^99. Donnerstag, 1. Mai 1890. w9.Iahra.ana.. ^ °^ Zeitung. °°"Mch N ,,^^"?: M!t P ° s< l> er, enbunn : annzjähr!«, si, '5, halbjährig fl, 7 50. Im Lomplo! r : "°'"e Inl.-rn,'» ^ahl'a sl, l.-5<,. Mr d>!> Znstslluüss <»« Ha»« ganziähri« fl, l, - InsrrtionSaebiir: ssür -^^ ""nrn,r l„« ,„ 4 ^,s„ ,^s, ^ nröszrrr pn M,r «fr,; bri efleic» Wisdsrholuugr!! pri Zrils !< l>. Die «Lalbachlr gettung» erscheint täglich mit «usnohme der K«nn< und Feiertage, Die Nbmtniftratl«, liefiiide! Nch llonnressplah », die Medaction Vllhnhofgasse 2t. Sprechstunde!! der Nrdaclio,, !ä«Nch vo» ,», hi« 1!i Uw vunnüwgs, — Unfrankierte Vliese werden nlchl angenomnie» und Manulcriptt „ich! ^»rurlssssii ll! ^ Mit 1. Mai eaann ein neues Abonnement aus die 5. Lnttmcher Zeitung. "" velü /f.. " uiner ° tionS. Vedingungen bleiben Z°>'M ri^"""^"«'"" filr Laibach: WbjährZ ' ' '3 ll' 71 ll. ganzjährig - - N st- - lr. '"onatlich a ' ^"?5„ vierteljährig . 2 „ 75 „ c> ' 1 „ 'atz yst, --Wien, 29. April. ? UnterrV^"etenha>is sehte heute die Berathung '?/ McraN ' Budgets fort. Abg. Adamek wilnscht'e ^liK d^'^ere Förderung der Kunst in Böhmen l° "b filr ?!""^erwaltl,ng und einen gesetzlichen ss'er ei!^ .S'^^lche Kunstdenkmäler. Er verlangte ? ^"'ie .,°^"e Sllbventionierung der Präger Maler- .^ Erlief., ^merkte, dass der Minister eine beson-^^ben sHpl.' ^ bie deutsch - böhmischen Musikanten N«^ ^inar' ^ l'.' bie Mllsikantenschille in Peschau. Mmen. «,?" >ür d,e herumziehenden Musikanten in ^"'lw,,!^ ^" "lativ h^en Betrage von 12.000 fl. ^c'bertr ^s^ ^"'' Minister Freiherr von Gautsch 3 bon' ein,m n e ^"dget. Snmmen deutlich zeigen, l/' ^>n «l ^.. Uebelwollen der Uuterrichtsverwaltmig ^" s°tvM c'" ber Kunst keine Rede sein könne; cs I^rq K.!m ^^ Varbarakirche in Prag sowie filr WM. Djp U'wn namhafte Beträge im. Budget ein-3^lle a.«. ^'<"""g beschäftige sich auch damit, eine Ii ^" soll 3^'lk"' "klche Baudenkmäler gesetzlich ,.^' der V..,^ Minister werde, soweit es an ihm ^vetchen. ^ '" Vöhmen die größte Aufmerksamkeit Das Halls zog sodann eine Resolution in Ver-Handlung, wornach die Regierung aufgefordert wird, erstens die Errichtung einer fünften Diöcese in Böhmen in Erwägung zu ziehen; zweitens die Anregung zur Regelung der Stolagebüren zu geben und drittens ein Gesetz betreffs der Regelung der Palronatsverhältnisse vorzulegen. Abg. Dr. Kronawetter bemerkte, dass noch nichts geschehen sei. um die in Aussicht genommene gleichmäßige Vertheilung der Einnahmen der Neneficia-ten ins Werk zu sehen. Die Einnahmen derselben seien noch immer sehr ungleichmäßig vertheilt. Auch das Patronats- und Stölenwesen bedürfe dringend der Regelung. Er stellte schließlich den Antrag: Die Regierung wird aufgefordert, die in den Resolutionen vor« geschlagenen Gesetzentwürfe ehestens einzubringen. Abgeordneter Iahn verlangte eine Aufbesserung der Bezüge der minderdotierten Domcapitulare. Abg. Heilsberg empfahl der Regierung die Restaurierung der Kirche bei Neuberg, die noch aus den Zeiten Otto's des Fröhlichen stamme. Abg. Fürst Czartoryski rügte die Gewohnheit, bei der Berathung des Budgets zahlreiche Resolutionen einzubringen, die als parlamentarisches Opiat wirken sollen. Redner besprach sodann die zum Titel 11 vom Vudgetausschusse beantragte Resolution, nach welcher die Regierung aufa/fordert werden soll, in Ausführung des Gesetzes vom 7. Mai 1874 die Entwürfe von Gesetzen, betreffend die Regelung der Patronatsverhältnisse, die Constituierung und Vertretung der Pfarrgemeinden, sowie eines die nähere Ausführung über die Verwal» tung des kirchlichen Vermöqens bestimmenden Gesetzes dem Reichsrathe vorzulegen, und bemerkte, dass er und seine Partei gegen diese Resolution stimmen werden. Seine Partei habe im Jahre 1874 das damals be« schlosscne Gesetz lebhaft bekämpft, als einen unberechtigten Eingriff in die kirchliche Autonomie, als einen unberechtigten Eingriff in die persönliche und corpora, tive Freiheit und als einen Eingriff in die Competenz der Landtage. Der Staat musste bei einer eventuellen Reform die schuldige Achtung vor den wohlbegründeten Rechten, in die damals rin' Eingriff begangen wurde, bethätigen, er musste dabei die Wünsche und Anschauungen sowohl des Clerus als auch der emgcpfarrten Laie»,, sowie die Verhältnisse der verschiedenen Länder berücksichtigen, dies könne jedoch inciäsriMMei- bel der Budgetdebatte nicht beschlossen werden. Abg. Mandyczewski beantragte eine Resolntwn. wornach die Dotation des Bischofs von Stanislau auf miudestens 12.000 sl. erhöht werden soll. Weitere Re-soluliouen desselben Abgeordneten beziehen sich auf dle Erhöhung der Bezüge der DonMistlichkeit in Galizien. Referent Gniewosz meinte gegenüber dem Abgeordneten Czartoryski, dass gerade die gegenwärtigen parlamentarischen Verhältnisse geeignet seieu. eine Regelung der Parteiverhältnisse herbeizuführen. Man könne der Re-gierung die Regelung von Kirchenana/legenheiten mit Beruhigung überlassen, da nicht anzunehmen sei, dass sie der Kirche Schaden zufügen werde. Abg. Kronawetter bemerkte, es gehe nicht an, das Gesetz vom Jahre 1874 indirect aus der Welt zu schaffen. Wenn die Herren einen reactionären Antrag stellen wollen, so mögen sie damit unverblümt hervortreten. Nach einer Erwiderung des Fürsten CzartorrMi gab Abge« ordneter Dr. Eduard Sueß der Meinuug Ausdruck, dass die Majorität mit der Ablehnung der Resolution die Beseitigung der Gesetze aus dem Jahre 1874 bezwecke. Nach dem Schlussworte des Referenten wird hierauf die Resolution Kronawetters, welche die Regierung auffordert, die Gesetzentwürfe wegen d^r Regelung des Patronatsverhältnisses u. s. w. ehestens einzubringen, mit 99 gegen 77 Stimmen abgelehnt. Abg. Dr. Bareuther stellte an die Regierung das Ersuchen, die Bezüge der protestantischen Religionslehrer zu systemisieren und das von diesen Lehrern der Regierung überreichte Memorandum in Berücksichtigung zu ziehen. Abg. von Styrcea betoute die Nothwendig-keit der Regelung der Angelegenheiten der griechisch-orientalischen Kirche und wünschte eine Organisation dieser Kirche, beruhend auf den Principien der Syno-dalität, der freien Wahl und der Betheiligung der Laienstände. Unterrichtsminister Freiherr von Gautsch gab seiner Geneigtheit Ausdruck, der Petition der protestantischen und israelitischen Religionslehrer eingehende Aufmerksamkeit zu widmen, und auch hinsichtlich der griechisch-orientalischen Kirche werde die Regierung Gesehentwürfe vorbringen. Das Haus gieug sodann in die Berathung des Titels «Hochschule» über. Nl,q. Doctor Derschatta befürwortete eine Erhöhung der Bezüge an den technischen Hochschulen. Unterrichtsminister Freiherr von Gautsch erwiderte auf die gestrigen Ausführungen des Abq. Iahn bezüglich der czrchischen Schulwünsche und erklärte, dass die Regierung denselben »ach Mög« lichkeit Rechnung tragen werde, Abg. Dr. Zättk urgierte die Errichtung einer Universität in Ärünu mit czcchischer Vortragssprache. wodurch die früher bestandene Umner» sität in Olmütz reactioiert werden soll. Vou dieser Universität seien noch die Lehrmittel und eine große Bibliothek vorhanden, wodurch die Herstelluugskosten der neuen Universität bedeutend herabgemindert werden möchten. Der Redner wies sodann an der Hand von statistischen Daten nach, dass anch der Besuch der zu errichtenden Hochschule ein sehr bedeutender smi würde, indem das Feuilleton. ^ch dc„, <> Menuet. h 'Grus "älMM des Gul) de ManpassaNt. t?" NriH ^'glück greift mich nicht an,, sagte , " galt .^'' ""er Junggeselle, der als ein Step. 8"' "Nd ki«^ babe den Krieg ganz in der Nähe ge-!? «ei, m "^ Aufregung über Leichen geschritten. 2'en «uz -^utalitäten der Natur oder der Menschen H.l 2 klltrpi^" Sch"l des Entsetzens oder dcs Un-V"""nen.i,, ' aber sie verursachen uns nicht jenes d ^ A«H ." drs Herzens, jenen Schauer, der uui " WUcken Hw'ssn schmerzlicher kleiner Dinge über !wz^viss Ä!.'U Schmerz, den man empfinden kann. y,7 der N°" . ist eines Kindes für die Mutter bim genest "' ?" Mutter für einen Mann; aber lvist den 3L.Ä b"se" Katastrophen, wie von großen ^'^»eh^e^'! während gewisse Begegnungen ge-^Hckial« Zelümmernisse. gewisse Treulosigkeiten d?^lt' ^' dle ,n uus eine ganze schmerzliche Ge-b 7 Pforte "1"^"' die vor uns brüsk die gehcimms-lü»' ^chliek..« Fischer, verwickelter, unheilbarer Lei-«"' "ns^n ^ "? l" "es" sind. als ste mild er« loz^lz^,^'" der Seele gleichsam eine Empfindung ^erdeVl^ung zurücklassen, die wir lauge Zeit nicht '""de nur von einem dieser Eindrücke mit Euch sprecht'». Er ist sehr alt. aber lebhaft wie von gestern. ... Ich bin fünfzig Jahre alt. Ich war damals jung und studierte die Rechte. Etwas trübsinnig, ein wenig träumerisch, war ich kein Freund vou lärmenden Vergnügungen. Ich stand früh auf. und es war meine größte Lust. gegen acht Uhr morgens m der Baumschule des Parkes von Luxembourg spazieren zu gehen. Ich kam fast jedrn Morgen hicher, fetzte mich auf eine Bank und las. Zuweilen ließ 'ch das Buch auf meine Knie sinken, um zu träumen. Aber ich gewahrte bald. dass ich nicht der cm-zia/ Besucher dieses Ortes sei. und begegnete oft emem seltsamen kleinen Alten. Er trug Schuhe mit silbernen Schnallen, Beinkleider mit einem Latz. einen tabalfar-bigen Ueberrock, Spitzen in Form einer Cravatte und einen sonderbaren grauen Hut mit breiten Bändern. Er war mager, sehr mager, eckig, mit einem faltigen und lächrludeu Augesicht, uud trug beständig emen prachtvolle,, Rohrftock mit goldenem Knopf, der für ,hn irgend eine liebe Erinnerung sein musste. Dieser Mann setzte mich anfangs in Erstaunen und begann nnch dauu außerordentlich zu interessieren. Ich passte ihm durch die Laubwände auf. folgte ihm aus der Ferne und versteckte mich hinter den Bosquets, um nicht ge-sehen zu werden. Und sieh da. eiu^s Morgens, da er sich allein glaubte, begann er ganz eigenthümliche Bewegungen — zuerst einige kleine Sprünge, dann eine Reverenz, dann schlug er mit seinem mageren Fuße ein Entre- chat, dann begann er sich galant zu drehen, in drolliger Weise zu hüpfen, wie vor einem Publicum zu lächeln. Verbeugungen zu machen und so weiter. Ich war wie versteinert vor Erstauurn und fragte mich selbst, wer von uns beiden verrückt sei — er oder ich. Von diesem Tage an verlor ich ihn nicht mehr aus dem Gesicht, und jeden Morgrn begann er von neuem seiue bizarren Leibesübungen. Da packte mich die Lust. mit ihm zu sprechen, und nachdem ich ihn gegrüßt hatte, sagte ich zu ihm: «Es ist heute ein schöner Tat,, Monsieur.» Er verneigte sich und erwiderte: «Ja wirklich, eine schöne Zeit wie einst» Acht Tage später waren wir Freunde, und ich kannte seine Geschichte. Er war zur Z.it König Lüd» wig XV. Tanzmeister in der Pariser Oper geweseu. Sein schöner Rohrstock war ein Geschenk des Grafen von Clermont. Und als ich mit ihm vom Tanze sprach, ward er nicht müde, davon zu plaudern. Eines Tages vertraute er mir an: «Ich habe die Castris geheiratet. Monsieur. Wenn Sie wollen, werde ich Sie vorstellen, aber sie kommt nur von Zeit zu Z^it Hieher. Dieser Garten ist unser Vergnügen uud unser Leben. Es ist alles, was uns von ehedem blieb, und es will mich bedünken. dass wir ohne ihn nicht leben könnten. Ich glaube da eine Luft eiuzuathmen. die sich seit meiner Jugend nicht verändert hat. Meine Frau und ich bringen alle Nachmittage hier zu. Aber ich komme schon am Morgen Hieher, weil ich srüh ausstehe.» * Laibacker geituna Nr. 99. 804 1. Mai M0. Land Mähren allein schon ein großes Contingent stellen würde. In Anbetracht der hohen Steuerkraft des Landes Mähren müsse man das Begehren diejes Landes nach einer Universität als vollständig gerechtfertigt finden, und es sei zuerwarten, dass auch die Re« gielung sich mit dieser Frage eingehend beschäftigen werde. Abgeordneter Dr. Magg beschäftigte sich zunächst mit den Ausführungen des Abgeordneten Zacek. Gegen das Verlangen nach einer Universität in Mähren lasse sich nichts einwenden, dass aber an dieser Universität die czechische Vortragssprache eingeführt werden soll, sei ein vollständig unberechtigtes Verlangen. Auch gegen die Errichtung einer medicinischen Facultät allein müsse er sich auisprechen. Redner sprach sich schließlich für eine Erhöhung der Bezüge der außerordentlichen Professoren auL. Abgeordneter E. Czerkawski plaidierte für die Errichtung einer medicinischen Facultät an der Universität zu Lemberg. Nach dem Schlussworte des Referenten Dr. Fanderlil wurde der Titel «Hochschule» angenommen. Zu Titel «Mittelschule» sprach noch Abgeordneter Malfatti und trat für die Ausschussresolution wegen Wiederherstellung der aufgelassenen Oberclassen des Gymnasiums in Roveredo ein. Seien in Südtirol zu viel Schulen, so möge man die deutschen Anstalten auflassen. Minister Gautsch erwiderte, er werde diese An« stalten nicht aufheben. Bezüglich der Mittelschulsupplen« ten theilte der Minister mit, er werde auch im nächsten Jahre Lehrstellen extra statum einstellen. Die Uebernahme von Communalmittelschulen in die Staatsverwaltung werde successive erfolgen, besonders die Verhandlungen mit der Commune Wien lassen ein ge« deihliches Resultat erwarten. Bezüglich der Einführung des obligatorischen Turnunterrichtes an Gymnasien sammle die Regierung noch Material. Bezüglich des classischen Sprachunterrichtes hob der Minister hervor, dass er sich schon vor vier Jahren als aufrichtiger Freund desselben erklärte. Der Redner trat hierauf für die Beibehaltung des Studiums der griechischen Sprache ein und betonte deren Wichtigkeit für die classische Bildung. (Beifall.) Abg. Adämek brachte czechische Schulwünsche vor. Hierauf wurde die Debatte abgebrochen. Die nächste Sitzung findet morgen statt. Rede des Abg. 8ullje (gehalten in der Vudget'Debatte des Abgeordnetenhauses am 1U. April 1890.) I. Zunächst meinen verbindlichsten Dank den geehrten, mit mir eingetragenen Prorednern, welche mir die Aus» zeichnung erwiesen haben, als Generalredner der Rechten in einer so bedeutungsvollen Debatte zu sprechen. Ich werde versuchen, dieser ehrenvollen Aufgabe nach meinen schwachen Kräften zu geniigen. Nun, die Herren wissen es ja alle, dass der zweite Generalredner immer eine Art gebundene Marschroute in der Tasche hat. Die Richtung ist ihm durch die Vorredner vorgezeichnet. Ich werde dieser Richtung folgen und mich demnach außerordentlich kurz fassen in budgetärer Hinsicht, dagegen etwas aus« führlicher sein in Beziehung auf den politischen Theil meiner Ausführungen. Was das Budget und seine Ziffern betrifft, so schließt die Bilanz des AusschusSberichles mit einem Ueberschusse von rund 2.330.000 fl. Einer der Herren Gegenredner, der Herr Abgeordnete für Iägerndorf, hat indessen statt dieses Ueberschusses einen Abgang von rund 3'/4 Millionen Gulden construiert. Nun, seine Aufstellung ist bereits von dem Herrn Finanzminister gründlich widerlegt worden, ich werde mich daher nicht weiter damit befassen. Nur das Eine möchte ich bemerken, dass die verehrte Gegen« feite ja selbst den praktischen Beweis geliefert hat, dass sie nicht der Ansicht des Abg. Menger ist, dass sie vielmehr die Finanzlage des Staates für wesentlich gekräftigt hält, dass sie sogar größeres Vertrauen zu derselben hegt, alS dies von Seite der Majorität der Fall ist. Ich erinnere nur daran: Vor wenigen Wochen, als es sich um die Novelle zur Gl'bäudestcner handelte, wurde von jenen Bänken aus der Antrag gestellt und — der Zu« fall spielt manchmal eine Rolle — mit den Stimmen der Linken zum Beschlusse erhoben, dessen Consequenz für den Fiscus eine Herabminderung der Einnahmen bei der Post «Gebäudesteuer», rund den Aetrag von etwa zwei Millionen Gulden ausmachen würde. Nun, meine Herren, ich glaube, die oberste Aufgabe jeder Volksvertretung, jedes Parlamentes ist die Herstellung eines dauernden Gleichgewichtes in Bezug auf die staatlichen Einnahmen und Ausgaben. Wenn daher eine ernste parlamentarische Partei — und die geehrte Linke ist zweifelsohne eine solche — mit Anträgen kommt und sie auch durchbringt, welche auf eine so wesentliche Reduction der Einnahmen hinauslaufen, so betrachte ich dies als einen zwar in« directen, nichtsdestoweniger aber vollwertigen Beweis dafür, dass die Linke in der That bereits unsere Finanzen für außerordentlich gebessert halten muss, um ihnen einen derartigen empfindlichen Abstrich zuzumuthen. Ich werde demnach, was das eigentliche Budget betrifft, mich auf nur wenige Bemerkungen beschränken, die sich auf die Präliminierung der Brantweinsteuer be« ziehen. Die Brantweinsteuer ist im Staatsvoranschlage mit 32,375.000 fl. fträliminiert, und diese Ziffer ist beanständet worden. Der Herr Abgeordnete Dr. Menger meinte, dass diese Präliminarziffer um rund 1'/^ Mil« lionen zu hoch sei. Er beruft sich hiebei auf den Erfolg des Vorjahres; ich glaube aber mit Unrecht. Nicht deswegen haben wir im Vorjahre einen Ausfall gehabt, weil der Confum bis zu diefem Tiefstände gesunken ist, sondern deshalb, weil wir in die neue Steuercampagne des Jahres 1888 soviel Vorräthe übernommen haben, die sich der Nachversteuerung zu entziehen wussten, so dass dies natürlich auch die ftscalischen Erfolge beeinflussen musste. DaS sagte in einer sehr instructiven Studie in dem Schanz'schen «Finanzarchive» der verehrte Herr Abgeordnete von Iägerndorf selbst. Er sagte wörtlich: «Im nächsten Jahre, (das ist eben 1890) «dürfte sich aller« dings der Erfolg der Nrantweinsteuer, da die Vorräthe, die am 1. September 1888 vorhanden waren, consumiert sein werden, nicht unbedeutend steigern». Diese Raison ist auch entschieden vorhanden, eS wurde ihr mit vollem Rechte Rechnung getragen, und ich glaube, dass man mit Rücksicht auf die von Seiner Excellenz dem Herrn Finanzminister gestern über die Erfolge der ersten sechs Monate hier angeführten Ziffern dem Präliminare mit einer gewissen Beruhigung zustimmen kann. Eine andere Einwendung wurde jedoch von meinem unmittelbaren Herrn Vorredner, dem geehrten Abgeord« neten für die Egerer Handelskammer, erhoben. Er theilt ja die pessimistische Ansicht des Herrn Abgeordneten Menger nicht; er hat selbst gesagt, er glaube, dass der Erfolg hinter dem Voranschlage nicht wesentlich Kim Nrantwein zurückbleiben werde; seine Bedenken schöpfte er aber aus den Konsequenzen des Vrantweinsteuergesetzes und seiner Grundlage. Er ist — und das ist ja lein Geheimnis, das haben wir ja bereits bei Gelegenheit der Verhandlungen über die Spiritussteuer gesehen — im Principe gegen die Staffelung und gegen das Contingent. Ich muss allerdings bemerken, dass ich auch in So wie ich mein Dejeuner beendet hatte, kehrte ich nach dem Parke von Luxembourg zurück, und bald sah ich meinen Freund, welcher in ceremoniöser Weise seinen Arm einer ganz alten kleinen, schwarzgekleideten Frau gab. der ich vorgestellt wurde. Es war die Castris. die große, von Prinzen und dem ganzen galanten Jahrhundert geliebte Tänzerin, welche in der Welt einen Liebesparfum zurückgelafsen zu haben scheint. Wir sehten uns auf eine Steinbank. Es war im Monate Mai. Ein Blumenduft zog durch die reinlich gehaltenen Alleen, die Sonne glitzerte zwischen dem Laub und warf ihre Lichtstrahlen auf uns. Der Gar» ten stand leer. und von fern hörte man das Rollen der Fiaker. «Erklären Sie mir doch,» sagte ich zu dem alten Tänzer, «was das Menuet' war?» Er zitterte vor Freude. «Das Menuet. Monsieur, ist die Königin der Tänze und der Tanz der Königinnen, verstehen Sie mich wohl. Seitdem es in Frankreich keine Königin mehr gibt, gibt es auch kein Menuet mehr.» Und er begann im pompösen Stil eine lange dithyrambische Lobrede, von der ich nichts verstand. Ich wollte mir die «Pas», alle Bewegungen und Stellungen erklären lassen. Er gerieth in Verlegenheit, ärgerte sich über seine Ohnmacht und wandte sich dann plötzlich zu seiner alten, ganz schweigsam und ernst dastehenden Lebensgefährtin. «Elise, willst du so lie« benzwürdig sein, Monsieur zu zeigen, wie eS einmal war?» Sie wandte ihre Augen unruhig nach allen Seiten. stand dann. ohne ein Wort zu sagen, auf und stellte sich ihm gegenüber. Und nun sah ich elwas, was mir unvergesslich geblieben ist. Sie bewegten sich mit kindischer Ziererei, lächelten sich zu, wiegten sich. verneigten sich, hüpften wie zwei zierliche mechanische Puppen. Und ich betrachtete sie, das Herz von außerordentlichen Empfindungen aufgeregt, die Seele von einer unsäglichen Wehmuth bewegt. Es wandelte mich die Lust an zu lachen, und zugleich fühlte ich das Bedürfnis, zu weinen. Auf einmal hielten sir inne — sie hatten die Tanzfigurrn vollendA, Während einiger Secunden blieben sie so vor einander stehen, dann fielen sie sich schluchzend um den Hals. Ich reiste drei Tage später nach der Provinz ab und habe sie nicht wiedergesehen. Als ich nach zwei Jahren nach Paris zurückkam, war die Baumsch»le zerstört worden. Was ist ans diesem lieben Garten von ehemals mit seinen labyrinthischen Wegen, seinem Duft der Vergangenheit, aus jeuen Zweien, der liebenswürdig wehmüthigen Verkörperung des Menuets, geworden ?! Sind sie gestorben? Irren sie wie Verbannte ohne Hoffnung in den modernen Straßen herum? Tanzen sie. lächerliche Gespenster, ein phantastisches Menuet zwischen Cypressen eines Kirchhofes lcmgs den mit Gräbern eingesäumten Pfaden beim fahlen Licht des Mondes? .!. li. dieser Beziehung nicht seiner Ansicht bin, 'H. A"" nicht, dass hierin jene Mängel, die dem BranlweinM , gchtze thatsächlich ankleben, zu suchen sind, s^"« ^ neige mich vielmehr jener Ansicht zu. wornach der W nur darin besieht, dass das ungarische Contingent weu"" zu hoch gegriffen worden ist. (Sehr richtig! rechts) Nun argumentiert der verehrte Abgeordnete ^ folgendermaßen: Das Contingent ist zu groß, es "ly eine ungesunde Stimulation für die Industrie; !? Vrenner ist bemüht, bis an die Grenz? deS Contingem zu gehen. Der Confum ist außerstande, dieser some" Production nachzufolgen. Was wirb die Folge !", Dass sich bedeutende Vorräthe ansammeln, welche mü folgende Campagne drücken und ihren Steuererlrag ncl mindern. Der Herr Redner ist der Ansicht, dass ^ diesen Vorrälhen ganz dasselbe der Fall sein >v>A >° mit den aus dem Jahre 1888 in die neue Stt« campagne übergegangenen Beständen. Aber ich 81 „' er übersieht, und das halte ich für ausschlaggebend, '"' ein wichtiger Unterschied vorwaltet. ^ Im Jahre 1688 war bei jenen Vorräthen. . wir damals übernommen haben, ein geringerer ^" ,.^ vorhanden, nämlich der 24'Guldenfuh, bezieh»"«^ eS sind die Vorrälhe selbst von der Nachsteuer lM' troffen worden. Hier aber haben wir ja den M Jahres übergeht, so wird ja das mehr oder tven^ auch im nächsten Jahre der Fall sein, dass """ ^ artige Vorrälhe in die folgende Periode abgeben Gewisse Lagerbcstände müssen aber stets vorhanden ,^ das Bedenklich»: läge nur darin, wenn diese """"'"" ,^ mäßig zunehmen würden. Da aber muss ich ^' jg! dass ich nach den vorliegenden Ausweisen nicht 8 ^ bin. der Befürchtung des sehr verehrten Meor,^,. vollkommen beizupflichten. Ich habe hier die leV^ ^. cation der Ausweise, welche im Märzhefte der <""> veröffentlicht sind. ., ^he Und was finden wir hier? Wir lesen b"H" ^, Zahlen für die Erzeugung vom September ^ ^M Jänner 1890 inclusive. Erzeugt wurden 372.5 ^^i liter unter der Consumabgabe, aus Ungarn lMp „,,b wurden 14.346 Heltoliter, das macht an Erzeug«"^,, Import 386.005 Hektoliter. Auf der anbett« ^ wurden verbraucht, und zwar gegen Entrichlu ^7? Confumabgabe weggebracht ein Quantum ^"l^ ^B Heltoliter, nach Ungarn wurde ausgeführt ein U ^, von 2743 Heltoliter, über die Zollinie wurden ^, tiert 58.136 Hektoliter, und zur abgabefreien ^ ^c dung gelangten 37.816 Heltoliter; somit h^ , ^" gegen eine fattische Erzeugung mehr dem 3^" ^ri^ 386.901 Heltoliter einen Verbrauch in dies" H^lh von 477,374 Hektoliter. Daher übersteigt der " ^ in dieser Periode die Erzeugung und den "^jgste^ volle 90.460 Heltoliter, und das gibt mir " ^„de leinen Anhallspunkt zu glauben, dass die A^ hre" in dem heurigen Jahre sich fo außerordentlich ^tc, dürften, dass man daraus jene Gefahr deducieren ^, die von dem geehrten Herrn Abgeordnelen dedu den ist. ^ch"" Ich habe im übrigen keine Veranlassung, .^ F, dem Budget des weiteren zu befassen, und con>'^ tB dass der verehrte Herr Generalredner selbst ^ld>^! Ausschuss belrchnelen Ueberschuss zugestände", g „ich aber seine durchaus labile Natur, die ich du^ ^, de bestreiten will, constatiert hat. Was er "? ^s ei"" Ne.ltencmission gemeint hat, beruht, glaube «cy, ^igen lleinen Vergesslichkeit seinerseits. Bereits "^ M" Jahre hat der verehrte Herr Generalredner ^hc dasselbe Argument vorgebracht, und es ist "' ^M von Seite des Herrn Finanzministers eine " ^ '^ rung in Bezug aus dich Ziffern rrfolgt- Heu^ n>< nur ein lleines Versehen mit untergelaufen. ^^ M> nach dem stmografthischen Prolokolle 8^'' ficitl v Renlenemission zur Deckung des Gebarung '^e, d" Jahres 1889 verwendet werden konnte. I^ ^ „,,d d" es sich hier um einen Iils>«li5! Ün^o ^"I'„„ ol»f ,^, diese Aeußerung nur Anwendung finden ^^s ^ Deficit des Jahres 1888. Weiteres h"^ '^r ^ zuzufügen, ich kann nur betonen, dass nach " ^' die Ziffern des Staatsvoranschlages von ^ „M vorsichtig aufgestellt, von dem BudgetauM"" geprüft und correct erledigt worden si"b- Ae'^ ^» Ich wende mich nun zu dem po«"^ sprew ner Ausführungen und bin genöhigt, zunacy! ^ j<, !^ über den sogenannten böhmischen AusMy, ,, SM, sagen die piiico do lo^igt^ncn unserer ye c^llieu. debatte bildet. Ich lann betonen und v" ^en mächtigt, auch im Namen meiner slove""^ ^c ^ die im hohen Hause sitzen, zu erklären, «^« böhmischen Ausgleiche sympathisch ^''"^llss^ich eine Verständigung zwischen den be»^« ^ ^ ,, welche das schöne Königreich Böhmen bew"^,, d^^), wünschen. (Bravo! Bravo! rechts.) ^" '' " „<",F im Interesse des österreichischen Staates ^. ^li" ^ wir thuen es aber auch im wohlvcrstano ^att«, e" Interesse. Im Interesse des österrcictMe ^ S ich, und zwar stimme ich diesbezüglich ' ^in-Reihe von geehrten Herren Vorrednern " ^aibache^ZeitunMr. 99. 805 1. Mai 1890. llus. Ml . ^ ^ allerdings unwillkürlich die Frage lvick^s - ^" ^aat bestehen, wie soll er sich ent- « m, wie soll sein Gefüge Widerstand leisten den Ve-end?" "^ Stürmen der Zukunft, wenn wir nicht fraa? """^ ^'" kommen, über die Nationalitäten. ' V ""^ 'ns reine zu sehen, den Nationalilätenstreit « Mlchten? Die geehrten Herren Abgeordneten Doctor social 3 "^ Dr. Steinwender, welche gestern auf die die ss « ^ hingewiesen, haben recht. Wir müssen alle sen ^"düngen haben, unser Jahrhundert ist im Krei. ein_r l°mmt mir vor, als durchzuckten die Vorwehen K^"°""l gesellschaftlichen Ordnung bereits den socialen man d ,^ ^°"°^ ^"^ "'"""t Dimensionen an, die Staat ^ ^^ "°ch ^ar nicht geahnt hat, und der locw >n ? "" ^'^ ernste ^"Wbc gestellt werden, dieser "uenFrage gerecht zu werden. jene V« ""^ ^'" "^»lich sein. frage ich, wenn eben Prole? ' "^k die politische Macht im Staate re-und w « / "'"^ °" bas denken, was sie auseinandcrhält einiat? ," "^zonalen Interesse eine Schlichtung Mtes w, c!^^" Gegensätze, eine Beilegung des Con-!°aen f« ^' ^cm wird mir das Zeugnis nicht ver-lLolles '^"' ^^ '^ ehrlich für die Sache meine« aus w ^' Ich ""'che bem nationalen Kampfe nicht Aan<1 " ^" geboten erscheint; ich will ihn aber nicht be« bal/^ ""^ k""" "'ch der Einsicht nicht verschlie-Hader l,""^"^ von Vollskraft durch den nationalen ruhiaem?"l> " '""b. die auf anderen Gebieten, bei ehrlich"'«I'"'^" Schaffen unter der Voraussetzung eines (Bravn, 3,"^6lt!lches ganz anders verwendet werden könnte. "l -üravo! rechts.) "zielen"," ^ Klingt, einen derartigen Ausgleich zu liches u«s '"^ v'el kräftiger würde unser wirtschast-lluf alle» ^ ?"^ges Leben pulsieren! Der'Vortheil wäre k'ne ebrl^,«5"' °ber die Vorausfehung, wie gesagt, ist ^^^ Abmachung, Politische Ueverftcht. lonfttem^ 9/ meinsameBudget.) Die Minister-welche ,,., "^^ bas gemeinsame'Budget fiir 1891, Wurde» '" ^^' ^^sitze Sr. Majestät stattfanden, "fordern!« ^ ^' v. M. abgeschlossen. Das Heeres-lionen f?. ?^"gt 1^ Millionen gegen 111 7 Mil-zur Er^/°s Jahr 1890. Das Mchrerfordernis wird ^Uma°s< <^ ""^ neuen Carallerie-Regiments. fiir "ttez F. ?s U"ll des Mannlicher-Gewehres auf ein klei-Eoiist isj - ""b für das ranchlose Pulver verwendet. U^esen '3. Heeresbudqet kein Mehrerfordernis aus« ^Uoav«st ,^ Delegationen treten am 4. Juni in 7^ zusammen. geordnet ^"'"unitäts-N usschu ss) des Ab« betreffend?°"'^ "^" ben Antrag des Abg. Fuchs, "bgeordn.l Interpretation des Imummtätsrechtes dcr gehend kl "^ ""d den Antrag des Abg. Wceber. dahin. Vchörde,, ^?"uinität solle auch auf Verfügungen der an den 3» "°°urch die Theilnahme der Abgeordneten °^gedetw^ """6"l bes Reichsrathes gehindert wird. lvird hie m"^"' ""' ^l" besonderer Gesetz'Entwurf helNtnen. ^rjährung während der Sessionsdauer tes./s"/ Hebung desFiumanerVerkeh. Vchavett , . ^^""ich'sche Oekouomist. läsit sich aus Verkehr«« "'^^n. dass im Interesse des Fuimaner ?che. dip ?"^ wichtige Action der Regierung bevor-belsminjsi"/ c!."" frucht der jüngsten Reise des Hau« flautet I > ?"°b ^" betrachten sei. Wie nämlich ln Jim,,» - ^ auf Anordnung des Haudrlsministcrs "ch werk ^'^kposiwr des Halldelsmuseums enichtet. gen sch , " dlrsbezüglich die nothwendigen Verfüguu-sich hie ?"üchst erfolgen. Auf diese Expositur wird Nützen ., '^arische Importgesellschaft i» Fiume» Dritte li "' Grüudnng ebenfalls die nöthigen werdrn z>; ^^ Neschehen sind. Dieser Importgesellschast geehrt weitestssehexden gesetzlichen Bestimmungen ^gni '„'^"." die Aktionsfähigkeit derselben zu kräf-"höhe,, bas Prestige der Gesellschaft entsprechend zn ^ub^bemjungczechischenNeichsraths-rllihz 2) ^ ^""" bes jimgczechischen Abgeordneten-,'^r'odni ^'6^' bezeichnet in einer Zuschrift an die °"'h aks^' )' bie vou dem «L?sty Lev» in Stra-lllls MlMe Nachricht, dass sich der genannte Club ^elch^r-^t für dcn «Iuugczechcn» Oraftn LaMsky. wichen K ^^Nschen nicht genügend mächtig ist. d^r "^gtilndit ch^' '" ^'""' Verhandlungen bedient, als der Finanzminister.) ^'sttiert/n """"zmiuister von Oestervcich und Ungarn 35°th "N gelegentlich der aemeinsamen Minister- Mtnzf/" ""ch bezüglich einer Modification dcs ^ll>t(l. ^""'^esetzcs. Die Verhaudlungen über d,e Ehalten ^^'"^ ^'"b kinrm späteren Zeitpunkte ?usheb^ Oberste Gerichtshof) hat uuter ^ttiH?. b" Entscheidung des Lemberger Oberlan- ^^ "' dem Processe der Karl'Ludwig.Bahn ^ gegen die Witwe eines verunglückten Eisenbahnarbellers das wichtige Erkenntnis gefällt, dass die Eisenbahn auch dann von ihrer Haftpflicht befreit ist. wenn nur die Wahrscheinlichkeit nachgewiesen wird, dass der verunglückte Bahnarbeiter durch die Nichtbeobachtung der Vorschriften den Tod felbst verschuldet hat. (Verbot der deutschen Schulbücher in Ungar n.) Der ungarische Utiterrichtsminister Graf Albiu Csaky hat an den Landrsschulrath einen Erlass gerichtet, welcher in weiten Kreiscu Aufsehen erregen dürfte. Der Unterrichtsminister hat nämlich den Ge« brauch jener wenigen deutfch geschriebenen Lehrbücher, welche bisher in den Mittelschulen benützt wurden, verboten, und zwar dürfen schon im nächsten Schuljahre keine anderen als ungarisch geschriebene Lehrbücher in deu Mittelschulen zur Verwendung gelangen. (Von der Balkan-Halbinsel.) Wie man der «Pol. Corr.» von unterrichteter Seite mittheilt, ist bisher an amtlicher Stelle keinerlei Nachricht ein« gelaufen, welche die Meldung eines Wiener Blattes, wmnach in der Landschaft Maleö bei Novibazar zwi-schen Montenegriner!! nnd Muhamedauern ein blutiger Zufammenstoß stattgefunden hätte, bestätigen würde. Aus diesem Umstände wird der Schluss gezogen, dass es sich. falls die Nachricht überhaupt auf einer that» sächlichen Grundlage beruht, bloß um einen unbedeu-tenden Vorfall handeln dürfte, wie sie in jenen Gegenden sich nicht selten zu ereignen pflegen. (Deutschland.) Von social-demokratischer und deutsch-freisinniger Seite ist für die bevorstehende Session des deutschen Reichstages auch wieder der Antrag auf Diätenzahluna. an die Reichstags-Abgeordneten an. gekündigt. Der Antrag war in früheren Jahren wiederholt gestellt worden und hatte auch die Zustimmung des Reichstages gefunden, war aber stets vom Bundes-rathe abgelehnt worden, zuletzt im Jahre 1885/1886. — Der «Germania, znfolge ist die Abhaltung der diesjährigen Generalversammlung deutscher Katholiken in Müncheu «wegen entstandener Schwierigkeiten» zweifelhaft geworden. Das genannte Blatt fügt hinzu, es wisse noch nicht, worin die Schwierigkeiten bestehen. (Manöver in Italien.) Wie man aus Rom schreibt, werden die diesjährigen großen Manöver der italienischen Armee in Oberitalien unter Oberleitung des Generals Ricotti stattfinden. Zwei Armee« corps mit je zwei Divisionen unter dem Commando der Generale Dezza und Voni werden sich gegenüberstehen und die Generale Caccialuftpi, Nada. Corsi nnd Taffini die vier Divisionen befehlige». Außerdem werden au den Manövern zwei Cavallerie-Divisionen theil-nehmeu. welche unter das Commando des General« Inspectors der Cavallerie, Generals Demarra. gestellt werden sollen. (In England) steht für den Augenblick Stanley im Vordergründe des Interesses. Abgesehen uon dcn politischen Festessen und Auszeichnungen, welche den Afrikaforscher erwarten, scheint das Ver. laugen der Blätter. Stanley möge in englischen Diensten Verwendung finden, sich erfüllen zu wollen, wenigstens tauchen in diesem Sinue immer w'eder neue Gerüchte auf. (In Griechenland) wurden General Val-tinos. Commandaut des Armeccorps von Thessalien, und acht Officiere wegen Theilnahme an der Bewegung in Larissa im letzten Februar in den nichtactiven Stand verseht. _________^____ Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaifer haben, wie die «Brünner Zeitung, meldet, der Gemeinde Schwill« bogeu zur Durchführung des Schulmnbaues und dem Ortsfchulrathe Pyselo 'zum Schulbau je 100 fl. zu spenden geruht. _____ — (Präsident Dr. Smolka.) Das Befinden des seit einigen Tagen erkrankten Präsidenten des Ab-geordnctenhauses, Dr. Smolka, hat sich zwar gebessert, doch fühlt sich derselbe infolge der Anstrengung, welcher er durch die langen Sitzungen während der Budget« Debatte ausgesetzt war, schwach, weshalb ihm von seinem Arzte, dem Abg. Dr. Sleidl, unbedingte Nuhe anempfohlen wurde. Dr. Smolka, welcher bisher im «Hotel de France» logierte, hat feit vorgestern seine Wohnung im Abgcord-netenhause ausgeschlagcn, wo der Pläsidial'Empfangssalon zu diesen, Zwecke für ihn hergerichtet wurde. Der greife Präsident verfolgt auch dc,. vom Bette aus, eifrig die Vorgänge im Sitzuugssaale, über welche ihm abwechselnd einer der beiden Vicepräsidenten berichtet. Audere Besuche hat der behandelnde Arzt untersagt. Selbstverständlich herrscht unter den Abgeordneten aller Parteien große Theilnahme für den allverehrlen Präsidenten. Dr. Smolla wird schwerlich schon in der nächsten Zeit sich wieder den Mühen des Vorsitzes unterziehet». — (Der Spar» uud Vorschussverein für Südbahn ' Bedienstete) hat am 19. April seine 27. ordentliche Generalversammlung in Wien abgehalten, wobei Herr Inspector Adolf Lausch wieder zum Obmann und die Herren Anton Müller, Adolf Terrer und Josef Nurger zur Ergänzung des Vereins« Vorstandes gewählt wurden. Der Geschäftsbericht weist folgende Ziffern aus: Mitgliederzahl 2044, Einlagen 258.709 fl. 91 kr., Geldverkehr 497.772 sl. 79 kr., Gebarungsiiberschuss 15.828 fl. 37 kr., Verzinsung der Einlagen 6 5 Procent. — (Aus Marburg) wird unterm 29. April gemeldet: Beeinflusst durch das streikende Personale der Zündhölzchenfabril in Maria-Rast haben nunmehr auch die Oberbau-Arbeiter der Ingenieurabtheilung der Süd» bahn für die Kärntner Linie die Arbeit eingestellt und die Abrechnung verlangt. — (Cine Eisenbahn-Katastrophe in Amerika.) Wie aus London berichtet wird, ent» gleiste unweit Staunton im Staate Virginia ein Schlaf« Waggon und stürzte über den steilen Bahndamm in die Tiefe. In dem Waggon befanden sich die Hauptmitglieder der Operntrupfte, welche in Newyorl gastiert hatte. Die Primadonna wurde sofort gelobtet, der erste Tenor brach beide Arme und erlitt auch sonst sehr schwere Verletzungen. Auch die übrigen Mitglieder sind erheblich verwundet. — (Blattern.) Trotz der weitgehendsten Vorsicht, die seitens der Behörde angewendet wurde, gewinnen im Bezirke Cilli die Blattern immer mehr und mehr an Verbreitung. Die sporadischen Fälle in St. Martin im Rosenthale und in der nächsten Nähe von Cilli hatten keine Bedeutung, während die Krankheit nunmehr in besorgniserregender Weise an Terrain gewinnt. Im Bezirke Oberburg sind zahlreiche Erkrankungen in der Nähe von Oberburg selbst, in Wotschna. St. Martin bei Wotschna, Kokarje tt. vorgekommen. Namentlich im letztgenannten Orte ist kaum ein Haus unverseucht. In Leutsch hielt der unheimliche Gast ebenfalls seinen Einzug, und wurde der Verkehr mit mehreren Häusern ganz gesperrt. In neuester Zeit sind auch in Franz Erkrankungen vorgekommen. — (Aufbewahrung der Eier.) In einer Versammlung des ornithologischen Vereines Olten-Gösgen theilte ein Vereinsmitglied ein angeblich untrügliches Mittel zur längeren Aufbewahrung von Eiern mit, welches Mittel er selbst angewendet habe. Zur Bekräftigung wurden während der Versammlung Eier verspeist, welche vom Vortragenden circa sechs Monate lang aufbewahrt worden waren und ganz wie frische mundeten. Das Mittel ist wohl nicht neu, findet aber selten Anwendung. Man fettet die Eier mit Vafelinfett ein, das in jeder Apotheke zu haben ist. stellt die Tier auf die Spitze in ein Körbchen oder Kistchen, und dieses bringt man an ^einem trockenen Orte unter. — (Seltsamer Fund.) In Ebersheim, so berichtet die «Darmstädter Zeitung», stieß diesertage ein Mehgermeister, welcher eine Kuh geschlachtet hatte, beim Zerschneiden der Zunge derselben aüf eine alte franzö» siche Goldmünze, die an einem abgebrochenen Haken hieng. Das Thier hatte die Münze anscheinend schon vor Jahren, wahrscheinlich beim Füttern, mitgeschluckt; doch blieb dieselbe mit dem Haken an der Zunge gerade oberhalb der Gurgel hängen. Als bas Thier älter wurde, verband sich das Goldstück derart mit dem Fleische, dass die Münze vollständig damit bedeckt wurde. — (Die Tischlermeister von Graz) haben bis vorgestern bei der Gewerbebehörbe gegen 200 streikende Gehilfen in die Liste jener Arbeiter eintragen lassen, welche infolge der gesetzwidrigen Arbeitseinstellung in den betreffenden Werkstätten nicht mehr aufgenommen werden. — (O diese Druckfehler!) In einem Schweizer Blatte finden wir nachstehende erquickliche Meldung über die Pläne der italienifchen Opposition: «Neapel, 22. April. Magliani's große Rede auf dem Bankett in Neapel halte den fchon zum voraus bekannten Inhalt. Er sehte die Ursachen des Deficits auseinander, kritisierte daS grenzenlose Anwachsen des Kriegs- und Marinebubgets und will freundschaftliche Beziehungen zu allen — Mädchen.» — (GroßerVranb.) Aus Lembei-g wird unterm 28. v. M. berichtet: In der Ortschaft Iezierzany sind 200 Häuser niedergebrannt. 400 Personen sind brot« und lHdachlos. AuS Czortlow langte zu dem Brande die dortige Feuerwehr und eine Mililärablheilung ein. In dem benachbarten Dorfe Iezierzance ist zu gleicher Zeit ebenfalls Feuer ausgebruchen. — (Nona.) Die italienische Regierung wird eine Commission von Aerzten zum Studium der «Nona» nach Dalmatien entsenden. — (Boshafte Frage.) Herr (eingebildeter Dichterling): «. . . Denken Sie sich mein Entsetzen, gnä« dige Frau, als ich gestern gerade dazu komme, wie mein dreijähriger Otto das Heft meiner eben niedergeschriebenen Gedichte in kleine Stücke zerreißt. . .» — Dame: «Ja . . . kann denn der Kleine schon lesen?» Local- und ProvinM-Nachrichten. — (Aus dem Reichsrathe.) Das Abgeordnetenhaus erledigte gestern den Budgettitel «Mittelschulen», wobei noch die Abgeordneten Edelbacher und Dr. von Tonkli sprachen; sodann die Titel 'Ttudien-bibliothel» und «Industrielles Ni!dunazwr5en». wodei Laibacher Zeitung Nr. 99. 806 1. Mi. 1890^ Abg. Naber goj die Errichtung einer Fachschule mit slovcnischer Unterrichtssprache sür die Steinbearbeitung in Prosecco wünscht und Abg. Czartoryski die Regie« rung auffordert, den gewerblichen Fortbildungsschulen in Galizien und der dortigen Hausindustrie ihr Wohlwollen zuzuwenden. — (DasMai-Avancement.) Wie bereits ge» meldet, wurde am vergangenen Zonntag das Mai-Auan-cement im l. und l. Heere und in der l. und ?. Kriegsmarine publiclert. Außer den bereits mitgetheilten Beförderungen in der Generalität wurden in den heimischen Truftpenkörpern ernannt, und zwar: zu Obersten die Oberstlieutenants Moriz Edler von Reich hold und Moriz Hoffer Edler von Sulmthal; zu Oberst» lieutenants die Majore Leopold Schaschel des Infan« terie'Regiments Nr. 97 und Karl Renner des Dragoner-Regiments Nr. b; zum Major der Hauptmann erster Classe Alois Indra des Feslungsartillerie-Vatail' lons Nr. 4, bei gleichzeitiger Ernennung zum Comman» danten des Festungsartillerie ° Bataillons Nr. 11. Der Militärcurat erster Classe Franz Berschnil wurde zum Militärpfarrer in Graz ernannt. Im militärärztlichen Officierscotps wurden befördert: Oberstabsarzt zweiter Classe Dr. Wilhelm Tonner zum Oberstabsarzt erster Classe; Stabsarzt Dr. Franz Stangl, Leiter des Gar« nisonsspitales Nr. 8 in Laibach, zum Oberstabsarzt zweiter Classe, und zwar auf seinem dermaligen Dienstposten; der Regimentsarzt erster Classe Dr. Karl Sperlich des 97. Infant'Regim. zum Stabsarzt bei Ernennung zum Garnison« - Chefärzte in Tirol; Oberarzt Dr. Franz Stabler des 5. Dragoner>Regiments zum Regimentsarzt zweiter Classe. Weilers wurden ernannt, und zwar in der Infanterie: zu Hauptleuten erster Classe: Nartholomäus Andrejla, Moriz Freiherr von Gussich und Alois Pribani«!; zu Hauptleuten zweiter Classe: Franz Mansutti, Ernst Faninger, Julius Nartaloviö und Alfred Czech; zu Oberlieutenants: Karl Vruner, Richard Keli, Koloman von Woinowich, Karl Olivieri, Ladislaus Ritter von Wolanski und Isidor Hrasovec; zu Lieutenants: Rudolf Gärtner, Franz Freiherr Vaselli von Sühenberg, Rupert von Eckhel, Hugo Sorko, Camillo Polainer und Theodor Cdler von Kodolilsch; in der Iägertruppe, und zwar zu Oberlieutenanls: Vogumil Novalovic von Gjuraboj, Richard Vittorelli und Julius Wieser; in der Artillerie, und zwar zum Hauptmann erster Classe Alexander Paczynlowsli; zu Hauptleuten zweiter Classe: Vincenz Hlavaczel, Josef Montag, Iofef Tomie und Julius Zigall; zu Oberlieutenants: Alois Ritt. Negrelli v. Moldelbe, Max Happer, Johann Coglieuina, Alois Lippe, Theodor Drennig, Heinrich Mezzadri und Karl Ritter von Gugg. In der Reserve wurde der Cadet Rudolf Roshnit zum Lieutenant im 17. Infanterie-Regiment ernannt. Im Actmstande der Landwehr wurden befördert: Ober« lieutenant Johann KramarZic des 25. Bataillons zum Hauptmann erster Classe beim 26. Bataillon in Klagenfurt; Cadet' Osficiersstellverlreter Eduard Scheiber des 24. Bataillons zum Lieutenant beim 16. Bataillon; Feld» webel Robert Wiczar des 24. Bataillons zum Lieute« nant-Rechnungssührer beim Landwehr-Ausrüstungs-Haupt« depot. — (Krainische Baugesellschaft.) Wie gemeldet, fand am 28. April die statutenmäßige Generalversammlung der Actionäre der lrainischen Baugesellschaft statt, welche den Geschäftsbericht des Verwaltungsrathes entgegennahm; aus diesem und der gleichzeitig vorgelegten Bilanz gicng der zufriedenstellende Stand dieses heimatlichen Unternehmens hervor, welches bei reichlicher Do« tierung der Reserven gleichwie im Vorjahre den diesjährigen Dividenden Coupon mit 8 fl. einzulösen in der Lage ist. Bei der vorgenommenen Wahl in den Verwaltungsrath wurden die Herren Karl Beyschlag, Anton Ritter von Oariboldi und Ludwig Ritter von GutmanSthal wieder- und Herr Anton Luckmann neugewählt; letzterer an Stelle des wegen Kränklichkeit ausgeschiedenen Herrn Wilhelm Volheim, welcher bis« her durch eine Reihe von Jahren dem Verwaltungsrathe der Baugesellschaft als eifriges Mitglied angehörte. Als Revisoren wurden gewählt die Herren: kais. Rath Richard Ianeschitz, Albert Samassa und Ferdinand Schmitt und als Ersatzmänner die Herren Ferdinand Bilina und Michael Kastner. Als ein besonders erfreuliches Moment im vorgetragenen Geschäftsberichte verdient noch hervorgehoben zu werden, dass die Ballgesellschaft im lausenden Jahre außer einigen Bauten, die sie für fremde Rechnung übernommen, auch Objecte für eigene Rechnung in Angriff genommen hat, wodurch wieder für viele Hände, die sonst feiern müssten, Beschäftigung und Verdienst gesichert erscheint, was angesichts der gegen-wärtlgen, im allgemeinen nicht sehr lebhasten Bautätigkeit in unserer Stadt besonders hervorgehoben zu werden verdient. — (Truppenübungen.) Wie man mittheilt, werden große Truppenconcentrierungen im Laufe des heurigen Sommers und Herbstes in Krain nicht stattfinden ; wohl aber sollen, wie im Vorjahre, auch heuer Uebungen der concentrierten Divisionstruppen in der Umgebung Laibachs in Aussicht genommen sein. — (Hymen.) Herr Dr. Karl Otrelelj, Docent an der Wiener Universität und Redacteur der sloveni« schen Ausgabe des Reichsgesetzblattes, hat sich mit Miss Harriett Reeves aus London vermählt. — (Aus Trifail.) Das Revierbergamt in Cilli erließ in Verbindung mit der Bezirkshauptmannschaft einen Aufruf an die Bergarbeiter in Trifail, Hrastnigg und Ojstro, in welchem es auf das nachdrücklichste vor allen Ausschreitungen warnt und namentlich betont, dass alle eventuellen Mehrforderungen feitens der Bergarbeiter deshalb unberechtigt und übertrieben seien, weil die vorjährigen Aufbesserungen allen Verhältnissen Rechnung getragen haben. In sämmtlichen Kohlenrevieren herrscht Ruhe, und die Arbeit wurde noch nirgends eingestellt oder gestört. — Die dem «Slovensli Narod» entnommene Nachricht, die Bergarbeiter in Trifail hätten vorgestern die Arbeit eingestellt, bestätigt sich nicht. — (Der krainische Landesausschuss) hat aus die Nachricht, dass im Abgeordnetenhause eine Gesetzvorlage über den Ausbau der Unterkrainer Bahnen eingebracht wurde, dem Herrn Handelsminister im telegraphischen Wege hiefür den Dank ausgesprochen. — (Hum 1. Mai.) Eine Maßregel, die zweifels« ohne zur Beruhigung der in den letzten Tagen durch die abenteuerlichsten Gerüchte aufgeregten Stadtbevöl-kerung wesentlich beitragen dürfte, wurde feitens unserer freiwilligen Feuerwehr getroffen. In einer gestern abends abgehaltenen, fast vollzählig befuchten Dienstesversammlung erklärte sich die Mannschaft sür heute und die lom« mende Nacht zum ständigen Dienste bereit, und ist von Herrn Hauptmann Doberlet die Anordnung getroffen, dass heute tagsüber je 24 Mann Feuerwehr nebst den nothwendigen Vorgefetzten Feuerwache halten, abends aber und über die Nacht die gefammte Feuerwehr Bereitschaft hält. Herr Bürgermeister Grasselli nahm gestern Abend noch die diesbezüglichen Mittheilungen beifällig zur Kenntnis. — Die Rauchfangkehrermeister haben sich mit ihren Arbeitern gleichfalls zum Wachdienst bereit erklärt. — (Vom lrainischen Musealvereine.) Die nächste Monatsversammlung dieses Vereines findet Samstag, den 3. Mai, 6 Uhr abends im Lesesaale des Rudolfinums statt. Hiebei wird der bekannte Erforscher prähistorischer und römischer Fundstätten Herr Pecnik einen Vortrag über «die archäologischen Ausgrabungen in Krain» halten. Der Zutritt ist, wie gewöhnlich, ein allgemeiner. — (Kunst we in.) Anlässlich mehrfacher Klagen, dass manche Wirte in durchaus unzulässiger und mit gesetzlichen Strafen bedrohter Weise ihren Gästen statt Naturweines künstlich hergestellte Weine vorsehen, sehen wir uns veranlasst, solche Wirte auf das Gesetz vom 21. Juni 1860 aufmerksam zu machen. — (SlovenischeS Theater.) Die für gestern abends anberaumt gewesene Aufführung der Oper «NikiKvi» wurde eingetretener Hindernisse wegen auf Samstag verschoben. — (In Fiume) starb der dortige Stadtpfarrer Ivan Fiamin, Canonicus des Iengger Domcapitels, im Alter von 57 Jahren. Fiamin war 1865 bis 1867 Mitglied des kroatischen Landtages, 1866 Mitglied der Commission, welche Sr. Majestät die Landtags-Adresse überreichte. Ein Mann von hoher Bildung, war er auch schriftstellerisch thätig und bereicherte die kroatische Literatur mit schätzenswerten Beiträgen. — (Frau Emilie Bach,) Direclrice der höheren Fachschule für Kunststickerei, ist gestern in Wien im 50. Lebensjahre gestorben. Sie war wegen ihrer vorzüglichen Leitung der genannten Fachschule durch Verleihung des goldenen Verdienstlreuzes mit der Krone ausgezeichnet worden. — (Veränderungen im Finanzdienste in Stei erm arl.) Die Steuereinnehmer Josef Sliuca in Rann und Anton Rohrer in Friedau wurden gegenseitig überseht. Der Steuereinnehmer Karl Schauer erhielt die Leitung des Steueramtes in Gonobih. — (Der Phonograph) wird künftig auch Kärntner-Lieder producieren, die er sich in Klagenfurt von einem Quartett des dortigen Männergesanguereines vorsingen ließ. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien. 30. April. Präsident Smolka ist an Lun-genentzündung gefährlich erkrankt. Minister Prazät ist an einer leichten Lungenentzündung erkrankt. Der Kranlheitsverlauf ist günstig. Die gänzliche Herstellung in kürzester Zeit wird gehofft. Graz. 3t). April. Die hiesigen Maurer und Bauarbeiter beschlossen in einer gestern abgehaltenen Versammlung eine Reihe von Forderungen, welche bis 17. Mai durchgesetzt werden sollen. Entgegengesetzten Falles solle die Zeit bis dahin als Kündigungsfrist gelten. Seit heute früh streiken in Oberdorf bei Voits-berg 18 Glasarbeiter. In Trifail ist die Situation bisher vollkommen ruhig. Marburg. 30. April. Die verhafteten zehn Arbeiter, welche die nicht streikenden Italien« in Gams von der Arbeit vertrieben, wurden wegen Uebertretung des Coalitionsgefetzes uerurtheilt. Einer erhielt siinf, M je zwei Monate, die übrigen je einen Monat strengen Arrests. ^ ,, Lemwg, 30. April. Auf dem Landgute des Statt-Halters Badeni in Vusk ist das Brauhaus, der M'"' Hof. im Markte selbst 40 Häuser abgebrannt. «" Schloss selbst ist unversehrt. In der Saybafchcr» fabril haben hellte 150 Arbeiter die Arbeit ewaestem. In der Tuchfabrik StrMowski m Aiala streite» ^ Arbeiter wegen Verweigerung der verlangten ^yn-erhöhung. Die Ruhe ist ungestört. Proßnitz, 30. April. An mehreren Häuser^ rM den die Fenster eingeschlagen. Bürgermeister Al"-wurde durch Steinwürfe am Kopfe verwundet. Budapest, 30. April. Zufolge dem «Nemzet» M' sen Szapaly und Wien zur Wiederaufnahme der gemeiusameli MllMc' Conferenzen behufs definitiver Feststellung des ge^ samen Voranschlages auf Grund gewisser, inzwW vom Kriegsminister vorzunehmender Umrechnungen. Budapest, 30. April. Morgen wird die aesan""" hiesige Garnison in Bereitschaft stehen und derart 0>» lociert sein, dass gegebenenfalls dmi Ersuchen der " Horden um Assistenz sofort entsprochen werden lam-Das Cenlralcomit^ lieh eine weiße Fahne anfw'g (um auch hiedurch den friedlichen Charakter ber ^ monstration zu demonstrieren) mit der Inschrift: 1.^ Stunden Arbeit, acht Stunden Zerstreuung, acAG"' den Schlaf.. Die Fahne wird nur beim Mel'"« grollt. H Wiesbaden, 30. April. Kaiserin Elisabeth lst"^ beendeter Cur in Begleitung der Erzherzogin ^a Valerie heute mittags um 12 Uhr 40 Mmuttn "" Wien abgereist. ^ Frantstadt, 30. April. Aus authentischer.^e wird gemeldet: Gestern kamen ernste Ausschlelt"''^ vor. Eine Horde Arbeiter wurde nur mit ^ihe ,^ Stürmen des Bezirksgerichtes abgehalten. Die "°" Vumbala's wurde demoliert, die Warenvorräthe z stört. Das eingerückte Militär stellte die R"ye,^ und bewahrte andere Fabriken vor Schaden. 3",. ^, stellten weitere 300 Fabrilsarbeiter die Arbeit Die Ruhe wurde nicht gestört. . ^ Nom, 30. April. Der Senat genehmigte nach"-beifällig aufgenommeneu Rede Crispi's mit 1"1 9 ^, 54 Stimmen die Ausschließung der Pfarrer ^n Wohlthätigkeits-Anstalten. . ^hl Paris, 30. April. Die Matter melden: ^e K^ der morgigen Manifestant?« wird auf hundertt""' geschäht. <. <.Mi Paris, 30. April. Die Abendblätter melden.^ Bahnbedienstete, feiner drei anarchistische Ag""/^ angeblich Italiener, wurden verhaftet, ächtere ve. ten aufreizende Manifeste betreffs der Maitnndge Lyon, 30. April. Visher wurden hi" ^gen Anarchisten verhaftet- bei den HausdlllchW"^, wurden Explostousstuffe entdeckt, was großes ^"^ hervorrief. Weitere Verhaftungen sind wahrW" ,^ Velgrad, 30. April. Heute wurde die St"^^ mit einer Votschaft der Regentschaft geschlo»^ "'^»d Votschaft erwähnt der von der Skupfchtina a"s ^ A-der Principien der neuen Verfassung geschai'^^cit setze, des erfolgreichen Bestrebens, das frühere ^, im Staatshaushalte herabzumindern, und der u fcnen Fürsurge für die Wehrmacht Serbiens. , ^l Zanzibar, 30. April. Major Wihmann " ^, Dienstag Bagamoyo mit zahlreichen Trupp ^l-lassen, um Kilwa. südlich vom Nyassa-See, zu werfen. ^^--«^ Angekommene Fremde. Am 28. April, ^iznec. Ho«! Stadt Wien. Verner, Schilller. Lcidelinayrl, b"z,^^„. ^ Maurer, Wirsiauer und Weiß, Kaufleute; «'M^ ^ ------------------------------------------ ^ ff ZZ3 Z" W 2 s"- Z^___^--^W^so-oo !7 u Mg., 7Zii 6 '""6"2 O. schwach Aheiter N» 2 . N. ! ?.W 2 ! 15 8 SW.mäß'a y""Hl , ^ I« , Ab. ^ ?.'l?-4 10-4 SW. ichwach ^Mitl" Reif. taMber heiter, windig. "" ^^,>' ^^^ Temperatur 10'8°, um 0-3 unter dem 3iortnn^^^ — ----------------------------^ ^v^HZaalic» Verantwortlicher Redacteur: I- "«» ^^WsFeitling Nr. 99. 807________________________1. Mai 1890. Course an der Wiener Börse vom 39. April l89l). 1,°« ^ oM^n «°ur«bl°tte. «, ^ Gelb Ware ^ Etllllts-Anlehen. 3^3'^'«""e w Noten «8,0 «9',(. 'Wer^°^°°"l°'e. »ü» fl. ,3, ^ ,8« L^ ^?ttt?N?°^""^ "««erf«« , ,<,« «c. ,..« «, -UM" V- Velb Wars Vruudentl.-Obliglltionen (für lN<> fl, TM.) 5°/o 8llln — — !>"/<> lttain u»d Küstenland . . — — — — 5"/„ nlcdelüsterrelchische . . . l09 — — — 5>"/„ steilliche...... —-— — - b"/a lroatisckr »ob Üanonüche . — — -.--. b"/„ stebenbürnischs , , , . — — —>.. 5"/i, lemelrr Vanai , , , . —>-. —>— k",„ iiünolilchr..... 88 80 «9<« Alldcrc üfsentl. Anlehen. Dc>üau-«e«.'Lojc K"/« ,<»<> fl. . ,2n 75 121 8ü bio, «lülelhc l»7« , , ><>6 — lu? — Uiilehrn dil Ltab! Vürz , , lin -^ — Nxlehsn d, Ktadtgemrinbr Wlen ,nz-. >n« — Plüm,.«nl. d. Otabtaem, Wlen ,4z 25 145 ?ü Vör!fi>l>au Äülehe« verlu« b"/» 98 bl) 99'— Pfandbriefe (für l<«, st,), Vobemr, all«, bst. 4°/„ V , , ll? — ll8 - blo. . 4>/,°/<>. - - «M — - '— bto, . 4°/„ . . . 8»'2z 987k dt«, Pläm.'Lchulbbflschr, »°/° lC3 2» lN8'7" Oist, oypothelenbanl wj, 50«/» l0l »b lOzl 25 l.Vst,.un8, «anl Verl. 4'/,°/» - llx» 8N l»l 4l» detlu . 4°/, . . l0U'1allz Geld Ware Oesterr, Norbwestbahn . , . lO7 b<' »08 — Htaalilbahn......,Sl - <9L -- Vüdbahn il »"/« , l49b0l"'U5» » k 5"/„.....!,««zo i«l«> Ung^aliz, Ual»n lO« — l»L 50 Diverse Lose lper 3»>>lt) «rebttlose l«o ft...... __ - -'- Clary.Lolc 4<» st...... z» — 5»'— 4"/n Dona» DllmpUch, U><> st. , lgu'b» <88'— ^allillchsr Präm,°«nlch, ll<> ft, »z ?b 28 ?ü Ofsürr Lose 40 st..... «, .,. «4 »0 PllI!fl,,L°,s 40 st...... 57.50 57-90 «°lhtn«i-euz, «st. «es, v,, lofl. __ — .. Rudolph ünse lN fl..... «y.zo z, ^ Laln-Uolc 4«> st..... KL — 68 7l^ St,'Hc»lilz lioje 4« fl, , , a,.^ ßzzs, Wnldslciii^ule »0 fi, . , , T^..,,; 4, «., Wlnbilch Hiäh-Lole ,u fl. . , 1^,1 5, bo «ew,-Kch, b.A"/«Pram,-Tchulb> verich d. Nodtncredltanstal, ,7 - ,8 — «llnl. Actten lper »tück», «nglo>0est, Uanl A»l> st. «,1 "„ K. ,45 »5 145 ?b Vllnlvcrsin, W!enri 100 st , !,l4 «5 ll4 75 Vb»rr.>Vliift. öst. «00 fi. E. 4O>/„ »i8ü» »«4 l>0 llrbt.Miist, f, Hand. u, «, ,.«st, »95'— 295 ü» llrebltbllnf, MUg, ung. uoo st, , »3»'—««X bo DepoNtenbllnl, «llg. 2«»«» ss, , <9S— 19650 E»comp ss, 574 — 58N — Vlro- u, llaslenv., Wisüei lioo fl «08 — »lO-- Veld Ware HliVutb^fnb,. »N. 200». »5°/„». ßS'^ 7»,., Lanberbanl, üft, ilOO fl ». . . »l6 50 »17 — Orfteil,-uiigar, Äanl 600 fi. . 34»^ 843 Unionbanl »00 fl...... ,25 __ 233 75 Nerlehrlbanl. «lllg. «40 fl. . . ,«<) 50 >«i >>u Actien von Transport» Unternchmunnen. lper Ltlill), Albrecht «ahn 200 fl. Vllbei . e» — K« üo NNölb-ssillMlln. Vahn 200 fl, V. zoz-ho «03 !,l> Vvhm, Nolbbahn 150 fl. . . . «08 bo «10 . . 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(1164) 12—8 llaupt-Depöt für Wien: Raab'sche Apotheke «zum schwarzen Baren., 1., Lugeck Nr. 3. (1789) 3—1 öt~ 5470. Oklic. Z (usodniin odlokom z dne 4ega marca 1890, ät. 3924, dovoljena druga izvršilna dražba posest.va Ane Buönr vložna št. 506 zemljiške knjige katastralne obèine Üslrog vršila se bode pri tem sodišèi dne 10. maja 1890. 1. od 11. do 12. ure. C. kr. okrajno sodišèe v Kostanje-vici dne 12. aprila 1890. (1790) 3—1 6t. 5471. 1 Oklic. '/j lusodnim odlokom z dne 7ega marca 1890, št. 4189, dovoljena druga izvršilna dražba posestva Ja-neza Galièa vložni št. 192 in 381 zemljiSke knjige kalaslralne obèine Velika Dolina vršila se bode pri tem sodišèi dne 10. maja 1890. 1. od 11. do 12. ure. C. kr. okrajno sodišèe v Kostanje-vici dne 12. aprila 1890. (1778) 3—1 Nr. 903. Zweite exec. Feilbietung. Am 16. Mai 1890 vormittags 10 Uhr wird Hiergerichts zu der zweiten executiven Feilbietung der Realität des Georg Sterbenz von Alten-markt Nr. 19, Einlage Z. 87 »ä Cata. stralgemeinde Schöpfenberg, geschritten werden. K. t. Bezirksgericht Tschernembl, am 18. April 1890. (1568) 3—3 Nl. 2670. Bekanntmachung. Nachstehende Grundbuchsbescheibe, und zwar: a6 Z.5718 für Ursula Vidmar von Hernals: 26 I. 9233 für Josef Ialia von Strahenberg; »6 Z. 7885 für Mathias Beimk von Tschernembl; a