Laibacher TnMlitt. Redaction und Expedition: Bahnhofgasse Nr. 15. Nr. 78. BrännmcT«ti»nevttife: Für Laibach: «Sanjj. fl. 8 40; Anstellung in» Hau« vrtlj. 85 tr. Mit dir Post: Gau,jähr. fl. 12. 3nferti»n6preife: 6in» Samstag, 5. April 1879.—525! gS». msssffiv&Ji IL.Jahrg jeigeu bis 6 Zeile« SO Ir. ° Das Exposv des Finanzministers. Die Kardinalsätze jener Rede, welche Freiherr v. Pretis am 2.d. im Parlamentshanse hielt, sind bereits in alle Reichstheile Cislcithantens gedrungen, sie lauten: DaS Schuldenmachen muß ein Ende nehmen; es muß gespart werden, Sparsamkeit kann und wird zum Ziele führen; die Staatseinnahmen — direkte und indirekte Steuern — müssen vermehrt werden, es ist ein Gebot der socialen Gerechtigkeit und der öffentlichen Moral, die Leistungsfähigkeit der Bevölkerung ist jetzt tatsächlich größer als früher. Der Schatzmeister Cisleithaniens präsentiert den Steuerträgern in Oesterreich ein ungenießbares, hartes, unverdauliches Osterei. Aus welchen Quellen mag Herr v. Pretis die Behelfe geschöpft haben, auf Grund welcher er zu dem kategorisch lautenden Urtheile gelangte, daß die Leistlings fähigfeit des österreichischen Steuerträgers jetzt tatsächlich größer ist als früher? Die in allen Provinzen Oesterreichs auf der Tagesordnung stehenden unzähligen Real- und Mobilarexecntionen, die in Hülle und Fülle vvr-kommenden Falliments und Concurse bedeutender industrieller Etablissements und unzähliger kleiner Gcwerbsunternehmungen, die große Ziffernansätze enthaltenden Steuer-Rückstandsansweise geben ein ganz anderes Bild als jenes, welches Herr von Pretis im Abgeordnetenhause aufrollte. Aus den Steuerbüchern, aus den Berichten der Handelsund Gewerbekammern, aus den Registraturen der politischen und Gerichtsbehörden liegt die unbestreitbare Thatsache vor, daß die Leistungsfähigkeit des österreichischen Steuerträgers früher eine größere war als jetzt. Früher fanden wir in den Steuerrückstandsai'sweiseu ein Naniensverzeich-nis von säumigen, unordentlichen, mitunter lider- lichen Landwirthen und Gewerbsleuten; jetzt glänzen in denselben Namen durchlauchtiger, hoch« und hochwohlgeborner Steuerträger, Namen von Fürsterzbischöfen, von Inhabern großer landtäfli-cher Güter, von bedeutenden Fabriks-, Gewerksund Gewerbsbesitzern. Wie kann behauptet werden, daß die Leistungsfähigkeit des Steuerträgers jetzt größer ist als früher? Hätte Freiherr von Pretis sein Expose am ersten April kundgegeben, so wüßten wir, was wir von dem Inhalte desselben zu halten haben. Möchte doch die finanzielle Lage des österreichischen Steuerträgers eine so rosige, so freundliche fein, wie solche Herr v. Pretis ausmalte! Die Staatsausgaben überwiegen in beträchtlicher Weise die Staatseinnahmen. Es wurde bisher zur Deckung des Deficits der gemeinübliche Weg des Schul demnach eus betreten. Nach dem neuesten Programme des Herrn v. Pretis soll dieser Weg verlassen, es sollen in allen Zweigen des Staatswesens Ersparungen eingeführt werden. Möge dieser Programmpunkt endlich einmal in Oesterreich Wurzel fassen, möge das Geld des Steuerträgers nicht unfruchtbaren Projekten, nicht Produkten des Großmachts- und Größenwahnes geopfert, sondern möge die Erhaltung des Bestehenden und die Besserung desselben im Auge gehalten, möge dort gespart werden, wo einzig und allein gespart werden könnte, wenn die Götter und — Gras ^udrasstj es nur wollten. Wie kann von einer Vermehrung der direkten und indirekten Steuern dort die Rede sein, wo Landwirtschaft, Industrie, Handel und Gewerbe lahm liegen? Von einer . socialen Gerechtigkeit", von einer „öffentlichen Moral" könnte nur dann die Rede sein, wenn die finanzielle Lage des Steuerträgers tatsächlich eine solche wäre, wie Herr v. Pretis sich dieselbe vorstellen mag. In Regierungskreisen sollte zuerst dar Können, auf Grund dieses sofort daS Müssen erwogen werden. Herr v. Pretis leidet an — Optimismus, der österreichische Steuerträger an — Pessimismus; letzterer gibt der Besorgnis Ausdruck, daß der Heeresaufwand von heute zu einer Katastrophe führen müsse. In Ersparungen auf anderen Gebieten des Staatshaushaltes, beispielsweise in der projektierten Redncierung der Beamtengehalte, liegt nicht das richtige Mittel zu Gesundung bei kranken Finanzlage Oesterreichs. Es bürste bem cisleithani-schen Schatzmeister schwer werben, bem Steuerträger bie „Moral" bes Stenerzahlens beizubringen, beim bie minberaradige „Steuerwilligkeit" ist bei bem von Jahr zu Jahr fteigenben Staatsaufwaube in bas Fleisch unb Blut bes Steuerträgers iibergegangeii. Die Abgeorbneten der Steuerträger empfingen bie Mission, ihren Manbatgebern nicht blos die Wichtigkeit der Steuerreform, sondern auch eine Erhöhung der Staatseinnahmen durch Vermehrung der direkten und indirekten Steuern bringend ans Herz zu legen. Die Erfüllung biefer Mission ist wahrlich eine schwierige, unb Herr v. Pretis wirb sich bequemen müssen, die Antworten der Sendboten der Steuerträger zu würdigen, Antworten, die den Optimismus des österreichischen Finanzministers bedeutend herabstimmen dürsten. Parlamentarisches. Der Abgeordnete De sch mann trat in der 437. Sitzung des Abgeordnetenhauses während des Verlaufes der Budgetdebatte den Ausführungen des klerikalen Abg. Wurm bezüglich der von letzterem ins Treffen geführten Beschwer- Jeuiü'eton. Die Thurmvögel des alten Thomas. Novellette von Harri et. . (Fortsetzung.) „Daß muß wol das „Sieben-Mühlenthal" feinflüsterte Edith vor sich hin, indem sie von der Mauer zuriickwich. Ringsum herrschte tiefe, ja geisterhafte Stille, die nur zuweilen ein leiser, traumhafter Vogelgesang unterbrach. Ja, herrlich war der Ausblick von dem Walle, so romantisch, daß man sich gar nicht satt sehen konnte! Edith trat wieder au die Mauer heran und neigte sich weit vor, da zuckte sie erschrocken auf. Ein leiser schmerzlicher Laut, der unleugbar einer menschlichen Stimme augehörte, war au ihr Ohr gedrungen. Von woher kam er? Aus der Schlucht? Nein, dorthin konnte sich kein menschlicher Fuß von dieser Seite verirren. Edith lauschte; es blieb aber alles still und ruhig. Schon wollte sie ihre rege Einbildungskraft belächeln, die ihr wol den Schrei eines Vogels, der in diesen Fel-fenklüften häufte, so fchauerlich erscheinen ließ, als es neuerdings, diesmal dumpf und laut grollend, in den engen Wänden der Schlucht widerhallte. Bleich und erregt floh die junge Dame von bem Wall; ba sie bie ersten Parkanlagen erreicht hatte, erblickte sie Meiendorf, der auf einer Gartenbank saß und sich tief über ein Buch beugte, über dessen Inhalt er die Welt zu vergessen schien. Bei seinem Anblicke schwand sofort die abergläubische Furcht aus Ediths Seele, die ihr die unheimlichen Laute eingeflößt, und der Muth-wille gewann seine volle Herrschaft über das Mädchen: unhörbar näherte es sich einem Rosenstrauch , der hinter der Bank angebracht war. Meixeudors fuhr erschrocken aus, als plötzlich ein ganzer Regen von Rosenblättern über und neben ihm niederrauschte, begleitet von einem silberhellen Lachen. „Welcher Kobold neckt mich?" rief der junge Mann, einige Blatter auffangend, die auf das Buch gefallen waren: „Sind es die Geister schöner Rosen?“ „Nein, nur Schmetterlingslaunen!" klang es .von Ebiths Lippen, bie hinter bem Rosenstrauch hervortrat. „Ich wollte ber Libelle ben Morgengruß spenben." Sie streckte bem Verwalter bie Hanb entgegen; jetzt war bie Schwester ber Gräfin Trauhorst wirklich ber annmthige Kobolb, ber alle Herzen für sich einnehmen konnte. Jeder Groll über ben jungen Mamt, ber gestern sich so unvortheilhaft über bie Frauenseele ausgesprochen, schien vergessen zu sein. Meixenborf nahm lachenb bie bargebotene Hand: „Wollen wir ein wenig in die 2Öelt fliegen?" fragte er. „Ach ja, ich möchte gleich in das „Sieben-Mühlenthal," entgeguete sie lebhaft, „der Morgen ist so wundervoll!" „Der Weg in die Schlucht ist sehr beschwerlich und durchaus nicht für einen zarten Fuß geschaffen." Meixenborss Blick streifte den Saum des weißen Morgenkleides der jungen Dame, unter welchem Ediths kleiner Fuß hervorsah. „O, ich will es Ihnen beweisen, wie tapfer ich steigen kann," entgeguete sie lebhaft, indem sie den Strohut tiefer in die Stirne drückte und mit ber Spitze des Sonnenschirmes energisch auf den weichen Sand stieß: „Also, kommen Sie nur!" Der Verwalter machte noch einen schwachen Versuch, das junge Mädchen von feinem Entschluß, mit ihm in das „Sieben-Mühleuthal" zu steigen, abzubringen, indem er meinte: „Was wird Graf Egon und seine Gemahlin zu dem Ausflug sagen?" „Diese Langschläfer werden sich erst aus den Federn erheben, wenn wir zurückkehren," entgeg-nete sie lachend. Als die beiden den Kiesweg hinabschntten, den über angeblich stattfindende Unterdrückung der Slovenen entgegen und erklärte, er finde keinen Ausdruck für die Qualifikation so schwerer Anschuldigungen, wie sie vom Abgeordneten aus Holleschau in offenbarer Unkenntnis und tatsächlicher Entstellung der Zustände in Krain gegen die liberale Partei dieses Landes erhoben wurden. Er müsse jedenfalls erstaunen, aus dem Munde eines hochwürdigen Mannes solche Worte zu vernehmen, von dem man wol eher Worte christlicher Nächstenliebe und evangelischer Sanftmuth ' zu erwarten berechtigt wäre. Es hieße der Gut-müthigkeit des hohen Hauses zu viel zumuthen, wenn man glauben wollte, die Ausführungen des Abg. Wurm würden bei demselben ein geneigtes Ohr finden. Ebenso würden dieselbe mit Recht von der Wiener Presse ignoriert; aber in jenen Orten, für welche diese Reden berechnet seien, werden sie von rührigen Agenten und der Parteipresse in entsprechender Weise verbreitet und der Landbevölkerung mundgerecht gemacht. Durch solche Schlagworte werde in einem Lande, das sich noch unter klerikalem Hochdrucke befindet, in den Köpfen der Landbevölkerung eine Begriffsverwirrung hervorgerufen, deren Folgen oft die bedenklichsten seien. D'er Abg. Dr. Herbst stellte im Budget-ausschnsse folgende Anträge: Es seien dein Abgeordnetenhause nachstehende Beschlüsse zur Annahme zu empfehlen: 1.) Die k. k. Negierung wird aufgefordert, in den Erläuterungen zum Central-Rechnnngsabschlusse für das Jahr 1878 oder bei der Vorlage desselben eine erschöpfende Darstellung der der Kaiserin Elisabeth-Westbahn in den letzten Jahren gewährten Garantievorschüsse und der von derselben geleistete» Rückzahlungen und Zinsenzahlungen mitzutheilen. 2.) Die k. k. Regierung wird aufgefordert, bei Ertheilung von Borschüssen auf Grund der Ertragspräliminarien der Eisenbahnunternehmungen die Grenze deL Nothwendigen und der vom Staate übernommenen Verpflichtungen strenge einzuhalten und dafür zu sorgen, daß das etwa zu viel Geleistete fammt Zinsen stets alsbald rückersetzt werde. 3.) Die k. k. Regierung wird ersucht, zu veranlassen, daß künftighin im Eentral-Rechnungs-abschlusse sowol die Zahlungen, welche von den Eisenbahnunternehmungen aus dem Grunde geleistet wurden, weil ihre reinen Einnahmen das garantierte Reinerträgnis überstiegen, als auch die Zinsen für Überzahlungen, welche sich bei den auf Grund der Ertragspräliminarien ertheilten Vorschüssen ergaben, u. zw. abgesondert bei dem Kapitel: „Subventionen und Dotationen", als Einnahme verrechnet werden." Sämmtliche Anträge wurden angenommen. Die Verwaltung Bosniens. Wie die „Bohemia" aus Prag erführt, wurde für die Erledigung der laufenden Geschäfte und die Vermittlung des Verkehrs zwischen der Landesregierung und dem gemeinsamen Ministcrrathe jenes in den Blättern erwähnte Executivcomüe eingesetzt, das unter dem Namen „Bureau sür die Angelegenheiten Bosniens und der Herzegowina" seinen Sitz im gemeinsamen Finanzministerium hat und dem Reichsfinanzminister direkt untergeordnet ist. Dieser selbst füngiert dabei als Mandatar des gemeinsamen Ministerraths unter dessen solidarischer Verantwortlichkeit, wie er denn auch in allen prinzipiellen Fragen dessen Entscheidung einholt. Die nächste Ausgabe dieses Organes besteht in der Wiederherstellung einer geordneten Verwaltung, aber nicht nach einem neuen, sondern nach dem eingebürgerten türkischen Sistem, das allerdings jetzt nach einer geregelteren und verlässigeren Methode gehandhabt wird. Auf diese Weise soll zuerst ein positives, nicht aus bloßer Wahrscheinlichkeits-Berechnung beruhendes Budget der Erträgnisse des Landes sestgestellt werden, um aus demselben im Jahre 1879 hoffentlich, im Jahre 1880 zuverläßlich die Kosten der Verwaltung ganz bedecken zu können. So lange in dieser Hinsicht nicht volle ziffermäßige Gewißheit vorliegt, müssen alle Investitionen zu Kultur-, wie zu Communicationszwecken unterbleiben. Die Kommission hatte zunächst für die Bestellung, respective Reactiviernng der geeigneten untergeordneten Organe im Lande zu sorgen, um den Apparat so rasch und so wohlfeil als möglich in Gang zu bringen. Eine Reduction der Occupationstruppen ist bereits im Zuge, und soll in dieser Richtung fortgefahren werden, nm das Budget auch in dieser Hinsicht zu entlasten. Dadurch, daß alle diese laufenden Agenden in der Hand des Reichs-Finanzministers vereinigt erscheinen, ist diesem zugleich die sicherste Handhabe geboten, eine budgetmäßige Gebarung zu schaffen und aufrechtzuerhalten. Das alles ist zur Stunde ein Provisorium , zu welchem die beiden Landesministerien ihre Zustimmung zu erthtilen haben werden und dies umso sicherer werden thun können, als sich mittlerweile auch schon der Maßstab für die Be- deutung der Eignung dieses Apparates in feinen seitherigen Erfolgen gefunden haben wird. Zur rumelischen Occupatiosfrage. Die ganze politische Welt beschäftigt sich mit der Frage über die projektierte gemischte Occupatio« Ostrumeliens. Es liegen hierüber nachstehende Journalstimmen vor: „Wiener Abendpost": „Wie übereinstimmend gemeldet wird, bildet jetzt die Frage der Modalitäten, unter welchen die gemischte Oeeupation in Ostrumelien durchgeführt werden soll, den Haupt-gegenstand der diplomatischen Erörterung zwischen den Congreßmächten. Auch die Vorbehalte, welche das italienische Kabinet seiner prinzipiellen Annahme des russischen Vorschlages hinzugefügt hat, beziehen sich auf diesen Punkt. Diese Vorbehalte sollen indeß keineswegs von sehr weitgehender Bedeutung sein. Die italienische Presse wenigstens hält die praktische Betheiligung Italiens an dem in Aussicht genommenen Schritte noch immer für wahrscheinlich." „Jndependance belge": „Nach einer glaubwürdigen Angabe ist die Theilnahme Rußlands an der gemischten Oeeupation Rumeliens von mehreren Mächten angenommen, die ihrerseits wieder einen großen Werth darauf legen, daß auch die Türkei damit theilnehme. Letzteres ist von Rußland angenommen, von der Türkei unter Vorbehalten zugesagt. Deutschland wird sich an der Oeeupation nicht betheiligen. Frankreich ist noch unentschlossen." „Nordd. Allg. Ztg.": „Es verlautet, daß unsere Regierung der Idee bereits ihre prinzipielle Zustimmung gegeben hat, daß sie aber noch nicht in die Lage gekommen, bezüglich ihrer Theilnahme an der eventuellen Action eine offizielle Erklärung zu formulieren. Gleichwol nimmt man allgemein an, daß, wenn in der That ein europäisches Hilfs-corps im Süden des Balkans erscheinen sollte, das österreichisch-ungarische Truppenkontingent in demselben nicht fehlen werde. Gehört doch Oesterreich-Ungarn zu denjenigen Mächten, die an den Vorgängen im Orient in erster Reihe interessiert sind. Ein Fernbleiben der Monarchie würde die Deutung zulassen, als ob sie freiwillig sich des Einflusses begeben wolle, der ihr in den Fragen des Orients schon ihrer geographischen Lage nach gebührt, und würde in Widerspruch mit allen Tendenzen stehen, welche die österreichische Orientpolitik seit Jahren bekundet hat." Fortsetzung in der Beilage. der aus dem Park nach der Schlucht führte, kam ihnen ein alter Mann entgegen, in dem Edith den Schloßkastellan erkannte. „Thomas hat schon wieder sein Thurmvolk gefüttert," sagte Meixendors zu Edith, indem er auf einen Korb wies, den der Alte am Arme trug. „Sein Thurmvolk?" fragte das Mädchen neugierig. „Meinen Sie damit die Schwalben, meine Lieblinge?" „O nein, nur die Eulen, Mäuse und Ratten und wie das übrige vier- und zweifüßige Volk noch heißen mag, das der Thurm beherbergt, in dem sich nie die poetische Schwalbe heimisch gemacht." „Er liegt ja knapp an dem Wall, bei der Schlucht," sagte Edith, „sollten die schauerlichen Töne von Eulen herrühren?" dachte sie weiter, ohne es auszusprechen. „Guten Morgen, Thomas!" rief der Verwalter dem Alten zu, der eben um einen Seitenweg biegen wollte. „Ihr habt schon wieder Eure Lieblinge gefüttert?" setzte er spöttisch hinzu. Thomas blieb stehen, indem er die Hand über das Tuch im Korb breitete, als ob er fürchtete, man wolle den Inhalt desselben einer Prü stmg unterziehen, und sagte kurz und trocken: „Ja, ich habe mein Geschäft im Thurme besorgt." Der Alte wandte das greise Haupt zu dem jungen Mädchen; ein fast grollender Blick traf das rosige Antlitz: „Wozu streifen Sie zu so früher Stunde im Park umher, gnädiges Fräulein? Droben am Wall ist die Lust feucht und kühl, so feucht, daß man sich leicht das böse Fieber holen kann." „Das habt Ihr mir auch gesagt, und es ist doch nicht wahr," rief Meixendorf, indem er dicht vor den Alten hintrat: „Ich glaube, Ihr wollt nur kein menschliches Wesen in der Nähe des alten Eulennestes dulden, damit seine Bewohner ja nicht in ihrer Ruhe gestört werden. Ihr seid wirklich wunderlich mit der Fütterung der Thurmvögel. Was möchtet Ihr anfangen, wenn der Herr Graf das häßliche Mauerwerk niederreißen ließe?" „Das kann, das darf nicht geschehen!" stieß der Alte hervor, wobei es in seinen finsteren Augen, die unter den schneeigen Brauen wie unter einem weißen Schleier hervorblitzten, seltsam aufleuchtete: „der Thurm darf, kann nicht nieder-geriffelt werden," wiederholte er nochmals; „er ist meine einzige Freude," setzte er langsam hinzu. Die letzten Worte kamen leise über die Lippen des wunderlichen Alten, der» ohne eine Antwort des Verwalters abzuwarten, den schmalen Wiesenpfad hinabschritt. Edith, die wie ein furchtsames Kind mit scheuen Blicken den Kastellan gemustert, wandte sich jetzt zu Meixendorf: „Ist das ein komischer Mensch; seine einzige Freude auf der Welt ist es, Eulen zu füttern — wenn es doch Schwalben wären!" „Seine Leidenschaft hat auch mir stets das lebhafteste Erstaunen eingeflößt," sagte Meixea-dorf, „Sie sollten ihn nur sehen, wie er mitten im Winter, trotz Sturm und Schnee, dreimal jeden Tag nach dem Thurme wandert, damit seine Lieblinge ja nicht verhungern." „Wie lange sind Sie m Trauhorst?" fragte Edith den Verwalter. „Seit zwei Jahren." „Da können Sie freilich keine Auskunft geben, wie lange der Kastellan sein wunderlicher Wesen treiben mag." „O, schon feit vielen Jahren, wie mir die übrigen Schloßleute erzählen; überhaupt," ein lächelnder Blick streifte die junge Dame, „soll e$ im alten Thurme nicht geheuer sein; die Leute sagen, Thomas stehe mit bösen Mächten im Bunde." (Fortsetzung folgt.) Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr. 78 vom 6. April 1879. „Agence HavaS": „Die Pforte hat, ohne die Idee einer gemischten Occupation Rumeliens formell zu verwerfen, Bemerkungen vorgebracht, betreffend die Occupation von Burgas und Jchtyman durch die Türken und die Installation des Gouverneurs unter Mitwirkung der europäischen Kommission, deren Vollmachten um ein Jahr verlängert werden sollen." Anzufügen wäre diesen Journalstimmen die neueste Depesche aus London: England und Oesterreich sind über die Itothwendigkeit der gemischten Occupation völlig einig. Dieselben stellen der Pforte vor, wenn sie der Occupation widerstrebe, so sei sie übel berathen, denn allein könnte sie gegen die feindseligen Elemente Ostrumelieus nichts versuchen, da sie kein Geld habe und ihre Armee desorganisiert sei. Ruhige Zustände in Ostrumelien könnten nach dem Abzüge der Russen nur durch die emischte Occupation herbeigeführt werden. Des-alb beharren England und Oesterreich auf derselben. Der türkische Vorschlag einer Verlängerung der Vollmachten der internationalen Kommission biete keine Garatie für die Ruhe, da die Kommission keine Truppen zu ihrer Verfügung habe. Tagesneuigkeiten. — Der Reichsrath und die Czechen. Wie der „Deutschen Zeitung" aus Prag mitgetheilt wird, dürfte es sich schon während der nächsten Reichsrathswahlen zeigen, daß in Regierungskreisen die Neigung obwaltet, den Czechen, wenn sie bedingungslos in den Reichsrath Eintreten, manche werthvolle Zugeständnisse zu machen. Die Regierung soll entschlossen sein, bei den nächsten Reichsrathswahlen in Böhmen und Mähren sich streng neutral zu verhalten. Sie will weder beit Deutschen itcch den Czechen in dein Streben, eine möglichst große Anzahl von Abgeordnetensitzen zn erringen, hindernd entgegentrete» und damit der czechischen National-partei den Beweis liefern, daß sie gerne bereit sei, ihr im Abgeordnetenhanse zur Realisierung mancher ihrer Wünsche zu verhelfen. — Schutz baute ii in Szeged in. Wie der „Hon" berichtet, wurden die Herstellungsarbeiten am Szegediner Dammbrnche dem Unternehmer Deutsch um den Preis von 700,000 fl. übertragen. Der Unternehmer ist verpflichtet, binnen dreißig Tagen, von der Unterfertigung des Vertrages an gerechnet, den Damm so weit herzustellen, um den weiteren Zufluß des Wassers zu verhindern, welches sich leider ein tiefes Bett gegraben. Binnen weiteren acht Tagen hat der Unternehmer die Erhöhung der Dammkrone zn vollenden. Hernach wird man an die Auspumpung des Wassers schreiten, und hofft man, die Stadt bis Ende Mai trocken zu legen, so daß die Bauten beginnen können. — I nternation alerPo st anweis un gs-verkehr. Die „Wiener Zeitung" veröffentlichte folgende Kundmachung: Vom 1. April d. I. au wird der Maximalbetrag für Postanweisungen aus Oesterreich-Uugarn nach Deutschland, Luxemburg, Helgoland, der Schweiz, Frankreich und Italien auf 200 fl. ö. W., beziehungsweise auf 400 Mark und 500 Francs nach Oesterreich-Ungarn, ausgedehnt. Bon demselben Tage an wird im Berkehre mit Belgien und den Niederlanden der Postanweisungsdienst neu eingeführt und können die aus Oester-reich-Uugarn nach Belgien und den Niederlanden abgefertigten Postanweisungen den Betrag von 200 fl. ö. W, die aus Belgien, beziehungsweise den Niederlanden nach Oesterreich-Ungarn einlangenden den Betrag von 500 Francs, beziehungsweise 400 Mark, erreichen. Für den Verkehr mit Deutschland, Helgoland und Luxemburg sind die Gebühren wie folgt festgesetzt: bis zum Betrage von 40 fl.: 20 kr., über 40 fl. bis 50 fl.: 25 kr. Für je 10 fl. mehr steigt die Taxe um 5 kr. Im Verkehre mit der Schweiz, Frankreich, Italien, Belgien und den Niederlanden wird in Oesterreich-Ungarn für Beträge dis einschließlich 20 fl. die Taxe von 20 kr. eingehoben und für jede weitern 10 fl. um 10 kr. erhöht. Es beträgt demnach die Gebühr für eine Anweisung über 20 fl. bis 30 fl.: 30 kr., über 30 fl. bis 40 fl.: 40 kr., über 40 fl. bis 50 fl.: 50 kr. u. s. f. Schließlich können vom 1. April d. I. ab zwischen Oesterreich-Ungarn einerseits und Belgien, Dänemark, den dänischen Colonien, Egypten, Frankreich mit Algier, den französischen Colonien, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Portugal iuit Madeira und den Azoren, den portugiesischen Colonien, Rumänien, Rußland, Schweden, der Schweiz und Serbien andererseits Briefe, welche Werth-japiere enthalten, unter Versicherung des angegebenen Werthinhaltes zur Versendung gelangen. — Aus Bosnien. Die „Bosn. Korr." reprodneiert den Wortlaut der provisorischen Agrarverfassung für Bosnien und die Herzegowina. Behufs Vornahme einer Volkszählung haben die Vorarbeiten begonnen. — Aus Serajewo. Die Mörder des italienischen Konsuls Perrod werden heute durch den Strang hingerichtet. — Künstausstellung. An der internationalen Kunstausstellung, welche Heuer in der Zeit vom 20. Jnli bis Ende Oktober in den für diesen Zweck so außerordentlich geeigneten Räumen des königlichen Glaspalastes in München stattfinden wird, werden betheiligt sein: Deutschland, Oester-reich, Frankreich, Belgien, Holland, England, Schweiz, Spanien, Italien, Rußland und die skandinavischen Länder. So weit sich die Betheiligung schon jetzt beurtheileu läßt, wird die diesjährige internationale Kunstausstellung zu München außerordentlich reich beschickt werden und in ihrer Ge-sammtheit ein möglichst vollständiges Bild der gestimmten modernen Kunstbestrebungen aller europäischen Länder bieten. Lokal-und Provinzial-Angelegenheilen. Original-Korrespondenzen. Bischoflack, 2. April. In der Nacht vom 31. v. auf den 1. d. M. wurde der Taglöhner Johann Zebal aus Bischoflack nächst der St. Jakobskirche von dem als Raufbolden bekannten Franz Hafner angefallen und durch mehrere Messerstiche derart schwer verwundet, das Zebal nach Verlaus von weiteren zwei Stunden starb. Unsere Zustände werden immer unsicherer, ungemütlicher. Wie kann unser freundlich gelegenes Städtchen aufblühen und von Sommerfrischlern, Pensionisten und Touristen ausgesucht werden, wenn man hier seines Lebens nicht mehr sicher ist! ? Warum werden von Sicherheitsorganen, namentlich in den Samstag- und Sonntagnächten, keine Patrouillendienste verrichtet? Wurden in Bischoflack Trunken- und Raufbolde, Räuber und Meuchelmörder als vogelfrei oder unverletzlich erklärt? Kann dem Umsichgreifen des Verfalles der Sicherheit des Lebens und der Sittlichkeit, den nächtlichen Ruhestörungen und Gewalttätigkeiten von kompetenter Seite nicht entgegengewirkt werden? Wozu bestehen Gesetze und gesetzliche Organe? Es ist höchste Zeit, daß vonseite der höheren Behörden Abhilfe geschaffen werde, nachdem die Lokalbehörde ihres Amtes in so laxer Weise waltet. Krainbnrg, 4. April. Die Landesregierung in Krain fand sich bestimmt, zum Schutze der Staats-, Fonds-, Gemeinde- und Privatwaldungen im Bezirke Radmannsdorf einen k. k. Forstwart anzustellen. Es wird diesem einzigen, behördlich ausgestellten Forstaufsichtsorgane nicht möglich sein, sämmtliche im großen Bezirke Radmannsdorf gelegenen Wälder einer genauen Ueberwachung zu unterziehen, aber Radmannsdorf besitzt ein staatliches Waldaufsichtsorgan, welche Thatsache immerhin Beruhigung gewahrt. Es sei die Frage erlaubt, ob das Forstgesetz und die Verordnungen, betreffend die staatliche Forstaufsicht, nur für den Bezirk Radmannsdorf bestehen, ob dieses Gesetz, ob diese po- lizeilichen Verordnungen nicht auch für andere Bezirke in Krain giltig sind? Warum wurde nicht auch in dem eben auch mit Waldungen reich dotierten Bezirke Krain bürg ein k. k. Forstwart aufgestellt? Im Kramburger Bezirke kommen, wie bekannt, im Verlaufe des Jahres viele Waldbrände, Walddevastationen und Forstgesetz - Uebertretuugen vor; es ergibt sich daher auch für den Kramburger Bezirk die dringende Notwendigkeit, daß auch zum Schutze der hiesigen Waldungen ein staatliches Forst-anssichtsorgan ausgestellt werde. Ueberhaupt wäre es zur Verhütung weiterer Walddevastationen und im Interesse der Waldkultur aus volkswirtschaftlichen Rücksichten dringend geboten, daß in allen jenen Bezirken Krains, in welchen sich große Waldbestände befinden, ein staatliches Waldaufsichtsorgan ausgestellt würde. — (Probe Wahlen.) Bei der gestrigen namenS des Central-Wahleontites des konstitutionellen Vereins unter Leitung des Herrn R. v. Gariboldi vorgenommenen Probewahl wurden für den dritten Wahlkörper nachgenannte drei Kandidaten aufgestellt die Herren: Achtschin Albin, Schlossermeister; Bamberg Ottomar, Buchhändler und Bnch-druckereibesitzer, und M a t h i a n Johann, Möbelhändler. Heute abends um halb 8 Uhr findet im Casiito-Restaurationslokale (Kongreßplatz) die Probewahl von drei Kandidaten für den zweiten Wahlkörper statt. — (Personalnachricht.) Der Herr Landespräsident ist gestern mit dem Wiener Schnellzuge aus Graz nach Laibach zurückgekehrt. — (Ernennungen.) Der Justizminister hat den Bezirksgerichtsadjnncten in Adelsberg Herrn Alois Cantoni zum Gerichtshossadjnncte» bei dem Landesgerichte in Laibach und die Auskultanten Herren Carl Ekl und Albin Smola zu Bezirks-gerichtsadjuncten, elfteren für Adelsberg und letzteren für Egg ernannt. — (Zivil in genienr.) Die Landesregierung in Krain bringt zur Kenntnis, daß der zum autorisierten Zivilingenieur für das Kronland Krain mit dem Wohnsitze in Laibach ernannte Herr Ferdinand K l e ut e n £ i c den Eid itt obiger Eigenschaft am 27. März 1879 abgelegt hat. — (Landschaftliches Theater.) Unser Publikum zeigte sich in der zuletzt abgelaufenen Woche schon — theatermüde, es reihte sich Benefiz-an Benesizvorstellnng, Neues, Ueberraschendes wurde nicht geboten, und so blieben die Häuser schwach besucht. Auch die Klagenfurter Bühne hatte vor Schluß der Saison einen kleinen Skandal zu registrieren. — (Der Landesausschuß für Krain) hat das hiesige landschaftliche Theater für die nächste Saison dem bisherigen Theaterdirektor Herrn Emil Ludwig übergeben. — (Für die Verunglückten in Szeged i it.) Die Frachtenspedition des Herrn R. Ran-zinger in Laibach hat sich bereit erklärt, die Frachtenspenden für die durch Ueberfchwenirnnng Verunglückten in Szegedin vom Aufgabsorte bis in den Südbahnhof in Laibach unentgeltlich zu stellen. — („Narod" als Columbus II.) Dem „Slovenski Narod" ist es nach langen Irrfahrten gelungen, eine wichtige Entdeckung zu machen, nämlich die Ursache, warum der Mannerchor der Cital-nica mit jenem der philharmonischen Gesellschaft zu einer gemeinschaftlichen Serenade sich nicht vereinigen will. Die Ursache der Weigerung soll, wie „Narod" meldet, darin bestehen, daß der Männerchor der Philharmoniker „zn schwach" sei. Meister Nedved hat es wahrlich nicht nvthwendig, im nationalen Lager „Stärkung" zu suchen. — (Der Circus Sidoli,) welcher vorgestern mit seinen Prodnctionen in Laibach begonnen hat, zählt eine Gesellschaft von 30 Herren und 12 Damen Die ausübenden Künstler, namentlich die Herren Direktor Sidoli, Tardini, Capite, Almasy und Arrigoni; die Damen Julie Capite, Medea, Sidoli, Schneider und Tardini; die Clowns Brüder Almasio und Arrigoni; die kleinen Cäsar und Jean, leisten Vorzügliches in ihren speziellen Fächern. Der Circus besitzt 30 Pferde, darunter 18 Stück dressiert in der hohen Schule, sämmtlich gut genährt und gut eingeführt. Sämmtliche Gesellschaftskreise Laibachs sind im Zuschauerraume vertreten und die Eintrittspreise so billig gestellt, daß selbst Minderbemittelte sich das Vergnügen, den interessanten Produktionen beizuwohnen, gönnen können. — (Eine neue Leicheubeschau»Ord-uung) tritt am 1. Mai l. I. in Laibach in Wirksamkeit. Diese Vorschrift enthält folgende Hauptbestimmungen: Jeder Todesfall ist sogleich innerhalb der üblichen Amtsstunden (8—12 und 3—6) beim städtischen Todtenbeschau-Amte im Rathause anznzeigen, worauf letzteres den städtischen Befchau-Arzt zur Besichtigung der Leiche und Ausfertigung des Beschauscheines in die Wohnung entsendet. Dem Beschau-Arzte ist zu diesem Behufe, falls dem Tode eine ärztliche Behandlung vorausging, der vorschriftsmäßige Behandlungsschein des letzten ordinierenden Arztes einzuhändigen. Unter Vorweisung des Beschauscheines hat sich die anzeigende Partei hierauf nochmals beim Todtenbefchreibamte zu melden und daselbst die Beerdigungsanweisung, ohne welche kein Begräbnis stattfinden darf, einzuholen. Die für die Leichenbefchau und Todfallsaufnahme festgesetzte Gebühr, von deren Entrichtung nur nachgewiesene Arme befreit sind, beträgt 1 fl. und ist sogleich im Todtenbefchreibamte zu erlegen. Dem Beschau-Arzte persönlich ist keine Gebühr zu entrichten. Etwa vorhandene, auf die Heimatberechtigung des Verstorbenen bezughabende Doenmente sind bei Erstattung der Anzeige im Todtenbefchreibamte vorzulegen. — (Die philharmonische Gesellschaft in Laibach) gibt Montag den 7. d. M. um 7 Uhr abends int landschaftlichen Redontensaale unter gefälliger Mitwirkung der Herren Franz Gerbic (Sänger) und Theobald Kretfchniann (Cellist) ihr fünftes und letztes Saisonkonzert. P r o g r a m in: 1.) R. V o l k m a n n: Serenade Nr. 2, F-dur, für Streichinstrumente: a) Allegro moderato, b) Molto vivace, c) Walzer, d) Marsch. 2.) A. Rubinstein: Konzert sür das Cello mit Klavierbegleitung, Herr Theobald Krelschinann. 3.) G. Meyer beer: Romanze für Tenor aus der Oper „Die Hugenotten,“ mit Klavierbegleitung, Herr F. Gerbic. 4.) R. S ch u m a n n: Abendlied, für Streichinstrumente eingerichtet von R. Schröder. 5.) a) Karasovsky: Nocturno, b) Piatti: Bergainasca, für das Cello mit Klavierbegleitung, Herr Kretschmarin. 6.) a) F. S ch u b e r t: Ständchen, b) R. Sch u m nun: Widmung, Lieder mit Klavier Begleitung, gesungen vou Herrn F. Gerbic. 7.) N. W. G a d e: Novelletteu, vier Orchesterstücke für Streichinstrumente: a) Andantino, Allegro vivace e grazioso, b) Scherzo, c) Andautino con moto, d) Allegro vivace. Klavierbegleitung: Herr Josef Zöhrer. — (Die Leistungsfähigkeit der Steuerträger), welche vom Herrn Finanzminister Freiherrn v. Pretis so gerühmt wurde, erfährt schlagendste Widerlegung durch die Erwägung der That sache, daß die offizielle „Grazer Zeitung" im Verlaufe des Monats März 207 und das Amtsblatt der „Laibacher Ztg." in derselben Zeit 500 exeeutive Realseilbietungsedicte verlautbarten. — (Von der ©übbahn.) Die Betriebsstation Rosenthal der Südbahu (zwischen Köflach und Oberdorf) wurde zur Annahme von Staats und Privatkorrespondenzen berechtigt. — ( Oessentliche Gesundheit® pflege.) In Laibach beschäftigt sich seit geraumer Zeit eine gemeiuderäthliche Enquetekommission mit der Erörterung wichtiger Fragen, betreffend die Einführung einer entsprechenden Gesundheitspflege. Wir lenken die Aufmerksamkeit unserer Sanitäts organe und dcs hiesigen Magistrates auf nachstehende Thatsache: Der Magistrat der Stadt Wien hat in Anbetracht der Thatsache, daß Reinlichkeit den wesentlichsten Einfluß auf die Salubrität ausübt, ferner mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse und in Ausübung der ihm obliegenden Reinlichkeitspolizei soeben im eigenen Wirkungskreise die folgenden Anordnungen getroffen: 1.) eine strenge Controlle bei der Räumung der Unrathskanäle und womöglich eine Durchschweimimng derselben; 2.) eine Republi-eierung der Straßenpolizeinormen, die sich auf die Reinhaltung der Straßen und öffentlicher Plätze, dann der User der Wien und des Donaukanales beziehen. Der städtische Wasenmeister wurde beauftragt , die etwa vorsindlichen Aeser mit der größten Beschleunigung zu entfernen und diesfalls ununterbrochen Umschau, namentlich an den Flnß-usern, hatten zu lassen; 3.) eine häufigere Revision der Massenquartiere, der Asyle und Herbergen, endlich der aus frühem Seuchenperioden bekannten, mit Arbeitern angefüllten Wohnhäusern; 4.) eine strenge Handhabung der Lebensmittelpolizei durch öftere Revision bei den betreffenden Geschäftsleuten; 5.) eine öftere Revision bei den Fleischern, Selchern und Stechviehhändlern bezüglich der Reinhaltung der Geschäftslokale und Beseitigung verwesbarer Fleischtheile; 6.) Revision in Gasthöfen wegen Beherbergung von Fremden mit Bezug auf die Reinhaltung aller Lokalitäten, besonders der Aborte; 7.) Desinsiciernng der Senkgruben und genaue Einhaltung der Vorschriften bei Verfrachtung des Düngers. Die k. k. Statthalterei verlangt chleunigste uud ausgiebige Desiusection und Aufstellung der Gesundheitsräthe. — (Schonzeit des Wildes.) Nach In halt des in Kraiu giltigeit Landesgesetzes vom 20. Dezember 1874 dürfen nachgenannte Wildarten im Monate April weder gejagt noch gefangen, noch getöbtet werden: Männliches Roth- und Damin-wild, weibliches Roth- und Dmnmwild und Wild kälber, Rehbock, Rehgais und Rehkitz, Gemsbock, GemsgaiS und Gemskitz, Hase, wilde Kaninchen, Auer- und Birkhenne, Repphnhn, Wildtaube (vom 15. ab), Schnepfe, Stockente, Wildente (vom 15. d. ab), Wildgänse, Sumpf- und Wasservögel (vom 15. ab.) — (Dienstbotenwesen.) Die Blirger-meistcrkoufereuz des Bezirkes Hermagor in Kärnten hat am 27. v. M. nachfolgende Anträge zur Er> gäitjmtg der in Wirksamkeit stehenden Dienstboten Ordnung angenommen: a) Jeder Dienstbote hat sich mit einem Dienstbüchel, ausgestellt von der Heimat^ gemeinde, auch in dem Falle, wenn er in der Zu ständigkeitsgemeinde dient, zu versehen. Diesem Dienstbüchel ist ein Leihkansbüchel mit einzubinden, so daß Dienst- und Leihkaufbüchel ein Ganzes ausmachen ; b) iit dieses Buch ist der Leihlauf, welcher jedoch nur dann Giltigkeit hat, wenn er vor einem Gemeinbeamte abgeschlossen wird, von dein Gemeindevorsteher, vor dem der Dienftvertrag errichte wird, einzutragen. Selbstverständlich kann sich der Dienstgeber oder Dienstnehmer durch eine dritte Person beim Dienstvertrags - Abschlüsse vertreten lassen; c) die Dienstbotenbüchel find von dein Ge meindevorsteher des Dienstortes, resp. des Dienst gebers ausznbewahren, und dieser ist verpflichtet, selbes dem Gemeindevorsteher des zukünftigen Dienstortes rechtzeitig zu übermitteln; d) die Dienst vertrage sowie die Leihkansbüchel sind stempelfrei zu behandeln; e) jede Gemeindevorstehung ist vev pflichtet, über die bei ihr abgeschlossenen Dienst Verträge ein Protokoll zn führen; f) Dienstgeber, welche gegen diese Bestimmungen Leihkaufe erfolgen, verlieren den Anspruch aus den gegebenen Leihkan und auf die Einhaltung des Dienftvertrages von feite der Dienstboten und verfallen in eine Geld strafe von 10 bis 20 fl.; Dienstboten hingegen welche diesen Bestimmungen entgegen handeln, in eine Geldstrafe von 5 bis 10 ft.; endlich g) com Petent zur Entscheidung in Straffällen oder Ueber tretungen der Dienstboten-Ordnung ist jene Ge meindevorstehnng, in deren Bereiche eine Ueber tretung begangen wurde. Ei« Centralschlachthaus in Laibach. Zur Informierung des großen Publikums und in der Erwägung, als der Gegenstand von größter Wichtigkeit ist, nahezu sämmtliche Bevöl-ernngskreise Laibachs berührt und durch baldige Ausführung des angeregten Projektes einem längst ühlbar hervorgetretenen Bedürfnisse Rechnung ;etragen wird, theilen wir den vom Gemeinderathe Herrn Franz Doberlet in der am 1. d. stattgefundenen Gemeinderathssitzung gestellten Antrag, ! letrefsend die Erbauung eines städtischen Central-Schlachthauses in Laibach, vollinhaltlich mit wie olgt: Meine Herren! Sie haben den soeben verlesenen Antrag vernommen. Ich glaube damit einem Wunsche Ausdruck gegeben zu haben, der von sämmtlichen Mitgliedern des Gemeinderathes getheilt wird und den Sie oft in diesem Saale, mb zwar stets in allseitig zustimmender Weise, Iiesprochen haben, daß eS nämlich ein sehr dringendes, ja sozusagen das dringendste Bedürfnis im Interesse der Sanität unserer Landeshauptstadt ist, endlich einmal in den Besitz eines größeren Schlachthauses zu gelangen, in dem sämmtliche ür Laibach erforderlichen Schlachtungen an Nind-uud Stechvieh vorgenommen werden müssen. Diesem Wunsche haben auch die Fleischhauer unserer Stadt zu wiederholten malen Ausdruck gegeben, indem einerseits die derzeit bestehende Schlachtbrücke unzulänglich ist, andererseits aber die Laibacher Metzger selbst am allermeisten wünschen, daß vom Lande kein todtes Fleisch, welches keiner Beschau unterworfen wird und zumeist in die Lokalitäten der Wurstfabrikanten wandert, eingeführt werde. In welcher Qualität z. B. das tobte Rind-leisch vom Lande eingeführt wird, beweist wol der Umstand am besten, daß dasselbe bei den jetzigen enormen Fleischpreisen mit 17'/, kr. per Kilogramm zum Verkaufe ausgeboten wird, so daß sich die polizeilichen Organe wiederholt ae-nölhigt sahen, es als sanitätswidrig zn consis-cieren. Desgleichen entzieht sich eine sehr bedeutende Quantität jenes Fleisches, welches in der Stadt konsumiert wird, jeder Controlle, nämlich fast das ganze Kalb-, Schweine- und Schöpsenfleisch, da man die hie und da gepflogene Besichtigung auf den Fleischständen wol nicht als eine genügende Beschau ansehen kann. Der löbliche Gemeinderath hat zwar in einer seiner letzten Sitzungen Beschlüsse gefaßt, welche die Controlle des Fleischbeschauers auä) auf das Stechvieh ausdehnen, allein ich kann dem Erfolge dieses Beschlusses keine praktische Seite abgewinnen. Es sind an 40 bis 60 Häuser iit der Stadt, in denen Kälber, Schweine, Schöpse rc. geschlachtet werden. Eine bestimmte Schlachtstunde zu datieren, ist nicht leicht durchführbar, gelänge es aber auch, was ich jedoch bezweifle, so würde es schon die Kürze der Zeit, bei der Menge der Untersuchungen, die vorgenommen werden sollen, dem städtischen Fleischbeschauer unmöglich machen, gewissenhaft vorzugehen. Würde man sich auch, insoweit es das Stechvieh betrifft, mit Stichproben begnügen, so wäre dies doch nur eine sehr illusorische Maßnahme, bei alledem aber bleibt noch die immense Anzahl jener Thiere unbeschaut, die in Wirths-häusern und außer der Stadt geschlachtet werden, wodurch es stets ein leichtes ist, verendetes, daher ungesundes Vieh, trotz der energischesten Überwachung der städtischen Polizeimarktorgane, ein-znschmnggeln. Allen diesen Uebelständen kann nur dadurch gründlich begegnet werden, daß der Grundsatz zur Geltung gelangt, daß das Fleisch von nicht im lebenden Zustande beschauten Thieren gar nicht zum Verkaufe in die Stadt gelangen darf. Diese Vorschrift wäre jedoch nur dann durchführbar, wenn die bisherigen Schlachtungen außer der Stadt ganz aufhören und in der Stadt in einem allgemeinen Schlachthause concentriert würden. Ist es nun einerseits schon die pflichtgemäße, auf Erhalt eines verläßlich guten Fleisches gerichtete Obsorge, welche an uns die dringende Mahnung stellt, ein allgemeines Schlachthaus zu erbauen, so siud es andererseits auch zwingende sanitäre Gründe, die es von uns verlangen, die vielen Privatfleischbänke zu beseitigen, welche den wiederholten Schilderungen des Stadtphysikers zufolge als permanente Krankheitsherde mitten in der Bevölkerung angesehen werden müssen und alle noch so wohlgemeinten Verfügungen in sanitärer Richtung paralysieren. Ich glaube sonach, meine Herren, bei Ihnen auf keinen Widerspruch zu stoßen, wenn ich der Ueberzeugnng Ausdruck gebe, daß die Errichtung eines den Zeitanforderungen angemessenen allgemeinen Schlachthauses schon aus sanitären Rücksichten dringend nothwendig ist, und daß der Bau eines solchen seitens der Stadtgemeinde, sollte er selbst mit finanziellen Opfern verbunden sein, in kürzester Zeit wird vorgenommen werden müssen. Das letztere ist jedoch keineswegs der Fall, und ich werde mir erlauben ziffermäßig nachzuweisen, daß der Bau eines Schlachthauses der Stadtgemeinde nicht nur keine finanziellen Opfer auferlegt, sondern dem Säckel derselben sogar bedeutende Einnahmen zuführen wird. Bisher besteht in Laibach eine Schlachtgebühr sür die Rinder mit 50 kr. pr. Stück, welche Gebühr um den Betrag vr. 1800 fl. der Gefällspachtuug verpachtet ist, ferner besteht eine Beschantaxe, und zwar 30 kr. Pr. Stück Rindvieh, 20 kr. für jedes Kalb und Schwein und 10 kr. für jedes Schaf, Lamm und Kitz rc., welche Taxe ebenfalls der Gefällspachtung t v*llr ®etrQß von 2000 fl. verpachtet ist, so daß diese Gefälle der Stadtgemeinde den Betrag p^- 3800 fl. brutto, oder nach Abzug der Spesen für die Vieh- und Fleischbeschau mit 400 fl., rein 3400 fl. eintragen. (Schluß folgt.) Prolikiiuchlcn! Das gefertigte Comite beehrt sich hiemit, zu den anläßlich der bevorstehenden Gcmeinderaths-wahlen zu veranstaltenden Probewahlen einzuladen. Dieselben finden statt: «für den zweiten Malikkwrper Samstag den 5. April. Jur den ersten STDaMItörper Montag den 7. April. Beide Versammlungen, um deren pünktlichen und zahlreichen Besuch seitens der Herren verfassungstreuen Wähler dringend gebeten wird, werden in der Casino-Restanration abgehalten und beginnen abends um halb 8 Uhr. Laibach am 2. April 1879. Vom Central-Wahleomitö ______________des konstitutionellen Vereins. Angekommene Fremde am 4. April. Hotel Stadt Wien. Suhadobnik, Beamter, Gottschee. — Entremont, Kfm., und Wolhcim, Ingenieur, Wien. — Gostischa, Hdlsm., Graz. — Hossmann, Kfm., Berlin. - Oswald. Pischatz, Hotel Elefant. Perzl, Kaufmann, Constanz. — Maidik, und Sonder, Krainburg. — Mrak, Agent, Lipai und Mayer, Kflte., Wien. Kaiser »eit Oesterreich. Meguser, Graz. Mohren. Huber, Pfarrer, St. Johann. — Marinelli, Luigi. — Stauga, Oberlaibach. — Kosma?, Küstenland. - Kramar und Cusir, Sedla. — Bendik, Hall. Verstorbene. I m G a r n i s o n s s p i t a l e Den 30. März. Johann PetrovK, Unterkanonier «er ll.^estungs'Artilleriebataillons, Lungenbrand. Witterung. Laibach, 5. April. Trübe, schwacher SO. Wärme: nwrgcnS 7 Uhr + 7-1°, nachmittags 2 Uhr + 11/0" C. (1878 + 12 8“; 1877 + 18 0" C.) Barometer im Steigen, 730 97 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme + 81', um 0 2» unter dem Normale. Eingesendet. Wanderers Abschied. Als ich, aus fernem Land' hierher gewandert, Den Pilgerstab mit Bangen seitwärts legte, Vermeint' ich, gute Herzen erst zu werben, Und Liebe mir erringen erst zu müssen. Doch sieh', bald sand der Fremdling wohnlich Stätte, Genoß sie hier durch mehr als achtzehn Jahre. Nun zieh' ich fort, ins grüne Steirerlaud, Der Ruh' entgegen, die dem Greise noch. So lang' der morsche Wanderstab nicht bricht, Gedenk' ich des mir freundlichen Asyls, Gedenk' ich dankbar vieler froher Stunden, Die mich das schöne Laibach ließ erleben. So leb' denn wohl, du schöne „weiße" Stadt, In grüner Mark denkt dein ein scheidend Herz! Ist er gebrochen, dieser Wanderstab, — Dann deckt den Wand'rer schon das kühle Grab. Laibach im April 1879. I. B. Schmied!. Telegramm. Budapest, 4. April. Unterhaus. Auf die Interpellation betreffs der ostrumelifchen Frage antwortete Tisza, es feien Unterhandlungen im Zuge, doch könne er keine Mittheilungen machen, so lange kein Beschluß gefaßt worden. Zweck und Tendenz der Unterhandlungen gehen am besten aus der Thalsache hervor, daß die Hauptrolle in den Verhandlungen England und Oesterreich-Ungarn innehaben, deren Bestreben es ist, den Berliner Frieden anSzuführeu. DaS Haus nahm die Antwort zur Kenntnis. Telegrafischer Kursbericht am 5. April. Papier-Rente 65 35. — Silber-Rente 65-70. — vold-Itcntc 77 60. — 1860er Staats-Auleheu 118 —, — Bank-actien 803. — Kreditaetien 246 25. — London 11715. — Silber —. — it. k. Münzdukaten 5-52. 20-Krancs-Stücke 932'/,. — 100 Reichsmark 57-50. 3E\ T. Die Kleidermacher-Union, Kingreßplatz Nr. 7 in Laibach, empfiehlt sich zur Anfertigung von Herren-Kteidern unter Versicherung hochfeiner Arbeit, modernster Fayon und mäßiger Preise. (146) 3-3 . & Chir. Dr. Tänzer, Docent der Zahnheilknnde an der Universität in Graz, (148) 5 ordiniert in der Zahnheilkunde und Iahntechnik in Laibach „Hotel Elefant" täglich von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Die Depots Dr. Tänzers: f. f. priv. 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CO f4 o O a—4 55 Ä e % e c5 «g Jü £ etf = c •i:g 5 vD M G vQ 02 G- 3 S § vO ,2 " .s=sS " .£>» “ 85 titi'" ^ EJ SÖ- vO ^ Ö ^ 05t ca GN F y E »S e o 5*2 ^ n$> • vQ Q 5 <&s E g •= g a>o *Eo,£Q- - q o ff§*gx)IC- •J C "T1 •'7 Fir Mielläniler! Prachtvolle DeffarlSendrucli- uaet; als: Landschaften, Genrebilder und Heiligenbilder empfiehlt zu staunend billigen Preisen J. N. Enders in Neutitschein. Preis - Vorzoiclmisso stohen auf Verlangen zu Diensten. (163) 2-1 ' Wer an «ich!, tüjtumatlfmni ober 16rkBlt«ng«krankl)iittn leibet, versehe I sich mit bern tn »weiter Auslage Ierschienenen Bucht: -tr 3 e 3 o ^ 3-3. 3 (f)o i» . tj* !• Die CS-iclit • Die» vorzügliche, tausendfach bi-I ollirte unb leicht iu tefotgenbe Kn« 1 leitungen lur Selbstbehanblung u. ! 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Lieserungsaustrüge sind pu richten au unseren General-Depositeur Herrn Theodor Etti, Wien, Stadt, Schellinggasse Nr. 1. E. Kudlich, Verwalter de* erjü. Leatrak-Mikckäexot», (158)6-1 Wien^ III., Neulinggasse 12. J Zur bcborstchcudrir feiet der fifonen iod^eit lErer flkjejläten halten die Gefertigten Stoffe fiir Fahnen und sonstige bereit. Um geneigte Austräge ersnchen höflichst Fr. Ooberlet 8 H. (139) 3-3 ✓ iotol-Wemdttitttg. Gefertigter zeigt bcnt geehrten P. T. Publikum an, daß er von heute an sein Geschäft in die Sternallee, Ecke der Theatergasse, ins Zettinovich'sche Haus verlegt hat. (160) Derselbe hält am Lager eine große Auswahl der modern fieit Der Ausbrivahrung von Pchimirrn über den Sommer wird große Sorgfalt geschenkt, wofür er sich bestens empfiehlt. Hüte, Kappen '■* Pelzwaren. Anton Krejci, Kürschner. 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Zanetti, Apotheker; Graz: I.Pnrgleitner, Apotheker; Inns, bruck: Franz Winkler, Apotheker; Klagenfurt: Karl Clementschüsch; Peter, wardein: L. C. Junginger; Radkersburg: Cäsar E. Audrieu, Apotheker; Triest: E. Zanetti, Apothekern _____________________________ Nachstehende anerkennende Zuschrift liefert die besten Beweise über die vorzüglichen Wirkungen des Schneebergs Kräuter-Allop. üerrn Franz ^PlUielm, üpotftclWr in (urcficn ($lietlcr~Sc|tcrmtfi). Kalter» in Südtirol, 16.Februar 1877. Euer Wohlgeboren! Schon vor 6 Jahren zog ich mir als 24jähriger Landes schütze bei einer größeren Waffenübung durch eine sehr starke Verkühlung ein sehr schweres Brnstleiden zu: Brustbeklemmung, Schiverathmigkeit und mitunter abscheulichen Answnrs, mit Blut untermischt. Dies wiederholte sich jährlich, namentlich im Herbst und Frühjahr, und wurde ich von allen Aerzten als unrettbar ausgegeben. Da rictf) mir im vorigen Jahre im Herbst unser Herr Gerichtsarzt Dr. Pu-petschek Ihren weltberühmten Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop, ich nahm 10 Flaschen hievon ein, und siehe da, seitdem hatte ich nie mehr Blutspucken, war keinen einzigen Tag mehr bettlägerig, und konnte mir auch wieder etwas verdienen. Auch habe ich keine Brustbeklemmung mehr verspürt und leichter gcathmet. Neulich mußte ich eine» ganzen Tag im Freie» sein, habe jetzt wieder seit zwei Tagen Brustbeklemmung, und athme jetzt wieder schwerer, fürchte daher, daß auch wieder Blut kommen könnte, und möchte dein gerne Vorbeugen. Ich wage daher, Euer Wohlgeboren inständig zu bitten,' da ich zu Ihrem Wilhelms Schneebergs Kcäutcr-Allop ein sehr großes Vertrauen habe und meine sichere Heilung zuversichtlich davon hoffe, mir einige Flaschen znkomiuen lassen zu wolleu. Mit Hochachtung Mich. Riceabon», (12) 8—7 k. f. Laudesschützen-Oberjäger-Juvalide. Betreffs Uebernahme von Depots wollen sich die Herren Geschäftsfreunde gefälligst brieflich an mich tuenden. Neunkirchen bei Wien (Niederösterreich). Frniiz Willielm, Apotheker DM" Diejenigen P. T. Käufer, welche den feit dem Jahre 1855 von mir erzeugten vorzüglichen Schucebergs Kräuter-Allop echt zu erhalten wünschen, belieben stets ausdrücklich Wilhelms Schneebergs KräuLer-M'op zu verlangen. Anweisung wird jeder Flasche beigegelien. Eine versiegelte Originalflasche kostet 1 fl. 25 kr. und ist stets im frischen Zustande zu haben Beim alleinigen Erzeuger Fr. Wilhelm, Aptttr iE liMei, Die Verpackung wird mit 20 kr. Berechnet. Der echte Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop ist auch nur zu bekommen bei meinen Herren Abnehmern in Ii»ilmcli: Pctcr Lassnik; Adelsberg: I. A. Kupferschuiivt, Apotheker; Agram: Sig. Mittlbach, Apotheker Bozen: F. Waldmüller, Apotheker; Borgo: Jos. Bettanini, Apotheker; Brnneck I. G. Mahl; Brixen: Leonhard Staub, Apotheker; Cilli: Baumbach'sche Apo theke und F. Rauscher; Essegg: I. C. v. Dimes, Apotheker; Frohnleiten: Bin eenz Blmnaner; Friesach: Ant. Aichinger, Apotheker; Feldbach: Jos. König Apotheker; Gospic: Valentin Vonk, Apotheker; Glina: Ant. Haulik, Apotheker Görz: A. Franzoni, Apotheker; Graz: Wend. Trukoezh, Apotheker; Hall (Tirol) Leop. v. Aichinger, Apotheker; Innsbruck: Franz Winkler, Slpotheker; Jnnichen: I. Staps, Apotheker; Jvciuic: Ed. Polovit, Apotheker; Jaska: Alex. HerAc Apotheker; Klagensurt: Karl Cleinentschitsch; Karlstadt: A. E. Katkic, Apotheker; Kopreinitz: Max Werli, Apotheker; Krainbnrg: Karl Schaunig, Apotheker; Knittelfeld: Will,. Bifchner; Kindberg: I. S. KariiE Lienz: Franz v. Erlach, Apotheker; Marburg: Alois Onandest; Meran: Wilhelm v. Peru-werth, Apotheker; Mals: Ludw. Pöll, Apotheker; Murau: Joh Steyrer; Pettau: C. Girod, Apotheker: Möttling: F. Wach«, Apotheker; Peterwardein: R Deodatto's Erbe»; Radkersburg: Cäsar E. Audrieu, Apotheker; gtover edo: Richard Thales, Apotheker; Rudolfswerth: Dom. Rizzoli, Apotheker; Tarvis^ Eugen Eberlin, Apotheker; Triest: C. Zanetti, Apotheker; Villach: Ferd. Scholz Apotheker; Vnkovar: A. Kraiesovies, Apotheker; Vinkovee: Friedrich Herzix Apotheker; Warasdin: Dr. A. Halter, Apotheker; Wiudischgraz: v. Kordil Apotheker; Zara: V. Androvic, Apotheker. Druck von Jg. »■ Kleinmayr & Fed. Barn »er,. Berleger: Cttemor B«mirr>. Kür die «edacti-n »erantw-rtlich: Franz M tllrr.