, indem er einen Wachmann einen „dummen Kerl" nannte, mit einer Geldstrafe von 30 st. büßen, und selbst der Ein. wand seines Advocaten, einer der hervorragendsten juridischen Capacitate« der Residenz: der Herr Baron wäre ein Ausländer und könne einen solchen Ausdruck nicht gebraucht haben, wurde vom Richter mit der Bemerkung abgelehnt, es müsse der Herr Baron von einem seiner Kutscher, deren er zahlreiche besitzt, diesen Ausdruck profitiert haben. Der Vertheidiger erlegte sofort das Bußgeld, ohne sich hiebei der Aeußerung zu verschließen: «Das ist der Dank. dass Baron B. die ganze Nacht sich am Rettungsweile betheiligt hat!" Nun, so ganz passt allerdings der erwähnte Fall auf die Wachebeleidigung nicht, wegen welcher sich gestern der verantwortliche Redacteur des „Laibcicher Wochenblattes". Herr Franz Müller, beim städtisch-delegierten Bezirtsgeiichte zn verantworten hatte, denn er betheiligte sich an keinem Löschwerke, sondern er mengte sich nur in eine Angelegenheit, welche, wie er irrthümlich vermeinte, auch in das Ressort eines Iour« nalisten fällt, die aber ausschließlich den Organen der Sicherheitswache anheimgestellt ist Herr Müller gerieth an jenem verhängnisvollen Juli.Abende, an dem der Verein „Sokol" mit klingendem Spiele und in Beglei< tung einer johlenden Menschenmenge am Casinogarten vorüberzog, derart in Extase, dass er nicht umhin konnte, die vor dem Garten promenierenden Wachleute etwas unhöflich für die allerdings nicht sehr angenehme Störung verantwortlich zu machen. Vergebens versuchten einige Freunde ihn zu beschwichtigen, — es half nichts Der aufgeregte Redacteur war nicht zu besänftigen und das Facit war — Wachebeleidigung. 10 st. Strafe, eventuell achtundvierzig Stunden Arrest bilden den Schluss der Affaire. Wie heißt es doch in einem Ge, dichte? „Blinder Eifer schadet nur." — (Aus dem Schw urgerichts - Saale. ^Schluss.) Nach geschlossenem Beweisverfahren stipulierte der Gerichtshof die Frage an die Geschwornen dahingehend, ob der Angeklagte des Verbrechens deS Todt« schlages schuldig sei oder nicht. Vertheidiger Dr. Hra" iovec beantragte die Aufnahme der Euentualfrag?, ob der Angeklagte nicht in der Nothwehr sich befunden. Wodurch in diesem Falle nur das Vergehen gegen die Sicherheit des Lebens involviert sei. Der Antrag des Vertheidigers wnrde vom Gerichtshöfe abgelehnt. Slaats-anwaltssubstitut Mühleisen beantragte die Schuldig» sprechung des Angeklagten und sprach eingangs seines Plaidoyers das Bedauern aus. dass der erste Fall, welcher im neuen Schwurgerichtssaale verhandelt wird. neuerlich das in Kram am meisten vorkommende Ver« brechen, nämlich der Todtschlag sei. Es sei nothwendig, ein Exempel zu statuieren, damit jenem Verbrechen end» llch Einhalt gethan werde, welches das ganze Land dis» kreditiere. Dr, Hraöovcc plaidierte für die Freisprechung seines Clienten. Nach dem Resume des Gerichtspräsi. denten zogen sich die Geschwornen zur Berathung zurück. Der Obmann derselben. Franz Drenll. verkündete den Wahrspruch, wornach Balantii einstimmig ols schuldig erkannt wurde. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten unter Anwendung von Milderungsgründen zu einer zweijährigen schweren Kerkerstrafe, ver» schäft mit einem Fasttage in jedem Monat. Die gegenwärtige Schwurgerichtsperiode wird nur bis 26, d. M. währen, und gelangen in dieser Woche sechs und in der kommenden vier Fälle zur Verhandlung, Gestern wurde der 21jährige BesitzerLsohn Franz Iugovec au« Gooeiiie wegen Verbrechens der schweren körperlichen Beschädigung zu einer achtmonatlichen schweren Kerkerstrafe. verschärft mit Fasten, verurtheilt. Derselbe gerieth am 1. Juni in einem Wirtshause zu Godesiie mit mehreren Burschen in Streit und versetzte dem Johann Alic einen so wuchtigen Hieb mit einem in ein Sacktuch eingewickelten Steine, dass dieser eine 2'/, Centimeter lange Wunde am rechten Auge erhielt, wodurch er der Sehkraft beraubt wurde und heute nur mehr Licht und Schatten zu unterscheiden vermag. Den Vorsitz bei der Verhandlung führte LGR. v. Ihuber, als Vertheidiger fungierte Dr. Mosch e. — (Gemeindewahl.) Bei der am 8. d. M. vorgenommenen Neuwahl des Gememdeoorsiandes in der Ollsgemeinde Strajne wurdeu gewählt: Mathias Le< ivcncic. Grundbesitzer von Strajn?, zum Gemeindeoor« strh«r. Thomas Podjed. Grundbesitzer von Lanisch?, und Franz Iruik. Unter dem Mittelwerte dürste die Ernte bleiben in Senica, Sarajevo, Prnjavor, Banja" lula, Vjelina, Srebrenica und Vlasenica. Mudolfswert, 15. September. Die Durchschnitts-Preise stellten sich auf dem heutigen Markte wie folgt: ft- I lr, si. j lr. Weizen pr, Hektoliter 7 50 Eier pr. Stück . . — 2 Korn „ 5 10 Milch pr. Liter . . — » Gerste „ 4 80 Rindfleisch pr. Kilo . - 52 Hafer „ 2 ?tt Kalbfleisch „ - A Halbfrnch! „ 6 — Schweinefleisch „ - >^ Heiden „ — — Scl)üpsensleisch „ — 40 Hirse „ — —j Hähndel pr. Ttück . - ^ Kukuruz „ «40 Tauben „ . — 20 Erdäpfel pr,Meter-Ztr. 2 40 Heu pr. 100 Kilo . " "" Linsen pr. Hektoliter — — ! Stroy 100 „ . -^ "" Erbsen „ — — Holz, hnrtes, pr.Cubll- Fisolen „ — — Meter .... 2 71 Nmdsschmalz pr.Kllo — »0 ^ weiches, „ ^ Schweineschmalz „ — 801 Wein, roth,, pr,Heltoli! 12I.« O. schwach heiter "'" 9 „ Ab. 744.7« ^Ill.0 windstill bewölkt ^ Morssens Nebel, dann heiter; uachmittagS zunehn^" Bewölkung, Abeudroth; abends ganz bewölkt. Das TM" mittel der Wärme -j- 1«,8". um 2,8° über dem Normale. ^. Verantwortlicher Redacteur: I. Naa. llö. 8e8te8 Imllvmm bei Wemien. _—^—^^^MM «rpl-ubt no, «U8ton, «2>8lts2NKN8itSN, Muon- unll 8l28onl,ren!«.......8^-8b! 8N'!!5> k>!!>!>.......e: «s>, bl — l«!>iel <"/, G!aat«lose . i!5<> si. 12t'l5 1»l, — l««(!» D", »anz? 50!» „ 134 l-0 184 50 l»«u«l s>7„ ssünstki KW , 148 — 143 s,0 l>!«4?r <5«aal»l»1t . . U!« „ »?» 7s, l?i ^s> 1»»u»>« , . . 5» , 17b — l,l — 55 Nna. l^^ldient« «»/« .... lzz> bo 125 — , ,, 4«/« . . , . 9L-?s, »li 90 , Pavictrcntc 5"/« .... gn.gs, hg- - , Hisenb.'Nn!. i^ofl. i>. 10» fl. . . i:5._ H5z!5 Vlnndentl.' Obligationen (für 10l> fi. T.,H.). l°/„ böhmische.......lyß.zo — ^ U°»«Mche.......lu°-l00L0 »>°/« mührl che.......IY5.75 _.__ «°/«n!«ber8fterrl«« 2b«röst«rr<:ichllche .... 104-50 10« - 5'V» f'clrische.......i05 — - — «>«/<> lroalisch« und slavonische . 10» — 1»2 -lV» i:^>!bür«ls<4« .... i«o/bibil5 ------' .«clb Ware 5°/. Ieme«»ar«vanal« , . . lac.'— icc, 7s, 5»,° ungarische......100 «0 ^1'30 «udcre Issentl. Nnlehe». Donoli^Nen.'^ose 5"/n 10» fl. . l 15,'— l 15 50 dto. Nnleihe 187«, ftennsrel 105- .------- ^lnlchcn d. ^tal'lgcmeinb« wie» 10» eo 103-- . «nlehen d. E>tabtaemeinbe Wie^i (VUber eder Gold) ....-------— — ^riimlen-«nl.d.Stadt«em.w««a '2L »0 111 «!0 Pfandbriefe (s « ^'/,°/n. . '0!. 11. l00 25 dto. <» <°/>» - . s<75 l»e — Nng. »Uß.Vol>enc«ebit»«ctienges. in Pest in 34 I. veil. 5'/,°/° , wi ?c^ 1«^ tl. Priorität«. Obligationen (für 100 fi.1. «lisabeth.iUettoabn 1. «mlsfton lc» eo l09 — Nerbina>ib«.Norbl>ahl! in bilb. lc5 5b ic>8 — ylan>I«se».Vahn.....y«sttrl. i>t»r!?w«ftü»l!N .... I«z ll, 103 ho Vilbentütacc.....97 zz l»7«l» «el» w<>" «t«at«bahn 1. «misston . . . I8N — !»?'75 «>üdbahn ck »°/,.....»»4 is. I« »5 « ^5«/«......,,3 .. '.»35U Nn«,.,,2li,. «ay» . . . . V8 50 »»7« Diverse iiose (per «lii«!). «lrcbttll's!' ,»ft ff , l7«s,u i?1 — 2l»ry.«o>< «0 ft....... ^,— 41 8c, 4"/p Denau.U)amfs<«. wo ,. i,5>l0 l,« - eaibach« Pr«m>«n.«nl,,hen «0 ft. „- - »t- 0fen« rose 4l> fl...... 4l 50 <.i 50 Palssh.Lnse »e ,3 l» ValM'ill'se 4« «l..... «>.<', s.t?5 Vt.-l^rrolO'Voi« „/ ^, __... — — lDefierr,.Nni,. Aanl. . . " .54,-85,1-Unionbanl l«»u >1. . . ' ,0— »0 5<> V^lchrolinl W^i. i4c> il, ' i<ß. !,<8t(» Ve!d V»«e Actleu von Iranshort' Nnternehmnnac» (per Vtixl,, «lbr«cht««»bn » . — «Isi>ld.fl<,!M»!,.«ahn»0Y'l.««lv. 1?^» — l?e «5 »Nsfiq,.L'Pl, — »<5 — , sll». ») loa ft. , l«c< — il>5 — Donau « D»mvfschiff«hrt » Gls. Oefterr. 500 ft. «Vl.....5si — 530 - Dla,l.Li!.lVat,-Pb..H )»0»!l.V 17!< — 170 bl' Dnl»«obnib»che««l..K.»ooss.G.--------------- N,V. IS«; 75 198— Ferl)manb«<»t°ldb. 1000 ss. «VI. «3»«, »3^5 ssranz.Iolef.Vahn «no fl. Vilb «»? l<0 »l8 — 3üufiirchtN.Varcsn«is.»aofl.G.------------ V«l,.. W. . . isi to l-»i— Lloyd, öft.'UNg, Trieft boofi.ÄV.'. «s.2 — 553'^ Otfierr. «ordweftb. «oofl. Vllb. i7« l' 17« cio dlo. M. U> »an fi. SN!>« . ,77 — :i?5<^ Praa'Dufcc!tis«nd. 150fl.Silb. 3!»— 4°— «ubols» «ahn »uu st. Silber . i»o 5., l«o 75 VlebenbÜlger «isenb. «0l> fl. G, i?e— 17« 5» Vwul«ci,e.,b»7,n »no sl. ö. W. . ,303 ^ «0? ^0 SNbbal!!! »no fl, Viwei , 14« — l4» »c^ V«d.«cibb. «»b,,«. «»fi.««t 14» ib 14^50 Iheiz.Vahn »ON ss. «. W, . . »4» « «5^'«l Iiam«llft»V«s.,Wr. 170 ss, l.W. »li — «II ib , wr.. neue i»l» « fi. Vilblr IV5 50 lb«'^» Nng.Wesib.(»l»<,b.»la,)»«»fi.«. i7l 7l< 17»»5 Indnftrie.»etle» (per «tn«). «„yd« nud Kinbberss, «Is»» nnd Vtahl Inb, in Wien 100 fi. . 9«- »5 — «>ahnw..l!e3- -Ealq°.T«rj. «isenraff. >c»0 fl. - 11» üb 114 — W»Nl.»<..V.. Oess. in W.ioufl, —- -.. l«lj»il«r »ohlnlw.«««s. U» ?. . »>- «.'— Devise». Veulsche Plihe......b» 70 c» «<» London.........l»! ?o 1« K5 «llii«.........« »'i «»"» Petersburg......—'— —'^ Valuten. Ducatcn........»7? »?» LN.»ranc»'«tü6 Luoliliancllun^ lz. v. llleinniM ll ssll. Lilmbe^ ! inl6k6«on66r6 äem k. k. 0I)6r8VMQa«iulN, äcr k. k. 0kol'r6a1.^wil6 ! 66n ?rivul»c:nui6n >vis äen Volk«- mi6 1jür^6r«^mlon oinLelUkrlbn ! 8oW1WoIi6I' 1 in uouoston H.uä«.xsu, tt>0l'!,s!>, v,nci in cllNIM^ullLN kcnulkünäsn, ! ! ^^^ lUUialeuep luallentsllpkn. I ^^^Mß^^^^ voriii^Uoli ^lrlrsuü«» Illttol, dol »Hon ^i»nll' » l^^N«M^^«^^W niml oelit lln Imdon in I»«il»««?/i, nur in lion ^uotiioilon äor ^ >WW^WV^I>^^> Is«lron 6. ^ioooii, ^Vion«lgt.r»880; .sogol s volioä», > I'i-oncliolnpwtu; /l^tli/tbttT'l/.' ^I»ot!>o1l0l X. 8 nVN ill; > MW»«M»WWW ^"^' I5i22oli, ^nnUio^oi- ^on. Ii«r^,n»,nn; ^ö^».' > WlMMl!».l>«^^W ^potlioll0l H,. <1o tiironeoli; ^l lUl^^M!l >Nl«WN» ^nwn I.od»n; ^ess«,«,«.' Hnotliolior ?Il. liitgcliol; D «^^^WWWD^W» ^i«sl»na»^i.»llu»'/'.' ^noUlvIlvr H. lindloll; A'sc/t.o»'- > DW^WW^^2«W» "e»nbi/ ^i>n<.noll<,r ^on, lllüioic; t)ttti.' ^nol,iio1l0l > °^ «'llrt,^,«», ^. Xu,)lor8cniniu6; ^i^/tl,//«c^.- ^^». (.'. ^ul)iuni. > <^İ ^^^ ?1il22lio1iL22 LHUiuit QsdiHuodsau^LiLiliiZ 35 Irr. > ^ Wl'gcn gänzlicher Auslösunci der » 5 E. sckmiät'scken Almäelsgüetneeei l ^ werden aus derselben noch l ^ eine Anzahl sehr schöner Comferen und Nosen^ Mistbeet- < l- Fenster und Garten-Werkzeuge (3??4) 3-2 ! Z zu äußerst mMgen Preisen nerliaust. ! ) Kauflustige wollen sich wendell: Laibach, Karlstädterftrahe Nr. 2. ! (3309-1) st. 7384. vul 80 je Klll».wl.j6m all «eittm V 086bi f;08p. i^onoldu. 6n,ug1a 12 ^Ltliks in tttmu äo8wvil csuillli oälok oä 7. av-8U8tH 1884. öt. 7384. (!. kr. okr^'no LoäiäöL v UoUiki du« 7. «.v^uätn, 1864._____________ (3820-1) st. 2718. 06 e. kr. okra^'uL 80(1ich6 v iu^em- ^cloviee in Oiiirom». n^e^ovim nono-Linanim pravmm nuälsduikoin n^uüni, 6ll ^j6 v1(M ^un«2 ?U06^ iL 31l^v^6 Vani 8t, 9 wido ck^aes. 19. uvgu^ta 1884, «t. 2718, 2k pi-jnokkkwvku^ luät,-nin8ko nliivies äo villUFl'käu. ton. «t. 89 ^ra.i^in6 zu/6mn6lzk6 in än. «o ^6 ^oiekli (lmäovcn Kot ^em^Lknjiinemu lüLtniku tkgk 7.6in^ißöu p08wvil ^,uwu 3tturnd6l.j ix UorLi^L ^äovice 3t. 0 2k Kurators acl acium in 86 mu «d ^'6änom vroiiil nlepi» 6otiön6 wido. (!. kr. okrajnn. «oäni^n. ^u^smnork änü 23. KV8U8W 1884. (3613-1) ät. 7088. V i^viÄini 8tvüii ^laii^ öulche ii^ (^or. I^okvi06 öt. 30 86 pri to^ 80c1in.ii (Irü/d6ui üuevi ^I^rko Orli^oviiuoviu, na 7li5 ^Iä. in 500 ^1(1. ceu^uili ^6m-I^i3l: na 22. oktobr», 21. N0V6mdraiu 2 0. llo.smbra^^ ^ (3717—1) ^ Št. 4943. Oklic izvršilne zemljišèine dražbe. C. kr. okrajno sodišèe v Litiji daje na znanje: Na prošnjo Gasparja Irta iz Tre-belevega dovoljuje se izvrSilna dražba Janez Žganjarjevega, sodno na 2505 gld. eenjenega zemljišèa vlož. št. 83 dav-karske obèine trebelevske v Trebe-levem. Za to doloèujejo se trije dražbeni dnevi, prvi Da 8. oktobra, drugi na 7. novembra in tretji na 3. decembra 1884, vsakikratod 11. do 12. ure dopoludnè, pri tem sodisCi s pristavkom, da se bode to zemljisèe pri prvem in dru-gera roku le za ali èez cenitveno vred-nost, pri tretjem roku pa tudi pod to vrednostjo oddalo. Dražbeni pogoji, vsled katerih je posebno vsak ponudnik dolžan pred ponudbo lOproc. varšèine vroke draž-bcnega komisarja položiti, cenitveni zapisnik in zemljeknjižni izpisek lezö v registraturi na ogled. C. kr. okrajno sodišèe v Litiji dn6 4. avgusta 1884. (3G75-1) Št. 3064. Oklic izvršilne dražbe premicnega blaga, C. kr. okrajno sodišèe v Ilibnici naznanja: Na prošnjo Antona Škrabeca iz Krobaco dovoljuje se izvrsilna dražba Janez Božièevega, zarubljenega, na 1810 gld. cenjenega zemljišèa v Pod-tabru, zapisanega v zemijišènih knji-gah katastralne obèine Podtabor vlož. St. 1. Za to doloèujejo Be trije dra/-beni dnevi, prvi na 11. oktobra, drugi na 1 1. novembra intretjj2nadece^^^dopolu-vsakikrat od J1- ristavkom, da se rf»d v J>Ä5 »tvari pri pryej ill bodo .^'S'je zix ali cez cenitveno ÄfpH tretjej draibi pa za vsako ceno in za gotov denar oddale. C. kr. okrajno sodiSte v Ilibnici dnö 13. avgusta 1884.