LaibachelMMtung. ^-—,_^_____ ^«» 1^)«"d Planuincvationsplei«: Im Üomptoir ganzj. ' ^» > s?^ N. 11, l>a!i>!. N. 5.5>). Für die ^uftellun« ins Hau« -^^^<^» halvj.5l»lr. '^litdcrP°N>!«i^,.ll.l5', '^'ll>j.st.?.50. Dollnerslag, «2. August Inseiti on«gel'llhr bl« iu feilen: lmal 60 ll., ->^^/»F^ »M.Wlr., Km. i st,;ionll vr.^elle im. «Ir., xm.tttr., I^N^G »m.io lr. u.s. w. I»ebei>m.»»l,. ^V^^F V« ''lintlicher Theil. . ^c. l. und k. Apostolische Majestät haben mit " Allerhöchsten Entschließung vom I. Auglist d. I. ." Vczirköhauptmllnn Frau; Karasinski znm Statt-^tercirathc zlociter Elassc und Referenten für die ad , ^lstlativcn und ökonomischen Schnlangelcgcnheitcn bei "' galizischcn Vandcsschulralhc allergnädi^st zu erneu« " »eruht. Giökra ni. i>. > ^, ^erInstizminister hat den RathSsecrctär des östcr^ Mschen Obcrlandcsgcrichtcs Gustav Schneller zum ^Ndesgcrichtsrathc del dem ^andesgcrichtc in Wien er^ H. Der Iustizminister hat die Vezirksgerichtsadjuncten s^bert Exlc nnd Joseph Eamsly, den ersteren von ^ ^» nach Ncnhauö, den letzteren von Fraucuberg nach lhcan üdcr ihr Ansuchen übersetzt und zu Bezirks-^'chtAdjlmctm ernannt: die Anscultantcn Emanncl ^^t für ^obositz, Emil I sal für Königswart, Fcr-sl«u "cinna für Niemcs, Wendel Huycr für Ho-„"' Anton Wächtlcr für Holic nnd Franz Du- °sty für Fraucuberg. I^r ^er Iustizminister hat den Hllfsämtcrdircctor Karl tz ."Net auf scin Ansuchen von Königgrätz nach Iicin ^ ^ "'^ ^ Hilfsämtcrdircctorstclle zu Königgrätz ^. vllfsämtcrdircctionsadjuncten Alois Bera nek vcr- ^!!ll^'" ^' Aiicpist IW!» wurdl' in der t. l. Hof- und Staats-vets^' bat, i.vi, Eiült drö Rcichsgesctzblatlcö auSgrgrbm und ^!^°H> Zuhält unter 'die lioiK.-rssilliioiirkiM'^ Ullln «. Illli 1^6!» ;»!N Vciül' «)° Vctnclie rincr Locomotlucisüllbah» vun ^eodn! nach >. (Wr. Ztg. Nr. I«2 um,i 10, Anglist.) Nichtamtlicher Theil. '^ ^ 3'ihung l»cr Ulichsratl)5-Dclcglltwll. slech,^ Generaldebatte über das Bndaet des Mini-^^ ° des Acnßcrn «all der am ^). d, M. stattgefun-^kl ^'^ung der Delegation vcs Rcichsrathcö eine ^^Mche Bcdcnlnnq. Von verschiedenen Sciten ^'»l^, siegte Graf Veust nicht nur durch seine be-«^^^nzende Bcrcdtsamkeit. sondern vor allem durch die Wahrheit seiner Argumente, und das Resultat war ein vollständiges Vertrauensvotum für seine Politik. Wir können die Verhandlung in ihrer ganzen Ansrch« nung nicht bringen. Wir slizzirc» daher ihren Vcilauf und geben weiter nülcn cincn größeren Auszug aus der Rede des Reichskanzlers. )tachd?m der Dclegiltc Svctcc eine Petition um Abänderung der Handelsflagge überreicht, deren Verlesung abgelehnt wurde, c> staltete der Dclc^irtc van der Straß den Äciicht des VnogctanSschusses übcr das Vndgct des auowärligcn Ministerium?. Mau überging sodann zur Gcneraldeba,te. Graf Spiegel begrüßt das Rolhbuch als einen Fortschritt, spricht ubcr gegen die Politik der freien Hand, dir jetzt in (5»lopa gelte, dic immer bereit sei, den Nachbar niederzuschlagen und uns finanziell gefährde. Dem ließe sich abhelfen durch eine Anssöhnnu^ mit Preußen. Redner suncht die Hoffnung aus, es wertn-dem erlcuchtctcu Staatsmanne, Der Oesterreichs Polilit leite, gelingen, bis zum uächstcn Rothbuch ciuc Verbin^ dnn,^, anzuknüpfen, die auch jcnfcits des Mains dic willkommenste scin müsse. Graf Wickcnburg bcg> üßt die Politik des Reichskanzlers als eine wahrhaft „östclrcichische," mit vollster Zustimmung, sowolil die Politik gegenüber 3lom als Preußen. Ein Blick in die osficiöscn preußischen Zeitungen zeige, daß man doit keineswegs noch zn cincr Verbindung mit uns geneigt sei. Die Sprache dieser Blätter erinnere an die Sprache im Jahre 18li6. Anch er Maie von Herzen für die Ansiöhnnng, aber dazn müsse nicht nnr Oesterreich, sondern anch Preußen die Hand bieten. So lange uns aber Preußen in der bisherigen Weise behandele, könne kein österreichischer Minister der-aitigcn Herausfoidcrnngen nachgeben. Daß Oesterreich keinc Velgcllnngppolitik befolge, zeige das Verhältniß zu Italicu. Baron Wcichs beklagt die Hallnng Oesterreichs dem norddeutschen Bunde gegenüber. Die Schuld an der herrschenden Bitterkeit zwischen beiden Staaten liege auf beiden Seiten. Einem so gewiegte» Staatsmann, wie dem Grafen Bcüst, wären in der Sendung Tanff-tirchcns Anknüpfnngspnnllc geboten gewesen. Dem Reichs-lanzler wirft Redner ciue allzu großc Thätigkeit vor. zu der ihn vielleicht das Bcwnßlscin seiner ganz außerordentlichen Gewandtheit bewege. Das errege wieder Gereiztheit beim Gegner nnd diene lcincswcgs dem Frieden. Dagegen wirft der Redner dem Reichskanzler zn große Langmuth Rom uud zu große Willfährigkeit Frank- reich gegenüber, wie z. V. in der belgischen Frage, trotz der Oesterreich verletzenden Sprache im Lager von Chalons, vor. Delegirter Rechbciuer constcttirt mit Vergnügen, daß der Reichskanzler so bestimmt erklärte, eö bestehe keine Allianz mit Frankreich. Eine solche Allianz zur Niederwerfung Deutschlands wäre die unglücklichste Politik. Daß es in Deutschland zu dein jetzige» Zustaude gekommen, das sei nur Schuld der österreichischen Regierung selbst, die dcu günstigen Momcut in der schlcs» wig-holsttinischen Frage versäumte. Statt dem Einheitsstreben des deutschen Volkes zu folge, schloß sich Oesterreich an den Iunter an, der „Blut und Eiscu" auf seine Fahne geschrieben, und die Folge war daö Jahr IK00, Küniggrütz. Redner erklärt dann, daß er entschieden nicht der Ansicht unseres auswärtigen Amtes ist, daö einen Süd» buud iu Dcutschlaud hcrbciwüuscht, der Südbund wäre der Krieg. Denn Oesterreich würde sich an den Südbund halten, ebenso würde Preußen und Frankreich den Süd-buud au sich zu ziehe» trachten, uud so würde der Süd-buud der Zautapscl sein, der nothwendig zum Kriege führen muß. Doch auch dem militärischen Innlcrthume Preu> ßcns will Redner nicht den Weg über den Main bahnen. Er ist im Gegentheile für ein auf demokratischer Grundlage geeinigtes Deutschland, zu welchem sich Oesterreich' auf dem Wege der moralischen Eroberungen auf den besten Fuß setzen soll. Dr. u Z icm i allows ki ist gegen eine deutsche Politik Oesterreichs, weil dieselbe verderblich anf daß Innere znrückwirteu und den Nationalitütenzwist fördern würde. Ich begreife, fährt Dr. v. Ziemialkowski fort, daß es meinen dcntfchcn Freunden sehr schmerzlich ist, daß sic aus dem Verbände mit ihren Brüdern gerissen sind; aber in Oesterreich gibt cS noch ein Voll, welches nicht mehr im Verbände mit seinen Brüdern steht, und dennoch würde man es uus sehr übel nehmen, wenn wir dem Minister des Acußcrn rathen wollten, er solle eine polnische Politik treiben. Oesterreich ist nicht ausschließlich dcnlsch. Oesterreich ist eben so gut deutsch, wie mc^ gyarisch, wie polnisch, wie ezcchisch; Oesterreich soll daher eine österreichische Politik treiben. (Beifall.) Redner erklärt sich dann gegen eine Allianz mit Preußen. Dieses habe seinerzeit auch mit Polen Freundschaft gcschlofscu, um cS zu vernichten. Das ist preußische Freundschaft! Preußen uud Rußland sind die beiden einzigen Mächte in Europa, die Gewalt über das Recht sehen; Aus in die /cricn! "s Rationelle der Erholung. Aus dcm Eliglischm. Schluß.) Äl» d^°lgt also daraus, daß der Zweck der Fcrieu-I>. b'e ^! '.^"ng ist. Die Philosophie der Ferienzeit 'srisf dess '"'"We der Erholung. Doch der Gruud-bl^ldei, ,'.'"^ sie ist, säugt cbeu erst au, verstanden h.'M d^ ^lnc langweilige Gcsühlsasectik, ein Ucber-slli^U'dc " . Rubens, der den Körper als die Quelle "F Wie,.''!"' und die thebanischc Wüste mit sich »n °l Anis,, """chorcten bevölkerte, haftet noch auf »> obwohl das Dogma selbst in V'«ien o ,?l"rzeugm,gcn erlöschen mußte. Wir M °"en h»r ^"Mlg'mgcll nicht, wie es einige Ge-^ dicken ,!i.,N")"" ^bcn. noch gehen wir Herzas »^r und wi v ' '"" ^ bei dem Neidenthum der ^"lassel, .,.« , lateinische Race c"s thuti allein !^^""s einig ,,>''' ""d entschuldigen sie. Wir sie l° Ölungen l,,^ angenehmsten und nothwendig' 'hü/n ,'"" halb ° l"'",'^ '"it einem halben Verdacht, c>üf <">cht völlia » !" c Dm'lun überlassen wir uuö ""« °" Nerienrene, ^"'^ ^'' uns entschädigen sich «« ^'i"a"der "ch, °/"l-- Wir fürchten entsetzlich, ber a> s^^">cn m,t i.7^ ^ ^" "l"^". aber wir machen l° kl ^Meutlich ä,?" "'' "'^ '" den Augen Frcm-«Nffes ^i«ntt. ie ,-l"'^ '"^'"' Doch uichts ist "^lholung. , "lere falsche Auffassuua des Be-^" zeigen, als eben diese Furcht, sich lächerlich zu machen. Die öffentliche Meinung weiöt oft die äußerste Unkenntnis; der menschlichen Natur auf, doch iu nichts ist sic so völlig kindisch, als in ihren Ansichten übcr Vergnügen nnd Erholnng. Sie zwiugt den Menschen beharrlich in seinen Beruf hinein, hält ihn beständig anf dem Picdcstal seiner Stellung nud erlaubt ihm auf keinen Fall, von demselben hinuntcrzu-steigen. Sie bcurlhcilt das Passende seiner Vcrgnügun-gen nach der Natur sciucr Pflichten, erwartet immerwährenden Ernst von denen, deren Berns ein ernster, beständige ^cichthcrzigkcit von solcheu, deren Aufgabe cö ist, Audcrc zu amüsircn. Ein Prediger, der sich mit seinen Inngen herumbalgen wollte, würde das Aergerniß der Damen seiner Gemeinde seiu; ein Geschäftsmann, der sich einem Viebhabcrthcatcr anschlösse, würde seinen Bankier bchntsam anf seine Ncchuungcn und seine Gc-schäftsgcnossen mißtrauisch hiusichtlich sciuer Zahlungsfähigkeit machen; ein Rcchtsgclchrter als Poet, ein Dekan als Salyriker, ein Schulmeister als Whist- nnd Äillard-spiclcr würden sich Bemerkungen und Verdächtigungen anssctzen. Und doch würde cin nur augenblickliches Nachdenken den am wenigsten Scharfsinnigen überzeugen, diß für kciucu Mann innerhalb der Grenzen seines Be« ruses wahre Erholung zu fiudcn sei. Dieser llcbcrdruß am Einerlei, der in's Wechsel des Ortes zum Bedürfe niß inacht und uns in die Fcruc treibt, ist es auch, der Erholuug jeder Art rechtfertigt, ja nothwendig macht. Wechsel ist die erste Bedingung der Erholung. Man könnte eben so gnt in seinen vollen Kleidern schlafen, als Vergnügen in derselben Richtung mit seiner Arbeit suchen. Arbeit uud Erholuug sind, wie Tag und Nacht. Gegensätze nnd die weiteste Ungleichheit zwischen ihnen ist dic echteste Vollkommenheit Beider. Selbstverständlich soll das ^ebcn eines rechtschaffenen Mannes in leinen Widerspruch mit der Moral kommen; doch physisch und geistig kann der Unterschied zwischen Arbeit und Erholung nie zu weit scin. Sie sollen mit verschiedenen Ideen umgeben, verschiedene Gefühle in ihm wachrufen, vcrschiedcuc Fähigkeiten üben, verschiedene Seiten seiner Natur in Anspruch nehmen. Sie sollen in Wahrheit der Gegensatz zu einander scin. Der Mann von sitzender Beschäftigung soll thätige Erholung wählen, der Mann der mühcuollcu Arbeit bedarf ruhigen Vergnügens. Der Gelehrte vcrlaugt nach Unterhaltung, die den Geist nicht in Anspruch nimmt, der Kaufmann mag seine Er« holuug in Büchern finden. Der Mann, dessen Beruf die Aufrcchthaltung cincr amllichcn Würde von ihm for-dert, bedarf zur Erholung etwas, was ihm persönliche Würde bei Seite zu legen uud zu vergessen erlaubt, irgend ein unschuldiges Vcrguügcn, bei welchem er zu dem Niveau Anderer hinabsteigt und nicht länger der Priester oder Pädagog, der Iustizmann oder Arzt, son» dcru einfach mir der Mensch ist. Das Publicum mag immerhin sciucr Stellung ciugcdenk scin — er selbst braucht nicht daran zu denken. Die Welt verlangt thö-richtcrweisc, er möge sich anf feinem Piedcstal halten, er fühlt das Bedürfniß, davon hinabzusteigen, den Segen zn empfinden, „klein zu scin" nnd aus seinem Beruf nnd sich selbst herauszutreten. Das ist die wahre Er-holung, die ihre Aufgabe erfüllt. Dies ist daö Vcrmmftgcmäßc der Erholung. Erholung ist etwas mehr als Vergnügen, denn das Vergnügen beschäftigt nur und unterhält, während Erholung, wie daS Wort an sich andeutet, erneuert und erquickt. Doch diese Erneuerung geht aus dem Prineip des Gegensatzes hervor. Das ^eben ist die Balance von Gegensätzen , Gesundheit ihr Gleichgewicht und das Ucbcrgewicht eines vou beiden Krankheit oder Tod. Arktische Reisende erzählen von der Qual des beständigen Tageslichtes in den sechs Monaten des Polartages und 1355 eine Freundschaft zwischen diesen beiden Staaten ist ganz natürlich. Eiuc Allianz zwischen Oesterreich nnd Preußen würde daher nothwendiger Weise zum Wiederaufleben der heiligen Allianz führen, und wenn die erste heilige Allianz Oesterreich lahm gelegt hat, su würde die zweite es zersetzen. Oesterreich soll allerdings Niemanden provociren, es soll aber seine Ncchlc mit Würde wahren, namentlich soll es keine Allianzen ciugchcn, welche den inneren Frieden stören könnten l dcnn Oesterreich braucht den inneren Frieden clien sosehr, wie den Friedcn nach außen; eine Allianz mit Preußen würde aber den inneren Frieden stören, weil sie zur Suprematie der Deutschen in Oesterreich führen würde. <^Bravo.) Ritter v. Arncth stellt die preußische Kundgebung seit der Wcrthcrdepcschc znsammcn, um zu zeigen, daß der Vorwnrf der Unvcrsöhnlichkcit Oesterreich nicht treffen könne. Graf Nech bcrg wendet sich gegen die Anklage Dr. Nechbaucrö; hätte sich Oesterreich in dcr schlcs-wig-holstcinischcn Frage an die Spitze dcs deutschen Volkes gestellt, so hätte rs ciucu europäischen Krieg provocirt, für welchen cs nicht vorbereitet war. Dr. Stur m erläutert seine Stellung zum Dualismus. Er zählt die schweren Opfer auf, die der dualistischen Gestaltung des Reiches gebracht werden, und spricht dann die 'Erwartung aus, daß uns auch die Vor tlicilc zugewendet werden. Ein Haupluorlheil des neuen staatsrcchtlichcu Systems bestand aber darin, daß es den Drutsch-Oestcrrcichcrn nicht mehr verboten wcrdeu tonnte, national zu sein. daß man den Deutschen in der österreichischen Reichshälftc endlich gerecht werden mußte. Nicht das Recht einer Suprematie, nur gleiches nationales Recht der EMcnz und Gcltcudmachung, welches wir allen anderen bereitwillig zugestanden habcn. fordern wir Deutsche. Wir haben es uicht, meine Hcr-ren! Der Deutsche iu Oesterreich muß seit dem unglücklichen Jahre I8A! sein nationales Gefühl stets zurückdrängen und uerläugucn, und namentlich hat der Deutsche in Oesterreich den andcrcn Völkern nicht sein National-gefühl, sondern immer nnr sein österreichisches Gefühl entgegcngetragen. Man verlangt von uns immer das österreichische Gefühl, doch verweigert man uns vollständig die staatsrechtliche Gestaltung. die das österreichische Nationalgc-fühl als ein einem einheitlichen und ganzen Staate entsprungenes kräftig werden zu lassen vermöchte. Es sprachen noch Dr. Figuly, Prof. Dr. Neumann und Abt Hclfcrstorffcr. Letzterer sprach für eine österreichische Politik nach Außen wie nach Innen unter lebhaftem Beifall. Nach diesem Redner erhob sich Gras Vcust. (Die Rede folgt.) Der Berichterstatter cousialirt noch, nachdem Graf Rcchberg und Graf Vcust persönliche Bemerkungen ausgetauscht hallen, daß sämmtliche Redner dem auswärtigen Amte ihr Vertraue» entgegengebracht haben. Der Präsident schließt die Sitzung um .". Uhr. Nächste Sitzung morgen um 11 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung der hculigcu. Aus >cr Nctc des Reichskanzlers Vrastn Zeust. Nach cincr entsprechenden Emleiluua., in welcher der Herr Reichskanzler es für feine unl'edingtc Pflicht crtlärlc, allen ungerechtfertigten Beunruhigungen cnt-gcgcnzutrclcu, aing ^>c. Exc. in die Mille der Sache ein und sprach wie folgt.- Ee> taun wohl uicht iu Abrcde gestellt wcrdcn, daß die hohe» Delegationen sich unter Umständen verfammclt haben, welche irgend welche Vermittlung nach außeu nicht zur Eischcinnng brachten. Die cinzigc Frage, wclchc, wiewohl ohne hmrcichcndcn Grund, manchen Politikeri, als schwarzer Puntt crschie,!, die belgisch-frauzösischc Diffcreuz, halle eben ciuc ljüllichc Beilegung gefunden und wir habcn scildcm eine ncnc Vcrwicklnng nicht zu verzeichnen gehabt. Man wird mir hier daher cinwcn' dcu — vielleicht thut das mancher Gegner, der uicht in diesem Saale seinen Platz bat — also sind cS doch die Ruthbüchcr und die Ausschußvei Handlungen, welche Un ruhe erzeugt habe»? Das ist uunz entschieden der Fall, aber cs fragl sich nun: War es nolhwcntüg, daß jene Ursache diese Wiikung c-zeugt, und ist es die Schuld der Rothbücher und Ausschlißuerhaudlungen gewesen? Meine Herrcu, es ist das dlittc Rothblich, welches Ihl'.en vollicgt- Die Hinausgabc dicscr Veröffentlichung wurde von Haus aus freudig begrüßt; der erste Eindruck war jedesmal ein vortheilhaflcr, cin bcrnliigendcr; selbst die Ausstellungen, welche schon in den Ausschuß-bcrathurgcn an einzelnen Stcllen gemacht wurden, brach.-ten nie emc Audeuümg in dcr Richtung, daß es zweckmäßig sei, die Rothbüch r zu uutcrdrücken oder zu beschränken. Me kommt cs nuu, daß gleichwohl jedcS m^ll so viel Staub aufgerührt wird? Ist dcnn das Rothbuch eine vereinzelte Elschcinung? Wie kommt es dcun, daß, sobald ciu ncncs Rothbuch hcranstommt, neben zahlreichen, ich daif wohl sagen ancrkenncuden Stimmen, cin Sluim dcr Kritik und dcs Zoincs sick entfesselt? Warum sehen w,r eine ähnliche Elschciuuug nicht beim cu^lischcu Blaubuche? Warum a/schicht es uicht, daß, weun cin neucr Baud hcrariökommt, ein Alarnnuf dn.ch die Wclt qcht, als hätte sich in der Umgegend cin gefährlicher MtNsch gezeigt, auf dcn gefahndet wcrdcn müßte? (Heiterkeit.) Ja, man fagt mir, das englische Vlaubuch ist ctwa^ Audcrcs. Das bestrcitc ich auf das Entschiedenste. Die englischen Glaublicher schonen nicht, sie enthalten oft die stärksten Ausfälle. Meine Herrcn, ich habe hier das Blmibuch. (In der rincn Haiw das Rothbuch, in der anderen das Blaubuch cmpuihaltcud.) Wcnu ich uicht die Gcduld dcs zu sehr in Auspruch gcnoimneucn Hau-seS zu ermüden fürchlc>> würde, so winde ich mir er^ lanbeu cinigc schlagende Beispiele aus diesem Blauduche vorzulesen. Ich bitte auch zu vergleiche:' das Volumen der beiden Bände. Bemerken Sic dcn dicken blauen und den dünnen rolhcn. U»d habcn Sie je gehört odcr gelesen von cincr Schreibstligkcil und Vielgeschäfligkeit dcs ^ord R'nsscl, der hier beinahe auf jeder Seite zn lesen ist? Ich frage nur, warum hier Allcs anders sciu soll, als dort? Die Form kann es, wie gesagt, nicht sein, dcnn ich glaube, daß unscrc Depeschen iu der Feinheit der Form und in der Milde des Ausdruckes den englischen nicht nachstehen. Also warum geschieht es, daß man das cnal'D Blaubuch iu R»hc läßt? Der Grund ist ganz ciM der, daß man eben weiß, daß das englische Parlament das Blaubuch verlaugt, und daß die Rcakrullii 'U^l daran tnult uud dcutcu ta»u, dasselbe cinzustclleu; we"" diese Erkenntniß auch hier mehr nnd mehr zur GcltlB gelangt, so wiid der Gedanke — seien Sie dessen vcl' sichert — aufgegeben wcrdcn, daß man uns da? Nolh' >>uch uerlcideu taun, und darauf — ich weiß cs —'! es- bei ullcu diesen Angriffen allein abgesehen. Ich wcndc mich zu andcrcu Bcuulnhia.uua.cn, dc»cl> ich allerdings eiuc crnstcrc Bedeutung zuschrcidc; dic!l Beunruhigungen knüpfen sich au dcn Inhalt dcS No»'' buchcs. Ich tanu uud darf zwar nochmals daran criiuttl»' daß der erste Eindruck auch dieses drittcu Nothblicl'^ cin beruhigender war, und daß die allgemeine Meim»^ wic sic sich in unserer uud iu ciucm großen Theile d>ll cnropäischcu Prrsfc abgespiegelt hat, dic war, daß >"/"! darin dcn Eindinck cincr wahrhaft friedlichen Po^' erkennt. DaS kann mich jedoch nicht hindern, denjc»i^ Eimvmfen gerecht zu we,dcu, welche seitdem crhob^ wnidcn. Diese Einwürfe find wcfcutlich dreifacher Ä'^ Man will finden: Unnütze Einmengnng iu deutsche ^' Gelegenheiten, besondere Hinnciglmg zu Fiankleich, glc>^ Abneigung gc,M Pi^ißeu. ?tu», meine Herren, was zuerst die Einmcllg^ iu dculschc Angelegenheiten bctiisst, so muß ich bekei"'^ ich weiß nicht, wie muu diesen Vorwinf, der heute >^ derholt zu Tage getreten ist, mit Aclenstückcu dcs 3l^ blichcs belegeu töuülc. Ich kaun nur als Pcranlass>^ oazll die Depeschen finden, die nach München und S>>^ gart gegangen sind. Man sollte abcr meinen, daß ^ nnmöglich ist, die Enthallsamteit deutlicher und besti«^, ter zu formulircn, als cs dort geschah. Es ist t^ der Piaqcr Friede und die daraus flicßeudc ErriclM eiucS Südbundcs lediglich bchliudclt mordcu von ^',' Standpunktc dcr Erhaltung dcs allgemeinen Frieds ^lriu Wort steht darin, woraus man uur eine Presst' odcr gar etwas erkennen könnte, was cincr Droh^ ähnlich sehe, uud ich muß noch insbesondere erwähl' was ans dieser hier uorlicgcndsn Depesche nicht zu 5 sehen ist, daß cinc frühere Depesche vom Jahre 1^ auf welche die hier vorliegende Bezug nimmt, miöd''^, lich bslout hat, daß, falls die süddeutschen Rcaicrll"^,' sich znr Errichluug cincs solchen Pundes cnlschli^. sollten, derselbe mit Oesterreich in gar keine Verbind^ und Beziehung gebracht werden dürfe. Das ist "^ anderwärts, auch in Berlin schr wohl bekannt gcwol^ und, wiewohl ich hier nicht immer zurückkommen ^ auf das Entgegenkommen o^er Nlchtcntgca.cnlommcl','." gcstchc ausrichlii!, daß dic damals von uns im Inlc>^, des Friedens gemachten Anregungen ohnc alle Er>^ rung blieben, das hat allerdings bci uus das Ocs^, hcrvoraclufeu, daß man andererseits nicht gencigl ^ in irgend cinc Verhandlung mit uus einzugeben. ^ Ich frage abcr, worin soll die Einmeng""^ deutsche Angelegenheiten zu snchen sein? Ist es ctlva'! Depesche, die nach Dresden geschrieben wurde? ^! Meine Herre»! Ich gcstchc aufrichtig, wc"« ^ Millheiluug, die wir an ciuc deutsche Regieruug z"^' Zwecke richten, um Aufklärung zn geben über cittt'' uus sclbst gethanen Schrill — ja wenn daS als ^ mcnguug lictrachtct wird, so weiß ich wirklich uicht, ^, wir nicht Allcs befürchten müssen, gethan zu l/ , von dem furchtbaren Drucke, welchen die beständige Dunkelheit dcr Polarnacht hervorbringt. Doch di.' schöne Abwechslung dieser beiden iu dcn bewohnbaren Theilen der Erdkugel, das beständige Schwingen dieser wunderbar im Gleichgewicht sich haltenden Gegensätze, ist die Grundbedingung nusercr gesunden Thäliglcit. Die Na-tnr überläßt cö nicht uns. Arbcit u»d Ruhe in das richtige Verhältniß zu bringen, sondern sie thut Allcs, was sie kann, selbst dic Wage für uus gleich zu machcu. Doch sclbst die Nnhc dcs Schlafes ist etwas mehr, als das Aufhören dcr Thätigkeit: jeder Mustel im Körpcr hat scincn corrcsvondircndcn uud durch deu Gebrauch dcs einen, ruht der audcrc aus. Alle MuSlclthätiglcit besteht iu Zusammenziehen der Bewegung und cin Muskcl kann uur durch Zusammenziehen dcs corrcspou-dircndcn verlängert wcrdeu. Wir ruhen ans. indcm wir andere Mn^keln in Anwendung bringen, als jcuc, aus deucu dcr Nachdruck dcr Thätigkeit gelegen hat. Wenn ich meine Augen vor Müdigkeit schließe, verlieren die Muskeln, welche sie offen gehalten, ihre zusammcuzichcndc Kraft, dic entgegengesetzten kommen in Bewegung, schließen durch Znsammenzichung meine Augculidcr und verlängern dic Mliokeln, wclchc ihrerseits morgen sich zusammenziehen und mcinc Angcn dem Tageslichte öffncn werden. Dieses Princip dcr Ruhe durch dcu Wechsel dcr Thätigkeit zieht sich durch den größten Theil unserer Erfahrung. Erholung ist Wechsel dcr Arbcit, nicht cin solcher, der nnr denselben Organen odcr Fähigkeiten ct-waS Anderes zu thun gibt, sondern cin Wechsel, welcher andere nnd corrcspondircndc Organe oder cuigcgengcsctztc Fähigkeiten in Thätigkeit setzt. Bloße Nnhe ist nicht wahre Erholung. Einc unbenutzte Kraft odcr Thätig, lcit wird einer über angestrengten nicht das Gcgcnge-wicht halten. Ein Angc geschlossen ^n halten, würde für den übermäßigen Gebrauch dcs axdcru nicht entschä- digen. Doch ist eben dieses Ucbcrarbcitcn irgend cincr Kraft daS Uebel, dessen wir bedürfen, um uns wieder anfzurichtcu. Wir find als Menschen geschaffen uud konnten nur auf künstlichem Wege zu Kaufleuten und Staatsmännern, zu Gelehrten und Handwerkern, zu Gewcrbslcutcu und Arbeitern werdcu. ° Unser Beruf isl cinc durch die Nothwendigkeit uus auferlegte Beschränkung, cin Einengen unseres ^cbcus in cincn besondern Eanal, ein Anspannen unserer Thatkraft in dcr Rich turig eiucr spczicllcu Fähigkeit, und die uuvermcidlichc Folge ist eine einseitige Entwicklung unserer Kräslc. Doch in ihrer höchsten und wahren Form ist Erholung das Verhülcn dieser Einseitigkeit. Ein.' wahrhaft edle Er-holnng ist ciuc vervollkommnende Disciplin. Sie richlct die beschädigte Wagschalc nnscrcr Natur wicdcr auf, bildet jene Seite derselben ans, wclchc unser Berns vernachlässigt, entwickelt jcnc Fähigkeiten, wclchc unscr nothwendiges Geschäft unlcrlnückt uud schasst so aus dcm Gclchrtcu odcr Geschäflsmann, aus dem Staatsmann odcr Kaufmann hcrans auf's Ncuc den Menschen. Darum hat sie cincu wieder herstellenden Einfluß und cinc crucucrndc Wirkung; sie ist unscrcr Beschäftigung entgegengesetzt, sicllt dic Harmonie des geistigen Gleichgewichts und dic Gesundheit cincs wohlcnt-wickcltcn Körpers wicdcr hcr, erhält uud schafft cmf's Neue die physische und moralische Gesundheit dcs ganzen Menschen. Sie ist also ciuc Seitc dcr Eultur und mag wohl auch als eiuc Scitc dcr Religion betrachtet wcrdcn. Zl,r Illustration des hier aufgestellten Grundsatzes könnten viele Beispiele angeführt wcrdeu. Wo die iu-sliuktivc Thätigkeit dcs Gcistcs odcr Köpers einc stärkende Bewegung odcr Erholung cinqibl, da wird man gewöhnlich finden, daß sie aus diesem Princip dcr Er« gänzung, dcr Vergütung oder dcs GcgcnsatzcS hervorging. Es ist cinc wohlbekannte optische Erfahrung, daß wenn cin durch eine glänzende Farbe geblendetes^ sich davon ab und ciuem farblosen Gcgcustaudc j^c dct, dieser Gcgcustand thcilwcisc von cincm Flcä,^ , ganz verschiedenen Farbe gefärbt erscheint. Doch ^,' gebildete Farbe trägt die genaue Verwandtschaft ;" Zil jcnigcn, welche die blendende Wirkung hervorbrach"' ,„' ist dir eorrcspondirendc, vcrvollstäudigcudc, die c»t^ gesetzte Farbc und dic Vcrmischuug beider würdc ^ lommcuc Harmonie hervorbringen, weil sie volM>"F ^icht herstellen würdc. Doch diese physikalische Th" / hat hundert Parallelen iu uuscrm moralischen "'^/ stigcn ^cbeu. Unsere Luftschlösser sind niemals ^ ,,,^ stücke von zu Hause, sie sind im allgemeinen crgHü Das idcalc ^cben, das wir uns in unsere Ta^ -, ,^ mcn ausmalen, ist meistens in sichtbarem Col't^/ dcm, das wir iu Wirklichkcit lcbcn. Wir flüchte" >'^' Wclt. die wir uns sclbst schaffen, wclchc oft t>as ^ lhcil dcr wirklichen ist. Dic wirtliche Arbcit v"",^ tons Vcbcn war politische und theologische (5oi>tl ^ Scincn Zcitgcnosftn war cr als dcr große K^^ Nadicalc seiner Zeit bekannt, uud man glaub", ^F' Vcrguügcn fiude au dcr ucrwirrcudcu Arbcit, ^' ^ > cr durch dic Iutcresscu dcr Wahrheit uud Frcih^ ^,! fcn schien. Doch obwohl cr mitten in dein ^ ^,^ Octüinmcl dcr Schlacht lebte, so hielt doch ^'l'^ zur heiligen Poesie" die Quelle sciucr OcfH^ l" und klar. Er kämpfte mit aller Kraft seiner -'< ^ se^ das, was cr für recht l'iclt, uud bcwahl'tc ^»^' Sanftheit durch dcu Verkehr mit dcr Poesie- ,^i«^l verse war sein Berns, doch Poesie war N'". ^,g, ^? Er vollzog seine Arbeit mit heroischer Aufop"' ^g^ bewahrte cr sich vor einseitiger Eutwicklung ^"'^,ßc '^ lichc Erholung seiner Mlhc; uud als dösc ^ ih^ böse Zungen über ihn kamen, da flüchtete cr ^l in die ideale Welt uud erfrischte sciueu Oclp 1357 wn loir nicht geradezu die Grenze» gegen Deutschland "!Pc!>cli wollcu. , , ^^ frage aber noch eines: Ist es ctwa die k. nud ^ "ügicriliig und ift es etwa drr Reichskanzler, welcher as dciuschc Schützenfest, dcu deutschen Eisenbahncongrrß ^ den dculschci, Iourunlistelllag n^ch Wicu berufen ^' und h^bcu wir hicr etwa daraus Capital zu schla-^n versucht, um Propaganda in Deutschland zu machen? ^ ist sc^r bequem, sich a» Eine» zu halteu, wenn man ""t Viclcn nicht fettig werden kann. (Nufc: Schr gut!) Ehe ich min zur Hinneigung nach Frankreich übcr-^hc. werde ich dnrch Eini^cS, was ich vernahm, nnwill' mrlich ^, ^m cbeu berührten Capitcl zurückgeführt und ^uß doch anch mit einigen Worten das Verhältniß zu T^ulschlcmd berühren nnd namentlich die mancherlei ^Hwicriglrilcn erwähnen, denen ich begegnen würde, k"n ich nll' dcm Rcchnnng tragen wollte, waS zu mir Wrochcn worden ist. , Ich hnde iin Ausschussc auf eine Anfrage Gelcgeu-^'t yenominen, cs rückhallSloS zu sagen, daß irgend "lliaiizeii zwischen Oesterreich und anderen Staaten nicht Mhen. Ader bei Besprechung der Allianzfragc kommen "" freilich auf cigenlhümliche Widersprüche. Mau sagt »niiicr: „Wir sollen uns gar nicht um Deutschland tüni-^rn; was haben wir in Deutschland zu thuu? Der plagcr Friede hat uus ja aus Dcuischlaud hiuauSgc-"^>en, bleiben wir da, wohin wir durch die Verträge ^Wiesen sind." Out! Nuu folgt daraus eigentlich für ^lbrnncmn uud für jeden uubcfaugcucu Politiker insbc-londcz^ ^^ Oesterreich durch die ihm durch dcu Präger A'^ll zugcwieseue Stellung die Freiheit gewonnen hat, lullten zu schließen, mit wem es will, uud daß es "^> blos scinc cigcucn Interessen in Anschlag zu brin» ^' l)at. Abcr nein! Da hört man von der einen Seite: ^' aber mit Frankreich darsst du keine Allianz ma- ^'! die Audercn sagen: Mit Nußland darfst du keine "'nchcn. ., Meine Herren! Das ist ein Widerspruch, der frei- ^ seine ganz einfache Löfuug in einem Satze findet, MM wohl oft stillschweigend hinzutritt: Oesterreich bi« ^ "'cht mit Deutschland beschäftigen nnd warten, ° Deutschland sich mit Oesterreich beschäftigt. , Das kann eine deutsche Politik in Oesterreich sein, c>l,^' ^'U'cichischc ist sie nicht, nnd österreichische Politik ^' bin ich zu treiben berufen. (Rufe: Sehr gut!) Ueber die Alliauzcu läßt sich gewiß schr Vieles . k", und ich begreife schr wohl, der Gedanke, der so h« ^tgrgentritt: „Preußen ist der natürliche Alliirte ^ Oesterreich, verzichten wir auf alle Vcrbiudung iu ^!"schlaud, und Preußen resp. Deutschland wird unser setw'^' '"' Orient sein/' der ist in der Ansmalung N>.. scho'n, ich zweifle auch gar nicht an dein guten W ^' ) ^^ ^^ ^''^^ ^' Zweifel zicheu, daß da üb!. rudern Seite die Hand gereicht werden könnte; K,^.^"k solche Constellation bildet sich langsam und b^schm fallen Momente, die sich eben nicht in, Vorans ^"en lassen. ^ "w Orient haben wir jetzt, daS müssen wir offen ^ "kn, an Frankreich einen sehr guten Frcuud. Ob ho ^^ .^^u, uns dicscu zu entfremden gerade dort, cb^.^' ihn uranchen, ist wohl eine ernste Frage, nnd ^«ur '^ ^^ Frage noch offen, oli auch die Dinge in Hochland zn der Zeit, wo wir Deutschland brauchen ^>^' so beschaffen sein würden, um uns dann die ^ zn leisten, die wir vou ihm erwarten, ^"ch komme nun zu der gewissen Hinucignng zu Frankreich. Ja, meine Herreu! — warum soll ich cs leugnen — wir stehen in sehr guten und freundlichen Beziehungen zur franzüsifchcu Ncgicrnng, nnd warnin sollte dies nicht sein? Sie hat uns im Verlaufe der letzten Jahre wiederholt Beweise gcgebeu von ihrer aufrichtigen Zuneigung, sie hat au mehreren Orten und bei mehreren Fragen uns zur Seite gestanden nud uns ihre gntcu Dienste gewährt. Mögen andere Ncgicruugcn nicht etwa sagen, wir hätten das auch gethan, hätte man uns dazu Gclegcuhcit geboten. Wir haben ciue frauzö-sischc Unterstützung nicht nachgesucht, unter großen Rc-gieruugcu werden die guten Dienste angeboten uud nicht erbeten. (Rufe.- Sehr gut.) Allein dieses gute Vernehme», uou dem ich rede, beschränkt sich nicht n>.:r auf einen freundlichen Verkehr vou Cabinet zu Cabinet, cs bernht anch wesentlich auf den Volkssympathien. In Frankreich hegt mau jetzt — wir dürfen das nicht vcrtcuucn - aufrichtige Sympathien für alle Völker Oesterreich - Ungarns, mögen sie Dcntschc. Magyaren oder Slaven sein, weil sie zu Oesterreich gehören, nicht etwa bald snr die einen uud bald für die andern, je nachdem fic Miene machen, sich von Oesterreich abznwrndcu. (Sehr gnt!) Ocstcr-reich-Uugarn befindet sich iu eimm großen Rcgcncra-tiousproccsse. Wir kennen keine auderc Politik, als daß wir Deueu, welche diesen Proceß mit ihren Sympathien begleiten und diese Sympathien bethätigen, einen warmen Händcdruck reichen; ciue kalte Hand taun sich mit der unsern nicht begegnen. (Beifall.)" Meiuc Herren! Es wird uuu vou Abnciguug go sprachen. Ich möchte mich iu dieses Thema nicht zn schr vertiefen. Ich habe leider die Erfahrung gemacht, daß, wie es oft auch bei Privatzwistigkeitcn geschieht, die Explicatioucu die Sache nur verderben. Es sind da gewisse böse Momente, die übcrstaudcu sein müssen; zu viel davon zu rcdcu, ist nicht gut. Ich habe aber schon vorhin darauf aufmerksam gemacht, daß mau ciucn großcu Theil dieser Reibungen, voll denen hier gespro-cheu wordcu ist, auf die Rechnung des NothbucheS und seiner unvermeidlichen Conscqucuzcu sctzcn muß. Es wcrdcu dabei, und ich habe das leider bemerkt, Umstände in Erwägung gebracht, die wirklich nicht dcu Einfluß haben, den mau ihnen zuschreibt, uud die gerade viel zu viel Eiudrnck machcu. Man spricht von Besuchen, von Empfängen. Ich kann nur bemerken, daß Herr Baron Werther bei mir stets gewiß ist, eincn freundlichen Empfang zu finden, was anderwärts vorgeht, kauu ich im Detail nicht beobachten. Ich muß immer uud immer wieder den fehr irr-thümlichcu 3atz bekämpfen, daß die Verhandlungen mit Rom auch in letzterer Zeit rcsnltatlos gewesen seien. Nachdem cs gar nicht Anfgabe sein konnte, Unterhandlungen zu pflegen, sondern so zu wirkeu, daß wir nach alledcm. was hier vorgegangen ist und was in Rum vorgeht, iu möglichst guter Weise ucbcu einander nnd miteiuaudcr cristire», daß eben in dieser Beziehnng das Resultat der Mission kein uugüusligcS war, das hoffe ich später noch besser darzuthun. Ich komme noch einmal auf dcu lctztcu uud mir schr unliebsamen Gegenstand zurück, nämlich ans diese gewisse Abneigung. Meine Herren, cs schciut hicr uirgcnds, auch nicht in dicscm Saale, einc Abneigung nach dieser Seite zu bestehe»; sie besteht auch außerhalb des Saales gcwiß uicht und sollte also diese Abnciguug vielleicht auf ciue fi»de„ . Poesie. Nähern wir uns unserer Zeit. so tiie^'^'andere Beispiele desselben Grundsatzes, iamb's ^flii^ "^ rugger Humor war nur das Sichhiu-l»id h,^n einer sanften Natur aus rauheu Umgebungen !^nc ^,!'">ntcrc Satyre und der launige Spott, welche sitid,,'' 5M)s" zu ciucr fo fcsscludcu ^cetürc machen, snhlli,,^ ^ Gegensatz seiner crnsleu uud traurigen Er-»», ^.' ^' Flug, der Phantasie in eine andere Sphäre, ^r ly^ bas verlorene Gleichgewicht wieder zu finden. u>id ^. '5't seinen Lesern, weil cs ihm Vcdürfuiß isl ">'d l,^.^.'^ sich allciu nicht lachen kann. Er ist leicht ^"'9tt i>^'"^ Ulm'Md iu sciucu Schriftcu, weil er bl'lf'tc l> !, .^^ "l"' ^^' Hellern Seite des VebcnS bc-^>vtte„ s,,^".clgcncs sie ihm nicht gewährte, dc»n seine ^lc ^,^^. !^uslichcn Sorgen und Kümmernisse nahmen ^ssciue, Ül"l '"^ Heiterkeit daraus hinweg. Beinahe ,"'» aug """ ""' Hood gesagt werdeu. Sein heiteres ^chcn M die ^/'? ^"^'" Scclc. Scinc litcrarischen Arbeiten >r Ei ., ^ s"ucs Geistes ans ittantheit und schmcr;-> olwc <^'^ '" "uc andere Welt. Ebensowenig kann s ^ijlcn ^"^"-ction sagen, daß wir MrS. GaStellö »"' ^s >n ""'"llchcn Princip uuscrcr N'atur verdau-! ^lc si... ^^' "u häuslicher Kummer, der ihr große sl^""U" iu ,^sfcntlichkcit uerlich, Eö war als ..Er-I?llu nus > ^ ^'^" Sinuc des Wortes, ciu Hiuaus^ °, ^^ ^eac.n? ^'^"' ^"" des ^ebcus, aus dcm cinc s^"lc,>lttr S^ - acuommcu war. daß sie dic Ncihc »V^^u :u np.!^^" l"""'m. welche unsere Äetannt-3^'^zn^ !!"''. "nd selbst den Kreis unserer lia, gliche., N "," '^iucn. Doch diese Flnchl auS '!,i ^ "' wäre ,,, ^' ^ ideale würde 'Nicmaudcu mög-nn 'Is^hYsischcs ,m^",^'' "'"^ ..«l's Gegensätze.« gc^ ^,^it ^/'^ Dinges Ucbcracwicht ist Schmerz ' ^lclchg^icht ist Glück nnd Gesuudhcit, uud seicu cs nuu nothwendige Pflichten oder unvcrmeid' lichc Erfahruugcu, geliebte Gewohnheiten oder verabscheute Nothwcudiglcitcu, welche das Gewicht auf ciuc Seite ucigcn: daS allciu ist wahrhaft stärteudc Disciplin oder crucuerndc Erfahrung, was ein gleiches Oc^ wicht in die andere Wagschalc legt. Geleitet von dicscm Grundsatz wärc cs uus möglich, nnscre Erholung mit anuäherud wisscuschaftlichcr Bcrcchuuug uach uuscrm Bedürfniß zu wählcu. Die )ia-tur uud die hoheu Zwecke der Erholuug verstehcu. mag uns weit auf dcm Wege zur Entdeckung ihrer Methode fördern. Physisch sollte sie von der Stärkung des Kör-pcrganzen geleitet sein, die gleichmäßig harmonische Ent-wickluug aller seiucr Theile sicherud. Geistig sollte sie darauf abzielen, uufcrc Erfahruug abzuruudcu und die Eultur unserer Fähigkeiten nach jedem Theile derselben zn erweitern. Sie sollte uicht nur die ^icbc znr Abwcchs-Inng uud das Vcrluugcu nach Neuheit uutcrstützcu ueuc Erfahruugcu und andere Umgebungen sind nothwendig zu ihrer Vollkommenheit. Sie soll Wechsel der Beschäftigung nnd der geistigen Luft sein. Sie foll nns iu ciuc ucuc Welt führcu und uuscrcr Beobachtung uud Erfahruug ciucn wettern Horizont öffnen. Fcrienrcifen find ihre sinubildlichc Form uud jcuc Erholuug wird uns wirklich stärkcu, zu wclchcr wir vou Zcit zu Zeit mit allciu Geschmack der Frische daran zurückkehren, in wel' chcr wir unsere Sorgen und Kümmernisse versenken töu-ncn nnd die so weit von dcm Geleise der nothwendigen Arbeit entfernt, fo verschieden von unserer zwingenden Thätigkeit ist. daß wir uns in dieselbe bcgcbcn mit ciucm Funlcu der frischcu und sröhlichcu Empfindung, mit welcher wir in diefem Augenblick „auf. in die Fericu" ziehen. persönliche zurückzuführcu sein? Möglich: dann aber tauu ich Ihucn offcu bckcuueu und entschieden mich in dieser Richtung gegen Sie cmssprcchcn. daß, wenn ich dabei bcthciligt sein sollte, ich alleiu der passive und nicht der active Theil bin. Es ist dies einc ^ast, die ich gerne auf mich nehme, sie wird mir nicht zu schwer wcrdcu. Ich werde cs auch nicht an Geduld uud au Aer-söhulichkeit fchleu lassen, alleiu die Interessen der öster^ rcichisch ungarischen Monarchie werde ich, so lauge ich den Platz ciuuehmc. dcn mir dic Gnade Sr. Majestät angewiesen hat. überall hüteu uud vertheidigen, wo ich sie bedroht sehe. und alle Angriffe, die deshalb gegen mich gerichtet werden, werden mir zur höchsten Ehre gc-reicheu. (Bravo.) Mau traut mir cineu Vorrath guter Laune zu. Ich will diese gütige Gabe der Natur nicht verleugnen, aber sie alleiu würde mich nicht im Gleichgewichte halten, trüge mich nicht daS Äcwußtsciu gewissenhafter Pflichterfüllung, und deshalb wird nichts, was auch geschehen wird, mich aus der Ruhe und Fassuug bringen. Ich kann Ihnen aber. meine Herren, noch eine andere, vielleicht bessere Bcruhiguug geben. Man führt diese Abneigung auf frühere Zeiten zurück. Wer sich die Mühe uehmeu will, die Jahrgänge der Wiener und der Bcrliucr Blätter, namentlich der officiöfen, aus dcn Jahren 185!> und IK62 zu lesen, wird darin viele Artikel finden über drn damaligen sächsischen Minister deS Acußcrcn. Die Wiener spieltcu ihm damals arg mit; in den Berliner Blättern abcr gab cs damals keinen besseren Patrioten uud keinen einsichtsvolleren Minister. Warum kann das nicht wieder kommen? Nnr hoffe ich, daß man mich dann in Wien besser behandeln werde, wie damals. (Heiterkeit.) Zum Schlüsse - und gerade der letzte Gegenstand führt mich darauf zurück - komme ich noch auf eine kurze Episode der heutigeu Berathuug. die zwischen drei geehrten Mitgliedern in Bczng auf cinc frühere Zeit — die Zcit des schleswig-holstciuischcn Krieges - - spielte. Ich fühle mich veranlaßt, auch hierüber meine Meinung zu sagen, weil ich damals anch mit und ohne Vielge-schäftigkcit ein Theiluehmer uud Actor war. Ich begreife — denn ich habe die Dinge in der Nähe gesehen, und kann nur gcwiß alle die Motive, welche damals dcu Gang dcr österreichischen Politik bestimmten, vollkommen würdigen. Ich weiß, daß cS sehr schwer war, die Bahn zu brechen, wobei es darauf aukam. von einem unterschriebenen Vertrage abzngchcn, allein einer Meinung muß ich cutschicdcu widersprechen uud mich entschieden auf die Seite dcö Herrn Dclcgirtcn Dr. Rech baner stellen . die Gefahr eines europäischen Krieges, die war nicht in Aussicht. (Hört!) Wenn Europa ruhig zugesehen hat. nachdem Oesterreich nnd Preußen gegen dcn damals von der öffentlichen Meinung getragenen Bund vorgingen, wenn dieser Krieg gegen die öffentliche Meinung in Deutschland unternommen wnrdc. wie hätte cS nicht ruhig zusehen sollen, wenn nach dcm Bestreben, nach dcm Verlangen des deutschen Volkes dieser Krieg unternommen worden wärc? Freilich, cS gehörte dazu. daß mau das BundcS-princip hoch hielt nnd sich ihm unterordnete; das hatte auch scinc Schwierigkeiten, abcr cs hätte gcwiß großen Nutzcu gebracht; allciu umsomchr schließe ich mich den Schlußworten dcS Herru Grafen Ncchberg au: Die Allianzen sind am besten in Oesterreich selbst zu suchen, hicr wollcu wir uns alliircn, uud je mehr wir im Iuueru uus alliircn, dcsto bcsscr werden wir die Angriffe vou Außen parircu. (Lebhafter Beifall.) Oesterreich. Prag, '.». August. (Sctzerstricke.) Dcr Schrift« sctzer B^wurSty, dcr iu dcr vorgestrigen Typographeu-vcrsammlnug den Vorsitz führte, wurde verhaftet. Ge« stern Abends beschloß das Buchdiucker^reminm, daß lein Buchdruckcrcibcsitzcr sclbsläudig mit dem Pcrsouale in Untcihandlnnq lrele. Vuu 280 Schriftsetzern, dic gestern den Principen gekündigt hatten, kamen viele insgeheim zu ihrcu Ehcfö und gaben ihre Bereitwilligkeit kund, uuter dcu bisherigen Bedingungen weiter zu arbeiten, Uuslaud. Viscnach, 9. August. (Socialdemokratischer Eougreß.) Dic Anhänger Bcbcls bcendetcu die Berathung dcr Statuten für dcu allgemeine» deutschen Arbeiterverein und wählten Braunschweig als Vorort. Hlorcn;, 9. August. (Zur Orientfrage.) Die ..Italienische Eorrespondenz" glaubt zu wissen, daß die uou dcn Großmaäitcn eingenommene cinmüthige Haltung iu Constantiuopcl nnd Eairo wirtsam dazu bei-tragcu wird, die zwischcu diesen beiden Ländern bestehen' den Mißhclligtcitcn beizulegen; die europäischen Eabi-ncllc hätten bci dieser Gelegenheit gezeigt, daß sie sich als direct inleressirt betrachten, einen Conflict zwischen dcm Sultan uud dcm Khcdivc zu verhiuderu. London. 10. August. (Parlamcnts-Vert.^ au»g.) Morgc» rrfol^t definitiv die Vcrtaaung des Parlaments. Gladstone rcist heutc „ach Walmcr, Ela» rendon morgen nach Wiesbaden. 1358 Mffesuemglieiten. — Se. Majestät der Kaiser haben sich am Montag in früher Morgenstunde von i.'arenburg ans ill daö Lager begeben, um diesmal drei Tage lang dort zu verweilen. ,' —'Mr die Zwecke des mährisch - schlesischen Echich-vereines nnd dcr Nclluugöaustalt für die verwahrloste Jugend haben Se. Majestät der Kaiser Ferdinand ,'500 Gulden nud Ihre Majestät die Kaiserin Karolina Augusta 200 fl. zu fpendcn geruht. — Ee. Majestät der Kaiser Ferdinand haden für die Kirchen zu Lingenau, Zirl und Biguola in Tirol je 2l)!) fl. zu spenden geruht. — Sc. t. Hoheit d>>r durchlauchtigste Herr Erzherzog Joseph haben dem Prcßburgcr Frauenverein zur Errich-tnng einer drillen Kiudcrbcwahraustalt ^00 fl. gespendet. — (Auflösung des Vereines „Elovanska Lipa.") Die t. f. Etallhalterei in Prag hat, wie telegraphisch gemeldet, besagten Verein aufgelöst. Die „Prag. Z." bringt darüber folgende Rotc: „Äetaunllich hat der feit turzcni in Prag bestehende politifch - nationale Verein „Clovansta ^ipa" in feiner Sitzung vom ^'7. v. M. den Beschluß gefaßl, in einem Ausrufe (dcr fodann auch in Zeitungen veröffentlicht und ill besonderen Abdrücken aus das ?and versendet wurde) nicht blos die Uebereinstimmnng der böhmischen Nation mil den in der Declaration aus-gesprocheneu ^ruudsatzcn betreffs des böhmischeu Staats rechtes, sondern überdies auch zn erklären, daß jeder, dcr bei den bevorstehenden ^andtagswahlcn nicht nach dcr Kandidatenliste der Vertrauensmänner wählt, sür einen „bös' willigen Schädiger der Nation" anzusehen sei. Da nun der bezügliche Beschlnß den Staatsgrnndgeschen so wie den Bestimmungen des allgemeinen Strafgesetzes icsctztc Bcrciuecommissioii beauftragt, cincu Gesetzentwurf auszuarlicilcii, welcher die Klöster dcm Vcrcinoli c setze, nachdem daöscllie culsprcchcud cr^Üuzt wordcu, unterwirft. Au dcm Rcichoralhc wird cs sein, dicscu Entwurf zu pliifcn, ihu nölhigcufallö zu ergänzen und desscu Bestimmung zn vcrstärlcu. Wic n. 11. August. (Tr. Z.) Kaiscrfcld lehnte den Statthaltcrpostcn ab. Meusdorsf reist nach Odessa ab, um im Auftrag des Kaisers den russischen Kaiser ;u begrüßen. (5S verlautet, die uicrmouatlichc Äilauz dcr Fraucouauk crgcoc zwci Hiillioucu Gewinn. Die Werndl'schc Gcwchrfalivil wurdc au ciue Aclicugcsellschuft verlauft. Wien, 1l. August. (Reichs rat hsdclcga-tiou.) Die Auelagcn für dic Ccntrallcitmig uud die diploiuatifchcu Auslagcu wurdcu nach dcu AuSschußan-trägen augcuommeu. Anläßlich di!s Autragcö auf Ersetzung des Botschafters iu Rum durch ciucn Geschäftsträger wics Bcusl darauf hiu, daß auch die Protcslau-ieu gcgcuübcr dcm an Territorium klciucn Rom einen besonderen Standpunkt cinuehiucu. Dic Aufgabe gegen Rom ist schwer, aber Bersöhnlichlcit vielleicht lohnend, cs bereitet sich auch iu Rom ciue bessere Ertcnulniß dcr Diugc vor. Dic Angriffe der r^remcn Parteien bc-stärtcu ihu. daß er dic richtige V^ittc einhalte. Wien. 11. August. (Rc i ch s r a t hs del eg a-tiou.) Fortsetzung dcr Spccialdcbalte über das Budget des Acuhern. Sämiutlichc Anträge und Resolutionen des Ausschusses betreffs dcö EonsularwcscuS wurdcu augcuoni-mcu, desgleicheu dic außcrordeüllichen Ausgaben des Con-sularwcsens, sowic dic Bedeckung fcrncr dic Ilntcrstüz-zung dcr Montenegriner Flüchtlingc. Bezüglich dcr Lloyd-sudvcntiun beschließt dic Delegation mit großer Majorität, die Einloiiiiiicnslcucr dcs Lloyd aus dcm gemcinsa-incu Vudgct au öz lisch ei dcn; dic Polcu stimmen dagcgcu. Das Budget dcs geluciusanietl Finauzmiuistcriums wurde ohne Widerrede angcliommcil. Dic Sitzung dauert fort. Prag, W.August. Die Ergänzungswahlcu in den böhmischen Landtag sind auf den 22. September sür dic Laudgcmcindcu uud für dcu 24. September für dic Studie und Iudnstricorlc ausgeschrieben, Graz. w. August, ^n der crstcn Schwurgerichts-vcrhandluug sprachcu dic Geschwornen dcn Angcllagtcu. Rcdnttcur Ziuimcriuauu, dcs Bcrgchcns dcr Aufwicgc' lung iu allcn acht Puultcn uichtschllldig. Ngram, 10, August. (Deb.) Zahlreiche Räuber' banden hinderten in Rujcvac au der lioSmschrn Orcnze die Ausfuhr vou Faßdauben eines Triester Hauses; s>e verlangen namhaftes Lösegcld, widrigenfalls si/dic Waare anzuzünden drohen. Telenlnphlscke Hveclisrlcourse V0M 1l. Allgnst. 5pcrc, MclllNiqucs 62.5)'». — ^pcrc. M.'talliancS mit Mai- li»!' Novciubcr-Zinsen 02,55, -5)vrrc.?latl0«al-Anlchcn 71.90.-1«^ ^ Staalöanlchcn I0l, -, — Vantactlcu 75l. - Creditncu^i :Ns>-"' — London I^,<»s>. — Silbrr 120.2:'». — K. I Dncalcu 5 90. Handel nnd Jolkswirtljschastl'ichec'. Aus Milllchon, II. August, wild gcschrielil-ii: Nach >"»^^ Vnlialldlimgm ist rs endlich g^liui^u, zwiichcil Dnüschlüüd »»^ ^talilii ciiicu in t cr» n l io ii c,I»,',i Killcrtaris hcl^" slrllci^ wclchcr am 15. d. M. al>j italiciiischchaicnschcr Tarif r öffl>!Ulicht wild mld iu Kraft tritt. Er „mfaßt eim' a»sl'hnU>' Zah! von dclilscln'ii ni,d italicuischni Italioncii (die lchtcü f^ Clcl'c, Horbc?tl)al und Köln einm'rilö, Vrindisi mid ^'«»ccü al,? l^iioili!) n»d l,>c,l>r^ l^iehl-r dic üsttrrl-ichisch? Sildliahu mit dcr olicritallcliis'chl'il Ä"^ cinc Art ^tccxplditiuiiötarif nilf^estclll, wclchrr dcin Haudclösta»^ dic Vercchiiiiug dcr Frachlcu aus und lüich Italic,, cniwa,>M' ^llciil da dicscr Tarif aN;ii hohc Tnxcu aiisnncö imd außcrdcl" nur für dic dcinschc Stalioil Kilfstci» aufgcstellt wlir, so ton«" dnfsldr dc» bcziiglichcll Aliforoclliucicu in tmicr Wcisc geiiü^c». Vaiback, N. August Aus dem hrutigc» Marlle si»d e^ schiciic» ^ .'i Waa.cil niit Gctrcidc, 5» Wagcii und I Schiff M" Klafter) mit Hol;. _______________Hurchschüitlö-Vreise. ^^. Mtl.. '^liiz.. Mlt.» M»''' ft. li. ,l. lr. st. lr^l^,' Wcij.ii pr, Mrtzll, 4 M 5» 2l> Bultcr pr. Pfimd —42'"" Kor» „ 2W ^i « Elcl pr. St,icl —2-'" Gcrstc .. 2 40 !-l - Mllch pr. Äiasz — !!» ^ Hafcr ,. 2 - 2 7 Riiidflcisch pr, Psd, -22^"" Haldfrlich! „ — 3 34 Kalliflcisch „ —2^^^ Hcidcll ,. 2 95» 3 22 Schivciilcslcisch „ —23"^ Hirsc .. 2«0 2 90 Echopftüslcisch ,. -_15, ^-^ Kulurich ,. — - 295) Hähüdrl pv. Stilck — 3,^'^'" Erdäpfcl .. 13i)------- Tauvc:, „ _ 14 - ^ ^iilscii „ 3---------- H?u pr, ZcuMer - 70 >irdsc!l „ 3 20------- Stroh „ __ Ul) - " Flsu!^» ,. 4------- Holz, hart.. pr,Klft.------8 >" Nl!,ui0------- wcichcc«, „ ____<'> ^ Vchwciucschmalz „ — 44------- Wcin, rothrr, pr Spcct. frisch, „ - 3l' und Dr. Struma., t, k. Prus,, von Wicil — Saric, l, l. Ol>c>^ und Vrodiuaiiii, von Assran,, ^- ^uwia.. Gchcimralh, von Brcc«!^ - Chrcurcich, Outsdcs,. uon Ponuvltsch. — Mitschly, Oillslui« ali<< lliitcrlrniii, - Gollob. Vcsitzcr, uou Nadmaunsdorf, ' HartMlnm, Ockonomic-Vcru.',, vou Wiscll (5'lefaut. Dic Hcrrc»: ^'azzariui und Sampiachi, Kanslt,, ^" Alliona, - Tomasli, Kausm , von Vcncdicw.^'ss. Nacht« stiirnmchcr Ostwind, «ach Mittcrnacht starlc s"" In allcr Frilh Gcwittcr. Mit dcin Wcltcrsturzc trat cinc cii'^V lich^ Kallc clii. Ncichlichcr Schnccfal! in dcn Alpcil dis a»l ,«l ^llli h^rab. Daö Tassriünittcl dcr Warnic -4- 7 0" ,»>> ><'I" untcr dciu Norinalc. ' ^^ Vcrainworllichcr Rcdactcur: Igna;'u. K'M n n, a h'^ Nns^nll^stl^s I^iell, 10. AiilNis!, Dcr Ocsanimlchaiallcr dcr hrnlissci! Borsc war von jml-m dcr gestrigen wcnil^ ucrschicdcil, Grld war clwaö flilssigcr n»d filr Staalsfoudi! sp>^,^, H'l'^l.llul,^lU)». Kauflust ans, Priorilätcn uotircn theils l,öhcr, lhcili« ctwaö nicdrilicr al^ a,cstcrn. Von Sprcullltionijwcrthcn warcn Pmilpapicre thcilwcisc bcsser lic;ahlt. so bcsoildci^-^W. Franco^ nnd Wicnrr Paul (5iscnvahnpapicrc warcu wcnigcr sscfragt, dic »>ii dcm srcmzösischm Marllc zusammcnhäiigcndcn stärlcr offtrivt, Dcuiscn und Cumplaiiteu sticgcu um ciuc Klc>>'^ Bei dcr Dcuisc London wnrdc wic sscstcru so auch hcnte Papier'uon tnr;er Sicht williger bezahlt a 62,75» „ „ „ sscbruar-Angnst <>2. „ Silber „ Iäuiirr-Iuli . 71.85» 72.— „ „ „ Aprll-Oc!odcr. 71.85) 72.— Stc„emulchcu rüttzahlbar (Z) . 9«.25 9»,5>0 i'ose v I, 1«39 ....,, 248.5)0 23.25> 103.75 „ „ 1804 zn 100 fl. . . 123.- 123.25» StaalS-Domälien-Psandbricsc zu 120 fl. u W. in Silber . . 122.10 122 25» «. Gr,l«de,!tlastnngH,0blistatil,nc„. ssür 100 sl. Eelb Waare Bilbmen .... « 5pEt. 93^5 ^.75. Ollli^cu .... ,. i) ,. 75>.30 75,«<» Nicder-Ocstcrrcich. . „ 5 ,. 92.75 N3.25 Obcr-Oesicrrcich . . „ '< „ 93.— 94.-Sicbcnbllrqen . , , » 5 „ 79 75 80.25, StenrtnaU .....5 „ 92,75. 9325 UNM«......,5. «'.75 «2,25, O. ?lstic,l voll Vankillstitnte»». ! Gcld Waarc Aii^Io-iistcrr. Bant.....4,— ?5'5 - Vcrciuslimik.......131 — 131.50 Vcrlchrcbant.......140.- 141. . ». Actiel, vo» TrauOportuutcrueh, >»l«»acll. Gcld Waarc Alsöld-Fiumaucr Vahu . . . 17!'-— 1?9.50 Böhm, Wcstbahn.....22<5.50 22?,.-, ^arl-^udwig-Äahn.....2t'3.75 2<»'4.25 Douau-Dainpsschifsf. Gescllsch. - «14— Geld Waare Omnibus (erste Emission). . . 270.— 272.— Riidulsö-Aahl!......175),- I75.5O Sicl>cnbi!r^r Nahu . . . , 178.- - 179.- Staatöbahli.......411.— 413.— Slldbahu.......273.75 274.— Si!d inndd Vcrliiud. Bahn . . 172,75 173.25 ThcisjBahn....... 272,— 272.50 Tramway........193.50 194 — «. Pfandbriefe (slir 100 ft) Allss. öst, Vodcu^rcdit-VIuslllll Geld Waare verluöbar ,u 5 pCt, l» Silber 109.— 109 25 dlo.ili33I.r!!ctz.zu5pCt,iliö.W. 91,40 91,70 National!,, auf ö. W. verloöb. zu 5 pCt........ 95. - 95,20 Oest, >^ypb. zu 5'/, M. rlickz. 1878 9".ü" 9l<.- Nnq. B°b.-Crcd.-Anst. zu 5'/. pEt. 92.- 92.50 I'. Prioritätsoblissationcl». ^. 100 fl. ö. W. Geld Waare Elis,-Wcstb, iu S. verz. (I. Emiss.) 91,25 91.75 sscroinlludS-.Nordli, in Silb, vcrz. 107.75 108.25 Franz-Ioscphö-Aahu .... 94.60 94.80 G.Earl-Uudw.B.i, S.vrrz.I.Em. 102.— 102.50 Geld ^ ,^ Ocstcn. Nordwrslbahu . . . 92.80 ^ Sicbelib. Äahn in Silbcr vcrz. '. 9!,25 '«^ Staatsb. G.3"/.,-'.500Fr. ,.!,Em. I?-' Slldb. G, 3'.. !> 500 Frc. ,. 119,25 U' Sljdd.-Äon''^j-Napolconöd'or . . 9 „ 89 „ , ßl ^ Vcrciusthalcr . . . 1 „ 80' « ^ " ?5 " Silbrr , . 120 .. 50 .. ^" " .,^, Kramische Grimdentlllstungs - ^bligatlon^ vatuotirnn«: 86 50 Oeld. !><) ^" _________________ 5