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Tie über Deutschböhmen weit hinau« reichende Bedeutung de« Redner« be-dingt« einen Massenbesuch der Versammlung, wie er selbst in Cilli zu den Seltenheiten gezählt werden muß. Gar viele mußten unoerrichteter Dinge wieder heimgehen, weil der versügbare Raum schon nach 7 Uhr vollständig übersüllt war. Die Versammlung wurde vom Herrn Pfarrer May iröffnet. welcher nach einer herzlichen Be« grüßung der Erschienenen einen Rückblick warf auf oi< glänzend verlaufenen Familienabende der evan« gelischen Gemeinde Cilli, aus die Versammlungen, in welchen ein Schmidt, ein Pastor Bräunlich, ein Docior von Zimmermann, «in Both und ein Wegen« gesprochen hauen. Allerding« sei e« nicht schwer hier in Cilli so gut besuchte evangelische Familien-abend« zu veranstalten, denn die Vorväter der Cillier Deutschen sind ja durch ein Jahrhundert evangelisch gewesen und nur mit Gewalt konnte da« Evangelium au« ihren Herzen gerissen werden, serner sei jene« nicht schwer, bei einer Be» völterung, deren Herzen, sowie hier in Liebe zum deutschen Volte und deutschem Wesen schlagen; und gar heute, da der Geist der Freiheit durch Die Land« geht und da ein so lieber und so au«-gezeichneter Gast in unserer Mitte weile, dessen Namen allein schon ein Programm bedeuiet. der wacker« Führer der »LoS von Rom"-Bewegung: Dr. Eisenkoib. Mit einem stürmisch ausgenommenen Heil auf Dr. Eisenkolb schloß Pfarrer May feine begeisterndtn Worte, worauf er durch Zuruf zum Vorsitzenden der Versammlung gewählt wurde und zugleich Hm« Dr. Eisenkolb da« Wort erteilte. Dr. Eisenkolb wurde mit nicht enden-wollend« m lIubel begrüßt, wehrte jedoch in feiner bescheidenen Art die Huldigung ad, indem er semer Freude AuSidruck gab, taß e« ihm gegönnt worden sei, nach Ciifli zu eilen, von wo seit Jahren die WerKaust. Von H. v. Echreiberihsfen. E« wcur in der Manöoerzei«. Ich war bei einem Bauerrn einquartiert, der mich sehr gut auf-genommen hhatte. Da« alte Ehepaar hauste allein, die Kinder «vorm teil« verheiratet, teils in der Welt zerstreut. Etm Sohn hatt« gedient, die Frau er-»ählte e« fehzr stolz, al« wir zusammen in der guten Stube saßem. Er sah sich noch in der Welt um, wie sie sagte«. Die Frrau hatte mich aus da« harte, bunt-geblümte Soosa genötigt, der Tisch davor war mit Äaffee und sehr viel Kuchen beladen; was dem braunen Get tränke an Eüie abging, wurde durch die Menge ersetzt. Wie viele Tassen ich trinken mußt«, weißß ich nicht mehr, aber will man die Leute, di« < <« doch gut meinen, nicht tötlich be» leidigen, so muß man ununterbrochen essen und trinken. Jchh tat mein Möglichste«, fragte dann aber nach l den verheirateten Töchtern, um meine Wirte aus auadere Gedanken zu bringen. „Ja. nwa« unsere Jüngste ist, die wohnt da oben,* sagtet« die Mntter und deutete durch da« Fenster nachch der Höhe, wo ich da« Dach eine« stattlichen HHau!e« erblickte. Wiesenstreisen, Acker-feld und Reihen von Obstbäumen zogen sich den Hügel hinaums, üppig und fruchtbar. .Wie h hübsch für Sie. di« Tochter so nah zu haben! Nacachbartkinder also/ bemerkte ich und schob heimliäilh ein mächtige« Kuchenstück zurück. Der Altllte nahm seine Pfeife au« dem Munde Kunde nach Norden gedrungen sei, daß d,e Deutschen hier ihre Pflicht vollauf tun und stet« tun werden. Er überbrachte die herzlichsten Glüße von den Hängen de« Erzgebirge« und von den Ufern der Elbe, von den neuen evangelischen Gemeinden in Deutschböhmen. „Wir geboren ja alle zusammen, ein Geist beseelt un«." Wenn Cilli ein Unrecht geschieht, wenn man zum Schlage au«holt gegen Cilli, dann fühlen da« auch wir im Norden mit. So flammte auch die Liebe von ganz Deutsch-Oesterreich für Cilli auf, al« die bekannte Refo-lution im Abgeordnetenhaus« abgelehnt wurde und die Gegner de« deutschen Volke«, die Slaven und Römlinge. die« mit Hohn und Spott b gleiteten. Da müssen wir denn doch daran denken, daß gegen dies.» Uebermut der Römlinge Abhilfe ge« schaffen werden muß. daß wir un« von dem größten Feinde de« deutschen Volke« lo«sagen müssen. Früher fühlte man nicht so sehr da« Unrecht, da« unserem Volke in dieser Kirche angetan wird, die alle« andere eher besördert. nur nicht die Herzen mit Gott vereinigt. Wir kamen zur Erkenntni«, daß diejenigen, welche wirklich katholisch sein wollen, auf ihre ganz« geistige S.lbstandigkeit ver-zichten müssen. Da« sei doch eine« Deutschen un-würdig, für einen Deutschen ist nicht mehr Raum in dieser Kirche und wir müssen e« zur Wahrheit machen, wa« schon so oft in den Versammlungen au«gerusen wurde: .Lo« von Rom!' Die heutige» Formen de« Gottesdienste« in der katholischen Kirche fordern wahrlich zu einer Kritik herau«. Man denke nur daran, wa« sich der Papst und die Bischöfe von dem Schwindler Leo Taxil haben bieten lassen. An eine solche Dumm-heil glauben diese Herrschaften zu einer Zeit, da der moderne Fortschritt der Geister eine Not» wendigkeit für die Menschheit geworden ist, der Fortschritt auf allen Gebieten, der einfach nicht mehr umzubringen ist und der die römische Kirche mit ihrer Rückständigkeit so ganz in« Hintertreffen ge« stellt hat. Wie schlimm e« mit der römischen Kirche stehen muß. geht schon daran« hervor, daß von aufgeklärteren Geistern innerhalb dieser Kirche selbst zeitgemäße Reformbestrebungen gepredigt werden. Männer wie Professor Schell, Msgr. Scheicher, Professor Dr. Eckhard», Professor Wahr« und knurrt« «twa«. „Hat un» vi«l Not und Mühe gemacht." Ich drückte mein Bedauern darüber au«. Waren die Verhältnisse de« Nachbarhause« vielleicht nicht gut und die Eltern deshalb dagegen gewesen? Die alte Frau schüttelt« den Kopf mit der bunt bebänderten Haube, die sie mir zu Ehren auf-gestülpt hatte, und wischte sich die Kuchenkrümel von der Schürze ab. »Ach ne, da« war ganz an-der«, Herr. Sthen Sie, die Felder liegen alle so unter« und ineinander, und ist man mit den Nach-bar«leuten nicht ganz einig, so können sie einem viel Schabernack antun. Sie können einem da« Weiße au« den Augen ärgern. Wir haben, so lange wir die Mädchen hatten, immer gedacht, wenn wir doch eine Heirot mit dem da oben zuwege bringen könnten. .Also gerade umgekehrt," warf ich ein und zog meine Tasse aus dem Bereich der riesigen Kanne. Der alte Bauer nickte. .Ja. Erst probierten wir« mit der Aeliesten, aber die war un« zu flink und hatte sich mit «inem vom nächsten Dorf ver-sprachen, ehe wir e« un« vermuteten. E« war ein reicher Mann, wir gaben e« gleich zu, denn sie hat sich so recht in« Volle gesetzt. Er hat mehr al« wir, e« wäre gar nicht gegangen, ihn abzu« weisen, und wir sind auch s«hr zufrieden, daß eS so gekommen ist." „Und die Jüngst« war auch viel hübscher an« zusehen," meint« die Frau. »Krieg doch mal da« Buch her, Mann!" Drr Alte griff hinter sich, wo auf einer Kom- mund haben ihre Stimmen erhoben und klarge-legt, daß der Tiefstand der römischen Kirche der neuen Zeit, dem Fortschritte der Wissenschaft nicht mehr angemessen ist. Diese Kirche ist aber mehr reformfähig. man sie ihrem Schicksale überjM»sMjM und nur den Bewohnern JuAf-fffffn baufälligen Hause« raten bald als möglich, da« dem BlÜiifn. Aber nicht blo« aufgeklärte katholisch« Männer, sondern auch römisch-katholische Professoren haben Bücher geschrieben, au« welchen klar hervorgeht, wa« wir von dieser Kirche zu erwarten haben. Professor Bauy zum Beispiel hat .bewiesen", daß die Pro-feten Elia« und Enoch noch am Leben sind und er zerbricht sich nur den Kopf darüber, wo sich diese beiden jetzt aufhalten mögen. Er beschreibt auch ganz ginan, was sich am jüngsten Tag« zu-tragen werde, er beschreibt das Kreuz am Himmel, er weist nach, daß eine Posaune am jüngsten Ge-richte zu wenig sein werde und hält e« für wahr« scheinlich, daß Christ»« der Herr daS Urteil in lateinischer Sprache verkünoen werde. Eine Kirche, deren Lehrer solche« zustande bringen, taugt nicht mehr für da« XX. Jahrhundert, fU hat ausgespielt im deutschen Volke. Möge sie mit ihren überlebien Formen zu jenen Völkern gehen, die sich noch im Zustande der Kindheit befinden. Wir wollen die römische Kirche nicht zerstören, aber unser deutsche« Volk möge sie in Ruhe und Frieden lassen. Insbesondere kann un« auch die Moral der römischen Kirche, wie sie jetzt gepredigt wird, nicht begeistern, nämlich die von päpstlicher Seite em-psohlene Moral de« hl. Liguori. In einem päpst-lichtn Sendschreiben heißt e« Wer auf dem We^e Gölte« fortschreiten will, der möge sich dem ge« lehrten Beichtvater in allem unterwerfen. Das deutsche Volk wird, soweit e« nicht römisch verborl ist, solche« wohl nicht tun können. Wir sehen die römische Kirche und ihre Geistlichen zum Erzieher. Leiter und Regiere? der ganzen Menschheit sich auf-werfen, sie will die Wissenschaft verhindern, ihren eigenen Weg zu gehen, die Wissenschaft soll stet« in Uebereinstimmung mit dem römischen Dogma sein und die Geistlichkeit will die Schule selbst in ihre Hände bekommen. Die ,,Lo« von Rom'-Bewegung mode eines jener Ungeheuer von Photographie-Album« lag, die sich zum Glück jetzt überlebt haben. Da« Buch war für mindestens hundert Bilder ein« gerichtet, aber e« waren nur wenige darin. Da gab e« zuerst zwei entsetzliche Konterfei« meiner Wirt«leute im Sonntagsstaat, die al« Ideale photographischer Geschmacksverirrung gelten konnten; dann kam der Sohn in verschiedenen Phasen seine« militärischen Leben«, «in ander«?, der Handwerker war, und zuletzt di« Töchter mit Gatten und Kin« dern. Die älteste, rund, wohlgenährt und ebenso gewöhnlich, wie ihr Mann und ihre drei zufrieden und gleichmütig aussehenden Sprößlinge. Dann kam die jüngste al« Mädchen, al« Frau und al« Mutter mit einem kleinen Jungen auf dem Schoße. E« waren ebenso schlechte Bilder, aber dennoch er« griff mich der rührende, holdselige Ausdruck in dem zarten Gesichte mit den großen dunklen Augen unter den feinen, dunklen Augenbrauen und dem schwer-mutigen Lächeln um den schönen Mund. Auch die schlanke, anmutige Gestalt konnte durch die unkleid« jame Tracht nicht ganz entstellt werden. Berührte mich daS Bild de« jungen Mädchens schon als ganz ungewöhnlich, so-erschütterte mich ihr Bild al« Frau geradezu, »ine solche schmerzvolle Sehnsucht und tiefe Schwermut war ihm aufgeprägt. Und davon ahnten die Eltern nicht«, die Tochter war ihnen ein versiegelte« Blatt. „Ja, e« war ein hübsche« Mädchen," sagte die Mutter und lächelte stolz. „Sonst wäre der da oben auch nicht so hinter Seite 2 müßte schon al« eine segensreiche bezeichne» werden, wenn sie keinen anderen Zweck häite al« den, die Jugend von dem schädlichen Einflüsse der römischen Geistlichkeit zu befrei»». Die römische Kirche wolle aber in diesen Ländern nicht nur die Wissenschaft und di« Schule, sondern auch die ganze Gesetz« gebung, Verwaltung und RechtSsprechung beeinflusse». In Oesterreich wird kein UnioersitätSpro-fessor angestill», bevor nicht der päpstliche Nuntiu« seine Zustimmung dazu gegeben bat. Und wa« die Rech»«sprkchung anbelangt, so hat gerade in der jüngsten Zeit eine Entscheidung betreff« der evan« gelischen Familienabend« klar gesprochen. Der Jesuiti«mu« ist in der katholischen Kirche allmächtig geworden. Die gesummte Poliiik de« Vatikan« wird vom Jesuitengeneral gemacht. Mein Reich ist nicht von dieser Welt, hat einst der Herr gesagt. Der Papst denkt in dieser Richtung etwa« ander«. Wohin die Priesterherrschost sührt, zeigen Spanien, Portugal und viele anderen Staaten in grauenhafter Weis«. Wir Deutsche aber haben e« nicht nötig, unter römisch-katholischer priesterlicher Vormundschaft zu stehen. Tm lila.......... i'H fiiiiiiliiMgiis lii Marieukultu«. Wer zu Maria betet, bekommt 300 Tag« Ablaß. w«r zu Christu« b«t«t, nur 100 Ta»e. E« gibt h«ute schon eine ganze Unzahl verschieß»« Marien. Die wahre Andacht erfordert die^nze geistige Anstrengung und seelische Kraft de« DMschen. Wo sollen die Katholiken ihre Kraft samm«l, wenn sie in prunkhaften Prozessionen herumziMi? Die meisten römisch-katholischen Geistlichen auffkben selbst nicht, wie der Redner au« einer klaMiye» Zeugen-au«sage nachweist, daß bei der Frobmeichnamtpro» zession in der Hostie Jesu« Christu«Mlber mit feine« Leib und Blut herumgetragen H^de. Da« Ska-pulier - Unwesen fei ganz beider« geeigne», den Katholiken die Augen zu öfjPT Wenn die beiden Wollflecken auf Brust und Wcken etwa« fein sollen, wa« zur Gotte«verehrunaMenl, dann braucht man sich nicht zu wundern übjPden Leo Taxil-Schwindel. Aehnlich fei e« mit denMeihwassergefchichte». Auch bezüglich der Messe fphe man sich nicht vorstellen, daß di« Apostel Jt solch« Weise Messe gelesen haben, wie die« »^geschieh«. Die« alle« und noch viele« andere zMl un« mit Deullichkei», daß sich diese Kirche mm wahren und echten Christentum weit und mtw entfernt hat. Wenn wir den Volk«« genossen MUfen, sie mögen aufrichtig gegen sich, aufrichti^Megen Goit, aufrichtig gegen ihre Nächsten, zurückkMen zum alten Glauben, so meinen wir nichts»« sollen sich von der Religion, vom Christen« «imyflnan,rti»,Ti sie sollen zum echten Nur da« deutsche Volk ist seit derzeit reif für da« reine Evangelium. Da« ha» auch der Slaven« Dr. Tauvfcher zugegeben, welchem der Redner zu» muieie, er mög« sich doch an die Spitze stellen und unter den Slovenen die »Lo« von Rom'-Bewegung in« Leben rufen. Dr. Tavcer habe geantwortet: „Unser Volk ist dazu noch nicht reif, und wer weiß, ob e« bereit« in 100 Jahre» reif frin wirb." Da« deutscht Volk soll, an der Spitze der Menschheit stehend, auch in dieser Richtung den anderen Völkern ein Beispiel sein. Dann wird in diesen Ländern ihr her gewesen!' stimmte der Vater bei und lach» vergnügt dazu auf. .Und sie ist ebenso glücklich wie die andere?" fragte ich und fah mir da« dritte Bild an. Der kleine Junge faß ziemlich unglücklich da, man meinte, er müsse jeden Augenblick hinunterfallen, sie hielt ihn kaum. Mir kam der Gedanke, e« widerstreb« ihr, da« Kind an sich zu drückrn, wi« e« jung« Mütter doch sonst tun. Sie hatte auch den Kopf abgewendet, so daß man da« schöne, regelmäßige Profil sah. Sie mußte e« im letzten Moment getan haben, der Künstler hätte sonst sicher Einsprache er-Hoden. „Ja, wi« sollte sie nicht! Ganz zufrieden und glücklich,' antwortete die Frau auf «eine Frage nach de« Glück der Tochter und ich fühlte «ich recht enttäuscht, al« diese« schöne, schwermütig», zarte Geschöpf auf so ganz gewöhnlichem, nüchternem Boden ihr Glück fand. Ich schlug da« Buch zu, gab »« zurück und hoffte, da« Ende der Kaffeestunde fei wohl gekom-men. Da klopfte der Alte seine Pfeife au« und sagte schmunzelnd: .Ja, jetzt macht e« sich ja ganz ordentlich, aber sie wollte anfang« gar nicht dran, und wäre ibr Mann nicht so versessen auf sie ge« wefen, e« wäre doch vielleicht nicht dazu gekommen.' Ich setzte mich schnell wieder. »So hat sie e« also nicht gern getan!' Gespannt sah ich den alten Bauern an, dessen Gesicht wie au« Holz gehauen war, so grob und au»druck«lo«. Er lacht« auf. „Na, da« hat sie nicht! Sie hat sich angestellt, geweint und gejammert, al« wir W«cht- wieder Fortschritt und Leben erwachen, heul« aber l bilden der Hochadel und die Slaven «it der rö«i» schen Kirche verbunden ein« Palanx gegen da« deutsche Volk und wollen nicht« andere«, al« diesen Staat in einen slavisch «ultramontanen, von Rom abhängigen Staat umwandeln. Da stehen un« denn die Segnungen der deutschen Kultur doch zu hoch, al« daß wir dazu beitragen wollten, daß diese Feinde unsere« Volke siegen können. Die letzten Wahlkämpfe haben gezeigt, wohin wir steuern. Deutsch - Böhmen war seit langer Zeit bi« zu den letzten Wahlen frei von der klerikalen Partei. Heute aber haben schon die Kltrikalen mit Hilfe der römisch > katholischen Geistlichteil, der katholische» Geselle»- und Frauenvereine ihren Einzug gehalten. Der Redner erörtert dann die Tätigkeit der Geist-lichen bei den Wahlen, die sie namentlich durch Ein« flüsterungen den Frauen gegenüber geltend machen. Gegen diese« Eindringen müssen w,r un« schützen, indem wir un« lo« von Rom machen und der römischen Geistlichkeit den Einfluß aus unsere Fa-milien entziehen. Ueberall ha« Rom seine Soldaten, in den Psarrhöfen, in den Klöstern, in den katho« lifchen Frauen- und Gesellenvereinen und in der Presse. Selbst die liberale und sozialdemokratische Presse gibt sich dazu h»r, im Kampfe gegen die volk«bewußten Deutschen dem Klerikalem»« die Wege zu bahnen. Die Kenntni« von der Schädlichkeit de« Kleri« kali«mu« ist noch viel zu wenig verbreitet, und e« ist unser» Pflicht, unsere Volksgenossen darüber auf-zuklären. Wenn sich all» lo« von Rom machen würdkn, die im Herzen nicht mehr katholisch sind, dann würde die „Lo« von Rom'-Bewegung einen ungeheuren Umfang annehmen. E« liegt aber auch ein Mangel an Mut, ein Mangel an Energie vor. Wir müssen für unsere Ueberzeugung auch Opfer bringen können. Viele von un« sind so mutlo«, daß sie nicht übertreten wollen, weil Bruder oder Schwester dagegen sind, oder weil sie einen gefchäft« liehen Nachteil befürchten. Jene sollen aber be« drnk»», daß sie da« auch für ihre Kinder tun, denn e« können Zeiten kommen, wo dieser Schritt nicht mehr so leicht möglich sein wird, wie e« derzeit der Fall ist. Ihr deutschen Männer und Frauen und Jung-frauen fühlt ihr e« nicht al« eine Schmach, daß in der Pfarrkirche d»r Stadt Cilli nicht deutsch ge-predigt wird? Alle Eure Opfer sind ergebni«lo« gebracht, wenn ihr nicht den letzten Schritt tut und Euch lo« von Rom macht. (Stürmischer Beifall.) Man sagt zwar: Au« einer Kutte herau« und in die andere Kutle hinein. Da«it hat e« sicherlich eine andere Bewandtni«. E« handelt sich darum, ein weltgeschichtliche« Werk zu vollführen, wa« ohn» eine Organisation nicht möglich ist. Wir können ruhig sagen: die römische Kirche bietet keinen Raum für da« deutsch« Volk, wohl aber bittet Raum die evangelische Kirche. Mögen die Spötter sagen: Euer Christentum ist eine überlebte Sache, auch in der freiesten Auslegung. Sie haben Unrecht. Denn da« Christentum ist eine Macht, der sich auch die Spötter selbst nicht entziehen können. Christliche« und germanische« Wesen sind mit einander unzer« trennbar verbunden. Wer am Christentum zu rütteln e« ihr sagten, al« ging e« zu« Tode und nicht zur Hochzeit und hatten wir sie einen Tag so weit, so war e« am nächsten Tage wieder nicht«, e« war gar nicht mehr zu« Aushalten." „Sie tat es aber dann doch zuletzt?' fragte ich und bedauerte sie i« Herzen. Der Alte nickte und eine Art Lächeln erschien auf feine« breiten, braunen Gesichte. „Ja, alS sie un« den Kopf «it ihrem Geweine und Ungehorfa« immer wieder warm macht», da haben wir denn Forsche grbraucht und »« so weit gebracht, daß sie mit zur Kirche ging.' .Und da« konnten Sie über« Herz bringen?" rief ich entrüste«. Der Mann hatte sich »ine neue Pfeife gestopft und blinz»l«t mich von der Seile an. .Solch dumme Dirne soll«« mir wohl all« meine Pläne übern Haufen werfen! Nee, Herr, davor bin ich doch noch der Vater und war mir die Sache gar zu wichtig und ernsthaft. E« mußte sein, und al« sie sich nicht gutwillig hineinfand, na. da habe ich da« Meinige dazu getan.' Er hob die Hand ein wenig, aber sehr ausdrucksvoll. „Und wie ist e« denn hernach gegangen?" Ich fah den Alten mit wahrem Abscheu an bei der Frage. Die Mutter hatte die Hände aneinander ge-riebe» und stille zu Boden geblickt; ihre Stimme klang etwa« heiser, al« sie sagte: .I Herr, zuerst wollen e« die Kinder niemal« glauben, daß man i alle« au« gutem Willen für sie «ut und e« so wirk-' lich am besten für sie ist. Hernach sehen sie e« ja Stummer 45 wag«, der rüttelt auch am Deutschtum. Da« gaiz» W»rk, da« die großen Reformatoren geleistet habe», besteht nicht in der Theologie dieser Männer; da« größte an ditsem Werke ist, daß e« die Gewissen«-sreiheit gebracht und damit da« innigste Verhält»« zwischen dem Menfchenherzen und Gott geknüpft hat. Ein solche« Liebe«oerhältni« läßt sich nicht unisor» mieren, wie die« in der römischen Kirche geschieh«. Die evangelische Kirche bietet Raum für jede« ehr« lich», wah» hafte Christenherz. Der Heiland ist Hafer Lehrer unv Meister. Wie wir diejenige» liebe» und gerne sehen, di« wahrhastig im Herzen an ih» glaub»» al« d«n Sohn Gölte«, so lieb und wer» sind un« Männer, die sagen: Ich glaube an ih» al« einen vom göttlichen Geiste Erfüllte», ich kcm» mich nicht höher empo,schwingen. Wir wollen Euch nicht lo« machen von der Religion, sondern Euch mit dem Heiligsten verbinden, an Stelle de« Lippe»« nebele« da« Gebet de« Herzen«, an die Stelle der Ohrenbeichte ein innigere« Verhällni« zum Schöpfer f tzen. Unser zerrissene«, engere« Vaterland Oester-reich wird seinen Weg gehen. Daß e« unter diese» Verhältnissen so nicht weiter gehen kann, daß ist allen klar. Wir sind überzeug«, daß unsere Brüder im Reiche nicht darauf sinnen, wa« di« »ömische» tun. w«lche die deutsche Weltmacht zerstören wollen. — daß sie nämlich heimlich wider Oesterreich etwa« im Schilde führe». Wohl aber ist die Gefahr vorhanden, daß Rom Oesterreich wieder wie 1866 in andere Bahnen schleudert, und wa« dann der Laus der Geschichte sein wird, wir wissen e« nicht. Um solche Gefahren zu bannen, gibt e« für »n« nur ein Mittel: „Lo« von Rom!' Tun wir. wat un« unser Herz gebietet, frei von Menschensurcht und Menschenschwäche. so kann un« der Sieg nicht au«bleiben, dann wollen wir eine werktätige christ-lich» Gtmeindr bilden, und w»nn wir Christe» auch in der Tal sind, dann wird e« möglich sei», daß Oesterreich wieder evangelisch wird, wie e< schon war. Tosender Beifall bezeugte dem begeisternde» Redner, daß er allen Anwesenden au« dem Herzen gesprochen, und Herr Pfarrer May konnte m seinm innigempfundenen DankeSworten mit Recht sagen, daß Dr. Eifenkolk> die Zuhörer über-wältigt und sie mit seiner herrlichen Rede daoo» überzeugt habe, daß seine Worte di« Wahrheit feien, die uns befreit. Weiter« sprachen noch Schriftleiter A m b r o-s ch i t s ch, Ingenieur Scheibl und der Obma«» de« deutschvölkischen Sehilfenvereine« Franko He« unter lebhaftem Beifall« üb«r die „Lo« von Ro«'» Bewegung. In d«n Zwischenzeiten erklangen vater-ländische Lieder und mehrere Mitglieder der Musik» verein«kapelle, welche sich in lieben«würdiger Weise in den Dienst de« Abend« gestellt hatten, erfreute» die Anwesenden durch dm ausgezeichneten Vortrag gewählter Musikstücke. Der evangelische Fa«ilienabend, an dem Dr. E i f e n k o l b sprach, zählt zu den schönsten Der-anstallunge» der hitsigen evangelischen Emeinde. Dr. Eisenkolb verlief} (ist Montag Nachmittag unsere Stadt, nachd«« «r nicht nur von ihrrr Herr» lichen Lage, sondern auch von ihre« deutsche« Wesen den besten und wie er selbst erklärte, ei»»» denn ein. Sie sitzt i« Vollen, kann so oiel Haube» und seidene Schürzen haben, wie sie will und sich« gut sein lassen. In der ersten Zeit wollte sie sich noch nicht so recht hiniinfchicken, kam immer wieder her und weintt und jammert» nur so. Aber seit ihr Mann sie einmal wiedergeholt und der Baier sie vorher tüchtig vorgenommen hatte, da gab et sich. Und feit da« Kind da ist, kommt sie g« nicht mehr her. Ich denke manchmal, e« gibt doch gar zu viel Undank in der Welt. Erst läßt «a» e« sich angelegen sein, seine Kinder gut zu ver» sorgen, und hinterher erkennen sie e« doch nicht an. Sobald sie alle« sicher haben, lassen sie einen liikl liegen." „Nee, Alte, von der Martha, unserer Aelteste». kannst du da« nicht fag»n, sie kommt so oft, wie sie e« bei den Kindern und der vielen Arbeit kann.' „Ja, aber die Anna ist doch so nah, und ich habe mir da« ander« vorgestellt.' sagt» di» Frau ganz leise, und eine Träne hing an ihren Wimper», aber sie wischte sie hastig ab und sah scheu nach ihrem Manne hinüber. .Ist den» der Mann gut «it ihr?' fragte ich sie. Eine Weile schwiege» beide, der Alte paffte stark, so daß er ganz in Wolken saß. „O ja.' sagte et langsam, „wann hin und wieder etraa« vorfällt —" Al« er wieder um Worte verlegen schien, fuhr die Frau sür ihn fort, indem sie die Schürze glatt strich, wobei ich sah, daß ihre Hände etwa« zit-terten. „I ja, Herr, daß wir Frauen Prügel ^ - V. **' // ^J? ^5^2 . £* • v * /& ^//»*<~ Ayg/£-j£**, /ifä/) srtn~ wt -^frr~ ^/f^. Nummer 43 »erlöschlichtn Eindruck empfangen hatte. Schließ-sti noch btwtrkl. daß di« Anwesenheit de» lieben «st7« mit der Streitfrage Wolf-Schönerer gar «en Zusammenhang hatte, sondern lediglich der bem nationalbtwußttn Deutschen heiligen Sache » Freimachung des christlichen Glaubens ge-pt hat. politische Mundschau. Zum ßrzöischos zum Hör; wurde der dortige iomyerr Anorea« Jordan, ein Slovene. er-tarn. Er in em vruder de« weiland Landes-jnichlSrateS Jordan, der durch viele Jahre in Klli leb'e. }>ir ^ichechen drohen wieder einmal mit der Instruktion. d. d. sie halten die Zeit zu einer auS-Obigen Erpressung zum Vorteile der tschechischen mion besonders gut geeignet. DaS Budget ist tledigt; eS hat den Tschechen allerlei wertvolle pachtn gebracht, vor allem da« 16 Milliontn-Ge-lhenk an Prag. Di« Tschechen haben alle Ursache, «n dem Budget befriedigt zu sein; aber si« sind »ersätilich und verlangen immer wieder neue Zu-Mndnisse. neu« Geschenke. Darum ließen sie »ich Herrn Pacat die Obstruktion argen alle Re-jerungSoorlagen ankündigen, darum bringen sie « nationale Frage wi«d«r aus die Tagt«ordnung, idem sie eine baldige Fortsetzung der sogenannt«» ^rständigungSkonstrenzen fordern. Verständigen »llen sich die Tschechen freilich nicht, denn eS «hl ihnen auch ohne Verständigung zweifellos sehr »l i aber unter dem Deckmantel einer Veistän-igungSakiion läßt sich'S am bequemsten mit der legierung über die gewünschten neuen Geschenke, , B. eine zweite tschechische Universiiät unterhandeln, jetzt um so bequemer, als dir Lösung d«r Frag« es ungarischen AuSgl«ich,S — mit oder ohne jarlamen« — nahe bevorsteht. Die tschechische ZbstruknonSdrohung ist nicht« als der Tnc de« Schacherers, au« einer gegebenen Lage der Ding« täglichst vitl Profit herauszuschlagen, natürlich us Kosten d«r Deutschen. Man könnte die Ob-ruknonSdrohung der Tschechen spaßig finden, wenn nr nicht «int Regierung hätten, di« imstande ist, iesem Tnc aufzusitzen. Dann würde freilich sich »S der tschechischen ObstruklionSdrohuug eine wirk-che deutsche Obstruktion entwickeln. Vorläufig der sind erst die Taten abzuwarten, die den Worten i«s« Auffassung war mir denn doch n«u, und hn«ll stand ich auf, waS die alten Leute lebhaft tdauerten. Später ging ich den Rain entlang nach dem deren Hause zu. Ich hätte die junge Frau gtrn •sehen, und daS Glück war mir günstig. Sie stand n Zaun, die Arme daraus gelegt. Ich erkannte i sofort, und da si» mich nicht kommen hörte, mntt ich sie genau betrachten. Sie war viel döner, als ich gedacht, und ein tiefes Mitleiden it ihr erfaßte mich. Wie war diese seltene, edel« döne Wunderblume hierher verschlagen! Traum-»loren sah sie mit den großen braunen Augen )er die grüne Wiese hin. al« suche sie nach einem r sie stet» unerreichbbren Glück; um den reizenden iund, dessen Lippen sich wie zum Kuß wölbten, or ein gramvoller SchmerzenSzug «»gegraben, die zlanke Gestalt war wie in gänzlicher Mutlosigkeit, man konnte e« Verzweiflung nennen, zusammen-funken. Diese» wundervolle Geschöpf sollte glück-ij sein, weil sie Hauben und Schürzen besaß, so el sie haben wollte! Diese Augen sollten sich er-euen am Gemtintn! AlS ich sit länger be-lachtete. packle mich eint plötzlicht Angst. Ihr lick hing, wie ich nun bemerkte, wie gebannt an m Wasserspiegel eines Teiches unweit der Land» aßt. alS läge dort allein ihre Erlösung, ihr Heil. Nicht weit von ihr kroch daS Kind auf dem rase herum und richtete sich jetzt an ihr aus. Ein nd mit aroben. aemeinen ftüaen, kleinen, un- ..Heutfche Macht" getreten ist, andernteils aus der berüchtigten Traute-nauer Presse. „Ich will nur einen Punkt herouS-greisen, die „Bestechung" Wolfs durch daS Zucker-kartell. Ich bin Zeuge gewestn, als dtr Verwalter Guttmann Wolf die Beichte abgelegt hat. Ich bin im Vereine mit den Abgeordneten Erler und Walz Zeuge gewesen, und die Szene ist mir unvergeßlich. Ein Mann, der offen ausspricht, was er getan hat, der seine eigene Existenz untergräbt und der auf seine Familie die Schuld lädt, die er begangen hat, muß die Wahrheit sprechen; der Mann brach bei diesem Anlasse zusammen und weinte wie ein Kind ob der Schuld, die er aus das Haupt eines Mannes geladen hat. dem er Freund gewesen sein sollte. Ich würde heute nicht hier stehen, wenn ich nicht sagen könnte, daß Wolf in dieser Beziehung vollständig ungerecht angegriffen worden ist." Die alldeutsche Bereinigung beschloß Donners-tag einstimmig folgende Kundgebung: Nach der Ab-lehnung des Ehrenrates von Seite Wolfs hat Dr. Schalk als Mitglied der alldeutschen Vereinigung die Gründe, warum er Wolf als ehrlos erklärte, in einer Flugschrift dargelegt und sich erboten, die Be-weise hiefür vor Gericht zu erbringen. Die alldeutsche Vereinigung hat ihre volle Zustimmung zur Ver-öffentlichung dieser Flugschrift gegeben. Von Wolf hängt eS nun ab, die Angelegenheit durch eine Klage vor die Geschworenen zu bringen, jede andere Aus-tragung weist die alldeutsche Vereinigung von sich ab, da sie nicht gewillt ist, sich in ihrer nationalen Arbeit durch einen Politiker, den sie als Schädling der alldeutschen Sache erkannt hat, noch fernerhin stören zu halten. Für jeden Mann von Ehrgefühl, der die Sachlage kennt, ist übrigens Wolf abgetan. Der Annahme der Entschließung ging ein begründen-der Bericht des Abg. Bareuther voraus, den Vorsitz führte Schönerer. KomAlldeutschen Verband. Eisenach, 2<>. Mai. Der die«jävrige VerdandStag dr« Alldeutschen Verbände«. diese« nunmehr 23.000 Mitglieder zählenden deutschnationaltn Vereines, an dessen Spitze die Mitglieder deS deutschen Reichstages Prof. Haffe, Graf Arnim-Muskau. Gras S:olberg-Wernigerode und Rechtsanwalt Claß (Mainz) stehen, hat SamS-tag feinen Aniang genommen. Gestern und heute wurden die Beratungen fortgesetzt. ES hatten sich beiläufig 200 Vertreter der Bundesgruppen, sowie Gästt auS Oesterreich, Siebenbürgen und Belgien tingesunden. Nach eingehenden Beratungen des GesamtvorftandeS und nach «inem von der Eisen-acher Bevölkerung zahlreich besuchten EmpfangS-abtnde, aus welchen namen« der Deutsch-Oester« reicher Abg. Dr. Beurle unter dem stürmischen Bei-fall der Versammlung da« Zusammengehörigkeit«-gtsühl der Deutschen in Oesterreich mit den Deutschen im Reiche betont hatte, fand Sonntag die Haupt-Versammlung statt. Diese wurde vom Abg. Hasse mit einer glänzenden Rede eröffnet. Die Versamm-lung nahm in einer Anzahl von Resolutionen Stel» lung zu den nationale» TageSfragen. Zunächst wurde einstimmig folgender Beschluß gefaßt: „Der Alldeutsche Verband ersucht die ReichSregierung dem von magyarischen Politikern zum Zwecke der AuS-rottung deutscher Kultur und Sprache und der Unter- schönen Augen, ein Kind, dem jede kindliche An-mut fehlte. «S hatte seine Spur von Athnlichktit mit ihr. Die junge Frau zuckte zusammen und sah mit einem Ausdruck von Scheu und Abneigung hinab, der eine ganze Geschichte von unüberwind-lichem Widerwillen und brutaler Behandlung er-zähltt. Mtint Neugier kam mir auf einmal wie eint Entweihung vor. großes Unglück hat etwas Heilige«, das man nicht antasten soll. Ich hatte schon einige Schritte zurück gemacht, da hörte ich das Kind laut ausjauchzen. Ich sah mich um. Ein großer, vierschrötiger, derber Bauer hatte das Kind hoch empor gehoben, das hell auf-jubelte. Als er sich dann der Frau zuwendete, sah ich, wie sie unter seinem Blick zufammenschrack. Ich konnte seine Worte nicht hören, aber sie hob bit-tend die Hände und antwortete etwa«. Da setzte er daS Kind hin und — „Schlage mich nicht, ich — ich will ja alles tun — o bitte, bitte I" schrie sie. Ich wollte hinstürzen, doch der Bauer stand ruhig neben ihr. Wie hätte ich mich auch zwischen Mann und Frau stellen dürfen I DaS Bild der Frau verfolgte mich aber, ich konnte Blick und Ton nicht vergessen. Diese Angst, diese» Erschrecken und Zittern vor der brutalen Gewalt, gegen die nie-mand sie schützte. Und die e» gekonnt, taten e» nicht, boten ihr k>i»e Hilfe, keinen Beistand. Ich konnte die alten Leute nicht mehr ohne inneren Grimm ansehen; eS war ein Verbrechen, daß sie begangen hatten. Diese» reizende Wesen hinzu-opfern — weil die Felder aneinander lagen. Im Morgengrauen des nächsten Tage« mußten Seite 3 drückung von mehr als zwei Millionen deutscher Volksgenossen in Ungarn mit angeblichen Aeuße-rungen Er. Majestät deS deuischen Kaisers, die den Stempel freier Erfindung an der Stirne tragen, ge-trieben?» Mißbrauch durch eine unzweideutige Er» klärung entgegenzutreten.' — Eine lebhaste Debatte rief der Antrag der BundeSleitung auf Stellung-nähme zu den Vorfällen in der Alldeutschen Partei Oesterreichs hervor. Die Verbandsleitung beantragte folgende Entschließung: „Der Alldeutsche Verband beklagt auf da« Tiefste den zwischen den Füdrern der sich .alldeutsch" nennenden Partei in Oester» reich auSgebrochen.n Streit und insbesondere die unwürdigen Formen, in d-nen derselbe geführt wird; dieser Zwist kann nur den Gegnern de» Deutsch-tum« in Oesterreich Nutz?n b.ingen und ist in hohem Grad» geeignet, den deutschen Volksgenossen in Oesterreich die in de» letzte» Jahren im deutschen Reiche immer stärker für sie erwachte» Sympathien zu gefährden. Durch diese Vorkommnisse sieht sich der Verband erneut veranlaßt, daraus hinzuweisen, daß er sogleich bei der Begründung der „alldeutschen" Partei in Oesterreich gegen die Verwendung der Bezeichnung „alldeutsch' al» Parteinamen Stellung genommen hat und daß er für die daran« er-wachsende Schädigung de« Alldeuts!.en Verbände« jede Verantwortung ablehnen muß." — Nach eingehender Debatte, an welcher sich von den anwesen» den Oesterreichern u. a. auch Dr. v. Mühlwert (Krems). Dr. Weiß (Prag) und Abg. Dr. Beurle (Linz) bet«iligten, wurde der von Oberstlieutenant Lehmann (Göttingen) und KreiSamtmann N k vertretene Antrag angenommen; ebenso wurde ein Zusatz deS Buchhändlers Lehmann (München) ein» stimmig angenommen, welcher der steten unoer» änderte», stammeSbrüderlichen Sympathie für die Deutschen Oesterreichs Ausdruck gab. — Ein eingehendes Referat deS Prof. Dr. Samassa (Berlin) leitete sodann dit Besprechung der Frage deS Teutsch-tumS in den nördlichen und südlichen Lstmarken ein; auch hieran schloß sich eine lebhafte Debatte, in dtrtn Zug tinhtllig ein Teltgramm an den Reichskanzler Grafen Bülow beschlossen wurde, welches die Zustimmung des Verbandes zur neuesten Polenvorlage der Regierung zum Ausdrucke bring». Den Schluß des Verbandstag>s bildete ein Vortrag de« Abg. Prof. Hasse über die deutsche Kolonial-Politik. Bei dem abend« im Fürstenhofe abgehal« tenen glänzend verlaufenen Kommerse sprach unter anderem auch der Siedenbürgersachse Pfarrer Oberst aus Kronstadt. Präsident Loubet in N«chla»d. Der Präsi-dent der französischen Republik weilte wieder einmal in Rußland und der Zweibund wurde abermals durch Festlichkeiten und Toaste „besiegelt". Ehrliche Republikaner werden dem erneuten Verbrüderung«-rummel wohl keine allzugroßen Reize abgewinnen können und sicherlich instinktiv ein unbehagliches Ge-fühl empfinden, wenn ihnen der Draht die Kunde bringt, daß der oberste Beamte der Republik, die angeblich der Hort der Freiheit ist, am Zarenhofe tiefe Bücklinge macht und zwar in einer Zeit, in der eine reaktionäre Regierung im weiten Rußland jede leise sreiheitliche Regung mit dem „ehrwürdigen" wir weg. Die alten Leute wünschten mir alle« Gute, sie wartn mit ihrtr Einquartierung ganz zu» stieben gewesen, und wtr marschierten um dtn Hügel herum, auf dem daS HauS de» Schwiegersöhne» lag. Noch zogen Nebelstreifen über die Felder, der Himmel war grau und farblos. In der Nähe de» ofeS standen verschiedene Leute, die bei unserem äherkommen nur langsam zur Seite wichen. Ich sah bald warum. Dicht neben den Teich, auf den Wiefenstreifen nahe der Landstraße legten sie eine weibliche Gestalt hin. Da» Wasser sickerte noch au» den Kleidern, den Haaren, aber sie lag still und bewegungslos da, das schöne Gesicht blaß und die großen, sehnsuchtsvollen Augen für immer ge» schloffen. Ich ging heran, wo ihr Mann stand, und mit bitterem Zorn und Verdruß aus seinem breiten Ge-sicht, auf fein tote« Weib niederfah. Al« ich ihn anredttt und sagte, ich käme von seinen Schwieger» eltern, sah er mich erst verstört an, dann ballte er die Faust. „Mir die Schande anzutun!" brach er loS. „Und wenn ihr noch etwa« abgegangen wäre, wenn sie nicht alles reichlich gehabt hätte! Aber nein, nur daß der Junge und ich nie wieder den Kopf hoch tragen können. Aber die Alten follen t« büßen, ja, da« sollen sie!" Auf den Höhen ward es hell, die Sonne färbte den Himmel rot, die Nebel zerflitlerten, ein frischer Wind strich über den kleinen Wasserspiegel. Mir schien, al« lächelte die Tote, die ihren Frieden ge» funden hatte. Seite 4 &«*»* Nummer 43 Mitteln: Knute. Säbel und Sibirien tötet. So lange ein so unnatürliches Bündnis, wie ein solches das zwischen dem despotischen Rußland und dem republikanischen Frankreich ist. in den meisten Kreisen des französischen Volkes eine schier grenzenlose Be-geisterung weckt, dars man füglich Zweifel hegen, daß es in Frankreich mit der Republik für alle Zeiten am Besten bestellt sei. Aus Stadt und Land. Auf nach Iüffer! Wie schon gemeldet, unternimmt der ßillier Turnverein morgen, Donnerstag, eine Furnfahrt nach Kiffer. Dasekvkt findet nachmittag ans Anlaß des 40jährigen Bestandes des Kereines im Anrsale des Aran» A-sefSades ein, Aestkueche statt, zu welcher die wackere deutsche Bürgerschaft Küsters sowie die deutschen Aereiue Kitlis, wie überhaupt alle deutschen Heftunnngsgenosse» nnd Knrnfrennde Killis nnd des ganzen steiri-schen Unterlandes herzlich eingeladen lind. Z>ie Isestkneipe, bei welcher die leiden deutsche« Gesangvereine ßillis Lieder vortragen werden nnd anch die vollständige KUlier Mnlikvereinskapelle mitwirken wird, beginnt um 4 Alhr nachmittag. Z>ie Kurner werden den Kag zn einer Anß-Wanderung nach dem Herrlich gelegenen Kerma-goras-Kirchlein am Mallillch ausnützen. A«f-vrnch von ßilli nm 7,7 Zthr früh vom ßafH f ausbaum aus. Anknnft in Knffer zwischen und 5 Ahr nachmittag. Anch bei diesem Ans-singe stud deutsche o,ä>le ohue besondere Hin-ladnng herzlich willkommen. Da in Kenna-goras nichts zn bekommen ist, werden die Ans-tlugoteilnehmer für Speise (anch Arot) «ad Frank schon in ßüli Vorsorgen müssen. Deutsche Killis! Kilt in Schare» nach dem trenen Knffer, um den strammen Kolksgenossen für ihre ««erschrockene Mitarbeit zn danke» nnd euch mit dem ßillier Kvrnvereine gemein-sam seines Anbettages zn frenen, der auf eiue für ihn, wie für Killi gleich ehrenvolle Heschichte zurückweist. Auf nach Knffer! Evangelische Gemeinde. Am nächsten Sonn-tag (l. Jum) find« vormittags um 1V Uhr evan« gelischer Gottesdienst im Andreaskirchlein statt. — Nachmittags wird ein Gottesdienst in der Predigt-statio» Weitenstein veranstaltet werden. Bei un» günstigem Wetter wirv letzterer verschoben werden. Todesfälle. Moniag früh ist in Rann, wie wir aus dem »Grazer Tagblatte" entnehmen, Herr Hugo Adamus, Obersörster a. D., Haus- und Realitätenbesitzer gestorben. Der Verblichene, einer der besten deutschen Männer Rann«, war Mitglied der Stadtgemeindevertreiung, der Sparkasse-Direktion in Rann und gehörte auch dem Ausschusse des Vereines «Deutsches Heim" an. DaS Leichen-begängnis fand Dienstag den 27. d. M. um halb 7 Uhr abend« statt. — Dienstag ist in Franz Herr Viktor L > p e s ch. königl. Real-Gymnasial-direktor i. R. im 67. Lebensjahre gestorben. Liedertafel. Der MSnnergesangverein „Liederkran z" veranstaltet am Tonnlag den 1. Juni «m Saale deS Hotels Terschek seine FrühlingSliedertasel. Di« VortragSordnung wird in der nächsten Nummer bekannt gegeben werden. Antispiritistisches Die Vorstellung, mit der die bestbekannte Antispiritistensirma HomeS die Räiselsreudigen wie die zweisellustipen Mitbürger wieder einmal ergötzte, wickelte sich im hiesi« gen Staditheater unter Aufmerksamkeit und Beifall ab. Was die Künstler leisten, ist durchweg» von bester Art und wird mit virtuoser Sicherheit und mit den beliebtesten Bonmonts vorgetragen Frau HomeS-Fey errät die verborgensten Geheimnisse der Taschen ihrer Zuschauer mit unfehlbarer Sicherheil. Sie erfreut sich außer des magischen Namens auch der mehr oder minder übernaiür-lichen und natürlichen Eigenschaften, die an Medien geschätzt werden. Sie läßt sich mit Anmut fesseln und nimmt den Schleier; es ist eine sehr roman« lisch« Sache. Man glaubt, das Schicksal der Ge-fangenen fei besiegelt gleich deren Zwangsjacke, sie aber entschlüpft denuoch gespinstisch-gespenstisch wie die Raupe au« der Hülle, nicht nur sich selbst, sondern auch den Applaus des Publikum« int» fesselnd. Frau Hom««-F preise zu erlangen. Ansffng nach Weitenstei«. Gelegentlich det evangelischen Gottesdienste« am l. Juni in Weck»' stein werden zahlreiche Glauben«- und BolkSgenoffa au« Cilli, Lichienwald, Hochenegg u. a> O. ctia Au»flug nach dem h-rrlich gelegenen, beutst«, Markt Meilenstein unternehmen. Hiezu sind alk Gesinnungsgenossen herzlich eingeladen. Kin gefälliger Wasenmeister. Diesen»«« ging ein Herr mit seinem Hunde auf der Riichl. straße gegen Gaberje spazieren, al« ihm ein Was» meiste? entgegen kam. Dieser wandte sich an Da Herrn mit den Worten: „Gehen Sie aus die -» dere Seile ver Slraße, sonst müßie ich Ihr« Hund einsangen." Der Herr war sehr überrafchi, doch der Wasenmeister klärt« ihn auf. indem it sagl«: „Dort ist d«r Stadtbezirk, hier .st schon die Umgebung, hier ist Hundekoniumaz. dort ist keine.' Die Handhabung der Hundekontumaz auf ta Grazer Reich«straße. soweit diese in ihre» link« Teil« da« Stadtgebiet berührt, ist, wie man sieh recht schwierig und kann unter den gegebenen ira hältnissen wohl kaum vernünftig durchgeführt wetten. Seltener Kund. Kürzlich wurden in «n« Brodlaib, welcher in der Bäckerei de« Herr» W o s ch n a k in Eilii hergestellt worden ®u Gollaschüberreste vorgesunden. Da« Brod bet Herrn Woschnak ist also keine verläßlich« Aasla-speise. Die Hrasmahd im Stadtparke wird scirn-tag den l. Juni um I I Uhr vormittag« oei> steigert. Zusammenkunft beim Wetterhäuschen. Ans WindifchLandsberg wird un« g<> schrieben: Vor einigen Tagen erhielt die Ärzlent-witwe Frau Dr. M. W. vom BezirkSgerich-Drachenburg eine vom Gericht«adjunklen Dr. Poiil« unterserttgte Zeugenvorladung für den 26. Mai IM in slooenischer Sprache zugestellt, obschon de« p» nannten richterlichen Funktionär bekannt sein mufft, daß die genannte Frau der deutschen Nalieiull» angehört und de« Slovenischen gar nicht mächiq sei. Da wir wissen, daß der Drachenburpcr 8* richtSvorsteher mit einer, einer besseren Sache rcn> digen Peinlichkeit darüber wacht, daß ja kn»e» Slovenen durch Jntimation einer deutschen Vorladung ein Haar gekrümmt werde, «rwarien ms von ihm, daß er seine ihm unterstehenden Staun darüber belehre, daß im Drachenburger Ger«hlt> sprenge! auch deutsche Parteien ihren Wohnsitz «s> geschlagen haben, die da«selbe Recht beanspruch«, wie ihre slovenischen Mitbürger. Die Aählnng der gewerblichen nnd tort-wirtschaftlichen Netriebe im Znni d. I. 3» 3. Juni d. I. wird die allgemeine Zahlung da gewerblichen und landwirtschaftlichen Betriede be> ginnen und innerhalb etwa drei Wochen z« (fr!« geführt werden. Es ist die« die erste Zähln»! dieser Ar», welche in Oesterreich stattfindet, und irt halb wird ihr Ergebn»« sür die Erkenntnis bei gegenwärtigen Stand«« unserer gewerblichen luti landwirtschaftlichen Entwicklung besonder« wichq sein. In größeren geschlossenen Ortschaften iota die Zählung so durchgeführt werden, daß Zahl» kommissäre mit den Fragebogen von Hau« zutyri gehen und so deren Ausfüllung vornehmen, r«»d in d«n meisten Landgemeinden eine Vorlalni-i der Gewerbetreibenden, Heimarbeiter und Laadmn-fchaft«treibenden durch die Gemeindevorftthung in! sodann d«r«n kommissionell« Einvernahme erfolg» wird. Größeren Firmen werden die Zählpapm zur «igenen Ausfertigung unmittelbar zugefuM werden. Au« Anlaß der BeiriebSzählung bebn die Parteien ihre Gewerbedokumenie. al« Gerne:.-* schein, Konzession, Lizenz, Hausierbuch, dann l« ArbeitS- und Dienstboienbücher ihre» P-rsoa^ weiterS ihre Grundbesitzbogen und schriftlichen vertrage zur Einsichtnahme durch den Zählkoanxiffi bereitzuhallen, bezw. bei der kommissionelle» vernähme mitzubringen. Eine Strafverfolgung mg» Übertretung von gewerblichen oder Sininw schriften auf Grund der bei dieser Zähluifl p machten Angaben, oder die Verwendung derselta für Zwecke der Finanzverwallung überhaupt i durch daS Gesetz vom 18. Januar 1902, R.-S.-T Nr. 21, aus Grund dessen die Zählung ftatisinde, ausdrücklich verboten, da mit der ganzen Erheb«»!, ebenso wie mit der Volkszählung ausschließlich fr» stiiche Zwecke verfolgt werden. Die Leitung di Zählung hat für die autonomen Städte Graz. Nn> bürg a. d. D., Cilli und Pettau, dann für d« > Nummer 43 deren Umgebung von Graz gelegenen Gemeinden Andritz. Eggenberg, Feldkirchen. Göfting, Gratwein, KalSdorf, Liebeaau, St. Peter, El. Stefan a. G. uad Waltendorf die Handel», und Gewerbekammer in Graz übernommen, während Dieselbe für die Ädrigen Gemeinden der Steiermark in den Händen der zuständigen politischen Behörden erster Instanz liegt. • • # Hrazer Kheater. .Der Korregidor^, Over in vier Akten von Hugo Wolf, Dichtung nach Pedro d'Alarcon« Novelle „Der Dreispitz* von Rosa Mayreder-Ober-mayer; Erstaufführung in Graz am 24. d. M. Nun haben wir die mit soviel Spannung erwartete Lr>er gehört, und wir können un« sagen, wir haben un» nicht umsonst aufgeregt. Und auch die Künstler, die da» Werk in» Leben fehlen, dürfen mit Be» friedigung aus all die namenlose Mühe, der sie sich unterziehen mußten, zurückblicken; sie haben ihr schöne» Können in den Dienst einer großen Sache gestellt und zwar mit größtem Erfolge. Doch nun zum Werke: Hugo Wolf wollte schon in den Acht-ziger» Iahren eine Oper schreiben; e» wurde ihm diese Dichtung, an der er sich zunächst selbst erfolg-lo» versucht hatte, von Frau Mayreder-Obermayer angeboten, doch zunächst lehnte er ab, spät>r nahm er sich derselben mit Begeisterung an. In der Zeit von Ansang April bi» 9. Juli 1895 vollendete er da» Werk. Die Dichtung ist einer Novelle d'Alar-con« entnommen und von der genannten Dame recht geschickt zusammengestellt: Ein buckliger Müller, Tio Luta», hat eine schöne, junge Frau FraSquita. nach der unter vielen anderen auch der Korregidor (t>. i. Amtsrichter) der nahen Stadt begehrt. Er kommt zu Besuch; FraSquita macht ihn durch scheinbare Erwiderung seiner Gefühle immer kühner, er erklärt feine Liede, sie bringt ihn zum Fallen, er beschließt, sich zu rächen. Er läßt den Müller abend» kraft feiner AmtSwürde zur Zeugenschaft in da» Hau» de« Alkalden holen, um ungestört bei Fra»quita eindringen zu können. E» geschieht; Fratquita ist allein, da tönen von außen Hilferufe, der Korregidor ist am Wege zur Mühl« in den Bach gefallen und kommt nun ganz naß herein, ohne irgendwo» bei Fra»quita zu erreichen. Diese geht weg, ihrem Manne nach; er legt sich in» Bett. Der Müller »komm« seiner Haft, kehrt in sein Heim zurück, dt da die Kleider de» Korregidor» und durch die Thüre diesen im Bette feiner Frau; er wähnt sich betrogen, zieht die Kleider de» Korregidor» an, um sich a» der Frau diese» schadlo» halten zu können. Inzwischen ward die Flucht de« Müller» entdeckt, man sucht ihn in feinem Heim und glaubt ihn im Korregidor, der inzwischen aufgestanden und, da feine Kleider verschwunden waren, die de» Müller» angezogen hat. gesunden, prügelt ihn, bis man ihn erkennt. Nun ziehen sie alle in die Stadt vor da» Hzu» de» Korregidor»; hier wird ihnen die Kund«, daß dieser schon lange zuhaufe und zu Bette ge-gangen sei. Die Korregidora erscheint, und et klärt sich alle» auf. Diese bat den Müller sogleich er-tanm und ihn für fein Unterfangen prügeln lassen; nun allgemeine Versöhnung. — Diese» ist nun um-garni von einem enizückenden polyphonen Gkwebe, da« aus fehr charakteristische Motive zurückgeht; schwerlich gibt e« ein nachwagnerische« Werk, da« soviel Melodien auszuweisen hat, soviel Erfindung, soviel echt musikalisch» Gestaltungskraft. Einzelne« herauszuheben, schein: beinahe unmöglich; man ver-tiefe sich im den prachtvollen, von Wolf selbstherge-stellten KlawierauSzug, der — wie alle feine Werke — bei Heickel in Mannheim erschienen ist. Solch große Kunsttwerke werde» nie plötzlich populär oder eigentlich g,ar nie; langsam vergrößert sich die An-zahl derer, die die ganze Schönheit zu empfinden vermögen. Et ist daher «in Zeugni» echt idealist» scher Gesinmung einer Theaterlettung, wenn sie solche „Deutfch- Mtcht' Seite 5 Werke in ihr Repertoire aufnimmt, dann kann man | auch zusehen, wenn reine Kaffastücke ohne irgend-welchen Kunftwert gegeben werden, denn ohne diese ist die Aufführung jener unmöglich. Die Verehrer der großen Kunst in der Oper werden der jetzigen Theaterleiiung für die Ausnahme von Eorneliu»' .Barbier» von Bagdad" und Wolf» .Korregidor" immer Prei» und Dank zollen. Die Aufführung war auch gut: Herr Koß in der Titelpartie vor-züglich, Frl. Fellwock und Herr Landauer sangen da« Müllerpaar fehr gut, die anderen Partien ver» schwinden; f-hr brav war da« Orchester unter Herrn WeißlederS Leitung. Aufruf. Schwere« Unheil ist durch die Schuld eine« Volksgenossen über unsere wackeren Stammesbrüder im Markte St. Leonhard ob Marburg hereinge-brachen, ein Unheil, so schwer, daß die braven Be-troff,nen gezwungen wären, Hau« und Habe zu verkaufen und al« Bettler von der Väter Scholle zu weichen, wenn nicht rasch ausgiebige Hilfe käme. Getreu seinem Wahlfpruche: Den Brüdern im bedrohten Land WannsühlendeS Herz, hilfreiche Hand! beeilt sich der Verein „Südmark/' dieses Wohl-tätigkeitswerk zu beginnen, taS Pflicht ist; handelt eS sich doch nicht nur um die Abwendung deS Elendes und Untergänge« von treuen Volksgenossen, fondern auch um die Erhallung eine« der wich-ligften deutschen Vorposten an unserer südlichen Sprachgrenze, der da» Einsall»«or zu dem deutschen Gebiete der Windischen Büheln beherrscht, aus da» die Wenden lauernd gierige Blicke werien. Gerne würde der Verein Südmark allein den ganzen Schaden gutmachen, wenn «S in seiner Macht stünde; leider sind aber seine Mittel so beschränkt, daß er nur zum kleinsten Teile Hilfe schaffen kann. Wir haben vorläufig den Beirag von 20.000 K in Voranschlag gebrach« und hoffen nun. daß unser Ruf um Spenden sür St. Leonhard, den wir au» warm und treu sür unser Volk und unsere be-drängten Volksgenossen schlagenden Herzen erheben, tausendfachen Widerhall erwecke. Es trage jeder nach Kräften bei und sende seine Gabe an di« Leiiung deS Vereines „Südmark". E» gilt «in deutsche« HilfSwerk, eine edle, wahrhaft deutsche Tat. da bleibe keiner ferne! Die Ver«in«leitung wird die einlausenden Epen-den ihrer Bestimmung zuführen und in den Zeitungen veröffentlichen. Graz, am 26. de« Maien i. I. 1902. Verein Siidmark, Graz, Herrengaffe Nr. 3. Dr. Robert v. Fleischhacker Obmann. Dr. Hosmann v. Wellenhos Dr. Ferd. Khull ReichSratSabgeordncter 2. Obmannstellvertreter. 1. Obmannstellvertreter. Heinrich Waflian Josef Plenk 1. Schriftführer. 2. Schriftführer. Adolf Horneck Adolf Fizia I. Zahlmeister 2. Zahlmeister. Hteichenßerger Wries. Gleiche nberg, 22. Mai 1902. Nicht die strahlende Sonne, die herniederlacht, al« gebe e« keine Finstern,« mehr sür sie und keine kriiischen Tage für un«; nicht die im jungen Lenze«» grün prangenden Wiesen, die sich mit unzähligen Blüten schmücken, nicht der Blütenreichtum der Obst» bäume, auch nicht die jubilierenden Länger der Lüfte, sondern die in ihren Uederziehern oder Jacken ge-hüllien Kurgäste, die de« Morgen« mit ihren Brunnengläsern cuf den Promenaden sichtbar sind, sind die sichersten Zeichen der begonnenen Saison Der falzige Morgentrunk wird andach«»voll ge» schlürft bei den entzückenden Weisen der trefflichen Kurmusik unter der umsichtigen Leitung de» Kapell» meister» Herrn E. Zanolli. Wa« die umfangreiche Musikliteratur aufweist, wa« die hervorragendsten Komponisten in diefem Genre geschaffen, wird hier wiedergegeben. Jede Nation trifft hier ihre Weisen, jeder Gast kann sich zu Worte melden, und die Programme bringen di« verlangten Stücke, gewiß ein Verdienst deS MusikleiterS. Dieses bereitwillige Entgegenkommen deS letzteren findet in allen Kreisen Anerkennung, wie man sich überhaupt bemüht, den Wünschen der Gäste nach jeder Richtung hin zu entsprechen. Bei diesen Zeichen deS SaisonbeginnenS öffneten sich schon mit Ansang diese» Monate» sämtliche Kurmitteleinrichiungen; in den Anstalten herrscht ein rege» Getriebe. Am meisten werden die Inhalationen in Ansprach genommen. Auch die nicht kurbedürfiigen Jnsaffen bringen saisonmäßigeS Interesse den Dingen entgegen, die da kommen werden. Durch die winteröden Taschen zieht leise .liebliches Geläuie" von goldenen Sommer-Zukunft«» Kronen. Stubenmädchen und Hausbesorger sind auf ihren Posten. Die schwalbendeschwäazt« Schar der Kellner bi« zum zarten Pikkolo ist herangerückt. Thalien« Jünger tauchten auf und schickten sich an, zu mimen. Die Saison bringt mancherlei neue«: Verbesserungen in den Kuranstalten, Verschönerungen der Anlagen und Etablissement«. Eine Buchhandlung. Rudolf Heger au« Wien, bietet Lektüre im Ueberflusse. Die Photographen eröffneten ihre Attlier« und w«tteifern in ihrer Kunst. Die Au«» lagen bringen un« Kunstwerke erster Ordnung. Durch den Zuzug deS AielierS Bosse auS Wien hat daS Publikum auch Gelegenheit, Bilder m Plaiino» lepi ausgeführt zu erhalten. Dem Vergnügen wird in den Mußestunden fleißig gehuldigt. Der Natur» freund findet in den wundervollen Naiurgaben voll« Befriedigung. In einer schier unerschöpflichen Fülle schaltete Mutter viatur über Glnchenberg und seine Umgebung daS Füllhorn der Reize auS, so daß dieses Bad. im Herzen SleiermartS gelegen, entschieden eines der herrlichsten Plätzchen unseres Vaterlandes ist. Die Reinlichkeit im Kurorte ist nun schon sprichtwörtlich. Ein strenge gehandhabte» Spuckoerbot schützt die Mitmenschen von jeder In» feklion. wenn überhaupt von einer solchen gesprochen werden kann. Die von einander ziemlich entfernt liegenden Villen bieten den Vorteil, daß jede Be» hausung von einer großen Lusizonne umgeben ist. Viele Fichten verbreiten Gerüche. Die Lust in diesem gottbegnadeten Kurorte ist überhaupt eine Spezia-liiät E» sind also alle Faktoren vorhanden, zur Gesundung erkrankler AihmungSorgane beizulragen. Gleichenberg bietet jedem etwas. Auch vollkommen Gesunde finden hier Annehmlichkeiten. Wer einmal dagewesen, der kommt immer wieder, schon zum Danke zur segenspendenden Najade. S. vermischtes. Einrichtung eines politischen Mörders. Au« Petersburg wird gemeldet: Der Mörder de» Minister« Ssipagin wurde, wie in juristischen Kr«isen verlautet, am Donnerstag in der Peter Pauls-Festung gehenkt. Der Hinrichtung wohnten im ganzen 50 Personen bei. Balmafchew verhielt sich bi« zuletzt mmig und kaltblütig. In weiten Kreisen ist man befremdet, daß der Mörder vom Kaiser nicht begnadigt wurde, da die« allgemein erwartet wurde. Man meint, Minister Plehwe hätte dahin wirken sollen, daß da« Todesurteil nicht voll» zogen werde. Als bloßes Gerücht sei verzeichnet, daß in dem im Auslande erscheinenden Organ der .russischen Umsturzpartei" Minister von Plehwe be» reitS zum Tode verurieilt sein soll. — Balmaschew war, alS er di« Tat beging, noch nicht 21 Jahr« alt, also nach russischem Gesetz nicht völlig straf- ELfiBüs** UMm Bitafetal rfti Sc;;i>l2 Hmi; ü :t Ul 6896 Globus Putz-Extract putizt hesser als jedes andere Putzmittel Frühjahrs- und Sommcrsaiso« 6SXS4S 19 O Ü. Echte Brünner Stoffe (viu Coupon Mtr. 3.10 lang, completen Herren ?!»;ug tRoil, Lose und Gilet) gedeo», lostet nur St» » st. 2.75, 3.70,4.80 B. nnlti st, » 6.90 von bestem st. 7.75 von seiner st. 8.65 ton feinster st. 10.— von hochfeinster echter Schafwolle »•«—».»w- «tfiKE. 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Sadelcich, der sofort verhaftet wurde, gab an. daß er, als Lainacher ihn anrief, da» Gewähr schußbereit hielt, unv der Schuß sie Katastrophe ans Martinique. Die vulkanische Ausbrüche dauern »och immer an und zwar in einer Weise, daß nicht bloß die Haupl-stadt von Martinique, Fort de France, in höchster Gefahr schweb», sondern die ganze Insel überhaupt. ES sielen in Fort de France pflaumengroße Steine, die vom Krater Mont Pelöe herstammen. Die Hitze in dieser Stadt ist eine glühende. Die Ein-wohner eilen aus die Schisse, um sich vor dem Untergänge zu retten, da ein neuer AuSbruch deS feuerspeienden Berge« zu befürchten ft-ht. Ueber Grand Riviere ha» sich ein neuer Lavastrom er< gössen, der die Einwohner umschließt und sie an der Flucht hindert. Au« Santa Lucia wird b»> richtet, daß ein furchtbare«, donnerähnliche« Getose auf den Inseln Dominica und Guadeloupe ver-nommen wurde. Nachrichten au« Dominica zufolge wurde dort eine feuerrote Wolke, begleitn von heftigen Winden, gesehen. Kine neue Zeitung in Sarajevo. Wie unS aus Sarajevo berichtet wird, erscheint dort am 1. Juli d. I. ein neues politisches Blatt „Sarajevoer Nachrichten-. Der Herausgeber dieser Zeitung ist der dortige Buchhändler und Buchdruckereibesitzer Albert Thier. Die .Sarajevoer Nachrichten" werden dreimal in der Woche erscheinen. Wer auf seine Gesundheit bedacht ist, trinke Aranz Josef-Ztitterwasser, welches seit 25 Jahren in die ganze Welt verschickt wird und als einziges angenehm zu nehmendes natürliches Abführmittel an-erkannt ist. Man verlange ausdrücklich Franz Josef-Bitterwasser. 50.000 Kronen beträgt der Haupttreffer der Schauspieler-LoUerie. Wir machen unsere geehrten Leser daraus ausmerksam. daß d e Ziehung unwider-ruflich am 19. Juni 1902 stattfindet und sämmt-liche Treffer von den Lieferanten mit 10 % Abzug bar eingelöst werden. Attest Wien. 3. Jnli 1887. unentbehrliche Zahn-Creme, erhält die ZHbne rein, weiss and gesund. 6539-56 Erhöhung der Seifenpreise. Die oberöster» reichifchen Eeisensabrikamen haben in einer vor we-nigen Tagen stattgehabten Versammlung beschlossen, den Prei« für Kernseife aus 56 X bi« 58 X l»r 106 Kilo zu erhöhen. Die Erhöhung wird mit den bedeutend gestiegenen Preisen für die einschlägigen Fettstoffe begründet. Die nunmehr bestehenden Preise entsprechen einer zirka fünfperzentipen Steigerung. Zur Hnison! Schrifttum. „Der österreichische Protestant/ Line Monatsschrift für die evangelische Kirche Oester-reich«. 26. Jahrgang. Herausgegeben von Robert Johne, »vang. Pfarrer in Klagensurt und Martin Modl, evang. Pfarrer in Bielih. Preis jährlich 4 Kronen. Berlag von I. & R. Bertschinger in Klagenfurt. FRITZ RASCH, CILLI. Sodbrennen, Kopfschmerz, starkes Herzklopfen, Schlaflosigkeit, zeitveises Erbrechen Blähungen, Aufstossen, 1, Cilli, Rattas&asse empfiehlt t das anerkannt kräftige Martaurger-Dampfmehl 00 speciell Doppel-Null 00 C. 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Juni 1902 als Stichtag stattfindet Diese Zählung hat den Zweck, ein Mittel zur Erkenntnis der heimischen Verhältnisse und einen wichtigen Behelf bei der Pflege der wirtschaftlichen Verhältnisse abzugeben und es werden sämmtliche selbständigen Gewerbetreibenden, Heimarbeiter (Sitzgesellen etc.) und Landwirtschaft Betreibende aufgefordert, die Vornahme dieser Zählung durch gewissenhafte Angaben, rechtzeitige Ausfüllung der etwa zugesandten Formulare uad Vermeidung aller Verzögerungen der Tätigkeit der Zählkommissäre zu unterstützen. Gemäss § 4 des vorcitierten Gesetzes darf auf Grund der bei der Zählung erfolgten Angaben keine Strafverfolgung wegen Uebertretung von gewerblichen oder Steuervorschriften erfolgen. Für Zwecke der Finanzverwaltung dürfen diese Angaben überhaupt nicht verwendet werden. Gegen Personen, welche sich der Zählung entziehen oder die auf Grund des Gesetzes verlangten Auskünfte zu geben verweigern oder wissentlich wahrheitswidrig abgeben, müsste die Stralamtshandlung im Sinne des citierten Gesetzes eingeleitet werden; es wird jedoch Seitens des gefertigten Amtes zuversichtlich gehofft, dass angesichts der durchaus gemeinnützigen Zwecke der Zählung auf ein ausreichendes, für die befriedigende und glatte Durchführung des grossen Unternehmens überaus wichtiges Entgegenkommen allerseits gerechnet werden darf. Auch wollen die Meldezettel der Mietparteien zur Einsichtnahme durch die Zählorgane bereit gehalten werden. Die Handels- und Gewerbekammer in Graz hat die Durchführung der Zählung für den Stadtbezirk Cilli übernommen. Stadtamt Cilli, am 27. Mai 1902. Der Bürgermeister: il7k Stiger m. p. Ladislaus Johann Roth Ingenieur und behördl. auL Stadtbaumeister Gartengasse (Hotel Strauss) CILLI Gartengasse (Hotel Strauss) Brückeinbauten in Stein, Beton, Holz und Eisen, auch Noth brücke:n. Wasserrbau : Turbinenanlagen, Wehr- und Schleusscnbautcn in Holz, : Stein und Beton, sowie Bach- und Flussregulierungen, Uferscbhutzbauten, Entwässerungsanlagen, überhaupt Wasserbauten jeden l Umfanges. Strassen— und \A^6gbaU, sowie deren Tracierungen. Tiefbau: Anlagen von Canalisierungen, Rohrleitungen, Beton-canäle, Wasserleitungen. Hochbauten u. zw.: Villen, Wohn-, landwirtschaftliche, Fabriksund öffentliche Gebäude, Adaptierungen jeder Art. Auusserdem übernimmt die Firma die tadellose Herstellung von Maschinen- und sonstigen Fundamenten aus Beton, Beton-Trottoirs und Beton-I-Fussbodcn. Pflasterungen, mit und ohne Beistellung der Platten, sowie alte in das Fach einschlagende Arbeiten. 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