Nr. 127. Dienstag, 6. Juni 1899. Jahrgang 118. Lmllacher Zeitung. i:H""»«l«u«prt,«: Mit Po st Versendung: «auzjahrla fl. 15. l,albj«!,l!g sl. 750. Im Comptoir: I,?!« ^' l». halbjährig fl. b 50. F«r die ftüstellun« ix« Hau« aa»M,ria, fl. 1. — InsertionSaelckr: Fllr ^^"t Injocale b!« zu 4 Zellen »b lr,, gröhere per Zetle 6 tr,; be! Vfteren Wlebeiholungen per Zelle » lr, Vie «llaib. Zta,» erscheint tHgllch, mil «»«nähme der lLonn» u»b Feiertage. Die «»«lnistr»Non befinde» fich «ongrelsplah Nr. ». die ««»action «armherzigergafse Nr. 15, Epiechstunden ber Redaction v°n 8 bl» l« Uhl v«> mittag«. UnfraxNerte Arlesc werden »lcht anaslwuiuicn, Manuseriple nicht zurüclgeslellt. Amtlicher Theil. z. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit ^"höchster Entschließung vom 29. Mai d. I. dem 5 "Arialrathe im Finanzministerium Dr. Alexander "Mmüller das Ritterkreuz des Leopold-Ordens Mei allergnädigst zu verleihen geruht. >tt Seine l. und l. Apostolische Majestät haben mit höchster Entschließung vom 19. Mai d. I. dem ^NUlanzrath und Oberinspector der Generaldirection > Tabatregic Eduard Iantsch anlässlich der von !, llngcsuchten Versetzung in den dauernden Ruhe-,n^ den Titel und Charakter eines Hofrathes taxfrei gnädigst zu verleihen geruht. __________ Kaizl lu. p. >,, Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit ^höchster Entschließung vom 21. Mai d. I. dem ^ordentlichen Professor der Elektrotherapie und tz^enpatholugie an der Wiener Universität Dr. Moriz H^editt den Titel eines ordentlichen Universitäts-lessors allergnädigst zu verleihen geruht. ^ Stine l. und k. Apostolische Majestät haben mit Uthüchster Entschließung vom 18. Mai d. I. den ^lrchnungsrath Franz Schmutzer zumNechnungs-^"or und Vorstande des Rechnungs-Departements it»» "^Ullz-Landesdirection in Prag allergnädigst zu "ennen geruht. __________ Kaizl m. p. ^tdnung des HaudelsministerS im Einvernehmen ^ "Ul Minister des Innern vom 31. Mai 1899, Essend dieVestellung von Genossenschafts-Instructoren. ^ Auf Grund der Bestimmungen der 88 114 und y der Gewerbe-Ordnung (Gesetz vom 15. März 1883, ^Al.3ir.39, und Gesetz vom 23. Februar 1897, ^'Nl. Nr. 63) wird verordnet, wie folgt: ^it«. ^' ^"'" Zwecke der wirksamen Förderung und h. len Entwickelung des gewerblichen Genoffenschafts-h^ werden, als besondere Organe des Handels- ^«lums, Genossenschasts-Instructoreu bestellt. ^c ^ 2. Die Genossenschafts-Instructoren haben die Mbe: ^en^ ^^ Genossenschaften behufs Erreichung der k "urch die Gewerbe-Ordnung zugewiesenen Zwecke ""terstichen, ^>tt ^besondere die Schaffung und den Ausbau ge-? kacheln nahm die Mutter die Kinder an den 'g "ppchell und küsste sie zärtlich. Gisela kletterte ^fHp Mutter Knie und lehnte ihr goldlockiges V? gegen der Mutter Brust, während Rudi, !^. d?" ^"^ Junge, wieder auf die Erde fprang Hh^. hübschen Nippsachen auf Tischen und anderen ^ ab " ""t den Blicken prüfend, im Zimmer auf , Hl öu schreiten begann. H ?i ^llch fragte er: «Mama. warum hat jedermann "'ever M Gisela?. «Wieso kommst du darauf, mein Liebling? Ich glaube ganz und gar nicht, dafs dem so ist.» «O, das ist wirklich so; vermuthlich bin ich ein besserer Gesellschafter als Gisela.» «Was für ein eingebildeter kleiner Mann du doch bist!» rief die Kaiferin, indem sie ihre gute Laune zu verbergen suchte. «Du bist wirklich deiner eigenen Ueberlegenheit und Vollkommenheit gar zu sicher. Der liebe Gott liebt die eingebildeten Kinder nicht!» Der Knabe sah seine Mutter an und lächelte. «Oh» — meinte er — «ich fürchte ganz und gar nicht, dass Gott mich nicht lieben sollte; denn ich selbst liebe Gott und sehe ihn doch gar nicht, deshalb muss Gott, der doch mich sieht, mich auch sicher lieben!» Erstaunt über diese merkwürdige Erklärung des Kindes, sagte die Kaiserin freundlich: «Gott liebt dich nicht, weil er sieht, wie ungezogen du zu Zeiten bist, Herzenskind!» «Aber Gott hat mich doch geschaffen; nicht wahr, Mama? Also muss er auch mit mir zufrieden sein», erwiderte der kleine Mann, ohne irgendwie aus der Fassung gebracht zu sein. «Aber, Mama. warum schuf Gott hässliche Menschen, wie Gräfin X, anstatt alle Menschen so schön zu machen wie dich, Mama?» Die fürstliche Mutter vermochte ihre Heiterkeit nur schwer zu verberge«,, da Gräfin 5' infola/ ihrer herben und strengen Art, mit welcher sie die Kinder behandelte, letzteren als «dots noirs» galt. «Du bist noch viel zu jung», sagte sie zu ihrem Rudi, «um über solche Dinge zu sprechen. Aber sagt mir, Kinder, was kann ich für euer beider Amüfement thun, bis Papa zum Lunch kommt?» «O, bitte, sing' uns eins», bat Rudi flehentlich. Elifabeth schritt zu einem großen Harmonium, den Wunsch der Kinder zu erfüllen. Mit ihrer sanften, weichen und wohlgebildeten Stimme fang sie voll träumerischen Ausdruckes die «Serenade» von Schubert. Rudi lehnte gegen das Harmonium. Seine Augen waren voller Thränen; sein Antlitz bleich. «Es thut mir so leid», sagte er mit zitternder Stimme, «vorher so geredet zu haben. Es macht mich stets gut, wenn lch dich singen höre, Mama.» Sie umfasste den Knaben und küsste ihn zärtlich. «Soll ich mehr singen?» fragte sie. «Bitte, ja, Mama.» Nach einer kleinen Pause strichen die Hände der Kaiserin wieder über die Tasten hin. Sie sang ein paar jener sühtlagenden österreichischen Volkslieder, die sie so oft von der österreichischen Landbevölkerung hatte singen hören. Plötzlich hielt sie mit einem tiefen, tiefen Seufzer inne. Da sie ihre Augen erhob, sah sie den Kaiser, der unterdessen leise ins Zimmer getreten war. Beider Blicke begegneten sich, und Rudi, welcher die Eltern beobachtete, sagte plötzlich: «Papa, ich glaube, die Engel müssen ein Gesicht haben gerade wie Mama.» Laibacher Zeitung Nr. 127. 1024 6. Juni 1899^ Berichten noch immer Klagen über zu hohe Strafen z und über deren gesehwidrige Verwendung. « Die bezüglich der gewerblichen Ausbildung der jugendlichen Hilfsarbeiter und hinsichtlich des Lehrlingswesens gemachten Wahrnehmungen decken sich fast vollständig mit den Beobachtungen der Vorjahre. Obzwar die bezüglich des Schulunterrichtes der Lehrlinge und der jugendlichen Hilfsarbeiter gemachten Wahrnehmungen noch lange nicht befriedigen, ist in dieser Beziehung ein, wenn auch sehr langsamer, Fortschritt zu verzeichnen. Die im Interesse der Förde: ung des Meingewerbes errichteten Meistercurse für Schuh-! macher, Bautischler und Mä'nnerkleidermacher wurden auch im Berichtsjahre abgehalten. Außerdem wurden noch errichtet solche Curse für Hutmacher, Gerber und Seifensieder. Die Prager und die Reichcnberger Handels- und Gewerbekammer haben besondere In dilute für Gewerbeförderung ins Leben gerufen. Eine weitere erfreuliche Erscheinung auf dem Gebiete der gewerblichen Förderung bilden die an mehreren Orten veranstalteten Ausstellungen von Lehrlingsarbeiten, welche, den Ehrgeiz und Fleiß der Lehrlinge weckend, ihnen zugleich Gelegenheit geben, verdienstliche Leistungen ihres Handwerkes kennen zu lernen. Vom Standpunkte der Unfallversicherung ist die von einzelnen Berichterstattern erwähnte Abhaltung von Vorträgen über Arbeiterschutz, Gewerbe- und Bauhygiene sowie erste Hilfeleistung, beziehungsweise die Aufnahme derselben in den Unterrichtsplan der gewerblichen Lehranstalten, auf das lebhafteste zu begrüßen. (Schluss folgt.» Politische Uebersicht. Latbllch, b. Juni. Der «Pest er Lloyd» reproduciert das Communique' des «Fremdenblattes» und bemerkt, dass die österreichische Regierung selbst nach der Verständigung von Seite des Ministeriums Szell über den Wegfall der Perennierungsclausel noch immer nicht ihre erst viel später erhobenen Forderungen bezüglich der Ban! und Valuta-Angelegenheit zur Sprache gebracht habe. Das sei erst um vieles später gekommen. Der «Pester Lloyd» bestreitet entschieden den Zusammen-» hang zwischen den Ausgleichsvorlagen und der Pe-rennierungsclauscl. Trotzdem wolle die österreichische Regierung, welche die Ausgleichsvorlagen im April vorigen Jahres dem Reichsrathe unterbreitete und in den Ausschussverhandlungen vertreten hat, einen der wesentlichsten Punkte der Abmachungen, die Bankacte, aufgeben oder wenigstens aufschieben. Ungarn sei bereit, den Badeui-Banffy'schen Ausgleich, bei dessen Abschluss an die Perennierungsclausel noch nicht gedacht wurde, bis auf das I-Tüpfelchen einzuhalten, fordere aber voll Oesterreich dasselbe. Es werde sich in Ungarn kaum jemand finden, der die neuesten österreichischen Vorschläge anzunehmen geneigt wäre. — Das «Fremdenblatt» gibt folgende Antwort auf die Ausführungen des «Pester Lloyd«: Der «Pester Lloyd» setzt die Polemik über unsere Mit» theilungen über die Vorgeschichte der Perennierungs-clausel auch heute fort; er glaubt, einen Haupttrumpf damit auszuspielen, die österreichische Regierung suche den Zusammenhang zwischen dem Ausgleiche und der Pcrennierungsclausel künstlich zu construieren, und meint, dieser Versuch müsse einfach an dem Datum scheitern, da die Ausgleichsvorlageu dem Parlamente un April 1898 zugekommeu sind, während die Pe-rennierungsclausel erst vier Monate später in Ischl vereinbart wurde. Die Perennierungsclausel habe demnach unmöglich einen wesentlichen Bestandtheil der Ausgleichsvorlagen bilden können. Es muss Erstaunen erregen, einer ähnlichen Argumentation in einem ernsten politischen Organ zu begegnen. Die Perennierungsclausel ist allerdings vier Monate später hinzugekommen, aber auch der Endtermin 1903 ist erst vier Monate nach der Einbringung der Ausgleichsvorlagen vereinbart worden. In den Vorlagen ist bekanntlich 1907 als Endtermin für das Zoll. und Handelsbündnis festgesetzt worden; die Perennierungsclausel ist daher gleichzeitig mit der Annahme des Termines 1903 an die Stelle des ursprünglich vereinbarten Enddatums getreten. Der «Pester Lloyd» stellt zu große Zumuthungcn an seine Leser, wenn er sie über diesen klaren Zusammenhang hinwegtäuschen will. Niemand hat behauptet, dass die Perennierungsclausel ein Bestandtheil der im April 1898 eingebrachten Ausgleichsvorlagen ist; wir haben vielmehr festgestellt, dass sie einen wesentlichen Bestandtheil der Ischler Abmachungen gebildet hat, von welchen durch die Szell'sche Formel einseitig abgewichen wurde. Auf diesem Standpunkt steht man bei uns auch noch heute. Solche Argumente, wie die, mit welchen der «Pester Lloyd» nun glaubt in die Action einzugreifen, sind gewiss am wenigsten geeignet, uns in dieser Auffaffung zu erschüttern; sie verrathen uns abermals die Verlegenheit des Pester Blattes, das gegen eine notorische Thatsache ankämpfen will. DieuugarischeUnabhängigkeitspartei hat folgenden Beschluß gefasst: Nachdem die Unab» hängigkeitspartei jede Regierung, welche Oesterreich gegenüber in den volkswirtschaftlichen Angelegenheiten auf dem Gebiete der Concessionen weiter gehen sollte, als in dem Compromisse vereinbart wurde, als vater-landsverrätherisch betrachten würde, enunciert die Partei, dass sie mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln dahin wirken wird, eine solche Regierung schon im Augenblicke ihrer Constituierung geradezu unmöglich zu machen. Die italienische Kammer wählte den der Regierungspartei ungehörigen Dep. Gianturco zum Vizepräsidenten der Kammer. Aus dem russischen Kirchdorfe Kiaßnoje-Selo bei der finnländischen Bahnstation Perkjarvi, dessen Bewohner finnländische Baueru sind, ist dem Kaiser Nikolaus durch den Staatssecretär für Finnland ein mit 1360 Unterschriften versehenes Schreiben zugegangen, in welchem erklärt wird, dass das Dorf keinesfalls sich der Agitation gegen Russland anschließe und mit der bekannten finnländischen Bauern'Deputation keine Gemeinschaft habe. Der Kaiser bemerkte auf das Schreiben: «Mit Freuden gelesen! Ich danke.» Das inTiflis erscheinende armenische Blatt «Mschat» berichtet aus Eriwan, dass 200 armenische Auswanderer aus der Türkei, welche von der russischen Regierung in ihre Heimat abgeschoben werden sollten, die Grenze nicht passieren konnten und nach Igdyr zurücklehren mussten, da die türtische Grenzpolizei die Auswanderer nicht über die Grenze ziehen ließ. Der Landeschef im Kaulasus Fürst Ga-litzyn gab den Befehl, die Armenier zunächst im Gouvernement Eriwan zu belasfen. Tagesnelligleiten. — (Der Blumen Hass und Liebe.) So seltsam es auch klingen mag — der Hass wohnt nicht nur in den Herzen der Menschen, nein, er schleicht sich auch in die Herzen der Blumen ein! Ein Naturforscher hat diese erstaunliche Thatsache herausgefunden. So tonnen sich z. B. Rose und Reseda nicht ausstehen. Und man kann in der That mit bestem Erfolge die Probe auf das Beispiel machen. Wenn man nämlich die genannten Blumen im Vereine mit anderen in ein Wasserglas stellt, so kann man in einem Zeitraume von ungefähr einer halben Stunde die Beobachtung machen, dass Rose und Reseda verwellt sind und ihren Duft verloren haben, während die anderen Blumen an Frische und Geruch gewonnen zu haben scheinen. Also diese kleinen stummen Gewächse todten sich gegenseitig ohne Mitleib. Anderseits aber gibt es auch wieder Blumen, die zueinander in einer Art stiller, heimlicher Liebe zu erblühen scheinen. — (Unbequeme Ehrlichkeit.) Aus dem Lötzener Kreise in Ostpreußen wird folgende ergötzliche Geschichte berichtet: Vor kurzem erschien in der Woh-nung eines Handwerksmeisters in S. während dessen Abwesenheit ein dürstig aussehender reisender Uhrmacher und fragte die Frau, ob sie etwa eine alte Uhr zu reparieren hätte. Auf vieles Bitten übergab diese ihm denn auch eine an der Wand hängende, scholl seit mehreren Jahren nicht mehr gehende Wanduhr. Der Uhrmacher nahm die Uhr selbst von der Wand herab und entfernte sich. Am nächsten Morgen war nun die Handwerkersfrau nicht wenig erstaunt, als ihr der Uhrmacher zugleich mit der reparierten Uhr auch noch einen — Lederbeutel mit 20 Mark Inhalt übergab, den er in der alten Uhr vorgefunden hatte. Das Räthsel war sehr bald gelüst. Der Lederbeutel gehörte ihrem Manne. Dieser hatte sich, da seine Frau, welche die Casse führte, ihm stets alles «überflüssige» Geld almahm, eine «Privatcasse» in der alten Uhr angelegt, die nun zum großen Leidwesen des Handwerksmeisters durch den reisenden Uhrenkünstler entdeckt worden ist. Letzterer hat für seine seltene Ehrlichkeit außer seinem Arbeitslohn noch einen Extralohn erhalten. Der rechtmäßige Besitzer des Lederbeutels soll mit dem Lohne, der ihm bei seinem Nachhausetonunen von seiner besseren Hälfte zutheil wurde, ganz und gar nicht zufrieden gewefen sein. — (Ruhig Blut.) Mac Kinley, der Präsident der Vereinigten Staaten, ist ein Mann der stärksten Empfindungen, mit denen sich jedoch eine beinahe übernatürliche Selbstbeherrschung paart. Als classisches Beispiel hiesür erzählt ein Augenzeuge Folgendes: Als man l ihm die Nachricht von seiner Erwählung brachte, war er gerade mit seiner Frau beim Frühstück. Er erhob sich, öffnete das Telegramm ohne das geringste Zeichen der Aufregung, die doch in seinem Innern toben musste, las es durch und nahm dann seinen Platz wieder ein. Keiner wagte, ihn um Aufklärung zu fragen, aus Angst, er möge durchgefallen sein. Endlich öffnete er unter dem athemlosen Stillschweigen der Seinen die Lippen und sagte: «Mutter, die Eier sind nicht so frisch wie sonst!» Ein Berichterstatter, der das Glück hatte, gerade anwesend zu sein, war über diese gleichgiltige Bemerkung in einem Augenblicke, in dem die Zukunft einer ganzen Nation in der Wagschale schwankte, dermaßen erbost, dass er ihm am liebsten etwas an den Kopf geworfen hätte. «Kurz darauf», fuhr. der Berichterstatter fort, «giena. ich an den Stallungen vorüber und fchaute zufällig hinein. Da l^ ich, wie William Mac Kinley dort stand, die Arme"' den Hals seines Lieblingspferdes geschlungen, und > schluchzte, dass sein ganzer Körper erbebte. Die M regung, die er bis jetzt so mannhaft niedergekämpft h° ' war stärker als er geworden, sie forderte ihr ReO an dem Halse des treuen Thieres machte sie sich ^ — (Petroleumtrinler.) Die GesMaft^ Aerzte in Paris hat die Erklärung abgegeben, dss» nothwendig sei, gegen die unheimliche Verbreitung Petroleumtrinkens Maßregeln zu treffen. Anfangs day man, dafs diese Unsitte durch die erhöhte ^lN h besteuerung eingetreten sei. Eine Untersuchung ^ jedoch, dass dieselbe besonders in der Vorstadt Aal»" schon früher geherrscht und augenblicklich stark um! gegriffen habe. Der Petroleumrausch macht nicht bru ' sondern nur mürrisch. Die Aerzte sind über die 23^ . des Petroleumgenusses auf den Organismus noch " schiedener Meinung. >. — (Flugdrachen.) Die durch ihre Ve^ mit dem Flugdrachen rühmlich bekannte Wetterwarte dem Blauen Hügel bei Boston hat wiederum die v herigen Leistungen überflügelt. Von einem meteorology Registrier-Instrumente, das an einem von Drache" °. tragenen Seil in die Luft gehoben wurde, wurde ne» die Höhe von 3780 in erreicht. Die Bedeutung " Flugdrachen für die wissenschaftliche Erkundung Zustandes in höheren Schichten der Atmosphäre n>a^ mit folchen Erfolgen beständig. ^ Local- und Provinzial-Nachrichten. Vom Laibacher Arbeiterhäuser-Verei« Der Verein zur Herstellung von ArbeiterwolMlA in Laibach hielt am 2. d. M. unter dem Vorsitze !"" Obmannes, Herrn Josef Luckmann, im Direc^ Sitzungszimmer der trainischen Sparcasse seine diesD ordentliche Hauptversammlung ab. Dem hiebet vom 6^ führer, Herrn Leo Suppantschitsch, vorgetr^ . eingehenden Thätigleitsberichte des Ausschusses übel ^ letztabgelaufene Geschäftsjahr 1888 ist die erfre"^ Thatsache zu entnehmen, dass dieser im Interesse , Voltshygiene und der socialen Verhältnisse unserer i^ reichen Arbeitcrkreise so eminent wohlthätig l"'^ Verein derzeit bereits über sieben, durchwegs nmstels' hergestellte Arbeiterwohnhäuser verfügt. Die beiden ll erbauten, welche der Verein, dank der neuer^, Iubiläumsfpende der lrainischen Sparcasse per 20.0^ herzustellen in der Lage war, wurden im Sommer ^ ^ vollendet und sind seit verwichenem Herbste auch ^i von 16 Arbeiterfamilien besiedelt. Im ganzen behe^ der Verein in seinen sieben Häusern derzeit die sta^, Zahl von 55 Arbeiterfamilien mit zusammen 281 s. sonen, worunter sich nahe an 100 Kinder befinden, .5 denen 72 im schulpflichtigen Alter stehende die hH Unterrichtsanstalten besuchen. Von den 55 mälU"^ MietsParteien sind 21 bei Eisenbahnen, 1« in 3^'',, und 12 bei Gewerbsleuten beschäftigt, während die > lichen 6 selbständig ihr Gewerbe ausübe», was ^ auch in der Wohnung gestattet ist, soweit der ^^ desselben gegen die Bestimmungen der Hausold" ^ nicht verstößt. Bemerkenswert ist, dass von de" ^, MietsParteien bereits 17 seit länger als zehn 3^ daselbst ununterbrochen wohnen und somit im Sin^ ^ § 3 der Vereinsstatuten schon nach spätestens fünf 3^ in den Servitutsgenuss des lebenslänglichen, vollkol"^, unentgeltlichen Wohnungsrechtcs gelangt sein '^ ^1 Diese ganz außerordentliche und in gleicher Weise >< kaum bei irgend einem zweiten Vereine anzutre^ Begünstigung allein schon lässt es, auch abgesehe" ,^ der hervorragenden Billigkeit und den vielen s""',^ baulichen und speciell hygienischen Vortheilen der dol ^ Wohnungen, nur zu begreiflich erscheinen, dass d^, Werbung um den Erhalt einer solchen unter den 2a^j Arbeiterkreisen eine nachhaltig sehr rege bleibt und ^,. die von der Vereinsleitnng diesbezüglich geführte ^ merkungsliste in der Regel schon auf Jahre hinaus ^^ lich besetzt ist. Es beweist dies aber auch, dass die ^ nungsverhältnisse in Laibach trotz der überaus zah^ ^ Neubauten der letzten Jahre noch immer nicht,^ Besten bestellt sind und dass es insbesondere an "^ ein- bis zweizimmerigen, für Arbeiter und kleine^ ^ werbsleute erfchwingbaren Wohnungen trotz allede^ ,^ immer mangelt. Von besonderem Werte für die ^ Parteien sind auch die jeder einzelnen Wohnung i^ ^ senen separaten Gartenantheile, die groß genug ^'^ bei steißiger Bearbeitung nicht nur den eigenen 3"'^/ bedarf an Vegetabilien aller Art zu decken, sondelü ^l Umständen selbst ein Mehr an gut verwertbarer s^ Marktware zu erzielen. Dass sich unter diesen llnl> ^ im Bezigrader Cottageviertel bereits eine sehr z^, / ihrem Charakter nach stabil sesshafte Arbeitercolot«^ gesiedelt hat, die sich ihrer errungenen Vortheile s^^ nicht fo leicht begibt, ist daher wohl erklärlich- ^ nungslündigungen kommen daher fo gut wie s" ^ vor, oder wenn überhaupt, fo nur nothgedrungen ^' von dienstlichen Uebersiedlungen an andere Orte. ^ ./ Vereinsausschuss selbst war bisher» obwohl er "" Laibacher Zeitung Nr. 127. 1025 6. Juni 1899. ?^ise mit einer gewissen Strenge auf der Einhal- »der Hausordnung und Ruhe bestehen muss, nur in ^ vereinzelten Fällen in der unliebsamen Lage, gegen ^Lswidrige oder notorisch unverträgliche Mietspar« - n,it der Wohnungsentziehung vorgehen zu müssen. Mühend zur Seite steht ihm diesbezüglich ein in ,,l Versammlung sämmtlicher MietsParteien am iten ^ ^' ueugewähltes Hausordnungs-Comit,!, in ,M »on Seiten der Mieter die Herren Johann Beck, ^! Gostincar und Josef Stoiet entsendet und von der wieleitung als deren Vertrauensmänner die Herren °rrt Marschner und Otto Tutta delegiert wurden. '^deutende Zunahme der mit der Administration der ^user verbundenen Geschäfte, die schon seit einer ^ ,^n Jahren vom Sparcassebeamten Herrn Alois h^li in musiergiltiger Weife besorgt werden, nöthigte "«ein heuer zur Einrichtung einer eigenen Admini- h'"nskanzlei, zu welchem Zwecke von den 56 Arbeiter- ^ngen eine als Kanzleilocale reserviert und entspre- eingerichtet werden musste. » -Nachdem bereits im Jahre 189? die sämmtlichen ^"erhäuser mit der städtischen Wasserleitung in Ver-^g gesetzt worden waren, was für den Verein aller-^, Nlit namhaften Kosten verbunden war, den Miets-z^.^n dagegen aber eine sehr erhebliche und allseits . "ltilnene Bequemlichkeit mehr verschaffte, kam im Vor-Zufolge Hinzutretens der beiden Neubauten VI und .die Eröffnung der gleich ursprünglich projectierten h" Sparcassestraße hinzu, die bisnun allerdings noch ^ sehr erheblichen Straßenverkehr aufweist, aber ^lhin bereits den vielverfprecheuden Ansatz zu einem ,^gen tZoulovui'ä ä« iiLiißr^ä» bildet und als ^ in den freien Mittags- und Abendstunden nameut-^ ^n der vielverhcißenden Jugend unseres ^ achtungsvollst empfangen und geleitet, einer ^zweistündigen, eingehenden Befichtignng unterzog, ^ .'^ch der hohe kirchliche Dignitär über das humani-i^-^uten des Vereines und über die gute, in jeder ^ ,^ zweckentsprechende Unterbringung der zahlreichen H Familien, insbesondere im Vergleiche zu den cor-^ Zierenden, ihm speciell aus langjähriger Erfahrung ^"au bekannten Verhältnissen in Sarajevo, außer- M lobeud aussprach. Hel ^^ '" ber eingangs erwähnten Versanunlung HM Bilanz des Jahres 1898 betrifft, so weist ^ ^ ein Gcschäftserträgnis von 2080 fl. 34 kr. aus, ^«ck Beschlusses der Versammlung dem Capital- ^'Conto zugewiesen wurde. ii tachdem hierauf noch einige interne geschäftliche ^ii^ ^^puochen und erledigt wurden, wobei die Ver-^r "ug auch die Gelegenheit wahrnahm, dem Aus-/872 angehört und seit 1885 als Obmann vor- ^ ss Versammlung ehrte das Andenken Smolejs , Erheben von den Sitzen. ^ an n "'^" Berichte fortfahrend, erwähnte Prof. Wester. ^ ^ Unterstützungen und Lehrnlittelbeiträgen im 1,1896 ^ scillen zusammen 975 fl. an die Mitglieder in ^ ^""theilt wurden. Ferner hat der Localausschuss ^^ Eentralleilung die Betheiluyg von 19 Mit- gliedern, die noch an den Folgen der Erdbebenkatastrophe litten oder sonst mit finanziellen Calamitäten kämpften, im Gesammtbetrage von 850 fl. erwirkt. Der Berichterstatter beantragte, für diefe namhafte Spende der Centralleitung den Dank der Generalverfammlung zu votieren. — Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Anläfslich des zweiten Punktes der Tagesordnung: Verlesung des Verhandlungsprototolles über die vorjährige ordentliche Localversammlung, entspann sich über die Vcrtheilung der seitens der Centrale in Wien flüssiggemachten Unterstützungsbeiträge eine längere Debatte, an welcher sich die Herren Official Zarli, Ritter von Ianuschowsky, Rechnungsrath Svetek und Se-cretär Hoffmann betheiligten. Es gelangte folgende Resolution des Herrn Ritters von Ianuschowsky zur Annahme: Der Localausschuss wird beauftragt, in Hinkunft dafür Sorge zu tragen, dafs alle humanitären Spenden, die seitens der Centrale für Kram erfolgen, im Wege der Presse zur Kenntnis der Mitglieder gebracht werden. Der Rechenschaftsbericht des Localausschusses für das Jahr 1898 wurde ohne Widerrede genehmigt. Wir entnehmen demselben, dass sich die Gesammtzahl der zur Laibacher Beamtenvereinsfiliale zählenden Mitglieder am Schlüsse des Jahres 1898 auf 350 belief und dass sich der Stand der mit Schluss des Jahres 1898 in Vormerkung gestandenen Verträge auf 417 mit dem Capitale per 451.039 st. bezifferte; an Prämien und sonstigen Vereinsgeldern für Rechnung der Centralleitung in Wien wurden Brutto 15.752 st. 23 kr. abgeführt. Bei der darauf folgenden Wahl in den Localausschuss wurden die Herren Rechnungsofficial Bertram Götz, Professor Franz Kremiugcr, Nechnungsrath Anton Svetet und Landeszahlamtscassier Rudolf Vesel wieder und an Stelle des verstorbenen Landesschulinspectors Herrn Smolej Herr Professor Franz Brun et neu gewühlt. A,ls Ersatzmänner wählte die Versammlung die bisherigen Ersatzmänner, die Herren: Official Josef Gomilsek, Nechnungsrevident Adolf Lang of und Pnstcontrolor Ferdinand Tomazic. Bei Punlt 5 der Tagesordnung: Berathung allfälliger Anträge, stellte Herr Secretär Hoffmann den Antrag, es sei bei dem Umstände, dass in der ganzen Monarchie nur Spar- und Vorschussconsortien, nirgends aber auch Localausschüsse bestehen, die Thätigkeit des Local-ausschusses einzustellen und die Geschäftsgebarung desselben auf das Spar- und Vorfchussconsortium zu übertragen. — Der Antrag wird in der nächsten ordentlichen Consortialversammlung berathen werden. (Schluss folgt.) — (Einfuhrbeschränkungen von lebenden Schweinen aus Steiermart und Krain nach Kärnten.) Die Einfuhr von lebenden, zum Handel bestimmten, sogenannten Läufer-Futterschweiuen, sowie von Zuchtebern und Mutterschweinen aus Steier-mart und Krain nach Kärnten ist, wie bereits kurz gemeldet, zufolge Kundmachung der lärntnerifchen Landesregierung verboten. Dagegen können lebende Schlachtschweine aus solchen politischen Bezirken in Steicrmarl und Krain, welche frei von Schweinepest (Schweineseuche) und Nothlauf sind und wenn dieses von dein staatlichen Amtsthierarzt auf dem betreffenden Viehpasse bestätigt ist, mittelst Eisenbahn nach Kärnten zur Schlachtung eingeführt, dürfen jedoch nur in den Eisenbahnstationen Hermagor, Klagenfurt, Spittal, St. Veit, Villach und Wolfsberg, wo die Gesundheitsbeschau von den betreffenden Bezirksthierärzten, beziehungsweise von den Veterinürconciftistcn in Klagenfurt vorgenommen wird, ausgeladen werden. In anderen Eisenbahnstationen ist die Ausladung nur nach vorheriger Bewilligung der zuständigen Bezirkshauptmannschaft, welche von der Partei von Fall zu Fall einzuholen ist, zulässig. Die thierärztliche Beschau bei der Ausladung hat in diesem Falle von dem betreffenden Bezirtsthierarzt auf Kosten des Eigenthümers der Schweine vorgenommen zu werden. Der Abtransport der Schweine in den Bestimmungsort hat mittelst Wagen oh.ie Unterbrechung der Fahrt und ohne Umladung der Thiere zu geschehen. Im Bestimmungsorte sind die Schweine vollständig abgesondert von anderen Schweinen unterzubringen und innerhalb längstens fünf Tagen unter thierarztlicher Aufsicht zu schlachten. Ein Weitertransport der lebenden Schweine von dem ursprünglichen im Viehpasse bezeichneten Bestimmungsorte ist untersagt. Der Thierarzt, welcher die Beschau der Schweine bei der Ausladung vornimmt, hat die Ueberführung derselben in den Bestimmungsort unverzüglich der zuständigen Gemeindevorstehung anzuzeigen, welche die weitere Einhaltung der Einfuhrsbedinguugen zu überwachen haben wird. — (AusTöplitz inUnterlrain) wird uns berichtet: Trotz des schlechten Wetters sind hier im Mai 125 Personen zum Curgebrauche angekommen. Des eingetretenen schönen Wetters wegen steht ein stärkerer Besuch zu erwarten. — Das neue Curhaus ist im Baue und wird bis 1. October fertiggestellt werden. In dasselbe kommen auch alle Vergnügungslocalitäten und die Badrestanration, so dass im Badehause nur Wohnungen, die Badebassius und Cabmen bestehen werden. Durch einen Architekten aus Wien, welchen Seine Durchlaucht Fürst Auersperg bereits bestellt hat, werden auch die im Badehause befindlichen Bassins, Cabmen ?c. vollkommen den modernen Anforderungen entsprechend hergerichtet. Die Zugsverbmdung erscheint sehr praktisch und angenehm, da man von Laibach aus in Straza in 3 Stunden 25 Min. ankommt. Ein Omnibus steht jedesmal am Bahnhofe. — (Schuhmacher - Fachcurs in Neumarkt l.) Wie bereits gemeldet, wurde in Neumarktl am 11. April ein Curs für Schuhmacher eröffnet, welchen 25 Theilnehmer frequentierten. Der Curs wurde täglich vom Leiter der Gewerbeschule, Herrn Josef Kragl, ferner von den Herren Andre' Gafsner und Karl B. Mally inspiciert. Nach dem am 20. Mai erfolgten Schlüsse desselben fand an beiden Pfingstfeiertagen im Schulgebäude eine Ausstellung statt, in welcher alle von den Frequentanten angefertigten Arbeiten zur Besichtigung auflagen. Das Schulgebäude erschien aus diesem Anlasse beflaggt nnd das Vestibule sowie die beiden Lehrzimmer, welche die Ausstellungsgegenstände bergen sollte», wareu geschmackvoll mit Blattgewächsen decoriert. In einem der Festräume war an der Stirnseite die Büste Sr. Majestät des Kaisers, umgeben von Blattgewächsen, aufgestellt. Auf langen Tischen lagen die von den Curstheilnrhmern ausgeführten, sowohl ganz wie theilweise fertiggestellten Schuhe, darunter recht vorzügliche Leistungen, sowie Gipsmodelle und Fußabgüsse, an anderen Tischen waren alle geschnittenen Muster, aus färbigem Carton geschnittene Schuhe sowie Schuhobertheile aufgelegt und an den Wänden die Zeichnungen zur Ansicht anfgehängt. Außer diesen Arbeiten waren auch Lehrmittel und die zur Verwendung gelangten fünf Hilfsmaschinen, von denen drei das k. k. technologische Gewcrbemuseum nnd zwei die Niederlage der Singer Comp. in Laibach beigestellt hatte, aufgestellt. Am Sonntag den 21. Mai um 9 Uhr vormittags wurde die Ausstellung vom hiesigen Bürgermeister und Schuhfabritanten Herrn Karl Mally mit einer Ansprache im Beisein von vielen Honoratioren und zahlreichen Festgästen eröffnet. In das von dem Herrn Bürgermeister auf Seine Majestät den Kaifer ausgebrachte dreifache Hoch stimmten die Anwesenden begeistert ein. Unter der Führung der Genossenschastsleitung, sowie des Fachlehrers Hulla wurde nun die Ausstellung einer eingehenden Besichtigung unterzogen. Der Besuch war an beiden Tagen ein sehr reger. Unter anderen zeichnete am 22. Mai die Ausstellung auch Herr kais. Rath Murnik aus Laibach durch seinen Besuch aus. Um 4 Uhr nachmittags desselben Tages wurde die Ausstellung, der man allgemein Reichhaltigkeit und schönes Arrangement nachrühmte, geschlossen. Sodann wurde im Genossenschasts-Üocale im ersten Stocke des Gasthauses des Herrn Josef Kavkc eine fehr fchöne Feier veranstaltet, an welcher alle Frequcntanten theil-nahmen, um sich von Herrn Hulka zu verabschieden. Herr kais. Rath Muruik überreichte Herrn Hulka im Namen der Frequentanten ein von denselben gewidmetes, sehr schön ausgeführtes Anerkennungsdiplom, »vorauf Herr Hulta tief gerührt dankte und in längerer Ausführung die Frequentanten daran gemahnte, von der betretenen Bahn nicht abzuweichen, sondern immer weitere Vervollkommnung anzustreben. Damit war die Feier beendet. — Zu erwähnen wäre noch, dass der Curs durch mehrere Spenden gefördert worden war. So hatten der trainische LandesauSschuss 100 fl., die Handels- und Gcwerbe-kammer 100 fl., die Schuhfabriken in Neumarktl, und zwar die Vereinigte Schuhfabrik Mally k Lemberger 50 si., Müller H Goelen 30 st. und die Naumwoll-Spinnerei und Weberei Ed. Glanzmann k And. Gassner 10 fl. votiert. — (Postsparcasse.) Im Monate Mai betrugen in Krain die Einzahlungen im Sparverkehr 32.282 fl., im Checkoerkehr 1,630.945 fl., die Rückzahlungen im Sparoerkehr 28.579 st., im Checkuerkehr 532.640 fl. * (Aus dem Polizeirapporte.) Am 31.V. M. wurden fünf Verhaftungen vorgenommen, und zwar vier wegen Excesses und eine wegen Herunistreifens in der Stadt. — Am 1. d. M. wurden zehn Personen verhaftet, und zwar fünf wegen Excesses und fünf wegen Vacierens. —r. — (Rückgang der Tuber cu lose in Oesterreich.) Anlässlich der stattgefnndencn Be-rathnngen über die Tubcrculofe in Berlin ist es von besonderem Interesse, dass nach der soeben zusammengestellten Statistik die Todesfälle an Tuberculose in Oesterreich im Jahre 1898 eine bedeutende Abnahme zeigen. Ein Vergleich mit den vorangegangenen Jahren lässt überhaupt eine allmähliche Besserung constatieren. Auf 10.000 Einwohner entfallen für das Quinquennium 1886/1890 Stcrbefälle an Tuberculose 55 9 M. Das Jahr 1896 weist nur 43 8 M. auf. Nach den Städten betrachtet, ist in Wien der stärkste Rückgang an Tuber-culose zu beobachten. — (Laibacher Ge m e i n d e r a t h.) Auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung stehen u. a. folgende Berathungsgegenständc: Erlass der k. k. Landesrcgierung betreffs Beseitigung des Pulvermagazins au» Gruber-Canal; Offert des Rechnungsassistentcn Staudacher betreffs Anlaufes eines Bauplatzes an der verlängerten Nonnen- Laibacher Zeitung Nr. 127. 1026 6. Juni 1899^ gasse; Anbot des Schneidermeisters Reisner betreffs Tausches seines in der Slomsek-Vasse gelegenen Hauses gegen das städtische Haus an der Resselstraße; Bericht der Bausection über die Regulierung des südlichen Theiles von Udmat; Petition der Bäckergenossenschaft um Verbot des Brotvertauses auf öffentlichen Plätzen- Gründung einer städtischen Arbeitsvermittlungsanstalt; Tarif des ersten Laibacher Dienstmännervereines; Rechnungsabschluss des städtischen Elektricitätswerkes und der städtischen Schlachthalle pro 1898; Bericht der Regulierungssection über den Anbot der Zeschko'schen Erben betreffs Ablaufes der an der Dalmatingasse (Varmhcrzigergasse) gelegenen Bauobjecte und des zur Errichtung eines öffentlichen Plcches vor dem Iustizvalais nöthigen Grundes. Theater, Kunst und Literatur. — (Im Schlosse zu Windsor)- wurde anlässlich des 80. Geburtstages der Königin von der Covent Garden-Opern-Gesellschaft «Lohengrin» gegeben. Die Vorstellung verlief glänzend. Sie nahm gegen neun Uhr ihren Anfang, um 20 Minuten vor Mitternacht zu enden. Der riesige Waterloo - Saal war in ein prächtiges kleines Theater umgewandelt worden. Königin Victoria hat dem Sänger Jean de Reszke den Victoria-Orden vierter Classe verliehen. Nur der englische Componist Sir Arthur Sullivan war bisher von allen Musikbeflissenen Nesitzer dieser Auszeichnung. — (Im böhmischen Nationaltheater) wird in der nächsten Saison eine ganze Reihe einheimischer Opern-Novitäten aufgeführt werden. Es sind dies: Dr. Anton Dvoraks «(^rt u Xäö»»> Zd. Fivichs «I'äll ^.l-kunu,», H. Ternekeks «^närs» Orini», Heinrich von Kaans «Au üwku», A. V. Horats Kälbersbera (1 tz.)> Uola (1 H.)> 5klvica il H>): die Vlotzlranlheit im Nezirle Loitsch in der Gemeinde Sairach; im Bezirke Rudolfswert in der Gemeinde Laugenthon (1 H), Erloschen: die Schweinepest im Bezirte Littai m der Gemeinde Ober° gurl; im Bezirte Tschernembl in den Gemeinden Altemnarlt Kerschdorf, Nadence. Neueste Nachrichten. Die Landlage. (Original^Telegramme,) Wien, 5. Juni. Abg. Gregorig beschwert sich über den ihm in der letzten Sitzung ertheilten Ordnungsruf, welchen der Landmarschall aufrcchthält und wendet sich gegen die wider ihn gerichteten Aeußerungen des Statthalters. Statthalter Graf Kielmansegg erklärt, er verharre dabei, dafs das Verhalten Gregorigs ein Mifsbrauch der Immunität sei. Bei Capitel 5 (Bildungswesen) beantragt der Statthalter die Ein. stellung eines Betrages, welcher der Landescommission für die Pariser Weltausstellung zur Verfügung gestellt werden soll. Abg. Noste wendet sich gegen den Antrag des Abg. Schneider, die Subvention für den deutfchen Schulverein zu streichen und bekämpft die Einstellung des Betrages von 2000 fl. für das katholische Lehrerseminar in Floridsdorf. Abg. Kolisto tritt für die Subvention des deutschen Schulvereines ein. Mehrere oppositionelle Redner unterstützen die Subvention für den deutschen Schulverein und beantragen Streichung der Subventionspost für den katholischen Schulverein. Beide Posten weiden nach längerer Debatte angenommen. Im Laufe der Debatte entsteht ein heftiger Tumult, indem Abg. Ofner die Behauptung des Abg. Geßmcmn, dass die Lehrerin, welche Ofuer in Schutz genommen, das Verbrechen der Religionsstörung begangen habe, als unqualificierbare Verdächtigung zurückweist. Abg. Lurger bestätigt vollinhaltlich die Behauptung des Abg. Geßmann. Hierauf wird der Rest des Capitels 5 sowie Capitel N angenommen. Nach Erledigung der restlichen Capitel des Landesbudgets erklärt der Landmarschall über Aller-höchsten Auftrag zum Schlüsse der Session zu schreiten, wirft einen Rückblick auf die Thätigkeit des Landtages, dankt dem Landtag, dem Landmarjchall»SteUvertreter, dem Statthalter für das bewiesene Entgegenkommen und die Unterstützung und bringt ein von der Versammlung begeistert aufgenommenes dreimaliges Hoch auf Se. Majestät aus. Dr. Lueger dankt dem Land« marschall und dessen Stellvertreter für die objective Leitung der Verhandlungen und hofft, diejeloen im nächsten Jahre wieder mit dem Vorsitz des Landtages betraut zu sehen; er dankt ferner dem Statthalter, dessen Thätigkeit eine fruchtbringende für das Land sei. Der Statthalter dankt den Vorrednern, spricht aber sein Bedauern über die Leidenschaftlichkeit der Debatte aus (Dr. Lueger: «Setzen wir uns nieder!») sowie über die Kraftausdrücke, wodurch der Parlamentarismus nach außeu gejchädigt werde. Es wäre für die fernere Thätigkeit des Landtages wichtig, wenn der Landesausschuss uei Berathung der neuen Geschäftsordnung die Frage in Erwägung zöge, wie es möglich wäre, die Zwischenrufe gänzlich zu beseitigen. Doctor Lueger: «Das geht Sie gar nichts au, Excellenz!» Weißkirchner: «Gehen wir hinaus!» Gregung: «Ictzt können die Juden wieder eine Freude haben.» Der Landmarschall erklärt hierauf die Session für geschlossen. ________ Die Vorgänge in Paris. (Original Telegramme,) Paris, 5. Juni. Dem «Matin» zufolge be« finden sich unter den in Auteuil verhafteten Personen mehrere active Officiere, deren Namen dem Kriegsministerium übermittelt worden sind. Die nationalistischen Organe erklären, die gestrigen Scenen seien eine Folge der Revision des Urtheiles. Die Bevölkerung have gezeigt, dass sie die Entscheidung des Cassationshofes nicht anerkenne. «Intransigeant» sagt, nach dem Empfange Louvets in Auteuil könne sich die Regierung vorstellen, wie es Dreyfus bei seiner Rückkehr ergehen wird. Paris, 5. Juni. Die meisten Mitglieder des diplomatischen Corps haben anlässlich der gestrigen Vorgänge in Auteuil imClysee ihre Karten abgegeben. Wie verlautet, beabsichtigt die Polizei zwei Clubs, welchen die Urheber der gestrigen Vorgänge gröhten-theils angehören, zu sperren. Paris, 5. Juni. Der Ministerrath im Palais Elysie hat folgende Beschlüsse gefasst: Generaladvocal Lomoart, welcher im Processe Dirouttde als Staatsanwalt fungierte, wird vom Amte entHoden. Tardich, der in diefem Processe den Vorsitz führte, wird vor den obersten Disciplinarrath verwiesen. Kriegsminister Krcmtz verfügte die Einleitung einer Untersuchung gegen Esterhazy bezüglich der Anschuldigung, dass sich derselbe ein zu dem geheimen Dossier gehöriges Acten- stück verschafft und von demfelben Gebrauch g^ habe. Der Kriegsminister betraute ferner den M Düchesne mit der Aufgabe, die von General Peuu" am 8. März d. I. geforderte Unterfuchung iiM " Art, wie er die Untersuchung in der Affaire M^ geführt habe, einzuleiten. Die 9. Infanteriedivision Paris, zu welcher die Brigade des Generals M gehört, wird mit der 10. Division in Orleans Garnison wechseln. . Paris, 5. Juni. Iustizminister Lebret lW an den Kammerpräsidenten Deschanel ein Sch^> .^ in welchem der Passus des Urtheils im ^assatiol'W hervorgehoben wird, welcher sich auf die MitttB ^ geheimer Actenstücke seitens des Generals M'N>cl, das Kriegsgericht im Jahre 1894 bezieht. Tic /"8 rung glaubte, heißt es in dem Schreiben, der DtN hievon Mittheilung machen zu müssen, damit ste ^ scheiden könne, ob Anlass gegeben sei, gegen Oe^. Mercier den Artikel 12 des Gesetzes vom 2. Augusts anzuwenden, welcher sich auf den Fall bezieht, ° Minister persönlich wegen der in Ausübung ly Amtes vollzogenen Handlungen zur Rechenschaft!< zogen werden können. Paris, 5. Juni. Die bei den gestrigen Den" strationen in Auteuil wegen aufrührerischer '^"fe ,., hafteten drei Officiere werden vor ein KriegM^ gestellt werden, wenn nicht festgestellt wird, dH Vergehen der Civilgerichtsoarteit unterliegt. ^ Paris, 5. Juni. Die Polizei hat umfasi^ Vorsichtsmaßregeln, namentlich auf der I^l"^. "^ (>0NC01-(i6) in den ^luuii^» ol^«6o3 und lll Tuilerien getroffen, um jegliche Kundgebung i" hindern. ,z, Paris, 5. Juni. (Kammer.) Dep. Laloge nM^ über die gestrigen Vorgänge in Auteuil zu ^ pellieren. Während seiner Rede ruft der conserv" Dep. Lagantaye: «Loubet ist kein ehrenhafter 3M Er ist Panamist. Der Ruf aller Patrioten ist JA mit Loubet!'. (Lebhafte Entrüstung.) SäM«"'" Parteien der Linken beschließen einhellig über Lag"" . die Censur, verbunden mit zeitweiser AusschlkhuO' verhängen. Da derselbe sich weigert, den Saal zu ,^ lassen, unterbricht der Präsident die Sitzung, ul" ^ aus dem Saal entfernen zu lassen. Erst nach^l" ^, Commandant des Palais Bourbon, begleitet von e> Piket Soldaten, den Dep. Lagantaye zum MA des Saales aufgefordert hatte, entfernt sich dm ^ Sein Erscheinen in den Couloirs rief eine Kundg^ ^ hervor, indem die republikanischen Deputierte» lü^, Rufe: «Es lebe Louvet, es lebe die Republik!' " brachen. ^ Paris, 5. Juni. Nach Wiederaufnahme ^ Sitzung ergreift Dupuy das Wort und sagt: ^aH ^ Zwlschensall ist unser erster Gruß ein respe^^» Gruß an den Repräsentanten der Nation, an deu",A Bürger, welcher die Bürgschast für die republita"^ Einigkeit war und bleibt. (Anhaltender Beifall.) 2^ tadelt in scharfen Worten die gestrigen Vorfälle ^ fagt, die Polizei habe ihre Pflicht gethan. Hin ^ viduum habe sich gegen den Präsidenten der ^" »A gestürzt, dieser habe jedoch seine ganze Ruhe ^ ^ Diese Handlungen seien umso hässlicher, als I^. ^i vor den Augen der Vertreter der Mächte abgE^ haben. (Lebhafter Beifall.) Schenken Sie uns, s^ ^ Ministerpräsident, Ihr Vertrauen, wir werde" ^ Republik vertheidigen. (Beifall.) Cavaiguac saA: ^,i Land sei der Republik überdrüssig; was die M^i betrifft, wird sie schwer auf Ihnen lasten. Man " ^ von Maßnahmen, welche Sie gegen General 5" ^ ergreifen wollen, insbesondere gegen einen eheiu" ., College», dessen Mitschuldige Sie sind. Das ^" ^ rieth bei der Rücklehr Gallienis und Marcha"^, Bewegung, da war zu sehen, dass das Land n" einen Mann wartet. Die Debatte wird gesch^>^ll!> Prinz d'Aremberg beklagte die gestern in ^ ^ begangenen Schändlichleiten, aber man dürfe '^.^ heder nicht mit den Mitgliedern der Stecpl^^i Gesellschaft verwechseln. Dupuy erklärt, er lM^ seinen Worten absolut nicht die gemeint, welche ,,^> Präsidenten der Republik gegenüber ihr Bedauel' ^ die Vorfälle aussprachen. Dupuy acceptiert dl ^ Dep. Bancel beantragte Tagesordnung, welche ^> Indem die Kammer die fcandalöfen Vorfälle lN^,^i, brandmarkt und die Erklärungen der Regierung ^ geht sie zur Tagesordnung über. Dep. Cochin "" ^i-dass vor der Abstimmung der Kammer der Ar« > ^, getheilt werde, in welchem die Regierung "le ^ leitung der Verfolgung gegen General M^? ; d^ ordnet. Dupuy sagt, es vcschleiche ihn ein MUA ^ Trauer, dass er Maßregeln ergreife, welche >g^ nothwendig herausgestellt haben. Redner ^".He^ der Process Mroulede sei nicht mit dem MN^ ^ werten Tacte geführt woroen, ein Zeuge tonn ^ in langer Schmährede gegelt den Präsiden Repudlll ergehen. (Lebhafte Bewegung.) . ^HlM' Die Regierung habe erklärt, dass d« ^Wfcs welche man aus dem Urtheile des l5assatl"' ^^ ziehen könne, erst am Tage nach der Urtheil», ^ibacher Zeitung Nr. 127. 1027 6. Juni 1899. ^u werden könnten; einige Personen seien als ^'M bezeichnet worden, auf welchen die ^wortung laste, die erste dieser Personen sei ' -^aty he Clam gewesen, dem die Mittheilung Oheimen Actenstücke des Kriegsgerichtes vom l894 an den General Mercier zugeschrieben und haben wir es für unsere Pflicht gehalten, Hammer die Frage vorzulegen, ob die Verfolgung Mtet werden solle. Dupuy sagt, er habe im Jahre >,, nur das Bordereau gelaunt. (Lebhafte Be- 'W'g. Beifall links.) .,.^)er erste Theil der Tagesordnung Bancels, in M,n die scandalusen Vorfälle in Auteuil gebrand-." wurden, wird mit 513 gegen 32 Stimmen, ^Meite Theil, welcher die Erklärung der Negierung ^t, mit 226 gegen 173 Stimmen angenommen. tMammte Tagesordnung wird hierauf durch Er-3, der Hände angenommen. Kammerpräsident Mnel bringt sodann den Brief des Iustizministers >»!!,' ^treffend die Einleitung der Verfolgung gegen General Mercier, zur Verlesung. V ^lach langer Debatte genehmigte die Kammer den , der Regierung acceptiertcn Vorschlag Pourquerys, ^ .welchen die Vertagung der Ernennung einer .^ssion zur Prüfung der Frage, ob die Ver-^?3 gegen Mercier eröffnet werden soll, bis nach ^ Scheidung des neuen Kriegsgerichtes in Rennes ^ werden soll; Dupuy hatte sich diesem Ämende-h ^^ngeschlosseu, worauf der Antrag Pourquerys !;« . gegen 238 Stimmen angenommen wurde. ^ fiteren nahm die Kammer einen Antrag an, !^H das Urtheil des Cassationshofes in der Dreyfus-!i>/^ 'n ganz Frankreich zu affichieren ist. Der v"3 gelangte mit 307 gegen 212 Stimmen zur Augelomnlene Fremde. Hotel Elefant. ^N, 3 u. 4. Juni. v. Ezilvinyi, Valleirevident des hohen ^' Nitter.Ordens; Elzinger, ttfl"., Wien. — Krulich, '"alter des hohen Deutschen Nitter-Ordens, Groh-Son»tag. >,^>^>»i sl.!lr. jl.tr, sl. lr. sl, lr, ^ " W0 k^ 9 — 9 80 Butter pr. Kilo. . — 90 — — ?l » U— «5,0 Eier pr. Stück . . — 2------- '> » 7i— 7,80 Milch ftr. Liter . . — 7------- ,^. » «M 6,50 Rindfleisch pr. Kilo - 60—^— >/" >-----------!- Kalbfleisch . -62-- ^>u,s ' «— «50 Schweinefleisch » —75------- X'« ' 9,— 6— SäMsenfleisch ' —40------ M ' 5 60 bü0 Hähudel pr. Stück — 5b------- ,',» c.. » 530 —I— Tauben » —18------- > stouter 12-------!- Heu pr. q . . -^----------- ^ » 10-------—Stroh ...—!—------- V!nw.' ^-------!- Holz. hartes pr. ! ^ii^lz Kilo 1 05 - - Klafler 6 40------- ^, jZlnalz» __ 70 ., - — weiches, . 4 60------- ^rii'I ' — 65 - — Wein,ro«h.,pr.Hltl.------------- schert . __ 70------_ weißer, . >------------- Verstorbene. Am 2. Juni. Johanna Mancicar, Stadtwachmanns-tochter, 24 T, Emonastraße 5, Lebcnsschwäche. — Ignaz Kilclj, Ärbeiterssohn, 4 M., Floriansgasse 33, Scrophulose. Am 3. Juni. Albina Kljun, Nuchbiuderstochter. 8 M., Deutsche Gasse 2, Masern. — Katharina Weber, Magd, 56 I,, Radetzkustraße 11, tÜllrivL st necro8i8 088. »nultipl. Im Civilspitale. Am 29. Mai. Johanna Ostrin, Kaischlerin, 44 I., I^u-ullliUi, ekron. — Marianna Suöteröic, Inwohnerin, 80 I>, Vitiuin cc>läi8 pueumouill. Am 30. Mai, Iosefa Pregel. Magd, 26 I., Tuberculose. — Agnes Aeunardi, Inwohnerin, 62 I., Lungenentzündung. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehohe 306 2 ,n. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ______^ ^H "^!___________ ! ""^ . 2U.N. 740^^27 4 'SWTmäßlg^ , heiter "' 9 » Ab. 741 1! 19 2 ! SW. schwach j theilw. bew. 6. l 7 ll7Mg7i 74"2^4 si4^9^ S. mäßig >' heiter j 0 0 Das Tagci'Mitlel der gestrigen Temperatur 20 3», Nor« male: 16 6°. ' Nerantwortlichei Redacteur: Anton Funtel. MM- Meilage. "^^> Der heutigen «Laibacher Zeitung» ist sür die P. T. Stadt-abonnenten eine Prauumerations-Einladung auf das sensatio» nelle Welt Durch Asiens Wüsten von (2233) Sven Hsdin beigelegt, (Ueber 1000 Seilen, mit 255 Abbildungen, 4 Chronw tafeln und 7 Harten.) Dieses Wer! erscheint in 36 Lieserungen il 30 lr,, ui>d ist auch eomplet in 2 Bänden, elegant grbundeu, zum Preise von fl. l2 — durch Jg. u. itleinmaur ty P°Veljništvu podpisanegadiuštva ^ .Pol°vico volila due 29. maja, za ^ lsto izieka najtoplejo zahvalo. fejjSj^ništvo prostovoljnega ^eßa društva ljubljanskega: Ludovik Štricelj stotnik. Danksagung. Der wohlgeborene, nun in Gott ruhende Herr Dr. Johann Mader hat dem Feuerwehr-Verein in Laibach den Betrag von 2000 ü. legiert, und zwar in der Weise, dass die Hälfte hievoii sogleich nach dem Ableben des nun Verblichenen, die andere Hälfte aber nach dem Tode der Frau Barbara Mader zur Auszahlung gelangt. Frau Mader überreichte am 29. Mai im Sinne der letztwilligen Verfügung des Heimgegangenen dem Commando des gefertigten Vereines die erste Hälfte des Legats, wofür ihr der wärmste Dank ausgedrückt wird. Für das Commando der Laibacher freiwilligen Feuerwehr: Ludwig Štricelj Hauptmann. (Wegen mangelhafter Uebörsetzung wioderholt.) (2221) E. 81/99 3. Dražbeni oklic. l'o zahtevunju Jane/a Barsoi v Hrasfnem St.. 33, zastopanega po c. kr. jnotarju Stanko Pirnatu v Mokronogu, bo ' dn6 2 7. j unija 1899, dopoldne ob 11. uri, pri spodaj oxna-|rnenjeni sodniji, v izbi St. 3 , dražba zemljišèa vl. At. 367, 368 in 371 I k. o. St. Rupert brez kacih pritiklin. [ Nepremiènini, ki jo je prodati 1 na dražbi, je doloèena vrednost na 216 «Id. 31 kr. Najmanjjši ponudek znasa 144 gld. 21 kr.; pod tern zne^kom se ne pro- daje. Dražbene pogoje in list ine, ki se tièejo nepremiènine (zemljisko-knjižni' i/.pi^ek, bipolekarni i/.pisck, ixpisek iz katastra, cenitvene zapisnike i. t. d.), smejo tisfi, ki žele kupiti, pregledati pri spodaj oznamenjeni sodniji, v i/.bi št. 4, med opravilnimt urami. Pravice, katere bi ne pripušèale dražbe, je oglasiti pri sodniji najpoz-neje v dražbenem obroku pred zaèet-kom dražbe, ker bi se sicer ne mogle razveljavljati glede nepretuiènine same. 0 nadaljnih dogodkih dražbenega postopanja se obvestijo osebe, katere imajo sedaj na nepremiènini pravice ali bremena ali jih zadob6 v teku dražbonega postopanja, tedaj satno z nabitkom pri sodniji, kadar niti ne sfanujejo v okoliSu spodaj ozname-njene sodnije, niti ne imenujejo tej v sodnem kraju stanujoèega poobla-šèenca za vroèbe. C. kr. okrajna sodnija v Mokro* nogu odd. II, dne 29. maja I89y. Laibacher Zeitung Nr. 127. 1028 6. Juni iSss^ Course an der Wiener Börse vom 5. Juni 1899. Na«demowe«««»EousbM _.. . « . , tU> Wars StaatS'HnllhtN. «D/« Einheitliche Rente «n Noten ver lNN 3D „Silber veiz, Iäüner .1u!l llx, 40 «W S0 „ ,, .. April Ociudll 10« ü« ,0,, ?«, >854er 4«/„ Staatslose 2,0 ft, 1?lül» t7«c»o l«!,0ei b°/„ „ nunze 50» f>, 13» »5 1»S VI, l««!l!rr b"/n .. Fünslel l<>0 st, lüü?^) l^? ü,, 1«ülrr Staatslose , . 100 si, 19!« ?b 19» 7b btu. ,. . . 5t» st 19» ?ü 194 ?h b»/» D<»m,'Pfai!dbr. k 12U fi. 14« «4» — «>.Nl!i»c»Nom. I N0 50 10N 70 dlu, d!o, per lllliüw . . »UU50 100 70 >'/,°/„ österr, Iiwestiliun«.Rente sür 200 Krone» «um, . , »? »^ 875» «lsenbahn-Staalöschulduer» schreibungen. VKIabelhuahn i» O., steuerfrei (oiv. St,), für 100 st, V, 4"/« N8 ?U U9 ?>' Franz Joses ° Bahn in Silber (bin, St.> s. ,00 fl. Rum, b>/<°/<, l«'« 126-40 Nndolfobahn 4"/n in Nconenm, steuerf. (div. St.), für 200 lrr. Num.........»880 99 50 Vorarlbergbahn 4°/, i. Kronen»' steiievf., 4U0 u. 20UU Ki. l. 200 ttr, NoM..... »»'40 9S'<0 s« VtaatSschuldverschreibun« Venabgeftemp.tklstnb.'Actien. «tliialxllibalin 2U0 st, CM, l.'/^ von 20U0 fl, ». W, pr, Slück . »ü4 — »55 üv dto. Ll»z Äubwei« 2UU st. 0. Al. b>///„........«34 50 »85 i!!» bto, Lalzl,,-Tlr, 'U fl, 0, «j ü"/, «!?'8b »»s,z Val.««rl Ludw.°«,»UU übernommene Oiscub..Prior.» Obligationen. e!!,Iial,i! «vu u. »aoa Vl. 4»/., c>v 1U"/„ «, St. ... <e u0 jabrt!,l>al,n, <0!) u. »000 M. ^»UU M. 4"/«...... !l»'7ä l«»2l> ffrai^ Iuj^f «.. 0 u» -Vorarlberger Vahn, «»< 4"/„ <,dw. Lt.) 2,, l. lUU jl, !1i, »8^45 S» 4« Nng, Volbrente 4"/, per Caff« il»'5<> 1»8?< b!u, dto, per Ultimo , . , . «lö f>0 1^N'?u bto, Üicnte in ztlvorxwahr., 4"/„, st>»»>!«! lülü0»Kru!N'ilNum, 8s 8>» »7 lu 4«/„ btu, blu, per Ultimo , . W'l!5 9?'lb dloSt, (t, AI.GoIdU'(>sI.,4>/,"/, 8^-^ »?_ bto. dto. Silber ino fl,, 4>.,"/. t^l — loi V,^ blo. Slant« Oblig. (Ung, Oslb.) v, I. ,»?<>. b"/n..... ,8<,,o !»» «> bto, 4>/i>7„Scha«lregllI-?lbl, Ol'l, l«X>'2« l - bto, Vräui.'AnI, i^ wo fl. K, W, ,g<, i>« i«l dto. dto. il 50fl. ö, >üi. iön50 161- Il,sifz«t,.°L°le 4°/. »00 fl. . «8 —i»9-- Grundentl. - Gbligatione« (für KX, s>. . i»5 «l» lsS — Prämien A»I. b. Vtadtgm. Men 17g... ,«,,._ Vörfebau»«nlehtn, »i ü, °!0, dtl). »"/», H E„> 1l?'l,!!«lU25 ^i .ujlorr, Ua»d?i! Hyp,A»st, 4" „ «u UU ,»xi «0 Ocst,°»»g, Va»l vcrl, i«/<> , , lou »0 ,01 ^0 dlo, blo. 5U>ähr, ., 4°/, . , lou'.lo l Zparcaffe, l. üst,. 3» I, 5V,°/i. '» - . Prlurilätg'Vllligallunen yerbinnndö N»!bbahll E«, i^N lu« b,> lol 5<> Oesli'rr, Nvldn^'stdahn . , Ili)- l!0«,, Etaalibal,!i8"/„ÄFrc«.50«l> S> 214 - ^lü — Südualii, 3^/,, k Fni. 5UU p <^!. ,«s Vb l»U 7b dto, ü"/„ k 200 fl. p. llw ü. i«»-;>''. l «3 ?> U»8,-ga»z, Bah»..... 10« — u«j 75 4°/, Uuterkailicr Bahnen . i»8 bo it« - ßank'Altien (per Elücl). «lnglo-Oesl. Van! 200 fl, «07» fl. . ä«8 »««9-. Depositenbank, «lllg.. »00 fl. . 2^> üo !^ü - E«comptc - ?»^-. Giro u.Casleiw., Wiener. L0«fl. 25!,-— «.,?., Hl,p°thelb., 0tst„ 80U fl. 25"/» lt 9s .- >»8'5!, ^ünderbu.il. lltst,, 2lX> fl. . . »4l 25 »41 »ö Oesteri..un«llr. Nanl, «00 fl. . »l« - vlv - Nnionbanl 20» fl..... «16 - .«9 - Aktien von Transport« Unternehmungen (per Srllck), ! Äufstg-Tcpl. Eürnb. 80« fl '"»5 ,,«»5 Whm. «ordbah» 15« sl. , »4? - j'/43 - «lischtlehraorr i dtu. dto Mt. M 2NU !l «»» !,83 Douau < Dampischiffahrls > G»'! , > Oesterr,. 5!«, ft, TM, . , -»40- »'0 5.' Dux-AubenuachcrL.-«, i!c,nf! 5 ??'?k>, ?» .'!, FerdioanbsNurdb u>t i»45 !»8s>,> Lemb,' llifeüv. ! Gesellschaft li,w sl. S. . »s« —,^l» i„ «loyd. oeN.Lricst, üUv fl.L'i 4^2 ^''»> Oesterr. Nordw.'slb. Ä0U fl. ^ «9 l,»,«5" i>„ dto. dto. (lit. L) 200 sl, S lll,» !<» «04- Prag-Duzer Mseob. 150 fl. «3 1"«^ l,»4 StaatSeisenbah» 200 fl, E. »n>> Ll,,»ü>j /> Südbahn 20« sl. T..... «4Ü», 65 - Südnorbd. Verb.'Ä. 200 fl, ö tramway Ges.,Wr.,i7(isl.0,W ------ - bt«. Em. 1»»?, 20« fl. . . 4«s — l>0 '— !ramwali-Vcs., NeueWr., Priu. ntüt« «lctien 10a fl. . , . ll6 :»7-5 Uüss -«allz, E!se»b,Ä(X)fl. Eüb^r »12 ü<> »'3 !» Uu« WeslbMaad'VrazMufl.I, g,z - --.. «ener U«calbllhnen> »ct.-«,-!. .....— IndustrieHctlen (p«r Elück), »auges., Nll«. «st, 1U0 fl. . ><>»'- X's'bN «tgtzbier Visen» und Stahl-Inb, in Wien lW fl..... lu» 5 l><> - «tisenbahnw, Leiha,, Eiste. »0 fl. ,78 — l?ft-',0 ,,^> Liesinger Ärauerei 100 fl. , . ,80 - !8l - Montan ^sellsch., Oest. »alpine »88 ^b «8'5i Plager «is>» I»d, Gef. 200 fl. 1,51 ,».i(> Salgotl. —> zl,!,», — „steyrer»,", Papier!. », V<«. 160 — '«l — rrifall» KMe»w.-Wel. 70 N l°^"!ll Wllffenf..E,.Ocst i» Wu-n.lUOfl ^3 Waggun.Leihansl.,'Allg.inPc,!, ., Wr. Äauaefellschaft ,00 sl. . !."'^!««^ Menerbeiger ZieuelAcliewV^!. M^«-' Divers» Kose (per Sl,'!ll). ^,, »udapeN>Vast!!ca (Domdau) . ^^ ,/! 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