H.U2.________ Donnerstag, 16. Mai 1889. 108. Jahrgang. Macher Zeitung. ne!n. V», '' Y«ll>j8hri« sl.»,»o, yll» ble ^uft«llun, i°« Hau, «<»uzj»hll, !tt":rdl'lM!l:<,e V»e »tz»i»»st«»»«,» blfinbet sich Longreseplah 2, b!t ««»il»«» Vahnhosgassc »4, Spltchftunbln der «ebactlon tägnch von 10 bi« l« Nhr vormittag«,— U?!lailN»««!vl»csl werd«, nicht «n»«no««tl, anb Vtanulcript« nlchlzn«»<>est«llt. Umtücher Hheil, 5ller^ l' und f. Apostolische Majestät haben mit Mcln !" Entschließuilg vom 4. Mai d. I. dem 3l°m ^ Slaatsgymuasiums in Klagensurt. Doctor Vys«!. buboda. aulässlich der von ihm angesuchten ^WNg nl den bleibenden Ruhestand das Ritterkreuz ^,5'Joseph-Ordens allergnädigst zu verleihen «lll^ k- und f. Apostolische Majestät haben mit h°lwM'ter Entschließung vom 4. Mai d. I. dem belell?/' Secrelär der galizischen Landwirlschafts-Ate'M in Lemberg. Joseph Grelinski. das ^leii^ ^ des Franz-Joseph Ordens allera.nadia.st zu ^" geruht. illle^ k- "nb l. Apostolische Majestät haben mit Gt^Mer Entschließung vom 9. Iäuuer d. I. die l. l '^. os Gontaut. Viron zur Ehrendamc dcs Damenstistes Maria-Schul in 'ü^^'krllnndiqst zu ernennen geruht. Nichtamtlicher Hheil. Der Streit in Deutschland. ^ols<5?Ü ^ "nigen Monaten stellten deutsche social-! °^l,t?^ Blätter filr den Sommer eine außer« ^ in ^ Chaste Lohnbewegung sowohl in Berlin Micht 3' großen Industriebezirken Deutschlands in ^ l^."" umfangreicherem Maße, als erwartet wer-?>lncl ' ^'d diese Vurhersaguugen bereits in Er-M^''lia>lgen: in Berlin sind die Maurer, die Renl2'lcde. bie Dachdcckergcscllen, die Tischler, die ^b°^l' ^^ Korbmacher, die Möbelpolierer in die ^ llnf.?"'^ eingetreten, und im rheinisch-westphäli-^Etrel, ""^" '^ i" Beginn der vorigen Woche 3 ^n s "usgebrochen, welcher an Ausdchuuug alle s'beitzeink ^hren in Deiltschland stattgefundenen , en «"'jungen iibertrifft und in seinen Dimen-R ii, " die großen Arbciterausstände in England !^ hinn?" bereinigten Staaten Nordamerika's nicht H/ '«"relcht. sondern die meisten derselben über« !"°h in^ hunderttausend Bergleute feiern seit Mitt» V ist? chkinisch-loestphälischen Kohlenbczirke, und nicht im Abnehmen, sondern eher im Steigen begriffen, wie die Meldung über die Ausdehnung des Streiks im Essener Reviere, dem bisher von der Bewegung am wenigsten berührten Theile des Dortmunder Obcrbergamtsbezirkes, anzudeuten scheint. Wiewohl die Bewegung, so weit man bis jetzt einen Ueberblick zu gewinnen vermag, vollständig ungenügeud vorbereitet war, so hat sie sich doch mit ungewöhnlicher Raschhcit von ihrem Allsgangspunkte, dem Vergreviere Gelsenkirchen, aus in den umliegenden Districten verbreitet, und es zeugt nur von vollständiger Verkcnnuua. der Sachlage, mangelhaftem Urtheil oder mehr als optimistische Beurtheilung des eigeuen Verdienstes seitens der Unternehmer bezüglich der den Arbeitern gewährten Löhne, wenn man in «Fachkreisen» zwei oder drei Tage vor Beginn eines solchen Aus-staudes glaubte, «eine irgendwie erhebliche Bedeutung» der ganzen Bewegung nicht beiuussen zu sollen. Die Stellnngnahme der übrigen bürgerliche» Bevölkerung für die Bergleute, welche im bisherigen Verlaufe der ganzen Bewegung mehr oder weniger offenkundig in Erscheinung trat, bildet ein gewichtiges Moment für die Beurtheilung der Berechtigung der von den Arbeitern aufgestellten Forderungen. Diese Forderungen bestehen im wesentlichen in einer 15procentigen Lohnerhöhung, so dass der Durch» schnittslohn der' Hauer nicht unter 3'20 Mark. der Schlepper nicht unter 2-80 Mark und der Pferde» treiber nicht unter 2 40 Mark betrage, ferner in der Einrechnung von Ein- und Ausfahrt in die achtstiln« dige Schicht, in der Füllung der Wagcn bis zum Strichmaß, der Streichung von höchstens zehn Wagen per Sckicht filr die ganze Belegschaft zur Nachfüllung, der Lieferung des Holzes bis zur Bremse und der Vrandkohlen für die Arbeiter zu einem bestimmten Preise, sowie in einer Regelung der Bestimmungen über dir Strafgelder, in' der Wiederaufnahme der Streikenden und' schließlich im Wegfalle der Ueber-schichten. Der Widerstand der Grubenbesitzer, bezie. hungsweise der Grubendirectoren, wendet sich besonders gegen die Eiurechnung der Ein- nnd Ausfahrt in die Schicht und gegen den Wegfall der UeberschichtM Ms,/'" es daher nur als einen in mehrfacher l^lichr M"l Griff bezeichnen, den der begabte z^Ho"Mer Anton Funtek in den manuig-H hat ».. h uralter slovenischer Volksüberlieferung ^" k>, lle sich in dem Stammlaudc der slo-^/th!,.« l" s„:,. und aus dem auch deutsche Dichter: ^Griin i"' 'Sti'mucu der Völker- sowie Aua-^'<. '""em «Pfassen vom Kahlenbcrg» die » ""Nt/. Fach si„^ Vollss vollkommnung der Literatur seines Volkes, welche Arbeit, wie sie wohl einerseits an die Berufenen große Nnfor derungen stellt, anderseits umfassend genug ist sür viele Berufene! Der Inhalt des Gedichtes selbst ist nachstehender: In das liebliche Thal des Wörther Sees gelangt von ungefähr ein wandernder Geiger. Iling und alt ist eben zu festlichem Gelage versammelt, und an den ein» tretenden Fremden ergeht die Aufforderung, eine heitere Tanzweise erklingen zu lassen. Nie gehörte Töne ent' quellen den meisterhaft behandelten Saiten, ein wilder Wirbel erfasst die Gäste, und alles gibt willenlos sich dem rasenden Tanze hin. Spöttisches Lächeln auf den Lippen sieht der finstere Mann diesem Treiben zu. und auch der wilddröhnende Beifall der Menge, der den Schluss seines Spieles begleitet, lässt ihn voll« lommm kalt und gleichgiltigen Sinnes. Da, mit einem male erblickt er eine blühende Mädchengestalt, mit blitzen-den Augeu hat sie ihn angesehen, und diese Blicke haben sich mit sengender Kraft in sein Inneres gebohrt. Vom Weine uud der üppigen Mädchenschönheit Zala's — so heißt die Besiegen« seiner finsteren Stimmuug — glut« erfüllt, beginnt er neuerdings die Fidel zu streichen, und der tollste Reigen ist entfesselt, von dessen Wogen auch der Geiger mit fortgerissen sich fühlt-------------ein Her- zcnsbund schließt sich zwischen ihm und Zala. den weder üaidllchcr Zeitung Nr. 112. 958 Ul. Mi 1«^. kommen, bildet noch kein Argument für den anarchistischen Charakter einer solchen Bewegung. In Wien feierten nur einige hundert Tramwaykutscher; welche Excesse hatte aber dieser Ausstand nicht im Gefolge? Und Janhagel und Neugierige gibt es schließlich überall, nicht nur in Wien, sondern auch in den rheinisch-westphälischen Kohlenbezirtrn. Die Mehrzahl der Bergarbeiterschaft hat sich bisher, wie auch die «Norddeutsche allgemeine Zeitung» zugesteht, nicht von dem Wege der Gesetzlichkeit abbringen lassen, und es wäre nur zu wünschen, dass die von dem Minister des In-nern während seiner Anwesenheit im Streikbezirke, wie es scheint, nicht erfolglosen Versuche zur Anbahnung einer Verständigung die baldige endgiltige Beilegung der Differenzen herbeiführen. Es soll, wie gemeldet wird, eine Vertretung der Arbeitgeber und eine solche der Arbeitnehmer gebildet und zwischen denselben über einen Ausgleich verhandelt werden. Die Gr'ubendirectoren müssen die Abneigung, mit Arbeitern zu verhandeln, aufgeben, die Arbeiter dagegen den Existenzbedingungen der Industrie gerecht werden und überspannte Forderungen fallen lassen. Die folgenschweren Rückwirkungen des Ausstandes auf eine Reihe anderer Industrien und Betriebe, die wegen Kohlenmangels die Arbeit einschränken oder ganz einstellen müssen, steigern auf beiden Seiten die Verantwortung bezüglich des Zustandekommens einer Vereinigung und der Wiederherstellung geordneter Zustände unter Bedingungen, die nicht die dauernde Verstimmung oder Verbitterung des einen Theiles im Gefolge haben. Autorität wird durch wohlwollendes Entgegenkommen besser gewahrt, als durch erzwungene Unterwerfung. Politische Uebersicht. (Verhandlungen des Reichsrathes.) Man berichtet uns aus Wien unterm Vorgestrigen: In der heute stattgefundenen Sitzung des Herrenhauses wnrde die Volksschulgesetz'Nooelle einer aus 21 Mitgliedern bestehenden Specialcommission zugewiesen und dem Beschlusse des Abgeordnetenhauses betreffs der Per-manenzerklärung des Strafgesehausschusses zugestimmt. Die sonstigen Gegenstände der Tagesordnung wurden erledigt. Morgen beginnt die Budgetdebatte. — Im Abgeordnetenhause wurde vom Finanzminister Duna-jewski die Interpellation des Abg. Türk betreffs der Diensttaxe der Straf- und Vesserungsanstalts-Seelsor-ger dahin beantwortet, dass, so weit die Seelsorger als Staatsbeamte fungieren, sie der im tz 176 des Tax« qesetzes vom Jahre 1840 vorgesehenen Diensttaxe unterliegen. Weiters beantwortete der Minister die Interpellation des Abg. Krauß betreffs der Stempel- und Gcbürenfreiheit bei Conoertierung von Hypothekarforderungen. Zur Tagesordnung schreitend, nahm hierauf das Haus das Markenschntzgesetz in dritter Lesung an. Die Vorlage wegen Erleichterung des Legalisieruugs-Zwanges wurde uuveräudert in der Fassung des Ausschusses angenommen. Eine lebhafte Debatte entspann sich bei der Verhandlung über das Gesetz, betreffend die Errichtung eines fürstlich Dietrichstein'schen Fa-milien-Fideicommisses. Iustizminister Graf Schö'nborn wendete sich in einer beifälligst aufgenommenen Rede insbesondere gegen die Auslassungen des Abg. Krona-wctter, welcher gleich den Abgeordneten Otto Polak und Steinwender sich gegen die Errichtung von Fidei« commissen aussprach. Der Herr Minister wies entschie» dcn den Ausdruck des Abg. Kronawetter: «Privilegierter Faulenzer» zurück. Die Vorlage wurde nicht zu Ende berathen. (Der volkswirtschaftliche Ausschuss) des Abgeordnetenhauses nahm vorgestern die Enquete über das Trunkenheitsgesetz vor. Experte Gemeinderath Daum forderte energische Bekämpfung der Trunkenheit und empfahl das vorliegende Gesetz. Experte Gruber. Professor der Hygiene an der Wiener Universität, betonte die Wichtigkeit des Gesches, uud hätte noch strengere Bestimmungen gewünscht, da der verderbliche Alko-holgeuuss stets zunehme. Dabei wies der Experte auf das Treiben der akademischen Iugeud hin, welche nicht nur Brautwtiu, sondern hauptsächlich auch Vier in aroßen Mengen vertilge, uud Vier wirke in solchen Quantitäten ebenfalls äußerst schädlich. Der Alkoholis-mus nehme von Jahr zu Jahr zu. Ein Hanptmitttl dagegen ist die sittliche Erziehung und Blldung des Volkes. Der Director der Irrenanstalt, Professor Gauster, wies auf die vielen Geistesstörungen infolge der Trunksucht hin. Experte Liqueurfabrikant Popper sprach sich gegen das Trunkenheitsgrseh aus. Gestern wnrde die Enquete fortgesetzt. (Der CecheN'Club) nominierte zu Delegierten aus Böhmen die Abgeordneten Adämek, Dostal, Fan-derlik. Matus. Nadherny, Plcva. Rieger, Slavik, Steidel und Graf Wolkenstein; zu Ersatzmännern die Abgeordneten Friedrich Hajek und Wesely. (Oesterreichisch-ungarische Staatseisenbahn.Gesellschaft.) Wie die «Pol. Corr.» aus zuverlässiger Quelle erfahren haben will, sollen die Verhandlungen zwischen der Oesterreichisch - ungarischen Staatseisenbahn - Gesellschaft und Baron Hirsch, betreffend die Erwerbung der Orientbahnen, infolge d,s Widerspruches des Pariser Verwaltungsraths - Comite's definitiv gescheitert sein. (Galizien.) Das polnische Central'WahlconM für Ostgalizien hat für dm 22. Mai eine polnische Vertrauensmänner' Versammlung nach Lemberg zur Feststellung des Actionsplancs für die Landlagswahlen einberufen. (Der Legitimations-Ausschuss) hat vorgestern nach längerer Berathung die Wahlen der Abgeordneten Dr. Masoucic (Dalmatien), Dr. Ma-chalski (Galizien), Graf Palffy (Böhmen). Dr. Koto-schinegg (Steiermart) und Kaiser (Schlesien) agnosciert. Gegen die Wahlen der beiden erstgenannten Abgeordneten lagen Proteste vor, während die Wahlen der übrigen drei Abgeordneten unbeanstandet geblieben sind. (Die ungarische Regnicolar-Deputa» tion) hielt vorgestern nachmittags eine Sitzung ab. in welcher das kroatische Nuutium bis zu Ende be« rathen wurde. Mit der Abfassung des Gegennuntiums wurde der Referent Max Falk betraut; fobald dasselbe fertiggestellt sein wird, findet eine Sitzung der Deputation statt. (Bosnien.) Die Verschärfung des Standrechts in Bosnien und der Hercegovina diirfte an vielen Orten als beunruhigendes Symptom aufgefasst werden, illdessen halten wir diese Verschärfung für eine kluge und rechtzeitig gefasste Vorsichtsmaßregel, da schon seit längerer Zeit kcine standrechtliche Behandlung oder Abstrafung in Bosnien stattgefunden hat. (Aus Deutscht an d.) Der deutsche Kaiser hat seiue für den 12. d. M. geplante Abreise nach Braun- schweig auf den 19. d.M. verschoben. Die stand'g Miuisterbcrathungen. welche in Berlin aMsllY . westphälischen Streiks abgehalten werden, snw ^u über allen anderen Combinationen ein völlig A! u der uud wohl begreiflicher Grund dieses W>M^ Alls dem westphälischm Kohlenrevier liegen y^ uuerfreuliche telegraphische Mittheilungen vor. Streik ballert fort. und die Arbeiterführer ew ' ihrerseits keinen Schritt des Entgegenkommens W « wollen. Sie verlegen Capitulation'ihrer O^enM' ' erst. wenn dieselben die vom Streilausschuss gei^ , Forderungen bewilligt haben, werde die Arbeit aufgenommen werden. In Berlin sucht nia« ^ glei'cheud zu vermittclu. Es treffen dort zw ^, putationen aus dem Streikbezirke, eine der 1'"" Arbeiter uud eine der Vertreter der OrttbenM'^ ein, welche beide vom Kaiser empfangen we,' ,^ wie es heißt, eine ausgefprochen arbeiterfrcim Haltnug bekuude. .n^„ (Die französische Kammer) nahmH, ihre Sitzungen wieder auf. Das Ministerium wu ^ die Berathung des Budgets von 1890 die ^ beantragen. Da der nächstjährige Voranschlag" ^ ringe Veränderungen dc« fiir das laufende Hc^ willigten Budgets aufweist, so hofft n,an, dtt ^ ^z desselben bis Mitte Juni vollenden zu können, 1" der definitive Sessionsschluss mit Eude Juni ^i^ könnte. Der Untersuchung« - Ansschuss des !^M gerichtshofes dürfte seine Untersuchung gegen oen ^ ^ oder 25. Mai beendet haben. Man bereitet dtt ">^„ liche Meinung darauf vor. dass man weoer Auschlag auf die Sicherheit des Staates »W Versuch, Militär zum Abfalle vom !^h°r^,„g verleiten, gefunden, jedoch in der F^V^ M-Boulangers während feiner Ministerschaft UM" keiten entdeckt habe. ^ isl (Fürst Nikola von in Begleitung des Kronprinzen nach ^ HD-abgereist. Die Fürstlichkeiten reisen "ver ^. Das Gefolge des Fürsten besteht aus dem " ^ präsideuteu Bozo Petrovic, dem Obersten ^F"H die dem Flügeladjutanten Nikolajevic. Der FnrN > ^ei'. Suite werden in Petersburg im Winterpaltus ^, gen. Fürst Nikola will seine beiden Töchter, we^„. Winter in der russischen Hauptstadt verbraA ^ ,„« abholen. Man glanbt aber auch, dass die ^ ^K einem Vernlähluugsproject der jüngsten ^^:M^ Fürsten, Prinzessin Helene, welche im SmoM"» zu Petersburg erzogen wurde, zusammeuhang». ,^je (Die italienische Kammer) g"l^,,b ohne Debatte den zwischen Italien und w^" t< abgeschlossenen Handelsvertrag. Wie in P«"" „gch scheu Kreisen verlautet, hat die VudgetcolM" >' F längerer uud lebhafter Debatte einen ^^M" 2.900.000 Francs an dem jährlichen Credit!"> vorgenommen. ^ stiel' (In Bulgarien) fand vorgestern °e h" liche Beginn der Arbeiten für den Bau d" ^' ^n!'. Äurqas.Iamboli in Gegenwart des PnnzenH „ M der Minister, der Civil, und Militärbeyor^ ^, eines überaus zahlreichen Publicums statt. " ^lec liche Ceremonie wurde vom Erzbischof Seraph, he« Assistenz zahlreicher Geistlichkeit, darunter griechischen Bischofs Anchiallo. "lebriert. ^e e> (Schweiz.) Nach einer beim Vunde«^,^ gegangenen Nachricht wird der König vott^^^ Himmel noch Hölle trennen sollen! Doch schon der morgende Tag bringt die Ernüchterung, zugleich aber auch eine neue Lichtgestalt, eine mildschöne, auf den Lebensweg des armen Geigers. Stundenlang war er im Walde tiefen Gedanken nachgehangen, da gewahrt er plötzlich ein holdliebliches Mädchen, ein Vorbild der Unschuld und Reinheit der Sitte, das ein Waldkreuz mit Feldblumen kränzet und dann vor demselben betend niedersinkt. Wie ganz anders wirkt diese Mädchen-erscheinung auf den finsteren Mann; er scheidet von dem Bilde, das sich hier ihm geboten, mit seltsam bewegtem Gemüthe. Reine Liebe ist in sein Herz eingezogen und ringt nun mit der gestern darin entflammten wildsinnlichen Leidenschaft, es ist ein Riesenkampf, den er kämpft. Wieder mit Anka — so heißt das sittsam lieb« liche schöne Mädchen — zusammengetroffen, vernimmt er deren Geständnis der Liebe zu ihm, und trostvoll tönen deren Worte an sein Ohr, heiße Thränen ent< stürzen dem Auge des bisher nie geliebten Mannes. Tieferregt eilt er zu Zala, nm das in wildem Taumel unbedacht geschlossene unselige Bündnis zn lösen! Aber es wird ihm von ihr nur schneidender Hohn zutheil, der ihn reizt, dann kommen Thränen aus ihren Angen und dann schmeichelhafte Bitten aus ihrem Munde, nnd er erliegt der Gewalt dieses Dämons nnter Zähneknirschen und Fluchen über seine Schwäche. Doch bittere Reue treibt ihn schließlich von dannen, spurlos verlässt er das Thal. um durch Feld und Wald umherzuirren. Das Osterfest naht heran, eigenthümliche Naturerscheinungen reden eine eindringliche Sprache, doch niemand achtet darauf. Anka weint in unsäglichem Schmerze um den ungetreuen Mann; gramgebeugt sinkt sie aufs Sterbelager. Wenige Augenblicke vor ihrem Tode erscheint der Geiger, uud keines Wortes mächtig, sinkt er vor der Theuren, auf immer Scheidenden, in die Knie; dann stürmt er hinaus in den brausenden Orkan, der sich entfesselt hat, er achtet dessen nicht, so wie er bei den hellen Glockentönen dann, die das Fest der Auferstehung des Herrn verkünden, nichts fühlt als sein grenzenloses Elend. Da — ein grimmiges Lachen schlägt er auf, und mit diesem Lachen lockt er das Volk in die Gaststube, wo er nun den Bogen zu frevelndem Spiele schwinget, und so geht es fort bis Mitternacht. Jetzt öffnet der Himmel seine Schleusen, und immer rascher und riesiger wachsend brausen die Wassermassen heran. Die Wirtshausgäste, erschreckt, wollen flüchten, doch keinem ist das Entrinnen a/göimt. Zala umschlingt in namenlosem Entsetzen den leidenschaftlich Geliebten, um in feinen Armen zu sterben; er aber schleudert sie in die Flut. Ein Blitzstrahl zuckt hernieder, und von diesem zn Tode getroffen, sinkt der Geiger selbst, leblos, in das mit donnerndem Brausen sich hinwälzende Wellengewoge! Um eine Probe der in diesem Gedichte enthaltenen Kuustformen zu bieten, wählen wir die achte Abtheilung, in welcher der Geiger, mit Reue uud Scham im Busen, Anka's Bild im Herzen, seine Zala gegenüber bewiesene Schwäche beklagt und «den im Schneegefild krächzenden Raben» «laut und wild» also anrnft: Du schwarzer Vo^el Im weiften Schnee, Kennst d» die Saa.c Vom Leid, vom Weh? Ob wohl zilm Tode Mir tönt dein Sang? Hab Dank, mein Voa/l, Hab Danl, hab Danl! Wie rollt so stürmisch Das heiße Blut — Wer laim sie löschen Des Herzens Mut? Mich treibt von dannen Ein tiefer Orain — Kannst du wohl deute» Die Neu', dic Scham? Dahin der ssriede Aus meiner Brust, Die Ehr' verloren Um Sinneslust! Kannst du wohl deuten Der Worte Sinn? O las« mich fliehen, . Doch saa/, wohin? M^ Zum Schlnsse dieser haft dankenswerten Bereicherung der stovr hM9 ,^ dichtung erübrigt uns noch, die vorzugl ^.^ ^ ^. elegante Ausstattung durch die auch aus ^ ^„de rührige Verlagshandlung mit gevürenoe'' ^M^, wähuen. Die also nach jeder RichtM'g ^ del '^ Novität empfiehlt sich somit "Uen F"" zene'' he>> schen Literatur und auch namentlich c»" hiB'^. unter, die da zur nahenden Wandersz" .^hel ^i' an die heilte so lustrcichen Ufer des "^ die einst die Scenerie gebildet für das U drama des — «l!u^oc». *' Dächtt Zeitung Nr. 112. 959 1«. Mai 1889. Gn e3^ "ach Deutschland osficiell dllrch die Schweiz « w ^" Nundesrath trifft betreffs der Begrüßung '^d,e nöthigen Anstalten. 'Xlx >!! ^ ^! uchung gegen Voulanger.) Dem >» ^ m//^' ^'^^^ lv'ld der Nusschuss des Senats llillen ^'" Vonlanger einen Einstellungs-Bcscheid Tagesnemgleiten. G^' MajrM der Kaifer haben der frei' ^'«en Feuerwehr in Alt-Pölla im politischen Be-U s<"^ttl in Niederösterreich eine Unterstützung von zu!^V Merhöchstihren Privatmilteln allergn'ädigst ^'lllssen geruht. 'Lal^' Testat der Kaiser haben, wie die l«Tw ^ Zeitung» meldet, der Kirchenverwaltuug z« l^!^ iur inneren Restaurierung der Kirche ll)0 st. ^ »engeruht. ___________ iez ^ lSchmerling. Iubiläum) Der Präsident ,^ Ersten Gerichtshofes, Anton Rillcr von Schmer-^/"Weng vorgestern am Vorlage seines «0jährigen ! 8ureä !!°""'s' abermals zahlreiche Glückwünsche, In dem ! «lrM^ Jubilars im Iustizpalaste hatten sich zur ^>bem - ""^funden: die Erzherzoge Albrecht und ^n"?' 'm Auftrage des Erzherzogs Rainer gratulierte >He ».' ^"l l ferner Oberslhofmeister Prinz zu Hohen-^'er <5. ^'"fler Graf Taasse, FZM. Freiherr von Vr h' Kautsch und Graf Falkenhayn; Dr. Herbst und Killer ^ '"' Namen der Vereinigten Linken; t>^ ^n Chlumecly mit einer Deputation des mäh' Hr, y ?°bgrundbesihes; Dr. Kopp, Dr. Granitsch und ^schuss namens des niederösterreichischen Landes-^T?' ^"" ^af Coronini, Graf Belcredi u. a. ^ l!? '°^ '" ^'^^ ^^ ""^" prachtvollen Lorbeer-l!„zM sendet. Außerdem traf von nah und fern eine Vei Elchen in der Wohnung Ritter von Schmer-^libil "' ble erst im Laufe des Nachmittags durch den "öffnet wurden. kit^ lgur Friedhofsfrage in Görz.) Die Hauh '5"2e in Görz hat im Laufe der Jahre viel ll»>,z ""^Wirbelt, ohne dass jedoch an der Hauptsache ^e ^ ,'ffwnen ohne Resultat abgehalten. Die Com« ^ ihr» llohdem zugeben, dass viele begüterte Fami-!^er 2>«"^^^enen Mitglieder auf Friedhüfen bcnach. ^en^ '" bestatten lassen. Andere Familien wieder ?ler ^^" nicht und zahlen den für eine Gruft ?e t>e» m5 f^f^efebten Preis; sie werden jedoch von ^l>e ^"«'slrates damit vertröstet, dass dergleichen °>»sl>yH°H nicht in Arbeit genommen sind, dass aber ^loril^ Särge in eigens dazu reservierten Depots > lchr,?,"^"gebracht werden. Dieser Vorgang besteht ^ Eüra ^" "ls filnf Jahre, und es find mehr als ^ü« ^ Ns provisorisch deponiert. Man fragt sich also, ^ aentlich mit den im Laufe der Jahre erlegten ' ktwa bei 18.000 st., für ein Bewandtnis hat. ? ber zn " s wertvollste Kahenauge,) welches > tzg s"t existiert, ist kürzlich in London angelom> Mge ^)1°!"lnt von Ceylon, welches nebst Madras der Mer »- '^ wo diese Edelsteine gefunden werden. Der ^ vttl<"c. Arbeiter, welcher Erde auf feinen Wagen ^^We den 475 Karat schweren Stein für 30 Ru- pien. Derselbe wechselte daraus mehrmals den Besitzer, bis ihn ein indischer Reislaufmann für !1000 Rupien erstand und ihn schleifen ließ. Jetzt wiegt er 170 Karat und ist für 30 000 Rupien (die Rupie etwas über einen Gulden) versichert. Der Stein wirft vier Lichtstrahlen aus, die sich zu einem einzigen Strahlenbündel vereinigen. — (Orientalische Akademie.) Se. Majestät der Kaiser hat auf Grund eines vom Minister des kaiserlichen Hauses und des Aeußern erstatteten Vortrages den Zöglingen der k. und l. Orientalischen Akademie Heinrich Barb und Johann Hozhevar je einen Stiftplatz an diefer Lehranstalt verliehen. — (Ein grässliches Verbrechen.) Vorgestern wurde eine junge Tagarbeiterin, Maria Vesely. aus das Prager Polizei-Amt gebracht, die deS Nachts im Vororte Lieben ihre beiden Töchter, drei und vier Jahre alt, zu einer Regcnpfütze geschleppt und ihre Köpfchen so lange im Wasser festgehalten hatte, bis die Kinder todt waren. Sie selbst verständigte hievon die Sicherheitswache und hat kein Wort weiter über die Motive der grauenhaften That gesprochen. Bis jetzt war nichts aus ihr herauszu^ bringen. Die Leichen der Kinder wurden aus der Pfütze herausgeholt. — (Pariser Weltausstellung.) Die fran» zösischc Regierung studiert das Project einer Tombola mit einem Aufwande von 15, Millionen Francs, deren Ertrag bestimmt fein soll, den Lehrern, Arbeitern und Ackerbautreibenden in den Provinzen den Besuch der Weltausstellung zu ermöglichen. Die zu verlosenden Gegenstände sollen der Ausstellung entnommen werden. — (Privalbesuche im Amte.) Seit langem schon befinden sich im Wiener Rcichs-Kriegsministerium Tafeln mit folgendem Wortlaute angebracht: «Alle Privatbesuche zu Beamten und Angestellten sind während der Dienststunden verboten.» Wie verlautet, sollen auch in allen anderen l. l. öffentlichen Aemtern ähnliche Verbotstafeln angebracht werden. — (Fürst Sulkowsly.) In Angelegenheit der Ergreifung deS Fürsten Sullowsly reisten mehrere Detectives nach Ungarn und der Schweiz ab. Man hofft, Sullowsky bald zu erreichen. Der Vertreter der Fürstin Ida Snlkowsky, Dr. Vrauneis, leitete die Ausstellung von Pareres seitens sämmtlicher Psychiater ein, welche bisher Sulkowsky untersucht und welche sämmtlich den Fürsten als unheilbar erklärt hatten. — (Riesenlanone.) In Calais haben in diesen Tagen Schießversuche mit der neuen Bange'schen Riesen» lanone stattgefunden. Man schoss mit Pulverladungen von 80, 130, 180 und 200 Kilogramm. Bei der letzteren Ladung wurde ein Geschoss von 400 Kilogramm, das in der Entfernung von 1500 Meter vom Meeresspiegel abgeprallt war, 11 Kilometer weit geschleudert. Beim di-recten Schusse war die Tragweite 15 Kilometer. Das Geschütz wirb auf dem Marsfelde in Paris aufgestellt werden. — (N. Scedrin f) In Petersburg starb im <>7. Lebensjahre Michael Saltykov, der unter dem Namen «N. Hcedrin» auch außerhalb der Grenzen Rufs. lands berühmte Satyriker. Ein Herzschlag erlöste ihn aus langjährigen, qualvollen Leiden. Bis zum letzten Athemzuge hielt er die Feder in der Hand, welche so lange Jahre Recht und Freiheit in Russlanb schützte und ver-theidigte. — (Haifische.) Wie aus Lissa gemeldet, wurden in den ersten Tagen der abgelaufenen Woche in der Nähe der genannten Insel von Fischern nicht weniger als fünf Haifische gesehen, darunter zwei von riesigen Dimensionen. Die See-Ungeheuer hatten den Curs nach Norden. — (Das Attentat gegen Carnot.) Die Untersuchung des von Perr in bei dem Angriff gegen den Präsidenten Carnot gebrauchten Revolvers durch den sachverständigen Waffenschmied hat ergeben, dass die Waffe nur mit Pulver geladen war. — (Fahrt auf dem Zweirade) Wie russische Blätter berichten, begibt sich nächstertagr ein in Russland lebender Radfahrer, Herr Hartmannsa.ru» ber, auf dem Velocipede zur Ausstellung nach Paris. Der bereits festgestellten Marschroute gemäß hofft Herr Hartmannsgruber binnen 16 Tagen von Warschau nach Paris zu gelangen. — (Gut gebrüllt!) Als seinerzeit das nach-mals sehr beliebt gewordene Zauberstück «Die Eselshaut» bei ber ersten Aufführung in Paris von dem Kritiker des «Journal des Döbats» arg mitgenommen wurde, beklagte sich Laurencin, der Autor des dramatischen Märchens, bei seinem Freunde Bayard. Doch dieser tröstete ihn mit dem collegialen Ausspruch: «Ja, lieber Freund, wer fürs Theater schreibt, muss seine Haut zu Markte tragen!» — (In den Schacht gestürzt.) Aus Newyork Wird gemeldet: In der Kohlenzeche von Kaska - William in Pcnnsywanien riss das Aufzugsseil in dem Momente, als zehn Bergleute zur Grube fuhren. Der Gehälter mit den zehn Insassen stürzte fünfhundert Fuß tief in den Schacht hinab. Die zehn Bergleute wurden getödtet. — (Eine merkwürdige Ausstellung) ist in London eröffnet worden. Dieselbe enthält nämlich eine Sammlung von Stiefeln und Schuhen nicht nur aller Länder, sondern auch, so weit dies irgendwie angieng, aller Zeitalter. — (Abgefertigt.) A: «Sie sind gar nicht so dumm, wie Sie aussehen.» — B: «Nun, das ist ja gerade der Unterschied zwischen uns beiden.» Local- und Provinzlal-Nachnchten. — (Vom Hose in Miramar.) Ihre l. k. Hoheit die Frau Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Stephanie unternahm gestern um halb 10 Uhr vormittags eine Spazierfahrt nach San Andrea, von wo die hohe Frau gegen halb 11 Uhr nach Miramar zurück-lehrte. Die hohe Frau verließ gestern abends in Beglei» tung ihres Töchterchens und der Suite das kaiserliche Schloss Miramar und reiste mit einem Vortrain des Courierzuges zum Sommerausenthalte nach Laxenburg ab. — (Aus dem Reichsrathe.) Gestern tagten abermals beide Häuser des Reichsrathes. Im Herrenhause bildeten der Staatsvoranschlag und das Finanzgeseh für das Jahr 1889 den Hauptgegenstand ber Tagesordnung. Beide wurden ohne Debatte im Sinne der Commissions-antrage in zweiter und dritter Lesung genehmigt. Sodann wurde über eine Reihe von Petitionen Beschluss gefasst. Die nächste Sitzung findet am Freitag, den 17. d.M., statt. — Das Abgeordnetenhaus brachte die Debatte über die Vorlage, betreffend das fürstlich Dietrichstein'sche Fideicommiss, zum Abschlüsse und er-ledigte hieraus die weiteren Gegenstände ber Tagesordnung größtentheils ohne Discussion im Sinne ber Nus-schussanträge. Bloß die Verification der Wahl des Abg. Bloch rief eine längere Debatte hervor. Schließlich wurde die Wahl mit 135 gegen 71 Stimmen agnosciert. Nachdruck v»sbotsn. ^vci..'Ich'l,^^.^"b"'. dass er zu ihr Wangen ist?' 'M W bemcche sicher, dass man ihn im gegen ^, 'Ez ^,"cnt noch bei ihr fände!» Mern """ der Mühe wert, sich dessen zu ver- '^ ehr'i^ln zu erfahren, ob in diesem Zweilampf Mn b^ Maschen es mit abgefeimten Schurken , k,e e bell, '' ^"^ Chantal'plötzlich, und seine ^lnir dz..^ v°r verhaltener Erregung, .gestatten I»,? ei„ ^ 6rage: Ist in dem Vorleben Moulittes' ^s ÄMer Aufenthalt in Florenz verzeichnet. ^i> V? Sie dariiw?» ^> «Einen Brief?» «Ja, das Schreiben, welches der Mörder dem armen Vitcllio sandte, um ihn des Nachts auf einen entlegenen Ort zu locken. Der Brief ist nicht unterzeichnet, aber die Handschrift ist ganz gleich mit jener, die das Billet aufzuwcisen hat, welches sich in Listracs Brieftasche vorfindet und das Moulieres heute Morgen an den Freund geschrieben hat.» < Haben Sie dcn Brief Vitellio's bei sich?» «Nein, aber ich weiß, wo derselbe sich befindet, und kann Ihnen das Schreiben jederzeit verschaffen.' Der Polizci-Agmt blickte d'Arcy an, welcher sich beeilte, ihm zuHilfe zu kommen. 'Lieber Chantal, ich wüufchc regelrecht vorzugehen; ich habe nichts dagegen, wenn der Herr Polizei-Agent Herrn von Moulieres und Madame de Veuserrade ausforscht, aber ich möchte mich vur allem zu dem Richter von Versailles begeben, ihm die ganze Sache vortragen und ihm die in meinen Händen be- findlichen Gegenstände übergeben. Er wirb dann die nöthige Entscheidung treffen, und brauche ich dich wohl nicht erst zu versichern, dass ich deine Sache so gut als nur irgend möglich ihm gegenüber führen werde.» 'Ich meinerseits kann aber Herrn von Moulirres nicht drohen, dass ich ihn eines Verbrechens wegen, das er möglicherweise vor fünfzehn Jahren im Auslande begangen hat. verhaften werde,» sprach der Geheimpolizist. «Sie können ihn aber wenigstens zwingen, dass er vor dem Richter, welcher ihn verhört, aussage, dass der Zweikampf ein ehrlicher gewesen ist und dass Herr von Listrac die Modalitäten desselben festgescht hat. Sie können ihn sogar zwingen. Paris zu verlassen — wenn sein Herz danach schmachtet, in der Gesellschaft der Fran von Venserrade.» 'Ich möchte nur Herrn von Ehantal bitten, mir angeben zu wollen, in welchen Händen sich das Schreiben befindet, welches an den Maler Vitellio gerichtet war." 'In den Händen feiner Tochter Andrea Vitellio, welche bald die Gattin meines Freundes d'Artige sein wird und iuzwischen auf dem Quai Voltaire Nr. 44 wohnt; wenn Sie die Dame sprechen wollen — . 'Ihre Mittheilung genügt mir. mein Herr; ich werde mich, wenn der Herr Landrath meiner nicht mehr bedarf, sofort zu Frau von Beserrade begeben." D'Arcy N'ckte zustimmend, und der Beamte e«t. ferntc sich. lFortjehung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 112._________________________________960__________________________________________U^Mai^M^. — sLaibacher Gemeinderath) sSchluss.^ Gemeinderath Mosche referierte über die Vergebung der Hochbauten beim Wasserleitungswerl in Klece und beantragte, dieselben in den verschiedenen Kategorien den billigsten Offerenten zu übergeben, und zwar: Adolf Tön nies um 28.013 fl. 84 kr.. I. Regali und L. Widmayer um 700 fl.. August Habkar um 978 fl. und M. Skrabec um 854 fl. 37 kr. Der Antrag wurde angenommen. Dr. Mosche referierte weiters über die Vergebung des Baues des Wasserreservoirs im Tivoliwalde und beantragte, den Bau behufs Ausführung in Beton dem Herrn Gustav Tönnies als dem billigsten Offerenten um den Betrag von 52,!)41 fl. 60 lr. zu übertragen gegen dem, dass sich die Firma Tönnies verpflichtet, durchwegs Perlmoscr Cement zu vorwenden. Die Section musste hier auch den Umstand berücksichtigen, dass die genannte Firma bereits vielfältige Arbeiten in diesem Fache sowohl für das k. l. Aerar, als auch für die Südbahngesellschaft bei den Hafcnbauten in Trieft zur vollsten Zufriedenheit der Auftraggeber ausgeführt hat. Nachdem noch die Gemeinderäthe Ravni-har, Zeleznilar und Bürgermeister Grasselli gesprochen, wurde der Antrag, den Bau der Firma Tönnics zu übertragen, angenommen. Bürgermeister Grasselli knüpfte fodann an die begonnene Ausführung der Wasferleitungsarbeiten an, welche, überall zur rechten Zeit in Angriff genommen, auch zur bedungenen Zeit correct durchgeführt sein werden. Das allgemeine Interesse sei die beste Gewähr für das Gedeihen des Unternehmens. Die Besorgnis, das Wasser werde nicht gut fein, obwohl die ersten Autoritäten in diefem Fache es als gut qualificiert haben, fei nun geschwunden, an ihre Stelle aber sei eine zweite Befürchtung, eine ebenso ungerechtfertigte, getreten, nämlich ob wohl die Quantität des Wassers dem Bedürfnisse genügen werde. In der einen wie in der anderen Hinficht könne man unbesorgt sein, denn schon derzeit, wo der Schnee in den Hochgebirgen noch gar nicht zu schmelzen begonnen hat, stehe das Wasser ober der Gallerie des Wasserwerkes und habe bis nun fogar die Arbeiten sehr erschwert. Was die Einleitung des Wassers in die Häuser anbelangt, sei dies noch eine Frage, mit welcher sich die Wasserleitungs-section nun, da sie aller anderen Arbeiten entledigt ist, eingehend befassen werde; fo u. a. mit der Frage, wie der Preis des benutzten Wassers festgestellt werden, wie also das in der Wasserleitung investierte Capital verzinst und amortisiert werden soll. In erster Linie sei geplant, die Wasserleitung in die städtischen Gebäude einzuführen; darnach werde man den richtigen Maßstab finden, welcher Betrag von den Privaten für die Einleitung in ihre Häuser verlangt werden darf. Der Bürgermeister betonte fchließlich die wertvolle Förderung des Unternehmens durch die k. k. Landesregierung (lebhafter Beifall), wie er es auch dankbar anerkennen muss, dass die interessierten Gemeinden — wohl nur infolge wohlwollender Unterweisung durch die Staatsbehörden — dem Unternehmen keine beachtenswerten Hindernisse in den Weg stellten, sondern sich mit einer geringen Entschädigung, die ihnen für die zeitweilige Störung des Verkehrs zugesichert wurde, einverstanden erklärten. Der Bürgermeister bat, dies zur allgemeinen Beruhigung zur Kenntnis zu nehmen. Hierauf wurde die öffentliche Sitzung geschlossen. — (Erzherzog Rainer in Laibach.) Se. l. und l. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Rainer ist vorgestern um halb 5 Uhr nachmittags in Laibach eingetroffen und im «Hotel Elefant» abgestiegen. Se. Hoheit wurde am Perron von den Herren: Landes» Präsident Baron Win'ler, GM. Ritter von Schil-hawsky, Oberst Ritter v. Mitrovic und Bürgermeister Grasselli empfangen und ehrfurchtsvoll begrüßt. Gestern vormittags inspirierte der durchlauchtigste Herr Erzherzog auf dem großen Exercierplahe die hiesigen Landwehr-Truppen und sprach seine Zufriedenheit über die militärischen Leistungen derselben aus. Zu dem mittags im «Hotel Elefant» stattgefundenen Dejcuneur wurden geladen die Herren: Landespräsident Baron Winkler, Generalmajor Ritter von Schilhawsky, Bürgermeister Grasselli, Oberst Ritter von Mitrovic und Major Scheriau. Um halb 2 Uhr reiste Seine lais. Hoheit zur Inspicierung nach Trieft ab. — (Musikalische Akademie) Die musikalische Akademie, welche zur Unterstützung dürftiger Studierender der k. k. Ober-Realschule in Laibach von Schülern dieser Anstalt gestern abends ausgeführt wurde, war schwächer besucht, als es im Interesse des wohlthätigen Zweckes zu wünschen gewesen wäre. Erklärlich ist jedoch dies durch den Umstand, dass eben in der schönsten Jahreszeit Concert auf Concert folgt, und auch das kunstsinnige Publicum unserer Stadt von musikalischen Genüssen aller Art bereits übersättigt ist. Das Concert beehrten Herr Landespräsident Baron Win kl er und andere distinguierte Persönlichkeiten mit ihrem Besuche, Die Chöre wurden durch die Gesangschülcr des Herrn Foerstcr exact, sicher und mit schöner Nuancierung vor» getragen. Lobenswert erscheint insbesondere die reine In-lonation und die deutliche Aussprache des Textes durch die Zöglinge. Am trefflichsten wurden die drei gemischten Chöre von Mendelssohn zum Vortrage gebracht. Die Ballade für Männerstimmen von Titel «Die nächtliche Heerschau», welche Composition — nebenbei gesagt — an falschem musikalischen Pathos das Möglichste leistet, musste wiederholt werden, und es wurden auch die übrigen Piecen von Publicum verdientermaßen beifällig aufgenommen. Die «8)mplioi>io concortanto» von Dancla wurde von zwei Schülern des Herrn Gerstner rein und correct gespielt. Die gelungene Aufführung gibt dem Fleiße und der Tüchtigkeit des Gefanglchrers Herrn Foerster das schönste Zeugnis. Herr Da garin halte aus Gefälligkeit das Clavier beigestellt. — (Ein römisches Skelet,) welches am 13. Juni 1823 in der ehemaligen Kolhgassc in Laibach ausgcgraben ward, wurde vom Regierungsrath Professor Dr. Valeuta dem kraimschen Landesmufeum zum Geschenke gemacht. Dieses Skelet einer jungen Frau mit trefflich geheilter Overarmfractur ist fcinerzeit vom Prof. Melzer kunstgerecht zusammengesetzt worden. Ueber die Fundumstände selbst berichtet Professor Melzer in einem dem Skelette beigelegten, jetzt allerdings schon vergilbten Blatte in folgender Weife: «Freund! So wie du izt, so wandelte ich vor beinahe 2000 Jahren an dieser Stelle, die damahls noch Aemona hieß. Der Grund, worauf nun die Kothgaffe liegt, war die erwählte Grabstätte meiner Familie, Wo sich dort vermahlen die Häuser Nr. 105 und 106 berühren, lag ich und an jeder meiner Seile ein Gefährte bis zum 13ten Juni 1823, an welchem Tage wir im Beisein seiner Excellenz des Freiherr« von Schmidtburg ans Licht gebracht, und ich, so wie ich bin, hergestellt wurde durch Anton Melzer, Prof.» — (Todesfall.) Der Vorsitzende der Triester Handelskammer, Herr Johann Baptist Bürgst aller, Ritter der eifernen Krone, kaiferlicher Rath :c., welcher voriges Jahr das hundertjährige Jubiläum feines Großhandlungshauses feierte, ist vorgestern daselbst im 82. Lebensjahre verschieden. Derselbe war der Vater des Reichsraths- und Landtags-Abgeordneten Edlen v. Burgstaller. — (Subvention.) Der Laibacher Gemeinderath hat in feiner vorgestern abgehaltenen geheimen Sitzung der freiwilligen Feuerwehr in Unterfchischta zur Anschaffung von Löschrequisiten eine Subvention von 100 Gulden bewilligt. — (Das Schiffs unglück auf derMur.) Die Grazer «Tagespost» theilt noch einiges von den Aussagen des Maschinisten Ärajdic über die Ursache des Schisssunglückes am letzten Sonntag mit. Brajdic, ehemaliger Locomotivführer, berichtet, dafs die bereits Sonn» tag vormittags gerissene Schiffslette mit gewöhnlichem Eisendraht wieder zusammengebuuden worden sei. Er habe den Unternehmer und den Schiffsinspector darauf auf-merkfam gemacht, dafs eine derartige Reparatur unzu° reichend fei. Trotzdem wurden keinerlei andere Vorkehrun' gen getroffen. Vrajdic gibt an, dass die Schiffsmaschinen viel zu schwach waren und sich als unzureichend erwiefen. Nach Aussage von Bediensteten soll überhaupt auf dem Schiffe «Schlamperei» geherrscht haben. Die eingeleitete Untersuchung wird wohl Klarheit über den traurigen Vorfall verbreiten. — (Epizootie-Ausweis für Krain.)In der Zeitfteriode vom 3. bis 11. Mai kamen folgende Thier-scuchen vor: Maul' und Klauenseuche in Kleinlag und Retje, Gemeinde Laserbach; in Suchen und in Vostetje, Gemeinde Auersperg des Bezirkes Gottschee; in Neudorf, Großberg, Radle! und Gradisko, Gemeinde Oblal des Bezirkes Loitsch, dann in St. Marein im Bezirke Laibach. Milzbrand in Zejno, Gemeinde Großdolina im Bezirke Gurkfeld. Nauschbrand in Drama, Gemeinde St. Var-thelmä des Bezirkes Gurlfelb. Rothlauf bei zwei Schweine-transporten in St. Peter im Bezirke Adelsberg. Räude bei Schafen und Ziegen in den Gemeinden Bressnitz, Veldes und Karnervellach. HundSwulh in Griblje des Bezirkes Tschernembl. — (Ernennung.) Herr Dr, Andreas Keppa in Rann wurde zum k. k. Bezirksarzte in Cilli ernannt, — (Personal» achricht.) Herr Statthallerei« rath Schcmerl hat gesundheitshalber einen längeren Urlaub angetreten und hat sich gestern nach Weißensels begeben. — (Der Gesangverein «Lyra») in Stein veranstaltet, wie schon gemeldet, am 19. Mai im Garten des Herrn Majer in Krainburg ein Concert, dessen Reinerträguis dem Vereine zur Unterstützung dürftiger Hochschuler slovenischer Nationalität gewidmet werden soll. Die Abfahrt von Stein erfolgt um 1 Uhr, der Beginn des Concertes um halb 5 Uhr nachmittags. Entree 50 kr. Im Falle ungünstiger Witterung wird das Concert auf den nächstfolgenden Sonntag verschoben werden. — (Marburgcr Sparcasse,) In der Sitzung des Sparcasse - Ausschusses vom 13. d.M. wurde der Sccretär der Marburger Sparcasse wegen Unregelmäßig« keilen in der Geldgebarung seines Postens für verlustig erklärt. — (Verunglückte Bergarbeiter.) Wie der «Grazer Morgenpost» ans Cilli geschrieben wird, erlitten am 7. d. M. im Bergbaue der Trisailer Kohlen-gewerks-Gesellschaft die Förderer Iofef Heleznik und Franz Kuzel durch Entgleisung eines Huntes Vein^ brüchk. __________ Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher ü »' Wie», 15. Mai. Die für den 19. MmH °'z antisemitischen Gemeinderälhen in die VollW"' neuen Rathhauses einberufene große VersaM",^ wurde polizeilich verboten. — Schmerling "«pi""« Laufe des heutigen Tages als Gratulanten da« P^ Haus-Präsidium, fast sämmtliche Oberlai'desg " Präsidenten, Oberstaatsanwälte, den Relchs-^. Präsidenten Unger ?c. Für die Schmerlmg^"i ^v die zur Erinnerung an das Jubiläum gegrunm den soll, laufen zahlreiche Spenden ein. . ^. ,z. Wicu, 15. Mai. Fürst Sulkowski ist " "^ tuug dcr Damen Vecseghi und Friedländer m O^ cingetroffm uud wurde sofort interniert. D»c ^ wurdm nach kurzer Einvernahme enthaftet; ^ kchr des Fürstcu uach Wicu wurde veranlasst. ,. Tricst, 15. Mai. Die Dampfyacht «GM,^ gestern abeuds ausPola hiereingetroffen. Der^ > Commandant Admiral Baron Sterneck hat na), ^ au Bord derselben eingeschifft; gleichzeitig Ue>r> Torpedoboot «Habicht» und die Torpedoboote z.» ,« Claffe Nr. 19 und 20 hier ein. Mit dem ^"'1 ^ auch eine Mariue - Kapelle hier angekommen, v. morgens ist die Escadre zu taltischen Uebungen "«v des Tages ausgelaufen. ^ »«Mtel Vildapcst, 15. Mai. Die meisten Morgen". constatiereu. dafs Minister Csaly infolge der ^.^ tion der liberalen Partei gegen die projectlerte ^ ,^ tung eines katholischen Knaben.ErziehungslWlll" ^ aller Form die Portefeuillefrage gestellt yaor. Verhandlung über die Frage dauert noch ft". , ^ Agram, 15. Mai. Der Bauus Gras "'^ Höderväiy reiste abeuds nach Fiume beYM " ^< cienmg des Küstenlandes, wofür einige Tage ficht genommen sind. , ,^:^ sich München, 15. Mai. Der Prinz-Regent veg"^ auf Wunsch der Königiu-Mutter um « Uyr nach Hohcufchwangau. ^Mt- Vcrliu, 15. Mai. Der Kaifer tags eine dreigliedrige Deputation der ^«appe e» welche erklärten, sie fordern die oon den ^ ^Wg erbte achtstündige Schicht, legen auf die Uoyn" ^M. keinen Wert und erhoffen eine Aenderung vom ^ lichen Wort. Der Kaiser erwiderte, die V^ zfM uugesetzlich, weil eine vierzehntägige Kunoig ^^h nicht eingehalten wurde, die Arbeiter M" - ^, contractbrüchig. sie schädigten die Arbeitgeber. ^ den Behörden, ja selbst dem Militär Wider,""^ Kaiser werde die Forderung prüfen und duS ^ » den Arbeitern mittheilen lassen. . . ^t s^ Vclglud, 15. Mai. Miljntin Garasanm ^ .^. Sonntag, den 2«. d. M.. ein Meeting der ^i^ ^ Partei nach Belgrad einberufen. Die ^M A. Meldungen hat bereits beinahe zweitausend/r ^s iliom, 15. Mai. Die Ngenzia Stefam A^,. Kairo: Der Mahdi richtete an den Khed've e>" ^ ben. in welchem er in stolzen Worten den ^ Derwische über die Abessinier feiert. Dem " ^s lag ein Brief der Königin Victoria an Kmug ^ gM bei, welcher nach der Schlacht bei Mtemme« des Negus gefunden wurde. Angekommene Fremde. Am 14. Mai. -^ck^ Hotel Stadt Wien. Prandstetter, Secretär. Graz^ ^.M' Got.schee. - Schleier, Deutsch, V° "l «^, ^ Kaufleute. Wien. - «alter, Klinsseisen mid ^se,,de,/'^. - Pit, Preßburacr, Safrancl und Filnascher, '" ^„allt - ^ - Maria Pfafsina.cr, ssiume. — MaM), ^,„..0" Maria Pelsche. K'allfmann«.Witwe s. Tocht". " ,^ Dedal. Preßnch. - ssille. Reis.. Graz. . ^ s l. l. Oberst, und Wischner, l. l. HattVtl»an"^^o!"^^ uon Sprmzenbcra., Vahubcamter, V°dcn- ' ^. ^ v ^ Nenieur, Wien. - Pechhauer, Osfic.al, I""^sal'a ^„lc, Kaufm.. Selzach. - Horal, Meis., Wien- ^s',.^, .^">M!l' Kirchhcim. - Lillcs, Puchinsser, Nichter ""^ 's ^tl. ^,M'ic. Wien. - Vilchlcr. Sissel. Urbancl, N ">'« ^ OM heimer, Reis., Wien. — Nmelal, Haidenjcy», -Sessana. Hotcl Slidl'ahnhof. Dolenz, Lacl^________________^ Verstorbene. 575,^ Den 12. M a i. Nntoil Oman, Arbeiter, strafte 42 (Spitalssllialc), Pyämie. ^^?üü^^ ---------------------------------—""inLaib^ Meteorologische Beobachtungen^!»-------^ "?A.MaI ?:4I^4—i^"^T>.^chwäch ^n>i>llt hl" 15.2. N. 729 4 24'4 W. schwach ^„M ,,,,M «1 . Ab. ?.'!0-4 Itt-« W. schwach ,hc>l!^s<' Nach 7 Uhr nwra/ns nerinner '«''«"''^M' "'" ,l.c'f heiter»..«, schwül, uach 2'// Uhr ^wM^ ^ Dm.m'r und Regen, beiläus.a. m,e Slun^ ^.9", ^ bcwöllt. Das Tagesmittel der Tcmpcratln über dem Normale. ^________-^^^n^ali^ Verantwortlicher Redacteur: 3-^" 9ss1 Course an der Wiener Börse vom 15. Mai 1889. N«« dem off«««?« Coursb^e e»..z«,, V«l> War, , ^Ollts-Aulthen. «^^Mew Noten »58U ««-,- d^'7«°le' '5« st' .»l!;.l3?3 Mtt.° ' Mze 500 st. ,44 50 145-. ^"^,w,/'«ll, ;«;-^0 ^H'^'sleuersre, . 10975109,5 l^>... ' ^""srei - 1«, «K ,0,0s. ^l^"' l.UNersre! . 123 ?ft 12.,... N'^ei N '>' Silber . ,ln _. „7 - «^°kph U°I>. sc ^" - - - litt'" l«0-. «°Y„ ltmls,, i»»4 9^,70 „<;,!(, KV.""« 4°/ ^Mtiten»/z„,- ' - - I03 0Ü 10325 <^ "M>> ^^E. 142-142 80 »^ MllhnH" S'nlle . ,42.-142 80 '>zche,A' ^ '«?« ,1.<50 1<4LK ,> ^ ^'L^ W. ,42 50 143 - ^°!e i/^ « W. ,4'!-i42ü0 «Seid Wars Grundentl.-Obliglltionen (für 100 fl. CM.), 5"/„ aaliz.sche..... 10b- -- 5°/„ mährische...... ,08 75 110 75 .v/u «rain und t!usV/,> „icderüsterreichilchl- . . . IM» lX, 11« 25, l,"/„ slrirllche...... Il»4"?5 — — 5"/„ lroatilchr ll»b llavonische , IUü^— 1l»N'— 5"/„ siebriibinnischr .... 105 '<> l«»5'70 l'"/<> Temrirr Va»at .... 1N51V lO/» ?n 5"/„ »unalischr...... 105 1<» ,»ü'7l» Andere öffentl. Nnlehcn. Do»n» «!-g, i>o!r 5"/„ 1<«' st. . 12b 25 12« - dlo, Milrihl- 1»7« . . 10«—l0»5>, «nlrhr» der Stadt Vürz , . II« — — — Änlrliru d, Etadtafmclüdc Wie» 105 <>« U»s> - Präm. Anl. d. Sladtgrm, Wien 147 25 147 7s> VUrlsilba« Äülehs» vcr!l>», 5"/„ »7— 97 üo Pfandbriefe r ,00 st.), Vodnisr. ally. «st. 4"/« «. . .119-11»«!» dtl>, ' 4>/,<',„. . . IUV U0 10, 4l. dtu, » 4°/„ . . . 88'8!> ft» U0 dlo. Präin, Tchuldverschr, »»/<, ,09,75 ,10 25 Oesl. Hlipl,tl,!'ll'»l>a»l 1«j, 50«„ 101— --- vest, ung, Bll»l v,rl, 4'/,"/<> , 1NL^5 1"2 75 drllu » 4«/„ . . 100I!<» 100 »l> dstlll 50jHhr. » 4°/n . . ,00^0 l00'!>0 PrioritiitsObliliationen (für u»» st). ss»'rb!na»d^ Nordbah» ltm. >»»/,»/n . ,02-.. 1N2 50 «cld Ware Ocsterr, Nordwrstbal^ . . . ,c»7 «0 ,0« 4« Etalltsbahn....... ^. ^ >8« ^<> Liidbahü il 3"/„ . . , ' ' 147'-- 147 »u " ' .^.^0 - -^ ' ' 1l«4'»12<)- Una, galiz. Vah»..... ,01.10,!.(» Diverse Lose (per Etiict), Clan, Lus.' 4<. st, , , . ' ' '«^> n",^ 4"/« Dona» Dllmpssch. ,<>« N . .!_ ^1 Ofriirr Luie 40 st. . "'7. ^.° Palffl, lioso 40 st. . , ' ' °'^' ".^ Saü„ Lose 40 st. . ' ' ' °' '. ^,^ Et, w.üoi« Lo,!> 40 st, ' ' «?,^ ^ Waldsls!« ܰ,e 20 st, . ' ^ ' ".^, "'." Windüch Ovä^U»!.- 2,»n' ' ' .." "„". Vew 2ch, d, !i",„Präm.schuld' vrrlch, d, Äobfiü-rebitanftalt , z? — ,« ^. Van! - Nctien (per Etiicl). «nalo Oef«. Äanl 200 fl, nn«/,.«. 12s »0 1.V.20 Äaütucnin, Wilner 100 N 111 ?u II« — «d''!-r n»sl ös». 20». fl, S, 4N«/« 2»5^. 2!»f. - «lrdl. Anst. s,Hll»d, u, 4 5l» »s»5 - Crrbltbanl, «Ila, „na, 200 st. . 3,4 25 3,5 25 DepoNlsndanl, «Na, 200 fl !,npo!l,els,!l>,, öst, 200st, 25" »» 75 Actien von Transport-Unternehmungen. (per Stück). «lbrecht Uahn 20« fi. Silber . 59 50 60 50 «Isold ssilüüll». Äal»N 200 fi, E, 205 — 20«- - ÄÜI»M, Nordbah» ,50 st. . , . 214 5s» 2l5 5<> » Westbllh» 200 fl. . . . 32» — 329 50 Äuschtiehraber s. 500 fl. al„i Gejellsch, 200 st, L, , . »35 75 23<>50 Lloyd.öst il!!g,,Triest50«fI, 2b I9l» 75 dlo. (lit, ll) 200 fl, E, , . »07 7b 20« 2^ Prä«, Dufer ltisenb. 150 fi. Tllb, 4«'50 49 — Rudolph Bah» 200 fi. Silber .----------------- ElaatKsiwioahn 20» ss. Silber 242 75 «»'— Sildl'lll,!, U00 st, Silber, . . >I»»0!ilN-4U Snb Nordd,«slb,'«,200st.llM, >ll!7 25,!, «l ^ 9»'— »ltlbemuhl», Papiers, u, V-V, .^e 25 57 — Liesinaer Vr»uer,i U»0 fi, , . 1«<» - inv — Montan Gesell,, österr, ^alpine 71— 71« Praaer Eisen Ind Ges »00 fi, 5VI» — 3«»'— Salao larj, Elrinlohlen «0 st, »75 - »?»!'— «Nchlüalmühl., Papiers, »00 fi, »II'ÜU «18<- «Stenrermühl».Papiers.u.V.»«. 1ll»'5<» :3» - lrisailer Kohlenw.-lllel, 70 fi. . 113 50 114't»v Wassens, V ,0es« inWien i00fi, 419 - 4«>-Waggon Lei Hans»,, Nllg, in Pest »0 fi......... 77 — ?«« — Wr. «»uaesellschlltt 100 fi. . . ?S b» »!» — Wienerberaer Zieael Mtien «es. i«4<— l«6'- Devisen. Deutsche Plätze......5? »7, b«'l»l» London........HS'lO «1» 75 Pari«.........47 — 4?'l»b Valuten. Dulllle»........ ü «3 565 20 flranc« Stücke..... 9«, »4l, Deutsche Neichsbanlnoten . . 57 87» li? 92^ Papier «übel......,, > 4<', 4U !»>,