XXXIII. chluß-Protokoll über die tut Jahre 1880 in der Lavante: Diözese abgehalteneu Pastoral - Conferenzen. A.. I. In vielen (auch in unseren Nachbar-)Diözesen besteht bereits, und zwar mit gesegnetem Erfolge, der Verein der beständigen Anbetung des allerheiligsten Altarssacramentes und zur Ausstattung armer Kirchen. Ist mit Sicherheit auf lebhafte Beteiligung zu rechnen, wenn dieser Verein ciuch in unserer Diözese eiugeftthrt würde? Kann man sich insbesondere für einzelne arme (Pfarr- oder Filial-) kirchen einen wesentlichen Vortheil daraus versprechen? Im bejahenden Falle würden (Statuten des Vereines analog denen in den Nachbardiözesen entworfen werden. (Jedem Decanalamte wird ein Esemplar der Bereinsstatuten der Gurker- und Laibacher Diözese zur Benützung für die Conferenz und für die Referenten über diese Frage beigeschlossen.) Uebcr diese Frage liegen 28 schriftliche Elaborate vor, welche zumeist mit sichtlicher Borliebe für den Gegenstand und mit der diesem höchsten Geheimnisse der Religion schuldigen Pietät abgcfaßt sind. An der Hand der zwei den fb. Dekanalümtern mitgetheilten Statutenbüchlcin greifen die meisten Referenten in die Geschichte der Einführung und Ausbreitung dieser Bruderschaft zurück, bevor sie ihr Urthcil abgeben, ob dieselbe auch in unserer Diözese einzuführcn sei, oder nicht. Zunächst wird ein doppelter Grund der ursprünglichen Einführung angegeben. Erstens ein in dem Gegenstände selbst gelegener. Das allerhcitigstc Altarssacrament ist der Mittelpunkt wie des Lebens der Kirche im allgemeinen, so des Gnadenlebcns der einzelnen Gläubigen. Nach dem Grundsätze, daß Liebe Gegenliebe fordere, entspricht aber der fortwährenden Gegenwart Christi im heiligsten Sacramente nichts so sehr, als die fortwährende oder ewige Anbetung seitens der Gläubigen. Zweitens ein in den Zcitumständcn gelegener. Obschon nämlich diese Anbetung vom Anfänge der Kirche an eine süße Ucbuug aller frommen Gcmüthcr gewesen war: so mußte cs im 16. Jahrhunderte, als die damaligen Sektircr aufiugen, gerade das Dogma von der fortdauernden Gegenwart Christ) im hlst. Sacra- mente iti unerhörter Weise zu verhöhnen und dein «Sacramente selbst die grünlichsten thatsüchtichen Injurien anzu-thnn, fiir die Gläubigen geradezu ein Bedürfniß werden, diese Unbilden vor dem hlgst. Sacramente in feierlicher Weise zu sühnen, und dieser Sühne, sowie ihrem Glauben und ihrer Liebe zu diesem Sacramente einen entsprechenden äußern Ausdruck zu geben. Dazu aber empfahl sich ganz besonders die Organisation der kirchlichen Bruderschaften. So wurde denn vom Papst Paul 111. durch die Bulle vom 30. Oktober 1539 die erste Bruderschaft vom hlgst. Sacramente bei der Kirche sopra Minerva zu Rom bestätigt. Der Berein der ewigen Anbetung ist eine Blüthe des 17. Iahrhunderteö. Gott bediente sich hiezu der heiligmüßigen Jungfrau, der seligen Mcchtildis vom hlgst. Sacramente. In ihrem Kloster zu Paris fand am 12. Mürz 1654 die erste feierliche Abbitte vor dem hochwürdigsten Gute statt, welcher auch die damalige Königin von Frankreich als Büßerin mit einem Stricke um den Hals und einer Kerze in der Hand anwohnte. Den betenden Nonnen schlossen sich bald fromme Laien an, und Papst Clemens X. bestätigte itn I. 1674 den ersten Laienverein von der ewigen Anbetung. Im 18. Jahrhunderte verbreitete sich die Bruderschaft vom hlgst. Sacramente nach Oesterreich. Die große Kaiserin Maria Theresia, so erzählt ein Statutenbüchlein, schrieb sich selbst als erstes Mitglied derselben zu Tyrnau ein und ließ die ans die ewige Anbetung Bezug habenden Bücher in die verschiedenen Sprachen des Reiches übersehen. Gegen Ende des vorigen JahrhunderteS zählte der Berein in Oesterreich seine Mitglieder bereits nach Hunderttausenden ans dem Ordens- und Laienstande, welche Tag und Nacht der Anbetung oblagen. Allein erst unserem, dem 19. Jahrhunderte war es Vorbehalten, die bitteren Früchte jener subversiven Grundsätze, welche seit der Reformation in den verschiedensten Fdrmen als Jlluminatismns, FebronianisinnS it. s. w. das kirchliche Leben in Mitteleuropa auch unter Katholiken untergruben, einznernte». Der Glaube und mit ihm die religiöse Opferwilligkeit welkten dahin, und der JndissercntismnS gegen Religion, Kirche und Altar nahm in erschreckender Weise zu. So aber mußte es kommen, daß die reichen Schütze an kostbaren Kirchen-gerütheu und reichen Meßgewändern, welche eine glaubensstarke Zeit angesammelt hatte, durch Verbrauch mehr und mehr zu Grunde gingen, und weil Neues wenig beigeschafft wurde, die Kirchen in Städten und am Lande allmählig so verarmten, daß viele derselben dem ärmlichen Stalle zu Bethlehem nicht unähnlich waren. Acltere Priester bewahren diesbezüglich gewiß noch manche wehmiithige» Erinnerungen ans ihrer Jugendzeit. Was war natürlicher, als daß dieser verwahrloste Zustand vieler Kirchen und diese unwürdige Feier der erhabensten Geheimnisse zunächst den Vereinen der ewigen Anbetung zu Herzen ging, und daß gerade diese sich entschlossen, nach Kräften auf Beseitigung dieser beklagenswerthen Zustände hinzuwirken, dadurch, daß sie mit dem hauptsächlichen Zwecke der ewigen Anbetung auch noch den nebensächlichen der Au s st a 11 n n g a r ni c r Kirche n perbanden? So geschah es zuerst in Brüssel im I. 1843, später in Baicrit, im I. 1857 in Wien. Der hier zuerst von einigen frommen Frauen gegründete Berein wurde am 4. April 1858 kanonisch er- • richtet und im Juli desselben Jahres vom Hl. Vater Pius IX. zum Erzverein der ganzen österreichischen Monarchie erhoben, d. H. mit dem Rechte'auögestattet, sich allerorts selbstständige Hanptvcrcine zu aggregiren, wie solche nun schon seit Jahren in St. Pölten, Linz, Prag, Olmütz, Brünn, Pest, Graz, Klagenfnrt, Laibach, Görz, Triest, Innsbruck und Bozen bestehen. Dies vorausgesetzt, meinen nun die Referenten: Wo die beiden Gründe der Entstehung dieser Bereine obwalten, dort wären sie einzuführen, und wo dies nicht der Fall, oder wo keine Hoffnung auf Erfolg, dort waren sie nicht einzuführen. Demgemäß theilen sich die Conferenze» und deren Berichterstatter in 3 Gruppen. I. Eine Conferenz, beziehungsweise ein Dekanat, und 2 Berichterstatter rathen von der Einführung des Vereines überhaupt ab, und zwar aus folgenden Gründen: 1. In der Diözese bestehen schon so viele Bruderschaften und Vereine, daß cö in seelsorglicher Beziehung nicht angemessen erscheine, deren Zahl noch zu vermehren. 2. Erfahrungsgemäß treten zu jeder neu eingeführten Bruderschaft immer dieselben Personen bei, überbürden sich mit Gebeten und anderen Obliegenheiten, und werden, weil sie zumeist alles nicht erfüllen können, scrupulös. 3. Man sage nicht: „Aber die Statute» verpflichten ja unter keiner Sünde." Das ist zwar wahr; aber mit Mitgliedern, welche die Statuten nicht erfüllen, wird der doppelte VcrcinSzwcck auch nicht erreicht werden. 4. Anlangend den ersten Vcreinszweck, die ewige Anbetung, deren Abhaltung statutengemäß in der Kirche gewünscht wird; so sind die Kirchen am Lande nur an Sonn- und Feiertagen de» ganzen Tag, an Werktagen aber zumeist nur in den Morgenstunden offen. Eö würden also am Lande die Betstunden in der Kirche nur an Sonn-und Feiertagen, an Werktagen aber nur von jenen wenigen abgehalten werden, welche Zeit und Gelegenheit haben, auch an Werktagen eine ganze Stunde in der Kirche zuznbringcn. Auch sind wenige, namentlich des Lesens Unkundige, oder ob Alter ». s. w. des Lesens Unfähige, religiös so dnrchgcbildet. daß sie ohne fremde Beihilfe eine ganze Stunde in einem gesammelten Gebete ansznharren vermögen. Was die Betstunden zu Hanse betrifft, so weiß jeder, der die Wohnnugsverhältnissc am Lande kennt, daß — die Nachtstunden ausgenommen — die Mitglieder kaum Zeit und zur Winterszeit noch schwerer einen Ort finden werden, wo sie eine ganze Stunde ruhig, ungestört und gesammelt beten könnten. Am allerwenigsten wird erreicht werden können, daß alle Stunden des Tages mit Anbetern ansgcstillt würde». 5. Was den zweiten Zweck, die Ausstattung armer Kirchen, betrifft; so ist die Armnth am Lande so groß und leider noch immer im Znnehme», daß man nicht weiß, woher die armen Leute auch noch für diesen Verein das Geld hernehmen sollten; dies um so mehr, weil die Vcrmöglichcren und zugleich Opferwilligen zumeist schon bei anderen zu Almosen verpflichteten Vereinen eingeschrieben sind, z. B. beim Leopoldi,lenverein, beim Marienverein für Ccntral-Afrika, bei dem Vereine der unbefleckten Empfänglich Mariä für die Christen im Orient, beim St. Herma-goras-Vercin, bei der St. Michaels-Bruderschaft, und weil überdies beinahe allsonntüglich für fromme Zwecke gesammelt wird. 6. Endlich meint man, in unserer Diözese gebe es gar nicht so arme Kirchen, oder so kleine Pfarreien, daß die Pfarrslcntc nicht im Stande wären, bei nur einiger Opferwilligkeit ihre eigenen Kirchen mit dem Nvthwcn-digcn zu versorgen. Cs sei im Gcgcnthcile zu befürchten, daß beim Bestände dieses Vereines i» laueren Gemeinden die Opferwilligkeit noch mehr erkalten werde, weil sich dieselben ans die Unterstützung des Vereines verlassen werden. Es gebe wohl noch einige armen Filialkirchen; aber cs kann doch nicht Sache des Vereines sein, Kirchen zu unterstützen, in denen jährlich nur ein oder ein paar Mal die Messe gelesen wird. Weil also, so schließen die Conferente», die Gründe für Einführung eines Kirchen-AnsstattungsvcreineS in unserer Diözese nicht obwalten, so soll er hier auch nicht eingeführt werden. Statt dessen schlägt ein Referent die Einführung des Cäcilienvereines vor. II. 7 Conferenze», beziehungsweise 8 Dekanate und 4 Berichterstatter stimmen für die Einführung ; jedoch nur in Städten, namentlich am Bischofssitze, und etwa noch in größeren Märkten; haben hingegen geringe Hoffnung, daß der Verein auch in den Landgemeinden prosperimi werde. Daß sic nicht für die Einführung in den Landgemeinden stimmen, dafür berufe» sic sich auf dieselben Gründe, welche sub. I. angeführt wurden. Daß sic aber in Städten und größeren Märkten auf Prosperität hoffen, hiefür geben sic folgende Gründe an. 1. Anlangend die Betstunde, so ist diese in Städten viel leichter abzuhalten, als am Lande. Die Kirchen sind in den Städten den ganzen Tag offen; die Mitglieder haben nicht weit zur Kirche, versäumen also nicht viel Zeit ». s. w. Auch die Betstunden zn Hanse werden leichter abgehaltcn. 2. Anlangcnd das Almosen für Kirchenansstattnng, so gibt es in Städten noch immer fromme vcrmög- liche Leute in bedeutender Zahl, welche dieses Almosen leicht entbehren; und selbst ärmere Leute können in Städten leichter einige Kreuzer verdienen, als am Lande, um das Almosen zu entrichten. 3. Man mache also mit der Einführung des Vereines den Anfang am fürstbischöflichcn Sitze zu Marburg. Der Erfolg wird zeigen, ob und in welcher Weise mit der Weitereinführung vorzugehen sei. III. 9 Confercnzcn in Vertretung von 15 Dekanaten und 22 Referenten sind für sofortige allgemeine Einführung. Uebrigcns verkennen anch diese (šotifcmtjcii die Schwierigkeiten der Einführung am Lande nicht, und werden vielfach die nämlichen Bedenken angeführt, welche sub. I. namhaft gemacht wurden; nur meinen sie, daß ungeachtet dieser Bedenken der Verein cinznführcn wäre, und daß er, wenn nicht sogleich, doch mit der Zeit pro* speriren werde, insbesondere, wenn einmal günstige Resultate der Bereinsthätigkeit vorlicgcn werden. Für ihre Ansicht führen sie folgende Gründe an: 1. Unser Volk liebt die Zierde der Gotteshäuser in hervorragender Weise und seine Opfcrwilligkcit in dieser Beziehung ist geradezu stanncnSwerlh. Es wird also auch diesen Verein lieben und ihm gerne beitretcn, insbesondere wenn die jetzt herrschende Gcldnoth nachläßt und der kirchliche Sinn mit den im Confercnz-Schtußpro-tokoll vom I. 1878 angcdentetcn Mitteln mehr und mehr geweckt wird. 2. Wie groß auch die Gcldnoth in manchen Gegenden sein mag, so ist doch das geringste vorgcschricbenc Almosen von jährlich 12 kr. denn doch auch am Lande für gar viele nicht unerschwinglich. 3. WaS das Gebet und die Betrachtung betrifft, so ist durchaus nicht die Schulbildung, welche zunächst hiezu befähigt; hier ist der Lehrer und Führer der Hl. Geist selbst. Jeder Seelsorger weiß, welche hohe Erleuchtung, welche tiefe Andacht und welche Beharrlichkeit im Gebete sich bei vielen frommen Landleutcn vorfindct, die weder lesen noch schreiben können. Anch ist der Heroismus bekannt, mit welchem sich fromme Landlcute den Schlaf abbrechen, um durch nächtliches Gebet zu ersetzen, was am Tage zu verrichten nicht möglich mar. 4. Außer recht armen Filialkirchen gibt cs, wie die kanonischen Visitationen zeigen, in der Diözese wohl anch manche bedürftigen Pfarrkirchen in kleinen und armen Pfarrgcmcinden, denen ein Geschenk an Wäsche, an Paramenten oder anderen Gerüchen sehr erwünscht wäre. Und was hindert uns denn, ruft ein Referent aus, wenn der Verein in der heimischen Diözese keine Nothdnrft mehr findet, anderswo dringenden Bedürfnissen zu Hilfe zu kommen? Hat uns denn nicht die göttliche Vorsehung gerade in letzterer Zeit ein armes Brudervolk, wie einen armen Lazarus, vor die Thllre gestellt, der uns nicht sosehr um Brod, als um ein kirchliches Almosen anfleht ? Und das sind die armen Katholiken in Bosnien und in der Herzegovstia. 5. Das leitende BereinS-Eomitv zu Marburg wird gewiß für stylgercchte Ausführung der zu vertheilcnden Paramente und Gerüche Sorge trage», und auf diese Weise auch auf Verbesserung des kirchlichen Geschmackes, auf Förderung der kirchlichen Kunst und Industrie wohlthätig einwirkcn. Ueberhanpt wird das Comitä in der Lage sein, den Seelsorgern bei Bestellungen mit Rath und That an die Hand zu gehen. 6. Ein Berichterstatter hofft gerade von diesem Vereine eine Belebung des Empfanges der hl. Sacramente, in welcher Beziehung gar manche Pfarreien noch vieles zu wünschen übrig lassen. So z. B. sagen die Be- richte, daß in der Görzcr Diözese, wo dieser Verein sehr verbreitet ist, und namentlich in der Stadt Görz selbst an den Ablaßtagcn des Vereines die Beichtstühle von den Beichtkindern förmlich bestürmt werde». Gelänge cs überdies, mehr und mehr anch Jünglinge für diesen Verein zu gewinnen, so wäre der pastorelle Gewinn noch ungleich größer; — ein Damm gegen das übliche Hcrnmstchcn der männlichen Jugend um die Kirche. 7. Die Berichterstatter berufen sich ferner ans die Erfahrung. Im Dekanate St. Georgen an der Stainz hat sich auf Grund der Laibachcr Statuten ein solcher Verein bereits gebildet und zählt schon nahe an 400 Mitglieder. An der Hauptpfarre Tüffer besteht ein Anbetungsvcrein (jedoch ohne Geldbeiträge) mit einer ganz besonderen Organisation. Die Anbetung dauert von Mitternacht des 31. Dezember bis Mitternacht des 8. Jänner, also durch eine volle Oktave. Der Anfang und das Ende der Anbetung wird durch feierliches Glockcnge-läute angezeigt. Die Mitglieder wählen sich oder bekommen vom Vcreinslcitcr die Betstunden in der Weise zuge-theilt, daß thnnlichst gleich viele Mitglieder jede Stunde bei Tag und Nacht beten. Die Tagcs-Betstundcn werden in der Kirche abgehaltcn. Der Verein zählt über 1000 Mitglieder und die Zahl ist noch immer im Steigen. Aus diesen zwei Beispielen darf man schließen, vaß der Anbetungs-Verein beim Landvolke auf eine gute Aufnahme rechnen dürfe. 8. Die Bevölkerung der Nachbar-Diözesen Görz, Gurk, Laibach, Triest ist im Ganzen gewiß nicht wohlhabender, als die der Lavanter Diözese, und die dortigen Verhältnisse auch ansonst für die Aufnahme des Vereins nicht günstiger, als bei uns, und doch welcher Erfolg! In der Gurker Diözese sind schon im 1. Jahre beigetreten 1456 Mitglieder mit einem Jahresbeitrag von 804fl. 76'/2 kr. In der Triestcr Diözese wurden in den Jahren 1872—1876 100 Kirchen betheilt; die Gaben repräscntirten einen Werth von über 6322 fl. In der Laibacher Diözese zählte der Berein mit Ende des I. 1879, also 20 Jahre nach der Einführung, 30,612 Mitglieder, welche in diesem letzten Jahre 4463 fl. 77 kr. besteuerten, aus welchem Betrage 142 Kirchen betheilt wurden. Wenn also, so wird geschlossen, der Verein in den Nachbardiözcsen unter analogen Verhältnissen prosperirt, so ist nicht abznnchme», warum er in unscrcr Diözese nicht gedeihen sollte. 9. Darin aber sind alle Conferenze» und alle Berichterstatter einig, cs werde sowohl bei der Einführung als auch bei der Ausbreitung des Vereines alles ans den Eifer der Seelsorger ankommen. Viel Mühe wird es kosten: aber gerade diese wird ihnen die entsprechendste Gelegenheit darbicten, Christus dem Herrn eine gebührende Sühne darznbringen für die vielen Unbilden, welche ihm in diesen heiligsten Sacramente zugefügt werden. Der Einführung wird aller Orten eine gründliche Erklärung der Vcrcinszielc und eine warme Anempfehlung vorausgehen müssen. Auch wird cs erforderlich sein, daß schon bei der Einführung eine entsprechende Anzahl von Vercinsbüchlcin zur Verfügung stehe. Zumeist wird die Annahme des Laibacher Statuten-und Vereinsbüchcls empfohlen, welches mit Berücksichtigung des Gurker Vcreinsbüchcls vielleicht zu vervollständigen und für die Verhältnisse der Lavantcr Diözese entsprechend zu modifizircn wäre. In welcher Hinsicht man sich bei der Schlußconferenz dahin einigte: Das Hochwürdigste F. B. Consistorium möchte ein dreigliedriges Cornile mit der Verfassung und Drucklegung des Statutenbüchlcins betrauen, welches sich seiner Aufgabe in der Weise zu entledigen hätte, daß der Verein zu Ostern des Jahres 1881 feine Wirksamkeit beginnen könnte. Wozu Gott der Herr seinen Segen geben wolle! II. Welche Gattungen von festlichen Umzügen und eigentlichen Bittprozessionen finden an verschiedenen Seelsorgstationen statt, und zwar wie oft im Jahre; sei es um die Pfarrkirche oder im Pfarrortc, — oder von der Pfarrkirche zu einer Filialkirche, — oder sogar zu einer außer der Pfarre gelegenen Wallfahrtskirche? Die Frage: Wie oft? gilt insbesondere in Betreff der in einigen Dekanaten üblichen s. g. Jnitien zwischen den Festen ss. Corp. Christi et s. Bar-tliolomaei Ap. Welche Bedeutung haben die kirchlichen Umzüge, und welche lithurgischen Vorschriften bestehen in Bezug der besonderen Arten derselben? Und bestehen außerdem noch da und dort löbliche örtliche Gewohnheiten oder zu beklagende Mißbrauche? Welche Wahrnehmungen machen die Seelsorger in Betreff des bei diesen Umzügen von den Gläubigen an den Tag gelegten Eifers und in Betreff des Einflusses derselben auf die Belebung des religiösen Sinnes im Volke? Welche Mittet haben die Seelsorger schon bisher angewendet und welche Vorkehrungen getroffen, und welche anderen ließen sich noch in Zukunft treffen, um etwaige Mißbräuche abzustellcn, die Umzüge für das Volk noch aufcrbaulicher zu machen und auch in dieser Hinsicht eine größere Gleichförmigkeit in dieser Diöcesc zu erzielen? lieber diese Frage liegen 37 Elaborate vor, von denen mehrere sehr ausführlich, mit Sachkcnntniß und lo-benswerthem Flciße abgcfaßt sind. Als Quellen wurden benützt das Rituale Romanum und Salisburgense. die Pastoral des P. Schüh, und bei Detailfragcn die Confercnz-Schlußprotokollc der früheren Jahre. I. Die Prozessionen werden dem Gcg cnstand e nach eingetheilt in lithurgischc Processione», und in Bitt-und Bußprocessioncn, zu welchen — wenigstens der Form nach — auch die Botiv-Processioncn zu rechnen sind. Der Ueb un g nach sind sic entweder ordentliche, d. H. nach Vorschrift alljährlich wicderkehrcndc, oder außerordentliche, d. H. nur in Folge außergewöhnlicher Veranlassungen vcranstalteteProccssioncn, z. B. JubiläumS-Processioneu u.s. w. Die ordentlichen lithurgischen, d. H. mit der Lithurgie des Tages oder Festes zusammenhängenden Proces-sioncn z. B. in festo Purificationis B. M. V., in Dom. Palm., in Coena Dni., die Auferstehungs- und die Frohnleichnamsprocession, dic Leichenzügc und dic Processione» auf den Gottesacker am Allerscelcntage, sowie die ordcutlichcu Bitt- und Bußprocessione», nämlich in litaniis majoribus (St. Markusfest), in litaniis minoribus (die 3 Bitttage) werden an allen Seclsorgstationen, und zwar dis auf geringe Abweichungen, von denen später die Rede sein wird, genau nach der im Missale und im Eituale Salisburgense dorgeschricbenen Art und Weise abgehalten. Die Bittprocessiouen in litaniis majoribus et minoribus werden, wo leicht zugängliche Filialkirchen vorhanden, von der Pfarrkirche ans zu diesen; wo keine oder nicht genug Filialen bestehen, zu einer benachbarten Pfarrkirche geführt, deren Processimi der Fremden bis zu einer bestimmten Stelle cntgegcngeht. Wo auch dies nicht ausführbar, da wird die Processimi bis zu irgend einer Fcldkapcllc oder von dort in die Pfarrkirche zurückgeführt, oder sie macht überhaupt einen entsprechenden Nundgang im Pfarrbezirke. Außerordentliche ‘Processione» dürfen zufolge wiederholter Entscheidungen der 8. C. B. z. B. dd. 20. Juni 1654, dd. 1. Sept. 1838 ohne Erlaubniß des Bischofcs nicht angcsagt oder eingeführt werden. Dies gilt ausnahmslos von jeder thcophorischcn, sowie von jeder neuen dauernd einznführende n Votiv-Proccssion. Anlangcnd die schon seit unvordenklicher Zeit da und dort üblichen und vom Ordinariate bisher nicht beanständeten Botiv-Processionen, so können diese auch fernerhin beibehaltcn werden, wenn auch im Pfarrarchiv keine Ordinariats-Bewilligung vorfindig sein sollte. Auch kann cs bei der bisherigen Hebung verbleiben, daß der Pfarrer bei schweren Drangsalen z. B. bei Epidemien, bei anhaltender Dürre ». s. w. sei cs über Ersuchen der Pfarrsleute oder motu proprio eilte Bittproccssion, oder wenn eine schwere Drangsal vorübergcgangcn, eine Dankprocession zu einer Filialkirche oder auch zu einer benachbarten Wallfahrtskirche veranstaltet. Als übliche Botivproccssioncn, welche zumeist den Charakter von Dankprocessionen für besondere in unvordenklicher Vergangenheit von Gott erhaltene Gnaden an sich tragen, werden nachstehende genannt: Im Dekanate Marburg l. Dr. lt. In der Vorstadtpfarre Hl. Maria: am St. Nochnstagc nach Frau Stauden, und am Herz-Jcsu-Sonntag nach St. Barbara ob Marburg. — I» St. Peter bei Marburg: am Pfingstsonntag von den verschiedenen Fcldkapcllcn gemeindcwcise Proccssionen zur Pfarrkirche, ebenso zum Schluß der Maiandacht. Am Schutzengel-Sonntag feierliche theophorischc Schlußprocession zur MuttcrgottcSkirchc am Fraucnbcrgc. — In der Pfarre St. Marti n bei Wurmbcrg haben die drei Gemeinden je Eine Votivproccsfion von einer bestimmten Fcldkapcllc zur Pfarrkirckie: die Eine Gemeinde am Floriani-Tag, die andere am Pfingstsonntag, die dritte am dem Feste Visitationis B. M. V. zunächst stehenden Sonntag. — In der Pfarre Ober- St. Kun igund und in Gams am Christi-Himmclfahrtölage zur Kuratie-Kirche Hl. Kreuz. — In der Pfarre Gams überdies am Pfingstsonntag von der Filialkirche St. Urban zur Pfarrkirche in Gams. Im Dekanate Cilli. Ans der Pfarre St. Jakob in Galizien zieht alljährlich eine aus den Jahren allgemeiner Hungcrsnoth 1814, 1815, 1816 datirendc Processimi nach Krai» zur Kirche auf der Hl. Alpe (na sv. planini). Am Samstag vor dem 4. Sonntag nach Ostern zieht die Procession von der Filialkirche St. Oswald ans, nachdem sic dort einer Messe bcigcwohnt, in geschlossener Ordnung die lanrctanischc Litanei singend und den Rosenkranz betend, unter einem Laienführer (vižar) bis Maria Plctrovitsch, wo sie abermals einer Messe anwohnt. Dort sich auflösend, tritt sie unter dem Berge Maria Rick abermals in Ordnung und das gemeinsame Gebet beginnt wieder. Am Sonntage ist auf der Hl. Alpe feierliches Amt, bei welchem alle Wallfahrer nach Abends vorher verrichteter Beichte communiziren. Am Rückwege wird noch in geschlossener Ordnung die Kuratialkirchc Maria Rick besucht, deren Kurat den Wallfahrern mit seiner Gemeinde bis zu einer bestimmten Stelle in Procession entgegen« kommt. Sodann löst sich die Procession ans, und am Abend ist die Heimat wieder erreicht. Bei dieser Procession herrscht alljährlich die schönste Ordnung und anfcrbanlichste Andacht. Ein ähnliches Ceremoniel fomilit überhaupt bei Botiv-Processionen vor, welche in weitere Ferne ziehen. In Greis. Die Floriani-Proccssion der Glas-Fabrikarbeiter zn Liboje in die dortige Kirche St. Agnes von einem Feldkrenz aus. Im Dekanate Drachenbnrg. Zu Windisch Landsbcrg am 3. Mai die St. Floriani-Proccssion nach Maria-Sand. — Zn St. Peter bei Königsberg am 24. Mai (Marija Pomočnica) eine Bittproccssion von der Pfarrkirche auf den ist. Berg (na sv. gore) ; und am 2. Juli die vereinigte Procession von Drachenbnrg und P e i l e n st c i n nach Maria Zagorje. Im Dekanate Dranfeld. Zu St. Lorenzcn am 2. Juli eine allgemeine Procession nach Maria Ncn-stist, aus besonderer Devotion zu Maria. Sodann drei Votiv - Processione» ans der Pcstzcit, unter Leitung von Laienfithrern. Die erste aus der Gemeinde Sankendorf am 4. August zum Feste Maria ad nives auf den Hl. Berg bei St. Peter bei Königsberg. Die Tradition erzählt: Ein Bauer hat sich zur Zeit einer Rinderpest zu dieser Kirche verlobt und sein Vieh blieb verschont; worauf sich auch die übrigen Bauern verlobten. Als sie aber später« hin durch zwei Jahre ihr Gelübde nicht hielten, brach die Pest von neuem ans. Seither wird das Gelübde treu gehalten. Ans gleicher Jntenzion gehen jährlich Processione» zur Wallfahrtskirche Maria am Tabor (na Taborskem) aus der Gemeinde St. Lorenze» zu Großfraucntag und ans der Gemeinde Amtmannsdorf am Schntzcngcltag. Von Zirkowitz und St. Johann jährlich am 2. Juli eine Devotions-Procession nach Maria Neustift; eben dahin von Schleinitz eine Votiv-Proccssion am 16. August zur Abwendung der Cholera. Zu Kö tsch am Floriani-Tag eine Votiv-Proccssion von Roßwcin nach Frau Stauden. Von Schleinitz am 26. Juli nach Franheim (St. Anna Patroz.), und am 8. Scptbr. von Fra u -heim nach Schleinitz (Patroz.). Im Dekanate St. Georgen an der Stainz geht am Floriani-Tag eine Procession von St. G c o r -g c n und St. A n t o n nach Hl. Dreifaltigkeit. Im Dekanate Gonobitz. Von Go »ob itz geht am Floriani-Tag eine Procession »ach Prihova zur Abwendung des Feuers, wie ein solches vor mehrere» Jahren den Markt eingeäschert hat; — von Loce am 6. Sonntag nach Maria Neustift zur dankbaren Erinnerung, daß die Gemeinde einstens von einer Pestkrankheit verschont blieb; — von Cadrai» auf die brinje va gora am Feste des Hl. Anton von Padua. Im Dekanate St. Leonhard i n W. B. geht von jeder Seclsorgstation alljährlich einmal eine Votivprocession nach Hl. Dreifaltigkeit; von Maria Schnee am Vitns-Tage, von Negau am Pfingstmontag, von den übrigen Pfarreien am Floriani-Tagc. Zn Wisch geht am Jakobi-Tage eine Procession von der Ortskapelle unter Begleitung des Pfarrers zur Pfarrkirche. In den Dekanaten Mahrenberg und Saldenhofcn sind fast an allen Seclsorgstationen mehrere Votivprocessioncn gebräuchlich, u. z. nach Hl. Kreuz bei Drauburg, nach St. Anton am Bachern, nach St. Johann am Zeichcnbcrg, nach St. Pankratzen am Radl, auf den Hl. Dreikönigsberg u. s. w. Im Dekanate Marburg r. Dr. U. In der Vorstadtpfarrc St. Magd ale na am Rochustag nach Franstauden. — In der Pfarre Lembach am Psingstdienslag vom Gemeindekrenz in Bcrgenthal in die Pfarrkirche. — In der Pfarre M aria Raftam s. g. Rastcr-Schönsonntag und mit Raster Sonntag (Fest. Nom. B. M. V.) vom Dorfkrcnz in die Fricdhofkapellc. In der Pfarre S t. Loren zcn am Sebastiani-Sonntag von der Pfarrkirche zur Filiale St. Radignnd und wieder zurück in die Pfarrkirche. — I» der Pfarre Maria Wü ft e am Anna-Sonntag von der Pfarrkirche zur Anna-Kapelle. Im Dekanate St. Martin bei W. Graz. In Alte »mar kt eine sehr feierliche Procession der Ro-senkranzbrudcrschaft am Roscnkranzsonntag, bei welcher eine Marien-Statne unter Gesang und Rosenkranz-Gebet getragen wird. Gelegenheitsprocessionen z. B. ad petendam pluviam, serenitatem it. s. w, werden in diesem Dekanate häufig u. z. gcwöbnlich zu Wallfahrtskirchen gehalten z. B, nach Moria homec, nach St. Anna in Pameč, itad) Maria in Rottenbach. Im Dekanate Oberburg. In Sulzbach am Georgi-. Florian!- und Martini-Tage, an den zwei Ottatcinber-Sonntagen zur Sommerszeit und am Danksagnngssonntag Procession vom Kreuze außer dem Dorfe zur Pfarrkirche.— In Rietz die Floriani-Proccssion von der Pfarrkirche zum Floriani-Altar in der Filialkirche St. Johann. Bei allgemeinen Drangsalen gehl eine Bittproccssion nach Mario Kokarje. Auch geht am Ostersonntage Nachmittag in Rietz eine Procession nach Kokarje, und in Pra ßbcrg imd) Brezje. Zit Laufen eine Procession am Floriani- und St. Scbastiani-Tag. Zu Leu tsch am Floriani-Tag und außerdem an jedem Oua-tembersonntage Nachmittag eine Procession um die Kirche auf den Friedhof mit den üblichen Gebeten pro defunctis. In den Dekanaten Petto», Großsonntag und Sauritsch kommen vor: Die Floriani-Processione», vielfach nach Hl. Dreifaltigkeit, und am 2. Juli nach Diaria Polenšak und Maria Neustift. Dann und wann vereinigen sich mehrere Pfarren zu Einer Procession k Hajki Bistriški — nad) Maria Bistritz in Kroatien. Ini Dekanate Rann. Jährlich am 23. Mai eine Votiv-Proccssion von Pi šec ans den Hl. Berg bei St. Peter bei Königsberg. In den Dekanaten St. Mar ein und Rohitsch. Nach Mar a Süsse nbcrg kommen durch drei Tage vor Großfraucntag große Processionen von verschiedenen Gegenden der Diöccsc, auch von Krain und aus Ungarn, welche von den Priestern feierlich empfangen und ebenso feierlich beim Auszuge begleitet und entlassen werden. Achnliche Processionen kommen vor zu M ar i a winsleo in der Pfarre Zibika. Seit einigen Jahren geht von Süssenberg am Samstag nach dem Feste St. Rochus eine Procession nach Maria Trost, wo sie feierlichen Ein-und Auszug hält; am Rückwege zerstreuen sich die Teilnehmer allmählig und eilen ihren Behausungen zu. Zu Rohitsch eine Floriani-Procession nach St. Florian zur dankbaren Erinnerung, daß der Markt bei einer im I. 1737 inmitten desselben «ungebrochenen Feucrsbrunst dennoch vor der allgemeinen Einäscherung verschont blieb. Ebenso geht von St. Florian am 4. Mai eine Procession nach Maria Loretto in der Pfarre Schillern. Und von Schillern geht alljährllich am Dreifaltigkeitssonntag eine Botivprocession nach Hl. Dreifaltigkeit in der Kolos. Im Dekanate Windisch Fei st ritz geht alljährlich am 2. Juli eine Botivprocession aus den Pfarren K e r s ch b a ch, M o n s b c r g und M ax a u unter Begleitung eines oder mehrerer Priester nach Maria Neustift. Diese statistischen Daten werden ohne Zweifel von allen Seelsorgern mit Interesse gelesen werden. Ob aber die vorstehende Zusammenstellung der Botivprocessionen eine vollständige sei, kann ans der Sti-lisirung der Confcrenz-Protokollc nicht mit Sicherheit entnommen werden. Anlangcnd die thco p h ori scheu Processionen, die s. g. Initien, ergeben die Elaborate und Conferen-protokolle nachstehende — vielleicht auch nicht — vollständige Ucbcrsicht. Sie werden gehalten: In dem Dekanate Marburg l. Dr. II.. an allen Pfarren mit Ausnahme von Zellnitz, Gams und der Vorstadtpfarre H. Maria. Im Dekanate Marburg r. Dr. U., an allen Pfarren mit Ausnahme von St. Lorenzcn und Maria Wüste. Im Dekanate Cilli. In der Pfarre Greis, Dom. infr. Oct. Corp. Christi, und Dom. post. Assumpt. B. M. V. bei der Filialkirche St. Agnes in Liboje. — In der Pfarre H cilenstcin Dom. IV. post. Pent. bei der Filialkirche hl. Kreuz am Oelberg, und Dom. post. fest. s. Magarithae V. M. — als am Patrociniumssonntag — bei der Pfarrkirche. Im Dekanate Drachenburg. Zu Drachenburg in feste Assump. B. M. V. (Patrocinium der Pfarrkirche) und Dom. post. fest. s. Antonii Pad. (großer altherkömmlicher Conkurs). Zu Peilen stein durch 6 Sonntage nach dem Frohnlcichnamsfest und am Scapulier-Sonntag; an diesem letzteren Sonntage auch zu Do bje, und zn Zagorje am Sonntage vor dem Feste s. Laurentii. (Ein großer altherkömmlicher Conkurs) Zu St. Beit Dorn. post, festum s. Viti (Patrocinium), und beider Filialkirche Hl. Kreuz am Schutz-engclsonntag. Zu Fa utsch an 4 Sonntagen post. fest. Corp. Christi. Im Dekanate Draufcld. Zu Kölsch und Schleinitz jeden Somstag infra fest. Corp. Chr. et fest. s. ap. Bartholomaei, bei jeder Pfarr- und Filialkirche am Patrociniums-Fcst oder Sonntag, und außerdem zu Kölsch noch einmal bei jeder Filialkirche und zu St. Lorenzcn auch in feste ss. ap. Petri et Pauli. Im Dekanate Fraß lau zu St. Martin an der Pak jeden 2. Sonntag infr. fest. Corp. Chr. et fest, s. Barth; bei den übrigen Pfarren am Patrocininms-Feste oder Sonntage und je einmal bei jeder Filialkirche die s. g. Schönsonntage, lepe nedelje. Im Dekanate St. Georgen an der Stainz werden die Initien in der üblichen Zeit zu St. Anton in W. B. jeden Sonntag, zu St. Georgen und Kleinsonntag jeden 2. Sonntag, zu Kapellen jeden 4. Sonntag, an den übrigen Pfarren (sowie auch an den genannten) am Patrociniums-Fcst oder Sonntag gehalten. Im Dekanate Gonobitz finden an gewöhnlichen Sonntagen der schon erwähnten Zeit die Initien nirgends statt; wohl aber an den Patrocininmsfesten oder Sonntagen bei allen Pfarr- und Filialkirchen, lieber die gewöhnliche Zeit hinaus füllt die theophorischc Procession zu St. Egid in Rätsch ach, welche am Schutzcngel-sonnlag abgchaltcn wird. Bei der Filialkirche St. Agnes eben dieser Pfarre wird die theophorischc Procession in feste ss. ap. Petri et Pauli von ber Marien-Filialkirche aus, und bei" der Filialkirche St. Martin Dom. post, fest. s. Oswaldi gehalten. Aull; in der Pfarre Tain ach wird bei der Filialkirche Hl. Drcikönig die thcopho-rische Procession an einem entsprechenden Sonntag nach Frohnleichnam abgchaltcn. Bei der Filialkirche S t.