Wrihutmerotiett» - Preise: Kür Laibach: «anzjLhng . . 8 fl. 40 tr. valbjShrig . . 4 „ 20 „ «'«trlfthng . 2 „ 10 „ Monatlich ... - „ 70 „ Mtt der Post •«»iiafctg 12 fl. HalbjShrig................. 6 „ ^erteljLhrig............... 8 » Laibacher 88t Zustellung in# Hau-"krtrlj. 26 kr., Aonetl. 9 kr. Eilyelnr Kümmern 6 kr. TJ [agblatt. Anonyme Mittheilungkn werden nicht berückfi»ti,t; Manuskripte nicht zuriickgesentek. VUtaetUu: Bahnhosgaffe Nr. IS. Srpr-itiona- * JuferatM-Bnreau: Ikongreßplatz Nr. 2 (Such. Handlung Den Jg. ». Ältht-mayr & Fed. Bamberg.) J«sertt»«»»retse: fttr die einspaltige 4 kr., bei «iederbolter flSb*'»** fchelhme i 8 fc. ' SßM't Anreigen bi» 5 Zeilen antJ~ •- vei gr»ße»en Inseraten »fterer Einschaltung ratftwt. chender Rabatt. Kür complieierten «atz bessn-dere «ergütun,. M Nr. 104. Montag, 7. Mai 1877. — Morgen: Michael B. 10. Jahrgang. Die katholische Presse. Der in Wien versammelte österreichische Katho-"kentag richte!« fein Augenmerk auch auf die Hebung und görderung der „kalholischcn" Presse. Bei den diesbezüglichen Berathungen gelangten nachstehende Ansichten, Wünsche und Beschwerden zum Ausdruck: !•) Dir Katholiken in Oesterreich haben eine mm. btn Bauernstand, eine Presse für den Z- aber keine Presse für die Intelligenz; die Gründung eine« großen Organs ist demnach eine Nothwendigkeit. und dieses große Organ Hätte katholischen Provinzblätlern in Fühlung zu ,, ?•) Die Katholiken brauchen eine Presse, welche >» bie untersten Schichten der Bevölkerung dringt, die katholische Gesinnung aufrechterhält und der Befahr der Entchrtstltchung entgegenwirkt. Der Kampf muß in Tirol durch ein Tiroler, in Sieiermark durch ein steierische« und in Böhmen durch ein böhmisches Blatt geführt werden; die katholische Presse muß äußerlich und innerlich nach den Bedürfnissen eines Lande« eingerichtet sein. 3.) Da« erwähnte große Organ hätte die katholischen LandeSblätter zu benützen und eine Zusammenstellung der wichtigsten politischen Ereig. "isst für den gebildeteren Leser zu bringen. 4.) Die Sründung und Erhaltung eine« solchen 8t6ßcn katholischen Organ« erfordert auch große Materielle Opfer, und sämmtlicheKatholiken in Österreich müßten sich bereit finden, zur Gründung, *}t)a(tung und Belebung eine« solchen großen kalholi-'"»kn Blatte« namhafte Opfer zu bringen. Ä 5.) Die Redaclion dieses große» katholischen flotte« müßte in die Hände von durch geistige ^''bung, Charakter und Lebensstellung Hervorragenden Personen gelegt werden. ... 6.) Zur Gründung eine« solche» großen katho- uichcn Blatte« find große Kapitalien erforderlich; müßten für diese« Unternehmen einzelne Hervorragende, für den Zweck begeisterte, opferwillige *ttsönlichkeiten gewonnen werden. , 7.) Die katholische Presse möge durch Korre- spondenzen und geistige Arbeiten der M i t a r b e i t e r ®„ftigst unterstützt werden; ein große« Gewicht ist aus die Thätigkeit der in Oesterreich bestehenden '"tbvlischen Preßvereine zu legen. Der Katholikentag nahm folgende fünf Resolu-"°uen an: „ I. Der Katholikentag nimmt mit Befriedigung Kenntnis von der Entwicklung und Ausbreitung der ^•wischen Presse in den einzelnen Königreichen und Qnbetn der Monarchie. Zugleich anerkennt er aber uq das Bedürfnis, daß zunächst wenigstens ein Lx katholisches Blatt in Oesterreich bestehe, mehr d mehr dem über die Aufgabe der einzelnen Länder» »'«ungen hinausreichenden Berufe österreichischer katholischer Journalistik entspreche und sich dadurch eine geachtete Stellung unter den großen katholischen Zeitungen Europa'- erringe. Diese» größere Organ soll in steter Verbindung mit der katholischen Presse in den Königreichen und Ländern stehen. II. Der Katholikentag ermuntert bie katholische Presse, festzustehen wie bisher im Kampfe für da« christliche Recht und fortzufahren, die Wahrheit im Sinne de« unfehlbaren Lehramtes der Kirche unentwegt zu verlheidigen. III. Der Katholikentag beglückwünscht die Gründer und Gönner der katholischen Presse in den Königreichen und Ländern ob der Standhaftigkeit, mit der sie gegen widrige Verhältnisse kämpften, und ermuntert sie lebhaft zur Ausdauer in ihren Be< strebungen. Desgleichen spricht er seine dankbare Anerkennung denjenigen au«, welche bisher unter nicht minder schwierigen Verhältnissen bemüht waren, dem Bedürfnisse eine« größeren Blatte« nach Möglichkeit zu entsprechen. Der Katholikentag empfiehlt die kräftigste Unterstützung der katholischen Presse in den beiden bezeichnten Richtungen. IV. Der Katholikentag anerkennt die Verpflichtung katholischer Christen, nach Beruf, Kräften und Vermögen für da« Gedeihen, den Bestand und die Blüte der christlichen Presse thätig zu sein. Die Unterstützung der christlichen Presse möge vorzüglich Korrespondenzen und geistige Arbeiten, die Werbung von Mitgliedern für die katholischen Preßvereine und die Errichtung von Volksbibliotheken ins Auge fassen. V. Der Katholikentag nimmt mit großer Befriedigung Kenntnis von den bestehenden Vereinen, welche sich die Aufgabe stellen, gute Druckwerke zu verbreiten, und spricht den lebhaften Wunsch au«, daß sich solche Vereine in allen Königreichen und Ländern bilden mögen. Der Katholikentag empfiehlt allen derartigen Vereinen ittebefondert auch bie Herausgabe und Verbreitung von Volk-kalendern, wie bie« schon in mehreren Königreichen unb Länbern ber Monarchie in anerlennen«»erthet Weise unb mit größtem Erfolge geschehen ist. Der Katholikentag spricht enblich auch ben Wunsch aus, daß jeder, der zur katholischen Partei gehört, es al« seine Gewissens Pflicht betrachte, katholische Blätter nach Möglichkeit zu verbreiten." In btn citierten fünf Resolutionen finden wir nichts Neues, im Gegenteile Überflüssiges. Die katholische Presse erfreut sich, wie bekannt, einer recht ansehnlichen Vertretung in Oesterreich. Da- „Vaterland," dessen Existenz durch kirchliche und weltliche Fürstenhände ausgiebig unterstützt wird, fungiert feit Jahren als da« Centralorgan der katholischen Presse in Oesterreich; diesem zur Seite stand der „Volksfreund," unb in allen Provinzen Oesterreichs finben wir katholischen, kirchlichen Interessen dientnbe Blätter; bas kleine Krain zählt vier im klerikalen Tone singende Blätter: Das „Diözefan- blatt," „Danica," „Slovenec" unb „Novice" — Mein Liebchen, was willst bu noch mehr?! Möge ber Katholikentag noch hunbert neue feudal-klerikale Blätter auf ben Weltmarkt bringen, bet Inhalt derselben wirb den Lauf de« Zeitstrome« nicht aufhalten, ein Rückfall in vorige Jahrhunderte, in die Zeiten geistiger Knechtschaft, ist undenkbar, die Bevölkerung von heute läßt sich nicht mit Anweisungen auf ein ungewisse« Jenseits abspeisen, da« ganze feudal-klerikale Gefasel und Geschreibsel, die Resolutionen des Katholikentage«, werben in den Papierkorb gelegt und ber Vergessenheit überant. »ortet werben. Reichsrath. 57. Sitzung de« Herrenhause«. Freiherr v. Härd tl referiert über den Gesetz, entwurf, womit die Bestimmungen der Strafprozeß» Ordnung über Nichtigkeitsbeschwerden er. gänzt und abgeändert werden. Die juridische Kommission de« Herrenhauses schlägt blo« unbedeutende Veränderungen de« Entwürfe« vor, welche nur den Zweck größerer Deutlichkeit haben, und empfiehlt die Annahme de« Gesetzentwurfes. Der Gesetzentwurf wirb ohne Debatte in zweiter unb dritter Lesung angenommen. Freiherr v. Härdtl referiert über das Gesetz, woburch die aus einem Realitätentausche sich er. gebende Vermehrung de« von Leopold Freiherrn von Haan errichteten Fideikommisses bewilligt wird. Die Fideicommiß-Kommission beantragt die unveränderte Annahme de« Gesetz-nlwurse«. Der Gesetzentwurf wird ohne Debatte in zweiter und dritter Lesung angenommen. Freiherr v. Winter st ein erstattet Bericht über das Gesetz, betreffend die Eröffnung von Nach -tragekrediten zum StaatSvoranschlage für 1877. Die Bubgetkommission beantragt, den Beschlüssen beS Slbgeorbnetenhause« beizutreten, bein» nach ben Finanzminister zu ermächtigen, zur Deckung be« Abganges von 2.026,373 fl., sowie zur Aufbringung der Geldmittel für die bereit« in anderen Gesetzen bewilligten Kredite (zu Zwecken des Staats-Eisenbahnbaues, de» Ankäufe« der Braunau-Straß-walchener Bahn, zur Unterstützung der Prag-Duxer Bahn und für Notbftandsbauten in Niederöfterreich) zusammen für 6.875,000 fl. Obligationen der Gold« rente auszugeben, eventuell eine fchwtbenbe Schuld zu kontrahieren. Dieser Gesetzentwurf wird nach kurzer Debatte angenommen. Das Gesetz, betreffend bie Bereinigung ber Brünn-Roffitzer Eisenbahn mit ben Linien ber österreichischen Staats - Eifenbahngescllfchafc, wirb in zweiter und britter Lesung genehmigt. 253. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Der Minister des Innern, Freih. v. Lasser, beantwortet die Interpellation, betreffend die H a (« tung Oesterreich« dem russisch.türkischen Kriege gegenüber, dahin, daß die Haltung des Wiener KabinetteS immerfort die gleiche geblieben, aus Verbesserung der Lage der türkischen Christen und auf Erhaltung des Friedens oder doch die Verhinderung eine» europäischen Krieges gerichtet gewesen sei. Im übrigen lasse es sich von den Interessen der Monarchie leiten u»d habe sich deshalb die Freiheit der Action Vorbehalten. Die Regierung halte eS für ihre Pflicht, den Staatshaushalt nicht durch eine unmotivierte Mobilisierung zu belasten, ist aber überzeugt, daß, wenn die Interessen es erheischen, der Kaiser auf den Patriotismus seiner Völker rechnen dürfe. Hiernach wird die Generaldebatte über das Wuchergesetz fortgesetzt und geschloffen. Nächste Sitzung: Dienstag den 8. d. Bom Kriegsschauplätze. Das in Korfu stationierte britische Geschwader erhielt Befehl, nach Kreta abzugehen. Der Bukarester Korrespondent de« „Daily New«" schätzt die bisher in Rumänien rinmarschierten Russen auf 60,000 Mann. Die rumänischen Behörden requirierten bei österreichischen StaatSunterthanen Pferde. Der österreichische Konsul legte energisch Protest dagegen ein. Serbien mobilisiert, 20,000Mann sind bereit« aufxestellt, weitere 20,000 sollen folgen, um den russischen rechten Flügel noch um etwa« mehr zu verlängern, als dies durch die Eoncentrierung der Rumänen in der kleinen Walachei ohnehin geschieht, und genügen vollkommen, um Widdin und Risch, später vielleicht Sophia zu cernieren. Auch Montenegro rüstet. Die gemeldete Einnahme von Kar« wird in unterrichteten -reisen al« eine russische Tendenz-nachricht bezeichnet. Das ganze 11. russische Armeecorps ist bereits in Kilia, Ismail und Umgebung concentriert. Die Russen haben die beiden genannten Städte und Reni zu befestigen begonnen. Gegen 6000 Mann sind mit diesen Arbeiten beschäftigt. Die Vorrückung der Russen gegen Saturn, Kars und Erzerum dauert fort. Die Verbindung zwischen diesen drei Festungen ist bereit« unterbrochen. Au« der Nähe von Kar«, zwischen Tikma und Kütschük-Kiöi werden Reiter» scharmützel gemeldet. In der Nacht zum 4. d. hat in Jassy der Durchmarsch russischer Truppen auffallende Dimensionen angenommen. Nach erfolgtem Aufmärsche an der Donau werden die Reserven mit der Eisenbahn befördert und längs derselben ihre Cantonne-mentS erhalten. Für Jassy ist eine Garnison von 16.000 Mann bestimmt. Ein türkische« Kriegsschiff recognoScierte die Pruthmündung nächst Reni, wobei sich wiederholt rin lebhafter Geschützkampf zwischen diesem Kriegsschiff und den russischen Batterien bei Reni »nd Schurilowka entspann. Russische Offiziere versichern, daß die Demonstrationen zum Uebergange an vierzehn (?) Punkten der Donau und schwerlich vor Ende Mai stattftnden werden. Ein türkischer Monitor kam die Donau herauf, fuhr in die Pruthmündung ein und warf Bomben auf die russischen Batterien am rechten Ufer. Die Russen erwiderten da« Feuer. Der Monitor zog sich nach erfolgter RecognoScierung zurück. Egypten erhöht die in der Türkei bereit« befindlichen 9000 Mann auf 12,000 Mann und behält den Rest seiner Truppen zum Schutze de« Suezkanals zurück. Der Bey von Tunis stellt dem Sultan 18.000 Mann Infanterie und 5000 numidische Reiter unter der Bedingung zur Verfügung, daß die Pforte den Transport der Truppen übernimmt und einen Theil der Equipierungskosten derselben trägt. Türkische Panzerschiffe gehen längs der Küste des Schwarzen Meeres in nordöstlicher Richtung, sie fuhren mit sich Vorrichtungen zum Schutze gegen die russischen Torpedos Zu Poti sollen türkische Taucher aus Lasistan imstande gewesen sein, elf russische Torpedos ohne Schwierigkeit zu zerstören. Politische Rundschau. Laibach, 7. Mai. Das Ministerium des Aeußern hat, wie die „Neue freie Presse" schreibt, mit der österreichischen und ungarischen Regierung Verhandlungen eingelcitei, welche sich aus die demnächst zu erwartende ReutralitätserklärungOesterreich-Ungarns beziehen. Nach dieser Erklärung wird es verboten sein, auf Schiffen unter österreichisch-ungarischer Flagge Truppen der kriegführenden Staaten zu transportieren oder den letzteren Gegenstände, welche nach dem allgemeinen Völkerrechte oder besonderen allgemein kundgemachten Anordnungen der betreffenden fremden Regierung al« KriegScontrebande gelten, zuzuführen. Von solchen Gegenständen wird auf österreichisch-ungarischen Schiffen im Verkehre mit jenen Staaten nur so viel vorhanden sein dürfen, als zu eigenem Gebrauche unumgänglich nöthig ist. Den österreichisch ungarischen Schiffen wird das Einlaufen in solche Plätze untersagt sein, die von einer kriegführenden Macht belagert ober blockiert werden. Außer diesem Falle werden die österreichisch.ungarischen Handel«, schiffe nicht beschränkt sein, ungeachtet de« bestehen-den Kriege« ihren Handel mit den Häfen der im Kriege befindlichen Mächte fort zu treiben; ebenso werden die Kauffahrteischiffe der kriegführenden Staaten wie bisher in alle ausländischen Häsen ungehindert einlause» können, vorausgesetzt, daß sie sich den Regeln der Neutralität gemäß benehmen. In Voraussetzung, daß der neutrale Handel durch die kriegführenden Mächte respektiert werde, wird verordnet werden, daß die österreichisch-ungarischen Kauffahrer sich auf offenem Meere der allsälligen Visitation vonseile der fremden Kriegsschiffe nicht widersetzen. Für eine etwaige ungebürliche Behandlung der österreichisch-ungarischen Schiffe würde nach erfolgter Anzeige bei einer österreichisch-ungarischen Konsularbrhörde die Regierung sofort die geeigneten Schritte unternehmen. A«Sla«d. Das französische Abgeord. netenhaus nahm eine von den drei Linken »er. einbarte Tagesordnung an, welche die Regierung auffordert, dem Anwachsen der gefahrdrohenden klerikalen Manifestationen mit allen zur Verfügung stehenden gesetzlichen Mitteln entgegenzutreten. Die..Morning Post" erfährt, daß die englische Regierung beschlossen habe, angesichts möglicher Eventualitäten im Orient möglichst schleunig alle kleineren Thurmschiffe mit Mannschaften zu versehen. Die „Times" veröffentlicht eine Liste derjenigen englischen Truppen, welche, im Falle e« die Ereignisse im Orient erheischen sollten, unverzüglich nach Malta eingeschifft werden sollen. Die Liste umfaßt 7 Regimenter Kavallerie, 4 Brigaden Artillerie und 59 Bataillone Infanterie. Man spricht von der Möglichkeit einer Initiative Italiens behufs gemeinsamer Erklärung aller Großmächte, daß sie ein Bombardement Odessa'« und aller offenen Städte als dem Völkerrecht zuwiderlaufend verhindern werden. Der „Agence Russe" zufolge wäre die Pforte von ihrer Absicht, alle russischen Untertanen au« der Türkei auszuweisen, abgekommen und wollte sich nur Vorbehalten, die Auswcisungsmaßregel gegen die Begünstiger von Ruhestörungen und andere Verdächtige anzuwenden. Die Pforte hat in confidentieller Weise den Mächten mitgetheilt, daß sie gesonnen sei, den im Jahre 1866 dem Fürsten Karl eithcilieu Jnstal lierungs Ferman zu annullieren, da der Fürst alle Verpflichtungen, die er alt seinem Schreiben an den Großoeticr vom Oktober 1866 dem suzeränen Hose gegenüber übernommen hatte, verletzt hat. Dir ..Agence Havas" meldet: Saufet Pascha thellte dein rumänischen Agenten mündlich mit, daß mit Hinblick auf die zwischen der Regierung de« Fürsten Karl und der russischen Regierung abgeschlossene Convention die Functionen des Agenten der Fürstentümer in Konstantinopel suspendiert sind. Der rumänische Senat nthm die Adresse an den Fürsten an, in welcher rS heißt, da« ganze Vond habe nur den Einen Gedanken der Befreiung des Vaterlandes. Der Senat spricht der Regierung das Vertrauen aus, daß sie, da alle Bemühungen, von der Pforte d-e Neutralitäts>Aner> kennung zu erlangen, vergebens waren und der Krieg ohne Schuld und Prooocation Rumäniens au«' gebrochen sei, dafür sorgen werde, daß Rumänien nicht der Schauplatz des Kriege« werde. In diesem feierlichen Moment werde Rumänien seine hobt Aufgabe erfüllen und vor keinem Opfer zurück-scheuen, um seine Integrität za erhalten. Dir Armee werde mit Stolz auf den Fürsten blicke# und ihre Schuldigkeit thun. Der Senat werde niemals einer gefahrvollen Zufallspolitik zustimmen, durch welche einer der starken Nachbarn verletzt werden lönnte. Das wäre ein unverzeihlicher Fehler. Aber wenn da« Land selbst bedroht sei, würde fet» nere Untätigkeit ein Verbrechen sein. Der Senat sage die Bewilligung der nöthigen Mittel für de« Krieg zu. Die Convention habe die Gefahr verringert, umsomehr, als Kaiser Alexander die Integrität garantierte. Das rumänische Amtsblatt veröffentlicht die fürstliche Entschließung, mittelst welcher die Co" venlion mit Rußland sanktioniert und promulgiert wird. Die griechischen Kammern wurden auf de« 26. Mai einberufen. Bis dahin sind 10,000 Reservisten eingereiht. An der westlichen Grenze werden wegen vom türkischen Gebiete einfottenben Räuberbanden Truppen concentriert. Die außerordentliche Session de« Nordamerika-nischen Con gresses wurde bis zum 15. Oktober vertagt. Zur Tagesgeschichte. — Der Katholikentag nahm nachstehende Vorschläge an: 1.) Der engere Anschluß bet katholischen Studierenden untereinander; 2.) die Betheiligung derselben aN christlichen Sensssenschasten (marianische Sodalität) und io reiferen Jahren an werktdätigen katholischen Vereinen, inS-besonderS an den der christlichen Armenpflege gewidmete« St. Vincenz-Konferenzen; 3.) die Vermittlung der Unterkunft katholischer Studierender in glaubenStreuen katholische« Familien; 4.) in Universitätsstädten die Einleitung, daß katholische (Belehrte sich Herbeilaffen, in geschloffenen Lirkel« wissenschaftliche, insbesondere für die studierende Jugend berechnete Vorträge zu halten, theils aus dem Sebiete 6e< höheren Religionsunterrichtes, theil« aus dem anderer Disziplinen, deren richtige Auffassung mit den religiösen Heber-zengungen in nächstem Zusammenhänge steht; 5.) die durch die aOmälige Entwicklung dieser Einleitung vorzubereitende zeitgemäße Wiederherstellung katholischer Bursen oder Soße' gien. Demnach wird beschloffen: Der Katholikentag eracht«* e< fttt sehr wünschenswerth, daß in alle« Ländern katholisch* Jugendfreunde im Einvernehmen mit der Seelsorge-Leist' lichltit und den Vorständen der k.itbolifiteii Genossenschaften und Vereine die Ausführbarkeit brr voranstehenden Vorschläge praktisch erproben und übtr die Cabei gemachten Erfahrungen einem künftigen Katholikentage berichten. — Unglücksfall. Der schweizerische Silpenklu^ machte einen Ausflug von ®euf aus, erst mit dem Damp!' boote nach Saint-Lingolpb, um von dort den Blanchard lu besteigen. In Ouchy schlossen sich Delegierte des Zweig' kluds von Lausanne, darunter der Aroßindustrielle t>(tt Born, an. Aus der Spitze deS Blanchard aiigekomuie», glitschte dieser aus einem Schneefetde ab und wurde ’JZiedetjiurzc so unglücklich mit dem Kopse gegen eine Tail»e geschleudert, daß er augenblicklich tobt blieb. — Aerzte. Zu« Eintritte in russische Dienste haben sich aus Deutschland und Frankreich über vierhundert Aerzte gemeldet. Lolal- und Provinzial-Angelegenheiten. Tie slovenische Presse über die ikandesbeamten. Es war Voraulzusehen, daß die mannhafte Haltung tot landschasilichen Beamten inbetreff der Dankadresse an R. v. Besteneck einen Hagel von Verwünschungen der Nationalen Presse und eine Flut giftigen Beifers über dieselben ergießen wird. In der Art haben sich z. 8. „Slo-venec" un» „92ovite" in ihre» letzten Nummern hervor. g«han, um ditSsall« ihr Btstt« zu leisten. Der Artikel bei „Slovenec" mil feinem abgeschmackten, gemeinen, klassischen Bauernwitze, konnte wol nur ein Lächeln des Mitleides entlocken. Die journalistische Firma #lun-tite8ooec ist zu sehr heruntergekommen, all daß man sich mit ihr befassen könnte. „TZovice" aber, welche wie gewöhnlich eint Serie unverschämter tilgen enthält, wollen wir un« etwa* näher besehen. Hier paradiert vor allem die Behauptung, die nationale Majorität habe dem Anträge dks R. v. Besteneck nicht jugefümmt, „weil sie den Landes-fond schonen und das ohnehin von Steuern so schwer überbürdete Land nicht noch mehr belasten kann." Dies ist eine leere Ausflucht, denn 9t. v. Besteneck bat den Antrag s» gestellt, daß für die Mehrauslagen durch Ersparnisse die Bedeckung zu schaffen und sodann das Los der landschast-lichen Beamten zu verbessern wäre. Im übrigen gibt eS heutzutage wol nur mehr wenige, welche angesichts der letzten Landtagsverhandlungen (Irren-Hausbau, Wanderlehrer) und der bitter* Wahrheiten, welche oonfeite der Bersassnngspartei der nationalen Majorität über ihre finanzielle Mißwirtschaft ins Besicht geschleudert wurden, an die hohle Phrase: „ljubezen do domovine“ glauben können. Die Bezeichnung „bas hungernde Kleeblatt", mit welcher die „Novice" die Deputationsmitglieder dilegt, zeigt, mit •eichet Frivolität dieses Blatt die Existenzfrage der landschaftlichen Beamten behandelt. Wenn nur gewisse Pro-ttetions« und andere Kinder maßgebender Persönlichkeiten Mit Seldzulagen, fetten Dienstposten u. s. ro. versorgt werden, die anderen mögen immerhin auf das.Hungern" verwiesen werden. — Das ist nach dem «es»macke der Patrone der »Novice". „Novice" freuen sich, daß die „wichtiger«" landschast-litten Beamten die Adresse nicht unterschrieben und daß die 15 Unterschriften mit schwerer Mühe zusammengebracht worden. Dieser Freude mögen sich „Novice" nicht hingeben, denn es kann nachgewiesen werden, das eben einige ihrer Lieblinge, die sogenannten „Wichtigem" es waren, welche, sobald ihnen die Abweisung der LandtagSpetition bekannt wurde, beschlossen hatten, eine Manifestation zu veranstalten, später aber heldenmüthig — schwiegen, weil sie eben in so dielen Beziehungen von ihren Protektoren abbängen. Die Majorität der Beamten aber said es für gut, ’fyu aufzutreten und für ihre Handlungsweise einzustehen, 1® dieselben wiesen, wie wir vernehmen, den ihr nachhinein flentaittcn Antrag, daß im Sinne deS eingebtachten Be» öeneck'schen Antrages alles bewilligt weide, sobald die Adresse vernichtet wird, mit Entrüstung zurück und überreichte die Adresse alS Beweis des festen Vorsatzes, daß tiefes zwar der erste, aber auch entschieden ernste Schritt einer vollkommen geänderten Anschauung fei, von welcher dieselben weder tut* leere Besprechungen noch Drohungen abgebracht werden können. Es ist bei der herrschenden Wirtschaft allerdings nicht iu wundern, wenn die Mehrzahl der landschaftlichen Beamten einer Partei für immer den Rücken lehrt, welche das Vertrauen im Volke getäuscht und vollkommen verwirkt bot. Wo i;l die imposante Majorität, welcher sich die nationale Partcj vor wenigen Jahren in allen (Korporationen rühmen tonnte? Berwirthschastet ist die Majorität in der ffiemeinbever» ‘teiung, in der Handelskammer, zugrunde gerichtet das nationale Institut der Bank „Slovenija", und schließlich, wie sieht eS "un mit der Majorität im Landtage ? Aus drei Stelzen nur wehr stolperte der kranke Mann herum, auch diese sind schon Dorsch, können brechen über Nacht und daS Lanze fällt in n' * t 8 zusammen. Sind solche riesige Rückschritte vielleicht au* noch Beweise des unbedingten BolkSverttauens? Wo ichnßde Habsucht, Egoismus und persönliche Interessen die Grundlagen der Volksbeglückung bilden sollen, konnte auch kein bessert# Ente erwartet werden. Das sind bittere Pillen, auf die „Novice" nicht gewöhnt waren, allein es kommt noch Bessere- nach. In nicht gar seiner Zeit werben sie ansrusen: „Fallen seh' ich Blatt eus Blatt." Ja! sie wird euch läuten, die prosezeite Sterbeglocke, und zwar inkürze; doch nur für euch ein ® r tt b » geIäute, für das geblendete Hielt wird sie die Friedensglocke sein, und mit euerem Falle werden Friede und Eintracht im verhetzten Lande Einzug halten und so Gott will bleibende Wohnstätte nehmen. Dann wird aber auch in de» Steifen der landschaftlichen /ieamten nicht mehr derjenige ein „Wichtiger" fein, der sich die «unst Der Nationalen durch blinde Unterwerfung unter deren politische Anschauung und durch die — zumeist im Amte und während der Amtszeit geübte — Tätigkeit in nationalen «er-eins- und Partei-Angelegenheiten erbettelt, sondern jener, der unbeirrt und Nicht korrumpiert durch anderweitige Rücksichten seine Pflicht im Dienste des Landes eifrig und redlich erfüllt. Das Vertrauen auf das bei jeder Gelegenheit von den V erfaffungStreuen hochgehaltene Prinzip der Gerechtigkeit und Billigkeit ist bei den land-fchafttichm Beamten zum Durchbruche gelangt, welche wol wissen, daß ihnen auch unter dem Regime dieser Partei ihre-selbständige politische Anschauung nicht im mindesten verkümmert wird, eine Uederzeugung, zu welcher die von dieser Partei in allen Berwaltnngskörpern, wo selbe die Maiorität hat (wir verweisen nur aus den Stadtmagistrat and die Handelskammer), gegenüber dem national gesinnten Theile der Beamtenschaft geübte Objektivität und Teleranz — volle Berechtigung gibt. Wir aber begleiten dir landschaftlichen Beamten auf dem muthig betretenen neuen Wege mit allen unsere« SimpathienI — (Erzherzog Wilhelm) wird Mittwoch de« 9. d. in Laibach die Artillerietruppe« inspizieren. — (A m t s r e i s e ) Derjneuernannte Oberstaatsanwalt in «raz, Herr Wilhelm Pichs, inspizierte im verlaufe der vorigen Woche die Weiber-Strafanstalt zu Bigaim nächst RadmannSdors. (Der hiesige Schießstand) wurde gestern, trotz der vormittags herrschenden ungünstigen Witterung, mit einer entsprechenden Feierlichkeit eröffnet. Die «ackeren Scharfschützen ließen sich durch Jupiter plurius nicht stören, mehr als zwanzig Theilnehmer standen in Thätigkeit, Honoratioren hohen Ranges und ein großer Theil der Promenierenden fanden sich nachmittags vor dem Lchießstanbe in den dort neu ausgestellten Restaurationsräumlichkeiten ein. Die städtische Musikvereinskapelle spielte vormittags beim neuen Schiebhause, während dem MittagSma e der Rohrschützen im Hotel „zur Stadt Wien' (bei demselben wurden auf Anregung des ObtrschÜtztnmtisttrs Ritter v. Stöckl für die Waitfcher Abgebrannten 50 fl. zufammengefteuert), nachmittag« zur allgemeinen Belustigung vor der neuen Schieß-statte und abends im Sptisesalon des genannten Hotels. Die neue, reizend schön gelegene Schießstätttrealität dürfte im Verlause des Sommers eines sehr zahlreichen Besuches sich zu erfreuen haben. — (Der Laibache » Turnverein) erbrachte am SamStag den 5. d. neuerlichen, unbestreitbaren Nachweis, daß er auch auf den Bahnen des Vergnügens, der Unterhaltung und Kunst wacker ins Feld zu rücken versteht Diesmal galt sein Einschreiten wolthätigen Zwecken. DaS leitende tomite des im Blassalon der Äasinorestauration zum Vortheile der Abbrändler in Waitsch in Szene gesetzten Vergnügnngsabends, namentlich der Kneipwart Herr A. Eberl, erwarb sich neuerlich volle Anerkennung, und ihnen zunächst die sämmtlichen mitwirkende» Kräfte, unter diesen auch Herr Kapellmeister Tzansky mit seiner vortrefflichen Militärmusik-Kapelle. I» der erste» Abtheilung machte die in komischen Schattenbildern vorgesübrte Parodie „Der Bang zum Eisenhammer" wieder viel Spaß. Mächtigen Eindruck erzielte da« lebende Bild „Am Brand-platze", das erläuternde Gedicht gesprochen von Herrn St ü h n l. Von hochkomischer Wirkung begleitet, vollzog sich die Aufführung des aus Ritterzeiten gegriffenen, in Form einer Parodie gehaltenen dramatischen Spaßes „Liebe kann alles" ; die Herren Eberl (Ritterfräulein), F i n j, P e -traschet und K ii h » l, in erster Reihe der in reizender Toilette anftretendc Herr Eberl, wurde» mit großem Beifall begrüßt. Der erste» Adtheilnng folgte die Auslosung deS Bliickshafens; leibet wurde die sogenannte 1000>fl,-Braut (Puppe in einem Kleide aus Banknoten) von niemandem heimgeführt. — In der zweiten Abtheilung trat die Kunst in den Vordergrund, der Preis de- AbendS wurde von den anwesenden Beschauer« den dargestellten vier Marmorbildern zu-erkannt. Als das gelungenste Bild präsentierte sich da- erste, „Die römische Büste"; ein allgemeiner Ruf der Ueberraschung und Bewunderung gab sich kund. Auch die anderen drei Bilder riefen wolverdienten Beifallssturm wach: der atlethische „Herkules," die feindlichen Brüder „Kain und Abel" und dir „Todtschlag." Die Aussühr«ng dieser vier Bilder konstatierte, daß in den Reihen der Turner auch Männer der Kunst hervorragenden Platz einnehmen. Dieser vergnügu«gsabend wurde zum vortheile der durch Brandnnglück beschädigten Anlassen in Waitsch arrangiert. Es war ein glücklicher Bedanke, am Schluffe dieser Vorstellung auch jenes hochherzigen Mannes in Wort und Bild zu gedenken, der in den Reihen der Spender als erster auftrat. Wie bekannt, spendete Kaiser Franz Joses sogleich nach AuSbruch diese« Brand-Unglückes den namhaften Betrag von 1500 fl. zur allso* gleichen Verteilung an die Verunglückten. Da« letzte Bild, ei« mit der Kaiserkrone gezierte« «nd einen entsprechenden Toast enthaltendes Transparent, ausgestellt inmitte der Feuerwehrmänner und Turner, rief ebenauch einen mit gehobener und patriotischer Stimmung ausgebrachten Beifallssturm wach, mit dem sich die Melodie »es Kaiserliche« (Volkshimne) vermälte. — DaS Reinerträgni« diese« Ver» gnügungsabends dürfte 70 bi« 80 fl. ergeben. — (Aus dem VereinSleben.) Der erste trat« Nische Militär-Veteranenverein in Domschale wurde gestern infolge eingetretener regnerischer Witterung in der Feier seine« BtündungS-BedenktageS gestört. Die Versammlung der erschienenen Veteranen hielt nachmittag« eine Sitzung ob. Aus der Tagesordnung (landen: 1.) ÖlittHeilung der SeschäftSeinläuse; 2.) Antrag auf Kenterung der Statuten ; 3 ) Anträge einzelner Verein-Mitglieder; 4.) Vertagung der Gründungsfeier; 5.) Bericht über die Uniformierung der Musikvereinskapelle; 6.) Einkassierung der Mitgliederbeiträge. — (D i e StroHHutsabricationl im Bezirk« Stein, beziehungsweise in Domschale, wo derzeit sieben Stroh» hutsabrifen bestehe», hat Heuer eben auch eine Krisi» d«r zumachen. Infolge der eingetretenen mißlichen und gefahrdrohenden politischen Verhältnisse und de- vor der Thür stehende« Kriege« einerseits, «nd infolge der heute noch anhaltenden kalten Witterung andererseits, sind die Bestellungen auf fertigt Ware sehr geringen Umfange« geworden, die Erzeugung der Hüte mußte heuer um ein Monat früher als gewöhnlich eingestellt werden. Im verlause de« Winter« war die Strvhhutsabrication in Domschale in vollem Betriebe, jedoch seit einigen Wochen bereits mußte die Stroh» Hutfabrikation wesentlich eingeschränkt und auf ein sehr herab« gesunkenes Quantum Augenmerk geworfen werden. Die Ware wird, wenn die Krise und ungünstige Witterung noch länget anbauern, zu mehr als zwei Drittheilen auf dem Lager bleiben. Der Sonftim ist ein sehr geringer geworden, die Strohhutsabrikanten setzen ihr ganze« Vertrauen auf eine günstige Erledigung der Zoll- und HandelsbündniS-fragt. Heuer stehen Prod«ction und Konsumtion nicht im Verhältnisse, der Export ist bisher weder im Gange noch anzuhoffen. Die Steuerbehörde wirb heuer ihre Anforderungen an die steuerzahlenden Strohhutsabrikanten wesentlich mobetieren müssen, der Verkehr ist heute noch ein unbedeutender. Interessant ist die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sieh befindende Glüeks-Anzeige von Samuel Heeks eher sen. in Himburg. Dieses Haus hat sich durch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der Umgegend gewonnenen Betrüge einen dermassen guten Ruf erworben, dass wir jeden auf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle autmerksam machen. Witterung. Laibach, 7. Mai. Regnerisches Wetter, anhaltend, schwacher W. Wärme: morgens 7 Uhr + 8 8', nachmittags L Uhr -f- >2 4« C. 11876 -f- 4'ti*; 1875 + 19 3' 0.) Barometer im Steigen, 729 30 mm. Das vorgestrige Tageümtttcl der Wärme + 10-4*, das gestrige + 12 7°; beziehungsweise um I 5® unter und 0 6° über dem Normale; der vorgestrige Nieder-schlag 14'65 mm. und der gestrige 12 60 min. Regen. Angekommene Fremde am 7. Mai. Hotel Elefant. Jvankik, Bäckermeister, Äarlflabt. — Stujii, Handelsmann, Flume. dirabiSar, Älogenfurt. — von tfaijaioDt, Senosetjch. — Presinger, (Bonobij. — Äncg, Stein. — Modic mit Frau, Odlak. — Zarvini, Ponteba, — Deo, Lederhändler, Pollak Fr., Pvllak Jos, und Mally, Neumarktl. — Eoriup, Görz. — Dolle»z mit Bemalin, Morpnrgo und Majeenica, Triest. — Wakonik, ßittai. — Eisenzops, Hauptmann, Vollschee. — Biller und Schwarz, Graj. — Waida, Kontrollor, Reisnij. — Painz, Pserdehändler, Sagor. Hotel Stadt Wien. Müller, Just, Schmied, Künzel, Brandt und Schweinburger, ft fite., Wien — Demberger, Mally S., flstte, und Mally P., Neumarkll. — Braune, Tessin u. Ätenn, Äflie., Gottschee. — Sleiiihorter, Kfm., München. — Pollak, Kfm., Triest. — Knau«, Kaufm., SSrntcn. — Demjer, Pensionist, EiSnern. — Zasita, Braz. Hotel Euro-o. Paulii, Sefsana. — PtiboSii, Villach. — Schaffer, Fregattenarzt. Pola. - Dollenz, Jnnerkrain. Mohre«. Weiß, Tarvis. — Turk, Planina. — Simon, Wien. — Siltig, Naffenfuß. — Schober, Klagensurt. — Ruß und flnoflii, Ärain. — Stollan, Komorn. — Be-ranek, Lieutenant, Judenburg. Bairischer Hof. Milac, Gutsbesitzer, und Skerle, Pferde« Händler, ebrz. — Benigar, Handelsmann, Triest. — siiatouc, Malerija. — Bogl, Graveur, Weißkirchen. — Jelenc, (Silit — iiaoiii, Lack. Kaiser von Oesterreich, »omatat und fflorSii, Pettou. Sternwarte. Tfchinkel, Kfm., «raljevec. — Sallocher, Zganc und Pucel, Großlaschitsch. — Berdaus, Widern. Hoievar, Kleinosterwitz. Verstorbene. Den 4. M a i., Antonia Bizjak, »rbeiterin, 24 I., Zivilspilal, Lungentuberkulose. Den 5. M a i. Filomena TravtS, Magd, 25 I., Zivil-spital, allgemeine Blutleere. — Maria LeSjak, ftleinhändlers-gattin, 63 I., Judengasse Nr. 5, Waflersucht. — Johann Pesek, Inwohner, 61 I., Zivilspital, jkrebSdiscrasie. Gedenktafel über die am 12. Mai 1877 stattfindenden Lici. tatlone«. 2. Feilb., Pachor'sche Real, Podbreg bei St. Beit, 8®. Wippach. — 2. Feilb., ÄoroSii’fctt Real., Oberkalische, BG. Großlaschiz. — 1. Feilb., Birant'sche Real., Medvedca, BG. Laibach. — 1. Feilb., RarnovS'sche Real., Brod, BG. Lotte*. — 1. Feilb., «var'sche Real., Brückl. CG. Reifniz. — — 1. Feilb., Zdravje'sche Real., St. Georgen, BG. Laibach — 1. Feilb., Hoirvar'sche Real., Piauzbüchl, BG. Laibach. — Reaff 3. Feilb., Ukmar'sche Real., Ustje, 8@. Wippach. LebenSmittel-Preise in Laibach am 5. Mai. Weizen 12 fl. 30 tr., «orn 7 fl. 50 kr., «erste 5 st. 20 kr., Hafer 4 fl. 20 kr., Buchweizen 6 fl. 50 kr., Hirse 5 fl. 80 kr., Kukurutz 6 fl. 20 kr. pr. Hektoliter; Erdäpfel 6 fl. 43 kr. pr. 100 Kilogramm; Fisolen 8 fl. — kr. per Hektoliter; Rindschmalz 98 kr., Schweinfett 84 kr., Speck, frischer, 74 kr., Speck, geselchter, 78 kr., Butter 84 kr. per Kilogramm; Eier 2 kr. per Stück; Mil* 7 tr. per Liter; Rindfleisch 60 kr., Kalbfleisch 43 kr., Schweinfleisch 60 kr. per Kilogramm; Heu 2 fl. 85 kr, Stroh 3 fl. 3 fr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 6 fl. 50 Ir , weiches Holz 4 fl. 50 tr. pr. vier <£.-Meter; Wein, rcther 24 fl., weißer -0 fl. pr. 100 Liter. >e Telegramme. Bukarest, 6. Mai. Die Regierung zog die MoratvtiumSvollage au» der Kammer zurück. Großfürst Nikolaus besuchte heute Braita. Die Russen befestigten da» Donau-Ufer bei Reni und Ismail. Bukarest, 6. Mai. Die Kammer bewilligte den Militürkredit. Gelegentlich der Adreßdebatte im Senat erging fich Cozolniischeano in heftigen Angriffen auf die türkische Regierung; er hob ferner hervor, daß keine Macht gegen die russische Convention protestiert habe, da die Russen die Grenze» überschreiten und die rumänische Regierung wegjagen konnten. Konstantinopel, 6. Mai. Die türkischen Journale ermahnen alle Osmanii, zur Vaterlands-ueriheitigung beantragen, lei es als Soldaten oder durch Geldgabeu. Der Sultan nahm den Titel „Bertheidiger des Glaubens" an. Mukhtar Pascha meldet, daß infolge des Utzten Gefechtes bei KarS die Russen ihr Lager 8 Meilen weitzurückverlegten. Telegrafischer Üursiiericht am 7. Mai. Papier-Rente 57 35. — Silber-Rente H3‘50. — Gold-flente 69'50 — 1860er StaatS-Anlehen 1C660. — Bankaktien 754. — Kretuactien 13481. — ßoncon 130—. — Silber 112 40. — Ä. k. Münzdukaien 6.13. — 20-Fr«ncS Stücke 10 41'/,. — 100 Reichsmark 63 95. Mit 15. Mai Eröffnung des Mineralbades Cöpkiz in Unterkrain bei Rudolfswerth. Zimmerpreise von 60 kr. bis 1 fl.; ein Bad 15 kr. Table d’fcöte 50 tr. Einem zahlreichen Besuche empfiehlt sich (240) 3—1 Auguft Kukowiz praktillder Arzt und Badepäl Badepächter. Jfiir Hamen! Den hochgeehrten ST amen wird hiermit betaimtgegeben, daß auf dem Hauptplatze im vorm. Eichholzer'schen Hause, im 2. Stock, rechts am Gange, von der Fabrik deö Herrn Stemberger aus Wien eine neue Sendung aller Gattungen Damenkmte °o° 3 bi» 15 fl., iiimlcrfuitc »on 1 bi, 4 fl., dann Damen & Jündcrhaiulfdiuhc in beliebiger Auswahl zu den billigsten Preisen vorräthig ist ruid um zahlreichen Besuch gebeten wird. Um die Bemühungen ins Haus zu ersparen, wird da« Lager während der Marktreit auf dem Marktplatze aus. gestellt sein. (225) 3-3 Ein Klavier, überspielt, jedoch gut erhalten, ist billig z» verkaufen: 7111er Markt Nr. 1 neu, 3. Stock. (234) 3—2 Hauptgewinn ev. 375,000 Mk. (Mmeie. Die Gewinn? garantiert der Staat. Einladung zur Betheiligung an den Gewinn-Chancen der vom Staate Hamburg garantierten Kroatien Cield - Lotterie, In welcher über 7 Millionen 470,000 Mark sicher gewonnen werden mHegen. Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld-Lotterie, welche plangeinäss nur 79,h00 Lose enthält , sind folgende: nämlich 1 Gewinn event. 375,000 Mark, speciell Mark 250,000, 125,000, 80,000, 60,000, 50,000, 40,000, 36,000, 4 mal 30,000 und 25,000, 4 mal 20,000, 28 mal 15,000, 12,000 und 10,(100, 23 mal 8000 und 6000, 56 mal 5000 und 4000, 206 mal 2500, 2400 und 2000, 415 mal 1500, 1200 und 1000, 1358 mal 500, 300 und 250, 25061 mal 200, 150, 138, 124 und 120, 14839 mal 94, 67, 55, 50, 40 und 20 Mark, und kommen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur sichern Entscheidung. Die erste Gewinn-Ziehung ist amtlich festgestellt, und kostet hierzu das ganze Original-Los nur 3 fl. 40 kr. das halbe dto. nur 1 fl. 70 kr. das viertel dto. nur — fl. 85 kr. und werden diese vom Staate garantierten Orlglnal-liOSe (keine verbotenen Promessen) gegen frankierte Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschuss selbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt. (207) 6—4 Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-Lose auch den mit dem Staatswappen versehenen Originalplan gratis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtliche Ziehungsliste unaufgefordert zugesandt. Die Auszahlung und Versendung der Gewinngelder erfolgt von mir direkt an die Interessenten prompt und unter strengster Verschwiegenheit. Jede Bestellung kann man einfach auf eine Posteinzahlungskarte machen. Man wende sieh daher mit den Aufträgen der nahe bevorstehenden Ziehung halber bis zum 15. Mai d. J. vertrauensvoll an Samuel Heckscher scn., Bnnquicr und Wechsel-Comptoir in Hamburg, Ueeller gänzlicher Ausverkauf. Nachdem ich mein Manufactur und Modewaren Geschäft wegen Uebersiedelung verkauft haöe, veranstalte ich bis zur gänzlichen Räumung meines gaiy neu sortierten Warenlagers einen reellen Ausverkauf, und erlaube mir das P. T. Publikum zu diesem sehr vortheilhaften Einkäufe ergebenst einzuladen. Hochachtungsvoll ___ L. Wallen fco, (239) 3-1 • Laibach, Rathausplatz 7. Druck von Jg. D. JfleinmaUr & Ked. Wamberg. Verleger: Dttomer Bamberg. Für die Sietiaction verontwortlich: Fratij Müller.