LmbachnOMtlmg. Aiiltllchel Tbeil, D r Minister sNr Cultus und Ui.tclliä't hat b^> Schriflslrllcr '!,?d Lmittol. Redactor des Rclchsgesctz. blattcs ^lllliz Vel'slil zum Scriplo» a» dci Sludien-bibllolhct in Vaibach err'nnnt. MiMmtlicher Theil. Der griechisch, katholische Bischof von Przcmysl Johann Rillet' v. Slupnicli Hal am 29. August a>S solcher unlcr Inlcrvcnicru"g Sr. Excellenz des Hcirn Mencraladjulai'tell Glasen Gclleaarde — in Vcrlicluüa oe« ObersttammcrelS - und Sr. Excellenz des Hcriu Ministers für C.illus und Uulerrichl lr. o. Slrcil^yr den Eid in die Hand Sr. Majestät des Kaisers u^. gelegt. Das h. l. und t. Ncicbslriegsministerium sowohl als auch das h. l. l. Vandesve,lhe!di^n,^ministerium haben über Ersuchen Sr. Excellenz des Herrn Handels. Minister«! sür dlcsc« Iahl die Post' un.> Telegraph.» bcamlcn aus dem Rcsc,oc- und dem Landn».Imstande init Ausnahme jc»er, milche dic Chagn v.^l, Umer», be» zichungl'lvcise Oberoffizieie!, belleiden. von der Erfüliuna ihrer gesetzlichen Heeres - Diclisl^flichl bcfrcit. T urck bicse Maßegel ist emem etwa zu besoigcndcn Mangel an Personal bei den verschiedenen Postaustallen vor» gebeugt. IX. Verzeichnis der für den Fond der WellauSsttUungS-Eommissim, für Kram gezeichneten Beiträge: Von Er. Durchlaucht Fürsten C^los Aucrs. ft. lr. Perg in Albrcchlebcla.......5>00 — von Herrn Gergoerweser Änlon Homatsch in Gradatz...........20 — von der lrainischen Spa,lasse ln Vaibach . . 1000 — von Herrn Oymnasialdireclor ttorcnz Krob in Krainburg.......... '^ — Von den Herren Gymnasialftsofessoren Michael Hollar, Thomas Zupan und Franz ssrasan je I fi., zusammen .. ^ ..... 'j — von Herrn t. l. Truchscß Dr. Joses Riller v. Saoinschegg in Mültling.....20 — hiezu laut der früheren Verzeichnisse . . . 278U 80 Summe . 4!j.'l1 80 Was mit dem Ausdrucke des Dantes zur allgemein nen Kenntnis gebrach! wird. Nom EsMllill - ilmmle l)5l' Ul^lllNl^jlellllll^' Comluissilill sül Rraiil. ^aibach, am 30. August 1872. Der Präsident: Auereperg m. p. Für den sländiacu Neferenlen: Vcsteneck m. p. Zur Action im Innern. Die Frage dcr Wahlrcform gibt dcr öffentlichen Presse neuerlich Stoff zn Combinationen und Erörte-ruliaen. I„ d^> lctzttn Tagen traten wicdc» ,zwci »eue Vcrsionc» auf. Ein czcchischcS Vlalt will aus compctcn« ^ lcr Quelle von seimm wiener Corrcsponseiltcn erfahren -yaticn, daß die !m Ministerium des Innen, cbcn in An. gr.ff genommene Wahlles°,m-Vorla^ nicht« rmilcr als d.e Verdoppelung d«r Mgeordnclenzahl bezwecke. Die ..Presse' erllärt d.csc ,l.m«hmc als u.wahr und liißt sich ülicr d,c zwc,tc Vclsio,, vrrnchmen. wie folgt- ! ..Da dürfte die zweite Version schon chcr'einen yreifbllsen Kc>n lmlen. wenn sie auch ilber dunllr. ganz allgemein vorgebrachte Andculungn, „lclit lj!l,al!Sqcht ' Nach diesen soll vor allem die Vermehrung 5cr Abge^! ordnetenzahl leiue Verdoppelung in runder summe oder ^ eine für die einzelnen Va,idcr gleichmäßige Erhöh,,,^ cm.' halten. Man sei vielmehr orsttedt, einen derben Grund, fehler der Fchrnar-Verfassung. der darin besteht, daß sie' in dcr Wahlordnung die einzelnen Länder nicht nach lhrcm polil,scheu Gew'chle berüctsMigte, dadurch zu ver« weiden, d.^ß man das natürliche Gleichgewicht durch eine ^ Volitisch-ratioiiclle Rcchoungsmclhodc herzustellen sucht, "erstehen wir den stailoclbrämtcn Sinn dieser Worte """. s° soll der von der Regierung vorzulegende iönt-wurf die einzelnen Vänder weniger nach der Kopfzahl "" ln Nücsstcht auf ihre Entwicklung und Bedeutung. für da? Gcsannnlllben de: Monarchie laxieren. Einer lolclict' Vcrcchlnll'ss stellen s,ch Mr bedeutende Schwie. 'iglclt^n entgegen und sic ldnntc leicht Anlaß zu theils ^lichl^rligten. lhcils zu uiigcrcchlcl' feilen geben. Wir zichcn eo deshalb auch vo7, oi Wichten über oen I.ihalt der Vorlage auch vorläuft« dm Eharaller nan oa^en Vcrl^ulhun^en z», viudiciercn. Ä«s jetzt steht "ur so viel fest. daß im Ministerium tes Innern ein Wahlreform-Entwurf auS^arbeitet wird. daß derselbe jedoch nichleweiiign als bircits fertig vorliegs, da er vor alllln. sobald er vollmdet ist, den üblichen Oeschiisls-qang im M'Nlslcrium dco ^nncin pclssielcn m.ß, mög» l,cherws!se schon bei dieser cislm Bchlll.olu^g zur Ueber, arbeilui'g an den Verfasser zmück, '.iro und erst nach G^'thmiguna durch den R^, i?r zur Vc. ichlußfass.mg an den Miniswrath qelungt. Unser Ver^ lvallul.gs-slppalat bietet, »oic hicraus zu «»sehm. hinreich, dc Bürgschaften dafür, daß ein: so wichl.gc Frage nchl in überstürzter Wcise rrledigl werden lann." Die Czcchcnführer werben noch immcr Nlchl müde, )ic Milwirluug der czcchischci, Partei an der v eis as. ,ui, gsmßigcn Entwicklung Oesterreichs zu be lämpsen und z» vcielleln. Die Eprechwarle der regie-^«gs'cindlichen Parteien cttlälen du,ch den Anschluß dcr ,ehlcre» an die vcrsllssu>^,,^undliolle„ ; adgeschen davon, daß eine Regierung, welcbc OcNtr. reich erhallen will. lein Inlclrss? ta> chl'slao.sch: Vol/ zu ^lrn,»,>l«sier^ll, fahrlmg des lehlen ? ^ > so li,l,chic5e,! da^cgrn, d»^ d,c delzcili^c österrcili ,U0sorm dcn llationalel, In- tcrcssc:, des dühmischin Vo,l^ abträglich ist, daß es wahr lich unbegreiflich lileidl. wie man mit einem solchen Popanz das sonst gesunde Urlhcil einer qanzen Nation so lan.^e gefangen halteu loxnle. Wer nihl von vor!" herein blind ist. wirs zugcilchcn müssen, daß seit dem Ätgmne dcr lvüstitulionellln Acra in Olslelreich lein ualionales Elemci.t so stetig a?, Terrain a e w o n u e r, t,at, wie das c z c ch o s I a ri s ch e. Schritt für Schrill hat es unter dcm Schutze sowohl m Böhmen a!s »> Mahre» Piopa^aud^ gemach! und selbst da festen Fuß gefaßt, wo ,'n.hcr das Deutsch, lhum unumschrü.lt geher.scht hat. Und trotzdem sollte das Voll sich noch immer einreden lassen, die Bersas-sung habe cs auf die Vernichtung ftiner nationaler,. Existenz abgesehen? h!ehc das nicht, sich selbst e.n Armulh«-^ugms aueslcUcn? M.n hebt doch stele mil so g,oß?r Genugthuung hcroor. daß dlc böhmische Nation sich trotz Jahrhunderte langen Oruckes und selbst während de« hällcstcn Absolulismils so wunderbar lonsciviert habe. und nun. wo Oesterreich sich einer freisinnigen Versag sung erfreut, sollte cs dicscr Nation unmöglich sem. ,ihrc Slauimcoall zu c-.l,altcn? Wahilich, w»un dic übcr^ aus gieße Sumuie an Krajl, welche vom böhmischen ! Volle seit zehu Jahre« im völlig nuhloseu polillschcn Kampfe vergeudet wurde, der nationalen Literatur ^ Kunst und Wisscuschaft. ter Iudu st r i e u>,d dem ^Handel zugewendet woldcn wäre, die Exist.nz dcr böh-^ mischen Nation müßte heule eine weit gesichertere u»t> festere scm. als scl^st bci rücku'.llloscstcr Anertennung des ..böhmischen Sl^alslechtes" je dcr Fall gewesen wäre! Sollte das Voll sich dieser Wahrheit noch immer ocrschlichcn wolle»? Sollte cs nicht cndl,ch einsehm, daß die Motive, welche die Führer bcstxnnnn. trotz der notorischen Uufruchtballeit der bisherigen nationalen Politil ,in ihrer trotzigen Negation zu verhallen, ganz andere ; sein mögen, als ihre Organe vo^ebcn und als den wah-, ren Interessen dcr Nation ersprießlich ,fl? Die Or. schichte dcr letzten Wockcn Hut in dieser V^ichunq sehr >icl lchr'eichcs zu Tage gcsördcr«; sdllle das am Volle' selber, das doch leine PrioaünllrtfslN zu verfechten hat, , gänzlich spurlos volüdtlgehen?" ! ! Zur Action in Ungarn. Am -j. d. M. trilt der ungarische Reichstag in neuerliche Action. „Naplo" rühmt sich. »,,, dcm Aclionsplan der Ne-gitrlmg vertraut zu sei», und bringt hierüber an leiten- dcr Stelle einen llwaeren «rtllel, btm »ir nachfolgende Stelle entnehmen.- ..Graf Vonyay ist nicht der Mann. d« sich mil halber «rbeit genug sein lüßt. Er tritt eigentlich crsl lctzl das ungarische Mimslerpräsibium an. da er j» bis» hcr nichts anderes hat thun ttnnen, als mit den Tia< dilionen einer nicht von ihm geschaffnen Bctgal'genhtil i^u lümpfen. In Wlllllchleit btg,nnt seine sllb,ltigene Arbeit erst jetzt. Er wird die Reaierung neu bilden, d» zwei MlnistelportefeuilleS in Erledigung lommen; er ist darauf aus, die einzelnen RlfsortS neu zu orlillnisiercn; besonders in den von den Nal'onalilatln bewohnt»« !Eomitatcn tverden starse Häufte die Ver^alluria lelle« ; auf dem Getmle dcr Recttepftige gehen große Ncfo'Mcn vor sich; die Staatspolizei wnd elnglflih'l werden ^ der ÄoSbau der intcls.allonalen VahnliNlen des Bandes wird beschleunigt; an der Errichlung einer unabhängigen Na» lionalbanl wird emsili gealbeittt. und um der wlct>l>gslen Oinge lciüts zu vela/sfcu: die Reform des Oberhauses und die radicalc Lösung dcr Angelegenheit, welche man lathollschc ?lulo!>omic ncniit. wird den unausschicbbaren Aufgaben bcl nächsten Zulunfl angefügt. Zur Ergän» zung des VlldcS müssen wir auch noch einen, aber cmen sehr wichtigen 3atz hinzuthun: In Vrlrlff der auS» wältigen Vcziehungtn unserer Monarckic geschehen solche Fcflsilllunnln, welche - soweit menschliche lvcrcchnnng iolchcs oorhcrsaatn mag — auf lange, lange Zeit den Frieden sichern." — Die Action in Siebenbürgen wird bei d:r vor wenigen Tagen dort vor sich gegangenen Personal» ocräidcrung eme ve'ärideitc Form annehmen. Da« un< qarischc Amiedlall brachte ein N. h. Handschreiben, ausgüfllligl zu ^apeudurg den 25. v. M. nachstehenden Iiitzaltcs: „lieber Graf Pcchy! Ich habe Sie mit der Ver-i! bei der faclischen Ver« nqarn betraut, als ich Sie ^u meinem ,, Eommifsür ernannt habe. Nun bci dli ^.........^ .,.^ dics^r aroßen und bedeuten« oen Nuf^abe die Schwieriglcllen des Ucliergangt« erfolgreich gelost sinl>, enthebe i« Sie hicmil der Agenden mc« löniglichcn Eommifsä^S derars, daß Sie Ihre Thätigkeit bis zum letzten September de« l. I. ooll< lommcn beendcu. Vei dieser Gelegenheit gereicht eS mir zur Vefrie« digl'na.. Ihnen sür die treue, talloolle uttd erfolgreiche Thätigleit, die Sie während Ihres Nirlens als l0n. iäommlssür bl?undet. meine dcr Giöhe der Nufgabe an« gemcsse.ic oollc Anerlennung und Würdigung auSju» drücken." Der „P. i?l." zieht die in Siebenbüraen nunmehr an der der Tagesordnung stehenden Reformen in der «dminislration in das Gebiet eingehender Erörterungen. Wir wollen aus dem Keitartilel dlS genannten VlatlcS oic Cardinalsätze hier folaen lasscn: „Äm I. Otlovcr hört die provinziale Verwaltung Siebenbürgen« auf und die des lön. ungarischen Mi"i' stcliums tritt an ihre Stelle. Einen I'lonat später, am l. November, wird der bisher entmilitarisier»! Thril dcr Militärgrcnze dcm lönigl. ungar. Ministerium urttl-stallt, ^ang gchcgte Wünsche der Nation gehen damit in Ersüllung. Vlbtliien wollen wir aber. daß polil'sctieS Sehnen und Streben nur dann erfolareich oerwillUchl werden lonucn, wenn sie von palitlschcr Weisheit aclra gen werden. Nur lehlere verleiht den unsicheren, infi'Nl« , liven Gcfühlen einc verstänblichc Oeslalt urid Form. N'bt ihnen eine intrll^cluclle Macht, um die entueamstlheliden Hindernisse zu belän.pscn uud zu bescitiaen. D'ls" l'l' litischen W^iShcit wollen wir die ausaibreilllste 3t. teil wünschen, wcim R,gicruna und Parlament w^ci zusannnenwiilen werdcn. um daS weil der Rcccmslruo l!0ü Ungarns durch '«esctz und RcHt zum Heile des Forlschrilles und der Freiheit ,u voU^eben. Ueber die hmsichllich S,ebenbüsaenS zu befolgende Politil haben wir uns so oft und so ausführlich qc. autttrt. d.h wir nur früher OesaaleS wiederholen tonnen. Unser erster Orunosah besteht darin, daß wir lline spe. ciell siebcndiisgische Poül's befolgt haben wollen, w N nur die Politil eine luctliae und «esunde sein lann, w.lche für Unaarn gerade fo M und A^wendul,« ftn«!, w,e für Sitbenvuraen. Wenn in Ungarn d,e Iuft,z riach den Forderungen einer aulen Gerechtigleilepfie^ a/or». net ist. wenn dli dm R>ch!d O'd-nung sich in alle,: unseren öffentlichen Inslitutionen die Hand reichen, dann werden auch die Beschwerden Sie» benbürgens beseiliqt sein. Nicht eines königlichen Com missärs bedarf Siebenbürgen, sondern der vorsorglichen Velücksichtiaung der ungarischen legislation, des unga.' rischen Parlament«. Hätten wir hier in Ungarn gute Gcsetze, dann genügte ein Federstrich, dieselben auch in S'lbeüvüraen einzuführen und die Einheit m den ma teriellen Geftyen sofort herzustellen. Nun mangeln uns aber solche Gesetze auf allen Gebieten, wir müssen sie also beschaffen, wir müssen ersetzen, was uns fehlt, oamo nicht nur e i n Parlament und eine Regierung au< dem Gebiete der Stefanslrone herrsche, sondern endlich die Zeit eintrete, in welcher auch e i n Recht die Glieder dieser Stefanslrone fest und mächtig zu einem sreien. blühenden Ganzen zusammenfasse." Der kroatische Landtag, beziehungsweise dessen Thätigkeit in der letzten Session wird vom „Pesti Naplo" mit kurzen Strichen beleuch» tet, wlc folgt: «Bei der Eröffnung des Landtages erschien die Unionspartei tn voller Starte, und sie halte die factische Majorität. Es hing nur von ihr ab, jede Transaction mil den Nationalen zurückzuweisen und nur aus ihrem eigenen Kreise die Reichsdelegatian und die Negnicolardepulation zu wählen. Anstalt dessen bot sie der Nalionalpartei die Fusion an. denn sie wollte den Bruderzwist nicht fortsehen. Sie übte tue größte Selbste Verleugnung, um dem staatsrechtlichen Kampfe ein Ende zu machen. Diese edle Entschlossenheit lonrte jedoch nur dann zum Ziele führen, wenn dic Nationalpartei das Patriotische und Staatsmännische des Schrittes nicht verkannt hätte. Das war jedoch nicht der Fall. Der Selbstverleugnung der Unionisten brachten tie Nationalen einen beispiellosen Eyniemus .entgegen. Die Nack gibigkeit stachelte die Leidenschaftlichkeit der Partei nur noch mehr auf; einzelne Mitglieder der UniomsMlpaitc: wurden in offener Sitzung in einer Weisc angegriffen, daß selbst „Obzor" geüehen mußte, ein Theil der Nationalen benehme sich wie Bauern. In den Commis-sionssitzunaen aber, da vergaßen die Nationalen vollständig an alle ihrc Versprechungen und veifnlen von «iucm abenteuerlichen Plan auf den anderen. Da war es nun freilich nicht zu verwundern, wenn die Unionisten sich nach und nach zurückzogen." Gleichwohl habe dcr Landtag ein danlcnswerlhes Resultat zu Tage gefördert, daß er nämlich gezeigt hat, wie mit den Malanec's und Hpun's jede TranSactiol' unmöglich sei, ferner daß die Mazuraniö Partei nicht die Kraft hat. um mit den Ex-treuen entschieden zu brechen. Es sei nun die Frage, ob diese gemäßigte Partei während der Vertagungsfrist ihren Veruf erkennen werde. ..Naplo" hoffe nicht viel, hege aber auch keine große Besorgnis, denn die Unionspartei habe gezeigt, daß sie zu siegen im Stande ist. und wenn nöthig, so werde sie auch zeigen, daß sie ihren Sieg auch zu benutzen versteht. Die Nandidalenrede eines Ministers. Der königliche spanische Ministerpräsident Zorilla hat vor kurzem in der Wahlversammlung der madrider Centraldistrictes als AbgeoronetemCandidal sein Pro« aramm mitgetheilt, welches wir Revue passieren lassen: ZoriUa h^bt zncrst die Nothwendigkeit hervor, dle im eriltll Paragraphen der Constituuo» verzeichnete Aus» üdu!i6 dcr indivlduellcn Rechte aufrecht zu erhallen. Herr Zorilla ucrspricht, die Regierung werde den Eorles unter ocr Firma von Gesetzentwürfen alle revolutionären Er» rungenschaflen vorlegen, und fügt hin^u, die radicale Partei werde sie gegen und wieder alle durchführen. Vom Klerus sprechend, sagt er: man werde vom Klerus 5aS verlangen, was die Elvilisatio.i oou lhm vcrlangtti kann, indem man ihm zugleich diejenige F ralischen Zustand zu versetzen. Dazu werde er sich administrativer Mittel und, wen» es sein muß, derjenigen bcdienen. welchc die Gerichtshöfe bieten. Er wünscht und will aus ?er Verwaltung unter einer radicalen Regierung eine ehrliche, ehrwürdige und ansländiize Insti» tution machen. Den Schluß scincr Rede widmet er der Besprechung der öffentlichen Ordnung. Die öffentliche Ordnung, sagt der Redner, besteht nicht darin, duich durch Kanonenschüsse auf Arbeilerstrites zu antworten. Gflaqerungszustände herzustellen, die Gefangenschaft zu decretieren und die Bürger in Voraussicht kommender Gefahren oder auf bloße Anklage oder anonyme Anzeige hin lu mollstieren. Mit dieseu Mitteln erzeugt man nur allaemeine Unruhe, während mit den eutgeaenge« fetzten Mitteln, d. h. indem man die crr^!„.l..il Rechte achtet, der Justiz es überläßt, das Gcsch gea.cn alle Uebertretungen des Gesetzes anzuwenden, bis die Ord nung sich weder von selbst a>ltend macht und die öffentliche Ruhe nicht leidet. Man muß die Ordnung durch gesetzliche Mittel herstellen. Mit den Worten: ..Es lebe die Revolution, es lebe die Freiheit!" schloß Herr Zorilla seine Rede." Po^tM^NVbersicht Laibach, 1. September. Wie der ..Ung. Lloyd" erfährt, beabsichtigt das ungarische Ministerium, den Reichstag nach erfolgter Eröffnung desselben aufzufordern, zunächst das Gudglt-gesetz für 1873, hierauf den Gesetzentwurf über Rcgu« lierunq und Vereinigung von Pest und Ofen. dann aber den Gesetzentwurf über die Regelung des Königs, bodens in Berathung zu ziehen. — Nach vorhergegan. gener Conferenz bei Deal fand am 29, v. M. ein längerer Ministerrath statt, in welchem, nachdem bereits Bitto scmc Demlsslou dem Mlmstcr.Piasidentcn überreicht hatte, über die Neubchtzui«« dcs Iuslizminister-Postens verhandelt wurde. Wie d,e „Bohemia" meldet, habe man in Berlin in Sachen des Ausgleich* mit Hannover ausgedehnte persönliche Zugeständnisse gemacht, aber die Möglichkeit staatsrechtlicher Concessionen in Abrede ge< stellt. - Die Auswanderungen aus einzelnen Hebietslheilen des deutschen ReichcS haben in der lltzten Zeit eine große Dnnolsion angenommen. Die preußischen Behörden insbesondre fangen an, sich rnlt der Angelegenheit aufmc,tsam zu beschäftigen, um ein weiteres Zunehmen der Erscheinung zu verhindern. In den letzlc:? T^en erfloß direMs auch emc McrhüllM Entscheidung. Se. Majestät Kaiser Wilhelm bat bei Gelcqei'hcit des Vortrage« über ein Immediatgesuch, welches auf Entlassung eines Soldaten aus dem activen Militärdienste zum Zwecke der AuSwattderung gerichtet war, sich dahin ausgesprochen, wie es nicht angezeigt erscheine, daß zu einer Begünstigung dcs Auswanderns seitens der Behörden irgendwie, und sei e« auch nur durch ein willfähriges Eingehen aus die Wünsche dcr Auewanderungslustigen, die Handhabc geboten werde. Dcr Kaiser ist vielmehr der Ansicht, daß es sich (Mpflhle. auch dic Bisllm-ungcn übcr die Militärpflicht, soweit als es zulässig sci, dazu anzuwenden, lcm Aueivandrn enlgcgenn'wxlen, und wü< sctt, daß l« dilscm Sinne von allen Achörden thuulichsl velfahren weiden müHte. Durch ein Circularrescript der Minister des Krieges und des Innern vom 6 August werden alle General« commandos und Oberprüfidien von bcr Alle, höchsten Willensmeinung in Kenntnis gesetzt und ersucht, die untergebenen Behörden hienach mit geeigneter Instruction zu verschcn. In der am 29. v. M. m Paris stattgefundenen Sitzung der Perlnanenzcommission yab der Minister des Aeuhern ein Exposö über die innere Lage Frank« reichs und constatiertt. daß überall Ruhe herrsche. Auf Anfragen über die Drei«Kaiser«Begegnung erwiderle dcr Minister, die französische Regierung sei über die Ergeb-lusse der Zusammenkunft du'chauS nicht in Unruhe, nachdem sie volles Vertrauen zu der Weisheit he«t. von welcher die Entreoue geleitet sein wild. — Dcr pariser Colrespondenl der „Timcs" hält fest an der Behauptung, daß Präsident Thiers die Bildung einer ersten Kammer plane und die damit in Verbindung stehenden Maßregeln dcr Nalional'Versammlung sofort nach deren Wiederzusammentritt vorschlagen werde. — Ueber die Zahlung de< noch rückständigen französischen KrlegS« contribution sind zwischen Deutschland und Frankreich neuestens Vereinbarungen getroffen worden, denen zufolge die Abzahlungen in der nächsten Woche beginnen sollen. Wie dem ..Daily Telegraph" aus Paris gemeldet w!rd, soll bis 10. September wieder eine halbe Milliarde gezahlt sein, und sollen dann die beiden Departements der Marne sofort geräumt werden. In Dänemark herrfcht jetzt die heftigste Agi-lation aus Anlaß der am 20. Septtmb.'r vorzunehmenden Wahlen in den Follst hing. Es sind Anzeichen vor« Handen, daß die vereinigte ^inke, wclchc von dcr Bauernpartei gebildet wird. den Sieg davontragen dürfte. Es stehen also für den nächsten Reichstag heftige Streitig' leiten zwischen dem Follslhing und der auS der conscr« .smilsrloil. In eiserner /aull. Ein. Noman aus der »euesten Zeit von I. Steinm » lln. (Fortsetzung.) »«. .Napitel. Eine reiche Familie. Es wurde dereil« dunkel auf den Gassen. Die Kauf« leute erleuchteten ihre Läden, und die Schaufenster prangten in höherem Glaoze als fönst, war doch die Weihnachtszeit nahe, und hoffte doch mancher Geschäftsmann, in den wenigen Wochen und Tagen dcs WeihnachtSge» schäfles zu verdienen, was der übrige Theil des Iahrc« nicht gebracht halte. In einem großen Prachtbau der P—straße waren die Pampen schon seit lanqcr Zeit angezündet. Herr Dolomit, I"haber dcr großen und reichen Firma Do. lomie und Sohn, die bereits seit tiner Reihe von Generationen der Dolomie'schen Familie angehörte und sich am Platze, sowie auswärts des höchsten Respectes zu erfreuen hatte, Herr Dolomit liebt es. wenn er vom Comptoir kam. alles behaglich zu finden. Das Privalhaus des Herrn Dolomie war elegant und geschmackvoll eingerichtet. Alles athmete Reichthum, gediegenen Reichthum. Oas Parterre wurde nur im Sommer bewohnt oder öffnete sich an GeseUschaftsaben den reichgtschmücklen Gasten, im Winter bewohnte Herr Dolomie d,e erste Etage. Eme breite, m,t Trp p chen belegte Marmortreppe führte nach oben. Dae Treppenhaus war geheizt. Oleander- und Lorbeerbäume bildeten ein freundlich«« Gebüsch, aus dem die Treppe Mit vergoldeten Ael5no«rstüben sich emporhob. Der Einrichtung deS Treppenhauses entsprach die Decoration der Zimmer — überall herrschte Pracht und Eleganz. Besonders schön war das Speisezimmer auSge» stattet. Herr Dolomit — obgleich kein Schlemmer — hatte dies Zimmer besonders ausstatten lassen, um die Tischstunde so angenehm als möglich zuzubringen und auch dem allgemeinen Wohlbehagen, das durch wohl-thuende Einwirkung dcr Außenwelt auf die anderen Sinne gefördert wird, Rechnung zu tragen. Der Diener halte so ebeu die Suppe auf den zum Servieren bestimmten Marmortisch gestellt, der seitlich stand und von kostbaren Blattpflanzen umgeben war. Dann öffnete er die Thüre zum anstoßenden Zim» mer, in welchem sich Herr Dolomie mit stiller Familie meistens vor T>sch aufzuhallen pflegte. „Es ist angerichttt!" rief der Diener. Herr Dolomie erhob sich und legte das Knpfer-werl. in dem er so eben geblättert hatte, auf den Tisch. „Wenn es gefällig ist," sagte er höflich mit einer Verbeugung zu den übrigen im Zimmer Anwesenden und schritt voran, während die anderen ihm folgten. Herr Dolomie ist ein Mann von etwa achtunb-fünfzig Jahren. Seine Gestalt ist eher zierlich als imposant zu nennen. Das einst dunkle Haar ist er« graut, das Auge ein wenig malt. und manche Falte im Orsicht zeigt, daß unruhige Zeiten und mancher Sturm darüber h^nweggrzogen. Im ganzen sind die Züge ziemlich unbeweglich, wie in eine starre Form gebannt, ja ein gewisses höfliches aristokratisches lächeln ist die« fem Gesichte so eigen geworden, daß es wie eine zweite Natur erscheint. Herr Dolomie ist von Kopf bis zu Fuß eleuanl fchwarz angezogen, nur em großer Vril» lant schmückt das ladellos weiße Chemisette. Herr Dolomle nimmt Platz an der Tafel, so daß er seinen Blick auf die blumenumgebene Anrichttafcl richten kann. Ihm folgl seine Tochter Leopoldine. Diese trä^t ein auSaeschnilt:t,cs Kleid au« schweres Seide von außerordentlich lebhaft rother Farbe. Dcn schönen Hals umgibt ei» echtcr Peilenschmuck. die Ohrgehänge bestehen ebenfalls aus kostbaren Perlcn. die mil lliinen Diamanten eiiMfaßt sind. Die üppigen schwär' zen Haare fallen in natürlichen Pockm herunter und Nagen als Schmuck eine Camelie von ebenfalls hochrolher Farie. Leopoldine sieht brillant aus. Sie weiß, daß sie blendci, sie weiß, daß ihr feurige« Auge leichlenlzimd' liche Männerherzen ohne Gnade ii, Flammen setzt, und deshalb manövriert sie ml ihren Augen wie ein sieges» bewußte Feldherr. Veopoldine ist entsetzlich coquelt, aber die Coquctterie fleht ihr gut. Toilette ist ihr ^ebensaus' gäbe geworden: Toileltenmachen und Gefallen. ^eopoldine wird von einem Herrn galant in das Eßzimmer geleitet. Herr von Scjour, ein Deulfch.Fran-zose. der Verlobte dcs Fräuleins. Herr von Sejour hat ebenfalls. Geld, ist eine stattliche Erscheinung vo» etwas fremdartig romantischem Aussehen, und was man so zu sagen pflegt.: eine büllcmle Partie. Diesen folgt der Sohn des Hauses, Georg. Georg ist drei Jahre älter als tteopoldiue, nach deren Glburl die Muller bald starb. Man sah auf den ersten Gl'ck. daß Veopoldine und Georg Geschwister waren. Dieselben schön gtichwungelieN Augenbrauen, dies«lbe hohe Stirn und rölmlctie Aase waren ihnen glmeinsam. Nur paßte der männliche Alpdruck Georg's besser zu diesen Zügen, als die coqlnlle Flalleihafligleit Leopoldinens. Ein kräftiger tnmllcl, allerdings nicht pechschwarzer Schnurbart bedeckte Georgs 1425 vlltlvtn „national'liveraltn Partei" hervorgtgangentn Regierung bevor. Der Petersburger Üorrcspondnlt des „Daily Tlle. graph" berichtet unterm 26. v. M.: „Vrlreffs deS nahe bevoistehenden Gesuches des Czars il> Berlin habe ich von einer Persönlichkeit, die am hiesigen host einr der höchstcn off,cicllcn Ttrlllingen uctleid^t, elfahren, saß eln« Veranlassung, die den größten Einfluß auf Sc Majestät ausüble, die ihm gebotene Gelegenheit bildete, tin gemeinsames Mittel des Widerstandes gegen dic Ausdehnung der internationalen Gesell» schaft zu entwerfe!'. Die bisher aus Madrid bekannten Resultate cr> lauben, die Wahl von 270 Radicalen ober Ministeriellen, von 75 R.pudlilanern und 26 Conseroaüoen aller Nuanccl!, n ie Alphonsiilen, Sagastancüi. Uinonislcn und Carlisten, als gesichert zu betrachten. - Nachrichten von der spanischen Grenze rechtfertigen in nichts die Befürchtung?« hinsichtlich eines Wiederauflebens der carlistischcn Insurrection. Der Aufenthalt von Don Carlos isl noch immer mibcl.nu>t. Die Veralhmia.cn des genfer Schiedsgerich-teS gestalten sich in so zufriedenstellender Weis'', daß die Schiedsrichter in der Mitte des September ihre Aufgabe beendet haucn dülftcn. Die genaue Zlffcr der Enl» schädi^ungen ist noch nicht festgestellt, doch erwartet man, daß die Schadenersätze in line einzige Summe zusam« mengefaht werden. Die Laniwirlhschaft ist zweifelsohne ln ihren interessantesltn Zeitabschnitt einaelreltn; in die Dampf.Aera. Die „Neue landwiuh. ichastUche Zeitung" widmet der Anwendung der Dampf, lraft bei der Vanbwirlhschasl cinen längeren Artikel, aus welchem wir nachstehendes excelpie«»: „Noch sind wlr allndings nicht so weit gekommen, daß in jede.n llrößecul Getriebe ein von Steinkohle lebendes Dampf« roh den Boden bestellt, die Ernten drischt, die Fullcr» stoffe zulleincll und nebenbei noch mit seinrn überhitzten Dämpfcn das Kuller locht; aber dic Achtungen vieler dampfliebenden ^andwirihc »nt» Gönner der Landwi'th schuft scheinen doch dahin zu gehen, mid wir wollli, nicht leugnen, daß dic Idee cilic recht vtlsührerischc ist — nur blclbt in'Mer die Frage, ob etwa« dadci zu verdienen ist, und das muß die Zeit, oder btsstl gesagt, das müssen (5xcmpel lehren. Äis jetzt sind wir erst zum Dampfdreschcn und l ampspflügen oder zur Dampf-uckerbestlllung gekommen. U»d was losltl ee? wie rentiert es sich? das isl die Frag:, die natürlich zuerst immer dem praktischen Landwirlh aufsttigl — ich saae dem prallischen ^andwirlh, denn es gibt ii» ditsem, so Wie in vielen Dmaei« auch unpraktische ^andwirlh«', denen die Idee, da« Ideal, das absolut Nationellr. die Musterwirtschaft über allcS geht, und die beim Rechnen, wenn sie an gewisse Posten kommen, immer ein Äuge zud'üclcn. WaS nun daS Dampfdrefche:: betrifft, so liegen heule so viele Erfahrungen vor. daß der ^aodwirlh sich wohl ein Urlheil darüber bilden kann. Und diese« lautet für viele Gegenden uno Güter nicht gerade zu Gunsten t>cs DampfdrcschlNs. wenn man die Berechnungen vom Standvutitte des praktischen LandwirlheS betrachtet; denn es hat sich bei unparleischer Rechnung herausgestellt, daß der Göpeldrusch billiger zu stchen kommt, wenn man dabei das eigene Zugvieh verwendet und für dasselbe nicht mehr als die Selbsllosicn in Rrchmmq vrmgl und daß die ulkigen etwa noch Vorhände»^ Bortheile d?e Dampfdrusches eine Kostenersparnis, weiche beim Göpel-drusch erzielt wird, nictt zu ersetzen velmö.ien. WaS die Dampflullur anlangt, so M sie heule das belie'l'.slc Thema- in allen Zeitungen wird viel sl1>0lics darüdll geschrieben. Es ist gtwiß inte:>.fsllnt zu sehen, wie von Stadt und ^!and die Leute zum Prob'pflügcr, hinströmen und die schöne Elicit bewundern; ?^ isl ßl-n>iß erbauend, die dabei gehaltenen Portias zu liöic» und dic begeisterten Ausrufe von Kundigen mid Un« kundigen über den Anfang einen neuen Noa der Land« wirthschaft zu hören. Die meisten Menschen yehcn bc. geistert von so einem kleinen landwirlhschafllichcn Fcsle fort, besonders wenn eS dci dcm Feste etwas spät gc« worden ist. Allerdings gibt eS auch hier und da l'and» willhc, die an die neue Acra nicht glaub-n und mit der Ucberzeuaung nach Hause qrhen, bah in EsHpten. Ame. r,la, in Rußland uid selbfl bei uns auf großen Zucker» Plantagen dic Dampfcultur am Platze sein mag. aber im großen und ganzen der Landwirlh es vorläufig zweckmäßiger finden dürfte, bei Roß und Ochs zu bleiben. Eins läßt sich aus den bis jetzt in den Zeitun. gen milgelheillen Berechnungen er,chen. daß dle Ve< arveilnng des Feldes mit Dampf bedeutend theuerer ist, als die gewöhnliche. Den Vortheil der Dampfcullur sucht man dem gegenüber in der besseren Arbeit. Gel genauer Prüfung der Vortheile, welche die Dampscullur durch bessere Arbeit u. f. w. gewährt, stellt sich mdrssen heraus, daß dieselben, wie die Verhältnisse in den meisten W,rthscha,teu jrtz, „och lieben, die dafür gc. machten höheren Auslagen nicht zu ersetzen vermögen." Hügesulmigkeiten. — Se. Majestät der Kaiser sind am 30. August nach Ofen abgereist. — Se. lais. Hoheit Herr Erzherzog Rainer, Obercommandant der österreichischen Landwehr, ist am 29. August abend« ^n Iunqbunzlau in Prag ein. getroffen und hat noch desselben Abends auf der Wcftdahn die Reife nach Pilsen und von dort mitlclst Franz Joseph. Bahn nach Pisel und Krumau zur Inspicierung der ?ant>. wehr fortgesetzt. — Die „Salzb. Ztg." meldet unlcrm 29. August: Se. Majestät der deutsche Kaiser ist sammt Gefolge gestern abend« halb 0 Uhr mil Post von Gastein angekommen und im «hotel Erzherzog K^rl« abgestiegen, woselbst die Ankunft Sr. Majestät von Sr. Excellenz dem Herrn Statthalter Grafen Thun und von dem Militär. SlalionScommandainen Oberst Ritter v. Grobben erwartet wurde. Se. Excellenz der Herr Statthalter und Odelst ii. Grobben hallen die Et>»e, der laisellichen Tafel um halb 7 Uhr beigezoqen zu werden, heule morgens 8'/. Uhr fuhr Kaiser Wilhelm vom «holet Erzherzog Karl" an den Bahnhof und um 9 Uhr ward mit Separclzug die Weiler, reise uoer Regcnsdurg nach Heilin angetreten. Am Bahn. Hofe waren Sc. Excellenz der Herr Statthalter und Oberst v. Grobben anwesend. — (Im Gefolge Sr. Majestät des Kai« ser« Franz Joseph) nach Berlin wcrdcn sich. wie die „Oest. Coir." meldet, befinden: die. General-Adjutanten Hras Bellegarde al« Reiseleiter und Graf Pazarseoich, die Flügel. Adjutanten Major v. Groller. Major v Krica.. Hammer, Major Oraf UeMll, Major Fürst Voblowiy und Major Graf GrUnne, Rittmeister Baron Löhneysen, der vorstand der Milita'rlanzlei Oberst Ritter r>. Veck, Oberst Nilter v. Klau«, Ue Militär.Ultach6« Gras Heno, Welser«» heim und Freiherr von Vrck'ol^-im, Kabine!« - Director Slaalsralh Riller von Brain,, vicgierungsrach 3i,tter von Pacher, hos'Secrelär Värenllau, hofarz! Dr. Reisch, Pro« lessor Dr. Ml ale Leibarzt Sr. Majestät. Rechnung«-flihrer Hof'Kassier Sch'ieer, Kammelfourier d. Viunko, Graf Nndrassy, Eection«chef v. Hoffmann, Seclion»chef v Baorit. — (Die Stadt Wien) verzehrte im Jahre 1871 1.441.623 HUHner und Tauben. 1!537I Hasen, 484.312 Kapauner, Gänse und Lmen, 155.913 Schweine, 136661 Kälber. 93 273 Rinder. 18 Millionen Maß Wein und 72 Mlllionen Maß Bier. — (Vandtagswahlen.) Die Ergänzungswahlen der Landtllg«-Abgeordnelen des Großgrundbesitzes aus dem talkieroer, larnopoler und samborer Wühllielse in Vali< zien sind für den 30. September ausgeschrieben. — (Die neue S la a t«. O berrealschule in Graz) wird schon mit Beginn des .luchsten Schuljahres eröffnet werden. Wie man nämlich von dort »elbet, sind dazu benils alle Vorkehrungen getroffen, die nblhizen i!ocaliläten gemiethet und ore Vorschläge weqen ltlnennung des Directors und der Professoren an das Ministerium abgegangen. Locales. Aus der T'tzunss der frainischen Handels, «nd Gewerbrtammrr vom 3O August d. I. In dieser Sitzung wurden folgende VeschlUsse gefaßt: 1. Der Comil6berichl, betreffend die Fraqe, ob und auf welche Gewerbe eine Fachschule günstig einwirken würde, wurde nach längerer Debatte mit einigen Abänderungen, daß nämlich auch Gewerbeschulen in Ndelsberg, Krainburg und Rudolfswerlh gegründet weiden sollten, einstimmig »n» genommen. Die in dem ComilHberichte gestellten Anträge gehen dahin, daß in Änftlebuna. der qu2lilatl»en Vervollkommnung der gcwerbllchen Thätigkeit ll) in der Landeshaupistadl eine den gegeuwä'rtigen Anfor» derungen der Kunstindustrie entsprechende Gewerbeschule zu begründen wäre ' !)) dah der Sp'tzcninduslrie in der Bergstadt Ibria eme besondere Nufmerlsumlcit zuzuwenden wäre; c) daß die Grütttklng einer Holzschneibeschule zu Rabmann«» dorf zur Erzeugung von delchiesgadner Arbeiten von den wohlthätigsten und segenblingenbsten Lrfolgen begleitet wäre; <^)dc,h zur i?ebendicz«achung des in unsere« talentierten Bolle schlummernden Kunstsinnes d« Grlindung einer Kunstakademie fUr Malerei, Modellierlunft und Nlld- Hauerei im Inleresse der Regierung l»egt. 2. Der Comil6bericht Über die Kcunmer. Iuhresrech. uung pro 1U71. nach »orlchem dieselbe richtig befxnben worden ist, wurde einstimmig angenommen. 3. Ueber die Zujchrlft der Schwefterlammer in i'eoben. womU dieselbe die h. o. Kammer zur Beschickung zu dem in Wlen am 8. Ollober d. I. slatifindenden (ilfenbera-lhungOlag einlabet, wurde beschlossen, die weiteren dies» fälligen Einleitungen dem Präsidium der Kammer zu Überlassen, damit jene Elsen.Induflriellen und Kaufleute, welche auf ihre Kosten an diesem Vlsenberalhungslag lheilnehmen wollen, hiezu eingeladen werden. Oberlippe und half das Gesicht vollenden, dem männliche Schönheit nicht abgesprochen werden konnte. Sem Wuchs war kräftig, scine Vewegungen ele» gant, von jener Leichtigkeit, die ihren Grund in vollen» deter Kraft und Sicherheit hat. Georg zählte breiund« zwanzig Jahre. D>e Suppe wurde schweigend eingenommen. Nie» mand sprach ein Wort. Nur von Zeit zu Zeit warf tteopoloinc ihrem Perloblcn emeu lrillinphlrenden Blick zu, den dieser mit einem verständnisinnigen, ja hühni> scheu Blicke erwiederte, lös schien dann, als wenn ein zweiler Mensch aus seinen Augen herausschaute, über den eine blendmde Maske — das gewöhnliche Allsschcn des Herrn von Srjour — gezogen sei. Herr Dulmme ließ sich allem Anscheine nach das lösstn oorlr.fflich munden, daS slereolypc höflich - feine Lächeln verlaß ih« l^ne,, Augenblick Nur auf Georgs schöner Slirn lagerte eine Wolle des Unmulhs. Cr aß allerdings, aber es war ,hm gleichg'ltig. welche Speisen ihm vorgelegt wurden, ei berilhrte dcn Wein Nlcht, der vor ihm i:n feingeschl'ffe. mn Glase funkelte; er war nicht bei der Sache, man sah ls ihm an, denn Verstellung war ihm von jeher fremd gewesen. Jean. der alte Dlcncr, serviert,. Man hörte seine Tritte kaum auf dcm alten Teppich, er verursachte kein Geräusch, l-ine Gabel klapperte unter seinen Händen, lein Teller sehte er hart rnedcr: leise wie ein Spul schlich er umher, für alles «alle er ein Auge. Er war «>n Diener eommo i! kmt und all im Hause geworden. Er kannte die Familie, ja er wußte, was diese unheim. l'che Stille bei Tische zu bcdeuttn halle. ES war Wind. stille vor einem Slurm. Gclade s° hatte Her Dolomie gelächelt, als Georg 'hn gebeten hatte, ihn nicht Kaufmann werden, sondern «ine> seinen Neigungen und Talenten angemessene Carriere einschlagen zu lassen. Mit demselben lächeln halle Herr Dolomie gesagt: „Du kannst wählen zwischen dem Käufmannsstandc und meinem Fluch. Die Firma Dolomie und Sohn muß und soll in den Händen unserer Familie bleibe»." Mit demselben feinen Lächeln führte er einige Tage später den llimmerbleichen Sohn in das Comptoir eines Geschäftsfreundes, bei dem Georg auch wohnen mußte, und der eine eiserne Aussicht über ihn führte Tag und Nacht. Und mit demselben lächeln gab er Jean den Gc» fchl, die Malergerüthschaftc», die Kupferstiche und Bücher seines Sohne« ins Feuer zu werfen. Ja. Jean kannte diese Mlerie und schüttelte heimlich das alle Haupt. Hatte eS sich geschickt. eS würe ihm vielleicht eine Thräne in das Auge gekommen, denn er liebte den jungen Herrn, er hatte ihn ja so oft auf seinen Armen getragen, und er bewahrte noch eine kleine Zeichnung auf, die ihm einst der Knabe schenkte mit t>en Worten: „Da, Papa Jean. das bist du." Aber Jean drängte die Thräne zurück, er mußte servieren, still und geräuschlos, er hülle ja auch nicht genau mehr sehen können, rocrm sich das Äuge verdunkelte. Nls das Dessert ausgclragen war, cnlselnle sich Jean, wie er es gewohnt war. Dann bl«eb die Herrschaft unter sich und sprach über Gegenstände. d»e sie dem Ohre des Dieneis nicht gerade anvertrauen wollte. Ehe Jean ging, warf er seinem Vieblirig einen b,t. lenden ittlick zu, als wenn er sagen wollte: .Sei füg. sam und ruhch selten, während du nach bemer cwigen Nomanleclüre sehr oft über Migraine, oder wa< weiß ich, klagst." „Ich glaube, lieber Schwager in 8ps. Sie fassen den Scherz Ihrer Fräulein Schwester, meiner Graut, zu ernst auf." „Ich glaube, Sie irren si4, Herr von Sejour." Herr von Sljour blickte Geoig giftig an. „Nun", begann Lcopoldine wieder mit einem spot' tischen lächeln, „zugegeben, daß ich mich irrte - wir Frauen können ja nicht mit eurer geistigen Tiefe ooer Höhe, wie man will. concurrieren — aber trotz eureS hohen Verstandes wird eS euch doch schwer werden, die sogenannten Vorurlheile des Standes, ohne persönlich darunter zu leiden, ohneweiters al« nichl vorh°l,oen zu betrachten. Du würdest dich glücklich suhlen, wenn du mehr Rücksicht auf deine Familie nähmest. °l« den em-fälligen Ideen der Gleichberechtigung der Machen nach. zuhängen. Mir wenigsten« isl die «ristolr°l,e elne der höchsten Klassen der mcl,schl>chen Gesellschaft. ächtere Phrase beglellele sie mit emem znrtl'chen Glick auf ihren Pellobter,, der ihr galant emen Kuh auf die Hand drückte. .... ^. „Ich lenne gar leine «ristolratte. begann Georg, „außer der des Geistes und des Talentes. Ich verlange nicht nur eine («leichberechtigung. sondern eme Hüher-stellung der Geistesaristolraüe über die der Geburt und namentlich des Gilt"«. N'cht die Gedurl. oder da« Ererbte und Erwolbene machen den Adel. sondern einzig und allem die V'ldung des Gelstes und de, Herzen«, einerlei, ob da« Herz unter einer einfachen Lllouse schlügt, oder ob flimmernde Orden die Vrust schmücken." ! Eorts-tzun, ^olgi.) 1426 4. Wurde einstimmig beschlossen, die Remunerationen für die an der sonntäglichen Gewerbeschule thätigen Pro» fessoren fUr die Schuljahre 1871 und 1872 ftlMg zu machen. 5. Die Zuschrift der Handelskammer in Troppau. be» treffend die Frage, ob ein mit behördlicher Bewilligung in Betrieb gesetztes Iabrils.Etablissement au« öffentlichen Ruck« sichten ohne alle Entschädigung eingestellt weiXn tcum. wurde einem Comil6 zur Berathung und Berichterstattung zugewiesen. 6. Desgleichen wurde auch die Zuschrift der Schwesterkammer i„ Ölmiitz rUcksichtlich der Frage, ob für den Fall, al« bei einer von zwei Gesellschaftern gebildeten Gesell» schaftefirma der eine austrilt, die FirmafortfUhrung thunlich sei, nach längerer Debatte dem Comits zugewiesen. 7. Dem Comit6berichte über da« Gesuch mehrerer Gemeinden in Tschernembl um BegUnstigung des Hausier« Handel«, nach welchem diesem Ansuchen Folge zu geben wäre. hat sich auch die Kammer einstimmig für diese BegUnstigung angeschlossen. — (Ernennungen.) Herr Lorenz Rattet. Landes» gerichl«adjunct in Laibach, wurde zum Bezirlsrichter in Neifniz ernannt; Herr Anton Leslovic, Vezirtsgerichts-Ad« junct in Gottschee, wurde in gleicher Eigenschaft nach Reifniz überseht. — (Namhafte Spende.) Der lrainische Lan-des.Ausschutz hat fllr die Abbrändler in galog, Bezirk Ru, dolfswerlh, den namhaften Netrag von 500 st. au« dem Lande«fonde gespendet. Die k. l. Bezirtshauptmannschaft Ru. dolfswerth hat diesen Betrag an die Beschädigten bereits vertheilt und dem lrainischen Landesausschusse fUr diesen Humanitätsact den wärmsten Dank ausgedrückt. — (Da« Militär, Concert), welche« vorgestern zum Vortheile de« Fonde« für invalid gewordene Militärkapellmeister im Eafinogarten arrangiert wurde, war infolge eingetretener ungünstiger Witterung nur von nahezu 300 Personen besucht; schon nach der meisterhaft vorge» tragenen Ouvertüre zur lDper „Oberon" träufelte unge° ladene« Naß auf die im Garten sitzenden Gäste herab; letztere zogen sich iu die inneren RestaurationSlocalitäten zuriick. Wir bedauern lebhaft, deS Vergnügens beraubt worden zu sein. die von der Musikkapelle des k. f. 47. Inf.-Regimente« FgM. Härtung so trefflich zur Aufführung gelangten zehn Piecen — von welchen wir das Potpourri aus „Dinorah" insbesondere betonen wollen — nicht unge< stört zu Gehör bekommen zu haben.. — (An den Besttegelscheiben)beim „Stern" zum Vortheile des Schulpfennigs nahmen gestern 350 Echeiber theil. Die Beste. d. h. Preise bestehen in folgen, den: 1. Ein Napoleonsd'or. 2. ein Ducaten, 3. drei Vereinslhaler, 4. zwei Vereinethaler, 5. ein Vereinsthaler, dann ein Faß Bier, ein Opernglas und drei Flaschen Wein. — (Für den Schulpfennig.) Bei dem am 18. v. M. au« Anlaß des A. h. Geburtsfestes Sr. Majestät des Kaifers vom Gutsbesitzer und Bürgermeister Johann Kecel in Stein arrangierten Kegelscheiben ist zur Unterstützung armer Schulkinder ein Netrag von 18 fl. 32 kr. eingegangen und dem OrtOschulrathe in Stein übergeben worden. Der genannte Herr Bürgermeister hat im abge. laufenen Schuljahre sUr arme Schulkinder den Betrag von 20 st. gespendet. — (Tin Bubenstück) wurde dieser Tage von einem jungen Manne im ,Eaf6 Gncsda" am Hauptplatz« verübt. Der junge Mann, der sich mit Stolz als einen „echten Nationalen" zu bezeichnen liebt, riß nämlich das Placal mu der Einladung zu Gaben für den „Schulpfennig" mit den Worten herab: „Wir wollen für die Gottscheer nicht« geben . ." — Wir entHallen uns jeder weiteren Bemerkung zu der vorstehend erzählten Thatsache.' sie richtet sich selbst, hoffen aber von dem jungen Manne, daß er möglichst schnell für einen Ersah des herabgerifsenen Pla» cate« sorge, da andelnsall« die Gäste deS Caf6 seinen Namen zu veröffentlichen willens sind. — (Fleisch larif pro Septem ber.) Das Pfund Rindfleisch bester Qualität von Mastochsen kostet 28 kr., mittlere Sorte 24 kr., geringste Sorte 20 kr.; von Kühen und Zugochsen kosten die drei Sorten Fleisch 25, 21 und resp. 17 kr. — (Eisenbahnbetrieb im Juli 1672.) Auf der Südbahn wurden 904.031 Personen und 6.905.327 Z'ill-Zeutncr Frachten, auf der Kronprinz Rudolfbahn 95 847 Personen und 1,164.402 ZollZentner Frachten befördert. Die Gesammt-Einnahrnen betrugen bei erst ge« nannter Bahn 3,054 564 st. bei letzterer 176.831 st. — (Für Leh rert reise.) Die ..Klagenfurter Zeitung" meldet unterm 30. v. M.: „Eine bedeutende Anzahl von Theilnehmern am fünften österreichischen Lehrertage ist bereits hier eingetroffen und findet von Seite der Bevölkerung, welche den Vollsbildnern mit allen Zeichen herzlicher Sympathie entgegenkommt, gastfreundliche Auf« nähme. Die Stadt Klagenfurt hat ihren Festschmuck zu Ehren der werthen Gäste angelegt; die Galerie de« Landhauses wurde bereits gestern mit Reisigguirlanden und Aufschriften decoriert. Ein „Willkommen" ladet die aus allen Ländern Oesterreich« hier versammelten Lehrer in die Räume de« großen Sales, während au dem Zugauge zu den Stiegen mehrere Iestspriiche angebracht sind. Auch andere Häuser erschienen gestern bereit« im Festschmucke, so das „Hotel Sandwirth" mit seinen Nebenlocalilüten und das „Caf6 Schieben" mit seiner schönen Flaggenallee. Im Laufe des heutigen Tages wurden auch bereits viele Privathäuser mit Fahnenschmuck versehen, und wenn auch die Theilnehmer de« Lehrertages leinen Pomp suchen, so werden sie doch die Ueberzeugung gewinnen, daß die Stadt sich durch solche Gäste geehrt fühlt." — (Viehhändlern) diene zur Nachricht, daß in der Gemeinde Adendorf, Bezirk Murau in Steiermarl, unter den Rindern die Maul» und Klauenseuche ausgevro» chen ist. — (Iin Trunkenbold.) Die „Klagenf. Ztg." meldet: Der bei einem llagenfurter gimmcrmeisler in Ar» beil gewesene 44jährige Andreas Pollack au« Neumarktl in Kram hat sich vor einigen Tageu dcs Guten so viel gethan, daß er 17 ..Frakerl" Branntwein genossen hat. Die Folge hieoon war, daß er kurz darauf vom Schlage getroffen starb. Stimmen aus dem Publicum. An die hiesige Verlehrsleitung der k. k. priv. Rudolf«, bahn erlauben wir uns die höfliche Bitte zu ricktsn, an Tagen größeren Verlehrsandranges, wie z. B. Sonntag«, doch für eine doppelte Kartenausgabe und Aufrechlhallung der Ordnung bei derselben zu sorgen, damit in dem sonst unvermeidlichen Gedränge der VergnUgungszugler nicht ein zerrissenes Kleid oder den Verlust eines halben Rockschoßes zu beklagen hat, dann aber auch nicht Verspätungen von halben Stunden stattfinden, wie beide Uebelstände gestern zum wiederholten male eintraten. Der Nachmiltagszug geht jetzt so spät ab, daß man die Einbuße selbst nur einer Viertelstunde höchst ungern erleidet. Könnte überhaupt der Nachmitlagszug nicht etwa um 1 Uhr abgehen, die Laibacher müßten sonst in Kllrze auf das Vergnügen verzichten, die schönen Herbstnachmittage am Lande zuzubringen. —ß. Neueste Post. (Lsiainal'Telearamm der „Laibacber Zeitung.") Wien, l. September. Die angebliche (Tireulardepesche des Grafen Andrassy, deren Analyse .Daily NewS" veröffentlichte, beruht auf einer Erfindung, da eine Oirculardepesche Andrassy's über die berliner Entrevue nicht existiert. ________ Telegraphischer Wechselcuv« .'nm 31. August. Papier-Rente 66.90. - Silber-Rente 71.75. - I860« 5!aals-Aulehen 105.70. - Raul-Ncim' 888, - Credit Actien 341.6C. - London 10910.— silber 1>)7 50. .- K l Vlilu, Du-cattü 5.24. — Naftol? - Hafer „ ''-"—!------- Niuofleischpr Pfl> 24'------ Halblrucht „ ,— —,------- Kalbfleisch .. 29,------> Hr'd^i ..--------------- Schweinefleisch,, 26' Hir<> .. '— ..------- Schöpsenfleisch .. .. 15 - .. Kulln-utz « -------'------- H»b',del ,'»-. - ill: - 4, < 58 w?ich?5. ?2" -4 80 ! Schlvüincschm^l^ .. i—46.......- W'!>,. rn>h.,'H»N!', K . Speck, frisch, .. - 40 - . — wr^tr ,.------»z« - - ^<>r«,lck?rt .. j .42^------- ^ l Angekommene Fremde. ! . Am 30. August. ^ «l^s«»«». Tadeschi, Hauoelsm.; «rod, Macilicoro, Mao. Cal^ lafati, Private, nnd Sofie Bona, Trieft, — Eiseustädter. Han» ! delsmann, Ungarn. - Stransly. Reisender, Lipel. - Baronin «oucr mit Familie. GÜrz, - Engelhofer und Schlitz, Vraz, -Iuppan, Prof., Fiume. »,fi»«»< KH l^n. Sanier, Italien. — Hartmann. Kfm., Linz. ! — Vlau, Kfm,. Triest. — Gigd, itfm.. Elberfeld. »««»««»> ««^«,,». Fraulenberger. Iost und Mandel. Wien. — Maloh, l. l. Nechnungsofficial, Ofen. — Vre,ovar, Profcssor, Nußland. — Kelsevani, Oörz, - Dr. Naahi. l. l. Universitäts-Professor, Wien. l»»l^lm«>>,»^ «>»s. Strnad, Wien. Gianicelli mit Frau und Sohn. Wien. Hornjasel, Freudenthal. — Gerdautsch. Graz, F«»»,^«». Nozhon, Widmann. Milesck', Deabis, Chetla. Buk, ! Smetana. Nentel, Schwurz. Letirer. Ärllnn. — Uoßenberger, Hifm.. Wien, — Vanic. Magazinär, Hrastnig. «^»>»«^ ,»« '«l«'>,. Uadovicii. Cattaro. — Mazzoli, Commis. Triest. — Dolejal, Tabal-ssabiilsbeamte, W,en. - Ascher. Marburg. - «ecker. Hlfm,, Mannheim. -Pecnil, Nudolfswerth. ^ ' " Lottoziehungen vom :t». August. Triest: 62 26 81 86 60. Meteorologische Aeobttchwnye.l ill Lailwch. ^ "ä tt n ö 3,^ !W 6 ll. UtgV?^^ f^"s"wlndstill i 3lebel 31. 2 ., N. , 732.«, >22.4 ,SW. mäßig ,.H«l1te bew. 4,»« !0„ Ab. 732« -l-14.« I Regr» l 6 ll. Mg. 734 <ü -^-I2.o wliidst'll ganz bew. , z 2 „ N. ^ 73.'i.»«, j ^2^.» wiiid'iill halbheiter ^ " ,10 .. Ab. i 739.U, ! >I4.5. windstill ^ sternenhell ! ^"^"' Den 31. August. Morgcnuebel. wechselnde Vewällung. nachmittag« zunehmend, abend« »ach 8 Uhr Rsgen. später Wind-drehuilg, hefiiger Ostwind. Drn 1. September. Vormittag« Auf-hcilernng au« Nord. llare Luft. TaeMcr zinnlich heiter. Abends ? Uhr Regeu durch eine halbe Stunde. Herrlicher Haupt- und Ncbenregenboa.cn. Nacht? sternenhell. Das vorgestrige Tag?«niiltel der Wärme , 15 5". das gesttige j 1ii8'i bejiehuugsweise um 18' und 1-2« unter orm Normale. ' ' " » > Vera.üworilicher Nrdactsur: ^qna, u. K I, i » m a v r. NnrlsNlissilNt ^l'"' 20. August. Der Geldstaud war mcht ,ehr befned.gend. Ungeachtet dessen gestaltete sich da« MMagsgeschiift sehr gunstig und haben nahe ,u sämmtliche aanabaren ^,VT^»»v^T»u,^. Effecten eine Eursausbssse.ung clusznwclsen. Namentlich erhöhten ihien Preis Hanoclsbaut, Nalioualbant. nustro-egyptlsche, wiener Wechftlstubcngesellschaft VereinSbaul all^ gemeine österreich,sche BaugeseÜschaft. Franz.Iosephs-Hahn, SlaatSbahn und Lombarden Devisen rückgängig. 4. v,»,geme,ne »taa^schult. »l»r 100 fl. Oeld »oar «wheitliche Gtaatsschuld zn b p«t.: in Noten verzins», Mai-?l°uernbtl 6,;5() ß^ßo ^ Februar-Aulluft 66 50 66 60 Gilber - Jänner-Juli 7169 7170 « » «pr»l-Oct°b»r 7, 60 71.79 8»st v I 1839..... »48 50 349 5«, °'V 1854 (4'^) zu 250 ft. 95- 85 50 1860 ,u 500 fi. . . 106 59 1(i6 75 ' " 1860 u 100 ft. - .126.-127- I I 1664 Zu 100 st. . 148 75 149- «taats.Domilnen-PfaudbNlfe zu 1«0 ft ö W. in Snber . . 117 40 117.60 ». «»undentlastungs-vl.llgal.one.. »ur 100 ft. Gels Wll°r V»hm«n .... zn5pcherr«ich . .0« 935« 94- «ieh«ubUr«n . ^5„ 7V 25 7975 Glt.erm«, . ' ' " ^ " 91 b0 9250 Ungarn .... " 5 ^ hl.— 61.50 «. Ander, öffentliche Anleben I)onaure8ul,rung«l°l« zu 5 p«t. 97 50 96.-Ul g. «lsenbllhnllnlthtn zu 120 ss «. W. Silber b'/, pr. G.^' ^ 25 iy6 50 Uug. PrilMltnanlehln zn 100 ft. «.V.l?55 ^iuz^) yr. «m« 108H0 10S75 Wiener «lommunalanlehen, rück, Geld Woore zahlbar 5p«) l5>50 Depositenbank......114.50 115.— «»comple-Hssellschaft, n ». . 1045 - — — Franco-öfterr. Nanl . . .125 75 126- Hanbel«banl.......259 — ^60 — '/llllilincllbLlll . . . 891.— 893 — Uniondanl.......273— 274^- Vtre,u«banl...... 175— 175.50 «erlthrsbanl.......218.50 219.— H. Vctien von Tran4port,«ntern«h» MUNgfN Vrld Waare «lfäld-Fillmaner V»hn . . 181 50 1b2.— bühm. Ueftbllhn......-.—------- «arl-iludwig-Bahn.....244 — 244 50 Douau-Dampfschifsf. Glsellsch. 644.- 646 — Elisllbeth-Weftbahn.....255.25 255 75 Elisabeth-Weftbahn (Linz.Vud, weiser Strecke).....—.— —.— Ftl,dlnaud«,Nortb°hu . . . 2080—2085.— zttnslnch>!U«V«r^:r5V«')l, 184- 185- lfr«>m8<».- Girbenduraer Vahn . . 1t<2 — 183 — Vt»at«l>l,hn...... 341 — 342 Güdbohn........214 40 214 6l) SUd.nardd Verbiud. Vahu . I«2— 113- Theiß-Val,,! ......263-264 — Ungarische Nordostbahn . . 167 75 !68..-Ungarische Ostbahn . . . 135.75 136 25 Tramwal,........331.50 332.— »°. Vfaudbrlef, (ftlr 100 ft.) Nllg. äst V°d.u-«lredit-?Infti
  • Waare siebenli. Nahn ln Gilder »erz. . 91 90 92 1l> Vtaatsb. G, 3'/. , 5>00Fr ..I «m__________- slldb. G. 3'/. « 500 Frc. pr. Stilck 112 75 ,13.'-slldb.-O.z200fl.,.5^slir100fl. 95.2a 95.50 sildb.'Vous 6°/, (1870—74) « 500 FrcS pr. «tllck . .-------____> Ung, (Mahn für 100 ft. .. 8980 81 - ». Privatlose ^ «raimsche »rnnoemlllftuua.« «Ol>li»<,Uoutn, Pn» relnoilv',?.«? ft5.7b «^d 86 We^t.