(Tottama piaeana t gotorini.) Mi« Zeitung »dchnttltch UMtatsii Mwrtl«! «*» »»>>»>> s»«tz. »♦TittUltMO »>d emralluiiQ: Preimwva »lica la. 6. letePho« 81. — Bnl«nbifl«»fln weidn, i» In «fnooltaM s«fln> Berechn»»« billigst« Gebühren enrgegenflenomme» v »»»ßSpiMfe: gfit da« Inland vlerlel>ührig Tin 30-—, halbjährig Tin «0-—, «an,jährig Din 180-—. Für da« Ausland entsprechend« «rhöhung. — ginjetne Nummern Din 1ZS. «immer 82 I Sonntag, den it. Oktober 1925 50. Jahrgang Werwickclte Lage in Ajeograd. So nennt das Hariplorgan der Slowenischen Bolktparlei, die dc« slowenische Volk Kpi&ientint, den gege»wärtige» Stand unserer Jaoerpvlitik und mit „vnw ckrlte Verhältnisse in Beoglad" wird dieser Stand am selben Tage auch »on seinem Widerpart, dem Ljubljanaer ,Juiro", bez«ichoet. Da die beide» suhlenden Blätter unserer politischen Otsfentlichkeit, die sonst wie Feuer und Wasser auseirander zu re. agineu pfleg«», zu d«m gleichen Resultat >hnr Betrachtungen kommen, so müßte man annehme», daß unsere politische» Bei Hältnisse wirklich wieder einmal desolat und verwickelt sind und deß es mit ihrer vielversprechende» Ruh« und Festigkeit bald vorbei sei» wird. Und dech scheint eiuer unparteiischen Be< odachtunz bei beide» Parteien bloß der gleiche Wunsch der Bater de« gleichen Gedanken» zu sein. Eine po litische Loge «it dr» unendlich viele» Momente», die sie bilden, kaun immer al« verwickelt b'*» idhnet werden, nwl ste immer verwickelt ist. ES kommt lediglich daraus a», ob mit der Alt der Darstellung und Be onung der Verwicklung in den mteresstertev Leser» die köstliche Meinung erzeugt werde» soll, daß diese Verwicklung einen sundamentalen Wechsel de« j »eilige» Regime« zur no!wendige» Folge haben müsse. Das aber ist keineswegs der Fall. I« Geg«»-teil. Gerade die gegenseitige» vorwürfe, die in der letzten Zeit i» den Blätter» beider Parteie» immer verdichteter auftrete», »ämlich daß sich sowohl der Führer der einen Partei, Dr. Soic&c, alS der Führer der andere« Partei, Dr. Zerjav, bemühe», in der gegenwärtige» Lage als Mitregiei ende Fuß Kine ^ltgerfayrt nach Aayreuty 1925. IX. (Erflcr Bnes ans Bayreuth, gerichtet an Herrn Jng. Her» mann Reiser in Maribor, den feinsinnigen Kenner und Vertun der deutscher Kunst.) Lieber, verehrter Freund l Seit gestern abend» sind wir in Bayreuth und hier hast Tu den versprochenen Brief. Schwer halte ich mein Verspreche», denn meine Begeisterung hat alle Dämme durchbrochen und flutet in reißend«« Ströme« dahin. Tu weißt, wie l«id«vschasrlich da» «Problem" Wagner noch immer erörtert wird. Noch immer ,«r-dielten sich die Luite den Kcpf darüber, ob er al» Musiker unseren großen Klaisiker« »bentürlig sei, ob er nicht nur ei« g,oßer Künstler, sondern auch ein Aroßer Mensch g«wese« sei und wa« dergleichen müßige« Spirtifiere« mehr ist. Für mich sind die Akten über den „Fall Magrer" endgültig geschloffen. Ich bin gefangen i« diesem Riesengetste und werde mich von diese« Fessel« nie mehr befreien. Ich will '« auch gar« nicht l Tenn ich bin selig wie ein Pilger, dem da» Gnader bild nach langer mühevoller Wanderung in reichstem Maße geholfen hat. I« all dem Furchlbare», da« sich seit dem Jahre 1914 i« Welt und Heimat zugetragen, hatte ich den Friede« verloren. Nun habe ich th« wieder, nun weiß ich auch, daß un« Deutschen nicht« geschehn kann, mögen auch alle Geister der Hölle gegen un« losgelassen werden. Wie ein Jtinb auf den heiligen Christ, so freute zu safsen, beweise» hinlänglich, daß sie selbst die Situativ» sllr gegeben und ihr Fundament al« fest ansehe». Beite» wird die vireitwilligkeil zu große» Opsern nachgeredet: dem eiven die Ausgabe de« Programms seiner Partei, dem andere» die Ausgabe der Partei selbst und der angestrebte Uebertritt zu de» Radikale». E« ist ncch nicht dagewesen, daß die Schwäche einer Majorität damit bewiese» werde» könnte, daß die oppositionellen Gruppen mit Opsern in sie hiueinstrtbe», wie da« von der Slowenische» Volktpartei, von her slowenischen Fraktion der Selbst, ständigen Demokraten, von den Davidovii-Demo-kroten usw. immer ernstlicher behauptet wird. Die Erklärung sür diese Bestrebungen nach einer „drei-tiren Koalition" kann nur darr» erblickt tverde», daß all diese Gruppe» befürchten, da« bittere Brot der Opposition zu lauge esse» zu müssen. Da» aber be-deute», daß der gegenwärtigen Verständigungspolitik Dauer u»d Echtheit zugespi oche» werde» müssen. Welche Gründe siihre» aber auch die Gegner dieser Politik, die our dethalb Gegner find, weil nicht sie sie mcchev, sür die Wahrscheinlichkeiteine« Regimrwcchselt und für die „Verwicklungen" an! Herr Radii, der n!cht auSscholibare Führer eine# gute» Dritter!« der Gesamistaat«b«völkerung, hat i» G«r.s mit der Gpslvg«vheit, hübsch still über die Frage» hinzuwegzugehen, u» derentwillen ma» eigentlich dort zusammenkommt, erfreulicherweise ge> Krochen und vor ganz Europa einige kräftige Wahr-heite» ausgesprochen. England, Frankreich und Italien sind „beleidigt"; die Herrn Radk sei»dlichg«sia«te Presse tut, al« sei ste im Hinbljck auf diese »Beleidigung" schwer gekränkt, deß Herr Radii über die Armenier und die Behandlung der Minderheiten i» Italien seine Meinung abzugeben den Mut gesunde» ha», und prophezeit seine» Stur,. Ein unparteiischer ich mich auf Bayreuth und meine Angst wir nur, e« könnte etwa« .da,wischen kommen". Darum atmete ich selig auf, al« unser unter iteirische« Fähnlein gestern 11 Uhr nacht« in der Weihestadt ankam. Ich r«ckte und streckt« mich, ich hatte da« Gefühl zu wachsen, um gleich wieder klein zu werdrn; denn hier find ,ur Zeit die Besten de« deutschen Volke« versammelt. Schon eine Stunde nach der Arkunit hatten wir die wenn auch nur flüchtige Bekanntschaft mit dem Chorregenten der Bayreuther Festspiele Hugo Rüdel gemacht. <5» ist derselbe Künstler, den Du vor kurzem beim Konzert de« Berliner Lehrergesaugvereine« in Graz bewundert hast. Wir waren von all den Strapazen unserer Reise sehr ermüdet und schlicken tief in den Tag hinein. Ja Bayriuth übrigen« da« einz'g Richtige. Der Körper muß vorkommen ausgeruht fein, wenn er der seelische« Hochspannung, die hier unvermeidlich eintritt, nicht er« liege« soll. Erst nach 10 Uhr vormittag« setzte stch unser Fähnlein in Bewegung. Die mehrte« Freunde au« Hrastnik und wir. Ll« alter Bayreuther übernahm ich dir Führung durch die traute, blitzsaubere Stadt. Bayreuth ist ungefähr so groß wie Dein Marburg, nur viel vornehmer, ich n>Lckte sage« aristokratischer al« unsere kleinen Städte im Unterland. Da« olle und da« neue Schloß, viele kllimre Palai«, ein powpöse« Opernhaus, Denkmäler erinnern an de Zeit, da Bayreuth markgriflich« Residenzstadt war. I« den Aus-läge« wimmelt e« von Wagneiiana. Buch- und^kunst-Handlungen, wie Karl Gi«ß«l usw., halten ein in solcher Vollfiäntigkiit nicht wieder anzutreffend«« Lager von Wagner Literatur, — ste zählt heute lO.COO-te* von Beobachter aber konnte aus den erste« Blick erkenne», daß Genf an der gegenwärtigen Stellung de« Biuer»-sühlil« nicht zu lütlrl» imstande war. Die Erklä-runden, die von maßgebenden Stellen h-r «flösse», geb,» dem richt. Ihnen zusolge hat sich Herr Rad'r votkonmev „koiuli" benommen und damit wurde die in manche» «reisen gehegte Hoffnung auf „Un. korrekiheiler.*, die schon bestand, bevor Herr Radii in Gens den Mund überhavpt ausmachte, zu eitel Dunst. Die Stellung Rad?«' ist duich Gens nicht nnt nicht erschüttert, sondern gefestigt worden. Daraa körnn die 'chad«ns,lh«o Lrwm«viare seiner Gegner nicht« ävdirn. So wie Rod c udete, so kann vor Europa nur ein Politiker rede», der eine» krästige», wohlgeordneten Staat hinter sich weiß, i» dem alles mit rechten Divge» zrgeh'. Ob er »u» wirklich so ist oder »icht, da« spielt sitr den Eindruck, de» Eu> irpa bikcm, keine Rolle. Ist der Staat so, wie ihn Rad ö vertrat, dann müssen ihm alle Patrioten Dank wissen, daß er dieser seirer Wesenheit Ausdruck ver-lieh; ist er »icht so, so muß «an ihm v?« Stand« Punkt d<« Staate« au» roch mehr Dank wisse», weil er ihm i» den Argen Europa« wenigste»« zu dieser Einschätzung v:rhuls. Beide« ist von enor« wen Nutzen. Die G?g»er Rad c, die den Patriotismus lavge i» «lleirpacht hatten, müßte» eigentlich stolz aus die Genfer Vertretung Rattt' sei». Sie wären auch stol?, wev» e« nicht gerade Herr — Radiä wäre. Geg«» ihn leite» ste aber nicht patriotische Gründe, sonder» pnlei'goistische. Diese werde» »it der Zeit an Krast ebenso verliere» wie die Hoffnungen aus eine Abkehr de« kroatische» Volke« von feinem Führer. Einer uvbefargtne» Beobachtung kann, wenn nicht llnwLgbarkeite» eintrete», die Loge i» Bergrad weniger v.rwickelt erscheine» den» je. Bänden —, Bildern und anderen Kunstwerke», die irgend-wie auf Wagner und sein Werk Bezug haben. I« alle« Straßen wimmelt e» von Fremden, die alle hier nicht andere« suchen und finden wollen al» den Sine«, da« Eine!! Wie alle Bayreulhpilger, so führte auch un« der erste Weg zur Villa „Wahnfried*, jene« hochgeweiht« Hau«, in dem der Meister nach stürmischer Lebentfahrt den Frieden und ei« letzte« Glück fand. Ein vor-nehmer Bau au« Sandsteirqrädern inmitten eine« alten, lvohlgepflegten P^rke«. In den grün-goldenen Farben de« schönen Sommermorgen« erglänzt der von Wagner selbst ersonnene HauSspruch: „Hier wo mein Wähnen Friiden fand, „W ahn-fried" fei diese» Hau« von mir benannt." Vor dem Hause steht die übe, lebensgroße Büste Ludwig II., de« königlichen Freunde« und Beschützer» unser«» MeisttrS; Herrin dl« Hause» ist noch immer Sofima Wagner, die geniale Tochter Franz Aszt'S, Wagner'» vergötterte Frau und Freundin. Von ihren fast 90 Jahren und schwerem Siechtum gebeugt, hat sie die Leitung der F.stspiele schon längst ihrem Sohne Siegfried übergeben. Vor einigen Tagen ließ ste stch unbemerkt in« Festspielhaus tragen, um noch einmal, vielleicht zum letzte« Male, den Segen des heiliger» Gral zu empfangen. So gleicht sie Titurel, der von sich sogt: .Im Grabe lebe ich durch des Heiland« Huld, zu schwach doch bin ich, ihm zu diene«." Im Park vc« »Wahnfried* steht eine zweite kleinere Villa. Hier wohnt Siegfried Wagner mit seiner schönen Frau und vier blühenden Kindern. Die Ge-treuen drS Hause« Wagner haben sich in nächster Näh? — i' JüS-. r x \ • ' •rat 2 •' W CtllUc Beilang ftmaer 3Z Der Herein „Deutsches Studentenheim in Kottschee" und sein Schicksal. Die „Gottscheer Zeitung" vom l. Oktober l. I. bringt in zuiammcnhängender Darstellung und auf Grund der diesbezüglichen amtlichen Dokumente die Geschichte der Wegnahme des »Deutschen Studentenheim«" in KoSevje zur Darstellung. Wir werden in Fortsetzungen und ohne Kommentar diese traurige Erzählung wiedergeben. l. Angesicht« der zweisello» festgestellten Tatsache, daß vaser Ländchen »och wie vor eine geschlossene deutsch« Sprachinsel bildet, hält« »an vermuten können, daß wenigsten« wir Gottscheer von den Ber> mögenlkonfilkationen de, öffentlichen deutschen Bereine. die nach de» Umsturz« in alle» Stätten Slowenien! einsrtzl« (Deutsche» Hau» in C lje, Deutsche« Kasino und Philharmonische Gesellschaft in Ljubljana asw ), verschont bleiben würden. Doch auch bei nn» war dies nicht der Fall, denn auch unS Gottscheern wurde der öffentliche verein»besitzstand zur Gänze genommen. (Turnverein»geräte, Fachschule, Bücherei usw.) A« sch»erzlichste» berührt uns aber die Wegnahme deß vermögen» des vereinet „Deutsche» Studentenheim in Gotischer". Da der ,Glov:n»ki Narod" am 21. Juni 1925 seiner L-serschar eine sadenscheinige Abhandlung über den B-sitzwchsel de» Studentenbeimvermögen» vor» setz!«, halten wir e« für zweckmäßig, der breiten O-ff nilichkeit da» Schicksal de» .Deutschen S:»-dentenheimi" wahrheitsgetreu genauer zu beleuchten. In de» achtziger Jahren haben beherzte Gott-Icheer die Anregung zur Schaffung de» B»eine» „Deutsche» Studentenheim- gegeben, die bald auf fruchtbar«» Boden fi:l und überall, wo Gottscheer wohnten. z:r Sammlung für da» künftige Deutsche Studevtenheim führte. Au» allen beutschm Sauen liefe» Spende» ein. vi» zum Jihre 1905 hatten wir auch schon soviel erbettelt, da« wir daran beuten konnten, den v rein zu konstituieren und ei» geeignete» Hau» zu erwerbe«. Gehen wir nun zur Schaffang de» Heime» über. Am 21. Mai 1909 wurde nachstehender Kaufvertrag geschloffen: Kaufvertrag, verabredet und geschlossen zwischiN Herrn Johann Weber, Kaufmann in Trieft und Realitätenbesitzer in Gottfchee, einer- und d:m vereine .Deutsche» Stu-bentenheim in Gottschee", vertreten durch die Herren: Aloi» Loy. Bürgermeister in Gotische«, al» Obwann und Rudolf Schadinger, herzoglicher Forstmeister in Gottschee, und Dr. Erich Schreyer, Werk»- und Distriktiarzt, al» Mitglieder de» Au»-schaffe», al» Käufer andererseil», wie folgt: angesiedelt. So vor allen Houston Stewart Ehamberlain, der geniale Schöpfer der .Grundlagen de» XIX. Jahr-hundert«/ der große Mensch, der auf dem Wege innern Erkenntnis au« einem Engländer ein Deutscher ge-worden ist. Ein Deutscher mit jeder Faser seine« Herzen«. Wie Du weißt, hat stch Ehamberlain mit Wagner« einziger Tochter Eva vermählt. Ein tragt-sche« Schicksal fesselt den Armen schon seit Jahren an den Krankenstuhl. Er hat da« gleiche L iden. wie unser verehrter Freund Senior M. in Eilli. Der Geist de« großen Manne« aber ist noch ungebrochen und dringt rastlo» aufwärt«. Dicht neben „Wahnfried" wohnt auch Han« von Wolzogen, der Vorkämpfer de« Bayeuther Gedanken«, Wahnfried'« getreuer Eckart. Gegenüber steht da« Hau«, in welchem Franz fitfit gestorben ist. Ein schmaler Durchgang führt in den Hofgarten. Unter seinen alten schönen Bäumen ist Wagner« letzte« und hehrste» Werk .Parsifal" zum groben Teile entstanden. Nur noch ein Schritt und wir stehen vor Wagner« Grab. Eine riesige Granitplalle ohne Aufschrift, von Epheu dicht umrankt, bedeckc die Gruft. Erschauernd in Liebe und Ehrfurcht standen wir auf Deutschland« heiligster Scholle. Doch weiter... Unsere an großen Stimmungen armen, vom Schmied Schmerz zer> hämmerten Seelen sind so starken Wallungen nicht ge» wachsen... L»nge sprach niemand von un« ein Wort, bi« un« Bayreuth« festfreu^ige« G.-triebe wieder zu stch brachte. Unterwegs warfen wir noch einen Blick in« markgräfliche Opernhaus. berühmt durch fein herrlih!« Bareck und die Ausführung der IX. Sinfonie unter Leitung Richard Wagner» zur Feier der Grundstein» Ersten»: Herr Johann Weber verkauft und übergibt seine in Gottschee sub Hau» Ne. 133 ge« legenen Realitäten Grdb. Ei». 262, 263 und 265 der S. G. Gottschee samt allem rechtlichen Zagchör »ad allen Rechten und Pflichten, sowie er diese Re» alitaten bisher stet» selbst besessen und benützt hat Odtt hiezu berechtigt war, be« Vereine »Deutichc« Studentenheim in Gottlchee" um den veretnbnien Kaufschilling von 86.000 K, lies: S-ch»andachtzig. tausend Kronen, i» dessen volle» und onwiberrufl chcß Eigentum und bewilligt die Einverleibung dessen Eigentumsrechte» bei de» obige» Realitäten. Zweiten»: Der verein „Deutsche» Studentenheim in Gottschee* kauft und übernimmt usw. Trust, o» 21. Mal 1909. Johann Weber m. p. Aloi» Loh m. p. Rudolf Schadinger m. p. Dr. Erich KH:ehr m. p Ein deutsche» Studentenheim sollte e» werden, von Deutschen geschaffen, sür Datsche bestimmt. Die» wurde offen sowohl in der von zahlreiche» anz«. sehenen deutschen Männern geferligten „Herzlichen Bin«' betont, «it der na» zu Beiträge» für da» zu erwerbend« Hiim auffordert«, und ebmso klar in de» Birein»satzi>ogen ausgesprochen. Der Verein hat auch vou der Gründung an bi» zur behördlich versügten Auflösung und v-'chl iznahme feine» vermögen» nur Deutsche za seinen Mitglied«!» gezählt. An Ander»-national« ist nie herangetreten worden, keine» Slo-wenen ist e» i» den Sinn gekommen, Mitglied de» .Deutsche» Siudentenheime«" zu werde» oder auch nur einen kceuzer sür da»selbe zu opfern. Unmittel-bar vor den gegen den Verein geführten zerstörenden Schlägen ist wohl «in»al voa slovenischer Seite der versuch ge»acht worden, Sitz und Stimme im L:reiae zu l^ko»men. Aber ebenso höflich als entschieden er-folgte sehen« der LereinSleituag Die Ablehnung. Da» war natürlich und folgerichtig uud wäre geschehen, auch wenn di« Absicht der slowenische» Aufnahm»-werber «inder durchsichtig gewesen wäre. Die de« verein« bi» zur staatlichen Umwälzung von deutscher Seite gewidmeten U tterstützangen waren in jede« Falle einwandfrei und nie an Bedingungen geknüpft, welche da« staaiibürgerliche Verhalten der Gottscheer in der Zakunft beeinflussen sollten. Bin Deutsch-» gegründet und erhalten, hatte der verein auch our de» gottscheeische» deutsche» Studierenden za dienen und di«» selbst i« Fille seiner Auslösung. Au» den Satzungen ist die» für jedermann ersichtlich. Ein slowcniichc? Studeutenhei« kann deshalb nach unserer innersten Ueberzeugung nie und »i«mer der berechtigte Nutznießer de» deutschen Ber«in»oermözea» sei». Der §1 der Satzungen in seiner ursprünglichen Fassung lautete: »Der verein bezweckt die Errichtung und dauernde Unterstützung eine» Studentenheime» für solche Zöglinge, welche da» bestehende Gymnasia« in Koeevje besuchen, und sacht durch teilweise Frei-Plätze auch unbtmitteltea braven Schülern de» Besuch di«s«» Gynnasium» zu «möglichen". N ich der i» Jänner 1919 gültig beschlossene» Aenderung erhielt § 1 folgenden Wortlaut: „Zweck de» vereine». Da legung de« F.'stspielhause« 1872. Ein merkwürdiger Zufall wollte e«, daß gleichzeitig mit unl etn Grei« im Opernhause weilte, der bei jener Aufführung der IX. Sinfonie im Ehore mitgesungen hat. Boa der Erinnerung an den groben Augenblick, wohl de» größten seine« Leben«, übermannt, weinte der Alte... Um die »weite Nachmittag«stunde ging e« heut«, wie au allen Festspieltagen, wie ein Ruck durch di« sonst so stille Stadt. Aus war '« mit dem Mittag«» schläfchen. Hunderte von Automobilen ratterten durch die Straßen und brachten zunächst die Mitwirkende» — e« sind ihrer mehr al« 509 — in« F-stspielhan«, welche« außerhalb der Stadt auf einem waldumkcäaztea Hügel liegt, wie die Josephlkirche bei Eilli. Nach 3 Uhr beginnt die Auffahrt der Festlpielgäste. Unabsehbare Reihen von Kraftwagen fahren die breite schöne Straße zum Festspielhügel hinauf. Sine zweite Straße ist den zahllosen Loh,kutschern eingeräumt. Der Anblick dieser Tausende, die alle einem Ort«, einer großen Weihe-stunde mit fliegenden Pulsen entgegenstrebe», erzeugt eine beseligende FeiertagSstimmuag, Flagge» in blau-weiß und schwarz-weiß-rot leuchten durch die Bäume. Endlich steigt das Festspielhaus über dem Wald empor. Ein einfacher Riegelbau, aber festlich und großartig in feiner Wirkung. Als wir kamen, war d:r berühmte Bayreuther Korso^chon in Bewegung. Hier kannst Du eine der größten M.rkwürdizkeUen Bayreuth« mit Muß: be-obachten: die Festspielgemeind:, Köaige, Firsten, Magna-len der Großindustrie und HandelSwelt, G lehrte und Künstler von weit klingenden Namen, vor allem Mufikcr au« aller H.iren Ländern sind hier ein Herz und eine die Führung eine» Studentenheime« auf absehbare Zeit nicht «ehr «iglich sei» wird, sieht der verein von »n» ab seine vornehmst« Aufgabe darin, deutsche Hoch-, Mittel-, Gewerbe-, Bürger-schüler, sowie Lehra«t»zöglinge an» de» Gotl-scheerlande »it Geldmitteln zu unterstütze», deutsch« Schülerküchen zu erhalten, bez«. zu unterstätze» und allenfallt solche Sch iler, w iche hiesige Schalen be-suchen, i« eigenen Hause vollkommen kostenlo» zu brq taktieren." Diese Aenderung war eine zwmzende Notwendigkeit, weil da» rein deutsche Gouschecr Gymnasium nach dem Umstürze slowenMert und da» durch den deutschen Gottscheer» da» Weiterstudi um in der Heimrt unmöglich gemacht wurde. Sie mußte» an den Lehranstalten O:sterc«ich», da» zu» Auslande geworden war, ihre Studien fortsetz?» und wäre» jetzt der Uaterstützang noch bedürftiger. W:»n den Aer»sten au» ihnen Hilf« zuteil wurde, ehe noch die erwetterte Tätigkeit be» Bereine» in Paragraphen ge-formt war, wer wollte die» eine» verstoß nenne»? O)er hätte» wir die arme» Bursche» verhungern lasten sollen — weil der starre Buchstabe von Hllfe noch nicht» erwähnte? Studenten, die nicht au» dem Goitscheeischen stammten, haben aber nie die Hilfe be» vereine» genossen. Man ziehe j»tzt noch oen § 21 der B:rein»satzuagen i» Betracht. 8c lautet: .Die Auslösung de« v-reine» kann nur in einer Haup verfammluag mit zwei Dritteln der Stimmen sämtlicher Mitglieder beschlossen werde». Ist die Hauptversammlung nicht beschlußfähig, fo kann die Auflösung de» vereine» bei der zweite» Hauplver» sammlung (§ 14) mit zwei D.itteln der anwesende» Slimm-n beschlösse» werden. Im Falle der Auslösung de» vereine» fällt da» Vereintzvermögen der Sladtgemeinde Gottsch:« unter der Bedingung eigentümlich zu, daß dieselve. fall» sich ein die gleichen Zvecke verfolgender B rei» in Gottschee wieder bilde» sollte, diesem da» abgesondert zu v«rwalt«»de vermöge» de» bestandenen B:reine» au»solge, bishin aber di« Erträzntffe diese» vermöz«n» zur Unterstlltzans deutscher Mittelschüler au» dem Gevlete von Gottsch«« verwende". kann da noch ei» Zweifel ob« walten, daß da» Stud«»t«nheim den deutschen Gottscheer» allein gehört? Somit war die schwierigste Aufgab« überbrückt und «an konnt« daran denke», bedürftigen Gottscheer Smdentea die Wahliaten von 25 Betteljahre» zu-zusühren. Wohl mancher Gottscheer Sludenl hat die Uiterstützuug de« vereine» in Anspruch nehmen «üffen. So blühte durch sortwährenden Weiteraaiban uns? Deutsche» Sindeutenhei« bi» zu« bekannte» Umstürze! Gleich »ach be« Umstürze wurde der Z 1 der Statute», durchau» de« Sinn« de» § 21 der Vereintsatzungen entsprechend, rechtmäßig dahin abgeändert, daß der verein seine vornehmste Ausgabe dari» sieht, deutsche Studenten, und zwar Mittel-, Hoch, Ge« werbe» u,d Bürgerschüler sowie Lehra«t»zöglinge au» dem Goltscheerlande mit Geldmitteln zu unterstützen, auch wen» diese Studenten i« Aulla ode studieren. Diese Aenderung der Etatuten wurde der Seele. Zihlretche Herren tragen de» orde»geschmückten Smoking. Die Damen einfach und doch so vornehm angezogen. Geschminkte Gestchter und kniefreie Kleider au« Seidenpapier fehlen. Siegfried Wagner, König Ferdinand von Bulgarien. Generalmusikdirektor Muck stehen in freundschaftlichem Gespräch. Dort wieder stehst Du Han« von Wolzozen, umgeben von Eva Ehamber» laln und ihren Schwestern, Daniela Thode, der Witwe de« berühmten Kunsthistoiik-r« Heinrich Thode, und Gräfin Gravina, Töttern der Sostma Wazner au« ihrer erste« Ehe mit Hin« von Bülow. Die Prinzen August Wilhelm und Otkar, Söhne Wilhelm II., ständige Festspielgäste, fehle» auch heuer nicht. Hugo Rüvcl, der Ehorgewaltige von Bayreuth, macht noch geschwind einige Züge au» seiner geliebten Zigarre. Plötzlich verstummt die vornehm gedämpfte Unter-Haltung. Ein Posaunenchor bläst vom Balkon de« Festspielhauses da« erste Meisterstager-Ihema. D-r Ruf ertönt noch ein zweite« und ein dritte« M,l. Ale« strömt in» Hau«. E« ist nicht mit Worte» zu sagen, welch weihevollen Eindruck dieser stolze von 24 ragenden korinthischen Säulen eingerahmte, amphitheatralisch auf-steigende Riesenraum macht. Da« Orchester ist («ach Wagner« Wort) in den „mystischen Abgrund' versenkt und vollständig unsichtbar. Logen und Galerien gibt« nicht. Niemand hat die Empfindung, in einem Theater zu sein. ES ist, »l« hätte un» eine Kirche aufgenommen. Hier gibt e« auch keine „Theatervorstellung", sondern nur hehrste, heiligste Kunst. Mit einem Male wird e« stockfinster. Noch ein Augenblick tiefster Stille... Da fetzt Bayreuth« göttliche« Occhef.er mit dem Vorspiel ein. Ein Wonneschauer ergreift Dich und läßt Dich stammet 82 Cilltei .Hntnag «ritt 3 Behörde angezeigt und blieb ohne Einspruch der Be Hürde in Gellung. Von jtz! ab beginnt die Leiden«-g«schichle de» Vereines. Pvlilischr Rundschau. ZttlMU ^ladiö in Audienz beim König. Stephan Nadiö wurde am 7. Oktober von «. M. dem König in einer Audienz empfange«, die zwei Stunden dauerte. fRui-i 'proch mit dem König über einige wichtige Gesetze, beionder» über da» G> «eindegifitz, seiner über die einmütig« Aufnahme der Verständigungspolitik >tn Kroatien, über unsere Auswanderer in Amerika urd über eine omcrikanische Anleihe, die bei den ju^oslaw schen Auswanderern in Amerko xloc!ir» werden soll. Z>ie Siz^präftdentenschast Hiadit' ö« sichert. Nich seiner Audienz beim König erklärte Herr Rad> vor allen verteuern der Presse vachsolgenoe»: „Mein El, tritt in die Reg'erung ist eine sichere Sache. Es handelt sich darum, daß ich Viz> Präsident der Regierung werde, und man such', jttzi nur roch nach der Form, wie daS am besten durchzuführen wäre. Mein Emlritt in di« Regierung ist deshalb rolwendig, damit ich die RegierungSgelchäste leiten kann sür den Fall, atfc P. s 6 abgehalten wäre-. Am Adind wiederholte Rade bei dem Journalisten-empfang, daß seine E.vevnuvg sicher sei, da ihm Herr PnS'ö da» cm 28. September durch den Außen« minister Dr. Nii 14 offiziell mitgeteilt habe. Eine foruusse Krise in Sicht. Wie di« slcwevischen Blätter berichten. wird urmittelbar ucch der inzwischen wieder verzögerten Hei»k?hr teS Mui'-ftnPräsidenten PcK ö die fmmelle Ministe,krise eintreten. Durch die Unterbreiturg der Demission wollen Paf6 und Rad'S die Stellung der Regierung festigen, indim aus der neuen Regierung»« liste Herr Radiö al» Vizeprästdert figmieren wird. Et rft nicht ouSgeschlossen, daß die Rad iianer r och ein Report bekommen, unv zwar da» de» verkehrS-minifieik. Die Krise wird rein formellen Charakter tragen und von ganz kurzer Dauer sein, so doß sich die neue Regierung schon cm 16. oder 16. Oktober dem zu einer außerordentlichen Stzung zusammen-gerufenen Parlament wird vorstellen können. Minister z. D. Dr. Aerjav will Uadikuler werden? Der Ljubljanaer „Slcvrmc" bringt zur Erhärtung seiner Äehauptuv?, daß Hnr Dr^ Zk'j-v Anstrengungen madjt, an di« Regierung zu kommen, rachsolgende» Z'Iat au» drm Zagreter „Jutarrji lift" : In den Reih-n der Selbfändigen Demokraten tracht >?. Dr. Zerjav hmilhle sich schon vorige» Jahr vergeb,»«, in die Radikale Partei iiberzutr«len. AtS er aber jetzt sah. Daß die Lage der Selbst-ständigen D.mokrate» hlffnungdloS ist, bemüht er nicht mehr lc». Du kannst die „M-isterstnzer", die» hohe Lied deutscher Geu.üiStiefe und deutscher ManneS-«rkbe, so gut, deß ich Viele» nicht zu sagen brauche. Ta?, wa« Tu aber nickt kennst und auch in kühnsten Träumen ahmn kannst, daS find di« .Meistersinger" in Bayreuth. Hier begreifst und verstehst Tu Chamberlaiv« Wert: „So allumfassend ick auch da» Deutschtum empfand, als («irr« «Sonnt erkannte ich den Schöpfer der Meiste,finget. Der Be yieuther Stil: aus-druckSvoLste Gestaltung der Handlung, größte Genauigkeit in der Witdergcbe jeder noch so kl«inen musikalischen Phrase, vollerdetste Uebereinstimmung von Orchester und Bühne, feinsinnigste Unterordnung jede» einzelnen unter da« Kunstwerk, ist hier zu höchster Vollendung gediehen. Wenn an unseren TageSbühnen immer wieder Sinzelleistungen hervorstechen und zum Gegenstand der «rllik gem-at «erden, so ist hier die Gesamtleistung, der Gesamterndiuck s» gewaltig, daß niemand daran derkt. bei Ei»z,Iheiten oder einzelnen, wenn auch nech so llarzvollen Leistungen zu ««weilen. Die »Meister-finge,* in Bcyreuih find ein fortwähre?de« Glühen und Funkeln, Schimmern und Leuchten von ur beschreib-licher Sckönheit. Dennoch will ich, um mir den Vorwurf der Flüchtigkeit zu ersparen, einzeln!» hervorheben. Der innerste dramalische Kern der Meistersinger ist Han« Sachsen« Seele. Er liebt Evchen schon so mancke« Jahr und denkt ernstlich daran, ste al» „Weib und Kind" heimzuführen. Da erschein! der junge blonde Recke au» Fnrnkeu u»d gewinnt Socken'» Herz sich wieder, in die Radikal« Partei zu kommen, um ans dirs« Weise in di« Regierung zu gelange«. M.hr al» sicher aber ist. daß die Radikalen Dr. Z?rj,v nicht aufnehmen werden, weil sie mit ihm nicht« gewinnen würden. Dr. Zerfov repräsentiert mit seinen Ar Hänger» in Slowenien ein große» MivuS. Aeograder Kombinationen. AuS Beograd wird dem „Zigreber Tazblatt" u. a. berichtet: Die Audienz Radiö' beim König kann al» Einleitung zu einem regeren politischen Leben betrachtet werden. Seine Erklärungen nach der Audienz haben in der Beograher Öffentlichkeit große Aus-merksamkeit gesunden, besonder« jener Satz seiner Erklärung, in dem er Hervorbob, daß sein E nttitt in die Regierung al» Vizepräsident beschlösse, e «ache se>- Da diese Frage nicht nur formeller Ralur ist. dürsten in den kommenden Tagen wichtige politische Ereignisse zu erwarttn sein. Zugleich soll die Sla bilisierung der Regierung selbst georbne» werden. Demnach dürste e» vielleicht schon in dieser Woche zu «inern förmlichen Riickiritt der Regierung kommen. Es heißt, daß bei dieser Gelegenheit einige radikale Mlvtster au« d.m Kabirette aui'cheiden werden Besonder» gilt die« betreff« des BcrkehrSmiriisterS *i;ta Radcj'v c, mit dem man auch in radikalen Kreisen unzufrieden ist. Rad 6 wird den Posten deS Vizepräsidenten der Regierung ohne Portefeuille über, nihmen. Da er jedoch rer rangsünfiste Minister wäre, soll noch der Rückkehr P^s ü' auch diese Frage ge regelt werden. Die Ekupschtinatagnng »üifie am 15. oder cm 16. beginnen und am 18. oder 19 wieder beendet werden. Heule ist der bekannte radikale Führer Aca Star ojev 6 au» KvjojevLc in Beograd ernget, offen und hatte i« verlause deS heutigen Tage» mchrere Konferenzen. In oppositionellen Kreisen «proch man heute besonder» davon, doß die Re« gierungSkoalitlon auch auf diese oder jene oppofitio-v'lle Sruspe ausgedehnt werden solle. Die einen behaupten, daß eS die Davidov eidernokraten sein würden, andere wieder nennen die Slowenische BolkS Partei. Für diese bestehen besonder« in radikalen Kreisen gewisse Sympathien. In Kreisen der Slo wenischen Volks Partei behauptet man. daß Dr. Ko rrZ c in dieser Frage vollkommen freie Hand habe. Interessant ist, doß e» allgemein heißt, daß die neue Regierungtkoalition. di« im vollsten Sinn« de» Worte» «in« EHSKoalriion wär», 'chon im Frlihjuhr od«r im Sommer arch die Kiönung Er. Majestät. deS König» durchführen soll. Zustand. Z?.r tranensvrnch in Locarno. Vor einigen Tagen ist der Entwurf de» Si« che>h?ittpakleS von Lccarro tn einigen italienischen Zeizungen. so in der „Spcca" und im ..Popolo d' Jlalia-, d-flen Chefredakteur der Sruder Mussolinis ist, vorzeitig ve,öffentlich, und von Italien au£ iu die gar je Welt lelegrophiert worden. Als Briavd nachl» di« Nachricht von dieser Indiskretion, die einem Sabotageakt gegen dir Konferenz gleichkommt erhlllt, rief er aus: Das haben sie absichtlich getan! im Sturm. Blutenden Herzen« verzickttt Han» Sachs, aber er bleibt nickt dabei stehen, nein, sein« Güte und Weisheit bshnt den Jungen den Weg zu ihrem Leben»-glück. Sachs trägt seinen Schmer«, ohne zu klagen, wie ein Mann und Held. Nur einmal, im Quintette, dieser ewig schönen beglückenden Eingibung Wagner'S, fingt er leise: »Vor dem Sinde lieblich hehr möcht ich gern wohl singen, Doch de« Herzen« süß Beschwer goU e« zu bezwingen, 'S war ein schöner Abendtraum, ihn zu deuten wag ich kaum." Umso tiefer lößt un« die Musik in Sachsen» leidende Seele blicken. Die Tracödie in Sachsen» Herz kam in Boqremh zu erschütterndem Aufbn.de. Die» unb noch Viele« muß dem Boyreulher SachS Herman W«>l von der ElaatSrper in Wien nackgeiühmt tre,d bei ührte die Ar.ichliißsrag« und erklärte, O sterreich müsse da? R'cht h.iben, zu erwägen, ob nicht seine einzige Rettung in der Eingliederung in ein großes Wirt-schasitgebiel liege. Oesterreichs Friedensliebe stehe dabei außer allem Zweifel. ^rästdent Eookidge für nation,ise Toleranz. Präsident Coolidge hielt vor einigen Tagen in Omaha (NebraSka) vor einer Versammlung ehema» liger KriegSteili ehmer eine Rede, in der er u. a. er-klärte: Die Lihren de» Weltkriege» wären vergessen, wenn wir wieder einer Peiiode der wachsenden Rü-stungen, die nur mit einem bewaffneten Konflikt enden kann, entgegengingen. W-r müssen allen Rasserhaß, allen Argwohn und alle F tad*chjft durch Toleranz ersitzen, um diesem Zch ck al zu entgehen. Schiedsprnch üöer die konfiszierten reichs-dlntfchen Permögen in Ingostawien. Da» „Zigreber Tagblatt* ber.ch et aus Leo« grad: Das gemischte Schiedsgericht iu Gei.f, dem v. a. alS R'chter 3>. Arangjelov c und als Vertreter Jugoslawien» Dr. D. Subot 6 angehören, sällle am Ansang di«se» Monates den Schiedspruch in dem Prozesse zwischen Jagoslawren und Dtmsch« land. Jugoilawien hat den Prozeß gewonnen. DaS Gericht ll.ed aus setnim siüheren Staudpunkte, »aß Jugoslawien kein neuer, sondern «in aller Staat sei. Infolgedessen sollen auch die auS der L qridle« rung der deutschen Güter aus dem Gebiete Jugoslawien» fl ehenden Summen nicht der» Eigentümer«, diesmal der alt« Bayreuthcr Vertreter dieser Rolle, Heinrich Schulg. Eine Leistung von längst an» ttkannler Glnialität. Schultz gestaltet keine Karikatur, sonbern den lebenswahren Typus eine» kleinliche» un-fruchtbaren Nörgler«, ber ab-r doch nicht fo „ganz boshaft" ist. Einfach entzückend war Erich Zimmer-mann von der Siaatfcper in München al« David. Ein lieber, junger Kerl von knabenhafter Erscheinung mit einer frischen Stimme, da« Ideal eine« herzigen Schusterbuben. Unb nun ber Chor l Dieser herrliche Köiper. der au« den besten Stimmen Deutschland» zusammengesetzt ist, fingt mit einer «rast. Fülle, Äu»> druckSgewalt und Unabhängigkeit, die auf keiner zweiten Bühne der Welt auch nur annähernd erreicht wird. Welche TagtSbübn« könnte auch einen Chor von dieser Größe und Güte halten? Unerhört frei und vollendet gestaltete sich die Raufszene am Schlüge de» zweiten Akte». Alles wälzte stch am Boden, niemanb kümmerte stch um ben Düigenttn, benr-och war ber Riesenbau der Doppelfuge durchsichtig wie ein Kristall. Uunach-ahmlichl Al« auf der Festwiese Sachsens Lu>he»tieb: „Wacht auf, e» nahet gen den Tag" wie ein alle» niebe,legender Orkan einsetzte, da ging eine hörbare Bewegung durch den Weiheraum. ES war da» Schluchzen Vieler. Da« Leben, die Farbenpracht, die Festlichkeit unb Deutlchheit dieses Austritte« zu beschreiben, wäre ein lächerliches Unterfangen. Da gibt e« nur Eine«: Selbst sehen I Endlich ba» Orchester! 130 erlesene Künstler unter Altmeister Muck'« genialer FÜH,ung. Ein Riesenivstrument von überwältigenbem Wohlklang«, •ritt 4 fllltct 5«lta*| Rumm 32 fonbttn dem Reparationsfond zu. Daraus erwächst Jugoslawien et» G-winn von mehreren Milliarde» Dinar. Luch die zweite Streitfrage wurde zu Gan-ste» Jugoslawiens gelöst. D« aus Grund der alte» serbischen KriegSgesetz« vor dem Jikrasttreten deS Lersailler vertrage« ang-ordneten L q itbatioaea bleiben in Kraft. Auf Jugoslawien warten also die Bestimmungen bei Artikel« 297 N und 305 bt4 Virsailler Vertrages nicht angewendet. Aus Staat «ui Laut. Dr. Ivan ^uSterSit Am 7. Oktober ist in Ljubljana Herr Dr. Joan §jitetft c im Liter von 62 Jahren gestorben. Dr. Ta^nic war im alten Staate die Seele ber auf katholischer Grunb-läge aufgebauten slowenischen Nationalpolttit. Indem er diese den Möglichkeiten der damaligen Lage an. paßte, erreiche er für sein engere« Heimatland Kcain, dessen LandcShiuplmann er vom Jihre 1912 6i« zum Umsturz war, sowohl in kultureller al« mate-rieller Beziehung mehr, al« je ein slowenischer Politiker erreicht hatte. Mit ihm ist eine Persönlichkeit bahingegaagen. deren tragische Schuld bloß darin bestand, daß sie zu kraftvoll war, al« daß sie leicht und »»ausfällig ihren Weg in eine durch den Au«, gang der W-likaiastrophe bestimmte neue Zeit hätte finden können, wie da« Politikern gelang, die weniger exponiert waren, für ihr Volk aber auch unver-gleichlich weniger geleistet hatte». Nach de« Umsturz lebte er eine Zeitlang in der Schweiz und in Tirol, bi« er im Jahre 1922 in die Heimat zurückkehren konnte. Im Jahre 1S23 kandidierte er zum erste» unb zum letzten Mal für die Nationalversammlung de« neuen Staate«. <£» war ihm nicht gelungen, in den neuen Verhältnissen festen politischen Fuß zu fassen. S:ine LandSleute können seinem Sarge mit dem Bewußtsein folgen, daß sie einen guten Slo-wen«» mit gutem Willen und reicher Tat in die Erde legen. Daß die Ealwicklung der Z it ander« kam, al« er sie für möglich hielt, wirb vor der Gi-schichte kein B-wei« s:in, daß er nicht einer der größten und fruchtbarste» Söhne seine« Volke« war. Evangelisch, Gemeinde in Eelje. Am Sonntag, dem 11. Oktober, findet um 10 Uzr vormittag« in der CjristuSkirche ein öffentlicher Gottesdienst statt. Siyung des Marburger Gemeinde-rate«. Am Dienstag, de« 6 Oktober l. I., hielt ber Marburger Gemeinderat eine Sitzung ab, die einen wenig interessanten Verlauf nah«. Der Bürger» «eister Dr. Le«kovar eröffnete u« 5 Uhr 25 bie Sitzung und teilte »ach Erledigung der üblichen Formalitäten «it, daß an Stelle der G-meinderäte Selinö'k unb Zmotnif bie Herren Slanko Driela und Jva» Macher in den Gemeinberat eingetreten feien. Die Sozialisten stellen einen Dringlichtnisantraz, die Gemeinde möze mit dem El«kt'iziiät«werk in Fala in Verhandlungen treten »weck« Herabsetzung de« Strompreise« für elektrische Oesen. Der «»trag wurde ohne Wechselrede angenommen. Für die zweite Sek« tion berichtete Stabes in einigen H-imai«-augelegenheiten und beantragte, den Armenrat zu von wunderbarster AaSg?zl>chenh:tt und Anpassung»« fihigkctt. Was da an» nnstchibarer Tiefe an unser Ohr bringt, ist eine künstlerisch« Großtat, unerreicht und unvergeßlich. Die letzte Wirkung der „Meisterst»,»' in Biv rmth ist, wie e» ja nicht ander« sein kann, ein mlchll-ge« Anschwellen, eine Vertiefung unsere» Bolk»b«wußt« sein», jene« gottgewollten seelischen Z »stände», der nicht» gemein hat mit stierköpfigem Fanatt»mu». Ein Deutscher, der die .Meistersinger* hier erlebt hat, wird Sichsen« Schuß wort: „Z'rginge auch tn Dunst da» heil'ge römische Reich, Uni bliebe gleich die heilige deutsche Kunst' in seiner gan»en weltumfassenden B.'deuwnz verstehen und sein Deutschtum bewahre» bi» »um letzten «tem-zuge. Mögen ste Deutschland immerhin entwaffaen l Die deutsche Kunst, die stch un» nirgend» so herrlich offen-bart, wie hier, auf Bayreuth» heiligem Hügel, wird da» deutsche Volk immer wieder auf'» Neue ausrüsten mit den unjerstörbaren Waffen de» Geiste»! Die hat unser Volk über die dunkelste Zeit seiner 2000jihrigen Geschichte wie ein Engel Gotte» hinweggeleitet, ste wird e» auch hinaufführen »ur Freiheit and VoZendung, zu feiner letzten Bestimmung: Die ffl.lt zu erlösen aul den höllischen Banden der Ich Sucht und de» Hasse». De« stnd wir unter dem Eindruck- de» Bayreuther „Meistersinger".Erlebnisse« felsenfest überzeugt . .. Schon dämmert der Morgen und mein heißerregte« Her, muß ,ur Ruhe kommen. Und morgen ist „Pirst-fal." — Set gegrüßt in Stolz und Treue! ergänze». E» warben gewählt sür den I. Bezirk H°rr Pelikan, für de» II. Herr 8 eble, sür bin III. Herr Marko, für den IV. Herr Derga« und für de« V. Herr <5:»ot>wf. Außerdem gehören de« Ar«enraie au bi« beide» Stadtärzte, bie drei katholischen, der evangelische und der griechisch-orthodoxe Pfarrer. Weiter» entsende» bahl» die Organisation der Krieg«-invaliden, der slowenische Frauenv:rein. ber katholisch: Fcauenverein, der Vmzenziu«verein, der Kaabenhort und bie Lehrerschaft ihre Vertreter. Ferner legte G5i Stabes be« Vemeinderate einen Entwurf für Arbeittlosenanterstützuvgen vor, be« ba» Ljubljanaer Muster zu Grunde gelegt warben war, u.»». sollen Arbeitslose, die nach Maribor zustZadig fi,d ob» wenigstens zwei Jahre dort wohnen und ohne eigene Schuld arbeitslos sind, eine täglich« Uaterstützung von Din 10'— unb für jede« wettere F,«ilien-»ttglied Din 5'— erhalten. Daran entspann sich vor alle» wegen der Beschaffung der hiesür nötigen Geldmittel eine lebhafte Wichselrede, wobei bie deutschen G.'meinberäte verlangten, daß die Auszahlungen nur nach Maßgabe der zu Verfügung stehenden Mittel erfolgen sollten. Die Sozialsten verlangten, daß zu diesem Zwecke eine »eue Steuer eingeführt werbe. Bei dieser Gelegenheit kam es auch zu einer scharfen AuSeinandecsetz,ag zwischen de« Sozialisten Bahun und Dr. J'rooiek. Schließlich ward« der Allrag des Reserenie» «it de« Zusatz angenommen, daß tn de» nächsten Ge«eindevoranschlag eine entsprechende Summe eingestellt werde. Der Referent der dritten Sektioa Gtt. Dr. Kac stellte ben Antrag, baß i« Z-atru« der Siabt eine Re«ife für bie Deiinfektioniwagen erbaut werde. Die Belichtung be« Stadtparke« würbe auf einen späteren Zeitpankt verlegt, wohl aber würbe die Ausstellung von «.raßenlampm in ben dem Parke benachbarte» Gasse», sovie auf de« RathauSplatz« bewilligt. Für die vierte Sektion be« richtete GK Dr. Jero»«:k. Der Ankauf de» von Herrn Eopett» der Stadtgemitnde zu« Saufe äuge-botenen Grundstücke« wurde vorläufig zurückgestellt. Auf die verschiedene» Eingaben der Wohnung«« genossinschaft „Mojair" wurde die Antwort de« Ban-a«te« gebilligt, wonach die Jiteressenten alle Aas« klärungeu ohnebie« im Bauamie erhalten könnte». GK Weixl berichtete für die 5. Sektion über bie PreiScegulierung. Mit der Fleischhauergeuofsenschast wurden v-rhandlungen geführt «>t de« Erfolg, daß der G wirbebehörbe eine genaue B:fli«mung ber Qualität de« Fleische«, sowie der PreiSabstusangen vorgelegt werde. Der Brotprei« ist inzwischen schon amtlich bestimm! worden, desgleichen hat die Gast-wirtegenoffenschaft di« Preise er»iedrigt. Zu ähnlichen Eaqueten soll von nun an auch die App.ootfionierungS-sektion der Staztge«ei»de brigezogen werben. Schließlich stellte GH Dr. Mühleisen an den Bürgermeister bie Anfrage, inwiewett bie Angelegenheit de« Grenz-bahnhose« bereit« gediehen sei. Der Bürgermeister erklärte, daß die bieabezüglichen E ngaben au di« zuständigen Stellen wetter geleitet wurden, eine Er-lediguug aber bisher »och nicht erfolgt fei. Er werde in ber nächste» Sitzang zu dieser F.age noch genauer berichten. Hierauf wurde u« 8 Uzr bi« öffentliche Sitzung geichloffen, woran sich bann noch eine ge. hei«e schloß. Außerordentliche Gemeinderatfiyung in Maridor. Wie der Bürgermeister von Äuibo: mitteilt, findet a« Sa »»tag. de« 10. Oktober l. I , im MagistratSfaal« in Maribor «ineaußerordentliche GiMiinveratSstyung mit folgend«? Tagesordnung statt: 1. Beschlußfassung übet den Vorschlag ber »Jugoslov:n»ka Maiica' bezüglich llmbcnennung einer Gaste in bie „Gaffe des 10. Oktober" (ulica 10. o'tobra) sowie bezüglich ber Jalerveation oei« Außen«inister betreff» des Kärntner Gebiete«. 2. Eoeiituelle Beschlußfassang über de» Ankauf der Dragonerkaserne. Beschäftigung ausländischer Arbeite». Die GibietSinspektion ber Aroeu (oblastva J,»?ekcija dela) in Maribor veriauibart amilich: Aas Gmnd de« Gisetze« zu« Schutze ber Arbeiter unb der varschrift über die B-sch!sligung an«lä,di-scher Arbeiter h,t da« « nisteriu« süc soziale Füc-sorge vielen Ausländern die Bitte u« B-sch!ftigung bzw. um Verlängerung der schon autzzegebenen Bewilligungen abgeschlagen. Im Sinne de« Ministerin!« erlaffi« odm 30. 9. 1925 O. bc. 322—IY wirden alle solchen negaiiviN E.lediauazen widerrufen, insoweit sie Ausländer betreff-n, die i« hiesigen I i« land schon beschäftigt waren, bevor noch oa» G->etz zu« Schutze der Arbiiter in G.ltung trat, d. h. di: in hiesigen Diensten schon vo: dem 14. Jini 1922 beschädigt waren. Für alle erwähnten Ausländer müffen ihre Arbeitsgeber, sall« sie aus sie refletlierea, sobald al» möglich n:ae Gesuche um Beschäftigung vorlege». Da« gleiche gilt für alle auIlSnbisch'uRe-beiler, beren Bitten unter der Bebingnng bewilligt wurden, daß sie unsere Staatsbürgerschaft erwerbe». Anch für diese müssen die Arbeitsgeber sobald alt möglich neue Gesuche um Beschäftigung vorlege». Da» gleich« gilt für alle ausländischen Arbeiter, beren Bitten unter ber Bedingung bewilligt würbe», daß sie unsere Staatsbürgerschaft erwerbe». Auch für diese müssen die Arbeitsgeber sobald al« «öglich neue AnstelluagSgesuche einreiche», o^ne Rücksicht auf daS Datum, an de« ber Ter«>» ber Bewilli-gung abläuft. Für alle übrigen, d. i. für Ausländer, die i« hiesige» Inland nach be« 14 Juni 1922 angestellt wurden, gelten noch fürderbin in volle« Ausmaß« die Botschaften bei 8 l03 bt« Gesetze« ü'ier be» Schutz der Arbeiter und der Vorschrift über die Beschäftigung ausländisch:? Arbeiter; in dieser Hinsicht wird di« bisherige Plaxi« nicht abgeändert. Die hiesige Post teil« «it: Bon Montag, dem 12. Oktober, an werde» in den Kassen räumen der hiesi{tn Post I,stallation«arbeiten für die elek« irische B-teuchtu»g, die drei bi» vier Tage dauern werden, vorgenommen. Bi« zur Fertigstellung der J^stallationSarbeiien werden die A»>»stunden ans die Zeit von 8 b'« 12 Uhr beschränkt sei». Wieder neue» Münzgeld. Ansang No« v:«ber erwartet «»n in B-ograd eine neue Sendung von Münzgelo un» zwar 20 Millionen l-Dinarstücke. Dieses Geld kom«: sofort in de» Verkehr. Die Münzen zu 50 Para werde» wahrscheinlich in der zweiten Hälfte deS Oktober in U«laus gesetzt werbe». Die 1 Dinar-, 50- und 25-Paraaoten werden «it 1. Jänner 1926 au« dem Berkehr gezogen werden. Di« Herausgabe von neuen Post-marken bereitet da» Pzstministerium vor, die sich beträchtlich von den gegenwärtigen unter scheiden werde», vorerst kommen spätesten« in zwei Monate» Marken zu 1 Dinar, 50 und 25 Para «n den Verkehr. Die Marken werden i» Wien h'rgestellt. In die direkten Wagen der Schnellzüge lollen einem B-kchlnsse de« Verkehr» ministe« rium» zufolge bloß P-rsone» gelassen werde», die längere Strecken reiien. Nar im Fall«, al« bie übrigen Waggon« beletzt sind, dürfen andere Reisende auch in direkten Wagen fahren. Der jährliche Viehmarkt in Telje st,bet am Mittwoch, de« 21. Oktober statt. Mau spricht wieder Deutsch in — Paris An einer d«r belebtesten Straßenecke der großen Boulev ird« hat die Pariser Polijeidire ktion einen Schutzmann postiert, der aus einer Armbinde di« Aufschrift trägt: »Man spricht Deutsch". Seit 1914 waren die deutschsprechenden Polizisten von ben Pariser Straßen verschwunden. Nach»«« vor einiger Zeit bereit« die Pariser Pilizeidirektion zahlreich« «nglischsprechende Polizisten aus den Straßen postierte, hat ste sich jetzt entschlossen, auch die dentschsprechenbe» Schutzmänner wieder in Erscheinung treten zu lasse», um den zahlreichen gegenwärtig Pari« besuchende» Ausländern und Deutschen Gelegenheit zu gebe», in ihrer Sprache Erkundigungen einziehen zu können, die sie benötigen. Wie die öffentliche Meinung tn Deutschland nationale Veranstaltungen einer b»r-tige» nationalen Minderheit begleitet, geht au« eine« Artikel de« .vautzener Tagblatte«' vo« 6. Juli l. I. hervor, der über die anfangs Juli tn Witüchevau staugefundene F-ier der Lausttzer Serben geschrieben wurde. Er lautet: »Seit etwa drei J»h?«n veran« stalteten die in der „Domowina" zusammengeschlossenen wendischen vereine H-imat« und Trachtenfest«, bie der Stärkung de« w-noischen volk«tum« dienen sollen. Auch heuer grüßten Ehrenpforten und Girlande» in reicher Zahl, freundlich:» Birk-ngrün begleitete de» ansehnlichen Fettzug und i» erstaunlich kurzer Zeit hatt« sich ein Wal» voa Fahnen aufgetan, in dr« natürlicherw ise oi« w-ndifch: Trikolore vorherrschte. D>e Festrede h elt der al« glänzend.-? Redner bekannte Pfarrer Z'esch-Hainitz. nach ihm sprach Jastizrat Hirrmann-Bautzi» tm N«»en der „Maticl ScpSka", ikaplan S-ttan Baugen al« Vertreter de« v:re>ne« „Jednota' uvb Oberlehrer Simmank-Bautzen als Abgeordneter de« „Eyrill» und MethodiuS-Bereine«", der daran erinnerte, da» E.be in Sprach: und Schristtu» hochzuhalten. Der Landrat de« Kreise« Hoy>c«werda Hai noch vor w:nigen Moaaten im Kloster Mnienstern sehr warm« Worte zur Pflege der wendischen Kultur gesunden. Umrahmt wurden Festreden und Ansprachin durch gesangliche Darbie« tungen eine« aus einer größeren Zahl vo» Gesang-vereinen gebildeten MassenchorS unter L-itung von Oberlehrer Malzer-Panschvitz. viel Beifall fanden die Aufführungen de< wendiichen SokolS, s owohl die der Männer al« auch der M.»chen und insbesondere NEUE Modenmütter ^ Graz ^ Murgasse 5 EBBST, WINTER I KLEIDUNG 1 foieDAHE S& HERREH iu; ;**. i - £%■£$• : • ;.- •'; •-" g*: •?: •"•••" - '. r^v- '.• • - * v!- -.-. .•'." v ♦••; •; . • -cy- ■-.. /XSLut angezogene Menschen von heute brauchen durchaus keine Sklaven der Mode zu sein. Die Kunst, sich bei niedrigsten Kosten gut VZx und zeitgemäß zu kleiden, ist mehr eine Sache der Geschicklichkeit und des guten Geschmacks als die eines großen Geldbeutels. Natürlich muß man auch die billige Einkaufsquelle kennen, aus der man schöpfen kann, ohne sich pekuniär zu sehr anzustrengen. „Moden-müller" ist bekannt dafür, daß er den Vorteil seiner Kunden stets im Auge hat. Die modefrische Güte seiner Waren und die Behandlung und Bedienung jedes einzelnen Käufers hatten stets das Gefühl des gegenseitigen Vertrauens ausgelöst. 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Die .Baseler Liedertafel" wird, wie wir slowenisch?» Zeitungen entnehmen, am Sonntaz. dem 11. Oktober, während ihres Aufenthalte» auf dem Bahnhofe auch in Maribor einige deutsche Lieder singen. Die Schweizer Sänger kommen um 13-25 Uhr in Maribor an, wo ihnen ein schöner Empfang bereitet werden wird. „Die „Baseler Liedertafel" genießt Weltruf und ist daher das Interesse, welches für ihre Ankunft herrscht, selbst-verständlich". Interessant ist, daß der Marburger „Tabor" die Ankündigung der Darbietungen des Baseler Gesangvereines mit der Anmerkung versieht: .Dabei machen wir aufmerksam, daß unsere deutschen Mitbürger die Gelegenheit des Empfanges der Schweizer zu ihren politischen (!!) Zwecken ausnützen und das Deutschtum MariborS beweisen wollen!" Soll daß ei» Wink mit dem bekannten Zaunpfahl sein, daß sich der «Deutsche Männergesangverein' nicht auf den Bahnhof wagen soll, damit nicht durch die Anwesenheit eines deutschen Gesangvereines beim Empfange eines ausländischen deutschen Gesang-vereine« daS „Deutschtum" MariborS „politisch" be-wiesen werden soll?! DerFond „Alexander von Humbold . Der „SlovenSki Narod" schreibt: Als Stipendisten des Fonds „Alexander? von Humbold" hat das Unterrichtsministerium nachfolgende Kandidaten ausgewählt: Milutin Radovanovic, Absovent derPhilo-sophie in Jena, Bogdan Banjin, Philosoph in Beo-grad, Momcilo Djordjevi6, Jurist in Beograd, Dejan Deliö, Chemiker in Charlottenburg und Frl. Radnila Djakoviö, phil. in Beograd. Dem Unterrichtsministerium würden wir empfehlen, denn doch nicht bloß serbische Studenten zu protegieren, son-dern in gleichem Maße auch Staatsbürger aus den diesseitigen Gebieten in Betracht zu ziehen. Wir stellen fest, daß sich der „Narodni daeonik" ,a Ljabljana dezw. sein Marburger M t> arbeitn aus unsere Aufforderung auSschweigen, eS m&g?«, va mit den lügenhaiien Vorwürfen .irre« deniisttscher" Propaganda nur so herumgeworfen zu werden pfl'gt, konkrete Beweise beizcbrach? werden. Wohl aoer kommt In eine» RedaktionSartikel de« Ljubljzvaer Blatte« vo« 7. Okiober wieder die auS nahelregender Bequ'mlichkeit zu« Dogma gewordene Behauptung vor, daß die „süditeirischea Deutschen keine M-nberh tt seien und oaß deshalb von ihnen nicht die Rede sei, wenn über deutsche Minderheiten in Jugoslawien verband l« w.rde." W r werden hier nicht wieder die G.ünde aufzählen, die gegen diese Behauptung sprechen. ES wird genügen, wenn wir den einen Widerspruch anführen, der darin besteht, daß von slowenischer Seite eine deutfchge-schrieben« Tageszeitung für diese nicht existierende nationale Minderheit herausgegeben wird und »aß vom Umsturz her bis auf den h utigen Tag al« be-Nächtliche« Charakteristik»» der slowenischen Politik die Bekämpfung dieser nicht existierenden nationale» Minderheit anzusehen ist, daß man also sieden Jahre laug, um eine Phrase de« „Narodni dnevaik" zu wiederholen, unentwegt mit Kanone» auf — Spitzen geschossen hat. Nach der Meinung deS „Narodni dnevoil" wäre» außer den Deutschen in der Woi-wodiaa höchstens noch die Gottscheer als nationale Mmderhcit zu betrachten. Im Hinblick auf die Auf. löfung de« ^deutschen Lesevereine« uad de« Vogel-fchutzvereiae« in Koc-vje. ferner im Hinblick auf die «egoahme de« Gottscheer Studeaienheim«, welche diese deutsche Minderheit trotz ihrer „Anerkenaung" genau so traf wie die „n'cht existierende" deutsche Minderheit in Steiermaek durch die zahlreichen Weg-nahmen ihrer Berein«oermögen getroffen wurde, ferner im Hinblick auf die Anbefehlung der slowenischen «ommindo. und Amtssprache für die Gottscheer Feuerwehren sind die Au«sührungen über diese „in. erkannte" Minderheit immerhin sehr dankenswert und sehr vernünftig. Ej wäre, woran wir mit Fug zweifeln, bloß zu wüiiche», daß auch die maßgebenden Stelle--, endlich entsprechende Folgerungen aa« ihnen zu z'ehe « imstande wäre». Sie lauten: „Der Lauer, der die Erde bebaut, ist immer «in autochlhoner Be-wohner und hat daher auch immer seine besonderen Rechte. Bewiesen ist seraer, daß der Ackerbauer nie» mal« Imperialist ist uad daß auf ferne Loh »lität gegenüber di« Staate immer gerechnet werden kann. Schließ ich ist e« unmöglich. vo« Bauer e»isch:r Blätter ein Antrag de« belzischen Vertreter« Banderv.'lde al« beleidigend für Frankreich hingestellt wurde; Vander-velde verantwortet sich damit, daß er den Antrag im Einverständni« «it B^iand gestellt habe, also 00!» einer BeleidigangFrankreich? kein«Red« sein köine. •rft 6 (Hlttc HcttlR| flammn 82 8) Der Gusej. Eine Geschichte au« dem untersteirischen Bergland. Von Anna Wambrechtsammer. Michel schüttelte dea Kopf und sagte noch be-dtchliger alS sonst wie auS liefem Nachdenken: „Da muß die Alle wa» angestellt haben. Sonst tut der Gusej so «aS nicht". „Freilich, freilich hat da« Weibl in seiner Dumm-heit «a« Arg-!« angestellt. Man daif ja schon gar keinem Mensch«n -mehr trauen", eiferte der Bote und schluckte hastig seinen SchnapS herunter, ehe er weiter berichtete. „Sist bin ich »um Jesercebauer gelaufen, damit wir da« Weibl unter'« Dach gekriegt haben. Der Jeseiccbauer ist gleich mitgekommen und so haben »ir zusammen da« Wcibl auf die Ofenbank getragen. Die Nägel herausziehen, Leutln, da« war keine Kleinigkeit, sag' ich euch. Wie das Weibl dann verbunden war und stch ein bißl erwärmt hat, hat'« gleich die ganze G.schichie erzählt. Ich sag' euch nur. dieser Gusej ist ein Teufel« braten. Wie die Alte Vormittag nicht mehr weit vom Jeserce ihren Weg dahersteigt, kommt ein Mensch im Baueraarzug mit hohen schwarzen Sthfeln, mit einer Pilchcrmlltze auf dem Kopf, daher. Auf dem Rückcn hat er einen Zwerchsack getragen. Er giüßt und geht, weil er vorgibt, den gleichen Weg zu haben, neben dir Älien fort, redet recht freundlich und verständig vom Wctter, »cm Weg, von der Wintersaat und fragt halt auch, ob sie den Gustj kennt und wa« ste von ihm hält. Und da fängt die Alle an, ganz schrecklich über den Räuber zu schimpfen und ihn zu veifluchen, zuletzt sagt ste gar, wenn ste nur wüßte, wo er ist, so wollte ste ihn gleich den Grenzwächtun angeben. Der Mann höite ruhig zu und sagte übcr den Gus,j kein Wort. Wie ste bald drauf in den Wald kommen, wo stch der Fußweg nach Kalobje ron d-r Straße trennt und die Alte abbiegen will, greift der Mann in den Zwerchsack, zieht eine Hand roll Hufnägel herau«, schlägt ste umgekehrt, so biß tk Spitzen nach oben gek.hrt sind tn den Boden, pcckl da« Weibl und stellt e« barfuß, wie e« ist, drauf. — So, j'tzi kannst mich den Grenzwächtern anzeigen. Ich hab' dir wa« schenken wollen, weil du arm bist. Aber von solch einem schlecht,!» Kerl kannst du doch nichlS annehmen. Sag'S den Lculen nur, wer dich so hergestellt hat. Ich bin der Su'ej. — Dreruf ist er auf der Straß- zurückgegangen". „Ueber den Gusej schimpfen, so dumm kann nur «in Weiktbild sein," brummt« der Hagestolz Michel. „Bist du ihm denn nicht begegnet, wie du die Straße heraufkamst?" erkundigte stch Lorenz. „Gott soll mich schlitzen 1* schrie das Mänvlein, „ich hab' seit St. Georgen übe»Haupt niemanden ge sehen als einen Jäger, der kein Gew.hr, wohl aber «inen Hirschfänger, einen Iagdreck und eine Jagdmütze ttug. Von der Mannpretser Jägerei war er nicht. Viel-leicht ein Neuer vom Georgeklostrr. Ei ist vom Jeserce heruntergekommen und ha! mit zugeru^n, daß ich Acht geben {oU, w»na ich di- Srratzc hinaus g.he, (ann ici». «aß ich was stadc'. „Du blst ncch dünm.r als das WeitSbild", d<-lehrl. Lorenz grob. „Der Jäger war ni.m^nd anderer al« der Gu'.j". Das Boienmännlei» verstumm!«, weil ihm der nachllägliche Schreck die Zuoge lähmie. Die andere» begannen lebhaft ihre Meinungen übcr das Geschehnis autzutauschen. Neue Gäste kamen. Unter ihnen Grenzwächter und Soldaten. Sie wurden von der neu,sten Tat de« Gusej empfangen. Heftige Wortwechsel entspannen stch, der Wcin floß in Strömen, um die alSbald heiser geschlieemn Gurgel» zu kühlen und möglichst zu gläiten. Schließlich ir so ziemlich da» gesamte Mann«-Volk de« Markte« d.. mmen und der Radau nahm seinen Fortgang, bi« die Köpf« schwer und di« jungen unge-lenk wurde». „Da wird noch mancher Eimer Weia ar. «getrunken, bi« die den Gusej saugen", sagte der alte Michel. * Der Jeserce mit seine» Wälder» war ia eine pfadlose Schneewildni« verwandelt. Die Straße bezeichnete nur eine hohe Schnee-mauer, die beiderseits von den Bäumen de« in tiefem Schweigen daliegenden starren Walde» eingefaßt war. Nirgends die Spur eine« menschlichen Fuße«. Nur stellenweise zogen durch den Schnee Fährten wie von großen Hunden. ES hatten von Kroatien wieder Wölfe herüber gewechselt. Auch Fuch«-, Hasen- und andere Wild-fährten wicS die Schneedecke auf. Sonst war ste un berührt, wie ste der Winter mit unstchibaren Händen hingebreitet hatte. ES dämmerte schon stark, als ein Mann über den im Abendfrost knirschenden Schnee schritt. Langsam, oft bi« ans Knie einbrechend, kam er übcr die Höhe ge-gangen. In aller Frühe schon halt« «r di« Weingarten-hülle, die ihm seit Monaten als Unterschlupf diente, verlassen. Allein, innerhalb der vier öden Holzwände, mitten ia der starren, feierlich schweigenden Majestät deS Winter« mochie es der junge, an ein wildeS, taten-reiche» Leben geiröhnte Mensch wohl nicht länger auS gehalten haben. Jetzt stand der Gusej auf der stillen Höhe deS Jeserce. Nächtliches Dunkel lag in den Lüfte», aber die weiße Erde sandte ihm ihr Schneelicht entgegen. Hoch oben am blauschwarzen Himmel glänzten und funkelten die Sterne, wie tausend Augen de» ewig-Wachenden, allerhalienden WsenS. Bis auf «in zeitweise» leise« Knistern im Schnee war alle« totenstill. Und der Einsame fühlie plötzlich mitten in der Starrheit des Waldwinter« die eigene L,benSwärme, die Menschen drängte, zum stillen Behagen einer trauten Behausung und zu etwas ihm bisher Unbekanntem. Der Räuber lachte wild auf- DaS alles war nicht mehr sür ihn. Nur dem Mansche lebend, stch sür da» ihm vorenthaltene Glück seiner Jugend an den Schäden und Schwächen seiner Zit zu rächen, halle er wild dahin gelebt, Wohlhabend« beraubt. Arme beschenkt, Uarechttuende erschlagen, die gegen ihn auSgesandten Diener der irdischen G-rechligkcit beschämt und miß handelt. Er halle sich selbst mit dem Flammenrlvge der Schuld umgeben und stand in deren Bannkreis, verloren für die Mitwelt ganz und gar nur auf stch selbst gestellt. Im starre» Walde reckten stch die EiseSarme des Todes nach dem leb rrSwarmen Wesen in seinem Bereich. Nur ein« kurze Rast im Schnee und ste umschlangen und machten es den schneeumhüllten Bäumen und Bü schc» in der Runde gleich, eistgstarr und stumm. Der Guiej wußte wohl, daß es von seinem Wege kein Zurück mehr gab. Verzveifeller Schmerz. Haß und leidenschaftlicher Zorn hatten auch seinen Lebensweg in eine EiSwüste geführt, wo er, vom Tode umlauert, allein war. 8bu noch konnte er vorwärts und diesen seinen W.g zu Ende geben, zu jenem unautbleiblichen Ende, wo sich sei» Schicksal ersüllen mußte. Sollten ste in ein paar Wochen, wenn die Straße über den Jeserce wieder gangbar war, den Su ej er-froren an deren Rande finden? Sollte etwa der Erst mann großmäulig erzählen, di: Angst vor ihm und seinen berittenen Jägern habe den Räuber zur Erschöpfung und in den Tod getrieb-n?! Nein, niemal» durfte das geschehen I Der Gedanke wirkte wie ein Peitscher hieb auf den Ermüdeten. Er richtete stch hoch auf und ballte die erhobene Rechte nach der Gegend hin, wo die Häscher jetzt wohl in der warmen Wirts-stube saßen. „Ihr sollt mich nicht fangen und schinden wie einen tollen Hund I Ich wehre mich meiner Haut bis zum äußersten und bevor e« mir an de» Krage» geht, will ich euch noch viel zu schaffen machen". Raschen Stritte« ging er über den nunmehr trag-festen Schnee einer Hütte zu, welche stch hart an der Biegung der doit bergab gegen Mannp^i» führenden Straße in den Schutz eine» stell abfallenden hohen Ftlsen» schmiegte. Für'« erste wollte er da essen und ausruhen Ring» um die Hätte war «in schmaler Weg au«» gtschaufelt, welcher auch bis zu der überdachten, «nternr Felsen hervorsprudelnden Quelle fortgeführt wa. Der Gusej hätte vom hohen Schnee auS bequem auf da» Dach der Hütte treten können. Jetzt sprang «r in den Hohlweg hinunter und klopfte an die Tür«. »Wer ist draußen?" fragte ein« voU:ön«nde Weiberstimme in der Hütte. „Ein verspäteter Jäger, der abrasten möhle". Der einfach« Riegel wurde zurückgeschoben und die nieder« Tür geöffnet. Der Gast mußte stch unter dem Türstock tief bücken, al« er in die kleine, rußige, vom Feuer de« offenen HerdeS beleuchtete Küche trat, welche zugleich auch den Borraum der Hütte bildete. Ber ihm stand ein noch junge«, hoch gewachsene«, kräftiges Weib mit dunkelbraunen Haaren und ernstblickcnde» braune» Augen. „Darf ich mich am Herd wärmen?" fragte er. »Ja", antwortet« ste ruhig, al« ob ste schon alte B.kannte wären, .setz' dich nur hin!" Sr tat, wie rhm geheißen, und stellte daS Gewehr neben sich, griffbereit, in den Winkel. DaS Weib be-merkte litzlereS und lächelte ein wenig. Sie rührte in einem rußigen Pfännlein. Gusej guckte nach der Sp «<«' 7 Wirtschaft unb Verkehr. Der Derkehrsmlnister über unseren Verkehr. Wie au» Beograd berichtet wird, »achte verkehr«»inister Ante R a d o j e v i c in Bezug auf den Stand unsere» Vertehrgivesen» v?r Journalisten einige B-»erku»gen, die verzeichnet zu werden ver-dienen. Unter andere« sagte er. daß der Verkehr hinsichtlich Ordnung und Pünktlichkeit in unsere« Staate aus einer bemerke«»wer>en Höhe stehe. Er ^abe bi» jetzt Gelegenheit gehabt, den Verkehr der italienischen und der sranzön chen Bahnen mit de» der nnsrige« zu vergleichen und er übertreibe nicht, wenn er behaupte, daß wir i» dieser Hinsicht Italien bereits eingeholt haben. Uiser Verkehr sei gegenwärtig geordneter denn je uad er «erde sich nach verbessern. In alle» llvseren Eifenbahnwertstälten ia Nisch, Sarajevo, Betschkerek uad Miribor sei die Pro dukiiou in diese» Jahre um 100 Prozent erhöh! «ordeo. Die vnkehi »mittel sür die diesjähige Herbst-an»suhrsai!on seien vvllkonnnen sichergestellt. Wir weiden Waggosi und Lokomotiven im Ueberfluß haben. Die» sei bereits ein bedeutender Ersoly. doch noch nicht alle«. E« sei gegenwärtig die Ernchwng von eigenen Werkstätten für schmal- und nor»al> spuriges Material und eigener Sp-zialwerkstätten für die Reparatur von Lokomotiven in Aussich! genommen. Dadurch soll eine eigene Industrie ge» schaffen werden, die uns von de« Ausland« uaab> hiiagig macht. Auch an die Regelung der Flußsch ff sahn müsse heranaeichritte» werden. Das Schiffahrt«, syidikat, das bisher nicht imstande «ar, dem Staate Dividenden auszuzahlen uad auch de« allgemeinen WirtlchaftSintereffen zu wenig Rechnung getrazea hat, werde jtzt einer gründliche« Rev sion unteizozen werden, sodaß der Eirfliß deS Staate« aus das Unternehmen »icht nur stärker, sondern entscheidend fein werde. In dieser Hinsicht werde er seine kon- treten Vorschläge demnächst de« Ministerrai und de« Finanzaulschuß vorlegen. Da» Herausgeben von Kleingeld bet den Bahnschaltern. Ans B-ogra» wird gemeldet: Da de» vertehrs«inisterin» von Reisenden zahlreiche Klagen zugegangen find, daß die Kassiere bei den Fahrt»rteuschaltern dem reisenden Pablitam häufig da« ihnen gebührende Kleingeld oft bi« zur Höhe von 5 Dinar nicht ausfolgen, -rließ da« Mi-ntsterium eine Verordnung, laut weicher die Zurück behaltung de» Kleingelde» nnter Androhung von strengen Strafen verboten wird. Unser« Handelsflagge. Aus Anordnung der Seesch'ffahrlsdirektion in Split haben sä»tliche südslawische Handelsschiffe in Hiatunst eine neue Handel«flagge zu führe«, die folgender»aßen aa». sieht: I« weißen Felde der «!aat»!rito'.ore best,den sich zwet gekreuzte Anker in blauer Färb«. Der Gesetzentwurf über di« direkten Steuern ist. wie aus Beozrad gemeldet wird, fertiggestellt und wird ia den nächsten Tagen in Druck gegeben werden. Wie »an behauptet, wird da» Gesetz noch im heutig«« Jahr« vom Parlament abgefertigt werden, so daß e» schon am 1. Jänner 1920 tn Geltung treten wird. Verpachtung de» Staatsgute« Velje. Wie aus Beograder gulu«t«rrichteteu Kreisen ver-lautet, befaßt man sich an »abgebender Stelle neuer« lich »it de« Gedanken das Staatsgut velje iu der Baranja. die bekannte ehemalige B-sitzung des Ecz-hnzog» Friedrich, zu verpachten, da da» Gat tn staatlicher Verwaltung keinen zufriedenstellenden Ge-winn abwirft. Ueber die V:rpach!ungl«odalitäten ist «an sich i« Finanzministerium noch nicht schlüssig geworde«. Falls das Gut tatsächlich v?rp!ch!et wird, wird dies jedenfalls im Wege einer Offertverhandluug geschehen. Deutschlands Export nach Rahland. Nach einer Mitteilung des BoltSkommifsäc« sür Fi- nanzen ist zwisch«» der Staatsbank der Sotojetuniou uad «iu«? Gruppe der größten deutschen Bank«« ei» Kreditabkommen i« der Höhe von 76 Million«» Gold»ark zustaadtgikommen. Dieser Bankkredit, ko«» diniert mit de» Handelskredit, ermöglicht e!«e Waren-einfuhr aus Deutschland i« Wert von 100 Million» Mark. Der deutsche Kredit wird eine sofortige Erweiterung der Einfnhr von Maschinen «ad Gebrauch»» gegeaständen noch vor Erhalt von ausländischer Valuta aus der Realisierung russischer Exportware» bewirke». Der deutsche Kredit ist der Auftakt zu einer Serie großangelegter langfristiger Kr«ditabko»«e» der Staatsbank. Rückgang der Viehzucht tn 3ago* slawlen. Aas statistischen Daten ist ersichtlich, daß die Viehzucht ia nnsere« Staate sehr zurückgeh«. Verdien führte vor dem Krieg jährlich 130.000 Stück L bendvieb au» uad um 2 Millionen Solddinar zieischprodllkte, während jetzt au« dem ganzen Staat« kaum 83.009 Stück («»geführt werde«. Im vorig«« Jahr« wußte Jugoslawin» sogar Fett eiasuhren, u»d zwar um 1b0 Millionen Dinar. AI« G:u«d diese» Rückgänge« gilt di« uagenüz«ad« Mai»eru«e der letzte» Jahre und der Umstand, daß die ergiebige Ernte de« Jahre» 1924 lieber exportiert wurde, weil sich der Export al» nutzbringend«? herausstellte all bi« Verwendung der Ware i» der Viehzucht. Flle ^'wexporteure. Das vertehr»-mi.ister.uw hat'allen in »""reichen Ge- genden Anweisungen gegeben, daß den Wetnexp^' teuren die notwendigen Lastenwaggou» zur Verfügung gestellt werde». Zugleich wurde angeordnet, daß die nach de» alten Eiseabahnlarif bewilligte« Er»äßt-gütigen noch weiter ia Kraft bleiben. M elegenheitskauf! |l Kompl. Schlafzimmer ans hartem Holz um 5000 Din zu verkaufen; andere Möbel, Ottomanen etc. zn tief herabgesetzten Preisen bei ü j. Josek, Glavni trg Nr. 2. > es * £ 2 o C * 5 2 SBJfl S. Im o CQ , m I x 63 S ~ O m ^ 05 ««IM* ; « B ?eä — i = ~ e». 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