Laibacher Heituna. .I."! R43 Montag am «8. Juni «85«. Die „Laibacher 3>i<,!"q" mchsiül. mit Ax^nahmc pcr Bonn- nn^ ss.in'taqe, t.iqlich. »no f.,,^t >a^!»t i>cu V.ila^cn im iZ o i» v te ir q g ,, ,,.. s»a l b jä l» li l, ', ,? Z<» s> „> l ,ss>e»,l'a„d i.» "'""N'toir ssanzjährig l^f!.. s,a ! bjä s,ri., >, :l»> ü. mehr z» liilii.ht.n M > t l>r r''1i,, sl ,,,/r! , frei aa»<,ä s,>'i g. ,»tt.>^ ,ss,'m^^>ft »np ^rilckttr ?ldr.-ss. !.', st., halbj^h.iq 7 'l, ^ Ir. - ?>ü s, ^,t ioiisaebil s, r ^- f.ii, 3^ltnl.„ R,nl>» ^rssll's» fi,r r,»'. .„aliac Em!ch">»""'< ^ lr.. snr ,,w.-nmi>>qe ^ lr., ,»r !>ls»»»!,qs 5 sr. Ul. Vt. Instr.its !'i., 12 Z.üe» ko'tt» , ,1. sur 3 Via,. /.»» lr. flir 2 M^l «„d 40 fr ss.r 1 Mal lm'i.isslx,!,,,, In dilss» Mbühlc« »ft mich dcm „,'>!?v>,l)rl,chs>i W.,chc vl'», »s'lv l«5,0 si.r Insnlioiisstiiiin^!" >wch l<» lr. s,'r li»l jcd.5ma!W '^üschaltiiüg I,!,!;» z„ ,.'ch!,s„ Amtlicher Theil. ^Ve. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem k. k. Obersten, Carl Ritter Billet — An gust v. Auenfels, als Adoptivsohn des pensionirten Generalmajors, Georg Freiyerrn August v. Auenfels, den Freiherrnstand des österreichischen Kaiserreichs allergnädigst zn verleihen geruht. Am 23. Inni 1»N2 wird in der k. k. Hos-undStaatsdruckerei inWien das XXXVlll. undXXXlX. Stuck des allgemeinen Reichsgesetz- und Regierungsblattes, nnd zwar ersteres vorläufig in der deutscheu AlleinauSgabe, leltteres aber in sämmtlichen Ausgaben ausgegeben und versendet werden. Das XXXVlll. Stück enthält unter Nr. 128. Den Schissfahrtsvcrtrag zwischen Oesterreich und Baiern, abgeschlossen zu Wien am 2. December 1861 und daselbst in den Ratifikationen ausgewechselt am 14. Mai 1»l!2. Nr. 129. Den Vertrag zwischen Oesterreich und Baiern über die Festsetzung von polizeilichen m,d Zoll-Aus-sichtsmaßregeln auf den Gränzftüssen, abgeschlossen zu Wien am 2. December 1^,1 nnd ebendaselbst in den Ratification?» ausgewechselt am 14. Mai 1ft.'',2. Nr. 130. Den Vertrag zwischen Oesterreich und Baiern über Territorial- und Grauzverhältnisse, abgeschlossen zu Wien am 2. December 18lil und i„ de» mn,ift-catione., <...«g«vechselt ebendaselbst am 14. Mai 1K.!2. Nr. ilN. Das Ratifications-Auswechslungsprotocoll zn den vorstehenden Staatsverträgen vom 14. Mai 18Ü2. Das XXXIX. Stück euthält unter Nr. 132. Die kaiserliche Verordnung vom IN. Inni 18!>2, wodurch mehrere im 4. Hauptstücke der organischen Gesetze für die Gerichtsstellen vom 28. Inni 18U0, Nr. 25,« des Reichsgeschblattes, und für die Staatsanwaltschaften vom 10. Inli 18U0, Nr. 26« des Reichsgeseftblattes, enthaltenen Bestimmungen bezüglich der Ausübuug der Disciplinargewalt behoben und daS iu den EinführungSpatenten zn diesen Gesetzen durch den Art. Il normirte Verfahren noch weiterhin aufrecht erhalten wird. Am Ili. Juni 1«I!2 wurden von dem XVI. Stücke dcs Jahrganges 18^2 des allgem. Reichs-gesetzl'latteü ebenda die böhmisch-, magyarisch-, pol-uisch-, ruthenisch-, slooenisch-, croatisch- und serbisch' deutscheu Doppelausgaben ausgegeben und versendet. Am 19. Juni 18!l2 wnrde ebenda die ruthenisch-deutsche DoppelauSgabe der Beilage zu Nr. 244 im I.XIX. Stücke des allgem. Reichsgesetz- und Regie-rungöblatteS vom Jahre 1861, enthaltend den allgem. österreichischen Zolltarif, ausgegeben und versendet. Ebenda wurde am Ui. Juni 18K2 die ruthenisch-deutsche Doppelausgabe des XXXV. ^nd am 19. Juni 58X2 die magyarisch-deutsche Doppelausgabe des l'V. und^XXVll.StückesdeSallgem.Reichsgesetz-undNegie-rungöblattes vom Jahre 1 «Ij<) ausgegeben nnd versendet. Endllch wird mit Beziehung auf die der „Wiener Zeltung vom 20. October IX'ii. Nr. 2il6 eingeschaltete Kundmachung bekannt gemacht, dasi den 21. Juni ^862 der Jahrgang 1841 der Instizgesetzsammlnng ausgegeben und versendet wurde. Wieu, am 22. Juni 18N2. Vom k. k. Nedactionsbureau des allge»neinen Reichsgesetz- und Regierungsblattes. Nichtamtlicher Theil. 2l m n e st i e. Die zahlreichen in Ungarn eingetretenen Begnadigungen und Etrafermäßigungen si»d ein Beleg mehr, daß die allerhöchste Gnade mit Freude» jede Gelegenheit wahrnimmt, um einen Schleier über die Vergangenheit zn breiten und alle Herzen, alle Gei« ster ln einem gleichen Gefühle der Ergebenheit für die neue Gestaltung der Verhältnisse zu vereinigen. Es wird diese Kaiftrfahrt jederzeit zn den schönsten Erinue»,»,-gen der neuzeillicheu Geschichte Oesterreichs gezählt werden. Der vortreffliche Charakter der Bevölkerungen des Landes, die von gewissenlosen Verführern irregeleitet, aber keineswegs für die Dauer vergiftet und dem Throne abwendig gemacht werden konnten, ist bel diesem Anlasse mächtig hervorgetreten. Sie haben sich vertranensvoll und liebreich ihrem Herrscher genaht; so sind sie auch von ihm begrüßt worden. Wir hatten nicht Unrecht, als wir unmittelbar im Beginne der Fahrt die Vermuthung ans-sprachen, ein schönes Fest der Eintracht werde in Ungarn gefeiert werden. Diese Feier hat bereits al-lerwärls, wo das Antlitz des Monarchen sich zeigte, Statt gefunden. Eine große, schöne, für die Zukunft lehrreiche Thatsache liegt darin ausgesprochen. Diejenigen, welche an der Möglichkeit verzweifelten, Ungarn für die aememsalne, österreichische Idee zn ge-,vii,„en, so wie Jene, welche auf die unbedingte Fortdauer der dortigen Mißstimmung treulose Combinationen bauten, werden yoffeutlich jetzt eines Besseren belehrt seyn. Selbst weit außerhalb der Gränzen Oesterreichs äußert die herrliche und herzliche Hul-diguug, welche Se. Majestät findet, tiefe Wirkung, und, wie nnparteiische Berichte melden, soll namentlich in England der Eindruck ein gewaltiger seyn, und der dort seit einiger Zeit wahrgenommene Umschwung der früher durch die Feinde Oesterreichs geschäftig verbreiteten, mißgünstigen Anschauungen sich mächtig fördern. Die Kraft des monarchischen Princips hat sich bei diesem Anlasse erprobt. Sein hoher Vorzug besteht darin, daß es iu alleu wichtigen Fällen die Eutscheidung und den Ausschlag in die Hände riner lebendigen Persönlichkeit von mächtigem Gepräge legt. Solche Persönlichkeiten über nuwiderstch-lichen Zauber, und wenn sie von dem Verständnisse ihrer erhabenen Aufgabe, von dem eifrigen Willen, sie nmfassend zu lösen, durchdrungen sind, befestiget sich ihre Macht und die Treue der ihrer Führuug anver-tränten Völker von Stnnde zu Stunde. «mback, 27. Juni. Gestern um 7 Uhr Abends sind Seine kaiserl. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Lud« wig, jüngster Bruder Seiner Majestät des Kaisers, von Gorz im besten Wohlseyn hier angekommen, und haben, vom Hrn. Statthalter Grafen Chorinsky und dem Hrn. Militär - Commandanten Generalmajor Baron Handel ehrerbietigst empfangen, Ihr Nachtlager im Gasthofe „zur Stadt Wien" genommen.-Heute Morgens um 8 Uhr 15» Minute» haben Se. kais. Hoheit Hdchstihre Reise nach Wien auf der Eisenbahn fortgesetzt. Laiback, 28. Juni. Aus Stopiö sin Unterkrain) wird uns beuchet, dasi am 18. d. in der Nacht die einsam gelegene Realität deS dortigen Bürgermeisters, eines frommen und geachteten Mannes, nebst Stalluugen, Mahlmühle nnd 14 Schweinen, gänzlich abgebrannt ist. Der Schade beläuft sich auf 2l Fedor Bamberg ist gern bereit, die allfalli-gen Gaben im Gelde zu übernehmen, lind ihrer Ne-stimmung znzuführen. Oesterreich. Trieft, 2«. I»»,. Se. kais. Hoheit der Herr Erzherzog Johann begab sich heute Früh um >> Ul)r iu Begleitung deS Grafen vou Meran, der Direcloren des Lloyd. Herrn v. Brucker. von Lut-teroth und von Morpurgo. und des Hrn. Dr. Kandier aus dem Dampfer „Trieste". Cap. Pallina, znr Wasser-quelle »nterhall. S. <5roce, um die berettS begonnenen und mit Eifer betriebenen Vorarbeiten zur neuen Aass.-rle.tung „ach Tricst i„ Augenschein zn nehmen, nber die Se. kais. Hoh.it die vollkommenste Zufriedenheit zu erkennen gab. Von der Quelle fuhr der Dampfer nach Duino, wo der Fürst von Hohenlohe und mehrere Herren aus Görz harrten, um Sr H 'hre Ehrfurcht zu bezeigen. Der Erzherzog begab sich hlcranf m>t seinem Gefolge in Begleitung des Hrn r- Lutteroth nach Aquileja. Heute Nachmittage verfugt sich die Frau Gräfin von Meran und mehrere andere Damen au Bord des bereits mit den übrigen Herren von Dnino zurückgekehrten Dampfers „Trieste" uach Grado, vou wo sie mit dem Erzherzog nnd dessen Begleitung heute Abend wieder hier eintreffen werden. Während der Rückkehr wird in dem festlich ausgeschmückten Saale des „Trieste" ein von den D.rcctorm des Lloyd den hohen Gästen vera.istalteteS Dmer Statt finden. - Folgendes si„d d.e Statuten des Verrines zur Bewaldung des Karstes: 1) Der Zweck des Vereines »st d,e Bewaldung des Karsteo. 2) Diesen Zwcck er-re.cht der Verein durch dir geeigneten Anträge an d" '^'"ung und durch d wisses Ermatten im Vergnügen an der stillen Opposition unverkennbar gewahr werden. Gste, 13. Juni. Von sechs theils des Raubes theils der Mitschuld am Raube überwieseuen Individuen, worunter eine Frau, wurde eines zum Tode, drei zu lebenslänglichem, ein fünftes zu einjährigem nnd die Frau zu vierjährigem schweren Kerker dnrch kriegsgerichtlichen Spruch verurtheilt; auf dem G""' deuwege wurde die Todesstrafe iu die des zwanz'g' jährigen schweren Kerkers umgewandelt; ""ch b>e übrigen Gefangenen erhielten in Anbetracht m.Idern-der Umstände sehr bedeutende Strafnachlässc; der zu einjährigem schweren Kerker Verurthe.lte wurde so. gleich in Freiheit gesetzt; nnr der gegen das Weib, «15 das hartnäckig läuguete, gefällte Urtheilsspruch gelangte zur vollen Ausführung. D e u t j ch l a u d. Stuttgart, 17. Juni. Die „Mg. Ztg." schreibt in Beziehung auf den angeblichen Grafen von St. Alban, über den wir vor einigen Tagen eine Erklärung veröffentlichten: Der Chevalier d'indnstrie, der sich seit etwa 1V, Jahr uuter dem Namen eines Grafen von St. Alban hier herumtrieb, und in ley-ter Zeit viel von sich reden machte, ist nun dnrch die Polizei vollends entlarvt und ausgewiesen worden. Er hat gestern die Stadt und das Land verlassen, nachdem ein lejtter Versuch die polizeiliche Answci-sung rnckga»aig zu machen, total mißlungen war. Dem Vernehme» nach hat die Untersuchung ergeben, daß 5"ser gefährliche Mensch ein gewisser Alerander Vlauduit aus Frankreich ist. Seither treibt er sich (es mögen etwa fünf Jahr seyn) in Belgien und Deutschland unter dem Namen eines Grafen von St. Alban, der ihm nicht gebührt, umher, weisi sich, der Himmel weist wie, ziemliche Summen Geldes zu verschaffen, uud gibt sich bald für einen Vertrauten und Agenten des Grafen v. Chambord, bald für ei< uen apostolischen Generaldelegaten oder Delegate«, eines Trinitarier-Ordens aus :c. :c-, Alles auf Kosten Leichtgläubiger. In Heidelberg, Wiesbaden uud andern Orten in polizeiliche Conflicte gerathen, war jhm hier eine Zeitlang Vieles gelungen, bis er entlarvt wnrde. Göln, 1«. Juni. Die nächsten Assisen werden am 26. k. M. beginnen, uud der Monsterprozeß gegen das commnnistische Complott von Dr. Becker und Genossen dabei znr Verhandlung kommen. Der Anklageact umfaßt einige fünfzig Bogen, nud die bloße Verlesung wird wohl wenigstens zwei Tage in Anspruch nehmen. Frankreich. Paris. 22. Inni. Der „Mouitem" enthält ein vom Hrn. de Persigny gegengezeichnetes Decret des Präsidenten der Republik, wodurch der Gemeinderath von Toulouse für aufgelöst erklärt wird, so wie abermals eine Reihe Personalveranderungcn in der Ma-gistratur. Der Senat hat gestern Sitzung gehalten und darin mehreren von der Kammer <,«««,«"«"«„?„ p)c-sehe»,, do» mcchnungSal'schlüsslN von 1N48 und 1849, so wie dem Gesetz über die Urbarmachung der So-logue, die verfassungsmäßige Genehmigung ertheilt. Der Graf von Chambord hat durch ein neues, von ihm selbst verfaßtes Rundschreiben, datirt vom 10. Juni, seinen Brief aus Venedig bestätigt, und gleichzeitig die dagegen erhobenen Einwendungen beantwortet- ES steht also jetzt für alle Zukunft unumstößlich fest, daß die wahren Legitimisten, diejenigen ausgenommen, die in der Armee dienen, den Eid nicht leisten dürfen, nnd daß diejenigen, die ihn leisten, sich gegen den Willen ihres Oberhanptes auflehnen. Mau versichert, dafi eine italienisch-französische Gesellschaft die Concession für die Eisenbahn von Rom nach Bologna und von Bologna nach Aucona erhalten hat. Die Arbeiten sollen uuvcrweilt beginnen. Den Unternehmern wird cin Ertragsminimum garantirt- Der Minister des Innern hat ein Rundschreiben an alle Prafecten erlassen, in welchem denselben anempfohlen wird, in wichtigen Augelegeuheiten mit Zuziehuug des Prafectnrraths zu beschließe». Der Kriegsminister hat ein kriegsgerichtliches Verfahren gegen den im Auslande befindlichen Er-Montagnard Brückner, Capital, der französischen Artillerie, eingeleitet, weil derselbe eine Stelle in der Gewehrfabrik zn Lüttich angenommen hat. Der Kriegsminister will ihn zum Verlust seines Grades verurtheilen lassen. ?"" "^' ^'" "'^ ""^ Paris geschrieben, dafi die Regierung daran denkt, den Papierhandel und die Paplerfabrikation in ein Monopol zu verwandeln, wie das des Tabaks. S p a n i e n. Madrid, <3. Juni. Die Uebcrschreitungen der französischen Schäfer an der spanischen Gränze sind in den letzten Tagen so bedeuteud geworden, daß der Gouverneur der Provinz Navarra, Herr Gisbert, den Gen.-Capitän um militärische Hilfe ersucht, und dieser ein Detaschement Trnppen nach Ochagavia, im Thale Salazar, und ein zweites nach Errazn, im Baztan-Thale, abgeschickt hat. Großl'ritlllll'.irn und Irland Die traurigen Verhältnisse in Irland lassen sich am besten aus der eben reiöffenllichten partiellen Verbrechenstatistik ermessen. Es waren seit dem 1. Januar 184!) bloß in den berüchtigten Grafschaften Lonth, Armagh nnd Monaghan -i01 Fälle von agrarischen Verbrechen vorgekommen, darnnter Morde, Naubanfälle und Brandlegungen der scheußlichsten Art. Und doch wurden, überwieseue Mordthaten abgerechnet, bloß 118 Personen eingezogen, und keine höhere Strafe als 7jährige Transportation zuerkannt. H m c r i k a. Tan Francisco, 2. Mai. Die Weißen im Lande fürchten eine chinesische Invasion, denn mit jedem Schiff kommen 600 bis 1000 „Himmlische" an, und man spricht sogar von 10.000 Bezopften, die <>n mur,^ auf einer Kauffahrtei-Flottille aus Cau-ton und andern Häfen heransegeln wollen. Das allgemeine Vorurtheil gegen die Chinesen, welche angeblich alles Geld wegschleppen, ohne dafür den mindesten Ersatz zu leisten (?), hat sogar den Gouverueur zu einer Botschaft an die Legislatur veranlaßt, worin er von der Annahme ansgeht, daß die chinesischen Einwanderer alle Lohnarbeiter sind, die beinahe ihre ganze Goldansbente an ihre Principale abgeben. Das wird nun von Personen, die China genan kennen, in Abrede gestellt. Die Opposition gegen die Chinesen geht von sehr beschränktem Standpuncte aus. Mau übersieht, welchen Vortheil die amerikanische Schifffahrt von dem Passagiergelde zieht, welches sie zahlen ; daß sie Häuser bauen oder miethen, daß sie steuern wie jeder Andere, daß sie ungeheuere Massen Importartikel verzollen, tansend Einkanfe machen u. s. w. Noch wichtiger sind die mittelbaren Vortheile, welche die ausgedehnte Handelsverbindung mit China durch sie verspricht. — Die Chinesen haben dmch einige ihrer Wortführer, deren Vormann sich des schone,, Namens Hab-wa erfreut, znr Antwort auf die Botschaft des Gouverneurs ein Schreiben veröffentlicht, welcher in seiner Art vortrefflich ist, und einen schlauen Humor athmet. Sie sagen dem Gouverneur, daß in ihrem Vaterlande alle großen Männer Gelehrte sind, nnd daß dort eines Mannes Rang genau im Verhältniß zu seiuer Erziehung steht-Darans folgt, daß der Gouverneur, da er kraft seines hohen Amtes ein großes Thier ist, natürlich auch gelehrt seyn müsse. Das ist ein gnter Hieb. Einer von allgemeinerem Charakter liegt in den Zeilen: > „Wir längnen nicht, daß viele Chinesen lügen, aber das thun anch viele Amerikaner, selbst vor Gericht." Hab-wa hält offenbar die letztere Schwäche für etwas Schlimmeres, als eine offenbare Nothlüge." Der Ton dieses Schreibens hat die Meinuug um ein Bedeutendes zu Guusten der „Himmlischeu" gewendet, uud es ist zu hoffen, daß das Vorurtheil gegen sie bald erlöschen wird. Das angedrohte Eiuschreiteu gegen diese armen harmlosen Leute ist von Wichtigkeit; denn, sollten die illiberalen Maßregeln gegen sie durchgehen , so würden die californ. Solone ihre Kunst auch an auderen und bedeutenderen Ansiedlern versuchen. Es schleicht sich ohnehin eine so rasende und unersättliche Besteueruugswuth in die dortige Gesetzgebung ein, daß sie der Industrie und dem Capital des Landes ernstlichen Schaden zu bringen droht. Nichts entgeht den Fängen der Steuereinnehmer in San Francisco und Sacramento, den Hauptsitzen califor-nischen Handels. - Gewisse, nicht uneigennützige Personen haben das Gerücht ausgesprengt, daß die Ergiebigkeit der Minen nachzulassen anfange. Die großen Goldstaubversenduugeu deS letzten Monats widerlegen dieß Gerede hinlänglich. — Goldstaub gilt jetzt in San Francisco und in Sacramento 17 Doll. 2.'> c. bis 40 c. per Unze; etwas wohlfeiler ist er im Innern deS Landes. Neues uud Neuestes. Wien, 27. Juni. Se. Majestät der Kaiser werden nach ossicicller Meldung der „Pesther Ztg." vom 24. Juni bis 15. Juli das südwestliche Ungarn bereisen, nud die Städte Stnhlweisienbnrg, Fünfkirchen, Kefithely, Füred, Wesiprim, Raab, Babolna, Comorn, Gran mit Allerhöchstlhrer Anwesenheit beglücken. Am 3. Juli kehren Se. Maj. nach Ofen zurück, verweilen daselbst bis znm 6., und setzen dann die Fahrt über Waitzen, Schemnil), Kremnitz, Neutra, Nenhäusel fort, und kehren am 11. nach Ofen zurück, wo Sie bis zum 1>l. verweilen, und der Eilt-hüllnng des Hentzi-Monumentes beiwohnen. Vom I.'l. bis 1l>. Juli wird die Reise in der Militärgränze und dem Kraschoer Districts fortgesetzt. Vom 20. Inli bis 3. August währt der allerhöchste Allfeuthalt in Siebeubürgen, worauf Seine Majestät über Nagy-Banya, Szigech, Munkats, Epcries, St. MicloS, Trentschiu, Tyrnail nach Preßburg gehen. Am 111. Angust werden Se. Majestät wieder in Wien eintreffen. Telegraphische Depesche an Se. Ercelleuz den Herrn Feldmarschall-Lieutenant v. Kempen in Wien. Pesth, 26. Juni. Heute Morgens verfügte» sich Se. k. k. apostol- Majestät zum Ererciren der Truppen anf den RakoS. Vormittag Andienzcn. Telegraphische Depeschen. — Verlin, 23. Juni. Se. Maj. der König wird am 4. k. M. hier zurückkommen. Der preußische Gesandte zu Paris, Graf Hatzfeld, ist schwer erkrankt. Der Ministerpräsident wird sich morgen auf 3 Tage in die Lausitz begeben. — Frankfurt, 24. Iuui. Die gesetzgebende Versammlnng beschloß an den Senat das Ansuchen zu stellen, das Verfassnngswerk schleunig und unbeirrt durch innere oder äußere Einmischung in Erledigung zu bringen. — Frankfurt, 25. Juni. 1'/, pctige 73'/,; «pctige 82'/.,; Wien 101'/,; lomb. 88. Der h,e- , sigen Handelskammer ist eine von zahlreichen Kans-leuteu gefertigte Bittschrift zugekommen, worin der Wunsch bezüglich der Erhaltung deS deutschen Zollvereines und eines stufenweise« Anschlusses an Oesterreich ausgesprochen wird. Die Handelskammer hat dieses Gesuch als rücksichtSwürdig anerkannt, und eS l'ei dem Senate befürwortet. — Florenz, 22. Inni. Ein Postvertrag mit Piemont ist abgeschlossen und so eben veröffentlicht worden. — Turin, 22. Juni. Der Abgeordnete Sineo hat deu Bericht der Commission bezüglich des Ehe« gesetzes der Kammer vorgelegt. Dem Veruehmen nach hätten sich die Commissionsmitglieder Deforest«, Ravina, Faraforni gegen die unbedingte Annahme, und für bedeutende Modificationen deS Entwurfs ausgesprochen; dagegen hätten ihn Giuglianetti, Robeochi, Sineo sofort annehmbar gefunden, und indem sich letzteren noch das Mitglied Cornero anschloß, sey daS Majoritätsgutachten für die Annahme des Gesetzentwurfes ausgefallen. In der periodischen Presse wird der Gegenstand auf daS Lebhafteste discntirt. Gegen daS Gesetz schreiben: ,,^i-m < mll-si^r 5," „Uon 5<'N5" UNd „!« <'l!»." — Turin, 23. Juni. Die Ehegesetzcommission bat ihren Bericht erstattet. Sie schlägt in der Hauptsache die Annahme deS Entwurfes vor. Brofferio wünscht unverzügliche Discnssion. Nach einer Zwi-schenrede Cavonr's beschließt die Kammer früher noch den Entwurf in Betreff der Bankreform vorzunehmen. Der „Independant" , ein in Aesta erscheinendes Journal, nennt daS Ehegesetz antikatholisch und anticonstitutionell, weil es ein Sacrament aufhebe, und den ersten Artikel der Verfassung verletze. — Thiers ist am 21. in Chambery angelangt und nach Genf abgereist. — Genna, 23. Juni. Der Prinz Heiurich von Preußen ist aus Neapel hier eingetroffen. — Paris, 24. Juni. Gestern votirte der gesetzgebende Körper das Budget des Staatsministeriums, der Ministerien des Auswärtigen, des Cultus, des Unterrichtes, der Justiz, verwarf jedoch die Se? natoren-Dotationen. - Paris, 26. Juni. Renten 101.38; 70,36. Gestern votirte der gesetzgebende Körper das Bndget für die Ministerien deS Innern, der Marine und deS Krieges, verwarf aber den Credit für die Schloßbau-Neparaturen. -- London, 24. Juni. Consols 100"/,: österr. Anlehen 3^—4'. Prämie. Verleger: Issn. v. Kleinmayr und Fedor Namberu. Verantwortlicher AiHansi zur HmImHerSeitunA Telessraphischer Eonrs«Vericht der Staathpapiere vom 26. Juni 1852. SlaatSschuldverschreil'ungtn zu 5 p(§t. (ln EM.) 9« 3/16 betto ' „ ^«/^ » , 877/8 detto „ 4 .. .. 7« 5/8 dctto ., 3 .. .. 5» 3/^ Darlehen mit Verlosung u. I. l839, filr 250 N. 326 7/8 Ncucs Anlchcu l^ler» ä........ 98'VI6 Lmnl'ard. Anlchm ......... 1043/4 Actien dcr Kaiser Ferdinands-Aordbahu ^ zu 1000 ft. C. M....... 2070 il. iu(5. M. Acticn dcr Wien Gloggnihcr: Eisenbahn zil 500 ft. E. M.....792 1/2 st. in C. M. Attien dcr österr. Donau-Damvfschiffsahrt zu 5i00 ss. C. M. ..... 719 1/2 fi. in C. M. Wechsel-(sours vom 26. Juni l«52. Augsburg, sür 100 Guld,» Vor., Gillb. 118 3/8 Uso. Frankfurt n.M., (für 120 ft. südd. Ver« m24 l/2 st. Fusi, Guld.) N7 3/t I Monat. Haioburg. sür 100 Thaler Äamo. Rthl. 175 « Monat. London, für 1 Pfnnd Sterli», Gulden ^ ^^^0 lurze^Ticht. Mailand, für 30« Oesterreich. Lire, Guld. 1 l 8 1/2 Vf. 2 Monat' Marseille, sür 300 Fransen, . Huld. 140 t/4 2 Monat. Varis, für 300 Franke» . . Swlb. 1W i/4 2 Monat. Gold- und Silber-Eourse vo», 26. Juni 1852. Vrief. Veld. Kais. Münz-Dncattn Nqio .... — 263/4 dctto Rand- dto ...... - 261/i Napolconsd'or's „ . . . . — 9.3l Eouvcrainsd'or's „ . . . . — 16.30 Nuß. Imperial ...... — 9.4g Friedrichsd'or's ...... — 9.52 Engl. Sovcramgs ...... — N.52 Silberagio ........ — 18 Getreid - Durchschnitts - Preise in Laibach am 23. Juni 1852. Marktpreise. Magazins. Ein Wiener Metzen P"lse. si. ! kr. fl. > kr. Weizen ... 4 40 ^ 5 — Klikmutz ... — __ i^ H ^^ Haldfrncht . . -.. ^ ! 4 20 Kon, .... 4 »'/ 4 kwste .... . _ " ^ ^ Hilse . . . , — — l 3 54 Heiden ... — — ,3 — Hafer .... l 12 , 2 l2 Z. 337. !» (!) Nr. 7329. Kundmachung. In den letzten Tagen des Monates Jänner l. I. ist in der nächsten Umgebung Laibach's ein 25» si. CM. übersteigender Geldbettag gefun^ den worden. Der Eigenthümer wolle sich bei dieser k. k. Stadthaliptmannschaft melden und sein Eigen-thumsrecht nachweisen. K. k. Stadthauptmannschaft und Polizei-Direction. Laivach am 25 Juni 1852. It a z g 1 a s. Poslednjc dni mesc-i Jantiarja t. J. j<: hilo blizo Ljubljane vec kct 25 goldinar-jou najdenih. Kdor jeh je zgubil in se more skasali, da so njegovi, ucj >e lukaj oglasi. Cetf. kialj INI«;.smi Poglavars!vu in IV;-lizia la a5. Llosnika i8'25- Z. 838. (3) l^/- Der Gtferligle macht hilmit einem hohen Adel und verthrungswüldigen Publikum die ergeben, ste Anzeige, daß er das Einlassen und Putzen der Zimmerböden aus dem Grunde verstehe und die von ihm htlgcrickteten Fußböden u. Parquctten eine ganz besondere Dauer und Schönheit erhalten. Da er hicr in Laibach mehrere öffentliche Salons eingelassen u. geputzt und sich jederzeit die vollste Zufriedenheit erworben hat, so empfiehlt er sich fernern geneigten Auftragen. Auch Fußboden von weichem Holz werden von ihm so wie von hartem Holz hergestellt, Jacob Pinklechner. Wohnhaft: Hinter dcr Mauer, H.. Nr. 252 in der Stadt oder im Kassehhause des Hrn. Herrmann anzufragen. Z78677^ Eine Winhschaftsleiterin wird für Innerkrain gesucht. Näheres im Hause Nr. 8 im 3. Stock/ am Platze. Z. 860. (!) Ginladuug an die Herrn Mitglieder der Landwirthschaftgesellschaft und des Industrie - Vereines. Se. kaiserliche Hohelt d^r durchlauchtigste Herr E^zh.rzu^ IohaNN haben von Trieft aus der hierländigen Lanowirthschaftgesellschast gnadigst zu eröffnen geruht, daß Höchstdieselbcn an dcr am 1. Juli d. I. abzuhaltenden Versammlung der LandwltthschaftgeseUschaft und des Industrie-Vereines Theil nehmen, und nach abgehaltener Sitzung den neuen Zubau der Io, sephsthaler Papierfabrik und in Kaltendrunn die Londoner Ackcrgeräthe und Maschinen besichtigen wollen. Der gefertigte Ausschuß beeilt sich, diese höchsterfreuliche Nachricht allen Herren Mit« gliedern der Landwirthschaft und des Industrie-Vereines mit dem Beisatze zur Kenntniß zu bringen, daß die Versammlung am o!)k»>sagten Tage im großen Saale deä Magistratsstebaudes Etatt finden und um ?> Uhr Vormittags beginnen werde, wozu hiemit die Einladung geschieht. Vom Ausschüsse der Landwirthschaftgesellfchaft und des Industrie-Vereines, am 23. Inni ««32. Z. «56. (l) Von der bei Gngelhorn st Hochdanz in Stuttgart erscheinenden Allgemeinen Muster - Ieitung. Aibum sür weibliche Arbeiten und Moden, Preis vierteljährig 5l kr., ist die erste Nummer des 2ten Semesters für lk'>2 bereits «msa/a/den, und werden hierauf, so wie au» die verflossene« Quartale, von jeder Nuchl) a n dll, nq und all cn Post a m teln Bestellungen angenommen, namentlich uon G. lurcher, «I. CUoiifiiii n. J'gii. v. Klriiiiiiayr *!• Fcdor nam^^rg ln italbach. 3. 757. (4) Freitag und Tamstaa anl 16, « Treffer im Vetrage vo« «».««» ft. W. W. gewonnen worden, es sind daher an obiaeu « Tagen noch »«.H«<ß Treffer in der Ge sammtsnmme von 4 3.5.««« Gulden, z« gewinnen. Wien. im Iuni »^5« O. M. Perissutti, k. k. priv. Großhändler. In Laibach sind Lose zu haben bei Hrn. Ioh.Gv.3S"tscher, so wie in mehreren andern soliden HandluiMU.