Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleilung, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68, 25-69, Maribor, Kopališka ul. 6. casji Ä i5š5e ätiB Inseraten- und Abonnements-Annahme in der Verwaltung. Bezugspreis: Abholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—, iür das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beilegten. Poštnina plačana v gotovini. Preis Din V 50 Mariborer fleitum Die Ouvertüre zu großen Schlachten Jftitteilunqen Ser italienischen Blätter aus Paris — Schwedens große Krisis — Schweden vom Verkehr mit dem Ausland vollkommen abgeschnillen — Schwedens Iustizminister Westman über die Politik seines Landes — Britische und französische Blätterstimmen über die Lage R o m, 22. April. Wie die italienischen Blätter aus Paris berichten, ist man in dortigen Kreisen überzeugt, daß in Norwegen ^°rläufig noch kein Krieg geführt werde. Alles, was sich jetzt in Norwegen abspiele, gleiche Manövern, die die Ouvertüre zu Stoßen Schlachten darstelle. Man wisse n*cht genau, wann und wo eine der er-Schlachten stattfinden werde, noch Weniger wisse man, was die Alliierten be-«fa unternommen haben und noch wei-er in der Nordsee unternehmen würden. Die italienischen Blätter melden ferner ays Paris, daß man in dortigen politischen Und diplomatischen Kreisen nach wie vor ^Phantasien« über eine angebliche Gefährdung der Schweiz, Hollands und Belgiens 'jcrbreite. Nicht geringes Aufsehen erregt »S t a m p a« mit einem Bericht ihres Stockholmer Korrespondenten. Das Blatt ''erweist auf die katastrophale Wirtschafts Ne Schwedens, die sich aus dem rteg in Skandinavien ergebe. Schweden stehe vor der Inflation, da es sich aus ei-uem reichen Land in ein Land verwandelt 1abe, das vom Ausland vollkommen ab-pschnitten sei. Der schwedische Schiff-fahrtsverkehr mit dem Ausland sei vollkom Uien stillgelegt, mit Ausnahme des Schiffsverkehrs mit Deutschland im Baltischen Meer. Stockholm, 22. April. (Avala.) Das e u t s c h e Nachrichten bü ro »leidet: Der schwedische Justizminister " e s t -m a -n hielt gestern vormittags in einer Versammlung des schwedischen Bauernbundes in Upsala eine Rede, in der Cr sich mit der gegenwärtigen politischen Lage befaßte. Minister Westman erklärte »' a.: »Es ist erst heute vollkommen klar, daß die politische Haltung Schwedens Richtig gewesen war. Die Teilnahme Schwedens an diesem Kriege würde die Politische Lage keineswegs ändern. Die große Mehrheit des schwedischen Volkes Und Parlaments billigt die Neutralitätspo-”tik der Regierung. Schweden kann sich keinesfalls für Ziele einsetzen, die gegen die Staatsform eines anderen Volkes gerichtet wären, andrerseits ist Schweden entschlossen, alles zu tun, um zu verhindern, daß dem Lande eine gegen seinen Willen gerichtete Staatsform aufgezwängt werde.« Minister Westman richtete sodann eine Warnung an die schwedische Presse, die die neutrale Haltung des Landes Erschwere. Von der Presse müsse gefordert werden, daß die an das Ausland gerichteten Worte abgewogen werden. Die Versammlung nahm sodann eine Entschließung an, in der die von der Regierung verteidigte Neutralitätspolitik einstimmig gebilligt wird, mit dem Bemerken, daß Schweden seine Neutralität und Freiheit mit allen Mit teln verteidigen werde. London, 22. April. (Avala) Reuter berichtet: Die „Times“ veröffentlicht einen Artikel über die Art und Weise der Nachrichtenübermittlung über die Operationen in Norwegen. Es sei offensichtlich, dass die massgeblichen Kreise wesentlich wichtige Mitteilungen vor der Oeffentlich-keit verheimlichen müssen, und zwar bis zur Klärung der Lage, da solche Nachrichten, vorzeitig gebracht, dem Gegner dienen könnten. Aus diesem Grunde sind die britischen offiziellen Mitteilungen über die Operationen im Norden lakonischer Natur. Der knappe Inhalt genüge, um zu zeigen, was in Norwegen erreicht wurde. Das Blatt verweist auf die schweren Verluste der deutschen Kriegsflotte und bemerkt, dass die Alliierten jetzt nunmehr in der Lage seien, ihre Ueber-macht auf dem nördlichen Kriegsschauplätze auszunützen. Man habe gedacht, dass der norwegische Widerstand noch vor dem Eintreffen britisch-französischer Streitkräfle zusammenbrechen werde. Nun kämpfen die Norweger Schulter an Schulter mit den Engländern. Die „Daily Mail“ schreibt u.a., dass das deutsche Oberkommando falsche Berichte über den Operationsverlauf veröffentliche. Paris, 22. April. (Avala) H a v a s meldet: Die heutigen Morgenblätter verweisen in ihren Kommentaren zur Lage in Norwegen insbesondere auf die Erfolge, die die Luftwaffe der Alliierten erzielt hat. Der »M a t i n« hebt hervor, daß im Laufe der letzten 48 Stunden 14 deutsche Flugzeuge abgeschossen worden seien. Nach einer weiteren Mitteilung des britischen Stabes in Frankreich wurden sechs deutsche Flugzeuge abgeschossen, sodaß allein in den Luftkämpfen der letzten beiden Tage 40 deutsche Maschinen abgeschossen wurden. Die Presse verweist insbesondere auf die Bombardements britischer Fliegerformationen auf feindliche Flugstützpunkte in Aalborg, Kristiansund und Stavanger, indem der gestrige Tag als ein schwarzer Tag für die deutsche Luftwaffe bezeichnet wird. In der Presse wird auf den prächtigen Widerstand der Norweger hingewiesen, die noch immer die Festung Hegra halten und den deutschen Vormarsch behindern. Die Verbindung zwischen den Truppen der Alliierten und den Norwegern sei geschaffen. Auf diplomatischem Gebiet interessiert die französische Presse insbesondere die Haltung Italiens. Der »Excelsior« erinnert in diesem Zusammenhänge an die Telegramme, die Mussolini und H 11-ler anläßlich dem 51. Geburtstages des Führers gewechselt haben. Das Blatt erhebt die Frage, ob es denn wahr sei, daß das italienische und das deutsche Volk die gleichen Ziele und die gleiche Weltanschauung hätten. Auch die Frage der Erneuerung der englisch-sowjetrussischen Handelsbeziehungen liegt im Lichtkegel des französischen Presseinteresses. Auch Holländisch-lndien hat die Aufmerksamkeit der Pariser Presse auf sich gezogen. Die »Ordre« meint, daß ein ernstes Pro-blem im Fernen Osten aufgetaucht sei. Man müsse sich fragen, was aus Hollän- Deutschland und der Güdosien Die deutsche Stellungnahme zu den Balkan -Problemen nach der Diplomaten; englischen Außenamt — Der Friedenswunsch der Balkanstaaten deckt sich mit bungen des Deutschen Reiches, schreibt die „Berliner Börsenzeitung' . ßerlin, 22. April. (Avala.) — Das eutsche Nachrichtenbüro meldet: Die »Berliner Börsenzcl-Lu n g«, die den militärischen Kreisen des Putschen Reiches nahesteht, befaßt sich an leitender Stelle mit der kürzlich im Lon ner Außenamt stattgefundenen Konfe-!"enz der englischen Diplomaten des Bal-'ans mit Außenminister Lord Halifax. Das hatt verweist in diesem Zusammenhänge aJ*f eine von Chamberlain abgegebene Er-arung und meint, Großbritannien verfol-!)e |m europäischen Südosten ganz andere ~iele- »Es ist der Wunsch der Londoner achthaber« — so heißt es in dem Auf- sehen Blockadepolitik gegen Deutschland gewinnen. Man muß die Klugheit der Bai kan- und Donaustaaten anerkennen, die entschlossene Maßnahmen zum Schutze ihres Wirtschaftslebens und des Verkehrs getroffen haben. Die Länder der Balkan-und Donaustaaten wollen durch diese Maßnahmen nichts sonst erreichen, als die Sicherung des Friedens und der Ordnung in diesem Teile Europas. London und Paris machen indessen große Anstrengungen, um die Südoststaaten für die Teilnahme an der gegen Deutschland gerichteten Blok kade zu gewinnen und zwar hauptsächlich deshalb, weil die breiten Volksmas- ?,atz — »die psychologischen Folgen der > sen in England und in Frankreich bereits ’üngsten Ereignisse im europäischen Nor - | den Mißerfolg der Blockade eingesehen en für ihre Propaganda in dem Bestreben haben und auch ihren Unwillen darüber fUSzunützen, die südosteuropäischen Staadt1 für ihre Ziele zu gewinnen. Diese Ab-s chten sind indessen rein negativ. Die wer nicht mehr verbergen können.« »Im europäischen Südosten« — so heißt cs im Aufsatze weiter — »weiß man je- 'teuronäischen Staaten wollen diese doch, welche Faktoren sachliche Garanti- Staaten für die Teilnahme an der engli-1 en für den südosteuropäischen Frieden bieten und welche Faktoi den gefährlich werden kör was diejenigen wollen, di Südosten und dem Deutsi frieden säen wollen. Die e haber tarnen ihre wahre dem Wunsche nach bestm mng des Güteraustausch« Südosten und England. E länglich bekannt, daß die delsinteressen Englands ring sind gegenüber an delsbeziehungen der Sü< plötzliche Abbruch diese tionellen Güteraustausch' de große Schwierigkeit-Staaten des Südostens -»Berliner Börsenzeitunggen — wünschen nichts im Frieden zu arbeiten Wunsch, der sich volil Wünschen und Interes Reiches deckt.« disch-Indien werden sollte, wenn die Niederlande erobert seien. In diesem Zusammenhänge wird auf die japaniche Protest haltung hingewiesen und erklärt, daß die holländische Regierung diesen Widersprti chen ein Ende gemacht habe, indem sie mitteilte, daß sie bezüglich ihres Kolonialbesitzes keinen Schutz angefordert ha be oder anfordern würde. Man müsse jedoch im Augenchein behalten, daß Holländisch-lndien im Falle eines Angriffes auf Holland der Gefahr ausgesetzt würde. Berlin, 22. April. DNB. Im raschen Vordringen von Süden haben deutsche Truppen die Stadt Lillehammer erreicht. Die im Raume von Stavanger mit der Säuberung beschäftigten deutschen Truppen haben weitere Fortschritte gemacht. Kleine versprengte norwegische Abteilungen haben sich ins Gebirge zurückgezogen. Schwere LlnruHen in Indien Rangoon, 22. April. (Avala.) Reuter berichtet: Amläßlich der Straßenun-ruhen wurden am Samstag in Zusammenstößen mit der englischen Exekutive elf Personen getötet und 69 verwundet. — Nach diesem Zusammenstoß wurde die Ruhe bis auf gestern morgens hergesteüt, als die Polizei neuerdings bemüsslgt war, das Feuer gegen die in einer der Hauptstraßen angesammelte Volks rnasse zu rieh ten. Im Laufe des gestrigen Tages gab es an mehreren Stellen geringfügigere Ausschreitungen, doch ist die allgemeine Situation nicht mehr so emst wie zu Beginn der Unruhen. Iuwelendiebstahl in Maribor Aus dem Vorzimmer einer Wohnung in der Maistrova ulica 6-III. wurde eine hellbraune Damenhandlasche entwendet, in der sich eine antike Brosche mit Perle und Brillanten sowie ein antikes Armband, ebenso mit Perle und Brillanten, und der Bargeldbetrag von 1-10 Dinar befanden. Der Gesamtschaden beziffert sich auf zirka 12.000 Dinar. Vor Ankauf wird gewarnt. Automobilunglück in Amerika Die Operationen in Norwegen Beide Laaer melden verstärkte Truppentransport nach Norwegen > Optimistische Beurteilung der frategifchen Lage in Varis / Nückzug Der Norweger aus Hamar und Elverum / Garvlns Beirachtungen über die Lage / Italienischer Genera» hält Deutschlands Lage für günstiger Paris, 22. April. (Avala) H a v a s berichtet: Die Landung englischer und französischer Tuppen wird in Norwegen planmäßig und zwischenfallos fortgesetzt Die Landung erfolgt im allgemeinen unter günstigsten Bedingungen. In französischen unterichteten und militärischen Kreisen herrscht im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Operationen in Norwegen ein starker Optimismus. In diesen Kreisen wird betont, daß die Deutschen nicht einen einzigen Truppentransport vernichtet hätten. Demgegenüber hätten die Deutschen schon zahlreiche Transporte verloren, wobei mehrere Tausend deutsche Soldaten ertrunken wären. Bei Narvik sei die Lage unverändert. Im übrigen ist man in französischen Militärkreisen sehr reserviert. Bezüglich der Operationen nördästibt von Oslo verlautet lediglich, daß die norwegische Operationsleitung absichtlich die Verbindungen abgebrochen und die Truppen auf der Linie Kamar—Elverum—Mjöse-See zurückge- zogen hätte. Sicher sei, daß die Deutschen Elverum eingenommen haben. Der neue norwegische Rückzug ist, wie es heißt, notwendig geworden, da die Deutschen in diesem Raume mit zwei modern ausgerüsteten Divisionen operieren, während die Norweger zahlenmäßig wie auch im Hinblick auf ihre Ausrüstung den Deut sehen nachstehen. Die Norweger ziehen sich jetzt auf den relativ ebenen Gegenden in die hohen Berge zurück, die eine gigantische Festung darstellen. Dieser Terrainvorteil wird die Mängel hinsichtlich der Anzahl und der Ausrüstung der Truppen ausgleichen. Die britische Luft-' waffe bombardiert auch weiterhin Flugplätze, auf denen die Deutschen Truppen landen möchten. Dem Bombardement norwegischer Flugplätze folgen nun auch die Angriffe auf jene Basen, auf denen die weiteren deutschen Startpunkte liegen. London, 22. April. Reuter berichtet: Die norwegischen Truppen nördlich von Oslo wurden auf Befehl des norwegischen Oberkommandierenden aus Hamar und Elverum auf eine neue befestigte Linie zurückgezogen, die sich nördlich von beiden Städten befindet. Der Rückzug ergab sich als Folge der Uebermacht der deutschen Truppen. Amsterdam, 22. April. Wie aus Schweden berichtet wird, haben englische Seestreitkräfte den Hafen von Narvik, der von den Deutschen nach wie vor besetzt gehalten wird, beschossen und zahlreiche Hafenanlagen schwer beschädigt. Die englischen Granaten zerstörten auch mehrere Warenmagazine im Hafen. In der von den Deutschen besetzten Stadt wurden durch Granatentreffer zwei Brände verursacht. London, 22. April. Reuter meldet: Das Luftfahrtministerium erließ gestern die nachstehende Mitteilung: In der Nacht zum 21. d. M. wurde der Flugplatz von Aalborg in Norddänemark von einer britischen Bomberformation erfolgreich mit Bomben belegt. Wie in englischen Militärkreisen versichert wird, ist der Flugplatz von Aalborg als Stützpunkt für den Transport von deutschen Truppen und leichter Waffen nach Norwegen benützt worden. Der genannte englische Angriff war der erste An griff auf Aalborg überhaupt. Der Flugplatz von Stavanger ist 320 Kilometer von Aalborg entfernt. In Aaalborg wurde nach englischen Quellen ein Hangar mit mehre ren deutschen Flugzeugen vernichtet. Der Flugplatz von Christiansand ist nach wei In.Trondb j em sind planmäßig Verstärkungen der Infanterie und Artillerie eingetroffen. Bei Bergen und S t a v a n ger haben die deutschen'Truppen neues Gebiet eingenommen und von norwegischen Verbänden gesäubert. Im Gebiet um Oslo sind verstärkte deutsche Truppen sehr rasch in allen Rieh tungen vorgedrungen. Eine motorisierte Truppe steht vor Asmot, eine zweite ist bereits 51 Kilometer nördlich von Hamar. Deutsche Truppen stehen vor Gjö-vik. Deutsche Luftstreitkräfte haben im Har- Täglich unternimmt König Christian einen Ausritt durch Kopenhagen a « Mi . : ' ' ■ " ■ Jeden Morgen unternimmt König Chri-! wird er von der Bevölkerung begrüßt, stian von Dänemark einen Ausritt durch ! Dieser Brauch hat auch durch die deu-die Straßen von Kopenhagen. Ehrerbietig tsche Besetzung keine Aenderung erfahren. teren englischen Versicherungen derart zerstört, daß er von den Deutschen kaum mehr als Stützpunkt verwendet werden kann. London, 22. April. Reuter berichtet: Das britische Luftfahntministerium erließ gestern folgenden Bericht: Gestern abends haben britische Flugzeuge die Flug Plätze in Ghristiansand und in Stavanger mit Bomben belegt. Mehrere Objekte des Flugplatzes und einige Flugzeuge wurden vernichtet. B e r ! i n, 22. April (Deutsches Nachrich tenbüro.) Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht erließ gestern den nach stehenden Bericht: Gestern nachmittags erschienen feindliche Seestreitkräfte vor Narvik und beschossen eine Zeitlang den Hafen und die Stadt, ohne den Versuch einer Truppenlandung zu unternehmen. Die im Gebiet von Narvitk versammelten Truppen ha ben in den bisherigen Aktionen eine große Beute aufgebracht, darunter auch 8000 Gewehre und 315 Maschinengewehre mit J * ” ' cn Munition. >en um Oslo ? >" ■ - * HK Oslo, die die Stadt ge dangerfjord mehrere kleinere norwegische Kriegsschiffe versenkt, darunter auch den Minenleger »Tyr«. Auch einige Küstenbatterien wurden vernichtet. Die Truppen- u. Materialtransporte nach Norwegen werden in verstärktem Umfang fortgesetzt. Ein Zerstörer, der ehemals der polnischen Flotte angehörte, wurde nordöstlich der Shettlandinseln von einem deutschen Tauchboot versenkt. Wie bereits berichtet, wurden am 19. April anläßlich des Angriffes deutscher Luftstreitkräfte auf britische Seestreitkräfte insgesamt ein schwerer, ein leichter Kreuzer und vier Transportschiffe getroffen. Bei den gestrigen Angriffen auf ein feindliches Seegeschwad'er, das bei Namsos und Anvaldsnes (Insel Karrnu, 45 Kilometer nordwestlich von Stavanger) Truppen und Material ans Land brin gen wollte, haben große Formationen deutscher Flugzeuge dem Feind einen schlimmen Schlag zugefügt. Bei Anvaldsnes wurde ein Kreuzer durch einen Bombenvolltreffer sofort versenkt. Zwei Flugzeuge bewarfen einen zweiten Kreuzer mit mehreren Bomben mittleren Kalibers. An Bord des getroffenen Kreuzers entstand ein Brand, worauf ein Kreuzer sich selbst auf Strand setzte. An einer anderen Stelle schlugen mehrere Bomben in ein 15.000-Tonncn-Transportschiff ein, das mit Mannschaften besetzt war. Auch auf diesem Schiff ist ein Brand ausgebrochen. Ein anderes Transportschiff wurde ebenfalls durch Bombentreffer beschä. digt. An beiden Stellen bombardierten die deutschen Flugzeuge erfolgreich auch englische Truppen, die eben zu landen im Begriffe standen, sodaß der Feind große Menschen- und Materialverluste hatte. Auf den Bahnhöfen in Namsos und Anvaldsnes entstanden Brände. Auch die Zufahrstraßen und die Brücken in der Nähe der beiden Bahnhöfe wurden durch Bomben zerstört.« London, 22. April. Der gestern nachmittags durch Reuter veröffentlichte Be. rieht des englischen Kriegsministeriums lautet: Die Operationen des englischen Heeres in Norwegen werden intensiv und ungestört fortgesetzt. Die britischen Trup oen haben neue Verbindungen mit den norwegischen Truppen hergestellt. London, 22. April. (Avala.) R e u-ter meldet: In seinem Sonntagsartikel n» »O b s e r v e r« schreibt G a r v i n, daß sich die Ereignisse in Norwegen vollends zugunsten der Alliierten entwickelten. DR Entscheidung sei jedoch nocht nicht gefallen. Die ganze Welt sei gespannt darüber, was nun kommen werde. Insbesondere die Neutralen warten, was geschehen werde. Da viele noch in der Ungewißheit stünden und sich noch nicht entschieden hätten, habe es den Anschein, daß Dinge in die Erscheinung getreten sind, die den Alliierten zwar von Nutzen sein könnten, für sie aber auch ungünstig auszufallen vermöchten. Vom Ausgang des Kampfes werde es abhängen, ob die schwankenden Neutralen sich für die Westmächte erklären würden. Die Haupt aufgabe sei jetzt, die Deutschen aus Nor wegen zu verdrängen. Im Weltkrieg seien Belgien, Serbien und Rumänien zum Teil oder ganz besetzt gewesen, doch hätten sie dann ihre Freiheit zurückerhalten. Alles, was die Alliierten im Norden getan hätten, sei erst das Vorspiel einer Ak, tion, die noch stärker sein müsse. Garvirt schließt seine Betrachtungen mit den Worten: »Die Alliierten müssen im Norden einen starken Schachzug machen. Wenn sie dies nicht tun wollen, dann wäre es am besten, sie täten überhaupt nichts«. Stockholm, 22. April. Reuter berich fet: Nach eingelangten Meldungen haben die englischen Truppen, die bei Laerdal» nordöstlich von Bergen gelandet sind, wichtige strategische Positionen eingenommen. In diesem Gebiet verläuft die Bahnstrecke Laerdal — Sadernez — Oslo-Die britischen Truppen sind bereits M>' norwegischen Truppen in Fühlung gekommen und operieren nun gemeinsam* Deutsche Truppen versuchten die genau« te Eisenbahnstrecke mehrere Male abzU-schneiden, was ihnen aber nicht gelang* Der Kommadant der deutschen Truppe1*-in Trondhjem, Oberst Weiß, bereitet sich lebhaft darauf vor, die alliierten Trup pen, die von Norden gegen Süden verrücken, aufzuhalten. Es bestätigt sich d'R Nachricht, daß die Norweger im Gebiet von Trondhjem starke Kräfte bei Stankjef gesammelt haben und bereits mit de11 englisch-französischen Formationen in Berührung gekommen sind. Die Stärke der Alliierten in Norwegen wird auf dre’ Divisionen geschätzt, d. i. auf 50.000 Mann. Die im Songe-Fjord bei Laerdal vollzogene Truppenlandung wird als sehf wichtig bezeichnet, da die britischen Truppen in die Lage versetzt wurden-mehrere wichtige Straßenknotenpunkt6 zu besetzen. Rom, 22. April. General Aldo C a b i t i, einer der bekannten italienischen M1" litärfaschschriftsteller, schreibt in den italienischen Blättern, daß sich die Operationen in Norwegen in den letzten Tag611 zugunsten der Deutschen entwickeln. De6 Deutschen sei es nicht nur gelungen, dlC englischen Truppenlandungen zu vereiteln, sondern auch selbst neue Truppcn heranzubringen und die eigenen Positionen in Norwegen zu verstärken. Man mi|S se aber damit rechnen, daß sich die Lag6 in Norwegen für eine gewisse Zeit kaum verändern werde. Narvik sei noch in d daß die Engländer im Baltischen k;eer Minen gelegt hätten. Ein Beweis hie-sei die tägliche Ankunft deutscher ampfer in Stockholm. Der Krieg und England 'ne Erklärung des englischen Kriegsministers im englischen Rundfunk. London, 22. April. Havas meldet: gestern abends hielt Kriegsminister Sir Düver Stanley eine Rundfunkrede, in er er u. a. sagte: »Dieser Krieg wird sehr schwierig sein. Wir dürfen es nicht gestatten, daß wir diesen Krieg verlieren. Hs genügt, an das tragische Schicksal Po- lf;ns und anderer Länder zu denken, um Clnzusehen, was uns bevorstehen könnte, wenn wir besiegt werden. Wir dürfen nicht einmal gestatten, daß dieser Krieg ohne ein Ergebnis beendigt wird und daß wir nach einigen Jahren wiederum gezwungen werden, Krieg zu führen. Die Zivilisation könnte einen deutschen Sieg nicht überleben. Seien wir dessen sicher, daß wir diesmal einen dauernden Frieden oegrtinden, denn wir werden unsere Aufgaben bis zum Ende erfüllen.« Der gesicherte Gübvfl-Friede Berlin erklärt: Deutichland Hat keinerlei Absichten gegenüber Sem Gttbvsten / Der Standpunkt Italiens unverändert ®cr Oberbefehlshaber der jugoslawi-wischen Kriegsmarine pensioniert Beograd, 22. April. Der Oberbefehlshaber der jugoslawischen Kriegsmarine Vizeadmiral Marijan P o 1 i č ist j? den Ruhestand versetzt worden. Gleichzeitig wurden auch Konteadmi- Beograd, 22. April. Die Beograder »Politika« veröffentlichte dieser Tage auf ihrer ersten Seite unter der großen Aufschrift »In Berlin und Rom werden die Meldungen über gewisse Absichten Deutschlands und Italiens gegenüber dem Südosten auf das entschiedenste in Abrede gestellt« und »Deutschland hat keinerlei Absichten gegenüber dem Südosten und insbesondere nicht gegenüber Jugoslawien« einen ausführlichen Bericht ihres Berliner Berichterstatters über die Haltung Deutschlands in Verbindung mit der Londoner Beratung der britischen Südost-Gesandten. In dem Bericht wird hervorgehoben, daß sowohl die Beratung der Gesandten als auch der Bericht Cham berlains im Unterhaus über diese Beratung in Berlin vollkommen gelassen aufgenommen worden seien, wenn man auch die englischen Absichten im Südosten in Berlin mit größter Aufmerksamkeit verfolge. Während man die Rede Chamberlains, wie gesagt, ziemlich kaltblütig aufgenommen habe, so schreibt das Blatt, haben die in den letzten Tagen von gewisser Seite über den Balkan in Umlauf gesetzten Gerüchte über eine angeblich unmittelbare deutsche Gefahr, die diesem Teile Europas drohen soll, in Berlin große Empörung hervorgerufen. Im Zusammenhänge mit diesen Gerüchten wurde dem Berichterstatter der »Politika« an maßgebender deutscher Stelle folgendes gesagt: »Deutschland hat keinerlei Absichten gegenüber dem Südosten und insbesondere nicht gegenüber Jugoslawien, mit dem es bis zum heutigen Tage die besten Beziehungen unterhält. Die Gerüchte über eine angebliche Truppenzusammenziehung in Kärnten, sowie jene, die behaupten, Deutschland arbeite zwecks Verwirklichung seiner Südostpläne in Jugoslawien an der Organisierung seiner Vertrauensleute, die im gegebenen Augeblick den Boden für die Durchführung dieses Planes vorbereiten sollen, sind vollständig aus der Luft gegriffen«. Mit der gleichen Frage befaßt sich auch der römische Berichterstatter der »Politika«. Nach diesem Bericht bemerkt man in römischen politischen Kreisen zur Rede Chamberlains: Jetzt haben die Verbündeten ihren Wunsch nach Frieden in Südosteuropa hervor, obgleich bisher nur Italien und Deutschland alles getan haben, um den Krieg zu lokalisieren und zu isolieren. Der Balkan- und Donauraum ist weder von Deutschland noch von Italien bedroht. Deshalb ist es unverständlich, gegen welche Gefahren England jene Maß nahmen unternehmen will, über die bei der Beratung der englischen Balkandiplomaten gesprochen wurde. Wenn in diesen Gegenden tatsächlich der Frieden bedroht wäre, so könnte dies nur eine Folge allfälliger Vorhaben der Westmächte sein. Dar aus geht hervor, so meldet der Berichterstatter der »Politika« daß Italien nicht die Absicht hat, auf dem Balkan als erster be waffnet einzugreifen, wenn jedoch die Verbündeten hier irgendetwas unternehmen sollten, könnte Italien nicht gleichgültig bleiben. Zur Klärung der Frage, wer den Frieden auf dem Balkan eigentlich bedroht, weist man in Italien darauf hin, daß während die Westmächte einerseits beteuern, auf dem Balkan den jetzigen Stand aufrecht erhalten zu wollen, auf der anderen Seite die französische Presse die Welt ständig mit Berichten über angebliche Gefahren, die dem Balkan drohen sollen, beunruhige. Wenn die französische Regierung wirklich Frieden auf dem Balkan haben wollte, müßte sie vor allem unnötige Alarmberichte in der französischen Presse verhindern. ral V. Mar ja še vi c u. Linienschiff s-kapitän K. P. Grubešic. pensioniert. „Italien wird feine Karte ausfpielen!" KLAZIONI INTERNATIONAL!« ÜBER DIE SCHLUSSFOLGERUNGEN DER JET-IGEN INTERNATIONALEN LAGE. — »DER GEWALTPOLITIK IN EUROPA MUSS DIE GEWALT ENTGEGENGESTELLT WERDEN.« Mailand, 22. April. Stefani mel- j Soldaten und Bürger zugleich sind, kann e .• Die dem Außenministerium nahe stehende Revue »Relazioni Internatio n.a * i« schreibt, die jüngsten Kriegsereig-nisse böten die Möglichkeit, gewisse chtußfolgerungen zu ziehen. Vor allem: le nasche deutsche Initiative, die den Alterten in Skandinavien zuvorgekommen sei von Erfolg gekrönt. Die Westächte wissen, daß ihr Prestige einen schweren Schlag erlitten habe. »Die Eng-ander und Franzosen« — heißt es weiter Machen alle Anstrengungen, um starke ^uehmbare Positionen in Norwegen zu ^haffen. Dies -wird aber keinesfalls auf , *■ definitive Situationsänderung einwir-die von Deutschland durch die ra-Initiative sowie durch die Ueber-Macht der Landtruppen und der Luftwaffe Schaffen. wurde. Man muß übrigens jhich die Versuche erwähnen, die von den ,ngländern und Franzosen gemacht wer-eni Um die Neutralen in den Krieg zu zer-Die Haltung Italiens ist vollkommen 3r. Wenn man bedenkt, daß die Italiener1 man die weitere Entwicklung der Ereignisse ruhig abwarten, denn das italienische Volk erwartet in äußerster Geschlos- senheit die Stunde des vollen Sieges. Die Westmächte ergehen sich in Lobgesängen auf Italien und seine Friedenspolitik. Wir lehnen aber dieses Lob entschlossen ab. Das italienische Volk wird seine Karte in diesem Spiele aiisspielen. Der Wille Italiens basiert einzig und allein auf den Waffen. Der Politik der Gewalt, die in Europa betrieben wird, muß im realistischen Geiste die Gewalt entgegengestellt werden«. Ein neues grosses italienisches U-Boot vom Stapel gelassen Spezia, 22. April. Stefani berichtet: Im hiesigen Kriegshafen wurde gestern das neue, grosse italienische Tauchboot „Baracca“ vom Stapel gelassen. Jugoslawisch-englisches Wirtschaftsabkommen SICHERSTELLUNG DER ENGLISCHEN ROHSTOFFLIEFERUNGEN UND FESTSETZUNG EINES NEUEN ZAHLUNGSABKOMMENS. — DER ERFOLG DER MISSION DES VIZEGOUVERNEURS DER NATIONALBANK DR. IVO BELIN. London, 22. April. Nach Informationen aus gut unterrichteten Kreisen erklärte der Vizegouverneur der Jugoslawischen Nationalbank Dr. Ivo Belin, der in London Wirtschaftsverhandlungen mit den zuständigen Stellen geführt hatte, vor seiner Abreise nach Paris, daß er nicht nur mit dem Empfang zufrieden sei, der ihm in London bereitet wurde, son- » Anerkennung seiner Verdienste um de» Wallfahrstort zum Ehrenbürger ernannt wird. m. In der Volksuniversität spricht heute, Montag, um 20 Uhr der bekannte kroatische Komponist Dr. Božidar š i rola über die Rolle der Volksmusikinstrumente im zeitgenössischen Orchester. m. Die Jubiläumsausstellung in Ljubljana wird verlängert. Um auch jenen, die es bis jetzt versäumt haben, die Kunst-schau in Ljubljana zu besuchen, die Mög lichkeit zu geben, sich vom großen Fortschritt der slowenischen Kunst in den letzten 40 Jahren zu überzeugen, wurde die Jubiläumsausstellung bis einschließlich 28. April verlängert. m. Der Mariborer Fremdenverkehrsverband hält Dienstag, den 30. d. »M 16 Uhr im Saale des Hotels »Orel« seine Jahreshauptversammlung mit der übliche» Tagesordnung ab. Die Bahnverwaltung wurde um die Zuerkennung des halbe» Fahrpreises für die auswärtigen Delegierten der angegliederten Organisationen »» gesucht. Es ist damit zu rechnen, daß das Gesuch günstig erledigt wird. m. Eintrittskarten für das symphonische Konzert der »Glasbena Matica« sind im Vorverkauf beim »Putnik« erhältlich-Tel. 21-22. Für das Konzert, das a»j 3. Mai stattfindet, herrscht schon jetz ein reges Interesse. Es werden die berühmtesten Kompositionen von Svendse»-Grieg und Dvorak aufgeführt werden. m. Die Jadranska straža in Maribof veranstaltet Sonntag, den. 28. d. am Trg svobode eine große Wohltätigkeits tombola zugunsten der Entsendung armer Schulkinder an die Adria. 0er Haupttreffer beträgt 10.000 Dinar in baf* Der Wert aller Gewinste stellte sich »»* 40.000 Dinar. Die Tombolakarten koste» 4 Dinar. Um möglichst großen Zuspruch wird ersucht. "m. Die Studienbibliothek im Kasin0' gebäude am Slomškov trg bleibt ab 1* Mai wegen der Adaptierung der Räu»’e auf unbestimmte Zeit geschlossen. ps wird ersucht, bis Ende April die entliehenen Bücher zurückzubringen. Der Zeitpunkt der neuen Bücherausgabe w*f rechtzeitig mitgeteilt werden. m. 22.6 Wärmegrade im Schatten. Ge' stern machte sich die erste Hitzewelle >» diesem Jahre fühlbar, und zwar stieg d»5 Quecksilber bis auf 22.6 Grad im Schatten. Am Nachmittag drohte ein Gewitter doch verzog sich das Gewölk nach kurzem Niederschlag gegen Süden. Die heutige Minimaltemperatur betrug 9.8 Grad* m. Eine Frühlmgsfahrt durch die »Slovenske gorke« veranstaltet der »Putnik» am 28. d. Fahrpreis 60 Dinar. Anmeldungen bis zum 26. d. 18 Uhr im »Putnik«-Reisebüro. m. 800-Jahrfeier von Gornji grad. De> Markt Gornji grad feiert heuer sein 800-jähriges Gründungsjubiläum, und zwar war es der Edle Deybald von Chagere, der im Jahre 1140 dem Patriarchen PefC" grin seine Landgüter um Gornji grad über gab, um als Kreuzfahrer ins heilige Land auszuziehen. Der Patriarch überließ die Güter den Benediktinern, die sie im Jahre 1461 dem Bischof in Ljubljana abga- ken> in dessen Besitz sie sich noch heute ^finden. w. Die prawoslawe Prozession, die sogenannte Vrbica, die Samstag nachmit-tags von der Lazaruskirche am Jugoslo-venski trg durch die Stadt zur Kapelle in Melje veranstaltet wurde, fand in der Oef-fentlichkeit großes Interesse. Im Zuge schritten die Gläubigen, vor allem das Offizierskorps. Verschönt wurde die Fei-Cr durch die Klänge der Militärkapelle. m. In Graz ist der Oberst i. R. Emmerich Götz gestorben. Der Verstorbene entstammte der bekannten Industriellenfamilie Götz in Maribor. R. i. p.l m. Der 100. Geburtstag Tschaikowskys wird am 26. d. von der Musikschule der »Glasbena Matica« festlich begangen werden. m. »Verrat bei Novara« im Mariborer Theater. Schon vor fünf Jahren fand Arx’ geschichtliche Tragödie »Verrat bei Novara« eine erfolgreiche Aufnahme. Um dem Mariborer Publikum den großen künstlerischen Genuß, den dieses Stück spendet, aufs neue zu gewähren, hat sich die Thea-terleiitun-g für eine Wiederholung des Dramas entschlossen. m. Taschendiebstahl. Der Eisenbahners gattin Marie Štampar kam gestern am Marktplatz die Geldbörse mit einem Barbetrag von 1000 Dinar abhanden. m. Unfälle. Der Maschinensetzer Josef Perše wurde von einem ausschlagenden Pferd am Kopf getroffen und schwer verletzt. — An der Ecke Koroščeva—Vrazova ulica stießen gestern eine Beiwagenmaschine und ein Personenauto zusam men, wobei der Fleischhauer Blasius S e r d i n š e k und dessen Gattin Rißwunden am Kopfe erlitten. MuutömiTMealet ©täötenamen, die in die Weltgeschichte eingingen Montag, 22. April: Geschlossen. Dienstag, 23. April um 20 Uhr: »Anna Christie«. Mittwoch, 24. April: Geschlossen. Donnerstag, 25. April um 20 Uhr: »Verrat bei Novara«. Erstaufführung. Ab. C. Volksuniversität Montag, 22. April um 20 Uhr: Der Kom Ponist Dr. Božidar Širola aus Zagreb spricht über das Thema »Von den Volksmusik! nstrumenten bis zum modernen Orchester«. ZghJüm Espianade-Tonkino. Die Premiere des fabelhaft schönen, neuesten deutschen Großfilmes »Mutterliebe« mit Käthe Dorsch, Paul Hörbiger, W. A. Retty und Traudl Stark. Ein Hohelied auf die Mutterliebe, gewidmet dem goldenen Mutterherz. Ein Film von unvergeßlicher Schönheit, ein Film, der jedem, der seine Mutter verhert, gefallen muß. Burg.Tonkino. Der Technicolor-Groß-tilm »Ein neues Reich entstand...« mit Errol Flynn und Olovia de Havilland, den Beiden aus »Robin Hood«, in den Hauptrolle». Ein bewegter, geschichtlich wahrer Sensationsfilm, der uns in die Zeit der amerikanischen Freiheitskämpfe führt und bas Schicksal eines von Indianern und Räubern verfolgten Liebespaares aufzeigt — in Vorbereitung der Hans-Moser-Film »Der ungetreue Eckhardt«. Union-Tonkino. Bis einschließlich Mon tag »Die Abenteuer Tim Taylors« II. Teil. Die zweite Epoche dieses gigantischen Filmwerkes schildert unseres Haupthelden Taylors Glück. Die großen Schwierigkeiten werden überwunden und Tim gelingt esi die Gefangennahme seines Vaters zu rächen. Die Bilder sind überaus naturgetreu und der Inhalt dramatisch und spanend. Unser nächtes Programm: Ein interessanter, lehrreicher Film »Das infizierte Blut«. Das Wetter Wettervorhersage für Dienstag: Zunehmende Temperatur, teilweise Be. volkung. Die großen Ereignisse der letzten Tage haben plötzlich den Blick geweitet für die Länder des Nordens. Städtenamen, die vielen bisher völlig unbekannt waren, sind! von heute auf morgen in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Die norwegische Küste mit ihren kleinen betriebsamen Hafenstädten ist vielen unbekannt, Oslo, das frühere Christania, ist als Hauptstadt des Landes, für die meisten ein feststehender Begriff. Aber nur wer selbst einmal die Stadt besuchte, erhielt ihren wahren Eindruck: den einer ganz modernen Geschäftsstadt, die unverkennbar amerikanische Einflüsse in sich aufgenommen hat. Aber wenn Oslo, das auf eine fast tausendjährige Geschichte zurückblickt, den meisten als europäische Hauptstadt bekannt ist, — wer weiß etwas Genaueres von den norwegischen Küstenstädten, die als Hafenplätze für das gesamte Wirtschaftsleben des Landes eine ausschlaggebende Rolle spielen? In den letzten Tagen sind uns allen die Namen Narwik, Trondheim, Bergen, Stavan-ger und Kristiansand geläufig geworden — aber wie sehen die Städte selbst aus? Narwik ist einer der nördlichsten Hafenplätze von Norwegen. Es ist ein kleines, sauberes Hafenstädtchen mit etwa 9000 Einwohnern und liegt am Ofot-fjord. Es ist rings in eine reizvolle Gebirgslandschaft eingebettet und wird von dem 1400 Meter hohen Tötta überragt. Narwik ist der Endpunkt der nach den schwedischen Lappmarken führenden Ofo tenbahn. Obwohl die Stadt nur klein ist, kommt ihr doch wirtschaftlich eine große Bedeutung zu, denn sie ist der wichtigste Ausfuhrhafen für die nordschwedischen Eisenerze. Die Jahresausfuhr betrug in den letzten Jahren etwa vier bis fünf Millionen Tonnen. Ein beträchtliches Stück weiter südlich an der Küste liegt, am tiefen Einschnitt des Trondheim-Fjords die drittgrößte Stadt Norwegens, T rondheim, norwegisch Trondhjem, die alte Krönungsstadt der norwegischen Könige. Trondheim liegt an der Westküste des stets eisfreien Trondheim-Fjords, der sich von den anderen Fjorden des Landes auffal lend dadurch unterscheidet, daß er nicht ringsum von schroffen, hohen Bergwänden umgeben ist, sondern daß sich an seinen Ufern weithin fruchtbares Ackerland und Wiesen erstrecken, die der Landschaft einen anmutigen Reiz geben. Die Stadt selbst liegt auf einer von dem Flusse Nidelv, der hier in den Fjord mündet, umflossenen Halbinsel. Auf einer Klippe vor dem Hafen steht das kleine Fort Munkholm, das früher Staatsgefängnis war, und unmittelbar neben der Stadt liegt auf einer Anhöhe das alte Kastell Kirstiansten. Trondheim ist eine schöne Stadt mit sehr regelmäßigen Straßen. Ihr Wahrzeichen ist der Dom, der großartigste Kirchenbau der skandinavischen Länder, dessen Erbauung bis in das 11. Jahrhundert zurückreicht. Sein gotisch-normannischer Stil ist heute, nach gründlichen Wiederherstellungsarbeiten, auf das schönste erhalten. In ihren ältesten Teilen läßt die Stadt noch die Tradition vergangener Jahrhunderte erkennen. In der sog. Seestraße, im Osten der Stadt findet man gegenüber den großen stattlichen Kaufmannshäusern auf der einen Straßenseite ebenso viele uralte hölzerne, auf 5—6 m hohen .Pfählen ruhende Pack- und Lagerhäuser auf der anderen gegenüberstehen. Trondheim war im Mittelalter der kulturelle Mittelpunkt Norwegens. Heute steht es wirtschaftlich zwar hinter Oslo und Bergen zurück, ist aber Stapelplatz für das fruchtbare Hinterland. Bergen, wieder ein Stück südlicher an der Küste, liegt am Byfjord und hat in diesem einen natürlichen, ausgezeichneten Hafen. Die Fischerstadt mit ihren annähernd 100.000 Einwohnern wird landeinwärts rings von Bergen überragt, die bis zu 650 Meter ansteigen. Seit frühen Zeiten schon ist der Fischhandel das Hauptgewerbe der Bergener. Im Mittel-! alter besassen die »Bergenfahrer« das al- leinige Recht dazu. Heute werden noch Schiffbau und Böttcherei in der Stadt betrieben, aber der Handel bzw. die Ausfuhr von Fischereierzeugnissen steht noch immer an erster Stelle. Wer wieder weiter nach Süden fährt, gelangt an den Bukkenfjord, an dessen Rande eine der ältesten norwegischen Städte, Stavanger, liegt. Es ist Bischofssitz, die alte Domkirche aus dem 11. Jahrhundert ist nächst dem Trondhei-mer Dom die bedeutendste Norwegens. Stavanger ist ein Städtchen mit etwa 50.000 Einwohnern, die, wie in den anderen Küstenstädten, in erster Linie durch Fischzucht, Fischhandel und die Ausfuhr von Fischereierzeugnissen ihren Unterhalt verdienen. Und schließlich, wenn sich die Küste wieder nach Norden wendet, Oslo entgegen, finden wir Kristiansand, in einer Bucht des Skagerrak, die man ihrem Stadtbilde und ihren geraden Straßen nach als die regelmäßigste Stadt Norwegens bezeichnen kann. Kristiansand hat nur 15.000 Bewohner, und doch ist der Hafen ein vielbesuchter Anlegeplatz für den internationalen Schiffsverkehr, er ist durch Festungswerke geschützt. Kristiansand unterscheidet sich in seiner wirt. schaftlichen Bedeutung in nichts von den anderen Küstenstädten: auch hier steht der Fischhandel an erster Stelle. Zwischen Stavanger und Kristiansand liegt Egersund, das in Norwegen hauptsächlich wegen seines Makrelen-und Hummernfangs berühmt ist. Das Städtchen mit seinen nur 3500 Einwohnern ist ein beliebtes Ziel für Angler. Es besitzt einen gut ausgebauten Hafen und ist über seine Bedeutung als Hafenstadt auch durch die Herstellung schöner Fayencen bekannt geworden. Westlich von Kristiansand dagegen kommt man nach A r e nd a 1, der malerisch gelegenen Hafenstadt an der Mündung des Nidelvs. Die Stadt war früher durch reiche Magnesiteisengruben bekannt, heute leben die rund 10.000 Bewohner wie alle anderen Norweger vorwiegend von Handel, Schiffahrt, Schiffsbau und Fischerei. Ausgebliebme 6cfyachfenfation MARIBORER SCHACHKLUB NIMMT KEINE REVANCHE. — SCHACHKLUB »VIDMAR« IM SEMIFINALE DER SCHACHMEISTERSCHAFT IN SLOWENIEN. — Das allseits mit lebhaftestem Interesse erwartete Entscheidungsmatch um das lokale Schachprimat fiel gestern aus, da der Mariborer Schachklub überraschenderweise die acht umstrittenen Punkte dem Schachklub »Vidmar« kampflos überlassen hatte. Ausschlaggebend war hiefür der Umstand, daß einige Repräsentanten des Mariborer Schachiklub® gestern verhindert waren und für sie Ikein Ersatz aufgebracht werden konnte. Der Schachklub »Vidmar« trifft nun im weiteren Wettbewerb um die Schachmeisterschaft von Slowenien mit dem Schachklub Celje zusammen, der in seiner Gruppe als Sieger hervorgegangen war. Das erste Semifinale wird bereits am nächsten Sonntag in Maribor vor sich gehen, worauf am 2. Mat der Revanche-kamipf in Celje folgt. Da® Mariborer Match wird um 10 Uhr im Salon des Hotels »Mariborski dvor« ausgetragen. In der Mariborer Gruppe der diesjährigen Schachmeisterschaft von Slowenien winkten 7 Vereine mit, von denen sich die drei Mariborer Schachklubs »Vidmar« u. »železničar« sowie dter Mariborer Schachklub die Hauptkämpfe lieferten. In diesen setzte sich der Schachklub »Vidmar« am erfolgreichsten durch und verschaffte sich aus vier Begegnungen 23 Punkte. Der Mariborer Schachklub brachte es aus sechs Kämpfen auf 1914 und der SK. železničar aus vier Kämpfen auf 14 % Punkte. Das Kräfteverhältnis offenbart sich ziffern- mäßig wie folgt: Schachklub »Vidmar«— »Mariborer Schachklub« 19:5, Schachklub »Vidmar«—SK. Železničar 4:4 und Mariborer Schachklub—SK. železničar >3^< : 10 y2. Aus Cetje c Tennissport in Celje. Die Tennissektion des AtMetiksportklubs teilt mit, dass die Tennisplätze Rakusch und Stiger seid einigen Tagen benützbar sind. Die Stundeneiirteilung erfolgt nach vorgenommener Meldung im Sportgeschäfte Krell, woselbst auch alle weiterem Informationen erteilt werden. Um möglichst rasch' ein geordnetes Training durchführen zu können, werden alle Tennisspieler des Athletiksportklubs gebeten, ihre Meldung bei Krell abzugeben. Anfänger erhalten nach Möglichkeit Unterricht. ApowekermachlHttnft Bis Freitag, den 26. d. versehen die Sv. Areh-Apotheke (Mr. Vidmar) am Glavni trg 20, Tel. 20-05, und die Mag-dalenen-Apotheke (Mr. Savost) am Kralja Petra trg 3, Tel. 22-70, den Nachtdienst. Lebhaftere Aktivität an der Westfront DER MUTSCHE UND DER FRANZÖSISCHE KRIEGSBERICHT Berlin, 22. April. (Deutsches Nachrichtenbüro). Der gestrige Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht über die Lage im Westen lautet: Im Westen wurden feindliche Spähtruppformationen südwestlich von Saarlautern und Bergzabern mit großen Verlusten für den Gegner abgewiesen. Auf deutscher Seite gab es keine Verluste. Über dem deutschfranzösischen Grenzgebiet ereigneten sich gestern mehrere Luftkämpfe. Ein deutsches Flugzeug wurde hiebei abgeschossen. Deutsche Flugzeuge und Flugabwehr artillierie brachten fünf feindliche Flugzeuge über feindlichen und deutschen Gebiet zum Abschuß. Paris, 22. April. (Avala). H a v a s meldet: Der gestrige Morgenbericht des französischen Oberkommandos lautet: Nichts Bedeutsames. Lustige Ecke Lehrer: »Man muß alles von Grund auf lernen, sonst lernt man es nie — und wenn du noch mal lachst, Achim, kannst , du was erleben!« Achim: »Ich dachte nur eben — Schwimmen auch?« Theaterdirektor: »Haus wieder voll; es gibt doch nichts Besseres als diese Verbrecherstücke! Was haben wir denn heute eingenommen?« Kassier: »Kann ich nicht sagen — jemand hat die Kassette gestohlen!« Kraftprobe zwischen Kriegsschiffen m« Luftwaffe Deutschland bestrebt, die Bildung einer wirklichen Kriegssront im Norden zu verhindern Budapest, 21. April. Dem »Pester L 1 o y d« wird aus Berlin berichtet: In den Kommentaren zu den letzten deutschen Heeresberichten über den Verlauf der Gefechtshandtangen in Norwegen wird in Ber lin unterstrichen, daß die Verbindung zwischen den im Norden operierenden deutschen Streitkräften und der heimatlichen Basis vollkommen gesichert sei. Der Nach schub für die in Norwegen eingesetzten Truppen vollzieht sich nach der deutschen Darstellung planmäßig. Man kann annehmen, daß in den letzten Tagen weitere deutsche Truppenkontingente nach Norwegen geworfen worden sind, da die deutsche Heeresleitung offenbar die Absicht hat, möglichst schnell den letzten norwegischen Widerstand zu brechen, um von vornherein die Entstehung einer wirklichen nordischen Kriegsfront zu verhindern. In dem Raum zwischen Trondhjem, Bergen, Stavanger und Oslo hat sich, abgesehen von vereinzelten Luftangriffen, eine ernsthafte Einwirkung britischer Streitkräfte bisher nicht geltend gemacht. Eine militärische Intervention der Engländer ist lediglich im nördlichen Norwegen und nördlich von Narvik erfolgt. Narvik selbst befindet sich infolgedessen ebenso wie die von dort zum schwedischen Erz- grubengebiet führenden Bahnlinien nach wie vor in deutscher Hand. Die zunächst nur schwachen deutschen Streitkräfte sind gleichfalls inzwischen — und zwar auf dein Luftwege verstärkt worden, so daß nach dem Bericht des deutschen Oberkommandos ein Landungsversuch der Engländer im Herjangs-Fjord zurückgescMagen werden konnte. Mehr als für die lokalen Kämpfe nördlich von Narvik dürfte man sich in Berlin für die fortgesetzten Gefechtshandlungen zwischen deutschen Luit- und englischen See streitkräften im Nordseegebiet interessieren, da sie eine bemerkenswerte Kraftprobe zwischen Kriegsschiffen und modernen Einheiten der Luftwaffe zeigen. Die Ergeh nisse werden vielleicht auf den weiteren Verlauf der deutsch-englischen Kriegsführung von Einwirkung sein. Der bisherige norwegische Gesandte in Berlin hat auf Verlangen der Reichsregierung mit seinem Gesandtschaftspersonal das Reichsgebiet verlassen. Das bedeu tet den Abbruch der diplomatischen Verbindungen zwischen dem Reich und der Regierung Nygaardsvold, bei der sich König Haakon befindet. Der deutsche Gesandte in Oslo bleibt indessen auf seinem Posten, da sich das Reich mit Norwegen nicht als im Kriegszustand befindlich betrachtet. König Haakon und die Regier rung Nygaardsvold haben sich geweigert, dem in Oslo unter dem Vorsitz des Stadtpräsidenten Kristensen gebildeten Regier rungsausschuß, der von den deutschen Besatzungsbehörden anerkannt worden ist, mehr als rein administrative Befugnisse zuzubilligen. Die politische Lage in Norwegen bleibt daher immer noch ungeklärt, obwohl die militärische Besetzung des Landes, vor allem in den volksreichen und verkehrswichtigen Gebieten des mitteieren u. südlichen Norwegens schnelle Fortschritte macht. In großer Aufmachung verzeichnet die deutsche Presse die Ankunft einer Militärabordnung in Rom, die aus Militärsachverständigen und Technikern der verschiedenen deutschen Waffengattungen besteht, Wenn diesem Vorgang offenbar in Berlin auch keine sensationelle Bedeutung beigemessen wird, so wird immerhin in den Pressekommentaren hervorgehoben, daß die militärische Wirklichkeit des deutsch-italienischen Bündnisses durch den Austausch von Milifärabordnungen gerade in diesen Tagen sinnfällig gemacht werde. — Ernst Lemmer. Jbttod&iLäiä Wochenbericht der Beograder Börse EtflPek Ten-: Wie bereits im letzten Wochenbericht betont worden ist, haben die Ereignisse in Nordeuropa die Kurs-gestaltung an der Beograder Börse insbesondere bei den Effekten indirekt beeinflußt. Für Staatspapiere machte sich bereits zu Ende der vorvergangenen Woche eine ausgesprochen flaue Tendenz bemerkbar. Die Kurse sind zwar nicht «Sir stark gefallen, wiesen aber ständig ehe flaue Tendenz auf. Die Kriegsschadenrente, welche zu Beginn der vorvergangenen Woche zu 440—439 gehandelt wurde, ist sukzessive im Kurse gefallen, spdaß am 19. April dieselbe zu 429.50— 409 notierte. hn folgenden bringen wir einen vergleichenden Ueberblick der zu Ende der verflossenen und der vorvergangenen Wo che notierten Kurse: 12.4V. 19. IV. +od.— Ktiiegsschadenr. 440.50 429.50 —11.25 !■% Invest._Anl. 99.50 99.50 4% Agrarobtig. 51.25 53JO + 2.25 6% Beglukoblig. 76.50 75.------ 1.50 6% dalm. Agrarobi. 70.25 68.25 — 2.— 6% Forstoblig. 70.— 6.25 — 1.75 7% Blairanleihe 92.50 91.25 — 1.25 8% Blairanleihe 100.— 100.25 + 0.25 7% Seligmananleihe 102.50 102.— Aktien: Die Aktien der National- bank wurden im Laufe d. Woche nur wenig gehandelt, und zwar zu einem verhältnismäßig festen Kurs: am Beginn der Woche außer Kurs zu 8050, Ende der Woche zu 8000. Die Aktien der Privilegierten Agrarbank wurden fast überhaupt nicht gehandelt. Devisen : Im Privatclearing wurde die Clearing-Mark im Laufe der ganzen Woche ziemlich lebhaft zum stabilen Kur se von 1480 gehandelt. Für Terminabschlusse Medio und Ultimo Mai bestand ein ziemlich lebhaftes Interesse zum Kurse von 1480. — Die Saloniki-Bons sind im großen und ganzen im Kurs unverändert geblieben. Zu Ende der Woche notierten dieselben zu 32.25—31.75. — Sofia wurde nur wenig gehandelt, und zw. zum stabilen Kurse von 98. X Der erste Wemmarkt in Svečina wird am 5. Mai von der dortigen Filiale des Weinbauvereines für Slowenien veranstaltet werden. Zur Ausstellung gelangen 132 Weinsorten des letzten und auch der früheren Jahrgänge. Zum Verkauf ge langen etwa 1200 Hektoliter guten und erstklassigen Weines. Die Auswirkungen des Krieges auf die deutsche Wirtschaft Von unserem Fa.-Mitarbeiter Berlin, 19. April. Die deutsche Wirtschaft hat nach sechs Monaten Krieg die Umstellung auf die Bedürfnisse des Krieges praktisch beendet. Die Produktion hat neue Zielsetzungen erfahren, der Arbeitseinsatz ist geregelt. In der Konsumgüterindustrie haben offenbar Einschränkungen stattgefunden, wenn auch nach wie vor das Bemühen der amtlichen Stellen darauf gerichtet ist, möglichst viele Betriebe intakt zu halten. In einer Selbsthilfeaktion haben allerdings jene Betriebe, die während des Krieges gut beschäftigt sind, gewisse Umlagen aufzubringen, die dafür dienen, die still gelegten Unternehmen so intakt zu halten, daß sie bei Friedensschluß sofort die Arbeit wieder aufnehmen können. Es besteht nach wie vor ein gewisser Arbeitermangel, doch hat es den Anschein, daß aus dem Sektor des Verbrauchs und der für ihn arbeitenden Werke so viel Kräfte frei geworden sind, daß die kriegswichtigen Werke heute besser — trotz der an der Front stehenden Soldaten — mit Arbeitern versehen sind als etwa vor einem Jahr. Die Unterbindung von Lohn- und Preissteigerungen hat auf dem sozialen Sektor keine Spannungen auftreten lassen. Im übrigen weiß im Grunde jeder in Deutschland, worum es geht, und tut seine Pflicht, gleichgül- tig ob er im Schützengraben oder hinter dem Schraubstock steht. Irgendwelche Störungen innerhalb der Produktion durch die sicherlich nicht leichten Umstellungen sind nicht bekannt geworden. Eine gewisse Ausnahme ist jedoch für jene Schwierigkeiten zu machen, die unvorhergesehen durch den unerbittlich harten Winter geschaffen wurden. Die Kälte in den vergangenen Monaten war in Mitteleuropa strenger, als sie jemals seit Menschengedenken gewesen ist. Innerhalb der Transporte auf den Bahnlinien, die alles allein bewältigen mußten, da alle Kanäle und Flüsse zugefroren waren, hat es manche Stok-kungen gegeben. Allerdings ist unverkennbar, daß das seit dem Nachlassen der strengen Kälte überwunden ist. Die Landwirtschaft hat naturgemäß durch den Einsatz der ausländischen Arbeiter eine wesentliche Entlastung erfahren. Wenn in kurzer Zeit die Frühjahrsbestellung angefangen wird, stehen nicht allein aus dem früheren Polen, sondern gleichfalls aus Italien, Jugoslawien und den Niederlanden Landarbeiter zur Verfügung. Die großen Kontingente aus Polen haben den Vorzug, daß sie früher Jahr um Jahr auf deutschen Höfen gearbeitet haben. Sie kennen die deutschen Arbeitsmethoden, beherrschen zum großen Teil die deutsche Sprache und setzen praktisch eine Tätigkeit fort, die ihnen erst in den allerletzten Jahren von der polnischen Regierung untersagt worden war. Alles in allem kann festgestellt werden, - daß die deutsche Wirtschaft mit einem beträchtlichen Optimismus in die Zukunft schaut. Die ruhige Gelassenheit erscheint den unbefangenen Beobachtern erstaunlich. Sie resultiert aus der Konstruktion des gesamten deutschen Staatswesens, das sich seit 1933 von der früheren Parteienwirtschaft und der mit ihr verbundenen inneren Zersplitterung vollkommen gelöst hat und von vollem Vertrauen in die politische Führung beseelt ist. X Die Landwirtschaftskammer hielt Samstag in Ljubljana ihre Plenarversamm lung ab, in der statutengemäß die Wahl der Leitung stattfand. Nach den Satzungen ist jährlich durch das Los ein Drittel der Leitung zu entlassen bzw. zu erneuern. Neue bzw. wiedergewählte Mitglieder sind u. a. die Herren Pongrac Turnšek (Bezirk Celje), Josef Lebar (Dolnja Lendava), Martin Steblovnik, der bisherige Präses (Gornji grad), Matthäus Deželak (Laško), Jakob Rajh (Ljutomer), Franz Ko oa n (Maribor, rechtes Ufer), Franz P re lovec (Ptuj) und Stanko Sevnica r (Slovenjgra-dec). X Im Verkehr mit Griechenland -wird bis auf weiteres der bisherige Clearingverkehr durch einen Devisenverkehr ersetzt. Die neuen Bestimmungen sind bereits Sonntag in Kraft getreten. Der Warenverkehr wird einigermaßen eingeengt werden.. Die griechischen Bons, deren Wert sich auf etwa 60 Millionen Drachmen beläuft, wird durch Kompensationsgeschäfte und den Fremdenverkehr abgestattet werden.- X Preiserhöhung für Benzinmischuu-gen. Der. Preiskontrollausschuß hat die Erhöhung des Preises für Benzinmischungen ab 1. Mai um 35 Para pro Liter bewilligt. Nach Beograder Meldungen ist demnächst wieder mit einer Erhöhung der Benzinquoten zu rechnen, was den Kraft-wagenverkehr sicherlich erleichtern wird. X Bestätigter Ausgleich: Jakob Z a- verni k, Kaufmann in Ptuj, Quote 40°/o. zahlbar in Vierteljahrsraten. Hultut-ClußHik -f Zvonimir Rogoz an das Spliter Nationaltheater verpflichtet. Der bekannt2 Schauspieler Zvonimir Rogoz, der vor Jahren in Ljubljana und in Prag tätig war, wurde an das Spliter Theater als Regisseur und Schauspieler verpflichtet. r-F Wechselgastspiele der Zagreber und Grazer Oper. Demnächst kommt der musikalische Leiter der Grazer Oper nach Zagreb, um mit dem Intendanten des Zagreber Schauspielhauses die Möglichkeiten eines Wechselgastspieles beider Schauspielhäuser zu besprechen. V Begovič-Erstaufführung auch in Berlin. Wie aus Berlin berichtet wird, findet in Bälde die Aufführung von Begovič* Drama »Bez treeeg« (Herzen im Sturm), das in Weimar einen so durchschlagenden Erfolg erlebte, auch in Berlin statt. 4- Ausgrabungen in Aegypten. Der bekannte Aegyptologe Prof. Monte aus Straßburg hat vor kurzem in der Pyramide des Pharao Psusenes wichtige Entdeckungen gemacht. Er wird seine Arbeit trotz Krieg fortsetzen. AmnUitWäJt Der Feuerberg auf Hawai Das ergreifendste Naturschauspiel der Welt Sch. Hilo (Hawai-lnseln), im April-Seit einigen Tagen ist die vulkanisch2 Tätigkeit auf den Hawai-lnseln bedrohlicher geworden, als es in den letzten fünf Jahrzehnten der Fall war. Von den drei feuerspeienden Bergen —, dem 4168 w hohen Manna Lea, seinem Nebenkrater Manna Kilauea, und dem 4210 m hohen Manna Kea — ist der Manna Lea der unruhigste und gefährlichste der Hawai-Vulkane; weniger bedrohlich ist der Manna Kilauea, in dem der Lava-See Haie-mannau brodelt und kocht, während der Manna Kea als erloschen gilt. Raketen der Unterwelt. Der Kraterrand des Manna Lea besteht aus Stein- und Schlammassen, die im Lau fe der Zeit aus dem Vulkan ausgev/orfen wurden und sich immer höher auftürmen, um schließlich — wie es bereits sonst schon der Fall war — wieder in den FcU-erschlund' zurückzusinken. Die Lava aber fließt nicht wie eine dickflüssige Masse ab, sondern wird wie das Feuer der GeV-ser zu hohen Säulen emporgeschleudert, bald schwächer, bald stärker, während sich gleichzeitig riesige Wolkenmauern über dem Kraterkegel erheben. Die Lava selbst schießt in aufgewundenen Säulen, bisweilen kugelförmig, wie Raketen der Unterwelt in die Höhe, um, einer ungeheuren Feuerfontäne ähnlich, zu zerstieben. Stromschnellen aus Feuer und Glut. Die geschmolzene glutrote Lava verändert dauernd ihre Form. Erst sprudelt in riesigen Kugeln ein gigantischer Quell Sjtoä um SmtUui Siegeszug des jugoslawischen Fussballsports Kroatiens Fußballauswahl besiegt in Bern die Schweiz mit 1:0 Mißglückte Revanche der Schweizer, die zweimal die Waffen strecken muhten / Jazbec erzielt bas einzige Tor des Tages Wieder einmal ließ der jugoslawische lußballsport die ganze Welt aufhorchen. Die Fußballauswahl von Kroatien rang in Dern nach einem aufregenden Kampf die Nationalmannschaft der Schweiz nieder u. mgte dem Zagreber 4:0-Sieg ein vielge-dihrntes 1:0 hinzu. Dem Treffen sah man diesmal mit umso lebhafterem Interesse ent 8egen als die Schweizer seit Tagen eine ausgiebige Revanche für ihre Zagreber Schlappe angekündigt hatten. Die Schwei-zer hatten in Huber, Lehmann, Minelli, Springer, Vernati, Bichsei, Bickel, Wagner, L^iohti, Arnado und Kappenberger diesmal auch Ihre besten Leute zur Stelle, denen 68 noch in diesem Jahre vergönnt gewe-^n war, eine Kraftprobe gegen Italiens Weltnreistertcam ungeschlagen zu besteh-en. Kroatiens Mannschaft, die sich aus Bei mehr Glück hätte das Score auch höher ausfallen können 12.000 Zuschauer Glaser, šuprina, Beloševič, Jazbec, Jaabin-šek, Kokototvič, Cimermančič, Wölfl, Lešnik, Djanič und Matekalo zusammensetzte, lief auch in diesem Match zur Höchstform auf und hätte selbst nach Aussagen der Schweizer sogar eine ziffernmäßig weit höhere Trefferdifferenz verdient. Insbesondere in der zweiten Halbzeit agier te die Mannschaft nahezu fehlerlos und war auch in diesem Spielabschnitt stark überlegen. Vor der Pause traten insbesondere das Hinter- und das Mittelspiel hervor, die dann auch nach Seitenwechsel allen Versuchen der Schweizer energisch standhalten konnten. Der einzige Treffer des Tages fiel in der 19. Minute der zweiten Spielhälfte und zwar kam Cimermančič schön durch. Ehe es die Schwei zer verbinden konnten, hatte er den Ball zu J a z b e c zurückgesandt, der entschlos sen aufs Tor feuerte und unhaltbar den Ball ins Netz lenkte. Unter den 12.000 Zuschauern, die ganz besonders interessiert den Kampf verfolgten, befanden sich auch der jugoslawische Gesandte in Bern Jurišič sowie zahl reiche diplomatische Vertreter, ferner Ver treter internationaler Verbände und zahlreiche Mitglieder, der dortigen jugoslawischen Kolonie. Den Kampf leitete der Italiener Scorzoni, der nach dem Spiel die schmeichelhafte Erklärung abgab, daß die Kroaten nach den gezeigten Leistungen auch eine größere Trefferausbeute verdient hätten. Auch das Schweizer Pu blikum zollte den Gästen, die den besten Eindruck hinterließen, warme Anerkennung. „TRoribore" Vorstoß in die Aga 9ERBYMATCH OHNE SPANNUNG. — »RAPID« GIBT BEIDE PUNKTE AB. — »Maribor« verankert sich mit 3:i (2:2) am dritten Tabellenplatz. — »MURA« ERLEDIGT »GRADJANSKI« MIT 7:1. — REMIS IN CELJE. — ln der Fußballmeistersoiiaft scheint sich Situation endlich geklärt zu -haben. Ne-den »železničar« dürfte allem Anschein nach der ISSK. Maribor unsere _______________________________________ Dräustadt in der neugegründeten Slowe- am grünen Rasen zeigten auch, daß beide Nischen Fußballiiga vertreten, denn die" Weißschwarzen hatten sich gestern nach einem 3:1 (2:0)-Sieg über »Rapid« nun definitiv am dritten Tabellenplatz verankert. Theoretisch könnte die Mannschaft zyar noch eingehoit werden, doch scheint dies nahezu ausgeschlossen, da die Mannschaft gewiß noch in ihrem letzten Waf-iengang gegen »Mura« zwei oder zumindest einen Punkt herausholen dürfte. Jedenfalls herrscht nach dem Sturm der letzten Tage wiederum Ruhe im lokalen Fuß-bailager. Das zweite Spiel der gestrigen Runde fand in Murska Sobota statt, wo sich die dortige »M u r a« und »G r a d j a n s k i« Kegenüberstanden. »Mura« feierte mit 7:1 (2:0) einen überwältigenden Sieg und verbesserte sich die Chancen für die End-Ptacierung umso mehr, als die Mannschaft Noch drei Spiele zu bestreiten hat. In der Punktet ab e 11 c gab es folgende Veränderungen: Jakovec Železničar Maribor Rapid Gradjanski Mura 9 8 9 9 10 7 8 5 4 3 2 2 31:13 14: 8 16:17 15:19 13:31 14:15 Das gestrige »Derby« unserer alten Punkterivalen »M a r i b o r« u. »Rapid« hatte alle Attribute, um wirklich ein großer Kampf zu werden. Die ersten Aktionen Mannschaften mit ganzem Eifer und Kräfteeinsatz dabei sind, die winkende Chance für den Eintritt in die Liga an sich zu reißen. »Maribor« kämpfte in etwas veränderter Aufstellung und erreichte auch alsbald die Führung mit einem schönen Treifer S e 1 i n š e k s. Obwohl sich »Rapid« kräftig zur Wehr setzte, wobei sich insbesondere der Tormann Sc-hesc-her-ko auszeichnete, gelang es »Maribor« noch vor der Pause, seinen Vorsprung mit einem Treffer G a j š e k s auf 2:0 zu erhöhen. Nach der Pause übernahm »Rapid« wiederholt die Initiative, doch war es wieder »Maribor«, dessen Mannschaft durch Se Tin šek bereits zu einem 3-.0 kam. Mit unvermindertem Eifer legten sich nun »Rapid« ins Zeug -und kam durch KrcJne r, der einen Elfmeter verwan delte, zu einem Treffer. Die Spannung des Kampfes ließ gar bald nach, sodaß man beiderseits mehr Zerstörungs- als Aufbauarbeit leistete. In Schiedsrichter Deržaj hatte der entscheidende Kampf einen objektiven Leiter. In Celje standen sich gestern die »Athletiker« und der SK. Hrastnik gegenüber. Das Treffen schloß nach beiderseits aufopferndem Kampf mit 4:4 (1:1) unentschieden. In der Gruppe von L j u bTJa n a spielten gestern »K ran j« gegen »R e k a« 1:0, »Mars« gegen »D i s k« 3:2, »Jari r ä -n« gegen »B r a it s t v o« 1:1 und »Hermes« gegen »Svo-boda« 5:0. GlaatSmeister BGK geschlagen FAVORITENSTERBEN IN DER SERBISCHEN LIGA. — DREI BEOGRADER MANNSCHAFTEN UNTERLEGEN. von Feuer aus dem Krater, dann wieder 'verden mächtige Blöcke feuriger Lava, die oft Tausende Zentner schwer sind, wie leichte Bälle weit über die flüssige Masse hinausgeschleudert. Gleichzeitig )välzt sich ein unaufhörlicher Glutstrom bber die Abhänge des Vulkans, während Rauch, und Giftschwaden bis auf 3000 m nnd noch höher emporjagen. Der feurige "trom bildet beim Hinabstürzen über die Steilhänge des Vulkans Kaskaden, richtige Feuer-Katarakte, die aus der Ferne den Eindruck eines glühenden Wasserfal-les erwecken. Bald ergießt sich der leuch tende Strom in einer zusammenhängenden Masse abwärts, bald macht er Sprünge, bald bildet er eine Art von Strom-schnellen, um schließlich im langsameren 0rwärtsgleiten zu erstarren. Das Spiel dieser Höllengewalten ist ein ychauspiel der Natur, das sonst nirgends ln der ganzen Welt gewaltiger, großarti Während in der Kroatisch-slowenischen Liga wegen des Länderspieles Kroatien—Schweiz allgemeine Waffen-stillc herrschte, wurde in der Serbischen Liga gestern eine ereignisvolle Spielrunde absolviert, die eine Reihe überraschender Niederlagen brachte. Die größte Ueberraschung brachte die Begegnung zwischen dem BSK und der »Slavij a« in Sarajevo. Dem Staatsmeistcr erging es nicht besser als »Grandjanski« unlängst in Split und wurde gleichfalls, mit 3 : 2 (2:1) geschlagen, nach Hause geschickt Auch die »J u g o s 1 a v i j a« leistete sich im Kampfe gegen die »Vojvodin a« aus Novi Sad einen Versager und mußte auf eigenem Boden eine fatale 1 : 0 (0 : 0) Niederlage hinnehmen. Eine dritte Beo-grader Niederlage gab es in Skoplje, wo der dortige »G r a d j a n s k i« den SK J-edinstvo aus Beograd mit 3 : 1 (1 : 1) aus dem Rahmen warf. Lediglich der BASK rettete die Fußballehre der Hauptstadt, indem er in Zemun im Kampfe gegen den SK Zemun wenigstens ein knappes 2:1(1 : 0) herausholen konnte. Im fünften Spiel der gestrigen Runde, das in Subotica den SK Bata und den dortigen ŽAK als Gegner sah, siegte ŽAK mit 1 : 0 (0 : 0. »Maribor« gewinnt die Meisterschaft der Reservemannschaften. Im Vorspiel zum gestrigen Hauptkampf behielt »M a r i b o r s« Reserve über die zweite Garnitur »Rapid s« mit 3:2 die Oberhand und sicherte sich damit den Sieg in der ganzen Konkurrenz. »Maribor« besitzt nun 6, »Železničar« 4 und »Rapid« 2 Gutpunkte. Die Fußballmeisterschaft der zweiten Klasse. Im »železničar«-Stadion absolvierte gestern die »Slavija« das fällige Meisterschaftsspiel gegen den SK. »Lendava« aus Dolnja Lendava. In dem zeitweise ^er und ergreifender zu verzeichnen ist. i recht flott geführten Kampf siegte »Sla- vija« mit 2:0 Zähler ein. und heimste damit beide Punčec und Pallada siegen in Rom. In Rom ist zurzeit ein großes internationales Trennisturnier im Gange. Besonders erfolgreich waren bisher Punčec und Pallada, die gemeinsam das Semifinale erreichten, doch überließ Pallada den Sieg kampflos Punčec, der somit im Finale steht. Zuvor schlug Punčec den Deutschen Koch mit 6 : 0, 6 : 0 und fertigte dann Cucelli mit 6 : 1, 3 : 6, 7 : 5 ab. Pallada machte dagegen Vido, der zuvor Mitič mit 6 : 3, 6 : 4 besiegt hatte, mit 6 : 2, 6 : 0 den Garaus und behielt dann noch über den Rumänen Schmidt mit 6 : 2, 6 : 1 und über den Italiener Romanoni mit 2 : 6, 6 : 3, 6 : 3 die Ober, vhand. Nach Asboth schied nun auch Henkel aus, der vom Italiener Rado mit 6 : 4, 7 : 5 geschlagen wurde. Auch im Doppel erreichte Punčec-Pallada die Vorschlußrunde. Die hude Was Hat Gutenberg erfunden? Zum 500. Jubiläum der Buchdruckerkunst Von Adolph Meu er Iß diesem Jahre feiert die Welt das 500-jährige Jubiläum der Erfindung der Buchdruckerkunst. Angesichs der weltumspan nenden Bedeutung dieser Erfindung ist die Frage angebracht, was denn Gutenberg eigentlich erfunden hat. Denn daß man vor seiner Zeit schon drucken konnte, etwa Bilder, Briefe, Zettel und ähnliches, dürfte zur Genüge erwiesen sein. Der Bildungstrieb des Mittelalters führte dazu, daß die Bücherschreiber in den Klöstern die Nachfrage nach Büchern kaum mehr befriedigen konnten. Es war auch damals schon jahrhundertelang kein Geheimnis, daß man jedes Wort in seine Elemente, die Buchstaben, zerlegen konnte und durch neue Anordnung der Buchstaben ein neues Wort erhielt. Von diesem Gedanken ausgehend wurden fast gleichzeitig an mehreren Stellen Versuche gemacht, mit einzelnen Buchstaben zu drucken. Man nahm zu diesem Zweck Stempel, in deren Köpfen die einzelnen Buchstaben eingeschnitten waren, und brachte damit allerdings Gedrucktes zustande, aber nicht schneller als ein geübter Schreiber es konnte. In dieser primitiven Drucktätigkeit mit einzelnen Buchstaben ist in keiner Weise eine Vorstufe des Buchdrucks zu sehen. Wer Bücher drucken will, bedarf dazu nicht einzelner Stempel mit Einzelbuchstaben, sondern einer so großen Anzahl Einzelbuchstaben wie sie niemals geschnitten, sondern nur gegossen werden können. Es ist die geniale Tat Gutenbergs, ein schlechthin voll endetes Verfahren zum Gießen von Lettern aus unveränderlichen Formen entdeckt und entwickelt zu haben. Man darf heute als erwiesen annehmen, daß Guten berg schon 1436 in Straßburg damit beschäftigt war, im Sandguß verfahren von Holzmodellen Buchstaben zu gießen, wobei dem Verfahren allerdings zunächst noch viele Mängel anhafteten. Abgesehen davon, daß zu jedem Guß eine neue Sand form geschaffen werden mußte, gestattete auch das Holzmodell keinen sauberen Guß. Gutenberg sann auf Verbesserungen und seine Drucke verraten eine ständig zunehmende Vervollkommnung der Gießtechnik. Er schuf eine dauerhafte und unveränderliche Metallform, die Matrize, u. ein festes Gießgerät, den Gießwinkel, der im Gegensatz zur Sandform immer wieder benutzt werden konnte und ein sehr schnelles Gießen gestattete. Gutenberg hatte sein Gießgerät so eingerichtet, daß alle Typen die gleiche Höhe hatten. Auch die Kennzeichnung der Type durch einen kleinen halbrunden Einschnitt auf der Vor derseite, den der Setzer schon beim Greifen fühlen und nach dem er die Type auch richtig einsetzen konnte, ist eine Erfindung Gutenbergs. Nicht minder wichtig war die Zusammensetzung des Schriftmetalls, die ebenfalls auf Versuche Gutenbergs zurückgeht. Unter Verwendung ähnlicher Techniken führte er die schwierige metalltechnische Vervielfältigung des geschriebenen Wortes unter Aufgabe des umständlichen Sandgußverfahrens auf eine so vollkommene Stufe, daß sie zum Ausgangspunkt des heutigen Buchgewerbes werden konnte. Er allein ist der Erfinder der Buchdruckerkunst, denn erst mit sauber und schnell gegossenen Lettern war es möglich, Bücher zu drucken. Sieht man sich in der Werkstatt Guten bergs um, dann stößt man auf Schritt u. Tritt auf Erfindungen Gutenbergschen Gei stes. Nicht allein das Gießverfahren, sondern auch die Druckpresse, ist seine Erfindung, wenn er sich dabei auch ähnlicher Verfahren bediente. Während mit den Stempeln bisher auf das Papier gedruckt wurde, legte Gutenberg Papier auf den Satz und druckte vom Satz; zum erstenmal hat er auch Papier doppelseitig bedruckt, und zwar schon damals so, daß der Satz auf beiden Seiten genau aufeinanderpaßte. Das erreichte er, indem er beim Bedrucken der ersten Seite das Papier mit einer an der Presse befestigten Nadel durchlöcherte und es beim Bedruk. ken der zweiten Seite mit dem Loch wie. der auf die Nadel legte. Von ihm stammt auch das Geheimnis der Zahlen »1, 4, 5, 8« und »2, 3, 6, 7«, als er zum erstenmal die Seiten seiner Bücher paginierte und zum erstenmal einen ganzen Bogen in einem Gang druckte. Auch der Winkelhaken, der heute jedem Setzer unentbehrlich ist, der heute ebenso selbstverständliche Setzkasten, der so angeordnet ist, daß die am häufigsten benutzten Buchstaben der Hand am nächsten liegen, das Lederkissen zum Aufträgen der Farbe, die sogenannten Ballen oder die Farbe selbst — das alles smd Erfindungen Gutenbergs Was der geniale Mann zurückließ, war eine so vollendete Sache, daß Jahrhunderte hindurch bis auf den heutigen Tag nichts Wesentliches mehr daran verbessert oder geändert worden ist. Wenn auch das Zeitalter der Technik die Kunst des Buchdrucks nach der technischen Sei te ergänzt und vervollständigt hat, so ist an den Grundgedanken Gutenbergs bis heute nichts geändert. Auch in der heutigen Druckwerkstätte hantieren Setzer u. Drucker mit Geräten, die denen Gutenbergs zum mindesten noch ähnlich sind. □ □ BoennaeoBaaoeüeaenBüBnBaEDB Tiere dämmern im Sommerschlaf Während hn Frühling zahlreiche Tiere aus dem Winterschlaf erwachen, legen sich andere zum — Sommerschlaf nieder. Daß es in der Natur gegenüber der Erscheinung des Winterschlafes der Tiere auch eine Art Sommerschlaf gibt, ist wenig bekannt. Allerdings kommt er auch kaum in unseren Breiten vor, sondern fast ausschließlich in den Tropen. Hier ist wieder eine gewisse Parallele zum Winterschlaf gegeben. Während bei uns der Winter für die Tiere die härteste Zeit ist, deren Unbilden sie durch einen Dauerschlaf aus dem Wege gehen, ist es in den heißen Ländern die Zeit der größten Hitze und der Trockenheit, vor der sich bestimmte Tierarten durch einen schlafähnlichen Zustand schützen. Auch beim Sommerschlaf werden die Lebensfunktionen bis auf ein Mindestmaß herabgestzt, die den Tieren das Überwinden einer Periode ermöglichen, in der ihre natürlichen Daseinsbedingungen wie Futtermenge, Grad der Feuchtigkeit usw. wesentlich erschwert sind. Es sind vorwiegend kleine Säugetiere, Reptilien, Fische, viele Insektenarten und Mollusken, die sich beim Einsetzen der großen Trofk-kenheitsperiode in den Tropen durch ein Versinken in den Sommerschlaf gegen alle schädlichen Einflüsse der Umwelt ab- schließen. In erster Linie fallen alle jene Tiere in Sommerschlaf, die in einer Temperatur warmer Feuchtigkeit zu leben gewohnt sind. Krokodile, Schlangen und viele Fische suchen, sobald die große Trockenheit beginnt, Schutz unter einer dicken Schlammdecke der Flüsse, unter der sie bei ganz schwachem Herzschlag fast regungslos die für sie gefährlichen Wochen und Monate hindämmern. Auch Pflanzen fallen, wie die Wissenschaft längst erforscht hat, ln eine Art »Sommerschlaf«, in dem die Lebensfunktionen so gut wie ruhen. Hier geht es vor allem darum, die Verdunstung des Wassers, das nur schwer ersetzt werden kann, nach Möglichkeit zu vermindern. Solche Pflanzen machen den Eindruck, als seien sie völlig abgestorben, tritt aber Abkühlung ein und fällt Regen nieder, dann erwachen sie wieder zu neuem Leben. Erstaunliches leisten auch gewisse Pflanzensamen in, der vorübergehenden Anpassung an große Hitze. Man hat mit Getreidesamen Versuche angestellt und sie mehrere Stunden lang einer Temperatur von 100 bis 140 Grad ausgesetzt — ihre Keimfähigkeit wurde dadurch in keiner Weise beeinflußt. Jiieinet Anzeige* Ifetsckiedeues Versuchen auch Sie das vitaminreiche, kräftige, süße Bau embrot. Bäckerei Rakuša-Koroška c. 24. 2884-1 Einlagebücher. 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Er wollte froh sein, wenn er den Wagen erst wieder los war. Langsam fuhr er weiter. Nur keinen Aufenthalt mehr! Da, endlich das stattliche Anwesen im verschneiten Park! Hansei bekam Respekt vor dem Herrn Grafen. Mit Kennerblick musterte er die Einfahrt, den schönen Hof und das stattliche Haus. Als er vorgefahren war, meldete sich niemand. Es schien überhaupt niemand in der Nähe zu sein. Hansei stieg aus, schaute sich erst noch ein wenig um und drückte dann energisch auf den Klingelknopf. Ein Mädchen im weißen Häubchen öffnete. »Sie wünschen bitte?« So vornehm ging das hier zu? Ja, wen wünschte er denn eigentlich? Hansei hatte sich die Sache einfacher vorgestellt. »Den Herrn möcht i sprechen!« »Der Herr Graf ist augenblicklich nicht zu sprechen!« Oho, dachte Hansei. Der ist augenblick lieh nicht zu sprechen. Nun, den werden wir schon zum Sprechen bringenI »Sagen Sie dem Herrn, daß ich ihm seinen Wagen bracht’ hab. Und wissen möcht i, wo die Christifrau is!« Das Mädchen verstand nicht, was Hansei meinte. Da wurde s dem Bauernsohn zu dumm; »Den Herrn möcht’ i sprechen! Ver. stehst net Deitsch? Weil i was Wichtigs z' red’n hätt’ mit ihm!« Schon stand der Hansei in der schönen Halle. Die vornehme Pracht nahm ihn gefangen. War das fein hier! Das Mädchen musterte den stattlichen Burschen jetzt auch genauer. Dann sagte es zögernd: »Vielleicht hätten Sie zum Herrn Verwalter gewollt? Der wohnt da drüben!« »Zum Herrn möcht !!« shrie Hansei. Da erschien der Gewünschte oben auf der T reppe. »Was wollen Sie von mir?« Graf Zdenko von Grechov behandelte die Bauern immer ein wenig von oben herab. Er hatte damit hier in Oberbayern wenig Glück und war den Bauern nicht sehr beliebt. »Eahna Wagen hab i Eahna wiederbracht. Den harn 8' im Rausch verwechselt! Und wissen möcht i, wo die Christifrau is!« »Wo ist denn mein Wagen?« »Hereinfahr’n in d’ Stub’n hab j ihn net könna!« antwortete Hansei protzig. Er war ein reicher, freier Bauernsohn und brauchte sich von dem nicht anfahren zu lassen. Das Mädchen reichte Zdenko- den Pelz, und er ging hinaus mit Hansei. Da stand sein Wagen. Der Graf rief einen vorübergehenden Knecht an: »Hol mir den Wagen, den ich heute früh gefahren habe!« »Und wo ist die Christifrau?« fragte Hansei erregt. »Wer?« fragte der Graf hochfahrend. »Mei, die Frau, die wo in dem Wagen g'sesesn is! Wo die s, möcht i wisen!« Grechow ärgerte sich über den Bauern burschen und über seine Art. Also antworte te er nicht. Das wurde Hansei zu dumm. Seine Angst um Christi wuchs. »Wissen möcht i, wo die Frau is!« Dem Grafen wurde die Sache doch un- gemütlich. »Die gnädige Frau« — er betonte das .gnädige’ noch besonders — »ist unser Gast. Sie hatte das Pech, sich den Fuß beim Aussteigen zu brechen.« »Ich möcht sie sehn und mitnehmen!« »Das ist nicht möglich! Sie schläft jetzt! Der Arzt war gerade da!« Aber Hansei gab sich damit nicht zufrieden. »Sehn muß i die Christifrau, bal i des alles glauben soll!« Da war nichts zu machen. Hansei blieb hartnäckig. Nachdem er festgestellt hätte, daß sein Wagen in Ordnung war, ging er einfach ins Haus. Das Mädchen führte ihn in das Gastzimmer. Da lag Christi inmitten einer bunten Pracht von Decken und Kissen, Teppichen — blaß und schmal wie ein Kind. Mühsam streckte sie ihm die Hand entgegen: »Bist doch kommen, Hansei? — Ja, mit nehmen kannst mi jetzt nimmer! Wenn ich wieder gut bin, kannst mich wieder holen!« Hansei hätte am liebsten losgeweint. Er hatte ein weiches Herz, und Christi sah zum Erbarmen elend aus. »Freili hol i di!« stieß der Hansei mühsam heraus. »Es geht mir gut hier, Hansei! Brauchst di net sorgen! Und jetzt fahr heim und grüß die Mutter!« Dann stand Hansei wieder draußen und das Zimmermädchen führte ihn hinunter. Der Herr Graf ließ sich nicht mehr sehen. Und die Pracht des Hauses bedrückte den freien Bergsohn. Hansei fuhr mit sehr gemischten Gefühlen heim. Er mußte immerzu an Christi denken und daran, daß der dumme Fasching an allem schuld war. * Während Christi unter dem beruhigenden Einfluß einer Morphiumspritze aus einer Welt von Schmerzen in das süße Traumland hinüberglitt, gingen in der Pension Schramm die . merkwüdigsten Dinge vor. Als Günther beim Frühstück Rosas verweintes Gesicht sah, vergaß er ihre Feindseligkeit. Die Anhänglichkeit des Mädchens an die Herrin rührte ihn. »Nun, Rosa, ist es denn wirklich so schlimm mit Frau Christi? Sie müssen nämlich wissen, ich sorge mich auch um sie.« Da machte Rosa große Augen vor Staunen. Mit einem Male war dieser Graf Prellwitz kein fremder Zimmerherr mehr in ihren Augen. Er sorgte sich auch uni Christi. Damit hatte er ein Recht, in die große Familie der Schramm aufgenom-men zu werden und die Sorgen der Rosa zu teilen. Ach, wer gehörte nicht alles schon zuf Familie Schramm! Die kranke Taube und die beiden Kater. Ein Hunderl mit einem wehen Fuß. Ein Kanarienvogel, der nicht singen wollte. Ein halbverhungertes Studentlein. Eine kleine russische Tänzerin. Ja, und wohl auch der Herr Graf. Rosa wurde gesprächig. Wem das Herz voll ist, fließt der Mund über. »Ja, wissen S\ Herr Graf! Unsere Frau Christi! Mei, i kenn s’ scho, wie s’ so klein war!« Rosa zeigte eine unwahrscheinlich winzige Spanne mit der Hand. »Immer wie a klein’s Engerl. Immer/5 Herz für andere Leut und für die Viecherl! Immer für die, die krank sind oder Not leiden! — Sehen S’! Hier, die Menagerie, die wir harn und über die die Miß Wellington sich so aufregt, das ist doch nur Christls gutes Herz! Ich glaub, die tät hungern für andere Leut. Sehen S’! So ist Christi! Und jetzt ist s’ fort! Nach - - -Na, na, sagen darf ich’s net, wo s’ hin ist! Aber besser wird’s deswegen a net! Und lange werden wir, mein i, die Pension nimmer halten können.« Ruhig hatte Günther zugehört. Ein schönes Bild entwarf ihm die Rosa vort Christi. Und.nun sollte das zarte Geschöpf in Not kommen? Das durfte n'.chi sein! Er hatte viel gutzumachen an ihr« Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der „Mariborska tiskarna" in Maribor. — Für den Herausgeber und den Druck verantwortlich Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor.