.»/ AKT. Freitag am 8. Juli »853 Di.> «i'l,a-s„r ^rililna" "steint, mit Vl,!.,mil,m.' d>r Z.nln- iüw ^isrta^. t^iqlich, >i„!' kottN ,'.,,,!,»t d.,l ^.-il^,"! i,» (5 <, m >.'lo i r q ., » , j .i l,ri q II >!.. s»a l b jä s» r i « 5» ,?. .'ltt fr. mit st'rV».^i.,l> im (^""l"°ir ganzjährig ,2 st. . s,a I l'jä l. riq Nil. U,r !^ic Z»^lln„q in's Haus 'md l, a ! b , al'i > g .<,<> sr. mes» ^» cnllichtc». M . t t., l 'li, .'! l'o r to-i'r-i i«»>tcr ,ssrs!i^.n,l' »nd grdvx^lcr Adrcssl !5» fl.. li^ibjähvia 7 st Z«> !r - I» ,'sr.i lil'i, >'g r l'» l> >' u,r „»c Zl'al>fi!,l!>c l'dcr i'!» N.no» ssiic!!',». >l>^ ^»' '»ali.v l«i,l''cha>t""« -^ ^,, nir ^u.iiimü^s ^ sr.. für l>lc>!».,!iql 5» fr. C. M, 5lnscr.it, l'iz !2 ^ile» lc>Ne» > st- ''"/' .'l M^.l. .'>N kr. ii'n 2 Ma> und 4<» kr. für l Mal tin^üschaltl-». Z,l di.ft» («sl'iil.r.» i,1 „ach dcm „pr^vismischen Gcsc^e vom tt. Nc'Vcüll'sr l»50 ss,r Ins.rtioin'slämvc!" noch 1<> kr. !>>r r>»c ,lbi's»!a!>> Eiiischaltilüg liinz» zu rechüc». Amtlicher Theil. s^e. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 17. Inni l. I., den außer-ordentlichen Professor der dentschen Sprache nnd Literatur an d^- Universität zn Krakau, Dr. Thomas Vratrauek, zum ordentlichen Professor dieses Faches daselbst allcrgnadigst zu ernennen gernbt. Die Oberste Polizeibehörde hat den Concepts-Adjnucten der Pesther Polizeidirectioi!, Julius Gaist-ler, znm Commissar bei dem Polizeicommissariate ,^in Szegedin ernannt. Die Oberste Polizeibehörde bat eine bei der Pclizeidirection in Preßburg in Erledigung gekommene Commlssarsstelle dem Eoucepts-Adjnucten der Wiener Polizeidirectiou, (5arl Prosig, zu verleihen befunden. Bei der Staat0-(5entral-(5asse sind von den verschiedenen Ländercassen :llj0.0M) ft. in Münzscheiuen eingeflossen. welche zn Zahlnngen deS Staates nicht mehr verwendet werden dürfen. Diese Geldlichen werden am 8. l. M. in dem Verbrennhanse am Glacis öffentlich vertilgt weiden. Durch diese Vertilgung wird jedoch keine Aen-dernng in der Snmme des im Umlaufe befindlichen Staatspapiergeloes bewirkt. Vom k. k. Finanzministerium. Wie», am 4. Juli 18l>3. Nichtamtlicher Theil. Oesterreich. Wien, !!. Juli. Ihre Maj. die Königin von Preußen wild Elide des Monats Juli in Ischl er-. .wartet und vier bis sechs Wochen in diesem Eurorte ^verweilen, wo das Hans des Herrn Plasser fur Ihre Majestät bereits bcstellt ist. Um diese Zeit hofft man auch Se. Maj. den Kaiser in Ischl bewillkommnen iu können, von wo Allerhöchstderselbe die beabsichtigte Neise nach München antreten dürfte. ^- Se. k. k. Hob. der Herr Erzherzog Ferdinand Mar Bn.der Sr. Maj. des Kaisers, feiert am U. Inl' se.n 21. Geburtsfest. <,, il/^ ^>'^ ^'^ "^^' Zlgscorr." vernimmt, ist die Anssdsnng der Inval.denba,ser ^.^ ^ ^^ ^^ sollen ans denselben eden so viele InvaIide..Vom-pagn.cn geödet werden ^Mili,är.Depots bestehen. - Vom perrn F.Z.M. F,,'iherrn von Wclden werden, außer dessen „Ep»oden aug meinem Leben" in Kürze noch drei größere Werke erscheine., u„d z^r: „der Krieg der Oesterreichcr in Italien gege,, die Fsa»-zosen in den Jahren 1813 und 1814;" „der Feiozug 'M I. 1809" „der Feldzng im I. 1812." -- Die Handelskammer von Karnten hat m der Absicht, die Dran mit Dampsbooten zn befahren, er-heben lassen, ob die Dran fnr Einrichtung einer Dampfschissfal)^ überhaupt geeignet ist. und welche Kosten oder Negulirungsarbeiten dieselbe erfordern würde. " " , ^" vi>n Verkehr der Glänzprovinzen mit der -^ el ''"b weitere wesemliche Erleichterungen bevor-slehend. Es sou nämlich das bis jettt einer Zollgebühr nnlerworfen gewesene, nach der Türkei ausgetretene Futtergetreide, welches Reisende mit sich führen, von dieser befreit gelassen wet den. ' Zur Erztelnnq eiucs gleichmäßig entsprechen, den Vorganges bei Elmitlelnng der Tagespreise fnr die Erfordernisse der k. k. Armee, welche entweder im Licitations-Offertwege, oder durch Hal'dcinkauf beigeschafft werden, hat das k. k- Kriegsministerium, „ebst deu dießfallü schon bestehenden Auordmuigen noch verfügt, daß die Preiserhebnugeu übcr cie im Handel nnd auf deu Ma>kten »olkommeude» Bedaifö-arcikel dort. wo Handels- uud Gewerbekammern bestehen, bei diese», sonst aber bei deu Magistraten oder anderen Oilscbligkeltcn stattgefuudeu habe», nnd oen jedesmaligen Licitatiouoprococolleu, Offertverhaud-luugen nud dgl. die dießfalls eiugeholteu Bestätign«; gen anzufügen si»d. Andere im Handel nud am Markte nicht vor' kommende Verbrauchsarcikel siud m dcn LicilacionS--protocollen abgesondert uud von den übrigen Aciikelu ersichtlich zu machen, der anznuchmeude Preis dersel' be» aber ist. unter Beibriugung der Muster, durch Sachverständige bei deu Handelokammern. Magistraten oder andern Ortsobrlgkeiten durch M'schayuug zn bestimmen, und diese lepcern dem Licitaiionepro-tocolle zuzulegeu. Im Falle ciuer vorkommeuden erheblichen Vertheuernug einztluer Bcdarsearlikel ist die Ursache davou anzugeben. Derselbe Vorgang soll auch bei Vedarfssicherstellungen im Wege deo Haud' einkanfes befolgt werde». — Proftssor I. H. v. Heff»er aus Aschaffenburg, Conservator der vereinigten Samnilnnge» iu Mlülchen. hat von Sr. k. k. apostolischen Majcstat bei Uel'ersendmig t>er erste» Lieferungen ei»es Sr. Majestät gewidmete» Werkes über die Turniere des, Kaisers Marimilia» l., eiuen schr werthvolleu Blil--laucrlug mit dem kaisellichen Nameuszng erhallen. ,Der würdige Herausgeber — schreibt die „Allgemeine Zeitnug" — ist deu Freunden und Kennern mittelalccilicher Kunst und Sitten schon seit einer längeren Neide vou Jahren, besonders durch sein lehrreiches uud geschmackvoll ausgestattetes Wert über die Trachten des christlichen Mittelalters, als Zeichner uud Sch'ifcsteUer auf das rühmliMe bekannt. Der neubegonnenen Arbeit zu Grnnde liegt ein bis dabin unbekanntes und höchst bedeutendes Mauuscript über jeue Turniere, welches sich l,n Pesil) Sr. Hoheit des Herrn Fürsten Carl Anlon von Hohenzollern-Sigma-. ringen befindet. Es ist anf das reichlichste mit Mi' nialnrgemalden von .Hans Burgmayer geschmückt uud wurde vou dem fürstliche», Eigenthümer dcm Horn v. Hefner für ieuen Zweck sehr bereitwillig zu freiem Gebrauch übeilasseu." — Zufolge eiuer Bestimmung des b. Ministe, riumS des Iuuern werden bis zur E>lass»»g weiterer Bestimmnugeu alle von deu politische" Behörden in-nerhalb ihreS WliknngskrelseS in Folge der Handhabung dcs Forstgeseyes verhängten G.lostrafe» in einen zu bildenden Laudcsculturfond eiusiießen. dessen Per, Wallung der obersten Verwaltungsbehörde eiues jeden Kroulaudes zusteht. 'T' Der H^r ErzbiSthumsverweser, Bischof von Sarepca. Weihbischof. Capitülaroicar und Dombrobst vou Wien, hat «ine Ankündigung der Priesterererci-t,en für das Jahr 1«:^ crlasseu. wouach die von dem selig verstorbenen Fürsterzbischofe Viuceuz Eduard eiugeführteu und seither jährlich abgehaltenen Priester- Erercitien auch im heurigen Jahre stattfinden werden, uud zwar vom 29. Angust bis 2. September nnter oer Leitnug zweier Brüder der Gesellschaft Jesu und nuter Beobachtung der in den früheren Erlässen kund« gegebenen Weisungen. — Der schon mchrmals erwähnte Gctreidestein besteht ans einem Eriracte von rohem und vermal;: tem Getreide nnd Hopfen, von welchem circa 2^ (5cr. 1 (5tr. Getreidestein liefern, welcher binnen 24 Stuu-de» aus dem Rohvroducte erzeugt, als eine licht« oder dunkelfarbige, fast steiuharte Masse gewouneu wird. I» faustgroße Stücke zerschlagen, wird der Getreicestel!, i» kaltem Wasser von 10—18 Grad binnen 24 Stnnden völlig aufgelöst, und es erfolgt die Gahrnng in offenen Gefäßen bei einer Temperatur von Itt bis 19 Grad sowohl mit Znsal) von Hefe, als auch durch Selbstgäbrnug, welche biuneu 48 Siuuden vollendet ist. Hierauf wird. die gegorene Massc abgezogen, nnd die Gefäße bis zur völlia/u Abklärung dek Vieres spundvoll gehalten. Mau kaun diese Biererzeuguug sowohl stascheuweise wie in den größten ^nantitüten mit Gewärtignug eines gleich günstigen Erfolges veranlassen. — AuS 1W Pfund Bievstein. welche jeyt loco Wien uud Prag 2.'» ss. 6M. kosten, köuueu bei ^> (5tr. oder ll bis !> Eimer Tafelbier, oder 3 bis !> Centner Porterbier erzeugt werden. — Am All. Juni wurde vor der Zivilkammer zu Düsseldorf ei»e Ebescheidnng verhandelt. Beide Eheliatreil waren anwesend. Dcr Mann, ein Trunkenbold, zog während der Verhandlung ein Messer lind versepte seiner Frau eiuen Stich in den Hals. Es «'»roe gleich ärztliche Hilfe herbeigeschafft und der Thäler in Verwah.sam gebracht. Die Wunde ist zum Glück nicht lebensgefährlich. — Eine unzählige Menschenmenge, die iu d.n l'yten Tagen des Juni in Straß bürg nach dem Schwurgerichtssale drängte nnd durch die vereinigten Anstrengungen der Gensd'armerie und eines PiketS Liuieiisrldateu kaum im Zaume gebalten werden konnte, bezeugte, daß sich eines i>ner traurigen Dramen entrollen werde, welche die öffentliche Aufmeiksamkeit so schr fesseln; eiues dreifacheu NaubmordeS angeklagt, saß ei» Taglöbuer, Paul Müller ans Otlrott, auf der Verbiecherbank. Eine unbemittelte Witwe aus Nie-. oer:Oltrott wurde i» der Charwoche mit ihren zwei unschuldigen Kindern vou dritthalb und sechs Jahren iu ihrem Hause ermordet gtfuudeu. Emeu blutigen Strick fand man um den Hals der Frau und den ibies jüugsteu Kindes geschlungen. Ein anderer stärkerer Strick war mit dem ciuen Ende au den Schlüssel der Schublade einer Commode gebuuden. Diese Stricke waren augenscheinlich nur deßhalb so augemacht worden, um die Gerichtsbebörde zu täusche» und an ei» nen Selbstmord glauben zu machen. Sonderbare Vorkehrung des Mörders, wie wenn die zerschmetterten Köpfe der Opfer nicht laut seine ruchlose That bezeugten! Ein großer, mit Blut bedeckter uud iu der Nähe der Leichname gefundener Scei» war ohne Zweifel das Werkzeug des Verbrechens gewesen, dessen Panl Müller angeklagt ist. Er hatte im kleinen Garten der Witwe. kur;e Zeit vor Entdeckung der That, sich aufgehalten und dort gearbeitet. Die all« gemeine Volkostimme bezeichnete ihn sogleich als t»en Mörder. Doch kam „och eine ganze Reihe von sl," zeiche» zusammen, um eS fast zur Ev'dcuz M erhebe.', daß er um ein Paar lumpiger Eßwar,.', Kle.ouugS. «3« stücke und elenden Gerumpels willen den dreifachen Mord begangen. Obgleich er auch während der Verhandlung beharrlich läuguete, und trop der Anstrengung seines beredten Vertheidigers, waren die Geschwornen doch schon nach einer halben Stunde mit ihrem Wahrspruch fertig, dcr ihn des dreifachen Raubmordes ohne mildernde Umstände schuldig erkennt. Der Hof erkannte auf Tod; mit Schluchzen vernahm eS der Verurtheilte, der anf einem öffentlichen Platze Otraßburgs seinen Kopf auf den Block legen soll. Trieft, 6. Juli. Mit Bezug auf die Nachricht, daß von der l. Handels- und Gewerbekammer in Triest bereitS Schritte gechan worden seien, um das Schrsibgeld, die Ueberfracht und andere den Preis der Waren nnnöthiger Weise vertheuernde Nebeuge-bühren zn beseitigen, erfahren wir nun nachträglich, daß znr Regelung unseres Transportwesens noch weit umfassendere Maßregeln im Werke sind, nnd dieß-fällige Vorschlage bereits in den nächsten Tagen dem h. Handelsministerinm zur Genehmigung werden vorgelegt werden. Denselben zu Folge sl'll, dem Vernehmen nach, vorderhand versuchsweise und für die Dauer von einem Jahre, aber mit der Verpflichtnug für drei, d. h. bis zum wahrscheinlichen Termin der Vollendung der Eisenbahn von hier nach Laibach, cm ans sämmtlichen betreffenden hiesigen Spediteuren bestehender Verein gegründet werden, der den Naremrans-port von hier nach Laibach übernimmt. Eine aus Theilnehmern desselben, Mitgliedern der l. Handels-! und Gewerbekammer, und dem Director oder Iüspec« tor des VerladungSplayeS des Gucelbestäceiamceö zu-sammengesepte Commission würde die Frachten jede Woche den darauf Einfluß übenden Umständen gemäß regeln; die Spediteure aber, uuter welche die Frachtgüter verhältnißmäßig vertheile würden, hätten gegeu eiue Provision von A Gr. pr. Ctr., unter ih» rer eigenen, strenge überwachten Verantwortlichkeit den Transport zu besorgen. Schiedsrichterliche Bestim-mnngen kommen bei Streitfällen m Anwendung; auch wird, heiße es, beantragt, binnen diesen drei Jahren keine neue Speditionsbefligniß (für die Strecke nach 3aibach) zu ertheilen, wogegen die Kaufleute sich wegei, der Spedition ausschließend an den Verein zu wenden haben. Der F,achtencarif wird regelmäßig hier, in Senoschep uud Planina. sowie in Laibach veröffe>,tlicht, um den Frachcflchrleuten znr Richtschnur zu dienen, und eS fall,» alle andere Gebühren weg. die bisher mißbräuchlicher Weise uuter dem Namen von Schreibgeld, Ueberfracht und dergl. bezogen wnr-deu. Wir zweifeln uicht, daß Bestimmungen, wie die beantragten, ganz geeignet sind, die Beziehungen zwischen dem Committenteu und dem Commisslonär zur beiderseitigen Befriedigung zn ordnen uud zu vereinfachen, da fortan der erstere, um seme Aufträge zu bemessen, sich nur an den Marktpreis der Ware, die kundgemachte Fracht und die gesetzlich festgestellten Gebühren zn halten haben wird. (Tr .Z.) Deutschland. Dresden, 3. I„li. Ihre kaiserl. Hoheit dle durchlauchtigste Frau Erzherzogin Sophie und Se. kaiserl. Hoheit der durchlauchtigste Erzherzog Carl Ludwig sind gestern Abends von Berlin hier eingetroffen uud haben Sich sofort uach Pilluil) begeben. Freiburg, 2ü. Juni. Dei Episcopal der oberrheinischen Kirchenprovinz wird, wie bereits bekannt ist, daö Ergebniß seiner Berathungen, — die Denkschrift auf die Erwiederungen der Regierungen dieser Kircheuprovinz — letzteren baldigst vorlegen. Sie wurde zu diesem Behufe der hiesigen Buchdruckerei vou Herder zum Drucke übergeben und enthält eine Begründung der Forderungen der bezeichneten Kircheufülsten. Heute wurde diese Denkschrift vou der Polizei hier in der Herder'scheu Druckerei mit Beschlag belegt. Es fanden sich jedoch nur zwei Bogen derselben dort vor. Der hochw. Herr Erzbischof legte gegen diesen Act sofort Protest ein, worauf die noch «»gedruckte Schrift bis je!)t wieder freigegeben worden ist. Schwede n. Stockholm, 28. Iuui. Aus Norwegen wird berichtet, daß daselbst die Auswaudernng in einer Weise um sich greift, die zn einer Entvölkeruug des ohnedieß nicht allzu dicht bewohnte» Lnndes zu führen droht. Seit die Schifffahtt wieder elöffnet worden ist, also seit etwa 3 Monaten, haben sich nicht weniger als 7000 Norweger, und zwar größtencheils nicht nnbemittclte, uach den Vereinigten Staaten vou Nordamerika eingeschifft. Uied c r land e. Amsterdam. 30. Inni. Nach der „Nolter-damer Zeitung" ist Herr Lighteuvelr nach Rom abgereist; die Geschäfte des Departements des katholischen Cultus wird während seiner Abwesenheit dcr Minister des Auswärtigen besorgen. — Der Gesetzentwurf bezüglich der religiösen Freiheit liegt gegenwärtig dem Staatorathe vor uud wird nächster Tage ! an die Kammern gelangen. S ch m e i;. Die „Allg. Ztg." schreibt: „Graf Karnicky, der k. k. Geschäftsträger bei der schweizer'scheu Eidgenossenschaft, benuyt gegenwärtig den ihm auf eine verhältnißmäßig längere Zcic ertheilten Urlaub, unt !eS ist sonnt die Nachrichr von seiner bevorstehenden Rückkchr nach Bern, welche die Runde durch alle ! Blätter macht, völlig unbegründet. Mau ist in Wien sicherlich sehr geneigt, der Schweiz das alte, traditionell ^ gewordene Wohlwollen wieder zu scheukeu, die früher ^ bestandenen Verhältnisse wieder herzustelleu, sobald vou l Seite der helvetischen Behörden der gute Wille, den ^ völkerrechtlich begrüudeten Anforderungen Oesterreichs gerecht zu werden, uicht bloß in den Berichte» ihrer eigeueu Organe, sondern in wahruehmbareu Thateu sich ausspricht und bekoudet" Italien. Modena, 27. Juni. Der „Mess, di Mod." enthält die Schilderung der Festlichkeiten, mit denen Ihre Majestät die Kaiseriu Marla Anna in Pieve-pclago empfangen wurde. Ihre Majestät geruhten die ihr mit einem Blumenstrauß übergebene Bittschrift, deo Inhalts, die erlauchte Reisende möge der in Pievepelago bestehenden Association vom unbesteckten Herzen der hell. Iiingfiau gestatten, sich nach ihr zu benennen, entgegen zu nehmen, die Bitte zu erfüllen und dem Vereine gleichzeitig «in bedeutendes Geschenk zu macheu, der in seiner Dankbarkeit beschloß, daö Andenken au die ihm widerfahrene Huld durch ein Marmor-Monument zu verewigeu. Dem „Parlamente" wild auS Floreuz, vom 39. Inui, gemeldet: Die Arbeiten au der ital. Ceu-traleiseobahll dürften bald beginnen, da die dießfäl-lige Differenz zwischen dcr modenesischeil nud coSca-nlschen Regierung nuu völlig ausgeglichen zu seiu scheint. Der oberste Gerichtshof in Floreuz hat im Hoch: verralhspiozesse gegeu Guerazzi und Genosse« folgende Verurtheilnugeu erlassen: Zu lebenslänglichem Kerker: die Abwesenden G. Momanelli, G. Mazzoui, A. Mordini, I. V. Niccolmi, G. Modena, D. Ciofi, V. Vannucci-Adimari, Fr. Gherardl-Dragomani, G. Gnarducci; zu fünfzehnjährigem Kerker oder 20-jährigen öffeullicheu Arbeiteu: Fr. T>. Guerazzi, A. Pecracchl, und die Abwesenden: C. Pigli, Fr. C. Marmocchi, Santi uud PI). Mori, A. Sgaralliuo, G. Pioa, G. Marchetti; zu ueuuzigmouatlichem Kerker oder lOjabrigen dffe»ilicheu Arbeiten: E. Val-taucoli da Moutazio. uud die Abwesenden: T. (5i-mino, G. Vartolucci, I. Neynier; zu dreiuudsechzig. monatlichem Kerker oder 7jährlgen offeutlichen Arbeiten : Fr. Frauchiui (abwesend) und B. Capecchi. Zu vicrzigmonaclicher Haft im Zwaugshause zu Volterra oder dreijährigen offeutlichen Arbeiten: G. Dami, G. Cimballi, F. Piccini und N. Noberli (abwesend); zu ewiger Verbannnug aus dem Großherzogthum: T. Cimino, G. Piva, I. Neynier, G. Marchetti; fünf Jahre lang uuter polizeilicher Aufsicht nach über-standeuer Strafe: F. D. Guerazzi. A. Petracchi. E. Montazio. B. Eapecchi, G. Dami, G. Cimballi, F. Piccini. Aus den Registern der Advocate» wur--den gestrichen: G. Moutanelli, F. D- Guerazzi, G. Mazzoni, A. Mordini; auS dem Register der Anwälte wurde gestrichen: V. Vauucci-Andimari. Gänzlich freigesprochen: L. Nomauelli, P. Lottiui, A. Polltanelli, A. Ciucchi oder Degli Inuocenli. In der Capitulation von Cutignola mitbegriffen: M. Gero« vich, (5. Lucchesi; in der Amnestie mitbegriffen: S. Nucci; abermals der von der Amnestie abgeschafften Verurtheiluug unterzogen: G. Agostino. Turin, 30. Juni. In einer Turlner Korrespondenz der „Zeit" heißt es: „In der That hat die österreichische Regierung iu der SequestrationS-Ange, legeuheit Alles gethan, was man billiger Weise von ihr verlangen kouute. Um die Aufhebung des Sequesters und volle Beguadigung zu erlangen, ist mchtS weiter erforderlich, als daß der Emigrirte ein Schrei- ' ben an den Feldmarschall Radeyky richtet, worin er diesen von seinem Entschlüsse in Kenntniß setzt, sich an die Gnade Sr. Majestät des Kaisers zn wenden und zugleich die Erklärung abgibt, daß er in Zukunft alle Pflichten eines treuen Unterthanen gewissenhaft erfüllen und sich niemals in Verschwörungen oder ver. rächerische Anschläge irgend einer Art wider das Haus Oesterreich einlasseu wolle. Daß die österreichische Regierung gegen diejenigen Emigranten, welche zu hals» starrig sind, um eiue solche schriftliche Erklärung allS» zustelleu. mit Strenge verfährt, ist ihr wahllich nicht zu verdenken." Für Piemont ist während der lepten Paria» mentßsiftung die Bewilligung zum Bane folgender Eiseubahuen ertheilt worden: Kosten Kilogr. Lire Von Sevigliano bis Euiiuo 37 4.000.000 „ Turin „ Susa «2 0,270.000 Savoyen 100 ^0,000.000 Vou Morta,a bis Vigevano 13 1,.'i00.00a „ Vra bis Caoallermaggiore l3 1.Ü0N.000 „ Turm bis Novara 93 16,000.000 „ ^looara b. zum Logo magg. 38 4,866.000 ., Turin bis Pinerolo 38 3,000.000 „ Genua bis Voltri 12 3,300.000 Zusammen 396 90,436.00« welche binnen zwei Jahren vollendet sein sollen. Gegenwärtig besipt Piemont 165! Kilogr. StaatSbahn nud ll2 Kilogr. Seviglianer Bahn. Nom, 28. Inni. Se. Heil. der Papst hat gester" Früh eiu öffentliches Cousistorium abgehalten, um II-EE. den Kardinälen Donxet, Eizdischof von Vordeaur u»d Mo,lot, Erzbischof von Tours den Vardinalshut zn verleihen. Nach dem öffentlichen Consistorium hat Se. Heil. der Papst ein gehemies Cousissorium abgehalten, iu welchem Er mehrere Kirchen uud uuter diesen die M e tr op ol i ta n kir che von Wien in Oesterreich für Se. Hochw. Joseph Otbmar Ritter v. Rauscher, früher Bischof zu Seckau, die M etropoli ta nklrche von Ol» N'.üft. für Se. Hochw. Friedrich Landgrafen zu Olmül) :c. in Vorschlag brachte. Nach Beendigung des geheimen Consistorinms wurde von Sr. Heil. die Verleihung des heiligen PalliumS für die genannten lind andere Metropolitankirchen erbeten. V e l g i e n. Vrüssel, 28. Juni. Der „Mouiteur" veröffentlichte gestern nnd vorgestern eine große Promotion unter den Offizieren der Armee, wahrscheinlich die bedeutendste, welche seit der ssreirung des Heeres im Jahre 1830 je iu diesem Lande geschehen. Sie umfaßt 4 Geueräle, 4 Obersten der verschiedenen Waffengattungen, 12 Obeistlicuteuauls, 18 Majors, 82 Hauptleute erster und 116 zweiter Classe, 182 Lieu-tcuauts uud 170 Uuterlieuteuants, die Iel)tern alle aus der Classe der Unteroffiziere gewählt. Die Maßregel war übrigens so dnrchc,»'ifeud, daß bei dem Grenadier-Negimeute in Brüssel, wie daS Regiment der Carabiniers ein Elitencorps, kein einziger Uuter-lientenant geblieben ist. Frankreich. Paris, 1. Juli. Der „Constitutionnel" antwortet auf den vom „Journal de St. Petersburg" veröffentlichte!, Artikel, welcher das von Frankreich zu Gunsten der Lateiuer im ottomanischen Reiche ge-übte Protectorat mit dem von Rußland zu Gunsten der Griechen in Anspruch genommene Protectorat gleichstellte, mit einem dem „Unioers" entlehnten und gegen die „Union" gerichteten Schreiben des früheren O37 Gesandten Grafen Beaurepaire, indem er daraus folgert: es eristire keine Achnlichkeit zwischen dem von Frankreich besessenen und von Rußland reclamirten Protectorate, jenes achte die Souveraiuetät des Sul-tanS, dieses vernichte dieselbe. Dem „Constttutiouuel" wird ans Alerandrieu unterm 21. Juni geschrieben, daß die Ausrüstung der ägyptischen Flotte begonnen habe und viertausend Seeleute, welche bei den Eisenbahn-Arbeiten b.schäft tigt waren, einberufen wurden, um die Bemannung von 12 Linienschiffen zu vervollständigen, welche ausgerüstet werden sollen, jedoch vor zwei Monaten schwerlich segelfeitig sein dürften. In Bezug auf Land-trnppen scheine die Pforte bis jept noch kein Ansuchen gestellt z» dabei,, auch seien von Sciten Aegyptens noch keine Verfüqnngeu getroffen worden, Truppen abzusenden; Alerandricu selbst sei wohl bewacht, und die Garnison von El-Arlch um 800 Mann verstärkt worden. Der Vice-König befindet sich seit einige» Tagen in Kairo, wo er bei seiner Mutter auf der Insel Rhoda residirt. Die Minister und hohern Würdenträger würden zu häufigen Berathungen bernfen. Im Uebrigen herrsch»? im Lande eine tiefe Nnhe; die Ernten versprächen rcich auszufallen. Im Fruchtgeschäfte herrscht große Thätigkeit. Ans Cherbourg wird gemeldet, das; im dortigen Hafen ein regen L^ben herrscht. Die Ausrüstung des Linienschiffes „Ansterliy" (100 Kanonen) ist beiuahe vollendet, elien so wie der Cegelfreqatte „AIceste" (.',2 Kanonen). Mit der Anslüstnng der Fregatten „Clorinde" und Belloue," so wie der Dampfcorrette „Phlegeton" wird man nächstens gleichfalls begin» nen. Zwei Arbeitercompagnien sind zn diesem Zwecke ganz vor Kurzem in Cherbourg angekommen. Die „Cderbonrqer Zeitung" hatte vor einigen Tagen be richtet, die drei Linienschiffe, welche in den Häfen von Cheibourg nnd Brest ausgerüstet wurden, seien d^n bestimmt, mit den in Bereitschaft gesepten Dampf- und Segelfiegatten ein Canalgeschwader zn bilden, welches nöihigenfalls gemeinschaftlich mit dem Geschwader des Admirals Corry operiren wü'de, in ähnlicher Weise, wie die französische Mittel» meerftocce, Hand in Hand mit Adnural Dnndas ge, hen soll. Der Präfcct des Niövre - Departements, Vi-comte Vougy, hat verordnet, daß an Sonntagen aNe öffentliche!! Etablissements während des Gottesdienstes im ganzen Departement geschlossen bleiben müssen. Die „Presse" berichtet, daß der Polizeiminister durch Beschluß vom 13. Mai Engen Sue. wclcher in Savoyen lebt, die Rückkehr nach Frankreich untersagt habe. Paris, 2. Juli. Die Königin von Spanien hat ein Consnlat für Jerusalem gegründet, damit die Vorrechte der spanischen Krone an den heiligen Stätten nicht verkannt werden. Paris, 3. Juli. Die Regierung erklärt, keine Verantwortlichkeit für die, mit Ausnahme des „Mo-mteur", in den Zeitungen veröffentlichten Artikel zu übernehmen. Die 'Wichtigkeit, welche man gewissen ^eroffentlichnngen beilege, mache diese Erklärung nö-!^' ^ .^ sinnig meldet, daß die Negierung der ^7,< '7" ^lnten verkauft habe; es seieu aber "7 , "" "''""" mit Beobachtung des zwischen befreundeten Mächten belivl^.^ .... ^ . . , ' . ^ ve,tehenden Gebrauches über-, lassen worden. — Es sei ,i„» >, ^ ^ . >/ s> . ^ . ^"^ blft»dung, daß der Kriegsminister französischen Officieren d.e Er-mächtlgung zum Dienste in der türkische,, Armee gegeben habe. Großbritannien und Irland. London, 4. Juli. DaS Unterhaus hat daa Ame»dement Lord Stanley'S, daß die Discussion "ber die indische BiU dieses Jahr nicht stattfinden möge, mit einer ministe'icllen Majorität von 182 Stimmen verworfen. Nur 140 Stimmen sprachen nch für das Amendement aus, 322 dagegen. In ^rvlederung anf «ine Aufrage des M. Warner, ob lglerung geneigt sei, ein Amcndemeut anzunehmen welches d„ neuen Bill nnr auf einige Jahre ^>rk,amkelt beilege, hatte Lord Iohu Russell früher «Märt, das; die Regierung eine solche Beschränkung nicht annehmen könne. Die Bill wurde, wie sie von der Negierung vorgelegt ist, zum zweiten Mal« verlesen. Lord John Nussell erklärte auf eine andere Interpellation, daß er nicht die Absicht hege, in dieser Session irgend eine auf die Zulassuug der Juden ins Parlament bezügliche Maßregel elnznbrliigen. S>r James Graham kündigt eine Bill wegen Bildung einer Küstenwache von Freiwilligen a». welche im Falle der Roch der königlichen Manne einverleibe werden soll. Im gestrigen Oberhaus« kündigte der Herzog von New-Castle die Ernennung ocö Mr. Vaekly zum Gouverneur von Jamaika an. Sem Gehalt >st von 6W0 anf 60(10 Pft.nd herabgeseyt. Der M'mst" erklärte gleichzeitig, daß es die Absicht der Regierung sei, in der Verwaltung der Colonieu alle mögUcheu Ersparnisse einzuführen. Vsmanisches Neich. DaS „Prenß. Wochenblatt" enthalt folgende ln-teressance Aufklärungen über die so verwickelte Frage des heil. Grabes: „Die „Frage dcr Heiligchnmer". einer der dornenoollste» Nebenzweige der „oriental!» scheu Frage", ist geradezu eiue uulöobare geworden. Die Prätensionen der lateinischen, griechische», copil-lischeu. abyssüuschei, und syrischen Mönche, dl« aue> der Venupnng der „heiligen Ställen" erkleckliche Snmmcn anö der lasche der Pilger zu erpressen wi>' sen, beruhen auf sich widersprechenden großherrlichen Fermaneu. die stecs den Meistbietenden verabfolgt wurden, und daher ein nnentwirrbareS ChaoS der Di° plomatlk bilden. Um ihre Ansprüche zu begründen, gehen Griechen u»d Lateiner bis auf die Ztlteu, die dem morgenländischen Schisma vorangingen, znrück. und dabei wird heftig die Frage debattitt. ob die apostolischen Nachfolger des abtrünnigen Patriarchen Photius. oder die von den Griechen verkeyerceu „Bischöfe Nome" die berechtigen Erben der vor achthundert Jahren noch einigen christlichen Kirche seien. Die Kreuzzüge bilden die zweite RcchlSqnelle; dann die Fermane aus Saladins nnd seiner Nachfolger Zeiten; zulept endlich die von oSmanischer Venalität oder Sorglosigkeit erschlichenen großherrlicheu Rescripte. )teben diesem urkundlichen Chaos kolumt dann noch der „factische Vcsil)" in Betracht, nnd wer von den christlichen Denrminaliouen Pl'i' s.l« oder ucsi" eine zerbröckelnde Maner reparirte, heimlich eine Wand aostrich, oder irgendwo i» einen, dnnklen Winkel eine Tapete anheftete, beqiil»dee auf dieser Thatsache ein Eigentbumslechc. In Folge solcher Znstänoe lebeu die Träger des „christlichen" Namens au deu durch Erinneruugen geheiligten Stätten in fortwährendem Hader, der biöwrilen in blutige Kämpfe ausartet, bei denen Mönche und Gläubige, Besenstiele, Reit-peitschen und unter Umständen, Schwerter nnd Flinten als Argnmente geltend machen. Es würde zu Jerusalem oder Betlebem fast kein Tag ohne blutige Fehde vorübergehen, wenn nicht eine türkische Besaz-yuug, welche unter Anderen zur Arabeskirche mit Pistolen. Säbeln nnd Slöcken bewaffnet, das ircui-sche Princip rcpräsenlirt, die Ordnung aufrecht erhielte. Das ist die „lm^liou ! licux 5lm,lx" , welche an heiliger Stätte Faustrechc und List, in Coustautino-prl die ganze Anfmcrksamkeic der Staatsmänner, in Paris, Rom und Petersburg die frommen Sympathien der Fürsten m Anspruch nimmt- Man begreift nicht, wie die „sittliche Entlüstnng" Europa'S nicht schou längst diesem Unwesei, ein Ende gemacht hat, uud gewiß ist'S, daß man nucer solchen Umständen nnr die Wahl hat zwischen türkischer Schiedsrichter-lichkeit oder dem gemeinsamen Protectorat aller euro» paischen Großmächte." A m c r i k a. Ans New - OrleanS, 14. Inni, meldet man -. Das Gerücht von einem beabsichtigtem Aufstaude von Sclaven hat hier einige Anfregnng hervorgerufen. Ein Neger seyte gestern Abend die Polizei von der Verschwörung in Kenntniß, und machte den Rädelsführer namhaft- Dieser wurde sofort arrecirt; er war schwer bewaffnet, und gestand ein, daß 2600 Neger den Plan gehabt hätten. am uächsteu Tage die Stadt an verschiedenen Stellen in Brand zll stecken, uud namentlich ihr Augenmerk auf die Pul< vermagazine, Banken nnd die Münze zu richten. Das Feuer sollte das Signal zum Aufstande sein für die Neger anf den benachbarten Plantagen. Den 16. Man nimmt an. daß die Geschichte bezüglich des beabsichtigten Ncgeranfstandes sehr übertrieben ist, und die Aufreguug hat sich gelegt. Den lli, ES sind mehrere Anklagen eingebracht worden, bezüglich des beabsichtigten Ne^eranfstandes gegen einen Engländer, Namens Dyson, der seit ei« nem Jahre eine Schule für Negerkinder hält. Er ist vor zwei Jahren für schuldig befunden worden, einem verbrecherischen Neger Obdach gegeben zu haben. Er wurde damals zu mehrere Monat langer Gesänqnißstrafe verunheilt. Die jepigen Anklagen lanten dahin, daß er der einzige und eigentliche Anstifter der angeblichen Negeroerschwöruug sei. Am 22. d. findet die Untersuchung Statt, und sollte er schuldig befunden werden, wird sein Los allerdings kein b^neidenswercheS sein. Von Havanna wird unterm 9. v. M. geschrieben : Unter den angekommenen Sclaoenschiffen befindet sich die berüchtigte „Lady Snffolk" , welche mit 1Ü00 Negern von Afrika absegelte, nnd 300 derselben anf der Reise verlor. Sie landete bei Sa-gna La Grande, wo der Capita» die Sclaven zu 37 Doublonen per Stück verkanflt. Ansier den chinesischen Cl'lies, welche kin- fast als Sclaven behandelt werde», werden jeyt anch Indianer aus V»calan im« portirt, welche jedoch sehr schwächlich sind und zu uiedrigen Preisen losgeschlagen werden. Von Havanna überbrachte der Dampfer „Black Warrior" Nachrichten bis zum H. Juni uach New-5)ork. Der Sclaven-Import scheint fast ungehindert iu größerer Ausdehnung als je zuvor becrie» ben zn werden; ein Schiff nach dem andern landet Tausende von Afrikanern an der Küste, nnd entgeht den englischen Krenzer. Neues nnd Nenestes. Tcll-grnphischc Depesche vom Hl'lln Lalidcspl'äsldl'lttl'l, Franz Schmück an St'. Erccllt'liz den Herrn Minier des Iimern in Wien. " <3zernovitz, 4. I»li. (In Lemberg, heute um 8 llbl- 20 Minuten Vormittags). Gestern 9 Uhr Früh begann der Einmarsch dcr Nusseu deS 4. Armeecorps. unter General Dannenberg in d«e Moldau. Eiue Proclamation des Fürsten Gortschakoff erklärte ten Zwcck drr Occupation und den Fortbestand der bisherigen Landesverwaltung. Diese telegraphische Depesche erhält ihre Vestä-stätignng dnrch nachfolgende znuerlässige Nachlichten aus IassY. 3. Juli. Der Einmarsch der russischen Truppen hat heute 9 Uhr Früh begonnen. Die bei Scnleny und Leowa zuvorderst eiurückeu-den Truppen gehören zu dem vom General Daunen: be,g beseligten 4. Armeecorpö. Im Ganzen werden heute über Skuleny 10.000 Mauu herüber kommen. Eiue heute Morgens veröffentlichte Proclamation des Fürsten Gortschakoff erklärt den Zweck der Occnpa-tion, kündigt an, daß diese an den Institutionen und der Verwaltungsweise des Landes nichts ändert, und fordert die Einwohner zur rnhigen Fortführung der Geschäfte und zum Gehorsam gegen die bestehenden Behörden auf. Telegraphische Depeschen. " Trieft, 6. Juli. Bis halb < Uhr Mittags war das Levanter Boot noch nicht sichtbar. — Berlin, li. Juli. Gestern ist das baier'-sche Königspaar hier eingetroffen. — Vern, ll. Juli. Die BnndeSversammlung ist eröffnet; Proda aus Tessin zum Präsidenten des NacionalracheS gewählt worden. " Paris, 4. Inll. Hier glanbt man, ungeachtet der „Mouitenr" die eventuelle Beschuht" Donaufürsteutbümer meldet, fast allgemein an »'"' den. Ein Höbergehen der Course wird^nvatt^— Druck und Verlag von I. v. Kleiu.uanr und ^. Vambera in Laiback. Verantwortliche öerausaeber und Nedacteure: I. v. Klein,»ayr und 3- ' am . ^ An!)anq zur Iai!lM!wrSeitmm. »»»^———— ^ Telegraphischer Eonrs « Vericht der Elaatspapiere vom 7. Juli 1853 Staatssch,lldvcrschrcil'Ul>acn . zu 5 M. in CM » 9^ 13/l6 dctto v.J. 185l Scnc!l zu 5 „ ., W8 dettc,........4 l/2 ., „83 5/« D.nlc'en "'itVltlosllmiv.J. 0U fi . . 13l Ä,!»f-Anie». l'r. Stück <^0 ,l. », C M. Acilm der ,ssaiser ^rdimi»d,1-'.>ll'rdl'^l!!i ) Holland, ^uld., 3ithl. 9l 1/2 G. 2 Monat. Auqs »r,».. G,üd. N0 3/8 Bf. llf». Franl'l'l., M., (,!»>'" >/i s>. ii,lsi, «'„il',» lN9 7/8 Vf. .'t M 'N^t. Hain '»>„, ,»r 1<»<» Mark V.ni^', Gulden 8l 5>^ 2 M '»a». Livurno, f»r ^»0 T^'^nu,chr ^!in . U>»»!l'. l >0 ^/8 2 M »at. Ll>,?l'», fiir l Psuxd Slcr>i>,g. (i>!>ilc>»>i Xi-^l 3 M,'il,'.t. M >!la»d, siiv:t<»<» 'O.Nni.ich. ^i,s, G,l!d, l ll> l/f< Vf. 2 M'tt,,t. ' M»'.i!!s, s»r :«»" »^,.ins.« . . ,'»»i. Pasiö s»r ^"0 FranflN («uld >3l»l/2Af. 2 Mmxil. Gold- lllU' S.ü'ss (^'»rse V l'„> tt. Juli lXs/j. V ic,. G ld. Ka!s. M'!uzio .... 57 1tt3/'4 detto tiland- dto ...... Ul-V^ 1<> 5/« (Fulli »I >li<«rcu ,. .... — <5 .<» Eii^l. S^v»>>n,u;s „ . . . . — l<>58 Silbclsi^iu ^........ «l>:i/4 <<),/> K u n d m a ch l, n g. Die zweite dießjähiige theoretische Prüfung aus der Staatsrechimngswissenschaft oder H>e>' lt'chliungökunde wird am 2l>. August d. I, vor qcnomml'i» werden, lvclch('ö mit L^ichmig auf den Ellciß dcs yohcn k. k. Ge»cral - Nl'chnungö Dircctoriums vom l7 ^iovcmder l^.i^l (Rcichü geschblatt Nr. l v I. l«5»:j) mit dcm Beifügen kund gemacht wird, daß diejenigen, welche durch d^'n Bcsuch der Vorlesungen oder durch Belost studium dazu vorbereitet smd, und dle Prüfung abzulegen wünschen, ihre gehörig instiuirccn (Gesuche (§. 45 und 8 des bezeichneten Gefehes) innerhalb drei Wochen einzusenden haben Von der k k. PlüfungS - Comm>fsion für Vcr-rechnungskutlde. Gratz am :l. Inli ldj5>:t. Am ^.^Iuli j d. I. ist am Bahnhofe in ^ai bach, zwischen dem Hauptgebäude und den Maga zinen eine alte rothe Brieftasche mir zwei Fächern, worin sich beiläufig die Summe von llw bi5 »5,N si. (5. M in Banknoten befand, in Verlust gerathen. Die Banknoten waren zu W st., 5 si. u, 1 si Außerdem befanden si^ in der Brieftasche zwei Frachtzeitcl. Der ledliche Finder wird auf-acfoldcrt, diese Brieftasche sammt dem darin be-findlichen (bielde bei oer k. k Polizeidirection ge^ gen Empfang des gesetzlichen Flnderlohnes abzu^ geben. H. k. Polizeidirection l!aibach am 6, Juli 1853. ________ Z. I'^5. V^^) '^l'r. 8UU5, Bei direct>on nliegen mehrere Pfund Schmalz ,„ versch,et)encn Behält",ffe", w.lche aller Wahrsch^inliä k.»t »n'ch von e>m m in letzterer Z, Dubstayle herrühren. D« Pfosten und datz sonstige in entsprechender Anzahl vorhandene sortenweise ansgeschlichtete Holzwerk, ferner 7 eifene Bolzen, lil> Pllotten' schuhe, dann alte eisenc Klammern und Nagel, im beiläufigen Gewichte von 12 Centncrn, am l4. d. M. Wormittassö !j Uhr öffentlich veräußert, und sogleich an Ort und Stelle gegen baren Erlag des Erstehungsprciseö unmittelbar nach dem Abschlüsse der Licitations-Vcrhandlung an den Meistbietenden übergeben werden. Der Ausruföpreis besteht in U3U ft. in C. M., als dem höchsten Anbote der am l. d. M. statt: gefundenen ^citation, daher das auf die Dauer der ^citations-Verhandlung zu erlegende Vadium mit 5,U fl. festgesetzt wird, welches von dem Ersteher des Materials auf die Kaufsumme zu er« ganzen kommt. Nach Abschluß der Verhandlung wird kein nachträglicher Anbot angenommen. Von Seite des k. k. croat. slavon. dalmat. Militär- Gouvernements. Agram am 2. Juli 1853. ___________ Z. 7 «3. (3) 3is. 27!>8, Edict. Von dem k. t. B.zittsgerichte II. blasse zu Fittich wird in Folg,- hliycn Just,z - Ministerial-(5rkiss.'S vom ^l. Ma>z !. I,, Zahl 2840, hiermit bräunt gemacht! 1 Es sei über die zu Schalna suli Eonsc. Nr. 2 l'ssii'dllche Ganzhube, welche in dem Sprengel rirses Gcrichlcs licgt, und flül)er in den zu Sonn« egg ^'fühltcn und im Mo,i,Ue März >8l8 zclstö,-ten ^iluidbüchnn ciügclr^ql!» war, mittelst Erhc-bung drS Ocsly.' u»d ^clastlingsstandcs auf Grundlage ter, vo„ den lattischc,, Besitzern ausgewiesencn EigenthuiuZtitcl!', dann dcr (iatastralopnate und der zn'n Theile unbttailntci,, zlim Theil im ä'mtli-chcn Wege echodcnen alicn ^,islei, , die neuen In-teriinö Glundbuchscilllagcü, wclche nach Weisunq der r'aiscll, Vcroroiuln^ r>om l6. Ma>z I85l, ^)iv. «?, des Ncichsgl'sctzblaltcs indcssci, die stelle dcs Hrlindduchcs zu r'crttcttn y^dcn, aügcfcrtigt werden. Dieselben erliegen zu Jedermanns Einsicht dci dcm Grundduchsamte dieses Gcrichtrs. Auch tan» daö Vei-zcichmß der eingctragciien Besitzer mit ihrem Besitzstände nach den Urbarst und Rectifications' i ^llünincrli dcs vmmaligm Gnindbuchcs bei den Gc--mcmdl'vovstäildcil cin^lschcn werden. 2. <3s wevoen demnacl) dlezenigen, welche ge-gl'N die erfolgten Eilttiagringc» dcr Besitzer oder dcs Besitzstandes cinc Einwendung erheben zu roinicn glulibcü, so wie alle in den vormaligen Giundbli. chein eingetragen gewesenen Gläubiger, deren Forderungen entweder noch oicht, oder nicht in d>r gc-hörigen Nangordnung in die neuen Interims-Ein-la^en übertragen worden sii,d, hiemit aufgeiordert, längstens bis am l. December l. I. ihre Einwendungen und Rechte, und zwar die Gläubiger bei sonstigem Verluste der, dlircb die frühere Intabula-tw>i oder Pranoratil,'!, erworbexc Priorität liei diesem Gcrichte mlindllch oder schriftlich cmzumeldr» luw g'llcnd zu machen. 3. Die dießsalligen Gesuche und Amtshandlun. gen genicßen die Gebühren» und Slämpelsrerheit, in so ferne sich dicselbcn lediglich auf die Wieder-herstclUing der zcrstölten Grundbücher beziehen. Sittich am l7. Mai 1853. K \ tLj €* li it S. C k. okrajna sudnija druziga ruda v Za-«icni da uslcd razpisa visor.e-a pravosodnega minislerstva 4, marca t. I., St. 2840, z nazoèim naznanje : 1. Zastran celega v Zatieui pod h. St. 2 le-žeèega grunta, kteri v thn sodnim okraju leži, in je bil popred v grunlnih bukvili zapisan , ki so biU: na lgu inosca imu ca Ui^Ö ra^Jjanc, so po izvcdbi pi)Si!St«v in brcmon na tajistili, na podlagi \lasininskih nas>ln\ov, klere so djanski posestniki izkazali, poLuni na podlagi katastcr-skili izdclkov in slanh brcmen , ki so bile de-loiua napovedanc, dcloina po urodili izv«dcnc-, so bile novo zacasne gruntne bukvc napravljeno, ktcre imajo vslcd cesarskfga ukaza 16. marca iü5i, st 67, der/aviiega zakonika mcd tem gruntnu bukve nanu:sio\aii. Tajisti so znajdejo pri urcdu grunlnili bu-kev te sodnije, kj«»r jih zamorc usak picgle-dati. 1 udi spisek upisanih posestnikov z njili-nimi post'Slvi po urbarskih in rcktisikacijskili •sUiviJkali poprrjsnih bukuv se more pri iupaiiin prugk'dali. 2. Pozovcjo se tadaj vsi tisti, kteri misli-jo, da se zamorojo v nrn zoper npise posost-nikov ali posustev ptitoiili, kakor tudi vsi up-riiki, ktcn So bili v prejsnih gruntnil» bukval» zapisiini, in klfrili tcravt^ v »ov« zarasne grunt-no bukve ali še nisu prepisaue ali pa ne po pravi versti najpoznejo do 1. grudna t. 1. svoje ¦ pritoKbe in pravicc pri ti1] sodniji ustno ali pa ; pisano naznaniti in vfljavno storiJi, upniki pa " se steer, ker bi drupac svoje predstva zgubili, ktere so poprej.šnih intabulacijah ali prenota-cijah dobili. 3. Doticne prošnje in uredske djanja |niso davsini in kolku (stompoljnri) poclveržene, ako se samo na razdjane gruntne bukve nanašajo, ki se imajo ponoviti. ___ Zaiièna 17. velkiga travna i853. Z. 952. (l) Nr. 3145. Edict. Vom k. k. Bezirksgerichte Rcifniz wird bekannt gemacht: 6s sei in der Neassumiruna. der mit Bescheid vom 2l. März «853, Z. ,528, bewilligte txecutive Fcilbietung der den, Johann Or^schem gehörigen, i:n vorbestandcnen Grundbuche der Herrschaft Reif^ niz z»li Urb. Fol. Il89 vorkommenden Realität zu KlciulackNr.il, wegen schuldigen l,82 fl. c, 5.^. yewilliglt, und zu deren Vornahme die Tagfahtten alif den lg. Juli, 20. Alignst und li). September >8ö3, jedesmal un, ,0 Udr Früh im Orte Klein» lack mit dem Beisätze a»a,co>dnct, daß die Realität bei der dritten Feilbl'etu!,(,st.,ss!a!)rt a»ch untcr dem Schätzungöwccthe von ,550 st wird hiiilangegeveil wndcn. Das Schätznngsftiotocoll, der Grundbuchs.x. trat und die üicitationsbedinguiffe können hicrgc-richls eingeseden werden. Neifniz am i0, Iui'i ltzZZ. Z. «ll^. (l) Nr. 35W. Bekanntmachung. Die Administration del, mit der ersten österreichischen Tpar - (5affa uem'nigtcn allgemeinen Versorgungvanstalt macht hiemit bekannt, daß die für das Jahr l^.',3 ermittelten und vom 2. Jänner lK5^ an',u behebenden Dividenden bereits znr öffentlichen Kenntniß gebracht wurden, und daß die dießfallige Kundmachung bei den Commandi-ten der .'!nstalt von den Interessenten uncntgelt« lich in Empfang genommen werden kann. Von der Administration der, mit der ersten österreichischen Spar - Cassa vereinigten allgcmei'icli Vcrsolgungsanstalt. Wien am 25. Juni I«53. Ä Ttellfuhr Aukündianng. Cs wiro hicrmit eincm geehrten Pu-blicum bekannt gemacht, daß taglich ein Stcllwagcn mit dreimal unterlegten Pferden und ohne den Wagen zu wechseln, von der Eisenbahnstation Stelnbrück nach Agram lino umgekehrt von Agram nach Steindruck abfährr. Adfahrt von Stelndrück um N Uhr Früh. Ankunft in Agram „ « „ Abends. Adsahrt von Agram „ 6 „ Früh. Ankunft ln Steindruck ,, « ,, Abends. Da der Stellwagen auch die k k. Brief-Post verführt, und deßhalb mit emem Stundenpaß versehen »st, so ,yird oie Fahrzeit streng eingehalten^ Der Fahrpreis ,st von ^Vteinbrück nach Agram 4 ft C- M. und ebenso von Agram nack Slelnbrück. Für dle Mlttclstatlo-ln'n in Proportion der Entfernung. Gcwölbs- und Wohnungs-Vernuethung. . In dem bedeutenden Matt" Zirtnitz, ,„ del^ Nähe des iclzt in ArDeic stedenden E'sendahnzuges, ist in dem knapp an der Ärzirlöstraße gelegenen und sür den Bctlicb einer Handlung besonders gün-stig situirten Hause Nr. ;>1, ein bereits mit den er-sordcllicliel, Stellagen meublirtcS Gewölbe nebst Wohnung, bestehend in einem Zimmer mit Glasthür am Gewölbe, dann noch l oder 2 Zimmern eben-crdig, nebst Küche, Speisekammer und einem sehr geräumigen Keller, nach Wunsch auch mit eincm beliebigen Antheile des am Hause anstoßenden 5 Joch messenden Hausgartens, — auf drei oder mehrere Jahr»' lmtcr sehr billigcn Bedingungen zu vcrmiethen. 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