> Nr. 236. Pr>nu««r»tlon«plll«: Im «lomploli ganzj. st. 11, halbj. st. b 5«. yüi d!e Zostellung !n« H«u» halbl- «»lr. »lll b« Post ««»jj. fi. ib. halbj. fi. ? »o. Samstag, 14. Oktober. « Ztilln «>> fr.. »rößt« p« Z«il« « l,., bei »f»e«« Wiederholungen p«l g«lle » ll. 1882. Amtlicher Theil. y Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit «lleihöchster Entschließung vom 29. September d. I. °en außerordentlichen Professor an der Prager Uni« vnfitllt Dr. Isidor Hilberg zum ordentlichen Pro-Wr der classischen Philologie an der Universität ^zmlowih allerguädigst zu ernennen geruht. Conrad-Eybesfeld m. p. «^ Der Minister für Cultus und Unterricht hat den ^upplenten am k. l. Staatsgymnasium zn Ragusa Meph Careviö zum Lehrer am l. l. Staalsgymna-nun, in Cattaro ernannt. 2. Der Minister für CultuS und Unterricht hat den Mplenten am f. l. Staatsgymnasium zu Ragusa «lanz Vorstnik zum Lchrer daselbst ernannt. l»n.^" ^^ Oktober 1882 wurde in der l. l, hos- und Staats, blo» ^ ^" Wm' das I.IV. Stück des Äeichssteletzblattrs, vorläufig L 'N der deutschen Ausgabe, ausgegeben und verseudet. ^"asselbe enthält unter " ^42 das Gesetz vom 4. Oltober 1882. womit «mige Bestim» Munge» der Nrichsraths.Wahlordmma (Gesetz vom 2ten «lprll 1673. N. G. Vl, Nr. 41) abgeändert werden. l.Wr. Ztg." Nr. 234 vom 11, Oktober 1»82.) Erkenntnisse. Anl ^)as l. t. Landesgericht Wien als Preisgericht hat aus de«?"?Nr. 41 der periodischen Druckschrift „T>ic Bombe" vom «ln!.. ber 1»82 enthaltenen AufsaheS mit der «usschrist „Kleiner NtiV" der „Äombc" das Verachen nach s 51« St, G, be-del?.' "'^ bat nach g 493 St. P, O, das Verbot der Weiter- ""llutta dieser Druckschrift ausaesprochen, UnB^>jom und ft^^sch.latholische Gemeinde Felsö.Szrnyei je 200 fl., unk «^ " römisch.kalholischen Gemeinden Hanlbczy je lIubissey und der evangelischen Gemeinde Szitely "" ft- zu spenden geruht. Das durchlauchtigste Kronprinzenpaar wurde, wie aus Prag unterm 11. d.M. gemeldet wird. auf der Reise nach Tetschenim Aussiger Bahnhofe enthusiastisch begrüßt. Undurchdringliche Menschen« massen bildeten förmlich eine Mauer vor dem Hofsalonwagen. Unter begeisterten Hochrufen fuhr der Zug Weiler nach Tetschen. Als derselbe um 7 Uhr abends in den Bodenbacher Bahnhof einfuhr, erglänzte der Namenszug Sr. Majestät des Kaisers, rechts mit den Namen Rudolf und Stefanie, linls mit den Namen Leopold und Gisela verschlungen. Der Weiher und insbesondere Prixas zweistöckiges Haus Nmren herrlich illuminiert. Das vom Brückenpfeiler ausgehende elel« trische Licht verbreitete Tageshelle. Der Bürgermeister begrüßte den durchlauchtigsten Kronprinzen und über» reichte der Frau Kronprinzessin ein Bouquet au« Veil» chen, weihen Camelien und Tuberosen. Die Veilchen des Bouquets blldeten ein 8; die Vouquelmanschetle war in den Stadtfarben gehalten, ein silberner ge» bogener Haller trug das Stadtwappen und die Namenszüge des lronprinzlichen Paares. Eine lange Reihe von Lampions, Gassonnen, Sternen und farbigen Lichtern bot ein unbeschreiblich schönes, effektvolles Bild. Zur Lage. Die ..Deutsche Zeitung" erlebt seit einiger Zeit nichts als Herzleid. Alle Augenblicke thut ihr dieser oder jener deutsch-österreichische Verein den Schmerz an, manches von b«n gu< nnd ersprießlich zn finden, was der gegenwärtigen Regierung oder der jetzigen Reichsrathsmajorität seinen Ursprung verdankt, und gerade deshalb von der oppositionellen Presse als der Ausbund alles Schlechten hingestellt wird. Neue-stens hat wieder der Verein zur Wahrung bürgerlicher und gewerblicher Interessen in Wiener-Neustadt der „Deutschen Zeitung" einen solchen Streich gespielt, indem er in einer Resolution seine Ueberzeugung aus» sprach, dass die von einem Theile der Linken so sehr perhorrescierte Vorlage des Gewerbe« Aus. schusses geeignet sei. als Grundlage fiir die Be« rathung des Gewerbegesetzes zu dienen. Hören wir übrigens, was sich die «Deutsche Zeitung" über den ihr so unangenehmen Verlauf der betreffende» Per« sammllmg berichten lässt. „Der Verein zur Wahrung bürgerlicher und gewerblicher Interessen — so heißt ei» in dem bezüglichen Verich'e aus Wiener^Neustadt — hielt am 9. d. M eine öffentliche Versammlung ab. an der eine große Zahl hiesiger Gewerbetreibenden und die Reichsralhs.Abgeordneten Löblich und Pöck theilnahmen. Es handelte sich „m die Stellungnahme zur Gewerbegefeh-Nouelle im Ginne der Resolution des Gewerbetages vom 15. November v. I. und bei Anträge der Wiener Gewerbetreibenden. Abg. Löblich referierte in einem längeren Bortrage über die Ge-werhegrsrtznovellr, ihre Mängel und die Anträge zu deren Verbrfserllng. Herr Löblich ist ein Freund des Hllndelsmimsters. dem er da5 vollste Vertrauen schenkt. Ec ist auch ein begeisterter Anhänger der Wahl-resorm und erwaltet von derselben volles Heil ftk Oesterreich. Löblich sagte unter anderem: „Die blinde Cohort» der Wähler werden die hochgelehrten Herren nnd erb-gesessenen Abgeordneten künftig nicht mehr vorfinde«' es werde bei den künftigen Wahlen nicht mehr daraus ankommen, wie viele Schulen der Vankdat hinter fich habe; die Nbgeordneren, welche mit ihren Mandat« Missbrauch trieben und n«r ihren Säckel füllten, wev-den die Unterstützung der Fünf.Gulden«Männer nicht finden und daher ihre Mandat, verlieren. To wie jetzt der Bauernstand, werde lünftiq auch der Gewerbestand im Nbgeordmtenhause seine Vertreter haben; die Interessen der Gewerbetreibenden werden nicht mehr vom Katheder oder von der Redactionsftube «us be» sorgt werden u. s. w." Redner schließt sein lang« athmiyes Referat mit der Aufforderung, die hiesigen Gewerbetreibenden mbgen sich an die WieNer College« wenden, damit durch ein einiges Zusammengehen nach der Wahlrefvrm für den Gewervestand eine glückliche Zukunft erblllhe. Abgeordneter Pöck theilt die Beg«, fterung Löblich« nicht, obzwm auch er mit den meift» Anträgen der Wiener emverftanden sVersorguna.zver'ine. die obligatorischen Genossenschaften, das Hausielwesen, b« Schwinoelcon-currenz u. dergl. Zum Schlüsse wnrde eine Resolution beschlossen, beiläufig folgenden Inhalt«: l.) D« Vorlage dr« Gewerbe«Äusschusse« des «bgeordnete>hauseK ift geeignet, als Grundlage für die Berathung des Ge-werbeqefehe» zu dienen; 2.) die Ubänderungsantridge der Wiener Gewerbetreibenden wetden gutgeheißen; 3.) der Reichsrath möge sogleich nach seinem Wleber-zusammentritte die Berathung des Gaverbegesehs« in Angriff nehmen." — Wir haben diesem vollinhaltlich reproducierten Berichte nicht« veiMjügen; er spricht für sich selber. Die »Norddeutsche allgemeine Zeltung" bespricht in einem längeren Wiener Vr«se Jeuilleton. Der Nordpolsahrer Wohlgemuth. öst,^A"nMch folgen der genialen Intention des die w 7''chen Linienschiffs Lieutenant« Karl Weyprecht. zu um^,'"^ permanenten wissenschaftlichen Stationen dtr N « e " — um von letzteren aus durch Männer lh^^'!"'schaft mit gleichen Instrumenten und zu glei-len ^^."alurwissenschaftliche Beobachtungen anzustel« ithn N l hervorragendsten Staaten der Erde. Vier-Utch ^."'Stationen dürften bereits in der arktischen als d«d «n lchl" Zone installiert sein. in Anbetracht, fill«« n,«U""! der Arbeiten auf den l. August d. I. Utlriln».». m "esterreich, welche« dnrch seine ruhn,. ^°la?a l5^"s"Wr Weyvrecht unh Payer in der stelle ,i?'^l l"l ewige Zeiten eine hervorragende '"lernali' ". " ""b, 'st. wie bekannt, bei dieser vertreten "" Polarbeobachtung auf das wütigste leute^ .'Jola«. welche berufen ist. unsere Land«. "ni I. U^ ^"" Mayen zu bringen, lief. wie bekannt. gliche« m ?/ ^' b°n Pola aus, machte einen ver, M»en E ""!!?b aegen Ja" Mayen. lief der unaM. °" Trnml^">sse wegen am 0. Juni i« den Hafen A erne? .l "" U"d verlieh denfelben am 18. Juni. Me ^"N gegen Jan Mayen vorzudringen, lls ^"n.z^t. oje ^^« -an der Z-it sein, des "N N>uA Henkel,, der im hohen Nmden ddz., be° "e. d,e österreichische Gelehrlenwell rühmlich zu vertreten. Lin«uschiffs'Lieut«naut Wryprecht, als er sein nahes Ende bereits fühlte, sprach wiederholt den Wnnsch aus. da es ihm von der Vorsehung nicht ver-gönnt sei. seine eigene Lieblingsioee durchzuführen, dass an seiner Stell« Ennl o. Wohl^ewuth der Leiter der österreichischen Polar. Expedition sem möffe. Der Wunsch Weyprechts gieng in Erfüllung, da sowohl der Protector des Unternehmens. Graf Hans Wilczek, als auch der Reichs-Kriegsminister die Wahl Weyprecht« als eine in jeder Beziehung zutreffende nur billigen konnten. Im Kreise der Marine und in der betreffenden Gelehltenwelt ist Wohlgemuth nach seinem Wissenschaft, lichen Werte bereits längst bekannt und gewürdigt, da« größere Pnblicum aber hat davon nur eine vage Kenntnis, und wir glauben daher eine patriotische Pflicht zu erfüllen, wenn wir uns im Nachfolgenden erlauben, eine kurze auf zuverlässliche Daten — die uns von competenlester Stelle bereitwilligst M Dls< Position gestellt wurden und wofür wir unseren Dank hier aussprechen — beruhende Biographie Wohl« gemulhs dem geneigten Leserkreis zu bieten. . Emil v. Wohlgemuth wurde als Osficierssohn ,» Jahre 1843 zu Lemberg in Galizien geboren, steht somit im 39. Lebensjahre, erhielt seine erste seeman-Nische Ausbildung in der l. k. Marine'Aladem«. d,e damals sich in Barcola bei Trieft befand, wurde am 3 Mai 1859 als provisorischer Marinecadet aus-gemustert, avanciert« am 25. Juli I860 zum Manne, cadet, am 7. März 1865 zum Linienschiffsfähnnch, am 29. Oltober 1870 zum Linienschiffs*»«»""«»« zweiter Classe und am 23. April 1873 zum Vinienschifft. Lieutenant erster Llasse. Wohlgemuth besitzt cm Decorationen: die k. t. österreichische Kriegllmedaille, das Ritterkreuz der französischen Ehrenlegion, drn Orden der siamesischen Krone vierter Classe, den montenegrinischen Danilo« Orden vierter Classe und frequentierte im Jahre 1863 den Curs an der hydrographischen Anstalt in Trieft, hörte im Jahre 1874 an der Wiener technischen Hoch» schule die Vorlesungen über da« Staatsrecht nnd im Jahre 1880 den Lichtmaschinen.Curs. Ik dienftl»cher Beziehung war WVhlg»muth als Cadet eingeschifft am Raddampfer „Kaiserin Elisabeth", aus der Fre. aatte „Bellona", auf der Yach< „Phantasie". M Liniensch'fsKsähnrich auf dem Kanonenboot» „Möve", war sellis<ä»oiger Commandant kleinerer Fahrzeuge und zuletzt am Artillerie - Schulschiff „Aoria", als Linienschiffslieutenant mit der Corvette „Fasana" zwei Jahre in Ostasien. 2'/, Jahre bei der l. l. Manne, section in Wien, sodann eingeschifft am Casematlschiff „Cuftozza" und zuletzt erster Officier am Raddampfer „Andreas Hofer". Wohlgemuth machte im Kriegsjahre 1859 die Blockade von Venedig mit und war », Jahre 1866 an Bord lxs Kanonenbootes „Möve". in der Sulina stationiert. Seit I. Jänner lausenden Jahres ist Wohlgemuth zum Zwecke der Leitung der wissenschaftlichen Polarexpedition ans Jan Mayen beurlaubt. Wohlgemuth wirkte wührend seiner Dienstzeit besonders hervorragend auf artilleristischem wegen seiner dirsbezüglicheu Leistul'gen wiederholt »on Laibachcr Zeitung Nr. 236 2N1N 14. Oktober l«»2. die innere Lage in Oesterreich und schreibt unter anderem: „Das Verdienst des Grafen Taaffe, das Geheimnis seines Erfola.es, besteht darin, dass er, die Erfahrungen seiner Vorgänger sorgfältig vor Augen haltend, keine Fehler macht und dadurch, dass er in allem und jedem streng und ausschließlich den österreichischen Standpunkt einnimmt, auch vor jeder Einseitigkeit bewahrt bleibt. So zum Beispiel sehen wir ihn vom österreichischen Standpunkte aus den Herzenswunsch der Czechen erfüllen, indem er ihnen eine nationale Universität errichtet; vom selben Standpunkte aus fordert er jedoch im Prüfungserlasse für diese Universität, dass jeder Prüfungscandidat die vollkommene Kenntnis der deutschen Sprache in untrüglicher Weise erhärte.... Was die Opposition und ihre Presse immer behaupten mag, es bleibt doch wahr, dass der Gesundheitsprocess unsererer Zustände seinen normalen Verlauf nimmt. Trotz aller Agitation, in welcher der Ingrimm einer ohnmächtigen Opposition sich Lust macht, haben im großen und ganzen die Gemüther sich beruhigt, die Köpfe abgekühlt. Utopien auf der einen, Schreckbilder auf der anderen Seite sind aus der Mode gekommen. Die deutsche Bevölkerung weiß heute ganz bestimmt, was sie nicht zu befürchten, die nichtdeutsche. was sie nicht zu hoffen hat, und jene wie diese wendet sich mit reger Theil, nähme der praktischen Arbeit des Cabinets Taaffe zu. Vis zu seinem Vollzuge wird dieser Heilungsprocess freilich noch Zeit brauchen, umso mehr Zeit vielleicht, als man alles Quacksalbern vermeide» und die gesunde Natur wirken lassen will. Aber das Cabinet Taaffe hat bereits gezeigt, dass es sich darauf versteht, die Zwischenzeit auf nützliche Arbeit zu verwenden. Die Opposition hat aufhören müssen, von der Unfruchtbar« leit des Parlamentes zu sprechen. Die jüngste Session des Reichsrathes hat Eminentes geleistet. Von Seite der Regierung geschehen alle Vorbereitungen, damit die bevorstehende Session dieselbe Allerhöchste Anerkennung erlange, welcher sich die jüngste zu erfreuen hatte.. .. Selbst in oppositionellen Handelskammern wurde unumwunden conftatiert, in welch' überraschender Weise sich die wohlthätigen Wirkungen des neuen Zolltarifes, den die Linke doch so verbissen bekämpft hat, jetzt schon fühlbar machen; wie sich auf allen Gebieten der heimischen Industrie frisches, hoffnungsfrohes Leben zeige. Der Handel erwartet von der Eisenbahnpolitik der Regierung neuen Aufschwung und Vortheil. Die Vereine und Genossenschaften der Gewerbs< männer des ganzen Reiches benutzen jede Gelegenheit, um gegenüber der Linken ihre Sympathien für die von der Regierung beabsichtigten Reformen des Ge» werbegesehes auszudrücken. Zahlreiche Petitionen aus landwirtschaftlichen Kreisen ermuntern die Regierung, auszuharren auf dem Wege, welchen sie zur Hebung der heimischen Agricultur eingeschlagen. Das Vertrauen, welches unsere Finanzmächte in die zielbewusste, ener« gische Action der Regierung in Bezug auf die Ord« nung unseres Staatshanshaltes setzten, hat sich bei der jüngsten Anlehensoperation unseres Finanzmmisters so glänzend manifestiert, dass unsere Oppositionspresse die schwere Schlappe noch heute nicht verwunden hat. In militärischen Kreisen endlich — laut iwu 1«n,8t — anerkennt man die Entwicklung und Durchbildung, welche unsere Landwehr gerade in den letzten Jahren gewonnen hat. So wird die rastlose, praktische Arbeit des Cabinets Taaffe in den Höhen wie in den Tiefen anerkannt und gewürdigt, und allgemein bricht die Ueberzeugung durch, dass der Weg, welchen Graf Taaffe eingefchlagen, um den inneren Hader zu bannen, das Veifassutigsll'ben zu consolidieren und endlich mit concentrierter Kraft sich den so lange und so schwer vernachlässigten wirtschaftlichen Interessen zuzuwenden, der einzig richtige sei und deshalb auch zweifellos zum ersehnten Ziele führen werde." Der ..Närodni List" in Zara berichtet mit großer Ausführlichkeit über die dalmatinifche Inspec-tionsreise des Herrn Ackerbauministers und knüpft daran die besten Hoffnungen für die Hebung des Wohlstandes im Lande. Von den Landtagen. Von den Ausschüssen des niederösterreichischen Landtag es tagten am 12. d. M. jene für Finanz-, Gemeinde- und Verfassnngs-Angelegen-heiten, dann der Verwaltung«-, der Schul- und der Vau.Ausschuss. Der Gemeinde- und Verfassungsaus« schuss verhandelte in Anwesenheit des Regierungsver-tteters Herrn Statthaltereirathes Ritter v. Kronenfels über die Petition des Gemeinderathes der k. k. Reichs« Haupt« und Residenzstadt Wien wegen Aenderung d.'r §H 3(1 bis 40 der Gemeinde-Ordnung für Wien. Der bereits im September vorigen Jahres vom Wiener Gemeinderathe beschlossene und der Pe< tition an den Landtag beigelegte Gesetzentwurf führt zwei neue Grundsätze in die Wiener Gemeinde-Oro» nung ein: die Wahlberechtigung der Fünf-Gulden «Mann er und die Aufhebung der Wahlkörper. Der Herr Regierungsvcrtreter präcisierte die Stellung der Regierung zu diese» beiden Fragen, indem er im Principe der Ausdehnung des Wahlrechtes auf die Fiinf-Guldeu-Mannsr zustimmte, gegen die Aufhebung der Wlchltöi'per daqeq/n mancherlei Bedenken geltend machte. Der Ausschuss nahm die bezüglichen Erklärungen zur Kenntnis und gieng hierauf in die meritorische Berathung des Entwur« ses ein. Aus Budapest wird unterm 11. Oktober gemeldet: Die Rede Seiner Excellenz des Herrn Ministerpräsidenten v. Tisza über das Arbeltiprogramm des Abgeordnetenhauses lautete in ihrer weiteren Fortsetzung wie folgt: Außer den erwähnten würde der Rechtsausschuss auch den Wuchergesetzentwurf in Verhandlung ziehen. (Zustim-mung.) Es wäre wünschenswert, dass der Ausschuss seine Arbeiten so beschleunige, dass derselbe einen auf die genannten dringlichen Gesetzentwürfe bezüglichen Bericht schon Mitte November dem Hause vorlegen könne. Außerdem wäre noch Folgendes zu erledigen: der Gesetzentwurf über die Qualification der Beamten bezüglich der Competenz der königlichen Curie in Angelegenheit der Reichstags-Abgeordnetenwahlen und inbetreff der Manipulation derLandesstruern. Diese Gesetzentwürfe wären, wenn Mitte November das Budget noch nicht verhandelt werden könnte, allsogleich auf die Tagesordnung zu setzen. Auch der Vefetzentwurf über die Revision des Iagdgesetzes und der Gesetzentwurf über die Waffen« und Iagdsteuer sollen dem Hause unterbreitet werden. Die Codification des Straf« procefsverfahrens und der auf das Privatr,cht bezüg« liche Theil des bürgerlichen Gesetzbuches befinden sich in einem derart vorgeschrittenen Stadium, dass schon in der gegenwärtigen Session an die Verhandlung derselben gedacht werden könne. Eine Menge anderer Gesetzentwürfe wird außerdem in den einzelnen Mini« sterien vorbereitet, namentlich über das Aufheben der Hanscumlnnnitäten in der ehemaligen Mililälgrenze, bezüglich des Autorenrechtes, betreffs der definitiven Organisierung der Gerichtsbarkeiten. Im Ministerium des' Innern wird der Gesehentwurf über die Ablösung der Regalien ausgearbeitet; der Gesetzentwurf über die eine Staatssubuention in Anspruch nehmenden Bahnm ist bereits fertig. Der Gesetzentwurf über die Revision des Gewerbegesetzes wird wahrscheinlich M' in dieser Session dem Hause vorgelegt wei den köm'e», desgleichen der Gesetzentwurf betreffs der Weinfälschung' Das Landesoertheidigungs-Ministerium wird in Angelegenheit der infolge der neuen Dislocationen lwch-wendig gewordenen Verfügungen dem Hause enM Gesetzentwurf unterbreiten. Schließlich gibt der M-nisterpräsident der Hoffnung Ausdruck, dass jedes M»t" glied des Hauses dazu beitragen werde, dass im Laufe der gegenwärtigen Session möglichst viel gearlicitel werde, um die eingereichten Gesetzentwürfe, unter anderen auch den schon halbvergcssenen Gesetzentwlll, über die Mittelschulen, erledigen zu können. (Lebhafte Zustimmung.) Hierauf wurden die Wahlen in den Verwaltung^' den volkswirtschaftlichen und den FundationalausschW vorgenommen. Alex. Hegedüs richtet folgende Interpellation an den Cultusminister: In Erwägung, dass die tausendste Jahreswende der Besitznahme des Landes sich nahen, dass selbst die Fachmänner bezüglich der Jahreswende widersprechender Meinung sind, dass behufs einer würdigen Feier derselben die genaue ConstatierlMg nothwendig ist, dass die Vorbereitungen zur Miller niumfeier in einer der Würde der Nation entsprechet den Weise nur bei gleichmäßiger Leitung getroffen werden können, fragt er: 1.) Ist der Herr Cultus minister gewillt, durch Fachberathungen den ZeitPUtM der Besitznahme des Landes feststellen zu lasse»" 2.) Findet er es für nothwendig, dass die Regierung die Feststellung des Programmes und die Vordere»/ tungsarbeiten übernehme? 3.) Wenn ja, ob sie d»e Initiative dazu ergreifen wolle? Der Cullusminister von Trefort verspricht, die Frage im Schoße des Ministeriums erörtern zu wolle»'' um auf Grund dessen eine diesbezügliche Vorlage machen zu können. Ivan Simonyi richtet an den Ministerpräsidenten eine Interpellation inbetrcff des Statanal-Erlasses >"' Pressburg und fragt, ob die Regierung geneigt s^' der Legislative solche Gesetzentwürfe zu unterbreiten, die eine Sicheistellnng dafür bieten, dass in HinklMl derartige beklagenswerte Ruhestörungen nicht vorlog men, und wenn sie dennoch vorkommen sollten, ob "" Regierung sich nicht veranlasst fühlen werde, zu außergewöhnlichen Mitteln zu greifen, respective die «"-setzessuspendierung zu verfügen? Onody richtet folgende Interpellation an den Iustizminister: Hat der Iustizminister Kenntnis ^ dem auch in mehreren Nummern des „FüggetleiW besprocheneu Umstaudes, dass der im Tisza-EsMe Sttafprocesse mit Beseitigung der competenten Nyueg^ hazaer Staatsanwaltschaft behufs Leitung der staa''', anwaltschaftlichen Agenden exmittierte Staatsanwalt o dem Gerichtshöfe für den Pester Landbezirl, Ewer^ Havas, ein ihm untergeordnetes Subject zwingen wo" ' gegen den Untersuchungsrichter ein falsches ZeUs"h abzulegen? Und wenn er hievon Kenntnis hat. er die geeignete Verfügung getroffen hat, dass Staatsanwalt, der feine Stellung als öffentlicher w lläger missbrauchte, noch bevor er durch die Iu!^ pflege zur Verantwortung gezogen werden könnte, der Marine-Centralstelle belobt. Wohlgemuth ist der Schöpfer des elektrischen Abfeuerungsapparates für die t. t. Flotte, unter feiner Leitung wurde diefe geniale Erfindung — wonach es dem Schiffscommandanten gestattet ist, von der Brücke aus, also bei voller Uebersicht des eventuellen Schlachtfeldes, mit einemmale alle Kanonen einer oder beider Breitfeiten auf den Gegner abzufeuern — auf den Schiffen installiert, und bewährte sich vorzüglich. Ebenso wurde nach Wohl-gemuths Constructionsplane die neu eingeführt acht« pfundige Laffette construiert. Wohlgemuth ist im Gebiete der Elektricität und im Seeminenwesen vorzüglich bewandert und war in diesen Fächern auch publici-stisch thätig; er lieferte auch mehrere Ausarbeitungen über das Thema: „Der Unterricht an Bord der Schulschiffe", und ergänzte sein reiches Wissen auch in astronomischer, magnetischer und nautischer Beziehung. Als Seemann erscheint uns Wohlgemuth, der von mittlerer, hagerer Statur ist und einen Vollbart trägt, von ernstem, ruhigem und entschlossenem Charakter; er ist auherordemlich energisch und selbständig, in geselliger Beziehung liebenswürdig, jedoch wenig gesprächig. Aus obiger Schilderung der intellektuellen und physischen Anlagen des nunmehrigen Leiters der österreichischen Polarexpedition kann man sich der vollsten Zuversicht Hingeden, dass auch Wohlgemuth das ehr« wurd,ge Nanner Oesterreichs, wie einst Weyprecht ü«f A«"m'>'" ^""" Kaiser.Franz-Iosef.Lande, nun wird ^" ^ stolzesten Entfaltung bringen „Der Todtschläger". (L'Assomoir.) (Pariser Vollsstiict in füns Acten und neun Vildrrn nach dem Nomane von Emile Hola. Deutsch von Karl Saar. In üaibach am 8. d. M. zum erstenmale aufgeführt.) Der Inhalt dieses sensationellen Volksstückes, das zur Zeit der ersten Wiener Aufführung* in Paris schon die 300. Vorstellung erlebt hatte, ist folgender: Erster Act, erstes Bild: „Im Hotel Garni." Die Heldin des Stückes, die arme Wäscherin Gervaise, ist auf der Bühne. Sie führt Haushalt mit einem Arbeiter Namens Lanticr, dem sie aus dem Vaterhause in Plassans nach Paris gefolgt ist. So glücklich und zufrieden das juna.e Paar bisher gewesen, jetzt ist dem nicht mehr so, Lantier liebt eine andere, die „lange Virginie", und gar bald wird seine Absicht klar, die arme Gervaise zu verlassen. Unter den Streitigkeiten der beiden schließt das erste Bild mit Gervaisens Gang ins Waschhaus und Lantiers Flucht aus der gemeinsamen Wohnung. Wir haben aber auch schon Gelegenheit, den Helden, den Zinkarbeiler Coupeau, kennen zu lernen, der Gervaise liebt und sie in der Folge auch heiratet, nachdem dieselbe von ihrem ersten Verehrer so schmählich verlassen worden. Das zweite Bild stellt das Waschhans dar, und wir sehen eine Reche fleißiger Pariser Arbeiterinnen eifrig mit ihrem Metier beschäftigt, darunter die nette Gervaise und deren Todtfeindin, die „lange * Februar 1882. Virginie". Es dauert nicht lange, so gerathen H beiden in argen Streit, der sogar in Thätlich^' ausartet; Virginie wird von Gervaife besiegt, erstere ruft ihr zu: „Warte nur, den heutigen ^ vergesse ich dir nicht. Ich räche mich und we»W... mein Leben dran setzen sollte. Das war dein Ung'""-, Die übrigen Mädchen und Weiber rufen: «Vr^ ' Bravo!" Der Vorhang fällt. . ,.e Zweiter Act, drittes Bild: „Die Varr^ Poissoniöre." Es ist früh am Morgen, Arve' kommen und gehen, darunter auch „Bibi" °" röstete und „Salzschnabel", später erscheint Ger"^ ihr folgt Coupeau. Vibi und Salzschnabel erM^, dass Lantier mit Virginie auch schon wieder geb"^ und ihr den Rath gegeben, einen gewissen P?'>!" .^, heiraten. Dann verschwinden beide in die Kneipe ,.z Todtschläger." Wieder erscheinen Gervaise und Cmlp ^ und letzterer erklärt seiner Flamme, weshalb «Y ^ Kameraden soeben mit dem Spitznamen «I"^'W beerpatron" angerufen hätten — «weil ich ^"Ä^alt Iohannisbeerwein trinke, wenn sie mich mit Gr ^ ins Wirtshaus schleppen." Er versichert 'Hl-Hll' trinke nie." Gervaise erwiedert: „Ein Mann. der » ^ ist zu allem fähig". Coupeau bemüht sich, ste '" ^„e Beziehung zu beruhigen und erneuert schließ"" 'git ernstliche Werbung. Gervaise zögert, ihm >hr H ^, zu geben; endlich willigt sie ein, Coupeau benmi^g, bei welchem Anlasse zwischen ihnen alles m ^^ keit gebracht wird. Arbeiter füllen wieder dl.e "^ unter ihnen diesmal auch Goujet. der Sch>n»H.. el die hübsche Geroaise ebenfalls in die Augen !"Y ' Laibacher Zettnng Nr. 236 2N,, 14. Oktober 1882. der Leitung der staatsanwaltschaftlichen Agenden ent. hoben werde? Ludwig Csernatony fragt den Ministerpräsidenten: >!n Anbetracht der Hetzereien, welche sich mit der so« ßtnannten Tisza - Eszlarer Affaire identificierten; in Anbetracht der allgemein bekannten Thatsachen, dass -^ ^^ Hetzereien gegen die Richter der Verhafteten "chteten, ,a dass sogar die Wirksamkeit der Staatsanwaltschaft verdächtigt wird und man sich nicht scheut, das Voll fortwährend zu haranguieren; ist der Herr ^mister des Innern der Meinung, dass Nyiregyhaza °u Ort ist. wo die vollkommene Freiheit der Verthei. Wmg her Angeklagten und die unparteiische Justiz-p'U'ge vor allen Nusbrüchen der infolge der Hetzereien "legten Leidenschaften sicher sind? Ministerpräsident v. Tisza beantwortet die Inter-Mationen Simouyis und Csernatonys sogleich. Be« Wich der Interpellation Simonyis erklärt v. Tisza, da's er inbetreff des Statarial.Erlasses nur wiederholt ^klären könne, dass, so lange er auf seinem Platze "he, er es niemals dulden werde, dass Aukschrei-tungen gegen welche Classe immer begangen werden; andere Ausnahmsgesetze finde er heute noch nicht filr Nothwendig. . Inbetreff der Sanierung der sogenannten Juden« >^ge hat die Regierung durch die Einreichung des ^egesehes, des Wuchergefetze« und der Revision des ^ewerbegesetzes Vorsorge getrosten. Schließlich em» Mhlt der Ministerpräsident den sich mit dieser Frage ^lchcisligenden. zu bedenken, dass das geschulte Feuer, ^fun es einmal emporlodert, nicht so leicht zu dämpfen >el' und dass nach der Iudenfrage sich die Bewegung eventuell in eine socialistische zuspitzen dürfte, yy, .Dle Interpellation Csernatonys beantwortet der ^limstetpräsident dahin, dass die nicht ge»ug zu lobende vallung der Bevölkerung von Nyiregyhaza und T'sza. ^szlar leinen Anlass biete, die Untersuchung der Affaire "ndrrswohm zu verlegen, und hoffe er, dass dies zu Hun auch in der Zukunft nicht nothwendig fein werde, n? er zur Toleranz und Rechtlichkeit de« ungarischen Mulles das größte Zutrauen habe. (Lebhafte Zu-Mnimung.) h Iustizmi nister Pauler, die Interpellation Onodys Antwortend, erklärt, dass er von der gegen den ^laatsanwalt Hava« erhobenen Anklage amtliche Kennt, lu^ ^ ""b ""^ bk" Ablauf der eingeleiteten Unter-V",ng abwarte, um das Geeignete zu verfügen. ^Vleßlich bringt Rohonczy eine Interpellation ein füglich der vom Ingenieur Valla anlässlich der .,^llbschiedung vom gewesenen Communications-Mini« M ^n sirdody gehaltenen Rede und fragt den Mi. z/erpigsidenten, ob er von den beleidigenden Worten h nntni« habe und ob er geneigt sei. das Haus und Und" "Flieder vor ähnlichen Angriffen zu bewahren asli'lü" veranlassen, dass eine derartige Beleidigung ^"ynt werde. Nck ^ ^Nennung des Grafen Paul Szc'chcnyi zum Eom .'"'st" und des Baron Gabriel Keminy zum D ^unicationsminister wird, wie die „Ungarifche lj^ meldet, im Laufe der nächsten Tage, wahrschein« lion -" übermorgen, erfolgen. Hiemit wäre die Fu-z).' zwischen der liberalen Partei und der gemäßigten niU?t"" als Kit accomM zu betrachten. — Mi< tj« "Vident Koloman v. Tisza reiste mit dem heu-nilttl. ? Abzüge nach Wien und dürfte morgen vor-Cabin. ^' Majestät inbetreff der Ergänzung des abei ^ts Vortrag erstatten, v. Tisza wird morgen zulij^ spätestens übermorgen früh nach Budapest "kehren und im Uba/ordlietelchause die Inlervel-^^^^^^ ____ lation Rohonczys beantworten, bei welcher Gelegenheit er auch bezüglich der infolge der Anklage Rohonczys gegen einige Organe des Communicationsministeriums eingeleiteten Untersuchung erzielten Resultate dem Hause Bericht erstatten wird. Der „Ungarischen Post" zu« folge ergab die Untersuchung, dass die erhobenen Anklagen vollständig unbegründet sind. Baron Paul Sen« nyl>y wird den Winter in Abbazzia nächst Fiume zu. bringen und sich vorläufig vom Schauplätze der politischen Thätigkeit zurückziehen. — Graf Apponyi wird nach Schluss der Delegationen eine längere Reise in das Ausland antreten. Die Berliner „Norddeutsche allgemeine Zei-lung" bemerkt zu der am vorigen Sonntag gehaltenen Programmrede des italienischen Ministerpräsidenten: „Im allgemeinen leistet die Rede von Stradella dem Eindrucke Vorschub, dass an competenter Stelle die Zuversicht auf einen durchaus normalen Verlauf der schwebenden Fragen herrscht, welcher die Regierung Ilaliens in den Stand seht, sich mit aller Energie dem Ausbaue der inneren politischen Institutionen des Landes zu widmen." Aus London wird unterm 12. d. M. berichtet: Das Cabinetsmitalied Dodson hielt gestern eine Wahlrede in Scarborough. Derselbe erklärte, die Regierung sei entschlossen, nach erfolgter Herstellung einer sta, bilen. aus Eingebornen gebildeten Regierung Egyplen sobald als möglich zu räumen, eine Volksvertretung, so weit dies thunlich ist, einzuführen, die freie Schiff, fahrt am Suezcanal herzustellen und das Uebergewicht des Einflusses fremder Mächte auszuschließen. Der Secretär des Schatzamtes. Courtney, äußerte sich in ähnlicher Weise bei dem Meeting in Torpoint und fügte hinzu, Egypteu werde die Kriegskosten tragen müssen, selbst wenn die Bondsbcsitzer darunter leiden sollten. AusKairo. 9. d. M., wird gemeldet: Das Kriegsgericht tagt ununterbrochen. Bis jetzt hat d,e Untersuchung noch kein nennenswertes Resultat ergeben. Zahlreiche vorgeladene Zeugen erscheinen nicht. Uebri-gens ist durch die sa,sie,ten Papiere bereit« nach-gewiesen, dass die aufständische Bewegung aus der Umgebung des Sultans unterstützt wurde. Man spricht davon, englische Functionäre im Civil» und Militär-Hofstaate des Khedive anzustellen und Engländer zu Unterstaatssecrelälen der verschiedenen ministeriellen Departements zu ernennen. Auf diese Art würde sich die gesammte Verwaltung des Landes in englischen Händen befinden. Baker Pascha hat die Dienstes-anerbietungen zahlreicher englischer Osficiere angenom» men. Die militärische Occupation des Lande? soll bis zu dem Zeilpunkte ausgedehnt werden, wo die Re« organisation der unter das Commando von englischen Officieren gestellten egyptischen sümee es dem Khe-bive ermöglichen wird, die Verantwortung für die Aufrechthallung der Ruhe z„ übernehmen. In den politischen Kreisen Egyptens glaubt man, dass die auf die Unabhäi'gigkeilserllärung des Landes gerichteten nationalen Bestrebungen sich der Unterstützung von englischer Seite zu erfreuen haben werden. Hagesneuigkeiten. — (H ofn ach r i cht) Seine Majestät König Georg von Griechenland ist mit seinem Gefolge am N. d. M. abends um 8 Uhr 15 Minuten von Wien nach Gnumden zurückgereist, woselbst Ihre Majestät ruh- "'t seiner Mutter beisammen und ist ein stiller. Wll. ^"sch: es ergibt sich, dass er an die sich N, "F ansammelnden Arbeiter eine Ansprache hält. Nosim. ^ er gegen das Laster der Trunksucht eifert. Erw2 "'" sich Getvaise versichern, ob ihr neuer da lU." auch wirklich nicht triukt. ..Keine Gefahr, also '^ Sie zu sehr", erwiederte er. — „«Nun da„n. saa» ^7-" Coupeau: „Dann?" Gervaise: „„Dann Z. ^ ja!"" Porile/^ ^' «Die silberne Mühle." Ein "bgebalt ^"ant. 3'^ sollen hente zwei Hochzeiten Und w. s? werden. Coupeau und Gervaise, Virginie davon ',l" wählten, ohne gegenseitig eine Ahnung seit,« a? >?^"' bas gleiche Restaurant. Die beider-N"'°en w "en Gäste erscheinen, es soll zu Tische go die beiden <^' ^ ""^ Salzschnabel den Vorschlag. Gervais » feiten ä" vereinigen; es geschieht, und thuend,, m"s^nt sich arglosen Heizens'mit der süß Und 5M "'rgmie. Es wird getanzt. Gervaise ist müde >lnt La,,'." """'a. ruhen, sie bleibt allein zurück; da ?ltvaise w x ""^ versucht die alten Beziehungen mit Keit. s: '"'ever anzuknüpfen, Goujet erscheint zu' rechter ?^ Hochl^ ?!^" Zudringlichkeiten zu beschützen. ^ üllaem"^^ch"ll kehrt zurück, es entwickelt sich Hlen scbrM «"gebundene Fröhlichkeit, welche jedoch ^ichenNr" Abschluss landet, als Bazougi der ^ Schr ti .?'t..W"vaise tanzen will, denn sie fällt ^ doch e1„^"uber in Ohnmacht. «Deswegen müsst ^chmab "" hmunler, mein Schah", bemerkt der ^''ge d»rV,^es bemüht sich um die Oh» ' °" Vorhang fällt. Der dritte Act fpielt um sieben Jahre jMer. Fünftes Bild: „Auf dem Bau." Bibi, Salzschnabel und andere Maurer arbeiten auf dem Gerüst. Coupeau ist ebenfalls beschäftigt. Es wird geschwäzt. gelacht, da schlägt es eilf Uhr: Frühstilckszeit. Die Nibeiler wollen sich entfernen, da bemerken sie, dass das Gerüst schlecht gebaut ist, sie wollen Coupeau warnen, das« selbe nicht mehr zu besteigen, doch er ist fort; in dem Augenblicke tritt Madame Po.sson (Virginie) aus dem Hause und ihr vertrauen die brav.n Kameraden die Botschaft an Coupeau; sie verspricht, hier auf denselben zu warten, hält aber dieses Wort »icht, um sich oadmch an den verhassten Lcuten in schrecklichster Weise zu rächen. Nun kommen Coupeaus Hausfrau, die noch immer hüb che Gervaise, und des Ehepaares sechs' jährige Tochter Nana, um ersterem das Frühstück zu bringen. Eine Scene reinen Familienglückes spielt sich ab. Gervaise theilt ihrem Man„e mit, wie es ihr höchster Wunsch wäre, einen Kramladen zu mieten und sich da als selbständige Wäscherin einzurichten. In liebevollster Weise geht ihr Mann auf alle ihre Pläne ein. Nun aber heißt's an die Arbeit! Coupeau besteigt ahnungslos das Gerüst, ein schwankes Brett kippt'um, er fällt. Gervaise stößt einen furchtbare!, Schiel aus. Nana ruft enlfetzt: «Papa!" Allmter erscheinen, einer au« ihnen (Stiefel) ^filr sich^: »Die Poiffon hat ihn also nicht gewarnt!" Man tragt Coupeau bewusstlos fort. (Schluss soini.) Königin Olga von Griechenland weilt. Zum Abschiede waren auf dem Bahnhöfe der griechische Gesandte Fiirst Ypsilanti und der dänische Gesandte von Ki«r anwesend. Das griechische KbnigSftaar wirb. ben bit» herigen Dispositionen zufolge, nach kurzem Aufenthalte in Gmunden über Italien die Rückreise nach Griechenland antreten. — (Matejlo'Feier.) Am lO. d. M. fand in Lemberg zu Ehren des Malers Matejlo. dessen Geschenk für da» Königsschloss Wawel Enthusiasmus hervorrief, ein von den Landtagsabgeordneten gegebenes Festbankett und abend» eine glänzende Soiree beim Lanbmarschall Dr, Zyblikiewicz statt. Die Bevölkerung Lembergs ver-anstaltrte einen Fack^lzuq. der vor dem auf dem Vallon stehenden Matejlo vorbeizog und denselben in enthu< siastisch-r Weise begrüßte. Von den während be» Bankett« der Abgeordneten gehaltenen Toasten sind der Trinkspruch Sr. Excellenz des Herrn Abgeordneten Dr. Ritter V. Grocholsli auf die zwei anwesenden höchsten Vertreter der Regierung, Ihre Excellenzen Statthalter Grafen Potocli und Finanzminister Dr Ritter von Dunajewsti, und die Antwort des letzteren, in der Herr v, Grocholsli gefeiert wurde, zu erwähnen. — (Für den Dialov^lrer Dom) hat der kroatische Mäcen. der hochw. Bischof G. Strohm ayer vom belilhmle» Orgelbauer Steinmeyer inOtttin-gen eine prachtvolle Orgel mit Kegelladen verfertigen lassen; dieselbe hat im Pedal 12. im 1. Vlanual 18. im 2 Manual 13, im 3. Manual 10. zusammen also 53 Register, andere Hilfs« und Collectivzügc »ngerech»et. Steinmeyer ist einer der besten Schüler des berühmten Walker, über 250 große Orgeln hat Steinmeyer bereits in Deutschland. Oesterreich. RujKland und Italien aufgestellt. — (Luxus-Vlihzug) Am 11. b. M. um 11 Uhr 40 Minuten nachts ist der von der internationalen Schlafwaggon-Compagnie probeweise in den Verkehr gesetzte sogenannte Luxus'Blitzzug, von Paris kommend, in Wien eingetroffen Per Train verlieh Dienstag abends 7 Uhr (Pariser Zeit) Pari«, traf am 11. b. M. (Mittwoch) um 4 Uhr 42 Minuten (Ortszeit) früh in Strajslmrg. um 9 Uhr 30 Minuten (Ortszeit) vormittag» in Stuttgart, um 2 Uhr 50 Minuten (Ortszeit) nachmittags in München und um 11 Uhr 40 Minuten (Prnger geil) in Wien ein. Mit Rücksicht auf die Zeit-biffer-nz zwischen Paris und Wien hat daher der Train 27 Stunden 52 Minuten zur Iurücklegung der Strecke Paris.Wien bedurft. Die Fahrtdauer stellt sich fomit um 5 Stunden 2 Minuten geringer als die des birecten Eourierzuges. welcher eine Fahrzeit von 33 Stunden hat. Nach dem ursprünglichen Projecte hätte der Probezug in präcise 27 Stunden die Tour durchlaufen sollen. Doch haben besondere Wünsche einzelner Vahnverwal-tungen, welche bei dieser ersten Probefahrt nicht unbeachtet bleiben konnten, diesmal eine Verlängerung der Fahrzeit von 52 Minuten nothwendig gemacht. In der Folge jedoch soll un der feftges-hten Fahrzeit von 27 Stunden festgehalten werden. Der Zug brachte von Paris vierzia Passagiere, worunter ungeführ die Hälfte geladene Gäste waren. Unter den Passagieren befanden sich der Generaldirector Noblemaire. dann die Journalisten des „Newyorl.Herald". der „Ripublique flanyaise" und des „Gaulois", der Generaldirector der internationalen Schlafwaggon-Vompagnie. Mr. Nagelmaclers. und der Inspector v. Scala des Staatseisenbahnbelriebes. Der Probetrain war zusammengestellt aus der Locomotive, aus zwei GepllclSwagen. vier Schlafwaggons, einem Restaurations'.uagen und einem Vremsenwagen. Die Locomotive wurde in den verschiedenen Strecken von den jeweiligen Bahnverwaltungen, die beiden Gepiltls-wagen von der französischen OftbahN'Gesellschast. die übrigen Waggons von der mternationalen Schlafwaggon-Compagnie beigestellt. — (Tragischer Ausgang eines Liebesverhältnisses.) Der Berliner Vanquier David-sohu wurde vor einigen Tagen von seiner Geliebten, mit der er brechen wollte, durch einen Revolverschuss verwundet und ist seiner Wunde erlegen. Die Geliebte selbst, eine Modistin, hatte sich unmittelbar nach der That durch Gift den Tod gegeben. Locales. Arainischer Landtag. 12. Sitzung am tt Oltober. (Fortsetzung.) An Stelle des Antrages 5 in dem Berichte be« Finanzausschusses betreffs der Strahensubventionen stellte Abg. Ritter von Gariboldi nachstehenden Antrag: Dem Straßcnbezirle Littai wird zur Berichtigung der durch die Vergabrutschung bei Sagor erwachsenen unvorhergesehenen Mehrauslagen und liquiden Forderungen an die Sagorer Werksleitung und an den Bauunternehmer Sink eine Landessubvention von 2000 Gulden und außerdem ein unverzinslicher, in zwei Jahresraten rückzahlbarer Vorschuss von 1000 st. be« willigt und der Landezausschusz ermächtigt, wegen Aufbringung der noch fehlenden Kosten durch den Be. zirlsstrahenauKschusz mittelst der erforderlichen mehr als lOperc. Umlage das Weitere einzuleiten. Laibacher Zeitung Nr. 236 2NI2 14. Oktober l»N2. Nach der bereits mitgetheilten kurzen Debatte betreffs des msolge der Brrgabrutschmig bei Sa^or neu anzulegenden desinitiven Straßenzuges, woran sich der Herr Regier migbsecretär Graf Pace und der Herr Abg. Deschmann betheiligten, wurden die Anträge des Finanzausschusses sämmtlich angenommen, bis eben aus Antrag 5, statt dessen der Antrag des Nbg. R. v. Gariboldi angenommen wurde. Abg. Dr. Deu erstattet namens des Verwal« tungsausschusses mündlichen Bericht über den Belicht des Landesausschusses, betreffend die neueste Mittheilung der k. k. Landesregierung wegen Bildung der Hauptgemeinden. Der Verwaltungsausschuss stellt den Antrag: Der hohe Landtag wolle dem beiliegenden Gesetzentwurfe die Zustimmung ertheilen und den Lan desausschuss beauftragen, denselben zur Allerhöchsten Sanction vorzulegen. Der Gesetzentwurf lautet: Gesetz vom........, giltig für das Herzogthum Krain, womit der § 1 des Gesetzes vom 2. Jänner 1869. L. G. Bl. Nr. 5, abgeändert wird. Mit Zustimmung des Landtages Meines Herzog-thums Kram finde Ich in Aenderung des § 1 des Gesetzes vom 2. Jänner 1869, L. G. Bl. Nr. 5, anzuordnen wie folgt: Art. I. Der § 1 des Gesetzes vom 2. Jänner 1869, L. G. Bl. Nr. 5, hat in seiner gegenwärtigen Fassung außer Wirksamkeit zu treten und künftig zu lauten: § 1. Aus den dermaligen Ortsgemeinden sind Hauptgemeinden zu bilden, wovon jede wenigstens 2500 Einwohner zu umfassen hat. Die im § 3 der Landtags-Wahlordnunq für das Herzogthum Krain vom 26. Februar 1861, N. G. Bl. Nr. 20. Beilage II. b) aufgezählten Städte und Märkte sind jedoch in allen Fällen sammt den etwa derzeit in deren Catastralgemeindeaebiete befindlichen Ortschaften als selbständige Ortsgemeinden zu constituieren. Außerdem können Hauptgemeinden unter 250) Seelen gebildet werden, wo es die territoriale Lage oder die Eigenart der Erwerbs« oder wirtschaftlichen Verhältnisse erheischen. Art. II. Mit dem Vollzüge dieses Gesetzes ist Mein Minister des Innern beauftragt. Abg. Dr. Zarnit beantragt, dass das 3. Alinea des Artikel 1 entfallen solle, wogegen sich Abg. D e ^ folge Genusses von Schwämmen die Taglöhnersgattin Anna Gerjeoik in Unterribenza und dere« 14jähriger Sohn Johann, welch letzterer die Schwämme gesammelt und in Abwesenheit der Eltern zubereitet hatte, Johann Gerjevii genas, während dessen Mutter, trotz angewandter ärztlicher Hilfe, am 4. d. M. verschied. Der Verdacht einer strafbaren Handlung liegt nicht vor. — (Von der Tri ester Ausstellung.) Die Beschädigungen, welche daS Unwetter unmittelbar vor der Kaiserreise am eisernen Pavillon der Ausstellung angerichtet hat. sind nunmehr behoben. Die Abtheilung des orientalischen Museums mit dem reizenden Interieur, einem der größten Anziehungspunkte für das Publicum, und mit der interessanten commerziellen Sammlung von Exportartikeln ist dem allgemeinen Vesuche wieder zugänglich. Da mittlerweile auch der Specialkatalog des Museums und eine umfassende Broschüre über den Levante-Handel erschienen sind, so sind den kaufmännischen Kreisen alle Behelfe geboten, um diese Abtheilung zu einer hervorragend wichtigen zu gestalten. Das Wetter ist schön und verspricht Dauer. — (Landschaftliches Theater. Gestern wurde — wahrscheinlich, weil Frl. Atzger als „Aennchen" vorgestern so großen Beifall gefunden — abermals «Der Freischütz" gegeben. Doch diese Speculation der Direc^ tion erwies sich als eine eitle; das Haus war schwach besucht — von 28 Fauteuils waren 6 besetzt, der Sperr» sitze zu geschweige« — und die fatiguierten Kräfte gestalteten die Vorstellung zu einer schwächeren als am Vortage. Es entfielen mehrere Nummern, und die Pforten der Kunststätte schlössen sich. den Theaterzettel mit der Schlusszeit „halb 10 Uhr" Lügen strafend, schon wenige Minuten nach 9 Uhr. —03. Neueste Post. Or iginal-Teleq ramme Ker „Laib. Zeitung." Rudolfswert, 13. Oktober. Bei den Wahlen in den Gemeinderath siegte im 2. und 3. Wahllölper die nationale Partei. Linz, 13. Oktober. Der Landtag verwarf nach lebhafter. eingehender Debatte, an welcher cmch der Bischos Rudigier sich betheiligte, mit 25 gegen 20 Stimmen den Antrag mif Abänderung der Schulgesetze. Veru, 13. Oktober. Der Bundesrath veroot die im Gange befindlichen Werbungen nach Egypten. Wien, 13. Oktober. (Wiener Zeitung.) Seme k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem geheimen Rathe, Minister und Leiter des Justizministeriums Dr. Alois Pra zäk als Ritter des Ord^ig der eisernen Krone elfter Classe in Gemäßheit der Ordensstatuten den Freiherrnsiand allergnädiqft zu verleihen geruht. Prag, 13. Oktober. Heute nacht« kehrten Ihre k. und k. Hoheiten Kronprinz Erzherzog Rudolf und Kronprinzessin Erzherzogin Stefanie, Prinzessin Gisela und Se. kön. Hoheit Prinz Leopold aus Tetschen zurück. Bei der gestrigen IagdaubfahU bildete die Tetschner und Ältstädter Schuljugend der Vrückengasse entlang Spalier; in Weiher w, den Vorgängen vom 11. Juni theil-genommen zu haben. 'Anbekommene Fremde Am 13. Oktober. Hotel Stadt Wien. Vcrderber. Gastwirt, sammt Tochter! Loy Marie. Vürgerswitwe, Gottschce. — Vcr?ii. Wellpriester. Graz. — helbig, Kaufm., Neustadtl. — Flisz, .s'aufm^. Waltcndorf. - Wolf. Kaufm.. München. - Prinz u«o Reguly. Kaufleute, Wien. Hotel Elephant. Hirsch, Doctor der Medicin, und Veida. 3«' brilant, Wien, — Damioth Reis., Schweiz. — Evaljc. Stein- — Nulauina Edle v. Liebstadt, Obcrstensgattin, und Pn"i Varialinsky s. Gemahlin und Dienerschaft. Laibach. - P"pp°' foglu, Banquier, s. Frau, Bukarest. — Pappasoglu, Student, München. Kaiser von Oesterreich. Sanddovih, Kaufm., und Grube/, Tonkünstler, Wlen. — Kaiin Antonia und Koren Ma"», Venedig. Mohren. Mcsar. Pfarrer, Ruftnil. — Ialse. Postofficial, Wien» — Koren Marie, Cilll. — Kuritnit, Bahnbcamtcr, Rann- Verstorbene. Den 11. Oktober. Anna Sclan. Magd, 33 I. StU' dcntengasse Nr. 7, Gchirnlähmung. Den 12, Oktober, Gabriela Ianovslu, Lchrcrstochter, 12 Tage, Scilcrgang Nr. 3, Fraisen.__________________^ Thearor. Heute (ungerader Tag) zum erstenmale: , Hopfcnraths Erben. Voltsstüct in 5 Acten von H. Wim-_________________Musil, von Nrcmdl. ___ Meteorologische Beobachtungen iu Laibach^. k ^z»u - n ß " 7Ü.Mg.l 72900 ^-150 wsndstsll Regen' ^60 13 2 .. N. ^ 728 73 4-168 NO. schwach bewölkt n^aen 9 . Ab. 72!) 79, -1-13 8 windstill theilw. heiter .» Tagsüber tiefe, bunlle Wolkenzüge, öfters Regen; at»en° Wetterleuchten in Ost. Das Tagesmittel der Warme -l> 14"' um 2 6' über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur : O t t " m o , Nnmb era- Depot der k. k. Generalstabs-Karten. Maßstab 1: 75.000. Preis per Blatt 50 tr.. in Tuschens""" auf Leinwand gespannt kl) kr. Jg. u. KlemmlM H Fell. Üamlmgz HlMalllllM Eingesendet. , Mr Must- und Lungenleidende Herrn Iul. Trnluczy, Apotheker in Uaibach. 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Fianona (Istricn) im Oktober 1882. s «- ick ' (4303) 3-1 Mrrtt^wMtt^^ ¦ —¦¦¦» .... _. _..—.........------ u1" »as TIÖIm'I - Mhunhjfr lieh für Möbolküufcr aller Stümlo, mit 900 IUuj , „ you nobst Proiscourant, für 1 U. f)0 kr. franco zu bo/1.0' -fl 9J, J. G. & L. Frankl, Wien, II., Obere Donaustrg^. Kelchste Auswalil fertiger Möbel, solid, bllHff» (.4104) 12—3 2NI3 Course an der Wiener Görse vom 13. Oktober UlN3. (^ de« 0^°^ Cour«biatte.) Tt«ts.Nnlehe». L°l^"".'.......7»9l. 770» U"N>te.......„.«« 77,75 N^° Nnstel Ittv, ,34. l»4bo 3l5^°°»«l„, . '. ,00 ' 170 50 17,-"««.«tnttnschelnt . per St. 3«- 35- r^<>^^°Idrente, steuerfrei . 95!.« »b «b 5°/^^°ten«nll, fteuerftei . »!»?<> »2 hü ^»> «olbiente »°/, . . . . li»-5c lü» l.o ' «^i' ^° ... «7 »ü »? 40 ' ^"^'^"'- ""fi. öw S. 134 75 i»5 «5 ' «>'°«h«°Plic>ritäte« . . »0 30 i«u ec " «tantz.Obl. (Nng. Oftb.) no - na 50 ' ,, » ,» vom 1.1«7S «4 5<< U5 — «ruubenil.. Obligationen ^V,'.«l.......0»50,M - °"°»tlsch, und slavonische . ,» - 102- Gelb Ware «»/«fiebenbilrgisch«.....»? ?5 98 50 5°/, Ieme»var»Vanat« . . »8— z» — b«,, unssarischc......»e 50 »25 Andere öffentl. Nnlehen. l>on»u.Neg..LoVold 118 20 118 60 bto. in »a „ „ k°/o . loo — loo »k bto. in 50 , „ 4'/, "/i> »8'ÄÜ »9 l« dto. in 5U „ „ 4°/„ , l»3 8» 94 3b bto, Prämlcn.Schuldvcrschr.3»/« 100 — 100 5(, Oeft. Hypotbclenbanl I0j. 5'/,°/» 100 «5 — — Oeft..ung. Vanl Verl. »»/, . . iü0 35 io« 5'^ dto. , 4'/,°/». . 100 4» ioü e« bto. „ 4°/, . . »440 94 e« Ung.allg.Nobni credit» «ctienges. in ^est in 34I.verl. L>/,°/, . —'— — — Priorität«. Obligationen. (sül 100 fi.!. Elisabeth'WcNbahn I. «mission «7 7b 88-hcrdinanbil'^ioidbahn in kilb. 106 i5 107 — Yran, Iosrf'«ahn.....ioi«ui0i9o Valizischc «arl-kubwi».Vahn «im, !««> «c»u n. S. 4'/,»/» . 100 30 10070 «lib war« Oefteri, N»rdwestb»hn .... ><,z 4« ioz «o Viebenbürger.......91 75 z,^zz Etaat»bal)n I. Emission , . . ,»« — »81 — bübbahnk»«/»......»3t-45l8««<> « « ., ^e......'^'«> >"-" Nng.»gallz.»ah«.....94g, ,47<. Diverse Lose (per Slüs). «rebitlose 10« fi......,74 _ ,74.51, «llaly.Los« 40 ^ _ ,^<, ^ Osener Lose 4ü fi. "___.-Vanlverein. llvientl. 10a fi. . . ,!«ec> ,,« «0 Vdncl..«lnst.. 0eft.«00fl S.40°/„ zt3l ,b!»»4 7b Ürbl.'Nnst. f. Hand u. O. ,«« fi. „0 30 310 «0 «rbt,.«nst.. «Üa. Ung. ,00 ft. . <«><,_ zou 50 Dtpositenb,. »lla, 2u<> fi. . . . z,o« __ ,l,»5<, l»l>»»l All», I4l> fi, , . 145 7z ,4«'— G«lb Wa« Nctlen von Transport» Nnternehmnugen (per «tll, «lbrecht-Vahn >»u fi, Silber . — — — - «lselv'»iuma«.«»hll«o<>st.«llb. 17« b«< l7l - «ulfi«..lePl.«isenb,,00fl.«Vl---------------- Vöhm, Nordbahn 150 st. ... i»^ — 1« — weftbahn »un ff. . ,____— — Vulchtiehrabn llisb, 500 ss. «Vl,-------— (lit, N) ü«, st, . ——____ Donan < Dampfschiffahrt» Ves. Oefterr. 500 fi. «M..... 59t — Ü95 — DraU'.«Till>l.III,H,,«7»^!«>s!,S, lU! — I«, 5.(, yerdinllnt>«^i!ioi-bb, il»«l! fl, s,«00ff.G,------— — Valz.llall-Ludwig»« »l>0fl, fi.ü.W. ^!enb.«o0?l. G, 1475b 14« — «ember« - «lzrnow,. Iassy «tisen- bahn'Oesell. ü»0 N ö W. . , ,?i — 171 50 «oyb, öft'UN«., Trieft 50ufi. Rubols > vahn 200 ss. Silber , I6S 75 1«? z»l> Silbcxbüig« ^ijenb. »00 fi. S i«3 5« i«4 — SlaalOrncnbabn «0» i! ij. W , «44 — «44 50 Vllbbahn «» »l. Vilder . . , 1H» 75 1»» »5 «ilb<«orbb fi. l. W . — — — — llnn.galiz «lilenb »oufi Silber 1«2'50 l«3 — Nng, »lorbestbabn »0« st. Silber »«3 tv »«4 — Ung.Weftb.Maob Vr«i)»«>fi.V, 1««— I«6-«> Induftrie.Nctle» (per Stil Stahl.Ind. in tUien «on fi. . — — — — «5 — Monlan Gesclls. öfterr..»lpinc . »l 7l. 8» 50 Prag« lti!en.'»nb,.»el. «w fi ll», s,o l«» 50 ka!»0'Tari. Vijenrass, »0u fi. . »3» — »»» f.« waffens..G„ Oeft. in W. 1«, fi. 153 — ltd — Ilisailer «ohlen».»V«s. 10« fi. . — —------ Devise». 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(4323) ( Die Casino -Vereinsdirection. |h u i«. lm Vorlage von *v- Klemmayr & Fed. Bamberg . in Laibach * l8t aoebon ersebionen: Y^ ^lovenska ^vatika ^ape?aSIa(ln0 let° ***** »tuck 13ltr. Wiodorvorkilusor or-oalton Rabatt. (4111) Hygienische Parfumeriewaren. Anatherin-Mundwasser ä <50 kr., Zahnpulver ä '10 kr., anerkannt als dio boston Alundroinifjungamittol. Damon - Puier, weiss und rosa, auB roinstora Rois-Stärko-mohl zuboroitot, ganz unschädlich für dio Haut, in Pakoton a 10 kr. und in Schachteln ä 40 kr. Esprit de Essbouquot, Heliotrope. Eeseda, violetto zur Parfümiorung dor Wiischo, Sacktiichor otc. otc., in ologanton Miniatur-Flacons mit Motall-vor«chlu88, ä 4ü kr. jior Stück. Qlycerin-Cröme, vorzüglich wirksam boi auf-gespnmgcnon Ijippen un