Nr <. Freitag, 2. Jänner 1891. 11U. Jahrgang. MbachKM Zeitung. »»««»merat»u««»»rei»^ Mt P,stue r< ei, du n« : aanMhr!« st, ,». halbMria sl. ? 50. Im«°mptolr: I Dle .Uaibacher Zeitung» ersch««nt tägNch mit «usnahme d« H°nn° und Ft!,rtag», Dle «b«ln«ftra«>,« «aniu«hri, ft, ll. balblUdri« ft.««». Für die «ustellmi« !n, HauH gf< «fteren Wifberholmig«,, per Me » tr. V 10 bi« l» Ul,r vormittag«, - Unfianlierte «riefe werden nicht angenommen und Maimscripte nicht zurückgestellt. Mit 1. Jänner , b,aa«n ein neue« Abonnement auf l»i> Mliacher Zeitung. Vle Prenumeration«.Vedin«ungen bleiben „«»erindert und betragen: «it Poftversendung: ftlr Laibach: ««nzjährig . 15 fl. - lr. aanzjichri, . . 11 ft. — lr. halbjährig . . 7 „ 50 „ halbjährig . . 5 „ 50 „ «erteljährig . 3 „ 75 „ vierteljähriz . 2 „ 75 „ monatlich . . 1 „ 25 „ monatlich . — „ 92 „ FHr die Zustellung insHaus fitr hiesige «b»nnenten per Jahr 1 Gulden. MHs^ Die Prännmeratlons'Veträge wollen Porto» lr«l zugesendet werden. Jg. 0. Rleinmayr H Fed. Vamberg. Umtlicher Weil. Ge. t. und k. Apostolische Majestät haben mit«ller-höchster Entschließung vom 23. December v. I. den mit dem Titel und Charakter eines Ober.Postinspectors bekleideten Postinspector Johann Winkt er und den Ministerial - Secretär im Handelsministerium Gustav Mühlberg zu Ober - Posträthen bei der Post. und Telegraphen « Centralleituug im Handelsministerium allergnüdigst zu ernennen geruht. Vacquehem m. p. Der Ministerpräsident al« Leiter de« Ministeriums de» Innern hat den Ministerial.Vicesecretär im Mini-fterium des Innern Oskar Ritter Kalten egg er von Riedhorst zum Bezirlshauptmanne in Krain ernannt. Nichtamtlicher Ml. Die Wahlen siir Groß-Wien. Wien, 31. December. Der erste Schritt zur Vornahme der Gemeinderathewahlen für das ganze neue Gebiet von Wien ist mit der Ernennung der Vertrauensmänner, welche das Wahlgeschäft zu leiten haben, geschehen. Diese Ver» trauensmänner werden die Wählerlisten versenden, über die Reclamationen entscheiden, die Wahltage bestimm?» und die Wahlcummijsionen einsetzen. Da in den neun' zehn Bezirken, zu je drei Wahltörpern. nicht weniger als 57 Wahlkörper wählen und die meisten in zwei bi« vier Wahlcommissionen werden abgetheilt werden müssen, so werden wohl 200 Wahlcommissionen eingesetzt werden, welche die Mitwirkung von circa 1000 Personen erforderlich machen. Abgesehen von dem Um« stände, dass nicht mehr als bloß 50.000, sondern über 80,000 Wähler berufen sein werden, und dass nicht in zehi», sondern in neunzehn Bezirken die Wahlaction stattfindet, wird der formelle Vorgang sich nicht viel von früheren Wahlen unterscheiden. Allein was die Wahl selbst betrifft, müssen wir wohl recht dringend wünschen, dass ein neuer Geist sich derselben bemächtige, der die Wähler antreiben soll, das ausgefahrene alte Geleise zu verlassen und sie in die neue Nahn einführen, auf der sich die Verwaltung Wiens in der neuen Gestalt bewegen soll. Man hat bisher bei Wahlen für den Gemeinde» rath viel Gewicht auf die Erhaltung der Continuität. auf die Bewahrung der Tradition und deshalb auf die Wiederwahl der alten Gemeinderäthe gelegt, und hieraus folgte, dass selten mehr als der zehnte Theil sämmtlicher Oemeinderäthe neugewählt wurde, wiewohl doch stets ein Driltheil der Mandate neu zu besetzen war. Wir wollen von der Qualität der Neugewählten nicht sprechen, einzelne «Junge» brachten ja Lust und Fähigkeit zur Arbeit, guten Willen und rechten Sinn mit, wenn auch die Mehrzahl nur aus «Statisten» bestand. Die Verjüngung des Gemeinderathes gieng unter solchen Verhältnissen nur sehr langsam vor sich. Das konnte man im alten Gemeinderathe angehen lassen, weil ja auch die Aufgaben, die dieser Körper« schaft gegeben waren, innerhalb eines engeren Rahmens begrenzt erschienen und mi- den vorhandenen Kräften gelöst werden konnten, wenngleich sie nicht vollständig gelöst wmden. Anders ist es jedoch mit dem neuen Gemeinde-rathe der Fall. Dieser ist nicht nur an kein Herkommen gebunden, sondern er findet ein ganz neues, ungemein vielgestaltiges Arbeitsfeld. Er hat eine neue Organisa» tion der Verwaltung zu fchaffen; er hat der äußeren Form des neuen Wien das richtige innere Leben einzustoßen, er hat die Assimilierung durchaus verschiedener Stadttheile und Bewohnerschaften anzubahnen; cr hat der baulichen Entwicklung Wiens den richtigen Weg zu weisen; Gewerbe und Handel erwarten von ihm neue Anregungen; öffentlicher Verkehr und Marktwesen müssen auf eine neue Grundlage gestellt werden; die Gesundheitspflege erheischt eine gründliche Neugestal« tung — und in all diesen Aufgaben ist der Gemeinde« rath nicht an eine alte Schablone gebunden, er braucht keine Ueberlieferung fortzuspinnen, er kann und soll vielmehr einen vollständigen Neubau auf allen Gebieten aufführen. Je gründlicher dabei zuwerke gegangen wird, je sorgfältiger das Material gewählt und je vorsichtiger der Bau geführt wird, desto glänzender wird sich der Erfolg gestalten. Da muss es doch wohl jedem einleuchten, dass der Gemeinderath, der eine so große Aufgabe zu lssen hat, aus den tüchtigsten Fachmännern bestehen soll. E« ist kein Zweig des öffentlichen Lebens einer Großstadt, der durch die Neuorganisation nicht betroffen würde. Der Oemeinderath wird daher der Mitwirkung von erfahrenen Männer» auf allen Gebieten der kommunalen und staatlichen Thätigkeit nicht entbehren können; ja, nur die Besten würden eben gut genug sein. um die ganze Körperschaft aufs beste zu berathen. So wird er hervorragender Kräfte auf dem Erbiete des Ver« waltungswesens und der Verrechnunqskunde bedürfen, um die Vereinfachung des bureaukratischen Geschäfts« ganges zu erreichen, ohne die der so complicierte Organismus gar nicht fungieren könnte; er wird technisch und künstlerisch ausgebildete Männer nöthig haben, damit er die bauliche Entwicklung so zu gestalten vermöchte, dass nicht nur die Fehler beseitigt werden, welche durch einseitige Behandlung der Baufrage in Wien und den Vororten entstanden sind, sondern dass er schon bei Festsetzung des General-Regulierungsplanes auf die technischen, hygienischen und künstlerischen Bedingungen ebenso Rücksicht nehme, wie auf die un« abweislichen Forderungen des Verkehrs und des Handels; Männer, welche das Marktwesen anderer Städte gründlich studiert haben und die besonderen Bedürfnisse der Wiener genau kennen, werden ihm bei« stehen müssen, damit endlich die Marktverhältnisse Wiens auf eine gesunde Grundlage gebracht und die Approvisionierung Wiens so organisiert werde, dass fle eine Verwohlfeilerung der Lebensmittel unt- Berück« sichtigung der Forderungen der Gewerbetreibenden herbeiführen; der Rath ärztlicher Fachmänner wird ihm zur Seite stehen müssen, nicht nur, wenn er daran geht, den Sanitätsdienst umzila/stalten, sondern auch bei Festsetzung der baulichen Gestaltung im künftigen Wien; und nicht zum welii^strn wird er tüchtige Volkswirte in seiner Mitte zählen müssen, mit deren Hilfe er das Steuerwesen der Stadt in einer der Billigkeit ent- Feuilleton Der schwarze August. Familienjlizze aus Südafrika. Seit dem Erscheinen meines Reisewertes wurde ich schon mehrmals ersucht, Andeutungen über das Familienleben der Südafrikaner und namentlich der Mischlinge, die zwischen dem dunklen Ureinwohner und dem eingewanderten Europäer die Mitte halten, näher zu besprechen. Offen gestanden, ich bin kein Freund solcher Schilderungen, welche leicht in «Tratsch, übergehen, doch will ich einigermaßen dem an mich gestellten Wunsche entsprechen. Der schwarze August, der trefflichste Jäger, den ich auf meiner Reise kennen gelernt, war in jeder Hin. ficht ein rechtschaffener Mann. Seine freiwilligen Dienst« leistungen hoffe ich. da ich es damals aus Mangel an brauchbaren Geschenken nicht zu thun vermochte, wohl noch einmal dankbar entgelten zu können. Er war ein gewaltiger Nimrod im vollsten Sinne des Wortes, vor desfen Heldenthaten das Herz so manchen großen Iä« ger« in Europa erzittern würde. Im Kampfe mit dem Elefanten, dem Nilpferde, mit dem Löwen und dem Büffel kannte er keine Furcht; hundertmal hatte er in den verwegensten Kämpfen seinen Muth und seine Furchtlosigkeit glänzend bewährt. Glich er so dem gehörnten Siegfried, so hatte er auch diesem gleich seine verwundbare Stelle, sie war zwar nicht dem Pfeil«' d.'r MarutjV. aber dem Pfeile Cupido's zugänglich. Clara. Miss Clarn, das gell>lichbnul'!c Töchteichen eines Buschmann-?, des Schmieds Filan. der mit den Elsenbeinhändlern zum Zambesi gekommen und am Matetse sitzen geblieben war, hatte es August dem «Starken» angethan. Soll ich Clärchens Vorzüge schil-deru? Ich fürchte sehr, für den europäischen Leser wenig vorbringen zu können. In August, des Mischlings, Augen war Clara eine Schönheit, sie besaß jene Reize, welche dem Leser wohl als Eigenthümlichkeit in der Körperbildung der südafrikanischen Hottentoten« Buschmannweiber bekannt sind. Cs sind jene Reize, welche, Dank einer hässlichn Mode, ftit einigen Jahren die europäischen Damen leidenschaftlich nachahmen. Clärcheus Kattunaufputz >.,nd ihre sonstigen schönen Eigenschaften hatten Augusts Herz in Slurm genommen und es für immerdar gefesselt. Schade nur, dass ich ein Gleiches mit Rücksicht auf ihr Herz — August gegenüber nicht behaupten kann. Den dunklen Frauen vom centralen Zambesi wohnt eine eigenthüm» liche Reiselust inne, die sie vom stillen Herde ihrer Häuslichkeit in die Ferne treibt und sie keine Mühsale und Gefahren scheuen lässt. Zum Verdrusse für die Gatten unternehmen sie derlei Forschungsreisen nie allein, sondern stets in Begleitung eines Freundes. So hatte Mr. Vlockley's zweite oder dritte Frau an der Hand eines Makalakajünglings Ausflüge nach Osten bis zu Movemba unternommen und konnte auch dann noch nicht von ihrem Forschungstriebe geheilt werden, als man das Forscherpaar mit einer schweren Holzgabel belastet von Mooemba nach Panda»ma Tenka zurückexpcdirt hatte. So hatte die ebenfalls kirchlich angetraute Ma> Tom ihren geliebten April bereit? 'inigemale verlassen, um dem Laufe des Matets- und einiger seiner Zuflüsse nach Nordosten zu folgen und neben diesem hydrographischen Probleme noch jenes der interessanten Delta-Inseln an der Tschobemündung zu studieren; ihre letzte Studienreise machte sie mit einem Bleichgesichte, das zufällig aus dem Süden gekommen war. Clara, die Schöne, hörte von all diesen abenteuerlichen Fahrten, und ihre im Gemüthe ebenso romantisch zarte wie in den Körperdimensionen gewaltig angelegte Natur sehnte sich nach ähnlichen Erlebnissen. Lange, lange hatte sie darüber in der einsamen Hütte geträumt und Pläne geschmiedet, doch es fehlte ihr vor allem der Don Octavio, der sie auf den romantischen Irrfahrten begleiten sollte. Schwarze wären da gewesen, doch am Zambesi steht der eigentliche «Schwarze» nicht in der Mode, sondern, wie überall unter den Schwär« zen die Hautfarbe, gilt auch am Zambesi der hellfarbene Mann als Id^al der schönen Männlichkeit. Fand Mrs. Clara auch keinen weißen Gefährten, wie Frau April, so doch einen hellbraunen, gründ« hässlich wohl, doch der lichtere Teint war ausschlag, gebend. Bill hieß er und Westbech» Wagentreiber war er. ein Mann. der schon viel im süocentralen Afrika herumgekommen und der, wie Clara meinte, ihr einen trefflichen, eben den gesuchten Führer abgeben konnte. Ihr war es zu heiß und alles zu schwarz am centralen Zambesi; es zog sie nach dem kühleren Süden und seinen helleren Farben. Da ihr Herr Gemahl eines großen Iagdzuges wegen für längere Zeit abreisen ^musste, und da «zufällig» Freund Bill die Expedition nack, d in Süden schon organisiert hatte, brach sie auf. llm zu Fuh und womöglich in Eilmärschen König Khama's an 450 englische Meilen entfernte Residenz Laibacher Zeitung Nr. 1. 2 2. Jänner 1891. sprechenden Weise den verschiedenen ErwerbSvcrhältnissen wird anzupassen haben. Vlm den großen Anfgaben, die des künftigen Ge° meinderalhes in den von uns hier nur im weitesten Nahmen bezeichneten Umrissen harren, muss nicht nur jeder zu Wählende durchdrungen sein. sondern die ganze Wählerschaft ohne Unterschied muss zur vollen Er-lrnutnis kommen, welche außerordentliche Vedentung den nächsten Gemeinderathswahlcn iunewohnt. Nicht um diese oder jene Partei hindclt es sich, sondern um das ganze Wien, um seinen richtigen Aufbau, um seine gute innere Einrichtung, um seine beste Verwaltung. An dieser Aufgabe mitzuwirken, ist gewiss ein hohes Ziel, umsomehr ist es aber geboten, dass jeder, der mitwirken will, den Beruf, die Erfahrung, die Fähig' Kit hiezn besitze, jenes Wissen, das nicht in Wähler-Versammlungen und im Partritreiben gewonnen wird, sondern auf ehrlichen gründlichen Vorarbeiten und Studien beruht, und das man ebenso im praktischen Leben wie aus Büchern sich angeeignet haben muss. In keinem früheren Falle war die Wahl eine so folgenschwere, wie sie es jetzt sein wird. Hieraus er> wächst für die Wähler die ernsteste Pflicht, sich umso gewissenhafter mit der Person jedes Candidate» zu befassen, nicht nnr zu erwiigeu, was er verspricht und worüber er schimpft, sondern was er vermöge seiner persönlichen Fähigkeiten und Eigenschaften, seiner Erfahrung und seines Wissens, seiues Charakters und seiner Stellung zu leisten vrrmaz. Und nur wenn die Besten werden gewählt werden, kann der neue Ge> meinderalh das erfüllen, was den Schöpfern des nenen Wien als Ideal vorschwebte. Unter dm alten Ge< meinderätheu in Wien und in den Vororten gibt es gewiss viele Mitglieder, die diesen Bedingungen ent sprechen. Allein davor möcht?« wir warnen, dass irgend wer bloß deshalb gewählt werden sull, weil er ein alter Gemeinderath ist. Die neue Z?it braucht neue Männer, die neuen Formen brauchen einen neuen Inhalt, in die neuen Verwaltungskörper muss ein neuer Geist einziehen, und da muss sich jeder Wähler dessen bewusst werden, welche Verantwortlichkeit auf ihm ruht, damit der künftige Gemeinderath jene Zusammensetzung erhalte, die ihn befähigt, den großen Anforderungen zu entsprechen, die an ihn gestellt werden._______^ Politische Uebersicht. (Demission desTriester Podestä,) Aus Trieft wirr unterm Vorgestrigen gemeldet: In der heuligen Sitznng des Stadtrathi! theilte der Vorsitzende Dr. Luzzatto mit. dass die über Auftrag des Stadt« raths beim Podestü, Dr. Vazzoui unternommenen Schritte, diesen zur Zurücknahme seiner aus Gesund» heitsriicksichten gegebenen Demission zu veranlassen, erfolglos geblieben seien. Dr. Nazzuni habe erklärt, er habe sein Dcmissionsgesuch nach reiflicher Ueberlegung gegeben und er erfülle mit dem Rücktritte seinen und den Wunsch seiner Familie. Der Stadtrath nahm diese Erklärung zur Kenntnis. — Das Budget pro 1891 wurde iu dritter Lesung erledigt. (Das Reichsgesetzblatt) pnbliciert die Gesetze wegeu Verlängerung der Wirtsamk it des Local-bahnengesetzeö und betreffend die Betriebsübernahme der Triester Hafengeleise durch den Staat; ferner die Handels« und Schiffahrts'Couueution zwischen Oesterreich' Ungarn uud EMten und eine Mü^terialverorduung, betreffend die Alifnahme Egyptens in die Aufzählung der Länder, dercn Waren eine zollbegünstigt,.' Behandlung zu geuießen haben. (Vereins«Auflösun g.) Der Statthalter von Steiermark löste die Grazer 8ooi6lk ^ceaämniea Italian«, anf. Im bezüglichen Decrete d?r Polizei-Dilectim, wurden als Motive der Auflösung ein Beschluss des Vereines, wodurch die Vereinsleitung beauftragt wurde, gegen jene Mitglieder energisch einzuschreiten, welche mit gegnerischen Nationalitäten angehörenden Studierenden verkehren, und cine an den Triester «Indipendente» gerichtete Zustimnüings-Knnd-gebung angegeben. (Zu den Waffen Übungen.) Das Reichs-Kriegsministerinm hat mit Circnlar Verordnnua. vom 27. v. M. im Einvernehmen mit dem Mini-lerium für Landesuertheidigung und dem ungarischen Landes' uertheidigungs-Minister angeordnet, dass, wenn über das Ansuchen um Enthebung eines bei einer Civil-Staats^ oder Landesbehölde Bediensteten von der Waffeuübung oder um die Verlegung derselben auf eiue fpätere Periode abweislich entschieden wmde. dieser Wehrpflichtige zur Ableistung der Waffeuübung zu dem bestimmten Termine oder wenn dieser bereits verstrichen wäre, sofort, und zwar auch dann einzurücken hat, wenn von Seite der betreffenden Behörde gegen die aliweisliche Entscheidung ein Recurs an das Reichs-Kriegsministerinm im Weg? des Landesvertheidiguugs-Miuisters ergriffen worden wäre. (Der niederösterreichische Landtag) bsschäftlgte sich in seiner jüngsten Sitzung u. a. auch mit der Frage, welche Vorkehrungen gegen d-n «Nonnen-spinner» zu treffen seien. Ts wurde beschlossen, 5000 Gulden zur Bekämpfung dieses Waldschädlinqs zu bewilligen u»d den Landesausschnss anzuweisen mit aller Strenge auf die Ueberwachung der bedrohten Wälder zu sehen und die Interessent?» auf die Möglichkeit des vermehrten Auftretens des Vorkenkäfels aufmerksam zu machen. Endlich soll die Negierung aufgefordert werden, wegen gemeinsamen Vorgehens in den betroffenen Ländern du' nöthigen Vorkehrungen zu treffen. («Alto Adige» rsllivivu».) Wie bereits berichtet, gedachten die südtirolischen Nationalen, an deren Spitze der Abgeordnete Dr. Dordi, an Stelle des «Alto Aoiqe», bekanntlich eines Organs, welches aufs entschiedenste für die, Abstinenzpolilit der Mlschtiroler eifert, ein neues Blatt mit gleicher Tendenz herauszu» geben, nachdem der «Allo Adige» auödrücklich sein bevorstehendes Eingehen angekündigt hatte. Nun haben sich die Dordi und Genossen eines anderen besonnen, ni,d der «Alto Adige» erklärt ueuesteus, nach wie vor zu erscheinen. (Au 3 Agram) wird telegraphiert: Mit Rücksicht auf zahlreiche dringende Bedürfnisse d.r Stadt sowie auf das große Deficit hat die Regieruug das städtische Budget nicht vollinhaltlich genehmigt, sondern mehrere Posten des Extra-Ordinariums gestrichen. (Wohnungen für Beamte.) DcM Vernehmen nach haben sich, so schreibt die «Germania», sämmtliche preußische Minister mit dem Plane der Herstellung von Beamtenwohnunge» einverstanden erklärt, und sollen die einzelnen Nessorts in ihren verschiedenen Voten auch bereits die Kategorien der Beamten angegeben haben, für welch' sie Wohnungen beschafft sehen möchten. Das Stadium, in welchem sich die ganze Angelegenheit gegenwärtig befindet, lasse vermuthen, dass dem Landtage noch in seiner gegenwärtigen Ta-gnng eine diesbezügliche Vorlage zugchen könnte. (Italienische ostafrikanifche Gesellschaft.) Nach einer der «Pol. Corr.» aus Rom zn gehenden Meldung sind die Unterhandlungen über die Bildung einer königlich italienischen ostafrikanisch?n Ge« sellschaft dem Abschlüsse nahe. so dass sich die definitive Konstituierung derselben bald nach der Jahreswende erwarten lässt. Die Actionssphäre der Gesellschaft wird das der Sphäre der englischen ostafrikanischen Oefell' schaft benachbarte Gebiet umfassen. Die italienische Re» giernng wird. sobald der Zeitpunkt hief ir kommt, der Kammer einen Gesetzentwurf, betreffend die der HeseU-schaft zu gewährende Stcmtsgarantie, vorlegen. (Aus Serbien.) Die «Neue freie Presst» meldet aus Belgrad, die Regierung wolle über eine Lösnng der Königinfrage im Sinne der Sknpschtina» Resolution berathen. Dasselbe Blatt meldet weiters: Es verlantet, dass Milan die Weihnachtsfeiertage in Belgrad verbringen werde. Die Sknpschtina werde sich am 2 oder 3. Jänner auf 14 Tage vertagen. Das Budget und das Pressgesetz werden erst nach dcn Weihnachtsfeiertagen zur Berathung gelangen. (Zur Situativ n) Die NenjahrLbetruchtui'.q::, der republikanischen Pariser Blätter zeigen die Vefrie» digung, welche ihnen die inn?rpolitische. wie die all« gemeine europäische Lage einflößt. Die «Re'publiqne Fran^aise» constatiert, dass das Jahr 1890 seinem Nachfolger keinen einzigen «schwarzen P'.ntt» hinterlässt nnd dass die Staatsmänner aller Länder mit Vertrauen in das neue Jahr hineiutreten. (Bulgarien.) Wie man der «Pol. Corr.» aus Sofia belichtet, fand daselbst am 27. v. M. ein Bankett statt, welches von Seite der Stadt zu Ehren der Abgeordneten gegeben wurde. Der Bürgermeister Petkov, zugleich Vice Präsident der Kammer, betonte während desselben in einer längeren Rede, dass die Thätigkeit des Sobranje die innere Selbständigkeit des Landes wesentlich gefördert habe und dass auch durch das Ptusiousgesetz für die Officiere ein weiterer Baustein in das rastlos fortschreitende bulgarische Staatsgebäude eingefügt fei. (Holland.) Der niederländischen zweiten Kammer, die bis zum 13. Immer vertagt ist, wird nach dem Wiederzusammeutritte eine Vorlage über die Civillistc der Königin Wilhelmine zngehcn. Dieselbe betrug unter Wilhelm III. 600.000 fl., wozu noch eine ebenso große Summe aus den Krondomänen kommt. (Ein neues Bist hum.) Man schreibt aus Rom. dass der Papst in dem Mormonen-Oebiete Utah, welches bisher der Sitz eines apostolischen Vicariats war, ein Blsthnm errichtete uud Msgr. ScarneU auf den neugeschaffenen Bischofsstuhl berufen hat. (Kaiser Wilhelm in England.) Wie die «Times» melden, tritt Kaiser Wilhelm Ende Juli eine Reise nach England, Schottland, den Lofoten« inseln und Norwegen an. Tagesnemgleiten. S'. Majestät der Kaiser haben der Schnlgemeinde Mittergrabern in Niederösterreich anläsilich des durch' gefüh'leu Schulerweiternngtzbaues eine Unterstützung von 200 fl. und den durch Elementarereignisse ge« schädigten Insassen von Ietsdorf zur Linderung ihrer Noth eine Speude von 100 fl. zu bewilligen geruht. — (Selbstmord in Fiume.) In Fiume erregt der Selbstmord des dortigen Kaufmanns Andreas Ba- an der Schoschonqquelle zu erreichen. Vier Schwarze trugen das Gepäck, das zumeist in Wassergefäßen und Hirsesäckchen best«nd. Armer August l Es kam der Tag deiner Heimkehr und er wurde zum traurigsten deines Lebens l Sie, die Zierde deiner Hütte, war auf Reisen gegangen, ohne nähere Auskunft über ihr Reiseziel hiuterlassen zu haben! Traurig, freudlos floss sein Leben dahin; Ele. fanten und Löwen mussten es büßen, was Clara an ihm verbrochen! Da kam die Z it der Abreise nnseres Freundes, des Pater Booms, August gieug als Wagen-treiber mit ihm. Auch ihn zog es nach Süden, und er kam zur günstigen Zeit. ^lara hatte ihren argen Fehl-tritt bereut, willig kehrte sie heim zur verlassenen Stätte und ward von da an — so Gott will — ein fürsorgliches Weib. Mine Frau schonte Clara's Gefühle und scheute es sie über die Erlebnisse di.ser beiden großen Fuß touren zu befragen; eines Tages jedoch, als Clara ' elbs, zu beichten begann und bei ihrem Geständnisse, züchtig die li sbeschattetm Wimpern senkend, mit einem vernehmbaren Seufzer schloss, fragte meme Frau mit dem Auidrucke aufrichtiger Theilnahme: «Und was M Tuch. Elara, nach solch schweren Mühsalen als das Unangenehmste in Eurcr Erinnerung geblieben?» Die Frage war wohl gestellt in der Erwartung, ein ansnchügrH Wort der R^le über die nun gesühnte Schuld zn hören. «Als da« Schmerzvollste. Missis? Die Hühneraugen. M.ssii. die Hühneraugen, die ich m»r gegangen!» erwiderte die reunMhige Clara. Dr. EM Holub. Viachdniil vtlhote», Merstoßen «nö verladen. Noman von Emile Richebourg. (172. Fortschung.) Laurence Merulle war es. welche ihrer Groh> mutter antwortete. «Großmutter,» sprach sie mit sanfter, eindringlicher Stimme, «dieser Mann ill ein Unglücklicher, der wie du nnd die Mutter gleich viel gelitten hat. Er hat die Vergcb/n der Vergangenheit schwer gebüßt. Der Himmel hat ihm verziehen, wie auch meine Mutter. Er bedarf nur mehr Einer Vergebung: der deinen, Groß-inntter! Ich flehe dich an um Verzeihung für — meilien Vater!» «Für deinen Vater! Grußer Gott im Himmel!» rief die Marquise aus. «Dleser Mann — er — er wäre---------» «Ja. Frau Marqnise — ich bin der Vicomle von Merulle!» sprach der so lauge Verkannte mit fester Stimme. Die Augen der Greisin erweiterten sich gleichsam. «Sie. Sie — Herr von Merulle?» stieß sie hervor. «O. diese Gnade Gottes! Sie haben mir einst meine Tochter genummru. heute jedoch geben Sie mir zwei theure Wesen zurück! Mein Sohl',., mein lieber Sohn. kommen Sie an mein Herz! Sie haben mich überglücklich gemacht! Ich danke Ihneu uud vergebe Ihnen alles, alleb!» Der Vicomte trat näher nnd ergriff die Hand der Greisin, um dieselbe an seine Lippen zu ziehen, sie aber schloss ihn in ihre Arme. Weihevolle Minuten verrannen. «Ich bitte die Fran Mmquise —» hob der Vicomte, zurücktretend, dann an; Frau von Saulieu aber unterbrach ihn: «Wozu nennen Sie mich denn ,Frau Marquise, da ich zu Ihnen Sohn sage? Nennen Sie mich Mutter?» «Nun denn, theure Mutter, ich bitte Sie. einige Augenblicke warten zu wollen. Ich habe zwei Personen hierher bestellt; die erste derselben, Laurence's Adoptiv« vater, dürfte gleich erscheinen. «Ah, der Adoptivvater meiner Enkelin! Wir schul« den ihm ewige Dankbarkeit! Meiu Sohn, nennen Sie mir den Namen dieses Ehrenmannes!» «Diesen Namen, theure Mutter, kennen Sie!» «Wie, ich sollte ihn kennen?» «Es ist der Fabrikant aus der Vorstadt St. An« toine, Herr Lionnet!» «Ja, liche Großmutter.» rief das junge Mädchen, «das ist der Name, welchen ich dir verborgen habe! Herr Lionnet war es, der mich als zweijähriges Kind bei sich aufgenommen, der mich großgezogen und geliebt hat. ais ob ich sein eigen Fleisch und Blut ge« Wesen wäre!» «Um dich so zu erziehen, wie er es gethan hat, muss er dich gleich einer Tochter geliebt haben! Ein junger Architekt.» fuhr die Marquise lebhaft fürt, «für welchen ich mich interessiere, hat mir mehr denn einmal von ihm gesprochen. Er dankt ihm alles. Laurence, du musst diesen jungen Mann kennen!» Laibacher^ZeitlW Nr.1. 3 2. Jänner 1891. karcic großes Aufsehen. Wie uns von dort geschrieben wird, fand der Hafenarbeiter Malle, als er am 28sien December das Hafenlicht auf dem Molo Mari« Theresia auslöschte, neben demselben «inen Rock und einen Hut, die er als das Eigenthum des Handelsmannes Bakarcic erkannte. Malle zeigte den Fund sofort der Polizei an, welche Nachforschungen nach ^m Leichnam des genannten Kaufmannes anstellte, da mit Sicherheit auf einen Selbst« mord seitens desselben geschlossn wurde. Indessen wurde die Leiche im Meere bisher nicht aufgefunden. Der Unglückliche verlebte noch die Weihnachtsfeiertage im Kreise seiner Familie, doch waren Spuren von Trübsinn an ihm warnehmbar. Namentlich sollen ihn der Verlust seines vor kurzem verstorbenen Bruders Anton und der Tod semes Söhuchens, das vor einigen Monaten an Scharlach starb, tief erschüttert und zu dem unseligen Entschlüsse bewogen haben. I" seinem Nachlasse wurde nichts gefunden, was zur Erklärung des verzweifelten Schrittes beitragen könnte. — (Elektromagnetische Photographie?) Eine überaus merkwürdige Entdeckung hat Herr Franz v. Dobrzynsli im Laboratorium der technischen Hochschule zu Lemberg gemacht. Nach seiner Mittheilung an die Akademie der Wissenschaften zu Wien soll es ihm nämlich gelungen sein, durch die elektromagnetischen Wellen Photo-graphische Wirtungen zu erzielen. Dieses wäre allerdings ein Ergebnis, das selbst in unserer an überraschende naturwissenschaftliche Entdeckungen gewöhnten Zeit als höchst bedeutsam bezeichnet werden muss. Die elektromagnetischen Wellen stellte von Dobrzynski nach der Methode des Professors Hertz dar, brachte in die Bahn der durch die Luft sich fortpflanzenden Wellen eine Vrom-silber-Platinaplatte und ließ drei Stunden exponieren. In verschiedenen Versuchen wurden die Gelatineftlattcn theils gerollt, theils senkrecht zur Verbreitungsrichtung der Wellenbewegung gestellt. Herr v. Dobrzynski nimmt an, dass nur diejenigen Wellen, deren Länge zwischen 6 und 200 Millimeter beträgt, photographische Wirlungen auszuüben vermögen. — (Zur Indianerfrage.) Der jüngste Zusammenstoß zwischen den Rothhäuten und Unionstruppen war ein sehr blutiger. Die Wilden haben mit ihrer bekannten Berserterwuth und Todesverachtung gelämftft und die Repetierbüchsen der Bleichgesichter wiederum entsetzlich unter jenen aufgeräumt. Auf Seite der Amerikaner sind 75 Mann theils gelödtet, theils verwundet, auf jener der Indianer sind 110 Krieger gefallen und wurden 250 ^ sage mit Worten — zweihnndertfilnfzig Frauen und Kinder getödtet. Im ganzen Indianerlager sind nur mehr sechs Kinder am Leben! Das heißt allerdings die In» dianerfrage gründlichst lösen. — (Der Aeronaut Cassoura) stieg in Bordeaux mit einem Luftballon auf, der in der Höhe von 400 Metern platzte, rapid sank und auf das Dach des Gymnasiums auffiel. Cassoura hielt- sich an den Seilen des Ballons fest und rettete sich, indem er einen festen Stützpunkt am Gebäude erreichte und durch ein Fenster in das zweite Stockwerk sprang. Cassoura erlitt bloß leichtere Contusionen. — (Eingestellte Untersuchung.) Anfangs November vorigen Jahres wurde, wie gemeldet, der da« malig? Herausgeber der «Wiener Tagespost», Spiridion Ovptevii. wegen Beleidigung eines Mitgliedes deS kaiserlichen Hauses in Haft und Untersuchung gezogen. Veranlassung dazu gab eine anonyme Anzeige, als deren Verfasser der verantwortliche Redacteur des Herrn Gop-cevic, Anton Linhart, ermittelt wurde, der sich selbst und ein zweites Nedactionsmitglied, Rudolf Petermann, al« Zeugen in der Anzeige angeführt hatte. Gegen Gopcevtt, der die incriminierte Aeußerung in Abrede stellte und die Anzeige als einen Rache-Act bezeichnete, war bereits die Verhandlung angeordnet, dieselbe wurde jedoch vertagt und der Angeklagte vorläufig aus der Haft entlassen. Wie nun das «Vaterland» mittheilt, langte zu Weihnachten an das Landesgericht Wien eine kaiserliche Entschließung herab, welche die Einstellung der gegen Gopcevic erhobenen Anklage verfügte. — (Kunstgewerbliche Ausstellung in Trieft.) Die Gesellschaft der Kunstfreunde in Trieft (gooiotd, äoxli amiei äoU' arto) veranstaltet eine Kunst» gewerbe'Ausstellllng, welche am 1. April 1891 in den Sälen des städtischen Museums «Revoltella» eröffnet werden und bis zum 20. April dauern wird. Die Annahme von Ausstellungsgegenständen erfolgt vom 1. bis lOten März 1691. Nähere Auskünfte ertheilt das Secretariat der genannten Gesellschaft, Trieft, Via Orologio 1. — (Von einem Baume erschlagen.) Aus Tiiffer wirb uns geschrieben, das« der Besitzer Anton Vodisek ou!go Pirc in Maria lrerensttafe verurtheilteN ^orders Frederic Laprete. der in seiner Eigenschaft als Waldhüter s^nen einstigen Gebieter Sosthöne de Ptt"orm etsch^,, ^ ^. ^ That. an welcher jener Ul'aluclliche Manu so schuldlos war wie em Kind. Del, SF" "er st^,, natürlich die entsetzlichen W^te der Futter m einen Abgrund der Verzweiflung. Er sagte sich. dass er weder Ge-nevieue's noch Herrn Lionnets mehr würdig sei und schrieb in diesem Sinne an Herrn Lionnet uud an dessen vermeintliche Tochter. Obgleich er damit sein alles verlor, sah er doch keinen anderen Weg als den dieses Opfers. So. jeder Hoffnung bar. standen die Dinge, als Unerwartetes geschehen sollte. Der Marquis von Premoriu, der bereits seit langem Gutes an der Witwe Laprete's und deren Sohn gethan hatte, kreuzte Hemnch Mersons Pfad. Es war. als wenn die Ver-zwelflung ihren tiefsten Abgrund zwischen den Lieben« deu erst halte öffnen wollen, um sie stolzen sslua.es dann doch zur Höhe des umso schöneren Glückes emporzutragen. Der Marquis erfüllte das Herz des l'lugen Mauues mit neuen Hoffnungen. Sein Vatcr sollte zmücklehren, schuldlos, wie er thatsächlich war. gerechtfertigt vor aller Welt! Aber uicht Henri allein, auch Genemeoe sollte der Kelch des Leidens nicht er-spall bleibeu. Die Frau des Mannes, in dessen Hause sie deu Platz einer Tochter gefunden hatte, hasste sie; ste nannte sie das Kind von Abenteurern, von Va-qabunden. uud hilf. und schutzlos irrte die Aermste. die der Spross einer der ersten Familien unserer Ari-stokrat,e. m die finstere Nacht hinaus, arm. obdachlos, verlasse» von Gott uul> der Menschheit! Nein, nicht von Gott verlassen! Sie wissen. Frau Marquise, was folgte. (Fortsetzung folgt.) Negerpriester ?. Daniel Sorur PharimDen, eine hohe, ziemlich kräftige Gestalt, sprach in deutscher und französischer Sprache über die allgemeinen Verhältnisse der Negerstämme im egyptischen Sudan, speciell der Dinka-Neger über ihre Religionsbegriffe, ihr Familien« lrben, ihre Sitten und Gebränche, über das Klima und die Culturpflanzen der Sudanlander. Der Missionär I». Xaver Geyer be'prach in einliündiger Rede die üngsten politischen Ereignisse im Sudan, den Aufstand Mohamed Achmeds, des später so gefürchleten Mahdis (richtiger Matdi), seine Siege über die egyptischen und englischen Truppen und die Aufrichtung eines großen islamitischen Reiches am oberen Nil, das fast so groß, wie Halb'Europa, gegen jeden europäischen Einfluss hermetisch abgeschlossen ist. Er erzählte von der Flucht der Missionäre aus Chartum, ihrer Begegnung mit Gordon-Pascha, den er den edelste» Menschen nennt, der je seinen Fuß auf Afrika's Boden gefetzt, von den Cr-oberungsplänen des Makdi, der Kairo, Mekka, Constan-tinopel, ja ganz Europa erobern und ein neues islamitisches Weltreich aufrichten wollte, er erzählte von dem fanatischen Glaubensrifer des Nachfolgers des Makdi, in dessen Reiche die Gläubigen täglich fünfmal ihre Gebete verrichten müssen, in welchem Tragen europäischer Kleider, Rauchen von Cigarretten :c. unter harter Körperstrafe verboten ist. In einer längeren, hochinteressanten Darlegung besprach der Vortragende die Civilisierung der afrilanifchen Völker und bezeichnete als den einzigen Weg dazu deren Bekehrung zum Christenthume. Er bekämpfte die von manchen vertretene Ansicht, dass die Belehrung der Heiden zum Islam, als einer monotheistischen Religion schon als ein Vortheil zu betrachten sei, stigmatisierte vielmehr den Islam als den gefährlichsten Feind der afrikanischen Civilisation, da die Lehrer des Koran die Polygamie und die Neger-Sclavelei gutheißen und dadurch Unmoralität, Sclaven-raub und Sclavenhandel in ihrem Gefolge haben. Er constatierte aus eigener Anschauung, dass trotz allen Verträgen mit der Pforte wegen Abschaffung des Sclavenhandels die Ausfuhr der schwarzen Sclaven aus Afrika noch immer schwunghaft betrieben wird, dass z. B. nach Djeddah, der Hafenstadt Mekka's, jährlich bei 7000 Sclaven geschafft werden, ja dass selbst den Suez-Canal Schiffe mit Sclaven für Constantinopel pafsieren. Der Vortragende begrüßt in der afrikanischen Colonial« Politik der europäischen Mächte einen mächtigen Verbündeten der Bestrebungen der Missionäre zur Christianisierung der afrikanifchen Völker und bezweifelt nicht, dass diese Colonial »Politik in nicht ferner Zukunft auch materielle Früchte tragen werde. Nach Schluss des Vor-trages wurden beide Sprecher durch Applaus ausgezeichnet. — (Aus der Kleinkinder-Bewahranstalt.) Am 29. v. M. hat in den Räumen der hiesigen Kleinkinder-Bewahranstalt bei St. Florian wie alljährlich die Christbaumfeier stattgefunden, und kann das Fest als ein durchaus gelungenes bezeichnet werden. Dasselbe wurde durch Gesänge und Declamationen sowie durch exact ausgeführte Spiele eingeleitet, worauf der Leiter der Anstalt, der hochw. Herr Stadtpfarrer Johann Rozman, in längerer Rede deu Kleinen die Bedeutung der Feier auseinandersetzte und sie zu fortgesetztem Eiser und Gehorsam anspornte. Alsdann wandte er sich an die anwesenden Schuhdamen und Gönner der Anstalt und sprach im Namen der armen Kleinen mit herzlichen Worten den Dank aus für die rege Antheilnahme und die zahlreichen Wohlthaten, die der Anstalt mit stets gleicher Opferwilligkeit zugewendet werden. Hierauf wurde angesichts des prächtig geschmückten Christbaumes, der bei den Kindern laute Freude hervorrief, die Betheilung von der Frau Baronin Winkler, der Vorsteherin Frau Baronin Würz bach, den erschienenen Schutzslauen sowie vom Herrn Bürgermeister Peter Grasselli vorgenommen. Es wurden im ganzen 150 Knaben und Mädchen mit complete« Anzügen und Strümpfen, 60 der Aermsten auch mit Schuhen belheilt, und zum Schluss erhielt jedcs auch noch ein Laib Brot. Es kann an dieser Stelle nicht rühmend genug hervorgehoben werden, wie rege der Wohlthätigleitssinn der Gönner der Anstalt ist, denn nur die ausgiebigen Spenden derselben ermöglichen die Veranstaltung eines mit so großen Kosten verbundenen Festes. In erster Linie gebürt hier der krainischen Spar-casse der wärmste Dank der Betheiligten für die so groß« müthigen Spenden, die dieselbe schon seit langen Jahren der Anstalt zuwendet. Schl^ßlich erübrigt noch die Erwähnung, dass bei der gangen Feier eine musterhafte Ordnung seitens der eine vorzügliche Anleitung genießenden Kinder herrschte, wie auch alle G-sänge, Spiele und Declamationen in wünschenswerter Vollendung durch« geführt wurden. — (KronprinzessiN'Witwe Stephanie für Abbazia.) In Abbazia hat sich unter dem Protectorate der Frau Kronprinzessin-Witwe Stephanie ein Damencomil<> gebildet, welches die Absicht hat. im Monate Februar einen Glückshasen und Bazar zu veranstalten, dessen Neiuerlrägnis dem Ausbau des Statina-Quais und der Vollendung der Schule in Volosca zufließen soll. Die Frau Kronprinzessin-Witwe, welche schon bei ihrer letzten Anwesenheit in Nbbazia eine namhafte Summe diesem Zwecke gewidmet, hat der Vice-Präsiden» z aibacher Zeitung Nr. 1. 4 _________2. Jänner 1391. tin des Comites, Frau Varonin Reyer, die Zusage gegeben, bei dem Feste persönlich erscheinen und das Prä« sidium gnädigst übernehmen zu wollen. — (Sylvesterfeier des «Slavec».) Welcher Beliebtheit sich der rilhrige Gesangverein «Slavec» ei> freut, bewies der massenhafte Zudrang zu der in den Restaurations-Localitätcn des Hotels «Europa» veranstal« teten Sylvesterfeicr. Nun, das Publicum hatte gut gewählt und verbrachte den Abend in vergnügtester Weise. Den gesanglichen Theil anbelangend, sei constatiert, dass der Verein erfreuliche Fortschritte gemacht hat, die der Tüchtigkeit des Chormeisters das beste Zeugnis geben. Die Chöre wurden mit einer Präcision und Frische gesungen, die den reichen Beifall vollkommen gerechtfertigt erscheinen ließ. Der bewährte Sänger Herr Medon war sehr gut disponiert und errang mit den Solis in den einzelnen Chören, so insbesondere in dem neuen Chore von Nedvöd «Nosm poLärav», der sehr gefiel, neuerlich einen schönen Erfolg. Eine Declamation, vorgetragen von Fräulein Nizrin, sowie ein komischer Vortrag fanden ebenfalls ein dankbares Publicum. Das überreiche Programm, welches weiterhin auch durch Vorträge unferer Regimentskapelle ausgefüllt wurde und dem sich eine Iuxlotterie anschloss, währte weit über die Mitternachts» stunde. Das Gedeihen und die Weiterentwicklung des Vereines «Slavec» ist umsomehr zu wünschen, als er gegenwärtig der einzige größere slovenische Gesangverein in Laibach ist. D»ss er die Sympathien der Bevölkerung im weitesten Maße genießt, ist unbestritten. Hoffentlich wird er auch dieselben zu erhalten wissen. II. — (Von der Laibacher Studenten« und Volkslüche.) Dem Obmanne unseres so segensreich wirkenden humanitären Institutes, der Laibacher Studenten« und Volksküche, sind anlässlich des Weih-nachtsfestes wieder mehrere ausgiebige Spenden zu-gegangen, welche es ermöglichten, den Armen der Stadt Laibach, beziehungsweise den dic Studentenküche besuchenden Studierenden fröhliche Feiertage zu bereiten. Ein un-genannt sein wollender Wohlthäter aus Kroatien sandte unter der Chiffre F. aus Zagrebgrab bei Agram an den Herrn Bürgermeister der Stadt Laibach den Betrag von 25 fl. mit der Bestimmung für die Feiertage den Arnu'n der Stadt Laibach; der Herr Bürgermeister übergab diesen Betrag dem Obmanne der Laibacher Studenten-und Volksküche, l. und k. Hauptmann Vincenz Hübsch» mann, mit dem Wunsche, dass damit am heiligen Tage die Armen des städtischen Versorgungshauscs brspeist werden sollten. Es wurden dann am ersten Weihnachtsfeiertage im ganzen 120 Personen theils im Versorgung«« hause selbst, theils im Locale der Studenten, und Volksküche mit Suppe. Rindfleisch sammt Zuspeise, Braten und Potizen betheilt. Es hatte nämlich außer der ob-angeführten Spende aus Kroatien auch, wie alljährlich, die um die Förderung dieses humanitiiren Institutes so bielverdiente Protectorin der Laibacher Studenten» und Volksküche Frau Ieannelte Recher den Betrag von 10 fl. mit der speciellen Widmung für Polizen gespendet und auch ein hiesiger Anonymus den gleichen Betrag zu Handen des Herrn Obmannes eingesendet mit der Bestimmung zu den Weihnachts-Feiertagen. Die in der Weihnachtswoche aus Ferien abwesenden, sonst die Laibacher Studenten« und Volksküche besuchenden Stu» dierenden werden bei ihrem Wiedereintreffen noch nachträglich mit Potizen bctheilt werden. — Die Leitung der Laibacher Studenten« und Volkslüche fagt für die vorgenannten ansehnlichen Feiertagsspenden den edlen Wohlthätern den innigsten Panl und ein herzliches «Vergelt's Gott'.. — (Vom Eissport.) Nachdem sich der eleltri schen Beleuchtung des Eislaufplahes kaum zu besiegende Schwierigkeiten entgegenstellten, hat sich der Ausschuss de« Cislausverewes entschlossen, für heuer von der Veranstaltung eines Nachtfestes auf dem Eise Umgang zu nehmen. Dafür hat er sich an den Cislaufkünstler Herrn Frey nach Wien gewendet, um diesen zu ,iner Production aus dem hiesigen Eislaufplahe zu gewinnen. Bekanntlich war der genannte Herr nebst feiner Frau schon im Vorjahre für ein einmaliges Auftreten hier engagiert, allein da» anhaltende Thauwetter im Jänner lieh dies nicht zu; hoffentlich werden heuer die Witterungsverhältnisse es ge«' statten, unseren Freunden des Eissportes diesen auserlesenen Oeuuss zu bieten. — (Personalnachricht.) Der regierende Fürst von Liechtenstein ist Mittwoch abends von Wien in Görz eingetroffen und im Hotel zur Südbahn abgestiegen. Er empsieng heute mittags den Statthalterei' roth Bosizio i« dreiviertelstündiger Audienz. __ (Die hiesige Geistlichkeit) unter Führung des Dompropstes Herrn Dr. Leonhard Klo-futar brachte aus Anlafs des Jahreswechsels vorgestern Sr. Excellenz dem hochwürdigsten Herrn Fürstbischöfe ihre Glückwünsche dar. In der Ansprache des Herrn Dompropstes ale auch in der Erwiderung Sr. Excellenz wurde die Nothwendigkeit der konfessionellen Schule betont. — (Ein schönes Nacht bild.) Wem Gelegenheit geboten ist. nach Eintritt des Abenddunkels die Holz. stoN-Fabnl von Iwischenwässern ins Auge fassen zu können, der begebe sich aus den häuserleeren. hart an den Waldrand tretenden Strahenbüchel von Ml-dno Dort bleibt man zur Nachtzeit wie festgebannt stehen. Die am Ausgang? der Savefchlucht, unmittelbar vor dem mächtigen Wasserfalle, zu beiden Seiten des Flusses postierte Fabrik zeigt sich nämlich in einem magischen Glänze, in welchen selbe eine stattliche Anzahl von elektrischen Lichtern kleidet. Der stürzende Fluss, der hohe Steg über die Cascade«, die im hellen Lichlschimmer prangenden Gebäude, die von Nadelwald umsäumte Schlucht dahinter — das gibt ein Nachtbild, wie man es so leicht nicht wieder fi'idet! -a. — (LocalbahnÜaibach«Stein.) Die Zu» fahrtsstraße in Tersein ist nun fertiggestellt, und wird daher gleichzeitig mit der Eröffnung der Vahn auch der Verkehr in der Station Tersein eröffnet werden können. — Herr Majdil' lässt von seiner Kunstmühle in Jack ein Geleise bis zur Bahnstation herstellen. — (Vom Veldeser See.) Die letzten Nach» richten aus Veldes lauten für Freunde des Eissportes wenig tröstlich; die kolossalen Schneefälle am Dienstag und Mittwoch haben die bereits feste Eisdecke gänzlich verhüllt, und es bleibt nur die einzige Hoffnung übrig, dass der massenhafte Schnee die Eisdecke eindrückt und dadurch die Bildung des neuen, hoffentlich fchneefreicn Eises ermöglicht, worüber durch die Freundlichkeit der Verwaltung des Louisenbades sof»rt anher Berichte gelangen werden. -(Tramway in Klagenfurt.) Der Gc-meinderath von Klagenfurt hat den Vertragsentwurf mit der Firma Springer in Wien wegen Anlage einer Tramway vom Südbahnhofe durch die Stadt zum Wärther-See einstimmig genehmigt. Die Ausführung erfolgt bereits in diesem Jahre. — (Tanzkriinzchen in Vischoflack.) Die freiwillige Feuerwehr in Bischoflack veranstaltet am 11. Jänner ein Tanzkränzchen in den Lokalitäten «zur Krone». Während der Ruhepause findet ein Glückshafen statt. Die Tanzmusik besorgt die Kapelle des 17. Infanterie-Regiments. Der Reinertrag des Kränzchens ist für die Baukosten des Steigerthurmes bestimmt. Anfang um 7 Uhr abends. — (Prefsprocess.) Wegen eines Artikels mit der Ueberschrift «Unfere Autonomie» wurde der Agramer «Obzor» neuerdings zu 2000 fl. Cautionsverlust und Redacteur Pecnjak zu zwei Monaten Arrestes verurtheilt. — (Deutsches Theater.) Die gestrige Vor-stellung der Operette «Der lustige Krieg» von Johann Strauß war sehr gut besucht. Die Aufführung verlief im ganzen befriedigend, obschon Frau Haberland diesmal mit einer starken Indisponiertheit zu kämpfen hatte. Herr Bamberger als Spinola, Herr Orthaber als Marchefe boten diesmal die besten Leistungen. Die so reizende Partie der Else wurde sehr matt wiedergegeben und erzielte daher auch nicht den gewohnten Effect. ^. — (Ernennung.) Der bisherige Oberlehrer in Mannsburg. Herr Anton Iavorsek, wurde zum Oberlehrer in Schischka bei Laibach ernannt. — (Schwurgerichts-Sitzungen inKrain.) Im Jahre 1891 finden bei den Gerichtshöfen in Laibach und Nudolfswert je vier Sessionen statt. In Laibach beginnen dieselben am 2. März, 8. Juni, 31. August und 30. November; in Rudolfswert am 16. Februar, 27. April, 3. August und 9. November. — (Von der Siidbahn.) Der bisherige Ex-Peditor in Littai Herr Johann Vrancic wurde zum Stationschef in Adelsberg ernannt Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Zeitung.» Wicn, 31. December. Die beiderseitigen Regierungen vereinbarten mit dem Grafen Kalnoly, dass Minister Szögyenyi auch weiterhin den deutschen Vertragsver-handlnngen präsidiere. Letzteren dürfte noch zwei oder drei Monate dauern. Prag, 31. December. Bürgermeister Dr. Oolc und die Vertreter des bewaffneten Prager Bürgercorps unterbreiteten heute dem Statthalter die Bitte, ihre ehrfurchtsvollsten Glückwünsche anlässlich des Jahres-Wechsels an die Stufen des Allerhöchsten Thrones ge« langen zu lassen. Budapest, 1. Jänner. Die Donau ist in der vergangenen Nacht eingefroren. Ans Presiburg wird telegraphiert, dass die Donau auch bei Deveny bei riner Temperatur von 15 Grad Kälte und einem Wasser» stände von 130 Centimeter eingefroren fei. In Budapest zählte man des Nachts 15 Grad. tagsüber 9 b>s 10 Kältegrade. Zwischen der Stadt Papa und der Gemeinde Tapolcza erfror ein Mann des 17. Landwehr-Infanterle.NegimenlK, welcher sich zu Fuß auf Urlaub nach Hause beqeb>n wollte. In der Gegend von Peszprm, schwankt die Kälte zwischen 12 und 22 Grad Celsius. Berlin, 1. Jänner. Die Neujahrs.Artikel der hiesigen Blätter constatieren die durch den Dreibund gewährleistete, eminent friedliche auswärtige Lage. Auch bezüglich der inneren Angelegenheiten Deutschlands klingen die Ausführungen der Blätter zuversichtlich. Nom, 31. December. Vei der heute Früh in den Priscillianischen Katakomben in der Via Salaria ab- gehaltenen Versammlung von Archäologen machte der C^mmendatore di Russi Mittheillina. von' der Entdeckung einer Basilika des heiligen Sylvester aus dem vierten Jahrhundert, in welcher sich die Gräber von sechs Päpsten befinden. Glasgow, 1. Jänner. Die streikenden Eisenbahn-bedienstetlM haben in großer Anzahl ihre Dienste wieder angeboten, es wurde jedoch mir ein Theil derselben wieder angestellt. T^r r^rlmäßige Passagier-und Güterverkehr wurde fast überall wieder anf-lMommen. Ncwyork, 1. Jänner. Nachrichten aus Nushville zufolge ist Oberst Henry mit 700 Indianern, die in Badlands gefangen wurden, nach Pinr-Nidg? zurück« a/kchrt Alllielomlltcne Fremde. ' All! 31. December. Hotel Stadt Wien. Recurti, Venedig. Hotel (5-lcfllnt. Tomser. l, u. l. Oberstlieutenant. Prag. — Junger, St. Maroni. — Schlesinger. Fiinflirchen. Hotel Vairischcr Hof. Glantschuig, Viehhändler. Salzburg. — Zeit, Wirt, Aqram. — Canicrainrr, Nriscndcr, Brück a. M. — Logar, l. l. Auscilltant. - Marschol, Bamngraben. Verstorbene. Den 30. December. Anton Cernic, Arbeiter, 53 I., Hrndetzlydorf 3, Lungen« und Nipftenfellmtzündung. — Peter Ticar. Arbeiters.Sohn, U I., Austraße 11, Danntatarrh. Im Spit ale: Den 29. December. Simon Sterle, Arbeiter, 64 I., ^c»n>l)u8tio. Lottozichung vom 3 l. December. Prag: 32 48 42 52 43. Meteorologische Beobachtuusscn in öaibach. ^ ,_,^^"H , «!__. i ___! ^ Nl'Vtg 746-6 ^—10-2 windstill '! bewölkt """' 31. 2 . N. 748-4 ! -86 NW. schwach heiter 0 00 " » Ab., 748 6 ^—11 6 NW. schwach bewollt ^ bewölkt ^ 12. N. 745 8 —72 NO. schwach halb heiter 0 00 9 . A. j 746 0 —7'4 NO. schwach bewölkt j Den 31. December ziemlich heiter. — Den 1. Jänner 1891 wechselnd bewöltt. — Das Taqesmittel der Temperatur an den beiden Tagen —10 1 und 9 1", beziehungsweise um 7-2" und 6 2° unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic, Ball-Seidenstoffe von 60 kr. bis fi 6 35 per Meter — (ca. 300 versch. Dessins u. Farben) — Vers. roben-und stückweise Porto und zollfrei das Fabrik« Depot , tt. U«nnsl)vrß (f. u. l. Hoflief.) Xürioli. Muster umgehend. Briefe losten 10 kr. Porto. (2) 5—1 Vom tiefsten Schmerze erfüllt, geben die Unter- ^ zeichneten allen Verwandten, Freunden und Bekannten ^ die traurisse Nachricht von dem Hinscheiden ihres ^ innigst geliebten einzigen Sohnes, beziehungsweise Bruders, des Herrn Anton Jellouscheg > Hörer der Rechte ^ welcher am 1. Jänner 1891 um 8 Uhr morgens nach langem, schwerem Leiden in ein besseres Jenseits ^ abberufen wurde Das Leichenbegängnis deS theuren Verewigten findet Samstag, den 3, Iailner l. I., vormittags um 10 Uhr vom Tranrrhause aus aus den Friedhof zu St. Petri in Dorneg statt. M Illyrisch-Feistritz am 1. Jänner 1891. W Fosefine Iellouscheg, Mutter. — vlga und M Iosefine Iellouscheg, Schwestern. W Statt jeder besonderen Anzeige. ^ > Danksagung. » ^ Allrn werten Freunden und Velanntcn sowie M W dcr löblichen freiwilligen Feuerwehr sprechen die M M Unterzeichneten silr die schönen Kranzspenden, die M ^ liebevolle Theilnahme und das letzte Geleite beim ^ Leichenbegängnisse ihres unvergeßlichen Vaters, des ^ W> Herrn ^ > Karl Eoriary > ^ Tischlermeisters ^ « hiemit den wärmsten Dant aus. W W Die trauernden Hinterbliebenen. W ^ Laibacher?seitmlg Nr.^1. 5 2. Jänner 1891. Course an der Wiener Börse vom 31. December 1890. Nach denl officiellcn Coursblatte. ! Geld Ware StalltS'Anlehen. b"/n ei'chrittlche N»'nte in Noten 90 10 !><1'3N Silbslleitte....... »"15 W35 1854« 4°/,, StaaMose. 250 fl. —'—, — — l8LUei 5«/» " «a»ze 5,Wst. i«55Ul3l>'5!) 18L0er » > Fünftel 100 fl, , 145 - 14 1»» —!i<»1 — M VlisabetlMl»! 20» ft. EM, . . 23« 50 ll«« 50 U dto. Lin,, Ä'ldwl'is Ä><> si, ü, W. j 217'— 221 — » dto, Snlzd, Tirol 200 fi. ö. W. 209 — 211 - U «lisllueüidal»! für 2U0 Mar» , 107' l"»-- U d,°, f«r ^l'i> Marl !«/« , , . 112 — 11»'— > ssranz Iojep!) Bahn (tm. 1W4 . UÜ 70 W 50 U »orailbrrger Äahil (tiniss. 1884 93 — U»"?5 U Un«, Golbrcnte l°/„ . - , , 102W10315 l dto, Paplcrrente 5°/., . . . 100 05 100 25 I dto. ltlsrnb.'ÄllliWfl.ö.W.I. 113 10 113 55 U> de»»o cumul, Ttiille 8!l'8u! 9750 l dto. Ostbahi! PrioritaU'N , . —'— —'— « dto, Staats Ooli>illt, u, 1,1«7 dto. Weinzeheut Äl>>, Ol).l00st. W»o —- l dto. Präm,'UnI.il 100ft Ü,W. 1»5- 135 75 W belto il 50st,ö,W, 13475 135 25 M Theiß'Ng.'Lose 4"/„ 100 si, o,W, 13!» 75!l37 25 W .________________________________________________ Veio «vale Grundentl.-Migatiunen (für 100 fl. CM,). 5"/n aalizische...... 103'75 10425 5"/n mährische...... lU9'50 — — 5"/,, Krain nnb «üsteilwnb . . —— — — 5"/n nlederostrrreichiscüe . , . 109 —110 — 5"/,, steirischr...... —'— —'— 5"/,, lrontische nnd slavonische . 104 — 104 b!) 5"/n fiebenbürssische , , , . IN» 50 —— 5"/,, Trinrser Aanat ... 109— 110 — 5"/,i nnnarNche...... 8920 8V!»0 Andere üffentl. Onlehen. Donau Re», iiusc 5'V., 100 si. . —— - — dto. Anleihe 1«7« , , 105-50 IW'5N Ailichen der Stadt Gürz , , 111— — — '.'lnlehen d, Htadtssemeiiide Wlrn 104' — 104 75 Präm, A»I. d, Etadtncm. Wie» 14L 50 147-50 Bo'lienba» '.'IiilelM uerlos, 5"/« «»-— 99 — Pfandbriefe (für 100 fl,), Vodener. allg. öst. 4"/,.O. . , 113—114 — dto, dto. 4>///„ . . , 100-50 101 — dtu. bto. 4°/u . . . 97-25 9775 dto, Präm.-Ichnldvcrschr. 3«/„ 10850 109 — Ocsl, Hypothelenba»! i«j. 50»/^ 100-50 —'— Oesl..min,. Ällnl verl, 4'/«°/« , i- 4"/,, . . 99-70 10N 10 Prioritäto-Gbligationen lfür 100 si.), Ferdinands Viordbahn Ein, l«8« 9875 10075 Galizische «arl Ludwig «Nahn Em. 1»«l 300 si. S. 4'/,"/,, , 98-70 99'50 Geld Ware Oesterr, Norbwestbahn , . , io5'5<» ion-25 Staatsbahn....... —-— i«?-50 Sübbahn it 3«/„..... 14N-40 15040 il 5"/,...... !iiu-zn 11750 Una.-galiz. Vahn..... 10050 101-50 Diverse Lose (per Ttncl). Crcditlose 100 st...... 182 50 18350 Clarn Uufe 40 si...... 5425 5525 4"/„ Donau Dampfsch, 100 si, . 12450 125-5!» Laivacher Präm. slnlcb. 20 st. —-— — — Ofrnrr Lose 40 fl..... 55 — 5«-— Palff», Lose 50 si...... 5» — 5350 Null»'» Krenz, üsl, Gel. v., 10 fl. —-— —-— Riidulpl! Lose l<» ft..... 19 — i9'5><> ^al»! Lose l!> fl...... s,0— 80-70 St, Hl'iwiö Lose w ft. ... «3'— L4-— Walbslei,, Lose 20 fl. , , , »«-— »L'50 Windisch Ora^ Lose 2« ft, . . 47— 48-— Gew. Sch. d. 3^Präi»,'2ch>lld' uersckr, der Äodencredilanstalt 27— 29 - Kank-Actien (per Stück), Angloost. Nan» 200 fi. L0"/,. lt. . 1U5-— 165-40 Vantuerein, Wiener, W0 ft. . 116 l!0 ii?:l<> Vder. Alls«, list., ^00 ft. S.40"/,, 33!>' 33U'5!> Cl'dt. ^lnst, f. Hand. u. G. 1<>0si. 30«!75 30?-25> Credildanl, Äl1>i. ilnss,, 200 fl. . 359 - 35350 Tepusilenvnnl, Ml,,., 200 ss. . 199 — 201-— itseomftte Ges., Ndrüst., 500 si. Ü00-—^U4-— Giro u. Cassenv., Wiener 200 fl. 214—!215 — <»tl0 Ware Hypothelenb., öst. 200 ft. 25«/„T. N9'— «N'50 Llliiderlmnl, ost. 200 st. G. , . 217'10 Ll?-«« Oesterr. iinq, Vanl «00 fi. , . 990^.994-. Unionbanl 200 fl.....841-85 24175 Vcrlehrsbanl, ÄIlg,, 14ft . . i»?-— 153 — Artten von Vransport» Unternehmungen. (per Stück). Albrecht'Nali» 200 si. Silber . 84-50 85 — Mfittb ssinman. Nal»l 200 fl. S. 201-— 801-75 Ävl)NI. Norolm!,» 150 ft. . . 205 50 20!! — « Westda!)!! 200 ft. ... 382 — 334- - Vnschtieyradcr Lis, 500 fl. CM. 11«? 1172 dlu. (lit. «.) 2«'0 si. . 47950 48050 Nuiian Dampfschisffahrt ^ Ges,, ! Ocsterr. 500 fl. CM. . . , 249 — 253 — Dran Eis. <«. Dl>, ^.)«00fl. S. 198 — 198-25 Dux, Vudenb. C-Is.-Ä, 200 ft, S. —— — — sserdinaiibs Nordb. 100N fl.EM. 2800 2810 (Yal. Carl Liidw. Ä. 200fl.CM. 20525 20575 Lemli. Czernow.'Iassy Elsen- bal,n Gesellsch, 200 fl. S. . . 228-50 22950 Lloyd,üst. miss,,Triest5>m»fl,CM. !353-— »5?-— Orsterr. Nordwesto. 200 fl.Sill», 218 — 217 — dto, (lit. ll.) U00 fl. S. . . 223-75 32425 PranDnxerEIsenb.l50fi.Silb. 85— »550 Otaatseiseiibal!!! 200 fl. Sillier 24250 243 — Iudvahn ^0« si. Silber . , . 134-— l3450 Süd Nordd.Nerd, A.200fl.CM. 173-50 «74-75 Tramwal) Ges.,Wr.,l7Usi.ll. W 218 — 218'— nene Wr,, Priorität« ! «ctien 100 ft...... <»?-—! 97 50 Ung. gallz.Eisenb, 200 fl. Silber 1«i —!197 — Unss. slorbostbahn «00 fl. Silber 19850 197-50 U>ia,.Wcstb.(«aab-Graz)»00fl,S, 19«-40 19«»0 Industrte«Hctten (per Stück). Vlluges., «llss. Oest,, 100 fi. . 80— 82 — Essybler Eisen nnb Stahl-Inb. «N Men INN fl..... 7N-75 77-25 Tiscnbahnw.-Leih«., erste, 80 fi, 95— 97 — «Elbemühl. Papiers, u. V.-G. 4525 4625 Liesinner Vrancrei 100 fi. . , »9-50 9050 Montan Gesell., österr.-alpine »l'25 U175 Praner Eisen Ind. Ves. 300 fl. 3N1bN 33350 Enlqo Tar,. Steiülolilen «0 ft, 435'— 438 — °2iMn,eImi!l,l , Papiers. 200 fi, 195-—200'— «Etem'er!nü!)I»,Papierf.n.V.-G. 126'— 128-— Trisailer Ku»le„w.-Ges. 70 fl. . 153-— 15350 Wllfsenf.-G.,Ocst,ii,WicnINNfi. 480'— 462 — Waagon-Lelhanst,, «llg. in Pest »0 fl......... 87'— 88'— Wr. Naugesellschaft 100 fi. . . 74-25 ?ü'— Wienerbergerglegel-UctienGes. I8L-25 i8«-7l» Devisen. Deutsche Plätze...... 5590 « — London........ 118'70 11485 Paris......... 45'1»» «17,, Daluten. Ducate»........ 5-41 ü-« 20 Frain« Stücke..... 904 9'05» Deutsche «ieichsbanlnolei! . . 55 92^ 50 — PaplerNubel...... 1'», 1« Italienische Vanlnottn (100L) 44-4» 44b0, ' (3761) 300—87 HVINZs, I., H<^3?Nt«K«I'»t.>'»»»S so. Rmtsblllü zur Llliballier Ieilllllg Rr. 1. Freitag den 2.Iälmci 1891. (5471) 3-:^ Z. 14 88«. Kundmachung der l. l. vanbesrenierung flir Kraill vom 2 b olfswert: die erste am 1«. Februar, die zweite am 27. April, die dritte am 3. August, die vierte am 9. November. , (5456) 3—2 g. 16.036. Licitations-Kundumchung. Mit hohem t. t. Landesregierungserlasse vom 15. December l. I., Z. 14.531, wurden pro 1891 nachbenannte Bauarbeiten an den Objecten der Reichsstraßen des Krainburger Vaubezirles genehmiget, und zwar: Auf der Loibler Straße: 1.) Conservation der Krainburger Savebrücke im Kilometer 4/24 bis 0/25 mit . 1700 fi. — kr. 2.) Vei. und Aufstellung hölzerner Geländer zwischen Kilometer 1/40 bis 1/46 mit 511 . 87 . Auf der Kanker Reichsstratze: 3.) Bei» und Aufstellung hölzerner Geländer und Randsteine zwischen Kilometer 0/6 bis 1/22 mit.........................1988 st. 93 kr. 4.) Herstellung eines neuen Belages an der eisernen Kanterbrücke im Kilometer 3 4/0 mit............................958 . 54 » 5.) Cunservatwnsarbeiten an der dritten neuen Kanterbrücke im Kilom. 3 bis 4/17 mit 5l48 » — » 6.) Conseroationsarbeiten an der kleinen Brücke von Leslovec im Kilometer 3.4/17 mit........................... 46 » __ . 7.) Conservationsarbeitcn an der Cilerbrücke im Kilometer 12/18 mit.....970 » — » Auf der Wurzner Reichssrraße: 6.) Conservationsarbeiten in der Vela, Belcawald und Pischenzabrücke im Kilometer 4/24 bis 0/25, 2 3/41, 12/4? und 1 2/51 mit............440 ft. — lr. j 9.) Bei< und Aufstellung hölzerner Geländer und Randsteine zwischen Kilometer 0/25 bis 0/56 -j> 16 5,n mit...................515 . 84 , Behufs Sicherung der Ausführung dieser Bauarbeiten, beziehungsweise Lieferung der Baumaterialien, wird die Minuendo^Verhandlung auf den 19.Iänner 1691 mit dem Beginne um 9 Uhr vormittags Hieramts anberaumt, wozu E-stehunqslustige mit dem Beisatze eingeladen werden, dass jeder, der für sich oder als legal Bevollmächtigter für einen anderen lkitieren will, das 5procentige Vadium des Fiscalprrises von dem Olijrcte, für welches ein Anbot zu stellen beabsichtigt wird, vor dem Beginne der mündlichen Verhandlung zu Handen des Verstcigerungscommissärs zu erlegen hat. Vor diesem Zeitpunkte werden auch schriftliche, mit Stempelmarle per 50 kr. versehen? und mit dem 5procentigen Vadium belegte Offerte, worin der Anbot für jedes Object fpeciell mit Ziffern und Buchstaben anzusetzen ist, angenommen werben. Nach Beendigung der Licitation werden den Nichterstehern ihre Vadien zurückgestellt, die Ersteher aber werden dieselben nach erfolgter Rectification des LicitationSergebniffes auf die lOprocentige Caution zu ergänzeu haben. Die hiedurch bezughabeuden Voranschläge, Baubedingnisse und sonstigen Behelfe können täglich in den gewöhnlichen Amtsstunden in der hieramtlichen Vankanzlei eingesehen werden und wird vorausgesetzt, dass jeder Offerent solche genau kenne und sich denselben unbedingt unterwerfe, was in den schriftlichen Offerten ausdrücklich zu bemerken ist. Krainburg am 20. December 1690. An)eiaeblatt. (4562) 3—2 Nr. 6659. Curatorsbestellunss. Dem unbekannt wo befindlichen Tablllarglä'ubiqer der Realität Einlage Z. 13 aä Catastralqemeinde Adksik Martin Tome von Primostek wird über das Vormerkslöschungs-Begehren des Io° hann Kralj von AdlcZic Nr. 16 betreffs der Vordcrlmq alls dem Vergleiche vom 6. August 1879. Z. 5865, per 34 ft. 58 kr. s. A., worüber der Termin auf den 3. Februar 1891, vormittags um 8 Uhr, Hiergerichts angeordnet ist, der Bescheid vom lOten Octolin' 1890. all Z. 6695. zu Handen des Curators »ä aotum Stefan Iupan-kic von Tschernembl zugestellt. K. t. Bezirksgericht Tschernembl. am 10. October 1890.____________ (5189) 3^3 Nr?79027 Erinnerung. Vom k. l. Bezirksgerichte Loitsch wird dem unbekannt wo befindlichen Jakob Mcchmc aus Maunitz, resp. drssm un< bekannten Erben und Rechtsnachfolgern, hiemit erinnert: Es habe wider sie Andreas Gabrai.ua von Maunitz die Nlage auf Anerkennung und Ersihung rücksichtlich der Realität Einlage Z. 18 der Eatastralgemeinde Maumh eingebracht, worüber zur sum« manschen Verhandlung die Tagsatzung' auf den 24. Jänner 1890, vormittags um 10 Uhr, Hiergericht« an« geordnet wurde. Den Geklagten wurde Herr Karl Puppjs in Kirchdorf zum Curator a6 acll. l bestellt, mit welchem diese Streit» sache verhandelt werden wird, wenn sie sich keinen andern Vertreter bestelle». K. k. Bezirksgericht Loitsch. am 29sten October 1890. ^5428^3—i" 8t.l0.953. I5tt2Sitt8. <^. kl'. l)lli-»M0 8<)Mö6 N» llräkem n»2nan^», 6» 86 na proön^o ^ansxa ^oröana ix Mlik Uaiena proti ^ntonu (iknäo x Lroög ra6i 77 8o!6. 8. p. 2 tu»ocinim 06I0K0M in ra/8la»om 2 äne 27. 86p»6mbra 1890, Zt.9521, na 1568» nc>v6mblll 1890 äowösna ixvräiina proä^a, 8o6no na 571 zo^- «6N^6-N68», v olcraHi ts^ soäiäöa lyiöößgk 56mhisö» ^nlon» ttßnä« ix IZro6a, vioina st. 2 Kat»8trulli6 oböins Vsliko Maä6vo, pr68wvi na äan 31. Mnuvarja 1891.!. 06 11. 60 12. ur« äopoluän« preä tem 8«äi8ö6m 8 popryM^iln äoäatkom. d kr. okraMO 80äi8ös n» kröksm ä«6 16. novsmbr» 1890.