(Franko pauschaliert.) Erscheint wöckentlich zweimal: Donnerstag und Sonntag früh. Schris.leit«,>g »,.d Verwaltung: Preiernova ulica Nr. S. Telephon Zt. - A° k ün d ig u n »- n nimmt Die fleflen Äere«nung billigster Gebübten entqeqen. »«zu t v re i»: Vierteljährig K 24.-. halbjährig K 48.-, ganzjährig K 9«.-. Ftlri Ausland entsprechende Erhöhung. - Einzeln. Nummer« , Krone. Nummer 40 | Sonntag den 23* Mai 1920 2.145.] Jahrqang Piiflsttn in Deutschland. Im Deutschen Reich wird Heuer das Pfingslfest im Zeichen der Wahlen stehen, Zum zweitenmal seil dem Umsturz wühlt bni deutsche Volk feine Vertreter und spricht sich seine Meinung über die Art, wie man den Staat regieren soll, frei vom Herzen herunter. Und dies* Vertreter müssen sich dann darnach hallen, waS sie in der Versammlung ihren Wählern versprochen habe». Al» die jetzige Re-zierung die neuen Wahlen aus den Winter »erschie-ten wollte, da gab es einen solchen Sturm, daß sie eiligst aus den Weg der Pflicht zurückkehrte. So steht gegenwärtig jenes Volk, da» aus der ganzen Welt den Namen des barbarischen und despotischen hat, in den politischen Rechten deS einzel-»en Mitbürgers an der Spitze aller Nationen. Aber auch der politische Wille aus wirkliche Arbeit der Regierung ist dort am stärksten, denn ohne Wahlen kann man in Deutschland nicht regieren. Trotz ungeheurem wirtschastlichen Niedergang und ungeheurer Vergewaltigung von außen geht Deutschland diesen einzig möglichen Weg der wahren Demokratie. ES machen sich natürlich auch unzählige politische Eitelkeiten und Ueberhebungen einzelner Personen gegen diesen demokratischen Weg geltend, aber der Will« der Allgemeinheit und das Lerant wvrt'ichkeilSgesiihl vor der Gesamtheit ist stärker. Wenn man bedenkt, daß diese« Volk von feinen Feinden, denn trotz de« „Friedens" hat der Deutsche »och unzählige wirkliche Feinde, erbärmlich gequält wird, daß die Blockade weiterwirkt, weil die Feinde die Feldwirtschaft der Welt in Händen haben, daß die Franzosen die Deutschen tatsächlich auch physisch quälen, daß die Entschädigungssumme und die tau-send anderen Fußangeln des FriedenSvertrageS immer Kötderttn. Zu seinem hundertsünszigsten G.burtStage. Friedrich Hölderlin, der reichbegabte, unglückliche Dichter, in dessen Gedichten Schiller «viel von seiner Gestalt" fand und der wie in dem Wendepunkte der beiden Jahrhunderte so in der Mitte »wischen den delden Hauptsormen der Poesie, der antiken und der romantischen steht, wurde am 29. Mir» 1770 »u Laufs«» am Neckar geboren. In seinen Jugendjahren wirkten namentlich Kloppstock und Ossiarn auf sein empfind- und strebsame« Naturell; au« dem Studium der Alten schuf er sich in sentimentaler Uederschweng-lichkiit eine ideal« Welt, tn der er, fern von lärmender Geselligkeit, mit wenigen xrtranten Freunden lebte. Z» seine« engeren Kreise zählte Hegel und Schilling, später Schiller, Ficht« und Niethammer. Mit 26 Iah-ren trat er al« Hau»l«hr«r in da« Hau« de« Frank» furter Bankiers Oontard ei»; ein frohe«, sorgenlose« Sch icksal schien ihn beschicken. Ader bald begann, ohne daß er e« merkte, in ihm eine leidenschaftliche Lieb« »u der geistrollen und lieben«würdtgen Hautfrau ,« glimm«»: in ihr glaubte er da« Ideal der reinen Menschheit gt« funden zu haben, in ihr de» Inbegriff edelster Weib-lichkelt zu erschau«». Die lohend« Flamme, di« fich in s«in«m Herzen entjündet hatte, konnte aber nicht durch Erfüllung der Sehnsucht gestillt »nden. Nach einem fürchterlichen Kampfe mit sich selbst «erließ er, zwei Jahre später, ohne Abschied »u nehmen, da« gastliche Hau«, »o ihm da« Glück so nahe deuchte und doch so ferne war, wo er sein Ideal kaum gefunden nnd, »eil von neuem allen Deutschen Unfreiheit bringen lönncn, dann muß man für die verhältnismäßige Ordnung, die im deutschen Freistaat herrscht, größte Bcwunde-rung hegen. Sie arbeiten schon. Der unmäßige Druck dir Sieger löst starke.« Gegendruck aus. Immer weitere Kreise ersaßt der Gedanke, daß die Deutschen mit Rußland zusammen-gehen müssen. Der Flitter und Tand einer Phrasen-hasten Zivilisation, wie sie Frankreich sich umgehängt hat nnd wie sie England heuchelt, wirkt immer we-niger anziehend; man denkt ernstlich daran, auch mit einem Bolschewiken Rußland Hand in Hand zu gehen. Der Ersolg der Polen hat kaum um einige Grade Abkühlung solcher Zdceu gebracht. Und «S wird ein großer Segen sein, tvetm die Deutschen mit Hilfe des unanzrtijbarcn Rußland dann selbst unabhängiger werden, ein Segen sür die ganze Welt, weil dann iu dem Lande, das die Werkstatt der ganzen Welt genannt werden kann, wieder sür alle gedacht und weithin erfolgreich gearbeitet werden kann. Die Deutschen sind guten Willens, der Not der Zeit ihre Kräfte entgegen zu stemmen. Wenn es auch im Innern in manchem besser gehen könnte, die Hauptschuld, daß es noch nicht vorwärts geht, tragen die Feinde der Deutschen. Denn von deren Maßnahmen und Untaten geht reichlich viel au», was heute die inneren Schwierigkeiten des Reiches ausmacht. Wenn die Deutschen um Pfingsten herum ihre zweiten dcmvklauschen Wahlen Abhalten, so brauchen sie nicht mehr vl?d>E^euchttruog. Und so geht der Wunsch der Fromen unF Gu^en dahin, daß diesmal hauptsächlich die Feinde der Deu^ch«llvom heiligen Geist ausgesucht werden mögen, dam»>t^eihrell Völkern — zum Beispiel den Ihren und onftwa — Freiheit geben, auf daß die Ruhe für die Arbeit vorberelX^wcrde, um dam!t diese F^nde endlich einmal die T>»»^e!t so an scheu und beha^ln, wie sie um die Menichy^ verdient haben. ^ unerreichbar, auch gleich verloren hatte. Der Schmer» über sei» Lo« nagte an seinem Geiste und »ehrte an seinem Körper. Ein halbjähriger Aufenthalt in Bordeaux wo eine fremdartige Außenwelt ihn noch mehr verwirrte, beschleunigte da« verhängni«. Geisteskrank kehrte er 1802 in dU Heimat zurück und sacht« vergeblich« Heilung im müttrrlichrn Hanse nnd einig« Zeit später im Irrenhaus« »« Tübingen. Er lebte beim «hrsamrn Tischlermeister Zimmer ein Stilltben, da« immer seltener durch Paroxyimem unterbrochen wurde, ohne fich um die Weltereignisse oder seine verwandten »u kümmern. Der Ant blick anf seinen lieb«» Neckar, sein Kla»ier, Kloppstock und sein« Gedichte waren die ein» »igea Gegenstände einer stillen Teilnahme, die ihn völlig »u befriedige» schien. Am 7. Juni 1843 löste dcr Tod die Utzte Band«, dl« den weltabgerückten Geist noch in der materiellen Welt »urückhielten, nach 43jäh-rigem Schwebezustände. viel ist über Hölderlin geschrieben und gestritten worden, aber nnr einer hat ihn al« Künstlerphilosophen und Menschen »u erleben vermocht und »u werten versucht: Friedrich Nietzsche. mt in» Grab gelegt zu werden. Die Leitung deS WirtschaslNebens liegt hier nicht iu der Hand eine» Amte», sondern in der Hand aller im WirtschastSleben Tätigen. Unter-nehmer, Arbeiter, Verbraucher und Händler haben gleichberechtigte» Einfluß aus den Gang dcr Pro-dnktion. ES werden regional sür die Betriebe, dann Bezirke, schließlich daS R-ich klassenmäßig getrennte Vereinigungen (Srbeiterrat, Unternehmerrat) gebildu, die jeweilig die wirtschaftlichen und sozialpolitischen Interessen der betress«nden Schicht wahrnehmen, wie durch den Zusammentritt dieser jklassenorganisationen zu WirtschastSräten die wirtschastlichen Allgemein-interessen (WirtschaftSfrieden, statistische Erhebungen über Lohn- und LebenSverhällnisse, Verkehr und Siedelnng) je sür das betreffende Gebiet gepflegte Es werden weiter fachliche Vereinigungen (Wirt» fchaflSbünde aus Erzeugern, Arbeitern, Händlern und Verbrauchern) für sämtliche Branchen gebildet, denen die Regelung der Rohstosfbeschaffung und nehmen anf andere, anf Zeitströmungen, auf Völker-fchicksale die Kraft »ersplittert und den Mut schwächt »ad da« man dem Ganze» am beste» dient, wen» man sich selbst treu bleibt, denn „nnr in gan»er Kraft ist gan»e Liebe". Je mehr EnllSuschung da» Leben ihm bringt, desto mehr wächst ia ihm die Er» kenntni« eine« höheren, einigen und seligen Gesamt-leben«. So b«h«rrfcht ihn nU dauern» egozentrische Melancholie, sondern immer wieder fiegt tapfere Ergeben-hett. woran Hölderlin litt, da« war«» keine Hirnge-spinstc nnd eingebildete Schatten, «» war vielmehr eine klägliche Welt v«tl menschlicher Ua»ulä»gllchkeit, die schon dem junge» Schiller die Räuber abgezwungen hatte und nur deshalb sich in Schiller« Gehtr» auf dt» Diner nicht f« tragisch spiegelte, weil ihm die Verkündigung einer Idee schon genügt«, wo Hölderlin di« Forderung ihrer Verwirklichung durch Menschenkrafk qualvoll empfand. So erleidet sein Spiegelbild Hvperion da» ewige Heilandsschicksal dessen, der dem Bolke, dcm Ganzen dienen wollte, sich aber betrogen fühlte und in die Einsamkeit flüchtete. Trotz aller Enttänschnngen, die Hölderlin im Leben erfuhr, nahm er noch einen Anlauf, freilich nicht, nm al» Freih«it»kämpfer die Welt »« verbesser», sondern nm die Tragödie de» Erlöser» tn der Gestalt de» Smpedocle» zu verkörpern. Dieser gottersüllte Philosoph will durch eigene tätige Geiste»« arbeit in seinem Bewußtsein die Harmonie mit dem Unendlichen, Einen, Göttliche» wiederherstelle»; e« gelingt ihm auch, aber da die Menschen nicht mit können, e» bleibt ihm nicht» al» einzugehen in die Cilli er Leitunq Jnleressenten gelcitcte WirtschaflSorgauisatiouen — und auch dir Arbeiter sind Interessenten, weil sie durch die Lohnfrage an der Rentabilität de« ®e« schSftSzweigeS Auteil haben, weil sich so der alte Klafsenkampfstandpunkt Über.vindet — B-rdienst auch für die ungünstig arbeitenden Unternehmer. Auch den unwirtschaftlichen Betrieben wird damit Profit und Absatz zum Schade» der Allgemeinheit garan-tiert I Damit aber wird ungewollt dem ssjialisti'chen Prinzip iuS Gcücht geschlagen. Nach Wisfelli Sutrz erhob man die System-losigkeit zum Syst.'M. An» Angst, die sozialistische Operation lvnnle mißlingen, ließ man den Krebs am deutschen WictschastSlörper weiterfressen. Die Regierung trat ein für „Freiheit der Willschaft, Heranziehung jeder Initiative und jeden Kredit», Dezentralisation der Mitarbeit". Bor den Pojaunen der Interessenten fi.l.n die bröckeligen Mauern der alten Zwangswirtschaft. Man gab die Eicr frei: die Preise zögen an. man gib das Leder frei: ge-ua» so, man gab Hafer und Wolle frei; daS-selbe. Man ließ d.'n Emkauf aller entbehrlichen Waren auS dem Ausland zu: das Unentbehrliche wurde unverkäuflich. Der LuxuS steigt, die Valuta sinkt; der Hand°l verdient, die Allgemeinheit leidet. Gibt et wirklich keine Mittelstraßc, die die gefährlichen Hohlwege vermeidet und doch abkürzend vorwärtsführt? Woraus eS ankommt, ist, den Sozia-lismnS zu erreichen, bei möglichst geringer t5r-schütternng des Wirtschaftsleben*. Dem rollenden Rade des Kapitalismus darf nicht einfach gemalt-tSt'g und plötzlich in die Speichen gefallen werden, daß e» krachend zusammenstürzt, sondern e« muß durch sanst-ficheren Schwung anders gerichtet werden. An dm gegebenen Wirtfch,ft«zustand ist unmittelbar Anschluß zu suchen, jede Maßnahme muß so ge« artet sein, daß sie sofort und sicher, automatisch und dauernd wirkt. (Schluß folgt.) Politische Rundschau. Inland. Aus der Nalionalvertretung. Die für den 19. Mai anberaumte Sitzung der Nationalvertretung, in welcher sich die Regierung dem Parlamente vorstellen wollte, wurde wegen der herannahenden Pfingstfeiertage auf den 26. Mai verschoben. Rückkehr jugoslaroischerllöesangener aus Sibirien. Die englische Gesandtschaft in Belgrad hat unsere Regierung verständigt, daß ein SchiffStranS- N ..T.tnet 40 po.t mit Kriegtgcfange5.en v.n M-diwvstock «ach Europa unterweys ist. Unter diesen befinden sich ungefähr 2000 jug«slatvische SiaatSbürger. einige Tausend seien noch in Sibirien zurückgeblieben. Entsendung von zweitausend jugoslawischen Bauarbeitern nach Frankreich. Das Ministerium für soziale Fürsorge hat einem Ersuchen der französische» Regierung ent sprochen »nd das Abgehen von flrdeitcrn nach Frankreich, wclche im Jniacde gegenwärtig keine Beschäftigung finden, gestattet. Besetzung Durazzos durch die Italiener. Da einige italienisch« Soldaten von albanischen Banden getötet wurden, hat die itilienifchc Regierung die Stadt Durazzo besetzen lassen, um ein Faust, p'and gegen die Südslaw-n zu besitzen. Ein Protest gegen die römische Kurie. Die Anhänger der Naiio-.rlk«rche haben „be* schlössen, eine Protestversammlung einzuberufen, weil die römische Kurie nach Fiume einen eigenen Vikar gesendet hat. In diesem Vorgehen wird eine Ein-Mischung in eine inlcr».e Staatsangelegenheit erblickt, weil aus diese Weise Fiume von der Zengger Diözese abgetrennt werden soll. Genehmigung des Gemeindewahlrechtes für Slowenien. DaS Gemeindewahlrecht sür 'Slowenien wurde genehmigt, alle über 21 Lahre alten Krauen erhalten das Wahlrecht. Austand. Deutschlands gahlungsverbindlichkeiten. Die Schadenersatzsumme, die Deutschland an di« Entente zu entrichten hat, wurde auf 120 Mrl-liarden Golomark, zahlbar in 33 ZahreSreten, fest-gesetzt. Hievon erhält Frankreich 55 £ und England 25 . Deutschland soll die Möglichkeit gelassen werden, sich von dieser Schuld durch Anleihen zu befreien, welche zum Teil für die Witderausnchiunq seiner Wirtschaft, zum Teil zur Tilgung seiner Schulden zu verwenden sind. — Ferner hat Deutsch, land für die Kosten der französischen Besetzung Frankfurt» und der übrigen rechtsrheinischen Gebiete mit einem Betrage von 21'/, Millionen Franken auszukommen. Die deutschösterreichisch ungarischen Handelsbeziehungen. Der Kompensationsvertrag zwischen Deutsch-österreich und Ungarn ist am 13. «pril erloschen. Zum Zweck« de» Güteraustausche« zwischen beite« Staate» wurden in Wien neue Verhandlungen ein-geleilet. . Die neue italienische Regierung. Der zurückgetretene italienische Ministerpräsident Nitti wurde mit der Kabinettsbildung betraut. ?e«e 2 -Verteilung, die Verbesserung dcr Arbeitsmethoden, die Preissenkung, wie die Absatzregclung übertragen sind. Diese Räte fassen die wirtschasilichen Ent-schließungcn; ihre Beschlüsse hibe« Verbindlichkeit für alle Untcri.ehmungen d'» Geschäftszweige«. Diese Ordnung du Wiuschaft durch die Mitbetei» li.iung aUer ist b»8 Kernstück de5 Wisscllschen Lo> z'a!isi«rung>'p!ancS. Daneben öfsnet seine D-.uk chrift auch einen Weg zur sogenannten Vollso-iilisteru?g (Vcrstaat-lichiMg) D»rch VrrmijgeuSbcsteuerum-,. Abgabe von fitii;n — nicht von G.la oder Anleihen — an die Sieaerbfliöide soll das Re ch in den Mitbesitz der wichtigsten Unlernchmungeu g«lanzen. Damit wird, ihn« die bisherige Betriebssührunz anzutasten, dcr gleiche Eisolg wie bei der Enteignung erzielt. Die neu zu g» stabende Reichövermög-'nSbank verwaltet diese gemischtwirtschastlichen Beteiligungen. Dcr Belebung und ungesiöilcn Entwicklung der Industrie solle» cndlich ein Reichsfonds dienen, dcr bcdürstigc Unternchmnngcn mit Austrägen bedenkt, und ein Gesetz über den AibeiiSsrieden, daS die Ausübung deS Streikrechies für lebenswichtige Be-triebe beschränkt. Die wirtschastlichen RZte also, dic Vertretungen aller a.bettenden Stände, organificren durch demokratischen Mehrhcitibcichluß da» WirtschastSlcbcn. Wic bestechend erscheint dies« Uebertragung unsere« führenden politischen Pinzip» aus die Wirtschaft! Und doch, wie bald finden sich Bedenken! Diese Demokratie ist Demokratie uur in der Form, in Wirklichkeit der Anfang zu viel krasserer AuSbcu-tung. Richt nur daß die schleppenden Riesenorgani« sationen an sich leicht in die Hände willen»starler Interessenten geraten, auch die Konstruktion selbst ist fehl« host. Der Konsument, d. i. die übergroß« BoltSmehrheit, nimmt in den sachlichen Selbstver-waltungSkörpern ein Viertel der Plätze ein u»d wird al» Nichtsachverständiger regelmäßig über-irumpst werden. Wie einst Schwerindustrie und Landwirtschaft, so würden jetzt Arbeitnehmer und Arbeitgeber — hie höherer Lohn, hie höherer Preis und damit Gewinn — einen Bund gegen den Konsumenten schließen, dcr wehrlv» zusehen müßte. Oder soll da« Regierungsveto wieder gutmachen? Wozu dann erst der Aufwand eines richtiggehenden WntschaftSparlament». wenn doch da» autoritative Prinzip den AuSschlag gibt? Außerdem bedeutet bei nicht sehr scharser Aufsicht durch unparteiische Beamte die Festsetzung aller ProdukiionSbediugungca durch so zusammengesetzte, doch »oriiehmlich von ewige Kctlheii durch freiwilligen Tod. Immer wieder treibt e« Hölderlin in die Einsamkeit, immer wieder flieht er zurück zu dem .All-Einen, daS sich in sich selbst unterscheidet, von dem sich der Mensch oft in fchmerzenSvollem Irrtum ungläubig isoliert, in welchem «r aber allein seine Erlösung von dcr Cnal seiner Souderexistenz findet." Denn: „Eins zu sein mit allem, daS ist Leben der Sattheit, da» ist der Himmel der Mcnschen." AuS dem Ganze,, handeln heißt ihm am best«n für daS Ganze handeln und ein Gegensatz zwischen dem einzelne« und der Gemeinschaft besteht nur sür den, der seine Eigcngesetzlichkeit einer abstrakte» staatlichen Ordnung opfern zu müssen glaubt, statt in ihr daS GemelnschaftScrlebniS zu jener Höbe zu entwickeln, die die Grieche» der kuttnrellen (nicht der politischen) volk»-idee gegenüber innehatten. Aber später steht er auch im Griechenvolk nicht mehr den reinen Jdeenträger und er ersetzt den Gedanken der äußeren Volksbesreiung durch den der Erziehung de« Menschengeschlechts. Wie Hölderlin an seiner Persönlichkeit und an seinem Weiterlebst» arbeitete und feilte, so hat er seine Kunstform stetig zu klären und zu veredeln ge sucht. Er arbeitete bewußt, mit Ueberlegung, oft Hand werkSmäßig wie di« alt«n Griechen. Er betont ausdrücklich, daß «r niemals in blinder Begristerung Kunstwerk« hervorbringe. Bor keinem StoffkreiS macht er halt, nirgend» fühlt er fich fremd oder feindlich berührt, denn »Ver-gangene« ist wie Künftige« heilig den Sängern". So ernst ist e« ihm mit der Allteb«, so zwingend ist sein kosmische» Erlebn,», daß ihm Christus al« Herakles' Bruder erscheint und beid« nebeneinander in sein Welt bild gehören. Selbstverwirklichung im Sinne der mittelalterlichen Mvstiker — durch verstnkung in di« eigen« Seele und im Sinn« der modernsten KvSmiker — durch Weiterleben ist das Ziel seiner jugendlichen Hymnen. Da» Ideal, da« «r bei diesem Streben im Auge Hit, ist ihm da« Leben, di« Sehnsucht der LcbenStrieb. Di« Frauen, di« „Jmmrrguten" sind wie verklärt geschaut tn ihrer „blühtnven Ruhe" al« Be-Wählerinnen der freundlich«» «ötterbilder. Im Hyperion vollzieht stch der Schritt von der Sedankenlyrlk tm Sinne Schillers zum Dichterphilosephen Im Sinne Nietzsche«. Da« Buch tst ketn philosophischer, sondern ein philosophierender Roman, er ist nicht Beispiel aus« Exempel, sondern d-S Exempel selbst. Dargestellt aber wird eben ein »uSgesprvchen künstlerisches LiebeSer-lebnis gegenüber Weib und Welt, die beide tn ihrer höchsten Vollendung geschaut oder angestrebt sind. So sehr ist die Idee Held de« Roman», daß Hvperion« Gestalt keinerlei faßbare Umrisse ze^gt. Der Drang nach Klarheit h-rrscht hier und später tm Empedoele«, der eine greifbarere Menschengestalt gibt, weil ste nicht bloß einen Klärung«kampf, sondern einen Menschen-eingang in» All im gesteigerten Tone eigenen Erleb-niste» zeigt. Wa» die Expressionisten anstrebe», gibt Hölderlin hundertundzwanzlg Jahre vor ihnen: die seelische Essen,, vor der der äußere verlauf de» Leben« zum dürftigen Symbol verblaßt. W-nn Hölderlin Natur« bilder fo häuft, daß mehr Anblicke auf einmal gezeigt wenden, al» i« günstigsten Moment vom günstigsten Standpunkt au» überblickt werden können, so gehört da» ebenfalls hierher, von da war e» nur noch ein Schritt bi» zur Zertrümmerung jeder rhythmischen und syntaktischen Fessel, die er an der Grenze de» Wahn-sinn» ve> sucht. Die» stete vorwärtsbringen nach neuen Möglichkeiten de» Erleben« und Schaffen» widerlegt die Anschauungen derer, die Hölderlin« Wahnsinn au« seiner geistigen Verworrenheit fich entwickeln lassen. Man möchte eher glauben, daß ein« Ueberklarhett ihn erfüllte, deren qualvoller Gegensatz zu dem Geisteszustand seiner Umwett ihn dem Wahnsinn in die Arme trieb. Empeiocl«» stürzt stch tn di« Lavaglut de« Aetna, sein Dichter in die reine» Flammen seiner all« irdi> schen Fesseln schmelzende» Seele, die sich der Weltseele einen will. Er selbst drückt am beste» au«, wa» wenig nachher ihm geschah: „Der Frühling kommt. Und jede» in seiner Art Blüht, der aber ist ferne; »icht mehr dabei. Irr ging er nun; denn allzu gut find Genie»; himmlisch Gespräch tst sein nun." Wenn ihn die Menschen wahnsinnig nennen, ist ihm wohl, denn »himmlisch Gespräch ist fein nun", aber in den Stunden der „Erhellung" (nach mensch-lichem verstände) befällt ihn r»aurigkeit über sei» zer« brvchene» Leben und er kritzelt Verse wie diese auf ein Stück Papier: Da» Angenehme dieser Welt hab' ich genossen. Die Jugendstunden find wie lang l wie lang l verflossen. April und Mai und Iuniu» find ferne, Ich bin nicht» »ehr, ich lebe »icht «ehr gerne. Nummer 40 Heiligsprechung der Jungfrau von Orleans. Sonntag, den 16. Mai, wurde die Jungfrau von Orleans in di« Schar der Heiligen ansgenommcn. Die Zeremonie wurde vom Pspst in der Baülika bis heiligen Petrus In Rom in Anwesenheit von 00 Kardinälen, deS französischen Bolschasters Hanno taux und anderer angesehener Mitglieder der fran zösijchen Kolonie in Rom, s«wie unter Beteiligung von mehr al« 10.000 Personen vorgenommen. Der Tag wurde i» Frankreich als Nationalfeiertag fest-lich begangen. Diese Heiligsprechung ist ein Gefällig' Ifiiead der römischen Kurie gegenüber der franzö-fischen Republik. Verlängerung der Schulpflicht in Frankreich. Der sranzisischen Sammer wird ein Gcsetzeitt-winf vorgelegt werden, dcr die Schulpflicht nm ein Jahr verläugert. Den Hauptgrund hiesür bildet jener Punkt der internationalen sozialen Gesetzgebung, nach dem die Arbeit in bea Fabriken und Arbei'S-slättcn erst mit dem 14. Lebensjahre beginnen darf. Um nun die Kinder, welche bisher nur bis zum 13. Lebensjahre zum Schulbesuche verpflichtet waren, nicht vh. e Beschäftigung zu lassen, wird die Der« längerung der Schulpflicht nm ein Jahr vorge-schlagen. Streikende in Frankreich. Pariser Blättermeldunzen zufolge haben die sranzöfischeu Arbeiterorganisationen die Wiederaus-nähme der Arbeit beschlossen. Standrecht in Irland. Auf der irischen Insel find wieder größere Unruhen auSgebrochen. Telephon- und Telegraphen-leitungen wurden zerstört, Eisenhahnschienen aus-perissen, Polizeikafernen eingeäschert. Ein großer Teil der irischen Arbeiter hat zu streiken begonnen. Infolge der beunruhigenden Lage in Irland hat sich die großbritannlfchc Regierung genötigt gesehen, über Irland daS Standrecht zu verhängen. Aus Stadt u»i> Land. Viktor R. v. Schmeidel f. Ran ist auch der alte Schmeidel heimgegangen. Ec war von Beruf Jurist, hat es jedoch nur bis zum Landes-gerichlSrat gebracht, weil er den früheren österreichischen Regierungen wegen seiner nationalen Gesinnung nicht» weniger alS pcrsoiu grata gewesen war. Den weitesten Kreisen der deutschen Säugerschast wurde er al« Obmann des stelrischen Sängerbundes bekannt. In dieser Eigenschaft hat er durch ein Menschenaller sei» Bestes hergegeb?». Die Pflege de« deut'chen LiedeS und des nationalen Gedanken« im Sängerbünde waren ihm eine Herzenssache. Mit Feuereifer benützle er jeden Anlaß, die Bundcsmit' gtieder mit überzeugender Beredsamkeit zum treuen Festhalten an den allen Idealen anzuspornen. Sein HO. Geburtstag war für sämtliche Vereine deS Bande« der Anlaß, ihn zum Shreumitgliede zu er-nennen. Auch Cilli hat ihn bis zum Beginn deS Krieges öfierS al» Gast beherberg». Hing er doch mit besonderer Liebe an unserer engsten Hclma». Der AuSgaug des Weltkrieges und die 'dadurch ver-nrsach'.e Absperrung der untersteirischen Vereine vom sttiermärkischen Sängerbund war sür dcn verstor-denen ein Schmerz, den er bis an sein Ende nicht verwinden konnte. Alle deutschen Sänger aus dem weite» Erdenrund werden die ehrwürdige Erscheinung des Verewigten, den sie bei Hunderten von großen und kleinen Festen kennen gelernt halte», in treuer Erinnerung bewahren. Ein großes russisches Konzert wird Mittwoch, den 26. Mai, im großen Saale des Hotels Union von den bekannten russischen Opern-fängern Tatjana Rozova, Sopran, AndreaS «sclkov, Bariion, und Eugen Marijasee, Baß, veranstaltet werden. Auf dem Programme stehen neben ^russischen klassischen und modernen Kompositionen EajkrvSkij nnd Glinka, Rahmaninov, Rubinstein u. a.; auch einige ausländische Tondichter sind vertreten. Die Künstler haben vor Auöbruch des Krieges eiue fünsjähiige Kunstreise in Italien uud Frankreich absolviert und sind auch bereit» in allen größeren Städten Jugoslawiens, wie Belgrad, Agram, Sarajevo, Ragusa, Neusatz, Laidach u. a. mit größtem Erfolge ausgetreten. Wie wir vernehmen, gibt sich in unserer kunstliebenden Stadt ein reges Interesse kund, diese auserlesenen Künstler zu hören, weshalb eine zahl-reiche Teilnahme am Konzerte zu gewärtigen ist. Di« Eintrittskarten find bei Frau Deisinger, Gre-gorc.reva ulica Nr. 3, erhältlich. Cillier Zeitung Der Fuhdallverdand für Slowenien hat Meisterschafls piele angeordnet, an welchen sich alle dem Verband« angehör«ndeu Fußballmannschasie» beteiligen sollen. AIS erste» Treffe» am Pfingst fonntag ist der Eillier Sportverein mit dem Laibacher Sportverein SI»oan eingeteilt; am Pfingstmontag spielen die Cillier gegen die beste Fußballmannschaft In Sl»wenien, dcn Lportklub Jllyua Laibach. Ueber die Ergebnisse dieser Spiele läßt sich ichver etwas v'rmulungSweise voraussagen, da bei voryergegan-genen Wettspielen mit den genannten Mannschasten die Eillier nur ganz knappe Niederlagen davon-getragen haben. Sie sahren mit ihrer vollzähligen Wettspielmannschaft nach Laidach, werden j doch einen harten Strauß zu bestehen haben, da si« mangels eines geeigneten Übungsplatzes bisher keine Uebung.» vornehmen konnten. Evangelische Gemeinde. Konfirmations» seier. Am Pstugstsonniag vormittags 10 Uhr findet in der evangelischen Ehristuekiiche unter Mitwirkung von Fräulein Martha Dickin ein FestgottcKdienst mit der feierlichen Einsegnung dcr konfirmierten Jugend statt. Im Anschluß daran wird auch daS heilige Abendmahl gespendet werden. Die GeschLftsstunden in Cilli wurden eiuheulich ans die Zeit von 8 bis 12 Uhr vormittags und von 2 bis 6 Uhr nachmittags festgelegt. Ein gimmerbrand brach am 20. Mai im Warenlager des Kaufmannes Rudolf Stermecki ans, wnrde aber in kürzester Zeit gelöscht, ohne befon deren Schaden anzurichten. DaS Feuer war durch ein in brauendem Zustande weggeworfene« Streichholz verursacht worden, welches in einer Fnge des Fußbodens stecken blieb und herumliegende Abfälle entzündete. Beträchtliches Anssehen erregte in unserer Stadt ein Zettel, welcher Freitag vormittag« auf einem herabgelassenen Rollbalken beim Manufakturgeschäfte R. Stermecki angebracht war und folgenden Wort-laut trug: „Wegen der mir vorgeschriebenen Strafe, welche nach mcmer Ansicht nicht gerechtfeitigt ist, bleibt das Geschäst bis auf weiteres geschloffen. R. Stermecki." Der genannte Kaufmann, welcher Ob-mann des Eillier Handelsgreminms ist, wurde nämlich wegen Preistreiberei mit Zwirn zu einer Geldstrafe von 7000 Kionen, 6 Tagen Arrcst nnd Verfall dcr Ware verurteilt. Dieses Urteil wnrde aber von Herrn Stermecki angefochten und zum Zeichen des Protestes mit der Schließung des Geschäftes beantwortet. Wuewerk. Man hör», daß das GaSwir! aufgelassen werten soll, weil fein Betrieb passiv ge-worden ist. Letzteres ist begreiflich, weil richt nur die elektrische Kraft den Absatz des Gaswerke» ein« geschränkt ha», sondern weil wir auch »Icht mehr die gute Kohle wie früher haben. Aber — auch da müßie zuvor de» Konsumenten die klare Frage vor-gelegt werden, ob sie nicht z» Aufbesserungen der Gaspreise bereit »ür«n, bevor hinter verschlossenen Türen daS Urleil gesprochen wird. N'cht zuletzt ist zu be iicksichtigen, daß das :ngSwass^r zum Slraßenbesprengen zu verwenden nnd so staubt eS meisten» in unseren Sliaß:», daß mau sich di« Augen und Ohren zuhalten muß. Der in dich'en Wirbel» emporgequirlte Staub verunreinigt die Wohnungen und in der entstandenen Wolke »vedeln trotz Beiordnung lustig grüßend die Staubliichec von oben. Die Wache kann daS alles nickt bemerken, weil der viele Slanb den deutlichen Ausblick ver-hindert. — Di« Wassernot ist — wie wir hören, nicht allein darauf zurückzuführen, daß dcr heurige Winter keine» Schnee gebracht hat und somit die Quelle weniger ergiebig wäre, sondern hat ihre Ursache auch darin, daß unter dem neuen Regime für Parteien außerhalb der Stadt zu viele Anschlüsse bewilligt wurden. Wir tragen also die Kosten der Wasserleitung und haben — Staub davon. DaS hätte wohl früher bedacht werden sollen. Wenn man den Herren auS dcr Umgebung schon nichts mehr ab» schlage» darf, so hätte man wenigsten* versuchen müssen, eine so hohe Waffermiete zu erreichen, daß davon die Straßenbrunnen w!«der gebaut werden könnten. Dann hätten wir in Cilli anstelle dcr tut« zulänglichen Wasserleitung wenlgstenS aushilfsweise Seile A die Wasserpnmpen. Daß mit der Erweiterung des Leitungsnetzes sich auch die Gefahren bei einer FeuerS-brunst vermehrt haben, bedarf keiner ausdrücklichen Beweisführung. Denn bekanntlich wird die ganz-Wasserleitung bei Nacht gesperrt, damit di« Reservoir vollaufen kann. Also sind wir, um die FeuerS« gefahr zu bändigen, wieder auf die Straßenbrunnen angewikfeu. Gleichwohl hört man, daß noch weitrre Wasseranschlüsse nach außen geplant sind. Vielleicht wird diese Notiz trenigstms das Eine bewirken, daß die neuen Gefälligkeiten zumindestens einen neuen Schachtbrunnen zahlen werden. Ueber die Wohnungsverordnung der Laibacher Landesregierung hat Bürgermeister Dr. Ivan Tavc ir im Slovcnski Narod vom 16. und 18, Mal zwei Aufsätze veröffentlicht, wclche, wie daS zitierte Blatt berichte», von der Laibacher Bevölkerung mit allgemeiner Zustimmung aufgenommen wurden. Auch der Laibacker Gemeinderat habe sich scharf gegen dies« Art dcr Behebung der Wohnungsnot ansge-jpcochen und selbst die Anhänger der Slowenischen Volkspartei hätten mit ihrer abfälligen Kritik nicht zurückgehalten. Dcr Voltswitz in Laibach, sagt Slovenski Narod, bezeichnet daS Amt für soziale Fürsorge schon allgemein als da» Amt für sozialen Tod. VH» -finbnicht, ut- i)«i Lage, di« Ausführungen de» Bürgermeisters Dr. Ivan Tavcar, die in der slowenischen Bevölteriziig eine ko nach-hallige Resonanz gefunden unseren Lesern zur Kenntnis zu bringn^-^ka unser Leitanffatz in der D»t!»nr«tagn„maw, welcher sich aus die wirtliche Nebersctz»»? de» SlooenSki Narod vom 16. Mai nn'i ifr .tViib"- uuuöc«__ 3ii Syrmien bezieht ein Tchashirt, der 400 Schase weidet, in natura sür jedes Schaf 12 Kilo-gramm Weizen, 10 Kilogramm Kukuruz und 5 Kro. nen in bar; ergibt 74.000 Kronen jährlich. Sein Samerad, dcr Schweinehirt, erhält für jede» Schwein 12 Kilogramm Weizen, 5 Kilogramm Kukuruz. '/« Kilogramm Sp.'ck und 2 Kronen in bar; also für 200 Schweine zusammen 31.400 Kro-neu jährlich. Dagegen muß sich der Kuhhirt mjt 18.000 bis 24.000 Kronen jährlich zufrieden geben. Slovenski Narod, dem wir diese Daten entnehme», stellt b.-n Syrmier Hirten, die ohne Schulbildung und ohne Prüfung in Gottes freier Natur bei Lied und Flöienschall froh und frei dahinleben, das Schick« fal der Beamten gegenüber, welche von früh bis spät in der dumpfen Stube sitzen, inmitten ver« stanbler Akten mit abgewetzten Knien und zerfransten Ellenbogen, und bei ihrem kärglichen Gehalte samt Weib und Kindern darben müffen und ruft elegisch auS: „Gehen wir doch lieber nach Syrmien Schaf« weidcn I" UUrtschM nnd Urrluchr. Das neue Taxgesetz, dessen Wirksamkeit stch, wie gemeldet, auf daS ganze Königreich erstreckt, enthält u. a. folgende Posten: Für die aaSnahms-weife Aufnahme in den StaatSverband S£)S ist ein« Taxe von 400 Kronen rnd für das Dekret eine solche von 200 Kronen zu entrichlen. Für die Entlassung au) dem StaatSverband« ist eine Taxe von 1200 Kronen zu rrlegen. Für eine Lizenz zum Hotel' und Gasthausbetrieb« sind folgende Taxen vorgeschrieben: ») In Belgrad, Agram, Laibach, Sarajewo und Subot) in allen übrigen Slädten 10.0?0 Kronen, c) In Marktflecken und Ortschakten mit de-n Sitze einer Bezirks-bthörde 8000 Kronen, <1) in dea Dörfern 6000 Kronen. Für «ine Lizenz zum Betrieb« eines Kaffee« haufeS wird folgende Taxe eingehobcn: n) in Bei» grad. Agram, Laibach, Sarajewo nnd Sabotica 11000 K onen, li) in den übrigen Städten 12.000 K onen, c) ii Markislecken 10.000 Kronen. Außerdem aber ist für das Personalrecht zum Betriebe eine» Hotels, Gast- oder Kaffeehause» noch eine Toxe von 800 Kronen zn entrichten. Für da» Recht zum Auvschanke in einem Garten Ist pro Semester eine Toxe von 1000 Kronen zu bezahlen. Für eine L zenz zur Erösf mng eines Agenturge-ichästcs ist eine Taxe von 8000 Kronen zu ent-richten. Diese Taxe haben auch die schon bestehenden Agenttirgefchäfie zu bezahlen. Für ein« Lizenz sür einen Tabak-Dctailverfchleiß ist folgend« Taxe zu tutrich»«n: a) in Belgrad, Agram, Laibach, Sarajewo uud Subotica £0 Kronen, b) in allen übrigen Städten 40 Kronen, e) in Marktflecken 20 Kronen nnd ä) in den Dörfern 8 Kronen. Für jedes Spiel Karten und für ein Dominospiel wird eine Taxe vo.i 20 Kionen eingehoben. Für d!«/Genehmigung der Statntcn von °1k!icngcsellschoftkn sind folgende Taxen einzuheben: aj von Banken und Sparkassen Seite 4 1200 Krone», b) von kommerzielle» Gesellschaften 800 Krouen, e) von Jndustriegesellschaste» 400 Kronen und d) von Gewerdegesellschasten 40 Kronen. Für ©latutenänberungiu ist der zehnte Teil der Texe zu entrichten. Der gleichen Taxe unterliegen auch alle Assekliranzgesellschasttn. Für ein Privilegium, welches eine Industrie begehrt, ist eine Tore von 200j Kronen zu erlegen. Die gleiche Taxe wird auch für eine Nebertragung dieses Pri vilcgiuws zu eulrichlcn fein, während'für «bände« ruugen des Privilegiums bloß 400 Kio-ien einge-hoben werd-'i. Die Agenwrtaxe von 2000 Dinar (8000 £) bezicht sich laut Amisblatt SJK 56 ans Answande'ung-agenturen, nicht aber auf Handelsagenturen. Die neuen Ausfuhrzölle sind für unsere gesamte Volkswirtschaft von so einschneidender Be-deutuug und deren Kenntnis sür weite Volkskrei e von so enormer Wichtigkeit, daß wir ti für ange. brach! halten, unseren in der Nummer 36 vom 9. Mai veröffentlichten Bericht in der Wiederholung der dort angeführte» Posten zu ergänzen. Der AnSsuhzoll beträgt sür Getreide, Mehl und Mahl-produtie 60 Dinar sür 100 Kg (1 Dinar - 4 südslawische Kronen), Fisolen, Linsen und Erbsen 100 Dinar sür 100 Kg, Kartoffel» 10 Dinar für 100 Kg, Lebendri»dv'eh für 1 Stück 1000 franz. Franken, geschlachtetes Viel» 200 franz. Franken, lebende Schweine l Stück 800 Dinar, geschlachtete 600 für 100 Kg, Pferde und Fohlen 1000 fr. Franken für das Stück. Fett und Speiseöl für je 100 Kilo 350 sranz. Franken, Wolle, Wollabsälle und Woll prodvkie sür je 100 Kilo 2000 Dinar, RindthZ- te sür je 100 Kilo 700 fr. Franken, Kohle und Mi-ueralöle 100 v. H. deS Werte», für Hopse» und Zuckerrüben für je l00 Kilo 100 Dinar, Gänse und Truthühner 15» Dinar, Hühner und Enien 8 Diner sür daS Stück, Schlachtpferde 350 franz. Franken für das Stück, Schinken, Wurstwaren und konsnvinteS Fleisch für je 100 Kilo 500 franz. Franken, frischer Speck 500 sranz Franken, Eier 300 fr. Franken für 100 Kilo, Talg 1000 Dinar für 100 Kilo, Schaf-, Ziege»« und Schweinehäute 700 französische Franken für 100 Kilo, Brennholz 10 Dinar sür deu Kubikmeter, Holzkohle 5,0 Dinar für 100 Kilo, Rundholz (zu weiterer Verarbeitung, hart und weich) 20 fr. Franken für den Kubikmeter, Bauholz (behauen oder besägt, weich) 7 f'. Franken, Hort 20 fr. Franken für deu Kubikmeter. Wein 100 Dinar sür 100 Kilo, Blei-, Eisen«, Kupfer-und Zinkerze lO Dinar sür 100 Kg, weißes Wachs und Paraffin 1000 Dinar für 100 Kg. Für Roh-Produkte, Halb- und Ganzfabrikate, die im Ausfuhr-zolltarif nicht enthalten sind, ist ein Ausfuhrzoll von 100 v. H. deS Werte«» zu zahle». Eint Ausfuhr ist nur gestattet, wenn ein Ueberschuß an diese» Erziugnisfen vorhanden ist, und dann auch nur im Wege der Sred!»ija zasruga za snabdivanje in izvoz (ZentralauSsuhrgenoss-nschafi). Die Warenausfuhr darf nur gegen Dollar, Pfunds, Schweizer, fran« *" zösische und belgische Franke», spanische Pesetas, holländische Gulden, italienische Lrre oder griechische Drachmen erfolgen. Die^e sind nur in Scheck«, nie-mali in effektivem Gelde7 ausgenommen Beträge im Ausmaße unter 1000 französische Franken, zu erlegen. Rückgang der Weltmarktpreise. Zum ersten Male sei» Jahresfrist, so schreibt die Franks. Ztg.. zeigen die Indexzahlen deS Londoner Economist einen fre lich etst geringen Rückgang: 1. April 19 2.',9.4, l. Juli 19 281.3, 1. Jänner 20 334.7, 1. März 20 370.9, 1 April 20 379.6, 1. Mai 20 374.2. Der Preisrückgang im April tritt am stärksten bei Metalle», Textilwaren und einigen Kolonialwaren wie Gummi, Kakao und Tee hervsr. Hafer ist sogar von 91 eh 8 d aus 85 Sh der Ouarter gesunken. Ebenso sind Oele und Lelsaaten Pieise gewichen. Eine allgemeine Zurückhaltung besteht auch c»f dem Weltmarkt. Aus ver kürzlichen Wollanklion in London z. B zeigte sich eine aus-gesprochene matte Stimmung. Viele Parteien wurden infolge zu niedriger Preisangebote aus d?m Verkehr gezogen. Berichte führender englischer Industrien lassen erkennen, daß die Nachfrage zurückgegangen ist, und daS wohl ei» Stillstand in der Auswärts bewegung der Preise eintreten muß. ES ist ferner zu berücksichtigen, das eS England gelungen ist, dca Sterlingkurs zu heb.'», was naturgemäß auch iu einer Ermäßigung der Warer'preise zum Ausdruck kommen muß. Bei dcr Bedeutung dcr englischen Warenmärkte kann das nicht ohne Rückwirkung aus die Warenpreise in den übrigen Länder» bleiben. Der scharse Rückgang der Metalle bei unS — siehe Zinn — ist nur zum Teil ans die Valulabesserung Cillier Zeitung zurückzuführen, zum anderen Teil ist er im direkten Zusammenhang mit dem Rückgang der Londoner Preise ersolgt. Holland leidet unter einer schweren Alsatzkrisi», eS gleicht einem großen Warenlager, daS aber keine zahlungsfähigen Käufer hat. Die Valutakrise hat den holländischen Export fast zum Stillstand gebracht. Japan befindet sich in einer schweren wirtschaftlichen Depression, einem Rückschlag aus eine beispiellose Hochkonjunktur. Textilien und Seide» sind um die Hälfte ihr,8 Wertes gesunken. Ob sich nicht draußen aus dem Weltmarkt etwa» wie eine Weltkovjankturwende vorbereitet? Schon scheint auch der Kamps um die Absatzmärkte, der, solange die Konsumtion der Produktion nachlief, feinen Sinn verloren hatte, wieder einzusetzen. So« wohl englische und amerikanische Verarbetier beginnen wilder nach Absatzmäikten zu suchen, da die Käufer zurückhaltender geworden si»d, vielleicht weniger infolge Sättigung, al« infolge eines gewissen ErschöpsungS-zustande«. Htschworenen-Attslosung. Für die am 7. Juni beim KreiSgericht in Cilli beginnende zweite Sch vurgerichtSperiode wurden folgende G-schworenen ausgelöst: Hanptgeschworene: Franz Pikl, Hotelier, Gutendorf; Johann Mrstnak, Schneider, Cilli; Bla-siuS Sodin, Grundbesitzer, Bnchenschlag; Franz Kodre, Besitzer. Franz; Franz Povalej, Besitzer, St. PriwuS; Franz Rotovnik, Besitzer, Windisch graz; Raimund Lipavc, Besitzer, Lemberg; Franz Kociper. Gemeindesekretär, Hochenegg; Franz Melanits, Besitzer, Wöllan; Hranz Qkilec, Besitzer, Ga berje; Franz S'esancic, Bester, Podloz; vinzeuz Musi. B>sitz-r, E:plje; Jo^es £oent, Besitzer, Klanz-berg; Thomas Kreaziger, Gastwirt, Rohitsch; Josef Sporn, Gastwirt, Rohitsch; Joliann Nachberger, B>sitzer, Pofchn'tz; Anton Slom^ik, Besitzer, Goirica: Martin Gucek, Kaufmann, Skrnica; Joses Dobo-v'arik, Besitzer, Klanzberg; Jgnaz Poloinik, Be-sitzer, Verpete; Vinzenz Kveder, Besitzer, Sachsen-felo; Martin Kovac. Besitzer, Tachsenselv; Franz Gaber, Besitzer, Lolrovcc; Karl Kumer, Besitzer, Kapel; Adols Zattl, Kaufmann. Hochenegg; Johann Kac ciilk, Besitzer, Neudo.-f; Anton Fidler, Besitzer, Lemberg; Matthias Pohajai, Besitzer, Hrenova; Alois Gober, Besitzer, Neukirchen; Rudolf Ster> mec'i, Kaufmann, Cilli; Josef Barth, Besitzer, St. Johann; Joses Pompe, Besitzer, Lahagraben; Georg Gor'Sek, Besitzer, Lt. Pankcaz; Johann Krämer, Kaufmann, lrifail. Ersatzgeschworene: Anton Zupaii^, Kauzlist. C'lli; Franz Oset, Besitzer, Leudorf; Anton Majcen, Besitzer, St. Martin; Franz Kincl, Besitzer, St. Georgen; Matthias Bencan, Buchhalter, Lava; AloiS Scibar, Besitzer, St. Peter i. S.; Martia Ra^orsek, Besitzer, Arndorf; Matthias Kraije, Fleischhauer, Sachsenseld; Franz Coler, Besitzer, Bezovjc. _ Zettgtdanken In Reime gebracht von R. B., Gottschee. Wüste. Und mö^en sich di« Herren auch Tag sür Tag versammeln, Sie bringend nicht einmal zu Heidensterz mit Grammeln. Kein Raüe fliegt herein, die Mahlzeit uns zu segnen, Und in der Wüstc will es keine Manna regnen. Sommerzeit. WaS keiner noch gewagt, ist spielend uns gelungen, Wir haben selbst die Sonn' zu neuem Lius gezwungen! WaS gilt Astronomie? Was der Gelehrten Spruch? Wir halten Sommerzeit und klappen zu das Buch ! Buchhandlung Fritz Nasch prvisi'nova ulica (RaihanSgassr) Nr. 1. Schrifttum. In Reklame Unioersal-Bibliothek er« schin: Nr. 0076 — 6079. Ludwig Anzengruber, Der Sternsteinhos. Eine Dorfgeschichte. HerauSg«. geben und eingeleitet von Karl W. Neumann. Mit Bildnis. (336 S.) Gehestet Mk. 4.—. AnzengrnberS Werke sind jetzt Gemeingut geworden. Di« Univerfai-Bibliothek hält es für ihre Ehrenpflicht, die bedeu-tendsten Werke des als Erzähler wie ol« Dramatiker Nummer 40 gleich große» VolksdichteiS so schnell wie möglich herauszubringen und beginnt ihre Veröffentlichungen mit dem berühmten Roman »Der Sternsteinhos". In keinem anderen feiner epischen Werke hat An-zengrnber die Kunst psychologisch vertiefter Menschen zeichnnng so glänzend bewährt wie in diesem, in keinem packender und echter »aS Leben gespielt. Die Heldin deS RomanS ist der stärkst« nnd eigen« artigste Charakter, den er geschaffen, sie ist, wie ein Literaturhistoriker sagte, .ein Shakespearescher Held tm Baun »rock.* Drahtnachrichten der Cillier Zeitung. Altldungen de» Laibacher Nachrichtenamt«6. Die Drahtnachrichten au» dem I». lande sind infolge starker Belastung der «gramer Linie ausgeblieben. Der neue deutschSsterreichische v-rtreter in England. Wien, 20. Mai. Die Abendblätter melden, daß die englische Regierung der Sruennnng deS LegationSratkS Francken stein zum Vertreter der deuischösterreichischen Republik in London zugestimmt habe. Franckenstei» wird feine Stelle Mitte Juni antreten. Die Lösung der tschechischen Schulfrag« in Wien. Prag, 20. Ma>. Infolge der endgültigen Entscheidung der zuständig«» Behörde in Wie» wurde» fünfzehn Schulgebäude für den Unterricht der tschechischen Kinder bestimmt. Mit dem Unter-richt wird am Mittwoch nach den Pfingstfeienagen begonnen werden. Damit ist die Frage der tschechi« scheu Schulen in Wien gelöst. Ein Tschechentransport aus Sibirien auf der Heimreise. Paris, 20. Mai. Der Panzer „Amerika" mit 10.490 Tschechoslowaken an Bord, der ans Wladiwostok unterwegs ist, ist in Colombo (Insel C ylon) gelandet. Die Höchstpreise für Obst in der Tschechoslowakei. Prag, 20. Mai. Der Minister für Volk«-crnährung hat die Preise für Obst festgesetzt; der Preis ffis 1 Kg. ©eichobst beträgt 60',Heller und sür Hat tobst 70 Heller. Alle andere» vereinbarten Preise werden für ungültig erklärt. Tschechische Forderungen zur Volks-abftimmung im Teschener Gebiete. Prag, 21. Mai. Die tschechoslowakische Regierung hat ihren Außenminister Dr. Benesch, der gegenwärtig in Paris weilt, vom polnischen Terror im Teschener Gebiete in Kenntnis gefetzt. Dr. Beuesch wird beim Obersten Rat Verwahrung gegen die polnischen Gewalttätigkeiten einlegen und die Forderung stellen, daß die Volksabstimmung sobald als möglich vorgenommen tverde. Seinem Wunsche zufolge sollen die Entente-Truppen im Teschener Gebiete verstärkt werden, damit der ruhige und unbeeinflußte Berlanf der Volksabstimmung gewährleistet werde. Polnischer Proteststreik im Teschener Gebiete. Wien, 21. Mit». Die Blätter berichten aus Karwi», daß die polnischen Bergleute im Kummer Revier zum Zeichen der Trauer für ihre Kameraden, welche bei den letzten Teschener Ausschreitungen unter den Waffen der Entente so [baten gefallen sind, in einen politischen Streik eingetreten sind. gugszusammenstoh in Galizien. Wien, 21. Mai. Wie die Blätter auS Mäh-rifch. Dstrau melden, stieß zwischen Jaroslau und Krakau ein Perfonenzuq mit einem Lastenzug zu« sammen, wobei 40 Personen getötet und 'mehrere verwundet worden. vom russisch polnischen Kriegsschauplatz. Kriegsbericht vom 20. d. M. Warschau, 20. Mai. Funkenspruch. Im Abschnitte der oberen Dwina hat der Feind mit Verstärkung seiner Truppen die Angriffe fortgesetzt. Im Gegenangriff gelang eS unsere» Soldaten, die Stellungen zu behalten nnd dem Feinde schwere Verluste beizubringen. Nördlich vom Dnj>'pr wurde» die russischen Angriffe im Gebiete vom Dzugastra. Krzyitpol mühelos zurückgewiesen. Nummer 40 S^ite 5 Merlei Lustiges. Ausrede. «Wie kamen Sie denn dazu, ge-rad« auf dem Kirchhof daS Nad zu stehlen?" — „Ei stand so wehmütig an einem Grabstein gelehnt, Herr Richter, da glaubte ich, sein Herr wäre tot." AuS Afrika. „Sie sind so lange in Afrika gewesen, Herr Kuntze, ist es d:nn wahr, daß die Strauße alles fressen, was sie sehen?" — „Und ob, Gnädigste. Da ist mal ein Strauß tn unser Postbüro gekommen und hat eine Stempelmaichine verschluckt." — „Unglaublich." — Ja, und da» Wunderbarste war, daß von dem Tage an alle Eier, die er legte, Nummer und Datum abgestempelt trugen!" _ 19) (Nachdruck verboten.) U)er war es? Griginalroman von Erich Ebenste in. «.Fortsetzung.) „Und der Erfolg?" ..Wav, wie ich nach seinem Brief »icht ander» erwartet hatte — er blieb fest. Ich habe Helene seitdem nie mehr froh gesehen. Im Gegenteil be« ireikte ich sehr bald, daß ihr Wesen etwas Scheue«, Verstörtes annahm, so, als ob sie beständig heimlich mit irgend etwas beschäftigt wäre, das sie unsäglich quäle.' „Glauben Sie, daß wirklich aller Verkehr mit Hardy zu Ende wahr?" „Ich weiß eS nicht. Manchmal dachte ich ja, dann wurde ich wieder irre. Den» sie bekam Briefe, die sie fofort verbrannte, und ein paarmal beobachtete ich eine fieberhafte Unruh« an ihr, ehe sie ausging. Jedenfalls aber war sie gegen mich wieder ver->chl»ffen«r denn je. und wie» selbst die harmloseste Frage in oft verletzender Ungeduld ab." Herr von Troll versank in Nachdenken. Wa» Frau Wildenroth über Helene» Beziehungen zu Hardy gesagt, deckte sich mu dessen eigenen Angaben. Andersen« schien e« danach bei einem so leiden« schajtlichcrr Charakter wie Helene Wildenroth durch-au» nicht ausgeschlossen, daß sie «ine Fortsetzung M Verhältnisses selbst gegen seinen Willen erzwäng und später ein Hindern!» aus feine« Weg wurde, dessen er sich nnr mit Gewalt entledigen konnte. Wie leicht konnte sie durch einen Zufall von feinen Bewerbungen um Vera» Kenntnis erlangt und ihm gedroht haben, diese zu vereiteln! Leidenschaftlich, überspannt und durch ihren Beruf vertraut mit allen Listen und Ränken wäre sie nicht da» erste Weid gewesen, daS «inen Mann zur Raserri bring». Immerhin war er eigentlich gekommen, um sich über einen anderen Punkt Auskunft zu verschaffen. Denn, wenn er Hardy auch unbedingt für schuldig hielt, wollte er doch als Jurist — schon nm Vera» willen, deren traurige Augen ihn stet« verfolgten — keine Möglichkeit unbeachtet lassen. Er fuhr sich über die Stirn. „Wollen Sie mir nun über die Ehe Ihrer Tochter mitteilen. waS Sie wissen, liebe Freundin? Wann sand diese statt? Wie heißt und wer ist der Mann?" Ja den Blick der Mutter trat ein harter Ausdruck. „Er heißt Friedrich ftutize. Wa» ist er? Der Typus eine» modernen Hochstaplers. Al« Helene ihn kennen lernte, trat er als reich» Seidensabrikant auf. Er war täglich im Theater, wo st« ihre erste Anstellung hatte, sandle ihr Blumen und verliebte sich sterblich in sie. Ich glaube, diese Liede war das einzig Echte an dem Mann. Hochstapler haben wie Sie wissen, meist ei» gutes Mundwerk und schau-spielerische Talente. Es gelang ihm nur zu bald, Gefühle in fern damals kaum achtzehnjährigen Mädchen zu erwecken, die sie für Liebe hielt. Leider war ich damal» diel krank und konnte Helene nicht so viel zur Seite sein,' als ich wollte. Ein« ältere Kollegien vom Theater nahm sie in ihren Schutz, wenn Helene abends ausging, um Theater und Gesellschaften zu besuchen, wa« sie damals häufig tat. Daß Kunze dabei meist ihr Begleiter war und Helene von avem Anfang an bestürmte. Ihn zu heiraten, erfuhr ich leider erst später. Zu spät. Denn der elegant auftretende junge Manu, der nur im Kraftwagen fuhr, im ersten Hotel der Stadt wohnte und mit dem Geld um sich warf, imponierte ihr Krüyjayrs Kennen des Waröurgtr Hraßrenn-Aereines. Pfingstsonntag und Pfingstmontag findet daS diesjährige Rennen in Marburg statt. Die zahlreich eingelangten Anmeldungen auS allen Teilen dc» SHS-StaateS melden das Nennen sehr interessant gestalten. Die Propoli ionen find folgende: Erster Tag: 1. Karl Pachner.Prei«, Siichsahre-i zwei ihn drei (5000 K), Distanz 1800 Meter. 2. Preis von Luttenberg (1500 fl) vou der Kmetska druZba in Laibach. Distanz 2000 Meter. 3. Amateurfahcen (20)0 K), Distanz 2000 Meter von Amateuren ia buggy oder sulky zu fahren. 4. Alfred Ritter von RoSmanit-PreiS. Amateur» Zweispännersahren (3000 K), Distanz 3000 Meter. Zweiter Tag: 5. Preis von Laibach (2500 8), Distanz 2000 Meter. 6. FenikS Rennen (1500 K), Distanz 2000 Mtr. 7. Preis von Marburg (4500 K), Distanz 2000 Meter 8. Thesen-PreiS, Zweiss ännerfah-en (2000 K), Distanz 2000 Meter. 9. FreitS Fahren (1000 S>> Distanz 2^00 Mtr. 10 Preis von Agram, Zweispänner-Amateur« fahren (3000 ff), Distanz 3000 Meter. sehr. Und er hatte ihr eingeredet, Mätter seien stetS gelchworcne Feindinnen der Töchter, sobald eS sich um Liebe handle. Es sei daher klüger, mir erst mit vollcndclen Tatsache» zu kommen. So lernte ich Herrn Kunze crst kenne», als er schon Helenes Bräutigam und die Hochzeit sür die folgende Woche festgesetzt war. Er machte mir sogleich einen höchst unangenehmen Eindruck, und ich versuchte, meine Einwilligung zu verweigern. Aber Helene kannte kein Hindernis, wenn es galt ihren Willen durch-zusetzen. Sehr kaltblütig erklärt« sie, dann mit Kunze nach England durchzugehen und sich dort trauen zu lassen. Selbstverständlich fei es dann zwischen un« aus . . . „WaS sollte ich tun? Ich hatte nur dieS «in« Kind und — ich liebt« eS! Später habe ich e» tan« sendmal bereut, nachgegeben zu haben. Der Glücks-rausch — wenn ihn Helene überhaupt je als solchen empfand, war kurz genug. Ein halbes Zahr nach der Vermählung wurde Kunze als Hochstapler «nt-larvt und wtgen Wechfelfälschnng zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt." „DaS war freilich ein bitterer Schlag!" „Ja. Aber seltsamerweise litt Helene dabei weniger, al» ich ansang» fürchtete. Nicht der Schmerz, nur Scham drückten sie zu Boden. Er war ein Elender in jeder Beziehung. „Laß uns nie mehr von ihm sprechen und alle», was «it ihm zusammen hängt, vergessen, Mama,' sagte sie. Dann nahm sie eine Anstellung in Ostpreußen an. wo wir blieben, bi» sie hieher an die Oper kam." „Warum ließ sie stch nicht scheiden von dem Mann?" „Sie wollte e« ansang», stand aber dann da-von ab, um ihre bis dahin ängstlich verheimlichte Schmach nicht in die breite Oeffentlichkeit zu bringen. Denn inzwischen war ihr Ruhm im Wachsen und izr Name allbekannt geworden. Mitbestimmend war die energische Erklärung KunzeS, daß er gutwillig unter keinen Umständen in eine Scheidung willigen würde. Er liebe Helene nach wie vor, würd« ni« von ihr lass«« und hoffe, sie eine» Tage« doch wieder zu versöhnen." „Wagte er eS tatsächlich noch. Versuche in dieser Richtung zn machen?' „In. Sogleich nach seiner Freilassung. Erst schriftlich, dann mündlich. Helene gewährte mir keinen Einblick in dies« Verhandlungen, aber ich weiß, daß sie jeden Versuch Kunze», sich ihr zu nähern, mit einer an Haß grenzenden Verachtung zurückwies. Zuletzt bot sie ihm eine recht ansehnliche Abfindungssumme, wenn er sie in Ruhe ließe. Und da er inzwischen wohl die Aussichtslosigkeit semer Versuche eingesehm hatte, nahm er da« Geld und wanderte er nach Amerika au». Seitdem kam keine Nachricht mehr von ihm." „Wann war daS?" „Vor ungefähr zwei Jahren." „Hm — und halten Sie e» nicht für möglich, daß Kunze inzwischen seinen Entschluß wieder ge> ändeit, zurückgekehrt ist. und neuerliche Versöhnung«« versuche anstellte?" „Ich glaube kaum . . . Helene hätte mir da» nicht verschwiegen." Troll glaubte im Grunde selbst nicht an diese Möglichkeit. Vor allem darum nicht, weil er durchaus nicht an die „Liebe" Kunzes -für leine Frau glaubte. Der Mann strebte seinerzeit die Versöhnung nnr an, weil Helene viel verdiente, und er selbst nach dcr Entlassung au» Sem Zuchthaus mittellos war. AIS Troll eine Viertelstunde später das HauS in der Lindengasse verließ, traf er im Hausflur mit einem Mann zusammen, dcr ihn höflich grüßte, und dann eilig di« Treppe hivavfstieg, um im ersten Stockwerk an Frau Wildenroihs Wohnung zu klingeln. Der ObergerichlSrat war unwillkürlich betroffen stehengeblieben und sah dem schlanken, geschmeidigen Herrn nach, dessen Gesicht ihm so bekannt vorgekommen und bissen Blick ihn so merkwürdig gestreift hatte — halb überrascht, halb verstäudnievsll . . . SilaS Hempel, der Pnvaldetekiiv? WaS tat der hier? WaS wollte er von Mari« Wildenroth? Denn eS war kein Zseifel — er hatte an ihrer Wohnung geklingelt . . . Troll schüttelte nachdenklich den Kops. Arbeitete der Mann denn auch im Fall Hardy? Aber dann in wessen Aafirag? Denn auS der Kriminalabteilung, der er früher angrhörte, war er ja längst aus-getrkten. ll. SilaS Hempel war in fieberhafter Erregung. Seit acht Tage« arbeitet« «r schon im Fall Hardy, «nd noch hatte «r nicht» ermittelt, waS ihm irgend «in« neue Spur gewiesen hätte. Sein versuch bei grau wildenroth war ergebnislos geblieben. Auf alle Fragen von Wichtigkeit antwor« tete sie ebenso knapp und zurückhaltend wie den Behörden gegenüber. Sie wisse nicht». Ihre Tochter sei sehr verschlossen gewesen und habe sie nie inS vertrauen gezogen. Ueber den Mann, der den Koffer zur Bahn gebracht, konnte nicht» ermittelt werden. Niemand kannte ihn. Er war aufgetaucht und verschwunden, ohne eine Spur zu hinterlassen. Bon dem, wuS die Ermordete in ihrer letzten Lebenszeit innerlich beschäftigt hatte, schienen ihre Freuade und Bekannte so wenig zu wissen, wie die eigene Mutter. Dennoch war wenigstens eine darunter, di« wie Hempel überzeugt war. mehr darüber wissen mußte. E» war Fräulein Amy Spira, die Altistin, mit der Helene Wildenroth besonders in der letzten Z it viel und anscheinend sehr intim verkehrt hatte. Natürlich war Fräulein Spira gleich ansang» al» Zeugin vorgeladen gewesen. Aber sie drückte stch sehr vorsichtig auS. Gewiß. Helene uud sie waren Freundinnen gewesen. Sie hatten AuSstüge zusammen gemacht, dieselbe Garderobe benutzt uns manchen Abend in vertraulichem Geplauder verbracht. Sie wußte auch um da» Verhältnis zu Hardy. Hardy habe schändlich und grausam au ihrer Freundin gehandelt. Ihr erst Hoffnungen gemacht, und fie dann plötzlich ohne Erund von sich gestoßen, waS die arme Helene nie verwand. Ob ihre Fnundin ia der letzten Zeit noch mit Hardy verkehrt hab«? Da» wisse sie wirklich nicht. Möglich sei es schon. Ob sie wisse, daß Helene Wildenroth sich trotz des BrucheS »och mit Hoffaungen in bezug auf Hardy getragen? „Zweifellos!" antwortete die Spira, ohne sich zu besinnen. Sie war fest überzeugt, daß noch alleS gut, und e» gelinge» werd«, die Hindernisse au« dem Weg zu räumen. „Sind Ihnen selbst diese Hindernisse bekannt? Sprach Ihre Freundin darüber zu Ihnen?" fragte der Untersuchungsrichter rasch. Fräulein Spira errötete, sah etwa» ärgerlich aus und war diesmal nicht so rasch mit der Antwort bei der Hand. „Nein, sie wisse gar nicht« über diese Hin» deruisse, deren ihre Freundin nur oberflächlich erwähnte," sagte sie dann sehr zurückhaltend. Noch zurückhaltender beantwortete fie die Frage, ob sie gewußt habe, daß Helene Wrldenr«th schon einmal verheiratet gewesen, und waS ihr über deren Mann bekannt sei? — ^Fortsetzung folgt.) Seite si Eillicr Zeitung Nummer 4«) am Pfingstsonntag und Pfingstmontag den 23. und 24. Mai 1920 in Maribor Beginn G Ihr nach mittags« Kaufe Zähne und alte Gebisse und zahle die besten Preise. Karte genügt. Komme ins Hans. M. Lem-part, postlagernd Celje. Altes Gold und Silber Gold- und Silbeimünzen, Edelsteine und Petlen kauft zu den höchsten Preisen die Gold- nnd Silberwaren-Fabrik Franz Pacchi^ffo in Celje, Gledaliska ulica (Tbeatergasse) Nr. 4. Mäuse, Rittes, Wanzen, Rossen Erzeugung und Versand erprobt radikal wirkender Vertilgungsmittel, für welche tftglich Dankbriefc einlaufen. 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