80. Jahrgang Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68. 25-69. Maribor. Kopališka ul. 6 X'XXXXXXWXXXXXXXXXXXXXxV tili. , eu G 1iast össö Nr. 260 Freitag, den 15. November 1940 Inseraten- und Abonnements-Annahme in der Verwaltung. Bezugspreis: Xbholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—, für das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beilegen. Poštnina plačana v gotovini. Preis Din VSO jJJlnribotrr Mitvm „Ungarn noch fester an der Seite der Achse Rom ^wtzes Exposee des Außenminif-ers <9rof (Sfafy vor dem ungarischen Abgeordnetenhaus / Die Beziehungen der guten Kundschaft mit Jugoslawien bleiben unverändert / Ungarn hofft, daß Hitier und Mussolini den Krieg bald durch den Frieden abldfen werden fyJ?u d a p e s t, 14. November. (Avala-*) Außenminister Graf C z a k y hielt er nrn vor dem Abgeordnetenhaus eine oße Rede. Der Minister erklärte u. a. jj 2er1 des: »Ungarn ist es mit Hilfe ^tschlands und Italiens gelungen, nicht a r s®ine Grenzen zu erhalten, sondern - Ca beträchtlich zu erweitern. Der lefti-e ^ämpf, der uns verpflichtet, sich noch j^ger an jene Mächte anzulehnen, die den ^ ie8 so bald wie möglich bee idigen ■ rden, nimmt seinen Fortgang. Die Stär-j nS der Achsenmächte hat auch die hau sondern auch eine entscheiden- sch eu°rdnung des russiscli-japani-ö ®u Verhältnisses in der Linie des J-niiächtcpaktes hervorgehen werde Sci ,ev Schock über den völligen Fehl-^ £lS der englischen Politik gegen-Cr v* Russland hat auch die Kreise a„ . en, die bisher mit ihrer Kritik ZU,-1' Churchill-Halifax-Wellpolilik fri l‘cbbielten, jetzt aber ihrer Unzu-p0 ^nheit über das Versagendes D Office offen Ausdruck geben, ziti ,Cl eint die Frage einer Ersel- diiru Halifax* als Ausscnminister tu c!l Eden nicht so grosso Bedeu-sieh* Z11 baben wie die Tatsache, dass nii|' iClnc allgemeine Unzufriedenheit clui, englischen Ixriegspolilik Chur-voi bemerkbar macht, die jetzt auch Zahlreichen Unterhausmitgliedern Bio ---------------- .......... W _ u Wlrd- Enp ^usscnP°litischc Isolierung F 4a , verstärkt die Sorge wegen der prc;.lsenden Schwierigkeiten in der der s1'1111'"’ (*er Kriegsproduktion und Schrumpfung des englischen Aus-de 'la,1dels. In der Oeffenllichkcit worein,. (l'c Stimmen immer vernehmli-aic/'i (,le (,ic Kriegshilfe Amerikas der\* a!s ausreichend erklären und der p^ürchtung Ausdruck geben, dass Pol '.nsatz d- amerikanischen Kricgs-zu enlials tur die Rettung Englands ,e *Pdt kommt. Die Lage hat in den fajj °n. ac'1( Tagen infolge der um-ßrcichen Schiffsraumverluste eine ^nhai gefährliche Zuspitzung erfahren. Amerikanische Blätter stellten jetzt fest, dass sich in London schon vor der Reise Molotows nach Berlin eine heftige Kritik an der völlig verfehlten Russenpolilik Churchill geltend machte und erinnern an einen Artikel der bekannten Zeitschrift „New York Sta-tesman and Nation“ zu der Abweisung des englischen Protestes wegen der Teilnahme Moskaus an der neuen Donaukommission. Wörtlich liiess cs in diesem Aufsatz: „Dies ist keine zufällige Dummheit. Es ist ein Teil eines verhängnisvollen Kurses, dem wir seit Jahren gefolgt sind. Während diese diplomatische Sabotage weiter geht, setzen unsere Flieger und Matrosen ihr Leben umsonst aufs Spiel. Wir können diesen Krieg nicht mit den Waffen allein gewinnen.“ Dieser Satz zeigt die ganze Enttäuschung Englands über die diplomatische Niederlage, die es trotz der Bemühungen voh Cripps in Moskau einstecken musste und zugleich ein Gradmesser für die gegenwärtig im Foreign Office herrschende Nervosität hinsichtlich der deutsch-russischen Besprechungen. Im Earlton-HochHaus Verschüttete verloren! DIE AUFRÄUMUNGSARBEITEN IN RUMÄNIEN. — DEUTSCHES MILITÄR HILFT MIT. — KÖNIG MICHAEL INSPIZIERT RETTUNGSARBEITEN. — EISENBAHNVERKEHR WIEDER NORMAL. Bukarest, 14. Nov. Die rumänische Hauptstadt steht nach wie vor unter dem Eindruck des großen Erdbebens von Sonn tag früh. Eine Reihe von Straßen ist noch immer wegen Einsturzgefahr beschädigter Häuser gesperrt. Die Aufräumungsarbeiten an den Trüm mern des Carito n-Hochhauses dürften noch mindestens eine Woche dauern. Deutsche Pioniere und Soldaten der Luftwaffe arbeiten Tag und Nacht Seite an Seite mit rumänischem Militär, Feuerwehr und freiwilligen Legionärsmannschaften. Man hat dort Leute aus Siebenbürgen geholt, um durch Freilegung eines I unterirdischen Stollens in die beiden Kel- j lergeschosse des Gebäudes zu gelangen. Auch durch Anlegung von senkrechten j Schächten durch den Schutthaufen versuchte man die Rettung der überlebenden. Diese Versuche wurden jedoch wegen Explosionsgefahr wieder aufgegeben, um so mehr, als angenommen werden muß, daß die überlebenden in den Kellergeschossen mittlerweile gestorben sind, sei es, daß sie nach dem Bruch des Haupt-wasserrohrer ertrunken oder durch den Brand der ölkessel der Zentralheizungsanlage erstickten od. vom Schutt erdrückt wurden. Bis Mittwoch morgen wurden 81 Leichen geborgen, während man am ersten Tage der Bergungsarbeiten 84 Verletzte retten konnte. Es müssen also noch mindestens 70 Leichen unter den Trümmern liegen. Die Staatsanwaltschaft hat Haftbefehle wegen fahrlässiger Tötung gegen die Bauunternehmer des Carlton-Hoch-hauses ausgestellt. König Michael besuchte Dienstag zweimal die Rettungsarbeiten, Stabführer General Antonesu weilte vor seiner Abreise nach Rom noch in dem vom Erdbeben besonders stark mitgenommenen Campina. Soweit bis jetzt feststeht, hat die Erdölproduktion und auch die Verarbeitung des Rohöls durch das Erdbeben nicht im geringsten gelitten. Das Gebäude der Staats oper in Bukarest wurde derart schwer beschädigt, daß es voraussichtlich abgerissen werden muß. Das Finanzministerium mußte geräumt werden. Durch ein Gesetz wurde die Regierung ermächtigt, beschädigte Häuser, die von ihrem Eigentümer verlassen werden, in Besitz zu nehmen. Der Eisenbahnverkehr geht int ganzen Lande wieder normal vor sich, mit Ausnahme einer kleinen Nebenbahn an der Moldau. Kurze Nachrichten Berlin, 14. November. (Avala-DNB). Der Reichsminister des Äußern von Ribbentrop hatte Mittwoch abends ‘ abschließende Besprechungen mit dem Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare und Außenkommissär Mo loto w. Die Aussprache der beiden Staatsmänner dauerte mehrere Stunden. Berlin, 14. Nov. (Avala-DNB). Der sowjetrussische Botschafter Schkwart-schew gab gestern abends zu Ehren des Vorsitzenden des Rates der Volkskommissäre u. Volkskommissär für Äußeres Mo-lotow einen Empfang, an dem Vertreter der Reichsregierung sowie Repräsentanten der nationalsozial.stischen Partei und der Wehrmacht teilnahmcn. Dem Empfang wohnte auch die gesamte Begleitung Molotows und alle Mitglieder der Sowjetbotschaft bei. Zürich, 14. November. Devisen: Paris 9.75, London 17.10, Newyork 4.31, Mailand 21.77V-, Madrid 40.—, Berlin 172.50, Stockholm 101%. Drei Aussprachen Hitlers mit Molotow Der russische Regierungschef konferierte auch mit Göring / Weitere Mutmaßungen über den Anhalt der öeuttc^ruWchkN Besprechungen z Molotows Besuch in Berlin zerstörte die letzten englischen INusionen über die Haltung der Sowiei ^ Berlin, 14. November. (Associated Pr.) Außenkommissar Molotow hatte gestern die dritte Aussprache mit dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Die Aussprache folgte sogleich nach dem Bankett, das Hitler zu Ehren des russischen Regierungschefs gab.^Auch an dieser dritten Aussprache beteiligten sich Reichsminister des Auswärtigen von R i b-b e n t r o p und der stellvertretende Volks komissar des Aeußem Dekanosow. Da Molotow nur russisch spricht und Hitler nur deutsch, wirkten ein deutscher Botschaftsrat aus Moskau und ein russischer Botschaftsrat aus Moskau und ein russischer Botschaftssekretär aus Berlin als Dolmetscher. An dem intimen Bankett, welcher dieser Aussprache vorausgegangen war, nahmen außer Molotow und Hitler noch Ribbentrop, Generalfeldmarschall Keitel, Dr. G ö b b e 1 s, Dr. Ley, Dr. Dietrich u. a m. teil. Molotow, der das Schloß Bellevue bewohnt, wurde vom Chef des Protokolls Doernberg in die Neue Reichskanzlei begleitet Beim Bankett saß Molotow zur Rechten des Führers. Beim Eintreffen vor der Reichskanzlei erwies eine Abteilung der 88 dem russischen Regierungschef die militärische Ehrenbezeugungen. Die Aussprache zwischen Hitler und Molotow dauerte volle drei Stunden. Berlin, 14. November. Bereits vorgestern abends und gestern vormittags setzten die deutschen und die russischen Experten ihre Beratungen fort. Die Beratungen fanden teilweise im Reichsministerium des Äußeren statt, zum Teil aber auch in anderen Ministerien. Der Umfang der Verhandlungen ist so groß, daß man in Kreisen der ausländischen Pressevertreter nicht die Möglichkeit ausschließt, daß Molotow mit seinen Begleitern bis Montag in Berlin bleiben wird. Als charakteristisch wird die Tatsache angesehen, daß am Empfang Moiotows sowie am Bankett im Hotel Kaiserhof nicht nur die Vertreter der deutschen Wehrmacht mit Generalfeldmarschall v. Keitel an der Spitze teilgenommen haben, sondern auch die diplomatischen Vertreter Italiens, Japans, der Türkei und Chinas. Anwesend war auch der deutsche Botschafter in Ankara v.Papen. Die verantwortlichen Vertreter Deutschlands beschränkten sich auch diesmal auf kurze und allgemein gehaltene Erklärungen, doch wird ständig und entschieden darauf hingewie- sen, daß in Berlin bei dieser Gelegenheit Beschlüsse gefaßt werden, die von größter Tragweite sein würden. Man stehe vor einer neuen Aera der deutsch-russischen Zusammenarbeit. Die Interessen Deutsch- Ser Beginn der deutsch-sowjetischen Zusammenarbeit Das Bild zeigt die Begrüßung zwischen Stalin und Reichsaußenminister von Ribbentrop Ende August 1939 in Moskau gelegentlich des Abschlusses des deutsch -sowjetischen N ichtangriffspaktes. lands und Sowjetrußlands werden jetzt auf allen Gebieten vom Atlantischen bis zum Stillen Ozean in Einklang gebracht. Berlin, 14. November. Reichsaußenminister von Ribbentrop gab gestern abends zu Ehren des sowjetrussischen Regierungschefs und Außenkommissars Molotow im Hotel »Kaiserhof« ein festliches Abendessen, an dem sich eine große Anzahl führender deutscher Persönlichkeiten sowie alle 70 Begleiter Moiotows beteiligten. Der Bankettsaal war zu diesem Zweck reich und geschmackvoll geschmückt. Auf dem Hotel wehte die sowjetrussische Flagge mit Sichel und Hammer. Während des Essens erhob sich Reichsaußenminister v. R i b- bentrop zu einem kurzen Toast. Er begrüßte den russischen Staatsmann und betonte, daß seine Anwesenheit in Berlin die Vertiefung der Freundschaft zwischen beiden großen Nationen zu einer Zeit darstelle, in der das Antlitz der Welt sich verändert. Molotow beantwortete den Trinkspruch v. Ribbentrops in einer längeren Ansprache, die er russisch hielt und die entgegen ins Deutsche übertragen wurde. In seiner Rede betonte Molotow, daß durch den am 24. August des Vorjahres zum Abschluß gebrachten Freundschaftspakt eine Aera der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit begonnen habe, die viele Beweise dafür erbracht habe, daß diese Freundschaft und Zusammenarbeit auch eine dauernde sein werde. Die Sowjet-Union so erklärte Molotow — wird sich auch in Hinkunft strikte an diese Linie halten. Die Zusammenarbeit hat für beide Nationen die besten Erfolge gezeitigt und das wird auch in Hinkunft der Fall sein. Die Vertiefung der deutschrussischen Zusammenarbeit wird für ganz Europa die größten Folgen nach sich ziehen.« Am Schlüsse erhob Molotow sein Champagnerglas auf das Wohl des nationalsozialistischen Deutschland und seines großen Führers Adolf Hitler und brachte für beide die Wünsche für das Wohlergehen und Fortschritt im Namen der Nationen der Sowjetunion zum Ausdruck. Die Anwesenden bemerkten im Verlaufe der Rede Moiotows, daß der Sowjet Staatsmann nicht ein einziges Mal das Wort »russisch« gebrauchte. Er vermied es sorgfältig, d.ie Sowjet-Union etwa mit »Sowjetrußland« zu verwechseln oder so gar die Bezeichnung »Rußland« zu ge brauchen. Als Molotow sein Glas auf das Wohl des nationalsozialistischen Deutsch land und seines Führers erhob, wurde ihm von allen Banketteilnehmem lange anhaltender Beifall zuteil. Berlin, 14. Nov. (DNB) Gestern vormittags fand eine Zusammenkunft zwi sehen Molotow und Reichsmarschall G ö r i n g statt. Nach der längeren Aussprache der beiden Staatsmänner empfing Molotow auch den Stellvertreter des Führers Reichsminlster Rudolf Hess zu einer Aussprache. London, 14. November. Die englische Presse befaßt sich eingehendst mit dem Berliner Besuch kommentiert hiebe! die Moiotows kommende P°u' tik der Achsenmächte. Die »Times« beschränkt sich auf die Feststellung, daß die Berliner Besprechungen lediglich Vertiefung der deutsch-russischen ^ez. huingen dienen. Viel pessimistischer gegen ist »News C h r o n i c 1 e«. Blatt stellt fest, daß Molotow nicht m einem so großen Mitarbeiterstabe h^c Deutschland gekommen wäre, wenn Grundlagen für die Zusammenarbeit z sehen Deutschland und Sowjetrußia schon im Vorhinein ausgearbeitet wor wären. Das Blatt ist der Auffassung, schon die kommenden Tage eine Über ^ schung bilden könnten in der Form ^ e neuen Abkommens, welches noch größeh-Folgen haben könnte als der deutsc^ russische Nichtangriffspakt. England so schreibt die genannte Zeitung — m , sich auf das Schlechteste vorbereiten u die erforderlichen Gegenmaßnahmen tre fen. Vor allem muß die militärische Lag im Nahen Osten befestigt werden, allen Mitteln aber muß der Einbruch Achsenmächte in der Richtung auf verhindert werden. Griechenland ««r ausreichende Hilfe erhalten, ebenso Türkei. Deutschland — so beschließt Blatt seine Betrachtung — muß a»f s nem Wege gegen Suez auf unüberbru bare Hindernisse stroßen. . heß Rom, 14. November. Die italieiusc___________ Pressekorrespondenten verweisen m g Berichten über den Besuch Molotow auf die positiven Resultate der flß russischen Zusammenarbeit. Es kor« keinem Zweifel unterliegen, daß deutsch-russische Nichtangriffspakt Sieg Deutschlands auf allen kontinenta Kriegsschauplätzen ermöglicht habe-derseits habe die Sowjetunion durch Anschluß des Baltikums und durch Gewinnung großer Gebiete Polens, Ukraine und Galiziens ihre Lage ^ stärkt. Sowohl Deutschland als auch S® jetrußland hätten praktisch gezeigt, sehr sie es verstehen, ihre Interessen f in Einklang zu bringen. In den R®|* ^ tionskommentaren der italienischen ß ter wird schließlich darauf hingewie ' daß der Besuch Moiotows in Berlin em schweren Schlag für England darste ■ Wie im Vorjahre, als der deutsch-«"*1 sehe Nichtangriffspakt abgeschk>s^.e worden war, habe Moskau auch jetzt britischen Manöver durchkreuzt. ihren Jagdgeschwader Mölders errang seinen öoo Luftakflonen auf allen Kriegsschauplätzen Trotz Sturm und Dereiiungsgefahr unaufhörliche deutsche Luftangriffe aus England / Britischer Hilfskreuzer versenkt Italienische Flieger bombardieren griechische Positionen und Militärziele Von Suez / Englische Flugzeuge über deutsw Reichsgebiet und über albanischen und italienischen Küstenstadten Berlin, 14. November. (Avala-DNB). Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht gab gestern bekannt: Während in der Nacht vom 11. Zum 12. November die britische Luftwaffe durch Sturm und Vereisungsgefahr lahmgelegt war, setzten unsere Kampfverbände ihre Vergeltungsflüge gegen London erfolgreich fort. Sie griffen auch im Laufe des 12. November London an. Ein Gaswerk und Lagerhäuser in Kenington erhielten schwere Treffer. Weiter richteten sich erfolgreiche Bombenangriffe gegen Hafen- und Verkehrsanlagen, Lagerhäuser, Rüstungswerke und ein Kraftwerk in Südengland. Britische Häfen wurden weiterhin vermint. In der Nacht vom 12. zum 13. November warfen einige britische Flugzeuge in Westdeutschland Bomben, die fast ausschließlich in freies Gelände fielen und dort nur Flurschaden anrichteten. Nur in einer Ortschaft wurden ein Wohnhaus zerstört,, zwei Häuser sowie eine Wasser leitung beschädigt und mehrere Personen außerhalb des Luftschutzraumes verletzt. An anderer Stelle an einer Gleisanlage entstandener Schaden konnte schnell behoben werden. Verluste traten gestern auf deutscher Seite nicht ein. Wie nachträglich gemeldet wird, erhöht sich die Zahl der vom italienischen Fliegerkorps am 11. November abgeschossenen Flugzeuge auf zehn. Berlin, 14. November. (DNB). Nach einer Mitteilung der britischen Admiralität ist bei der am 8. November im Bericht des Oberkommandos der Wehr- Bei den Luftkämpfen, die am 8. November über London und im Südosten der britischen Insel stattfinden, errang das deutsche Jagdgeschwader Mölders seinen 600. Luftsieg. — Oberstleutnant Mölders (weißer Pelzkragen) im Kreise seiner erfolgreichen Piloten. macht gemeldeten Vernichtung eines leitzuges im Atlantik durch deutsche Derwasserstreikräfte auch der brit«5^ Hilfskreuzer »J er vis Bay« 0 Brt.) untergegangen. Nach der britisc: Mitteilung wurde der Hilfskreuzer d das Artilleriefeuer eines deutschen schiffes versenkt. Das britische Sc ’ das in Friedenszeiten ein Passagierda«W fer der Australien Common Wealth ist, hatte eine Besatzung von 15 Off und 174 Mann. Von einem Handelte wurden 65 Ueberlebende der »Jef Bay« gerettet. Schwedische Blätter veröffentlich^ jetzt Einzelheiten über das Seegefecht Grund der Aussagen des schwedisc Kapitäns Jalmar Wessel. Die Sicht s^_cI1 übrigen klar und die See ruhig 8eweSC„h Konvois gaD sch!euni£st fliehe«1 Die Leitung des englischen Befehl, daß alle Fahrzeuge nach verschiedenen Richtungen sollten. Im gleichen Augenblick wurde Hilfskreuzer »Jervis Bey« dem Feind e gegengestellt. Das Schiff habe ein nusg zeichnetes Ziel geboten und sei sc ^ nach einigen wohlgezielten Salven nahe vollständig in Brand geraten, Planfährung der jugoslawischen Versorgungswirtschaft Sine Ankündigung des Ministerpräsidenten Dragisa Evetkovie p ^ c o g r a d, 14. November. Im Prizadele fand gestern eine Konferenz der ^kretäre der Handels-, Industrie- und evverbekammem aus ganz Jugoslawien att. Die Konferenz wurde auf Anregung l.®8 Ministerpräsidenten Dragiša Cvet-r°vič abgehalten, der in dieser Konfe-eine eineinhalbstündige Rede hielt. Ministerpräsident betonte eingangs, eine Reihe von Problemen vor allen snderen Fragen gelöst werden müßte. Es ien dr" Probleme, die vor allem zu beabsichtigen seien: 1. Die Frage der J^erhöhungen, 2. die Frage der allge-e*nen Versorgung, vor allem mit Lebens bedarfsartikeln, und 3. die Fragen, die sich auf die Verordnungen beziehen, die als Folge der raschen Preiserhöhungen und des Versorgungsproblems entstanden sind. Der Ministerpräsident erwähnte sodann die abnormalen Preiserhöhungen und die verschiedenen Störungen in ihrem Gefolge. In der Versorgungsfrage seien Störungen infolge der internationalen Verhältnisse entstanden. Es gebe keinen argentinischen Weizen mehr. »Und damit — so erklärte der Ministerpräsident — müssen wir rechnen. Wir können uns nicht mit einer chinesischen Mauer umgeben und uns damit täuschen. Europa hat auch in normalen Zeitläuften Weizen eingeführt. Jetzt ist die Produktion geringer, und zwar infolge der außerordentlichen Kriegs- und Mobilmachungsmaßnahmen in einigen Staaten. Die Versorgungspsychose hat zahlreiche Störungen in unserem wirtschaftlichen Leben verursacht. Wir können in den heutigen Zeiten ohne Plan kein Wirtschaftsleben führen. Unser gesamtes Wirtschaftsleben muß von einer einzigen Stelle aus geleitet werden. Ich möchte eine fälschliche Auffassung korrigieren, die in die Erscheinung getreten ist und nach der es den Anschein hat, als ob die Kroaten für ihre eigenen Verhältnisse einen separaten Bereich beanspruchen würden. Alle unsere Wirtschaftsfragen werden von einer Institution oder Persönlichkeit beobachtet werden. Wir müssen die Einrichtung oder Persönlichkeit bestimmen, die das allgemeine Interesse wahren wird. Das Endziel unseres Programmes ist die Verbesserung der Lage in diesen schlimmen Zeiten und ebenso auch die Verbesserung der Beziehungen zwischen Produzenten und Konsumenten. Die Regierung ist gewillt, alles zu tun, um sjch dem Standpunkt der Wirtschaftskreise zu nähern.« !!ne heftige Explosion sein Schicksal besegelte. 0 ni, 14. November. (Avala-Stei'ani) Cr italienische Wclirmachtsbericht °n' Mittwoch hat folgenden Wortlaut: lih S Hauptquartier der Wehrmacht a y: bekannt: Spähtrupptätigkeit und . ulltirieaktioncn im Sektor von Ko-üta Feindliche Versuche, an unsere v Cr die Grenzen im Epirusabschnitt ,0rgeschobcncn Positionen Iicnmzu-.°hnncn ,wurden zurückgeschlagen. c hsere Luftformationen haben fcindli-i Stellungen auf dem Pindus sowie der Nähe der Strassenkreuzung Mit-v di—Jannina, ferner in den Zonen ,?n Kalibaki und Filippade bombar-v erb In der Zone' von Berat wurde unseren Jägern' ein Flugzeug vom p euheimtyp abgeschossen. Feindliche q dgzeuge führten einen Angriff auf Urazzo aus, der einige Tote und Verödete zur Folge hatte; ein feindli-d€s Flugzeug wurde wahrscheinlich geschossen. Während einer bewaff-Cj. n Aufklärung gegen Malta wurde s unserer Jagdflugzeuge abge-cd°Sson. I’l d Nordafrika bombardierten unsere dgzeuge die militärischen Anlagen ,,Qd Suez und die Flugplätze von Kai-ü»d Abukir; die Ziele wurden voll |^.r°ffon. In Ostafrika hat der Feind 1 einem Zusammcnstoss zwischen nrsdren Vorhuten u. feindlichen For-üfl T°nen Gebiet von Kassala etwa . 'Ote auf dom Kampfplatz zurück-j. ,8sscn; unsere Truppen haben Ma-tir, dougewehre. Gewehre und Muni-, d erbeutet; unsererseits sehr lcich- 9 Vevliiste. lln dserc Luftwaffe hat mit Bomben „ . Maschinengewehrfeuer Scluilzen-Dp? d'und Artilleriestellungen, Trup-u, feindliche Zeltlager und Krafl-;n^€u. bei Otrub (Zope von Kassala) Chfßrtffen. Ein Angriff der feiqdli-(lr 11 r Luftwaffe auf Melemma hatte Fo? *°lc und zwölf Verwundete zur ^ k’e Unsere Jäger haben ein Flug-Vom Gl oster typ abgeschossen, ei weitere wurden wahrscheinlich Erschossen, p .111 Hinflug feindlicher Flieger auf j didisi, Tarent und Bari. Nur in der , - °n Stadt wurden Bomben ge worfle ’ r*ic unbedeutenden Malerialschu-teu UllC* drei Verwundete verursach- bL°«don. 14. November. (Avala) fP U.dd meldet: Die britische Luftwaf- I.K.H. Prinzessin Olga eröffnet das Winterhilfswerk Errichtung eines Zentral-Arbeltsausichusies für den ganzen Gtaatsbereich unter dem Vorsitz I.K.H. der Prinzessin Olga Beograd, 14. November. Im Alten Schloß fand gestern über Einladung I. K. H. der Prinzessin Olga die gründende Sitzung des Arbeitsausschusses für die Winterhilfe statt. An der Sitzung beteiligten —- zahlreiche von den Herren mit ihren Damen — Ministerpräsident Cvetkovič, Vizepräsident Doktor Maček, Sozialminister Dr. B u d i-s a v 1 j e v 1 č, die Gemahlin des königlichen Regenten Dr. Perovič, die Bürgermeister von Beograd, Zagreb und Ljubljana sowie zahlreiche Damen aus der Beograder Gesellschaft. Die Sitzung wurde durch I. K. H. Prinzessin Olga eröffnet, die in einer tiefempfundenen Ansprache auf die Aufgabe des Winterhilfswerkes hinwies, da diese Aufgaben noch nie so schwierig gewesen seien wie in diesem Winter. Es müssen daher alle Autorität und alle Kräfte eingesetzt werden, um der bedürftigen Bevölkerung zu helfen ohne Rücksicht auf die hiebei entstehenden Schwierigkeiten. Nach der Ansprache der Prinzessin wurde der erste Arbeitsausschuß für das Winterhilfswerk im Königreich Jugoslawien gebildet. Den Vorsitz führt I. K. H. Prinzessin Olga. Vizepräsidenten sind Ministerpräsident Dragiša Cvetkovič, Doktor Maček, Frau Vera Popovič, Minister Dr. Budisavljevič und die Bürgermeister von Beograd, Zagreb und Ljubljana. Anstelle einer Resolution wurde sodann ein auf die Winterhilfe und ihre Aufgaben bezugnehmender Aufruf I. K. H. der Prinzessin Olga verlesen und mit Begeisterung zur Kenntnis genommen. Keine Intrige Italiens gegen Jugoslawien" EINE FESTSTELLUNG VIRGINIO GAYDAS ,j i» der gestrigen Nacht Petro- lu ^^Mflncrien im Deutschen Reich, v as^°H8häfen im nördlichen Teil des H;vlManche, die Unlcrseeboot-2 \ s *n f.Orient und eine grössere An-h von militärischen Lagern in euUchbind an. e diesjährige Saison in Cortina d'Am-Zzo wlrd ganz besonders rrich an Veranstaltungen sein. n*; A. P, E., Rom). Die diesjährigen ’nterveranstaltungen in Cortina d’Am-220 werden sich ganz besonders ab-echsiungsrelch gestalten. Während die °rbereitungsarbeiten für die Ski-Welt-^rschaft (zu der bereits 12 europäi-^ ,e Nationen ihre Teilnahme zugesagt en) eifrigst fortschreiten, sind weitere Rom, 14. November, Virginio Gay da befaßt sich im »G i or n a 1 e d’ 11 a 1 ia« mit Jugoslawien und unterstreicht die objektive Haltung der jugoslawischen Presse im Zusammenhänge Zu den jüngsten Geschehnissen im Südosten. Gayda schreibt: »Diese neutralen und uninteressierten Nachrichten der jugoslawischen Blätter sind in erster Linie ein präzises Dokument der faktischen Lage und daher nützlich für die gegenseitigen Beziehungen. Diese Nachrichten sind ferner ein Beweis für die lobenswerte Objektivität der Beograder Presse. Beograd will sich von den Intrigen freihalten, die sich gegen die jugoslawische Nation richten. Volk und Regierung konnten in Jugoslawien feststelien, daß Italien an keine Intrigen gegen die jugoslawischen nationalen Interessen denkt und daß es klare und loyale Positionen innehat. Diese durch geschichtliche Tatsachen erprobte Anerkennung muß als Ergebnis geregelte Beziehungen zwischen Rom und Beograd zur Folge haben.« Amerika toünicht außerhalb des Krieges zu bleDen MARINEMINISTER KNOX ÜBER DIE HALTUNG DER USA Columbia, 14. November. Marineminister K n o x hielt am Jahrestag des Waffenstillstandes von 1918 eine Rede, in der er u. a. sagte: »Es fst offenkundig, daß Deutschland seine Positionen durch Zusammenarbeit mit den Sowjets und durch neue Akte in der Welt zu befetigen versucht. Diese Drohungen müssen jedoch durch Taten beantwortet werden. Nicht was wir sprechen, ist wichtig, sondern sportliche Veranstaltungen in Vorbereitung-: Meisterschaft im Bobsteuern der Dolmitenabfahrt, das Dolomitenrennen und der Kampf um die italienische HD-Meisterschaft. Diese wichtigen Veranstaltungen werden das Winterprogramm der Königin der Dolomiten ganz besonders interessant gestaltend Cortina d’Anrpezzo ist sich seiner Aufgabe voll bewußt und ist Heute in der Lage, auch den verwöhntesten Ansprüchen in Bezug auf Unterkunft, Verpflegung und Sportanlagen in jeder Hinsicht zu genügen. was wir tun. Amerika wünscht außerhalb des Krieges zu bleiben, es läßt sich aber nicht einschüchtern. Den Vereinigten Staaten kann fremder Wille nicht aufgezwungen werden. Die USA müssen daher auf rüsten, um die Verteidigung der westlichen Hemisphäre übernehmen zu können.« Italienische Krieqs-diianz Rom, 14. Nov, (Avala-Stefani.) — Die italienischen Blätter stellen in der Morgenröte des sechsten Kriegsmonates Italiens fest, daß Italien auf sämtlichen Fron ten siegreich kämpfe. »Popolo d’Italia« unterstreicht, daß der Kampf vom Aer-melkanal bis zum Atlantik entbrannt sei. Noch nie sei Italiens Anstrengung von solcher Tragweite gewesen wie jetzt. Das im Kirege befindliche Italien sei eine vollendete Maschine, die mit wunderbarer Präzision arbeite. Italien sei auf sämtlichen Fronten in besserer Lage und betont, daß zur Zeit der großen, im Gange befindlichen Schlacht die Politik der Achsenmächte daran gehe, die morgige Welt zu organisieren und einzurichten: eine Welt des Friedens, basierend auf Gerechtigkeit. — Der »Messagger o« macht die Feststellung, daß italienische Waffen überall in den Schlachten engagiert seien, um den Feind zu verfolgen und zu vernichten. Die italienischen Soldaten hätten in diesen Kämpfen ihre unnachgiebige Energie und ihren Siegeswillen bewiesen. Das Blatt kommt sodann auf den Berliner Besuch Molotows zu sprechen, der solcher Natur sei, daß er in London Mißstimmung und ernste Besorgnis hervorrufen müßte. Solche Reperkus-sionen und Reaktionen genügten an sich, um den positiven Charakter des ersten Besuches Molotows im Ausland zu charakterisieren. So viel sei aber sicher, daß nicht nur Molotows Besuch das Motiv für den Aufruhr und die Erregung im Kabinett Churchill vor Beginn des ^Vinters darstelle. StoaUieUe MossetfaHede II. Klasse der 41. Spielrunde (12. d.) Din 303.000.—: 95487 Din 100.000.—: 67989 Din 80.000.—: 88290 Din 50.000.—: 19298 Din 30.000.—: 65121 Din 25.000.—: 77206 Din 10.000.—: 4523 27190 38506 79573 82364 Din 5000.—: 4697 20476 29816 39474 40067 48359 50132 60792 64748 68502 84546 88733 Min 3000.—: 1530 7899 10886 14530 14596 38259 38600 42726 52444 52752 57923 82261 87228 88553 90154 Din 1000.—: 6445 12627 15736 21942 35007 35759 36755 37215 37658 49787 49774 51225 53311 54028 54646 57139 58923 59151 59888 66676 69126 72293 76081 77778 80424 81711 83907 86515 87444 88133 (Ohne Gewähr.) BANKGESCHÄFT BEZJAK, öevoilm. Haupt-kollektur der Staatlichen Klassenlotterie, Maribor, Gosposka ul. 25. Tel. 20.97. Gedenke? der Antituberkuiosen-Liga! Aus Stadt und llmaebuna Maribor. Donnerstag. Sen 14. November Die erste Mufifaufführung des Mariborer Theaters in der Saison 1940-41 »AUF BEFEHL DER HERZOGIN.« — ZUR HEUTIGEN ERÖFFNUNG DER MUSIKVORSTELLUNG AM MARIBORER THEATER. Das musikalische Repertoire der vor Monatsfrist eröffneten Theatersaison in Mariibor wird heute, Donnerstag, abends mit dem bekannten Operettenidyll »A u f Befehl der Herzogin« eingeleitet. Musikalische Werke konnten nicht früher zur Aufführung gebracht werden, da das Einstudieren bedeutend mehr Zeit in Anspruch nimmt als im Schauspielfach. Dieses Stück wurde sorgsam vorbereitet, so-daß auch vom Standpunkt der Aufführung mit einem vollen Erfolg zu rechnen ist. Die Wiener Fassung des Werkes lautet »Auf Befehl der Herzogin«, da es in Alt-Oesterreich nicht anging, die Kaiserin Maria Theresia auf die Bühne zu bringen. Nach dem Libretto von L. Jacobson und R. Bodanzky handelt es sich um eine historisch anmutende, von Bruno Granich-städten vertonte Operette, ein Kind des Weltkrieges, dessen Uraufführung im Jahre 1915 in Wien stattfand. In Maribor gelangte das Stück schon vor elf Jahren zur Aufführung und' hatte einen durchschlagenden Erfolg zu verzeichnen. Gleich seinem Vorgänger »Orlow« hatte dieses Wenk Granichstädtens auf alle größeren Bühnen Eingang gefunden und gehört zum Stammrepertoire aller Operettentheater. Trotz des historischen Aufputzes aus dem Familienleben der Kaiserin Maria Theresia und der Art und Weise, wie sie die Wiener Bürgerfamilien behandelte, ist die Handlung des Stückes überaus romantisch und stellenweise sehr unterhaltend. Die weiche, melodiöse Musik voll reizender Arien, die Balletteinlagen, die Rokokokostüme, die Szenerie u. dazu die gelungene Regie von Harastovič werden die Besucher voll auf ihre Rechnung kommen lassen. Der DiftuaHenmarft Ein Gang durch den Mariborer Viktualienmarkt zeigt schon auf den ersten Blick, daß wir uns mitten im Spätherbst befinden und knapp vor Beginn des Winters stehen. Vorhanden sind meist nur die spätreifenden Bodenfrüchte. Die Auswahl läßt schon zu wünschen übrig, was eben mit der vorgeschrittenen Jahreszeit zusam menhängt. Der Markt ist ziemlich gut bc- optik-fachmann? e. peteln schickt und wird auch eifrig besucht, da sich ja hier die beste Gelegenheit bietet, sich mit Nahrungsmitteln einzudecken, wennauch bei ständig wachsenden Freien. Am Fleischmankt verlangen die Umgebungsbauern für Kalbfleisch 16— 18, Schweinefleisch 20, ausgelöst 22—24, Fisch 24, Hase 22, Schmer 24, Speck 23 —24, Lunge 12, Leber 14, Rippen 18 u. Kopf 12 Dinar pro Kilo, für Nieren und Füsse jedoch 3 Dinar pro Stück. Der G e f 1 ü g e 1 m a r k t ist gut beliefert, aber teuer ist alles, verflixt teuer. Brathühner kosten 30—80 Dinar pro Paar Hennen 28—35, Gänse 60—80, Enten 20 —25, Truthühner 40—85 und Kaninchen 12—70 Dinar pro Stück, während man in normalen Zeiten die Karnickel schon u 5 Dinar erstehen konnte. Am Fischmarkt kosten Kaipfen 16, Weißfische 9—10 und Hechte 20, Seefische dagegen je nach Qualität und der Zufuhren 16—32 Dinar pro Kilo. Nun der Gemüsemarkt, der hauptsächlich unseren Küchenzettel zusammen-: ms teilen pflegt. Kartoffeln kosten 1.60 Dinar pro Kilo (maximiert) oder das Maß zu 7 Kilo 11 Dinar, Zwiebel 2—3, Knoblauch 8—12, Sauerkraut 5, Sauerrübe 3 und Krenn 7—9 Dinar pro Kilo, Krautköp 'e 0.50—3, Blumenkohl 1.50—10, Kohl 1L0—2, Sellerie 0.50—3, Speisekürbis 0.50—4, Kopfsalat 0.50—1.50, Endivie 150—1,50 und Schwarzrettich 0.25—0.50 Dinar pro Stück, Rübe und Kohlrübe 2—5 Stück um einen Dinar, Tomaten, Rotrübe, Rapünzchen, Radieschen und Spinat 1, Gartenrüben 0.50—1 Dinar pro Häufchen, Pori' 0.25—1 Dinar Stück, Petersilie und Majoran 0.50—1 Dinar pro Büschel und geschälte Erbsen 15 Dinar pro Liter. Milch und Milchprodukte: Milch 3—3.50 und Rahm 12.50—15 Dinar pro Liter, Butter 36—40, Teebutter 50 u. Topfen 12 Dinar pro Kilo, Eier 1.75—2 und konservierte Eier 1.50 Dinar pro Stück. Obst m a r k t: Aepfel 5—12, Birnen 10—16, Trauben 16—18, Nüsse 14—16, geschält 44 und Kastanien 4—5 Dinar pro Kilo, letztere auch 2—4 Dinar, geröstete Kastanien 6—8 Dinar pro Liter. Getreide: Weizen 2.75, Roggen u. Gerste 2.50—3, Mais 2.50—3.50, Hafer 2, Hirse 3.25—3.50, Buchweizen 2, Hirse-prein 7, Heidenprcin 7—8 und Bohnen 4.50—6 Dinar pro Liter. Am Fü tter markt wird die fortschreitende Teuerung besonders kraß. — Süßheu kostet bereits 140 und Grummet 70 Dinar pro Zentner, obwohl die Mahd heuer infolge der ausgiebigen Nässe nichts zu wünschen übrig ließ. Blumen und Berge In einem überaus eindrucksvollen Lichtbildervortrag stimmte gestern der Ljubljanaer Amateur Karlo Kocjančič der Autor vieler preisgekrönter Photos, ein Hohelied auf die Farbenphotographie an. Kocjančič, der gleichzeitig gestern den heurigen bergsportlichen Vortragszyklus des Slowenischen Alpenvereines eröffne-te, umriß in prägnanter Darstellung das Wesen, die Möglichkeiten und die Technik des Farbfilmes und zeigte an Hand einprägsamer Beispiele alle Vorzüge dieser für die Photographie geradezu epochalen Erfindung auf. Die bunte Farbenpracht der schönen Natur, die das mensch liehe Auge kauim noch erfassen kann, spiegelte sich in solcher Pracht, daß man aus der Bewunderung schier nicht herauskommen konnte. Mit besonderer Liebe wandte sich Kocjančič der Blumenphoto- graphie zu, in der er es zweifelsohne zu einer wahren Meisterschaft gebracht hat. Namentlich die Bergblumen erfaßte er mit seiner Kamera derart naturgetreu, daß man sich förmlich in das Blumenparadies unserer stolzen Bergwelt versetzt fühlte. Kocjančič’ wunderbare Blumenphotos, die übrigens auch in den großen Blumen-Alinanach von Sloweniens Bergen aufgenommen werden sollen, werden gewiß viel zur Liebe und zum Schutz unserer Bergblumen beitragen. Keine Auflösung der Gewerbe Innungen! Wie uns mitgeteilt wird, richtete die Kammer für Handel, Gewerbe und Indu strie in Ljubljana Mitte September an den Mariborer Stadtmagistrat die Forderung, hinsichtlich der Liquidierung der aufgelösten Gewerbeinnungen. Am 8. d. erhielten die Innungen vom Stadtmagistrat die Mitteilung, daß sie binnen 15 Tagen dem Auflösungsdekret nachzukommen und die Liquidierung durchzuführen haben. Inzwischen hatten sich die meisten der betroffenen Gewerbeinnungen beim Verwaltungsgerichtshof in Celje gegen das Auflösungsdekret beschwert. Sie hatten Erfolg und der diesbezügliche Entscheid des Verwaltungsgerichtshofes wurde mit 30. Oktober rechtskräftig. Eine Beschwerde gegen diese Entscheidung wurde bisher nicht eingebracht. Deshalb kann von einer Auflösung d. Innungen, wie die Sache jetzt steht, keine Rede sein. Auch ist eine zwangsweise Durchführung des Auflösungsdekrets nach Inkrafttreten der Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes nicht möglich. m Aus dem Schuldienst. Die Fachlehrerin Antonie Masten wurde an die Mädcheubürgerschule 1 in Maribor versetzt. Die Professoren Ludwig Vazzaz in Ljubljana und Paul Ho-leček in Celje wurden in den Ruhestand versetzt. m. Todesfall. In Maribor ist heute früh der weit und breit bekannte Sodawassererzeuger Herr Heinrich S e n e ko v i č nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 66 Jahren verschieden. Der Verstorbene war seinerzeit Gastwirt und wurde in weiterer Folge auch zum Obmann der Gastwirte Vereinigung gewählt. Er bewirtschaftete u. a. auch das Restaurant zur »Pilsner Bierquelle« (heute Senica), worauf er sich vollkommen der Erzeugung von Sodawasser widmete. — Friede seiner Asche! Den schwer getroffenen Hinterbliebenen unser innigstes Beileid! m. Heute erste musikalische Premiere im Theater. Heute, Donnerstag, geht die melodiöse klassische Operette »Auf Befehl der Herzogin« als erste musikalische Novität der Saison im hiesigen Theater in Szene, worauf nochmals aufmerksam gemacht wird. m Aus dem Zolldiensl. Versetzt wurden die Zollbeamten des Mariborer Hauptzollamtes Svetisläv Pro tič und Milorad D u d i č nach Beograd sowie Der Erdrutsch in der Gaveklamm DER EISENBAHNVERKEHR NAHEZU WIEDER NORMAL. Wie schon gestern kurz berichtet, ereignete sich Dienstag nachmittags infolge Unterwaschung des Erdreiches durch die letzten Regegnüsse in der Saveklamm zwi sehen Trbovlje und Hrastnik ein Erdrutsch, der bei seinem Hinabgleiten in den Fluß auch ein Nachgeben des Bahndammes bewirkte. Ein Teil der Erd- und Steinlawine verschüttete teilweise auch den Bahnkörper, sodaß die betreffende Stelle für längere Zeit unpassierbar wurde. Glücklicherweise befand sich zu dieser Zeit kein Zug in der Nähe. Alle Züge wurden in den benachbarten Stationen unverzüglich aufgehalten. Der Personen- verkehr wurde einen halben Tag durch Umsteigen aufrechterhalten, während die Güterzüge den Umweg über Karlovac und Zagreb nahmen. Im Laufe des gestrigen Vormittags wurde die verschüttete Strecke soweit freigemacht, daß die Züge das eine Gleis benützen und wieder auf direktem Wege zwischen Maribor und Ljubljana verkehren können, wenn auch mit einiger Verspätung. Man hofft, in einigen Tagen das von den Felshängen herabgestürzte Erd-leich völlig zu beseitigen und auch das zweite Gleis für den durchgehenden Verkehr freizulegen. Andjel Kovačevič nach Gor'XI^ Radgona. Nach Maribor kommt e Zollbeamte Djordje Jovanovič aus Beograd. m. Auszeichnung. Der Schulverwalte1" Ivan Ferk in Limbuš wurde mit dem a • Sava-Orden fünfter Klasse ausgezeichnet-Die Auszeichnung wurde ihm am vorig'-Samstag vom Schulinspektor A. S e n i c in feierlicher Weise überreicht. m Aus dem Bahndienst. Der Bahn-kontrollor Karl Grimšič in Zida most wurde zum Oberkontrollor er nannt. und gleichzeitig nach Rimske Toplice versetzt. In den Ruhestan versetzt wurde der Inspektor Jank° V r a n j e k aus Cel j e. m. An der Volksschule in Sp. Polskava wurde die dortige Lehrerin Anna K o p r i v a zur Schulverwalterin ernannt. m Aus dem Steucrdiensle. Versetzt wurden die Steuerbeamten Ferdo D ° brave von Maribor nach Slovenj Gfa dec, Peter Vesel von Slov. Konjic nach Maribor, Ladislaus P u c von Dravograd nach Mokronog, Anton Bi leg von Ptuj nach Gornji grad, D ra go Stefančič von Maribor nac Slov. Konjice und Leo Tičar v°n Slov. Bistrica nach Laško. m. Der Setzerkobold hat in unserem &e rieht über die Schiller-Gedenkfeier u. a-zwei sinnstörende Fehler hineingeschwm-delt. Es soll am Ende des zweiten Absa” zes heißen, daß Prof. Hermann Frise »heute aus der deutschen Kulturgemein unserer Stadt nicht mehr dacht« (und nicht fortgebracht) w'e den kann. Am Ende des vorletzten A satzes soll es heißen, daß sich 1r0' Frisch im Hinblick auf den rauschend Beifall genötigt sah, zu einer Wiede -holung »äufzurtiffifl* (und nicht att-zutreten). m Für den Svengali - Abend, der morgen, Freitag, im Burg-Tonkm stattfindet, macht sich ein ausser° deutliches Interesse bemerkbar, y.1 wir erfahren, bereitet Svengali i*j diesen einmaligen Abend eine Bei äusserst interessanter Experiment vor, die auch an Originalität nichts . z wünschen übrig lassen werden. sorgen Sie die Karten rechtzeitig 1 Vorverkauf! m. Der alljährliche Leopoldmiarkt i" Gornja Radgona findet am Freitag, °e 15. d. M. statt. m. Einen Teeabend veranstaltet der ISSK. Maribor Sonntag, den 17. d. halb 17 Uhr in der Kino-Bar. Mitgbeb\ und Freunde des Sports sind herzte eingeladen! m. Humoristischer Abend in der Volk®' Universität. Im Rahmen eines Vortrags abends der Mariborer VoHcsuuiversi findet am Freitag, den 15. d. ein hurnru stischer Abend statt, bei dem der Schri leiter des »Toti list« Božo P o d k r a J še k, der Schriftsteller Ivan Rob u der aus dem Rundfunksender Ljubi j s" bekannte Humorist Fran M i Ič i u s Ježek mitwirken werden. Die sind im Vorverkauf im Papiergescha Brišnik erhältlich. m. In der Volksuniversität in Studenci spricht heute, Donnerstag, den ' d. um 19 Uhr (in der Knaben-Vol'kssc_ le) der Publizist Jaroslav Dola r u das Thema »Heute gehen wir ins Klrt m. Bühnenaufführung in Studenci. "7 Samstag, den 30. d. und Sonntag, den. • Dezember um 20 Uhr bringt die Liebn. berbühne des Sokolvereines in Stude _ das bekannte Voiksstück »D e s e brat« von Josip Jurčič zur Aufführung Das Stück wurde von Regisseur Fra^_ S e r n i k aus Ruše dramatisiert, w rend die Spielleitung in den Händen ^ Herrn K o r č i liegt. Mit dieser Bühn aufführung wird im Sokolheim die tionelle National fei er am 1-zember verknüpft. An der Veranstaltung wirken auch die Drava-Kapelle aUS ^ ribor und der Gesangverein »Enakos aus Studenci mit. m Fremdes Gut veräussert. Vom Besitzer Ivan Mahorič in Pekre en -lieh sich eine Frau einen Handwage für kurze Zeit. Nach einigen Tagen forderte Mahorič den Wagen zurüC j die Frau erklärte jedoch, dass sie den Wagen bereits dem Sohn übergeben Von Straßen und Gehsteigen DIE PERIPHERIE ZUGUNSTEN DES STADTZENTRUMS ZU SEHR VERNACHLÄSSIGT. — BEI ETWAS GUTEM WILLEN LÄSST SICH AUCH MIT GERINGEN MITTELN ETWAS ERREICHEN. Vor etwa einem Jahrzehnt wurde im Westen von Maribor, an der gegen Kamnica führenden Vr banska cesta eine Villenkolonie errichtet, die sich wirklich sehen lassen kann. Es wurde alles mögliche getan, um das Mariborer Westend, wie dieser Stadteil vielfach genannt wird, wirklich zu einem Schmuckkästchen zu machen. Dies ist auch ziemlich gelungen. Man hat auch die Verkehrswege eingerichtet, aber das ist auch alles. Es genügt nicht, Straßen zu bauen, man muß sie auch erhalten, da sie sonst sehr rasch verfallen und nachgerade ein Verkehrshindernis bilden, anstatt jene Funktion zu übernehmen, für die sie bestimmt sind. Die Vrbanska cesta, die Hauptarterie von Maribor-West, wird schon einige Jahre so stark vernachlässigt, daß sie nicht mehr zu erkennen ist. Die Fahrdecke ist schon völlig weggeräumt und tiefe Schlaglöcher bringen den Fahrer in Verzweiflung. In den Löchern sammelt sich Schmutzwasser an, daß beim Vorüberfahren der Fuhrwerke weithin spritzt und sogar über Gartenzäune hinweg die Fassaden der Villen verunreinigt. Die Abzuggräben werden nicht mehr gereinigt, sie sind voll Schlamm und auch schon stark vergrast. Die Gehsteige haben sich im Laufe der Jahre gesenkt, da sie nicht mehr nachbeschottert werden, sodaß sich bei Schlechtwetter ganze Bäche von der nun höher liegenden Fahrbahn über die Trottoire ergießen. Wo die Straße für Wasser- und Gasrohre, bei Kanalisierungsarbeiten usw. aufgerissen werden muß, wird sie nur notdürftig zugeschüttet, wodurch das Malheur noch größer wird. Dort draußen wird viel gebaut, aber auch die Gehsteige werden arraneaBoaioflOBnKDeuouBneDeaH □ stark in Mitleidenschaft gezogen, da man nach beendeter Arbeit nicht daran denkt, den durch den erhöhten Fuhwerksverkehr entstandenen Schaden an den Straßen zu beheben. Hunderte von Personen, besonders aber Schulkinder, müssen täglich durch das Kotmeer und die Schneepfützen waten, was für ihre Gesundheit sicherlich wenig förderlich sein kann. Es ist nicht von der Hand zu weisen, daß unsere Stadtverwaltung in den letzten Jahren für die Modernisierung der Stadt sehr viel getan hat, was lobend hervorgehoben werden muß. Leider beschränkt sich ihre Tätigkeit fast ausschließlich nur auf die Stadtmitte. Ihr Blick reicht kaum bis zur Peripherie, wo doch ebenfalls etwas getan werden muß, um den Verkehr zu bewältigen. Gewiß, im Zentrum der Stadt ist der Straßenverkehr bedeutend größer als am Rande von Maribor, aber alle verfügbaren Mittel sollen doch nicht an einer einzigen Stelle investiert werden. Die Peripherie verlangt nicht Asphaltstraßen, sie braucht periodisch nur einige Arbeitslose, die die Fahrbahn und die Gehsteige regelmäßig beschottern, die Rinnsale reinigen und die entstandenen kleinen Schäden ausbessern. Wird dies nicht getan, dann muß allerdings der Schaden immer größer werden, und es werden schließlich, was früher oder später kommen muß, Hunderttausende und vielleicht auch Millionen notwendig sein, um das wieder gutzumachen, was rechtzeitig mit dem Aufwand von einigen Hundert Dinar geschehen könnte. Zugunsten der Stadtmitte darf die Peripherie nicht vernachlässigt werden! o meaBOKararoeciBDeDBDBDErflOi Da jedoch der Besitzer keinen ^hn hat, kam ihm die Sache verdächtig vor. Die Frau wurde zur An-^cige gebracht. Es stellte sich heraus, dass sie den Handwagen, der einen Wert von etwa 200 Dinar darsteHt, Kreits weiterverkauft hatte. ni Einen Bombenrausch holte sich lästern in Studenci eine 46 jährige ^rau und bedrohte Personen mit dem Messer. Ein angegriffenes Opfer konnte der wütend um sich Schlagenden kaum entgehen. Die Frau, die sich infolge Trunkenheit an nichts erinnern kann, wurde zur Anzeige gebracht. m Unter Erdmassen begrabein. Der Hilfsarbeiter Bogomir Kranjc wurde Sestern während der Arbeit in einer "Chottergrube von den abrollenden Hrdmassen überrascht und verschüttet. Kranjc trug hiebei einen Bruch des linken Beines davon. m. Wetterbericht vom 14. November, ä Uhr: Temperatur 13,6 Grad, Luftfeuch-igkeit 68%, Luftdruck 729.9 mm, Wind-^cfrtung S-N. Gestrige Maximaltempera-14.4, heutige Minimaltemperatur 3.7 Urad. M. Goldener Ehering — ein schmaler •\eifen -— mit eingraviertem Monogramm Datum wurde am 13. d. M. in der Wrstadt gefunden und vom Finder der olizej übergeben. Aus Ptui P Mangelhafte Briefzustellung. Von ^rschiedenen Seiten werden Klagen aüt, dass in letzter Zeit die Briefzustellung nicht recht funktioniert. Dies k°mmt auch bei der von Ptuj abge-denden Post zum Ausdruck. Es kam ^hon vor, dass ein am Samstag in tej aufgegebener Expressbrief Monteg vormittags in Maribor noch nicht ciutraf. Irgend etwas stimmt hier dicht, und cs liegt an der Postverwal-tedg, diese Unzulänglichkeit zu beheben. p- Ein Fahrrad wurde gestern dem Handelsangesfe 1 iten Franz Simonie im der Slomškova ulica gestohlen. Es handelt um ein »Perciosova«-Rad mit der evidenznummer 2-166193. P. Unfall. Der 53jährige Arbeiter Au-SUst Hriberšek, der beim Straßenbau zwischen Leskovec und Podlehnik beschäftigt lst, kam zwischen zwei Wagonetten und l'teg hiebei eine schwere Prellung des fechten Beines davon. Man schaffte ihn lns Krankenhaus. P- Warum wird der Gasrohrstumpf, der jbfl Gehsteig in der Ljutomerska cesta hervorragt, nicht entfernt? Insbesondere ln den Abend- und Nachtstunden bedeutet das Rohr em gefährliches Verkehrshindernis. P- Die Eichstation bleibt Entgegen der seinerzeitigen Mitteilung bleibt die Eichstation in Ptuj auch weiterhin bestehen. Hie Eichung wird in der seinerzeit ver-teutbarten Reihenfolge erfolgen. P- Militärpferde für die Landwirtschaft ^rden laut Verlautbarung der hiesigen Militärbehörde unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Anmeldung hat beim tedimagistrat bzw. im Pferdedepot Turnišče bis zum 14. d. zu erfolgen, wo auch alle weiteren Informationen erhältlich sind. P. Zwei schwere Bluttaten. In Sv. Bol-tetik (Slov. gor.) kam es unter mehreren halbwüchsigen Burschen zu einer blutigen Auseinandersetzung, wobei der Besitzcrs-sohn Janez Dominiko schwere Verietzun-8 er* davontrug. Auch Do in inkos Vater, der zu Hilfe geeilt war, wurde erheblich gerietzt. Ein zweiter Überfall trug sich in Sv. Marjeta zu, wo der Besitzer Andreas "akuša aus Mezgovci auf dem Heimwege v°n einem gewissen Franz M überfallen ijn'd mit dem Messer schwer verletzt wurmte- — Alle Verletzten mußten ins hiesige Krankenhaus überführt werden. Beefsteak. Kellner: »Darf ich fragen, Herr Ober-lehrer, wie Sie unser Beefsteak finden?« Oberlehrer: »Furchtbar klein für sein Alter!« Aus teile c. Goldene Hochzeit Dieser Tage feierte der ehemalige Leiter der Eisenbahn-Heizstation in Celje Herr Johann Istenič in Zavodna bei Celje mit seiner Gattin Maria im Kreis der Familie den 50. Jahrestag der Eheschließung. Der Jubilar ist 72 Jahre alt, die Jubilarin 78 Jahre. Das Jubelpaar erfreut sich bester Gesundheit. c. Veranstaltungen. Samstag, den 16. November, werden unsere Buchdrucker in Celje im Stadttheater die Entwicklung der Schrift vom Urmenschen bis Gutenberg im Rahmen eines Bilderbogens veranschaulichen. Der Abend, dem man mit Interesse entgegensehen darf, beginnt um halb 9 Uhr abends und sieht die Mitwirkung der Eisenbahnermusikkapelle vor. Die Festvorstellung der Jugendabteilungen der »Adriawacht« in Celje, die am letzten Sonntag im Stadttheater mit großem Erfolg über die Bretter ging, wird kommenden Sonntag nachmittags um 16 Uhr 30 wiederholt werden. Eintrittskarten in der Buchhandlung K. Goriöar’s Witwe. c. Kino Metropol. Donnerstag und Freitag läuft der Film »Falsches Morgenrot« mit dem bekannten französischen Charakterdarsteller Jean Gab in in der Hauptrolle. c. Kino Dom. Ab Donnerstag der gewaltige Fliegerfilm »Luftpira-t e n«. In den Hauptrollen Kent Taylor und Rochetle Hudson. c. Kindesmörderin vor dem Richter. Das hiesige Kreisgericht verurteilte die 22 Jahre alte Magd Neža Golenko aus der Umgebung von Ljutomer, die zuletzt beim Gastwirt Johann Kumer in Kaplja bei Vransko bedienstet war, zu sieben Jahren Kerker und Aberkennung der Ehrenrechte auf Lebenszeit. Das Mädchen brachte am 21. Juli d. J. in der hiesigen Gebäranstalt einen gesunden Knaben zur Welt. Der Vater des unehelichen Kindes, ein 18jähriger Bursche aus Ormož, kümmerte sich nicht weiter um Mutter und Kind. Am 29. Juli verließ Golenko die Gebärklinik und begab sich an den Bach Boljsko bei Gomilsko, wo sie das neun I Tage alte Kind erwürgte und im Erdreich verscharrte. Ihrem Dienstherrn sagte sie, sie hätte das Kind einer wohltätigen Frau in Sv. Peter in Pflege und Obhut gegeben. Doch auch hier wie überall bewahrheitet sich das alte Sprichwort: »Nichts ist so fein gesponnen, es kommt doch einmal an die Sonnen.« Aus Pimwqnm i n ■iwnii i i nn i iiwiiii g. Todesfall. Im Alter von 73 Jahren ist hier der Müller Johann S u p a n z gestorben. — Friede seiner Asche! g. Besitzwechsel. Der Landlwirt Kiemen Novak aus Ribnica hat die Realität der Besitzerin Katharina K o 1 e i t e r neben dem Friedhof käuflich erworben. Der neue Eigentümer hat das alte, baufällige Ha«s abgetragen und an dessen Stelle ein neues errichtet. g. Eine neue Obstdarre hat die hiesige An- und Verkaufsgenossenschaft errichtet. Gewiß eine erfreuliche Errungenschaft für unsere Wirtschaft. Der Luftkrieg Berlin, 14. November. (Avala-DNB) Schneite deutsche Bomber unternahmen gestern auf London und auf Südengland trotz des schlechten Wetters einen Angriff. Wie das Deutsche Nachrichtenbüro erfährt, wurden durch diese Verbände zahlreiche Fabriken, Eisenbahnanlagen usw. entlang der Küste mit Bomben belegt. Es gelangten Bomben schweren Kalibers zum Abwurf. Britische Jagdflugzeuge versuchten die deutschen Kampfflugzeuge in ihrer Unternehmung zu behindern, doch ist ihnen des mißlungen. Eine Hurrican-Maschine wurde im Luftkampf abgeschossen. Zwei weitere britische Maschinen wurden so schwer beschädigt, daß sie als verloren gelten müssen. Ein deutsches Flugzeug ist nicht zurückgekehrt. Berlin, 14. Nov. (Avala-DNB). Einzelne britische Flugzeuge versuchten sich in der Nacht zum 14. d. der Reichshauptstadt zu nähern. Durch erfolgreiches Feuer der Flakbatterien ist dieser Versuch abgewiesen worden. Die Engländer erreichten nur die äußersten Vorstädte, über die sie ziellos Bomben abwarfen. Matibctet Theater REPERTOIRE: Donoeistag, 14. November um 20 Uhr: »Auf Befehl der Herzogin«. Erstaufführung. Freitag, 15. November: Geschlossen: Samstag, 16. November um 20 Uhr: »Auf Befehl der Herzogin«. Ab. C. Freitag, 15. November: Humoristischer Abend (B. Podkrajšek, I. Rob und F. Mil-činski-Ježek). Xcn-Küw Burg-Tonkino. Zum letzten Mal Freitag, der gewaltige Liebesfilm „Die Erinnerung an eine grosse Liebe“. Um 20.45 Uhr grösser Svengali-Experimen-talabcnd. — Ab Samstag „Danko Pi-šta“ mit Javor Pal. Esplanade-Tonkino. Der sensationelle Liebes- und Abenteurerfilm »Dr. X. —.« mit Gustav Fröhlich und Jutta Freybe in den Hauptrollen. Ein Film gewaltiger Sensationen und atemloser Spannung, in rasendem Tempo gespielt. Gustav Fröhlich in einer Bombenrolle, die für ihn geschrieben wurde und die er mit virtuoser Könnerschaft spielt. — Nächstes Programm d ie große Sensation »Baron Trenk« mit Hans Albers. Union-Tonkino. Bis einschl. Donnerstag »Das Lied der Stadt Paris«, eine ganz große musikalische Sensation mit dem berühmten Tenoristen Tino Rossi in der Hauptrolle. Ein großartiges Filmwerk voll wunderbarer Melodien und luxuriöser Inszenierung. — Unser nächster Film: »Ge-ronimi« mit Preston Förster und Ellen Drew. Freitag, 15. November: L-jefol j an a, 7 Uhr Morgenkonzert. — 11 Schulstunde. — V2 Mittaigskonzert. — 18 Frauenecke. — 18.20 Leichte Mustic. — 20 Klassische Musik. — 21.15 Lustiges Trio. — 22.15 Nachtmusik. Beograd, 6 Morgenkonzert. — 12 Mittags-konzert. — 17.25 Vokalkonzert. — 20.40 Sinfoniekonzert. — 22.50 Tanzmusik. — Prag, 19.30 Vomačkas Kantate »Die Jungen«. — Sofia, 19.50 Opern Übertragung aus dem Theater. — Italien I, 20.15 Bühnenaufführung. — Italien II, 21 Opernabend. — Beromünster, 20.40 Kammermusik. — 21.45 Nachtmusik — Budapest, 20.20 Konzertübertragung. — Groß deutscher Run dfunk, 20.15 Volkstümliches Konzert. — 22.15 Unterhaltungskonzert. Das Wetter Wettervorhersage für Freitag: Veränderlich, bewölkt und windig. Die britischen Bomben verursachten auf Wohnhäusern Dachstuhlbrände, die aber sehr bald gelöscht wurden. London, 14. November. (Avala-Reu-ter). Nach einer Mitteilung des Luftfahrtministeriums sind gestern zwei Städte der Grafschaft Kennt durch feindliche Flugzeuge bombardiert worden. Enige Häuser wurden beschädigt. Die Zahl der Opfer ist nicht groß. London, 14. November. (Avala-Reu-ter). Im Laufe des gestrigen Tages kam es über dem Aermelkamal zu Luftkämpfen zwischen deutschen und britischen Flugzeugen. Die Aktivität der deutschen Luftwaffe am gestrigen Tage war nicht groß. Im Verlaufe der Bombenabwürfe auf London wurde eine Kirche auf dem Trafalgar Square beschädigt. Von 600 Personen, die sich in der Krypta befanden, ist niemaed verletzt worden. Newyork, 14. November. (Avala-Tass) Wie der chilenische Innenminister erklärte, hat Japan seit dem Ausbruch des europäischen Krieges seine Kupferankäufe in Chile ungeheuer vermehrt. Wirtschaftliche Rundschau Jugoslawien und Deutschland ergänzen sich wirtschaftlich EIN AUFSATZ DES JUGOSLAWISCHEN HANDELSMINISTERS IN DER BERLINER ZEITSCHRIFT »DIE DEUTSCHE VOLSW1RTSCHAFT«. Berlin, 14. Nov. Die Oktoberfolge der führenden Zeitschrift »Die deutsche Volkswirtschaft« (Berlin) bringt u. a. Ausführungen des Reichswirtschaftsministers Funk, des italienischen Handelsministers R i c c a r d i, des jugoslawischen Handelsministers Dr. Andres und des bulgarischen Handelsministers Dr. Z a g o r o v. Dr. Andres befaßt sich mit den deutsch-jugoslawischen Wirtschaftsbeziehungen. Diese seien 'mit dem Abschluß des Handelsvertrages vom 1. Mai 1934 in eine neue Phase eingetreten. DerVertrag sei der Ausgangspunkt für die planmäßige Regelung des Güteraustausches zwischen Jugoslawien und Deutschland gewesen, 1934 bis 1940 sei nicht nur der Handel zwischen beiden Staaten stark gesteigert worden, vielmehr sei auch die Struktur dieses Handels selbst wesentlich verändert. Bis 1934 habe Jugoslawien nach Deutschland hauptsächlich wichtigere Pro dukte der Landwirtschaft und des Bergbaues ausgeführt. Seither aber seien noch zahlreiche andere Agrarprödukte, Produkte der Viehzucht, des Obstbaues, der Forstwirtschaft usw. hinzugekommen. Anderseits habe Deutschland in zunehmendem Maße Jugoslawien mit Industrieartikeln und industriellen Rohstoffen beliefert. Auf diese Weise seien die großen Möglichkeiten gegenseitiger wirtschaftlicher Ergänzung zum Ausdruck gekommen, die durch den wirtschaftlichen Aufbau beider Staaten bestimmt seien. Jugoslawien habe einen zuverlässigen Markt und günstige Preise für seine landwirtschaftlichen Produkte gefunden. Die wirtschaftliche Stärkung des jugoslawischen Landwirtes mache ihn aber auch kaufkräftiger und aufnahmsfähiger für deut- sche Industrieprodukte. Die verstärkte Einfuhr von Maschinen, Apparaten und anderem technischen Bedarf aus Deutschland habe zur Entwicklung der jugoslawischen Industrie beigetragen. Dr. Andres führt weiter im Hinblick auf die geplante wirtschaftliche Neuorgani-station Europas aus, Jugoslawiens Bevölke rung sei heute zu 75 Prozent agrarisch. Mehr als 75 Prozent der Bevölkerung aber könnten vom Boden, dessen Erträgnis keine bedeutende Steigerung mehr erfahren dürfte, nicht leben. Man könne daher von einer landwirtschaftlichen Übervölkerung sprechen. Der Überschuß der Bevölkerung müsse in der Industrie Arbeit finden, die sich wieder auf Rohstoffe des eigenen Bodens stützen könne. Daher sei die Industrialisierung notwendig. Das habe kein geringerer als Reichswirtschaftsminister Funk, ein guter Kenner der Südostfragen, anerkannt. Reichsminister Funk habe bei der Eröffnung der Wiener Herbstmesse in seiner Rede erklärt, Deutschland betrachte die Länder Südosteuropas keineswegs bloß als Rohstofflieferanten und denke gar nicht daran, die Entwicklung jener Industriezweige in den Südostländern zu stören, die auf dem eigenen Boden die nötigeren Lebensbedingungen besäßen. Dr. Andres bemerkt, derartige Bürgschaften von maß gebender deutscher Stelle seien ermutigend für die jugoslawische Volkswirtschaft, die vertrauensvoll ihre Mitwirkung an der von Deutschland angekündigten wirtschaftlichen Neuordnung Europas fortsetzen könne. Jugoslawien"" hoffe, daß seine Wirtschaftsprobleme, die eng verbunden seien mit seinen nationalen Zielen, das richtige Verständnis finden würden. tige Kühe 6—7.50, Jungvieh 7—9, Kälber 9—10 Dinar pro Kilo Lebendgewicht. — Fleischpreise: Ochsenfleisoh I. 16 —18, II. 13—15, Stier-, Kalbinnen- und Kuhfleisch 12—18, Kalbfleisch I. 16—18, II. 14—16, Schweinefleisch 20—22 Dinar pro Kilo. X Der Maispreis hat in der Woj-wodina in den letzten Tagen allmählich zu steigen begonnen. Künstlich getrockneter Neumais, der bisher 255 Dinar pro Meterzentner notierte, kostet bereits 266 Dinar und stellt 88 Prozent des Weizenpreises dar, was jedenfalls übertrieben hoch ist. Man erwartet allgemein, dass der Maispreis schön in den nächsten Tagen maximiert werden wird. X Die Adria-Donaubank, die ihren Sitz in Beograd hat, hat auf die Begünstigungen des Bankenschutzgesetzes verzichtet und hat sich entschlossen, alle alten Einlagen den Gläubigem zur Auszahlung zu bringen. X Im Zahlungsverkehr mit Rumänien wird voraussichtlich wieder zum Clearing System übergegangen werden. Beograd, 141 November. Wie der »Jugoslawische Kurier« aus gutunterrichteter Quelle erfährt, ist mit Rumänien prinzipiell vereinbart worden, daß die Wirtschaftsdelega-tion beider Länder Ende d. M. Verhandlungen zwedks Abschlusses eines neuen Handels- und Zahlungsübereinkommens führen werden. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß sich der Güteraustausch mit Rumänien in Zukunft wiederum auf der Basis des Clearingsystems abwickeln wird. Wie der .»Jugoslawische Kurier ferner erfährt, haben die Rumänen vorg®^ schlagen, daß das nach" Jugoslawien ge lieferte Naphtha in Zukunft in Waren unu nicht wie bisher in Devisen bezahlt wer den solle. .Falls die rumänisch-jugoslaw sehen Wirtschaftsverhandlungen noch * diesem Monat stattfinden, wird wan scheinlich das neue Clearingsystem sehen den beiden Ländern bereits am Dezember d. J. in Kraft treten. X Genug Kürbisöl soll nach hHt^i langen von unterrichteter Seite in 81 o wenien sein. Die Fabriken haben Erzeugung des neuen Oels bereits au^ genommen und werden die Ware a ihre bisherige Abnehmer im bisher** gen Umfange abgeben wie vor eine Jahr, Ebenso werden die Kaufleu Kürbisöl im selben Umfange ihre Kunden liefern wie in der vorjährig® Kampagne. Der Preis wird in den nächsten Tagen festgesetzt werden. x Wirtschattskonferenz. In Beograd hatte in den Räumen der Prizad MU^*1 sterpräsident Cvetkovič Mittwoc eine Konferenz mit den Sekretären de jugoslawischen WirtschaftskammerD, um sich über die Lage im Staate ? informieren, aber auch um ihnen sei' ne Ansichten über verschiedene Wir schaftsreformen mitzuteilen. Anwesen^ waren auch Handelsminister Dr. AD dres und Minister ohne PortefeuiU Konstantinovič. x Der Wirlschaflsrat, der sieh schon mehrere Jahre am Tapet befindet, soll demnächst endlich Wirk lichkeit werden. Nach Beograder Me' düngen wird dieser Tage eine Verorci' nung erscheinen, mit der ein Bera* tungsausschuss für Wirtschaftspol ins Leben gerufen wird Türkische Baumwolle auf dem Wege nach Jugoslawien Istanbul, 14, November. (Avala.) Der jugoslawische Handelsdelegierte in Istanbul teilt mit: »Pie ganze Baumwollmenge, die jüngst gekauft wurde, ist in Istanbul eingetroffen. Dienstag abend ist das rumänische Schiff »Sulina« mit einer Ladung von 1083 Tonnen Baumwolle der Gattung »Akala« und »Jerli« abgegangen. In Brai-la wird sie sofort in jugoslawische Schlepps verladen, die dort sicherlich bereits eingetroffen sind. Außerdem wird auf dem Schiffe »Alba Julia« eine zweite Partie Baumwolle von 1800 Tonnen verladen, Man erwartet, daß dieges Schiff aus dem Hafen von Istanbul am Donnerstag oder spätestens am Freitag, und zwar gleichfalls nach Braila abgehen wird. Damit wird die erste Baumwollsendung abgefertigt, die für den Bedarf der jugoslawischen Textilindustrie in der Türkei angekauft wurde«. sandt. Das ist aber unrichtg, die anmeldepflichtigen Personen haben die Anmeldungen unmittelbar dem Preiskonfrolfamt in Beograd zu überreichen. Sofern einzelne Firmen ihre Angaben (Anmeldungen) schon den Verwaltungsbehörden zugehen lassen, können sie das auch weiterhin tun. Doch sind sie verpflichtet, die Anmeldungen auch an das Preisikontrollamt zu senden. Im entgegengesetzten Falle wird das in der Verordnung über die Warenvorratskontrolle festgelegte Verfahren eingeleitet. Spott Kontrollonmeldung Von Vorräten Das Preiskontrollamt in Beograd teilt mit: Nach der Verordnung über die Kontrolle von Warenvorräten und nach der Verordnung über die Preiskontrolle sowie Im Sinne der nachträglichen Verfügungen des Handels- und Industrieministeriums haben alle Importeure, Verarbeiter, Großhändler und mit der Überwachung von Ware betraute Personen spätestens bis zum 5. eines jeden Monates den Stand ihrer Vorräte Ende des verflossenen Monates anzumelden. Manche Importeure, Verarbeiter, Großhändler und mit der Überwachung von Ware betraute Personen haben in falscher Auslegung der gesetzlichen Bestimmungen über die Anmeldung von Warenvorräten ihre Berichte über die Vorräte an die Verwaltungsbehörden erster oder zweiter Instanz ge- Böttenberichte Ljubljana, 13. d. M. Devise-n: London 175.35—178.35 (im freien Verkehr 216.86—220.06), Newyork 4425—4485 (5480—5520), Zürich 1028.34—1038.34 (1270.73—1270.73). Zagreb, 13. d. Staats werte: 2,/s*/i) Kriegsschaden 444—446, 4*/» Agrar 55—0, 4V« Nordagrar 52.50—0, 6Vt Beg-luk 0—78, 6*/e dalmat. Agrar 0—71, 6,!/o Forstobligätionen 0—71, 7»/o Stabilisa- tionsanleihe 95—0, 7o/e Investitionsanleihe 98—0, 7«A Seligman 101__0, 7»'., Blair 95.50—0, 8*/o Blair 100—0; Nationalbank 0—6450, Priv. Agrarbank 192—0. Sloweniens Boxer im Ring AM 17. NOVEMBER ERST VERANSTALTUNG DES ISSSK MARIBOR. — BOX-KÄMPFER AUS LJUBLJANA, JESENICE UND TRBOVLJE IN MARIBOR. worauf ein großes AusscheidunSs' boxen für die Festsetzung der Boxer-auswahl von Slowenien folgen wird. Au-ßer dem ISSK. Maribor und dem SK. Bratstvo haben noch der SK. Hermes aus Ljubljana und der SK, T r b o v 11J ® ihr Mitwirken zugesagt. Int Ring werd® sich uns somit die besten Faustkämp‘fr Sloweniens vorstellen, was gewiß den em zelnen Kämpfen einen umso größeren Anreiz verleihen wird. Die erst vor geraumer Zeit gegründete Boxsektion des ISSK. Maribor stellt sich am Sonntag, den 17. d. mit einer großaufgezogenen Schwerathletischen Veranstaltung erstmalig der Oeffentlich-keit vor. Das Programm dieser Boxveranstaltung, die um halb 10 Uhr vormittags im großen Saal des Sokolhelmes vor sich geht, umfaßt zunächst einen Klubkampf zwischen dem ISSK. M a r i b o r und dem SK. Bratstvo aus Jesenice, X Eine Reform der Arbeilerverst-cherung wird ip amtlichen Kreisen Jugoslawiens als dringend geboten erachtet. Deshalb wird in den nächsten Tagen in Beograd eine Konferenz abgehalten werden, die vor allem der Novellierung des Arbejterversiche-rungsgesetzes gelten wird. X Mariborer Viehmarkt vom 12. Nov. Aufgetrieben wurden 170 Ochsen, 18 Stiere, 577 Kühe, 11 Kälber und 10 Pferde, zusammen 786 Stück, wovon 362 verkauft wurden. Es notierten: Mastochsen 8.25—9.25, Halbmastochsen 7—8, Zuchtochsen 8—10, Schlachtstiere 6.50—8, Sclilaclukühe 0 Zu tküh: 7.50— 8:50, Beinlvieh 5—6.50, Melkkühe 7—9, träch- Vttrderennen in Ljubljana Dienstag abends wurde der zweite Teil des Trab- und Galopprennens in Ljubljana beendet. Dem Rennen, das einen glätten Verlauf nahm, wohnte auch Banus Dr. Na t "la če rt persönlich : bei. Daš Heatrennen »Hermes« gewann »Mojca« (Ivan krOšič), im Handicaprennen »Ljutomer« ging »Gtaconda« (Bruno Galle) als. Siegerin hervor, während im Dop-pelspännerfahren »St. Jernej«, »Dizma« und »Katjana« (Franz" Ködela) den Sieg davontrugen. Im Galopprennen, bei dem die berittene Ljubljanaer Polizei an den Start ging, blieb der Wachmann Valentinčič auf »Nom« siegreich. Im Trabfah-ren »Zagreb« siegte »Salta« (Mirko Šumak), doch wurde das Rennen wegen unrichtigen Starts annulliert und nicht mehr wiederholt, > Der 1.-Dezember-Lauf, der sog. Ei-nigungslauf, wird auch ln diesem Jahre in Ljubljana vom A$K. Primorje durchgeführt. Es. sind zwei Strecken vorgesehen und zwar über 2700 und über 5000 Meter. : Im Generalgouvernement (Polen) bestehen gegenwärtig 71 deutsche Sportvereine, "hievon 26 in Warschau, : Schweizer Meister im Geräteturnen. Die in Neuhausen ausgetragene Schweizer Meisterschaft im Geräteturnen (Vierkampf) gewann Emil Stelnacher (Schaffhausen) mit 39t10 Punkten vor Karl Frei (Neuihausen) mit 39,0 und Xaver Hubef (Cham) mit 38,65 P. Steinadler erhielt arn Reck und am Pferd mit je 9,9 R-höchste Wertung. Am Barren war Hube mit 9;9, an den Ringen Frei mit 9,9 de Beste; : Zagrebs Boxer traktieren. Der Kroatische Böxverband trifft mit großer Sorgfalt die Vorbereitungen für den V/ed' kainpf gegen Slowenien, Am 15, d. find® ein großes Ausscheidungsboxen statt. Schmetings Trainingspartner, Vince Babin aus Zemun, wurde vom Zagf®' ber župan k. o. geschlagen. : Kovačevič, Jugoslawiens bester Kugelstoßer, der vom Kroatischen Verbau lebenslänglich disqualifiziert wurde, ttbef siedelte dieser Tage nach Beograd. : Die jugoslawischen Ringkampfm®1' sterschaften werden Mitte Dezember ,n Zagreb zur Entscheidung gebracht. : Ein neuer Oberster Eislaufverband wird kommenden Sonntag in Beograd gegründet werden. Die Initiative hiefür hat der Slowenische Eislaufverband gegeben. Aus der Mädchenschule. Lehrerin: »Von welchem Geschlecht ist T resor?« Schülerin: »Männlich.« Lehrerin: »Recht. Und weshalb?« Schülerin: »Der Schatz ist immer männ lieh.« USA-Staat Hawai — nächstes Ziel der amerikanischen Expansion Amerika baut feine Machtpositionen im Pazifik aus / Auf einer Hawai-Änfel liegt Pearl Harbor, Amerikas mächtigste Flottenbasis Aus Honolulu kam kürzlich die berraschende Nachricht, daß eine auf ven iH a w a i-I n s e 1 n veranstaltete ölksabstimmiung mit 40.000 gegen Stimmen den Beschluß ergeben ®°e, an (jen Washingtoner Kongreß ei-Eingabe über die Zulassung Hawais ^ Mitgliedstaat der Union zu richten, 'rti diese Bitte erfüllt, dann werden °rtan die Hawai-Inseln als 49. Staat USA mit einem weiteren Stern im ternenbanner der Union vertreten sein, i./ rdings würde es sich um einen der enisten Staaten der Union handeln: mit Wer Fläche von 16.593 Quadratkilome-er und einer Bevölkerung von 411.485 eelen würde Hawai von den Staaten er USA nur Rhode Island, Connecticut and Delaware an Ausdehnung und nur ermont, Delaware und Nevada an Be-öikerungszahl übertreffen; hiezu kommt, a'ß von den Einwohnern Hawais nur et-.a 107.000 Weiße sind, die mit 154.000 Japanern, 28.000 Chinesen, 53.000 Philip-P-Uos und 62.000 »Hawaianern« zusam-.1<2T1 die Inseln 'bewohnen. Die Umwand-.rn,g in einen Staat des amerikanischen indes ist immerhin verfassungsmäßig Ofgesehen. Die beiden Bundesterritorien J"1" Union (»inconpora-ted territories«), jyl a s k a und die H a w a i-Inseln, ersten diesen Status mit dem ausdrück-•chen Zwecik, später als Staaten in die aufgenommen zu werden. Alaska, as bereits 1867 von Rußland erworben Worden war, erhielt den Territory-Status .erst im Jahre 1912, während die Hawai-nseln, die erst im spanisch-amerikani-SQhen Kriege im Juli 1898 annektiert wur-schon seit 1900 als »incorporated ter mory« gelten, Sie werden als solches vom Washingtoner Innenministerium verwaltet .Unti entsenden auch einen Vertreter mit eratender Stimme ms Repräsentantenhaus. .Seit einiger Zeit ist nun in den Vereinten Staaten und auch in den »Territo-ben« eine wachsende Bewegung zu bedachten, deren Ziel es ist, die statutenmäßig vorgesehene Umwandlung Alaskas Un( y< Anläßlich des 2600jährigen Bestehens des japanischen Kaiserreiches fand vor Kai-Ser Hirohito in der Nähe von Yokohama eine große Parade der japanischen Hei-matflotte statt, über 500 Marineflugzeuge flogen in Staffeln anschließend über die spanische Hauptstadt. — Unser Bild zeigt Japan. Marineflugzeuge beim Überfliegen der japanischen Flotteneinheiten während der Parade vor dem Kaiser Kennedy: England kämpft um seine Selbstechaltung DER AMERIKANISCHE BOTSCHAFTER IN LONDON BEURTEILT DIE LAGE ENGLANDS PESSIMISTISCH New York, 14. Nov. (DNB) Der zur- Der Letzte Vom alten Strauß- Orchester Kleister Anzeiger Kleine Anzeigen kosten 60 Pnrs pro Wort, ln der Rubrik „Korrespondenz“ 1 Dinar -Die Ineeratensteuer (8 Dinar bis 40 Worte, 8 Dinar für grössere Anzeigen) wW besondere berechnet - Die Mindesttaxe für eine kleine Anzeige betrügt 10 Dinar -Für die Zusendung von chiffrierten Briefen ist eine Gebühr von 10 Dinar zu erie gen - Bei Anfragen ist eine Gebühr von 8 Dinar in kostmarken belauschlieeeen itt kmt$en $esuttd HANDWAGERL bis 100—200 kg Tragfläche, gut erhalten, zu kaufen ge- j sucht. Anträge an »Luna«, Maribor, Glavni trg 24. 9040-3 in vetmiiUh "" i in i mn hiwi—i m Reines, separ. ZIMMER an soliden Herrn billig zu vermieten Krčevina, Strma ul. 12.______________ 9035-5 Schön möbliertes GASSENZIMMER separiert, rein, für berufstätigen Herrn zu vermieten. Maistrova ulica 14-11. rechts. Möbliertes, separiertes ZIMMER an zwei solide Herren sofort zu vermieten. Taborska 12, Fasching. 9041-5 ZWEI WOHNUNGEN schön und billig, ab 15. oder 1- 12. zu vergeben im neuen Haus. Eine Wohnung mit Ba-tezimmer. Anzufragen Tržaška 48. 9044-5 Hübsch möbliertes, reines ZIMMER an soliden Herrn oder Fräulein billig zu vermieten. Gregorčičeva ul. 26, Part., 2. Tür 9045-5 Stet&etoMsutUe FRÄULEIN gesetzten Alters wünscht Posten als Kassierin. In Slowenisch-Deutsch perfekt. Anträge unter »Baldigst« an die Verw. 9046-7 Oiieue Ste&teu wmammmmmmmuammmmmmamm FEDERSCHLEISSERINNEN werden gesucht bei »Luna«, Maribor, Glavni trg 24. Tüchtige FRISEURIN selbständige Arbeiterin, für ein Stadtgeschäft gesucht. Ge halt nach Übereinkommen. Zuschriften erbeten unter »Dauerposten« an die Verw. PRAKTIKANTIN deutsch-slowenisch in Wort und Schrift, wohnhaft Ptui oder Umgebung Bedingung, wird gesucht. Anzufragen: Agentur Pichler, Ptuj. 9049-8 Gesucht wird kleineres Fabriksobjekt für Werkstätte mindestens 500 — 700 m8, möglichst Zentrum. Angebote unter „Sofort“ an die Verwaltung d. Blattes. 1007 Gedenket der Antituberkulosenltea! Kauf leute Achtung II ™*>«ren lästig! "e?men Sie ein-mal eine wirklich eö™ K""ge-*OT6ART EXTRa D 0NN - haarfein, p «fmetdig.. tehorf, ge- in Rollen, Rasieren! jeder gewünschten Farbe und Brette liefert nur zÜIftADONH Hüten Sie sich vor Nachahmungen! Mariborska tiskarna d.d. Maribor Kopališka ulica 4 + + Schmerzerfüllt geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß ihr innigstgelieb-ter, unvergeßlicher Vater und Bruder, Herr Heinrich Senekovič Sodawassererzeuger am Donnerstag, den 14. November 1940 um % 1 Uhr, nach kurzem Leiden und versehen mit den Tröstungen der hl. Religion, im 66. Lebensjahre, gottergeben verschieden ist. Das Leichenbegängnis des unvergeßlich Dahingeschiedenen findet am Samstag, den 16. November 1940 um Vr4 Uhr, von der Kapelle aus auf den städtischen Friedhof in Pobrežje statt. Die hl. Seelenmesse wird am Montag, den 18. November 1940 um 7 Uhr in der Domkirche gelesen werden. Maribor, 14. November 1940. Romana und Gisela, Töchter und die übrigen Verwandten. Gebe allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß nach kurzem, schweren Leiden mein teurer, guter Chef. Herr Heinrich Senekovič Sodawasser erzeugen im 66. Lebensjahre, versehen mit den Tröstungen der hl. Religion heute sanft entschlafen ist. Das Begräbens des teuren Toten findet am Samstag, den 16. November 1940 um Vsl6 Uhr von der Kapelle aus auf den städtischen Friedhof statt. Die hl. Seelenmesse wird am 18. November 1940 um 7 Uhr in der Domkirche gelesen werden. Maribor, 14. November 1940. 9051 Die trauernde Toni üretsiebner. Separate Parte werden nicht ausgegeben._______ Iris uor öer Roman von GERT ROTHBERG Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. Ehe 31 Leutnant Moßlinger aber, der sie beide von fern aufmerksam beobachtete, dachte: Das war doch jetzt eine Aussprache? Aber nach Verlobung sieht das gerade nicht aus . . . Irgendwie war er mit einemmal mordszufrieden. Und es wurde noch sehr lustig an diesem Vormittag mitten in Schnee und Sonne. Man ahnte an diesem sonnigen, stillen Tag nicht im entferntesten, daß es In der Nacht solch ein Unwetter geben könnte, wie es sich dann wider alle Erwartungen plötzlich einstellte. Die Gäste saßen vorerst noch vereinzelt in der Halle und in der Bar herum. Einige Schlitten waren nach Pontresina gefahren: die ganze lustige Gesellschaft um Rudi Moßlinger, so wie einige ältere Herrschaften, die sich der Unternehmung angeschlossen hatten. Als man aber nach herrlichen Stunden heimfahren wollte, da fehlten zwei: Iris Hoyrn und Iwan Barankoff. Rudi Moßlinger sagte ganz laut und allgemein vernehmlich: »Ich riesengroßes Kamel!« Worauf man ihn erst erstaunt arrsah und dann vieldeutig lächelte. Aber das war dem Leutnant jetzt ganz gleich. »Ich muß mich um Fräulein Hoym kümmern! Mein Gott, wann ist sie denn fortgegangen?« »Vor einer knappen halben Stunde hat sie noch dort drüben beim Klavier gestanden,« sagte jemand. »Und Barankoff?« Ein Achselzucken. Seit wann der fort war, konnte niemand sagen. Es konnte sich überhaupt keiner erinnern, während des ganzen Ausflugs ein Wort mit Barankoff gewechselt zu haben. »Der war heute zugeknöpfter denn je,« sagte gleichgültig Eugen Amersbach. »Also dann fahrt mal jetzt ohne mich nach Hause, Ich muß mich unbedingt nach Fräulein Hoym umsehen. Herrje, der Schwede fehlt ja auch! Ja, zum Teufel, was ist denn das für eine verrückte Geschichte? Ich werde mich hüten und noch einmal so eine Schlittenpartie veranstalten, wenn nachher jeder denkt, er kann sich verkrümeln wie er lustig ist,« schimpfte Rudi Moßlinger, aber er fühlte sich insgeheim doch irdendwie ungeheuer erleichtert, weil der junge Olaf Losmor auch fehlte. Der war stets solch unzertrennlicher Begleiter Iris Hoyms, daß er ihr sicherlich nachgegangen war. Aber er, Moßlinger, wollte trotzdem hierbleiben, die ändern Herren sollten die übrigen jungen Damen nach Hause begleiten. Und die älteren Herrschaften verlangten nunmehr nachdrücklich, daß man endlich führe. Einige Herren waren erst noch unschlüssig, dann aber entschieden sich Moßlingers Kameraden: »Die Herrschaften kommen auch ohne uns sicher nach Hause. Herr Heller wird die Liebenswürdigkeit haben, die Verantwortung zu übernehmen,« schlug Karl Fürstenberg vor und blickte dabei zärtlich auf seine kleine Braut, Papa Hellers Einzige. Die Sache war damit entschieden. Die Schlitten fuhren ab. Für die Zurück-bleibenden besorgte der Sohn des Wirts Schneeschuhe. Er war selber ein geübter Fahrer und meinte grinsend, das Fräulein machte sicherlich bloß eine kleine Mondscheinpartie zu Fuß. »Aber wenn schon — ein Unverstand bleibt’s doch!« knurrte Rudi Moßlinger. »Zudem traue ich dem Mondscheinspaziergang noch nicht so recht, mir sieht die ganze Angelegenheit erheblich anders aus.« Alsbald machten sich die vier auf den Weg, der junge Schweizer Skifahrer und die drei jungen Offiziere aus Wien. Als sie etwa eine halbe Stunde darauflos-gespornt waren, blieb der Schweizer plötzlich stehen und horchte aufmerksam. »Hören Sie etwas? Schnell, sagen Sie!« drängte Moßlinger, dem jetzt wieder angst und bange um die junge schöne Iris war. »Es kommt ein Föhn.« »Um Gottes willen!« »Ja, er braucht ja nicht beunruhigend zu sein. Ich kenne ihn ja.« Das klang beruhigend und die drei folgten ihm bedenkenlos, als er weiterfuhr. Von weitem drohen hörten sie das heulende Singen in den Lüften. Aber sie suchten weiter, keiner von ihnen sprach von Umkehr. Ab und zu blieben sie stehen und riefen, der wehende Schnee ließ keine Spur entdecken. Vielleicht suchten sie auch in der falschen Richtung. Aber da hier der einzig gangbare Weg war, vermuteten sie doch, das Richtige getan zu haben. Während einer Verschnaufpause meinte Karl Fürstenberg einmal zu seinen Kameraden: »Bloß nicht jetzt noch als Krönung all der frohen Tage eine Tragödie, bloß das nicht. Schade wär’s um den pfundigen Urlaub.« »Wie kommst du auf diese Vermutung?« verwies ihn Moßlinger. »Halt wie man auf manches kommt, wenn man Augen im Kopf hat,« meinte Fürstenberg gemütlich. »Alsdann gehn ma weiter!« Sie fuhren wieder los. Aber der junge Wirtssohn meinte nach einer Weile, so weit könne das Fräulein noch nicht gelaufen sein. Das sei unmöglich. Da entdeckte aber gerade Leutnant Amersbach eine Schneeschuhspur. »Na?« »Die junge Dame hatte keine Schnee' schuhe bei sich.« »Der junge blonde Herr ist auf Sehne6' schuhen fort,« rückte der Wirtssohn m' seiner Kenntnis gleichgültig heraus un wußte gar nicht, weshalb Leutnant Möö' linger bei dieser Mitteilung zusammen-zückte. eje »Menschenskind, warum sagen 3 denn das jetzt erst?« . »Ja, war denn das so wichtig? *cn denke, wir sollen das Fräulein suchen.« Er hat ja recht, dachte Moßlinger, e-’ hat sich doch bisher imrnlr einzig um lns Hoym gehandelt. »Haben Sie zufällig den großen dunklen Herrn fortgehen sehen?« fragte er, von einer bangen Ahnung erfaßt. »Ja, der ist zu Fuß weggegangen. Nac1 Sankt Moritz zu. Ich habe angenommen-der Herr zieht den Weg zu Fuß vor; a lerdings ist es recht weit, aber manche läuft ja gern.« hc »Himmelherrgott, was nun? Ich se keinen Sinn in dem ganzen hinter dem geübten Sportsmann, jungen Schweden, brauchen wir nie herzurennen, um den ist keine Getan > der hilft sich schon. Aber was weiter.« »Umkehren. Das Fräulein ist hier 6• stimmt nicht,« sagte der Wirtsohn, u nach einer Weile setzte er hinzu: »Und die Spur, na ja, die wird v° 1 dem blonden, jungen Herrn stammen.« Das mochte alles stimmen, und ma sah ein. daß es sinnlos war, so aufs S-r ade wohl ins Gelände hineinzufahre Man entschloß sich also, umzukehren. Aber wohl war keinem der drei Offiziere-Wo befand sich Fräulein Hoym? Dies Frage beschäftigte jeden und versetz 1 ihn in Unruhe. Sie wandten die Schneeschuhe. Unj wegs gerieten sie mitten in das wild l°s brechende Unwetter hinein. . ! Jedenfalls’ dem Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich UDO KASPER. - Druck der Mariborska tiskana1’ in Maribor. - Für den Herausgeber und den Druck verantwortlich Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor