Nr. 294. Donnerstag, 24. Dezember 1903. 122. Jahrgang. i^""A""tlonSprelS: M!t Postverseiidiing: MlzjNhrlg 30 «, hlllbMril, l5 li. Im Kontor: yanz. ^ ,' halbjährig li X. ssüi dir Zustellung ins Hnu« ganzjährig u li. — Inscrilonsnebühr: ssül lll'inl Vic «Laibachsi Icitunss» erscheint tänlich, mit Aulnnlimi! dci Lonn- und Fricitage, Die Ndminlftrallon befindet sich Nongrehplah Nr. !i, die Ncdaltion Dalmali»nasse ^'r, «. .- prrchstundrn der Redaktion von « bi« lU Uhr vormittag«. Unfranlierte Äriese werden nicht angenommen, Mannllripte nicht zurüclgestelll. ^^ Der h. Feiertage wegen erscheint die nächste Nummer Montag den 28. Dezember. Amtlicher Teil. > Den 21. Dezember 1903 wurde in der k. l. Hof« und Staats» "Niei das CI.. «I, Llll., «IV. nnd (^VII. Stück der pol- Meu Ausgabe des Neichs«esetzblattes ausgegeben und ver- ^lach dem Amtsblattc zur «Wiener Zeitung» vom 22. De-Mer 1903 (Nr. 2^:i) wurde die Neiterverbreiwng folgender "cherzeugnisse verboten: Folge 24 «Freie deutsche Schule» vom 15. Iulmonds20l6 " Noreja (Dezember 1«03). ), ^ie im Verlage des Vereines «1'oliticlc^ lllud näxxl. v "lllovö» erschienene und bei Dobrovoln.^ und Väla in Zizlov juckle Druckschrift: «I^oZiuse v ^iiill«,v<'-. «<>!< 1W3. Vl'n>oönl Nr. 100 «^luvü, Dodn,» vom 1«. Dezenlber 190i. Nichtamtlicher Teil. Das Exposö des Grafen Goluchowski. Einer der «Pol. Korr.» aus Rom zugehenden Wiedergabe von Äußerungen, mit welchen die 'Menische Presse das Expos6 des Grafen Goluchowsti gleitete ist folgendes zu entnehmen: Die .Italic» Mchnct die Rede des österreichisch-ungarischen Misws als eine Kundgebung von außergewohn-Mer Bedeutung, die über die wichtigsten Fragen ? gegenwärtigen Politik erschöpfenden Aufschluß ^le. Mit besonderem Nachdrucke hebt das Blatt die 3" Dreibund betreffenden Ausführungen hervor, ^e Nrmcrtnugeu des Grafen Golnchowsti über die ?kdentistischen Demonstrationen der jüllgsten Zeit ""det die «Italic» vollständig gerechtfertigt. 'Auherst anerkennend fpricht sich auch das .^ornale d'Italia. über deu Reichtum der Dar-Mngen des Grafen Goluchowsli an rei en mW Aschen Ideen, sowie über ihre von tiefster Er-I'""3 aller Fragen zeugeude Gründlichtett aus Kn dürfe, wie das Blatt bemerkt, den klar nnd Zeitig bekundeten friedlichen Absichten der ostcr-«Mch^ngarischen P^itik Vertrauen schenken. Die Nalkanpolitik des Grafen Goluchowsli entspreche im wesentlichen anch den Interessen Italiens nnd biete dic Grnndlage für ein aufrichtiges Einvernehmen behufs Erreichung eines befriedigenden Zustandes in Albanien und in der Adria. Die «Pallia, legt das Hauptgewicht auf die den Drcibnnd uud speziell die Beziehungen zu Italieu betreffende Stelle des Exposes. Man könne die Worte des Grafen Goluchowsli mir mit großer Befriedigung aufnehmen, da doch Offenheit uud Ehrlichkeit die Hauptgrnndlagcn aller Bündnisse seien. Die .Perseveranza» legt zunächst eingehend die Wichtigkeit des auf die Balkanfragc bezüglicheu Teiles >des Exposes dar uud konstatiert nach einer Beleuchtung der auf den Drcibnnd bezüglichen Ausführungen, daß die Beziehungen zwischen Italien und Österreich-Ungarn von den irrcdentistischcn Kundgebungen unberührt geblieben sind. Serbien. Man schreibt aus Belgrad: Es ist wohl in erster Linie der strengen Beharrlichkeit zuzuschreiben, mit der man im Auslande das Verlangen aufrcchthält, dem durch die Tat vom 11. Juni d. I. gröblich verletzten monarchischen Prinzip zumindest durch Entfernung der an dem grauenhaften Verbrechen beteiligten Offiziere Genugtuuug zu verfchaffen, daß auch hier die auf Erfülluug dieses Verlaugeus abzielende Vcweguug be-deuteud zuzuuchmeu begiunt. Langsam, aber stetig bricht sich in der hiesigen öffentlichen Meinung die Erkenntnis Bahn, daß es im wohlverstandenen Interesse Serbiens selbst lüge, möglichst bald die Lösnng dieser unausweichlichen Frage herbeizuführen. Auch in solchen Kreisen, die bisher von einer Entfernung der Verschwörer aus der uächsten Umgebung des Königs Peter nichts wissen wollten, gelangt nuumchr die Einsicht der Notwendigkeit einer entsprechenden Beilegung dieser peinlichen Angelegenheit zum Durchbruche. Mau wird sich allmählich darüber klar, daß die in der Glückwunschdepcsche Sr. Majestät des Kai-sers Franz Josef bei der Thronbesteigung des Königs Peter, sowie im Kommuuiqu« des St. Petersburger «Negierungsboten» gekennzeichnete Stellungnahme zum Ereignisse vom 11. Juni einen so mächtigen und nach- haltigen Widerhall in der gesamten öffentlichen Meinuug Europas gefunden hat, daß es Serbien kaum möglich fein dürfte, stch auf die Dauer der Erfüllung dieses Verlangens zu entziehen. Dazu tritt die Tatsache, daß sich der Mehrzahl der Verschwörer infolge täglich wiederkehrender, teils versteckter, teils offener Angriffe ein Gefühl des Unbehagens bemächtigt zu haben fchcint. Auf diefes Gefühl ist es wohl hauptsächlich zurückzuführen, daß sich nun auch in den Reihen der Verschwürer selbst eine Strömung bemerkbar macht, durch freiwilligen Rückzug eine glückliche Lösung der brennend gewordenen Frage herbeizuführen. Die Erstarkung diefer Strömnng müßte als ein erfreuliches Anzeichen fortschreitender Gcsnndung der durch das Ereignis vom 11. Iuui erschütterten innerpolitischen Verhältnisse angesehen werden. So scheint denn ein Heilungsprozeh sich ernstlich anzubahnen. Es dürfte sich daher empfehlen, dem Rekonvaleszenten die erforderliche Zeit und ungestörte Ruhe zu gönnen, da ein Prozeß schmerzlicher Einsicht, einmal in richtige Bahn gelenkt, besser nnd rascher ohne gehäufte Einflußnahme von answärts reift. Die Prognose einer Gesundung Serbiens von dem hier besprochenen Leiden erscheint heute lange nicht so kühn wie noch vor kurzem. Oftasien. Von beachtenswerter Seite schreibt man aus Shanghai: Bei der Beurteilung der zwischen Japan nnd Nnßland schwebenden Meimmgsverschiedenheiten wird vielfach übersehen, daß für die Stellungnahme Japans in Bezug auf dic Mandschurei das ökonomische Moment das ausschlaggebende ist. Die Motive für das Vorgeheu des Kabinettes von Tokio in dieser Beziehung entspringen in erster Linie der Notwendig-» keit, für den Schutz der wirtschaftlichen Interessen Japans gegen die Wirknngen Sorge zu tragen, die sich aus einer tiefgreifenden Verändcruug des gegenwärtigen Standes der Dinge in der Mandschurei ergeben können. Die japanische Negieruug ist auf die Verhütung der Eventualität bedacht, daß die Handelsfreiheit und die sonstigen Rechte, die den Japanern auf dem Gebiete der Wirtschaft uud der Industrie gemäß den bestehenden Verträgen im chinesischen Feuilleton. Die Glückszigarre. ^"e Eiinnerunn von ^eücne Fang-A"tc>n. iMchdruct ucrbutti,,) tztu^"bara, heute abends richten Sie mir eine h,it ^ früher das Abendbrot, damit Ihre Tochter ^en m ^schcnlng nicht auf Sie zu warten braucht. ^?um zünde ich mir fchon allein an.» ^ H'tts'/c"' Herr Doktor. - vor Schreck l,cß die , ho^afterin fast den Eimer fallen, den ftc in der ^chr,,^ "N. und streckte ihm mit der anderen den ^entgegcn. "oll »."."' HM' Doktor., wiederholte sie vorwurfs-^.Mrend sie ihn mitleidig ansah. -Sie werden "eiu heute, am heiligen Abend, ganz allein bleiben, ?'t 'f°^ dös geht nit! Wenn der Herr Doktor hon'"gehen, bleib' i zu Haus. Dös wär' noch blch,,.'. "'" Weihnachtsabend ganz allein Trübsal ^isch 'e wurdc ordentlich böse und murmelte etwas T)r c?^"l)ncn, das wie -Unfna.» klang. ^iete,, '?"l" lehnte freundlich ihr großmütiges An- >llte ik.. 6 "Hl so ernst gemeint war, ab; er °h Hi "Hl sagen, daß er troh ihres Dableibcns >n S?.wäre. Noch einmal versicherte sie ihm, 5">z eins?, t "us dem Hause zu gehen, wenn er 5> be'"'! daheim bliebe, aber man hörte ihrem ' ^en ki ^ die Angst an, daß er sie beim Worte kelliH" ?ie nur getrost zu Ihren Kindern nnd "'> 'ch bin darum nicht einsam; mü nur allein, befinde ich mich in ganz anständiger Gesellschaft.» . . ^ ^ Nun starrte sie ihn mit chren twsrnnden Augen, welche die Beschränktheit ihres Gesichtes noch mehr hervorhoben, ganz erschreckt an. Was faselte er da? Er blieb allein nnd war doch in Gesellschaft?.. . Furchtsam drückte sie sich mit ihreu Reinemache« Requisiten Znr Tür hiuaus. Es schien nicht ganz richtig mit ihrem Herrn Doktor, das hatte sie lange aemertt Schon daß er so einfach, fo für sich lebte, er der reiche Mann, der alles haben konnte. Er sah noch so stattlich ans mit seinen fünfundvierzig bahren uud hätte jedcu Tag ciue hübsche, nette Frau bekommen; dann hätte er nicht alle diese Schrullen nnd Grillen. Am Weihnachtsabend ganz allein für sich einen Banm anstecken, was doch erst Freude macht weuu's andere mitgenießcu. Er war ja der reine Menschenfeind geworden. c . ,- . .Jesus Maria Josef!» kreifchtc ste auf und ließ nun doch den Eimer fallen, daß das Wasser gurgelud den engen Korridor entlmig l,ef. Am Ende war ihr Herr Geisterseher, ein «Spirmtiste. oder wie ste ?e w und ein Schauer überlief sie nein, dann dackte sie für die gute Stelle, bei folchen unheim-ttchen Menschen blieb sie nicht, da käme mau ia aus dem Gruseln uicht heraus. D Höfer saß iu tiefem Smuen, er hatte weder das Er cwckeu der Alten bemerkt, noch ihren Auf-sckrei Vrt. Er hatte nicht die Unwahrheit ge- Valle se ^Dmin kmnen sie,, die Gedanken, die E^ n nm en, die mm schou sett beinahe zwanzig Ialrcn seine treuen Begleiter waren, nur unter-l^t-lien dnrck, die Arbeit. Diese Erinnerungen oder vielmehr nur die eine, füllte sein ganzes Leben aus — war sein Leben. Heute waren es gerade zwanzig Jahre, daß das Glück in Gestalt eines zarten blondeil Mädchens in sein Leben trat, sie sich in Liebe fanden, uud unter dem strahlenden Kerzcnbaume ihren ersten Kuß tauschten. Wie rosig lag das Leben, die Zukunft vor ihnen! Mit welchen himmelstürmcudcn Plänen und Hoffnungeu saheu sie ihr entgegen, und dann da5 jähe, schreckliche, unerwartete und unfaßbare Ende! Der Tod, der unheimliche Gefclle, hatte mit unerbittlicher Hand in ihr volles herrliches Glück gegriffen uud die Geliebte nach wenigen Tagen an sich gerissen Im Frühling war's — uud als dessen schönste Blüte wurde sie gckuickt. mußte welken .. . sterben. Der stille Träumer im Lehnstuhle stöhnte auf Zwauzig Jahre waren darüber gegangen zwanzia länge Jahre, nnd er hatte sie nicht vergessen Nie-mals war es ihm eingefallen, nach einem neuen Glücke zn fuchen. Sein Schmerz, obwohl im Laufe der Jahre milder nnd ruhiger geworden, hatte ihn nie verlassen. — ^ ^ Als er sem einfaches Abendbrot, der Sitte ae^ maß aus Karpfen und etwas süßem Nachtische bestehend, gegessen hatte, gmg er daran, den Baum an-zuzinidei. Er Me das kleine braune Kästch n v ' m dem die Lichthal er lagen, sie waren alt und unmodern teilwei e zerbrochen uud fast jeder mit Wachs-llch betropft. Er konnte sich nicht entschließen, nine zu kaufen Eine duukle Stelle am Baume gefiel ihm mcht, vielleicht hatte er noch Lichter; richtig, da lag uoch ein Päckchen in weißes, nein ganz vergilbtes Papier gewickelt. Er öffnete es und fah vor sich eme angebrannte Zigarre. Beim Anblicke dicst Laibacher Zeitung Nr. 294 26 l 0 24. Dezember^M^ Reiche zukommen, in der Mandschurei eine Schmälerung oder gar völlige Aufhebung erfahren. Hiebei ist stets im Auge zu behalten, daß bei eiuer etwaigen Unterdrückung der bisher in China errungenen Handelsfreiheit keineswegs Japan allein der leidende Teil wäre, sondern vielmehr alle Staaten, die auf Grund von Verträgen solche Rechte im Reiche der Mitte genießen, unter welchen Staaten England und die Vereinigten Staaten im Vordergrunde stehen. Unter diesen Umständen ist, wie noch einmal betont sei, der die Mandschurei betreffende Teil der Auseinandersetzung zwischen Tokio und St. Petersburg vornehmlich als eine ökonomische Frage, als eine Angelegenheit der Weltwirtschaft, zu betrachten. Politische Ueberftcht. Laib ach, 23. Dezember. Der Botschafter außer Dienst, Geueral der Kavallerie Viktor Graf Dubsky und der Minister anßer Dienst, Generalmajor im Ruhestände Julius Freiherr v. Horst wurden in das Herrenhaus berufen. Die «Neue Freie Presse» schreibt: In hiesigen informierten Kreisen wird angenommen, Graf Nigra werde nicht geneigt sein, dem Wnnsche der italienischen Regierung nachzugeben, noch länger auf dem Wiener Votschafterftosten zu verbleiben. Der Botschafter weilt derzeit in Neapel auf Urlaub und wird voraussichtlich erst nach Neujahr nach Wien zurückkehren. Selbstverständlich stellt die italienische Regieruug bereits erustc Erwägungen betreffs eines Nachfolgers für den Grafen Nigra an. Nencstens wird unter den Kandidaten für den Wiener Botschafterposten der Herzog von Avar na genannt, derzeit Gesandter in Bern und einstmals Botschaftsrat in Wien. Er ist ein Mann von noch nicht sechzig Jahren und Süditalicuer. Bevor er nach Bern ging, war er Gesandter in Belgrad und Athen. Kürzlich wurde der Tricnter Gemeinderat aufgelöst. Die Auflösung erfolgte, wetl der bisherige Bürgermeister Brngnara wegen der Angriffe seitens der Nationalradilalen und Sozialisten seine Stelle niedergelegt hatte und seither jede Bürgermeisterwahl erfolglos blieb. Dreimal wurde schon die Wahl versucht. Die erste ergab die Wiederwahl Brugnaras, der jedoch ablehnte. Bei der zweiten nnd dritten Wahl gaben alle Gemeinderäte leere Stimmzettel ab. Es blieb demnach nichts anderes übrig als die Auf-löfung des Gemeinderates. Aus Prag, 22. Dezember, wird gemeldet: Der Landesausschuß stellte heute uuter Vorsitz des Oberstlandmarschalls Fürsten Lobkowitz in einer außerordentlichen Sitzung den Voranschlag nach dem Berichte des Referenten, Landcsausschußbeisitzers Dr. Eppiuger, fest. Landesausschußbeisitzer Zdarsly stellte den Antrag, die Regieruug unter Berufung auf die traurige finanzielle Lage des Landes aufzufordern, den Landtag ehebaldigst einzuberufen. Dieser Antrag wnrdc mit allen gegen die Stimmen der zwei deutschen Beisitzer Dr. Eppinger und Dr. Wenmski angenommen. Der »Osservatore Romano» veröffentlichte, wie bereits gemeldet, ein ^c»w pr^n-io des Papstes vom 18. d. über die Tätigkeit des christlichen Volkes, insbesondere in Italien. Der Papst bedauert die in den maßgebenden katholischen Gesellschaften entstandenen Meinungsverschiedenheiten nnd mahnt zu Frieden und Eintracht. Der Papst entwickelte die grundlegenden Prinzipien, nach welchen sich die Tätigkeit der Katholiken richten soll, indem er die Weisungen der Enzykliken Leo XIII., insbesondere jener über die christliche Demokratie, vollinhaltlich bestätigt. Die christliche Demokratie dürfe sich iu die Politik nicht einmischen und auch nicht politische Ziele verfolgen. Die christliche Demokratie in Italien werde an keiner politischen Aktion teilnehmen, welche unter den gegenwärtigen Umständen jedem Katholiken untersagt ist. Die christliche Demokratie und die katholische Presse müssen den Bischöfe» gehorchen und ihren Rat befolgen. Der Papst verfügt, daß dieses Uow pruprio überall, wo katholische Gesellschafteu und Vereine ihren Sitz haben, affichiert und von katholischen Blättern veröffentlicht werde. Die letzteren werden sich verpflichten müssen, sich daran zu halten, widrigenfalls sie mit dem Interdikt belegt werden. Das «Fremdenblatt' hält es für unwahrscheinlich, daß die zwischen Rußland und Japan schwebenden Differenzen nicht auf friedlichem Wege ihre Lösung finden sollten. Wohl herrsche in Japan erregte Stimmnng und tatsächlich seien die Differenzen zwifchcn Rußland und Japan bisher noch nicht beigelegt, aber es werde auf das bestimmteste bestritten, daß das japanische Kabinett ein Ultimatum nach Petersburg abgesendet habe. Die Erwiderung Japans auf die letzte russische Äußerung scheine überhaupt noch nicht abgegangen zu sein, und auch wenn sie abgegangen ist, habe man keinen Grund anzunehmen, daß sie das letzte Wort der japanischen Regierung sei. Die Verhandlungen können noch einige Zeit fortdauern, wie dies in einer so wichtigen Angelegenheit und da offenbar beide Teile eine Austragung durch die Waffen vermeiden möchten, sehr leicht möglich ist. Tagesneuigleiten. — (Ein schreckliches Unglück) stieß dieser-tage dem Kaiser von Korea zu. Die koreanische Zeitung «Hoaua/Svenss» schreibt darüber: «Während des gestrigen Frühstücks brach Sr. Majestät ein Zahn cutzwei. Der Vorsteher und die Angestellten der kaiser-lichcu Küche wllrdeu abgesetzt und werden zur Bestrafung vor Gericht gezogen.» Eiu auf der Durchreise iu Söul weileuder amerikanischer Zahnarzt wurde sofort'zum Palast bcschiedeu und es gelang ihm, das Übel zu beseitigen. Der Kücheuvorsteher wurde zu dreimonatlicher Gehaltseutziehung verurteilt und seiu Gehalt für diefe Zeit (2500 L) au deu Zahnarzt ausbezahlt. Die Köche erhielten Äambushiebe. Zur sseier der Genesung Kaisers wurde ein großes Fest abgehalten. ^ — (Eiu merkwürdiger D i e b st ah I.) ^ Woolwich wurden auf bisher unaufgeklärte ""^ "^ weniger als sechs alte Geschütze, die vor der .1M> aufgestellt wareu, gestohlen, obgleich Ms dM" ' vollen Geschütze uicht weniger als mehrere ö"" wiegt. Die Sache wird dadurch noch mwMta'wn^, daß zwei der Geschütze am Douuerstaa. ""'s'""^ mißt wurdeu, und daß, trotzdem mau auf dl^c ^ vor Diebcu gewarnt war, die übrigen vier m dcr ^ vom Donucrstag zum Freitag vcrschwiudcu komm». . Heer von Detektivs ist zur Aufklärung des ^""^„ uach Woolwich beordert, wo mau infolge bM''- ,' Diebstahls uud der vou der Polizei bewiesenen uns^ keit ernstlich um den wertvolle» Inhalt der «o-besagt ist. , S,„ — (Eiu blinder Berichterstatter^ ^. eigenartiges Jubiläum kouutc am H Dczem ^ Berichterstatter eiuer Zeituug in Neu-RupPM' ,^ Easper, bcgeheu. Hinter ihm liegen fiwf""^^>n Jahre pflichttreuer Mitarbeit au seincm Matte, »" ,^. er seit mehr als zehn Jahren gänzlich ^ ".^e" Easper war gelernter Buchdrucker. Ein ^"° ^i1M zwaug ihu, dicseu Beruf aufzugeben uud in dtt ,^ der 'Berichterstatter einzutreteu. Je sch""^!i habhaft zu werdcu, der seit vielen Iahrcu der ^ ^ der Landbevölkeruug uud Neiseudeu war. ^cil Mordtat verübte der Unhold, der unter ^!" ^ivicz Mikolay Kriwusz weit uud breit bckaunt ist, bei ^> im Gouvernement Minsk. Hier überfiel K"'"^,^, Trojka, in der sich sicbcu Personen befanden, ^Mtc" der zu Pferde war, gab auf die Insassen dcs S^r achtzehn Revolverschüsse ab, von denen d' ^^" Michael und Konstanz Zimewicz getötet, di«^ ^ schwer verwundet wurdeu. Nachdem er ic' ^gc beraubt hatte, machte er sich aus dem Stanve- ,^, Tage vorher hatte Kriwusz den Wachtincisw' ^lt iu Kiew, der seine Verhaftung vornehmen wo" ^ ^i» mit Prügelschlägen bearbeitet, daß dieser t" ^,t.'« Platze liegen blieb. Auch noch viele andere ^is^ fallen Kriwusz zur Last uud die Zahl der " ^y-Überfälle und ausgeführten Diebstählc ist en ^ n Viele Laudleutc gabeu Kriwusz Unterstand, "^ ihnen nichts anhabe. Kriwusz ist übrige,^ ' ^t d"' bildet. Er stammt von angesehenen Eltern « dritte Klasse des Gymnasiums absolviert. Zigarre überkam es ihn, der stille, einsame Mann weinte wie ein Kind, aber es waren leise Tränen; Tränen, die erleichtern, alles Beklemmende vom Menschenherzen loslösen. Vor zwanzig Jahren war sie angeraucht, dann war sie im Glücksjubel weggelegt. Die «Glückszigarre» hatte er sie lachend getauft, sie kam mit den Lichthaltern in das dunkle Kästchen. Und als er sie beim nächsten Weihnachtsfestc wieder gesehen hatte, rief sie sein Leid in verdoppelter Stärke zurück. Er schwur sich zu, sie nnr in einer Stunde zu Ende zu rauchen, in der er sich glücklich fühle. Und da diese Stunde nicht kam, ruhte die Glückszigarre im verstaubten Papier. Heute, wo er sie durch Zufall wieder vor Augen bekam, stand auch die ganze Vergangenheit vor ihm. Er fing zn vergleichen, zu erwägen an. Er war ruhig geworden — war diese Ruhe, die er lange entbehrt, schon Glück? Nein — aber vielleicht die ehrcuuolle Stellung, die er iune hatte? Die Hochachtung, die er allgemein genoß? Auch das geuügte nicht. Dann vielleicht das Vertrauen, das seine Kranken, seine Kollegen ihm entgegen brachten? Er wurde zweifelhaft, konnte das nicht schon als Glück gelten, für einen Mann, der ohne Hofsnungen, ohne Wünsche durchs Leben schritt? ^./' Wüusche - ja, das war's. Er hatte keinen Wunsch ü -br, nnd iu dieser Wunschlosigleit lag Zufnedeuhett, !ag Glück. Er war zufrieden mit dem Lebeu, das er i'gebend' wundeten Stolz. Angesichts der ihn "M,^ ^^ Gefahr daran zu denken, schien ihr ller"0 , Po lich. Ihr einziger Gedanke war — 'hn s" " ^'f d'' wie? Eine Antwort zu fnchen und zn s"'" ^ lic> Frage, dazn waren Geist und Oemut n ^ worrcn und verwundet. _, ^„«'M' ^.^ Seit der Ermordung ihrer O/HH^ h " Lea in der Pfarre gewohnt, u"d M" Ie0' des Nachts in der Eottage bleiben mm ^low" V Morqeu war seine Herrin dann nach H"' ^.hen "'.. in der Wirtschaft nach dem Nechte" " ,^^^ solche Dinge zu besorgen, die mibcon'u """"' ' * . " der^ Lord Barchesters Verhaftung i"t" c ^ ^ eines verübten Mordes erregte m "V ^r g" ^ geheure Seusation. Für die Zeltunge' ^ ^ Sauregurtenzeit, und diese nutzten o^r ^ ^ in Greenshire nach Kräften aus. 3« ^ ,n in jedem Salon wurde '»ber °en fester'^ Eottage-Farm lebhaft in der Londoner Gesellschaft 3"",,^,'velch^^c umsomehr aber Lady Luey von schlauen Müttern armer Soync , ^ „sn vorzugung nnd endloser Einladungen 1 hatte. ^ die ^1^ Eva hatte sich vorgenommn, <^ ,« ^ Saison in ihrem reizenden Schnn ck p^^ ,,„n Lane anfs angenehmste zu gemeß" wacher öeituna Nr. 294 ^611__________________________________24. Dezember 1903. kolal- und Provinzial-Nachrichten. llber die Ausgrabungen auf dem Zollfeldc Achtet Dr. F. G. Hann in der «Wiener Abendpost.. ^entnehmen dein interessanten Aufsähe folgendes: »M ^'" I"hre 1902 inklusive wurden drei be- Warte Gebäudckomplexe samt ihrm Heizanlagen j^'U aufgedeckt nnd dabei archäologisch teilweise hoch-burck^^ ^^^ien zutage gefördert. Es wurde ferner 3«3, Ausgrabungen gezeigt, daß Virunum in den ^n ^^ ^ljlkcrwandernng durch Brand zngrunde !°m .? ^'" '""^ Sehr merkwürdig ist ferner, daß biil ) '" ^"len des mittleren aufgedeckten Ge-bci ^ ^"^ '" dem östlichen, höher gelegenen Gc> lei w ?"'^^ drei Wohnstätten übereinander liegen, mit krl? "^lteuen Fußböden und Wandverkleidungen , Medenen Alters. Die oberste Schichte war es, die di» ?,^üteren römischen Kaiserzeit bewohnt war, als ly /""be Nirunum zerstörten. Ja, im Ostbau hat sich ^uur llber diese» drei Anlagen noch eine vierte erhalten, dew A "^"orationcn, Sgraffiti im Wandverputz, die stem^/" virunum nicht'nachgewiesen waren, Töpfen ^pel auf Lampcu uud Terrasigillata-Gefäßen, Frag» ttt«. ^°" Säuleuschäftcn, Teile von schön geschmückten ""uschm Gefäßen, verschiedene Geräte aus Metall "andere «eine Funde. Die gefundenen Münzen „«?" von Domitian bis Philippus Arabs (61-249 "^ Christo). Gel,-^ Ausgrabungen enthüllten ferner einen größeren 'n^tomftle^. mit Garten, Atrium nnd emen großen ^'M. ^.^ ^ ^^ ^^..^^ ^„ einem korridorartige» > ^"ge uneben war. In den südlich davon abgetrennten ?""en, ^ ^^ ^^ .,„ ^^,,'„ Teile ein Herd X. ^""b und an welchen sich ein von den, Leiter der "sgrabungen, Prof. Dr. Nowotny, «Laboratorium» ge-'Mes Gemach anschloß, zeigte sich eine dreifache Anlage !^5"lw'ocr »nit den dazu gehörigen Fußböden be° ^utigam^er Vorladung, in« Verhör in Coombe w ^"ge zu fungieren, Folge geben mußte, hatte sie . sehr ungnädiger Laune von ihm Abschied ge-'vtNtnen. Am Abend fand in einem hohen Hause ein Mer Ball statt, und cs war ihr sehr darum zu U"' nils diesem in der Rolle der künftigen Lady 75'chester zu er cheinen, das war nun unausführbar ?"den. Anch die etwas gleichgültige Art, nnt „jHer ihr Bräutigam geäußert, die Sache lasse sich ^t ändern und sie müsse allein mit seiner Mutter ^", hntte ihr gar nicht gepaßt. ° '«""? "'" so schlimmer noch, daß es gcmde M, H^'?e" Interessen ihres Sohnes zum höchsten deF?'le gereichen mußte, hereingebrochen war. Selbst-ikNbl'ch war Ii,u unschuldiq - irgend e,n plumpes H H" waltete dabei ob -wie würde Eva es aber H"kn? Pie Saison war auf alle Fälle ver-llbir ^.°"s >""r an uud für sich schon schlimm; sollte sich > Verlobung sich wieder lösen, nachdem ste ^Napn "." Mühe gemacht hatte, sie zustande zu ll»^' lo würde das der Kulminationspunkt des >A.t'? werden. Bei dieser Vorstellung stöhnte ste >ht ^ Während der ganzen Dauer ihrer Ehe hatte ""d n. '."'^ "n Mühlstein au ihrem Halse gehangen, '^rde. ^'en ihr Solm wieder die Veranlasftmg üand" ?? sollen zu endloser Sorge und Angst. H-Velleidet "nd auf einen Sessel am Fenster 'Zte W ^c nippend. Ohne ein Wort zu sagen, ^'e bek^ ^l'cy ihr das Zeitungsblatt auf den Schoß ^'dewA ?" ganzen Körper, und ihr Angesicht ah "v, fast gcisterblcich ans. (Fortsetzung folgt.) sonders deutlich erhalten. Während die Wände der uuteren zwei Räume eine Wandverkleidung, die eine Marmor. Inknlstation imitierte, auswiesen, zeigte der oberste Raum eineu späten, dünnen und flüchtigen Wandbewurf. Das große Peristyl des Nordlomplexes des ganzen Mittelbaues zeigte im westlichen Teile ein Bassin. Nahe dahinter erhoben sich zwei mächtige Säulen eines jüngeren Banes, deren Trommeln noch teilweise er. halten waren, während die oberen Teile durch den Brand, der überhaupt deutliche Spuren hinterließ, vernichtet wurden. Um das Bassin fanden sich die Reste von Statuen. Sie wurden von ihren Nasen gestürzt und absichtlich zerschlagen. Der ganze Mittelbau wird durch eine Terrassenmauer, an die sich im Norden eine große Guhmasse anschließt, von dem höhergelegenen, aus vielen Räumen bestehenden Ostbau getrennt, der, wie erwähnt, über den drei unteren Räumen noch die wenia tief unter der jetzigen Nodenfläche gelegenen Wohnräume der spätesten Bewohner enthielt. Als diese einzogen, war das Peristyl bereits zerstört uud die Räume der Curia vielleicht durch das Verbot der heidnischen Götterverehrung, das auch solche Versammlungs-räume mochte getroffen haben, geschlossen. Die dem Heidentum feindliche nahe Bevölkerung verwendete schon früher bei Zerstörung von Virunum in den Stürmen der Völkerwanderung zerschlagene Sta-tnrn zum Ausfüllen von Hohlräumcn und znr Pflasterung des Bodens. So erklärt sich, daß man beim Ans-groben des Ostraumes auf Fragmente von Statuen stieß die zu plastischen Werken gehören, welche 1642 auf dem Zollfelde in dieser Gegend gefunden und den Sammlungen des Geschichtsvereines einverleibt wurden; auch der Kopf der gleich zu erwähnenden Hermes-Statue wurde in geraumer Entfernung von den übrigen Teilen gefunden. Dies führt uns auf die denkwürdigen Statuenfunde unserer Ausgrabungen auf dem.Zollfelde, ^m Mittclban fanden sich Teile von Statuen, die man zusammensetzen konnte. Die eine derselben, die gegenwärtig schon im zweiten Stockwerke des Nudolfinums in Klagenfnrt zur Aufstellung gelangte, ist ein archäologisches Unikum, nämlich die Gewanbfigur einer 5"ortun2 virilin in keltischer Tracht. Die Erhaltung ist ant das Haupt fehlt jedoch. Die künstlerisch wertvollste, aber arg beschädigte Figur ist eine Replik der bekannten Aphrodite des Alkamenes, eines Schülers des Phidias, welche man früher fälfchlich für eine «Vouus ^nktrix. ausgab. Ferner fand man eine Hermes-Statue in zwei Drittel Lebensgröße. Der Gott hatte den Widder zur Seite; die Rechte hielt den Beutel, die Linke schultert das Kerykeion. Die Reste einer vierten Statue sind wohl als Mars aufzufassen. Von roherer Arbeit ist die Statne einer ruhenden Nymphe. Der denkwürdigste Fund wurde jedoch int September 1902 in einer Zisterne des Hofraumes im Mittelbau gemacht. Man fand den linken Oberschenkel eines Weibes etwa in halber Lebensgröße. Am oberen Teile zeigt sich der den archaischen Stil verratende Gcwanbzipfel mit steifen Falten, an der linken Vorder-seite des Schenkels ist eine tiefe Stichwunde, umgeben von Plastisch gestalteten Blutstropfen, zu sehen. Mit archäologischem Forscherblicke erkannte Dr. Nowotny, daß dieser Schenkel zur Statue der sterbendeu Amazone des Wiener Hofmuseums gehört, welcher gerade dieser linke Schenkel fehlt, während Oberleib, Kopf uud rechter Schenkel erhalten sind. Der Fundort dieses Wiener Kunstwerkes war bisher unbekannt. Man muhte nur, baß die Statue aus dem Nachlasse des Wiener Kunst-sammlcrs Dr. Barth stammt. Die Figur stellt die von Achilles verwnndetc und in semen Armen sterbende Amazone Peuthesileia dar. Da nun erwiesen ist, baß d»e Wlener Statue lhren Fundort im Zollfeldc hat, so ist es möglich, daß in der weiteren Umgebung der Fundstelle des Amazonenschcnkels auch Bruchstücke der Achilles-Figur aufgefunden werden. Hat man doch den Hermes«Kopf 20 Meter weit von den übrigen Teilen entfernt in einer Grube entdeckt; so sehr wurden von den Barbaren die Gebeine der Antike gewaltsam zerstört. Laibacher Gemeinderat. Der Laibacher Gemeinderat trat gestern abends zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, an welcher unter Vorsitz des Bürgermeisters Hribar 22 Ge« mcinberäte teilnahmen. Nach Mitteilung des Eiulaufes und Genehmigung des Protokolles der letzten Sitzung erbat sich Gemeinde» rat Senekoviö das Wort und stellte den Dringlichteits-antraa auf Ankauf der Realität der Frau Marie Oubelka au der Landwehrstraße. Die erwähnte Realität wirb behufs Komplettierung des Baugrundes für den projektierten Zubau zur Landwchrkaserne benötigt ,md soll nun, da der Bau unaufschiebbar geworden ,st, um den geforderten Preis von 24.000 X käuflich er° worben werden. Der Gemcinderat stimmte dem Dringlichkcitsantrage ohne Debatte zu und genehmigte einstimmig den Kaufpreis von 24.000 X. Nachdem über Antrag des Gemeinderates Dimnik die Dotationsrcchnuugen der Volksschule auf dem Karolinengrunde genehmigt worden, berichtete Gemeinde rat Senekoviö über den Voranschlag des städtischen Armenfonds pro 1904. Das Erfordernis dieses Fonds ist in rapider Zunahme begriffen, und ist pro 1904 mit 100.399 15 präliminiert, dem eine Bedeckung von nur 44.077 X gegenübersteht; der Abgang von 56.322 X muß von der Stadtkasse bestritten werden. Das Erfordernis der städtischen Armenhäuser beläuft sich auf 23.400 X. währeud die Haudbetciluug der städtischen Armen den Netrag von 67.000 X erfordert. Für Gnadeugaben ist der Betrag von 4400 X. für unentgeltliche Verabfolgung von Medikamenten der Betrag von 2300 X in das Präliminare eingestellt. Der Voranschlag des Armenfonds wurde ohne Debatte ae-nehmigt. Gemcinderat Senetovic berichtete weiters über das Budget der Stadtgemeinde Laibach für das Jahr 1904. Der Voranschlag war im Sinne der bestehenden Vor-schriften durch 14 Tage behufs Einsichtnahme öffentlich aufgelegt, doch ist eine Einwendung gegen denselben nicht erhoben worden. Der von der Finanzsektion zur Anuahme beantragte Voranschlag weist ein ordentliches Erfordernis v. 653.628 X und ein außerordentliches Erfordernis von 199.300 X, somit ein Gesamterfordcrnis von 852.928 X auf; die ordentlichen Einnahmen find mit 534.125 X. die a'nßel" ordentlichen Einnahmen mit 96.071 X präliminiert. Es ergibt sich somit ein Abgang von 222.732 X, welcher durch Zuschläge zu den direkten Steuern Deckung finde« muß. Die usuelle 20«/<» Umlage zu den direkten Steuern (mit Ausnahme der Persoualeiukommensteuer) ist auf rund 217.000 X bcrechuet, so daß sich der schlicßliche Abgang auf 5132 X beziffert, welcher durch Ersparnisse bei einzelnen Titeln, sowie durch voraussichtliche Über-schüsse bei der Mietzinsauflage und bei den besonderen städtischen Zuschlägen gedeckt werden soll. Der Referent konstatierte mit Befriedigung, daß die Stadtgemcinde trotz den erhöhten Anforderungen mit der bisherigen 20«/« Gemeindcumlage das Auskommen findet und hob in längerer Ausführung hervor, daß die Mittel der Gemeinde bisher in erster Linie für die Erweiterung und Ausgestaltung der Stadt verwendet worden seien; nun aber sei der Zeitpunkt gekommen, in welchem di' Tätigkeit der Gemeinde sich vornehmlich auf die kulturell.' Entwicklung konzeutriercn müsse. In der nun folgenden Spezialdebattc über deu städtische« Voranschlag wies Gemeinderat Hujek auf die Anhäufung der Arbeiten im städtischen Bauamte hin und beantragte eine Resolution, betreffend die Kreiernng einer Oberingenieurstelle mit den Bezügen der zweiten Raugsklasse und Einstellung des hiczu erforderlichen Kredites in den Voranschlag pro 1905. Die Resolution wurde ohne Widerrede angenommen, des. gleichen die vom Referenten beantragte Resolution, betreffend die Anschaffung von elektrischen Tischlampen für den städtische» Rathanssaal. Das Erfordernis für die elektrische Straßenbcleuchtuug wurde von 38.000 auf 39.000 X erhöht und diesbezüglich eine Resolution angenommen, wonach diese Erhöhung hauptsächlich zur Beschaffung von ncnen Glühlampen verwendet werden soll. In Betreff des außerordentlichen Erfordernisses gelangte schließlich eine vom Referenten beantragte Resolution zur Anuahme, wonach der Betrag von 22.500 X, welcher iusolge der allerhöchsten Entschließung vom 27. Mai 1903 nnd des Finanzministerialerlnsfes vom 30. Mai 1903 in den nächsten zehn Jahren bei den Annuitäten des 3°/„ Stadtregulierungsaulehens er-spart wird, alljährlich dem Regulierungsfond zugeführt werden und daraus bis zum Jahre 1913 der jedesmal am 2. Jänner fällige Betrag von 3477 X 70 I» bcstritteu werden soll, welchen die Stadtgemeinde dem Bistum Laibach für die Abtretung des zur Auleguua von öffentlichen Plätzen vor der Peterstirche und der städtischen Insanteriekascrne erforderlichen Grundes zn entrichten hat. Der Voranschlag der Stadtgemeinde pro 1904 auf dessen Einzelheiteu wir gelegentlich noch zurück-komme» wollen, wurde sodann auch in dritter Lesung genehmigt und über Antrag des Referenten der Stadt-buchhaltuug für die übersichtliche uud klare Zusammeu-stellung des Vorauschlages die Anerkennung des Gemeinderates ausgesprochen. Gleichzeitig mit' dem Vor anschlage wurden auch zahlreiche Subveutionsqesucke er' ledigt. Subventionen pro 1904 wurden bewilliat m,d zwar: dem Elisabeth-Kinderspitale 1000 X ^ Laibacher Studenten- uud Volksküche 100 X ^ 65»? Hospiz Grado für die Aufuahme nach LaibM «' ständiger skrofulöser Kinder «00 X der .^s.^ M°tim. 3000 X dem Verein dem slovemschcn dramatischen Verein (ordentliche Unter strung) 12.000 X der ^ /' ^m,^'"l^" Alpenverein 600 X. dem Cynll- und Methodvereiu 1000 X, dem Studenten-Unterstlchuugsvereiu «Radogoj. 700 X, für die Erhaltung des botamschen Gartens 210 X. den städtischen Kindergarten für die Weilmachtsbescherung 600 X. dem Prof. Vodusek für die Leitung der meteorologischen Laibacher Zeitung Nr. 294. 2612 24. Dezember iM Station 200 X. der Lüschnerstiftung 200 3, und dem Studentenfreitisch der Grazer Universität 100 X, welcher Betrag jedoch nur dann auszuzahlen ist, wenn der Stadtmagistrat die Überzeugung gewinnt, daß beim Frei» tisch auch tüchtige Hochschüler slovenischer Nationalität Berücksichtigung finden. Aus dem außerordentlichen Präliminare pro 1904 wurden votiert: zu Stadtverschönerungszwecken 3000 ü, für den Bau einer Kirche auf dem Laibacher Moor« gründe 1000 X, für die Errichtung einer Universität in Laibach 10.000 X, dem Asylverein der Wiener Universität 100 X, dem slovenischen dramatischen Verein als außerordentliche Unterstützung (da infolge der Ob» struktion der übliche Beitrag des Landes entfällt) 14.000 X, für die Ausgestaltung des Platzes bei der St. Peterslirche 3300 X, der Vereinsmusiklapelle 1200 X, der freiwilligen Feuerwehr zum Ankauf von Schläuchen 560 X, zur Anschaffung eines Wagens für den Transport von infektiösen Kranken 2200 L und schließlich zur Anschaffung von Lehrmitteln für die e., 7. und 8. Klasse an der II. städtischen Knabenvolks« schule 1500 X (in drei Jahresraten). Nach erfolgter Genehmigung des städtischen Vor« anschlages stellte der Bürgermeister den Antrag, daß dem langjährigen verdienstvollen Referenten für dessen lichtvolle Darstellung der Dank des Gemeinderates aus-gesprochen werde, welcher Antrag mit Bravorufen an« genommen wurde. Gemeinderat Dr. Po Zar berichtete namens der Finanzsektion über die Zuschrift des Stadtmagistrates, betreffend die Vergebuug der Kohlenzufuhr für die nächsten drei Jahre. Die Fuhren wurden an den bisherigen Unternehmer Josef Turk vergeben, und zwar gegen ein Pauschal von 10 li pro Waggon, wenn die Kohle vom Bahnhofe in die elektrische Zentrale befördert wird, und 12 X pro Waggon für die Beförderung nach Kleöe oder in die sonstigen städtischen Magazine. Sodann berichtete Gemeinderat Aubic namens der Schul» und Finanzsektion über den Antrag des Bürgermeisters, betreffend die Erbauung von zwei neuen Schulgebäuden in Laibach. Wie wir dem aus« führlichen, von dem Referenten verlesenen Berichte des Bürgermeisters entnehmen, ist der Andrang in die acht-klassige slovenische Mädchenvolksschule bei St. Jakob von Jahr zu Jahr größer; die Anzahl der Schülerinnen wächst rapid und ist in den letzten vier Jahren von 540 auf 870 gestiegen. Die Schule zählt im laufenden Schuljahre 17 Klassen und mußte die achte Klasse wegen Mangel an Schulräumen in diesem Jahre auf» gelassen werden. Die einzelnen Klassen sind derart überfüllt, daß es den Schülerinnen kaum möglich ist, zu schreiben und zu zeichnen. Mit Rücksicht auf diefe unhaltbaren Znstände hat der k. k. Landesschulrat den Stadtschulrat beauftragt, für die Errichtung einer neuen slovenischen Mädchenvollsschule Sorge zu tragen. Die Errichtung einer neuen Mädchenvolksschule erscheint umso dringender, als auch die äußere Schule bei den Ursu-linerinnen sowie die Privatvolksschule in der Lichten« thurnschen Anstalt bereits überfüllt sind. Für die in Aussicht genommene neue Mädchen« Volksschule muß ein neues Schulgebäude errichtet werden. Die bisherigen Erfahrungen sprechen gegen die Unter« bringung von Schulen in Privatgebäuden. Aus diesem Gnlnde erscheint es notwendig, auch für die III. städtische Knabenvolksschule, welche derzeit in einem Gebäude der krainischen Ballgesellschaft an der Erjavec-straße untergebracht ist, ein eigenes Gebäude aufführen zu lassen. Die Gebäude für die beiden erwähnten Volksschulen wären eines neben dem anderen in der Weise aufzuführen, wie dies bei der l. l. Übungsschule der Fall ist. Als Bauplatz für die projektierten neuen Schulgebäude empfiehlt der Bürgermeister die ausgedehnte Realität (6679 w«) des slovenischen Schrift« stellerveremes zwischen der Polanastraße und dem Polanadamm, welche um den Preis von 36.000 3 käuflich erworben werden könne. Der Referent stimmte namens der vereinigten Sektionen den Ansichten des Bürgermeisters in allen Punkten zu und stellte nach längerer Ausführuug den Antrag: 1.) Die Stadtgemeinde kauft vom slovenischen Schriftstellerverein die Realität Einl. Nr. 44, Kat. Gem. Polanavorstadt, um den Betrag von 36.000 L, welcher Betrag vorläufig dem noch nicht vollends realisierten Anlehen bei der städtischen Sparkasse in Laibach zu entnehmen ist. 2.) Das Haus Nr. 17 ist im geeigneten Zeitpunkte zu demolieren und sind auf dem erworbenen Bauplatze die Gebäude für die II. städtische Mädchenvollsschule und die III. städtische Knabenvolksschule derart zu errichten, daß jede Schule einen besonderen Trakt mit eigenem Eingänge haben soll. 3.) Mit der Ausarbeitung der Pläne wird der Architekt Prof. Dr. Max Fabiani in Wien betraut. — Bei der Abstimmung wurden diese Auträ'ge einhellig angenommen. Die Baukosten für die beschlossenen Schulbauten dürften sich auf rund 400.000 X belaufen. Sollten der Gemeinde sich nicht neue Einnahmsquellen erschließen, dann dürfte wohl nichts anderes übrig bleiben, als zur Tilgung der Annuitäten des aufzunehmenden Schulbau« anlehens eine zweiprozentige Erhöhung der Gemeindeumlage eintreten zu lassen. Schließlich referierte Gemeinderat äubic über das Gesuch des Hausbesitzers Alois Korsika um Abschrei« bung der ihm vorgeschriebenen Gebühr für den Wasser« Mehrverbrauch in seinem Hause. Das Gesuch wurde als unbegründet abgewiesen. Da der Gemeinderat mittlerweile beschlußunfähig geworden war, wurden die übrigen Beratungsgegenständc von der Tagesordnung abgesetzt. Bürgermeister Hribar wünschte den Gemeinderäten wie auch der Vevölkeruug Laibachs glückliche Feiertage und schloß hierauf um 8 Uhr abends die Sitzung. — (Personalnachrichten.) Die Direktion der österreichisch-ungarischen Bank hat die Herren Zcn« soren Johann Knez, Arthur Mühleisen uud Felix Urbauc uach abgelaufener Funktionsdauer umcrdingö auf drei Jahre zu diesem Amte berufe«, uud die Herren Johann Mathian juu., t. u. l. Hoflieferant, und Josef Mayr, Apotheker und Vorstand des krainischen Apo-theler-Gremiums, zu Zensoren bei der hierortigen Filiale neu ernannt. — (Im Panorama International) ist noch bis heute abends ein prächtiger Zyklus von Ansichten an der Mosel zu sehen. Von morgm an gelangt die uur für Erwachsene bestimmte Serie: «Meisterwerke der Bildhauerkunst. (Pariser Musecu) zur Ausstellung. — (Der slovenische kaufmännische Verein «Merkur») hält Sonntag, den 3. Jänner, um 2 Uhr uachmittags seine ordentliche Hauptversammluug ab. Auf der Tagesordnung steht unter anderem cm Antrag auf neuerliche Herausgabe des Vereinsorgaues. * (Feuer.) Gestern vormittags entstand im Ge« schäfte des Juweliers Adolf Wagenpfeil am Iurcicplatz Feuer. Eine breuuende Kerze wurde zu nahe au eine größere Menge Emballagepapier gestellt und entzündete dieses. Das Feuer wurde sogleich gelöscht. An Ort und .Stelle erschien eine Abteilung der freiwilligen Feuerwehr. — In der Nacht vom 22. auf den 23. d. M. entzündete sich im Hause Nahnhofgasse Nr. 5 in einer Mistgrube der Kehricht. Das Feuer entstand dadurch, daß ein Dienst« böte glühende Asche in die Mistgrube warf. Das Feuer wurde von den Hausgenossen gelöscht. * (Kohlendieb.) Der vazierende Tischlerlehrling F. U. wurde gestern abends beim Kohlendiebstahle am Südbahnhofe betreten und verhaftet. — (Tot aufgefuuden.) Am 19. d. M. abends wurde der 36 Jahre alte Organist Thomas Koprivsek aus Watsch vor seinem Wohnhause tot aufgefunden. Bei demselben wurden zwei Verletzungen am Kopse konstatiert, welche er sich beim Falle zugezogen haben soll. Der plötzliche Tod dürfte infolge Schlagallfalles erfolgt sein. Koprivsek hinterläßt die Witwe und 6 unversorgte Kinder. —ik. — (Aus Krainburg) wird uus gemeldet: Bei den Wahlen in die Personaleinkommensteuer'Schätzungs« Kommission des Schätzungsbezirkes Krainburg wurden am 21. d. M. folgende Herren gewählt: als Mitglieder Karl Mally, Fabrikant in Neumarktl (I. Wahlkörper)-Niko Lencek, k. k. Notar in Nischoflack (II. Wahllörper); Ferdinand Pollack, Kaufmann in Kram« bürg (III. Wahllörper); als Stellvertreter: Andreas Rozman, Kaufmann in Neumarktl (II. Wahlkörper) -Anton Globotschnigg, Fabrikant in Neumarltl, und Franz Dolenz, Holzhändler inAltlack (III. Wahlkörper). — Am Stephanitage hält der hiesige freiw. Feuerwehr« verein um halb 11 Uhr vormittags im Gemeinde« sitzungssaale seine ordentliche Generalversammlung mit der üblichen Tagesordnung ab. Abends wird vom selben eine gesellige Zusammenkunft in den Gasthauslokalitäten des Herrn Peter Mayr veranstaltet. Anfang 7 Uhr abends. — Der hiesige sloveuische Leseverein veranstaltet nur für seine Mitglieder einen Silvesterabend unter Mit« wirlung des Vereins-Tamburaschen-Chores; desgleichen veranstaltet die «Narodna Citalmca» einen Silvesterabend mit folgendem Programme: 1.) «Xje^ov» ^öu»» (Nelly Rosier). Lustspiel in drei Akten aus dem Französischen voll Bilhaud. 2.) Freie Unterhaltung. 3.) Tanz. — Eintrittsgebühr: Mitglieder 50 b, Nichtmitglieder 1 X. — Die Musik besorgt die hiesige bürgerliche Kapelle. — »ä. -(Ein PostPferd entwendet.) In der Nacht vom 21. auf den 22. d. M. wurde dem Postkutscher Io« hann Grcman in Neumarktl aus dem Stalle des Gasthauses «8t»r» poZtll» in Krainburg ein braunes Pferd entwendet. — (Vom Bau des Karawantentunnels.) Gestern wurde an der Südseite des Karawantentunnels der 3. Kilometer des Sohlstollens angefahren. * (Verlorene Gegenstände.) Die Besitzerin Maria Kerzan aus Aich verlor gestern abends in der Stadt eine Brieftasche mit 30 «. — Der Schlosser-lehrling Anton Zorlini, wohnhaft Schlossergasse Nr. 3, verlor heute früh auf der Petersstraße einen goldenen Ring. * (Aus Amerika.) Gestern früh sind 38 Per-sonen aus Amerika in Lalbach angekommen. i» der Istnkirche. Freitag, den 25. Dezember (Geburt^ Pontiftkalamt um 12 Uhr nachts: Messe m ^ ^ Karl Kemftter, Graduate leenm prineipmw u,w ^ dem Offertorium Uoäio nodis eoelorum N«x v Johann Benz. Um 10 Uhr Pontiftlalamt: " Instrumentalmesse von Moritz Vrosig, ^"^" M< ruut owns» twos tsrrno von Anton Foerjter, torium 1'ui 8unt oooli von Josef Haydn. ^^ Samstag, den 2«.Dezember(Hemger ^ Pontifikalamt um 10 Uhr: Instrumentalmesse m ^ von Karl Kempter, Graduate äeüsruut?"""? ^ Offertorium Nleßoruut »po8wli ötspbauuw von Anton Foerster. .,, ^ II' Sonntag, den 27. Dezember W"^ ^ hann Evangelist) Hochamt um 10 Uhr: ^"u.^ vou Adolf Kaim, Graduate Lxiit «orwo von Foerster, nach dem Offertorium ^closto iiäolo». Zn der Stadtpfarrkirche St-I^^sl Freitag, deu 25. Dezember l^l> Christi) um Mitternacht Christmette. Vor dem v^ ^ I'o Onum I»uänmu8 vou Leopold Velar ^h^ Weihnachtslied «Christ ist uus geboren» von u^^ beim Hochamte: Messe iu v-äur von Ka" ^ Graduate ?6onm principium vou Anton Fo"!" <^ ^ torium I^otontur oooli von Leopold V^'^ol^ 9 Uhr Poutifikalamt: Iustrumentalmesse " ^ d«2tH« Nllrilio Virgins in I)-uwlI lM «^lslel, Graduate Viäorunt omun8 tm«8 t«rr»o von ' ein schwaches, «leine« Drama mit großen ^p'^F''" dem das verschobene Gleichgewicht einer " ^h^ Frauenseele zu allerhand Gewaltsamleiten, w Ml Mord. Tod im Kerler und dergleichen intereNa" ^ führt. Die ungesunde Romantik «oM"^"" lei U auch die Findigkeit und der Geist der 3"" >i wirlt umso ärgerlicher, weil der Dichter ein «^^ Masle vornimmt, hinter der so wenig '"^Kheb">^ 3 anbroä schuf natürlich aus der sonderbaren ^ ^, Heldin eine ergreifende Gestalt, die jene des " ZM^ überragte. Die sogenannten «starten» Sjenen ^M den Kampf zwischen Pflicht und sündiger^"', hie", Abrechnung mit dem elenden Versührer. "" ^n^' >< denschaft der Verratenen bis zur wulschäu"" ^llt ° steigerte, das ergreifende Hinsterben im «er" ^W ' Künstlerin mit hinreißender Wirlung. "e °" chene. ' insbesondere nach der gewaltigen Abrech'" " ^ »' begeistertem Veifall hinriß. Die «"he ""^ nlH "^ gbdin war umsomehr zu bewundern, "s »M^ den Kampf gegen die Natur. d. h. die Sp""^ s^ erbarmungslose I?«t hinterläßt, siegreich !"^ AllH auch einen harten Stand mit ihrem g"st'" ^^ «>^e hatte. der. ganz versehlt beseht, seiner 5»°" ^. ^ noch gewachsen war und nur HeU"«" ^lft" , übrigen Darsteller brmühten sich zumeist nn ^d" Zurückhaltung das hohle Romanhaste zu m» ^ ^ einschließlich des Postportos. nanziayr" ^^ . und wird nach dem Erscheinen d" "li ^ Ist, ^ der Verlagsfirma eingehoben. Bestellung ^^et^ nimmt entgegen und Probenummern ^. ^ Redakteur. Als Adresse genügen die ore. ^ Krapina, Kroatien. ^ mitg^ ^ (0d tikin voöorid.) »^ vor einigen Tagen in der Buchhandlung^ „, S^< ck Fed Bamberg in Laibach eine Sa""" K, „' ^ aus der Feder des Pfarrers A. 5"^ ^ d ^ Daniel (Wrnten) "schienen. Mes H venischen literarischen Welt einen vorttw ^ zM seine in verschiedenen Zeitschriften 1^ n .. , ^. ^. ^, 2i)l^> 24, Dezember 1903. Lmbacher ^eituna Nr. 294. ^ _____________________________________________I___________ ""öffentlichten Skizzen erfreuen sich cmes ausgedehnten "Wreiscs. Mesko ist ein Meister in der Stimmungs-^lerei; über allen seinen Schriften zittert eine leise Melancholie, die, mit zarter Poesie gesättigt, den Leser '" ihren Bann zwingt. Die Geschehnisse, die der Autor z>»ü Gegenstände seiner Skizzen nimmt, sind allerdings ^"lcist alltäglicher Natnr, man könnte beinahe sagen, MisclM Charakters; von einer dramatisch bewegten vandlung si„d in den Skizzen vielleicht nur leise An° >M vorhanden — es ist eine reflexive Poesie, welche ^'n Verfasser gerade zn dem stempelt, was er ist, zum ^rtreter der tränmerisch.sentimentalcn Dichtung in der ovenische,, Literatur, einer Dichtung, die nnr in ganz ^'uen Dosen genossen werden soll. In der prächtigen Schilderung des Milieus, in den retrograde» Äetrach« ^'"gen „lid Reflexionen liegt die Hauptstärke Mcötos, ^ sich auch in dem nns vorliegenden Auche offenbart. ^ sind darin i,n ganzen elf größere und kleinere Skizzen ^'emlgt, von denen uns wohl die Skizzen e« Himmels ^-.^ 2^ 3 »Ab. ?40'0 1 4 NW. mäßig bcwüllt_______ 24j^'Ü7F7^?H'^^2, st. mäßig ! brwöllt ^08 Da^ Ta^smittel der gestrigen Temperatur 1b", ?ior male: 2 4 °, ^_______^___________________^ Verantwortlicher Rebalteur: Anton Funtel. K,m8ki C68ti 3t. 4, ki ^nuai-i.j 1904 «».je« v 8polinji ßislci st. 152. (5276) 3-1 Kautionsfähige Bierdepositeure werden zur Führung bereits bestehender und neu einzurichtender Depots von einer Brauerei gesucht. Kenntnis der slovenischen und deutschen Sprache in Wort und Schrift unbedingt erforderlich. Schriftliche Anträge unter Angabe der bisherigen Verwendung sind bis 10. Jänner 1904 unter «Bierdepositeur» an die Administration der cLaibacher Zeitung» zu richten.____________ 1 Danksagung. I>u der Ans^clios* des WohltätigkeHsvereine» der Buchdrucker in tiraiu nuNKcrtstaiide ist, jedeiu einzelnen für rtio Geldspenden, ferner für die schönen (Je-winste sowie allen, die in irgend einer Weise zum Gelingen der heurigen Weihnachtsfeier beigetragen haben, seinen Diink aaszusnrecheu, ho sei es ihm gestallet, dies auf diesem Wege zu tun und gleichzeitig daran die likte zu knüpfen, dem Verein« auch fernerhin dieses Wohlwollen zu bewahren. Laibftuh nni 23. Dezember lUOIl. (52(J6) Champagner. In Anbetracht des in Konsumentenkrei»cn immer mebr um sich greifenden Streben«, gute inlandische Erzeugnisse durch Bevorzugung anzuerkennen, machen wir auf «Kloinoscheg Derby sec» aufmerksam. Aus französischen Weinen erzeugt, ist er ein den französischen Marken entschieden ebenbürtiges Produkt. (5268; Damenhüte. 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Not Zebr.jlxg.pr.« 4^/u i<><» z>0 100 — , April, «ül»Pr,K.4 2>>/„ 100 «0 U>0>- l»54«l Stllattl^e 250 ft. 8 2«/„ ,?i ,?? l«o«r ,, Ü0U sl, 4"/n l<>z7z l»6 75 l««0«r .. 100 sl. 4°/n 185 f,ii 187 50 »8»4«r ,, "XI sl, . L8<) - 264 — dto. ,< b0 fl. . . 26«, — 264 Dom.-Pfondbr, k l»0 fl. »"/» . «W 75^299 75 St«at«sch»..b d«l im Ktich«-lat« v»tt«t»n»nz2nigl»lche und zändll. Ocsterr. «olbrente, fti-., 100,»., sie« ltasse.....^'^ '20UN «20«« ^'o, Xente inKi:2N«nwäb',, stn.< p?r llasse.....4°,f, 1 70 in« s» ^!u. dlo. d:°. pcr Ultimi . 4'V° i«c> ?> u»rl.^. ., ?ü^n 4°/» «00 8> l<»l 3> ^» . »ltien. «lijabethbal/« ^00 fl. LM. 5'/«°/o von »00 >I.......510 — »18 c»e. L<^ N,lb». Loo st. «.«.,<"/„........477 4sl- d.o, valzb.-Tir. 200 sl. 0. U. L. '^/o.......v^. 4b3 5a 425 - z. Kall.»Vrlor. Obligatlone». «lisllbethbahn «00 u. 300« M. 4°/„ ab !0«/u......<<°'t'' »161b «tlisabetbbabn, «0 u. »oao Vl. <«/«.........US' l«0 - ssranz Josef-«., «». ,«»4 (blv. Ot) Gilb., 4°/,.....100'bv >01 il «alizi!che Nirl liudwlss »abn .div, Lt,!^itb 4«.> . . 1W.4U»"'d ^»rarlbergtr Uahn, »m l8«4 (div. Vl.) Gilb. ö'/, i"0-40 l" 40 5walsschul^ be? zander d«r ungarisch»» Aron». 4"/„ nn«. V«n>«nte p«r Kasse !l8 90 ll9 1'i «?. dtv. p<« Mtimo . . . 1,8 9U tl» 10 4»^, dw. Nlnte lu ttronenwäi,",., sseuerss'i, ftcr ftaff« . . . > 8 95 3» lö 4 /^ tto. dto. Ktv, pec Ultimo i<8 95 W li> Ung. Et. Els.Nnl Gold 100 N s> 10 l>t »> btc,. dtn. Gilber 1U0 tt. . . , »<»» — i!»» -dto. Ttllat«.cl»l!g. (Nng. Oftd.) v. I. l8?U.......«s>« - »lU bte. ^chtt^Ircglll.'Ablüs.-llblia. —»— -dto. Pr2m.M. l^ 100 sl. -- 200 K «nz, — 211 -dto. dtll. i» bv fl. — 100 X i«> Ttze!i>-Nsg, llose 4"/» . . . . l«4 25 '«6 «k> 4°/o ungar. Grimdti>tl.-Obl<2. V8«0 l»L3<> 4>',, tr?«l, und slave?,, dett» 9» b« — ^- 5«d»r» ofi«utl. Hnl«h«n. 5'„ D^lla!i°Ncg.M»Ielhe l87« . »06'?.', l«8 — iü^chen der E'.abt Vürz . »9-i!5 luo zjn «nlehen b«r Stadt Wien . . . 1N3 ?-, «<>4 ?.°> dto. bto. (Ellbcrod.«old)i»!l2b 124'^ dt», dto, <<8«4). . . .! «l>-».°> !'9»' '0 !"'7,. . . 'IOU',5 101 4!' f' loeb. L°/o ss'ü" '«»2« .,-'!c^l! .! "9'Ü5!1O!> 2Ü «Äelb Ware! ßsandbliis« «tl. «ut>fr. lllla.öst.in zoI.v«l.4"/" 98 »ü 100 »i, N. österr.L«nde«'h!,p.'Nnft.4'/o ,U<> 8,1 lOl «0 0sst.'iina. Nanl 40 ioi'4o 1024« llistnbllhN'PliaritLt«» Vblizatlon»«. gerbwand«°NoldUlllin <5m. 1»»« lOl- W2- Oesterr, Norbwcftbahn . , . ln« »0 107-20 Gtaatsbahn....... 4«8 t>0 480 - Tüdbat», i^ 8°/„verz.I2nn,.Iull 30-, «5 3ü? »ü dtc,, i» 5°/l,...... l2g 9n 1«4 9l» Ung.'galiz. Nahn..... lio —m- 4»/, Unttrlrainer «ahn«« . . 89 zo 100 8" ^iu»rs, zas» lpli VMcl), »trzinlliche «oft. 8"/u Uidcnl«dlt-liose Gm. i«»0 ,»2 - ,97 50 3"/o „ „ EM. t»89 287 — 291 ü<> 4V° Donau DllVpfsch. ioa fl. . —-- ^.^ 5°/° Donaü-Neaül.-Lose . . , »79 - ^82 — N«v«rzin«ttche Lose. Vudap.-Bafllica (Vvmbau) 5 fl. 19— «a__ tircditlolc 100 fl...... 47i>lt <0 fl. l - iß« ^ i?i?:>cr Lose 40 jl..... l«» ,7^ _ 5>:l!i>i «njc «> sl, LÄi. . . , 169 - ,?.-»-.. ^r^>'^ tircuz, Ocs«. <3es.,!,'. lOsl, 5» -^b 54 25 ,, Uvg. ,. ,, 5fl 26 ?U 8'/70 Pud!)lf°L°!.!.-Veno!l'll°se 40 sl. . . . 24» - 2«!>. Wiener Cc?i,u,.°«°le v. I. 1»7< 49» - bou>-Gewlnftsch. d. 3«/«Pl.«Ochulbv. d, Älld^tccditanj»,, tv,.«.':? 85 - loo--l'?ih.H<- 5?l» . ?i>-. 73.— «ell» Ware «ltien. lllln«port«Ant»r< «lhmungen. N>l!lT,PI. Visenb. 500 fl. . . 2SXN 2»3a Vau- u. Vetrieb« «es, sur siid«. Etraßcilb. in Wien lit. 4 . — - - - bto. b>o. bio. lit» . -' — - VNHm, Norbbllhn lkli sl. . 3SK — '?»»' «»schtiebrlld« «»!. K<«1 sl. »M. 24l»z- 24U5- dto. dtu, (lit. U) 200 fl. l«29 »083 Dona».DamplIchiffal,it« < «esell. Oesterr,, 5,00 fl. »M. . . . 884 - 88« - Dux Äobcnbllcher e sserdlullnd«°Nordb.10<«1fl.i»W. 5510 552« Aemb.-Lzenww. Ills «eleUfchnft 200 sl. O. . . . 5?»—bl,z.. Ul2yb,Oeft., Trieft. 500 fl.ttM. ?«7 - ?»» ^ Ocftcr?, No'dwesibabn 20011, S. 424 20 42» dto. t,!«. (üt. jj)«00sl.2. 420 — 421- Pra^Duler »0 — 201 - Ttaatselsenbahn 2«i) st. H., . «5 «62 25 Siikbich» 200 sl. K..... «7 50 88 50 küduorbd. Vl-rb.^N, 200 sl, «M. 405 - 40? -Tramway^Gef., NeueWr.^Prlo» litäls-Nltlen 100 sl, . . 17- 19 Uxg.-gllli;, «ijenb, 200 fl. silber 401 85 40» - Ung.Wfstb.(Naab-<öraz)200fl.T. 402 — 40« - Meucr Lokalbahnen' »N.««s.. «z _, ^.. Kanlllm. Anglo Oeft. Ba»l 120 ll. , 28t 1« «82 10 Vanlverein, Wiener, 200 >l. , 52« 76 52? 7,^ Voblr.'Anst,, Oefi., 200 sl.G. . ,54 —l»58- Nldt.Mnst. f. Hau!,.». V, 1«0 sl, ------- — bto. dto. per Ultimo . , 691 50 «92 50 »rebithaül, Allss. un«., 2lw fl. ?8Il 75 784 7,i Depostlenbllul, Allg., ü>:!» sl. . 4^8 — 4l»9 — ««tomptc-Ge!., Nbrüs!., 400 ll 5l,» 5) 585 Vir»)'U, ttalseov., Wiener 200 l. 450 — 4bi — H'wo^lb. Orü!., 20<>ll.»l»°/. E. '200 -j —-— K,lb M< lianderbanl, Otft., 200 fl. - > "'., .gz^ Orfterr. »" Zndutlri««Mnt»l« n»hmun. «,-<»- "" ^ „<" Uiesinssti Vrauere« 100 fl, . - «?" ,t>l^ Müntan-Gelellsll.., 0?ft.'«lP>ne 4l» - ^^,, Prag» - b?" ^ „SchlöMM", Papier,. L0"!^. ««» ..^ ..Etet,«rm.",Paplerf.u.V-». s>" „«^ Lrisatter »ol,lenw.,N.,«ll«.,l!'Pl!'. „ 7^" 400 ll......„ - !?o^'l»" wiener «auaeftüschaft lOO sl. . '" ^. „<- «it^c'-l.-'rgfr )'.i?ael.iüllt<«n-we!. '«" z»Viftn. »ur,e slchtf?,. ^,z Amsterdam...... !?3«."'i! Deulfche Plü„«...... «2»-»«"^ Ullüdon....... »zli ^ H»rll........ - "" 3». Peteilburg , . ' yaluttn. ..„ tulaten...... ' l9<'«,,z, xo-Hiance-Etückc . . > ' >i'/^ »i zO Deutsche «elchzbanlnoten - ^«o «'^ Itllllenijche VaTilxoten , > - ,b^,' ^Ilubel'^rle.' ,.--'' I^< I El».- -va.aa.4 Tr«xica,-o.f van Heuten, l'rnndbrlvfrn, frlorllttten, AKUcn, Lioaen etc., 1>fvU«n and »'»loten, (6) Los-VewäohemnB. _____ «P. «D. Mayer Lalbaob, Spital^uie. Privat-Depot» (Safe-Deponit») ^t0it lifzliMni vii B»r-Elilifti (¦ mit-Hnait- «I '^^f!!!^**^