Nr. 119. Donnerstag, 27. Mai 190^. 128. Jahrgang. Mbacheri Zeitung Vriimlmclationöprciö: Mil Postvrrsrüdnos!: nanziäliril, 3N li. lialbjnliliss is, K, Im noülor: nanzjälirin ^ 2!i K, l,. <,rüs,rro pri Zrill 12 li; Iiei ö!lr, 20. Eptsclislnüdri' der Mrbaüilü, vo» »< bie «(< UI>r » vormitlllssK, UiisralllirrU' Brisss wrrbrn inch! annrnummen, Manullripif »ich! zurüllge^ell!. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Teil. Trine t. und t. Apostolische Majestät habel, '»it Allerhöchster Entschließnng von, I'.'. Mai d. I. bcin nlit den, Titel und Eharakter eines Scktions-chefs bekleideten Hofratc und Direktor des Haus-, Hof- und Staatsarchivs Dr. Guswv W inter an-!l>!'.lich der von ihm erbetenen ilbernahnie in den bleibenden Ruhestand das Großkreuz des Franz Iuseph-Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Seine t. und t'. Apostolische Majestät haben '»it Allerhöchster Entschließung vom ^2. Mai d. I. ben Hofräten des k. k. Obersten Rechnungshoses nrailz R esla und Josef Eisel von E is e l s -l'erg taxfrei das Rillerkreuz des Leopold-Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Seine t. und k. Apostolische Majestät haben wit Allerhöchster Entschließung vom 12. Mai d. I. über einen vom Minister des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Äußern erstatteten alleruuter-^nigsten Vortrag den init dem Titel und Charakter eines Hofrates bekleideten Sektionsrat mch Vize-direttor des Haus-, Hof- und Staatsarchivs Doktor ^lrpüd von K ü r olyi zuin Hofrate und Direktor b'eses Archivs, den Seklionsrat Dr. Hans S ch l i t -^ e r zum Vizedirektor des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, den mit dem Titel und Charakter eines Sektionsrates bekleideten Haus-, Hof- und Ttaats-^Uchivar A rpüd Györy von N s> d u d v a r zuin ^l'ktionsrale daselbst und den mit dem Titel und ^haralter eines Haus-, Hof- und Staatsarchivars Kleideten Archivskonzipisten erster blasse Doktor Tmltred Stokka zum Haus-, Hof- und Staats-^'chivar allergnädigst zu ernennen geruht. Seine k. und k. 'Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 12. Mai d. I. dem Archivslonzipisten ersterKlasse im Haus-, Hos-und Staatsarchiv Dr. Artur Goldmann den Titel und Charakter eines Haus-, Hof- und Ttnats-archivars allergnädigst zu verleilien geruht. Nach drin Amtsblatte zur «Wil-,:.r Zriwuci' vom 2'', Mai 1909 (Nr. II«) wurdc die Weitcrorrlüreitimg folgender Preß. erzeuguissc vrrlwtcn: Nr. 20 «/on8k)5 I.ißt, vom 20. Mai 1909. Nr. 20 «.1i«kiÄ. vom 19, Mai 1!)0.>. Nr. 20 ««evorni ^or^vl!,» vom 14, Mai 1!»09. Nr. 20 «^«iiiwl-» vom 16. Mai 1909. Nichtamtlicher Geil. Die Lage in der Türkei. In einer der „Pol. Korr." aus Konstantinopel von beachtenswerter Seite zugehenden Mitteilung wird der Wiederbeginn äußerst heftiger Angrisse der türkischen Vlätter gegen das Kabinett Hilmi Pascha als sehr bedauerlich bezeichnet. Im Hinblick auf die außerordentliche innere Lage der Türkei erscheine es als eine dringend gebotene patriotische ^tnctsichl, sich, mag auch die Legierung in manchen Punllen zur Kritik Anlaß geben, Mäßigung aufzuerlegen, um nicht neue Erschütterungen der öffentlichen Zustände herbeizuführen. Das Land befinde sich jetzt in Politischer Nekonvaleszenz und bedürfe daher in jeder Beziehung einer fchonenden Behandlung. (5s sei daher höchst unzeitgemäß, wenn die Presse sich in diesem überaus heiklen Übergangsstadium das Stürzen von Kabinetten zum Ziele setzt. Es sollte doch nicht so rasch die Tatsache in Vergessenheit geraten, daß es die maßlose Sprache der Vlätter gegen die Negienmg war, die nicht wenig zu der Gärung beitrug, aus welcher schließlich der jüngste reaktionäre Umsturzversuch hervorging. Einen anderen wunden Punkt bilde die parlamentarische Lage, welche ihre Ursache hauptsächlich in der geringen Vertrautheit der neuen Volksvertretung nut den Einrichtungen und dem (heisre eines wirtlich verfassungsmäßigen Lebens habe. Die Kammer überschreite in vieler Hinsicht ihre Befugnisse und schränke die Vollmachten, die der Legierung zukommen, in unzulässiger Weise ein, da ihr die Kenntnis der Abgrenzung der Wirkungskreise dieser beiden Faktoren des Stantsorganwmus, wie sie in anderen, sich des Konstilutionalismus seit langem erfreuenden Ländern besteht, zum größten Teile abgeht. Die Wirkung dieses Zustandes sei eine Verworrenheit, aus welcher sich vielfache Unzukömmlichkeiten und Stockungen ergeben. Es würde somit dem Interesse des (^esundungsprozesses, den die Türkei durchmacht, entsprechen, wenn in der Tätigkeit des Parlaments eine Unterbrechung von drei bis vier Monaten einträte, wodurch die Negierung Muße finden würde, sich vollständig frei von Störungen den Aufgaben des durchzuführenden Hieform-werle5 zu widmen. Wie aus Salonichi berichtet wird, muß die Lage in der Gegend von Djalova noch immer als bedenklich bezeichnet werden. Die reaktionären Unitriebe daselbst sind noch nicht zum Stillstand gekommen, doch glaubt man, daß es dem energischen Anf-treten Dschavid Paschas gelingen wird, die Alba-nier einzuschüchtern und zur Auhe zu zwingen. In Djakova selbst wurden die Truppen aus den Fenstern einiger Häuser beschossen, worauf Dschavid Pascha den Pesehl gab, eines dieser Häuser sofort zu warnenden, Beispiel niederzubrennen, was auch geschehen ist. Anderen Meldungen zufolge Hai man eine Verschwörung gegen das jungtürtische Komitee entdeckt, an deren Spitze hervorragende Persönlichkeiten stehen. Es wurde eine Reihe von Verhaftungen vorgenommen. Die leitenden Kreise in Konstantinopel empfehlen Dschavid Pascha, nicht allzu große Strenge walten zu lassen. Man sieht ein, daß man in jener Gegend mit entgegenkommendem Vorgehen Leuillewn. Die selbständige Miß. Aus Newvork wird dem „Berl. Tagebl." getrieben: Es hätte nicht viel gefehlt, so würde Newark das aufregende Schauspiel einer Jagd nach er-"lrsserischen Kindesräubern erlebt haben, wie es sich ^'ugst im Staate Virginia uuter großer Beteiligung ^'r Bevölkerung abspielte. In '^'ewyorl war die )!ührige Tochter Adele des Fabrikanten Boas anf '^sell) Weise verschwunden. Das Mädchen hatte !^Ue Mutter "uf einem Spazicrgang begleitet uud Ä ^l'orningslde-Park verloren sich ihre Spuren, ^ll' Nachforschungen blieben ergebnislos, obwohl ?'<-' Polizei voll ^'ewyorl alle Hebel in Bewegung Me. Ein Unglück war ausgeschlossen, da um jene A'l im Park nicht das Geringste passiert war. und ^Miin'in glaubte man an einen nenen Kindesraub. >'r bestürzten Eltern, wohlhabende Lente, setzten l"U'rßlich l'iue Belohnung von 20.000 Kronen auf '^ Wiederbringuug ihrer Tochter aus. Der Tele-^!"ph spil'll> nach allen Himmelsrichtungen und die ^'wyorker Zeitungen brachten spaltenlange Berichte '""' „das Mysterium der >liudesentführung". ^'ach .,'Ucr halben Woche fand das „Mysterium" eine ''"wschfnde Aufklärung — eine Lösung, auf die s>.!^'"nd, auch nicht die gewiegtesten Detektive, die l) des Falles angenommen hatten, kam. die aber 'ne treffende Illustration zu dem Kapitel „Ameri-"U'Iche Jugend" bildet. s. s Die kleine Miß Adele Boas war einfach gc-^!^n. Sie hatte das elterliche Haus verlassen km k ^'"" l"" Eltern noch zu sehr als Kind bc-sA^It wurde und nun einen Beweis ihrer Selb-'"Udiglm geben wollte. Wie sie ihren Plan aus- führte, sei nach dem skizziert, was das junge Mädchen bei ihrer Rückkehr ins Elternhaus erzählte. Die Mutter hatte ihrer Tochter, die so geru schon als Erwachsene behandelt sein wollte, wieder allerlei Vorschriften gemacht. Die tatendurstige kleine Mis', steckte zu Hause den Inhalt ihrer Sparbüchse, I^l Dollar, heimlich ill die Tasche und bei dem Spaziergang im Morningside-Park schlug sie sich kurz entschlössen seitwärts in die Büsche. Und nun entwickelte sie eine Gewandtheit und Selbständigkeit, die sogar einem Geschäftsmann alle Ehre gemacht hätte. Sie ging zur nächsten Uutergrundbahnstation, fuhr zum Zentralbahnhof uud löste dort ein Billet nach Boston. Diese Stadt war die einzige große Stadt, die sie besucht hatte. Als sie auf dem Südbahnhof in Boston nach der langen Eiseilbahnfahrt ausstieg. fragte die kleine Miß den ersten jungen Mann, der ihr auf der Straße begegnete, rnhig und geiafsen nach einer Pension. Sie ging zu der angegebenen Adresse, mietete ein Zimmer für eine Woche, und am anderen Morgen fand sie sich schon auf der Suche nach Arbeit. Trotz ihrer kurzen Röcke fand sie bei der Inhaberin eines Frühstücksreftaurants gegen einen Nochenlohn von zweieinhalb Dollar eine Beschäftigung. Ain dritten Tage nach ihrer Flucht trat Miß Adele, die auf ihre Selbständigkeit „furchtbar stolz" war, ihre Stellung an. Das sonst so verwöhnte Töchterchen des reichen Fabrikanten wusch ill der Küche Geschirr ab, schälte .Kartoffeln und schnitt Brot. Die Arbeit kam ihr sauer an, aber sie biß die Zähne zusammen. Sie wollte ihren Eltern beweisen, daß sie sür sich selbst zu sorgen imstande sei. Der Rücken schmerzte ihr, die Füße taten ihr weh uud zum Schluß schnitt sie sich beim Brotschneioeu in den Daumen. Todmüde und mit verbundener Hand wankte sie in ihr Boardinghouse. und statt des Stolzes über ihre Unabhängigkeit erfüllte sie die Sehnsucht nach Newyorl und der Eolumbu5-Avenue. Am anderen Morgen ließ sie sich von der Wirtin früh wecken, und anstatt in ihre Stellung zurückzukehren, eilte das american girl, so schnell es konnte, zum Bahnhof. Inzwischen war die >lunde von ihren. Verschwinden auch nach Boston gelangt, und die Besitzerin des Restaurants, in den, Adele Boas Beschäftigung gesunden hatte, telephonierte nach New-York, daß d,e vermißte Fabrikanlenstochter bei ihr Küchenmädchen spiele. Ein Buchbinder, den Adele nach dem nächsten Zug fragte, erkannte auch in ihr die Vermißte und gab der Rewyorter Polizei Nachricht. Damit ist die Geschichte von dem jungen Mädchen, das auszog, selbständig zu werden, noch nicht zu Ende. Miß Adele Bons „dementierte" sich auf der Heimreise nach Rewlwrt mindestens ein dutzend' mal. Schon auf dem Bahnhof wollte ein Detektiv die von Mister Boas ausgesetzte Belohnung verdienen; aber ohne mit der Wimper zu zucken bestlitt das junge Mädchen ganz energisch, die Ver-nilßte^zu sein. Uud dabei blieb sie während der ganzen ^ahrt. ^n den Städten von Connecticut, wo der Zug hielt, wollten mehrere Polizeibeamte sie in Schutzhaft nehmen. Miß Adele griff zu einen. Probaten Mittel, um sich alle lästigen Frager vom Leibe zu halten: sie simulierte absolute Unkenntnis des Englischen und hielt ostentativ eine der riesigen amerikanischen Zeitungen vor das Gesicht. Zum Schluß bewies sie ihre Befähigung zum smarten Geschäftsmann durch die Erklärung, daß ihr Vater nicht nötig habe, die Belohnung von 20.000 X jemandem auszuzahlen. Da sie freiwillig nach Hause zurückkehre, wolle sie siel» dieses Geld selbst verdienen ... Laibacher Zeitung Nr. 119. I 078 27. Mai 1909. mehr als mil Gewalt erreichen kann, und so wurde auch der Mutefsarif von Prizrend beauftragt, seinen Amtsbezirk zu bereisen, um die verschiedenen Stämme, besonder» die der Ostroxub und Ho^e, mit der gcgenluärtigen Lage und dem neuen Regime auszusöhnen. 'Auch albanische Abgeordnete wurden ersucht, ihren Einfluß bei ihren Landsleuten in derselben Richtung geltend zu machen. Politische Uelierslcht. Laibach, 26 Mai, Tie von der österreichisch-ungarischen Nessie- rung prinzipiell kundgegebene Bereitwilligkeit, mit Bulgarien einen Consular- und einen Auslicfcrungö-ven'rag abzuschließen und zur vollständigen Aufhebung der bisher in Geltung stehenden Kapitula-tionsrcchte in Bulgarien ihre Zustimmung zu geben, hat, wie man au5 Sofia berichtet, in allen Politischen Kreisen des Landes einen ausgezeichneten Eindruck hervorgerufen und ist auch in der Presse mit lebhafter Genugtuung und Anerkennung besprochen worden. Tie „Ve^crna Po^ta" sagt hierüber unter anderem, es muß mit Befriedigung festgestellt werden, daß Österreich-Ungarn, welches während der politischen Peripetien, die Bulgarien seit der Ver-tilndung der Unabhängigkeit durchzumachen hatte, stets uneigennützige Gesinnungen gegenüber Bulgarien bekundet hatte, auch diesmal als erste der Großmächte dem Königreich einen Beweis von Wohlwollen geliefert hat. Tas „Neue Wiener Journal" befürwortet die Beschickung der italienischen Jubiläumsausstellung durch Österreich-Ungarn. Ein Abseitsstehen der Monarchie bei der Feier der Einigung Italiens müsse wie eine unfreundliche Demonstration wirken. Tas sei weder notwendig noch klug in einem Momente, in dem der Trcibund neu gefestigt erscheint, in dem die italienische Universitätsfragc einer gedeihlichen Lösung endlich zugeführt werden muß. Tas „Frcmdenblatt" führt in einer Polemik gegen die abfällige Kritik, welche die vom Finanz-minister geplante „Iunggesellensteucr" erfahren hat, aus, daß diese Steuer durchaus gerecht wäre und ebenso einer ausgleichenden sozialen Fürsorge, wie einer vernünftigen Steuerpolitik im Sinne einer Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit entspräche. Tie Einkommensteuer würde dadurch nicht geschädigt, sondern vielmehr dem Bewußtsein der breiten Bcvölkerungsschichten um ein Erkleckliches nähergebracht werden. Wird doch sicher der sorgenbeladene Familienvater ein dankbares Verständnis dafür bc-siycn, daß er von der Mehrbelastung verschont bleibt, da eben nur jene herangezogen werden sollen, denen ein geringeres Maß von Familienverpflichtungen obliegt. In einem Brief, der der „Neuen Freien Presse" „von besonders unterrichteter Seite" aus Budapest zugeht, wird der diesmaligen Reise des Ministerpräsidenten Tr. Wckerle eine ganz beson- ders hervorragende Bedeutung zugeschrieben. Tanach soll Tr. Weterlc dem Kaiser Anregungen und Anträge zu unterbreiten in der Lage sein, von denen man hofft, daß auch die Führer der Banlgruppe dafür gewonnen werden können und daß auch die Krone, sowie das Parlament und die Regierung in Österreich, ohne deren Zustimmung der neue Plan ails dem Papiere bleiben müßie, sich im Laufe der weiteren Verhandlungen dafür aussprechen werden. Tcr Plan enthalte den Antrag, daß zwischen der Krone und den Parteien des ungarischen Parlaments durch ihre Führer ein neues Paktmn geschlossen werde, das mit allen Bürgschaften versehen werden soll. Tas neue Pattum greife auf den Vorschlag eines langfristigen Ausgleichs zurück, beantrage eine Regelung der Zollgcmcinschaft über das Jahr N)17 hinaus, verlange aber als Gegenwert die Einführung von Zwischcnzöllen zwischen Österreich und Ungarn. Tas Bankprivilegium soll in beiden Ttaa-ten verlängert werden, jedoch derart, daß gewisse Zugeständnisse an die staatsrechtlichen Ansprüche Ungarns in den Statuten vereinbart werden. Eine Hauptbedingung des Paktes sei jedoch die Aufnahme der Barzahlungen in absehbarer Zeit. In der militärischen Frage sei die Forderung der ungarischen Kommandosprache gänzlich fallen gelassen und auch in der Frage der Verkehrs- und Tien st spräche, bei der in Wien starke Empfindlichkeiten sich gellend machen, würde das Entgegenkommen nicht fehlen. Tagesneuigleiten. — sVine entsetzliche Tat im Traumzustandc.j In Nru^evac stelle sich der junge, reiche Bauer Milan Su» blwici der dortigen Polizeibehörde und gab unter heftigem Weinen an, daß er während der Nacht im Traum» zustande seine geliebte, hochbelagle Mutter erschlagen habe. Er habe in der Nacht geträumt, daß seine Mutter von einem bösen Weibe hart bedrängt werde und er, der Sohn, sei ihr, mit einem Veilc bewaffnet, zu Hilfe geeilt. Im Handgemenge, so träumte ihm, habe er das böse Weib erschlagen. Als er am Morgen erwachte, saud er zu seinem Entsetzen die, alte Frau furchtbar zu-gerichtet tot auf der Liegestatt und uebeu ihr eine blut» befleckte Holzhacke. Die Behörde nahm Snbovi<1 in Cöe» »occhrsam und prüfte dessen grauenhafte Angaben auf ihre Wahrheit. Auf Grund eines ärztlichen Gutachtens und mangels jedes gegenteiligen Schuldbeweises wurde der unglückliche Mutlermörder iu Freiheit gesetzt. — M« drohender Liebeöstreit.j Seit einiger Zeit gärt es in dem Personal des römischen Televhouamles. Der Fcrnsprechbetrieb ist zwar seit zwei Jahren von der Negierung übernommen worden, es ist aber bisher nichts geschehen, die Lage der Veamten, insbesondere der elend bezahlten Beamtinnen zu verbessern. Die cnmen Mädchen beziehen trotz anstrengendsten Dienstes monatlich ganze 60 Lire, im besten Falle W Lire. Die Saaldirettrice erhält monatlich 15<> Lire. Dabei ist den Telephonistinnen nicht einmal gestattet, sich zu ver> heiraten, während den Telegraphistinnen das freisteht. Erst nach eiuem Jahrzehnt — wenn die niedlichen Kleinen regelrechte alte Schachteln geworden — dürfen sie laut Verfügung des Postminislers sich in Hymens fesseln begeben. Diese Grcmsamleit war es, die die oer« liebten Telephonistinneu mil Nechl zu . . . Hyänen ge> umcht hat, uud in feierlicher Versammlung beschlossen sie, ihr gutes Recht auf Liebe zu fordern und müßten sie darob zur Gewalt greifen. Ein erster Obstruktions» versuch ist zwar gescheitert. Ein zweites und ernsteres Pronnnciamenlo der allerliebsten Signorine soll aber bevorstehen, wenn Seine Er.zellenz sich nicht vorher rühren läßt uud die Herzeuswi'msche der jungen Damen erfüllt. — sDie ^h„ Gebote der mnnnlichcn Elcqan^.j Eine. ans dem Gebiete der Herrcnnwde tonangebende französische Persönlichkeit veröfseullichl im ,,L'Eclair" folgende zehn Gebole der männlichen Eleganz: Es ist ebenso unangebracht, sich übermäßig modern zu kleiden, wie unmoderne Kleider zu tragen. Man kann zwar ler» nen, sich modisch zu sleiden, doch ist die Kuust, sich mit wirklicher Eleganz anzuzieheu, eine Gabe der Natur. Einfachheit ist das .Uennzeichcu der manu lichen Eleganz. Aus die Krawatte ist stets besondere Sorgfalt zu ver» wenden. Via» darf niemals eine festgenähte Krawatte llagen, sondern muß sie stets selbst binden und dieses lernen. Nur das Tragen einer weißen genähten Kra-walte ist erlaubt, da deren Steifheit zn dein Ernst der schwarzen Gesellschastssleidung und dem steifen weißen Oberhemd paßt. Die Farbe der Krawatte darf nie auf» falleud seiu. Sie muß mit der Farbe des Hemdes und der des Auzuges zusammengehen. Der Kragen muß stets weiß sein. Farbige Kragen sind durchaus unzulässig. Die Schlipsnadel darf nicht, nur ein Ornament dar» slclleu, sondern fie soll anch halten. Trage nie ein Monocle, wenn du es »icht unbedingt brauchst. Venn Trage» vo» Ningen soll man vorsichtig sein. Ninge an einer häßlichen Hand lasse» deren Unschönheit nur uoch mehr hervortreten, während an einer schönen Hand ge» tragene Ninge aus die Eitelkeit des Trägers hinweisen. Alle Herrenhüle sind häßlich. Versuche den deinigen sc» wcnig unschön wie möglich erscheinen zu lassen uud passe ihn der Form deines Hauptes, dessen Größe und deiner gcmzen Erscheinung an. -- Mn neuentdecktcs Nrvolk.j Ans der Morning WN'Insel ini Golf von Earpentaria entdeckte, wie die „Umschau" mitteilt, der mit dem Schutz der Eingebore-»en in Queensland betraute Neamte Howard eine» Ur-stamm, der noch niemals mit Weißen iu Berührung getommen war. Nachdem er ein paar Tage vergeblich nach Einwohnern der Insel gesucht hatte, lras er ein-zelne Angehörige des Stammes und schließlich eine größere Anzahl. Sie erwiesen sich als ein vollkommen im Urzustand lebendes Volk. Der Tabalgenuß war ihnen völlig fremd, auch die Nahrungsmittel der Euro-päer, wie Fleisch, Brot und Zucker, widerstrebten ihrem Ganmen augenscheinlich anf das entschiedenste, obgleich die Leute voll Neugier die ihnen ungewohnten Dinac zu kosteu suchten. Die Bewohner der Mornington»Iuscl sind anscheinend heruntergekommene uud abgemagerte, talsächlich aber äußerst behende und kräftige Menschen, denen jede Krankheit unbekanui ist. Ihre Lebensweise ist ganz uud gar die eines Urvolkes. Sie baue» keine Häuser, sondern begnüge» sich damit, ihre Lagerstätten durcl) eine Art Windsang zu schützen. Sie uähreu sicl) von den Früchten des Pandan»5banmes, die ja aus vie» len Insel» der Südsee ein wichtiges Nahrungsmittel für die Bevölkerung bilden, von Fischen und einer Art Knollenfrucht. Am Franzoscnstein. Original »Roman von Erich Eben stein. (29. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Wenige Schritte vor der Winkler Brücke kam ihm Peter Herzog mit seiner Tochter Sabine entgegen. Herzog wandte ostentativ den Kopf zur Seite. Sie grüßten einander nicht mehr seit jener Szene am Friedhof. Sabine aber richtete ihre runden, wasserblauen Augen hochmütig auf Paur, als erwarte sie einen Gruß, der aber nicht erfolgte. Es kam Paur vor, als glitte ein höhnisches Lächeln über ihr sommersprossiges Gesicht, und die Wut packte ihn von neuem. Wußte die etwa schon, was ihm widerfahren war? War die ganze, Geschichte vielleicht vorher schon in der Familie Herzog beschlossen worden? Schwer atmend lehnte er sich an das Brückengeländer und starrte hinab in die stürmisch dahinschicstcnden Nasser des Gilgenbaches. Je länger er nachdachte, desto klarer wurde es ihm, das; er etwas tun müsse, um die Schmach wett zu machen, welche Konstanze ihm angetan. Aber was? Er überdachte alles, was sie gesprochen hatte. Und plötzlich kam ihm die Erkenntnis, daß ihre ganze Gereiztheit im Grunde keine andere Ursache haben konnte, als Hans' Liebe zu Ina Landi. Das war es und nichts anderes. Dann kam ihm ein unge» hcucrlicher Gedanke. Wenn er sie eben darin träfe? Lange starrte er in das Nasser zu seinen Füßen. Tann glitt ein höhnisches Lächeln über sein Gesicht, und er richtete sich hoch auf. Das war das Richtige, ja. Und gleich mußte es geschehen. Heute noch. Er, der sonst jeden Entschluß dreimal überlegte, war jetzt so vom Zorn verblendet, daß er ohne Zögern an die Ausführung eines Planes gehen wollte, den der Haß geboren hatte und den er bei ruhiger Überlegung kaum je gefaßt haben würde. Er ging an seiner Villa vorüber, die Straße weiter, welche zum Schulhaus führte. Immer dichter fielen die Flocken vom Himmel, und während sie sich auf der Straße mit dem Kote zu einer trüben, pantschigcn Masse mengten, bildeten sie rechts und links auf Feldern und Wiesen weißschimmernde Decken und zogen flaumige Plüschtappcn über die rußigen Hüttcndächcr. Früher als fönst brach unter den düsteren, schneeschwercn Wolkenmassen, die den Himmel bedeckten, die Dämmerung herein, und als Jakob Paur vor dem Tchulhaus stand, schimmerte ihm von drinnen schon Licht entgegen. Das erste Stockwerk, in dem sich die Wohnungen des Oberlehrers und seiner Familie sowie Ina Landis Zimmer befand, war dunkel. Zu ebener Erde aber, in einem der Schulzimmer brannte eine Lampe. Neugierig trat Paur alt das Fenster heran und blickte hinein. Da saß die junge Unterlehrerin am Katheder, einen Pack Hefte vor sich und die Feder in der Hand. Aber sie korrigierte nicht. Den Kopf, dessen Profil sich scharf abhob von dem dunklen Hintergrund, in die linke Hand gestützt, blickte sie unbeweglich, fast düster vor sich hin. Der Alte draußen betrachtete sie mit kritischen Blicken. Hm — ihm hätte sie nicht gefallen. So ein mageres, blasses, ernstes Ding hätte ihn nie begeistern können. Freilich — eine gewisse Vornehmheit lag über ihrem Wesen, das mußte er zugeben und das hatte Hans wohl auch für sie eingenommen. Aber die Haup-sache war, daß sie ihre Aufgabe begriff — und gottlob, sie sah nicht aus, als ob sie sich von anderen so ohne weiteres beiseite schieben ließe. Jakob Paur trat an das Tor zurück und läutete an. Ina Landi selbst öffnete ihm. Erstaunt blickte sie auf den alten Herrn. Dann bat sie ihn, einzutreten, und nachdem sie die Tür des Schulzim- mers, in dein sie vorhin gesessen hatte, wieder geschlossen und ihrem Besucher einen Stuhl angeboten hatte, fragte sie, immer noch sehr verwundert, nach seinem Begehr. Er hatte nur kurz gegrüßl. Jetzt bei ihrer Frage, was er wünsche, heftete er die kleinen, unruhigeit Augen mit scharfem Blick auf sie und antwortete ohne Zögern: „Ich bin kein Mensch, der Umschweife liebt, Fräulein, darum will ich gleich mit der Sache beginnen. Sie haben ein Liebesverhältnis mit meinem Sohne, nicht wahr?" Wäre mitten aus dem winterlichen Himmel ein Blitz ins Echulhaus gefahren, Ina Landi hätte nicht erschrockener sein können, als über diese Worte. Em-pört schnellte sie in die Höhe. „Herr von Paur ^ sind Sie wahnsinnig oder was soll das heißeil?" „Sie brauchen nicht gleich so aufzufahren, Fräulein", sagte Paur beruhigend, „ich bin nicht gekommen, um Ihnen Vorwürfe zu machen. Im Gegenteil — da es nun einmal so ist . . ." „Aber es ist nicht so," fuhr die Landi, um»" noch außer sich, dazwischen. Paur aber fuhr, ohne ihren Einwurf zu beachten, fort: „und es mir aus verschiedenen Grnn-den so paßt, habe ich mich entschlossen, die Sac>> nicht weiter hinziehen zu lassen zum Ärgernis oci. Leute. Ich bin gekommen, um Ihnen die Hand me^ ncs Sohnes anzubieten." „. Er lehnte sich zufrieden in den Stuhl znui" und betrachtete neugierig das junge Mädchen, wett) Wirkung diese ungeheure Glücks'botschast wohl "", sie ausübeil würde. Ina Landi war aufgesprnng und starrte sprachlos auf den Alten. Sie war m^ blasser als gewöhnlich, und in ihren Augen l'lw' ' seltsam auf. Endlich sagte sie kalt: „Daraus "' . nichts werden. Ich danke für die Ehre, die^ ' ^ zugedacht haben, aber ich liebe Ihren ^"1" wenig, wie er mich liebt." Laibacher Zeitung Nr. 119 1079 27. Mai 1909. — Mn nettco Automobilqcschichtchcn> erzählt ei» Mitarbeiter vo» „Harpers Ma'gazme": kürzlich sauste c>» belmmter amerilanischer Sporlsmau» in seiiiem prächtigen 40 III'..Auto iiber die Straße, die New-lMk »iil Newjersey verbindet. Cchou vo» »veile»! sieht er zur linsen der Straße einen alten Mann dahin, schreiten, der mühsam seineu Weg geht, während ein H>md ihn mit lustige» Sprüngen umlreist und in fort» währendem Zickzack »on der rechten Seite der Straße M linsen spriugl. Das Unglaubliche geschieht, die .Inider des Automobils erfasseu deu Hund und lüpfen >l)» regelrecht. Der ehrliche Sportsman« briiigt sofort beu Wagen zum Stehen und nähert sich dem Alten, der kopfschüttelnd nnd trübsinnig auf die blutigen Reste bro Hundes herniederschaul. Der Automobilist will N'iusühleud den Schmerz des Alten nicht durch hohle ^l'ileidsphrasen stören, er zieht aus der Brieftasche eine Zehn.Dollarnole, reicht sie dem Bauern und fragt ihn "»r lurz: „Geuiigt es?" Der Alte nicll melancholisch, steckt das Baulbillett in die Tasche, nnd mit befriedig, ten, Gewissen fährt der Sporlsmanu loeiler. Eine ^l'ilc starrt der Znriickgebliebene dem enlschwindeuden ^agen nach, dann schiebt er den Hut zurück, lratzt sich hinter den Ohren uud meint schließlich! „Wem mag nur dieser Hund gehört haben?" — > Nelvyorser Lolal beobachten, daß mehrere Dame», ^>e deu Schick äußerlich iu hohem Maße repräsentier» e», neben ihrem Dächer eine solche lleine Dose nieder-ksileu. keiuem Manne, der uugeru aus diese», vielleicht >lWr recl)t zweifelhasten Genuß verzichtete, wird man '" Zulnnft die Prise veNvehren. Lotal- und Provinzial-Nachnchten. Das ssroszc Pfingstfcst iu der wcltbcriihmtcn Adcli«bclsscr Grotte." Von G. And. Perlo, Grottenselretär in Ndelsberg. In dem Bahnhöfe von Adelsberg hält am Pfingsl-moutag Zug aus Zug und allmählich füllt sich der Raum zwischen dem Schieueuwege, der Stadt und den« Hügel „Soviö", der sich über dem Grolteuverließe wölbt^ mit Gästen aus Nord und Süd, Ost und West. In der Lust ist ein Klingen von Saiten, im Sonnennebel flimmert Staub, es rauschen Seidenlleider über de» Straße», lehricht. Wenige von de» Pilger», welche zum ^els-Portale, das i» die Nuterwelt führt, wandern, gebe» sich Rechenschaft darüber, worin die wahre Festfreude besteht. Die Schwärme drängen vorwärts, ohne der blühenden Büsche, der farbigen Kelche, des Glanzes der Sonne, des Jubels der Steinlerchen und Graudrosseln zu achten. Sie denlen nicht weiter darüber nach, wie diese hügelige Kruste mit ihren Bnschhainen uud Kall» Platten, ihren trichterförmigen Löcher» uud ^elsrissen eine schwebende Decke über spulhaslen Nänmen ist, in denen die Nalnrgewalten seit ungezählte» Jahrtausende» umgestaltend wirsen. Da ist ein Mß — die Pott — der dicht neben dem Grottenportale unter einem flachen Gewölbe in den Berg hineinplätschert. Wohin gehl seine Reise? Einst war sein Pfad derselbe, den jetzt die Menge betritt, wenn sie die Moloreninslallation der elektrischen Ve> leuchtung vor dem Eingänge der Grotte hinter sich hat. Bald blitzen die Lichter vom Spiegel desselben Flusses auf, der sich sodann in einer tiefen Kluft verliert. Oben drängt der Menschenstrom an den Wänden voll wunder» smner steiueruer Gebilde vorüber, an Cänlenreihen, die tropfenweise von Kallspaltteilen aufgebaut worden sind, an erstarrten Kaskaden und erhellten Siutervorhänge». Iu der Tiefe aber, wohin der Schein der flammen nicht mehr reicht, rauschen die eilenden Wasser unter phantastischen Schattenzügen an den hohen Wölbungen. Gänge folgen auf Gänge, Hallen aus Halleu, endlich sind die ^eslgäste im Tanzsaale. An den Tropfstein» jaulen stehen die Fässer mit den Gaben des Königs Gambrinns, die Gitarren klingen, die Fiedel schrillt, es snirscht der Kies unter dem Tritte der Paare, die den Neigen schlingen. Das Snnimen ferner nächtlicher Wasser wird von tausend Stimme» verschlungen . . . Das Gesamtbild ist an sich »venig originell und würde gewiß einen höchst alltäglichen Eindruck machen, wären nicht die steinernen Kobolde, die Drachen und Sphinxe, die Löwen uud Greisen und das viele andere steinerne Getier, das auf das fremdartige Treiben herabstarrt. Man denle also »icht an die eleusinische» Mysterien im Dunleln. Es werden dem Triptolemos uud der Perse» phoue leine Opfer gebracht, den» die Schrecken der Finsternis sind gebannt vo» den Hunderten von Flam» men und den bleichen Monde» des eleltrische» Lichtes. Abseits vom ^estplatze — der Raum ist wahrlich groß genng z» solchen Abschweifungen — ergeht es dem Befucher freilich auders. Hier lau» er selbst in der Menschenübersüllnng des Festtages mit allerlei Dingen, die nicht ohne weiteres begriffen werden, in nähere Be» rührung lommeu. Immer tiefer gehl es in die geheim- * Abfahrt des Sonderzuges von üaibach (ermäßigte Fahr» preise sammt Grottrnrmtritt) um 10 Uhr vormittags. Jetzt war es Paur, der in die Hoho fuhr. „Was lull das heißend .Haben Sie nicht heimlich Ausflüge "ut ihm gemacht und sind Sic nichl da nnd dort "'ll ihm zusammengetroffen?" ^ „Ja. Indessen war das nic auf Veraliredung. >)ch leugne >a nicht, ihn zn kennen. Nir sind ähn-'/,che Maturen und fanden ein gewisses Gefallen an-^llander, das zu einer herzlichen Kameradschaft zwi-^'n uns führte — das ist aber auch alles. Von ^>ede war zwischen uns nie die Rede und ein sol-^s Gefühl jst auch — beachten Sie das wohl, Herr ^." Paur — lMzlich ausgeschlossen, ^'un werden ^ ^"l)l begreifen, daß von einer .Heirat nie die '"^e sein kann." ,. „Unsinn — .Uameradschaft oder Liebe, das ist "um ein Unterschied." 7 „Es mag sein, das; Ihnen das Gefühl für die-'"l Unterschied fehlt — Hans und ich haben es." ^,„ „Vah, und wenn auch! Sie sind ein armes ^"dchci ui,d mein Sohn ist heute — das tann ich Onen im Vertrauen sagen — der reichste Mann in ^>nkcl — das heißt, er wird es nach meinem Tode ^u." verbesserte sich Paur, „da gibt es doch kein Renten für Sie!" ,. Ina Landi zoa. die Brauen finster zusammen. ^Mien Sie7 Nun — es gibt allerdings kein Ve- lNlen für mich: und wäre ich zehnmal ärmer, die "chter des Generals von Landi verlauft sich nicht!" , Paur horchte hoch auf. Eine Generalstochter ^ sie? Und gar von Adel? Dann war die Sache u> »loch besser, als er gedacht hatte. Constanzes Vater >N' blos; ein armer Landarzt gewesen. Und das; w>./^ '^'l Verarmung, troh der wenig beneidens- .^>cn Stellung, in welcher sie sich befand, eine so ^,,! ^l'ude Partie ausschlagen wollte, imponierte dein '/ten wenig. Just eine mit solchen, Stolze wollte äur Schwiegertochter. Aber mit Prahlen und Pronen war da nichts zu erreichen, das fühlte er inslintiiv. Er änderte also seine Tallil uno schlun, einen väterlichen Ton an. „Mein liebes ktind, Sie sollten nicht so schroff sein und die Sache besser überlegen. Ncr redet denn von Verlaufen! Ich meine es in erster Linie gnt mit Ihnen. Es liegt Ihnen doch genus-, an Ihren, ^iufe?" Ina blickte oen -'lllen erschrocken an. Tann senkte sie den 5lopf. „Mehr als der »tuf gilt mir mein Bewußtsein," murmelte sie, „und dieses sträubt sich gegen eine Ehe olme Liebe." „Gut. Aber Sie haben zum mindesten Rücksichten auf Ihren Ruf zu nehmen, in Ihrer Stellnng als Lehrerin. Ganz Ninlel hält Sie heule für die heimliche Geliebte meines Sohnes!" „Das ist doch nicht möglich!" schrie die Landi gequält. „Was habe ich denn getan ... o ..." „Nichts Schlechtes, ich will's ja glauben. Ader die Welt wird es nie glauben! Und wenn Sie nun nicht annehmen, was ich Ihnen biete, dann malen Sie sich die Folgen selbst aus." Wie Keulenschläge trafen diese Worte das junge Mädchen. Der blosse Gedanke, daß man ihr solche Dinge zumuten tonnte, machte sie schaudern. Ach, und er hatte ja recht, der Alte — nur zu gut lannte sie die Welt — es würde alles kommen, wie er gesagt. Verzweifelt schlug sie die Hände vors Gesicht und brach in Tränen aus. Nie hatte sie ihre Schutz-losigkeit und Verlassenheit bitterer empfunden als in dieser Stunde. Jakob Paur stand auf und trat zu ihr. „Weinen Sie nicht!" sagte er. „Ich habe Ihnen den Ausweg gezeigt. Meiu Sohn ist ein Ehrenmann; Sie werden nicht unglücklich werden an seiner Seite." „Aber ich liebe ihn ihn nicht!" stö'hmc Ina dumpf. „Ich kann nicht — ich kann nicht." (Fortsetzung folgt.) > nisvollen Nänme hi»ei». Nene Gänge und Hallen cr> schließen sich, in starrer Pracht stehen sie dicht anein» ander, die Palmen und die Säuleuschäfte, die glasigen Wulste, die schwebende» Draperien und die steinernen Fassaden. Es blicht in Kristallen ein Wundergarlen, die Wäude sind von Korallen bedeckt, aber nicht farbig, wie dort unter der wannen Welle des tropische» Ozeans, so»der» blühweiß, wie es das Schattenreich, das farblose, eisordert. Stellenweise sind seitliche Gänge durch Schran» sen abgesperrt, um deu nnbedachtsamen Wanderer von gefährlichen Abenleueru abzuhalten. In diesen Seiten» hallen slant sich Trümmerwerl aus und der Pfad ist von Blockhalden verlegt. Welche Gestaltung dieses lablirinthische Wirrsal hat, wird schwerlich jemals ergründet werden. Gewiß reicht es meilenweit uuter der Erde hin, mit örtlichem Zusam» meuhaug und ohne ihn, in gleichem Niveau oder in Tlockwerlen übereinander, von deren Ausbau niemand noch eine Ahuuug hat. In diesen, Wirrsal fühlen sich die Kobolde wohl, in Gesellschaft von Lurchen uud äugen» lose» Spinner», und sie scheme» der Menschen zu spot» ten, denen diese oder jene Kluft, eine vielleicht um wenige Meter dicke Wand, Halt gebietet . . . ^ür die eilenden Wasser liegen die Dinge anders. Sie haben nicht nur alle diese Dome und Galerien durchflutet, sondern zwinge» sich dnrch ueue Schlüfte, die sie in unberechenbaren ^eitlnufeu in die Felsen eingesägt haben. Das unvergleichlich großartige Ziel der Grotten, feslgäsle ist der K a l v a r i e n b e r g. Das ist kein Schaupla!'. der Hela, der schwarzblauen Todesgöttin, die am Eisslrome des Pols lauert. Es ist eine ^eerie, die Verllärung eines Wunders, der große Saal der geheimnisvollen Kunsttätigleit der Natur, die unbewußt Dinge schafft, wie sie durch menschliche Tätigkeit nimmer zustande gebracht würde». Ei» belannter Schriftsteller sagte einst: Es unterliegt leinem Zweisei, daß die Men» scheu, wen» die Natur a» ihre» Gele»len anstatt Hände n»d biegsame Dinger Pferdehufe angebracht hätte, noch bis heule uhue Geschicklichleit, ohne Wohnung, ohne Waffe», sich nur damit beschäftigen würden, Nahrung zn suchen und den wilden Tieren auszuweichen, uud daß mau sie gleich flüchtige» Herde» i» den Wäldern henimirren sähe? . . . daraufhin darf mau hier di? ?srage anfwerfen: Auf welche Argumente sticht sich die menschliche llberhebung, die in den Natnrdingen nichts als blindes Walten erlennen will uud alles Bestehende als Spiel des Zufalles hinstellt? Wo sind die „bieg-smnen Dinger", welche diese Gestaltungen ausgebaut haben, die wir in diesen verborgene» Arbeitsstätte» des Dsmurgos bewundern? ... Der Kalvarienberg ist ein in Terrassen abfallender Trümmerhügel von 45< Meter Höhe, über den die ge. waltige Decke dieser .Halle »och 17 Meter hi»ausre,cht. ^rei liegt die ga»ze Masse u,il ihrem Säulenwald vor deu Blicken, von eleslrischeu, Lichte taghell erleuchtet. Es ist ei» Drängeu zahlreicher Stümpfe uud Schäfte auf deu Abstaselungen, von der größte» Säule der Grotte, welche l5 Meter hoch iu die bleiche Lichtwelle hinaus-reicht, bis zu de» zierliche» weiße» Hiale» u»d Türm. cheu, de»e» mau deu bezeichuenden Namen „Mailänder Dom" gegeben hat. Die menschliche Einbildungskraft hat nicht nötig, weit auszuholen, um all de» wunder» same» Gestaltungen eine sinnbildliche Deutung zu unter» legen: das Gewimmel der Säulenstümpse siild ihr das zu Stein gewordene Voll, das Golgatha nmlagert' auf die lichte Höhe verlegt sie das symbolische Bild des Opsertodes. Die Wanderung aus den mäßig aussteigenden, durch eiserne Geländer versicherten Windungen deS Weges, der vo» Terrasse zu Terrasse führt, bleibt uiwer-geßlich. E5 müßte mit seltsamen Dingen zugehen, wenn bei dem Anblicke dieses plastischen Reichtums die platte AKläglichkeit nicht zu der beschämende» Erlennluis ge» laugte, daß feiner ihrer Gedanleu dem gestaltenden „Kunsttriebe" gleichlommt, den hier die Natur scheinbar blindlings beiätigt . . . Wir steigen empor und seheu ein Flimmer» i» der Luft, eine geheimnisvolle Gloriole um die unzähligen Steinbilder, die bald blendend weiß, bald gelblich oder rötlich getont in e»ger wer» de»de» Kreise» die Hügelsläche umschließe». ' A»dere mächtige Sä»Ie» rage» zur Seite des Pfades. Es ist ei» Gang durch das Peristy! eines unterirdischen Den» dcra oder karnal, ein Schauer» i» die Geheimnisse einer Vorwelt, von der leine Hieroglliphen melden. Das qe. schwätnge Wort erstirbt auf de» Lippe», der geistige Blick fiiilt i» die Nacht hi»ab, aus der die tellurische Lebenslrast hervorleimt — hier in Gestaltungen tuten Gesteius, dort obe», wo die Sonueuglut die Säfte lrei. sc» läßt, im uui»derbare»Zelle»bnu der organische» Lebe. wefe». Gleichmäßig llingt der Widerhall vom ^all der Dropsen aus, der Selundenschlag der Ewigteit Auch «st d,e Dämmerung nicht ohne Farben, die '.f)rlle nicht ohne sp'elende Reflexe „eben dem schattenhaften Spuke "' de» Abgrunde» D,e Idylle hat hier leine» Plcch. Zur Erhöhung der Wirkung fan» sich der Besucher das Gegenbild zurecht legen, indem er zur Decke hinauf-»chaut uud das Licht der Sonne sucht, in dem die Büsche blühe» u»d d,e Sleinlerchen singen . . . ">'<' >'! . . . lH,n silberner Schimmer legt sich um den Säulenwald, den der Blick noch einmal streift, »oen» man die letzte »tampe hinabsteigt. Die Lichtwelle schlägt bis zu der imposanten Wölbung Iiina»,'. Zuweilen irrt ein lli»ge»der Ton durch die Luft, wie eiue Stimme aus verwehte» Aeonen — a» de» Gewände» husche» seu-rige 'junge» hi». Und wir selbst: was sind wir auders als i»haltlose Schatte», die durch Schicksals-lc-u»e odcr Naturspiel dazu geführt wurde», eine 'Spaiiiie '^eit im Himmelsschiffe zu waudel»? Laibacher Zeitung Nr. 119. 1080 27. Mai 1909. Darum komme ein jeder am Tage, da der heilige, Geist im Flammenzeichen auf die Erde herabkam, nach Adclsberg! Hier werden die Schatten durchhcllt von denl taghellen Scheine der elektrischen Bogenlichter. Die, schweigfaule Finsternis der weltberühmten Grotte, in welcher augenlose Kerfe und Molche ein trübseliges Scheinleben führen, durchirren Lichter und glänzende Reflere, es widerhallen viele Stimmen an den gleißen» den Wänden und finsteren Gewölben, die Gläser kreisen, lustige Musik klingt in wundersamem Widerhall durch Hallen, Gänge, Tome und Kammern aus . . . — sBeim k. k. VerwaltungHgerichtshofej werden öffentliche mündliche Verhandlungen staltfinden: am 9. Iuui: Franz Galle in Frendental wider das t. k. Ministerium des Innern wegen des Eintrittes in den Bezirtsslraßenausschuß' Tr. Ferdinand Eger und Dr. Josef Julius Vinder in Laibach wider den krainischen Landesausschuß wegen slowenischer Straßenlafeln; am 12. Juni: Ursula Couvan in Laibach wider die Per» für Krain wegen der Personal-Einkolnmenflener. — iErnennungcn im tüstcnländischen Iustizdieuste.j Die „Wiener Zeitnng" verlanibarl: Seine Majestät der Kaiser hat den Rat des Oberlalldes^erichles in Trieft Johann Marcolini zum Präsidenten des Handels» nnd Seegerichtes in Trieft, ferner den mit deni Titel und Charakter eines Oberlandesgerichtsrates bekleideten Landesgerichtsrat des Landesgerichtes in Trieft Tr. Andreas 2 a n zin, den Landesgerichtsral Tr. Anton Barzelatto in Rovigno nnd den dem österreichisch'UNgarischen Konsnlarobergerichte in Kon» stanlinopel als österreichischer Oberrichter zugeteilten Hofsetretär des Obersten Gerichts- nnd Kassalionshofes Dr. Hadrian P a s e o l e t t o zu Räten des Oberlandes-gerichtes Trieft, und zwar Pascoletto unter Velassnng in der gegenwärtigen Dienstesverwendung, weiters den Landesgerichlsrat in Görz Diunys Ussai znm Ober» landesgerichtsrate beimLandesgerichte Trieft nnd schließ, lich den Landesgerichtsrat des Handels» und Seegerich, tcs in Trieft Tr. Anton Verona zum Rate des Oberlandesgerichtes ill Zara ernannt. — l.Kaiscr.Iuliiläumöstiftung für Kinder von Be» dienstcten der österreichischen Ttaatsoahnen.) Vor kurzem fand unter dem Vorsitze Ihrer Exzellenz Frau von Derschatta eine gemeiilschaftliche Sil.mng des Zeil^ trallomitees nnd der Lokalkomilees der genannten Stif» tung statt. Nach dem Berichte des Settionschefs Doktor Roll, der seinerzeit die Errichtung der Stiftung an-geregt hatte, hat das Stiftungsvermögen einschließlich einer 100.000.Kroneii.Spende der berufsgenusfenschaft. lichen Unfallversicherungsanstalt der österreichischen Eisenbahnen die ansehnliche Höhe von annähernd 310.000 Kronen erreicht. Die Zinsen des Stiftungs-kapitals werden nach erfolgter Genehmigung des Stifts, briefes den bei den einzelnen Staatsbahndirettionen be» stehenden Lokalkomitces zur Verfügung gestellt und von diefen zur Erfüllung des stiftnngsmäßigen Zweckes, ins» besondere znr Sicherstellnng von Plätzen in bestehenden Kinderheimen, verwendet werden. Mit Rücksicht auf die große Anzahl von Kindern der Bediensteten der öfter» rcichischen Staatsbahnen, die einer Fürsorge bedürfe», ist beabsichtigt, einen Verein ins Leben zn rufen, dessen Aufgabe es 'i,ein foll, der Stiftung weitere fortlaufende Einnahmen zu fichern. In der erwähnten Sitzung wurde auch Anlaß genommen, die großen Verdienste zu wür» digen, die sich Frau von Derschatta durch ihr nnermüd» liches Wirken im Interesse der Stiftung erworben hat, nnd ist zugleich der lebhafte Wunsch znm Allsdrucke gekommen, ' daß Ihre Erzellenz sich bestimmt finden möchte, auch fernerhin an der Spitze des Zentralans-schusscs zu bleiben. * sAus dem Veterinärdieuste.j Die k. k. Landes. regierung für Krain hat den nenernannten landschaft» lichen Bezirkstierarzt in Nassenfuß, Herrn Lovro Te-pina, zum Viehbeschauorgane auf der Bahnlinie Treffen-Iohannistal bestellt. In desfen eventueller Ver» Hinderung wird die Stellvertretung durch das Veterinär» departement der k. t. Landesregierung besorgt werden. — lDie heurigen Vrnteurlaube.j In den jüngst , crlaffenen allgeineinen Direktiven für die diesjährigen Ernteurlaube wird n. a. angeführt: Durch die Institu» tion der Ernteurlaube soll sowohl der Landwirtschaft im allgemeinen als auch insbesondere jenen Landwirten, deren Söhne ihrer militärischen Dienstpflicht obliegen, in der Zeit des gesteigerten Bedarfes an Arbeitskräften eine Förderung zuteil werden' durch die Beurlaubung soll den betreffenden Soldaten die Möglichkeit geboten werden, ihren Allgehörigen wenigstens über die nächsten Sorgen der Ernte, das heißt jener Zeit hinweg zu helfen, die sie bei dein notorischen Arbcitermangel anf dem Lande am allerschwerslen empfinden. In erster Linie soll sonach dem Bauernstand geholfen werden, doch können auch die berufsmäßigen Feldarbciter insbeson» dere dann in Betracht kommen, wenn sie, im letzten Präsenzjahre stehend, dadnrch die Möglichkeit erhallen, für ihr Unterkommeil nach der Beurlaubung im Herbste vorzusorgen. Je nach Zulässigteit des 'militärischen Dienstes können Ernteurlaube für die Getreide-, Mais» und Heuernte, für die Weinlese, dann auch anläßlich der Vewirtschaftungsarbeiten im Weinbau und der be» sundereil Arbeiten in der Seidenranpenzncht gewährt werden. Der Umfang der Benrlaubungen wird im all-gemeinen mit drei Wochen festgesetzt. Das Ansuchen um Urlaub hat in normaler Weise vom Mann beim Rap-port zn erfolgen- die Vewillignng steht dem Truppen-tommandantcn zu und bleibt natürlich von den dann bestehenden konkreten Dienstverhältnissen sowie von der Konduite des Mannes abhängig. Die zu Erntezwecken beurlaubte Mannschaft hat Zivilkleidung zu tragen. Sie hat auch gelegentlich des Abgehens ans dem Urlaubs-orte beim Gemeindevorstand die sauf dem Ernteurlaubs, schein alizubringende) Bestätigung einzuholen, ob sie tat« sächlich Feldarbeit geleistet hat. Die zn Erntezwecken in Zivillleidern beurlaubte Mannschaft hat bei Vor-Weisung des Ernteurlaubsscheines auf Eisenbahnen anf dieselbe Preisermäßigung Anspruch, die den außer Dienst reisenden Mililärpersonen zukommt. * lAus dem Volksschuldienste.) Der k. k. Bezirks- schulrat ill Radmannsdorf hat an Stelle der kranklieits» halber beurlaubten Lehrerill Fräulein Ludmilla Ple» ni^ar die bisherige Supplenlin an der Volksschule in Unter-Loitsch Fräulein Marie Sirnit zur Snpplen» till an der Volksschule in Kropp bestellt. - Der t. k. Bezirksschulrat in Gotlschee hat dem Schulleiter der Volksschule in Ebental Herrn Johann Wittine trank» heitshalber einen Urlanb bis znm Schlnsse des Schul» jahres bewilligt, mit dessen Vertretung den proviso, rischen Lehrer in Altlag Herrn Josef Gregor itsch betraut und an Stelle des letzleren die Aushilsslehrerin Fiäulein Emma G öd er er znr Supplentin bestellt. —r. — Jubiläum des akademischen Vereines „Tlove. nija".j Gestern feierte der slovenische akademische Ver» ein „Slovenija" in Wien das vierzigjährige Jubiläum seines Bestandes. Die „Slovenija" ist der älteste slo. venisch-akademische Verein Österreichs nnd hatte im Lanse der Jahre viele Männer zu Mitgliedern, die später ill der Öffentlichkeit eine Rolle spielten, so die Politiker Landeshauptmann von ^ullje, der sein Be» gründer ist, ferner Dr. Nüster,^ und Dr. üav<^ar. Die „Slovenija" ist auch einer der wenigen slavischen Ver» eine, die berechtigt sind, aus der Aula im Couleur zn erscheinen. — sTchlaf» und Speiscwaa.cndienst auf den Alpen» bahnen.) Wie aus zahlreichen Alisragen hervorgeht, ist das reisende Publikum über den seit l. Mai l. I. aus den Alpenbahnen eingeführten Schlaf» und Speisewagen» dienst nicht entsprechend orientiert. Wir bringen daher nochmals zur Kenntnis, daß bei den, die direkte Ver. bindung zwischen Berlin, Dresden, Linz nnd Trieft veimittelnden Schnellzügen Nr. 507 lLinz ab 8 Uhr 5 Min. früh, Trieft an 7 Uhr 56 Min. abends) und Nr. 508 lTriest ab 7 Uhr 48 Min. früh, Linz an 7 Uhr 37 Min. abends) zwischen Linz und Trieft Speisewagen geführt werden, welche den Passagieren während des ganzen Tages znr Versügnng stehen. Für eine beqneme Nachlreise ist in derselben Strecke dnrch Schlafwagen vorgesurgt, welche bei den Schnellzügen Nr. 501 lLinz ab 9 Uhr 35 Min. abends, Trieft an 8 Uhr 44 Min. früh) und Nr. 502 lTriest ab 8 Uhr 45 Min. abends, Linz an 6 Uhr 50 Min. früh) zwischen Linz und Trieft k. k. Stb. rollen. — ^Studienreisen.) Die Hörer des dritten Jahr» ganges der lönigl. nngar. landwirtschaftlichen Akademie in Keszthell) werden nnter Führung von vier Professo» reu nach Besichtigung der Karstauffurstunge» bei Sankt» Peter am 28. d. M. den hiesigen t. k. Forstgarten be° suchen. Im Monate Juni wird eine Studienreise die Schüler der höheren Forstlehranstalt für die österrei. chischeu Alpenländer in Brück a. d. Mnr nach Krain führen, wobei die Wochein besnchl, dann der obige Forst» garten, die Wälder des Fürsten Windisch.Grätz bei Rakek, die Adelsberger Grotte und die Karstauffurstun» geil bei St. Peter besichtigt werden. Letztere Studien-reise leitet der Direktor der Anstalt Tr. I u govi z mit einem Fachprofessor. — sZum Viaduktbau an der Martinsstraße.) Dnrch dcii iul vorigen Herbst in Allgriff genommenen Durch» lnuch bei der Nahnüberfetzuug an der Martinsstraße hat sich, wie dies bereits jetzt zu bemerken ist, das Straßen- sowie das Bild des dortigen Terrains dies-und jenseits des Geleises wesentlich geändert: Die bis» herige Zufahrt zum Geleise erfährt beim Gaflhanse der Rosa Pav^ek eine Abzweigung nnd infolge des durchzuführenden Durchbruches selbstverständlich auch eine Vertiefung. Jenseits des Geleises fehen wir be-reils die beiden Viaduktwände bis zur Höhe voll zwei Meter aus Beton und Stein hergestellt; gleichzeitig bemerken wir eine Verlegung der Lastenstraße »> ständen muß inländischen Arbeitern dermalen abgeraten werden, in das bezeichnete Industriegebiet auf Arbeit' suche zu gehen. — lKonzcrt.) Die „Slovensla Filharmonija" kon» zertiert hellte nnler Leitung des Herru Kapellmeisters Fr i set im Hotel „Ilirija" anläßlich der Garten» eiöfsnung. Anfang 8 Uhr abends. Eintritt frei. * lZwei internationale Diebinnen.j Im Lanfe der vergangenen Woche mieteten zwei französisch sprechende, elegant gekleidete Frauenspersonen in der Stadt ein Monalszimmer. AIs sie ein Reisender ans Agram be» snchte, stahlen sie ihm ans einer Brieftasche 8 Zwanzig" kronennolen. Der Reisende, der ans dein Heimwege >" sein Hotel den Diebstahl entdeckte, erstattete hievon der städtischen Polizei die Anzeige. Es wnrde festgestellt, daß die Diebinnen sofort nach der Tat ihre Wohnu»sl verlassen nnd sich z» Fuß auf der Reichsstraße gege» Tomxale geflüchtet halten, weshalb die umliegendeii Gendarmerieposten in telegraphischem Wege hievon ver< sländigl und nm deren Anhallung ersticht wurden. Tal< sächlich gelang es dem Gendarmerieposten in Trojana die beiden Franenspersonen im Gasthause Kon^ek iü Trojana ansznforschen nnd zu verhaften. Sie waren dahin mit dem Postwagen gekommen nnd saßen eben beim Mittagsessen. Bei den Verhafteten fand man »ul einen Geldbetrag von 69 K 30 !i vor. Man lieferte sn' dem Bezirksgerichte in Egg nnd von dort dem Landes» gerichle in Laibach ein. Die jüngere, etwa 26jähr!gl' Frauensperson nannte fich Maria Dubois und die ältere, die bei 4<» Jahre all sein dürste, nannte N") Maria Panlina Sanjal. Beide spracheil französisch^ s'^' gaben a>l, aus Genua zu Hause nnd ihrem Berufe na") Artistinnen zu sein. * lZusammenstof; ^cier Radfahrer.) Diesertage stieß ein vom Petersdamm gekommener Radfahrer >»u einem ans der Resselstraße' sahrenden Dienstmann !" wuchtig zusammen, daß beide zn Boden stürzten mw elsterer an der linken Hand mehrere Verletzungen erlni- * Mnc Polizeiliche Razzia.» Heute morgens "">)' die Sicherheilswache in den, Ctadtwalde eine ^"^" vor. Zuerst wurde ein Lager entdeckt, worin, "ach ^ umherliegenden Speiseresten zn urleilen, vor l»^,z"' v'^ nnhrere Individnen gehaust halle». Als die Sichsw»,'^ Wachmänner tiefer in den Wald drangen und dn', ^ schupfen untersuchten, fanden sie dort drei ^"!^''',' ,,^ vor. Es sind dies die wegen der Stadt ausgewiesenen' Dirnen: die Wjahrige, '"'" . holt wegen Dlebslahles abgestrafte Angela M^"^ " Trifail, die wegen eines Uhrendiebftahles "M">sil,"' ' ferner die 3ljährige, nicht weniger als 27mal gen")" Lalbacher Zeitung Nr. 119. 1WI 27. Mai 1W9. >Ul'(^!l Til'dsldhll'g uud ^d^i^ll'!!!? cibqcftvliflr Pcniliin' l ^tali^ ans Trci(ili ln'i (^l,'!lschcc' uud die l)4iiil)ii>^ ^aqliu. tin .'»iiilhciriiKi Piruol dus Pöllcudl iu Uulcrt'Vliiu, die oichl Uicüi^l'l dl? 27llial hinter deu >ch».il'discheu ^^n° hnnssl'» ^scsscu ist. Ällc drei u.'arcu schm« »oeqci! Arbeit» schril iu der Wl'ibl'rMiuqsm'bcitsmislcIt >>> ^li!>tl.i>oi!.'. lüik'rl^'l'Vlichl. Das Trillium »ouvde lirvhliflct uud wild dl'li, Gerichte eingeliefert werde». ' sahrcr zu Vudeu stürbe uud sich leicht »erlebte. " slkin dctrüsscrischer Schuhlnncher.j Der 5>8iäl)ri^e Schuhuiacher ^rc-liiz ^>ersl)Ia erhielt zur ^enirbeiluu^ ^>.'l! ^ralleiischuheu I! Paar Echuhlilierleile i»i Werte vuu 44 !< 2<» !>, die er alier oerlauste. Deu (5rlöv lies; c'r iu Vrauutweiu aufqehe» uud fliichlele sich smiach a». üblich l^e^eu Trieft. Äers^la ist eiu deui ^ruule er» «lebeues Individuuiu »ud >r>urde schlin uiehrereiuale u,'e> !i<'l! Diebereien usw. abgestraft. " lVerlorcnj >r»urde- eiu schwarzer Neqenschirm, l'ine qoldene Krawattenuadel in ^urm einer Schlanqe >md ei» Meldtäschchen uiil 9 K. " lGcfuudrnj wurde aus der Südbahllstatwu- ein Stück ruleu Buches, eiu Spazierstick, eine hölzerne Psrife, eiu Ne^enschirin, ein alter Gaffer uiil Arbeiter, llrideru und eiue Herrenpeleriue. ferner wnrden iu der Stadt ein Nelx^I^er, eiue ^ehufrl'neniwte und ein Dlunentäschcheu qeflinden. Theater, Kunst und Literatur. — lÄienzlö „(5vangelimann") wurde liirzlich gar m — Brasilien ausgeführt. Der arme Matthias soll übrigens nach Mitteilungen aus dem stwldlande twrl in tadelloser Salouloilelle erschieueu sein, wao iibrigeus seiuem Erfolge leiueu (iiutrag getan haben soll. — Iu dei lej,;leu ^)ei< haben erfolgreiche (irslausfuhruugeli deo ..^oangelimaun" auch iu St. (ilieuue >^raulreich), Änl> werpen uud ^uzern stattgefuuden. Telegramme Dementi. Wien, 26. Mai. Das „^remdenulatt" meldet: I» l'iuem Äudapesler Blatte wurde erzählt, der österrei. chische Ministerpräsident Freiherr von Bieuerlh habe sich zu einer nicht näher zu bezeichnenden Person lieh' sl'il geäußert, die Ungarn häüe» (^liick, denn in der il'tzigeu >lrise sei die 5>lrone auch aus ihrer Seile. Dem-^'ge'niiber sind wir zu der lHrllärung ermächtigt, das; sich Freiherr oou Bieuerth uiemals iu dieser oder ähn-l'cher Weise ausgesprocheu hat, es sich also im oorlie-lll'udeu ^cille um eiue haltlose (5:rfiuduug Handell. Aus dem Budssetausschussc. Wien, 20. Mai. Bei Verhandlung des ^ustizelalo Erörtert Iustizminister Dr. o. H o ch e u b u r g e r eiu-lohend die Nol>r>endigseil der gesetzlichen »iegelung dei ^Prachenfrage, da deren Lösung im ^erordnuugü>r>ege wauiligsache ^iachteile, iusbejoudere hinsichllich des Prn° I»ugsrechtes der Nichter beziiglicl, der ttiiltigleit der ^lrorduuugeu uach sich zieht. Der Minister betonl, das; ^'i deu ^liichterernennnngen, insbesoudere in Nölimeu, "^öschltt'ßlich die Qualifilaliou und die Sprachenlennl. ''/sfe maßgebeud seieu, nnd erklärt, er würde niemals b,U' Verleihung eiiler Nichlerstelle zum Gegenstände po. litischcv ^ugestäuduisfe mache». Die in anderssprachigen ^erichlsbezlrleu amtiereudeil Nichter müssen sich besold "'N' Neserve auserlegen uud deu uolweudigeu nalio-"aleu Tall betuuden,' damit das Vertraueu der Bel'öl. ^ung iu die Rechtsprechung nicht erschüttert werde, "'r Minister sündigt für deu Herbst die Vorlage eiues 'V'Ueu Strafgesetzes an und betont die ^olwendigleit l''Ner Reform des anßerstreitigeu Verfahrens sowie des ^»sursuerfahrens. Er hofft, in der näcl,sten ^eil Vor-chlcigc, betreffend die teilweife Verbesserung der Naugs-^sseilverhälluisse Sriuer Majestät dem >i a i s e r nnle^. ^''len zu tönueu. Dcr allslavischc Konssrcß in Petersburg. s, Petersburq, 2l!. Mai. Heute faud u»ler dem Vor- ltze Dr. Kramürs die erste (Neuerawersammluug des ^'etutiofomitees des Präger Kongresses unter Teil- ^Pue besonders hierzu geladener, mit den slavischen r '^'le-genheiten dertrauler Personen stall. Die Neduer MUe» die Nesliltate der slaoischen Belveguug seit der ^Ne» Anwesenheit Dr. Kram-Irs und Geiiossen in Pe- "sburg a»sei»a»der uud stellte» fest, daß die schein- "V Abnahme im Wachsen der slavischen Beweguug sic«, '"schlich als Zunahme enoeise. Die hauptsächliche ''»»ahme sei iu der Auerlennung der Unabhängigkeit .„"lgaru'l,s uud in dem immer wachsenden Interesse '^,d,c allslaoische Sache sowohl in der Gesellschaft als """) >u der Presse zu erblicken. c-lttl ^"sburg, ^<>. Mai. Iu dcr heutigen Sitzung des u>I cwischl',, Kongresses unter dem Vorsitze des öster» m ^lchl'n Neichsralsabgeordneten Hribar »rnirde der ^ "lp^lt der (Gründung eiuer allslavischen Bank ver. (y, Hl'> bar siihrle aus, es bedürfe hiezu eines ^.UludtapilalS von 5><» Millionen Kronen, zu »uelchem " ^chen sj Millioueu nnd die Südslaveu 2'/. Millio- ^ ' ueizutrageu beschlösse,, hälteu. Die Versammlung ei»! -'"^' "»slimmig die Roluieudigkeil der Gründung "' solchen Bank. ^iirs erste miißle diese aus den 'orhaudeuen Mitteln gegründet werden nnd ihre ^älig» leil müsse sich ans die kommerzielle uud iudustrielle Arbeit des SlaventumS erstrecke». Es U'urde beschlossen, eiue Kommissio» zu ».'ählen, welche die Grnndprinzi» pien fiir die Grüuduug der Vauk ausarbeiten möge. Die Verhandlung wurde hieraus abgebrochen, ^ort» setznng morgen. Der Poststrcik in Frankreich. Paris, 2(i. Mai. Die Tlaalsanwallfchafl hat die bei der Seiuepräfeltur hiuterlegteu Statute» des Sy»> dilates der Post» uud ^elegraphenbedieustcten für dnrch-aus gesetzwidrig erklärt. Das Syndikat wird infolge-dessen aufgelöst werden. Paris, 20. Mai. Der Hauplausschuß zur Vertei-diguug der E>iudikalsrech!e der Slaatsbedieusteleu be-schloß, beini Parlamente wegeu schleuniger Wieder-allstellung der anläßlich deS letzten Streites entlassenen Postbeamten Schritte zu »nleruehuieu. Der sozialistische Deputierte l5onlon halte dem Ministerpräsidenten und dem Minister für öffentliche Arbeite» bereits angezeigt, daß er übermorgen eine» Antrag nnf Anmestierimg und Wiedera»slellu»g der gemaßregelte» Postbeamte» i» der Kammer einbringe» werde. Tofia, 2(l. Mai. Die Eotlnssuug der Neservemau». schasle», die übermorge» ihre Wasfe»»bu»g beende», »rmrde aus Befehl des Kriegsmiuisterimus ausgehobe». Die Neserviste» bleibe» bis aus weiteres unter de» /sah»e». Die politischen Kreise glauben, daß die bul-garische Regierung mit dieser Maßnahme eiue neuerliche Pression auf die Pforte behufs Beschleuuiguug der Re» gelnng der Angelegenheit der Orientbahnen auszuüben beabsichtige. Salonichi, 26. Mai. Die Kirche in (Horica wurde am Cyril!» und Methodiustage von Bulgaren gewaltsam in Besitz genommen. Der herbeigeeilte griechische Priester, ein Lehrer nnd der Ortsälteste wui-den miß. handelt uud mußten flüchten. Nach Gorica ist Militär abgegangen. konstantinopcl, 26. Mai. Mahmud Sche stet »Pascha hat an das Großwesiral eine Note gerichtet, worin er die geplante Verleihung einer goldenen Medaille an die Offiziere und einer silberneu Medaille cm die Mann^ schasl der Operationsarmee mit der (irkläruug ablehul, daß die Ehren, welche die Operationsarmee von der Ne> gierung und dem Parlament erhalten hat, genügend feie». Außerdem habe ja die gauze Armee zum (irfolge beigelrageu, indem sie die Grenze bewachte oder i» a». derer Weise tätig war. Mahmud Scheflet-Pascha er» klärt, er verlauge »ur außerordentliche Pensionen für die Hinterbliebenen ^reiheilsmärl>irer und für die Invaliden, Ttraßbnrg Wsaßj, 20. Mai. 6i» Boot mit neun Arbeitern, das gestern abeuds über den Nhein setzen wollte, fchlug in deu hochgehenden Wellen um. ^ünf i>i»ge ^eute ertraukeu. ^wei N'urde» a» der Brücke ge» rettet, zlvei cmdere loinile» sich d»rch Tch>oiun»eu rette». San Sebastian, 26. Mai. Iusolge eines hefligeu Unwetters, das gesleru hier ge>vütet hat, solle» sechzig Barke» gescheitert und el>r>a hundert Personen ums !^ben gekommen sei». Chicago, 20. Mai. Heute wurde hier eiu Erdbeben wahrgeiwmmeu, ebenso in ganz Illinois, Michigan und Wislousin. Die Gegenstände in den höher gelegenen Sloctwerken schwankten stark. Vecautwortlichcr Nedalieur: Anton F u n t c l. Mit 1. Juni 1909 lu'giunt cin neues Abonnement aus dir Dailmchor Zeitung. Die Pränum crc, ti ons - V ed in gn n g e n bleibe» unverändert und betrassrn: mit Pustversendung: für Faitmch: gänzjnhriss . . »<» 1i — ll ssanzjährig . . »2 X — l» halbjährig . . 15 » — » halbjährig . . It » — » vierteljährig . 7 » »0 » vierteljährig . » » »» » monatlich. . . » » »« » monatlich. . . l » 85 » Für dic ZusteIlnng ins Haiis für hiesige Abonnenten per Jahr 2 Kronen. Die P. T. Alionueuteu werden höflichst nebeten, den Priiunmerationsbctrass fiir die »^aib. Zeitung» stets rechtzeitig und in vorhiuein zu eutrichtcu, da soust die Zuscuduuss ol,uc weiteres cinssestcUt wird. MM- Nie priinumerallont »ettiiae »vollen ponollel «use halb bew, ^!?.> 7 U. F. ,730 t, 15 0 SW. mäßig , brwollt 0^7 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 20' 1« Normale lb'4«. W rttervoransiage für den 27. Mai: Für Steter« »mrl. Mrnten imd ÜNain: Trübes Wetter, schwache Winde, cibnchmcnde Temperatur, nnbeftimmt, unbeständig; für das Küstenland: Mrist tlüli mit zeitweisrn ^irderschlässr,!. mäßigr Winde, al'iK-limcnds Temperatur, unbestimmt, unbeständig,. EeiSulijche Berichte »md Veobachinugeu der Laibnchcr Erdbebenwarte lOrt: Gebände der l. l. Staats.Ovsirealschnle.) "l,sse: Nürdl.Breite 4ti" 03': Östl.Länne vox («leeiiwich >4°3l/ Vebe n belichlc: Vln, 22, Mai gegen 0 Uhr* 15 Mi-miten Erdstoß in ttalabrien, verzeichni-t in Minro und Mrjsiua; am 23. Mai gegen 15 Ut,r 45 Minuten Erdstoß in M essina ; am 20, Mai Erdstoß in Chicago, Illinois, Michigan und Wistonsin. Bodrnnnrnhe unverändert. * Dir .'jsi!,!»s,> I»'.',!,'!»',, !!>>> n,>> ,>!,,!>!'!!,>,>„ ,,^, ,^,ü^ ,>>!>,^<,l Perstorbene. A in 2 5. Mai, Franz Wiederwohl, Privatbeamter, :^ I.. Tredina I I, Nephritis, Im Zivilspitale: Ä m 2 4. Mai Franz kutnar. Knecht, 33 I,, ?Isu' ls»s>nel!mnni«. Am 25. Mai, Rosalia Frantic, Gärtnerstochter, 3 I., China-Wein mit Eisen Hygienische Ausstellung Wien 1906: Staatspreis und Ehrendiplom zur goldenen Medaille. |H Appetitanregenden, uerveu-^ä stärkenden und Mutverben-M| serndes Mittel für ^^B Rekonvaleszenten —— -J^^^^ = und Blutarme ffjU^SSKm von ärztlichen Autoritäten ¦f^finiV boHtens empfohlen. g~*^!fSi Vorzüglicher Geschmack. p*'< ii iJi-aartflB ------------ ^NADASmwwjjgJ vielfach prämiiert. ^msBäJtß über 6000 firztliohe Gutaohten. J. SERRAVALLO, k.u.k. Hoflieferant, Trieste. Iur Photographie für Amateure! 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Die Notierung sämtlicher Älticn und der „Diversen Lose" versteht sich per Ltült. Gelb Ware Nllgemeine Staats« schuld. Einheitliche «ente: »», lonver. steuerfrei. Kronen (Mal-Nov.) per Ku,se . , 9« 50 8« 70 d etto (Iänn.-Iuli) per Kasse ««45 96 65 »>«/, «. W. Noten (Febr.-Nug.' p« Kassc......99 7« 99 90 »-,«/« ü, W. Silber (Npril-Ott. per «ass«......99 7b «9 95 i8S«er Staatslose 500 fl. 4"/^ie^ >6« -l8S0«i „ 100 fl. 4"/„2i0 —22« — >SS4ei .. 100 n. . . 290 . -.- l8S4er .. 50 N. , .290- -.-- Dom.-Pfandbr. k 120 sl. b"/, 287 50L89 50 Staatsschuld d. i. Reichsrate vertretenen König« reiche und Länder. üsterr. «oloilnte steuerfr.. O old per Kasse .... 4°/, 1,7 4,> n?-«o üsterr. Rente in Kronenw, stfr., per Kasse.....4"/« 9« 4«' 98 «0 betto per Ultimo . . . 4°/„ 9« »5 96'bb 0st, Investition».«ente. stfr.. Kr. per Kasse . . »>/,°/<^ 8«-8b 8? ob »»ftnb°l,n.^t»»t«schull!. ! »erschltibungen. ! Ilisabeth-Gahn i, «., fteuersr., zui0.u00st.....4°/n US->,?-- Franz Ioseph-Nahn in Silber (biv. St.) . . . . 5>//>/„ 118 60119-6« «aliz. Karl Ludwia-Vahn (biv. Stücke) Kronen . . . 4°/„ 9« — 97 -Mbolf-Vahn in Kronenwähr. steuerfr. (biv. Et.) . . 4"/« 9b 90 9« 92 «orarlverger Nahn, stfr., 4 ... 434—4»«-detto Valzburg-Iirol 200 fl. z. W. S. 5°/« . . . .434- 428 b« »rem«tal°Vahn »00 u. 20«) Kr. 4°/".........193- 1!>0 - I Weld War? D»« Mall ,ur Zahlung 2b«« »»«««»« llllnbah»' Priorität»» Gillgall»uen. V»hm. Nestbahn. «b l, 4-1b 4°/„ unaar. Rente in Kronen- wahr. stfr. per Kasse , . 93 25 93-45 4"/, deito per Ultimo 93-25 9ü-^, 5V,"/n detto per Kasse «3-20 K» 40 Ungar. Vrümlen.Nnl. k 100 fl. 208 7l>207 75 dettll k 50 fl 203 7b Ü0? 7b Iheis,-Nea. Lo!e 4°/„ . . . .145 10,49 10 4°/o ungar. Grundentl.'Obli,,. 93 7b 94'7s> 4"/„ lroat, u. ftav. Vrbeiitl.-Obl, 94 2b 9b 3b Andere öffentliche Anlehen. B°«n. iianbes-Nnl. (dlv.) 4°/« 939« 94 so Bo«n,-Herceg, Lisenb. -llande«- Anlehen (bw.^ 4'/,°/» . . 99l5l0«-1b 5"/n Donau Reg. Nlilelhe 1878 io3'»<> — - Wiener Verlehrs-Unl. . . 4°/„ 9«-75 9775 detto 1900 4"/n »s'7b 97-7 b Unlehen der Stadt Wien . , ioo 90 !0l-9U detto (E. oder V,) 1874 I20'«n!i!I «n detto (1894).....93'X" »4 80 betto (Gas) v. I. 1898 , 96 3(> 9?-.'j'> dett« «tleltr.) v. 1.190U 9b-9b 96",!b detto (Inv.-N.)V,I,19«2 97-2« 97?» Nürsebau-Nnlehen verlosb. 4"/„ 9/,u/<, 9><»I.vl,4 9s>-R, Zentral-Vllft.-Kred,.«l,, üsterr., tb I, verl.....4>/,n,', wl'bn i(!2b<» bettn «5 I. verl, , . . 4°/« «7-25 »«>rs, Kred.Inst.. üsterr,. f,Verl,.U„t. u. »ffentl.Ard, Kat, ä.4"/„ ui; „'u 9«2N Lanbesb, d. Kön. Vali^ie» >i»b Lodom. 57>/, I. rilllz, 4«/^ 94 b>^ «5'! Mähr. Hvpothetenb. vcrl, 4<>/n S6 6 9? bb N.-üsterr, Laubes-Hup.-«nst. >"/« 97-s>«, 98'lil! dettu i»!l. li"/„ Pr. uerl. 3>/,"/n 8» b0 »9-b^ detlo K.-Schuldsch. vcrl,3>/,"/° «8b^ 8»-b« dl'lto uerl......4"/» 9?- 9!«' Österl.-ungar. Van! 50 Ia!,rc vrrl. 4°/« ü, W..... 9t<-bl> 99-50 detto 4l' „ Kl...... 98-50 99 5N 3varl.. «trste öst.. «0I. verl, 4«/i <,9i!f> 1> 0 >^b Eisenlilll)n-Prioritäts' Obligationen. Östcrr. Nordwestb. 200 si, E, , 104-— !0b' - Etaatsdahn i»0 sfr..... 408- 397-— Südbahn tt 3"/„ Iünner Juli 500 Fr. (per St.) , . . --.- —— Sübbahn k 5°/„ ^00 fl. N. o, « 118-7« 119-70 Diverse Lose. z>klM«llcht fost. 3«/., Vodenlrebil-Lole (i»l. 1880 28«-' 2«