Nr. 170. Samstag. 27. Juli 1907. 126. Jahrgang, Mbacher Zeitung A^?""l"ll»ionevreiö - ^'t P oNve r Ic » du » g: ganzjährig 30 k, lilllbjäliri« 15 tc .^m Nl)Mol: gaü^jäliris, « «^ uaibiühng 11 j(, ^,ir dir Zustellung nii Ha„i< gaüziäliric, li «, Insrrtlonegebül»r: Für llciiic Inserate Tic »Lüibllcher Mtung» erscheint tasslich, mit sliisnahme der sonn- imd Feiertage. Tie Administration befindet sick NoiMü^pIatz ?!r, 2. die Medallion DalmaUü^asse ^tr, 10. Sprrchstunden der Redaktion von 8 biö 10 Uhr vor< »litlagö. U»sranli?i!e Vriese weideü nickt aiigenouluirn, ?)ia:illslrip!e nickt zuiiiclgestellt. Amtlicher Geil. Den 25. Juli 1W7 wurde in der k. k. Hof. und Staats-oruckerei das 1.XXVI. Stück des NeichsgeselMattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung> vom 25. Juli 1907 (Nr. 16!») wurde die Weiterverbrcitung folgender Preß. erzeugnisse verboten: Der im Verlage des I. A. Czechowsti in Urfahr erschienene, bei Karl Huber in Urfahr gedruckte Prospekt über eiu Vuch mit dem Titel: «Ciu schuldlose Opfer der Priesterrache! oder zwanzig Jahre unter den Martern der Verzweiflung!» ____Nr. 14 «^sslärnik» uom 19. Juli 1W7. MchtamMcher Heil. Die Parlamentssession. Die „Neue Freie Presse" bezeichnet die Rede des Ministerpräsidellteii Freiherrn von Veck als Ergänznilg seiner Progrannilrede l,nd seiner jüngsten Alisführlmgeil iin :'lbgeordlleteiihause. Die Mer voii ihm skizzierten Aufgaben sind von der groben lind weittragendsten Bedelitnng fiir den ^taat, und es ist begreiflich, daß Vor Ministerprä^ Ndent trotz dos Optimismns, ,',n dem er sich bekannt hat, auf die Möglichkeit von politischen Nettersturzen hinwies, fiir die inaii beizten nisten >nn,se. ^' _^ "^"'^' Wiener Tagblatt" konstatier!, das; die Rede des Ministerpräsidenten in parlainentari Ichen Kreisen rückhaltslose Anerkennuug geflindeii habe. „bieder sprach Offenheit und Lokalität, wie der der kräftige Willi.' eines redlichen Mittler^, wieder das Strebeil, das gute Alte 511 erhalten und den Forderungen der neuen Zeit in reichenl Maße gerecht zu werden -- da ist denn natürlich der Vei-M eul allgenleiner und allgeiuein wird der Wnnsch lebhaft rege, daß das Horoskop, das der Kabinetts chcf stellt, von den Ereignissen bekräftiqt wcrdeil möge." Das „Fremdenblatt" sagt: „Freiherr voll Veck hat neuerlich den Ruf nach positiver Arbeit erhoben. Die VeNvirklichnng der sozialreformatorischeu Idee, die R'egellülg des Verhältnisses zu Ungarn, die Ausgestaltung der Verteidiguugsmittel der Moii-archie, die Verwaltungsreforni — das sind die Ziele, denen die Regierung Zustrebt. Tie übersieht nicht die Schwierigkeiten, die sich ihr noch entgegenstellen können. Aber er schöpft auch Kraft ans dein (bedanken, daß Österreich vor größere Probleme ge-stellt ist, als andere Staaten, er darf sich darauf berufen, daß die Regierung mehr gehalten, als fie versprochen hat, daß ihr die Costing einer Reihe von schwierigen nationalen Einzelfragen bereits gelungen 1st. Die „Heit" findet die .voffnnng, die Varon Veck anssprach, daß wir deu größeren Teil der dnrch die nationalen >tä'invfe verursachten beiden bereits hinter uns haben, berechtigt. „Alle An^ zeichen deuten darauf hin, daß eine Zeit des Tiefstandes überwunden ist, daß das Politische Leben ',n positiven (5'rfolgen aufwärts führt. Tolche (feiten müssen geni'cht. werden." Das „Deutsche Polksblati" weist darauf hin, daß das Parlament dnrch die Annahme des Änd-getpr^>visoriu!N5 für die gesehiuäßige (5inhebnng oer ^taatseiiinalmien Torge gelragen nnd oainil die wichtigste ^taalsnotwendigkeit erfüllt nnd dlirch die Annahine der Vorschläge des Notstands^ alisschllsses auch einige der dringendsten Volksnotwendigkeiten befriedigt hat. Das Blatt betont sodann, daß die christlichst^iale Partei alle Ursache habe. mit der (Gestaltung der Dinge im Parlamente Mriedeu zu sein. Die ^ahl der Mandate, die sie errungen hat, legte ill ihre Händc die Mhrnng des Parlaments. Das Programm der christlichsozialeii Partei nnd die Stellung, die sie anf (^rnnd desselben innerhalb der Parteien des Abgeordnetenhauses einnimmt, seien so beschaffen, daß ihr leb- hafte ^ympatchien seitens uahezu aller Parteien und nahezu aller Nationalitäten des Parlaments sicher sind. Auch das „Neue Wiener Journal" hebt hervor, daß die Politik des ^reiherrn von Veck anf den Optimismus gestimmt sei. Nur mische sich demselben, je weiter sich die parlamentarische Probe-zeit ausdehne, eine gewisse Tkepsis bei. Der Mini sterpräsident sehe sich bereits nach „sicheren Stützpunkten" nm; hiezn sei die Sozialpolitik zweifellos geeignet. Die „Österr. Volkszeitung" sieht in der Tatsache, daß sich das Herrenhans in hervorragendem Maße zur Arbeit und zum Dienst im Interesse des Volksganzen meldet. Grund zu einem froheren Optimismus. Die Rede des Premiers sei denu auch von dieser freudigeren Stimmung getragen gewesen. Das „Vaterland" widmet dein ersten Sessions-abschnitt des neuen Abgeordnetenhanses einen ungünstigen Epilog. Nach den in der Debatte über das Vndgetprovisorinln gehaltenen Reden könne auch das objektivste Urteil nur dahin lallten, daß die Hoffnungen, welche man anf eine Vermindernng der nationalen Gegensätze dnrch die Einführnng des allgemeinen und gleichen Wahlrechtes gesetzt hat, sich noch nicht erfüllt haben. In Gegensatz zu dieser Kritik steht der Nachruf der „Deutschen Zeitung", die es als erwiesen betrachtet, daß der neue Reichsrat etwas leisten kann, daß in diesem nenen Volkshans nicht nur guter Wille und Arbeitslust, sondern auch Tatkraft und politisches Verständnis steckt. Der erste Sessionsabschnitt werde dlirch die großen Erfolge der christ-lichsozialen Partei und durch die Ohnmacht der Sozialdeniokratie gekennzeichnet. Einen nicht unbeträchtlichen Anteil an dem gnten Gange der, Dinge habe die Regierung genommen. Feuilleton. Ein Fleck auf der Ehre. Von MU'y Kch<-lvl.'^u. (Nachdruck verböte»,) Immer höher hinanf mußten sie steigen im ^erlauf des ersten Jahres ihrer jungen Ehe. Glnhcnde Liebe hatte die beiden jnngen Menschen 'Mammengeführt und es sie kaum merken lassen, daß sie in immer rascherem Tempo vom Parterre unter llberspriugung des ersten Stockwerks nuu-l'U'hr im vierlen angekommen waren, von dem alls ^ >ücht mehr weiter ging. ^r ein Künstler, sie eine Künstlerin. .Er^ein Maler, dem niemand feine Bilder ab-laufte, sie eine Violinistin, die weder ein Enga-"cment, noch Schüler erhalten konnte. Von der >lnnst allein aber kann man nicht uven^sie muß auch bezahlt werdeu. , ^a ging denn das Gelo von Vater und Mnt-koi, ' !^'u Weg allen Geldes, lind als von ihm s.'l ^ ^'m geblieben, wanderten zunächst Hans' '.?^' ^'lder znm Althändler; ihnen folgten die "/^ibel uiid alles, was Wert hatte.' war die Herrlichkeit, und das r^ "^ Zimmerchen im Vierten barg nur ge-^ das Notwendigste. Nnr Gretens Geigen .^.. und die Staffelei zeugteu davou, daß hier """ Gottbegnadete hansten. f. Zweierlei aber hatte den beiden jungen Men-un^" ^"l nicht abzupressen vermocht: ihre Liebe " bas unbedingte Vertranen in die Znknnft. hj ^0 lange sie sich liebten, war alles gnt, und ^.,v)Ukuuft würde ihnen die Erfüllnng jeder '^Mning bringen. ^as saglen sie denn auch allen, die sie lim einen Vorschuß aus eben diese Zukunft ansprachen, liebe Verwandte nnd ^reuude; aber diese Ouelle war auch ausgeschöpft uud versiegt. Diesen Verstandesmenschen erschien eine Hypothek anf die Znknnft eine miserable Kapitalsanlage. Hellte am schönen Sonnlag Vormittag waren sie ausgestanden, lind Grele hatte aus deu letzten Kaffeekrümeln mit Hilfe eines iil dem kleinen Kanonenofen ans znsainlnengeknüllten Zeitungen entfachten ^eners eine Brühe gekocht, die mit Kaffee etwa eine Ähnlichkeit besaß wie ein Esel mit einem Vollblüter. Nuil standen sie sich an dem inmitten des kleinen Raums steheudeu kleineil Tisch gegenüber. „Ich weiß nichts mehr." sagte sie mit einem Angenbli'nzeln, als müßte sie gleich losweinen. „Ich anch nicht," erklärte er. „Deshalb aber heule ich noch lange nicht." „Na, ich etwa?" rief fie lind lachte hellen Halses. „Morgen vermiete ich mich als Anfwarie-mädel. denn für eine verheiratete Frau hält mich ja doch niemand —" „Und ich mich als Dimstmann. Das wird ein Leben. — Aber jetzt hast dn Hnnger, Liebling — also öffne deine Wirtschaft,okasse. nnd ich werde die nötigen Einkänfe machen." „Nnd dll mache den Reservefonds locker." Sie holten, ihre Portemonnaies hervor nnd schütteten den Inhalt auf den Tisch. Ans dem ihren fiel ein Zehner, ans dem sei nen ein Fünfer und ein einzelner Pfennig. „Gott im Himmel!" rief sie, „ich hätte nie geglaubt, daß wir noch ein solches Kapital besäßen." ..Kellner, die Speisekarte!" „Den Pfennig magst du als Trinkgeld geben!" rief Grete lachend, während sie ihn zur Tin- hin-ansdrängte. „Du Protz! — Aber anständig ein-kanfen und nicht zu knapp!" Das gab sie ihm noch anf den Weg, als er die Treppe hinabeilte. Ein wenig beklommen wurde ihr, aber doch zumute, als sie mit dem Aufräumen fertig war und Zeit zum Überlegen hatte. Kein Pfennig im Hans, kein >tanri: so sehr hatte Mntter Sorge sich niemals eingedrängt, lind doch ließ die kleine tapfere Frau sich nicht unterkriegeu. Sie nahm ihre Geige nnd verscheuchte durch die fröhlichsten Melodien das grane Gespenst in die Ecke. So fand sie der Zurückkehrende Hans. Er legte eine ziemlich große Düte auf den Tisch uud bot seiner Frau galant den Arm, sie zu dem Ehrellplatz alls dem Rande des Vetts zn führen, das bei Tage die Funktionen eines Sofas verrichtete. Sie besaßen nämlich nur einen Stuhl. Dann rückte er den Tisch hart vor seine Frau nnd stellte den sogenannten Kaffee nebst der Obertasse nnd dem Glase darauf. Mit eiuer gewissen ehrfurchtsvollen Scheu öffnete Grete die Düte uud ließ ihren Inhalt anf den Tisch fallen. Acht appetitliche Semmeln, groß, wie sie hellte iuir noch in Raritätenkabinetten zn finden sind, nnd lecker brann. „Für fünfzehn Pen?" fragte sie zweifelnd. „,^ast dn unterwegs noch einen Nickel gesundend" ' „Im Gegenteil. Schatz? Ich habe sogar noch den Fünfer hier zurückgebracht. Den Pfennig freilich habe ich einem kleinen Mädchen geschenkt. Der Kröt hat aber nicht einmal danke, gesagt." „Es gibt aber doch nur vier für 'u Grofchen!" „Aber von der Sorte acht. — Ich dachte mir so — da wir noch Kaffee haben, können wir diese alten Ladenhüter ganz gut darin aufweichen, lind dann tun sie dieselben Dienste wie frische." (Schluß folgt.) Laibacher Neituna Nr. 170. 1584 27. Juli 1907. Politische Ueverstcht. Laib ach, 26. Juli. Wie aus Belgrad gemeldet wird, hat die serbische Regierung nunmehr dem Antrags belref-fend den Abschlliß eüles Hanoelöpro v i so-rinins mit Österreich-Ungarn zuge-stimlnt und den serbischen Delegierten ihre Pro-Positionen übermittelt. Für heute ist eine Sitzung der beiderseitigen Vertragsdelegierten geplant, in der die Verhandlungen über oas etlvaige Provisorium wieder beginnen werden, dessen Geltung eventuell mit 1. August beginnen könnte und bis zum Jahresschlüsse zu währen hätte, falls nicht vor diesem Mlauftcrmin der, in. Verhandlnng stehende Definitivvertrag zustande kommen und Gellung erlangen sollte. Terbischerseits wird bekanntlich großer Wert daranf gelegt, dem .^andelsproviso' rium auch Veterinär-Vereinbarungen aufgliedern. Indes ist es dem „Fremdenblalt" zufolge sehr zweifelhaft, ob dieser Wunsch sich erfüllen wird. Mehr Wahrscheinlichkeit komme der Annahme eines nackten Meistbegünstiguugs-Provisoriums zn, das demnach velerinärpolizeilicher Abmachungen entbehren würde. Wenn es jetzt wirklich zum Abschluß eines Haudelsprovisoriums kommen sollte, dürften die Beratungen über den Definitivvertrag dann vielleicht bis zum Herbste vertagt werden. Nach einer Meldung aus Paris erscheint es dort erhaltenen Mitteilnngen zufolge nicht gerechtfertigt, aus dem Umstaude, daß die augekündigte Resolution, betreffend die V e s chr ä n k u u g d e r 3t ü ft u n g e n , bisher in der H aage r F rie -d en skonf erenz noch nicht vorgelegt worden ist, den Schlnß 5« ziehen, daft man sich vielleicht auf englischer Seite zum Fallenlassen des hierauf abzielenden Plans entschlossen habe und das; die Angelegenheit in dieser Versammlung überhaupt nicht offiziell zur Sprache gebracht werden dürfte. Es ist vielmehr vorauszusehen, das; die Einbringung eines Vorschlags in diesem Siune durch deu ersten Delegierten Englands in nächster Zeit er-folgen wird, nnd man nimmt an, daß die Fassung des Vorschlags den Mächten gestatten wird, sich demselben ohne Verleuguuug ihrer Sonderanschauungen in dieser Frage anzuschließen. — Nach einer Meldung aus London hält man es dort trotz des Eifers, der von deu Mitgliedern de^ Haager Friedenskonferenz, speziell von den Kommissionen zur Beschleunigung der Arbeiten entwickelt wird, für zweifelhaft, daß es möglich seiu werde, die Verhandlungen der Versammluug vor dem September zum Abschluß zu briugen. Der Aufschub bis zum nächsten Jahre, den die Besuche des Präsidenten Falliere 5 bei den Höfen von London, Kopenhagen, Ehristiania und Stockholm erfahren haben, steht in keinerlei Veruindnng mit politischen Erwägungen, sondern ist lediglich auf persönliche Motive des Präsidenteil zurückzuführen, der den Veschluf; gefaßt hat, im Laufe dieses Jahres keiue ausländische Gleise zu unternehmen. Alle Versuche, die Vertagung oer erwähnten Besuche mit internationalen Vorgängen, speziell mit der bevorstehenden Begegnung der Herrscher von, England und Deutschland in Zu sammenhana, zu bringen, seien somit mnßig. Wie die Petersburger „Pol. Korr." berichtet, nimmt der linke Block, welcher während der Wahlen znr zweiten Neichsdnma in Moskau mit Erfolg agitierte, seine Tätigkeit wieder auf und hofft, in der zweiten städtischen Knrie eine Wahl-vereinignng mit den Kadetten zustande zu briugeu. Damit im Zusammenhange steht wohl auch die Absicht einiger linken Kadetten, ihre Partei zu verlassen und eine neue — radikal-demokratische — zu bilden; wie es heißt, wird sie das Kadetten-Programm beibehalten nnd nur eine andere (wahrscheinlich radikalere) Taktik verfolgen. Die von japanischer wie von amerikanischer Seite wiederholt ansgegangencn Versicherungen, daß die Beziehungen zwischen den beiden Mächten nnter den unliebsamen Zwischenfällen, die sich m der letzten Zeit ereigneten, nicht gelitten haben, werden nach einer Mitteilung ans Paris von demjenigen Teile der Diplomatie, der in der Lage ist, die in Tokio und Washington herrschenden Stimmungen zu beobachten, durchaus bekräftigt. Es wird überhaupt in allen, ernsterer Ve-achtnng würdigen Berichten übereinstimmend festgestellt, daß das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten, von, Amerika und Japan deu Eharakter gegenseitigen guten Willens uud Vertrauens trage. Die Frage der, Möglichkeit, eines den Friedeil gefährdenden Konflikten zwischen den beiden Staateil liegt daher jenseits des gegenwärtigen politischen Horizontes. Die Konzession für die Errichtung einer d e u tf ch e n V a n k ill Persie n wurde mit geringen Abänderungen — die Hauptänderung besteht in der Verlängernng der Konzessionszeit anf 45 Jahre — am 23. d. M. vom persischen Handelsminister und dem Direktor Gutmann unterzeichnet. Sie enthält eine Klanscl, die dem Handelsminister die Vollmacht, erteilt, die Lage der Bankangelegenheiten einmal jährlich zn prüfen, und eine Bestimmung, die der Bank und ihren Te-pendenzen militärischen Schlitz gewährleistet. Tagesneuigleiten. — (Eine tapfere Frau.) Aus Newyork wird berichtet: Ida Lewis, die amerikanische Grace Tarlina, hat in Newport in diesen Tagen ihr fünf- zigjähriges Dienstjubiläum feiern können. Ein haldes Jahrhundert lang hat sie in dem abgelegenen Wäch-terhaii5 die Lnne Nock-Leuchtfeucr unterhalten, hat achtzehn Menschen vom Tode in den Wellen errettet nnd ist mit der Zeit eine der berühmtesten Fransn Amerikas geworden. Als sie fünfzehn Jahre zählte, wurde ihr Vater znm Leuchtfeuermeister ernannt und alsbald bezog die Familie ihre Amtswohnung, das einsame Lcnchthanc- draußen im Hafen. Die kleine Ida, das älteste 5iind ihrer Eltern, wurde rasch mit dem feuchten Element vertraut: alltäglich rndcrte sie ihre Geschwister hinüber zmn Festland nnd allabendlich holte sie mit ihrem Boot die Kleinen wieder von der Stadt ab. Schnell sollte sie durch eine entschlossene Nettnngstat bekannt werden. Vier jnnge Lente, Kinder angesehener Newporter Familien, ken-terten mit ihrem Boot und ihre Verzweiflnngsrnfe drangen bis zum Leuchthaus. Sofort fuhr Ida Lewis mit ihrem Voot Heralls nnd unter furchtbaren An-stren;ulna,ei! gelang es dein Mädchen, alle vier im letzwil Anaenblick noch dem Tode zu entreißen. Mit achtzehn Jahren übernahm sie die Warrnna der Leuchtfeuer; ihr Vater war znm Krüppel geworden. Iweinndzwanzia. Jahre später belehnte sie der Kongreß definitiv mit dem verantwortungsvollen Posteil, den sie noch bellte, als Achtundsechzigjährisse, in voller Rüstigkeit versieht. Im Winter 1868, während eines fnrchtbaren Wi'rbelstnrmes, gelang es ihr, zlvei Soldaten zn retteil, deren Voot in der Nähe des Leucht-Hauses umgeschlagen war. Anf der waghalsigen Fahrt fand ihr Bootsmann den Tod in den Wellen, allein das kühne Mädchen schreckte »licht zurück, es gelang ihr. die Körper der Bewußtlosen in das Voot zn zerren, wieder znriickmrndern nnd schließlich wieder ins Leben zurnckznrnfen. Viele Medaillen nnd Ehrenzeichen, Tiplome nnd Geschenke schmücken heute das bescheideile Heim dieser Frau, die achtzehn Menschenleben gerettet hat lind noch hente still und zurück-aezogen mit einer starken Abneignng gegen alle NnhmeZworte unentwegt ihre harte Pflicht erfüllt. ^ (Eine Tournee amerikanischer Schönheiten.) Im vorigen Jahre kamen „die 81 Schönheiteil" von Illinois anf Kosren eines Blattes in Chicago nach Enropa. Ihre Neise dehnte sich über die großen iwrdenropäischen Hauptstädte bis nach Wien ans. Die „Beant^s von Illinois" fanden viel des Sehens- nnd Bewnndernngswerten in Enropa. kehrten aber ziemlich verdrossen nnd gekränkt in ihre Heimat znrück. Man hatte sie nämlich in einzelnen Städten dieses alten, prätentiösen Europa wessen deZ Titelo „Veant<5s", nnter welchem sie reisten, verhob,lt nnd ansaelacht. In Paris zumal, wo man die weiblichen Schönheiten gerne näher besieht, mnß-teil sich die nichts welliger denn „bildschönen" ein-nnddreißia, Nankeemädels die ungalantesten Zurufe über ihl-e — Häßlichkeit gefallen lassen: ein viel-gelesenes Pariser Blatt hatte sich inm Dolmetsch der Der Fall Vasilijev. ^Roman von Paul Dskar Höcker. (26. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Knchenhoff blieb dabei, daß dem Kranken nichts weiter fehle, als der Zwang, sich anfznrnffen. „Es ist ein Jammer, daß Sie reich sind!" sagte er in seiner poltrigen Weise. „Wenn er nichts zn knabbern und zu schlucken hätte, anf der Straße säße ohne so ein molliges Heim, in dem alles nnr anf seine Bedienung bedacht ist — ich gebe Ihnen Brief und Siegel, daß er dann seine Faxen lassen würde." Martha seufzte tief anf. Daß der Medizinalrat die gan,ze Schwere des Falles nicht einsehen wollte, war ihr schrecklich. Johannes Brake, der dein Hill und Her unruhig gelauscht hatte, wandte sich Plötzlich an den ju.ngen Frei Herrn mit der Frage: „Sie sind doch hänfig nach Altmünzach gekommen, Herr von Eckhardt: hat man Ihnen da nicht gelegentlich einmal den Fall des Postmeisters Schwändi erzählt?" Der Refel-endar meinte, sofort etwas froher gestimmt in der Erinnernng an seine Eousine Liddi: „Mit der Post, die den Verkehr mit dem Gute meines Onkels vermittelte,, hatte ich allerdings von jeher viel zn tnn — vielleicht auch mit dein Postmeister Schwändi — aber seine persönliche Bekanntschaft habe ich nie gemacht." „O, es ist eine ernste Sache," erwiderte Johannes, „in ihren Anfängen besitzt sie eine gewisse Übereinstimmung mit der geheimnisvollen Erkmn-kuna. Spmers ..." »Erzählen Sie, erzähleil Sie," drängte der Medizinalrat, „das wnrdo mich als Arzt besonders interessieren — denn, wie aosaat. ich habe in meiner langen Praxis einen derartigen Fall überhaupt noch nicht erlebt." „Es fiel mir da eben ein," nahm Johannes seine Erzählnng auf, „ich hatte die Geschichte im Lanfe der ^eit selbst schon wieder vergessen, Aber ich erinnere mich, als ich ein Vnrsche von sechzehn, siebzehn Jahren war, hat sie einen niederschmetternden Eindrnck alls mich gemacht, denn Schwändi, nm den sich's handelt — er war Postmeister in Oppenan in gntsitnier« ten Verhältnisseil dnrch die Heirat mit einer recht vermögenden Müllerstocht-er — war Schulfreund meines Vaters. Es war also kanm ein Jahr nach der Hochzeit, als Schwändi eines Tages seinen Schwiegereltern erklärte, er wolle sein Amt quittieren: die sollten ihm die Mittel geben, nm ein kleines Land-gnt zn pachten. Die Alten lachten ihn ans wegen dieser Schrnlle. Schwändi verstand ja nichts von der Landwirtschaft — zudem waren die Mitgiftsoerhält-ilisse genan gerogelt, nnd da der Sohn, dev eigentliche Erbe der Miible, sich gemde lx'rheiratete, war erst recht an leinen größeren Znschnß zn denken. Kurz, Cchwändi ward unverrichteter Sache hei,m° geschickt. Gleichwahl Mg er andereil Tages nicht anfs Amt, sondern meldete sich krank . . ." Je weiter Johannes in seiner Erzählnng gekommen, desto lebhafter ward die Aufmerksamkeit des Mfercndars. „O, richtig," fiel er ein, „allerdings kenne ich die Affäre. Mein Onkel, der ja in der Gegend über-all bekannt nnd geschätzt ist, erhielt eines Tages — ich war gerade ill meinen Ferien anf Albmünzach — den Besuch des jungen Weibes. Liddi war tagelang nachher ganz erfüllt von dem Vorkommnis. Die jnnge Frail Schwändi hatte sich ihrer Verzweiflung derart hins!,ea,eben . . . Mail sagte hernach, sie habe scholl damals einen gestörten Eindruck gemacht." „Das stimmt nicht ganz, Herr von Eckhardt," wandte Johannes ein. „Frau Schwändi war ein heiteres, nesnndes, leben slnstia,es Franchell .gewesen Auch die ersteil Wochen nnd Monate hindnrch, während deren ihr Mann krank war — oder sich krank stellte —, ertrug sie alles aednldia,. Ader dann wurden Jahre daraus, in denen Schwändi das Bett »licht mehr verließ." „Jahre?!" entfuhr es Martha fchreckerfüllt. „Sieben lange furchtbare Jahre! Man besprach den Fall allenthalben. Der Kreisarzt, der Kassenarzt hatte den Bettlägerigen nntersncht nnd erklärt, daß es eine fire Idee von ihm sei, sich nicht bewegen, nicht laufen zu können. Eine Pension erhielt er also nicht: er ließ sich aber anch davon nicht anfechten. Die Schwiegereltern drohten, ihm den Znschnß zn entziehen — schließlich wollten sie ihn ins Irreilhaus sperren. Da lvar es seine Frau, seine unglückliche Fran, eine wahre Märtyrerin, die sich lieber mit ihren Eltern entzweite, als sich von ihrem Manne zn trennen, wie es diese wollten. Hernach ward es erst bekannt, wie kümmerlich sie sich durchschlug, nm den Kranken, der natürlich immer schwächer ward — von der Stllbcnlnft nnd von dem Liegen — aus-znhalten mit den geringeil Mitteln, die ihr zu Ge» böte standen." „Und der Mann wnßte das alles," fiel der Me-dizinalrat ein, „nnd er ließ sich gednldig pflegen?" „Wie ich Ihnen sagte; sieben lange, furchtbare Jahre hindurch." „Und seine Fran?" forschte Martha. „Schon nach vier, fünf Jahren dieses Martyriurus fiel es den Qcnten anf, wie starr ihr Blick, wie ein-gesnnken ihre Schläfen waren. Sie begann irre zn reden. Man hatte fchon oft darüber geredet. Meine Mutter hatte einmal anf der Mühle zn tun — da sprach sie den Alten ins Gewissen. Wenn sie schon fiir den Schwiegersohn nichts hergeben wollten, für die leibliche Tochter müßten sie doch schon sorgen, stellte sie ihnen vor. Ja, wenn sie ihren Mann ver- ____Laibacher Zeitung Nr. 170. 1585 27. Juli 1907. 4>mi,.'l ^chonhciteu A'nmcht lind die :N Amerika-miumm mit beißeudem Spott Übergossen, und das guttat war, daß diese Fräulein aus deni Tollar^ wilde ihren Auseiltbalt in deni Seinebabcl abkürzteii uiw ihm „empört" deil Nucken kehrten. Das Er^ leoms der „Veant^s von Illinois" in Europa hat notzdein auf ihre Landsmänninnen nicht abschreckend gewirkt. Anch Ohio beschloß, seine Schönheiten" nach ^nropa ^, schz^',,. ^'i„ ^latt in 5tolnmbns „The ^lspatch". das reichste Organ der Stadt, schrob unter »emen Lesern ein Plebiszit aus siir die Wahl von einundzwanzig Iniigfrauen des Staates Ohio, me auf dosten deo Blattes eine fiir die Dauer eiiies ^ionato berechnete Neise durch Enropa machen sollten. Es wurden in der Tat ei,iundzwali;ig der schön-Iwu und wiirdigsten Ohiotöchter gewählt. Das Ple-b^szü soll, nach echt amerikanischer Titte, nicht ohne dle ungeheuerlichsten Wahlbestechuilgeii sich abgespielt haben. To wenigsten» loeiß ein indiskretes Londoner ^wtt zu berichten. Die Wahl wnrde trotzdein ratifiziert und die einundzwanzig jungen Mädchen traten chre Neise nach Europa an. Tie sind bereits seit zwei Wochen auf englischem Boden, haben Schottland im Fluge besichtigt und auch Shakespeares Geburtsstadt und Grab in Stratford am Avon besucht. — ~ („A u s d e sch w ä b i s ch e E i s e n b a h n a ..") Die Heilbroiiner „Neckarzeitnng" berichtet, leider unter veT-lnillter Ortsangabe, ein Lokalbahnstückchen, dos sich in der Nähe einer schwäbischen Oberamts-stadt zugetragen hat. Aus deiu Ziigle war nämlich unterwegs ein Schwein herausgesprungen, was der Zngmeister mit großeil, Schrecken erst auf der nächsten Station bemerkte. Nach einerKonfer.'nz mit dem nnt. fahrenden Metzger, der energisch sein Eigentum re-klailnerte, faßte der tüchtige Beamte einen inänn-llchen Entschluß. „Alles ansschteiga!" schrie er in di<' zwei Passagierwagen hinein, bestieg dann mit seinem Schaffner und Wagenwärter das Zügle. lj^ Kontre-danipf geben und fnhr nach der soeben verlassenen Station zurück, nm das Säule zl, suchen. Es wnrde auch bald auf einer, nur IM Meter abwärts liegen oen W,e,o gesehen, wo es behaglich grunzend und Miwauzrmgelnd sich seiner Freiheit frente. Zugmeister ^channer uud Wagenwärter umzingelten nun da^ ahnnngc'lose Tier, das laut M-eiend und sich heftig sträubend von ihncn im Tnunrph zum Zügle trau"-Portiert, ne,l verladen nnd nunmehr vom Wagen warter streng bewacht wnrde. Tann ging's wieder m,t Volldampf vorwärts und die geduldig auf der anderen station anfs Tnnle nnd auft' Ziigle wartenden „VadaschielX'" konnten dann glücklich mit nahezu emstündiger Verspätung ihre Fahrt fort-setzen. -^ sV iz a r reri e n d e r M o d o.) In dcu vornehmen internationalen Modebädern und übowll ""wo schöne und reiche Frauen zu finden sind, downdcr^ ,n den vornehmen Vierteln von Paris und .'tt'wnorl, lann man, lme die .Moderne plinst" (Verlag N,chard Pong, Berlin) berichtet, in allernenester >iM aus zierlichen und Wohlgepflegteil Frauenhänden l"N> der sie alle nur ins lautete die trotzige Autwort. „So schleppte sich's hiii, bis ungefähr acht Iahn' >wch ,hrer Hochzeit au einem garstigen Wintertag "" neuer Läriu eiltstand: sie sei wahnsinnig geworbn die Unglückliche. Eine Vänerin hatte sie im "wide getroffen' sie trug ihr Hochzeitskleid, lachtc uno im^g __ ,,„h s„ch^ Vluiucn im Schnee. Es rührte uns Men aus Herz, als wir diesen Bericht hörten/' ^nimer erregter lauschton die Auwesenden diese, fischen Geschichte. ateml^"'' ^'" ^'" ^ ^^""'" ll'agte Martha ..Dann kanl das Ende - eiii grausiges Elide.' '^"' ^c,haiines. von dei' Eriniierung selbst gequält «^er alte ^.'iiller holte den Kreisarzt: ein paar Lentc -'dem Torf unter Führung der Vänerin und Ve> ^u uung d^. „„^j^ich^ Mntter. machten sich anf Ab>. l "'" '""^' Weib zu holen, zu beschwichtigen ein? , k lü' die Leute sah. entfloh sie - es wart „, uo,tlo^. Hetzjagd angestellt . . . Endlich fant Nnckf ^ Spnren im Schuee uüeder. spät in de, sem ^." mußte über die Friedhofsmauer gekletter ein ^'^' Totenkapelle staud offen. Man drang dor siun^ ""^ !"'^ ^'^ l^liii «starrte Leiche der Wahn 5l>^ ^ hatte sich an, Gürtel ihres Hochzeits '^''"kiängt." ^ntfetzlich," stöhnte Martha auf. !>,-...,'^ Männer blickten stuinm zur Erde, sichtli drei Höre, , "'""sten Ausdrucks an. (Fortsehnng folgt.) ein^n eigenartigen Schmuck bemerken. Es ist das Neueste auf dem Gebiete der Goldschmirdetiiiist und die nenefte Modelaune: goldene Handschuhe in >ietteiipanzermanicr, reich mit Edelsteinen, zumeist vielfarbigen befetzt. Gewöhnlich trägt man nur einen Handschuh dieser Art, und zwar auf der linteu Hand. Aber auch dieser „einseitige." Lurus vermag schon ein recht gefülltes Portemonnaie zu leeren; kostet doch ein solcher Handschuh, je nach der Güte des Goldes und dcr Zahl der aufgesetzten Edelsteine 5Ml) bis !lM Mark. — Übrigens hat Frau Mode. auch für Herren eine ähnliche, wenn anch weniger kostfpielige Neuheit aufgebracht: es ist eine Krawatte aus Silberfäden, die Erfiudnug eines Wiesbadener Juweliers, von der ein Eremplar immerhin gegen l5l) Mark tostet. '^ (2 2 Kinder.) Ans Paris, 25. d., wird telegraphiert: Senator Piot, der eifrige Apostel gegen die Entvölkerung Frankreichs, erhält seit mehreren Jahren von der belgischen Handelskammer in Paris lM Franken zur Unterstützung Zweier mit vielen bindern gesegneten armeil ^eute. Dieser Vetrag wurde heuer au den Taglöhner Moriot und den Landmaun Vriot, die beide iu der Provinz seßhaft find, verteilt. Beide sind Väter von je 22 Kindern, von denen 20, bezw. 17 noch am Leben find. - (D e r g e h o r s a m e Je a u.) Baron v. i>i. hat Zwei Herren zu Tische geladen. AIs der Diener mit einer Schüssel erscheint, fragt er: „Was ist das?" „Das ist Huhn, Herr Baron!" — „Du mußt noch viel lernen," belehrte der Baroii seinen Diener nach dem Weggang dcr Gäste. „Warum sagtest du: „Das ist Huhn?" Du hast mir damit wenig Ehre gemacht. Gewöhne dich daran, in solchem Falle künstig die Mehrzahl zn gebrauchen, es klingt doch viel bester, wenn du fagst: „Das sind Hühner!" -^ AIs der Baron wieder einige Frennde bewirtet, richtet er an den mit einer Schüssel hereintretenden Diener die-selbe Frage: „Was ist das?" — Mit schlauem Augen-blinzcln nach den Gästen hin erwidert Jean: „Tao find Ninder, Herr Baron!" Lolal- und Promnzial-Nachrichten. Die Karstbahn-Eröffnung 1857. (Fortsetzung lind Schluß.) Nach beendeter Schlußfleinlegung und erfolgwr Einweihung der Lokomotive wurde das Tedeum an-ge,timmt, worauf Seine Majchät dm Einzng in die festlich geschmückte Stadt hielt. Im Nesidenzpalaste angekommen, nahm Seine Majestät die ehrfurchtsvolle Aufwartung sämtlicher Zivil- und Militärbchörden sowie der Vertreter der Gemeinde nnd des Handelsstande» entgegen. Sodann begann das Diner, welches dc>5 Mu-nizipinm im Vereiue mit der Handelskammer gab. wobei zwei Mnsiktapellen abwechselnd spielten. Alc die Champagnerflaschen geöffnet wnrden, erhob sich der Podest:',. Nitter von Tomasini, wies anf die Be dentung des Festes hiu nnd brachte die Gesnndhei! de<' Allerhöchsten >taiferhaufes aus. Alle Anwesende», stimmten mit einem dreimaligen begeisterten „Hoch' Nach verschiedenen Toasten trat Seine Erzellen,' der Iinauzminister Freiherr von Brück in die Miw des Saales und pries iu lnnge,rcr Nede die hohl Vedeutuug der zustandegebrachteu Eisenbahnverbin dnng zwischen Wien und Trieft, welche Bedentnm mit der zn erwartenden Snezkanaleröffnung nocl gewinneii lrerde. Er trank auf das Wohl des un° ermüdeien Verfechters dieses großartigeii Unter nehmeus, Herrn Ferdinand von Lesseps, mit den Wuusche. seinen Mnt nicht sinl'eii zu lassen. 'Seine Majestät der Kaiser besichtigte im Lauf, des Nachmittages das Lloyd-Arseual und wohute den Ttapellauf des Dampfbootes „Imperatore" bei , Abends uahm Seiue Maiestät ini Theater Maurom" an einer Vorstellung teil, lebhast vom versammelte! Publikum akklamiert. Unmittelbar darauf trat de Kaiser mit den Erzherzogen uud mit der Suite di^ Nückreise nach Wien an. Das Nachtlager wurde ii Prestranet gehalten nnd die Neise um 7 Uhr friil fortgesetzt. Die Lloydgesellschaft bereitete tagsdarauf dei hoheu Gästen eiile Dampflustfahrt im Golf voi Triest, indeiu sie zu dieseiu Zwecke die Dampfer Jupiter, Kalkutta, Neptnn. Milano. Trieste, Finuie Ionio. Laitio nnd Beuaro bereitwilligst ^nr Per fugnng stellte. An dieser Stelle wäre noch zn bemerken daß der Gemeinderat von Triest in seiner Titznni voui 23. Juli 1857 einstimmig den Beschluß gefaß hatte. Seiner Exzellenz dem Handelsminister Nitw von Toggenbnrg und deui Ministerialrate Ritter vol Ghega in Würdignng ihrer großen Verdienste nm di Bahii das Ehrenbürgerrecht zn verleihen. Zur Erinnerung an die Eröffnung der Bahnstrecke Laibach Triest erschien über Veraülassung des Handelsministerinms ein prachtvolles Album, das nebst einer historisch-technischen Darstellung der Bahn '»wischen Laibach und Triest, dereu Tituationsplan und Läng^uprofil sowie einem Situationsplau und einem Längenprofil der Tammherstellnng im Laibacher Moorboden auf 14 Alätteru die wichtigsten Punkte und Bauobjekte zur gelungensten Dai-stelluug bringt. Auch eiu Gedächtnistaler unirde ans demselben Anlasse geprägt. Mittwoch den W. Juli 1857 sand die vom Lai° bacher Stadtmagistrate veranstaltete festliche Beleuchtung der Adelsberger Grotte statt, welche eiu wiir-öiges Finale der großartigen Feierlichkeiten bei der Eröffnung der Karstbahn bildete. Zwischen acht nnd neun Uhr vormittags brach-ten zwei Separatzüge, welche das Handelsministerium iu der bereitwilligsten Weise zur Disposition gestellt hatte, die Gäste aus der Landeshauptstadt Krams. Die beiden Teparatzüge alls Triest trafen wegen Entgleisung eine» Waggons bei Ober-Leiec-e. wodurch eine anderthalbstündige Verspätuug verursacht wurde, erst mn 1 Uhr ein. Um 10 Uhr erstrahlte die Grotw im vollsten Lichtglanze, da d'ie Grottenverwaltung alles aufgeboten hatte, eine möglichst imposante Illilmination zu erreichen. Bei der großen Hitze im Freieu war der Temperaturwechsel in den kühlen Grotten rail men anfangs empfindlich, aber bald fühlte man deren erfrischende Wirkung. Das felfige Flnßbett der Poik war an der Stelle, wo sich der Fluß in die osfene Vergspalte stürzt, wegen der andauernden Dürre völlig trocken, und es fehlte daher dem großen Dome das in der Tk'se rauschende Wasser: nnr einzelne Tümpel bezeichneten unterirdisch den Lauf des Flusses. In: Tauzsaale drehten sich lustig junge Paare beim Klänge der anfgespielten Ländler. Besonders imposant war die Beleuchtung des großen Domes, des Tanzsaales , nnd des Gnabmales, am meisten jedoch fesselte die Vesncher die Aussicht vom Belvedere und vom Kai» . varieuberge. Die Franz Josef- und Elisabeth-Grotte erregten dnrch dien blendende Weiße und Unverletzt» heit ihrer Stalaktiten und Draperien allgemeine Bewunderung. Auch bereitete den Gästen ein un-erwartetem Vergnügen der Laibacher Männergesangs' verein, der unter der Loitimg des Musikdirektors Nedved auf der Höhe des Kalvarienberges mehrere Männerchöre anstimmte, deren Wirkung ergreifend > ',» nennen war. Die Wege wareil vorzüglich gebahnt nnd die Ausschmückung der Grotte derartig, daß man ' unwillkürlich der umsichtigen Leitung des Herru Be» - zirksvorstehers v. Murnik volle Auerkennnng zollen ' mnßte. Die Zahl der Besucher während der fünf Stun» - den dauernden festlichen Beleuchtung mag etwa ANM . betragen haben. Nach 3 Uhr versammelten fich die ? Gäste auf dem Valnchofe zum Dejeuner, das der 1 Gemeinderat und die Handelskammer von Triest gaben. Unter den hohen Gästen befandeil sich anch t Ihre Erzellenzen die Herren Minister von der Heydt l ans Preußeu, von Behr alls Sachsen. Freiherr von ' Bach uud Nitter von, Toggenbnrg. Die heiterste Stimmung beseelte das Abschieds-; mahl nnd in den nie enden wollenden Toasten sprach ^ sich die allgemeine l'ilx'rzeugung von der hohen Ne-.' deutnng der neneu Bahnstrecke für den Welthandel - ans. .7. s^, Dienstreise des Herrn Landespriisidcnten im ^ Bezirke Loitsch i Der Herr Landespräsidcnt Theodor Schwarz traf am 2< d. M. in Begleitung dec-, Präsidialvor» r standes Herrn ^andesregiernngsrates Wilhelm 1 Haas mit dein Morgeneilzuge iu Loitsch eiu, wo er am Bahnhose von den Herreu Vezirkshanptlnann r I, Kremenkek, dem Gemeindevorsteher vo.l ü Unterloitsch Postmeister Adolf M n l l e v . den Ge-r nieinderäten de Gleria und Lapnh fowi^' dein c Sämlk'iter Stanislaus Legat ehrfurchtsvoll bo° „ grüßt wurde. Uuter Führung des H<'rrn Gemeinde-h vorsiehers besichtigte der Herr Landeschef gleich nach dl'r Aiikunft die bekanntlch musterhaft eingerichtete , Genosseiischaftsmolkerei in Uuterloitfch und fetzte dann i die Fahrt nach Oberlotisch fort. wo im Gebände der : Vezirkshanptmannschaft die Vorstellnng säintlicher >. Beamten des politischen, bezw. Finanz- nnd Steuor- dienstes erfolgte: außerdem warm Herr Adjunkt i, Prevec als dennaliger Gerichtsleiter, die Herreu -s Pfarrer L avri <" nnd N i h a r von Oberloitsch und t Plaiiina. Herr Kaplan Z a p l c> t u i k, Herr Ober^ r lehrer V u n 5-n h , Herr Ttationsck>ef Vidir. ei,le ,l Deputation der Gemeinde Planina u. a. erschielien, e Del- Herr Landespräsidellt besichtigte hierauf die Amtslokalitäten und stattete beim Herru Ortspfarrcr, Laibacher Zeituna Nr. 170 1586 27. Juli 1907. dem Herrn Gerichtsvorsteher und bei der Fran Ge-luahlin des Bezirkshauptlnaunes Besllche ab, wo er auch ein Dejeuner eiiniahnr. Gegen Mittag erfolgte die Abfahrt nach Idria; uliterwegs wurde der Herr Landespräsideut in Hote-derschitz und Godoviö freundlichst begrüßt. An erstere», Orte hatten sich Herr Pfarrer I arc uud Herr lA'ineindevoiiteher P e t t' o v ^ e t' niit den Genieinde-Vertretern, an letzterem die Herren Pfarrer Bobek, Kaplan Pravhar cms Schwarzenberg, die Vertreter der Gemeinde uud des Ortsschulrates Godoviö, bezw. Schwarzeubcrg fowie die Ortsfcuerwchr ein-gefunden. Ebenso wiirdig als herzlich gestaltete sich der Eilipsang in d>er alten, weiin allch etwas weltentrückten, so doch weltbekannten Bergstndt Idria, welche reichen Flaggenschliiuck auswies, wobei insbesondere die sebr geschmackvolleDekorierulig der Werks-banlichkeiten auffiel. Der Herr Landespräsident, bei dessen Einfahrt in die Stadt alter bergmännischer Sitte gemäß Pöllerschüsse erdröhnten, wurde vor seinem Absteigequartier (Hotel zum schwarzen Adler) vom Herrn Oberl>ergrate Billet uud Herrn Bürgermeister i>epetavec bewillkoinniuet und lieh biebei seiner Freude Ausdruck, die aufstrebende Stadt Idria besuckien zn können, deren Wohl nnd Gedeihen nach Kräfte«: zu förderii er stets bestrebt seiu loerde. Bald nach der Aukunft verfügte sich der Herr Präsident in da,5 städtische Rathaus, desseli ebenso praktische als geschmackvolle nnd moderne bauliche und innere Gestaltung rückhaltlose Bewunderung finden mim und empfing dort eine lange Neihe von Persönlichkeiten und Abordnungen, so u. a.: den Herrn Oberbergrat Josef Billek mit den Nergräten K o r -5 i 5- und Svoboda sowie alleu dienstfreien Berg. beamten, die unter Führung des Herrn Viirger-Meisters ^epetavec erschienene Stadtgemeiude-Vertretung, die Geistlichkeit der Stadt nnd Umgebung, geführt vom Herrn Dechanten nnd Laudtagsabge-ordneten Michael Arko. den Herrn Bezirksrichter Heinrich S t n r m, die Herren Vorstände der Forst-nnd Domänenverwaltungen Idria I und II Fri e d -r i ch nnd P ohl, Herrn Steuereinnehmer K rap >< nnt seinem Neamtenpersonale, Herrn Professor Karl Lapajne als Vertreter der städtischen Nealschnle, Herrn Distriktsarzt Johann ^ nntar, den Obmann des Bezirksstraßenailsschnsses Idria Herrn Jan Gruden, die Lehrerschaft der Werksvolksschule uud der Klöppeleischule unter Führung dcs Herrn Direktors N o v a k, die Herren Postmeister H elinich, Gemeindevorsteher Ritter von Premerst.ein au? Dole, Johann >'l en d a alls Unter°Idria, Anton Kopai- aus Sairach, die Herren Oberlehrer Va-jec aus Unter-Idria und Franz Silvester an5 Scl^varzenberg, eine Deputation des Anfsichtsperso-liales des Bergwerkes, eine Abordnung der Forst-nrbeiter, zwei Bergarbeiter-Deputationen nnd zahl-reiche sonstige Personen. Der Herr Landespräsident besichtigte hierauf die Werksvolksschule und deren reiche, von verständnisvoller Zusammenstelluug zeugende Lehrmittelausstellung nnd dann die herrlich gelegene Realschule, den Stolz Idrias. Nach Besuchen beim Hernn Oberbergrate, wo sich der Herr Landeschef in das weit über hundert Jahre alte Gedenkbuch eintrng, beim Herrn Bürgermeister und dem Herrn Nezirksrichter wurde eiue Rund-fahrt durch die Stadt uuternommen, wobei der Herr Landeschef nnter der ungemein iustrnttiven Führung der Hewen Oberbergrat Villek, Bergräte Kor» «i<" und Svoboda fowie des Herrn Hüttenvcr-walters Penko die Aufbereitung sowie verschiedene sonstige, obertags gelegene Werke und maschinelle Anlagen in Augenschein nahm. Nach dein Souper, welchem auch die Herreu Oberbergrat Villek uud Bürgermeister Hepe-tavec zugezogen waren, begab sich der Herr Präsident, emer an ihn ergangenen freundlichenEinladnng folgend, in die im zweiten Stockwerke des Hotels gelegenen, nnt auserlesenstem Geschmacke festlich de» lorierten Nänme des Kasinovereines, wo sich zahlreiche Honoratioren Idrias zu einem Gesellschafts-abende znsamlnengefilndcn hatten, der einchi fehr aniniierten Verlanf nahm, wobei der Herr Oberbergrat den Herrn Landeschef in warm empfundenen und von letzterem herzlich 'erwiderten Worten namens des Vereines bewillkommnete. Vor dem Hotel brachte die Vergarbeiterkapelle eine Reihe gutgewählter P,'5cen in der eraktestcn Weise zum Vortrage, wozu sich auf dem Platze ein ungezählte Audi'to rinüi eingefunden hatte, das anch der elektrischen äußeren Beleuchtung des Stadthauses besonderes Interesse entgegenbrachte. Die anf eineil zwanglosen genlütlichcn Toi, gestimmte Zusammeukuuft nahm erst gegen Mitternacht ihr Eude. Die Morgenstunden des nächstei, Tages beuütztc der 'Herr Präsident zu einen, Besuche der Werks-Hütte, wo Herr Oberhüttenverwalter Elavik den Betrieb in klarer nnd anch dem Laien einen vollen Einblick gewährender Weise erörterte; hierauf wurde noch die Zinnoberfabrik, das Werksfpital nnd einige Arbeiterwohnnngen besichtigt. Bei der Rückfahrt nahm der Herr Landespräsident die Lokalitäten des Spitzen, kurses in Augenschein, stattete beim Herrn Techanten einen Besuch ab uud begab sich sohln in die altehrwürdige Ttadtpfarrkirche. Die Rückfahrt nach Loitsch erfolgte nm halb elf Uhr; der Herr Präsident nahm bei der Abfährt neuerlich Anlas;, dein Herrn Bürgermeister und den Herren Vertretern der Bergbehörden gegenüber seiner ganz besonderen Befriedigung über alles gesehene und speziell auch über den schönen, so frenndlichen Empfang Auq-druck zu leihen. Von Loitfch erfolgte mit dem Postzuge die Weiterreise nach Ratet, wo Herr Bezirkshanptmann die am Bahnhofe erschienenenFunklionäre, die Hcrix'n Pfarrer Regen aii5 Mauritz, Gemeindevorsteher Fatur, Oberlehrer Schuller lc. vorstellte. Auf der Weiten fahrt wurde zunächst in Iirknitz Aufenthalt genommen, wo in der Gemeindekanzlei u. n. nachstehende Persönlichkeiten empfangen wnrdeni Herr Bezirks-richter Persch^, Herr Gemeindevorsteher «erko mit mehreren Mitgliedern der Gemeindevertretung, Herr Pfarrer Raj^evi^ aus Grahovo mit dem Ortskaplan Herrn Pavlin in Vertretung des er krankten Herrn Dekans, Herr Notar Rohr-m a n n , die Beamten des Steneramtes, der Obmann des Ortsschnlrates Herr Postmeister Zagor->an, Herr Feuerivelu-Hauptmann Obreza, die/ Herren Oberlehrer ^ e st, L i k ar, T e r in e l j u. a. Nachdem der Herr Präsident beim Herrn Bezirks-richter uud iu der Offiziersmefse des k. u. k. 27. In-fautcrieregiments kurze Besuche abgestattet hatte, erfolgte die Weilerreise nach Laao. Die Einlvolmer schaft des mil Falmel, i-eich geschmückten Städtchens empfing den Herrn Landeschef in der frenndlichsten nnd ehrerbietigsten Weise, worauf im Gasthose Lah verschiedene Fuuktiouäre. Deputationen und Parteien rhl-e Aufwartung machten, so Herr Bürger nieistcr 55 n i d a r 5 i <' mit mehreren Gemeinderälen, die Beamten de5 Bezirksgerichtes unter Führuug des dermaligen Amtsleitero .Nrrn Adjunkten Picek, die Herren Pfarradministrator H a n p t m a n n ano Altenmartt nnd Pfarrer Kni/ek aus Vabenfeld, Herr Forstmeister nnd Gutsbesitzer H. Scholl-ni a ver - Li ch tend e r g , die Herren Beamten des Steueramte», Herr Tistrikt5arzt Dr. )i e u b e r g e r. der Oblnann de5 Bezirksstm^enansschusses Postmeister Gregor L a l,, Hl'rr Oberlehrer ^ebre mit der Lelnerschaft von Altenmartt, Herr Gemeinde-Vorsteher ^krbec auo Altcnmartt mit zahlreiche» Mitgliedern der Gemeindevertretung, die Herren Ortsschnlratoobmänner Bovee von Iggeudorf und Turk aus Altenmarkt usw. Bei der Verabschiedung vom Herrn Vezirtshauptmaune, welcher bis Laas mitgefahren war, betonte der Herr Präsideut zu wie-derholteinnalen, wie sehr e5 ihu inlerefsiert habe, deu auogedehuten Bezirk Loitfch näher kennen zu lernen, und der Bevölkerung, bezw. deren bernfenen Ver-tr.tern iu den Huuptorteu des Bezirkes nähertreten und sich über deren lvesentliche Anliegen informieren zu löuue». Der Herr Landeschef nahm die besten Eindrücke mit fich nnd war dnrch die vertrauensvolle Offenheit, mit der ihm die vielfachen, meist wirtsckast-licke Fragen betreffenden Anliegen vorgebracht wurden, besonders erfreut. Einer liebenswürdigen Einladnng Ihrer> Durchlaucht der Frau Prinzessin T ch ö n b u r g ° W a l-den bürg Folge leistend, begab sich der Herr Lan-deochcf mit feinem Begleiter znr Übernachtung uach Schloß Schneeberg, von wo die Rückkehr nach Laibach gestern abends erfolgte. - (S i tz u n g d e s k. k. L a n d c s s ch u l r a te s für Krain) vom 17. Juli 1N07. Ernannt wnrdeu zn definitiven Lehrerinnen an der Volksschule in Et. Varthlmä die provisorische Leh'rerin daselbst Eulalia T a v i-a r uud Johanna P re m elc-, zum Oberlehix'r an der Volksschule iu Flödnigg der Leh rer nnd Leiter der Volksschnle in Mav^iöe Fraiiz (5 i » h a , zilni definitiven Lehrer und Leiter der Volksschule iu Iggdorf der provisorische Lehrer iu Ledine Franz Iurjev5iö uud zum defiuitiveu Lehrer all der Volksschule iu Großlaschitz der provisorische Lehrer in Nob Konrad Fink. — Versetzt wurden der definitive Lehrer in Pöllandl Matthias Petfchauer als Lehrer und Leiter an die Volko fchnle iii Lichtenbach uiid die definitive Lehrerin in Töplitz Marie A r ch au die zweiklafsige Volksschllle in Podkraf. — In den dauernden Ruhestand wurden versetzt Marie I a n 5 a , Lehrerin in Lengenfeld, und die qnieszierten Lehrerinnen Marianne T a n z he r-Ia ni ^ et nnd Theresia Friedrich in Laibach. ^ Dein Gesnche eine^ anieszierten Ober- lehrero um Reaktivieruiig wlirde keine Folge gegeben. — Das Gesnch um Erweiterung der dreiklassigen Volksschule iu Dom/.ale allf vier Klassen wurde abgewiesen, hingegen die Errichtung der Volksschule in Wirtscheudorf als gemischte Zweiklassige Volksschule t>erfügt. - Hiiisichtlich der Besetzung einer Hauptlehrei-stelle au der hiesigen k. k. Lehrerinnen-' bildnngsanstalt wurde über deu zu stellenden Antrag Beschluß gefaßt. -- Verlieheii wurden die Professor Franz Metelkoschen l> Stiftplätze für Landschlillehrer nnd die Geldprämien des bestandenen Garteuban-vereines. ^ Eiidlich wurde der Inspektionsdericht bezüglich einer Volksschule zur .Neuntnis genonünen uiid die Einfiihrimg des uiigeteilten Vorniittags-iliiterrichtes au deu Volksschulen in Anersperg und Laserbach bewilligt. — < I ii st a l l a ti o ii des A ii r g e r m e i st e r s.) Seine Majestät der Baiser hat die Wiederwahl des Abgeordneten Ivan Hribar zuin Bürgermeister von Lnibach zu genehimigen geruht. Die feierliche Justallation des Bürgermeisters fiudet Sanistag, deii :i. August, statt. -^ (V er ei nfachun ge ii i ii den Titelu der Steuerä inter und der Steuer-aui ts b e aui te n.) Auf Griliid Allerhöchster Ermächtigung hat der Finanzminister, von der Absicht geleitet, im Bereiche seines Ressorts die Verwaltung nach Möglichkeit zn vereinfachen,, die Kategorisieruna. der Ttenerämter nach Hauptsteuerämtcrn nnd Ttener-ämtern anfgeholx'n. Hand iu Hand mit diefer Vereinfachung wurden auch die Titel der steuerämtlichen Bediensteten in der Art geändert, daß innerhalb jeder Rangsklasse künftighin nur ein einheitlicher Dieust-titel lx'stehen wird, welcher für die achte Rangsklasse Steucroberverwalter, für die nennte Rangstlasse Stenerverwalter, für die zehnte Nangsklasse Ttener-offizial, für die elfte Nangsklasse Steuerassisteut ulid für die Praktikanten Steuerpraktikaut zu lauten hat. Die beiden Oberbeamten jedes Cteueramtes habeu sich in dieser Fnnktion neben dem ihnen nach der Rangsklasse nlkoiinnendeii Titel anch noch der dienstlichen Bezeichnung „Amtsvorstand", beziehungsweise „Kontrollor" zu bedienen. — (Unreelles Vorgeben von Hand. lu » gsrei s e n d e >i.) Laut Erlasses des k. k. Han-delsministerinms haben in letzterer Zeit die Klagen über unreelles Vorgehe», von Handlnngsreisenden, insbesondere auch vou solcheu auslälidischer Firmen, in bedeutendem Maße zngenominen. Die in zahlreichen Fällen gepflogenen, teilweise auch zum Anlasse strafgerichtlicher Untersuchung geuommenen Er-Hebungen haben als typisches Bild folgendes c»r-gebcn: Durch Überrednl,gsknnst und phautasievollc Anpreisung des Handlnngsreisenden in, Vereiile mit geschäftlicher Unerfahrenheit nnd Unüberlegtheit des bunden wird dieser oft zu einer das Maß seines Bedarfes weit iibcrsteigent>en Bestellung veranlaßt, nicht selten aber auch die Uuaufinerksamkeit des Kunden beim Abschlüsse dazn benützt, seine Unterschrift anf einem Bestellformulare zu erhalten, welches auf größere als die vou ihm lx'absichtig ten Bestellungen oder anf von ihm nicht gewollte Vertrags-bestimmnngen lantet. Aber anch bei ordunngsmäßiger Ansfüllnng der Bestellscheine kommen Liefernngen von Waren in größeren Mengen oder zn höhcrem Preife, als vereinbart wurde, vor. Dies ist darauf znrückzuführen, daß der Neisende den Auftrag in eiuer ablveichendeu Weise seiner Firma mitteilt, um höhere Provision zu erlangen, darauf bauend, daß der 5lunde uach Empfangnahme der Ware, um weiteren Uiiannehnilichkeiteu auszuweichen, diese doch behalten werde. Schließlich betrifft ein Teil der erhobenen Fälle die Tatsache, daß nach den Angaben, beziehungsweise Proben des Reisenden für gnt uiid preiswürdig befundene Ware in schlechter oft gänzlich unbrauchbarer Vefchaffeuheit geliefert wird. Zumeist sind es bäuerliche Landwirte, Krämer und abseits von regerem Verkehre etablierte Geschäftslente, bei welcheu solche Praktiken versncht Nx'rden, Der in solchen Vorfällen Verletzte ist häufig außerstande, den ordentlichen Rechtsweg wirksam zu verfolgen, und auch die Anwendbarkeit des allgemeinen Strafgesetzes ist nicht immer gegeben. Es erscheint daher um so dringender geboten, daß dnrch strenge Hand-habulig der auf die Haiidliingsreiseiidei, bezüglichen gewerberechtlichen Vorschriften den, geschilderten unreellen Gebaren tunlichst der Bodeu eutzogeu werde. lTrauung.) Am W. d. M. fand in der Währinger Pfarrkirche in Wien die Vermählung des Herrn Dr. Richard F ö r g , Assisteuteu am Seearsenal in Pola. eines gebürtigen Laibachers, mit Fräulciu ^lona Viehler v. B i e l, l e r s e e, Oberleut-nantstochter, statt. (Promotionen.) An der Wiener Technik wnrden die Herren Milan Lenaröi? und Milan V i d m a r zu Maschineningenienren promoviert. Laibacher Zeitung Nr. 170. 1587 27. Juli 1907. Lx'rvu ^ . "''' ^ " ' al l.) I,n Haus. d^ Viktor Nohrniann an de. 4.cn^tni^ ^.^„cte sich gestern cin schlverer Un-, . ^"' ?,"^' ^"l)n tn'5 genmlnten Handclsiuan-n<^ H^l-i' ^ntlx'a.nter ^iaor Nohiniann, lud einen .mpcii"^volv", uwrm.f dessen iüi.A'icr Bruder die 7VMN' m die Hmid nahui. Er manipuliert aber dmnit w unlilncklich, daß der Nevolverlosqina und der m ere Bruder einen tödlichen Zchns-, in d'0n >tops ennelt. .^ T<>r Porfall ruft in der Stadt qrone-^u?,el,en iiild cillgemeine Teilnahme hervor. , . , ^^ ' '" '^ u l > r c> <5 !>,-. d.) wurde die öffeiltliche Lesehalle in der VeqaMse Nr. ^ "c>n m^esamt 5)7.^ Leiern besucht, n,as einer durch-'chiuttl,chcn Frequenz von x:'. Personen pro Taq ent° wrlcht. ^ l^erein^wescn.) Tas f. f. Lande5-Prasiduim fiiv ,Ii^<> ixodiii/^VllliK» ltvo" »nt dein ^'Ke in Unter-Loitsch, nach Inhalt der vorgelebten Statuten, im Tiiuie dco Vereinsstefetzes ,'^nr ,^<'N!itni^ l^uonnnen. <. (Gewaltsame Einsperruna einer ^ ^ad.) Nei eincm an dcr Peterc'straße wohnenden ."iehlhandler hat eine 3:^jährige, alo Ma^d bediei, stete Witwe wcqen grober Vehandluna den Dienst gekündigt. Am Tage dec- Austrittes gelaug es der ^.'enslfrau, die Magd durch gütliche» Zureden znm ^erbleiden im Dienste zu öeloegen. Nach einigcn nanne zu übergeben ^ie ^rancusperson eilte lneranf zu dem auf dein Marien Platze postierten Sicherdcitsivachmm.ne n»d händigte ihm den Brief ein. Der Wachmann begab sich a», dic Peterc-strane und befreite die Magd aus ihrem >iertei' - Der Dienstgeber wird sich natürlich dos Gericht ^il derautivorten habe», (Statt eines Hundes eine Hran "ngesangen.) Gestern n,orgens ging cine Fran m,t ihrem Pintschvr ans deu Markt. M' sie ans den Vodinkplatz ka,n, umreu schon zwei Wasennieister- "echte auf ihr«- Fährte und warfen ihren Fang . "M '"' 'narkenlosen H,md, ohne ihu jedoch h >id 'A's'^ ^!". ^' ^'"" ^'' U'N'm Lieblinge dro-nd Gefahr ,ah, verließ sie eiligst den Marktplatz und Nef mlt dem Pintscher gegen die SchiesMttgasse. ^ e W,ie,iineiUerknechte aber ließen auch nicht nach, ,0 der, wanfen fortwährend ihren Lasso nach den, '3d' "'/'' "^^"' ""^'fangen!" dachten sich die d<'dln. aber welch Mißgeschick nicht der Pintscher wndm, der kleine Fnß der Dame steckte in der "-" WM. . . schallende Heiterkeit der Passanten be V > ^ !?. ?'^"'""' I"ter.i.ezzo, während dc'r -p'l!t,cher klugllcherweije das Weite suchte. W^i^ ^.? " eiues Ta ni p f s ä g e »v e r k e s,) A"f Leo AnerZperg laßt nächst 5elimlje, am ri^ des Mokerc, ein großes Dampfsägewerk er-nie >-"^ Vauarbeiteu. mit deren Leitung Inge-> ,ü>f 'Anlage zil VeleuchkiingsZn>eckeu. Das Säge^ tel>^ ^'"^ ^" M'äflichen Forstamt in 5elimlie ^lcphoniich verbunden sein. >ri.'s/^°^' Einbruchsdiebstahl in w ,'n. Z" ^'" ^^'^ "'s den ^. d. M. lvurde '" ^"est ein gros^'r Ein ""'"bl- 2ic Einbrecher trugen verschie ,sirm,.>.? ^'^"^""^ üu Gesamtluerte von l5nmten) „„I is) i^n- Hochamt: Schntzengel^ w.'vm^ ^ahauii Schiveiver, Graduate <',i^t<>ai !>v.v- "°" Foerstcr, Offertoriun, .v<, w 1>0,niin> ^' lwn Dr. Franz Witk. ^ ZN der Stadtpfarrkirche St. Jakob. 'wsh^.'"""g. den 2«. Juli (X. Sonntag, l"» s, s?'"^le». Patrocilinlin der Ttadtpfarrkirche), n,^ ^lb U) ^^. H^^,^. sechste Messe in T°MolI ''"n^/-?^ ""d Orchester von W. E. Hor.'.k, Graduate lm-,.' ^" ''"^ I»!'in<-i,><^ von Anton Foerster, Of ^"" ^» "MIX'!!! «<'!!!>!>! von Mor. Vrosig. Telegramme des l. l. !clcMhcil'zlMlll>l!l,t!cilz'Vllrcllils. Die Vorgänge iu Korea. Sönl, 2l). Inli. Es iverden Vorlehriingen für den schnellen Transport vo» MlX) Matrosen ans Chemulpo getroffen. Sie werde» jedoch nicht regui-riert werden, lvenn es nicht durchaus notwendig ist. Die Ankunft von -lMU Mann Dyn Dyitsu^TrilpPen beginnt Freitag in Fusan, da Marquis Ito seine Znstilumuug zur Sendung japanischer Truppen nach Söul gegeben hat, um die brennenden Fragen der Entwaffnung der koreanischen Armee nnd der Trennung des Erkaiser5 von feinen Truppen nnd Na,t gebern zu lösen. Das koreanische.Kabinett ist darauf vorbereitet, diese Forderungen zn erfüllen, wenn <^ nügend Trnppen zur Verfügung stehen. Als das Abkommen bekanntgegeben wnrde, kamen die Gemahl linnen der alten Staatsmänner in Scharen zum Palaste. Weinend und wehklagend trnge» sie sogleich alles Tragbare fort, bis der Palast aller möglichen Andenken beraubt war. Vieomte Hayashi äußerte sich einem Interviewer gegenüber, seine Mission sei mit dem Abschlüsse des Übereinkommens beendet. Er äußerte feruer, daß China fich am Schicksale Koreas ein warnendes Beispiel nelunen nnd sein Haus in Ordnung halten solle, da irgendeine starke Nation sich bewogeil fühlen könnte, die Ereignisse in Sönl zum Vorbilde zu nehmen. Ee til» je, ^<>. Juli. Vor kurzer Zeit waren in Belgrad Proklamationen veröffentlicht worden, welche die Unterschrift: „Die montenegrinische Jugend" trugen und die Montenegriner znr Revolution aufforderten. Diese Proklamationen wurden insgeheim im Distrikte Drobnjak l '<) eingeführt. Der znr Ausforschung der Verbreiter der Proklamationen entsendete Polizeibeamte wurde in seiner Kanzlei von HX! Ballern, die hiezu vom Deputierten und Priester Tonli»'' aufgereizt worden waren, umzingelt und daran gehindert, eine Untersuchung zu führen. Es wurde Militär znr Herstellung der Ördnnng gerufen-doch vern>eigerte» die Soldaten ihren Vorgefetzten den Gehorsam. Das Militärgericht verurteilte nun die Rädelsführer zn mehrjährigen Gefäiignisstrafe». Die Soldaten selbst wurden gleichfalls bestraft. Berlin, ^!, ^uli. Einer almtlichen Meldung zufolge verletzte im Nordostcn Berlins ein wahr-fäieinlich geisteskranker Manu vier linder lebensgefährlich durch Stiche in den Leib. Ein Kind ist bereits gestorben. Es heißt auch, ein fünftes Kind sei verletzt worden. Das Polizeipräsidinm sehte eine Belohnung von lM0 Mark auf die Ergreifung dieses Mannes aus. Alle Polizeireviere siud augewieseu, möglichst viele Patrouillen auf die Straßen zu senden, nm aufmerksame Umschau nach dem Täter zn halten. Dieser wird alo ein gut gekleideter großer Mann von 27> bis ^7 Jahren beschrieben. Petersburg, 2l>. Juli. Bei einer ini Zen-truni von Petersburg wohnenden wohlhabenden Estin wurde eine Hailsdurchsuchuiig vorgenommen, wobei Anzeichen eines nengeplanien Attentats gegen das Kaiserpaar gesunden wnrden. Der in der Woh nuug verhaftete Ingenieur Velocerkov trug Pläne des Peterhofer Palastes sowie der kaiserlichen Jachten bei sich. Ferner wnrden auch Bomben entdeckt. Verstorbene. Im Iivilspitale: Am 24. Juli. Franz Lamftei, Stadtarmer. «2 I,, Diabow« lnilitug. - Karl Kolman, Gerichtsdicncrssohu, 4 I., Speiseröhrengeschwüre. — Franz Noc, Taa,löhner, 41 I., ?ueu-monin. Nm 25. Juli, Nikolaus Vercz, Arbeiter, 26 I,, Tuber« lulose. — Anton Bajc, Gastwirt, 36 I., Tuberkulose. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 m. Mittl. Lustdruck 736 0 mm. H M ZK Z'^ ^ 2 U. N. 7i,1 5'"24-3 SW. schwach ! bewöllt ^" 9 U. Ab. 732 i) 17-7 windstiN ,theilw. heiter 27^7 U. F. 735 0, 17 ISO. schwach ! brwöltt jl? »t, V. Rtulolf-rakpart s. ^J* ^ ^a ^3 Danksagung. Dor Gefertigte fühlt sich verpflichtet, den Herren Ärzten, besonders dem Herrn Prof. Dr. von Valenta, für ihre große Mühe und erfolgreiche Hilfe in der Zeit der schweren Krankheit seiner Frau, den wärmsten Dank auszusprechen. Ebenso danke ich den Wärterinnen auf der Frauen-Abteilung für die sorgsame Bedienung. Ivan Hoc9 (2973) OToerlcorj.ca.Mfete-a.r. Motor- fajjfrjjf _ Voitu- PfldßF l^gg^^ PBttBD Laurin & Klement A. G. (1G92) Jungbunzlau, Böhmen. igi3 I Allen, die sich matt I und elend fühlen, I nervös und energielos sind, gibt Sana- ^M togen neuen Lebensmut und Lebens- ^M kraft. Von mehr als 5000 Professoren ^m und Ärzten glänzend bcgutaclitet. Zu ^M haben in Apotheken und Drogerien. ^H Broschüren versenden gratis und franko ^M Bauer & Co., Berlin SW 48, und die ¦ Generalvertretung C. Brady, Wien, I. H ¦L (2202) 13—9 JM ^H Viktor in Roza Rohrmanu uazuanjata ^J ^M potrtim sreem v svojcm in v imenu svojih otrok ^H ^H tor vseb sorodnikov prijateljem in /nancem pre- ^H ^l tužno vest, da sc je nju dobri in ljuhljeui »in, ^B ^| oziroma brat in ncèak, gospod ^H ¦ Viktor Rohrmann ¦ H baneni uradnik in e. in kr. rezervni kadet H ^1 danes ob 0. uri zjutraj v 26. letu svoje dobe, ^M ^M po kratki in mukepolni bolczni, previden s svoto- ^M ^m tajstvi, v boljše življenje presolil. ^M ^m Pogreb dragega in ljubega uam pokojnika ^M H vršil se bo v nedeljo dne 28. t. m. ob 6. uri ^M H zveèer iz mrtvasnice dezeine bolnice v rod- ^B WM binsko rakcv pri sv. Krištotu. ^H H Sv. maše zadušnice se bodo darovale v farni Wk H cerkvi sv. Petra in pri è. oo. franèiSkanih. H H V Ljubljani, dne 27. julija 1907. H Laibacher Zeitung Nr. 170. 1588 27 I,^ ,9^7 Heute Samstag den 27. d. M. großes Konzert im Hotel Südbahnhof (Seidl), Anfang1 8 Uhr abends. Eintritt frei. (2978) Mit sehr gutem Erfolge wird i» 1 T3 .-sZFf^ angewendet bei: U f&tj|!; Erkrankungen dor Luftwege Ja |g ||j Katarrhen des Rachens L |i^ ||i der Bronchien w l^JP Lungen und Brustfellentzündung. Niederlage liei den Herren Miohael Kastner und &*•¦" w^y/.«Peter Lassnik in Laibach. (1615) Um Unterschiebungen vorzubeugen, werden d'w V.'Y. Konsumenten von „Mattonin CHeßhübler" gi-bctun, die OriginalllascliD GicOhilbler Sauerbrunn bei Tische vor ihren Augen ülTnun zu lasson und don Korkbrand zu boachton. (2621).'3-3 Schweizerhaus. Jeden Sonntag: 4 Konzerte des Laibacher Streichsextettes, und zwar um 7 Uhr früh, 10 Uhr vormittags, 3 Uhr nachmittags und 7 Uhr abends. Täglich: 2 Konzerte, um 3 Uhr nachmittags und um 7 Uhr abends. Eintritt stets frei. Zu zahlreichem Besuche ladet höflichst ein (2211) H J" KENDAy Restaurateur. Kontoristin der deutschen und slovenischon Sprache in Wort und Schrift mächtig, Stenographin und Maschinschreiberin, mit guten Zeugnissen, smcsMaA !*UA«*!1.«;. Zuschriften unter „Kontoristin 1907" an die Administr. d. Ztg. (2950) 3-3 Soeben erschien : ||| M. Nuel I Das Buch der jüdischen Witze Preis K ;2-4O. ||| j| Zu beziehen von: (2909) 8-H |j| Ilg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg | Buchhandlung in Laibach Kongroßplatz Nr. 2. Ill ^KSlli ssssntsssssnizssssssssssiimmmm. sail.—.m»J1 Herr kaiserlioher Bat Heinrich Edler von Mattoni, Besitzer von Gießhübler Sauerbrunn, wurde laut Dekret vom 10. Mai a. c. zum Lieferanten Sr. Heiligkeit des Papstes Plus X. ernannt. Dadurch hat der (iioßhühler Saiierbrnuu soineu in allen Weltteilen verbreiteten und durch die regelmäßigen Bezüge der meisten europäischen Höfe anerkannten traditionellen Ruf vermehrt, sowie die in einer Unzahl von Zeugnissen niedergelegten Beweise seiner vortrefflichen Heilkraft neuerdings bestätigt. (2968a) Die zunehmende Teuerung aller Lebensrnittel macht es fast zur Pflicht, auf ein täglich immer mehr unentbehrlich werdendes Nahruugs- und Genußmittel hinzuweisen, das immer gleich billig geblieben ist — Kathreiners Kneipp-Malzkaffee. Während dor Bohnenkaffee bekanntlich so nachteilig für unsere Nerven und dabei vollständig nährlos ist, bietet der gesundheitlich so wertvolle Malzgehalt des Kathreiner, zur Hälfte gemischt mit dem Bohnenkaffee, ein wohlschmeckendes und nahrhaftes Ivaffee-getränk. Kindern, Frauen, Kranken und Hokonvaleszenten sollte nur Kathreiuers Kneipp-Malzkaff.ee gereicht werden, der den beliebten Bohnenkaffeogeschtnack besitzt, dabei leicht verdaulich und blutbildend ist. Man bereite ihn, wie auf der Rückseite der Originalpakete angegeben, und nehme beim Einkauf auch nur diese an mit der Schutzmarko Pfarrer Kneipp und dem Namen Kathreinor. Wirkliche Ersparnis, Wohlgeschmack und Gesundheit empfehlen die Verwendung von Kathreiners Kneipp-Malzkaffee in jedem Haushalte. (2902) (2868) 30 - 13 Oberbeamter jung, mit hohem Einkommen, wünscht die ehrbare Bekanntschaft eines hübsohen, gebildeten Fräuleins ZU machen. Photographie, welche auf Ehrenwort retourniert wird, erwünscht. Anonymes wird nicht beantwortet. Bevorzugt wird eine stattliche Erscheinung mit reichem Haar. Briefe unter „Vertrauen" hauptpost-lagernd Villaoh, gegen Schein. (2!)69) A—2 I Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- _0jg&Lmi_ Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach I Aktienknpitnl I-w 120,000.000- *$* Rescrvelond Kl 63,000.000- /-. bett» lIän.-Iuli) per Kasse »>>?.' 9« Ub 4 L«/n ö. W.Notcn Febr.-Aug,) per Kasse......W'A' 9t ^0 t 2°/„ ö. W, Silber (April.vlt.) per Kasse......93 8i< 98 b«l »860 er Staatslost 50» sl. 4"/^l<»l'< löN n» i»sa er „ 100 sl, 4°/« U02 b' LUk t>< 1»«4tr ., 100 sl. . .220 - 2b4 l»64er „ 50 fl, . . z>zo - üf,4 -Dom,.Pfandbi. k 120 fl. 5°,<>>ioN 8l L3l «< Vtaatsschnld d. i. ReichS» rate vertretenen König» reiche »nd Länder. t>fterr. Goldrente, stsr,, Guld p«r Nasse .... 4°/„ ,,n - >td 20 vsterr. Rente in Kronenw, stfr., le-. per Kasse, . . 4«/„ i«'5< «?-oetto per Ultimo . , 4"/° 9«'«« »7 -Ost, Investition«,-Nente, stfr., Kr. per Kasse . 8'/,°/» 86« 8« ?i Glle»l>»hn.zlaat,lchvlV' »tlschtlltungln. Eli sabrthbahn in G., stcuersrei, zu 1U.0UU fl. . . . 4°/« — - —-. Franz Iosef-Bahn in Silber (div. St.) , , . ü'//V<,l20',5,2l'!l> Gal. ltarl Lubwia-Vahn (dlv. Stücke) Nronen . . 4"/, 9z «,< z^ß v-Nudulsbah» in Munenwährnng, steuerfr. (dw, St.) . 4°/„ 9s lö u? i,-Vorarlberger Bahn, steuerfrei, 400 Krone» . . . 4"/l> 85-?.- v« ?< Hu «tn»t»lchuldv»lsch»ibunn»n «dglNlnptlte Gilnlbohn.AksilU Glisabcth-B. 200 fl. KVt. 5' //< von 400 Krunen .... 486'— <6b'-betto Linz-Budwei« 200 fl. ü, W. S. b'/<"/n - . . .425-- 4ÜÄ-. deltu Salzburg Tirol 200 . 0, W, S' 5»/„ . . . , 2ll>— L4'- si'l'Id Ware ßo« ztaate zu» Jolilung üb«. nowmene stlstnlxchN'Plllllttitt». ßbXgnlloutn. Uühm. Westbahn, Em. 1895, 4W Kronen 4»/„.... ?7'U' i<« <>i Elisabethbahn «0« und «000 M. 4 ab l0"/„......1l4-— >,b-- Elisllbetlibahn 400 und 2U00 M, 4"/>,........114-5! lii>-b> l'fianz Josef-Bahn Em, 1884 (did. St.) Silb. 4°» . . 8s 8! 9?-5< Gallzische Karl Ludwig ^Vahn sbiv. Et.) Silb, 4"/„ . . 86 l' 97 i< Ung,-galiz. Vah» 200 fl, S, 5°/« »o» - ,0L' «orarlberger Bahn Em. 1884 (did. St.) Eilb, 4°/, . . W'2i' !«7 2' Staatsschuld der Lander der ungarischen Krone. 4"/u ung, Goldrente per Kasse , 110 55 >l0 ?^> 4°,^ dello per Ultimo 110 5b ll^^z 4"/u »mg, Rente in Kronen-wahr. sNrei per Kas>c . . 82 4^ 92 6-, 4"„ detto per Ultimo 92 45 t2 «5 8>/,°/« detto per Kasse. »l-,5 81 3k, Ung. Prämien Nnl. k 100 sl, . l88 75 lS0 <2 detto K bll sl, , 18»> 75 i»0 75 Theih-Reg-Los? 4«/» . , , , 14, - ,48 -4"/o ungar, Orundentl.-Oblig 88- 93-4°/o lroat. u. slav. Orundentl.^ Obllg........»,,- - - Andere öffentliche Nnlehen. Äo«n, Landes'slnl. (biv.) 4°/o , 3l 4<> 8!l4< Äosn. - yerceg, Eisenb, - Lande«» Nnlehen (bib.) 4>/,°/„ . 88 - »9 - 5«,., Toüau.Nrg.-Llnleihe 1878 ,03- <04- Wiener Berlebr«°A»leihc 4°/,, i!ä 80 !6i«c dcttll 1900 4'/, 9b>l 8« 8° Nnlehen der Stadt Wien . . !m-.',< 102 1, dcltl) (S, 0d, G.) . . , li!'?r !20'7,' detto (1894) . , . , 8ä - 86'^ detto likÄ«) . . . , 9«— 9?' detto (1!! 9»i-9' bettll I»V,.A,) 1902 , 97-,i !»«'il Börsebausluleben verlosb. 5°,,, ps!'7i 97 ?f Bulg, slllatselienb.-Hyp.-UnI, 1889 Gold . , . . 6°/° 1,9'- lLl)'. Vulg. Staats» Hypothekar Unl, 1892.....«"« «16, LL-»;, .^clt' Ware Pfandbriefe «. Vodcnlr,,aNn, esl.li,50I.»l,4''/<> 9!iö< 97-25 Äohm, Hypotln'lenbanl Verl. 4°/« 86 75 87-55 Zentral°«od,-t,rcd,-Vl.. iisterr.. 45I. verl. 4>/,°/o . - - 1U1-5" ,a« k< Zentral-U°o,.Kred.-Vl„ vsterr., «b I. verl. 4°/« .... 98-- 89 Kred.°Iiift..österr..,.Verl.'Unt. u.vffentl.Nrb.«at.^vl.4°/a 87 2h 88 »z Landesb. d. K»n. Valizlen und Lodom. b?'/, I. ruclz. 4«/, 9L 2.- ?6 25 Mähr, Hypothelenb. oerl, 4°/„ 95 5" 96 50 N..österr.Lllni>e«.Hyp..«lnft.4''/c, 0«?5 97,5 detto inll.2°/°Pr. verl. 3'/,°/« 88 i,0 8»-5o detto K.'Schuldsch, verl. 3'/,°/<> 88-25 51-25 dctto verl. ^°/u L6 65 97 65 Österr.»ungar. Van! b« Mr. vcrl, 4°/u ö. W..... 97- 88- detto 4°/l> Kr..... 99- 1N<-- Sparl. 1. üst., 6«I. Verl. 4°/» 8«bk 99 öl Eisenbahn-Prioritätö« Obligationen. Ferdwande.Norbbahn Em. 1886 - - —-- detto Vm, 1904 —-- —-— Österr. Nordwestb. «00 fl. L. , 102 80 103 9« Vtaatsbahn 500 Fr..... 390 - »9b- Südbahn ll 3°/u Iünner.Iuli 500 Fr. (per Et.) . . . 28?'öli 239 k>s Südbahn k 5°/«..... 121-5« 122 öc Diverse Lose !per Stücl). Plnln«liche Zoft. 3°/° Vobcnlrcdit'Lole Em, 1880 260- 266 - dett» Em. l888 270 75 2?ii 7e 5°/u Donau. Neaulierungs-Lose 100 sl. ü. W..... 248 — 255 - Eerb,Präm..Unl. v.10U Fr.»°/» 93 i>« SS ül zluulrzwllichl Los«. Budap,.Vasilila (Dombau) 5 fl. 2N - «2 - Nredltlofc 10» fl...... 422- 4-^8 - Clary.Luje 40 sl. K. Vl. . . 143 c>< 14U.^ Ofencr Lose 40 fl..... 2>>5- üil- Palffy.liolc 40 fl. K. Vl. . . 17i>-- I^l'.- Roten Nreuz, öst. Ges. v., 10 fl. 44- 46 - Üioten ltreuz, »na. Ges. v., 5 fl. 26 25 2« ^Ii Nudolf.Lose 10 fl...... 67 - 73 Ealm.Lo!? 40 s!, N. M. , > 19«- «>5 - Geld Ware kiirl. E.-V..U»!. Pläm.'Obllg. 400 Fr. per Kasse ... 152 ?5 185-25 , detto per M. . . , »«3-50 184 .^> ! Wiener Komm,»Lose v. I. 1874 456- 462- -Gew..Sch,d. 3°/^Prüm,.Schuldv. »». Bodenlr,.Anst, Lm. 1889 ?o-- 74 Nltien. , Uran»Pllrl>zlnler»»h«»N8tN. . «ussig.TrpI, Eisenb. 500 fl. 2400 — 2410 — ' Äühm. Norbbahn 15« sl, . . 339— 345-- ' i Donau > Dampfschiffahrt« > Ges., ' l., l. l, priv,. 500 sl. KM, 889 — 9N2 - ^ Dux.'Aodcnbacher Visb, 400 Kr, 532 5» 5/5- sferdinand«.Nordb.1U0Nfl,KM. ?2, 5- f>2l9- Uemb.'Ezcrn.'Iasjy »Eisenbahn« Gesellschaft, 200 sl. S, . 5«0— .'61-. ^ Aoyb,0slerr., Trieft.,500fl.KVi. 443— 447- Lsterr. Nordwestbahn 200 sl. S. 4-^7— 42!<- detto (lit. tl.) 200 fl,E.P. Ult 42»- 424- ^rag'DnxevEisenb. 100fl.abgst. 217-— 218 5,> ßtaatseisb. 200 s!, 2. per Ultimo 652-7K ß53 ?,° Lübb. 200 fl. Silber per Ultimo 147 80 148 90 südnordbeutsche Verbindungsb. 200 fl, KM...... 39b - «3? - l, tramway »Ges., neue Wiener, PrioritütK.Altien 100 fl. . —-— —-— Ungar. Westbal,,, (Naab'Graz) N 200 sl, S....... 408'— tO4'7t, 0 Wr. Lolalb..Ultien»Vel. »lw fl H60 -____ Vonleu. «nglo.Österr. Banl. 180 fl. . »03 z0 »04 Äaiilverein, Wiener, per Kasse —-— — — detto per Ultimo . . . 532 50 ->»» 5^ Vodenlr.'Nnsl. österr,,200fl,S 1022— 1023 5"! Zentr..Vod..Kredb. »st,. 200 fl. 5«H-— üiii-" Kreditanstalt sür Handel und Gewerbe, 160 fl,, per Kasse — — —>_ ^ detto per Ultimo 647 25 643 25 ^ Kreditbank allg. ung., 200 fl, . 750— ?üi — Depositenbank, allg., 200 fl. . 461- 4ü3-Eetompte» Gesellschaft, nieder» öslerr,, 400 Kronen . . . 567-— 569-- Giro» und Kassenoerein, Wiener, 2aofl........ 454- 45? — ^> Hypothelcnbanl. österreichische, 200 fl. 30°/» E..... 28»-— L9«-- Uändcrbanl, ötterr,. 200 fl. per Kasse....... --- -^ 5 detto per Ultimo .... 431 5" 4»L 50 ..Merlur", Wechselst.. «lltien > Gesellschaft, 20a fl. , . . 604— 606 — Öslerr.»ung. Banl 1400 Kronen <<^5 >8ib — Unionbanl 300 fl...... d3» 50 53^ 50 Verlehrsbanl, allg,, 140 fl. . »52 - 233 - z»onflllt»zlut»rnehn«»zn». Gauges,, allg. vsterr., 10» fl, . ,l9— 123 — Ärülerltohlenbergb.-Ges.ioosl. ?»z— 73? — 3Isenbahnw,'Leihg,, erste, lau sl. i»8 50 «01- „Elbemühl", Papierf. u. V'G, 194— 196 — lilelti.»Ges., allg,»slerr.,Lu«fl, 431- 48?,-- detto internat., 200 fl. 583— 537 — Hirtenberger Patr.», Zündh. u. Met..ssabril 40« Kr. . . Is'gs»- - .054- Mesinger Brauerei 100 fl, . . 26b' - 270 — Montan.Gclellsch,,österl..alpinc 587 75 588 76 „Polbi.Hüttc", Tiegelgußstahl. ss.»A.»G. 200 fl. ... 452-- 454 -Präger Eisen. Ind.» Ges. Em. 1905, 200 fl......2i95 — 2605 — Nima.Muranv,. Talgo.Larjaner Eisenw. 100 sl..... k>3s- 540 — Salgo.Tarj. Steintohlen iao fl, 566- 5?6 — ..Echlöglmühl", Papiers., 209fl, 34,^ zhz -„Schodnica", «l.70 »590 Pari«.........855^, 95.79 Zürich und Basel.....85-55 95-?c> Valnten. Dulaten .......ll-»5 1138 2ossranlen-Itllclc.....I«-«2 IS-15 üo.Marl-Etücle......2»-5>) 2».^ teutsche Reichsbanlnote« . . 1,755 li? 75 .'italienische Äanlnote» , . 85?0 9>85 I.. . ^13^- -o-»-«--v««ita.-va.f Jf. AH. T&WsM^WG^W i Privat - Depots« (Safe-Deposits) von Keilten, l»tnnrl«lri»Hliil<>n, Aktleu, •» • ^L>« XW.BB.«tm^y mz^JM. * V * / I.osen «>»<;., itevlMo» uuU Vulut«n. |: Ba-33-ic- -U.23.cL 'Weclislexg-esch.aft i trat«r .Iff.n.m V.I.C111UM d.r P*rt.l (41 Los-Versicherung. I,»iiln»«-ll. .Slriliirxn^NC. ' Var/lBiuno von H/tmlnl»nnn Im Knut».Ifnrrnni unri ms filrn-Knntn