^57. Montag, 10. März ! 902. 121. Jahrgang. kaibacher ^^wmw/i. ^ Postv.'rssüdllng: nanzjüwn 20 l(, Halbjahr»,, !5 X. Im Konlor: ganz< ^^ ^"att >,,«.'»«, ""^ dlc Zustrllun« i»s Hau« «anziährig 2 K, — Insertiou»ntbübr: ssür llriue ^^^^^^ «" » Zeiloil ü« d, gtöherc per Zeil? 19 d^ bri Ksterti, Wic^lholun<,sn p^r Zelle e b. T!e «Laibachsr Zeitung, erscheint t«alich, mit Nusimhme der Sonn- und Feiertage, Die Udlnlnlftration befindet sich Kongiekplah sir. ^, die SlebalNon Talmatin - Gasse «r. 6, Sprechstunden der «edaNion vo„ » bis l0 Uhr vornultagö. Unfranlierte Uriese werden nicht angenommen, Mamlstrlpte nicht zurlxlgestellt. ^, Amtlicher Teil. ^bochi> ^'/"^ ^ Apostolische Majestät haben nüt ^°ilt!ändl.!v ^'^^'^"'"a "0M '' "'ä^ d. I dein '!to„, '"haim Ritter Scaramangil von ^s-Ordpn ^"'''^ ^"^ Offizierskreitz des Franz rns allergnädigst zu verleiheii geruht. Kisten ^^auinnlister hat den Mlnsterial-Kon-^^tü , ^ . Schescharg zuni Ministerial-un Ackerbanministerium ermannt. ^ ^^ 7 A,- i^ktei da« K.)^^ wurde in der t. l. Hof. und Staats« ""tsch«l ««« ^ ""b XVlll. Itück des Reichsgesetzblattes «usgabe ausgegeben und versendet. 3 ^ b? ^"tsblatte zur «Wiener Leitung, vom 7. Vlärz ^"»nifft verby""! ^° Weiterverbreitung folgender Preß» Ar'>^ "" Gebirasbote» vom 1. März 1902. Nichtamtlicher Teil. " "sterreichisch-ullgarische Botschaft in ^ Wlllhingtou. ^isch ^ Mitteilung, daß der Posten des öster '^st ^ "anr,sclM Gesandten in Washington dein-^'^sllrd'""' ^"N'chafterposten illngeivandelt lmd ?."ioilt>,. "" ^"r schon in das den nächsten Do-?^t lv«^ ""legende geineinsanw Budget eil,-^ltu,,/"'.lv"d, knüpft das „Fremdenblatt" die 's ''^n w^"^ ^'^' Delegationen gerne die Post be .>ig in ^/ ^". ^' rrmögliäM wird, unsere Ver° ^,'^l V^.^ ^"""igten Staaten auf gleichen Fuß ^^ unk n) "ltt" der anderen europäischen Gro,> il^his^ ./^Nkos zu stellen. Die beiderseitige geo< 3" ^pb^^^"ac es mit sich, daß es auf polity ^ Zureite ^' '^^ U^ absehen läßt, zu einen, '^ ^8ann i, '^^^ lonuncn kann. So lvenig es in ^ u,iI ' !^"l eine politische sseindseligtcit zwi^ ^A '">'" Vereinigten Staaten in irgend-^^^lule gogebei: hat, so wellig werde es, menschlichem Ermessen nach, eine solche in der Hut'unft geben. Es werde aber immer wichtiger, die bisherigen guten Beziehungen zu pflegen, um, wenn auf dem im neuen Jahrhunderte fo erweiterten Schauplatze der Politik fragen auftauäM sollten, die direkt oder in» direkt uns und die nordalnerikanisckje Republik berühren, in freundschaftlicher Weise die Meinungen austauschen und die Standpunkte eröl'tern zu können. Oesterreich > Ungarn habe keine erpansiue Tendenzen lind habe daher nur wirtfchaftliäie Interessen. Wenn wir unsere moustriellen Kräfte entfalten wollen, so müssen wir selbstverständlich aufmerksam alle Er scheinungen verfolgen und mit allen wirtschaftlich entscheidenden Nationen in .Uomrer stehen. Doppelt wichtig sei dies wohl jetzt, angesichts der bevorstehen^ den Neuregelung der handelspolitiscl)en Beziehungen zwischen Europa unö den Vereinigten Staaten. Die „Nene i^reic Presse" weist auf das Anwachsen der internationalen und lx'sonders der wirtschaftlichen Vcdeutung der Vereinigten Staaten hin, wonach auch unsere Monarchie benlüftigt werde, derselben Nech-nung zu tragen und in der Form ihrer Beziehungen znr amerikanischen Republik zum AuZdnlcke zu brin° gen. welciM Wert sie auf ein gutes und freundschaft-liä>es Verhältnis zu den Vereinigteil Staaten legt. Las „Nene Wiener Tagblatt" bezeichnet es als erfreulich, daß diese Ausgestaltung der diplomatischen Vertretung unserer Monarchie in Washington und der ameritanischen Gesandtschaft in Wien anch eine Begleiterscheinung der vortrefflicl>en Beziehungen zwischen den beiden Mächten ist. Die Anregung sei von Oc-sterreich-Ungarn allsgegangen. Liberale Liga in England. Man schreibt aus London, 3. März: Die Stimmung im Hauptquartier der neuen li' beralen i^iga wird immer zuoersichtliä)er. Man ist sehr rationell zu Werke gegangen, insofern, als man die neue Organisation von oben her in die Ersck)einung treten ließ. Man wollte dadurch dem Lande sofort beweisen, daß man ihm bieten könne, was die Oppose tion zuvor nicht von sich sagen konnte, eine „alter» native Regierung", einen Premier sowohl, als ein Kabinet, die geeignet und bereit sind, die Geschäfte des Reiä^es sofort zn übernehmen. „Wir sind mit Recht stolz auf unser neues Präsidium, das den Kern des künftigen Kabinettes abgeben soll", sagte mir heute ein Parlamentarier, der eine der höchsten Vertranensstellungen in der neuen, Organisation einninunt und obgleich er der Ueber» nähme eines offiziellen Amtes abgeneigt ist, scholl vorher die eigentlicl>e führende Rolle im Komitee der libtral-imperialistischen Gruppe gespielt hat. „Unser Präsident ist der zukünftige Premier Englands! dann kommen Lord Grey, der künftige Minister des Aus-wärtigen, Asciuith und ssowler, Lord Mnberley ist leider andauernd so ernstlich tranl', daß auf eine aktive Beteiligung seinerseits nicht zn reänlen ist und er über-hanpt der ganzen Entwickelung fern bleiben muß. Wir werden mm in den nächsten TagFn »loch die Namen, de^ unter dem Präsidium stehenden Komitees veröffentlichn. So wird man einen ziemlich voll-kommenen Ueberblicl erhalten, wie die „alternative Negierung" aussehen dürfte. Die Organisation im Innern de5 Landes hält gleicljen Schritt. Ueberall, entstehen Komitees, welche im Einklänge, mit der Zentrale auf der Basis der Grundsätze der Ehester-field'Rede auf die. Bevölkerung erziehend einWirten werden. Dieie. Komitees, wie die Leitnng, werden sich gewiß »licht in einen feindlichen Gegeilsatz zur natio» nal°Iiberalen Föderation bringeil. Ihre Existenz und Tätigkeit sind genau so begründet, wie die Komitees anderer politischer Klubs und Vereinigungen. Wir werden, so weit wir können, kooperieren zum Vorteile der liberalen Sache' es wäre aber ganz falsch, wenn man annehmen wollte, daß unsere Haltung den Be> weis liefere, es sei uns die Aufstellung unseres neuen Programms gewissermaßen schon leid geworden und wir möchten gerne wieder eilUenlen und alles beim Alten lassen. Wir wollen die liberale Partei zu unseren Ansichten, und Grundsätzen erziehen. Wenn nun behauptet wird, uns trenne eigentlich von den libe» ralen Unionisten nichts als der Name, so ist das ein anderer, noch größerer Irrtum. Die liberalen Unionisten haben bei dem Uebertritte zu den Konservativen ihren schweren Kaufpreis zahlen müssen. Sie haben viele Prinzipien aufgeben müssen, welcl)e eben das Wesen des Liberalismus auömackjen. Nehmen wir z. B. die Frage der Stellung der Mrä)e zum Staate, ihrer Beeinflussung der Schulen ic., welche Frankreich Feuilleton. y Ter blaue Brief. ^lletle von Z. v. Aeyserlingk. ii ^^it > (Nachdruck vtrboten.) '!?!"' Und""'' "rm seit Monaten hatte er ihn ge° ^> ""I,?,, tt? ^" "' da. Ganz harmlos war er ^1"' und > ^^ '""- der Empfangsbestätigung hh "l>areg ^ "" hielt ihn der Offizier als sein un-^f^t dalx^^"'" '" Händen. So ganz wohl war 'ii^ Bclu V"""^'' Er sah sich hilflos in seinem ^i?' soiii^" .miner, N'o er sich noch in den An-! Ä "!-" ''^ '^)t"n!!^' "^ 6r hatte ihn ja gar nicht haben !'^^N,hs^^ «^lil ersten kurzen Jahre seiner Re ''^ ^l ncm ' vorgesetzten waren eifriger ge< "'ch,' "N <„. 'linen "ls lnrvraktisch, als zu naci> >g ^ -oer letzten mißglückten Regiments« ^, ,"pcl" . . '"iih^cht fhs^ braußl.-n die kleine Hertha, „bist du , ^.^.. n. Vn_ warten schon alle ,nit dem ^ll^^'ch^^''^l'te schnell seiilen Anzug, bürstete !' ,s^^ üi.^^^^dnnklen Haare einmal über, und X>n ^' ^knnm.er, ^llf^len^^^n". tönte ihm aliü drei jugond-""' ^,,5^"', und die Kinderfrau, die nebrn schon beschäftigt, ihre Schulbücher zusammenzusuchen, wobei ihr die um zwei Jahre jüngere Hilda half, während die Kleine behaglich ihre Milch schlürfte. „Tante Ernestine kommt hellte", sprach Hilda wichtig. „So", sagte der Vater gleichgültig, weil er fühlte, :r>ie ihn die Kinderfrau beobachtete. „Ja, fie hat es versvrockM", ergänzte Hertha. . Sie wollte mein neuec' Lesebuch sehen. Ach Papa, du glaubst nicht, wie schön es in der neuen Klasse ist und wie viele Freundinnen ich schon habe." Ein wehmütiges Lächeln konnte der Vater nicht unterdrücken. „Vielleicht wirst du bald Abschied nehmen müssen, Hertha", meinte er. Die Kinderfrau horchte auf. „Denken der Herr Oberst bald versetzt zu wel> den?" fragte sie vorsichtig. Das bedeutete auch für fie eine Lebensfrage in ihrem großen Bekanntenkreise. — „Vielleicht." „Du wirst dir nicht wieder die Zunge vc'--brennen", dachte die Wärterin indigniert, und erhob sich etwas gewaltsam „Ich denke die Kleine heut morgen autzzu-nihmen." „Tun Sie das nnr", erwiderte der Oberst freund lich, der ihr G'.'kränttsein durchfühlte. Das tat ihm k'id. Sie hatte so treu für leine Mndcr seit dem Tode der Mutter gesorgt. „Wir kommen abcr gewiß in eine noch viel schönere Stadt", sagte Hertha hoffnungsvoll, und be-packte sich mit ihrem Namen. „Adion, Papa. Wllwbst dn mcht auch?" Er nickte und lächelte. Dabei knitterte der Brief in seiner Tasche. „Soll ich Fräulein Ernestine bitten, zum Mittago-essen zu bleiben?" fragte die Wärterin. „Ja — nein — besser nicht. Es paßt wohl heilte nicht", entschied er in dem bedrückten Gefühle seiner Lage und verließ das Zimmer. Er hörte, wie seine kleinen Mädchen singend die Treppe hinuntersprangen. Im Korridor hingen sein Paletot, seine Mütze, sein Säbel. Er zog sich alles an und verließ seine Wohnung. „Gott sei Dank, auf der Straße sah ihn doch nie« mand an. Keiner wußte um den Brief, den er heute morgen erhalteil. Den Straßenkehrern war er ein gleichgültiger Mensch, und ebenso den. Milchfuhr« werken, die an ihm in der frühen Morgenstunde vor-bcirasselten. Er schritt an dem Kanäle entlang, über dic kleine Brücke nach der jenseitigen Straße. Ein paar Postbeamte begegneten ihm und grüßten ihn. Er dankte. Ach ja, er trug ja noch die Uniform, die ihn: nicht mehr gehörte. Da wurde er noch erkannt und m.ißte grüßen. Später würde dno alles anders werden. Eine schlanke, adrett gekleidete Dame ging an ilmi vorüber und schallte ihn lächelnd an. „Ach, gmen Morgen, Fräulein Ernestine!" „Guten Morgen, Herr Oberst! Schon so früh zum Dienst?" „Gewiß", stotterte er beinahe, „wie '") ho", wollen Sie heute zu den Kindern kommen. .-V«")" spricht schon mctM anderes. Da sehen w»r uns ic, wohl noch," „AufWi.Hesslhe»,l" Laibacher Zeitung Nr. 57. 456 10. März l^ in zwei Parteion zerrissen Hai, welche jeht in Italien eine so große Nolle zu spielen beginnt. Auch sie war hier in (England schon akut geworden. Infolge des Feldzuges ist sie zwar von del- Tagesordnung ab-gcseyt worden, sie wird aber wieder auftauchen, wenn dcc Krieg vorüber ist und dann erst recht eine bedeut-same Nolle spielen. Die liberalen Unionisten haben cber bezüglich dieses Punktes ihre alten Ansichten ver-leugnen müssen. Sie haben so zu denken, wie man es ihnen im konservativen Lager vorschreibt. Wir jedoch, wir werden die alten liberalen Prinzipien hochhalten. Dieses Beispiel allein zeigt klar, welche Kluft uns von den Nnionisten trennt. Wie wir hierin den aus-geschiedenen Liberalen gegenüber eine scharf unterscheidende Nolle spielen werden, so werden wir auch unsere Grundsätze anderen Eet'tionen der jetzigen Liberalen gegenüber festhalten. Was die, auswärtige Politik betrifft, die eigentlich wenig in mein Nessort gehört, kann ich doch sagen, daß ,der Graf' sich bestreben wird, mit allen fremden Nationen frennd-schastliche Beziehungen zu unterhalten, aber daß er von den errungenen Erfolgen — z. A. in Egypten — nichts wieder aufgeben werde. Er wird seine Schuldigkeit dem Neiche und den Kolonien gegenüber in vollstem Maße tun. Wie wir über eine Vertretung der Kolonien im Neichsparlamente denken? Diese Frage wird an die Reche kommen, gewiß, doch später. Von einem Zollvereine fiir das Reich aber wollen wir nichts wissen. Wir sind stets überzeugte Freihändler gewesen und werden es bleiben." Politische Uebersicht. Laibach, 8. März. Der „Pester Lloyd" würdigt an leitender Stelle die Bedeutung der dein Ministerpräsidenten von Sz 6 ll verliehenen Allerhöchsten Auszeichnnng und schreibt: „Mit dieser glänzenden Auszeichnung seine,3 ungarischeil Kabinetschefö hat der Monarch das Urteil der gesamten öffentlichen Meinung Ungarns in der schnleichelhaftesten Weise ratifiziert, und die Nation kann hierüber nur Freude und Vefriedignng emp-finden. In sachlicher Veziehung gibt die Anszeichnung davon Zeugnis, daß Se. Majestät die auf den fried-Nclien Fortschritt, auf die Wahrung aller Güter der nationalen Freiheit und Selbständigkeit und auf da? tultnrelle unb wirtschaftliche Gedeihen Ungarns gerichtete Politik Koloman Sz6lls von ganzem Herzen l'iUigt und mit seiner unschätzbaren Gunst fördert." Auch die anderen Vudapester Blätter widmen den', Ereignisse eingehende Betrachtungen und heben ins-ll sondere die Spontanität dieses Allerhöchsten Hnld-bcweises hervor. Die. „Neueil Tiroler Stimmen" sind mit der Er» richtung einer italienischen Rechtsakade» mie in Trient nicht einverstanden. Solche politische Hochschulen dienen nicht der Wissenschaft, sondern seien nur der Tummelplatz für den unpatrio« tischen Nationalitäten-Unfug. Die Errichtung einer solchen Anstalt wäre nur unter der Bedingung zu billigen, lvenn dadurch der Tiroler Landtag arbeits» fähig würde. Keinesfalls dürfe aber ill Trient eine volle l'talienifH)e Universität erstehen und es müßten in Zukunft nationale, Aspirationen zum Schaden der Landeseinhett von der Regierung und dem Lande energisch abgewehrt werden. Besser wäro, es, diese Nechtsakademie außerhalb Tirols zu errichten. Einer Petersburger Meldnng znfolge wird der deutsche Kaiser im Juli dein Zaren einen Gegenbesuch abstatten. Es sollen aus diesen: Alilasse große Manne Manöver bei Reval stattfinden, die eine Woche, dauern würden. Da der französische Ministerpräsident, Herr W a l d eck ^ R o us sea u, wie man ans Paris meldet, am nächsten Ministerrate bereits teilzunehmen in der Lage sein din-fte, solleil in dieser Ministerberatung > jchon endgültig»,' Beschlüsse über die Beantwortung der vom Baiser Nikolaus II. soeben mittels Hand-schreibens erneuerten Einladung zu einem Besuche des Präsidenten der Nepnblil, Herrn Loubet, in Rußland gefaßt werdm. Soviel bisher verlautet, ge-^ denkt Herr Loubet jich am 27. Mai nach Krollstadt em-znschiffen. Fiir den Anfenthalt in St. Petersburg sollen vier Tage in Aussicht genommen, der Plan eines Abstechers nach Moskau aber fallen gelassen wordeil, sein. Unter anderen Festlichkeiten zu Ehren dl!s Präsidenten Loubet sind eine Truppenrevlie und eine Flottenschau großen Stils geplant. Die neuen Wahlen in die französische K amnler sollen nach den bestehenden Dispositionen bis spätestens 18. Mai beendet sein. Die Einberufung der neuen Kammer wird jedenfalls erst nach der Nütt-lehr des Präsidenten Loubet aus Nußland und mut' maßlich für den 9. Juni erfolgen. Das in Wiborg erscheinende finnische Blatt „Vupurin Sanomat Suspifus" ist, wie man aus Helsingfors meldet, soeben vollständig unter» drückt worden. Sechs andere Blätter ill Finnland müssen ihr Erscheinen auf drei und vier Monate ein stellen: fünf Zeitungen haben Verwarnunge» von der Zensur erhalten. Einer der Zeitungszensoren in Finn» land wurde, gänzlich und zwei andere zeitweise ihrer Funktionen enthoben, weil sie nicht mit der erforder» lichen Strenge ihres Amtes gewaltet haben sollen. Auf eine Anfrage, wie viele Buren noch im Felde stehen, erwiderte Kriegsminister Äroorick,! da die, Buren über ein großes Gebiet verteilt seieil, i sei eine. Schätzung sehr schwierig. Die Anzahl der seit November gefangen genommenen Buren beweise, daß die damalige Schätzung sanguinisch gewesen sei. Redner wage es daher nicht, ohne eingehende Infor» mationen eine andere Schätzung aufzustellen. Im liberalen Lager Englands maä)en sia) derzeit Gegensätze geltend, wie sie kaum schärfer gedacht lverden können. Während Lord Roseberu sich kürzlich von den Altliberalen lossagte und die Gründung der „liberalen Liga" veranlaßte, tritt jetzt E a mp b el l'B a nnerm an wieder gegen die! Trennung auf. Tiesertage besprach er im national» liberalen Klub zu London die Bildung der „liberalen Liga" und verglich sie mit Armeekorps, dessen Stabs> ossiziere ernannt seien, während die Truppeil, noch nicht in Sicht sind. Der Redner erhob auch Einspnich! gegen neue Organisationen innerhalb der liberaleil! Partei, da die Meinungsverschiedenheiten im Schoße! der Partei nicht so wesentlich seien, nm eillen solchen schritt zu rechtfertigen. Die fchwere Aufgabe, die die liberale Partei vor sich habe, meinte er, könne nur durch Eiuigkeit und Ausdaner, nicht dnrä) ^ ^M in kleine Gruppen gelöst werden. Was wird ti" ' beni darauf antworten? Tagesneuigteiten. ^, — (Eine gerichtliche Gesang^^ knie gerichtliche TagfahU seltener Art fand im ^^,F d?r Wien statt. Eine italienische Sängerin, die ^^' Margherita Almanci aus Mailand, hat in dem ^'^ Theater unter Kontrole eines Gerichtssetretä'rs des ^,,, genchtes Neubau vor 2 Kunstrichtern Probe gest'lA,«sF Hofoperndireltor Gustav Mahler und Mnslts?^ ^ N'charb Heubergcr, hatten zu entscheiden, cd 3^,»^ ft' manci Stimmittel besieht, welche für eine Soprc" !^ tlasischen Gesang nach Bedarf der italienische" ^. stagione ausreichen ober nicht. Es hat nämlich de ^^, sario der Swgione, Pietro Arerio, der Fraulew ' ^ engagierte, nachdem ihr Donizetti in Mailand ^,^ Zeugnis erteilt hatte, in Men behauptet,^ ^ .^arczag genügen ihre Stimmittel nicht, er lonne I ^ den Nachmittagsvorstellungen auftreten lassen ""^ Wegs das vereinbarte Honorar zahlen. Daraufhu> .^ ,«> Sängerin den Impresario auf 21.875 ^ und I ^j gleich auf Sicherstellung von Beweisen an. .^" ^ Fl^ g«icht ließ dieselben zu, da Axerio abgereist ist u ^ lcin Almanci in einigen Tagen nach Ämerila reu .^ p. Um halb 10 Uhr versammelte sich die iiomMlsi'/'' p! Direltionstanzlei und begab sich dann zur ^"^^ Richter Dr. Ritter v. Schneider gab den Sacho" .^ den Zivecl ihrer Ladung betannt, worauf Dr. ^aw »F Antrag stellte, die Beweisaufnahme trotz "'^ ^ ^ Ladung Axerios durchzuführen. Der Nichter g"" ^ trag Folge, es wurde ein Pianino herbeigeschafft ' ^ lein Almanci sang die Schlußane aus „Lucia - ^ festgestellt, daß in Italien eine Sängerin nur/" ^ testiert werden darf. wenn das Publikum si< "bley"^ ^ Direktor Mahler und Herr Heuberger meinten, ^.'^ng ^ von diesem Standpunkte au« eine Vertragsaus ^^ Wien unberechtigt. Nach Beendigung der Sinssp"^,^ beide Sachverständige üvercinstimnunb, um die ,^ ftö Gage von 2500 Franks könne man an eine Sang ^ höheren Ansprüche stellen, vielmehr sei diese Summ ^, «s Leistungen lind Stimmittel des Fräuleins A?!""" i ^ ring zu bezeichnen, zumal man die Verhältnisse Hc ^' zeigell ohne Frage, schreibt ein Mitarbeiter "" ^v^ Hour", daß es im Tierreiche viele merkwürdige ^ ^ib^' des Verbrechens unter den Menschen gibt. Der ." ^ mus" ist in der Tierwelt nicht unbekannt. ^ „^ .< Wölfe; und unter gewissen Umständen, und nr ^ Epilchworte das Gegenteil behauptet wird, s" >. ^ ^^. auch Hunde. Gut genährte Hunde machen sich ^ he^ brechens' nicht oft schuldig, obgleich dies auch ^ ' worden ist. wo die Notwendigkeit durchaus "^ ^n 3,, aber arktische Reisende haben häufig ihre hung" gel^ Hunde mit den Leichnam der vor Kälte "d" ,^ ^ storbenen Hunde gefuttert: unier solchen Uinst"^ ^ sogar Mütter ihre Jungen ohne Zögern u"d " fl^, Ullzehrt. Hauskatzen haben ihre Jungen getötet " ^fl^., und von Kaninchen weih man, daß sie sich gegM Aes^t» selbst lvenn sie reichlich mit Nahrung nach U)"" Ht^ versehen sind. Die kannibalischen Reigungeu ^bi"^, brauchen nur ivenig Anreiz. Junge Krokodile ^ ^ kgcntlich von ihren Eltern verschlungen, oder >o ^! , ihren Müttern. Kriegsameisen verschlingen ^ve^ Ameisen, die sic in der Schlacht getötet habe^»^'!^ Sie ging weiter. Er drehte sich halb um und warf noch einen Vlicl auf ihre entschwindende Gestalt. Da» bei fühlte er, wie ihm wieder eine neue, bittere Seite des blauen Briefes klar wurde. Ernestine war eine intime Freundin seiner der-storbenen Frau gewesen. Nicht mehr ganz jung, lebte s«e ltlU einer altenTante, die vor kurzem gestorben war llild sie nicht mibeträ'chtlich bedacht hatte. Das war dem Oberst einHindernis gewordeil in derAusführung eines Entschlusses. Schon manchmal hatte er daran gedacht, Ernestine zu heirateil. Die Kinder liebten sie, sie ichien alle Eigenschafteil zu besitzen, die ihn bei einer znx'iten Heirat glücklich machen könnten. So war alles in Ordnung. Nun sie aber eine Erbin geworden, hnlto er gezögert und sich damit getröstet, weilere zicirriere zu machen und dann um sie. anzuhalten. Das War tllln ill alle Winde zerstoben. Denn wie tonnte er es wagen, all seine zorbroÄMe Existenz eine lebenZ-frische zu kuüpfen. Am liebsten hätte er geweint. Er fühlte sich so unglücklich und jeglichen Halts beraubt. Was follle ihm denn mm noch das ^cben? Einen anderen Veruf tonnte er nicht mehr ergreifen. Da hief; es denn, ohnc Vermögen mit der schmalen Pension haushalten und darbeil. Die Mädchen würden heranwachseil, tüchtig lernen müssen. „Ja wenn dio Kinder nicht wären", dachte er, und da kam ihm so etwas DmnmeZ, wie ein Selbstmord« godanke. Er würde in den Kanal springen — dann brauchte er nicht einmal die Pension. New, dcn war feige und süntchaft. Ein Glück, dch er höhere Pflichten hatte. UebriiMK war es lesser, jetzt nach Hause zu gehen. Ernestine war da, und er wollte ihr lieber alles erzählen. Vielleicht er-rkte sie dann auch, warum — Die kleinen Mädchen waren heute früher mis dcr Schule nach Hause gekommen, und in der Kinderstube l,errschte Lacheil und Jubel, als der Vater die Tür öffnete. Man bemerkte ihn, gleich. Fräulein Ernestine kniete am Äodeil, und das kleine Gretä)en machte eben Miene, fich ihr anf den Nucken zu schwingen. Dab.'i batte sich der Hnarknoten des Mädchens bedenklich verschoben, und sie sah ganz zerzaust alls. Aber ihr Lachen klang so frisch und heiter mit der Harmlosigkeit einer Sechzehnjährigen. „Sie sollten dem Nnband nicht erlanben, so mit Ihnen umzugehen, Fräulein Tinchen", warnte die Wärterin, die beschäftigt lvar, Hilda einen frischen Zopf zu flechten. „Lassen Sie nnr. Sie wissen ja selbst, wie gern ich das habe", rief das Mädchen. In diesem Augenblicke trat der Oberst vollends ein. Ernestine schnellte ordentlich vom Voden auf, und Gretchen wäre beinahe hingefallen. Die Mnder^ frau hustete etwas verlegen, und Hertha rief: „Papa, du erlaubst doch, das; Tante Tmchen zum E^sen bleibt?" „Gewiß, das wäre uns eine große Freude." „Nein, danke schon", wehrte Ernestine ab und griff schnell nach ihrer schwarzen Jacke, „ich habe, noch riel zu besorgen." „Ach, bleiben Sie doch", sagte der Oberst in owem Tour, drr wie eine unweigerliche Vitte klang. (Tchluh folgt.) (Line Hamburger Patrizierto^, Roman aus dem modernen Hamburg von Ol^ (bb. Fortsetzung.) ^ Thorwald Kleysen war ein ""ag" ^, gcbirgstourist und Gisela hatte ihn "'s ^ jh^ großen Touren begleitet. Zum ersten!'"^ ,^ ,v Lrben hatte sich ihr der Zauber der -llp"^^'' ,) ganzen hehren Gewalt erschlossen: ^"?^fiihl ^ empfand sie dgs erhebende, wundervolle ^,,M.'> „Abseitsstchens vom Ameisenhäuflein ^t c« das nur die stille, schne^umhi'illte Ew!" ^5 !< > Berggipfels einzuflößen vermag. Stmnw ^ nend stand sie da oben, und dort erst, .^un! ^^, lllid Eis, über sich den gewaltigen Hl.""^'dil'.,^ unter sich „spielzeugwinzig die Welt, '" ^.,iB^ scheil lebeil", dort war es, wo ihr zuw ^ ^'„d '^ Erkenntnis reifte, luie klein und versa)"" ^> -^ deutend doch alles Leid und alle Fn"^'si!ld' "'/ sckenlebens gegenüber der Uiieildlickleii ^i, .1 oben herab" die Welt und dao Lebcn l'^ ,^ !^ dann, wenn man körperlich mitten """'! M'cl ^l sich geistig auf den stillen, "lisaiin'U ^, l>^ i„-schönen Philosophischen Standpunktes ll' -^l^ ^ Treiben und Hasten ano der Vogels ^ trachten — der hat die Welt übern"!" ^,' ^! kann. Für den gibt es nichts Ersän'tN , ,:il ^ Trauriges mehr. Der weiß, daß dao ^<< , ' ^ Traum, eine Wanderung, ein „Turchg ^e^ ^ alles sich nach den Gesehen des Ew'g^.^t ihnen unterordnet. Vcr sich zu dies?'' ^ --^Hr Zeitung Nr. 57. 457 10. März 1902. ^ Titttyelt ^"^ "'^ Brudermord lommen nuch in ^betllea ^' ^^' ^'^ Verbrechen, deren einziger ober ^'fttZ l,°^"'^ "ne eingewurzelte Abneigung des An^ ^hiesi Z"' °en Angegriffenen ist; diese seltsamen Anti- "''Me ^ '" ^" Tierwelt, und sie sind dic Ursache der Hl!r.de^' und °st des Todes beider Parteien. Pferde, bliche nickt ^' ^W" viele Beispiele. Die plötzlichen Aus-f°'^en >» ^" beherischender Naserei, die den Malayen ""^sltn?" ^" ^"^"' ergreifen zu Zeiten auch dic ?'^"en a»!"/ '"" demselben Ergebnisse wie bei den Ein-^"' lun ^ Malatienhalbinsel, bis das diesem schreä-^tt erschf " Wahnsinnsfalle unterworfene Tier gefangen M bo„ K" "erben tann. Verschieden davon sind die ^ "nb do^"^'' ^'^ '^ü"l ihrer Geduld sprichwörtlich ^tdar ^ ^"^ ^"l angetcieden loerden tonnen. Da» ^Nianck, , ^""^nlich ein Äiuster guten Venehmens ist. Ml slie^' °' "°n seinen Treibern geneckt, bis sie vor seiner "fen m°s" ^^ ausziehen und ihm die Kleidungsstücke ^ lann m"' ^"^^ ^ darauf trampeln und sie zer< ^» stints «in " ^^ '"^ '"eit der gelehrige Elefant sich Me bei, ^"'^^ ""ch ^ache tragen läßt. wenn sei»« 3^ütda !?' "der seine gute Natur gemißbraucht ist. ^Wen y> ^^ b" ^'"" ^" bei Menschen einige der fdti,, ^.' Ergehen ihren Grund in leidenschaftlich! Liebe ,^^'"''«sucht brennt heftig in der Brust manchen 3 ^t ^,^ aanze Tierwelt, vom Tiger bis zur Taube, ^nschen c^.'^reitung gegen die eigene Gattung ober den !^ Verb n!'^' ^'^" den höheren und niederen Tieren sind ^ nicht s ,.""3en zu dem absichtlichen Zwecke. Böses zu ?°" tru^^'^ ^"^" ^^" sohlen in Banden. Paviane ^ zu ?^ °"^' ""d in schwer zugänglichen Qbst-» Wechsel ?""' Klimatische Bedingungen und Tempe-?^>N llsl " ""en Einfluh auf das Gemii! der Tiere »!^tn leb?"'^"" s'"d bekanntlich die Tiere, die in heihen ">>^ ^n, wilder als die in dem talten oder gemäßigten ^u?3^ englische Erbschaftsgeschich-^'Usa^ 1 "' ^' ^°"' schreibt man: Der 26jährige i ^^>rw° ^"^"' William Atkinson, der bei einer /^'^ btt!n" Hubdersfield in Diensten stand, vernahm im , ^ ^tann / ^ "" Nechtsanwalt in Baltimore sich nach ?l"nf! ^ '""es Namens umsehe, und schrieb um nähere ° ^hteri it r ^^ ^ heraus, daß sein Vater, der bor « "^tt k, ^ ehelicher Zwistigleiten nach Amerika aus-!!^Ä«ns ^' gestorben sei und den Sohn als Erben eines ! "lon hail ^-W0 Pfh St. eingesetzt habe. Der alte ^ ^'Nlldia" l? '!" ^"fe der Jahre zum Ober-Ingenieur ?" bulck ^°"flcbahn gebracht und sein enormes Ver-^ ^^nae? ^"^liche Spekulation in Eisenbahn-Attien , "dtt^oi 3 '^ ^'^ M""" lebt als Logisvermieterin I '' <5^s5 t son 'st mit einer Fabrilsarbeiterin verlobt, 'i^ttn >^>t wirb ihn nicht hindern, seine heiratsplänc ^ '' Ein l ^W"' ^ Weiters wird aus London be-«i ^antt, >. ^"'der ^rbe im Zuchthausc — das ist Mr. >°r^' °n für 18 Monate im Zuchthause zu Cardiff ^" Dnl?ll"^- Er ist soeben durch den Tod seines ^>,Y Hai, '" den Besitz von 16.000 Pfd. St. gelangt, v^ine z, ' "Ut gefälschten Cheks Enrdiffer Börsenmakler ili ^^'llin Ä^ ^ "'" Hunderte von Pfunden betrogen. Monate , ^"^ ^"^ " die Strafe an. hat alfo noch etwa °"ehm,« /"""en. bevor er den ererbten Reichtum in 5 ^ '"" lann. :>cht^"s^ "nd Wiesel.) Ueber eine interessante 'li, '">n 15 3?^^ "n Weibmann: Eines Abends sah ich V,^gens»« ?"^° Entfernung in einer Ackerfurche einen ^tl^ud tief gebückt einherschleick)en. ttein Zweifel, ^^^"leltene Erscheinung, aber es war ein Fuchs. Ich nahm schnell den Stutzen in Anschlag, lonnte aber mein Gegenüber nicht aufs Korn nehmen, da ich nur immer die M'ckcnlinie und höchstens die Lauscher des Strauchdiebes sah. Da huschte ein tleines Tier aus der Furche heraus, und mit einem gewaltigen Satze war der Fuchs hinterdrein, noch zwei Sprünge, dann ein heftiges Gequitsch und gleich daraus der dröhnende Schuß meiner Büchse. Diese Waldestragödie spielte sich in wenigen Selunden ab. und als ich zum erlegten Fuchs trat. bewegte er nur noch die Fänge, neben denen ein fast entzwei gebissenes Wiesel lag. Also diesem kleinen Näuber galt der listige Angriff des Fuchsesi er trat hier als Rächer auf — aus Brotneid. Nach dieser Beobachtung scheint der Fuchs jedes erreichbare Getier für feine Gefräßigkeit gut genug zu finden. — (UntcrwegsinSibirie n.) Man schreibt der „Franks. Ztg." aus Petersburg: Ein ostsibirisches Blatt veröffentlicht folgenden „Unterwegs" betitelten Dialog zwischen einem Eisenbahnbeamten, der die Güterwagen auf ihre Tauglichkeit hin zu prüfen, und einem Kaufmann, der drei Wagen mit seinen Waren beladen hat. Ort der Handlung: eine Station der Transbailalbahn. — Der Beamte: „Dieser Wagen bleibt hier." — Der Kaufmann: „Wie? Warum?" — Der Beamte: „Ich behalte ihn hier zurück." — Der Kaufmann: „Ja warum denn?" — Der Beamte: „Die Achsen könnten in Brand geraten." — Der Kaufmann (nach kurzem Nachdenken): ..Wieviel?" — Der Beamte (lakonisch): „Fünf." — Der Kaufmann (kategorisch): „Zwei! Mehr gebe ich nicht." — Der Beamte (trocken): „Dann bleibt der Wagen eben hier." — Der Kaufmann: „Nun wie du willst. Keine Kopeke mehr." — Der Beamte: „Ich werbe den Wagen also ausrangieren lassen." — Der Kaufmann: „Laß alle drei Wagen hier zurück, ich tann meine Waren nicht unbeaufsichtigt lassen." — Der Fall wirb dem Stationschef gemeldet. — Der Beamte: „Ein Wagen muß ausrangiert werben." — Der Kaufmann: „Rangieren Sie alle drei Wagen aus. ich lann meine Ware nicht ohne Aufsicht lassen." — Der Beamte: „Alle drei — das geht nicht, denn einer von ihnen hat eine Bremsvorrichtung und der muß mitgehen. Ohne ihn lann der Zug nicht fahren." — Der Etationschef (zum Beäugen): „So lassen Sie die drei Wagen mitfahren. Es wird dem Zug nichts passieren." — Der Zug fährt ab. Der Kaufmann triumphiert. — Der Beamte (dem Zuge nachblickend und wütend ausspuckend): „Mit was für Leuten man jetzt zu tun hat! Die reinen Nergnxrtssträflinge!" Neue Erfindungen. Den Mitteilungen des Patentanwaltes I. Fischer in Wien entnehmen wir Folgendes: Durch die Erwägung geleitet, daß die ungeheuren Mengen von Rauch, die in industriellen Zentren aus den Schornsteinen ausströmen, nicht nur die Luft vergiften, sondern auch einen nicht unbeträchtlichen Verlust darstellen, hoben einige ameritanische Erfinder und Geldleute sich vereinigt, um ein Verfahren zur besseren Nutzbarmachung der Kohle zu ersinnen und auszuführen. Dieses nun über die ersten Versuche hinausgelangte Verfahren besteht einfach darin, daß die Kohle für alle Heizzwecke durch Koks ersetzt und die Nebenprodukte der Koks-Erzeugung zur Herstellung oon Luftgas oder Erzeugung von elektrischer Kraft verwendet werden. Dabei wird ein besonderes Vertolungs-Verfahren in Aussicht genommen, nach welchem, ivenn man beispielsweise hundert Koksöfen von je 7:2 Tonnen Fassung aufstellt, jedc Tonne Kohlen 250 Kubikmeter Gas erzeugen würde, »on denen 135 Kubikmeter im Ofen verbrannt werde», wcchrend der Rest für lveitere Benützung frei bliebe. Eine Vorrichtung, durch welche es ermöglicht werden soll, auch Schlacken- und andere noch Heizlvert besitzende Bestandteile zu verbrennen, ist ein neuartiger Kohlenpul-vcrisator, der gegenwärtig in Amerika in Erprobungsstadium durchmachte. Hierbei fallen die mittelst Liefervorrichtung in einen trichterförmigen Behälter gelangenden Kohlen« und Schlacken stücke auf ein stählernes Schaufelrad, das in einem Metall-Cylinder rotiert, dessen Wandungen mit Zahnreihen versehen sind. Der Durchmesser des Rades beträgt 80 cm und seine Umlaufsgeschwinbigleit 75 bis 100 Meter in der Sekunde. Ein über dem Rade angeordneter Ventilator führt den Kohlen- und Schlackenstaub in den Kollektor. Die Versuche haben ergeben, daß man auf Grund dieses Verfahrens Kohle verwenden tan», die bis 40 A. Schlacken enthält, so daß durch deren Anwendung sehr bedeutende Ersparnisse erzielt werden können. Die gegenwärtig in Weingärten und anderen Kultur-anlagen verwendeten Mittel zum Vertilgen von Insekten bieten manche Nachteile, da sie Bestandteile enthalten, die nach der Verflüchtigung des wirtsamen Teiles, des Nikotins, zurückbleiben und eine Schädigung der Pflanzen herbei-fi'.hren. Nun ist es einem Engländer. Mr. Richards, gelungen, ei» Inseltenvertilgungsmittel zu erfinden, welches diesen Nachteil nicht ausweist. Es soll als Pulver oder in Nritett-f^rm verlauft werden und verpflüchtigt so vollständig, daß überhaupt rein Rückstand zurückbleibt. Es besteht dem Wesen nuch nus sorgfältig gereinigtem Nikotin, das mit Salizyl Säure verbunden ist, eine Verbindung, die sich als em festeres trystallisches Salz darstellt, das durch die Hitze vollständig verflüchtigt. Die Pulverform des neuen Mittels soll in erster Linie zum Bestreuen und Anstauben für frei wachsende Pflanzenlulturen verwendet werden, während die Bri^ lrtte für die geschlossenen Räume in Anwendung lommen sollen. '"Act jl,,^ ö" ist wahrhaft glücklich, weil das ^ ^orw.l^? mchr anhaben kann. 5t ^una ' " '"ben Gisela stand, sprach die i,,^^^ ""' «us. die wort- und umrißlos durch ^' t>r„, ^"' Und wenn sie daun fröhlich be^nab-^ ^ inn"^ 6"' wo die alte Frau ihrer wartete, 'lk 8ch,^'"' d"5 Bewußtsein, als habe sie oben ^?^8en /> .als kehre sie reicher heim. als wie sie i^' so sich'"' 65 war ein so schönem, reizvolles (Äe^ ^ ^ 3lh. !'"ö wohl behütet dahinznschreiten, vor-!sl 'ch'vi,^"'^'", nil klaffenden Gletscherspalteit, > '^n. v v " Stoqen - an der Seite dieses ^i Nach^,^ "' U'ar es anch gewesen, emeu ^ x^lwsf^ "^ 5" machen. Ganz unangemeldet '>>, " dor ss . "' s" ""^ Tages in Rudolfs Ate-^w ^No> -^""^ ""d Freude über das un< ^ ^l ^"'^'n seines geliebten Schwesterchens ''>/"' inn?'"," l'ülu'w- l".^>N^.^ ^iinstl^ arbeitete gerade sehr eifrig !^ "U^'!^^de, das er im nächsten Frühjahre "/, ^1uln ' "' gedachte und mit dem er einen !' sich ^ schiuj'? fingen hosste. Neber das Snjet '^c, ^ä '^ " ^^ beharrlich ans: anch weigerte , ^ R^-f '"w'wden, seinen Gästen das ang^ ^ri "'' di^ ^ und Thorwald richteten es öfters P^l^^>i,, "''^w'st^'l- allein waren und sich um !^°ls.'l,"Neildl> "' "N5sprechen tonnten. ^>n einem > ti'^r ^^ "l's Beisammenseins vertraute >> ..^Uc>,Sucher ^ ^ ^. ^ l>^s ueue M'rl XZ h°fs,^«ungm lnüpfte. H'. ^ute V' ^ra mich meinem Ziele nahe '''^1!-'^ bonn dein Ziel?" forschte Gisela. "'^MM er. „<5m? yolichert« Posi- tion! Nnd das andere, höchste, was ich mir zu errmge.l hoffe und zu dem Nuhm und Geld mir die Pforten öffnen sollen!" „Äetommst dn bisweilen Nachricht von Judith?" fragte Gisela unvermittelt. „Selteu!" versetzte er. „Und dann auch nur ein Lebenszeichen!" ..Weiftt du, was ich an deiner Stelle täte?" fiel Gisela ihm hastig in die Ned'o. „Ich würde ihr die Alternative an die Hand geben, entweder offen für euer Glück und eure kiebe einzutreten oder —" Rudolf schüttelte den Kopf. „Tas bedeutete soviel als den Vruch unserer Ve-^il'hungen!" sagte er. „Sie wird nie ihren Eltern trotzen!" „Tann ist sie wantelmülig, seige und deiner Liebe i,berhaupt nicht wert!" rief Gisela erregt. „Wahre Äebc überwindet alle Hindernisse!" „Ei, ei, mein PrinMeläM, woher denn so plötzlich diese tiefe Lebensweisheit?" drohte Rudolf säier-zend mit den, Finger. Doch gleich wieder ernster setzte er hinzu: „Ich habe mir das in Augenblicken leiden» schaftlicher Erregung und sckpuermütiger Stimmung alles schon selber gesagt, aber immer wieder lomme ich zu dem Resnltate, das; sie gar uichts anders handeln tann nnd daß das Bild. das ich von ihr vor Augen habe und das ich liebe, sich nur schmerzlich ver-ändern würde, wenn sie anders wäre und anders handeln wollte, als wie ich sie bis jetzt tenne: Als eine echte nordische Patrizierin. traftvoll und zielbewußt, start auch im Entsagen des eigenen Glückes, sofeni die eheliieu Gebote der Pflicht es.erfordern. Ein Mädchen, das. den Willen der Eltern nicht achtend, rücksichtslos ihren Weg verfolgt, ist nach meiner Ansicht umueiblich und charakterlos: ein solcheö Wesen tonnte ich weder achten, noch lieben!" (ssortsetzung folgt.) Lola!» und Provinzial-Nachrichten. — (P e r so n a l n a ch r i ch t.) Herr Generalmajor Bernhard Edler vo,l B u l d a h. Kommandant der 56. In-fauterie-Arigade. hat sich gestern nach Graz begeben. — (V c l ä n de r u n g i m S ta a ts ba u di e nste.) Der provisorische Bauadjuntt Johann Pacul wurde der l. l. Bezirtshauplmannschaft in Rudolfswert zur Dienst« leistung zugeteilt. — (O r >i e n n,u n ge n im P o st dienst«.) Zu Postassistenten wurden ernannt die Vostamtsprattilanttn Fr. Ogrizel, Adolf Giampiccoli. Alberto Arri-goni. Alcide Ho hen berger, Silvius Debeuz, Enrico Maurizio cavaliere be Mohren feld in Trieft, Iosip Mogoliö in St. Peter in Kram, Georg Alberti und Benno Urban in Kapodistria. — (Warnung für Auswanderer.) Nach einer dem l. l. Ministerium des Innern zugekommenen Information über die wirtschaftliche Lage in Swatopmunb, Dcutsch-Südwest-Afrila, besteht dortselbst zur Zeit nicht nur leine Nachfrage nach Arbeitern, sondern es ist vielmehr als Folge der in Aussicht stehenden Vollendung der dortigen Hafen- und Eisenbahnarbeiten zu gewärtigen, bah in Bälde eiil beträchtlicher Teil der vorhandene» Arbeiter beschäftigungslos weiden wird. Bei dieser Sachlage muh vor der Auswanderung nach Deutsch-Sübwest-Afrila umso eindringlicher gewarnt weiden, als die in diesen Gebietsteilen ins Elend geratenden Emigranten auch auf eine eventuelle Weiterreife nach Nritisch-Süd-Afrita keinerlei Hoffnung zu setzen berechtigt wären, indem sich auch bort, ganz abgesehen ron den bedeutenden, einer solchen Neise entgegensiehenden Schwierigkeiten, durchaus leine günstigen Aussichten eröffnen. — (Populärwissenschaftlicher Vortrag.) Im großen Saale des „Mestni Dom" sprach gestern vormittags der Setundärarzt Herr Dr. Zajec über die Lungenschwindsucht. Der Vortragende warf in der Eil'.-leitung einen Rückblick auf all die Bemühungen, welche end' lich zur richtigen Erkenntnis des Wesens dieser Kranlheil gcfiihrt, erwähnte den alten Hyppolrates, der die Lungenschwindsucht schon ziemlich genau gekannt, besprach die Versuch«, die Lungenschwindsucht auf pathologisch-anatomischem Wege zu erklären und gebachte sodann der Forsche? Nyle, Villemm und Koch. Weiters besprach Herr Dr. Zajec die durch die Krankheit verursachten Veränderungen in den Zellengeweben und Blutgefäßen, ert/ärt? die Möglichkeit der Heilung der Lungenschwindsucht und sftruch zum Schlüsse die Ansicht aus, daß es bei dem heütia,-» Stande der ärztlichen Wissenschaft inbetreff der geschildcrien Krankheit absolut geboten erscheine, dem Kranken iibrr das Wesen scincr Erkrankung offen Auffchluh zu geben. Dic Fortselning seines Vortrages behielt sich Herr Dr. Zajec für eine spätere Zeit oor. — Obschon nicht verkannt werben laan. daß der Vor-trag von aktuellem Interesse war und von dem tiefen Wissen des Vortragenden zeugte, so muß doch beton! werden, das; er durch Konzenlration um ein bedeutendes gewonnene hätte. Vom sprachlichen Standpunkte aus betrachtet, hat un5 derselbe nicht vollauf befriedigt. — (Von der Laibacher bürgerlichen Kapelle.) Die für vorgestern anberaumte außerordentliche Generalversammlung der Laibacher bürgerlichen Musikkapelle wurde »vegen zu schwacher Beteiligung der Vereins-Mitglieder auf Donnerstag, den 13. d. M., übertragen. Lokale: Hafners Vierhalle. Beginn 8 Uhr abends. (Das Panorama International) bringt sei, gestern eim Reihe von höchst interessanten Ansichten des Pustertales zur Ausstellung. Nebst h«h" landschaftlichen Schönheiten zeichne., sich die Bilder durch Pr<^ tiq« Plastik aus: der Besuch der Serie '""" ?«'"^ °°l '^ empfohlen werden. - In d' Yland ,»,r VorjuhnmI. üllibacher Zeitung Nr. 57. 458 10, M»z !^< — (I n d e c D o >n l i r ch e) wird während der Woche rom Passiolis- auf den Palmsonntag der beliebte, den Lai-bcchern von der vorjährigen deutschen Mission her bekannte 5tünzelrebner 1'. Karl P f i st e r m e i st e r S. I. allabend^ lich deutsche Vorträge halten. Die Stnndc dieser geistlichen Konferenz eil wild rechtzeitig Mi Kenntnis gebracht werden. — (Zur Affaire W a l l b u r g.) Herr Landes-gerichtsrat Dr. Travner wird sich im Laufe des morgigen Tages behufs Einvernahme einiger sehr wichtigen Zeugen in der Affaire Wallburg nach Wien begeben. Wie man uns mitteilt, legt der Herr Landesgerichtsrat besonderen Weil darauf, die betreffenden Zeugen persönlich einvernehmen zl. tonnen. — (U ufal l.) Der Kuhhirt des Besitzers <)ab ,i>, Untcrrosenbach wurde gestern nachmittags von einer Migen Kuh niedergeworfen und fo unglücklich getreten, daß ihm das eine Auge herausquoll. Der zufällig des Weges ge tcil.'nrende Herr Dr. Praunseis leistete dem Verunglückten die erste Hilfe und legte ihm einen Notverband an. — (Gewerbebewegung in Laibach.) Iw Monate Februar haben in Laibach Gewerbe neu angemeldet, beziehungsweise Konzessionen erhalten: Dragotin Hribar, Grabi^e Nr. 9. Druckereigewerbe: Primus Tschintel. Sittichergasse Nr. 1, Handel mit Nähmaschinen sowie Reparatur derselben: Josef Gregorin, Schellenburggasse Nr. 6, Schnei-dergewerbe; Minibet H: Heizmann. Sallocherstraße Nr. 14, Handel mit Kaffesurogaten; Franz Vodi^et. Wienerstrahe Nr. 52, Erzeugung von Hanbharmonilas; Franz Dolenc, Marienplatz Nr. 2. Handel mit Manufaktur- und Kurz-waren: Josef Weiß, Chrö'ngasse Nr. ?. Schneibergewerbe; Ante Birin. Zalotargasse Nr. 3. Weinhanbel: Rosa Till. Nongrehplatz Nr. 14. Schnelldruckpresse: Johann Ktrus, Martinsstrahe Nr. 23. Handel mit Lanbesprobutten; Lo-renz Miluö. Römerstraße Nr. 5. Nrennholzhanoel; Anton Bcnebiöiö, Vegagasse Nr. 15. Sattlergewerbe: Johann Semrajc, Martinsstraße Nr. 14. Gemischtwarenhandel: Franz KraZlovic, St. Ialobstai Nr. 21, Schneidergewerbe: Anton Otorepec, ttralauergasse Nr. 6, Anstreichergewerbe; Therese Slubic, Poga^arplatz, Greislerei; Maria Pretuh, Ct. Iatobslai Nr. 19. Verlauf don Koffern. — Anheimgesagt wurden folgende Gewerbe: Rosa Till. Kongrehplatz Nr. 14. Tiegeldruckpresse: Karl Czerny. Schustergasse Nr. 3. Schlossergelverbe; Josef Peters. Nienerstraße Nr. 7. Tape-zierergewerve; Therese ^eleznitar. Domplatz Ni. 2. Krä-meiei; Josef Usnil. Ierangasse Nr. 3. K^rauthanbel: Maria Knutzer. Maria Theresien-Straße Nr. 8, Greislerei. — (Zum Nachwinter.) Der von den Meteorologen und Wetterprognostilern für die Monate März und April o. I. im allgemeinen vorhergesagte Nachwinter ist teilweise bereits ins Land gezogen. Unwillkürlich drängt sich hitbei jedermann die Frage auf: Was haben wir denn für lotale Frostiemperaturen zu erwarten? — Es ist allerdings nicht möglich, auch selbst für eine bestimmte Gegend nichl, mit absoluter Sicherheit eine bestimmte Frosttemperatur auf eine Dauer von mehreren Tagen herauszullügeln, aber mit größter Wahrscheinlichkeit, denn die Regeln der Nalur sind voller Ausnahmen, dürfte in den nächsten Frühlingswochen eine längere Reihe von energischen Frosttagen auch hierzulande eintreten. Diese Prognose gründet sich auf folgende, l,ou der meteorologischen Veobachtungsstation in Üaibach veröffentlichten Beobachtungen: Diesen zufolge war die Temperatursumme der Tagesmittel der abgelaufenen Winter-Mcnate Dezember. Jänner und Februar insgesamt zirka 124 Grad (' ober Null und hätte für Laibach und Umgebung normal zirta 128 Grad (> unter Null betragen srllen. Daraus geht hervor, datz unser letztdergangene milde Scirotlal-Winter nach Abzug don etwa 26 Grad (? des <> zusagen ü «onto im Monaie Nevcmber v. I. aufgetretenen Temperatuimangels die namhafte und höchstabnormale T<,mperatulbiffel' auszuweisen Hai. Würbe nun demgemäß der laufende Monat März seine normale Temperatursumme von zirta 126 Grad O durch anhaltende Spätfröste auch gänzlich einbüßen, so bliebe uns noch immer für den Monat April ein Temperaturrückschlag von zusammen zirka 100 Grad <^' in Aussicht. Je energischer cber die Natur den vorhandenen Mangel der Frosttempera-t^ren schon im Monate März durch niedere Tagesmittel, tief unter Null, ausgleichen wird, desto weniger haben wir die Folgen des unausbleiblichen Ausgleiches später im April V.nd vielleicht sogar im Mai zu befürchten. Und daher dürfte also mit größter Wahrscheinlichkeit, ja sogar nahezu mit Bestimmtheit, den abgelaufenen, abnorm milden Wintermonaten Dezember, Jänner und Februar hingegen ein ab->>.crm eisigen März und ein frostiger April als Nachwinter in Aussicht zu stellen sein. — Demnach haben wir leinen an-aMthmen Frühling zu erwarten. I'. — (Der Zigeuner Kaspar Held) wurde am 8. d. M. vom Geschworenengerichte in Rudolfswert zu lebenslänglichem Kerler verurteilt. Da der Zigeuner seit dem im Jahre 1899 an Novljan verübten Morde bereits wegcn eines anderen Deliktes in Kroatien verurteilt worden war l!nd die betreffende Strafe abgebüßt hatte, konnte das Urteil auf Todesstrafe nicht ausgesprochen werden. —o— — (Ein mysteriöser U n gl ü ck s f a l l.) Ain ti. d. M. abends zechten in einem Gasthause in Sabinjavas, Gemeinde Dobrunje, Umgebung Laibach, der 69jährige Müller und Besitzer Stephan Keber und dessen Dienstmagd Agnes Poja. Letztere begab sich gegen 10 Uhr nach Hause, während der Müller erst nach etwa einer Stund« in etwas betrunkenem Zustande den Heimweg einschlug. Da er bis 6 Uhr früh noch nicht heimgelehrt war. ging ihn die Magd suchen und fand ihn im Gobov.^tbachc. über welchen nn mit einem offenen Geländer versehener Steg führt, auf dem Rücken liegend tot vor. Da entnahm die Magd. ohne sich um den Toten weiter zu kümmern, der Leiche aus bei Hosentasche ben Kastenschlü'ssel,gwa. nach Hause, sperrte den Kasten auf. nahm au» demselben «in« lederne Brieftasche rmt dem Inhalte vou 180 N, eine goldene Uhrletir im Werts vcm 89 Iv, eine silberne Taftyenuhr samt Kette im Werte von, 26 k, einen Dukaten. 3 Taler zu 2 fl. und 6 große alte Kreuztaler, 20 alte Zwanziger und vier andere minderwertige Münzen, ferner ein auf den Namen Ursula Nebec lautendes Sparlassabuch mit einer Einlage von 1800 X und übergab dies alles dem Besitzer Franz Cuzat in Sadinjavas. Hieiauf packte sie den im Hause vorhandenen bedeutenden Vorrat an Selchwaren zusammen und versteckte ihn in einem Gebüsche. Dann erst brachte sie den Vorfall, betreffend den Müller Keber, dem Genbar,ncrirpoftcn in Mariafcld zur Anzeige. — Man glaubt, Kebcr sei im angeheiterten Zustande in» Wasser gestürzt und ertrunken. Tic Magd, welche auf eine bedeutende Erbschaft gehofft haben soll, wurde wegen Diebstahles verhaftet. —I. — (Zur Volksbewegung in Krai n.) Zu den von uns bezirksweise registrierten diesbezüglichen Daten licgt uns für das IV. Quartal 1901 die Landes-Ueoersicht vor. welcher folgende Resultate zu entnehmen sind: Äei einer Äevölterungszahl von 510.091 Seelen wurden 708 Ehen geschlossen und 4553 Kinder geboren: die Zahl der Verstorbenen belief sich auf 2932, welche sich nach dem Alter folgendermaßen verteilten: im ersten Monate starben 271. im ersten Jahre 655. bis zu 5 Jahren 1045, von 5 bis zu 15 Jahren 179. vnn 15 bis zu 30 Jahren 190. von 30 bis zu 50 Jahren 250. von 50 bis zu 70 Jahren 639. über 70 Jahre 621. — Todesursachen waren: bei 155 angeborene Lebensschwäche, bei 410 Tuberkulose, bei 164 Lungenentzündung, bei 74 Diphtherie, bei 13 Keuchhusten, bei 131 Scharlach, bei 18 Masern, bei 30 Typhus, bei 10 Dysenterie, bei 1 «Iioioin ill^untuiu. bei 4 Kindbettfieber, bei 15 Wundinfektions-Krantheiten, bei 96 Gehirnschlagfluh, bei 63 organische Herzfehler und KranllMen der Blutgefäße, bei 50 bösartige Neubildungen, bei den übrigen verschiedene sonstige Krant-heiten. Verunglückt sind 54 Personen (13 ertrunken, 11 durch Sturz. 8 verbrannt, 6 erstickt. 3 erschossen, je 2 erfroren, überfahren, durch Kohlenoxydgas u. s. w.) — Selbstmorde ereigneten sich 8, Totschläge 3. ein Mord ist nicht zu verzeichnen. —o. — (Sanitäres.) Ueber ben Verlauf der in 36 Ortschaften des Vezirles Laibach Umgebung aufge^ tretenen Masernepidemie wird uns mitgeteilt, baß bisher von 483 erkrankten Kindern 321 genesen und 13 gestorben sind; demnach ist der Krankenstand auf 149 Personen gesunken, welche sich auf die Gemeinden Arezovitz, Dobrunje, Sankt Martin. Zwischenwässern, Moste. Waitsch. Qberlaibach und Log verteilen. In ben Gemeinden Mariafelb und Zwischenwässern trat auch der Scharlach auf, an demselben erkrankten kürzlich 10 Kinder. Ueber den Stand der Infektionskrankheiten im politischen Bezirke Stein geht uns die Nachricht zu. daß die Masern, an welchen in einigen Ortschaften 116 Kinder erkrankt loaren, nal>ezu erloschen sind: dagegen wurden in den Gemeinden Domicile und Trojana vor kurzer,' 82 Kinder von Keuchhusten befallen. — Aus Krain -burg wird uns über den gegenwärtig im dortigen Bezirke herrschenden Gesundheitszustand berichtet, daß die Typhus-Epidemie in der Gemeinde Altlack anfänglich eine nicht un-detuichtliche Extensität genommen hatte, daß aber im allgemeinen deren Intensität eine mindergradige war. indem von allen 45 bisher ertränkten Personen nur 2 Kinder der Krankheit erlegen sind: nun ist die Vpibemie in Abnahme begriffen und ber jetzige Krantenstanb beziffert sich noch auf '.0 Personen. In den Ortschaften Hra^c. Drago^anj und St. Walburga bei Flödnig tam in ber zweiten Hälfte bes abgelaufenen Monates die Scharlach-Diphtherie zum Ausbruche, an welcher 4 Erwachsene unb 18 Kinder erkrankten. Eine Frauensperson und 1 Kind sind daran gestorben, 3 erwachsene Personen unb 1 Kind sind bereits genesen. Darnach befinden sich noch 17 Personen, darunter einige Schulkinder, in ärztlicher Behandlung. — Aus Adelsbeig geht uns übei den derzeitigen Gesundheitszustand im dortigen politischen Bezirke die Mitteilung zu. daß sich derselbe im Verlaufe der letzteren Zeit nicht günstig gestaltete, indem der Keuchhusten eine große Ausbreitung erhielt und in den Gemeinden Adelsberg. Koschana, St. Michael und St. Peter epidemisch auftrat und in allein 182 Kinder befiel; writers wurden die Mafern in den Schulsprengel von St. Michael eingeschleppt. An denselben sind 68 Kinder erkrankt und infolgedessen muhte die Schule gesperrt werden. Diese Krankheit ist jedoch entschieden in Abnahme begriffen und dürfte balb zum Erlöschen gebracht weiden; sie herrscht auch noch in ber Gemeinde Grafenbrunn. In Hrenovitz und Koschana meldete sich die Influenza, an welcher derzeit 14 Personen leiden. In drei Ortschaften der Gemeinden Feistritz. Koschana und St. Michael sind auch die Varizellen aufgetreten, und ^ erkrankten daran 8 Kinder. Trachomlranle gibt es noch sechs. —0. — (Von der Erdbebenwarte.) Am 5. d. M um 8 Uhr 7 Min. früh verzeichneten die Instrumente ein Beben aus Italien (Lucca) mit Ausschlägen bis 5 min unb am Abend desselben Tages nach 9 Uhr ein mittelstarkes Fernbeben. — Gestern um 8' llhr 47 Min. früh erfolgten an allen Instruinenten Aufzeichnungen eines Fernbebens. Heute feit 8 Uhr früh starte Windstörungcn: Windgeschwindigkeit über 40 km. " (Vereinsbildung.) Aus Nubolfsn,«! kommt uns bie Melbung zu. baß in ^Hönigstein die Nildung eines freiwilligen Feuerwehrucreines mit dem Sitze in Hönigstein ii.1 Zuge ist. Die Statuten wurden bereits ber polit. Ober-bthörbe überreicht. —r. — (Ein ausgesetztes Kind.) Am Samstag wcnen in bem von Rupa aus gegen bie Kanter sich er-streclenben Walde — '/i Stunde von Krainburg entfernt — Leute mit Reuten beschäftigt. Als sie ihre Arbeit im Verlaufe bee Nachmittags in bie Nähe des Flußufers führte, vernahmen sie ein Winmicrn: ber Stimme nachgehend, fanden sil bei einem ebenbort einsam gelegenen Pulvermagazin, am Ranbe beZ an jener Stelle senkrecht abstürzenden Felsen »fers, fin elwa zwei, Tage altes Kind, notdürftig in Fetzen --------------------------------------------------------------------^ ^ gehüllt, während sich sonst niemand in der " ^Fl' Das zweifelsohne ausgesetzte Kinb wurdc ciü" ^M in vorläufige Pflege überantwortet. Nach ber "^^ wird eifrig geforscht. ^,ofe'""' — (Frühlingsboten.) Die erste Sch"^^ Adelsberger Gegend wurde am 2. d. M. "^ M«^ Oberförster Franz M aYer in Luegg auf bem 3"^ drs Herrn Josef Detleva erlegt. ^ MH^ — (Schonzeit für W i l b a r t en.) ^^li^ März stehen folgende Wildarten in Schonung- '^ unb wc,blick)es Rot- und Damwild sowie ^^F' Gemsböcke. Gemsgeißen unb Gcmölitze, Rehboae. ^i unb Rehkitze. Feld- und Alpenhasen, Auer^ lind <° ^ Auer- und Virthcnnen. Fasanen, Hasel-, SäM'"" Hühner, Nebhühner und Wachteln, endlich Stocken' ^: — (Gefunden.) Die Schülerin Angela ^^ am 7. d. M. in der Pie56rengllsse ein Anhängsel >n ^k einer Spinne, beseht mit Edelsteine» im Wertt ^P^ unb deponierte es bei ber Polizei. — Im G^sckMMl!<' Laßnil in ber Wolfgasse wurde ein Sparta!'^ lrainisck^en Spartasse gefunden. ^ss ^ — (Druckfehlerberichtigu 'lg.) ,"" <,el'^ richte über die am 6. d. M. durchgeführte Sch"u» ^, Verhandlung in Laibach ist der dem Domdecha"" , ^ gestohlene Betrcig fälschlich mit 3281 X statt M" ^ ^jts gigeben. — In der Notiz über die Handausgabe ^s,l und Verordnungen für Kram ist statt „Hu"""' llchiig „Immunitätsgesetz" zu lesen. Theater, Kunst und Literatur. ^ * (DeutscheBühne.) Wie das Publilu" ^ ,^ vclle unb beliebte Mitglieder zu ehren un^bem W^ crlennung und Dank zu zollen lveiß, bewies m ^F' Weise der vorgestrige Ehrenabend der ersteh ^c ^ sängerin Fräulein Vilma S e b r i a n. Das ^^ ausverkauft, das Publikum, ungcmein beifallsf"'" ^j^ bcieitetc Frl. Sebrian einen fchmeichelhafte» ^n zechnete sie durch Widmung prachtvoller NNlme"!^ ^ verschiedener Forin und zahlreiche Hervonus . ^W übrigens auch ihrer anmutigen unb lebensvoU ^n>!« als Pw,> Methusalem galten. Freundlich" "^ls ^ erfreute sich ihre Partnerin Fräulein Neichc"^^. nun allmählich, »venigstens gesanglich, b"" , ^-Lcnnpenfieber ablegt und ihre hübschen ^'"^Da^^! rcich verwertet. Schauspielerisch fehlt der jung" ^t^ dcrhand noch bas nötige Operettenblut. Di< d"' ^F schen Rollen der beiden Wmtel-Phantasie-H"r>^ ^ die Herren Lang und Thiemann zu heile ,, ^e , ihnen schlössen sich mit beweglicher Komik Frl. ^ ^e« ^ die Herren Rcißner unb Schiller an. He ^K , nsang sich als Trombonius warmen Beifall / Hl! ^. Inhaber der Nebenrollen lrgänzten in lauiug , ^ » lustige Ensemble. Hinsichtlich des Äeitnmßes. ^^" ^. rigcnt einhieli, werben walirsckMUich bie ^" -^ ,, einandergeheil und wir wollen uns nicht in ^'^chle^',,li über eininssen. Der bekannte Ausspruch. dah ^ ^>. ebcnso großer Fehler wie Eilcn ist. gilt auch f" ^ 6< das Lustige muß lustiq l'eniusgel'lacht werde'' ^^ im Orchester waren e'iügcmale sehr schwankend, ,, chor schieit zu diel und singt zu wenig. lla^- / — (Aus ber deutschen T h^^s s"^ Heute gelangt Sudermanns Tragödie »^^^> ssrl' ,/> Aufführung. Die beiden Hauptrollen sind ^"^^ch f/ nicke und Herin Neißner besetzt. —- ^' »i^, ü' dieOper „HoffmannsErzählungen" zum seM' ^glt>^. male in dieser Saison zur Aufführung. ^sta» ?' Copelius, Dapcrtutto und Mirakel singt Herr ^^hF bau er, Opernsänger ber vereinigten Graze Gast. ' ' Geschäftszeituns. ^a^ — (Monaisviehmarlt.) Auf ^id^ / in Laibach abgehaltenen Monatsoichmartl ^sa ,^ Pferbe unb Ochsen. 297 Kül> unb 73 '"" ^ sick'^ 1,'49 Stück aufgetrieben. Der Hanbel nest"U" ch so^l,' haft. da außer Käufern aus Görz und ^ >^ag0^ ^ Mähren erschienen waren, welche mehrere ^ g"^ 1^ auflauften. Namentlich bas Zuchtvieh crzlell^!^ Telegramme ^ des Madrib . 8. März Die Blätter li^ ^,„ ^ ^ ll!se für unvermeidlich u,.d glauben, daß st^ ^ch ^,F, Ministerrate zum Ausbruche kommen '""»<, zi'l'sili'' nistrvrate werbe sich Ministerpräsident Saga» ^,1" Rcgentin bcgebln, um ihr die Demission w i,s übeireickM. '^sch- '^ Algier, 8. März. Die österrcHffe» ^ Schiffs-Dwision. bestehend aus den Pa"^ ' vo" > , arch" mit bcr Flagge des Kontreabm'r" ^, ^i!' „Vien" und „Vubap.'st". ist abcnbs aus i< ^'^ am 5. März abgegangen war, hier ^'9^ 1 . Division soll von hier nach ssartagena arg Cholera. ^' ordentlichen Sitzung die notwendigen Mft Pjlgt Verbreitung ber Seuche bei ber Rückkehr 0 Hebschas hmtanzulialten. ^H^!!«^___________________«9________ ,o, ^, ,gyz, N^ Verstorbene. ^"'»'Theres,?,?/^ Iuventius Hudnil, itondulteurssohn, 13 M., ,. An, 4 «»., I" givilspitale: °""° «klliliz ^' 3°h°"" Belcjan, Dachdecker, 72 I,. IU»- llottoziehuug vom 8. März. ^"^ 24 46 90 26 7 ^-^^27 84 51 43 24 Alogische Beobachtungen in LaibachT^ ^^»Vi/")6-3 m. Miltl. Uiiftdrucl 736-0 mm. ^ ?8«i ^2 4^lO. schwach ' >lter ' -, ? U7^ ^ " ^ - 7 NO. zml. star, heiter ^ 9i ^« ^ ^2 NO. schwach hall, bewölkt , "'5b ^^ ll ^ N. mäkiq bewölkt 0 0 ^lN'^^.^^^I SW. mäßig teilw. bewölkt Ta/<> . ^! 4 6 SW. schwach heitec ^ 0 0 <^^°NNtaa^^ "" ^""^ratur vom Samstag «2° und ^^^^^!'. Normale 2-4». beziehungsweise 2 5°. '^5°ntwoitlicher Redalteur: Anton ffuntet. J||Mgejndmagenkranke \ IsS^f lA KINOER- I 1 I %Xi Hl MEHL I : I I L§all I MM enthält beste l "ur Steinmetz- und d«^,?^o,sermeifter^'.-ni ^'""erlnns'^'llungknnttel für Steine. Metalle, Holz lc. ^iscanp" Fl<"" bei Vrüder Vberl. Laibach. ^^"rrgasse. Nach aiiKwärlö mit Nachnahme. ! Philharm. Gesellschaft. Die Direktion lädt nunmehr Damen und Herren bereits zu (906) 3—1 pimsaiii Cliiiiiifita jeden Dienstag und Freitag von halb 8 bis 9 Uhr abends ein. In Laibach, nur beim Apotheker ~ Picocli, päpstlicher Hoflieferant. § Auswärtige Aufträge gegen Nachnahme. * L?» L& «Är"' •'• 'APOTHEKE I"I MemiieK/Rittes. in Form einer Spinne verloren. Abzugeben in der Administration dieser Zeitung. (901, A^nöestyeatev in A,aibach. 96. Vorst. Keutc Montag, 10. Miirf. Ger. Tag. Sodoms Ende. Trauerspiel in fünf Alten von Hermann Sudcrmann. «lnfang halb 6 Uhr. Ende 10 Uhr. Ndolf, Gustav und Karl MuNeh geben im eigenen sowie im Namen der Übrigen Verwandten die erschütternde Nachricht, daß ihre innigstgeliebte, unvergeßliche Mutter, Frau Leopoldine Mulley l. l. VezirlSrichters Witwe und «ealitätenbesitzerin am 9. März um 1 Uhr nachmittags, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, in ihrem 63. Lebenö« jähre ruhig im Herrn entschlafen ist. Tüai Leichenbegängnis findet Dienstag, den 11. März, um 4 Uhr nachmittags vom Trauerhause aus auf den Ortsfriedhof statt. Hie heil. Seelenmessen werden in mehreren Kirchen gelesen. Oberlaibach am 9. März 1902. Danksagung. Für die herzliche Anteilnahme anläßlich des Ablebens unser»s geliel'll'n Gatten, beziehungsweise Vaters, Vruder< und Schwagers, des Herrn Eugen Mahr l, l. Forstinsprklionökommissar i. R. fiir dir s!,önen Kranzspenden und fllr die ehrende N.tlilili^ung an dem Leichenbegängnisse des Ber« ewigtci, sngt den innigsten Dank die trauernde Familie. . Bei '-------~---------------------- 6ln Pr4eTner anständigen Familie wird für *Jnung samt ver-Jjgung gesucht. «Uog «e an die Administration dieser (84oT------"------------------------------- C 35-45/2 Zo OkliC* ?') kil li RJar'Jo in Andreja Kuhar; V?ar ; 3-) MariJ° Verdir; ?Vci &Ti Ovk; 7') Heleno Va" Sf; S)^ Stefe; 9.) Marijo h dediJ Vlncenca Mali, oziroma h^fih h], ,.ln Pravne nasleduike, ^ priahšèe Je ^znano, so se ä?1^ sin «/; kr> okl>ajni aodniji v ,3-) Jandl-)in2-)AntonuKuhar; HHakonezu V^dir; ad 4.) Fran- l^Cti,a?,5-)UrbanuöPraJcar; M*^iö• , Keršiè; ad 7.) Juriju III9) Frin 8'} Andreju Ahaöiö; Sj;TdCe!i8nedlc;adia)Mihu tfti tosesinji ^ lofancetu Košnjek, !: ' Ä1 v Dupljah, tožbe za' % *v N zastaranja vknjiženih m* narot podslavi ložbe doloèil *Vq k za usino sporno raz- SoM &n 20- marca 19 02, ne ob ö V °* u^, pri tej sodniji. Post, ^orar^k C vlJ4 7» pravic ložencev se V' > Po.sestn8urbnika «OsP°d Miha % krbnik L ln žuPan v Zadragi. ^v^ei»jeni 2astopal tožence v OöL^Qst in pravni stvari na njih NÜJ° ^ SOHrOSke' d°kler ^ Ü ^ ^nca Jl ali ne imenuJeJO ^6i f&jlla sodniia v Tržièu» ruaraa 1902. (821) ___Firm. 51 j ZadrTl. 48/1. Razglas. Vpisalo se je v zadružnem re- gistru pri tvrdki: Okrajaa posojilnica v Litiji registrovana zadruga z neomejeno zavezo: iz naèelstva je izstopil naèelnik Jurij Üblak, V8topil pa novoizvoljeni na-èelnik Henrik Lebinger, trgovec in poseslnik v Litiji. C. kr. deželna sodnija v Ljubljani, odd. Ill, dne 27. februarja 1902. (795) C. 17/2 3. Edilt. Wider Herrn Julius Puppih, Handelsmann in Planen, Vogtland in Sachsen,! dessen Aufenthalt unbekannt ist, wurde ^ bei dem l. l. Bezirksgerichte in Idria von Anton Primozik, Handelsmann in Sairach, wegen 292 l( 82 li s. A. eine Klage angebracht. Auf Grund der Klage wurde die Tagsatzung auf deu 24. März 1902, vormittags 9 Uhr, bei diesem Gerichte angeordnet. Zur Wchrung der Rechte des Julius Poppih wl d Herr Franz Omtovec, Gastwirt in Idria, zum Kurator bestellt. Dieser Kurator wird den Beklagten in der bezeichneten Rechtssache auf dessen Gefahr und Kosten so lange vertreten, bis dieser entweder sich bei Gericht meldet oder einen Bevollmächtigten namhaft macht. K. l. Bezirksgericht Idria, Abt. l. am 24. Februar 1902. Ljubljanska kreditna banka. Laibacher Kreditbank. Banca di credito di Lubiana. ------ — m t » » ------ zur zweiten ordentlichen Generalversammlung der j.Lalbaoher Kreditbank", welche Dienstag, den 25. März 1902, um 10 Uhr vormlttagi in den oberen Banklokalitäten, Spltalgaiae Nr. 2, stattfinden wird. Ta,g>esord.:rrujn.gr: 1.) Bericht des Verwaltungsrates Über das abgelaufene Geschäftsjahr und Vorlage des Rechnungsabschlusses pro 31. Dezember 1901. (90fi) 2.) Antrag des Verwaltungsrates über die Verteilung des Reingewinnes. 3.) Bericht des Auf icht9rates über die Jahresbilanz und über den Antrag bezüglich der Verwendung des Geschäftserträgnisses. 4.) Wahl des Verwalt ungsrates. 5.) Wahl des Auf sich Isrates. 0.) Allfällige Anträge. Jene Aktionäre, welche an dieser Generalversammlung teilzunehmen wünschen, werden in Gemäsiheit des § 12 der Gesellschaftsstatuten höflich ersucht, ihre Aktien längstens bis zum 17. März bei der «Laibaclur Kreditbank> zu deponieren. L a i b a c h , den 10. März 1902. . Der Verwaltungsrat. Laibacher Zeitung Nr. 57. 450 ____ 10 Märj^> Kurse all der Wiener Dorse vom 8. März !W2. 3^ ^ owM« m ^' Die notierten Kurse verstehen sX«ntr tn Mien Vt»i Member p, ». 4'2"/^, , , 10100 101-80 tNÄtl»t,g ,, ., Upr1l,"Ocl,pl»4 :."/« iol 40 101-U0 l»ö4« Htaat«Iose 2K0 verschreibnngen. »lisabethbahn in V,, steuerfrei, zu 20,000 Krone» . . 4°/« 119-40 120 40 Franz Josef-«ahn ln Silber (biv. Ht.) .... ö'/,°/° i25 — ,25 lX! Aubolfioabn in ltrvnemoHhr. steuerfrei (bw. Lt.) . . 4°/» «s 10 100 — Vorarlbergbahn ln lttonenwühr. fttuerfr., 400 »ronen . 4"/, »S-— 100-— Z« G<»a<«schlUb»»schrtib»»» «« »b«efte«ch.Eisenb..«ltln». Elljabethbabn »00 sl. LVt, b'/.«/, «n »00 fl.......49S ?b bvv 75 dl°. «inz.Vub», «00 fl. «. W. V. 5'/.°/».....W.. . 4LS— --- bto. Gulzb.'Tir. wo fl. 0. . 3. 5«/«.........4« —4« — ««l. ttarl.L«b».-V. «00 fl. «Vl. b»/, von ««> sl......«w — 4«l» — Vom Vtaate znr Zahlnn« ttb»fn«>mment Vlsenb.'Prlor. Clliabelhbahn «<>a u, »000 M. 4°/„ nb 10"/u...... «15^0 11^.50 (.»isadtthbnhn, 400 u, 200!) M. 4"/«......... >il» L2 lg« - ssianz Joses»«., ltm, 1S84 (dift, St,i Vllb., 4°/„..... s»30lO0-30 Vallzljcke Karl Ludwig-Vahn (biu. Et.) Gilb. 4°/» . . . 8»l>0 9g5o Vorarlberger Vahn, Tm. «»»4 (bw. Ll,) 3l!b. 4«/° , . , 09'—100'- Staatsschuld der ßiinder der ungarischen Arone. 4°/„ ung. Volbrentc per Nasse . 120-10 l2N'3U dtu. dlu. per Ultimo .... 120'lO l»0'»u 4"/» dlu. Rente <>l »ronenwähi., steuerfrei, per Nasse . . . 9? 30 9?-ü>) 4"/» bto. bto, dto, per Ultimo . 97 w »? 4« U»g. Nt.-Eis,'«itt, Gold 100 fl. ,20-2» i2l-^ bto. bto. Silber 100 fl. . , . 100-85 ,oi-8ü bto. Otaatt'Obli«. (Un,,. Ostb.) b, I, 187«....... 120—121- dto, 3chanlreaaI.-MIös, 99 - 100 — Oest.'ung, Äanl 40>/^a>)r verl. 4°/u......... 10010101-10 dto. dlo. «»jähr, verl. 4°/» 100-1!» 101 10 Tparlasse. 1,0st.,«nI.,v,rI, 4°/° 99 kin 100 üo Eisentlllhll'Pliolltii«.«' GdKgationen. sserbinanbs^iordbal,» Ein, 1«8e ,00 30 10,-I» Osslcrr, Äordwestbnli» . . - 108 10 KW - Staatsbahn....... 435—^438 — Tubbülin 0. 3°/overz.Iann,'Iull 81« — »20- dlu, k 5"/<>...... —'—! -^ — Ung-aaliz. Äaw..... 108 50,09 40 4"/° Unlerlraincr Bahne» . . 9U b« 100 — Diverse Kose (per Stüct), Verzinsliche Lose. 3°/. 1U»U 25lib0 258 — 4°/° Donau Vllülpsich.'00 sl. . 50l>>—Ü5U-- 5°/° DonllU'RelluI.-Los.' . . . 2«0 —282 — Nnverzlnsllche t!ose. Äildnp.'Uasilica (Dombau) c. fl. I8 ?5 iu?ü Kreditlose 100 sl...... 42« — 420-— LlaiyUllse 40 sl, LM. . . - I?«-— 170 — vsener Lose 40 sl..... 210 — 2l2 — Palssy'Lost 40 fl, 2M, . . .190-193- Notenstreuz, Vest. Ves.,v.10sl. b4— bb- , „ ung. „ ,, bsl. 3»b0 80 50 «u'bolftLose 10 fl...... 80— «4-50 Salm^ose 4V fl..... «27-—2U7- Ll.-Gci>ol»«ose 40 fl, . . . j2eO'—275-- Wiener Lomm.'Lole v. I. 1874 413 — 41?--Glwlnstsch, d, 30/0 Pr.'Schuldo. b, Bobentieditllnsl., lim, 1889 61— 64 — Laibacher Lose..... 70— 76- «eld Wall> «liien. Tran«Porl'zjnt»l« nchmungen. Allssig-Tepl, Ciscilb, 500 fl, , . 294«- 2950 Bau n, Äelriebi! Gcs, für sttidt, ällasn„l> i„ Wini lit,. /< , 2«? - 28« t>!l', dlu, dlo. lil. li , 28^! — 284 — Uül>m. «nrdbahn l5» fl, , .407-.41,-. Vuichliehrader ltis. 500 sl, ilM, 2LN0 2»l?0 dlo, bto. (!il. li)2N0 sl. ,A>0 l003-Dunau Dl,mpfschisfn!,rli> Gesell. Orstslr., 500 fl,KW, , . , »72 - 87.' — L»I Äodsiibncher al>!> 200 si, S, 4«!.», — 4«8- — dtu, blo. (lit, K)200s!.S, 472'—474-- ^lanLuxerEiseül). xwslabaN. i9ü — >90 j>, 2..... Lü?z 70 75 Südüurbl,, «j>,rl!,<Ä. 2»« fl, LM, 298 — 40»-Tramwal, Gcs,, ^leueWr,,Prio» rilät« Mtien ,00 sl, . . . ,»o — ,88 — Ui>8°,ia!iz. Oisenb, 200 fl, Silber 43l5U 433 50 Un8.Wrsll,,6'— 708 - Depositenbank, «llg,, 200 sl, . 42550 427 50 Eötomple-Ees., Ndrüst., 500 fl, 49l-— 423 — Giro-u.itasscnl,,, Wiener 200 fl. 480— 485 — Hypol!,slb,,Oest.,200s!.30",<>", Orsleir.'Migar, Aanl, «00 l> - M^A, Uniunbanl üua sl, . - ' »5^^ «erlehribanl, «llg,. 140 s>^ ' Industrie»MW» neymungen. ^, Äauges,, «Na, üsl., ,00 fl - ' ^ Eglidler «tisen^ nnd Vtahl'Ino. ^z.^ " in Wie» ,00 il. . - - ' l«i-^ ^ E!,enba!»,w. iirilm,!trste. l"»'<"- »z!>^I>! Liesmari Äraiierei «W fl, - ,«?!"!^,' Muülon Gesillsch,, Oest,.<>!p'" ^ s, Pl-aa« l!iw> Job, Oes. ^ - ^^ ^ Z^N,u Tan, 3!>-i!>fchle» l>w - zzz^A, ..Ochlöülmil!,!", Papiers, Ä0"!^- zK^^ ..Steurer»!,", Papiers, "-".„ ^»"-",,, Irifailer Kuhlenw, Oelell ?'' ' »z?^" Waffe!!f,.G,.Oesl,!nWir»,W' - .. WagnonUeihllüft.ÄIIa,,»,'P»'!', 775-".^ Wiener Baunescllfchaft l"»fl, ^ ,^,^ '"' WienerberuerZiegel-«!!!"' M>- Devisen. »urze Sichten. ^zs^! «lmsterdam.....- ' ll?^«!!'^ Deutsche Plätze....-' ,j0l«'^> London......' ' «t'li ^., Pari«....... - ' ^ Lt. Petersburg . . . - ' ' Valuten. ^. i»'! Dulaten......- ' ll>^ ',»< -^0 ,franr«'Ttslcll . . > - ' ll?", ^ Deutsche Ncichsbanlnolen - - ««ü«^ Italienlschc Vanlnuten - - ' «öi Rubel ^tote» , , , - ' ^^^^ 22ixx- vLZLdL "Vwrlca.-a.f TO« Bcal«u, Pfandbriefen, PrlorUftten, Aktleu, &.<>••>* «tc, l>«Tlien and Valaivn. (10) Loi-V«r«lolierung. B*i3Xlc- -va.n.d. '^7"ocli.slex-Ghescli.a,Lt Lalbadit Spitalgatwe.__________________ Privat-Depots (Safe-Deposits) ^^»^ VsKlniHRi vti Bar-Elaliosn In Cinto-Correnl- und »of W*\J^r