Ar. 279. vl«nu««l«t«»n«ple«»- ^m «vmpt»ir ,an»l. fi. ll, y«lij. st. 5 00. glii d!« Zu»»«Unn, «n« bau» halbj. »o lr. »lit bei Post gan,j. st. lk, h'lbj. fl. ? 50. Mittwoch, 5. Dezember. Insertion»,«bühi: ssür N«l»e Inserat« bl« ,n 4 Ze' Zuschrift mit, daß er infolge Allerhöchster Ermüch-/U"ny die Gesetzvorlage, betreffend die Propination ^lllizicn, zurückgezogen habe. . Vom Uhg. Roser und Genossen gelangt eine Interpellation an das Gesammtminlsterium folgen InHalles zur Verlesung: „Ist die kaiserliche Re. 'lruilg bedacht gewesen, sich Gewißheit zu verschaffen, "N die Verschiebung der französischen AuSstel-"ng nicht erfolgt? und ist sie in der Lage, solche Auf. jungen zu geben, daß dle österreichischen Staatsbürger N" Beruhigung ihre Vorbereitungen zur Beschickung '"<> zum Besuche der Ausstellung treffen tonnen?" In der Fortsetzung der Verhandlung über das ^anlstatut gelangen vorerst die Art. 101 bis 104 Jahresbilanz und Wochenübersichten) zur Debatte. Artilel ^l. 103 und 104 werden ohne Debatte angenommen, lrl. 102 über Antrag des Abg. Dr. Granltsch bis ir Debatte über § 1 und 2 des UebereintommenS crtagt. Die Art. 105 bis 103 (Dauer des Privilegium« nd Auflösung der Bank) weiden ohne Debatte nach ^ Antrügen des Ausschüsse« angenommen. , Vtl Tltel 13 (lransilorlsche Bestlmmungen) ent» ^Nl,t sich über den Act 110 (Verbot der Ausgabe neuer 3'°lll«nllten) eine längere Debatte. Abg. Meng er und ^aszczul stellen Anträge, durch welche mlt Rück.. ^^ auf dle ungarischen Finanzzustände dieses Verbot "tr ausgedrückt werden soll. Finanzminister Freiherr ^" Preti« erllärt sich mit diesen Antrügen im Prin. lpl einverstanden. Bei der Abstimmung wird der An. '9 Tomaszczul abgelehnt, der Ä«lrag Menger jedoch ^.,"n Aueichuß vermiesen. Der,elbe geht dahin, daß in h^l" l de« Art. 110, wo es heißt, „das Recht der it>? ^ Notei'llusgabe habe vorerst nur mit der Ein->3 "N zu gelten, daß hiedurch der Umlauf der in " Theilen des Reiche« Zwangslurs genießenden Feuilleton. Verlegenheiten. ^lne humonsiische Lauserie von Friedrich Luöz. (Schluß.) lltlne^aterverlegenhelten s^ zahllos. Bei ^tllU' "senden Schauspielergesellschllften pflegen, na. lü,^ wenn es sich um die Rollenbesetzung von Ri.ter-l'^l . " handelt, deren Aufführungen ein größeres Per-dl«Ntr loroern, Theaterschneider, Requisiteure. Theater V?^ Zetteltrilger mit Rollen bedacht zu werden. slliH ^!,^"" dieser Wandertruppen wurde das Schauer-^Üch^ Schunlenburger oder der Lindwurm und die ^«em >" ^""^" ^'" Vurgaraben" aufgeführt, in ^"e« ^ b" Thcalerschneider Kreuzbein mit der Rolle l "^trus ""ppln betraut war. Während nun im ^" ^ ^'^ ^r Bühne der alle Ritter von Rauschebart < t him ^ansa ernstliche Vorstellungen machte über ^Nllln ^m Rücken des Vaters angeknüpften Be-3^te i^" ^m jugendlichen Edelknecht Uffo von Affo, pltr h'.'" Hintergründe der erstc Held und Liebhaber ! < lte. V,'"hal«, der den Ritter von der Schuntenburg ^ nichf" Garderobenschneider Schildknappen Kreuz, ^gy^. "lnder ernstliche Vorstellungen (natürlich !w «lbtn^ ^^" l>" „Lumpenlostüme," welches er ihm ^^°rdts «"f»estript." In diesem Augenblicke wurden b?«n den ""k die Worte hörbar: ..Oder ich lasse dck ^liH^ ^langlnthurm werfen!" Sie waren Kreuz. ^ b^°"e. Er halte sich darauf dem alten Ritter '""lugenden Worten: „Aber Hcrr Ritter!" zu nähern. Allein die Kostümunterhaltung mlt Herrn Heiserhals hatte ihn sein Stichwort vergessen lassen. „Aber Herr Ritter," blies ihm der Souffleur zu; Kreuz, beln hörte nicht. »Aber Herr Ritter — Sie Hornvieh!" hauchte ihm der erste Held wüthend ins Gesicht. Jetzt hatte Kreuzbein gehört. „Aber Herr Ritter, Sie Hornvieh!" donnerte er dem alten Rauschebart in unverfälsch. tem sächsischen Dialelt entgegen. Furchtbarer Sturm von Gelächter im ganzen Saale. Die Komödie war aus. Alte routinierte Schauspieler bringt nicht so leicht etwas in Verlegenheit; dafür bringen sie aber desto öfter andere und namentlich die Dichter hinein. In einer Vorstellung der Schillcr'schen „Räuber" halte der Darsteller deS „Karl Moor", ein in Ritterstiefeln ergrauter Routinier, die Ringe anzustecken vergessen, von denen er in der Szene mit der Magistrats« perso.l zu sprechen hat. Jeder minder unbefangene Schau, spieler hätte sich nicht aus der Verlegenheit zu ziehen gewußt. Dieser Karl aber, als er an die Stelle kam: „Betrachten Sie diese vier kostbaren Ninge, die ich an den Fingern trage", und als er die Hand ausstrecken wollte, sah. daß die Ringe, anstatt an den Fingern, sich in der Requisitenkammer befanden, declamierte, nachdem er sich einlaemale geriiuspert und einige „Hornviecher" und „Schafstöppe" durch die aufeinander gebissenen Zähne gepreßt hatte, folgendermaßen: „Wenn Sie mich 'mal in meinem Hause besuchen, so werde ich Ihnen vier kostbare Ringe zeigen" u. f. w. Dieser Hausbesitzer Karl Moor hatte sich aus der Verlegenheit zu ziehen gewußt. In welche brachte er aber Schiller? In dem fünfactigen Gutzlow'schen Trauerspiel ..Uriel Ncosta" sagt der Held deS Stückes zu Ma- Slaalsnoten nicht beirrt wird", die Worte „vorerst nur" gestrichen werden und vor dem Worte „Umlauf" eingeschaltet werde: „der mlt oem Gesetze vom 24. Dezem« ber 1868 geregelle." Art. 109, IN und 113 sowie die Statuten der Hypothekar,Kreditavtheilung der österreichisch, ungarischen Bank werben dm Antrügen des Ausschusses gemäß angenommen. ES wird sodann zur Debatte über das „Ueber-einkommen zwischen dem l. l. und dem k. ungarischen Flnanznnnister einerseits und der privilegierten österreichischen Nationalbanl anderseits" geschritten. Zu Art. 1, der von der Prolongation der Achtzig. Millionen-Schuld bis Ende Dezember 1887 spricht, ergreift Abg. Granitsch das Wort und verlangt die Zurückweisung deS Artikels an den Ausschuß, um endlich einmal diese Frage definitiv zu erledigen. Die Achtzig-Millionen.Schuld ist der Preis für die neue Bank. Will Ungarn an der Bank theilnehmen, so möge es auch die derselben inhärente Last mittragen helfen. Abg. Lien bach er erllärt es für einen Wider-spruch, den Ungarn für die Anerkennung einer Schuld, zu welcher sie verpflichtet scien, auch noch die Bank als Prämie zu geben. Redner beantragt, es möge im Arti« ltl 1 stait „Das dem Staate überlassene Darlehen" heißen: „Das beiden Reichshälften überlassene Dar-lehen." ' Abg. Fuzc stellt einen Zusatz zu «rt. 2, vermöge welchem von dem im Jahre 1880 restierenden Theile der Schuld Oesterreich 70, Ungarn aber 30 Perzenl übernimmt. Abg. Dürrnverger beantragt die Zurückweisung deS Art. 1 an den Ausschuß, damit derselbe Vorschlüge darüber erstalte, um die Frage, in welchem Maße beide Reichshälften zur Tilgung der 80-Milliouenschuld bei. zutragen haben, einer endgiltigen Lösung enthegenzu-führen. Flnanzminlfter Freiherr v. Pretis unterstützt in warmen Worten diesen Antrag, um auf diese Weise eine beiderseitige Verständigung zu ermöglichen. Bei der Abstimmung wi.d der Antrag Dllrrn-berg er einstimmig angenommen. Die Anträge Llenbacher und Fux werden dem Ausschusse überwiesen. Handelslmnlster Ritter v. Chlumecly erhebt sich zur Beantwortung der vom Abg. Dr. Roser und Genossen zu Beginn der heutigen Sitzung gestellten Interpellation. Die Regierung — sagt der Mi-nister — hat jederzeit Nedacht darauf genommen, die Wahrheit der Gerüchte zu untersuchen, welche von Zeit zu Zeit über eine Verschiebung der Pariser Weltausstel-lung laut wurden, und hat immer die authentische Auf- llärung erhalten, daß eine derlei Verschiebung nie beabsichtigt wurde. Die Regierung ist aber noch weiter gegangen und hat infolge von neuerdings aufgetauchten Gerüchten sich offiziell um die Gru'idhältiglett derfelben erkundigt. Und eben im Augenblicke kommt dem Minister die offizielle Verständigung zu, daß die französische Regierung niemals die Frage einer Vertagung der Weltausstellung in Aussicht gezogen, daß die Ausstellung an dem in Aussicht gestellten Tage bestimmt eröffnet werde, und daß die französische Regierung in ihrem ganzen Umfange den Verpflichtungen nachkommen werde, die sie den Ausstellern gegenüber übernommen. (Bravo!) Der Abg. Dr. Dworsli und Genossen stellen einen Antrag auf Abänderung deS Absatzes 9 der Verordnung deS Finanzministeriums vom 3. Mai 1850 (Reichsgesetzblatt 181), betreffend die Erwirkung beS zugestandenen GcbürcmiachlasseS bei Besitzoeränderungen. Die nächste Sitzung findet morgen statt. Die Erklärungen Lord Derby's. Am 28. November nachmittag« wartete — wie aus den telegrafischen Meldungen bekannt ist — «ine Deputation der „Gesellschaft zum Schutze britischer Inter, essen gegen russischen Angriff im Oriente" und der „Polnischen Gesellschaft vom weihen Adler" dem Minister des Auswärtigen Lord Derby auf, um ihm eine Adrefse zu überreichen, in der die Regierung um eine thätigere Politik im Oriente ersucht wird. Lord Stratheden and Campbell, der Vorsitzende der ersterwähnten Gesellschaft, fo wie nach ihm einige andere Herren gaben den Gefühlen und Ansichten der von ihnen vertretenen Körperschaften in längerer Rede Ausdruck, gellend machend, daß Konstant in opel in dringender Gefahr sei, daß England die einzige Macht sei. von der sich gegenwärtig eine Wahrung der dort bedrohten europäischen Interessen erwarten lasse, daß e« deshalb al« seine Pflicht erscheine, wenn auch seine Vemlihungen beschränkt und vorsichtiger Art sein müßten, doch alle lhunlichen Maßregeln zu ergreifen. Lord Derby entschuldigte im voraus, daß er al« Minister nur auf das zurückhaltendste sich Über da« Thema auesprechen könne und daß er besonders über die im einzelnen gemachten Vorschläge vor einer Rücksprache mit seinen AmlSgenossen gar keine Meinung abgeben könne. Die Herren würden wol nicht erwarten, daß er mit jeder vorgetragenen Ansicht übereinstimme. „Ich kann meinerseits — führte der Minister weiter au« — nicht der Anficht eines der Herren beipflichten, daß die wahre Verbindungslinie zwischen England und Indien durch daS Euphral-Thnl laufe. Ich glaube, daß. so lange wir den Suezlanal ununterbrochen haben, wir eine allen nassen, dem Vater Judiths, nachdem sich diese durch Gift getüdtet: „Manasse,--------wenn Ihr daS theure Kind dort vielleicht an jenen Trauerweiden bettet, laßt mich, ich bitt' Euch, in der Nähe ruh'n. Nirgends find' ich ein Grab, bei Christen nicht, nicht Juden; ich bin von denen, die am Wege sterben." Nachdem er noch einige in derselben Tonart gesprochen, rafft er sich auf, zieht ein geladene Pistole unter dem Mantel hervor und geht, zum Todtschießen fertig, ab. Die Damen im Zuschauerraume halten sich die Ohren» zu, in der Erwartung, baß jetzt ein Schuh falle. Es dauert nicht lange, so summt ein dumpfes Getöje um ihre verstopften Gehörorgane; sie ziehen die Hände zurück und vernehmen ein homerisches Gelächter. Und was, glauben Sie, konnte dieses Gelächter veranlaßt haben? DaS Zündhütchen halte geknackt, ohne den Schuß zu entladen. AuS solchen Verlegenheilen ziehen in der Regel die Inspicienten den Dichter, indem sie sich mit einer zweiten Pistole bereit hallen und den ver-sagten Schuß ergänzen. Denn auf Kosten ber Wahrheit und der Wahrscheinlichkeit werden hinter und vor den Eoulisscn die meisten Verlegenheiten und — Dummheiten zu vertuschen gesucht. ftür junge heiratslustige Mädchen, dle es nicht unterlassen können, sich in catilinarlsche Existenzen zu verlieben, ist die Aufhebung der Schuldhafl ein wahrer Segen. Wie oft ist eS nicht vorgekommen, daß nieder-trächtige Gläubiger einen Bräutigam am Vorabend seiner Vermälung einsperren ließen, und zwar in dem Augen, blicke, als er, von seiner Braut kommend, zum letzten, male in seine IunggeseUenwohnung 'intrelen wollte! Die arme Braut, welche von der «Beisetzung" ihre« Grün« 2832 Zwecken genügende Verbindung besitzen; und was den Herrn anbetrifft, der sagte, daß der Suezkanal geführ. det sein tvürde, wenn die Russen nach Trapezuot gelangten, so muß ich das für eine Annahme erllüren, welche, obgleich ich sie nicht lurzweg bestreite, mir doch etwas schwer zu beweisen erscheint und über welche ich deshalb mit meinem Urlheile zurückhalten würde." Eben so wenig sei die Ansicht begründet, daß für den Fall eines Krieges mit den Afghanen die gesummte muhamedanlsche Ve» völlerung Indiens gegen England aufstehen würde, denn als vor etwa 25 oder 30 Jahren ein Krieg mit Afgha« nistan gewesen, hätten die muhamedanlschen Indier nicht die geringste Theilnahme für ihre Glaubensgenossen jen< seilS des Hindu-Kusch an den Tag gelegt. „Ein anderer Redner schien der Ansicht, wir seien nahe daran, unS einer schuldvollen Unthätigleit hinzu» geben, und die österreichische Regierung sei bereit, das Eine oder das Andere — doch ist nicht ganz klar, was — zu thun, vorausgesetzt, wir ließen Oesterreich eine gelinde Ermuthigung zum Handeln zuthell werden. Ich glaube, für mich in Anspruch nehmen zu dürfen, daß ich besser Gelegenheit habe, die Neigungen und Meinungen der üsterreichijchen Regierung kennen zu lernen, als irgend jemand außerhalb dieses Amtes haben dürfte, und ohne in Einzelheiten über den Gegenstand einzugehen, begnüge ich mich, meine Abweichung von der eben erwähnten Anschauung tundzulhun ... Ich bin sehr froh, daß mein verehrter Freund, der die Deputation einführte, sagte, er beabsichtige nicht, uns zu ersuchen, irgend etwas zu thun, was eine Verletzung der Neutralität sein würde." Lord Derby bestritt dann die Richtigkeit der gelegentlich gefallenen Aeußerung, daß der Regierung durch die öffentliche Meinung „dle Unthäliglelt des ge« genwärtigen Kabinetts", wie eS genannt wird, auf. gezwungen sei. Die Regierung habe immer dieselbe Polilil beobachtet. Schon vor irgend einer Kundgebung des Landes, im Mai 1876, ehe die bulgarische Greuel-Agitation begonnen, habe er ausdrücklich die türkische Regierung gewarnt, nicht auf englische Hilfe zu rechnen. — Viele Leute wünschen jetzt allerdings, wie er wohl wisse, ein Abweichen von der Neutraliläts-PMil Das sei aber fast regelmäßig bei allen auswärtigen Kriegen der Fall gewesen. Wer möchte jctzt aber wol noch da« für einstehen, daß England wohl gethan hätte, sich in den amerikanischen, den deutsch-französischen Krieg ein« zumischen? Er wolle allerdings nicht sagen, jene Fälle seien als Prücedenzfälle für den jetzigen Krieg aufzufassen, aber dieselben beweisen nur, daß, sobald irgendwo gefochten wurde, ein großer Theil des englischen Pu° blilums lebhafte Neigung zeige, mitzuthun. „Wir alle erinnern uus, wie vor wenigen Jahren ein Minister einen großen Krieg unternahm des Prestiges wegen. Er sagte, er gehe leichten Herzens in denselben hinein, aber er kam nicht hlnauS leichten Herzen« — weder er noch sein Herr, noch sein Land. Aber ich meineslheils glaube, ein Krieg, wenn nicht nothwendig, ist ein Verbrechen, und halte dafü«-, daß wir höchst bedacht sein müssen, nichts zu sagen und zu sprechen, was unnöihig zur Herbeiführung eines Krieges beitragen könnte." Was nun besondere Vorschläge anbetreffe, so sei eine weitere Verstärkung der Mittelmeer-Besatzungen und Entsendung der Flotte nach Konstantinopel erwähnt worden. „Ich gebe völlig zu, daß bei dem unruhigen Zustande Europa's es nicht wünscheuswerth ist, die ligams keine Ahnung halte, wartete den andern Tag im vollen Brautschmuck und umgeben von den Brautjung, fern und den Hochzeitsgästen eine volle Stunde und oarüber auf den Heißersehnten l Eine gräßliche Verlegen« heit l Endlich öffnet sich die Thüre und herein trat ein Diener des Gerichtes, welcher die Hiobspost überbrachte. Um seine Tochter dieser Verlegenheit zu entziehen, was blieb in solchen Fällen dem Vater anders übrig, als die Schulden seines zukünftigen hoffnungsvollen Schwiegersohnes zu „berappen"? Denn daß er ln der Lage war, dies zu können, davon hatten sich die Vampyre wohlweislich vorher überzeugt. Eine höchst widerwärtige Gattung von Verlegenheiten bilden die „peinlichen" Verlegenheit». Wenn ein Fürst geruht, von dem Oberhaupte eines Landstiidtchens eine fünfzehn Minuten lange, holprige Empfangsrede anzuhören, und die Gnade hat, sich wäh-rend dieser Zeit mit einem Stiefelabsätze auf das Hühnerauge eines hinter ihm stehenden Schüssen oder Stadtverordneten zu stellen, so ist das für letzteren doch sicher-lich eine recht peinliche Verlegenheit; denn in den meisten Fällen wagen diese Leute nicht, solche qroße Herren auf den eigenthümlichen Ruhepuntt aufmerksam zu machen, auf welchem diese geruhen auszuruhen. Die Gattung der peinlichen Verlegenheiten ist sehr mannigfaltig. Für die komischsten unter ihnen, nament-llch wie sie sich an Bade- und anderen Orten finden, fehlt es der deutschen Sprache, ohne die Grenzen der „Eauserien zu überschreiten, an entsprechender Aus-drucksform. Darum halte ich eS für daS beste, mich dnrch einen kühnen Sprung aus der Verlegenheit zu ziehen, Ihnen, meine Leser, es überlassend, sich mittelst Ihrer reichen Phantasie die Supplemente zu schaffen. Mittelmeer - Besatzungen unter ihrer Normalstllrle zu lassen. Deshalb haben wir sie im Laufe des Jahres auch auf ihre entsprechende Höhe gebracht. Mehr thun, würde heißen sie auf den Kriegsfuß bringen. Da sind aber nicht nur die militärischen und Verwaltungsschwierigtei> ten iu Betracht zu ziehen, sondern auch die moralische Wirkung, welche solche Maßregel haben würde, ob die Hal« tung der Drohung, welche wir anzunehmen scheinen könnten, durch die Umstände gerechtfertigt sein würde. Mehr über diesen Punkt sage ich nicht, aber was die Entsendung einer Flotte nach Konstantlnopel anbetrifft, so dürfen sie Eines nicht vergessen. Sie können die Flotte nicht nach Konstantinopel senden ohne Zustim« mung der Pforte. Und die Pforte, berechtigt ihre Zustimmung zu verweigern, könnte und würde höchst wahrscheinlich sich weigern, sie — außer unter gewissen Bedingungen — zu geben. Wie weit diese Bedingungen außer Uebereinstimmung mit der Neutralität sein wür< den, die wir noch bewahren und die, wie ich Sie verstehe, Sie billigen, ist eine Sache, über welche, glaube ich, beträchtliche Meinungsverschiedenheit herrschen kann. „Was die Gefährdung ttonstantinopels an-betrifft, so erinnere ich, daß wir bei Beginn des Krieges in der stärksten Sprache, die diplomatischer Vrauch verstattet, die Nothwendigkeit darlegten, nicht zu gestatten, daß Konstantinopel in die Hände einer anderen Macht übergehe. Ich glaube nicht, daß Konstantlnopel in so unmittelbarer Gefahr ist, als einige von Ihnen zu vermuthen scheinen. Ich glaube, es werden da sehr die Schwierigkeiten unterschätzt, welche die russischen Heere fortgesetzt sich entgegenstehen haben werden. Aber bezüglich dieses Punktes kann ich Sie nur auf die Sprache verweisen, welche wir bezüglich der Bedingungen unserer Neutralität bei Beginn des Krieges geführt haben. Von der damals ausgesprochenen Ansicht beabsichtigen wir nicht in der geringsten Weise nach der einen oder anderen Seite abzuweichen." Auf Anfrage Lord Strathedens and Campbells erklärte Lord Derby zum Schlüsse nochmals die Absicht der Negierung, gegebenen Falles ihr Nestes zur Beendigung des Krieges zu thun. Die Niederlage der Montenegriner bei Anamaliti. Die Nachricht über den mißlungenen Angriff des Wojwoden Plamenac auf das befestigte türtische Lager bei Anamaliti wird allseitig bestätigt. Der „Pol. Korr." werden hierüber in einem Schreiben aus Eetinje vom 22. v. M. folgende Details mitgetheilt: „Durch den billigen Erfolg, den Plamenac am 16. November zwischen Mrlojeoiöl und der Bojana gegen die zum Entsatze Antioart's anrückenden Türken errungen, ermuntert, unternahm er es, die Türken aus ihrer befestigten Stellung bei Anamallti, einem Dorfe im gleichnamigen Bezirke, zu vertreiben. Dieses befestigte Lager hatten die Türken nur in defensiver Absicht eingenommen, um Skutari (Skadar) vor einem Handstreiche zu beschützen. Es befanden sich etwa 3000 bis 4000 Mann mit Artillerie darin. Am 13. abends sollte der Sturm auf die türtischen Verschanzungen unternommen werden. Plamenac hatte 6—8 Bataillone zur Verfügung, also ungefähr so viel wie der Gegner. Ii, Anbetracht der moralischen Ueberlegenheit der Montenegriner wäre eine energische nächtliche Ueberrumpelung wahrscheinlich erfolgreich gewesen. Obwol nun die Re-serventaltit bei Ueberrumpelung von weniger als zweifelhaftem Werthe zu sein pflegt, so war Plamenac doch vom vorgestrigen Erfolge so sehr erbaut, daß er bei der Gelegenheit die Reserventaklil bis zum Excesse anzuwenden beschloß. Er wählte daher aus seinen Batail. lonen 600, sage sechshundert Mann aus und führte mit diesen am 18. v. M. spät abends den Sturm auf fast 4000 verschanzte Türken aus. Die überraschten Türken verloren in den ersten Augenblicken zwei Schanzen. Wenn ln diesem Momente die ganze disponible montenegrinische Reservetruppe eingegriffen hätte, so wäre das Schicksal dcS türkischen Lagers besiegelt worden. Plamenac aber begnügte sich mit der Idee, daß er eine Re-serve habe; sie bei der Hand zu haben, schien ihm überflüssig. Sobald nun die Türken der geringen Anzahl der Angreifer gewahr wurden, ermannten sie sich und warfen sie nach einem mehrstündigen blutigen Kampfe zurück. Der Verlust der Montenegriner soll theils an Todten, theils an Verwundeten über 100 Mann betragen, während der Verlust der Türken größer gewesen sein soll. Obwol nun der türkische Verlust monlencgri-nischerseits schwer constatierbar ist. so läßt doch die Ueberrumpelung und die anfängliche Einnahme zweier Schanzen einen nicht unbedeutenden Verlust voraussetzen. Dadurch kann man auch die gestern gemeldete Räumung der Schanzen bei Anamallli erklären, aus welchen sich die Türken tagsdarauf nach Slutari zurückgezogen haben sollen, da sie mit Recht eine ausreichendere Erneuerung des Angriffes befürchteten. „Nun hat Montenegro auch sein kleines Plewna. Wenn Fürst Nikola je daran gezweifelt hat, daß er noch bessere Executoren feiner Pläne für Albanien hatte, al« VoZo Petrovit und Marko Miljanov, so hat Plamenac bei dieser Geleaenheit alles ge'hai,, um ihm jeden Zweifel daran zu benehmen. Der Fürst kann aber jedenfalls nichts dafür, daß zu gleicher Zeit Vojo Petrovi«! brüst. krank und Marko Mlljanov «n die Brust yeM° wurde. ^. ,. f.,«,« „Sobald der Fürst den unsinnigen Str«'« '"^ Wojwoden vernahm, eilte er nach Vlrbazur, von °° > Bjelopavllii, ordnete alles Nöthige an und «M nächsten Abend wieder in Nntioari. Seine ^1« waren kaum im stände, ihm bei dieser For"""' ^ zusetzen. Die Folge seiner Anwesenheit in V.rtW ' wahrscheinlich die heute gemeldete Beschießung von ^ dria und des unweit davon gelegenen, ebenfalls M Felseninsel sich erhebenden Hagesneuigkeiten. - (Ueber die heurige Weinernte) "p°""^. Wiener Wein-Vroßhilndler Th. Römer der Wien" ""° , scha,t«geslllschaft eingehenden Bericht. Demzufolge ist da« ^ der diesjährigen Weinlese ein noch traurigere« als jene« ^ jähre«. Schuld hieran sind >a« hljchst u„gl!i,stige FrllhM, ^ Hcrbstsrilste und die Traubensäule. Quautilaliv wurde lau ^^ Viertel einer Normalernle gewonnen; die Weißweine «"8" ^ enormen Gehalt von Fcuchtsäure. Dalmazieu, Italien u" sianlrcich haben eine gute und reiche Lrnle; in Nom? am Rhein und im Elsaß stcht es um uichls besser als »e - (Passionen < ll r st l i ch e r D a m e n.) D",, Reader" schreibt: «L« mag vielleicht nicht allgemein bela" , baß die Königin Victoria eine große Verehrerin indisch" 6"» ^ ist. Der Edelstein, den sie am meisten liebt, ist der ^°^'^,,,,z Kaiserin v°n Rußland besitzt eine unllberlnfsliche ^^ von Turlisen und Perlen. Die Großherzogin von ^. Weimar besitzt die schönsten Rubinen m>d die Cx-lttü'g' ,^ aella von Spanien nennt die werthvollste Spchel>l°wU> ^ der Welt ihr eigen; einer ihrer Shaw!« hat eint» "^ 4000 Pfund Sterling." .^,l) - (Noch tine niedliche Wrangel-Änk erzählt die ,.D. L. Ztg.«: Papa Wraugel. bereit« im °°^^ ^enen Greisenulter, mspicierte einst eine Kavallerictruppe ^ ne>ch abgehaltenem Cfe>cltium die Front der Osfiz"" ^i^l, Da stand auf dem lmleu Flllgcl ein Fähnrich, ^er Fel ^ tritt an ihn heran und fragt: „Me heißen Sie?" ' " ' »^,» ^ ^ Hecoudelieulenant avanciert, erregt wieder die Nufmeclso .^ Papa Wrangel. »W>e heißen Sie?" fragte er ihn. ^" ""' ^ Excellenz!" — „So, so, sind Sie ein Verwund!" des ^ ^< auf Pülielwllj?" - „Nein. Exc.llenz!" — VezieheN ^ ,jl Pfeide au« Pöpelwch?« — „Nem, Excellenz!" — ^L'^ «F Unterhaltung beendigt. Nach wieder zwei Jahren sp" ^ diefelbe Szene mit demselben Osfijier noch einmal. ^ ^, weiteren drei Iahreu abermals Wiangel uu den Olfij't .^H trlll und fragt: „Wie heißen Sie?" da antwortete b"^ « ^ uiii> fließend: „Excellenz, meiu Name «st Franz v. ^" '»»Ü lein Verwandter von dem o. «euoell auf Püpclwilj, l"i ^l meine Pserde nicht au« PäpelwilH l" — Starr °" ^^l«»"" der General den Lieutenant an, dan» n»ull er dem »> ^jt> und fagt: „Sagen Sle mir, Rittmeister Gias S., w>e junge Mensch wissen, wa« ich ,hn habe fragen wollen ^l — (Das Tllcpyou zwlschen Fra«lr e' ^ ,< England.) Der Pariser Korrespondent der "6"^,^»°^ schreibt: «Das Telephon ist zwlschen Fraiilrcich «"0 «" ^<» rell« lu Wlilsamlcit getreten. In der verflossene» W°cY ^ ^. die telegrafischen Leitungen zwischen St. Margartt (""' ^^ tischen Seile) und Sangalte (aus dcr französische« ^"^^l»l^ lephon»«pparlllen velbundcn, und unter Assistenz der ^ ^ Dileltoren von Dover und Lalai« ließ man am S» ^F Apparat zum erstenmale albeiten. Da« Resultat war e ^ehl bcsiiedigeudeS, und stcht einem regclmllß'gen l-levho"^ ^ D^ zwlscheu der englischen und französischen K' lephon« zu zeigen und Proben damit anzustellen, « ^l^", tung in die entferntesten Räume gefilhrt wurde. ^" zul^' an allen Eiilzelhelieu den lebhaftesten Antheil und iluv ^h^ .Wenn Si: das vor 500 I°hrc'> vor, womit der Kaiser tinverstanden wnr. Ge»e ^^i!»8> ^ Stephan hat soeben das Vergnllgen gehabt, b» ^ zi Instrument de» deutschen finder» Reiß zu erw" ' ^ fUr die Kleinigleit von 14 Marl. Ag„ sÜ"!, - (Auf dem «alle erschösse"^ " ^n°' au« P°ri«: .Emile Gaut.u, dreißig 3°h" °"'^ „»r !'"^ arbeiter. Seine Frau ztlhlt neunleh" I°b" "'„, Oi«"",^„, Wäscherin. Nachdem sie einige Monate mit «° ^ ^ el> heiraict war, vnließ sie da« eheliche D°n"c>l'^^ n>°r Leben de« Vergnügen« in die Arme zu werfe", ^^l' ^" ^ von seineu Nachbarn und seinen Kollegen '» d" .^ M"' ^ untersichtet, daß man sellier Frau jeden »v^ ^ t»e b'^ Vallolale de« Stadlviertel« begegnen lU""", Lnsl's^. <1Ü junge Frau durch ihre tolle N»«°e!°ss"l,elt, ^^ hsga ^ gewissen Nomen gemacht halle, «m Montag ^, '" fl Oauirs in da« ihn- bezeichnete «allolal, er ^^ N'" ^l« That sein Weib, Sie tänzle dort mit ellie ^ ,^^ ^ inmitten einer Gruppe von Locodttte«, d e l ^gchM"^ ^, 6p.il„aen. ,u immer «rilßeler Äusgelass^ ^ ^,„ Fl«^ ^ Oatl. durchbrach die Mengt und stelM '^ „er"'«'"'.,«e <" sichtlich in dem Glauben, daß l'^" " ^„gebU"g l>"" wirltn wllroe. Nicht« von alleoem; '?" 2333 °^..^" °"l ""b lle lachte dem bleichen Manne, der ihr ««««bttflanb. in« V,fich,. »nl»°lt,te ihm. °l« .r fie auffor. . m!, ihn, heim"n ganz unterbliebe« wäre. Na« aber die Art und Weise des Vüumepflan« !un ^^ anbelangt, so hatten wir bei dieser Pfian. l^U Gelegenheit, uns zu überzeugen, wie unverantwort-hs dabei verfahren wird. Anstatt daß die Pflanzgruben, hl." sich i" gutenVoden gehört, mindesten 80 Lenti-t>ttl » ^ ^"" tief ausgehoben wurden, beliebte e« ^^auftragten, diese laum 40 Centimeter tief au« ltk» Futterboden auszuheben, so daß die Viwme li„, ^eichsaul in flachen Steinschüfseln stehen. Wenn bei lft,.^^« und überall so zweckwidrig gepflanzt wird, 5tl!<. ^rlich lein Wunder, daß dlePflanzungen alljährlich ^tser'»^" ""^ ""° ^°^" verursachen. Die Folgen «rt zu pflanzen werden ftch auch hier bald zeigen, die,,,s '^"" ferneren Vetrachtungen liegen nun noch lclg«,. .'^lnenhängenden. sich gegenseitig ergänzenden An. dor ni, ^ Tivoll mit den verbindenden Alleen, ^ltte/^ belanntlich die größte Zierde und den Stolz tllh^^tadt bilden. Kein Fremder, der Laib ach be» lbll'Nfn M diese unbesllcht; lein Heimischer wird ver-^t l>'' "uswärtige Gäste dahin zu führen, und zwar Kchttgtem Stolze. sehr ^ "un naturgemäß bei jedem täglich oder doch ^lränd 6chhenm Objekte nach und nach eintretende beso„h jungen wenig oder gar nicht bemerkt werden, ^li I^,^" Personen, welche lein spezielles Interesse M«„'"Elches Verständnis für das fragliche Objekt ^»tn ""b" eingehende Betrachtungen über unsere "ltst y,..^ nur von solchen Personen gemacht, welche ?^8tt. ""deren Augen ansehen, als tägliche Spazier. Ä'N '^" Fremden, welche Vergleiche über diese An> , ^ '° den Zustand derselben mit denen anderer "Wtlste ."n; "der aber von Fachmännern, die sich "" Nlld ausmalen und sich die Fragen stellen: Wie waren die Anlagen früher, »ie sind sie jetzt und wie werden sie auf Grund lhreS heutigen Etandes in Zukunft sein? Vergleiche mit anderen Städten anzustellen, ist aber stctS mißlich, da die Bedingungen und gegebenen Ver. lMtnisse nicht überall gleich sind. Wir wollen uns daher auch nur auf den Standpunkt des Fachmannes stellen und — ohne die finanziell-n Verhältnisse speziell zu be-rücksichtigen — blos mit Thatsachen rechnen. Wenn jemand aus Laibachs Vorzeit Anspruch auf dauernde Erkenntlichkeit seitens der Nachwelt hat, so ist dies gewiß der weit voraussehende Schöpfer dieser Alleen.* Lattermann setzte sich damit ein bleibendes Denkmal. Denkmale gelten jedoch überall als sichtbares Zeichen der Dankbarkeit, als Zeichen der Verehrung und Erinnerung, welche stets al« etwaS heilig zuhaltendes pietätvoll zu respectieren sind. Ein derartiges achtung. gebietendes Denkmal sind auch unsere Lattermanns-Alleen, welche mit Sorgfalt gehegt und gepflegt »erden sollten, damit sie, obgleich von lebendem, mithin auch Krankheiten und dem endlichen Tode unterworfenem Ma-terlale aufgebaut, doch die möglichste Lebensdauer er-reichen und noch vielen Generationen Gelegenheit geben sollen, dem Schöpfer derselben dankbar zu sein. — Wer Bäume pflanzt, möchte auch bald einen Ge» nuß davon haben, sei es durch ihre Früchte oder durch ihren Schalten. Um nun den letzten Zweck bald zu er« reichen, werden oft Mittel angewendet, welche zwar auf Jahre hinaus, nicht aber für die Dauer statthaft sind und daher auch nur dann ohne Schaden für eine Pflan-zung angewendet werden können, wenn der Schöpfender wissentlich ein solches zielbefürderndeS Mittel anwendete, dasselbe rechtzeitig wieder nußer Wirkung seht, ehe es zweckwidrig und schädlich zu werden beginnt. Leider lst das Menschenleben nur ein turzeS; nur wenigen ist e« vergönnt, durch eine lange Reihe von Jahren sich ihrer Schöpfungen zu erfreuen, da« Gedeihen derselben in ihrem Sinne zu überwachen, und gar bald müssen solche Werke der Obhut und Pflege anderer überlassen werden, welche nur zu oft nicht das gleiche Interesse an densel« ben nehmen und auch nicht das gleiche Verständnis da-für besitzen. Wenn heute der Schöpfer dieser Allem aufstünde und daselbst, den Blick nach ihren Kronen gerichtet, spa» zieren ginge, würde er ausrufen: „O, ihr armen Bäume, genießt ja gar leine Pflege mehr; euch fehlt die sorgende Hand, welche euch vor Krankheiten schützt und bewahrt; ja, lomml nicht bald die rettende Hand, so sehen die kommenden Decennlen viele eurer Brüder nicht mehr unter den Lebenden. Euch fehlt der Raum zum Leben, ihr seid jetzt eurer zu viele, die neben einander gedeihen sollen. Die Zelt ift längst vorüber, in der ihr in eurer ursprünglichen Zahl hier eMleren lönnl. Hätte man rechtzeitig die Hälfte von euch entfernt und damit eure Reihcn erweitert, verlängert, so wäret ihr alle ge. diehen und stündet heute als achtunggebietende Schöpfun. gen der Natur da, ihr wäret auch dankbar dafür gewesen, denn ihr haltet vierfachen Schatten gespendet. So aber seid ihr nur noch alle, kranke Geschöpfe, die an Fäulnis, durch Mangel an Pflege, Luft und Licht, an Siechlhum zugrunde gehen müssen. Nur einigen von euch, deren Nachbarn rechtzeitig gestorben, wurde das Glück zulheil, euch, da ihr auf diese Welse Licht und Luft er-hieltet, naturgemäß wenigstens nach einer Seite ausbrel. ten zu können, wodurch ihr euch erholen und im ganzen lräftlgen lonntet. Wie eure Reihen in Zulunft, ja viel» leicht in wenigen Jahren schon aussehen werden, sehe ich mit Kümmernis schon heule voraus." So ungefähr würde wol weiland Lattermann sprechen. Eine getreue Illustration zu seinen Worten liefert jetzt schon daS Ende der Allee bei Leopoldsruhe, e« ist gleichsam das Zukunftsbild unserer Latter-mannSallee. (Fortsetzung folgt.) * Oeneralgouvcrneur v. Lattermann, der einen Vchenlel der Allee sicherlich nicht ohne Grund hmler dem Klosterfrauen' garten, außerhalb der Stadt, sozusagen »m Felde, ausmllnden wß sah voraus, daß an dieser Stelle sruher oder später der Durch, bluch zur Verbindung der inneren Gtodt geschehen musst. Wann aber die« geschieht, und ob überhaupt, ist alllrdmgs uoch eine große Frage. ____________ — (Ernennung) Der Sleurramt«»Pralticant Herr Josef Ferlit wurde zum Steuera ml«.« djun ct en in 5 rain in der elsten Rangllasse ernannt. — (Venefiz'Vorsttllung.) Uebermorgen findrt die Veülfizvorsttllung unserer dramatischen Heldin Frl. «nselm statt. Dieselbe hat fich hiezu „Vllrgerltch und romantisch," belanntlich eine« der besten, wtnn nicht da« allerbeste unter den Va nern sel d'scheu Lustspielen, gewählt. Da dasselbe unsere« «iüiswnens hier schon längere Zeit nicht gegeben wurde und D°nl den heurigen guten Lust« und Schauspltllrllfttn auch mit Recht eine sehr gute und amllsanle Aufführung erwarten läßt. so dttrfte sie diese Wahl wol al« eine recht glückliche erweisen, w°« wir im Interesse der verdienstvollen, in allen ihren Leistungen stet« die begabte und fleißige Schau, splllerin heivorlehrenden Venefiziantin nur «ujiichllg wünschen tonnen. — (Tchneesall) Heftern um die Mittagestunde «rat in Lalbach der erste, einige Stunden andauernde Schneefall in diesem Winter ein. Derselbe war starl mit Regen gemischt. Die Temperatur hielt sich l°»ol »m Morgen »l« auch tagsüber zwlschtn 4-S bi« 1-2-0. über Null. — (Repertoire der Schwurgerichlsverhanb» lungeu.) Im Lause der vorgestern ben 3. d. M. beim l. l. Landgerichte in Laib ach begonnenen sechsten und letzten dies« jährigen «Schwurgerichtssession »erden im ganzm neun Strasslllle zur Verhandlung gelangen, die voraussichllich eine Dauer von 11 Verhandlungslagen in Anspruch nehmen dUrsten, so baß die Session mit Rücksicht aus die, Ende dieser Woche fal» lenden zwei Festtage Samstag den 15. d. M. beendet sein dürfte. Außer dem vorgestern durchgeführten Preßprozefse gegen den „Sloven«", über dessen Verlaus wir bereit» in unserer gestrigen Nummer des nllheren berichteten, und der gestern zu Ende ge» sllhiten Verhandlung gegen Mari» Prel wegen Verbrechen« de» Vttrug« gelangen noch nachstehende Strassälle zur Verhandlung: Mittwoch den 5. d. M.: Vregol Slivar und Anton Majdii. Raub; — Donnerstag den 6. d.: Andrea« Petra«, Vranblegnng, und »l« zweite Verhandlung an diesem I»ge: Johann lomazii, lodlschlag ; — Freitag den 7. d.: Franz ltauiie, Todlschlag; — Montag den 10. d.: Johann Koß, Tobtschlag; — Dienstag und Mittwoch den 11. und 12.: F Koievar und I. lnirn, Raub; — endlich Donnerstag, Freilag und Sam«t»g den 13. bi» Ib. b.: Franz Fil und sünf Venofsen, »cebilpapitr'Fälschung. — (vetrug.) Die gestrige Schwurgelichlsverhandlung fand unter dem Vorsitze de« Herrn Oberlandt«gerichl«lalhe« Kapretz st»lt; al« Votanlen fungierten die Herren Lande«gerichl»« rath Ravnilar und Adjunct lowsii. Die Slaalsanwaltschasl war durch den St<,llt«anw»ll«subfiituten Mühleisen, die Vertheidigung durch Dr. Moschi vertreten. Aus der Anllagebanl befand sich Vlaria Prel wegen Verbrechen« de« Vetruge «. Nachdem die Geschwornen durch ihren Obmann Triel die Schuldfrage einstimmig bejaht hatten, wurde dieselbe zum schweren Kerler in der Dauer von ein und einem halben Iahr« vcrurtheilt. — (2in Raubmord im Abel«berger Vezirle. Aus dem politischen Vezille Adel«berg, iu welchem belannt« lich erst lürzlich ein Mord vorfiel, indem ein gewisser Ial«v Milavec au« Stndenc nächst dem Eingänge der Nbel » -berger Grotte ermordet und beraubt aufgefunden wurde, lomint uns soeben die llunde von einem Ende v. M. abermals verübten augenscheinlichen Raubmorde zu, dessen Urheber, schaft bi« nun noch nicht festgestellt werden lonnte. Der gegen» wartime Fall trug sich unseren Informationen zufolge in nach. stehender Weise zu: Der au» Slawina gebürtige, zuletzt jedoch bei seinem Schwiegersöhne, dem Trundbesitzer Anton Volle in Kölsche, wohnhaft gewesene Andrea« llalister — dem Vernehmen nach ein Verwandter de« verstorbenen reichen Großhändler» Kailster — fuhr am 22. v. M. mit vier mit Elchen» holz beladenen Wagen in Vegieitung der au» Kölsche gebürtigen vier Fuhrleute Valentin Sele, i!ula« Vostjanlit, Anton und Nartholomau« Volle auf den Holzmarlt nach Trieft, woselbst er bi« zum Abcnde de« 24. v. M. verblieb. Da er da« Holz in Tritss nicht an Mann bringen lonnle. versetzte er es um 2(1 si., wovon er jcbem der vlcr Fuhrleute vier Gulden gab und den Rest von vier Gulden sür sich behielt. Mit diesem Gelde trat Andreas Kalister den RUckweg an, indem er mil dem gemischten Zuge oo» Tricst bi« zur Gtalion Pieftranel fuhr, woselbst er erwiesenermaßen am 25. v. M. um '/,7 Uhr morgen» anlam, dem dortigen Vahnwächler Franz Peinil noch seine Fahrtarle »bergab und hierauf zu Fuß den Weg in da« nahe gelegene Dorf Kölsche antrat. Von diesem Momente an wurde der Un-glückliche lebend nicht wieder gesehen. Der Ortsvorfteher von Slawina, Franz Gersin » , der am 23. November gleich« salls in Trieft und daselbst mit Kalifter zusammengelioffenwar, halle denselben beauftragt, sogleich nach seiner Heimkehr zu ihm nach Slawinn zu lommen. Nachdem die« jedoch mehrere Tage hindurch nicht erfolgte und Gcrsina über seine Erkundigungen erfuhr, baß Kalifter überhaupt noch gar nicht heimgllehrt sei, fing er au Verdacht zu schöpfen und beaustragte daher die beiden Knaben Stefau und Johann Volle von Kölsche, in der nächsten Umgebung nach dem Vermißten zu suchen. Letzteren gelang e« auch bald, in einem nahe gelegenen Dörrofen einen blutbefleckten Hut zu finden, der als jener deö Vermißten erkannt wurde. Auf da« hin begaben sich mehrere Leute auf die Suche. Da« Nefultat derselben war, daß man in einem zwischen Preftranel und Kölsche befindlichen, vier Meter tiefen Felsenl ° che die nur theilweise sichtbare Leiche des unglücklichen Ermordeten auffand. Vor dem Loche lagen Theile von Gehirnmasse. Nachträglich wurde noch erhoben, baß die beiden Vauernmäbchen Agnes Vetlot und Marie Volle au» Kölsche schon am 25. o. M., alS sie früh dr» Morgen« zur Kirche gingen, am Wege gegen Preftranel Vlutspuren be» Mtllt, dieselben jedoch nicht weiter beachtet hatten. Die gericht« liche Untersuchung wurde selbstverständlich sogleich eingeleitet, und wird e« derselben hoffentlich gelingen, den ober die Urheber diese» augenscheinlichen Raubmorde«, der in jener Gegend begreifliche Erregung hervorrief, zu entdecken und festzunehmen. — (Schadenfeuer.) Um 28. v. M. um 6 Uhr früh lam in einer dem Grundbesitzer Franz LulanzinOrechoule, Ortsgemeinde Predahl (im politischen Vezirte Kr »lnbnrg), ge» hörigen Scheune ein Schadenfeuer zum Auebruche, durch welche» ein Wirthsch°sl«gebtlude de« genannten Vesitzer« sammt den darin aufbewahrten Futleroorräthen eingeäschert wurde. Der durch ben Vranb ange»ichlele Schade belauft sich auf 700 fl. Der Vesiher war auf den Vetrag von 400 fl. fenerversichert. — (Konzert Ioii l. Sch m i d tle r.) Fräulein Gabriele Ioöl. Pianistin, gab gestern abend, im «edontmsaale im Vereine mit dem hier bereit« sehr vortheilhaft bekannten Lltbersilnaer Herrn Richard Schmidtler ein Konzert, da» von einem sehr lle« ganten und gewählten, wcnngleich nicht übermäßig zahlreichen PuMum besucht war, welche« dem ebenso inlerefsanlen al» reich-haltigen Programme mit Vpannung und den glbotenen liinfile. rischen Leistungen mit rauschendem Veifalle folgte. Und in der That lernten wir in Frl. Ioöl eine Pianist!« von ungewöhnli-cher vebeulung kennen; ihre Technil ift bewnndernngswllrdig, di« ______2334 Nu«dauer (bo» Fräulein besorgte außer ihltn 8 Solonummern ouch die Liederbegleilung) und die «raft ihre« Spiel«« fill ei»e Dome »on gewiß seltener Art. Hatte Fll. Joel in Veelhoven« O3onate Gelegenheit, liinftlensche Auffassung und vollendete Wiedergade klassischer Musit im besten Lichte zu zeigen, fo war e« ein« Liszl'sche „Rhapsodie hongroise", in welcher felbe alle For. men brillanter Technik zu Gebär brachte. Waren eS Scarlatti'« ^Pastorale" und Vollnar« „Am Salomous-Vrunnen", in welchen Frl. Joel« stilvolles Spiel sich Geltung verschaffte, so gaben hin» wiederum die übrigen kleineren Piecen willkommenen Anlaß, um die virtuose Fertigkeit, insbesondere die Weichheit dl« Anschlage« und die Vollendung de« Triller« erglänzen zu lassen. In der That war be,spiel«weise der zweite Theil der Voch'schen ,Ta. votte". wie ihn die Konzertiftin spielte, etwa« vom Zartesten und Graziösesten, wa« wir je gehört, und da« Döhler'sche Trillerftllcl spielte Frl. Iööl mit einer Formvollendung und Ausdauer, »ie man e« gewiß selten Hort. StNrmischer Veisall und zahllose Her. vorruse begleiteten jede Nummer de« Abend« in fitter Steigerung. Herr Schmidtler ist un« bereit« bekannt al« Liedersänger, der über ein« weiche, sympathische Stimme, eine schöne Schule, glfllhl« vollen und wahren Bortrag uetfUgt und bm bei der Auswahl der Lieber sowie bei der AussUhrung derselben vor allem stet« ein geläuterter Geschmack leitet. Die beiden Schuberl'schen Lieder, Jensen« „Ständchen" und Rubinstein« „Ls blinkt der Thau" waren prächtige Leistungen, doch hätten wir Supps'S „Vergißmeinnicht", da« zwar äußerlich den grüßten Effect erzielte und zur Wiederholung verlangt wurde, gerne für ein Schuberl'sches oder gar Schumann'sche« L«ed in den Tausch gegeben. Die Saison der fremden KUnstleitonzerle wäre also gestern in glücklichster Weise inauguriert worden, und wir wollen hoffln, daß die Fort» setzung dem Anfange entsprechen werde, jedenfalls aber »llrde e» un« freuen, wenn w>r wieder Gelegenheit haben sollten, Fräulein Ioöl in unserer Stadt begrüßen zu können. — (Großer Vrand in Hof.) Soeben bei Schluß des Vlaltes kommt un« folgende Nachricht aus H o f in Unter» train aus telegrafischem Wege zu: „Gestern Abend entstaub in Hof ein großer Viand. Die mechanische Werlstiilte, das Modell» hau« und die Kanzlei (von Modellen wenig gerettet) sind abgebrannt, zwei Menschen lebensgefährlich verletzt, vier Menschen leicht, darunter auch der Gendaimeiie«Wllchtmelftel. T>a« Feuer ist muthmaßlich im Turbinenhause auSgeblvchen wegen schlechter Oelung der Achsen. Vom Gebäude stehen nur die Mauern." — (An die Valvasor-Subscribenten.) An» läßlich d» jüngst ausgegebenen 22. Lieferung, mit welcher der I. «and der V »lv »s or'schen Chronik blendet ist, theilen die Herausgeber derselben in einem an die Abonnenten gerichteten «llrculare mit, daß sie auf mehrscit« geäußerten Wunsch geschmackvoll au«gesührlt Einbandbecken anfertigen ließen, deren Abbildung nebst Preisangabe sie in der nächsten Lieferung bekannt geben weiden. Unter einem bringen sie betreff« d?« Abonnenten' Vrrzeichmfse» zur Kenntni«, daß ste seinerzeit Nlanlelte »er« senden werden mit der Vitle, den Namen und Thaialler so ein« zutragen, wie deren Aufnahme in da« Abonnentenverzeichuis gewünscht wirb. — (Heimat.) Die soeben erschienene Nummer 10 des illu« ftrierten Familienblaltes „D»e He«mat" enthält: Lanoolm oon sleuterShöfen. Roman von Vertholo Uuerbach. (Fortsetzung.) — In mir uno um mich. Sonette oon llajetan Cerri. 5 u. 6. — Drei Kameraden. Novelle von Aglaia von anderes. (Fortsetzung.) — Illuftra.ion: „«lllcklehr auS der Stadt." Von «. Wolye. Nach einer Photograph« von Fr. Hansstaengl in München, auf Holz gezeichnet von I. Weiflgärtner. — Groh«P,ele»ham. Eharatterdilder aus dem obeiösterreichischen Dorfleben. Vou Franz Stelzhamer. (ilus dem Nachlasse. Fortsetzung) — Mein Freuno Piuagel. «Line Duellgeschichte vou Adolf Oppenheim — DaS HerzogssHloß der Schwarzenderge. Von F. Groß. Mit Illustration: Krumau in «lihmen. Uuf Holz gezeichnet von August Kronftein. — Randglossen eine« Harmlosen (Rückblick aus die Saison) Von Ille ego. — Eiftndungen. Der Telegraf als Sprachrohr (Telephon). — «us aller Welt. — „Rückkehr aus der Stadt." (Bilderllärung.) Neueste Post. (Original-Telegramme der „Laib. Zeltung.") Wien, 4. Dezember. (Abgeordnetenhaus.) Unter den oercheilten Borlagen ist eine Regierungsvorlage, betreffend die Forterhebung der Steuern und Abgaben und Bestreitung des GtaatsaufwandcS bis Ende März 1878. Dieselbe Vorlage verlangt dic Ermächtigung zur Auf- bringung von zehn Millionen durch Begebung oon Gold« rente behufs Deckung des Abganges für das erste Quartal 1878. — Der LandesoertheldigungS Minister über< mittelt einen Gefetzentwurf, womit die Wirksamkeit der Bestimmungen des Wehrgesetzes betreffs des Kricgsstandes der Armee und der Kriegsmarine, dann betreff« deS Relrulenlontingents bis Ende 1879 verlängert werden sollen. Derselbe übermittelt ferner einen Gesetzentwurf betreffs Bewilligung der Aushebung deS Retrutenlon-tingents pro 1878. Wien, 4. Dezember. Die „Politische Korrespondenz" meldet aus Belgrad, 4. d.M.: Fürst Milan hielt eine Ansprache an die ausmarschierenden Truppen, in welcher er die sichere Aussicht eines besseren Erfolges deS nächsten Feldzuges Serbiens betonte, welches wieder, jedoch besser gerüstet und auf einen mächtigen Alliierten gestützt, in den Krieg ziehen müsse. Eine britische Note an daS serbische Kabinett räth Serbien unter dem Vor« wurf der Illoyalität von der Theilnahme am Kriege ab und droht mit Verlust der Garantie einer autonomen Stellung Serbiens. Es verlautet, Risttt will die britische Note unbeantwortet lassen. Versailles, 4. Dezember. Kammerfitzung. Ferry verliest eine Erklärung der Budgetkommission, dieselbe werde nur einem parlamentarischen Ministerium dle Steuern bewilligen. Der Drlnglichleitsantrag Rouhers, die Budgetkommission habe schleunigst Bericht zu erstatten, wurde mit 328 gegen 197 Stimmen abgelehnt. Die Kammer wird Donnerstag beschließen, ob in die Budgelberalhung einzugehen sei oder nicht. Ragusa, 3. Dezember. (Presse.) Die Montenegriner besetzten Welembusch bei Antivari. Zwei kleine Defensionslajernen nächst der Citadelle haben sich ergeben. Paris, 3. Dezember. (N. fr. Pr.) Die „Assemble Nationale" meldet, es stehe seit Samstag fest, daß die Kammer die Steuern verweigern und das Budget nicht bewilligen werde. Es soll daher eine Vertagung der Kammer erfolgen und während derselben ein neuer Ver-söhnungsoersuch gemacht werden; wenn dieser fehlschlage, werde der Marschall die Auflösung verlangen, und wenn diese verweigert wird, demissionieren. Paris, 3. Dezember. (N. fr. Pr.) Die Kaufleute berufen für morgen oder übermorgen eine neue Versamm« lung ein. Abends sind massenhafte Zustimmungs-Tele» gramme ausj der Provinz hier eingelangt mit der Zusage, große Deputationen zu der neuen Versammlung zu schicken. Die Bildung dlS Ministeriums Dufaure findet darin ihre größte Schwierigkeit, daß der Marschall die Berufung eines Kongress«« nachdrücklich zurückweist, welche die Linke jedoch als Garantie fordert. Wahlschein-lich weist morgen Dufaure den Auftrag, ein Kabinett zu bilden, als unausführbar zurück. Budapest, 4. Dezember. (Fruchtbürse.)Prima-Weizen, 80 Kilo effectio per Helloliter wiegend, lostet 11 fl. 90 kr. Frühjahrs-Usance-Weizen 10 fl. 75 kr. Wenig Verkehr, schwache Kaufluft. Telegrafischer Wechselkur« vom 4. Dezember. Papier. Rente 63 70. — Silber. Rente 66 90. — Gold» Rente 74 65. — I860cr Staats.Anlehen 112 75. - Vant.Nctien 907. — Kredit - Actien 210 60. — London 118 95. — Silber 105 4t>. — 5. l. Münz - Dukaten 5 63. — 20-Franlen-Stücke 9 54. — 100 Reichsmark 58 70. Wien. 4 Dezember. 2 Uhr nachmittag«. ^Vchluhlurl,.) Kredltuctlen 2l0 60. 1860er Los, 11275, 1864er Lose 13575. österreichisch, Rente in Papier 6370. sla»t«b«hu 263 25. «ord. bahn 194 50. 20.Hr»nlenfiüae 9 53'/,, ungarische »reditaelien 198 —, «ftlrreichlschk ffraneobaut — —. «Nerreichische «nyloban! 92'—, Lombarden 77 —. Uuionbaul 6250. aunro,olicmnlldntle °«l tioualbanl 4.689,155 st., Effecten de« Neseivelonde« ' °y ^ KurSwerthc vom 30. Juni 1877 15.121,265 st., ^cc««^ PensionssondcS nach dem 5tnr«werthe vom ^- ^ ."<^u, 2.475,276 st., Gebäude in Wien und Budapest, daml gesamml«' m-ttl-uelu» 3.539.666 st.. Auslagen 925,128 fl.. Saldi lau enoei" nungen 4.225.409 st., zusammen 517.841.493 N.-- U'„M- Nanlfond 90.000.000 fl.. Ueservefond 18.000,000 st,, v°",^n, Umllluf291.106.2l0fl..unbeh°be!,cKapltal^llckzahWn8cn/l.^ einzulösende Bank-Anweisungen 1.503.012 st., G'"«^n^liele 2 140.828 st., unbrhobene Dividenden 83,713 st., ,A "^l' im Umlaufe 103.287.725 st., verloste, noch nicht einMste H brief? 226.600 fl.. unbehobene Pfandbrief - Zinsen ^? ^ Pensionsfond 2.475,276 fl.. Ueberträge vom vorigen «"» > ^ laufende Erträgnisse und Eingänge auf Verzinsung der ?, briefe 8.883.088 st., zusammen 517.841,493 fl. Nudslfswerth. 4. Dezember. Die Durchschnitt-^ stellten sich aus dem heutigen Marlle, wie folgt: "- "! -^ Weizen per Hektoliter 9 50! «z^ pr. Stück . - ^ g Korn „ — —, Milch pr. Liter > ^ Oerfte ^---------Rindfleisch pr. Kilo ^^ Hafer ^ 3 20 Kalbfleisch pr. „ ^. hl Halbfrucht „ — — Schweinefleisch „ ^. Heiden ^ 7 70 ' Schöpsenfleisch ^ " jO Hirse ^ — — ! Hähudel pr. Stllll . ^ ^. Kulurntz ^ 6 50 Tauben „ ^ ^ Erdäpfel „ 4 — l Heu pr. 100 Kilo . ^ ^ Linfen „ ^ -— ! Stroh „ » ^ Erbsen ^---------Holz. hart,«, pr.Kubll- 71 Fisolen .. - — Meter.... ^ ^ Niudsschmalzpr.Kilo —90 —weiche«. ., . Weiu,roth.,prHeltollt. ^ ^ speck, silsch, „ __ 38 — wnßer » ^ ^ speck, geräuchert „ — — Has«» pr. Stllck ^7^-» Angekommene Fremde. Am 4. Dezember. „„, Hotel Etayt Wlen. Wassermann, Oser, Schuller und «>" «ftte.. Wien. ^gi„ Hotel Elefant. Vurtmann, Kfm., Wien. - TomazettcH» Sunjc,. — Sporn. Veamter, Lack. — Diehl, Ksm., ^' ^„l Hotel «urov«. Kanzlani, Sigou. Lenasfi, »rch'ttile", Pfelffer, Kfm., Trieft. a.ktN^ Mohren. Varon Scheder, Hauptmann, Wien. ^- ^" Besitzer, TaiviS. ^^^--^ Theater. . Wl Heule (ungerader Tag): Dit IU 0 in. Vroßc Oper'» Nclen von Halevy. ^^-^ Mete»i»l°gische Beobachtungen in ««>b«§> § u W n ^ -l lß ti »«-- H " W ^.< _______^ ? _______ _______ __ ____^ Ißö' 7U.M«, 730.« ^-4.« NW. schwach Rege« ^ 4. 2 ^ N. 73l.»» . ^. I.» W. schwach Vleg., ^ä,''", ßch»" » „ »0. 734.,u i -i- I.4 W. schwach j Nege" > ^^» Regen anhaltend; nachmittag« Echneefull. der «ui ^«, wieder without. Do« lagesmitlel der Temperatur 1 ^ um 15' Über dem Normale. ___________ ^»—-^-^^ Veramwortlicher Redacteur: Otlomar Vamb^ » Danksagung. W Für die während der Kranlhelt seiner Eatt'"Hl- ^ gekommenen vielfältigen veweise liebevoller ^^ W nähme und für das ehrenvolle zahlreiche Ve>e ,^^ M ihrer Nestattung spricht in tiefster Rührung '« lebhaftesten Danl hiemit aus > Joses Piller- ^ Laibach am 4. Dezember 1877. ^W VlikskNlid'^l. Wien, 3. Dezember. (1 Uhr.) Die Värse war in guter Stimmung, die Speculation ziemlich animiert, der Vlfammtvertehr nicht ohne Lebhafligleit. _____ G«ld Won Pavierrente........ K365 6870 Silberrente........ 66 70 66 80 Volbrente......... 74b5 7465 Lose. 188»........ »03- 304- » 18b4........ 10910 10925 , 18S0........ 11250 1t275 » I860 lFünflel) .... 122 25 1anan.««,ulitrung».««st » - 1<" ^5 1<>4 ?5 Dom«nen«Psl»adhr,,f, .... 13850 139 - Oeßerrelchisch, S«»h,ch«ine. . 99 80 100-Ung. 6perz. Ooloreute .... 92— 92 «5 llug. 6i,eudaou.«nl.....9^50 9875 Ung. Schatzbon« vo« I. 1874 102 75 103 -«ultheu d. Sladtgemnude Wien » V. ».........9575 96 -> Gr«»de»tl«ftu»«»-vkliG«ti««e». Vdhmen..........^2 2b 108 75 «ieberüsterreich.......^'- 1»4 5<) V«lb wa« «alizien..........86 - ß« 2b SitbenbUrgt».......76- 7630 lemeser Vanat......77 50 78 — Ungarn..........7820 7860 Nctie« von Vanle». Vel» w«« «nglo.Ufterr. V»«l ... 9350 9375. Kredttantllllt ........ 2l0 50 810 75 Depositenbank...... 154 — »K6 ^ Kreditl-nflall, nng«..... 196 75 197 - ««tom^e-Nnftalt...... — — — ««tionalbauk....... «07 - siO« - Unionbanl ........ «3 25 63 75 Bertehrsbanl ....... 9675 9725 Wiener Vantverew .... 69—70 Netten von Transport-Unterneh» «ungen. Ulföld.Bahn........1»8 - 1,8^0 Douau.Dampschiff. .Gesellschaft 342— 343- «llsabeth^WeNö^u.....1«0b0 l6l — ^erdin°nd««^iordbahn . 194? 1950 - Veld W«« Franz « Joseph , «ahn .... 128— 12850 Oallzischt 5arl.Luowiz.Vahn . 24? — 24750 Kaschau-Oderberger Vahn . . 100 25 10') 75 eemberg-H»rnowiher Vahn . 120 25 120 75 Lloyd.Oelellsch. »93 - — — Oellerr. «oroa,ellb»hu 107 — 10750 «udolf».>0»hn . 116 25 116 75 slaatsvahn........2615,0 lift2 — Klldbahn.........7«5d 77 _ Theiß.«ahn........1?6— «7650 Ungar.'gullz. Verbindungsbahn 94 50 95 -Uu„acische «orooftoal»« . . . 109 50 11«-Wiener cramHuy.O.lellsch. . 99 - 100 — Pfandbriefe. «llz.üst.VobtAlredtlanft.(l.<»old)104b0 1<^s> - ^ ^ « (i.«..«.) d9 25 W50 slatlonalbant . . 97 50 9775 Ung.««del!lrel>-^ «rami'che «"«^a«^ ^»r< ^ ^ it 211 20 bi« 201 3'. 2ngl° ««chtrag: Um 1 Uhr 20 Minuten notieren: Papierrente 63 65 bi« 63 75. Silberren»« 6575 b<« S6 8^. Volorent« 74-55 bi, 74 65 Kccl l,nd,n 119 - t»,« 119 20. «apoleoll« »54 bi« 9 55. «ilber 105 b^) bi« 105 70.