Macher W Zeitung. Nr, <>3. Pranumeralieneprel«: Im Homptolr ganzj. st l», halbj, fl, s.'üo, sslir bit Zustellung in« Hau» halbj, 50 ,r, »lit bcv Poft ganzj, sl, ,5,. halb», ? 50. Montag, 17. März. Instllionsgeblll: yül lleln« Insnate bi« »« < Zeilen üü lr.. glötzne plr Zeile e ll.; bei öflersn Wicdlsholungen per Zeile 3 lr 1879. ?i!chta!l!tlichcr Mil. Ocherreich-UllMl, auf der Weltausstellung in Sidney. in <5^^'"l'a>1liig.nl, wild bei der Wellansstelluug N^"l"1.„ llc'uesten ^iachrichleu zufolge, », osfiziellcr K,,!'.^'p^n'nl'ovt sei», Laut einer vonjelte des Reichs-cy'^'"'llistttlinüs (Marincsection) a>, das ExecnllU-fiir Kik "»terreichischen Wcltallsstellungslom'missio» klnl^ '^ ^langten Eröffnilng hat Se. Majestät der c.ola„^"^"^ ^'"'^' das; die Emv^Ne „Hel-twn ^. «-/'"^ ^^ncy zum Zwecke der Repräsenta^ 9"MM t/^^7^ich''Msimischcn Fla^c fahre. Das l'lUea M ^^'^ wird ,rme Fahrt im Lailfe des Mo-qliedV^ "un Trieft aus antreten und drei Mit. I„ i,,. ^ Ausstellungstommissiml an Bord habe». Aa est !' '^"^"' hat diese Entschließung Seiner Port ^ ^n "?'^^' Sensation hervorgerufen. Der Tralis-"lderm "Z^llungsgiiter erleidet übrigens leine Ver> desL,-. .- !'"det, '"'^ feinerzeit in den Eircnlaren llkllel,!. '^""^" ber Ausstellungstonimission bekannt 'chlib '! "uchc, durch Lloyddainpfer stall. Der Aufauf d?,,i ^^1'lung der Ausstellung vom 1. August ^le ^.^'.s. ^""^'"' d- I- h"t zur Folge gehabt, daß fenia > "'"'»ellr, '^'lchc >"'t ihrer Exposition nxhl zurA^! ?^'^u fürchteten, fich nun nachträglich doch noch ... H""g entschlusfen haben, und laufen täglich S <5 l'"!ieldul>gen "ll. ^»t ein. ^'^'"ä der Herr Finanzniinister beansprucht sche» u / , .^" ^ bgeordncte „ hansc des österreich,. El,l>ve,,i ^?^^^ eingebrachten Regiernngsvmlagc als von ü/x <"' >ur die Ausstellung in Sidney einen Kredit bieser K s ^"^ ^^' beigefügten Erläuterungen ist dieV^u. "Uontzbetrag bestimmt, die Auslage für ^sstell, 2 der österreichischen Aussteller an deni !ei'tl ck l ^ '^ ^" beck"' uder wenigstens dazu wc stratin'?"''"8en. Alle übrigcil Auslagen, für adinini-DrlM„,,""bcitcll (Lokale, Schreibgcschäfte, Diener, Wa im. '' ^"st- und Tclegrafengebühren), für In-theilu." .""" Decoration in der österreichischen Ab-llatall)^"' ^"sstcllung, dann für Herstellung eines lllndrn N. eventuell eines Berichtes :c. — im üsterr^"rage ^'un 10,0U0 st. - werden theils vom ^ifttinnä ^""ljarischen Exportvercillc, theils im ^ub-Mun'''"K b'"tt von den Theilnehmern der Aus-lloch h' "' ^'dney, "eiche lchleren insbesondere auch tt°8en . ,'"^PMkosten für Ihre Expositionsgüter zu Mum, bestritten. Der Ulnstand. daß es der österreichifchen Industrie schon bisher gcluugen ist, einen nicht unbedeutenden — jenen Frankreichs übersteigenden — Export nach Australien zu erzielen, der weilere Umstand, daß Sidney ein Freihafen ist nnd der Import von In-dustriegegeuständen in die Kolonie übclhaupt vollkommen zollfrei stattfindet (mrch den Mittheilungen des australischen Kommissars nnterllegen nur Wein. Thee und Tabak einem Eingangszolle),' der Reichthum jenes Bandes, der demselben eine bedeutende Kanjtrafl für europäische Iudustrie-Arlitel verleiht, der fernere Umstand, daß die eigene Industrie des Landls. obwol mächtig aufstrebend, dermalen noch auf allen Gebieten von Europa abhängig ist. rnolich der gute Klang, dessen sich der österreichische Hame in jenen Ländern seil der Erdumseglung der Fregatte Mouara" erfreut, sind wol eben so viele Momente, welche ein günstiges Ergebnis der in Rede stehenden Exportbemüliung in Aussicht stelle,,. Ebenso sprechen für die Bewilligung der angesprochenen Subvention die günstigen Erfolge der österreichischcu Betheiligung au den Ansstellnngcn 1670 in München uud Philadelphia, so wie 1878 in Paris, bei welchen drei Ausstellungen auch namhafte Ersparnisse an den bewilligten Ausstellungstrcditen erzielt worden sind. Insbesondere ist aber noch folgendes Moment zu berücksichtigen, anf welches auch der Motivenbericht des französischen Kreditgesetzes für die Ausstellung in Sidney hinweist: Infolge der rasche» Fortschritte der Technil, mit welchen die Aewahrnng von Fabrikationsgeheimnissen „„vereinbar ist, entwickelt sich die Industrie in allen europäischen Killturstaaten von Tag zu Tag mehr, jeder Staat ist bemüht, von der Concnr-renz der übrigen immer unabhängiger zu werden; überall tritt das Bestreben hervor, die Deckung der Landcsbedürfnissc der eigenen Industrie zn sichern. Der Export der europäischen Kulturvölker unter sich wird daher immer schwieriger und bestrittencr. Wo exporlsählge Industrien bestehen, müssen sich daher die Blicke entfernteren Ländern, neuen Märlten znwcnden, wo es au einer im größeren Umfange betriebenen einheimischen Indnstrielhätigteit noch fchu, nnd die anch mit den europäischen Erzeugnissen noch nicht völlig gesättigt sind. In dieser Nichtnng verdient Anstralien d,e vollste Ausmcrtsamteit. Der gauze Weltlheil und insbesondere die älteste englische Kolonie iu Australien. Neu'Südwales, dereu Hauptstadt Sidney den Ort der Weltausstellung bildet, ist ein Agritnlturland. dessen Erzeugnisse zum überwiegenden Theile aus Rohpro^ dukten bestehen und unter denen Schafwolle bekanntlich die erste Rolle spielt. Heute schon wohlhabend „nd im raschen Aufschwünge begriffen, ist dasselbe wol in der Lage. die Erzeugnisse einer höher entwickelten Industrie in reichen, Maße zu consumieren. Nachdem die bevorstehende Auestellung zu dem Zwecke veranstaltet wird, u,n die Bewohner mit den vorgeschrittenen Leistungen der europäischen Industne in höherem Maße, als bisher der Fall, vertraut zu machen, und nachdem die übrigen Staaten Europa's diesem Rufe zu solgen beabsichtigen, ist es gewiß gerechtfertigt, das Bestreben derjenigen Industriellen zu unterstützen, welche auch für Oesterieich einen Antheil an jenen neuen Absatz-gebieten erwerben wollen. Diese Erwägungen würden wol auch die Bewilligung einer höheren SubvenlionK' summc rechtfertigen. Um indeß auch den durch die Verhältnisse gebotenen Ersparungsrücksichten Rechnung zn tragen, begnügt sich die Regierung, die Bewilligung einer Subvention für die Ausstellung in Sidney in dl'Nl Betrage von 5»0()>_> fl. zu beantragen. Die Katastrophe in Szegediu. Die entsetzliche Katastrophe, von welcher Sze« gedin ereilt wurde, drängt alle politischen Ereigniss! weit in den Hintergrund. Die Größe des Unglück« läßt sich erst nach und nach ermessen. T > Nachrichten stellen es leider außer jeden Zu ij die entfesselten Elemente keine momentane ', deren Folgen dmch das Zusammenwirken ü^l ^.»iu gelindert werden könnten, sondern die totale Ver^ nichlnng einer voltreichen und bis dahin kräftig auf-blüheild'rl, Stadt herbeigeführt habeu. „Szegeoin ,st gewesen!" Diese schreckliche Botschaft des Reglerungs-folmnissärs an das Ministerium in Pest, welche jedeö menschliche Herz erbeben macht, gibt leine, auch nicht die geringste Hoffnung mehr. selbst nur bei» kleinsten Theil der Stadt vom Untergänge zu retten. 15(X) Häuser sollen bereits eingestürzt sem, und Hunderte von Menschen in den Fluten ihr Grab gesunden haben. .Welche Unsumme der gräßlichsten Szenen, des fnrchtbarsten Jammers entHallen diese grauenhaften Meldungen! Hilfeleistung wird jcht von allen Seiten geboten. Finanzministcr lpary hat sich an Ort nnd Stelle begeben, m:. ...,..^lch die Leitung des RettlmgswerleS und d.c Berchellmig der Unter-stütznngsgelder zu übernehmen. Die Zivil- und Militärbehörden werden es gewiß an den aufopferndsten Anstrengungen nicht fehlen lassen, oumit die Zahl der Opfer nicht uermchrl und den unglücklichen Bewohnern ihr Hab und Gul so viel als möglich erhalten Jemsseton. ^lera oder auf dunklen Wegen. Noman voi, Ed. Wngiirr, (ForlsclMll,.) ln h, 'alslms brennen nnd da« Gemach von ^uhen "'/! Inter durchwärmt. Obwol die Lnft hinten I '""' "sch'"l es doch nothwendig, alle "r»r s, ^unmer beständig zn heizen, weil Elyffe-Aiwii'","!?e ""benicht ^standen halte und deshalb n^'i"l^ sie- .Ich habe H?r Geschi^jehl,,, welche für mein Lebe,, nnd H3 Nlm r7, lw" der größten Bedentiing sind. terM saqen >,' ^ '""^ ""'^ d" stolze Lady ^ >'^' ciqen^ ? '"^e. d"ft ihre Oesellschaf-^te>rdc er s ^^"' ^'- ^"'d Monthero,l! Neseks'^'cht i» c'^"' '""in er wüßte. daß. da mein ^V' 6'a..."'" Rechte eintreten kann, ich die ' der Titel nnd Güter der ^>Mn ' U'iaen'^. / ?"d ^"^ Ki„gseo„rt ! Er ver° "Nd Wlet des Geheimnisses, welches mich UM ,u ri„e„, weniger edclhcrzigen Manne Mißlranen erwecken würde. Er will mich nicht aufgeben! O, wird die Schranke zwischen uns jemals beseitigt werden? Wird mem Vater jemals von seinem Bann erlöst werden nnd in seine Rechte eintreten können ?" Sie mußte sich gestehen, daß die Aussichten wenig Hoffnung gäbe».: zu einer befriedigenden Beantwortung der aufgeworfenen Fragen. „Ich will a„ meinen Vater schreiben," sprach sie halblaut. „Ich weiß, daß er sich danach sehnt, von mir zu höre», lind mit j^der Post einen Brief von mir erwartet. Und obwol er bitter empfindet, daß sich sein Weib in der Stunde der Noth von ihm getrennt hat. so wünscht er doch, daß ich ihm von ihr erzähle." Sie stand auf, stellte einen kleinen Tisch an den Kamm, setzte das Licht und ihr Schreibzeug darauf lind begann zu schreiben. Kaum hatte sie einige Zeilen flüchtig auf das Papier geworfen, als an die Thür geklopft wurde und Lady Wolga ius Zimmer trat. Alexa stand ans und schob den angefangenen Brief in die Schreibmappe. „Entschuldigen Sie mein Eindringen, Miß Strange," sagte Lady Wolga freundlich; „aber ich wollte mich überzengen, ob es Ihnen auch an nichts fehlt und Sie mit Ihrem Gemach zufrieden sind." „Ich danke Ihnen," erwiderte Alcxa, rasch ihre Fassnng gewinnend, „es fehlt mir an nichts, und ich bin fo zufrieden, wie ich es ohne meinen Vater nur sein kann." Sie stellte einen Stuhl an den Kamin, und Lady Wolga nahm darauf Platz. „Es ist eine harte Nothwendigkeit, welche Sie von Ihrem Vater trennt, Miß Strange." sagtr die Lady theilnehmend. „Weshalb kehrt Ihr Vater nicht nach England zurück?" „Er kann es nicht. Es sind Gründe, welche ihn zwingen, im Auslande zu bleiben," antwortete Alexa, etwas verwirrt, als sie bedachte, von wem und zu wem sie sprach. Lady Wolga betrachtete ihre junge Gesellschafterin scharf. Dieses Mädchen tonnte nur von ehrenwerthen Eltern sein, nnd nicht der leiseste Zweifel ließ sich rechtfertigen. „Wahrscheinlich hält sich Mr. Strange im Aus-lande auf, um seinen Gläubigern zu entgehen." dachte Lady Wolga. ,Das wird die richtige Erklärung de» ganzen Geheimnisses sein." Es folgte eine Panse. während welcher wieder Lady Wolga's Herz seltsam sich bewegt fühlte unter dem gedankenvollen Blick des Mädchens. ..Waren Sie im Begriff, an Ihren Vater zu schreiben?" fragte sie. „Ja. Mylady." „Schreiben Sie ihm. daß ich Sie unter meine Obhut nehmen werde. Wissen Sie, Miß Strange, daß Mir Ihre Erscheinung nicht ganz unbekannt ist? Auch Lord Montheron sagte mir heute Abend daß er Sie schon früher gesehen zu haben glaube" wexa wurde bleich bis zu den Lippe,' „Das ist nicht möglich," sagte sie, „denn ich bin eine Fremde in England " „Und doch habe ich irgendwo l^e "ugen gesehen wle die Ihrigen," versetzte Lady Wolga gedankenvoll. Eine plötzliche Furcht dnrchdrang wex". welche uicht geahnt hatte daß ein Zua ihres Gesichts das schlummernde Gedächtnis ih"r Mutter wecken könnte. Sie erhob etwas ängstlich und wir bittend ihre Augen 53« werde. Nickit genug rühmend kann das Verhalten des Militärs hervorgehoben werden, welches rastlos und todcsmmhlg arbeitet und zahlreiche Menschenleben rettete. Die Bewohner Oesterreichs, eingedenk des alten, auch in den Tagen der Noth bewährten Verbandes mit der jenseitigen Relchshälfte, nehmen an dem tiesbetrübenden Ereignisse, welches Ungarn durch den Untergang Szegedins betroffen hat, schmerzlichen Antheil, und sie werden gewiß in reichlichem Maße ihr Scherflein zur Linderung des Elend« beitragen, welches über Szegedin hereingebrochen ist. Se. Majestät der Kaiser hat bekanntlich ein Allerhöchstes Handschreiben an den ungarischen Minister-Präsidenten gerichtet, in welchem der Monarch den Entschluß kundgibt, von den in Pest zur silbernen Hochzeitsfeiev Ihrer Majestäten in Aussicht genommenen Festlichkeiten abzusehen und den Wunsch ausspricht, es «lögen die Auslagen, welche aus diesem Anlasse den verschiedenen Vertretungen, wie auch den Einzelnen erwachsen wären, sowie die etwa für Stiftungen bestimmten Beträge soweit als möglich den vom Unglücke betroffenen Nothleidenden zugewendet werden. Wir sind überzeugt, daß dieser Entschluß Sr. Majestät die Gefühle und Empfindungen der ge« sammten Bevölkerung, welche dem schrecklichen Kampfe der Bewohner Szegedins und noch anderer Städte Ungarns gegell die entfesselten Elemente mit schmerzlichster Theilnahme folgt, aufs innigste befriedigen wird, wie fie auch andererseits den armen Opfern der Katastrophe die trostreiche Aussicht ans eine kräftige Hilfe von allen Seiten eröffnet. Wie null Se. Majestät der Kaiser in dem Allerhöchsten Handschreiben hochherzig erklärt, er würde in der Erfüllung seines Wun« sches, die Leiden der Hilfsbedürftigen zu mildern, den erfreulichstell nnd seinem Heizen wohlthnendsten Beweis der Liebe und Anhänglichkeit der Bevölkerung an sich erblicken, so folgt diesen edlen Worten die eben so edle That sofort nach. Den zehntausend Gulden, welche der Kaiser gleich nach der ersten Schreckensbotschaft aus Szegedin spendete, fügt er im eigenen und mi Name» feiner erlauchten Gemahlin die Summe von weiteren vierzigtausend Gulden bei, so daß die Unterstützung für die Verunglückten aus der Allerhöchsten Privatlasse die Summe von fünfzigtausend Gulden erreicht. Dieses leuchtende Beispiel der kaiserlichen Munificenz wird gewiß im ganzen Reiche einen lebhafteil Wetteifer hervorrufen und reichlich dazu bei« tragen, das furchtbare Los der vielen Armen und Unglücklichen, welche aus der Ueberschwemmnng nichts als das nackte Leben retten konnten, so viel als möglich zu mildern. Leider scheint das Maß des Unheils noch nicht voll zu sein. Die entsetzliche Katastrophe, welche über Szegedin hereinbrach, droht auch anderen Ortschaften. Cson grad, Szentes und Vasarhely, drei gvusie dichtbevölkerte Städte, befinden sich in derselben Gefahr, von welcher das unglückliche Szegedin ereilt wurde. Hoffen wir, daß es den Anstrengungen der Behörden und der Bevölkerung gelingen wird, wenigstens den Eintritt dieser Calamität, deren Folgen unabsehbar wären nnd neue Schrecknisse über ganz Ungarn verbreiten würden, abzuwenden. Die Schilderungen, welche die Wiener und Pester Blätter in ihren Telegrammen über die Szegediner Katastrophe bringen, füllen das düstere Bild des Schreckens und der Verwirung mit immer neuen Details. Der Abgeordnete Igna'z Markus, welcher vom zu der Lady, welche bei diesem Blick erschrak und bleicher wurde als das Mädchen selbst. „Ah, ich weiß es jetzt!" nef sie, nach Athem ringend; denn es war ihr, als würde ihr die Brust zugeschnürt. „Ich weiß jetzt, an wen Sie mich erinnern !" Sie erhob sich und ging aufgeregt im Zimmer auf und ab. Alexa saß still und regungslos da. ihr mit athemloser Erwartung und Angst nachsehend. „Seltsam, daß ich die Aehnlichteit nicht sogleich bemerkte!" murmelte Lady Wolga, sobald sie ihre Ruhe einigermaßen wiedergewonnen hatte, und ihre Blicke hafteten auf dem lieblichen bleichen Antlitz und auf dem Kopf mit dem Goldhaar. „Sie erinnern mich an mein eigenes kleines Kind, welches im Mittelländischen Meer vor vielen Jahren ertrank. Sie hatte Augen wie die Ihrigen. Ihr Haar war etwas heller, aber so gelockt wie das Ihrige. Ach, wie sehr Sie mich an sie erinnern! Meine arme, verlorene Constanze!" "Sie müssen sie sehr geliebt haben," bemerkte Alexa, ill chrer furchtbaren Erregung kaum wissend, was sie sagte. ^ " " „Geliebt? Sie war mein alles!" rief Lady Wolga leidenschaftlich, und ihre Augen feuchteten sich. „Ich vergötterte sie! Mein liebes, süßes Kind! Meine kleine, unschuldige Tochter! Wäre sie am Leben geblieben, stände ich heute nicht so einsam da. Wenn sie gelebt hätte, — aber weshalb mich so foltern? Sie ist todt!" Die letzten Worte waren im Schmerz der Ver« zweiflung hervorgestoßen. (Fortsetzung folgt.) hauptstädtischen Hilfscomiti nach Szegedin entsendet worden ist, entwirft von der Situation der unglücklichen Stadt eine Schildernng, welche die düstersten Berichte der Zeitnngen weit hinter sich läßt. Die Kommlssion, an deren Spitze der genannte Abgeordnete sich befand, fuhr am !3. d. morgens um 4 Uhr auf einem Kahne und einem Ponton von Szatymaz ab. So weit das Auge reichte, war nichts als Wafser zu sehen, eine schmutziggelbe Flut, aus der nur hie und da der Gipfel eines Baumes oder das umgekippte Dach einer eingestürzten Tanya hervorlugt; nach fünf-halbstündiger äußerst beschwerlicher Fahrt erreichte die kleine Expedition den Alfölder Eisenbahndamm. Ein etwa 20 Klafter breiter Riß durch den Dammkörper zeigt die verhängnisvolle Stelle, von der aus die noch vor wenigen Tagen blühende Stadt den Todesstoß erhielt. Die beiden Fahrzeuge nahmen den Weg über jenen Raum. auf dem früher die Rochusvorstadt stand. Dieser Stadttheil existiert nicht mehr. Bi5 auf das Militärspital und drei Häuser dem Spitale gegenüber sind alle Gebällde zusammengestürzt. Der Zug der Straßenlinien erscheint nnr durch die aus der schlammigen Flut empol starrenden zerbrochenen Dachstühle und durch die hie nnd da sichtbaren Strahenlateinen kenntlich. Anf der Fahrt nach dem Stadthause boten sich der Kommission von Schritt zn Schritt herz zerreißende Szenen. Den Bürgernleister von Szegedin, Franz Palfy, fanden die Herren im Stadthanse von dein über ihn hereingebroHenen Unglücke fast erdrückt. „Ich danke", sagte er resigniert, „der Hauptstadt für ihren guten Willen, allem Szegedin ist nicht zn helfen. Im Gegentheile möchte ich recht sehr bitten, uns die jlmgen Leute, welche au«3 Pest hieherkommen, vom Halsc zu schaffen. Ohne Kähne stehen sie uns nuv im Wege, und wir haben noch die Sorge, sie zn verpflegen nnd unterzubringen." Ueber die Katastrophe sagte Herr Palfy beiläufig folgendes: „Daß das Unglück fo groß geworden, daran sind wir znm Theile selbst nnd ist zum Theile die Indolenz unserer Bevölkerung schuld, zum Theile aber auch der Mangel an Besonnenheit vonseite der Regierungsorgane. Man dachte nnr all die Vertheidigung der Dämme, nicht aber auch daran, was geschehen solle, wenn die Katastrophe dennoch hereinbricht. Im ganzen standen etwas über hnndert Wasserfahrzeuge zur Verfügung. Ein großes Glück war noch der blinde Allarm in jener Schreckensnacht. Dnrch denselben wurde ein großer Theil des Voltes wach erhalten, so daß die meisten Leule wenigstens nicht im Schlafe überrascht wurden." Ueber die Opfer an Menschenleben befragt, äußerte sich Palfy: „Zur Zeit weiß ich nur von 82 Leichen, doch denten alle Anzeichen darauf, daß die Zahl der Unglücklichen, die den Tod im Wasser gefunden, mehrere Tausende betragen werde. Daran trägt nnsere Bevölkerung zum Theile selbst Schuld. Sehr viele wollten sich nicht von ihrer Habe trennen und ertranken. „Wenn schon der Teufel alles holt", riefen einige jenen, die ihnen Rettung boten, zn, „fo soll er uns auch holen." Anf der Durchfahrt durch die Stadt gewann die Kommission die Ueberzeugung, daß nahezu drei Viertel der sämmtlichen Gebäude bereits eingestürzt sind, und daß, wenn das Wasser nur noch einige Tage bleibt, kaum zweihundert Hänser zu erhalten sein werden. Wohlthuend ist die allseitige Theilnahme, der die unglücklichen Stadtbewohner in ihrem maßlosen Unglück begegnen und die sich in zahlreichen glänzenden Spenoen äußert. So hat der im ungarischen Abgeordnetenhanse vom Präsidenten aufgelegte Subscriptions» bogen znglmsten d'i Szea/diner Ueberschwemmtrn in der ersten halben Stunde über 5N00 fl. ergeben. Die Gesetzvorlage, betreffend die außerordentlichen justiciellen Verfügungen für Szegedin, wurde einstimmig accep-tiert. Der Honvedminister hat für die Ueberschwemmten im Lugoser Honvedlager 1<»0 Bettstätten überlassen. Bei den Blättern fließen die Spenden in fehr überraschendem Maße ein. Beim „Pester Lloyd" waren bereits bis Donnerstag abends über 5)5,000 Gnlden gezeichnet. _____________ Von der bulgarischen Notablenversammlung. Unter den eigentlichen Vertretern des Volkes in der in Tirnovo tagenden bulgarischen Notablen-versammlung bestehen hinsichtlich der bevorstehenden Für st cnwa hl zwei Parteien mit ganz verschiedenem Programme. Die eine Gruppe von Deputierten, welcher Männer ;von prononcierter politischer Rich' tung, wie: Nikolaus Arnaudoff, Ilja Kostoff, Dr. Alex, Christoff. Dr. Manlschoff, Dragan Zankoff, der Geistliche Christo Wolkoff lc., angehören, plai« diert für die Vertacnlng der Wahl des Staatsoberhauptes. Die Repräsentanten der Nation, so argumentieren diese Verfechter des Panbulgarischen Gedankens, dürfen nicht die von der Diplomatie aus« gesprochene Trennung Südbulgariens vom bulgarischen Norden durch ihr Votum sanctionieren- die Vornahm« der Fürstenwahl wäre aber eine vollgiltige Ratifi-cation der diesbezüglichen Beschlüsse des Berliner Kongresses. Die Versammlung müsse daher vor allem das Organisationsstatut durchberathen, wozu ohnehin eine größere Zeitdauer sich als nöthig erweisen dürfte Mittlerweile würden sich vielleicht Mittel und Weg« inden, um die Union Ostrumeliens mit Bulgarien z>! erreichen. Die andere, un Zahl wol größere, an «c deutung jedoch geringere Partei, in deren Lager M die Vertreter der Regierung befinden, wie berg wesene Vizegouvernenr voll Tultscha, Nikolaus ^ taloff, Dr. Georg Voltovii, der Inspektor W ^ mentarschulen im Gouvernement von Rustschuk, M" ) Karoleff, Iantscho Slawtscheff aus Varna u,« "' will — den Intentionen des Generaltomm'ssare u mäß - den Wahlact so bald als möglich aul °> Tagesordnung setzen. Allein sic verlangt vom MI', Dondukoff-Körsakoff als Gegenconcession, daß nur " Slave den Hospodarenstuhl von Bulgarien ve'w^ Ein nichtslavischer Herrscher vermöchte die AuW . Bulgariens nicht richtig zu erfassen und NW ' der nöthigen Selbstverleugnnng durchzuführen; i^ , ^ befäße er kaum die Sympathien der Bulgaren, i" .^ darunter die Consolidierung der Verhältnisse »n I ^ wesentlicher Weise leiden könnte. Die Partelg^ der Wahl eines Slaven weisen anf Serbien " Montenegro hin, wo nationale Dynastien heM^ welche als die Garantie einer gesicherten nation Zukunft gelten. A Eine gleiche Divergenz der Anschauungen Y" ^, unter den Deputierten bezüglich des Wortlaute? . Antwort der Notablenversammlung auf die Eröss" '^, rede des Generallommissärs. Die gemäßigte ^ ^ will die Frage der Vereinigung Ostrumeliellv ^ Bnlgarien m der Adresse nur leichthin gestreift N"!^ da man ja im vorhinein überzeugt sein könne, ^ man es vorerst mit frommen Wünschen zu thu» ^ Die Heißsporne dagegen bestehen darauf, daß ^ Verlangen des Volkes nach Vereinigung beider ,^ biete energischer Ausdruck gegeben werde. ^ ^ dieser Richtung bestehende scharfe Gegensatz """^8, Präsidenten der Versammlung, Ex-Exarchen ^w'H um so größere Sorgen, als der Regierungslom. ^ Drinofs auf eine rasche Erledigung dieser V'A> ,d< dringt, damit endlich mit den meritorischen ""^d lnngen begonnen werde. Von russischer S"," ji,t, mal», wie der Berichterstatter der „Pol. K^'^.sW wahrscheinlich auf die Opposition eine starke ^^», ausüben, nm dieselbe zur Nachgibigkeit zn ^M Die in Tirnovo weilenden großmächtlichen Könn» ^ sind ohnehin von dem schleppenden Gange oe ^„ Handlungen sehr wellig erbaut. Der s^nst !' Wl' Bulgaren sympathisierende englische Kommm" ^,i grawe hat sogar l'rreitS Veranlassung a/noim"^' ^ dem Generattommissä'l die Nothwendigkeit ewr ^ schleunigten Erledigung des organischen Stat". ^, nrgiercn, damit die Hauptaufgabe der Versa»' .^ die Wahl eines Fürsten, sobald als möglich vo^s ^ werden könne. Mr. Palgrawe erinnerte babn ^ ^ Artikel VII des Berliner Kongresses, demzuftlg^ Provisorium nicht über neun Monate nach A ^se tion des Vertrages ausgedehnt werden durse, ^ äußerste Frist aber ihrem Ende entgegengehe- ^ anch die anderen Signatarmächte des O^llN ieß^ träges diesem Schritte Englands sich ""'^tl^ dürften, so werden hoffentlich alle so eisrlg ^ benen Verschleppungsversuche der Verhandlung^ eitelt werden. Aügesneuigkeiten. „^ — (Erinnerungsdiplome fllr ^«MüS ragende Künstler.) Die Jury der Mlta"" ^ 1878 in Paris hat den Beschluß gefaßt, i«"' ^ ^ Gedächtnisse hervorragender verstorbener ^" gNatt>B innernngsdiplmne, welche in der äußeren AU^gF dem Grand Prix gleichen, zu creieren. Solche ^,3 sind auch zwei österreichischen Künstlern, dem " »tt» verstorbenen Maler Iaroslav Ezermat aus A^ich^ dem Historienmaler Professor Josef Ritter v. o"^ sin Wien zuerkannt worden. In den letzten ^ ^ diese Erinnerungsdiplome von Paris eingela'^ ^ vonseite des Handelsministeriums den Erben gezeichneten Künstler zugemittelt worden. . Oha^ — (Der Witwensitz der Kaiser'" ^M' lotte.) Man schreibt der /^. ft- Pr" ?" he^ 11, März: ..Wie ich Ihnen gestern telegraM „ e wird Kaiserin Charlotte schon innerhalb aA.^ v<" Schloß in der Umgegend Brüssels, zwei S "^ ab Lacken entfernt, beziehen. Dasselbe befind" 'B«, nicht, wie es früher hieß. in Uccle-Forest, '" ^ß v Meysse bei Grimbeghe. Es ist das Sta""''HFe>'e Grafen v. Äeaufort. eine der schönsten. "',' ,M mittelalterlichen Nauten Belgiens. Iwei ^^" 'ptge^t zu beiden Seiten das etwa5 modernisierte Helst befinden, für sich behalten." 537 Gemeint"! 5^"^""le in Paris.) Der Pariser ? m 3 ^ ^ftigte sich in seiner letzten Sitzung w rt d.m F5''./"l be'" Kreuzwege vor der Stern-dem großen M^'^ ^ ^"'challs Ney gegenüber, lichten U" )"l "nomen Leverrier ein Denkmal zu er-von der ^ " "^ftnderer Plan ist außerdem soeben meinde M^"^??'"" ^"" Kunstausschuh des Ge< AMchH """breitet worden. Derselbe belriffl die Es 1' e?'?^5 s"" "" "'^ weniger als 254 Stand-Rllrce's i! Vasreliefs, die Neiterstatlle Etienne Plcik '„./'!. "^. decorative» Sculpture«, welche den gerechnet ^'^^""^ule l^unicken sollen, nicht mit-^?0l«i' ? Kostenanschlag für die Basreliefs ist auf 3ra,lcs« ""c.ber für die Standbilder auf W4.500 WiMs?. ."''^°^ ^""i' l"ll binncu zwei Jahren ^,' ^ltenen Wintcrbefuch haben wir hier: eine dllz ^cf, ? "k^ und Haubenlerchen wurde Hieher. in berschla, U"" ^ummelthal. dnrch die letzten Stürme zugleick '/^° "'^ drei Störche, welche mit ihnen Die Lercl ?"' ^'^"" aber wieder verfchwanden. ,lic»l fie ^ "^ "^^'2 ausgehungert und so matt. daß b°ch ärnb <^"' Händen sangen kann. Sie finden je-überM s-<,, ^'^'^lue ""^r der Bevölkerung, und deren es ^ ","" ^""" ausgestreut. Vogelliebhaber. Uni si, ^, "'^ wenige gibt. fingen die Vögel ein. Freiheit ' " ""d bei günstigen Zeiten wieder der Ais ^_s ö" "bergeben. Wol über tanfcnd Lerchen find der Kä,s ^°" geborgen. Malermeister W, Pohl. diesem W,s" ^^ "^"' Schulhanfes, hat ein Zimmer Wand?,? ^ i" einer Freistätte für die Lerchen um-Aleger m "" ^"^^'b hat Frau Fabrilsbesitzerin '""">ne>. A ^^ dieser Vögel in Schutz und Pflege ge. sollen ind s- ' ^" waldlosen Kamme deZ Gebirges ^ rilen todte Lerchen haufenweife herumliegen. Weleaenk . Schnee) Der Brockenwirth, dem jetzt zeicht ^" geboten ist. mittelst deS Telegrafen Lebensdort ,,,^. ""l"! zu geben, klagt über den Schnee, der Tagen b ^ '" ^^"' ^"l'en gefallen ist. Vor einigen Schnee >> ^ ^^ Parterre-Wohnung gcräninl. da der einige -),,> ^"^"' vollständig bedeckte. Falls es noch Etage ^ '° furtschncit. so wird er wiederum eine ^Mli3.» e ^»articr nehmen müssen, wenn er das ViM ^ ^"' will. Die Kühe und Ziegen soll der be>n der?! """mer Nr. 4 einquartiert haben, da es in durch d»^^" ^^ll° stockfinster war nnd man sich -^^^Mecnicht ,„ehr Bahn zu ihm brechen konnte. fokales. Aus der Handels- und Gewerbekammer für Kram. ^ (For.,,) lath 2»'«^" Obmann der ersten Section, Kammer-lt. Ln?^ Trenn, berichtet infolge Note dcr die Bor, l "^'"""ll vom 2«. November v. I. über ^lche s ck ""^"' '"lche zum Schuhe der Arbeiter, ^schnei? "' Papierfabriken mit den. Sortieren und sind Wz. der Hadern befchäftigen. nothwendig '"it, ^/ °l)lger Note theilt die k. t. Landesregierung M js"'^'" ewigen Papierfabriken NiedelÖsterreichs de,n Mt >. A" auch in Steiernmrk zeitweise bei besM-^Nl Sortieren u„d Zerfchneiden der Hadern selche „, I ^"eltsperfonale eine Infcclionstranlheit. ^ z«ia , """ Milzbrandocrgiflung viele Aehnlich» dem ql? Ilif^,!" ^lusbruche kommt, dieselbe wurde vor-"lMz ^,'°us beobachtet, aber zumeist für eine per-"" ander,« »«^ Lllngellelltzünduug angesehen oder organe »^ ^"ionen der Hals - und Alhmuugs- der ^. ^ den ziemlich übereinstimmenden Berichten ^ 'H ^"lche solche Kranke behandelt haben, "edizinis^ °"dere "ach dem Ergebnisse der an der !^'""näei, 5"'""sitätstlinik'" ^"z gcmachteu Wahr- ^i'nptom»' ''erlä.lst die Krankheit 'unter folgenden lotende 3l l " Krankheit beginnt häufig ohne be- 'loste "vrdoten - „ur selten mit einen, Schüttet- "'d eine... /^ ""^ '"'t Mattigkeit. Abgeschlagenheit ^schluerde. '7'"^zh"ftell Drucke in, Magen, Athen,- "ler b^" 'eylen ">e, welche, in Verbindung mit 'Zallez il^? e,nstellenden Däinpfung des Percussions' w lt Wir l^' "«d weihfärbig. Da« Fieber ist N 'UanchÄ'?' die Temperatur hä'nfig gar nicht 2 bnld Z'"° 1°gar unter der Norm. Der Puls Nk "en !w, ic "' die Herzaction fchwächer. unter """h si,, ^^anofe und unter Steigerung der ""n die Kräfte fchnell. und nnter ihrem rasch zunehmenden gänzlichen Verfalle tritt (drei bis sieben Tage nach der Erkrankung) der Tob ein. Das Bewuhtfein ist in der Regel bis zum letzten Augenblicke erhalten. Hautaffectionen fehlen immer ganz. Um verläßliche Grundlagen für Maßregeln zum Schuhe der in Papierfabriken beschäftigten Personen zu erhalten, sind umfassende Erhebungen nöthig, und es wurden mit dem Landesregierungse,lasse vom Il'ten Ottobev v. I, die k. t. Beziikshlnip'tmannfchaft in Laibach und Onrtfeld beanflragt, durch die ihnen zugewiesenen Amtsärzte die Papierfabriken Firma „Ley« lam-Iofefsthal" und zu Vtatschach einer genauen Revision zu dem Zwecke zu unterziehen, u,n über nachstehende Punkte eingehend berichten zu können: Es ist, wo thunlich, durch Vernehmung der Fabriksärzte und der Leiter der Papierfabriken zu ermitteln: l) ob die m,t dem Sortieren und Zerschneiden der Hadern beschäftigten Personen überhaupt häufigeren Erkrankungen und' insbefonoere der Re-spirationsorgane unterliegen, oder ob bei einzelnen Erkrankten ein Kranlheitsverlmls, wie er vorstehend geschildert wurde, znr Beobachtung gelangte; 2.) ob bei Verarbeitung einer bestimmten Sorte von Hadern oder von Hadern bestimmter Provenienz häufigere Erkrankungen des Arbcitsplrfonales auftreten; 3.) ob der Verarbeitung der Hadern eme Neimguna. oder Desinfection vorangeht, und bejahendenfalls, worin diese besteht; 4.) ob zum Zerschneiden der Hadern mechanische Vorrichtungen, und welche, in Verwendung kommen, insbesondere ob hicbei ausschließlich nur Handarbeit in Anspruch genommen wird; 5.) ob die Arbeiter zum Schuhe vor dem dabe, auftretenden Staube sich besonderer Vorkehrung/» bedienen, ob hiebei Entstauber, Ventilatoren oder Nesplratoren benützt werden, und mit welchen Erfolgen, und »>.) ob die zur Magaziniernng der Hadern verwendeten Räume eine genügende Lüftuna, ermöglichen, und ob in den eingelagerten Hadern sich Partien vorfinden, an welchen erkennbar ein faulige Zerfehuna. stattfindet. (Fortsetzung jolgt) — (Sammlungen für Szegedin. ) Seine Exc. der Herr Minister des Innern hat in Anbetracht der beispiellos traurigen, das Mitleid der ganzen Welt für sich in Anfprnch nehmenden Katastrophe, von der die unglückliche königliche Freistaot Szegcdm nebst Umgebung betroffen wurden, in sämmtlichen in, Reichbrathe vertretenen Königreichen und Ländern eine öffentliche Sammlung milder Beiträge ausgeschrieben nnd alle Herren Ländcrchrsö mittelst Circulars vom l.'>, d. M, erjucht, wegen Einleitung und thunlichstcr Förderung dieser Sammlung schleunigst das Geeignete zu verfügen. — (Deputation.) Die Gemcinoerepräsentanz in Idria hat den krainifchcn LandeSausfchuh von dem Befchlusse in Kenntnis geseht, das Fest der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten in solenner Weise m der Bergstadt Idria zu feiern, und die Niltc beigefügt, durch die von der 'Landeevertretung Drains an den Thron zu leitende Adresse auch der Glück- und Segenswünsche der Stadt Idria zu gedenken. Nachdem dies nicht mehr in dem Kontexte der Adresse selbst Ausdruck finden kann. so wird die Deputation des Landesuusschusses, deren Erscheinen am Allerhöchsten Hoflager Sr. Majestät be» reits zu genehmigen geruhten^ bei Uebcrreichuna, der Adresse jenes Anschlusses der >2>tadt Idria und anderer sich etwa hiczu noch meldender Gemeinden zu gebenlen in der Lage sein. (Verleih,, ng.) Die infolge Beschlusses des krainischen Landtages zur Ausschreibung nelangte Stelle eines Ingenieurassistenten beim Landesbauamte in Lai-bach wurde den, Techniker Herrn Wilhelm Schramek verliehen. ^ ^ _^ — (Aus dem Landesausschusse.) Der lrainischc Landcsausschnß hat in seiner Sitzung vom 14. d. M. über folgende Gegenstände verhandelt: Die Allerhöchste Genehmignng der Zulassung einer Deputation der lrainischen Landlsoertretung am Allerhöchsten Hoflager zur Ueoerreichnng der Beglückwünschungs- und Huldigunggadrcssc bei der 2bjährigen Vcrmählungsfeier Ihrer Majestäten wurde zur Kenntnis genommen und gleichzeitig die Beflaggung des landschaftlichen Burggebäudes iu Laibach am Festtage beschlossen. - Die EinHebung der vom Landtage der Gemeinde Trata für den dortigen Schulhausbau bewilligten Steuerumlage in den Gemeinden Gorenjavas, Dolenja.Dubrava und Ho-tavlje mit 33'/, Perzent für das Jahr 1879 wird eingeleitet! und. nachdem die l. t. Regicruug für diese fowic für die gleichzeitig pro 1880 landtäglich geneh-migte Geincindc-Umlage die gesetzliche Sanction erst für die Eventualität eines weiter», über 5)0 Perzent sich erhöhenden ZuschlagSbedürfnisscS in Anssicht nahm. wird die Gemeinde aufgefordert, hierüber die Mchlocisung zu liefern. — Ueber den Fortbestand der Bezirlslcissen in Krain. über die Diätenzahlung an beurlaubte Landtagsabgcordnete. über das Institut der Stellercxecntoren sowie über die Wasscrschadenserhebilnaen in den Bezirken Gottschec, Neifniz und Groftlafchiz in Bezug auf die Steuerabschrei« bung werden die den bezüglichen Landtngsbefchlüssen entsprechenden Erhebungen eingeleitet, — Die Ausfindig-machung von Pflegemüttern für die aus fremden Findel-anstalten Hierlands untcrzublingrndrn trainischen Findlinge wirb durch Publication und im Wege del fürftbischii lichen Ordinariates an die Pfarrämter eingeleitet, — Ein Gesuch des Johann Ravnihar um Unterstützung zur Beendigung der Veterinärftubien in Wien wird dem Landtage vorgelegt. — Gesuche um Steuerzuschlä^e der Gemeinde Vteudcgg mit 58 Perzent der direkten Steuern Pro 1881 und 1882 für den Pfarrhofbau in Heiligen-lreuz und der Gemeinde Sturja mit 30 Perzenl zur Verzehrungssteuer werben zur völligen und recht, zeitigen Instruierung für den Landtag an die Gemein« den rückgelcitet. — Ueber die thunlichen Vorkehrungen gegen die wiederholten Ueberschwemmungen in den Gemeinden Stockcndors und Zagorica werden die Lolalerhebungen durch den Lanbesingenieur beschlossen. — Die nachträgliche Genehmigung der Vereinigung der Gemeinden Zirkniz nnd Vlgaun in eine Ortsgemeinde wird der t. l. Landesregierung befürwortet. — Pas Begehren des Johann Delleva au» Britof um Ve-freiung feiner Fuhren von der Retamaut wird der jeweiligen gefehmäßigen Entscheidung durch die im Ne-curswege competenten politifchen Behörden anheimgestellt. — Ueber eine Befchwerde der Insassen von Gradische wegen Vertheilung des Nanosweges wurde die Vorerhebung beschlossen, in welche Gemeindegebiete dieser Weg gehöre. — Ueber den Landtagsbeschluh. wegen Theilnng der illyrischen Blindenstiftung sich aubzu» sprechen, wird die vorläufige Besetzung des Stiftplatzes mit einem lrainifchen Stipendisten ,n Anspruch ge-nommcn. — Das Offert des Johann Ieras von Oberje mit 610 sl, Kaufschilling für die zur Thiergartenrealitüt gehörige Wiese an der Save wurde angenommen. — Für den Schulhllusban in Radovica wurden 1000 st. als Subvention pro 1879 bewilligt, weitere Subventionen jedoch abgelehnt. — (Oesterreichischer Forstlongreh.) Der gegenwärtig in Wien tagende österreichische Forftlongreh, an welchem auch die Forstsectiou der l. t Landwirth' schaftsgesellschaft für Krain sowie der krainisch-lüsten» ländische Forstverein durch Delegierte vertreten sind, con-stituierte sich in seiner Sitzung vom 14. d. M., indem er den Fürsten Colloredo-Mannsselb zum Präsidenten. Fürst Carl Schwarzenberg und Hugo Graf Abentperg-Tränn zu Vizepräsidenten wählte. Erster Gegenstand der Tagesordnung war die Frage der Gewährung von Steuernachlässen bei Unglücksfällen im Walde. Der böhmische Forstvcrein. welcher mit der Vorberathung dieser Frage betraut worden, hatte einen dieKfälligen Antrag vorgelegt, der nach längerer Debatte angenommen wurde. — In der vorgestern abgehaltenen (zweiten) Sitzung wurde der Entwurf des nenen Forstgesetzes in Berathung gezogen. Al5 Referent in dieser Angelegenheit fungierte Forstmeister Josef v. Obereigner. Delegierter des lrainisch küftenländischen Forftvereins, von welchem Vereine der Antrag ausgegangen, den Forst, gesetzentwurf auf dem Kongresse in Verhandlung zu ziehen. Dcr Referent betonte, daß bei der anerkannten Reformbedürftigkeit des bestehenden Forstgefehes der Wunsch nach einem neuen Forstgesehe ein allseitiger war und daher der vorliegende Entwurf freudig begrüßt werden könne. Er hob hervor, oaß durch denselben die einheitliche Grundlage für die Forstucsetzgebung des Reiches gewahrt werde, indem der Entwurf jene Normen enthält, die den Charakter zwilrechtlichrr Bestimmungen haben oder in das Gebiet des StiafrechtcS fallen, während die Landes'Kulturangelegeliheiten drr Lnnbe»aest> gebung vorbehalten find. Nachdem die Generaldebatte geschlossen, wurden in der Spezinldebatte die ersten acht Par»graphe des Gesetzentwurfes in Verhandlung genommen und erledigt, wurans die Sitzung geschlossen und die Fortsetzung der Berathung aus Sonntag 10 Uhr vormittags nnberaumt wurde. — (Der Verein der Aerzte in Krain) hält am 20. d. M. eine Monatsfitzung mit nachfolgendem Programme ab: ^.. Innere Angelegenheiten, darunter: 1.) Wahl zweier Delegierten in den städtifcheu Ge» fundhcitsrath; 2.) Referat bezüglich der Gründung von ärztlichen Spar- und Vorschußvereincn; 3.) Referat über die Gründung von Vereinen für öffentliche Gesundheitspflege. U. Wissenschaftliche Vorträge: 1.) Stadt. Physiker Dr. Kowatsch: Mittheilungen aus der Kiltt^ praxis; 2.) Professur Dr, Valenta: Pathologisch-anato-mische Demonstrationen. — (Zehnjährige Gründungsfeier.) Der katholische Verein in Laibach begeht nächsten Sonntag, den 23. d. M., die Feier seines zehnjährigen Bestandes. Aus diesem Anlasse veranstaltet er für seine Mitglieder um halb 0 Uhr früh in der St. Ialobslirche einen Fest» Gottesdienst und am Abende in den Vereinslolalitäten eine Tombola, dcr eine Festrede vorangeht. — (Zum Besten der freiwilligen Feuer-wehr) veranstaltet die Theaterdirection morgen eine Venefizoorstellung. bei welcher nebst zwei kleinen Lustspielen die heuer rasch beliebt gewordene Operette -Tan-nebas" nach längerer Pause wieder einmal zur Aufführung gelangt. Im Interesse de» aememnütziaen Zweckes, dem das Erträgnis dieser lSorstslluna zugute kommt, darf ein zahlreicher Besuch der letzteren wol erwartet werden ^ — (Militärzug.) Gcstern ist das 24. Iager-bata.llon mit 15 Offizieren und 400 Mann mit emem Separatzuge von Wien „ach Trieft znr Einschiffung nach Süddalmazien hier durcharfahreu. 535 — (Chorbenefiz.) Dem Chorpersonale der hiesigen Theatergesellschaft wurde seitens dcs Landesausschusses zur Veranstaltung einer Benefizvorstellung die Benützung des Theatergcbaudes amPalmsonntage bewilligt. — (Von der Südbahn.) Auf der Hauptlinie der Südbahn Wieu«Triest ist betanntlich nur mehr die Strecke Leibnih-Spielfeld eingeleisig. Mit dem Umbaue derselben auf eine doppelspurige Bahn wurde, einer Mittheilung der „Tgpst." zufolge, bereits begonnen, und ist auch die Vrückeuconstruction für die große Sultn-brücke zwischen Leibnitz und Ehrenhansen durch die Firma I. Körösi in der Ausführung begriffen. Die ursprünglich eingeleisigc Bahnstrecke Kalsdorf-Leibnitz wurde im Vorjahre allmählich zu einer Doppelbahn umgestaltet. — (Valvasor.) Die vorgestern erschienene 56. Lieferung der Valvasor'schen Chronik bringt das 10. Heft des 11. Buches und enthält die Abbildungen nachstehender Schlüsser in Kram: Nadlischek, Naihof, Nassenfeld, Nassensuh, Neudeck, Ncudorf. Neuhaus, Neutoffel, Ncumarktl. Neuthal. Nuhdorf, Oberertcnstein, Obergörtschach, Obergurl, Oberkolowrat, Oberlaibach, Obernlüttnll, Obernassenfuß, Oberperan, Oberstein, Oedengradez und Ortenegg. original - Korrespondenz. — *— ttrainburg, 14. März. ^Stad tvrr schone-rungsve rein,) Der hier schon seit uier Jahren be-stehende Stadtoerschönerungsverein hat unlängst seine ordentliche Generalversammlung abgehalten und die Iahresrechnung mit einem so überraschend günstigen Ergebnisse abgeschlossen, wie man es mit Rücksicht darauf, als der Verein im Vorjahre sehr beträchtliche Auslagcn hatte, wahrlich uicht erwarten konnte. Dieser Verein stellt sich die lobenswerthe Aufgabe, deu freundlichen Charakter von Krainburg durch die Verschönerung der Stadt und deren nächster Umgebung zu fördern, und hat bisher, wa» letztere betrifft, wirtlich Bemerkcnö-wertheö gcleistn. Wlr wollen hier vorerst der Regelung des Zuganges zum Bahnhofe erwähnen und auf die hübsche Reihe der daselbst gesetzten Kaftanienbäumc, welche uns heuer schon einen ergiebigen Schatten vcr-sprcchen, hindeuten, und in zweiter Linie die Anlage der fast bis zum Wäldchen vor der Ortschaft Sterschen reichenden Allee als ein ebenso hülisch ausgeführtes wie nothwendig gewesenes Wert hervorheben, welches die hiefür gebrachten Opfer reichlich lohnt und von jedermann mit umso größerer Freude begrüßt wird, als uns früher lein so bequemer und angenehmer Spaziergang zugebote stand, Indem wir daher dem Vereinsausjchnssc für sein dlsher sehr thätiges Wirten die gebürendc Anerkennung aussprechcn. müssen wir an dieser Stelle unserm lebhaften Wunsche Ausdruck geben, daß die Bewohner Krainbnrgs dein Verschönerungsvereine in einer solchen Anzahl beüreteu mögen, daß es ihm ermöglicht wcrdc, seiner Ausgabe vollends gerecht zn werden. Beitrittserklärungen nehmen der Vereinsvorstand Herr Franz Dolenz und der Vereinslassier Herr Ferdinand Sajovic bereitwilligst entgegen. Reutstepoft. (vrigi » al - Telrgra »»l,le drr „Laib. Zeitung.") Budapest, 1(i. März. Der Kaiser relst heute um 8 Uhr abends über Temesvar nach Szegedm und trifft am Dinstag wieder in Budapest em. Budapest, U). März. Das Unterhaus uahm den Ausschußbericht an, wonach der Iustizminister ermächtigt wird, die durch die Katastrophe ill Szegedin nothwendig gemachten außerordentlichen justiciellen Verfügungen im Verordnungswege zu treffen, und lehnte den Autrag Simony's auf Gewährung eines Moratoriums ab, welches weder der Iustizmimster noch der Iustizausschuß dermalen für angezeigt halten. Konstautinopel, 15. März. Die englische Flotte ist nach GalUpol! abgegangen. Petersburg, 15. März. Infolge der günstigen Ergebnisse der ärztlichen Besichtigung wird die Absperrung von Vetljanta aufgehoben. Trieft, 15. März. Die hiesige Municipaldelegation beschloß einstimmig, unter Vorbehalt der Bewilligung der Statthalterei, im Hinblick auf das schwere Unglück in Szegedin und in Befolgung der hochherzigen Absichten Sr. Majestät des Kaisers bezüglich der für die Feierlichkeilen anläßlich der Feier der silbernen Hochzeit eventuell zu bestimmenden H^ träge, der Stadt Szegedin 5(X»() Gulden zur raschen Unterstützung zuzuwenden und dem ungarischen Mmi^ ster des Innern zu übersenden. Der Verwaltungürath des „Lloyd" beschloß, für Szegedin 2000 fl. dein ungarischen Ministerium zu übersenden. Graz, 15. März. Der Gemeinderath beschloß in der heutigen Sitzung, entsprechend den Intentionen des Kaisers, von der beabsichtigten Decorieruxg und Illumination der Stadt abzugehen und dafür 1000 fl. sofort den Notleidenden Szegedins zu widmen. Budapest, 15. März. (Oesterreichische Delegation.) Da die Delegation in mehreren Differenz-Punkten den Beschlüssen der ungarischen Delegation beigetreten ist, dankt Graf Andrassy im Namen des Kaisers für die patriotische Opferwilligkeit, im Namen des Ministeriums für das Entgegenkommen der Delegation. Nach der Schlußrede des Präsidenten wird mit begeisterten Hochrufen auf deu Kaiser die Delegation geschlossen. Pest, 15. März. Ihre Majestät die Kaiserin hat für die Szegediner Ueberschwemmten 5000 Gulden gespendet. Pest, 15. März. (Presse.) Die bei der Redaction des „Pester Lloyd" eingeflossenen Spenden erreichten heute abends die Summe von 70,000 fl., darunter die Bank für Handel und Industrie in Darmstadt mit 25)00 Reichsmart. Hievon stellte die Redaction der hauptstädtischen Hilfskommifsion infolge des Aufrufes, daß Kleidungsstücke und Lebensmittel vor allem benöthigt werden, 10,000 fl. zu diesen Anschaffungen zur Disposition. Pest, 15. März. Die Situation in Szegedin hat sich nach den heute eingelangten Nachrichten etwas günstiger gestaltet. Der (Htnrm, welcher die Schrecken der Hochflut verschärfte, hat sich gelegt und das Rettungiwerk kann energisch fortgeführt werden. Aus Szentes ist die erfreuliche Nachricht eingetroffen, daß die Gefahr vorüber und keine Ueberfchwemmung mehr zu befürchten sei. In Cjongrad wurden die Schularbeiten beendet. Dem Sturme, welcher gestern die Hochflut gegen die Dämme trieb und eine ähnliche Katastrophe wie in Szegedin befürchten ließ, ist ruhiges Wetter gefolgt. Das Wafser fällt, wenn auch nnr allmählich. Tem esvar, 15. März. (Presse.) Se. Majestät der Kaiser trifft hier Molltag um 4 Uhr 40 Minuten früh ein, reist nach zehn Minuten langem Aufenthalt nach Szegedin, besucht den Schauplatz des Unglücks bis nachmittags und reist mn 4 Uhr nach Pest zurück. Cson grad, 15. März, 8 Uhr -l5 Minuten früh. Die gestern nur theilweise ausgeführten Ausbesserungs-arbeiten an den Dämmen dürften heute beendigt werden. Auf Grund von Höhenmefsungen ist es con-statiert, daß das Stadthaus, Pfarrhaus und die Volksschule ein bis drei Meter über dein heutigen Wasserstande liegen. Diese Plätze besitzen Ramn genng, um crn'NllU'll der hiesigen Bevölkerung Schutz zu bieten. Bei etwa eintretender K^tasl.ophc wäre eine Lebensgefahr nicht zu befürchten. Ieht ist das Wetter ruhiger, das Waffer fällt neuerdings um zwei Centimeter. London, 15. März. Der Lordinayor sandte an Tisza ein Beileidstelegramm und zeigte ihm die Eröffnung einer Subskription an. Tisza antwortete sofort und drückte den herzlichsten Dank ans. Telegrafischer Wechsellur«. vom 15. März. M Pavier . Rente 63 85. — Silber - Rente 64 40. -^ «> Rente 76-50. - 1860er Staats.Anlehen 117 20. - ^M'« h, 790. — Kredit-Acticn 238 60. — London 116 95. - ^ -'-. K. l. Münz - Dukaten 5 54. - 20 ^ hell. Das vorgestrige Tagesmittcl der Temperatur ^ "^°'>ib gestrige -j- -'»4', beziehungsweise »m 2 7° unter und "' dem Normale. ^^_______" Vcraulwortlicher Nedaeteur: Ott0mar Vambt^. Eingesendet. Gcrgers Nieerpaftilleu , sind von allcu Thcerpräpnratrn das leicht verdaulichste'..^, lästigcu weder dell (Ynumell uoch verursachen sie übles ^ '1^1 uild sie werdcil uou jedermann, selbst von bindern, ^,H ! vertragen. Vergers Thecrpastillen sind dabei ein w^l,^ '^ Vronchinllatarrh, husten, Heiserkeit u. s, w, tauseudfält>8 ^ tcs Heilmittel und bringeu die Wirluug dcs Theers ,^ gezeichneter Weise zur Geltung. Denjemgcu Personen /M welche es vorziehe», sich der Thcerlapssln (reiner ^ He lhccr in Gclatmhülle) zu bedienen, lvird der Nach ,^ ^ lUcrgers Thecrtapseln zu gebrauchen und die>e Apotheken ausdriicklich zu verlangen. , eil Preis einer Blechdose Bcrgers Thcerpastillen 5» 'l. Flacons Bergers Theerlapseln 1 fl. ü. W. «„«bl Hauptdepot für Krain bei Herrn Apotheker I> in Laib ach. > Dank. W Für die vielen Beweise herzlicher ThellnahA ^ für die llberalls zahlreiche Begleitung beim ^^ n ^ begänguisse lueiner unvergeßlichen, lnlligstgtlle ^M Oattill, der Frau » lldriätius K0033 eo^. 5a.Ueo W und siir die vielen prachtvollen Kranzspenden sp^ M ich allrn Freunde» und Beknnnleii den '""'"' ^> Dank au6. W Krainburg am 14. März 1«7U. <)vl. sv!Iv(1!HI. Wien, 14. März (1 Uhr.) Der Vcrtchr war nichl cbeu bedeutend, gab aber von einer sehr festen Tendenz der Anlagcwcrthc Zeugnis. »eld W«e Papierrentc........6580 6390 Silberrente........84 30 «4 35 »oldrente.........7« 30 7640 Lose, 1854........114- 114 25 « I860........11? . 11725 » l««0 (zu 100 fl.) . . . 127 — 127 50 ... !8«4........15125 15175 Un«. Prämien-»,,!.....8975 90 Kredlt-L.........157 75 ißg 25 Nudoys-U.........17-_ 1750 Pränuenaul. der Stadt Wien 10175 102- Houau-Regulieruugs.Lose . . 106 7i. 107- Domänen. Psandbriefe . . . 143 - 148 50 Oestcrr. Schatzschelne 1381 rück« zahlbar.........99.^ ^^.^ Oesterr. Schahscheine 1882 rückzahlbar . .......985^ ug.75 Ullganschc Ooldrente .... 85 40 35 45 Ungarische ^iseubahn-UnIeihe . iu3 50 104' -Unaarischc Eisenbahn^Auleihe. ilumulativstücke......10525 103-75 Ungarische Schaßanw. vom I. 1874..........N8W 119 .. Unleyen der Stadtgemeinde H»i^, in « »l ... 9? — 9? l.<» Gruudentlaftnngb vbligallonen. Böhmen......... 102— 103 — Niederüsterreich...... 104 l>0 105 — Galizien......... 88- 88'25 Siebenbürgen....... 76 50 77 — Temeser Bnnat...... ?7'25 78- Ungarn.......... 81 7.') 8225 Nctlen van Vanlen «elb llvai« Anglo.österr. Nanl..... 10350 10375 Kreditanstalt ....... 235 30 235 5,0 Depositenbank....... 160 161^ Kreditanstalt, uugar..... 223 30 224- Oesterrcichisch - ungarische Äant 790 - 791 — Uuionbaut ........ 73 - 732!, Vcrtehrsbank....... 110 110 50 Wiener Bankverein..... 112 75 113-— »ctien von transp«rt Unterneh' mungen. «elb war« Alföld.Vahn .......117 - 118 T)onau.Danlpfschiff..Gesellschast 527 - 523 -«tlisabeth.Westbahn.....169 1Ü9 50 Ferdinands»Norobahn . > 2085-20W — Franz'Ioscph'Nahil .... 133— 13350 Galizische ttarl ««udwig.Bahn 226 25 226 50 Kaschau.Qderliecger Batm . . 1l)4 50 105 üemberg.Czernowitzcr Bahn . 126 — 126 50 Lloyd . Gesellschaft..... l»25 — 62? Oesterr. Nordwestbahn . . . 116 75 117- Rudolfs'Nahn....... 12225 122 75 Htaatsbahn........ 24750 848 Südbahn......... 65 6525 Theiß-Bahn........ 191' . 1915.0 Ungar.'gali». Verbindungsbahn 85 75 86 25 Ungarische Nordostbahn . . 116 5.0 ll? — Wiener Tramwali-Gesellfch. . 176 25 176 75 Pfandbriefe. Ullg.öst.Äodenkreditanst.(i.Vd.) !l 97 .'.0 Ocstcrrcichisch - ungarische Va>- l KM l')0 15> Ung. Äodenlredit'Inst, s^.^U,) 9625 '»6 50 Prlsrttstü Obligationen. Elisabeth.N. 1. (tin.....94 9425 Ferd.'Nordb. in Silber , , . ll/l- 103 25 Franz.Iofeph.Bahti .... 8860 8890 l«al. Karl.Üubwig'N,, 1. Lm, l0"K t<9^ Ocstcrr. Nordwcst'Ä3^ 5«/......- " Te»»len. ^la Ä»f deutsche Plilye .... - A^ lH London, kurze Sicht . - ,,710 ll.Zz !»lun00!,. lanqe Sicht . . - '^.^C ^ Plni«......... - ^ Geldlarten. Oa". ft, Dukaten . . . 5 fl. 5Ü " b I^i'^ Napolconsb'or . 9 « Ül « , Deutsche Reichs- 57 , b" , Noten .... 57 ^ 40 ^^ ^ Älbergulde» . , 100 „ ^ « .itrainische Grundentlastungs ^>bNss^ ^ ^ Privatnöüeruna: Geld »1">. " - <" b>« «achtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten ttoticren: Papierrente 63 75 bis 63 8b. Silberrente 64'25 bis S4 45. Goidrcntc 7'»0 bis 76 60. Kredit 235 30 bis 23b 40. Ang l' 103 60 London N7— bis 117 20. Napoleons 9 31 bis 9 31'/. Silber 100— bis 100-.