Kamstag ve« 23. Juli ,836. Am Hüh resabendedes Todes 8)3ild ist dir Abeud, so wie heut vorm Iahri Und auch vom selben Zwielicht übergössen, Das erst des Freundes frisches Haupt umfiossen, Und jählings drauf beschienen seine Bahr«: Und daß sich das Vegebniß ganz erivahre, Dem so viel herben Leid'S für mich entsprossen: Seh' Aug' und Mund auf immer ich geschlossen l Das Antlitz starr, benetzt von, feuchten Haare! Nur Sius bedarf der Wiederholung nimmer: Vas ist der Schmerz, der nachhaltig geblieben, Mr ist »om ersten trostlosen Gewimmer! Denn ttef im Herzen mir, ein Pfand des Lieben, Treibt er al» Immergrün mit dunklem Schimmer, Hlnd wird, mit meinem Tode nur zerstieben! Und dies V«rmächtniß, das zu eignem Fromm«,, Wie sehr bettagenswerth auch sein Entste) en, Ich heut vorm Jahre als ein heil'ges Lchen Mit festem Treugelöbniß hingenommen. — Auf ruft mein Herz es, daö so heiß entglommen Von langnachhall'nder Wehmuth tiefen Wehen: Hochfeiernd diesen Abend zu begehrn, An dem ich dies Vermächtnis; überkommen. Drum se.,d' ich a,«s der Ferne die Gesänge Zum Grab des Freundes, daß sie's muthig sagen, ^'. Wie gern mit frischen Blumen ich's umschlänge i Und wcir ich selbst von Stürmen heut verschlagt», Die Stimme würde, die wohl sonst verklänge. Dennoch, weil ihn sie nennt, zu ihm getragen l Neustadt! den b. Juli 18Z6. , / A. Lefch«». ßNie Auswanverer. Den Tag nach meiner Ankunft in New-Pork. traf ich zufällig auf ein Bivouak schweizerischer AuA-Wanderer, das mich in hohem Grade interessirte und belustigte. Ich war friih aufgestanden, um zu baden, und ging über die Batterie; eben beleuchtete die aufgehend/e Sonne den schönsten Haftn der Welt, da stieß ich auf die Marken eines kleinen, echt teutonischen Lagers-Die Umwallung bestand aus mancherlei Hausrat!) -. drei oder vier altvaterische Spinnräder, Butterfässer, ein paar plumpe Stühle, ein großer Kasten, ferner ei-nige kleine, schwere Karren, die noch nicht auf die Räder gesetzt waren. Die Gesellschaft bildete ein Greis von ehrwürdigem Ansehen, der Patriarch der Familie, vier-und-siebenzig Jahre alt, wie er mir sagte; sechs Männer, seine Söhne und Enkel; sieben lebhaste Jungen und ohngefähr eben so viele Mädchen, die Urenkel; das Weib des Patriarchen, fast so alt als er, aber mit einer durchdringend kreischenden Stimme, und so beweglich als ein neunzehnjähriges Mädchen; endlich rier andere Weiber, die Frauen der ältesten Söhne. AIs ich herbei kam, war das'ganze Lager in voller Thätigkeit. Die Großmutter und ein Paar der M5 gern Weiber hatten vollauf zu thun, die jüngern Gc^ sellschaftsgliederersteinzufangen und sofort zu waschen; letzten schienenbneitszu melken, daß sie in einem Lan- - 418 - be waren, wo ein Jeder an sich denkt, oder wenigstens meint, er thue es, was auf Eins hinauskommt; denn sie sträubten sich auf's Äußerste gcgen das salzige Was-. ser ohne Seife, womit sie die Urgroßmutter reichlichst bediente. Allermittelst hatten sich einige erwachsenere Jungen über die-Linien hinausgemacht und sammelten unter den Bäumc'n gefallene Aste, Blätter u. s. w., um das bercits lodernde Feuer zu unterhalten, an dem eines der Weiber faß und Allem'nach das Frühstück be-reitete. Einige Männer schliefen noch fest, andere lehnten gemächlich am Karren und rauchten ihre Pfeift, indeß der Jüngste unter den Erwachsenen, offenbar der Keau zar^nn der Gesellschaft, sorgfältig seine Toilette machte; den sechs Zoll im Gevierte messendem Spiegel hielt ihm dabei ein junges, nicht übles Mädchen vor; sie kniete vor dem Adonis, sichtbar in Bewunderung verloren, und harrte geduldig, bis er mit seinem Anzug fertig war, um sich sofort an den ihrigen zu machen. Eine so neue, so unerwartete Scene hemmte meine Schritte; lange betrachtete ich die Gruppe, die hier in Mitten einer geschäftigen Bevölkerung an den Usern des Hudsons lagerte, ganz so, wie eiH der Beschreibung nach ihre Väter zu Cäsars Zeit der Rhone und der Donau nachzogen. Über das Ganze breitete sich ein Hauch argloser Sicherheit, die dem Muth und der Einfalt dieser Fremden, und der Gastlichkeit und Moralität ihres neuen Vaterlandes gleich große Eyre machte; denn ich kenne keine europäische Hauptstadt, wo ein solcher Menschentrupp im Freien und unbewacht sich hätte lagern und eine Sommernacht zubrin-gen können, ohne belästigt, wenn nicht gar beraubt zu werden. Ich erfuhr, die Familie sey Tags zuvor Nachmittags in einem französischen Fahrzeug gelandet; da sie somit nicht, wie diese Leute gewohnt sinc, unmittelbar nach dem Ort ihrer Bestimmung aufbrechen konnten, hatten sie flink und in bester Ordnung ihr Lager für die Nacht geschlagen und rüstettn sich jetzt zu ihrem Marsch in die W ldniß. Dieser Anblick, an sich merkwürdig genug, war auch höchst bezeichnend für das Land und die Zeit; so kommen Tag für Tag in der guten Jahreszeit Mcn-schenzüge an. Alle nördlichern Völker Europa's liefern Hieher die untemehmendste n ihrer Kinder, ums in diesem Lande der Wunder die Bevölkerung zu mehren und zu kräftigen. Etwa drei Stunden nachher, da ich eben im Hotel bcim Frühstück faß, sah-ich die gaGe Familie en ,ou^ am Stadthaus vorbeiziehen. Sie hatten jetzt einen ihrer schwerfälligen Karren hcrgerich^r und ein tüchtiges Pferd mit plumpem Mschirr davorgespannt: aus dem Fuhrwerk war all ihre zeitliche Habe hock HUP- gepackt. Die Männer, die Pfeifen in der Hand, vier Mann hoch, gingen kecken Schritts voran, dann kam der Wagen, ringsumher und hintendrein die Weibel und Kinder; ein Paar der kleinsten streckten zwischen dem Plunder auf dem Karren die Köpfe hervor. Die alte Frau trug jetzt einen Käsig von Weiden mit einem Goldsinken, wohl ein zu Haus aufgezogener Liebling, def" scn einfacher Gefang noch oft die Erinnerung an das Vaterland wecken wird, wenn einmahl der Trupp bescheidener Adenteurer eine, wle ich sicher c>laubc> gesegnete Stätte gefunden, dort im fernen Westen, an einem wilden Strome; denn dorthin wollten sie, dort« hltt traten sie, so wie ich sie beschrieben, fröhlich die Reise von ein Paar taufend Meilen an. Und dieß sind gerade die Leute, welche bei solchem Lebenswcchsel alü ehesten gewinnen; sie können sicher darauf rechnen, nachdem sie sich eine Zeitlang Entbehrungen auferlegt, aus denen sie sich wenig machen, nachdem sie tüchtig die Hände gerührt, ihre Kinder mit den Bequemlichkeiten des Lebens umgeben, ihren Wohlstand jährlich wachsen zu sehen. Uebcrfluß tritt jetzt an die Stelle des Mangels, und sie dürfen, selbst für ihre Kindes., kinder, nicht mehr mit banger Besorgniß in die Zu< kunft blicken, denn ganze Geschlechter müssen erstehen und vergehen, bevor Unternehmungsgeist und redlicher Fleiß sich hier beengt fühlen. Ner verwegene Vachvecke^. Auf der Spitze des lustig hohen, schmalen Nhw" mes der Kirche zu St. Peter und Paul in Petersburg/ steht auf einer Kugel von beträchtlichen Dimensionen, ein großes Kreuz haltend, ein Engel. Dieser Engel, mit den. die Witterung eben nicht schonend umgegangen war, wurde bedeutend schadhast, und man vermuthete, halb und halb,, er werde bald den irdischen Boden wieder besuchen. Die Sache erregte einige Un^ ruhe im gemeinen Volke, und die Behörden geriethen zuletzt in ernstliche Verlegenheit. Ein Gerüst zu solch einer Höhe aufzurichten, hätte mehr Geld gekostet, al>) diese Kirchenverzierung werth war; und im fruchtloscn Überlegen, wie da wohl abzuhelfen seyn möchte, lttß man Zeit um Zeit verstreichen. Unter dem Schwärme von Leuten, die tagtäglich ihre Blicke und Gedan ken dem Engel zurichtend unten hinaufstarrtcn, befand sich auch ein Muschik, Namens Tclutschkin; dieser war seines Gewerbes ein Dachdecker, und so nahmen seine »Betrachtungen" bald eine practischere Richtung, als die müßigen Verwunderungen und Muthmaßung" des übrigen Guckerschwarmes. Das Kirchlhurindach war ganz^mit Platten ro! vergoldetem Kupfer belegt 119 And erschien wie eine glatte Masse polierten Goldes. Allein Telutschkin wußte, daß das keine Masse von Gold, oder von was sonst sey, daß die Kupferplatten nicht einmahl hart an einander anlagen, und vor Allem, daß dort große Nägel, um sie festzuhalten, staken, und daß diese aus dem Kirchthurmdache hervorstanden. Nachdem er sich das alles wohl überlegt hatte, bis er endlich zu seinem Entschlüsse kam, ging der Muschik zur Behörde, und erbot sich, den Engel ohne Gerüst, und ohne Beihülfe unter der Bedingung auszubessern, daß man ihm seine zu der Arbeit aufgewendete Zeit nach Necht und Billigkeit bezahle; ein Anerbieten, welches natürlich nicht von der Hand gewiesen wurde. An dem zu dem Wagstücke bestimmten Tage stieg Telutschkin, mit nichts als einem Gebünd Stricke versehen, den Thurm innen bis zum letzten Fenster hinauf. Hier schaut er denn hinab auf die gassende Menge unten, und hinaus an der glitzernden »Nadel" (wie das Volk die Dachspitze nannte), wie sie, weit über seinen Häuptern sich zuspitzend, in den Himmelsraum ragte. Doch mit stels getrostem Muthe stieg er ernst und bedachtsam auf die Fcnstcrleiste außen hinaus, und machte sich ans Werk. Er schnitt einen Thcil dcs Seiles in die Gestalt zweier langer Steigbügel mit einer Schlin-ge an jedem Ende. Die obere Schlinge hing er an zweien der vorstehenden Nägel über seinem Kopfe fest, und in die andere, die untere, stellte er seine Füße. Dann bohrte er die Finger der einen Hand in die Zwischenräume der Kupserplatten, und schwang dann mit der andern Hand den andern seiner Steigbügel so hinauf, daß dieser einen Nagel höher hinaufsing. Dieselbe Operation nahm er, denn auch zum Nachbringen des anderen Beines vor, und so fort und fort abwechselnd. Und so klomm er, Nagel um Nagel, Tritt um Tritt, Steigbügel um Steigbügel, fort, bis sich sein Abgangspunct von der glitzerndenGoldsiächc nicht mehr hcraus erkennen ließ, und das Kirchthurmdach selbst sich in seiner Umschlinguug zuspitzte, zuspitzte und zuspitzte, daß er es endlich ganz umspannen konnte. So weit ging Alle?- gut. Allein er hatte jetzt die Kugel erreicht __. einen Ball von neun bis zehn Fuß im Umfange. Der Engel, das Ziel seiner Kletterfahrt, war ober diesem Ball, und seinen Blicken durch dessen glatte, runde, glitzernde Oberfläche noch dazu verdeckt und entzogen. Man denke sich den Armen, wie er seine ernsthaften Augen und seinen noch ernsthafteren Bart nach einem Hindernisse hinaufkehrt, das menschlichem Wankelmuthe und menschlicher Erfindungsgabe Trotz zu biethen schien. Allein Tclutfchkin ließ sich nicht a^ schrecken; er war aus die Schwierigkeit gefaßt gcwe-sm, und das Mittel, mit dem ,er sie zu überwinden versuchte, zeigte eben dieselbe wunderbare Einfachheit« wie die ganze übrige Kraftthat. Sich schwebend in seinen Steigbügeln einhängend, schlang er um die »Nadel« einen Strick, dessen Ende er sich um den Leib band, und so gehalten __ lehnte er sich mehr und mehr langsam zurück, bis seine Fußsohlen wider das zugespitzte Thurmdach angestammt wurden. In dieser Position warf er nun, mit einem kräftigen Schwupp aufwärts, eine Seilrolle über die Kugel weg, und so sicher war sein Augenmaß, so fest ausgeführt der Wurf gewesen, daß das Seil gleich bei dem ersten Versuche in der erförderlichen Richtung niederfiel, und er das Ende auf der entgegengesetzten Seite der Kugel herabhängen sah. Sich wieder in seine ursprüngliche Posi» tion hinauf zu ziehen, das Seil tüchtig um die Kugel fest zu machen, und mit seiner Hülfe jetzt zum Gipfel empor zu klimmen ^_ war ihm nunmehr Verhältniße mäßig ein Leichtes, und in wenigen Minuten stand unser Telutschkin nebcn dem Engcl, und lauschte dem Iubelrufe, der wie Donnergeroll plötzlich aus der versammelten Menge unten losbrach, sein Ohr aber nur-wie ein schwaches, dumpfes Gemurmel berührte. Das Seil, das er zetzt gehörig festzumachen günstige Gelegenheit hatte, fetzte ihn in den Stand, mit verhältnißmäßiger Leichtigkeit hcrabzusteigen; und am folgenden Tage nahm er eine Strickleiter mit sich hinauf, mit deren Hülfe es ihm nicht schwer ward, dii: nöthigen Ausbesserungen zu bewerkstelligen. Vas Seueste unv Interessanteste im Gebiete ver Kunst unv Anvuttrie. der Nänver«unv ^ölkerkunve. Der erfindungsreiche Geist unserer Tage zeigt sich nicht bloß im Großen bei Eisenbahnen und DampP maschlenen, auch im Kleinen bringt er nicht minder angenehme Erscheinungen hervor. Ein Schwarzwälder, Johann Georg Schultheiß, von St. Georgen, dachte ein ganz einfaches Schwarzwälder-Uhrwerk aus, welches, wenn man will, eine ganze Nacht hindurch jeder Wiege den beliebigen Schwung gibt. Der Preis dieser Wiegenuhr ist so billig, daß sie bald in jeder Haushaltung ein unentbehrliches Möbel seyn wird Der Erfinder soll auf diese und noch zwei and ere Er' sindungen zur Verbesserung der'Schwarz w älder-Uhr. machcrey, von der, die Gewerbe so gern förderndem badischcn Rcgimmg bereits Patente erhalten habm. Man hat sich in der großc.n Caferne am Quai h' On'ay in Paris sincs sonderbare!!Mittels bedient, den - 120 - zu verscheuchen, den gewisse gchcimeGc-' mächer nur zu häusig zu verbreiten pflegen. Dieß Mittel, dessen Anwendbarmachung alle Erwartung übertreffen , bestehet darin, daß man auf den Rath eines der geschicktesten Chemiker, Hrn. d'Arzct, besagte Cabi-nette in die Nähe der Küchen angebracht, und durch eine besondere Nöhredcn Nauch aus denselben in den Schlott der andern geleitet, der solchergestalt zugleich theilweise als Schornstein dient. Es entsteht durch das Vordringen des Rauches, dev übrigens nicht zu den gebräuchlichen Öffnungen herauskommt, und folglich Niemand beschwerlich fallen kann, ein ziemlich starker Luftzug, der allen Übeln Geruch mit sich entführt. ' Bei der Pariser Akademie hat Hr. Gaudin, vom Vursau 6eg I^ongiwäes, die Anzeige gemacht, daß man die heftigsten Feuersbrünste durch einen Guß von Waffer auslöschen könne, welches mit Chlorkalk gesättigt ist. Nach seinen Versuchen überziehen sich die brennenden Kohlen durch das Aufgießen einer solchen So-lution mit einer glasartigen Substanz, welche alles Weiterdrennen verhindert. Ein so schlagendes Resultat verdient allgemein nützlich gemacht zu werden, da es sich durch die genauesten Versuche durchaus erfolg-voll herausgestellt hat, wie es auch schon nach den theoretischen Ansichten der wissenschaftlichen Chemie zu Umer umsonst, bis endlich die Sache in Vergessenheit ß gerieth. Vor einigen kochen stand ein Unteroffizier '- eines zu Toulon garnisonirenden Infanterieregiments' s im dortigen Bagno, um seinen Leuten etwas zu be- - fehlen, da hörte er, wie zwei Züchtlinge sich unter e gräßlichem Lachen ihre Verbrechen erzählten. Einer t sprach unter anderm von den Einzelnheiten der Mord-e that, die er vor zwanzig Jahren in der Nue longue - zu Lyon hatte begehen helfen. Da stürzte sich der Un-' terossizier auf ihn, und hätte den Züchtling wahrfchein-' lich mit seinem Seitengewehr durchbohrt, wäre er , nicht zurückgehalten worden. Der Unteroffizier war der damals entkommene kleine Knabe, der den Tod seiner Altern an ihrem Mörder rächen wollte. Glück-^ licherweise für diesen, den andere Verbrechen in den ! Bagno von Toulon geführt hatten, schützte ihn dic nach französischem Recht bereits eingetretene Verjäh-, rung der Mordthat vor ihrer Bestrafung, und- er wandte sich hohnlachend von dem Unteroffizier ab. Die Beobachtungen mit dem Hydrogcn - Dry-gengas-Mikroscope haben den Beweis geliefert, daß allenthalben auf der Erde das organische Leben ver-breitet sey. In einem einzigen Wasscrtropfen hat sich dem menschlichen Auge eine ganze Schöpfung geoffenbart. Ein Naturforscher in London will nun seine Dbscrvationcn auch auf den Lustkreis ausdehnen, wo-rin er bereits äußerst wichtige Entdeckungen grmacht haben soll. Sein Hauptbcsireben ist nämlich dahin gerichtet: bei epidemischen Krankheiten die Dunsthülle der Patienten, durch das ncucntdeckte Vergrößerungs» mitte! in. Augenschein zn nehmen. Nach der Meinung vieler berühmter Physiker soll der Ansteckungsstoss bei epidemischen Krankheiten in einer-Unzahl ^on kleinen Rhicren bestehen, welche in dem Luftmesle schwind mend, sich im menschlichen Körper wie in einem Vi^ nenkorbe versammeln, aber ihrer Winzigkeit wegen mit dem freyen Auge durchaus nicht beobachtet werden können. Die Experimente mit dem Hydro-Oxygen' gas dürsten vielleicht den Schleier lüften, welcher über diese räthsclhaftcn Krankheiten gedeckt war, und wenn der Mittheilungsstoff wirklich in unsichtbaren gifthältt-gen Lnftthieren besteht, so werden dieselben durch cine drcinn'llil)nennu,Iige Vergrößerung wohl gewiß zur At>-schauung gelangen. Eine der merkwürdigsten Wanzen von Jamaika lst die ^l^p« inirkdiliä, gewöhnlich die Vier-Uhr^ Blume, oder auch dic westindische Vier-Uhr^ (West-indiln, I^uni- o' cloclc) genannt. Sie hat diesen Namen davon erhalten, daß ihre Kelchblätter während der hcißcstcn Stunden des Tages immer geschlossen sind und immer nur des Nachmittags, wenn dic Luft kühl geworden, sich öffnen. »eväcteur: Lr. Vav. Kcinrich. Verleger: Mnal Nl. Edler v. Rltlnmapr.