präaumttalioa» - Preise - Kür Laibach Ganz,ährig . . . 6 ft. — Ir. Halbjährig . . . L „ — , Vierteljährig. . . L „ SO . Monatlich . — „ Sv » Diil der Post: Ganzjährig . . . s fl. — kr. Halbjährig . . . « „ LO , Vierteljährig. . . ü „ LL . Kiir Zustellung ins Hau« vierteljährig rs kr., monatlich 9 kr. Sinzewe Nummern 5 kr. Laibacher Nr. 37. Tagblatt. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Mittwoch, 16. Februar. — Morgen: Konstantia. »er« »«io»: «ahnhosgafle Nr. IS», Lrredilioi, und Juseralru- Üoreaii: »ongretzplay Nr 81 (Buchhandlm z von I. v. Lkleinmavr L H.Bamberg) Iaseriiou»vrejse: Für die einjxaltige Petitzeil« S kr. oei »weimaliger Linlchaltung L Lk. dreimal L 7 kr. ZnIerlionSfteinvel jedesmal zo kr. «ei gröberen Inseraten und «sterer Einschaltung entsprechender Rabatt. 1870. Kein Staat im Staate. ii. Nur in Oesterreich hat man bisher gezögert, der katholischen Kirche gegenüber die Forderungen des modernen Rechtsstaates in ihrem vollen Umfange zur Geltung zu bringen. Gleichwohl ist ein solches Unternehmen keineswegs so gefährlich, als man sich vielleicht vorstellt. Die Macht der Hierarchie ist ein Koloß auf thönernen Füßen. Ihr Einfluß auf das Volk ist nur so lange ein absoluter, als man ihm nicht die Autorität des Staates entgegenstellt, sondern ihm die Massen widerstandslos überläßt. Die katholische Geistlichkeit hat jederzeit und überall die Taktik geübt, die Bedeutung ihres Einflusses zu übertreiben; allein jede Regierung, die mit Energie und zäher Festigkeit den Anmaßungen des Klerus cntgegentrat, konnte sich gar bald überzeugen, daß der von ihr bekämpfte Feind weit weniger gefährlich war, als er sich darzustellen bemühte. Was speziell unsere Landsleute betrifft, so dürfen wir aus »nmittclbarer Kenntniß der Verhältnisse die Ueberzeugnng auSsprechen, daß die überwiegende Mehrheit der Bewohner Krains in den Städten und auf dem Lande die völlige Befreiung aus den klerikalen Fesseln mit freudiger Genugthuung begrüßen werde, wie wir auch nicht iw geringsten bezweifeln, daß in allen übrigen Theilen des Reiches der gesunde Sinn der Bevölkerung sich in gleicher Weise manisestiren würde. Nicht minder kann die Regierung auf die Sim-pathien eines großen Thcils der nieder» Geistlichkeit zählen, denn bei dieser unter dem Hochdruck des bischöflichen Absolutismus seufzenden Klasse haben ungeachtet der strengen KirchcndiSziplin die Ideen der bürgerlichen Gleichheit längst schon Eingang gefun- den, sie sieht mit berechtigtem Verlangen Reformen entgegen, die auch ihr eine freiere Bewegung gewährleisten. Wir wissen natürlich nicht, welche Stellung die Minister zu den Rechbauer'schen Anträgen nehmen werden; aber wir sind zur Erwartung berechtigt, daß sie die Wichtigkeit des Momentes erkennen und die verfassungsmäßige Lösung dieser Fragen kräftigst unterstützen werden. Nur möchten wir hiebei vor halben Maßnahmen warnen; eS ist von höchster Wichtigkeit, das Verhältniß der Kirche zum Staate in jeder Richtung endgiltig zu regeln. Dem Staate muß im Interesse oer Gesammt-heit die Genehmigung zur Errichtung von Pfründen, Pfarren und Seminarien unbedingt Vorbehalten werden. Es muß ihm die Kontrole der mit dem geistlichen Amte verbundenen öffentlichen Verrichtungen, der Einfluß auf die bis nun den Bischöfen unbeschränkt eingeräumte Gerichtsbarkeit über die Geistlichkeit gesichert, endlich die Annahme oder Verwerfung der päpstlichen Bullen als ausschließendes Be-fugniß der Rcichsverlretung erklärt werden. Als weiteres Postulat der öffentlichen Meinung müssen wir die Heranziehung der Kirchengüter ;u den Staatslasten und die Beeidigung der Würdenträger der Kirche auf die Verfassung betonen. Gelingt es der liberalen Partei, die brennende Tagcsfrage in diesem Sinne zu erledigen, dann hat sie ein Werk geschaffen, das ihr den Dank der Mitbürger wie der Nachwelt sichert und zugleich der innern Politik des Reiches unwandelbare Bahnen vorzeichnet. Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 14. Februar. Die von der Regierung vor einiger Zeit cingc-brachle Vorlage, betreffend den Schutz des Brief- geheimnisses, unterlag heute der Berathung des Abgeordnetenhauses Das Gesetz soll der betreffenden Bestimmung des Staatsgrundgesetzes praktische Bedeutung geben, kraft deren das Briefgeheimnis nicht verletzt werden und die Beschlagnahme von Briefen außer im Falle einer gesetzlichen Verhaftung oder Haussuchung nur in Kriegsfällen oder auf Grund eines richterlichen Befehls vorgenommen werden darf. Paragraf 1 des Gesetzes enthält die Bestimmung, wonach die absichtliche Verletzung des Geheimnisses der Briefe durch widerrechtliche Eröffnung oder Unterschlagung derselben als Uebertretung zu ahnden ist. Diese ist, wenn sic von einem Beamten oder Diener in Aus« Übung des Amtes verübt wurde, mit Arrest bis zu »: Monaten, außerdem aber mir Geldstrafen bis 500 fl. oder mit Arrest bis zu drei Monaten zu bestrafen. Dieser Paragraf wurde ohne Debatte angenommen Paragraf 2 lautet: Die amtliche Beschlagnahme oder Eröffnung von Briefen darf außer in den Fällen der Hausdurchsuchung und der Verhaftung nur auf Grund eines von dein Richter erlassenen Befehls stattfinden. Zu diesem Paragraf stellt Dr. Hanisch das Amendement, daß dieser Befehl zur Beschlagnahme von Briefe» nur in Fällen, welche das Gesetz präzisirt, statthaft sei. Das Amendement wird von den Polen und Dr. Roser unterstützt. Dr. von Per-ger bekämpft dasselbe mit Hinweis auf den Paragraf 5 des Gesetzes, welcher die Bestimmungen, unter denen die Beschlagnahme eines Briefes erfolgen darf, genau normirt. Minister Dr. Herbst erklärt, den Ausführungen des Dr. Hanisch, die zum großen Theile nicht zur heutigen Frage gehören, nicht folgen zu wollen, obwohl eine Widerlegung derselben nicht schwer wäre. Wenn Dr. Hanisch dem Gesetze vorwerse, sich nicht an den Wortlaut des Staatsgrundgesetzes gehalten und der Kriegsfälle nicht erwähnt zu haben, so erwidere er, daß ja sonderbarer Weise auch Dr. Ha- Amilleton. Der Schmuck. Original-Roman von Anton Heinrich. Zweiter Weil. 3. Das Duell. (Fortsetzung.) Lord Lamborough hatte sein bischen Besinnung vollends verloren. Die Deutschen drängten sich um den Baion, welcher ungewöhnlich aufgeregt einige Schritte im Zimmer auf und ab ging, als ob er allein wäre; den Engländern verursachte die ganze Angelegenheit eine recht gesunde Aufregung, und statt sich mit Verachtung von einem Manne abzuwenden, der ihre Nation auf dem Kontinente und vor ihren eigenen Augen geschändet hatte, redeten sic ihm ;u: der eine, er möge Pistolen, der andere, er möge den Säbel, der dritte, er möge den Degen als Waffe wählen. Marquis Lingelton ersuchte den Lord, ihm das Pferd, welches er gestern von dem Grafen Er-dösi gekauft, den Nyil, um denselben Preis abzu-lafsen, um welchen er eS erstanden: denn Sie wer- den das Pferd nicht mehr brauchen, Sie werden todtgcschosscn. Während Eichhart mit einigen Freunden sprach, in seiner Seele aber die Süßigkeit des ersten Thci-leS seiner Rache genoß und dem Gegner Zeit sich zu entschließen gönnte, nahm Gras Erdösi den Lord Lamborough beim Arme und führte in abseits. Mylord, Sie werden Pistolen wählen. Werde mich gar nicht schlagen. So werden Sie wie ein Hund todtgcschosscn. Hören Sic. Sie wählen Pistolen, Sie verlangen , daß das Duell augenblicklich stattfindet, Sie unterschreiben dieses Schriftstück, und ich gebe Ihnen mein Wort, es wird Ihnen kein Haar gekrümmt, obgleich Sie auf den Baron Ihre Waffe abfeuern und obgleich, wenn Sie ihn nicht todt- schießen, auch er auf Sie anlegen wird. Dann erschießt er mich auch. Er wird auf Sie anlegen, aber er wird Sic nicht erschießen. Es wird Ihnen kein Haar gekrümmt, ans mein Ehrenwort, versieben Sie, aus me in Ehrenwort, vorausgesetzt, daß Sie unterschreiben. Nach dem Duelle verlassen Sie England, in Amerika gibt es auch schöne Mädchen; retten Sie sich. Und er zog den Lord mit sich in ein Neben- zimmer. nachdem er bei der Gesellschaft sich entschuldigt hatte, er habe mit dem Lord ein Geschäft abzumachen, das wegen dem bevorstehenden Duelle nicht länger verschoben werden dürse. Gras Fowler und ein ebenfalls anwesender Notar begleiteten sie. Nach einer kleinen Pause kehrten die vier Männer zurück. — Und wenn Sic plaudern, flüsterte der Graf Erdösi dem Engländer zu, so wird mein Säbel Sie auch in Amerika oder bei den Hottentotten, oder wo immer sich Ihr fetter Leib hernmtragcn wird, zu finden wissen. Unbesorgt, lautete die Antwort. Baron Eichhart trat heran und forderte von dem Lord die Entschließung. Ich wähle Pistolen, antwortete dieser, und wenn cs Ihnen beliebt und Graf Fowler nichts cin-zuwcndcn hat, so kann das Duell augenblicklich stattfinden. Ah, ah, hört, hört! erscholl es wie aus einem Munde. Und man bezeigte dem Lord allen Respekt vor so viel Tapferkeit, die ihm keiner zugemuthet hätte. Da sich in der Gesellschaft ein Arzt befand, so wurden Sekundanten bestimmt, Pistolen gewählt und die Herren begaben sich in den Park. ursch in seinem Abändcrungsautragc diese Wortlaute nicht ausgenommen habe. Er erkläre sich ans den von Dr. Perger angeführten Gründen für den Wortlaut des Gesetzentwurfes. Schließlich beweist Dr. Herbst, daß das Gc-sällsstrafgefetzbuch allerdings Beschlagnahme von Schriften und Briefen seitens der Gefällsorgane erwähnt, was Dr. Hanisch bestritten habe. Der vorliegende Gesetzentwurf beschränkte aber auch dieses Recht der Or-gane der Gesällsgerichte, indem er einen richterlichen Besehl verlangt; ein solcher könne also jetzt nur mehr von dein Gesällsstrafrichter, nicht etwa auch von einem Unterfuchuirgskommifsär erlassen werden. Daß aber Gesällsgerichte allerdings Gerichte seien, das könne denn doch wohl nicht bestritten werden. Bei der Abstimmung fällt Vas Amendement, hingegen wird Paragraf 2 nach dem Antrag des Ausschusses zum Beschluß erhoben. . Paragraf 3, der festsetzt, daß die gegen die Bestimmungen des tz 2 vorgcnommcne Beschlagnahme mit Arrest bis zu drei Monaten zu bestrafen ist, wird ohne Debatte angenommen, ebenso das ganze Gesetz in dritter Lesung. Das Erwerbstenergesetz, welches in dieser Sitzung zur Berathuug kommen sollte, wurde auf Antrag Dr. v. Mayer Hofers bis zum Donnerstag von der Tagesordnung abgesetzt, weil die Klubberathungen über dasselbe noch nicht abgeschlossen sind. Die Regierungsvorlage betreffs der Besoldung der Lehrer an den vom Staate erhaltenen Mittelschulen wurde dem Budgetausschuß zugewiesen. Schluß der Sitzung halb 2 Uhr. Nächste Sitzung Donnerstag. (Wr. Tgbl.) Eröffnung des norddeutschen Reichstages. Berlin, 14. Februar. Die Thronrede, mit welcher der Reichstag heute vom König eröffnet wurde, verkündet die Vorlage eines Strafgesetzbuches für den norddeutschen Bund, eines Gesetzes zum Schutze der Autorenrechte, sowie einer Gesetzvorlage über den Erwerb und Verlust der Bundesund Staatsangehörigkeit. Weitere Vorlagen sollen die Lage der zu den Unterklassen der vormaligen SchicSwig-Holstein'fchen Armee gehörigen Personen regeln und die Befuguiß der Bundeskonsuln zu Eheschließungen und zur Beurkundung des Personenstandes feststellen. „Die Anbahnung der im Artikel 4 des Prager Friedens vorgesehenen Verständigung über die nationale Verbindung des norddeutschen Bundes mit den süddeutschen Staaten ist der Gegenstand meiner unausgesetzten Aufmerksamkeit. „Die Gefammlheit der Berträge, welche de» Norden Deutschlands mit dem Süden verbinden, gewähren der Sicherheit und Wohlfahrt des gemeinsamen deutschen Vaterlandes die zuverlässigen Bürgschaften, welche die Stärke und geschlossene Organisation des Nordbundes in sich trägt. Das Vertrauen, welches unsere süddeutschen Verbündeten in diese Bürgschaften setzen, beruht auf voller Gegenseitigkeit. DaS Gefühl nationaler Zusammenhörigkeit, dem die bestehenden Verträge ihr Dasein verdanken, das gegenseitig verpfändete Wort deutscher Fürsten und die Gemeinsamkeit der höchsten vaterländischen Interessen, verleihe» unseren Beziehungen zu Süddeutschland eine von der wechselnden Woge politischer Leidenschaften unabhängige Festigkeit. „Als ich im vorigen Iahie von dieser Stelle zu Ihnen sprach, habe ich dem Vertrauen Ausdruck gegeben, daß meinem aufrichtigen Streben, den Wünschen der Völker und den Bedürfnissen der Zivilisation durch Verhütung jeder Störung des Friedens zu entsprechen, der Erfolg unter Gottes Beistand nlcht fehlen würde. Es thut meinem Herzen wohl, heute an dieser Stelle bekunden zu können, daß mein Vertrauen seine volle Berechtigung hatte. Unter den Regierungen, wie unter den Völkern der heutigen Welt ist die Ueberzeugung in siegreichem Fortschritte begriffen, daß einem jeden politischen Gemeinwesen die unabhängige Pflege der Wohlfahrt, der Freiheit nnd der Gerechtigkeit im eigenen Hause zustehe und obliege, und daß die Wehrkraft eines jeden Landes nur zum Schutze eigener, nicht zur Beeinträchtigung fremder Unab-häudigkeit berufen sei." Die Thronrede schließt, indem sic die Hoffnung ausspricht, die Abgeordneten werden durch Lösung der ihnen vorliegenden Ansgaben die Erfolge des gegenwärtigen Reichstages zu einem Abschlüsse bringen, welcher die damit verbundenen Mühen durch den Dank der Nation lohnen und diesem Reichstage eine hervorragende Stellung in der Geschichte der vaterländischen Institutionen sichern wird. Aus Rom schreibt der Korrespondent der „Allg. Ztg.„Die dritte feierliche Sitzung sollte am 2. Februar stattfinden, mußte aber, wegen Mangels an Stoff, auch wieder anssallen. Und noch liegen Berge von Arbeiten, weitläufige Schemate re. in Menge vor, denn die Beschlüsse, welche das Konzil zu fassen berufen ist, oder die vielmehr Pius IX. mit Zustimmung des Konzils der Welt verkünden will, sollen wahre Pandekten sein, sollen die ganze Glaubenslehre und Verfassung der Kirche regeln, die päpstliche Oberherrschaft über alle Leiber und Seelen restauriren. Nur das Gebiet der eigentlichen Moral hat man ausgeschlossen, denn da wollen die Jesuiten aus gutem Grund freie Hand behalten. Kurz, die Arbeit, die nvch unbewältigt vorliegt, läßt eine Dauer des Konzils von mindestens anderthalb Jahren erwarten. Und dazu wird alle« hervorgesucht und in Dekreten und Kanones zugespitzt, was nur immer Verwicklungen herbeiführen, Konflikte mit den Staatsgewalten hervorrufen, die wechselseitige Stellung der Konfessionen verbittern, die Lage der Bischöfe verschlimmern nnd den Haß der Laienwelt gegen den Klerus nähren kann. Da mag denn wohl bei manchem Bischöfe der Wunsch, der Theilnahme an diesen Beschlüssen zu entrinnen, der Vater des Gedankens sein, und ein nahes Ende des Konzils als eine konziliarische Euthanasie erscheinen. Manchem Bischof ist schon in Bezug auf das Konzil jener Spruch der Alten eingefallen: das beste sei, nicht geboren zu sein, das nächst gute, frühzeitig zu sterben. Dazu die Behandlung; cm lös trrüttz ä'ull« uumisw Krutu,l6, hörte ich dieser Tage einen französischen Grafen hier sagen." Hingegen wird der „Nat. Ztg." aus Rom berichtet: „Man spricht jetzt ernstlich davon, daß das Konzil vor Ostern vertagt werden solle, angeblich, um den Bischöfen zu ermöglichen, die Festtage in der Heimat zuzubriugen, in Wirklichkeit, weil cs vor der Hand unmöglich erscheint, zu einem Einverständniß über die Haupt-sragen zu gelangen." Politische Rundschau. Laibach, r6. Februar. Die „N. Fr. Pr." versichert, daß in dieser Session sowohl die Wahlresorm als die gali-zische Resolution definitiv erledigt werden sollen. Was speziell die Wahlresorm betrifft, so stehe jetzt wieder der Plan im Vordergründe, die bisher legale Entsendung von 203 Abgeordneten durch die Landtage als ein landtäglichcs Recht intakt zu lassen, dagegen das Abgeordnetenhaus um 203 Abgeordnete zu vermehren, die aus direkten Wahlen der Stadl- und Landbezirke hervorgehen sollen. In Sachen Galiziens wolle man einen Minister für Galizien im Ministerrathe ernennen, den Statthalter von Galizien dem galizischm Landtage verantwortlich erklären, einen selbständigen Senat im Obersten Gerichtshöfe für Galizien einführen, UnterrichtSwesen und Polizei-Strafgesetzgebung dem galizifchen Landtage überantworten, dagegen auch iu Galizien die directen Wahlen einführen; eventuell, wenn die ga-lizifchen Abgeordneten selbst diese Konzessionen un genügend finden, den galizischm Landtag auflösen Bist Du bei Deinem Entschlüsse geblieben? fragte Erdösi den Baron. Das sragst Du erst? Biu ich ein Wcib, dessen Gedanke wie dic Sonnc in cincm Tagc die ganze Windrose durchlauft? Gut, gut! bin schon zufrieden. Und, fügte er mit kaum hörbarer Stimme mehr für sich als zu Eichhart hinzu, und Du wirst es mit mir sein, obgleich Du Feuer und Flammen sprühen möchtest, wenn Du jetzt erführest, was ich für Dich gethan habe. Der Weg durch den Park führte über einen kleinen Hügel aus eine Wiese, welche rings von hohen Platanen begrenzt war. Die beiden Gegner und ihre Sekundanten schritten auf diese, dic übrige Gesellschaft stellte sich unter die nächsten Bäume. Sie unterhielt ein lebhaftes Gespräch und man ging Wetten ein, ob der Lord, welchem der erste Schuß zukam, treffen werde, und wo Eichharts Kugel einsallen werde, und dergleichen mehr. Die Schußwaffen wurden geladen, die Sekundanten maßen die Distanz von fünfzehn Schritten ab, Eichhart und Lamborough nahmen ihre Plätze ein. In diesem Augenblicke vernahm man das Rollen eines Wagens. Sie haben den ersten Schuß, rief Eichhart, schießen Sic. Der Lord erhob den Arm und zwar ohne merklich zu zittern. Auf dem Hügel vor der Wiese erschienen z^ei Damen und an ihrer Seite ein Herr. Lord Lamborough konnte sie nicht bemerken, er kehrte ihnen den Rücken zu, wohl aber erblickte sic Eichhart. Und er konnte sich nicht enthalten, den Ruf „Elisabeth!" auSzustoßcn. In demselben Momente krachte dic Pistole des Lords, Eichhart's linker Arm zuckte heftig auf, er war verwundet. Eduard! rief eine Stimme auf dem Hügel, und man sah, wie Lord Withmanu seine Schwester bei der Hand nahm und sie zurückhirlt. Die Kugel hat mich leicht gestreift, sprach Eichhart. Mylord, die Reihe ist an mir. Stehen Sie! Und schon hob er die Rechte und zielte, Lord Lamborough erblaßte und seine Zähne klapperten. Ich ziele auf ihre Stirne, Mylord. Wenn ich schieße, sind Sie ein Kind des Todes. Aber eben deshalb darf ich nicht schießen, ich würde zum Mörder, weil ich mein Ziel nicht fehlen kann. DaS Pistolen-Duell ist, wenn eS bis zum Abfeuern vorgeschritten, eine Wette um Leben und Tod; wer seiner Sache gewiß ist, darf diese Wette nicht eingehen, meine Ehre gebietet mir, Ihnen das Leben zu schenken, wic sie mir gebot, Sic zu fordern. Und Baron Eichhart senkte dic Waffe und eilte auf Elisabeth zu, welche mit ihrem Bruder und ihrer Schwägerin vom Hügel herabkam, während Graf Erdösi den Lord Lamborough bei Seite zog und sich mit ihm entfernte. Sie sind verwundet, sprach Elisabeth zu Eichhart, welcher, ohne ein Wort zu sagen, ihr die Hand gereicht, aber vergessen hatte, sie an seine Lippen zu drücken, weil sein Auge über seine ganze Seele gebot. Sie sind verwundet, wo ist ein Arzt? Der war aber schon zur Stelle und streifte das Hemd des Barons den Arm hinauf. Eine unerhebliche Verletzung der Muskeln, der Knochen ist nicht beschädigt. Gleichwohl rann das Blut mächtig herab und Lady Elisabeth schrie laut auf, als sie dasselbe erblickte : Wie viel, wie viel leiden Sie wegen nur! (Fortsetzung folgt.) Am Donnerstag wird dic Abgcordneten-Konserenz fortgesetzt. In den nächsten Tagen trifft, dorthin berufen, FML. Baron Koller in Wien ein, um an Entschließungen hinsichtlich Böhmens theilzunehmen. Ein Ministerialrath soll zum Vizepräsidenten der böhmischen Statthalterei ernannt, die Czechen dagegen ans diesem Kollegium beseitigt werden, und den Exzessen der Organe der Czechen gedenkt man mit Ernst zu begegnen. Seit kurzem wird eine bevorstehende Reise nicht blos des Kaisers sondern auch der Kai-serin nach dem pazifizirten D al m a t ie n signa-lisirt. Sin Wiener Korrespondent der „Tr. Z." glaubt bestimmt versichern zu dürfen, daß in den betheiligten Kreisen bisher weder von dieser, noch überhaupt von einer Reise Sr. Majestät die Rede gewesen ist. Der Kardinal Rauscher, welcher eine Denkschrift gegen dic Unfehlbarkeit verfaßt hat, darf dieselbe in Rom nicht drucken lassen. Dieselbe wird deshalb in Wien gedruckt und unter diplomatischem Schutz nach Rom gesandt werden. Die ung arischen Bischöfe haben in klarer Erkcnntniß sowohl der Gefahren, welche der bisher in Rom cinqeschlagcnc Weg den Interessen der Kirche zu bereiten droht, als der vollständigen Unmöglichkeit, den Inhalt der voraussichtlichen Konzilöbeschlüsse auf dem Territorium der Stefanskrone zu vertreten und vor allen Dingen durchzuführen, bereits in ernste Erwägung gezogen, ob sie nicht in einem gegebenen Augenblick sich verpflichtet erachten mußten, der Mitverantwortung für derartige Beschlüsse durch dic Rückkehr in die Heimat aus dem Wege zu gehen. Daß eventuell ein großer und sogar der weitaus größte Theil auch des diesseitigen Episkopats dem gegebenen Beispiel folgen würde, gilt als zweifellos. Hu den seit einiger Zeit mit auffälliger Beharrlichkeit wiederkehrenden Gerüchten von russischen Rüstungen an der öst errc i ch is ch-g a-lizischen Grenze bringt der „Wdr." in einem Telegramm aus Petersburg eine neue Version. Nach dieser hat der Chef des großen Generalstabes, Gcnc-raladjulant Graf Hayden, eine längere Reife angc-trcten, um in den an Oesterreich grenzenden Provinzen dic dort stationirenden Truppentheile, das vorräthigc Kricgsmatcrialc und die Tüchtigkeit der Waffenplätze zu untersuchen; 15.000 Mann Gardc-truppen aus dem Königreiche Polen gehen an den Prnth ab und wurden durch 25.000 Mann Armec-truppen abgelöst. Dic am Pruth befindlichen Regi mcnter ziehen ihre Reserven an sich und das ganze Armeekorps soll bis Ende März auf die Stärke von 80.000 Mann gebracht werden. Die preußische PairSkammer hat den Ebcrly - Duucker'schen Gesetzentwurf, betreffend die Aufhebung der Beschränkung dcrPrcß-frei heit, der im Abgeordnetenhause die Majorität erhalten hatte, einstimmig zu guterletzt noch aogelehnt. Die „Allgemeine Zeitung" veröffentlicht ein Telegramm aus Rom, 13. Februar, welches meldet: Ein von zwei rheinischen Kirchensürsten ausgehender Antrag, sich gemeinsam gegen Döllingers Aufsatz über die Unfehlbarkeit zu erklären, wurde in einer Versammlung der deutschen Bischöfe verworfen. Hauptsächlich oppouirten die Bischöfe: Hefele, Eberhard, Haynald, Stroßmeyer und Förster. Dieselben erklärten, Döllinger vertrete im Wesen der Frage die Ansichten der meisten deutschen Bischöfe. Mit entschiedener Lossagung von dem Standpunkte der bloßen Jnopportunität wurde ferner konstatirt, daß dic von den Antragstellern schon unterschriebenen Adressen im Grunde gegen die Kir-chenlehre selbst gerichtet seien. Die zwei Kirchen-fürsten erklärten dessen ungeachtet, sich von ihren Kollegen (den Adrcßnnterzcichnern) nicht trennen zu wollen. Der „Constitutionnel" schreibt über den Besuch des Erzherzogs Albrrcht von Oesterreich: Erzherzog' Albrecht hat unsere Kriegshäfen und Militär-Etablissements im Süden und in Mittelfrankreich besucht und sein lebhaftes Vergnügen über die Zeichen von Simpathien ausgedrückt, welchen er allenthalben begegnet ist. — Der Erzherzog weilt gegenwärtig in Paris. In Paris ist die Untersuchung gegen ' die bei den letzten Unruhen Verhafteten in vollem Zuge. Man beschuldigt die meisten derselben dcr^ Theilnahme an eu.em geheimnißvollen Komplot ge-' gen das Leben des Kaisers, welches aber sicherlich nur in dem angsterfüllten Hirn des Polizeipräfekten ^ Pietri existirt, der stets und überall die schrecklich-! sten Gespenster sicht. Schon im Juni litt dieser Po-! lizeipräsekt an ähnlichen Visionen, welche bei genauer -Besichtigung in nichts zerrannen. Wahrscheinlich wird sich auch das gegenwärtige Komplot in ein gleiches Nebelgebilde auflösen. Nichtsdestoweniger! hat Napoleon seinem Polizeipräfekten t^rte kliuielitz gegeben, welcher dcr Herr der Situation geworden ist und mit Umgehung des Kabinets eine seit dem Staatsstreiche nicht mehr gesehene Razzia gegen allerhand Verschwörer infzenirt. Zur Tagesgeschichte. — Se. Majestät der Kaiser hat der Gemeinde Snsnjevizza in Istrien 300 fl. zur Ausbesserung ihrer Kirche bewilligt. — Aus Prag, 14. Februar, wird gemeldet: Die Majorität der Smirzitzer Stcidtvertretung hat oie Herren Palaeky, Rieger, Brauner und den Bischof Jirsik des Ehrenbürgerrechtes verlustig erklärt. Vorgestern Nachls wurden an mehreren Orten aufrührerische Plakate gesunden, einige derselben gedruckt, andere mit Bleistift geschrieben, und sie enthalten die Schlußbemcrkung: (der wegen Hochverrathes eben vor Gericht stehende) „Kerber ist unschuldig." — Vorgestern Nachls wurde in Prag auf der alteu Schloßstiege eine nicht adjustirte ILpsüudigc Hohlkugel aufgefuudeu. Dieselbe ist ganz rein, und scheint gut aufbewahrt gewesen zu sein. — Aus Graz, 13. d. wird geschrieben: Eine Zelebrität im Reiche der Naturwissenschaften, der Botaniker Hofrats Dr. Unger, ist seit heute früh eine Leiche. Bor zehn Tagen wohnte Unger noch einer Vor-standssitzuug des jüngst gegründeten steiermärkischen Volksbildungsvereines bei, in welcher er mit Akklamation zum Obmann gewählt wurde. Seit einigen Tagen durch einen Hexenschuß ans Zimmer gefesselt, war es dem berühmten Forscher unmöglich, den Vorlesungen und dem Bankett zu Ehren Vogts beizuwohnen. Heute Morgens wnrde Dr. Unger als Leiche mit verwundetem Hinterhaupte im Bette liegend getroffen. Dic Acrztc vermnthen, er sei des Nachts anfgeftanden, gefallen, habe sich dann wieder in das Bett gelegt uud eine Gehirnlähmng habe seinem Leben ein rasches Ende gemacht. Unger hinterläßt eine Witwe, einen Sohn und eine Tochter. Dr. Franz Unger war im Jahre 1800 in Steiermark geboren. Welche Hindernisse die klerikale Partei in Wien dem hervorragenden Forscher seinerzeit in den Weg legte, ist bekannt. — Aus Krems wird unterm 13. d. geschrieben: Der wohlhabende Bauer Josef König in dem nahen Dorfe Kufsern hatte eine Tochter, ein hübsches Mädchen, für dic er auch eiue gute Partie wünschte. Da erschien in dem Orte ein ausgedienter Soldat ein Mensch von wildem, wüsten Wesen und natürlich auch ohne Besitz. Er gewann dic Liebe der Baucrn-tochter, aber der Vater wollte sein schönes Gut unter keiner Bedingung einem solchen Menschen als Schwiegersohn an den Hals werfen. Da fand man eines Tages den Vater erschlagen im Keller, und die Tochter verbreitete das Gerücht, er sei hineingefallen und habe sich zu Tode gestürzt. Aber die Leiche sah nicht darnach aus und die Kommission konstatirte eineu Mord. Die Liebenden hatten den Bauer erschlagen und in den Keller geworfen. Die Tochter hat bereits beim Kreisgerichte gestanden, der gewesene Soldat leugnet noch. — Kürzlich fand in Lemberg auf dem Maskenbälle eine klcinc politische Demonstration statt, welche den russischen Journalen nicht besonders gefallen dürfte, daher erwähnt zu werden verdient. Ein russischer Hauptmanu, welcher seinen politischen Freunden im russische» Kasino einen Besuch abzustatten für angemessen fand, erschien überall an öffentlichen Orten in voller Uniform, ohne auf's Publikum, welches seine Antipathie bei jeder Gelegenheit mauisestirte, sehr zu achten. Seine politischen Freunde gaben ihm den Rath, auch die Redoute zu besuchen, uni sich von dem in Lemberg herrschenden, russeusreundlicheu Geiste zu überzeugen. Dieser Herr erschien auch wirklich auf einem Maskenball, und da er sogar provozireud auftrat und den ihn attakirenden Masken mit einer Art Stolz über die seine Brust schmückenden Orden Aufklärungen gab, heroorhebend, daß er dieselben im Jahre 1863 im Kampfe gegen die polnischen Insurgenten verdient habe, hat man ihn ganz einfach zur Thüre unter einem endlosen Heulen und Pfeifen der Masken und des zahlreich versammelten Publikums hinausgeworfen. Die Polizei verhielt sich ganz passiv und die hiesigen Offiziere, an die sich der Russe um Hilse gewendet hat, blieben pa,sive Zuschauer des skandalösen Austritts. — Auf das Postamt zu Klageusurt kam in letzterer Zeit täglich ein Weib und forschte nach der Ankunft eines Paketes, das sie sehr sehnsüchtig zu erwarte» schien. Die Postbeamte» fragten, was das Paket enthalten solle, und ras Weib erzählte, daß sic eine Medizin sür ihren kranken Mann erwarte. So oft selber nämlich bettlägerig werde, schicke sie einem Herrn Pfarrer am Lande, der dieses Mittel als untrüglich bezeichne! habe, einen Gulden, dieser lese eine Messe und schicke ihr einen geschriebenen Segen und eiue Hostie, in einer Schachtel verpackt, zu. Segen und Hostie werden dem kranken Manne anstatt der Medizin auf den Bauch gelegt, und er werde gesund davon. Diesmal, bemerkie das Weib, bleibe aber die Medizin aus, was um so unerklärlicher sei. als cs den Gulden dem Herrn Pfarrer schon längst geschickt habe, und dieser soust nicht auf sich warten lasse. Die neue geistliche Heilmethode macht viel vou sich reden und man ist begierig, was die hohen geistlichen Herren dazu sagen werden, wenn sie erfahren, auf welch' sonderbare Art die geistlichen Hirten ihre unwissenden Schafe zu scheeren pflegen. — Die Eröffnung der Ausstellung in Rom wird nächsten Freitag stattfinden. — Von Kanlbach erzählt die „Gartenlaube" folgende Anekdote: Unter den Zuschauern, die Kaul- bach's vielfach erwähntes Bild: „Peter Arbues" be- sichtigten, befand sich auch jener lairische Prinz, dessen Haus gegenüber den liberalen Neigungen des Königs gegenwärtig als dcr Mittelpunkt aller für den Ultras montanismns streitenden Mächte angesehen wird. Kaul-bach führte den Prinzen, und dieser konnte sich nicht enthalten, seinem Unmnthe wenigstens insoweit Luft zu machen, als er dem Künstler das Grausige seines Mo-tives vorwarf. — „Die Geschichte," rief er, „bietet doch eine Menge anderer Gegenstände; warum greifen Sie immer zu so schrecklichen Gegenständen? Erst malten Sic diesen Nero — jetzt hier Arbues . . ." — Hoheit, verzeihen," erwiderte Kanlbach, „ein Spitzbube nach dem ändern." Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal - Chronik. — (Das Strasnrtheil des Kooperators Koprinnikar), gegen welches letzterer die Berufung beim Oberlandesgericht eingebracht hatte, ist von diesem von zwei auf vier Monate verschärft worden. — (Bischof Stroßmaycr) hat der Citak-nica in Castna auf eine Beglückwüuschungsadresse wegen seines ruhmvollen Auftretens in Rom geantwortet, „daß er es stets als seine heilige Pflicht erachten werde, seinem Gewissen und seiner Uebcrzeugnng treu zu bleiben." Wir kennen zwar nicht den Wortlaut der an ihn abgeseudeteu Adresse, doch unterliegt es keinem Zweifel, daß dieselbe in Folge der Berichte der liberalen Blätter über die Haltung Stroßmayers in Rom abgesaßt wurde. Was wird nun „Danica" zu dieser Antwort sagen, da sie noch vor kurzem behauptete, daß dic Parteigänger des Satanas über Stroß-mavers Liberalismus Lügen in dic Welt streuen, deren sie sich schämen müssen, wenn sie einmal die Wahr-hett erfahren werden. Für den Fall, als „Danica" die Wahrheit gesprochen, hätte die telegrafische An-wort des Beglückwünschten lauten müssen: „Ich be-daure, die Glückwünsche nicht annehmen zu können, denn alle Zeitungsnachrichten über mein Auftreten in Rom sind nur Lügengewebe der Judenblätter." Wir deduzi-ren aus der obigen bischöflichen Antwort einen triftigen Beweisgrund dafür, daß die Liberalnchi übcr die Vorgänge in Rom keineswegs schlecht unterrichtet seien. — (Erfroren.) Den 9. d. M. wurde ein Bauer aus Oblak auf der Straße zwischen Soderschitz und Reifnitz erfroren aufgefunden. Alle Belebungsversuche waren fruchtlos. — (Die Gartenlaube) bringt in Nr. 7 folgende Beiträge: Eine offene Frage. — Poesie und Wirklichkeit im Gebirge. 1. Der Schafhirt im Hochgebirge. Mit Abbildung. Lriginalzeichnung von A. Obermüllner. — Der „Alte in Neuhaus." Bon Paul Wefenfeld in Cottbus in der Niederlausitz. — Ein deutscher Prinz in Amerika. Nr. 2. — Der Leipziger Earneval. Bon Otto Moser. Mit Abbildung: Car-nevals-Abend imSchützen Hause zu Leipzig. Nach der Natur ausgenommen von F. Weibler. — Aus eigener Kraft. Erzählung von W. v. Hillern, geb. Buch. (Fortsetzung.) — Bestätigung, die Mißhandlung der drei jungen Deutschen in Bologna be- Angekommene Fremde. Am 15. Februar. Spehar, Handelsm., Tschcrnembl. — Jaklic, Handclsm,, Gottschee. — Schwarzenbach, Kaufm., Graz - Plan, Kaufm., Wien. -- Kulka, Kfm., Wie». — Kleinlercher, Kfm., Tirol. — Graf Deym, k. k. Haupt mann, Agram. — Mayer, .Kauft»., Wien. — Kalischuig, Postmeister, Neumarktl. - Richter, Kaufm., Wien. Ciotti, RadmaniiSdorf. - Salsa», Geometer, Stein. — Störs, Mamisburg. — Prasniker, Besitzer, Münkendorf. — Mehlhöfser, Handelsreisender, Wien. Verstorbene. Den 15. Februar. Dem Herrn Friedrich Fettich Frankheim, jubil. k. k. Staatsbuchhaltuiigs Rechnungs Offizial, sein Kind Maria, alt 2V, Monate, in der Stadt Nr. 118 am Keuchhusten. — Helena Cirer, Magd, alt 27 Jahre, im Zivilspital am Morbus Briglhii. — Dem Herrn Franz Piskur, Gastgeber, Haus- und Realitäteubesitzer, sein Kind Johanna, alt I V, Jahr und 5 Tage, in der Polauavorstadt Nr. 62 in Folge des Keuchhustens an der Lungenlähinung. Marktbericht. Laiback» 16. Februar. Auf dem heutigen Markte find erschienen: 3 Wagen mit Getreide, 16 Wagen und 5 Schiffe (40 Klafter) mit Holz. vurchschnittr-prcise. Wüterung. Laibach, 16. Februar. Wolkendecke anhaltend geschlossen, abwechselnd dünner Schneefall. Wärme: Morgens 6 Uhr -s- 0.3°; Nachmittags 2 Uhr -s- 2.0" (1869 -s- 9.8°, 1868-s- 5.0"). Barometer im steigen 325.58"'. Das gestrige Tagesmittel der Wärme >- O.k", um 1.0" über dem Normale.______________ Gedenktafel über die am l 7. Februar 1870 stattfindenden Lizitationen. Minucudolizit. behufs SicherstelluiiA der Einlieferung von 10.000 Stück zweizentnerigen weichen Pulverfässern, 200 Zentnern Torf und 750 Klaftern Weißerleu Kohleuholz für das Zeugsartillerie-Kommando in Stein.______________ Wiener BörsUm 15l Fcbruar. Sperc. öste' . WLbr. . dto. Re öst.Pav. dto. dtd. öst.inSild. öose von 18L4 . . . öoic von 1860, ganze öose von 1880, günft. Prämiensch. v. >881 . SrulKlsntt.-Odt. Steiermark zuSpLt. Ikärnten, Krain u. Küstenland 5 » Ungarn. . zuü » Sroat. u. Slav. s „ Siebenbürg. » b , Kationalbanl . . Kreditanstalt . . St. ö. LScouipte-Ges. Lnglo-öftcrr. Bank . Oefi. Bodencred.-A. . Oest Hypolh.-Bank. Steter. ESco»i»t.-Bk. Kais. Kerd.-Nordb. . Südbahn «Seielllch. . Lais.Eli1-be>b-Bahn, Larl-Ludw-q-Babn Siebend. Lilenbabn . Kais. Yran,-Josefsb.. Fünft- Barcier E.-B. Llsöld-ffium. Bahn . Nation. ö.W. verloSb, dto. in SSI.rück,. Geld Ware 60.65 60^75 70.50 7<».60 90.75 ^1 - 9?.— 97.25 108.— 103.50 121.50 1LI.75 92.50 93.50 86.- 94.— 79.25 79.6 84.— r5.- 75.50 76.- 723.— 72^- 264.80 265.- 940.— 942.— 5Z0.— 331.- 309.— 211.— 101.- 1« 245- 250.— 2132 213«; 246 40 2^6 6l 184.2Ü 184.50 238 — 238.5« 1ti6.25!l»'6 5, 185.75 1X6- 179 50 180.50 .171.75 172- ! 93.10 »3.2« ! 9N.50 9,.- 107.50 108.- j 89.50 90.- Geld Ware Oest. Hv»°lh.-Bank . 88.— KS.— ^rtoritLt--0KIt^. Südb.-Ges.zu.«vKr. i»,.rs rsi.so dto. BonS 6 pLt. r»8.— «48.SO Siordb. (tm> st. CM.) »2.LS ss.sv Sieb.-B. !i!udolsSb.(S0Ust.ö.W.) »>.»u »L.— Fran,-Ios. ,u Ivo fl. CM. . . Iriester Ivo fl. CD!. . dto. SV fl. ö.W. . Osener . 4V fl. ö.W. 1'atfsy ^ I 4V I Llarv . „ 4V , St. Genois„ -l» ^ Windischgrä^ S» , Waldstein . S» , Keglevich . Iv „ RudolsSstist. lvö.W. sotiasl (3 Mon.) Lug«b.ux>fl.Iüdd.W. grants. 100 st. „ „ London 10 Ps. Sterl. Pariü Ivo Francs Hüurs». iais. Mün,-Ducaten. ^o.FrancSstück. . . HereinSlhaler . . . Silber . . . . . 162.25,162 75 9S.- I0v.— 124.— 126 -^ 61.— ! KS.-»S. — ! 84. «>,.— ! 41.— ^ r».5>o^ 31.— > SU.—l S7.— AnH..t. Sch..l. Vorerst lernen Sic Aufsätze stilisireu, nehmen Sic ein Buch über Stilistik zur Hand, studiren Sie es recht fleißig dann erst probiren Sie Ihre schriftstellerischen Talente m irgend einem Jnserateutheile, aber mit so etwas, Llessisur« blamiren Sie sich nicht mehr. (64) Ein Tänzer. der deutschen und sloveuischeu Sprache mächtig und mit guten Schulzeugnissen versehen, findet Aufnahme in einem hiesigen Spezereiwaarengeschäst. (63 1) Näheres im Komptoir des Dienstmann-Jnstituts. 1)vr unterxoiolmete Verein suelit einen , (.^xenten), Aleirliviel ol> Lesniter, I^vbrer, Xknismsnn etc. etc. Lvverder vollen «ick liirelct !i ii uns ven-«len. ver Verein, velelier Lii 12 000 Abonnenten »uk-veist, ist der grösste äerlirtige Verein in Luroi>u. N, i Vvllilrbenllrnek-kemitlüe-veivi« Ik<»ru88i«, üeilin. ^.Ite ^Llrol>stra88e 103a. (59) lüin^hen l! 20.50 22.-17.5" 15.50 10.1.40 103.50 124 3l> 49.35 5 84' 9.89 1 83 121.50 21.— 22.50 18.50 16.— l03.«.v 103.70 124.45 49.40 5.85» 9.89» 1 85» 121.75 Telegrafischer Wechselkurs vom 16. Februar 5perz. Rente österr. Papier 60 60. — 5perz. Rent« österr. Silber 70.45. — 1860er Staatsanlehen 96 70. — Bankaktien 724. — Kreditaktien 266.10. - London 12410. — Silber 12135. - K. k. Dukaten 5.82'/,. Zerren - Krügen nnd I^snsvbetts, vveisse und svlnvsi're 8slon-tlslsdinlien, elegsnte tlemiidi'üste, I^ieilei', Xo8en-li-äger; ferners l'gffte, ^tlssse und ksnüei' in allen Farben, Lolli und Zilbenbonlen nnd I^i'sn8en, Üunsten, Spitren find neu angekommen und empfiehlt zn billigsten Preisen V ilK'. (35—5) Laibach, Hauptplat; 227. Unübertreffliche russische krosl-komLÄe von (56—2) l'rol > i< in Depot bei A. ). Knasotiowitr, „zur Brieftaube" in Laibach. ClN (62) Schlitten lammt Mrcnhaiir Ä».- Mg,. M ri- Mg,.- fl- kr. fl. ,r. ll- kr. st. kr. Weizen pr. Mtz. 5 — 5 50 Butter, Pfund — 45 — — Korn „ 3 — 3 30 Eier pr. Stück — — — Gerste „ 3 - 3 — Milch pr. Maß — 10 — — Hafer „ 2 — 2 — Rindfleisch, Psd. — 22 — — Halbfrucht „ — — 3 75 Kalbfleisch — 23 — — Heiden „ S -- 3 9 Schweinefleisch „ — 21 — — Hirse „ 2 3 — Schöpsenfleisch „ — — — -j Kuknrutz „ 3 — 3 10 Hähudel pr. St. — 60 — Erdäpfel „ 2 3l — — Tauben „ — — — Linsen 5 20 — — Heu pr. Zeiituer 1 10 — — Erbsen „ 5 50 — — >wtroh „ - 85 — — Fisolen ,, 5 — — — Holz, har.,Klstr. — — 7 80 Rindschmalz,Pfd. Schweinefchm.., 42 — weich „ Wein, rother, pr. 5 50, Speck, frisch „ — ,'!«> — — Eimer — 9 —! — geräuch. „ — 42 — — — weißer, ., — — 10 i ist billigst zu verkaufen und zu schen, ehemals Pals'icheu Haufe Epileptische Krämpfe ^ (Fallsucht) (16-33) heilt brieflich der Lpejialarzt siir Epilepsie ^ erfragen im Rött»»>lin'- ^ Doktor ». in Berlin, Mittel- ^ ^ neben dem Theater 1. St. - straße 6. — Bereits übcr Hundert geheilt. "'WZ RudolfSwerth, 14. Februar. Die Durchschnitts-Preise stellten sich auf dem heutigen Markt, wie folgt: fl- kr. fl. kr. Weizen pr. Metzen 4 80 Butter pr. Pfuud . 48 Korn „ 3 40 Eier pr. Stück . . 1j Gerste „ 2 85 Milch pr. Maß — 10 Hafer „ 1 95 Rindfleisch pr. Pfd. 22 Halbfrucht 3 30 Kalbfleisch „ 26 Heiden ,, 3 20 Schweiuefleisch „ —> 24 Hirse ,, 2 88 Schöpsenfleisch „ Kukurutz 3 — Hiihndel pr Stück . 30 Erdäpfel „ I 40 Tauben „ Linsen „ 4 80 Heu pr. Ceutuer . I 50 Erbsen „ 4 80 L>tlvh I Fisolen „ 4 80 Holz, hartes,"pr. Klft. 7 Riudsschmalz pr. Psd. — 45 - weiches, Schweineschmalz „ — 40 Weiu, rother 'pr. Speck, frisch, „ — 30 Eimer 6 Speck, geräuchert, , 36 — weißer 5 — Math und Hilfe für Diejenigen, welche an Gesichtsschwäche leiden und namentlich durch angestrengtes Studiren und angreifende Arbeit den Allgen geschadet haben. Seit meinen Jugendjahrrn hatte auch ich die ledige Gewohnheit, die Stille der Nacht wissenschaftliche» Arbeiten zu widmen. Sowohl hierdurch, als durch viele angreisende optische und seine mathematische Ausführungen war meine Sehkraft so sehr geschwächt, daß ich um so mehr den völligen Lerlnst derselben befürchten mußte, als sich eine sortwäb rcnde entzündliche Disposition eingestellt hatte, lv.lche mehrjährigen Verordnungen der geschicktesten Aerztc nicht weichen wollie. Unter diesen betrübenden Umständen gelang es mir, ein Mittel zu finden, welches ich nun schon seit 40 Jahren mit dem ausgezeichnetsten Ersvlge gebrauche. Es hat nicht allein jene fortdauernde Entzündung vollständig beseitigt, sondern auch meinen Augen die volle Schärfe uud Kraft wiedergegeben, so daß ich jetzt, wo ich das 70. Lebensjahr an trete, ohne Brille die feinste Schrift lese und mich, wie. in meiner Jugend, noch der vollkouimeusie« Sehkraft erfreue. Dieselbe günstige Erfahrung habe ich auch bei ändern gemacht, unter welchen sich mehrere befinden, welche früher, selbst mit den schärfsten Brillen bewaffnet, ihren Geschäften kaum noch vorzustehen vermochte«. Sie haben bei beharrlichem Gebrauche dies.s Mittels die Brille hinweggeworfeu und die frühere natürliche Schärfe ihres Gesichtes wieder erlangt. Dieses ist eine wohlriechende Essenz, deren Bestandtheile die Fenchelpflanze ist. Dieselbe enthält weder vrL8ties. noch Kureotica, noch metallische oder sonstige schädliche Bestandtheile. Die Bereitung der Essenz erfordert ' indessen eine verwickelte chemische Behandlung, und ich bemerke daher, daß ich dieselbe seit längerer Zeit in vorzüglicher Güte vb-^-em hiesigen Chemiker, Herrn Apotheker Geiß, beziehe; derselbe liefert die Flasche für 2 fl. S. W. und ist acrn cz-bSlin, dieselbe nebst Gebrauchsanweisung auch auswärts zu versenden. Ich rathe daher den Lei Lenden, die Essimz.von hier zu beziehen, indem eine solche Flasche auf lange Zeit zum Gebrauche zureicht, da nur etwas weniges, mit WktzMsser gciuiM, eine mjlchartige Flii'sigkeit b ldet, womit Morgens und Abends, wie auch nach angrei senden Arbeiten, dre-V m g e b u n g d e s Auges befeuchtet wird. Die Wirkung ist höchst wohlthätig und erquickend und erhält und befördert zugleich die Frische der Hautfarbe. Es wird mich erfreuen^ wenn vorzüglich denen dadurch geholfen wird, welche bei dein rastlosen Streben nach dem Lichte der Wahrheit oft dätz eigene Lichi ihrer Augen gefährden und einbüßen müsse». Vielleicht kann auch durch den Gebrauch dieses Mittels das leider in der jungen Eelt so sehr zur Mode gekommene entstellende Brillentragen ver-«-inindert werden, da dieses in den meisten Mllen die Auge» mehr verdirbt als verbessert. Brillen können nur einer 'fehlerhaften Organij.ariM>des Auges zur Hilfe kommen, aber nie gesunde oder geschwächte Augen stärken und verbessern. a. d. Elbe. - RI»»»«-,-«,!,», Um den geehrten Reslektaiitc» bei direktem Bezuge.M» mir, die bisher durch Aiücksrageu, Rctourniruugcn und Unbestellbarkeit entstandene» Uukosten zu ersparen, bitte ich den Bcslclluugsbricfen deutlich ansneschriebcne Adressen «ilterzusetzcu und dic eventuclleu Beträge beizufügenda naiucutlich iu Bezug auf letztere Poftnachuahme nach den österr. Staaten nicht zulässig ist. (52—1) ' »f. x. H. Kvi88. der echten Dr. Nomerohausen'schcn Au^rncffcn; in Laibach bei Hrn. Beweger und kür ">e Redaktion verantwortlich: Ortomar Bamberg. Diua »uu Iu», o. KlelNlliav.i, L Fed. Bamberg tn Laidacb.