üüliiid)i'r 5d)ul)i'ihuu| Sliijeigeu Werben billtgft beregnet. üßereinSmitglieber erhalten ba§ ©eftettungen, Slntünbigungen unb ^ . . , - ^ t t. * SÖIatt umfonft. Seftettgebü^ren unb ^Beilagen finb augfdjlteßlic^ nur an alle ga^Iungen für ba§ JSIatt finb bie Verwaltung: Oberlehrer žlbolf . an ben ,8af)Inteifter be§ Vereines, IDeinlid), Saibach, Dberrealfchul* , u n . Oberlehrer ^bolf Petnlid), ßaibach, gebaube, gu rieten. 5t*. !• §!• fUtttUfd), 1. einjufenben. irfdjeint am 15. eines jeben sJQionateS; falls btefer auf einen Sonn- ober geiertag fällt, wirb baS Vlatt am nächften iöerftag ausgegeben. — gejugspreis: jährlid) 4 K, hö^jährlid) 2 K; einjelne Stücfe 4-0 h. Sluffä^e unb Mitteilungen über Schul- unb Sehrerangeleg enheiten fowie Vücher unb Sehrmittel gur Veurteilung werben toftenfrei an bie Seitung beS VlatteS erbeten, ^anbfehriften unb eingefanbte SBerfe werben nicht gurüdgefteHt. HEhfs linb mädiP in fEtnEr EigEnen Irafi unii ®E]iaIf: Iianrm fEt uns iiiE ^igEitarf EtnE» jEiiEii linitEa (jEilig. 2)as VÜbmigöftreben bes Sehrcrftanbes. 3}on ^uf. Dl6rif^. «a3ielleicf)t in feiner 3eif ift tue auf gortbilbung geriefttete Semegung unter ber ertnac^fenen männlidjen unb tneiblicfjen SBelt eine fo lebf)afte unb meitöerbreitete getoefen als in unferen jEagen. Sie fief) auf bie jEatfadfe, bag ber ftreöenbe äffenfe^ nie fertig ift, baff er immer weiter fortfcfjreiten unb immer tiefer Einbringen will in bie inneren 3ufammeu= f)änge be§ f^atur^ unb 3}fenftf)enfeben§. @o wirb in 3Baf)rf)eit ba§ Seben eine ©djule, aus ber wir erft mit betn Sobe entlaffen werben.» ®iefe Söorte S)r. 9tein§ (ißäbagogif in ftjftema» tifc^er SDarfteQung, I. 23b.) gelten in ootfem äftafje oon bem immer mehr jutage tretenben öilbungSftreben ber Sef)rerfcE)aft, baS niefjt blo^ für ben Se£)rerftanb allein, fonbern in üiel ^ö^erem ®rabe nod) für baS Kulturleben ber Se|tjeit unb für bie görberung ber nationalen Sntwidlung oon tiefgefjenbfter Sebeutnng ift. 2)iefe§ nid)t me^r abjuweifenbe löeftreben finbet feinen fid)tbarften SluSbrud fowobl in ben jaf)llofen Se^reroerfammlungen, bie überad bie geiftige gortbilbung ifjrer »Eeilne^mer jum Kernpunfte ifjreS ißrogrammeS machen, als amh in ber Slbpaltung oon gmdbilbungSfurfen ber oerfepiebenften Slrt, befonberS in ber bei nnS in ber neueften 3eit glüdliih öoHjogenen SEatfadie ber Eröffnung oon §od)fc^ulfurfen (SSolfSberg, Seoben, ißrac^ati|). 93al)nbred)enb l)at in biefer 93ejief)ung oor allem SDeutfdflanb gewirft, wo bie Sadje freiwilliger gortbilbung in bem letzten Safjrjepnt eine früher ungeat)nte öebeutung, einen aEe SßolfSflaffen umfaffenben Umfang angenommen l)at, ber oon Sa^r ju Sapr im SBadjfen begriffen ift. Kein ©ebilbeter wirb beftreiten wollen, baff gegenüber ben ungeheuren fffortfdjritten beS geiftigen SebenS auf aEen Oebieten, gegenüber ber erhöhten 2Silbuug ber weiften Sernfsftänbe bie Silbung beS SehrerftanbeS als ooEftanbig rüdftänbig ju bejeidhnen ift. 9J?od)te and) einftenS bie mechanifche, briEmafjige Slneignung unb Mitteilung ber aEer= notwenbigften Kenntniffe ben fehr geringen Ülnforöerungen, bie au bie SSolfSfdjule gefteEt ju werben pflegten, notbürftig genügt haben, heidc, öa bie Schule bie würbige ^Sflegeftätte echter ®eifteS= unb ^erjenSoereblung fein foE, muh als Orunblage einer gerechten ©rfüEung biefer fategorifchen gorberung eine jeit= unb fulturgemähe fffortbilbung beS SehrerftanbeS, bafierenb auf ben ©rgefmiffen ber wiffenfchaftlichen ißäbagogif, im Ssntereffe beS wirtlichen 25ol£SwohleS bringenb oerlangt werben. 2Bill baS Sßolf im geiftigen unb materieEen SBettbewerb mit auberen Nationen ftetg gleichen ©tf)ritt galten, fo braucf)t eS in erfter Stnie n)iffenf(SaftIid) gebilbete, auf ber £)ölfe ber Kultur fte^enbe Setjrer. Sag Streben ber üetjrer nact) ertjöbter Stugbilbung bectt ficf) genau mit bem ^Ringen beg SSoIteg, ben if)m gerabe unentbetjrlidjen Silbuuggftoff in größtem Slugmage fic^ ju ermerben, bamit eg, mit bemfetben geriiftet, allen Sc^mierigteiten beg täglichen Sebeng, bem oon Sag ju Sag immer ijeftiger merbenben ^onturrenjfampfe erfolg* reic^ begegnen tonne. «Sie großartige (Sntmicflung ber Snbuftne unb ber Sedmi!,» fagt ißrof. Sr. SBilßelm iRein, «bie für bie mirtfdjaftlidfe Sage beg SSolfeg fdjtoenuiegenbe ßatte, beeinflußte and) bie .ßufammenfeßung ber ©efetlfdjaft in tiefgeßenbfter SSeife. Senn fie jeitigte bie ©ntfteßung eineg neuen Stan beg, beg Slrbeiterftanbeg, ber, oon ben ßerrfcßenben Spießten mibermitlig aufgenommen, Scßritt für Scßritt um SSerbefferung feiner mirtfeßaft* ließen Sage unb um politifeße iRecßte ju famßfen gejvoungen war. Sn biefem Kampfe aber tag bie Nötigung, fieß nadß einer geiftigen Stugrüftung umjufeßen, bureß bie man jum Siege gelangen fonnte. Unb biefe Stugrüftung burfte nidjt auf bie güßrer befeßränft bleiben, fonbern mußte, um wirtfam ju werben, auf bie äRaffe beg SSolieg fieß erftreden. So !am Seben unb Bewegung in biefelbe ßinein unb pftangte fieß oon ßier aug weiter fort. Slm wenigften berüßrt würben oon ißr bie mittleren Scßidjten, bag fogenannte töürgertum, beffen geiftige Sntereffen, Wie eg feßeint, fieß mit ißren wirtfcßaftlidjen unb materiellen Sebürfniffen naßeju beden. 3n biefer Bewegung trat attmäßtidß bie praftifeße Senbeuj, bag SBiffen alg SRittel jur SRacßt* entfattung ju benußen, jurüd ßinter bem iöeftreben, bie oon bem obtigatorifeßen Scßutbefucß angelegten ßenntuiffe bureß freiwütigeg Stubium ju erweitern unb ju oertiefen, um bem geiftigen Seben einen reießeren unb wertoolteren Snßalt ju oerfeßaffen unb bie geiftigen Strafte naeß aßen Seiten ßin traftig anjufpannen. Saju nötigen ung aud) bie großen Stufgaben, bie unferem tßotfe geftettt finb, naeßbem eg bureß bie ©inigung unb ben wirtfeßafttidjen Stuffcßwung in bie iReiße ber SBettmäißte eingetreten ift. SRancßeg überlieferte SSorurteil muß biefen Stufgaben gegenüber feßwinben, mandßeg Unjulänglicße burd) S3 eff er eg erfeßt werben. SJiit ber Bewegung, bie aug ben unteren Sdjicßten ftammt, üerbinbet fidj bie nationale IRicßtung oon unten, bie an bie ßutunft unfereg Solteg glaubt, unb begßalb mamßerlei neue Söege einjufißlagen fueßt, um bag gefamte geiftige tRüftjeug fißarf unb gebraucßgtücßtig ju erßalten.» Sie ßeutige Scßulerjießung maeßt eg bem Seßrer ju einer gebieterifeßen ißftid)t, baß er bag SBiffen, bag in ben ßeutigen iöilbungganftatten oermöge ißrer feßr befeßräuften Drganifation nur brueßftüdweife unb oßne jeglicße tiefere wiffenfcßaftlicße Segrünbung bargeboten Wirb, auf ber Ituiuerfitat fieß üoltftänbig aneigne. «Senn bie Unioerfitüt,» bemerft feßr treffenb ißrofeffor Sr. Stub. Süden, «ift einmal bie tpauptftätte, wo Seßre unb gorfdjitng einanber berüßren unb burdfbringen, wo bie probleme mitten im g^ß ftnb unb ber Sinjelne fieß ju geiftiger Selb* ftänbigfeit unb Sigenart aufringt; ein Sebiet nuferer geiftigen Slrbeit ganj unb gar oon ber Unioerfitüt augfeßließen, bag ßeißt, ißm bie graßät ber Bewegung oertümmern, bag ßeißt, feinen gufcumnmßtmg mit bem Sanjen beg ©eifteglebeng lodern.» SRur bie ^»ocßfößule bietet bem Seßrer bie ÜRöglicßfeit, big in bie Siefen ber SBiffenfcßaft ju bringen, nur ein eifrig betriebeneg Unioerfitatgftubium fann bem Seßrer bie wiffenfcßaftlicße SRetßobe bringen. «SRan fann,» fo wirb maneßer einwenben, «bie wiffenfcßaftlicßen gortfeßritte audß aug ben S3ücßeru tennen lernen unb fieß bureß Sefen einfd)lägiger ßeitfeßriften auf ber §öße ber ßalteu.» hierauf muß geantwortet werben: «8n oielen gälten (Semonftrationen, aufcßaulicße Seifpiele unb Übungen) oerfagt bag SBücßerftubium gänglicß, fo baß bem weiter forfeßenben Seifte oft ptößlii^ ein unwillfommeneg ^>alt geboten wirb.» Serjeit fteßen freilid) nod) jaßtreieße, feßeinbar unüberwinblidße .pinberniffe bem Streben naeß Srfcßließung ber Unioerfitüt entgegen; wießtige, meift im SSerborgeuen liegenbe ÜRomente bewirten, baß bag oottfommen beredßtigte IRingen ber Seßrcrfcßaft fürg erfte refuttattog bleibt. Sodj ein günftiger Umftanb oerfpridßt eine beffere ^utunft: gaftoren, bie einzig unb allein berechtigt finb, eine auSfdjtaggebenbe Stimme abjugeben, UnioerfitatSprof eff oren oon on§* gezeichnetem sJtnfe greifen felbjt ein, bem immer reger fid) geftoltenben ffleftreben beg ßehrer» ftanbež nad) ßidaffung jum §ochfchuIftubium 3iift'inmini3f Geltung unb tatfräftige Unterftühung Zuteil merben zu laffen. SBirb ja Oon biefen in rid)tiger @rfenntni§ ber j£atfad)e baS ©itbungg* beftreben ber Seijrerfd)aft al§ ba§ gazit einer grojjen iöetoegung beg Solfež betrachtet, bie fid) auf alten (Gebieten be§ öffentlichen Sebcn'S funbgibt, bie molji burch bie SHittel einer beoorredjteten, berzeit teiber faft allmächtigen $afte eine ^eittang nod) oerzögert, aber nie mehr gänzlid) abgeroiefen merben fann. lliur eine echte Sitbung bringt bem Staate mirflithe 23or= teile, nur ein oon einem mirtlid) intelligenten ®oIfe belebter Staat fann h0ffen, bie immer fdjmieriger fid) geftoltenben Safeinžfampfe mit ©rfolg zu befteljen. ®ie oerfchiebenen @in= mänbe, bie gegen ba§, mie mir fehen, oon autoritatioer Seite al§ burchaus berechtigt anerfannte Streben be§ Sehrerftanbes erhoben merben, fteljen übrigeng auf fehr fchtoad)en güjjen. ®em SSormurfe, ba^ burch eiue (Srmeiterung ber roiffenfd)aftlid)en Silbung ber iieljrer «§albbilbung» erzeugt merbe, fann einfach entgegengehalten merben, baff ber Sah «3111 unfer SBiffen ift Stüdmerf» heute mehr at§ je feine (Geltung befit^t. 2Sa§ in früheren 3ahrl)uuberten, zuleht nur noch einem Seibnif) möglich mar, nämlich einer umfaffenben, enzhflopäbifdjen ©elehrfamfeit fiih erfreuen z« bürfen, ift bei bem ungeheuren Umfange ber SBiffenfdjaft heute nur nod) ein Sbeal. *®enn mir ade, fo gelehrt mir fein mögen, finb nur in einzelnen Gebieten bemanbert Unb fönnen eg bei ber gemaltigen 3tugbehuung unb Differenzierung ber SBiffenfchaften and) nur fein. 3n bem Umfange beg SSiffeng, bag jemanb beherrfcht, fann alfo nicht bag augfchlaggebenbe äJfoment liegen, bag jemanb zu einem ©ebilbeten ftempelt. ©g fann jemanb erftaunlich oiet miffen unb ift bod) nur ein Ipalbgebitbeter, nämlich bann, menn il)m bie |>erzengbilbnng abgeht unb bie Selbftänbigfeit beg Urteileg mangelt. 3Seld)e Dragif beg 3Jfenfchenlebeng, menn nur bem oolle iöilbung zufommeu fönnte, ber ben ganzen Umfreig ber 3Siffenfd)aft unb ft'unft zu umfpannen oermöchte! ®or ihr finb mir bemahrt, meil bag, mag mafjre Silbung augmad)t, auch ^em einfadjfteu DJfann aug bem 93olfe zugänglich ift: ein marmeg gühlen unb ein felbftänbigeg Urteilen.» (Stein, ^äbagogif.) SSenn gefagt mirb, bah burch eme fünftliöh hinauf gef dhraubte hbhere Silbung bie ohnehin fd)on alg ganz mafjlog zu nennenben Slnfprüche ber Sehrer ing Uneubliche gefteigert mürben, fo muff immer mieber barauf oermiefen merben, bah bie 3tnfprüd)e ber Sehrerfcljaft gemäh if)rer Silbung unb entfprechenb ihrer Seiftung nicht über bag gemöhnlidje Stioeau gerechter Bezahlung für geleiftete Dienfte gehen, bag, menn mir übrigeng oon ber feftftehenben Datfache abfehen, nad) ber anbere Stäube Oert)ältnigmähig oiel beffer befolbet finb, bag Stingen unb Sümpfen ber Sehrerfd)aft um eine löefferung ber zur 3eit gerabezu erbärmlichen ®ehaltgoerl)ättniffe oon jebem billig Denfenben alg gered)t anerfannt mirb. SSenn ber Staat, ber für gorberungen oft zmeifelhoften Siu|eng feine ©elbauglagen fcheut, bie für Söilbunggzmede U>ahrlid) meit beffer angemenbet mären, bem ßehrer geben möchte, mag biefem mit oollftem Siechte gebührt, fo mürbe jebenfallg bag meitere Sebenfen fd)toinben, bag aug einer Srmeiterung ber Sehrerbitbung einen ungeahnten Sehrermangel folgern mili. ©erabe biefeg SSebenfen hut ißrofeffor ®r. Süden fo trefflid) mibertegt, bah wir am befteu biefen felbft zu SBorte fommen taffen: «SBer bie Sache näher ermägt, mirb nicht fo rafd) mit feinem Urteile fertig fein. $unä(hft befagt bie Sröffnungf ber Unioerfitäten für SSoIfgfchullehrer feinegmegg, bah fofort fämtlidje Sefjramtgfanbibaten ben 2Seg burch t)ie Unioerfität nehmen mühten, eg mirb fid) t>abei znnächft nur um eine Slite Ijanbeln. 3lber ber SBunfd) befteht allerbingg, bah t>ie 3nht ber afabemifch ©ebilbeten allmählich madjfe, bah fier oßne ein ftarEeS Vertrauen auf bie 3u^nft Eam nod) nie eine geiftige Bewegung in 3rluß; and) finb bie Erwartungen oon ber 3ufunfi mef)r ^^0Be Utopien, wenn fie bie Stiftung weiter oerfolgen, weldje bie 3eit tatfäcplid) fcpon eingefcplagen ßat.» ©erfelbe ©eteprte pat bie eblen Seftrebungen be§ Seprerftanbež and) barauf geprüft, ob fid) bie ^utaffung ber Seprer jnr Uniberfitat aus! natürlichen, oernunftgemaßen Urfadjen recßtfertigen taffe unb babei mit fdjarfer §erüorhebung be§ Umftanbeg, baß fid) nämlich biefe§ ernfte unb opferfreubige, einen ganjen großen @tanb burcßbringenbe Streben unmöglich auf perföntiche SJtotioe, auf fojiaten @hr9e'S u- f- jurüdführen taffe, befonberö präji§ betont, baß ber innerfte EErieb opne ber fei, bie eigene 33eruf§arbeit jn heben, bie SSotfäfcfjute in eine engere unb fruchtbarere töejiehung jum Eanjen be§ geiftigen unb nationalen Seben§ ju bringen. g°tgenbe oon ®r. iRein in feinem eingangs genannten SSerfe befonberS het:00r5 gehobenen Erünbe, bie bie Berechtigung ber gorberung be§ SehrerftanbeS nach Erfdjtießung ber Unioerfität ju weitergepenben Stubien oottftünbig erweifen, mögen unfere Slbhanblnng fd)Iießen: «Es ift für bie ftrebfamen Elemente beS SeprerftanbeS erwünfdjt, baß fie fiih burcp baS Stubium an ber Unioerfität für eine Weitere Saufbapn oorbereiten Eönnen. Ein Stanb, ber Seben unb Sraft befißt, muß bie SRögtidjEeit einer Saufbahn haben, bie ben tücptigften ©tiebern ein weiteres üluffteigen gewährt, Wenn nicbt Unjufriebenpeit um fiep greifen unb bie beften Sräfte taprn legen fod. ES feptt in unferer Scputorganifation bisper an einer Stelle, an meldfer bie Bebingungen für ütuSbitbung oon ®ire!toren ber Bürger» unb äRittetfcpulen, ber Seminarleprer unb ißräparanbenleprer, ber SdjutinfpeEtoren ic. gegeben finb* Sn biefe Süde muß bie Unioerfität eintreten. ES pat unferem Sdjulwefen nur p oft ju größtem Scpaben gereidjt, baß ungeeignete unb fdjledft oorbereitete iß er] orten in baS ?tmt ber Seminarteprer unb Scputinfpettoren eingeftettt würben, diadjbem bie Seminariften bie Berechtigung jum einjährigen ®ienfte erpatten paben, eine grembfpracpe in ben Seprptan eingefüprt unb bie SIbiturienten ber Dberrealfdjuten, Sanbwirte unb Bharmažeutetl; 3ur Unioerfität jugetaffen worben finb, ift es fcptecpterbingS niept einjufepen, warum bie Seprer oon biefer ÜSopttat auSgefcptoffen fein fotten. ®ie Unioerfitäten fetbft gewinnen bamit an Sraft unb Einfluß, fie fönnen ben .ßaumcp'S au neuen, ftrebfamen Elementen oon fiep aus gewiß mit ftfradwn begrüßen, ba ipr Einfluß auf baS geiftige Seben beS BolfeS baburep nur gefteigert werben fann.» 2)aö bcutjrfje ^tlfeftffitltuefen. Sn Sftainj finbet am 14., 15. unb 16. Stprit, Dftern b. S-, ber Oierte BerbanbStag ber ^rilfSfcputen ®eutfd)IanbS ftatt. ®er ^itfsfcpuioerbanb, im Sapre 1898 gegrünbet, pat fiep bie ebte Stuf gäbe gefteEt, bie oietfaep fo ftief mütterlich bepanbelten fehwaepbegabten unb fcpwacp» finnigen Sinber in eigenen Scpulen, fogenannten ^ilfsfcputen, ju erjiepen unb ju unterrichten. SSäprenb ben Eörperlidj ©ebred)lid)en fcpou feit alter 3ed fiep mcnfcplicpe BarmperjigEeit unb Siebe juwenbet, ift für bie geiftig SRinberwertigen bis oor fttrjem fo oiel wie nicptS gefepepen. Selbft bann, als man fcpou längft Stnftalten jur Unterbringung oon Sbioten, Blinben, EEaubftummen patte, baepte faum jemanb baran, ben Scpwacpen am ©eifte eine befonbere Erjiepung angebeipen ju taffen. Unb bod) ift biefeS SSer! nidjt minber nötig unb wieptig, benn ber Scpwacpfinnigen gibt es weit mepr als ber Bierfinnigen, unb jene finb niept weniger * I. * )J5rof. $r. Stein Berüdfiiptigt in feinem 1902 erfdiienenen SSerte: «ißäöagogif in wfteniatifcfier ©arftedung», I. S3b.f jroor blop bie ©djutoerpaltniffe ®eutfc£)Ianbž; biefe SBerpnftniffe mcicfieit jeboct) uni' meuig uon unferen ©cbulBeiböttniffeu ab. fjilfSbebitrftig d§ biefe. Slber meti if)r Selben nic^t fo augenfällig ift, überfall man ež unb Iteff fte in ben !BoIf§fcf)ulen ober fcl)icfte fte in eine 3sbiotenanftaIt. S3eibe§ ift in gleichem DJtaffe uermerflid), benn Weber auf ber einen nod) auf ber anberen ©teile würbe ben .tinbern bie geeignete ©rjieljttng juteil. ©er tefjte gwtfen geiftigen SebenS erftarb unter einer foldjen unjwedmäfeigen 93ef)anbluug ootlenbž. O fine im Šefice be§ geringften I0fa^e§ geiftiger Silbung unb o^ne erwerb§fal)ig ju fein, würben biefe Ungtüdlidjen in ba§ Beben I)ntau§gef(f)i(ft, wo fie bann gar halb entweber ben 2Irmenf)äufern ober gar ben ©efängniffen jur Saft fielen. ©a§ tonnte anbers fein. ®emt bie Sßirffamfeit ber £>ilf§fcf)ulen fictt gejeigt, ba§ bie ID?ebrjaf)I ber fcbwact)befäf)igten Sinber bttrcf) geeignete S3ef)anblung noch ju nüblidben (Sliebern ber menfcf)licben (Sefellfcfiaft entwicfelt werben tarnt, ©antm ift bie ©ad}e ber ,fpilf3fcf)ulen in erfter Sinie eine I)Ocf)Wicf)tige ?lngelegenf)eit be§ ©taateS ttnb ber Kommunen. ?Iber and) Sfrjte, Oeiftlicbe uub guriften fctjenten ifinen neben ben ©cbultttännern ftets wactifenbe iöeacbtung. ©§ ift bafjer eine erfreuliche ttnb in fojialer §infid)t eine bebeutfame ©rfdieinung, bah bie ,f)ilf§fd)ulen in ben leisten Saljren erheblich jugenommen haben. SBährenb int 3al)re 1898 ihre 3ahl in ©eutfdhlanb 52 betrug, jälflt ba§ 9teich jur 3eit 174 fo!d)er 'žlnftalten. gaft alle größeren unb mefirtlaffigen ftnb felbftänbige ©dhutfhfteme mit eigener, fachmättnifcher Seitung. ©afj biefer gewaltige in erfter Sinie bem Serbanbe beutfcher §ilfgfchnlen unb feinen ißerfammlungen, bie ftet§ auch 0Dm 2lu§Ianbe befucht waren, jujufchreiben ift, bürfte nidft ju bejweifeln fein, ©och ^er SSerbanb raftet nicht; er witt feine Srfahrungen in immer weitere Greife tragen. Sn Staffen oon höd)ften3 15 @d)ülern fotten gebachte Sittber oereinigt werben, bttrdh liebeootte Sehanblttng, freilich amh bttrih faft übermenfchlidie Oebnlb, bttrd) eine intenfioe Verwertung be§ 9lnfchauung§= unb ©hred)= unterrichtet unb nicht julegt burd) ben |mnbfertigfeitg= ober Slrbeittunterridjt werben biefe Schwachen fo weit geförbert, bah burdifchnitttid) 80 ißrojent berfelben einem, Wenn auch einfachen, fo bod) georbneten Sebentberufe entgegengeführt werben. SInch in ber f^ortbilbungt» fd)ulc fott ihnen bie gebührenbe Veritdfidjtigung juteit werben; namentlich witt man ihnen bei Slutwahl unb Stuffinbung bet Sebentberufet auch nai^ ber ©chulentlaffung jur ©eite flehen. 2tuf bem ittaittjer Verbanbttag wirb ein erfahrener Surift, Dberamttrichter Volte aut Vraunfcf)Weig, bie «Verüdfichtigung ber ©chmachfinnigen im bürgerlichen unb öffentlichen sJted)t bet ®eutfd)en Veichet» befprechen. ®ie Unterrichttftatiftif bejeugt, bah auf etwa 1000 (Sinwohner ein fdjWadjfinniget Sinb ju rechnen ift, fo bah alfo feffon ©täbte mit 20.000 (Sinwohnern in ber Sage ftnb, fid) erfolgreii^ biefem ©amariterbienft ju wibmen. Snfolge ber günftigen Sage bet Verfammlungtortet fteht eine fehr rege Veteiligung nicht nur aut ®eutfd)lanb, foubern aud) aut Öfterreich unb ber @cf)weij ju erwarten. ®en ©hrenoorfitj bet Drttautfchuffet haben in liebentwürbiger Söeife §err ißrooinjialbirettor (äeheimrat grrdjerr oon Sägern unb .fperr ©berbürgermeifter ®r. Safmer übernommen, ©er Schriftführer bet Drttautfchuffet jur Vorbereitung für ben oierten .£> i l f t f d) ul o e r b a 11 b 11 a g ju Vtainj, .lpilftfd)ulleiter S- üßettig (9Vainj, Sauterenftrahe 9) ift ju idutfünften gern bereit unb nimmt 5lnmelbungen fchon jeht entgegen. Der uerirrtc Sotbat ober beß Mtfs ^robierftein. @tn bnctictie« Srama bež 17. 3af)rf)unbert«, bejprocfien unb erläutert Bon S'ranj IRiebl. (gortfefcung.) ©nblich oerurfachte ber Vefuch bet Saifert Srattj in Saibach im Sah« 1765 bie |>er* ftettung einer «ftänbifchen Vühne», bet lanbfdjafttichen ®hentert, burch ben Sanbtag betfelben Sahret aut ber tanbfchaftlichen üteitfchule. ©er Umbau, ber fecht DJtonate angeftrengter Arbeit oerlangte unb jwei ©todwerfe umfaffW, war für 850 ißerfonen berechnet, für bie bamalige $8ettö!ferung Satbacf)§ öon 7000 f>i§ 8000 SKenfcfjen genügenb. Slit ber ©teile biefež Beater?, ba§ natürlich mit ber ben gesteigerten Sebürfniffen nid)t mefjr entsprechen tonnte, erhob Sich, als e§ eine ^euerSbrunft im Satire 1887 eingeäSctjert hatte, bie SRnSitSdhute ber Philharmonie fi^en ©eSetlfbhaft, mährenb auf freier, grüner ©teile, an ber äöeftgrenje ber ©tabt, fich feit einem 2)ejennium bag neue SEheatergebäube erhebt* Sn bie erfte SBlütejeit be§ Saibacher SEheaterg fällt auch bie burd) jmei unbefannte ÜJtänner, üielleicht Trainer, burd) SJiartin |)önbler unb SDtelchior §arrer** oeranlagte Jtiebere fdhrift|beg ju betjanbelnben ®rama§. Sie mibmeten bagfelbe bem genannten ©rafen Sluergperg unb nach i5611 Angaben öon 3lner§perg§ SSürben in ihrer SSibmung fällt bie SIbfaffung ber ^anbfdhrift in bie 3eÜ 0on 1650 big 1673. Sene beiben ÜJiänner gehörten mahrfcheinlich jener «Kompagnie ber hochbeutfchen Komöbinnten» an, welche im Suni 1671 Saibacf) befuchte unb ber S3e£)örbe «eine action» bebijierte. ®ie Papierhanbfchrift, welche fich in ber taiferlichen ©tubienbibliothet in Saibach befinbet unb bie 97r. 280 trägt, umfajjt 47 Slätter in Dftaö unb ift in gut legbarer, nicht üerfcf)nörfelter beutfcher ©chrift gefcf)rieben (nur bie 3tuffchriften, tarnen unb bie SBibmutig finb lateinifcf) gefanb, felbft bie Sltamen ber SSerfaffer geigen eine ©chriftart. ®ie ,§anb« fdjrift ift atfo eine öon einem Schreiber beforgte dteinfchrift. S)er SIbbrucf berfelben burth Stabicg ift re^t forgfättig unb bie ©inleitung unb ber Slnljang finb fehr lefengwert. ®er §eraug* geber hat bie Siegeln ber neueren Stechtfctireibung angewanbt unb auch a^6 UIt^ unoerftänblich geworbene formen, SluSbrücte unb fftebewenbungeu burch neuere erfe^t, hoch jene gewöhnlich in Klammern beigefe^t, ohne aber bem ©anjen bie anheimelnbe altertümliche grifche (burch Beibehaltung öieler altertümlithcn SBorte unb Slebewenbuugen, öieler breiteren formen in ber ?Ibwanblung ber |taupt= unb Zeitwörter) ju nehmen. Sluch hat ber Herausgeber oft überflüffige SBörter in Klammern eingefc£)loffen ober gum Berftänbniffe notwenbige in Klammern bei» gegeben.*** ©ine anbere Hanbfcfirift biefeS ®ramaS ohne SEitel befinbet fich ln ber Berliner fönigl. Bibliothef (fDlf. ©erm. Quart 436, 1 Bl., 82 ©., 4°), unb hat SoIjanneS Boete im 15. Banbe ber Zeitfdjr. f. beutfthe Phila^fli^ ©eite 503, befchrieben, unb eine britte in ber SBietter Höf» bibliothef (SHr. 13.158, 23 BL, 4°), aus ber Sammlung ©aftelliS ftammenb, mit bem Borniert am SInfange: gefchrieben öon ©abriel äHöller ad a. 1689 b. 25. gebruarii in ÜDreSben unb einem gleichen am Schluffe: ©abriel äJtöller b. 28. gebruari ad 1689. ©S ift jener ÜJiölIer, weither 1703, 1708 unb 1710 als ®ireftor ber fädhfifchen Hoffomöbianten öon SBeimar aus Berlin befuchte unb bamalS nod) ber in S)reSbeit weilenben SEruppe Sol)ann Beltheims an» gehörte. SDie genannten brei Hanbfihriften nnterfcheiben fich ^ör in Kleinigfeiten beS SluSbrucfeS unb ber SBortftellung öoneinanber. ®iefeS ®rama erfreute fith groffer Berbreitung unb Beliebtheit währenb ber gangen gweiten Hälfte beS 17. Saf)rhunbertS unb big in baS 18. hinein, ©o würbe eS am 24. Suni beg Sal)reS 1673 gtt SDreSben im italienifchen ©arten ber Kurfürftin unter bem SEitel «Ser oerirrte SiebeSfolbat aufgeführt. Sn bem Bergeidiniffe ber ©tüde, welche Sohann Beltheim im Sänner unb gebruar 1690 üor bem fäthfifdjen H°fe Ju Morgan gur Sarftellung bradhte, befinbet fich ebenfalls «Ser öerirrte ©olbat». Bon einem 1674 gu SBeigenfelS aufgeführten unb gebrucften ©ingfpiele QromachuS unb SIribane ober bie irrenbe Siebe» berichtet ©ottfcheb * ©röffnet am 1. Dftober 1892. ** ^tönbler imb §anbter finb (Sottfcheer Dlamen, bie nod) heute lm ©ottfdjeer Sanbe häufig finb. Sind) bet Slame Starrer mar in ber Dleformationžjeit in Strain häufig. ®ie Unterfdirift ber SBibmung tragt bie Biogen Kamen ohne fonftige 'ltngabeu. *** Kähete? bariiber mit 'Berichtigung einiger 'Utigoerftanbniffe fiehe «üiterarifthcä Sentralblatt» 1866, S. 1290 biž 1292 (Keinholb Stöhlet). ttt feinem «Sftötfngen SSorrat^». 3m Safjre 1710 mürbe in ®öln burd) ben «principal ber föniglid) (Sropritt. unb Spurfürfilicp Srannfcpmeigifd) Snnebnrgifcpen miirdlidjen poffacteurS' Seonarbuž Stnbreaž Senner, meldjer fritper in ber Sruppe ber SBitme ®eItCjeim§ mitgefpielt patte, «Ser im Srieg üerirrte unb in ber Sieb üermirrte ©olbat» aufgefüprt. ©§ entpiett baS Srama, mie ba§ liier Quartblättcpeii ftarfe Programm (85erl. tönigl. 93ibl. ^)p. 5022, 9tr. 7) berietet, außer einer in Stlejanbrinern abgefaßten ©inieitung als ißrotog einen SBecpfelgefang jmifcpen Siana unb glora unb fünf SIrien ber meiblidjen Stoden Stribane unb Sllbia, barunter jmei italienifcpe. ?(m 23. Sänner 1719 füprte Sopann ©piegelberg, Senner§ ©cpmager, mit feiner 33anbe biefe§ Srama at§ «eine galante, mobefte unb fepen§mürbige action, genanbt: Seš ©Utdeg ißrobierftein, ober ber im Ärieg oerirrte, unb in ber Siebe Herrn irrte liebegfotbat» in fiopenpagen auf, mo er ben SSinter 1718/19 oermeilte. «9tad) Söeenbigung biefer abmirablen ipauptaction fott ju befto meprer gemütp§ oergnügung, eine luftige nacpfomöbie ben ööftigen @(^Iuf§ mad)en, genanbt: Sie Hier oerliebten ©eifter», mie ber Speaterjettel berid)tet. Ser= felbe ©piegelberg füprte auf feiner ^"unftreife burdp Etormegen 1720 biefe§ Srama aucp in ©totfpolm auf unter bem Sitel: «Ser im Kriege oerirrte, in ber Siebe oermirrte unb enblicp üon feinen eigenen affefteu beftraffte ©elim Äönig in ißerfien, ober bie petbenmütpige ißnn= ceffin Strbiane», unb 1724 in Hamburg al§ 2lbfcpieb§oorfteltung am 1. Sejember unter bem Sitel: «Sie oermirrte liebe, ober ber um eineecfe ber Buertennung bon Sienftaitertplagen bie ©inbringung förmlicher bon ben Sittftetlern unterfertigter ©efuche nicht erforbertid; ift, ba§ et bietmehr genügt, ben bietbepgti^eu Stnfprnch unter Vortage ber erforbertichen SDotumente bei ber borgefebten ©chutteitnng münbtid) borgubringen, inetcher et fobaun obliegt, h^^ber an ben S3egir!tfchulrat einen inftrnierten unb alt SCmttforrefponbeug nad) Jar.^oft 9 fetbftoerftänbtid) ftempelfreien Bericht gu erftatten. ipcrfoualuachridjtcn. Ser t. f. Sanbetfchutrat für S'rain hat bom 1. Jänner b. g. an nad;« benannte Sehrfräfte in höhere ©ehalttftufen berfe^t, unb gtoar in bie I. ©ehalttftufe: Stephan Siomtic, Oberlehrer in 9teifni|, grätig ®utar, Sehrer tu SBattenborf, grieberife S'onfchegg, Sehrerin an ber bentfdjeu 3Jtäbd)enbotftfchute in Saibad), Valentin $ßin, Oberlehrer in ißrebaffel, Stuton 9taginger, Sehrer an ber II. SnabenbotEtfdjute in Saibach, SUarie Sorobtft), Sehrerin in fRenmarftt, gerbiuanb ®afinger, Oberlehrer in Jöpliij, graug Setina, Sehrer in $fdiernembt, ipeb'oig Šarec, Sehrerin in ältoräutfdj, Valentin Surnit, Oberlehrer in SOtöttting, unb gafob SKaru, Oberiehrer in SBaitfch bei Saibad); in bie II. ©ehalttftufe: Ülnbreat ißerne, Oberlehrer in Sturja, ©mitte ©erfmattn, Sehrerin in ÜJtanntburg, ©uftab Spehter, Sehrer in Treffen, gohamt SSrefip, Oberlehrer in Steifen, Slntou Sfafa, Oberlehrer in SSippad), Stephan geteuc, Oberlehrer in ©of, Sttoit Pecelj, Setjrer au ber II. ftäbtifdieu Snabenboittfchulc in Saibach, Katharina ®roi, Sehrerin in 9lfp, Sgnag Sttamte, Sehrer in Stein, Kart Senebü, Oberlehrer in Srefotoitj, Sbhnint Ppan, Oberlehrer in Srata, Sdidjael Sregant, Oberlehrer in St. Steit bei SSippad), Johann Kalan, Sehrer in Obfisce, Sluguft Slrfctin, Sehrer in prečna, SInna Schmibinger, Sehrerin in ©urffetb, Shobtat ißetrobec, Oberlehrer in Silttdigrag, unb grangitfa Stepifchnegg, Sehrerin in iOtanntburg; in bie III. ©ehattt« ftufe: Seopotb ißotrebin, Sehrer in Statfdjach bei ©urffelb, grang SJtanrin, Sehrer in Sichtenbad), Sohattu Šega, Sehrer in Soberfcljih, Sohaima S^ttič, Sehrerin in ©ntenfelb, ©ebtoig ältatobrh, Sehrerin in pegica, 8ohnnua ^erntet, Sehrerin in Stttenmarft bei Saat, Stlbine Šarf, Sehrerin in Stubolfttoert, iDtatthiat ißerg, Sehrer in ißöttanbt, SImatta ®omec, Sehrerin in ©eittgenfreug bei ®urn«®attenftein, Johanna gttrlan, Sehrerin in Staftat, 2lIoit Sach?, Sehrer im Btoangtarbeitt« häufe in Saibach, grang Sßerbic, Oberlehrer in Slabina, gofefiue Sd)ott, Sehrerin in Sittai, grangitfa Sttnber, Sehrerin in 2frd), Bohnnn ®taluaric, Sef)rer in ©eiligenfreug bei Sanbftrafj, Olga SBurner, Sehrerin in SSelbet, Slnbreat ©bar, Sehrer in ©rofspüllanb, gerbiuanb gubane, Sehrer in Birfniig, Johann Šemrl, Sel)rer in Seet, SJtatthiat ißetfehauer, Sehrer in Stodenborf, gofef ©orečan, Sehrer in 9tatfd)acl) bei Kronau, Karl Sabortef, Oberlehrer in Kotana, Slmalia Seblaf, Sehrerin in Steubegg, ültartin SKatfo, Sel)rer in Söplitg, ©abriele Sfchurn, Sehrerin an ber beutfd)en Sltäbd)enboIftfchule in Saibach, Johanu Kiferle, Sehrer in Stof lat, unb Johann Senebičič, Oberlehrer in Dtupborf. Sobetfall. Slm 22. b. 91t. ift ber Schulleiter unb Sehrer ^ofef Solinar in Krajen nad) langtoieriger Kranfheit im 58. Sebentjahre geftorben. Sat Seidjenbegängnit l)bt am 24. o. ®t. unter gahlreicher Beteiligung ber Stanbetgenoffen unb ber ißfarrinfaffen ftattgefunben. u n d a u. üticberöfterreid). Bon flerifaler Seite ift unlangft bie Slnreguug autgegangeu, bat ftäbtifdje Bäbagogittm in SBien, beffen erfter Sireftor ber befannte Schulmann Sitte? hmr, gtt reorganifieren, b. 1). gtt flerifalifieren. ©in begüglidiet SKentoranbttm mürbe bereit? feiten? bet Katfmlifdjen Sehrer« bereine? an ben Stabtrat gerichtet unb mirb biefen bemnächft befdjäftigen. — SBie bie «OTbeutfdje ^orrefponbenj» berichtet, foH fid^ her meberöfterreidjifdje Sanbtag tn feiner nädfften Tagung mit bem Samf)fe gegen baž SReic^ž^oifžfcfiuIgefel befaffen nnb bie§falt§ an ben iReicfisrat ^erantreten. ®až Seftreben ber Mertfalen ge^t nad) biefer SUHtteitung baijin, ben Unterricht auž trtatnrgefctjictjte, 9?aturlehre, (Seogra^hie nnb (5kfct)idjte ž« befeitigen, ferner bie förderliche 3itl9 tnieber ein« juführen nnb bie Setjrderfonen 31t jtringen, anftatt ber bisherigen Mafien Slnfficfit an allen religiöfen Übungen ber i’inber, 3.. 33. an ber 33eict)te, felbft teiljuneljmen. Särntcn. Sie ©efarntjalfl ber int öffentlichen ©chulbienfte ftehenben Sefirderfonen in Samten betragt nadf bent ©tanbe üont 1. Jänner b. 3., bie Satecheten nnb §anbarbeitžlef)rerinnen nidht ge« red)net, 865. Rieben gehören in bie erfte (SehaltMIaffe 136, in bie jtneite ©ehaltSftaffe 204 nnb in bie brüte ©ehaltsflaffe 340 befinitin angefteHte Sehrderfonen. 33an ben 30 befinitiö angefteKten 33ürgerfd)ul« lehrderfonen ftehen 40 ißrojent, b. i. 12, in ber erften, bagegen 60 ißrogent, b. i. 18, in ber jtneiten (Sehaltžflaffe. Sie 3“^ ber drobiforifch angefteKten Sehrderfonen beträgt 155, baoon 5 diobiforifche Sehrer nnb Sehrerinnen mit Sehrbefähigungsdrüfung, 140 Unterlehrer nnb Uuterlehrerinnen mit Dteifedrüfung nnb 10 9lu»htlf^lehrer nnb 2lu§hilfMehrerinuen, baüon 6 oljne formeKe Befähigung. Sirol. Sie melfchtirolifchen Slbgeorbneten hinten am 14. n. SR. in Srient eine oertrauliche ©i^ung ab, in ber fie befdjloffen, fief) bereit 51t erflären, über bie 9tegientng§oorlnge, betreffenb bie Berbefferung ber materieKen Sage ber Sehrer, in einer SanbtagSfihung unter ber Bebingung 31t Oer« hanbeln, bah ^er Sluftoanb für bie Sehrergehaltsregutierung mit 60 B>-'03ent Oom Sanbe nnb mit 40 ißroient Oon ben (Semeinben getragen toerbe, roobei bie ©(hutgelber einjurechnen mären. ©Brj. Sie am 2. o. abgehattene Sanbtag»fi|ung befchäftigte fiih mit ber Neuregelung ber ©ehatte unb fßenfionen ber Sehrer. Ser 9tegierung«üertreter fdrach fich gegen bie beantragte 2lb« hängigmachung ber ißenfionen ber Sehrer Oon ber üuftimmung bež Sanbežausfchuffež unb gegen bie Berfdhiebung bež Beginnež ber SBirffamfeit bež ©efe|ež biž 3itr Erreichung einer Beitragžleiftung bež ©taatež auž. Saž ©efeh marb hierauf in erfter Sefutig unb in ber ant 3. 0. 9N. abgetjaltenen ©ihung in britter Sefung mit brei Befolutionen angenommen, unb 3ioar: Sie Negierung möge bie ©auftion bež ©efetjež, betreffenb bie Erbfchaftžgebithren, ermirfen; fie möge ferner für Bolfžfcf)u(3mecfe bem Sanbe einen ©taatžbeitrag Oon 60.000 K gemähren; fihliehlich möge ber Sanbežaužfchufj Berhaub« lungen mit ber Negierung megen Slbtretnng bež Nonnalfdhulfonbž an ben 8anbež«Sehrerdenfionž« fonbž einleiten. Snlmaticn. Ser balmatinifehe Sanbtag h‘U in feiner tehten ©effion ben Slntrag bež Slbge« orbneten B'-'oban genehmigt, ber bahin lautete, bah on ber Sehrerbitbungžauftatt in Borgo @rico bie attferbifhe ©dradje Unterridhtžgegenftanb fein foK unb bah in ben Bolfžfdjnlen Salmatienž bie gtagolitifche f^ibel ein3itführen fei. 2lm 25. 0. 9N. hat bie balmatinifehe ©tatthalterei ben Befchluh namenž ber Qentralregierung aufgehoben. Böhmen. 30 ber am 31. Se3ember ü. iy. abgehalteuen ©ihung bež böhmifcheu Sanbtagež mürbe ber ©efehentmurf, betreffenb bie Sanbežbierfteuer, bem 3mifchen ber Negierung unb bem böhmifdhen Sanbežaužfdjuffe gefhtoffenen Somdromih entfdrechenb angenommen. Nachbem folcher« geftalt bie Bebingung erfüKt mar, Oon melcher bie Negierung bie ©anftionierung bež Sehrergeljaltž« gefefjež abhängig gematht hatte, fo mürbe enblidj am 28. 0. 9N. baž befagte Sehrergetjaltžgefeh oom Saifer fanftioniert. Scntfd)e§ Neid), gür baž ^ahr 1904 mürbe eine ©chulftatiftif angeorbnet, burd) melche feftgefteKt merben foH, mieüiet ©(hüten aKer 2trt ež im Seutfdjen Neidhe gibt, mieöiel Sehrer tätig finb, mieüiel ©chüler unterridhtet merben, mieoiel Wnaldhabeten Oorhanben finb, mie bie Sehrerbefolbungen befhaffen finb tutb melche Slnžgaben ber Staat für baž ©djulloefen bisher getriftet hat. Saneben foKen noch anbere, baž interne ©djultoefen betreffenbe fragen burd) biefe ©tatiftif geflärt merben. Saöritter ^uffionžfhietbereinež genießen beim SSefuche ber ©Spiele ißrcibermäßigungen. S3eitrittžanmetbungen nehmen bie Drižgrnppen SSubtneiž, Siifotžburg unb .'porih entgegen. ®er Urtept bež ipöriper if5affionžfpietež ftammt bom bürgerlichen Seiumeber« meifter ißaul ©rödheSl in §örih. 2ut heurigen 2ahee gelangt, mie bereitž in früheren 2af)ren, bie Steubearbeitung biefež alten Septež bon ißropft ^)arl Sanbfteiner zur Služfithnmg. Büdjßr-, Ißljrmitti'I- unir jBtfmrgsrrijait. ®r. ©buarb Koffer: Scl)rbud) ber Sterlunbe für Sehrer« unb Sehrerinncnbilbuugžanftaltcn. 3tbeite, nach biologifchen (Mrunbfähen bearbeitete Slnflage. SBien, SSempžft), 1902. i}5reiž: geb. 4 K. ©ine gute Slaturfunbe foll bem Seprer baž zeitraubctcbe Stachfchlagen in größeren SBerfen erfparen. ®iefer Slnforberung entfpricht bie Ssierfunbe bou .^offer itc jeber SBeife. ©ž finb nicht nur bie fchmierigften Partien ber Oberftnfe burdj äußerft gelungene SIbbilbungen beranfchaulicht nnb leicht« faßlich bargefiellt, fonbern ež ift auch ^rr SSefchreibnug einež jebeu ®ierež auf ben ©toff, ber in ber Solfž« unb SBürgerfchule beljanbelt mirb, in boflftem SJlaße Slüdficht genommen, ©inen S3eteg hiefür mag nadjftehenbež 3itat geben, melchež fidj ber eingehenben S3ehanbtung bež .Spnnbcž anfchließt: «®er .'paužljnub, ber treue ©efährte bež SJienfd^en, zriihurl ßd) burd) uuerfchütterliche Breite, unfiebingten ©e^orfam, größte SBienftfertigfeit mtb Eingebung an ben 9Kenfd)ett ait§. ®r i|’t ber treue 28ädE)ter Dort ^au§ unb |>of, ber forgfältige S3efc^ü|er ber §erbe, ber ben natienben SSolf irritiert, inenn ber ÜJtenfcE) not^ nid)t§ fietjt; ber unermäbticfie ©ef)itfe bei ber Sagb, ber ©efpiete ber Žtmber (fReufunbtänber!), ber ©egteiter unb fKetter in ©c^neegefitben (©ernbarbiner!); er fpürt Srüffetn auf, bient atž Sngtier unb auf ben ©übfee=3nfetn fetbft atž SKafttier. Unangenet)nt unb fetbft gefäbrtict) aber tnirb ber §aitžf)unb burd) bie äußeren unb nod) ntet)r burcb bie inneren Sdtmarojjer foinie burcb übertragbare ®rantf)eiten; unter biefen ift bie Sottlrmt, inetcbe er SJtenfdien nnb Vieren bitrcb ©iffe mitteitt, bie fftrdjterticfifte unb gefatjrücbfte zc.» @ot(be ©bara^erif^fett finben ficb nebft ber eigentlichen ©efi^reibung bei jebent Jiere. ^eber Sefjrer finbet au§ benfetben leii^t, Ido§ für feinen Unterricht üeriuenbbar ift. (SS finbet fid) fomit in biefent SSerfe für ben Seffrenben inie für ben ßernenben be§ ^ntereffanten genug. ®arau» erftärt fid) auch, ‘5aB bai* Such einen bebeutenben Umfang (323 ©eiten) einnimmt. ®er ©rei§ muh bei ber fracfitöoßen ütugftattnng unb bem reidjen S^h^6 ltDl^ immer ats mähig bejeihnet toerben. Stuffattenb ift nur baž eine, bah biefe Stuftage noch nicht in ber neuen Stedjtfchreibung erfchienen ift. 3m übrigen muh ba§ Such motjl febem, ber e§ mit bem naturgefdhichtlibhen Unterrichte ju tun hat, fehr miß« fommen fein. m. pctiute. •Keftor Sange unb Dberrea(fd)utbireftor ©pannagel: ©orfhtfe für ben Unterricht im tanf= männifchcn ©riefmecijfet. ©prad)« unb © e dj t f d) r e i b ü b n n g e u. (für bie ipanb ber ©djüter an tauf« männifchen gortbitbungžfchuten. Seipjig, ©erlag ber ®ürrfd)en ©uchhanbtung, 1902. ©reiž: 1 3Jif. gür bie gortbitbunggfchuten ift ber ©pra^ftoff nicht leicht fo gufammenjufteBen, bah man aßen Stnforbernngen genügen mürbe, meit man ficher bei feinem Unterrichte auf ein fo öerfdgebenartig Oorgebilbetež ©d)ütermateriat rechnen fann mie hier. ®em Sehrer finb ferner nicht nur bie einjetnen ©emerbe, auf bie er im Unterrichte faft bei febem einzelnen ©dfüter eigenä ©üdficht nehmen muh, fet)r hinbertich, fonbern auch t>er geiftige §ori^ont Dieter ©chüter fe^t ihm oft unüberbrüdbare tpinberniffe entgegen, ©g gehört bemnad) ein grohe§ ©efhid unb ein tiefer (Sinblid in baž gemerb« liehe Unterrichtsmefen baju, um für biefen Unterricht ein mirftich guteg unb brauchbareg .panbbuch 3U üerfaffen. ®en |>erauggebern ift eg, jebenfaßg burch ih« fnngjährige praftifche ©rfahrung, getungen, ben gefchäftticheu SKufterbeiftrieten mohtburchbachte, nach methobifd)en ©runbfähen georbnete fprad)« liehe unb orthographifdfe Übungen Doraugjufehideu, moburch bag ©erftänbnig unb bie (Einführung in ben eigentlichen ©efchäftgauffah fehr ertei^tert mirb. $er Sehrer ber gortbitbunggfehute mirb nicht teidjt ein tpanbbüchteiu für fich unb bie ©chüter finben, roetcfieg mie bag Dortiegenbe über faft aße ©chmierigfeiteu hinmeghitft. @g fann barum nur gemünfd)t merben, baff biefeg ©üehtein an aßen gortbitbunggfdjuten Dermenbet merbe. Prfi'iJ!*- 3ofef Sehmann: $eutfd)e Srf)ulgramntatif für Sehrer* nnb Sehrerinncnbilbungganftcitten. Stennte, auf ©runb ber neuen 3tedjtfd)reibung nmgearbeitete Stuftage. SBien, Jempgft), 1902. ©reig; geb. 3 K 20 h. ®iefeg befannte ©ehutbnd) jeidmet fich burch bie forgfättigfte 5lIfammen« ftefiung beg fpradjtichen ©toffeg aug, megt)atb eg fich, Utm Unterfd)iebe Don anberen ähntichen ©üehern, fdion burch eine Steihe Don 3ahrett fernen Stang bemahrt hat. Stud) biefe neue, auf ©runb ber neuen (©eehtfehreibung nmgearbeitete Stuftage reiht fich ihren ©orgängern mürbig an. rn. p. ®cr praftifct)e ffiatgeber im Ob ft« unb ©artenbau. 18. Jahrgang, granlfurt a. b. Ober, 3;rotDi|fch unb ©ohn. ©artenfreunbe finb in biefer 3ahre^eit oft in ©ertegenheit: fie möchten gern müglichft jeitig ©turnen unb auch ©emüfefämereien augfäen gum Stnfeimen, aber ein ♦ ©ermehrungg« beet» fteht ihnen nicht'jur [©erfügung, unb für|bie Stntegung Don Frühbeeten ift eg nod) ju früh im Fahre. ®ie ehematg Diet gerühmten «,3immcrgemäd)ghnufer» haben fich nicht bemäf)rt: moht ift SBärme unb Feudjtigfeit oorhanben, aber bag nötige Sieht fehlt! Da rät 3°hanneg ©öttner, ber befannte ©hefrebafteur ber Dortiegenben SSodienfehrift in bereu neuefter Stummer fotchen ©arten* freuuben, au bie [genfter im SBohn^immer ©aatfdjaten ju fteßen, bie mit feiner, toderer ©rbe gefüßt merben. Der ©ame mirb gteiehmäfüg unb nicht ju bieht auggeftreut, bünn mit (Erbe bebedt, unb nun mirb — bag ift bie fpauptfache jum ©ebeihen — eine ©tagfeheibe über ben Dopf gelegt. Die ©cffeibe foß nicht ganj fehliefjen unb ift tägtieh ab,ptmafchen. F11 ber ermähnten Stummer ber SBoctjenfchrift finb fo bebedte ©aatfehaten abgebitbet. §cm§ ffraemer: SBdtaß itnb 3Jieufrf)l)cit, 'Jiatunuiutbcr itnb SJfcnfrfjcmuerfc. 1. Üanb. ^Jreig: 16 9Kf. Seriin, ®eutfc^eS Seriagg^aitg Song unb &o.r 1903. — lyn einer äußeren §fttte( bie in ber iünfilerif^ öollenbeten Stugfüßrung ftitnmungSbott auf ben bebeutfamen borbereitet, ift foeben ber erfte Sanb bon «ÜSettatt nnb 9Kcnfd)l)eit» erfcßienen. ©d^on eine ftücßtige Sntrcß» fidjt läßt erfennen, baß in beut mit Rimberten bon brocßtboHen ^Kbftrationen gefcßmüctten SBerte etttmž in jeber tpinficßt SBertboHeg gefifiaffen würbe, ba§ ben ganj ungewößnücßen Srfotg — meßr at§ 50.000 (gjemßtare würben in wenigen SKonaten nerfauft — begreifließ erfdßeinen läßt. Sebeutet fomit baž ®rfcßeinen be§ neuen SSerfeg in iiefer .^infidßt einen boitten Srfotg, fo wirb jeber, ber ©elegenßeit ßat, ben 500 ©eiten umfaffenben erften 93anb ju burdjbtättern, fieß ber Überjeugung nitßt berfdßtießen fönnen, baß bie Erwerbung bon «SBeltatl unb SKenfcßßeit» für jeben (Sebilbeten gerabeju ein ®ebürfnig ift, Weil ßier gum erftenmal ber ^ufowmenßang ber Sejießungen be§ ffftenfcßengefdßlecßteg jum äBettaH nnb feinen Kräften bon ber SSor^eit bi§ jur ©egenwart bearbeitet würbe. ®er erfte S3anb gibt im erften Seite junäcßft au§ ber ge^er be§ Sübinger UniberfitätS« ijSrofefforž Sr. Sari ©aßßer, ber fieß jeßt wieber jum ©tubium ber neuen bulfanifcßen Sataftroßßen naeß iOtartinigue begeben ßat, eine breit angelegte, feffelnb gefeßriebene Sarfteflnng ber ©rforfeßung ber ©rbrinbe, ©ntfteßung unb SSefdßaffenßeit ber ©rbe :c., bon ben älteften Sulturbölfern big gur ©egenwart. 3m gWeiten Seite bež erften Sanbež finbet man eine böllig neue SarfteHung ber Segießungen bež fOtenfcßen gu ber feften ©rbrinbe, eine Slrbeit, bie in gai^freifen ebenfo große ®eacßtung finben wirb toie bei ber großen Sbtaffe bež iJSublifuntž. Sen ©eßtuß bež Sanbež bitbet enbtieß bie iöearbeitung ber erbpßtjfiMifcßen fragen bnrdß ben befannten ißribatbogenten Sr. St. fDtarcufe, ber bor altem bie ©igenfeßaften ber ftüffigen ©rboberftäcße unb ber atmofpßärifcßen §ütle bež ©rb« battež auf ©runb ber neueften gorfeßunggergebniffe gu erläutern fließt. Sie Sarftetlung ift in bem gangen Sanbe burdßWeg ebenfo unterßattenb Wie beleßrenb, bie ©pradße ebenfo ftar wie formgewanbt. 9tecßnet man ßiegu nmß bie gaßtreießen farbigen Seitagen, bie gum Seite ein böttig neuež ©ßftem ber Sarftetlung repräfentieren, fo wirb man ež begreiftieß ßnben, baß wir jebem bringenb anž |>erg legen, fieß batb ben Sefiß bon «SSettalt unb tDtenfcßßeit» gu fießern. 2eßrmittet=©ammter, .[jeitfeßrift für bie ©efamtintereffen bež Üeßrmittet •> ©ammetmefenž, Organ ber Seßrmittet«©ammelftette fpetersborf bei Srautenau (feit 1. fgänner 1903 muß Organ bež «9lltg. öfterr. 93 er ein ež für fttaturfunbe»), erfeßeint monattieß 24 ©eiten ftart unb foftet gangjäßrig 2 K 50 h = 2 tOH. 50 fßf. (iibrigež Stužtanb 3 K). ättan abonniert barauf bireft bei bem |)eraužgeber: ©uftab ©ettmaißer, öberfeßrer in ipeteržborf bei Srautenau (SBößmen); in Seutfcßtanb muß bei ben i|3oftanftatten gegen fteine atteßrgaßtnng. Ser .jpauptgwecf biefer Beitfcßrift befteßt barin, baß fie ben Stnftßanunggnnterricßt, fpegielt baž Üeßrmittetwefen an ben ©cßulen bureß päbagogifcß*bibaftifdße nnb wiffenfdßafttidße Slnffäße, ütnteitungen gur ©etbftßerftettung bon Seßrmittetn, Seteßrungen über baž präparieren bon 9taturatien, über baž Stntegen bon ©ammtungen u. bgt. meßr gu förbern ftrebt unb regelmäßig jeben ÜOtonat ein Pergeicßnig bon Seßrmittetn bringt, Wetcße bei ber Seßrmittet=@ammelftette Peteržborf bei Srautenau «unentgetttieß» gu erßatten finb. SBaž in letzterer Segießung ftßon geteiftet Würbe, fteßt woßt eingig ba! ©eit bem fecßgeßnjäßrigen Seftanbe ber ©ammetftelte würben niißt weniger atž 4058 ©cßnten bež 3be unb Stužtanbež mit gnfammen 13.568 Seßrmittetn (barunter meift gangen ©ammtungen unb OoKftänbigen Piotogien) «unentgetttieß» oerfeßen. ©obanu werben in bem Platte neue praftifeße Seßrmittet betanntgemaeßt unb näßer befeßrieben; muß Wirb ber Üfetaufcß bon fttaturobjetten (in neuerer 3dt amß Stnficßtg» farten) in gang befonberer SSeife gepflegt. Ser «Seßrmittet«©ammter» gibt Slnbeutungen gum ridßtigen Petriebe bež ^anbarbeitžunterric^tež, entßätt Preižratfet, eine Pücßer« unb ßeitfcßriftenfißau, bringt allgemeine fragen auž ber Prajiž unb SlntWorten barauf, berießtet, wo mau Staturatien unentgetttieß «beftimmt» erßatten fann, ift praftifeßer Statgeber nadß jeber Sticßtung unb fann fomit aßen Seßrern nnb ffreunben ber Statur beftenž gum Pegnge empfoßten werben. 21mtltd?e £etirftellen*Zlus)d]reibungen. 3tn ber breütaffigeu SSoUSfeßute in SBrumtborf ift eine erlebigte SeßrfteHe mit ben fbftemifterten Pegügeit befinitio mieber gu befepen. Sie Semerbungggefitcße finb im borgefeßriebenen Sienftmege bie 19. februar 1903 fjieramtž eüyubringen. St. I. SejirtSfißtttrat in Snibarf) am 15. Jänner 1903. ?tii ber jmeiftafftgen SoIFžfdjitfc in £t'atn ob 5ötfd)uf(atf ift bte erlebigte jmeite Se^rfteHe mit bcn ftjftemmapgen Se^iigen uebft bem ©enuffe ber 'JJaturairooljnung befinitiB, eBentuett proDifonfcb ju betežen. ®ie gehörig belegten ©efudje finb im uorgefdjriebenen SBege bt§ 23. t. 3- ^ie.amtž einjubriugen. fi. t. S8cjirfdfff)u(rnt in ßraiubnrg am 23. Jänner IviOH. ?(n ber breitiaffigen SBoItSidjuIe in Sltittcrborf in ber 2Bod)ein ift bie Dberlet)rer» unb ©djnlleiterfteHe mit ben gefe|ma|igen Sejitgen unb bem ©enuffe ber Staturalrootinung im Sd)ulgebanbe befinitio §u befe|en. Sie gehörig belegten ©efuctie finb im borgefcEjriebenen ®ienftmege t>i§ 25. februar 1903 ^ieramtš einjubringen. S. f. a3ejirf§fct)nlr«t in SHnbntnnnSborf am 26. gänner 1903. 9ln ber fiinfflafftgen 33ol!§fc^uIe in Jlbclbbcrg gelangt bie erlebigte SefirerfteHe mit ben gefejjmajjigen ©ejitgen jur SBieberbefe^uug. 'JJebeuuerbienft an ber geroerblidjen gortbilbungžfdjule mit ja£)rlid)en 240 bid 300 ffironen in 91u§fict)t geftedt. ®ie ©efud)e finb im »orgefdjriebenen SBege bi§ 26. gfebrnar 1903 t)ieramt§ einjubringen. ft. f. 93ejirf«fri|ulrat in Slbelbberg ant 25. Jänner 1903. 91n ber eintlaffigen SSoltdfdjule ju ©elo bei ©d)Bnberg tomint bie Set|rer= unb Ueiterftede mit ben gefe|lid)en ÜBejitgen nnb bem ©enuffe eines DiaturalguartierS jur befinitioen 93efe|ung unb finb bie ®efud)e bid ©nbe februar t. 3. beim £. f. SejictSfdiulrate in dtubolfšroert einjubringen. Sf. t. SBcjirfdfdjulrat in SRuboIfdmcrt ant 3. ge&ntar 1903. Sin ber eintlaffigen SBoIfSfdfule in Suželj mirb bie Sebr= unb Seiterftelle mit ben fgftemifierten Sejitgen mit bem SSeifugen jur befinitioen, ebentudl probiforifdieu 'Scfegung auSgefdirieben, bag in Ermangelung non geprüften 93etoerbern eine 9(uSt)ilf§teIjrfraft in Sßerroenbuug genommen toirb. ©e^örig inftruierte ©efudje finb bid 25. februar 1. 5. im oorgefdjriebenen SBege hierorts einjubringen. ft. t. iBejirfofrijulrnt in (9ottfd|ee am 2. februar 1903. Panhiaijuiit). ®ie löbliche SBertoaltung bei «.trainifdien ©djuIpfennigS» t)at and) im oergangenen 3a^re unfere ©djule roieber mit einer reidjlidjen ©peube oon 8e£)r= unb Serumitteln bebadit, toofür ipr ber nmrmfte ®anf aužgefprodjen mirb. ©diulleitung Sangcntmt am 24. Jänner 1903. rtofef ©antibe, Schulleiter. •'»v.-K Sie öexxlleTi öocß barem f M/ f M/ V/ V/ Nj/ VI/ M/ 3f)ren Sebarf in £nch= unb SHobeniareu für §erren= Dom »yftöviieovtc bei®®®#®®#® — unb Snabenüetber öireft Äbolf ©l0Ct, |ud)UEffmibI)ait5 in grtdjpitlietg (f öljmcn), Jflurgnffe itr. 15 ju befteilen! (Genannte gnnta ift burd) ifjre iRegielofigteit in ber angenehmen Sage, bie oeretjrten 3Ibnef)mer mit guter unb bauert)after SBare bittigft ju bebienen. Sohnenben üdebemierbicuft fann fich jeber burd) bie Vertretung obiger girma ohne jebeš iRififo unb SSarentenntniš oerfdjaffen. Um Vermedjfiungen oorjubeugen, bitte um genaue Veadjtung ber Slbreffe. ^Wufter auf Verlangen franko lotute fpefenfreic ^ufeitöuug Der lUare. 5a^tr'eicf>e Jlnorftortnungert. fatnbnfttch n«5 4o6bit mfäjubmx $**'■ ^ ^ ■<- V/ V/ V/ V/ V/ V/ \y M/ V/ VI/ w ift jegt bte SSon ficljrern meiftndefeiteg /tV rt f« »l SSicner !ö(att mit f)Dd)ttttet= mitn. effanter,flebieflenerSamitien» ^ ^ beilafle. - SBei8ffenttid)t jeben ® ouneržtag ^äbaflogtfrtje 9iit)tbftl)g». gimaligle S-Begu gfpreijp betragen: 3Jiit tiiflltrf)Cf 3u}eitbungTmonatIid) K 2 • 20, bierteljältrtid) K meldhe mit biofeem Singe nicht ficfetbar ftnb, fiefet man luftig herumfchmimmen. Slufeerbem ift baS ^nftrument mit einer Hupe für litursftriitigr jum Sefen ber fleinften ©^rift berfefeen. — Brjferra Mtftnofliojr mit 2500fa^er quabr. Ä'ergröfeerung influfibe mehreren Dbjeften unb Dbjeftibgläfern in elegantem haften nur 5 K. Slmoetfung Wirb beigegeben. — .po^feine 3irrnrnl|re, äei9en ouf fehr grofee (Entfernung, adjromatifche ©läfer, brri SluSgüge aus SNeffing in elegantem (Etui nur 6 K. Bas tDuniXer-IDthrofliofe 95erfanb burch H. ^ritl], M)tEn V/l, ^{oUberggaJTe läc. 15. i^flGTi^Giiüinrairirflüinllnrain^Pii^cnrUDii^lnrUlnrOcnrUiJifginruljirOlnfUPiiJlnfUGii^tnrUlfirUtiTr^PirflPn^lntiilnfaGirUtJiraijifUlnrUtnf^uifUlÄrilUinllnFJuirilDiriliiinlPilö] Hur 5 Kronen foften 472 Silo alferfeinfter, beim ißceffen befcf)äbigtet Soitettc* Seife in feinften ©etüdjen, fo lange her Vorrat reidft. — SSerfanb gegen 'Jiacbnatjme ober oor^erige ©elbeinfenbung burd) pien V/l, gtollberggaffe Jlr. 15. Hobann Uax & Sohn MHcnerftralje 17 ^lUbud) UHencraro^e 17 empfefilen bie beftenä anerfannten llötjmafctitnen unö Jaljtrnber. JUuHrtErfe KafalngB graffe unb franko. ^ ----------------------------------------------------------------------- 3m Selbfttierlage be§ 2cl|revf)ait3=!8ereineS in Sßien finb erfd)ienen unb bnrcf) bie Sanjlei be§ Sßereineä (3/3, iBeatnjgaffe 28) gegen ©infenbung bež ©elbbetragež ju Besiegen: Hutalaiu'it für Kavtcuflufuni fum ^elirnndjf nn golks», §ürgrr» unb piittlfdjulrn fomie an geljrer» unb fol)rmnnen*ßübung5an|lnüen, entwor'en non ffllnj ©(^ndi)er, 1.1. tjäroieffor in ÜBicn. ©iefe Stijjenunterlagen finb au§ mattftijmarjent ©eerrapier ijergeftellt nnb entljatten bie in blaffer fjarbe ansgefüljrten Umriffe bež baraufteHenbcn crbtimb(irf)eu Stoffes. Sem Sefjrer liegt nur ob, bie eingelnen in ber betreffenben Htaffe m Stetradjt tommenben gtüffe, ®ebirge. Orte jc. in bet ©tiaaemmterlage nad) fflaBgabe bes fortftfjreitenben Setjrgangež bnrd) Überaieben mit farbiger »reibe nad) unb nad) für bie Scbüter ergif)tliiü su mnrftcu. Sie Stiaaen Don Dftcrreirt) * Ungarn, 'Jiicbrriiftevvcid), Dberöftcvrcitfi, Steiermart, Sirot, Sntmatien mit SBoSnicit, «öftmeit, SBUifiren, (fialiaictt, Ungarn finb Sopoeltarten 110X143 cm) nnb toften 1 K 20 h, mit ffufenbung 1 K 40 h, jene bon -alabiivg, Samten, strain, Süftentanb, Scbteficn, Stttomina, Kroatien mit Staoonien tmb cinfartie Harten (73X110 cm) unb toften SO h, mit gufenbung 90 h. Sie bei Senügung ber ©tiaaemmterlagen notwenbigen füuffarbigen Hreibcn finb für SO h (mit Sujenbung 00 h) unb ein SHetitcberfteit aom äBegwiftgen bet Sreibcaeicbnung für 40 li (mit gufenbung 45 h) erbältlicf). 9luf SBunfcf) mtib jebermann oott ber oben bejeidincten Sandlet ein aužfiiljrlttfjc» SBerjetdiniž ber SBcrlagStncvfe bež SGereinež (mit 3nkaltž= unb fpreižangaben) unentgeltlid) unb foftenfrei jugefenbet. Sßerlegt unb keraužgegeben bom «Sraiu. üekreroereiu». — ®rucf oon Sleinmaljr & 'Bamberg, Saibad).