Vriinuincration, - prcisc: F ii r L a i b a d) Ganziahrig . . . 6 fl. — ft. Halbjiihrig . . . 3 „ — , Bierrcljilhrig. . . l „ 50 „ Monallich . . . — n 50 „ Mir ter Post: Saii,jabrig . . . g fl. — ft. Halbjiihng . . . 4 „ 50 „ Vierrcljiihrig. . . 2 „ 25 „ •fur Austcllung >n<> HauS vietlrl-jahrig 25 fr., monatlich 9 ft. Laibacher ®tr,clnc tfiummcrn 5 ft. Rciaklion: Bahnhosgasse Sir. 132. Srpedition uni 3nftraltH- finrtau: , itcngtcčelal) !Rt.8l (Buchhandlung Bon 3. v. Slciiimaot & F.Bambetg). Anonimc Mittheilungen werden nicht beriicksichtigt- Manuskripte nicht zuriickgesendet. Znscrlionsprcisr: liir die einspaltige Petitzeile 3 kr bei zweimaliger Einschaltung a Kkr. dreimal a 7 kr. Insertionsstempel jedeSmal 30 It. Bei groheren Inseraten unb dfterer Einschaltung entsprechender Nabat-t. Nr. TO. Dienstag, 30. Marz. — Morgen: Amos Pr. 1869. Monnements-Lintadung. Mit 1. April 1809 begimit cin ncucs Abon-nement auf das „8otbod)cr Bis 1. Mai I860: Fiir Laibach......................— fl. 50 kr. Mit dcr Post......................— fl. 75 kr. BiS 1. Juli 1869: Fur Laibach ......................1 fl. 50 kr. Mit dcr Post......................2 fl. 25 kr. Fur Zustcllung ins Haus monatlich 9 kr., vierteljiihrig 25 kr. MM" Auf das „Laib. Tagblatt" kanu tacjttd) abouuirt werden, doch muh das Abonuement immer mit Schlntz cines Monates ablaufcn. Die Wahlen in Nngarn. Die Wahlen in Ungarn, uuninehr bceubct, habcn nicht mn- tit den rcgierungsfrcundlichen Krciscn Ungarns Bestiirzung, sondcrn auch dicsscits dcr Leilha Besorgnitz hervorgcrufcu. Frcilich wird die Deakpartci ttoch die Majoritat int ReichStage hc>bcn, aber dcr Ninstand, datz so gcfeicrte Manner wie Tresort, Bartal, Somssich, Csengery, Gorove durch-gefallcn find und oft ganz nubedciitciidcu Gegnern weichen rnntztcn, hat dcr Regiernngspartei cine grotze Schlappe beigebracht und latzt nicht eine unqetrubte Zukuuft hosfen. Das grotze Terrain, welches die Linke und autzerste Linke bei diesen Wahlen gewon-nen, der Jnbel, welcher daruber in gauz Ungarn herrscht, zeigeu deutlich, welcher ©cist in Ungarn nach und nach zurn Durchbruche gelangt, cin Geist, dcr nichts gcmeinsames mit Oesterreich kennt, als das Staatsobcrhaupt, odcr von cittern Zusamnten-hange mit Oesterreich gar nichts wissen will, ttur von einern grotzen freien Ungarn traumt und die Aufhebuug nller Steuern und der Konskription ver-kiindct, wclchcn Hirngcspinnstcn das uugarischc Volk, Welches sich stets zu ruhinen pflegte, datz es aus lauter geborueu Diploiuateu besteht, willigeu Glaubcu schcukt und nicht bcdcnkt, datz, wcnn auch die Ma-gyareu noch so grotze Hcldcn waren, dieselbcn, von Oesterreich getrennl, bald von Rutzlaud crdruckt stilt wiirden. Autzerdern bedeukeu diese inslarnmirten Grotzmagyarcn nicht, datz es doch nicht gar so teicht ware, sich von Oesterreich loszureitzen, datz, bevor daS geschieht, wohl vicl Blut flietzeu uud das edle A?agyarieu auf Jahre hiudurch materiell an den Ruin gebracht wurde. Nach der ganzeu Stiiumuug, die in Uugaru herrscht, ist vorauszuseheu, datz bei deu nachstcn Wahlen die Linke und autzerste Linke die Majoritat erlangen wird, ja es kann sogar der Fall eintretcn, datz sclbst wahrend der gegenwartigen ReichStags-session dadurch, datz sich hin uttb wieder cin Mit-glied der Deakpartci den Ansichten der Linkcn nahert, die Linke saktisch die Oberhand erhalt. Ist aber dies dcr Fall, so ist in Ungarn ttur Reaktiou oder Revolution miiglich. Wclchc Riickwirkuug ciuc Rcaktiou in Ungarn auf die freiheitlichen Zustaude diesscits der Leitha haben wurde, braucheu wir nicht auseiuauder zu sctzcn. (Sin Diinisterium aus dcr Opposition, wcnn cs anch vor dcr Hand die Personal-Union anerkennt, wurde iit kurzer Zcit zur Revolution fiihreu, wclchc | gleichbedeuteud mit dcm Zcrfallc Oesterreichs ware.! JedenfallS wird das ungarische Ministcrium, | soil cS sich int Jntcrcssc von Ungarn und dcr gan-1 zcn Monarchic aus scincnt Posten behanptcn, seine' gauze Energie uud staatsmannische Weishcit anf-! zuwcnden habcn, nut in bent Vcrtranen dcs Volkcs ncucn Bobcn zu gewinnen uitb das brohenbe U»-' gcwittcr abznwenben. Dcr volligc Stillstanb, bcr! beinahe seit einein Jahre in Ungarn mit Ansnahmc' anf bent Gebiete der Eisenbahnbauten zu bemerten' ist, bcr Aiangcl an frcihcitlichem Fortschritt hat! viclc chcmnligc Anhangcr bcs Miitisteviums in bas Lager ber Linkcn gebrangt. Graf Anbrassy unb I seine Herren Kollegeu werben baher, wenn es ttoch | nicht zu spat ist, mit boppeltem Eifer cm bie Arbei zu gchcu habcn, befonbers nachbcm es in Ungarn noch fo viclc Gcgcnstanbe gibt, welche bent allge-uteiitcn Wohle unb bent Gebeihen beS LanbeS abfolut hiiiderlich im Wcge stehen und deren Befeitiguug das gauze Laub mit uugetheilter Freude crfiillen wiirdc. Die polnische Frage. Die Wiener Regieruug fchcint nunmchr die fogcnaunte polnische Frage in die Hanb nchmcn unb sie in citicr Weise ber LSsung zuffihren zu wollcii, wclchc auf bem Wrge be« Kompromisses cine umfasscubc Berucksichtigung bcr Witnsche ber Poleit anftvcbt. Man fchcint sich in ben Wiener Regierungsfreifcn sogar mit bcr Jbce bcfreimbct zu habcii, Galizien cine ©onberstcllung innerhalb beS Rahitične bcr Verfaffung einziiraumcn. So meint die ..Agranicr Zcitnng" unb schlietzt bice ans bent Lcabcr cines Wiener BlatteS, wclchem ber Rcgievuugsgctianfc allcitt Anschcine nach nicht feme fteht. Rachbcm in ber Einleitnng hervoigehoben worbcii, datz bie galizische Lanbtags-Resvlntion kei-neSivcgs mit einein unbebingten „Nein" zu bcaitt-movten sci, unb batz Oesterreich Galizien hochhal-tcn unb in die Lohalitat ber Polen Vertranen setzcn miiffc, wirb nachgeioiefen, wic bebauerlid) cs ware, wenn bie Poten aus bem Rcichsrath scheiben U'iivben. tint bicS zu vcrhiiten, fei es bie Auf-gabc des Parlamente wie ber Regierung, einer Ttaiisaktioit nicht ane bent Wcge zu gehcn, welche Galizien so viele autonome Rechte geben witrbc, ale jolchc in bem Rahmen ber Versassnng Platz finbeit fonnen. Dae Bebcnken, batz cin folches Bcifpiel zur Nachahmung reizen fonnte, sci nicht stichhaltig. Der praklische Politifer vermiige nicht bie Zugestanbnisse, wclchc er gcgcitfiber einein Lanbestheile macht, ober 3tcutffeton. Amerikanische Kinder. Es ist schon oft bie Klagc crhobcn worbeit, datz cs hcutzutage fcine Kinbcr nichr gibt, b. h. datz bie Kinbcr nicht mchr tinblich stub, unb leibcr nicht ohnc a lie Bcrcchtigung. Die Kinber werden jetzt oft schon zu sriih dazn angchaltctt, sich bie Fahigkcitcn, bie ihnen ihren kiinftigcn Leberisnntcr-halt sichem, zu crtrerben, unb bariibcr gcht a lies kinbliche Fiihlen unb Dcnken oertorcn. An ben Kindern in Amerika tvitt diese Srschcinung in einer Wcisc hcrvor, welche fur ben Europaer gerabezn evfchrecfenb wirkt und bie amcrikanifchen Kinbcr zeich-"en sich butch cinc crstaitnliche Frithrcifc aus. Dcr Grunb bavon liegt cbcit in bcr Erzichungswcifc. Dcr Anterikancr, cin burchaus praktifchcr Mensch, will and) seine Kinber sobald alS moglich zu sol- hevanbilben unb macht sic baher schon in den erftcn Lebcnsjahren mit Gcgettstattben befannt, bon bencn bei utts Junglinge unb Jungsrauen noch nicht vicl ober gar nichts wissen. ©ebon in ber fruhesteu Jugenb effeii bie Kinber mit ant Fa-milientifche, uehnien ait alien Gefptachen unb Utt-tcrhaltungeit bcr Erwachfenen Theil, mogcit biefe auch fiir Kinber fchlechterdingS nicht gecignct fein; — was Wunber, wenn bie Kinber unter folchen Lerhallnifsen schon in sriiher Jugenb aufhorcu, wie Kinder zu dcnken unb zu fiihlen, unb viclmchr bie Gebanken unb bas Setragen Erwochsener anneh-men. Die politischen Ereignisse bilben fiir ben Amcrikancr ben crften unb wichtigsten Gegenstanb seines Jnteresses; Zeitnngen sinb ihm so nolhwen-btg wie bas tagliche Brot, politifchc Fragen bilben fast aneschlictzlich ben Gegenstanb seiner Ge-sprache unb so fommt es, batz auch bie Kinber schon Politik treibcit. Biiblein, bie bei mis noch auf ber ABC-Bank sitzen, kritisiren bort bie Matz-rcgctii bcr Rcgieruiig; achtjahrigc Jungcn bcsprc-chcn bic Znstandc im Laitde, unterfuchen iht'e llrfachcit unb Folgeu, als waren fie gcwicgtc Staate-manner unb Politifer. Ein siebenjahriges Mab-chcit sragtc cineu Europaer, iua6 man in Englaub itber bic Erwerbuug von Rnssisch-Amerika burch bie norbamerifauifche Republik benfe, unb war nicht we-nig ungehalten, ale biefer, bem cine folche Frage im Munbe cinee fiebenjahngen Mabchcns hochst spa-tzig Dorfom, ihr zur Antwort gab, batz baraus wahr-scheinlich cin sehr heftiger ©chueeballenfrieg ent-ftehcn rocrbc. Datz biefe Erziehungswcise nicht minber ver-fehtt ist als jene, welche bie Kinber allzulange von alien praktischen Scbensfragen entfernt halt, bebarf keines Bcwciscs. Nur eines NachtheileS derfelben fei hicr gedacht, cS ist dies dcr Mangel an Ehrcr-bietung gegcn Envachsenc unb gegen bie eigenen Eltern. „58efiimmere bich um beine Sachen" antwvr-tct bas tiafeweife Knablcin fcinem Batcr, ber ihm eine Ermahnung ober eine Zurcchtwcisung crtheilt hat. Unb merfwitrbiger Weise fcheinen bic Eltern bas nnschickliche eines folchen Bctragcns gar nicht zu empsinbeti. „Wcitzt bit, mit went bu fprichst ?“ sagtc cin ausgebrachter Batcr zu seinem halsstbrri-gen Jungcn: „Es ist bein Batcr, ben bu vor dir hast." „Unb wessen Schnlb ist bas ?" cntgcgnetc daS Sohnkein, „dic meinige sicher nicht." rnachcu must, als Priitzipicu zu behandcln, wclchc nun Lbcrall unbcdiugt zur Geltung kommen muf-scn. — Sodann hcitzt eS: „Wcnn man sich cnt-schlietzen solite, manche Fordcrungen bes galizischen Lan^tageS zu beroilligen, so wiirden wir dennoch dem Schlnsse sehr widerstrebcn, datz man in Folgc dessen genothigt wcire, jedem andern Landtag, bcr es verlangte, die glcichcn Zugcstandnisse zu mndjcn. Eine Sache scheint jetzt schon ausgemacht, datz die Organisation bcr osterreichischen Monarchic nicht nach ganz gleichen Bedingungen fur alle Lander er-folgen fami, datz einzelneu Theilen hinsichtlich ihrer Autonomic Koiizessionen geinacht werden miisscn, welche anderen Theileu mil Entschiedenheit vorzu-cnthalten find." So weit die Enuutiation bee erwahnten Mattes. Der „Agramer Zcitung" etscheint bicsclbe als eine sehr interessante EnlhiiUung, als bic Skizzc bes Regicrnngs-Programmcs deziiglich ber Revision bcr Dezcmbcr-Bcrfassung. Dagegen kursiren anbcrroeitig ubcr bic Erkla-rungen, wclchc bic Minister Dr. Giskra und Dr. Brcstcl im Subkomitee bcs Bersassungsausschusses bctrcffs bcr polnischcn Wiinsche abgegeben habcn, bic verschiebenartigstcn Bcrsioncn. Nach bcr cincn hattcn sich bic Minister dahin vernchmcn lasscn, batz bic Rcgicrung ciiicr Bcrsassungsanbcrung als Folge bcr galizischen Resolution nie zustimmen werbe; cine atiberc Angabe melbet, die Minister hattcn ben Polen Konzcssionen aus administrativen! Wcgc zugcsagt, aus bcni Wege bcr Legislative hin-gegen verwcigcrt. Alle biese Mitlheilungeu weichen von benen ab, die dem „W. Tgbl." zugehen. Darnach machten bic ministcricllcn Erklarun-gen aus bie Mitglicdcr ber Kommission ben Ein-bruck, als ware bic Rcgicrung in ber Fragc noch langc nicht fchliissig; ganz ausdriicklich foil nber ein Minister sich auSgesprocheu habcn, batz Bcr-fassungS-Aenbernugen nur aus legislativem Wegc vorgenommen roerben kSinicn; bic Bahu ber Oktroiirung zu betretcn, tbnne sich die Re« gicrung nic m als cntschlichcn. Der Zeitungskrieg, wclcher einige Wochen gcriiht hat, ist wieder auS-gebrochcn. Boran bic „Norddcutschc Allg.," bic ..Berliner Korresponbenz" und die ..Provinzial-Korrcspondcnz" uiib in bcr Reserve bie ungezahite Mcngc bcr iibrigcn Blatter, wclchc bic Politik Bis-marcks unterstutzcn; in solch surchtbarcr Schlacht-orbnung roirb bcr Angriff aus die osterreichischen unb thcilwcisc auch aus bie sranzosischc Politik cr-ncucrt. Es gibt Scute, benen bie Ruhe und die ©tilk roch thut, wenigstens ein Zcituugskrawall taglich, rocuit uian schon nichts bcssercs habcn kann. Das gibt doch einige AbwechSlung unb erfolgcu Slntroorten, so bat man immerhin cincn Anlatz zur Polemik. zu Grobhcitcu unb zu Bcrdachtigun-gen, und ein ncucr Ruminel ist scrtig. Der Pariser ofsiziosc ..Constitntioniicl" iiininit sich die Sache zu Herzen unb spricht die Bcrmu-tliuug aus, batz bic ncucstcn Artikel ber Berliner Osfiziosen im Zusammenhauge in it ben Wahlen in Utigarn ftchen, von bcvcti AnSgang iibrigens baS Pariser Blatt cine sehr optiinislischc Mcinung hat, inbem es sagt, batz bicsc Wahlen nicht gceignct seicn, bic gchcimcn Hofsnnngcn ber Fcindc der kon-stitutionelleu osterreichischen Monarchic zu ernnithi-gen. Wohl scheint ein Zusammenhang da zu be-stehen, aber ein ganz anberer als jener, wic ihn bcr ..Constitntionncl" vcrmnthct, indcm cr rncint, batz bie itble Lanne bcr Bismarck'schcn Organe aus bic vereitelten Wahlhoffnungcn in Ungarn zuriick-zufiihren set. Wcnn bic prcutzischc Politik wirklich ber Linken unb namentlich ber autzcrstcn Linkcn in Ungarn cincn grotzcn Ersolg getoiinfcht hat, so ist dicscr Wunsch in eincr Weise in Erfiillung gegan-gen, die ganz dem Gliicke cutspricht, welches bic Unternchmungcn Bismarcks seit Jahren begleitet. Unb bae Anftrctcii ber Berliner Osfiziosen gerabc in dicscm Augeublickc mag weit chcr nicht bctn Acrger iibcr ben Mitzcrfolg, sonbern bcr Zuvcrsicht cntstammcn, datz nun bie Zcit gekommcn ist, urn in it Hilfe eincr stcufen Partci in Ungarn bas Pro-grainni Bismarck's, belt Schwerpuukt Oesterreichs vollstandig nach Oscn zu vcrlcgcn, im weitcsten Umfangc zu reatisiren. Dieser Zeitungskrieg, nteiiit bas „Wr. Tgdl.," ist somit eine ernfterc iSrschcituiiig, cs ist kcin Simptom cincr histerischen Constitution, eitics SplccuS, unb wcnn man im Jahrc 1866 ubcr bas Wort cincs Gcwaltigcn in Preutzen mit Unrecht lachte, ber da gcsagt hat: „Wir werden in den grii-ticn Mai frbhlich hineinschietzcii!" so wurdc man hcutc mit cbeu solchem Unrecht iibcr das „HinanS-fchrcibcn in bic btaue Lust" lachcn, baS von ben Bismarck'schcn Organen gciibt roirb. Ganz bestimmtc Ziclc sinb es rnclmetjr, die bnmit gctroffeit werden sollcn. Politische Rundschau. Laibach, 30. Diarz. BiShcr war cs betanntlich bie Absicht bcr Rcgicrung, bic Laubtagc uiunittelbar nach Schlutz bcr Session bes Rcichsraths einzuberusen. Wic jetzt jedoch ncrlautct, soil bic Erossnnng bcr Lanbtagc erst in bcr ziueitcn August-h alftc zu crroartcu sein. Die erhohte Thatigkeit auf alien Gcbictcu bcr VolkSwirthschast inacht sich auch in hochst crftculichcr Wcisc in ben Kassen unseres Fiuanzmiiitstcrs be-nterfbar. Der Mitthcilung cincs Wiener Blattcs zusolgc find namltch bic offentlichcu Kaffcn dutch cincn ilberraschcnbeu Auffchwung in ben Einuahmen wohl gefiittt. In den erstcn zwei Mouatcu bieses Jahrcs solicit die Gin gauge ber b ire {ten Steucrn urn voile zwci Millioncu Gulden ben Boranschlag ubcrtroffen habcn unb ein vicl gunsti* gcrcS Bcrhallnitz bcziiglich bcr indirekten Slencrn žulit Borscheinc gekommcn scitt, so datz bcr Finanz-ntittistcr bereits am 1. Mai roiirdc 5 Millionett ber iut uorigcn Jahrc aufgcuointttcncn fchroebeiibcn Schmid an die Creditanstalt zuriid'jahlcn kdiincn. Wic dem ..Wicncr Tagblaltc" aus Pest von vcrlatzlicher Seile gcineldct wild, soil das uugarische Ministcrium cntschlossen sein, den Kamps mil bcr Opposition bis zu ben autzcrstcn Konscqucnzeu dutch-zufiihrcu. Sollteu nach den erstcn Sitzuiigcn bcS nachstcn Reichstages, nachbcm die Bcrififatioii bic Parleivcrhaltnissc cnbgiltig sestgcstcllt habcn roerben, bicsc ber Rcgicrung nicht zulauglichc Sicherhcii fur alle galle gcwahreu, so btirfte bcr nach ftc Anlatz zur A u f I i) s u n g bcs Ber t ret un g s{ Srpcrs f ii h re it. 3u ben Gcsctzcu, welche ber b o h iti i s ch c 8 a ii b t a g roahtenb ber letzten Sission zum Be- schlutz crhob, gchortc betanntlich cities, roodurch cine Trcnnuiig bcr in Prag bcstchenbcu tcchitifchen Hoch-schulc burchgefiihrt wcrbcn solllc. Die Borlage hat bis hcute die allerhochftc Sanktion nicht crhaltcn unb matt wolltc biese Thatsache aus jcnc Einfliissc zuruckftihren, bie im uorigcn Sommer ben Fitrstcn Auersperg zum Austritt aus bent Cabinet vcr-nulatztcn. So langc irgenb cine Atissicht zn cincr Bcrsohiuing mit den Czcchcn war, schrcibt ein Wiener Blatt, utitcrbticb bic Sanktion bicscS GesctzeS; nun ba alle Bersvnungsvcrsuchc fur langerc Zeit in ben Hintcrgrunb gebrangt sinb, oerlautct, batz bic Rc-gierung bie Sanktionirung bieses Gcsctzcs bringcnb befiirwortet hat unb batz dicsc ehestens zu crwarten ist. Die ..France" sagt ubcr das Gerucht, welches sich auf daS Bestchen cincr franzosisch - italienisch-osterreichischcn Alliauz bczicht, im Hitiblick aus bic AuSsalle bcr „Norddeut!chen Zcitung" Folgcndes: Die Empfindlichkciteu ber Norbbeutschen sinb un-begriinbet. Fiankrcich, Jtalieu unb Oesterreich sinb burch kcincn Vertrag gebunden, aber nichts trennt sic unb vcrhindert sic, frcuudschastlichc Bczichungeu zu lintcrhalten. Dies erhoht das Bertraucn in bie Erhaltung bcs Friedens. Die »France" hvfst, bicsc Betrachtungcn werden dazu beitrcgen, ben ©roll unb bie Besorguisse zu befchwichtigen, dcrcn Grunb- losigkeit die „Norddcntschc Allg. Ztg." kennt. — Die „Kreuz-Zcitung" bcmcrkt: Die Pariser Kom-mission bedroht schiverlich ben Fricdcn. ist aber eine ungcroohuliche JJiatzrcgel. Frankrcich will die Zolleinigung mit Belgien, wclchc Englanb schon cittntal stir unvcrtrtiglich nut ber bclgifchcn Ncu-tralitat erklfirt hatte. Die provisorische fpaitifche Rcgicrung ist geneiflt, bic Frciheit ber Kulten aufrccht zn Hal-ten, aber sic wirb bic fnthotifchc Religion alS Staatsrcligion bcibchaltcn unb ihre Diencr besot-bett. — Die..Korrcsponbenzia" versichert, batz man eine karlistische Lerschworting entbeckt hat, und datz ein General, ein Oberst unb ein Kapitan vcrhas-tct ronrbctt. Der Scnat bcr Bcrciniglcn Staatcn nahtn die Bill bchuss Modisizirung bcr AcmtcrbcsctzungS-bill an. Hicrnach kann ber Prasibcnt ohnc Angabe ber Gtiinbc Bcamtc snSpcnbircn unb bcrcn 4!ach-folgcr ernenncn. Wcun jeboch cine Eruennung dutch ben Scnat verroorfcn roirb, roirb hicdurch bit Suspension aufgchobcn. Die Bill hat noch daS Rcpra-senlantenhaus zn passircn. Zur Tagesgeschichle. — Sc. Majcstat bcr Kaiser hat nachfolgendcs allcrhbchstc Hanbschrciben crlassen: „{’icbcr Herr Better Erzherzog Albrecht! Indent Jch Eucr Liebbcn, Ihrer Bute cntsprcchenb, yon der ©telle als Armcekomman-danten in Gnaben cnthebc unb Jhncn fur bie Mir in bieser Stellung mit Hiitgebung gclcisteten vorzlig-lichcit Dienstc baukc, cnicnne ich Sic zum Gcneral-inspektor Biciues HcercS. In bieser Eigcnschaft iibcr-trage Jch Jhncn die Jnspizirnng bes stehenden Hccrcs in Bczug aits dessen Ausbildnng unb Manovrirfcihig-keit, roic auch btc Uebetroachung unb Leitung jener grbtzeren Truppenubungeit, bet wclchen (Suer Liebdeu a mu esc nb sind. Wien, ant 24. Marz 1800. Franz Josef m. p." — Bon der Kaiserreise roerben noch nach-stehenbe interessante Episobcn mitgethcilt: Auf ber Sccrcife nach Triest hangte ber Kaiser ciitetit Malro-fcu, ber ins Wasscr gefaUcn roar unb ganz triefend semen Dienst sortinachle, seinen eigeiten Mantel tint. „Hcrr Majcstat," antroortcte der Matrose, „wir See-lente uehmen auf folchc Lappalicn feitte Mcksicht." In Pola nieldete sich ein alter Jstrianer zur Anbienz unb als cr von dem bctrcffcnben Beamteti befragt luurbc, ivorin sein Anliegen bcstehe, antroortcte cr: „er kbituc cS itur bent Kaiser felbft anvertrauctt." Als cr itiui vorgclasscn rourbc, zcigtc es sich, datz cr nut bas Gllick habeu wolltc, ben Kaiser in bcr Nahc zu schctt unb mit ihm zu sprcchcn. Der gutc Mann hatte fciit aubcrcs Anliegen unb hatte jcnc List uur gebraucht, mit beiut Kaiser vorgclasscn zu roerben. Unter ben Bitlstcllcrn, wclchc bci Sr. Majcstat bent Kaiser Anbienz crhielten, roar, rote crzahlt roirb, auch bcr Baler bcs roegen Pretzuergehen berurtheilten nub nach Jtalieu geflilchteteit Rebaktenrs Hcrrn L., roclchcr urn Bcgnabignng feittes SohncS bat. Der Kaiser soll erroibert habcn: Die Bcgnabignng roiirbe nichlS hcl-fen, benu, taunt zitriictgcichrt, roiirbe sich Herr L. von ueuent ftrafbar machen. Der Bittsteller versichcrtc Sc. Majcstat, cr rootle fl'ir bas Gcgcnthcil biirgen unb fciiteit Sohn cincut anbent ©efchiifte roibnien, rooraitf der Nkonarch verfprach, bie Sache in Uebcrlcguitg zieheit zn rootlen. — Ein Knabe von citf Jahren stahl in Linz am 21. b. M, roahrcub seine Mutter in bent Gc-rotilbe cincs Schncidermcistcrs tit ber Hofgaffe mit bent GefchaftSftihrcr fprach, cincn Spenser mid ein Zigarren-pscifchcn. Spcitcr rourbc bie Mutter samrnt dem Knabeit bci eiitem DiebstahlSvcrsnchc betretcn unb arrctirt. — In ber Nacht vom 18. auf bcit 19. Marz rourde bie Banmkronc bcs von ber Bezirkshauptmann-fchaft in Lanu (Bbhmen) am Stage bcr Bermalung Sr. MajeftSt gepflanzten Kaiserbanmes abgesagt und auf ben Stumps ein Tobtenschcibcl anfgesetzt. Anf bie Entbccknng bcs Thciters rourbc vom i'auncr Bitrgcr-mcistcr ein Preis von 20 fl., roclchen bie i’auncr ©tabtgemeiiibevertretuug auf 500 fl. erhohte, ansgc- setzt. Vcrldtzlichcn Mitthcilungcu zufvlge soll eiit Miillergesclle in Laim die beeibete Aussage gemacht habcu, batz cr iiber Aufforberung unb in Gemeinschaft mit bettt Launer Muller D. jenes Bubenstiick ver-iibt Habe. Lokal- unb Provinzial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — (Das Eroffnungsschietzen) berRohr-schiitzengefellschaft wurbe burch cinett festlichen Aufzug berselbcn inaugurirt. Der Aufzug geschah um 9 Uhr Vormittag vvr ber Wohnnng beg Oberschutzenmeisters unter Bortritt ber Kapelle bes Regimentes Huyn, welche zn biesem Zwecke in ber liebenswiirbigsten Weise iiberlassen wurbe. 9Zeben bent Bereinsbanner schritten Ossiziere, welche Mitglieber ber genaunten Schiitzen-gesellschast sinb. Kaum war ber Zug an ber Schietz-statte angelangt, so entwickelte sich ciu reges Schiitzen-leben, welches ben ganzen Tag iiber sich auf gleicher Hohe erhielt. Nachmittags jcboch burch bie zahlreiche Anwesenheit ber Stabtbewohner unb burch bie lustigeu Weisen ber Militarmusik, welche im Schietzraninc spielte, gestallete sich bie Unterhaltung zn einer Art kleineu VolkssesteS. Der Herr Lanbesprasibent bcchrtc die Gesellschast mit seiner Anwesenheit unb wurbe von ben Schiitzen seierlich empfangen. Ebenso benterfte man unter ben Anroesenben ben Herrn Magistrals-vorstanb Gntmann unb beibe Herren Obersle bes Ar-tillerie- unb Jnsanterieregimentes. Mittags versam-uielte ein gemeinsameS Diner bie Schiitzen int Gast-hanssalon zum ©tern, bei welcher Gelegenheit ber Oberschiitzcnmeister Dr. v. Stockl Toaste auf ben Pro-teftor, Se. kaiserlichen Hoheit Erzherzog Ernst, unb auf bie krainische Sparkasse unb beren verbienten Ober-vorsteher Herrn Samassa sen. unter begeifterten Zu-rufen ber Schiitzen auSbrachte. Die Beste zeichnen sich burch Geschmack ber Answahl, alS auch burch ihren materietien Werth au8 unb waren wohl gecignet, ben Wettkampf mit bent Etntzen in Athem zn crhalteit. 1. Best: Grotzer Silberpokal mit 6 ©itbergutbeu. 2. Best: Silberbecher mit 5 fl. 3 Best: Silberbecher mit 4 fl. 4 Best: Ein Halb Dutzenb Silber-Etzbestecke in Etui mit 3 fl. 5 Best: Ein Silbcr-Etzbestcck mit 2 ft. 6 Best: Silber-Salatbesteck mit 1 fl. Das Schictzeu eitbet mit heutigem Tage Abends. Ueber bie Schntzrcsnltate werdcn wir morgen Bericht erstatten, sowie auch die 9Zameu der gliicklichen Gewinner der Beste bekannt gebett. — (Die Auferftehung) wurbe am Char-samstage in atlen Kirchen in ber ilbtichen Weise gc-feiert. Der Prozession in ber Domkirche wohuten bie Spitzen ber BchLrben bet, sowie auch eiite AbthcUung Militar babei kommanbirt war. In ber Spitalskirche wurbe bie Feier unter Beisein einer grotzen Menschen-tueitge unb unter Bortritt ber Musikkapelle deS hier garnisonirenben Regimentes abgehaltcn. Auch in ber Strasanstalt am Kastclle wurbe bas Anscrstchungsfcst in feierlicher Weise begangen, bieselbe wurbe vom HanSkaplan ber Anstalt, bent hochroiirbigen Herrn Heibrich, vercmftaltct; auch bie Beamteu bes Hauses unb ihre Frauen wohntcu der Feier bei. — (Der morgige VereinSabend tm Kasino) wirb ein fehr interessantes Programm bie-ten. Herr Kapellmeister Schantel wirb cine Piece auf dem Violoncello vortragen, ein Franlein, welches erst uor kurzeut so glticklich alS Schanspielerin bebntirte, bekla-miren unb bie jugenbtiche ©iingcrin, bie itn letzten Konzerte eineit so autzcrorbeutUchen Beisall fanb, eiuige Lieber zum besteu geben. Autzerdem wirb bie beliebte Kapelle von Huyn eiuige Stiicke spieleu unb eiite Tombola veranftaltet wetbeu, bie auch wicder mit fehr ge-schmackoollen Gewimtsten ausgeftattct ist. Besuch unb Amusement blirsten sich nach allebent morgen auf ber Hohe bes letzten Bereiusabeubs halten. — (Kirchenmnsik.) Am Ostersonntage wurbe in ber beutschen OrbenSkirche, welche von An-bcichtigen iiberfiillt war, eine Messe von Maschek nnter ber Leitnng bes greisen Komponisten ciufgefiihrt. Frl. Pichon sang eine Einlage mit Begleituug ber Orgel unb der Violine, letztere gespielt vom Herrn Orchester- direktor Zappe. In ber evangelischen Kirche wurbe am selben Tage ein Osterlieb von Nebved von einem Biannerchore, meift Mitglieber ber filharmonischen Ge-sellschast, in ber gelimgenften Weise ciufgefiihrt. — (Theaterskademie.) Frl. Albina Bals, unfereitt Theaterpublikum von ihrer Gastrolle als Deborah in ber letzten Saif on in frifchem Aubenfeit ftchenb, oeranstaltete gesteru Abends int lanbfchaftl. Theater eine Afabemie, welche ein volles Hans erzielte. Frl. Bals flihrte sich bem Publikum als Laby Mil-fort in eineut Akte ans Kabale unb Liebe, als Deborah im gleichnantigen Stiicke, unb als Baronin v. Fersen in ber bekannten Blnette „Ein Glas Was-fer" vor, unb fanb von ©cite bes Publiknms burch-wegs ermuntentben Beisall. Jebensalls sagen bent Franlein Rollen, welche Deklamation unb Pathos euthalten, besser zu, als bas bustige Element bes fei-nen Konverfationsstuckes. Das Fraulein wurde von Herrn Bergmanu in den tragischen Szenen fast gar nicht, tin Kouversatiousstiick aus's wirksamste unter-stiitzt. Herr Mebeit, unseres Wissens hier bas erste-mal ossentlich austretenb, fang eine Romanze von Bierkabante, ein slovenisches Vied von Benbel unb ein Lieb aus Fra Diavolo mit fehr gutcm Ausbrucf. Der Sanger verrath voransgegangene tlichtige GefangS-stubien, seine ©timme flingt siutpalhisch unb lucid); eine merkliche Ermiidnng des Organs nach laitgerem ©ingen, ein zeitweises Mitflingeit von Heiserkeit lasscn wohl ucrmnthen, datz das Organ deS ©angers leidend ist, so datz die ©onoritat der ©timme nicht znr vol-len Entfaltnng gclangt. Die Reg. - Kapelle Huyn fpielte eine Onvertnre von ©chantel, die Jntrodnktion zu Romeo unb Julie von Gonuob unb ben „Kiinst-ler Leben" -Walzer von ©lrautz, atles in ber gewohn-teit praziscn Weise. — (Berungliickt.) Am Ostersonntag ist in ©agor ein Mititarurlauber, welcher beim Abseuern ber Poller bcschdstiget war, cut ber Hand so schwer vcr-lctzt worbcu, batz cr ins Zivilspital nach Laibach iiber-bracht werdcn mutzte, wo ihm auch ber Vorberartn ampntirt wurbe. — (J n beit Tri ester ©tabtrath wurbeu bei ben Wahten ber I'anbgemeinben des Teritorinms bie vom slcivischcu Kontitee vorgcschlagcncn Kandidaten gewdhlt, unb zwar erhielt Franz Zegner 70 ©timnten von 134, Johann ©or 78 von 94, Johann Piano 34 von 49, Johann Nabergoj 139 von 146, Joses Promotschitsch 111 von 162 unb Jvchann ©turz 71 von 97. Aus dem Bereinsleben. (In der Mnsealversammlunq am 24ten Marz) gelangtc zucrst eine vom VercinsntitgUebc Joses © t u tz i it e r in Rubolssmerth eiugcscnbete Beschreibnng mehrerer Grotlcn llntertraius mit ber Angabe ber in den einzelnen gemachtcn Fnnde ait Grottenthieren zum Vortrage. Der Einseiifccr hatttc bie Exkursion in Gcscllschaft bes Breslauer Entomo-logen Dr. G u st a v Jose f, ber fchon felt Jahren ber frainischeit Hiihtensauna bie eiugehenbsteu ©tubien wibmet, unternommen. Die Jahreszeit, in ber sic geschah — Ansang August — war stir bieseu Zweck nicht ber giinstigste, inbeut bie beste ©ammelzeit fiir Hohlenthiere bas Friihjahr unb ber Herbst ist, wemi bie beibeit ©enerationeu zur Eutwicklung getangen. Einer gcnaiten Durchforschuug wurbeu untcrjogen: bie Grotte Skctlnenca nad rajnturnam bei Raschiza ndchst Auersperg, baitit bie Podpetscher, Kumpoler unb Potiskauzer GroltS im Gntenfelberthalc. In ber vorletzteu font nit ein uoch imbefchriebener Hohlenkrebs vor, von auffadenber Aehulichkeit mit bent Nyphargus stygius, von bent cr sich burch ben plnmpcrcn Ban nub bie auffatteitberc Korpcrgrotzc auszcichnct. In ber Nahc von Pobtabor int ©trugerthalc wurbeu zwei bereits befannte ©rotten bcsucht, ferttcr eine britte int Buchcnwalbe, am Wege iiber bas ©ebirge nach Reifniz. Beim ©icbeit ber in ber lctztcrcn gcfammelten Erbc fanb sich Cyphoplitlialmus (luricorius vvr, ein von Dr. Joses in Krain cnibccktcs neves Grottenthier, woriiber bereits in einer sriiheren Musealversammlung bie MittHeiluug geschah. In ber ©eler Grotte ndchst Gottschee wurde rciche Ausbente von Auoplitlialmus Bilimeckii gemacht. Eingetretenes Regenwetter ver-hinberte bie Ersorfchnng anberer Gottscheer Grotten, unb es wurbe blos noch bas bei Oberskril in einer senkrechl gegen bas Kulpathal abstUrzenben Felswanb besinbliche, fehr schwer zngangliche „Jagbloch" befncht; bie Ausbente ergab Leptoderus sericeus it. a. in., auch zwei Exemplare bed antzerst seltenen Hiihlenkafers Macherites subterraneus. ©obann besprach Kustus D eschman n bie im I. 1758 erfchtettene „gritnbtiche Beschreibnng bes in Jn-nerfraiit gelegeiteit Zirknitzer Sees" von Franz Anton von Steinberg, k. k. imterSfterreichijcher Hofkam-merrath. Der Verfaffer bieses lueitig gcfaimteit, ge-biegenen Werkes war Juhaber bes Gntes Steinberg auf ber Pojk, er hatte 15 Jahre in ber udchften Nahe bes Zirknitzer Sees in Thnrnlack zugebracht. Die Topografie bes See's uebst Untgebung unb seiner Zu-unb Abfliisse ist mit ber grbtzten Svrgfalt ausgefiihrt unb burch beigegebeue Karlen illustrirt. Die 'vorher als Raturrounber betrachteten Erscheinimgen ber schnellen Wasserausfiilluug des Seebodeus unb besseu Trocken-leguitg werbeit bariit aus ben Gefetzen ber Hybrostatik erklart, insbesonbers bilbet bie eingeheitbe Schilberuug ber Jagb unb ber Fischerei auf bent See mit ber Beigabe zahlreicher JUustrationeu eine antzerst unter-haltenbe i'ektUre. Originell ist bie daselbst abgebildete Priigeljagv der in der Mauser befiudlicheu Enten, der Fang der Fische zur Winterszeit mittelst eiues tiichtigen Schlages mit einer Hacke auf das burchsichtige Eis an jeuer ©telle, unter ber man ben Fisch gewahrt. Eines ber merfwUrbigften Borkominnisse ber Fischerei war ber Fifchfaug bei strenger Winterkalte am 3. Februar 1714. Damals lief ber See cbeit ab, unb es wurbeu bie verschicbeuen Wassertrichter, in welche bie Gewasser bes Zirknitzer Sees abflietzen, in Gegenwart bes Pralaten von Frenbenthal von ben Fischern, bie sich nackt in bas Wasser begaben ansgefifcht, nachbem zuvor bie Eisbecke ausgehackt worbeu war. Die Aus-beute war fo grvtz, batz burchfchnittlich Fische im Ge-wichte von 7 Pfitnb um 7 fr. verfauft wurbeu. Steinberg selbst Hat bleje interefsante Szene in einem Oel-gematbe bargestellt nud bent Oberftfiintmerer Graf Kaspar Cobenzl geroibmet, berzeit befinbet sich basselbe in ber Bilbersammlung bes Landesmnseunis. In ber gebachten Beschreibnng finben sich auch utattche Jrr-thiimer Vatvafor's berichtigt, fo z. B. bas Erfcheiuen ber btinben schwarzeu Enten, bie erst spater bie Fcihig-keit zn sehen erlaugen sollten; both trotz bieser Berich-tigung hat fie der beriihmte sranzosische Fisiker Arago in seiner Beschreibnng bes Zirknitzer Sees in bent An-nuaire du bureau des longitudes, p. 210 Jahr 1834, abermals als cine nierkwiirdige Natnrerscheinung ausgefiihrt. Bon besonberent Jnteresse in dent Werke Steinbergs sinb bie verschiebenen Notizen iiber seine offenttichen Dienftteistungeu in Krain; cr fanb bei ber sJiavigatiou unb beim Strahenbau eine fehr ersprietzliche Berwenbnng, ferner war er in Jbria burch 25 Jahre als Bcrgamtsverwefcr thcitig. In biefcr Bcbienstung hatte er ein autzerst knnstvolles Mobell mit alien Details bed Jbrianer Bergbancs fiir Kaiser Kart VI. aiigefertigt, diese plastische Darstellnng war in der Hosbibliothek in Wien zur Ansicht ausgestellt, auch vom Zirknitzer See beabsichtigtc cr eine ahnliche plastische Darstellnng zu liefent. Dicscr merfiuiirbige Maun, ber eiuen Ehrcnplatz unter beit frainifchen Natursor-schcrn eiitniuimt, war Autobibaft, cine auiSfiihrtichc Bio-gvafie bcssclbcn eyiftirt noch nicht. Als weiterer Beleg fiir Steinbergs abmiuiftratiue Tiichtigkcit probuzirte ber Vortragenbc einen Bericht bcsfetbeit an bie inuerbfterreichifchc Hoskammcr, bativt von Jbria 19. Juui 1730, anlatzlich ber vom Pfarrer von Unteribria erhobeiteit Aitfpriiche auf bas Fischerci-rccht in ber Jbriza unb besseu Aitmajjuitg bes Patronate« iiber die Kaplanei in Vojska, ivoriu letzterer von dem Domkapitel in Eividale, bent damals bie Pfarre Unteribria mtterftaub, miterftiitzt wurbe. Steinbergs untfaffeube Eingabe zeichnet sich gegcniiber ben gegnerifchen leibcnschaftlicheit Angriffen burch eine fehr gematzigte nub flare Darstellnng aus, sic cuthdlt auch einzelne in natnrhistorischer Beziehnug interefsante Datett, so unter anbentt bic Auseinanbcrsctznng ber Urfcicheit des abnehmeiibcit Fischreichthnms ber Jbriza unb ihrer Nebenznfliisse. Vom Vercinsmitgliedc Moriz Schenk fain das in Lieferungen erscheinende Werk Dr. Gustav J a g e r s : „Die Wunder der unsichtbaren Welt" znr Einsicht-nahme der Bersammlung zn; cs verdient in ben wei-teften Leserkreisen nicht nur wegen der 9ieich()altigfcit unb Nenheit seines JnhalteS, sondern auch wegen der gcistreichen Behanblnng beg Stoffes mvglichst verbreitet zu tocrben. BesvuberS beachteuSwerth ist bic bnriu enthaltene Abhaubluug „iiber die Trichinen," worm die ganze Eutwicklungsgefchichte dieses gefahrlichen Ein-geweidewurmes burch Jllnstrationen bclcuchtet ist. Auch wurde cin Bericht ber norbamerikauischen Zritnug „Herold" vorgelesen, wornach int Februar l. I. uieh-rere Todesfalle zu New-Aork in Folge der Trichinen-krankheit vorfielen; bet alien unglucklichen Opfern stellten fid) die Trichinen in Fvlge Gennsses rohen Schwein-fleisches ein. Berghauptmann Trin ker 'mieS den Sand ans bent Magen bed bei Salloch erlegten, nunmehr im Musenm aufgcstetttcn Singschwans (Cygnus musicus) tior, berselbe besteht a us lanter Qnarzkornern, bie einc Musterkarte ber verschiebenen Quarzvarietaten darstellen, worin atle Farbcnskalen vertreten find. Auch legte er eigenthumlich kristallisirtc Schweselticskristalle vor, ini Thvnschiefer steckend; ihr Fnndort ist bei Krehniz. Zum Schlusse zeigte Realschulprofessor Globočnik ein getrockneleS, noch nicht zur Bliithenentfal-tung gclangtes Exemplar des pirenaischen Btohnes (Papaver pyrenaicum) vor, er sammelte cs bei seiner Besteigung des Triglav Ende Juli 1805 auf der hochsteii Spitze des Verges nnter dein (Bchncc, es ist dies bcntimch bic hochste bisher in Krain ausgesnndene Pflanzenart, welche ubrigens in nnseren Alpen nicht selten ist unb mit bem Steingerolle von ben hochsten Spitzcn bis in bie Flutzbctlc ber Alpensliisse herabsteigt, so z. B. ini Logerthale jenseits beS Stcincrsattels in ber 9tti()e bes Rinkafalles. Das Vereinsinitglieb Ingenieur Hausner legte einen Finbling kristallisirten Zimwbers ans bent Savebiluvium bes Laibacher BeckenS vor. Das Stuck hat bic grohte Aehnlichkeit mit bent Zinnobcr vom bcstandcnen Qncksilber-Bergbaue bei St. Anna hinter Nenmarktl, es wnrbe bei Vertiesung bes Gruberschen Kanals zu Tagc gesordert. Als ueues Mitglieb ist bent Musealvcrcinc bei-gctreten: Herr Obcrsinaiizrath unb Finanzbirektor Benjamin P o s s a n er von Ehrenthal. Abfertigung. Schon zum zweiten male stub wir so nnglnck-lich, mit bem Prasidenten des katholischen Vereins, Herrn Wilhelm Grascn Wnrmbrand, in Konflikt zu gerathen. Anlatzlich der in der Samstagsnnmmer des „Tag> blatt" enthaltcuen Korrcsponbcnz ans Unterfrain, worin gesagt roirb, „dah siir ben katholischen Verein Mitglieber geworben, bei ablehnenben Anlworten aber als Abfertigung auch kleine Gelbspendcn zu frontmen Zweckcn willig angenommen roerben," beehrt tins Graf Wurinbranb mit eiiieut langeren Haubschrcibeu, welches er anch in ber heutigen „ Laibacher Ztg." inseriren lieh unb worin er ber Moglichkcit wibcrspricht, datz cin Mitglicd des katholischen Bereins seine unb bcS Bcrcins Wiirbc so schr vcrkenuen wiirbc, urn cine Gelbspenbe als Abfertigung anzunehuien. Habcn seiche Spenbcn wirklich stattgesunben — nteint Gras Wurmbrand, — so warcn es Hitter-schlcisc, wclchc aufzubeckcn er baS „Tagblatt" bei Deni Gebotc ber Ehrlichkeit bcfchworc, indent cr znglcich die Drohung beifiigt, im wibrigen Falle anberc Wegc einfchlagcit, „uit b nicht raste n u it b nicht r uhcit" zu wolleit, bis konstalirt feiit wird, was an ber Er-zahlnug Wahrhcit nub was Liigc ist. Ans bicses kolossale Schriftstiick geben wir Cent Grascn Wurinbranb hicr folgenbe Antwort. Wir vcrstchcn die Scnsivitat bes eblcn Grascn nichr. — So oft wir bcit Namen bes katholischen Bereines, memt auch mit gebiihrenbem Respcktc iteit nen, gerath desscn Prasidcnt a us bent Hauschen unb geiciihrt uns bamit seitc Bcfriedigung, die ein Schiitze fiihlt, wenn ihm das Krachcn des Pollers einen gulen Schntz verkiindet unb anzeigt, bah er in das — Schwa r ze gctroffcn. , Von bem Grafcn Wilhelm Wurinbranb, ber sich ! aus bent beschautichen dolce far niento urplvtzlich i als Pionnicr bes UltramontanisiunS cntpnpptc, solite ! uns gar nichtS nichr numbcrn, besseuungeachtet niiif-■ sen wir iiber bie Arroganz ftaunen, mit welchcr er ' obige Anffordernng ait uns zu richtcu sich herans-uimmt. Wir kountcn zwar jcbeu Augenblick mit ben ge-wilitschten Datcn nub Namen bieitcit, a He in wir fin-ben uns nicht bcrnscn, am allcnvenigfteu aber tier-pslichtct, fur ben katholischen Verein gchcime Polizei-biciifte zn Iciftcn uub iiber bic Thcitigkeit bicses ober jeneS VerehrerS bicses Bereines mehr mitzntheilen, als wir cs cbeit augemeffen finbeii. Itcbrigeiis bcstreiteit wir aber namentlich entschie-bcu, bah wir in bctrcsf obigcr Biittheilung eittcr von BcrcinSwegen an uns gerichteten Aussorberung Reve uub Antwort zn geben gehalteu stub. Die Korrcsponbcnz sagt ineber, datz bie Werbung ber Mitglieber uub bie „Geschenkannahnie in Aiuts-sacheu" von Sciteit des Bereines odcr cities seiner Maudatarc oder int Namen des Bereines ausguig, bcnit es heitzt nur: „fiit ben katholischen Verein" wcrbcu Mitglieber geworbcu — noch bah bic Gclb-fpenbett zu Vcrcinszwcckcn begehrt unb empsangcn murbcit, bcnit cs wirb gesagt, bah bic Spenbcn zn frontmen Zwccken akzeptirt rourben. Wenn wir auch nicht zwcifelu, bah cs bent katholischen Vcrcine in erster Linic wenigcr lint beitragenbe, als mil ausiibenbe Mitglieber zu thun ist, so fcheint uns boch cine uiatericlle Untetstittznng bes Bereines bei ber bekannten Gcnugsamkcit alter jcitcr, bie mit ber tobtcn Hanb in irgenb eittent Kansalncxns stehcu, unb bei bem erhabcncn Beispiele, mit wclchem biessalls ber hciligc Stuhl tioranleuchtet, weber als ctwas wun-berbarcs noch beschamendes. Ans bieser Darstellnng, an welche wir bic tins selbst befanuten Datot iiber bie Art ber Werbung ber katholischen VereinSmitglieber zn kuiipfen vorlausig nnterlaffen, geht hcrvor, bah Graf Wurinbranb ohne irgenb cine Verechtiguug vom Leber zog, iubem ja bcit katholischen Verein uientanb aitgegriffeit hat, unb bah cs ihm alien Anfcheiuc nach nur darum zu thun war, dutch cine fchriftfteUerifche Uebung bem Vcrcine zn eiiier offentlichen Reklame uub ber Vetcins-Rcgi-ftratur zu einem wcrthvollen Aftetistitcfc zn verhelfeit. Hierin ben eblcn Grafen weitcr nuterstntzcn zu sollcn, wirb uns nicmaub zumnthcn, unb faun berselbe immerhiil ohne Raft uub Ruhe bic ihm bcliebigeit Wegc ciuschlageit. Was uns anbelaugt, so wcrbcu wir bcit raft- uub ruhcloscn Bcmnhungcn bes Herrn Grascn mit aufrichtiger Thcilnahme folgcn uub feheu ben Refultaten bersetbcit mit Gleichmnth cutgcgcu. Die Rcdaktion. Wir sucheii eiitcn juugeu Mcnschen, bet fleihig lint) strebsam. ist unb das Uutergim-unsium absolvitt hat, urn if;it als Lchrling in unscrer Bnchhaudlun,, zn beschafligcn. Jgn. v. Klcinmayr '& F. Bamberg. Echt Schiiiidt'sche katc& |)rapnriitf, forc;c Fciistcr - Rouleaux, Bvrliaiiststvffo, ain'e-vifau. VcSci- „Lcntcr CIoth“, Vnuftiichcr fiir —Trcppen unb Borzimmer ■ staunciid billifl am Sager bei (38—7) S2llbci‘t Trinker in Laibach. illan bifte dem Glnckc bic gnnb! 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Answartige StuftrSge werden prompt unb vcrfctiroiegcu ausgefiihrt, wodnrch sich iiit[cre Firma (cit dcr Reihe vvn Jahren, in welcher diesell'e scbon beftebt, das Bertraiien des Publikums in liohem Grade etroorbeu hat, roie wir auch schon oftmals die Vermittler der bedeuteudsten Gewinue geweseu. (64—5) V, Originates toftet fl. fi.50 ii. W., 2 n n „ 1.75 „ „ .. ..-.90 .. Man trende sich direkt an das Baukbaus IseiiiSEatel *$? Bank nnd Wechselgeschaft in Hambnra. Witterung. Laibach, 30. Marz. J Die regnerische, nnfrenndliche Witterung auhaltenb.: Wolkeudecke dicht geschlossen, aus SW. ziehend. War me: Morgens (> Uhr -f- 4.5", Nachm. 2 UHr + 6.0" (1868 + 6.6“, 1867 -j- 10.4’). Barometer: 322.i'6‘", im stei-gctt. Der Niederschlag ait ten beiden Osterseiertagen betrug 11.14'", das TageSmiktel der Warme am Ostersoniitagc mit ->-2.8" stand um 2.1“ unter dem Normale, am Cftermotv, tag mit + 5.4", urn 0.3" iiber demselben. Verstorbeuc. Den 28. Marz. Sent Franz Kotar, Bakmhofwachter, fcitt Kind Franziska, alt 10 Monate, in der Polauavorstadt Nr. 30 an der Lniigenlahmnng. — Sent Joses Struh, TaglLhner, feiu Kind Alois, alt 3 Jahre, int Elisabeth-Kin-derspital am Lnugenvdem. Den 29. MSrz. Josef Ceglar, Juwohuer, alt 60 Jahre, im Zivilspital an der Lnnaentnberkulose. — Maria Hemrod, Jnwobnerswitwe, alt 66 Jahre, im Zivilspital an Alters-schwache. — Sent Herrn Heinrich Betz, t. k. Feuerwerker, join erstgeborneS Zwillingskiud Heinrich, alt 3 Monate unb 6 Tage, in der Stadt Nr. 67 an Fraisen. Wiener Borse vom 27. Mlirn . Staatsfondc. Melb Ware Gelb Ware 5perc. often. Wahr. . 59.70 59.80 Oest. Hypoth.-Bank. 98.50 99.— Dto. v. I. 1806 . . bto. Rente, oft. Pap. 64.50 62.90 64.60 63.— Priorjtats- Obllg. dto. bto. ost.mSilb. 71.30 71.40 Stldb.-Gef. zu 500 Fr. 113.50 114.— Lose von 1854 . . . 95.50 96.— bto. BonS 6 pCt. 241.50 242.— Lose von i860, ganze Lose von 1860, Fitnst. 104.70 104.90 Norbb. (loo fl. CM.) 93.75 94.— 105.50 106.— Sieb.-B.(2oosl.o.W.) 90.— 90.50 Pramienfch. v. 1864 . 127.80 128.— r!tubolft-b.(300fl.o.W.) 93.25 93.75 Orundentl.-Obl. Kranz-2of. (200 fl.©.) 92.40 92.90 Steiermar! )n5pCt. 90.— 91.— Lose. Karnten, Krain 86.— (Srcbit 100 fl. o. W. . 168.75 169.— n. ittiftcnlanb 5 „ 94.— Don.-Dampffch.-Gef. Ungant . . zn5 „ 78.75 79.25 zu 100 fl. CM. . . 97.— 97.50 Shroat. u. Slav. 5 „ 79.— 79.50 Triefter loo ft. CM. . 120.— 121.— Siebenburg. „ 5 „ 74.25 74.50 bto. 50 fl. o.W. . 57.— 58.- Action. Ofener . 40 fl. o.W. 37.50 38.50 Nationalbank . . . 729.- 730.— Etzterhazy fl. 40 CM. Crebitanstalt . . . 309.80 310.— Salm . „ 40 „ 42.50 43.50 N. o. EScompte-Gef. 817.— 818.— Palffy . „ 40 „ 35.— 36.— Analo-ofterr. Bank . 303.50 305.- Clary . „ 40 „ 37.50 38.— Deft. Bobencreb.-A. . 292.- 294.— St. GenoiS„ 40 „ 33.75 34.— Deft. Hypoth.-Bank . 107.— 109.— IVinbifchgratz 20 M 22.50 23.— Steier. EScompt.-Bk. 230.— Walbftein . 20 „ 24.50 25.50 Kaif. Ferb.-Norbb. . Siibbahn-Gesellsch. . 2320 235.— 2325 235.20 Keglevick . 10 „ RubolfSstift. loo.W. 16.— 15.50 16.50 16.— Kaif. Elifabetb-Bahn. 179.25 179.75 Woohsol (3 Mon.) AngSb. 100 fl. fttbb.au. Franks. 100 fl. „ „ bonbon io Pf. Sterl. Carl-Lubwia-^vahn Siebenb. Elfenbahn. 219.50 160.— 220.— 160.50 104.90 105.— Kaif. Franz-Iofefsb.. Fiinfk.-Barcfer E.-B. Alfolb-Fium. Bahn . 175.- 185.— 176.- 186.— 105.10 125.80 105.20 125.90 161.50 162.— Paris 100 Francs . 50.10 50.20 Pfandbrlefo. Mtinzon. Nation. o.W. verlo?b. 95.50 96.— Kais.Mtinz-Ducaten. 5.96 5.97 Ung. Bob.-Crebitanft. 92.— 92.25 20-FrancSstttck. . . 10.07 10.08 Allg.ost.Bob.-Crebir. 108.50 109.— BereinStbaler . . . 1.84» 1.85 bto. in 33I.riickz. . 91.75 92.25 Silber 123.75 124.— Lottozichttilg vom 27. Miirz. Wien: 52, 12, 9, 21, 07. Graz: 41, 30, 50, 21, 85. Tclegraphischer Wechselkours vom 30. Marz. 5perz. Rente Lsterr. Papier 62.90. — 5perz. ... ] Lsterr. Silber 71 50. — 1860er Staatsanlehen 104.70. Bankaktien 732. — Krebitaktien 314.90. — London 126.65. : — Silber 124.25. — K. k. Dnkaten 5.99. Rente Berleger unb fiir die Redaktion cerantoorttich: D11 o m a r Bamberg. Drnck von Jgn. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach.