-94. ^^—^ Donnerstag Ven 21. Movember 1833. A, , i h 5 cI. ^aut an diese Inspection von Seite des Di-- stsictscommtss^iats Haasberg gelangter Anzeige, haben sich Caspar Verbitz aus Zirknitz, und Ja« cob Millautz, aus dem, Mühlthale bei Planina, bei 5cm am 3o. October- V. I. Statt gefundenen Brande des Dorfes Maunitz, durch herzhaftes und thätiges Benehmen dergestalt ausgezeichnet, und Zur Rettung des Pfarrhofes, der Kirche und noch anderer 54 Häuser, worunter 6 assecurirt wa» rcn, beigetragen, daf? sich die k. k^ privilegirte in- nerösicrreichische wechselseitige Brandschadcnversi. cherungs» Gesellschaft durch das Organ der gefcr« listen Inspection verpstichtet fühlt, denselben ihren lebhaftesten D^'k hiermit öffentlich auszudrücken. Bon der Inspection der k., k. privilcgirtcn inner« österreichischen wechselseitigen Brandschaden« VcrstchcrungZ.n,sialt für Kram. — Laibach am i5. November ,833. Joseph Graf v. Thurn,- Inspector. Heinrich Ritter v. Gariboldi, Äctuar. RlaFenf n r t. Am letzten Mittwoche, den i5. d. W. 7lbcnd3 nach 7 Uhr, brach in Lcr St. Veiter - Vorstadt clne Feuersbrunsi aus, die durch ihr schnelles Um« flchgreifcn der. ganzen Stadt hätte höchst gefährlich rrcrdcn können; dach der rastlosen Thätigkeit der hiesigen Feuerlösch - Commission und vorzugsweise der ruhmvollen und dankwürdigcn Mitwirkung des hier garnisonirenden k. lv Militärs vom löbl. G r a«-disc an er Gränz-Regimente und'kcm 3andcs.Re< Pimente Bm,onl Latter mann, begünsiiü.t' durch eine Windstille, gelang es, diesem verderblichen Elemente Einhalt zu thun. Besonders verdient das theilsweise Abreißen der Dächer von 4 Häusern er< wähnt zu werden, reodurch der Flamme der nächste Stoff zur Fortpflanzung benommen wurde, unV das sich meistens als das einzige Mittel in solchen? Fällen bei mit Schindeln gedeckten Häusern auch' dießmals bewahrte. Trotz der beispiellosen Anstren» gung wurden doch sechs Hauser sammt Nebengebäuden ein Opfer der Flammen. Bon diesen zehir Häusern (mit Einschluß der 4 zum Thbil abgcbro chencn) waren 8 bei der innerö sterrcichisch«-wechselseitigen und eines bei der Triesti-n assecurirt. (Klagf. Z.) TeutschI an v. München, vom 6. November. Dev Nürnberger lZcrrcspondent schreibt: Der Ausmarsch der griechischen Freiwilligen ist auf den »5. d. M. unabänderlich festgesetzt. Diese ganze Woche werden dieselben noch auf dem Marsfcldc im Feuer exe» ciren, und größere Manaver ausführen. Es mar«-schircn 2 Grenadier«, 2 Pionier, und 2 Artillerie-Compagnien, diese mit Pulverwagen und Kanonen, in Allem (jede Compagnie zu »5o) gc»o Mann aus. (Salzb. Z.) .- V r e u ff e n. Der Königsberg er Zeitung zufolge-sind bereits alle erforderlichen Vorbereitungen zur Einschiffung der polnischen Auswanderer (63a) dergestalt getroffen worden, daß selbige in den ersten Tagen des Monats November von Danzig cm5 wird statt finden könncn. Es sind zwei große und geräumige Schisse dazu bestimmt, welche nach dew bei der ct-glischen Marine bestimmten Grundsä'Mv 376 «men mehr als hinreichenden Raum für die ein« zuschiffende Anzahl gewähren; die Tüchtigkeit der Schiffe selbst in Bezug auf die Fahrt nach Amerika, so wie die Zweckmäßigkeit der inneren Einrichtung für die Aufnahme und Unterbringung derAuswan» derer, ist^zuvor durch eine unparteiische gemischte (Zommission von Sachverständigen geprüft worden. Außerdem wir-d ein preußischer Militäroberarzt nebst cttle.in'' (3HirurgengehUlfen, mit den erforderlichen Arzneimitteln versehen', jedes dieser Schiffe deglei» ten, auf welchen besondere Üagerstellen für die Erkrankenden bestimmt und zweckmäßig eingerichtet sind. Die Verpflegung der Auswanderer während ihrer Seereise ist mit einigen Zugaben nach den sehr reichlichen Grundsätzen normirt. (B. v. T.) Mieder lanve. Haag, 5. November. Es bestätigt sich, daß der König den Vorstellungen deö Fürsten Schwär-zcnberg Gehör gegeben hat, und nicht nur Schritte bei der deutschen Bundesversammlung und seinen Agnaten wegen Luxemburg machen, sondern auch alle üorigcn Hindernisse heben will, welche der Wiedereröffnung der Londoner Eonferenzen bisher entgegenstanden. Man hat also nun wieder viel Hoffnung, unsere Differenzen mit Belgien enoüch beendigt zu sehen. (Allg. Z.) Frankreich. Die afrikanische Commission ist neuerdings in Algier versammelt; sie sammelt daselbst ihre letz» ten Materialien. Die Eommissarien scheinen dar-über, was sie gesehen und erfahren haben, nicht sehr erbaut. General Bonet besuchte, nachdem er Oran verlassen, Arzew und Budgia, bevor er wieder mit seinen Kollegen zusammenkam. Zu Budgia existirt kein einziger Einwohner. Niemand hindert die (Zirkulation der Franzosen in der Stadt, und ihre Ruhe ist um so vollständiger, als seit 54 Tagen die Kabaylen sich nicht mehr ge« zeigt hatten. Diese Zwischenzeit hat das Genie-wcscn benützt. Die Verthcidigungsarbciten werden aufs thätigste verfolgt. Man kann nicht vorsichtig genug seyn, lndem hinter der Stille deS Feindes feindliche Entwürfe verborgen sind. Die Nieder-reihiUligcn der Häuser dauern zu Algier f^t. Marseille den 20. Oct. Zwei St. Simo< nistische Damen, Madame Fourmer und Elorinde Roger, werden sich morgen als Missionärinnen nach Alexanorien einschiffen. Sie beabsichtigen vorzüglich die Lage der Frauen im Orient zu verbessern uno ihre Kenntnisse zu erweitern, indem die Rege« neration der asiatischen Völkerschaften größtentheils von den bessern Lebensverhältnissen der Frauen abhängig ist. Das Ziel, welches sich diese Damen gestellt haben, ist ohne Zweifel ein sehr löbliches, und man braucht nicht St. Simonist zu seyn, mn ihnen alles mögliche Glück zu wünschen. Allein ov eö auf diesem Wege zu erreichen stc^t, das ist allerdings eine andere Frage. Slraßburg den 3o. October. So eben er« fahren wir, daß das in hiesiger Stadt garnisoniren» de 4<)ste LinieN'Regiment Befehl erhalten habe, sich marschfertig zu halten. Alles ist in unruhiger Be« wegung. (Prag. Z.) Der Moniteul vom 6. d. M. enthält eine königliche Ordonnanz vom 5. November, traft dc-ren die Nationalgarde von Eolmar aufgelöst und deren unverzügliche Rcorganisirung anbefohlen wird. (Oest. B.) Paris, den 9. November. Man versichert, die französische Regierung hade Befehl ertheilt, für die Observationsarmee der Pyrenäen zwei neue Divisionen zu biloen. — Am 24. October tam der Marschall Elauscl aus Oran zu Algier an. — Ein aus Malta gekommenes Schiff langte mit vielen reisenden Handwettern und Gewerböleuten z» Algier an. — Die doriige Polizei begab sich an den Bord des Fahrzeuges, um ihre Vcrmögensum« stände zu untersuchen, und alle erhielcen Befehl, Algier zu verlassen, indem sie die Untelhaltömittel auf ein Jahr nicht nachzuweisen vermochten. (B. v. T.) Spanien. Das Memorial BordelaiS schreibt aus Madrid vom 25. October: «Die Ausstände neh» men immer zu. Der Pfarrer Merino ist, nachdem er Lerma, Aranda, Penaranoa, Roa und einige andere Stätte durchzogen und die königlichen Freiwilligen mit sich vereinigt hat, nach Rioga, Scpulvcca, und selbst nach Segovia gekommen, wo er dasselbe gethan, und sich alle Erpressungen erlaubt hat. Zwischen Aranjuez und Ocana, 9 Stunden von Madrid, haden die Söhne der Generäle Ccnnpa« na, Odonncl und Fulgosio, lauter von der Garde entlassene Offiziere, eine Guerilla gesammelt. Ro-dil hat in Estremadura einen Agenten des Don Earlos und sieben Ehcfä von dem Aufstande-von Talaveyra erschießen lassen; er bat zwei Batail« lons für Isabella II. zu Baoajoz gebildet, und das Eommando an San Martin (E^präfccten der Po« 377 lizei) übergeben; er hat im S'nne, die Zahl der. selben in ganz Estrc-madura auf 12,000 zu vermeh« ven. Qucsada, der zum Commandanten von Alt« castilien ernannt ist, reiste heute ab, und ist ent. schlössen, den Pfarrer Merino zu verfolgen. Mo» rillo hat denselben Entschluß in Galizien gefaßt. Llander hat in tZatalonien mehr als 12,000 Eon« siitulioncllc untcr seinen Befehlen. Die Senlinelle deä Pyrcnnees mcl. det: »Ein blutiger Vorfall hat zu Almagro Statt gefunden, wo das Kavallerieregiment der Königinn Besatzung hielt. Die Earlisten hatten den schauderhaften Entwurf, sie alle während der Nacht zu ermorden; die Husaren aber, davon zur gehörigen Zeit in Kenntniß gesetzt,, sielen über die Empörer her, tödtcten Üo und verwundeten 70. Das Regiment verlor 17 Mann. Man sagte, es hätte eine ähnliche Metzelei zu Eadix Statt ge» funden. (Oest. B.) Man schreibt von Pampeluna, daß der ta< pfcre General Lorenzo mit 900 Mann unter dem Beistände einer andern aus Arragonien abgeschickten Kolonne von 700 Mann, Logrono überfallen hat, wo sich gegen 4000 Insurgenten befanden. Von diesen wuroen eine große Anzahl getödtet, wor« unter sich der berüchtigte Parteigängerchcf Aranga befand; alle Andern haben sich nach Vittoria ge» rettet. Man versichert, daß am 3o. October zu Ma« dvid eine riel ernstere Bewegung als die vom 27. ausgebrochcn sei. Die genauern Details sind noch Nlcht bekannt. Ein Brief aus Vayonne erwähnt eines Komplottes zu Grenada, welches aber unterdrückt wor« den, und einer am 26^ October versuchten Earlisii« schen Bewegung zu Saragossa, der man gleichfalls zuvorgekommen sei. Der Brief widerspricht dem Gerüchte von Unruhen, die sich am 26. zu Madrio erneuert hätten, so wie vom angeblichen Abfalle des Generals Sarssield. (Allg. Z.) Portugal. Nachrichten aus Lissabon vom 21. October melden, daß cin »ä!e bei Ibrahim's Armee, erregt. Man' erschöpft sich in Vermuthungen über die Grunde, die ihn zu diesem unerwarteten Schritt veranlassten. (Te« lsm Bey war mit noch einigen andern Offizieren von' Ibrahim Pascha's Gefolge in den ersten Tagen des Octobers zu Konsiantinopcl angelangt.) Directe Nachrichten aus Alexandria' vom 3. October melden: „Sobald dcrVicekö'nig.Kunde von dem nach seiner Abreise aus Candia auf der Insel ausgebvochenerr 2lufruhr erhalten' hatte, gab er Befehl zum Auslaufen eines Theiles seiner Flöt« te., die bereits segclfcrtig auf der Rhede von Alexandria lag, und ertheilte seinem Admiral, Os° man Pascha die erforderlichen Weisungen, und' wie man versichert, die bestimmtesten Befehle, die Insurrection der Candioten um jeden Preis niederzuschlagen. Die Flotte ist am 23. September ab« , gesegelt. Seitdem hat der Vicckonig eiligst mehrere Transportschiffe miethen lassen, um Truppen, » wie es heißt 4 bis 6000 Mann, nach Oandia zu fuhren, nach deren Ankunft sich die Streitmacht der Aegypticr auf dieser Insel auf i2 bis 14,000 Mann regulärer Truppen belaufen wird. Das Gc- racht,,, .daß ein Theil der Candiotlschen Türken ge< .meinschaflliche Sache mit den Griechen gemacht habe, scheint den Pascha zu dieser neuen Truppen-senöung- b^w0gen zu, haben., ^ »Ueber den der Pforte von Meh m ed Ali zu entrichtenden Tribut hatten sich Differenzen erhoben.-Die Pforte verlangt, daß dieser Pascha die Rückstände für Aegyplen von fünf Jahren, zu 10,000 Beuteln (den Beutel zu 5aa türkischen Piastern gerechnet) und für die Pasälalikä von Syrien 4a,aac» Beutel,, für zwei verflossene Jahre, das Jahr zu 2o,ooo Beutel gerechnet, wie eh, sich früher selbst dazu verstanden habe,, bezahle; Mehmed Ali will aber von Bezahlung der Rückstände nichts hören, und die 30,000 Beutel (ungefähr 750,000 spanische Piaster) für 2legypten, Candia^ Syrien, Ndana erst vom Anfange des nächsten Jahres der Hcdschira an entrichten. Der mct Regulirung dieser Angc» leqenheit beauftragte Pfortencommissär, Edhem Offen di, ehemaliger Deftcrdar,, der siä) nickt ermächtigt hielt, auf diese Anträge des Pascha's einzugeben, hat einen Tatar aus Alcrandria nach Kon'siantmopel abgefertigt, um die Befehle des Sultans hierüber einzuholen."- (Ocst. B.) Griechenland Triest, 3. November. Durch ein aus Nau« plia vam ,0. October hier angelangtes griechisches Packctboot erfährt man, daß noch fernere Verhaftungen in Griechenland statt gefunden babcn, und deren Zahl sich nun bereits über 40 belief; die Nuhe war übrigens bis dahin kcincn Augenblick gestört worden. König Otto fand überall auf seiner Reise freudige uno herzliche Aufnahme. Auf dem Wege nach Patras besuchte cr gelegentlich die joniscke In« sel Zante,. w? er vom Gouverneur mit vielen Festlichkeiten empfangen wurde. —> Die öffentlichen' Blätter, deren Ausgabe in Folge der entdeckten Verschwörung in ganz Griechenland suspendirt wor< den war. dursten wieder, jedoch nur unter (Zensur, erscheinen. (Mg. Z.) BEKANNTMACHUNG, Am nächsten Sonntage, don 24. d. M., wird bei dem in der Stadtpfarrkirchc zu St. Jacob um 9 UlirFrüh Statt findenden Hochamte, znrF«ier dos Fhstos der hoi!. Cäcilia von dor philharmonischen Gesellschaft eine Messe von J. N. Hummel exoquirt werden. Theater. Hl'utc: «Der Kammerdiener,« und „Fragt nur mich IM Rath,« Lusispiccc. Margen : „F ond s - E once r t.« Mwmteur: ^r. V.'.lx. Wewrich. Verleger: Mnat N?. ^Vler v. Alcimnau^