LaAcher Taablatt. - H-MÄ V 4'?'$ f ":- 'ÄMM "*VVxV Redacti»« und Expedition: Bahnhofgasse Nr. 15. Nr. 44. präi»umer»tio»«preise: Für Laibach: ®anjj. ff. 8-40; Zuffellung in« Hau« vrtlj. 86 kr. Mit der Post: Ganzjähr. ff. 12. Samstag, 22. Februar 1879. Morgen: Romana. Montag: Matthäus Ap. 3nfertion6preife: Ein- spaltige Petitzeilr » 4 kr., bei i O Wiederholungen L g kr. An- 1 Vt jUlJly» zeigen bi« 6 Zeilen 20 kr. Da- Ministerium Stremayr. In politischen Kreisen circulicrt das Gerücht, daß die Mitglieder des Ministeriums Stremayr vor ihrem Dienstesantritte mit dem Grafen Andrassy bezüglich der weiteren Entwicklung der Occupations-politik ein Uebereinkommen abgeschlossen haben. Man erzählt, die Ministerportefeuilles-Kandidaten hätten sich die Versicherung geben lassen, daß die Occupation nicht über Novibazar hinaus ausgedehnt werde, und auch diese erst nach erfolgtem Abschluß einer Convention mit der Pfortenregierung. Diesen Gerüchten steht folgende in der Prager offiziösen „Bohemia" veröffentlichte Wiener Korrespondenz gegenüber: „Aus bester Quelle wird mir versichert, daß an alledem kein Wort wahr sei. Das Verhältnis des neuen Kabinets zur auswärtigen Politik ist auch heute noch gekennzeichnet durch den bekannten Passus, in welchem Baron de Pretis Ende Oktober seine Stellung zur auswärtigen Politik formulierte. Von der Eventualität des Vormarsches nach Novibazar war schon deshalb kaum die Rede, weil dieselbe nicht auf der Tagesordnung des Ministers des Aeußern steht, weil sie nicht geplant wird. Das neue Kabinet konnte aber unmöglich eine Frage auf« werfen, die heute noch nicht spruchreif ist. Eben-vwenig vermochte es sich etwa über die That-ache hinwegzusetzen, daß der Reichsrath den Ber-iner Vertrag in aller Form genehmigt hat, denselben Vertrag, welcher Oesterreich mit der Occupation und mit der Verwaltung Bosniens und der Herzegowina betraut. Der Rechtstitel für die Occupation und Administration ist hiemit auch pro foro interno anerkannt, und es wird schwer anzufechteu sein, daß, nachdem einmal die Legalisierung dieser vertragsmäßig übernommenen doppelten Verpflichtung durch die Legislative erfolgte, auch die Mittel zur Ausführung derfelben prinzipiell nicht versagt werden können, wenn auch das Ausmaß derselben Gegenstand der Berathung und Beschlußfassung der Delegationen zu sein hat. Auf diesen Standpunkt hat sich ja die Delegation, und zwar czerade die Opposition in derselben gestellt, als sie den bekannten Antrag stellte, der die Verhandlungen zuni Stillstände brachte. Es wäre wol folgerichtig, wenn diese Vorfrage nunmehr als gelöst betrachtet würde. Ihrerseits hat die Regierung den Resolutionen der Delegationen durch eine entsprechende Detaillierung und Modi-ficierung der beiden Vorlagen, die jetzt das einzige Substrat der Verhandlungen bilden werden, entsprochen. Die bis zur Dotierung über den Berliner Vertrag offen gelassenen Posten des Budgets des auswärtigen Amtes, betreffend die Dotationen der diesseitigen diplomatischen Vertretungen in Bukarest, Belgrad nnd Cetinje, werden nun wol anstandslos eingestellt werden. Der Termin für den Beginn der Delegationssession wurde um eine Woche hinausgerückt, weil man auf die Diaspora Rücksicht nahm, in der sich gegenwärtig die dem Herrenhause augehörigen Mitglieder der Delegation befinden." Der Wiener Korrespondent der „A. Allgemeinen Ztg." ist der Ansicht, daß Herr v. Stremayr den Ehrenvorsitz im Ministerrathe einnehmen werde, jedoch Graf Taaffe eigentlich berufen wurde, dem Kabinett Stremayr den legalen Stempel auf» zudrücken. Herr von Stremayr, obwol im strengen Sinne kein „politischer" Minister, besitzt reiche Erfahrungen, hat eine so gründliche Gesetzkennt-nis inne, daß er dem eigentlichen „politischen" Ministerpräsidenten, dem Grafen Taaffe, mit Rath und That an der Seite stehen wird; diese weise Assistenz gewähre für die Action des Uebergangs-Ministeriums volle Beruhigung. Es unterliegt keinem Zweifel, daß das Ministerium Stremayr-Taaffe das Staatsschiff Austria nur durch kurze Zeit steuern wird, daß es nur als Platzhalter eingetreten ist, um nach Zusammentritt des neu gewählten Abgeordnetenhauses einer neuen, den Umständen und Verhältnissen angepaßten Regierung die Zügel zu überlassen. Graf Taaffe ist eS, dem die Leitung der Reichsrathswahlen zufällt; ihm steht es zu, den Einfluß der Regierung auf den Wahlact innerhalb der Grenzen deS Gesetzes und der Verfassung auszuüben. Erst wenn die Bevölkerung des Reiches bei den Reichsrathswahlen gesprochen haben wird, wird die Krone in der Lage sein, ein definitive-Ministerium zu bestellen, dessen Aufgabe eS fein wird, im Einvernehmen mit dem neuen Abgeordnetenhause ein neues Regierungsprogramm zu entwerfen und festzustellen. Zur Grundstenerregulierung. Die Frage der Grundsteuerregulierung zählt zu den wichtigsten der Gegenwart, sie greift in alle landwirtschaftliche Kreise tief ein, von ihrer glücklicher Lösung hängt dos Wohl — und das Wehe — der Landwirthe Oesterreichs ab. Die alten Einschätzungen und Werthbestimmungen der verschiedenen land- und forstwirthfchaft-lichen Produkte sind nicht mehr zeitgemäß geworden, die goldene Aera, in welcher der niederösterreichische Metzen Hafer in den Wochenmarktpreisen mit 50 Kreuzern Wiener-Währung, in welcher die Preise für eine Klafter harten Brennholzes mit 10 und für eine Klafter weichen Brennholzes mit 5 Gulden Wiener Währung angesetzt waren, sind langst vorüber, sämmtliche land- und forstwirthschaftlichen Produkte haben eine enorme Preissteigerung erfahren. Diese Preissteigerung hat aber den Land- und Forstwirthen der Gegenwart keinen Vortheil gebracht, denn sämmtliche Wirthschaftsbetriebsauslagen haben eben auch eine enorme Steigerung erreicht. In vormärzlicher Zeit bestellte der urbarberechtigte Großgrundbesitzer seine Felder von der Ackerung bis einfchließ- Jeuillelon. Erinnerungen aus dem Krainer Landtage. — mmmnissc juvat. Hilf Himmel! — so höre ich Dame „Emilie"* rufen; das „mangelte" uns noch; — Politik auch unter dem Striche, und lateinischer Citatenkram dort, wo ich mir ein gemüthliches deutsches Plauderstübchen eingerichtet zu haben glaubte! Gemach, verehrte Dame, gemach! Nicht dem Ringkampfe der Guelfen und Ghibellinnen Krains, — nicht dem erbitterten Streite der nationalen mit der österreichischen Rose gelten diese Erinnerungen, wol aber einigen harmlosen Episoden, wie wir sie in den vergilbten Blättern des Tagebuches eines Veteranen verzeichnet vorfinden, das gar manches aufbewahrt hat, was bisher weniger bekannt geworden. Wie immer man auch über die Landboten der ersten Wahlperiode denken und urlheilen mag, * Siehe „Tagblatt" Nr. 19. Einer ist gewiß: es hat sich auch an ihnen die Wahrheit des Volkswortes bewährt, daß fetten etwas Besseres nachkomme. War der Kampf in der Landstube auch damals schon nicht weniger erbittert als in der Folge; flogen auch damals schon ebenso wuchtige Hiebe hin und zurück, wie später, so lag doch über diesem Ringen ein gewisser Hauch jener Ritterlichkeit, welche es auch den Gegnern möglich macht, nach dem Kampfe gegenseitig die Degen zu neigen und sich ohne Falsch und Rückhalt wieder die Hand zu reichen. Gar oft zerriß ein Geistesblitz der guten Laune, ein witziger Einsall das drohend schwere Gewölle des Mißmuthes und der Verstimmung. Man lachte und scherzte, am meisten oft jener, der sich von solchen Pfeilen getroffen fühlte-. Daß es hiebei an heitern Episoden nicht fehlte, ist unter solchen Umständen leicht begreiflich. Schon der Wahltag in der Gruppe des Großgrundbesitzes brachte eine solche. Diese Wahl fand im sogenannten kleinen Landtagssaale statt. Dort standen die Wahlberechtigten lebhaft conversierend in einzelnen Gruppen. Eine — die stärkste — hatte sich in eine Fensternische zurückgezogen. Aus dieser Gruppe ragte allen bemerkbar die hohe Gestalt unseres unvergeßlichen Dichtergrafen Anton Auersperg hervor, um den sich wie um einen geistigen Krystallisierungspunkt alles reihte, was der Verfassung treu ergeben, zur Fahne des Fortschrittes, der Gesittung und der Freiheit sich bekannte. In einer ändern Ecke des SaaleS, der Fensternische gegenüber, stand eine zweite, kleinere Gruppe von fünf Männern. Auch hier überragte eine Gestalt die übrigen. Es war dies Friedrich Wilcher, oder wie er sich lieber nennen hörte: Miroslav Vilhar. Von großem, kräftigem Körperbaue, breitschulterig, wohlgenährt, die Beinkleider in Kniestiefeln und den Oberleib in die nationale Zurka eingefchnürt, machte sein Aeuße-reS den Eindruck eines stämmigen Forstmannes oder sonst eines gewaltigen Nimrods vor dem Herrn. Niemand aber, der ihn nicht kannte, hätte in dieser üppig strotzenden Körperfülle den zarten Dichter und romantischen Säuger slove-nifcher Liebeslieder vermuthet. Diese Gestalt nun bewegte sich, wie ein kleiner Meidinger Füllofen, gemessenen Schritte» gegen die erste Gruppe, gerade auf den Grafen Anton Auersperg zu, verbeugte sich dort vor ihm lich des Fruchtverkaufes, er bestellte seine Forst-wirthschaft — Waldkultur, Holzfällung, Holzausrückung, Holzverfrachtung — durch unentgeltliche Robotleistungen; der kleine Landwirth zahlte Tag-löhnnngen mit je 15 Kreuzern, Knechte und Mägde mit 40 Gulden Wiener Währung Jahreslohn. In vormärzlicher Zeit kannten weder Groß- noch Kleingrundbesitzer ein Grundsteuer - Extra - Ordinarium, kannten die verschiedenen Errungenschaften der Neuzeit: — Einkommensteuer-, Landes-, Bezirks-, Gemeinde», Straßen-, Schul- und andere Zuschläge — noch nicht, der Reinertrag der Land- and Waldgüter war ein höherer; als Belege des Gesagten, dienen die in neuerer Zeit auf der Tagesordnung stehenden zahllosen Realitäten-Exemtionen und großen Grundsteuerrückstände. In vormärzlicher Zeit gab es Steuerbezirke, in welchen des Jahres hindurch nicht ein einziger Executious-fall vorkam, nicht ein einziger Gulden Gruudsteur im Rückstände blieb. Mit der Frage der Grundsteuer-Regulierung beschäftiget sich soeben das Abgeordnetenhaus des Reichsrathes, es liegt demselben ein Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung des Gesetzes über die Grundsteuer-Regulierung, vor. Land- und Forstwirten dürste es von Interesse sein, Kenntnis zu nehmen von einem aus der Hand eines Fachmannes stammenden und in der „Deutschen Zeitung" veröffentlichten Artikels, lautend wie folgt: In competenten Kreisen werden vorzugsweise zwei Bestimmungen dieser Novelle mit sehr gewichtigen Argumenten angegriffen und verurtheilt. Es sind dies jene über die Abänderung des Einschätzungsverfahrens und jene hinsichtich der Schaffung eines fortdauernden Provisoriums. Die Bestimmung, daß die Einschätzung von den Referenten allein fortzusetzen sei, ist heute ein überwundener Standpunkt. Die diesbezüglichen Behauptungen und Beschuldigungen des Motiven« Berichtes haben sich als falsch herausgestellt. Die Schuld der Verschleppung der Einschätzung nebst Vergeudung von Millionen Gulden tragen nicht die Deputierten, sondern die Verfasser der Eilt-fchützungsinstruction bei der Centralleitung, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden, vielmehr in Erwartung einer Beförderung. Die Regierung selbst hat diesen Standpunkt aufgegeben, indem sie Erhebungen pflegen läßt, ob die Einschätzung mit einem, mit zwei oder mit drei Deputierten am schnellsten durchgeführt werden könne. Die Frage, wie sie am besten fortgesetzt werden würde, bildet keinen Gegenstand der Erwägung. Es steht außer Frage, daß die Fortsetzung, respective Beendigung der Einschätzung mit zwei Deputierten die meisten Garantien für eine gute Einschätzung gewährt, daß sie ein Gebot der Gleichmäßigkeit der Einschätzung in den verschiedenen Ländern und Bezirken ist, und daß nach mehrfachen unumstößlicheil Erfahrungen zwei Deputierte eine Doppelleistung, somit Zeit- uird Kostenersparung ermöglichen, während der Referent mit einem Deputierten nur die Hälfte zu leisten vermag und somit noch einmal so viel Zeit braucht. Es soll auch der Gedanke aufgetaucht sein, die Einschätzung mit Deputierten im Jahre 1879 fortzusetzen, im Jahre 1880 aber die Referenten allein einschätzen zu lassen. Es wäre nicht zu verstehen, wie die Jahreszahl hierauf einen bestimmenden Einfluß nehmen sollte und wie man so ganz gegen alle Brauchbarkeit der Operate und gegen die Gerechtigkeit verstoßen könnte. Von den 24 Landeskommissionen werden 12 im Jahre 1879 mit der Einschätzung fertig, acht werden im Jahre 1880 noch einen Theil der Sommermonate hiezu benöthigen, vier aber nur in der Voraussetzung der Verdopplung der Deputationen und der möglichsten Ausdehnung der Feldoperationszeit im stände sein, die Einschätzung bis zum Oktober 1880 zu vollenden. Schuld an diesem ungleichzeitigen Geschäftsfortschritt tragen zum geringem Th eile zwar einzelne Kommissionen, zum großem Theile aber die Centralleitung, welche den § 20 des Gesetzes nicht ausgeführt und schon durch die Organisation den Grund zu dieser Ungleichheit gelegt hat. Wie käme z. B. das Küstengebiet dazu, eine Art strafweise Einschätzung erdulden zu sollen; blos weil man den dortigen Kommissionen eilte mehr als doppelt so große Aufgabe aufgebürdet hat als ändern? Dies würde gegen fllle Gerechtigkeit und Consequenz verstoßen. Die Kosten der Einschätzungs-Deputierten betrugen im abgelaufenen Jahre nur mehr 4 fl. per Tag, während die Privatgesellschaften 7 bis 10 fl., im Durchschnitt 8 fl. 50 kr., und zwar für viel geringere Anstrengung und Verantwortung zahlen. Die Gesammtkosten für die Deputierten werden im Jahre 1879 500,000 fl., im Jahre 1880 mit Rücksicht auf Vermehrung der Deputationen und verlängerte Arbeitsdauer nicht ganz 300,000 fl. erfordern. Bei aller Rücksichtslosigkeit gegenüber der Sache läßt sich durch Unterlassung des gebotenen Aufwandes dessen Erfordernis nur um ein Geringes herabsetzen; Ersparnis wird man dies nie nennen können. (Schluß folgt.) eingetroffenen Professors Sueß und des Dr. Hauer fanden heute kommissionelle Besichtigungen in Dux und hier statt. Die Schönauer Quellen sind noch immer in normalem Zustande. Hier ist keine Veränderung zu verzeichnen. — Teplitz, 20. Februar, halb 9 Uhr abends. In der Abendsitzung der Kommission gab Professor Sneß sein Gutachten ab. Dasselbe stimmt mit den Anschauungen der Geologen Wolf und Laube dahin überein, daß die Ur-q teile auf das Wasserstands-Nivean des „Döllinger"-Schachtes, also etwa 22 Meter, vertieft werden müsse. Professor Sueß setzte jedoch hinzu, daß zn dauernder Sicherung der Qtclle tiefet als bis zur Einbruchstelle im „Döllingcr"-Schachte —■ das ist 50 oder GO Meter tief — gegangen werden müsse, und zwar mittelst abgesonderten Abteusens. — Zollverhandlungen mit Serbien. Der Bevollmächtigte Serbiens in Wien hat. wie die Grazer „Tagespost" ans Wien erfährt, die Weisung erhalten, den engsten Anschluß au das österreichische Zollsistem ins Auge zu fassen, sobald er die Gewißheit erlangt hat, daß auch Bosnien in dieses Zollsistem werde einbezogen werden, im anderen Falle aber nur zu einem Handelsverträge ans der Grundlage der Meistbegünstigung die Hand zu bieten. — Oesterreichisch-ungarische Bank. Die ungarische Regierung hat folgende Städte zur Errichtung von Bankfilialen vorgeschrieben: für das laufende Jahr: Preßburg, Klansenbnrg, Großwar-dein, für 1880 und 1881: Oedenbnrg, Arad, Essegg. — D i e S a v e ü b e r s ch w e m m n n g in der Gegend von Brod gestaltet sich immer ernstlicher und droht dieselben Dimensionen anzunehmen, wie die letzte Herbstüberschwemmung. Längs dem Savestrande sind schon alle Dörfer und Städte uuter Wasser. In einzelnen Orten beginnen die Häuser einzustürzen. Die Regierung und die Donaudampf-schisffahrts-Gesellschaft Helsen nach Möglichkeit. Besonders groß ist das Elend in Baros, Dnbocac und Tagesneuigkeiten. — Zur Katastrophe in Teplitz In Wien sind folgende Telegramme eingelangt: Teplitz, 20. Februar. Unter Beiziehung des aus Wien hier — Felsensturz. Am 18. d. M. zwischen 4 und 5 Uhr früh fand au der Straße von Riva nach Torbole, hart am Ufer des Gardasees, vom Monte Brione ans ein großer Felsenabsturz statt, der eine Last von hundert Kubikmetern des harten Gesteins, die Riesenqnadern des Straßengeländers mit sich fortreißend, in den See warf. Die Straße selbst ist mit Niesensteinpflöcken gesperrt, und mußten dieselben durch das hier anwesende Geniecorps mittelst Dynamit gesprengt und in die Flut geschafft werden. Einige Minuten vor dem Sturze passierte die Messagerie mit ihren Passagieren und den Post- Fortsetzung in der Beilage. und stellte sich mit den Worten vor: „Herr Graf, ich bin die — slovenische Nachtigall." — Auersperg, der biShin Wilcher persönlich noch nicht gekannt hatte, stützte über diese eigentümliche Art sich vorzustellen, bis einer aus der Gruppe ihm zuflüsterte, daß diese „slovenische Nachtigall" im prosaischen Leben auch auf den Namen Friedrich Wilcher höre. Sofort reichte Auersperg in seiner verbindlichen Weise dem Dichtercollegen die Hand, konnte sich jedoch nicht enthalten, lächelnd beizufügen, daß ihm int ersten Augenblicke etwas bange geworden, denn er habe unwillkürlich ait blaue Flecke denken müssen, dort, wo so robuste Nachtigallen — schlagen. Seither hieß Wilcher unter den Abgeordneten immer nur die dicke Landtagsnachtigall, was ihm selbst übrigens viel Freude ju machen schien. Dies war die erste Begegnung zweier Musensöhne, die beide dem Lande Ärain angehören: AuastasiuS Grün der eine, der hoch oben am Gipfel des Parnasses trotz seines die Marken Oesterreichs weit übertönenden Ruhmes sich in seiner edlen Bescheidenheit nur einen „Wiener Poeten" nannte; — Miroslav Vilhar der andere, nicht ohne Talent und Begabung, aber erst flügge geworden, der schon im ersten Anlaufe den Beinamen der „slovemschett Nachtigall" für sich in Anspruch nahm. Leider! leider deckt beide schon der grüne Teppich der Erde, aber die Erinnerung an beide lebt fort und wird fortleben, wo immer ihre Lieder ertönen. Möge auch dieses Blatt dem Andenken an eine heitere Episode aus ihrem Leben geweiht bleiben! — * * * Wieder war es einer jener langwierigen und langweiligen Verhandlungstage im Landtagssaale. Eine ungezählte Reihe von Paragraphen irgend einer Instruction zog wie im Gänsemarsche auf dem Gesichtsfelde der Arena in trostloser Eintönigkeit auf, die nur hin und wieder dadurch unterbrochen wurde, daß der Landeshauptmann mit zierlicher Abwechslung „jene Herren, die mit diesem Antrage einverstanden sind", einmal zum Aufstehen, das andermal zum Sitzenbleiben aufforderte. Aber was treibt denn da jener Landbote im Centrum? Er nahm den vor ihm liegenden weißen Bogen und schneidet denselben in kleine Papierstreifen nach Art der bekannten Photographien int Visitkartensormate. Aber an die Stelle des photographischen Abbildes spritzte er bald mit mehr — bald mit weniger Energie einen Tintenklex hin und schrieb uuter denselben irgend eine charakteristische Devise, aus der die durch den Tintenklex markierte Silhouette des betreffenden Abgeordneten nicht unschwer zu etfetmen war. Diese Papierstreifen machten sodann ihre Runde, und es erregte nicht geringe Heiterkeit, so oft der eine ober andere der Landboten, gerade seinen eigenen Tintenklex in der Hand haltend, einen „verständnisinnigen", schelmischen Seitenblick aus irgend einen seiner (Sollegen fallen ließ, als wollte er damit sagen: „Bist wol zum DiScu-rieren getroffen". — Da war ein Tintenklex, dem offenbar nach allen Dimensionen mit kunstgerechter Hand nachgeholfen wurde. Er galt einem Abgeordneten, an dem jeder Zoll — und die Rechnung hätte nach seinen Körperverhältnisseu ein hübsches Sümmchen znsammengebracht — ein Ehrenmann war, unerschütterlich treu seinem Worte und seiner Ueber-zeugung. Aber ihm war die Gabe des Redners nicht verliehen, und weil er dieses wußte, so hatte er auch während der ganzen Session den Mund nicht aufgethan, es wäre denn bei namentlicher Abstimmung, bei welcher auf den Namensaufruf Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr. rffekten diese hart und schmal zwischen dem See und den Felsen deS Monte Brione führende Straße, und hörten der Postillon und die Wagcninsassen noch den Donner des Felsenabsturzes und das Zischen des lantaufranschendcn Gardasees. — Die Pest in Rußland. In Astrachan und den übrigen verseuchten Ortschaften sind keine neuen Erkrankungen und Todesfälle vorgekommen. In den Dörfern Nikolskoje und Starickoje ist seit 42 Tagen kein Erkrankungsfall zu verzeichnen, weshalb die Isolierung derselben mit Ausnahme der in fünf bis sechs Tagen niederzubrennenden Hänser — aufgehoben wurde. LoKal-un-provinzial-Mgelegenheiten. Aus der Gemeinderathssitzung. Laibach, 21. Februar. Gegenwärtig: Bürgermeister Lasch an als Vorsitzender, 18 Gemeinderäthe und der Magistrats-Kanzleileiter als Protokollsführer. Der Vorsitzende bestimmt die GRR. Dr. Blei-weis und Dr. v. Schrey zu Verificatoren des heutigen Sitzungsprotokolles. ES wird zur Erledigung der Tagesordnung geschritten: Bericht des Neunerausschusses: GR. Dr. Keesbacher erstattet Bericht über die Anträge, betreffend die hierortige festliche Begehung des 25. Gedenktages der Hochzeit des durchlauchtigsten österreichischen Kaiserpaares. Der Referent bemerkt, daß der Ausschuß bei Feststellung des Programmes den allerhöchstenorts ansgedrnckten Wunsch — jedes äußerliche Gepränge und Sammlungen behufs Spenden zu unterlassen — sich gegenwärtig gehalten hat. Nach Bortrag der Anträge fand eine lebhafte Debatte statt, an welcher sich die GRR. Regali, Dr. Ahazhizh, Dr. Suppau, GorNund der Referent GR. Dr. Keesbacher betheiligten. Nach Schluß der Debatte wurde folgendes Festprogramm vereinbart: 1.) Der Gemeinderath der Landeshauptstadt Laibach wird dem kaiserlichen Jubelpaare eine in beiden Landessprachen verfaßte Glückwunsch , beziehungsweise Huldigungsadresse durch eine Deputation, geführt vom Bürgermeister, überreichen. 2.) Der Gemeinderath beschließt, eine Heirats-Ausstattungs-, unter einem eine Schulstiftnng zu errichten nachstehenden Inhaltes: In das Stabt« präliminare wird alljährlich ein Betrag von 100 fl. eingestellt; int ersten Jahre wird am 24. April 1879 ein armes, sittsames, der Stadtgemeinde Laibach zuständiges Mädchen mit dem vollen Betrage; im zweiten Jahre werden hiemit am genannten Tage vier, die hiesige Gewerbeschule besuchende arme nur mit „Ja" oder „Nein" geantwortet werden durste. Dieser Tintenklex trug daher auch die Devise: Aus ja — und nein! — Geschwiegen muß seinI Und wieder ein Tintenklex, ans dem man zur Noth ein ziemlich volles Gesicht mit Augengläsern hätte herausfinden können, war einem Abgeordneten zugedacht, dessen Stern, damals in raschem Aufsteigen, schließlich hinter dem Nebel einer Baronie verschwand. Diesen Abgeordneten, dessen sorgsamem Studium über den gedeihlichen Stoffwechsel in seinem Innern Freund und Feind im-getheilte Bewunderung zollte, kennzeichnet die Devise:- Was doch des Kalbsbratens brauner Sast Dem Land für wackere Männer schafft! Nur was und wie er kauet, Nur wo und wann verdauet, Das ist des Tages große Frage — Das ist der Sorge miste Plage. — Ein dritter Tintenklex, sichtbar mit besonderer Energie auf das weiße Blatt hingeworfen und in einem ehrwürdigen Patriarchenbart endigend, machte sich mit den Worten kennbar: 44 vom 23. Februar 1879. Knaben mit Theilbeträgen von je 25 Gulden bedacht werden. Dieser Betheilungsturnus wird auch in den folgende» Jahren beibehalten werden. 3.) Auf Kosten der hiesigen Stadtkasse wird am 24. April 1879 ein Betrag von 200 fl. an die hiesigen Stadtarmen vertheilt werden. (Antrag Supp au.) 4,) Zur lokalen, äußerlichen Feier des hohen Gedenktages findet am 24. April l. I. in Laibach früh morgens die Signalisierung des Jubeltages mittelst Kanonenschüssen am Kastellberge, hieraus eine musikalische Tagreveille, um 10 Uhr vormittags ein Festgottesdienst in der hiesigen Domkirche und abends ein von der philharmonischen Gesellschaft veranstaltetes Festkonzert im hiesigen Theater gegen Eintrittsgeld statt, dessen Reinertrag je zur Hälfte dem hiesigen Kaiserin Elisabeth-Kinderspitale nnd dem Uusterstützungssonde der hiesigen Lehrer- und Lehrer-innen-Bildungsanstalt gewidmet werden wird. Berichte der Polizeiseetion: Punkt 1: GR. Dr. Keesbacher referiert über den Antrag des Laibacher Stadtphysikats, betreffend die Einführung von Maßregeln zur Hintanhaltung der Pest und epidemischer Krankheiten. Der Referent betont im Verlaufe feines längeren Vortrages, daß die Installierung eines Gefundheitsrathes in Laibach dringend nothwendig ist. Redner bemerkt, daß dein Ministerium und den politischen Länderchefs in den Provinzen SanitätSkominissionen (Sani-tätSräthe) zur Seite stehen. In den städtischen Sani-tätskommissivnen (Gesundheitsrath) sollen auch mit den Lokalverhältiiisse» gut vertraute Bürger, Techniker, Chemiker Platz finde». Der städtische Gesnndheits-rath sollte permanent und nicht nur ad hoc installiert werden. Referent stellt folgende Anträge: 1.) Der Gemeinderath in Laibach habe vorläufig einen städtischen Gesundheitsrath (Sanitätskommission) ad hoc eiuzusetzeu. ■!.) Dieser Gesundheitsrath habe aus folgenden Fnnctionären zu bestehe»: ans einem Mitgliede des hiesigeil Magistrates, drei Geiiieinderathsmit-glieder», zwei Gemeinde-Angehörigen, dem städtischen Ban-Ingenieur, dem Stadtphysiker, dem städtischen Polizei- und Armenärzte und ans zwei Mitgliedern des Vereins der Aerzte in Krain. Nach Bedarf sei auch ein Thierarzt und ein Chemiker beizuziehen. 3.) Diesem Gesundheitsrathe (Sanitätskommission) sei eine Instruction hinauszugeben, 4.) Der städtische Gesnndheitsralh habe in periodischen Zeiträumen, monatlich mindestens einmal, infolge einer ooiifeite des Bürgermeisters zu erlassenden Einberufung Sitzungen zu halten. 5.) Die Kommissionsmitglieder ans der Mitte der GemeiuderatHsversammlung und der hiesigen Bevölkerung seien sofort zu wählen. Den Löwen aus der Tatze, Dich aus der Glatze; — Den Adler aus der Klaue, Dich an der — Haue! — Auch ein kleines eingeschrninpftes Herz konnte inan aus einem dieser Klexe herausfinden. Es trug die Devise: Mein blutend Herz! ich will dich fragen: Sag', o sag', was ist denn national V „Die Deutschen schimpfen ewig klagen, „Nach gutbezahlte» Stelle» jage», „Keck zugegriffen überall." — Ein Klex, von dein matt hätte glauben dürfen, daß sich der Inhalt eines ganzen Tintenfasses über denselben ergossen, führte sein Original mit den Worten vor: Ihr Eng-l im Himmel, Was kann er dafür? Der Lümmel bleibt Lümmel Trotz Psalter nnd Brevier 1 Ein Miniaturklex, ziemlich wohlgeruudet, gleichsam parfümiert, präsentierte sich mit der kurzen aber bedeutungsvollen Parole: ! Mit Anstand I Noch Landstand I — 6.) In Epidemiefällen feien für die Vorstädte fünf Sanitäts-Bezirkskommissionen, bestehend aus je zwei Aerzten und zwei Gemeinde-Angehörigen, aufzustellen. Der nationale GR. I u r i i c beantragt, es fei über diese Seetionsanträge zur Tagesordnung überzugehen, wird jedoch vom Vorsitzenden belehrt, daß es nach der Gemeinde-Ordnung nicht zulässig sei, über Punkte der .Tagesordnung zur weiteren Tagesordnung überzugehen. GR. Dr. R. v. K a 11 e ti e g g e r spricht unter Berufung auf die §§ 83, 84 und 85 der Gemeinde-Ordnung für das Eingehen in die Spezialdebatte, d. H. für Ausstellung der beantragten Sanitätskom-Mission. Der Gemeinderath genehmigt die Anträge der Section und schreitet zu den Wahlen der Kom-missiousmitglieder. Gewählt werden aus der Mitte der Gemeinderäthe: die GRR. Doberlet, Hora! und Laßnik, und aus Kreisen der Stadtbevölkerung: die Herreit Gvaiz und Schantl. Punkt 2: Dem städtischen Thierarzte Skale wird für die Untersuchung der gelegenheitlich der im Jahre 1878 an de» Viehmarkttagen in Laibach aufgetriebenen Pferde eine Remuneration im Betrage von 80 fl. aus der Stadtkasse zuerkannt. (Referent GR. Keesbacher.) Punkt 3, 4 nnd 5: GR. Dr. v. Schrey referiert über vier zur Entscheidung des Gemeinde* rathes vorgelegte Recurse gegen magistratliche Straf-erkeimtniffe, betreffend die Ahndung von liebet-tretmigen gegen sanitäre Anordnungen nnd Straßen* Polizeivorschriften. Im ersten Falle wird die Geldstrafe von 10 auf 3 fl. gemildert, im zweiten und dritten Falle dem Rekurse keine Folge gegeben nnd im vierten Falle die bereits eingeleitete Execntiou vorläufig sistiert Punkt ö: GR. Dr. Keesbacher berichtet, daß der Stadtphysikns, Magistratsrath Dr. Ko-watsch, den Sanitätsbericht pro 1877 vorgelegt hat. Dieser Bericht enthält auf 350 eingeschriebenen Seiten ein schätzbares Materiale über die SanitätS-znstände in Laibach, registriert 3400 Hänserrevi-sionen, Untersuchungen von Friedhöfen, Schulen, Anstalten und 1473 Individuen, 500 Impfungen, 150 ärztliche Parere, 413 Armen Rcceptieruugeu und eonstatiert zu wiederholteminale die int hier-städtischen Annen - Versorgungshause herrschenden Uebelstände in der Bequartierung nnd Verpflegung. Referent stellt den Antrag: Dieser Sanitätsbericht sei zur Kenntnis zu nehmen, dem Stadtphysikns für die mühevolle und fleißige Abfassung des umfangreichen Berichtes die Anerkennung des Gcmcutöe-rathes auszudrücken und wegen Abstellung der gerügten Gebrechen uttd wegen Aufstellung uöthiger größerer Pissoirs das Geeignete zu verfügen. Den Gegensatz zu diesem bildete ein anderer Tintenklex nach allen Richtungen auseinanderfließend. Seinem Vorbilde war als Steckbrief die Devise beigegeben: Ich bitt', ihr Herren! man hat mich nur nicht recht verstanden, Schwarz sagt' ich zwar, — doch wenns beliebt, so meint ich weiß; — Damit ers länger treibt im Widerspruch der Geister, Mit niemand es verderben möcht' der — Bürgermeister. Und wieder ein Klex von ganz eigenthiUn-licher Form, wie ein Fels, an dem die Wogen der Brandung schäumend zerschellen, scharfkantig, festbegrenzt in seinen Umrissen, tvetterhart fein Riff drohend ausgelegt, fo steht er da, und unter ihm die Legende: Der Themis Jünger — der Ordnung trett'ster Hüter, Schlagfertig immer — im Urthcil scharf, oft bitter; — Ein Steuermann in der Debatte Nacht und Nebel, Und doch nicht General, nur - Landestags-Feldwebkll — Und so ging es der Reihe nach fort, bald mehr, bald minder treffend; und als das dritte Dutzend fertig war — denn auch der Herr „Re-gierungstifch" wurde geziemend abconterfett — war die langweilige Debatte vorüber, und ver- GR. Dr. Ahyzhizh bemerkt: im Armenhaus« sei es nicht so schlecht bestellt, wie der Bericht angibt, es herrsche dort eine Reinlichkeit, mit der selbst Kavaliere zufrieden wären. GN. Regali läßt gegen die Action des unermüdlichen Stadtphysikers in gewohnter turbulenter Form einige Bomben platzen. Der Referent bemerkt schließlich: der Stadtphysiker thne seine Pflicht, verdiene Borwürfe durch aus .nicht, im Gegentheil, die Stadt könne froh und zufrieden sein, einen so thätigen Mann zu besitzen. Referent möchte Herrn GR. Dr. Ahazhizh entluden , nur acht Tage im Versorgungshause zuzubringen, damit er sich selbst überzeuge, ob dort ein „Kavalier" wohnlich leben könne. Nach Schluß der Debatte wurden die Sectionsanträge angenommen. Punkt 7: GR. Bürger referiert über die in der städtischen Kolesia-Mühlrealität (städtische öffentliche Bade-Anstalt) im Verlause des Jahres 1879 vorzunehmenden Adaptierungsarbeiten, constatiert neuerdings die Nothwendigkeit dieser Anstalt, stellt das Verbot des Äadens oberhalb des Bades und die Aufstellung eines Wasser-Filtrierapparates in Aussicht und beantragt: Der Gemeinderath wolle zur schleunigen Ausführung der nothwendigsten und bis zum 15. Juni 1879 fertig zu stellenden Adaptierungsarbeiten in der genannten Bade-Anstalt den Betrag von 3107 fl. 13 kr. votieren und den Magistrat beauftragen, die Kostenüberschläge inbetreff der weiteren Adaptierungsarbeiten, die auf 2500 fl. zu stehen kommen dürften, dem Gemeinderathe zur Beschlußfassung vorzulegen. GR. JurtiE stellt den Antrag: dieser Act fei an den Magistrat mit dem Aufträge zurückzuleiten, einen geringeren, nur die dringendsten Reparaturen im Auge haltenden Kostenüberschlag vorzulegen. Die Gesinnungsgenossen des nationalen Redners, die GRR. Gor^ic und Regali, erklären sich gegen die Adaptierung dieser Badeanstalt, bezeichnen das dortige Wasser als kalt, trübe und unrein. GR $> oberlet erwidert: Die Herren Vorredner sehen in dieser Sache auch trübe, er könne die Opposition sich gar nicht erklären; die Kommune Laibach habe durch den Ankauf dieser Realität keinen Schaden erlitte», das Ankanfskapital verzinse sich entsprechend. Ginge es nach seinem Willen, so würde er für die Adaptierung dieser Anstalt 6000 fl. votieren, denn diese Badrealität sollte in einer der Würde einer Landeshauptstadt entsprechenden Form adaptiert werden. Rach Schluß der Debatte werden die Sectionsanträge angenommen. GR. Dr. S n p p a n beantragt wegen vor-gerücktrr Stunde Schluß der Sitzung, welcher Antrag einstimmig angenommen wurde. kündete der Landeshauptmann die Tagesordnung der nächsten Sitzung. Ja, diese „nächste Sitzung!" Da ging es stürmisch zu; Blitze zuckten hin und her, und es bedurfte der ganzen Geschicklichkeit der Piloten und des Steuermannes, um im Durcheinander der brausenden Flut den richtigen Laus zu halten. Die Verfassungspartei hatte einen Antrag eingebracht und setzte Werth darauf, daß derselbe noch m dieser Sitzung angenommen werde. Die Nationalen opponierten mit großer Heftigkeit und suchten in jeder Art und Unart den Gegenstand zu verschleppen. Der Zeiger wies bereits auf die zweite Nachmittagsstunde, aber immer traten wieder neue Kämpfer in die Arena. Da erhob sich einer der gegnerischen Streithähne und beantragte unter lärmendem Beifall seiner Gesinnungsgenossen den Schluß der Sitzung. Ein ebenso stürmisches „Nein" der Verfassungstreuen vereitelte dies direkte Attentat. Und nun sah man eine bleiche Gestalt in der nationalen Znrka sich schlangenartig von Bank zu Bank winden, um eine Ordre auszutheilen; und siehe da! es erhob sich von den Nationalen einer nach dem ändern von seinem Sitze und zog fürbaß zur Thüre des Saales hinaus. Dies Ma-növer hatte offenbar die Absicht, durch diesen Exodus den Landtag nicht beschlußfähig zu machen — (Goldene Hochzeit.) Die Eheleute Jerantic Josef und Apollonia in Laibach feiern am 24. d. M. den 50jährigen Gedenktag ihres ehelichen Bundes. — (Die Gemeinde-Ausschußwahlen in Krainburg) wurden am 20. d. M. vorgenommen. Gewählt wurden: Im I. Wahlkörper: Franz Doteiiz, Handelsmann; Peter Majdik, Mühlenbesitzer ; Vincenz Mally, Lederer; Heinrich Pir-ker, k. k. Gymnasialprofessor; Matthäus Stirn, Wirth; Dr. Johann Steiner, k. k. Notar; — im II. Wahlkörper: Johann Marenkiö, Handelsmann; Dr. Johann Mencinger, Advokat; Franz Omerfa, Handelsmann; Thomas Pavsler, Besitzer; Ferdinand Sajovic, Handelsmann; Carl Zavnik, Apotheker; — im III. Wahlkörper: Max Fock, Seifensieder; Joh. Sumer, Bäcker; Carl Götzel, Bildhauer; Johann Schiffrer, Wachszieher; Franz Schissrer, Riemer; Andreas Trebar, Seiler. Witterung. Laibach, 22. Februar. Morgens Nebel, dann Sonnenschein, nachmittags zunehmende Bewölkung, schwacher SW. Temperatur: morgens 7 Uhr - 2-Ö“, nachmittags 2 Uhr + 46" C. (1878 +3 4“; 1877 + 6 0" 6., Barometer 72110 Millimeter. Dar gestrige Tagesmittel der Temperatur + I -4°, um 1-8° über dem Normale; der gestrige Niederschlag 17 60 Regen und Schnee. Angekommene Fremde am 21. Februar. Hotel Stadt Wien. Reinitz, Königstein und Deutsch, Kaufleute, und Reuter, Reisender, Wien. Hotel Elefant. Wibrecht und Lininger, ft'flte., Graz. — Löbl, Kfm., Udine — Seeland, f. f. Bergrath, Klaqen-surt. — Pechatsch, Reisender, Wien. Hotel Europa. Böhm, k. k. Militär-Unterintendant, Graz. Bäurischer Hof. Borghi, Bauunternehmer, Colrvido. — Stemberger, Tirol. Mohren. Hajack, Stert und Doria, Gürz. Kaiser von Oesterreich. Omachen, Lack. Verstorbene. De,, 22. Februar. Anna Götzel, Bildhauers-und Hansbesitzersgattin, 72 I., Rosci'.gafse Nr. 21, Altersschwäche. Gedenktafel über die am 26. Februar 1879 stattfindenden Situationen. 2. Feilb., Jordcm'sche Real., Poversje, BG. Laibach. — 2. Feilb., Mahortte'sche Real., Großmraschou, BG. Gurkfeld. — 2. Feilb., Jnreöiü'sche Real., Kalee-Naklu, BG. Gurkfeld. - 2. Feilb., Dolenc'sche Real., Altlack, BG. Lack. — 2. Feilb., Predooii'sche Real., Hrast, BG. Möttling. — Reass. 3. Feilb., KlemeiM'sche Real., Mattobcc, BG. Möttling. — 3. Feilb., Zele'sche Real., Dorn, BG. Adelsberg. und so im indirekten Wege das zu erzielen, was dem direkten Antrage nicht gelungen war. Aber diese Rechnung klappte nicht ganz: es fehlte noch Eurer — «in Einziger noch, und doch war bereits die gefammte slovenisch-klerikale Partei abgezogen. Da plötzlich erhebt sich zur unaussprechlichen Ueberraschuug beider Theile eine der beiden Excel-lenzen, die auf der Linken nebeneinander saßen — sonst ein Edelmann vom Scheitel bis zur Zehe, ein wahrer Hofkavalier in seinen Umgangsformell, hervorragend in seiner Stellung als Beamter, durchaus kein unbedingter Parteigänger der Nationalen, — und schloß sich als Letzter dem Auszuge der Stufenden au, wodurch das Haus beschluß unfähig gemacht wurde und die Sitzung geschlossen werden mußte. Es hält schwer, die Stimmung der Rückgebliebenen zu schildern; aber es gab kaum einen, der nicht, trotz des bereits deutlich knurrenden Magens, die volle Schale seines Un-muthes über diese Excellenz ausgegossen hätte. Man hielt diesen Vorgang für eine Beleidigung der Würde des Hauses, für eine Ungebühr, die ihre Strafe verdiene. Und in der That fanden ihre Excellenz, wo immer sie am nächsten Tage anpochte, nichts als lange Gesichter und umso kürzere verdrossene Er- — 1. Feilb., Wolf'sche Real., ©tour, BG. Nassensuß. - 1. Feilb., Korenkan'sche Real., Horjul, BG. Oberlaibach. — 1. Feilb, Sustersik'sche Forderung, Visoko, BG. Laibach. — 3. Feilb., Cerovsek'sche Real, Smeliüe, BG. Gurk-seld. - 3. Feilb., Levikar'sche Real., Golek, BG. Gurkfeld. — 3. Feilb., Pirmann'sche Real., Poversje, BG. Gurkfeld. — 3. Feilb., Jermann'sche Real., Unterseedorf, BG. Loitsch. — 3. Feilb., Ule'sche Real., Niederdorf, BG. Loitsch. — 3. Feilb., Ponikvar'sche Real., Zerovnica, BG. Loitsch. — 3. Feilb., Znidersii'sche Real., Moivirje, BG. Gurkfeld. — 2. Feilb., Tnrsii'sche Real., Ardrn, BG. Gurkfeld. — 2. Feilb., Riedl'fche Real., Großmraschou, BG. Gurkfeld. — 2. Feilb., Baznik'sche Real., Podvenise, BG. Gurkfeld. — 1. Feilb., Pisknr'fche Real., Piauzbiichl, BG. Laibach. — 1. Feilb., Cimerman'fche Real.. Jgglack, BG. Laibach. — 1. Feilb., Mihelii'fche Real., Visovik, BW. Laibach. — 1. Feilb., Strnkelj'sche Real., Poljane, BG. Laibach. — 1. Feilb., Slobec'fche Real., Außeraonz, BG. Laibach. — 1. Feilb., Turk'sche Real , Topol, BG.Laas.- 1. Feilb, Petrii'schc Real, Rabne, BG. Laas. — Reass. 3. Feilb., Zitnik'sche Real., Gradische, BG. Laibach. — 1. Feilb, Glinschek'sche Real., Pöndorf, BG. Laibach. Theater. Heute (gerader Tag): Zunt ersten male (ganz neu): D e r T e u s c l i m K l o st e r. Posse mit Gesang in 6 Bildern von Carl Elmar. Telegramm. Berlin, 21. Februar. Der Landtag wuide geschlossen, die Thronrede hebt hervor, daß die Regierung für Durchführung wirthfchastlicher Reformen ihre volle Kraft einzusetzen entschlossen ist. Der Reichstag setzte die Berathung über deu österreichischen Handelsvertrag fort, wobei Bismarck wiederholt das Wort ergriff, um feine wirth-schaftliche Politik zu vertheidigen. Morgen Fortsetzung. Telegrafischer Kursbericht am 22. Februar. Pap-er-Rente 63 35. — Silber-Rente 64-35. — Gold-Rente 76 —, 1860er Staats. Aiilrhe» 115-30. Bank- octicn 791. — Kreditactien 229-50. — Londvn 116 50. — Silber —, — K. f. Münzdukaten 5-50. 20-Fraiics. Stücke 9 -28r,/i0 • — 100 Reichsmark 57 25. emgefongt: Diberse Sorten Champagner, als von: Aubertin und Comp., Th Roederer ck Comp., Venve Cliquot Ponsardin Pascal & Dnbois, Kleinoscheg rose und blanc; feinste französische Weine, als: Medoc, St. Julien, Muscat Lünel Madeira, Sherry Haut-Sauternes, Chateau Segnian, vihutemt lafitte, ChSleau Caleynac, CHLteau Margaur k., sowie auch ein großes Lager Jnländerweine. (104) _______________________Peter Laßnik. widerung. Der Herr Nachbar — die zweite Excellenz — erwiderte frostig den Gruß, kehrte sodann den Rücken, und -es war, als sei über stacht ein Pestcordon zwischen beide gelegt worden, was umsomehr auffiel, als man sonst die e Herren so häufig die Köpfe zusammenstecken sah. Da schwirrte plötzlich wieder ein Papierstreifen durch das Haus, diesmal im größeren — im sogenannten Kabinetsforniate, darauf statt eines diesmal zwei Tintenklexe, die in ihrer centri-fugalen Bestrebung offenbar nur dadurch gehindert waren, daß sie am untern Ende ineinanderfloffen. Unter dieses dos—a—dos schrieb der Schalk im Centrum die Devise: Dieweil von beiden Laiidtagsexcellenzen Die eine gestern that die Sitzung schwänzen. Gibt’8 heute Oestreichs Doppeladler-Bild • Rechts blickt ein Kopf — links der andere wild. Zur Sonne wol der eine fliegen möcht' Der andre will zur Erd' sich lieber bücken; O weh. gelingen will's nun keinem recht, Verwachsen sind sie ja mit ihrem Rücken! — Wie es gekommen, daß diese attische Stimmung nach und nach in die saure Gährung ver- letzender Jnvectiven überging, und was damals hinter den Conlissen geleistet wurde: davon vielleicht ein andermal. Original-Howe- und Original-Singer-Maschinen nebst anderon biiwährter Systeme allerbester Qualität zu Fabrikspreisen unter fünfjähriger Garantie im Greneraldepöt für Krain bei Franz Detter in. Laiba-cla. unter der Tra,n.teclxe. Hl B. Nur dort können auch Nähmaschinen fachmännisch gegen sehr mässiges Honorar repariert und geputzt werden. Seide, Zwirne, Maschinennadeln und Oele, Bestaudthelle etc. etc. in grösster Auswahl, bester Qualität und billiger wie überall. Lager von i"euer- und einbruchsicheren Kassen von F. Wertheim & Comp. (612) 8 Nachstehende anerkennende Zuschrift liefert die besten Beweise über die vor> züglichen Wirkungen des Schneebergs Kräuter-Allop. Herrn Franz Wilhelm, ApotlreKer in Neun-Kirnen (Nieäer-Oefterrei«ü). Koltern in Südtirol, 16.Februar 1877. Encr Wohlgcborcn! Schon vor 6 Jahren zog ich mir als 24jähriger Landes-schütze bei einer größeren Waffenübung durch eine sehr starke Verkühlung ein sehr schweres Brustleiden zu: Brustbeklemmung, Schwerathmigkcit und mitunter abscheulichen Auswurf, mit Blut untermischt. Dies wiederholte sich jährlich, namentlich im Herbst uud Frühjahr, und mürbe ich von allen Aerzten als unrettbar aufgegeben. Da rieth mir im vorigen Jahre im Herbst unser Herr Gerichtsarzt Dr. Pu-petschek Ihren weltberühmten Wilhelms Schneebergs Kräntcr-Allop, ich nahm 10 Flaschen hievon ein, und siehe da, seitdem hatte ich nie mehr Blutspucken, war keinen einzigen Tag mehr bettlägerig, und konnte mir auch wieder etwas verdienen. Auch habe ich keine Brustbeklemmung mehr verspürt und leichter geathmet. Neulich mußte ich einen ganzen Tag im Freien sein, habe jetzt wieder seit zwei Tage» Brustbeklemmung, und athme jetzt wieder schwerer, sürchte daher, daß auch wieder Blut kommen könnte, uud möchte dein gerne Vorbeugen. Ich wage daher, Euer Wohlgeboren inständig zu bitten, da ich zu Ihrem Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop ein sehr großes Vertrauen habe und meine sichere Heilung zuversichtlich davon hoffe, mir einige Flaschen zukomme» lasse» zu »vollen. Mit Hochachtung Mich. 9Hcco6o»a, (12) 8 - 4 k. k. Landesschützen-Oberjäger-Juvalide. Betreffs Uebernahme von Depots wollen sich die Herren Geschäftsfreunde gefälligst brieflich an mich wenden. Neunkirchen bei Wien (Niederösterreich). Franz Wlllieln«, Apotheker. LE" Diejenigen P. T. Käufer, welche den seit dem Jahre 1855 vou mir erzeugten vorzüglichen Schneebergs Kräuter-Allop echt zu erhalten wünschen, belieben stets ausdrücklich Wilhelms Schneebergs Aräuter-W'op zu verlangen. Anweisung wird jeder Flasche beigegeben. Eine versiegelte Originalflasche kostet 1 fl. 25 kr. und ist stets im frische» Zustande zu haben beim alleinigen Erzeuger Fr. Wielm, Apotheker ii Mircta, Nieierösterreich. Die Verpackung wird mit 20 kr. berechnet. Der echte Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop ist auch nur zu bekommen bei meinen Herren Abnehmern in Laibach: Teter Zjassnlk; Adelsberg: I. A. Kupserschmidt, Apotheker; Agram: Sig. Mittlbach, Apotheker Bozen: F. Waldmüller, Apotheker; Borgo: Jos. Bettanini, Apotheker; Brnneck I. G. Mahl; Briren: Leonhard Staub, Apotheker; Cilli: Banmbach'sche Apotheke und F. Rauscher; Essegg: I. C. v. Dienes, Apotheker; Frohnleiten: Bin-cenz Blumauer; Friesach: Ant. Aichinger, Apotheker; Fel db ach: Jos. König Apotheker; Gospic: Valentin Vonk, Apotheker; Glina: Ant. Haulik, Apotheker Görz: A. Franzoni, Apotheker; Graz: Wend. Trnkoezy, Apotheker; Hall (Tirol) Leop. v. Aichinger, Apotheker; Innsbruck: Franz Winkler, Apotheker; Jnniche» I. Staps, Apotheker; Jvanic: Ed. Polovic, Apotheker; Jaska: Alex. Herjic Apotheker; Klageusurt: Karl Clementschitsch; Karlstadt: A. E. Katkic, Apo^ theter; Kopreinitz: Max Werli, Apotheker; Krainburg: Karl Schaunig, Apo thefer; Knittelseld: Wilh. Bischuer; Kindberg: I. S. KariniH; Lienz: Franz v. Erlach, Apotheker; Marburg: Alois Quaudest; Meran: Wilhelm v. Peruwerth, Apotheker; Mals: Äldw. Pöll, Apotheker; Murau: Joh. Steyrer; Pettau: C. Girod, Apotheker; Mö111 i»g: F. Wacha, Apotheker; Peterwardein: R. Deodattos Erben; Rndkersbnrg: Cäsar E. Andrien, Apotheker; DiöBerebc: Richard Thaies. Apotheker; Rudolfswerth: Dom. Rizzolt, Apotheker; Tarvis: Enge« Eberlin, Apotheker; Triest: C. Zauetti, Apotheker; Villach: Ferd. Scholz, Apotheker; Vukovar: A. Kraicsovics, Apotheker; Binkovee: Friedrich Herzig, Apotheker; Warasdin: Dr. A. Halter, Apotheker; Windischgr az: G. Kordik, Apotheker; Zara: V. Androvic, Apotheker. In Oesterreich-Ungarn, Deutschland, Frankreich und Portugal ist geschützt Wilhelms antiarthritischer antirheumatischer Blutreinigungs - Thee (blutreinigend gegen Gicht und Rheumatismus) ist als ■^7\7"i2nter-ICijLr als das einzige und sicher wirkende Blutreinigungsmittel anerkannt. 252525 sMit Bewilligung der] k. k. Hofkanzlei lant Beschluß l Wien, 7. Dez. 1858JU1 52525252525252^ uj Snlf(fiied«n taiuiiftrl, Wirkung cKeltcnl, «rfu(g eminent. i2525252525t i Durch Allerh. Sr. f. k. 1 .Majestät Patent gegen, Fälschung gesichert. [Wien, 12. Mai 1870., i2525252525c Dieser Thee reinigt den gauzeu Organismus; wie kein anderes Mittel durchsucht er die Theile des ganzen Körpers und entfernt durch innerlichen Gebrauch alle unreinen abgelagerten Krankheitsstoffe aus demselben; auch ist die Wirkung eine sicher andauernde. Gründliche Heilung von Gicht, Rheumatismus, Kindersüßen und veralteten hartnäckigen Nebeln, stets eiternden Wunden, sowie allen Geschlechts- und Hautaus-schlags-Krankheiten, Wimmerln am Körper oder im Gesichte, Flechten, syphilitischen Geschwüren. Besonders günstigen Erfolg zeigte dieser Thee bei Anschoppungen der Leber und Milz, sowie bei Hämorrhoidal-Zuständen, Gelbsucht, heftigen Nerven-, Muskel-und Gelenkschmerzen, dann Magendrücken, Windbeschwerden, Unterleibs-Verstopfung, Harnbeschwerden, Pollutionen, Mannesschwäche. Fluß bei Frauen u. s. w. Leiden, wie Skrophelkrankheiten, Drüsengeschwulst werden schnell und gründlich geheilt durch anhaltendes Theetrinken, da derselbe ein mildes Solvens (auflösendes) und urintreibendes Mittel ist. (7) 5—4 Allein echt erzeugt von Franz M iküekm, Apotheker in Neun direkten. Ei« Packet, in 8 Gabe» getheilt, nach Vorschrift des Arztes bereitet, sammt Gebrauchsanweisung in diversen Sprachen 1 Gulden, separat für Stempel und Packung 10 kr. Warnung. Mau sichere sich vor dem '.Ankauf von Fälschungen und wolle stets „Wilhelms antiarthritischen antirheumatischen Blutreinigungsthec" verlangen, da die bloS unter der Bezeichnung antiarthritischer antirheumatifcher Blut-reinignngsthee austauchenden Erzeugnisse nur Nachahmungen sind, vor deren Ankauf ich stets warne. Zur Bequemlichkeit des P. T. Publikums ist der echte Wilhelms cmtiar-tdritische antirheumatische Blutreinigungsthec auch zu haben in Laibachi Peter Lassnik; Adelsberg: Jos. Kupferschmidt, Apotheker; Agram: Sig. Mittlbach, Apotheker; Borgo: Giuf. Bettanini, Apotheker; Bruck a. d. Mur: Albert Langer, Apotheker ; Bozen: Franz Waldmüller, Apotheker; Bruneck: I. G. Mahl; Belo-Vär: Stiid. Swoboda, Apotheker; Brixen: Leonhard Staub, Apotheker; Bleiberg: Joh. Neuffer, Apotheker; Cilli: Banmbach'sche Apotheke und Franz Rauscher; Cor-mons: Hermes Codolini, Apotheker; Cortina: A. Cambruzzi; Deutsch-Landsberg: Müllers Erben; Essegg: I. C. v. Dienes, Apotheker, und Joses Gobetzky,Apotheker; Fürstenfeld: A. Schröckenfnx, Apotheker; Frohnleiten: V Blumauer; Friesach: O. Rußheim, Apotheker, und A. Aichinger, Apotheker; Feldbach: Joses König, Apotheker; Görz: A. Franzoni, Apotheker; Graz: I. Purg-leitner, Apotheker: Guttariug: S. Vatterl; Grubisuopolie: Josef Bialich; Gospic: Valentin Vöuk, Apotheker: Grafendorf: Joses Kaiser; Hermagor': Jos. M. Richter, Apotheker; Hall (Tirol): Leop. v. Aichinger, Apotheker; Judenburg: F. Senekowitsch; Jnnichen: I. Staps, Apotheker; Imst: Wilhelm Deutsch, Apotheker; Jvanic: Ed. Tollovic, Apotheker; Karlstadt: A. E. Katkic, Apotheker, und I. Bcnic; Klagenfurt: Karl Clementschitsch; Kindsberg: I. Karincic; Kapfenberg: Turner; Knittelfeld: Wilhelm Vischner; Krainburg: Karl Tchauulg, Apotheker; Lienz: Franz v. Erlach, Apotheker; Leoben: Joh. Pe-serschy, Apotheker; Marburg: Alois Quandest; Möttling: F. Wacha. Apotheker; Mürzzuschlag: Johann Danzer, Apotheker; Murau: Joh. Steyrer; Mitrowitz: A. Kerstonovich; Mals: Ludwig Pöll, Apotheker; Neu mar kt (Steiermark): Karl Malh, Apotheker; Dtofac: Edo Tomaj, Apotheker; Praßberg: Joh. Tribui!; Pettau: C Girod, Apotheker; Peterwardein: L. C. Junginger; Rud olfsw erth: Dom. Riz;oli, Apotheker; Rotteumann: Franz X. Jllmg, Apoth.; Roveredo: RichardThales, Apoth.; Radkersburg: Cäsar E. Andrien, Apoth.; Samobor: F. Schivarz, Apoth.; Sebenico: PeterBeros, Apoth.; Straß bürg: I. V. Corton; St. Veit: Julian Rippert; Stainz: Valentin Timouschek, Apoth.; Semlin: D. Joannovics' Sohn; Spalato: Benatio v. Grazio, Apotheker; Sch landers: B. Würstl,Apoth.; Triest: Jak. Seravallo, Apoth.; Trient: Ant. Santoni; Tarvis: Engen Eberlin, Apoth.; Villach: Math. Fürst; Vukovar: A. Kraiesowits, Apoth.; Vinkovce: Fried. Herzig, Apoth.; Warasdin: Dr. A. talter. Apotheker; Windischgraz: Jos. Kalligaritsch, Apotheker, und G. Kordik, Potheker, Windisch-Feistriz: Adam v. Gntkowski, Apotheker; Zengg: Jos. Aceurti, Apoth.; Zara: V. Androvic, Apoth.; Zlatar: Joh N. Pospisil, Apoth. Danksagung. Nachdem mir die Herren O-eTor. KToeler hie Weiterführung ihres Geschäftes in der „Bicrhallc" und Gartenrestauration gütigst anvertraut haben, erachte ich es als meine Pflicht, ihnen meinen ehrerbietigsten Dank aus-»»sprechen. Gleichzeitig spreche ich dem P. T. Publikum für das meinem dahingeschiedenen Manne und mir bis jetzt geschenkte Zutrauen den innigsten Dank aus, und bitte ein hochgeehrtes Publikum, mir anch für fernerhin das Zutrauen zu schenken, indem ich stets bemüht sein werde, solches mit guten Speisen und Getränken aufs beste zu bedienen. (101) 2—1 lim zahlreichen Zuspruch bittet hochachtungsvoll Theresia Janöigaj, E Restaurateur!» in Koslers „Bierhalle." MlNMWNW«MWMMSMWMviM Wer an Ochl, Rbfiimoliimn» obtc »-Srhüllingilironkbtllia leibet, «ersehe sich mit dem in »weiter Huftage erschienenen Buche: • Die Grielit • rr Q K ?■ iE a x s £ .85 *S 3 I 1 b * 3 ■£ J '—' m I w "«Mg 'B'l % ® 'e' ff« ;£ -g g? § ® ^ ® L TL.« T Z I?» !§K Die» vorzügliche, tausendsach br-I »nbrti und leicht >u befolgende Sn» j leltungen >ur Sclbsibehandlung u. Heilung obiger Leiden enthaltende Luch sollte in leinet Familie fehlen I und namentlich teilt an Gicht oder | Rheumatitmui Leidender eerfÄu» I men, dasselbe zu laufen. Viele | Kranke, die vorher Alle« vergeben« gebraucht, verdanken den Anleitungen diese» Buche» die ersehnte Heilung. — Prospect aus Wunsch vor-|het gratis u. fr. durch II). Sollt»-Itlmer in felfjlg und Cosel. Illllill % 3 o*t3 ln;»' 2" 2. 3 (?) O a» 9.3, «T cu —» § 8" „j 3 r» «ü 3* 3 r* r* Wg 5 Z H Jt. X* g 5.3 » p:xr- ITor'1 SJ1 3 ° M? 3 «u nlK a O ^ O i°l® bEI i)2c3 Sichling fcfion in einigen Tagen. Itt Zum Beste» der Familie» der Mo-IWHUIUIU bilisierte»! Ziehung 6. März. Haupttreffer 60,000 {(., 15,000, 10,000 fl. re. Ein Original-Los kostet nnr „zwei Gulden". Irnttnloft »Älti ä 50 Kr. (Bei Abnahme von fünf Losen eines gratis.) 1864er promeffeu, K'KL ÄS*- ä fl. 475 ä fl. 80. für die letzte Ziehung a*t 1. März Zu beziehen durch: 1839er fltomeflett Rudolf Fluck, Wien, I., Stuben-bastei 10. (Besorgung von Kommissionen aller Art.) (98) 3 3 Gaftkau8 „zur Kose!" Pilsner Bier jetzt vorzüglich! (103) Die Stammgäste. axl S. Till empfiehlt fein reiches Lager von Geschäfts» und Notizbüchern, Schulrequifiten, Schreib- und Zeichenmaterialien, Farbenkästchen von 2 fr. bis 15 fl Abonnement aus alle Zeit-schristeu und Lieserungswerke, Annahme von Bestellungen auf Bisitkarten, Monogrammpapiere und Jnitialien. Das Neueste in Cotillo«-. orden. Sämmtliche «och vorriitbige Kalender 1879 zn bedeutend ermäßigten Preisen. (83) 9—9 r Meine I Gewonr mmmm mni. I innen! > Gewonnen, TERNO gewonnen! Wie soll ich Ihnen dies Glück danken, Herr Prof. von Orlice?? Wien. O. Schirmer. Dies als Anerkennung an den Professor und Schriftsteller der Mathematik Rudolf v. Orlice, Berlin W., Knrfürstenstrasse 127 (früher Wilhelmstrasse 127). (74) (Wahrheit bezeugt und notariell bestätigt.) „The Gresham“ Lebens-Versicherungs-Gesellschaft in London. Filiale für Oesterreich: Wien, Opernring Nr. 8, Rechenschafts-Bericht Äctiva vom 1. Juli 1876 bis incl. 30. Juni 1877: > . . Pres. 59 919,663- Jahreseinkommen aus Prämien und Zinsen . . . „ 12 761,159 80 Auszahlungen für Versicherungs- und Rentenverträge, Rückkäufe etc. seit 1848 77.000,000 — In der letzten zwölfmonatl. Geschäftsperiode wurden bei der Gesellschaft für................................„ 56 783,769 - neue Anträge eingereicht, wodurch der Gesammt-betrag der in den letzten 24 Jahren eingereichten Anträge sich auf mehr als...............................„ 845.000,000' - stellt. vom 1. Juli 1877 bis incl. 30. Juni 1878: Activa .................................................. Pres. 62.319,848 — Jahreseinkommen aus Prämien und Zinsen . . . v 13.050,74715 Auszahlungen für Versicherungs- und Rentenverträge, Rückkäufe etc. seit 1848 „ 86.000,000 — In der letzten zwölfmonatl. Geschäftsperiode wurden bei der Gesellschaft für................................, 54.736,050 — neue Anträge eingereicht, wodurch der Geaammt-betrag der in den letzten 26 Jahren eingereichten teUtAnträge sich anf mehr all ...............................„ 899.000,000 — . fDie Gesellschaft übernimmt zu festen Prämien Versicherungen auf den Todesfall mit 80 Perzent Gewinnanteil oder auch ohne Antheil am Gewinn, ferner gemischte und auf verbundene Leben; schliesst Renten- und Ausstattungs-Verträge ab; gewährt nach dreiiährieem Bestehen der Polizen den Rückkauf für Polizen auf Todesfall oder gemischt, welche hiezu berechtigt sind, oder stellt für Polizen auf ^Todesfall nach dreijährigem und für Aussteuer-Versicherungen nach fünfjährigem Bestehen reducierte Polizen aus, für welche dann keine weiteren Zahlungen zu lei- st6D sind. (4ö) 6 1 Prospecte und alle weiteren Aufschlüsse werden ertheilt durch die Herren Agenten und von dem General-Agenten für Krafn und Südsteiermark Valentin Zeschko, Trieeterstraes© 3STr. 3 in Larbetcü. ®TOd von Jg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. t Sir die Redaction verantwortlich: Kranz Müller.