Nr. 70. Montag, 29. März 1909. 128. Jahrgang. Mbacher Zeitung 3/^"unrrata X, hall'Mnn N> X, Im jimttur: nnü^ähriss , ^' tiall'inhrin ,, K. Für ^ie Zoslrlli,,,,, i„s Hans l,in,zj!il,r>n 2 li, — InsertlonsgcbUhr: FNr ilei„e Inserale bis z» 4 Zeile» 50 !>, nrüfterc per Neils 18 l>; lici üslere» Wiederholungen per Zeile « t,. ' Tie «Lliil'nc!,e> ^eili,»!,» erschein! lllsslich, mi< ?l»h»n>»»e der 3l»><>- >m!> ^eierlnss!', 3i> 'Abminisllotion l>sfindf< sich Millu»i<:s Uhr vormittags, Unsranlierle «riese werden nich» «ngeüommen, Mllnuüllple nichl ziirüllgeftellt. Telephon«Nr. »cr Me»«lti»n 52, Nichtamtlicher Geil. Österreich-Ungarn und Serbien. Aus London wird gemeldet: Gegenüber dem wschen Wiedererstarken der Hoffnung auf die Er-MtlMg des Friedens, das sich in politischen Krei->cn Englands unter denl Eindruck des von Izvol-^l hinsichtlich der Anerkennung der Annexion <"snieus ^'j^ be>oiesenen Entgegenkounnens bemerkbar macht, N'ird an diplomatischen Stellen noch ^nige Zurückhaltung beobachtet. Ohne der Ansicht "ugMnzutretcn, daß der Entschluß des Petcrsbur-UN' Kabinetts unttclbar auch zur Förderung raschc-^' Verständigung über die von der serbischen 'Werung zu verlangenden Erklärungen beitragen '^N^ hebt man das Anwachsen der Schwierig-lMen hervor, das sich schon allein aus der durch ^Medeue Ursachen bewirkten langen Dauer der "i,se ergeben hat. Es sei nur mehr eine äußerst ^Ulge Spanne Zeit, welche der Diplomatie für ^Feststellung einer den Ansprüchen des Wiener ^'lU'tts genügenden Formel zur Verfügung stehe, . l^bst nach dem Gelingen dieser Bemühungen . ^be man noch nichl erleichtert aufatmen tonnen, ^ abzuwarten bleibe, ob die leitenden serbischen lcicitKn,^^. inmitten der politischen Fieberhitze, ^Welcher das Land ergriffen ist, zu dem ent-^'^Nden Grad von Ernüchterung gelangt sein "den. uln die von Europa gewünschten Ertlä- n^'^? "^ jedes Zaudern und'ohne Hinzufügung Mnooines Vorbehalts abzugeben. Falls das Ein- ^^'il der ^lächle ill Belgrad in kürzester Frist ^ ,'llndet und nicht der geringste Zweifel darüber '"lim >yj^ ^^^ Serbien bei längerem Säumen M '!^ "lussicht auf Beistand einer Katastrophe (5,"?' dürfe n,an sich allerdings einen vollen .^D der Aktion der Mächte versprechen._______ Wie aus Budapest gemeldet wird, stimmen sämtliche Blätter in der Auffassung überein, daß die allgemeine Lage infolge des Einlenkcns Nußlands in der Frage der Anerkennung der Annexion Bosniens sowie durch den Verzicht des serbischen Kronprinzen Georg auf seine Thronrechte als gebessert erscheint. Das „Neue Pester Journal" betont, daß nur eine gründliche Regelung der schwebenden Fragen, die keine Keime zu neuen Konflikten zurückläßt, uns heule nach allen Opfern, die uns der serbische Paroxysmus bereits auferlegt hat, Genugtuung für die Vergangenheit und Vertrauen in die Zukunft bringen könne. „Budapest! Hirlap" hebt hervor, daß die Gefahr eines kriegerischen Zusammenstoßes noch nicht beseitigt sei. Serbien müsse eine Garantien bietende Erklärung unmittelbar an Österreich-Ungarn abgeben. Mohammedanische Vereinigung. Man schreibt aus Konstantinopel: Das vom offiziellen Organ der „Mohammedanischen Vereinigung" (Iltihad Muhamedi) veröffentlichte Statut dieses Vereins enthält manches Bemerkenswerte. Im ersten Artikel wird der Prophet Mohammed zum Präsidenten des Vereins erklärt. Der zweite Artikel gibt an, daß der Verein im Jahre 1A27 der Hedschira lN)09) in der Hauptstadt des Khalifats gegründet worden sei. In weiteren Artikeln wird der Zweck des Vereins dahin erläutert, daß er bemüht sein werde, bis ans Ende der Welt die Aus-übuug des Korans und des Scheriats zu sichern, worin er die einzigen Mittel zur Reinhaltung der Sitten der muselmanischcn Elemente erblickt, welche die Hauptstadt und die anderen Städte des Reiches bewohnen; er will mit seiner ganzen Kraft das Scheriat verteidigen, die Ausarbeitung eines Straf- gcfetzes und anderer Gesetze auf Grundlage des Tchcriats und dessen Annahme in der Kammer anstreben nnd darauf hinarbeiten, daß das Verhalten der Muselmanen dem Scheriat entsprechend eingerichtet werde und daß in Zukunft bei allen Gerichtshöfen des Reiches die Gesetze des Scheriats angewendet und in der ganzen islamitischen Welt gegen jeden Angriff verteidigt werden. Die Tätigkeit des Vereins wird über alle islamitischen Länder erstreckt. Der Verein wird Zeitungen und periodische Broschüren in türkischer, persischer, arabischer und in anderen Sprachen herausgeben nnd Zweig-vereine in den Provinzen errichten. Jedes Mitglied muß das vom Scheriat für die Großjährigteil geforderte Alter erreicht haben. Die Zentrale des Ver. eins ist Konstantinopcl. Er wird von einen, Ver-waltuugsrate von ^5i Mitgliedern geleitet, die alljährlich wechseln. Die erste Versammlung des Vereins wird am :'.. April, dem Geburtstage des Propheten, in der Sophien-Moschee stattfinden. Wie ersichtlich, ist der Verein als eine Institution für die islamitische Propaganda gedacht. Seine Schöpfer befürchten, daß die Versassung den wahren Islam schädigen könnte und wollen dagegen Vorkehrungen treffen.______________________________ Politische Uebersicht. Laibach, 27. März, Das Herrenhaus hat am 26. d. M. nach längerer Debatte, in deren Verlauf auch Eisenbahn-minister Wrba den Standpunkt der Regierung in der Frage der Verkehrs- nnd Tarifreform darlegte, das Verstaatlichungsgcsetz in zweiter und dritter Lesung angenommen. Außerdem wurde auch eine Reihe von ersten Lesungen solcher Gesetze vorgenommen, die von der Regierung zuerst im Her-renhause eingebracht worden sind. Feuilleton. Die städtischen Stieselsohlen. Aprilscherz von A IyiclV'. (Nachdruck Verbole»,) leid'^' ^"'ttl'u ihn alle im Bureau nicht recht cr <>"'. ^" Kalkulator Hermann Hagemann. Weil ^ k^ ^ ^''^ ^'ln- Schäbig geizig. Obschon er kö»,> ? "'" ""l't nötig hatte. Sein mehr als aus-C.''f'^'s Gehalt kam zu drei Viertel auf die "'"nsse zu liegen. Für wen? ll'Mdl """'!" ^U^' '"" ^m^ entfernte Vernicht /'' ^' ^^ "i^ um ihn und Uni die er sich dr,/ ^'"»lerte. So mußte das Geld dereinst lachen-äuwll' " "^ '"" ^M irgend welcher Stiftung ^nd '^"' d"s war schließlich ja Hagemanns Sache, ^enn?"^' ^^" ihm auch seine Kollegen kanm. hätte s? ""^ ^'" wenig auf sein Äußeres gegeben ftttin'i,^'" ^'ck'Ner ^^^' ^^ 5,^ Beinkleider, Kon-liberal ? luitürlich, umschlotterlen Hagemanns 'venw ,"l ' ^ch"lt, die sich in stets schiefgetretenen, 5'M'' kanten Stiefeln fortbewegte. Das war der A'/ großer Nrger. kunas /^ ^""d"!, alle Sticheleien prallten wir-C^N" oder aus einem sonstigen freudigen . ^«>n! s .^us "ne Bowle stiftete, blieb er länger. ,nac!i ,'r den, „billigen" Genuß in der aus- gedehntesten Weise zu. Revanche gab er nie. Er hatte keinen Geburtstag, bis einer dieser Kollegen diesen einmal auf dem Meldeamte erforschte. Da hatte er denn, als ihm, den, Ahnungslosen, Plötzlich gratuliert wurde, wohl oder übel in den sanren Apfel beißen müfsen. Dreißig Mark kostete ihm die Ehose. Das vergaß er nie. Und so nahm er denn alljährlich Anfang Oktober, sein Geburtstag war an, 7. Oktober, seinen Urlaub. Seit drei Jahren sann die enttäuschte Stammtischrunde auf Rache an dem Schmarotzer. Sie war gekommen. Als am letzten Donnerstag Hagemann um I I Uhr nach Hause gegangen, halte die Korona den Racheplan entwickelt und beraten. In der nächsten Woche war eine Verlobungsbowle fällig. Eine ganz exzellente Bowle mit vor> herigem lukullischem Abendbrot. Denn der sie gestiftet hatte, machte eine brillante Partie und konnte daher etwas draufgehen lassen. Hagemann halte vergnügt geschmunzelt, als er davon vernommen und beschlosseu, deu Tag über zu fasten, um möglichst tatkräftigen Anteil zu nehmen. Der Rat der Götter beschloß anders. Die Mitglieder der Stammtischrunde waren sich darüber einig, daß Hagemann ferngehalten werden müsse. Gleichzeitig sollte ihn, eine Lektion erteilt werden. Als die Glocke von, Tnrmc zweimal schlug, war der Plan geschmiedet. Der Bowlen-Donnerstag war gekommen. Der erste April. Kaum, daß am Nachmittag die erste Stuude vorüber war, kam der Bureaudiener mit einer Verfügung zum Obertnltulalor Borghoff. Dieser las, machte ein erstauntes Gesicht und rief dann freudig: „Das ist ja eine tadellose Sache. Hat der Magistrat es docb durchsetzen können, daß uns diese ^lnuehmlichkeil wird. Aufgepaßt!" Während sich die Beamten um ihn gruppierten, las er laut vor: „Da die Stadtverordnelen unserem Antrage zugestimmt haben, daß fortan die Schuhe und Stiesel der städtischen Beamten aus städtische Kosten repariert werden, werden heute mittags von jedem Bureau je drei Paar Stiefel abgeholt, ausgebessert und zum Abend wieder rechtzeitig retourniert. Der Bureaudiener nimmt sie in Empfang." „Großartig! Aber nicht mehr als gerecht", meinte Mistent Bender. „Angeregt haben die vom Baubureau die Sache, weil die ja so viel verschleißen. Das bedentet für uns eine hübsche Ersparnis." Die anderen stimmten zu. Hagemanns Gesicht strahlte. Das hatte ja einmal kommen müssen. Ein Glück, daß er seine Schuhe so lange nicht mehr hatte ausbessern lassen. Das Geld war nun gespart. Und es kam gerade zur rechten Zeit. Er hatte sich schon den Schnupfen geholt, weil der Matsch von, Spätschnee draußen ihn, in die Schuhe drang. „Ja, welche drei kommen denn zuerst?" frug er zu Vorghoff hinüber. „Hcigemännchen," lachte der. „Du möchtest wohl dabei sein? Das glaube ich. Aber gibt's nicht. Es wird gelost. — Bender, machen Sie doch einmal eine große Preußische zurecht." Assistent Vender schnitt die Lose, schrieb die Namen derer darauf, deren Stiefel reparaturmöa.' lich waren, warf sie in einen Hut, zog drei heraus und verlas die Namen: Brück, Hagemann und Ernsting. Der Bureaudiener zog mit den Stiefeln ab. Brück und Ernsting hatten zufällig, ganz zufällig, ein Paar Haussclmhe im Pult stehen. Fur Hagemaun waren keine ailszuireil'l'n als l>i„ Fanr durchgetretene Pantoffel, die in ei"" Eckc lagen. lCchlich solsti.) Laibacher Zeitung Nr. 70 614 29. März 1909. Das „Fremdenblatt" erklärt, Herr von Izvol-stij habe durch den Entschluß, die seit dem Abschlüsse des Übereinkommens zwischen Österreich-Ungarn und der Türkei materiell erledigte Frage der Annerion Bosniens und der Hercegovina auch der reinen formalen Finalisierung zuführen zu lassen, der Sache des Friedens einen bedeutenden und hochanzuschlagenden Dienst geleistet. Durch diese Haltung Nußlands erscheint die Frage der internationalen Sanktion der Annexion einer sehr nahen und raschen Lösung zugeführt, die gewiß viel zur Klärung der allgemeinen politischen Lage beitragen wird. Hat sich aber in der internationalen Situation eine Wendung zum Besseren ergeben, so ist die serbische Frage stationär geblieben. Es würde eine irrige Auffassung sein, wollte man einen Zusammenhang zwischen der Anerkennung der Annexion Bosniens und der Hercegovina und den zwischen Österreich-Ungarn und Serbien schwebenden Differenzen konstruieren. Die letzten Ziele der serbischen Politik und die Tragweite der großserbischen Propaganda seien heute aller Welt klar. Die Annexion hat die großserbische Krankheit, die schon bestand und im südslavischen Körper politische Vcr-giftungserscheinungen hervorgerufeil hatte, zum vollen Ausbruch gebracht; und die serbische Regierung hat durch eine trotzige Selbstaussage sich dieser Politik schuldig bekannt. Die Gründe, welche Österreich-Ungarn gezwungen haben, auf eine rasche, definitive Klärung der serbischen Frage zu drängen, bestehen heute unverändert fort und sie find nicht weniger geworden, weil die Berliner Signatarmächte sich anschicken, die Anerkennung zur Annexion Bosniens und der Hercegovina auszusprechen. Nach einer der „Politischen .Korrespondenz" zugehenden Meldung aus Talouichi ist in den öffentlichen Zuständen Mazedoniens seit zwei Wochen eine gewisse Besserung wahrzunehmen. Es sind weniger Bluttaten vorgekommen, insbesondere die Zahl der Politischen Verbrechen hat sich verringert. Auch die Vandenbcwegung hat bisher beiwcitem nicht den Umfang angenommen, den man in der ersten Zeit ihrer Wiederbelebung befürchtet hatte. Ohne hieraus weitgehende Schlüsse zu ziehen, dürfe man die erwähnten Tatsachen doch in dem Sinne deuten, daß die verschiedenen einander bekämpfenden Nationalitäten die von der Regierung zur Schlichtung ihrer Streitigkeiten angekündigten Maßregeln abwarten wollen. — Der Beschluß der türkischen Negierung, zur Regelung der Streitfragen, betreffend die Kirchen und Schulen in Mazedonien, eine besondere Kommission zu entsenden, hat bei den verschiedenen Nationalitäten einen günstigen Eindruck hervorgerufen. Man glaubt in der Art der Zusammensetzung dieser Kommission eine gewisse Gewähr dafür erblicken zu dürfen, daß mit strenger Sachlichkeit und Unparteilichkeit vorgegangen werden wird. An unterrichteten Stellen sctzt man auf die Tätigkeit dieser Konimission große Hoffnungen und hält die Erwartung nicht für zu weitgehend, daß es der Kommission in Verhältnis' mäßig kurzer Zeit gelingen dürfte, diese Angelegenheiten, welche die Quelle so vieler Unruhen gebildet haben, einer glücklichen Lösung zuzuführen. Die Bestätigung dieser Hoffnungen wäre aufö lebhafteste zu wünschen; jedenfalls wird es außer der Unparteilichkeit auch großer Gewandtheit bedürfen, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Insbesondere muß sich die Kommission auf große Schwierigkeiten seitens der Griechen gefaßt machen, die in diesen Fragen fortgesetzt eine schroffe Haltung einnehmen. Ein Bukarester Blatt brachte in den letzten Tagen alarmierende Nachrichten über Bauernrevolten, die an verschiedenen Orten Rumäniens, insbesondere in den Bezirken Iassy und Botoschani, ausgebrochen seien und zum Teil mit Waffengewalt unterdrückt werden mußten. Nach Mitteilungen von amtlicher Stelle sind jedoch diese Meldungen vollständig unbegründet. In den betreffenden Orten, die den Schauplatz von Aufruhr gebildet haben sollen, sind bloß Meinungsverschiedenheiten zwischen Bauern und Pächtern vorgekommen, die zum größten Teil bereits beigelegt sind. Tagesnemgleiten. — sDer Erreger der ägyptischen Augentrankheit entdeckt?) Das Verliner „Tageblatt" meldet: Der Direktor der Berliner Universitäts-Angenklinik Pro» sesfor Dv. Greef hat den Erreger der sogenannten „ägyptischen Augenkranlheit" entdeckt. Dieser Krank» heilserreger steht seiner Ermittlung nach zwischen den Bakterien und den Protozoen. Er kann nnr ans Grnnd einer ganz nenen Färbetechnik entdeckt werden, die anch schon bei der Entdeckung anderer Krankheitserreger an» gewendet worden ist. — lAuch ein Mittel zur Bekämpfung der Trunk. sucht.» Das köstlichste an unfreiwilligem Humor, das je von den Prohibitionsfanatitern geleistet worden ist, hat ein Mitglied der Legislatur des Staates Illinois vollbracht. Dieses legislatorische Genie hat einen Gesetz, entwurf eingereicht, welcher bestimmt, daß jungen Leu» ten, die zweimal im Jahre betrunken waren, das Heiraten verboten werden soll! — Würde der Mann über ein wenig Folgerichtigkeit verfügt haben, dann hätte er semen Gesetzentwurf sicher dahin vervollständigt, das; diejenigen Ehemänner, welche sich zweimal im Jahre vekneipen, von ihren besseren Hälften geschieden werden müssen. — Mn Gemütsmensch.) Ein Bauer aus der Um. gegend von München, dessen Ehegesponstin gestorbeil war, ließ sie mit allen Ehren in der zweiten blasse beerdigen. Nach der Bestattung und der kirchlichen Feier ging er zum Pfarrer, um die Gebühreil z» be> zahleil. Als ihm dieser seine Rechnung vorlegte, meinte das Väuerlein, sich hinter den Ohren kratzend: „Aba, Hochwürden, dös is scho a bissel raft!" — „So", er« widerte der Pfarrer, „wieso, Sie haben ja zweite Klassc' gewünscht." — „Ja, ja, scho, scho," meinte der Naner, „i hab ma halt denkt, es war billiga. Net!? A, wissen S' was, Hochwürden, lean S' ma mei Nanni wiedci aufti und legen S' ma's dritte Klass' eini, Weil's gleich is!" — Der Pfarrer, der über diese Naivität erst lachte, bedeutete dem Vauer schließlich, das; dies nicht gehc. Dieser zahlte seufzend lind schied mit der Nemerlnng: „Pfüti Gud, Hochwürden, i muaß halt jetzt um dös wieda reicha heirata, uachat tuast mi dafür dritlci Mass' kobeliereu und mir san wieda quitt!" Sprach's uud verließ schmunzelud den Pfarrhof. — lDie Renaissance der Pfeife.) Eine Versamm» lung, die kürzlich in Wien stattfand, bewies, »vie die „Wiener Abendpost" meldet, daß es hier eine große Zahl von Klnbs und Vereinen gibt, die ihren Haupt» zweck darin erkennen, der llc-i-d-l I^ic-oiinnn systematisch zu hnldigen. Insbesondere belannlen sich viele der „Delegierten" als Freunde des Pfeisenrauchens, f>n' das eine neue Glanzzeit z» kommen scheint. Im Jahre 1882 schrieb Friedrich Schlügl: „Die Zigarre vräva-liert, die edle Meerschaumpfeife ist auf den Allssterbe» Etat gesetzt." Die Industrie der Meerschaumpseife war in Wien lange Zeit eine der blühendsten. Paris wnrde dann der Hauplorl der Meerschaumindiislrie, die durch die Pfeifenmude vielleicht aufs neue in Flor kominen wird. Es ist bemerkenswert, das; die zusammengesetzte, zum Zwecke der Reinigung zerlegbare Tabakspfeife iin Jahre 1689 vom Wiener Arzte Dr. Johann Franz Jakob Viearins konstruiert wurde. Früher regierte die aus einem Stücke gefertigte tönerne Pfeife, deren sich Wnig Friedrich Wilhelm I. von Preußen im TabakskoÜegium und die Karlsschüler bedienten. Vis lim die Mille des vorigen Jahrhunderts wnrde in Wien fast nnr aus Pfeifen geraucht. Zigarren, für die man in der Einzahl „Zigarro", in der Mehrzahl „Zigarri" sagte, spielten lange noch nicht die Rolle von heule. Selbst die jungen Elegants zogen in den Tanzpausen auf den Elitebällen ihre Pfeifchen hervor uud schmauch' ten daraus. Auf eiuem köstlichen Vild „Der Dampf' wagen" aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts erblicken wir gutgelaunte Wiener, welche den armen Damen, die mit ihnen im Zeiserlwagen fahren, dichll Nanchwulken aus Pfeifchen ins Gesicht blasen. Mit dem Pseifenrauchen ging die Begeisterung für schöne „Miersame»e" Hand in Hand. Wenn Banner mitten im Konzert einen Herrn im Publikum mit einer schönen Pfeife erblickte, wendete er nicht mehr das Auge von ihn,, eilte uach Schluß der Pu'ee auf ihn zu und fraglc ihn um den Preis. Gewöhnlich fühlte fich der Ang>" sprochene fo geehrt, daß er dem Meister die. Pfeife, schenkte. Die Schenkung wurde nach dem Konzerte bel einem von Lanner spendierten „Schampus" gefeiert. Das Anrauchen, die Mischung des Krautes und dir Nehandlung der Meerschaumpfeisen wareu Künste und Wissenschaften, von deren Schnnrren und Schwierigte'' Die junge Exzellenz. Roman von Georg Hartwig. (114. Fortsetzung.) lNachdilict verliom,,) Diese Vorstellung verließ sie nicht mehr. Eva lebte in ihr ein fieberhaftes, traumhaftes Leben. Wenige Tage darauf, bei der Gräfin Hostwyl, war sie gewiß, mit Wechting zusammenzutreffen. An jenem 'Abend, bebend vor Erwartung, hatte sie ihren Stolz gebeugt und Iustinens unvergleichliche Hilfe erbeten. Sie hätte mögen eine halbe Nacht zwischen den leuchtenden Spiegelscheiben stehen, ihre Erscheinung zu Prüfen. Mit einer Angst, mit einer Genauigkeit, als wolle sie ihr wundervolles Ebenbild im Glase durchbohren. Und das finstere Antlitz der alten Kammer-jungfer neigte sich über den schimmernden Nacken, welcher aus dem schwarzen Tann wie Alabaster hervorglänzte. Sie ordnete duftige Spitzen um den weiften Hals und drückte blitzende Steine in das säiöngewellte Blondhaar. Für sie war dieses Weib die Gezeichnete der Bewohnerin des gespenstischen Gemaches, von ihr auserschcn, Unheil an ihre Schritte zu heften und so das Rachewerk der weißen Frau fortzuüben. An der Seite ihres Gatten trat Eva in den Kreis der Gäste, dem Geflüster der Bewunderung nicht die geringste Beachtung schenkend. Mochte es immerhin ihren Spuren folgen. Unter der scherzenden Menge suchte sie nur einen, und dieser eine war nicht da. Weshalb nicht? Nenn er gar nicht kam? Während sie mühsam, unter aufsteigender Angst, lächelte, trat jener Abend im Kasino mit qualvoller Deutlichkeit vor ihre Phantasie, wo sie Wechting auch vermißt und erwartet hatte und er ihr einen Rosenzweig in die Hand gelegt uud sie in seine Arme gezogen hatte — fest, daß sie seiner Liebe gewiß wurde. Sie schaute erschreckt auf. War sie denn unsinnig gewesen, sich ein Hundert Neugieriger zu Zeugen dieses Wiedersehens zu wünschen? Ströme Lichtes, welche ihren Augen wehtaten? Atembedrückende Düfte? Daheim in ihrem oämmerhellcn Gemach mußte sie ihn allein empfangen, wo nichts flüsterte, als der Wind am Fenster und die Flamme im Kamin. Eva fühlte, daß ihre Schläfen wieder zuckend zu pochen begannen. Sie wandte sich zu ihrem Nachbar. „Die Gräfin hat, wie ich höre, sehr schöne Kupferstiche in ihrem Boudoir ausgelegt." „Befehlen, Exzellenz?" Herr von Garner bot ihr den Arm. Er war wie hypnotisiert von ihren Reizen. Sie legte rasch ihre Hand hinein. Alle Kupferstiche der Welt hätten in Flammen aufgehen können, sie hätte nicht den Blick dahin gewandt. — Die schwarze Samtschleppe glitt murmelnd über den Teppich. Es war Eva, als zöge sie eine unerträgliche Last hinter sich her. Jetzt ertönte eine Stimme. Die junge Frau fuhr zusammen, als habe sie ein Stich ins' Herz getroffen. Diese Stimme. Wann hatte sie sie zuletzt gehört? Und wie war ihr damals zumute gewesen? Zornig? Traurig? Sie hielt ein Blatt in der Hand, unwissend, was es darstellte, und blickte starr darauf nieder. Die Oberhofmeisterin erschien neben Wechting im Nahmen der Tür, heiter plaudernd. „Erzcllenz, wir folgen Ihrer Spur. Herr von Nechting bittet um den Vorzug — ah, da finde ich Sie, Baron! Sie gerade suche ich — hören Sie nur!" Und sie trat zu ihm. Wechting stand Eva gegenüber. Es hatte den Anschein, als ließe sie das Blatt auf den Tisch zu-, rückgleiten. In Wahrheit verlor sie einen Moment die Herrschaft über ihre Glieder. Fächer und Vlalt entfielen ihrer Hand. Sie konnte nichts anderes denken, als daß diese ernsten Augen voll heißer Sehnsucht auf sie a,c< schaut, diese Lippen sich bebend an die ihren l^ preßt. Und er stand vor ihr, förmlich, lall, veränden-Oh, wie verändert! Mochte die erste Minute dieses Wiedersehet Wcchtings Empfinden lahmen, in feiner äußeren Haltung war nichts davon zu spüren. Er fühln'^ daß das, was er völlig tot geglaubt, noch cimnm aufzuckte in seiner Brust, sein ganzes Nervensystcw erschütternd, Aber es war nur ein Aufleben des Schmerzes gewesen, nicht der Wonne. „Ich habe letzthin zu meinem Bedauern g^ hört, daß Ew. Exzellenz sich unpäßlich fühlten -^ fagte er ruhig. „Es ist vorübergegangen." Sie glaubte, es sei nicht ihre Stimme, die "" sprach. , Die anderen traten hinzu. Da besann Eva M' daß sie diesen Mann haßle wie nichts in der Well' Schon deshalb, weil er ihrem Wiederfinden den Triumph der Schadenfreude geraubt. ,, Warum rief sie nicht: Sieh mich an! Was ">' dem anderen gab! Dem anderen! Das Wort legte einen Alp "NI ihre Brust. Es war, als ob eine Fessel austlirrtt' eine Fessel, die ihr wehtat, unabstreifbar war, u)^ die niemals über die Macht des Goldreifes an ih^ Rechten nachgedacht. Jetzt erst weckte Wechting d>^ Erkenntnis. ,,. Sie sah ihn lächelnd. Ein Lächeln, das sie "M kannte. Seine Augen blieben ernst dabei und ^ scharfe Zug um die Mundwinkel glättete sich nM' Und Eva meinte mit Angst und Entsetzen, 1^ habe diese hageren Züge, dieses leicht ergrau Haar nie gesehen. — lAorlschunq sM" Laibachcr Zeitung Nr. 70. 615 29. März 1909. ten wir heule teiue Ahlluilg »lehr habeu. Wie mancher, hatt«,' auch Lailller sich cine „meerschaumeue Schatzkam, wer" zurechtgelegt und geuoß ini Kreise der Wissenden als Pseisengeleh'rter den geachletflell Nnf. Eiil solcher Pfeifensaiiinller Ind jede Woche Invaliden zn sich, nm Mle Stücke seiner Kollektioil in Funktion setzen zn lassen, »elbstverständlich bei Freilnaster nnd Freibier. Beliebte ^feisenforme» loaren: die Debreziner, der (Hallimasch, der Slectstnmmel, der Geißbart, der Palentkopf, der Vuctsbentel, der Ulmer, Pratzenlopf, Brückenkopf, Lang» yals, Knrzhals nnd Sch>vane>lhals, loie man einen so!-hen >n,ch ans der Wiener Nauchwerkzeug-Ausstelluilg des Summers 1908 gesehen hat. — lDas Weifte Hans in Washinqtonj soll trocken gehalten werden, das heißt, geistige Geträllle sollen ans >hm verbannt werden, >ve»>i es nach dem Herzens» lvlinsche einiger Nieiblicher Tempere»zsanaul le ,,^ ^„^ ^cmzeCchar ebenfalls berühuiler Berliner ^"ia»!pieler anlomme». MalloN,'sly wollte fich in einer ""er Glanzrolle», als Othello, zeigen. Das Theater '"",b's ^^^ ^^ ^^^ gefüllt, nnd alles harrte des ^Mmes der Vorstellung, aber man wartete und war» /"', schon waren 3 Viertelslnndeu über die für den Au-'!fN ^ Theaters festgesetzte Zeit verstrichen nnd noch .^ sich »ieniand auf der Nüh»e blicken. Da Plötzlich ^'" sich der Vorhang, nnd nunmehr teilte man dem ^' ^- Pnblisnm mit, daß die Darstellerin der Des-^"wnci Plötzlich erkrankt sei. Daranf war nun gntei 'Un teuer. „Othello" ohne Desdemona, das ging doch ^'u)l. ^'lbl>r Mallolvsly wußte Nat. Die Fran des ^3'lU"'lassiers ^,„^> ^s^ Desdeinona alls die Bühne ^I'ellt, ft^.^,^ ^^ s^.j,^ ^,^.^. ^.Darstellerin" von der !,!ls,,,,^ ^^,rde tatsächlich zu Ende ge> Li^ ^"' Karneval wnrde die Gescl,icl)te i» „lehreren ^ern besn,,^'», dereil eines den Titel trug: „Othello j^" der Mord war nicht nötig!" uud defseu Verse sc^ "'^ dein lläglichell Nuf der Desdemona schlos. .'''Othello, loß mi leewen, ich han jo nix, gesaaht!" Iahressteuer eiltrichtel »oerden. Die Anllionssteuer, die Pitt einführte, hatte ein amüsantes Ende. Ursprünglich betrug sie 1l»<> Mark pro Jahr. Später wurde sie ills 200 Mark pro Jahr erhöht, nnd mit dieser Erschwe-rung des Anltionshandels verknüpfte man anf der an-dcren Seite eine Erleichterung, die bald mißbraucht wurde: die Aultionatoreu wurden voll der Vorschrift befreit, beim Verlauf voll Spiritnoseu von Fall zn Fall vorher Erlaubnis emznholen. Daraus entwickelte sich nun ein schwunghafter uud sehr rentabler Schnaps. Handel, so daß Pilt schließlich das Privileg aufheben mußte. Vor Pitts Zeilen wurden in England sogar Geburt, Tod und Heirat znm Gegenstände der Äestene. rnng. Der Herzog, der eine Gattin erwählte, mnßte sin dieses Privileg dem Staate 1004 Mark Stener bezahlen- beschenkte die Gemahlin ihn mit einem Erben, so verlangte das Schatzamt 602 Mark uud für jeden weiteren Sohn hatte der glückliche Vater 502 Mark zn bezahlen. Bei dem Tode der Gattin flofsen in die Staatskasse 1004 Mark, und anch bei entfernteren Verwandten mußten entsprechend kleinere Todesstenern entrichtet werden. Und diese Steuer galt, natürlich mit angemessener Ermäßignng, auch für den kleinen Nür» ger; der belehrte Innggeselle, der kaum 1000 Mark Jahreseinkommen besaß, mußte für seine Brant 2 Marl 50 Pfennig Stener entrichten, nud später im glücklichen Ehestaude für jeden Sohn 2 Mark. Die gleiche Summe mußte au die Staatskasse entrichtet werden, wenn das Schicksal dem Familienoberhanpt es auferlegte, seine Fran oder eines seiner Kinder zn Grabe zu tragen. Selbst die Studenten dnrften das Glück ihres Iuuggeselleutums nicht uubesteuer! genießeu. Vou 1695 bis .1706 mußteu alle Mäuuer über 25 Jahre, die sich der sozialen Pflicht der Verehelichuug entzogen, je nach ihrem Nauge eine Steuer bezahlen, die zwischen 5 Schilling nnd 250 Mark schwankte. Diese Jung-gefelleufteuer brachte dem Staate jährlich 1,040.000 Mark ein. Wilhelm III. kam dann ans den Gedanken, das Papier zn besteuern; eine Zeitlaug mußten sogar 560 Mark für jede Tonne Papier bezahlt werden. Wie hart diese Stener auf dem Buchhandel lastete, zeigt sich darin, daß Charles Knight 1830 nicht weniger als 400.000 Mark Steuer für das Papier bezahlen' mußte, aus dem seine „Penny Eyelopaedin" gedruckt wurde. Königin Auua ging noch Weiler nnd bestenerle jeden Bogen Zeitnngspapier mit einem Penny; später wurde dieser Scch sogar mit vier Pence, also rund 82 Pfennig für den Bogen, erhöht. Aber damit noch nicht genng, führte mail noch eine Inseratenstener ein: für jede Anzeige, gleichviel wie klein, mußteu 3 Mark 50 Pseu» uig Steuern bezahlt werden. Selbst das freislutende Tageslicht wurde für die Staatskasse ein Vesteuerungsmiltel: zur Zeit Wil» Helms HI. mußte für jedes Neuster eine Steuer eilt-richtet werden. Die Taxe war so hoch, dciß Hunderte uud Tauseude vuu Feilstern mit Brettern vernagelt wurden, um das Tageslicht nicht einznlcisfen. Bei ^cen» banlen wnrde die Fensterzahl znm Schaden der Gesund» heil anss größte beschränkt, nnd noch hellte kann mail in den älteren Teile» von London an den aus jener Zeit erhaltenen Häusern die geiualte» Fenster sehen, die der Symmetrie wegeil au die Wände gemalt wurden. Merkwürdige Steuern. war> ^ englische Zeitschrift berichtet: Eigenartig Pilt^s'' ^l"lern, mit deren Hilfe der große William es k ' " ^alerlaild nu-' der Flnauznot rettete, in die l^^', "werilaiiischen Kriege, die Ausstände in Irland Mcnill '^""'p^ mil Frankreich gestürzt hatten. Gleich sleili^'" Modernen Sleuerersinder», mußte anch Pilt j^^ ^^ueilei, die Entläilschnug erleben, diesen oder es il, ^"'"" Sleuerplan vereitelt zn 'sehen. So erging ''r,om '"" ^"' Pnderslener, die er in stiller Stliude l^jr;.' halte uud die dazu dieueu sollte, aus dem Plllve t- ".^"' "le»schliche» Eitelkeit schwarzes alte ^.' britische Kanonen zn schasse». Jene gnle, al'er ^ > ^"^ ^" Perücke bereits glücklich überwunden, spült,' ' ^'">ler,!llg "n die vergangene Herrlichkeit Hnm /".""' Mode fort und die Dandys schürzten ihr N»o < ^ "»pur, puderten es sorgsam in lichtes Weiß Miin, !?"' so ""^e" Perücke». Pitt schlug vor, diese Herr? ^' l'll"l ä" besteuern, uud zwar sollten die p»d ' d>e nicht davon ablassen wollten, ihr Haar zu ^lusnnl ^'" jährlich 20 Mark bezahle». Nnr Wenige sl>s 2<,?>','^' Ware» vorgesehe», so Geistliche mit weniger ö'l'N' k> ^"N Iahreseiillomme», die jüngeren Ossi» ^cheiri! < ""' '"^ Marine uud die Väter zweier "lwerä, l ^'i)ter; ^^>^.„ i^,tereil war das Necht Zunder ' ^'^ ^" Familie» ^ als eine zu rechlle». ^tral Pudersteuer erloartete man eineil der s,?,. '""'"^ Millionen Mark für das Jahr. Aber ^Nstvf '!' ^"" scheiterte; eine Anzahl alteuglischer ^ord ^ .'"' ">Uer ihneil der Herzog von Bedsorl l»ld 5" ein^ ")' ""sammelten fich in der Woblirn-Abtei die to,,., "."''^"' Veralling; das Ergebnis war, daß ^bschile 2 '."'c"' H"'"" l'ch "lle die große Frisnr ^"leil ,, . ^'>^'" "'^ durch „»gepuderte, geloellte ^»"üii,,.'"""'- ^'^'^' "eue Mode ,ourde iiberall aus. A>, m^ '"^bte die Pudersteuer gegeustaildslos. ^^, ch P.tts Pla», alle ^adenbesitzer mit ei.ler ^,/ H'er vou^o Pfenuig bis zn 2 Marl zn be-l"'er s '"^'- ^'1'ere» Erfolg hatte die Dienstboten. "" ^se !' ^' '"''bliche» Dieilslbote» mußteu 2 Mark ">»g Steuer», für drei Dienstboten 10 Mark Lotal- ulld Proliinzial-Nachrichtcn. ^ lTtaatosudvcntioncn.j Seine Exzellenz der Herr Minister für Kultus nnd Unterricht hat der slove»ische» ^eogefellschaft in ^aibach zur Heransgabe des zweite» Bandes der vom Profeffor Dr. Franz KoS in Görz veröffentlichten Materialien zur Geschichte der Slovene» im Mitlelalter eine» einmalige» Drncklostenbeilrag vo» 500 !< beloilligt liild die t. l. Landesregierilng siir Krain ermächtigt, diesen Betrag der vorgenannten Ge-sellschasl s!ü>sig zn niachen. — Seine Exzellenz der Herr Ackerbaumiuister hat weiters zn den mit 1300 X veranschlagte» Kosten der Herstellung einer Wasserver» sorglmgsanlage für die Ortschaft Groß-Liplein, poll-lischer Bezirk ^aibach Umgebnng, einen Staatsbeitrag von 520 1< be».nlligt. ^>'. - lMiliiärischco.j I» de» Nnhestand >verden überiluinlnen: der mit Wartegebühr beurlaubte Geuera!» major Karl Edler von Manussi auf fein Ansuchen nllter Verleihnng des Titels lind Eharalters eines Feldmarschall.^entllallts soloie des Nitterlreuzes des ^eopold-Ordeus, beides mit Nachsicht der Taxen lTomizil Görzj; der mit Wartegebühr beurlaubte Oberst Franz Edler von Huba^el des Insauterie. regimeilts Nr. 47, nach dem Ergebnis der neuerlichen Enperarbilriernng als zum Truppendienst im Heere »ntanglich, zu ^olaldiensten geeigilel ^Domizil Prag); der Oberst Johailn Freiherr von M a a s b n r g des Insanlerieregiments Nr. 69, anf sein A»suchen uuter Verleihnug des Titels nnd Charakters eines General-majors mit Nachsicht der Taxe ; die mit Warlegebühr beurlaubte» Hauplleute: Artur Huua des Iüsanlerieregimenls Nr. 17, als invalid anch znm Waffendienst beim Landsturm nilgeeignet niller Ver» leihnng des Titels nnd Charakters eines Majors lDomizil Wie») n»d Julius Gi uppaui des Infan. terieregimenls Nr. 97 als invalid, anch zn jedem !^a»d. stnrmdiensl nngeeignet «Domizil Zara). — Ernaiint wllrden: zn Oberärzte» in der Neserve die Assistenz. äizte i» der Neserve Doktoren: !^eo Tschurtschen» thaler des Fcldlanunenregiments Nr. 8, Josef Buh des Infanterieregiments Nr. 17; zu Afsistenzarztstell' Vertretern anläßlich der Ableistnng der zweite» Hälfte des Präsenzdiensles die Einjährig.Freiloillige» Medi» ziner, Doktoren der gesamte» Heilkunde: Nichard Bergmann des Infanterieregiments Nr. 7 beim Garnisonsspilal Nr. 7 ill Graz, Erwin Payer des 3. Negiments der Tiroler Kaiserjäger beim Garnisons. spital'Nr. 8 in Laibach, Alexander Baron des Feld' jägerbataillons Nr. 24 beim Garnisonsspital Nr. 16 in Budapest, Johann Giurgin des I»sa»terieregiments Nr. 7 bein, Garnisonsspital Nr. 24 in Nagusa bei Znteilnng znm Trnppenspital in Eastelnuovo, Ferdi» »and Szeude des Feldjägerbataillons Nr. 24 beim Garuisoilsspilal Nr. 26 in Mostar bei Zuteilung zum Tiuppeuspital in Trebiuje. — In das Verhältnis „außer Dienst" wird versetzt der Leutnant in der Neserve Armin K leß, Doktor der Nechte, des Infau-terieregiments Nr. 7. — Transferiert wird der Nilt» meister Josef Pellar vom Laildioehrulauenregilnent Nr. 5 zur Division berittener Dalmatiner Landes, schützeu. Iu das Verhältnis „außer Dienst" wird, als z»in Trnppendienst in der Landivehr untauglich, zu Lokaldiensteii geeignet, versetzt der Lent»a»t i,» nicht-atlive» Stande Johann So kli 5 des La»dwehrinfan. llrieregiineiils Laibach Nr. 27 «Aufenthaltsort Divaiw). — sStiftunq für dao Draqonerreqiment Nr. 5.j Nittmeister Alfred Fifcher des Nnhestandes hat zum Zeichen seiner Anhänglichkeit a» die l. u. l. Armee eiu Kapital vou 2000 i< in österreichischer Kruneureute zur Errichtung eiiler Stistuilg für das Dragonerregi» meut Nr. 5 gewidmet. Die Sliftnng führt den Namen „Nittmeister Alfred F i sch e r - Stiftung für das Dragouerregiment Nr. 5". Mit den jährlichen Inter, effen ist ein im Dienste veruuglückler Dragoner, Patrouilleufühier oder Korporal des Negiments, mit Bevorzugung jener der 6. Eskadron infolange zu be» teile», als er erwiesenermaßen nur auf feine gesetz. lichen Versorgungsgenüsse angewiesen ist. Das Ver-leihnngsrecht steht dem Neginientskommando zu. — lZüglingoplätzc an der Marincatadcmic in Fiumc.j Mit Beginil des nächste» Schuljahres l16. Sep. tember) werdeii in der k. n. k. Marinealademie zu Filime voraussichtlich zirka 70 Zöglingsplätze lganz. nnd halbsreie Ärarial-, dann Zahl» und Stiftungsplätze) — hievon zirka 5s< im ersten Jahrgang und je 10 im zweiten nnd dritte» Jahrgang — zu besetze» seiu. Die gedruckte» vollstcmdigen Änsuahmsbediognngen si»d durch L. W. Seidel uud Soh» iu Wieu zu beziehen uud werdeu auch vou der Kanzleidirektiou des Neichs. sriegsministeriunls, Marinesektiou, vom Hafeundmiralat in Pola, Ceebezirlskommando in Trieft und Marine-alademielommcnido i» Fiume auf Verlangen, gegen Er. lag von 20 I, verabfolgt, welche auch mittelst Brief» marlen beglichen werden lönneu. - lMusilblliqenicnstsllcn für dic Äiiarschmusilcn der k. t. Landwehr.! Bei de» Marfchmusilen der l. l. Laudwehr gelange» derzeit »och 13 Musildirigente». stelle» i» der wirkliche» ^ugsführercharge ldarnnter 7 in Sndtirol) zur Nesetznng. Eventnelle Bewerber des Neservestandes lauch auf verheiratete wird reflektiert) habeu ihre Gesuche ^ behufs Weiterleitung au das f. l. Ministerium für Landesverteidigung ^ direkt an den Staudeskörper ei»zuse»de». — sDcr Landcshllfdvcrcin für Lunsscntianlcj macht hiemit auf seiue diesjährige ordentliche General» Versammlung aufmerksam, die Donnerstag, den 1. April, um halb l> Uhr abends im Nibliothelssaale der k. l. Landesregierung stattfindet. — ge»e^ ÄnjmDen der Pfarrer in Seooseisch, Herr 5""z O"""', »nd der Xapla» in Lengenfeld, Herr Ma«h. O k^i " , in den zeitlichen Nuhestaiid versetzt. Laibacher Zeitung Nr. 70. 616 li9. März 1909. — sPcrsonalnachricht.) Gestern ist Seine Durch. laucht Ernst Prinz T a ),'i s hier angekoinmeil und im Hotel „Elefant" abgestiegeil. Er setzt heute die Reise nach Wien in seinein eigeneil Automobil fort. — in ki-ol)ii" in Stephailsdorf eines überaus zahl» reichen Besuches. Verschiedene Ausflügler suchten auch Kaltenbrunn alls, wo die Wasserfälle und Stromschnel» len beim jetzigen hohen Wasserstande einen überaus bewuuderungswürdigen Anblick gewähren. Die gewal-tigen, schäumenden Wogen, der dampfende Gischt, das donnerartige Getöse nnd die ungeheuren Wassermassen wirken auf den Zuschauer tatsächlich mit elementarer Gewalt. K«—. — ^Todesfall.) Vorgestern abends ist in Laibach Herr Josef Pichler, Aezirkssekretär i. R., nach langem Leiden im 77. Lebensjahre gestorben. Der nunmehr Verblichene, der sich ob seiner Herzensgute allge» meiner Wertschätzung erfreute und feinen Amtspflichten mit vollem Eiser oblag, hatte vor Jahren bei den be» standeilen Bezirksämtern in Idria und Planina, dann bei den Vezirlshauplmannschaften Loitsch, Tschernembl und Gottschee gedient, worauf er gegen 18 Jahre beim krainischen Landesansschusse als Aushilfskonzepts, beamter in Verwendung stand. Er war Mitglied verschiedener Wohltätigkeitsvereine nnd gehörte n. a. dem Zentralansschusse des Vinzenzvereines als Mitglied an. Das Leichenbegängnis wird heule nachmittags um A Uhr von. Allen Markte Nr. 17 aus stattfinden. ' v i tz » hoff e n wurde gestern in der Nähe von Josefstal im Laibachfluffe aufgefunden. Die stark verweste Leiche tonnte nur au deu /singerringen agnoszicrt werden. — sDer Kinematograph Vdison) an der Wiener Straße weist in seinem gegenwärtigen Programm eine sehr reichhaltige, abwechslnngsvoll gehaltene und ori» gineile Lichlbiiderserie auf. Äefonderes Interesse wer-den die prächtigen Natnransnahmen der Grundstein» legung eines Waisenhauses durch Seine Majestät den Kaiser erwecken, ebenso die dramatischen Szenen» folgen der „Rache des Sträflings" nnd des großen „Arbeiterstreites". — Eine burschikos heitere Schluß-pi^ce bildet der in bitterer Enttäuschung endende „Traum der Frauenrechtlerin". — österreichische Waldarbeiter für Albanien.) Über die Anwerbung österreichischer Waldarbeiter für Albanien wird nachstehende Informalion versendet Arbeiter aus Istrieu, welche im September 1908 von einer italienischen Firma unter scheinbar günstigen Be» dlngungen !90 Kronen Mo»atslohn, gesamte Verpsle» guiig, Ersatz der Reisekosten, bezw. bei eventueller Er. klanlnng anch der Heimreiselosten) zu Waldarbeiteit nach Albanien aufgenommeil wnrden, habeil dort sehr schlechte Erfahruugeu genlacht. Gleich nach ihrer An» kunft am Bestimmungsorte Cchlinza bei Dnrazzo, wo sie in ungenügenden, gegen die Unbilden des Wetters lanm Schutz bietenden Unterkünften untergebracht wur» deu, verfügte die Lotalbehörde die Siftierung der Arbei» ten mit der Begründung, daß ausländischeu Arbeitern der Eintritt in die Waldnngen AlbanieilS untersagt sei. Der Arbeitgeber erklärte hieranf wegen seines durch die Sislieruug entstandenen großen Schadens »licht im» stände zu sein, die Arbeiter weiter zu erhalteil. Wäh-rend der Bemühungeil des Arbeitgebers, die Erlaubnis zur Vornahme der Waldarbeiten nachträglich zu erlan» gen, erkrankten die meisten der das Ergebnis abwar» tenden Arbeiter an Malaria und mußten nach vielen Entbehrungen in die Heimat znrücklehren. Auch die gesund gebliebenen Arbeiter verließeil bald die nach» träglich in beschränktem Umfange gestattete Arbeit, in welcher sie sich sehr unzufrieden fühlten. Für den Fall neuerlicher Anwerbnngen von Waldarbeitern für AI» banieil ist darauf aufmerksam zu machen, daß die Arbei» 1er zumeist iu unwirtlichen und ungesunden Gegenden beschäftigt werden, welche frühestens im November fieberfrei werdeil. Orte, in welchen ihnen ärztliche Hilfe zuteil werden tcnw, sind oft mindestens eine Tage-reise entfernt. Sollten sich einheimische Arbeiter den» noch zn derartigen Arbeiten anwerben lassen »volle», so empfiehlt es sich, daß dies nnr bei Vorhandensein folgender, im Kontrakte festzusetzender Voraussetznngen ei folge! 1.) Es müßten entsprechende, bereits vor dein Eintreffeil der Arbeiter in Albanien hergestellte nnd von einem Vertranens»,anne leventnell dem k. n. t. Konsulate) als gesundheitlich ausreichend anertannle Unterkünfte zur Verfügung stehen. 2.) Der Arbeitgeber hätte alle Transportkosten für erkrankte Arbeiter nach der nächsten Stadt sowie die Kosten sür Verlöstigung, Unterkunft und ärztliche Hilfe dortselbst, dann die Kosten für die Rückkehr der Arbeiter nach ihrer Arbeitsstätte oder Heimat zn tragen. 3.) Für den Fall einer behördlichen Sistiernng der Arbeiten hätte der Arbeitgeber eine angemessene Entschädigung zn leisten. Diese Entschädigung sowie der für die Heimreise der Arbeiter erforderliche Betrag hätte uoch vor der Ab» rcisc der Arbeiter aus der Heimat bei dem in Betracht kommenden f. u. t. Konsularcnnte seitens des Arbeit» gebers in Barem deponiert zn sein. — jWochenviehmarkt in ^aibach.j Anf den Wochen» viehmarlt in Laibach am 24. d. M. wnrden l2l Ochsen, 16 Kühe und 3 Kälber aufgetrieben. Die Preise notier» ten bei Mastuchsen 66 bis 72, bei den halbfetten Ochsen 60 bis 66 X nnd bei den Einstellochsen 56 bis 60 X für den Meterzentner Lebendgewichl. — Mangel an Dachziegeln.j In der Umgebuug von Vischoslack herrscht ein empsiudlicher Maugel an Dachziegeln, da die meisten Dächer infolge des hen» rigen Winters stark gelitten haben und einige vom abrutschenden Schnee sogar ganz abgedeckt wnrden. Die Lente helfen sich momentan mit Plachcn, Brettern nnd ähnlichen Gegenständen. Ko—. " lHundckontumaz im Nezirte Loitsch.) Wie man uns mitteilt, hat die k. t. Bczirkshauptuiannschasl Loitsch, uachdem bei einem Hnnde in der Ortschaft ^evca der Gemeinde Unterloitsch die Hundswul lonsta» tiert wurde, über sämtliche Ortschaften der Gemeinden Ober» und Unterloitsch bis alls Widerruf die Hunde» koutumaz verhängt. Behufs Hintanhaltung der Weiter» Verbreitung dieser sür Menschen und Tiere sehr gesähr» lichen Seuche hat die k. k. Landesregierung für Krain überdies angeordnet, daß im ganzen Gerichlsbezirke Loitsch bis ans Widerrnf alle Hnnde Tag nnd Nachl an der Kette zn halten sind. Sie dürfen »nit Ansnahme von Zug», Fleischer» und Jagdhunden für die Datier der Verwendung ihrer Vestimmnng, auch wenn sie mil Maulkörbeu versehen sind, den Hofraum nicht ver» lassen. —1-. " lZur Volksbewegung in Krain.> Im polilischen Bezirke R a d m a » » s d o r f <29.448 Einwohner) fanden iin verflosseneil Jahre 250 Trauungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 13!3, die der Ner» swrbenen aus 794, darunter 350 Kinder im Aller von der Geburt bis zu 5 Jahren. Ein Alter von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 128, von über 70 Jahren 145 Personen. An Tuberkulose starben 170, an 2nngen> entzündung 36, an Diphtheritis 8, an Scharlach 2, an Masern 8,' an Typhus 7, durch zufällige tödliche Beschädigung 20, dnrch Selbstmord 5 und durch Mord und Totschlag 2 Personen, alle übrigen an sonstigen verschie» denen Krankheiten. —''- — lTanitäw.Wochcnliericht.j In der Zeil vom 14. bis 20. März 1909 tumen iu Laibach l9 Kinder zur Welt ^24-70 pro Mille), darunter 2 Tutgeburteu; dagegen starben 25 Personen l32'50 pro Mille), nnd zwar: an Masern 2, an Diphlheritis 1, an Tuberkulose I lFremder), insolge Schlagflusses 1, infolge Unfalles t, an sonstigen Krankheiten 19. Unter den Verstorbenen befandeil sich 9 Fremde !36 nicht bezahlen. Er begann mit dem Gastwirte einen Streit und versuchte durch» zngeheil. Als ihn der Gastwirt zurückhallen wollte, zer» Nümmerle er an der Eingangstür zwei Scheiben, ver» letzte sich aber dabei derartig, daß er sich auf die Zen» Nalwachlslnbe begab, wo er verbunden wurdr. — Der Knecht Georg De-ian, der zu Ansang dieses Monates zwei Soldaten überfallen uud deu einen schwer verletzt hatte, zerriß gestern im Hause Nr. 6 in der Schellen» burggasse einem Knechte im Stalle und einem italic-, nischen Arbeiter im Hofe deren Röcke. Der Italiener setzte sich mit einer Hacke zur Wehr und brachte den, Messerheide» eine Verletzuug am linken Arme bei. De^an wurde verhaftet. - ^ Abends schlug ein Knechl einen Magazineur an der Nleiweisstraße wegen eines Verweises mit einer Wagenstange über die rechte Schul» ter nnd verletzte ihn schwer. — Hellte nach Mitternacht wnrde ein Mechanikergehilfe von mehreren Bursche» aus der Jubiläumsbrücke überfallen nnd geohrfeigt. Auch wurde ihm der Hut zerschnitten. " lMrvolvcrschüsse um Mitternacht.) Samstag nm Mitternacht feuerte ein etwas angeheiterter Buchhalter im Hose eines Gasthauses an der Römerstraße drei Schlisse in die Lust ab. Die Detonation rief mehrere Lcnte herbei, die ihn entwaffneten. Ei» herbeigeholter Sicherheitswachmann konfiszierte ihm den Revolver und erstattete die Anzeige gegen ihn. * (Verloren) wurde- ein Geldtäschchen mit 6 !<, eines mit 10 X, ein silbernes Anhängsel mit einem Diamanten und eine Zwanzigtronennoie. Theater, Kunst und Literatur. — rette „Der fidele Bauer" zum fnnstenniale aufgeführt. — lAus der deutschen Theatertanzlci.) Heute und übermorgen finden die beiden letzten Vorstellungen m der diesjährigeil Spielzeit statt. Hellte gelangt zum Benefiz des Kassiers Adolf R e i f „Madame Butlersly" bei gewöhnlichen Opernpreisen znr Ausführung; am Mittwoch wird, zahlreichen Wünschen entsprechend, die Oper „Tiefland" mit Herrn Theo W e r n e r aus Graz zum fechsteumale gegebeu werden. l(5in Konzert des „Wiener Tonlünstler»Orchestcrs" in Laibach.j Ter Verein Wiener To»künst!er-Orchester berührl anf seiner Tonrnee dnrch die Hanplstädle der Monarchie anch Laibach »nd veranstallet Freilag, den 2. April, iui große» Saale des Hotels „Union" ei» Konzert, an dem unter Leitung des Kouzertdirektors und Komponisten Oskar Nedbal gegen siebzig Kunst» ler mitwirken werden. Das Programm bringt Webers Ouverlüre zur Oper „Oberon", Smetanas sinsonisclX Dichtuug „Moldau" aus dem berühmten Zyklus „Mei»e Heimat", Wagners Siegfried-Idylle und ^aj-kovskijs große tragische Ouverlüre Nr. 0 „Sympho»"' patlMique". — Der 5larle»vorverl'a»s jindel i» der Trafik der Frau l'^arek in der Schellenbnrggafse stall. — lVom slovenischen Theater in Trieft.) Wie man uns mitteilt, hat der Ausschuß des dramalischen Ver» eines ill Triest der Fra» Da » iI ova in Anerkennnüg deren Verdienste als Lehrerin und Schauspielerin »>» die dortige slovenische Nühne einen Ehren» und Benefiz' abend zugestanden. Es gelangt am 4. April „Maoaim' Sa»s°G<'ne" zur Ausführuxg- in der Rolle des Napo-leon wird Herr D a » i l o gastieren. — Wn schwimmender Knnstsalon.j Eine rnssischc' Künstlergenussenschasl hat an Bord eines Fl»ßdampsers, der jetzt die Wolga befährl, eine» schwimmende» „Salon" eingerichtet, i» dem Gemälde nnd Stnlplnre», Zeichnungen nnd Gegeilstände des Knnslgewerbes aus' gestellt sind, um de» Einwohnern der Städte nnd Dor» ser an der Wolga Gelegenheit zn gebeil, a» den Werke» moderner Künstler ihren Geschmack und ihr Kunstver-sländnis zu bilden. Ans alle» Slationen werden a» Bord des Schiffes Vortrage gehalten. Wenn das Unternehmen von dem erhofften Erfolge gekrönt wird, s"ll das Ausstelluiigsschifs alljährlich solche Fahrte» ünler» nehmen. — lDas neue englische National°Theater) ist, N'ic aus London berichte! wird, nunmehr gesichert. Ill der letzten Sitzung der Shalespeare-Gedächlnis-Gesellscliasl, die unter dem Vorsitze des Lord.Mayors stattfand, würde bekannlgegebe», daß der Gründung des ueue» Hauses »ichls mehr im Wege stehe. Das Thealer, d^ dem Gedächtnisse Shakespeares gewidmet sein soll, wird den offizielle» Tilel Nal>o»al»Shakespeare.Theater führe». Es wird mit einem Kapital vo» zeh» Milliom'U Mark ins Leben gerufen, von denen, »vie in der Ver-einssitzung milgeteilt wurde, etwa l'/2 Million bereits von einem anonyme» Spender dem Vereine überwiesl'« wnrden. , — ' „Am Lebeilsquell". - Rimdfcha»: „Verachtet nnr.. > Redeknnst <5iallsch»iid<). Fra»zösische Klassiker M "' Schulz). Die „stereotype» Wiederholungen" in der "'» zählenden Poesie l<5. Spilteler). Das Inseral M'e'M-rms). Berliner Theater lFr. Dusel). Dresdner Thealel lAvenarius). Vom Dichter-Hervorrnf. Othmar Scholl !Fr. Mayer). „Fürste»lo»zerle" i»d das deulsche Erblaster lBonns). ^u' T^oinmelallloülat? lBalka). Schülerselbstmorde l"^ Tönnies). Ratgeber-Verantivorlung. Bernsensei»-Bilder uud Nolen: Ph. O. Rnnge,' Ausschnitt ans dem „Morgen"; R. Sieck, Laildschast; M. Klinger, Z>^,' der weiblicheil Figuren vom Btahmsdenkmal; M Abbilduugeil zn dein Beitrage: Tafelsilber: zwols "^ bildnngen zii dem Beitrage: Gefa»gbücher. O. ^^"^ Die Kapelle: Die Verlaffeoe. Das d»»»m' ''''"^ lSchniedisches Volkslied). Geschäftszcitung. ^ , trieft findet nicht stall. Es werden Gntcr, »m'lchc für Stationen bestimnil !>"d, dir zur Zeit der Ausqal'C nach den Vcrtchrs-ll'illinMxnschristl'u liber Nozzol bedient werden, bis aus weiteres iwch n.ne bisher, bei den au der Zoll» gunze qeleqene» Maqa^inen ^ und 1^ bezw. D der ^ k. prio. Ciidbahx^esellschasl alls^einnnnien. Die Ab» Bbe der über Rozzol uach priest Freihafen Vahu. nmgazin l. f. Stb. Anrollenden Gntev ersolqt ab 1. April l. I. in den, au der Zollqren.'.e ^eleqenen Vahn-"UMzine in der Via della Stazwue. Tclcgranune des l. l. Telegraphen-Korrespondenz-Vureaus. Die Valkanfragcn. Velqrad, 28. März. Die EtuP^tina nahm mi< "llcn Tt'immen qeqe» die Ttimme des ^«ussrndilalcn Äiartovi'' dai, Prototoll dcc> sscstriqcn .^ronrntec' über bic Aliditation de-ö Kronprinzen Georq zugunsten de^ Prinzen Alexander zur Kenntnis. Marllwi«' protestierte ^'sun das Vorqeheu der Slup^liua, das er als r>er-snssuuqsluidriq bezeichnete. Da jedoch die Stup^liua ?.»ch trol^ dieses Protestes bei ihrem Beschlusse beharrte, lst die ^lbdilatiou des Kronprinzen Geov^ nunnlehr eine ^^!,')0^>„e Tatsache. Aelqrad, 28. März. lSluP^tiua.) ^anqe vor Eross-N»»^ der Cünuu^ sind sämtliche (Galerien dicht qefiilll. In der Iourualisieilloqe »oird in lebhafter Weise über d'r Äbdilaliou des Kronprinzen Geor^ dislutiert. Im ^tzuu^ssaale befiudet sich uur eiuc tleiue Gruppe von Abgeordneten. Eie bemüheu sich, deu juu^raditaleu Abgeordneten Marsovic-, ioelcher >uit der bevorstehen-^n Ain'vseuuuuq der Abdilation des Kronprinzen "!!^»ln!!diq „ichl eiüverstaudeu ist, iu erreqtem -lonc doit der ^otweudiqleil dieser Änertennnnq zu überzeu-3^> Nach lHrossuuuq der Sij,U!uq füllt sich der Saal Äsl)' Zunächst wird der Eiulaus verlesen. Hieraus teilt 4näside»t ^^d„^i<-. mit, daß er vom Ministerpräsiden» ^' Hovalovn' vou der Abdilaliou des Kronprinzen "»achvichli^l uud ersucht U'ordeu sei, dieseu Gegenstand ^s die Tagesordnung der Slup,^tiua zu setze». Wäh. Mld dieser Mitleilnnq erscheiueu säiulüche Minister im ^aale. Ministerpräsident ^ovatovn' verliest uuu das '^laiil.,„oschreiben des Kronprinzen Georg, das Pro» "lull über deu gestrigen Miuislerral sowie das Hand-Ml'i^.,, ^^ <^,,j^ ^„ de» Miüisterpräsidenteu, N'orin s,^', "lbdilaliou des Kroilprinze» louslalierl »>^d der ""'qlichl' Willl' ausgesprochen wird, daft Priuz Ale^rau-^ '^»m Kronprinzen protlamierl werde. Während der ^'lchmq dieser Alte, die mit lautloser Stille angehört w ? ^'löut plöNlich vou der uaheu^ircheGIoctengeläule, °"s a„f ^mtliche An,vesenden einen tiefen Eindruck M. Präsideul Iovauovi<' erklärt, es sei notwendig, !! auch die Voltsverlretnug z»r Äbdisaliou des >tron-5 "izen Clellung nehme, und beantragt, das; die Stup. ^ "a die vom Miuisterpräsidenten verlesene» Aste zur m??/"''' 'uhme. Dieser Antrag »vird von allen Seiten ^U'lnqt. Während Präsident Iodanovi<- feststellt, das; ' " ^»lrag augenommeu sei, rnft Abg. Marloui<' iu ^tm ^'"' ^"'N': „Das ist versassungowidrig! Die Stup. ^ ^ lull diese ^rage iu solcher Weise uichl erledigeu!" ^," Präsident erll'ärl, der Abg. Marlovi«- habe'uichl l„ «.. "'l- Die Sache sei erledigt. Abg. Martovi<> be-werk/ ^" '^'" ^"' P^"s'd">l das Wort nicht erleile, der 5^ ^^'^ "'^^ sprecheu, zumal die Handln»gsweise de«s ,/'^'^>ua versassungsn'idrig sei. (5r inüsse sicl) lieb, > '"'^ ^'^"' ?>^ststl'llui,g beguügeu. — Das Haus blis ^'^">> zur Tagesordnung über, währeud das Pu> ""' "'ttänschl die Galerieu verläftt. ^„ ^lqrad, W. März. (5iue uachmillägige Sonder-t'°u !> ^'.! "lu'lsbläller veröffentlicht die'Protlama-bilor ^°"'^' über die Addikniion des Kronprinzen Dn, ! ""^ ^'^' Prollamieruliq deo Prinzen Alcrander ^'^^^""prinzen. Die Prollanialion ist von säinilichen ^leii! ^" !^ge>'gezeichuet. Sie wnrde »>il apathischen, ^''"»le aosgcnominen. Die Stadt ist rxhig. r>„l> "> ^"d, ^>8. März. Das ^riegsininisterinm erlies; N^tl^^^^^nnng, das; der nächste Turnus der zur hn^ "ubuxss einberufenen Neservisteu nicht einzurücken ii, B?'"'' "^' ^"',^ '^" ln'iress des von den Mächten drr v«,^^ ^" «ntcrucl,mcnden Schrittes ist auf (V>ru„d "teihe"' "'^^lchcu Votjchaster dem Minister dcH Änßern ^llto«/" ^"" Aehreutlial qeumchien l5rössnuuge» ein ^ncht' !'""^^ ^'"vernclimen lierqrstcllt worden. Die der s^i,?,^"' »unge» durcl, ilne Vertreter i» Belgrad ^'lerroi l n" ''"^'"nng deu Nal er'eile», die zuns'che» ^'llär> '^"" ""^ ^'" übrigen Mächten vereinbarte ihrer a,, ^'!' „^'"' ,"l'z»geben/ lind zwar im Verfolge ^l'n ^ /'^' österreichisch.„»garische ^iegiernng gerich. ,c"!ch !,i.^. ""'» !^. Miirz. Im Anschlüsse daran ist ^rli,^''Ill,ch der Aushebung des Artikels 2.^ des ^>>sli„,,, "träges >">l deu Mächten eine volle llber-rcm„ '^ zustande gesoinine». Die darans bezügliche "> dc» "-7? Wiener Kabinettes bei den Mächten'wird ^.^^" ^agen erfolge», ^ottozirlillnssen am 27. März 1l)W. ^"^'. 14 42 tt4 19 12 ^11^^27 ^2 tt'6 14 10 '""wörtlich^ ^^s.rur' Ll'n^n^F unte l. m \f m I ¥ fif I § Souveränes Unterstützungsmittel bei Harnsäure, Gicht, Diabetes, Magen- und Darmkatarrhen, Sodbrennen etc. Prospekte gratis und franko dnroh obige Firma. Vorrätig in allen Apotheken und MineralwasserhandlunoBn. Depot in Laibarh bei Allchacl Kastner. Augetlimmenc Hrcmdc. Hotel Elefant. Am 2 tt. Miirz. 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Bischof lacl. — ssollcstrr. Priu., Gonobil), — .stern, Ina,,, Wien. Meteorologische Beobachtungen in Lcnbach. Sechühe Wl! 2 m. Mittl. Lnfldrucl 736 0 miu. ff ?5Z 3^ ! i^i: ^7 ^ ü. N. 7^6 il 8li N. Mllßia. bewvlss ^ 9 U. Ab. 7804 6>1 NW. schwach 7 U.F. .7^4 2, 4 2 O. schwach . , ' 2«, 2U. N. !7'^7 W'.j S. schwach teilw. bew. 0-(» <-> U. Nb. ! 734 2 4 6 NO. schwach heiter ^9.l'7 U. F. > 733 7! -0 4 N. fchwach Nebel !0 « Dnc« Tassesmittel der Temperatur vom Scnnstaa. beträa,« sl 2«, Nurmale 5 8°, vom Sonntag «6°, Normale tt'0". Ecislnische Berichte »mo Veobachtunqen der ^ailmchrr lfrdlirbelNvnrtc lOrt: Gebäude der l.,l. NiNlNn.Obelrsalsch»».) ^'ane: Nordl.Brri!<>4»!" 03'-. ÖsN^'äüsse von ("recnwich 14« 31'. B e ss i >> n ^3 '^ ^. Herd- D .^ .^ .^ 2- 3^ 3^5 ^ 3^ " dislanz '" -Z LZ H Z' «A ^ " ä ^ IlM !> m » l, IN n i I> m n l> m si l> II! ^ Üb. örtlich 14 30------------->-----------14 30------------- V (5 0) 25,. > 14 32------------------------------14 32------------- V l4'<»> 25. » 14 ll4 —--------i-------14 34-------------V <3-0) 2l,. , 1!>bN4()------------------ 19 56 40 1!»5'.1 V (350) ^' > 19^30 1!>5<»30 — V <4<>) ^i . » 2005 50 — — ^------------200550____ V ^ (2-0) ^;, ^ 01 56 40------------------ «1 5« 40 ____ V ! ! (4-0) ! ! ^7. ' l« 47 ^>!» ^. .....- l------------>« 47 )<0 !« 4«) V ! l8 0) B edrnderi ch t e: "* Am 21, März a.l'Ncn « Uhr nnd sse^en 14 Uhr Erdslüße vierten Grades in V)aml'oli (Vnl. Nnricn). . Am 2^!. März «essen 7 Ulir 15 Min, leichte Er^ chnlterlinss in («a rfaa,n a na; ssessm ll» Uhr ,'.0 Min, Erd stl's, in ^nmboli lBnl<,arie»1. Am ^3. März sskssen 1 Uhr mitt.lslarlcr (irdstoft in Baraa: «essen !i Uhr 42 Min. jchwachr Elschiitlerunss mit <^r>öic in 2itn ic, luv o (Biilssarien). — Am '^4 März a.ea.rn 1 Uhr drei starke Stöße m Murrck V l'd cn n urn l, e :**^ 12'2rlnnd(nvendrl nnd 7.Se« lilnoenftendel «sehr fchwach». 4'Sclündcnpmdl'I s,I,ilnul,», Ab-nchinlüd, V ^ Mis!li!!',oi„i,'«,n»'!, V!<-!'!»i»!, ^v ^ Wirchfu.Psich,.,. ' " T,!' .'!'ä!<'!,>'!, silt! li»f »^!>r>^,,i>^.,,!ch>' .'j^i! ,md n»'id>',, vl',< Mi>l,!„!!, « »>>r >>i<< .'^ »,„ „,'^,!,> ^>» Dis Bnds!,»>,r!,!>!- ,l»,'d '» >'l>N',>!>,'„ -,,iil!'l,,,id!-» l,a,IIsi;i>'r! -j!n-!ll!l!>nr l'i« z» ! 'Miüimi'll's <»>'!i> ichll'nch», l'u,! « l>i« ^ Mi»i,!,>,>> >'<1!N>,1,!!-, l'l'„ ^! l,i<> 4 ',>,!!,!!!'!>'!» >«!>i!,i»! !<n!', lnn, 7 l,iö I« Mi»,„»'!>'!'» »il'In jlnis. >,,,k iil», ><» Mi»,,,»-ls! „n,,,,!'! 'Ninls' Um,l!»' ai, nil,,, Vr»b>!>>, Mit 1. April 1U09 beginnt em neues Abonnement auf die Dailmcher Zeitung. Die Prännmerations-Bedingungen bleiben unverändert und betragen: mit Poftversendung: für ßaibach: ganzjährig . . »« X — I, ganzjährig . . 22 Ii - k halbjährig . . Ill » — » halbjährig . . ll » — » vierteljährig . 7 » l5« » vierteljährig . » » »0 » monatlich. . . 2 » 50 » monatlich. . . l , »» , Für die Zustellung ins Haus für hiefige Abonnenten per Jahr 2 Kronen. Dic P. T. Abonnenten werden höflichst gebeten, den Priinnmcratiousbctrass für die «Laib. Zeitung» stets rechtzeitig und in vorhinein zu entrichten, da sonst die Zusendung ohne weiteres eingestellt wird. DW^ vie ^ränumeralion» »etriige »ollen ponolrel luge5en>. («iacosa. Deutsch von Alfred Bruggemann. — Musik von Giacomo Purcini Ansang halb 8 Uhr. (5,che ,mch 10 Uhr, Cisenbett niit J'odcreinsatz sowie oiu Kinderwagen mit (Juminirädern sind Pfalzg&sse Nr. 9 II. Stock, Kn vefkMnr<-n.' Aiifnine dortselbst. (1J19) 2 ] Zwei möblierte Monatzimmer einzeln oder zuwirinnen , aurb mit Verpflegung, sind zu vergeben. Niiberes in der Administration dieser z*itllHK- (mO) 2-1 (Statt jeder besonderen Anzeige) 1- Katharina Pichlcr qibt nisnimliilert im riqrnen sowie iin viamen aller Ariwandten allen Freunden und Nelanntcii die höchft l'eirübendr 3iach. richt, daß es Gott d>'M Allmächtigen gefallen hat, ihren inniqstgelieliten, unvergeßlichen Gatten, be-zichnngsweise Bruder, Onlel, Herrn Josef Pichlrr l. l. NezirlSselretar und landjchastlichen ?l,lHl)il^.>,onzep<«.bcamie« i. »l. heute un, '/i,eits abzuberufen. Das Leichenbegängnis des teueren Dahin ge,ch-edenen stndet am 2!1. März uni 3 Uhr nach-"»tans vom Trnnrrliause Alter Mailt iNr. 17 aus anf den Fr>edlwf z»,n Heil, .«itrruz statt. Die heil, Trele»,!,- ssen werden in den Pfari> l'rchen zu St. Iatol' und Maria ilü^liindiglina gelesen warden. Der nnvrrgeßliche Verblichene wird dem fro»i> men Gebete und Anbei,lcn enipfohlen. Laiba ch. 27, März 1W9, ! Im Hinne des »erftordrxcn werden Uranzfprnden danlcnd al>nrlcl»,!t l _________ ------ Laibacher Zeitung Nr. 70 618 29. März 1909. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Knrsblatte) vom 27. März 1909. Lie notierte» Kurse verstehen sich in Kronenwährnng. Die Notierung sämtlicher Altien und der «Diversen Lose» verstellt sich per Ttücl. Gelb Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4"/n lonver. steuerfrei, Kronen (Mai Nov.) per Kasse . , 93 90 34'lo betto (Mm.-Juli) per Kasse 93 80 »4 — 4 2«/„ ü, W, Noten (Febr.-Äug,) per Kasse......97 "75 87 9b 4'2"/„ ö, W, Silver (Nprillllt.) per Kasse......97'85 9805 1860er Staatslose 500 fl, 4"/„ 15325 »57 25 I»»!0er ,. 100 fl, 4"/„ 208 — 212 - 18',4er ., 100 fl. , , 2«5'50 2l>9 50 l»«4ei „ 50 fl, . . 265 50 2«9 50 Dom.-Pfandbr. ^ 120 fl, ü"/„ 290 - 294 - Staatsschuld der im Rcichsratc vertretenen ! Königreiche uud Länder. Ocstcrr. Ouldrrnte steuersr,, Gold per Kasse , , , , 4"/<> 11460 114 80 Oestcrr. Rente in Kroneuwäh... ! strxrrfrci. per Kasse, 4"/., 93!»b! 94 15 deNo per Ultimo . . 4°/„ 8395 94 15 Ocst. Investilimis-Nentc, steucr- frei, Kr. per Kasse 3'/,°/« »3 8b 84 05 Eisenbahn» Etaatsschuldvcrschreibungen. Elisabcth-Bah» i, O., steuerfrei, zu 10.000 fl, . . . 4°/,, 114 25 115 25 Franz Ioseph-Vahn, in Silbcr (div. St., . . . 5'/<"/n 117 75 118 75 Oalizische >arl Ludwig-Bahn (div. Sl Kronen . 4"/,, 94 30 9530 Rudolf Bahn, in Kroncnwähr. ftcucrfrei. idiv. Et.) . 4"/., 8480 9b 90 Borarlbergei Bahn, steuerfrei, 400 und 2000 Kronen 4"/„ 9b' - 9« — Z« N,>atSschllldversO«l- ! bungen abgestempelte Eisen» bahn.Nttien. (tlisabeth-Vahn, 20« sl, KM. 52/4 °/n von 400 Kronen . 45L — 455 — detto Linz-Budweis 200 fl. ö. W. in Süder. b>/<"/<, . 418 — 420-dctto Lalzbura-Tirol 200 sl. ö. W. in Silber, b"/n - - «4 —418'— Kremstal Bah» 200 >>nd 2000 Kronc», 4"/„.....193 — 195'— Geld Ware Vom Staate zur Zahlung übernommene Eisenbahn» Pril>ritätö'Oblin,atil»lcn. Vühm. Westbahn Em. 1«!'5, 40«. 200« ». 10,000 Nruiic» 4"/, 8b— 9« — ElisabethBah» L0N ». 3000 M. 4 ad 1U"/„......116-75 117-75 Elisabeth Nahn 400 U, 2000 M. 4"/o........116 3 25 10425 dcltu 400 u. 50«l! lv 3>/i"/n 8»' 87'--Vorarlbcrger Bahn Em. 1884 (biv. St.), Silber, 4"/„ . 95 6b 8665 Staatsschuld der Lander der ungarischen Krone. 4"/n un«. «oldrcnle per Kasse . 1!«-5U 11070 4"/, bett» per Ultimo 110 50 11070 4"/, ung. Rente in Kroncnwähr., steuerfrei, per Kasse . . 8140 91 «0 4"/„ detto per Ultimo 81 40 !,1'60 3'/i"/<, dctto per Kasse . 8i'«u 82- Ung. Prämienanleihe 5 100 fl, 19875 196 7ü dtttll u 50 fl, 182 75 1l'6 75 Theih..Re«..Uole 4«/„. . . .140-145' 4°/„ ung. Grund''tl.-jDblia.. , l»i'7b 92 75 4"/n lroat. u. sla Orunbentl. Obligationen . . . . 93— 94' — Andere öffentl. Anlehen. Nosn. Landesanlehen (div.) 4»/<> 92— 93' — Nosn.-Hcrceg, Eisenb,-Landes» Anlchen (div., 4>/,"/n . . 3? 60 9860 5"/„ Donau-Neg,-Anlehen 1878 >03 20 — — Wiener Verlehrsanlehen 4"/„ . »5— 96 — dctto 1900 4"/<> !»5— »6- Anlchen der Stadt Wien . . i»u 3ujioi-3U dctto (S. oder G.) 1874 I2>05i 12205 dcttll (1«94)..... 92'75> 93'75 dettu (Gas! v. ss. 1898 . 94-10! 95 10 detto Meltr.) v. I. 1900 93'70 U4'7N deitu (I»v. A.I U. 1.1802 9475 95 75 dttlo U. I. 1908 . . . 94-4« 95'2» Vörsenbau Anlchcn vcrlosb. 4°/„ 9b.b0 SSb» «ussischc StaatSanl. v. I. 190S f. 100 X pcr Kasse . b"/« —'— —'— detto per Ultimo 5"/„ 9630 96 «0 Nulg. Staats-Huputhelaranlehen 1892......6"/» 11875 11<»'75 Geld Ware «ulg. Staats-Goldanleihe 1907 s. 100 Kronen. . 4>//7„ 85'LÜ »!>'2b Pfandbriefe usw. Vudenlrcdit, allg, üstcrr., in 50 Iahrcn vcrloöbar . 4"/« 9375 94 7f> Nühm. Hupothclenb.. vcrl, 4"/<> »6 7», 9? 7» Zentral.-Bud.-Krcd.-Äl.üNcrl,, 45 Jahre Verl. . 4'/."/n '00 25 101lis> elto 65 N. ucrl, . , 4°/„! 9«'2ü! 97 25 Nrcd.-Inst.. österr., f. Verl.-Unt, n. öffrntl.Nrb. «at.^ 4"/„ 83'50 845» Landesb. d. nönigr. Oalizie» u. Ludom., 57l/2Ir»clz. 4"/n 93^5 84'2!> Älähr. Huvolhelenb., verl. 4"/„ 95,,5, 96 55 N.-i)strrr.La»dei-Hl,U.-'.'l,!st.4n/,, »«'25, 97'2l> dtttu inll 2"/nNr. Verl. 3>/,"/<, 8«'i!5! 8!."25 detto K.Schnlbsch. vcrl. ^'/2"/,, »8'2b! 8Ü25 deUo vcrl.....4"/., 96'— 97 — Oestcrr.-nng. Vanl, 50 Jahre vcrl., 4°/„ ö. W. . . , W— 99' - detlu 4«/n Krunen-W. . . 98Ü0 8950 Sparl.,Erstcöst.,NuI. verl.4"/„ 99- —- Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Oestcrr. Nurbwestbal,!, 20N fl.3. 1«4'- 1N5 — Staatöbahn 500 Fr.....400- 404- Nüdbahü il 3«/„ Iänner-Iuli 50« Fr. (per St.) . . . 26550 267 s>0 Südbahii a ü"/n 200 fl. S, °:G. H« 40 11840 Diverse Lose. «Per Stück.) Verzinsliche Lose. 3°/„ NobenlrcditLosc Em, l880 2S85U 27450 dctto (5m. 1»»9 2S2 — 268-- - 5"/« TonanNcanI.-Losc in!) sl. 257'— 263 — Scib.Pvam.-Änl.p.1«0Fr.2"/,> 82- 98 — Unverzinsliche Lose. Vudav. Vasilila (Dombani 5 fl. 1"'6N 2160 Kreditlose l00 fl......461'—47! - !5laru-llosc i0 fl. K.-M. . . 145— ,55 — Oscner Lose 40 fl......212 — 222 Palfti, Lose 40 f>. K.-M. . . 'Ul— 20,- -Nuten Krenz, äst. Ges. v., 1» fl. 50 50 54 50 Nuten Kreuz, miss. Oes. v., 5 fl. 31— 33 — Nubolf-Lose lN fl......63 50 f>9'50 Salm Lose 40 fl. K.-M. . . 243 — 253-Türl. (t..«..A»!..Prä!N.-Obllg. 400 Fr, pcr Kasse . . . 158 — 18t — dctlo per Medio . , . 182 — 183 — Geld Ware Wiener Komin.-Lose u. I. 1874 486— 486 — Vcw.-Lch b. 3"/n Präm. Schuld, d.Äodenlr.-Anst. 0Usl.K.-M. 2710- 2730 — dcttu lüt. li» ^00 sl. per Ult. 101»!—,102« — Do,!ai!-DllmpfIchiNal)rts'G>'I..1., !. I. piiv., 500 !l. K. M. . 868 — 876 — Dnx-VudenbachciEiIe»b.4U0Kr. ^>55— b!>7 — Fcldi»a!idö-Nuidv. INWfl.KM. 5!80 — 5?20-Kaschn» -Oderbcrsier Eisenbahn 200 sl. S....... 357— 361- Lrmb,-Czcrn.-Inssn - Eis, »bahn- Gescllschllst, 200 sl. S. . 547— 533- Lludd. üftrrr., 400 Kronen . . 407- 410 — Oesterr.Nurdwestl!ah»,200sl.V. 45050 451'50 drtlo Nil,, l!) 200 fl. V.P. Ult. 450- 4,'>I' PrassTnxerEüiüch. lWfl.auasl. 2!7?5 21« 75, Ltaatseisenb. 200 fl. L. per Ult. «7475! 675 75 Nttdbahn 200 fl. S. per Ultimo 101'!>0 i«2 50 Sildnordbentiche lljerbindnngsb. 200 sl. K.-M..... 3N5-— 39»- Transporlgesellschaf!, intcrnat,, N.-W., 200 Kronen . . . —'— - -Ungar. Wcslvahn (Naab-Graz) 20« fl. N....... 409— 411-— Wicncr Lolalb.-Alt.-Mes. 200 fl. —'— 200 — »anten. slnsslo-Oeslerr. Banl, 120 fl, , 282'40 29!j 4« Vanlvcrei», Wicncr, pcr K'assc —'— - — dcüu pcr Ulümo 5,8- 5,!»-— Bodenlr.-Ansl.,allg.öst.,3N0Ki. I0<>>» - 1075 -> Zentr. «ud.-Kledbl..üst..20Nfl. 530— 535 — Kredüanslalt j»r Handel und M'w., .'!20Kr., per Kasse . —— —-- deltu per Ultimo 6265« 6275« nrcdituanl, ung. alls,,, 200 Kr. 73«>— 7:«7 — Tcpllsitcnba»!, alln. 200 fl, . 444" 44«-Eilluniptc - Orscttschasl, nicdcr- üstcrrcichisch?, 400 Kronen 579— 583— Oiro- ».Kassen«., Wr.. 20« fl. 451— 453 — HlipUtIMnbl., ust., 2U0Kr. 5"/„ 284— 286 — Ländcrbanl, ost , 200 sl., p. Kasse------- detto pcr Ultimo 42850 430-5« »Mcrtnr», Wrchsclstnli. Altien- Ocscllschaft, 200 fl. . . . 597'— 602- Ocstcrr.-»»!,.Ban!, 14NNKronen 1760— 1770 - Uniunbanl, 200 fl..... b33'5« 534 50 Unlunl,a»l, böhmische, 100 sl. . 24450 245'5>,> VerlehrsuanI, allg., I4u fl, . 3^!-— 33? ^ Ocld ^al Inbustrieunteinel»mnn, lonfl. 199— 202 -«Elbcmühl», Papirrlauril und Vcrl.'Wescllschast, I«U fl. . 182- 1»b- Eleltr-Ges, alln ostrrr., 20Ufl, »74 5« 37b— Elcllr.-Gcs., inlcr,,., ^«0 fl, , — — -- Elcltr.-Nlüc» Vcs., ucreinisstc , 207- «08— Hinterbersscr Pair-, Zimdh,. ». Mc>. Fal ril, 40« Kronen . >!>:»>-- 104«'- Licsinsscr Brancrci lu« sl. , , 2>N— 2lll'^ Montan Ges., üst. alpi,»', 100 fl. ss»s,stahl- ss. Alt.Gescllschlls!, 200 sl. 407- 413'^ Prancr Liscnindnstricgl'scllschaf! 200 fl........ 2355 — 23«b— Nima -Mnrau» Salsso Tarjancr Eiscnw 10« sl..... 52« - b2l'-- Salno-Tarj. Stcinlohlcn 100 fl. 5»5>4— ob?-^ »Schlünclmiilil.. Papiers., 2U0fl. ! 302— 306— »Nchodnica», A.-O. sür P.'trul,- Industric, 5«« wunc» . 400— 410 — »LlryrcrmNHI', Papicrsabril n. Verlaa,sn,elcl!schast . . . 415 — 425— Trilnilcr Klihlcüw.-Ocs. 70 fl. 262— 265'— Tiirl. Tabalrcgicsies. 2«0 Fr. per Kasse....... -- -'- dctto per Ultimo !!41 — 345— Waffcnf.-«cs„ »sterr.. 100 sl. . 60« 6N>'»0 Wicncr Ba»s,cscllschaft, 100 fl. 141— 145— Wiencrbcrgcr ^icqels.-Alt.-Ges. 675- «5«^ Devisen. Knrze Eichten ,»>b Schecks. 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