^Z 84. »843. Tatbachep Zeitung. Dinstag drn R8. Grober. m n g a r n. ^>e vereinigte „Ofner und Pcsther Zeitung" enthalt folgende ä'Mtliche Mittheilung auS Alt-ofen: »Den 33. Sept. wurde die TagS vorher be» gonncne Weinlese durch ein furchtbares Ungewittcr auf eine schaudervolle Art unterbrochen. Nach einer niederdrückend schwülen Hitze umsäumten unglücks-schwangere Wolken das Gebirge; um die fünfte Nach» Mittagsstunde fing das losgefcssclte Element zu wü« then an; Hagelschlag und Regengüsse, gcpsitscht von «inem Orcan auS Südw.st, entluden sich übci- daS Weingcbirge. Die Wasser erreichten in den Hohlwc» g,n mehr als Mannshöhe und wälzten mit unwi-dMchl'cher Gewalt Menschen, Pferde, Maschlni» lh«n und Vodingen Mit sich fort. DtM stärksten An. dränge dcr aus den Gebirgen herabrcllenden Flu« then war daS an der Hauptstraße suuirtc Iladel-Wirthshaus bloßgestcNt; das Straßcnthor wurde ein» gesprengt, und das gegenüber liegende Feldthor mit einem Theile der Hofmauer niedergerissen. Im Wirthg. hause selbst schwoll daS Wasser bis auf 4 Fuß an; dic hier Sicherheit suchenden Weinlescr hatten daS fürchterliche Schaustück, lebende Menschen und Pfer« de mit den Wogen kämpfend, Maschwägrn und Le. sfgeschlrrtrünimcr fortreißen zu sehen, ohne helfen ju tonnen. Vier Menschen, darunter zwei "Altofner, und zwei fremde, ereilte der schrecklichste Tod, denn 'h" Lachen z»lgten deutliche Spuren, daß sie von den mitrollendcn Felöstücken erschlagen sind; acht-«ehn auf gliche Art umgekommene Pfe^e sind vor-befunden; z,^i Ochsen sind zwar nicht todt, aber zUM ferneren Gebrauche untauglich gemacht; außer diesen mehrere Pferde stark beschädigt; Wägen, Maschlaithcn, Bodmgen und anderes Lcsegeschirr lvcrdcn in den eingcschlcmniten Feldern in zertrüm» wertem Zustande stückweise zusammengeklaubt; viele Eimer Masch sind weggeschwemmt; viel« Menschen waren in offenbarer Gefahr, und sind auf eine an's Wunderbare gränzende Weise ei-halten. In den Wcin» gebirgshuthcn »Grünthal,« „Tranchement," „Kro. nawctberg" und „Vrüdcrische ducd," wo die Wein» lcse noch nicht übcvall in vollem Gange war, hat der Hagel, vereint mit den GebirgSwässcrn, einen bedeutenden Schaden verursacht; die Masch «Aus» fuhrSwege sind unfahrbar gemacht; einige Wcinga»» ten angeschlcmmt, aus andcrcn wieder zum Theil di« Erde weggeschwemmt." V r e u fi e n. Berlin, 5. Oct. Heute erfolgte hier mit de« höchsten königlichen Prachtaufwande die feierlich« V.'l-mählung Il)lil- k. Hoh. der Prinzessinn Mari« von Preußen an Se. k. Hoh. den Kronprinzen von Bapcrn. Ich sende den Brief in dem Augenblick «b, wo dcr Donner von orcimal 12 Kanonenschüssen die kirchliche Einsegnung bezeichntt. Dcr Prinz vo» Preußen erschien als Stellvertreter des durchlauchtig» sten Bräutigams, die Prinzessinn Braut, schon durch jugendliche Anmuth, strahlte in dem kostbarsten Bril» lantschmuck, die königliche Krone hatte ihr ihre turchl. Mutter und Ihre Maj. die Königinn eigenhändig auf das Haupt gesetzt. (Allg. Z.) Frankreich. Paris, 7. Oct. Aus Algier waren Depeschen von General Vugeaud vom 28. Sept. eingelaufen, die über glückllch ausgeführte Razzias in verschiedenen Gegenden dcö LandeS berichten. Auch der alte Bey von Constantine, Achmct, war wieder im Feld er« schienen, er hatte die Uled Nasser in sein Interesse zu ziehen gewußt und mit zahlreichem Volk zu Fuß und zu Roß den Dsthebel-Seitan bescht, wo ihn jedoch General Sillegue angriff, zwanzig Reiter und all v?M Hause des Vey gefangen nahm. Letzterer Aus« druck ist etwas ungenau, es tonnte seme Familie, aber auch nur seine Dienerschaft gemeint seyn. (Allg. Z.) 566 - ^z,G K V a n i e n. ^ Paris, 6. Oct. Die amerikanische Corvette Mkfield hat am 22. Sept., von Cadiz und Tanger kommend, die Nachricht nach Gldsaltar überbracht, daß der Kaiser von Marocco dle Absetzung des Vice-gouverncurs des Platzes Tanger auf die Reclamations des amerikanischen Commodore Morgan au^ ^.e Ausjeichlmng eines Großwesslers; er traf ihn vor hcm Hafen-auf der kreuzcnden Flotte an, und den folgend,« Tag kamen belde in die Stadt, und die Umhänglmg des schimmernden Kleinods unter Ver« lesung des begleitenden Fermans hatte Mit großer Feierlichkeit Statt. Ibrahim Pascha, der hieher gekommen, um seinem Vater seine Glückwünsche, darzu« bringen, war dabei gegenwärtig. (Allg. Z.) V r » s i l i e n. Ueber die letzten Ereignisse in Brasilien ßibt ein Schreiben aull Rio de Janeiro vom 15. Iuk in deutschen Blattern folgende Aufschlüsse: „T»e Ereignisse der letzten sechs Wochen, die bei uns und in ' den benachbarten Provinzen sich zugetragen haben, sind für den Freund des Vaterlandes in hohem G-ade ermuthlgend. Wir haben endlich ein« starke und nachdnicksvollc Regierung, — eine Regierung, wie ste Ü5>aft!len noch N'cht besessen, und wie sie m keines Menschen Erwartung gelegen. Fremde und Ein» geborn« sind erstaunt über diese Veränderung der Dinge, und der Zukunft können wir nun mlt größtem Vertrauen entgegengehen. Auch haben di« letzten Versuche der Ruhestörer in St. Paulo und M'Nas bewiesen, daß daS monarchisch-konstitutionelle Princip in den wichtigsten Provinzen Brasiliens sichc» re Wurzel geschlagen, und die F.'inoe der Oidnutig und des Friedens auf keine Unterstützung deS bes. sern Theils unserer Bevölkerung zählen dürfen. Iln Gegentheil ist unS hier das schöne Schauspiel ge» worden, das; cine Gesellschaft emsiusireichcr und r.'chtschaffener Bürger einen kräftigen Aufruf an das Volk ergehen ll.ß, um cS vor den Lockungen der Aufrührer zu warnen, und mit welcher Einmüthig» keit dieses Manifest aufgenommen wurde, dafür z«i« a/n die reichlichen Beiträge, welch,: zur Unterstützung der Regierung herbeigesiossen sind, und die Bere'lt» Willigkeit, womit die Nationalgarde gegen die feind» lichen Haufen zu Felde zog. Am mMen Mtsehen erregte jedoch dle Vcrschung in BelaLerüngsstattd der Stadt und Provinz N>o de Janeiro UlN>r d^.M 18. Iun» und d,e Verhaftung mehrerfr Mitglieder dt« stadt aus zu leiten sich unterfangen hatte: allein es fehlte ihr stets an den nöthigen Beweisen, um dar-auf hin einen Staatsstreich ausführen zu können. Diese Vewtise blieben aber nicht lange auS; denn cin in St. Paulo aufgefangener Briefwechsel enthüllte das ganze Geheimniß zur Genüge. Die Ab» sichten der Partei waren nun anS Licht getreten, und im Allgemeinen ging daraus hervor, daß die in Nis sich aufhaltenden Gegner der Neg.rrung den Hauptschlag zu verrichten und die Rebellen in den Provinzen mit Waffen und Schlcßbcdarf zu versehen hatten. An verschiedenen Puncten deS Reichs sollten die Unruhen zumal ausbrcchcn, um dic Truppen von der Hauptstadt zu entfernen, und sobald dieser Zweck crreicl)t war, lag es in der Absicht der Rädelsführer, eine Umwälzung der Dinge in Rio selbst herbeizuführen. Dadurch glaubten sie den Kai-s.r zur Abschung der jetzigen Minister zu zwingen, das Strafgesetz und den Staatsrath aufzuheben und d»e Zügel der Regierung selbst in die Hände zu be. kommen. Zuletzt war eö beschlossen, die Republik zü verkünden,, und das Staatsoberhaupt nach Europa zu senden. Diese Nepublit sollte zuerst, >uenn eS die Umstände erheischten, in St. Paulo sich gestalten, mit Rio Grande sich verzweigen, und zuletzt Santa Catharina, Mi' nas 'Mb Rio de Janeiro damit einverleibt werd»'«» 567 An dek übrigen Provinzen Brasiliens war den Re-bellen nichrs gelegen, da der mächtigste politische Moment deS Landes im Süden ruht. Die rasche» Maßregeln, welche die Regierung gegen diese Entwürfe ergriffe, die schnelle Unterdrückung des Auk-standes ln St. Paulo u>id Minas, und der Ado scheu, welchen die Mchrzahl der, ,Bürger gegen den anarchischen Zustand- der!L^g^y sudamerikanischcn .Staaten nähvt, haben d,eft drohenoc Gestellung der Dinge glücklich beseitigt, und man darf nun ^lnit ziemlicher Zuversicht annehmen, daß die bevorstehenden Wahlen der Deputirten, der großen Mehr. zahl nach, im Sinne der Regierung ausfallen werden. Ist dieß der Fall, so liegt Brasiliens Wende, puncc m der nächsten Kammersitzung. An die Stell, der.Parceisucht und policischen Kämpfe werden die materiellen Interessen >>>cS Landes treten, Staat imo Regierung werden fortschreitend sich befestigen, Unh fremde Betriebsamkeit und Capitalien hier ein sicheres und lohnendes Unteikommen finden. Inzwischen« ist von Seite des Flnanznunisters, unrer dem 23. Juni, der Befehl ergangen, von den Rebellen keine Güter anzukaufen, glen Senatoren c,ne Crimlnaianblage vor der e,igcnen.,Behörde bryor.— ^laur Decree,von, 13. Juli »st der oberbcfehlshaber von Sr. Paulo, ii)aron von Caxias, in gleicher Eigenschaft nach Minas verseht, und der Ob.:st Henriques an seine Stelle «"«nnt worden. Beide Provinzen, St. Paulo und MmaS, sind auf ein Jahr unter Kriegs» recht gchcUt.« , (Oest. c>).) Die Nachrichten aus Macao reichen bis zum 7. Juni; dastlbst halte, matt Nachrichten von' ber ^ Insel Hongkong b»s zum 2. Juni. Zu dieser Zeit befand sich Sir Henry Pottinger noch dorten, und das Vorwärtsgehen der Nordexpcdltion nach der Mündung des Pei'ho-, UM von dort aus Peking «"iuglVlfen, ^urd^ nicht vor Anfang des Juli cr-"^ltct. Die Canton Preß und nicht minder die in« ^lchcn Journale fwoen diese Verzögerung der Ope-r.atlomn unbeg«isiich, und tadeln Pottinger und di« bngllsche Regierung. Hi- in den chinesischen Gewäs.-sern versammelte Flotte war, obgleich noch nicht alle angelangt, die stältste. welche jemals ,n den Meeren o/iwärrs vom Cap der guten Hofs. nung gesehen worden, indem sie aus nicht weniger als 110 Segeln bestand, woi-ünter 35 Kriegsschiffe, 6 bewaffnete TranSportfahizeuge, 19 Dampfboote -und Z0 Transportfchlffe. Dennoch war Klage über Mangel an Transportmitteln. Die Eanton'Preß begreift nicht recht, wozu eine so gewaltige Armada gegen ein Reich aufgeboten sey, daß keine Seemacht entgegenzustellen habe; dieselbe müßte dentt zu iittcr umfassenden Küstenblokade bestimmt seyn. Getadelt wird auch der schon erwähnte und, wie «s scheint,, kaum zwe,felhafte Beschluß, die Insel Hongkong künftighin bloß alS Mllitärposien besetzt zu halten, nachdem doch die brittische Regierung schon Über 200,00« Pf. St. verwendet, um dieselbe zu einer bleibenden Handelsniederlassung zu machen, nachdem sich schon vitzl Munition aller ?lrr zugeführt wird, welche >sie Mlt den Aollerträgnissen dtS enhl'Hen Handels be» zab,len. So lange, die Bedingungen des Elliot'schen Vertrags nicht gebrochen wurden, hätte man im> NM'hiN diese Politik befolgen mögen; seitdem aber M.Min,«Hst y,it Verlctzungr jesie^ Dcrtl-ags ^s ganze Ufer des Cantonsiusses entlang, von Canton bis Whampoa, neue Festungswerke angelegt haben, sind wir unsrerseits zur Haltung des Vertrags Mn^ar nicht Mehr verpflichtet." Noch wird im jedoch un» 668 bestimmtes Gerücht erwähnt, daß an Bord de« in Whampoa liegenden amerikanischen Schiffe, Constel.-latlon und Boston, chinesische Soldaten im Geschütz-Wesen Unterricht erhielten. — So viel in Hinsicht auf die südliche Station der Engländer. Vom Norden her, d. h. von dcr Insel Tschusan (das Da« tllM finden wird nicht näher angegeben) berichtet dieselbe Canton Preß: „Die Stadt Nuigpo ist von den brittischen Truppen geräumt, in Tschinhae und Tinghae (Tschusan) hat man kleine Besatzungen und «in kleines Geschwader zurückgelassen, und das Gros der Streitkräfte ist am 11. Mai von Tschusan nach dem Flusse Tsientang abgesegelt, wo dcr erste An» griffspunct die unfern van der Mündung dl.fts Stroms gelege Stadt Tschapu (Cbapoo schreiben d,e Engländer) seyn wird. Ein chinesisches Corps hatte sich in der Nähe zusammcna/zogcn, um oenEnglän» dern Widerstand zu leisten. Tschapu muß bereira gefallen seyn und nach der Einnahme dleseS Platzes, so besagen Bliese vom Norden, sollre daS Heer landeinwärts gegen die ungefähr 60 engl. (etwa lU'/u Meilen) entlegene Stadt Nanking marschlren. Dle Zeitung fügt aber b.i: „Non Tschapu führt eine fchäne Chaussee nach Hongtscheufu, der Haupt, stadt der Provinz Tsch<,'kiang, N'o dermalen dasHaupt^ quartier der hohen kaiserl. Commissarien ist. Wir halten es fiir nicht unwahrscheinlich, d«ß man an-statt Nankings zunächst Hangtscheufu angreifen wcr< de." Das brittische Armeecorps bestand, m«l Em» schluj) der Marinesoldaten, aus nicht lmhr als nesen Truppen zusammen, und dle kleine auf ihre Cantonnirung beschränkte Garnison erwartete 6ünd< lich einen Angriff. Zugle.ch machten die Chinesen, seil die Hauptmacht nach Tschapu abgegangen, Mid-rere Versuche, die im Hafen der Stadt zurückgelas» senen wenigen Schiffe mit Brandern anzuzünden, was ihnen jedoch mißlang. Auch die in Amop, oter sichtiger auf dem nahen Insclch.'n Kolunghu zurück gclassene Besatzung ist nur s.hr gering. Das Sir Hugh Gough, der Befehlshaber der Landrruppen, Tinghae an die Chinesen herausgegeben, ist dem am 2. October 184l von Ihrer Majestät Bevollmächtigten ausdrücklich gegebenen Versprechen entgegen, mittelst dessen dem brittischen HandelöpublikuM zugesagt worden, daß bis zur ganzlichen Vefrlebl« ^ung allcr enpllschen Forderungen Hongkong und Tinghae mit lhicn Depcudenlien nicht hcrau^ege« den und alS Fre>häf,n betrachtet werden sollten. Man kann sich b«ese Masü^^'l nur so rrklären, daß Sir Hugh Oough cs durch<»l!c' für liöthig erachtete, fast alleS Militär behufs oer gegenüber auf dem Festland beadsichtiqtcn Operationen an sich zu zie«-hen. — E>n Schiff, daS um einen Tag später, am 26. Mal, von Tschusan abging, meldete dann die (schon erwähnte) Erstürmung der Stadt Tschapu. Die Engländer erlitten dabei den vergleichsweise schweren Vcilust von fünf Olfici.'rcn __ worunter Oberst TomIlNson vom 18, ko'n. irischen Regiment, und !>>" Gencraladjlitant Odcrst Mountain — und 20 Soldaten. Sie bilebcn, alS scheu di? Plünderung des Playcö begonnen hattc, im plöh!,chen Ileberfall von cincm Hauf.'n Chinesen, der sich >n einem Göz-zcnt.'mpcl ocist.crt hatte. __ Im Canton N^'stcr wird die Emnahme von Tschapu also erwählt: „Die< scr beiühnne Stapelplatz dcZ ch.n.sifchcn Handels Mit Japan wurde, nach geringem Widerstand« der Chinesen, von den Eligländcin gcnominen unter An» führung des GencralllcutcilantS Sir H. Gugh unl» des V>ceadm,rals S,r W. Parker, am 18. Mai. Der Lanbunftsplah zrigte drei befcstigre Höhen, a» dcrcn hiincrstc die Vorstadt von Tschapu sich anlehnt. H,cr und vor dcr Stadt, dem Wasser gegenüber, waren Batterien aufg>worftN , die im ganzen ungefähr 45 Geschütze nach dcr Sceseile richteten. Die Befestlgungsw.'rke und die Höhen dahinter ware» Mit Soldaten bedeckt. Die brittischen Schiffe Corn-walM, Blonde und Modeste legten sich so nahe als mögllch den Batterien gegenüber und eröffnete» ihr Feucr, das nur sehr schwach erwiedert wurde. Tluf der Ostseite in tiner schonen sandige» Bucht iNcg.'N die T>uppen ohne Unfall anS Land, erstürmten, den tavfcrn Sir Hugh selbst an ih» r.r Spitze, die Hohen und gelangte« bald auf cincn zur Stadr führenden Hochweg. Die Chinesen siohen vor ihnen nach allen Richtungen. Bald dar» ouf landete t»e Maiinebrigade an der Westseite, und vereinigte sich mit den Lmientruppen zwischen den Höhen und der Vorstadt. Bis dahin hattcn die Engländer keinen Maun verloien, abcr 300 Tata-rensoldaten, die keinen Ausweg vor sich fahrn und keinen Pardon zu erhalten meinten, warfen sich in einen Götzentempel der Stadt und verthcidigten sich hier verzweifelt, bis das zerschossene Dach auf st« Niederstürzte und die meisten begrub; nur 40 wurden gefangen genommen. In diesem Kampfe erlitten die englischen Truppen den erwähnten Verlust. Groß« Waffen ' und MlNlitl0Nsvo> rathe wurden erbeutet." — Das Gerücht ging, Commodore Kearney habe eine Unterredung mit den, kaiserlichen Commissär V'hshan, gepflogen? W°? ist nicht gesagt; vermuthlich in Hongtscheufu. —- Auf Tschusan war jeder englische Soldat verloren, der sich allein eine Strecke vom Lager wegwagte. Ein Officier, der einen Spa» zierritt machte, ward ergriffen und wahrscheinlich er» würgt. Ganz gewiß traf dieses Schicksal einen Sol« dalen des 43. Regiments. (Alig. Z.) Verleger: Ignaz AwiS Sdler v. Klei» mayr. Anhang )ur FaibaHerSeitunH. ^our» vom 13 Gctober l842 VfaalS«b"l0v«r,chrtldu»a.iu 5 s,^ (ln CM ) ,oq ,l,6 «N«l» Obligation. 5. Zwang,.M^uH,/» ^, / __ Da«l«t><"» >n ^la,n u. Atl«./,u4 ,. ^ „«».u «,«t - Obl'aal. v. Tylvi, Vor-HzuH >>)» ,^ (^ 1^ " arlberq u>»d Salzburg f ^ l>»rl. mit Verlos, v. I »62^ süt 5oa ss. (in CM).) ,«<» ObUgal. der allgtm. U!ld Uü,iar. < i« 3 v. H. , __ Hoftamixer, der ältern Lom» V zu » »j»v. H. / 64214 bardischen Schulden, der in <^ zu»»)4v. H. ^> __ Floltü^ uud Genua aufg<> /zu» v.H. ^ — «ommeutn Änlehen s zu »2j4v.H. ) ^. Aerar. Domest. ok.gailc'n,.! 0«. Sl>tnd« (C. M)(C.M.) yb d«l<3n„». vcn Nöh.i zN'lj» .. f — — «.«,. Mahr«,,. Vchl«.< z« , ,^4 .. V » " »«-tk'l» d Halbflucht . — « — » —^ -— ^orn . . . 2 » Hilse . . . , « ^n » -« — Heioen . . , » 54 » —^ — Haser « . . , « «a » ^remvenÄnjeige b«rbler An«ekomm,nen und Abgereisten. Vom 20. September bis l4. Oetobn Triest nach Wien.— Hr. Fre-Herr Eodelli v. F^hnenfeld. krainischer l!anr« stand und HerrschaftS Besitzer, sammt Frau Gemah, linn. nach Triest. — Hr. Carl Edler v. Gumer zu Engelsburg, k. k. wirklicher Apptllali«,l>erath, Doctor tec Rechte undTproler Landstand. von Tritst nach Klc,-genfurt. — Hr. Dr. Anton Fiister, Professor der Philosophie, von Triest nach Wien. — Hr. Baron Egkh, t. k. Oblilieuten^nt, von Gorz nach Stein. ^— Frau Prinzessinn v. Wulkonsky, von Tricst n^ch Wien. — H,. Eduard Preschern. k. k. ^lctuar, von Kl^genfurt nach Trieft. — Hr. Joseph Edler v. Ehrfeld, k. f. Acluar, von Klagenfurt nach Triest. — Hr. Wenzel Kuba, Magistratsralh, sammt Frau Gemahlinn, von Wien nach Triest. — Hr. v. Henhi, k. k. Obrist und RegimentSlCommandanl, von Mailand nach Brück a. d. Leilha. — Hr. Carl Ritter v. (Zuloz, t. k. Obrist und Regimenlscommandant, von Trieft n^ch Klagen-furl. — Hr. Johann Negri, Nestijer, von Grätz nacH Trieft. — Hr. Wilhelm Baron Berlolini. Besltz,^ von Grätz nach Triest, — Hr. Emil Olivierl, Han. delSmann, von Grätz nach Trieft. — Hr. Johann Palisca . Besitzer, von Gcätz nach Triest. — Hr, Franz Dreer, Doctor der Medicin, von Triest nach Klagen« fürt. — Hr. Dr. Signorini, Universiläts - Professor, von Trlest nach Wien. — Hr. Alois Urbamschilsch, Doctor der Medicin, nach Wien. — Hr. Rinaldo Co« lombi, Doctor der Rechc«, von Wien nach Triest. — Hr. Jacob Foramiti, Ntffhcr, von Wien nach Trlest. — Hr. Pccer Sarcori, Doctor der Medicin, von Wi«n nach Vicenza. — Hr, Carl Henneburg, Handelsmann, von Wien nach Triest. — Hr. Joseph Polinka, k. t. Lameralzahlamls Liquidator, von Triest nach Wien»__ Hr. Joseph Hinlner. Handelsmann, von Nadstad« nach Trieft, —Hr Johann v.Moga, k. k.Generalmajor und Brigadier, von Verona nachKaschau.—Hr.Graf v. WelserSheimb, k. k. wirklicher Kümmerer, Gu. bernialralh und Kreishauplmann, sammt Familif, von Älagenfult nach Tritst. — Hr. Freiherr u. Fou» lon, k. e. Rittmeister, vön Wien nach F.rrara. — Hr Grafv. Bencivoglio, k. k Rittmeister.von Wien no,ch Ftrrara. — Hr. Joseph Moncel, Vesitzer, von Wien nacl, Tuest. — Frau Anna Edle v, Rosmann, Lond-recht^-PräsibenlenSwilwe, sammt Frälllein Tocbtj, Ecnestin», von Gläh nach Triest. — Frau Carols« ?lngcrer, k. t. Lotto. lIonlrollorsgatlinn, von Eläg nach Triest. — Hr. Joseph Slataper, Handelsmann, ron Marburg nach 2«>est. (Huf Laib. Zeitung v. 13. ^ober l8,H.) 766 Gubernial- Verlautbarungen. 1672. (1) Nr. 253/3. Kundmachung in Betreff der Lieferung von Holz, zum Oberbau der Staats , Eisen, bahnen. — Für den Oberbau der Staats» Eisenbahnen sind vor d«r Hand, theils »n Mähren, theils m Steyermart, 1,3,740 Glück 7 '/, ^vchuh lange und 22,5,0 Stück I Schuh lange Unierlagsschwellen ^Ico^erz) «rforder« llch. — Die Staatsverwaltung beadsichtct die Herstellung derselben im ^lcitatlonswege, und es werden zu diesem Behufe nachstehende Bedingungen bekannt gemacht. — §. ,. Dle Un« terlagsschwellen können entweder aus Eichen-o)er aus iährbaumholz bestehen. Unter glei« then Umstanden w»rd letzterem der Vorzug em-geraumt. — § 2. Die Einen wie die Anderen müssen aus, zur gehörigen Zeit geschlagenem, gesundem Holze angefertiget und von Rmoe uno Splint befreit l'pn. Stücke, welche un« gesund, überständlg, mastig und nicht gerade sind, aus Aestcn erzeugt wucden, nnt faulen oder schwarzen Vtstcn oder Mlt gewundenen Rissen bchafiel sind, und den ganzen Kern enthalten, weeferanlen biß Ende December d. I. w<^ den btznchntl wcrdcn. — 7. Dle wirkliche Uebernahme der Schwellen geschieht durch die, von Seite der k. k. Geneial-Direction für dl« Staats» E'senbahlicn aufgestellten E^mmissare/' welche die Schwellen untersuchen, und alle mil den bedungenen Clforbernisscn mcht übercin» stimmenden Stücke, ohne daß dcn liefcrunten dagegen eine Emwendung gestaltet ware, aus-stoßcn werden, die von Sctte des L,eferanrcses Protocolles dlelbt inden Händen dec Eommissäre, und den ^«feralUen w,rd, auf lhr Vcrlangen, eine Abschrift ausgefolgt. — Ecst von dem Zeitpuncte dlcser Ucbergabe ist die Ware als Äerarial-Elgenlhllm anzusehen, bis dahin bleibt sie das E'gmlpum des tlefcranttn, und e» hat wnnt allen Nachtheil und alle Gefahr zu tragen, wclche die Ware bis dahin treffen mag. -— Um das Geschäft dcr Uebergabe zu erleichtern, si^d d»e 5!,cf«ranten vcrpsi chtcl, d>e Schwellcli auf dlm Alranal' Lagerplätze in regulären Haufen von ü Fuß Höhe aufzuschl'ch» ten; diese Haufen, wenn »s dle Eommiffäre fordern, zum Bchufe der Untersuchung aus, einander zu legen, und; nach Vollendung dcrsll« den, die frühere Nufschlichtung herzustellen und alles dlcseS auf ihre hosten zu b Di5 zu dlcscr Ent» scheidung bleibt der Offcrent von dcm Tuge des Übersichten Anbotes für den Inhalt deS» selben rechtsuerblndlich, und w im Falle der An» nahm« desselben verpflichtet, das angenommene ^ersprcchcn m allen Puncten zu erfüllen, und d«n förmlichen Vertrag hierüber aukzufemgen. 'T' §'^5.^ängstcns lä T^gc nach dcr Vcrstän» vlgung ud^. ^^, ^,^^^ Eluscheidung Hal d des Gesammtprclscs der ,l)M Uberlassenc,^leferung, entweder im Barcn oder in hiezu gcftyl,ch geeigneten österrnchlschen Staatspapleren nach dem LöttcwlNhe des, dcm Ellagstage vorhergehenden Tages, oder in ge-höllg nach dem Smnc des §. ^7^ des allge-weintn bürgclllchcn Gesetzbuches versicherten hypothekarischen Versch»cibungen, über dcrc«, Annehmbalkeic die k. s. Hof. unl> mederölierr, Kammerprocuraiur entscheidet, zu lciüße, als sich d»e Höhe ber Eaution durch contractmäßige Liderung von selbst ver« mindert, auf Verlangen des Eontrahenten zu« rückcrfolgt wcrdln. — §. 16. Scllte sich dcr Lltfelungsunlernehmer weigerzi, den Vertrag auszufertigen oder don zu lcistcn, oder sollte derselbe übe«Haupt die übernommene Verbmollchkelt in Bezug auf dls Güte und Menge dcs Holj,s, oder auf den 2er-min der i!lcfclung »ucht erfüllen, so stcht es dcr Staots-Vcrwallung fre», denselben seiner Verdlndllchk.it ganzl'ch zu entheben, und rück« sichtlich dcn lldgeschlossinen Vertrag für die ganz« no.ch übrlge Dauerz«it als aufgelöst zu betlachtcn, cder sich an d«s Versprechen zu hallen, und auf dcs Upternchmcrs Gcfahr. und Kosten und unter aukdrüclllcher Verzicht, leistung desselben auf d»e Elnwclidung der Verletzung über dle Hälfte, über dle von ihm er« standene Lltferung einen neuen Vertrag mit wem lmmcr, wo »mmer, allf jcde von ihr zweck» maßlz «rtannle Art u„d zu jenen Pre»scn, um welche der Bedarf aufgebracht werden wird, einzugehl», und sich an dem Vermögen und rücksichtlich durch die Eaution des Unternehmers zahlhafl zu machen, wobei der Unternehmer die von der für die Angelegenheiten der Staats« Eisenbahnen bestellten Nechnungsbehmde ausgefertigte Berechnung des zu rischenden Ko,' stenbetrages als eine, vollen Beweis machen« de Urkunde, jedoch unter Vorbehalt allenfal« liger Gegenbeweise anzuerkennen sich erflart.— Von der k. k. Oen«ral,D»rection für die Staats« Eisenbahnen. Wien am 7. October 18^2. Rrcisämtliche ^erlautbarunöen. Z. 163^. (l) Nr. 15270. Kundmachung. Zur Verpachtung der Vorspqnnsbclstellung in dcr Marschstation Laivach für das Militar-jahr I8'l3 wird bci diesem Krcisamte am 2^. l. M. Vormittags während dcn gewöhnlichen Amtöstundcn eine Winuendo-Liciratiot, vorgenommen werden, wozu die Pachtlustigen mit dem Vcmcrken eingeladen werden, daß jeder Militant ein Vadium von 300 ft. zu erlegen habe, daS vom Erstehcr al5 (Zaution einzubelasscn ist. — Die übrigen Bedingnlffe können bei die- 1K5 lem Kreisamte wahrend den llmtsstunden täglich eingesehen werden. — Zugleich wird bekannt gegeben, daß bis zur Mittagsstunde des Lici-tationstageö auch versiegelte Offerte angenommen werden, welche nach dem folgenden Formulare zuverfassensind.—Formulare deb schriftliche »Offertes: Der Gefertigte erklart hie-mit, die Beistellung der Vorspann in der Marsch» station Laibach während des Militarjahres 1643 stls Pachter gegen Vergütung von...kr. pr. Pferd und Meile übernehmen zu wollen, und verpflichtet sich zugleich, die Licitationsbeding-Nisse in allen Punkten genau zu erfüllen. — Als Vadium überreicht derselbe den bedungenen Netrag von 300 st. C M. (oder dcn Legschein über den an die k. t. Kreiscaffe erlegten bedungenen Betrag von 300 st. C M.) — K. K. Kreisamt Laibach am !7. October 1842. Vermischte V^rlaulvHrunytN. g. ,644. (»j Nr. "Hg- Edict. Von dem k. t Le»irlsgelichte Auersperg wild öffentlich bekannt gemacht: Iö sey über Ansuchen des Anton Vierant von Laidach, durch Hr„. Dr. P^schali, wider Johann Mramsr von Klcinla-sckizh, wegen 'n 8olge rv. a. Vergleiches vom »». December «VI« schuldiger 257 ft. c- ^ ^ ^ in die executive Feilbictung eer 5ul, Urb. Fcl. Nr. 9)2 et Rectf. Nr. 766 der Grafschaft Auelsp'erg dienstbaren, »ub Hs. Nr. 3 zu Kleinlaschizl) lie« genben, sammt Gebäuden auf 566 ft. 2n tr. ge< geschählen Kaufeechtshube des Schuldners gewil. ligct, und zur Vornahme derselben die erste Tag» sahang auf den U. November l. I., die zweiie auf den ?. December l. I>, und die drille auf Ven g. Jänner »843, jedesmal um die 9. Vor. witlagöslunce in loco der Realität mil dem An« hange bestimmt worden, daß die Hübe bei der ersten uns zweiten Feildictung nur um oder über den SchähungSroetth, bei der drillen ober auch unter demselben wird hintangegeben werden. Hiezu werden Kauflustige mit dem Bemer« ten eingeladen, daß der Grundbucksertract, das Vchähuligsprotocoll und die Licitalionsbedingnifse hi»ramls, letztere auch bei dem Hrn. Dr. Johann Albert Paschal» in Laibach eingesehen werden tonnen. K K. Bezirlsgericht Auersperg am 6. Oclo» be» ,642. 87^5. (.) ^ ^°" Nr77l«8. G d « c t. Von dem k. t. Beziffsgerichte Auersperg wird essenllich bekannl gegeben: IK sey über Ansuchen d«e Ä„ton Vierant, Bürger in Laihach, durch Hrn. Dr. Paschali, rvidcr Johann P,zhnig von Glaruapeu< wegen in Folge Vergleiches lhhube des Schuld» liels czcwilligct, und zur Vornahme reisclbl)uchsc>xtract, oas Schäyungsprotocoll und die Licilationsbedingnisse hieramls, lchtere auch bei vem Hrn. Dr. Ioh. Albert Paöchali in Laibach eingesehen werde» tonnen. K. K. BelirkSgericht Auersperg am 6. Ol. November ,642, um 9 Uhr Vormitlaas vor diesem Beziltsgerichle angeord» net werden. . « .. O5 weiden daher alle jene, welche an dieses Verlaß aus wag immer für einem Rechtölitel einen Anspruch zu machen gedenken, hiermit auf» gefordert, denselben bei der ersterwähnten Tag» sahung anzumelden und gehörig darzuthun» wr-dl,gcn4 der Verlaß der Ordnung nacb abgehan» delt und »ingeantwortet werden würde. Bezirksgericht Gollsche« am »6. September «S42.