Nr. 64. Samstag, 20. März 1909. 128. Jahrgang. Mbllcher Mnm Vriinmncrnliunöprcis: Mi! Pustvrrslndüün: ssaü.zjäliris, UN K, liall>jc>l»>n 15> K, Im Nuutur: naii^jährin ^ X, l>n!di,s,!,n i»s Hans ssnnzjäliriss 2 l<, — ^nsrrtlonilgrbiihr: ssllr l>s!»e Iülrrnle Dir »Laidaclül ^rümiss' riichii,,! <äft>ich, uii! V!l,e>,al!,»s dir Tmm- »»d ^lirllnns, Tis Vldmil!if: dir Mrdal>dallio!, doi, k bie 1« Uhl vl'lnii««^«, U>!i,i,- n>,!ds» »ich! angeüonimfn, Mniiüjlliplr »ich! z^iilllgrltrlli. Telephon-Nr. der Nedattion 52. Amtlicher Geil. Nach dein Amtsblatte zur «Wirurr Zeitung» uuin 17. März 1!M (^r, , clul Diuvalo» vom 10. März 1l»0!1. Nr. 12 .K^il3l«'! I^izwl)" vom 10. März 1!>0!). Nr. 23 «Voliis 1.>»t?. vom 2l>. November I!i08(Newyorl). Nr. 2» «l->»mo8tutl>o8t» vom 9. März 1W9. Nr. 30 «Novii, Dubll» vom 10. März 1!1(1!1. «I'ävnli Ki^«^il8tvi»; Heft 1, von Karl Kautsk?, überseht v°n Dr. Vohumir Omeral. Nr. 8 .^,,l>ii^. vom 13. März 1909, Nr. 51 «Kü/nicll« Nnviii?» vom II. März 1909. Nr. 20 »Illli» I.icln» vom 10. März 19<»9. Nr. 12 ngs mehrfach dem Vorwurf, die deutsche Regierung engagiere sich in dein österreichisch - serbischen '^uuflitt zu start für eine Sache, die ein deutsches Interesse nicht berühre. Es wäre gut, loenn sich dleser Auffassung gege>uiber weitere kreise des Vol^ U's klar lnachen wollten, daß es in dem vorlicgcn-^'u FcUle heißt: t',u l-l>» u^ilui-. Der Zweck des ^llttdnisses zwischen den, Dentschen Reiche und Österreich-Ungarn ist für uns der, daß neben uns ^ Zentral-Europa eine starke und befreundete ^üicht besteht, die uns eine Deckung gegen die Gc-lahr bietet, zwischen Rußland nnd Frankreich zerquetscht ,^u lverden. Wird also Österreich-Ungarn angegriffen und leidet Schaden, so schlagt dies auch für uns direkt zum Schaden aus, gleichgültig aus welchem Grunde der Angriff auf die benachbarte Monarchie erfolgt ist. Nenn also Österreich-Ungarn sich gezwnngen sehen sollte, zur Erhallung seiner Machtstellung, zur Beseitigung der drückenden Last ständiger Kriegsbereitschaft nach einem Punkte hin nnd zur Sicherung der Ruhe an seiner Grenze die serbischen Friedensstörer znr Ordnung zu bringen, und wenn es in der Erfüllnng dieser Aufgabe in einen Krieg verwickelt werden sollte, so würde dadurch, vom <'n«,i« socdl'i'il'' ganz abgesehen, zweifellos ein deutsches Interesse direkt berührt werden. Vielfach wird es nun auch als deutsche Aufgabe bezeichnet, in Wien vermittelnd aufzutreteu und einen Druck auf die österreichisch-ungarische Politik auszuüben. Dabei wird vergessen, daß wir bei der Befolgung solcher Ralschläge an der Vorbereitung einer diplomatischen Demüligung Österreich-Ungarns mitarbeiten würden, die auch uns diplomatische Nacken -schlage eintragen könnte, ebenso wie wir nach einer Niederlage des allein gelassenen Österreich-Ungarns uns schließlich denselben Gegnern gegenübersehen würden wie dieses. Sollte es also, was wir nicht hoffen, im weiteren Verlauf wegen der serbisch-österreichischen Differenzen zu Konflikten kommen, so sind es nicht österreichische, sondern unsere eigenen Interessen, die unseren Platz an der Seite Österreich-Ungarns bestimmen würden. Der Vatikan nnd die italienischen Wahlen. Aus Rom wird geschrieben: Die letzten Kammerwahlen haben weder den Erwartungen des Vatikans, noch denen der Katholiken voll entsprochen. In erster Linie bedauert man im Vatikan, daß eine Anzahl Katholiken ihre Kandidatur aufgestellt hat, ohne den Absichten des Heiligen Stuhls Rechnung zu tragen, jo z. V. die Kandidaturen gegen die Liberaltonservativen, die der Heilige Stuhl nicht gestattete, der nur Kandidaturen erlauben wollte, die geeignet waren, streitbaren Antiklerikalen Niederlagen zu bereiten. Nenn der Vatikan diese Katholiken nicht desavouiert hat, so geschah dies einzig und allein, um einen peinlichen Zwiespalt nicht in die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Im Vatikan bedauert man, daß die meisten katholischen Kandidaten, um die Stimmen der Wähler zu gewinnen, sich über die römische Frage und über die Stellung des Papstes in Rom zu Erklärungen herbeigelassen haben, die sich in ausgesprochenem Gegensatze zu der Politik des Heiligen Stuhles befinden. Man ist im Vatikan der Ansicht, daß dieser Gewinn zu teuer erkauft sei. Überdies wurde das in», <'xi»<-<1i1 in mehr als 200 Wahlbezirken aufgehoben. Bei dieser Gelegenheit muß betont werden, daß nicht eigentlich der Vatikan, sondern die Apostolische Pünitentiarie, deren Präfekt Kardinal Serafino Vanutelli ist, sich über die Opportunist der Aufhebung des noi« <^i»<>-.' Tannenwaldes. Dünne wallende Nebel heben M) von der zu neuem Leben nach langem Wintcr-chlafe aufgewachten Erde und ziehen 'einen schimmernden Sche.er über das Flüßchen, dessen Wellen n ? die S .Ile dahimnurmellen. Tiefe Rnhe rings-nher. selten nur unterbrochen von dem kurzen Gebell wachsamer Hoshunde oder von dem Geräusch ''nes vorbeifahrenden Wagens. Hier und da blwl ^n schwaches Llchtchen auf. Bauern, die zur Kirche Das Kirchlein selbst steht inmitten des Dor-N's auf einer Anhöhe. Aus den erleuchteten Fen-Umi fließt schimmerndes Licht hinein in das Dun-^'l der Nacht uud zwingt die schwarzen Schalten Mruckzulveichen. Oben am Himmel aber blinken U'mlionen von Sternen. Ein ueues Licht zuckt auf. ^'en vom Turme des Gotteshauses, wo der alte ^luckncr mit seiner Laterne steht. Alt ist er, der ""same. Sehr all. Kindern und Kindeskindern hat " 'Ml dem Klang seiner Glocken das Geleit gege-"m "^ d"' letzten Reise. Seiner vergaß der Tod. 'Ut ,ster, sehr alt. , W'e oft er schon das Fest der Auferstehung Ml""e^ er weiß es nicht. Er'hat sie nicht ge bi^ '.s ^w', dü> an ihm vorbeizogen, die er von " «ben begrüßte. Tun.^ '^ l"liet sich hin zu der Plattform des ho, l,>,"' ""? schmlt hinab. Da leuchten vom Fried-^ ^ we>ß,chi,„n>ernde Birkenstämme, vom Nacht-Nrünö ^ ^""^l. Frühlingsdüfte frischen, jungen " Mllen zu ihm empor. Wie jedes Jahr. Was wird ihm dieses bringen? Ob endlich der Erlöser Tod sich seiner erbarmt und ihn bettet da unten, von wo ihm die Birken zu winken scheinen. Der Alle schlägt ein Kreuz. Er tritt zurück in den Turm und greift die Glockenseile. Erst ein schwacher Ton, dann ein voller und dann mehr und mehr. In bunter Reihe schwingen sich die Klänge dahin, tiefe und helle, kurze und lange. Mächtig schlagen sie an das Ohr ihres Meisters und lassen sich dann aufsaugen vom Winde, der sie fortschaukelt. Der Schall läßt nach: die Glocken verstummen. Unten beginnt der Gottesdienst. Als er noch jünger war, da stieg der Glöckner wohl auch hinab, um hinten in der Kirche zu beten. Aber jetzt wird's ihm zu schwer. Die alten, müden Beine wollen nicht mehr recht die Treppen hinab und hinauf. So bleibt er denn oben stehen und denkt der vergangenen Zeiten. Denkt, wie er zum eisten Male mit seinem Vater den Turm erstieg, zum ersten Male die kleinen Häuschen, die winzigen Menschen nnten im Kreise um sich sah. Dentl an den Gottesdienst. Am Altar steht der alte Pope nnd Predigt. Spricht zu den Hunderten von Bauern, die betend niederknien. Alles wohl bekannte Gesichter und fast alle tot. Er sieht seines Vaters ernstes Gesicht-, er sieht seines Vrnders lachende Züge. Alles vorbei, alles vermodert. Mit ihnen viel Hoffnung und Zuversicht auf Glück. Glück? Es ist so bitter wenig davon auf der Welt. Wie der Alte auch sucht in den kleinsten und verstecktesten Winkeln seines Lebens. Nirgends Glück. Nur Sorge und Schmerz und Kummer und Not. Er seufzt auf. Unter den Frauen sieht er sein Weib. Andächtig hat sie das Haupt gesenkt und lauscht den Wor ten des Popen. Golt habe sie selig. Sie war gut und treu. Auch sie hatte das Leben hart angefaßt. Arbeit und Not lassen die Jahre schneller schwinden und das Alter früher kommen. Die heiteren, glän- zenden Augen verblaßten gar schnell. Und der Sohn. Ihr und sein Stolz. Auch er liegt da, wo sie den langen Schlaf schlummert. Nur er, der Alte, lebt —'-------- Plötzlich fährt der Alte auf. Er hat geschlafen. Noch nie ist ihm das früher geschehen. Hat er sich versäumt? Einen schnellen Blick wirft er hinab, da strömen die Menschen aus der Kirche heraus. Eine Prozession, der Pope voran, umzieht das Kirchlein und srendig hallt es nach oben: „Ehrist ist erstanden! Ehrist ist wahrhaftig auferstanden!" Da faßt der Glöckner wieder die Seile, in denen der Wind spielt. Und wieder lösen sich von den metallenen Wänden die Klänge. So wundervoll, wie diesmal hat der Glöckner noch nie gespielt. Es ist, als ob in den einzelnen Tönen Leben wäre, als ob sie voller Jubel ineinanderschmolzen. Ein helles Jauchzen, eine wundersame Freude schwingt sich aus dem Munde der Glocken und findet unten seinen Widerhall in dem Jubel der Menschen: „Christus ist auferstanden!" Auf des alten Glöckners Antlitz liegt ein verklärender Schimmel. In überirdischer Freude glänzen die Augen. Ihm ist so eigenartig zumute. So wohl und so weh. Er ist nicht mehr der Mensch, der nach Glück sucht. Der Jubel der Töne, das Jauchzen der Klänge um ihn her berauscht ihn. Ihm ist es, als sprächen zu ihm alle. die er gekannt, alle die ihm nahegestanden. Ihre Stimmen singen mit in dem herrlichen Geläute, in dem Spiel der Glocken. Tränen rinnen über die Wangen des Alten. Glückestränen. Mit einein letzten schweren Schlage verstummt plötzlich die große Glocke. Noch einmal schwingen die hellen Töne der kleineren nach. Dann ist ^ still. Dem alten Glöckner sind die Seile enlglitten. Müde ist er hingesunken, die Augen geschlossen, l^r hat ausgeläutet. ^ , ^ s^„.„„n Mit den, letzten Klang der sich seine Seele hinaus in ocn erwachenden Moigen. Laibacher Zeitung Nr. 64. 550 20. März 1WU. tholiken an den Wahlen durchaus nicht die guten Ergebnisse geliefert, welche manche davon erwartet haben. In Rom insbesondere zeigte sie sich absolut unwirksam, um die Niederlage der feindlichen Kandidaten herbeizuführen. Tie jetzt empfangene Lehre wird immerhin nicht verloren sein und es ist wahrscheinlich, daß der Vatikan in Zukunft eine strengere Beobachtung des nou cxp« «lit verlangen und das Möglichste tun wird, um die Veteiligung der Katholiken am politischen Leben einzuschränken. Denn die Erfahrung hat gezeigt, das; die Führer der katholischen Bewegung die Wahlbeteiligung als notwendige Anbahnung für die Bildung einer katholischen parlamentarischen Partei empfohlen haben, während der Vatikan von der Vilduug einer solchen Partei wegen der Gefahren, welche sie für die Kirche und das Papsttum nach sich ziehen könne, durchaus nichts wissen will. Politische Uckerlicht. Laib ach, 18. März. Das „Fremdenblatt" konstatiert, daß sich die Hoffnungen auf das Zustandekommen des Handels-und Zolwertrages zwischen Ostcrreich-Ilngarn und Rmnanicn bedeutend gebessert haben. Das Zustandekommen dieses Vertrages liege unstreitig im Interesse beider Vertragsteile. Rumänien ist ein finanziell so gut fundierter Staat, das; Österreich-Ungarn diesen Markt vollends bei seiner unmittelbaren Nachbarschaft als besondere wichtig bezeichnen muß. Dazu komme das alljährliche Auf- und Abfluten vieler Tausende von Arbeitskräften zwischen Österreich-Ungarn und Rumänien, ein Verkehr, der erst mittelst eines Handelsvertrags die notwendige Sicherung erlangen kam:. Es ist mit großer Genugtuung zu begrüßen, wenn zwischen zwei politisch so eng befreundeten Staaten auch das handelspolitische Einvernehmen jetzt wieder angebahnt wird. Vie mau aus Rom schreibt, schreitet die italienische Gesellschaft für geographische und kommerzielle Forschungen in Mailand an die Entsenduug einer Mission nach d'hina, welche die dortigen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse studieren, chinesischen kreisen nähere Kenntnis von Italien und dessen Erzeugnissen vermitteln und, wenn möglich, die Grundlagen für ein handelspolitisches Einvernehmen zwischen den beiden Staaten schaffen soll. Tie Mission wird die Reise nach Ostasien am 25. März antreten und sich zunächst nach Hongkong begeben. Tie Kosten des Unternehmens werden von der genannten Gesellschaft und der Mailänder Handelsbank bcstritten. Der am 12. d. M. veröffentlichte englische Marinehaushalt, der für das nächste Finanzjahr nur vier „Dreadnoughts" verlaugt, trägt, wie man der „V. Z." meldet,' das Gepräge eines Kompromisses zwischen den ministeriellen Pazifizisten und den technischen Beratern, da für das übernächste Finanzjahr weitere vier „Dreadnoughts" vorgesehen sind, wofür die Bestückung zum voraus hergestellt werden muß. Nach den Ansichten der konservativen Blätter hätte der Marineminister den Zweimächtestandard den Pazifizisten preisgegeben und das englische Bauprogramm von den Entschlüssen eines fremden Staates abhängig gemacht, während die liberalen Blätter beklagen, daß die Ausführung der nötigen Tozialreformen durch die Schiffsbauten des übernächsten Jahres im voraus vereitelt sei. Da jedoch keine Vermehrung der Mannschaften verlangt wird, haben die ministeriellen Pazifizisten die llberhand behalten, zumal da gemeldet wird, daß eine zweimalige Umarbeitung des Marinehaushaltes nötig wurde, da anfänglich zehn, fpäter sechs „Dreadnoughts" vorgesehen waren, die auf Vertan-gcn des Schatzkanzlers Lloyd George auf vier eingeschränkt wurden. Durch den Abschluß des neuen Vertrags zwischen (fngland und Sinn«, welcher in Bangkok unterzeichnet wurde, wird, wie mall aus London schreibt, das Territorium unter britischer Flagge um rund 1.'>.W0 Quadratmeilen vergrößert. Eiam verzichtet auf die Suzerünität über die drei Staaten von 5l.elantan, Tringano, Kedah und einen Teil der Staaten Rahman uud Legch. Großbritannien kann diese Staaten sofort übernehmen und erhält damit die Oberherrschaft über die gesamte mohammedanische Bevölkerung auf der Halbinsel. Bisher tonnte in den bezeichneten Gebieten in Ermanglung einer leistungsfähigen Verwaltung und bei der großen Entfernung der Territorien von Bangkok fast nichts für die Förderung der Interessen der Zivilisation getan werden. Nicht einmal sür Leben und Eigen-lum war eine genügende Garantie vorhandelt. Jetzt wird das Versäumte mit Energie nachgeholt werden uud nach dein erprobten Grundsatz aller englischen kolonialen Arbeit wird mit der Herstellung befriedigender Verbindungen, mit dem Bau von Bahnlinien, begonnen. Um dies sicherzustellen, ist im Vertrage vereinbart worden, daß die Föderierten Malayen-Staatcn das notwendige Kapital für die Schaffung eines füdsiamefischen Eisenbahnnetzes zu liefern haben. Von Bangkok wird die Bahn nach einem Punkt an der neuen Grenze geführt werden. Für die Südbahnen wird ein neues unabhängiges Eisenvalmdepartemcnt geschaffen uud dies soll für den Anschluß eines allmählich sich entwickelnden Netzes sorgen. TagesucililMen. ^ «Mas ein Tchuft tostct.j Mit der Vervolltomm» nnng der Geschütze und der Erhöhung des Kalibers von weittragenden Cchnellfeuerlanonen steigen auch die wichen der Geschosse. Welche Nnsnmmeu bei Schieß-übnnqen und gar im Kriege ausgegeben werden, siehl nicin ans den Angaben über den Preis einzelner Schüsse. So tostet nach neuen englischen Berechnungen jeder Schuß ans einer 15 Zentimeter».^anune U3 lv, ans einer Kanone von 23 Zentimetern Kaliber gar 336 l<. ssür einen Schuß ans einem 30 Zentimeler.Geschütz sind 72!) Iv erforderlich. Nicht billiger stellt sich der Gchnß einer Granate, die schwere, Panzerungen durchschlagen soll. Anch dafür müssen mehr als 600 1< ausgegeben werden. Rechnet man noch dazu, daß anch die Almützung des Geschützes mit in Rechnung gestellt werden innß, dann erhöhen sich die Kosten noch mehr, denn einzelne dieser großen Schnellfenersanonen losten bis zu einer Vierlelmillion Kronen. Hundert Schüsse ans einem großen Geschütz kosten mehr als 70.000 Ii; rechnet mail die Geschntznbnütznng dazn, dann »och weit mehr. — sTeltsamer Tclbstmord.j Der Tod des jungen 2ljährigen Armand Ravenez erregt in Pariser Gesell» schaftslreisen lebhaftes Aussehen, denn Ravenez war in der Gesellschaft dnrch seine wunderlichen bannen nnd Feiglingen sehr belannl. Er hatte in Monte Earlo eine Anzahl freunde zum Sonper zu sich ins Hotel gebeten, schien ausgezeichneter Laune zu sein nnd unterhielt die gan/,e Gesellschaft dnrch sein lebhaftes witziges Tem» perament. „Es kommt auch noch eine Überraschung," bemerkte er verheißungsvoll lächelnd, „aber ihr müßt bis znm Morgengrauen warten." Nei den ersten Strah» len der Morgendämmerung sprang Ravenez vom Tisch ans nnd ging hinüber znm Orchester. „Jetzt zu der Überraschung", rief er dem Dirigenten zn. Das Orchester begann ein neues Stück zn spielen- in diesem Angen^ blick zog der jnnge Mann einen Revolver alls der Tasche, iaqte sich eine Kngel in den Kops und sanl lol vor den Augen seiiler entsetzten Gäste zn Noden . . . Armand Ravenez halte im Äußeren eine merlwürdige Ähnlich» teit mit Vyron; er war daranf sehr stolz imd pflegte den englischen Dichter anch in seiner Kleidnng zu kopie-ren. Trotz seiner Ingend halte er schon viele große Reisen gemacht. Erst vor einigen Monaten lehrte er aus Tanger zurück. Ans der Hinfcchrt war er an Nord mit einenl spanischen Diplomaten znsammengelrossen, der in Tanger einen besonders feierlichen Empfang enoar» lele. Ravenez behauplele, auf ihn (Ravenez) würden mehr Lenle achten, als anf den Diplomaten. Es kam schließlich zn einer Wette in der Höhe von 80.000 franken. Unmittelbar bevor der Dampfer Anker warf, sprang Ravenez plötzlich über Nord lind schwamm der Küste zn. Das seltsame Ereignis wnrde natürlich vom User alls beobachtet nnd alsbald sammelte sich eine ge» wallige Menschenmenge am Tlrande, die neugierig auf Ausllärung des Rätsels wartete. So gewann er seine Wette. — lTchausPiclcral,cr.qla>llicn.j Netannllich spiel! der Aberglauben am Theater eine große Rolle. Die englischen Schauspieler und Schauspielerinnen scheinen aber »lach den Miiteilnngen eines londoner Nlaltes in ganz besonderem Maße abergläubisch zu sei». So gilt es in englischen Vühnenkreisen sür sehr Verhängnis' voll, wenn jemand einen Regenschirm ans den Schreib» lisch des Regissenrs legt. Dann ist die, ganze mühevolle Arbeit, die ma» an die Inszenierung eines Stückes ge» Wendel hat, nmsonsl gelall. Kein englischer Schauspieler wird aus der Kulisse auf die Szene treten, ohne daß er sorgfältig den Ärmel des linlen Armes elwas zurück» geschlagen und in eine ^alte geleqt hat. Eine große Rolle spielt ferner das Paar Schnhe, das ein Vichnen» Die junge Exzellenz. Roman von Georg Hartwig. (108, Foi'tsctzMlg,) ,Nachdruck verbutt'».) „Bis jetzt gab ich mir beides allein", sagte Lina, seine Rechte fest umschließend. Die blauen Adern an den Schläfen schimmerten immer deutlicher unter der weißen Stirnhaut hervor. Ein Merkmal, wie sie litt. Er betrachtete sie ernst. „Fahren Sie fort, es zu tun, Sie werden so mein Glück nur erhöhen." Er lächelte wieder. „Die liebende Frau wird gern vom Manne annehmen; auch eine Stellung und Machtvollkommenheit, die ihr gestattet, da als Beschützerin aufzutreten, wo sie bislang die Arbeiterin selbst war, der Allgemeinheit wohl zu wollen und einen Einzelnen zu beglücken. Sie werden sehen, wie gut sich beides ill unserer Weltabgeschiedenhcit vereinigen lassen wird." Sie dachte an das Ziel, das sie sich zur Lebensaufgabe gestellt, an die weitausspanuenden Inter-, essen, denen ihr überzeugungsheißer .«ampscsmut so feurig entgegenschlug, an die grellen Mißlagcn ihres vielfach verkümmerten und unterdrückten Geschlechts, an die brennenden Fragen der Francn-bewegullg, die die Tapfersten ^und Fähigsten zur Fahne rief, an die edle Saat,'welche sie schon mit vollen Händen als Lehrerin und Vorgängerin ausgestreut, an ihr tätiges Harren auf einen sprießen« den Erfolg. Und sie schloß die Augen vor einein idyllischen Frieden und Abgeschlosscnsein unter säuselnden Zweigen und duftigen Schatten; vor den süßen Lockungen einer Hingabe, die für sie nur einen Glückstraum bedeuten konnte, aus dem sie notwendig zu leidvoller Unbefricdigung erwachen mußte. Im Arme eines Mannes, der also ehrlich um sie geworben, wie der Herzog es getan., da er ihr die Zukunft klar legte, welche er zu bieten willens war. „Lina", fagte er, sie an sich ziehend, als habe er in ihrem Herzen gelesen, „die Liebe tut Zeichen uud Wunder beim Weibe, und gegen keinen ist Ihr Geschlecht so undankbar als gegen seine Märtyr-innen." Sie lehnte einen Moment ihr Haupt an seine Schulter. Er küßte ihre Stirn. „Ich kann nicht mehr", flüsterte sie, „jetzt nicht mehr." „So geben wir es für heute auf", fagte er, sie aufrichtend, mit tiefem Gefühl. „Es ist mir selbst unmöglich, setzt noch Worte zu finden." Er trat an die Tür und hob die Vorhänge auf. „Prinzessin Ismeuc, noch nicht fertig mit den blitzenden Dingen?" ' Das junge Mädchen sprang auf und eilte lachend in die Galerie. Tante Betty, welche es nie über ihre Verlegenheit und Bescheidenheit vermocht hatte, einer Probe im Schlosse bciznwohnen, und in dieser Nacht kein Auge vor Erwartung schloß, hüpfte hurtig aus dem Bett und in ihre Pantoffeln, als sie den Schritt ihrer heimkehrenden Nichte im Korridor belauschte. „Endlich —!" Vor der leidenden Blässe in Linas Zügen erstarb ihre Neugier. „Bist du sehr müde, Kind?" „Todmüde!" Und sie warf sich in einen Sessel, die Stirn, darauf sie den Kuß der Liebe unter süßen Schauern fortglühcn fühlte, mit den Händen stützend. „Nimm mir das Diadem aus dem Haar, Tante Betty, mir bedrückt es das Herz." Das letztere verstand das alte Fräulein nicht, aber ihre Hände lösteil sanft die schwere Haarsülle. Eine Frage mußte sie doch tun; um den Preis ihres halben Lebens, wenn auch stockend und schüch-teru. „War Muschler wohl heule angenehm zn dir?" Lina zuckle zusammen. „Dieses Mannes Namen darfst on nie wieder in meiner Gegenwart uennen — wenn du mich lieb hast, wie ich dich, und danke Gott dafür, daß er dich vor diesem Neffen bewahrt hat!" Sie umarmte die Erschrockene flüchtig und ging in ihr Zimmer — l'lbcr Nacht brachte der Neumond Regen, kalten Sprühregen, welcher das matle Laub mit trügerisch frifchem Lanb überzog uud an den Scheiben wie schwerflüssige Tränen niedcrrann. Das alte Fräulein kam angeuehm durchfroren ans dem Spälnachmittagsgottesdienst zurück, wobei sie auf dem Heimgang von allen Bekannten Stadt-neuigkeiien einzusammeln Pflegtet „Denke dir, Linchen", sagte sie, eine im Ofen warmgehaltene Tasse Kaffee behaglich auslöffelnd, „was alles in dieser Stadt vorgeht! Da kam die Geschichte in Großminien, wobei die Baronesse Lücken nicht weniger als Bräutigam, Mann und die Grafschaft Großminten einbüßte. Jetzt soll sie sich mit der jungen Exzellenz, ihrer Stiefmutter, ganz miserabel stehen, eigentlich schon halb uud halb an die Lust gesetzt sein. Wie ich höre, steht der Hosmarschall zwischen Frau und Tochter wie ein Krebs ohne Scheren, so daß er nirgend mal festen Fuß fassen kann. Aber nun kommt das Beste, Kind. Da war doch ein gewesener Bräutigam der üaibacher Zeitung Nr. 64. 551 _________________________________20. März I90<). Mitglied beim Debüt gelragen hat. Diese Schuhe werde» als kostbarer Talisma» sorgfältig aufgehobe» und i» allen ^ebeuslageu, die besonders fchlvierig u»d prekär siud, augezoge». Daher koiuiut es auch, das; man in (iuglaud nicht selten Schauspieler von Nus und mit gioßei, Oagen in höchst „»angelhaster und defekter Fuß-betleidung erblickt, die zu dein sonstige,, eleganten Ällße» ren in krassem (Gegensatz steht. Die größte furcht Hal man jedoch vor dem Pfau. (5r hat nach der abergläu» bische» Ansicht der englischen Schauspieler einen bösen Älict. Eine Schauspielerin, die die Juno zu spieleu hat, wiirde niemals mit dem Vogel Jupiters auf der Vühue erscheinen. Ja, als vor einigen Jahren in !^o». dou ein neues Theater eröffnet ivurde, bei deu, die ^ql'nbrüslllnqen ,»>< gemalten Pfauen geschmückt waren, weigerten sich die Schauspieler, aufzutreten. (58 blieb nichts anderes übrig, als den Schmuck wieder von den ^ugeu zu entseruen. — , Noosevell drängte sich mitten in die Masfe», »ahm später teil an dem Sturm auf die Tramway, erkämpfte sich einen Platz, freilich nur einen Stehplatz, uud schaute zufrieden lächelnd auf das Geschäftsgelriebe iu den Straßen. Roosevelt wurde vou eiuigen beuten erkannt, die ihm ihre Sitzplätze anbeten, aber er dankte l>nd bemerkte zufriedeu: „Neill, neiu, dies ist eiue fehr !1», Roose' ^'It lachend erllärte, eher ginge ein >tamel durch ein Nadelöhr, ehe sie von ihm eiu Interview erhalten könn» ^»- „Ich bin ein Privatbürger der allerprivatesten Surll'/' bemerkte er dabei. Später frühstückte er ge» "^'iusam mit den neuen Redaklionskollege» im Arts» ll»b. — <(^in oriqinellcr Vorkämpfer der ^unqqcscllcn» stcuer.j Aus Newyorl N'ird berichtet: Die Staatsregie. ^Ulg 0c,» Kansas »vill eiue Junggesellensleuer eiusüh» N'n. Dieser Pill,, hat im ganze» ^ande eine lebhafte Aufregung verursacht. Die Junggesellen des Staates, ^N'n Zahl sehr groß zu seiu scheint, habeu sich zu einem ^ruderbnude znsaiumeugeian, u,n gegeil die ungerechte '^u'gierung zu protestiere,,. Die Ehe, sageu sie, lönnle "llr dann obligatorisch gemacht werden, wenn der Staat ^'heiratete» ^euteu (Geldprämie,, gelvährte, die im Ver-Pllnis ^>, der ^iiuderzahl stehen müßten. Männer zur ^'Mi'eßuug zN'ingen, heiße den Ehebruch und die ^he>chcid„ng förder». Dieser Aphorisiuus bildet für die ^""M'sellcn vou >tausas iu dem Klampfe gegen die lohende Steuer eiue wichtige Waffe. Am 'meiste» ""Ml sind sie, weil sich au'die Spitze der Agitaliu» zugunslcn der Steuer eiu verwitweter aller Herr von ^ Jahre» gestellt hat. Dieser ^ei»d des Junggeselle». tnms, ei» Herr Reever, hat »icht ,oe»iger als Vierzeh» ^iaueu gehabt. Reever, der sich ja darauf verstehen muß, behauptet, daß die Ehe für eiuen Manu der ideale Zustand sei »nd das; man den Besitz eines Weibes als das höchste irdische wlück feiern muffe. Da aber trotz» dem viele Männer noch so verblendet seien, daß sie dem Junggeselleulebeu den Vorzug geben, sei es die Pflicht der Wohlgesinnten, den hartnäckigen Ehefein» de» die furcht vor deu mit der Ehe verbuudenen Vei anlwortlichleite» auszureden. Als Reever zum erste»» male heiratete, zählte er erft vierzehn !^e»ze, und er war feit damals sozusagen ständig aus Hreierssüße». Er empfiehlt als gewiegter Ehefachmann den Junggeselle», bei der Braulwahl de» Witwe» den Vorzug zu geben: Witwen seien schon an die Ehe gewohnt und wüßten, wie man einen Mann zu hegen und zu pflege,, habe. ^auge Verlobungen seien unter allen Umstä». deu zu vermeiden: „Wenn man," su sagt der weise Reever, „wirklich die Absicht hat, sich zu verheiraten, soll mau uichl erst Zeit verlieren und einer Frau mouate» und jahrelang deu Hof machen. Die amerila-nischen Bürger sollen sich, ohne lange zu überlege» und ohne sich Sorgeu nm die Zulnnst zu macheu, möglichst sriih eine (Gattin suchen, und wer das nicht iun will, soll eben eine besonders hohe Steuer zahlen." — sDie Ehescheidung einer Vierzehn jährigen.! In Newyork erregte eine Ehescheidn»gsverha»dlung vor dem dichter O' Gorman große Sensation. Hatty Ray, dies ist der Mädchenname der jungen Frau, lernte ihren zukünftige» Watten Eharles wayser bei einer Tanzstunde keiiue», als sie noch »icht 14 Jahre u»d er sau», 20 Jahre alt war. Trotz ihrer Ingeud verliebte» sich beide ineinander und ergriffen gemeiufam die flucht, um ohue Einwilligung der Ellern sich trauen zu lasfen. Nach sechs Wochen kehrten sie als frische gebackeues Ehepaar zurück, uud die Eltern sahen sich genötigt, ihnen die Einwilligung nachträglich zu geben. Der junge „Ehemann" lag noch seinen Studien ob, und es war natürlich ausgeschlosseu, daß er imstande war, die junge (Gattin zu ernähren und eiu Heim zu gilinden. Er entwickelte sich aber in wenigen Wochen znm smarten Lebemann. Die junge Gattin sah sich vollständig vou ihm vernachlässigt, zumal er Plötzlich aus der Wohn,mg seiner Gattin verschwand und mit einer junge» Tänzerin vier Wochen ans einer Insel weilte. Die Eltern lamen darum überein, dieser „Ehe" ein Ende zu machen und die Scheidnng der linder zu beantragen. Der Nichter hörte diesen Roman mit gro» ßem Erstaunen an, ohue die juuge Fran einmal zu unterbrechen. Zum Schluß fragte er sie nur, ob sie wenigstens einige Tage ihrer juugen Ehe glücklich ge» Wesen sei. Die juuge Hatty antwortete mit verzückten, Augeuausschlag: „In der ersten Zeit lebten wir wie im Himmel uud Eharles war sehr süß." Der Richter sprach daraushi» bald die Scheidung aus, da, wie er sagte, die beiden Parteien noch »icht das nötige Rechts» bewußlsein gehabt hätteu. Lotnl- und Prouinzial-Nachrichten. ^ lAom ^orstdienstc.j Seine Majestät der 5t a , -ser hat den, Herrn Landesforstinspeltor ^orslrate Kon« nid R n b b i a in ^aibach deu Titel und Charakter eines ^berforslrates verliehe». - or» zusorgen, obwohl hiesiir die direlte gesetzliche Verfügung fehlte, die nur für den ^all der Mobilisierung gelte. Das Vezugsrechl begann für die Familien der rückbehal» kuen Ersatzreservislen am 28. November 1908, für jcne der rückbehalleneu Reservisten am 1. Jänner 1909. Bezüglich des Wehrgesetzes glaubt der Minister, die Vorlage des Gesetzentwurfes für den Spätherbst dieses Jahres in Aussicht stellen zu lönnen. — lPcrsonalnachricht.j H^ Landtagsabgeordneter nnd Gutsbesitzer E. Heinrich S ch o l I m a Y e r » Licht e n b erg, sürstl. ' Schönburg-Waldenburgscher Forstmeister in Schueeberg, Ritter niehrerer Orden, wurde von Seiner Durchlaucht Prinze» Hermann von Schöuburg-Waldenburg anläßlich der Volleudung feiner süusundzwanzigjährigen, verdienstvollen Tätigkeit mit 15. März 1909 zum fürftl. Tchönburg-Waldenburgscheu ^orst» nnd Domänendirektor ernannt. * lUntrrricht in den weiblichen Handarbeiten.j Wie uns mitgeteilt wird, hat der l. l. Landesschnlral sür Kram in Abänderung des Normallehrplanes vom 25. September 188«, Z. 2489 echt,ug ausgesehen haben! Haut und Knochen, gelbsuchtig dazu. Der Direktor halte gemeiul. Ml Skelett wr sich zu sehen, aber leinen jungen M'ssor. Es ist mlch gar nicht ausgeschlossen, daß uns Totschießeil ill der Familie liegt. 'Also dente „Also auch er!" sagte Lina bedauernd. „Schade um ihn, er war eiu guter Mensch —" „Was deun?" s'vagle Tante Vetty, ihre Tasse ^lseite stelleild. „Äieillst du, er sei tot? I bewahre, ^Uld, er lebt. Das ist ja eben das Merkwürdige "u der Cache, er hat den Abschied aus dem Staat's-'"Mügm — wie die Frau Tiretlov sagt -- genom-""'' und kommt im nächsteil Monat nach Gros;-Ul'uten." "Sehr störend fnr die junqc Frau." s. . "^"' natürlich! Aber die soN einen gediegenen ^">j liegen ihn habeu, und mit Recht. — Weißt . ' was er zuerst besohlen hat? Die indische Wohll-völlig zu schleifen und die Flache aw !>, NW''?' Die Frau Direktor sagte mir soeben !k'm^! """' ^ der verstorbene Maf ein alts-sie n ?"' ''""' ^cloeseu sei. — Und weißt du, was s'cher hj'"^"'" >^tc Tante Betty sehr viel weniger "-'llso ivas?" "^u feiest gestern abends sehr gefeiert worden. sogar qeküßt von der Frau Herzogin und solltest gemalt werden, ich weiß nicht, von wem sie's hat. - Fremde sagen mir so elwa5, soust erführe ich nichts." „Wenn ich dir sagen wollte —" Sie brach ab. „Tante Betty, glaub' mir, die ttrone, die ich drüben im Schlosse trug, war eine Dornenkrone. Verstecke sie tief — tief, daß ich sie uichl wieder fehe —" „In die unterste Vettenkiste, .Uind! Da lommst du uie hin. — Tut dir der .MPf noch weh?" „Nein! Das Herz —" Gegen Abend wurde das Welter immer unbändiger. Am Himmel stürmten die Wolteil wie flie-heude Feinde, zuweilen blieb eine auf der Flucht zurück llild über der Stadt Haugen. Die weinte alsdann in Strömeu, aber der Wind zerrte sie zuletzt doch fort uud den anderen nach. Tante Betty wars immer aufs neue Holz. scheite iu die wärmende Glut des.^achelofeus, dieweil die umschirmje Hängelampe das stille Gemach mil traulichem Glauz umfaßte. „Der Wind rollt wie ein Wagen, .^ind!" Draußen wurde die Glocke gezogen. Berta trat mit der Melduua, ein, es sei eiue fremde Dmue draußen, welche das Fräulein allein zu sprechen wünsche. Tante Betty huschte schon gefällig davon. Lina war das Blut heiß iu die Schläfen ge schössen. Ihr Herz pochte laut, als sie ausstand uud iil den Flur hinaustrat. Ein Blick aus die vom schwarzen Seidenmantel umhüllte Gestalt genügte, die Persönlichkeit der Besuchenden festzustellen. Bestürmt von ihren Gefühlen, stand Lina eiuen Moment sprachlos uud wußie nicht, wie schön sie war ill diesem 5!ampf zwischen Stolz und Schani. „Wenn Ew. Hoheit die Guade haben wollen, einzutreten", sagte Lina mit zurücklelm-nder Fü,-sung. „Wir werden allein bleiben." Die Herzogin irat in das Gemnch, ,<> u^, n ^,chi treis der traulich leuchleudeu Lampe. Auf ihrem Mantel gläuzteu Regenlropseu, Regeniropfen auch aus ihrem dichten schwarzen Schleier. Sie warf beides ab und in die Hände des jungen Mädchens, welches die Umhüllungen der hohen Frau schweigend über eine Ttuhllehue breitete. Die Herzogin folgte jeder ihrer Bewegungen mit scharfem Blick. „Sie irren, wenn Sie glauben, ich käme im Auftrag meines Bruders", sagte sie mit gebieterischem Ernst. „Der Herzog weiß nichts von meinem Hiersein." Sie schwieg einen Momeul, dann fuhr sie mit etwas schroffer Betonung fort, wodurch ihre an sich gebieterische Stimme einen Auslug von Härte gewann. „Der Beschlnß des gestrigen Festes gipfelte in der vertranlichen Mitteiluug, welche mir der Herzog in betreff seiner Gefühle für Sie machte, sowie in betreff seiner Wünsche für die Zukunft. Mnn-uer nehmen in dieser Beziehung andere Staudpuuste eiu als die Frauen. Ich habe dem Herzog, dessen hervorragende geistige und seelische Bedeutung ich am besten zu beurteilen und zu schätzen weiß, niemals ein Glück au der Teile eines ihn, synN'"tb,i schell Weibes mißgönnt, am wenigsten würde >cl) Neid gegen die Erwählte empfunden haben, ^"'»e Voraussetzung gründete sich allerdings aus d,e ^M einer ebenbürtigen Gemahlin - " ^-m'tsetzimg folgt.< Laibacher Zeitung Nr. 64. 552 20. März 1909. gen Volksschulen in Hinkunft zu entfallen. Tic dadurch gewonnene Zeit ist auf das Nähen, ferner auf das Ein» setzen und Stopfen schadhafter Wasche zu verwenden. * ftlus dem Voltsschuldienste.) Der k. t. Bezirks- schulrat iu Stein hat die bisherige provisorische Lch-rerin iil Krlina Fräulein Paula T e x m a n in gleicher Eigenschaft an die Voltsschule in Radomlje versetzt. —r. — sTtipcndien au der k. k. Graphischen Lehr» und Versuchsanstalt in Wien.) Um begabten, mittellosen Photographengehilfen, die an der k. k. Graphischen Lehl-und Versuchsanstalt eine höhere Ausbildung auf dem Gebiete der modernen Photographie oder der photo» giaphischen Reproduktionsverfahren anstreben, den Ve° such dieser Anstalt zu erleichtern, hat das k. t. Mini» sterium für öffentliche Arbeiten verfügt, daß solchen Photographen Stipendien in der Höhe von je 800 X pro Schuljahr in Aussicht gestellt werdeu können, Für die Veleiluug mit solchen Stipendien würden in erster Linie Bewerber aus der Provinz in Betracht kommen, für die der Aufenthalt in Wien naturgemäß mit große» reu Schwierigkeiten und Kosten verbundeil ist als für in Wien Ansässige. — Tie mit den Schul- und Ver» wendungszeuguisseu, Mittellosigkeitszeugnis, Heimats» schein, Wohnungs» und Wohloerhaltnngszeugnis beleg-ten Gesuche ndem er betonte, daß alle Erfolge nur durch einiges Vorgehen aller Mitglieder des Vereinsausschusses erzielt werden konnten. Der Ausschuß habe sich bel seiner Tätigkeit ron drei Rücksichten leiten lassen: von der nationalen durch Erschließung von Nalurschönheiten, wodurch die L,ebe zur Heimal' gefördert worden sei, von der Volks-wirtschaftlichen durch Hebnng des Frenidenvertehres^ der den Wohlstand hebe, und von der gesundheilllch-wohl-tätigen, durch Kräftignng des Leibes. Herr Dr. 6vi-gelj pries ebenfalls die hohe Ausdauer des Herrn Prof. Oro5en nnd hob unter anderem hervor, daß er sich einen ansgezeichneten Nachfolger in der Person des gegenwärtigen Vereinspräses erzogen habe. Nachdem noch .^err Äezirkshauptmann Lapajne in launiger Rede eineil Trintsprnch ans Herrn Professor Oro/.en als seineil Studienfreund ansgebracht hatte, setzten Vor» träge voll Voltsliedern ein, die die Gesellschaft längere Zeit in fröhlicher Stimmung zusammenhielten. — (Öffentlicher Vortrag.) Die letzthin gebrachte Notiz, betreffend den Vorlrag des Herrn Unwcrntats-piofessors Dr. Anton Heinz, ist dahin abzuändern, daß der heutige Vortrag nicht im „Mestm Dom", ,on-dcrn wegen der daselbst befindlichen Iagdansstcllung im großen Saale des „N a r o d n i Tom" stattfinden wird. Anfang um halb 8 Uhr abends. — lVortrag über Dsindsitsu.) Gegenwärtig weilt in unserer Stadt Herr Vladi m i r , der schon in den größten Städten des Kontinents Vorträge über die be-rühmte N i ng kam p fm e th od e der Japaner ge-halten hat. Herr Vladimir, ein Russe, beschränkt sich indes nicht auf die bloße Vorführnng nnd Erläuterung der echt japanischen Art des Tfindsitsu, die an sich wohl etwas Hervorragelides ist, jedoch schon deshalb der Voll-cndung' entbehrt, weil sie sich nur auf den Angriffs-kämpf beschränkt; vielmehr hat Herr Vladimir das Dsiudsitsu zu einem ganzen System ansgestattet, daß es auch als Defensivmiltel gegen solche Gegner von her-vorragendem Werte ist, die mit überlegener Kraft oder mit Waffen versehen sind. Die Vortrage, d,e Herr Vla-diniir in London, Paris und anderen großen Städten gehalten, haben besonders in wis,cn,chastllchen Krc.sen Beifall uud Bewunderung gefunden. Daß es stch tat- sächlich um eine Cache Handell, die vielfach mit großem Nutzen angewendet werden kann, beweist am besten die Tätigkeit Vladimirs als Lehrer des Dsiudsitsu; er unterrichtet seit drei Jahren Polizei und Militär in Ungarn. Die Methode des Dsindsitsu besteht in der Fertigkeit, durch überraschend wirtsame Griffe den Geg-ner kampfunfähig zu machen, ohne ihn zn verletzen. Sie läßt sich »veniger durch Worte beschreiben als ill einem direkten Vortrage beibringen. —- Herr Vladimir wird einen solchen Vortrag henle nachmittags im mililär-wissenschaftlichen Vereine halten; weitere Vorträge für ^iviltreise sollen folgen. — lDie Wahlen) in die Gemeindevertretung in Unlcr-.^ka werden Montag lind Dienstag, den 22. und 23. d. M., stattfinden. ' <^. — ^Todesfall.) In Reifnitz starb Herr Pfarrer Leopold R altelj im 42. Lebensjahre. Der nuumehr Verblichelle hatte als Kaplan und Pfarradministrator in Grafenbrunn, Weilers als Psarradminislralor ill Babno Polje, als Pfarrer in Masein nnd seil Mai v. I. ill Pöllandl gewirkt, bis er krankheitshalber in den zeitlichen Rnhesland treten mußte. Das Leichen-begängnis hat heule stattgefunden. * Genossenschaftswesen.) Die k. k. Landesregierung für Krain hat die Statuten der Gehilfenversammlung und der Arbeitsvermitllungsstelle bei der Genossenschaft der Schuhmacher in Neumarktl genehmigt. —r. — sDie Hauptversammlung des Hilfsbcamten» brauten» und Untcrstichungövereines) lonnle am 18. d. zu geringer Beteiügnng »nd Veschlußunsähigleil »vegen nicht abgehalten werden. Infolgedessen ist sie mil der fiüheren Tagesordnnng ans den 1. April abends 8 Uhr ill dasselbe Lokal einberufen »ud findet bei jeder Betei-ligung statt. x. — Mim Baumfällen erschlagen.) Am 17. d. M. ilachmittagS >var der 6<»jährige Franz Gla5ar, Knechl beilil Besitzer Barlholomäus Prenierl ill Lliegg, Bezirk Adelsberg,' mit seinem Dienstgeber in der Waldung mit dem Holzfällen beschäftigt. Als die beiden eine Eiche fällen wollten, fiel der Baum so uuglüctlich auf den Glaxar, daß er fofort tot liegen blieb. Oberflächliche Handhabung beim Fällen, zn geringe Vorsicht und zn wenige Arbeitskräste dürften das Unglücl vernrsachl haben. —"— " lZur Volksbewegung in Krain.) Im politischen Bezirke K r a i n b u r g <53.027 Eillwuhner) fanden im verflossenen Jahre 285 Trauungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich anf 1830, die der Verstorbenen auf 1382, darunter 490 Kinder im Aller von der Ge» burt bis zu 5 Iahreu. Ein Alter von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 316, von über 70 Jahren 307 Per-sonen. All Tuberkulose starben 232, an Lnngenentzun-dung 73, an Tiphlherilis 56, an Scharlach 6, an Typhus 13, an Keuchhusten 20, durch zufällige tödliche Beschädigung 24, durch Selbstmord 5 und durch Mord und Totschlag 5 Personen, alle übrigen an sonstigen verschiedenen Krankheiten. ^''> — (Ausstellung Trainer Wcinc in Prag.j D>e landwirtschaftliche Filiale i» Rndolfswert beabsichtig im Monate Mai d. I. in Prag eine Ausftelluug vo» Trainer Weinen zn arrangieren. Besitzer seiner Eigenbauweine, die sie ausstellen wollen, erfahren alle nahe° ren Bedlngnngen beim k. k. Weinbauinspeklor B. Tka -licty in'Rudolfswert, lvo sie sich auch sosorl anmelden wollen. Iassdausstcllung im «Mcstui Dom». Der slovenische Jagdklnb >„^!<.v(^»i!i! l.,v^>l qualitativer als auch in quantitativer Rücksicht alle Erwartungen übertreffe, mit Stolz, we,l gerade der ttls.v.'o^'i 1s.v^l" als erster eine wlche Ansjlel-lung veranstaltet habe, die nicht mir einen sportlichen, sondern auch einen instruliwen Eharakler an stch trage. Sodann machte er von den Preisen Mitteilung, die die Jury den einzelnen Ausstellern^ zuertannl hatte, nnd erklärte die Ausstelking für eröffnet. Die Exposition zeigt ein vornehmes, stilvolles Ge-präge und »st mit 703'Objekten beschickt, die an allen Wänden sowie inmitten des ganzen Saales angeordnet sind. Unter der Galerie erblictl man lints nnd rechts vom Eingänge zwei tableaux von Valentin ktnrm ans Polj.ie mit Krickeln und Gehörnen; hieran schließt stch eine Ausstellung der Firma Engelbert Sku^et ill Laibach »lit Toiletlegegenständen für Jäger; dann folgt eine Gruppe von Franz PelriV ans Laibach nnd eine Kollektion von Gewehren der Firma Wernlg in Fer-lach. Die liutc Breitwand nimmt eme Sammlung von Ivan Rus ans Aaga bei Reifnih em; anstoßend daran hat die Firma oev.-ik in Laibach eine Auswahl von Gewehren ansgcsteUt, während an der Längswand ge-genüber den Galerien znnächst we zucrkauuteu Preise iVigerutensilien) znr Besicht mung anfliegen. Hieraus folgt eine Kollektion von Dk. Karl Schmidlnger ,n Laibach «außer Konkurrenz), eine relchhallige Samm-lung von verschiedenen in Krain erlegten Vögeln taußer Konkurrenz), die Dr. Janto Poneb^el zur Ausstellung brachte, sodann eine Ausstellung von Jagerhülen der Firma Sokll'5 in Laibach. An der l in teil Breitwand ind Venteslncke voil Dr. Ivall Tav^-ar und dessell Söh-neil sowie ein Nadelbanmgehölz mit einigen Wildvögeln zn sehen. In der Mitte des Saales befindet sich ein reiches Sortiment vo» Gehörnen und Krickeln. Gruppen hievon stellten aus: Peler Hauptman in Altenmarll bei Laas, Georges Aller i» Vigau», Johann Rabl'5 in Mojstralia, Michael C'eine in Veldes, Michael Tavoar ill Veldes, Peler Vovt in Großlaschitz, Dr. Ivan Lav-ren«"-!^ ill Laibach, Anton Arlo in Reifnitz nnd Ignaz Merhar ill Podgorica. Natürlich fehlt es nicht an Äuer-und Birkhähnen; desgleichen sind Eulen, Reiher und sonstige Jagdtrophäen ill schöllen Exemplaren verlre« ten. Das Ganze gewährl einen Anblick, an den« sich Herz und Auge eines jeden Jägers erfreuen muß. Die nähere Orientierung vermittelt ein Katalog, der die Aussteller, das Revier nnd das Jahr angibt, in dem das betreffende Wild erlegt wurde. Beschickt wurde die Ausstellung im ganzen von 41 Jägern, nnter denen für die Grnppen von Gehörnen Preise znerkannl erhielten: Ivan Rns in ^aga bei Reifnil), Peter H a u p l m a n in Altenmarlt bei Laas, Ignaz M e r h a r ill Podgorica sowie Dr. Ivan Tav » 5a r und Söhne in Laibach; allen sonstigen Gruppen wurde die Anerkennung zuteil. Für Einzelgehörne wnrden prämiiert: Ivan Ko« ,^ir ill Stein ), Ernst «erto in Zirtnitz s3), Lenard Del Linz in Prä-Wald sl), Jakob Zalaznik in Laibach s2), Ivan Hribar in Laibach li), Ivan Fleri^ in Laibach l>), Igxaz Mer-har in Podgoriea i2), Anton Arko ill Reisnitz <2), Josef Arko in Reifnitz ll), Dr. Ivan Lavrem-iV/in Laibach <1), Peter Vovl in Großlaschitz l>), Franz Knafli^ in St. Martiil bei Liltai sl), Franz S. Finxgar in ^eier ti), Michael Tav.^ar iu Veldes >2), Johann RabiV-, in Mojslrana li), Georges Auer iil Nigann <3), Ivan Rus in 7>aga bei Reisnitz (8), Franz Hren i» Laibach ^), Valentin ^turm in Poljs'e <3), Dr. Ivail Tavüar in Laibach (4) lind Frallz Pelri^, ill Laibach <4). Für die Gruppen von Krickeln erhielten Preise: Valentin kturm in Polji-e, Georges Auer in Vigailli, Johanll Rabi<^ in Mojstrana und Michael ('erne ill Veldes, weiters sür Eiilzelkricteln: Georges Auer in Vigann und Valentin .^ t u r m ill Polj«'e. — Lobend erwähnt lvurden: Vartholomäns .^lemperle in Stein (1), Janto Ko^ir in Slein >1), Leopold Weber ill Zalilog si), Michael Tav.^ar ill Veldes <2), Michael (''erne in Veldes s6), Johanil Rabi<"> in Moj-slrana l^), Georges Aner ill Vigaun s2), Mila Rude-5lva in Laibach >l) nnd Nalenlin '^turlll in Polj<^' <6). Die Ansslellnllg bleibt iloch heute und morgen offen. Näheres besagen die Maneranschläge. Thrator, Knust und Literatur. "" sDeutsche Bühne.) Vorgestern ging die inter-essaule Schauspielnoviläl „Die fremde Fran" von Bissou vor gut besetztem Hanse in Szene und erzielte schöne» Erfolg. Der ausführliche Berichl erschein! Ranmmangels halber Montag. — lTlovenisches Theater.) Das gestern »achmitl. aus» gcfilhrle biblische Schauspiel „.!"/«'!' >>> i,.j<^,>vi In-üi,^" von Weslerlein, übersetzt von F. Finxgar, folgt in der Hauptsache der biblischen Erzählnng, Hal aber im übrigen einen sehr primitiven Anfban und zeichnet sich weder durch sonderliche Vertiefung und Eharatterzeich-nnng, noch dnrch intereffanle äußere Vorgänge aus. Als Volksvorslelluug tat es iinmerhin seine Pslich!. da die breiteren Masseil die Gestalten der biblischen Episode, Josefs Leid und Erhöhung gerne auf der Bühne vor deu leibliche» Auge» vorübergleite» fehen. Die Wiedergabe bol leine hervorragenden Leistungen, aber auch leine wese»lliche» Verstöße. Die Hauplaus« lnerfsamkeil lo»ze»lrierte sich ans Herrn N » 5 i <' als Joses, der seine Rolle mit Anstand durchführte. Frau» leiu Winlerova lieferte eine sympathische Dienerin Asnol, die einen so edlen Mann wie Joses vollauf zum Ehegemahl verdiente; Frau V o r 5 t n i l o v a spiell«' die Madame Puliphar mit Feuer; die Herren Nohu -slav nnd Povh<^ gaben zwei höfische Bösewichler »lit gnt angebrachter tückischer Färbung; Herr Dra» gutinovi^ luar zu wenig rollenfest, um den Pnti» phar höher zn rücken; Josefs Brüder endlich verdarben nichts. Die Regie war gut am Platze, die Szenerie hin» gegeil nicht sehr altägyplisch. — Das in dichte» Schare» getolnmene Pilblitmn zeigle sich von der Vorslellnng be» fiiedigt lind rief die Hauptträste eiiligemale hervor; Herr Po vh 5 erhielt zlidem einen Vlulnenstrauß al.^ Angebiilde. - >> — — sKammermusilabelld.) Ill der hiesigen Tonhallc' sindet morgen abends um halb 8 Uhr der vierle 5iam!nermnsilabend statt, veranstaltet von den Herren Konzertmeister Hans G e r st n e r , I. Violine; Alfred I a g schitz , ll. Violine; Heinrich W etta ch , Viola; Rudolf Paulus, Violoucell; unter Mitwirkung der Opern- uud Kouzertsängerin Frau Irma S e n b ert, der Piallislill Frl. Valentine K a ring e r uild der Frau Profeffor Julie Maneio aus Wien, Klavierbegk''-tnng. Vorlragssolge: 1.) W. A.'Mozart: Onartell f»r zlvei Violine», Viola nnd Violoncell; (!'i!-. 2. ^ Franz Schubert: „Die böse Farbe"; >>) „Am Grabe Laibachcr Zeitung Nr. 64. 553 20. März 1909. AnselmoS"; «) Richard Wagner: „Schmerzen"; ^-ran Irma Senberl. 3.) weorg Schuinann: Quintett fnr Klavier, zwei Violinen, Viola nnd Violoncell; nz». 18, I!-iil) Dr. A. No» iic: „Vor der Schmiede"; c-) ^tichard Clrans;: „Cäcilie"-^ran Irma S e n d e r k. — Preise der Plätze: ein Saalsil; 2 K 50 !>; ein Stehplatz l K 50 l,- Studenten-eintritt 60 1i. Wnc ^rofte Oper in Petersburg.) In Petersburg hat sich eine Gesellschaft mit 2'/2 Millionen »inbe» ^nvilal gebildet, die bezweckt, eine nene Gruße Oper »ach dem Stile der Pariser Oper zn griinden. ^nm Direktor »vnrde das bisherige Mitglied der kaiserlichen ^'per A. M. Davydov ge»vähll. ^iir das nene Unier, »ehmen wird ein eigenes Gevände errichtet, dessen Van bald in Angriff genommen »verden lvird. Man hofft, ^aß die Große Oper im Jahre 19W ihre Pforten znm ^sten Male öffnen werde. Es wird nur sieben Monate Oper ssespielt werden. Von den nbricien fünf Monaten wird die Oper im Summer zwei Monate lang ge> schlössen, die letzten drei Monate werden dem Ballett ^'widmet sein. Man will den Versuch inachen, hier anch das Drama zn kultiviere». Die Unterhaltnngslosten sind vun einem Komitee garantiert worden. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Dic Balfanfrasscu. Budapest, !!). März. Ans tt'arlowitz »vird dein Ungarischen Telegraphen > Korrespondenzbnreall geinel» "'t: Nach Vernehme» aus sehr guter Quelle hat das fester» ausgetanchle uud bisher nicht dementierte ^eriicht, das; Seine Majestät der Kaiser und König 6^a»z Josef den Krieg noch immer nicht für unaus» weichlich holte, in Velgrad großen nnd tiefen Eindruck ^uicichl, »oeil daraus hervorgeht, daß die tendenziöse d>ge»d erklärt »vilrde, der Wahrheit iiberhanpt nicht ^'lsprichi. Dieser Umstand, der den Einslnß der mich» ^„N'en „„^, hesonneilen Elemente wesentlich verstärkt, Firste auf die friedliche Entwirrung eiuen lvohllätigen ^lnsluß ilbe». London, 19. März. Die „Times" sagt in Bespre-MMg ^„^, ^^. ^.^j^^,^li^^. l)^, Kaisers ^ranz Joses ^'lo!!e»deli Äußerung des ungarischen Minislerpräsiden. U'n Dr. Welerkv Diese Worte lei,len die Ans»iertsa,»° ^'lt ans l'iileii pallor in der europäische» Eitnatio», dem die Staatsmänner in gewissen Hauptstädte» Europas vielleicht zu wenig Rechmmg getragen haben. ^u>r ,» diesem ^ande, sagt das Blatt,' haben von allem <>NMg ^- Krisis an niiser Vertrauen in die ansrich. 'M ,niede>,sliebe Seiner Majestät deö Kaisers ?iranz ^» '! "ch'W und sind nie in der ^»verficht »oankend ^»vorden, d^s; ^. j,„ nichtigen Momente seiue Autorität ,.'?>!'^"' ^ Friedens zur Gellung z» bringen ,r>issen eiol'. Er ,s< inmier der »virkliche Herrscher in seinem ^''che geblieben nnd »veil er das wirklich ist, haben wir ^'c Vosfmmg „och lange nicht anfgegeben, daß der ^Nede erhalten bleiben »verde. Nclqrad, U). März. „Trgovinsli Glasnik" snhrl "Uo, daß die serbische Negierung beziiglich der bosnischen , rage m,ch „ach der neuerlichen Demarche Österreich, unssarns ans ihrem bisherige» Standpunkte verharre» ,""', da s,e einen andere» Sta»dp»»kt überhaupt "(l)l elnnchinen könne. Nachdem Serbien sei»e Sache dertranensvol! den Gvoßinächten i.bergeben habe, sei v ,in ^»lere,,e des eui^p(iisch^,> ^viedei^s gelege», das; e Osterreich^Uugaim vor einer Vorga»gsweise, war»en, weiche dle Wurde Serbiens verletzen nnd das serbische tt>" .'!',^>''""''^'"^ bringe» .milde, sich gegen die ^ewalllaligle.l 5,lt. ^ ,^,j^ ^siärt, daß einige Kreise in Serbien, "".->mte Nnßlands folgend, eine glücklichere Ausdrucks- Ni<> '" ^" ^'tzle»,.nu Österreich - Ungarn gerichteten li»gen.,endel haben »oürden, aber es »oird zugegeben, daß die Belgrader Negieruug den Nal der Mächte nicht unbeachtet gelassen habe und es wird als beinahe un> begreiflich angesehen, daß Osterreich.Ungarn danach trachten sollte, es zum Kriege kommen zn lassen. Der gcnaue Charakter der weiteren gemeinsamen Vorstel. lungen Großbritanniens, Frankreichs nnd Nußlands ist bestimmt. Es ist uoch uichl entschieden, ob sie diese vor Eingang der Antwort Österreich.Ungarns an Serbien machen werden. Es wird erklärt, daß die britische nnd die rnssische Antwort a» Österreich.Ungarn, betreffend den Abschlnß des österreichisch.ungarisch-tiirlischen Ab. lommens in Wirklichkeit gleichen Inhaltes sind. Pcrsicn. Petersburg, IN. März. Wie dem „Novoje Vremja" aus Teheran telegraphiert wird, hat der Schah des,', nitiv die Versassung verweigert. Er beabsichtigt, die Össnnng der Vasare dnrch Ka»o»ensalven zn erzwingen. Der Minister des Änßern habe demissioniert. Die Lage in Persie» sei verzweifelt. Petersburg, 19. März. Die Telegraphe»agenl»n meldet, daß die auswärts verbreiteten Gerüchte von einer Demission des Ministers Izvolskij absolnt nnbe. gründet sind. — hat gestern mit 289 gegen U<:^ Stimmen das Nelrnlengesetz in zweiter und dritter Lesung angenommen. — An eine Bemerkung des Nesereuten Grafen Kolowrat ankuüpfend, der» znfolge ein Nnn anf Sparkassen versucht werde, weil die Negiernng angeblich gesonnen sei, die Spargelder der Sparkassen ausschließlich sür sich z» behalleu, um Serbien den Krieg zn erklären, gab ^i»anzmi»ister Nitter vo» Vilinski n. a. folgende Erklärung ab-„Nie nnd nimmer kann etwas derartiges geschehen, daß die österreichische Negiernng Hand anf fremdes Gn! lcgt, das nns heilig ist. Die Einlage» in den Spar» lassen sind ganz sicher, sie bleiben ganz sicher und nn-versehrt, ohne Nüctsicht daranf, ob frieden bleibt oder Krieg ansbricht. Die Einleger haben nicht die geringste Veranlassnng, ihre Einlagen ans den Sparkassen her» aüsznziehen." In der Verhandlung des Nekruiengeset;es sprachen sich sämtliche Nedner für die Erhaltung des Friedens, ebenso sämtliche Abgeordnete, ausgenommen die Sozialdemokraten und Ezechisch.Nadilalen, sür die A»nähme der Nelrntenvorlage ans, wobei die Abgeord-nelen Dr. Hrnban ui,d Dr. >! ll st e r ^ i 5>, betonten, daß sie die Nelruteu trotz der oppositionellen Slellnng znr ^tegierung mit Nücksicht ans den Ernst der Lage bewilligen. Dr. ^ u st e r ^ i <"- erklärte, sehnlicher als alle Parteien wünschen die Südslaven den frieden, da sie im Kriegsfalle gegen ihre eigenen Brüder kämpfen müßten. Wenn es aber gegen Serbien ginge, würden alle Völker Österreichs, nnch die Sndslaven, voll nnd ganz ihre Pflicht erfülle». Ned»er gab de» Serbe» zn bedenken, daß fie besiegt würde» nnd nnler magyarische Herrschaft gelangen könnten. Er appellierte an Nuß. land, in letzter Stunde nachdrücklich feinen Einfluß in Belgrad zngnnsten der Ansrechterhaltnng des ^rie-dens einzusetzen. Die Abgeordnelen Dr. Eben hoch und Ehiari sprechen ihre Gennglunng und ihre» Da»k sür die u»e»twegte Nündnistrene'Deutschlands ans. Dr. Lhiari erklärte, wir »vollen den frieden, aber nicht den frieden nm jeden Preis, nicht nm de» Preis der Ehre Österreichs. Wir »volle» »icht de» ^rie-de» sür henle, nm morgen de» Krieg mit »»gleich größeren Opfern führe» z» müssen. - . ^m Schlüsse der Sitzung brachte Abg. Breiter eine Interpellation wegen angeblicher Mobilisiernng sowie Kriegsvorberei-tnngen ein. Präsident Dr. Pattai loeigerle sich, die Verlesung der Interpellation vornehmen z„ lassen. Das Hans beschloß jedoch in geheimer Sitznng die Verlesung der Interpellation. Ministerpräsident Freiherr vo» N i e n e r < h >oies ans die Erklärnngen des Landesver. tient ein gesundes rosiges Anssehen. Infolge des ge» steigerten Appetites war eine Körpergewichlszuncchme zn konstatieren." Preis von Ferromau.qanin 3 X 5<< I, die Flasche, in Apotheken erhältlich. 725) Aclromanssauin (5ic., Wirn, Annaqassc lj. Verstorbenc. All! 17, Mcirz: Prtl'l Datier. Heizer i. 3i,, 08 I,, Wasscrleitunsssstraste 2«, Schlaqflusj, ?l m I U, März: Lropoldinr Bercic, Waycnslil'plrlstoch« ter, 4 Mon,, Salolrrgasjt 13, ^rolxlnUg capili. — Maltin Zibcrt, Hafner, 75 I., Rlldri)fysliaßr !l, Marasmus. Im Zibilspitalc: ?lm l 5i. März: Franz Hrman, Verqmann, ^7 I,, 1'udvreuln», sinlm, — Theresia Zuidarsic, Taglöhnerstochter, 1'/, I., Diphtheriüs. — Ursula Ianmr, ^inunerrrsqattin, 56 I., I^uliuomik I)mplmti<:ll. — BlasiuS Stenovc, Maurer, 45 I,, <^nl!^«!l»,t,in, ^<'p»i« »i heiter 7 U. F. 73^! 8 2-1 SW. schwach teilw. heiter 19. 2U. N. 7^2 5 8 . bewbltt 0 0 9U. Ab. 733 8 4 2 SW, niäßia. ^U.j 7 U. F. 73l I 3 8 S. schwach . 03 Das Tassesmittel der Temperatur vom Donnerstag be» trägt 17", Normale 4 0°. vom Fceitass 4 ««, Normale 4 2'. Wettervoraussage für dr» 20, März: ^iir Tteier-uiarl. iltärutru uud !it r a i n: Zmichmcude Veioölluuss, mä» ßigc Wiudc, lühl, mN'estimult. mibl'stäudia,; für dns ilüstenlaud : voriliira.c>lo trübe, niäßi^c Windr, mild, später Niederschlage, schlechtes Writer, Seismische Berichte >mt» Bcobachtllnqen d" 03': ÖsO,^'äüsse no» (V.ls<>„wich 14°31'. Beginn____ 2 5 ^« bn». ZZ l .ZZ^K? ZV, «ff '_ -^ ^ 3> ^ 85 H " ^ '^ 'R ^ lim l, lll », ! ll IN « ! >> II! X i, m X l> I>! ''^ ^L c» i l? t^ cH : bei 18. 10.000 00 0? 17 00 20 45 00 4200 0! 022? 0240 N l3'l») ^ 'grn ^0 Uhr I.'i Min. leichte Elschütieiung in Catania, registrirrt in M ineo. — Am 11. März gen/n 1 Uhr ^0 Min. leichte Erschütterung in Catania, Am 14. März grgcu ?i Uhr leichter Erdstoß i» Messina; gegcu ii-<-,!!,,n, ^V ^- W>schl>> lPsilds!. l,l'» Wi,!>'s„n,1i >,,.> M!!>!',„!,ls >>if, :',» u>n !„,i!'lü! ^^» Tis V l! ds » „ ,, s » l> !> >l>,!K i,< «>!,!',!!>!-,! ^!lül,'»sndl'N tln'sifiziss! l ^»esch^sss liie ^» > Milliniltsl >,rl>' iclül'ach', vl,>,< 1 l>i» ? >^/i»,,,,,,,, >!l>,!»lich», Nl>,< >ii»!>!ss» '»,ns,i>, Nail», v<,>» 4 l>i» 7 A)!,!' »!r> »0 Äliill,,,>!'!,'! Hochzeits- u- Braut Seide Damast-u. Atlas- Liberty-u. Moire- Seide Crepe deChine-u. Eolienne- Seide "^«Nnyk» «'"' '" "^" Preislagen, srwie stets das Neueste in schwarzer, weißer n. farbiger (10) g "le-nolüv" uo» K 1 '^ l,i5 K ^1 !'>!) per Met,'r. - ssraulo und schl»u verzollt ins HauS. Mister umgehend. SBidünfabriht. Hvnnebenr. Zürich. Hosl. I. M. der Deutschen Kaiserin. Laibacher Zeitung Nr. 64. 554 20. März 1909. — l„8 lo v./n ,^I< i I'öi tc>,.1."1 Inhalt dcr 3. Nummer: 1.) Methodische Behandlung der Ballade „Mejnik". 2.) Die Verderbtheit der Kinder und die Pflicht der Schule. 3.) Eine neue Filiale des Slom^et-Verbandes. 4.) Ter freie Aufsatz. 5.) Wie sollen die Kinder die Neligionslehre lernen? 6.) I. Dostal: Vole' „V<>lilv<,> xkuälx'" und die Kritik. 7.) Katcchetischc Mitteilungen. 8.) Erziehliche Streiflichter. 9.) ^iehr. mittet. 10.) Lehrer-Mitteilungen. 11.) Verschiedenes. — („X v « n <-l> 1<.") Die 3. Nummer dieser illustrierten Jugendzeitschrift enthält Gedichte von Franz Silvester, Nogumil Gurcnjto, L. ('e r n e j und E. Gangl, erzählende und belehrende Beiträge von A. Pesel, Franz K o ^ i r u. a., ein Iugendspiel von Mariea Gregori <; eva und in der Nubril „Be. lrhrung und Uilterhaltnng" ein ^ied von Ivan Ior. dan, Rätsel, die Sprechecke nsw. Musica sacra it, der ^ornkircl)«,'. Tonntag den 21. März lviertcr Faslensonnlag Lnot^r»') um 1l) Uhr Hochamt: ^li^, in lionorlin ^nnctn« ^lirl^tin-n' von Stanislaus Premrl, ttradnale I..ic>tatu« «uni mit Traktus von Anton Foerster, Offertorinm I^u<:,!u^ ^uln und TraNus von Anton Foer-ster, Offertoriuln ^.lu'!:»l'> Dsnniuum von Dr. Franz Will. __________________________ Gcschnftszcituny. — sIntcrnationalc Antwortschcine.j Die Handels uud Geuierbelammer in Laibach leill mil, das; sich dos f. t. Handelöminislerinm mil dem Ersuchen an sie gewendet hat, darauf hinzuwirken, daß von den einhei° mischen Geschäftsfirmen bei den brieflichen Anfragen, die sie in Handelsangelegenheiteu an die l. n. k. Konsu-larämler richten, zur Deckung des für die Anlwort entfallenden Porlos nicht mehr inländische Postmarken, die diese Ämter nnr schwer verwerten können, sondern die durch die Beschlüsse des Postkongresfes von Nom eingeführlen internationalen Antwortscheine lllouvons rCponsej verioendel werden. Die einheimischen Geschäftskreise werden daher eingeladen, sich zu dem oberwähnlen Zwecke fortan nach Möglichkeit der internationalen Ant-wortscheine zu bedienen, die von allen k. k. Postämtern zum Preise von 28 l, per Stück verkauft werden und im Verkehre nach den meisten europäischen und nach vielen außereuropäischen Bändern (bezüglich des nähe» rln siehe den amtlichen Vriefposttarif) zulässig sind. Diese Antwortscheine können übrigens nicht nnr zu dein ai^geführten Zwecke, sondern laut Mitteilung des l. u. l. Miuisteriums des Äußern "uch zur Nbermittlnng llei» ncrcr Beträge (Spcsenrückersätze, Kousulargebühren usw.) an die f. u. t. Konslilarämler benutzt werden. Die einheimischen Geschäftskreise werden bei diesem Anlasse daran erinnert, daß ihre Znschriflen an die k. n. k. Konsnlarämler vollkommen frankiert sein müssen, nm diesen Ämtern nichl Auslagen an Nachtragsporlogebüh. ren zil verursachen, für die sie keine Bedecknng haben. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am l 7. März. Gulterer, Oglor, Politzcr. Nacberg, Schäffer. Krenn, Nsde.; Brenner, Neumann, Welisch, .Nflte.; Sohr, Insp.; Schreiner, Tir.. Graz. — Dr, ttaisrrsberger, Gurtfeld. — Cautoui, Bauuieistcr. — Pick, Drucker, Ebel, Hojpodar. Singer, Dotter, Mnier, Kirschucr, Pfeifer, Tschnr-nasch, .vflte.: Heiß, Lutz, Fischer, Ruzitla, ita^lcr, Teller, Ventler. Hoffmann, Fürst, Weißenstein, Mein, Frciderger, Sin^ ger, Wagner, Nsde.; 11hl, Ing,; Sommer, Priva'c; Salon-schct; Tirola; Feldbaucr. Dir., Wien. — Oster, Rsd, Cilli. -Wiener, Nsd.. Olmül^. Nickl, Rsd,, Pilsen. — Treüo und Anton Martelauz; Gorup; segrc, Gärtner, Cosfio, Nsde.; Naumaun. jchn.. Trieft. — Ototovii. Hotelier, Woch. Feistritz. — Dr. Vilfan, Nadinanusdorf. ^ Mcnal. Saaz. — Noprivec, Pfarrer, Radeee. - Caldos, Vcrgmann. Nsde,, Budapest, ^ Wohcl, Nsd,; Maicr. Kfm,; Uhlic, Jug., Prag. — Gräfin Razumoosty, Abliazia, — Sinlo, Sredisce, — Loosin, Pfarrer, Nalitna. — Velle, Natel, — Dezmann, Nazd^to. — Fischer, Nsd,, Leipzig, — Lamprccht, Fabrikant, Marburg. Lang, Insp., Laibach, — Kalat, Priu,; Schwcgl, Äes,, Veldcs. Einladung zu der Diensiap, den 30. März I. ]. um 3 Uhr nachmittags im Rathaussitzungssaale des öemeinderates stattfindenden Hauptversammlung des Vereines zur Erhaltung des Elisabeth-Kinderspitales. Tagesordnung: 1.) Bericht über die genehmigten Vereinssatzungen. 2.) Ärztlicher Bericht. 3.) Verwaltungsbericht. (1015) 4.) Neuwahlen. Anträge, die von Mitgliedern in der Hauptversammlung gestellt werden sollen, müssen im Sinne des § 7 der Ver-einssatzungen wenigstens fünf Tage vor deren Abhaltung dem Verwaltungsrato schriftlich mitgeteilt worden. Der Verwaltungsrat. Märzenschnee tut Korn «nd Weinstock weh, sagt eine uralte Bauernregel. Schnee iin März bedeutet aber immer anch einen Wettersturz, der den Menschen nud nanient» lich Kindern gefährlich wird. Wer sich unn gegen Wittcrnngs» einstüsse schichen will, der gewöhne sich daran. Faus echte So» dener Mineralpastillcn zu gebrauchen, die sich als vortrefflich längst eingebürgert haben und als Hansmittel iin besten Sinn geschätzt werden. s8:, Kr°»c„wal,»ii!!,i, Dir Notil-ru»« sämtlicher Mtien und der «Diversen Lose» versieht sich per Stilcl. Allgemeine Ttallt»>schuld. Eiicheitlichc Rcitte: 4"^ lunvcr. stc» i)2'« dclto (^ä>in,-IuIi' per Nasse !!g lu 91! 4« 4'2"/,> ü, W, Nüt^n (Fcbr,-?Iug.) per Kasse......A> ßU «? ^ <".">„ 0, W, Cilbcr (AprilOlt.) ! pcr «,ns<,'......W 85 !)? <>5 l8«l'cr Liaalclusc 5W f>, 4"/„ iü2'7b >5« 7i> l^Wer „ 100 sl, 4"/„ 208 — 2l1 — I»!!^! ,. IW fl, , . 2»»' 272 — l«U4er ,, b0 sl, , . 26« — «72 — Pom-Pfandvr, il ,2U s>, 5"/„ 2S0 ^ 2!>4 - Stnatoschntd dcr im Rcichsrate vertretenen Königrelche uud Länder. Oesterr, G>.'!d»«!!e stniersr,, Gold per w,ss>' , , , , 4"/„ l,4'25 N4-45 Oesterr, Rliilc i» «ronenwäl,., steucnni, per Kasse. 4"/„ 98 2« W40 detlo per UKinw . . 4«/„ 93 ^l> '.'3^!U vest, InueNi!il,!ii< Nc„l>'. Neuer- srei. Kr, per ilasse 3'/l°/n 83'4U »3 6» /„ llk-üN ll!> 30 Eali,>ischc ,^llrl Ludwia.-Bahn >div, Sl »rone» , 4»/„ U420 95ü,'» Nudols Bal>>» iü «runeuwähr, stencrsrei, ,o!v, öt,) , 4"/„ 9i'50 U55U Vorarlbergei Bahn, steuersici, 40U nnd llUNU Nionen 4"/„ »ü - 96 — Zu T^atöschnldvcrschrri» ! bungcn avsslslrmpclte Eisen» bal,„.Attic„. Hlisabelh Pol,», ^'NU fl, K.-M, 5'/,«/,, 0u,< 4NN znune» , 453 — 457 — detto 5,'inz-Vndweiö 20» sl, i>, W, in öicher, 5'/» 200 >>nd 20aa Nronc», 4"/„.....,93'— ll)5' — W,'!d W»ie !klim 3laa«c ,^»r ^alilung ülielNl'noxenc (kisenlialln» Pliorität!?itn. Böhin, Westdah,! Lm, ,»'»!>, 4««, 2U0" !l, 10,000 «ru»e» 4"/» 95,15, 9e>ü Elijabelh Äal),i 600 », 3000 M. 4 ab !!)"/<>...... IIS'25 11725 Vlisal'cch'Äah,! 400 u, 2000 M, 4«/„........ I16Ü5 N7 25 fferdiimnds-Nordbahn Ein, t««6 95 75 »e 75 drill) Em. !!»0l liü'iiu! ! 6 65 Franz Ioseph-Balül Em, 1W4 > ^div. öl.>, «ildrr, 4"/„ . 95 65 9«'«!', Galizijche Narl L»dwi«-B^l)>i i '5'8U Un^-Galiz.^ah« 2U», fl.S. 5" „ l^ 3 25 M4'2i, delto !00 u, 500" X 3V2"/,, 8«,' 87— Vorarlberg« Val,n Em. l88i (div, Lt,), Silber, 4"„ , 95-40 9S'4O Staateschuld dcr Bänder der ungarische» Krone. 4"/„ uüg, Goldrcnlr p« Nasse , 109 25 1<>!) 15 4"/« dello per U^limu 1UU 25 1W 15 4"/n u»l>, Rente i» itrunenwälir,, stcueisrei. per llasse , , 9<>'7,3- Thciß,-Nen, Uoje 4"/<,. , . . !3ü'- >4» 4"/„ nng, Ärnnb 'tl-llblig. . 91 25 82 25 4"/„ lroat, >i, sla Grundentl. Obligationen . . , . 93 - 94 -- Andere üffcutl. Anlchc«. Vos», La,>de«a»Irl,cn >,diu,> 4"/<> 90 90 91!« Voöii,-licrcess, Eisenb,-Landes- '.'lülrlien //'/<> - - ""'" l)»'— 5"/„ Du»a>i-!«ea,,-Anlehcn 187« >03'20 — — Wiener Vtllcljroanllchl'!! 4"/„ , 95, — 96 — beito 1900 4"'„ !»5'— 9«! — Anlelien der Stadt Wien , , i<>0 - »0! — detlu ,S, odcr V,) 1874 »2! 05 l2205> delto (!89l)..... 92'3,> 9330! de!lo (Ga«> v, I, ,898 , 94 25 95'25 detto (Elellr,) U. I l!!00 9^ 50 !!5 50 dello (I»v, «,> v, I, 1902 94 50 95 l.O dellu v, I, 1908 . , . 944« 95 15 Vöricichau-Nnleheii verlost,. 4" „ 95,8« 96^0 Rnjsische L>aaU0 li prr ,«asse . 5"/<> "'- -^ ^ delto per Ullimo 5"/., 94'9a 95 45 Vulq, Tlaats-Hlipullielaranlehen! . >«92......«"/„!il!1 25 >2U 2l> !«e!d > Ware ^ulss. EtaatS Guldanleihe 1907 f. 100 Kronen. . 4'/,//., 85-^ 86'- Pfandbriefe «fw. Äodeiilrebit, allq. üsterr,, in :>u Ial,,e» urrioodar . 4"/« 93'20 94, .'ze»iraI,.^l,d..zlrcd..Äl.,ös!err.. !5 Jahre uerl, . 4'/,"/, l<>« ^' !0l 5,<, ettu 65 I. uerl. . . 4"/., 96 2b 9? 25 Krcd,-In, «at,^ 4'Vn «3 50 94 b Landeili, d, «üniar, Oalizien n. Ludom,, 57 >/j I, rüclz, 4"/„ l'»«'- ziOI'- Mähr, Hnpolhelenb,, veil, 4'7« 95 75^ W ?s> N,.iislerr.Landes-H»P, Anst, 4"/„ !'6'25I «'^'' deituinll, 2"/nVr,uerl, 3>/./'/„ «8^5 «!> 25 dctioül.-SchuIdlch.vcrl.üVi"^ ««"^ 8!'^i, de!t° verl.....<"/„ "«'- 97- Oeslcrr, iiiig, Uaiil, 50 Jahre uerl, 4°/„ 0, W, ... 9775 9875 dcllo 4"/„ ttronen-W. . . !»«'b0 9950 Lparl., Erste ost.,U!iI, vcrl. 4"/„ 9"^ — - Eiscnbnlin-Prioritäts-Obligationen. Ocslcrr. Nllrdwestbah»20a fl.<3. >04"- N'b - Tlaatsl'ahn 500 Fr..... 400'- 4„4> Süobah» l^ 3"/n Iäiincl Iull 50»! Fr. (per St,) . , - 2N4-',O,266'50 Südbahn !l ü"/„ 200 sl, S,o,O, >1U 40 1,9 4» Diverse Lose. ,Per Slncl.) Verzinsliche Lose. 3"/„ Vudeülrcbll-Luse (tm. «880 204- 274- dettu Em. >»8ü 2«',0'— 266'- 5"/,, Donan Nes>n>. Lose 109 !>. 258 - 264- Teib.Pillm.Anl.p, K'U Fr.2"/, 8210 88 ,U Unuerzintzlichc ^osc. Vudap, ^asi,ila lDombai» bsl, !»'W 2,90 »iredillusc !00 fl...... 464- !74'- «ilarü-Lule l« sl, «-M. , - >45— >5b — Oiencr Lose 40 sl...... 212 — 222' PalfftiLuse 40 f,, «.-M. . . >!!,- 20,' > Rote» ilrexz, üs«. «es, U,, 10 fl. 5, 25 !>5 25 Noten «reuz, >,»ss, Gcs, v,, 5 fl. »n — 32- Nuduls-Luse >0 sl...... «?'— ?l ^ SaünLose 40 fl, N-M, . - '"» ^ 2!8-Türl. 6,-Ä -A»,,.Pl'.im. Obliss. 400 Fr. per ,«c,sje . , . l''» 85 l?5'85 belto per Me^iu . , . >74'25 !75'25 Vc,d Ware Wiener ilomin,-L°!e v, I. 1874 487 — 497 -Wew, Sch d. 3"/„Prnin, Sclnüd. d, «l!dei!lr,-'A!!s!. lHlü. !«89 68— 72'. Altien. Trantzpurtuntcrnehmunne«. Äu!sil,-Tcpli!,cr Eilen!,. 500 fl, 22,0 - 2220 — Vühinüche Noi'dbahn l!>0 !!,, 1. 397— «l»9 — Amchl,clMdsrüiiu.!>0Osl.N,-W, ^6^5 — 2705 — detlu N sl. per Ul». 995—!>NUl—-Tonau-Dampischissahlliz (i>rs,,1,, I. l. priu.. 1,00 sl. N. M, . 841 — 85l- Diix-BudendachcrEisenv.-lOozn. >47- b!>L- FildinandsNurdb. lOOOfl.ilM. ,070- 5100-Naicha» Oderuersser Eisendah» 20« s, 2....... 353'— 35450 L>'i»>!. Czern.-Iassl,-Wsmbahn- Oesellichnsl. 200 fl. S. . 546' 550- L!ol,d, üsti-lr., 400 ttrone» . . !!94-^ 397 — Oestcrr.Nurd!ues!l>ah»,200sI.N. 444'^ 44N- d,'t!o . 2.P. Uü. ^4150 4435« Vraq Tuzer Eilend, >«0s!.lll>nsl, 2>5- 2l?'5<> 3l'l,,ust.. L0Ofl. 530— b3b-Kreditanslall sür Handel »,,d Wew,, !!20zlr., per »lasse . —— —- deüu per Ullimo <>,N - 6«, 'irebül'anl, nna. alla., 2W ttr, 7,250 7lü 5,0 Depusi!e»ba„l, allzi, 200 fl, . 44b- 446' Eslomule - ««eselljchas!, nieder- uslerlvichische, 400 inuorn 57« — 572 50 Wiro- », ^iasseiw,, Wr,, 20«, fl, 45,— 4b3 — Hupolhell-nul,. ost,, ^00>lr, 5^/n 285— 287'.- Länderliaiit, öst , 200 fl,, p, Kasse ------- detlo per Ultimo 4,450 4!b50 »Merlur», Wechselstnl'-Vlllien- Gesellschaft, 200 fl, , . . 59t<-— 6^,0- Oeslerr.-una.Vanl, ,40»Kronen ,75» — ,?SU' Uniunbanl, 200 fl..... 520" ü>! - Uüiuubanl, bühmijchr, ,00 fl, . 245 5,0 2,6'50 ^rrl!'l,r«l!ant, a!lss., >4<» fl. . 3Ü7-50 33^50 Geld Wale I»o>islricu,!tcr»cl»m»ua.cn. ^a»ne,ell!chas!, a!ls>rm. öslerr., >00 l!........ ,53-- ,57 - Briixei,« ohlenbernban-Oesellsch. >0N sl........ 8^4- - (t!sr»l,aI,!!Uerlel>rl!.Vl!!s>,, Vsleir,, <«<> s>........ 373- 37N - Eisenbalmw.-Lelhn.rrstr. ,00fl, ,ui- ,24 — »Elbennihl», Papieliabril n»d Verl. Gesellschaft, ,,>0 sl. , i?i- - 17»- - Vlrllr.-Ges., alla üslerr., 200sl, »7ü'- 3«0-- EleKr.^es., inlern., 200sl. . -.— — .. Elettr.ÄllieüMe! , vereixlsstc , 20850 !'04'bl> Hm>e>l,>era,rr Pn!r.-, ^liiidh,- n, Met.Falril, 4oo »runrii. ,!«!!-- l«>2- - «iesinner Brauerei 100 sl. . , 21a- 212 — Viuntan Oes., öst. alpi,ie, iNNfl. «,5>— 616 — «Puldi-Hülle», TieIn»s,slnhl. F. ?Il!. («ekllichns!, 200 fl. 38b— 39b — Pra„s>' Eiiem^oilslrienelellschaft 20« s>........ 2300- 23,0- üilmaMüraxüSalnuIarjaiirr Eiienw 1«l> sl..... 508- 509- Salno Tarj. Tleinlohle» ,00 fl. 535 — 53? — 'EchIune!N!nhl',Papierf.,200fl. 302'— 306 — «Lchutmica», Vl. G, siir Petrol,- Induslrie, 50l» fronen . 390— 405 — «Llenreimnhl', Papierfabrik n, «ieilaMl'lrllichas! , . . 405-— 4,5- Trifailer »uh!i„w,-Oes, 70 sl. 249— 251'— Türl, Tabalrenienes, 200 Fr. per ziassc....... —'— — — deltu per Ullimo 330— 3»4' — Unslenf.-^es., Us!e>r., ,«0 sl, , 587' 594 — Wiener Vauiielelllchafl, lOO fl. ,3,<< — ,42 — Wirnei bei'ner Ziessclf. VlN. ^!es, 665 - ,!7 35 Ilalienische Baulplähe . , . !,4'«o 94 80' London........ 240,7 240 40 Paris......... „5 20 »5 «5'> St, Petersburg...... 25,-75 252 75 jjiirich und Basel..... <»,, 2» 95 »5' Valuten. Dulaten........ ,, 36 ,,39 2O.Frau^„V!nlle..... ,9»!! ,90s. 2NWa»'lLtücle...... 23 43 23 49 Teulsche »leichslmutiiolcu , , !>7l5>' !,?-35 Ilalienisl!»' Äanluolen , . , 94 70 «4 90 Rubel-^uleu....... i."52> 8 5i! Ein- und Verkauf vnn Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, Losen etc., Devisen und Valuten. Los-Versicherung:. J. C Mayer Bank* und "Wechslergtischäft I^ni1>noli, Str)tnr£>'»NHO. rnvat-Depots (Safe-Deposits) unter eigenem Verschluß der Partei. Ver?!iuung von Bareinlage« Im Ktnrt-Karrent und ans Slro-Kuti. ¦^----------------------------------------------- --------——