^ 278. Moutllg, 5. Dtccmbn 1892. 111. Jahrgang. 1 ln!ms!i^ Zeitung. ^A°ll,li UA. ^' P°stverlenduna: «mi^hrlg fi, ,5, hlllbMr!« fi, 7 bN. Im «ompto 5 5N, Nur dl. jj»s,"ll,m„ <,.,«"»« lianzjühng fi, ,, - I»sesti°»e»«bür: ssur Die «Laibllch« gettun«» trjchetnt t^Nch, «it ««»nahn« dcr Tonn. und flsieNage, Dl« »v»i»»»»«U«« beftnbrl si« «°>.8'ts»P,ah Nr » die K«>»ltto» VahnhofnaNe Nr, l5. Eprechftunden^er Neb°ttl°n tHgllch von l< bl« ll Uhr vormittag« - Unsranllert, Urie'e wr^drn nichl »n«,nuu,«en und Manujcripte nlcht ,urullgsfttNt. ^ Amtlicher ükeil ^Asali "nd f. Apostolische Majestät habeu drill Mesrea,/""""' ^"' kroatisch-slavonisch-d.ilmatiuischen »^?,,"'N " ^lcn" ui'd Lieutenant in der Mrs! ".^aneinegiments Nikolaus Alexandrovic ^ll^.und Thronfolger von Rnsswd Nr. 5 ^Nel^?." ^„zcgovic von Narlabasevec ^leihen Kälnmererswnrde taxfrei allergnädigst ^htzchs/ und k. Apostolische Majestät haben mit !'^tttil. s, ",!^ließunss vom 26. November d. I. den, ?Kos??tär im Handelsministerium Dr. Man- "Ndills ^ Ritterkreuz des Frauz-Ioseph-Ordeus U'l zu verleihen geruht. ?^°chst!i> ^ k. Apostolische Majestät haben mit ^<" E"schlicßuug vom 22. November d. I. ^Echi " Iezica Franz Povöe zum Chorherr,, '^"^^ftltels in Rudolfswert allergnädigst zu """l)t, _________ Gautsch m. p. !? I^^'^rpräsident als Leiter des Ministeriums ? Volilei v" "n Stande der Grazer Polizeidireetion ^3'M Michael Papez zum Polizei- ^lchtamtlicher Hheil. "lillndlllllssen deö Neichsrathcs. des ^ Nl. ^ Wien , ^. Trcl'ml'l'r. ew.^si?^ordnetenhaus sehte heute die Berathung Hn "°he ??'l"'ds fort. Der heutigen Sitzung wohnte »Hz Deutung inne, da die Obmänner des W^lvotz,""d des Clubs der Conservative,,, Ritter 3"' UN, l.""d Graf Hohenwart, das Wort er-si^Z hH. Stellungnahme zur Regieruug und U V 3'l'errn. Sodann gab der Ministerprä-'T>ti^"ffe Erklärnngeu ab. Zuerst sprach <"b>gte ^worskl. welcher 'namens des Polenclubs ^rt>e. '^ derselbe für den Dispositionsfond stim !^i> h^Mn her Sitzung gab der Präsident da« «t,t> l>/°?. Alfons Ritter von CzaykowSki be-A.^lel^ ^"", dass der Verstorbelle seit vier-«? dem "..Abgeordnetenhanse uud seit sechzehn M^M Naschen Landtage ^,^^^t und in ^ liier ""^kürpern stets fleißig gearbeitet habe, b« habe ^ '" hinein Lande allgemeine Achtung W^lheben . Präsident forderte das Haus auf, V?en dcs m? ben Sitzen die Trauer über das li»'Mus »5 ^geordneten Czaykowski auszudrückeu. Vtzenttn, c ^) Vom Handelsministerium ist ^ Z.' eil,^"^' betreffend die Regeluug der Aus-^ ^ftositimV^V sodann wurde 'die Debatte über tl^>ldeb° v°" Iaworski: Ich habe mich in !« für n, r 'Ucht zum Worte gemeldet, weil ich 'is^^andp ' "^wendig hielt, dem Hause gegenüber kH" L< ° . iu kennzeichnen, den wir in der po-^ ^"H ^'nehmen. Diesem Staudpuulte habe ich ^ ^ »vir Hgebcn uud auf diesen, Standpunkte V^lcht' .7'Msdestoweniger habe ich mich schon K Tage V ^ ^cden nnd Vorlom.nnisse der Capitel zu Worte gemeldet, x^ erllnro ?be vorerst, nm im Namen meiner M F werd". " °^ '"^ f"r den Dispositionsfoud V" c,naen^,^""log jenen, Standpunkte, den wir l"° i? oder N?"' haben, ohue Rücksicht auf das ?^i^"d l.,.s? ^"uen für die jeweilige Regierung. nur aus dem ''3''bänk^"^hwendigkeit (Sehr richtig! auf >^als ein°V'"b aus diesem Principe nnd weil ^! "t". a Staatsparte, ansehen wollen, sei es Ii>k, "nr>, ^'l?' ^"""ün'gen zurückzukomuien, l« >'l d,sV^"."' anlacht wllrden, und zwar l biz "lchüulli '" """" ^lllb augehört. dessen po^ ^"l /iul? '"" l'U Principe theilen, mit dem ""'annnenbruche der früheren Majorität eng liiert waren und mit dem wir im besten Einvernehmen zu verbleiben auf das wärmste wünschen (Bravo! im rechten Centrnm). weil ich demnach diese Worte nicht als den Ausdruck der Meinung des Clubs, dem der Herr Redner angehört, auffassen will. Der Herr Abgeordnete für den böhmischen Großgrundbesitz hat über den Dualismus gesprochen, und ich muss sagen, dass die Gefühle, welche er gegenüber der jenseitigen Reichshälfte zu hegen fcheint, nicht die besten sind. (Heiterkeit links) Ich fühle nicht das Bedürfnis, mich in eine nähere Besprechung darüber einzulassen; auch sehe ich nicht die Nothwendigkeit dazu ein. Der Dualismus ist ein bilateraler Vertrag, er ist ein Staatsact, er bedarf keines Anwaltes, die jenseitige Reichshälfte bedarf keines Vertheidigers. (Bravo! auf den Polenbänken). Aber dieser Dnalismns hat für uns eine specielle Bedentung. Dieser Staatsact und die Lage, wie sie sich am Ende der siebziger Jahre gestaltet hat, hat es mit sich gebracht, dass jene ans-wärtige Politik eingeschlagen wurde, mit welcher wir im Interesse unseres Landes vollkommen einverstanden sind (Beifall bei den Polen), weil sie uns auch eine wesentliche Gewähr für die Znkunft Oesterreichs bietet. (Beifall bei den Polen.) Und wir haben bei wiederholteil Anlüfsen im Hause und außerhalb desselbeu dieser uuserer Meinnng Ausdruck gegeben, dass der Dreibund der alleinige Schutz der Völker Oesterreichs ist gegen jene Macht, in der wir die große Gefahr für die Nationalität uud Freiheit und für den Ausfluss dieser zwei höchsten Güter, für die Cultur, erblicken. (Lebhafter Beifall bei den Polen). Und deswegen werden wir jederzeit Verwahrung einlegen gegen jedwelche politische Richtung, die au dem bestehenden klnlu« yuo rütteln sollte, Verwahrung einlegen gegen jede Aenderung der politischen Richtung in der allgemeinen Lage im innern und nach außen, als anch in dem System der österreichischen auswärtigen Politik. Ich wende mich nun zu der Rede des Abgeordneten Plener, welche wir gestern gehört haben. Ich muss offeu bekeuuen, dass die Mäßigung und der Ton, in welchem diese Rede vorgebracht wnrde, auf mich nach den turbulenten Reden und Scenen der letzten Tage eiueu sehr wohlthuenden Eiudruck gemacht hat (Bravo! bei den Polen), und ich werde bei Besprechung dieser Rede nur dasjenige hervorheben, was ich unbedingt für nothwendig finde zur Klärung der Situation; denn darnm handelt es sich vorzugsweise. Ob und iuwieferue eiu Missverständnis zwischen Regieruug und der Partei, welcher der Abgeordnete Plener angehört, eingetreten ist Diese Frage lasse ich unerörtert, ebenso die Frage, ob und welche Abmachungen zwischen Partei uud Regieruug gepflogen wurden, über deren Nichteinhaltung sich die Partei gegenwärtig beschwert. Es ist Sache der Auseiuaudersetzuug zwischen Partei und Regierung; freilich sollte diese Ausemandersetzuug nicht 6x l"«l'geschehen, nachdem mau bereits zu den äußer-sten parlamentarischen Mitteln gegriffen hat oder zu areifen beabsichtigt, Gehässigkeit der Regierung der Partei gegenüber wird vorgeworfen. Auch darüber will H mir kein Urtheil anmaßen; es ,st das subjective Urtbeil derjenigen, welche davon unmittelbar betroffen siud Hum Beweise dieser Gehässigkeit werden verschiedene Hacta angeführt. Ich könnte auch Thatfachen anführen, welche das größte Entgegenkommen von Seite d?r Neaiernnq der Partei gegenüber, sonnt das Gegen-tbeil leisen. (Sehr richtig! bei den Polen.) Aber >ine 'A'mel una muss ich dabe, macheu. Die Ueber-ugung wl, der Gehässigkeit der Regierung der Partei ae euüber muss tief wurzelu m der Partei und m 3.^,1 ^ülner wenn derfelbe nicht uinhiu konnte, eine N u rkm.a M' machen, die ich im Iuterefse Oesterreichs niäit aebö'rt habeu wollte, eine Bemerkung, indem er ^rNede des Ministerpräsidenten die gleichzeitig gehaltenen Mden der Premiers Caprivt nnd Wekeile entgegen-li ,s. ^c »^ ,infill' rechts); nicht um den Grafen Taasfe 3a tt^ sich'' es handelt sich um den C.binetsch!f Österreichs (Beifall rechts), und ich biu überzeugt, 3! d r Minst iPläsident nicht einen gewissen Passus ^.N^ P"ääk vacant^ ^ '>> .., 3t?le m seine Rede aufgenommen hätte, w7rd^^ auch Anstand genom- men haben, diese malitiöse Bemerkung vorzubriugen. (Bravo! rechts.) Von einem negativen Programme wurde gesprochen, und der Abgeordnete Plener hat von parlamentarischer Seite ein solches Programm zwar kritisiert, aber dasselbe gutgeheißen, angenommen. Nun halten Sie es auch ein; wir haben es, wir werden es einhalten. Die Bildung einer parlamentarischen Majorität wurde auch vom Herrn Abgeordneten Plener berührt, nnd ich glaube, die Hauptursache des Grolles liegt darin, dass die Regierung eine Majorität im Sinne der Partei »licht bilden wollte oder nicht bilden konnte. (Zustimmung rechts.) Majoritätsbildung! Um eine Majorität zu bildeu, bedarf es vier Haufttbedin-gungen. Wenn eine von diesen fehlt, fällt uubedingt die Bildnng der Majorität, Die erste Hauptbedingung ist das Programm, auf Grund desseu eiue solche Majorität zu bilden wäre. Die zweite ist die Gleichwertigkeit der die Majorität bildenden Parteien (Beifall rechts), dass nicht die eine oder die andere in dieser Majorität die Suprematie erlange oder zu erlangen strebe. (Beifall rechts.) Die dritte ist die absolut nothwendige — denn sonst hat das keine Bedeutung — numerisch festgestellte Stärke, und die vierte ist, dass diese Majo-ritä'ts-Bildung niemanden aufoctroyiert (lebhafter Beifall rechts) und niemand von derselben ausgeschlossen werde, der sich mit dem Programm einverstanden erklärt. (Erneuerter Beifall rechts.) Auf Grund dieser vier Hauptbedingungen bestand in biesem Hause eine Majorität, sie bestand durch 11 Jahre, sie bestand auf der Bedingung des Programms und das Programm dieser Partei war Gleichberechtigung, Autonomie der Königreiche und Länder, Schutz und Damm gegen die Prä-potenz und Suprematie der ehemaligen Verfassungs-partei (lebhafter Beifall rechts), von der Ansicht ausgehend: lii^'ilt? 5llp!6nlill monili. Und Erfahrungen, traurige Erfahrungen haben wir in dieser Hinsicht gemacht. Gleichwertig müssen die Parteien, welche diese Majorität gebildet haben, sich gegenüberstehen, und die numerische Stärke hat sich der Vartei, gegen welche sie in erster Linie gerichtet war, sehr oft sehr stark fühlbar gemacht, uud diese Majorität ist zustande gekommen, nicht aus der Initiative der Regierung, sondern aus der Initiative der Parteien (Bravo! bravo! rechts) aus dem mu!,l20 C0N86N3U, aus dem gegenseitigen Einverständnis und der gegenseitigen Einwilligung derselben. Diese Majorität würde auch heute bestehen, und ich scheue mich nicht, es auszusprechen, nicht zum Schaden Oesterreichs (Beifall rechts) und nicht zum Schaden der Länder. Sie würde bestehen, wenn nicht zwei Ursachen deren Zusammenbruch herbeigeführt hätten. Die eine Ursache ist die, dass die Regieruug dasjenige, was man ihr zum Vorwurfe gemacht hat, streuge eingehalten hat. Es wurde der Regierung immer vorgeworfen, dass sie eine Parteiregierung sei, und die ^Regierung hat strenge das Princip der Regierung über den Parteien eingehalten zum Schaden der Majorität (Bravo! rechts), denn wenn die Regierung eine größere Fühluug mit dieser Majorität eingehalten hätte, wäre es vielleicht nicht dazu gekommen. (Bravo! rechts.) Die zweite Ursache, warum diese Majorität nicht besteht, ist der Zusammenbruch im Innern derselben; ein Factor ist entfallen uud eiu anderer ist an seine Stelle getreten. Die Abgeordneten czechischer Ratio« nalität aus Böhmen haben nicht ihre Nationalität, aber ihre Politik geändert. Die Politik, welche sie von Anfang an einnehmen, ist die Politik der schärfsten Opposition und eine neue Politik hinsichtlich der internationalen Verhältnisse. In der einen und in der anderen Richtung müssen wir uns mit der ganzen Bestimmtheit dagegen'erklären! (Beifall seitens der Polen.) Wie stehen die Sachen heute? Eine Majorität ist zu bilden. Nun, meine Herren, sie kann gebildet werden wiederum uur durch diese m'er Hauptbedingungeu. Lassen Sie mich noch eine hinzufügen, die fimfte infolge der geänderten Verhältnisse. Nennen wir diese fünfte Geoin-guttg Selbstverleugnung und Einsicht. (Richtig! bei deu Polen). Sie kaun gebildet werden nur auf Grundlage eines Programms. Das Programm wurde uus bekanntgegeben. Sie muss gebildet werden nur auf Grundlage der Gleichwertigkeit, der uumenscheu Stärke und des Hiuzutritts auö eigenem Willen. Ich habe den Versuch Laichs,' M!?lng N^. 278 2482 5. DcttinbcrW^ gemacht, dass eine solche Majorität zustande kommt; er ist mir nicht gelungen. Ich habe es in den Pourparlers versucht, welche mit den Führern der Vereinigten Linken noch vor der Allerhöchsten Thronrede gepflogen wurden und deren Ergebnis dann den Clubs zur Gutheißung oder Verwerfung mitgetheilt wurde. Sie scheiterten, meine Herren — und der Abgeordnete für die Egerer Handelskammer wird die Ursachen wissen, warum sie scheiterten — sie scheiterten an dein Mangel einer jener Hauptbedingungen, die ich früher erwähnt habe. Sie scheiterten damals, und sie scheiterten zum zweiten-male, als es sich bei der bevorstehenden Adressdebatte darum handelte, nur einen Adresseutwurf der Majorität dem Hause zur Annahme zu empfehlen. (Sehr richtig! seitens der Polen.) Ob die Bildung einer solchen Majorität heute möglich ist — darüber will ich mich nicht aussprechen. Ich halte es für möglich, aber ebenso halte ich es bei den jetzigen Verhältnissen für ungemein schwer. Wir, meine Herren, haben wiederholt, namentlich in jener Budgetdebatte, welche die Adressdebatte vertreten sollte, unsere Ansicht hierüber ausgesprocheu. Wir sind mit dem Programme der Regierung einverstanden, wie es in der A. h. Thronrede ausgesprochen ist, mit dem Programme, dass vorerst allen nationalen und politischen Fragen Einhalt gethan werde und dass sich vorzugsweise auf die Lösung der wirtschaftliche« und legislatorische» Fragen zu beschranken sei. Mit diesem Programme haben wir uns einverstanden erklärt, weil es den Bedürfnissen unseres Landes im höchsten Grade entspricht. Sobald es aber unmöglich war, eine Majorität in jenem Sinne zu bilden, wie ich Ihnen vorzubringen die Ehre hatte, haben wir — und ich glaube im Namen aller meiner College« zu sprechen — beschlossen, dass wir uns den Standpunkt der freien Hand wahren wollen; und auf diesem Standpunkte beharren wir auch weiter, insolange, bis die Verhältnisse sich so gestalten werden, dass zum Heile des Staates, inl Interesse der einzelnen Königreiche und Länder zur Realisierung des Programms der Allerhöchsten Thronrede eine solche Majorität zustande kommen könnte, wie ich sie früher bezeichnet habe. (Beifall seitens der Polen.) Ich wünsche es sehnlichst und schließe mit jenen Worten, welche der Abgeordnete der Egerer Handelskammer in seiner Rede vorgebracht hat: Es möge die freie Bahn geschaffen werden für wirtschaftliche Arbeiten! (Beifall.( Abgeordneter Dr. Herold führte aus, dass die Entscheidung nicht von Parteien abhängen dürfe, sondern von den Völkern abhänge. Man dürfe die Bewegung des böhmischen Voltes, welche in den letzten Wahlen ihren Ausdruck gefunden, nicht als Parteiströmung betrachten, sondern als eine jener großen Phasen, welche schon öfter im Leben des böhmischen Volkes eingetreten sind. Redner und seine Parteigenossen verfolgen als ihr Programm die staatsrechtliche Stellung Böhmens und die Gleichberechtigung. Dem Fürsten Schwarzenberg, der die Mahnung aussprach, man möge die Dinge nicht auf die Spitze treiben, erwidert Redner, dass das böhmische Volk ohnehin so gkdilldig sei, dass seine Geduld sprichwörtlich geworden sei. Aber die Geduld dürfe nicht so weit gehen, nach vorübergehenden Liebenswürdigkeiten die bisherige Haltung aufzugeben. Eine solche Geduld wäre nur dann zulässig, wenn die Partei bereits auf Erfolge hinweisen könnte. Redner führt aus, dass es seiner Partei unmöglich sei, sich den anderen Parteien zu einer Majoritätsbilduug anzuschließen, bis nicht die Sicherheit gegeben ist, dass diese Parteien und die Regierung ihre Haltung zum böhmischen Volle ändern. Von einem Vegetieren des böhmischen Volkes könne nicht gesprochen werden; denn dort herrsche Kraft und Leben. Wenn Fürst Schwarzeilberg gesagt habe: Co»« servativ oder radical, so finde Redner dessen Ideen sehr radical. Eine Lösung der parlamentarischen Krisis sei erst denkbar, wenn man die Länderautonomieu und die Gleichberechtigung verwirkliche. Bis dahin werde die Krisis in Permanenz bleiben. Bis dahin sollen die conservative« Großgrundbesitzer ebenso wie die Parteigenossen des Redners in der Opposition sein und aus taktischen Gründen mit derselben gehen, wobei Redner auf ähnliche taktische Vorgänge im ungarische» Volke hinweist. Redner erörterte sodann die Haltung der Regierung zum Staatsrechte und zum böhmischen Volke in Mähren und Schlesien, wo angeblich die Czechen an die deutsche Minorität ausgeliefert würden. Er wirft der Linken vor, keine gemäßigte Partei zu sein; das sei übrigens kein Vorwurf: denn Müßigung im politischen Leben sei Schwäche. Ist das etwa mäßig, wenn Sie (die Linke) den Ausgleich wolle gegen das ganze czechische Volk? Die Linke wollte Schritt für Schritt ihr Programm durchführen. Nachdem aber Graf Taaffe doch auch eiu Mensch ist (Heiterkeit), so ist begreiflich, dass er sich nicht verdrängen lassen will. Wir werde» a/gcn den D,suositionsfond stimme», um unserer Unzufriedenheit Ausdruck zu gebe» einer Politik gegenüber, welche gerade die Linke immer befolgte. Die Gründe der Ablehnung, die aber Herr v. Plener vorgebracht hat, waren eben weder nobel noch elegant. Warum fürchten Sie den Weg der Opposition? Denn vorläufig wollen Sie nur in die Opposition gehen, aber Sie gehen noch nicht. Welchen Conflict erwarten Sie denn noch? Wo ist der Ernst der Situation? Entweder, Sie haben Grund zur Opposition und dann gehen Sie in die Opposition oder Sie haben keinen Grund dazu, dann prunken Sie nicht mit der Opposition (Beifall der Iungczechen). Aber Sie gehe» nicht in die Opposition, Sie könnten gar nicht in die Opposition gehen, und Sie bleiben, wie Sie sind. Sie sind in einer Sackgasse und wir werden Sie nicht hemus-ziehen. (Stürmischer Beifall der Iuugczcchru.) Und ich zweifle, dass Sie einen Ausweg finden werde». Sie haben im Laufe der Jahre wenig gelernt, Sie habe» vergesse», dass die slavischen Nationalitäten mittlerweile mündig geworden sind, dass die Mehrheit der Bevölkerung Oesterreichs und die Mehrheit des deutschen Volkes die Herrschast der Linkeu »icht will. (Stürmischer Beifall rechts und Rufe: Niemals!» Sie verlangen eine fixe Majorität, z» welcher Graf Taaffe die erforderliche» Elemente hiucommandiere» soll. Ich zweifle nicht daran, dass Graf Taaffe, wen» er es könnte, vielleicht auch diese Gefälligkeit Ihue» erweise» würde. Aber seriöse Parteien wie die Pole» u»d der Hohenwart-Club müssten ihm ein Refus gebe». Denke» Sie also über Ihre Stellung in Oesterreich »ach! (Heiterkeit rechts), aber sehr ernst. Sie werden dann zu der Ueberzeugung gelangen, dass Ihre Partei die Suprematie in Oesterreich und im deutschen Volke nicht mehr aufrecht halten könne. Das ist die Nemesis, weil Sie die Grundlage des Glanzes Ihrer Partei: die Freiheit, vergessen haben. Der Abgeordnete Kroimwctter mahnt uns, uus uicht vom Freiheitsgcdanke» ablenken zu lassen. Dieser Rath wäre wohl bei der ihm näher stehende» Partei besser angebracht gewesen; allei» er möge überzeugt sein, dass wir immer die Fahne des nationalen Rechtes und die der Freiheit immer verbunden haben. Denn das specifisch böhmische Programm lautet: Vollste Gleichberechtigung aller Nationen. Die Linke möge ihr Vorurtheil gegen das böhmische Staats^ recht aufgeben, diese Frage eingehend prüfen u»d sie wird zu der Ueberzeugung gelangen, dass das böhmische Staatsrecht für die Deutschböhmen ebenso vortheilhaft ist, wie für die Czechen und die ganze Monarchie. Man habe auch bei Einführung des Dualismus Gefahren für die Monarchie besorgt und doch seien solche nicht eingetreten. Uebrigens dürfe man anch das Verhältnis zwischen Oesterreich und Ungarn nicht als ein in« Laufe der Geschichte uuabänderlichcs ansehen. (Bravo der Inngczechen.) Alles Recht entwickle sich. Die Selbst» ständigkeit Ungarns dürfe mau nicht berühren, aber die Entwicklung des Verhältnisses der österreichischen Länder zueiuauder fti eine davon ganz getrennte Frage nnd eine innere österreichische Angelegenheit. (Beifall der Illngczechen.) Die Politik der Negatio», welche der Abgeordnete Pleuer dem böhmische» Staatsrechtc gege»über beobachte, könnte das böhmische Volk nicht an der Erfüllung seiner ernsten historischen Mission hindern. (Beifall der Iungczechen.) Abg. Graf Hohenwart: Das wichtigste Ereignis, das in de» letzte» Tage» eingetrete» ist, das ganze Haus in Spannung und Aufregung versetzt hat, ist unstreitig der plötzliche Frontwechsel, welcher sich in der Vereinigten Linken in diesen Tagen vollzogen hat. Die Rede, mit welcher am gestrigen Tage der Abgeordnete Plener diesen plötzliche» Frontwechsel seiner Partei zu erklären versuchte, hat, wie ich offen eingestehen muss, bei uns die gewünschte Wirkung nicht gehabt, sondern sie hat uns nur in der Ueberzeuguug bekräftigt, dass diesem Frontwechsel ei» thatsächlicher Gruud »icht zur Seite steht. Die letzte Rede, welche der Herr Ministerpräsident in diesem Hause gehalten hat, soll der Grund gewesen sein, der die Vereinigte Linke zu einer anderen Stellung gegen das Ministerium nöthigte. Bei dieser Gelegenheit griff Abgeordneter Plener a»f eine Angelegenheit znrück, die sich lange vorher zugetragen hatte, nämlich auf die Stellung der Regierung in der sogenannten Frage des böhmischen Ausgleiches. Ich werde begreiflicherweise dem Redner auf dieses Gebiet uicht folgen; es sind verschiedene Gründe, die mich davon abhalte», vor allem aber der Grund, dass ich glaube, diese Frage gehöre vor eiu auderes Forum als das Forum dieses Hauses. (Bravo!) Aber erlauben Sie mir hervorzuheben: Es war der Abgeordnete Plener selbst, der uns in der Sitzung vom 17. November noch die Erklärung geben konnte, dass seine Partei der hohen Regierung gegenüber genau auf demselben Standpunkte stehe, wie zu Beginn dieser Session. (Richtig! rechts.) Nun wissen Sie, dass in der Zeit vom 17. November bis heilte in der bösen Ausgleichsfrage absolut nichts vorgefallen ist. (Heiterkeit und Sehr gut! rechts.) Es ist mir daher ganz unbegreiflich, wie man gegenwärtig die Frage des böhmischen Ausgleiches zur Rechtfertigung des Frontwechsels der Vereinigten Linken heranziehen will. Herr v. Plener hat sich in seiner Rede, der auch ich das Zeugnis geben muss, dass sie die vollste Objectiuität und' die vollste Ruhe und Mäßigung eingehalten hat, auch dadurch verletzt gefühlt, dass die' hohe Regierung die Rede des Prinzen Schwarzenberg sofort beantwortet hat, während seine frühere Rede vom 17. v. M. eine Erwiderung nicht gefunden hat. M^ulbe. ^ Abgeordnete Pleuer sich im vollen Um'«^' ^>> wenn er in der verschiedenen VehandliW ^i Reden durch die hohe Regierung etwa» ^ ^ findet. Ich habe die - wie ich MM " ^ denwlde Rede des Abgeordneten Plenei ,"'^^ gester» einer nochmaligen Prüfung umerzog . ^^ finde darin gar keine Frage an die ^gmm»' ^, verhält es sich mit der Rede des Pn"ä" "^ aü d" berg. Prmz Schwarzettbcrg hat in !""" "^Mge ge-Regierung die ganz bestimmte und p^,'.' M b«l' stellt, ob dieselbe geneigt sei, i» verhaltiuM ^ diger Zeit die Wie'dcrbesetzung dcs W'ch °" .^^ß des Freiherr» v. PraM erledigten Mmlsterp, ^e Kaiser zu empfehlen. Auf diese einfache 6^^ ^ die Regierung sofort antworten, und >" ^ ,M gethan; freilich ist der Abgeordncte Plener a'^ ^. Antwort, welche die Regierung gegeben ym.^i! friedeu, und er tadelt in erster Üinie, dw '-^.^ wurde, ohne früher den Minister Grasel« ,^,ß davon zu verständigen. Nun, meine H"'" ' H>B nicht, ob der Herr Ministerpräsident zu le",^ ^ das er in dem h. Hause spricht, die "o m,'^, stimmung des Grafen Kuc»b»rg einhole» "' ^^ hafte Heiterkeit und Beifall rechts!) Aber ^ mir die Bemerkung, dass diese Vehaupm^ i^ komisch klingt. Die Bezüge dieses MlM,m > ^l Staatsvoranschlag für das Jahr 1«l)3 M'ge ' ^"' ist gewiss de>» Graft» Kuenburg selbst so u ^ck wie'ims allen. Graf Taaffe hat "" gesag> ^M sobald sich die Möglichkeit daz» erglbt. ^ ^„gcn, die Wiederbesetzimg dieses Postens m WMW ^,s, Wie das de» Grafen Kuenburg überraM ^,z!^ das vermag ich nicht allein der Abgeordnete Plener hat be, ou, ^. ^el heit bemerkt, der Herr Mimsterprästdeut Y"r ^ ^ Antwort anf den zweiten Theil ""^'^se B^ nämlich vergefsen beizufügen, dass durch ^^M'^ besetzung eine Verschiebung der Kräfte """ ftg« nicht eintreten dürfe, uud Abgeordneter^ ^a" noch überdies bei, dass er sslaube, c»l ^^ ^ zu haben. Mir scheint, die Sache steht denn .^ ff anders. Nach dem Rücktritte des Baron ^ ^tt eine Kräfteverschiebung im Ministerium „F entschiedenen Nachtheil stattgefunden ^!> ^c^ und ich glaube daher, wir wären " M» M rechtigt (Bravo! Bravo! rechts), eine Mtl"^ M Kräfteverschiebuug zu verlangen (Sehr rill) u^, F umsomehr, als inzwischen in, MimstMU>" ^, andere Verschiebung der Kräfte stattgeD" ^ vollständigen Interesse der Vereinigte" ^"" - ^B es! rechts.) Wenn aber Herr v. Plcner >"" ^ hiuweist, dass er ei» Recht 5''^"^." haben vermeine, und das ausdrücklich «"" ^t ° weiß ich nicht, auf welcher Grundlage o, !r ,^ ^>, ruht. ich stehe aber nicht an, hier ^ "'w ^e im Namen aller meiner Gesinttnngsgeno^ ^ ei"', - offen z» erkläre», dass wir ein 5°^ ^ einzelnen Mitgliedes oder selbst emer e,n u ^ des Parlamentes im Gegensatze z» dc" "v^^^M des Hauses niemals a»erke»»en. (Beifall u.^^helU rechts.) Noch rin Punkt ist es, den He"'"-^ ^ P"^ gehoben hat. Er hat »ämlich a»f die ^eor ^ U Schwarzenbcrg uud auf eine Bemerkung, ^lls^ selbe i» seiner Rede nebenbei über ^" eig^ gemacht hat, hingewiesc». N.m, ich k""''^z^ sagen, das ist eine Sache, über d,e pcu^ „M zenberg selbst zu äußer» hat, ""^n ,, ^'^ Namcu des Clubs, sonder» »nr "" .'licllt'g">> gesprochen hat, was ich mcrkuuge» des elften Herr» Redners aus^ ^ , ,f hebe. Allein ich glaube, ma» „, , >« ^i zum Vortheile' gereiche, so lange ha ' . ^B ^ mi»d^ Recht, sich darüber z» Hs>, > auch in unserer Reichshälfte seits der Leitha nicht angenehm ljt. ^ -„ M ,F' Beifall nnd Händellatsche» rechts) ? „, sey' Ullgaril stehe». das weiß man l» " ^^acherltitunl, «r. «78 2433 5. December 18V2. gebend 3 "berzeugt. dass man dort in den maß-°l n ^"'^" unsere Vertragstreue nnd unser Fest-'an der Achtung der ungarischen Rechte ebenso lg,,,,/ ",. Ni,e es unserem Ministerpräsidenten be-die ssI', lSehi richtig! rechts.) Und darin liegt wohl Nina n'l^""g. b"für. dass Graf Taaffe auf die Aeuße-eMck ^ z"rückgek0,nn,en ist. Herr von Plener Hat Coali i !'!»v"""" Coalitions-Ministcrium und einer stttium s r ^"^"! gesprochen. Ein Coalitions-Mini-rität ak . ""' '" ^"edies. eine (5oalitwns-Majo-^üdlun ^'^ "'^^ ^"^ außerparlamentarische Ver-^rlekt ??s ^^" Gegenstände, dnrch welche wir uus von nls^^' Mande gebracht werden. Wenn Herr ei eine c'?^"" ^"grannn liat, auf dessen Grundlage so Nlün, ^! Majorität vereinigen zu können glanbt, ch^5," dasselbe den Parteien vorlegen. Es wird geprüft werdeu. Von der Regie-conini? '^ ^'"^ Partei in eiue Majorität hincin-pl>rlc>wn!"? l^"fall.) Die Störnng. welche unsere au ^ ,V^ Angelegenheiten erleiden, bedauere ich ^nseivat'^' lebhafter, anhaltender Beifall der bcs c?!"üsterpräsident und Leiter des Ministeriums itt a' ".^°s Taaffe: Gegenüber den im Laufe °MeQ "'gen Debatte von verschiedenen Seiten ""gewss .?"lßernngen hält es die Regierung für Ii^ >!"t. chren Standpuukt neuerlich mit aller Dent-^nq st/s? Entschiedenheit anszusprechen. Die Negie-^fc» s,, '"""rückbar auf dem Boden der bestehenden ^eln''?n""t) wird diesen Standpuukt auch feruer iu on dem ' Erlassen. Die Regierung hält rückhaltlos il< der ..^"Niärtigeu. gesetzlich geregelten Verhältnisse ^durch 9?"schen Reichshälfte 'fest und erachtet die dllliel,.? ^"^ffene Organisation der Monarchie für ^oten n l Schlossen. Sie kann es daher nicht als llllf diese 5^"'' ^" ledcm beliebigen Anlasse neuerlich fastest, ^ zurückzukommen, mnss es aber mit ^llNmp s ^ begrüßen, dass ihre loyale Haltung ^erun? c ^"^ kürzlich von Seite der nngarischen ^>l>vcilti '"^ Anerkennung gefnndcu hat. Z»r ^llij^,, ^il Situatiou übergehend, vermag ich nur die "»den W ^u^'ben, dass die Regierung'auch derzeit l. ?l^s i"''dsäheu der Allerhöchsten Thronrede vom Men U^?'^ unentwegt festhält. In der gemein-Me^, °"t aller gemäßigten Parteien, welche die ^ltiutis^ 5"' '" dankenswerter Weife und mit '"ht l>ä? ""rückstelluug ihrer Einz^lwünsche unter-^M^'' blickt die Regierung das sicherste Mittel ?"°tb^"^ festen, auch von ihr erwünschten nnd Ki ^lldlg anerkannten Majorität. Zur Erreichung ess "^M l >> "' Wnigreiche'Böhmen die Verständigung ?n En!." beiden Volksstämmen zn fördern. Von I ° dG. ^ungel,, die sich nur auf das Staatsganze ?3 die /'chtigste Interessen beziehen, geleitet, ver-^ i» ^"/lilerung der Brwillignng oder Ablehnung !?e,ll> Mulmig stehenden Bndgetpost keine solche o? ""Heu Zulegen, welche sie in' ihren Grundsätzen Mher ^^ ihre Haltung den gemäßigten Parteien A y "Nendwie ändern könnte. (Bravo! Bravo! '"«anhaltende Bewegung.) ^^^^Der Schluss des Berichtes folgt.) ^ ^^ Vulitische Uoberftcht. tMchtiq^"''^'ntarisches,) Abgeordneter Morre" tI nils N,!" emer der nächsten Sitznngen den An- einzubr' )w"a. ^^ ^u'"" u« c,I«u«^ für Advo- i^^'nischer Landtag.) «Närodni Listy-z>>lln. whnnschen Landesansschuss ans. von der ^^vecke V" langen, dass der böhinische Landtag '>daet ^Mussfassung über das böhnusche WkN'^us k ch ^"^ Neujahr einberufen werde. <^^" Wiener Gemeinderath.) Die tl>//>Z geftM ^ahenauer und Genossen haben den <^ Bitt» '. ber Gemeinderath möge an den Land' VW v5n "'' angesichts des Umstandes, dass den Sitzungen fern- ?,^, "Asches.) Se. Majestät der Kaiser hat 'V°5 ^r >3 ^" vorzüglichen Dienstlcistnng dem ^w."''d in ,. ^ das Militär-Verdienstkrenz uer !!^ zrhni^'"licher dankbarer Wahrnehmung des ^ ^" N ^'" Bestandes des Armee-Territorialen ""d S^7c^" der Cavallcrie Appel, Windisch- ' ^onfeld die Znsriedenheit bekanntgeben ^3 die v°/s"^'°") Die polnischen Blätter be- >I> hcht" U"uentarische Lage, Die «Gazeia Na- '^l^hre^' die Linke habe eine Enttänschung '"llell. M "Mr hätten das als Politiker voraus- "" d,e parlamentarischen Verhältnisse kennt, der werde auch wissen, dass im Reichsrathe niemand ein Bündnis mit der Linken, mit Ausschluss des Hohenwart-Clnbs, wünsche. Die Polen hätten dies schon einmal mit Nachdruck betont und seither habe sich nichts geändert. Die Slovenen aus dem Hohenwart-Club ausscheiden lassen, wie es die Linke wollte, das würde dem Zurückdrängen der Autonomisten und dem Hineindrängen der Slovenen in die Arme des Pan« slavismns gleichkommen. Die Linke hätte somit ihre Forderungen nicht forcieren follen. (Mietsteuer in Russland.) Der die Miet-stencr betreffende Gesetzentwurf theilt die Städte nach ihrer Einwohnerzahl in fünf Kategorien. Die Zahl der zn besteuernden Wohnungen beträgt insgesammt 730.641 mit einem Mietswerte von 176,165.718 Rubel. Der Mietsteuerertrag beziffert sich mit 5.285.780 Rubel. Für Wohnungen, deren Mietpreis 6000 Rubel übersteigt, wird eiue zehnproccntige Steuer berechnet. (In Spanien) veranlasste die Aufdeckung der Misswirtschaft im städtischen Haushalte von Madrid den Rücktritt des Ministers des Innern. Siloela. welcher sich mit dem Ministerpräsidenten über die Auflösung des Stadtrathcs der Hauptstadt nicht zu einigen vermochte. Der Vicepräsident der Kammer, M. Danvilla, wurde zum Minister des Innern ernannt. (In der belgischen Kammer) hat der Ministerpräsident Beernaert die Anfrage wegen der argen belgische Arbeiter in Frankreich verübten Ge» waltthätigkeiten dahin beantwortet, dass die Unterhandlungen entsprechend den freundschaftlichen Beziehungen beider Staaten ihren Verlauf genommen hatten. (Ministerkrise in Belgrad.) Wegen großer Differenzen zwifchen dem Kriegsminister und dem Finanzminister wird die Demission des Cabinets erwartet. Die Stellung desselben ist nnhaltbar, und es leidet keinen Zweifel, dass die Regentschaft die Demission annehmen wird. (Znr Lage auf Samoa.) Die Londoner Blätter veröffentlichen bennrnhigende Telegramme aus Samoa, welchen zufolge euglische Staatsangehörige von Eingebornen angegriffen worden seien. Ein englisches Schiff ist nach Apia abgegangen. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaifer haben, wie die «Grazer Morgenpost» meldet, zur Anschaffung von Löschrequisiten der freiwilligen Feuerwehr in Heiligen-krcuz. Bezirk Leibnitz, 50 fl. und jener in Leitersdorf 80 fl. zu spenden geruht. — (Hochzeits - Festlichkeiten.) Wie mitgetheilt wird, wurde die Vermählung der Frau Erzherzogin Margaretha Sofia mit dem Herzog Albrecht von Württemberg auf den 24. Jänner festgesetzt. Aus Anlass dieses Ereignisses werben, wie das «Neue Wiener Tagblatt' erfährt, in Wien eine Reihe von Hoffeften stattfinden. Denselben werden zwei Emvfangs-abende im erzhcrzoglichen Palais vorausgehen, aus welchen die Erzhcrzogin-Vraut sich von der adeligen Gesellschaft verabschieden wird. — (Der italienische Weinzoll und die We in preise.) In einer Sectionssitzung der Wiener Landwirtschafts-Gesellschaft wurden die Wirkungen besprochen, welche die Einfuhr von italienischem Wein auf den Consum und die Preise im Inlanoe geübt hat. Dabei wurde constatiert, «dass die heutigen Weinpreise Nie-delösterrcichs und der ganzen österreichisch-ungarischen Monarchie trotz der Einfuhr der italienischen Weine noch immer höher sind, als die normalen Preise vor zwei Jahren, bevor man noch von einer italienischen Weinzoll-clausel 'träumte, dass also die so befürchtete Schädigung der Weinproduction erfreulicherweise vorläufig noch nicht einactreten fei.» - (Orässliches Unglück.) Unweit der Station Totis wurde bei der Strahcnübcrsehung ein Wagen des Totiser Herrschaftskntschers Körmendy von einem Bahnzuge überfahren. Außer dem Kutscher befanden sich drei Toliser Viirger, Familienväter, auf dem Wagen. Hwei der letzteren wurden buchstäblich zermalmt, die beiden andneu Männer erlitten tödliche Verletzungen. Das Verschulden trifft den nachlässigen Bahnwächter. —. sWirbclstur m.) Der Capitan des aus Nuenos« Avres zurückgekehrten Dampfers «Aequitaine» berichtet, dass das Schiff bei Vnenos - Ayres gegen einen furchtbaren Wilbelsturm anzukämpfen hatte. Infolge des Cyklons seien sieben Schiffe mit der gesammteu Vemanmmg zu-' ndc gegangen, andere zwölf Schiffe würden vermisst, das englische Kriegsschiff «Arklow» sei schwer beschädigt worden^ ^^.„gs Nachfolger.) Der Professor des österreichischen Civilrechtes an der Grazer Universität Dr Emil Strohal, wurde von der preußischen Interricktsverwaltung als Nachfolger Nudolf v. Iherings nack Göttingen berufen. Ihering felbst hatte den Wunsch «7/ws^t dass Slrohal sein Nachfolger in Göttingen werde Professor Strohal hat die Berufung bereits angenommen. — (Ein neues Bankhaus in Triest.) Wie wir erfahren, beabsichtigt der «Oeäito nwküi'üi-o Iw-Iluno» in Trieft ein Bankhaus zu errichten und hat zu diesem Zwecke die frühere große Clientel des gestürzten Vankhaufes Morpurgo iiiittich, 4. December. Eine Dynamitpatrone explo-dierte vor der Thüre der Cocherill'schen Eisenwerke in Seraing. Ein Beamter wurde leicht verletzt. Der Schaden au Material ist uicht beträchtlich. Bukarest, 4. December. Die Kammer genehmigte mit erdrückender Majorität die Dringlichkeit der aus der Initiative des Parlaments lMim-gegangenen Vorlage, wonach dem Thronfolger eine jährliche Apanage von 300.000 Francs, welche zur Hälfte auf die Prinzessin Mary rückfallbar ist, bewilligt wird. Petersburg, 4. December. Das Kriegsgericht in Saratov verurtheilte wegen Theilnahme an den dortigen Excessen anlässlich des Ausbruches der Cholera 23 Angeklagte zum Tode durch den Strang, A« zur Zwangsarbeit und 18 zn Gcsä:,gnisstrafen. Angekommene Fremde. Am 3. December. n^rM'! Hotel Elefant. Kurz, Ingen.; Roth, G°""Z"/'^ ^ FM' sselil, Reis, Wien. - Weis, u. Urbaucic, Me,.,M^^.^ Herr u. Wucherer, Oberlieut., u. Dioszegi, ".«^' ßM< Lienlenant, Wrz. — Loncaric, Untcrilehmer, ,- ^ ', ^>>. nice. - Conte Portio, Pordenoue. - Bergl, Aecmil", ssiume. — Sonnenschein, Karolinenthal. MtZbcsihl-' Hotel Stadt Wien. Olobocuil. Orando. - v. ^' . Hal,»' Kraiuburg. — Wchler, Kfm., Egcr. - "^ >,i" .^. M bcamtcr. s. Familie. Laibach, — Agnam, ""'^ ^,,s„ felder, Zuchs u. Schlesiuger. Me., Wn'„.^ ^ D,„ Pettau. - Hille, Reis., Rosmheim, - ^an^ Krainburg. , .^ ^laii." Hotel SUdbahllhof. Piger, Professors-Oatti». s, mno, ^chly. Iauach, Kfm., sseistrift. - - Sirc, Krambttlg. Kfm.. Sissel, cr - n -^ Wl"' Hotel Ällierischcr Hof. Redensel, Holzhänbler, Tr>e'>. ^tt, Ingenieur, Wien. - Ogris, Maschinistens.OaMN, ,-Gottschee. Verstorbene. .„. esZ. Den 2. December. Aloisia Krchnl", «eM Vindcrsteig 2, Herzfehler. . ^«»lher. b4 3," D e n 3. Dece m b e r. Mathias Poie, Schnei" > ^,. (starb plötzlich) Petersstrahe, Herzschlag. ^/N«rcM.^ tautens-Tochter, 18 I., Fränciscanergas,e 12. 5uo"^.^- Gcfterreichisch - ungarische Dank. ^ Der vorgestern Stand der österreichisch-ungarischen Vant am >«>. A0" ,M,M' Notenumlauf 4s!^!124.<)00 fl. ( 4,!>W.0l«> " ,,7?M ^ 288,67!>.lX)l1 fl. s - 133.000 fl.). Portefeuille "H'Mfl,).^ s- 6,342.000 fl.), Lombard 23,i123.(XX) fl. (-- "^Wp Steuerfreie Banlnotenrescrve »8,107.000 fl. (4- 4,<" Laibach, 3. December. Auf dem hmtigen Mar^^i schienen: 8 Wagen mit Getreide, 7 Wagen mil !. 12 Wageu und l Schiff mit Holz. Durchschnitts Preise. si, ,lr, fi, i lr, ^W^ . Weizen pr. Heltolit. till) 6 73> Nutter pr. Kilo - g^^ Korn » 5 22 5 36 Eier pr. Stucl - - , 1^^ berste . A W 3' !16 Milch pr. """;,' ^. ß4 -^ Hafer . 2 52 2,75! Rindfleisch pr. W" ^ ^ Halbfrucht . —!-----------Kalbfleisch ' .,46^ Heiden » 5i77 5 !)4 Schweinefleisch ' ZS^ Hirse . 4 80 4 78 Schöpsenfleisch ' ^gb^ Kukuruz » 4 50 4 80 Hiihndel pr. Sw° ^ ^ ^ Erdäpfel 100 Kilo 2 59-------Tauben ' 2^^ Linsen pr.Meterctr. l2----------Heu pr. M.-^n- - ^g?^ Erbsen » 10-----------Stroh ' _ ' Fisolen . 10- - Holz, h«"es A 7,^ Rindsschmalz Kilo - »5 -^- «last» ^ Schweineschmalz. -64-------" ""H^'mM ^^^ Speck, frisch . 50-------Wein,roth.,1^". ^ ^^, — geräuchert » 62-------— weißer^»^^^---'^ Lottoziehungeu vom 3. December. Wien: 63 84 4 77 41-Graz: 57 37 72 22^4. ^ ' 7 U. M5 ' 741 - g^i^0^6' ' O. schwach ^ijllt L^ 3. 2 . N. 740 0 2-0 W. schwach bewöl"^W ^» Ab. 7370 ^4___.wmdst'll.^ ^-^ ^ ?U.Mss. ?30"N -6-6' windstill .^M ^t 4.2.N. 726'2 2'0 M. schwach h-nM "A U.M. 721-!) 0 8 M. Mach ^. ^Ml Am !l. trübe, Thauwettcr. "wlds U ' „H ^ nachts Regen und Schuccfall. - Nm 4. b'w" /,,z, ^" ;,5 einzelne Soimcnblicke, Thauwetter, nachts >«eA. 2M> ^ Das Taqeslnittel der Temperatur an den «" ^r ^ und 0 7°, beziehungsweise nm 0!l und " " ^^^^ male._____________________________-^^'ll^ ^--^ _________Verantw"Il^ ,l1 ! , < ' " ^°" ^^^V Sch,uerMbengt gebe ich '"' K''!',,d ilH. Rainen meiner Kinder Vblar. lk,rne,l" ^^stgM Vlachncht uon dem Ableben memcr ' ^,^,>lei" Tochter, bezirhungsweise Schwester, »> Tony Galli ^^ welche heute abends nm l)"lb 7 ^^/s»"^,, schweren Leiden, versehen >">t, />en ' j„l ^ nienten, in ihrem 18. Lebcnsiay" ' ^„ entschlafen ist. «Nontast. ^.ha»!'' Das Leichenbegängnis f'ndct ^' ^a""^ d.M., um 4 Uhr uachmiltaas "" .^,l ssrauciscanergasse Älr. 12 ans '"'.,, ,„<.hrere"" Dir heil. Seelenmessen werden"' sselesen. .^, Um stilles Vcilcid wird ll" , Laib ach, den 3. December 1«> ' ^, Victor ^ ^ ^^WZeltung Ur. 278. 2435 5. December 189^ Course an der Wiener Dorse vsm 3. December 1892. «««dem 0^^«, «ourshatte ,, . «eld Nals lllbttren,, ^° "'""e w Note» »?" v»'l>, ^«5»°^""«l°K, ».«ft, 15O7°l41?!> ««« /" ' name 500 fl, !<4 2« 144 Ü', ^"Ttal»z,'l/""N"l"c'f>, ,5!> 5<» 155 75 ^ "., Mbbr. k l»u fl. . . 15» ?. ,53 . ^^°?enmtte'' "'"ersre, N5».ii^,c ^"iI°!^«»">^ .^"^llvi. li5 6n 118 75 «°W.«^ ^ " . . .1,8 4" „9- ' ^"tmlff. ,884 9« 4c 97- ^^^"' nlooftOW 1392^139/5 Veld »Hare Glund»nll.'GbIi»lltlon»n (sür <(X» fl. 0 Oest.un«, «llnl verl. 4'/,'/» . 1M — 10? — dctto » 4»/, . . 99-7(1 100 20 deito 50j«hr. . 4«/, . . »s 70 IN0 20 PrisritätS'GbliglltlontN 151 ^io . k 5"/<,.....1»3 - «»»30 Una.-««,? v Bllhn.....103- 103 75 Divers» Los» (per Stück). Erebls'ose wn ss...... 19« l»0 198 b0 ClarN^ol.' 40 f!...... 55'50 54 °0 4°/„ DuüllnDampssch, 1W fl, . 1«> - ^ !l« ^ Laibachcr Pram. Nnlch, ll0 fl, — — - '- Osener Lose 40 si..... 56'7l» 67 ?!» Palffy'Lose 40 fi...... 5< - s4 «" «°thenKreuz,eft.«es.b,10st. 17'?" 1» Nubolpb Lose 10 fi..... »35<» »45" Onlm-Lose 4y st...... 6i> 75 «8 7l. E<, Gr»o!«Lose 40 fi. . . . »4 50 »5 l»i Walbsttin Losc 2» fl..... 37 75 88 75 Windisch-Eräh^ose »<» fi. . . 58 - «il -«cw'Lch, d, 8»/,Pram.'<3chulb. verschr. b» »°dtnc«d 151-. Nanlverein, Wiener, 100 fi. . 113 75 114 25 Vbcr.-«nst. Üst., 200 fi, E. 40°/, 35«'b0 88? 50 Vrbt-Aust. f. Hand. u. G. 160fl. 81/ »> 81/ ?s> Credltbllnl. «llg. ung., 200 fi. , »«4 - 8S4 l.0 Deposttenbanl, «llg., 200 fl, . »0» 50 «09 5s/ «tlcompt, Ges,, Nbröft,, 500 fi. «»<> — «»4 — Giro» u.llaffenv., wiener 200fl. 224 — 2»5' Veld W«r» Hhpothelenb., öft. »00 st ^5°/,», 7?-- /<- — Länderbanl, bft, 200 fi. V. . . 225 — »25 50 Oesterr.°ung. Van! soo ". . . 983 — »87.— Unionbanl 200 fl...... 237 — »87 .>> Verlchr«b»nl, «lllg., 140 . . l«8 50 1S45U Actin» von Transport» Mnt8c< dt? 'Ut. U.) ,00fi. . 448 — 449 Donau. Dai'lpsschifffabrt»«es,, Oefteri. l>0l> fl, CM. . . . 314 - »1b — Drau»«b,°Z.)»0N st, V, 19975 ?0<,»!> Dul'Vobenb..»is.'«. 200 fl. S. -'— —— FerbinandK'Norbb,i00Ufi,!lW. »795, »802» Gal,«arl Ludw. Ä.200fl. «Vl. 217— »1, «« L,»nb.' «hernow.»Iaff»,. «Nfen ' »Hn°»f1tllsch. 200 fi. S. . . »44 i0 »4« 50 >yd,0st.'una.,lrlefi5«0fi.lordwtstb, UNN fl. Gllb. »12 - »<» 0« dt°. (M. U.) »0« fi. S. . . »^8 25 2»b 75 Prllg-Duxel Eisenb, 150 st Vllb. ^« — »<6 5l> Vlaatteisenbahn 200 fi. Ellber »99 75 8»<> - Vübbahn 200 st. Silber . . 92 - 92 «0 Vuo-Nordb.Verb.^N, 2(Xifi,«M. 19,/5 192 7» Tlllmway-Ves ,Wr.,170fi.e.w. 244 - 244 l><> » neue Wr., Prwritüt»« «ctien 100 fi...... 91 50 92 5" Unl>.»«llltz.»lltnb. »OO fl.Gllber 199 50 »00 — Veld Ware Ung. Nordostbahn 200 fi, Silber 196 75 ift?25 Una.Wtstb,(«llllb-Vlllj)2»0fi.V. 19X4(1 IN« <>ft Industri»»Actt»n (per Stück). Bauges,, «ll«. Oest.. 100 st, - 'l,? 7b 109 — «ahbier Eisens unb Vtahl-Inb. in Wen 100 fl...... »b- «z.. ««lbemuhl. Papierf. u. «.»«. 50' - 51 - Liefinaer Brauerei 100 fi. . . W2 - 1U!i ?b Montan ° Gesell, üsterr,-alpine bi 70 l.2 »0 Präger Visen°Inb,°«es. 200 fi. 4^ü — 408 -. Salgo-Tarj, Steinkohlen 80 fl, «»? — ei8 - «Echieae'mühl., Papiers. 200 fi. lW - l9« - «Elehrermühl..PaplerI»l.>«j.'». "1^5 14» ?<> Tr«all«»°l,len»,°<»t!, 70fi. l^ ^" >" - «äffen,..« .oeftinNieninofl, »^ - 813 -W°««°^ft..«ll°.inP«ft^^^^^ Wr. Vaugesellschaft ,00 st. . . «' ?b »» »b «ieneiber,erZiell«l.«ctien^»«s. »^^ ?<» '" b,< Dnliftn. Deutscht Plöhe...... b»-«7. ^» »?i lXmbm, , . lib 8!, 1201, Part«...... . ^?"" 47 7l» Pal«i»n. Ducaten........ 5 «« 5 s>»< 20.Franc«-Vtlllle..... »s>e 9 5? Deutsche NelchObanlnnten . . 58 87^ 5» l»l>< Papier.Rubel...... 1,7,« ,,« Italienisch? «anlnoten (loo L.) — - ! —.— MlezMenter in Laibllch. °""'A°rst.(Nr.48). Gerader T°a- ^h>vl»,l ^ ^"'siou Tchöllrr. " drri Aclru nach eincr Idre von ^ ^- >jalM) von Carl Laufs. ^ "g"l Dienstag d.'n l>. vcce,nl'.'r " ^___T»o«na T>iana. *Jh-Restauration. fiObt ^0*1'* ni«i»en neuen Vorrath an ^ Tiroler Natur-Rothwein Liter 44 kr.; 'ste!Jüsche ODgarische Weine ^fyiiiti'Sondore KUte Kniiner Wcine "she Gnrkfelder Weine nnd Specialität - Zwitschek tali k Sowie auch das T& Kosler Kaiser-Bier »iM^fcWtet l0 kr" G1" 6 kr> i' ** hi .^ttag-a- und Abendküohe LfHnP? ,r> trolz d« von heute an ' Wei«" Herah«e^-"ng der Preise, in gesorgt werden. (^6|\ ., A(:lii.ungSVOii [Schöne Frauen- pln.waiui ,auf vorzüglicher Strap.z- hf^'Ser v lU reifihem Spitzen-Aufputz, ^^sweT"' sür Geschenke em- ^ÜWjir 13-78 'ange tlIUir,R"g«ii Nachnahme, so-,. HeJ V°Tath reicht, Krau (H7ü) •«** SaohB, Wien II., PjW , emlira»KUslraße 22. !>- 2 gyeihnaclitsgfisfilienk! Operetten-Musikalien. Die Uhlancn von Weinberger. Der Vogelhändler von Zeller. Das Sonntagskind von Millöcker. Der Bettelstudent * Der Vioeadmiral - > Der arme Jonathan > » Oasparone * » Der Zigeunerbaron vun SirauQ. Boooaoolo von Supp6 Don Cesar vor> Dellinger. Die Olooken von Corneville von Plan- quette. Die Ciavier-Auszüge obiger Operetten mit und oliuo Text sowie die daraus existierenden I'iecpn für Ciavier zu zwei Händen und Gesang als auch Textbücher sind vor-räthig in der Buchhandlung lg. T. Kleinmayr & Fest. Bamlierg 1&4OH) Lalbaoh, Congressplatz. 5-5 (Ausführliche Verzeichnisse versenden wir auf Wunsch gratis nnd franoo.) (5414) 3—3 Nr, 8327. Curatorsbestellunss. Der fiir Johann Lakner von Klein-Lahina Nr. 3 bestinunte EMittionsbescheid vom 10. September 1892, Z.6574, wird dessen Cnrator :ul kdum Herrn Stefan Zuftaniic von Tschernembl behändigt. K. k. Bezirksgericht Tschernembl am 20. Novenlw' 1892.________________ (550k) 3—2 Nr. 7465. Zweite e^rec. Feilbictunss. Am 6. December 1892 nm 10 Uhr vorinitiags wird Hiergerichts die M'ite exenltive Feilbietling der Besitz-und GelNlssrechte alif die Realitäten des Josef Srebotnak von Lnegg Einl. ZZ. 110 l und 162 der Catastralgemeindc Buknje stattfinden. K. k. Bezirksgericht Adelsberg am 26. September 1892. Danksagung. KVine infolge einer ganz unscheinbaren Verletzung an meiner Sdoifr1 «nwandene Infection bildete sieh daselbst, eine «eml«* be Nieellc^'one( welche, obgleich durch rechtzeitigen operat ven fcmgnn UZhT? «*werere Folgen verhütet wurden, dennoch eine_/itmlion Wft L Die ,?de Unbraurhbarkeit der rechten Hand zur JolgeJja le C'^H,n(i Anerkennung au spreche. Ich beiiüize gerne diee& legen »L[h* erles° "ützlich'e Institution der ünfallversicheruno »nd,g. ^HmSrn5'nnüiziKe Wirken der Internationalen ünian , ^*'Actien-GeBellBchaft aulmerksani zu machen. J lba(;n am 30. November 1892. % franse Petriö, Handelsmann, Spitalgnsse. Novitäten des Büchermarktes. Oanghofer Ludw., Der Klosterjäger, Roman aus dem ÄaehMiwirti: U.Jahrhundert, illustr. von Hugo Engl.....fl. 3— fl. 310 > » » geb. » 360 » 375 Gersal Luo., Spree-Athen, Berliner Skizzen von einem Böotier ................> 3*— » 3-10 » » » geb. » 360 » 375 Heyse Paul, Aus den Vorbergen, Novellen.....» 3 — » 3*10 > > » > » > . . . geb. » 3-60 » 376 Jüngst A., Wider Willen, Wandlungen, Hüben und Drüben, 3 Novellen ............» 2*10 » 2-20 Kühn, Aus dem modernen Babylon, Pariser Bilder . . » 1-80 » 1-85 Möllhausen Balduln, Die Söldlinge, Roman in 3 Bänden > 6— » 615 Roberts A., Baron von, Majestät.....geb. > 4'20 » 430 Snttner Bertha von, Die Tiesinnersten, Roman...» 3*— » 310 Anseid Wilh., Gedichte in schwäbischer Mundart . . > 1*20 > 125 Henokel Karl, Aus meinem Liederbuch . . . geb. » 4*20 > 435 Hörmann Angelioa von, Neue Gedichte . . . geb. » 240 > 2*45 Sohmldt - Cabanls Rloh., Lachende Lieder, Neue Dichtungen...............» 120 > 1-25 Darwin Charles, Reise eines Naturforschers um die Welt, aus dem Englischen..........> 6'40 » 5*55 Rüge Sophus, Christoph Columbus.......»1-20 > 125 Koller Joh., Wallenstein, eine Skizze seines Lebens und Wirkens..............» —50 » —63 Müller Wllibald, Johann Leopold von Hay . . . . » 1 — » 103 Reynolds, Sir Joshua, Zur Aesthetik und Technik der bildenden Künste.............» 420 » 435 Bartsoh, Dr. Reinr., Die grundbücherlichen Eintragungen > 3'— » 310 Distanzgehen als Gegenstück zum Distanzritt ...» —-30 » —"32 Demmln Aug., Eine schöne Welt! Optimisten und Pessimisten .................» —"45 » —"48 Poetzl Ed., Wiener Schattenbilder, illustr. von Hans Schließmann.............»180 »1-90 (5452) 3—3 Vorräthig in der Buchhandlung: I t. Kleinmayr & Fei Bambero in Laibach, Congressplatz Nr. 2. Ans Allerhöchsten Befehl Seiner $$? l nni l Apostolischen Majestät. Reich ausgestattete, von der k. k. Lotto-Gefälls-Direction garantierte XXVIII. STAATS-LOTTERIE P^" für Civil-Wohlthätigkeits-Zweoke. **W9 3135 Gewinste im Gesammthetrage von 170.000 Gulden, und zwar 1 Haupttreffer mit 60.000 fl., mit 2 Vor- und 2 Nachtreffern k 500 fl., 1 Haupttreffer mit 30.000 fl., mit 1 Vor- und 1 Nachtreffer ä 250 fl., 2 Treffer zu 10.000 fl., 10 Treffer zu 1OOO fl., 15 Treffer zu 500 fl., 100 Treffer zu 100 fl., endlich Seriengewinste iin Gesammtbetrage von 30.000 fl. Die Ziehung erfolgt unwiderruflich am 29. December 1892. •^ Ein Los kostet 2 ß. ö. W. *^W Die näheren Bestimmungen enthält der Spielplau, welcher mit den Losen bei der Abtheilung für Slaats-Lotterien, Stadt, Riemergasse Nr. 7, II. Stock, im Jakoberhof, sowie bei den zahlreichen Absatzorganen unentgeltlich zu bekommen ist. —+1 pie Lose werden portofrei zugesendet. !?— wien, October 1892 Von der k. k. Lotto~Gefalls-Direction (4591) si—4 Abtheilung der Staats-Lotterie. I