. ^ A 3V. Mittwoch am VT. Juni R8S3. i>,i >,.„,,älnig, nntev ,!lr«.,l'^ m,d gedruckter Aore,,c N. « b", ,.br.g < ,1 ,,< fr, -- 5» , rr.. ,o«,q,'b,,!,.' ,„. ,,,.„ K,,,,..,, ,i,r „rr . „ N,.,, ,, ,>" ,7"" Z d^snÄ rn ^1 .ch de,,,',,P,°v!s«ische» Gestp v.m .., N.v.nl^ .«50 si.. ?nsM.',Mä„„.l" ,..ch „. !>-, s,',r „,.c ^d^,,a,^ lzi>, cha, „^ , , ",^, " ' "" "><"ch<„..„. Amtlicher Theil. I^as k, k. Ministerium des Innen, bat die Direct?«» der vormalige» siebenbürgen'schen Hof-kauzlei, Georg v, Bogy a und Johann Schuster, de» Secretär der aufgelöste» »»garischen Statthallerei, Ferdinand Seeler, de» Erpedilor derselbe,,, Leopold Dorn au uiid dere» Protocollisten Johann Nemeth. z» Directoren der Hilfsämter bei de» »»garische» Slalthalterei-Abtheiluugen ernannt. Das k. k. Ministen»!" deS Innern bat ei»e in be» venetianischen Provinzen eiledigtc Vicedelegaten-steNe erster Classe dem Vicedelegaten zweiter Classe, F"l>z v. Pasi"', »»d desse» Stelle dem Ve»ej)iger Statthaltereisecrelär zweiter (?lasse, Angelo P a g a-"»zzi, verliehe». Das Handelsministerium hat im Einverständnisse mit dem Ministerium des Aeußeru de» Anton "°'! Vraniczany zum Vicekauzler »nd serbischen Dolmetsch bei dem k. k. Geueralconsülate i» Belgrad ^Na»!!f. Verändernden in l»er k. k. 3lr,»ee. V e 1 l e i h » » g. Dem pensionirtcn Premier-Rittmeister Hugo Grafen Velrupt der Majors-tzharakter nebei!jäl,riger Knabe, welcher neben der von Zwischen-Wässer» über Podrezhe führenden Strasie einen am Stricke gebundenen Ochsen weidete, wahrscheinlich spielend, den Strick um sei»en Leib schlang, der Ochs aber. durch eine» Vorüberfahrende» plötzlich scheu ge. 'Nachf, über Stock und Dorn das Weite suchte, »»d be» arme» K»c>ben, der sich de» Strick abzulösen nicht Mehr Zeit hatte, a»f eine furchtbare Weise berge-llalt mit sich schleppte, daß der K»abe, als es end-I'ch 2 Bauer» gcla»g, de» Ochse» aufzuhalten, schon e>»e Leiche war. Möge» a»s diesem traurigen Falle Aelteru und Dieustgeber die Warnung «»tuehmen, daß man zu solcher Weide, wo die Rinder an Stricke» gehalten werden, zarte Knabe» und Mädchen niemals verwenden solle. Oesterreich. Wie«, 20. Juni. Auf telegraphischem Wege eiiigelaügte Nachrichteu vo» der obe>» Dona» brachten gestern die Kunde, daß dort i» Folge «»hallender Negeügüsse der Wasseistaüd die enorme Höhe von 16 Schuh erreicht, u»d auch a» einigen Orte» die Ufer überschritte» habe. Da ans diesen beunruhigenden Symptomen den hiesigen an der Donau gelegenen Vorstädten einige Gefahr bezüglich eiuer Ueberschwem-wu,ig drohte, und auch wirklich der Wasserstand des Douancanales bis zu cmer Höhe von mehr als 11) ^H"b stieg, so wurden schon im Laufe des gestrigen '^s einige der nothwendigsten Vorbereitungen zur Beseitigung jedes UnglücköfallcS getroffen. Glücklicherweise verging aber sowohl der Tag als die Nacht ohne die gehegte» Vefülchtiüige» z» erfüllen. ^ Eine Vciordinmg des Justizministeriums vom 9, Iiiui 18,'i3 ist erstosseu, wodurch das a/richiliche Verfahre» in Edestreiügkeitt» jüdischer Glanbeiisge: »ossei! i» Siebenbürgen geregnt wird. Da zu Folge des Anitvlö lV des a. h. PaieuteS v. 2N. Mai l. I, die Vorschnfie» des allgemmie» büi-gerli.hen G^sel)b»ches übc'r das ,EH«echt auf die j»-. dische» Glaubeuögeuosse» in dem Grrßfürstenihume Si^benbürge» volle Anwendung finden, daher auch das gerichtliche Verfahren i» deu Ehestieicigkeite» dieser Glaubensgenossr,! auf eine hiermit übereinstimmende Weise geregelt werden muß, so hat das Justizministerium, gemäß der demselben mit allechöch-ster Entschließung v. 24. Apiil 18^2 eriheilieu Ermächtigung , die znr Wiederaufnahme der bürgerliche» Rechtspslege in Siebeubürgeu erfordeiliche» provisorischen Verfüguuge» zu erlasse», in dieser Hinsicht Folgendes angeordnet. Vom l. September d. I. angefangen sind alle Ehestreitigkeile» jüdischer Glandeusgeoosseii i» Siebenbürgen, welche nen auhängig gemacht werden, bei den laudeofnistlichen Wenchtrbehördeu anznbriugen, zu ver-h.i„dcl,! u,!d zu e„tscheit'>',!. Die oo,! de» Nabbinal-aciichleu bisher c,uö.^nl>ce Gesichtobarkcic hat dah.-r in Ansehuug dieser Sticiligknicu gänzlich aufzuhoreu. Klagen, in welchen es sich um die Ungiliigkeit oder Trennung der Ehe, oder um die nicht eiuverständliche Scheidung von Tisch und Vett handelt, gehören vor dasjenige Landesgericht, in dessen Sprengel die Ehegatten ihre» leyten gemeinschaftlichen Wohnsii) halte», Gesuche um die vorläufig Bewillignng des abgesonderten Wohnortes für den gefährdete» Theil und um Auftrag a» deu anderen Ehegatten zur Ent-richtnug des anständigen Unterhaltes können entweder bei diesem Landcögerichte oder bei demjenigen Bezirksgerichte angebracht werde», desse» Gerichtsbarkeit der Ehegatte nuterworfei, ist. Gesuche um Bewilligung der eiuverständliche,, Scheidung müsse» bei diesem Beziiksgerichte augebracht werden. Alle am 1. September 1«^ ^eits anhängige» Streitigkeiten über die UngÜeigkeit der Ebe sind bei de» bisher für diese Streitigkeiteu bestaudeue» Gerichten zn Ende z» fühlen, »ud, dem Artikel XII des allerhöchste» Patentes r>, 29. Mai 1883 gemäß, »ach deu zur Zeit der Eiugehmig der Ehe bestandene» Ges.ye» z» entscheiden. Me ^, dem erwähnten Taae noch anhängige,, Sircitigkeite» über die Trennung der Ehe n»d über die Scheidung von Tisch »ud Bett dage-geu, welche noch nicht rechtskräftig entschieden sind, und i» welchen daher entweder »och kein Eudurtheil er-gauge», oder gegeu das ergangen« die Berufung a» die zweite oder eiue noch höhere Instanz ergriffen, oder noch zulässig ist, sind als aufgehoben und nicht verhandelt a„zusche». Es steht jedoch dem Kläger frei, die Klage bei der competent«» laüdeöfürstliche» Gerichtsbchdrde neuerlich anzubringen, welche darüber dem Artikel XII des obcngeuaunlen a. h. Patentes gemäß, nach den Vorschnftei, deS allgemeine» bürgerliche» GeseybucheS zu entscheide» habe» wird. Die la»dcsfiirs!!,che„ Gerichtsbehörden haben i» allen Ehestreitigkeite» jüdischer Glaiibensgeuosse» über die Uugütigkeit uud Tre»nu»g der Ehe u»d über die Scheidung vo» Tisch und Bett »ach den Bestimmungen des XXX. Hauptstückes der am l!i. September 1852 Nr. 190 des N.-G,-BlatteS ergangene» provisorische» Civil-Prozeß-Ord,ni,!g für Ungar,, , (?,oa-tie», Slavonie», die serbische Wojwodschaft und das Temeser Banal z» verfahre», insoweit diese Vorschriften »ach den abweichende» , über die Indenehen i» dem allgemeinen bürge,lichen Gesepbnche nnd in de», Anhange zn demselben enthaltenen Anordnungen auwendbar erscheine». ^ Der mebrerwähnte» Uebersicht der SlrafrechtS-pflege in de» Jahre» 1848 und 1849 entnehmen wir be;nglich der Momente der früheren Bestrafung, so wie der Vilt»!,a,?sti>fe der Verurtheilte», die im vorzüglichste» Grade eiue nähere Veleuchtnng erheischen, folgende Angabe» i Vo» jene» Verbrecher» , welche früher noch keiue Criminalstrafe erlitten haben , entfällt die stä,kste Zahl mit 80 Percent anf Dalma-tie» und Krain, a» welche zunächst daS Küstenland, Kärnten »ud die Bukowina mit 79, 77 »nd 76 Percent sich anreihe»; d»rchsch»ittlich für alle Kronländer, mit A»s»abme Ungarns u»d der Nebenländer, re-snltirt die Zahl vo» 63 Percent, während für Nie-derdsterreich und Tirol als geringste Zahl nnr 62 Percent vorliegen. Dnrch die festgestellte Beobachtung, daß für Dalmatien, Krain, das Küstenland, Kärnten u»d die Bukowina auch die meiste» LoSspre-chimge» »achgewiese» erscheinen, mnß man z»r Schlnß-folgesiiüg gi-laiigen, daß m j^ien Ländern die Ueber we isli,,g der rückftlli>,e,l Verbrecher weit seltener als in a»dere» Theile» der Monarchie stattgefunden hat, womit auch die Wahrnehmung zusammenhängt, dast i» diesen Kronländern, das Küstenland ansge» nommen, weit weniger Nückfälle von zwei- oder mehr-mal Vernrtheilten vorgeko,nme» sind. Die Mehrzahl der rückfällige» zwei- oder mehrmal bestrafte» Verbrecher erscheint i» Niedcrdsterreich, Schlesien uud Tirol mit 23 Procent, während in den übrige» Kronländern die Zahl zwischen 6 und 20 Percent sich bewegt, nud im Ganzen durchschnittlich nahe a» 17 Percent sich ergeben. Da die Beurtheilung der Bildungsstufe der Ver-urlheilten »ur auf die Merkmale beschränkt ist, ob dieselbe» lese» uud schreiben konnten oder nicht, ergibt sich wohl ein sehr »»vollkommener Maßstab; immerhin abcr siüd diese Vigeoschaften als Elenrente der Bildung eiuer besonderen Beachtung werth. Hiernach betrug die Menge der deS Lesens u»d Schreibens Uuk»»dige» i» Galizie» und der Bukowina 93, in Dalmatie» 9», in Krai» 77, im Ve»et>a»!schen 63, im Küsteulande nahe a» 61 , in Schlesien 67, i» Steiennark 48, in Kärnten 62 Percent der Ge-sammonenge der vernrlhcilte» Verbrecher, während durchschnittlich für alle Kronländer das Verhältniß von «l, 27 zu 48, 73 sich darstellt. Da jedoch die Staatsverwaltung bereits der Regelung deS Volks-schnlwesens die vollste Aufmerksamkeit zugewendet bat, dürfte diese betrübende Erscheinung allmülig besseren Wahrnehmungen Raum gebe» müsse». — Am 11. d. M. brach zu Halle gegen 8 Uhr Abends Feuer in einem F!üg>'l der Strafanstalt aus, in welcher sich gegenwärtig 880 Gefangene befinden, unter ihne» viele politische, namentlich von dem Stock-mann'sche» Unternehmen her. DaS Feuer, welches etwa gegen 7"/, Uhr zuerst bemerkt wurde, war in dem Bodenräume des genannten Flügels, wo sich bedeutende Massen von Flachs, Hanf. Haaren ü. dgl, befanden, ausgekommen, entweder absichtlich zum Be> Hufe der Entweichung angelegt, rder durch Selbste»!» 38't zündung dec genannten Stoffe, oder durch Fahrlässigkeit, worüber noch nichts Sicheres hat ermittelt werden können. Anfangs qnoll nur ein nngcmein starker schwarzer Rauch hervor, aber einige Zeit darauf schlug die helle Flamme heraus. Diese war dcßhalb so stark - und brannte so lange, weil sie »icht bloß durch die ' bezeichneten Vorrathe und das bedeutende Holzwerk, sondern auch durch das Dorn'sche Dach Nahrung erhielt. Während der brennende Theer von alle» Seiten heruutertroff, koiutten viele von den in den Höfen aufgestellten Spritzen wegen der Hohe des Gebäudes ihre, Ladung nicht wirksam abgeben. Nur die Schlauch-spritzen, welche ihren Inhalt von dem benachbarten. Dache des Veamtenhanses und einer Verbindungs-^ brücke her entleerten, vermochten nach dieser Seite hin ^ der Flamme etwas Einhalt zu thun und uameuilich daS Beamtenhaus mit der Kilche zu schufte». Glücklicherweise trieb der Wind die Flamme von der Hauptmasse der Gebäude abwärts. Doch lag namentlich das Krankenhaus unter dem Winde. Äus diesem wurden die Kranken sehr bald in einen anderen Raum gebracht, während man sein Dorn'sches Dach mit wol-lenen Decke» belegte, welche fortwährend beftuchlet wurdeu. Da auch sehr bald eine Anzahl von Menschen imd Spritze» znr Hand war, so wurde das Feuer innerhalb seiner Geburtsstätte erhalten nnd brannte nnr das Dach deS genannten Flügels nieder. Doch ist anch ^ die Decke der beiden darunter liegenden Arbcitssäle^ stellenweise durchbrochen, so daß diese ebenfalls re-stanrirt werden müssen. Dii Entstehung des Brandes fie! in cine Zeis, wo bereits alle Säle leer, das Abendessen eingenommen nnd tie Gefangenen in ihre Zellen oder andere Räume wieder eingeschloffen waren. Dieser Umstand, in Verbindung mit de» genauesten Vorschriften für dergleichen Fälle, bewirkte, daß die Sicherheitsmaßregeln gegen etwaige Fluchtversuche mit um so besserem Erfolge ausgeführt und die Detinirten ans dem brennenden Gebäude ohne Unordnung anderswo untergebracht werde» konnten, Außerdem rückten bald die durch Alarmsignale ,;nsamme»ger»se»e» Militär-Abtheilungen der städtische» Gariusouen zur Verstärkung der Wache herbei. Es schien deßhalb kein gewaltsamer Ansbrnch befürchtet werden ,;n dürfen. Aber plötzlich fiel ein Schuß nnd ihm folgten bald zwanzig bis dreißig andere, so daß das außerhalb der Mauer» stehende Publikum eiuen förmliche» Kampf der Gefangen?» mit dem Militär mnthmaßen mußte. Indeß hat nicht ein Mal ein Persnch zu einem Allsbruche Statt gefunden. Die Soldaten hatten nämlich strengen Befehl, nicht zu dnlden, daß ein Gefangener sich dem Fenster seiner Zelle nähere nnd hinanssehe, zum Theil um Verstäncignugssignale zn verhindern. Allein viele der Gefangenen wurden theils dnrch die Neugieide, theile; wohl dnrch die Angst vor dem Flammentode getrieben, diesem Verbote entgegen zn Handel», und leisteten vielfach auch dann nicht Folge, als ma» ihne» zurief, es werde geschossen werden, wenn sie sich nicht sofor! vom Fenster zurückzögen. Es ist leicht möglich, daß Mehrere bei dem Feuerlärm den Zuruf nicht hörten und bei der stellenweise» Finsterniß die drohende Gefahr nicht sahen, nnd so erfolgte denn das Feuern des Militärs. Nnr zwei Kngel» trafcn; die eine verwundete einen Gefangenen nicht gefährlich, während die andere einen solchen tödtete. Es wird behauptet, daß dieser dem wiederholten Zuruf nicht Folge geleistet nnd sich anßerdem widersetzlicher Reden bedient habe. Derselbe war wegen eines vierten Diebstahls in Haft und ein junger Mensch von 23 Jahren. Außerdem ist keine Beschädigung eines Menschen zn beklagen, obgleich das Publikum sich mit viele» Uebertreibungen trng. Tliest, 20. Inni. Die von mehreren Blättern gebrachte Nachricht, daß sich Fürst Danilo von Montenegro mit der Tochter des hiesigen KanfmauueS nnd Schiffrheders, Herrn Knequich, verlobt habe, wird uns aus zuverlässiger Quelle bestätigt. Die Vermälung s°U uoch im Laufe des Jahres Statt finden. (Tr. Ztg ) Der für die Fahrten zwischen Triest und Venedig bestimmte neuhergestelltt Lloyddampfer „Noma" hat vor wenigen Tagen seiue erste Reise zurückgelegt,, uud dürfte diese» Weg regelmäßig iu N'/« Stunden machen. Der »cm-ri«,-o iwligno« meldet aus glaubwürdiger Quelle, daß die Londoner Flücht!i»gsftage incht am Bundestage zur Verhandlung kommen werde; iu den letzten Tagen sei zwischen den beiden Cabineten von Wien nnd St. James eine solche »nlenlu cor-cliulu eingetreten, daß es keinem Ziveiftl unterliege, die englische Regierung werde den Umtrieben der Flüchllinge ein Ziel seßen, D e u l > ch l a :i d. Dresden, 18. Juni. Bei Gelegenheit der Vermälung Sr. königlichen Hoheit des Prinzen Albert, haben Se. Majestät der König einen umfasseu-oeu Gnadenaci über diejenigen vormaligen Militär-Personen ergehen lassen, welche in Folge ihrer Ve. theilignng am Maianfstande längere Freiheitsstrafe» zu verbüßen haben, einen Gnadenact, von dem nur die drei Schwerstdetheiliglen ausgeschlossen geblieben sind. 28 VerurcheÜten ist vom 18. d. Mts. an, der Nest ihrer Strafzeit aus allerhöchsten Gnaden gänzlich erlasjen worden, dagegen lritt für 6 schwerer Grarmce nach Jahresfrist, nnd zwar den 18ten Imn 18,Vl der volle Erlaß ihrei Sirafe ein. Endlich haben Se- Majestät den vormaligen Hauptmann v. Rohrscheidc dahin zn begnadigen geruht, daß derselbe vom 18, Inni d. I. an noch ei» Jahr Festnngsarrest dritten Grades zn verbüßen habe, der uoch übrige Rest seiner Strafe aber ihm'erlassen werde. Vrumberg, 16- Iu»i. Nach einer hier eingegangenen Nachricht ist das Schicksal der bekannt gewordene», aus Rußland uor etwa 2V« Jahre» dc-seriirte» Tscherkessen entschieden. Das russische Gouvernement hat zwar ans ihre Auslieferung verzichtet, allein des Königs Majestät hat ihnen den Äufeni. halt in den dießseitigen Staaten, resp. die Eir.-stellnng in ein preußisches Cavallerieregime»t nicht gewährt. Dagegen will Se, Majestät die Gnade haben, denselben Pässe nnd Reisegeld zn ertheilen, falls sie ctwa nach der Moldau oder Türkei zu gehen gedenken. Das Generalcommaudo des 1. Armeecorps ist mit Einholung der cicsif.ittigeu Erklärungen beauftragt worden. Bekanntlich sind ihrer jetzt nnr »och 4 am Lebe», 1» waren tesenitt, I! fielen im Kampfe mit den preußischen Dragoner» (3. Regiment), wel. cher sich i» Inowraclaw entspann, und einer, der bei dieser Affaire sehr zerschossen war, starb während der Strafzeit- S ch m e i j. Die am i3. d. z» Ölten versammelte eidgenossische Nuklagekammer hat in strafrechtlicher Untersuchungssache gegen Ludwig Clement, von Triest, früher Gutsbesitzer nnd Gerichtsschreider, Handelemann; Carlo Cassola ans der Provinz Pavia, Rath des Tribnnals zn Brescia uud Advocat; Johann Grillan-zoni, Graf, gebürtig von Reggio, HerzoglhnmS Mo-dena, eingebürgert i» Obersiggenlhal, Bezirks Baden, Cantons Aargan, gegenwärtig Handelsmann; Johann Pola v. Pnschlav, Cantons Granbündten, Gastwirlh daselbst, beschlossen: Ludwig Clementi, Carlo Cassola und Johann Grillanzoin seien wegen Versuchs der völkerrechtswidrige!! Unterstützung eines Aufstandes in der Lombardei vermittelst Waffensendung in Anklagestand versetzt, der Verhaft deS Clementi und Cassola sei bestätigt, die Veifügungen deS Untersuchungslichters und des Generalprocnrators vom 31. März 18I!3, betreffend die eiustiveilige Nelassnng auf freiem Fuße des Grafen Johann Grillanzoni gegen dargebotene Caution von Fr, 1000, sei ebenfalls bestätigt; Johann Pola, gegen welche» die weitere gerichtliche Verfolgung aufgegeben wnrde, habe keine Entschadi-gnng zn fordern. In Strafuutersnchnngssachen gegen Johann Mos-ker aus Debreczi» in Ungar», Flüchtling; Franz Dioli von Cremona, Stndent, Flüchtling; Anton Zangre-gorio von Piacenza, piemontesischcr Deserteur; aus welkem Prozesse sich ergab, das; die Obgena»nten beschuldigt waren, Ma;;ini'sche Anfrnhrsproclamationen in der Absicht, einen Aufstand im Nachbarlande zu bewirken, verbreitet z» haben, daß dann aber wegen Mangel genügender Inzichteu d^e gerichtliche Verfolgung aufgegeben wurde, hat die Anklagekammer, i» Betracht, daß die Beschuldigten die gegen sie gerichtete Untersuchung, wenn dieselbe dann auch kein Resultat darbot, durch eigene Handlungen veranlaßten, in Anwendnug des Art. «9 des Bnudesgesetzes über die Bnndesstrafrechtspflege, erkannt: Es haben Johann MoSker, Franz Dioli nnd Anton Zangregorio der gegen sie geführten Unlersnchnng wegen keine Entschädigung anzusprechen. Italic n. Tnrin, 16. Juni. Die „G- Piemontese" ver-öffentliche ein kön. Decret, in Folge dessen daS von den Herren Laffitte nnd Birio im eigenen nnd im Namen ihrer Comittenten gemachte Anerbieten, auf ihre Kosten nnd ihr Risico eine Eisenbahn von Mo« dana über Chamber») an die französische uud Schwei« zergranze zu führen angenommen wird. Die Telegraphcnliuit zwischen Chambery u»d Air les Bains ist eröffnet worden. Belgien. Der König hat den ans Wien angekommenen Herrn Legrelle empfangen, welcher Sr. Majestät las Bildniß I, kais. Hoh. der Fran Erzherzogin Marie Henriette überreichte, das der König in Wie» bei Herrn Bertrand bestellt hatte, F r a n k r c i ch. «Paris, 16. Juni. Der „ConstitUtionuel" widere legt daS dnrch den Telegraphen »ach allen Weltgegeü-den hin verbreitete Gerücht von einein in Mailand auSgebrochenen Aufstand und dem Einmarsch eines österreichischen Corps in den Canton Tessin. Dieses, wie es scheint, von der Börse ausgeheckte Gerücht hat auf seinen Wanderungen, dnrch die französische»» deutschen :c. Blätter alle die übliche» nnd bekannt«' Phasen von einem befürchteten und denkbaren bis zU einem vollendeten Aufstand durchgemacht. Im „Pays" finden wir die nachfolgende» drei Notizen: „Nach Berichte» ans Coustantiuoi^l vom 3. d. hat der Diva» einen mit einer, besondern Miss!^ betrauten Abgesandten nach Bukarest imd Jass» enl^ send.'s, Zwei Handelsschiffe sind von Liverpool nach C""' ssantinopel abgegangen, welche mit Munitions« >l»b Lagergegenstände» für die linkische Armee, die "" Handelshans uon Liverpool angekauft hat, befracht sein sollen, „Mehrere polnische Flüchtlinge, und zwar Generale »nd Oberofficiere (ss<>l,s>,'inix >^ i-!,'U!->!), welche sich in Frankreich »»d England aiif' halten, sollen, wie man versichert, sich nächstens >» die Türkei begeben wvllen, nm in der türkischen Ar» mee Dienste zu nehmen. Donau - F'n-stenthümer Aus Odessa, 10. Inui. schreibt mau ^ „Triester Ztg." : Nußland scheint denn doch Ernst )" machen und zur Besetzung der Donanfürstenthl»-'^ schreiten zu wollen. Das 4. Corp« steht am Prutb, üim Ucbergange bereit; am 14, d. wird sein Hanpl' quartier in Sknle»y sein, Genera,! Lüders hat >»^ dem i!. Corps nach Ismail vorznrücken. Oberbefehlshaber beider Armeecorps ist 3^v Gortschakoss, Fürst Mentfchikoff aber oberster sow« mandant der gesammten Operationsarmee und Flotte» Keine Schisse sind im Hafen, und alle Welt 'st bestürzt uud harrt der Entscheidung, die in den nach' sten acht Tagen wohl bekannt werde» wird. Vorgestern kam das Dampfboot von Constant nopel mit dem ersten rnssische» Gesandtschaftsstcret"' der sich sogleich auf ein anderes bereit stehende Schiff begab, um wieder znrückzukehren -^ "'^c„ heißt — als Ueberbringer eines Schreiben« des G^p Nesselrode an Neschid Pascha. Telegraphische Depeschen. * Berlin, 2«. Inui. Die gest'ige "3"°"'"^,/,,,' in der Generalconferenz des Zollvereins b"be Pl ^ Erleichternngen der Einfnhr. Ausfnhr u>'d DurchN») vorgeschlagen. „., , ,, c>,„>, o Moden«, 17. Inni. Gestern 'lbend'st Majestät die Kaiserin Maria Anna h'«r angekomM -'o Livorn°.17.Inni. Wochenmnlatz m W «3,Nl)tt Sacco. steigende Preise wegen der W'tten'.'g nnd des Aufschlages z» Marseille. 383 Feuilleton. Bei einem Leichenzuge. W "»"cm ssrlte» die Pusauiitüklänge, Und k'c», bic düstern Gial'gcsängc? Wcn decket im bcfränztcn Schrei» Daa weiße Äohrtuch fiattcrub ei»? Wen, stieße» jene heiße» Thränen? Wem güt dieß n.imcnlrse Sehnen, Da« schmcrzevMt dc,l Ausen engt, Dem Sarge «ach dic Menge drängt? W ist, ach! eines Mädchens Leiche, Dahin gerafft von böser Seuche, In ihres L.l'e>,6 Vlilthmzeit Au« Kmdcspfllcht dem T°d' geweiht. Än ihrcc« kraüfen Vaters Vctte, W° sie zu Gl.'tt um Ncttimg ftchte, Hat uicle Tage, manche Nacht, Ihn sorgsam Pflegend, sie gewacht, 5n Tochter liebcuollem Mühen slang's, dem Tod' ihn zil entziehen: Der Greis blickt nochmals i» dic Welt, Da« Mädchen, ach! als Opfer sällt; Dmn sie, die kanm betrat das Leben, Der Pfiicht getreu nnd M'tt ergebe,,, Erfaßt die Seuche mit Gewalt: Ihr licbehcißes Herz ward kalt. Dahin ist, bis zum Wiedersehen, Auf jenen unerforschten Höht» , Die theure Tochter, swmm nnd mild, Der Kinderliebe Wenbild, ^ O Schicksals Macht, nicht j» ergründen! Kunut'st du kci» and'res Opfer finden, Kei» Kind, das nur z»r Schmach uud P'in Der Acltern »mg auf Erden sein? Ach! trockne, 3!at,i, Deiue Zähre», ^t»n Dei„c Tochter starb in Vhrcn; ^°ch weh', wenn dnrch verletzte Pflicht D"« Kind da« Herz der Ncltnn blicht; ^a weint, da wcint der Engel Gottc«! ^'« vierten göttlichen Gebotes V'NKißung folgt, cntschlich ach! ^^r Sunde bis zum Grabe nach, D'rxn, troelnr, Natcr, Deine Zähren: Dein srm,!,»cc< ,ssi„t>, cö st.nb in Vhre,! , <^s starb, sslcln) riiilin Gngcl, rcin, lind harret dort im Jenseits Dein; O, wonucuollcs Wiedersehe» Auf jenen lichten Himmclshöhe» , Wo keine Macht, es Dir entreißt, Mit Dir Dein Kind dc» Schöpfer preist! n. 0. Vaterländische Geschichte. Hlnrburger Taschenbuch für Geschichte, Landesund Sagcnkunde der Steiermark und der an dieselbe gränzenden Länder, von Or. Rudolf Gustav Puff. — Gratz 1853, bei A. Ley-kam's Erben. Mit Freude begrüßen wir jede literarische Er» scheimiiig, welche die Aufhellung vaterländischer Gedichte und der Landeskunde sich zur Aufgabe stellt, l'»e Aufgabe, an deren Lösuug so viele österreichische ^aleute so windig und ernstlich arbeiten, daß wir "Ut gerechtem Stolze als Oesterreicher auch i» dieser Vezichung i» die Zukunft blicke». Freudiger »och werden wir gestimmt, wenn wir einem Producte be-segnen, das in dem freundlichen Nachbarlande, in der Steiermark, die Presse verläßt, dessen Geschicke Krain burch Jahrhunderte theilte, und mit dessen Geschichte Unsere LandeSgeschichtt so vielfältig innig verflocht ten ist. Schon das edle, echt patriotische Streben an sich verdient nicht nur unsere Beachtung, auch unsere Würdigung uud Theilnahme; dieß nm so mehr, wein, eg von einem Manne ausgeht, der nicht bloß in seiner Heimat gekannt und geachtet ist, der so werthvolle Veitrage für die Geschichte der Steienyark u»d KrainS in einem Zeitlaufe von mehr als 23 Jahren veröffentlicht hat, und dessen Tüchtigkeit auf b«m belletristische», wie auf dem streng wissenschaftli-cht» historischen Gebiete von allen Berufenen längst »«würdiget worden ist. Es ist der k. k. Professor '"Marburg, vr. N. G. Puff, der fruchtbarste uns bannte Schriftsteller der Steiermark. Die Landeskunde, wie die Geschichte der Steier-mark und der Nachbarländer, brien dem Verfasser bei seinen Wanderungen uud archivarischen Forschungen so viele ueue, »»ausgebeutete Stoffe, daß er, rechnend auf de» rege» Sinn u»d die geistige Theilnahme seiner Landsleute, sich einschloß, mit dem heurigen Jahrgange eine Reihenfolge der iuierestanicste» Begebenheiten, der wichtigste» Volks-, Orts- und Sitteustudieu, so wie der gemüthlichste», bisher noch nicht mttgelheiltcn Sage», ans scmer Heimat zu beginnen. Vorliegendes „Taschenbuch," ei» literarisch ausgesprochener Patrioiiömnö, verspricht i» ei»er Nei-he»folge von Jahrgange» Beitrage für Geschichte u»o Landeskunde zu bri»ge», und »ach diesem ersten Jahrgange zu ertheile», habe» wir »ui Werth-volles zu erwarte». Wir stelle» u»s bei Beurtheilung desselben auf de» doppelten Standpunkt: auf den patriotische» und anf den wlssen s ch a f t-liche n. Bezüglich des Ersteren ,nüsse» wir hervorheben, das; das Werk dem riiteiliche» Heldc» »nd Sanger, Sr. Ercellenz dem Herr» Josef Fr eil, err» von IeIIa<:iö de Vuzim, Banus in ^'roaneu und Slavonien, gewidmet ist, was die bekannte Wesiu. nungotüchiigkeit des Hr. P u ff abermals i» glänzendes Lichc stellt, welche dnrch die begeisterten Dichtungen: „Be> der Rose S r. M. des Kaisers Franz Josef l. durch Marburg" (>,. 183) und „Zur Rückkehr der 5! and wehr von Kinöky - Infante > ie nach Marbnr g" (p. 280) ganz besondere hervorgehoben wird. Dem von Vale>la»dol,ebe durchglühten Widmungsgedichte folgt die „Vorrede," die uns mit des Verfassers Plan besannt macht, „Zur Förderung meines vaterländischen Slcebens." sagt er darin, „hab,,, so Viele mit warmem Herzen nud treuem Sinne. z»r Hem>„»„g d^'sell'.',,. Gottlob, ka»m Einigt bcigelrag«.» ; Jedem z,„n l,'rh»e sei» ,igc„<,° Bewoßt-sein." Dem edlen Strebe» stellt sich j.-^rzeu kleinliche Eitelkeit als Hinderniß entgegen, und gelehrt, thuende ^cribler glauben, i» haarspaltenden fade» Witzeleien die Funken ihres Genie's sprühen ,u sehe n; daö ist überall gleich, hier mehr, dort minder. — Dagegeu sei I»,'. P. überzeugt, daß jeder ehrliche u»d vaterländische Freund der Wissenschaft ihm herzlich die Hand drückt, als Äufnninteruug zur Fortseftung der betretenen Bah». Möge daö Taschenbuch recht viele Jahrgänge erlebe» ! Vorzüglich beachtenswert!) ist der Aufsah: „Die Slovene» i« Tteiermark!" Der allgemeinen Emleituug folgt ei»e interessante historische Skizze, dan» die Mylhologie der Sloveuen. ihre Gebräuche, Sitten, Sage» u. s. ^.^ ^^ ^^ eine kurzgefaßte, aber klare und parteilose Literaturgeschichte der Wenden bis in die Gegenwart- Anf 114 Seiten wird uns ei» herrliches Bild entfaltet, daS nicht nur für Slovexen. sondern auch für Deutsche — die in der Negel weni^r mit diesem Thema vertraut sind — von großem Interesse ist. N.cht minder wichtig sind die Anfsäpe: „Die Aners-pcrae in Steiermark" und „Die Freiherren N.»,ber in Steicrmark". ftw,e die Monographie des „Vad Neuhaus" und „<3i„ kurzer Feld. zug aus Kärnte» von »»jchH." Es würde z» weit füh,'s„, i„ eine specielle Besprechung dieser, iu jeder Beziehung höchst beachtenS-wertheu Anfsäfte sich einzulassen; »ur so viel fügen wir bei, daß jeder derselben, sowohl seines Verfassers, als des hohen Protectors würdig ist, daß jedcr Leser m,t vollkommener Befriedigung bei dem Büchlein verweilen wird, dessen Werth sicherlich kein vorübergehender ist, — Möge es auch bei den Landsleuten jene aufrichtige Theilnahme finden, deren cS auswärts ganz sicherlich sich erfreue» wird! Daß endlich die folgenden Jahrgänge an Tüchtigkeit, Interesse, in wissenschaftlicher wie in patriotischer Beziehung, diesem nicht nachstehen werden, dafür bürgt unS der Name I)r. Puff. Die Ausstattung ist recht nett, der Preis sehr billig, nur 1 fl. CM., und werden Bestellungen angenommen bei Ignaz v. Kleinmayr und Fed or Bam berg in Laibach. «l-. V. F. Kl u». M i s c e l l e n (Die Veschika-Vay vor den Dardanellen) beschreibt Fallmneycr in der „A, Allg, Zig," wie folgt-, Dcn 4, Juni ist die Ordre an die englische imd französische Fluttc von Marseille abgegangen, sich den Dardanellen zn nahem. Den 8. Juni kann die englische Flotte »on Malta abgegangen sein, und mit günstigem Wind können beire Flotte» etwa den !2, Juni die B,sch!ka B>>y erreicht und in derselben die Anker geworfen haben Die Neschika-Bay ist nämlich eine Nncht des ageiscben Meeres, etw,, an-»erthalv Meilen sü'rlich von Knm Kaleh, dem ersten Schloß dcr Dardanellen (>>S»nd.Schloß"). Die Bay h.,l einc,, schönen Ankcrgiund auf !y bis !2 Faden, öic ist ss'gen den Ost, Tüt>ost und Nordost völlig geschützt, letzteres dnrch das Sigeum, einen isolirten Bergüicktn !äll,is der Küste zwischen der Mündung des Bunarb.ischi 6» und d>s Menbere, der sich neben Hum.Kaleh nördlich in den Hellespont er. gießt. Am sü'olichen >Z»dc tej S'Z/mns liegt cin Grabhügel, !U,scl,ik Trpe genannt, r. i. Wiegenhü. gel. Von dies,m Hal die Bescl'ika - Bay ihrcn Nc>< men. Gs'älulich sind den Schiffen, tie hier .inker», hauptsächlich d,r End-, der West, »nd Nl'l!?west,' wind, welche aber im Soirnxer nienials eine dedeu» tends Stä,ke lireichc,'. Was d!,se Bnrl't besonders zur Elation cincr ysoß.n Flotte geeignet m.'cht (und sie Hal sch>'» eine vereinigte Flotte von 2U Linien^, schiffen und einer Anzahl kleinerer gesrh,'»), das ist der Bnnarbaschi Eu, ker alte Sk,nnandcr. Differ name lich zeich»!t sich vor den meisten Flüssen Küinasien?, lri'tz srincs siü-zs» Laufes von kaum 2 Me>le„, durck rie i,» Sommer und WüNe,- glrich staife FiiUe sei.» ncr Qnclleü au« Sie „üspliogs» »„tilhalv der Nnine» des allen Troja re, 0,»>,! in die Neschil'a. Bay niündel. So oü hier eine Flolte nnkert, sieht man bisonders am Morgen die Boote von allen Schiffen zu dieser Mündung des Skamander fahrcn, um de» Bedarf an Wasser für den T>'g zu holen. Die Krieger der Oigenwart trinken hier aus dersel» ben Quelle, aus der einst di, Helden vor Troja, und später die Heere des terres getrunken. Wahr. schinlich hätte der Skamander noch von viel mchr Gästen zu erzählen, hätte er nicht seit den Zeiten des Achill das Sprechen gänzlich eingestellt. Gehen , die beiden Flotten zum Schutz Constantinopels duich die Sttaßc der Dardanellen, so haben sie zunächst ^au der Mündung des Hellespont die beiden „neuen Schlösser" Kum Kaleh an der sandigen Mündnng oeS Mendere oder Simoeis und Teddul-Bachr (d. i. Gränze der See) zu passsren. Die 64 Kanonen von Kum Kaleh, und die 63 Kanonen von Seddul» Bachr werden ihr unter den jetzigen Umständen nicht gefährlich sein. Sollen sie aber die enorme Strö> mung des Hellcsponts überwinden, der alle Ströme, die sich in'» schwarze, asow'sche und Marmoiameei ergießen, vereinigt, dann ist ihnen ein günstiger Südwestwind zu wünschen. Etw>» vier Meilen wei. ter hinauf passircn sie dann den engsten Punkt der Straße, wo die alten Schlösse, auf der asialischen S.itc Lhanak.Kaltsi (SchllbeN'Schloß mit 102 Kanonen, nnd diesem gegenüber Hilid.Bachr (Schlüssel der Sce) mit 38 Kanonen, und Namazieh (südlich von jenem) mit 46 Kanonen, Von hier an erweitert sich der Hellespont, und das Marmoramecr trägt die Flotten bis unmittelbar vor Lonstanlinopel und die südliche Mündung d. Juni 1853, Etaatsschultvcrschrcilmngcn . zu ^' pCt, iiiCM» 93 15/16 S .„>,«><»'>»»>'.« 3. l85l Tcric.4 .„ Z „ „ 93 15/16 dctto « I, 1851Scrie L zu Z „ „ 106 dctto «,I. l852 . , zu 5 „ ,31 d,«o ......> 4 l/2 „ . 84 i/3 detto ......../2 3^r,,lm< „,it V,l!<,s,!,',N', I, «839, fur < - "li^ Vü,,t-«ctis». vr, Ttntt !^15 f>. i>, C M, Actic» der Kaiser Ferdinand«-Nord!'«!»» z» !N«0 ff. ss. M........2220 ft,!,,«, M, slctic» drr Wicn G!»gg»>tzer'V>senl'i>hn zu 5UN st, E, M, °h>« Voupoii« . 8^3 3/^ f!. i» «, M, Nctlen der Ocdenl'ulg-Wr.-Neilstädter Eisenbahn zu 2N0 ff, C, M. ... 126 sl, iii(5, M. Nctie« dcr Vudweis-L,„z-G„»i»d»er Aah„ zu 250 ff. <5, M........275 ff.i,,(5, M, slct,t>! der öfterr. Donau-Daiüpfschifffahit z» 500 ss. (5. W...... 75N !>. in (5, M. Wechsel- Cours vom 21, Juni 185."! Amsterdam. f!irTH,il>>c5,»r,»t, Nth>. «52 «i. 2 M>.',,a!. Auq«'»r„, ,,,r l0> »«,!,d.,> >!>»>„ k'uld !l!9 !/4 »!>,', ssranf „r! .,,«'., (sin 120 !>, ji,dd, V,r ) !, F,!'!, «l,,»', > 108 5/< 3 M „>'!. Ham'',,,«, >in> ,<>!> Thal»,'»>>„>!', !!!tbl, I«! l/2 Vf. 2M n.n, 8i,>or>w, s,,r »,»« T^>>"usch. Vi«, >i„>,, l«,i!b „ «0-47 1/2 3 M^,!>i!. Miilaud, für :w« O,i!e>r,ich, ^i.e, i»l,„, , «„'d !2!) '^M ,,.,!. P »i«. ssn 3W Fnn,f"> , , Gnld >i!«!/t Vf, 2 M »>,!. Gold» mid Si! l'er-z'D,n»!.» Agi» .... !5 !/2 15 >/l bet!» N»,,d- dto „ ..... !5,3/8 15 1/^ lHU>^ l>! mÄl^c» „ . . . . — l^ V2 - Nlipolconsd'or'a „ . . . . — 8.'l5 Vl'uuerainsd^r'z „ . . . . ^- lL,8 Nuß. Imv.ri>,l „ .... — 8,5« 5riedrich>!d>l'z „,...- 9. V»g>. V^'crai»,,« „ . . . . — !0 48 Eilberagili ....... ls> !! 3/1 Getreid - Durchschnitts - Preise in Laibach am l8, Juni I853. Marklv^isc ^'^»'' Ei,i Wiener Metze» ^'"'° >. ! krT^s^ kr Weizen ... 4 >8 ! 4 30 Kukulutz ... — — I 3 35',^ Haibfrucht . . — — 3 öl ' Kor» .... 3 10 > 3 38 Gerste .... 3 9'^ i 3 27 Hirse .... 3 a ' I - — Heiden ... — — 3 12 Hafts .... l 53 2 — 3, 8Ü5. (2) Nr. 231. Spürcasse - Kundmachung. Wegen des Rechnungsabschlusses für das i Semester 1353 werden bei der Gpaicasse vom l. bis incisive 16. Zuli 18ö3 weder Einlagen angenommen noch Rückzahlungen geleistet- Sparcasse Laibach am 16. Juni 1.353 Z, 88N (2) MH-- Zahnärztliche "M^O Anzeige. I'. L. DNrwet'tz« hat sich in seiner Vaterstadt La ikack als Zahnarzt ttadUll und empfiehl! sich ollgüncin zur Behandlung 0er uerschiedcne» Zahn.-krankheittn, wie auch zur Auflrligung künstlicher Zähne. Insbesondere werden zur Conservirung und !Uer. hütunz; der Verterbniß die Zähne gereinigt, einzelne schwarze, lanöse Stcll,» da,an weggenommen, un-gl,iche oder ausgesprengte >ml dl» anoern gleich gemacht, »ichlschmcizcnce, h^hle Zähne mit cincr inchlcrc Jahre festhaltenden melallischcn ^lomde ohne den geringsten Schmerz auZgrlüllt, dadurch l)ie (iinwilkung dcr Lu>t und a,,dercr Schädlichkeiten auf die Neruen uermietl», d^hcr dei» Schnicrze vorge-ueugt, das Fortschreite,, der Velll.rbmß, dcr lll'le Gcrnch aufgihulien und die Zähne zum Kauen »vie-ocr tauglich gcnl^chl Intcnsiu schmerzende Zahne oder rcreu Wurzlln weiden mit oer größten Icho-nnng hcrauzgcnommcn. Mmgclnde Zähne dnrch die vtsten und schul,stc,> französischen oder englischen Transparent.'Zähne nach den neuesten Nchnischen Melhuten ganz unkenntlich wieder ersetzt. Die Wohnung ist >nn alte» Markt Nr, !55, (im Buchbinder Klcmcns'schen Hause, 2, Stock.) .). 878, s2) Uc^ Gewöbls - Veränderung. Zi^««Mt ZszzZMK. rürgl, Handschuhmacher, erlaubt siä) diemit c'em hoho« Adel, o^m lödl f. k, Militär uni) dem sscchr-teu «'. ^. Dübliklnu oic ergebenste An> zcige zu machen, oaß cr sein uc»» eingerichtetes Gewölbe von Handschuhmachcr-Naren gegenwartiq im Mally'schen Hause nächst der Sternallee eröffnet hat, wo,clbst derlei Gegcnstanoe stels in ssroßer Auswahl und zu den billigsten H>reiscn vorratdl^ sind, Bestellungen aller Art werden prompt uno solid cftectuirt werden. Z, 8<>!, (3) Nr. 266«. , Edict. Da bei der aus den 7, Juni >853 hicrffm'chts angeordneten ersten T<>gf>ibrt zur executium Feilbie« tung des, den Erden des Daku Hernjak von Brasch' lovitza gehörigen, gerichtlich auf 260 fl. geschätzte», in Nepiza gclcgenen Weingartens sammt hölzerne»« Keller, kein Kauflustiger «schienen ist, so hat <6 »ei der zweiten auf den 8. Juli »853 bc> stimmten Feilbietunstagfahlt sein Verbleiben. K, k, Bezirksgericht Mottling am 7, I""' »853, Z, 888, (2) Anerbieten. Einc gebildete Witwe' in den besten Iahtt», welche selbst einer bedeutenden Wirthschaft vorstand, an Thätigkeit gewöhnt ist, wünscht entweder einer Hauswirthschafl voizustehen, oder auch z>"' mütterlichen Erziehung von Kindern ciiiei, ang^' mcffencn Platz. Auskunft darüber ertheilt der Herr Inspector Haag im (Zoliseum zu ^aibach. 3. 8«2. (!) Im Verlage von Ioh. Gioutiui in Laibach is! färben >vss!)ie»eii: «><>I»l)(IiiL 86V'!>i'l!« vVmesüie. I'll l>n^I<:/.I 5s>!5»!Ä III« «» ii«tl» ll. !>jt«»,v«. 3 «!,<.'!'i,!,i s,n!!>!. Preis 3li kr. und vorrächig dei I. Blaönik in Adeltzberg' Hoff mann in Villach; Maas in Stt'"' Resch 'n Krainburg; Sign, und in Klag/"' fürt und Wepustek in Ncustadtl, Prenumerations - Ankün digung. H)a mit Ende des laufenden Monates die Pränumeration des ersten Semesters auf die »Laibacher Zeitung« zu End geht, so machen wir unsere Einladung wegen gefälliger Erneuerung der Pränumeration. ,, Die „Laibacher Zeitung« wird wie bis nun, täglich, mit Ausnahme der Sonn- u. Feiertage, erscheinen und !', "bthttnu gen enthalten: Den amtlichen Theil, den nichtamtlichen Theil und das Feuilleton. Der amtliche Theil bringt amtliche MttM, lungen aus der gleichen Abtheilung der k. k. österreichischen »Wiener Zeitung«, so wie Erlässe der hohen k. k. Statthaltern, Kram und anderer k. k. Aemter. Der nichtamtliche enthält die politischen Tagesneuigkeiten, welche theils in Driginal-Cormp" denzen, theils in Auszügen aus politischen Blattern mit thunlichster Schnelligkeit und Reichhaltigkeit den Lesern gebracht weroc . Das Feuilleton endlich bietet den Freunden belletristischer Lecture einen reichen Stoff des Angenehmen und Nützlichen. l Die Pränumerationsbedingniffe sind unverändert, nämlich: ^ ^, kr. Ganzjährig mit Post, unter Kreuzband versandt 13 fl. — kr. ganzjährig für Laibach m's Haus zugestellt 12 ft. ^ halbjährig „ » . ? « 30 » halbjährig « » ' ,^ " ^_ '„ ganzjährig im Comptoir unter Couvert . . 12 » — » ganzjährig im Comptoir offen .... 5 " ^y » halbjährig >> » . . 6 » — » halbjährig » ..... " " D^> Die Prällumerationsbeträge wollen portofrei zugesandt werden. °"^H Die Insertionsgebühren in das Intelligenzblatt der Laibacher Zeitung betragen für eine Spaltenzeile oderden^ ^^ derselben, für einmalige Einschaltung 3 kr., für zweimalige 4 kr. und für dreimalige !> kr. Inserate bis zu ^ ^,.,^. (An-^ ft. für :z Mal, !>tt kr. für 2 Mal und 40 kr. für 1 Mal. Zu diesen Gebühren sind noch 10 kr. für eine jedesmangr schaltung hinzu zu rechnen. Rückständige Pränumerationsbeträge und Insertionsgebühren wollen kostenfrei berichtiget werden. Laibach Juni im 1«5X. Igii« v. Hleiimiayr <& Feilor ~BamUer&»