«rechen »nd Hummer 5. _p-ttau. deu ?. Lebruar _VU. j"r nniiicbradjt PettauerZeitunA ersch?tm Kfien L«nnrag. ftril -fit PrNau mit Zustelliina in» Hau«: «tertefjährig f 1 —. halbjährig fl. L—. g-nu,ähng fl 4.— : mit Vostverlendung wi Inland«: vierteljährig fl. t.tb. halbjährig st L.W, ganzjährig fl. *60. — Einzelne Rummern 10 fr 2d)tifHeUtr: 3»W AU«»«, v«hnh»siaff« 5. — SrnwüJung ink 9alire. ES gehe nicht an. einen „nationaler" Verein ans LandeSmitt«!» zu unter-stützen, zu denen beide Rationen beitragen. Dieses Zartgefühl ist rührend, aber es ist jehr zu befürchte», das« es von den?«, zu deren Gunsten e« geübt wurde, belächelt werden wird, als das was eS ist, als die krankhast gesteigerte Sucht des deutschen Michl, niemanden auch nur scheinbar »ehe zu thun, auch dem mcht, der ihn ab »nd zu so hart auf die Hiihnerauqeu tritt, das« er vor Schmerz und Wnth laut aufschreien möchte, wenn sich das für einen Mann, der stärker ist, al« sei» Beleidiger, schicken würde. In diesem Falle wendet er sich stets vertrauensvoll an die eigenen Volk«-gmoffen, um Beisteuer,u eiuem Pflaster für die schmerzend« Stelle, anstatt deu boshafte» Tritt mit einem andere», noch wuchtigeren zu vergelte». Dieses krankhaft gesteigerte Zartgefühl und den übertriebenen Gerechtigkeitssinn gegen andere treibt er so weit, dass er gegen seine eigenen Volksgenossen hart nnd ungerecht wird und sie barsch mit den Worten abweiset: .Helft Euch selbst!" Dies« bis hart an die Grenze der Zart» gefühls- und Gerechtigkeitsmanier getriebene Sucht, ja nicht für hart und ungerecht verschrieen zu werden, haben die verunglückten De»tschen m Laibach ebenso bitter empfinden müssen, wie die in der deutschen Unglücksstadt Brüx, deren Bürgermeister sogar öffentlich erklär«» mußte, das« aus de» ei »geflossene» UnterstütznngSbeträgen 80 Percent an Tschechen vertheilt wurden, blos weil die tschechische Presse, dies« deutsche Gerech-tigkeit«manier »nd ZartsinnSduselei ausnützend, frech behauptete, dass bei der Vertheilung unge-recht vorgegangen worden sei. E« ist nicht auS-geschloffen, das» dem Kärntner Landtag heute oder morgen eine gleiche Anerkennung für seine Ab-Weisung der .Südmark" zuth«il wird und sie wär« ihm herzlich zu gönnen. Was thut denn eigentlich die .Sndmark", dass man ihr UuterstützungSgesuch abzuweisen für opportun hielt? Sie unterstützt deutscht Gewerbe-treibende in gemischtsprachigen Bezirke», wenn sie in unverschuldete« Unglück gerathen sind, sie er-möglicht eS deutschen Bauern an den Sprach-grenzen, anf der ererbten Wirtschaft auszuharren, wenn der Besitz derart ist, da'« er durch eine materielle Hilf« aufrecht erhalten werden kann, oder sie er-möglicht eS einem deutschen Landwirt, dass er eine sreigewordene Wirtschaft zu erwerbe» vermag. Liegt darin etwa eine agitatorische nationale Thä-tigkeit, kann ein Verein, der sich solchen rein wirtschaftlichen Zwecken widinet, ein nationaler Kanipfverein geheißen werden? Thun daS, was die .Südmark" thut, nicht eine ganze Reihe von slavischen Geldinstitute», deren Reingewinn nicht aus lauter slavischem Gelde besteht? Unterstützen die große» Städte mit slavischer Majorität ausschließlich slavische Vereine nicht anch aus den deutsche» Steuergeldern und thu» dasselbe nicht die Landtage vo» Böhmen nttO Krain, ohne auch not einen Augenblick sich darüber Gewissensbisse zn machen, dass dazu ebenfalls die deutsche Mi»orität mitzählen muß? Und wen» fremd-nationale Vereine. Körperichasteu und Geldinstitute »ichtdeutsche Unterrichts Anstalten errichten, die dann der Staat übernimmt, werde» dann diese Schulen etwa blos a»S »ichtdeutsche» Steuer-gulde» erlitten? Dieses subtile deutsche Zart- und Gerechtigkeitsgefühl sträubt sich, einen eminent wirtschaft-lichen Verein hundert Gulden Subvention z» gebe», weil dieser Verein deutsch ist, aber er sträubt sich nicht, hunderttaniende deutscher Steuergulden für Zwecke auszugeben, die deu Deutsche» kaum zum Nutze» gereichen. Auch deui steirischen Landtage ist ei» Unter-stützungSgesuch der „Südmark" zugegangen, aber wir fürchten sehr, dass auch i» der Grazer Landtagsstube der .deutsche Gerechtigkeitssinn" wieder die Oberhand b«hält wie im Vorjahr«, trotz — oder vielleicht sogar wegen der Abstinenz der slovenischen Abgeordnete». Man kann doch keinen Beschluß fassen, der den Herren mis«-fallen würde! Steiermärkischer Landtag. Die Tagesordnung für die 15. Sitzung deS steierm. Landtages am 81. Jänner d. I. umfaßte folgende Gegenstände: Erste Lesung d«S Berichtes des LandeSauS-schttsseS über daS Ansuchen der Stadtge-meiude Pettau um Ertheilung der Be-willigung zur Eiiihebuug einer dem 20-procentigen VtrzrhrungSsteurrz u« schlage gleichkommenden selbständigen Auflage auf da« von auswärtigen G«< mein den in das Gemeindtgebiet der Stadt Pettau zum Eonfum eingebrachte Fleisch für die Jahre »896, 1897 und 1898; — erste Lksung deS Berichtes de« LandeSauS-schusseS über das Ansuchen der OrtSgemeinde St. Radegund um Ausscheidung auS dem Sprengel deS k. k. Bezirksgerichtes Weiz und Zuweisung zum Gerichtssprengel Umgebung Graz; — Be> gründung deS Antrages d«S Abg. Freiherr» v»n Störck und Genossen, betreffend die Schaffung eine« LandeSgesetzeS, durch welche? der Landtag berechtigt wird, ihr Mandat nicht ausübende Landtag«abgeordnete unter gewissen VorauSsetz-ungeu ihres Mandate» für verlustig zu erkläre»; — mündlicher Bericht des Finanzausschusses über den Antrag de» Abg. Karl Morre und Genossen auf Einleitung einer HilfSactio» für die durch Lawinensturz betroffene» Besitzer ain Rotten-manner Tauern; — mündlicher Bericht des Larides-Eulturausschufses über den ihni zuge-wiesen?» Theil deS Thätigkeitsberichtes des Landes-auSschujse», Beilage Nr, 4, Seit« 72, betreffend Grundentlastuug in Bezug auf Geld- und Ratural-giebigkeite»; — mündlicher Bericht des Sonder» auSschusseS für Gemeiiideangelegenheit über den Bericht de« LaiideSauüschusscs, betreffend das Au-suche» der Ortsgemeinde Oberwölz um Ertheilung der Bewilligung zur EinHebung einer über die 68proce»t>ge. für daS Zahr 1896 in der OrtS-gemeinde Oberwölz zur Einhebuug gelangende Gemeindeumlage hinausgehenden weitere» 52pro-ceiitigr» Gemeindeumlage für die Catastralgemeinde Stadt Oberwölz sür das Jahr 1896; — Bericht de« UnterrichtSauSjchufses über die ihm zugewiesenen Theile deS Thätigkeiisberichtes des LaudesauS-schusseS, Beilage Nr. 4. betreffend Handelsakadenu«, pag. 90, Laiidesbürgerschiile», pag. 102, Landes-oberrealschule in Graz, p«g. 98. Lande^ymuasium in Leobe» pag. 99. LandeSuntergymnasium in Pettau, pag. 101, LandeSturnanstalt, pag. 102. LandeSlaubstummeninstitut, pag. 103, Berg-»nd Hüttenschttle in Leobe», pag. 127, Volks-schulen, pag. 128 und die einschlägig«» Petitionen; — Bericht des LandeS-CulturauSschusfeS über d«n vom LandesauSschusfe vorgelegten Gesetzentwurf, betreffend die Hebung der Rindviehzucht, Bei-lag? Nr. 10. Unterhaltungen. (Fiir das ..veutsch« Vrreinbhaos.") Der Berein „Deutsches BereinShauS" gibt am Fasching»-dienStage eine FafchingSunterhaltung, deren Rein-ertrag dem Baufond« für ein deutsches Verein»-Haus in Pettau gewidmet ist. Wer sein Volksthum liebt, ist in erster Linie sür die Pfleg« desselben bedacht und die Idee, eine Stätte zu schaffen, welche dieser Pflege ausschließlich gewidmet sein soll, ist jederzeit und bei allen Nationen stet» lebhast aufgegriffen, lebhaft gefördert und oft mit großen Opfern, stets aber so praktisch wie möglich und nicht selten auch so prunkvoll wie möglich verwirklichet worden. Man hielt es für «ine Ehren-fache »nd eine Ehrenpflicht, dem eigenen Volksthume solche Krystallisationspunkte zu schaffen, insbesondere aber dort, wo verschiedene Volksstäinme auf der-selben Scholle zusammen wohnen. DaSistb«gr«iflich, denn gerade da. wo das der Fall »st, wie an den Sprachgrenzen, äußert sich der Sinn der Zu-sammengehörigkeit unter den Gleichvolkliche» leb-hafter und der Wunsch nach einem Orte, wo sich die gleichen Volksgenossen jederzeit treffen können, um in der geliebten Muttersprache ihre Meinungen zu tauschen, sich nach ihres Volke« Sitten und Brauch vergnügen, ibreS Volkes geistige Regsamkeit beobachten und di« Früchte derselben kennen lerne» könne», ist in gemischtsprachigen Gegenden ein intensiverer. So sehen wir denn in den meisten Städte» und Märkten, ja oft in noch kleineren Orten solche KrystallifationSpunkte entstehen; nationale Vereinshänser oder, wo die Mittel nicht dazu reichen, national« Vereinigungen unter den verschiedensten Namen, aber stetS einem Zwecke dienend, der Pflege deS VolkSthumS. Bei uns bat der eine Volksstamm diese Idee bereits feit langem verwirklichet, er besitzt fein VereinShauS, i) lebhaft und mit so viel Nutze» Bolksthnm benutz» und besucht, wie irgend v. Der andere, der weitaus zahlreichere .Volksstamiu ist eben daran, diese Idee glichen, sich einen Krystallisationspnnkt Zen. ein Heim, ausschließlich der Pflege 'iolksthums gewidmet. Wir halten es für nur* '.offen, dass es Deutsche in Petta» gibt, du ... Nutzen eines „Deut'chen Vereinshanses" nicht einsehen sollten; wir müßten sie denn sonst auf den Nutzen des „Narodni Dom" für die Pflege der nat>onalen Fortschritte und politischen Er-folge der Slovenen veiweifen. Die Deutiche» Pettaus sind aber auf sich selbst angewiesen bei der Verwirklichung ihres Wunsches, ebenfalls eine würdige Pflegestätte ihres VolkSthumeS zu schaffen. Sie müssen Opfer bringen, aber sie werden stolz sein später sagen zu könne», wir haben unser „Deutsches Vereinshaus" ohne fremde Beihilfe schaff.» müssen, eS hat daher länger gedauert, gut, aber wir habe» es doch geschafft». Der geplante U»terl>all»»gS-abend gibt Gelegenheit, da« Werk z» fördern, «nd daiS eS gelinge, liegt i» der Hand der Frane» und Mädchen; sie werden gebeten sei», in den einfachsten, fürs Tanzen bequemsten Toiletten zu erscheine» »»d werde» dennoch soviel «nd flotte Tänzer finden, wie auf irgend eine» Eliteball oder einer Nobelredonte. Sie werde» sich voll dem Vergnügen widmen können, o>M dabei da» unangenehme Gefühl zu haben, die theure I Ballrobe einer unbarmherzigen Kritik preisgegeben z» sehe», denn sie lverden sich das Anschaffen einer Ballrove ersparen «nd da sie von den ersparten Roste« für eine Balltoilette eine» Bruchtheil zum Besten deS FoudeS des „deutschen VereinShanse»" spenden, werden sie sich sagen können, dass sie sich bei der Förderung deS schöne» Zweckes sehr gut »»«erhalte» bade» oder dass sie sich »icht n»r g»t unterhalten, sondern indem sie sich vergnügten, auch einen schönen Zweck förderten. Wochenschau. ährlich am Todestage des Kronprinzen Rudolf, mit dem die schönste Hoffnung Österreich« zu Grabe getragen ward, besnchle der Kaiser schon am Morgen die Kapuzinergrnft und betete am Sarge des Unvergeßlichen. Kronprinzessin.Witwe Erzherzogin Stefanie und deren Tochter Erz-Herzogin Elisabeth weihten dem todten Bater und G<,Ue» prachtvolle Lorberkränze mit Camr-lien. Anch Erzherzog Ludwig Vietvr und Prinz Philipp von Sachsen-Coburg besuchten die Gruft und beteten am Sarge. Im Auftrage deS deutschen Kaisers Wilhelm wurde durch den Botschaftssekretär in Wien ein Kranz auS Lorber und CoeoSpaline» mit Rose» »nd Maiglöckchen, der LieblingSblume deS Verblichenen, am Sarge niedergelegt. Die herrliche Gabe trug die Widmung: „In treuer Frenndschaft — Kaiser Wilh.lm II." (Die Thronfolge.) Nach dem „Deutschen Volksblatte" wäre eine Abänderung der Thron--folgeordnung geplant. Dasselbe schreibt: „Bereits seit längerer Zeit wird in hiesigen politischen Kreisen, wie auch in ausländischen Blättern daS Gerücht eolportirt, dass eine Abänderung der Thronfolge» ordnung, bezieh«»gSiveise eine Revision der sie regelnden pragmatischen Sanktion in Aussicht stehe. Wie wir erfahren, sind diese Meldungen begründet und noch dahin zu ergänzen, dass das Ministerium deS Äußeren bereits die auswärtigen Missionen Osterreich Ungarns instruirt habe, an geeigneter Stelle auf die geplante Thronfolge-Ordnung vorzubereiten." — Zn dieser Nachricht des „Deutschen VolksblaltrS" bringt die „Pol. Korrespondenz" vom 30. Jänner l. I. ein Dementi, welches diese Se»sations?-Nachricht des „Deutschen Volksblattes" eine „kindische Erfindung" nennt, welche von amtlicher Seite einer Berichtigung gar «icht würdig erachtet wurde. Ein solches Dementi war wohl vorauszusehen, denn über fn hochwichtige StaatSakte, wie die Änderung einer Thronfolge* Ordnung, werden Blätter von der Bedeutung deS „Deutschen VvlksblatteS" ivohl kaum zuerst unterrichtet. (Ungarische provilioiisgeschästr.) Dass bei dein heutigen System der Besetzung der Ver-waliungs-Bcamtenstellcn in Ungarn der „gewählte" oder von der jeweiligen Regierung „ernannte" Beamte allerlei „Auslagen" zu decke» hat. die er »othgedrungen machen mußte, wenn er z. B. ComitatSbeaniter werden wollte, ist bekannt. Dass er dann diese „Spesen", sobald er an der Krippe sitzt, „hereinzubringen sucht," ist eine natürlich: Folge dieses Systems. Und dass dabei der Eorruption Thüre und Thor geöffnet ist, das ist ebenfalls begreiflich. Geschieht dieses „Hereinbringen der gehabten Auslagen" nur halbwegs diskret, so kräht in Transleithanien fein Hahn darnach, wie »nd auf welche Art es geschah. Der Esel ist an die volle Krippe gebunden worden, also »iag er fresse»; und er frißt gehörig, de»» das Volk muss das Futter liefern. Der Obergespann des Barioder CouiitateS Dr. Julius Miklos hatte Schulden, viele Schulden und diese konnte er von seinen „ordentlichen" Einkünften als Obergeipann nicht bezahlen, daher suchte er sich ein Nebeneinkoninien Su verschaffen. Er erwarb die Conzession zum lusbaue der Sajo-Erseg Toma-Bahn und mit dieser Conzession und seinem Einfluß bei der Regierung in Budapest (sein Bruder war dort Staatssekretär im Ackerbauministeriuni und äußerst einflußreich) machte er folgendes Geschäft: 1. Er verkaufte diese Conzession an einen gewisse» Herrn I Josef Szabü i» Miskolcz. 2. Er garantirt dafür, dass die von der Regierung de» Munizipie» u»d Gemeinden zn leistenden Beiträge mindestens 609.000 fl. betragen werden. Als Honorar für dieses Unterfuseln der Regierung, Munizipicn und Genieindcn erhält er achtzigtau>end Gulden. Der Herr Obergcspann verpflichtet sich ferner, bei der R>gierung dahin zu wirken und seinen Einfluß »ach besten Kräfte» aufzubieten, dass die that-sächlich festgestellte Bausummc von 1,741 000 fl. auf 1,900.000 fl. erhöht wird und, dass der staatliche Zuschuß von 278.000 fl. durch Über-»ahme von Stammaktien seitens der Regierung so erhöht wird, dass die Regierung 35% der erhöhten Bausumme zu tragen hat. Wenn sich auf diese Weise mehr als 609.000 fl. an Zuschüssen ergeben sollten, so erhält der Herr Ober-aespann die Hälfte davon als weiteres Honorar. An die Dueetwn der ung. Staatsbahnen ist unter verschiedenen Titeln ein Betrag von 19S.050 fl. zu bezahlen. Von dem was Herr Dr. Miklos davon ab-handelt, (vermöge seines Einflusses) erhälterauch die Hälfte als Honorar Endlich erhält er 10.000 fl. Honorar, wen» er es bei der Regierung durchsetzt. dass anstatt der eisernen Brücken über den Sajü und bei Ma(6 hölzerne gebaut werden dürfen, aber ohne dass die Bausumme verringert wird. Die Provision des Herrn OberaespamieS, die sich derselbe mit Hilfe seines Einflusses bei der Regierung herausschlagen wollte und wenn der oppositionelle Deputirte Ugron dieses Geschäft nicht rechtzeitig enthüllt hätte, auch herausgeschlagen haben würde, beträgt im ganzen 200.000 fl. Der Lärm darüber im ungarischen Abgeordneten-hause war arg, aber selbst dieser Lärm hätte Herrn Miklos nicht viel geschadet, wenn die Opposition nicht nach dem Staatsanwalte gerufen hätte. Ob der übrigens dem Herrn Obergefpann MikloS sehr wehe thun wird? Unter den ungarischen Abgeordneten gibt es noch manchen, der seine Stellung als Volksvertreter sehr lukrativ zu ver-werten versteht. Freilich hat der ungarische.Handels-minister Daniel erklärt, dass der Herr Ober^ aespann nichts erreicht habe, wenn derselbe aber die oben angeführten Übereinkommen mit Szabü nicht nur als notarielle und notariell legalisirte Documente ausfertigen ließ, sondern mit seiner vollen Namensunterschrist und seinem Charakter als Obergespan» fertigte, so mußte er doch die begründete Hoffnung haben, dass ihm dieser Beute-zug glücken werden. Dass die ungarische RegieriingS' Partei diesen Obergespan» abgeschüttelt, ist ja natürlich. (Graf Ladern daheim.) Der Ministerpräsident Graf Badeni »nd der Finanzminister von Bilinsk, haben einen Abstecher »ach Lemberg gemacht, um sich daheim von ihren Laudsleuten ei» wenig seiet» z» lassen. Am 28. v. M veranstalteten die P. T. Krapuliiisky's und Aaschlappsky's eine solene Frendenfeier über das Blühen des pol-nische» Weizens in Österreich, im Rathhause j» Lemberg. Eine solene andere Feier veranstalteten ihm aber die Arbeiter, welche eine Temon-strationSvcrsammlung arrangirten. mit der Tagesordnung: „Anfrage an de» Ministerpräsidenten Grafe» Badeni, >vas mit der Wahlreform geschieht." Natürlich schritt die Polizei ein »»d zerstreute die Demonstranten und nahm Verhaftungen vor k. K. Als Graf Badeni im Rathhaussäale erschien, wurde ihm von dem Vorgefallenen Mit. cheilung gemacht. Er erzählte dann den Herren, wie der „G -Tgpst." geschrieben wird, in heiterster Weise Episoden aus seinem Wiener Lebeii als Ministerpräsident und gab in bester Laune die Verdächtigungen einzelner Blätter, die seine Person betreffen, zum Beste», vhne jedoch ein politische« Thema zu berühren. Dass Herr Gras Badeni daheim unter seinen Landsleuten, den panie's, — denn die „Chlopy" und andere „Duraki" rechnet er offenbar nicht dazu, sehr heiter ist und dass er in Lemberg seine Wiener Erlebnisse zum Besten gibt, ist sehr erklärlich, denn er kann doch nicht schon dermalen, nachdem seine starke Hand erst einen feste», aber leider falschen Griff gethan, sonst aber immer sehr stark ausgerutscht ist. — niedergeschlagen heimkehren und sagen. eS sei nichts iiewefen? Jetzt erzählt er seine Wiener Erlebnisse als Ministerpräsident; — vielleicht schreibt er früher feine Memoiren als solcher, als seine Landsleute glauben. Pettaner Wochenbericht. (fiefördrrnnq) Der f. k. Steuerinspektor Julius Weis Ritter von Ostborn wurde vom inanjminister zum Steuer-Oberinspeetor für den ereich der k. I. Finanz-Landes-Direetion i» Graz ernannt. Herr Julius Weis Ritter von Ostborn steht in Pettau sowohl als Beamter wie als Privat-mann im allerbesten Andenken und erhielt daher bereits verschiedene Glückwünsche zu seiner Beförderung seitens seiner hiesigen Freunde und Verehrer. (Trauung.) Herr Gutsbesitzer Rud. Warren-L ip p > t auf Thuenisch, hat sich am 29. Jänner 189V im Schlosse Cabuna in Slavonien mit Comtesse Anna Äankovich, Tochter des Grafen Aladkr Jankovich v. Priberd und Vuchin. k. u. k Kämmerer, crbl. Mitglied des ungarischen Oberhauses jc. und der Gräfin Clotilde Jankovich geb. Gräfin BombelleS, SternkreuzordenSdarn e. vermählt. (Frau Earoline piek f.) Am 25 Jänner starb i» Graz die treue Lebensgefährtin deS um Pettau vielverdieiite» Bürgers Herrn Wilhelm PiSk, nach kurzem Krankenlager, infolge einer überstaiidene» Operativ» im 60. Lebensjahre. ES ist ein schiverer Schlag für den ebenfalls im Greisenalter stehende» Gatten, am Abende emeS reichbewegte» Lebens die Gefährtin zu verlieren, welche ihm in den glücklichen ebenso, wie in den schweren Stunde», die ein Menschenleben in sich schließt, teilnehmend a» de» vielen Erfolge», tröstend und aufmunternd nach fehlgeschlagenen Hoffnungen, erm»thige»d und beruhigend »ach «»verdienten Anfeindungen, denen jeder ausgesetzt ist. de» in der und sür die Öffentlichkeit wirkt, eine liebevolle Gefährtin gewesen. Trost gibt eS für solche» Schmerz »icht, aber der Man», welcher ei» Menschenalter gearbeitet und seine Arbeit vielfach auch von Erfolg und Anerkennung gekrönt und mit Auszeichnungen bedacht sieht, empfindet die allgemeine Theilnahme gerade in solchen bitteren LebenSstunden doppelt. Und diese allgemeine Theilnahme mag ihn aufrecht erhallen, auf dass das bittere Leid um den herbe» Verlust seine Thatkraft »icht lahme »ad seine Geistes frische nicht trübe an» Abende sei»es viel bewegte» Lebens. „Es ist bestimmt in Gottes Rath, da!» man vom Liebsten »vaS man hat, mns» scheiden." Alphabet?, als da sind: e, f, g, a, h, c. d. uothdürstig bekannt gcinad)t, fetzte fidj später dnrd) den übermäßigen Genuß von Sirop («pillnire, Bier oder Grog in den Besitz einer sogenannte» Stimme, die er im Gesangvereine beim Studium Bernay'scher Balladen zur bürger-licheu Geltung bringt und sich da »nd dort ein-mal deS heimliche» verbrecherischen Umganges mit eine» gesunkenen Violine oder Flöle schuldig macht. Tcssenungeachtet bin ich ein ständiger Besucher der BolkSgarte» Concerte. erfreue mich, soweit es meine bescheidenen Mittel gestatten, des Umganges mit Künstlern und «iinstgen offen. Als joldjer war ti nur Bestimmung, die Zahl der Bes»d)er beim Kammermusik Abend zu einer ungeraden zu machen. da ich an die Ersdieinung, dass mehr spielen, als zu hören bereits gewolmt bin. Bor mir das ausgezeichnet gewählte Programm mit dem Titel: „l. Kammermusik-Abend" der Herren Direktor P. Schmidt, E. Schmeißer und L. Suchsland lehnte ich mich in den gähnenden Rache» des Musikvereinssaales. Schon bei der ersten Nummer Bargiel'S Trio op. 6 habe ich den herrlichen Dreiklang begriffen, in dem die drei Bortragende» zusammenklangen. Ich folgte mit innigem Behagen noch der Einleitung durch ei» kurzes Adagio dem Satyf mit der Bezeichnung „Allegro energico", mit welcher zugleich der Character deS darauffolgenden HanptthemaS des t. SatzeS ausgesprochen ist. Das Spiel jedes Einzelnen liegt mir ferne, weil das ganze musikalische Dreigestirn zur vortrefflichen Wieder-gäbe sein beste» Können einsetzte. Der Erfolg hat zur Genüge dargethan, dass jedem Einzelnen musikalisches Wissen »ud Können iunewohnt. DaS gepaart mit ernstem Wollen. Tüchtiges z» schaffe» im stände ist. Das vorzügliche Clavierspiel des DireetorS Herr» P. Schmidt errcgte uugetheilte Bewunderung. Mit der brillant gespielte» Polonaise i» As von Chopin und einer Etüde von Steffen-Heller, erwies sich der Vortragende neuerdings als Pianist von Bedeutung. Mit seinem herrlichen, nuancenreiche» Anschlage und seiner feinmusika-lischt» Auffassung verrieth er den Künstler, der eS versteht, nicht bloß mit seiner großartigen Technik zu prunken, sondern am Claviere bald zu singen, bald zu plaudern. Der ihm gespendete tosende Beifall war gerecht, er mag ihm ein neue» Ansporn sein, zu iveiterem ernsten Streben. Herr E Schmeißer, der u»S zum ersten Male im Kammerconcerte begegnet, wählte sich zum Vortrage WieniawSky'S Legende op. 17 und MoSzkowSky'S Serenata aus op. 15 für Violine. Wenn ihm die Legende Gelegenheit gab. zu zeigen, dass er ohne auf der gefahrvollen Höl>e der Applikatur Seiltäuzerei zu betreiben, sein Jnstrumeiit beherrscht, so war es die Seranata. die eS ihm möglich machte, durch Weichheit und Schmelz merken zu lassen, dass er auch als Solist als würdiger Dritter nicht zurücksteht. Die Perle des Abendes war jedoch entschieden die durch exactes und virtuoses Zusammenspiel einzig schöne Wieder-gäbe des ©chut>ert'jd}eii Trios tii B, op. 99. Welche Fülle der herrlichsten Melodien! DaS Hauptthema dcS l. Satzes wechselnd mit einem kunstvollen, anmuthigen 2. Thema, bis sich in der Durchführung beide z.i einem Zwiegespräch ver. einige». De» lribeuschastliche Aufschwung vor dem Sdzlusfe war vo» entzückender Wirkung. Im 2 Satze als Ausdruck der zarteste» und tiefste» Empfindung im Adagio, in »velchem den beiden Streichinstrumenten die Hauptrolle zugedacht ist. begann da» Cello zart n»0 innig einen zu Herzen gehenden süßen Gesang, zu dem sich später die Violine gesellte, um von beide» gemeinschaftlich weitergeführt, »ach u»d und) am Schlnffe in schönster Harmonie z» verllingen. Prickelnd uud voll übermüthiger l'aiuie zog das Scherzo an unserem Ohre vorüber. Sorglose Heiterkeit ist der Character dieses Satzes. Auch der letzte Satz in Rvudosvri» bewahrt fast durchweg» de» gleichen Cbaracter. Dem anmnthige» Haiipttheiua folgt ein lebhafte« zweites. Wich' reizende »Uaugwirkuiigru weiß der Componist IN dein »eckischen Wechsel-spiel zu erzielen, bis der gesteigerte Schluß dem Ganzen einen wirkuugsvvlle» Abichluß gibt. Die hübsche und verständnisvolle Darbietung des au technische» Sdiwungkeiten uugemei» reiche» Werkes war tadellos, wohlverdient, daher and) die An-erkennnng des Publikums, das nicht müde wurde. Beifall zu klalsd)«» für die würdige Wicd,rgabc des Werkes des todten Meislers, der in diese» Tage» seinen 99. GburtStag feiern könnte. Ihm sei an dieser Stelle ein stilles Gedenken geweiht! — hurno dill. music. — (Ulochcnbtrcilschafl der Fcurrwthr) vom 2. ^'bruar bis 9 Februar, ll. Zug ll. Rotte; Zugs-führ«: Laurcntschitsch. Rottführer: Maitschitich. (Stricht über dir gtwrrdlichen Schlachtungen und dir Ltschauvoruahmt iu öcr Aladl pcllau im Zahre 1 B95.> Gesd)lad)tet wurden: 47 Stiere. Vl2 Kühe und Kalbine», 570 Ochse». 1227 Kälber, 12 Schafe, 27 Lämmer, 2 Ziegen, 3H Mitze und Ö55 Schweine. Zusammen 3190 Stuck. Außer-dem wurden im geschlachteten Zustande eilige-bracht uud beschaut: 723 Kälber, 4 Kitze und 591 Schweine. Zusammen 4208 Stück und 283 Kilogramm Rindfleisch. Im Jahre 1894 wurde» inclufive der im geschlachtete» Zustande eiiigesührten, 4881 Stück beschaut, daher im Jahre 1895 353 Stück weniger. Vereinsnachrichten. (Vollversammlung der Filiale pettau der k. k. Landwirtschasts-Krjrllschast.) Die Vollversammlung bei Filiale Pettau der k. k. Landwirt-schastsgesellfchast, weld)e für den 27. Jänner d. I. anberaumt gewesen war. wurde wegen der Abwesenheit de» Obmannes Herr» Wilhelm Pist, welcher anläßlich des Begräbnisses seiner dahin« geschiedenen Gattin in Graz abivefeiid war, auf Mittwoch den 5. Februar verlegt. Beginn 2 Uhr nachmittags in, Gasthose des Herrn Reicher. (Hauptorrsammlong der freiwillige! Feuerwehr.) Am 28. d. M. fand die Hauptversamm-luug der freiwilligen Fenerivehr in Pettau um 2 Uhr nachmittags in Reichers Gasthof unter ziemlich reger Betheiligung der Wehrmänner statt. Anwesend waren außer deu beide» Herreu Haupt-leuten I. Steudte und I Fürst, dann des Ehren-hauptmauues Jg. Spntzey, der Herr Bürgermeister I. Ornig, weld)er bei seinem Erscheinen mit lebhaften dreimaligen „Gut Heil!" begrüßt wurde. Um 3 Uhr nachmittags eröffnete der Bor-sitzende, Herr Hauptmau» I. Steudte, die Ver-sammlung mit einer herzlichen Begrüßung des Herrn Bürgermeisters und der anwesenden Kameraden. Er nahm gleichzeitig Anlas«, den wärmsten Dank allen Freunden und Förderern der Institution der sreiwilllveu Feuerwehr aus-zudrücken nnd insbesondere der Gemeinde, der Pettauer Sparkasse und dem Borschußvereiue für die reichliche materielle Unterstützung, welche die Anschaffung von ve.schiedenen nothwendigen Ge-rathen ermöglichten. Er kam ans das am 10. und 11. Aiigust 1895 abgehaltene Fest des 25-jährigen Bestehen« der Pettaner Feuerwehr zu sprechen und gedachte dabei in Worte» des wärmsten Dankes der Sympathien, »velche der Feuerwehr damals aus alle» Kreisen der Bevölkerung entgegengebracht worden wäre». Sympathien, die der Feuerwehr von Pettau so ungemein »vohlthueud seien, ihr Strebe» sördernd nnd beweisen, dass die Bevöl-kerung mit dem Wirken der Feuerivehr zufrieden sei. Das sei wohl der schönste Lohn sür die Anstrengungen jedes Einzelnen. Redner constatirt die rege Theilnahme der Wehrmänner an allen Übungen und die Raschheil und Piinktlichkeit bei allen Ausrückuugeu. Er ersucht die Kameraden, auch fernerhin so stramm bei der Sache zu bleiben uud insbesondere den regen Cvrpsgeist, welcher dermalen im Bereine herrsche, weiter zu pflegen und des schönen Wahlspruches eingedenk zu bleiben: „Einer für Alle. Alle für Eine»; Gott iiir Ehr. dem Nächsten zur Wehr." Ans da» Wad)fen, Blüljeu und Gedeihe» bri»gt er ei» dreimaliges „Äut Heil!", in welches die Anwesenden lebhast einstimmen. Zum Punkte 2 der TageS-Ordnung ertheilt der Vorsitzende dem Sd)iistjiii)ier Herrn Lvreiitschitsch das Wort zur Verlesung deS Jahresberichtes. Aus demselben sind nachstehende Daten bemerkenswert!): Im abgelaufenen Jahre rückte die Feuerivehr zu vier Schadenfeuern aus, darunter 3 Laudfeucr, worunter 1 in der Weit, chach, 1 in Rann bei Pettan und 1 Stadt-fener (Herrn,gaffe.) Tabei bewährte sich der eleltrische Feuersignalapparat auf das Beste. Am 27. Jäuuer 1895 >oar die letzte ordentliche Hauplversammlung, am 23. Im» Bezirkstag in Zirkoivetz, am 21. Juli Hauptrapport, der mit einer Oidiiungsübuug schloß, am 25. Ju'.i rückte die Feuerwehr zum Leichenbegängnisse ihres Grün-ders und langjährigen Mitgliedes I. Sima ans und am ll). und 11. August 1895 feierte der Verein sei» 25-jahriges Jnbilänm und wurde gleichzeitig der 2. Bezirkstag in Pettau abgehalten. Am 30. August war Ubungsallarm, ivobei die Ab-theilmigen innerhalb 5 Minuten vollständig ge-rüstet und mit allen Gerathen auf den snpponirten Brandplatze erschien und bei der Übung am Bürgerspitalgebäiide e,ne musterhafte Ruhe, DiS-eiplii, und Präzision der Manöver zeigte. An Ausschußsitzuugeu wurden 6 abgehalten. Im Jahre 1895 lvurde» die Wehrmänner Johann Kummer, Johau» Maister, Joses Oblak uud Fr. Sarnitz für ihre ununterbrodienc 25-jähcige Dienstzeit mit Ehrendiplome» ausgezeichnet. Abgegangen sind im verflossenen Jahre sed)Z. neueingetreten sieben Mit-glieder und zeigt der Stand Ende 1895 54 ans-Übende, 188 unterstützende un d4 Ehrenmitglieder. An Unterstützungen flösse» ei« 253 fl. von de» unterstützende» Mitgliedern, 200fl von der Gemeinde-sparkasse, 1(X) fl. vo» der Stadtgenieuide (ohne de» Garantiesond für das Jnbiläumsfest), 50 fl. vom Borschußvereine in Pettau und 10 fl. von der Gemeinde Ran». Sodann erstattet al« Punkt 3 der Tagesordnung Herr Hauptniaun Fürst den Cassabericht. Die Einnahmen und Spenden betragen 831 fl 03 kr., die Ausgaben 831 sl. 03 kr. Da« reine unbelastete Vermögen beträgt 5187 fl. 85 kr. Über Antrag des Herrn Maitzen werden zu Rechnungsprüfern die Herren: Max Strafchill, Jgnaz Spritzet, und Jacob Ferk geivählt. Zu Punkt 4 der Tagesordnung Wahl der Abgeordneten für die BezirkS'Feuerwehilage, werde» die vorjährigen Abgeordneten: Johann Steudte, Jos. Fürst und Zugführer I. Loreutschitjch einstimmig wiedergewählt. Zu Punkt 5 der Tagesordnung Wahl des Sonderausschusses zur Prüfung der letzten BerhandlungSschrist vom 24. Jänner 1895 »nd de« JahresberiditeS wird der Vorschlag de« Herrn Wesiag. die oben angeführten Rechnung«-Prüfer seien zu ersuchen, auch die Prüfung der letzten Verhandl»ng«sd>rist und des Jahresberichtes vorzunehmen, einstimmig angenommen u»d erklären die .Herren andi diese Wahl anzunehmen. Zn Punkt 6 „Allfällig? Anträge" sprechen die Herren Masten »nd Sarnitz bezüglid) der Berichtigung des Jahresberichtes, resp. Anfügung einiger Rainen nnd Daten. Des fernere» beantragt Hr. Maitzen, dass bei Landbränden wegen Vergütung von Fahrauslagen a» die Bezirksver tretung heranzu- trete» wäre. In der über diese» Antrag sich ent-spinnende» Rede und Gegenrede wird ronstatirt. dass die Bezirksvertretung bis zum Jahre 1888 derlei Auslagen für Fuhren bei Landbränden wohl vergütet hätte, resp, dass bi« dahin Jahres« reniunerationen an den Berein gewährt wurden, dass derselbe aber seither mit allen diesbezüglichen Ansuchen abgewiesen wurde. Neuerliche Zuschriften würden daher nutzlos sein und müsse sich der Verein in seinen AuSrückungen zu Land-branden aus weite Entfernungen auch die nöthige Beschränkung auferlegen, bis die Rückersätze der Auslagen für Fuhren bei Landbränden auf weitere Entfernungen eventuell durch ein Landesgesetz geregelt lverden. ?er Vorsitzende bringt sohin die Einladung deS „F. M. Erzherzog Albrecht Bete-ranen-VereinkS" zur Theilnaame am Beteranen-Kränzchen am 1. Februar d. I. zur Verlesung und ersucht die Wehrmänner, auf Grund des vorzüg-licheu kameradschaftlichen Verhältnisses zwischen beiden Vereinen, das Kränzchen zahlreich »nd in Uniform zu besuchen. (Zustimmung.) Desgleichen die Einladung der freiwilligen Feuerwehr von Groß Sonntag zu einer Unterhaltung am näm-lichen Tage. (Wird eine Deputation der hiesigen Fenn wehr nach Groß-Sonntag entsendet werden.) Nachdem weitere Anträge nicht gestellt werden, erhebt sich Herr Bürgermeister I. Ornig und dankt der freiwilligen Feuerwehr von Pettau im Namen der Gemeinde für ihre bisher in Unglücks-fällen bewährte ersprießliche Thätigkeit. Er er-innert an de» 25-jährigen Bestaub dieser Jnsti-tution uud an die großen Fortschritte, welche der Verein in diesem Bierteljahrhundert gemacht. Das sei nur durch den vortrefflichen Kameradschaft«-sinn und CorpS^eist unter den Wehrmäuneru, zu denen er seinerzeit ja auch sich zu rechne» die Ehre hatte, möglich geworden, diesen Geist zu hegen und zu pflegen sei Ausgabt der Leitung deS Vereines, diesen Geist aber uuentwtgt zu bethä-tigen, sei die freiwillig übernommene Pflicht jedes einzelnen Mitgliedes. Da» besage schon kurz und treffend der Wablspruch. Das eS so weiter bleibe, daraus bringe er der freiwilligen Feuerwehr von Pettau ei» kräftiges „Gut Heil!" Dasselbe wird drei Mal lebhast als dankender Zuruf von den anwesenden Wehrmännern wiederholt. Sohin dankt der Borfitze»de für daS zahlreiche Erscheinen und schließt die Sitzung. (volloersammlona des Vereines Deutsches Vereinshaus.) Der Verein »Deutsches Vereins-hauS" in Pettau hielt am 30. Jänner d. I. seine diesjährige Vollversammlung im Separat-zimmer deS GasthofeS Reicher ab. Der Vor-sitzende. VereinSobmann Herr Victor Schulfink eröffnete die Versammlung um 8 Uhr abends, begrüßte die Anwesenden und stellt den Herrn Regierungsvertreter. StadtamtSvorstand Dr. F. Ulrich vor. Sonach erstattet er den Jahresbericht und eonstatirt. dass alle jene Mitglieder, welche seinerzeit bestimmte Beiträge gezeichnet hatten nnd diese Verpflichtung festhielte», »»»mehr vollständig eingezahlt haben. Andere Mitglieder leisten de» Jahresbeitrag per 4 fl. Viele haben ihre Bei-träge ohne weitere Angaben, ob sie dem Vereine ferner angehören wollen, oder nicht, eingestellt, was einen Ausfall von ca. 1400 fl. ergibt. Ob das der Sache fövderlich ist, wolle er nicht be-urtheilen. Jedenfalls wäre au jene Mitglieder, welche bestimmte Beträge auf eine bestimmte Dauer zeichneten und dieser Verpflichtung voll-ständig nachgekommen sind, die Anfrage zu richten, ob sie noch ferner dem Vereine angehören wollen. Sohin erstattet zu Punkt 2 der Tagesordnung der Obmaiinstellvertreter Herr Bürgermeister Jos. Ornig, welcher die Cassientelle versah, den Cassa-bericht, ans dem zu entnehmen ist, dass der Ver-mögenSstand Ende 1895 zusammen die Höhe vo» 927k fl. 94 kr. erreicht hat. welche im Theil« betrage von 105 fl. bei der Postsparkassa, der Rest bei der Pettauer Sparkasse angelegt ist. AuS den Empfängen pr. 1894/5 sind zu nennen: Mit-gliederbeilräge per 501 fl. 90 kr Zinsen von früheren Capitale 648 fl. 97 kr. die Sparkassaspende von 329 fl. 21 kr., die Spende der „Südmark" pr. 100 fl. (JahreSspeude.) vom Herrn — 4 — Emerich Teutsch»,«»» 50 fl.. von Herr» Eckert in Eggenberg eine Sammlung vo» >3 fl. 90 kr. Über Antrag des Herrn Matzun wird von der Wahl der Revisoren Umgang genommen und den RechnnngSleger das Absolutorium ertheilt. Die Neuwahlen in den Ausschuß (Punkt 3 der TageS-ordnnng) ergaben folgendes Resultat: Obmann Herr Victor Schulfiuk (wiedergewählt). Stellver-treter Herr Bürgermeister Josef Ornig (wieder-gewählt), Ausschüsse die Herren: Dr. Franz Ulrich, (neu), Jakob Matznn, (neu). Ersatzmann Herr Jgnaz Spritzey, (neu). Die Herren erklären die Wahl anzunehmen und besteht sonach der neue Ausschuß nach den Ergänzungswahlen aus de» Herren: Victor Schulstnk, Obmann, Jos. Ornig. Obmann-Stellvertreter (Cafsier), de» AuS-schüssen Dr F. U lrich, Jos. Kasimir. Josef Kollenz. A. Sellinschegg, Johann Sleiidic (alle alt) und I. Matzun (neu.) Ersatzmänner sind: H. Molitor und H. Stary (alt) Jg. Spritzey (neu.) Punkt 4. Allfällige Anträge. Nachdem der Herr Vorsitzende bereits bei seinem Jahresberichte den Wunsch ausgesprochen, eS sei wünschen»« iverth, dass der Fond rascher anwachse und eS seien Mittel zu finden, welche das erinög-liche, stellt Herr Obmanustellvertreter den Antrag: Es sei für den letzten FaschingStag (Fasching-dienStag) eine zwanglose Faschingschlußfeier im Casinosaale abzuhalten, bei welcher in erster Linie nur aus eine wirklich angenehme, alles überflüssige Beiiverk ausschließende und ausschließlich allein der frohen Stimmung des letzten FifchingStagcS Rechnung tragende Unterhaltung der Geladenen Rücksicht zu nehmen märe. In Ausführung dieses Programmes, bei dem selbstverständlich das Tanz« vergnügen die Hauptrolle zu spielen hätte, sei für die genügende Zahl flotter Tänzer zu sorgen, die Damen aber zu bitten, in gewöhnlicher Strassen-toilette (etwa Sommertoilette wegen deS TanzenS?) und zwar je einfacher, desto besser, zu erscheinen und einen Bruchtheil der Koste», welche sie sonst sür die unvermeidliche Balltoilette ausüben, dem Bereiiisfonde zufließen zu lassen. Das» die Herren sich ebenfalls dementsprechend einfach kleide», fei natürlich. Der Antrag findet lebhaften Anklang und »ach Rede und Gegenrede wird der Vorschlag des Herrn Obmannes angenommen, dass sich der VereinsauSschnß ad hoc als VergnugungScomitS constituire und in einer demnächst einzuberufenden Sitzung durch Wahlen ergänze. Der Herr Obmann ordnet fohin diese ComitSsitzung sür SainStag den 1.' Februar 11 Uhr vormittags im Rathhaust an. Sodann Schluß der Versammlung. Über diese FaschingSunterhaltung (FafchingSschluß) be-richten wir an anderer Stelle. (Hauptversammlung der Männrrortsgrnppe pettau irr „diiftmark.") Die hiesige Männer-ortSgruppe deS Vereines „Südmark" hielt am Donnerstag den 30. Jänner d. I. ihre die»-jährige Hauptversammlung im Saale des Gast-Hofes Reicher ab. Der Obmann. Herr Victor Schulfink, eröffnet die Versammlung um 4 Uhr. begrüßte die anwesenden Mitglieder und de» Regierungsvertreter Herrn Stadtamtsvorstand Dr. Ulrich und erstattete sohin den Jahresbericht mit der Bemerkung, dass die BerwaltiingSgeschäfte sich glatt abwickelten, die eingelangten Stücke reservater Natur von ihm selbst erledigt wurden und die über Auftrag der Hauptleitung eingeleitete Sammlung sür die durch das Erdbeben iu Laibach Verunglückten durchgeführt und der eingegangene Betrag seiner Bestimmung zugeführt worden sei. Sodann ertheilt er das Wort dem Schriftführer Herr» Carl Weffely zur Verlesung der Verhand-lungSschrist der letzten Hauptversammlung. Die Fassung derselben wird genehmigt. Der Cassier Herr Jgnaz LeSkoschegg erstattet sohin den Cassa-bericht. Aus demselben ergibt sich bei einem Cassareste von 2 fl. 86 kr. vom Vorjahre ein Empfang von 88 fl. 99 kr., darunter die Jahres-beitrüge pr. 53 fl., Sammlungsergebnis bei einer Vereinskneipe deS hiesigen deutjckM Turn-Vereines im Betrage vo» 8 fl. 80 kr., ans den Sammlungen sür Laibach der Betrag vo» 17 fl. 80 kr. und eine Speiide des Herrn Blanke vo» 5 fl.. dann die Beträge auS den aufgestellten Sammelmohren. Die Ausgabe» beziffern sich auf 83 fl. 64 kr. mit einem Caffarest von 35 kr., darunter l6 fl. 30 kr. für die durch daS Erd-beben in Laibach Veriiiiglückte». den JahreSbei-trag an die Hauptleitung pr. 43 fl. und Ver-waltnngSauSlagen. ES wird über Antrag deS Herrn Bürgermeisters I. Ornig dem Rechnung«, leger daS Absolutorium ertheilt. Zu der „u„ vorgenommenen Neuwahl der OrtSgruppenleitung ersuchte der dermalige Obmann Herr Schulfink von seiner eventuellen Wiederwahl abzusehen, da er eine solche nicht mehr annehmen könne, nach-dem er durch seine BerufSgeschafte daran verhindert sei. diese Stelle zu versehen. D> mittelst Stimm-zettel vorgenommene Wahlergab folgendes Resultat: Gewählt wurde»: zum Obmanne Herr Carl Filaferro, zu dessen Stellvertreter Herr Heinrich Großaner. zum Schriftführer Herr Carl Wessely, zum Zahlmeister Herr Jgnaz LeSkoschegg. Von der Wahl vo» Stellvertreter» wurde abgesehen. Bei der nun folgenden Wahl zweier Delegirten z»r Hauptversammlung der „Südmark" wurden die Herren: Carl Filaferro und Heinrich Großauer durch Zuruf gewählt. Zum Punkte Allfällige Anträge stellt Herr Jg. LeSkoschegg eine Anfrage bezüglich der Vereinsgelder, welche vom Vorsitzenden sofort und ausführlich beantwortet wurde. Herr Bürgermeister Ornig fordert anläßlich der Resignation deS bisherige» Herrn Ortsgruppen-leiter» Herrn V. Schulfink, dessen Verdienste sowohl um die Gründung, wie um da» Ausblühen der hiesigen Ortsgrnppen der .Südmark" er in ehrender Weise hervorhebt, die anwesenden Mitglieder der Hauptversammlug auf. dem scheidenden Obmanne den Dank zu votieren. (Geschieht durch Erheben von den Sitzen.) Nuchdem der Geehrte sür diese Anerkennung gedankt uud versprochen hatte, auch ferner noch im Interesse der „Sudmark" zu wirke» uud selbe zu fördern, schließt er die Versammlung, nachdem sich niemand mehr zum Worte meldet. Nach Schluß der Versammlung werde» einige gespendete Gegenstände unter den Anwesenden versteigert, wa« dem Säckel den Betrag von 3 fl. 60 kr. einträgt. Vermischte Nachrichten. (/iir Cilli.) Bis jetzt wurden dem große» Grazer Ausschusse 12.000 Kronen zugewandt. In der letzten Woche liefen von größeren Beträgen ein; von dem Herrn Dr. Moriz Weitlof und seine Frau Gemahlin in Wie» 400 Kronen, von dem Herrn Rudolf Mayr Edler von Melnhof in Graz 50 Kronen und Herr Karl Neufeld in Wien 40 Kronen, von den Gemeinden: Jnns-brück 200, Eisenerz 100, Reicheuberg und Tarvis je 50 Kronen, Hittau in Sachsen 50 Mark, von den Sparkassen in Eggeuburg (N.-O.) und Mähr. Schönberg je 50 Kronen und von dem Männer-turuverein 30 Kronen. Außerdem sandte» namhafte Beträge die Gemeinden Waidhofen an der Taya, Schrems und Gute »stein und die Sparkassen Herzogenburg und Korncuburg. Die folgenden Mitglieder de« großen Ausschuffes hatten mit ihrer Sammeltätigkeit viel Erfolg: k. k. Univer-sitäts-Profeffor Dr. Gustav Pommer in Innsbruck sammelte (im Jnnsbrucker Turnverein 80 Kronen, Dr. Hans Degle in Kindberg 92 Kronen. Bürger-meister Wilhelm Zainponi in Judenburg 41 Kronen, Rechtsanwalt Dr. Anton Srstka in Villach in seinem engeren Bekanntenkreise 44 und in der sogenannten Mittwoch Tischgesellschaft 45 Kronen, k. k. Forftassistent Adolf Ruckensteiner in Tarvis weitere 31 Kronen. Schriftsteller Franz Dittmar in Nürnberg 60 Mark und Baumeister Max Seysert in Riesa (Sachsen) 30 Mark. — Der Münchener Hilfsausschuf» für Cilli wird anlässlich seines von ihm unter Mitwirkung von Mitgliedern des königlichen HoftheaierSzu veranstaltenden Festes, dessen Reingewinn dem Cillier Studentenheime zufällt, eine prachtvolle Festschrift herausgeben, die Beiträge unserer größten Dichter und Künstler enthalten soll. Professor Franz Dcfregaer, der unsterblliche Meister, wird ein Bild schassen, das zugunsten Cillis vcrkanfl wird. Ein uugenannt sein wollender Freund Defreggers hat dem Münchener Hilfsausschusse 1000 Mars gespendet. Solche Äußerungen deutschen Volksgeistes u»d Lpfersinne» wirken erhebend und befeuernd. Weitere Geldspenden nimmt Dr. Raimund Neckermann, Rechlsanwalt in Graz, (Herrengasse 15) entgegen. (Vrprschtn-Vrrkrhr mit England.» Die Handel«- und Gewerbekammer in Graz ersucht um Bekanntgabe einer für Geschäftsleute, die mit England in Verkehr stehen, wichtigen Mittheilung der englischen PostVerwaltung. Dieselbe betrifft Telegramme mit verabredeten oder verkürzten Adressen. Solche Depeschen, die durch die Post zuzustellen sind, werden, wenn sie vo» den Telegraphen - AnkuustS - Stationen mangels vorgeschriebener Registrirung nicht in die volle Adresse (offene Form) gebracht werden können, von den englischen Postämtern nicht zugestellt, da sie diesen unverständlich bleiben. Es liegt daher in solchen Fällen im Interesse der einzelnen mit englischen Geschäftshäusern in Verkehr stehenden Firmen, entweder dafür Sorge zu tragen, dass die Tele-graphen-Ankunst-Stationen von Telegrammen mit verabredeten oder abgekürzte» Adressen über diese letzteren und über die wirklichen Adressen instruirt werde», oder aber Telegramme überhaupt nicht in solcher Weise zu adrejsiren. weil man Gefahr läuft, dass dieselben d.n Adressaten nicht zugestellt werden können. Handel und Gewerbe. (Kundmachung^ Dick. k.Bergwerks-Producten-Verschleiß-Direction in Wien, l., Herrengasse Nr. 23, als Central-Verkaufsstelle für sämmtliche auf den ärarischen Montanwerken producirte Metalle und Producte, bringt hiermit zur Kenntnis, das» sie mit dem Verkaufe des auf diesen Werten producirten HüttensilberS, welche» bisher ausschließlich zu Münzzwecken verwendet wurde, in ihren AmtS-localitäten begonnen hat. (Landivtrtschastlichrr Maschinenmarkl in Wien.) Die Handels- und Gewerbekammer in Graz übermittelt uns folgende Nachricht: Die k. k. LandwirtjchaftSgesellschaft in Wien veranstaltet in der Zeit vom 9. bis 14. Mai l. I. den II. inter-nationalen landwirtschaftlichen Maschinenmarkt in Wien, der den Zweck verfolgt, einerseits dem Landwirte Gelegenheit zu geben, seinen Bedarf in bester Weise zu decken, andererseits aber den landwirtschaftlichen Vereinen die Kenntnis der besten Systeme landwirtschaftlicher Maschinen zu vermitteln. Die Betheiligung der Maschinen-fabrikanten ist in zehn Abtheilungen gedacht und wird in einzelnen Gruppen auch eine Prüfung von Neuheiten aus dem Gebiete der landwirt-schaftlichen Maschinentechnik geplant. Die An-Meldungen sür sämmtliche Gruppen sind unter Benützung des zur Ausgabe gelangten Anmeldung?-formulareS bis 15. Märt l. I. an da« Comite (Wie». I. Herrengasse 13) einzusenden, die Anmeldungen für die Prüfung von Neuheiten haben jedoch schon bis 1. März zu erfolgen und sind die letztgenannntenObjecte bislängste»s9.Aprill.J. an das Comite einzusenden. Alle Anfragen im Gegenstände find au das Comite unter der obigen Adresse zu richten. Nicht übel. ES gibt Charaktere die so trocken sind, dass man förmlich Herz und Seele, Gefühl. Verstand und Vernunft in ihnen scheppern hört, wie die Nummern im Beutel bei einer Tombola, wenn sie gerüttelt werden. Cin solch' trockener Menfch ist einer meiner Bekannten und die höchste Gefühlsäußerung, die er sich erpressen läßt, ist ein einfaches: „Nicht übel." „Nicht übel!" ist sein gewöhnliches Urtheil, wenn wir beim Spazierengehen einer auffallend schönen Dame begegnen; — „Nicht Übel!" — brummt er, wen» er einen vortrefflichen Tropfen prüfend dnrch seine Kehle gleiten läßt; — „Nicht übel!" lächelte er, als von der jüngsten Moment-Verlobung gesprochen wurde und — „Nicht übel!" — ächzte er, als er vor einiger Zeit den ersten Theil deS Weges vom „Schweizerhanse" nach — 5 — der „Brinner-Allee" hinab. — sitzend zurücklegte und sein reizender Lodenhut sammt Aufputz bei dieser Entgleisung auf die Fahrbahn kollerte. AI» er den gänzlich havarirten Deckel, der am Ende der Fahrt höchstens noch auf einen Lumpenball einige Bewnnderung erregt hätte, nothdürstig aufgebügelt hatte, seufzte er blos: „Nicht übel!" Sie sind unter Umständen beneidenswert, diese trockenen Phlegmatiker, aber mich macht solche Trockenheit »ervöS. „Herrgott von Asien! Was für herrliche Augen, funkelnd wie ein Paar Sterne in klarer Winternachtl" — brach sich jüngst mein Ent-husiasmus mitten in einer großen Gesellschaft Bahn. Ich war wirklich ganz weg vor Bewunderung Und was entgegnete der Unverbesserliche? — „Hm ja. nicht übel! gerade so wie die zwei Hinterräder vom „Großen Bären" leuchten sie," — nickte er ganz ernsthaft. Und da soll einer nicht nervös werden? Nervös, denn unwillig wäre zu viel, da er sonst ein ganz vortrefflicher Mensch ist. der sicher keinen Scherz verdirbt und ein musterhafter Ehe-mann werden konnte, wenn er nnter die Haube zu bringen wäre. Aber daran ist nicht zu denken, denn seine stereotype Ablehnungsformel lautet: „Ich - heiraten? Nicht übel!" — Als er in der montägigen „Tagespost" den großen Artikel über die Eröffnung der Wasser-gasanstalt in Radkersburg las. schien er endlich doch einmal warm zu werden, denn er nickte lebhaft mit dem Kopfe nnd murmelte wiederholt: „Nicht übel!" — Wir waren gespannt auf sein Urtheil, aber was sagte er? — „Am Ende fällt eS gar noch einem ein. auch Pettau mit Wasser-gas zu beleuchten, blos weil in der Drau mehr Wasser ist, als in der MurI Unsinn, wär' nicht übel! Warten wir lieber auf die elektrische Be-leuchtung. die ist moderner und daS Wasser, welches bis dahin noch drauabwärtS rinnen wird, sollen sie lieber der Feuerwehr schenke», für den Fall eines Prairiebrandes in der Herrengasse; oder dem „Verschönerungsverein", damit er die Minoritengasse ein bisserl ausreiben u»d ab-schwemmen lassen könnte. An reibfähigen ländlichen Jungfrauen ist in der dortigen Gegend kein Mangel und die Minoritengasse ist näher als drr StefanSthurm." — Darauf warf ihn jemand am Stammtische ein, dass die „reibfähigen" Jungfrauen bald alle sein werden, da bereits der Abordnete Sava ObradoviS und vierundzwanzig Genossen in der serbischen Skupschtina den Antrag auf Einführung einer Junggesellensteuer eingebracht haben, so dass jeder Mann vom dreißigsten Jahre an. der nicht heiratet, bis zu seinem fünfundsechzigsten Jahre daS doppelte seiner gewöhnlichen Steuer zu zahlen habe; Witwer sind blos die ersten fünf Jahre steuerfrei, wie umgebaute alte Häuser. Heiraten sie »ach dieser Zeit nicht zum zweitenmale, dann zahlen sie auch das doppelte! — Aber unser Phlegmatiker läßt sich nicht aus seiner Ruhe bringen. — „Nicht übel!" — sagte er nachdenklich. — „Wenn Lucger einmal in Wien einen solchen Antrag einbringen sollte, dann unterstütze ich denselben." — Wir waren paff! Also er, der hartgesottene Junggeselle ist für eine Junggesellen» steuer? Unglaublich. — „Sie würden also heiraten?" — frug einer. — „Heiraten? Nicht Übel l fällt mir nicht ein," — lachte er kopfschüttelnd. — „Na, also würden Sie mit Vergnügen eine hohe Junggesellensttuer zahlen?" — frug ich erstaunt. — „Würde mir das Vergnügen schenke»." — brummte er. — „Ja. aber zum Henker, was würden Sie thun?" — rief es durcheinander. — „Sehr einfach meine Herren." — sagte er mit größter Seelenruhe. — „Da» Gesetz soll gegen da» Sitzenbleiben vermögensloser Mädchen gemacht lverden Nun, lassen wir »ach Einführung einer solchen Steuer die Mädchen einfach links liegen und halten wir uns an die Witwen. Diese werden mit Vergnügen die ganze oder wenigsten die Hälfte dieser Steuer nnS tragen helfen, oder rückvergüten, denn sie sind froh, dass sie frei sind nnd werden zufrieden sein, größere Auswahl zu haben." — Nicht übel! P. Theater am 31. 3nnncr 1896. »Der Heiratsschwindler. Operettenposse von Buchbinder, Mnsik von Weinzierl. gieug, trotzdem die Mehrzahl ver ständigen Besucher anderweitig vergeben war. bei gut besuchtem Hause in Scene und hatte einen vollenErsolgzu verzeichnen, was bei Possen schon lange nicht da war. Wenn auch eine Local-Posse, bei welche» in der Regel die eigentlichen Pointen nnd Schlager verloren gehen, kam man doch ans dem Lachen nicht heraus und dazu ist die Zwischenaktsmusik prickelnd und melodiös. Gespielt wurde so flott, wie schon seit einer ganzen Reihe von Vorstellungen nicht und man wh einzelne ständige Theaterbesucher Veisall klatschen, die sonst kühl bi» an'S Herz hinan bleiben. Diesen Effekt erzielte das vortreffliche Zusammenspiel aller uud das temperamentvolle Spiel jedes einzelnen der Auftretenden. Die Ehre des Tages gebührt wohl den Herrn Arthur, „Fleischhauermeister Hubinger." (wir ersuchen da gleichzeitig nm die richtige NamenS-angabe der auftretenden Künstler auf dem Theater-zettel), der ein wahres CabinetSstück eine« alten Wieners schuf, eine Figur, die stets sympatisch ist, mag sie einem an der Donan oder sonst irgendwo in der Welt begegnen. Wenn wir Herrn Arthur auch in keiner anderen Rolle sonst gesehen hatten, wir würde» doch steif nnd fest behaupten, dass er ein tüchtiger Charakterdarsteller fei. Ebenbürtig zur Seile stand ihm Herr Nasto r, „Privatier Burger," der den aus der strammen häuslichen Zucht entwischten Ehemann, welcher ohne Gewissensbisse auf Eroberungen ausgeht und leichten HcrzenS jeder seiner Momentbräute 'S Heiraten verspricht, dabei zu hintergehen glaubt und selbst von der geriebenen „Milli Lax" (Frau Knirsch) als Würzen benützt wird. — so schneidig »nd waS daS schwierigere ist, so glaubwürdig darstellte, dass er — den Ehemännern damit einen schlechten Gefallen erwies, deren bessere Hülste im Zuschauerraume saßen. Wenn ihn diese „besseren Hälften" eine entsprechend refche Frau wünschten, eine reichere als die „Lina" des Frl. Görbitz-Helson könnten sie sicher nicht auftreiben. Die richtige Wienerin, die trotz aller wahren und erdichteten Schandthaten ihres über die Stränge schlagenden Eheherrn, der Welt gegenüber daS Dekorum wahrt, um erst in den häuslichen vier Pfählen daheim dann Gericht zn halten, wobei einem formlich gruselt, an diese Abrechnung zn denken. Ihr Spiel in den Scenen mit dem Talmi Don Juan „Karl Felbinger" (Herr Rödl) war vorzüglich und in den Scenen mit ihrem Manne „Franz Burger" (Hr. Nastor) geradezu typisch. Keine könnte die Entrüstung nnd daS aus derselben hervorschimmernde Verzeihen nnd Entschuldigen der Fehler deS trotzdem geliebten Gatten, besser zum Ausdrucke bringen. Der Professor „Gottlieb Lipke" deS Herrn SaIder », der den sächsischen Dialekt sehr gut beherrschte, war köstlich. Seine Frau „Helene" (Frl. Holler) paßte vortrefflich zu ihm, allem znm „niitreu werden" hatte sie absolut nicht das Zeug; „dass sie ihr Mann nicht verstehe" sagte sie zwar sehr oft, aber sie war zu kalt, um sich von „Bürger" „verstehen zu lassen." Den Karl Felbinger des Herrn Rödl hätten wir nnS mehr unternehmender gewünscht; mit solch lauwarme» LiebeSbetheuernngen reussirt man nicht einmal mehr bei unseren modernen Back-fischen. Im Zweigesange mit „Lina" (Frl. Görbitz-Helson) entwickelte er bedeutend mehr Tempe-rament, al» im Zweigespräche. Frl. Helene Helson (Josef Hubinger), trug ein wenig zu stark auf. wie alle Damen in Hosenrollen, war aber trotz-dem ein „lieber Kerl", dessen Rennomagen mit allerlei Liaison» glaubwürdiger klangen, al» die Abenteuer des „Carl Felbinger." Alle anderen Rollen waren in guten Händen, die der „Rosa Hnbinger" (Frau Saldern) in sehr guten. Der Souffleurkasten wurde selbst bei den GesangSnummern ignorirt, eine ebc;.fo auffallende, als erfreuliche Thatsache. 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Verlesung der Verhundliingaschrist über die letzte Versammlung. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Hechensohastsbericht für das Jahr 1895. 4. Berathung der fiir die 72. allgemeine Versammlung am 24. und 25. Februar bestimmten (iegenständo. si. Wahl von 2 Abgeordneten l'iir "big«' Versammlung 6. Vortrag des Ihrm Antun Sliegler über Kellerwirtschaft. 7. Neuwahl der Filial-Vorstehung. 8. Allflillige Anträge. Der AUSSChuSS. Zu dieser Versammlung haben auch Nichtmilglieder Zutritt. Vorzügliches Mrdchm preiswiirdig zu habe». iütuie r i u fj n ii ö -380 bksiehungsweise «wri UJolniuiujint tu miethen bei Sebastian iurh, Kanischavorftadt. Kaufet Südmark-Zünder! pro 1896 in grösster Auswahl vorriithig bei W. Blanke, Pettau. r ajigen Sie keine Ratten u. Mäuse» : Mindern vernichten Sie dieselben mit 5i" V. Koppe's HEEOLIN. Unschädlich für Menschen und HauMhicre. In Dosen ä() kr. und 90 kr. erhältlich. Hauptdepot hei J. Grolich in Brünn. n.u,M N. ■•Iltor, Apotheker rclldu. SelllaictittBi Kaufmann. 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Mär? bis Ende Uo-vemlier 1896 ständige Winzerknrje abhalten z» lassen, nachdem die sieier-märtische Sparkasse in munificrnler Weise zu diese», Behufe ihre Beihilfe zufalle. Diese Wiiizrrkursc finden in iiiichstehenden »Stalin»,» statt: 1 A» der Landesredenaulage zu Ankenslein bei Petta». 2. An der Landes Obst' »»d Weinbaiiichnle i» Marburg und 3. uii landschaftlichen Wringute in Leibnih. I» jedem dieser Winzerkurse köiine» vorderhand zwölf Winzer auf« gtnomme» lverden, welche dortselbst freie Wohnung, die ganze Äerpslegung und außerdem einen Monatsloli» von 4 fl. crlmiten. In diesen Murfrn werden die Winzer in erster Linie praktisch aus-gebildet werde» und erhalten nur insoweit aiidj einen theoretischen Unterricht, »ls bei de» vorarbeite» bei der Nencnltur zu wisse» »»bedingt erforderlich ist. Nach Schilift deS »iirses rilialte» die Freguenlaiite» je nach ihrer Eignung Zeiignisse ausgestellt. Die Bedingungen zur Änsnahme sind: >. Nachweis über das zurückgelegte I<». Lebensjahr. 2. Ei» unbescholtenes Borleben und 3 müsse» sich die Bewerber verpflichte», vom 1. März bis Ende November IH96 uiwutfrbrudieii im Curse z» verbleibe» und alle die Aus-bildnng be^i^ckeude» ?l»vrdnuuge» der landsch. Organe Folge zu leisten. Die diesbezügliche» stempelfreie» tÄeiuche sind bis längsten» 10. Februar t^9tt an de» steierm. Landes-Äusschuß i» (!>raz z» überreichen. Graz. im Jänner 1896. Vom steicrmärkischeu LandeSausschusse. Fensterverglasungen jeder Art, übernimmt die Glas-, Porzellan- u. Spihandln ng JOSEF KOLLENZ. :cö e*> =3 O < tu 3 x- CD Einladungs- Karten und Tanzordnungen in geschmackvollster Ausführung liefere die Biuhdrurkeiei W. Blanke iti Pettau. IIIMIHIWI» Die größte Auswahl von .chrati-)!ränzen geschmackvoll gebunden, von rroetiioctlrn SchsuSgr^nftäide» für nur Gulden 5,75 i Fac?ongold-Remontoir-Taschen-Uhr mit j»n«iiffl rffliillrtrm im (tüiibiflni: Hrd{l(lonltiKif «ab #naHjif,tTb;oll. ®tr lehr düd!« atfiirWn OtUuir (in» au* dem iifnnilKrfKn A«?«iigold. 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Chor aus der Oper „Ijer- von Borodin. 2 Theil: Zwei Kirchenchöre a capella: a) Vater nnser, Klostersül des 16. Jahrhunderts (Kiew.) b) Cherabiaenjreiiaag. von Bortniansky. Sopransolo: der 25-jähnge Zwerg Mischa Tschurelin. H. Theil: 1. Die Matter liast Mascha nicht über den Plus», ruas. Nationallied. 2. Siuses MSdel, da konmen die Bojarea, von Dargomigsky. 3. Trauermarsch, von Vilbois. 4. Wierealied, von KaschperofT, arrangirt v. N. Slaviansky. 6. RaMisehes Zigeanerlied. 6. Ei Ochmen. 0 *< & m m m m m m m m m *> W » SM GE8CHÄ FTS-ANZEIGE. Wir beehren uns dem P. T. Publikum hiermit anzuzeigen, dass wir das alte Manufacturwaren-Geschäft der Firma J. N. FERSCH in Pettau, Ecke des Flori^lIpl^tBes und der Färbergasse käuflich erworben und als Filiale unseres Hauptgeschäftes in Pettau. weiterführen werden. Das vorhandene Waarenlager werden wir im Einzelverkaufe zu tiol herabgesetzten Preisen hintangeben. Dem P T. Publikum wird somit die Gelegenheit geboten, Bedarfsartikel aus dieser Branche bedeutend billiger als sonst einzukaufen und laden wir dasselbe ein, sich durch Probekäufe von der Wahrheit des Obgesagten zu überzeugen. Auf zahlreichen Besuch und lebhaften Zuspruch rechnend, zeichnen hochachtend Sads Co. in Pettau. (Hauptgeachüft Ecke der Klrohengaaae. Teutachmann'achee Haus.) 5* v* 5 F 6 5* 0 B ># 5* 5* B & W f* Ül. Verantwortlicher Tchrisllkiter: Iolrf yrlSiicr. Druck und Nerlag: W Blanke, Pettau.