^t.NY. Montag, 28. September 1891. 110. Jahrgang. kMcherMMmg. ,,^^——»_______ ^^M^^ ^'"'^l,, l,llll>iüb^^n^?ltver,tnbun«: ganzMrig fi, ,5. hlllbjähri« fl. 7 bu, Im«omp»o!l: ^. Die «Ullibach« Ztitung» «schell!» «glich mit Au«n°hme der Könn» und sseisltllgf. Die «b«»n«str«>n,« ^''"'"«»e h,,' "'» fl. 550. sslir die Zustellung in« Hnu« ganziührig ft, ,. - I»sert»o>»»atbir: «Nr F befinde' sick llonqrelevlah ll, die «edoltlon Aahnhnlgasie 24, Lprechstunden d» Nsdactlon tüglich von ' «eilen 25 ,r,, gyghere vrr Zei'.c si fr, i l>i>! »fter," Wirderbolunae,' v«l ^elle N li- V ,o bi« «» Uhr vnrmilla»«, - Unfrnülierte «rie»e werben nicht annenummen und Mciüulcripie nicht zuril^" h^di!?^" °ls Leiter des Ministeriums ^2 > Ne,^ ^"adjuncten Ludwig Walbaum ^ "l Eteierw i" Ingenieuren für den Staats-^^^^marl ernannt. ^lchtamtlicher Weil? ^ ^^^ auf ^""°^ jede Stunde eine die ^«etzioen tj.fsten Grund erlebende ^ F'ldunq ' um d,e Dauer des Weltfriedens > ^ si"d Tage gefolgt, an '?> i,^der 2zd^ Zuversicht auf Erhaltung ^?< ^ilw3''Zünden ^«richten einander ^^« 5"°n ss an,? ^bung des Passzwanges ^^z?'^ Nufnnk 'H und Elsass. Lothringen ^ < " '«chtkrt 3^- "'"'" Milderung feitens ^N"^n ^ dass auch ^^V zw^n der Republik und dem ^^^ «st wieder ,.. s^«^.......^ H^. Feuilleton. ^^ ^^H^^t^^verbreiM^ und doch so ^!^l5'3 er ^/es ältesten und doch noch A'Hes wollen wir die ^^^"NthMl"' Mit den jüngsten und . d«^nA/« d«« Schicksal, dass es so M "'"'" dachtet und gelauft. ^>.ni^die M" ""würben wird. «'st H i^^e die diesem Einbande zu-^-V b«nn^b^ und die zweck. Xn. 'k sie l° alt is . ' ^"" 'e übertrieben ist. <> ' daz s '" "'e die Menschheit, so ver. ^ ih« b "weii .^' e Nnsiagen Mt wie jene d °.3 ^ " Vlde b? ?uch ist der - Mensch ^>i3be2 Leib ?, "^ '" ""ürlich die Haut. ^'^ «'>g h"n"" ^'bicht. das Gott der >'. ^s rn?'b'cht a d^ " lelbft wusste am Xl > ,in "'» Liebes ."" langweiliges Epos. äXd b w7^rm l "''d. bald ein sp.h.s Tpi> 3>kdig?1 ' "nd d^der ein Oesangw.chvers. ^"<" VieHb die Un.^1'"^erbes Couplet ist. ^.^V '^"'galtuna "^"be bei der minder ?? i" Eo^ "^ «ngeblich stärkeren rlu> gelten"^""' Vadereifen wie l '^2""f n^^pfl^ ""ächst ^ ""kn tz°" Orqau.smus vermittels ^. ^"Methoden alle wenden ihre nung wieder zu blühen anfangen werden, und nun kommen von der Balkan. Halbinsel gleichzeitig zwei Telegramme, welche zwei brennende oder doch als solche ausg'eschriene Fragen als erheblich abgekühlt hinstellen, so dass an ihnen sich mindesten» in nächster Zit lein Weltbrand entzünden wird. Zunächst hat die Pforte zur Dardanellenfrage da« Wort ergriffen. In einem an ihre auswärtigen Ver. treler gerichteten und zur Mittheilung an die dabinete bestimmten Rundschreiben hat sie den Verdacht von sich gewiesen, als ob sie die geringste Aenderung an der 1841 stipulierten und dem Pariser und dem Berliner Friedensvertrage einverleibten Meerengen-Clause! zu» gestanden hätte. Die Schiffe der russischen Freiwilligen-Flotte vermitteln seit Jahren den Verkehr zwischen Odessa und dem russischen Ostasien. Da sie unter Handelsflagge segeln, so steht ihnen völkerrechtlich die Passage des Bosporus und der Dardanellen frei; da sie jedoch zuweilen Soldaten und Sträflinge befördert haben, so sind sie mehrmals von den Commandanten der Dardanellenforts angehalten worden, daraus sind diplomatische Misöhelligkeiten entstanden und — das wird allerdings im Rundschreiben nicht gesagt — der Pforte hohe Ersahlosten auferlegt worden. Um nun den Missverständnissen ein Ende zu machen, habe die türkische Regierung den Commandanten der Dardanellen-forts Weisungen über Behandlung der Freiwilligen« Flotte zugehen lassen. Es sei also nichts Neues ge» schehen. sondern die alte Gepflogenheit beibchalten. Soweit das Circular. Es zeigt zunächst, dass eng. tische Blätter aus der Mücke eine.» Elefanten, aus einer Vorschrift an türkische Officiere «inen das internatio» nale Recht brechenden Vertrag der Türkei mit Rufs« land gemacht haben. Es zeigt aber auch. dass der Sultan und seine Rathgeber empfindlich berührt sind durch den Verdacht, dass sie sich dem Zarenreiche ,n die Arme geworfen hätten. Die Empfindlichkeit ,st em Beweis gesunder Auffassung der wahren türkischen Interessen. Die Gefahr, dass Russland künftig emmal massenhaft zu Kriegsdiensten eingerichtete Handelsschiffe in den Bosporus und die Dardanellen dampfen lassen und sich der dortigen Befestigungen durch Ueberfälle bemächtigen könne, ist durch die Haltung der Pforte allerdings nicht beseitigt, aber auch "'cht d,e Getv, s-heit. dass dann englische Schiffe der russischen Flotte den Weg ins Schwarze Meer oder auf den Grund der See zeigen werden. Für die nächste Ze,t verschwindet die Dardanellen»Frage von der politischen Oberfläche. Nufmerkfamkeit zunächst der Haut zu. und um diese Emballage unserer Leiblichleit handelt es stch zumeist bei allem, was wir insbesondere in der Bader, und Reisezeit unternehmen, wenn wir uns darüber auch nicht immer klar sind. Dieser Emballage nun wollen wir also heute einige Aufmerksamkeit zuwenden. Die Haut ist die Grenze, wo alles, was unser, wirklich und ausschließlich unser ist. aufhört und die Außenwelt beginnt. Ohne MetaphlMr zu sem. haben die Menschen aller Lander und aller Zelten diese War-, nung auf die Haut geschrieben: O Wandere, beachte wohl. dass hier ein Ich beginnt. Die Haut »st em w wichtiger Theil von uns selbst, dass w,r sie zum Synonym für Körper, für Leben gemacht haben, und alle Sprachen der Welt wiederholen cö uns mlt lauter Stimme. Seine Haut zu Marlte tragen heißt: stch m Lebensgefahr bringen. Aus d-r Haut fahren wollen, mit heiler Haut davonkommen, jemandem das Fell über die Ohren ziehen, in keiner gesunden Haut stecken, sich seiner Haut wehren, eine harte Haut haben, stnd lauter Ausdrücke, die uus darthuu. welche Bedeutung von allen diesem Sack gegeben wird. in dem unser ssleisch und unsere Knochen sticken. Die Haut. die unsern Körper auch inwendig be. kleidet und bis zu den letzten Labyrinthen, den llemsten Winkeln desselben dringt, scht tm Eingeweide, die Mus« leln und Nerven, die Knochen und sogar das Knochen« mark mit der Außenwelt in directe Vr,l»ndlMg. Ein Telegraph für die Außenwelt, ein Spiegel sür tne Inlienwelt. eine Hülle, die uns fchüht. ein Sack, der unsere Armseligkeiten und nnsere Schätze birgt, eine Desgleichen die bulgarische Frage. Das von russischen und französischen, zuweilen auch von verblendeten englischen Zeitungen so lange betriebene System der Verdächtigung Bulgariens: dieses wolle vom Sultan die Anerkennung Ferdinands I. durch die Drohung mit der Unabhängigl^ils'Crklärung erpressen und diese im FaNe der Ablehnung wirklich in Scene sehen — ist seit den Kronstädter Tagen wieder in Schwang gekommen. Neuestes haben die Verleumdungen an den Empfang Grekovs, des bulgarischen Ministers der auswärtigen Angelegenheiten, durch den Grohoezier und den Sultan angeknüpft. Nun fegt die officiöse «Svoboda» das Lügengewebe aus. Grekov sei in privaten Angelegen« heilen nach Constantinopel gereist, habe den begreiflichen Wunsch gehegt, sich dem Oberherrn des türkischen Va-sallenstaates Bulgarien vorzustellen und die Erfüllung seines Wunsches erreicht. Von der Anerkennung des Fürsten Ferdinand durch die Pforte habe er jedoch nicht gesprochen. Er wie jeder Bulgare wünsche natürlich die Anerkennung aus voller Seele; aber da die Anerlennungs-frage ernste europäische Schwierigkeiten hervorrufen würde, fo werde Bulgarien dieselbe nicht anrühren. Die Anerkennung werde später von selbst, durch die Kraft der Ereignisse kommen. Für die Existenz Bulgariens aber seien — sagt das Blatt weiter — die Freundschaft der Türkei und das Wohlwollen des Sultans nothwendig. und diese seien errungen. Nicht nur die Türkei, mich Europa — natürlich Russland und Frankreich ausgenommen — wende dem Fürstenthum Freundschaft und Wohlwollen zu, und könne das bulgarische Volk glückliche Tage erhoffen. — In diesen Worten ist der Grundgedanke der von Ferdinand I. und Stambnloo seit vier Jahren befolgten Politik treu wiedergegeben. Als Vasallenstaat der Türkei ist Bulgarien thatsächlich unabhängig, als nominell unabhängiges Land würde es ein Vasallenstaat Russlands sein. Diese Pnlitik hat Bulgariens Unabhängigkeit bis zur Unantastbarkeit gesichert und zur Erhaltung des Weltfriedens beigetragen. Dass sie aufs neue proclamiert wird, das wird nicht den systematischen Verleumdungen des Fürsten und seiner Minister steuern, gibt aber de« Erdtheile eine Bürgschaft, dass Bulgarien auch ferner ein Pfeiler der europäischen Rechtsordnung sein werde unüberwindliche Schranke für die zügellosesten Begier-den. die Walstatt der Liebes» und Lebenskämpfe, ist die Haut der Sinne Haus, Horst, Spiegel und Grenze. Wir haben allen Grund, ihr die größte Sorgfalt zuzuwenden, sie zu schuhen, zu Pflegen und zu lieben. Die Haut ist ein großer Theil unserer Schönheit, und die dilftendsten Salben, die kostbarsten Schönheitsmittel ver-mögen lhr nicht einen Strahl von jenem rosigen Glänze, nicht den geringsten Schein von jener anmuthigen Frische zu geben, die die fruchtbare Natur ihr verleiht. Auf der Haut liest man die durchlebten Jahre und die Sünden der Vergangenheit und die beim cynifchen Parsümeriehändler gekauften Schönheitsmittel; auf der Haut liest man die Tugend und das Laster, auf ihr lässt jede Freude, jeder Schmerz eine Spur zurück, die sich nicht verwischt. Wie wunderbar ist doch die Structur unserer Haut! Paolo Moutegazza. der vielgenannte, mertwür-dige Florentiner Dichter und Gelehrte, der in seiner besondre" Weise einer ganzen Welt die Geheimnisse des menschlichen Körpers enlhüllt und dai Wchn der Hygiene praktisch beibringt, hat in seinen bei Heinrich Matz in Königsberg in tüchtiger Uebersetzung er^chei. nenden hygienischen Schriften der Haut ein beson« beres Bändchen gewidmet. Er beschreibt sie da wie folgt: Aus der äußeren Oberfläche, doit, wo das Ich be-ginut. haben wir die Epidermis oder Oberhaut eine Sch'cht üveremandergelaaMer abgeplatteter Men oder Schuppchen. dle. sobald sie alt geworden sind, von selbst abfallen, wie die Blättchen einer alten Platanenrinde. Aus sie ergießen unzählige in der darunter liegenden L^derhaut verborgene Söckchen ein schmierige« Fett. di- Lllilmcher Zeitung Nr. 220. 1834 28 Septc,nbel^> Politische Ueberficht. (Se. Majestät der Kaiser) trat Freitag abends die Reise nach Böhmen an. Ganz Böhmen, Deutsche und Czechen, haben die großartigsten Veranstaltungen getroffen, um den geliebten Monarchen festlich zu empfangen. Die Woche, welche der Kaiser in Böhmen zubringt, wird sich zu einrm patriotischen Jubelfeste gestalten. (Zur Rede Masaryks) Per Rede des jung« czechisch-realistischeu Abgeordneten Masaryk wird von der Presse eine große Bedeutung beigelegt. Dieselbe erblickt in der Erklärung des Redners, da« böhmische Staats» recht lasse sich nur im Einvernehmen mit den Deutschen herstellen, den Ansatz zu einer wirklichen Verständigung zwischen den beidm Nationen. (Stärke der Garnisonen.) Nach den lch-ten Volkszählungs-Resullaten haben nachWicn (22 651) il, der diesseitigen Reichshälfte die stärksten Garnisonen:' Lemberg 8591. Pola 7695. Przemyil 7192, Praq! 6779/Kratau 5471. Graz 4501, Iaroslau 4452/ Theresienstadt 4268; dann fulgen: Brunn mit 3747, Olmüh 2705. Ioiefstadt 3650. Linz 2700. Czernowitz , 2174. Laibach 2171. Karolincnthal bei Prag 2079. Königgräh 2084. Klagenfurt 2066. Stanislau 2046. Trieft 1995. Innsbruck 1977, Tarnow 1918. Trient' 1660. Pilsen 1758. (Parlamentarisches.) Die Vorbereitungen sür die Wiederaufnahme der parlamentarischen Cam«^ pagne sind im vollen Gange. Sowohl an d n Staats-, Voranschlag für 1892 aus an die übrigen dem Reichs-! rathe zugedachten Vorlagen wird bereits die letzte Feile' gelegt, und eö gilt für gewiss, dass auch die Einberufung«-! ordre kaum mehr lange auf sich warten lassen werde. Der Umstand, dass die gesammte Presse den Plan. das, Budget noch vor Neujahr der Erledigung zuzuführen,! sympathisch begrüßt, lässt erwarten, dass diese Idee! auch von Seite der Abgeordneten die kräftigste Förde< rung finden werde. Wie man glaubt, wird auch der Strafgesetzausschuss bemüht sein, den Enlwurf des Strafgesetzes, auf dessen baldiges Zustandekommen der Herr Iustizminister groß's Gewicht legt. noch im bevor» ^ stehenden Sessionsabschnitte der Berathung zu unterziehen. (Russland und der Balkan.) Die in manchen Journalen zum Ausdrucke gebrachte Anschauung, dass Russland im Begriffe stehe, in seiner Balkanpolitik eine energischere Richtung einzuschlagen, wird in Ner« liner unterrichteten Kreisen nicht getheilt. An bcst. informierter Stelle wird die Ueberzeugung ausgesprochen, dajs Russland seine bisherige passive Haltung in den Valkanangelegenheiten noch weiterhin bewahren werde. Die Abwesenheit des Herrn von Oier« von Petersburg gibt weitere Bürgschaft dafür, das» die russische Politik in der nächsten Zeit wenigsten« keine größere Action im Sinn? hat. Herr von Gier« gedenkt bis Gnde October an den oberilalienischen Seen zu verweilen. ^ (Zur Situation.) In Pariser politischen Kreisen beginnt nach den Aufregungen der jüngsten Zeit eine ruhigere Auffassung der internationalen Lage plahzugreifen, welche insbesondere auf die Erleichterung der Passoorschriften für Elsass-Lothringeu zurückzuführen ist. Diese friedliche Stimmung wird demnächst in der Rede. welche der Minister Ribot uor dem Denkmale des General« Faidherbe zu halten gedenkt, und in der Ansprache, welche «an vo« Cabinetschef Freycinet in Marseille erwartet, mit besonderem Nachdrucke zum Ausdruck gelangen. Hautsch»iere, welche sie geschmeidig, elastisch und glän« zend erhält und uns gegen viele äußere Gefahren schützt. Folgt sodann die Lederhaut, ein wunderbares architek« tonische« Gebilde von Zellen, die die Nerven schützen, von Nerven, die sich in« Unendliche verzweigen und Nervtnfäserchen. die in Tastlörperchen endigen; und ein Netz von Vlulgtfähen, die den Zellen und Nerven Nahrung z-iführen, von Zellen mit feingerieften Ran« dern, von knäuelförmigen Drüsen, die au« dünnen Röhrchen den Schweiß ausscheiden; und ein weiches Fettpolster, das zwischen allen diesen mikroskopischen Drganßebilden lagert und deren Bewegungen erleichtert und der Haut ihre Weichheit und Schönheit gibt. Wenn schon die Anatomie der Haut wunderbar ist, noch bewunderungswürdiger ist deren Leben, und ihre Physiologie würde tau« in einem dickm Bande erschöpfend behandelt werden können. Und doch wissen wir noch nicht alles; viel, sehr viel bleibt noch zu erforschen. Die Haut athmet, die Haut scheidet aus, die Haut ni««t auf. die Haut empfindet. Durch die Haut hindurch nimmt er Sauerstoff auf und scheidet Nasser und KohltnKl« au«, mit emem Worte: die Haut ist ^ ^"^lutllnt der Lungen, und beide zusammen wmMoffen.^" """ "inigen' e« von seinen Aus- ganz^Körpei «" U^«" ?mchen wollt, seinen einfach ersticken. wi?d^^U' ^ würde Experiment unterworfen sind Doch di« daut ,ck^°! nicht nur aus. sie nimmt auch auf. Wasser schont aller diügs erft :iach längerer Berührung von chv a^orhi„< (Die Weltausstellung inBerlin.) Ueber dk Frage, ob im Jahre 1895 in Berlin eine Welt« auöslellung oder nur eine national.deutsche Ausstellung veranstaltet werden soll. hat das Präsidium des deutschen Haudelstaa.es eine Anfrage an die deutschen Handeli-lammeru gerichtet. Von den 77 Handelskammern, welche diese Anfrage beantwortet haben, sprachen sich 61 für die baldige Veranstaltung einer Ausstellung in Berlin aus. und zwar 45 in gleicher Weise für eine Welt» ausst^llung oder eine nationale, 16 entschieden für eine Weltausstellung. (Repatriierung der griechischen Juden.) Nach einer der «Pol. Corr.» au« Athen zugehende» Meldung leistet die griechische Regierung drr Repatriierung der infolge der bekannten Excesse aus Corfu geflüchteten Juden werllhätigen Vorschub; so wurden kürzlich allein aus Alexandria vou dcn dorlhin geflüchteten Corfioter Juden über 200 auf Kosten der griechischen Regierung nach ihrer Heimat befördert. (Aus Jemen.) Eine der «Pol. Corr.» ans Constantinopcl von autoritativer Seite zugehende Ml dung versichert, dass die kürzlich verbreitete Nachricht, wornach die Hauptstadt von Jemen, Sanaa, von deu aufständischen Beduinen eingenommen worden sei ui-.d die dortigen türkischen Behörden sich nach Hodeida zurückgezogen hatten, jeder Begründung entbehrt. (Englisches Heerwesen.) Wie ein jüugst veröffentlichter amtlicher Ausweis constatiert, betrug dcr Effectivstand der reguläre» britischcn Armee am Ende des Jahres 1890 210.860 Mann. Die Hilfitrupven und Reserven setzten sich, wie folgt, zusammen: Armee-reserv? 60.233. Miliz 113,163, Veteranen 10.692 und Freiwillige 221.048. (Republik Chile.) Nach einer Meldung aus London haben unter den europäischen Staaten bisher Deutschland. Frankreich. Italien, Schwedeil'Norwegen und Eugland die congressistische Regierung von Chile anerkannt. Tagesneuigleiten. ! S?. Majestät der Kaiser haben, wie das ungarische Amtsblatt meldet, den römisch-katholischen Ge-, meiuden Nßär, Keßihocz, Poly, Sipek, Szät und > Vägkyrälysa, dann den griechisch-katholischen Gemeinden i Aeregpoleua, Bodruzsal und Kovacs und endlich der ^ gliechisch-orientalisch-nimllmschetl Kirche im Ulm je 100 fl., zusammen daher 1000 fl. zu spenden geruht. ^ — (Selbstmord der Sängerin Wilt.) ' Sämmtliche Blätter besprechen das entsetzliche Ende dcr Kammersängerin Frau Wilt mit größter Theilnahme und ' bezeichnen die dahingegangene Sängerin als eine der ! größten Erscheinungen der Gegenwart. Frau Wilt, welche ! reichen Schmuck angelegt und über 1100 Gulden Äar-! geld bei sich hatte, ließ keinerlei Aufzeichnungen über das ' Motiv ihrer unseligen That zurück. Die Blätter zweifeln !mit Rücksicht auf das Nervenleiden der Künstlerin nicht. ! dass si.' dieselbe im Zustande völliger Unzurechnungsfähigkeit begangen hat. Das hinterlassene Vermögen wird auf ! 450.000 fl., welche zumeist in Staatspapieren angelegt ! sind, und 100.000 fl. in Juwelen geschäht. ! — (Ein Eispalast in Paris.) Für die ! kommende Wintersaison hat eine Pariser Äctiengesellschaft den Plan gefasst, die Pariser mit dem historischen russischen Eispaläste in Erstaunen zu sehen. Das Unternehmen wird eine Riesensumme losten, da nicht nur der ganze Bau zu werden; aber Terpentinöl, Aether. Chloroform und andere flüchtige Flüssigkeiten werden leicht vou ihr aufgenommen. Auch Fett wiid absorbiert, und in manchen Fällen sogar sehr schllell. Einreibungen des ganzen Körpers mit Oel, wie sie bei den Athleten des allen Rum im Gebrauch waren, sind scrophulösen Kindern, rhachi-tischen und zur Schwindsucht geneigten Personen sehr dienlich. Sie verringern außerdem die Wärme-Ausstrahlung und erhalten so den Körper warm. Personen, deren Veruftart die Handhabung von Fettstoffen mit sich bringt, entgehen häufig der An-steckungsgefahr, wie wir dies bei den Lichtziehern in den Vereinigten Staaten gesehen haben. Man soll also auch mit der Seife leinen Missbrauch treiben, beson-ders bei Abwaschungen des ganzen Körpers; aus aller Liebe zur Reinlichkeit darf man dbch nicht die Haut jenes natürlichen glänzenden Fettes berauben, mit dem Tausende von Talgdrüsen sie einschmieren. Die Haut empfindet, und wer wusste das nicht? Ueberall in der Ha»t befinden sich Tastkörperchen. Jedes dieser Tastkörperchen ist ein kleines Telegraphenamt, das mittels der Nervenfäden das allgemeine Verwaltungscentrum des Organismus von de« benachrichtigt, was in dem unter seiner Gerichtsbarkeit stehenden Bezirke vorgeht. Mittels dieser Körpcrchen empfinden wir die Wärme und die Kälte, die Flohbisse und die Liebkosungen unserer Lichen. Gchlimm ists, eine wenig empfindliche Haut zu habe«, denn es ist mit ihr wie mit eiwr uuzuuerlüssige», Polizei. E« kann in unserem Umkreise eine Revolution "Abrechen, ohne dass wir vorher dauon benachrichtigt ---------------------------------------^ ^B aus künstlichem Eise hergestellt werden mu,?, ^z», im Innern desselben beständig eine TemP"""^ z,, Grad unter Null künstlich erhalten w"d" ^il! Abkühlung, die den Franzosen durch die ley« ^ ^>° russischen Finanzministers bereitet worden l,i, ^ noch nicht zu geniigen, man verschreibt e«,^,htl' Zimmerleute aus Petersburg, um eine ^"^MF' zustellen, die kalt genug ist. um selbst dtt zu verschnupsen. ^c-^M"^'!! - (Vergiftet.) Der Grundbesitz" o ^ in Gonobih starb vor mehreren Monaten >' ^,l bcnllichen Erscheinungen. I,n Orte sp"^"^B^ mit seinem Weibe Theresia stets in Unl"^ ", ,M Es wurden Erhebungen gepflogen, we>^ ^ M dass die Obduclion der Leiche angeordnrt ^ ^, ergab al« Todesursache eine Vergistung "" ^< Es wird sich in der Folge herauM""'. ^ B Selbstmord vorliegt od?r ob Geiß" /"v ^ Verbrechens geworden ist. Seine ^"^.'" zchle^" wahrunMaft genommen und dem Krelsg geli fert. Nlese"^!!' - (Ein californischer ^!^7» Eine der größten Melkwilroigkeiten der ^ P' ausstelluna. wird Tula« «n Califorlue" '^zM ein 390 Fuß hohcr Rothholzbaum. M" ^M Baum einen 90 Fnß langen, 20 3"v ' i«die^, messenden Block sägen. Dann soll der M° ^z geschnitten und jeder Theil zum Va" «' ^ wagen eingerichtet werden, und in ^mi e!«t ^ außerdem ein Bad, ein Oarbierladen " ZW' , befinden, während der andere Wagen °^jB^ Gcsellschaftswagen dienen soll. Mlt d" ,^ hl Dach der Wagen bekleidet werden. D Jahren wurden in Russland im Auftrag? ^e^ Regierung die Erben einer f"^M . eil«^ i^ Julie Dernemont gesucht, die nach M " ^, M ^ war und hier einen Russen gehelratei " ^ ^° ^ nun in Petersburg ein legitimer E^ ^ Gouvernante in der Person eines «^''^ch sM nicli aufgefunden worden, der dieses^, 8,U"' aller Formalitäten von der franzöMN ^ Francs ausbezahlt erhielt. . , .« Oo«' p ,^ -(Ein dem «Journal des Döbats» aus "e"" ^ck ' L wird. ist dort ein vollständiges ComPl" ^ AF i ^, die Kinder der vornehmsten Mill'on> ,, Student Namens Winter, soh" ^„e„ h' ><, Budapest, dn- zum 3""^.^ ^ deH-<. wandten weilte, bei we^el^nd'dann ises nutzlos. GH^ ,H/ um jede Kleinigkeit. E'U ^/er M ge< / Kleidung, der Missbrauch w^ ^ F... "< entnervenden und verwe'chl'che' ^^hc> ^ gsveu der Haut eine ilberniaM., ,^^ , die Ursache unzähliger Q,m '^ ,< , ^ Die Haut ist e.n Sp'ea l. enz ,„i° "" kostbares Bild erwies, doch ist dessen °'' httrüh"«'""^ ""selbe dürfte von einem Dieb-°"!8W ^" und ,ft fast unbeschädigt. Man schätzt es 3^Di^« Christine.) Man telegraphiert ° ^"As ^,',^"lgin-3legentin hat sämmtliche Güter >ier zi" "^ lilr ihre beiden Töchter an- ^n, ^ufpre,s soll sieben Millionen Lire be- ^Ve^" Baiser in Prag. '^^ !^N^'^ ^" Freitag abends die ^ Neich",^"^ch<'l,»ng der Landes-Ausstellung Nötigung einer Reihe von f!? >ssenbe N ! ?"' H'" "ie dort hat die Veoöl-'^ > dichten ^^ungen ^ einem würdigen Em> ''!'r ^"ionali.iit "°^'" ^troffen. Ohne Unter-!>°"°rlauH ' c,""^ des Standes will alles wett-°°c°I! " Und E"?'"lcher den Zoll der unerschütter-'He« ^lt zu f^enhelt darzubringen und neuerlich ^«!^bten Et°3^"' b°ss, wo eS gilt, dem über ^^ zu huldigen, jeder ^M beseelt . . "^ °^ Schichten des Volles nur ^ ° ^eit un ' " ^sulN tiesster Ehrsurcht, treuester ^°n,w ' Hajesm MlMerlicher Loyalität. Ueber die ^n: >«l «nd uns folgende Depeschen zu- ^"«'reich ^'"ber. Die anlässlich der Ankunft ^' ^ S?"^' Stadt bietet eln märchen-'"! kl °"^ gesüN °^ ^'"d von einer unabsehbaren ^''er^^l^Der Kaiser traf um 7 Uhr früh U"d reichte dem Justiz. ^«^?'l°"dmatlck ""'bem Statthalter Grafen Thun. Lobkowih sowie dem >H ^«n w« ^"sen Grünne die Hand. Statt. '^ « ' t)«r m?' burch eine gnädige Ansprache ? ^""ster von Prag, D.Golc, cr<, ^nlte er» ! ' ^"" '« deutscher Sprache. ^° ?>Wob?^' dann böhmisch milder X ,>°3 bi! "'« «'Kneten Landes Böhmen P^^ Gegenstand seiner st^en ^'"t .""« Pra/" Ka.ser verfolge mit Interesse 3^le"? dem La" ^'' die Ausstellung werbe >T> Kc>iser7"c '"" "eibendem Nutzen sein. ^i^^ begeisterte Slava- und ^ 3x el>ge; se ^'" durch die Straßen glich V^.)" kn° me «?^ <1'^ «nter unbeschreib. «"tdz! "fol«e. " ^lenschenmassen und konnte (>g r ^ldete ^ "'^" Prager berittene Scharf. dem Hradschin hatte ^V"^ bezogen. Alle ^^< "ber die n l ^" Baisers in schwung- ^-ü^A.^ «nlunft ^s Kaisers erscheinen ' >"7'.^be N der Saison, wie '^Hie ^ dieses »iZ . ««t. dass Sie nicht Ihr , ^t. '""nen A 5" W ^tze Dorne?!, ^i^lein °^' fragte der Doctor !^.!''3^«', l""^ Hubert "ich. »ll.in »l,»?», »>«, .U°5" °»ch durch ihrm «eist,. '«'"3" i« !e ,°,?"u°n sind wde« die «e. tz..«>^°«°n, i° mi«^" <« "cht „och ,° ss^h'i«,^ , ""N° «chlimmc «tr!" Stachel war m semer Separatausgaben. Es wird in allen Parteilagern lebhaft bedauert, dass Graf Taaffe verhindert war, den Kaiser zu begleiten. Prag, 26. September. Am Fuße des Hradschin begrüßte der heute morgens hier eingetroff^ne Erzherzog Franz Ferdinand mit dem Cardinal Grasen Schönborn den Kaiser, welcher an beide huldvolle Worte richtete und hierauf dem Statthalter seine wärmste Befriedigung über die besondere Innigkeit und Schönheit des Empfanges ausdrückte. Um 9 Uhr begannen die Empfänge, darunter jener der Erzherzogin Margarethe mildem adeligen Damen» stifte, deS gesammten Adels unter Führung des Cardinal« Schönborn, des Bürgermeisters mit den Stadtverordneten, der Rotoren und akademischen Senate beider Universitäten und beider polytechnischen Hochschulen tt. Prag, 26. September. Unter unbeschreiblichem Jubel der Bevölkerung traf der Kaifer um 2 Uhr nach. mittags auf dem Nusstellungsplahe ein, wo das Aus» stellungscomite, sämmtliche Würdenträger, die Abgeordneten, der Adel, der Clerus und die Aussteller versammelt waren. Der Präsident der Ausstellung Graf Kinsly richtete an den Kaiser eine Ansprache in böhmischer und deutscher Sprache, um der unwandelbaren Treue und Ergebenheit aller, welche an dem großen Werke der Ausstellung mitgewirkt haben, sowie dem ehrfurchtsvollen Danke für den Besuch des Kaisers Ausdruck zu geben, in welchem sie erst die Krönung des Unternehmens, welches berufen ist. die Leistungen weiter Kreise auf geistigem und materiellem Gebirte darzustellen, erblicken. Graf Kinsly betonte die Absicht des rastlosen Weiterstrebens auf allen Gebieten des Schaffens und schloss mit dem wiederholten Ausdrucke der Gefühle tiefster Dankbarkeit, unerschütterlicher Treue und Ergebenheit und mit dem Rufe: «Gott fegne, be-schütze und erhalle Eure Majestät!» Der Kaiser erwiderte (deutsch): «Mit ausrichtiger Genugthuung nehme Ich die Kundgebung loyaler und unwandelbarer Treue sowie der Freude über Meinen Besuch entgegen und entbiete Ihnen hiesür Meinen herzlichen Dank. Gerne bin Ich nach Prag gekommen, um Mich durch eigene Anschauung von den erfreulichen Fortschritten tüchtiger Arbeit auf allen Gebieten menschlichen Fleißes in Meinem geliebten Königreiche Böhmen zu überzeugen.(Böhmisch sortfahrend): Der Erfolg dieser unter Meinem besonderen Schutze stehenden Aus» stellung möge den gesunden Sinn der ganzen Bevölkerung aneifern, alle Kräfte einzusehen für das weitere, immer mächtigere Ausblühen dieses herrlichen Landes, welches, von der Vorsehung reich gesegnet, nur durch ein einträchtiges Zusammenwirken beider Vollsstämme zum vollsten Nusschwunge gelangen wird.» Hierauf trat der Kaifer einen Rundgang an. Prag, 26. September. Der Kaiser zeichnete während des Vefuches der Ausstellung mehrere Personen durch huldvolle Ansprachen aus, darunter Dr. Rieger. Der Kaistr zeichnete auch den Allerhöchsten Namen in das Gedenlbuch ein. Während des Rundganges wurde Se. Majestät von der Bevölkerung enthusiastisch begrüßt. D?m Grafen gedtwih gegenüber sagte der Kaiser, er sei entzückt und werde das nächstemal den Rundgang unter seiner Führung fortsetzen. Sodann fuhr der Kaiser unter fortwährenden Ovationen der Bevölkerung in die Hofburg. Um 6 Uhr fand eine Hoftafel zu 55 Gedecken statt. Prag, 27. September. Beim heutigen gleichzeitigen Empfange des üandesausfchusses. der Bürgermeister von Prag und Reichenberg und sämmtlicher 226 Obmänner der Vezirlsvertretungen beider Nationalitäten unter Führung des Oberstlandmarschalls Fürsten Lobkowih richtete der letztere eine Ansprache an den Kaiser, zuerst in böhmischer, bann in deutscher Sprache, in welcher er die Gewährung «^öas sie sagen würde, wenn ich vor sie hinträte, sie an unsere ehemalige Freundschaft erinnerte?» dachte er bei sich. «Schließlich kann ich ja von meinem ver« wandtschaftlichen Rechte Gebrauch machen. So sehr sie auch umringt ist. ein Wort des Willkommen» wird sie doch sür mich habenl» Tr trachtete von seinem Begleiter loszukommen, um in Vtelanir's Nähe zu qelangen. Da plötzlich stand Lady Randon vor chm. Ihre Lippen zuckten, als sie sah, wie wenig Eindruck ihre Erscheinung auf ihn hervorbrachte. Nordheim verbeugte sich mit steifer Förmlichkeit, und sein kühler Blick sagte ihr deutlicher als Worte, dass er das Einst vergessen hatte, dass sie nichts mehr für ihn war. Ueber Jane's Gesicht flog eine leichte Blässe; sie lirß ihren Fächer fallen, den der Doctor rasch aufhob. Langfam nahm sie den Fächrr aus seiner Hand entgegen, ein leiser Dank, Nordheim trat rasch zur Seite. . Die lange Schleppe der stolzen Lady rauschte km-sternd an ihm vorbei; wie von einem Alp brfreit, athmete er auf. Er mochte die erste Begegnung doch gefürchtet Halm,. . So rasch sich diese kleine Scene auch abspielte, so war sie doch nicht unbrlmrkt geblieben. Melanie hatte die V.gegnung Nmdheims mit Lady Randon beobachtet, und was sie auch dab i denken und suhlen mochte, ihr Antlitz verrieth nichts von ihren Empfindungen. (Fortsetzung solgt.) der Lanbesautonomie und der Gemeinde-Autonomie als eine der segensreichsten von den vielen Reformen des Kaisers pries, die Dankbarkeit hiesür ausdrückt? und mit der Erneuerung des Gelöbnisses der Treue schloss. Der Kaiser erwiderte (erst deutsch), er nehme mit Befriedigung und Dank die Versicherung der Anhänglichkeit entgegen, ebenso wie die Versicherung künstiger treuer Pflichterfüllung der autonomen Organe, und drückte sür den herzlichenEmpfang in der Hauptstadt des geliebten Königreiches Böhmen, welche zu besuchen dem Kaiser lebhafte Genugthuung be» reite, nochmals den wärmsten Dank aus, daran die Ve» stcherung knüpfend, dass die Entwicklung und Förderung des geistigen und materiellen Wohles dieses Landes den Gegenstand sortdauernder kaiserlicher Fürsorge bilden werde. Böhmisch fortfahrend, drückte der Kaiser die Hoffnung und die Erwartung aus, dass die unausgesetzten Bemühungen, den für das Wohl des geliebten Königreiches Böhmen und für das Wohl des Reiches gleich nothwendigen inneren Frieden in Böhmen zu erreichen, hingebungsvolle und selbstlose Mitwirkung aller patriotischen Männer finden mögen. Prag, 27. September, abends. Heute mittags begann brr Kaiser die Rundfahrt durch die festlichst geschmückten Straßen unter begeisterten Ovationen einer mehr als 100,000 löpfigen Menge, befuchte die Lehrerinnen > Nil« dungsanstalt, das Rudolfinum, das Ralhhaus, den neuen Stadliheil in Holeschowitz-Aubna, die neue Schule am Belvedere. Sodann fand eine Hoftafel statt, wozu geladen waren: die Mitglieder des böhmischen Adels, die Landesausschuss'Neisiher sowie die Landtagsabgeordnelen Schmeylal und Dr. Rieger. Hierauf besuchte der Kaiser die Ausstellung. Der Iubrang zur Ausstellung war so groß, dass um 5 Uhr nachmittags die zweite Million Besucher erreicht wurde. Sämmtliche Aus» stellungslocalitäten waren prachtvoll decoriert; der Kaiserpavillon erstrahlte in elektrischem Lichte, die Wafserfontaine spielte ihre Effecte. Der Kaiser war unausgesetzt Gegen» stand lebhaftester Ovationen. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Der Reichsrath.) Durch ein Allerhöchstes Handschreiben an den Ministerpräsidenten ist der Peichs-rath auf den 6. October einberufen worden. — (GewerblicheFachschulen inLaibach.) An der hiesigen Fachschule sür Holzindustrie wurde heuer der vierte und letzte Jahrgang eröffnet. Die Anstalt ist im laufenden Schuljahre wieder sehr gut besucht, und ist die sür normale Verhältnisse bestimmte Iahl von fllnsziz Schülern bereits überschritten. Im ersten Jahrgange sind 18, im zweiten 14 im dritten 11 und im vierten Jahrgange 9 Schüler eingeschrieben; mithin beträgt die ge-sammte Frequenz 52 Schüler. Der erste Jahrgang dient als allgemeine Vorbereitungsclasse, während in den übti-gen Jahrgängen die Schüler nach ihrem Gewrrbe geschieden sind, und zwar sind im ganzen 4 Drechsler, 13 Schnitzer (Bildhauer) und 17 Tischler. Neben diesen ordentlichen Schülern sind noch 3 Hospitanten eingetragen, so das« der gesummte Schülerstand an der Fachschule 55 Zöglinge beträgt. — In der Fachschule sür Kunst-stickerei und Spihennäherei wurden bisher 36 ordentliche Schülerinnen und 10 Hospitantinnen, zusammen 46 Fre-quentantinnen aufgenommen, fo dass der Besuch ebenfalls als ein fehr starler bezeichnet werden muss und die Räumlichkeiten gerade noch ausreichen. Bekanntlich sind bcide Fachschulen im Viranl'schen Hause untergebracht, wo ihnen dermalen 32 zum Theile sehr zweckmäßige, hohe und lichte Localitäten neben einigen minder brauch» baren Nebenräumen zur Verfügung stehen. Die Woh» nungsmiete wirb von der Sladlgemeinde Laibach getragen, wobii jedoch mehrere locale Factoren, in erster Linie die lrainische Sparcasse, einen Theil der Lasten übernehmen. Namentlich hat daS letztgenannte Institut beiden Anstalten seit ihrer Gründung wohlwollende« Interesse entgegengebracht und durch Ueberlassung der Räumlichleiten — die Viranl'schen Häuser sind Eigenthum der krainischen Sparcasse — sowie durch Stiftung zahlreicher Stipendien die Fachschulen allseits gefördert und gekräftigt. — (Ein genialer Einsall des «Lai-bacher Wochenblatt.») In seiner letzten Nummer schreibt das «Laibacher Wochenblatt» (und dieses meldet uns, wohl gemerkt, dass der bezügliche Artikel nicht von seinem gewöhnlichen Wiener Correspondenten herrührt) u.a. wörtlich: «Die eben begonnenen Vorbereitungen für die Laibacher Iubiläums-Ausstellung mussten den deutschen Grundbesitz in Krain schon heule vor die Frage stellen, ob er auch auf derselben vertreten sein soll oder nicht. Bei der fortwährenden Billigung und Unterstützung, welche dem slovenischen Uebereiser seitens der leitenden Kreise Krams bis jetzt zutheil geworden, können wir kaum zweifeln, dass die deutsch>lraimsche Landwirtschasl in. dieser Richtung erst dann schlüssig werden kann, wenn ihr die so oft begehrten und heute geradezu unerlMichen Ga« ranlien sür die volle Berücksichtigung chrer nationalen Ansprüche endlich geboten weiden. Dass diese Garantien auch gewisse Resormen in dem Personal-stände der leitenden Lan desstelle in sich be. greisen, brauchen wir kaum mehr zu erwähnen. Von der Gewährung derselben dürfte es unsere? Laibacher Zeitung Nr. 220. 1836 28. September lssl^. Trachtens abhängen, ob die nächstjährige Iu« bilaumz.Ausstellung der lraimschen Landwirtschafts-Gesell» schaft als ein Gesammtbild der culturellen Verhältnisse unseres Kronlandes erscheinen wird.» Nun, lvir unserer» seits glauben, dass die lrainische Landwirtschafts-Gesell' schaft, welche durch so viele Jahre, ohne sich in die Po-litil zu mengen, ersprießlich gewirkt hat, in der Angelegenheit der Ausstellung unabhängig von dem frühzeitigen agitatorischen Einflüsse des »Laibacher Wochen« blatt» und seines außerordentlichen Wiener Correspond««-ten wird schlüssig werden können, und ebenso der deutsche Grundbesitz in Kram. —(Ein schätzbares Zeugnis des«Üai« bacher Wochenblatt».) Das «Laibacher Wochenblatt» konstatiert, dass trotz des Bestandes der von der lraimschen Sparcafse subventionierten Privat »Volksschule des deutschen Schulvereines in Laibach (in dem Realschul« gebäude), welche für das beginnende Schuljahr 195 Schüler aufgenommen, die össüntliche deutsche städtische Knaben' Volksschule (Oberlehrer Herr Valenta) einen sehr erfreulichen Aufschwung erfahren: sie nahm 201 Schüler auf. Nicht minder bedeutsam für die fernere Entwicklung des deutschen Vollsschulwesens in Laibach ist der Andrang in die unter der Leitung der Oberlehrerin Fräulein Bauer stehende städtische deutsche Mädchen. Volksschule. Dieselbe zählt in der ersten Classe 82, in der zweiten 61, in der dritten 72, in der vierten 45 und in der fünften (erste und zweite Abtheilung) 65, zufammen also 325 Schülerinnen.» Wir unserseits sind dem «LaibacherWochen« blatt» sehr verbunden für seine rückhaltlose Anerkennung des sehr erfreulichen Aufschwunges der deutschen städtischen Volksschulen in Laibach und möchten nur noch beifügen, dass der Grund, dass die Bevölkerung den deutschen Schulen nach dem Geständnisse des «Laibacher Wochenblatt» ein «außerorbentlichesVertrauen» entgegenbringt, nicht bloß in dem Bedürfnisse, die deutsche Sprache zu lernen, sondern auch darin zu suchen ist, dass der l. t. Landesschulrath an der nunmehr zu einer vierclassigen Schule erweiterten deutschen städtischen Knaben» und an der jetzt schon aus fünf Classen bestehenden deutschen städtischen Mädchen«Volksschule nur ausgezeichnete Lehrkräfte angestellt hat. Wenn nun dem so ist, in welchem Lichie erscheint das seinerzeit, nämlich bei der Errichtung der beiden gedachten deutschen städti« schen Volksschulen, die damals nur je aus der ersten Schulclasse bestanden und dann successive vom Landesschul» rathe erweitert wurden, vom «Laibacher Wochenblatt» gefällte Urtheil, dass nän lich der Landesschulrath und die Regierung diese beiden deutschen Schulen nur als ein armes «Aschenbrödel» betrachten und behandeln werden? In keinem besseren Lichte erscheinen übrigens die weiteren an die obige Anerkennung geknüpften rabulistischen Be« merkungen des «Laibacher Wochenblatt», deren Unrichtig» keit und Tendenz in die Augen springend ist und die wir daher unerwidert lassen können. — (Aus der Laibacher Plöcese.) In das Diöcesan'Clericalseminar wurden neu aufgenommen fol« gende absolvierte Gymnasialschüler: Barthelmä Bernard aus Vischoflack, Franz Blciweis aus Nallas, August Boitii aus Laibach, Anton Eadej aus Trata, Johann Dolinar aus Dobrava, Josef Dostal aus Laibach, Franz Finzgar aus Vreznica, Johann Gnjezda aus Gora bei Idria, Johann Godec aus Wochnner'Feistrih, Joses Iu» vanc aus St. Veit bei girlnih, Georg Karlin aus Bischof, lack, Wilhelm Mlejnil aus Rudolfswert, Anton Oblal aus Horjul, Franz Oswald auS Idria, Wilhelm Paulus aus Neuhaus in Böhmen, Franz Potocnik aus Oosise. Iobann Pristov aus Vreznica, Martin Slerjanc aus Hl. Kreuz bei Neumarltl, Josef Solar aus Kropp, Franz Svec aus Kolodcj in Böhmen, Thomas Zabukovec aus Laibach und Jakob Iupancic aus St. Marein. — (Controlsversammlungen.) Die Con« lrolsversammlung für in Laibach domicilierende Urlauber, Reservisten und Ecsahreseroisten findet am 13. October, für Jäger und andere Truppengattungen am 14. October vormittags 9 Uhr in der St. Peterslaserne statt.. Die Nach-ccmlrolsversammlung findet am 4. November statt. Die Landwehr «Controlsversammlung wird am 1. October, beziehungsweise am 20. November in der Landwehrlaserne am Polanaplah abgehalten. — (Roseggers «Heimgarten.») Diese stets reich und mannigfaltig ausgestattete, in Leykams Verlag in Graz erscheinende Monatsschrift vollendete nun ihren 15. Jahrgang. Das letzte Heft (Septemb.r«Heft) weist folgenden Inhalt auf: «Ein Zwiegespräch auf der neuen Mmbrücke zu Graz.» — «Die Abbrändler» (Dorf« «schichte). — «Die Nordpolfahrer.» — «Ein letzter Wille.. — «Wie ich dem Herrn Verwalter 'was gepfiffen h°b.' (Erinnerung von Rosegger.) — «Gcwitterangft.» vn/n? Sittenrichter unseres Herzens.» — «Was man °« p°'r";^'.^°'. -_7-.^« N°»n.r.P«.,che,. - - (Deutsche Theatervorstellungen Herr Director Alsltd Fleur.d. von seincr zn^mal^ Thätigkeit in hiesiger Stadt dem Publicum bereits bekannt, eröffnet am 8. October im hiesigen Redoutensaale eine längere Theatersaison. Zur Ausführung gelangen Lust« und Schauspiele und Possen, und heben wir von den in Aussicht gestellten Novitäten hervor: «Die Haubenlerche». «Die Hochzeit von Valeni». »Die Ehre», Das zweite Gesicht», «Das verlorene Paradies», «Der selige Toupinel». Das Abonnement, welches für 24 Vorstellungen ausgeschrieben wird, kann von heute an in der Haupt« trafil des Herrn Gruber gezeichnet werden. Ein Sitz irden ersten 6 Reihen kostet 18 fl., von der 7. bis 3. Rcihe 15 fl., von der 10. Reihe an 10 fl.. Gallerte 8 fl. für sämmtliche 24?Vorstellungen. Auf Verlangen werden auch halbe Abonnements — für zwölf Vorstellungen — ausgegeben. Die Abendpreife für die einzelnen Plätze werden 1 fl., 80 kr., 60 kr. und 50 kr. betragen. — (Dieb stahl beim Postamte in Seno setsch.) In der Nacht vom 24. auf den 25. d. M drangen unbekannte Gauner mittels Nachschlüssels in das Postamt in Senosetsch ein, erbrachen den Schreibtisch des Postmeisters Herrn Johann Kraler und stahlen 177 fl. bares Gelb, 58 Gulden in Marken sowie ein Säckchen mit 130 Silbergulden. — (Bon der städtischen Sparc asse.) Pie städtische Sparcasse in Laibach übersiedelt mit Ende dieses Monates in die neuen vom Magistrate für sie bestimmte, Localitäten (ehemaliges Nagy'sches Verkaufsgewölbe im früher Galli'schen, jetzt städtisch?« Hause), in denen sie schon am 1. October ihre Amtierung beginnt. — (Heimische Kunst.) Im Schaufenster des Herrn Kollmann am Rathhausplatze ist ein vom heimatlichen Maler Ogrin in Oberlaibach für die Klosterkirche in Stein gemaltes Bild «Herz Jesu und Mariae» zur Besichtigung ausgestellt. — (Spenden.) Die Herren Gebrüder Kosler haben für die durch Hochwasser beschädigten Oberkrainer den Betrag von 20 fl. und Herr Franz Gregel, Haus« besitzer in Laibach, zu gleichem Zwecke 5 fl. gespendet. — (In das «Collegium Germanicum») in Rom wurde als Convictor unser Landsmann Herr Michael Opela aus Oberlaibach, bisher Theolog in Laibach, aufgenommen, um dort seine Studien fottzusrhen. — (Ausstellung in Görz.) Die land- und forstwirtschaftliche Ausstellung in Görz wurde bis 4. Octo« ber d. I. verlängert._______________^_________ Neueste Post. Driginal-Telegramme der „Laitmcher Zeitung". Wien, 27. September. Die Wiener Blätter heben hervor, die Reise des Kaisers nach Prag und Reichenberg documentiere neuerdings die stets gleiche Fürsorge und das gleiche Wohlwollen für alle Stämme. — Der Kaiser ließ aus Prag telegraphisch Erkundigungen über das Befinden des Ministerpräsidenten einholen. Pllllanza. 27. September. Der Gesundheitszustand der Königin von Rumänien gestaltet sich fortdauernd zufriedenstellend, doch schreitet die Besserung nur lang. sam fort. Berlin, 26. September. Der Zug mit dem russi« schen Kaiserpaare traf abends 9 Uhr 38 Minuten hier ein und hielt am Ende des Nahnsteges, wo Prinz Leopold mit Gemahlin zum Empfange anwesend waren. Der Kaiser, welcher Civillleidung trug, begab sich mit der Kaiserin und den übrigen Fürstlichleiten in das Fürstenzimmer. wo das Souper serviert wurde. Zur Rechten des Kaisers sahen Prinzessin Leopold, dann der Großfürst-Thronfolger, zur Linken die Kaiserin, dann Prinz Leopold und Großfürstin Xenia. Die Weiter-reise der kaiserlichen Familie nach Nlexandrovo erfolgte um 10 Uhr 38 Minuten mittels eines aus fünf Salon« wagen bestehenden Sonderzuges. Paris, 27. September. Die Polizei confiscierte tausend Reclameplacate des neuerschienenen Vuches «I^a 8U6rr6 66 KlolitaWei,». Diese Placate stellen die russischen und französischen Soldaten im Kampfe mit den deutschen, österreichisch-ungarischen und italienischen Soldaten dar. Gibraltar, 27. September. Einer von Cap Djuby gestern abends eingetroffenen Depesche zufolge ist unt>>> den Mauren daselbst ein offener Aufstand cmKgebrochen. Die Aufrührer bedrochen die englische Handelsniederlassung. Das englische Kanonenboot «Goshawk» wurde zur Hilfe entsandt.________ Ängelommene^iemde. Hotel Stadt Wien. Cora, Obei.Postcommissär; Oberstabsarztes« Gattin; Bamer, Beamter; Elouomidas, Privatier, u. Lavric. Kfm.. Trieft. — Königstein, Gioschl, WiMerholler, Schick, Groschel und Stern, Kslte., und Weiöz. Reis., Wien. — Dr. Faber. Dr. Krall, Oberarzt, Dr. Klinger, Universitäts.Professor, und Nudinsly, Graz. — Tomitsch. Kfm.. Gotischer. — gcrl. Beamter, Banjalula. — Testin, Reis., Prag. — Rcgüat, Hof. rath, Görz. — LIlelsitz, Serbien. — Appel, Privatier, s. Sohn, Alexinae. Hotel Elefant. Kandernal, Schulrath, s. Schwägerin; Filrst Auersperg; Kostner, Blumrich, Morgenstern, Mautner, Schwab, Mayr, Pollal, Baum, Kflte.; Ptahek, Wiener s, Frau, Guts-bescher, Wien. — Ladnil. Dr. Mahnert, f. Frau, Graz. — Dcmjchar, EiSnern. - Martine. Pola. — Praßmann, Term. — «landolini. Buchhalter. Trieft. — Schräm s. Frau, Ebsnsee. Vc>ln.«n«'°^"' N"''l Zurich s. Sohu, Fiun.e. - Äorlolatto, 1!c>lm°nu°v<,. __ Molme. England. - Mally, Fabrikant, Neu ___________________________ , ^ Pt« marltl. — Callman, Weingrohhänbler, ^"B°°^ ^,ss. trovcic, Pfarrer. Trata. — Treven s. F«u, ^°" > Ksm. Grokkamsckm. Wz. ,, Hotel 2lidl>lll)nhof. Engel, Kfm.. Wien. -. Dacel, " ^ Gasthof Kaiser von Oesterreich. Verilli, F»ume. -^ Islal. „. a^raintlc»"^ Hotel Vaierischer Hof. Gatt, Trieft. - Ager,"?"' Im st._______________ _______...—-"^ Verstorbene. ^ittl'^ Den 2 6. September. Johann 3"^ ^^tth^ 3 Monate. Stadtwaldstraße 13, Magen- ""b M" ^>, Eduard Arnold, Verzehrungssteucr.Aufseher, " ^" dorf 3, Tubcrculosc. „ K^W" Den 27. September. Cyrill P«^ ^ Sohn, 3 I.. Schießstättgasse 11. Diphthe"^' Im Spital«: HMel. U Den 23. September. Jakob Igo", ^ ^°« »' Marasmus. — Primus Petaus, Kaischler, /" ^ . Vergiftung. >, cMoh»^' Den 24. September. Maria Ja""", ^ «3 I.. Lungcnsuchr. Der am 23. September 1691 ausgegebene^,,^' zeigt folgenden Stand der osterreichisch-u'«^ O!H^, Notenumlauf 443.329.000 fl. (- 3.62?,M ' ^FFp, 244.901.000 fl. (^. 28.000 fl.). Portcfemlie ' ^M, (- 1.814.000 fl.). Lombard 24.584.000 si^ >723,M> steuerfreie Nanlnotenreserue 11,363.000I^L'^^^ Lottoziehung vom 26. September. ^ Wien: 5 45 18 ^" 2?.^ Graz- 21 75 4^6^ « .Z ^! ft /F"^ ^___2 _^"3 ^Z________--s--M ^ ? u Mg? 745-7 1-6' windstill hM ^ 26.2. N. 743-9 14>«) N. schwach hM ^< 9 . «b. 742-7 ___6 6 NO^chw°3-----^^ <>., 7U.Mg 740'6 3"6 windstill ^iln>> h^! ^' 27.2 . N. 737 3 17 4 W. schw^ ^ilw.heM 9 . Ab. 737 9 12-8 W. schwach ^ ^^ hc>^ Den 26. September Reif, nwrgenS ^Hjch Kl< Den 27. September morgens Nebel, dannM ^ V^i^ mittags zunehmende Bewölkung, abends ^N 75«^., mittel der Temperatur an den beiden Tag/" ^ Dl>^ beziehungsweise um 64' und 2'5°uni^^,^ Verantwortlicher Ausweis ^5 ilber den .,i<,nW^ Gcschiiftsstand der k. l. priv. wechselsettM' Versicherunlisanstalt m ^-s mit 31. August l»^' . ^' I. Gebäude-Abtheilung: 100.07? TheilncY"" , ^> 149.415 653 fl. Versicherungswert. ^gSsch., , II. Mobiliar.Abthcilung: 16,535 VerM"'" ^s Gulden Versicherungswert. ..^Mass^ III. Spiegclglas-Abtheilung: 337 VerM""« Versicherungswert. . « 4022 fl. 36 kr. Schadensumme. . ,ß Sch^.?s^ II. Mobiliar.Abtheilung: Zuerkannt M » ^ siic ^ Gulden 41 kr. Schadcnuergütung, p" ,^e"H fi, sälle 519 fl. 50 lr. Schadensumme- ^ZchadH, 19 lr. Schadenvergütung, pendent I" Schadensumme. «, ,. p. »lit 31. December 1890 : l,«4^ ^ Graz ini Monate September ^'„icrt.i^^l (Nachdruck wird^Mt^^^^, ^ "^ Die i>. ^. ^^""''wellh'>i. ^Daivachcr Zeitung») " Mona" ^ Abonnement mit diesem ^^fttt^ werden höflichst ersncht, ^' ern»1 N..dolf Edler von > > und Conmwndaut des """"" ^er<,, >' "' > > wert Nr. 24. und Ida «"e v-^^cl'' > alleu Verwandten, F""nd"H"dH^ » > sagbarem Schinerze bic wl"^" ,verg^'" > W dem Tode ihreS innigstgellebten," » > welche am 25. b. M. um ifI^sK"- ^ ,, > W i,u 12. Lebensjahre nach la"ge ^MhF > > s.lig im Herru eiüschl'cf. . ^ S"^ » > Das Leicheubegängms ^'s^^ « > 27. d. M„ um 11 Uhr wrm'ttaf , ^. » » »ach dem Friedhofe W Michalofzen. den 26- -^Ü*_S'»»«B 9h. 220. 1837 28. September l891. Course an der Wiener Börse vom 26. September 1891. N°« ^ 0^^ T°urM°tte :,^>Nl,he«. ""d Ware '««»«5 °^°"«Iy,^ z.' - '"' 91-20 "»>3,,^»«« I«.''"" »2» Veld Ware Glunden"/<, mährische......—-— —-— 5>"/n »rain ,»,d »astriiland . . — — — — -V/n niederllftcririchllche . . . WS50 no — 5"/„ steirilchr......—-— —-.- ü"/„ lroalischs »üb slavonische . lO4 br 105'— 5"/n sisbrilburssische .... —-— —-— !>"/„ Trinker Banat .... —-— — — 5"/n »»llarische......89 70 90?» Andere iiffenll. Anlehen Dona» Reg, Lose 5"/„ inn fl, . 12« 25 1L<) ?l, d!o. «»leihe l»78 . . IN4 75 10o 75 Nnlehen ber Sladt G«rz . . Ill — —-— Anlelieii b, Etllb/,<>/,. . . loo 3« iol — bto, dto, 4°/„ . . . 9? — 97 5N o!o, PrHm,'Echulbverschr. 8°/<> 1>»9L5 l10 — Ocst. Hypotheleiibaul lUj, 50°/l, 98 40 S9 - 0est.',mg. Ua»l vcrl, 4 Clarn Lose 40 fl...... 5» 25 53i!!i 4"/„ Dona» Dampfsch, ion fl, , lLll— 1L4 — Laibacher PrÄm, «nlth. 80 fi. »050 21 bN Oseiicr Lose 4<> fl..... 04'— 55'- Palfft, Lose 40 si...... bl' - 58- Molhe» «renz, »s>, Ges, v., IN fi. l?'2b l?-75 M»bo,ph Lose 10 fl..... «0 25 80 75 Salm Luse -75 Gew.-Sch, b. »"/<, Prüm.-Schulb- vcrschr.der«odencrcdilanstalt "'«> 85- gank'Artien (per Etacl). «!lll.loM,Vani20Nfl,s,0°/„«. , 153-- 153-50 Vantverein, Wir»cr, 100 st, . in« 4^ 10!»- Ädcr. Ä»st, üst,, lilX» fl. E 40°/n 355 50 35« — llrbl, ?l»s<, s. Hand, li,O, ISNsi, 27N5 ' 2»'> — llrebilbaul, Allss. »»ss,, 200 st, . 32? 75 327-75 Depositen!,«»!, Nll»,, 200 fl . «01 — 8<>3 — Elcompte Ges., Nbrösl,, 500 fi. 604— 611 — «iroullnssenv, wiener 2«0fi. »0» ^ 8in — Veld Ware Hypothcleiil,., ösl.liW ft. 25«/«E. 71-- 74 — Länderbanl, öst. 200 fl, G, . , 19!<-. 198-40 Oeftrlr »»ss. Van! «00 fl. . . ll»08 1010 Ull!0!ll>a»l 200 fi...... 828 — 28N 50 Verlehrsbanl. illllg., 140 . . tbS— ib?--- Allien von Zransport" zlnlernehlnungen (per Stuck). Albrecht-Vllhn 200 fl, Silber . 8«-- 87- ÄlsiNd-ssiiima», Bah» llON fi.S- L>»0-50 202 - Vühm. Nurdbahn 150 fl. . . 184 > 185- . Wcstbllhn 200 fi. . . 851' - 858- - Vuschtichrader !Nll»b« «orbb. 1000fi,LM. 283<< 2840 Val.Carl Li!dN,,V.200fl, CM. 204— 804-^0 Lemb. - Lzernow, - Iasst, - Viseu- bllhn-Vesellsch, 200 fl, V, . . 235- - 28«'— LloydM.-ung.,Tries<50Ufl.LM. 422— 424- Oesterr. Nordwrstb, 800 fl. Tilb. 201 »02- bto. (lit. L,) 200 fi, S, . , 212'^ 21»- Pran-Duxer Visenb. 150 fi, SIlb. 91^5 92 «5 Vla«<«e'sc»bahn 200 si. Silber 282 75 L83-5N Llibbali» 200 si. Silber . , , , 10? 2s> I«? 75 Süd Nordb.Verb. Ä. 20Nfi. 100 10 «ltlbemiih!» Papiers, u, B.-G, 48 ^0 49 50 Liesinarr Brauerei W0 fl, . . 8« 50 ee — Vlonta» Gesell., üslerr. - alpine 84 ?c, 85 «0 Prayer Viscn-I»b,°Gfs. 200 fi, 39" b<» 892 - SalaoTarj, Gteinlohlen 80 fi. 595- 6u5'— «Scl>lü«eln,ühl., Papiers. 200 fl. 1S3— 19«'— «S — Mr. Vllugesellschaft 100 fl. . . 86 b0 8? 5l> Wie»erber8erZiegel°Actien»VtI. 248 84» bo Devisen. Deursche Plühe...... 0765 57 75 London........ »?bhU^ welche sich 3^ I ^" h°h K lYenlen, habe.l die ^z°H ci^li /Nerial-Verordnung V°'lsU^i.H^^^ betreffend die ^Nei KzurPH u» "chrmerten gu-^l°ltt,'z"r v°r«H^? '"' Wcge der Schnl- °Vk'>nV^' '"it Ns^ "«er Schule in h?°"^,. '"es do« .''chlu s ihrer Dienst- '"V'^V5rerber„K?lllche Eignnn« des M/?^H"e. in K, """elbar bei jener ^^ sie zllleht ^<^ten P "^ober l. I ^^E '""^commission zu über- ^^^^^«"' besuche um Zulassung zur Prüfung rechtzeitig eingebracht haben, wollen sich, ohne erst eine besondere schriftliche Einberufung abzuwarten, am 9. November vormittags um 8 Uhr zum Vcginne der schrift' lichen Prüfung in den hiefür bestimmten Räum» lichleiten der hiesigen f. f. Lehrer- und Lehrerinnen-Vildungsanstalt einfinden. Laibach am 26. September 1891. Direction dcr l. l. Prüfullssscommission filr allgemeine Volls- und Vürgerschulen. (4156) 3^1 Nr. 2578. Kundmachung. «m 13. October 1801 um v Uhr vormittags finden in der DirectionSlanzlei > dcr l. l. Miiünerstrafanstalt auf dem Castelle zu ! Laibach die Licitations« und Offertuerhandlungrn wegen Sichcrstellung der Erfordernisse für das Jahr l»92 an Mcdicamenten, Brennholz und Petroleum statt, wozu die Herren Reflcctanten eingeladen werden. Die Licitations« und Offerlbedingnisse lünncn in der Directionslanzlei in den gewöhnlichen Vmtöstundcn eingesehen »oerdcn. tt. l. Ttrafanstalts-Directlon. Laibach an, 20. September 1891. (4158) 3—1 Nr. 18.558. Kundmachung. Nachdem die Maul« und Klauenseuche bei den Horn« und Klauenthieren in der Gemeinde Großlnpp wieder in ausgedehntem Maße zutage trat, findet die gefertigte l. l. Vczirlshauptmann« schast die Abhaltung des auf den 29. September fallenden NiehmarlteS in Großlupp zu verbieten. K. l. Bczirlshauptmannschaft Laibach, am 23. September 1891. "(4171) Z. 9553. Kundmachung. Wegen Ausbruches der Maul. und Klauenseuche in der Ortschaft Uransic. Gemeinde gleichen Namens, wird der am 29. September 1891 in Vtannsburg abzuhaltende Viehmartt, mit Ausnahme des PseideauflricoeS, verboten. K. k. Vezirlshauptmannfchaft Stein, am 26. September 1891. ^ (3963)^3 I. 7587. ! Kundmachung. ! Von dem k. l. Landesgerichte in Laibach , wird bekannt gegeben, dass aus der Udjuten« ' stiftung des Herrn Erasmus »rasen von Lichienberg für angehende Staatsbeamte ^ aus adeligen Familien, und zwar für Auscul« ^ tanten und Conceptspraltilanten ein Ndjutum im jährlichen Vetrage von 700 fl. ii. W. zu verleihen ist, dcsfen Betrag, wenn ein Vewerber glaublich barthun sollte, dass feine Eltern, ohne sich wehe zu thun, nicht vermögen, ihm eine Beihilfe auch nur von 100 fl. zu geben oder, wrnn er elternlos ist, bafs dir Einlünste feines Vermögens nicht einmal 100 fl. erreichen, im Falle der Iulänglichleit des StiftungsfonbS auf jährliche 800 si. erhöht werden kann. Iur Erlangung des Ndjutums sind vorzugsweise Verwandte des Stifters, dann Söhne aus dem Adel des Herzogthums Kram, in deren Ermanglung auch Söhne aus dem Adel der Nachbarländer Steiermarl und Kärnten und in j deren Ermanglung aus allen übrigen deutsch« ' erbländischen Kronländcrn berufen. Söhne aus dem landstanbifchen Adel sind dem übrigen Adel und Auscultanten den Conceptspraltilanten vor» zuziehen. Die Vewerber haben ihre mit den Zeug» nissen über die vollendeten Rechtestudien, mit den NnstrllungSdecreten und mit den Ausweisen über ihre allsällige Verwanbtfchaft, über ihren Adel und Landmannfchaft belegten Gesuche durch ihre vorgesetzten Behörden biö 15. November 1891 bei bilsem l. l. Landesgerichte als Verleihungs-behörde zu überreichen. K. t. Lanbesgericht Laibach, am 6. September 1891. Unzeigeblatt. I;flv- Kleinmayr & Fed. Bamberg i Oli&res8piatz TSr. 2 \ i! Vftll X« emPsiehlt ihr' ( !;»!^7ncli9es Lager : '' it ^l^k-k-Obe hlesiRea und auswärtigen Lehranstalten, ins- , (i ^ivai', K ^rer uk ^iev *n ?ea' «ehfisl-o-i und in dauerhaften Schulbänden, ] ^N^W^^niBse !n billi«8tea Preisen. (3777)12-12 { X^s^^^ ' der eingeführten Lehrbücher werden gratis ( Halbg:e»elchte (4091)3-2 St.6968. in.. * Razglas. 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